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Italien überholt Spanien ist "das gesündeste Land der Welt"

Postby Weltbookadmin47 » 16. Mar 2019 14:03

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Spanien-ist- ... 08997.html

Samstag, 16. März 2019
Italien überholt - Spanien ist "das gesündeste Land der Welt"
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Gut besuchte Märkte mit frischen Produkten gibt es in Spanien in allen Stadtvierteln. "In Spanien werden deutlich mehr Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte verzehrt als etwa in Deutschland", sagt Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Neuen Studien zufolge leben Spanier gesünder als alle anderen Menschen weltweit. Zudem haben sie eine hohe Lebenserwartung. Eine Hauptrolle spielt dabei die "mediterrane Diät". Was machen die Spanier besser als die Deutschen, die nur Platz 23 belegen?

Deutsches Essen? Pachi rümpft die Nase. "Zu fett, zu vitaminarm! Und ... darf ich ehrlich sein? Oft auch ungenießbar", sagt die 70 Jahre alte Madrilenin. Das Essen sei vor einigen Jahren einziger Negativpunkt eines einmonatigen Aufenthaltes bei Freunden in Berlin und Hamburg gewesen, erzählt die frühere Journalistin und Hobbymalerin. "Wir Spanier essen und leben unterdessen so gesund und ausgeglichen wie in kaum einem anderen Teil der Welt."
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Gazpacho ist eine kalte Gemüsesuppe, unter anderem aus Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch. Sie ist reich an Vitamin C und soll auch entzündungshemmend wirken.

(Foto: imago/Westend61)

Stimmt das? Eine Bloomberg-Studie gibt der Frau recht. Sie wirkt jugendlich und macht "Powerwalking". Ihr Vater starb erst jüngst im hohen Alter von 94 Jahren. Der Studie zufolge lebt es sich derzeit nirgendwo so gesund wie in Spanien.

"Vielleicht ist es irgendwas im Gazpacho oder in der Paella, aber Spanien hat gerade Italien als gesündestes Land der Welt überholt", heißt es in dem Bloomberg-Bericht augenzwinkernd. Tatsächlich hat das Land einen ordentlichen Sprung gemacht: Bei der letzten Erhebung 2017 lag es noch auf dem sechsten Rang. Deutschland belegt nur Platz 23.
Lebensgewohnheiten in 169 Nationen untersucht

Für die Auswertung wurden für 169 Nationen die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung untersucht: Neben Daten für Übergewicht, Zigarettenkonsum, Gesundheitssystem und Lebenserwartung wurde auch die Ernährungsweise der Menschen verglichen. Und da haben die Spanier - ebenso wie die auf Rang 2 liegenden Italiener - dank ihrer "mediterranen Diät" scheinbar tatsächlich das Geheimrezept für ein langes Leben entdeckt.

Wie etwa durch den Verzehr des bereits erwähnten Gazpacho. Die kalte Gemüsesuppe, eines der Meisterwerke iberischer Kochkunst, wird unter anderem aus Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch zusammengemixt und ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern soll auch entzündungshemmend wirken.
Empfehlung: fünf Löffel Olivenöl pro Tag
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Der regelmäßige Konsum von Olivenöl soll das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen merklich senken.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die in Spanien seit 1996 existierende Stiftung Fundación Dieta Mediterranea, die auf ihrer Homepage unzählige Rezepte und Menüvorschläge veröffentlicht und unter anderem auch den regelmäßigen, aber gemäßigten Konsum von Rotwein empfiehlt, sieht vor allem Olivenöl als den Hauptdarsteller der Mittelmeerdiät schlechthin. Stiftungsexperte Ramón Estruch versichert unter Berufung auf mehrere Studien, dass fünf Suppenlöffel Olivenöl pro Tag das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen merklich minderten.

Für die Spanier handelt es sich allerdings um keine "echte Diät, die man sich aufzwingt, weil man abnehmen oder gesünder leben möchte", wie Pachi betont. "Wir haben unser Essen sozusagen im Blut, in den Genen, es gehört zu unseren Traditionen." Sie liebe zum Beispiel unter anderem Mangold, Paella "mit viel Olivenöl, natürlich extra vergine" und den Cocido Madrileño, einen traditionellen Kichererbseneintopf aus der spanischen Hauptstadt.
Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte
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Tomaten in einer Markthalle in Madrid: Das eine pflanzenbetonte Kost gesund ist, ist wohl mittlerweile unumstritten.

(Foto: picture alliance/dpa)

"In Spanien werden deutlich mehr Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte verzehrt als etwa in Deutschland. Und als Fettquelle steht Pflanzenöl im Vordergrund", bringt es Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung auf den Punkt. Es gebe mittlerweile gute Belege, dass eine pflanzenbetonte Kost günstig sei. "Dagegen sollte der Verzehr von rotem Fleisch und von verarbeiteten Fleischprodukten und der Konsum zucker-gesüßter Getränke eingeschränkt werden", so der Experte.

Die Mittelmeerdiät wirke sich vor allem bei der Vermeidung sogenannter kardiometabolischer Krankheiten positiv aus: "Dies umfasst sowohl den Typ-2-Diabetes als auch Herz-Kreislauferkrankungen", erklärt Schulze. Um den südländischen Ernährungsstil mit seinen frischen, vitaminreichen Zutaten auch im Norden populär zu machen, hat die Deutsche Herzstiftung ein Buch mit dem Titel "Mediterrane Küche - Genuss und Chance für Ihr Herz" publiziert.
Spanien hat höchste Lebenserwartung in EU

Bereits heute leben die Spanier internationalen Studien zufolge länger als ihre Mitbürger in der Europäischen Union. Weltweit lag das Land 2016 auf dem vierten Platz, nur in Japan, der Schweiz und Singapur war die Lebenserwartung bei Geburt noch höher.

Das Institut für Gesundheitsmetriken und Evaluation (IHME) an der Universität Washington rechnete zuletzt vor, dass Spanien wohl bis 2040 auch hier die Führung übernehmen wird: Die Bürger von Sevilla bis Santander haben dann Schätzungen zufolge bei Geburt eine durchschnittliche Lebenserwartung von 85,8 Jahren. Die Deutschen wären nur 25. in der Weltrangliste, mit einem durchschnittlichen Sterbealter von 83,2 Jahren. Wichtigste Faktoren sind dabei hoher Blutdruck, Übergewicht, hohe Blutzuckerwerte, Tabak- und Alkoholkonsum sowie Luftverschmutzung.

Pachi kann die Statistiken von Bloomberg, IHME und anderen Organisationen nachvollziehen: "Einige junge Leute kaufen zwar heutzutage bei uns sehr viel Mist. Fertiggerichte und so. Aber das sind längst nicht alle." Sie sitzt mit einem Bekanntenpärchen - 90 und 92 Jahre alt - auf der Straßenbank, schaut zum dunkelblauen Vormittagshimmel der Hauptstadt und fügt an: "Nicht nur das Essen ist wichtig. Sonne, Siesta, Spaziergänge, Sprechen, soziale Kontakte pflegen, Spaß am Leben haben ... das ist unser Rezept."
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Quelle: n-tv.de, Carola Frentzen und Emilio Rappold, dpa
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Grippeimpfung: Hoch toxisch, organschädigend, krebserregend

Postby Weltbookadmin47 » 18. Mar 2019 09:35

Info Gesundheit
https://connectiv.events/grippeimpfung- ... hR6cea6J58

Grippeimpfung: Hoch toxisch, organschädigend, krebserregend ?

10. November 2018 | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Medizin | connectiv.events

Nach der Grippeimpfungssaison ist vor der Grippeimpfungssaison. Jedes Jahr wird ein neuer Cocktail serviert und die Medien berichten, welche Grippeviren an dieses Jahr erwarte und wie wichtig es sei, sich dagegen mit der guten, alten Grippeimpfung zu wappnen. Altersheime, Kindergärten, Schulen, überall wird dafür getrommelt. Nicht selten ist es aber ein ganz anderer Virenstamm, der dann tatsächlich die Masse der Infektionen ausmacht.

Fragt man die Impfwilligen, was sie denn glauben, was in dem Serum enthalten ist, das sie sich so bereitwillig in den Körper spritzen lassen, schauen sie einen entweder nur groß an, weil sie genau garnichts darüber wissen – oder schmettern stolz: Abgeschwächte Erreger! Und von den restlichen Inhaltsstoffen und deren Nebenwirkungen hat auch so gut wie niemand eine Vorstellung. Dabei kommt man schon an eine kleine Broschüre, in der offiziell die möglichen – zum Teil lebensbedrohlichen! – Nebenwirkungen zu lesen sind. Nur … wer macht das schon? Man vertraut dem Arzt, man vertraut einer so großen Maschinerie, wie der Impfkommission und den Ärzten. Zu Recht?

Was ist also so alles drin, in einem Impfserum? Was lassen wir uns denn so vertrauensvoll direkt in den Körper spritzen? Zählen wir einige der schädlichsten Stoffe einmal nach Alphabet geordnet auf.




Beta-Propiolacton

Es ist ein sehr potentes Sterilisationsmittel. Propiolacton ist gut wasserlöslich und löst sich ebenfalls in Alkohol. Bei Raumtemperatur liegt Propiolacton als brennbare, farblose Flüssigkeit mit schwach süßlichem Geruch vor. Die Substanz reizt Augen und Haut und gilt als krebserregend.
Sehr schön beschreibt die Seite Gifte.de den Stoff:
Der Stoff kann oral aufgenommen werden, ätzt die Augen und reizt die Atemorgane und die Haut. An den Augen kommt es zu einer Rötung, Schmerzen und schweren Verbrennungen. Auf der Haut bewirkt der Stoff Verbrennungen und eine Blasenbildung. Eine orale oder inhalative Aufnahme führt zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, einem brennenden Gefühl, einem Husten und einer Dyspnoe. Der Stoff steht im Verdacht beim Menschen Krebs zu erzeugen.
Calciumchlorid

Wasserfreies Calciumchlorid ist aufgrund seiner Hygroskopie ein wichtiges Trocknungsmittel im Labor, beispielsweise im Exsikkator, und in der technischen Chemie für Gase und Flüssigkeiten. Darüber hinaus kommt es als Streusalz (Auftaumittel) sowie als Hexahydrat zur Herstellung von Kältemischungen zum Einsatz.In der Lebensmittelindustrie findet es Einsatz als Komplexbildner, Geschmacksverstärker und Stabilisator (unter anderem bei der Trinkwasseraufbereitung). Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 509 zugelassen. Calciumchlorid kann zu Herz-Kreislauf-Problemen führen.




Formaldehyd

Formaldehyd ist sehr giftig! Wenn man von den Mengen bzw. Konzentrationen solcher Giftstoffe wie Formaldehyd in der Luft spricht, dann gibt man das in „ppm“ an. Das steht für „parts per million“, und 1 ppm entspricht 1,2 Milligramm pro Kubikmeter. Bei 10 ppm bis 20 ppm kommt es sofort zum Tränenfluss, der auch noch bei sauberer Luft bis zu einer Stunde anhalten kann. Weitere Symptome sind Atemnot, Husten und ein starkes Brennen in Hals und Nase. Ab 30 ppm befindet man sich in Lebensgefahr, denn es bildet sich ein hochgiftiges Lungenödem, also eine toxische Flüssigkeitsansammlung in der Lunge.

Die EU Verordnung 1272/2008 (CLP-V) besagt nach einer Änderung vom 5. Juni 2014 (EU 605/2014), dass Formaldehyd von nun an als Carcinogen 1B sowie Mutagen 2 gekennzeichnet werden muss. Ersteres bedeutet, dass Formaldehyd jetzt offiziell als „wahrscheinlich krebserregend“ gilt, und Mutagen 2 besagt, dass es das Erbgut verändern kann. Die krebserregende Wirkung wurde in amerikanischen Tierversuchen bereits an Ratten nachgewiesen, und durch Beobachtungen an Menschen, die regelmäßig Formaldehyd einatmen, ist man zu dem Schluss gekommen, dass Krebs im Mund- und Halsbereich durch Einatmung von Formaldehyd mit hoher Wahrscheinlichkeit begünstigt wird. Ein Studie bei Angestellten aus dem Bestattungsgeschäft konnte eine Verbindung zwischen Formaldehyd und der myeloischen Leukämie belegen.




Monobasisches Natriumphosphat (MSP)

Fällt unter GHS-Gefahrstoffkennzeichnung. Natriumphosphat monobasic reizt als reine Chemikalie Haut, Augen und Atemwege und kann beim Verschlucken oder Einatmen gesundheitsschädlich sein. Bekannt ist, dass bestimmte Phosphatverbindungen akute Phosphat-Nephropathie (schwere Nierenerkrankung) und eine dauerhafte Beeinträchtigung der Nierenfunktionen verursachen. Es kann auch Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen auslösen.
Natrium-Taurodeoxycholat

Studien zeigen das Natrium-Taurodeoxycholat das Wachstum von Tumoren, vor allem im Gehirn, in der Pankreas, im Dickdarm, und Hals, begünstigen.
Neomycinsulfat

Wird In seltenen Fällen mit Schläfrigkeit, Verlust des Gehörs, Atembeschwerden, Hautausschlag und Schwäche in Zusammenhang gebracht.
Octylphenolethoxylat (Triton X-100)

Bekannt aus der Chemieindustrie, wird für „die Benetzung, für Waschmittel, harte Oberflächen, Metallreinigung und sog. ausgezeichnete Emulgierung“ in Farben, Beschichtungen, Ölfeldchemikalien, Textilien und industriellen Reinigern verwendet. Studien haben gezeigt, dass diese Chemikalien die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen beeinträchtigen können.




Polymyxin B

Polymyxin B ist ein Antibiotikum und zeigt besonders gute Aktivität gegen gramnegative Stäbchen, u.a. Pseudomonas aeruginosa und Enterobacteriaceae. Aufgrund seiner Toxizität (Giftigkeit) kommt es aber nur noch selten zum Einsatz. Die Nebenwirkungen: neurotoxische und nephrotoxische Reaktionen, wie steigender Blutspiegel, Schwindel, Apnoe, Fieber und Kopfschmerzen.
Quecksilber:

Ein extrem giftiges Schwermetall, das in vielen Organen eingelagert wird und dort zu Schäden und zu schweren Erkrankungen führt. Wird auch mit Schlafstörungen und neurologische Störungen in Verbindung gebracht. Wenn eine Energiesparlampe, die geringe Mengen Quecksilber enthält, kaputt geht, wird dringend empfohlen, sofort die Fenster weit zu öffnen und den Raum zu verlassen, und 24 Stunden nicht wieder hineinzugehen. Im Impfserum wird das hochgiftige Quecksilber direkt in den Körper gespritzt.






Thimerosal/Thiomersal

Enthält Quecksilber und ist ein Neurotoxin; verursacht Nervenschäden. Thiomersal blockiert die Hirnentwicklung.Geimpfte, stillende Mütter geben ihr Thiomersal an Säuglinge ab, die geimpften und gesäugten Kinder zeigen massiven Anstieg des Thiomersals in Haaren. Es gibt zahlreiche Fälle von Quecksilbervergiftung, die durch Thimerosal im Impfserum verursacht wurden. Thiomersal ist das Natriumsalz einer organischen Quecksilberverbindung und wird als Konservierungsstoff in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten verwendet, um diese vor mikrobiellem Verderb zu schützen. Es ist bereits in sehr niedrigen Konzentrationen wirksam.

Nicht alle diese Stoffe kommen in dem jeweiligen Grippeimpfungs-Serum vor, sie sind von Präparat zu Präparat leicht unterschiedlich. Es gibt noch einige mehr von diesen üblen Substanzen. Wer es genau wissen will, sollte sich den Beipackzettel des Impfserums sorgfältig ansehen, da stehen die Inhaltsstoffe drauf, oder auf der Packung außen. Dann muss man die Wirkung und Unbedenklichkeit der einzelnen Zutaten prüfen, das kann man schließlich alles googeln: den Namen des Inhaltsstoffes eingeben und dazu „giftig“, „Nebenwirkungen“ oder „Gesundheitsschäden“. Das, was man da zu lesen bekommt, sollte selbst den vertrauensvollsten Patienten nachdenklich machen. Der Giftcocktail, den man mit der Spritze direkt in den Körper injiziert bekommt, hat seine Wirkung, und je öfter man sich seinen „Schuß“ abholt, umso mehr lagert sich von bestimmten Stoffen, wie Quecksilber in den Organen ein und umso intensiver werden die Auswirkungen.





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ANNE WILL- Zwischen Höchstleistung und Überlastung - wann macht Arbeit kra

Postby Weltbookadmin47 » 19. Mar 2019 08:59

Info Gesundheit
https://daserste.ndr.de/annewill/index.html
ANNE WILL
Zwischen Höchstleistung und Überlastung - wann macht Arbeit krank ?

Anne Will im Studio. © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
Sahra Wagenknecht hat angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt der Fraktionsvorsitzenden der Linken zu kandidieren. Dauerbelastung und Stress sind längst ein gesellschaftliches Problem. Wann macht Arbeit krank? | video (60:23 min)

Diskutieren Sie mit! | mehr
ANNE WILL - Die Sendung in Gebärdensprache | video (60:26 min)

Sahra Wagenknecht © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
"Das ist der Preis, der gehört dazu."

Sahra Wagenknecht (Die Linke)
Thomas de Maizière © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
"Ein Innenminister muss immer erreichbar sein."

Thomas de Maizière (CDU) | video (01:00 min)
Katja Suding © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
"Noch genieße ich das in vollen Zügen."

Katja Suding (FDP) | video (00:23 min)
Alexander Jorde © NDR/Wolfgang Borrs Foto: Wolfgang Borrs
"Enorme Arbeitsbelastung vor Ort."

Alexander Jorde | video (00:35 min) https://daserste.ndr.de/annewill/Zwisch ... l5958.html
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Trisomie-Bluttest für Schwangere - Früherkennung hat auch Schattenseiten

Postby Weltbookadmin47 » 24. Mar 2019 15:10

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Frueherkennu ... 20386.html
Trisomie-Bluttest für Schwangere - Früherkennung hat auch Schattenseiten
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Ein "Praena-Test" der Firma LifeCodexx, der über eine vorgeburtliche Blutentnahme Aufschluss über eine mögliche Erkrankung des Kindes an Trisomie 21 geben soll.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Für Schwangere gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. In Zukunft soll auch der Trisomie-Bluttest dazugehören. Doch Ärzte und Verbände warnen vor der Kehrseite dieses Tests und weisen auf die damit verbundenen Probleme hin.

Ein kleiner Piks kann schwerwiegende Folgen haben: Bluttests bieten seit einigen Jahren die höchste Treffsicherheit, wenn es darum geht, die Wahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom bei Ungeborenen zu berechnen, ohne das Kind dabei zu gefährden. Geplante kostenlose Bluttests dieser Art könnten Experten zufolge zu mehr Abtreibungen führen. "Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Down-Syndrom zur Welt kommen als bislang", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Down-Syndrom InfoCenters, Elzbieta Szczebak, anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März.

Die Einrichtung gehört zu einem Bündnis von Organisationen, das sich gegen Pläne des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ausgesprochen hat, Bluttests für Risiko-Schwangere zur Kassenleistung zu machen. Dazu zählen unter anderem Frauen ab 35 Jahren. Die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin hält die Pläne aus "Gründen der Gerechtigkeit" für richtig. "So gibt es kein Gefälle mehr zwischen den Schwangeren, die sich den Test leisten können und denen, die ihn nicht bezahlen können", sagte der Präsident Dieter Grab.
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Panorama 21.03.18
Karaoke mit strahlendem Lachen Singende Down-Syndrom-Kinder entzücken Millionen
Zehn Prozent sagen trotzdem Ja zum Kind

Bislang müssen Schwangere den ab rund 130 Euro teuren Bluttest meist selbst zahlen. Und sie tun es häufig: Die LifeCodexx AG - der erste Anbieter - hat eigenen Angaben zufolge seit 2012 in Deutschland rund 75.000 der sogenannten Praena-Tests verkauft. "Es ist davon auszugehen, dass künftig deutlich mehr Frauen einen solchen Test machen werden. In der Summe wird es schon so sein, dass mehr Frauen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen", schätzt auch der Münchner Professor Grab. Demnach entscheiden sich derzeit etwa zehn Prozent der Schwangeren bewusst für ein Baby mit Down-Syndrom. 90 Prozent der Kinder kommen nicht zur Welt.

Voraussichtlich im Spätsommer will der Gemeinsame Bundesausschuss entscheiden, ob die Leistung in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden soll. Eine Sprecherin des GB-A bestätigte einen Bericht des "Spiegel". Demnach will der Ausschuss an diesem Freitag zunächst ein offizielles Stellungnahmeverfahren zu seinem Beschlussentwurf einleiten.
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Politik 05.12.18
Umstrittene Pränataldiagnostik Wer zahlt den Trisomie-Bluttest?

Für die Tests wird den Schwangeren ab der 11. Woche Blut abgenommen. Anhand der darin enthaltenen Chromosomenteile des Kindes oder der Plazenta kann unter anderem die Wahrscheinlichkeit berechnet werden, mit der das Kind mit Down-Syndrom auf die Welt kommen würde. Mit einer Treffsicherheit von 99 Prozent gilt dieses statistische Verfahren als sicherer als das sogenannte Erst-Trimester-Screening mit einer Quote von 95 Prozent. Dabei wird der Fötus in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche mit einem Ultraschallgerät vermessen, zusätzlich werden bestimmte Blutwerte der Mutter analysiert.
Bluttest allein reicht nicht aus

Nach Angaben der Praena-Test-Anbieter liegt die Falsch-Alarm-Rate bei 0,1 Prozent - das bedeutet, eine von 1000 Frauen bekommt mit dem Test fälschlicherweise die Information, ihr Kind habe Trisomie 21. Lange ließ sich während der Schwangerschaft nur mit einer Fruchtwasseruntersuchung feststellen, ob das Kind eines seiner Chromosomen drei- statt zweifach besitzt. Bei unklaren Befunden nach Bluttests oder Erst-Trimester-Screenings empfehlen die Ärzte diesen Test zur Absicherung weiterhin. Auch ein Trisomie-Befund nach den nichtinvasiven Verfahren müsse durch eine Fruchtwasseruntersuchung bestätigt werden, erläutert der Berliner Pränataldiagnostiker Holger Janke. Sie birgt Risiken: Laut Grab überleben etwa ein bis drei von 1000 Föten den Eingriff nicht.
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Wissen 03.02.19
Neue Technik aus Israel Smartphone wird zum Ultraschallgerät für Schwangere

"Insgesamt ist der Bluttest dennoch kritisch zu betrachten", gibt Dieter Grab zu bedenken. "Man sucht damit ja lediglich nach den Trisomien 13, 18 und 21. Alles andere, was es an Entwicklungsstörungen gibt, würde unter den Tisch fallen", warnt der Arzt. "Man darf nicht glauben, dass mit dem Bluttest die gesamte pränatale Diagnostik erledigt ist. Er ist kein Ersatz für normalen Standard der Überwachung", ergänzt er. "Bei der Ultraschalluntersuchung im Erst-Trimester-Screening haben wir die Chance, den Kindern zu helfen, denn es werden auch wichtige Organe wie Herz, Magen und Gehirn untersucht", ergänzt Holger Janke. Das sei vielen nicht bekannt. "Es geht bei Schwangeren oft nur um die Frage: Down-Syndrom ja oder nein?".

Janke befürchtet, dass Frauen künftig nur noch den Bluttest nutzen und dadurch Krankheiten, die sich schon im Bauch behandeln lassen - wie etwa ein offener Rücken - zu spät erkannt werden. Dieter Grab weist auch auf ein ethisches Problem hin: "Man entdeckt die Trisomie 21 damit noch häufiger. Das muss einem bewusst sein." Andererseits müsse aus seiner Sicht jedes Paar selbst entscheiden dürfen, ob es sich in der Lage fühlt, ein Kind mit schwerwiegenden Entwicklungsdefiziten aufzuziehen. Bei den Chromosomenstörungen 13 und 18 geben Ärzte Kindern keine Chancen - anders als bei der Trisomie 21.
Eltern geraten unter Rechtfertigungsdruck

Die Down-Syndrom-Organisationen warnen davor, dass die Angst vor Behinderung noch verstärkt werde und Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gesellschaft als "vermeidbar" und nicht willkommen bewertet würden. Eltern von Kindern mit Behinderung gerieten immer stärker unter Rechtfertigungsdruck - nach dem Motto: Ihr hättet es doch wissen können, wie Szczebak sagt. "Auch viele Menschen mit Down-Syndrom sind sehr besorgt. Sie fragen: 'Warum sollen wir nicht leben?'" Sie fordert, das Beratungs- und Hilfsangebot für Schwangere und betroffene Familien viel stärker auszubauen. Bislang sei die Beratung Schwangerer oft defizitorientiert. "Ärzte sagen ihnen oft sofort: 'Sie müssen das Kind nicht bekommen.'" Diese Sichtweise müsse sich ändern, fordert die Familienberaterin.

Rund 101.000 Schwangerschaftsabbrüche gab es laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr deutschlandweit. In rund 3800 Fällen lag eine medizinische Indikation vor - etwa eine hohe psychische Belastung der Frau wegen der Trisomie ihres Kindes. Bekommt eine Frau eine solche Bescheinigung, ist eine Abtreibung auch nach der zwölften Woche nach Empfängnis noch straffrei möglich.
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Panorama 21.03.19
Internationaler Down-Syndrom-Tag Menschen mit Trisomie 21 sind Teil der Gesellschaft

Quelle: n-tv.de, Anja Sokolow, dpa
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Warten in der Notaufnahme - Chirurgen warnen vor Nachwuchsmangel

Postby Weltbookadmin47 » 26. Mar 2019 16:07

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Chirurgen-wa ... 26339.html
Warten in der Notaufnahme - Chirurgen warnen vor Nachwuchsmangel
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Kliniken auf dem Land haben es besonders schwer, Nachwuchs-Chirurgen zu finden.

(Foto: dpa)
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Der Ärztemangel betrifft längst nicht mehr nur Hausärzte, auch Chirurgen haben auf dem Land Nachwuchssorgen. Obwohl dort bereits viele Chirurgen aus dem Ausland arbeiten, sehen Fachleute die Grundversorgung in Gefahr.

Die Chirurgen in Deutschland warnen vor Nachwuchsmangel. Gerade auf dem Land fehle es längst an Chirurgen, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Matthias Anthuber. "Viele periphere Krankenhäuser in weniger dicht besiedelten Regionen haben kaum noch eine Chance, Nachwuchs zu rekrutieren", sagte Anthuber. "Wir brauchen aber auch eine gute Grundversorgung in weniger dicht besiedelten Gebieten, und diese ist in Gefahr." Schon jetzt gebe es in Notaufnahmen längere Wartezeiten für Patienten.

