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Tote aus mehreren Jahrhunderten - Forscher lösen Rätsel des Skelett-Sees

Postby Weltbookadmin47 » 21. Aug 2019 13:40

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-loe ... 19920.html

Mittwoch, 21. August 2019
Tote aus mehreren Jahrhunderten - Forscher lösen Rätsel des Skelett-Sees
Von Solveig Bach
Human_Skeletons_in_Roopkund_Lake.jpg

Rund um den See sind zahlreiche Skelett-Teile verteilt.

(Foto: Wikipedia)
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Der Roopkund-See im Himalaya heißt bei den Einheimischen auch Skelett-See, weil dort unzählige menschliche Knochen liegen. Ein internationales Forscherteam geht dieser rätselhaften Ansammlung nun auf den Grund und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.

Ein internationales Forscherteam hat menschliche Überreste untersucht, die sich im Roopkund-See auf über 5000 Metern Höhe im Himalaya befanden. Das Gewässer wird von Einheimischen auch Skelett-See genannt. Nach Angaben der Wissenschaftler aus Indien, den USA und Deutschland stammen die verstreuten Skelettreste von insgesamt mehreren Hundert Individuen.
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Bisher wurden diese Funde nicht systematisch anthropologisch oder archäologisch untersucht. Deshalb gab es auch verschiedene Theorien, was die Menschen hierhergeführt hatte. Es wurde vermutet, dass sie als Pilger eine Wallfahrt zu einem nahe gelegenen Schrein für die Berggöttin Nanda Devi unternommen haben. Eine andere These war, dass es sich um eine Gruppe von Kaufleuten oder die Überreste einer Armee handelt. Außerdem wurde gemutmaßt, es könnte sich um Opfer einer Epidemie handeln.

Mit den neu gewonnenen Forschungsergebnissen widerlegt das internationale Team von mehr als zwei Dutzend Archäologen, Genetikern und anderen Spezialisten einige dieser Thesen und präsentiert stattdessen eine neue Geschichte des "Skeleton Lake". In ihrer in der Zeitschrift "Nature" veröffentlichten Studie erläutern die Forscher, dass sie mit einer Vielzahl von bioarchäologischen Analysen feststellen konnten, dass sie Skelette zu drei genetisch unterschiedlichen Gruppen gehörten, die über ein Jahrtausend verteilt in den See gelangten.
Nur wenige Gemeinsamkeiten

Anhand der aus Dutzenden von Überresten extrahierten DNA konnten 23 Männer und 15 Frauen identifiziert werden. Das relativ ausgeglichene Verhältnis von Frauen und Männern widerlegt nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Personen Teil einer Militärexpedition waren. Alle Individuen waren weitgehend gesund, drei hatten nicht verheilte Frakturen. Bakterielle Pathogene, die die Epidemie-These stützen würden, wurden nicht gefunden.

23 der 38 untersuchten Individuen stammten aus dem heutigen Südasien, also Indien, Pakistan, Nepal, Bhutan und Bangladesh. Sie bildete jedoch keine einheitliche Gruppe und lebten auch nicht alle zur gleichen Zeit. Eine Gruppe von 14 Untersuchten hatte mit Westeuropäern verwandte Vorfahren. Bei einer genaueren Zuordnung legten sich die Wissenschaftler für einzelne Individuen auf das griechische Festland und Kreta als Herkunftsgegend fest. Ein Individuum hatte den Untersuchungsergebnissen zufolge ostasiatische Vorfahren.

Mit der Radiokarbonmethode konnten die Skelett-Teile datiert werden. Demnach lebten die meisten der Menschen vor etwa 1000 Jahren und kamen bei mindestens zwei voneinander isolierten Ereignissen ums Leben. Einige starben jedoch erst im frühen 19. Jahrhundert. Für die Heterogenität der Toten vom Skelett-See spricht auch, dass verschiedene Ernährungsgrundlagen nachgewiesen wurden.

Nach Ansicht der Forschergruppe ist für die ostasiatische Gruppe die Hypothese eines Massentodes während Pilgerreisen die plausibelste Erklärung. Die Gruppe aus dem östlichen Mittelmeerraum lebte möglicherweise im Landesinneren und starb bei einer Reise im Himalaya. Ob die Menschen als Pilger oder aus anderen Gründen unterwegs waren, lasse sich nicht sagen. Auch bei der Todesursache können die Wissenschaftler nur mutmaßen. Vermutlich war die Höhe von über 5000 Metern ein Faktor, warum die Menschen ums Leben kamen.

Quelle: n-tv.de https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-loe ... 19920.html
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Ähnelt "Ice Age"-Eichhörnchen - Urzeit-Doppelgänger von "Scrat" entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 25. Aug 2019 11:25

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https://www.n-tv.de/wissen/Urzeit-Doppe ... 28163.html

Sonntag, 25. August 2019
Ähnelt "Ice Age"-Eichhörnchen - Urzeit-Doppelgänger von "Scrat" entdeckt
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Für "Scrat" geht nichts auf der Welt über eine Eichel.

(Foto: picture-alliance/ dpa)
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Das Eichhörnchen "Scrat" ist eine der beliebtesten Figuren aus der "Ice Age"-Filmreihe. Vor rund 230 Millionen Jahren lebte tatsächlich ein ihm ähnlich sehendes Tier. Anders als auf der Leinwand war es aber nicht ständig auf der Suche nach Eicheln.

Wissenschaftler haben in Argentinien Überreste eines urzeitlichen Doppelgängers von "Ice Age"-Eichhörnchen Scrat entdeckt. Das 25 Zentimeter lange Tier, das die Forscher "Pseudotherium argentinus" nannten, lebte in der Trias vor rund 230 Millionen Jahren, wie die Universität von La Matanza in Buenos Aires über Twitter mitteilte.
*Datenschutz

Entdeckt wurde das Tier bereits im Jahr 2006 von dem Paläontologen Ricardo Martinez, dessen Untersuchungen nun in der Fachzeitschrift "Plos One" veröffentlicht wurden.

Demnach lag der Fundort von "Pseudotherium argentinus" in der westargentinischen Provinz San Juan. Der Schädel des Urzeit-Tiers wurde an der Universität von Texas analysiert.

Laut Martinez hatte das Tier eine sehr lange und vorne platt gedrückte Schnauze, an deren Spitze auffallend lange Zähne zum Vorschein kamen. Martinez selbst fiel nach eigenen Worten die "sehr" große Ähnlichkeit zu Scrat auf. Anders als die "Ice Age"-Figur war "Pseudotherium argentinus" jedoch nicht auf der Jagd nach Eicheln, sondern ernährte sich von Insekten und Kleintieren.
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Charakteristisch ist die lange und platte Schnauze.

