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STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten

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STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 16:22

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
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NEBENVERDIENST VERSTEUERN

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 16:33

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WANN WERDEN NEBENEINKOMMEN STEUERPFLICHTIG

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 16:42

WANN WERDEN NEBENEINKOMMEN STEUERPFLICHTIG

https://search.avast.com/AV772/search/w ... rpflichtig
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DEUTSCHES STEUERGESETZ

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 16:49

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FINANZÄMTER ONLINE

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2018 17:08

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Bescheid nachträglich ändern ? - Wenn das Finanzamt einen Fehler macht

Postby Weltbookadmin47 » 27. Apr 2018 21:53

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-das-F ... 08553.html
Freitag, 27. April 2018
Bescheid nachträglich ändern ? - Wenn das Finanzamt einen Fehler macht

Fehler passieren auch in Finanzämtern. Eine Korrektur darf aber nicht immer dazu führen, dass Steuerzahler Nachzahlungen leisten müssen. Ein bereits erteilter Bescheid kann nicht ohne Weiteres geändert werden. Das zeigt ein Urteil des Bundesfinanzhofs.


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Auch Finanzämter müssen sich an Regeln halten. So kann die Behörde einen bereits erteilten Bescheid nicht einfach zum Nachteil eines Steuerzahlers ändern. Das gilt insbesondere, wenn der Steuerpflichtige zuvor seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist.

Hat der Steuerzahler die vom Finanzamt gestellten Fragen zutreffend und vollständig beantwortet, bleibt dem Finanzamt in einem solchen Fall eine Änderung verwehrt, selbst wenn es später Kenntnis von steuererhöhenden Tatsachen erlangt. Zu dieser Entscheidung (Az.: II R 52/15) kommt der Bundesfinanzhof (BFH).

In dem Fall waren die Kläger zu drei gleichen Teilen Erben, unter anderem von verschiedenen Miet- und Geschäftsgrundstücken, die für die spätere Festsetzung der Erbschaftsteuer bewertet werden sollten. Das für die Bewertung zuständige Finanzamt forderte die Kläger auf, nähere Angaben zu den Grundstücken zu machen. Dieser Aufforderung kamen diese umfassend nach. Im Rahmen einer Außenprüfung wurden später aber weitere Tatsachen bekannt, die zu einer höheren Wertfeststellung führten. Daraufhin änderte das Finanzamt den Feststellungsbescheid.
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Erst für das Steuerjahr 2018 gibt es 2 Monate mehr Zeit. 16.05.17 Geld vom Finanzamt In 30 Minuten zu viel gezahlte Steuer zurück
Beschwerde, Zinsen, Verjährung: Wenn das Finanzamt trödelt 03.02.17 Beschwerde, Zinsen, Verjährung Wenn das Finanzamt trödelt

Zu Unrecht: Der bestandskräftige Bescheid durfte nicht geändert werden, so der BFH. Nach ständiger Rechtsprechung ist die Änderung eines Bescheids zum Nachteil des Steuerpflichtigen nach "Treu und Glauben" ausgeschlossen, wenn dem Finanzamt die nachträglich bekannt gewordenen Tatsachen bei ordnungsgemäßer Erfüllung der behördlichen Ermittlungspflicht nicht verborgen geblieben wären. Dasselbe gilt, wenn die Behörde gegenüber dem Steuerpflichtigen ausdrücklich auf die Abgabe einer förmlichen Erklärung verzichtet und ihn stattdessen zu bestimmten Angaben auffordert. Beantwortet der Steuerpflichtige die gestellten Fragen zutreffend und vollständig, kann das Finanzamt den Bescheid im Nachgang nicht mehr ändern. Es liegt demnach in der Verantwortung der Behörde, wenn es zuvor falsche oder unzutreffende Fragen an den Steuerpflichtigen gestellt hat.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Steuerbehörden fordern Daten an / Ämter knöpfen sich Airbnb-Vermieter vor

Postby Weltbookadmin47 » 6. May 2018 21:20

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
https://www.n-tv.de/ratgeber/Amter-knoe ... 19544.html
Steuerbehörden fordern Daten an / Ämter knöpfen sich Airbnb-Vermieter vor

Mithilfe von Daten aus Irland wollen die deutschen Steuerbehörden möglicherweise illegalen Vermietern auf die Schliche kommen, die Wohnungen über die Plattform Airbnb anbieten. Ertappten Steuersündern drohen hohe Strafen.


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Die deutschen Finanzbehörden wollen tausende Airbnb-Vermieter wegen möglicher Steuerhinterziehung überprüfen. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, stellte Deutschland dafür ein Auskunftsersuchen an Irland, wo das weltgrößte Unterkunftsvermittlungsportal seinen Europa-Sitz hat. Das zuständige Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) in Bonn habe bereits eine entsprechende Gruppenanfrage nach Dublin geschickt, um die Herausgabe der Daten zu erreichen.


Die Namen der Airbnb-Vermittler sollen anschließend von den deutschen Finanzbehörden daraufhin überprüft werden, ob diese in ihren Steuerklärungen entsprechende Einkünfte aus der Vermietung angegeben haben, wie das Magazin berichtete.

Der Hamburger Finanzsenat, der die Gruppenanfrage auf den Weg brachte, erklärte demnach, es würden "verschiedene Ermittlungen aufgenommen, um die hinter dem Angebot von Ferienwohnungen auf Online-Plattformen stehenden Steuerpflichtigen zu identifizieren und die ordnungsgemäße Besteuerung sicherzustellen". Das Bundesfinanzministerium habe weitreichende Unterstützung signalisiert, berichtete die "Wirtschaftswoche" weiter.
Ertappten droht Steuernachzahlung
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Auch der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, begrüßte das Vorgehen gegen illegale Ferienwohnungsvermieter und forderte, die Finanzverwaltung müsse nun darauf vorbereitet werden, "dass sie die Massendaten aus einer solchen Gruppenanfrage zügig verarbeiten kann". Ertappten Vermietern drohen eine Steuernachzahlung für die letzten zehn Jahre zuzüglich sechs Prozent Verzugszins pro Jahr plus Strafbescheid und Ordnungsgeld bei illegaler Vermietung.

