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Hubble-Studie mit Roten Riesen - Wie schnell wächst das Weltall ?

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jul 2019 21:21

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Wie-schnell- ... 59111.html
Hubble-Studie mit Roten Riesen - Wie schnell wächst das Weltall ?
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Das Hubble-Weltraumteleskop wurde von der Nasa und der Esa gemeinsam entwickelt und nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt.

(Foto: Nasa/dpa)
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In welcher Geschwindigkeit das Universum expandiert, dazu liefern Untersuchungen bisher widersprüchliche Ergebnisse. Eine neue Messmethode sollte diesen Konflikt lösen - sie findet heraus: Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Astronomen haben mit einer neuen Methode die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums bestimmt. Das Ergebnis liefert allerdings nicht die erhoffte Lösung eines Konflikts früherer Messungen. Der neue Wert liegt in der Mitte, wie das Team um Wendy Freedman in einer kommenden Ausgabe des Fachblatts "The Astrophysical Journal" berichtet. Sollte sich die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Messwerten nicht ausräumen lassen, könnte dies auf eine Unvollständigkeit in unserem Modell vom Universum hindeuten.
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Diese Galaxien wurden vom Hubble-Programm ausgewählt, um die Expansionsrate des Universums zu messen (Hubble-Konstante). Mittlere Reihe: das volle Sichtfeld von Hubble. Die untere Reihe zoomt noch mehr in die Hubble-Felder. Die gelben Kreise zeigen Rote Riesen.

(Foto: NASA, ESA, W. Freedman (Univ. of Chicago), ESO, Digitized Sky Survey/dpa)

Seit dem Urknall dehnt sich das Weltall aus. Das hat der US-Astronom Edwin Hubble vor rund 100 Jahren entdeckt. Dabei wächst der Kosmos wie ein Hefekuchen: Jede Rosine im Kuchen entfernt sich von allen anderen und zwar umso schneller, je weiter zwei Rosinen voneinander entfernt sind.

Die Geschwindigkeit, mit der dieser kosmische Hefekuchen wächst, heißt zu Ehren des Entdeckers Hubble-Konstante. "Die Hubble-Konstante ist der kosmologische Parameter, der die absolute Skala, die Größe und das Alter des Universums festlegt", erläutert Freedman in einer Mitteilung. "Sie ist einer der direktesten Wege, die wir haben, um die Entwicklung des Universums zu quantifizieren." Der genaue Wert der Konstanten ist allerdings schwerer zu ermitteln, als viele Astronomen gehofft haben.
Entfernungen im All schwer zu messen

Eine Ursache ist, dass Entfernungen in den Weiten des Weltalls schwer zu messen sind. Forscher haben dafür verschiedene Maßstäbe entwickelt. Ein sehr bewährter nutzt regelmäßig pulsierende Sterne. Die Periode dieser sogenannten Cepheiden hängt direkt mit ihrer Leuchtkraft zusammen, wie Untersuchungen gezeigt haben. Die leicht zu messende Periode eines Cepheiden-Sterns gibt also Aufschluss darüber, wie hell er strahlt. "Der Vergleich, wie hell ferne Cepheiden erscheinen, mit der Helligkeit naher Cepheiden ermöglicht uns zu bestimmen, wie weit die jeweiligen Heimatgalaxien der Sterne entfernt sind", erläutert Ko-Autor Barry Madore von der Carnegie Institution in Washington.

Über die Untersuchung von Cepheiden in anderen Galaxien haben Astronomen einen Wert der Hubble-Konstanten von 74 Kilometern pro Sekunde pro Megaparsec bestimmt. Die astronomische Entfernungseinheit 1 Megaparsec entspricht 3,26 Millionen Lichtjahren, also der Strecke, die das Licht in 3,26 Millionen Jahren zurücklegt. Eine Galaxie in 1 Megaparsec Distanz entfernt sich demnach pro Sekunde 74 Kilometer von uns, eine Galaxie in der doppelten Distanz doppelt so schnell.
Echo des Urknalls

Es gibt aber noch andere Wege, die Expansion des Universums zu vermessen. Einer besteht in der Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung, die oft als Echo des Urknalls bezeichnet wird. Sie stammt aus einer Zeit, als das Universum erst 380.000 Jahre jung war und erstmals durchsichtig wurde. Dieses Echo des Urknalls wabert bis heute durchs Weltall und ist das älteste Licht der Welt. Der Satellit "Planck" der europäischen Raumfahrtagentur Esa hat die kosmische Hintergrundstrahlung mit großer Genauigkeit vermessen. Darin sind Fluktuationen in der dichten kosmischen Ursuppe zu sehen, aus denen später die großen Strukturen im Universum entstanden sind.

Mit einem mathematischen Modell lässt sich aus der genauen Vermessung der Hintergrundstrahlung die Expansionsrate des heutigen Weltalls hochrechnen. Ergebnis: 67,4 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec. Diese erhebliche Diskrepanz ist auch mit einer Verbesserung beider Methoden in der Vergangenheit nicht verschwunden.
Dritte Methode zur Messung der Hubble-Konstanten

Das Team um Freedman hat daher eine dritte Methode zur Messung der Hubble-Konstanten ersonnen. Sie untersuchten mit dem Hubble-Weltraumteleskop sogenannte Rote Riesen in anderen Galaxien. Das sind Sterne, die zum Ende ihres Lebenszyklus auf gigantische Ausmaße anschwellen.

Rote Riesen entstehen, wenn ein Stern seinen Hauptbrennstoff, den Wasserstoff, aufgebraucht hat und beginnt, Helium zu verbrennen. Wenn das Heliumbrennen zündet, geht dieser Helium-Flash mit einer Umorganisation des Sterns einher. Freedmans Team machte sich bei seiner Analyse zunutze, dass Rote Riesen kurz nach dem Helium-Flash alle gleich hell leuchten. Sucht man nur Roten Riesen in dieser Phase heraus, ergibt sich über die scheinbare Helligkeit am irdischen Firmament wieder deren absolute Entfernung, ähnlich wie bei den Cepheiden. Auf diese Weise kommen die Wissenschaftler auf einen Wert von 69,8 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec - und liegen damit zwischen den beiden anderen Methoden.
"Die Diskrepanz ist nicht verschwunden"

"Die Diskrepanz, die wir zuvor gesehen haben, ist nicht verschwunden", kommentiert Freedman. "Natürlich stellen sich jetzt Fragen, ob die Diskrepanz auf irgendeinem Aspekt beruht, den Astronomen bei den untersuchten Sternen noch nicht verstehen, oder ob unser kosmologisches Modell vom Universum noch unvollständig ist. Oder es muss möglicherweise beides verbessert werden."

Eine Lösung des Konflikts muss möglicherweise bis Mitte der 2020er-Jahre vertagt werden. Dann soll das Weitwinkel-Weltraumteleskop zur Infrarotdurchmusterung "WFIRST" (Wide Field Infrared Survey Telescope) der US-Raumfahrtbehörde Nasa in den Orbit starten und die Hubble-Konstante quer durch die kosmischen Epochen exakt bestimmen.
Wissen 24.04.15
Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck, dpa
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Kollisionsgefahr im Weltraum - Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme

Postby Weltbookadmin47 » 27. Jul 2019 20:56

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Im-Orbit-dro ... 67387.html
Kollisionsgefahr im Weltraum - Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme
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Rund um die Erde kreisen bereits jede Menge Satelliten - Tendenz steigend. Dadurch gibt es auch immer mehr Weltraumschrott.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Schon jetzt kreisen 5000 Satelliten um die Erde. Bald wird es noch enger im Weltraum. Denn längst nutzen Konzerne die Flugkörper für ihre Geschäfte. Dadurch wird es künftig auch mehr Weltraumschrott geben. Dieser kann fatale Folgen haben, mahnt die Esa.

Vom wenigen Zentimeter großen Würfel-Satelliten einer Universität bis zum US-Abhörmonster "NROL-32", dessen Antenne einen Durchmesser von 100 Metern haben soll: Etwa 5000 funktionsfähige und ausgediente Satelliten fliegen derzeit auf verschiedenen Umlaufbahnen über der Erde. Bald könnten es mehr werden - sehr viel mehr. Das wurde spätestens Ende Mai klar, als Elon Musks Raketenfirma SpaceX für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz 60 Satelliten in den Orbit schoss.

Die Satelliten gehören zum Projekt Starlink, das in den kommenden Jahren aus bis zu 12.000 Satelliten bestehen könnte. Das erdumspannende Netz soll künftig auch entlegene Erdregionen mit schnellem Internet versorgen. Neben SpaceX plant auch das Kommunikationsunternehmen Oneweb zusammen mit Airbus Satellitenkonstellationen. Im Februar hatte eine Sojus-Rakete die ersten 6 von mehr als 600 Oneweb-Satelliten ins All befördert. Auch Amazon tüftelt an einem eigenen Projekt.
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Wissen 24.10.18
700.000 tödliche Geschosse im All Netz soll Weltraumschrott einfangen

Mehr Satelliten bedeutet auch mehr Weltraumschrott. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) geht schon jetzt von 934.000 Fremdkörpern aus, die um die Erde schwirren und größer als ein Zentimeter sind. Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen fliegen teils mit 28.000 Kilometern pro Stunde. "Bei diesen Geschwindigkeiten kann der Einschlag eines - selbst kleinen - Partikels auf den Satelliten eine unglaubliche Zerstörungswucht entfalten", sagt der Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände, Holger Krag.

