HERZLICH WILLKOMMEN IM WELTINFONETZ

Registrieren sie sich jetzt um die Foren

uneingeschränkt im Mitgliederstatus nutzen  zu können

Gäste können Links in den Foren und Themen nur zum lesen öffnen

Unser Forum steht Ihnen KOSTENLOS zur Verfügung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg beim surfen

BITTE BEACHTEN SIE UNSERE FORENREGELN ZUM IMPRESSUM

im 1. Forum

Ihr Weltbookadmin


Luft und Raumfahrt

THEMENÜBERSICHT :
KRITIKEN - KURIOSES - DIE ERDE LEBT UND BEBT - UMWELT und NATURSCHUTZ - STAMMTISCH - TREFF - Info Gesundheit - Forschung Universum - ENTHÜLLUNGEN - HAUS und GARTEN - HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche - TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser - Witze von A bis Z - Comedy - Kabarett - Luft und Raumfahrt - AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT - FORSCHUNG ERNÄHRUNG - PC-HILFE zur SELBSTHILFE - RATGEBER - TIPPS und TRICKS - JUSTIZ - JUSTIZIRRTÜMER - VERDACHTS- und HAFTUNGSFÄLLE -
Info KINDER UND JUGENDSCHUTZ - FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE - KLIMA - KLIMAWANDEL - KLIMASCHUTZ - KLIMAKATASTROPHEN - ERD und WELTGESCHICHTE - MEINE FREUNDE - DEINE FREUNDE - Die schleichende Gefahr: ELF-Wellen - VERMISST - GESUCHT - FRAUENTREFF - Altrentner werden diskriminiert - ABZOCKE - TÄUSCHUNGEN - BETRUG AM VERBRAUCHER - ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ? - KULTUR in DEUTSCHLAND und ihre GEGENSÄTZE - SPORTSTAMMTISCH - MEIN BUNDESLAND - MEINE STADT - DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH - SCHWEIZ -
VERSTEIGERUNGEN - ZWANGSVERSTEIGERUNGEN -
Info: VERKÄUFE - KAUFGESUCHE - UFO's - BESUCH AUS FREMDEN WELTEN - REALITÄT oder TÄUSCHUNG - MIT WERBUNG ZUM ERFOLG - Info: IMMOBILIENMARKT Häuser - Wohnungen - Grundstücke - Anlageobjekte -
WELTBOOK-NETZWERKER-TREFF - WELTARMUT - ERNÄHRUNGSARMUT - ONLINE - SPIELE -
WOCHENENDGRUNDSTÜCKE - SCHREBERGÄRTEN -

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 20277

Tesla und "Major Tom" an Bord" - Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Feb 2018 22:44

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Falcon-Heavy ... 72315.html
Dienstag, 06. Februar 2018
Tesla und "Major Tom" an Bord" - Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Wetterbedingt wird der Start der "Falcon Heavy" immer weiter nach hinten verschoben - doch dann hebt die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete unter dem Jubel Zehntausender zu ihrem Jungfernflug ab. An Bord: ein Elektroauto.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite Luft und Raumfahrt forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#p190

Die Großrakete "Falcon Heavy" des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat nach mehrstündiger Verzögerung zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Nach rund 70 Kilometern Flug wurden die Antriebsraketen der ersten Zündstufe unter dem frenetischen Jubel Zehntausender Schaulustiger abgekoppelt. Die "Falcon Heavy" ist nach Angaben von SpaceX mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete. Sie wurde von derselben Rampe in Cape Canaveral abgeschossen, die einst von der erfolgreichen bemannten Mondmission Apollo 11 genutzt worden war.

Auf ihrem Jungfernflug hat die "Falcon Heavy" ein Elektroauto der Marke Tesla an Bord - Tesla ist wie Space X ein Unternehmen des amerikanischen Unternehmers und Visionärs Elon Musk. Nach seinen Angaben soll die Rakete später einmal in der Lage sein, bemannte Raumschiffe zum Mond und selbst zum Mars zu schicken.

Der jetzige Testflug fand ohne Raumfahrer statt - stattdessen hatte Musk einen kirschroten Elektro-Roadster aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt. Das Auto sollte mit der Raumkapsel auf eine Erde-Mars-Umlaufbahn gebracht werden und dort möglichst lange bleiben. Im Autoradio sollte eine Endlosschleife von David Bowies Welthit "Space Oddity" ("Ground Countrol to Major Tom") laufen.
"Lohnender, ein bisschen Spaß zu machen"
Mehr zum Thema

Jungfernflug der "Falcon Heavy": Elon Musk schießt Tesla ins All 06.02.18 Jungfernflug der "Falcon Heavy" Elon Musk schießt Tesla ins All
Die Flammenwerfer werden alle durchnummeriert. 01.02.18 Tesla-Chef macht zehn Millionen Flammenwerfer von Musk sind ausverkauft
Anhaltende "Produktionshölle": Tesla kämpft mit Batterie-Problemen 26.01.18 Anhaltende "Produktionshölle" Tesla kämpft mit Batterie-Problemen

Normalerweise werden bei solchen Testmissionen Betonplatten oder Stahlteile als Ladung mitgenommen. "Wir dachten, es sei lohnender, ein bisschen Spaß zu machen", begründete SpaceX die Aktion. Die drei Antriebsraketen der ersten Zündstufe mit insgesamt 27 Motoren sollen zur Erde zurückkehren und wiederverwendbar sein. Ihre Schubkraft ist vergleichbar mit der von 18 Jumbo-Jets.

Die Vorbereitungen zu dem Jungfernflug wurden von einem enormen Medieninteresse und Zehntausenden Schaulustigen begleitet. Die Hotels an der sogenannten Space Coast in Florida sind seit langer Zeit ausgebucht. Auch der einstige Mondfahrer Buzz Aldrin verfolgte das Geschehen vor Ort.

Tesla und "Major Tom" an Bord"Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Wetterbedingt wird der Start der "Falcon Heavy" immer weiter nach hinten verschoben - doch dann hebt die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete unter dem Jubel Zehntausender zu ihrem Jungfernflug ab. An Bord: ein Elektroauto.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite

Die Großrakete "Falcon Heavy" des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat nach mehrstündiger Verzögerung zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Nach rund 70 Kilometern Flug wurden die Antriebsraketen der ersten Zündstufe unter dem frenetischen Jubel Zehntausender Schaulustiger abgekoppelt. Die "Falcon Heavy" ist nach Angaben von SpaceX mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete. Sie wurde von derselben Rampe in Cape Canaveral abgeschossen, die einst von der erfolgreichen bemannten Mondmission Apollo 11 genutzt worden war.

Auf ihrem Jungfernflug hat die "Falcon Heavy" ein Elektroauto der Marke Tesla an Bord - Tesla ist wie Space X ein Unternehmen des amerikanischen Unternehmers und Visionärs Elon Musk. Nach seinen Angaben soll die Rakete später einmal in der Lage sein, bemannte Raumschiffe zum Mond und selbst zum Mars zu schicken.

Der jetzige Testflug fand ohne Raumfahrer statt - stattdessen hatte Musk einen kirschroten Elektro-Roadster aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt. Das Auto sollte mit der Raumkapsel auf eine Erde-Mars-Umlaufbahn gebracht werden und dort möglichst lange bleiben. Im Autoradio sollte eine Endlosschleife von David Bowies Welthit "Space Oddity" ("Ground Countrol to Major Tom") laufen.
"Lohnender, ein bisschen Spaß zu machen"
Mehr zum Thema

Jungfernflug der "Falcon Heavy": Elon Musk schießt Tesla ins All 06.02.18 Jungfernflug der "Falcon Heavy" Elon Musk schießt Tesla ins All
Die Flammenwerfer werden alle durchnummeriert. 01.02.18 Tesla-Chef macht zehn Millionen Flammenwerfer von Musk sind ausverkauft
Anhaltende "Produktionshölle": Tesla kämpft mit Batterie-Problemen 26.01.18 Anhaltende "Produktionshölle" Tesla kämpft mit Batterie-Problemen

Normalerweise werden bei solchen Testmissionen Betonplatten oder Stahlteile als Ladung mitgenommen. "Wir dachten, es sei lohnender, ein bisschen Spaß zu machen", begründete SpaceX die Aktion. Die drei Antriebsraketen der ersten Zündstufe mit insgesamt 27 Motoren sollen zur Erde zurückkehren und wiederverwendbar sein. Ihre Schubkraft ist vergleichbar mit der von 18 Jumbo-Jets.

