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Tesla und "Major Tom" an Bord" - Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Postby Weltbookadmin47 » 6. Feb 2018 22:44

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Falcon-Heavy ... 72315.html
Dienstag, 06. Februar 2018
Tesla und "Major Tom" an Bord" - Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Wetterbedingt wird der Start der "Falcon Heavy" immer weiter nach hinten verschoben - doch dann hebt die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete unter dem Jubel Zehntausender zu ihrem Jungfernflug ab. An Bord: ein Elektroauto.


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Die Großrakete "Falcon Heavy" des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat nach mehrstündiger Verzögerung zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Nach rund 70 Kilometern Flug wurden die Antriebsraketen der ersten Zündstufe unter dem frenetischen Jubel Zehntausender Schaulustiger abgekoppelt. Die "Falcon Heavy" ist nach Angaben von SpaceX mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete. Sie wurde von derselben Rampe in Cape Canaveral abgeschossen, die einst von der erfolgreichen bemannten Mondmission Apollo 11 genutzt worden war.

Auf ihrem Jungfernflug hat die "Falcon Heavy" ein Elektroauto der Marke Tesla an Bord - Tesla ist wie Space X ein Unternehmen des amerikanischen Unternehmers und Visionärs Elon Musk. Nach seinen Angaben soll die Rakete später einmal in der Lage sein, bemannte Raumschiffe zum Mond und selbst zum Mars zu schicken.

Der jetzige Testflug fand ohne Raumfahrer statt - stattdessen hatte Musk einen kirschroten Elektro-Roadster aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt. Das Auto sollte mit der Raumkapsel auf eine Erde-Mars-Umlaufbahn gebracht werden und dort möglichst lange bleiben. Im Autoradio sollte eine Endlosschleife von David Bowies Welthit "Space Oddity" ("Ground Countrol to Major Tom") laufen.
"Lohnender, ein bisschen Spaß zu machen"
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Jungfernflug der "Falcon Heavy": Elon Musk schießt Tesla ins All 06.02.18 Jungfernflug der "Falcon Heavy" Elon Musk schießt Tesla ins All
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Anhaltende "Produktionshölle": Tesla kämpft mit Batterie-Problemen 26.01.18 Anhaltende "Produktionshölle" Tesla kämpft mit Batterie-Problemen

Normalerweise werden bei solchen Testmissionen Betonplatten oder Stahlteile als Ladung mitgenommen. "Wir dachten, es sei lohnender, ein bisschen Spaß zu machen", begründete SpaceX die Aktion. Die drei Antriebsraketen der ersten Zündstufe mit insgesamt 27 Motoren sollen zur Erde zurückkehren und wiederverwendbar sein. Ihre Schubkraft ist vergleichbar mit der von 18 Jumbo-Jets.

Die Vorbereitungen zu dem Jungfernflug wurden von einem enormen Medieninteresse und Zehntausenden Schaulustigen begleitet. Die Hotels an der sogenannten Space Coast in Florida sind seit langer Zeit ausgebucht. Auch der einstige Mondfahrer Buzz Aldrin verfolgte das Geschehen vor Ort.

Tesla und "Major Tom" an Bord"Falcon Heavy" hebt zu Jungfernflug ab

Wetterbedingt wird der Start der "Falcon Heavy" immer weiter nach hinten verschoben - doch dann hebt die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete unter dem Jubel Zehntausender zu ihrem Jungfernflug ab. An Bord: ein Elektroauto.


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Die Großrakete "Falcon Heavy" des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX hat nach mehrstündiger Verzögerung zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Nach rund 70 Kilometern Flug wurden die Antriebsraketen der ersten Zündstufe unter dem frenetischen Jubel Zehntausender Schaulustiger abgekoppelt. Die "Falcon Heavy" ist nach Angaben von SpaceX mit 70 Metern Länge und über 60 Tonnen Nutzlast die größte derzeit im Einsatz befindliche Weltraumrakete. Sie wurde von derselben Rampe in Cape Canaveral abgeschossen, die einst von der erfolgreichen bemannten Mondmission Apollo 11 genutzt worden war.

Auf ihrem Jungfernflug hat die "Falcon Heavy" ein Elektroauto der Marke Tesla an Bord - Tesla ist wie Space X ein Unternehmen des amerikanischen Unternehmers und Visionärs Elon Musk. Nach seinen Angaben soll die Rakete später einmal in der Lage sein, bemannte Raumschiffe zum Mond und selbst zum Mars zu schicken.

Der jetzige Testflug fand ohne Raumfahrer statt - stattdessen hatte Musk einen kirschroten Elektro-Roadster aus seinem Privatbesitz zur Verfügung gestellt. Das Auto sollte mit der Raumkapsel auf eine Erde-Mars-Umlaufbahn gebracht werden und dort möglichst lange bleiben. Im Autoradio sollte eine Endlosschleife von David Bowies Welthit "Space Oddity" ("Ground Countrol to Major Tom") laufen.
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Normalerweise werden bei solchen Testmissionen Betonplatten oder Stahlteile als Ladung mitgenommen. "Wir dachten, es sei lohnender, ein bisschen Spaß zu machen", begründete SpaceX die Aktion. Die drei Antriebsraketen der ersten Zündstufe mit insgesamt 27 Motoren sollen zur Erde zurückkehren und wiederverwendbar sein. Ihre Schubkraft ist vergleichbar mit der von 18 Jumbo-Jets.

Die Vorbereitungen zu dem Jungfernflug wurden von einem enormen Medieninteresse und Zehntausenden Schaulustigen begleitet. Die Hotels an der sogenannten Space Coast in Florida sind seit langer Zeit ausgebucht. Auch der einstige Mondfahrer Buzz Aldrin verfolgte das Geschehen vor Ort.

Die geplante Flugbahn der "Falcon Heavy".
(Foto: © SpaceX) https://www.n-tv.de/wissen/Falcon-Heavy ... 72315.html

Quelle: n-tv.de , ftü/dpa

Quelle: n-tv.de , ftü/dpa
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"Big Falcon Rocket" Musk: Mars-Rakete fliegt 2019 erste Strecken

Postby Weltbookadmin47 » 12. Mar 2018 13:40

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Musk-Mars-Ra ... 31245.html
Montag, 12. März 2018
"Big Falcon Rocket" Musk: Mars-Rakete fliegt 2019 erste Strecken

Die "Falcon Heavy" hat gerade einen Tesla im All abgesetzt, da kündigt SpaceX-Chef Elon Musk den Start der nächsten Raketengeneration an. Ziel soll es sein, den Mars zu besiedeln. Selbst dazu, wie dort Politik gemacht wird, hat Musk bereits eine Meinung.


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Der Unternehmer und Multimillionär Elon Musk will bereits im kommenden Jahr seine für Marsflüge gedachte Rakete auf kurzen Strecken ausprobieren. Sein Unternehmen SpaceX baue gerade an dem ersten Raumschiff "Big Falcon Rocket" (BFR, auch: Big Fucking Rocket), das sehr wahrscheinlich im ersten Halbjahr 2019 erste Flüge unternehmen könne.