Airbnb vermittelt über sein Portal einzelne Zimmer bis hin zu ganzen Häusern an Touristen. Während sich Airbnb auch immer wieder Vorwürfen ausgesetzt sieht, dadurch die Wohnungssituation in Großstädten zu verschärfen, betont das Unternehmen hingegen, der Fokus der Plattform liege auf "Homesharing", der temporären Weitervermietung der eigenen Wohnung.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/Re ... 04986.html
"Außergewöhnliche Wohnungen": Airbnb setzt auf Luxus
25.02.18 – 01:40 min

Quelle: n-tv.de , mbo/AFP

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Ratgeber Steuern für Blogger und Influencer: Was wird wann fällig ?

Postby Weltbookadmin47 » 2. Mar 2019 01:05

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten

https://www.ageras.de/blog/steuern-fuer ... influencer

Ratgeber
Steuern für Blogger und Influencer: Was wird wann fällig ?


Was zunächst als Hobby begann, entwickelt sich für manche zu einer rentablen Einnahmequelle. Gesponserte Beiträge, Werbebanner, Produktplatzierung - für viele Influencer und Blogger ganz normal. Doch ab welchem Zeitpunkt ist man steuerpflichtig? In unserem Artikel werden wir auf die häufigsten Fragen rund um das Bloggen und anfallende Steuern eingehen. Auf folgende Fragen werden wir insbesondere eingehen:

Muss ich Steuern zahlen?
Muss ich ein Gewerbe anmelden?
Welche Steuern sind für mich relevant?
Muss ich Gratisprodukte und Geschenke versteuern?

In unserem Artikel unterscheiden wir nicht zwischen Social Media Auftritten und Blogs, da die Steuerregeln für beide identisch sind.
Muss ich Steuern zahlen?

Ob Sie Steuern bezahlen müssen, hängt prinzipiell von den einzelnen Steuergesetzen ab. Zunächst stellt sich die Frage, ob ein Internet-Unternehmer Gewinneinkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) oder selbstständiger Arbeit (§18 EStG) erzielt. Das heißt, handelt es sich um eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit?
Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Generell braucht nicht jeder Blogger automatisch einen Gewerbeschein. Bei journalistischen und künstlerischen Tätigkeiten handelt es sich nach deutschem Recht nicht um ein Gewerbe, sondern um einen Freiberuf. So könnten YouTuber, die künstlerische Videos machen oder Blogger, die wissenschaftlich oder journalistisch arbeiten, durchaus als Freiberufler gemäß § 18 EStG gelten. Die Einstufung als Freiberufler hat den Vorteil, dass weder ein Gewerbeschein notwendig ist, noch die Gewerbesteuer fällig wird.

Sind Sie jedoch nicht nur auf den sozialen Netzwerken unterwegs, sondern erhalten Geld von Unternehmen, wie z.B. durch das Verkaufen von Anzeigenformaten, so deutet das auf eine gewerbliche Arbeit hin (§ 15 EStG). Werbende und werbeähnliche Tätigkeiten zählen somit nicht zu den künstlerischen Berufen, sondern sind laut Steuerrecht als Gewerbe zu verstehen. Die Tätigkeit als Influencer wird also vom Finanzamt typischerweise als gewerblich eingestuft. Die Abgrenzung zwischen Freiberuf und Gewerbe sind nicht leicht und somit ist stets eine Einzelbetrachtung erforderlich. Sollten Sie sich nicht im Klaren darüber sein, worunter Ihre Tätigkeiten fallen, so empfiehlt es sich einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, da eine falsche Einstufung weitreichende steuerrechtliche Folgen haben kann. In den meisten Fällen, werden YouTuber, Blogger und Influencer jedoch als Gewerbetreibende gelten.

Welche Steuern sind für mich relevant?

Folgende Steuerarten werden für Sie über kurz oder lang interessant:

Einkommensteuer
Umsatzsteuer
Gewerbesteuer

Im Folgenden werden wir davon ausgehen, dass es sich bei Ihren Tätigkeiten um ein Gewerbe handelt. Für Freiberufler wären lediglich die Einkommensteuer sowie die Umsatzsteuer von Interesse.
Die Einkommensteuer:

Zunächst müssen Sie Ihre Tätigkeit bei dem für Ihren Wohnort zuständigen Gewerbeamt anmelden. Die erzielten Einkünfte aus dem Gewerbe unterliegen generell der Einkommensteuer (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Bereits die Aufnahme einer Tätigkeit mit Gewinnabsicht führt zum Einkommensteuertatbestand. Sie sind jedoch erst zur Abgabe der Einkommensteuererklärung verpflichtet, wenn Ihre Einkünfte, also die Einnahmen abzüglich von Ausgaben, den Grundfreibetrag (2017: 8.820 Euro, 2018: 9.000 Euro) übersteigen (§ 56 EStDV).

Achtung: Wenn Sie haupt- oder nebenberuflich arbeiten, also Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen, gilt lediglich eine Freigrenze von 410 Euro (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG).

Ein Beispiel: Sie sind in einem Unternehmen angestellt und erhalten ein Jahresgehalt von 20.000 Euro. Erzielen Sie im selben Jahr einen Gewinn von 6.000 Euro aus Ihrem Social Media-Kanal, so beträgt die Summe Ihrer Einkünfte 26.000 Euro. Da Sie sich in einem Angestelltenverhältnis befinden, ist die Freigrenzenregelung aktiviert. Mit 6.000 überschreiten Sie die 410 Euro Freigrenze und müssen folglich eine Steuererklärung aufgrund Ihres Kanals abgeben. Würden Sie nicht für das Unternehmen arbeiten und lediglich Einkünfte von Ihrem Kanal in Höhe von 6.000 Euro in einem Kalenderjahr haben, so gäbe es keine Abgabepflicht der Einkommensteuererklärung, da dieser Betrag unter dem Grundfreibetrag liegt.

Zusammenfassung:

Prinzipiell haben Sie die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung.
Wird der Grundfreibetrag überschritten, müssen Sie Steuern zahlen.