Die Vorbereitungen zu dem Jungfernflug wurden von einem enormen Medieninteresse und Zehntausenden Schaulustigen begleitet. Die Hotels an der sogenannten Space Coast in Florida sind seit langer Zeit ausgebucht. Auch der einstige Mondfahrer Buzz Aldrin verfolgte das Geschehen vor Ort.

Die geplante Flugbahn der "Falcon Heavy".
(Foto: © SpaceX) https://www.n-tv.de/wissen/Falcon-Heavy ... 72315.html

Quelle: n-tv.de , ftü/dpa

Quelle: n-tv.de , ftü/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Big Falcon Rocket" Musk: Mars-Rakete fliegt 2019 erste Strecken

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Mär 2018 13:40

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Musk-Mars-Ra ... 31245.html
Montag, 12. März 2018
"Big Falcon Rocket" Musk: Mars-Rakete fliegt 2019 erste Strecken

Die "Falcon Heavy" hat gerade einen Tesla im All abgesetzt, da kündigt SpaceX-Chef Elon Musk den Start der nächsten Raketengeneration an. Ziel soll es sein, den Mars zu besiedeln. Selbst dazu, wie dort Politik gemacht wird, hat Musk bereits eine Meinung.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite Luft und Raumfahrt -

Der Unternehmer und Multimillionär Elon Musk will bereits im kommenden Jahr seine für Marsflüge gedachte Rakete auf kurzen Strecken ausprobieren. Sein Unternehmen SpaceX baue gerade an dem ersten Raumschiff "Big Falcon Rocket" (BFR, auch: Big Fucking Rocket), das sehr wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2019 erste Flüge unternehmen könne.

Das sagte der 46-Jährige dem US-Sender CNN zufolge auf der Technikmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin. Zugleich warb Musk dafür, der Besiedlung des Roten Planeten Vorrang einzuräumen: So könne die Menschheit im Falle eines Dritten Weltkriegs überleben. Die erste Marslandung seines Raumschiffs peile er für 2022 an, hatte der Gründer des Elektroautoproduzenten Tesla vergangenes Jahr gesagt.
ESA: Plan nicht annähernd realistisch
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 78160.html
Sie setzen Satelliten auf einer Erdumlaufbahn aus, ... ... schicken Frachter zur Versorgung der Raumfahrer an Bord der ISS auf den Weg, ... ... befördern Menschen in den Weltraum und ... ... bringen Sonden auf die interplanetare Flugbahn: Die Raumfahrt wäre ... ... 3, 2, 1 - Liftoff! Die stärksten Trägerraketen

Raumfahrt-Experten wie Jan Wörner, Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), halten diesen Plan nicht mal für annähernd realistisch. Eine Landung auf dem Mars sei eine völlig andere Liga als eine auf dem Mond. "Ich bin begeistert vom Mars, aber das sind große Träume." Die Herausforderungen seien immens - nicht nur technisch, sondern auch für die Astronauten selbst. "Schon nach sechs Monaten Raumstation ISS kann so mancher wieder auf der Erde gelandete Astronaut nicht aussteigen und herumlaufen, wegen des Muskelschwunds", erklärte Wörner. "Wenn Sie zum Mars fliegen, müssen Sie das aber können. Es kommt ja keiner, auf den sie warten können, dass er sie abholt."

Ein weiteres Problem sei die Strahlung. "Das ist wirklich ein ernstzunehmendes Thema", betonte Wörner. "Wenn wir rausfliegen - und das werden wir ja jetzt wieder zunehmend machen, um den Mond rum und so weiter - dann ist die Strahlung wirklich eine unangenehme, sobald wir die Erdatmosphäre und den Von-Allen-Gürtel verlassen."
Und wie geht's zurück?

Klar müsse auch sein, dass nicht nur das Hinfliegen, sondern vor allem das Zurückkommen eine enorme Herausforderung darstellt. "Das können wir überhaupt noch nicht im Moment", sagte Wörner. "Der Mars hat 40 Prozent der Erdanziehung, der Mond hat 16 Prozent. Das heißt, sie brauchen eine richtige Rakete, um wieder wegzukommen. Und wo kriegen sie den Treibstoff her?"

Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 72501.html
Roter Tesla fliegt mit: SpaceX schießt Riesenrakete "Falcon Heavy" ins All
07.02.18 – 01:23 min

Den Mars zu bevölkern, steht im Mittelpunkt von Musks Plänen um SpaceX. "Es ist wichtig, eine sich selbst versorgende Basis auf dem Mars zu haben, denn er ist weit genug von der Erde entfernt. Damit ist es wahrscheinlicher, (im Kriegsfall) zu überleben als etwa auf dem Mond", sagte er in Austin.

Esa-Chef Wörner hingegen rechnet nicht mit einer Besiedlung des Roten Planeten. "Wir haben auch nicht die Antarktis besiedelt und gesagt, jetzt zieht die Hälfte der Bevölkerung von Mitteleuropa in die Antarktis um", sagt er. "Und genauso wird das auch nicht passieren mit dem Mond und mit dem Mars." Es sei Unsinn zu glauben, dass wir die Menschheit auf den Mars bringen mit 5000 Leuten, die da ewig wohnen. "Möchten Sie in einer Büchse wohnen? Sie müssten in einer Büchse wohnen."

Musk legte CNN zufolge gar Details seiner Vision einer direkten Demokratie auf dem Mars offen: Unter anderem sollten Menschen dort direkt über Vorhaben abstimmen und nicht über Volksvertreter. Die Gesetze sollen seiner Meinung nach kurz und gut verständlich gehalten sein.
Vom Mars für die Erde lernen

Der Unternehmer ist dafür bekannt, erheblich zu unterschätzen, wie lange es dauert, seine Vorhaben umzusetzen. So war es erst im Februar gelungen, die SpaceX-Rakete "Falcon Heavy" ins All zu schicken - angekündigt hatte er das bereits für 2013.
Mehr zum Thema

Milliardäre gen Mond und Mars: Ein neues Raumfahrtzeitalter dämmert 04.03.18 Milliardäre gen Mond und Mars Ein neues Raumfahrtzeitalter dämmert
Tesla und "Major Tom" an Bord: "Falcon Heavy" feiert Jungfernflug 07.02.18 Tesla und "Major Tom" an Bord "Falcon Heavy" feiert Jungfernflug
Erde ist flach, Mars aber rund: Verschwörer "belehren" Elon Musk 01.12.17 Erde ist flach, Mars aber rund Verschwörer "belehren" Elon Musk

Generell sei es vernünftig und wichtig, den Mars zu erkunden, ist Wörner überzeugt. "Wir fliegen zum Mars, weil wir sagen, der Mars war in der Vergangenheit vielleicht mal so wie die Erde, dem ging es mal viel besser. Vielleicht können wir lernen davon, was wir bei uns verhindern sollten."