Das sagte der 46-Jährige dem US-Sender CNN zufolge auf der Technikmesse South by Southwest (SXSW) im texanischen Austin. Zugleich warb Musk dafür, der Besiedlung des Roten Planeten Vorrang einzuräumen: So könne die Menschheit im Falle eines Dritten Weltkriegs überleben. Die erste Marslandung seines Raumschiffs peile er für 2022 an, hatte der Gründer des Elektroautoproduzenten Tesla vergangenes Jahr gesagt.
ESA: Plan nicht annähernd realistisch
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 78160.html
Sie setzen Satelliten auf einer Erdumlaufbahn aus, ... ... schicken Frachter zur Versorgung der Raumfahrer an Bord der ISS auf den Weg, ... ... befördern Menschen in den Weltraum und ... ... bringen Sonden auf die interplanetare Flugbahn: Die Raumfahrt wäre ... ... 3, 2, 1 - Liftoff! Die stärksten Trägerraketen

Raumfahrt-Experten wie Jan Wörner, Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), halten diesen Plan nicht mal für annähernd realistisch. Eine Landung auf dem Mars sei eine völlig andere Liga als eine auf dem Mond. "Ich bin begeistert vom Mars, aber das sind große Träume." Die Herausforderungen seien immens - nicht nur technisch, sondern auch für die Astronauten selbst. "Schon nach sechs Monaten Raumstation ISS kann so mancher wieder auf der Erde gelandete Astronaut nicht aussteigen und herumlaufen, wegen des Muskelschwunds", erklärte Wörner. "Wenn Sie zum Mars fliegen, müssen Sie das aber können. Es kommt ja keiner, auf den sie warten können, dass er sie abholt."

Ein weiteres Problem sei die Strahlung. "Das ist wirklich ein ernstzunehmendes Thema", betonte Wörner. "Wenn wir rausfliegen - und das werden wir ja jetzt wieder zunehmend machen, um den Mond rum und so weiter - dann ist die Strahlung wirklich eine unangenehme, sobald wir die Erdatmosphäre und den Von-Allen-Gürtel verlassen."
Und wie geht's zurück?

Klar müsse auch sein, dass nicht nur das Hinfliegen, sondern vor allem das Zurückkommen eine enorme Herausforderung darstellt. "Das können wir überhaupt noch nicht im Moment", sagte Wörner. "Der Mars hat 40 Prozent der Erdanziehung, der Mond hat 16 Prozent. Das heißt, sie brauchen eine richtige Rakete, um wieder wegzukommen. Und wo kriegen sie den Treibstoff her?"

Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 72501.html
Roter Tesla fliegt mit: SpaceX schießt Riesenrakete "Falcon Heavy" ins All
07.02.18 – 01:23 min

Den Mars zu bevölkern, steht im Mittelpunkt von Musks Plänen um SpaceX. "Es ist wichtig, eine sich selbst versorgende Basis auf dem Mars zu haben, denn er ist weit genug von der Erde entfernt. Damit ist es wahrscheinlicher, (im Kriegsfall) zu überleben als etwa auf dem Mond", sagte er in Austin.

Esa-Chef Wörner hingegen rechnet nicht mit einer Besiedlung des Roten Planeten. "Wir haben auch nicht die Antarktis besiedelt und gesagt, jetzt zieht die Hälfte der Bevölkerung von Mitteleuropa in die Antarktis um", sagt er. "Und genauso wird das auch nicht passieren mit dem Mond und mit dem Mars." Es sei Unsinn zu glauben, dass wir die Menschheit auf den Mars bringen mit 5000 Leuten, die da ewig wohnen. "Möchten Sie in einer Büchse wohnen? Sie müssten in einer Büchse wohnen."

Musk legte CNN zufolge gar Details seiner Vision einer direkten Demokratie auf dem Mars offen: Unter anderem sollten Menschen dort direkt über Vorhaben abstimmen und nicht über Volksvertreter. Die Gesetze sollen seiner Meinung nach kurz und gut verständlich gehalten sein.
Vom Mars für die Erde lernen

Der Unternehmer ist dafür bekannt, erheblich zu unterschätzen, wie lange es dauert, seine Vorhaben umzusetzen. So war es erst im Februar gelungen, die SpaceX-Rakete "Falcon Heavy" ins All zu schicken - angekündigt hatte er das bereits für 2013.
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Erde ist flach, Mars aber rund: Verschwörer "belehren" Elon Musk 01.12.17 Erde ist flach, Mars aber rund Verschwörer "belehren" Elon Musk

Generell sei es vernünftig und wichtig, den Mars zu erkunden, ist Wörner überzeugt. "Wir fliegen zum Mars, weil wir sagen, der Mars war in der Vergangenheit vielleicht mal so wie die Erde, dem ging es mal viel besser. Vielleicht können wir lernen davon, was wir bei uns verhindern sollten."

Der deutsche Astronaut Ulrich Walter nennt in seinem Buch "Im Schwarzen Loch ist der Teufel los" ein konkretes Datum als wahrscheinlichen Termin für den Tag, an dem erstmals ein Astronaut einen Fuß auf den Mars setzt: den 2. August 2048. Für den Abflug sei eine bestimmte Erde-Mars-Konstellation besonders günstig. "Bei bemannten Missionen, bei denen es auf jedes Kilogramm ankommt, ist das sehr wichtig." Ein idealer Startzeitpunkt sei der 30. April 2033, weit realistischer sei ein Start am 11. April 2048. Von dann an seien es 114 Flugtage bis zum Mars, so Walter. "Diesen Termin sollten Sie sich also schon mal notieren."

Quelle: n-tv.de , Angelika Engler und Annett Stein, dpa
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Sechs Stunden im freien All - Astronauten arbeiten an Außenwand der ISS

Postby Weltbookadmin47 » 30. Mar 2018 12:54

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Astronauten- ... 62314.html
Freitag, 30. März 2018
Sechs Stunden im freien All - Astronauten arbeiten an Außenwand der ISS

Bereits das vierte Mal dieses Jahr müssen zwei Raumfahrer aus der ISS steigen. Rund 400 Kilometer über der Erde montieren die US-Astronauten Antennen und tauschen Kameras aus. Doch ihre Außenarbeiten im Weltall verzögern sich zunächst.

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Bei einem Außeneinsatz im Weltraum haben zwei US-Astronauten wichtige Wartungsarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS vorgenommen. Mehr als sechs Stunden arbeiteten die erfahrenen Raumfahrer Drew Feustel und Ricky Arnold an der Außenwand des fliegenden Labors rund 400 Kilometer über der Erde. Für Feustel war es bereits der siebte Außeneinsatz seiner Karriere, Arnold war zum dritten Mal im freien Weltall.