Von Dienstag an befassen sich rund 5500 Teilnehmer des 136. Chirurgenkongresses in München mit der Zukunft des Faches. Oft könnten Stellen in Kliniken auf dem Land nur noch durch Ärzte aus dem Ausland besetzt werden, sagte Anthuber. "Wir müssen dankbar sein, dass wir diese Kollegen haben." Er schätze, dass in ländlichen Einrichtungen 60 Prozent der jungen Chirurgen in der Facharztausbildung aus europäischen Nachbarländern, Nordafrika, dem arabischen Raum, den ehemaligen GUS-Staaten oder Asien stammten. Ein zunehmendes Problem sei damit auch die Kommunikation aufgrund von Sprachbarrieren.

Angehende Mediziner aus Deutschland wollten nicht nur wegen der weniger attraktiven Lebensbedingungen ungern aufs Land, so Anthuber. Es gebe auch weniger Möglichkeiten zur Qualifizierung für den Facharzt in seiner gesamten Breite. Eine Lösung für den ländlichen Raum wären Schwerpunkt- und Netzwerkbildungen lokaler und regionaler Kliniken. Die dann etwa 20 Kilometer längeren Wege zur geeigneten Klinik wären für die Patienten und ihre Angehörigen hinnehmbar, ist Anthuber überzeugt.

Grundsätzlich locke die Chirurgie im Krankenhaus wenig. "Die Arbeitsbelastungen sind hoch. Dazu kommt der Stress, der damit einhergeht und auch die Verantwortung, die man trägt, ist deutlich spürbar. Wir sehen, dass die Leute dem mehr und mehr ausweichen", sagte Anthuber.
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Quelle: n-tv.de, ftü/dpa
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Erreger-Risiko wird reduziert - Kläranlagen helfen gegen Resistenz-Problem

Postby Weltbookadmin47 » 27. Mar 2019 21:02

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Klaeranlagen ... 30987.html

Mittwoch, 27. März 2019
Erreger-Risiko wird reduziert - Kläranlagen helfen gegen Resistenz-Problem
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Eine große europäische Vergleichsstudie hat ergeben: Moderne Kläranlagen verringern die Verbreitung von Resistenz-Genen.

(Foto: imago/Becker&Bredel)
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In Kliniken und Pflegeheimen weltweit machen resistente Krankheitserreger große Probleme, da sie auf Medikamente nicht mehr reagieren. Nun untersucht eine große europäische Studie, wie sich Kläranlagen auf Resistenzen auswirken. Das Ergebnis ist durchaus positiv - aber nicht in allen Ländern.

Kläranlagen spiegeln die Situation von Antibiotika-Resistenzen in einer Region recht zuverlässig wider. Eine europäische Vergleichsstudie zeigt die Belastung mit Resistenzgenen für sieben Länder, darunter Deutschland. Demnach können moderne Kläranlagen die Verbreitung von Resistenz-Genen verringern, wie das Team um Katariina Pärnänen von der Universität Helsinki und David Kneis von der Technischen Universität Dresden im Fachblatt "Science Advances" betonen.

Antibiotika-Resistenzen sind ein großes Problem für die Medizin, da viele Krankheitserreger nicht mehr auf die Medikamente reagieren. "Antibiotika-resistente Bakterien und ihre Widerstandsgene breiten sich weltweit unter Menschen, Lebensmitteln, Tieren, Pflanzen und in der Umwelt (Boden, Wasser und Luft) aus", schreiben die Forscher. Bisher wisse man jedoch nur wenig darüber, wie sich Resistenzgene in der Umwelt entwickeln.
Zwölf Kläranlagen in sieben europäischen Ländern untersucht
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1. Antibiotika-Verbrauch nach Ländern (2015) 2. Anzahl der gegen Antibiotika resistenten E. coli-Bakterien in klinischen Proben (2015) 3. Ausmaß der Resistenz im Abwasser der untersuchten Länder. Gelb steht für niedrige, rot für hohe Werte.

(Foto: ECDC, Pärnänen et al./Antti Karkman/dpa)

Um das zu klären, untersuchte das internationale Team zwölf Kläranlagen in sieben europäischen Ländern - Zypern, Spanien, Portugal, Irland, Norwegen und Finnland sowie in Deutschland jeweils eine Anlage in einer großen Stadt in Sachsen und Baden-Württemberg. Dabei analysierten die Forscher an mehreren Tagen sowohl den Zulauf als auch den geklärten Ablauf auf 229 gängige Resistenzgene. Dies sei das erste Mal in Europa, dass man dies koordiniert länderübergreifend mit gleicher Methodik länderübergreifend überprüft habe, sagt Kneis.

Grundsätzlich wurden die Wissenschaftler in allen Anlagen fündig. Doch tendenziell fanden sie ein Süd-Nord-Gefälle: Die Belastung war in Südeuropa und auch in Irland deutlich höher als in Deutschland und Nordeuropa. Das passt dazu, dass in Südeuropa deutlich mehr Antibiotika verordnet werden. Grundsätzlich entsprachen die gefundenen Resistenzgene jenen von resistenten Bakterien, die in Krankenhäusern Probleme bereiten. Als Beispiele nennt das Team Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus.
Moderne Anlagen verringern Bakterienlast

Zusätzlich belegen die Analysen, dass die Anlagen die Bakterienlast verringern. "In dieser Studie milderten elf der zwölf untersuchten Kläranlagen das Resistenzproblem, was darauf hindeutet, dass moderne Anlagen diesbezüglich gut funktionieren", wird Studienleiter Marko Virta von der Universität Helsinki in einer Mitteilung seiner Einrichtung zitiert. Lediglich in einer portugiesischen Anlage war die Belastung des geklärten Wassers deutlich höher als die des ungeklärten.

Dennoch entlassen alle Kläranlagen noch Resistenzgene in die Umwelt. Dabei war die Belastung des geklärten Wassers in den südeuropäischen Ländern und Irland höher als in den drei nördlicheren Ländern. Das müsse aber nicht nur an der Zahl der Antibiotika-Verordnungen liegen, betont Kneis. Auch andere Faktoren spielten eine Rolle, darunter die Höhe der Niederschläge, die Antibiotika-Vergabe an Tiere in der Landwirtschaft, die Größe der Kläranlagen und insbesondere die Temperaturen. Denn viele der im menschlichen Verdauungstrakt lebenden Bakterien haben optimale Bedingungen bei über 30 Grad. "Daher ist es nicht überraschend, dass diese Bakterien in der Umwelt von wärmeren Regionen besser überleben", schreibt das Team.
Wissen 16.02.15
Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Quelle: n-tv.de, Walter Willems, dpa
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Berberin bei Diabetes – Ist das Berberin eine pflanzliche Alternative zum

Postby Weltbookadmin47 » 2. Apr 2019 20:20

Info Gesundheit
https://berberin.de/berberin-metformin- ... xoAn7pktAw

Berberin bei Diabetes – Ist das Berberin eine pflanzliche Alternative zum Metformin ?

Die Häufigkeit von Insulinresistenz und Adipositas, welche im Alltag auch als Fettleibigkeit bekannt ist, und andere metabolische Erkrankungen, haben in unserer Kultur massive Ausmaße erreicht. Durch die aktuell beliebte Blutzuckersenkende, medikamentöse Behandlung mit Metformin, kommen schwerwiegende Nebenwirkungen einher. Allerdings gibt es eine natürliche Metformin-Alternative, durch welche der Körper effizienter Zucker abbauen kann, wodurch sie auch sicherer ist, als pharmazeutische Interventionen. Diese Alternative ist auch als Berberin bekannt.
Was ist Berberin und woher stammt es?

Berberin ist eine photochemische Pflanze, die in mehreren, diversen Pflanzen zu finden ist, darunter in der europäischen Berberitze, der kanadischen Orangenwurzel, Korkbäumen, Coptis`, der Mahonie und der begrannten Berberitze. Es verfügt über leistungsfähige Anti-Diabetes-Eigenschaften und wirkt sowohl antibakteriell als auch das Immunsystem verbessernd. So gut wie es für die Behandlung gegen Diabetes anzuwenden ist, kann es auch für eine ganze Reihe anderer gesundheitlicher Probleme genutzt werden, wie beispielsweise Hyperlipidämie, die eine Erhöhung des „schlechten“ Cholesterin ist, Herz-Kreislauferkrankungen und auch Krebs. Es ist in der Lage den Blutzucker zu senken und wirkt sich positiv auf die Insulin-Empfindlichkeit und die metabolisierenden Fette aus, also wird die Fettverbrennung angekurbelt. Durch die beinahe 1000 veröffentlichten Studien der vergangenen fünf Jahre, wurde das Berberin umfassend untersucht und es gibt zahlreiche Nachweise für die Wirksamkeit des Berberins bezüglich der Senkung des Blutzuckers und der Erhöhung der Insulin-Empfindlichkeit sowohl bei Mensch, als auch bei Tier.

Die Entdeckung des Berberin jedoch ist keine neue. Bereits seit tausenden von Jahren nutzen die chinesischen und ayurvedischen Gemeinschaften ganz bewusst die erstaunlichen Leistungen des Berberins, wobei die Blutzucker-senkenden Effekte in China und Indien bereits seit hunderten von Jahren dokumentiert wurden. In erster Linie wurde es jedoch zur Behandlung von Entzündungen, Infektionen und Durchfall genutzt, da Diabetes damals bei weitem nicht so verbreitet war, wie heute
Ist das Berberin ein pflanzlicher Ersatz für Metformin?

Da die Inzidenz von Diabetes extrem gewachsen ist, haben sich die Studien darauf konzentriert, dies zu behandeln. Die Studien haben erst gezeigt, wie sicher und effektiv Berberin ist, um den Blutzucker bei Menschen mit dem Diabetes Typ 2, ohne die schädlichen Nebenwirkungen, die mit den pharmazeutischen Mitteln, wie beispielsweise dem Metformin einhergehen.

Im folgenden werden wir die Mechanismen hinter der Funktionsweise des Berberins, bezüglich der Senkung des Blutzuckers und der Erhöhung der Insulin-Empfindlichkeit, diskutieren. Wir werden auch den Vergleich zwischen der Wirkung von Berberin und Metformin und können hoffentlich etwas Licht in die Sache bringen, weshalb diese besondere photochemische Verbindung ein perfekter und pflanzlicher Ersatz in der Behandlung von Diabetes ist.
Wie funktioniert das Berberin für den Typ und den Typ 2 Diabetes?

Berberin enthält bedeutende den Blutzucker senkende Eigenschaften und wirkt sich positiv auf die Insulin-Empfindlichkeit aus. Nach Yin Ye und Jia (2012) erwies sich Berberin den Blutzucker verringernd, die Insulin-Empfindlichkeit stärkend und das Gewicht reduzierend bei den Diäten der beiden, mit Typ 2 Diabetes.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass das Berberin eine zwei-Wege-Verordnung i den Inseln der Bauchspeicheldrüse haben kann. Bei typischem Typ 2 Diabetes mit einer bemerkenswerten Insulinresistenz senkte das Berberin den Insulinspiegel im Blut durch eine Erhöhung der Insulinempfindlichkeit. Jedoch konnte bei dem Diabetes des Typ 1 oder der späten Phase des Diabetes Typ 2, der sich durch eine schlechte β – Zellfunktion auszeichnet, das Berberin die Insulin-Sekretion durch die Reparatur der zerstörten oder erschöpften Inselchen erhöhen, was auf die antioxidativen und Anti-Lipide mit peroxidativen Eigenschaften bezogen werden kann.
Warum ist Berberin gut für dich? – Das Berberin hat viele antidiabetische Effekte im Körper

Es gibt mehrere molekulare Mechanismen, die durch das Berberin stattfinden, um den Blutzucker zu senken. Das Berberin aktiviert das AMPK (aktivierte Proteinkinase) beim Stoffwechsel. Das AMPK gleicht einem metabolischen Hauptschalter im Körper und spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel. Die Adipositas und andere energiebezogene Ungleichgewichte entstehen, wenn das AMPK unterdrückt wird. Berberin hilft das AMPK zu aktivieren und dadurch bei der Regulierung die Lipid-Energie und bei der Aktivierung des Stoffwechsels.

Doch das Berberin aktiviert nicht nur das AMPK. Xu Et Al (2014) entwickelte eine Studie, um herauszufinden ob die Aktivierung des AMPK der einzige Mechanismus ist, durch den das Berberin den Blutzucker senken kann. Diese Studie wurde durch die chemische Blockierung des AMPK durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass das Berberin, selbst wenn das AMPK blockiert ist, noch immer in der Lage ist, den Blutzucker zu senken. Die Autoren gingen der Annahme nach, dass das Berberin abgesehen davon, das AMPK zu aktivieren, auch den Glukose-Stoffwechsel durch die Stimulierung der Glykolyse, die den Abbau von Glukose mit Hilfe von Enzymen fördert, verbessert.

Berberin ist auch in der Lage, gegen Diabetes zu arbeiten, da es auch in der gleichen Weise im Körper wie Alpha-Glucosidase-Hemmer (z.B. Miglitol und Acarbose) arbeiten kann. Dies sind Medikamente, welche die Verdauung von Kohlenhydraten verhindern und somit die Auswirkungen von den Kohlenhydraten auf den Blutzuckerspiegel verringern. Sie arbeiten durch die Hemmung der Darmepithelschicht (Schicht der Zellen zwischen dem Darm und dem Magen, in der die Nahrung in den Körper aufgenommen wird). Berberin kann auch für den Ausdruck der Insulin-Rezeptor-Gene, die in den Zellen vorzufinden sind, und die Wiederherstellung der Fähigkeit der Zelle, für Insulin empfänglich zu sein., sorgen.

Berberin wird auch für die Hemmung der Glukoneogenese oder der Produktion der Glukose, die in der Leber stattfindet, genutzt. Es ist eine Fähigkeit des Berberins, in vielfältiger Weise im Körper zu arbeiten, welches wirklich das Geheimnis der mächtigen Gesundheitsvorteile und antidiabetischer Effekte ist.
Berberinergänzungen und Darmbakterien

Doch die Auswirkungen des Berberins hören hier noch nicht auf. Neuere Forschungen werden damit assoziiert, dass es beim Diabetes Typ 2 zu viele „schlechte“ Bakterien im Darm gibt, diesem Diabetestyp wurde auch eine Bedingung der niederrangigen Entzündungen im Körper zugeordnet. Forscher verbinden diese Entzündungen mit Veränderungen in den Darmbakterien, sodass Berberin möglicherweise, auch durch die Reduzierung der schlechten Bakterien im Darm, gegen Diabetes vorgehen kann.

Nach Han, Ling und Wuans (2011), wurde im Berberin eine starke antimikrobielle Aktivität gegen schädliche Bakterien, Pilze, Parasiten und Würmer festgestellt. Berberin ist nachweislich für eine erhebliche Senkung der „schlechten“ Bakterienstämme, wie zum Beispiel S Taphylococcus, Streptokokken, Salmonellen, Klebsiellaund, Clostridium, Shingella und vielen anderen, verantwortlich. Das interessante daran ist jedoch, dass Berberin eine Überwucherung dieser „schlechten“ Bakterien hemmt, gleichzeitig aber keinerlei negative Auswirkungen auf die nützlichen Bakterienarten wie Lakobazillen und Bifidobakterien. Dadurch ist die Darm-Microbiota- Modulation eine weitere Möglichkeit für die Arbeit des Berberin den Blutzucker zu senken und das Gleichgewicht diabetischer Symptome herzustellen.
Berberin vs. Metformin, Was zeigt die Forschung?

Neuere Forschungen weisen darauf hin, dass Berberin für die Behandlung des Typ 2 Diabetes sehr wirksam ist und vergleichen dessen Wirkung mit der des Metformins. Berberin selbst hat eine schnelle Senkung der Blut-Glukose-Konzentration um 21% auf 36% verursacht, die mit den Auswirkungen von Metformin und Rosiglitazon vergleichbar ist.

Dong-H, Wang N, Zhao L, Lu F überprüfen randomisierte Studien über Berberin verglichen mit Lifestyle-Modifikationen, Placebo und oder mündliche Hypoglycaemics Interventionen auf die Behandlung von Diabetes. Die Forscher folgerten daraus, dass Berberin mit Lifestyle-Modifikationen zur Senkung des Blutzuckers verglichen effektiver ist, als Lebensstiloptmierungen allein mit Placebo. Berberin zeigte hypoglykämische Zusatzeffekte in Kombination mit anderen pharmazeutischen Interventionen. Sie folgerten, dass die blutzuckersenkenden Fähigkeiten so wirksam waren, wie herkömmliche Behandlungen.

Jun Y, Huili X und Y Jianping untersuchten die Wirksamkeit der blutzuckersenkenden Fähigkeiten des Berberin. Berberin wurde neu diagnostizierten Diabetikern und schlecht kontrollierten Diabetes-Patienten gegeben. Es wurden willkürlich Patienten ausgesucht, um entweder Metformin oder Berberin zu nehmen. Die Forscher haben die Blutzuckerwerte der Teilnehmer für einen Zeitraum von drei Monaten gemessen. Verglichen mit dem Metformin, arbeitete das Berberin genauso effektiv.

Der Blutzucker sank schnell auf 30% und nach dem Essen sank er um 45%. Die Einzelpersonen, die Berberin nahmen, erlitten keine schweren gastrointestinale Beschwerden, im Gegensatz zu den Patienten, die Metformin nahmen. Im Hinblick auf die Regulierung des Fettstoffwechsels, war die Aktivität des Berberin deutlich besser als die des Metformin. Die Triglyceride und der Gesamtcholesterinspiegel sind im Gruppenrahmen um 21% gesunken und waren somit deutlich niedriger als in der Metformin-Gruppe. Triglyceride sind in der Regel bei Menschen mit Typ 2 Diabetes erhöht, somit ist dieser Befund bei Diabetes-Behandlungsmöglichkeiten bedeutsam!

Die Forscher stellten fest, „Berberin ist ein potenter, oraler blutzuckersenkender Agent, [bedeutet, dass es ein starker Blutzucker-Senker ist], mit bescheidenen Effekten auf den Fettstoffwechsel [bedeutet, dass es den Cholesterinspiegel und die Triglyceride senkt]. Es ist sicher und die Kosten für die Behandlung mit Berberin sind sehr gering. Somit kann es als ein neuer Wirkstoffkandidat in der Behandlung des Typ 2 Diabetes dienen.“

Neben der Senkung der Glukose, zeigen Tierversuche auch, dass Berberin sehr vorteilhaft auf die Behandlung der Komplikationen, die sich für Diabetiker, wie zum Beispiel diabetische Nephropathie, ergeben haben, auswirkt.
Hat Berberin Nebenwirkungen? Berberin Nebenwirkungen vs. Metformin

Berberin ist eine sehr viel sicherere Alternative zu chemisch erzeugten Medikamenten, mit weniger Nebenwirkungen. Metformin ist für Patienten mit Leberentzündung nicht sicher, da es zu weiteren Erkrankungen der Leber beitragen kann. Berberin hingegen hilft tatsächlich, die Funktion der Leber zu erhöhen und kann sogar gegen mehrere andere diabetische Komplikationen helfen.

Metformin ist mit einigen schweren Magen-Darm-Nebenwirkungen verbunden. Dugic Et Al. (2015) studierte 92 Patienten mit neu entwickelter Diabetes, die Metformin nahmen. Sie erkannten, dass beinahe die Hälfte der Teilnehmer (47%) während dieser Studien mittelschwere bis schwere Magen-Darm-Symptome, während der Einnahme von Metformin erfuhren.

Der Langzeitgebrauch von Metformin ist auch mit B12-Mängeln und Anämie verbunden, während die Langzeitanwendung von Berberin nicht mit dergleichen Nebenwirkungen einhergeht. In einer anderen Studie von Hertog Et Al. (2015) führten die Forscher eine multizentrische, willkürliche, kontrollierte, offene Phase-II-Studie mit verblindeten Ergebnissen im Hinblick auf Schlaganfall-Patienten mit einer eingeschränkten Glukoseintoleranz durch. Die Forscher nahmen hier zur Kenntnis:

„19 willkürlich ausgesuchte Patienten wurden Metformin zugeteilt. Neun dieser Patienten hatten Nebenwirkungen, vor allem im Magen-Darm-Bereich, bei vier Patienten führte dies zu einem ständigen Abbruch nach drei bis zehn Wochen.

Berberin hingegen wurde in der chinesischen Medizin seit Jahrhunderten als Behandlung gegen Durchfall verwendet, und somit nicht mit schweren gastrointestinalen Beschwerden verbunden. Es ist auch sicher, das Berberin langfristig zu nehmen.

Die wichtigsten Nebeneffekte beim Berberin sind, dass Sie, wenn Sie derzeit andere den Blutzucker senkende Medikamente wie Metformin nehmen, einen zu niedrigen Blutzucker bekommen. Wenn Sie also andere Medikamente einnehmen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt konsultieren, dies ist auch der Fall, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Einige andere kleine Nebenwirkungen sind einige GI-Beschwerden, Diahrrea oder Verstopfung. Allerdings neigen diese entweder dazu einzutreffen, wenn Sie das Berberin in der ersten Woche einnehmen, oder wenn es zu einer Dosierung von über 500mg kommt, was wir im nächsten Abschnitt besprechen.
Berberin-Dosierung – Wie viel Berberin sollte ich nehmen?

Immer die richtige Dosierung zu nehmen ist wichtig, dass das Berberin für Sie arbeitet. Das Berberin wird sehr gut vom Körper aufgenommen, doch es wir auch sehr schnell in der Leber verstoffwechselt.

Das heißt, Sie müssen Berberin nach jeder Mahlzeit nehmen. Die empfohlene Dosierung von Berberin bei Diabetes liegt bei 500mg, so sollte dies dreimal täglich mit Frühstück, Mittag- und Abendessen genommen werden, wobei wir zu einer täglichen Menge von 1500mg kommen. Nehmen Sie bestenfalls nicht mehr als 500mg auf einmal, da dies manchmal GI-Nebenwirkungen erzeugen kann.

Achten Sie darauf, auch eine reine Berberin Ergänzung zu wählen, da viele Marken Berberin vermischt verkaufen, wodurch es schwächer wird und nicht so effektiv ist, wie reines. Unsere getestete Berberin-Empfehlung auf Amazon – Klick Hier.
Wie lange dauert es, bis Berberin wirkt?

Das Berberin beginnt den Blutzuckerspiegel nach etwa einer Woche regelmäßiger Einnahme deutlich zu senken und erreicht das Maximum nach etwa fünf bis sechs Wochen.
Abschließende Gedanken

Berberin ist eine hervorragende pflanzliche Alternative zum Metformin, es ist besser geeignet, um den Blutzucker zu verringern, die Insulin-Empfindlichkeit zu erhöhen und verursacht weit weniger Nebenwirkungen. Berberin hat in der Tat eine ganze Reihe von positiven gesundheitlichen Vorteilen abgesehen von der Wirksamkeit gegen Diabetes und der Senkung des Cholesterins.
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Mehr Frauen als Männer abhängig - Tablettensucht betrifft Millionen Deuts

Postby Weltbookadmin47 » 5. Apr 2019 10:31

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Tablettensuc ... 47249.html
Mehr Frauen als Männer abhängig - Tablettensucht betrifft Millionen Deutsche
34725025.jpg

Frauen zwischen 40 und 49 Jahren sind häufiger tablettensüchtig.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Schlafmittel, Schmerzmedikamente und Aufputschpillen - etwa zwei Millionen Frauen und Männer in Deutschland kommen davon nicht mehr los. Die Bundesregierung sieht aber nicht nur die Gefahren der Sucht, sondern auch die Folgekosten, die im Milliardenbereich liegen.

In Deutschland sind fast zwei Millionen Menschen tablettensüchtig. Von den insgesamt 1,96 Millionen Betroffenen sind allein 1,6 Millionen abhängig von Schmerzmitteln, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage hervorgeht. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sind weitere 361.000 Menschen abhängig von Schlafmitteln, andere wiederum sind süchtig nach Aufputschpillen.

Wie die Daten weiter zeigen, sind überwiegend ältere Männer und jüngere Frauen tablettensüchtig. 4,9 Prozent der Männer über 60 Jahren und 3,4 Prozent der Frauen zwischen 18 und 20 Jahren sind demnach abhängig von Schmerzmitteln. Unter Frauen zwischen 40 und 49 Jahren betrifft dies 4,5 Prozent. Die durch Medikamentenmissbrauch entstehenden volkswirtschaftlichen Folgekosten schätzt die Bundesregierung unter Berufung auf die Bundesärztekammer auf rund 14 Milliarden Euro jährlich.

Die Opposition im Bundestag forderte mehr Engagement im Kampf gegen Medikamentenabhängigkeit. "Die Regierung betreibt weder eine wirksame Aufklärungs- und Präventions-Strategie, noch greift sie gegen die illegale Produktion und den illegalen Handel mit Medikamenten durch", kritisierte der drogen- und suchtpolitische Sprecher der FDP, Wieland Schinnenburg, in der "Bild"-Zeitung. Nötig sei "eine klare Strategie gegen den Missbrauch von legalen und illegalen Medikamenten".

Die Bundesärztekammer nennt sowohl körperliche als auch psychische Ursachen, die zu einer Medikamentensucht führen können. Neben Schmerzen zählen auch Erfolgserwartungen oder die Notwendigkeit zu funktionieren zu Risikofaktoren. Ein problematisches Verschreibungsverhalten von Ärzten kann ebenfalls zu einer Abhängigkeit führen. Nach der Tabaksucht gilt die Arzneimittelabhängigkeit als zweithäufigste Sucht in Deutschland, sogar noch vor Alkohol.

Quelle: n-tv.de, joh/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Tablettensuc ... 47249.html
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Krankenhäuser: Ein resistenter Killerpilz breitet sich Re: Info Gesundheit

Postby Gudrun Graf » 8. Apr 2019 16:33

Info Gesundheit
https://www.contra-magazin.com/2019/04/ ... w_wo-ZLEog
Krankenhäuser: Ein resistenter Killerpilz breitet sich aus
7. April 2019
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Der übermäßige Einsatz von Antibiotika und Fungiziden sorgt für immer mehr resistente Krankheitserreger. Ein Killerpilz sorgt in Krankenhäusern für eine steigende Zahl an Todesfällen.

Von Marco Maier

Weltweit sterben immer mehr Menschen an Infektionen, die durch gegen Medikamente (Antibiotika, Fungizide…) resistente Erreger verursacht wurden. Der übermäßige und oftmals auch unsachgemäße Einsatz von Antibiotika und Fungiziden in der Landwirtschaft aber auch in der Humanmedizin sorgt dafür, dass solche Resistenzen zunehmen. Das stellt die Ärzte vor große Probleme. Gerade ein vor wenigen Jahren entdeckter Pilz entwickelt sich zum Killerpilz.

Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC fordert dieser Pilz – Candida auris – rund die Hälfte aller mit ihm infizierten Patienten innerhalb von 90 Tagen nach der Infektion. Antimykotika-Medikamente sind gegen in wirkungslos, so dass insbesondere Patienten mit einem geschwächten Immunsystem keine Chance haben, sich gegen diese Infektion zu wehren.