Der deutsche Astronaut Ulrich Walter nennt in seinem Buch "Im Schwarzen Loch ist der Teufel los" ein konkretes Datum als wahrscheinlichen Termin für den Tag, an dem erstmals ein Astronaut einen Fuß auf den Mars setzt: den 2. August 2048. Für den Abflug sei eine bestimmte Erde-Mars-Konstellation besonders günstig. "Bei bemannten Missionen, bei denen es auf jedes Kilogramm ankommt, ist das sehr wichtig." Ein idealer Startzeitpunkt sei der 30. April 2033, weit realistischer sei ein Start am 11. April 2048. Von dann an seien es 114 Flugtage bis zum Mars, so Walter. "Diesen Termin sollten Sie sich also schon mal notieren."

Quelle: n-tv.de , Angelika Engler und Annett Stein, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sechs Stunden im freien All - Astronauten arbeiten an Außenwand der ISS

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mär 2018 12:54

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Astronauten- ... 62314.html
Freitag, 30. März 2018
Sechs Stunden im freien All - Astronauten arbeiten an Außenwand der ISS

Bereits das vierte Mal dieses Jahr müssen zwei Raumfahrer aus der ISS steigen. Rund 400 Kilometer über der Erde montieren die US-Astronauten Antennen und tauschen Kameras aus. Doch ihre Außenarbeiten im Weltall verzögern sich zunächst.

Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Bei einem Außeneinsatz im Weltraum haben zwei US-Astronauten wichtige Wartungsarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS vorgenommen. Mehr als sechs Stunden arbeiteten die erfahrenen Raumfahrer Drew Feustel und Ricky Arnold an der Außenwand des fliegenden Labors rund 400 Kilometer über der Erde. Für Feustel war es bereits der siebte Außeneinsatz seiner Karriere, Arnold war zum dritten Mal im freien Weltall.

Die beiden waren erst vergangene Woche auf der ISS angekommen. Feustel und Arnold montierten unter anderem kabellose Antennen am "Tranquility"-Modul der ISS. Die Antennen sind Teil eines künftigen Experiments, bei dem die Temperatur von Pflanzen auf der Erde gemessen werden soll, um abschätzen zu können, wie viel Wasser sie benötigen. Zudem tauschten die Astronauten Kameras aus.
Kontrolle der Raumanzüge verzögerte sich

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, entfernten Feustel und Arnold auch "verdächtige Schläuche" von einem Kühlsystem. Die russische Agentur Ria Nowosti hatte am Vortag gemeldet, dass an der Außenseite des US-Segments eine kleine Menge Ammoniak ausgetreten war. Es habe aber keine Gefahr für die Besatzung der Raumstation bestanden. Die giftige Substanz wird auf der ISS verwendet, um den Stromkreislauf zu kühlen.

Der Außeneinsatz hatte sich um knapp anderthalb Stunden verzögert, weil die Kontrolle der Raumanzüge länger gedauert hatte als geplant. Aber: "Beide Raumanzüge sind in exzellentem Zustand", sagte ein Nasa-Kommentator in einer Internet-Übertragung. Es war bereits der vierte Außeneinsatz in diesem Jahr.
Mehr zum Thema

Speiseplan für die Raumstation: "Astro-Alex" bringt Spätzle mit zur ISS 19.03.18 Speiseplan für die Raumstation "Astro-Alex" bringt Spätzle mit zur ISS
Nach 168 Tagen im All: ISS-Raumfahrer landen in Kasachstan 28.02.18 Nach 168 Tagen im All ISS-Raumfahrer landen in Kasachstan

Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit insgesamt drei Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner. Am kommenden Montag soll ein US-Raumfrachter vom Typ "Dragon" mit Nachschub zur ISS aufbrechen. Im Juni soll der Astronaut Alexander Gerst zum zweiten Mal zur ISS fliegen und zeitweise ihr erster deutscher Kommandant sein.

Quelle: n-tv.de , jki/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Raumschiff "VSS Unity" - Virgin Galactic gelingt Überschallflug

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Apr 2018 13:17

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Virgin-Galac ... 71177.html
Freitag, 06. April 2018
Raumschiff "VSS Unity" - Virgin Galactic gelingt Überschallflug

Die Weltraumtourismus-Pläne des britischen Milliardärs Richard Branson erhalten neuen Schub. Seiner Firma Virgin Galactic gelingt der erste Überschallflug mit ihrem raketengetriebenen Raumschiff "VSS Unity" - mehr als drei Jahre nach einem tragischen Fehlschlag.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Zum ersten Mal hat das Unternehmen Virgin Galactic sein raketengetriebenes Raumflugzeug "VSS Unity" erfolgreich im Überschallbereich getestet. Damit werde die Endphase des Testprogramms für das Raumfahrzeug eingeleitet, teilte Virgin Galactic mit. Der exzentrische Firmengründer Richard Branson schrieb dazu auf Twitter: "Der Weltraum fühlt sich nun verlockend nah an."

Das Gefährt aus der Baureihe "Spaceship Two" war bereits am Donnerstag von einem Flughafen in der kalifornischen Mojave-Wüste gestartet, angehängt an das Mutterschiff "White Knight Two". In einer Höhe von mehr als 14 Kilometern wurde das Fluggerät laut dem Unternehmen ausgeklinkt und startete nach wenigen Sekunden seinen Raketenantrieb. Während der 30-sekündigen Brennphase stieg das Raumschiff bis auf mehr als 25 Kilometer Höhe und erreichte dabei in der Spitze fast zweifache Schallgeschwindigkeit. Nach einem anschließenden Sinkflug glitt die "VSS Unity" schließlich wieder zu Boden.
Mietvertrag für Weltraumbahnhof läuft
Mehr zum Thema

Milliardäre gen Mond und Mars: Ein neues Raumfahrtzeitalter dämmert 04.03.18 Milliardäre gen Mond und Mars Ein neues Raumfahrtzeitalter dämmert
Tesla und "Major Tom" an Bord: "Falcon Heavy" feiert Jungfernflug 07.02.18 Tesla und "Major Tom" an Bord "Falcon Heavy" feiert Jungfernflug
Von der Wüste ins Weltall: "Spaceport America" wartet auf Touristen 30.03.16 Von der Wüste ins Weltall "Spaceport America" wartet auf Touristen
Raumgleiter-Crash in Kalifornien: "SpaceShipTwo" zerbricht in der Luft 01.11.14 Raumgleiter-Crash in Kalifornien "SpaceShipTwo" zerbricht in der Luft

Es war für Virgin Galactic der erste Raumschiff-Flug mit eigenem Antrieb, seitdem im Jahr 2014 das Vorgängerfluggerät "VSS Enterprise" bei einem Testflug mit Raketenantrieb abgestürzt war. Der Kopilot starb damals bei dem Unfall, der Pilot überlebte schwer verletzt. Danach war das Nachfolgemodell "VSS Unity" nur gekoppelt an sein Mutterschiff geflogen oder, von diesem entkoppelt, im Gleitflug zurück zur Erde gesegelt.

Virgin Galactic will mit seinen Raumfahrzeugen ins Geschäft für Weltraumtouristen einsteigen. Im Jahr 2016 hatte das Unternehmen bereits eine Lizenz dafür erworben. Zudem hat das Unternehmen bereits einen Mietvertrag für 20 Jahre beim "Spaceport America" unterzeichnet, dem ersten kommerziellen Weltraumbahnhof der Welt in der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico.

Quelle: n-tv.de , kst
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Aus für Roboter-Mission - Nasa streicht Rückkehr zum Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Apr 2018 20:37

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-streich ... 09867.html
Aus für Roboter-Mission - Nasa streicht Rückkehr zum Mond

Erst zum Mond und dann zum Mars - das verspricht US-Präsident Trump noch im Dezember. Doch daraus wird nun vorerst nichts. Überraschend beendet die Raumfahrtbehörde Nasa ihr einziges Mondlandeprogramm. Wissenschaftler sind entsetzt.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Wissenschaftler haben bestürzt auf die Nachricht vom Stopp des einzigen Programms der Nasa zur Erforschung der Mondoberfläche mit einem Roboterfahrzeug reagiert. Die am Programm Resource Prospector (RP) beteiligten Experten äußerten sich in einem Brief an Nasa-Chef Jim Bridenstine "fassungslos und betroffen".