Klein heißt hier tatsächlich winzig: Bereits staubkorngroße Objekte können auf der Außenhülle eines Satelliten sichtbare Krater schlagen. Schon ab einem Millimeter Größe wird es gefährlich. "Besonders empfindliche Teile könnten dabei bereits kaputtgehen", sagt Krag. Ab einer Größe von einem Zentimeter kann man davon ausgehen, dass der Satellit nach dem Zusammenstoß nicht mehr funktioniert. "Die Energie, die dabei freigesetzt wird, entspricht ungefähr der Wirkung einer explodierenden Handgranate." Ist das Schrottteil mehr als zehn Zentimeter groß, wird der getroffene Satellit zertrümmert - und verschmutzt den Orbit mit weiteren Teilen.
Alle fünf Jahre eine Kollision
Wissen 15.02.14
Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

"Wir gehen jetzt schon von einer Kollision alle fünf Jahre aus", sagt Esa-Experte Krag. Dabei meint er einen großen Zusammenstoß, bei dem 1000 oder mehr Trümmerteile freigesetzt werden. Solche Teile bleiben ebenfalls im All und können wiederum neue Kollisionen auslösen - solche Kaskaden wurden bereits in den 70er-Jahren als Kessler-Syndrom beschrieben. Die Esa betreibt 20 Satelliten - und hat mit mehreren Hundert Kollisionswarnungen pro Tag zu kämpfen. "Wenn jetzt einer mehrere Tausend Satelliten betreibt", sagt Krag mit Blick auf Starlink und Co, "dann ist das aus meinen Augen ein nicht mehr überschaubarer Aufwand." Derzeit entscheiden noch Menschen über jedes Ausweichmanöver.

Die Esa schätzt, dass - wenn die Raumfahrt weiter so unbedarft betrieben wird wie heute - es in 100 Jahren jedes Jahr eine große Kollision geben könnte. "Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Kessler-Syndrom nicht noch weiter angeheizt wird", mahnt Krag. Dazu verfolgt die Esa drei Ansätze: Zum einen sollen herumfliegende Objekte genauer verfolgt werden. Außerdem will die Esa Satelliten mit besserer Technik ausrüsten, damit sie nach ihrer Nutzung möglichst schnell in die Atmosphäre absinken und verglühen. Und: Die Esa erforscht die aktive Entfernung von Weltraumschrott. Ein mit einem Fangmechanismus ausgestatteter Satellit soll ein Schrottteil gezielt ansteuern, greifen und abbremsen, so dass es in die Erdatmosphäre absinkt und zumindest teilweise verglüht.

Elon Musks Satelliten fliegen auf etwas mehr als 500 Kilometern Höhe, also vergleichsweise tief. Hier ist noch Restatmosphäre vorhanden, die ausgediente und kaputte Objekte automatisch abbremst, so dass sie irgendwann in der Atmosphäre verglühen. Problematisch könnte aber ihre schiere Zahl von bis zu 12.000 werden. Damit dürfte auch die Zahl jener Satelliten steigen, die etwa nach einem Steuerungsausfall zur Gefahr für andere Objekte im Orbit werden könnten. Die Satelliten anderer Firmen sollen mitunter in höheren Orbits kreisen. Die Satelliten von Oneweb sind für eine Höhe von rund 1200 Kilometern geplant - hier ist die Bremswirkung durch die Atmosphäre praktisch inexistent. "Ist da ein Objekt außer Funktion, platzt da ein Objekt auf und zerlegt sich in Trümmer, bleiben die Teile mehr oder weniger für alle Ewigkeit im All", sagt Esa-Experte Krag.

Die kommerziellen Betreiber scheinen die Probleme zumindest zu sehen: Auf der Oneweb-Homepage leuchtet groß ein Zitat des Unternehmensgründers Greg Wyler: "Auf meinem Grabstein soll 'Hat die Welt verbunden' stehen und nicht 'Hat Weltraumschrott erzeugt'."
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Quelle: n-tv.de, kpi/dpa
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Im Sternbild Hydra - Womöglich bewohnbarer Planet entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 1. Aug 2019 20:59

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Womoeglich-b ... 80081.html
Im Sternbild Hydra - Womöglich bewohnbarer Planet entdeckt
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Die Exoplaneten kreisen um einen Stern namens GJ 357.

(Foto: dpa)
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Ein bisher unbekanntes Planetentrio umkreist einen Stern 31 Lichtjahr von der Erde entfernt. Astronomen schätzen, dass es auf einem der Exoplaneten 250 Grad heiß ist und auf einem anderem extrem kalt. Einer von ihnen könnte dennoch bewohnbar sein, glauben die Wissenschaftler.

Ein internationales Astronomenteam hat drei Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen, wovon einer möglicherweise bewohnbar ist. Die Gruppe, darunter Göttinger Forscher, präsentiert die Exoplaneten im Journal "Astronomy & Astrophysics". Das Planetentrio umkreist den Stern namens GJ 357 in der 31 Lichtjahre entfernten Konstellation Hydra, was vergleichsweise nah zu uns ist. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren.
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Im Februar 2019 beobachteten Kameras des Transiting Exoplanet Survey Satellite (Tess) der Nasa den Stern. Dabei stießen sie auf die Existenz eines Exoplaneten, der auf seiner Umlaufbahn den Stern teilweise bedeckt und dadurch dessen Licht abschwächt.
"Heiße Erde"

Dieser GJ 357 b genannte Planet ist etwa 22 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen Stern elfmal näher als der sonnennächste Planet Merkur unser Zentralgestirn. Die Temperatur auf GJ 357 b wird auf 250 Grad Celsius geschätzt.

"Wir bezeichnen GJ 357 b als sogenannte heiße Erde", erklärte Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. "Obwohl der Planet kein Leben beherbergen kann, ist er ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung erdähnlicher Planeten."

Die Existenz von GJ 357 b konnte das internationale Forscherteam unter der Leitung des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln auf Teneriffa nun bestätigen - mithilfe von bodengestützten Daten, aufgenommen seit 1998 an der Europäischen Südsternwarte und am Campanas-Observatorium in Chile sowie am Keck-Observatorium in Hawaii und am Calar Alto-Observatorium in Spanien.
Bewohnbar trotz minus 50 Grad?

Überraschenderweise stießen die Wissenschaftler dabei auf zwei weitere Exoplaneten, welche die Bezeichnungen GJ 357 c und GJ 357 d erhielten. GJ 357 d ist den Forschern zufolge weit genug von seinem Stern entfernt, um womöglich bewohnbar zu sein. Der Planet hat eine Masse von mindestens dem 6,1-Fachen der Erde und umkreist seinen Stern alle 55,7 Tage in einem Abstand von etwa 20 Prozent der Entfernung zwischen Erde und Sonne.

Größe und Zusammensetzung des Exoplaneten sind zwar unbekannt, aber eine felsige Welt mit entsprechender Masse würde sich zwischen der ein- und zweifachen Größe der Erde bewegen, wie die Universität Göttingen weiter mitteilte. Mit einer geschätzten Temperatur von minus 53 Grad Celsius wirkt der Planet auf den ersten Blick eher eisig als bewohnbar - doch er befindet sich noch am äußeren Rand der bewohnbaren Zone seines Sterns.

Von seinem Zentralgestirn erhält GJ 357 d den Forschern zufolge etwa die gleiche Menge an Energie wie der Mars von der Sonne. "Wenn der Planet eine dichte Atmosphäre hat, die in zukünftigen Studien bestimmt werden muss, könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen", schreiben die Wissenschaftler.
*Datenschutz



Quelle: n-tv.de, hul/AFP/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Womoeglich-b ... 80081.html
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Magnetfeld der Erde in Bewegung - Polsprung oder allmähliche Polumkehrung

Postby Weltbookadmin47 » 8. Aug 2019 21:42

Magnetfeld der Erde in Bewegung
https://www.n-tv.de/wissen/Polsprung-od ... 95179.html
Donnerstag, 08. August 2019
Magnetfeld der Erde in Bewegung - Polsprung oder allmähliche Polumkehrung ?

Das Magnetfeld der Erde ist in ständiger Bewegung. Im Laufe der Erdgeschichte gab es schon mehrere Umkehrungen des magnetischem Nordpols zum Südpol und umgekehrt. Wie schnell so etwas passieren kann, wollen Forscher klären. Sie untersuchen Lavagestein und Meeresboden und geben Entwarnung.

Die bislang letzte Umkehrung des Erdmagnetfelds hat sich über eine Zeitspanne von 22.000 Jahren vollzogen und damit deutlich länger gedauert als angenommen. Das zeigen Untersuchungen eines Forscherteams um Brad Singer von der University of Wisconsin in Madison. Mit ihrer im Fachblatt "Science Advances" veröffentlichten Analyse von Vulkanlava hoffen die Wissenschaftler, den Prozess der Polumkehr besser zu verstehen, der in erdgeschichtlichen Dimensionen bald wieder bevorstehen könnte. Am Erdmagnetfeld hängen Navigationsverfahren, und es schützt die Erde vor energiereichen Teilchen aus dem Weltall.

Im Laufe der Erdgeschichte hat sich das Erdmagnetfeld viele Male nach jeweils einigen 100.000 Jahren umgekehrt. Dabei werden der magnetische Nord- und Südpol vertauscht. Wie es genau dazu kommt und wie dieses Phänomen vonstatten geht, ist bis heute nicht geklärt. Einige Theorien besagen, dass ein Polsprung sogar innerhalb eines Menschenlebens stattfinden könne, andere rechnen mit ungefähr 9000 Jahren für den gesamten Prozess.

