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Suche nach optimaler Ernährung - Brauchen Kinder Fleisch und Wurst ?

Postby Weltbookadmin47 » 21. Apr 2018 13:17

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/wissen/Brauchen-Kin ... 94144.html
Suche nach optimaler Ernährung - Brauchen Kinder Fleisch und Wurst ?

Manche Eltern sind ratlos, wenn ihre Kinder plötzlich Vegetarier sein wollen. Doch so lange sie nicht auch Milch und Eier vom Speiseplan verbannen, halten Experten diese Variante für gut machbar. Kritischer wird es, wenn Kinder auf alles verzichten, was vom Tier kommt.


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Ein Satz aus dem Radio hat die heute elfjährige Tamara zur Vegetarierin werden lassen. "In einem Interview zur Massentierhaltung sagte ein Experte, dass auch auf Biohöfen Tiere nicht mit Freude sterben, damit wir sie essen können", erinnert sich Tamaras Mutter. Dieser Satz habe sich derart in das Gehirn des Kindes eingebrannt, dass es plötzlich Fleisch und Wurst ablehnte. Das war vor eineinhalb Jahren. Bis auf einen Rückfall - die knusprigen Hähnchenflügel waren zu verlockend - hat Tamara komplett auf Fleisch und Wurst verzichtet.

Die 29-jährige dreifache Mutter aus einer kleinen Gemeinde bei Dresden, die mit ihrer Tochter anonym bleiben möchte, musste ihre Kochgewohnheiten umstellen: Statt täglich gibt es nur noch zwei Mal Fleisch pro Woche - separat zubereitet. Fleischersatzprodukte kauft die Mutter nicht. "Da sind zu viele oft ungesunde Zusatzstoffe drin", argumentiert sie.
"Immer mehr Kinder und Jugendliche leben fleischfrei"

Tamara gehört zu einer wachsenden Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die auf tierische Produkte verzichten. Wie viele es sind, ist unklar. "Es gibt keine genauen Zahlen. Wir beobachten jedoch, dass immer mehr Kinder und Jugendliche fleischfrei leben", sagt Wiebke Unger, Sprecherin von ProVeg, dem früheren Vegetarierbund Deutschland. Das liege unter anderem daran, dass vor allem die jüngere Generation offener für Neues und Tierschutzthemen sei.

Doch wie gesund oder schädlich ist es, in der Wachstumsphase Grundnahrungsmittel wegzulassen? Was junge Vegetarier und Veganer genau essen und wie es um ihre Nährstoffversorgung steht, ist bislang nur unzureichend erforscht. "Es gibt keine objektiven Zahlen", sagt Mathilde Kersting, Leiterin des Forschungsdepartments Kinderernährung an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum.
Wenn Kinder sich rein pflanzlich ernähren, kann bei ihnen ein Mangel an Vitamin B12 auftreten.
Wenn Kinder sich rein pflanzlich ernähren, kann bei ihnen ein Mangel an Vitamin B12 auftreten.

Studien wie die VeChi Diet wollen die schlechte Datenlage verbessern. In Berlin wurden am heutigen Donnerstag erste Ergebnisse zu Kleinkindern vorgestellt. Die nicht repräsentativen Daten von 364 Kindern im Alter von einem bis drei Jahren zeigen, dass zehn Prozent der vegan ernährten und sechs Prozent vegetarisch ernährten Kinder zu klein für ihr Alter waren. Dies könne ein Anzeichen für eine nicht optimale Ernährung sein, sagte Studienleiter Markus Keller von der Fachhochschule des Mittelstands. Der Großteil dieser Kinder, rund 90 Prozent, seien in Gewicht und Größe normal. Bei den Mischköstlern habe es keine Defizite gegeben, jedoch drei Prozent Übergewichtige.

Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, "dass auch eine vegane oder vegetarische Ernährung im Kleinkindalter bedarfsdeckend sein kann, wenn auf eine ausreichende Zufuhr von Nahrungsenergie und kritischen Nährstoffen, insbesondere Vitamin B12, geachtet wird". Ein Zusatz dieses Vitamins ist besonders für Veganer bedeutend, die auf alles Tierische verzichten. Es kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor und ist wichtig für die Entwicklung von Hirn und Nervensystem.

Die Forscher untersuchten die Zufuhr bestimmter Nährstoffe, aber nicht, wie sie aufgenommen wurden. Dafür würde man beispielsweise Blutdaten benötigen. Daher seien die Ergebnisse zunächst nur bedingt aussagekräftig, sagt Silke Restemeyer, Ernährungswissenschaftlerin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die geistigen Fähigkeiten der Kinder wurden nicht untersucht.
DGE empfiehlt vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche nicht

Die DGE empfiehlt eine vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche nicht. Eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen sei nicht oder nur schwer möglich. "Wer sich dennoch vegan ernähren möchte, sollte dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einnehmen, auf eine ausreichende Zufuhr vor allem der kritischen Nährstoffe achten und gegebenenfalls angereicherte Lebensmittel und Nährstoffpräparate verwenden", heißt es. Als kritisch gelten unentbehrliche Aminosäuren und langkettige n-3-Fettsäuren sowie weitere Vitamine wie Riboflavin und Vitamin D aber auch Calcium, Eisen, Jod, Zink und Selen.

"Vegane Kinder müssen ernährt werden wie Kinder mit einer Eiweißstoffwechselerkrankung", betont Mathilde Kersting, die frühere Leiterin des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Weil die richtige Ernährung so kompliziert ist, empfiehlt die DGE, sich von einer Ernährungsfachkraft beraten und die Versorgung mit kritischen Nährstoffen regelmäßig prüfen zu lassen.

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte lehnt Veganismus bei Kindern laut Sprecher Hermann Josef Kahl "kategorisch" ab. Kahl warnt vor "fatalen Folgen und irreversiblen Schäden": "Wenn im Gehirn zu wenig Vitamin B und verschiedene Aminosäuren ankommen, kann es zu einer starken Entwicklungsverzögerung der Hirnreife und wichtigen kognitiven Beeinträchtigungen kommen", so der Kinderarzt. Es gebe in Extremfällen starke Lernstörungen.
Vegetarische Ernährung eher machbar
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Eine vegetarische Ernährung halten die Experten für eher machbar. "Da sind wir nicht ganz so ablehnend, da ja in der Regel Eier gegessen und Milch getrunken werden. Die Kinder sind in der Regel gesund ernährt", so die Erfahrung des Arztes. Die DGE hält diese Variante als "Dauerkost" für empfehlenswert. Kinderarzt Kahl rät, zusätzlich Eisen einzunehmen - über Tabletten oder Tropfen und einmal im Jahr ein Blutbild machen zu lassen. Auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse gelten als gute Eisenlieferanten. Daran hält sich auch Tamaras Mutter: "Vollkornbrot kaufen wir ohnehin und einmal die Woche gibt es bei uns Linseneintopf", sagt sie.

Insgesamt entwickle sich ihre Tochter gut, was auch der Kinderarzt bestätige. "Dass sie durch die vegetarische Kost jetzt aufgeblüht und besonders gesund wirkt, kann ich aber nicht sagen", so die Mutter. Mathilde Kersting hält die so genannte optimierte Mischkost mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln und mäßigem Konsum von tierischen Produkten für die beste Variante. Dieses Ernährungskonzept sei am FKE entwickelt worden, sagt die ehemalige Leiterin. Es garantiere mit hoher Sicherheit eine adäquate Nährstoffzufuhr. Tamara werde in absehbarer Zeit nicht umsteigen. "Es gehört mittlerweile zu ihrem Selbstverständnis, dass sie Vegetarierin ist", sagt Mutter Anne.

Quelle: n-tv.de , Anja Sokolow, dpa

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Geschmackliche Vollendung ? - Teuerste Schokolade ist die schlechteste

Postby Weltbookadmin47 » 21. Nov 2018 13:11

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/ratgeber/Teuerste-S ... 32444.html
Mittwoch, 21. November 2018
Geschmackliche Vollendung ? - Teuerste Schokolade ist die schlechteste

Hand aufs Herz, sind sie eher der Zart-schmelzend- oder der Knackig-fest-Typ? Oder doch eher der Vollkommen-egal-Hauptsache-Schokolade-Mensch? So oder so, wer auf gute Milchschokolade steht, ist hier genau richtig. Denn Warentest weiß, wo es puren Genuss gibt.


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Naschen verdirbt zwar nicht den Charakter, aber bisweilen die Figur. Was vielen aber egal ist. Vor allem dann, wenn es sich beim Objekt der Begierde um eine Mischung aus Milch, Kakao und Zucker handelt. Dann wird beherzt zugegriffen. Bikini-Figur und Waschbrettbauch? Drauf gepfiffen. Es ist beinahe Winter, der Mini-Rock längst eingemottet und das knallenge T-Shirt nur noch auf Sommer-Fotos zu bewundern. Insofern also eine gute Zeit, um den süßen Versuchungen nachzugeben. Sei es, weil es einfach kalt ist, der Stress groß, die Hormone gerade mal wieder verrücktspielen oder auch einfach nur so.