Im Jahr 2009 erstmals beschrieben, nachdem eine 70-jährige Japanerin in einem Tokioter Krankenhaus mit Candida auris im Gehörgang aufgetaucht war, hat sich die aggressive Pilzinfektion in Asien und Europa verbreitet und erreichte schlussendlich auch den amerikanischen Kontinent. So schreibt die „New York Times„:

„Der früheste bekannte Fall in den Vereinigten Staaten betraf eine Frau, die am 6. Mai 2013 in einem New Yorker Krankenhaus ankam und wegen Atemwegsversagen behandelt wurde. Sie war 61 Jahre alt und stammte aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie starb eine Woche später, nachdem sie positiv auf den Pilz getestet wurde. Zu dieser Zeit hatte das Krankenhaus nicht viel darüber nachgedacht, aber drei Jahre später schickte es den Fall an die CDC, nachdem man die Ratschläge vom Juni 2016 der Behörde gelesen hatte.“

Candida auris breitet sich immer weiter aus und sorgt für immer mehr Todesfälle. Und auch wenn es derzeit noch keine tausenden Fälle im Jahr sind, so zeigt die Kurve bei den Neuinfektionen deutlich nach oben. Denn der Pilz breitet sich rasch aus und sorgt laut der Zeitung auch für eine umfangreiche Kontamination:

Letzten Mai wurde festgestellt, dass ein älterer Mann, der wegen einer Bauchoperation in die Brooklyn-Niederlassung des Mount Sinai-Krankenhauses eingeliefert wurde, mit der arzneimittelresistenten Candida infiziert wurde. Er starb nach 90 Tagen im Krankenhaus. Tests zufolge war der Keim überall in seinem Zimmer – so weit, dass das Krankenhaus spezielle Reinigungsgeräte benötigte und Decken- und Bodenfliesen ausreißen musste, um es loszuwerden.

„Alles war positiv – die Wände, das Bett, die Türen, die Vorhänge, die Telefone, das Waschbecken, das Whiteboard, die Stangen, die Pumpe“, sagte der Präsident des Krankenhauses, Dr. Scott Lorin. „Die Matratze, die Bettgitter, die Kanisterlöcher, die Fenstervorhänge, die Decke, alles im Raum war positiv.“

Für die Menschheit und die Humanmedizin werden solche gegen Medikamente resistente Krankheitserreger zu einem immer größeren Problem. Forscher warnen sogar schon davor, dass wir irgendwann an den Punkt gelangen, an dem wir wie vor der Entdeckung von Antibiotika gegen solche Infektionen beinahe machtlos sein werden.
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Gudrun Graf
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Misstrauen gegen Schulmedizin: Weiße Kittel, nein danke ?

Postby Weltbookadmin47 » 11. Apr 2019 21:53

Info Gesundheit
https://www.daserste.de/information/tal ... e-100.html
Misstrauen gegen Schulmedizin: Weiße Kittel, nein danke ?

Zu Gast bei Sandra Maischberger

Oxana Giesbrecht (Sohn starb nach Masernerkrankung),

Ursula Hilpert-Mühlig (Heilpraktikerin),

Karl Lauterbach, SPD (Gesundheitspolitiker),

Jacqueline Klaus (Vater wurde Opfer eines Wunderheilers),

Claudia Kleinert (ARD-Wettermoderatorin, nutzt auch alternative Medizin),

Natalie Grams (Ärztin und ehemalige Homöopathin)
Misstrauen gegen Schulmedizin: Weiße Kittel, nein danke? | Video verfügbar bis 11.04.2020 | Bild: WDR / Melanie Grande

Es war lange undenkbar: Eltern weigern sich, ihre Kinder impfen zu lassen. Die WHO betrachtet Impfgegner mittlerweile als globale Bedrohung. Schulmediziner sind entsetzt. Ist der Impfstreit ein Symptom dafür, dass sich immer mehr Patienten von Ärzten abwenden und Hilfe bei Heilpraktikern und Homöopathen suchen? Ist es verständlich, wenn viele Kranke sich gegen die Apparatemedizin und eine unpersönliche Behandlung im Minutentakt entscheiden? Können sich Alternativmedizin und die Sehnsucht nach vermeintlich "sanften" Therapien als riskant erweisen?
Claudia Kleinert (ARD-Wettermoderatorin, nutzt auch alternative Medizin)
Claudia Kleinert
Claudia Kleinert | Bild: WDR / Melanie Grande

"Ich schwöre auf Homöopathie. Wenn das erste Kratzen kommt, helfen mir Globuli gegen Halsweh", sagt Claudia Kleinert. "Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt, dass man mit so kleinen Dosen im Körper so viel bewirken kann." In der Schulmedizin, so die ARD-Wettermoderatorin, werde oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Allerdings dürften alternative Heilmethoden bei wirklich schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs maximal unterstützend eingesetzt werden.
Oxana Giesbrecht (Sohn starb nach Masernerkrankung)
Oxana Giesbrecht
Oxana Giesbrecht | Bild: WDR / Melanie Grande

Als Säugling steckt sich ihr Sohn im Wartezimmer des Kinderarztes mit Masern an – wie sich später herausstellt bei einem ungeimpften Kind. Fünf Jahre später verändert sich Micha auffällig. "Er wurde ungeschickt, gereizt, albern, ist viel gestolpert und hat mitten im Satz aufgehört zu sprechen", erinnert sich Oxana Giesbrecht. Die Diagnose: SSPE, eine tödliche Hirnhautentzündung, Spätfolge der Masern. "Innerhalb von zwei Monaten verlernte Micha alles: Sprechen, Laufen, Schlucken," erzählt die 46-Jährige. Mit 14 Jahren stirbt Micha an der Krankheit. "Krebs kann man nicht verhindern. Masern schon. Deswegen bitte ich alle Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen", sagt die vierfache Mutter.
Karl Lauterbach, SPD (Gesundheitspolitiker)
Karl Lauterbach, SPD (Gesundheitspolitiker)
Karl Lauterbach | Bild: WDR / Melanie Grande

Der Mediziner und SPD-Gesundheitsexperte ist ein ausgewiesener Kritiker alternativer Heilmethoden: "Ich sehe nicht, wo Heilpraktiker die Versorgung der Patienten in Deutschland verbessern." Der Bundestagsabgeordnete will Heilpraktiker deutlich strenger regulieren und die Bezahlung homöopathischer Behandlungen durch Krankenkassen abschaffen. Zudem fordert Karl Lauterbach eine Impfpflicht für Masern und die Bestrafung von impfskeptischen Ärzten: "Es gibt immer noch viel zu viele Ärzte, die Masernimpfungen in Zweifel ziehen und damit Eltern verunsichern."
Natalie Grams (Ärztin und ehemalige Homöopathin)
Natalie Grams (Ärztin und ehemalige Homöopathin)
Natalie Grams | Bild: WDR / Melanie Grande

Die Ärztin führt jahrelang eine homöopathische Praxis, doch über die Jahre wachsen bei der Heidelbergerin die Zweifel: "Wie kann ich verantworten, auch schwere Erkrankungen mit Alternativmedizin zu behandeln, wenn ich nicht 100-prozentig sicher sein kann, dass sie hilft?" Sie wendet sich von der Homöopathie ab und schreibt eine kritische Analyse. Die Folge sind Unverständnis und Anfeindungen, berichtet Natalie Grams: "Die Anhänger der Homöopathie verhalten sich wie Anhänger einer Sekte. Wer die Gemeinschaft verlässt, der wird geächtet."
Ursula Hilpert-Mühlig (Heilpraktikerin)
Ursula Hilpert-Mühlig (Heilpraktikerin)
Ursula Hilpert-Mühlig | Bild: WDR / Melanie Grande

Die Münchner Heilpraktikerin verteidigt ihren Beruf gegen Kritik: "Wir bewahren ein uraltes Wissen zur Heilung von Krankheiten. Meine Patienten beklagen, dass sie bei Schulmedizinern oft nur mit Rezepten aus der Praxis kommen." Ziel ihrer Zunft sei es, Krankheiten nicht mit Medikamenten zu bekämpfen, sondern die Selbstheilungskräfte des Menschen zu mobilisieren, erklärt Ursula Hilpert-Mühlig. Die Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker ist gegen eine Impfpflicht und drückt die Sorge vieler Eltern hinsichtlich der Mehrfachimpfungen aus: "Da werden Kleinkindern Stoffe verabreicht gegen Krankheiten, die in Deutschland selten vorkommen."
Jacqueline Klaus (Vater wurde Opfer eines Wunderheilers)
Jacqueline Klaus (Vater wurde Opfer eines Wunderheilers)
Jacqueline Klaus | Bild: WDR / Melanie Grande

Nach einer Krebserkrankung wandte sich Jacqueline Klaus’ Vater 2008 von der Schulmedizin ab. Der Unternehmensberater vertraute sich einem Freund aus Studientagen an, der den Irrlehren des mehrfach verurteilten Ex-Arztes Ryke Geerd Hamer ("Germanische Neue Medizin") folgt. Der Freund rät dem damals 60-Jährigen von einer Chemotherapie ab. Der Krebs sei eine Folge ungelöster Konflikte. "Wäre er bei der Schulmedizin geblieben, würde er heute wahrscheinlich noch leben", glaubt die Referentin im Öffentlichen Dienst. "Selbst am Tage seines Todes behauptete der Heiler sein abgemagerter Zustand gehöre zum Heilungsprozess."
Zur Sendung https://www.daserste.de/information/tal ... o-102.html


Kommentare

Monika Jansen am 11.04.2019 um 21:08 Uhr
viele Impffolgen werden nicht als solche interpretiert

Ich kann mich dem Kommentar von Barbara B. von 19.18 nur anschließen.
Gab es nicht kürzlich eine Studie in der man festgestellt hat, das jedes vierte Kind chronisch krank ist.
Muß man sich nicht fragen wo das alles her kommt? Kann man nicht zumindest mal andere Gedanken zulassen, das etwas sein könnte?
Als meine Tochter vor ca. 32 Jahren im alter von 6 Wochen eine asthmatische Atmung hatte, habe ich die Impfungen nicht damit in Verbindung gebracht, der damalige Kinderarzt hat mich beschimpft, man müsse die nächsten Impfungen vornehmen, sonst müsse man wieder von vorne anfangen, aber mein Kind war doch nicht gesund. Das war es was ich damals wußte, wenn das Kind krank ist sollte man nicht impfen.
Ich mußte daraufhin leider den Kinderarzt wechseln. Eine Heilpraktikerin hat uns dann geholfen und die Beschwerden wurden Gott sei dank besser.

Monika Jansen am 11.04.2019 um 20:55 Uhr
Impfstoffe enthalten Aluminiumhydroxid, Formaldehyd etc.

Ich denke es sollte den Eltern selbst überlassen bleiben sich zu entscheiden. Die Impfungen enthalten Aluminiumhydroxid, Aluminium ist ein Nervengift und kann die Bluthirnschranke durchschreiten, sich anschließend im Gehirn ablagern => woher kommen denn auf einmal all die an Demenz erkrankten Menschen ?
Formaldehyd: aus den Kühlschränken wurde es verbannt und verboten, aber in den Menschen hinein injizieren ist erlaubt. Impfstoffe werden gezüchtet: meist auf Hühnereiweiß, Hühnereiweiß ist für den Menschen eine Fremdeiweiß => manche Menschen reagieren allergisch auf Fremdeiweiße. Andere Impfstoffe werden auf Krebszellen gezüchtet: sogenannte Hela - Zellen, diese Zellen gehören Henrietta Lacks, sie verstarb 1951 an einem Zervixtumor. Auf diesen Tumorzellen werden bis heute Impfstoffe gezüchtet. Interessant oder ?

Herbert Goll am 11.04.2019 um 19:56 Uhr
Wissenschaft

Herr Dr. Lauterbach betont, er sei Wissenschaftler und halte sich an Studien. Die Verordnung von Vitaminen durch Heilpraktiker sei Humbug.Die Studienlage allein bzgl. Vitamin D beweist drastisch den Mangel und die vielfachen Krankheiten. Dr. Lauterbach liest also nicht und hat keinen Plan.Auch scheinen Heilpraktiker immer Homöopathen zu sein. Hier wird öffentlich dokumentiert, dass die Vielfalt des Berufsbildes unbekannt ist. Auch ist es schlichtweg falsch, das Alternativmediziner Impfgegner sind....Kein Wort darüber zu hören, dass es trotz Impfung eine Masernerkrankung geben kann....Unterm Strich eine Dokumentation sichersten Auftretens, trotz völliger Ahnungslosigkeit....
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Zahnzusatzversicherungen im Test - "Sehr gute" Tarife schon für 18 Euro zu

Postby Weltbookadmin47 » 16. Apr 2019 20:42

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Sehr-gute- ... 72059.html

Dienstag, 16. April 2019
Zahnzusatzversicherungen im Test - "Sehr gute" Tarife schon für 18 Euro zu haben
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Zahnzusatzversicherungen können helfen, dass man ein gut gepflegtes Gebiss präsentieren kann.

(Foto: imago/Westend61)
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Zähneputzen ist Pflicht, genau wie der jährliche Zahnarztbesuch. Doch trotz aller Pflege sind oft irgendwann Implantate, Kronen oder Brücken fällig. Das ist eine ziemlich teure Angelegenheit. Mit der richtigen Zahnzusatzversicherung können sich Patienten die Kosten aber spielend leisten, wie Finanztest weiß.

Je älter der Mensch wird, desto mehr werden auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen - trotz aller Pflege. Der Besuch beim Zahnarzt und die damit verbundenen Restaurationsmaßnahmen können dann richtig ins Geld gehen, kostet doch ein Implantat gerne mal fast 4000 und eine Krone 300 Euro.

Doch die Krankenkasse kommt im Rahmen der gesetzlichen Regelleistung oft nur etwa für die Hälfte der Kosten auf, die andere Hälfte muss der Patient aus eigener Tasche übernehmen. Wer mehr als nur die Kassenleistung wünscht, muss den Rest selber zahlen. Gegensteuern können Kassenpatienten dadurch, dass sie jedes Jahr zur Vorsorge gehen und ihr Bonusheft lückenlos führen. Das kann den Zuschuss der Kasse erhöhen und den eigenen Anteil auf 35 Prozent senken. Und unter bestimmten Voraussetzungen können gesetzlich Krankenversicherte mithilfe ihrer Kasse zusätzlich Zahnarztkosten einsparen, teilweise gibt es sogar bis zu 100 Prozent der Regelversorgung. Dazu bieten viele Kassen ihren Mitgliedern durch Verträge mit bestimmten Zahnärzten besondere Konditionen beim Zahnersatz an. Wer mit der Standardlösung für Kassenpatienten zufrieden ist, kann für die Zuzahlung einen einfacheren Tarif schon für 3 Euro im Monat von der DKV bekommen.
76 Tarife sind "sehr gut"

Eine andere Möglichkeit, sein schönes Lächeln zu sichern oder auch einfach nur gesunde Zähne zu haben, bietet der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung. Finanztest hat 234 von ihnen unter die Lupe genommen und erfreulicherweise festgestellt, dass die Policen in den vergangenen Jahren besser geworden sind. Immerhin wurden im Test 76 Tarife mit "sehr gut" bewertet. Im Jahr 2008 schafften dies von 83 untersuchten Tarifen gerade einmal 3.

Wichtig vor Abschluss eines Vertrages ist es, zu wissen, dass bestehende Schäden meist nicht von der Police erfasst werden. Patienten sollten sich deshalb auch um einen entsprechenden Schutz bemühen, solange das Gebiss noch intakt ist. Denn es dauert in der Regel drei bis fünf Jahre, bis Kunden die vertraglichen Leistungen in vollem Umfang erhalten. In den ersten Jahren ab Vertragsbeginn gelten für Versicherte häufig Höchstgrenzen für die Erstattung der Kosten. Die Finanztest-Experten empfehlen einen Abschluss im Alter von etwa Mitte 30 bis Mitte 40, denn in diesem Lebensalter sind die Zähne meist noch in Ordnung.

In der aktuellen Untersuchung kostete einen 43-jährigen Modellkunden eine sehr gute Versicherung monatlich zwischen 18 und 53 Euro. Bestnoten ("sehr gut") gab es unter anderem für "Zahn Prestige" der Bayrischen und "EZL" von der HanseMerkur. Der 43-Jährige muss für sie 41 Euro berappen, wobei die Beiträge mit den Jahren auf maximal 68 bis 70 Euro steigen. Der günstigste sehr gut bewertete Tarif ist von der Halleschen und für 18 Euro zu haben. Der "DentZE100" steigt im Laufe der Jahre bis auf maximal 38 Euro an, ist aber insgesamt bei der Höhe der Kostenübernahme für Kronen, Inlays und Zahnersatz weniger leistungsstark.

Quelle: n-tv.de, awi
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Gewichte oder Geschwindigkeit ? - Wie man sich im Alter fit hält

Postby Gudrun Graf » 17. Apr 2019 12:04

Info Gesundheit
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Gewichte oder Geschwindigkeit ? - Wie man sich im Alter fit hält
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Medizinern zufolge konzentrieren sich Senioren zu sehr auf die Anzahl der Wiederholungen statt auf die Geschwindigkeit der Ausführung.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Viele Senioren trainieren regelmäßig im Fitnessstudio. An den Geräten drehe es sich bisher jedoch oft um die gestemmten Gewichte und Wiederholungen, geben Mediziner zu bedenken. Mindestens ebenso wichtig sei aber ein weiterer Faktor: die Geschwindigkeit.

Wer auch im Alter gesund und fit bleiben will, sollte regelmäßigen Sport in seinen Alltag integrieren. Ob man dabei auf Ausdauer- oder eher Krafttraining setzen sollte, ist wissenschaftlich umstritten. Während viele Studien in Richtung Joggingschuhe weisen, plädiert eine brasilianische Untersuchung, deren Ergebnisse beim Kongress "EuroPrevent 2019" der Europäischen Kardiologengesellschaft in Lissabon vorgestellt wurden, nun für den Griff zu den Hanteln. Dabei reiche es allerdings nicht, Gewichte zu stemmen, so das Ergebnis der Sportmediziner von der Klinik Clinimex in Rio de Janeiro. Entscheidend sei, mit welcher Geschwindigkeit die Übungen ausgeführt würden.
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Sport 11.04.19
Guinness-Buch-Eintrag für Israeli Isaak Hayik ist der älteste Fußballer der Welt

Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Unterschied zwischen Maximalkraft und Schnellkraft: Erstere beschreibt die höchste Kraft, welche die Muskeln und das Nervensystem gegen einen Widerstand aufbringen können. Die Maximalkraft kommt etwa dann zum Einsatz, wenn man ein liegengebliebenes Auto schieben muss. Die Schnellkraft ist diejenige, mit der man den eigenen Körper oder auch Gegenstände innerhalb von kurzer Zeit mit maximaler Kraft beschleunigt, zum Beispiel beim schnellen Treppensteigen. "In fortgeschrittenem Alter von einem Stuhl aufzustehen oder einen Ball zu treten, erfordert vor allem Schnellkraft", erklärt Sportmediziner und Studienleiter Claudio Gil Araújo. "Dennoch konzentrieren sich die meisten Kraftübungen auf die Maximalkraft."
"Menschen mit hoher Schnellkraft leben länger"

Entsprechend seien viele Menschen im Fitnessstudio auf die Schwere der Gewichte und die Anzahl der Wiederholungen fokussiert, anstatt auch auf die Geschwindigkeit der Ausführung zu achten. Für ihre Untersuchung testeten die brasilianischen Forscher die Schnellkraft von 3878 Nicht-Sportlern im Alter zwischen 41 und 85 Jahren (Durchschnittsalter 59 Jahre) und teilten die Probanden entsprechend der Ergebnisse in vier Gruppen ein. Für die Ermittlung der Schnellkraft wählten die Wissenschaftler die Übung "Aufrechtes Rudern", bei der stehend ein Gewicht mit ausgestreckten Armen Richtung Kinn gezogen wird. Diese Bewegung ähnele der beim Hochheben von Einkäufen oder einem Enkelkind.

Sechseinhalb Jahre nach dem Versuch waren 247 der Männer (zehn Prozent) und 75 Frauen (6 Prozent) verstorben. Dabei war das Sterberisiko in den Gruppen mit niedriger Schnellkraft besonders hoch. Oder andersherum: "Unsere Studie zeigt zum ersten Mal, dass Menschen mit einer hohen Schnellkraft eher länger leben", so das Fazit von Sportmediziner Araújo. Für den Effekt genügten bereits Werte leicht über dem Durchschnitt. Er rät Ärzten, die Schnellkraft ihrer Patienten zu messen und mehr Krafttraining zu empfehlen. Doch was, wenn man mit dem Stemmen von Gewichten absolut nichts anfangen kann? Auch für diesen Fall hatte der "EuroPrevent"-Kongress gute Nachrichten: So ergab eine schwedische Studie, dass jede Art von Bewegung das Leben verlängern kann.
Schon aktiver Alltag hat positive Effekte

"Viele Menschen glauben, dass sie ins Fitnessstudio gehen und hart trainieren müssen, um fitter zu werden", sagt Medizinerin Elin Ekblom-Bak von der Swedish School of Sport and Health Sciences. Bei den meisten Menschen hätte aber schon ein aktiverer Alltag mit Treppensteigen oder Radfahren positive Effekte auf die Gesundheit, wie die Studie zur kardiorespiratorischen Fitness unter Leitung von Ekblom-Bak zeigt. Die kardiorespiratorische Fitness beschreibt, wie gut Atmung und Blutkreislauf den Körper mit Sauerstoff versorgen.

Das Team um Ekblom-Bak hatte Gesundheitsdaten von mehr als 316.000 schwedischen Erwachsenen aus den Jahren 1995 bis 2015 ausgewertet. "Besonders wichtig ist, dass sich die Steigerung der Fitness unabhängig vom Ausgangspunkt positiv auswirkte", so Ekblom-Bak. "Dies legt nahe, dass Menschen mit niedrigerer kardiorespiratorischer Fitness am meisten von der Verbesserung ihrer Fitness profitieren können." Die Medizinerin plädiert dafür, die Messung zum Teil von Gesundheitschecks werden zu lassen. Mangelnde Fitness stelle einen ebensolchen Risikofaktor dar wie Rauchen, Übergewicht und Diabetes, werde bisher aber nicht im gleichen Maße erfasst.
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Quelle: n-tv.de, Alice Lanzke, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Wie-man-sich ... 69542.html
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Trauriger Alltag in Apotheken - Impfstoffe stehen nicht immer zur Verfügun

Postby Weltbookadmin47 » 25. Apr 2019 08:46

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Impfstoffe-s ... 83316.html

Donnerstag, 25. April 2019
Trauriger Alltag in Apotheken - Impfstoffe stehen nicht immer zur Verfügung
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Leere Schübe: Impfstoffe im Kühlschrank einer Arztpraxis.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Darüber, wie wichtig ein vollständiger Impfschutz bei Kindern und Erwachsenen ist, wird immer wieder gesprochen. Doch über die Hürden, die immer wieder bei der Versorgung mit Impfstoffen genommen werden müssen, wissen nur wenige Bescheid.

Wer sich gegen Masern, Tetanus oder andere Krankheiten impfen lassen will, hat mitunter Pech: Es kann passieren, dass der passende Impfstoff nicht lieferbar ist. Allein im vergangenen Jahr meldeten die Hersteller bei 45 verschiedenen Impfstoffen Lieferengpässe, wie aus Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hervorgeht. Die Bundesbehörde für Impfstoffe und Arzneimittel führt seit Herbst 2015 eine entsprechende Statistik - Grippeschutzimpfungen ausgenommen.

In 33 Fällen waren nur bestimmte Verpackungsgrößen nicht lieferbar oder es gab zumindest einen Ersatzimpfstoff. In zwölf Fällen allerdings gab es zeitweise keine Alternative.
Einzelne Engpässe passieren immer wieder

Die Apotheken kennen das Problem: "Grundsätzlich ist die Versorgung ausreichend, aber leider sind immer wieder einzelne Lieferengpässe und damit Versorgungslücken zu beobachten", sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), anlässlich der Europäischen Impfwoche.
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Ein Impfstoff wird in einer Spritze aufgezogen.

(Foto: picture alliance / Christoph Sch)

Mehr als 100 Impfstoffe für Kinder und Erwachsene umfasst die Liste mit bisher registriertem Engpass auf den Seiten des PEI. Betroffen unter anderem Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln, Windpocken, Kinderlähmung, aber auch gegen Hepatitis A und B, Cholera, Tetanus, Tollwut und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

"Der Impfstoffmangel gehört bei uns mittlerweile zum Alltag", berichtet eine Apothekerin aus Berlin-Friedrichshain, die namentlich nicht genannt werden will. Die Kunden seien zum Teil empört. "Zu Recht. Sie waren extra beim Arzt, wollen ihren Impfschutz aufbessern und gehen leer aus", berichtet die Pharmazeutin. "Wir horten schon bestimmte Stoffe, weil es immer wieder Engpässe gibt", berichtet eine andere Kollegin aus einer Apotheke in Berlin-Neukölln.
Manchmal monatelange Engpässe

2017 sah die Lage noch schlechter aus. Damals gab 57 Engpassmeldungen und im Zeitraum von Oktober 2015 bis Ende 2016 insgesamt 70 Meldungen. Der Engpass kann mitunter andauern - zum Teil mehr als drei Monate.

"Die Hersteller melden sehr zuverlässig, wenn sie tatsächlich für einen bestimmten Zeitraum nicht liefern können", sagt PEI-Sprecherin Susanne Stöcker. Darüber hinaus gebe es auch für Einzelpersonen die Möglichkeit, vermutete Engpässe zu melden. Diese Meldungen würden vom Institut geprüft.
*Datenschutz

Doch woran liegt die Knappheit?

Die Gründe seien vielfältig, erklärt Stöcker: "Sie reichen von erhöhter Nachfrage, über Herstellungsprobleme bei einer Charge bis zu dem Punkt, dass ein Impfstoff lange ausfällt und im Verlauf dieser Dauer auch der Alternativ-Impfstoff knapp wird, weil plötzlich sehr viel mehr davon nachgefragt wird als üblicherweise." Da die Herstellung von Impfstoffen sehr langwierig sei, könne auch nicht kurzfristig in größeren Mengen nachproduziert werden.

"Viele Entwicklungs- und Schwellenländer investieren inzwischen in eine bessere Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung, einschließlich Impfungen. Deshalb ist weltweit die Nachfrage nach Impfstoffen gestiegen", erklärt PR-Managerin Anke Helten von GlaxoSmithKline, einem der weltweit größten Impfstoffhersteller. Die Hersteller bauten aus diesem Grund ihre Produktionskapazitäten aus, dieses sei jedoch eine über mehrere Jahre dauernde Investition, so Helten. Es sei nicht ungewöhnlich, dass es bei einzelnen Impfstoffkomponenten zu Verzögerungen im Produktionsprozess komme und temporäre Lieferengpässe aufträten, bestätigt sie.
Apotheker wünschen sich mehr Planung

Die Frage, ob das Bundesgesundheitsministerium den Schutz der Bevölkerung gewährleistet sieht, beantwortet ein Sprecher nicht. Er verweist aber darauf, dass im Falle eines Mangels zeitnah Handlungsempfehlungen für Ärzte in der Praxis erstellt und auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts und des PEI veröffentlicht werden. Die Gründe für Engpässe seien vielfältig und ließen sich nicht alleine durch gesetzliche Maßnahmen ausschließen.