Die Forscher um Singer analysierten nun erstarrte Lava vergangener Vulkanausbrüche in Chile, der Karibik, auf Tahiti, Hawaii und den Kanaren aus der Zeit um die jüngste Polumkehr vor rund 773.000 Jahren. "Lavaströme sind ideale Protokollanten des Magnetfeldes", erläutert Singer in einer Mitteilung seiner Hochschule. "Sie enthalten viele eisenhaltige Mineralien und wenn sie abkühlen, bleiben diese in der Feldrichtung eingefroren."
Untersuchung der letzten Polumkehr

Durch eine neue, genauere Datierungsmethode mithilfe des Edelgases Argon konnten die Wissenschaftler die Entwicklung des Erdmagnetfelds in rund 70.000 Jahren um die jüngste Polumkehr nachvollziehen. Die Lavaanalysen wurden dabei von Sedimentuntersuchungen am Meeresboden ergänzt, die eine kontinuierlichere, aber weniger exakte Aufzeichnung des Erdmagnetfelds enthalten.

Die Auswertung zeigt, dass sich das Erdmagnetfeld zunächst über 18.000 Jahre in einem komplexen Prozess abschwächte, vorübergehend zusammenbrach, sich regenerierte und wanderte. Die eigentliche Polumkehr vollzog sich dann über weitere 4000 Jahre. Damit hat dieser Prozess deutlich länger gedauert als bislang angenommen. Eine erneute Polumkehr würde der Menschheit damit vermutlich reichlich Zeit lassen, sich technisch darauf einzustellen.

Seit Beginn der Messungen hat sich das Erdmagnetfeld um rund fünf Prozent pro Jahrhundert abgeschwächt, derzeit wandert der magnetische Nordpol weg vom geografischen in Richtung Sibirien. Das könnten den Wissenschaftlern zufolge Vorboten einer erneuten Polumkehr sein, es ist aber nicht klar, ob diese tatsächlich in geologischen Maßstäben bald bevorsteht.

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Polsprung-od ... 95179.html
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Roboter auf Ausbildungsmission - Russland schickt Humanoiden zur ISS

Postby Weltbookadmin47 » 22. Aug 2019 20:51

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Russland-sch ... 23098.html

Donnerstag, 22. August 2019
Roboter auf Ausbildungsmission - Russland schickt Humanoiden zur ISS
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Fedor ist 1,80 Meter groß und wiegt 160 Kilogramm.

(Foto: AP)
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Es klingt wie Science-Fiction, ist aber Realität: Russland schickt einen Roboter ins All, der auf der ISS von den Astronauten lernen soll. In der Zukunft soll er die für Menschen besonders gefährlichen Missionen übernehmen.

Russland hat seinen ersten humanoiden Roboter ins All geschickt. Der Roboter mit dem Namen Fedor startete an Bord einer unbemannten Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation (ISS). Dort solle er zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten unterstützen kann, sagte Alexander Bloschenko von der russischen Weltraumbehörde Roskosmos. Langfristig soll Fedor gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen.
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Wissen 19.08.19
"Versuchspassagier" für Raumfahrt Humanoider Roboter "Fedor" steht vor Testflug zur ISS

Die Rakete soll am Samstag an der ISS andocken. Fedor wurde ohne menschliche Begleitung ins All geschickt, um mit ihm ein neues Rettungssystem testen zu können. "Die ersten Experimente während des Flugs sind planmäßig gelaufen", hieß es auf dem Twitter-Konto des Roboters.

Fedor ahmt Bewegungen nach und lernt auf diese Weise menschliche Handlungsabläufe. So kann er etwa eine Wasserflasche öffnen, wie in seinen Profilen in den Online-Netzwerken steht. Auf der ISS soll er lernen, diese Aufgaben trotz geringer Erdanziehungskraft zu erfüllen. Der russische Kosmonaut Alexander Skwortsow soll Fedor dabei unterstützen, indem er die Bewegungen vorführt und dabei ein Exoskelett trägt.
Fedor nicht der erste Roboter im All
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Auch auf der Erde kann der 1,80 Meter große und 160 Kilogramm schwere Roboter die Menschen unterstützen: Denkbar seien etwa Einsätze in Gebieten mit starker radioaktiver Strahlung, beim Entschärfen von Minen oder bei gefährlichen Rettungsaktionen, teilte die staatliche Stiftung für fortgeschrittene Forschungsprojekte mit.

Fedor ist nicht der erste Roboter, der ins All fliegt. Bereits 2011 hatte die US-Weltraumbehörde Nasa einen humanoiden Roboter in den Weltraum geschickt. Er wurde 2018 zurückgeholt, nachdem es zu technischen Problemen gekommen war. Auch Japan hat seit 2013 einen Roboter auf der ISS. Er kann sogar Gespräche führen - allerdings nur auf japanisch.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Russland-sch ... 23098.html
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"Geschwindigkeit ist hoch" - Komet von anderem Stern nähert sich Sonne

Postby Weltbookadmin47 » 26. Sep 2019 19:08

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Komet-von-an ... 97453.html

Donnerstag, 26. September 2019
"Geschwindigkeit ist hoch" - Komet von anderem Stern nähert sich Sonne
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Komet 2I/Borisov (Mitte) stammt von einem fremden Stern.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Es ist erst das zweite Objekt aus den Tiefen des Alls, das in unserem Sonnensystem entdeckt wird: Ein Komet von einem fremden Stern rast derzeit in Richtung Sonne. Forscher können ihn bereits mit speziellen Instrumenten untersuchen - und lüften die ersten Geheimnisse des interstellaren Gasts.

Was anfangs nur eine Vermutung war, ist nun bestätigt: Ein interstellarer Gast kreuzt durch unser Sonnensystem. Der Komet aus der Tiefe des Weltraums wurde nach seinem Entdecker auf 2I/Borisov getauft und hat das Interesse von Astronomen auf der ganzen Welt geweckt.
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Der weitgereiste Komet war am 30. August vom Amateurastronomen Gennadi Borissow (im Englischen: Gennadiy Borisov) am Margo-Observatorium auf der Krim entdeckt worden - mit einem selbstgebauten Teleskop von 65 Zentimetern Durchmesser. Nachbeobachtungen verschiedener Observatorien bestätigten nicht nur, dass es sich um einen unbekannten Kometen handelt, sondern zeigten auch, dass er nicht aus unserem Sonnensystem stammt. 2I/Borisov ist nach 1I/'Oumuamua von 2017 erst das zweite interstellare Objekt, das bei einem Durchflug unseres Sonnensystems gesichtet wurde.

2I/Borisov bietet Astronomen die seltene Chance, aus der Nähe Einblicke in ein fremdes Sternensystem zu bekommen, bevor er auf Nimmerwiedersehen entschwindet. Erste Beobachtungen zeigen, dass der interstellare Komet denen unseres eigenen Systems ähnelt, wie das astrophysikalische Institut der Kanaren berichtete. "Die gegenwärtige Geschwindigkeit des Kometen ist hoch, ungefähr 150.000 Kilometer pro Stunde, was in dieser Entfernung deutlich oberhalb der typischen Geschwindigkeiten von Objekten liegt, die die Sonne umkreisen", berichtete etwa Davide Farnocchia von der US-Raumfahrtbehörde Nasa in einer Mitteilung.
Weg führt aus Sonnensystem

Der Komet ist den Analysen zufolge auf einer sogenannten Hyperbelbahn unterwegs, die ihn aus unserem System hinausführt - und eindeutig interstellarer Herkunft, wie die Internationale Astronomische Union (IAU) mitteilte. Sie ist auch für die Benennung und Kategorisierung von Himmelskörpern zuständig.

Zu Ehren seines Entdeckers Gennadi Borissow bekam der interstellare Schweifstern, der zunächst unter der Katalognummer C/2019 Q4 geführt worden war, von ihr die Bezeichnung 2I/Borisov - wobei der erste Teil des Namens darauf hinweist, dass es sich um das zweite interstellare Objekt handelt, das in unserem Sonnensystem entdeckt worden ist.

Die Astronomen haben Glück: Im Gegensatz zu 1I/'Oumuamua wurde 2I/Borisov bereits im Anflug gesichtet. So bleiben den Forschern viele Monate für Untersuchungen. "Das Objekt wird Mitte Dezember die größte Helligkeit erreichen und dann noch bis April 2020 mit mittelgroßen Teleskopen zu sehen sein", erläuterte Farnocchia. "Danach wird es bis Oktober 2020 nur noch mit größeren, professionellen Teleskopen zu beobachten sein."

Mehrere Observatorien haben den Besucher bereits ins Visier genommen. So bestimmte ein Team um Karen Meech von der Universität Hawaii, die bereits die Charakterisierung von 1I/'Oumuamua geleitet hatte, in einer ersten Untersuchung den Durchmesser des Himmelsobjekts auf 2 bis 16 Kilometer. Aufnahmen des Gemini-Observatoriums auf Hawaii zeigen einen deutlichen Schweif des Kometen.
Forscher nehmen "Fingerabdruck"

Forscherinnen und Forscher des astrophysikalischen Instituts der Kanaren (IAC) haben bereits ein erstes sogenanntes Spektrum von dem interstellaren Schweifstern gewonnen, das eine Art Fingerabdruck seiner chemischen Zusammensetzung bietet. "Das Spektrum dieses Objekts ähnelt solchen von Kometen unseres Sonnensystems, und das weist darauf hin, dass ihre Zusammensetzung ähnlich sein muss", berichtete IAC-Forscherin Julia de León. Diese Beobachtung lege nahe, dass sich Kometen in anderen Sonnensystemen durch ähnliche Prozesse formen könnten wie in unserem, ergänzte de Leóns Kollege Javier Licandro.