Die beiden waren erst vergangene Woche auf der ISS angekommen. Feustel und Arnold montierten unter anderem kabellose Antennen am "Tranquility"-Modul der ISS. Die Antennen sind Teil eines künftigen Experiments, bei dem die Temperatur von Pflanzen auf der Erde gemessen werden soll, um abschätzen zu können, wie viel Wasser sie benötigen. Zudem tauschten die Astronauten Kameras aus.
Kontrolle der Raumanzüge verzögerte sich

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte, entfernten Feustel und Arnold auch "verdächtige Schläuche" von einem Kühlsystem. Die russische Agentur Ria Nowosti hatte am Vortag gemeldet, dass an der Außenseite des US-Segments eine kleine Menge Ammoniak ausgetreten war. Es habe aber keine Gefahr für die Besatzung der Raumstation bestanden. Die giftige Substanz wird auf der ISS verwendet, um den Stromkreislauf zu kühlen.

Der Außeneinsatz hatte sich um knapp anderthalb Stunden verzögert, weil die Kontrolle der Raumanzüge länger gedauert hatte als geplant. Aber: "Beide Raumanzüge sind in exzellentem Zustand", sagte ein Nasa-Kommentator in einer Internet-Übertragung. Es war bereits der vierte Außeneinsatz in diesem Jahr.
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Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit insgesamt drei Amerikaner, zwei Russen und ein Japaner. Am kommenden Montag soll ein US-Raumfrachter vom Typ "Dragon" mit Nachschub zur ISS aufbrechen. Im Juni soll der Astronaut Alexander Gerst zum zweiten Mal zur ISS fliegen und zeitweise ihr erster deutscher Kommandant sein.

Quelle: n-tv.de , jki/dpa
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Raumschiff "VSS Unity" - Virgin Galactic gelingt Überschallflug

Postby Weltbookadmin47 » 6. Apr 2018 13:17

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Virgin-Galac ... 71177.html
Freitag, 06. April 2018
Raumschiff "VSS Unity" - Virgin Galactic gelingt Überschallflug

Die Weltraumtourismus-Pläne des britischen Milliardärs Richard Branson erhalten neuen Schub. Seiner Firma Virgin Galactic gelingt der erste Überschallflug mit ihrem raketengetriebenen Raumschiff "VSS Unity" - mehr als drei Jahre nach einem tragischen Fehlschlag.


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Zum ersten Mal hat das Unternehmen Virgin Galactic sein raketengetriebenes Raumflugzeug "VSS Unity" erfolgreich im Überschallbereich getestet. Damit werde die Endphase des Testprogramms für das Raumfahrzeug eingeleitet, teilte Virgin Galactic mit. Der exzentrische Firmengründer Richard Branson schrieb dazu auf Twitter: "Der Weltraum fühlt sich nun verlockend nah an."

Das Gefährt aus der Baureihe "Spaceship Two" war bereits am Donnerstag von einem Flughafen in der kalifornischen Mojave-Wüste gestartet, angehängt an das Mutterschiff "White Knight Two". In einer Höhe von mehr als 14 Kilometern wurde das Fluggerät laut dem Unternehmen ausgeklinkt und startete nach wenigen Sekunden seinen Raketenantrieb. Während der 30-sekündigen Brennphase stieg das Raumschiff bis auf mehr als 25 Kilometer Höhe und erreichte dabei in der Spitze fast zweifache Schallgeschwindigkeit. Nach einem anschließenden Sinkflug glitt die "VSS Unity" schließlich wieder zu Boden.
Mietvertrag für Weltraumbahnhof läuft
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Es war für Virgin Galactic der erste Raumschiff-Flug mit eigenem Antrieb, seitdem im Jahr 2014 das Vorgängerfluggerät "VSS Enterprise" bei einem Testflug mit Raketenantrieb abgestürzt war. Der Kopilot starb damals bei dem Unfall, der Pilot überlebte schwer verletzt. Danach war das Nachfolgemodell "VSS Unity" nur gekoppelt an sein Mutterschiff geflogen oder, von diesem entkoppelt, im Gleitflug zurück zur Erde gesegelt.

Virgin Galactic will mit seinen Raumfahrzeugen ins Geschäft für Weltraumtouristen einsteigen. Im Jahr 2016 hatte das Unternehmen bereits eine Lizenz dafür erworben. Zudem hat das Unternehmen bereits einen Mietvertrag für 20 Jahre beim "Spaceport America" unterzeichnet, dem ersten kommerziellen Weltraumbahnhof der Welt in der Wüste des US-Bundesstaats New Mexico.

Quelle: n-tv.de , kst
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Aus für Roboter-Mission - Nasa streicht Rückkehr zum Mond

Postby Weltbookadmin47 » 29. Apr 2018 20:37

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-streich ... 09867.html
Aus für Roboter-Mission - Nasa streicht Rückkehr zum Mond

Erst zum Mond und dann zum Mars - das verspricht US-Präsident Trump noch im Dezember. Doch daraus wird nun vorerst nichts. Überraschend beendet die Raumfahrtbehörde Nasa ihr einziges Mondlandeprogramm. Wissenschaftler sind entsetzt.


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Wissenschaftler haben bestürzt auf die Nachricht vom Stopp des einzigen Programms der Nasa zur Erforschung der Mondoberfläche mit einem Roboterfahrzeug reagiert. Die am Programm Resource Prospector (RP) beteiligten Experten äußerten sich in einem Brief an Nasa-Chef Jim Bridenstine "fassungslos und betroffen".

Sie hätten erfahren, dass RP am 23. April gestrichen worden sei und bis Ende Mai auslaufen solle. Das sei besonders erstaunlich, weil US-Präsident Donald Trump sich dafür ausgesprochen habe, wieder auf den Mond zurückzukehren.

Der Mondroboter, dessen Konstruktion vor etwa zehn Jahren begann, hätte als erster auf der Suche nach Wasserstoff, Sauerstoff und Wasser die Polarregionen des Mondes erforschen sollen. Er wäre seit der Mission von Apollo 17 im Jahr 1972 das erste US-Mondlandegerät gewesen und das erste autonome Fahrzeug der USA auf dem Erdtrabanten.
Neue Missionen geplant

Die Nasa erklärte am Freitag, dass einige Instrumente des RP-Programms bei künftigen Missionen Verwendung finden würden. Die Raumfahrtbehörde plane eine "Reihe schrittweiser Robotermissionen" zur Mondoberfläche. Vorgesehen sei, nach und nach größere Landemodule zu entwickeln, die möglicherweise bemannt sein könnten.

Der diese Woche als Nasa-Chef bestätigte Bridenstine versicherte auf Twitter, dass seine Behörde der Mondforschung verpflichtet bleibe. "Mehr Landemodule. Mehr Wissenschaft. Mehr Forschung. Mehr Prospektoren. Mehr kommerzielle Partner", schrieb er.
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Trump hatte im vergangenen Dezember den Willen der US-Regierung bekräftigt, erstmals seit 1972 wieder Astronauten zum Mond und später auch zum Mars zu schicken. "Dieses Mal werden wir nicht nur unsere Fahne einrammen und unseren Fußabdruck hinterlassen", sagte er während einer Zeremonie im Weißen Haus.

