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Bei Opferritual erstochen - Rätsel von 140 Kinderskeletten in Peru gelöst

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Apr 2018 15:11

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Raetsel-von- ... 09683.html
Samstag, 28. April 2018
Bei Opferritual erstochen - Rätsel von 140 Kinderskeletten in Peru gelöst

Menschenopfer gelten heute als besonders grausam. In alten Kulturen gehörten sie jedoch oftmals zum religiösen Selbstverständnis. Ein Beleg dafür ist eine Opferstätte der Chimú-Kultur, an der vor über 500 Jahren zahlreiche Kinder sterben mussten.


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Archäologen haben in der Nähe der peruanischen Stadt Trujillo einen ebenso überraschenden wie verstörenden Fund gemacht. Ein internationales Forscherteam entdeckte insgesamt 140 Kinderleichen. Die Experten vermuten, es könnte sich um die weltweit größte jemals gefundene Kinderopferstätte handeln.

Die Grabstätte, bekannt als Las Llamas, enthielt demnach die sterblichen Überreste der Kinder und außerdem die Kadaver von 200 jungen Lamas. Die Kinder waren nach Angaben der Archäologen zwischen fünf und 14 Jahren alt. Der Zeitschrift "National Geographic" zufolge wurden Kinder vermutlich bei einer Zeremonie vor etwa 550 Jahren rituell geopfert. Ihre Leichname wurden dann in den Sand eines Steilhangs eingegraben. Sie sind bei den Ausgrabungen sehr gut erhalten. Auf vielen Schädeln hafteten noch immer die Überreste roter Farbe, die bei rituellen Opferungen verwendet wurde.

Vermutlich stammt die Begräbnisstätte aus der Zeit der Chimú-Kultur. Das zweitgrößte Reich nach der Inka-Kultur ist bekannt für seine Opferrituale. Es wird angenommen, dass die Kinder geopfert wurden, nachdem Überschwemmungen durch El Niño die Küsten verwüstet hatten.
Das Wichtigste, was sie hatten

"Sie haben den Göttern möglicherweise das Wichtigste angeboten, was sie als Gesellschaft hatten, und das Wichtigste sind Kinder, weil sie die Zukunft repräsentieren", sagte Gabriel Prieto, Archäologieprofessor an der Peruanischen Nationaluniversität von Trujillo. Prieto zufolge fanden die Forscher auch Fußabdrücke, die noch immer erhalten sind. Sie zeigen, dass die Kinder aus Chan Chan, etwa eineinhalb Kilometer von Las Llamas entfernt, zu der Opferstätte gekommen waren.
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Die Kinder waren mit Blick auf das Meer begraben worden, während die Lamas zu den Anden hin begraben wurden. Schnitte an Knochen, insbesondere an den Brustbeinen der Kinder, deuten darauf hin, dass die Opfer erstochen wurden. Die Forscher vermuten, dass den Opfern die Herzen entfernt worden sein könnten.

Die Forscher zeigten sich überrascht über den Fund: "Ich jedenfalls hätte nie damit gerechnet", erklärte der Anthropologe John Verano von der Tulane University gegenüber "National Geographic" und fügte hinzu: "Und ich denke, auch sonst niemand." Devano ist Teil des internationalen Forscherteams, das sich um die Dokumentation des Fundes kümmert.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 49291.html
Von Einhornknochen und Plagiaten: Irrtümer der Archäologie Von Einhornknochen und Plagiaten: Irrtümer der Archäologie

Quelle: n-tv.de , sba
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Skelett in Pompeji gefunden - Auf der Flucht von einem Stein erschlagen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jun 2018 21:45

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Auf-der-Fluc ... 56556.html
Skelett in Pompeji gefunden - Auf der Flucht von einem Stein erschlagen

Wie dramatisch die letzten Stunden Pompejis sein mussten, beweist ein neu entdecktes Skelett: Als der Vesuv ausbricht, versucht der Mann wohl noch zu fliehen. Doch aufgrund einer Behinderung ist er nicht schnell genug - und wird von einem Stein zerquetscht.