Die Entdeckung von gleich zwei interstellaren Besuchern innerhalb von nur zwei Jahren deutet nach Einschätzung der IAU darauf hin, dass diese Objekte einen neuen Weg zur Erforschung bestimmter Prozesse in anderen Sonnensystemen eröffnen könnten. Wie häufig solche Stippvisiten sind, ist allerdings noch schwer abzuschätzen.

Einen der nächsten interstellaren Besucher könnte möglicherweise eine geplante Satellitenmission der europäischen Raumfahrtagentur Esa abfangen. Die Agentur will bis 2028 auf einer Warteposition in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde die dreiteilige Raumsonde "Comet Interceptor" (deutsch etwa Kometen-Abfangjäger) stationieren. Sie soll laut Esa-Wissenschaftsdirektor Günther Hasinger entweder auf einen noch unberührten, frischen Kometen aus unserem eigenen Sonnensystem lauern, oder auf einen interstellaren Besucher wie 1I/'Oumuamua.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Komet-von-an ... 97453.html
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Beobachtung bei Sternleichen - Zerstörte Exoplaneten ähneln unserer Erde

Postby Weltbookadmin47 » 18. Oct 2019 19:42

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Zerstoerte-E ... 36164.html
Beobachtung bei Sternleichen - Zerstörte Exoplaneten ähneln unserer Erde
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Ein toter Stern, ein sogenannter Weißer Zwerg, der von einer Scheibe aus Gesteinstrümmern umkreist wird.

(Foto: University of California, Los Angeles/Mark A. Garlick/markgarlick.com)
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In den Tiefen des Alls entdecken Forscher Spuren von Planeten, die unserer Erde einst sehr stark ähnelten. Ein Hinweis darauf, dass unser Planetensystem in der Milchstraße viele Artgenossen hat. Der Nachteil der Methode: Sie kann nur bereits zerstörte Exoplaneten aufspüren.

Forscher haben auf einem ungewöhnlichen Weg die chemischen Eigenschaften ferner Exoplaneten untersucht: Aus der Analyse von Trümmern zerstörter Planetensysteme schließt das Team um Alexandra Doyle von der University of California in Los Angeles auf die Zusammensetzung der Himmelskörper. Die Auswertung zeige, dass unter den Gesteinsplaneten anderer Sterne viele mit erdähnlichen Eigenschaften sein sollten, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Science". Die Ergebnisse steigern demnach die Chance für die Existenz anderer Erden in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.
Was ist ein Exoplanet?

Die Erde kreist um einen Stern, den wir Sonne nennen. Sieben weitere Planeten ziehen ebenfalls ihre Bahnen um die Sonne: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch viele andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten - sie befinden sich außerhalb unseres Sonnensystems.

Das Team hatte sechs Weiße Zwerge ins Visier genommen. Das sind die Überreste ausgebrannter Sonnen, die keine Kernfusion mehr betreiben. Sie stürzen unter der eigenen Schwerkraft zu kompakten Kugeln zusammen, werden dadurch so heiß, dass sie weiß leuchten und glühen dann langsam aus. Da die schwereren chemischen Elemente in einem Weißen Zwergstern durch die Gravitation ins Innere sinken, sind im Spektrum dieser "Sternleichen" eigentlich nur Wasserstoff und Helium aus der ehemaligen Sonne zu sehen.

Die starke Schwerkraft eines Weißen Zwergs zerreißt jedoch Asteroiden und Planeten, die um ihn kreisen. Die Atmosphäre des Weißen Zwergs wird dann durch Trümmer seines ehemaligen Planetensystems verunreinigt, die auf ihre ausgebrannte Sonne stürzen. "Mit der Untersuchung des Weißen Zwergs und der Elemente in seiner Atmosphäre beobachten wir die Elemente aus dem Inneren desjenigen Körpers, der den Weißen Zwerg umkreist hat", erläutert Doyle in einer Mitteilung ihrer Universität. "Die Beobachtung eines Weißen Zwergs ist wie eine Autopsie an den Inhalten dessen, was er in seinem Sonnensystem verschlungen hat."

Um die chemische Zusammensetzung einer Sternatmosphäre zu analysieren, spalten Astronomen das Sternenlicht in die Regenbogenfarben auf. In diesem Spektrum verraten prägnante Linien die Anwesenheit einzelner chemischer Elemente, es entsteht eine Art chemischer Fingerabdruck. Auf diese Weise konnte das Team quasi in die ehemaligen Planeten der Weißen Zwerge hineinschauen. Im Spektrum der Sternleichen fahndeten die Forscher nach den sechs häufigsten Elementen in Gestein: Eisen, Sauerstoff, Silizium, Magnesium, Kalzium und Aluminium.
Reste erinnern an Erde und Mars
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Wissen 27.09.19
Neuentdeckung im All Exoplanet verblüfft Astronomen

Es zeigte sich, dass die Planetentrümmer der Weißen Zwerge irdischem und Mars-Gestein sehr ähnlich sind. "Sie sind erdähnlich und marsähnlich im Hinblick auf ihr oxidiertes Eisen", berichtet Doyle. "Wir stellen fest, dass Gestein überall Gestein ist, mit sehr ähnlicher Geophysik und Geochemie." Insbesondere der Oxidationsgrad hat den Forschern zufolge wichtigen Einfluss auf die Atmosphäre, den Kern und die Oberfläche eines Gesteinsplaneten.

"Die gesamte Chemie, die an der Erdoberfläche stattfindet, kann letztlich auf den Oxidationsgrad des Planeten zurückgeführt werden", betont Doyles Institutskollege und Ko-Autor Edward Young. "Die Tatsache, dass wir Ozeane haben und alle notwendigen Zutaten für Leben, lassen sich darauf zurückführen, dass der Planet so oxidiert ist, wie er es ist. Das Gestein steuert die Chemie."
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck dpa https://www.n-tv.de/wissen/Zerstoerte-E ... 36164.html
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Seltenes Ereignis zu beobachten - Merkur sorgt für "Mini-Sonnenfinsternis"

Postby Weltbookadmin47 » 10. Nov 2019 20:44

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Merkur-sorgt ... 82542.html
Sonntag, 10. November 2019
Seltenes Ereignis zu beobachten - Merkur sorgt für "Mini-Sonnenfinsternis"
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Dieses Bild von Merkur, der vor der Sonne vorbeizieht, wurde mit dem optischen Weltraumteleskop "Hinode" aufgenommen.

(Foto: Hinode/JAXA/NASA/PPARC /dpa)
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Ein seltenes Himmelsschauspiel und ein Höhepunkt des astronomischen Jahres: Am Montag bekommt die Sonne Besuch vom Merkur. Wer durch ein Teleskop mit Spezialausrüstung zur Sonne blickt, sieht den sonnennächsten Planeten als winzigen schwarzen Punkt über die Sonnenscheibe wandern.

Er ist der kleinste und schnellste Planet im Sonnensystem. Am morgigen Montag, dem 11. November wird sich der Merkur von der Erde aus betrachtet auf seiner Umlaufbahn vor die Sonne schieben und eine "Mini-Sonnenfinsternis" verursachen.

Solch ein Weg über die Sonnenscheibe - Merkurtransit genannt - sei selten, er komme nur alle paar Jahre vor, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde aus dem südhessischen Heppenheim, Sven Melchert. Das letzte Mal sei dies im Mai 2016 passiert, den nächsten Transit gebe es erst im Jahr 2032.
Kleines Teleskop und Sonnenfilter notwendig

Das Schauspiel beginnt demnach exakt um 13.35 Uhr und 29 Sekunden. Dann stoße der kleine Planet an den Sonnenrand und starte als schwarzer Punkt die Reise fast exakt über die Mitte der Sonne. Um das Schauspiel - wenn das Wetter mitspielt - beobachten zu können, brauche man ein kleines Teleskop und unbedingt sichere Sonnenfilter, sagte Melchert. Mit einem Blick durch die bekannten Sonnenfinsternis-Brillen könne man den Punkt nicht erkennen.

Auf keinen Fall sollten Himmelsgucker auf den Gedanken verfallen, etwa durch ein Fernglas ohne Spezialfilter auf die Sonne zu blicken - eine sofortige Erblindung könnte die Folge sein. Astronomen raten daher, das Ereignis unter Anleitung von Experten zu verfolgen.
Volkssternwarten öffnen je nach Wetter
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Der Merkurtransit ist nur mithilfe eines Teleskops zu beobachten.

(Foto: imago/localpic)

Gelegenheit dazu dürfte sich am Montag reichlich bieten, falls die Sonne hinter den Novemberwolken hervorkommt. Dann wollen viele Volkssternwarten ihre Pforten wegen des Merkurtransits öffnen, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und das Haus der Astronomie in Heidelberg mitteilten.

Allerdings ist laut Deutschem Wetterdienst während des Merkurdurchgangs vielerorts mit bewölktem Himmel zu rechnen. Im Osten und Süden könnte es aber abseits zäher Nebel- oder Hochnebelfelder bis zum Montagabend auch längere freundliche Abschnitte geben.