(Foto: Rachel V. S. Wallace, Ricardo Martínez, Timothy Rowe / www.journals.plos.org)

Quelle: n-tv.de, hul/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Urzeit-Doppe ... 28163.html
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Sensation in Luxor - 3000 Jahre alte Särge mit Mumien entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 20. Oct 2019 15:45

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https://www.n-tv.de/wissen/3000-Jahre-a ... 40258.html
Sensation in Luxor - 3000 Jahre alte Särge mit Mumien entdeckt
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Für Antikenminister Chalid al-Anani ist die Entdeckung von "unschätzbarer Bedeutung".

(Foto: dpa)
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Erstmals seit Ende des 19. Jahrhunderts wird im ägyptischen Luxor wieder eine Vielzahl gut erhaltener Särge entdeckt. In ihnen wurden wohl Priester beerdigt - vor etwa 3000 Jahren.

Archäologen haben in Luxor im Süden Ägyptens eine Reihe von 3000 Jahre alten Holzsärgen samt Mumien entdeckt. Die insgesamt 30 bunten, gut erhaltenen Särge seien in der Grabstätte Al-Asasif gefunden worden, sagte Antikenminister Chalid al-Anani vor Journalisten. Es sei das erste Mal seit Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein großer und gut erhaltener Bestand menschlicher Särge entdeckt worden sei.
TV-Now 20.08.18
n-tv Dokumentation Rätselhafte Mumien - Der reiche Legionär

Das Antikenministerium stellte die Särge, die am Westufer des Nil nur einen Meter unter der Erde in zwei Reihen aufgestapelt gefunden wurden, nun aus. Trotz ihres Alters sind die Verzierungen mit Schlangen, Vögeln und Lotus-Blüten in schwarzer, grüner, roter und gelber Farbe noch klar zu erkennen. Der Restaurator Saleh Abdel-Gelil sagte, es seien nur leichte Reparaturen ausgeführt worden. Die Särge seien wahrscheinlich deshalb in so gutem Zustand, weil es in der Nähe kaum Siedlungen gegeben habe.

Die Särge wurden offiziellen Angaben zufolge für männliche und weibliche Priester und Kinder angefertigt. Sie gehen zurück auf die 22. Dynastie, die vor etwa 3000 Jahren begann. Antikenminister al-Anany sagte, die Sarkophage sollten nächstes Jahr im neu eröffneten Großen Ägyptischen Museum ausgestellt werden. Solche Entdeckungen seien "von unschätzbarer Bedeutung für den Ruf Ägyptens".

Die Ausgrabungen im Tal der Könige am Nil hatten vor etwa zwei Monaten begonnen. 1881 und 1898 waren in Luxor bereits mehrere Särge königlicher Mumien entdeckt worden. 1891 fanden Archäologen zudem eine Reihe von Särgen, die Mumien von Priestern enthielten.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa/AFP Bilder + Videos https://www.n-tv.de/wissen/3000-Jahre-a ... 40258.html
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Sensationsfund in Bayern - Neuer Vorfahr des Menschen entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 7. Nov 2019 14:24

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Vorfah ... 77899.html
Sensationsfund in Bayern - Neuer Vorfahr des Menschen entdeckt
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Die Menschheit hat einen neuen, bisher unbekannten Vorfahren: In einer Tongrube in Bayern entdecken Forscher die fast 12 Millionen Jahre alten Überreste einer Primatenart, die sie Danuvius nennen. Diese Menschaffen konnten bereits aufrecht gehen - und stellen damit bisheriges Wissen in Frage.

Bisher gilt Afrika als jener Kontinent, auf dem sich die frühen Vorfahren des Menschen entwickelt haben. Doch diese Ansicht könnte bald zu den Akten wandern - denn Forscher haben in Süddeutschland einen neuen, uralten Vorfahren des Menschen entdeckt. Der Fund legt nahe, das der aufrechte Gang und die gemeinsamen Ahnen des Menschen sowie des Menschenaffen sich möglicherweise in Europa entwickelt haben, wie aus einer Studie eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung einer Tübinger Paläontologin hervorgeht, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde.
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Knochen der Hand eines männlichen Danuvius guggenmosi.

(Foto: Christoph Jäckle/Nature/dpa)

Die Forscherin Madelaine Böhme entdeckte in der Tongrube "Hammerschmiede" im Landkreis Ostallgäu in Bayern Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart, die dort vor 11,6 Millionen Jahren lebte. Die versteinerten Überreste des Danuvius guggenmosi lassen demnach den Schluss zu, dass er sich auf zwei Beinen und kletternd fortbewegen konnte. Die Fähigkeit, aufrecht gehen zu können, gilt als zentrales Merkmal des Menschen.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Menschenaffen bereits vor zwölf Millionen Jahren aufrecht gehen konnten. Bislang galten sechs Millionen Jahre alte Funde auf Kreta und in Kenia als älteste Belege für den aufrechten Gang. "Die Funde aus Süddeutschland sind ein Meilenstein der Paläoanthropologie, denn sie stellen unsere bisherige Sichtweise auf die Evolution der großen Menschenaffen und des Menschen grundlegend in Frage", erklärte Böhme.

"Bislang war der aufrechte Gang ein ausschließliches Merkmal von Menschen. Aber Danuvius war ein Menschenaffe", sagte Böhme. Die Forscher haben dem präsentierten Fossil den Beinamen Udo gegeben - nach Sänger Udo Lindenberg. Denn die Wissenschaftler entdeckten den Unterkiefer des Primaten am 17. Mai 2016, dem 70. Geburtstag des Sängers. "Im Radio sind nur seine Songs gelaufen", sagte Böhme.
Erstaunliche Ähnlichkeit zum Menschen
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Madelaine Böhme neben Knochen der bisher unbekannten Primatenart Danuvius guggenmosi.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Aus der Tongrube im Ostallgäu bargen die Paläontologen insgesamt 37 Einzelfunde. Darunter waren vollständig erhaltene Arm- und Beinknochen, Wirbel, Finger- und Zehenknochen. Die Funde konnten mindestens vier Individuen zugeordnet werden. Das am besten erhaltene Skelett eines männlichen Danuvius guggenmosi ähnelt einem Bonobo.

"Zum ersten Mal konnten wir mehrere funktionell wichtige Gelenke - darunter Ellbogen, Hüfte, Knie und Sprunggelenk - in einem einzigen fossilen Skelett dieses Alters untersuchen", erklärte die Professorin. "Zu unserem Erstaunen ähnelten einige Knochen mehr dem Menschen als dem Menschenaffen."