Damit Impfstoff-Engpässe in den Apotheken gar nicht erst auftreten, wünscht sich der Apothekerverband die Möglichkeit einer längerfristigen Planung. "Aufklärungskampagnen werden oftmals schon längerfristig geplant und dann können auch die Hersteller rechtzeitig ihre Impfstoffproduktion hochfahren", so Becker.

Im vergangenen Jahr haben die öffentlichen Apotheken rund 36,4 Millionen Impfstoffdosen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben - rund drei Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus Zahlen des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts hervorgeht. Die Kosten stiegen von rund 1,2 auf rund 1,3 Milliarden Euro. Den stärksten Zuwachs gab es bei FSME-, Grippe- und Meningokokken-Impfstoffen.

Wenn sie ihren Kunden keine Impfstoffe aushändigen kann, schickt die Friedrichshainer Apothekerin sie weiter ins Gesundheitsamt oder Tropeninstitut. "Ich hoffe, dass sie dort dann mehr Glück haben."

Quelle: n-tv.de, Anja Sokolow, dpa
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Erst Herz, jetzt Lungen-Struktur - Forscher erstellen Blutgefäße mit 3D-Dr

Postby Weltbookadmin47 » 5. May 2019 20:22

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-ers ... 02924.html
Erst Herz, jetzt Lungen-Struktur - Forscher erstellen Blutgefäße mit 3D-Drucker
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Das Bild zeigt ein Modell eines lungenähnlichen Luftsacks mit Atemwegen und Blutgefäßen. Amerikanische Biotechnologen haben mit einem neuen 3D-Druck-Verfahren weiche Blutgefäße und Luftwege wie in einer Lunge hergestellt.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Wie können kranke Organe zukünftig ersetzt werden? Große Hoffnungen ruhen auf künstlichen Organen aus dem 3D-Drucker. Nun gelingt es Biotechnologen, Blutgefäße und Luftwege, die in der Lunge vorkommen, nachzubilden.

Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Herstellung künstlicher Organe: Amerikanische Biotechnologen haben mit einem neuen 3D-Druck-Verfahren weiche Blutgefäße und Luftwege wie in einer Lunge hergestellt. Sie konnten zeigen, dass die in sogenanntem Hydrogel gefertigten Strukturen in der Lage sind, Blut mit Sauerstoff anzureichern, wie die Gruppe um Jordan Miller von der Rice University in Houston in der Fachzeitschrift "Science" schreibt.
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Wissen 15.04.19
Medizinische Sensation in Israel Forscherteam erzeugt Herz mit 3D-Drucker

Eine wichtige Rolle bei dem neuen Ansatz spielt der künstliche Farbstoff Tartrazin (E 102). Er ist für das 3D-Druck-Verfahren wichtig, für den Menschen aber ungefährlich. Vergleichbare bislang beim 3D-Druck genutzte Substanzen sind hingegen als krebserregend und erbgutschädigend bekannt.

Um zu zeigen, dass ihr Ansatz funktioniert, versuchten sich Miller und sein Team an einer Art künstlichem Lungennachbau aus Luftwegen und Blutgefäßen. Sie wollten testen, ob Sauerstoff aus einem lungenähnlichen Luftsäckchen ins Blutsystem übertreten kann. Die Biotechnologen leiteten sauerstoffarme rote Blutkörperchen in das Blutgefäßsystem rund um das Luftsäckchen. Beim Verlassen des Gefäßsystems waren die Blutkörperchen mit Sauerstoff gesättigt. Als Ersatz für Atemluft verwendeten die Forscher reinen Sauerstoff, der in das Luftsäckchen gepumpt wurde.
Organe könnten mehrere Probleme lösen

Die Forscher zeigten außerdem, dass ihr Verfahren prinzipiell auch in Kombination mit lebenden Körperzellen verwendet werden kann. Sie stellten künstliches Gewebe her und brachten darauf echte Leberzellen an. Anschließend pflanzten sie es Mäusen ein und konnten zeigen, dass die Zellen die Implantierung überlebten.

Gedruckte Organe gelten auch deshalb als vielversprechend, weil sie zwei Probleme in der Transplantationsmedizin lösen könnten: Zum einen gibt es viel zu wenige Spenderorgane. Zum anderen müssen die Patienten auch nach erfolgreicher Transplantation häufig ihr Leben lang Medikamente nehmen, die eine Abstoßungsreaktion des Körpers verhindern. Bei biotechnologisch hergestellten Organen können hingegen Körperzellen des Patienten verwendet werden. Körpereigene Zellen werden in der Regel nicht abgestoßen.

Für Aufsehen hatte Mitte April das Ergebnis einer israelischen Forschergruppe gesorgt: Sie hatte mit einem speziellen 3D-Verfahren ein Herz aus menschlichen Zellen gedruckt. Zwar hat es nur die Größe eines Hasenherzens und die Zellen können sich nicht synchron zusammenziehen. Doch es enthält Kammern, Gewebe und Blutgefäße wie ein natürlich gewachsenes Herz.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa
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Krankheitserreger in der Tüte - Jeder zweite Fertigsalat ist keimbelastet

Postby Weltbookadmin47 » 7. Jun 2019 18:12

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Jeder-zweite ... 73612.html

Freitag, 07. Juni 2019
Krankheitserreger in der Tüte - Jeder zweite Fertigsalat ist keimbelastet
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Auch vorgewaschene Salate sollten vor dem Verzehr gereinigt werden.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Fertig geschnippelte und vorgewaschene Salate sind praktisch und beliebt. Doch in den Plastikhüllen finden Experten jede Menge gefährlicher Bakterien. 42 Prozent der untersuchten Produkte überschreiten Grenzwerte für Keimbelastung.

Fertig geschnittene Blattsalate sind zum Teil mit problematischen Keimen belastet. Das bestätigt eine vom Max-Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe veröffentlichte Untersuchung. Insgesamt sechs Prozent der verzehrfertigen Mischsalate waren demnach mit sogenannten humanpathogenen Bakterien wie Listerien, Salmonellen oder Escherichia coli belastet. Das sind potenziell krankheitsauslösende Keime.

Die mikrobiologische Qualität der Fertigsalate stuften die Experten insgesamt als "ungenügend" ein. 42 Prozent der Proben lagen demnach über dem von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie empfohlenen Richtwert für die Gesamtkeimzahl. Teilweise wurden auch Warnwerte überschritten. Auch bei den untersuchten Sprossen war demnach die Gesamtkeimzahl sehr hoch.

Damit ist dem Rubner-Institut zufolge, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel ist, eine Gesundheitsgefährdung der Verbraucher nicht ausgeschlossen. Erschwerend komme hinzu, dass Verbraucher die geschnittenen Salate direkt verzehren, ohne diese vorher zu waschen. Dass vorgeschnittene Blattsalate und Sprossen Krankheitserreger enthalten können, hatten auch andere Studien in der Vergangenheit gezeigt.

In der MRI-Studie wurden insgesamt 600 frische pflanzliche Produkte untersucht. Die mikrobiologische Qualität der Gurken, Karotten und Speisepilze war demnach durchweg gut, die der Küchenkräuter "akzeptabel". Die mikrobiologische Qualität der Kopf-, Blatt- und Pflücksalate wurde als gut bis mittel bewertet.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP
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Ansteckungsrisiko besonders hoch - Hantavirus greift um sich

Postby Weltbookadmin47 » 11. Jun 2019 21:07

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Hantavirus-g ... 75911.html
Ansteckungsrisiko besonders hoch - Hantavirus greift um sich
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Hierzulande rufen Infektionen mit dem Hantavirus meist Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen hervor.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Über zu Staub verfallenen Kot, Speichel oder Urin übertragen Rötelmäuse das sogenannte Hantavirus. Besonders in staubigen Schuppen oder Grillhütten im Wald können sich Menschen anstecken. Das Risiko ist dieses Jahr besonders hoch. Allein in der ersten Jahreshälfte wurden mehr als 450 Fälle gemeldet.

Wo sich Rötelmäuse wohlfühlen, lauert womöglich auch der Erreger: In diesem Jahr könnten laut Experten in bestimmten Gebieten Deutschlands wieder überdurchschnittlich viele Menschen am Hantavirus erkranken. "2019 ist ganz deutlich ein Ausbruchsjahr", sagte Mirko Faber, Wissenschaftler am Robert Koch-Institut in Berlin (RKI). Seit Januar wurden dem Institut gut 460 Fälle gemeldet.

Besonders betroffen sind Faber zufolge die Schwäbische Alb, die Räume Stuttgart und Osnabrück, Unterfranken, der Bayerische Wald, der Osten Hessens, der Westen Thüringens und das Münsterland. Der aktuelle Ausbruch sei aber bisher nicht mit dem starken Hantavirus-Jahr 2012 vergleichbar, sagte Faber. Damals wurden im gleichen Zeitraum mehr als 1100 Fälle registriert, im gesamten Jahr der bisherige Rekordwert von rund 2800 Infektionen. In anderen Jahren erkrankten bundesweit jährlich weniger Menschen als aktuell innerhalb von sechs Monaten, 2018 beispielsweise nur 235. Starke Schwankungen von Jahr zu Jahr sind beim Hantavirus üblich.
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Wo sich Rötelmäuse wohlfühlen, lauert womöglich auch der Erreger.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland gilt das Einatmen von zu Staub zerfallenem Kot von Rötelmäusen (auch Waldwühlmaus) als Haupt-Infektionsquelle für das Hantavirus. Aber auch mit deren Speichel oder Urin wird das Virus ausgeschieden. Anstecken kann man sich etwa beim Aufräumen oder Fegen von Garagen oder Schuppen. Zu Berufsgruppen mit einem gewissen Risiko zählten etwa Förster, Jäger und Bauarbeiter, so Faber.
Grippeähnliche Symptome

Aber auch in der Freizeit gibt es Risiken: Schutz- und Grillhütten im Wald etwa seien auch bei den Mäusen beliebt, so dass man sich anstecken könne. Die Erkrankungszahlen schwanken deshalb von Jahr zu Jahr, weil die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit der Dichte an infizierten Rötelmäusen zusammenhängt. "Viele Menschen infizieren sich, wenn es viele infizierte Rötelmäuse gibt", sagte Faber. Insbesondere in Buchen-Mastjahren bekommen die Mauspopulationen durch das große Futterangebot einen Schub.

Hierzulande rufen Infektionen mit dem Hantavirus meist Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen hervor: hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, zudem Übelkeit oder Erbrechen. Auch die Nieren können beeinträchtigt werden, bis hin zum akuten Nierenversagen. Nur die Symptome können behandelt werden, eine Impfung gibt es nicht. In anderen Regionen vorkommende Typen des Virus können schwerwiegendere Erkrankungen auslösen.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa
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Außergewöhnlich belastet ? - Krankheitskosten von der Steuer absetzen

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jun 2019 13:45

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Krankheits ... 80501.html

Donnerstag, 13. Juni 2019
Außergewöhnlich belastet ? - Krankheitskosten von der Steuer absetzen
Krankheitskosten geltend machen

Ausgaben für die Behandlung von Krankheiten können ab einer bestimmten Höhe als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden.

(Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa)
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Krankheitskosten können nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn ein bestimmter Eigenanteil überschritten ist. Laut Experten lohnt es sich dennoch, alle Kosten steuerlich anzugeben - denn die Reglung könnte bald hinfällig sein.

Eine neue Brille, Zahnersatz oder Zuzahlungen zu Medikamenten - wer Krankheitskosten aus eigener Tasche zahlt, sollte sie in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen angeben. "Dabei ist es ratsam, die Kosten ab dem ersten Euro in die Steuerformulare einzutragen", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler in Berlin.

Aktuell erkennt das Finanzamt solche Krankheitskosten zwar erst steuermindernd an, wenn ein gewisser Eigenanteil überschritten ist. Das muss aber nicht so bleiben. Denn gegenwärtig laufen verschiedene Gerichtsverfahren zu dieser Frage, von denen auch andere Steuerzahler profitieren könnten.

In einem neueren Fall hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt die Revision zugelassen. Im konkreten Sachverhalt machte der Kläger seine Ausgaben für ein Zahnimplantat und eine Brille in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend. Dabei wollte er die Ausgaben ohne Abzug eines Eigenanteils, der sogenannten zumutbaren Eigenbelastung, absetzen.
Belege aufbewahren

Er argumentierte, dass Beamte einen Großteil solcher Ausgaben durch die Beihilfe steuerfrei ersetzt bekommen, und zwar ohne Berücksichtigung einer zumutbaren Eigenbelastung. Aus Gründen der Gleichbehandlung sei daher auch bei Nichtbeamten kein Eigenanteil abzuziehen. Das Finanzgericht Baden-Württemberg wies die Klage zunächst ab, der Bundesfinanzhof ließ nun aber die Revision zu (Az.: VI R 18/29).

Steuerzahler sollten daher ihre Krankheitsausgaben ab dem ersten Euro angeben und die Belege aufbewahren, auch wenn die zumutbare Eigenbelastung nicht überschritten wird und das Finanzamt die Ausgaben aktuell nicht oder nur zum Teil berücksichtigt. "Die Ausgaben sind damit erst einmal beim Finanzamt dokumentiert", so Klocke.

Der Steuerbescheid bleibt in diesem Punkt automatisch offen, denn das Bundesfinanzministerium hatte wegen bereits laufender Gerichtsverfahren einen sogenannten Vorläufigkeitsvermerk erteilt. Entscheiden die Gerichte zugunsten der Steuerzahler, können diese von dem Urteilsspruch profitieren und erhalten die zu viel gezahlten Steuern gegebenenfalls später zurück.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa
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Erfreuliches Ergebnis - Viele BU-Policen sind "sehr gut"

Postby Weltbookadmin47 » 18. Jun 2019 22:45

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Viele-BU-P ... 93137.html
Dienstag, 18. Juni 2019
Erfreuliches Ergebnis - Viele BU-Policen sind "sehr gut"
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Berufsunfähigkeitsversicherungen sollen die finanziellen Folgen für diejenigen abfedern, die wegen Krankheiten oder Unfällen längere Zeit ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Angebote gibt es viele - und die meisten sind laut Warentest zu empfehlen.

Verbraucher, die sich vor den finanziellen Folgen bei einem beruflichen Ausfall durch Krankheit oder Unfall absichern wollen, können laut Stiftung Warentest auf eine große Auswahl an geeigneten Tarifen zurückgreifen. Von 59 untersuchten Angeboten schneiden 35 mit der Bestnote "Sehr gut" ab, wie die die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer neuen Ausgabe berichtet.
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Viele Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit sind laut "Finanztest" sehr gut.

(Foto: imago stock&people)

Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) sollen mit einer monatlich festgelegten Rente die Folgen für diejenigen abfedern, die wegen Krankheiten oder Unfällen längere Zeit ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Laut der Stiftung Warentest muss nahezu ein Viertel der arbeitenden Bevölkerung gesundheitsbedingt vorzeitig aus dem Job ausscheiden.

Die Experten von "Finanztest" raten dazu, sich schon in jungen Jahren um eine BU zu kümmern, etwa zum Ausbildungs- oder Studienbeginn. Denn wer früh abschließe, habe zwei Vorteile: "Er ist jung und oft noch gesund - das macht den Schutz relativ günstig, denn Lebensalter und Gesundheitszustand wirken sich stark auf den Preis aus", erklärten die Tester. Unablässig sei es aber, die Anträge auf die Police vollständig ­und wahrheitsgemäß ­­ auszufüllen. Andernfalls kann die Assekuranz die Leistung verweigern.

BU laufen oft über Jahrzehnte. Kunden sollten deshalb ihren Beitrag und die anfangs vereinbarte Rente bei Bedarf ändern können, erklärten die Tester weiter. Viele Tarife erlaubten es den Kunden, die vereinbarte Rente im Vertragsverlauf zu erhöhen, ohne dass eine erneute Gesundheits- oder Risikoprüfung nötig sei. Diese Erhöhungsmöglichkeiten seien sinnvoll, denn normalerweise steige der Absicherungsbedarf über die Jahre. Wie flexibel die Angebote in dieser Hinsicht sind, floss mit die Bewertung ein.

Laut der Untersuchung bieten die meisten Versicherer auch Lösungen bei Zahlungsschwierigkeiten ­­- etwa, indem sie die Kunden von den Beiträgen frei­stellen oder ihnen diese stunden. Was eine gute Nachricht ist, denn der Schutz ist nicht ganz billig. So musste der Modellkunde im Test für monatliche Renten zwischen 1000 und 2000 Euro jährliche Beiträge zwischen 490 Euro 880 Euro einzahlen.

Spitzenreiter im Test sind Tarife von Hannoversche (SBU 19) und Allianz (SBU Plus). Sie bieten die besten Konditionen und sehr gute Anträge.
Video zum Thema https://www.n-tv.de/ratgeber/Viele-BU-P ... 93137.html
Quelle: n-tv.de, awi/AFP
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Knochenwucherung bei Jüngeren - Handygucken lässt Nackenhorn wachsen

Postby Weltbookadmin47 » 22. Jun 2019 08:19

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Handygucken- ... 00318.html
Knochenwucherung bei Jüngeren - Handygucken lässt Nackenhorn wachsen
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Der Körper reagiert auf die Dauerbelastung.

(Foto: imago/Westend61)
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Smartphones sind allgegenwärtig: Viele Menschen schauen täglich mehrere Stunden auf ihre Klein-Computer. Das macht sich vor allem bei jungen Menschen bemerkbar und ist sogar im Röntgenbild zu sehen.

Die Untersuchungen zum Gebrauch von Smartphones haben sich bisher vor allem auf Wirkungen von elektromagnetischen Strahlungen und Veränderungen im Sozialverhalten von Nutzern konzentriert. Forscher der University of Sunshine Coast im australischen Queensland haben nun im Röntgenbild sichtbare Veränderungen am Kopf entdeckt, die sie auf den Handy-Gebrauch zurückführen.

Das Team um den Chiropraktiker David Shahar hatte die Ergebnisse ihrer Untersuchung bereits im letzten Jahr im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht. Ein aktueller Bericht der BBC führte dazu, dass die Studie nun neue Aufmerksamkeit bekam, meldete die "Washington Post". In australischen Medien seien die von den Forschern beschriebenen knöchernen Auswüchse, in der Fachsprache auch Exostose genannt, bereits als "Kopfhörner", "Telefonknochen" oder "Stachel" bezeichnet worden.

"Ganz egal, wie es genannt wird: Es sieht aus wie ein Vogelschnabel, ein Horn, ein Haken", zitiert die "Washington Post" den Studienleiter Shahar. Die Deformationen seien ein Zeichen für eine ernsthafte Fehlhaltung, die zu chronischen Kopfschmerzen und Schmerzen im oberen Rücken und Nacken führen können.
Besondere Belastung wird sichtbar
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Das Röntgenbild zeigt die Exostose eines 28-Jährigen.

(Foto: David Shahar, University of Sunshine Coast, Queensland)

Die Forscher hatten über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 1200 Röntgenaufnahmen des Schädels und der Halswirbelsäule von Patienten im Alter zwischen 18 und 86 Jahren ausgewertet. Dabei stellten sie bereits 2016 fest, dass die erkennbaren knöchernen Veränderungen am Hinterkopf vor allem bei jungen Männern im Alter von 18 bis 30 Jahren zu sehen waren. Insgesamt stellten die Forscher ein Knochenwachstum von drei bis fünf Millimetern bei rund 40 Prozent der untersuchten Personen fest. In extremen Fällen konnten sogar zehn Millimeter und mehr gemessen werden. Normalerweise treten solche Veränderungen nur im hohen Alter bei Menschen auf, die sich über Jahre hinweg starken körperlichen Belastungen aussetzen.

Ihre außergewöhnlichen Ergebnisse führen die Forscher auf die verstärkte Nutzung von mobilen Geräten wie Mobiltelefonen oder Tablets zurück. Die Forscher gehen davon aus, dass die knöchernen Vergrößerungen am Hinterkopf bei den Betroffenen nicht nur durch genetische Dispositionen oder Entzündungen entstanden sind. Wahrscheinlich sei vielmehr, dass die Nutzung von Handys und Smartphones zu einer besonderen mechanischen Belastung von Muskeln, Sehnen an Schädel und Nacken führen und der Körper auf diese Weise darauf reagiert. Das Beugen des Kopfes nach vorne und unten beim Schauen auf Smartphones bringe eine besonders Belastung für die Nackenmuskulatur mit sich, zitiert die "Washington Post" Shahar. Da der Prozess solcher Knochenbildungen lange dauere, sei davon auszugehen, dass die jungen Betroffenen seit der frühen Kindheit ihren Nacken über viele Stunden fehlbelasten.

"Das Horn an sich ist keine Gefahr", betonte Mark Sayers, der ebenfalls an der Studie mitgearbeitet hat. Es sei vielmehr ein Anzeichen dafür, dass etwas Falsches anderswo vor sich geht, dass Kopf und Hals nicht in der richtigen Stellung zueinander stünden. Als Ausweg schlagen die Forscher vor, in Schulen einfache Handlungsstrategien zum richtigen Umgang mit mobilen Technologien zu unterrichten.

Ob es tatsächlich einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Bildung von Hinterkopfhaken bei jungen Menschen und der Nutzungsdauer von Smartphones gibt, muss in anderen Untersuchungen erst noch überprüft werden.
Wissen 07.11.15
Blinddarm, Mandeln, Steißbein Unnötige Körperteile des Menschen

Quelle: n-tv.de, jaz
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Gesundheitsreport 2019 - Immer mehr Pfleger werden krank

Postby Weltbookadmin47 » 27. Jun 2019 07:24

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr- ... 08711.html
Gesundheitsreport 2019 - Immer mehr Pfleger werden krank
Von Cigdem Akyol
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Risiko Pflege: Die Fehlzeiten von Alten- und Krankenpflegern sind besorgniserregend.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Wer pflegt, wird nicht selten selber krank: Das hat die Untersuchung einer Krankenkasse ergeben. Pflegende reichen mehr Krankheitstage als andere Berufsgruppen ein, sie nehmen mehr Medikamente und sind häufiger psychisch krank – Experten sehen politischen Handlungsbedarf.

Geringe Löhne, hohe körperliche und psychische Belastungen, schlechter Personalschlüssel, Schichtdienst: Viele Pflegende sind überlastet, ausgelaugt und deswegen im Vergleich zu Personen aus anderen Branchen öfter und auch länger krankgeschrieben. Sie sind häufiger psychisch krank, erhalten mehr Medikamente und die körperliche Belastung schädigt zusätzlich ihren Bewegungsapparat. Zu diesem Ergebnis kommt der nun veröffentlichte Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Titel "Pflegefall Pflegebranche? So geht’s Deutschlands Pflegekräften." Laut Studie fallen Kranken und Altenpflegekräfte pro Jahr rund 23 Arbeitstage aus gesundheitlichen Gründen aus. Damit melden sich die Pflegekräfte acht Tage länger krank als der bundesdeutsche Durchschnitt aller Beschäftigten.

Was besonders heraussticht: Die Beschäftigten haben vor allem mit psychischen Diagnosen zu kämpfen. Männliches Pflegepersonal fällt wegen seelischer Erkrankungen mit durchschnittlich 4,6 Tagen 2,4 Mal so häufig aus wie die männlichen Berufstätigen insgesamt. Bei den Frauen kommen neben den psychischen Beschwerden auch noch auffällig hohe Fehlzeiten aufgrund von Erkrankungen des Bewegungsapparats durch körperliche Belastungen hinzu. Angesichts der Zahlen sei der Handlungsbedarf akut, sagt Jens Baas, Chef der TK. Denn wenn Pflegekräfte körperlich oder psychisch nicht gesund sind, leidet darunter natürlich die Qualität der Pflege. Dies hat wiederum zur Folge, dass die verbleibenden Kollegen "das häufig ausgleichen müssen und umso stärker belastet sind", sagt Baas.

Auch bei der Verschreibung von Medikamenten liegt das Pflegepersonal weit vor anderen Berufsgruppen. "Neben Medikamenten gegen Bluthochdruck und Magensäureblockern werden Menschen in Pflegeberufen im Vergleich zu den Berufstätigen insgesamt erheblich größere Mengen an Arzneimitteln zur Behandlung des Nervensystems verschrieben – insbesondere Männern", wird in der Studie festgehalten. Für den Gesundheitsreport wertete die Krankenkasse die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen von rund 5,2 Millionen Versicherten aus. Im vergangenen Jahr waren rund 181.000 Berufstätige in einem Kranken- oder Altenpflegeberuf bei der TK versichert.
Alten - und Krankenpfleger stehen enorm unter Druck

Deutschlandweit sind mehr als 25.000 Fachkraft-Stellen nicht besetzt. Im Schnitt waren 2017 rund 15.000 offene Stellen für Spezialisten in der Pflege alter Menschen gemeldet, in der Krankenpflege waren es 11.000. Einen ganz genauen Überblick gibt es nicht, der deutsche Pflegerat geht gar von mindestens 100.000 fehlenden Pflegern aus. Ein Drittel der Pflegekräfte überlege, aus dem Beruf auszusteigen. Innerhalb der kommenden 15 Jahre erreiche zudem ein Drittel der Pflegenden das Rentenalter. Nötig seien bessere Bezahlung, arbeitnehmerfreundlichere Dienstpläne sowie eine Zielvorgabe für die Weiterentwicklung des Heilberufes Pflege über die nächsten Jahre hinaus. "Deutschland ist im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich in der Pflege besetzt", sagt Irene Maier, Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerats.
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Politik 04.06.19
"Mehr Kollegen, mehr Zeit und mehr Geld" Pflege soll endlich attraktiver werden

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag unter anderem ein "Sofortprogramm Pflege" mit 8000 neuen Fachkraftstellen und besserer Bezahlung versprochen. Im Juni stellten Arbeitsminister Hubertus Heil, Familienministerin Franziska Giffey und Gesundheitsminister Jens Spahn ein Maßnahmenpaket vor, um die Arbeitsbedingungen in der Branche auf breiter Front zu verbessern. Offen sind allerdings teils noch die konkrete Umsetzung und die Finanzierung weiter steigender Kosten. "Die kleinteiligen Maßnahmen der Großen Koalition in den letzten Jahren bleiben wirkungslos, der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte ist wie leergefegt", kritisierte die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt die Fachkräftekrise. "Wir fordern ein umfassendes Pflege-Sofortprogramm mit je 25. 000 zusätzlichen Pflegefachkraftstellen für die Alten- und Krankenpflege, um die vakanten Pflegestellen schnellstmöglich zu besetzen und die Personalsituation insgesamt zu entlasten", sagte Göring-Eckardt.