Denn Schokolade geht immer. Und Milchschokolade erst recht. Handelt es sich hierbei doch um so was wie einen Klassiker. Wie gut, dass die Stiftung Warentest aktuell 25 Produkte getestet hat, zu Preisen zwischen 0,69 bis 6,95 Euro pro 100 Gramm. Zudem mit erfreulichem Ergebnis. So wurden insgesamt 15 Tafeln mit "gut", 9 mit "befriedigend" und nur 1 mit "ausreichend" bewertet.
Zart­-schmelzend oder knackig-fest?

Dabei stellten die Tester fest, dass Schokoladen, die pro 100 Gramm mehr als 3 Euro kosten, nicht immer besser sind als solche für rund 1 Euro. Unter den günstigen sind sogar solche mit Nachhaltigkeitssiegel. Der Anbieter der besten Schokolade im Test ("Die gute Schokolade"/gut/1,9/1 Euro) ist eine Kinder- und Jugendinitiative. Ihr Ziel: Klimagerechtigkeit. Sie überzeugte den Hersteller sowie Händler von ihrer Idee und diese verzichten auf ihren Gewinn. So ist es nach Angaben der Initiative möglich, dass für fünf verkaufte Tafeln ein Baum in Mexiko gepflanzt wird. Wer hier zubeißt, sündigt auch noch mit gutem Gewissen. Herrlich.
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Und die bekannteren Marken wie Merci, Milka und Ritter Sport? Allesamt "gut" und alle für deutlich unter 1,50 Euro zu haben. Lindt und Hachez? Nur "befriedigend". Zudem mit 1,59 beziehungsweise 2,29 Euro etwas teurer. Apropos: Die teuerste Schokolade im Test ist auch der Verlierer der Untersuchung. Für die "Milk Chocolate" von Godiva reicht es nur für ein "ausreichend". Denn die ist stark mit Nickel belastet. Und das für 6,95 Euro pro 100 Gramm. Das Schwer­metall gelangt in erster Linie aus dem Boden in die Kakao­pflanze. Warentest gibt aber gleich Entwarnung: Demnach müsste selbst wer hin und wieder eine Tafel der betroffenen Marke komplett verdrücken würden, keine gesundheitlichen Auswirkungen befürchten.

Und bei allen anderen getesteten Sorten schon gar nicht. Keine Schokolade ist nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln oder Kadmium belastet. Auch das Problem mit den Mineralölen, haben die Hersteller mittlerweile im Griff. Schön. Es kann also zugelangt werden.

Dann bleibt eigentlich nur noch, allzu kritische Blicke in den Spiegel in nächster Zeit zu vermeiden. Und sich selbst vielleicht noch die Frage zu beantworten, ob man eher der Zart­-schmelzend- oder der Knackig-fest-Milchschokoladentyp ist.

Quelle: n-tv.de , awi

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Linsenpasta im Test - Was taugen die Nudel-Alternativen ?

Postby Weltbookadmin47 » 21. Dec 2018 12:59

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-taugen ... 82798.html
Linsenpasta im Test - Was taugen die Nudel-Alternativen ?
Linsen Nudeln.JPG

Schauen schon mal nicht schlecht aus, die Nudeln aus Linsen und Sojabohnen (Foto Öko-Test).

Öko-Test
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Nudeln? Gehen immer. Wenn die nur nicht so fett machen würden. Okay, das war ein wenig drastisch, aber die in den herkömmlichen Produkten enthaltenen Kohlenhydrate sind zuletzt etwas in Verruf geraten. Doch es gibt Alternativen ohne den Stoff: aus Hülsenfrüchten und mit viel Protein. Öko-Test verrät, wie die so sind.

Ein Leben ohne Nudeln ist für viele Menschen nicht vorstellbar. Zumindest, bis das nächste Mal auf die Waage gestiegen wird. Denn dann wird wieder mit der eigenen Ernährung und dem verfehlten Wunschwert gehadert. In letzter Zeit werden vor allem Kohlenhydrate für Gewichtszunahmen verantwortlich gemacht. Und die finden sich reichlich in Spaghetti, Spirelli, Fusilli & Co. Noch dazu sind die auch noch aus Weizen. Denn auch der macht dank der Empfehlungen mancher Ernährungsexperten eine schwere Zeit durch.

Ob Kohlenhydrate und Weizen tatsächlich dick und krank machen, soll an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Fakt ist jedoch, dass immer mehr Menschen zu Alternativprodukten greifen. Und die sind vorhanden. Da gibt es zum Beispiel Pasta aus Linsen, Erbsen und Co. Die kommen nicht nur ohne die beiden kritisch beäugten Inhaltsstoffe aus, sondern liefern auch noch jede Menge Eiweiß, was derzeit wiederum sehr gefragt ist.

Wie gut, dass es Öko-Test gibt, denn die Experten haben 19 Pasta-Produkte aus Hülsenfrüchten unter die Lupe genommen und damit möglicherweise Nudelfans eine Antwort auf die quälende Frage "Sünde oder Verzicht?" geliefert. Und die Tester haben gleich mal Gutes zu vermelden. Wegen ihrer höheren Gehalte an Ballaststoffen und Eiweiß sättigen die Hülsenfrüchtenudeln besser als normale Nudeln. Allerdings sind sie deshalb für manche Menschen möglicherweise auch etwas schwerer bekömmlich. Dagegen helfen Gewürze wie Majoran, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Koriander oder Kreuzkümmel.
Bio kann punkten

Aber abgesehen davon kann Öko-Test fünf Bio-Produkte als "sehr gut" empfehlen. Ein Produkt ist "gut". Zwölf liegen im Mittelfeld, eins fällt durch: Die "Alb-Gold Fit'n'Free-Nudeln" sind stark mit Mineralölkomponenten belastet und wurden deshalb für "ungenügend" befunden. In gut zwei Dritteln der Nudeln wird generell die Verunreinigung mit den Mineralölkomponenten MOSH/POSH festgestellt. Gesättigte Mineralöle reichern sich im Körper an und können Organe schädigen. In fünf Produkten stecken zusätzlich aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Darunter können auch krebserregende Verbindungen sein.

In vier Produkten sind laut der Untersuchung Spuren des bedenklichen Pestizids Glyphosat zu finden. Der umstrittene Unkrautvernichter steht ebenfalls im Verdacht, Krebs zu erregen. In drei Bio-Produkten überschreiten die Rückstände den Orientierungswert des Bundesverbands Naturkost Naturwaren für Bio-Ware.

Bleibt noch die Frage zu klären, ob die Hülsenfrüchtepasta denn wenigstens auch schmeckt: Ja, tut sie. Zumindest manche der Produkte. Andere riechen muffig, künstlich und brandig, sind klebrig im Mund oder schmecken leicht bitter.

Mit gutem Gewissen denn Teller vollhauen können sich Schlemmer laut Testergebnis unter anderem mit den "Alnatura Grüne Erbsen Drelli" ("sehr gut", 2,79 Euro für 250 Gramm, bio), den Byodo Volanti Pasta Speziale Rote Linse und ("sehr gut", 3,79 Euro für 250 Gramm, bio) und den "Bio Fusilli Kichererbsen ("sehr gut", 2,46 Euro für 250 Gramm, bio) von DM.

Quelle: n-tv.de, awi
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Proben aus Discountern - Keime in jedem zweiten Hähnchen

Postby Weltbookadmin47 » 18. Apr 2019 12:59

FORSCHUNG ERNÄHRUNG LEBENSMITTELTESTS
https://www.tagesschau.de/inland/keime- ... r-101.html

Proben aus Discountern - Keime in jedem zweiten Hähnchen
Stand: 16.04.2019 15:17 Uhr

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In etwa jeder zweiten Hähnchenfleisch-Probe aus deutschen Supermärkten finden sich antibiotikaresistente Erreger. Die Organisation Germanwatch ließ insgesamt 59 Proben prüfen.

Die Umweltorganisation Germanwatch hat bei Hähnchenfleisch aus Billig-Supermärkten in rund jeder zweiten Stichprobe antibiotikaresistente Keime gefunden. Die 59 Proben wurden in Märkten in zwölf städtischen Regionen in Deutschland genommen.