So habe Danuvius seinen Rumpf durch eine S-förmige Wirbelsäule aufrecht halten können, während Menschenaffen lediglich eine einfach gebogene Wirbelsäule besitzen. Nach Böhmes Angaben hatte Danuvius außerdem X-Beine und ein stabiles Fußgelenk - für Menschenaffen, die sich kletternd fortbewegten, wäre beides ungeschickt.

Da die Arm- und Beinknochen vollständig erhalten waren, konnten die Forscher die Fortbewegung rekonstruieren. Demnach konnte der Danuvius guggenmosi auf zwei Beinen gehen und klettern wie ein Menschenaffe. Körperbau, Körperhaltung und Fortbewegungsweise seien für einen Primaten einzigartig.
Entwickelte sich Gang in Bäumen?

Mit seinen verhältnismäßig langen Armen und seinen Greiffüßen hatte Danuvius aber entscheidende Merkmale von Baumbewohnern und zählt nach Böhmes Einschätzung deshalb zu den Menschenaffen. "Danuvius kombinierte die von den hinteren Gliedmaßen dominierte Zweibeinigkeit mit dem von den vorderen Gliedmaßen dominierten Klettern", sagte Mitautor David Begun von der University of Toronto.
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Die 21 Knochen des am besten erhaltenen Teilskeletts eines männlichen Danuvius guggenmosi.

(Foto: Christoph Jäckle/Nature/dpa)

Nach Einschätzung der Forscher war der "neue Vorfahr des Menschen" etwa einen Meter groß. Die Weibchen, von denen ebenfalls Teile eines Exemplars in der Tongrube gefunden wurden, dürften etwa 18 Kilogramm gewogen haben, das gefundene Männchen 31 Kilogramm.

Durch eine abgespreizte Zehe habe Danuvius große und kleine Äste sicher greifen können, sagen die Forscher. Diese Ergebnisse ließen den Schluss zu, dass sich der aufrechte Gang des Menschen vor zwölf Millionen Jahren in Bäumen entwickelte. Bisher war unklar, wie sich die Fähigkeit der Fortbewegung auf zwei Beinen entwickelte. Theorien sprechen dafür, dass sie sich aus einer vierbeinigen Fortbewegung wie bei Meerkatzen oder hangelnd wie bei Orang-Utans entwickelt haben könnte. Möglich ist aber auch, dass sie sich durch den Knöchelgang entwickelte - ähnlich wie bei Schimpansen oder Gorillas. Für die zahlreichen Hypothesen der vergangenen 150 Jahre fehlten oft fossile Beweise.
Bislang "bestes Modell"

Für Tracy Kivell, Professorin an der University of Kent, beantwortet der Fund vor allem einige noch offene Fragen: Zusammengenommen böten die Funde das bislang beste Modell, um zu zeigen, wie ein gemeinsamer Vorfahr von Mensch und afrikanischen Menschenaffen ausgesehen haben könnte, erklärte Kivell, die selbst nicht an der Analyse beteiligt war, in einer in "Nature" veröffentlichten Einschätzung zur Studie.

Böhme zufolge ernährte sich Danuvius eher von härteren Pflanzenteilen als von weichen Blättern. In der Gegend um das heutige Kaufbeuren gab es Auenwälder und viele Niederschläge, mit etwa 20 Grad war die durchschnittliche Jahrestemperatur wärmer als heute.

Nach Einschätzung der Paläontologin dürften weitere Funde die Erkenntnisse aus dem Danuvius-Fund stützen. Von einem Weibchen wurden bereits Zähne, ein Finger und ein kompletter Oberschenkel ausgegraben. Auch von einem jungen Exemplar liegen gut erhaltene Reste vor. Außerdem erwartet die Tübinger Paläontologin weitere erfolgreiche Ausgrabungen in dem Bachbett der Tongrube. "Das muss man sich vorstellen wie ein Puzzle, in das immer mehr Teile eingefügt werden."
Wissen 01.12.15
Homo sapiens und andere Menschen Eine Stammesgeschichte
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Vorfah ... 77899.html
Quelle: n-tv.de, kst/AFP/dpa
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Sensationsfund in Ägypten - Forscher graben mumifizierte Löwenbabys aus

Postby Weltbookadmin47 » 27. Nov 2019 17:39

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 14056.html
Sensationsfund in Ägypten - Forscher graben mumifizierte Löwenbabys aus
Der Andrang in Kairo ist groß. Zahlreiche Menschen sind gekommen, um den neuen Sensationsfund zu sehen. 75 Statuen und mumifizierte Tiere graben Forscher südlich der Stadt aus. Dabei liefern die jungen Raubkatzen neue Erkenntnisse über den Kult der Ägypter.

Video Archäologen setzen riesige Statue von Ramses II. zusammen

Quelle: ntv.de https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 14056.html
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Konservierter Hund oder Wolf ? - 18.000 Jahre alter Welpe begeistert Forsc

Postby Weltbookadmin47 » 2. Dec 2019 19:51

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https://www.n-tv.de/wissen/18-000-Jahre ... 29752.html
Konservierter Hund oder Wolf ? - 18.000 Jahre alter Welpe begeistert Forscher
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Dogor wurde nur etwa zwei Monate alt.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Im Sommer 2018 machen Forscher in Jakutien einen Sensationsfund. Der sibirische Permafrost hat einen Tausende Jahre alten Welpen so gut konserviert, dass selbst Wimpern und Barthaare noch vorhanden sind. Womöglich verrät er, wann und wo der Wolf der beste Freund des Menschen wurde.

Ein internationales Forscher-Team hat erstmals größere Details über einen 18.000 Jahre alten Welpen verraten, den es im sibirischen Permafrost gefunden hat. Demnach war das Tier bei seinem Tod keine zwei Monate alt und wurde im Eis so gut erhalten, dass selbst Augenwimpern und Barthaare noch vorhanden sind, wie das Stockholmer Zentrum für Paläogenetik mitteilte. Der Welpe könnte möglicherweise Aufschluss über die Entwicklung von Hunden und Wölfen geben.

Entdeckt wurde der Welpe bereits im Sommer 2018 im nordostsibirischen Jakutien in der russischen Republik Sacha am Fluss Indigirka. Die Forscher hoffen, dass er erklären könnte, wann der Mensch wo und wie Wölfe erstmals domestiziert und somit den Grundstein für den Hund als besten Freund des Menschen gelegt hat.