Für Baas von der TK ist die von der Bundesregierung vor einem Jahr gestartete Aktion "Konzentrierte Aktion Pflege" aber zumindest ein "erster Aufschlag" , der Themenfelder eröffnet habe: von der Ausbildung über die Gesundheitsvorsorge bis hin zur Entlohnung in der Pflege. "Wirklich bewerten lässt sich ein Erfolg erst im nächsten Schritt, wenn etwa konkrete gesetzliche Maßnahmen erfolgen". Auch Maier vom Pflegerat reagiert verhalten: Die Politik habe die Brisanz der Lage zwar erkannt, aber "bei der alles entscheidenden Frage: "Wohin wollen wir als Gesellschaft mit den Pflegeberufen“, wäre mehr notwendig gewesen, als es das Ergebnis ausweist."

Quelle: n-tv.de
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Patientenverfügung erhalten: BGH-konform

Postby Weltbookadmin47 » 28. Jun 2019 15:04

Patientenverfügung erhalten: BGH-konform
https://mein.afilio.de/l/patientenverfu ... gIeT_D_BwE
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Wann man was wählt - Notruf oder Kassenärztlicher Notdienst ?

Postby Weltbookadmin47 » 9. Jul 2019 19:30

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Notruf-ode ... 23749.html

Dienstag, 09. Juli 2019
Wann man was wählt - Notruf oder Kassenärztlicher Notdienst ?
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Der Kassenärztliche Notdienst kann unter der 116117 erreicht werden. Viele Deutsche kennen diese Telefonnummer aber noch nicht.

(Foto: imago/Jochen Tack)
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An Wochenenden und Feiertagen platzen die Notaufnahmen vieler Krankenhäuser aus allen Nähten. Damit der Ansturm verringert wird, gibt es seit einiger Zeit einen ärztlichen Notfalldienst zur Entlastung. Doch wann wählt man welche Nummer?

Hämmernde Kopfschmerzen, quälende Bauchschmerzen oder eine blutetende Schnittwunde: Treten solche Beschwerden außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen auf, rufen viele Patienten die Notrufnummer 112 oder fahren direkt in die Notaufnahme. Für solche nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen sind die Ärzte in der Notaufnahme jedoch nicht zuständig. Nur wenn akute Lebensgefahr besteht, sollte die Nummer 112 gewählt werden. Das ist zum Beispiel bei einem Herzinfarkt, einem schweren Verkehrsunfall oder extremer Atemnot der Fall.

Der Kassenärztliche Notdienst soll die überfüllten Notaufnahmen entlasten und kann unter der Nummer 116117 erreicht werden. Mittlerweile sind schon 771 Bereitschaftspraxen im Einsatz. Der Notfalldienst ist für alle Erkrankungen zuständig, von denen keine akute Lebensgefahr ausgeht. Wer also unter starken Beschwerden leidet und nicht auf den nächsten Tag warten kann oder will, sollte den Notfalldienst kontaktieren. Das empfiehlt die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite.

Das medizinische Personal hört sich das Problem des Patienten zunächst an und gibt erste Tipps zur Selbstversorgung. Wenn notwendig, wird der Anrufer an eine Bereitschaftsdienstpraxis verwiesen. Kann der Patient das Haus aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes nicht verlassen, kommt ein Arzt zum Hausbesuch. Menschen mit einer Sprach- oder Hörschädigung können die Hilfe des Notdienstes mittels eines Faxformulars beanspruchen.

Die Behandlungskosten übernehmen - abhängig vom Vertrag - die gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Ab dem Jahr 2020 wird der Kassenärztliche Notfalldienst auch online oder über eine App erreichbar sein.

Quelle: n-tv.de, imi
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Bitte präzise ! - Was bei Patientenverfügungen wichtig ist

Postby Weltbookadmin47 » 21. Jul 2019 09:17

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-bei-Pa ... 40071.html
Bitte präzise ! - Was bei Patientenverfügungen wichtig ist
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Ein paar vage Vorgaben reichen bei einer Patientenverfügung in der Regel nicht aus.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Mit einer Patientenverfügung kann jeder seinen Willen zu einer medizinischen oder pflegerischen Behandlung für den Fall festhalten, dass er sich selbst dazu nicht mehr äußern kann. Das Dokument sollte regelmäßig aktualisiert werden.

Im Ernstfall geht es schnell: Ein Unfall oder ein Schlaganfall - und von jetzt auf gleich ist man nicht mehr in der Lage zu entscheiden, welche medizinische oder pflegerische Behandlung man möchte und welche nicht. Gut, wenn es dann eine Patientenverfügung gibt.

"Mit einem solchen Schriftstück kann jeder seinen Willen bekunden, wie er in dem Fall, in dem er sich nicht dazu äußern kann, medizinisch behandelt werden möchte", erklärt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz in Dortmund. Liegt eine Patientenverfügung nicht vor, müssen entweder Angehörige und Ärzte beziehungsweise ein möglicher Bevollmächtigter oder Betreuer und ein Arzt den mutmaßlichen Willen des Betroffenen erörtern.
In Zeiten guter Gesundheit verfassen

Gibt es eine Patientenverfügung, müssen Mediziner den dort niedergeschriebenen Willen respektieren. "Eine Patientenverfügung sollte jeder Mensch ab dem 18. Lebensjahr haben", rät Brysch deshalb. Aufgeschrieben werden sollte das, was man will oder nicht will, am besten in Zeiten guter Gesundheit.

Aber wie? "Eine Patientenverfügung gliedert sich in zwei Teile", erklärt der Rechtsanwalt Dietmar Kurze aus Berlin. Im ersten Teil ist aufgelistet, für welche Situationen die Patientenverfügung gilt: das letzte Stadium im Sterbeprozess, eine unheilbare Krankheit, Demenz im fortgeschrittenen Stadium oder Wachkoma. Im zweiten Teil werden die jeweiligen Wünsche genannt.

So kann etwa festgelegt werden, ob eine künstliche Beatmung oder eine künstliche Ernährung gewünscht ist oder ob Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen werden sollen. "Die Wünsche sollten individuell und so konkret wie möglich auf die Situationen bezogen, in denen man sein könnte, formuliert werden", sagt Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Hilfreich sei, persönliche Erlebnisse zu schildern - etwa, warum man eine Patientenverfügung erstellt. "So kann etwa niedergeschrieben werden, dass man eine bestimmte Behandlung nicht möchte, weil man erlebt hat, dass eine nahe Angehörige darunter sehr gelitten hatte."
Beraten lassen

Wichtig beim Schreiben: Vage Formulierungen reichen nicht aus. Sie sind sogar unwirksam, entschied der Bundesgerichtshof (Az.: XII ZB 61/16). Den bloßen Wunsch, dass keine lebensverlängernden Maßnahmen erfolgen sollen, ließen die Richter nicht gelten. Bei solchen unpräzisen Formulierungen entscheiden letztlich doch die Ärzte gemeinsam mit Angehörigen oder möglichen Bevollmächtigten beziehungsweise Betreuern über die jeweilige Behandlung.

Damit das nicht passiert, sollten sich Interessierte beraten lassen. Das ist zum Beispiel bei Verbraucherzentralen, Betreuungsvereinen oder der Deutschen Stiftung Patientenschutz möglich. Auch manche Hausärzte helfen. Das Bundesjustizministerium stellt auf seiner Website eine Broschüre mit Textbausteinen bereit.

Generell gilt: Eine Patientenverfügung erfolgt immer schriftlich. "Sie kann handschriftlich abgefasst oder am PC erstellt werden", erklärt Kurze, der auch Vorstand des Vereins VorsorgeAnwalt ist.

Sinnvoll ist es, sich auf dem Dokument von jemandem - am besten vom Hausarzt - bestätigen zu lassen, dass der Verfasser zum Zeitpunkt der Erstellung im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Nicht nötig ist es laut Brysch, die Verfügung notariell beglaubigen zu lassen.
Verfügung überprüfen

In jedem Fall sollte sie so aufbewahrt werden, dass sie auch schnell gefunden werden kann. Eine Möglichkeit ist, das Dokument in einem "Notfallordner" aufzubewahren. "Hilfreich kann auch sein, Kopien der Patientenverfügung Angehörigen, Bevollmächtigten, Freunden oder etwa dem Hausarzt zu übergeben", sagt Kranich.

Die Patientenverfügung sollte regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, überprüft und unter Umständen aktualisiert werden. Denn es kann sein, dass sich der eigene Gesundheitszustand, aber auch die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten verändern. Wenn aus Sicht des Verfassers alles noch aktuell ist, sollte er das Dokument erneut unterschreiben und das jeweilige Datum hinzufügen.

Neben einer Patientenverfügung macht es auch Sinn, Vorsorgevollmachten zu erteilen. Damit wählt man sich quasi einen persönlichen Stellvertreter aus, der im Fall der Bewusstlosigkeit oder Geschäftsunfähigkeit für einen Entscheidungen trifft. "Damit haben die Ärzte auch gleich einen Ansprechpartner, wenn sie mit dem Patienten selbst nicht mehr reden können", so Kurze. Eine Vorsorgevollmacht zu erteilen, erfolgt ebenfalls schriftlich. Sie kann gemeinsam mit der Patientenverfügung beim Zentralen Vorsorgeregister (ZVR), angesiedelt bei der Bundesnotarkammer, gemeldet werden.

Wer will, kann eine Kopie der Patientenverfügung und/oder der Vorsorgevollmacht an die Deutsche Stiftung Patientenschutz schicken - die Stiftung prüft kostenfrei, ob die Dokumente praxistauglich sind. Patientenverfügung wie Vorsorgevollmacht können auch im Bundeszentralregister Willenserklärung - ebenfalls angesiedelt bei der Deutschen Stiftung Patientenschutz - registriert werden.

Quelle: n-tv.de, Sabine Meuter, dpa
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Es kann jeden treffen - Warum werden Menschen reisekrank ?

Postby Weltbookadmin47 » 3. Aug 2019 19:50

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort ... 36359.html
Es kann jeden treffen - Warum werden Menschen reisekrank ?
Von Kira Pieper
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Egal ob im Zug, Flugzeug, Auto oder auf dem Schiff: reisekrank kann jeder werden.

(Foto: imago/Panthermedia)
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Die Vorfreude auf den anstehenden Urlaub ist groß, doch kaum geht die Reise los, meldet sich der Körper mit Schwindel, Übelkeit und Schweißausbrüchen. Die Reisekrankheit ist ausgebrochen. Warum kommt es zu diesen Symptomen und was kann man dagegen tun?

Die Reisekrankheit, Kinetose in der Fachsprache genannt, ist streng genommen keine Krankheit. Menschen, die an ihr leiden, fühlen sich nur besonders elend. Die "Krankheit" ist völlig ungefährlich, es sei denn, die Symptome wie Erbrechen sind so stark, dass Betroffene große Mengen an Wasser und Salzen ausscheiden. Oft treten die Symptome auf, wenn man passiver Bewegung ausgesetzt wird, also im Reisebus, im Auto, im Zug oder im Flugzeug sitzt oder mit dem Schiff reist.
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Panorama 19.04.19
Verwirrter Gleichgewichtssinn Brille soll mit blauer Flüssigkeit gegen Reisekrankheit helfen

Laut dem "Deutschen Ärzteblatt" sind Frauen und jüngere Personen zwischen 6 und 12 Jahren häufiger von der Reisekrankheit betroffen. Zwillinge reagieren oftmals ähnlich, was auf eine genetische Komponente hinweist, heißt es in dem Blatt. Die Symptome können jederzeit auftreten, auch bei Menschen, die davon zuvor noch nie betroffen waren. Warum man reisekrank wird, ist nicht umfassend geklärt. Die bekannteste Theorie besagt jedoch, dass einem schlecht wird, wenn das Gehirn widersprüchliche Sinneswahrnehmungen über die Körperbewegungen erhält.
Gehirn gerät in einen Konflikt

Das Gehirn bestimmt die Körperposition mithilfe der Augen, des Innenohrs und des sogenannten propriozeptischen Systems. Die Augen liefern Informationen darüber, wo man sich gerade befindet. Mithilfe des Gleichgewichtsorgans im Innenohr werden Schwerkraft und Beschleunigung wahrgenommen. Das propriozeptorische System gibt dem Gehirn zudem Auskunft darüber, ob Muskeln und Sehnen angespannt sind. Alle Informationen setzt das Gehirn zu einem sinnvollen dreidimensionalen Bild zusammen.

Solange sich das Gehirn einen Reim auf die einströmenden Sinneswahrnehmungen machen kann, ist alles in Ordnung. Wenn man allerdings während der Autofahrt liest oder aufs Handy schaut, kann das Gehirn durcheinandergeraten. Denn die Informationen, die es erhält, sind widersprüchlich: Das Auge meldet dem Gehirn keine Bewegung des Körpers, denn die Augen ruhen beispielsweise auf starren Buchstaben. Doch das Innenohr nimmt die ständig wechselnden Beschleunigungen des Autos wahr. Das Gehirn gerät in einen Konflikt. Der Körper reagiert mit Stress, es kommt zu Überreaktionen wie Übelkeit, Schweißausbrüchen und Schwindel. Meistens erholen sich Betroffene relativ schnell wieder von der Reisekrankheit, sobald sie ihre Sinneseindrücke wieder in Einklang bringen können. In der Regel ist das am Ankunftsort der Fall, wenn die Betroffenen von Bord eines Schiffes gehen oder aus dem Auto steigen.

Aber es gibt auch ein paar Tricks, wie man den Konflikt zwischen Auge und Innenohr schon vorher lösen kann. Im Auto sollte man bestenfalls selber Fahren, denn als Fahrer wird einem meistens nicht schlecht. Das liegt vermutlich daran, dass Betroffene ihren Blick konstant auf die Straße richten. Ansonsten ist der Beifahrersitz bei Autoreisen eine gute Wahl. Im Bus sollte man möglichst weit vorne sitzen, damit man den Blick auf die Straße richten kann.
Gleichgewichtsorgan

Das Gleichgewichtsorgan liegt im Innenohr. Es wird auch Vestibularapparat genannt. Es registriert alle Arten von Beschleunigungen und Lageveränderungen. Auf diese Weise kann man sich im Raum orientieren.

Das Organ besteht aus drei annähernd kreisrunden Kanälen, den sogenannten Bogengängen und zwei Vorhofsäckchen. Die Säckchen registrieren lineare Beschleunigungen, etwa beim Auto- und Zugfahren, die Bogengänge Drehbewegungen, wie Kopfschütteln und Nicken.

Auf einem Schiff sollte man sich in der Mitte und bestenfalls an der Luft aufhalten. Zudem sollte man einen ruhigen Punkt in der Ferne fokussieren, beispielsweise den Horizont oder einen Berg. Außerdem nützlich: Schaukelt das Schiff, bewegt man sich einfach mit. Mit der Verlagerung des eigenen Körpergewichts kann man die Bewegung des Schiffs ausgleichen.

Im Flugzeug kann es helfen, einen Platz nahe der Tragflächen oder im vorderen Bereich zu wählen. Hier sind die Turbulenzen nicht so stark spürbar, wie im hinteren Teil des Flugzeugs. Im Zug kann es helfen, in Fahrtrichtung Platz nehmen und ab und zu im Gang auf und ab zu gehen. Im Sitzen empfinden es manche auch als angenehm, wenn sie die Augen schließen. Denn dann fällt die visuelle Information für das Gehirn weg und es kann sich ausschließlich auf das Innenohr konzentrieren. Zudem dienlich: bewusste Atemübungen und Ablenkungen zum Beispiel in Form von Musik oder Gesprächen.
Kein fetthaltiges Essen, kein Alkohol

Weiß man, dass man zur Reisekrankheit neigt und vor allem unter Übelkeit leidet, kann man auch schon vor Reiseantritt Vorkehrungen treffen: Man sollte zum Beispiel kein fetthaltiges Essen zu sich nehmen. Allerdings sollte die Reise auch nicht mit nüchternem Magen angetreten werden, stattdessen besser leichte Kost verzehren. Zudem empfehlen Ärzte, keinen Alkohol zu trinken und auf Zigaretten zu verzichten. Auch Koffein ist keine gute Idee.

Wer schließlich erste Symptome spürt, dem kann Ingwer helfen. Der scharf schmeckenden Wurzel wird nachgesagt, Übelkeit und Brechreiz wirkungsvoll unterdrücken zu können. Um eine Überreaktion des Magens vorzubeugen, scheinen außerdem Kaubewegungen hilfreich zu sein. Nicht nur Kaugummi ist eine gute Wahl, sondern auch das lange Kauen von Äpfeln und Möhren beruhigt den Magen.

Wenn das alles nichts bringt, gibt es auch Medikamente gegen Reisekrankheit. Aber Vorsicht: Egal ob Pflaster, Tabletten oder Kaugummis, viele Wirkstoffe gegen Reisekrankheit können sehr müde machen. Deswegen darf man nach der Einnahme beispielsweise auch kein Auto mehr fahren.

Übrigens: Auch Astronauten können an Kinetose erkranken. Dann spricht man allerdings nicht von Reise-, sondern von der Weltraumkrankheit. Beim Eintritt in die Schwerelosigkeit kann es ebenfalls zu einer Störung des Gleichgewichtsorgans kommen. Auch in diesem Fall verspüren die Astronauten Übelkeit, mitunter kann es auch zu Erbrechen und starkem Unwohlsein kommen. Die Symptome verschwinden aber meistens nach einigen Tagen wieder, sobald sich der Körper an die Schwerelosigkeit gewöhnt hat.

Quelle: n-tv.de https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort ... 36359.html
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Erstes Experiment weltweit - Japan erlaubt Geburt von Mischwesen aus Mensc

Postby Weltbookadmin47 » 4. Aug 2019 18:46

Info Gesundheit
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 79687.html

Erstes Experiment weltweit - Japan erlaubt Geburt von Mischwesen aus Mensch und Tier

Forscher wollen Ersatzorgane für den Menschen in Tieren züchten. Nun erlaubt Japan das erste Experiment, bei dem Chimären bis zur Geburt heranwachsen dürfen.
© Theresa Lettner

Von Julia Merlot
Rattenembryo nach 15,5 Tagen: Die Forschung soll eines Tages Patienten helfen, die auf ein Spenderorgan warten
Science Pictures/ Science Photo Library

Rattenembryo nach 15,5 Tagen: Die Forschung soll eines Tages Patienten helfen, die auf ein Spenderorgan warten
Mittwoch, 31.07.2019 05:03 Uhr

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Ein Japaner darf als erster Forscher weltweit Mensch-Tier-Chimären erzeugen und bis zur Geburt wachsen lassen. Tokio erlaubt und fördert ein entsprechendes Projekt, berichtet unter anderem die Nachrichtenseite des Fachjournals "Nature".

Die Tier-Embryonen sollen mit menschlichen Zellen bestückt und einem Muttertier eingepflanzt werden, das sie zur Welt bringt. Zunächst will die Forschergruppe um Hiromitsu Nakauchi von der University of Tokyo und der Stanford University in Kalifornien das Verfahren in Mäusen und Ratten testen.

Langfristiges Ziel ist es, Mischwesen aus Mensch und Tier herzustellen, denen menschliche Organe wachsen, die dann transplantiert werden können. Die Technik soll eines Tages Patienten helfen, die auf ein Spenderorgan warten. Kritiker bezweifeln allerdings, dass das mit dem Verfahren jemals möglich sein wird.
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Stellungnahme des Deutschen Ethikrates: Wie viel Designer-Baby ist erlaubt? Stellungnahme des Deutschen Ethikrates Wie viel Designer-Baby ist erlaubt?

Schon seit einiger Zeit experimentieren Wissenschaftler in verschiedenen Ländern mit Mischwesen aus Mensch und Tier. Bislang dürfen sie diese jedoch nur wenige Wochen im Muttertier heranreifen lassen. Ausgetragen wurden die Chimären noch nie. Das ändert sich nun. Bis März 2019 durften die Mischwesen auch in Japan maximal 14 Tage im Muttertier wachsen. Dann passte das Wissenschaftsministerium die Regularien an.

Embryonen sollen sich 70 Tage lang in Schweinen entwickeln

Nakauchi ist der erste Forscher, der davon profitiert. Offiziell vom Wissenschaftsministerium genehmigt werden die Versuche wohl im August. Ein Expertengremium hat sich aber bereits dafür ausgesprochen.

Zunächst plant Nakauchi, Ratten mit menschlichen Zellen 15,5 Tage in einem Muttertier heranzuzüchten. Die Organe der Tiere seien dann fast vollständig ausgebildet. Im nächsten Schritt möchte der Forscher die Regierung um Erlaubnis bitten, Mischembryonen über 70 Tage in Schweinen wachsen lassen zu dürfen.

Bei den menschlichen Zellen, die in die Tiere eingepflanzt werden sollen, handelt es sich um sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen). Sie entstehen, indem Forscher beispielsweise Hautzellen in ein frühes Entwicklungsstadium zurückversetzen. Diese können sich dann wieder in jede Art von Gewebe und in verschiedene Organe entwickeln.

Die menschlichen iPS-Zellen, die Nakauchi dafür verwenden will, sollen sich zu Bauchspeicheldrüsen entwickeln. Das Verfahren hat der Forscher zuvor mit iPS-Zellen von Mäusen getestet, die Rattenembryonen eingepflanzt wurden.

Nakauchi hofft, dass er die Öffentlichkeit mit der Zeit von seinem Vorhaben überzeugen kann, Tiere mit menschlichen Organen bis zur Geburt heranzuzüchten. Einige Fachleute befürchten, dass sich die menschlichen Zellen in den Tieren an Orten einnisten könnten, an die sie nicht gehören - etwa im Gehirn - und so beispielsweise die Kognition der Tiere verändern.

Nakauchi will das verhindern, indem er die Zellen genetisch so anpasst, dass sie sich nur in einen bestimmten Zelltyp entwickeln können.

Dennoch bleiben Zweifel. So hat Nakauchi bereits versucht, menschliche iPS-Zellen in Schafembryonen wachsen zu lassen. Nach 28 Tagen waren kaum menschliche Zellen übrig. Weil sich die Arten so stark unterscheiden, wurden die fremden, menschlichen Stammzellen abgestoßen, vermutet der Forscher. Er will nun versuchen, das Problem mithilfe von Gentechnik zu lösen. Das könnte allerdings noch Jahrzehnte dauern.

Eine Schwierigkeit ist auch, dass evolutionär weit voneinander entfernte Spezies unterschiedliche Tragzeiten haben. So haben Forscher 2017 erstmals chimärische Embryonen aus Mensch und Schwein geschaffen. Diese wuchsen sechs Wochen lang im Körper einer Sau heran, bevor das Experiment abgebrochen wurde. Hätten sich die Mischwesen weiterentwickelt, wären sie nach knapp vier Monaten auf die Welt gekommen, statt nach neun Monaten, wie es beim Menschen der Fall gewesen wäre.

Viele Wissenschaftler halten daher Ansätze für vielversprechender, bei denen ausgewachsene Organe von Tieren so aufbereitet werden, dass sie Menschen eingesetzt werden können.
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3D-Druck aus Kollagen und Zellen - Forscher drucken menschliches Miniatur-

Postby Weltbookadmin47 » 5. Aug 2019 14:10

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https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-dru ... 87206.html

Montag, 05. August 2019
3D-Druck aus Kollagen und Zellen - Forscher drucken menschliches Miniatur-Herz
herz.jpg

Forscher der Carnegie Mellon University haben eine Technik entwickelt, mit der sie voll funktionsfähige Komponenten des menschlichen Herzens herstellen können.

(Foto: Carnegie Mellon University College of Engineering/dpa)
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Unzählige Menschen warten verzweifelt und oft sehr lange auf ein Spenderorgan. Könnte man die Organe nicht per 3D-Druck herstellen und so Abhilfe schaffen? Forscher stellen nun ein vielversprechendes Verfahren dazu vor: Sie drucken "Teile des Herzens, die tatsächlich funktionieren".

Ein neues Verfahren könnte künftig den 3D-Druck von Organen ermöglichen. In einem Machbarkeitsnachweis haben US-Forscher ein Miniatur-Herz, sich regelmäßig zusammenziehende kleine Herzkammern sowie Herzklappen geschaffen. "Wir haben gezeigt, dass wir aus Zellen und Kollagen Teile des Herzens drucken können, die tatsächlich funktionieren, etwa eine Herzklappe oder eine kleine schlagende Herzkammer", sagte Projektleiter Adam Feinberg von der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. "Mit MRT-Daten eines menschlichen Herzens konnten wir patientenspezifische anatomische Strukturen präzise reproduzieren." Anwendungsreif ist die Methode aber noch nicht.
Unbenannt-2.jpg
Wissen 02.06.19
Eine Niere aus dem Drucker Forscher machen Organe für 3D-Vorlage transparent

"Kollagen ist ein äußerst erwünschtes Biomaterial zum 3D-Druck, denn daraus besteht buchstäblich jedes einzelne Gewebe in Ihrem Körper", erklärte Ko-Autor Andrew Hudson. "Das Problem besteht darin, dass es anfangs eine Flüssigkeit ist, so dass es beim Druck eine Lache bilden würde. Daher haben wir eine Technik entwickelt, die eine Verformung verhindert."

Bei dem Verfahren namens FRESH (Freeform Reversible Embedding of Suspended Hydrogels) wird Kollagen von einem Drucker Schicht um Schicht in einem Gelbad aufgetragen, das die Form zunächst stützt. Nach Ende des Druckvorgangs wird das Gel dann auf 37 Grad - also Körpertemperatur - erhitzt und schmilzt, so dass das fertige Gerüst zurückbleibt, wie die Forscher im Fachblatt "Science" schreiben.
Mikrostruktur ermöglichst Einwachsen von Zellen und Blutgefäßen

Die Auflösung des Drucks liegt bei 20 Mikrometern (Tausendstel Millimetern). Das ist mehr als zehn Mal genauer als beim Vorläuferverfahren, das die Forscher vor vier Jahren ebenfalls in "Science" vorgestellt hatten. Zudem ermögliche die poröse Mikrostruktur das Einwachsen von Zellen und Blutgefäßen.
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Ratgeber 17.04.18
n-tv Ratgeber 3D-Drucker revolutionieren die Medizin

In weiteren Versuchen schufen die Forscher Modelle einer linken Herzkammer, in denen sie zusätzlich aus humanen embryonalen Stammzellen entwickelte Herzmuskelzellen (hESC-CMs) und Fibroblasten hinzufügten. "Nach vier Tagen zogen sich die Herzkammern sichtbar zusammen, und nach sieben Tagen hatten sie sich synchronisiert", berichtet das Team. Zudem druckten sie eine Herzklappe mit einem Durchmesser von 28 Millimetern.

Die Studie sei ein Machbarkeitsnachweis dafür, dass man mit dem Verfahren Gerüste für unterschiedliche Organe schaffen könne, auch wenn es noch viele Herausforderungen gebe - etwa die für Organe benötigten Milliarden Zellen und die Zulassung für den klinischen Einsatz. "Auch wenn wir den 3D-Druck eines voll funktionsfähigen Organs noch erreichen müssen, können wir nun Konstrukte bauen, die die strukturellen, mechanischen und biologischen Eigenschaften echter Gewebe zu umfassen beginnen."
"Ungeheuer nützlich"

Der 3D-Druck mit Kollagen sei "ungeheuer nützlich", weil Kollagen das häufigste Protein im Körper sei, schreiben Queeny Dasgupta und Lauren Black von der Tufts University im US-Staat Massachusetts in einem "Science"-Kommentar. Zudem könne man bei dem Verfahren noch andere wichtige Gewebebestandteile hinzufügen wie Fibrinogen, Alginat und Hyaluronsäure.

