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Vermieter muss handeln - Kündigung wegen heißer Wohnung rechtens

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Aug 2018 21:00

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Kuendigung ... 70189.html
Vermieter muss handeln - Kündigung wegen heißer Wohnung rechtens

Dass sich die Wohnräume bei sommerlicher Hitze stark erwärmen, damit müssen wohl die meisten Menschen leben. Doch welche Rechte haben Mieter, wenn es in den vier Wänden zu Extremtemperaturen kommt? Ein Urteil aus Berlin gibt Aufschluss.


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forum-kategorie-f5/haus-und-garten-wohnen-t59.html#p429

Ein sommerlicher Temperaturanstieg in der Wohnung ist kein Mangel, auch nicht in einer Dachgeschosswohnung. Wird die Wohnung in den Sommermonaten allerdings unerträglich heiß, kann dies ein Kündigungsgrund sein und Ersatzansprüche auslösen, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB).

Eine Kündigung wegen unzumutbarer Hitze in den Wohnräumen befand etwa der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin (40/06) für zulässig. In dem Berliner Fall heizte sich eine Dachgeschosswohnung im Sommer auf bis zu 46 Grad Celsius auf. Die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen betrugen bis zu 19 Grad. Normales Wohnen sei unmöglich gewesen: Wachskerzen schmolzen, Pflanzen gingen ein und der Wellensittich habe einen Hitzschlag erlitten. Hier waren nach Ansicht der Richter eine fristlose Kündigung und eventuelle Schadenersatzansprüche möglich.

Auch eine Mietminderung kann gerechtfertigt sein, befand das Amtsgericht Hamburg (Az.: 46 C 108/04). Der Hamburger Mieter einer Obergeschosswohnung bemängelte, dass die Sommertemperaturen tagsüber bei 30 Grad und nachts noch bei mehr als 25 Grad Celsius lagen. Selbst stundenlanges Lüften brächte keinen Erfolg. Das Gericht ging hier von einem unzureichenden Wärmeschutz aus und billigte den Mietern für die hochpreisige, qualitativ gut ausgestattete Neubauwohnung eine Mietminderung von 20 Prozent zu.
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Grundsätzlich gilt: Der Vermieter muss für einen den Regeln der Technik entsprechenden sommerlichen Wärmeschutz sorgen. Er kann beispielsweise Außenjalousien anbringen lassen. Verlangen kann der Mieter das aber nicht. Denn es ist Sache des Vermieters, wie er Sonnenschutz schafft und den Mangel "unerträgliche Hitze" beseitigt, entschied das Amtsgericht Leipzig (Az.: 164 C 6049/04).

Wichtig zu wissen: Mieter, die selbst eine Sonnenmarkise anbringen wollen, brauchen hierfür die Zustimmung des Vermieters. Der muss trotz seines schutzwürdigen Interesses an einer einheitlichen Fassadengestaltung grundsätzlich zustimmen, da sich der Mieter vor starker Sonneneinstrahlung schützen darf. Das gilt vor allem dann, wenn die Markise das Erscheinungsbild des Hauses nicht beeinträchtigt, weil sie sich farblich anpasst, befand das Amtsgericht Berlin-Schöneberg (Az.: 7 C 456/11).

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Bei diesen Fragen dürfen Sie den Vermieter anlügen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2018 11:02

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.welt.de/finanzen/immobilien ... uegen.html
Bei diesen Fragen dürfen Sie den Vermieter anlügen
Veröffentlicht am 12.01.2016 | Lesedauer: 4 Minuten

Mieter müssen nicht alle Fragen des Vermieters ehrlich beantworten

Quelle: picture alliance / dpa-tmn
Wer eine Wohnung sucht, muss einiges von sich preisgeben. Schließlich will der Vermieter wissen, wen er sich ins Haus holt. Doch bei einigen Fragen darf man auch bewusst die Unwahrheit sagen.
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Für eine Wohnung in beliebten Stadtvierteln interessieren sich viele. Entsprechend lang ist die Menschenkette, die sich bei einem Besichtigungstermin manchmal das Treppenhaus hinunter bis weit auf die Straße bildet.

Um den Vermieter von sich zu überzeugen, reicht ein gepflegtes Aussehen allein meist nicht mehr. Längst ist es eine Selbstverständlichkeit, dem Vermieter oder Makler eine Art Bewerbungsmappe zu überreichen. Die Mieterselbstauskunft ist inzwischen ein Muss.

Darin sollte ein Interessent Angaben zu seiner Identität machen, also Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Alter auflisten. Daneben muss er zum Beispiel seine Einkommensverhältnisse und seinen Beruf benennen. „Wer hier nicht mitspielt und nicht antwortet, hat kaum eine Chance, die gewünschte Wohnung zu bekommen“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin.
Wer sein Einkommen verschweigt ...

Zwar ist die Frage nach der Gehaltshöhe immer wieder ein sensibles Thema. „Für den Vermieter gibt es aber sonst keine andere Möglichkeit, um die Zahlungsfähigkeit des Mietbewerbers einschätzen und bewerten zu können“, sagt Daniela Stanek vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.
Jede zweite Abrechnung ist fehlerhaft

Die Deutschen Mietervereine raten, die Aufstellung des Vermieters genau zu prüfen, denn Millionen Betriebskostenabrechnung sind mangelhaft. Darauf sollten Sie als Mieter achten.

Quelle: Die Welt

„So wie Unternehmen oder Staaten von Ratingagenturen eingestuft werden, ist ein Vermieter natürlich daran interessiert, das Risiko eines Mietausfalles einschätzen und kalkulieren zu können.“ Diejenigen, die in der Mieterselbstauskunft Fragen nach Beruf und Einkommen nicht wahrheitsgemäß antworten, riskieren die Kündigung. „Das gilt selbst dann, wenn sie später immer pünktlich die Miete zahlen“, erklärt Markus Fischer von der Stiftung Warentest.

Für den Fall, dass der Mietinteressent Sozialleistungen bezieht, muss er hierüber den potenziellen Vermieter in Kenntnis setzen. Der Vermieter ist auch berechtigt, sich zu erkundigen, wie viele Personen in der Wohnung leben sollen. „Wer hier schummelt, muss im schlimmsten Fall ebenfalls mit einer fristlosen Kündigung rechnen“, sagt Stanek.
Haustiere müssen angegeben werden
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Legitim ist auch die Frage, ob das Objekt zumindest teilweise für eine selbstständige berufliche Tätigkeit mit gegebenenfalls Publikumsverkehr, zum Beispiel Musikunterricht, in Anspruch genommen werden soll.

Der Mietinteressent muss darüber hinaus wahrheitsgetreu angeben, ob Haustiere mit einziehen sollen. Anders sieht es bei Fragen aus, die mit einem möglichen Mietverhältnis nicht unmittelbar in Zusammenhang stehen. Hier müssen keine oder keine wahrheitsgemäßen Antworten gegeben werden. Unzulässig sind etwa Fragen zum Gesundheitszustand, zur Familienplanung, zur sexuellen Orientierung, zur ethnischen Zugehörigkeit oder zur Religion.

„Das sind Punkte, die einen Vermieter schlicht nichts angehen“, erklärt Ropertz. Vermieter dürfen auch nicht Auskunft darüber verlangen, ob Vorstrafen vorliegen. „Über laufende Ermittlungsverfahren gegen ihn muss sich ein Mietinteressent ebenfalls nicht äußern“, betont Fischer. Gleiches gilt für Fragen, wie man sich die ideale Wohnungseinrichtung vorstellt oder ob der Mietinteressent ein Parteibuch hat und, wenn ja, welches.
Über das Parteibuch darf gelogen werden

Kommt es zu Fragen, die sehr persönlicher Art sind, kann er entweder die Auskunft verweigern oder schummeln – ohne dass dies im Nachhinein irgendwelche Konsequenzen wie etwa eine Kündigung hätte.

Auf eine Frage wie „Wie oft erhalten Sie Besuch?“ kann nach Angaben von Ropertz ein Mietinteressent eine Antwort geben, die dem Vermieter mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr gefallen wird, nämlich „Selten, ich bin ein stiller und ruhiger Mieter“.

Und bei einer Frage wie „Welche Musikrichtung bevorzugen Sie?“ könnte laut Ropertz die Antwort „Klassik“ lauten. Denn nur die wenigsten Vermieter wollen, dass laute Heavy-Metal-Musik durchs Haus schallt. Anders sieht es indes bei Mietschulden aus.
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung kein Muss

„Es ist grundsätzlich statthaft, in manchen Regionen sogar üblich, dass ein Vermieter eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangt“, sagt Stanek. Der Bewerber hat jedoch ein Problem, wenn der Vorvermieter ihm eine solche Bescheinigung verweigert.
Hier werden Wohnungslose und Vermieter verkuppelt

Hamburg, Berlin, München: In manchen deutschen Städten muss der Zugezogene geradezu um seine neue Wohnung kämpfen. Beim Speed-Flatmating gibt es auch Konkurrenz, aber zumindest in entspannter Atmosphäre.

Quelle: Zoomin.TV

Ein Recht darauf gibt es nämlich nicht. „Denn ein Vermieter läuft Gefahr, dass er gegebenenfalls auf Zahlungsansprüche verzichtet, wenn er eine solche Bescheinigung erteilt“, erläutert Stanek.

Aus ihrer Sicht sollte ein Mietverhältnis nicht zwangsweise von dem Vorliegen einer solchen Bescheinigung abhängig gemacht werden. Dem Mieter stehen nämlich auch andere Möglichkeiten zur Verfügung, seine Mietschuldenfreiheit nachzuweisen und zu zeigen, dass er seine Miete immer pünktlich zahlt.

„Das können zum Beispiel Kontoauszüge sein“, so Fischer. Seinen Angaben zufolge muss ein Mieter auch nicht offenbaren, dass er einen Vormund hat. „Das geht einen Vermieter gar nichts an.“
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Streit um teure Wohnung - Wie lange muss das Jobcenter zahlen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2018 12:20

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-lange- ... 89447.html
Streit um teure Wohnung - Wie lange muss das Jobcenter zahlen ?

Wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, darf auch nur angemessene Kosten verursachen. So wird eine große und teure Wohnung vom Amt nur übergangsweise bezahlt. Darüber, wann die Leistung gekürzt werden darf, wurde vor Gericht gestritten.


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forum-kategorie-f5/haus-und-garten-wohnen-t59.html#.W4aBpbgjFdg

Mit Hilfe des Hartz-IV-Regelsatzes müssen Langzeitarbeitslose unter anderem die Kosten für Nahrungsmittel, Kleidung und andere Bedürfnisse des alltäglichen Lebens bestreiten. Zusätzlich wird Bedürftigen auch die Miete inklusive Mietnebenkosten vom Jobcenter gezahlt. Allerdings darf die Wohnung weder zu groß, noch zu teuer sein.

So darf eine angemessene Bleibe für eine Person in der Regel nicht größer als 50 m² groß sein. Darüber, wie hoch die Mietkosten ausfallen dürfen, gibt es keinen bundesweit einheitlichen Standard. Vielmehr wird dies nach den örtlichen Gegebenheiten bestimmt.

In einem vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) verhandelten Fall (Az.: L 11 AS 561/18 B ER) war allerdings unstrittig, dass ein Hartz-IV-Empfänger nach dem Auszug von Frau und Kind eine zu große Wohnung bewohnte. Vielmehr wurde darum gestritten, ab welchem Zeitpunkt das Amt die Mietzahlungen kürzen darf.
Sechsmonatige Übergangsfrist

Grundsätzlich haben Betroffene sechs Monate Zeit, um eine den Hartz-IV-Regelungen entsprechende, angemessene Wohnung zu finden oder die Wohnkosten, etwa durch einen Untermieter, zu reduzieren. Was dem betroffenen Marketing-Experten durch die Aufnahme einer Studentin zunächst auch gelang. Später fand er auch einen neuen Arbeitsplatz und war zunächst nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Nach fünf Monaten der Probezeit kündigte der Arbeitgeber, und der Mann war erneut hilfebedürftig. Das Jobcenter wollte jetzt nur noch die Kosten einer angemessenen Wohnung übernehmen. Demgegenüber sah sich der Mann als "Neufall" und forderte eine weitere Schonfrist von sechs Monaten. Zudem verwies er auf den angespannten Wohnungsmarkt in seiner Region.
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Das Gericht räumte dem Arbeitslosen vorläufig eine weitere Frist von drei Monaten zur Kostensenkung ein. Denn diese müsse nach den Umständen des Einzelfalls auch tatsächlich möglich sein. Da der Mann für einige Monate gearbeitet hatte, musste er sich in dieser Zeit nicht um eine günstigere Wohnung bemühen. Nach der kurzfristigen Kündigung sei ein weiterer zeitlicher Vorlauf nötig, um die finanzielle Belastung beispielsweise durch Umzug oder Untervermietung zu senken. Dies gelte laut LSG auch dann, wenn das Jobcenter zuvor bereits eine Aufforderung zur Kostensenkung zugestellt hat, und die sechsmonatige Übergangsfrist eigentlich bereits abgelaufen ist.

Quelle: n-tv.de , awi
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Reaktion auf hohe Mietpreise - Großstädter ziehen in kleine Wohnungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2018 08:35

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Grosssta ... 21114.html
Donnerstag, 13. September 2018
Reaktion auf hohe Mietpreise - Großstädter ziehen in kleine Wohnungen

In vielen Großstädten sind die Mietpreise in den letzten Jahren horrend gestiegen. Das Problem der Wohnungsnot könnte sich durch den Umzug ins Umland lösen. Der Trend geht aber in eine umgekehrte Richtung.


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1150 Euro Kaltmiete für eine 60 Quadratmeter große Wohnung in Köln, 1100 Euro für nur 38 Quadratmeter in München: Wer in deutschen Großstädten eine Bleibe sucht, muss sich zunehmend von allzu großzügigen Wohnträumen verabschieden. Selbst Wohnungen in der Größe einer Studentenbude werden wieder salonfähig. "Da geht die Reise hin, dass wir bei den Quadratmetern eher sparen", stellt der Immobilienexperte des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Voigtländer, fest. Eine Stadt wie München sei da nur der Vorreiter.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 46452.html
In den großen Metropolen der Welt wird der Raum zum Leben immer knapper. Um aus kleinen Wohnungen ein Maximum an Lebensqualität herauszuholen, braucht es vor allem einen vollkommen neuen Blick. Wie in dem New Yorker Micro-Appartement, ... ... in dem selbst ein Essen für 12 Gäste möglich ist. Platz ist in der kleinsten Hütte Große Ideen für kleine Wohnungen

"Noch vor einigen Jahren hätte man gesagt, lieber eine größere Wohnung als eine kleinere Wohnung", so Voigtländer. Mittlerweile müssten sich jedoch viele Großstädter auf immer kleinerem Raum einrichten, während großzügige Wohnungen oft nur noch in ländlichen Regionen bezahlbar seien. "Viele würden sich zwar lieber eine größere Wohnung nehmen, können sich diese aber nicht leisten", sagt auch Thomas Bauer, Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und Chef des gleichnamigen Tiefbaukonzerns.

Das Problem der Wohnungsnot lässt sich Bauer zufolge nur lösen, wenn wieder mehr Menschen aus der Großstadt ins Umland ziehen. Allerdings gehe der Trend derzeit in die umgekehrte Richtung. Hintergrund sei auch ein deutlicher demografischer Wandel. Die Menschen würden älter und es gebe viel mehr Ein-Personen-Haushalte. Bei einer gleichbleibenden Bevölkerungszahl würden daher mehr Wohnungen benötigt. Daran mangelt es aber in Metropolen, da über viele Jahre nicht genügend in den Wohnungsbau investiert worden sei. Auch wenn Bauträger neue Wohnungen errichten wollten, fänden sie in den Städten keine Grundstücke.
Baufirmen reagieren: Angebot steigt

Über Jahre haben sich die Deutschen indes an immer größere Wohnungen gewöhnt. Seit der Jahrtausendwende ist die Wohnfläche je Bundesbürger nach Zahlen des Statistischen Bundesamts fast kontinuierlich gewachsen. Waren es 1999 noch rund 39 Quadratmeter pro Kopf, stieg die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf zehn Jahre später auf 45 Quadratmeter und lag im vergangenen Jahr bei 46,5 Quadratmetern.

Nun könnte sich das Bild zumindest in den Großstädten drehen. Beim größten deutschen Vermieter Vonovia reagiert man auf die nach Einschätzung von Vorstandschef Rolf Buch "dramatisch" werdende Wohnungsnot mit einem verstärkten Angebot kleinerer Wohnungen. Mit bodentiefen Fenstern und nur noch kleinen Schlafzimmern und Fluren soll dort den Bewohnern zumindest optisch Großzügigkeit vermittelt werden. Für eine Neubau-Wohnung verlangt der Konzern in Bochum rund zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.
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Bei Um- und Neubauten sollen bei Vonovia so zunehmend Wohnungen in der Größe von etwa 55 bis 60 Quadratmetern entstehen, etwa durch die Aufteilung einer großen 160-Quadratmeter-Mietwohnung in drei kleine Apartments. "In einer Stadt, die leer gefegt von freien Wohnungen ist, wohnen einige auf vielen Quadratmetern", so Buch.

"Wenn es darum geht, höhere Quadratmeterpreise über kleinere Wohnungen zu realisieren, ist das problematisch", meint hingegen Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Als Lösung im Kampf gegen Leerstände bei Wohnungen, die sich sonst nur schwer vermieten ließen, sei das Angebot von kleineren Apartments dagegen vernünftig. Voraussetzung sei jedoch eine leer stehende Wohnung. "Man kann und darf dafür kein Mietverhältnis kündigen", so Ropertz.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 83291.html
Mini-Wohnung in Berlin Elf Quadratmeter, Küche, Bad Meine neue Wohnung - ein Schuhkarton

Quelle: n-tv.de , Uta Knapp und Michaela Nehren-Essing, dpa

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Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2018 10:12

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.daserste.de/information/tal ... r-100.html
Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?
PlayDemonstration gegen zu hohe Mieten
Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?

Video http://mediathek.daserste.de/Maischberg ... d=55998558
Rentner müssen nach Jahrzehnten ihre Wohnung verlassen. Familien mit Kindern finden keine Bleibe. Investoren kaufen Wohnungen als Geldanlage und lassen sie leer stehen. Kaum etwas beschäftigt die Deutschen so sehr wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Sorge geht quer durch alle sozialen Schichten, nicht nur in Großstädten: Wie lange kann ich mir meine Wohnung noch leisten? Wird ein Grundrecht wie Wohnen immer mehr zu einem Luxusgut? Gehen politische Maßnahmen wie die von der Großen Koalition beschlossene Verschärfung der Mietpreisbremse nicht weit genug? Könnte die aktuelle Forderung der SPD-Spitze nach einem Mietenstopp für fünf Jahre den Mietern helfen? Oder verprellen solche Eingriffe private Bauunternehmer?
Malu Dreyer, SPD (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz)
Malu Dreyer
Malu Dreyer | Bild: WDR / Dirk Borm

"Grundstückspreise und Mieten schnellen in die Höhe", beklagt die stellvertretende SPD-Vorsitzende. Mit einem 12-Punkte-Plan will ihre Partei nun gegen steigende Wohnkosten vorgehen und fordert einen "Mietenstopp, um die Preisspirale zu unterbrechen". Mieter sollen besser geschützt und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen beschränkt werden. Der Kauf von Wohnraum als reines Gewinngeschäft soll höher besteuert werden. Mit den gerade vorgestellten Forderungen geht die SPD deutlich über die Vereinbarungen mit der Union im Koalitionsvertrag hinaus.
Karin Jünke (Rentnerin)
Karin Jünke
Karin Jünke | Bild: WDR / Dirk Borm