Ein Projekt von Trumps Vorvorgänger George W. Bush sah vor, spätestens bis zum Jahr 2020 wieder einen US-Astronauten auf den Mond zu schicken. Trumps Vorgänger Barack Obama strich das Programm unter anderem aus finanziellen Gründen.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 56388.html
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Quelle: n-tv.de , ath/AFP
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Müllabfuhr mit Harpune und Netz - Satelliten sollen Weltraumschrott jagen

Postby Weltbookadmin47 » 20. Jun 2018 20:34

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Satelliten-s ... 90457.html
Mittwoch, 20. Juni 2018
Müllabfuhr mit Harpune und Netz - Satelliten sollen Weltraumschrott jagen

Müllentsorgung ist nicht nur auf der Erde wichtig: Rund 8000 Tonnen Weltraumschrott befinden sich im Orbit rund um die Erde. Selbst kleinste Teilchen davon sind für Weltraum-Missionen gefährlich. Satelliten könnten dieses Problem mit Netzen und Harpunen lösen.


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Müllabfuhr im Orbit: 8000 Tonnen Weltraumschrott davon fliegen schätzungsweise bereits durchs All, Tendenz steigend. Mit Netz und Harpune könnten Satelliten künftig auf Jagd danach gehen. Ein EU-Projekt unter Leitung der britischen Universität Surrey will diese neuen Technologien nun testen. Dafür startet nun ein Forschungssatellit von der Internationalen Raumstation ISS. Ein Roboterarm schubste ihn dafür aus der Luftschleuse des japanischen ISS-Moduls ins All. In den nächsten Monaten soll er zwei Mini-Satelliten aussetzen und diese mit Netz und Harpune einfangen.
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Voraussichtlich im September werde das erste Experiment mit dem Netz starten, sagte Ingo Retat von dem Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space in Bremen, der dieses entwickelt hat. Kameras werden verfolgen, ob sich das halbkugelförmige Netz richtig entfaltet und es gelingt, den Mini-Satelliten einzufangen. Bei einer echten Mission soll die Raumsonde den eingefangenen Schrott über eine Leine einholen und zusammen mit ihm später verglühen.

Ähnlich soll es bei der von Airbus im britischen Stevenage gebauten Harpune ablaufen. Diese aufwendige Methode lohne sich nur bei größeren Objekten, sagte Retat. Ein Beispiel wären tote Satelliten wie der "Envisat" der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Dieser fliegt in einem Orbit, in dem viele Erdbeobachtungssatelliten unterwegs sind. Bei einer Kollision könnten nach Angaben von Retat Tausende Schrottfragmente durchs All fliegen, die wiederrum andere Satelliten beschädigen könnten.

Quelle: n-tv.de , agr/dpa/ESA

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Bye, bye Sojus-Kapsel - Nasa will bald neues Raumschiff testen

Postby Weltbookadmin47 » 4. Aug 2018 19:42

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-will-ba ... 58056.html
Bye, bye Sojus-Kapsel - Nasa will bald neues Raumschiff testen

Für die Nasa muss es schmerzhaft sein, bei Reisen ins All auf russische Hilfe angewiesen zu sein - doch ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern. Dann sollen wieder bemannte Flüge von den USA aus starten. Hilfe kommt von SpaceX.

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US-Raumschiffe sollen im kommenden Jahr wieder Astronauten ins All bringen. Die Entwicklung amerikanischer Raumschiffe nähere sich diesem Ziel, teilte die Nasa in einem Blogeintrag mit. Die Raumfahrtbehörde kündigte für April bemannte Testflüge in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen SpaceX an. Mitte des Jahres 2019 will sie solche Flüge zusammen mit dem Unternehmen Boeing testen.

Damit würde die Nasa unabhängig von russischen Sojus-Kapseln werden. Derzeit sind diese die einzigen, die Menschen zur Internationale Raumstation ISS bringen können. Die Raumschiffe sollen bis zu vier Astronauten einer Nasa-Mission ins All bringen. Seit 2014 arbeitet die Nasa mit den Unternehmen zusammen, um einen eigenen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS zu haben und andere mögliche "erdnahe Orbit-Ziele" zu erreichen, schreibt sie auf ihrer Website.
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Am Freitag teilte die Nasa mit, dass die US-Astronauten Mike Hopkins und Victor Glover für den SpaceX-Flug ausgewählt wurden. Hopkins verbrachte nach Angaben der Weltraumbehörde bereits 166 Tage auf der ISS und nahm dabei auch an zwei Außeneinsätzen teil. Für Glover werde es dagegen der erste Flug ins All sein.

Für die Boeing-Mission wurden Suni Williams und Josh Cassada ausgewählt. Williams hat 322 Tage im All verbracht und an sieben Außeneinsätzen teilgenommen. Bereits für Ende 2018 plant Nasa zusammen mit Boeing und SpaceX unbemannte Testflüge.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Sauerstoffleck an der ISS - Russische Behörde vermutet Sabotage-Akt

Postby Weltbookadmin47 » 7. Sep 2018 12:40

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https://www.n-tv.de/wissen/Russische-Be ... 06888.html
Sauerstoffleck an der ISS - Russische Behörde vermutet Sabotage-Akt

An einer Sojus-Kapsel an der ISS taucht plötzlich ein feiner Riss auf. Nun geht die russische Raumfahrbehörde Roskosmos der Frage nach, ob es sich um einen Herstellungsfehler oder doch um einen vorsätzlichen Sabotage-Akt im All handelt.


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Sabotage an der Internationalen Raumstation ISS? Russland hat damit begonnen, nach den Ursachen für das winzige Sauerstoffleck an einer an der ISS angedockten Sojus-Kapsel zu forschen. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos prüfe eine Beschädigung der Sojus-Kapsel auf der Erde, erklärte ihr Chef Dmitri Rogosin. "Aber es gibt auch eine andere Version, die wir nicht ausschließen: eine absichtliche Störung im Weltall", fügte er hinzu.

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Live-Chat ins All: Alexander Gerst beantwortet Fragen seiner Fans
27.07.18 – 04:10 min


Laut Rogosin wurden "mehrere Versuche" festgestellt, ein Loch in die Sojus zu bohren. Diese seien mit "zögerlicher Hand" ausgeführt worden. Nun stelle sich die Frage: "Um was handelt es sich: um einen Herstellungsfehler oder um einen vorsätzlichen Akt?"

Ein winziger Riss in der Sojus-Kapsel hatte am Donnerstag ein Sauerstoffleck und einen Druckabfall in der ISS verursacht. Die Besatzung geriet dadurch nicht in Gefahr. Die Astronauten verschlossen den Riss mit Klebeband. Rogosin hatte zunächst erklärt, der Riss sei vermutlich durch einen winzigen Meteoriten verursacht worden. Diese Erklärung werde mittlerweile ausgeschlossen, teilte der Roskosmos-Direktor mit.