Die Umsatzsteuer:

Die erzielten Einnahmen von Bloggern und Influencern sind prinzipiell umsatzsteuerpflichtig. Tatsächlich entsteht die Pflicht zur Zahlung der Umsatzsteuer bereits bei der Intention, Einnahmen zu erwirtschaften und nicht erst, wie bei der Einkommensteuer, bei der Absicht Gewinne zu erzielen. Neben der Jahresumsatzsteuererklärung müssen unter Umständen monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben werden, worin der monatliche Umsatz zu erklären ist. Letzteres kann man umgehen, sofern durch die Aktivitäten im Web der Umsatz im vorangegangenen Jahr die Grenze von 17.500 Euro nicht übersteigt. In einem solchen Fall kann man nämlich die Kleinunternehmerregelung nach § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG in Anspruch nehmen. Als Folge wird auf gestellten Rechnungen keine Umsatzsteuer aufgeführt, sodass diese nur netto bezahlt werden. Vorteile ergeben sich durch die Vereinfachungen für die Rechnungsstellung sowie die Umsatzsteuererklärung. So sind z.B. keine Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben, wenn man als Kleinunternehmer gilt. Der Nachteil besteht darin, dass Blogger und Influencer die Umsatzsteuer, die an andere Unternehmer gezahlt wurden, nicht durch den Vorsteuerabzug vom Finanzamt zurückfordern können. Planen Sie also große Investitionen, so könnte es sich lohnen, auf die Kleinunternehmerregelung zu verzichten.

Für Umsätze gilt der Regelsteuersatz von 19 Prozent. Sind sie z.B. als Influencer auf ein Event eingeladen und wollen 1.000 Euro als Honorar abrechnen, so müssen Sie in der Rechnung neben dem Umsatz von 1.000 Euro auch die zugehörige Umsatzsteuer von 190 Euro ausweisen. Weitere Besonderheiten bei Rechnungsstellungen finden Sie in § 14 UStG.

Zusammenfassung:

Ab dem ersten Euro Umsatz gilt eine monatliche Steuererklärungspflicht.
Für Ihre Umsätze müssen Sie ordnungsgemäße Rechnungen erstellen.
Wenn Ihr Jahresumsatz unter 17.500 Euro liegt, können Sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, die Vereinfachungsregeln für die Rechnungsstellung und die Umsatzsteuererklärung mitbringt.
Sind Sie dagegen Regelunternehmer (also kein Kleinunternehmer) können Sie für eingegangene Rechnungen die ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen und vom Finanzamt zurückfordern.

Die Gewerbesteuer:

Jemand, der ein Gewerbe betreibt, ist grundsätzlich verpflichtet die Gewerbesteuer zu zahlen. Die Gewerbesteuer fällt jedoch erst an, wenn der Gewinn die Freigrenze von 24.500 Euro (§ 11 Abs. 1 Nr. 1 GewStG) überschreitet. Für viele nebenberufliche Blogger, wird diese Steuer somit keine große Rolle spielen. Eine Gewerbesteuererklärung muss jedoch unabhängig von der Höhe des Gewinns abgeben werden.

Die Höhe der Gewerbesteuer bemisst sich nach dem sogenannten Hebesatz der Gemeinde, indem Sie Ihr Gewerbe angemeldet haben. Durchschnittlich können Sie von 14 Prozent Gewerbesteuer in Deutschland ausgehen.

Ein Rechenbeispiel: Ihr Jahresgewinn beträgt 54.500 Euro. Davon müssen Sie zunächst den Freibetrag von 24.500 Euro abziehen. Es verbleiben somit 20.000 Euro. Davon sind 3,5 Prozent (Steuermesszahl), also 700 Euro, mit dem Hebesatz Ihrer Gemeinde (z.B. 410 Prozent in Berlin) zu multiplizieren. Die zu zahlende Gewerbesteuer beläuft sich somit in diesem Beispiel auf 2.870 Euro.

Zusammenfassung:

Ihre Einnahmen als Blogger und Influencer sind prinzipiell gewerbesteuerpflichtig.
Sie müssen, unabhängig von der Höhe Ihres Gewinns, eine jährliche Gewerbesteuererklärung abgeben.
Es gilt ein Freibetrag von 24.500 Euro.
Um die Höhe der Gewerbesteuer zu bestimmen, müssen Sie den Hebesatz der zuständigen Gemeinde hinzuziehen.

Wie wird mein Gewinn ermittelt?

Es gibt zwei verschiedene Gewinnermittlungsarten: die Einnahmen-Überschuss-Regelung (EÜR) und die Bilanzierung. Erste Methode ist dabei die einfachere. Bei der EÜR wird der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben ermittelt. Eine Bilanzierung wird erst notwendig, wenn der Gewerbetreibende einen Gewinn von 60.000 Euro oder einen Umsatz in Höhe von 600.000 Euro überschreitet. Da die Bilanzierung durchaus kompliziert ist, sollte man dafür einen Steuerberater zu Rate ziehen.

Muss ich Gratisprodukte und Geschenke versteuern?

Nicht selten testen oder bewerben Blogger, YouTuber, Instagramer oder Influencer Produkte auf Ihren Kanälen. Bekommen Sie von Unternehmen kostenlos Produkte zugeschickt, so handelt es sich gemäß § 8 EStG Abs. 2 Satz 1 trotzdem steuerlich um Einnahmen:

“Einnahmen, die nicht in Geld bestehen (Wohnung, Kost, Waren, Dienstleistungen und sonstige Sachbezüge), sind mit den um übliche Preisnachlässe geminderten üblichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen”.

Auf die Frage, ob Zusendungen mit der Einkommensteuer versteuert werden müssen, muss man prinzipiell mit einem Ja antworten. Es gibt jedoch drei Ausnahmen.

Zurücksenden: Wenn Sie die zugesandten Produkte nicht nutzen bzw. konsumieren und zeitnah an den Absender zurückschicken, entsteht kein wirtschaftlicher Vorteil. Das Gleiche gilt wenn Sie das Produkt auf Ihrem Kanal vorführen und präsentieren, aber wieder zurücksenden. In dem Fall gab es keinen Eigentumswechsel - Sie haben also keinen Sachwert, den Sie versteuern können. Schicken Sie die Produkte nicht zurück, so haben Sie eine Bezahlung in Sachwerten erhalten, die Sie versteuern müssen.