Sie hätten erfahren, dass RP am 23. April gestrichen worden sei und bis Ende Mai auslaufen solle. Das sei besonders erstaunlich, weil US-Präsident Donald Trump sich dafür ausgesprochen habe, wieder auf den Mond zurückzukehren.

Der Mondroboter, dessen Konstruktion vor etwa zehn Jahren begann, hätte als erster auf der Suche nach Wasserstoff, Sauerstoff und Wasser die Polarregionen des Mondes erforschen sollen. Er wäre seit der Mission von Apollo 17 im Jahr 1972 das erste US-Mondlandegerät gewesen und das erste autonome Fahrzeug der USA auf dem Erdtrabanten.
Neue Missionen geplant

Die Nasa erklärte am Freitag, dass einige Instrumente des RP-Programms bei künftigen Missionen Verwendung finden würden. Die Raumfahrtbehörde plane eine "Reihe schrittweiser Robotermissionen" zur Mondoberfläche. Vorgesehen sei, nach und nach größere Landemodule zu entwickeln, die möglicherweise bemannt sein könnten.

Der diese Woche als Nasa-Chef bestätigte Bridenstine versicherte auf Twitter, dass seine Behörde der Mondforschung verpflichtet bleibe. "Mehr Landemodule. Mehr Wissenschaft. Mehr Forschung. Mehr Prospektoren. Mehr kommerzielle Partner", schrieb er.
Mehr zum Thema

Nasa sucht nach Himmelskörpern: Planetenjäger "Tess" gestartet 19.04.18 Nasa sucht nach Himmelskörpern Planetenjäger "Tess" gestartet
"Projekt X" aus dem Geheimlabor: Nasa bestellt neuen Überschalljet 03.04.18 "Projekt X" aus dem Geheimlabor Nasa bestellt neuen Überschalljet

Trump hatte im vergangenen Dezember den Willen der US-Regierung bekräftigt, erstmals seit 1972 wieder Astronauten zum Mond und später auch zum Mars zu schicken. "Dieses Mal werden wir nicht nur unsere Fahne einrammen und unseren Fußabdruck hinterlassen", sagte er während einer Zeremonie im Weißen Haus.

Ein Projekt von Trumps Vorvorgänger George W. Bush sah vor, spätestens bis zum Jahr 2020 wieder einen US-Astronauten auf den Mond zu schicken. Trumps Vorgänger Barack Obama strich das Programm unter anderem aus finanziellen Gründen.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 56388.html
Von Sputnik bis SpaceX: Die Meilensteine der Raumfahrt Von Sputnik bis SpaceX: Die Meilensteine der Raumfahrt Von Sputnik bis SpaceX: Die Meilensteine der Raumfahrt Von Sputnik bis SpaceX Die Meilensteine der Raumfahrt

Quelle: n-tv.de , ath/AFP
Zur Startseite Luft und Raumfahrt - forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Müllabfuhr mit Harpune und Netz - Satelliten sollen Weltraumschrott jagen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jun 2018 20:34

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Satelliten-s ... 90457.html
Mittwoch, 20. Juni 2018
Müllabfuhr mit Harpune und Netz - Satelliten sollen Weltraumschrott jagen

Müllentsorgung ist nicht nur auf der Erde wichtig: Rund 8000 Tonnen Weltraumschrott befinden sich im Orbit rund um die Erde. Selbst kleinste Teilchen davon sind für Weltraum-Missionen gefährlich. Satelliten könnten dieses Problem mit Netzen und Harpunen lösen.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Müllabfuhr im Orbit: 8000 Tonnen Weltraumschrott davon fliegen schätzungsweise bereits durchs All, Tendenz steigend. Mit Netz und Harpune könnten Satelliten künftig auf Jagd danach gehen. Ein EU-Projekt unter Leitung der britischen Universität Surrey will diese neuen Technologien nun testen. Dafür startet nun ein Forschungssatellit von der Internationalen Raumstation ISS. Ein Roboterarm schubste ihn dafür aus der Luftschleuse des japanischen ISS-Moduls ins All. In den nächsten Monaten soll er zwei Mini-Satelliten aussetzen und diese mit Netz und Harpune einfangen.
Mehr zum Thema

USA bekommen "Space Force": Trump befiehlt Schaffung von Weltraumarmee 18.06.18 USA bekommen "Space Force" Trump befiehlt Schaffung von Weltraumarmee
8,5 Tonnen schweres Raumlabor: "Tiangong 1" stürzt auf Erde herab 01.04.18 8,5 Tonnen schweres Raumlabor "Tiangong 1" stürzt auf Erde herab
Müll schneller als Gewehrkugeln: Gestra soll Unfälle im Weltraum verhindern 15.10.17 Müll schneller als Gewehrkugeln Gestra soll Unfälle im Weltraum verhindern

Voraussichtlich im September werde das erste Experiment mit dem Netz starten, sagte Ingo Retat von dem Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space in Bremen, der dieses entwickelt hat. Kameras werden verfolgen, ob sich das halbkugelförmige Netz richtig entfaltet und es gelingt, den Mini-Satelliten einzufangen. Bei einer echten Mission soll die Raumsonde den eingefangenen Schrott über eine Leine einholen und zusammen mit ihm später verglühen.

Ähnlich soll es bei der von Airbus im britischen Stevenage gebauten Harpune ablaufen. Diese aufwendige Methode lohne sich nur bei größeren Objekten, sagte Retat. Ein Beispiel wären tote Satelliten wie der "Envisat" der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Dieser fliegt in einem Orbit, in dem viele Erdbeobachtungssatelliten unterwegs sind. Bei einer Kollision könnten nach Angaben von Retat Tausende Schrottfragmente durchs All fliegen, die wiederrum andere Satelliten beschädigen könnten.

Quelle: n-tv.de , agr/dpa/ESA

Zur Startseite Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#.WyqshLgjFdg
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Bye, bye Sojus-Kapsel - Nasa will bald neues Raumschiff testen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Aug 2018 19:42

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-will-ba ... 58056.html
Bye, bye Sojus-Kapsel - Nasa will bald neues Raumschiff testen

Für die Nasa muss es schmerzhaft sein, bei Reisen ins All auf russische Hilfe angewiesen zu sein - doch ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern. Dann sollen wieder bemannte Flüge von den USA aus starten. Hilfe kommt von SpaceX.

Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#.W2XzqrgjFdg

US-Raumschiffe sollen im kommenden Jahr wieder Astronauten ins All bringen. Die Entwicklung amerikanischer Raumschiffe nähere sich diesem Ziel, teilte die Nasa in einem Blogeintrag mit. Die Raumfahrtbehörde kündigte für April bemannte Testflüge in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen SpaceX an. Mitte des Jahres 2019 will sie solche Flüge zusammen mit dem Unternehmen Boeing testen.

Damit würde die Nasa unabhängig von russischen Sojus-Kapseln werden. Derzeit sind diese die einzigen, die Menschen zur Internationale Raumstation ISS bringen können. Die Raumschiffe sollen bis zu vier Astronauten einer Nasa-Mission ins All bringen. Seit 2014 arbeitet die Nasa mit den Unternehmen zusammen, um einen eigenen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS zu haben und andere mögliche "erdnahe Orbit-Ziele" zu erreichen, schreibt sie auf ihrer Website.
Mehr zum Thema

Mondlandung war Schlüsselmoment: Nasa braucht neue, aufregende Visionen 29.07.18 Mondlandung war Schlüsselmoment Nasa braucht neue, aufregende Visionen
Pannen bei Super-Teleskop: Nasa verschiebt Suche nach Aliens erneut 28.06.18 Pannen bei Super-Teleskop Nasa verschiebt Suche nach Aliens erneut
Erfolgsgeschichte: vor 30 Jahren startete die Ariane 4 zum Jungfernflug. 16.06.18 30 Jahre nach Ariane-4-Erstflug Europas Raumfahrt gerät unter Druck

Am Freitag teilte die Nasa mit, dass die US-Astronauten Mike Hopkins und Victor Glover für den SpaceX-Flug ausgewählt wurden. Hopkins verbrachte nach Angaben der Weltraumbehörde bereits 166 Tage auf der ISS und nahm dabei auch an zwei Außeneinsätzen teil. Für Glover werde es dagegen der erste Flug ins All sein.