Freien Blick auf die Sonne vorausgesetzt, wird in unseren Breiten die erste Hälfte des Merkurtransits vom frühen Montagnachmittag bis zum Sonnenuntergang zu sehen sein. Mit kleinen Abweichungen je nach Beobachtungsstandort beginnt er um 13.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit, wenn Merkur quasi an den linken Rand der Sonne stößt.
Reise dauert fast drei Stunden

In der Folgezeit zieht der kleinste Planet des Sonnensystems als winziger schwarzer Punkt fast exakt über die Mitte der Sonnenscheibe. Doch obwohl Merkur der schnellste Planet am Himmel ist, dauert seine Reise vom Sonnenrand bis zur Sonnenmitte fast drei Stunden: Erst um 16.20 Uhr hat Merkur die Sonne zur Hälfte überquert, wie die VdS und das Haus der Astronomie weiter berichten.

Um diese Uhrzeit neigt sich allerdings die Sonne am Himmel über Deutschland bereits ihrem Untergang entgegen. In Berlin sinkt unserer Zentralgestirn um 16.20 Uhr unter den Horizont, weiter westlich gegen 17.00 Uhr. Mit der Sonnenscheibe verschwindet dann natürlich auch der "schwarze" Merkur.
Hier kann man ganzen Weg verfolgen

Fast den ganzen Weg des Planeten könne man auf den Kanarischen Inseln verfolgen, so Melchert. An der Ostküste der USA sowie in Mittel- und Südamerika könne auch das gesamte Schauspiel gesehen werden.

Der Merkur ist der Sonne am nächsten. Ein Umlauf des Planeten um den Stern dauert 88 Tage. Der Umfang des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems liegt bei gut 15.000 Kilometern - bei der Erde sind es rund 40.000 Kilometer.
Wissen 30.04.15
Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Merkur-sorgt ... 82542.html
Quelle: n-tv.de, abe/dpa/AFP
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Hinweise auf zweiten Planeten - Kreist eine Supererde um Proxima Centauri

Postby Weltbookadmin47 » 16. Jan 2020 12:58

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Kreist-eine- ... 10947.html
Hinweise auf zweiten Planeten - Kreist eine Supererde um Proxima Centauri ?
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Computergrafik des Proxima-Centauri-Planetensystems. Der neu entdeckte Exoplanet Proxima c (r.) umkreist in etwa 5,2 Jahren seinen Wirtsstern. Das System umfasst auch den kleineren Proxima b (l.), entdeckt im Jahr 2016.

(Foto: Lorenzo Santinelli/dpa)
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Proxima Centauri ist unser nächster Nachbarstern im Weltall. Und der hat womöglich mehr Planeten als bisher gedacht. Forscher finden Hinweise auf eine sogenannte Supererde - es wäre der zweite Exoplanet des Zwergsterns. Bestätigt sich der Verdacht, könnte dies gängige Theorien über den Haufen werfen.

Unser nächster Nachbarstern hat vermutlich einen zweiten Planeten. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der detaillierten Analyse von 17,5 Jahren Präzisionsbeobachtungsdaten von Proxima Centauri. Der Rote Zwergstern wird demnach nicht nur vom ungefähr erdgroßen Planeten Proxima b umkreist, sondern auch von einer sogenannten Supererde mit mindestens der sechsfachen Masse unseres Heimatplaneten, wie das Team um Mario Damasso vom Astrophysikalischen Observatorium Turin im Fachblatt "Science Advances" berichtet. Weitere Beobachtungen seien jedoch nötig, um die Existenz des zweiten Planeten, Proxima c, zu bestätigen.
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Wissen 25.08.16
"Proxima Centauri b" bewohnbar? Erdähnlicher Planet nahe des Sonnensystems entdeckt

Proxima Centauri ist mit einer Entfernung von 4,2 Lichtjahren der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Er gehört zur Gruppe der Roten Zwerge, die rund drei Viertel aller Sterne in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, stellen. 2016 hatten Astronomen bei Proxima Centauri einen Planeten entdeckt, Proxima b, der ungefähr so groß und so schwer ist wie die Erde und in der sogenannten bewohnbaren Zone um den Stern kreist. Das bedeutet, dass die Temperaturen auf ihm die Existenz von flüssigem Wasser erlauben, das als Grundvoraussetzung von Leben gilt, wie wir es kennen. Ob es allerdings überhaupt Wasser auf Proxima b gibt oder gar Leben, ist unbekannt.
Planet verrät sich durch seine Schwerkraft

Der Planet hatte sich durch seine Schwerkraft verraten, mit der er im Takt seines Umlaufs an dem Roten Zwergstern rüttelt. Proxima b umkreist seine Zwergsonne rund alle elf Tage. In diesem Rhythmus schwankt der Stern von der Erde aus gesehen leicht vor und zurück. Das lässt sich über den Dopplereffekt messen, eine feine Änderung der Wellenlängen durch die Bewegung des Sterns: So wie die Sirene eines Polizeiautos heller klingt, solange es sich auf den Beobachter zubewegt, und dunkler, wenn es vom Beobachter wegrast, leuchtet ein Stern etwas blauer, während er sich auf den Beobachter zubewegt, und etwas roter, wenn er sich entfernt.
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Markante Wellenlängen in der Strahlung eines Sterns lassen sich extrem genau messen. Mit der genauen Analyse von Beobachtungsdaten aus etwas mehr als 17 Jahren stießen die Astronomen nun auf einen Hinweis für einen weiteren Planeten von Proxima Centauri, der den Roten Zwerg in etwas mehr als fünf Jahren umkreist und mindestens 5,8 Mal so schwer ist wie unsere Erde. Damit fiele der neu entdeckte Begleiter, Proxima c, in die Kategorie der Supererden. Das ist eine Sammelbezeichnung für Planeten, die bis etwa zehnmal soviel Masse haben wie die Erde und damit vermutlich Gesteinsplaneten sind.
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Modelle müssten angepasst werden
Was ist ein Exoplanet?

Die Erde und sieben weitere Planeten kreisen um einen Stern, den wir Sonne nennen. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten.

Bestätigt sich die Existenz von Proxima c, stellt er eine Herausforderung für die gängigen Modelle der Entstehung von Supererden dar. Bislang gehen Forscher davon aus, dass sich solche Planeten nahe der Schneegrenze um einen Stern bilden. Das ist die Mindestentfernung vom Stern, in der Wasser aufgrund der abnehmenden Temperaturen gefrieren kann.

Der Orbit von Proxima c liegt jedoch weit entfernt von der Schneegrenze in den eisigen Außenbezirken um Proxima Centauri. Die Planetenproduktionsmodelle müssten daher möglicherweise angepasst werden.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Kreist-eine- ... 10947.html
Quelle: ntv.de, Till Mundzeck, dpa
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Wieder was gelernt - Die Tausendjahr-Reise zur neuen Erde

Postby Weltbookadmin47 » 20. Jan 2020 18:27

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/mediathek/audio/Wie ... 13595.html

Montag, 20. Januar 2020
Wieder was gelernt - Die Tausendjahr-Reise zur neuen Erde
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Fahles Licht scheint vom Stern Proxima Centauri auf den Exoplaneten Proxima b.

(Foto: picture alliance / ESO/M. Kornme)
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Weltraum-Unternehmer Elon Musk möchte den Mars besiedeln. Für einige Astronomen ist das nur eine unwirtliche Zwischenlösung. Sie überlegen, wann und wie wir zum erdnächsten Exoplaneten kommen. Der ist ziemlich weit weg, deshalb würden auf der Reise dorthin mehrere Generationen leben und sterben - auf einem Raumschiff so groß wie der Vatikan.

Darum geht’s in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug und hier das komplette Interview.

Die erste bemannte Mission von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, ist für 2024 geplant. Auch Ulrich Köhler, Planetengeologe am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR), glaubt, dass wir den roten Planeten irgendwann erreichen. Dort eine sich selbstversorgende Kolonie aufzubauen, wie Musk es plant, wird aber schwierig.
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

"Den Mars zu besiedeln, ist eine ganz andere Herausforderung, weil er wie der Mond sehr unwirtlich ist. Er hat zwar eine Atmosphäre, in der können wir aber nicht atmen. Wir müssten also Sauerstoff mit uns herumtragen. Es wächst auch nichts auf dem Mars. Wir können keine Lebensmittel anbauen, die einen längeren Aufenthalt annehmbar machen könnten. Es fehlt fast alles, was man als Mensch zum Leben braucht. Wir müssten den Mars erst bewohnbar machen, davon sind wir weit, weit, weit entfernt."

Einige Wissenschaftler träumen deshalb davon, dass wir langfristig Proxima b anpeilen. Das ist ein Exoplanet in unserem benachbarten Sternensystem Alpha Centauri. Er hat ein ähnliches Gewicht und ähnliche Temperaturen wie die Erde, ist aber 700.000-mal weiter von uns entfernt als der Mars. Die Reise dorthin würde Tausende, vielleicht Zehntausende Jahre dauern. Welche Probleme das verursacht, hören Sie im Podcast.
Was ist ein Exoplanet?

Die Erde und sieben weitere Planeten kreisen um einen Stern, den wir Sonne nennen. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten.