Noch seien Verbesserungen nötig, betonen Dasgupta und Black. Um die Komplexität von Körpergewebe nachzuahmen, müsse eine Druck-Auflösung von einem Mikrometer oder weniger erreicht werden. Das Verfahren sei aber ein wichtiger Schritt hin zur Produktion benötigter Organe durch 3D-Druck.

Vor überzogenen Erwartungen warnt Studienleiter Feinberg selbst: "Vor uns liegen noch viele Jahre Forschung, aber es ist aufregend, dass wir echte Fortschritte auf dem Weg hin zu hergestelltem, funktionsfähigem menschlichem Gewebe und zu Organen machen."

Organmangel ist ein weltweites Problem. Allein in den USA warten mehr als 4000 Menschen auf ein Spenderherz. In Deutschland, wo pro Jahr 300 Herzen transplantiert werden, warten nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) etwa 700 Menschen auf ein Herz.

Quelle: n-tv.de, Walter Willems, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-dru ... 87206.html
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Erster Deutscher erkrankt - Riesenzecke überträgt Fleckfieber

Postby Weltbookadmin47 » 15. Aug 2019 13:44

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Riesenzecke- ... 07281.html
Erster Deutscher erkrankt - Riesenzecke überträgt Fleckfieber
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Krabbeliges Tierchen: Mit einer durchschnittlich größeren Körperlänge als die der heimischen Zecke, ist die Art Hyalomma für den Menschen schneller erkennbar.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Eine bis zu zwei Zentimeter große Zecke breitet sich offenbar in Deutschland aus, und sie ist gefährlich: Erstmals gelingt der Nachweis, dass sich ein Mensch in Deutschland durch den Stich einer Hyalomma-Zecke mit Fleckfieber infiziert.

Erstmals soll in Deutschland ein Mensch durch den Stich einer tropischen Riesenzecke an Fleckfieber erkrankt sein. In der Zecke sei der betreffende Erreger nachgewiesen worden, teilte die Universität Hohenheim in Stuttgart mit. Ein Pferdebesitzer aus dem Raum Siegen (Nordrhein-Westfalen) hatte eine Hyalomma-Zecke Ende Juli nach einem Stich an die Zeckenforscher in Hohenheim geschickt. Wenige Tage später war er mit schweren Krankheitssymptomen und Verdacht auf Zecken-Fleckfieber ins Krankenhaus gekommen. Er konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.
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Wissen 20.07.19
Massenhaft aus dem Urlaub eingeschleppt "Braune Hundezecke" breitet sich in Deutschland aus

"Damit wissen wir jetzt nicht nur sicher, dass die Hyalomma-Zecke auch Menschen sticht", sagte Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim. Klar sei auch, dass in Deutschland eine Übertragung des Zecken-Fleckfiebers durch die Tiere tatsächlich möglich ist. Ärzte müssten künftig eine Infektion als mögliche Ursache in Betracht ziehen und entsprechend wachsam sein, sagte sie.

Das Bakterium Rickettsia aeschlimannii verursacht einen fieberhaften Infekt mit Kopf- und Muskelschmerzen, extremen Gelenkschmerzen und einem Gefühl, als würde man verbrennen. Typisch für die Erkrankung ist der Hautausschlag, der dem Fleckfieber den Namen gibt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist Fleckfieber eine in Deutschland höchst selten auftretende Krankheit. In den vergangenen Jahren habe es nur vereinzelte Fälle gegeben, alle seien aus dem Ausland importiert worden.

Die Zahl gefundener Hyalomma-Zecken ist in Deutschland in den vergangenen Monaten und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. "2019 haben wir zusammen bis jetzt schon 50 Exemplare in Deutschland gefunden. Letztes Jahr waren es insgesamt 35", sagt Mackenstedt. Von den 2019 gefundenen Exemplaren trägt laut Mackenstedt fast jedes zweite den Fleckfieber-Erreger in sich. Erstmals konnten nach Einschätzung der Experten in diesem Jahr Hyalomma-Zecken in Deutschland auch überwintern.
Direkter Nachweis bei Pferdehalter nicht möglich
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Wissen 11.07.15
Frühzeitiges Entfernen wichtig Ein Drittel aller Zecken kann Borrelien übertragen

Der Fall des Pferdehalters aus dem Sauerland wird als Verdachtsfall behandelt, weil ein Direktnachweis des Erregers am Patienten nach Angaben der Experten nicht möglich war. "Die Behandlung des Patienten stand einfach an erster Stelle", sagte Gerhard Dobler, Mediziner am Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München. "Doch der unmittelbar vorausgegangene Zeckenstich, die typischen Symptome und vor allem der Nachweis des Erregers in der Zecke lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich bei dem Fall um Zecken-Fleckfieber handelte."

Die Hyalomma-Zecken stammen aus den Trocken- und Halbtrockengebieten von Afrika, Asien und Südeuropa - von Spanien über Italien bis zur Türkei. Von den hiesigen Zecken, wie etwa dem Gemeinen Holzbock, kann man sie leicht unterscheiden: Sie sind mit bis zu zwei Zentimeter Länge wesentlich größer und haben auffällig gestreifte Beine. Bislang wurden Hyalomma-Zecken mit Zugvögeln nach Deutschland transportiert, dort können sie sich nach Ansicht der Wissenschaftler in diesem Jahr stärker ausbreiten.
30 Hyalomma-Zecken im Jahr 2018 nachgewiesen

Die Hyalomma-Zecken können auch gefährlichere Erreger übertragen, darunter jenes Virus, das das Krim-Kongo-Fieber verursacht, das mit schweren Blutungen einhergehen kann. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 18 Exemplare aus 8 Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein) eingeschickt und untersucht, weitere 17 Zecken waren aufgrund von Bildern eindeutig als Hyalomma-Zecken zu erkennen gewesen. Keine der untersuchten Zecken trug den Erreger des Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fiebers in sich.

Weiter dominant bleibe in jedem Fall der sogenannte Holzbock als heimische Zeckenart, sagte Mackenstedt. Die von ihm übertragenen Erreger können Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auslösen. Während die normalen Zecken nicht einfach zu sichten sind, sobald sie sich am menschlichen Körper festkrallen, spürt der Mensch den Angriff der Hyalomma-Zecke, sagt Expertin Mackenstedt: "Sie ist ja deutlich größer. Das merken Sie, wenn die auf Ihnen herumläuft."
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, Martin Oversohl, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Riesenzecke- ... 07281.html
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Faktencheck zum Elektrosmog - Kein Grund zur Sorge bei Handy-Strahlung ?

Postby Weltbookadmin47 » 28. Aug 2019 09:59

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Kein-Grund ... 33132.html
Faktencheck zum Elektrosmog - Kein Grund zur Sorge bei Handy-Strahlung ?
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Wer sich weniger Strahlung aussetzen möchte, telefoniert besser mit einem Headset.

(Foto: imago/PhotoAlto)
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Seit es Handys gibt, wird vor der Strahlung gewarnt, die von Sendemasten und den Geräten ausgehen. Durch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G ist die Diskussion über die Gefahren neu entbrannt. Die Stiftung Warentest hat die Studienlage gesichtet.

Handy-Strahlung birgt nach derzeitigem Forschungsstand kaum gesundheitliche Risiken für Verbraucher - zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest. Die Begutachtung neuer toxikologischer Tierstudien und die Expertenmeinungen von Wissenschaftlern, Ärzten - auch kritischen - sowie Behördenvertretern seien zu einem "beruhigenden" Ergebnis gekommen, teilten die Tester mit. Es bestehe "kaum ein Grund zur Sorge".

Die Debatte über mögliche Gefahren durch Handy-Strahlung war zuletzt durch die Einführung des neuen Mobilfunkstandards 5G wieder angefacht worden. Kritiker fürchten, dass 5G die allgemeine Belastung durch tech­nisch erzeugte elektromagnetische Felder - oft auch "Elektrosmog" genannt - deutlich erhöht. Die Stiftung Warentest betont nun, dass unter anderem Langzeitstudien aus verschiedenen Ländern zeigten, dass die Gesamtzahl an Hirntumoren in den vergangenen Jahrzehnten nicht nennenswert gestiegen sei - trotz der enormen Verbreitung von Handys.
Besser Headset oder Bluetooth nutzen

Der Effekt von Handystrahlen auf Spermien werde als gering eingestuft, zudem gebe es in verschiedenen Studien zu dem Thema "methodische Schwächen". Schaden für die Qualität von Spermien scheine von vielen weiteren Einflüssen auszugehen, wie etwa hormonaktiven Chemikalien, Pestiziden oder dem Rauchen, erklärten die Tester.

Verbraucher, die sicherheitshalber dennoch vorbeugen wollten, können laut Stiftung Warentest einiges tun: Ein Großteil der Strahlung (95 Prozent) stamme vom Handy am Ohr. Deutlich geringer sei die Belastung beim Telefonieren mit einem Headset mit Kabel oder Bluetooth.

Da sich Handys mit ihrer Sendeleistung an die Stärke des Mobilfunknetzes vor Ort anpassen, sollten sich Nutzer zudem bei schlechtem Empfang - etwa im Zug oder Auto ohne Außenantenne - mit dem Telefonieren zurückhalten.

Quelle: n-tv.de, awi/AFP https://www.n-tv.de/ratgeber/Kein-Grund ... 33132.html
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"Besorgniserregende" Bilanz - Masernerkrankungen in Europa nehmen zu

Postby Weltbookadmin47 » 29. Aug 2019 08:23

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Masernerkran ... 36814.html

Donnerstag, 29. August 2019
"Besorgniserregende" Bilanz - Masernerkrankungen in Europa nehmen zu
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Von Masern besonders betroffen sind die Länder Ukraine, Kasachstan, Georgien und Russland.

(Foto: imago/Eibner)
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Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: In Europa sind doppelt so viele Menschen an Masern erkrankt wie noch im Jahr zuvor. Die Entwicklung in Deutschland ist aber auf einem guten Weg.

Die Zahl der Masernerkrankungen in Europa hat in diesem Jahr deutlich zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählte in den ersten sechs Monaten bereits rund 90.000 Fälle. Damit habe sich die Zahl der Erkrankungen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 verdoppelt, teilte die WHO in Genf mit. Außerdem hätten vier Länder - Albanien, Tschechien, Griechenland und Großbritannien - ihren Status als masernfrei verloren.
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Politik 17.07.19
Bußgeld bei Nichtbeachtung Masern-Impfpflicht soll 2020 in Kraft treten

Insgesamt zählen 53 Länder zu dem von der WHO auf die Verbreitung von Masern und Röteln untersuchten Gebieten. Davon sei es in 48 Ländern zu Masernfällen gekommen. Besonders betroffen seien die Ukraine, Kasachstan, Georgien und Russland gewesen. Dort seien 78 Prozent aller Masernfälle des ersten Halbjahrs aufgetreten. In Deutschland kämen Masern noch regional begrenzt vor.

Eine solche Entwicklung habe es seit Beginn der genauen Überwachung 2012 nicht gegeben. "Die Rückkehr der Masern ist besorgniserregend", sagte der WHO-Experte Günter Pfaff. Ohne eine verbreitet hohe Impfrate würden Kinder wie Erwachsene unnötig leiden und auch tragischerweise sterben. Seit Januar 2018 seien rund 100 Menschen in Europa der hochansteckenden Infektionskrankheit erlegen. Die Entwicklung zeige die Notwendigkeit einer Impfrate von 95 Prozent in der Bevölkerung, hieß es. Bei Röteln sei die Lage besser. Hier gelten laut WHO 39 Länder als frei von der Infektionskrankheit, damit zwei mehr als 2017.
"Mehr Mühe nötig"

Die jahrelangen Anstrengungen hätten die Masern fast ausgerottet. "Aber die Ausbrüche zeigen, dass noch mehr Mühe nötig ist", sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab. Jetzt sei es Zeit, alles anzusprechen, was dazu geführt habe, dass sich das mitunter tödliche Virus weiter hartnäckig halten könne. Es sollte jede Gelegenheit genutzt werden, Kindern die Routine-Impfung zu geben, Erwachsene über ihren Impfstatus aufzuklären und gegebenenfalls zu impfen.

In Deutschland gab es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bis Ende Juli dieses Jahres mehr als 450 Masernfälle. 2018 waren es etwa 540 Fälle, 2017 knapp 930. Bei Masernausbrüchen gibt es jährlich und regional teils große Schwankungen der Fallzahlen.
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, joh/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Masernerkran ... 36814.html
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"Schon längst Zeit zu handeln" - Globale Epidemien könnten Millionen töten

Postby Weltbookadmin47 » 19. Sep 2019 15:15

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Globale-Epid ... 78983.html
"Schon längst Zeit zu handeln" - Globale Epidemien könnten Millionen töten
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Eine globale Influenza-Pandemie könnte Millionen von Menschen töten.

(Foto: imago/Science Photo Library)
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Krankheiten können sich rasch verbreiten - und vor allem weltweit. Genau dahingehend sind Länder allerdings derzeit nicht ausreichend vorbereitet. Bei einer Influenza-Pandemie könnten weltweit bis zu 81 Millionen Menschen ums Leben kommen. Die Weltgesundheitsorganisation rät zu schnellem Handeln.

Ein Gremium von WHO und Weltbank hält die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen eine globale Epidemie (auch: Pandemie) für "völlig unzureichend". "Es ist schon längst an der Zeit zu handeln", schreiben die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem Bericht.

Zahlreiche Dinge müssten demnach verbessert werden - den Fokus legt der Ausschuss dabei auf sieben dringende Maßnahmen. Unter anderem fordert das GPMB Regierungen aller Nationen auf, die Vorbereitungen auf eine mögliche Pandemie als integralen Bestandteil nationaler und globaler Sicherheit zu sehen.

Dass die Vorsichtsmaßnahmen aktuell völlig unzureichend sind, bestätigt auch Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité. Eine Studie aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass bei einer globalen Influenza-Pandemie 51 bis 81 Millionen Menschen ums Leben kommen könnten. Diese Zahlen hält Drosten für gerechtfertigt. Der letzten Pandemie - der Schweinegrippe - fielen nach WHO-Angaben mehr als 18.400 Menschen in rund 200 Ländern zum Opfer. In Deutschland gab es 2009/2010 über 226.000 gemeldete Fälle, 258 Patienten starben. Doch die Auswirkungen des H1N1-Virus fielen trotzdem vergleichsweise glimpflich aus.
Vor allem auf Viren vorbereiten

"Das heißt nicht, dass eine zukünftige Pandemie auch so mild verlaufen muss", sagt Drosten. Ein Hauptwerkzeug gegen solche Erkrankungen sind für den Experten Impfstoffe. Auch neue Medikamente gegen Viren seien wichtig. "Wir müssen uns vor allem auf Viren vorbereiten, weil die einfach besser übertragbar sind."

Doch nicht nur die harte Wissenschaft ist gefragt. Institutsleiter Drosten spricht davon, dass es bei Krankheitsfällen beispielsweise eine verbesserte Kommunikation zwischen Ländern und Behörden geben muss. Verstärkte Koordinationsmechanismen wünscht sich auch das GPMB - unter anderem bei den Vereinigten Nationen.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Globale-Epid ... 78983.html
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Beauty-Talk bei "Hart aber fair" - Wie gefährlich ist der Schönheitswahn ?

Postby Weltbookadmin47 » 24. Sep 2019 11:36

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Wie-gefaehr ... 91363.html
Beauty-Talk bei "Hart aber fair" - Wie gefährlich ist der Schönheitswahn ?
Von Julian Vetten
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Plasbergs Gäste, von links nach rechts: Werner Mang, Harald Glööckler, Natascha Ochsenknecht, Karl Lauterbach, Louisa Dellert.
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Fast eine Million Schönheitsoperationen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland durchgeführt: Neuer Rekord und ein Anstieg um 30 Prozent zu 2017. Wo soll die Selbstoptimierung noch hinführen?

Hand aufs Herz: Würden Sie sich von Karl Lauterbach eine neue Nase machen lassen? Wahrscheinlich eher nicht, schließlich hat der Politiker in seinem Leben noch keine einzige Schönheitsoperation durchgeführt - und dürfte mit seiner Bewerbung um den SPD-Vorsitz ohnehin gerade genug um die Ohren haben. Trotzdem könnte sich Lauterbach als approbierter Arzt Schönheitschirurg nennen und entsprechende Operationen durchführen, wenn er das wollte - geschützt ist der Begriff nämlich nicht. Das wirft ein ziemlich beunruhigendes Licht auf eine "Hart aber fair"-Sendung, deren Thema sich nach den Klimadebatten der vergangenen Wochen auf den ersten Blick ziemlich banal liest: "Neue Nase, neues Leben - wie gefährlich ist der Boom bei Schönheits-Operationen?"
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Ganz offensichtlich ein großer Fan von Schönheits-OPs: Harald Glööckler.

Die blanken Zahlen zeigen allerdings, dass Schönheitsoperationen alles andere als ein Nischenthema sind: Alleine im vergangenen Jahr wurden sage und schreibe 920.000 Eingriffe durchgeführt, satte 30 Prozent mehr als noch 2017. Und weil die Tendenz weiter steigt, hat Moderator Frank Plasberg am Montag neben dem SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach den Schönheitschirurgen Werner Mang, Modedesigner Harald Glööckler, die Influencerin Louisa Dellert und das Ex-Model Natascha Ochsenknecht ins Studio geladen, um über Sinn und Unsinn von Schönheits-OPs zu diskutieren.
Glööckler kennt das Altern nicht

"Heute arbeiten die Mädels schon mit 20 auf ihre erste Depression hin, […] jeder will perfekt sein", sagt Ochsenknecht. Die Reality-TV-Darstellerin hält eine Lobrede auf Natürlichkeit und das wichtige Gefühl, sich wohl im eigenen Körper zu fühlen - die aber nicht unwesentlich durch den Fakt geschmälert wird, dass sie vor ein paar Jahren selbst Botox "ausprobiert" hat. Mittlerweile ist Ochsenknecht zu Vampirlifting-Behandlungen übergegangen, bei denen zentrifugiertes Eigenblut und Hyaluronsäure unter die Haut gespritzt wird. Die Fotos, die dazu eingeblendet werden sehen aus, als wären sie im Schlachthaus entstanden.
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Hat dem Schönheitswahn den Kampf angesagt: Louisa Dellert.

Neben der 55-jährigen Ochsenknecht sitzt mit Harald Glööckler noch jemand bei Plasberg, dessen Angst vor dem Älterwerden quasi durch den Bildschirm spürbar wird. Dabei ist die Geschichte des Modedesigners, der unter einem gewalttätigen Vater litt und sich durch seine Andersartigkeit von ihm abgrenzen wollte, eine tragische und durchaus nachvollziehbar. Dass sich Glööcklers Abspaltung allerdings mit der Zeit verselbständigt zu haben scheint, verrät die Reaktion des 54-Jährigen auf Plasbergs Frage, ob er Angst vor dem Altern habe: "Das Altern ist mir nicht bekannt. Das gibt es bei uns nicht. Ich weiß nicht, wie sich das anfühlt", sagt Glööckler mehr als nur eine Spur zu laut. Glücklich klingt das ganz und gar nicht.

Neben Ochsenknecht und Glööckler wirkt Louisa Dellert dagegen wie die Authentizität in Person. Dabei gehört es ja im Grunde genommen zur Jobbeschreibung einer Influencerin, eine Seifenblasenwelt um die eigene Person aufzubauen. Ein selbstzerstörerisches Rennen, bei dem Dellert so lange mitmachte, bis sie sich im Selbstoptimierungswahn auf 46 Kilo heruntergehungert hatte und fast einem Herzleiden erlag. "Ich habe dann festgestellt: Hey, ich hätte mit meinem Sixpack auch draufgehen können, da hätte ich dann auch nichts mehr davon gehabt." Seitdem hat die Influencerin dem üblichen Schönheitswahn den Kampf angesagt und versorgt ihre 360.000 Follower mit Themen wie Body Positivity und wirklich gesunder Ernährung, nur: "Inzwischen verdiene ich nicht mal halb so viel Geld wie damals."
"Wir optimieren die Jugend"

Vor allem junge Menschen jagen immer mehr einem gefährlichen Schönheitswahn hinterher. Werner Mang weiß genau, wovon die Rede ist: "Heute kommen zu uns schon 14-jährige Mädels, die mit einem Instagram-Bild vorbeikommen, das zeigt, wie sie aussehen wollen." Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg spricht sich gegen Eingriffe an Jugendlichen aus, genau wie der eingangs erwähnte Lauterbach: "Wir optimieren die Jugend zu Tode. […] Bei Kindern sollte das schlicht und ergreifend verboten werden, und dafür hätten wir auch die Mittel. […] Leider wird das Thema nicht ernst genommen, sondern als Randproblem betrachtet, was es aber nicht ist."

Spätestens nach dieser Diskussion wissen das auch die Zuschauer von "Hart aber fair". Und aus deren Reihen kommt dann auch das schönste und zugleich traurigste Zitat des Abends: "Schönheits-OPs sind das Fieberthermometer unserer an Narzissmus erkrankten Fassaden-Gesellschaft." Ein Wort zum Sonntag, und das schon am Montag.

Quelle: n-tv.de https://www.n-tv.de/politik/Wie-gefaehr ... 91363.html
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Bewertungssystem für Heime - Neuer Pflege-Tüv soll besser werden

Postby Weltbookadmin47 » 1. Oct 2019 14:05

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Neuer-Pfle ... 05751.html

Dienstag, 01. Oktober 2019
Bewertungssystem für Heime - Neuer Pflege-Tüv soll besser werden
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Wird der Angehörige zu Hause gepflegt, gibt es einen Anspruch auf vollständige Freistellung bis zu sechs Monaten.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Der Pflege-Tüv soll helfen, einen Platz in den mehr als 13.000 Pflegeheimen in Deutschland zu finden. Bisher hat er jedoch vor allem Einser-Noten zu bieten. Nun soll alles besser werden - doch es gibt bereits Zweifel.

Aktuell leben in Deutschland von 3,4 Millionen Pflegebedürftigen etwa 820.000 in stationären Pflegeeinrichtungen - Tendenz steigend, allein durch die demoskopische Entwicklung.

Der Wunsch nach verlässlichen Informationen zur Auswahl des richtigen Heims ist sowohl bei Betroffenen als auch Angehörigen sehr groß. Dies belegt eine aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) in Zusammenarbeit mit der AOK und der Charité Berlin. Bei der Suche nach einem Platz im Pflegeheim sollen künftig aussagekräftige Informationen über die Qualität der einzelnen Einrichtungen helfen. Nach jahrelangen Vorbereitungen soll dies der neue Pflege-Tüv ermöglichen, den der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung an diesem Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Es gibt aber auch Kritik an den Plänen.

Abgelöst werden soll der bisherige Pflege-Tüv mit seinen Noten. Diese werden seit Jahren als viel zu positiv kritisiert. So erzielten die Heime in zentralen Bereichen regelmäßig Spitzenbewertungen. Die bisherigen Heim-Bewertungen stützten sich zudem schwerpunktmäßig auf die Dokumentation der Heime - also das Festhalten der Pflege-Arbeit in Unterlagen.
Übersichtlich und eindeutig?

Künftig soll gezeigt werden, wie gut die Pflege wirklich ist, etwa beim Erhalt von Mobilität und Selbständigkeit im Alltag. So werden beispielsweise Ergebnisse zum Vermeiden schwerer Stürze und zur Unterstützung im Notfall dargestellt. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, begrüßte, dass der Pflege-Tüv übersichtlich und eindeutig werden solle. "Für die Nutzer werden Ergebnisse aber nicht vor Mitte 2020 vorliegen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem sei fraglich, ob die neue Darstellung wirklich eine schnelle Einschätzung bei der Pflegeheimsuche bringen werde. "Denn im zukünftigen Pflege-Tüv wird es weder eine aussagefähige Gesamtnote noch K.O.-Kriterien geben."

Für eine rasche Vergleichbarkeit sei dies aber dringend notwendig. Die bisherigen Pflegenoten galten als unbrauchbar, weil sie die tatsächliche Situation in den Heimen beschönigten und sich Missstände kaum erkennen ließen. Künftig muss nun jedes Heim zweimal im Jahr Indikatoren veröffentlichen, die über die Versorgung Aufschluss geben. Darüber hinaus werden einmal jährlich durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse Qualitätskontrollen vor Ort durchgeführt.

Brysch forderte: "Wenn Heime bei der Schmerztherapie, der Wundversorgung, dem Umgang mit Fixierung oder der Medikamentengabe durchfallen, muss dies für den Nutzer sofort erkennbar sein." Die Menschen bräuchten einen Pflege-Tüv, der leicht verständlich sei, die Praxis abbilde und eine schnelle Vergleichbarkeit ermögliche.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa https://www.n-tv.de/ratgeber/Neuer-Pfle ... 05751.html
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Sterberisiko sinkt - Leben Hundehalter länger ?

Postby Weltbookadmin47 » 9. Oct 2019 21:26

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Leben-Hundeh ... 20078.html

Mittwoch, 09. Oktober 2019
Sterberisiko sinkt - Leben Hundehalter länger ?
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Einen Hund zu streicheln, kann den Blutdruck so stark senken wie ein Medikament.

(Foto: picture alliance / Philipp Schul)
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Wer einen Hund hat, lebt gesünder - und länger. Zu diesem Schluss kommen jetzt gleich zwei Studien. Demnach ist das Sterberisiko bei Hundebesitzern deutlich geringer. Warum das der Fall ist und welche Ursachen dahinter stecken, ist allerdings noch unklar.

Hunde sind nicht nur treue Weggefährten in allen Lebenslagen, sie haben offenbar auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Herrchen. Eine systematischen Überprüfung von mehr als 70 Jahren Forschungsarbeit, die in der kardiologischen Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass Hunde ihre Besitzer davor schützen, frühzeitig zu sterben - ganz gleich aufgrund welcher natürlichen Todesursache. "Bei Hundebesitzer reduziert sich das allgemeine Sterberisiko um 24 Prozent", sagte Endokrinologin Caroline Kramer von der Universität Toronto zu CNN. Bei Menschen, die bereits einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt hatten, ist der Effekt sogar noch größer.
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Panorama 04.10.19
Parade in Passau Hunderte Dackelfreunde feiern ihre Vierbeiner

Eine ebenfalls in "Circulation" veröffentlichte Studie aus Schweden zeigt in die gleiche Richtung: Sie fand heraus, dass sich Hundebesitzer nach einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung gesundheitlich schneller erholen. Besonders alleinlebende Hundebesitzer profitieren demnach von ihrem vierbeinigen Freund. "Wir wissen, dass Einsamkeit und soziale Isolation große Risikofaktoren für einen frühzeitigen Tod sind", sagte Studienautor Tove Fall von der Universität Uppsala.