Für die Boeing-Mission wurden Suni Williams und Josh Cassada ausgewählt. Williams hat 322 Tage im All verbracht und an sieben Außeneinsätzen teilgenommen. Bereits für Ende 2018 plant Nasa zusammen mit Boeing und SpaceX unbemannte Testflüge.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sauerstoffleck an der ISS - Russische Behörde vermutet Sabotage-Akt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Sep 2018 12:40

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Russische-Be ... 06888.html
Sauerstoffleck an der ISS - Russische Behörde vermutet Sabotage-Akt

An einer Sojus-Kapsel an der ISS taucht plötzlich ein feiner Riss auf. Nun geht die russische Raumfahrbehörde Roskosmos der Frage nach, ob es sich um einen Herstellungsfehler oder doch um einen vorsätzlichen Sabotage-Akt im All handelt.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Mehr zum Thema Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#.W5JjvvUyVdg

Sabotage an der Internationalen Raumstation ISS? Russland hat damit begonnen, nach den Ursachen für das winzige Sauerstoffleck an einer an der ISS angedockten Sojus-Kapsel zu forschen. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos prüfe eine Beschädigung der Sojus-Kapsel auf der Erde, erklärte ihr Chef Dmitri Rogosin. "Aber es gibt auch eine andere Version, die wir nicht ausschließen: eine absichtliche Störung im Weltall", fügte er hinzu.

Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 48759.html
Live-Chat ins All: Alexander Gerst beantwortet Fragen seiner Fans
27.07.18 – 04:10 min


Laut Rogosin wurden "mehrere Versuche" festgestellt, ein Loch in die Sojus zu bohren. Diese seien mit "zögerlicher Hand" ausgeführt worden. Nun stelle sich die Frage: "Um was handelt es sich: um einen Herstellungsfehler oder um einen vorsätzlichen Akt?"

Ein winziger Riss in der Sojus-Kapsel hatte am Donnerstag ein Sauerstoffleck und einen Druckabfall in der ISS verursacht. Die Besatzung geriet dadurch nicht in Gefahr. Die Astronauten verschlossen den Riss mit Klebeband. Rogosin hatte zunächst erklärt, der Riss sei vermutlich durch einen winzigen Meteoriten verursacht worden. Diese Erklärung werde mittlerweile ausgeschlossen, teilte der Roskosmos-Direktor mit.

Duma-Mitglied und Ex-Kosmonaut Maxim Surajew deutete an, ein psychisch gestörter Astronaut könnte das Leck gebohrt haben, um einen früheren Rückflug zu erzwingen. "Wir sind alle Menschen und jeder könnte nach Hause wollen", sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Besatzungsmitglied "diese seltsame Nummer abgezogen hat".
Russische Raumfähren werden überprüft

Surajew, Mitglied von Präsident Wladimir Putins regierender Partei Einiges Russland, sagte, er hoffe darauf, dass es sich um einen Produktionsfehler handele, "obwohl das auch sehr traurig ist - so etwas gab es in der Geschichte der Sojus-Raumfähren noch nicht". Eine Quelle aus der Raumfahrtindustrie sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, dass die Raumfähre während der Testphase auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan beschädigt worden sein könnte.
Mehr zum Thema

Alarm auf der ISS: Wenn ein Leck zur tödlichen Gefahr wird 31.08.18 Alarm auf der ISS Wenn ein Leck zur tödlichen Gefahr wird
Antenne an ISS installiert: "Icarus" soll Rätsel der Tierwanderungen lüften 16.08.18 Antenne an ISS installiert "Icarus" soll Rätsel der Tierwanderungen lüften
Antenne an Außenhülle montiert: ISS hilft bald bei Tierbeobachtung 16.08.18 Antenne an Außenhülle montiert ISS hilft bald bei Tierbeobachtung

RIA Nowosti berichtete unter Berufung auf Kreise in der russischen Raumfahrtbranche, eine russische Kommission solle nun die Verantwortlichen für das Leck identifizieren. Außerdem würden alle russischen Raumfähren vom Typ Sojus und Progress überprüft.

Auf der ISS arbeiten Russland und die USA trotz zahlreicher diplomatischer Spannungen zusammen. Die Besatzung besteht derzeit aus sechs Astronauten - drei aus den USA, zwei aus Russland und dem Deutschen Alexander Gerst. Er soll bis Dezember auf der Station bleiben und im Oktober als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernehmen.

Auf das Leck an Bord der ISS angesprochen sagte Gerst an Bord der ISS während eines Live-Gesprächs mit Kindern in Berlin, es habe einen Vorfall gegeben - zu den Gründen sagte er allerdings nichts.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80872.html
Da ist was in der Luft: Flugobjekte der Zukunft Da ist was in der Luft: Flugobjekte der Zukunft Da ist was in der Luft: Flugobjekte der Zukunft Da ist was in der Luft Flugobjekte der Zukunft

Quelle: n-tv.de , fzö/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sonderschicht für Gerst ? - Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Okt 2018 20:08

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Raumfahrer-l ... 66527.html
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Sonderschicht für Gerst ? - Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan

Sie wollten ins All - und landeten nach kurzer Zeit wieder auf der Erde. Zwei Raumfahrer haben die Havarie einer Sojus-Rakete unbeschadet überstanden. Folgen hat das Desaster indes für die Männer auf der ISS. Denn alle Flüge sind nun gestoppt.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Zwei Raumfahrer haben den ersten Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete seit Jahrzehnten dank einer Notlandung überlebt. Retter bargen den russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin und seinen US-Kollegen Nick Hague aus ihrer Kapsel, die an Fallschirmen nahe der Stadt Dscheskasgan im Zentrum Kasachstans niedergegangen war. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen technischer Probleme abgeschaltet und aufgelöst.
Datenschutz

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlichte erste Bilder der beiden geretteten Raumfahrer. Zu sehen ist, wie der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und sein US-Kollege Nick Hague auf einem Sofa sitzen. Bei ihnen werden der Blutdruck und der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen. Vor ihnen stehen Schälchen mit Nüssen und Mandeln. Hague lächelte auf einem Bild. Die Nasa twitterte, Such- und Rettungsteams hätten berichtet, dass die Männer "nach einer sicheren Landung in einem guten Zustand" seien. Diese Formulierung wählte auch Nasa-Chef Jim Bridenstine.

Auf der Internationalen Raumstation ISS warteten Kommandant Alexander Gerst aus Deutschland und seine Kollegen vergeblich auf die neuen Kollegen. Die Crew sei von der Erde aus über den glimpflich verlaufenen Fehlstart informiert worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Über eine mögliche Verlängerung von Gersts Aufenthalt wegen des Unfalls sei noch nicht entschieden, sagte Europas Raumfahrtchef Jan Wörner. "Dafür ist es jetzt zu früh, es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache findet und für die Zukunft ausschließen kann."