Man habe das Erbgut des Tieres schon vorläufig untersucht, schreibt der Forscher Love Dalén von dem Stockholmer Zentrum auf Twitter. Es sei jedoch noch unklar, ob es sich um einen Wolf oder einen Hund handele. Die erste Analyse habe jedoch gezeigt, dass es sich um ein männliches Tier handele. Russische Forscher tauften den Welpen daraufhin Dogor, was auf Jakutisch "Freund" bedeutet.

"Wir wissen immer noch nicht genau, wo oder wann Hunde domestiziert wurden und wir wissen nicht einmal, von welcher Wolfslinie sie domestiziert wurden", erläutert der Forscher David Stanton von dem Stockholmer Zentrum in einem Video. Dies könnten eingehendere genetische Analysen des Funds möglicherweise klären, egal ob Dogor sich letztlich als Hund oder Wolf erweise. Viele Forscher gehen davon aus, dass Hunde vor grob 20.000 bis 40.000 Jahren in Eurasien aus Wölfen entstanden.

Mehr dazu - Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/18-000-Jahre ... 29752.html
Quelle: ntv.de
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Ältester Küstenschutz der Welt - Mauer half nicht gegen Meeresspiegelansti

Postby Weltbookadmin47 » 19. Dec 2019 14:05

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Mauer-half-n ... 65327.html
Ältester Küstenschutz der Welt - Mauer half nicht gegen Meeresspiegelanstieg
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Östliches Mittelmeer und die israelische Küste: Versunkene neolithische Siedlungen vor der Karmelküste.

(Foto: John McCarthy after Galili et al.)
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Der Pegel des Mittelmeeres begann bereits vor Tausenden von Jahren erheblich zu steigen. Küstenstädte versanken. Heute legen Stürme die versunkene Welt frei und zeigen, wie die Bewohner sich zu schützen versuchten - allerdings vergeblich.

Mit einer Steinmauer versuchten sich die jungsteinzeitlichen Bewohner der Siedlung Tel Hreiz im heutigen Israel vor dem Anstieg des Meeresspiegels zu schützen. Sie bauten die mehr als 100 Meter lange Anlage vor etwa 7000 Jahren, wie ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Plos One" berichtet. Die Konstruktion sei die älteste bekannte Küstenschutzanlage der Welt. Die Bemühungen der Bewohner waren allerdings vergeblich: Die Siedlung wurde aufgegeben und versank im Meer.
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Funde aus Tel Hreiz: a/b) Naturstein-Bauwerke im Flachwasser c) In den Meeresboden eingegrabene Holzpfosten d) Feuerstein e) Sandstein-Schale (f) Basalt-Erdungsstein (g) Bestattung h) Vermutlich Zistengrab aus Stein i) Damwild-Geweih.

(Foto: All photographs by E. Galili/Fig 3G by V. Eshed/dpa)

Die Siedlung Tel Hreiz war für etwa 300 bis 500 Jahre bewohnt. Angelegt wurde sie in einer zunächst sicheren Höhe, etwa zwei bis drei Meter über dem Meeresspiegel, schreiben die Forscher. Die Situation habe sich jedoch innerhalb weniger Jahrzehnte geändert und die Menschen genötigt, Schutzmaßnahmen zu ergreifen - ganz ähnlich wie heute. Grund für den Anstieg war demnach das Abschmelzen von Eismassen nach der letzten Eiszeit, die vor grob 10.000 Jahren endete.

"Während der Jungsteinzeit erlebten Menschen im Mittelmeerraum einen Meeresspiegel-Anstieg von 4 bis 7 Millimeter pro Jahr oder etwa 12 bis 21 Zentimeter im Verlauf eines Lebens", erläutert Ehud Galili von der Universität Haifa (Israel) in einer Mitteilung der australischen Flinders University. "Diese Rate des Meeresspiegel-Anstiegs bedeutet, dass die Häufigkeit zerstörerischer Stürme, die den Ort beschädigten, erheblich gestiegen ist."
Durch Winterstürme freigelegt
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a) Isometrische Modellierung des Tel-Hreiz-Walls, basierend auf einer Luftaufnahme des Standorts und seines Hinterlandes. (b) schematischer Querschnitt des heutigen Geländes (c) während der Jungsteinzeit der Töpferei.

(Foto: J. McCarthy, E. Galili, J. Benjamin/dpa)

Tel Hreiz liegt vor der Carmel-Küste im Norden Israels. Die versunkene Siedlung wurde erstmals in den 1960er-Jahren als archäologische Stätte erkannt, aber zunächst nicht systematisch erkundet. Die Anlagen sind meist unter dem Meeresboden verborgen. 2012 und 2015 hätten schwere Winterstürme eine längliche Anlage aus Gesteinsbrocken am Meeresboden teilweise freigelegt. Sie befindet sich auf Meeresseite etwa drei Meter von der damaligen Siedlung entfernt, in einer Wassertiefe von drei Metern.

Forscher untersuchten die Anlage in der Folgezeit mehrfach bei Tauchgängen, fotografierten und vermaßen sie und sammelten Fundstücke ein. Dabei mussten sie schnell vorgehen, denn innerhalb weniger Tage verschwand die Anlage wieder unter Sand. Sie entdeckten bei ihren Tauchgängen Keramiken der Wadi Rabah-Kultur, Steingeräte, menschliche Skelette sowie Überreste von Haustieren wie Schweinen, Hunden oder Rindern.

Die Steinmauer verlief parallel zum heutigen Küstenverlauf. Sie besteht aus rundlichen Gesteinsbrocken von bis zu einem Meter Breite und einem Meter Höhe. Das Gewicht einzelner Steine beträgt 200 bis 1000 Kilogramm, schreiben die Forscher. Sie nehmen an, dass sie aus Flussbetten und -mündungen stammen, die 1,6 bis 3,8 Kilometer entfernt von der Siedlung lagen. Auf natürliche Weise könnten sie aufgrund einer geografischen Barriere nicht ins Meer gelangt sein, schreiben die Wissenschaftler. Sie müssten von Menschen absichtlich und mit vereinten Kräften an die Küste geschafft worden sein.
Anlage zum Schutz vor steigendem Meeresspiegel

Die Forscher sind überzeugt, dass es sich bei dem Bauwerk um eine Anlage zum Schutz vor einem steigenden Meeresspiegel handelt. Eine Feldbegrenzung oder eine Gehege-Umgrenzung könne es nicht sein, da solche Anlagen nicht in einer Überschwemmungszone direkt an der Küste gebaut worden wären. Auch als Wehrmauer würde sie zur Meeresseite gelegen kaum Sinn ergeben, zudem gebe es keine Hinweise auf solche Anlagen aus dieser Zeit. Stattdessen liege die Mauer so, dass die zentralen Teile der Siedlung geschützt wurden. Alle im Umfeld der Mauer geborgenen Fundstücke wurden auf ein Alter zwischen 7500 und 7000 Jahren datiert. Damit sei es unwahrscheinlich, dass spätere Siedler die Mauer gebaut hätten.