"Mein ganzes Leben hat sich in diesem Haus abgespielt", berichtet die frühere Sekretärin. 70 Jahre lang lebte Karin Jünke in der Wohnung im beliebten Münchner Stadtteil Schwabing. Nach dem Tod Ihres Mannes versicherte ihr der Vermieter: "Sie bekommen keine Mieterhöhung, wir sind doch keine Unmenschen." Doch nachdem der Eigentümer die Immobilie an seinen Enkel übergeben hatte, sollte die Miete auf das Doppelte steigen, unter anderem wegen einer energiesparenden Modernisierung. Die Rentnerin musste ihre Wohnung aufgeben und an den Stadtrand ziehen.
Christoph Gröner (Bauunternehmer)
Christoph Gröner
Christoph Gröner | Bild: WDR / Dirk Borm

"Die Politik verhindert durch zu viele Verordnungen und enorme Hürden, dass mehr gebaut wird", beklagt Christoph Gröner, der mit seiner Firma als einer der größten Immobilien-Entwickler Deutschlands gilt. "Daher bin ich gezwungen, viele teure Wohnungen zu bauen, um damit wenige preiswerte zu finanzieren." Der Unternehmer fordert Städte und Kommunen dazu auf, Bauflächen schneller freizugeben und verlangt von der Politik, dass Baurecht zu vereinfachen und Fristen zu verkürzen. Dann könne man doppelt so schnell und zum halben Preis bauen.
Florian Schmidt, B’90/Grüne (Baustadtrat Berlin-Kreuzberg)
Florian Schmidt
Florian Schmidt | Bild: WDR / Dirk Borm

"Städte dürfen nicht zu Reichenghettos verkommen", warnt der Grünen-Politiker, der im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain Immobilieninvestoren den Kampf angesagt hat. Diese seien ausschließlich auf Profit aus, kritisiert der "Robin Hood der Mieter" ("SZ"). Auch den Unternehmer Christoph Gröner zählt Florian Schmidt dazu: "Gröner will Luxushäuser für die Reichen errichten. Das unterstützen wir nicht." Mit einem Vorkaufsrecht der Stadt auf Immobilien will er alteingesessene Mieter schützen.
Anja Franz (Mieterverein München)
Anja Franz
Anja Franz | Bild: WDR / Dirk Borm

Die Münchner Rechtsanwältin kennt die Probleme auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt ihrer Heimatstadt. Dramatische Mieterhöhungen nach Modernisierungen seien keine Seltenheit und bezahlbarer Wohnraum werde immer seltener, sagt Anja Franz. "Das Problem betrifft längst nicht mehr nur Geringverdiener und kinderreiche Familien, sondern ist schon in der oberen Mittelschicht angekommen", berichtet die Pressesprecherin des Münchner Mietervereins. In der Sendung erläutert sie die Rechte von Mietern und Vermietern.
Ursula Weidenfeld (Journalistin)
Ursula Weidenfeld
Ursula Weidenfeld | Bild: WDR / Dirk Borm

Die Wirtschaftsjournalistin hält die politischen Maßnahmen zur Linderung der Wohnungsnot für weitgehend ungeeignet. Beispielsweise verleite die Mietpreisbremse Investoren dazu, lieber an anderen Orten zu bauen als in Städten, die dieses Instrument nutzen. "Bauvorschriften, Steuern und komplizierte Verfahren machen das Bauen so teuer, dass kaum noch Wohnraum für weniger Wohlhabende geschaffen wird", glaubt die renommierte Kolumnistin.
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Kommentare

Elisabeth am 13.09.2018 um 10:38 Uhr
Ost- und Westrente

zum Kommentar von Rainer Seifert,
in meinem Umfeld habe ich es erlebt, dass ein Westrentner nach Osten gezogen ist.
Ihm wurde seine rechtlich erworbene Westrente auf die derzeit gültige Ostrente gekürzt.

Anna mit den Hühnern am 13.09.2018 um 10:23 Uhr
Gründe liegen auf der Hand

Die hohen Mieten haben in erster Linie mit Mangel zu tun.
Es ist wie bei der diesjährigen Kartoffelernte.
Für Kartoffeln werden auch die Preise steigen und jeder weiß warum.
Wir haben Wohnungsmangel auch deshalb,
weil das Land vollkommen offen ist für Zuzug von Jedermann aus allen Richtungen.
Das wird nicht thematisiert.
Es werden enorm viele Wohungen gebaut in meiner Region. (Am Rande von Köln)
Es wird, in meinen Augen, sogar zuviel gebaut!
Brachland und Kornfelder verschwinden hier in einem ungeheuren Ausmaß.
Trotzdem bleibt der Wohnungsmarkt überlaufen, kaum etwas ist hier zu bekommen.
Immer mehr Wohnungen entstehen beständig, dann fehlt demnächst noch das Korn.
Es gibt immer mehr Menschen hier, in diesem am dichtesten besiedelten Land.
Die Preise werden nicht sinken können.
Wohl erst bei vermehrter Abwanderung.
Danach sieht es zur Zeit aber überhaupt nicht aus.

A. Krüger am 13.09.2018 um 10:03 Uhr
Wird Wohnen unbezahlbar?

Glaubt eigentlich noch irgendwer, dass Deutschland ein Land ist, "in dem man gut und gerne lebt"? Staatsversagen, wohin man blickt. Nichts als Flickschusterei und die immer wiederkehrenden Floskeln "wir werden, wir müssen, wir wollen" - morgen oder übermorgen oder irgendwann gehts gleich los. Sie bekommen nichts in den Griff, die politischen Eliten, denen der normale Bürger eigentlich schnurzegal ist, solange er nicht an Protestmärschen teilnimmt, Steuern zahlt und sich unauffällig verhält.
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Riesige Nachfrage - Wo es hakt am Wohnungsmarkt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2018 14:35

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wo-es-hakt ... 32878.html
Donnerstag, 20. September 2018
Riesige Nachfrage - Wo es hakt am Wohnungsmarkt

Auf nach Wunsiedel? Der bayerische Landkreis gehört zu den Regionen in Deutschland mit den niedrigsten Mieten. Doch die Flucht aufs Land ist nicht für jeden eine Option. Die Politik sucht Antworten auf das Problem hoher Mieten und knapper Wohnungen.


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Lange Schlangen bei der Wohnungsbesichtigung, umfängliche Bewerbungsmappen und freundliche Worte für den Makler: Gute Wohnungen sind vielerorts knapp und teuer und wer eine will, muss sich ins Zeug legen. Die Bundesregierung hat das Problem erkannt und eine "Wohnraumoffensive" ausgerufen. Beim Wohngipfel an diesem Freitag sollen Verbände und Politik gemeinsam beraten, am Vortag laden Gewerkschaften, Sozialverbände und Mieterbund zu einem Alternativ-Treffen. Die wichtigsten Fragen zum Thema:

Warum ist es so schwierig auf dem Wohnungsmarkt?

Das liegt daran, dass es regional eine riesige Nachfrage gibt - übrigens nicht nur in Ballungsräumen. In einem Drittel aller deutschen Kreise und kreisfreien Städte fehlt inzwischen Wohnraum, wie das Gutachterinstitut Prognos im Juni 2017 ermittelt hat. Demnach ist die Situation in 138 von 402 Städten und Kreisen problematisch. Besonders angespannt war der Wohnungsmarkt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Unter dem Strich gibt es übrigens sogar mehr Wohnungen als noch vor einigen Jahren: Während 2010 auf 1000 Einwohner 495 Wohnungen kamen, waren es im vergangenen Jahr 12 Wohnungen mehr. Gleichzeitig werden die Wohnungen größer: Die durchschnittliche Fläche pro Person hat sich in sieben Jahren um 1,5 Quadratmeter erhöht.

Wie entwickeln sich die Mieten in Deutschland?

Nach oben: 2017 sind die Mieten bei Neuverträgen um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen - damit hat sich der Preisanstieg gegenüber dem Jahr 2016 leicht abgebremst (von 4,9 Prozent). Im Durchschnitt bezahlten Mieter 7,99 Euro pro Quadratmeter, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BSSR) ermittelt hat. Ausgewertet wurden allerdings nicht die schwer zu ermittelnden tatsächlichen Mietpreise, sondern Angebotsmieten, also Preise, die Vermieter bei Inseraten verlangen.

Wo ist die Lage besonders angespannt?

Die teuersten Wohnungen wurden mit durchschnittlich 16,65 Euro pro Quadratmeter in München inseriert. Auf Platz zwei folgten Frankfurt am Main (13,09 Euro) und Stuttgart (12,62 Euro). Wer eine günstige Wohnung sucht, muss raus aufs Land: In den Landkreisen Wunsiedel (Bayern), Vogtlandkreis (Sachsen), Holzminden und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) wurden Wohnungen für weniger als 4,50 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Und, ziehen die Leute aufs Land?

Sie würden wohl gerne. "Wenn die Deutschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Wahl hätten, würden sie mehrheitlich am liebsten in einer kleinen Landgemeinde wohnen", stellt die Bundesstiftung Baukultur in einer Ende 2016 veröffentlichten Untersuchung fest. Doch dem Lockruf des Landes folgen nur die wenigsten: Vor allem "Künstler, Designer und Kulturschaffende" entschieden sich bewusst für einen Umzug. Im großen Stil zögen die Leute aber nicht aufs Land.

Nach einer Auswertung des BBSR aus dem Frühjahr sind zwischen 2010 und 2016 vor allem Großstädte und deren Umland gewachsen. Auch rund die Hälfte aller ländlich geprägten Landkreise legte zu. Dünn besiedelte Landkreise abseits von Ballungsräumen verloren dagegen Einwohner.

Was tut die Bundesregierung, um die Wohnungsnot zu lindern?

Es gibt eine ganze Palette an Vorhaben: Das Baukindergeld soll Familien mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern im Haushalt den erstmaligen Neubau oder Immobilienerwerb erleichtern. Möglich ist ein Zuschuss von 1200 Euro pro Kind und Jahr über zehn Jahre.
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Die Mietpreisbremse untersagt, dass bei der Wiedervermietung eine Miete von mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen. Die SPD will noch einmal nachlegen: Bestandsmieten sollen für eine Dauer von fünf Jahren nur parallel zur Inflation steigen dürfen, fordert sie.