Die Fleischproben seien im Labor der Universität Greifswald analysiert worden, sagte Reinhild Benning, Agrarexpertin bei Germanwatch. 56 Prozent des Hähnchenfleisches sei mit Keimen besiedelt gewesen, die resistent gegen bestimmte Antibiotika sind. "Diese Befunde halten wir für alarmierend", ergänzte Benning.
Bekannte Supermarkt-Ketten

Die Proben wurden aus dem Hähnchenfleisch der Ketten Lidl, Netto, Real, Aldi und Penny entnommen. Von den fünf Märkten wurden jeweils zwölf Portionen Hähnchenfleisch aus konventioneller Haltung gekauft. Bei den Proben handelte es sich um Fleisch aus konventioneller Haltung, das von den vier umsatzstärksten Schlachthofkonzernen in Deutschland stammte. Keiner der Schlachthöfe habe durchweg unbelastetes Hähnchenfleisch angeboten, berichtete Germanwatch.
Antibiotika werden wirkungslos

Bei der Zubereitung des Fleischs könnten resistente Keime durch mangelnde Küchenhygiene in den menschlichen Körper gelangen, warnt Germanwatch. Bei späteren Infektionen wirkten verschriebene Antibiotika dann manchmal nicht mehr.

Laut Germanwatch seien vor allem die Auflagen beim Einsatz von Reserveantibiotika zu lasch. Die Organisation forderte unter anderem ein Verbot dieser speziellen Antibiotika in der Tierhaltung.
Hofschlachtereien schneiden besser ab

Germanwatch ließ auch elf Testkäufe bei Hofschlachtereien aus ganz Deutschland untersuchen. Hier fand das Labor bei lediglich einer Hähnchenfleischprobe einen multiresistenten Keim. Bei sechs Testkäufen von Öko-Hähnchenfleisch aus handwerklicher Schlachtung wurden hingegen keine resistenten Erreger festgestellt. Laut Germanwatch kommen auch staatliche Untersuchungen regelmäßig zu ähnlichen Ergebnissen.
Geflügelfleisch liegt in einer Fleischtheke | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Der Antibiotikaverbrauch der deutschen Geflügelzüchter ist laut Umweltorganisation Germanwatch doppelt so hoch wie in Dänemark, Großbritannien oder Österreich.
Doppelt so hoch wie in anderen Ländern

Obwohl die deutschen Geflügelzüchter ihren Antibiotikaverbrauch seit 2011 halbierten, ist er laut der Umweltorganisation immer noch doppelt so hoch wie in Dänemark, Großbritannien oder Österreich. Germanwatch fordert, dass der Verbrauch an Veterinärantibiotika lückenlos erfasst wird.

Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa 700.000 Menschen jährlich an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. In Deutschland sind es nach Angaben des Robert Koch Instituts bis zu 4000 Menschen im Jahr.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung entdeckte im vergangenen November in einer Studie, dass in einigen Mastgeflügelketten weiterhin hohe Resistenzraten bestehen. Das Fleisch könne etwa als Quelle für resistente Keime beim Menschen weiter von erheblicher Bedeutung sein. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sei in den vergangenen Jahren in Deutschland generell aber rückläufig.
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Viele mit Mineralöl belastet - Olivenöl ? - Nur zwei sind gut

Postby Weltbookadmin47 » 26. Apr 2019 12:03

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/ratgeber/Olivenoel- ... 85493.html
Viele mit Mineralöl belastet - Olivenöl ? - Nur zwei sind gut
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Einige Öle sind nicht nur verunreinigt, sondern schmecken einfach nicht.

(Foto: imago/blickwinkel)
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Die Güteklasse "nativ extra" verspricht allerhöchste Qualität. Und Olivenöl steht ja per se für eine gesunde Ernährung. Doch Pustekuchen, im Öko-Test ist die Hälfte der Produkte nicht zu empfehlen, denn sie sind verunreinigt.

Das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von der Essenz der Sonnenblume. Erst dann kommt das grüne Gold aus dem Mittelmeerraum. Was alle eint, ist die Annahme, dass pflanzlichen Fetten eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit nachgesagt wird. Was allerdings relativiert wird, wenn entsprechende Produkte durch fortpflanzungsgefährdende Weichmacher und Mineralölbestandteile verunreinigt sind.

In der aktuellen Olivenöl-Untersuchung von Öko-Test traf Letzteres bedauerlicherweise auf viele der 20 getesteten Produkte zu. Nur zwei schneiden in der Gesamtwertung mit "gut" ab. Ganze sechs Produkte wurden denn auch mit "ungenügend" gewertet.
Bedenkliche MOAH

Unter Mineralölkohlenwasserstoffen versteht man eine sehr große Gruppe vieler verschiedener Stoffe. Darunter können potenziell krebserregende Verbindungen sein. Besonders bedenklich sind die aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH, die in der Hälfte der Öle nachgewiesen wurden.

In mehr als der Hälfte der Öle stecken zudem die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH. MOSH lagert der Körper in der Leber, den Lymphknoten, der Milz und im Fettgewebe ab. Was das für die Funktion dieser lebenswichtigen Organe bedeutet, ist bisher noch ungeklärt. POSH verhalten sich möglicherweise ähnlich, sind aber derzeit noch kaum erforscht.

Bei vier Olivenölen stellten die Sensorikprüfer Fehlnoten fest. Sie schmeckten bereits ranzig oder stichig. Solche Fehlnoten sind bei der höchsten Güteklasse "nativ extra" verboten. Was bedeutet, dass die Öle falsch deklariert wurden. Denn eigentlich handelt es sich nur um "natives" Olivenöl. Schmeckt ein Öl ranzig, ist es stark oxidiert. Ist bereits eine Gärung im Gang, kann das Öl stichig schmecken.
Öle aus Kreta und Toscana machen das Rennen

Den Testsieg teilen sich das Bio-Produkt Rapunzel "Kreta Natives Olivenöl extra, fruchtig" ("gut", 9,99 Euro pro 500 ml) und das Primoli "I.G.P. Toscano Olio Extra Vergine di Oliva" ("gut", 12,99 Euro pro 500 ml). Letzteres wurde geschmacklich für "sehr gut" gut befunden.

Eine ungenügende Benotung erhielten wegen zum Teil starker Belastung und fehlerhafter Sensorik unter anderem das "Natives Olivenöl Extra" von Alnatura, das "Natives Olivenöl Extra mild, leicht fruchtig" von Byodo und das "Natives Olivenöl Extra Classico" von De Cecco.

Quelle: n-tv.de, awi
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Enttäuschende Ergebnisse in unserem Apfelschorle-Test

Postby Weltbookadmin47 » 27. Apr 2019 10:38

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.test.de/Apfelschorle-im-Tes ... C7cO8NVtZo
Stiftung Warentest
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Enttäuschende Ergebnisse in unserem Apfelschorle-Test: Nur eine ist gut, knapp jede dritte mangelhaft. Kritikpunkte waren: zu wenig Aroma, Saft aus verdorbenen Äpfel oder zu viel zugesetzte Enzyme.

Wir konnten einen geschmacklichen Unterschied zwischen Apfelsaft aus Direktsaft und Konzentrat feststellen: Die geprüften Schorlen mit Direktsaft – alles Bioprodukte – bekamen meist bessere Noten im sensorischen Urteil als jene aus Konzentrat: Sie schmeckten vielschichtig, kräftig nach reifem Apfel, fruchtsäuerlich. Den Konzentrat-Schorlen fehlt es an dieser Komplexität – die meisten bieten nur durchschnittlichen Einheitsgeschmack mit flacher Apfelnote. Aber: 6 von 17 Konzentratschorlen schafften im Prüfpunkt Sensorik dennoch ein gut.

Der größte Unterschied liegt in der Gewinnung des Safts: Beim Direktsaft werden die Äpfel gepresst, der gewonnene Saft wird zum Teil geklärt und anschließend pasteurisiert, also kurz erhitzt, um ihn haltbar zu machen – fertig. Beim Konzentrat wird der gepresste Saft dagegen nicht direkt verwendet, sondern zu einem dickflüssigen Konzentrat eingedampft. Dabei entweichen flüchtige Aromastoffe, die in einer wässrigen Lösung aufgefangen werden. Aus Konzentrat und Aromalösung, die meist von verschiedenen Äpfeln stammen, mixen die Hersteller mit Wasser wieder Apfelsaft.

Bei den fünf mangelhaften Schorlen von Rhön Sprudel, Rewe Ja, Penny, Lift und Real Tip haben die Hersteller das Konzentrat nicht korrekt zu Saft zurückverdünnt – den Schorlen fehlt es an Apfelaroma. Die Bioschorlen von Aldi Nord und Süd enthalten vergleichsweise viel Methanol. Solche Mengen bilden sich etwa, wenn Hersteller die Äpfel stark mit Enzymen behandeln, um die Saftausbeute zu erhöhen. Das ist erlaubt, die Methanol-Gehalte sprechen aber für keine gute Herstellungspraxis. Ein Gesundheitsrisiko ist nicht zu befürchten.

Zum Test: https://www.test.de/Apfelschorle-im-Test-5451529-0/
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Startups zeigen Greentech-Ideen - Essen wir bald alle Insekten ?