Von anderen versunkenen Orten der Region seien keine vergleichbaren Strukturen bekannt, erläutert Jonathan Benjamin von der Flinders University. Tel Hreiz sei damit ein einzigartiges Beispiel für eine menschliche Reaktion auf den Meeresspiegel-Anstieg in der Jungsteinzeit. "Der heutige Meeresspiegel-Anstieg hat bereits rund um die Welt zur Erosion tiefgelegener Küsten geführt. Angesichts der Größe der Küstenbevölkerung und der Siedlungen wird das Ausmaß künftiger Umsiedlungen erheblich von dem abweichen, was die Menschen in der Jungsteinzeit erfahren haben."

Quelle: n-tv.de, Anja Garms, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Mauer-half-n ... 65327.html
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Meteorit zermalmt und analysiert - Material gefunden, das älter als die Er

Postby Weltbookadmin47 » 14. Jan 2020 17:00

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Dienstag, 14. Januar 2020
Meteorit zermalmt und analysiert - Material gefunden, das älter als die Erde ist
Meteorit.JPG

Im Bild ein winziges präsolares Siliziumkarbidkorn vor dem Bild eines interstellaren Sternenstaubs.

(Foto: Janaína N. Ávil /ESA/Hubble, Nasa)
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Forscher untersuchen Teile eines Meteoriten, der 1969 in Australien eingeschlagen ist. Sie finden darin kleinste Bestandteile, die älter sind als die Erde selbst. Das älteste Material, das jemals auf der Erde entdeckt wurde, liefert neue Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems.

US-Forscher haben nach eigenen Angaben das bislang älteste Material auf der Erde identifiziert: Die sogenannten präsolaren Körnchen aus einem Meteoriten seien grob fünf bis sieben Milliarden Jahre alt und damit älter als die Erde und das gesamte Sonnensystem, berichten die Wissenschaftler um Philipp Heck vom Fields-Museum in Chicago. Unsere Sonne ist vor rund 4,6 Milliarden Jahren entstanden, die Erde vor etwa 4,5 Milliarden Jahren. Der Fund lege nahe, dass es vor rund sieben Milliarden Jahren eine Phase erhöhter Sternproduktion in unserem Teil der Milchstraße gegeben habe, schreibt das Team in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").
MeteoritenAustralien.jpg
Wissen 22.05.19
Blitze über halbem Kontinent Meteoriten machen australische Nacht zum Tag

"Dies sind die ältesten festen Materialien, die jemals gefunden wurden", betont Heck in einer Mitteilung des Museums. "Und sie berichten uns, wie Sterne in unserer Galaxie entstanden sind." Sein Team hatte Bruchstücke des Murchison-Meteoriten untersucht, der 1969 in Australien eingeschlagen war. In dem Meteoriten hatten die Forscher auf präsolares Material gehofft, also auf konservierte Körnchen aus dem Ur-Baumaterial unseres Sonnensystems, das zuvor von einem anderen, längst verloschenen Stern produziert worden war. Solche Körnchen sind ungefähr in jedem 20. Meteoriten zu finden, allerdings messen sie in der Regel nur einige tausendstel Millimeter.
Aufwendige Analyse

Tatsächlich wurden die Wissenschaftler im Murchison-Meteoriten fündig: Sie zermahlten dafür ein kleines Bruchstück zu einem feinen Pulver und lösten es in Säure auf, bis nur noch die winzigen präsolaren Siliziumkarbid-Körnchen übrig blieben. "Es ist, als würde man den Heuhaufen verbrennen, um die Nadel zu finden", erläutert Heck. Siliziumkarbid (SiC) macht nur einen kleinen Teil des interstellaren Materials aus, wegen seiner besonderen Haltbarkeit benutzten die Forscher es als Indikator.

Um das Alter der winzigen Körnchen zu bestimmen, verwendeten sie eine neue Methode: Sie bestimmten den Anteil einer bestimmten Sorte des Edelgases Neon. Dieses Isotop Neon-21 entsteht durch Wechselwirkung mit der sogenannten kosmischen Strahlung. Damit bezeichnen Astronomen einen konstanten Hagel subatomarer Teilchen, der gleichmäßig aus allen Richtungen durchs All zieht.
Wissen 09.09.14
Geschosse mit Schlagkraft Die bekanntesten Meteoritenfälle

Anhand der Häufigkeit von Neon-21 konnten die Wissenschaftler bei 40 Körnchen das Alter bestimmen. "Ich vergleiche das damit, einen Eimer in einen Regenguss zu stellen", erklärt Heck. "Unter der Annahme, dass der Regen konstant fällt, verrät einem die Wassermenge im Eimer, wie lange er diesem ausgesetzt war." Es zeigte sich, dass einige der Körnchen bis zu drei Milliarden Jahre lang der kosmischen Strahlung ausgesetzt waren, bevor sie bei der Entstehung unseres Sonnensystems im Meteoriten eingeschlossen und konserviert wurden.
Die Zeit vor unserem Sonnensystem

Zudem fanden die Forscher überraschend viele junge Körnchen, die weniger als 300 Millionen Jahre vor der Geburt des Sonnensystems entstanden sind. Das stützt nach ihren Angaben die These, dass die Milchstraße nicht immer konstant gleich viele Sterne produziert hat. "Es gab eine Zeit vor dem Beginn unseres Sonnensystems, in der mehr Sterne als üblich entstanden sind", betont Heck.
*Datenschutz

Diese Körnchen entstehen den Forschern zufolge erst zum Ende der Existenz bestimmter Sterne, die etwa die doppelte Masse unserer Sonne besessen haben müssen. Diese Sterne hätten eine Lebensdauer von grob zwei Milliarden Jahren, daher müsse diese Phase vor rund sieben Milliarden Jahren stattgefunden haben. "Manche Leute meinen, dass die Sternentstehungsrate der Galaxie konstant ist", erläutert Heck. "Aber dank dieser Körnchen haben wir jetzt durch Proben aus Meteoriten direkte Hinweise auf eine Periode erhöhter Sternentstehung in unserer Galaxie vor rund sieben Milliarden Jahren."
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Material-gef ... 07651.html
Quelle: ntv.de, Till Mundzeck, dpa
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Winzig und vollständig erhalten - Schädel von Urvogel steckt in Bernstein

Postby Weltbookadmin47 » 5. Apr 2020 13:44

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Sc ... 33280.html
Winzig und vollständig erhalten - Schädel von Urvogel steckt in Bernstein
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Bernstein mit Oculudentavis-Schädel. Der Schädel ist 99 Millionen Jahre alt und fast perfekt erhalten.