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Italienische Archäologen haben in Pompeji einen außergewöhnlichen Fund gemacht: Sie entdeckten in der Ruinenstätte unter einem Trümmerstück ein fast 2000 Jahre altes Skelett. Der Mann war wohl auf der Flucht vor der Vulkanasche in Pompeji, als er von einem Steinblock erschlagen wurde. Seine Überreste liefern neue Erkenntnisse über das Fluchtgeschehen während der Katastrophe im Jahr 79.
Der Kopf des Skeletts wurde bislang noch nicht gefunden, aber die Forscher gehen davon aus, dass er unter dem massiven Steinblock begraben ist.
Der Kopf des Skeletts wurde bislang noch nicht gefunden, aber die Forscher gehen davon aus, dass er unter dem massiven Steinblock begraben ist.
(Foto: AP)

Das Skelett sei das erste, das bei den neuen Ausgrabungen in der sogenannten Region V Pompejis entdeckt wurde, teilte das italienische Ministerium für Kulturgüter und Tourismus mit. Der Brustkorb des Mannes war von dem Steinquader zerquetscht worden.

Nach ersten Untersuchungen der Wissenschaftler handelte es sich um einen erwachsenen Mann von mehr als 30 Jahren. Verletzungen in Höhe der Schienbeine deuteten an, dass er an einer Knochenentzündung litt und deshalb gehbehindert war. Deshalb habe er bei den ersten Anzeichen der Vulkaneruption wohl nicht schnell genug fliehen können. Eine mächtige Gas- und Aschewolke habe ihn rücklings umgeworfen, dann sei der Steinblock - womöglich ein Türpfosten - auf ihn gefallen.
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Die Stadt Pompeji am Südwestrand Neapels war zusammen mit mehreren Nachbarorten beim Ausbruch des Vesuvs vor 1939 Jahren unter Asche begraben - und weitgehend konserviert - worden. Was für die Bewohner eine Tragödie war, ist damit lange Zeit später für Archäologen zum Glücksfall geworden. Die Unesco-Welterbestätte zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an. Am Umgang der italienischen Behörden mit dem Kulturschatz gab es allerdings wiederholt Kritik.

Die Ausgrabungen in Pompeji begannen schon im 18. Jahrhundert, doch auch im 21. gibt es immer noch Neues zu entdecken. Erst Anfang Mai waren nahe der Stadt die Überreste eines Pferdes gefunden worden.

Quelle: n-tv.de , hny/dpa

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2000 Jahre altes Grab am See Genezareth

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jun 2018 17:21

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/20 ... 74101.html
2000 Jahre altes Grab am See Genezareth

In der israelischen Stadt Tiberias machen Bauarbeiter eine historisch bedeutsame Entdeckung, als ein Bagger eine unterirdische Höhle freilegt. Zehn Meter unter der Oberfläche liegt ein Grabkomplex, der wahrscheinlich aus der Römerzeit stammt.


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Von einem "fast einzigartigem Fund auf diesem Gebiet" spricht die Israelische Altertumsbehörde, nachdem israelische Bauarbeiter eine rund 2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth im Norden Israels entdeckten. Ein Bagger legte den Eingang der rund zehn Meter unter der Oberfläche liegenden Höhle frei. Jair Amizur von der Altertumsbehörde bestätigte den Fund in der israelischen Stadt Tiberias.
Die Grabkammer beherbergt mehr als zehn Grabnischen, in denen die Toten beerdigt wurden.
Die Grabkammer beherbergt mehr als zehn Grabnischen, in denen die Toten beerdigt wurden.
(Foto: picture alliance/dpa)

Die Grabkammer aus der Römerzeit sei schätzungsweise zwei Meter hoch und habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Kammer vermutlich mehr als zehn Grabnischen. In den Nischen wurden die Toten beerdigt. "Die Höhle muss als Grabkomplex für eine Familie gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat", so Amizur.
Details deuten auf reiche Familie hin
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Die Arbeiten an dem Kalkstein seien in hoher Qualität ausgeführt worden, die Dekorationen aufwendig, die Inschriften auf Griechisch. Dies alles deute auf eine reiche Familie hin. Die Eingangskammer ist bunt verputzt, wie die Altertumsbehörde mitteilt. Außerdem gibt es verzierte Knochenkisten aus Stein und Keramik, in die später die Knochen der Toten gelegt wurden. Die Grabnischen wurden mehrfach verwendet.