Weil es sich bei beiden Studien um Beobachtungsstudien handelt, kann allerdings nicht nachgewiesen werden, dass die Hunde tatsächlich der kausale Grund für das längere Leben ihrer Besitzer sind. So wäre es auch denkbar, dass Hundehalter länger leben, weil sie sich mehr bewegen - oder dass es generell eher fittere und aktivere Menschen sind, die sich einen Vierbeiner zulegen. Andere Studien zeigen jedoch, dass die körperliche Aktivität allein nicht ausschlaggebend ist.

Viele Kardiologen glauben deshalb dennoch an die therapeutische Wirkung von Hunden - und "verschreiben" ihren Patienten teils sogar einen Hund, wenn diese fähig sind, sich um ihn zu kümmern. "Eine Studie hat etwa herausgefunden, dass allein das Streicheln eines Hundes den Blutdruck so stark senken kann wie ein Medikament", sagte Kramer CNN. "Je früher wir uns eine gesunde Lebensweisen angewöhnen, desto besser. Laufen, nicht rauchen - und sich vielleicht einen Hund anschaffen."

Quelle: n-tv.de, ftü https://www.n-tv.de/wissen/Leben-Hundeh ... 20078.html
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Warm anziehen, kalt duschen ? - Erkältungsratschläge im Faktencheck

Postby Weltbookadmin47 » 17. Oct 2019 11:36

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Erkaeltungsr ... 32945.html

Donnerstag, 17. Oktober 2019
Warm anziehen, kalt duschen ? - Erkältungsratschläge im Faktencheck
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Heiße Zitrone wird auch oft empfohlen als Erkältungsmittel - Vitamin C ist allerdings hitzeempfindlich und wird durch das heiße Wasser schnell zerstört. Zitronensaft also besser in kaltes oder lauwarmes Wasser geben.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Es wird wieder überall geniest und gehustet - die Erkältungszeit beginnt. Was man dagegen tun kann, sich anzustecken und krank zu werden, dazu gibt es unzählige Tipps. Aber nicht alle helfen, manche sind wissenschaftlich umstritten. Ein paar gängige Ratschläge auf dem Prüfstand.

Herbst und Winter sind nicht nur die Hauptsaison für Erkältungen, sondern auch für altbewährte Ratschläge zu dem Thema. Wer wurde nicht schon einmal gerügt, weil er ohne Schal und Mütze vor die Tür ging? Wem wurde noch nie das absolute Allheilmittel gegen einen Schnupfen empfohlen? Viele der oft gehörten Tipps sind wissenschaftlich jedoch umstritten.

Ratschlag: "Zieh' dich warm an, sonst erkältest du dich."

Bewertung: Ein Zusammenhang ist nicht erwiesen.

Fakten: Es steckt doch schon im Wort drin - Erkältungen müssen doch eigentlich mit Kälte zu tun haben. Schließlich treten sie in den kalten Monaten auch besonders häufig auf. "Ein Zusammenhang zwischen Frieren und sich daraufhin erkälten ist wissenschaftlich nicht belegt", sagt Martin Scherer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Erkältungen oder grippale Infekte werden durch Viren, nicht durch kalte Temperaturen ausgelöst. Ob die Kälte die Abwehrkräfte des Körpers so sehr schwächt, dass eine Infektion begünstigt wird, ist umstritten. Forscher fanden jedoch biologische Hinweise darauf, dass Immunzellen bei Kälte Viren schlechter bekämpfen können.

Ratschlag: "Kalte Duschen härten ab."
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Wer kalt duscht, wird nicht seltener krank.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bewertung: Möglicherweise, seltener krank wird man aber nicht.

Fakten: Wissenschaftler aus den Niederlanden gingen dieser These nach. Dabei kam heraus, dass Menschen, die anfingen auch kalt zu duschen, sich seltener und weniger heftig krank fühlten. Bei den tatsächlichen Krankheitstagen pro Jahr gab es dagegen keine großen Unterschiede zu den Testpersonen, die weiter warm duschten. Scherer sieht zudem ein Problem: "Kalte Duschen sind nicht unproblematisch, sie können das Herz-Kreislauf-System überfordern."

Ratschlag: "Händewaschen nicht vergessen."

Bewertung: Ein guter Rat, sagen viele Experten.

Fakten: "Die Hände sind ein wichtiger Keimüberträger", erklärt der Hamburger Allgemeinmediziner Scherer. So können etwa durch Anfassen einer Türklinke Keime aufgenommen werden. Reibt man sich anschließend die Augen oder fasst sich an die Nase, können die Erreger in die Schleimhäute gelangen. Forscher gehen davon aus, dass regelmäßiges Händewaschen die Verbreitung von Viren und die Ansteckungsgefahr senken kann. Dafür sollten die Hände gründlich für 20 bis 30 Sekunden eingeseift werden.

Ratschlag: "Du brauchst viel Vitamin C und Zink."
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Leben 12.02.19
Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit Natürliche Hausmittel helfen bei Erkältung

Bewertung: Allenfalls geringe Vorteile.

Fakten: "Ohne Vitamin C und Zink dauert eine Erkältung eine Woche, mit Vitamin C und Zink dauert sie 7 Tage", sagt Scherer. Im Vorfeld einer Erkrankung können sie jedoch womöglich etwas helfen: Die reguläre Einnahme von Zink reduzierte zumindest in Studien mit Kindern die Zahl der Erkältungen pro Jahr. Die regelmäßige Gabe von Vitamin C führte dagegen bei Erwachsenen lediglich zu einer geringeren Krankheitszeit und etwas abgeschwächten Symptomen. Auch wenn das Vitamin kein Allheilmittel gegen Erkältungen ist, bleibt es sinnvoll den Körper durch eine ausgewogene Ernährung ausreichend damit zu versorgen.

Ratschlag: "Ab ins Bett mit dir."

Bewertung: Schlaf und Ruhe helfen gegen Erkältungen.

Fakten: Sich bei einer Erkältung Ruhe zu gönnen hat zwei Vorteile: Man steckt weniger Menschen an. Zudem hilft Schlaf dem Körper, die Erkältungsviren abzuwehren. "Körperliche Schonung ist beim akuten Infekt sinnvoll. Übermüdung und Schlafentzug können das Immunsystem schwächen", sagt Scherer. Das kann im Vorfeld auch die Anfälligkeit für Erkältungen erhöhen.

Ratschlag: "Trink schön viel Ingwer-Tee mit Honig."
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Leben 07.02.19
Fünf Gründe für das "Superfood" Darum ist Ingwer so gesund

Bewertung: Das kann Symptome durchaus lindern.

Fakten: Warme oder heiße Getränke können das Husten und den Abfluss von Schleim nach einer Handreichung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erleichtern. Generell sei Trinken bei Erkältungen förderlich. Honig könne demnach helfen, einen trockenen Rachen und gereizte Bronchien zu beruhigen. In Ingwer sind sogar Stoffe enthalten, die gegen Rhinoviren wirken, einen der häufigsten Verursacher der klassischen Erkältung. Zudem kann die Wurzel der Pflanze Entzündungen entgegenwirken.

Ratschlag: "Eine Nasendusche kann helfen."

Bewertung: Der konkrete Nutzen ist unklar.

Fakten: Nasenspülungen mit Salz wird nachgesagt, dass sie gegen Viren wirken. Ob das Nasenduschen jedoch wirklich Erkältungen vorbeugen oder bekämpfen kann, ist umstritten. Einige Studien zeigten durchaus eine prophylaktische Wirkung von regelmäßiger Anwendung, grippale Infekte wurden seltener. Bei einer bestehenden Erkältung erleichterte Nasenduschen Kindern zudem das Atmen. Australische Forscher verglichen jedoch die Ergebnisse mehrerer Studien und kamen zu dem Schluss, dass es bisher keine medizinisch bedeutsamen Anzeichen für einen Nutzen gebe.

Quelle: n-tv.de, David Schwarz, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Erkaeltungsr ... 32945.html
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Zeitumstellung am Sonntag - Schlafrhythmus aus dem Takt

Postby Weltbookadmin47 » 27. Oct 2019 11:44

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Schlafrhythm ... 53737.html
Zeitumstellung am Sonntag - Schlafrhythmus aus dem Takt
Schlafstörungen nehmen zu. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wer dauerhaft zu wenig und/oder schlecht schläft, dessen Wohlbefinden und Gesundheit sind gefährdet

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
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Am Wochenende ist es wieder soweit: Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Den ein oder anderen bringt das ganz schön aus dem Rhythmus. Doch nur wer grundsätzlich und langfristig schlecht schläft, dessen Gesundheit ist in Gefahr.

Die Abstimmung zwischen äußeren Einflüssen und der inneren Uhr funktioniert ziemlich gut, so auch der Schlaf-Wach-Rhythmus - wenn nur nicht jedes halbe Jahr die Zeitumstellung dazwischen käme. Doch wie stark beeinflusst sie uns tatsächlich? Und welche Folgen hat es, wenn man langfristig zu wenig schläft?
Jeder im eigenen Tempo

Wissenschaftler beschäftigen sich seit Langem mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Uhren-Drehens - vor allem mit der Umstellung auf die Sommerzeit. Bis vor gut zehn Jahren kamen so gut wie alle Studien zu dem Ergebnis: Probleme wie Schlafstörungen seien spätestens innerhalb von ein bis zwei Wochen behoben. In der jüngeren Forschung gibt es jedoch Hinweise, dass sich der biologische Rhythmus bei manchen Menschen etwas langsamer harmonisiert. Das ergab eine Meta-Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag aus dem Jahr 2016.

Der Zeitsprung unterbricht die Anpassung an die jahreszeitlich bedingten Veränderungen. "Durch die Umstellung wird man gezwungen, das Aufwachen um eine Stunde vor oder nach hinten zu verschieben. Deshalb gerät die Harmonie zwischen dem Äußeren und der inneren Uhr durcheinander", erklärt Gregor Eichele. Der Leiter der Abteilung Gene und Verhalten am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie beschäftigt sich damit, wie Moleküle den biologischen Rhythmus beeinflussen. Die Stunde Verschiebung werde besonders von den Menschen bemerkt, die einen regelmäßigen Schlafrhythmus hätten, so Eichele. Die innere Uhr des Menschen lässt viele Prozesse in Zyklen von rund 24 Stunden ablaufen - etwa Veränderungen der Körpertemperatur und des Blutdrucks, die Ausschüttung von Hormonen sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Macht zu wenig Schlaf wirklich krank?

Wer dauerhaft zu wenig und/oder schlecht schläft, dessen Wohlbefinden und Gesundheit sind gefährdet. Dabei geht es um direkte Auswirkungen und um langfristige Risiken. So leiden zunächst die kognitiven Fähigkeiten: Schon nach wenigen Tagen Schlafmangel sind die meisten Menschen unkonzentrierter, vergesslicher, und sie reagieren messbar langsamer.

Wenn man über einen längeren Zeitraum schlecht schlafe, gehe das an die Gesundheit, erklärt Schlafforscher Ingo Fietze von der Berliner Charité in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit". "Die Blutzuckerwerte erhöhen sich, das Diabetesrisiko steigt, und das Immunsystem beginnt zu schwächeln." Darüber hinaus zeigen Studien aus verschiedenen Ländern, dass Menschen, die langfristig schlecht schlafen, ein erhöhtes Risiko für verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Der Schlafbedarf ist zwar von Mensch zu Mensch verschieden. Doch die Empfehlung der "American Academy of Sleep Medicine" lautet: Mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht sollten es bei einem Erwachsenen sein - um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
Hände weg vom Smartphone

Wer vor dem Schlafengehen auf sein Smartphone schaut, riskiert, schlechter einzuschlafen. Schuld ist der meist hohe Anteil an blauem Licht, mit dem die Bildschirme von Smartphones und Computern arbeiten. Das kurzwellige Licht sorgt dafür, dass man wach bleibt: Es bremst die Ausschüttung von Melatonin. Das Hormon regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers. Bei fehlendem (Tages-)Licht wird es aus den körpereigenen Speichern ins Blut abgegeben, und man wird müde.

Wer vor dem Schlafengehen aufs Handy schaut, kann außerdem durch die dabei entstehenden Gefühle wach gehalten werden. "Der größte Schlafkiller der jüngeren Geschichte ist allerdings die Entwicklung des elektrischen Lichts", so Ingo Fietze.

Quelle: n-tv.de, Alexandra Stober, dpa
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"Schädlicher, als wir dachten" - So schwächen Masern das Immunsystem

Postby Weltbookadmin47 » 1. Nov 2019 12:44

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/So-schwaeche ... 65861.html
"Schädlicher, als wir dachten" - So schwächen Masern das Immunsystem
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Mädchen mit Masern: Masern schwächen das Immunsystem nicht nur während der Krankheit, sondern auch noch danach.

(Foto: imago/Niehoff)
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Überhaupt nicht harmlos: Schon länger ist bekannt, dass Kinder nach einer Maserninfektion jahrelang anfälliger für andere Infektionen sind. Dazu zählen Bronchitis, Mittelohr- und Lungenentzündungen sowie Enzephalitis. Zwei Studien zeigen nun, warum das so ist.

Epidemien bieten manchmal auch eine große Chance für die Medizin: In den Niederlanden steckten sich 2013 in einer orthodox-protestantischen Gemeinschaft, die Impfungen ablehnt, mehr als 2600 Menschen mit Masern an. Schon vor dem Ausbruch hatten Mediziner bei Dutzenden Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren Blutproben genommen. Etwa zwei Monate nach der Genesung entnahmen sie ihnen erneut Blut. Seitdem nutzen Forscher die Proben, um Maserninfektionen und deren Auswirkungen zu ergründen. Denn die Folgen der Viren für das Immunsystem waren bislang weitgehend unverstanden.

Bis heute gelten die äußerst ansteckenden Masern vielerorts als harmlose Kinderkrankheit - nach Meinung vieler Experten zu Unrecht. Zwar verursacht die Infektion, die unter anderem mit Schnupfen, Fieber, Bindehautentzündung, weißen Flecken im Mundraum und Hautausschlag einhergeht, bei den meisten Kindern keine größeren akuten Probleme. Doch es kann zu Komplikationen kommen, die mitunter tödlich enden.
Höhere Empfänglichkeit für bakterielle Superinfektionen
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Masern-Illustration aus Meyers Konversationslexikon, 1897.

(Foto: imago stock&people)

Denn Masern schwächen das Immunsystem nicht nur während der Krankheit, sondern auch noch danach. Dies könne die Empfänglichkeit für bakterielle Superinfektionen erhöhen, schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI). Dazu zählen demnach etwa Bronchitis, Mittelohr- und Lungenentzündungen und - besonders gefürchtet - eine postinfektiöse Enzephalitis. Zu dieser Entzündung des Gehirns kommt es laut RKI in etwa 0,1 Prozent der Fälle, bei 10 bis 20 Prozent der Patienten endet sie tödlich.

Nun berichten zwei internationale Forscherteams, dass die Langzeitwirkung der Infektion noch weit gravierender ist. "Die Symptome der Masern sind möglicherweise nur die Spitze des Eisbergs", sagt Michael Mina, einer der Forscher vom Howard Hughes Medical Institute in Boston.

Schon vor vier Jahren sorgte Mina, damals noch an der Princeton University, mit einer im Fachblatt "Science" publizierte Studie für Aufsehen. Darin errechneten ein Team um den Infektionsforscher aus Daten zur Kindersterblichkeit vor und nach der Einführung der Masernimpfung in England, Wales, Dänemark und den USA, dass eine Masernerkrankung das Immunsystem bis zu drei Jahre lang schwächen kann - und so die Todesrate bei Kindern erhöht.
Zusammenhang mit anderer Methode vertieft

Die neue Studie von Mina und Kollegen, veröffentlicht wieder in "Science", vertieft diesen Zusammenhang nun, aber mit einer völlig anderen Methode. Das Team analysierte Blutproben, die unter anderem 77 Kindern in den Niederlanden vor und nach ihrer Maserninfektion entnommen worden waren.

Die Forscher untersuchten das Blut auf Antikörper gegen Viren und Bakterien, die das Immunsystem nach früherem Kontakt mit den jeweiligen Erregern etwa von Grippe, Windpocken oder Lungenentzündungen gebildet hatte. Resultat: Nach der Erkrankung waren - je nach Schweregrad des Verlaufs - zwischen 11 und 73 Prozent des Antikörper-Repertoires verschwunden. Im Gegensatz dazu hatte die Masernimpfung keinen immunschwächenden Effekt.
Löcher in der Immunität gegen Krankheitserreger

"Stellen Sie sich die Immunität gegen Krankheitserreger vor wie ein Buch, das Sie bei sich haben und das Fotos von Straftätern enthält, in die jemand jede Menge Löcher gestanzt hat", erläutert Mina in einer Mitteilung der Harvard Medical School. "Wenn Sie einen Verbrecher sehen würden, wäre es viel schwerer, ihn zu erkennen - vor allem wenn die Löcher wichtige Gesichtszüge wie Augen oder Mund betreffen." Dies sei der bislang klarste Hinweis auf eine Immunamnesie - einen Schwund des Immungedächtnisses.

In einem zweiten Schritt analysierten die Forscher die Entwicklung der Antikörper bei Rhesusaffen, die sie mit einem Masern-ähnlichen Virus infizierten. In den fünf Monaten nach der Infektion verloren die Affen durchschnittlich 40 bis 60 Prozent der schützenden Antikörper gegen andere Erreger.
Zweite Studie liefert weiteres Puzzleteil
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Computergrafik zu Komplikationen einer Maserninfektion wie Enzephalitis und Lungenentzündung.

(Foto: imago/Science Photo Library)

Ein weiteres Puzzleteil des Mechanismus liefert die zweite Studie, die ein Team um Velislava Petrova vom Wellcome Sanger Institute im englischen Cambridge im Fachblatt "Science Immunology" vorstellt. Dieses Team, darunter Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, analysierte bei 26 der niederländischen Kinder die zum Erkennen von Erregern zuständigen B-Zellen des Immunsystems. Demnach schwand nach der Infektion die Vielfalt dieser Gedächtniszellen, die für die Produktion von Antikörpern zuständig sind.

"Diese Studie ist ein direkter Nachweis beim Menschen für eine immunologische Amnesie, bei der das Immunsystem vergisst, wie es auf frühere Infektionen reagieren soll", sagt Petrova. Mögliche Folgen untersuchte das Team an Frettchen, die zuvor gegen Grippe geimpft worden waren. Nach der Infektion mit dem Masern-ähnlichen Erreger CDV (Hundestaupenvirus) fielen bei den Tieren die Antikörper gegen Grippe ab. Die Frettchen wurden trotz ihrer Impfung wieder empfänglich für eine Infektion. "Das zeigt, dass Masern den Schutz von Impfungen vor anderen Infektionskrankheiten aufheben könnten", folgert Ko-Autor Paul Kellam, Infektiologe am Imperial College London.
"Mit unterschiedlichen Methoden zum gleichen Schluss"

"Beide Studien kommen mit komplett unterschiedlichen Methoden zum gleichen Schluss", sagt Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts des Uniklinik Erlangen. "Das ist sehr überzeugend." Der Grund für die Schwächung des Immungedächtnisses ist vermutlich einfach: Die Viren befallen ihre Wirtszellen über ein Oberflächenprotein, das auf den B- und T-Gedächtniszellen des Immunsystems vorkommt. Die Zerstörung dieser Zelltypen durch das Virus verursacht den Verlust des immunologischen Gedächtnisses.

"Bisher war klar, dass eine Maserninfektion zu einer kurzfristigen Immunsuppression führt", erläutert Überla, der nicht an den Studien beteiligt war. Die Zahl der Immunzellen regeneriere sich zwar wieder binnen weniger Wochen. "Klinisch war aber auffällig, dass Kinder danach noch langfristig ein erhöhtes Infektionsrisiko haben. Das konnte man bisher anhand der Laborwerte nicht erklären." Die in den Studien gezeigten Auswirkungen auf das Immungedächtnis liefern nun den Grund dafür.
Besonderheiten des Masernvirus

In einem "Science Immunology"-Kommentar verweist der Immunologe Duane Wesemann von der Harvard Medical School auf Besonderheiten des Masernvirus: "Menschen sind sein einziger Wirt, es verursacht eine aggressive Krankheit mit extremer Ansteckung, und es veranlasst eine jahrelange Immunsuppression." Paradoxerweise hinterlasse es aber ausgerechnet gegen die Masern selbst lebenslange Immunität. Möglicherweise, so spekulieren Experten, würden die zerstörten Zellen des Immunsystems zwar wieder ersetzt, den neugebildeten Nachfolgern fehle aber das spezifische Gedächtnis.

Die Studien erscheinen zu einer Zeit, in der die Masern wieder aufleben. Im Zeitraum von 2000 bis 2016 war die weltweite Zahl der Todesfälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) um 84 Prozent gesunken - von über 550.000 auf knapp 90.000. Die meisten Todesopfer leben in Ländern mit geringem Einkommen und schlechten Gesundheitssystemen.
Entfernung vom WHO-Ziel der Masern-Ausrottung bis 2020

Eigentlich hatte sich die WHO das Ziel gesetzt, die Krankheit bis zum Jahr 2020 weltweit zu eliminieren. Doch nun geht die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung: Laut WHO wurden in den ersten sechs Monaten 2019 weltweit dreimal mehr Fälle berichtet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres - das war der höchste Stand seit 2006.

Im August beklagte die WHO die Entwicklung in Europa. Hier verloren erstmals seit 2012 vier Länder den Status als masernfrei: Albanien, Tschechien, Griechenland und Großbritannien. Die USA, wo im Jahr 2000 nur 86 Fälle registriert wurden, verzeichneten 2019 bis Anfang Oktober etwa 1250 Erkrankungen.
Für Herdenschutz laut WHO ab 95 Prozent Impfrate erforderlich
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Politik 18.10.19
Kita-Verbot und hohe Bußgelder GroKo will Masern-Impfpflicht für Kinder beschließen

In Deutschland stieg die Rate für die beide Masern-Impfungen bei Schulanfängern von 89 Prozent im Jahr 2008 auf 92,9 Prozent im Jahr 2016. 2017 waren es dann 92,8 Prozent. Das ist zu wenig, denn für einen Herdenschutz wären laut WHO ab 95 Prozent erforderlich.

Besonders wichtig wäre ein besserer Masernschutz für ärmere Länder: "Ein normales Kind geht aus der Krankheit vielleicht mit einer Delle im Immunsystem hervor, und sein Körper kann eventuell damit umgehen", sagt der Harvard-Genetiker Stephen Elledge, Leiter der aktuell in "Science" publizierten Studie. "Aber Kinder an der Grenze - wie jene mit einer schweren Masern-Infektion oder jene, die immungeschwächt oder mangelernährt sind - werden ernste Probleme haben." Er fügt hinzu: "Das Virus ist viel schädlicher, als wir dachten. Das macht die Impfung umso wertvoller."

Quelle: n-tv.de, Walter Willems, dpa https://www.n-tv.de/wissen/So-schwaeche ... 65861.html
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Pflegekosten: Wie hoch sind sie ? Wer zahlt ?

Postby Weltbookadmin47 » 17. Nov 2019 17:30

Info Gesundheit
https://hermoney.de/ihr-wissen/beratung ... T3DRXyKvX4
Pflegekosten: Wie hoch sind sie ? Wer zahlt ?
hermoney3. September 2019
FamilienrechtKosten
Pflegekosten: Wer zahlt die Zeche?

Ein Umzug ins Altersheim kann für Ehepartner und Kinder zur finanziellen Herausforderung werden. Wie hoch sind die Kosten? Wer zahlt?

Inhalt:

Wie hoch sind die Pflegekosten?

Wie viel kostet die Kurzzeitpflege, zum Beispiel nach einem Schlaganfall?
Wie teuer ist ein Altersheim?

Wer zahlt die Kosten?

Leitsatz 1: Pflegegeld, Rente, Vermögen – zuerst geht es ans Geld der Eltern

Wie hoch ist der Eigenanteil des Betroffenen?
Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung?
Was zahlt die beihilfekonforme Pflegeversicherung von Beamten?
Private Pflegezusatzversicherungen decken die offenen Kosten teilweise
Was tun, wenn das Elternhaus verkauft werden muss?

Leitsatz 2: Bei finanzieller Not springt vorläufig das Sozialamt ein

Was wird geprüft, wenn das Sozialamt zahlt?

Leitsatz 3: Das Amt kann sich einen Teil des Geldes von Angehörigen zurückholen

Womit müssen Ehe – und Lebenspartner rechnen?
Warum können Kinder zur Kasse gebeten werden?
Was ist mit Brüdern und Schwestern des Pflegebedürftigen?
Müssen Ehepartner für Schwiegereltern zahlen?
Kann ich mich gegen Elternunterhalt wehren?
Wie viel müssen Angehörige zahlen?
So setzen Sie Pflegekosten von der Steuer ab

herMoney-Tipp

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:



Wie hoch sind die Pflegekosten?
Wie viel kostet die Kurzzeitpflege, zum Beispiel nach einem Schlaganfall?

Am Tag bevor Maria K. in den Urlaub fahren wollte, erhielt sie einen Anruf, der ihr Leben auf den Kopf stellen sollte. Ihre Mutter hatte einen schweren Schlaganfall, der sie soweit lähmte, dass sie seither ans Bett gefesselt ist. Maria K. schaltete auf Anraten der Ärzte schon im Krankenhaus die Pflegekasse der Mutter ein. Der Medizinische Dienst stellte dann zügig fest, dass die Mutter mindestens für sechs Monate pflegerische Hilfe braucht und angesichts der Schlaganfall-Folgen dem vierten Pflegegrad zuzuordnen sei. Die Mutter ist fast vollständig gelähmt und muss rund um die Uhr betreut werden. Es war schnell klar, dass dafür nur ein Pflegeheim in Frage kam. Doch von heute auf morgen gab es keinen Platz und so kam die Mutter zunächst in Kurzzeitpflege.

Eine dramatische Situation, die emotional belastend war, aber durchaus typisch ist: Denn 72 Prozent der Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sind Frauen. Ihre Lebenserwartung ist statistisch gesehen höher, so dass Ehefrauen häufig länger leben als ihre Partner. Und ein Pflegeheim muss auch keine schlechte Lösung sein. Doch die Pflegekosten sind hoch. Und damit beginnen die Fragen.

Pflegebedürftige ab der Pflegestufe 2 können für maximal acht Wochen im Jahr Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Dazu werden sie vollstationär von Altersheimen betreut. Es ist dabei von vornherein klar, dass dieser Aufenthalt zeitlich begrenzt ist. Diese Möglichkeit steht auch Betroffenen offen, die sonst Zuhause von Angehörigen betreut werden und ihnen eine Auszeit ermöglichen wollen.

Vorsicht: Ohne Pflegestufe ist eine Betreuung auch möglich. Die Kosten sind jedoch selbst zu tragen.