Werbe- und Streuartikel: Sogenannte Werbe- und Streuartikel mit einem Wert unter 10 Euro sind steuerfrei.

Pauschalierung: Das Unternehmen bezahlt pauschal die Steuer nach §37b EStG. Das heißt, das Unternehmen, dass Ihnen das Produkt zusendet, bezahlt pauschal 30 Prozent vom Wert des Geschenks und führt den Betrag zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an das Finanzamt ab. Diese Möglichkeit kann jedoch nur angewendet werden, wenn die einzelne Zusendung 10.000 Euro nicht überschreitet und auch die komplette Anzahl der Zusendungen von diesem Unternehmen an Sie innerhalb eines Wirtschaftsjahres unter 10.000 Euro liegt. Ansonsten handelt es sich um Einnahmen, die wie oben beschrieben versteuert werden müssen.

Achtung: Wichtig ist, dass Sie alle Zusendungen dokumentieren und dem Finanzamt bei Nachfrage genau zeigen können, was wie geregelt wurde. So sollten Sie auch im dritten Fall eine Rechnung vorlegen können, die die Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen ausweist oder einen Kooperationsvertrag vorweisen können, wo die Steuerübernahme durch das Unternehmen schriftlich festgehalten wird. Falls das Finanzamt nicht nachvollziehen kann, was mit den Sachwerten, die Sie auf Ihren Kanälen öffentlich präsentieren, passiert ist, so wird die zu zahlende Steuer geschätzt und das wird im Regelfall sehr teuer für Sie werden.

Die oben genannten Punkte gelten lediglich für die Einkommensteuer. Die Umsatzsteuer müssen Sie zusätzlich abführen. Grundlage der Berechnung der Höhe ist der normale Verkaufspreis zuzüglich von Nebenkosten, wie z.B. Versandkosten.

Brauche ich einen Steuerberater?

Es besteht keine Pflicht, einen Steuerberater zu engagieren, es ist jedoch in manchen Fällen durchaus empfehlenswert. Das Steuerrecht ist hochkompliziert und ändert sich ständig. Besonders im Social Media Bereich und Steuern, gibt es noch viele Unklarheiten, wodurch Fälle einzeln betrachtet werden müssen. In den Monaten und Jahren wird es vermutlich viele neue Rechtsurteile des Bundesgerichtshofs geben, die wegweisend sind - auch hier kennt ein Steuerberater immer den neuesten Rechtsstand. Kleine Fehler in der Steuererklärung können große Auswirkungen haben und schnell teuer werden. Generell gilt je höher Ihre Einnahmen durch das Bloggen, desto mehr gibt es zu beachten. Je früher Sie sich mit dem Thema Steuern detailliert auseinandersetzen, desto erfolgreicher kann auch Ihr Internet-Unternehmen werden.

Posted: 18 Jan, 2018 (Updated: 05 Feb, 2018)
Marie Rømer
Marie Rømer https://www.ageras.de/blog/steuern-fuer ... influencer

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Abgabenlast gestiegen - Wer als Rentner Steuern zahlen muss

Postby Weltbookadmin47 » 21. Nov 2019 13:00

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-als-Re ... 07265.html
Abgabenlast gestiegen - Wer als Rentner Steuern zahlen muss
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Wer eine Einkommensteuerklärung abgeben muss, muss aber nicht in jedem Fall Steuern zahlen.

(Foto: imago/Christian Ohde)
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Rentner können sich zwar in letzter Zeit häufiger über Erhöhungen ihrer Bezüge freuen, werden aber auch zunehmend vom Finanzamt zur Kasse gebeten. Wen es in welcher Höhe trifft, und bei wem überhaupt eine Steuererklärung fällig ist, lesen Sie hier.

Eben noch durften sich die rund 21 Millionen Rentner in Deutschland über eine satte Erhöhung ihrer Renten freuen, da wird bekannt, dass die Steuerbelastung der Ruheständler innerhalb von zehn Jahren teilweise um rund das Fünffache gestiegen ist. Der Grund? Seit dem Jahr 2005 werden die Renten für jeden Jahrgang stärker besteuert. Für Neurentner des Jahres 2019 ist der entsprechende Freibetrag auf nur noch 22 Prozent gesunken.

Und das hat Auswirkungen. Bei Neurentnern werden derart bei einer monatlichen Bruttorente von 1500 Euro im 2. Halbjahr 2019 jährlich 430 Euro Einkommensteuer fällig. Vor neun Jahren waren es gerade einmal 79 Euro pro Jahr. Bei einer Bruttorente von 1700 Euro lag die Steuerbelastung bei Rentenbeginn 2010 bei 294 Euro. Nun sind es 758 Euro jährlich.

Ruheständler sind also gut beraten, das vermeintlich ausreichende Geld ihrer Bruttorenten nicht unter die Leute zu bringen, ohne eine mögliche Steuererklärung auf dem Zettel zu haben. Denn der Ruhestand schützt nicht per se vor Arbeit und auch nicht vor dem Finanzamt. So sind in diesem Jahr bereits rund fünf Millionen Rentner steuerpflichtig. Tendenz steigend. Was nicht nur an den an und für sich erfreulichen Rentenerhöhungen liegt.
Zukünftige Rentenerhöhungen müssen voll versteuert werden

War vor 13 Jahren noch die Hälfte der damals bezogenen Rente steuerfrei, unterliegen im Jahr 2019 bereits 78 Prozent der Altersbezüge der Steuerpflicht. Denn Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2020 liegt er somit bei 80 Prozent der Jahresbruttorente. Danach erhöht er sich für Neurentner jeweils nur noch um einen Prozentpunkt. Alle Renten, die im Jahr 2040 oder später beginnen, sind dann zu 100 Prozent zu versteuern. Die gute Nachricht lautet, dass der Rentenfreibetrag auch in den Folgejahren unverändert bleibt. Beim Senior, der seit 2005 Rente bezieht, bleiben also auch im Jahr 2019 50 Prozent der Rentenzahlung von 2005 immer steuerfrei. Der Freibetrag bezieht sich dabei auf den konkreten Geldbetrag und nicht auf einen Anteil der jeweiligen Rente. Zukünftige Rentenerhöhungen müssen also voll versteuert werden.