Gersts Mission läuft bis Dezember. Falls er wegen der Panne länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, sagte Wörner, der Europas Raumfahrtbehörde Esa leitet. Derweil ist sich Ex-Astronaut Ulrich Walter sicher, dass Gerst noch eine Schicht dranhängen müsse."Alexander Gerst wird sicherlich noch einmal drei Monate länger da oben bleiben", sagte er.
"Die Besatzung ist gelandet. Alle leben"

Für die russische Raumfahrt ist der Unfall ein schwerer Rückschlag. Er kommt auch zu einer Zeit, in der das sonst gute Verhältnis zu den US-Kollegen gespannt ist. Der neue Nasa-Chef Jim Bridenstine verfolgte den Start von Baikonur aus und vereinbarte mit den Russen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Die USA hatten ihr Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. US-Astronauten können seither nur noch mit der Sojus zur ISS gelangen. Bemannte Sojus-Starts wurden nach dem Fehlschlag ausgesetzt. "In einer solchen Situation gibt es vorerst keine weiteren Starts, bis die Ursache endgültig geklärt worden ist", sagte der für Raumfahrt zuständige Vizeregierungschef Juri Borissow. Zur Ursachenforschung wurde eine Kommission eingerichtet. "Andererseits hat sich gezeigt, dass die Notfall- und Rettungssysteme funktionieren, und das ist sehr wichtig", sagte Borissow der Agentur Interfax zufolge.

Die Sojus-Trägerrakete, eigentlich das bewährte Arbeitspferd der russischen Weltraumfahrt, hatte um 14.40 Uhr Ortszeit (10.40 Uhr MESZ) in Baikonur abgehoben. Nach vorläufigen Angaben von Experten traten schon beim Brennen der ersten Raketenstufe Probleme auf. Die Nasa sprach von einer "Anomalie" an der Stufe. Deswegen zündete die zweite Stufe nicht, sondern die Rakete löste sich auf. Auf Fernsehbildern waren einige Zeit nach dem Start kleine Explosionen an der Rakete zu sehen. Wenig später ist außer dem Feuerschweif auch weißer Rauch aus den Triebwerken zu erkennen. Aufnahmen aus dem Inneren der Kapsel zeigen, wie Owtschinin und Hague durchgerüttelt werden, als es mitten im Flug zu dem Zwischenfall kommt.

Die Kapsel "Sojus-MS10" mit Owtschinin und Hague ging in eine flachere Flugbahn über. Es folgten bange Minuten bis zur Notlandung etwa 400 Kilometer vom Startpunkt entfernt. "Die Besatzung ist gelandet. Alle leben", gab schließlich Dmitri Rogosin, Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, auf Twitter Entwarnung. Owtschinin und Hague sollten nach ihrer Bergung über Baikonur nach Moskau geflogen werden.
Loch in ISS

Über Gersts zweitem Raumflug und seiner Zeit als erstem deutschem Kommandanten der ISS scheint damit kein guter Stern zu stehen. An der Raumkapsel "Sojus-MS09", mit der er zur ISS kam, war kürzlich ein kleines Bohrloch entdeckt worden. Zwar konnte das Leck geschlossen werden, doch die Ursache ist ungeklärt.
Mehr zum Thema

Probleme nach Start zur ISS: Sojus-Besatzung muss notlanden 11.10.18 Probleme nach Start zur ISS Sojus-Besatzung muss notlanden
Deutscher auf dem Chefposten: Gerst übernimmt das Kommando auf der ISS 03.10.18 Deutscher auf dem Chefposten Gerst übernimmt das Kommando auf der ISS

Über das Frühjahr 2019 hinaus gibt es derzeit noch keine Verträge zwischen Roskosmos und den USA über Flüge von US-Astronauten zur ISS. Bridenstine sagte aber, er habe mit Rogosin eine fortgesetzte Kooperation auf der ISS vereinbart. Auch wollten beide Seiten gemeinsam nach Leben im All suchen und bei einer künftigen Mondstation kooperieren.

Auf der ISS arbeiten neben Gerst derzeit noch der Russe Sergej Prokopjew und die Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor. Erst am vergangenen Donnerstag war eine russische Sojus-Kapsel von der ISS sicher zur Erde zurückgekehrt. Die Kapsel mit den drei Raumfahrern Oleg Artemjew, Drew Feustel und Ricky Arnold hatte in der Steppe von Kasachstan aufgesetzt.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa/rts

Zur Startseite Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#.W7-fqfWYRdg
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Fragen und Antworten - Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Okt 2018 11:26

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Was-wird-aus ... 68776.html
Fragen und Antworten - Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz ?

Der Fehlstart der russischen Sojus-Rakete wirbelt die Einsatzpläne auf der Internationalen Raumstation ISS durcheinander. Statt fünf Raumfahrern arbeiten vorerst nur drei in 400 Kilometern Höhe über der Erde: der deutsche Kommandant Alexander Gerst, Serena Aunon-Chancellor aus den USA und Sergej Prokopjew aus Russland. Eilig müssen die Raumfahrtagenturen in Russland, den USA und Europa neu planen. Fragen und Antworten dazu.

Ist die Versorgung der Raumfahrer auf der ISS gesichert?
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 66401.html
Unmittelbar nach dem Start der Sojus MS-10 Raumkapsel kam es zu dem Problem bei einem der Triebwerke.
11.10.18 – 01:38 min
Antriebspanne nach Raketenstart Sojus-Raumkapsel geht in kasachischer Steppe nieder

Ja, niemand wird hungern und dürsten müssen. "Der Vorrat an Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern auf der ISS reicht nicht nur bis zur planmäßigen Ankunft der nächsten Besatzung", sagte ein Vertreter der russischen Raumfahrt. Gerst und seine Crew könnten "bei vernünftigem Verbrauch" sogar bis April mit ihren Vorräten auskommen. Ein für Ende Oktober geplanter Flug eines russischen Progress-Raumfrachters wird zwar absehbar auf Dezember verschoben. Doch auch amerikanische oder japanische Frachter können die Station versorgen.

Wie wirkt sich der Ausfall der zwei Raumfahrer Nick Hague und Alexej Owtschinin auf geplante Außeneinsätze aus?

Ob mit der ungeplant kleineren Crew noch Außeneinsätze möglich sind, sei unklar, sagt Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Er gehe davon aus, dass solche Einsätze verschoben würden, wenn sie nicht zwingend erforderlich seien. Gerst sollte eigentlich am 19. und am 25. Oktober in den offenen Weltraum aussteigen. Nun fehlt ihm sein Partner Nick Hague aus den USA. Zur Sicherheit arbeiten die Raumfahrer immer zu zweit.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 71149.html
Astro-Alex wieder im All: Gerst und seine Crew schweben in die ISS
08.06.18 – 01:16 min

Die russische Seite hat die nächsten Außenarbeiten unter ihrer Verantwortung bereits verschoben. Prokopjew kann nicht ohne Alexej Owtschinin aussteigen. Die Verschiebung dieses Einsatzes wiegt schwer, denn das Duo sollte das rätselhafte Leck am angedockten Raumschiff "Sojus-MS09" begutachten. Das Bohrloch unbekannter Herkunft ist zwar abgedichtet, es hatte aber einen Druckabfall auf der ISS verursacht.

Wie geht es in der Station mit der wissenschaftlichen Arbeit weiter?

Bei den naturwissenschaftlichen Experimenten auf dem Außenposten der Menschheit wird es Verzögerungen geben. "Es ist eine Sache, wenn fünf oder sechs Leute an Bord sind, und eine andere, wenn es nur drei sind", sagt der Biomediziner Oleg Orlow von der Russischen Akademie der Wissenschaften. Trotzdem werde das gesamte vorgesehene Programm abgearbeitet - nur eben langsamer. "Das ist nicht weiter tragisch."