(Foto: Lida Xing/dpa)
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Es gibt spektakuläre Bernstein-Funde, die erlauben einen Blick in das Leben von vor Millionen Jahren. In einem Exemplar machen Forscher nun eine ganz besondere Entdeckung.

Eingeschlossen in 99 Millionen Jahre altem Bernstein aus Myanmar haben Forscher den vollständigen Schädel eines kleinen Vogels entdeckt. Er misst gerade einmal 7,1 Millimeter. Oculudentavis khaungraae, wie Wissenschaftler die neue Art genannt haben, ist damit die kleinste bisher bekannte Art vogelähnlicher Dinosaurier, berichtet die Gruppe um Lida Xing von der China University of Geosciences in Peking (China) in der Fachzeitschrift "Nature". Die Größe des Tieres entspricht etwa der einer Bienenelfe (Mellisuga helenae), des heutzutage kleinsten Vogels.
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CT-Scan des Schädels von Oculudentavis, Oculudentavis bedeutet Augen-Zahn-Vogel, nach seinen charakteristischen Merkmalen.

(Foto: LI Gang/dpa)

Der Gattungsname Oculudentavis ist von den lateinischen Bezeichnungen für Auge, Zahn und Vogel abgeleitet und verweist auf die Besonderheiten des urtümlichen Tiers. So besteht der äußere Ring der Augenhöhle aus 14 Knöchelchen, die löffelartig geformt sind, wie es sonst nur von Eidechsen bekannt ist. Oculudentavis khaungraae trug viele Zähne an seinem Schnabel - mehr als andere Vögel aus seiner Zeit. Am Oberkiefer waren es vermutlich 46, am Unterkiefer bis zu 60. Sie steckten auch nicht in Zahnhöhlen des Kiefers, sondern waren seitlich an ihm befestigt. Die Zahngrößen und Formen sind recht variabel.

Weil die Augenhöhle recht klein ist und nicht viel Licht in die Pupille fallen konnte, vermutet das Team um Xing, dass der Urvogel am Tag aktiv war. Die vielen Zähne lassen darauf schließen, dass sich Oculudentavis khaungraae von Tieren ernährte, wegen seiner geringen Größe wohl vor allem von wirbellosen Tieren wie Insekten oder Würmern.
Schwer in Vogel-Stammbaum einzuordnen
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Computergrafik eines Oculudentavis bei der Insektenjagd.

(Foto: Han Zhixin/dpa)

Schwierigkeiten bereitete es den Forschern, Oculudentavis khaungraae in den Stammbaum der Vögel einzuordnen. "Die Größe und die Formen dieser Art lassen auf einen bisher unbekannten Bauplan schließen", schreiben die Wissenschaftler. Nach einer Analyse mit 257 anderen fossilen Arten schlagen sie einen Platz zwischen dem legendären Urvogel Archaeopteryx und der Gattung Jeholornis vor.

Dabei ist die neue Art sehr viel kleiner als seine vermutlich nächsten Verwandten und wog womöglich nur zwei Gramm. Vielleicht habe er sich in einer abgeschotteten Umgebung entwickelt, etwa auf einer Insel. Dies würde auch zur Theorie passen, dass die Bernsteine im nördlichen Myanmar auf Inseln entstanden sind. Aus Verwachsungen zwischen verschiedenen Knochen schließen die Forscher, dass das Tier erwachsen oder fast erwachsen war.

In einem Kommentar, ebenfalls in "Nature", schreibt Roger Benson von der University of Oxford (Großbritannien): "Die Entdeckung legt nahe, dass sich die Miniaturkörpergrößen bei Vögeln früher als bisher bekannt entwickelt haben und könnte Einblicke in den Evolutionsprozess der Miniaturisierung geben." Die Hoffnung auf weitere Entdeckungen in Bernstein aus Myanmar sei nach dieser Entdeckung groß - insbesondere für winzige Tiere.
Zum Artikel + Bilder https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Sc ... 33280.html
Quelle: ntv.de, Stefan Parsch, dpa
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40 Millionen Jahre alte Knochen - Erstmals Froschfossilien am Südpol entde

Postby Weltbookadmin47 » 25. Apr 2020 21:49

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40 Millionen Jahre alte Knochen - Erstmals Froschfossilien am Südpol entdeckt
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Paläontologen bei der Fundstelle der Frosch-Fossilien auf der Insel Seymour.

(Foto: Federico Degrange, Centro de Investigaciones en Ciencias de la Tierra and Jonas Hagström, Swedish Museum of Natural History/dpa)
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Erst vor Kurzem entdeckten Forscher unter dem Meeresboden der Antarktis Spuren eines uralten Regenwaldes. Nun zeigt der Fund von Fossilien einer Froschart: Vor 40 Millionen Jahren herrschte am Südpol ein Klima etwa wie heute in Südamerika.

In der Antarktis herrschte vor etwa 40 Millionen Jahren vermutlich ein ähnliches Klima wie heute in Südamerika. Wissenschaftler fanden auf der antarktischen Halbinsel Fossilien einer Froschart, deren moderne Verwandte im heutigen Chile leben. Das internationale Forscherteam geht davon aus, dass die Froschart dort lebte, bevor sich der Kontinent Antarktika vom Superkontinent Gondwana trennte. Sie stellen ihre Untersuchungsergebnisse im Fachmagazin "Scientific Reports" vor.
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Rekonstruktion eines Helmfrosches aus dem Eozän auf der antarktischen Halbinsel.

(Foto: Artwork by Pollyanna von Knorring, Swedish Museum of Natural History/dpa)

Die Fossilien, die das Team um Thomas Mörs vom Swedish Museum of Natural History in Stockholm entdeckte, gehören zu einer seltenen Familie von Fröschen (Calyptocephalellidae). Sie kommen heute lediglich in den Tälern der chilenischen Anden vor. Bisher war Antarktika der einzige Kontinent, auf dem niemals Hinweise auf Amphibien oder Reptilien gefunden wurden.

Die Wissenschaftler entdeckten die beiden fossilen Knochenreste bei Expeditionen zwischen 2011 und 2013 auf der meist schneefreien Seymour-Insel an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel: ein knapp vier Millimeter langes Teil eines Hüftknochens und ein Stück eines Schädelknochens.
Fund aus Zeitalter des Eozäns

Die Untersuchungen ergaben, dass die Fossilien etwa 40 Millionen Jahre alt sind. Die Funde stammen damit aus dem erdgeschichtlichen Zeitalter des Eozäns, als ein Teil der Antarktis laut der Wissenschaftler bereits von Eis bedeckt gewesen war. Das Klima und die Landschaft von tiefer gelegenen Regionen könnte hingegen mit den Lebensbedingungen in chilenischen Scheinbuchenwäldern vergleichbar sein, wo ähnliche Froscharten heute leben. Dort werden solche Tiere bis zu dreißig Zentimeter lang und sind hellgrün bis bräunlich.
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Wissen 01.04.20
Zu Dinosaurier-Zeiten eisfrei Vor der Antarktis lag mal Regenwald

Die neue Studie reiht sich in andere Forschungen ein, die ebenfalls die klimatischen Veränderungen in der Antarktis über die Zeitalter hinweg untersuchten. So hatte erst vor Kurzem ein internationales Forscherteam unter anderem vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven über 90 Millionen Jahre alte Überreste von Nadelhölzern und Farnen unter dem Meeresboden der Westantarktis entdeckt. Demnach könnte die Region damals mit Regenwäldern vergleichbar gewesen sein.

Der Kontinent Antarktika gehörte ursprünglich zum Superkontinent Gondwana, der auch Südamerika, Afrika, Australien, Arabien und Indien umfasste. Am Ende der Jura-Zeit begann der Zerfall von Gondwana, der antarktische Teil driftete schließlich zum Südpol und ist heute fast vollständig vom Antarktischen Eisschild bedeckt.

Quelle: ntv.de, Nadja Wolf, dpa
https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Er ... 37661.html
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Dachsähnliche "verrückte Bestie" - Forscher finden skurrilen Dino-Mitbewoh

Postby Weltbookadmin47 » 30. Apr 2020 12:21

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https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-fin ... 49871.html

Donnerstag, 30. April 2020
Dachsähnliche "verrückte Bestie" - Forscher finden skurrilen Dino-Mitbewohner
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Das dachsähnliche Tier könnte sich eingegraben haben, um nicht von Dinosauriern gefressen zu werden.

(Foto: VIA REUTERS)
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Er sieht ein bisschen aus wie ein Dachs und ist so groß wie eine Katze. Das Tier, dem Wissenschaftler den Namen "verrückte Bestie" verliehen, ist womöglich das älteste Säugetier der Welt. Um unter Dinosauriern zu überleben, soll es sich einer besonderen Taktik bedient haben.

In der Zeitschrift "Nature" haben Forscher den Fossilienfund einer neuen Gattung und Art von Säugetier enthüllt. Das katzengroße Tier Adalatherium hui lebte während der späten Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren auf der Erde. Damit dürfte es unter einigen der letzten Dinosaurier gelebt haben, die noch auf der Erde wandelten, und könnte somit das älteste Säugetier der Welt sein.
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Fundsache 18.03.20
Ältestes Fossil moderner Vögel "Wunderhuhn" ist ein wenig Gans

Die Entdeckung stellt frühere Annahmen infrage, dass Säugetiere sehr klein - so groß wie Mäuse - hätten sein müssen, um neben den Dinosauriern zu überleben. Die Forscher sagen, dass das entdeckte Exemplar 3 Kilogramm wog und noch nicht seine volle Größe als Erwachsener erreicht hatte.

Der wissenschaftliche Name Adalatherium hui ist aus der madagassischen und griechischen Sprache zusammengesetzt und bedeutet "verrückte Bestie". Seine Entdeckung "verbiegt und bricht sogar viele Regeln", sagte Forschungsleiter David Krause vom Denver Museum of Nature and Science.
"Neuartiges Experiment in der Evolution"
*Datenschutz

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das dachsähnliche Wesen sich eingrub, um sich vor räuberischen Dinosauriern zu verstecken. Dies würde erklären, wie es sich zu einer solchen Größe entwickeln konnte. Bevor die Säugetiere die Erde eroberten, mussten sie wahrscheinlich fliehen und sich vor den viel größeren Dinosauriern, Krokodilen und Würgeschlangen verstecken, die in der Nahrungskette weiter oben standen.
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Wissen 16.01.20
Es waren doch keine Vulkane Asteroideneinschlag ließ Dinos aussterben

Gefunden wurde das Adalatherium-Skelett auf Madagaskar. Dort entwickelte das Tier sich wahrscheinlich in Isolation vom indischen Subkontinent. "Inselumgebungen fördern Evolutionsbahnen bei Säugetieren und anderen Wirbeltieren, im Gegensatz zu denen auf Kontinenten. Das führt zu nachweisbaren anatomischen, physiologischen und verhaltensmäßigen Unterschieden", schreiben die Autoren in ihrer Studie.

"Wir hätten nie geglaubt, dass wir ein so außergewöhnliches Fossil dieses mysteriösen Säugetiers finden würden", sagte der Evolutionsmorphologe Alistair Evans von der Monash University. "Dies ist der erste wirkliche Blick auf ein neuartiges Experiment in der Evolution der Säugetiere."

Quelle: ntv.de, lwe
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Steinzeitliches "Bodenseebräu" ? - Forscher finden Spuren des ältesten Bie

Postby Weltbookadmin47 » 8. May 2020 17:47

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https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-fin ... 64849.html
Steinzeitliches "Bodenseebräu" ? - Forscher finden Spuren des ältesten Bieres
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Bier-Spur: Verkohlter Pflanzenfund vom Fundort Hornstaad-Hörnle.

(Foto: Niki Gail/ÖAW/dpa)
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Der Hopfenanbau am Bodensee hat eine jahrhundertelange Tradition. Nun vermuten Wissenschaftler, dass dort sogar das erste Bier in Europa gebraut wurde. Dank einer neuen Methode konnten sie Malz an verkohltem Material aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. nachweisen.

Archäologen sind dank neuer Forschungsansätze dem ältesten Bier in Mitteleuropa auf der Spur. Mit Sicherheit seien malzhaltige Getränke bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. am Bodensee und am Zürichsee zubereitet worden, sagt der Archäobotaniker Andreas Heiss von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).
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Panorama 05.08.16
Hopfen, Malz und Wasser Die Geschichte des Bieres

Ob es sich dabei tatsächlich um Bier oder ein noch alkoholfreies Malzgetränk gehandelt habe, sei noch unklar. Bisher galten Fundstellen in keltischen Siedlungen im heutigen Baden-Württemberg um das 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. als älteste Brauereien Mitteleuropas.