Tiberias wurde nach Angaben der Altertumsbehörde vor 2000 Jahren gegründet, im Jahre 18. Sie ist nach dem römischen Kaiser Tiberius benannt. Die Stadt liegt am Ufer des Sees Genezareth im Norden Israels und ist bereits seit Jahren das Zentrum archäologischer Ausgrabungen.
Datenschutz Zum Original https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/20 ... 74101.html

Quelle: n-tv.de , psa/dpa

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China verkündet Sensationsfund - Älteste Frühmenschenspur außerhalb Afrika

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jul 2018 20:42

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https://www.n-tv.de/wissen/Alteste-Frue ... 24157.html
Mittwoch, 11. Juli 2018
China verkündet Sensationsfund - Älteste Frühmenschenspur außerhalb Afrikas

Wann verließen die ersten Frühmenschen Afrika? Forscher wollen in China die bislang ältesten Spuren einer Besiedlung entdeckt haben. Der Fund würde die paläoanthropologische Sicht auf die Besiedlung der Erde revolutionieren - wenn die Belege ausreichen.

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In China wollen Forscher die mit Abstand ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt haben. In Shangchen (Provinz Shaanxi) fanden sie knapp 100 Steinwerkzeuge sowie Tierknochen in Sedimentschichten, die bis zu 2,1 Millionen Jahre alt sind. Bisheriger Rekordhalter ist mit einem Alter von 1,8 Millionen Jahren die Fundstätte Dmanissi in Georgien, an der aber - im Gegensatz zu Shangchen - auch frühmenschliche Knochen entdeckt wurden. Sie werden Homo erectus zugeschrieben.

Der jetzige Fund zeige, dass Vertreter der Gattung Homo Afrika deutlich früher verlassen haben müssen als bisher gedacht, schreibt das Team um Zhaoyu Zhu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Robin Dennell von der englischen Universität Exeter im Fachblatt "Nature". Ein unabhängiger Experte bewertet die Entdeckung allerdings skeptisch.
Bislang frühesten Funde von Homo sapiens 300.000 Jahre alt
Mitglieder des Grabungsteams an einem Hang des Lössplateaus, wo die bislang ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt wurden.
Mitglieder des Grabungsteams an einem Hang des Lössplateaus, wo die bislang ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt wurden.

Dass alle Frühmenschen aus Afrika stammen, gilt als sicher. Dort habe es Hominine vermutlich schon vor mehr als sechs Millionen Jahren gegeben, schreibt John Kappelman von der University of Texas in Austin in einem "Nature"-Kommentar. Zum Vergleich: Die bislang frühesten Funde von Homo sapiens sind etwa 300.000 Jahre alt und stammen aus Marokko. Der moderne Mensch verließ Afrika - nach bisherigem Wissensstand - erst vor grob 100.000 Jahren.

Andere Frühmenschen, darunter die Vorfahren der Neandertaler (Homo neanderthalensis), waren schon früher außerhalb Afrikas unterwegs. Forscher gehen davon aus, dass sich vor Hunderttausenden Jahren ein ganzes Spektrum verschiedener Menschenarten in Afrika und auch auf anderen Kontinenten tummelte, die inzwischen alle ausgestorben sind - bis auf den Homo sapiens.
Steinwerkzeuge und Tierknochen entdeckt

In China fanden die Forscher an steilen Hängen des Chinesischen Lössplateaus 96 Steinwerkzeuge. Darunter waren anscheinend mehrfach nachbehauene Objekte, die zum Schneiden, Schaben und Bohren dienten, sowie größere Steine, die vermutlich als Hammer genutzt wurden. Fast alle sind aus Quarz oder Quarzit und stammen vermutlich von den fünf bis zehn Kilometer südlich entfernten Ausläufern des Qin-Ling-Gebirges. Zudem fanden die Forscher Tierknochen von Hirschen (Cervidae) und Rinderartigen (Bovidae).

Datiert wurden die Funde mithilfe des sogenannten Paläomagnetismus. Das Team verglich in den Fundschichten die Ausrichtung magnetischer Mineralien mit der früheren Polarität des Erdmagnetfelds, das sich im Lauf der Erdgeschichte verändert und sogar in gewissen Abständen umpolt. Somit konservieren diese Mineralien die Ausrichtung des Erdmagnetfelds zu einer bestimmten Zeit. Die jüngsten Fundschichten sind den Forschern zufolge etwa 1,3 Millionen, die ältesten 2,1 Millionen Jahre alt. "Das macht es notwendig, die Datierung der anfänglichen Verbreitung der frühen Homininen in der Welt zu überdenken", schreibt das Team.
Bemerkenswerter Fundort

"Nature"-Kommentator Kappelman findet die Datierung überzeugend. Die gefundenen Werkzeuge ähneln demnach jenen in Afrika, die aus der gleichen Zeit stammen. Der Anthropologe glaubt, dass schon die Nutzer der neu entdeckten Objekte Vertreter der Gattung Homo waren. Bemerkenswert ist aus Sicht des Experten der Fundort im Osten von Asien - also sehr weit von Afrika entfernt. "Die Reise über grob 14.000 Kilometer von Ostafrika nach Ostasien bedeutet eine Ausdehnung des Lebensraums in dramatischer Dimension", schreibt Kappelman.

Jean-Jacques Hublin, Direktor am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, der an der Entdeckung der ältesten Homo-sapiens-Funde beteiligt war, ist hingegen vorsichtig. "Wenn sich dieser Fund bestätigt, wäre das eine Sensation", sagt er. Denn er fiele in eine Epoche, die sogar dem Homo erectus in Afrika - die ältesten Funde sind dort 1,9 Millionen Jahre alt - nach derzeitigem Kenntnisstand deutlich vorausginge.
"Außergewöhnliche Behauptungen brauchen außergewöhnliche Belege"
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"Wenn man außergewöhnliche Behauptungen aufstellt, braucht man außergewöhnliche Belege", sagt Hublin. Sowohl der Fundort als auch die Datierung werfen nach Ansicht des Forschers Fragen auf, die noch überprüft werden müssten. Zum einen lasse sich an dem Fundort - äußerst steilen Hängen - nicht ausschließen, dass Objekte aus jüngeren in ältere Lössschichten abgerutscht seien, etwa durch Risse und Spalten. "Wenn man eine Schicht mit Artefakten findet, muss man sie auf einer großen Fläche freilegen und zeigen, dass man eine konstante Verteilung findet. Das sehe ich hier nicht." Stattdessen hätten die Forscher die Hänge bislang nur sehr oberflächlich abgetragen.

Darüber hinaus sei die paläomagnetische Datierung anfällig für Fehler: Sie zeige kein absolutes Alter an, sondern nur eine bestimmte Ausrichtung des Magnetfelds, deren Alter sich nicht mit Sicherheit bestimmen lasse. Dennoch sei die Studie interessant, betont Hublin. "Wenn die Behauptung nachgewiesen wird, würde das unsere Sicht auf die Besiedlung der Welt revolutionieren."

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa

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Einkorn, Fleisch und viel Fett - Das war Ötzis letzte Mahlzeit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jul 2018 21:00

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https://www.n-tv.de/wissen/Das-war-Otzi ... 25997.html
Einkorn, Fleisch und viel Fett - Das war Ötzis letzte Mahlzeit

Die Mumie von Ötzi, dem "Mann aus dem Eis", ist sehr gut untersucht. Nur der Mageninhalt war noch nicht richtig analysiert worden. Forscher rekonstruieren nun sein letztes Mahl und schließen daraus auf die Ernährung der Menschen vor 5300 Jahren.

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Ötzi hat in den letzten Tagen vor seinem Tod Steinbock, Hirsch und Getreide gegessen und dabei reichlich Fett verzehrt. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der Analyse seines Mageninhalts. Der Gletschermann habe das Fleisch roh oder vielleicht getrocknet gegessen, es sei aber nicht stark erhitzt worden, schreiben die Forscher um Frank Maixner vom Institut für Mumienforschung im italienischen Bozen im Fachblatt "Current Biology".

Maixner geht davon aus, dass Steinbock und Hirsch regelmäßig auf Ötzis Speiseplan standen. Der Mageninhalt war bislang - im Gegensatz zum Darm - nicht eingehend analysiert worden. Der Magen hatte sich bei der Mumifizierung verschoben und war erst 2009 bei Nachuntersuchungen entdeckt worden.
Hälfte des Mageninhalts war Fett
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Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit

Auffällig ist den Forschern zufolge vor allem, dass Fett etwa die Hälfte des Mageninhalts stellte. So habe Ötzi die nötige Energie für Wanderungen in großer Höhe aufnehmen können, schreiben sie. "Die hohe und kalte Umgebung ist für den Körper besonders fordernd und erfordert eine optimale Nähstoffversorgung, um schnell einsetzenden Hunger und Energieverlust zu vermeiden", wird Studienleiter Albert Zink in einer Mitteilung der Zeitschrift zitiert. "Der Eismann war sich anscheinend völlig bewusst, das Fett eine vorzügliche Energiequelle ist."

Dass Ötzi Steinbock gegessen hatte, war bereits 2002 bei Untersuchungen des Darms festgestellt worden.Und im Januar 2017 hatte der deutsche Mumienspezialist Zink berichtet, dass der Gletschermann als letzte Mahlzeit höchstwahrscheinlich getrocknetes Steinbockfleisch, eine Art steinzeitlichen Südtiroler Speck, zu sich genommen hatte. Die neue Studie zeigt nun, dass Steinbock und Hirsch am Ende seines Lebens zu seinen Mahlzeiten zählten. "Die Proteine passen zu Muskelfasern des Steinbocks, er hat also wirklich das Fleisch gegessen", sagt Maixner.
Spuren eines giftigen Farns

Ob es sich bei dem Hirsch um Fleisch oder um Innereien handelte, blieb dagegen unklar. Die verzehrten Körner waren demnach Einkorn, eine frühe Form von domestiziertem Getreide. Zudem enthielt der Magen Spuren eines giftigen Farns. Möglicherweise habe er dies versehentlich aufgenommen, vielleicht aber auch damit Magenprobleme behandeln wollen, schreibt das Team. Anfang 2016 hatte die Forschergruppe herausgefunden, dass Ötzi mit einer aggressiven Variante des Magenkeims Helicobacter pylori infiziert war. Heutzutage trägt etwa die Hälfte aller Menschen das Magenbakterium, das Entzündungen, Magengeschwüre und Krebs verursachen kann.
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Ötzi lebte vor 5300 Jahren und wurde hinterrücks mit einem Pfeil niedergestreckt. Studien deuten darauf hin, dass er die letzten zwei Tage seines Lebens recht rastlos verbrachte. Deutsche Wanderer hatten die Eismumie im September 1991 in der italienisch-österreichischen Grenzregion in der Nähe des Tisenjochs auf 3210 Metern Höhe entdeckt. Von dort wurde er ins Archäologische Museum nach Bozen gebracht.
Laktoseintolerant und tätowiert

Seither arbeiten Wissenschaftler daran, der Mumie möglichst viele Informationen zu entlocken. Neben dem Mord an Ötzi und immer mehr Details zur Ernährung weiß man inzwischen auch, dass er etwa Karies hatte. Augenfarbe, DNA und Blutgruppe sind bekannt - ebenso, dass der Gletschermann laktoseintolerant und tätowiert war.

Maixner will die Ernährung Ötzis auch in den kommenden Jahren weiter erforschen. So gebe es etwa die Idee, die Darmflora zu untersuchen und mit der Darmflora heutiger Menschen zu vergleichen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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