Maria K. fand einen Platz in einem Altersheim, der für zwei Monate 4000 Euro kosten sollte. Hinzu kamen so genannte Hotelkosten für Übernachtung und Verpflegung von 1200 Euro. Die gesetzliche Pflegekasse übernahm davon 1612 Euro pro Monat. Der Restbetrag von 1.976 Euro war aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Dazu wurde einerseits die Rente der Mutter von 755 Euro monatlich verwendet. Zudem hatte sie eine Pflegeversicherung abgeschlossen, einen so genannten Pflege-Bahr, der bei Pflegegrad 4 etwa 480 Euro monatlich zahlte. Den Rest deckten Ersparnisse ab. Wichtig war es für Maria und ihre Mutter, in dieser Frist einen Platz in einem Pflegeheim zu finden.

Wie teuer ist ein Altersheim?

Grundsätzlich fließen bei Alters- und Pflegeheimen drei Kostenpositionen in die Pflegeheimkosten ein: Pflegekosten, der Aufwand für Unterbringung und Verpflegung sowie Investitionskosten plus eventuelle Zusatzleistungen etwa bei Inkontinenz. Jeder Betreiber kalkuliert die Kosten für sein Haus selbst, muss sie allerdings von den Sozialbehörden genehmigen lassen.

Im Bundesdurchschnitt kostet ein Platz etwa 3000 Euro im Monat. Zwischen Alters- und Pflegeheimen im selben Bundesland und derselben Region gehen die Preise aber weit auseinander. Sie können daher deutlich darüber liegen. Es ist daher sinnvoll, Angebote zu vergleichen, wenn ein Pflegefall die Familie trifft. Die Website “Pflegelotse” des vdek gibt einen bundesweiten Überblick über Pflegeheime und deren Kosten. Der “Pflege-Navigator” der Krankenkasse AOK stellt mehr als 15.000 Heime vor. Dabei ist für die Angehörigen aber nicht nur die Höhe der Pflegeheimkosten, sondern vor allem der Eigenanteil relevant, der in der Regel von den Heimen extra ausgewiesen wird.
Leitsatz 1: Pflegegeld, Rente, Vermögen – zuerst geht es ans Geld der Eltern
Wie hoch ist der Eigenanteil des Betroffenen?

Bei einem Pflegefall ist zunächst ein Kassensturz angesagt. Denn es gilt herauszufinden, wie viel die Pflegebedürftigen selbst finanzieren können. Wie hoch ist also die Rente oder Pension? Wie viel Geld schießen Pflegeversicherungen zu? Und gibt es sonst noch Vermögen, das die Kosten decken kann?

Der Eigenanteil ist von den Betroffenen zu tragen und errechnet sich aus der Höhe der Pflegekosten abzüglich der Summe, die die Pflegeversicherung übernimmt. Denn egal, ob gesetzlich oder privat: Wer hierzulande in eine Krankenversicherung einzahlt, muss auch einen Beitrag zur Pflegeversicherung leisten. Bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit übernimmt dann die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten.

Unterm Strich lag der Eigenanteil von pflegebedürftigen Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen 2018 nach Angaben des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) pro Monat im Durchschnitt bei 1.830 Euro. Darin waren neben der Pflege auch Unterkunft, Essen und weitere Nebenkosten enthalten. Allerdings gab es auch bei dieser Summe erhebliche Unterschiede zwischen im Ländervergleich: Während in Sachsen-Anhalt ein Heimplatz im Schnitt für die Bewohner 1.218 Euro kostete, waren es in Nordrhein-Westfalen 2.252 Euro.

Mit dem Pflegekostenrechner können Sie herausfinden, wie hoch der Anteil ist, den Sie privat übernehmen müssen:
Quelle: Pflegebedarf24.de

Maria K.s Mutter zog nach den acht Wochen Kurzzeitpflege zunächst in ein Pflegeheim um, das nahe am ursprünglichen Wohnort lag. Doch sie haderte mit der Situation und fühlte sich dort nicht wohl. Daher machte sich ihre Tochter erneut auf die Suche und so ging es einige Zeit später in ein Altersheim, das nahe am Wohnort der Tochter lag. Hier beträgt der Eigenanteil 2200 Euro monatlich. Die Mutter kann dank Rente und Pflege-Bahr davon maximal 1300 Euro aus eigener Kraft bestreiten. Für den Rest gibt es ein Guthaben der Eltern, mit dem sich die Differenz für etwa ein Jahr abdecken lässt. In dieser Frist soll das nun leerstehende Elternhaus verkauft werden. Dafür hat die Mutter ihrer Tochter eine Vorsorgevollmacht erteilt. Finanziell ist die Lage damit in diesem Fall erst einmal geregelt.
Was leistet die gesetzliche Pflegeversicherung?

Grundsätzlich unterstützt die gesetzliche Pflegekasse sowohl eine Versorgung im Alters- oder Pflegeheim als auch den Einsatz eines ambulanten Pflegedienstes oder die Hilfe durch Angehörige daheim. Die Wahl trifft jeweils die pflegebedürftige Person.

Die Zuschüsse der gesetzlichen Pflegeversicherung sind mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz reformiert und angehoben worden. Für die stationäre Versorgung in einem Alters- oder Pflegeheim schießt die Kasse derzeit je nach Pflegegrad zwischen 125 bis maximal 2.005 Euro im Monat zu.

Zuschüsse der Pflegeversicherung zu den Kosten, abhängig vom sogenannten Pflege-Grad:
Pflege
-Grad Geld-
Leistung (ambulant) Sach-Leistung (ambulant) Leistungs
-betrag (vollstationär)
1 125 Euro
2 316 Euro 689 Euro 770 Euro
3 545 Euro 1.289 Euro 1.262 Euro
4 728 Euro 1.612 Euro 1.775 Euro
5 901 Euro 1.995 Euro 2.005 Euro

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

Pflegebedürftige, die sich Pflege durch Angehörige oder Freunde organisieren, erhalten seit Anfang 2017 je nach Pflegegrad zwischen 316 und 901 Euro im Monat (siehe Tabelle), die sie an die Pflegenden weiterreichen können. Obendrauf gibt es die Möglichkeit, einen Antrag auf zusätzliche 125 Euro pro Monat zu stellen – als Entlastung für die pflegenden Angehörigen. Das Geld fließt aber erst nach Vorlage von Quittungen.

Wer Angehörige zuhause pflegt, für den zahlt die Pflegeversicherung zudem Rentenbeiträge bis zur Höhe eines Durchschnittsverdieners ein. Berufstätige können für die Pflege eine Auszeit beantragen. Alternativ kann ein ambulanter Pflegedienst beauftragt werden. Diese sogenannten ambulanten Pflegesachleistungen bezuschusst die Pflegeversicherung je nach Pflegegrad mit 689 bis 1.995 Euro.

Wichtig: Grundsätzlich ist es ratsam, die Pflegeversicherung rasch zu informieren. Andernfalls bleiben Betroffene auf den Kosten sitzen. Während ein schwerer Schlaganfall oft als Notfall rasch bearbeitet wird, tritt Pflegebedürftigkeit in vielen anderen Fällen schleichend ein. Hier muss man mit etwa fünf Wochen Bearbeitungszeit rechnen, in der Betroffene anfallende Kosten oft vorfinanzieren müssen.
Was zahlt die beihilfekonforme Pflegeversicherung von Beamten?

Beamte sind hierzulande fast immer in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Denn die öffentliche Hand bezuschusst Behandlungskosten im Krankheitsfall mit einer Beihilfe von mindestens 50 Prozent. Nur für die restlichen Behandlungskosten benötigen Beamte dann eine Krankenversicherung. Und diese Option bieten fast immer nur private Krankenversicherungen an.

Beamter oder nicht: Wer eine private Krankenversicherung abschließt, muss seit 1995 auch eine private Pflegeversicherung nachweisen können. Beamte brauchen eine beihilfekonforme Pflegeversicherung, die dieselben Leistungen erbringen muss wie die gesetzliche Pflegekasse.

Unterm Strich reichen jedoch weder die Leistungen der gesetzlichen noch der beihilfekonformen Pflegeversicherung, um die Kosten insbesondere bei einer vollstationären Pflege in einem Alters- oder Pflegeheim zu decken.
Private Pflegezusatzversicherungen decken die offenen Kosten teilweise

Die Lücke können private Pflegezusatzversicherungen zumindest teilweise decken. Haben die Bedürftigen also eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen?

Hier gibt es grundsätzlich drei Varianten: Pflegekosten-Tarife orientieren sich an der Praxis der Krankenversicherer. Sie erstatten entstandene Pflegekosten bis zu einem Höchstbetrag oder bis zu einem gewissen Prozentsatz, sofern sie durch Rechnungen nachgewiesen werden. Bei einem Aufenthalt im Pflegeheim sind Kosten für Unterkunft und Verpflegung bei manchen Tarifen allerdings nicht inklusive. Auch Familienhilfe wird kaum unterstützt. Dafür sind Kostensteigerungen bei Pflegeeinrichtungen meist abgedeckt.

Gängiger sind Pflegetagegeld-Versicherungen. Abhängig vom Pflegegrad zahlt der Versicherer eine feste Summe pro Tag – unabhängig von konkreten Pflegeleistungen. Die Höhe des vereinbarten Tagegelds hängt von den gezahlten Beiträgen ab. Und bei Pflegerentenversicherungen zahlt der Versicherer ab Beginn der festgestellten Pflegebedürftigkeit eine monatliche Rente. Auch hier können Bezieher frei über das erhaltene Geld verfügen.

Doch für eine Pflegezusatzversicherung ist eine Gesundheitsprüfung nötig. Für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen wurde daher der Pflege-Bahr eingeführt. Das ist eine geförderte Pflegetagegeldversicherung, die im höchsten Pflegegrad immerhin bis zu 600 Euro monatlich zahlt.
Was tun, wenn das Elternhaus verkauft werden muss?

Übersteigen die Kosten der Pflege den Betrag, den die Versicherung bzw. die Versicherungen zahlen, müssen die Betroffenen die Lücke schließen – über ihre Rente, aber auch über ihr Vermögen.

Geldvermögen ist einfach aufzulösen. Dramatisch kann es jedoch werden, wenn die Eltern eine Immobilie besitzen und sonstige Vermögenswerte aufgebraucht oder nicht vorhanden sind. Denn dann wird das Sozialamt in der Regel das Haus zunächst beleihen und schließlich verkaufen. Um Notverkäufe zu verhindern, ist es besser, Angehörige übernehmen rechtzeitig diese Aufgabe oder finden andere Wege, die Pflegekosten zu tragen. Wichtig dabei: Rechtzeitig mit den Eltern zu reden und sich eine Vorsorgevollmacht geben zu lassen. Nur dann können Angehörige das Haus verkaufen.

Doch was passiert, wenn die Mutter in einem Altersheim lebt, der Vater aber weiter im gemeinsamen Haus wohnt? Dann gilt das Haus zunächst als Schonvermögen, sofern eine bestimme Wohnfläche nicht überschritten wird.

Und wenn das Haus bereits an spätere Erben übertragen wurde? Dann gilt eine Frist von zehn Jahren. Bei Schenkungen in diesem Zeitraum kann sich das Sozialamt dennoch Ansprüche sichern.
Leitsatz 2: Bei finanzieller Not springt vorläufig das Sozialamt ein
Was wird geprüft, wenn das Sozialamt zahlt?

Reicht die Rente nicht und gibt es kein Vermögen, das oberhalb der Freigrenze von 5.000 Euro liegt? Betroffene, die kein Geld haben, haben Anspruch auf Pflegekostenübernahme durch das Sozialamt. Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen können beim Sozialamt ihrer Stadt oder ihres Kreises einen Antrag auf die sogenannte „Hilfe zur Pflege“ stellen.

Freibeträge KapitaleinkünfteUm Unterstützung vom Staat zu erhalten, sind nicht nur die monatlichen Kosten nachzuweisen. Der oder die Pflegebedürftige muss auch ihr Einkommen, zum Beispiel aus Vermietung oder Verpachtung, monatliche Bezüge aus der Rentenkasse oder aus Versicherungen darstellen und das Vermögen offenlegen. Darüber hinaus verlangt das Amt auch Auskunft über die Vermögensverhältnisse aller im Haushalt lebenden Personen – geprüft werden unter anderem Sparbücher, Kfz-Papiere und Lebensversicherungen.

Ist der Antrag auf finanzielle Unterstützung vom Staat erfolgreich, strecken die Sozialhilfeträger die Zahlungen zunächst vor. Das gilt auch für den Fall, dass sich die Pflegebedürftigen nicht mehr um einen Antrag kümmern können und Angehörige fehlen. Auch wenn die Kosten für Unterbringung und Pflege nicht vollständig vom Betroffenen oder den Bevollmächtigten bezahlt werden, wendet sich die Pflegeeinrichtung automatisch an das Sozialamt, das die Rechnungen zunächst übernimmt.
Leitsatz 3: Das Amt kann sich einen Teil des Geldes von Angehörigen zurückholen
Womit müssen Ehe- und Lebenspartner rechnen?

Wer im selben Haushalt mit dem Pflegebedürftigen lebt, muss mit einer Überprüfung der finanziellen Verhältnisse rechnen. Somit können auch Lebenspartner belangt werden. Ehegatten zahlen unabhängig davon, wie lange sie verheiratet sind. Handelt es sich dabei um eine Patchwork-Situation, wird es oft kompliziert. Hat die Pflegebedürftige etwa zweimal geheiratet und die neue Ehefrau kommt für die Pflegekosten auf, dann bleibt ihr womöglich für ihre eigene Pflege zu wenig und ihre Kinder müssen Unterhalt zahlen. Laut Gesetz kann sogar der geschiedene Ehepartner zur Kasse gebeten werden.
Warum können Kinder zur Kasse gebeten werden?

Maria K. hatte Glück. Ihre Mutter konnte die Pflegekosten selbst stemmen. Bei anderen liegt schnell ein Schreiben der Stadt im Briefkasten. Ein Beispiel: Das Sozialamt der Stadt bittet die Tochter darum, ihr Einkommen und Vermögen offenzulegen. Der Grund: Vater oder Mutter können sich ihre Pflege nicht mehr leisten – und das Amt prüft, ob sich das nötige Geld bei den erwachsenen Kindern holen lässt. Womit ist zu rechnen? Geht jetzt das ganze Ersparte an das Sozialamt? Was ist mit dem Geld, das für die eigenen Kinder eingeplant ist? Steht womöglich die Existenz auf dem Spiel?

„Der Elternunterhalt wird zwar so berechnet, dass er die Existenz grundsätzlich nicht gefährden kann. Wer das Geld aber anderweitig verplant hat, kann mit der Unterhaltszahlung vor einer großen finanziellen Belastung stehen“, sagt Martin Wahlers, Fachanwalt für Familien- und Erbrecht in der Nähe von Darmstadt. Er rät dazu, auf jeden Fall einen Anwalt einzuschalten oder sich zumindest an die Rechtsberatung der Verbraucherzentralen zu wenden, wenn ein solcher Brief eintrifft.

Das könnte in Zukunft weniger häufig passieren. Denn die Bundesregierung plant das Angehörigen-Entlastungsgesetz, das besagt, dass niemand mit weniger als 100.000 Euro Jahreseinkommen mit den Pflegekosten von Verwandten oder Eltern mehr belastet werden soll. Doch das Gesetz muss noch den Bundestag und den Bundesrat passieren, so dass derzeit noch die alten Regelungen gelten.

Grundsätzlich müssen Kinder ihre Eltern finanziell unterstützen, wenn sie bei der Pflege in Geldnot geraten – auch, falls kein Kontakt mehr besteht. Das ist gesetzlich verankert. „Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren“, steht dazu im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) unter Paragraf 1601. Eltern zahlen für ihre Kinder und andersherum, ist damit gemeint. Um den Elternunterhalt kommt also grundsätzlich niemand herum.

Daher holten sich die Sozialhilfeträger bisher oft das Geld zurück. Dafür wandten sie sich zunächst an Ehepartner und an Kinder von Pflegebedürftigen. „Oft kam es dabei zu schwierigen Situationen und Streit in der Familie ist programmiert,“ moniert Margit Winkler vom Institut für Generationenberatung.

Und noch eine Pflicht muss laut BGB jeder erfüllen: Auskunft erteilen über die eigenen Einkünfte und das Vermögen. Konkret bedeutet das: Meldet sich das Sozialamt per Brief mit der Aufforderung, die Finanzen offenzulegen, führt an einer ehrlichen Antwort kein Weg vorbei. Wer das Schreiben ignoriert oder absichtlich falsche Angaben macht, muss mit Konsequenzen rechnen: etwa gerichtlich zur Auskunft verpflichtet zu werden oder gar wegen versuchten Sozialbetrugs vom Staatsanwalt verfolgt zu werden.

Haben die Eltern mehrere Kinder, erhalten die Geschwister in der Regel gleichzeitig ein Schreiben. Das Amt prüft, wer finanziell in der Lage ist, Unterhalt zu bezahlen. Die Last soll damit auf alle verteilt werden, die es sich leisten können. Hier raten Rechtsanwälte, sich im Familienkreis auszutauschen und nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.

Wer welche Kosten trägt, fasst ein Rechtsanwalt in diesem Video zusammen:
Was ist mit Brüdern und Schwestern des Pflegebedürftigen?

Bei pflegebedürftigen Geschwistern sind Brüder und Schwestern nicht dazu verpflichtet, Kosten zu übernehmen. Nur Verwandte in gerader Linie können zu Zahlungen aufgefordert werden.
Müssen Ehepartner für Schwiegereltern zahlen?

Grundsätzlich besteht zwischen Schwiegerkindern und Schwiegereltern keine Verpflichtung zu einer Übernahme von Pflegekosten. Jedoch gehört rechtlich gesehen das Einkommen des Schwiegerkindes zu einem gewissen Teil auch zum Einkommen seines Ehepartners. Aus dieser Gesamtkonstellation kann ein Anteil der zu zahlenden Forderung errechnet werden. Besonders unvorteilhaft kann diese Konstellation werden, wenn das Schwiegerkind finanziell sehr leistungsfähig ist und der eigentlich verpflichtete Ehepartner der Schwiegereltern nicht.
Kann ich mich gegen Elternunterhalt wehren?

Gegen den Elternunterhalt rechtlich vorzugehen, ist schwierig. Selbst wer jahrelang keinen Kontakt zu Mutter oder Vater hatte, muss in der Regel zahlen – sofern er die finanziellen Mittel hat. In Extremfällen gibt es aber die Möglichkeit, sich auf die sogenannte Verwirkung zu berufen. Die Regel aus Paragraf 1611 BGB besagt, dass kein Unterhalt gezahlt werden muss, wenn sich der betreffende Elternteil sittlich verschuldet hat, etwa durch Missbrauch oder Gewalt.

Wichtig: Hier verlangt das Gericht stichhaltige Beweise wie schriftliche Dokumente oder Zeugenaussagen naher Verwandter. Betroffene sollten daher unbedingt darauf achten, mögliche Nachweise aufzubewahren. Laut Rechtsanwalt Wahlers lassen sich entsprechende Papiere wie Arztbriefe oder Gerichtsurteile auch bereits früh beim Amt einreichen, sodass Betroffene im Zweifelsfall gar nicht erst kontaktiert werden.

Auch gegen eine zu hoch bezifferte Forderung kann man sich wehren. Nachdem die erwachsenen Kinder mitgeteilt haben, wie viel sie verdienen und wie viel Vermögen sie besitzen, berechnet das Sozialamt den genauen Betrag und schickt erneut einen Brief. Dieses Schreiben habe nicht sofort eine Auswirkung, sagt Rechtsanwalt Wahlers. Es handelt sich um ein Aufforderungsschreiben, keine bindende Entscheidung. Wenn das Sozialamt seine Forderung durchsetzen wolle, müsse es erst noch zum Familiengericht gehen. An der Stelle lohne es sich, genau hinzusehen und das Schreiben auf mögliche Fehler zu prüfen. Im Zweifel sollten Betroffene dem Amt zurückschreiben, um nicht mehr bezahlen zu müssen als nötig.
Wie viel müssen Angehörige zahlen?

Die Höhe der Unterhaltssumme richtet sich nach dem monatlichen Nettoeinkommen. Davon dürfen Betroffene einen Teil für die eigene Altersvorsorge abzweigen sowie sonstige Aufwendungen – zum Beispiel Fahrtkosten für den Job. Außerdem fallen Unterhaltszahlungen an die eigenen Kinder aus der Berechnung. Die Höhe der Zahlungen ist also gedeckelt.

Ist das Nettoeinkommen nach den Abzügen höher als der monatliche Selbstbehalt von 1.800 Euro bei Alleinstehenden und 3.240 Euro bei Verheirateten, muss die betroffene Person für ihre Eltern aufkommen – allerdings nur mit der Hälfte des Einkommens, das über den Freibetrag hinausgeht.

Erzielen die Kinder gar kein Einkommen, kann das Sozialamt trotzdem das Vermögen für den Elternunterhalt heranziehen. Hier wird es kompliziert: Welche Werte davon genau verschont bleiben und damit zum sogenannten Schonvermögen der Kinder zählen, hängt vom Einzelfall ab.
So setzen Sie Pflegekosten von der Steuer ab

Wenn Sie Ihre eigenen Pflegekosten begleichen, können sie einen Teil in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Kommen Sie für die Pflege Ihrer Eltern auf, können Sie die Pflegekosten als Unterhaltsleistungen geltend machen. Wenn Sie die Pflege selbst übernehmen, können Sie den Pflege-Pauschbetrag nutzen.
herMoney-Tipp

Machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber, wie Sie die Pflege im Alter stemmen können – die Ihrer Eltern, aber auch die eigene! Eine Pflegezusatzversicherung macht Sinn, vor allem wenn Familienvermögen geschont werden soll. Je früher sie eine solche Police abschließen, desto niedriger sind die Beiträge.

Eltern haften für ihre Kinder – und Kinder für ihre Eltern. Aber es gibt Grenzen der Belastbarkeit. Wenn das Sozialamt bei Ihnen klingelt, um Sie zum Elternunterhalt heranzuziehen: Holen Sie sich juristischen Rat von einem Anwalt oder den Rechtsexperten der Verbraucherzentrale ein.

Zum Weiterlesen: In unserem Artikel “Elternunterhalt – Umstrittene Vorschriften” finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

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"Offenkundige Versorgungslücken" - Ein Viertel der Schüler ist psychisch a

Postby Weltbookadmin47 » 22. Nov 2019 11:31

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Ein-Viertel- ... 08989.html
"Offenkundige Versorgungslücken" - Ein Viertel der Schüler ist psychisch auffällig
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Mädchen sind deutlich häufiger wegen Depressionen beim Arzt als Jungen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Jedes vierte Schulkind leidet laut einer Studie unter psychischen Problemen. Die Studie prangert eine lückenhafte Versorgung an, vor allem bei der ambulanten Nachsorge. Ein Viertel der behandelten Kinder werde mehrmals in eine Klinik gebracht.

Jedes vierte Schulkind in Deutschland zeigt psychische Auffälligkeiten, das geht aus einem Bericht der Krankenkasse DAK hervor. Dazu zählten Probleme in der psychischen Entwicklung der Kinder, vor allem Sprechstörungen, aber zum Beispiel auch Auffälligkeiten im Verhalten. Bei je zwei Prozent der Schulkinder wurden demnach sogar eine Depression oder eine Angststörung festgestellt. Insgesamt seien 238.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren davon betroffen, hieß es.
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Panorama 10.11.19
Leben mit Depressionen Betroffene berichten von ihren Erfahrungen

Die DAK forderte in ihrem neuen Kinder- und Jugendreport eine bessere Versorgung von Betroffenen insbesondere mit ambulanten Therapieangeboten. Eine Behandlung in einer Psychiatrie sei für die Patienten mit "Stigmatisierung" verbunden und belaste zusätzlich. Außerdem zeigten die Zahlen, dass es an Angeboten nach der Entlassung fehle.

So werde etwa ein Viertel der wegen psychischer Leiden in Krankenhäusern behandelten Kinder und Jugendlichen später erneut in Kliniken gebracht. Die Rehospitalisierungsquote liege bei 24 Prozent. Dies sei "alarmierend", erklärte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. "Wir haben offenkundige Versorgungslücken nach der Krankenhausentlassung, die wir dringend schließen müssen." Insgesamt sei eine "offene Diskussion" über das Thema Depression bei Kindern nötig.

Der Report der Krankenkasse basiert nach deren Angaben auf einer Auswertung der Abrechnungsdaten von 800.000 minderjährigen Versicherten für die Jahre 2016 und 2017 und liefert repräsentative Zahlen. Dabei zeige sich unter anderem auch, dass chronische Krankheiten bei jungen Menschen das Risiko einer Depression deutlich erhöhten.
Jungen verschweigen psychische Probleme oft

Sie erhöhen demnach das Depressionsrisiko im Jugendalter um das bis zu Viereinhalbfache. Auch bei krankhaftem Übergewicht, sogenannter Adipositas, und Schmerzen gibt es deutliche Zusammenhänge. So haben Kinder und Jugendliche mit Adipositas im Vergleich zu normalgewichtigen Altersgenossen ein um den Faktor zweieinhalb bis drei erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken.
Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

Bei Suizidgefahr: Notruf 112
Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Die Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden hänge zudem von der sozialen Herkunft ab: Besonders ausgeprägt zeigte sich das in den Kassendaten von Akademikerfamilien. Vermutlich könnten sie ihren Kindern Bildung, ein gutes Netz und soziale Sicherheit bieten, heißt es von der DAK. Das mache den Nachwuchs womöglich widerstandsfähiger gegen psychische Leiden.

Laut DAK-Daten gibt es außerdem häufig einen Zusammenhang zwischen Depressionen und Angststörungen. 24 Prozent der Mädchen, die eine depressive Störung entwickeln, leiden zusätzlich an einer Angststörung. Bei Jungen liegt diese Quote bei 17 Prozent. In den oberen Schulklassen wird sogar bei doppelt so vielen Mädchen eine Depression diagnostiziert, wie bei den Jungen. Für Jungen geht die DAK davon aus, dass Depressionen unterdiagnostiziert sind: Wie erwachsene Männer bagatellisierten sie häufig seelische Probleme. Insgesamt verwies die Kasse darüber hinaus auf eine mutmaßlich hohe Dunkelziffer. Laut Experten litten viele Kinder "still".

"Wir gehen von etwa zwei betroffenen Kindern pro Schulklasse aus", sagt Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Der Psychiater schätzt die Zahlen der Kasse als realistisch ein. Die Häufigkeit depressiver Erkrankungen steige bei jungen Menschen mit zunehmendem Alter an. Bei Teenagern könne es für Eltern und Lehrer schwer sein, Anzeichen für eine Depression vom normalem "Pubertieren" mit heftigen Stimmungsschwankungen zu unterscheiden. Für Fachleute sei es jedoch recht gut möglich, zum Beispiel Gefühle von innerer Versteinerung zu erkennen, so Hegerl.

Quelle: n-tv.de, lwe/AFP/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Ein-Viertel- ... 08989.html
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