Für die im Fachjournal "Plos One" veröffentlichte Studie nutzten die Forscher spezifische Zersetzungsspuren an den Zellwänden von Getreidekörnern erstmals zum Nachweis von Malz in verkohltem archäologischen Material. Dies sei selbst dann gelungen, wenn von diesen Körnern nur mehr zermahlene und verbrannte Reste erhalten waren, so Heiss. Mälzen ist ein entscheidender Schritt beim Bierbrauen. Dabei wird Getreide- heute meist Gerste - zum Keimen gebracht und dann getrocknet oder geröstet.
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Fundsache 14.09.18
Fundsache, Nr. 1383 Älteste Brauerei der Welt in Israel entdeckt

Das internationale Team um Heiss fand entsprechende Merkmale an Material aus jungsteinzeitlichen Ufersiedlungen am Bodensee und am Zürichsee, die ins 4. vorchristliche Jahrtausend datieren. So erwiesen sich amorphe Speisekrusten aus der Grabung Parkhaus Opéra am Schweizer Zürichsee als malzhaltig, ebenso zwei bislang als "brotartige Objekte" bezeichnete Funde aus Sipplingen-Osthafen und Hornstaad-Hörnle, beides am Bodensee in Baden-Württemberg gelegene ehemalige Pfahlbau-Siedlungen.

Der Fund aus Hornstaad-Hörnle habe zudem gezeigt, dass hier stark zerkleinertes Gerstenmalz zu einer Flüssigkeit aufgegossen worden war und in der Hitze eines Gebäudebrandes eindickte und verkohlte. Ob hier ein alkoholfreier Malztrunk hätte zubereitet werden sollen oder ob das Ziel doch das Vergären zu einem steinzeitlichen "Bodenseebräu" gewesen war, ließe sich aber nicht mehr eindeutig ermitteln, so Heiss. "Auch wenn der letzte Schritt des Nachweises noch fehlt, sind wir wahnsinnig nah dran", sagte der Forscher.

Quelle: ntv.de, hny/dpa
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Nahe der Klagemauer Unterirdische Räume aus Römer-Zeit entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 20. May 2020 12:28

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Nahe der Klagemauer Unterirdische Räume aus Römer-Zeit entdeckt
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Tönerne Öllampen, in unterirdischen Räumlichkeiten gefunden, die bei Ausgrabungen in einem Tunnel an der Klagemauer entdeckt wurden.

(Foto: Yaniv Berman/Altertumsbehörde Israel/dpa)
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Rund 30 Meter vom Tempelberg entfernt, unterirdisch gelegen, direkt in den Fels gehauen: Bei Ausgrabungen stoßen Wissenschaftler in Jerusalem auf bislang unentdeckte Räume aus der Zeit der Römer. Der Mosaikboden eines byzantinisches Bauwerks verbarg sie.

Bei Ausgrabungen in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem haben israelische Forscher drei unterirdische Räume vermutlich aus der frühen Zeit der römischen Herrschaft entdeckt. Die Räume seien unter dem Mosaikboden eines rund 1400 Jahre alten byzantinischen Bauwerks entdeckt worden, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Sie seien direkt in den Felsen gehauen und mit Treppen miteinander verbunden.
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Ausgrabungsleiter Monnickendam-Givon in den unterirdischen Räumen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

(Foto: Yaniv Berman/Altertumsbehörde Israel/dpa)

Nach Angaben des für die Ausgrabungen zuständigen Ko-Direktors der Behörde, Barak Monnickendam-Givon, sind die Räume etwa 30 Meter vom Tempelberg entfernt, wo der im Jahr 70 von den Römern zerstörte Zweite Jüdische Tempel stand.

In den Räumen seien Kochgefäße, Öllampen sowie Krüge zum Aufbewahren von Weizen, Gerste oder Olivenöl gefunden worden. Wofür sie genutzt wurden, sei unklar. Doch scheinen sie laut Monnickendam-Givon in keiner direkten Verbindung zu dem zerstörten Tempel zu stehen.

Quelle: ntv.de, bad/AFP
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Grenzen eines heiligen Gebietes ? - Kreisstruktur nahe Stonehenge entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jun 2020 12:55

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Dienstag, 23. Juni 2020
Grenzen eines heiligen Gebietes ? - Kreisstruktur nahe Stonehenge entdeckt
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In der Animation ist die Ausdehnung des Fundes erkennbar.

(Foto: via REUTERS)
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Der weltberühmte Steinkreis von Stonehenge ist noch immer für eine Überraschung gut. Nun entdecken Wissenschaftler ganz in der Nähe ein System von Schächten, das auf eine erstaunliche prähistorische Struktur schließen lässt.

Archäologen haben eine 4500 Jahre alte prähistorische Kreisformation in der Nähe von Stonehenge in England entdeckt. Forscher mehrerer Universitäten hätten "20 oder mehr massive prähistorische Schächte mit einem Durchmesser von mehr als zehn Metern und einer Tiefe von fünf Metern" enthüllt, teilte die Universität St. Andrews mit. Es handle sich vermutlich um eine der größten prähistorischen Strukturen Großbritanniens.
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Wissen 08.09.15
Rituelle Stätte bei Stonehenge Wurde "Superhenge" entdeckt?

Die Schächte waren in einem Umkreis von zwei Kilometern um eine prähistorische Siedlung nahe der Ortschaft Durrington angeordnet, hatten einen Durchmesser von zehn Metern und seien bis zu fünf Meter tief gewesen, hieß es in der Mitteilung. Ausgehoben wurden sie vor rund 4500 Jahren, wie Untersuchungen ergaben.

Der neolithische Kreis liegt etwa drei Kilometer von der prähistorischen Stätte Stonehenge entfernt. Es werde vermutet, dass die Formation in der Jungsteinzeit die Grenzen eines heiligen Gebietes markieren sollte.
Keine großflächige Grabung
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Wissen 13.03.19
"Aus allen Ecken Britanniens" So wurde zur Steinzeit in Stonehenge gefeiert https://www.n-tv.de/wissen/So-wurde-zur ... 03582.html

Nick Snashall, eine für die Weltkulturerbe-Standorte Stonehenge und Avebury zuständige Archäologin, sprach von einer "erstaunlichen Entdeckung", die "einen neuen Einblick in das Leben und den Glauben unserer neolithischen Vorfahren" biete.

Möglich gemacht worden sei die Entdeckung erst durch einen interdisziplinären Ansatz mit Fernerkundung und der vorsichtigen Entnahme von Proben, so der Dozent Richard Bates von der Universität St. Andrews. Unter anderem waren Forscher der Universitäten St. Andrews, Birmingham, Warwick sowie Glasgow beteiligt.

Quelle: ntv.de, sba/AFP
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