Gerst sollte eigentlich Mitte Dezember zur Erde zurückkehren. Wird er zu Weihnachten bei seiner Familie sein?
Mehr zum Thema

Teil der Absturz-Rakete gefunden: Raumfahrer sollen 2019 wieder ins All starten 12.10.18 Teil der Absturz-Rakete gefunden Raumfahrer sollen 2019 wieder ins All starten
Sonderschicht für Gerst?: Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan 11.10.18 Sonderschicht für Gerst? Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan

Die Aussichten sind unsicher. Es hängt davon ab, wie schnell Roskosmos die Unfallursache der sonst so zuverlässigen Trägerrakete Sojus-FG klären kann. Vorerst hat die russische Raumfahrtbehörde bemannte Starts gestoppt. Der komplizierte ISS-Flugplan mit der Auswechselung von jeweils der Hälfte der Langzeitbesatzungen ist durcheinandergeraten.
Russland versucht aber, den für 20. Dezember geplanten nächsten bemannten Start auf Ende November vorzuziehen. Für diese Mission bereiten sich Oleg Kononenko (Russland), David Saint-Jacques (Kanada) und Anne McClain (USA) vor. Dann wäre die ISS-Mannschaft komplett. Doch eine wirkliche Ablösung für Gerst und seine Crew würde erst der übernächste Flug bringen. Deshalb könnte sich seine Mission noch ins nächste Jahr hineinziehen - sicher ist die Verzögerung aber nicht.

Würde sie ihn stören?

Wohl nicht. Weltraumbegeisterte wie der 42-jährige Geophysiker aus Künzelsau zählen die Tage im All, nicht die auf der Erde.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 43578.html
Große Erfolge, große Rückschläge: 60 Jahre Nasa in Bildern Große Erfolge, große Rückschläge: 60 Jahre Nasa in Bildern Große Erfolge, große Rückschläge: 60 Jahre Nasa in Bildern Große Erfolge, große Rückschläge 60 Jahre Nasa in Bildern

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Ankunft erst 2025 - "Bepi" soll den Merkur erkunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Okt 2018 19:55

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Bepi-soll-de ... 79937.html
Samstag, 20. Oktober 2018
Ankunft erst 2025 - "Bepi" soll den Merkur erkunden

Die ehrgeizige europäisch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Ab 2025 soll "Bepi" den sonnennächsten Planeten unseres Sternensystems erforschen, davor sind allerdings noch einige Anpassungen notwendig.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die ehrgeizige europäisch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Eine europäische Trägerrakete Ariane 5 startete am Samstag um 03.45 Uhr (MESZ) mit der Raumsonde BepiColombo an Bord vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Sowohl in Kourou als auch im Kontrollzentrum in Darmstadt (ESOC) war der Start der Mission mit Spannung verfolgt worden. Die Sonde, die zwei Satelliten trägt, soll ihr Ziel im Dezember 2025 erreichen und dort unter anderem die Oberfläche und das Magnetfeld des sonnennächsten Planeten erkunden.

Während der siebenjährigen Reise der 6,40 Meter hohen und 4,1 Tonnen schweren Raumsonde müssen Forscher von der Erde aus wiederholt eingreifen. In den kommenden Tagen überwachen etwa 80 Fachleute im Kontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt die Mission. Mitte Dezember wird die Spannung erneut steigen. Dann kommen erstmals die Ionen-Triebwerke der Sonde zum Einsatz. Sollten sie nicht funktionieren, könnte die Mission scheitern.
Mehrere Vorbeiflüge sind nötig

Die Raumsonde muss neun Mal Planeten - ein Mal die Erde, zwei Mal die Venus und sechs Mal den Merkur - passieren, vor allem zum Entschleunigen. Jeder Vorbeiflug an einem Planeten brauche intensive Vorbereitung, sagte der Chef der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Johann-Dietrich Wörner. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in die Sonne fliegen. Das heißt, wir müssen die ganze Zeit bremsen." Wörner bezifferte die Gesamtkosten der Mission inklusive Entwicklung und Betrieb auf rund zwei Milliarden Euro. Davon trägt die Esa 1,5 Milliarden Euro.

Namensgeber der Mission ist der italienische Mathematiker Bepi Colombo (1920-1984), der Grundlagen für eine Flugbahn zum Merkur berechnet hatte.

Verläuft die Mission wie vorgesehen, trennen sich am Ziel zwei Satelliten von der Sonde und erforschen den Merkur auf unterschiedlichen Umlaufbahnen. Der Esa-Satellit MPO (Mercury Planetary Orbiter), auch "Bepi" genannt, soll die Oberfläche untersuchen. Der japanische Satellit MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter) - oder "Mio" - nimmt das Magnetfeld des Planeten ins Visier. Er soll nach etwa 3,5 Jahren auf dem Merkur zerschellen.
Bepi kommt nicht zurück
Mehr zum Thema

Ankunft in sieben Jahren: Merkur-Sonde tritt schwierige Mission an 19.10.18 Ankunft in sieben Jahren Merkur-Sonde tritt schwierige Mission an
Zum hundertsten Mal "Ariane 5": Jubiläumsrakete bringt Satelliten ins All 26.09.18 Zum hundertsten Mal "Ariane 5" Jubiläumsrakete bringt Satelliten ins All
Erstmals seit 13 Jahren sichtbar: Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Sonne 05.05.16 Erstmals seit 13 Jahren sichtbar Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Sonne
Die Sonde "Messenger" umkreist erstmals den Merkur. 23.12.11 Dynamoprozess im Merkurinneren Sonnenwind frisst Magnetfeld

An Bord des europäischen Satelliten sind elf Kameras und Instrumente. An vier davon sind deutsche Forschungseinrichtungen beteiligt. Dazu zählt der Infrarotspektrometer Mertis aus Münster. Er soll die Oberfläche des Merkur erkunden und dazu beitragen, den Ursprung unseres Sonnensystems zu verstehen. Ein Jahr ist für die Forschung mindestens vorgesehen, "Bepi" könnte aber bis zu vier Jahre arbeiten. Dann werde das Gerät voraussichtlich verglühen, so die Esa.

Bisher haben nur zwei US-Sonden den sonnennächsten Planeten erkundet: "Mariner 10" in den 1970er Jahren und die Sonde "Messenger", die 2011 in eine Umlaufbahn um den Planeten eintrat. Die steinige Oberfläche des Merkur ist - ähnlich wie die unseres Mondes - von Kratern übersät. Die Temperaturunterschiede auf dem Planeten sind extrem. Am Tag werden mehr als 400 Grad erreicht, in der Nacht herrscht Kälte bis etwa minus 180 Grad.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa

Zur Startseite Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#.W8t6UfWYRdg
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sojus-Flüge zur Raumstation ISS - Russland erklärt Ursache für Raketen-Pan

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Okt 2018 21:30

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Russland-erk ... 98576.html
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Sojus-Flüge zur Raumstation ISS - Russland erklärt Ursache für Raketen-Panne
Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos gibt einen ersten Hinweis darauf, warum der Start einer Sojus-Rakete im Oktober scheiterte. Nach dem Vorfall kann endlich auch der deutsche Astronaut Gerst auf eine baldige Ablösung hoffen.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Ein defekter Sensor hat laut vorläufigen Untersuchungsergebnissen aus Russland den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete am 11. Oktober verursacht. Deshalb habe es Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben, sagte der Leiter der bemannten russischen Raumfahrt, Ex-Kosmonaut Sergej Krikaljow.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 66401.html
Unmittelbar nach dem Start der Sojus MS-10 Raumkapsel kam es zu dem Problem bei einem der Triebwerke.
11.10.18 – 01:38 min
Antriebspanne nach Raketenstart Sojus-Raumkapsel geht in kasachischer Steppe nieder

Offiziell will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos erst am Donnerstag das Ergebnis einer Kommission vorstellen, die den Vorfall untersucht hat. Die Trägerrakete vom Typ Sojus-FG hatte sich zwei Minuten nach dem Abheben vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan in ihre Einzelteile zerlegt. Das eingebaute Sicherheitssystem brachte die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague, die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollten, unverletzt zur Erde zurück.
Deutscher harrt im All aus

Der Unfall brachte die Flug- und Einsatzpläne auf der ISS durcheinander. Als Termin für den nächsten Start eines unbemannten Frachters nannte Krikaljow den 16. November. Zur ISS sollen als nächstes der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques sowie ihre US-Kollegin Anne McClain fliegen.
Mehr zum Thema

Fragen und Antworten: Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz? 12.10.18 Fragen und Antworten Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz?