Ein Extra-Steuerbonus soll Investoren zum Bau bezahlbarer Wohnungen verleiten. Dafür will der Bund zusätzlich zur normalen Abschreibung für vier Jahre eine Sonderabschreibung von jährlich fünf Prozent gewähren. Außerdem sind 2 Milliarden Euro an Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau eingeplant. Union und SPD haben sich eine Zielmarke von 1,5 Millionen neuen Wohnungen in den nächsten Jahren gesetzt.

Wer vermietet eigentlich Wohnungen in Deutschland?

Ende vergangenen Jahres gab es in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts knapp 42 Millionen Wohnungen. Zahlen dazu, wie diese genau genutzt werden, gibt es nicht. Gewisse Hinweise liefern aber Erhebungen des Bundesamts aus dem Jahr 2014, als es noch knapp drei Millionen Wohnungen weniger gab. Damals waren etwa 42 Prozent der Wohnungen in Wohngebäuden von den Eigentümern bewohnt, 50 Prozent waren vermietet, und der Rest war zum Zeitpunkt der Befragung unbewohnt, etwa wegen eines Umzugs.

Quelle: n-tv.de , Martina Herzog, dpa
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Es ist zu kalt ! - Diese Rechte haben Mieter in der Heizsaison

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Okt 2018 20:44

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Diese-Rech ... 26976.html
Dienstag, 02. Oktober 2018
Es ist zu kalt ! - Diese Rechte haben Mieter in der Heizsaison

Wann muss eigentlich die Heizung im Mehrfamilienhaus angeschaltet werden? Wie warm muss sie einheizen können? Und wie werden die Kosten aufgeteilt? Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Beginn der Heizsaison.


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Bereit für die kalten Tage? Im Oktober beginnt die Heizsaison und an manchen Tagen müssen Wohnungseigentümer und Mieter von der startbereiten Anlage schon Gebrauch machen. Was sie dazu wissen müssen:

Wie ist geregelt, wann die Heizperiode beginnt und endet?

Gesetzliche Vorgaben gibt es nicht. Landläufig gilt die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März als Heizsaison. Oftmals steht der Zeitraum, in dem nur ein Dreh am Ventilknopf die Wohnung kuschelig warm macht, auch im Mietvertrag und in der Gemeinschaftsordnung von Wohnungseigentümergemeinschaften. Dieser kann natürlich auch länger sein - etwa vom 15. September bis zum 31. April oder sogar in den Mai hinein, wenn es in Deutschland immer noch vereinzelte frostige Tage geben kann. Das kommt in Mietverträgen zunehmend vor, wie der Deutsche Mieterbund (DMB) beobachtet hat.

Wie tief darf der Vermieter die Heiztemperatur einstellen?

Manchmal beschränken Mietverträge die Mindesttemperatur. Nach den Erfahrungen des DMB sind solche Klauseln häufig unwirksam. Gerichte halten Werte von weniger als 18 Grad für zu kalt. Und zwar Tag und Nacht.

Wie warm sollte die Heizung eingestellt sein?

Das hängt von Raum und Tageszeit ab. Tagsüber muss nach Ansicht von Fachleuten und Gerichten die Heizungsanlage so eingestellt sein, dass in der Wohnung mindestens 20 Grad möglich sind. Im Wohnzimmer veranschlagt der DMB 21 Grad, in Schlafzimmer und Küche 18 Grad. Zum Wohlfühlen im Bad sollen es 22 Grad sein. Von 23 bis 6 Uhr morgens kann der Eigentümer die Heizungsanlage so auslegen, dass die Zimmertemperatur um bis zu drei Grad niedriger ausfällt als am Tag. "Die Nachtabsenkung dient der Reduzierung des Energieverbrauchs", erläutert Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Sind Eigentümer zum Heizen verpflichtet?

Grundsätzlich ja. Denn eine kalte Wohnung ist ein Mietmangel und berechtigt damit zur Mietminderung. Weil gesetzliche Vorgaben fehlen, haben Gerichte bestimmt, wann die Heizungsanlage zu laufen hat. Außerhalb der Saison müssen Eigentümer nach Ansicht des Landgerichts Kassel heizen, wenn das Zimmerthermometer an wenigstens zwei Tagen hintereinander unter 18 Grad sinkt. Die Anlage ist sofort anzuwerfen, wenn die Zimmertemperatur 16 Grad unterschreitet.

Das Amtsgericht Uelzen bezieht sich laut Haus & Grund hingegen auf die Außentemperatur, da die Wärme in der Wohnung stark vom Nutzerverhalten bestimmt ist. Zum Beispiel senkt langes Fensteröffnen die Raumtemperatur. Nach Ansicht des Gerichts muss daher geheizt werden, sobald draußen drei Tage lang unter 12 Grad herrschen.

Wie wehren sich Mieter, wenn die Heizung kalt bleibt?

Schärfstes Druckmittel ist die Mietminderung. "Mieter sind berechtigt, die Miete für den Zeitraum zu mindern, in dem die vorgegebenen Raumtemperaturen nicht erreicht werden", sagt Kodim. Wird es drinnen nur kühle 15 bis 17 Grad, erlaubt die Rechtsprechung Minderungen um bis zu 25 Prozent. Bei einem Totalausfall der Anlage in der Heizsaison kann die Minderung bis zu 100 Prozent betragen. Im Extremfall ist sogar eine fristlose Kündigung möglich. Der Grund für den Ausfall – ob die Anlage kaputt ist, einfach nicht eingeschaltet wurde oder der Brennstoff fehlt - spielt dabei keine Rolle.

Bei der Ermittlung der Minderungsquote kommt es darauf an, welche Temperatur in welchen Räumen bei welcher Außentemperatur erreicht wurde. Der DMB empfiehlt, die Werte in einer Tabelle zu dokumentieren und einen Zeugen dabei zu haben.

Die Anlage ist kaputt. Was können Mieter tun?
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Da ist schnelles Handeln gefordert. Denn im Winter können Wohnungen schnell auskühlen, das schadet Menschen und Gebäude. Deshalb dürfen weder Eigentümer noch Mieter untätig bleiben. Ulrich Ropertz vom Deutscher Mieterbund mahnt Mieter daher: "Bei Fehlern oder Mängeln muss der Vermieter informiert werden."

Kodim erinnert hingegen Vermieter an ihre Pflicht, den Mangel umgehend zu beheben. Sie rät, mit einer Heizungsfirma einen 24-Stunden-Notdienst zu vereinbaren. "Sonst kann es lange dauern, bis ein Handwerker kommt, und die Reparatur wird meist teuer." Moderne Anlagen lassen sich aus der Ferne überwachen. Der Wartungsdienst kann bei Fehlern sogar reagieren, bevor Mieter etwas merken.

Wer zahlt für das Heizen?

Der Mieter, so steht es auch im Mietvertrag. Nach der Erfahrung von Jürgen Fischer von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern gehört die Heizkostenabrechnung aber zu den großen Streitpunkten zwischen Eigentümer und Mieter. "Es geht um viel Geld. Die Abrechnung ist ein Buch mit sieben Siegeln, weil die Rechenschritte für Laien nicht nachvollziehbar sind", erläutert der Verbraucherschützer. Klassiker seien fehlende Angaben zum Gesamtverbrauch des Hauses und zu Liefermengen sowie falsche Lieferzeiträume. Hinzu kommen vertauschte Zähler und falsch abgelesene Messgeräte.

Quelle: n-tv.de , Monika Hillemacher, dpa

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Vom Grundstückspreis beeinflusst - Baukindergeld ist nicht überall beliebt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Okt 2018 08:50

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/politik/Baukinderge ... 76608.html
Vom Grundstückspreis beeinflusst - Baukindergeld ist nicht überall beliebt

Seit einem Monat können Familien das neue Baukindergeld beantragen. Zahlen des Bauministeriums zufolge wird dieses Angebot je nach Bundesland ganz unterschiedlich genutzt. Das könnte mit den schwankenden Preisen für Baugrund zusammenhängen.


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Die Möglichkeit zum Antrag auf das Baukindergeld wird derzeit je nach Bundesland sehr unterschiedlich genutzt. Wie der MDR unter Berufung auf Zahlen des Bundesbauministeriums berichtete, beantragten innerhalb des ersten Monats 21.642 Familien die Zulage. Wenn alle von ihnen das Baukindergeld erhalten, wäre das demnach eine staatliche Förderungssumme von 458,9 Millionen Euro.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 65753.html
n-tv Ratgeber: Wer bekommt Baukindergeld - und wieviel?
11.10.18 – 03:10 min

Am aktivsten waren der Auswertung zufolge bislang Familien in Schleswig-Holstein. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 34,4 Anträge. In Berlin sind es nur 8,7, wie der Sender berichtete. Bei den absoluten Zahlen liegt erwartungsgemäß das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen vorn: Dort beantragten seit Mitte September 5017 Familien das Baukindergeld, das entspricht fast einem Viertel aller Antragsteller. Die wenigsten Anträge wurden mit 176 im Stadtstaat Bremen registriert.

In den ostdeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Interesse am Baukindergeld gemischt. Es liegt laut MDR in Thüringen bei 28,5 Anträgen pro 100.000 Einwohner, in Sachsen-Anhalt bei 28,1 und in Sachsen bei 23,5 Anträgen.