Hintergrund für die dynamische Rentenbesteuerung ist die Umstellung der Besteuerung auf ein nachgelagertes System. Das heißt, während des Erwerbslebens können die Beiträge zur Rentenversicherung steuerlich abgezogen und in der Auszahlungsphase muss die Rente versteuert werden.

Zumindest wird dann eine Einkommenssteuererklärung fällig, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte eines Rentners den jeweils für das entsprechende Jahr gültigen Grundfreibetrag überschreitet. Was dann auch langjährige Bestandsrentner betreffen kann. Für 2019 liegt dieser für Alleinstehende bei 9000 Euro und für Ehepartner bei zusammen 18.000 Euro.
Nicht nur die gesetzliche Rente zählt

Zu beachten ist, dass mit Einkünften nicht nur die gesetzliche Rente, sondern alle Einnahmen gemeint sind. Also unter anderem auch Mieteinnahmen, Bezüge aus einer Betriebs-, Riester- oder Privatrente und Kapitalerträge.

Liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte für das kommende Jahr beispielsweise bei einem alleinstehenden Neurentner bei 16.000 Euro, übersteigen 78 Prozent hiervon (12.480 Euro) den Grundfreibetrag von 9000 Euro. Es wird also eine Steuererklärung fällig.

In welcher Höhe dann tatsächlich Steuern anfallen, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Ausgaben beim Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden können. Den analog zum noch werktätigen Steuerzahler haben auch Rentner die Möglichkeit, diverse Kosten in der Steuererklärung abzusetzen. Dazu zählen etwa Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die Kirchensteuer, Spenden, Beiträge zu Versicherungen wie einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung und auch Gesundheitsausgaben.

Gleiches gilt für die Kosten, die Rentnern entstehen, wenn sie sich die komplexe Materie von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater erklären lassen beziehungsweise dort prüfen lassen möchten, ob denn eine Steuerpflicht vorliegt. Was keine schlechte Idee ist, denn auch Rentner haben gegenüber dem Finanzamt eine Bringpflicht. Sie sollten also nicht erst darauf warten, dass die Behörde bei ihnen anklopft. Ansonsten kann diese Form des Ruhestandes auch zu Nachzahlungen und Sanktionen in Form von Strafzinsen führen.
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Quelle: n-tv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-als-Re ... 07265.html
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Feilschen mit dem Finanzamt - Antrag auf Steuerstundung gut darlegen

Postby Weltbookadmin47 » 27. Dec 2019 15:51

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Antrag-auf ... 78509.html

Freitag, 27. Dezember 2019
Feilschen mit dem Finanzamt - Antrag auf Steuerstundung gut darlegen
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Es liegt im Ermessen der Behörde, ob eine Stundung gewährt wird.

(Foto: imago/blickwinkel)
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Anträge an Behörden stellen Steuerzahler am besten mit guter Begründung. Bevor eine Inkassostelle eine Entscheidung fällt, muss sie wichtige Unterlagen sichten. Worauf man sich sonst berufen kann.

Bürgerinnen und Bürger, die Steuer- oder Kindergeldrückforderungen nicht direkt bezahlen können, können einen Antrag auf Stundung stellen. Allerdings müssen dafür besondere Gründe vorliegen.

"Nur, wenn die sofortige Rückzahlung für den Steuerzahler eine besondere Härte darstellt, kann ein Zahlungsaufschub gewährt werden", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Die Behörde muss aber die relevanten Akten prüfen, wie eine Entscheidung des Finanzgerichts Baden-Württemberg zeigt.
Inkasso-Service lehnte Stundung ab

Geklagt hatte eine Mutter, die Kindergeld in Höhe von 3680 Euro zurückzahlen sollte. Beim Inkasso-Service der Agentur für Arbeit beantragte sie die Stundung der Forderung und legte dabei ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse offen. Der Inkasso-Service bat daraufhin die Familienkasse um konkrete Angaben zur Entstehung der Rückforderung.

Die Familienkasse teilte mit, dass die Rückforderung entstanden sei, weil die Mutter nicht ausreichend mitgewirkt habe. Trotz Aufforderung habe sie die Ausbildungsnachweise ihres Sohnes nicht vorgelegt. Der Inkasso-Service lehnte daraufhin den Stundungsantrag ab. Die Forderung sei nicht stundungswürdig, da sie mangels Mitwirken der Mutter entstanden sei.
Finanzgericht: Behörde muss Akten prüfen

Das ließ das Finanzgericht nicht gelten. Zwar liegt es im Ermessen der Behörde, ob eine Stundung gewährt wird. Allerdings müssen zumindest die Akten ordentlich ausgewertet werden. Dies hat die Inkassostelle nach Ansicht der Richter nicht gemacht: Sie verließ sich allein auf die knappe Auskunft der Familienkasse und prüfte nicht selbst nach, ob das Verhalten der Klägerin eine grobe Pflichtverletzung war, die zu einer Ablehnung der Stundung berechtigt ( Az.: 5 K 3830/16).

Wer die Stundung von Steuernachforderungen oder Kindergeldrückzahlungen beantragt, sollte möglichst direkt im Antrag seine Stundungswürdig- und -bedürftigkeit darlegen. Würdigt die Behörde dies nicht in ausreichendem Maße, sollte Einspruch gegen die Ablehnung eingelegt werden, rät Klocke.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Bei Einmalzahlung Einkommensteuer auf Riester-Rente fällig

Postby Weltbookadmin47 » 14. Feb 2020 13:14

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Einkommens ... 75255.html
Bei Einmalzahlung Einkommensteuer auf Riester-Rente fällig
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Bei einer Einmalzahlung der Riester-Rente gilt eine ermäßigte Besteuerung - ab 2018.