Duma-Mitglied und Ex-Kosmonaut Maxim Surajew deutete an, ein psychisch gestörter Astronaut könnte das Leck gebohrt haben, um einen früheren Rückflug zu erzwingen. "Wir sind alle Menschen und jeder könnte nach Hause wollen", sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Besatzungsmitglied "diese seltsame Nummer abgezogen hat".
Russische Raumfähren werden überprüft

Surajew, Mitglied von Präsident Wladimir Putins regierender Partei Einiges Russland, sagte, er hoffe darauf, dass es sich um einen Produktionsfehler handele, "obwohl das auch sehr traurig ist - so etwas gab es in der Geschichte der Sojus-Raumfähren noch nicht". Eine Quelle aus der Raumfahrtindustrie sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, dass die Raumfähre während der Testphase auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan beschädigt worden sein könnte.
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RIA Nowosti berichtete unter Berufung auf Kreise in der russischen Raumfahrtbranche, eine russische Kommission solle nun die Verantwortlichen für das Leck identifizieren. Außerdem würden alle russischen Raumfähren vom Typ Sojus und Progress überprüft.

Auf der ISS arbeiten Russland und die USA trotz zahlreicher diplomatischer Spannungen zusammen. Die Besatzung besteht derzeit aus sechs Astronauten - drei aus den USA, zwei aus Russland und dem Deutschen Alexander Gerst. Er soll bis Dezember auf der Station bleiben und im Oktober als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernehmen.

Auf das Leck an Bord der ISS angesprochen sagte Gerst an Bord der ISS während eines Live-Gesprächs mit Kindern in Berlin, es habe einen Vorfall gegeben - zu den Gründen sagte er allerdings nichts.
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Quelle: n-tv.de , fzö/AFP
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Sonderschicht für Gerst ? - Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan

Postby Weltbookadmin47 » 11. Oct 2018 20:08

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Raumfahrer-l ... 66527.html
Donnerstag, 11. Oktober 2018
Sonderschicht für Gerst ? - Raumfahrer landen unverletzt in Kasachstan

Sie wollten ins All - und landeten nach kurzer Zeit wieder auf der Erde. Zwei Raumfahrer haben die Havarie einer Sojus-Rakete unbeschadet überstanden. Folgen hat das Desaster indes für die Männer auf der ISS. Denn alle Flüge sind nun gestoppt.


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Zwei Raumfahrer haben den ersten Fehlstart einer russischen Sojus-Rakete seit Jahrzehnten dank einer Notlandung überlebt. Retter bargen den russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin und seinen US-Kollegen Nick Hague aus ihrer Kapsel, die an Fallschirmen nahe der Stadt Dscheskasgan im Zentrum Kasachstans niedergegangen war. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen technischer Probleme abgeschaltet und aufgelöst.
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Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos veröffentlichte erste Bilder der beiden geretteten Raumfahrer. Zu sehen ist, wie der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und sein US-Kollege Nick Hague auf einem Sofa sitzen. Bei ihnen werden der Blutdruck und der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen. Vor ihnen stehen Schälchen mit Nüssen und Mandeln. Hague lächelte auf einem Bild. Die Nasa twitterte, Such- und Rettungsteams hätten berichtet, dass die Männer "nach einer sicheren Landung in einem guten Zustand" seien. Diese Formulierung wählte auch Nasa-Chef Jim Bridenstine.

Auf der Internationalen Raumstation ISS warteten Kommandant Alexander Gerst aus Deutschland und seine Kollegen vergeblich auf die neuen Kollegen. Die Crew sei von der Erde aus über den glimpflich verlaufenen Fehlstart informiert worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Über eine mögliche Verlängerung von Gersts Aufenthalt wegen des Unfalls sei noch nicht entschieden, sagte Europas Raumfahrtchef Jan Wörner. "Dafür ist es jetzt zu früh, es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache findet und für die Zukunft ausschließen kann."

Gersts Mission läuft bis Dezember. Falls er wegen der Panne länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, sagte Wörner, der Europas Raumfahrtbehörde Esa leitet. Derweil ist sich Ex-Astronaut Ulrich Walter sicher, dass Gerst noch eine Schicht dranhängen müsse."Alexander Gerst wird sicherlich noch einmal drei Monate länger da oben bleiben", sagte er.
"Die Besatzung ist gelandet. Alle leben"

Für die russische Raumfahrt ist der Unfall ein schwerer Rückschlag. Er kommt auch zu einer Zeit, in der das sonst gute Verhältnis zu den US-Kollegen gespannt ist. Der neue Nasa-Chef Jim Bridenstine verfolgte den Start von Baikonur aus und vereinbarte mit den Russen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Die USA hatten ihr Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. US-Astronauten können seither nur noch mit der Sojus zur ISS gelangen. Bemannte Sojus-Starts wurden nach dem Fehlschlag ausgesetzt. "In einer solchen Situation gibt es vorerst keine weiteren Starts, bis die Ursache endgültig geklärt worden ist", sagte der für Raumfahrt zuständige Vizeregierungschef Juri Borissow. Zur Ursachenforschung wurde eine Kommission eingerichtet. "Andererseits hat sich gezeigt, dass die Notfall- und Rettungssysteme funktionieren, und das ist sehr wichtig", sagte Borissow der Agentur Interfax zufolge.

Die Sojus-Trägerrakete, eigentlich das bewährte Arbeitspferd der russischen Weltraumfahrt, hatte um 14.40 Uhr Ortszeit (10.40 Uhr MESZ) in Baikonur abgehoben. Nach vorläufigen Angaben von Experten traten schon beim Brennen der ersten Raketenstufe Probleme auf. Die Nasa sprach von einer "Anomalie" an der Stufe. Deswegen zündete die zweite Stufe nicht, sondern die Rakete löste sich auf. Auf Fernsehbildern waren einige Zeit nach dem Start kleine Explosionen an der Rakete zu sehen. Wenig später ist außer dem Feuerschweif auch weißer Rauch aus den Triebwerken zu erkennen. Aufnahmen aus dem Inneren der Kapsel zeigen, wie Owtschinin und Hague durchgerüttelt werden, als es mitten im Flug zu dem Zwischenfall kommt.

Die Kapsel "Sojus-MS10" mit Owtschinin und Hague ging in eine flachere Flugbahn über. Es folgten bange Minuten bis zur Notlandung etwa 400 Kilometer vom Startpunkt entfernt. "Die Besatzung ist gelandet. Alle leben", gab schließlich Dmitri Rogosin, Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, auf Twitter Entwarnung. Owtschinin und Hague sollten nach ihrer Bergung über Baikonur nach Moskau geflogen werden.
Loch in ISS

Über Gersts zweitem Raumflug und seiner Zeit als erstem deutschem Kommandanten der ISS scheint damit kein guter Stern zu stehen. An der Raumkapsel "Sojus-MS09", mit der er zur ISS kam, war kürzlich ein kleines Bohrloch entdeckt worden. Zwar konnte das Leck geschlossen werden, doch die Ursache ist ungeklärt.
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Über das Frühjahr 2019 hinaus gibt es derzeit noch keine Verträge zwischen Roskosmos und den USA über Flüge von US-Astronauten zur ISS. Bridenstine sagte aber, er habe mit Rogosin eine fortgesetzte Kooperation auf der ISS vereinbart. Auch wollten beide Seiten gemeinsam nach Leben im All suchen und bei einer künftigen Mondstation kooperieren.