Das größere Interesse an der Förderung im Norden Deutschlands könnte mit den Grundstückspreisen zusammenhängen: "Die Preise für baureifes Land und Immobilien sind in den norddeutschen Flächenländern noch vergleichsweise niedrig, besonders in Niedersachsen", sagte Stefan Kofner, Professor für Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an der Hochschule Zittau-Görlitz, dem MDR. "In den nicht so angespannten Märkten scheint die Förderung wirksamer zu sein."
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Familien und Alleinerziehende können seit dem 18. September Baukindergeld beantragen. Rückwirkend ab Januar 2018 gibt es für Haushalte mit einem Einkommen von höchstens 75.000 Euro brutto pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind einen Zuschuss von 1200 Euro jährlich, wenn sie bauen oder eine Wohnung kaufen. Gezahlt wird das Geld zehn Jahre lang. Die bislang erhobenen Zahlen decken den Zeitraum bis zum 12. Oktober ab.

Quelle: n-tv.de , lri/AFP

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Rund eine Million Haushalte - Miete drückt Ärmere unter Hartz-IV-Niveau

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Okt 2018 20:23

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/politik/Miete-druec ... 88854.html
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Rund eine Million Haushalte - Miete drückt Ärmere unter Hartz-IV-Niveau

Gemessen an ihren Einkommen müssen Geringverdiener deutlich mehr für ihre Mietwohnung ausgeben als Gutbetuchte. Für Millionen Menschen sind die Ausgaben sogar so gravierend, dass sie mit dem, was übrig bleibt, auf Hartz-IV-Niveau liegen.


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Explodierende Mieten und Wohnungsnot sorgen einer aktuellen Studie zufolge zunehmend für Armut in Deutschland. In der vom Sozialverband Deutschland vorgestellten Untersuchung heißt es, die hohen Mieten machten über eine Million Haushalte in Großstädten so arm, dass ihr restliches Einkommen unter dem Hartz-IV-Satz liege. Wie aus der Untersuchung hervorgeht, müssen Ärmere gemessen am Haushaltseinkommen außerdem deutlich mehr für das Wohnen ausgeben als Normalverdiener und Reiche.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 84242.html
Teures Wohnen: Mieten steigen besonders in Kleinstädten rasant
23.10.18 – 01:18 min


"Die Mietpreisentwicklung vertieft die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft", kritisierte Verbandspräsident Adolf Bauer. Die mittlere Miete stieg demnach im Untersuchungszeitraum von 1993 bis 2014 sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland stärker als das mittlere Einkommen. "Armutsgefährdete und einkommensschwache Haushalte werden durch die Miete stark belastet, leben in kleineren Wohnungen und in unsicheren Verhältnissen wie zur Untermiete", so das Gutachten zu den Wohnverhältnissen in Deutschland.

Die Hälfte der Miethaushalte in Deutschland wendet der Untersuchung zufolge mindestens 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete auf. Bei Geringverdienern mit weniger als 1300 Euro Haushaltseinkommen liegt dieser Anteil bei 46 Prozent - also erheblich höher. Wer dagegen netto mehr als 4500 Euro im Monat zur Verfügung hat, muss nur noch 17 Prozent für das Wohnen ausgeben.
Fehlender Wohnraum ist Hauptproblem

Das Gutachten stützt sich auf Daten aus den Jahren 2014 und 2015. Neuere Zahlen gebe es nur zu Angebotsmieten - also den Mieten, die Vermieter bei einem Umzug fordern, sagte Studienautor Stephan Junker, ein Berliner Sozialwissenschaftler. Ausschlaggebend für die Belastung der armen Haushalte seien aber vor allem die Bestandsmieten, also die Mieten der langjährigen Mieter.

Besonders hohe Mietbelastungen haben der Studie zufolge nicht nur Arme, sondern auch Alleinerziehende, Rentner, Menschen mit Migrationshintergrund, mit geringem Bildungsgrad und auch Singles. Sie alle geben überdurchschnittlich viel für die Miete aus. Unklar sei, ob das allein am niedrigen Einkommen liege oder ob auch Diskriminierung eine Rolle spiele, sagte Junker. Besonders bei Mietern mit Migrationshintergrund gebe es dafür Hinweise.

Fehlender Wohnraum ist das Hauptproblem. Schätzungen zufolge werden in Deutschland weit mehr als 1,9 Millionen zusätzliche bezahlbare Wohnungen gebraucht. Das führe laut Studie zum Beispiel dazu, dass viele Einkommensschwache zur Untermiete lebten, in unsicheren Verhältnissen mit oft befristeten Mietverträgen. Das Problem werde "in Zukunft noch verstärkt Haushalte ohne Wohneigentum betreffen, die ab 2030 in Rente gehen, da unter ihnen eine hohe Rate an Altersarmut zu erwarten ist".
"Thema mit höchster Priorität"

Bisher war vor allem bekannt, dass kleine Wohnungen für Singles, Rentner oder kleine Familien fehlen. Der Studie zufolge mangelt es aber auch an großen, bezahlbaren Wohnungen. Jeder vierte Haushalt lebe auf zu engem Raum, sagte Studienautor Junker. Kinder müssen sich Zimmer mit mehreren Geschwistern teilen, Eltern im Wohnzimmer schlafen, weil das Geld nicht für mehr Quadratmeter reicht.

Je nachdem, wo in Deutschland sie leben, wiegt die Mietbelastung für arme Familien unterschiedlich schwer. In Frankfurt am Main geben sie demnach einen deutlich höheren Teil des Haushaltseinkommens dafür aus als in Iserlohn in Nordrhein-Westfalen.

Was kann dagegen getan werden? Der Sozialverband fordert vor allem mehr sozialen Wohnungsbau - dafür müsse der Bund deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, sagte Bauer. Nach derzeitigem Stand will die Bundesregierung die Länder bis 2021 mit mindestens fünf Milliarden Euro unterstützen. Mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen sollen entstehen.
Mehr Tempo bei Mietpreisbremse

Mehr Sozialwohnungen seien zwar wirksam, aber auch sehr teuer, gab das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln zu bedenken. Viele Haushalte profitierten nämlich auch dann noch von der Förderung, wenn sie gar nicht mehr bedürftig seien. Besser seien deshalb direkte Transfers an einkommensschwache Haushalte wie das Wohngeld. Auch der wohnungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Chris Kühn, forderte mehr Wohngeld für Hartz-IV-Empfänger. Zugleich müsse aber auch die Mietpreisbremse besser werden, die Miete langjähriger Mieter dürfte nicht mehr so stark erhöht werden.
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Auch der Vorsitzende der Konferenz der Unions-Fraktionschefs in den Landtagen und im Bundestag, Mike Mohring, setzte sich für mehr Tempo bei der Mietpreisbremse ein. "Wenn immer mehr Menschen nach Abzug der Miete weniger als die Grundsicherung haben, muss das Thema mit höchster Priorität in der nächsten Sitzungswoche des Bundestages von den Regierungsfraktionen behandelt werden", forderte er.

Der Linken-Politiker Jan Korte erklärte, Mieter müssten wirksam gegen Mietsteigerungen geschützt werden. Dazu gehörten etwa eine "echte Mietpreisbremse", die "flächendeckend, ausnahmslos und unbefristet" gelte. Korte sprach sich zudem für die Abschaffung der Modernisierungsumlage, einen verbesserten Kündigungsschutz und ein soziales Gewerbemietrecht aus. "Und natürlich muss der soziale und preisgünstige Wohnungsneubau deutlich ausgeweitet und durch dauerhafte Bindungen gesichert werden."

Quelle: n-tv.de , fzö/dpa/AFP
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Wischmopp und Scheuerlappen - Wer muss die Treppe putzen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Dez 2018 12:32

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wer-muss-d ... 67378.html

Montag, 17. Dezember 2018
Wischmopp und Scheuerlappen - Wer muss die Treppe putzen ?
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Ob der Mieter putzt oder jemand dafür bezahlt wird, muss vor dem Einzug klar sein.

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Regen, Schnee und Matsch - im Winter wird es oft schmutzig. In Mietshäusern stellt sich dann mitunter die Frage: Wer muss eigentlich das Treppenhaus reinigen? Ungeachtet dessen, wer denn nun ran muss, hier gibt es ein paar Tipps dafür.

Die Reinigung des Treppenhauses ist eigentlich Aufgabe des Vermieters. Darauf macht der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) aufmerksam. Vermieter können aber ein Unternehmen oder den Hausmeister mit der Reinigung beauftragen und die Kosten als Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Das muss aber im Mietvertrag oder der Hausordnung, auf die der Mietvertrag verweist, geregelt sein. Festgelegt werden kann auch, dass die Bewohner das Treppenhaus reinigen.

Wichtig: Ob der Mieter putzt oder jemand dafür bezahlt wird, muss vor dem Einzug klar sein. Eine nachträgliche Verpflichtung des Mieters hat das Landgericht Wuppertal untersagt (Az.: 9 S 245/12). Auch eine eigenmächtige Beauftragung einer Reinigungsfirma durch den Vermieter kann dazu führen, dass die Mieter die Kosten nicht tragen müssen, entschied das Amtsgericht Magdeburg (Az.: 12 C 66/02).
Zeitpunkt bleibt Mieter überlassen

Ist ausdrücklich geregelt, dass der Mieter putzen muss, kann der Vermieter festlegen, wie oft und wie gründlich geputzt werden muss. Zu welcher Uhrzeit oder welchem Wochentag gesäubert wird, bleibt aber dem Mieter überlassen.

Ist die Häufigkeit im Mietvertrag nicht geregelt, so ist nach Ansicht des Landgerichts Berlin eine Reinigung pro Woche ausreichend (Az.: 67 S 239/06). Führen aber Schnee und Regen zu einer stärkeren Verschmutzung, muss unter Umständen auch mal öfter geputzt werden.

Ungeachtet dessen, wer denn nun zu Scheuerlappen und Wischmopp greifen muss: Der Gebäudereinigermeister Kresimir Cujic aus Berlin hat Tipps dafür:

Vorreinigung

Steinchen und anderer grober Schmutz sollten vor dem feuchten Wischen aufgefegt oder aufgesaugt werden, rät Cujic. Sonst können sie in manchen Bodenbelägen Kratzer hinterlassen, da der Wischmopp sie aufnehmen kann und wie eine Schleifmaschine über den Boden führt.

Ausrüstung

Die Ausrüstung besteht aus Moppstange plus passendem Stoffbezug, Eimer und Reinigungsmittel. Der Experte rät zu Tüchern aus Mikrofaser oder Baumwolle. Welches Mittel ins Wischwasser kommt, hängt von der Treppe ab. Um den Staub zu binden, kann man Cujic zufolge zu einer leicht dosierten alkalischen Seifenlösung mit einem pH-Wert von acht bis neun greifen. Bei unbehandelten Hölzern sei dagegen spezielle Holzseife ratsam. Für Treppen aus Stein oder Glas empfiehlt der Gebäudereinigermeister Produkte auf Alkoholbasis. "Diese sorgen dafür, dass das Ergebnis streifenfrei wird", sagt Cujic.

Dosierung

Das Reinigungsmittel sollte entsprechend der Dosierungsanweisungen auf den Verpackungen ins Wasser gegeben werden. Zu wenig davon vermindert die Reinigungskraft des Putzwassers, zu viel davon kann zum Beispiel Schlieren hinterlassen, oder Überbleibsel sorgen gar dafür, dass sich Schmutz schneller wieder festsetzt.

Wichtig ist auch: Unbehandeltes Holz und Laminat darf nicht nass gewischt werden, sondern nur nebelfeucht. "Das bedeutet, das Tuch sollte ausgewrungen werden, bis kein Wassertropfen mehr herauskommt", erklärt der Experte. Bei Laminat empfiehlt er zudem, trocken nachzuwischen. Beide Bodenvarianten aus Holz reagieren empfindlich auf Wasser, da die Fasern dieses aufnehmen und so aufquellen können.

Technik

Am besten arbeitet man sich von oben nach unten vor. Dabei steht man jeweils einige Stufen unter der zu reinigenden Stufe. Das erleichtert die Übersicht, und der Winkel, in dem der Wischmopp oder Besen geführt wird, ist angenehmer, erläutert Cujic. Wer anders herum vorgeht, muss sich zum Wischen weit nach unten beugen. Das ist schlecht für den Rücken.

Damit der Dreck sich beim Wischen nicht in den Ecken der Stufen sammelt, zieht man den Wischer in Form einer Acht über den Boden. Es geht also etwa von rechts unten quer nach links oben in die Ecke, von dort gerade nach unten in die untere linke Ecke, dann quer nach oben in die rechte obere Ecke und von dort nach unten zum Ausgangspunkt. "Dadurch wird der ganze Schmutz mitgenommen", sagt Cujic.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa
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Grundschuld oder Hypothek ? - Wie Immobilienkredite abgesichert werden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Dez 2018 13:51

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-Immobi ... 76313.html
Grundschuld oder Hypothek ? - Wie Immobilienkredite abgesichert werden
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Sowohl Hypothek als auch Grundschuld sind Grundpfandrechte, die im Grundbuch in der Höhe der Darlehenssumme zugunsten des Kreditinstituts eingetragen werden.

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Ob Sanierung oder Kauf: Zur Sicherung von Immobilienkrediten wird im Grundbuch zugunsten der Bank ein sogenanntes Grundpfandrecht in Höhe der Darlehenssumme eingetragen - entweder in Form einer Grundschuld oder einer Hypothek. Das verbirgt sich dahinter.

Ein Einfamilienhaus ist in die Jahre gekommen, eine umfassende Sanierung dringend notwendig. Doch dafür fehlt dem Eigentümer nicht selten das nötige Kapital. Wer nicht dafür gespart hat, braucht einen Immobilienkredit. Die Banken wollen in aller Regel von ihrem Kunden eine Sicherheit - entweder in Form einer Hypothek oder einer Grundschuld. Beides sind Grundpfandrechte, die im Grundbuch in der Höhe der Darlehenssumme zugunsten des Kreditinstituts eingetragen werden.

"Damit ist die Bank berechtigt, die Immobilie verwerten zu dürfen, falls der Darlehensnehmer nicht mehr in der Lage sein sollte, die Raten des Kredits zurückzuzahlen", sagt John Semler. Er ist Gründer und Vorstand des Bundesverbands der Immobilienfinanzierer sowie Inhaber des Baufinanzierungsunternehmens BaufiTeam in Sittensen. Im schlimmsten Fall droht dem Eigentümer die Zwangsversteigerung seines Objektes, wenn er die Kreditraten nicht mehr stemmen kann.
Hypothek immer an bestimmtes Darlehen gebunden

Aber was ist der Unterschied zwischen einer Hypothek und einer Grundschuld - und welches dieser Grundpfandrechte kommt in aller Regel zum Zuge? "Der Begriff Hypothek wird häufig auch als ein Synonym für ein Hypothekendarlehen - sprich einen Immobilienkredit - verwendet", erläutert Sylvie Ernoult vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Ein Hypothekendarlehen ist eine langfristige Finanzierung, die durch eine Immobilie gesichert ist.

Eine Hypothek bezeichnet allerdings eigentlich eine Absicherung eines Darlehens im Grundbuch. Eine Hypothek ist dabei immer an ein bestimmtes Darlehen gebunden. Das heißt: Mit jeder Rückzahlungsrate sinkt ihre Höhe. Sie erlischt, sobald der Kredit vollständig zurückgezahlt wurde. Eine Hypothek als Grundpfandrecht ist in der Praxis heute aber eher selten.

In aller Regel wird zur Sicherung der Kreditforderung im Grundbuch eine Grundschuld eingetragen, erklärt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Diese existiert unabhängig vom Darlehen. Sie wird zwar in der Höhe des aufgenommenen Kredits ins Grundbuch eingetragen. Allerdings reduziert sie sich nicht parallel zur Restschuld.

Ist das Darlehen abbezahlt, kann der Immobilienbesitzer beantragen, dass die Grundschuld aus dem Grundbuch gelöscht wird. Damit muss aber der Gläubiger, also die Bank, einverstanden sein.

Vorteil einer Grundschuld

Die Grundschuld bleibt in ihrer Höhe immer gleich. Damit kann sie auch als Sicherheit für ein neues Darlehen verwendet werden, erläutert Ernoult. Ist ein Teil der Schuld abgetragen, kann wieder ein neues Darlehen bis zur Höhe der Grundschuld aufgenommen werden.

Vorteil einer Hypothek

Durch die Besicherung im Grundbuch ist sie meist günstiger als ein Ratenkredit, erklärt Scherfling. Grundsätzlich ist es möglich, pro Objekt mehrere Hypotheken zu haben.

Nachteile

Der Nachteil: Die Hypothek ist an eine bestimmte Forderung gebunden. Erhöht sich der Kreditbedarf, ist im Zweifel eine neue Hypothek nötig. Dafür fallen Kosten an - neben den Zins- unter anderem Notarkosten und die Kosten für die Eintragung ins Grundbuch. Ein weiterer Nachteil: "Ein Eigentümer kann ein Haus nicht verkaufen, solange Hypotheken im Grundbuch eingetragen sind", sagt Scherfling. Vor einem Verkauf müssen Hypotheken abgelöst werden, das Grundbuch muss diesbezüglich lastenfrei sein.

Notare und Grundbuchämter berechnen ihre Gebühren für die Eintragung einer Grundschuld oder Hypothek nach deren Höhe und nach der Art der angefallenen Arbeiten. Grundlage sind die Gebührenordnungen der Notare und die Grundbuchgebühren. Wichtig zu wissen: "Notar- und Grundbuchgebühren sind an Dritte und nicht an die Bank zu zahlen", betont Ernoult. Daher sind sie nicht in den von der Bank ausgewiesenen Kosten des Kredits enthalten.

Es gibt auch noch andere Alternativen zu einem klassischen Immobilienkredit: "Häufig bieten große Arbeitgeber ihren Beschäftigten Darlehen an", sagt Semler. Damit beteiligt sich der Arbeitgeber mit einer bestimmten Summe am Erwerb der Immobilie. Daneben haben die KfW-Förderbank sowie einige Investitionsbanken der Bundesländer verbilligte Darlehen im Angebot.

Quelle: n-tv.de, Sabine Meuter, dpa
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Kostenfalle Immobilie - Sanierungspflichten nach dem Hauskauf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Dez 2018 14:50

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Kostenfalle Immobilie - Sanierungspflichten nach dem Hauskauf
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Traumhaus gefunden, eingezogen - und dann kommt der Schock: Neue Investitionen drohen innerhalb von zwei Jahren. Denn in vielen Bestandsimmobilien müssen binnen dieser kurzen Frist energetische Sanierungen wie der Austausch eines Heizkessels umgesetzt werden.
Wird die Immobilie mindestens vier Monate pro Jahr auf mehr als 19 Grad beheizt, müssen die obersten zugänglichen Geschossdecken über beheizten Räumen gedämmt werden. Foto: Markus Scholz

Wird die Immobilie mindestens vier Monate pro Jahr auf mehr als 19 Grad beheizt, müssen die obersten zugänglichen Geschossdecken über beheizten Räumen gedämmt werden.

(Foto: dpa-tmn)

Wer neu baut, muss sich an gesetzliche Vorgaben zur Energieeffizienz halten. Doch auch Altbauten sind von Regelungen betroffen - das vergessen viele Hauskäufer.

Es kann sein, dass Immobilienkäufer laut der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf des Gebäudes Heizkessel austauschen müssen. Darauf weist Jens Lührsen vom Bauherren-Schutzbund (BSB) hin. All das erfordert Investitionen, die am besten direkt beim Kauf des neuen Zuhauses eingeplant werden. Der Verkäufer oder Makler ist nicht verpflichtet, auf solche anstehenden Sanierungspflichten hinzuweisen.