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Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Wie sehen Blinde das Internet? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/mediathek/audio/Wie ... 13595.html
Quelle: ntv.de, chr
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"Entdeckung hat große Bedeutung" - Pluto - vom Popstar-Planeten zum Eiszwe

Postby Weltbookadmin47 » 18. Feb 2020 13:34

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Pluto-vom-Po ... 81635.html

Dienstag, 18. Februar 2020
"Entdeckung hat große Bedeutung" - Pluto - vom Popstar-Planeten zum Eiszwerg
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Pluto-Aufnahme der Nasa: Der Zwergplanet ist vergleichsweise winzig, nur etwa ein Drittel so groß und ein Fünftel so schwer wie unser Mond.

(Foto: AP)
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76 Jahre lang galt Pluto, vor 90 Jahren entdeckt, als neunter Planet unserer Galaxie. Seinen Namen verdankt er einer Elfjährigen - und dem Zwergplaneten Eris, dass er seinen Status als Planet verlor. Doch der Eiszwerg hat viele Fans, die das gern wieder ändern würden, etwa mit der Initiative "Pluto for Planet".

Kaum ein Himmelskörper erhitzt die Gemüter wie der Eiszwerg Pluto am Rande unseres Sonnensystems: Noch nach mehr als einem Jahrzehnt hält die Diskussion um seine Degradierung zum Zwergplaneten an, die von der Internationalen Astronomischen Union IAU 2006 entschieden worden war. Zum 90. Jahrestag der Pluto-Entdeckung hat das Hamburger Planetarium sogar eine Initiative gestartet, um Pluto wieder in die Riege der Planeten aufzunehmen, "Pluto for Planet".

Die ferne Eiswelt war am 18. Februar 1930 von Clyde Tombaugh am Lowell-Observatorium in Flagstaff (US-Bundesstaat Arizona) aufgespürt worden, das zum Jahrestag der Entdeckung ein eigenes Pluto-Festival veranstaltet. "Die Entdeckung Plutos war von großer Bedeutung, da es der erste Vorstoß in den Kuipergürtel in den Außenregionen des Sonnensystems gewesen ist", betont IAU-Sprecher Lars Lindberg Christensen.
Herabstufung Plutos nach Entdeckung des Zwergplaneten Eris
Die Nebel-Partikel sind grau und rot, aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen. Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel.
Wissen 15.07.15
"New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Der Kuipergürtel jenseits des Planeten Neptun ist eine Art eisiges Archiv. In ihm tummeln sich Millionen urtümliche Brocken aus der Frühzeit des Sonnensystems - einige darunter von ähnlicher Größe und Masse wie Pluto, wie wir heute wissen. "Pluto war unser erster Hinweis darauf, dass das Sonnensystem einen enormen Fundus gefrorener Himmelskörper besitzt, die bei der Entstehung der Planeten übrig geblieben sind", sagt US-Astronom Mike Brown vom California Institute of Technology (Caltech), dessen Entdeckung des Zwergplaneten Eris den letzten Anstoß zur Herabstufung Plutos gegeben hatte. "Auch wenn es mehr als 60 Jahre gedauert hat, die Bedeutung zu verstehen, wissen wir heute, dass diese Sammlung an Himmelskörpern wichtige Hinweise auf unsere früheste Geschichte und die Ereignisse seitdem enthält."

Nach der Entdeckung war Pluto als neunter Planet unseres Systems eingestuft worden. Damals hielten ihn die Astronomen allerdings auch noch für deutlich größer, mindestens so groß und schwer wie die Erde. Der Marsforscher Percival Lowell (1855-1916) hatte bereits 1905 postuliert, dass es jenseits des Neptun einen Planeten geben müsse, dessen Schwerkraft für leichte Unregelmäßigkeiten in der Neptunbahn verantwortlich sein sollte.
Pluto ist "winzig"
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Grafik unseres Sonnensystems.

(Foto: Grafik: C. Goldammer, Redaktion: D. Loesche/dpa)

Diesen "Transneptun" suchte Lowell an seinem eigenen Observatorium zeitlebens vergeblich. Sein Nachfolger Vesto Slipher stellte 1929 schließlich den jungen Amateurastronomen Tombaugh ein, um die Suche fortzusetzen. Tatsächlich stieß der damals 24-Jährige bereits nach wenigen Monaten auf den bis dahin unbekannten Himmelskörper - ein Zufall, wie sich später herausstellte.

Denn Pluto ist entgegen der ursprünglichen Annahmen winzig, nur etwa ein Drittel so groß und ein Fünftel so schwer wie unser Mond und kann damit Neptuns Umlaufbahn nicht beeinflussen. Seine Position ließ sich daher auch nicht aus der Beobachtung von Neptun berechnen.
Popstar-Status für Pluto

Die Nachricht von der Entdeckung, die am 13. März 1930 zu Lowells 75. Geburtstag bekannt gemacht wurde, stieß weltweit auf großes Interesse. Immerhin war es der erste Neuzugang im Planetensystem, seit 84 Jahre zuvor der Neptun erspäht worden war.

Pluto erlangte eine Art Popstar-Status: Walt Disney benannte den Comic-Hund seiner Figur Micky Maus nach dem neuen Planeten, das Element Plutonium verdankt ihm seinen Namen und selbst ein Antarktis-Gletscher heißt nach ihm.
Namensgeberin: Venetia Phair aus Oxford

Der Name Pluto stammte dabei weder von Tombaugh, der nach der Entdeckung als Astronom und Universitätsprofessor Karriere machte, noch von sonst einem Wissenschaftler, sondern von einem elfjährigen Mädchen aus England: Venetia Phair aus Oxford hatte die Entdeckung 1930 von ihrem Großvater beim Frühstück aus der Zeitung vorgelesen bekommen. "Ich hatte von den griechischen und römischen Legenden in Kinderbüchern gelesen und kannte das Sonnensystem und die Namen der anderen Planeten", erzählte die 87-jährige Phair 2006 der US-Raumfahrtbehörde Nasa. "Also dachte ich, diesen Namen gibt es noch nicht." Phairs Großvater berichtete einem befreundeten Astronomen von der Idee, der sie an die Entdecker vom Lowell-Observatorium übermittelte.
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76 Jahre lang galt Pluto als neunter Planet unseres Sonnensystems. Während dieser Zeit stießen Astronomen jedoch auf immer mehr ähnlich große Objekte in den eisigen Gefilden des Kuipergürtels. Die Entdeckung von Eris, ebenso groß wie Pluto und sogar etwas schwerer, erforderte schließlich eine Entscheidung: entweder war Eris der zehnte Planet, oder Pluto musste seinen Planetenstatus verlieren.
Neue Gruppe der Zwergplaneten eingeführt

Die Vollversammlung der IAU entschloss sich 2006 in Prag zur Degradierung und führte die neue Gruppe der Zwergplaneten ein. Das sind Himmelskörper, die im Gegensatz zu vollwertigen Planeten ihre Umlaufbahn nicht von anderen großen Objekten freigeräumt haben. Bis heute hadern vor allem Teile der Öffentlichkeit, aber auch manche Forscher mit dieser Herabstufung.

"Die aktuelle Definition der IAU basiert auf einer Momentaufnahme des Planetensystems, die weder sinnvoll noch wissenschaftlich weiterführend ist", argumentiert der Hamburger Planetariumsdirektor Thomas Kraupe auf der Internetseite seiner Initiative, www.plutoforplanet.de. "Wir setzen uns dafür ein, dem Forschergeist junger Menschen keinen doch recht willkürlichen Riegel vorzuschieben. Unzählige weitere Planeten jenseits von Pluto warten auf ihre Entdeckung und Erforschung." Kraupe plädiert dafür, innerhalb der Planeten eine Unterklasse der Zwergplaneten zu schaffen, so wie es bereits Gasriesen und Gesteinsplaneten sind.

Auch der Chefwissenschaftler der Pluto-Sonde "New Horizons", Alan Stern von der US-Raumfahrtbehörde Nasa, sähe Pluto gern weiter in der offiziellen Gruppe der Planeten. Und Nasa-Chef Jim Bridenstine bekannte unlängst auf dem 70. Internationalen Astronautik-Kongress in Washington: "Ich bin hier als Nasa-Chef um euch zu sagen, dass ich glaube, dass Pluto ein Planet ist, und ich werde auch weiterhin allen sagen, dass Pluto ein Planet ist." Die Erkenntnisse von "New Horizons", die 2015 Pluto besucht hatte, erforderten eine Neubewertung der Einstufung, argumentierte er.
Pluto hat erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft

Tatsächlich hatte sich der Nasa-Sonde eine erstaunlich abwechslungsreiche Landschaft auf Pluto offenbart, die sich in ihrer Vielfalt mit Teilen der Erde durchaus messen kann: Auf Pluto gibt es Tiefebenen, Gletscher und kilometerhohen Gebirge aus Wassereis, rötlich schimmernde organische Verbindungen, vermutlich eine aktive Geologie, Nebel in einer extrem dünnen Atmosphäre und möglicherweise sogar einen unterirdischen Ozean. Die kleine Welt ist damit vielfältiger und aktiver als erwartet. Ob das jedoch ein Kriterium für eine wissenschaftliche Neubewertung ist, bleibt offen. "Die IAU hat keine formalen Anfragen bekommen, Plutos Status oder die Planetendefinition zu ändern", berichtet Sprecher Lindberg Christensen.