(Foto: imago/Winfried Rothermel)
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Bei manchen Riester-Verträgen ist der monatliche Rentenanspruch sehr gering. In diesen Fällen kann die Rente auf einen Schlag ausgezahlt werden. Dann muss allerdings Einkommensteuer auf die Kleinbetragsrente gezahlt werden, wie der Bundesfinanzhof urteilt.

Wer sich eine kleine Riester-Rente auf einen Schlag auszahlen lässt, muss darauf Einkommensteuer zahlen. Das stellte der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil klar. Die Steuerpflicht gilt danach auch dann, wenn der Riester-Vertrag wegen vertraglicher Änderungen zuletzt nicht mehr als förderfähig zertifiziert war (Az: X R 39/17).

Die Klägerin hatte 2003 einen zertifizierten Riestervertrag abgeschlossen. 2014 entschied sie, dass sie statt einer monatlichen Rente zum Rentenbeginn mit 65 Jahren das Geld auf einen Schlag ausgezahlt haben möchte.

Grundlage war eine 2005 eingeführte Regelung zu "Kleinbetragsrenten". Diese können Berechtigte sich seitdem auszahlen lassen, ohne dass die staatlichen Zulagen zurückbezahlt werden müssen. Die nach der rentenrechtlichen Bezugsgröße berechnete Grenze liegt derzeit im Westen bei 31,85 und im Osten bei 30,10 Euro monatlich.

Im Streitfall war dies erfüllt, und die Klägerin erhielt gut 9000 Euro. Davon waren gut 8900 Euro durch Altersvorsorgezulagen oder steuerlich durch den Sonderausgabenabzug gefördert worden. Diesen überwiegenden Anteil unterwarf das Finanzamt der Einkommensteuer.
Fünftelregelung noch nicht anwendbar

Zu Recht, wie nun der BFH entschied. Die Beiträge zu einem Riester-Altersvorsorgevertrag würden bei der Einzahlung durch staatliche Zulagen und steuerlich durch den Sonderausgabenabzug begünstigt. Nach dem Grundsatz der sogenannten nachgelagerten Besteuerung würden dann bei der Auszahlung Steuern fällig.

Bei einer Auszahlung in einem einmaligen Kapitalbetrag könne nichts anderes gelten, urteilte der BFH. Denn auch dieses Geld stamme aus einem Altersvorsorgevertrag. Ob der Vertrag wegen bestimmter Änderungen zuletzt gar nicht mehr förderfähig gewesen sei, wie die Klägerin meinte, spiele keine Rolle. "Die Klägerin darf die ihr in der Vergangenheit gewährte steuerliche Förderung behalten; im Gegenzug unterliegt die Auszahlung aus dem Altersvorsorgevertrag der nachgelagerten Besteuerung."

Für die Klägerin noch nicht anwendbar war eine früher nur für die betriebliche Altersvorsorge geltende und 2018 auf geförderte Altersvorsorgeverträge übertragene Steuervergünstigung. Danach wird der ausgezahlte Betrag steuerlich auf fünf Jahre verteilt, wodurch die Steuerlast insgesamt meist geringer ausfällt.

Quelle: ntv.de, awi/AFP
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Steuererklärung 2019 - Wie die Formulare jetzt ausgefüllt werden

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2020 14:18

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-die-Fo ... 18192.html

Freitag, 06. März 2020
Steuererklärung 2019 - Wie die Formulare jetzt ausgefüllt werden
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Für die Abgabe der freiwilligen Steuererklärung bleiben nach dem Ende des jeweiligen Veranlagungszeitraums vier Jahre Zeit.

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Der März ist für viele eine gute Zeit, mit der Steuererklärung zu beginnen. Das gilt vor allem, wenn eine Rückerstattung zu erwarten ist. Bei den Papierformularen gibt es in diesem Jahr Neuerungen.

Wer seine Steuererklärung 2019 auf den Papiervordrucken einreicht, muss in diesem Jahr etwas weniger ausfüllen. Der Grund: Die Daten, die Arbeitgeber, Rentenstellen, Krankenkassen oder Träger von Sozialleistungen an das Finanzamt übermittelt haben, sind bereits hinterlegt. Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin.

Sie müssen nicht mehr vom Steuerzahler selbst eingetragen werden. Die entsprechenden Felder in der Steuererklärung sind dunkelgrün markiert.
Mantelbogen abgeschafft

Neben den neuen dunkelgrünen Feldern haben die Vordrucke zur Steuererklärung 2019 eine weitere Neuerung. Den bisherigen vierseitigen Mantelbogen gibt es nicht mehr. Die notwendigen Angaben sind jetzt in fünf verschiedenen Vordrucken zu erklären. Neben dem Hauptvordruck für die allgemeinen Angaben zur Person gibt es beispielsweise eine separate Anlage Außergewöhnliche Belastungen, eine Anlage Sonderausgaben und eine Anlage Haushaltsnahe Aufwendungen.

Die meisten Einkommensteuererklärungen werden mittlerweile elektronisch eingereicht. In diesen Fällen sind alle Daten weiterhin auszufüllen. Das ist laut BVL auch sinnvoll, denn nur so kann bereits im Voraus die Steuer berechnet werden. Außerdem können bestimmte Wahlrechte beispielsweise bei Eheleuten nur mit einer Probeberechnung wahrgenommen werden. Zudem bieten die elektronischen Steuerprogramme viel Unterstützung durch Hinweise und Plausibilitätsprüfungen an.
Steuerbescheid gut prüfen

Um sicherzugehen, dass die Daten auch korrekt übermittelt wurden, sollten Steuerzahler den Steuerbescheid weiterhin genau überprüfen, empfiehlt BVL-Geschäftsführer Uwe Rauhöft. Fehlt etwas, sollte vorsorglich Einspruch eingelegt werden. Wer hingegen Fehler zu seinen Gunsten feststellt, beispielsweise dass eine Rente oder Arbeitslohn aus einem Arbeitsverhältnis fehlt, ist verpflichtet, das Finanzamt auf diesen Fehler hinzuweisen.

Für die Steuererklärung 2019 gibt es eine klare Abgabefrist: Spätestens am 31. Juli müssen die ausgefüllten Formulare beim Finanzamt abgegeben werden, erklärt der Bund der Steuerzahler. Hilft ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Abgabefrist bis Ende Februar 2021. Da der letzte Februartag im Jahr 2021 aber auf einen Sonntag fällt, müssen solche Erklärungen spätestens bis zum 1. März 2021 abgegeben werden. Maßgeblich sind diese Fristen für diejenigen, die zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind.

Für die Abgabe der freiwilligen Steuererklärung bleiben nach dem Ende des jeweiligen Veranlagungszeitraums vier Jahre Zeit. Für das Jahr 2019 kann die Steuererklärung somit noch bis zum 31. Dezember 2023 eingereicht werden. Da dies ein Sonntag ist und der 1. Januar ein Feiertag, bleibt in diesem Fall sogar bis zum 2. Januar 2024 Zeit.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Abgabenlast steigt - Diese Rentner müssen nun Steuern zahlen

Postby Weltbookadmin47 » 22. Mar 2020 15:33

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
https://www.n-tv.de/ratgeber/Diese-Rent ... 58083.html
Abgabenlast steigt - Diese Rentner müssen nun Steuern zahlen
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Wer eine Einkommensteuerklärung abgeben muss, muss aber nicht in jedem Fall Steuern zahlen.

(Foto: imago/Christian Ohde)
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Gerade noch konnten sich Rentner über eine satte Erhöhung ihrer Bezüge zum Sommer freuen, da wird auch schon klar, dass viele von ihnen auch zunehmend vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden. Wen es in welcher Höhe trifft, und bei wem überhaupt eine Steuererklärung fällig ist, lesen Sie hier.

Endlich mal wieder gute Nachrichten für Senioren: Die Renten steigen ab 1. Juli 2020 in Westdeutschland um 3,45 Prozent und in den neuen Ländern um 4,20 Prozent. Doch damit sind auch immer mehr Rentner verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Denn dies ist immer dann der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag überschreitet.
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Ruheständler sind also gut beraten, das vermeintlich ausreichende Geld ihrer Bruttorenten nicht unter die Leute zu bringen, ohne eine mögliche Steuererklärung auf dem Zettel zu haben. Denn der Ruhestand schützt nicht per se vor Arbeit und auch nicht vor dem Finanzamt. So waren bereits im letzten Jahr rund fünf Millionen Rentner steuerpflichtig. Tendenz steigend. Was nicht nur an den im Grunde erfreulichen Rentenerhöhungen liegt.
Bei Neurentnern wird ab 2040 voll zugelangt

War vor 14 Jahren noch die Hälfte der damals bezogenen Rente steuerfrei, unterliegen im Jahr 2020 bereits 80 Prozent der Altersbezüge der Steuerpflicht. Denn Jahr für Jahr steigt der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte. Danach erhöht er sich für Neurentner jeweils nur noch um einen Prozentpunkt. Alle Renten, die im Jahr 2040 oder später beginnen, sind dann zu 100 Prozent zu versteuern. Die gute Nachricht lautet, dass der Rentenfreibetrag auch in den Folgejahren unverändert bleibt. Beim Senior, der seit 2005 Rente bezieht, bleiben also auch im Jahr 2020 50 Prozent der Rentenzahlung von 2005 immer steuerfrei. Der Freibetrag bezieht sich dabei auf den konkreten Geldbetrag und nicht auf einen Anteil der jeweiligen Rente. Zukünftige Rentenerhöhungen müssen also voll versteuert werden.

Hintergrund für die dynamische Rentenbesteuerung ist die Umstellung der Besteuerung auf ein nachgelagertes System. Das heißt, während des Erwerbslebens können die Beiträge zur Rentenversicherung steuerlich abgezogen und in der Auszahlungsphase muss die Rente versteuert werden.

Zumindest wird dann eine Einkommensteuererklärung fällig, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte eines Rentners den jeweils für das entsprechende Jahr gültigen Grundfreibetrag überschreitet. Was dann auch langjährige Bestandsrentner betreffen kann. Für 2020 liegt dieser für Alleinstehende bei 9408 Euro und für Ehepartner zusammen gilt der doppelte Wert.
Steuerlast kann gesenkt werden

Zu beachten ist, dass mit Einkünften nicht nur die gesetzliche Rente, sondern alle Einnahmen gemeint sind. Also unter anderem auch Mieteinnahmen, Bezüge aus einer Betriebs-, Riester- oder Privatrente und Kapitalerträge.

Liegt der Gesamtbetrag der Einkünfte für das kommende Jahr beispielsweise bei einem alleinstehenden Neurentner bei 16.000 Euro, übersteigen 80 Prozent hiervon (12.800 Euro) den Grundfreibetrag von 9408 Euro. Der individuelle Freibetrag beläuft sich damit auf 3200 Euro. Es wird also eine Steuererklärung über 12.480 Euro fällig.

In welcher Höhe dann tatsächlich Steuern anfallen, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Ausgaben beim Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden können. Denn analog zum noch werktätigen Steuerzahler haben auch Rentner die Möglichkeit, diverse Kosten in der Steuererklärung abzusetzen. Dazu zählen etwa Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die Kirchensteuer, Spenden, Beiträge zu Versicherungen wie einer Unfall- oder Haftpflichtversicherung und auch Gesundheitsausgaben.

Gleiches gilt für die Kosten, die Rentnern entstehen, wenn sie sich die komplexe Materie von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater erklären lassen beziehungsweise dort prüfen lassen möchten, ob denn eine Steuerpflicht vorliegt. Was keine schlechte Idee ist, denn auch Rentner haben gegenüber dem Finanzamt eine Bringpflicht. Sie sollten also nicht erst darauf warten, dass die Behörde bei ihnen anklopft. Ansonsten kann diese Form des Ruhestandes auch zu Nachzahlungen und Sanktionen in Form von Strafzinsen führen.

Quelle: ntv.de, awi
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Arzt Unwürdigkeit attestiert - Steuerhinterziehung kann Approbation kosten

Postby Weltbookadmin47 » 3. Jun 2020 13:55

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Steuerhint ... 21606.html

Mittwoch, 03. Juni 2020
Arzt Unwürdigkeit attestiert - Steuerhinterziehung kann Approbation kosten
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Gewinnstreben um jeden Preis steht im Widerspruch zum Berufsbild des Arztes.

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Das Steuerrecht sollte man ernst nehmen. Verstöße dagegen können schwerwiegende Folgen haben. Im Zweifel muss man sich sogar einen neuen Beruf suchen.

Steuerbetrug bringt nicht nur Ärger mit dem Finanzamt. Er kann auch schwerwiegende berufliche Folgen haben. So kann ein Arzt seine Approbation verlieren, wenn er seine Einnahmen nicht ordnungsgemäß versteuert.

Das zeigt ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen (Az.: 13 A 296/19). Denn dabei handelt es sich um eine gravierende Verfehlung, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Berufsstand nachhaltig erschüttern könnte, berichtet die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).
Ein Betrag von mehr als 150.000 Euro

In dem verhandelten Fall ging es um einen Arzt, der über viele Jahre hinweg Steuern hinterzogen hatte. Insgesamt handelte es sich um einen Betrag von rund 155.000 Euro - hinzu kam eine versuchte Steuerhinterziehung. Daraufhin war ihm seine Approbation entzogen worden. Gegen diese Entscheidung klagte der Mediziner.

Ohne Erfolg: Bei den Steuerhinterziehungen handele es sich um ein schwerwiegendes Fehlverhalten, erklärte das Gericht. Ein derartiges Gewinnstreben um jeden Preis stehe im Widerspruch zum Berufsbild des Arztes. Der Arzt sei damit unwürdig zur Ausübung seines Berufs. Durch sein Verhalten besitze er nicht mehr das Ansehen und Vertrauen, das dafür unbedingt nötig sei.

Eine solche Unwürdigkeit könne auch dann vorliegen, wenn das Fehlverhalten nicht im beruflichen Umfeld auf Missfallen stoße oder das unmittelbare Arzt-Patienten-Verhältnis betreffe, hieß es in der Begründung. Der Mediziner habe über einen langen Zeitraum seine Einnahmen nicht beziehungsweise nicht vollständig erklärt. Das zeuge von erheblicher krimineller Energie. Solche Steuerhinterziehungen seien keine Kavaliersdelikte, sondern ein schwerwiegendes, beharrliches steuerliches Fehlerverhalten und ein rücksichtsloses Gewinnstreben - und auch schwerwiegende Straftaten.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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In Euro und Cent - Was bringt mir die Mehrwertsteuersenkung ?

Postby Weltbookadmin47 » 5. Jun 2020 14:43

STEUERPFLICHT - Rechte und Pflichten
https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-bringt ... 24474.html
In Euro und Cent - Was bringt mir die Mehrwertsteuersenkung ?
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Aha.

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Um die Konjunktur zu befeuern, wird die Mehrwertsteuer vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Wie viel Geld Verbraucher dadurch beispielsweise beim Lebensmitteleinkauf, der Anschaffung eines neuen Autos oder der Urlaubsreise sparen können, lesen Sie hier.

Überraschend hat sich die große Koalition darauf verständigt, die Mehrwertsteuer befristet zu senken. Womit der Konsum im Binnenmarkt gestärkt werden soll. Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 wird der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Satz von 7 Prozent auf 5 Prozent gesenkt.

Klingt erstmal gut, aber was bleibt davon am Ende im Portemonnaie übrig? Die Mehrwertsteuer unterscheidet sich deutlich von anderen Steuern. Weil sie auf Waren und Dienstleistungen erhoben wird, zahlt sie praktisch jeder Konsument. Beim Einkaufen von Lebensmitteln gilt der ermäßigte Steuersatz.
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Ratgeber 07.08.19
Wann 7, wann 19 Prozent? Die kruden Regeln der Mehrwertsteuer

Bei einem Wocheneinkauf in Höhe von 100 Euro kann ab 1. Juli durch die Mehrwertsteuersenkung 1,87 Euro gespart werden. Klingt überschaubar, reicht aber immerhin für ein Eis für das quengelnde Kind an der Supermarktkasse. Wird vom 1. Juli an bis Ende des Jahres jede Woche ein Einkauf in Höhe von 100 Euro getätigt, ließen sich durch die Mehrwertsteuersenkung aber schon fast 50 Euro beim Lebensmitteleinkauf sparen.
Bei größeren Anschaffungen macht sich die Senkung bemerkbar

Auch bei Eintrittsgeldern für Theater, Konzerte, Museen, Zirkusvorführungen und Zoos gilt der ermäßigte Steuersatz. Gehen wir in den Zoo. Mit der Familie. Bei einem Eintrittspreis von 57 Euro ließe sich einmalig 1,07 Euro sparen. Wen es mit Anhang jede Woche in den Zoo zieht, muss dann derart gut 25 Euro weniger zahlen. Und auch im Zoo gibt es ja Eis für den Nachwuchs. Bei Kleidung gilt normalerweise der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Kostet ein T-Shirt 20 Euro, werden im besagten Zeitraum 50 Cent pro Stück gespart.

Richtig bemerkbar macht sich die Mehrwertsteuersenkung erst bei größeren Ausgaben. Beispielsweise dem Kauf eines Autos. Kostet das bisher 30.000 Euro, müssen in Zukunft dann befristet nur noch 29.243,69 Euro bezahlt werden. Eis im Wert von 756,31 Euro sollten die Kinder dann aber doch nicht essen - vor allem nicht im neuen Wagen.
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Und auch das neue Sofa wäre beim Verzehr tabu. Angenommen, hierfür mussten bisher 1500 Euro berappt werden, sind es bei nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer rund 1462 Euro. Bei einer Pauschalreise zum Preis von bisher 5000 Euro müssen dann nur noch 4873,95 Euro hingeblättert werden.

Die entscheidende Frage dürfte aber sein, ob Unternehmen die Steuersenkung wirklich an die Kunden weitergeben und die Preise senken. Denn es besteht die Gefahr, dass Dienstleister, Supermärkte, Modegeschäfte, Autohäuser, Möbelgeschäfte und Co. die Gelegenheit nutzen, um ihre eigene Gewinnspanne zu erhöhen.

Quelle: ntv.de, awi
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