Postby Weltbookadmin47 » 25. May 2019 19:52

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https://www.n-tv.de/wissen/Essen-wir-ba ... 46509.html
Startups zeigen Greentech-Ideen - Essen wir bald alle Insekten ?
Von Kai Stoppel
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Die Zukunft ist grün, oder sollte es zumindest sein. Wie ein Welt aussehen könnte, in der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle bei Konsum und Produktion spielt, zeigen Unternehmen beim "Greentech Festival" in Berlin. n-tv.de hat sich dort mal umgeschaut.

Eines scheint sicher: So wie bisher kann die Menschheit nicht weitermachen. Die Wegwerf-Mentalität der vergangenen Jahrzehnte weicht langsam der Erkenntnis: Produktion und Konsum müssen die Ressourcen der Erde schonen. Wasser, Luft, Pflanzen und Tiere. Sonst steuert der Planet auf dem Abgrund zu, glauben viele.

"Grüne" Technologien sollen das Problem lösen und dabei den Spagat schaffen - unseren Lebenswandel mehr oder weniger unangetastet lassen, ihn aber gleichzeitig in Einklang mit der Natur bringen. Sie sollen die alten Technologien ablösen, die das ganze Unheil über uns gebracht haben. Wie das gehen soll, zeigen Unternehmen in Berlin beim "Greentech Festival" auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof.

Dominiert wird die Ausstellung, dessen Mitbegründer Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg ist, von den medienwirksamen "grünen" Vorzeigestücken: elektrisch betriebene Fortbewegungsmittel in all ihren Formen. Auf dem "Greentech Festival" zeigen Unternehmen neben den omnipräsenten E-Fliegern und E-Flitzern aber auch grüne Technologien aus anderen Bereichen.
Insektenriegel als nachhaltiger Snack
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Auch "Europas erstes Insekteneis" gibt es bei Insnack zum Probieren.

(Foto: Kai Stoppel)

Wie etwa Insnack. Das noch junge Unternehmen aus Berlin setzt auf ein eher ungewöhnliches Lebensmittel: Insekten. Nicht in erster Linie wegen des Geschmacks, sondern vor allem wegen der ressourcenschonenden Herstellung. "Um ein Kilogramm Protein herzustellen, benötigt man bei der Rinderzucht mehr als 2000 Liter Wasser", sagt Insnack-Mitbegründer Marc Schotter. "Wenn man stattdessen Grillen dafür nimmt, braucht man jedoch nur zehn Liter Wasser."

Insnack bezieht sein Insektenmehl aus Belgien, den Niederlanden und Frankreich. Gefüttert werden die Tiere unter anderem mit Abfall, genauer gesagt: weggeworfenen Bio-Lebensmitteln. Die Vision der Macher: Insektenfarmen in Städten, in denen Bio-Abfall als Futtermittel verwendet wird und Solaranlagen die nötige Energie liefern. Auch ethisch soll es Vorteile geben: Leiden würden die Tiere nicht, sagt Schotter. Getötet durch Eiseskälte "schlafen sie einfach ein".

Was den Ausstoß von Treibhausgasen angeht, sei die Insektenzucht ebenfalls überlegen – Stichwort Klimawandel. Ein Insektenriegel der Firma ist schon auf dem Markt, im Juni sollen weitere folgen. Sie sollen trendbewusst nach Kaffee, Aprikose-Physalis und Matcha-Sesam schmecken. Zwar gebe es noch Vorbehalte der Verbraucher gegenüber Essen aus Insektenmehl, gesteht Schotter. "Aber wir merken, dass die Menschen demgegenüber immer offener werden."
Strumpfhosen aus Meeresmüll
20190524_121103.jpg

Erst Fischernetz, dann Meeresabfall, nun an den Füßen von Europäern: die Strümpfe und Strumpfhosen der Firma Kunert.


Auch in der Mode ist das Thema Nachhaltigkeit angekommen. Eine Traube von Frauen steht um den Stand der Modefirma Kunert, dort gibt es etwas umsonst: Strümpfe. Aber nicht irgendwelche. In ihrem früheren Leben trieben sie als Reste von Fischernetzen auf den Weltmeeren. Aber die Unisex-Socken sind vorerst nur eine Spielerei für die Messe. Auf dem Markt ist jedoch bereits eine Strumpfhose aus recyceltem Meeresmüll.

Das Garn dafür wird in einer Fabrik aus Slowenien aus Nylonabfällen - wie eben Fischernetze - hergestellt. Aber dabei will es Kunert nicht belassen: Mit einer weiteren Strumpfhosen-Variante will das Unternehmen aus dem Allgäu den "Kreislauf der Natur" schließen. Das Modell Blue 90 ist sogar biologisch abbaubar – wird die Strumphose weggeworfen, löst sie sich unter bestimmten Bedingungen komplett auf.

Die Natur zurück in die Städte bringen will das thüringer Unternehmen CityLam – und zwar mit bewachsenen Häuserfassaden. An einer Wand des Flughafen-Hangars hängen die mit Pflanzen überwucherten, beweglichen Lamellen. In den automatisch bewässerten Modulen wachsen Zwergmispeln und Sedum-Arten. Sie sollen CO2 aus der Luft filtern, Staub binden und Straßenlärm dämmen.
Pflanzen statt Klimaanlagen
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Schaffen ein gutes Klima in den Städten - so jedenfalls der Plan: die grünen Fassaden der Firma CityLam.


Auch für das Gebäude selbst sollen sie nützlich sein: "Im Sommer kühlen die Module das Gebäude durch Verdunstungskälte", erklärt Henning Röper, Vertriebschef bei der Mutterfirma EuroLam. Zwar könne dies an heißen Tagen eine Klimaanlage nicht ersetzen, habe aber bei den Kosten einen "positiven Effekt". "Wir gehen aber davon aus, dass es sich rechnet", sagt Röper.

Noch stecke die Markteinführung in den Kinderschuhen, bisher seien nur kleinere Projekte realisiert worden. "Wir sind noch am Anfang. Aber das Interesse nimmt zu", sagt Röper. Die Motivation dahinter? "Wir denken, dass die Greentech-Idee dabei hilft, die Welt in der Balance zu halten." Es sei der Beginn einer Bewegung. "Wir wollen von Anfang an dabei sein."

Quelle: n-tv.de
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"Leichen" im Eisfach - Wie lange ist Eingefrorenes essbar ?

Postby Weltbookadmin47 » 19. Jul 2019 10:13

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-lange- ... 51473.html
"Leichen" im Eisfach - Wie lange ist Eingefrorenes essbar ?
imago50075432h.jpg

Wurden die Lebensmittel bereits vor langer Zeit eingefroren, herrscht häufig Unsicherheit bezüglich der Genießbarkeit.
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Bei "maximal ein Jahr" enden die Empfehlungen von Verbraucherexperten für die Lagerung von Lebensmitteln im Gefrierschrank. Doch wer führt schon Protokoll? Manchmal schmoren Päckchen seit Jahren im Eisfach. Was tun? Tür schnell wieder schließen oder endlich verwenden?

Bei jedem Öffnen des Gefrierschranks schlägt einem das schlechte Gewissen entgegen: Ach, den fertigen Sauerbraten von Oma wollte ich schon längst mal machen. Oje, da ist ja auch noch das gute Stück Dorsch vom vorvorletzten Angelurlaub eines Kumpels in Norwegen. Ahhh, und die Jakobsmuscheln. Die waren doch mal im Angebot, kurz vor Silvester. Vor einem Jahr? Oder zwei?

Wer hat sie nicht: Lauter kleine und große "Leichen", die seit Monaten, wenn nicht gar Jahren, im Tiefkühlfach schmoren. Reste von einem fabelhaftem Menü - viel zu schade, um sie wegzuwerfen. Also ab in die Truhe! Überhaupt: Vorräte können ja nie schaden, falls mal nichts im Kühlschrank ist. Und wenn unverhoffter Besuch kommt, ist es gut, immer einen halben Kuchen in der frostigen Hinterhand zu haben. Auch das Brot könnte über Nacht schimmeln - dann sind ein paar Scheiben im Eisfach doch die Rettung.
"Aus den Augen, aus dem Sinn"

Gründe für die eisige Vorratshaltung gibt es reichlich. "Doch wenn wir ehrlich sind, ist sie meist nur der Vorraum zum Mülleimer. Um das schlechte Gewissen zu überlisten, werden zum Beispiel Reste nur zwischengeparkt", sagt Monika Bischoff, Vorstandsmitglied im Berufsverband Oecotrophologie e. V. (VDOE). Für die Expertin ist es das größte Problem, dass man die tiefgefrorenen Päckchen nicht sieht - nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn". Genauso verhalte es sich im Gewürzschrank mit den Gläschen und Döschen in der hintersten Ecke.