Die vier lösen unter anderem den deutschen Astronauten Alexander Gerst ab und könnten nach vorläufigem Zeitplan am 3. Dezember abheben. Nach dem Sojus-Vorfall war ihr Flug zunächst auf den 20. Dezember festgelegt worden. Laut Krikaljow soll nun die derzeitige dreiköpfige ISS-Besatzung "um den 20. Dezember" herum zur Erde zurückkehren. Ihre Landung war ursprünglich für den 13. Dezember vorgesehen.

Quelle: n-tv.de , fzö/dpa/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Star Trek" war Vorbild - Erstes Flugzeug mit Ionenantrieb hebt ab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Nov 2018 22:13

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Erstes-Flugz ... 32485.html
"Star Trek" war Vorbild - Erstes Flugzeug mit Ionenantrieb hebt ab

Forscher haben ein Flugzeug mit Ionenantrieb entwickelt; die Idee stammt auch von "Raumschiff Enterprise". Es flog zwar nur gut 50 Meter weit, das Verfahren habe aber Potenzial, betonen die Entwickler. Ein großer Vorteil: Der Antrieb ist fast geräuschlos.


Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Ein Stück Science Fiction wird Realität: Zum ersten Mal ist ein kleines Flugzeug einige Dutzend Meter mit einem Ionentriebwerk geflogen. Der Antrieb, der nach Angaben der Entwickler zum Teil von der US-Fernsehsehrie "Raumschiff Enterprise" ("Star Trek") inspiriert wurde, kommt ohne bewegliche Teile aus und ist nahezu geräuschlos. Das Team um Steven Barrett vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) stellt den unbemannten Flieger mit rund fünf Metern Flügelspannweite im Fachblatt "Nature" vor.
Studenten bereiten das Flugzeug am MIT für einen Probeflug vor.

Es handele sich um den ersten Motorflug eines Flugzeugs ohne bewegte Teile im Antriebssystem, betont Barrett in einer Mitteilung seines Instituts. "Dies kann neue und unerforschte Möglichkeiten für Flugzeuge eröffnen, die leiser sind, mechanisch einfacher und keine Verbrennungsabgase ausstoßen." Barrett hatte nach eigenen Worten als Kind regelmäßig die Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" geschaut und war besonders von den lautlos gleitenden Shuttles beeindruckt. "Das ließ mich darüber nachdenken, dass Flugzeuge auf lange Sicht keine Propeller und Turbinen haben sollten. Sie sollten eher wie die Shuttles in 'Star Trek' sein, die nur ein blaues Leuchten produzieren und still dahingleiten."
Antrieb funktioniert über starke elektrische Spannung

Mit dem Ionenantrieb will das Team dieser Vision nun näher kommen. Der futuristische Antrieb funktioniert über eine starke elektrische Spannung: Diese Spannung wird zwischen zwei Drähten angelegt, die an der Vorder- und der Rückseite der Flügel gespannt sind. Das starke elektrische Feld am vorderen, dünneren Draht erzeugt elektrisch geladene Luftmoleküle, sogenannte Ionen. Die Ionen werden durch die elektrische Spannung zum hinteren Draht hin beschleunigt. Auf dem Weg dorthin stoßen sie mit zahlreichen weiteren Luftmolekülen zusammen, schieben sie dabei an und erzeugen so einen Luftstrom. Dieser Luftstrom, den Forscher Ionenwind nennen, treibt das Flugzeug an.

Dieser "elektro-aerodynamische Schub" wurde bereits in den 1920er-Jahren erdacht, galt aber weitgehend als nicht realisierbar für frei fliegende Luftfahrzeuge. Das ist den Forschern um Barrett nun jedoch mit einem speziell angefertigten Leichtbauflugzeug gelungen. Das MIT-Modell hat dabei nicht einen einzelnen Draht an Vorder- und Rückseite der Tragflächen, sondern jeweils einen ganzen Miniatur-Drahtzaun. An diese Drahtkonstruktionen legten die Forscher eine Spannung von 40.000 Volt. Das 2,5 Kilogramm schwere Flugzeug konnte mit dem resultierenden Ionenwind zwar nicht starten, sich aber selbstständig in der Luft halten.
Test in Sporthalle
Das Flugzeug bei einem Probeflug.
(Foto: MIT/dpa)

Das Team testete sein Modell in einer 60 Meter langen Sporthalle: Auf den ersten 5 Metern wurde das Flugzeug per Katapult gestartet, die folgenden 55 Meter flog es alleine. Im Schnitt gewann der Ionen-Flieger dabei einen knappen halben Meter an Höhe. Ohne eingeschalteten Antrieb war der Flug dagegen bereits nach spätestens 10 Metern zu Ende. Die Flugversuche dauerten jeweils etwa zwölf Sekunden. Das sei vergleichbar mit dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright vor 115 Jahren, der am 17. Dezember 1903 in ebenfalls zwölf Sekunden 36 Meter weit führte, schreiben die Wissenschaftler.

Allerdings konnte der etwas mehr als sechs Meter lange Doppeldecker der Wrights einen Piloten tragen. Davon sind die Versuche mit dem Ionenantrieb noch weit entfernt. Das MIT-Modell kann zwar die nötigen Akkus, einen speziell entwickelten Hochspannungswandler und eine Fernbedienung transportieren, für eine Nutzlast ist derzeit jedoch keine Kapazität vorhanden. Das Verfahren lasse sich aber optimieren, betonen die Forscher.
Taugt der Antrieb für schwere Flugzeuge?
Mehr zum Thema

Der Alcubierre-Antrieb: Wie man schneller als Licht reisen könnte 18.01.17 Der Alcubierre-Antrieb Wie man schneller als Licht reisen könnte
Von Big Bang Theory bis Sherlock: Wie realistisch ist Wissenschaft im Film? 17.01.17 Von Big Bang Theory bis Sherlock Wie realistisch ist Wissenschaft im Film?
Wirkte damals unglaublich futuristisch, doch einiges aus der Kult-Serie ist inzwischen Wirklichkeit. 08.09.16 Wo bleibt mein Replikator? Wie "Star Trek" die digitale Welt veränderte
Erster virtueller Freizeitpark: Holodeck aus "Star Trek" wird Realität 23.12.15 Erster virtueller Freizeitpark Holodeck aus "Star Trek" wird Realität

Auch die Skalierbarkeit des Antriebssystems für große Flugzeuge müsse noch gezeigt werden, betont Franck Plouraboué von der Universität Toulouse in einem Begleitkommentar in "Nature": "Kann der Ionenwind-Antrieb ein Flugzeug von mehreren Tonnen fliegen lassen? Diese praktische Frage ist noch offen." Es sei aber denkbar, dass der Ionenwind Leichtbauflieger wie das Solarflugzeug "Solar Impulse 2" in der Luft halten könne, das mit konventionellen Elektromotoren 2015 und 2016 in mehreren Etappen um die Welt geflogen war.

Auch die Entwickler sehen den Ionenwind zunächst eher als Antrieb für leichte, unbemannte Flüster-Flieger und Drohnen. Auf lange Sicht stellt sich Barrett aber auch effizientere Hybrid-Passagierflugzeuge vor, die sowohl einen klassischen Antrieb als auch einen Ionenantrieb haben. Das Team arbeitet nach eigenen Angaben an einer Erhöhung der Effizienz seines Antriebs, um mehr Ionenwind mit weniger elektrischer Spannung zu produzieren. Außerdem wollen sie die Schubdichte erhöhen, also den Schub pro Fläche, um den Ionenantrieb kleiner zu machen.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa

Zur Startseite Luft und Raumfahrt
forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html#p190
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 7292
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Vorherige

Zurück zu "2. Forum in Kategorie 2"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron