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Vermieter muss handeln - Kündigung wegen heißer Wohnung rechtens

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Aug 2018 21:00

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Kuendigung ... 70189.html
Vermieter muss handeln - Kündigung wegen heißer Wohnung rechtens

Dass sich die Wohnräume bei sommerlicher Hitze stark erwärmen, damit müssen wohl die meisten Menschen leben. Doch welche Rechte haben Mieter, wenn es in den vier Wänden zu Extremtemperaturen kommt? Ein Urteil aus Berlin gibt Aufschluss.


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forum-kategorie-f5/haus-und-garten-wohnen-t59.html#p429

Ein sommerlicher Temperaturanstieg in der Wohnung ist kein Mangel, auch nicht in einer Dachgeschosswohnung. Wird die Wohnung in den Sommermonaten allerdings unerträglich heiß, kann dies ein Kündigungsgrund sein und Ersatzansprüche auslösen, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB).

Eine Kündigung wegen unzumutbarer Hitze in den Wohnräumen befand etwa der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin (40/06) für zulässig. In dem Berliner Fall heizte sich eine Dachgeschosswohnung im Sommer auf bis zu 46 Grad Celsius auf. Die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen betrugen bis zu 19 Grad. Normales Wohnen sei unmöglich gewesen: Wachskerzen schmolzen, Pflanzen gingen ein und der Wellensittich habe einen Hitzschlag erlitten. Hier waren nach Ansicht der Richter eine fristlose Kündigung und eventuelle Schadenersatzansprüche möglich.

Auch eine Mietminderung kann gerechtfertigt sein, befand das Amtsgericht Hamburg (Az.: 46 C 108/04). Der Hamburger Mieter einer Obergeschosswohnung bemängelte, dass die Sommertemperaturen tagsüber bei 30 Grad und nachts noch bei mehr als 25 Grad Celsius lagen. Selbst stundenlanges Lüften brächte keinen Erfolg. Das Gericht ging hier von einem unzureichenden Wärmeschutz aus und billigte den Mietern für die hochpreisige, qualitativ gut ausgestattete Neubauwohnung eine Mietminderung von 20 Prozent zu.
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Grundsätzlich gilt: Der Vermieter muss für einen den Regeln der Technik entsprechenden sommerlichen Wärmeschutz sorgen. Er kann beispielsweise Außenjalousien anbringen lassen. Verlangen kann der Mieter das aber nicht. Denn es ist Sache des Vermieters, wie er Sonnenschutz schafft und den Mangel "unerträgliche Hitze" beseitigt, entschied das Amtsgericht Leipzig (Az.: 164 C 6049/04).

Wichtig zu wissen: Mieter, die selbst eine Sonnenmarkise anbringen wollen, brauchen hierfür die Zustimmung des Vermieters. Der muss trotz seines schutzwürdigen Interesses an einer einheitlichen Fassadengestaltung grundsätzlich zustimmen, da sich der Mieter vor starker Sonneneinstrahlung schützen darf. Das gilt vor allem dann, wenn die Markise das Erscheinungsbild des Hauses nicht beeinträchtigt, weil sie sich farblich anpasst, befand das Amtsgericht Berlin-Schöneberg (Az.: 7 C 456/11).

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Bei diesen Fragen dürfen Sie den Vermieter anlügen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2018 11:02

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.welt.de/finanzen/immobilien ... uegen.html
Bei diesen Fragen dürfen Sie den Vermieter anlügen
Veröffentlicht am 12.01.2016 | Lesedauer: 4 Minuten

Mieter müssen nicht alle Fragen des Vermieters ehrlich beantworten

Quelle: picture alliance / dpa-tmn
Wer eine Wohnung sucht, muss einiges von sich preisgeben. Schließlich will der Vermieter wissen, wen er sich ins Haus holt. Doch bei einigen Fragen darf man auch bewusst die Unwahrheit sagen.
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Für eine Wohnung in beliebten Stadtvierteln interessieren sich viele. Entsprechend lang ist die Menschenkette, die sich bei einem Besichtigungstermin manchmal das Treppenhaus hinunter bis weit auf die Straße bildet.

Um den Vermieter von sich zu überzeugen, reicht ein gepflegtes Aussehen allein meist nicht mehr. Längst ist es eine Selbstverständlichkeit, dem Vermieter oder Makler eine Art Bewerbungsmappe zu überreichen. Die Mieterselbstauskunft ist inzwischen ein Muss.

Darin sollte ein Interessent Angaben zu seiner Identität machen, also Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Alter auflisten. Daneben muss er zum Beispiel seine Einkommensverhältnisse und seinen Beruf benennen. „Wer hier nicht mitspielt und nicht antwortet, hat kaum eine Chance, die gewünschte Wohnung zu bekommen“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin.
Wer sein Einkommen verschweigt ...

Zwar ist die Frage nach der Gehaltshöhe immer wieder ein sensibles Thema. „Für den Vermieter gibt es aber sonst keine andere Möglichkeit, um die Zahlungsfähigkeit des Mietbewerbers einschätzen und bewerten zu können“, sagt Daniela Stanek vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.
Jede zweite Abrechnung ist fehlerhaft

Die Deutschen Mietervereine raten, die Aufstellung des Vermieters genau zu prüfen, denn Millionen Betriebskostenabrechnung sind mangelhaft. Darauf sollten Sie als Mieter achten.

Quelle: Die Welt

„So wie Unternehmen oder Staaten von Ratingagenturen eingestuft werden, ist ein Vermieter natürlich daran interessiert, das Risiko eines Mietausfalles einschätzen und kalkulieren zu können.“ Diejenigen, die in der Mieterselbstauskunft Fragen nach Beruf und Einkommen nicht wahrheitsgemäß antworten, riskieren die Kündigung. „Das gilt selbst dann, wenn sie später immer pünktlich die Miete zahlen“, erklärt Markus Fischer von der Stiftung Warentest.

Für den Fall, dass der Mietinteressent Sozialleistungen bezieht, muss er hierüber den potenziellen Vermieter in Kenntnis setzen. Der Vermieter ist auch berechtigt, sich zu erkundigen, wie viele Personen in der Wohnung leben sollen. „Wer hier schummelt, muss im schlimmsten Fall ebenfalls mit einer fristlosen Kündigung rechnen“, sagt Stanek.
Haustiere müssen angegeben werden
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Legitim ist auch die Frage, ob das Objekt zumindest teilweise für eine selbstständige berufliche Tätigkeit mit gegebenenfalls Publikumsverkehr, zum Beispiel Musikunterricht, in Anspruch genommen werden soll.

Der Mietinteressent muss darüber hinaus wahrheitsgetreu angeben, ob Haustiere mit einziehen sollen. Anders sieht es bei Fragen aus, die mit einem möglichen Mietverhältnis nicht unmittelbar in Zusammenhang stehen. Hier müssen keine oder keine wahrheitsgemäßen Antworten gegeben werden. Unzulässig sind etwa Fragen zum Gesundheitszustand, zur Familienplanung, zur sexuellen Orientierung, zur ethnischen Zugehörigkeit oder zur Religion.

„Das sind Punkte, die einen Vermieter schlicht nichts angehen“, erklärt Ropertz. Vermieter dürfen auch nicht Auskunft darüber verlangen, ob Vorstrafen vorliegen. „Über laufende Ermittlungsverfahren gegen ihn muss sich ein Mietinteressent ebenfalls nicht äußern“, betont Fischer. Gleiches gilt für Fragen, wie man sich die ideale Wohnungseinrichtung vorstellt oder ob der Mietinteressent ein Parteibuch hat und, wenn ja, welches.
Über das Parteibuch darf gelogen werden

Kommt es zu Fragen, die sehr persönlicher Art sind, kann er entweder die Auskunft verweigern oder schummeln – ohne dass dies im Nachhinein irgendwelche Konsequenzen wie etwa eine Kündigung hätte.

Auf eine Frage wie „Wie oft erhalten Sie Besuch?“ kann nach Angaben von Ropertz ein Mietinteressent eine Antwort geben, die dem Vermieter mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr gefallen wird, nämlich „Selten, ich bin ein stiller und ruhiger Mieter“.

Und bei einer Frage wie „Welche Musikrichtung bevorzugen Sie?“ könnte laut Ropertz die Antwort „Klassik“ lauten. Denn nur die wenigsten Vermieter wollen, dass laute Heavy-Metal-Musik durchs Haus schallt. Anders sieht es indes bei Mietschulden aus.
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung kein Muss

„Es ist grundsätzlich statthaft, in manchen Regionen sogar üblich, dass ein Vermieter eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung verlangt“, sagt Stanek. Der Bewerber hat jedoch ein Problem, wenn der Vorvermieter ihm eine solche Bescheinigung verweigert.
Hier werden Wohnungslose und Vermieter verkuppelt

Hamburg, Berlin, München: In manchen deutschen Städten muss der Zugezogene geradezu um seine neue Wohnung kämpfen. Beim Speed-Flatmating gibt es auch Konkurrenz, aber zumindest in entspannter Atmosphäre.

Quelle: Zoomin.TV

Ein Recht darauf gibt es nämlich nicht. „Denn ein Vermieter läuft Gefahr, dass er gegebenenfalls auf Zahlungsansprüche verzichtet, wenn er eine solche Bescheinigung erteilt“, erläutert Stanek.

Aus ihrer Sicht sollte ein Mietverhältnis nicht zwangsweise von dem Vorliegen einer solchen Bescheinigung abhängig gemacht werden. Dem Mieter stehen nämlich auch andere Möglichkeiten zur Verfügung, seine Mietschuldenfreiheit nachzuweisen und zu zeigen, dass er seine Miete immer pünktlich zahlt.

„Das können zum Beispiel Kontoauszüge sein“, so Fischer. Seinen Angaben zufolge muss ein Mieter auch nicht offenbaren, dass er einen Vormund hat. „Das geht einen Vermieter gar nichts an.“
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Streit um teure Wohnung - Wie lange muss das Jobcenter zahlen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2018 12:20

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-lange- ... 89447.html
Streit um teure Wohnung - Wie lange muss das Jobcenter zahlen ?

Wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, darf auch nur angemessene Kosten verursachen. So wird eine große und teure Wohnung vom Amt nur übergangsweise bezahlt. Darüber, wann die Leistung gekürzt werden darf, wurde vor Gericht gestritten.


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forum-kategorie-f5/haus-und-garten-wohnen-t59.html#.W4aBpbgjFdg

Mit Hilfe des Hartz-IV-Regelsatzes müssen Langzeitarbeitslose unter anderem die Kosten für Nahrungsmittel, Kleidung und andere Bedürfnisse des alltäglichen Lebens bestreiten. Zusätzlich wird Bedürftigen auch die Miete inklusive Mietnebenkosten vom Jobcenter gezahlt. Allerdings darf die Wohnung weder zu groß, noch zu teuer sein.

So darf eine angemessene Bleibe für eine Person in der Regel nicht größer als 50 m² groß sein. Darüber, wie hoch die Mietkosten ausfallen dürfen, gibt es keinen bundesweit einheitlichen Standard. Vielmehr wird dies nach den örtlichen Gegebenheiten bestimmt.

In einem vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) verhandelten Fall (Az.: L 11 AS 561/18 B ER) war allerdings unstrittig, dass ein Hartz-IV-Empfänger nach dem Auszug von Frau und Kind eine zu große Wohnung bewohnte. Vielmehr wurde darum gestritten, ab welchem Zeitpunkt das Amt die Mietzahlungen kürzen darf.
Sechsmonatige Übergangsfrist

Grundsätzlich haben Betroffene sechs Monate Zeit, um eine den Hartz-IV-Regelungen entsprechende, angemessene Wohnung zu finden oder die Wohnkosten, etwa durch einen Untermieter, zu reduzieren. Was dem betroffenen Marketing-Experten durch die Aufnahme einer Studentin zunächst auch gelang. Später fand er auch einen neuen Arbeitsplatz und war zunächst nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Nach fünf Monaten der Probezeit kündigte der Arbeitgeber, und der Mann war erneut hilfebedürftig. Das Jobcenter wollte jetzt nur noch die Kosten einer angemessenen Wohnung übernehmen. Demgegenüber sah sich der Mann als "Neufall" und forderte eine weitere Schonfrist von sechs Monaten. Zudem verwies er auf den angespannten Wohnungsmarkt in seiner Region.
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Das Gericht räumte dem Arbeitslosen vorläufig eine weitere Frist von drei Monaten zur Kostensenkung ein. Denn diese müsse nach den Umständen des Einzelfalls auch tatsächlich möglich sein. Da der Mann für einige Monate gearbeitet hatte, musste er sich in dieser Zeit nicht um eine günstigere Wohnung bemühen. Nach der kurzfristigen Kündigung sei ein weiterer zeitlicher Vorlauf nötig, um die finanzielle Belastung beispielsweise durch Umzug oder Untervermietung zu senken. Dies gelte laut LSG auch dann, wenn das Jobcenter zuvor bereits eine Aufforderung zur Kostensenkung zugestellt hat, und die sechsmonatige Übergangsfrist eigentlich bereits abgelaufen ist.

Quelle: n-tv.de , awi
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Reaktion auf hohe Mietpreise - Großstädter ziehen in kleine Wohnungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2018 08:35

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Grosssta ... 21114.html
Donnerstag, 13. September 2018
Reaktion auf hohe Mietpreise - Großstädter ziehen in kleine Wohnungen

In vielen Großstädten sind die Mietpreise in den letzten Jahren horrend gestiegen. Das Problem der Wohnungsnot könnte sich durch den Umzug ins Umland lösen. Der Trend geht aber in eine umgekehrte Richtung.


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1150 Euro Kaltmiete für eine 60 Quadratmeter große Wohnung in Köln, 1100 Euro für nur 38 Quadratmeter in München: Wer in deutschen Großstädten eine Bleibe sucht, muss sich zunehmend von allzu großzügigen Wohnträumen verabschieden. Selbst Wohnungen in der Größe einer Studentenbude werden wieder salonfähig. "Da geht die Reise hin, dass wir bei den Quadratmetern eher sparen", stellt der Immobilienexperte des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Voigtländer, fest. Eine Stadt wie München sei da nur der Vorreiter.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 46452.html
In den großen Metropolen der Welt wird der Raum zum Leben immer knapper. Um aus kleinen Wohnungen ein Maximum an Lebensqualität herauszuholen, braucht es vor allem einen vollkommen neuen Blick. Wie in dem New Yorker Micro-Appartement, ... ... in dem selbst ein Essen für 12 Gäste möglich ist. Platz ist in der kleinsten Hütte Große Ideen für kleine Wohnungen

"Noch vor einigen Jahren hätte man gesagt, lieber eine größere Wohnung als eine kleinere Wohnung", so Voigtländer. Mittlerweile müssten sich jedoch viele Großstädter auf immer kleinerem Raum einrichten, während großzügige Wohnungen oft nur noch in ländlichen Regionen bezahlbar seien. "Viele würden sich zwar lieber eine größere Wohnung nehmen, können sich diese aber nicht leisten", sagt auch Thomas Bauer, Vizepräsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie und Chef des gleichnamigen Tiefbaukonzerns.

Das Problem der Wohnungsnot lässt sich Bauer zufolge nur lösen, wenn wieder mehr Menschen aus der Großstadt ins Umland ziehen. Allerdings gehe der Trend derzeit in die umgekehrte Richtung. Hintergrund sei auch ein deutlicher demografischer Wandel. Die Menschen würden älter und es gebe viel mehr Ein-Personen-Haushalte. Bei einer gleichbleibenden Bevölkerungszahl würden daher mehr Wohnungen benötigt. Daran mangelt es aber in Metropolen, da über viele Jahre nicht genügend in den Wohnungsbau investiert worden sei. Auch wenn Bauträger neue Wohnungen errichten wollten, fänden sie in den Städten keine Grundstücke.
Baufirmen reagieren: Angebot steigt

Über Jahre haben sich die Deutschen indes an immer größere Wohnungen gewöhnt. Seit der Jahrtausendwende ist die Wohnfläche je Bundesbürger nach Zahlen des Statistischen Bundesamts fast kontinuierlich gewachsen. Waren es 1999 noch rund 39 Quadratmeter pro Kopf, stieg die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf zehn Jahre später auf 45 Quadratmeter und lag im vergangenen Jahr bei 46,5 Quadratmetern.

Nun könnte sich das Bild zumindest in den Großstädten drehen. Beim größten deutschen Vermieter Vonovia reagiert man auf die nach Einschätzung von Vorstandschef Rolf Buch "dramatisch" werdende Wohnungsnot mit einem verstärkten Angebot kleinerer Wohnungen. Mit bodentiefen Fenstern und nur noch kleinen Schlafzimmern und Fluren soll dort den Bewohnern zumindest optisch Großzügigkeit vermittelt werden. Für eine Neubau-Wohnung verlangt der Konzern in Bochum rund zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.
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Bei Um- und Neubauten sollen bei Vonovia so zunehmend Wohnungen in der Größe von etwa 55 bis 60 Quadratmetern entstehen, etwa durch die Aufteilung einer großen 160-Quadratmeter-Mietwohnung in drei kleine Apartments. "In einer Stadt, die leer gefegt von freien Wohnungen ist, wohnen einige auf vielen Quadratmetern", so Buch.

"Wenn es darum geht, höhere Quadratmeterpreise über kleinere Wohnungen zu realisieren, ist das problematisch", meint hingegen Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Als Lösung im Kampf gegen Leerstände bei Wohnungen, die sich sonst nur schwer vermieten ließen, sei das Angebot von kleineren Apartments dagegen vernünftig. Voraussetzung sei jedoch eine leer stehende Wohnung. "Man kann und darf dafür kein Mietverhältnis kündigen", so Ropertz.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 83291.html
Mini-Wohnung in Berlin Elf Quadratmeter, Küche, Bad Meine neue Wohnung - ein Schuhkarton

Quelle: n-tv.de , Uta Knapp und Michaela Nehren-Essing, dpa

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Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2018 10:12

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.daserste.de/information/tal ... r-100.html
Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?
PlayDemonstration gegen zu hohe Mieten
Die Mietenexplosion: Wird Wohnen unbezahlbar ?

Video http://mediathek.daserste.de/Maischberg ... d=55998558
Rentner müssen nach Jahrzehnten ihre Wohnung verlassen. Familien mit Kindern finden keine Bleibe. Investoren kaufen Wohnungen als Geldanlage und lassen sie leer stehen. Kaum etwas beschäftigt die Deutschen so sehr wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Die Sorge geht quer durch alle sozialen Schichten, nicht nur in Großstädten: Wie lange kann ich mir meine Wohnung noch leisten? Wird ein Grundrecht wie Wohnen immer mehr zu einem Luxusgut? Gehen politische Maßnahmen wie die von der Großen Koalition beschlossene Verschärfung der Mietpreisbremse nicht weit genug? Könnte die aktuelle Forderung der SPD-Spitze nach einem Mietenstopp für fünf Jahre den Mietern helfen? Oder verprellen solche Eingriffe private Bauunternehmer?
Malu Dreyer, SPD (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz)
Malu Dreyer
Malu Dreyer | Bild: WDR / Dirk Borm

"Grundstückspreise und Mieten schnellen in die Höhe", beklagt die stellvertretende SPD-Vorsitzende. Mit einem 12-Punkte-Plan will ihre Partei nun gegen steigende Wohnkosten vorgehen und fordert einen "Mietenstopp, um die Preisspirale zu unterbrechen". Mieter sollen besser geschützt und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen beschränkt werden. Der Kauf von Wohnraum als reines Gewinngeschäft soll höher besteuert werden. Mit den gerade vorgestellten Forderungen geht die SPD deutlich über die Vereinbarungen mit der Union im Koalitionsvertrag hinaus.
Karin Jünke (Rentnerin)
Karin Jünke
Karin Jünke | Bild: WDR / Dirk Borm

"Mein ganzes Leben hat sich in diesem Haus abgespielt", berichtet die frühere Sekretärin. 70 Jahre lang lebte Karin Jünke in der Wohnung im beliebten Münchner Stadtteil Schwabing. Nach dem Tod Ihres Mannes versicherte ihr der Vermieter: "Sie bekommen keine Mieterhöhung, wir sind doch keine Unmenschen." Doch nachdem der Eigentümer die Immobilie an seinen Enkel übergeben hatte, sollte die Miete auf das Doppelte steigen, unter anderem wegen einer energiesparenden Modernisierung. Die Rentnerin musste ihre Wohnung aufgeben und an den Stadtrand ziehen.
Christoph Gröner (Bauunternehmer)
Christoph Gröner
Christoph Gröner | Bild: WDR / Dirk Borm

"Die Politik verhindert durch zu viele Verordnungen und enorme Hürden, dass mehr gebaut wird", beklagt Christoph Gröner, der mit seiner Firma als einer der größten Immobilien-Entwickler Deutschlands gilt. "Daher bin ich gezwungen, viele teure Wohnungen zu bauen, um damit wenige preiswerte zu finanzieren." Der Unternehmer fordert Städte und Kommunen dazu auf, Bauflächen schneller freizugeben und verlangt von der Politik, dass Baurecht zu vereinfachen und Fristen zu verkürzen. Dann könne man doppelt so schnell und zum halben Preis bauen.
Florian Schmidt, B’90/Grüne (Baustadtrat Berlin-Kreuzberg)
Florian Schmidt
Florian Schmidt | Bild: WDR / Dirk Borm

"Städte dürfen nicht zu Reichenghettos verkommen", warnt der Grünen-Politiker, der im Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain Immobilieninvestoren den Kampf angesagt hat. Diese seien ausschließlich auf Profit aus, kritisiert der "Robin Hood der Mieter" ("SZ"). Auch den Unternehmer Christoph Gröner zählt Florian Schmidt dazu: "Gröner will Luxushäuser für die Reichen errichten. Das unterstützen wir nicht." Mit einem Vorkaufsrecht der Stadt auf Immobilien will er alteingesessene Mieter schützen.
Anja Franz (Mieterverein München)
Anja Franz
Anja Franz | Bild: WDR / Dirk Borm

Die Münchner Rechtsanwältin kennt die Probleme auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt ihrer Heimatstadt. Dramatische Mieterhöhungen nach Modernisierungen seien keine Seltenheit und bezahlbarer Wohnraum werde immer seltener, sagt Anja Franz. "Das Problem betrifft längst nicht mehr nur Geringverdiener und kinderreiche Familien, sondern ist schon in der oberen Mittelschicht angekommen", berichtet die Pressesprecherin des Münchner Mietervereins. In der Sendung erläutert sie die Rechte von Mietern und Vermietern.
Ursula Weidenfeld (Journalistin)
Ursula Weidenfeld
Ursula Weidenfeld | Bild: WDR / Dirk Borm

Die Wirtschaftsjournalistin hält die politischen Maßnahmen zur Linderung der Wohnungsnot für weitgehend ungeeignet. Beispielsweise verleite die Mietpreisbremse Investoren dazu, lieber an anderen Orten zu bauen als in Städten, die dieses Instrument nutzen. "Bauvorschriften, Steuern und komplizierte Verfahren machen das Bauen so teuer, dass kaum noch Wohnraum für weniger Wohlhabende geschaffen wird", glaubt die renommierte Kolumnistin.
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Kommentare

Elisabeth am 13.09.2018 um 10:38 Uhr
Ost- und Westrente

zum Kommentar von Rainer Seifert,
in meinem Umfeld habe ich es erlebt, dass ein Westrentner nach Osten gezogen ist.
Ihm wurde seine rechtlich erworbene Westrente auf die derzeit gültige Ostrente gekürzt.

Anna mit den Hühnern am 13.09.2018 um 10:23 Uhr
Gründe liegen auf der Hand

Die hohen Mieten haben in erster Linie mit Mangel zu tun.
Es ist wie bei der diesjährigen Kartoffelernte.
Für Kartoffeln werden auch die Preise steigen und jeder weiß warum.
Wir haben Wohnungsmangel auch deshalb,
weil das Land vollkommen offen ist für Zuzug von Jedermann aus allen Richtungen.
Das wird nicht thematisiert.
Es werden enorm viele Wohungen gebaut in meiner Region. (Am Rande von Köln)
Es wird, in meinen Augen, sogar zuviel gebaut!
Brachland und Kornfelder verschwinden hier in einem ungeheuren Ausmaß.
Trotzdem bleibt der Wohnungsmarkt überlaufen, kaum etwas ist hier zu bekommen.
Immer mehr Wohnungen entstehen beständig, dann fehlt demnächst noch das Korn.
Es gibt immer mehr Menschen hier, in diesem am dichtesten besiedelten Land.
Die Preise werden nicht sinken können.
Wohl erst bei vermehrter Abwanderung.
Danach sieht es zur Zeit aber überhaupt nicht aus.

A. Krüger am 13.09.2018 um 10:03 Uhr
Wird Wohnen unbezahlbar?

Glaubt eigentlich noch irgendwer, dass Deutschland ein Land ist, "in dem man gut und gerne lebt"? Staatsversagen, wohin man blickt. Nichts als Flickschusterei und die immer wiederkehrenden Floskeln "wir werden, wir müssen, wir wollen" - morgen oder übermorgen oder irgendwann gehts gleich los. Sie bekommen nichts in den Griff, die politischen Eliten, denen der normale Bürger eigentlich schnurzegal ist, solange er nicht an Protestmärschen teilnimmt, Steuern zahlt und sich unauffällig verhält.
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Riesige Nachfrage - Wo es hakt am Wohnungsmarkt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2018 14:35

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wo-es-hakt ... 32878.html
Donnerstag, 20. September 2018
Riesige Nachfrage - Wo es hakt am Wohnungsmarkt

Auf nach Wunsiedel? Der bayerische Landkreis gehört zu den Regionen in Deutschland mit den niedrigsten Mieten. Doch die Flucht aufs Land ist nicht für jeden eine Option. Die Politik sucht Antworten auf das Problem hoher Mieten und knapper Wohnungen.


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Lange Schlangen bei der Wohnungsbesichtigung, umfängliche Bewerbungsmappen und freundliche Worte für den Makler: Gute Wohnungen sind vielerorts knapp und teuer und wer eine will, muss sich ins Zeug legen. Die Bundesregierung hat das Problem erkannt und eine "Wohnraumoffensive" ausgerufen. Beim Wohngipfel an diesem Freitag sollen Verbände und Politik gemeinsam beraten, am Vortag laden Gewerkschaften, Sozialverbände und Mieterbund zu einem Alternativ-Treffen. Die wichtigsten Fragen zum Thema:

Warum ist es so schwierig auf dem Wohnungsmarkt?

Das liegt daran, dass es regional eine riesige Nachfrage gibt - übrigens nicht nur in Ballungsräumen. In einem Drittel aller deutschen Kreise und kreisfreien Städte fehlt inzwischen Wohnraum, wie das Gutachterinstitut Prognos im Juni 2017 ermittelt hat. Demnach ist die Situation in 138 von 402 Städten und Kreisen problematisch. Besonders angespannt war der Wohnungsmarkt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Unter dem Strich gibt es übrigens sogar mehr Wohnungen als noch vor einigen Jahren: Während 2010 auf 1000 Einwohner 495 Wohnungen kamen, waren es im vergangenen Jahr 12 Wohnungen mehr. Gleichzeitig werden die Wohnungen größer: Die durchschnittliche Fläche pro Person hat sich in sieben Jahren um 1,5 Quadratmeter erhöht.

Wie entwickeln sich die Mieten in Deutschland?

Nach oben: 2017 sind die Mieten bei Neuverträgen um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen - damit hat sich der Preisanstieg gegenüber dem Jahr 2016 leicht abgebremst (von 4,9 Prozent). Im Durchschnitt bezahlten Mieter 7,99 Euro pro Quadratmeter, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BSSR) ermittelt hat. Ausgewertet wurden allerdings nicht die schwer zu ermittelnden tatsächlichen Mietpreise, sondern Angebotsmieten, also Preise, die Vermieter bei Inseraten verlangen.

Wo ist die Lage besonders angespannt?

Die teuersten Wohnungen wurden mit durchschnittlich 16,65 Euro pro Quadratmeter in München inseriert. Auf Platz zwei folgten Frankfurt am Main (13,09 Euro) und Stuttgart (12,62 Euro). Wer eine günstige Wohnung sucht, muss raus aufs Land: In den Landkreisen Wunsiedel (Bayern), Vogtlandkreis (Sachsen), Holzminden und Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) wurden Wohnungen für weniger als 4,50 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Und, ziehen die Leute aufs Land?

Sie würden wohl gerne. "Wenn die Deutschen unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Wahl hätten, würden sie mehrheitlich am liebsten in einer kleinen Landgemeinde wohnen", stellt die Bundesstiftung Baukultur in einer Ende 2016 veröffentlichten Untersuchung fest. Doch dem Lockruf des Landes folgen nur die wenigsten: Vor allem "Künstler, Designer und Kulturschaffende" entschieden sich bewusst für einen Umzug. Im großen Stil zögen die Leute aber nicht aufs Land.

Nach einer Auswertung des BBSR aus dem Frühjahr sind zwischen 2010 und 2016 vor allem Großstädte und deren Umland gewachsen. Auch rund die Hälfte aller ländlich geprägten Landkreise legte zu. Dünn besiedelte Landkreise abseits von Ballungsräumen verloren dagegen Einwohner.

Was tut die Bundesregierung, um die Wohnungsnot zu lindern?

Es gibt eine ganze Palette an Vorhaben: Das Baukindergeld soll Familien mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern im Haushalt den erstmaligen Neubau oder Immobilienerwerb erleichtern. Möglich ist ein Zuschuss von 1200 Euro pro Kind und Jahr über zehn Jahre.
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Die Mietpreisbremse untersagt, dass bei der Wiedervermietung eine Miete von mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen. Die SPD will noch einmal nachlegen: Bestandsmieten sollen für eine Dauer von fünf Jahren nur parallel zur Inflation steigen dürfen, fordert sie.

Ein Extra-Steuerbonus soll Investoren zum Bau bezahlbarer Wohnungen verleiten. Dafür will der Bund zusätzlich zur normalen Abschreibung für vier Jahre eine Sonderabschreibung von jährlich fünf Prozent gewähren. Außerdem sind 2 Milliarden Euro an Bundesmitteln für den sozialen Wohnungsbau eingeplant. Union und SPD haben sich eine Zielmarke von 1,5 Millionen neuen Wohnungen in den nächsten Jahren gesetzt.

Wer vermietet eigentlich Wohnungen in Deutschland?

Ende vergangenen Jahres gab es in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts knapp 42 Millionen Wohnungen. Zahlen dazu, wie diese genau genutzt werden, gibt es nicht. Gewisse Hinweise liefern aber Erhebungen des Bundesamts aus dem Jahr 2014, als es noch knapp drei Millionen Wohnungen weniger gab. Damals waren etwa 42 Prozent der Wohnungen in Wohngebäuden von den Eigentümern bewohnt, 50 Prozent waren vermietet, und der Rest war zum Zeitpunkt der Befragung unbewohnt, etwa wegen eines Umzugs.

Quelle: n-tv.de , Martina Herzog, dpa
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Es ist zu kalt ! - Diese Rechte haben Mieter in der Heizsaison

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Okt 2018 20:44

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/ratgeber/Diese-Rech ... 26976.html
Dienstag, 02. Oktober 2018
Es ist zu kalt ! - Diese Rechte haben Mieter in der Heizsaison

Wann muss eigentlich die Heizung im Mehrfamilienhaus angeschaltet werden? Wie warm muss sie einheizen können? Und wie werden die Kosten aufgeteilt? Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Beginn der Heizsaison.


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Bereit für die kalten Tage? Im Oktober beginnt die Heizsaison und an manchen Tagen müssen Wohnungseigentümer und Mieter von der startbereiten Anlage schon Gebrauch machen. Was sie dazu wissen müssen:

Wie ist geregelt, wann die Heizperiode beginnt und endet?

Gesetzliche Vorgaben gibt es nicht. Landläufig gilt die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März als Heizsaison. Oftmals steht der Zeitraum, in dem nur ein Dreh am Ventilknopf die Wohnung kuschelig warm macht, auch im Mietvertrag und in der Gemeinschaftsordnung von Wohnungseigentümergemeinschaften. Dieser kann natürlich auch länger sein - etwa vom 15. September bis zum 31. April oder sogar in den Mai hinein, wenn es in Deutschland immer noch vereinzelte frostige Tage geben kann. Das kommt in Mietverträgen zunehmend vor, wie der Deutsche Mieterbund (DMB) beobachtet hat.

Wie tief darf der Vermieter die Heiztemperatur einstellen?

Manchmal beschränken Mietverträge die Mindesttemperatur. Nach den Erfahrungen des DMB sind solche Klauseln häufig unwirksam. Gerichte halten Werte von weniger als 18 Grad für zu kalt. Und zwar Tag und Nacht.

Wie warm sollte die Heizung eingestellt sein?

Das hängt von Raum und Tageszeit ab. Tagsüber muss nach Ansicht von Fachleuten und Gerichten die Heizungsanlage so eingestellt sein, dass in der Wohnung mindestens 20 Grad möglich sind. Im Wohnzimmer veranschlagt der DMB 21 Grad, in Schlafzimmer und Küche 18 Grad. Zum Wohlfühlen im Bad sollen es 22 Grad sein. Von 23 bis 6 Uhr morgens kann der Eigentümer die Heizungsanlage so auslegen, dass die Zimmertemperatur um bis zu drei Grad niedriger ausfällt als am Tag. "Die Nachtabsenkung dient der Reduzierung des Energieverbrauchs", erläutert Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Sind Eigentümer zum Heizen verpflichtet?

Grundsätzlich ja. Denn eine kalte Wohnung ist ein Mietmangel und berechtigt damit zur Mietminderung. Weil gesetzliche Vorgaben fehlen, haben Gerichte bestimmt, wann die Heizungsanlage zu laufen hat. Außerhalb der Saison müssen Eigentümer nach Ansicht des Landgerichts Kassel heizen, wenn das Zimmerthermometer an wenigstens zwei Tagen hintereinander unter 18 Grad sinkt. Die Anlage ist sofort anzuwerfen, wenn die Zimmertemperatur 16 Grad unterschreitet.

Das Amtsgericht Uelzen bezieht sich laut Haus & Grund hingegen auf die Außentemperatur, da die Wärme in der Wohnung stark vom Nutzerverhalten bestimmt ist. Zum Beispiel senkt langes Fensteröffnen die Raumtemperatur. Nach Ansicht des Gerichts muss daher geheizt werden, sobald draußen drei Tage lang unter 12 Grad herrschen.

Wie wehren sich Mieter, wenn die Heizung kalt bleibt?

Schärfstes Druckmittel ist die Mietminderung. "Mieter sind berechtigt, die Miete für den Zeitraum zu mindern, in dem die vorgegebenen Raumtemperaturen nicht erreicht werden", sagt Kodim. Wird es drinnen nur kühle 15 bis 17 Grad, erlaubt die Rechtsprechung Minderungen um bis zu 25 Prozent. Bei einem Totalausfall der Anlage in der Heizsaison kann die Minderung bis zu 100 Prozent betragen. Im Extremfall ist sogar eine fristlose Kündigung möglich. Der Grund für den Ausfall – ob die Anlage kaputt ist, einfach nicht eingeschaltet wurde oder der Brennstoff fehlt - spielt dabei keine Rolle.

Bei der Ermittlung der Minderungsquote kommt es darauf an, welche Temperatur in welchen Räumen bei welcher Außentemperatur erreicht wurde. Der DMB empfiehlt, die Werte in einer Tabelle zu dokumentieren und einen Zeugen dabei zu haben.

Die Anlage ist kaputt. Was können Mieter tun?
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Da ist schnelles Handeln gefordert. Denn im Winter können Wohnungen schnell auskühlen, das schadet Menschen und Gebäude. Deshalb dürfen weder Eigentümer noch Mieter untätig bleiben. Ulrich Ropertz vom Deutscher Mieterbund mahnt Mieter daher: "Bei Fehlern oder Mängeln muss der Vermieter informiert werden."

Kodim erinnert hingegen Vermieter an ihre Pflicht, den Mangel umgehend zu beheben. Sie rät, mit einer Heizungsfirma einen 24-Stunden-Notdienst zu vereinbaren. "Sonst kann es lange dauern, bis ein Handwerker kommt, und die Reparatur wird meist teuer." Moderne Anlagen lassen sich aus der Ferne überwachen. Der Wartungsdienst kann bei Fehlern sogar reagieren, bevor Mieter etwas merken.

Wer zahlt für das Heizen?

Der Mieter, so steht es auch im Mietvertrag. Nach der Erfahrung von Jürgen Fischer von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern gehört die Heizkostenabrechnung aber zu den großen Streitpunkten zwischen Eigentümer und Mieter. "Es geht um viel Geld. Die Abrechnung ist ein Buch mit sieben Siegeln, weil die Rechenschritte für Laien nicht nachvollziehbar sind", erläutert der Verbraucherschützer. Klassiker seien fehlende Angaben zum Gesamtverbrauch des Hauses und zu Liefermengen sowie falsche Lieferzeiträume. Hinzu kommen vertauschte Zähler und falsch abgelesene Messgeräte.

Quelle: n-tv.de , Monika Hillemacher, dpa

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Vom Grundstückspreis beeinflusst - Baukindergeld ist nicht überall beliebt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Okt 2018 08:50

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/politik/Baukinderge ... 76608.html
Vom Grundstückspreis beeinflusst - Baukindergeld ist nicht überall beliebt

Seit einem Monat können Familien das neue Baukindergeld beantragen. Zahlen des Bauministeriums zufolge wird dieses Angebot je nach Bundesland ganz unterschiedlich genutzt. Das könnte mit den schwankenden Preisen für Baugrund zusammenhängen.


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Die Möglichkeit zum Antrag auf das Baukindergeld wird derzeit je nach Bundesland sehr unterschiedlich genutzt. Wie der MDR unter Berufung auf Zahlen des Bundesbauministeriums berichtete, beantragten innerhalb des ersten Monats 21.642 Familien die Zulage. Wenn alle von ihnen das Baukindergeld erhalten, wäre das demnach eine staatliche Förderungssumme von 458,9 Millionen Euro.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 65753.html
n-tv Ratgeber: Wer bekommt Baukindergeld - und wieviel?
11.10.18 – 03:10 min

Am aktivsten waren der Auswertung zufolge bislang Familien in Schleswig-Holstein. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 34,4 Anträge. In Berlin sind es nur 8,7, wie der Sender berichtete. Bei den absoluten Zahlen liegt erwartungsgemäß das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen vorn: Dort beantragten seit Mitte September 5017 Familien das Baukindergeld, das entspricht fast einem Viertel aller Antragsteller. Die wenigsten Anträge wurden mit 176 im Stadtstaat Bremen registriert.

In den ostdeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das Interesse am Baukindergeld gemischt. Es liegt laut MDR in Thüringen bei 28,5 Anträgen pro 100.000 Einwohner, in Sachsen-Anhalt bei 28,1 und in Sachsen bei 23,5 Anträgen.

Das größere Interesse an der Förderung im Norden Deutschlands könnte mit den Grundstückspreisen zusammenhängen: "Die Preise für baureifes Land und Immobilien sind in den norddeutschen Flächenländern noch vergleichsweise niedrig, besonders in Niedersachsen", sagte Stefan Kofner, Professor für Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an der Hochschule Zittau-Görlitz, dem MDR. "In den nicht so angespannten Märkten scheint die Förderung wirksamer zu sein."
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Familien und Alleinerziehende können seit dem 18. September Baukindergeld beantragen. Rückwirkend ab Januar 2018 gibt es für Haushalte mit einem Einkommen von höchstens 75.000 Euro brutto pro Jahr und zusätzlich 15.000 Euro pro Kind einen Zuschuss von 1200 Euro jährlich, wenn sie bauen oder eine Wohnung kaufen. Gezahlt wird das Geld zehn Jahre lang. Die bislang erhobenen Zahlen decken den Zeitraum bis zum 12. Oktober ab.

Quelle: n-tv.de , lri/AFP

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Rund eine Million Haushalte - Miete drückt Ärmere unter Hartz-IV-Niveau

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Okt 2018 20:23

HAUS und GARTEN WOHNEN
https://www.n-tv.de/politik/Miete-druec ... 88854.html
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Rund eine Million Haushalte - Miete drückt Ärmere unter Hartz-IV-Niveau

Gemessen an ihren Einkommen müssen Geringverdiener deutlich mehr für ihre Mietwohnung ausgeben als Gutbetuchte. Für Millionen Menschen sind die Ausgaben sogar so gravierend, dass sie mit dem, was übrig bleibt, auf Hartz-IV-Niveau liegen.


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Explodierende Mieten und Wohnungsnot sorgen einer aktuellen Studie zufolge zunehmend für Armut in Deutschland. In der vom Sozialverband Deutschland vorgestellten Untersuchung heißt es, die hohen Mieten machten über eine Million Haushalte in Großstädten so arm, dass ihr restliches Einkommen unter dem Hartz-IV-Satz liege. Wie aus der Untersuchung hervorgeht, müssen Ärmere gemessen am Haushaltseinkommen außerdem deutlich mehr für das Wohnen ausgeben als Normalverdiener und Reiche.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 84242.html
Teures Wohnen: Mieten steigen besonders in Kleinstädten rasant
23.10.18 – 01:18 min


"Die Mietpreisentwicklung vertieft die soziale Spaltung in unserer Gesellschaft", kritisierte Verbandspräsident Adolf Bauer. Die mittlere Miete stieg demnach im Untersuchungszeitraum von 1993 bis 2014 sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland stärker als das mittlere Einkommen. "Armutsgefährdete und einkommensschwache Haushalte werden durch die Miete stark belastet, leben in kleineren Wohnungen und in unsicheren Verhältnissen wie zur Untermiete", so das Gutachten zu den Wohnverhältnissen in Deutschland.

Die Hälfte der Miethaushalte in Deutschland wendet der Untersuchung zufolge mindestens 29 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete auf. Bei Geringverdienern mit weniger als 1300 Euro Haushaltseinkommen liegt dieser Anteil bei 46 Prozent - also erheblich höher. Wer dagegen netto mehr als 4500 Euro im Monat zur Verfügung hat, muss nur noch 17 Prozent für das Wohnen ausgeben.
Fehlender Wohnraum ist Hauptproblem

Das Gutachten stützt sich auf Daten aus den Jahren 2014 und 2015. Neuere Zahlen gebe es nur zu Angebotsmieten - also den Mieten, die Vermieter bei einem Umzug fordern, sagte Studienautor Stephan Junker, ein Berliner Sozialwissenschaftler. Ausschlaggebend für die Belastung der armen Haushalte seien aber vor allem die Bestandsmieten, also die Mieten der langjährigen Mieter.

Besonders hohe Mietbelastungen haben der Studie zufolge nicht nur Arme, sondern auch Alleinerziehende, Rentner, Menschen mit Migrationshintergrund, mit geringem Bildungsgrad und auch Singles. Sie alle geben überdurchschnittlich viel für die Miete aus. Unklar sei, ob das allein am niedrigen Einkommen liege oder ob auch Diskriminierung eine Rolle spiele, sagte Junker. Besonders bei Mietern mit Migrationshintergrund gebe es dafür Hinweise.

Fehlender Wohnraum ist das Hauptproblem. Schätzungen zufolge werden in Deutschland weit mehr als 1,9 Millionen zusätzliche bezahlbare Wohnungen gebraucht. Das führe laut Studie zum Beispiel dazu, dass viele Einkommensschwache zur Untermiete lebten, in unsicheren Verhältnissen mit oft befristeten Mietverträgen. Das Problem werde "in Zukunft noch verstärkt Haushalte ohne Wohneigentum betreffen, die ab 2030 in Rente gehen, da unter ihnen eine hohe Rate an Altersarmut zu erwarten ist".
"Thema mit höchster Priorität"

Bisher war vor allem bekannt, dass kleine Wohnungen für Singles, Rentner oder kleine Familien fehlen. Der Studie zufolge mangelt es aber auch an großen, bezahlbaren Wohnungen. Jeder vierte Haushalt lebe auf zu engem Raum, sagte Studienautor Junker. Kinder müssen sich Zimmer mit mehreren Geschwistern teilen, Eltern im Wohnzimmer schlafen, weil das Geld nicht für mehr Quadratmeter reicht.

Je nachdem, wo in Deutschland sie leben, wiegt die Mietbelastung für arme Familien unterschiedlich schwer. In Frankfurt am Main geben sie demnach einen deutlich höheren Teil des Haushaltseinkommens dafür aus als in Iserlohn in Nordrhein-Westfalen.

Was kann dagegen getan werden? Der Sozialverband fordert vor allem mehr sozialen Wohnungsbau - dafür müsse der Bund deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, sagte Bauer. Nach derzeitigem Stand will die Bundesregierung die Länder bis 2021 mit mindestens fünf Milliarden Euro unterstützen. Mehr als 100.000 neue Sozialwohnungen sollen entstehen.
Mehr Tempo bei Mietpreisbremse

Mehr Sozialwohnungen seien zwar wirksam, aber auch sehr teuer, gab das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln zu bedenken. Viele Haushalte profitierten nämlich auch dann noch von der Förderung, wenn sie gar nicht mehr bedürftig seien. Besser seien deshalb direkte Transfers an einkommensschwache Haushalte wie das Wohngeld. Auch der wohnungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Chris Kühn, forderte mehr Wohngeld für Hartz-IV-Empfänger. Zugleich müsse aber auch die Mietpreisbremse besser werden, die Miete langjähriger Mieter dürfte nicht mehr so stark erhöht werden.
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Eine seltene Botschaft, besonders in den Großstädten Deutschlands, in denen der Wohnraum immer knapper wird. 19.10.18 "Soziale Frage unserer Zeit" Barley will Mietrecht weiter verschärfen
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Auch der Vorsitzende der Konferenz der Unions-Fraktionschefs in den Landtagen und im Bundestag, Mike Mohring, setzte sich für mehr Tempo bei der Mietpreisbremse ein. "Wenn immer mehr Menschen nach Abzug der Miete weniger als die Grundsicherung haben, muss das Thema mit höchster Priorität in der nächsten Sitzungswoche des Bundestages von den Regierungsfraktionen behandelt werden", forderte er.

Der Linken-Politiker Jan Korte erklärte, Mieter müssten wirksam gegen Mietsteigerungen geschützt werden. Dazu gehörten etwa eine "echte Mietpreisbremse", die "flächendeckend, ausnahmslos und unbefristet" gelte. Korte sprach sich zudem für die Abschaffung der Modernisierungsumlage, einen verbesserten Kündigungsschutz und ein soziales Gewerbemietrecht aus. "Und natürlich muss der soziale und preisgünstige Wohnungsneubau deutlich ausgeweitet und durch dauerhafte Bindungen gesichert werden."

Quelle: n-tv.de , fzö/dpa/AFP
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