Ob Gewürzregal oder Tiefkühltruhe - Bischoff rät ganz radikal zum Ausräumen. Was innerhalb von zwölf Monaten nicht verbraucht wurde, kann weg. "Das ist wie mit dem Kleiderschrank. Was seit einem Jahr nicht mehr getragen wurde, zieht man ohnehin nicht mehr an." Und wer sich nicht zu dem radikalen Schritt durchringen kann? Ist der edle Fisch oder der mit so viel Liebe zubereitete Braten noch essbar? Sind sie vielleicht nach jahrelanger Zwischenlagerung sogar gesundheitsgefährdend? "Da passiert überhaupt nichts. Sie fallen nicht tot um!", beruhigt Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm aus Freiburg. Das Schlimmste, was passieren könne, sei, dass es nicht mehr schmeckt und die Qualität gelitten hat.

Produkte mit einem hohen Fettanteil könnten ranzig schmecken, wie etwa der Rest einer Weihnachtsgans oder Lachs. Sie sehen dann leicht grau-braun aus und sind oft schneebedeckt. "Die Ränder neigen zu Gefrierbrand. Das Lebensmittel ist dann weder verdorben noch giftig, aber eben unappetitlich", erklärt die Kochbuchautorin. Sie rät, keine rohen Sachen einzufrieren, sondern lieber fertig gekochte. Von Cramm empfiehlt, immer mehrere kleine Portionen einzufrieren. Sie sollten direkt nach dem Kochen in Kühlboxen oder kleine Beutel abgefüllt werden. "Eintöpfe etwa immer schön flach drücken und die Luft sorgfältig aus dem Gefrierbeutel streichen. Das bietet keine Angriffsflächen, damit sich Eiskristalle bilden", erklärt die Ernährungsexpertin. Wird der Inhalt dagegen in großen Pötten eingefroren und wieder aufgetaut, bestehe die Gefahr, dass beim Auftauen alles matschig wird und tot kocht. Zudem gingen Vitamine verloren, und ab Temperaturen über 20 Grad breiten sich Keime aus.
Beim Auftauen zu beachten

Hygiene habe sowohl beim Einfrieren als auch beim Auftauen oberste Priorität. Fleisch etwa sei immer langsam im Kühlschrank aufzutauen. "Wurde beim Einfrieren nicht auf die Kühlkette geachtet oder stand das Essen vor dem Einfrieren stundenlang in der Küche, haben Bakterien nur geschlafen und vermehren sich beim Auftauen explosionsartig", erklärt Bischoff. Die Münchnerin rät zur Vorsicht vor tiefgefrorenen Geschenken. Die seien auf alle Fälle zu erhitzen. "Schließlich weiß man ja nicht, unter welchen Bedingungen sie eingefroren wurden." Wenn die aufgetaute Ware nicht unangenehm riecht (sonst weg!), könne man beispielsweise aus tiefgefrorenem Fisch ein Frikassee zaubern, schlägt Bischoff vor. Stellen mit Gefrierbrand einfach abschneiden. "Die schmecken sonst wie ledrige Schuhsohlen." Sie würde den Fisch auch nicht im Ganzen zubereiten, sondern in Würfel schneiden und mit Frischfisch mischen. Das Ganze unter eine Gemüsepfanne heben und fertig. Eine Alternative seien Fischfrikadellen.

Dagmar von Cramm rät zur Suppe. "Egal was, Pürieren geht immer", ist ihre Devise. Ob Fleisch oder Gemüse - aufkochen, pürieren, mit Tomatenmark oder -saft, Bouillon und Schmand abschmecken und mit Croutons servieren. "Keiner weiß, was es ist, aber es schmeckt immer gut", macht die Buchautorin Mut.
Bloß keine Lebensmittel vergessen

Doch wie schafft man es, erst gar keine "Leichen" im Gefrierfach anzuhäufen? "Da hilft nur sichtbar machen", sagt Monika Bischoff. Sie schlägt eine Liste vor, die direkt am Tiefkühlschrank hängt und mit der man arbeiten kann. "Das Beste ist, wenn man die Zubereitung aktiv plant." Steht etwa in der Liste, dass man frische Erbsen vor drei Wochen eingefroren hat, kann man weitere Zutaten hinzukaufen und für einen bestimmten Wochentag die Zubereitung festlegen.

Es gibt allerdings Sachen, die eignen sich gar nicht erst für die Tiefkühltruhe: Dabei handelt es sich etwa um Eier, Blatt- und Frischkostsalate, Radieschen, rohe Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken oder Tomaten, zählt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf. Auch ganze rohe Äpfel und Birnen sowie Baiser und Makronen mögen die frostigen Temperaturen von bis zu minus 18 Grad nicht. Die wasserreichen Lebensmittel werden beim Auftauen matschig und verlieren ihre typische Konsistenz, so das BZfE. Die Ernährungsexperten sehen auch Milchprodukte wie Joghurt, Dickmilch, Saure Sahne und Crème fraîche als ungeeignet. Grund: Diese flocken schnell aus und werden grießig.
Panorama 19.03.12
Zu früh in der Tonne Wie lange Lebensmittel halten

Quelle: n-tv.de, Claudia Wittke-Gaida, dpa
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Sechs gute Gründe, Fleisch zu essen

Postby Weltbookadmin47 » 8. Aug 2019 10:25

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.fleischexperten.de/news-poo ... essen.html
Sechs gute Gründe, Fleisch zu essen
Fotolia 9818258 XS

Fleisch ist ein guter Lieferant für biologisch hochwertige Nährstoffe. Eiweiß (Protein), Eisen, Zink, Selen sowie Vitamine der B-Gruppe in gut verfügbarer Form machen es für Aufbau und Erhalt der menschlichen Körpersubstanz besonders wichtig.

1. Verbesserte Aufnahme von Nährstoffen

Mageres Fleisch leistet in einer ausgewogenen Mischkost einen bedeutenden Beitrag zur Versorgung mit diesen Nährstoffen. Außerdem verbessert es die Aufnahme von Nährstoffen aus pflanzlicher Kost. Man bezeichnet Fleisch daher auch als "Resorptionsvermittler". So werden Eisen und Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln besser verwertet, wenn sie in Kombination mit Fleisch verzehrt werden.

2. Hohe Bioverfügbarkeit der Mineralstoffe
Tabelle Mineralstoffe

Neben dem reichen Vorkommen der Mineralstoffe Eisen und Zink im Fleisch ist auch deren Bioverfügbarkeit von entscheidender Bedeutung. Bei gesunden Erwachsenen ist z.B. die Aufnahme von Zink aus Rindfleisch in die Darmwand (Absorption) drei- bis vierfach höher als aus Getreide. Denn tierisches Eiweiß fördert die Absorption von Eisen und Zink, während das im Getreide enthaltene Phytat diese verschlechtert.

Wie viel Eisen Fleisch enthält, lässt sich übrigens an der Farbe ablesen: je dunkler, desto eisenhaltiger. Eisen ist für eine Reihe von Funktionen im Körper verantwortlich; eine der wichtigsten Rollen ist der Transport von Sauerstoff zu den Zellen.

3. Sichere Selenversorgung


Beachtenswert ist auch die Selenzufuhr durch Fleisch: Deutschland gilt als "Selenmangelregion", weil die Böden im Vergleich zu anderen Ländern extrem selenarm sind. So enthält kanadisches gegenüber deutschem Brot die 30-60-fache Menge an Selen. Tiere können das Selen aus selenarmem Futter und aus Trinkwasser akkumulieren, deshalb sind tierische Proteine hierzulande wesentlich wichtiger für die Selenversorgung als pflanzliche.

4. Vitamine
Tabelle Vitamine

Fleisch ist ein vitaminreiches Lebensmittel. Die B-Vitamine B1, B2, B12 und Niacin nehmen dabei eine herausragende Stellung ein. Vitamin B12 ist zudem nur in tierischen Erzeugnissen enthalten. Fermentierte pflanzliche Lebensmittel (z.B. Sauerkraut) spielen für die Vitamin-B12-Versorgung eine untergeordnete Rolle. Schweine- und Rinderleber gehören außerdem zu den wichtigsten Quellen für Vitamin A.
5. Wichtiger Eiweißlieferant

Für den Aufbau und Erhalt von Organen, Muskeln und die Funktionstüchtigkeit von Enzymen benötigt der Mensch Protein. Fleisch ist ein guter Proteinlieferant, denn es enthält alle essenziellen Aminosäuren im richtigen Verhältnis zueinander und verfügt somit über eine hohe biologische Wertigkeit.
6. Hohe Nährstoffdichte

Gemessen an seinem Kaloriengehalt besitzt Fleisch besonders viele Nährstoffe. Dieses günstige Verhältnis bezeichnet man auch als hohe Nährstoffdichte. Der Fettgehalt von Fleisch ist niedriger als häufig angenommen. 100 Gramm Schweinefilet liefern zum Beispiel nur zwei Gramm Fett und sind damit absolut diättauglich.

Fleischart, Teilstück
Fett in g
kcal pro 100 g

Schwein, Kotelett
5,2
133

Schwein, Kamm
13,8
197

Rind, Filet
4,0
121

Rind, Lende (Roastbeef)
4,5
130

Kalb, Schnitzel
1,8
100

Kalb, Brust
6,3
131

Lamm (reines Muskelfleisch)
3,7
117

Quelle: Der kleine Souci Fachmann Kraut: Lebensmitteltabelle für die Praxis; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH; 2004; Stuttgart

Ausgewogene Mischkost

Mageres Fleisch und Fleischwaren tragen wesentlich zur Deckung des Nährstoffbedarfs bei. Fleisch sollte fester Bestandteil einer an Gemüse, Frischobst, Vollkornprodukten und Ballaststoffen reichen Ernährung sein. Dies gilt insbesondere für Bevölkerungsgruppen mit einem erhöhten Nährstoffbedarf, wie Schwangere, stark menstruierende Frauen, Kinder, Leistungssportler und Senioren. Da Schweinefleisch z.B. besonders viel Vitamin B1 enthält und Rindfleisch höhere Konzentrationen an Eisen und Zink aufweist, erscheint ein wechselnder Fleischverzehr von Tieren verschiedener Herkunft empfehlenswert.
Quelle https://www.fleischexperten.de/news-poo ... essen.html
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Nahrungsergänzung im Öko-Test - Alle Multivitaminpräparate durchgefallen i

Postby Weltbookadmin47 » 26. Sep 2019 19:34

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Alle-Multi ... 97329.html

Donnerstag, 26. September 2019
Nahrungsergänzung im Öko-Test - Alle Multivitaminpräparate durchgefallen/
(Foto: imago images / Panthermedia)
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Vitamine sind Mikro-Nährstoffe, die für den Körper unverzichtbar sind. Und kommen in gesunder Nahrung vor. Warum aber nicht die Abkürzung nehmen und via Pille den Bedarf decken? Weil entsprechende Präparate nichts taugen, wie zumindest Öko-Test meint.

Vitamine - das klingt prall und wichtig. Und tatsächlich, der Begriff Vita kommt aus dem lateinischen und bedeutet Leben. Sollte man also genug von haben, von den lebenswichtigen Mikro-Nährstoffen. Darüber, ob eine zusätzliche Zufuhr der verschiedenen Stoffe in Form von Nahrungsergänzungsmitteln nötig ist, streiten sich die Gelehrten. Der gemeine Hausarzt kommt meistens zu der Überzeugung, dass der gesunde Mensch durch eine ausgewogene Ernährung genug davon zuführt, eine zusätzliche Ergänzung nur dem Hersteller gut tut. Mag sein. Der Konsument bleibt davon unbeeindruckt und schmeißt sich die Mittel gerne dennoch ein.

Ein Fehler? Zumindest darf die Frage erlaubt sein, wer sich schon wirklich ausgewogen und gesund ernährt? Außerdem wird gerne vergessen, dass der tatsächliche Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Co. individuell sehr verschieden ist und sich die meisten Menschen eben nicht optimal ernähren. Nur eine Messung der entsprechenden Blutwerte gibt zuverlässig darüber Auskunft, ob eine zusätzliche Gabe von Vitalstoffen sinnvoll oder sogar notwendig ist. Aber da eine derartige Untersuchung keine Kassenleistung ist, wird eine entsprechende Empfehlung und eventuelle Ergänzung von sogenannten Experten nicht für nötig gehalten. Stattdessen wird sich pauschal an den umstrittenen (niedrigen) Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert. Messen? Fehlanzeige.
Ungeeignet, Gefahr der Überdosierung, Wirkung nicht beweisen

Aber zumindest wenn es darum geht, Menschen, die sich vegan ernähren oder krank sind, vor den schlimmsten Mängeln zu bewahren, rät manchmal auch der ein oder andere Arzt zu Ergänzung. Idealerweise nachdem ein etwaiger Mangel tatsächlich diagnostiziert wurde.

Öko-Test bleibt da bei seiner jüngsten Untersuchung von 17 "A-Z"- (von Vitamin A, über Vitamin C, E, Eisen bis Zink) Multivitaminpräparate etwas pauschaler. Im Test sind alle durchgefallen. Denn als Ersatz für Apfel, Möhre, Salat & Co. sind die Vitamine in Tablettenform nicht nur ungeeignet, es besteht zudem die Gefahr der Überdosierung, warnen die Tester.

Insgesamt 15 der Präparate bewerten die Experten gar als "ungenügend", zwei schneiden "mangelhaft ab". Was zum einen daran liegt, dass die Vitamine und Mineralstoffe in den Pillen oft überdosiert sind - und das kann schädlich sein. Zum anderen wird bei fast allen Mitteln von einer Langzeitwirkung und einem Depoteffekt gesprochen, doch ein solches Versprechen kann von den Herstellern nicht ausreichend belegt werden.

Fazit: Keines der überprüften Produkte ist nützlich für gesunde Anwender und bei allen Präparaten gibt es fragwürdige Auslobungen oder fehlende Warnhinweise. Zumindest in den Präparaten von "Multinorm Langzeit-Vitamine A-Z Balance" von Aldi Süd ("mangelhaft") und "Pro Life A-Z Depot + Q10" ("mangelhaft") von Netto ist Vitamin A nicht überdosiert. Was bei allen anderen "ungenügenden" Produkten der Fall ist. Darunter so namhafte und teure Produkte wie "Centrum von A bis Zink" und "Eunova Langzeit".

Quelle: n-tv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Alle-Multi ... 97329.html
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Entgegen der gängigen Ansichten - Fleischverzehr ist gar nicht so ungesund

Postby Weltbookadmin47 » 1. Oct 2019 10:34

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/wissen/Fleischverze ... 05520.html

Dienstag, 01. Oktober 2019
Entgegen der gängigen Ansichten - Fleischverzehr ist gar nicht so ungesund
imago89661450h.jpg

Blick auf eine Fleischtheke.

(Foto: www.imago-images.de)
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Über Fleisch als Nahrungsmittel wird viel gestritten. Rund 60 Kilogramm Fleisch werden pro Kopf in Deutschland verzehrt. Wie sich Steaks, Schnitzel und Buletten auf die Gesundheit auswirken, analysieren Forscher mit vielen Daten und kommen zu einem überraschenden Ergebnis.

Der Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischprodukten geht anscheinend bei den meisten Menschen nicht mit großen gesundheitlichen Risiken einher. Zu diesem Ergebnis, das der gängigen Einschätzung widerspricht, kommt eine internationale Gruppe von Medizinern nach der Prüfung etlicher Studien zu dem Thema. Die Untersuchungen hätten lediglich einen schwachen Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebs, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden, schreibt das Team um Bradley Johnston von der Dalhousie University in Halifax (Kanada) nach Analyse der Datenlage im Fachjournal "Annals of Internal Medicine". Auf Basis der insgesamt fünf Überblicksstudien erstellt ein 14-köpfiges Team im gleichen Fachblatt neue Ernährungsempfehlungen.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IACR) in Lyon hat den Verzehr von rotem Fleisch - also etwa Rind, Schwein, Schaf und Ziege - als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Verarbeitetes Fleisch gilt demnach sogar als "krebserregend". Viele Ernährungsrichtlinien empfehlen daher einen geringen Fleischverzehr. "Diese Empfehlungen beruhen jedoch in erster Linie auf Beobachtungsstudien, bei denen ein hohes Risiko für Störfaktoren besteht", schreiben Johnston und Kollegen. Daher seien Aussagen über einen kausalen Zusammenhang schwierig.

Die Gruppe sichtete in Datenbanken alle medizinischen Studien zum Thema, die bis Juli 2018 erschienen waren. Deren Ergebnisse bewerteten die Forscher mit einem Ansatz, der die Methoden, die Qualität der Daten und die Berücksichtigung von Einflussfaktoren einschloss und daraus ableitete, wie valide die jeweiligen Resultate sind. Einflussfaktoren können etwa Konservierungsmittel wie Natrium, Nitrate und Nitrite sein oder Stoffe, die beim Grillen entstehen.
Ergebnisse der rigorosen Prüfung

Mäßigt man seinen Fleischkonsum um drei Portionen pro Woche - also etwa von 7 auf 4 Portionen -, so sinkt das Erkrankungsrisiko nur leicht. Wenn 1000 Menschen entsprechend wenig verarbeitetes Fleisch essen, sinkt die berechnete Zahl der Diabetes-Fälle binnen elf Jahren demnach um zwölf. Wenn 1000 Menschen wenig unverarbeitetes rotes Fleisch verzehren, sinkt die Zahl der Todesfälle durch Krebs auf die Lebenszeit berechnet um acht, die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen binnen elf Jahren um vier. In allen Szenarien war die Beleglage für diese Risikoverringerung schwach oder sehr schwach.

Die Forscher bezogen in ihre Untersuchung auch das Wohlbefinden ein, das viele Menschen mit dem Verzehr von Fleisch empfinden. Nach dem Abwägen der Gesundheitsrisiken und dem Verlust an Wohlbefinden, das der Verzicht auf Fleisch bedeuten würde, empfehlen Johnston und Kollegen: Gesunde Menschen sollten weiterhin so viel Fleisch und Fleischprodukte essen, wie sie es aktuell tun.

Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass in dieser Empfehlung nicht berücksichtigt ist, dass Fleischverzicht aus anderen Gründen sinnvoll sein kann: etwa wegen des Tierwohls oder wegen der Auswirkungen der Tierhaltung auf Umwelt und Klima.

Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke sieht die kritische Herangehensweise der Forscher als berechtigt an: "In der Ernährung hängt vieles mit vielem zusammen. Da ist es nicht leicht, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge herzustellen." Allerdings plädiert er nicht dafür, die aktuellen Ernährungsempfehlungen zu ändern. Stattdessen sieht er in der nun vorgelegten Arbeit einen Impuls dafür, mehr hochwertige Studien zu den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit durchzuführen.
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, Stefan Parsch, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Fleischverze ... 05520.html
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Von Kochwein bis Madeirasoße - Was passiert mit Alkohol im Essen ?

Postby Weltbookadmin47 » 18. Nov 2019 10:30

FORSCHUNG ERNÄHRUNG
https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort ... 92584.html
Von Kochwein bis Madeirasoße - Was passiert mit Alkohol im Essen ?
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Theoretisch verdampft Alkohol beim Kochen - wie lange das dauert und ob wirklich alles verdampft, ist aber unklar.

(Foto: imago stock&people)
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Manchmal ist es nur ein Löffel voll, mal eine ganze Flasche: In viele Gerichte kommt Alkohol. Dürfen Kinder und Schwangere dann gar nicht mitessen? Und alkoholkranke Menschen? Oder verkocht sowie so alles?

Ein Glas Weißwein kommt ans Risotto, eine ganze Flasche Rotwein an den Rinderbraten, ein Schuss Madeira in die Soße: Alkohol steht als Zutat in vielen Rezepten. Er steuert sein Aroma bei, seine fruchtige Säure und manchmal auch eine süße Geschmacksnote.
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Mit einem Schuss Calvados kann man manche Speise verfeinern.

Der Alkohol verkocht doch, oder? "So einfach ist es leider nicht", sagt Sascha Rohn, Professor für Lebensmittelchemie an der Universität Hamburg. "Alkohol verdampft zwar theoretisch bei 78,3 Grad. Er wird jedoch in Teilen von den anderen Zutaten gebunden und dadurch im Gericht gehalten."

Wie die einzelnen Inhaltsstoffe miteinander reagieren, ist kaum erforscht. Deshalb lässt sich auch nicht berechnen, wie viel Restalkohol etwa von einem Glas Sherry in der Sauce noch übrig ist, wenn das Essen schließlich auf dem Tisch steht.
Zwischen 4 und 85 Prozent Alkohol

Eine Studie der Universität Idaho aus dem Jahr 1992 liefert Anhaltspunkte. Die Wissenschaftler untersuchten sechs Gerichte und fanden heraus: In geschmortem Fleisch, das zweieinhalb Stunden im Topf köchelte, waren nur noch 4 Prozent des ursprünglich zugegebenen Alkohols nachweisbar, in einer Grand-Marnier-Soße dagegen noch 85 Prozent.

"Die Kochzeit spielt eine Rolle, die Temperatur, die Intensität, in der umgerührt wird. Aber es gibt keine Faustregel, nach der man einschätzen könnte, wie viel Alkohol in welcher Zeit verkocht", erklärt Rohn. Der Lebensmittelchemiker empfiehlt: "Kindern, Schwangeren und alkoholkranken Menschen sollte man mit Alkohol zubereitete Speisen deshalb nicht anbieten."
Rückfallgefahr für Alkoholabhängige kleiner als angenommen
Ethanol ist bei Raumtemperatur eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit mit einem brennenden Geschmack, die als Lebergift eingestuft wird und als Desinfektionsmittel eingesetzt werden kann.
Wissen 02.11.15
Schmaler Grat zwischen Genuss und Sucht Alkohol - Himmelsgabe oder Teufelszeug?

Für alle anderen sind geringe Spuren von Alkohol gesundheitlich unproblematisch, "wenn aber ein Lebensmittel nach Alkohol schmeckt, ist darin mehr als nur eine Spur Alkohol enthalten", sagt Fabienne Kroening, Sozialpädagogin beim Blauen Kreuz in Wuppertal. Der Suchthilfeverband unterstützt suchtgefährdete und suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen.

Für alkoholabhängige Menschen sei die unmittelbare Rückfallgefahr oft nicht so hoch wie angenommen. "Mechanismen, die zu einem Alkoholrückfall führen, sind vielfältiger psychologischer Natur und haben mehr mit der inneren Haltung und der jeweiligen seelischen Verfassung zu tun, als mit der tatsächlich in den Körper aufgenommenen Alkoholmenge." Bereits der Geschmack von Alkohol durch einen Aromastoff könne bei Betroffenen einen Suchtdruck auslösen.
Alternativen zu Alkohol im Essen

Kochen ohne Alkohol sei in der Koch-Ausbildung ein untergeordnetes Thema, sagt Karl Haaf vom Verband der Köche Deutschlands. Klassische Rezepte für Fisch- oder Wildgerichte oder Frikassee würden nach wie vor Wein enthalten. Auf der Speisekarte muss Alkohol nicht vermerkt werden. Im Zweifel vor der Bestellung also besser beim Kellner nachfragen.

Aber gibt es Alternativen? "Man sollte sich überlegen, was ähnlich schmeckt", rät die Köchin Sybille Schönberger, die eine Kochschule führt und Gastronomiebetriebe berät. "Wenn mir die Schokoladen- oder Zimtnote eines Weins wichtig ist, dann kann ich auch ein Stück dunkle Schokolade oder eine Zimtstange verwenden."

Traubensaft eignet sich für dunkle Soßen, weißer Balsamico-Essig kann Weißwein ersetzen, ein geriebener Apfel sorgt in der Bolognese-Soße für Säure. "Man muss sich einfach trauen und ein bisschen herumprobieren", sagt Schönberger. Früher hätte sie "literweise Portwein verkocht", aber mittlerweile verzichtet sie weitgehend auf Alkohol beim Kochen. Nicht nur, weil sie Kinder hat - aber die waren der Auslöser, etwas genauer auf den Alkoholgehalt der Mahlzeiten zu achten.

Quelle: n-tv.de, abe/dpa https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort ... 92584.html
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Gesund ist anders - Hähnchen strotzen immer noch vor Keimen

Postby Weltbookadmin47 » 26. Nov 2019 14:56

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Haehnchen- ... 18679.html

Dienstag, 26. November 2019
Gesund ist anders - Hähnchen strotzen immer noch vor Keimen
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Campylobacter sind Bakterien aus dem Darm von Tieren, die beim Schlachten auf das Fleisch geraten können.

(Foto: imago/CHROMORANGE)
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Gekocht, gegrillt, gebraten - Hühner sind als Nahrungsmittel gefragt. Dass die Tiere, die meist industriell gehalten werden, oft nicht ganz frei von Bakterien sind, hat sich herumgesprochen. Dass nun gefährliche Darmbakterien auf fast jeder zweiten Hähnchenfleischprobe festgestellt wurden, bereitet Sorgen.

Die gute Nachricht lautet: Es ist nicht schlimmer geworden. Die schlechte ist: Die Nachweisraten mit Campylobacter-Bakterien bei Masthähnchen liegen unverändert auf einen hohem Niveau. So wurde laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr im Rahmen des sogenannten Zoonosen-Monitoring 2018 auf 47,8 Prozent der kontrollierten Hähnchenfleischproben das Darmbakterium nachgewiesen.

Der Keim, der aus dem Darm der Tiere stammt und beim Schlachten auf das Fleisch geraten kann, hatte im vergangenen Jahr Salmonellen als häufigsten bakteriellen Erreger für Durchfallerkrankungen in Deutschland abgelöst.

Das zum vergangenen Jahr eingeführte Prozesshygienekriterium (1000 koloniebildende Einheiten pro Gramm Fleisch) hat somit noch nicht zu einer nennenswerten Senkung der Campylobacter-Belastung bei Masthähnchen geführt, wie das BVL mitteilt. Seit 1. Januar 2018 müssen Betriebe, die die Anforderungen der EU-Verordnung nicht erfüllen, geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Prozesshygiene einleiten. Kontaminiertes Geflügelfleisch gilt als eine der Hauptquellen für eine Infektion mit Campylobacter.
Schlachthygiene muss verbessert werden

Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft wies darauf hin, dass Geflügelfleisch als natürliches Lebensmittel "niemals zu 100 Prozent keimfrei sein" könne. Demnach täten die deutschen Schlachthöfe "alles dafür, ein Auftreten von Campylobacter-Keimen bestmöglich zu minimieren".

Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unterstreichen die Ergebnisse der jährlichen Untersuchung jedoch die Notwendigkeit, weitere Anstrengungen im Kampf gegen Campylobacter-Bakterien zu unternehmen, um die Schlachthygiene zu verbessern.

Campylobacter und Salmonellen lösen beim Menschen Durchfallerkrankungen aus. Bei geschwächten Personen können sie zu schweren Komplikationen führen. Beide Erreger sind nicht hitzeresistent. Verbraucher sollten Hähnchenfleisch deshalb nur gut durchgegart verzehren und sich an die üblichen Küchenhygieneregeln halten. Ob Keime und Bakterien zu Erkrankungen führen, hängt von deren Art, ihrer Anzahl und dem Gesundheitszustand des Empfängers ab.

Quelle: n-tv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Haehnchen- ... 18679.html
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Faktencheck zu Getreidemythen - Macht Weißmehl dick und ist Dinkel gesund

Postby Weltbookadmin47 » 1. Dec 2019 12:16

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Faktencheck zu Getreidemythen - Macht Weißmehl dick und ist Dinkel gesund ?
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Die Brotvielfalt in Deutschland ist enorm - welche Sorte ist gesund?

(Foto: imago images/Overstreet)
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Dunkles Brot hat mehr Nährstoffe als Weißbrot, das außerdem noch dick macht. Und Dinkel ist gesünder als Weizen. Diese Getreide-Mythen halten sich hartnäckig. Doch was davon stimmt?

Hafer-Müsli, Vollkorn-Nudeln oder Weizen-Mischbrot - Getreide in unterschiedlichen Formen taucht fast in jeder Mahlzeit auf. Aber was ist besonders gesund und auf welche Kennzeichnungen sollten Verbraucher achten? Experten geben Tipps.

Das beste Getreide gibt es nicht, da sind sich die Ernährungswissenschaftler einig. "Die Unterscheidung ist, wie ausgemahlen das Mehl ist", sagt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung. Entscheidend sei die Mahl-Art. Es gebe feingemahlene und ausgemahlene Mehle. Vollkornmehle sind ausgemahlen - in ihnen sind noch der Keim, die Schale und der Mehlkörper enthalten und damit mehr gesunde Inhaltsstoffe. In Weißmehl befinden sich diese nicht mehr.
Helle Brötchen sind nicht der Übeltäter

Deswegen haben Weizenprodukte auch einen schlechten Ruf. "Die Verteuflung von Weizen ist modern", sagt Seitz. Vor allem der Verzehr von hellen Brötchen oder Baguette sollen sich negativ auf das Gewicht auswirken, sagt der Volksmund. Diese Produkte bestehen aus feingemahlenen Mehlen wie dem Typ-405-Mehl. Diese enthalten aber genauso Kohlenhydrate wie andere Mehle, sagt Seitz.
Roggen.jpg

Wo Roggen draufsteht, ist auch Roggen drin. Angaben wie diese müssen stimmen - Tricksereien der Hersteller sind verboten.

(Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn)

Allerdings seien diese relativ leer an Inhaltsstoffen. Sie enthalten viel Stärke - und diese besteht aus Zucker-Ketten. Wenn die Stärke nach dem Verzehr aufgespalten wird, steigt der Insulinspiegel im Körper, fällt danach aber zügig wieder ab. Die Folge: Man bekommt erneut Hunger und beginnt wieder zu essen. Dieses erneute Essen ist das Verhalten, das zu Gewichtszunahme führen kann - nicht etwa die Weizenprodukte an sich.

Beim Verzehr von Vollkorn-Produkten passiert genau das Gleiche. "Weil aber neben der Stärke auch noch andere Ballaststoffe enthalten sind, fällt der Insulinspiegel viel langsamer wieder ab und wir bleiben länger satt", so Seitz. Wegen eben dieser zusätzlichen Inhaltsstoffe sind Vollkorn-Produkte gesünder.
Das Äußere kann täuschen

Nicht jedes dunkle oder körnerhaltige Brot ist aber Vollkornbrot. Rein optisch kann nicht immer eindeutig auf den Inhalt von Backwaren geschlossen werden. Deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), immer genau hinzuschauen. Die Bezeichnung "Vollkorn" ist gesetzlich geschützt. Produkte mit dieser Aufschrift müssen mindestens 90 Prozent Vollkornmehl oder -schrot enthalten.

Manchmal werden Backwaren auch dunkel gefärbt, sagt Monika Bischoff, Ernährungswissenschaftlerin am Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention des Krankenhaus Barmherzige Brüder in München. Viele Kunden denken, dunkles Brot sei automatisch gesünder - so das Kalkül der Hersteller. Malzextrakt oder Zuckerrübensirup auf der Inhaltsliste kann ein Hinweis auf solche Tricks sein.
Mehrkorn-Produkt: Mischung aus mindestens drei Mehlsorten

Bei anderen Inhaltsstoffen kann allerdings nicht getrickst werden: In den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs für Brot und Kleingebäck ist vorgegeben, welche Zusammensetzung als Mehrkorn bezeichnet werden darf. Ein Mehrkorn-Produkt ist eine Mischung aus mindestens drei Mehlsorten. Dabei muss aber jede enthaltene Sorte mit mindestens fünf Prozent vertreten sein.

Bei der Bezeichnung Dreikorn sind entsprechend des Namens drei unterschiedliche Sorten Getreide enthalten. Eine weitere Unterscheidung ist das Mischbrot. Roggenmischbrot zum Beispiel besteht zu mindestens 50 Prozent und maximal 90 Prozent aus Roggenmehl sowie mindestens einer weiteren Getreidesorte.
Mit Vollkorn Krankheiten vorbeugen
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Wegen bestimmter Inhaltsstoffe sind Vollkorn-Produkte gesünder.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Die DGE empfiehlt in ihren zehn Ernährungsregeln, wegen der Ballaststoffe so oft wie möglich Vollkornprodukte zu verwenden. Diese können das Risiko für Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Dickdarmkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die empfohlene Mindestmenge liegt bei täglich 30 Gramm Ballaststoffen. Das entspricht etwa vier Scheiben Vollkornbrot.

Die Darmflora des Menschen braucht Ballaststoffe, sagt Monika Bischoff. "Speziell die vom Hafer, die sind sehr wertvoll. Das sind die Beta-Glucane, die können das Cholesterin senken." Aber in Vollkorn seien natürlich noch viel mehr Mineralien enthalten - genau wie B-Vitamine, Eisen, Zink, Magnesium und sekundäre Pflanzenstoffe, so die Ernährungswissenschaftlerin.
Dinkel gesünder als Weizen?

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Dinkel gesünder als Weizen sei. Stimmt das? "Das ist eine ganz spannende Frage", sagt Ernährungsmediziner Professor Stephan Bischoff von der Universität Hohenheim. "Denn einige Leute, die glauben, Weizen nicht zu vertragen, sagen: Dinkel geht besser." Das sei wissenschaftlich aber bisher nicht untermauert.

Da der Ernährungsmediziner diese Aussage sogar ziemlich häufig hört, führt er mit seinem Team gerade eine entsprechende Studie durch. Erkenntnisse gibt es aber noch nicht.
Abwechslung ist das Geheimnis
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Glutenfrei zu essen, ist momentan im Trend. Aber ist das überhaupt gesund? "Es gibt nur eine Gruppe, die auf Gluten verzichten muss, das sind Zöliakie-Patienten. Ansonsten ist Gluten nicht böse", sagt Monika Bischoff. Im Gegenteil gebe es schon viele Studien, die auf Risiken hinweisen: Wer sich glutenfrei ernährt, kann zum Beispiel erhebliche Probleme mit der Verdauung bekommen. Denn der Körper bekommt dadurch weniger Ballaststoffe.

"Wir sind seit Jahrzehnten Weltmeister in der Variation", sagt Seitz und bezieht sich auf Brotsorten und Gebäck. Deswegen müsse man nicht immer Vollkorn nehmen. "So langweilig das auch klingt: Esst abwechslungsreich", rät er. Der Körper hole sich genau das, was er braucht. Jeder solle daher essen, was ihm schmeckt - und nicht nur das, was als gesund gilt.
Zu den Bildern und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Macht-Weissm ... 62960.html
Quelle: n-tv.de, Jacqueline Rother, dpa
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