"Die korrekte Kategorie für Pluto ist nicht einfach ein Problem der Sprache, sondern eine wirklich tiefgreifende Frage der Klassifizierung", betont Eris-Entdecker Brown, der sich bei Twitter scherzhaft Plutokiller nennt. "Die Klassifizierung ist wichtig. Es ist das Erste, was Wissenschaftler machen, wenn sie versuchen, etwas zu verstehen. Eine gute Klassifizierung führt zu guten Fragen, zum Beispiel warum das Sonnensystem gerade acht dominante Planeten und dazu eine große Ansammlung kleinerer Objekte besitzt, während eine schlechte Klassifizierung das Verständnis vernebelt."
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Pluto-vom-Po ... 81635.html
Quelle: ntv.de, Till Mundzeck, dpa
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"Nur so groß wie ein Auto" - Die Erde hat einen neuen Mini-Mond

Postby Weltbookadmin47 » 27. Feb 2020 16:00

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Die-Erde-hat ... 06311.html
"Nur so groß wie ein Auto" - Die Erde hat einen neuen Mini-Mond
er Wierzchos @WierzchosKacper

BIG NEWS (thread 1/3). Earth has a new temporarily captured object/Possible mini-moon called 2020 CD3. On the night of Feb. 15, my Catalina Sky Survey teammate Teddy Pruyne and I found a 20th magnitude object. Here are the discovery images.
Eingebettetes Video
3.180
01:20 - 26. Feb. 2020
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Das Himmelskörperchen misst 1,9 mal 3,5 Meter. Es umrundet die Erde innerhalb von 47 Tagen. Da seine Umlaufbahn nicht stabil ist, rechnen Beobachter damit, dass sich 2020 CD3 möglichweise schon im April wieder von der Erde verabschieden und in die Weiten des Alls davonfliegen könnte, erläuterte Grigori Fedorets von der Queen’s University im irischen Belfast. Noch sind die Forscher sich nicht einig, welchen Kurs der Kleine einschlagen wird. Auch fehlt noch der allerletzte Beweis, dass es sich bei 2020 CD 3 wirklich um einen Mond und nicht etwa um ein Stück Weltraumschrott handelt.

Der neue Klein-Planet wäre der zweite seiner Art, den die Erdanziehung gefangen nimmt. Der erste Mini-Mond hieß 2006 RH120 und umkreiste die Erde vom September 2006 bis zum Juni 2007. Zur Zeit befindet er sich in einer Umlaufbahn um die Sonne. In seinem Fall konnten die Forscher inzwischen ausschließen, dass es sich nur um galaktischen Müll handelt.

Quelle: ntv.de, mau
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Sonne, Mond und Sterne im März - Morgenhimmel zeigt Planetenrennen

Postby Weltbookadmin47 » 1. Mar 2020 16:18

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Morgenhimmel ... 08140.html

Sonntag, 01. März 2020
Sonne, Mond und Sterne im März - Morgenhimmel zeigt Planetenrennen
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Mond, Jupiter und Venus (v.l.) am Nachthimmel (Bild von 2015).

(Foto: Peter Komka/MTI/dpa)
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Der Monat März bietet einen besonders nahen Vollmond - manche sprechen sogar von einem "Supervollmond" - und mehrere Planeten-Reigen. Gegen Monatsende wird wieder an der Uhr gedreht: Die Sommerzeit beginnt. Und auch der Frühling ist da - der astronomische zumindest.

Venus beherrscht den Abendhimmel im März. Schon in der beginnenden Dämmerung strahlt sie im Westen. Mit Abstand ist unser innerer Nachbarplanet das auffallendste Gestirn, abgesehen vom Mond natürlich. Am 28. März passiert der Mond die Venus ein wenig südlich. Gegen 20 Uhr ergibt sich ein netter Himmelsanblick, wenn die schmale Sichel des zunehmenden Mondes nahe bei Venus zu sehen ist.

Wer Venus mit einem Fernrohr ins Visier nimmt, sieht sie am 27. März halb beleuchtet. Sie erscheint wie ein kleiner Halbmond. An diesem Tag trennen sie 104 Millionen Kilometer von der Erde. Diese Strecke überbrückt das Licht in fünf Minuten und 47 Sekunden. Während des Monats nimmt Venus leicht an Helligkeit zu. Gegen Mitternacht verabschiedet sie sich schließlich von der Himmelsbühne und geht unter.

Nachdem sich der flinke Merkur längst wieder vom Abendhimmel zurückgezogen hat, macht Venus in der ersten Nachthälfte kein weiterer, heller Planet Konkurrenz. Dafür gibt es am Morgenhimmel eine Parade heller Planeten: Mars, Jupiter und Saturn versammeln sich am Südosthimmel. Die drei Planeten liefern sich ein Wettrennen. Der schnellste von ihnen, nämlich Mars überholt am 20. den Riesenplaneten Jupiter und zieht am 31. März am Ringplaneten Saturn vorbei. Jupiter wiederum verfolgt Saturn, kann ihn aber erst zum Jahresende 2020 einholen.

Auch Mars nimmt an Helligkeit zu. Ein spektakulärer Himmelsanblick ergibt sich am 18. März gegen 5.00 Uhr morgens, wenn sich die Sichel des abnehmenden Mondes zum Dreigestirn Mars, Jupiter und Saturn gesellt.
"Supervollmond"? Nicht gerechtfertigt
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Wissen 25.07.13
Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Vollmond tritt am 9. um 18.48 Uhr ein. Nur zwölf Stunden später kommt der Mond mit 357.120 Kilometer in Erdnähe. Daher erscheint der Mond ein klein wenig größer als im Durchschnitt. Er zeigt diesmal die größte Vollmondscheibe des Jahres 2020. Manche sprechen von einem "Supervollmond". Das ist nicht gerechtfertigt. Denn der Unterschied zwischen scheinbar kleinstem und größtem Vollmonddurchmesser ist gering und fällt nur aufmerksamen Beobachtern auf. Das Zusammenfallen von Vollmond und Erdnähe kann allerdings zu Springfluten an den Meeresküsten führen - auch noch zwei oder drei Tage vor und nach dem genauen Vollmondtermin.

Am 24. wird um 10.28 Uhr die Neumondphase erreicht. Am gleichen Tag befindet sich der Mond mit 406.690 Kilometer in Erdferne. In der ersten Nachthälfte am 29. wandert der Mond durch das Regengestirn, so wird der Sternhaufen der Hyaden auch genannt. Dabei bedeckt er einige Sterne der Hyaden. Der helle Aldebaran steht mitten in den Hyaden, ist aber kein Mitglied dieses Sternhaufens. Mit 67 Lichtjahren Entfernung ist Aldebaran nicht einmal halb so weit entfernt wie die Hyadensterne, deren Licht 150 Jahre zur Erde unterwegs ist. Aldebaran ist somit ein Vordergrundstern.
Winterende zeigt ich auch am Sternenhimmel

Das Winterende deutet sich auch am Sternenhimmel an. Das markante Wintersternbild Orion und der bläuliche funkelnde Sirius im Großen Hund sind dabei nach Südwesten gerückt. Sirius zieht als hellster Fixstern am irdischen Himmel die Blicke auf sich.
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Illustration des Sternbilds Löwe mit Sternbildgrenze und Hauptsternen.

(Foto: imago/Science Photo Library)

Am Osthimmel hat der Aufmarsch der Frühlingsbilder begonnen. Der Löwe, Leitsternbild des Frühlings, setzt zu seinem Sprung durch den Meridian an. Der griechischen Sage nach handelt es sich um den mächtigen Löwen von Nemea, der die dortigen Bewohner drangsaliert. Man kann ihm nichts anhaben, denn sein Fell ist unverwundbar. Kein Schwert und kein Pfeil kann es durchdringen. Doch dem Helden Herkules gelingt es, den Löwen zu besiegen, indem er ihn erwürgt. Zur ewigen Erinnerung werden beide an den Himmel versetzt.

Der hellste Stern im Löwen bekam vom Astronomen Nikolaus Kopernikus den Namen Regulus, was "kleiner König" bedeutet. Diese bläuliche Riesensonne strahlt 200-mal heller als unsere Sonne. Das Licht von Regulus ist jedoch etwa 77 Jahre unterwegs, bis es auf der Erde eintrifft.

Der Löwe folgt im Tierkreis dem unscheinbaren Krebs, der im Süden seine höchste Position erreicht hat. Der Große Wagen hat sich emporgeschwungen. Seine Deichsel deutet auf den hellen, orange rot leuchtenden Arktur, dem Hauptstern des Bootes, der inzwischen im Osten aufgegangen ist. Im Südwesten ist das Sternbild Jungfrau erschienen mit ihrem bläulichen Hauptstern Spica, der Kornähre.

Die drei hellen Sterne Regulus, Arktur und Spica bilden das Frühlingsdreieck, das zur Monatsmitte um 22 Uhr bereits vollständig aufgegangen ist.
Astronomischer Frühlingsanfang
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Wissen 30.03.19
Sommerzeit - vor oder zurück? In der Nacht zu Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Sie überschreitet am 20. um 4.50 Uhr den Himmelsäquator, der astronomische Frühling beginnt. Danach sind auf der Nordhalbkugel der Erde die Tage wieder länger als die Nächte. Der Schnittpunkt von scheinbarer Sonnenbahn und Himmelsäquator wird Frühlingspunkt genannt.

Am Sonntag, 29. März, beginnt wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Um 2 Uhr morgens sind die Uhren um eine Stunde vorzustellen. Damit wird die Nacht aber nicht kürzer, wie gelegentlich behauptet wird. Sie dauert von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Diese Zeitspanne bleibt unverändert. Die Uhren lassen sich verdrehen, die Natur aber nicht.
Zum Artikel - Bilder und Videos
https://www.n-tv.de/wissen/Morgenhimmel ... 08140.html
Quelle: ntv.de, Hans-Ulrich Keller, dpa
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Ist da noch wer ? - Nasa debattiert über Aliens

Postby Weltbookadmin47 » 28. Apr 2020 11:56

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-debatti ... 41175.html
Ist da noch wer ? - Nasa debattiert über Aliens
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Sind wir ganz allein? In der Weite des Alls könnte mehr sein, als wir gemeinhin annehmen.

(Foto: imago images/Westend61)
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Gibt es außerirdisches Leben, und wie könnte dieses aussehen? Diese Frage beschäftigt seit Langem die Menschheit. Nun nehmen sich auch Star-Astronomen des Themas an - und erwarten einen ersten Kontakt in naher Zukunft.

Schwimmen sie unter der Eisschicht des Jupiter-Mondes Europa? Rasen sie in Raumschiffen durchs All? Star-Astronomen aus aller Welt haben an diesem Sonntag darüber diskutiert, wo außerirdische Organismen sein könnten - und wie wir sie finden. "Diese Frage spaltet gerade die Forschergemeinde", teilten die US-Weltraumbehörde Nasa und die Michigan Technological University mit, die die Debatte organisiert hatten. Sie fand wegen der Corona-Pandemie online statt, die Wissenschaftler reichten ihre Beiträge schriftlich oder per Video ein.
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Wissen 28.02.20
Die Wissenschaft hat festgestellt ... Ein neuer Mini-Mond kreist um die Erde

"Innerhalb der nächsten 20 Jahre werden wir große technische Strukturen im All aufspüren", glaubt zum Beispiel der prominente US-Astronom Seth Shostak. Der Direktor der Sternwarte des Vatikans, Guy Consolmagno, erwartet keine Raumschiffe, sondern die Entdeckung einfacher Lebensformen. Er vermutet, dass wir bald biologische Spuren in dem Wasser finden, das aus dem Innerem von dem Jupiter-Mond Europa ins All schießt. "Das wäre ein starkes Anzeichen dafür, dass es unterhalb der Eisschicht des Mondes Leben gibt", schrieb Consolmagno.

Gleich mehrere Forscher teilen diese These. Auf dem Mond Europa, heißt es in vielen Beiträgen, dürften wir am ehesten außerirdisches Leben finden, wenn auch bloß in Form von Mikroben. James Green, der Chef-Wissenschaftler der Nasa, glaubt, dass dies noch vor dem Ende des Jahrzehnts gelingen könnte.

Geht es um intelligentes Leben, um Aliens, wie man sie aus Zukunftsromanen kennt, sind die Experten skeptischer. Anders als Shostak halten die meisten es für unwahrscheinlich, dass wir solche Außerirdischen in naher Zukunft entdecken - auch wenn sie überzeugt sind, dass es sie gibt.
Zeitfenster könnte sehr kurz sein

Der britische Astronom Martin Rees etwa glaubt, dass wir höchstens Signale "einer elektronischen Intelligenz" aufspüren werden, erschaffen von einer längst untergegangenen Zivilisation. Denn das Zeitfenster, um organisches Leben zu finden, argumentiert Rees, sei sehr kurz. Er verweist darauf, dass die Erde rund viereinhalb Milliarden Jahre alt ist - aber erst seit wenigen Jahrtausenden höhere Lebensformen beherbergt. Und in nicht allzu ferner Zukunft könnte laut Rees die Lage auf unserem Planeten eine andere sein. "Uns wird eine elektronische Intelligenz nachfolgen", meint er, "die Milliarden Jahre überdauert".
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Wissen 28.04.20
"Da ist eine ganze Flotte" Pentagon bittet um Hilfe bei Ufo-Identifizierung

Die Forscher tauschten sich auf den Tag genau 100 Jahre nach einem aufsehenerregenden wissenschaftlichen Duell aus. Am 26. April 1920 diskutierten die US-Astronomen Heber Curtis und Harlow Shapley im Smithsonian Museum of Natural History in Washington die Frage, ob die Sonne in der Mitte der Milchstraße ist und ob es weitere Galaxien im Universum gibt.

Heute ist bekannt, dass die Zahl der Galaxien in die Milliarden geht - und dass sich unser Stern in einem Seitenarm der Milchstraße befindet, fernab des Zentrums. "Die Debatte von 1920 half der Menschheit, sich selbst im Universum geografisch zu verorten", hieß es von den Veranstaltern der Internet-Diskussion. "Die Debatte von 2020 könnte der Menschheit helfen, ihren biologischen Platz zu finden."
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Quelle: ntv.de, Stefan Beutelsbacher, dpa
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Hobby-Sterngucker aufgepasst! - Komet "Neowise" mit bloßem Auge sichtbar

Postby Weltbookadmin47 » 9. Jul 2020 12:12

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Komet-Neowis ... 98760.html
Hobby-Sterngucker aufgepasst! - Komet "Neowise" mit bloßem Auge sichtbar
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Häufig ziehen Kometen an der Erde vorbei, doch die meisten sind nur mit Fernrohren zu sehen. Auf "Neowise" freuen sich daher nicht nur Hobby-Astronomen. Der helle Schweifstern ist in weiten Teilen Deutschlands mit bloßem Auge zu erkennen.

Eine Ewigkeit ist er durch die Tiefen des Sonnensystems gezogen, nun taucht der uralte kosmische Brocken an unserem Nachthimmel auf: Hobby-Sterngucker dürfen sich auf einen neuen Kometen freuen, der spannende Beobachtungsnächte verspricht. Der Komet "Neowise" mit der nüchternen Bezeichnung C/2020 F3 ist bis etwa zum Monatsende am Himmel zu sehen - erst mit bloßem Auge und später per Feldstecher.
Asteroiden, Meteoroiden und Meteoriten

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung; ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht. ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt.Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde, allerdings zum größten Teil als Staub.

Gut sichtbar ist der Komet am 8. Juli in Hamburg und Berlin, am 9. Juli in Köln und Dresden, am 10. Juli im Raum Frankfurt am Main und einen Tag später zwischen Stuttgart und München. Derzeit taucht der helle Schweifstern - bei optimalen Beobachtungsbedingungen - kurz vor der Morgendämmerung auf, ganz, ganz tief am Horizont im Sternbild Fuhrmann.

In den kommenden Wochen wird es jedoch leichter, ihn am Sternenhimmel aufzufinden: Der Schweifstern gewinnt an Höhe über dem Horizont und wandert in Richtung des Großen Wagens - wobei er allerdings zugleich an Leuchtkraft verliert. Dafür geht er immer früher auf, sodass aus dem Beobachtungsobjekt in der Dämmerung eines für die tiefe Nacht und später für den Abendhimmel wird.
Überbleibsel der Sonnensystem-Entstehung

Zum Vergleich: Derzeit erstrahlt C/2020 F3 so hell wie ein heller Stern, schon bald wird er sich aber mehr und mehr der Helligkeitsgrenze nähern, an der Himmelsobjekte gerade noch mit bloßem Auge und fernab der lichtdurchfluteten Städte zu sehen sind.

Entdeckt wurde der Komet erst am 27. März, und zwar vom Weltraumteleskop "Wise". In den vergangenen Tagen durchlief der neue Schweifstern den sonnennächsten Punkt seiner Bahn - nun entfernt er sich wieder von unserem Zentralgestirn. Ein spektakuläres Foto des kosmischen Besuchers gelang vor wenigen Tagen einem Kosmonauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS.
TVNow 21.01.19
Mission Weltall Kometen auf Kollisionskurs

Zwar ziehen häufig Kometen an der Sonne vorbei, doch die meisten sind nur in Fernrohren zu sehen. Sehr selten sind dagegen die spektakulär hellen Schweifsterne wie zum Beispiel die prächtigen Kometen Hale-Bopp und Hyakutake aus den 1990er Jahren.

Kometen gelten als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Sie werden oft mit schmutzigen Riesen-Schneebällen aus Eis, Staub und Stein verglichen. Wenn diese Brocken sich auf ihrer Reise durchs All der Sonne nähern, bilden sie oft Gas- und Staubschweife aus.
Ein Schweifstern als Unglücksbote

Auch wenn Hobby-Sterngucker in diesen Tagen dem Vorbeiflug des "Neowise"-Kometen hoffnungsfroh entgegensehen - nicht immer sahen die Menschen im Auftauchen eines Schweifsterns nur ein prächtiges Naturschauspiel. Jahrhundertelang galten Kometen als Unglücksboten, die Hungersnöte, Krieg und Seuchen ankündigen.
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Denn die imposanten Exemplare unter den Schweifsternen hatten für unsere Vorfahren etwas Bedrohliches - weil sie plötzlich auftauchen, stellten sie aus damaliger Sicht die kosmische Ordnung infrage. Heute wissen die Forscher, dass Kometen vom Rand des Sonnensystems stammen und sich ihre Gas- und Staubschweife bei der Annäherung an die heiße Sonne bilden.

Zu den alten Mythen gesellt sich eine zwar sehr unwahrscheinliche, aber dennoch reale Gefahr: Der Einschlag eines Kometen auf der Erde könnte tatsächlich eine globale Katastrophe auslösen. Vom Kometen C/2020 F3 geht jedoch definitiv keine Gefahr für unseren Planeten aus.
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Quelle: ntv.de, mba/AFP
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