Nachfragen lohnt sich also - in mehrfacher Hinsicht: Klärt der Kaufinteressent vor Unterzeichnung des Vertrages, welche Sanierungen im und am Haus anstehen, kann er unter Umständen den Kaufpreis drücken. Denn eine schlechte Energieeffizienz senkt den Wert der Immobilie, wie Lührsen erläutert. Diese Punkte sollten sich Kaufinteressenten vornehmen:
Heizkessel

Viele Öl- und Gasheizkessel müssen nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Jene Anlagen, die vor 1985 installiert wurden, sind nicht mehr zum Betrieb zugelassen. "Das betrifft besonders Konstanttemperatur-Heizkessel", sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena). Niedertemperatur- und Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad sowie Anlagen in Mehrfamilienhäusern mit mehr als 400 Kilowatt Nennleistung sind von der Pflicht ausgenommen. Wer aktuell ein Haus kauft, muss austauschpflichtige Kessel aber erst binnen zwei Jahren ersetzen.
Dachdämmung

Wird die Immobilie mindestens vier Monate pro Jahr auf mehr als 19 Grad beheizt, müssen die obersten zugänglichen Geschossdecken über beheizten Räumen der EnEV entsprechend gedämmt werden. Ersatzweise kann das darüberliegende Dach abgedichtet werden, erklärt Experte Lührsen. Auch hier gilt eine Frist von zwei Jahren nach dem Kauf. Nach der Dämmung darf der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient nicht über dem Wert von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin liegen.

Wird jedoch der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 erfüllt, besteht die Dämmpflicht nicht. Der liegt bei einem Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) von 0,90. Erfüllen die oberste Geschossdecke oder das Dach im bisherigen Zustand den Standard, besteht laut Bundesbauministerium keine Pflicht zum Dämmen. Der Mindestwärmeschutz sieht vor, dass die Bausubstanz nicht durch Tauwasser angegriffen und das Raumklima nicht feucht wird.

Ebenfalls ausgenommen sind Gebäude, bei denen sich die Dämmung innerhalb einer angemessenen Frist nicht als wirtschaftlich erweist. Wie Hauskäufer die Unwirtschaftlichkeit belegen können, sei in der EnEV allerdings nicht geregelt, heißt es aus dem Ministerium. Die zuständige Landesbehörde hilft im Zweifelsfall weiter. Ausnahmen sind laut dena-Experte Stolte auch bei denkmalgeschützten Gebäuden möglich. Entweder wenn die Bauarbeiten unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten oder Substanz sowie Erscheinungsbild der Immobilie beeinträchtigt würden.
Leitungen

In nicht geheizten Räumen müssen alle zugänglichen, wärmeführenden Leitungen, Formstücke und Armaturen gedämmt sein. Dafür sieht die EnEV Mindestanforderungen vor. Lührsen empfiehlt aber, die Leitungen auch im Mauerwerk zu dämmen. Sonst könnten die Leitungen bei Kontakt mit Mörtel oder Beton korrodieren.

Ob ein Haus die EnEV-Vorgaben erfüllt, prüfen in der Regel die örtlichen Bauämter. Bei Heizkesseln und Wärmeleitungen ist Stolte zufolge dagegen der Bezirksschornsteinfeger zuständig. Bei Verstößen kann ein Bußgeld drohen. Nicht nur deshalb kann sich das Aufrüsten lohnen: "Modernisierungen sind in der Regel sinnvoll, um Energie zu sparen", betont Lührsen. Außerdem steigern sie den Wert des Hauses "meist beträchtlich".

Quelle: n-tv.de, awi/dpa
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Nebenkosten: Was darf der Vermieter abrechnen und was nicht ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Dez 2018 11:24

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.ruv.de/ratgeber/bauen-wohne ... ebenkosten
Nebenkosten: Was darf der Vermieter abrechnen und was nicht ?

In Deutschland müssen Mieter laut dem bundesweiten Betriebskostenspiegel neben der sogenannten Kaltmiete mit etwa 2,17 Euro pro Quadratmeter für die monatlichen Nebenkosten rechnen. Doch wie lässt sich nachprüfen, ob die Nebenkostenabrechnung korrekt ist oder ob sich dahinter überhöhte oder unberechtigte Forderungen des Vermieters verstecken?
Nebenkostenabrechnung oft fehlerhaft

Deutscher Mieterbund und Mietervereine raten dringend zu einer intensiven Prüfung der Nebenkostenabrechnung. Denn: Eine repräsentative Auswertung ergab, dass 88 Prozent aller Nebenkostenabrechnungen fehlerhaft sind. Die Auswertung ergab weiter, dass Mieter nach genauer Prüfung im Schnitt rund 280 Euro einsparen könnten. Wer genau hinschaut, kann also bares Geld sparen. Wer Fehler formeller oder inhaltlicher Art findet, sollte unbedingt auf die Einhaltung der Formalien und Fristen achten, um seine Forderungen problemlos durchzusetzen.
Achten Sie auf die Einhaltung der Fristen

Rechtsexperten empfehlen, innerhalb von 14 Tagen einen Rechtsbeistand aufzusuchen und gegebenenfalls Klärung oder eine neue Abrechnung beim Vermieter einzufordern. Mieter haben das Recht, Einsicht in die Original-Rechnungsunterlagen zu verlangen. Auch das Kopieren oder Abfotografieren der Rechnungen ist erlaubt. Des Weiteren kann der Mieter eine zweite Person zur Einsicht mitbringen oder einen Dritten in seinem Namen schicken, wie beispielsweise einen Mietrechtsexperten. In der Regel müssen Mieter für die Einsichtnahme im Büro des Vermieters oder der Verwaltung vorstellig werden. Nur wenn dem Mieter der Weg ins Vermieterbüro unzumutbar ist, kann dieser die Zusendung von Fotokopien fordern (der Vermieter kann durchschnittlich 25 Cent pro Kopie berechnen).
Ist Ihr Hausrat ausreichend versichert?

In Ihren vier Wänden stecken viel Arbeit, Mühe und vor allem Geld. Doch was ist, wenn es beispielsweise zu einem Leitungswasserschaden kommt?

Damit Ihnen im Schadensfall keine finanziellen Verluste entstehen, sollten Sie Ihren Hausrat ausreichend absichern. Bei der R+V-Hausratversicherung gilt bei korrekter Angabe der Wohnfläche*:

Versicherungsschutz zum Neuwert des Hausrates ohne Begrenzung durch eine Versicherungssumme
Kein Abzug wegen Unterversicherung

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Gerne beraten Sie auch unsere Ansprechpartner im persönlichen Gespräch:
Ansprechpartner finden

* Die Grundlage zur Wohnflächenberechnung für die Hausratversicherung kann von der hier beschriebenen abweichen und ist in den Versicherungsbedingungen festgelegt.
Mieterverein kann bei Nebenkostenabrechnung helfen

Haben Sie nach der Einsichtnahme und der Prüfung der Belege immer noch Bedenken, sollten Sie sich an Experten wenden, beispielsweise an den örtlichen Mieterverein. Rechtliche Schritte gegen die Abrechnung der Nebenkosten sollten immer erst der letzte Schritt sein. Denn Kosten für Anwalt und ein mögliches Gerichtsverfahren können enorm sein.
Checkliste für die korrekte Nebenkosten­abrechnung

Ist der Abrechnungszeitraum von 12 Monaten korrekt angegeben?
Stimmt die Auflistung der Gesamtkosten abzüglich geleisteter Vorauszahlungen?
Sind die Zählerstände mit den richtigen Start- und Enddaten des Abrechnungszeitraums aufgeführt?
Erfolgen eine Erläuterung und eine Berechnung des Verteilerschlüssels?
Erschließt sich eine exakte Aufschlüsselung der umlagefähigen Nebenkosten wie Müllabfuhr, Wasser, Heizung (anteilig), Beleuchtung Flur/Hof, Hausmeister, Versicherungen?
Ist die Wohnfläche korrekt angegeben? Immer wieder werden Umlagen aufgrund zu hoher Quadratmeterzahlen ermittelt. Messen Sie genau nach. Bei einer Abweichung von mehr als zehn Prozent können Sie eine Neuberechnung fordern.

Achten Sie auf die Formu­lierungen

Werden etwa pauschal „sonstige Kosten“ abgerechnet, können Sie dem widersprechen. Sie haben ein Anrecht darauf zu wissen, welche Kosten sich dahinter verbergen. Denn nur so ist die Nebenkostenabrechnung transparent und nachprüfbar.

Sie müssen nur die Neben- und Betriebskosten zahlen, die im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart wurden.
Was zählt nicht zu den Nebenkosten?

Nicht zu den Nebenkosten zählen Verwaltungskosten, beispielsweise Kosten für Hausverwaltung, Bankgebühren, Porto, Zinsen und Telefon. Diese Kosten sind nicht umlagefähig. Auch Reparaturkosten, Instandhaltungskosten oder Rücklagen muss der Mieter nicht zahlen. Wenn der Hausmeister kleinere Reparaturen vornimmt oder Verwaltungsaufgaben übernimmt, müssen diese Kosten laut Deutschem Mieterbund aus der Betriebskostenabrechnung herausgerechnet werden.
Diese Posten haben auf der Nebenkosten­abrechnung nichts zu suchen
Gebühren für ungenutzte Mülltonnen

Stehen Wohnungen leer, müssen diese Tonnen abgemeldet werden. So entfallen die Grundgebühren.
Kosten für die Hausverwaltung

Die Kosten für die Hausverwaltung sind – anders als die für den Hausmeister – nicht umlagefähig.
Überzogene Kosten für Reinigung und Gärtnerarbeiten

Wird der Hausmeister schon abgerechnet, darf er nicht doppelt als Gärtner auftauchen. Auch eine Reinigungsfirma, die ohne Notwendigkeit dreimal pro Woche putzt, müssen Sie nicht hinnehmen.
Kosten für Reparaturen oder Ersatzanschaffungen

Manchmal verstecken Vermieter diese Kosten auf der Nebenkostenabrechnung in der Rubrik „Wartungen“, zu erkennen an großen Unterschieden von Jahr zu Jahr. Auch diese Kosten gehören nicht auf die Nebenkostenabrechnung.
Gebühren für Briefverkehr, Telefon oder die Bank

Diese Kosten müssen vom Vermieter übernommen werden und gehören nicht auf die Nebenkostenabrechnung.
Gebühren für ungenutzte Mülltonnen

Stehen Wohnungen leer, müssen diese Tonnen abgemeldet werden. So entfallen die Grundgebühren.
Kosten für die Hausverwaltung

Die Kosten für die Hausverwaltung sind – anders als die für den Hausmeister – nicht umlagefähig.
Anschaffungskosten für Rauchmelder trägt der Vermieter

Durch die seit 2017 in den meisten Bundesländern geltende Rauchmelderpflicht müssen Vermieter ihre Mietwohnungen mit den dazugehörigen Geräten bestücken. Die Anschaffungs- und Einbaukosten hat nicht der Mieter, sondern der Vermieter zu tragen. Die Wartungskosten der Geräte kann der Vermieter jedoch – falls im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart – im Rahmen der Betriebskosten in der jährlichen Nebenkostenabrechnung umlegen. Eine Vermischung von Anschaffungs- und Wartungskosten ist unzulässig.
Umlageschlüssel überprüfen

Der Umlageschlüssel, auch Verteilerschlüssel genannt, orientiert sich üblicherweise an der Wohnfläche oder der Anzahl der im Haus lebenden Personen. Mieter sollten darauf achten, dass dieser Schlüssel mit den Vereinbarungen im Mietvertrag übereinstimmt und dass er geltendem Recht entspricht. Beispielsweise muss der Vermieter auch nicht vermietete Wohnungen im selben Objekt in die Kostenumlage mit einbeziehen. Die Betriebskosten für diese Wohnungen trägt der Vermieter.

Die Nebenkosten dürfen somit nicht nur auf die vermietete Wohnfläche verteilt werden, sondern müssen sich auf die gesamte Wohnfläche beziehen.

Des Weiteren ist der Vermieter nicht berechtigt, Heizkosten oder sonstige Nebenkosten für leerstehende Wohnungen auf die Mieter umzulegen. Der Vermieter hat die anteiligen Grundkosten und die Verbrauchskosten für diese Wohnungen selbst zu tragen.
Nach einem Jahr muss Nebenkostenabrechnung vorliegen

Exakt, transparent und formal bestimmten Regeln folgend mussten Abrechnungen von Nebenkosten schon immer sein. Der Gesetzgeber hat den Vermietern dabei im Vergleich zu der früheren Regelung relativ enge Fristen gesetzt. Ziel der Gesetzesreform war es im Jahr 2001, die Nebenkosten für den Vermieter überschaubar zu halten. Spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums muss der Vermieter die Nebenkosten-Abrechnung vorlegen, ansonsten verliert er Ansprüche auf eventuelle Nachzahlungen.

Ausnahme: Der Vermieter hat die verspätete Abrechnung der Nebenkosten nicht selbst verschuldet. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Mieter unbekannt verzogen ist, oder aber das Versäumnis liegt beim Strom- oder Wasserversorger.

Tipp: Wenn Sie Schwierigkeiten haben, das Geld für die Nachzahlung der Nebenkosten auf einen Schlag aufzubringen, bitten Sie Ihren Vermieter darum, die Summe in Raten zahlen zu dürfen.

Sind Sie ausreichend versichert? Lassen Sie sich beraten:

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Komfortabel, aber träge - Vor- und Nachteile von Flächenheizungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2019 12:05

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Vor-und-Na ... 64114.html

Montag, 14. Januar 2019
Komfortabel, aber träge - Vor- und Nachteile von Flächenheizungen
Bei der Installation einer Fußbodenheizung werden Schläuche mit Hilfe eines Tackers auf Dämmplatten verlegt, darüber kommt Estrich. Foto: Nestor Bachmann

Bei der Installation einer Fußbodenheizung werden Schläuche mithilfe eines Tackers auf Dämmplatten verlegt, darüber kommt Estrich.

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Flächenheizungen sind eine komfortable Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern. Ob im Fußboden, in der Wand oder in der Decke eingebaut: Sie verströmen gleichmäßig eine angenehme Wärme. Doch gibt es auch einige Nachteile, die man vor dem Einbau kennen sollte.

Flächenheizungen lassen sich im Boden, in Wänden und Decken einbauen. Sie sind eine Alternative zu anderen Heizkörpern - für Bewohner unsichtbar geben sie eine behagliche Strahlungswärme ab. Und sie können effizienter sein als herkömmliche Heizsysteme, sagt Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentralen. Denn sie brauchen eine geringere Vorlauftemperatur - bei 30 bis 40 Grad arbeiten sie am effektivsten, während konventionelle Systeme 55 bis 70 Grad als Vorlauf benötigen.

Besonders rentabel kann man die Flächenheizung mit einer Wärmepumpe betreiben. "Die Verbindung ist ideal, denn Wärmepumpen arbeiten mit geringen Vorlauftemperaturen am effizientesten", erklärt Kerstin Vogt. Sie leitet die Geschäftsstelle des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik (VdZ). "Grundsätzlich lassen sich Flächenheizungen aber mit allen Energiequellen betreiben, zum Beispiel mit einem Öl- oder Gas-Brennwertkessel."

Die Vor- und Nachteile von Flächenheizungen im Überblick:

1. Die Fußbodenheizung: Besonders behaglich, aber träge

Vorteil: "Warme Füße und ein behagliches Wohngefühl sind für viele Bauherren gute Gründe, sich für eine Fußbodenheizung zu entscheiden", erklärt Brandis. Die Heizrohre der Fußbodenheizung werden unter der gesamten Fläche eines Raumes verlegt und erwärmen so wesentlich größere Flächen als Heizkörper an der Wand. "Da sie keinen Platz im Raum benötigen, bieten sie eine große Freiheit für die Raumgestaltung", betont Vogt.

Zudem wärmen Fußbodenheizungen schon bei relativ niedrigen Temperaturen. Es kann bis zu zwei Grad kühler im Raum sein als bei einem Heizungskörper, und die Bewohner fühlen sich trotzdem wohl. "Das liegt an der Strahlungswärme, die für den Menschen sehr angenehm ist und schnell wahrgenommen wird", erklärt Thomas Weber, Leiter des Regionalbüros Fulda des Verbands Privater Bauherren (VPB).

Nachteil: Diese Heizung ist recht träge und reagiert relativ langsam auf Änderungen am Temperaturregler. "Sie braucht eine viel längere Zeit als Heizkörper, um hoch- oder runterzufahren", gibt Brandis zu bedenken. Das liegt an den Schichten, die über den Heizleitungen im Boden liegen und sich erst aufwärmen müssen - also Estrich, Bodenbeläge, Teppiche. So kann sie nur schwerfällig auf externe und interne Wärmequellen reagieren. "Scheint die Sonne durch die Fenster oder wird in der Küche gekocht, steigen die Temperaturen im Raum, weil die Fußbodenheizung so schnell nicht mitkommt."

Auch der Preis kann abschrecken. "Eine Fußbodenheizung ist beträchtlich teurer als ein herkömmliches Heizsystem", betont Weber. "Man muss sie sich leisten wollen." Ein vernünftiger Kompromiss sei es, die Fußbodenheizung nicht im gesamten Haus zu verlegen, sondern nur in Bereichen, wo sie besonders angenehm ist, zum Beispiel im Bad.

2. Die Wandheizung: Für Sanierer gut geeignet, aber planungsaufwendig

Vorteil: Sie besitzt ähnliche Eigenschaften wie die Heizung im Boden, da sie nach demselben Prinzip der Flächenheizung funktioniert. "Gipskartonplatten mit Kupferrohren werden an die Wände montiert", erklärt Weber. "Das Verfahren ist relativ unkompliziert und gut für die Sanierung älterer Gebäude geeignet. Weil der Fußboden nicht aufgerissen werden muss, lassen sich wertvolle Bodenbeläge wie Dielen oder Parkett erhalten." Die Wandheizung reagiert nicht ganz so träge wie eine Fußbodenheizung, denn sie muss weniger Masse aufheizen.

Nachteil: Belegt die Heizung die ganze Wand oder große Teile, lassen sich die Räume schwieriger gestalten. Denn Möbel oder Einrichtungsgegenstände sollten die Heizung nicht zustellen. "Das führt zu einem höheren planerischen Aufwand", sagt Brandis.

3. Die Deckenheizung: Kein Platzproblem, aber Wärmeoutput prüfen

Vorteil: Sie überzeugt ebenfalls mit ihrer Strahlungswärme und geringen Vorlauftemperaturen. An der Decke gibt es außerdem kein Platzproblem. Hier hängen höchstens Deckenleuchten, um Möbel oder Vorhänge müssen Bauherren sich aber keine Sorgen machen. Insofern bietet eine Deckenheizung viel Spielraum bei der Gestaltung. Sie ist auch weniger träge als eine Bodenheizung und lässt sich ebenso unkompliziert montieren wie die Wandheizung. Deshalb eignet sie sich bestens für die Sanierung von Bestandsbauten.

Nachteil: "In Decken darf aber nicht beliebig viel Wärme eingeleitet werden. Möglich sind 30 bis 40 Watt pro Quadratmeter", erklärt Weber. Es muss vor Ort geprüft werden, ob der Wärmeoutput der Deckenheizung für das persönliche Wärmeempfinden ausreicht. Allerdings sagt Weber: "Damit sollte aber eine angenehme Raumtemperatur möglich sein."

Fazit

Flächenheizungen sind flexibel einsetzbar und auch für Sanierer interessant. Bauherren können sie sogar miteinander kombinieren. Lohnen könne sich dies etwa bei Wand- und Fußbodenheizungen, meint Kerstin Vogt vom VdZ. "In Räumen mit geringer Bodenfläche wie zum Beispiel in einem kleinen Bad kann der gemeinsame Einsatz beider Systeme den Komfort erhöhen." Ob Flächenheizungen am Ende effizienter sind, hängt aber wie bei den meisten Heizarten von der konkreten Situation im Haus ab. Es könne durchaus sein, dass der Effizienzvorteil der Flächenheizung durch deren Trägheit schmilzt, warnt Martin Brandis.

Quelle: n-tv.de, Katja Fischer, dpa
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