Auf der ISS arbeiten neben Gerst derzeit noch der Russe Sergej Prokopjew und die Amerikanerin Serena Aunon-Chancellor. Erst am vergangenen Donnerstag war eine russische Sojus-Kapsel von der ISS sicher zur Erde zurückgekehrt. Die Kapsel mit den drei Raumfahrern Oleg Artemjew, Drew Feustel und Ricky Arnold hatte in der Steppe von Kasachstan aufgesetzt.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa/rts

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Fragen und Antworten - Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz ?

Postby Weltbookadmin47 » 13. Oct 2018 11:26

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Was-wird-aus ... 68776.html
Fragen und Antworten - Was wird aus Gerst nach Sojus-Absturz ?

Der Fehlstart der russischen Sojus-Rakete wirbelt die Einsatzpläne auf der Internationalen Raumstation ISS durcheinander. Statt fünf Raumfahrern arbeiten vorerst nur drei in 400 Kilometern Höhe über der Erde: der deutsche Kommandant Alexander Gerst, Serena Aunon-Chancellor aus den USA und Sergej Prokopjew aus Russland. Eilig müssen die Raumfahrtagenturen in Russland, den USA und Europa neu planen. Fragen und Antworten dazu.

Ist die Versorgung der Raumfahrer auf der ISS gesichert?
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 66401.html
Unmittelbar nach dem Start der Sojus MS-10 Raumkapsel kam es zu dem Problem bei einem der Triebwerke.
11.10.18 – 01:38 min
Antriebspanne nach Raketenstart Sojus-Raumkapsel geht in kasachischer Steppe nieder

Ja, niemand wird hungern und dürsten müssen. "Der Vorrat an Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern auf der ISS reicht nicht nur bis zur planmäßigen Ankunft der nächsten Besatzung", sagte ein Vertreter der russischen Raumfahrt. Gerst und seine Crew könnten "bei vernünftigem Verbrauch" sogar bis April mit ihren Vorräten auskommen. Ein für Ende Oktober geplanter Flug eines russischen Progress-Raumfrachters wird zwar absehbar auf Dezember verschoben. Doch auch amerikanische oder japanische Frachter können die Station versorgen.

Wie wirkt sich der Ausfall der zwei Raumfahrer Nick Hague und Alexej Owtschinin auf geplante Außeneinsätze aus?

Ob mit der ungeplant kleineren Crew noch Außeneinsätze möglich sind, sei unklar, sagt Jan Wörner, Chef der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Er gehe davon aus, dass solche Einsätze verschoben würden, wenn sie nicht zwingend erforderlich seien. Gerst sollte eigentlich am 19. und am 25. Oktober in den offenen Weltraum aussteigen. Nun fehlt ihm sein Partner Nick Hague aus den USA. Zur Sicherheit arbeiten die Raumfahrer immer zu zweit.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 71149.html
Astro-Alex wieder im All: Gerst und seine Crew schweben in die ISS
08.06.18 – 01:16 min

Die russische Seite hat die nächsten Außenarbeiten unter ihrer Verantwortung bereits verschoben. Prokopjew kann nicht ohne Alexej Owtschinin aussteigen. Die Verschiebung dieses Einsatzes wiegt schwer, denn das Duo sollte das rätselhafte Leck am angedockten Raumschiff "Sojus-MS09" begutachten. Das Bohrloch unbekannter Herkunft ist zwar abgedichtet, es hatte aber einen Druckabfall auf der ISS verursacht.

Wie geht es in der Station mit der wissenschaftlichen Arbeit weiter?

Bei den naturwissenschaftlichen Experimenten auf dem Außenposten der Menschheit wird es Verzögerungen geben. "Es ist eine Sache, wenn fünf oder sechs Leute an Bord sind, und eine andere, wenn es nur drei sind", sagt der Biomediziner Oleg Orlow von der Russischen Akademie der Wissenschaften. Trotzdem werde das gesamte vorgesehene Programm abgearbeitet - nur eben langsamer. "Das ist nicht weiter tragisch."

Gerst sollte eigentlich Mitte Dezember zur Erde zurückkehren. Wird er zu Weihnachten bei seiner Familie sein?
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Die Aussichten sind unsicher. Es hängt davon ab, wie schnell Roskosmos die Unfallursache der sonst so zuverlässigen Trägerrakete Sojus-FG klären kann. Vorerst hat die russische Raumfahrtbehörde bemannte Starts gestoppt. Der komplizierte ISS-Flugplan mit der Auswechselung von jeweils der Hälfte der Langzeitbesatzungen ist durcheinandergeraten.
Russland versucht aber, den für 20. Dezember geplanten nächsten bemannten Start auf Ende November vorzuziehen. Für diese Mission bereiten sich Oleg Kononenko (Russland), David Saint-Jacques (Kanada) und Anne McClain (USA) vor. Dann wäre die ISS-Mannschaft komplett. Doch eine wirkliche Ablösung für Gerst und seine Crew würde erst der übernächste Flug bringen. Deshalb könnte sich seine Mission noch ins nächste Jahr hineinziehen - sicher ist die Verzögerung aber nicht.

Würde sie ihn stören?

Wohl nicht. Weltraumbegeisterte wie der 42-jährige Geophysiker aus Künzelsau zählen die Tage im All, nicht die auf der Erde.
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Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Ankunft erst 2025 - "Bepi" soll den Merkur erkunden

Postby Weltbookadmin47 » 20. Oct 2018 19:55

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Bepi-soll-de ... 79937.html
Samstag, 20. Oktober 2018
Ankunft erst 2025 - "Bepi" soll den Merkur erkunden

Die ehrgeizige europäisch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Ab 2025 soll "Bepi" den sonnennächsten Planeten unseres Sternensystems erforschen, davor sind allerdings noch einige Anpassungen notwendig.


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Die ehrgeizige europäisch-japanische Raumfahrtmission zum Merkur ist angelaufen: Eine europäische Trägerrakete Ariane 5 startete am Samstag um 03.45 Uhr (MESZ) mit der Raumsonde BepiColombo an Bord vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Sowohl in Kourou als auch im Kontrollzentrum in Darmstadt (ESOC) war der Start der Mission mit Spannung verfolgt worden. Die Sonde, die zwei Satelliten trägt, soll ihr Ziel im Dezember 2025 erreichen und dort unter anderem die Oberfläche und das Magnetfeld des sonnennächsten Planeten erkunden.

Während der siebenjährigen Reise der 6,40 Meter hohen und 4,1 Tonnen schweren Raumsonde müssen Forscher von der Erde aus wiederholt eingreifen. In den kommenden Tagen überwachen etwa 80 Fachleute im Kontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt die Mission. Mitte Dezember wird die Spannung erneut steigen. Dann kommen erstmals die Ionen-Triebwerke der Sonde zum Einsatz. Sollten sie nicht funktionieren, könnte die Mission scheitern.
Mehrere Vorbeiflüge sind nötig

Die Raumsonde muss neun Mal Planeten - ein Mal die Erde, zwei Mal die Venus und sechs Mal den Merkur - passieren, vor allem zum Entschleunigen. Jeder Vorbeiflug an einem Planeten brauche intensive Vorbereitung, sagte der Chef der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Johann-Dietrich Wörner. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in die Sonne fliegen. Das heißt, wir müssen die ganze Zeit bremsen." Wörner bezifferte die Gesamtkosten der Mission inklusive Entwicklung und Betrieb auf rund zwei Milliarden Euro. Davon trägt die Esa 1,5 Milliarden Euro.

Namensgeber der Mission ist der italienische Mathematiker Bepi Colombo (1920-1984), der Grundlagen für eine Flugbahn zum Merkur berechnet hatte.

Verläuft die Mission wie vorgesehen, trennen sich am Ziel zwei Satelliten von der Sonde und erforschen den Merkur auf unterschiedlichen Umlaufbahnen. Der Esa-Satellit MPO (Mercury Planetary Orbiter), auch "Bepi" genannt, soll die Oberfläche untersuchen. Der japanische Satellit MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter) - oder "Mio" - nimmt das Magnetfeld des Planeten ins Visier. Er soll nach etwa 3,5 Jahren auf dem Merkur zerschellen.
Bepi kommt nicht zurück
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An Bord des europäischen Satelliten sind elf Kameras und Instrumente. An vier davon sind deutsche Forschungseinrichtungen beteiligt. Dazu zählt der Infrarotspektrometer Mertis aus Münster. Er soll die Oberfläche des Merkur erkunden und dazu beitragen, den Ursprung unseres Sonnensystems zu verstehen. Ein Jahr ist für die Forschung mindestens vorgesehen, "Bepi" könnte aber bis zu vier Jahre arbeiten. Dann werde das Gerät voraussichtlich verglühen, so die Esa.

Bisher haben nur zwei US-Sonden den sonnennächsten Planeten erkundet: "Mariner 10" in den 1970er Jahren und die Sonde "Messenger", die 2011 in eine Umlaufbahn um den Planeten eintrat. Die steinige Oberfläche des Merkur ist - ähnlich wie die unseres Mondes - von Kratern übersät. Die Temperaturunterschiede auf dem Planeten sind extrem. Am Tag werden mehr als 400 Grad erreicht, in der Nacht herrscht Kälte bis etwa minus 180 Grad.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa

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Sojus-Flüge zur Raumstation ISS - Russland erklärt Ursache für Raketen-Pan

Postby Weltbookadmin47 » 31. Oct 2018 21:30

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Russland-erk ... 98576.html
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Sojus-Flüge zur Raumstation ISS - Russland erklärt Ursache für Raketen-Panne
Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos gibt einen ersten Hinweis darauf, warum der Start einer Sojus-Rakete im Oktober scheiterte. Nach dem Vorfall kann endlich auch der deutsche Astronaut Gerst auf eine baldige Ablösung hoffen.


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Ein defekter Sensor hat laut vorläufigen Untersuchungsergebnissen aus Russland den Fehlstart der bemannten Sojus-Rakete am 11. Oktober verursacht. Deshalb habe es Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe gegeben, sagte der Leiter der bemannten russischen Raumfahrt, Ex-Kosmonaut Sergej Krikaljow.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 66401.html
Unmittelbar nach dem Start der Sojus MS-10 Raumkapsel kam es zu dem Problem bei einem der Triebwerke.
11.10.18 – 01:38 min
Antriebspanne nach Raketenstart Sojus-Raumkapsel geht in kasachischer Steppe nieder

Offiziell will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos erst am Donnerstag das Ergebnis einer Kommission vorstellen, die den Vorfall untersucht hat. Die Trägerrakete vom Typ Sojus-FG hatte sich zwei Minuten nach dem Abheben vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan in ihre Einzelteile zerlegt. Das eingebaute Sicherheitssystem brachte die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague, die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollten, unverletzt zur Erde zurück.
Deutscher harrt im All aus

Der Unfall brachte die Flug- und Einsatzpläne auf der ISS durcheinander. Als Termin für den nächsten Start eines unbemannten Frachters nannte Krikaljow den 16. November. Zur ISS sollen als nächstes der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques sowie ihre US-Kollegin Anne McClain fliegen.
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Die vier lösen unter anderem den deutschen Astronauten Alexander Gerst ab und könnten nach vorläufigem Zeitplan am 3. Dezember abheben. Nach dem Sojus-Vorfall war ihr Flug zunächst auf den 20. Dezember festgelegt worden. Laut Krikaljow soll nun die derzeitige dreiköpfige ISS-Besatzung "um den 20. Dezember" herum zur Erde zurückkehren. Ihre Landung war ursprünglich für den 13. Dezember vorgesehen.

Quelle: n-tv.de , fzö/dpa/AFP
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"Star Trek" war Vorbild - Erstes Flugzeug mit Ionenantrieb hebt ab

Postby Weltbookadmin47 » 22. Nov 2018 22:13

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Erstes-Flugz ... 32485.html
"Star Trek" war Vorbild - Erstes Flugzeug mit Ionenantrieb hebt ab

Forscher haben ein Flugzeug mit Ionenantrieb entwickelt; die Idee stammt auch von "Raumschiff Enterprise". Es flog zwar nur gut 50 Meter weit, das Verfahren habe aber Potenzial, betonen die Entwickler. Ein großer Vorteil: Der Antrieb ist fast geräuschlos.


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Ein Stück Science Fiction wird Realität: Zum ersten Mal ist ein kleines Flugzeug einige Dutzend Meter mit einem Ionentriebwerk geflogen. Der Antrieb, der nach Angaben der Entwickler zum Teil von der US-Fernsehsehrie "Raumschiff Enterprise" ("Star Trek") inspiriert wurde, kommt ohne bewegliche Teile aus und ist nahezu geräuschlos. Das Team um Steven Barrett vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) stellt den unbemannten Flieger mit rund fünf Metern Flügelspannweite im Fachblatt "Nature" vor.
Studenten bereiten das Flugzeug am MIT für einen Probeflug vor.

Es handele sich um den ersten Motorflug eines Flugzeugs ohne bewegte Teile im Antriebssystem, betont Barrett in einer Mitteilung seines Instituts. "Dies kann neue und unerforschte Möglichkeiten für Flugzeuge eröffnen, die leiser sind, mechanisch einfacher und keine Verbrennungsabgase ausstoßen." Barrett hatte nach eigenen Worten als Kind regelmäßig die Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" geschaut und war besonders von den lautlos gleitenden Shuttles beeindruckt. "Das ließ mich darüber nachdenken, dass Flugzeuge auf lange Sicht keine Propeller und Turbinen haben sollten. Sie sollten eher wie die Shuttles in 'Star Trek' sein, die nur ein blaues Leuchten produzieren und still dahingleiten."
Antrieb funktioniert über starke elektrische Spannung

Mit dem Ionenantrieb will das Team dieser Vision nun näher kommen. Der futuristische Antrieb funktioniert über eine starke elektrische Spannung: Diese Spannung wird zwischen zwei Drähten angelegt, die an der Vorder- und der Rückseite der Flügel gespannt sind. Das starke elektrische Feld am vorderen, dünneren Draht erzeugt elektrisch geladene Luftmoleküle, sogenannte Ionen. Die Ionen werden durch die elektrische Spannung zum hinteren Draht hin beschleunigt. Auf dem Weg dorthin stoßen sie mit zahlreichen weiteren Luftmolekülen zusammen, schieben sie dabei an und erzeugen so einen Luftstrom. Dieser Luftstrom, den Forscher Ionenwind nennen, treibt das Flugzeug an.

Dieser "elektro-aerodynamische Schub" wurde bereits in den 1920er-Jahren erdacht, galt aber weitgehend als nicht realisierbar für frei fliegende Luftfahrzeuge. Das ist den Forschern um Barrett nun jedoch mit einem speziell angefertigten Leichtbauflugzeug gelungen. Das MIT-Modell hat dabei nicht einen einzelnen Draht an Vorder- und Rückseite der Tragflächen, sondern jeweils einen ganzen Miniatur-Drahtzaun. An diese Drahtkonstruktionen legten die Forscher eine Spannung von 40.000 Volt. Das 2,5 Kilogramm schwere Flugzeug konnte mit dem resultierenden Ionenwind zwar nicht starten, sich aber selbstständig in der Luft halten.
Test in Sporthalle
Das Flugzeug bei einem Probeflug.
(Foto: MIT/dpa)

Das Team testete sein Modell in einer 60 Meter langen Sporthalle: Auf den ersten 5 Metern wurde das Flugzeug per Katapult gestartet, die folgenden 55 Meter flog es alleine. Im Schnitt gewann der Ionen-Flieger dabei einen knappen halben Meter an Höhe. Ohne eingeschalteten Antrieb war der Flug dagegen bereits nach spätestens 10 Metern zu Ende. Die Flugversuche dauerten jeweils etwa zwölf Sekunden. Das sei vergleichbar mit dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright vor 115 Jahren, der am 17. Dezember 1903 in ebenfalls zwölf Sekunden 36 Meter weit führte, schreiben die Wissenschaftler.

Allerdings konnte der etwas mehr als sechs Meter lange Doppeldecker der Wrights einen Piloten tragen. Davon sind die Versuche mit dem Ionenantrieb noch weit entfernt. Das MIT-Modell kann zwar die nötigen Akkus, einen speziell entwickelten Hochspannungswandler und eine Fernbedienung transportieren, für eine Nutzlast ist derzeit jedoch keine Kapazität vorhanden. Das Verfahren lasse sich aber optimieren, betonen die Forscher.
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Auch die Skalierbarkeit des Antriebssystems für große Flugzeuge müsse noch gezeigt werden, betont Franck Plouraboué von der Universität Toulouse in einem Begleitkommentar in "Nature": "Kann der Ionenwind-Antrieb ein Flugzeug von mehreren Tonnen fliegen lassen? Diese praktische Frage ist noch offen." Es sei aber denkbar, dass der Ionenwind Leichtbauflieger wie das Solarflugzeug "Solar Impulse 2" in der Luft halten könne, das mit konventionellen Elektromotoren 2015 und 2016 in mehreren Etappen um die Welt geflogen war.

Auch die Entwickler sehen den Ionenwind zunächst eher als Antrieb für leichte, unbemannte Flüster-Flieger und Drohnen. Auf lange Sicht stellt sich Barrett aber auch effizientere Hybrid-Passagierflugzeuge vor, die sowohl einen klassischen Antrieb als auch einen Ionenantrieb haben. Das Team arbeitet nach eigenen Angaben an einer Erhöhung der Effizienz seines Antriebs, um mehr Ionenwind mit weniger elektrischer Spannung zu produzieren. Außerdem wollen sie die Schubdichte erhöhen, also den Schub pro Fläche, um den Ionenantrieb kleiner zu machen.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa

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Abschleppdienst für Satelliten - Firmen wittern Geschäft mit Weltraumschro

Postby Weltbookadmin47 » 19. Jan 2019 15:19

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Firmen-witte ... 18496.html

Samstag, 19. Januar 2019
Abschleppdienst für Satelliten - Firmen wittern Geschäft mit Weltraumschrott
90032308.jpg

Das US-Militär zählt rund 23.000 Objekte in Erdnähe - darunter nur 1900 aktive Satelliten.

picture alliance / ESA/dpa
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Um die Erde kreisen Tausende künstliche Objekte: Raketenstücke, Trümmerteile von Kollisionen oder auch Satelliten ohne Treibstoff. Unternehmen entdecken in einigen dieser Altlasten ein neues Geschäftsfeld - so könnte bald eine Pannenhilfe fürs All entstehen.

Ein Flugzeugfriedhof mit Tausenden Maschinen, denen schlicht das Kerosin ausgegangen ist? Was auf der Erde unvorstellbar ist, geschieht seit Jahrzehnten mit Satelliten im All: Wenn ihnen der Treibstoff ausgeht und sie daher ihre Umlaufbahn verlassen, haben sie ausgedient. "Da werden buchstäblich hunderte Millionen Dollar zum Fenster hinausgeworfen", betont Al Tadros, Vize-Chef für Weltrauminfrastruktur und zivile Raumfahrt beim Satellitenbauer SSL.

Die Wartung von Satelliten im Weltraum ist daher eine Zukunftsbranche. Vor allem in der US-Hauptstadt Washington gab es in den vergangenen Jahren viele solche Unternehmensgründungen, nicht zuletzt weil eine Reparatur im All profitabler ist als neue Satelliten-Missionen.
SojusSatellit.jpg
Wissen 07.11.18
Früherkennung von Naturkatastrophen Esa schießt neuen Wettersatelliten ins All

Die Firma SSL etwa will 2021 ein Raumfahrzeug ins All schicken, das in einer entfernten, geostationären Umlaufbahn zwei bis drei Dutzend Satelliten warten kann. Dort, etwa 36.000 Kilometer von der Erde entfernt, gibt es rund 500 aktive Satelliten, hauptsächlich für Telekommunikation.

Das unbemannte Raumschiff soll an einen Satelliten andocken können, um ihn zu inspizieren, zu betanken und möglicherweise zu reparieren, Komponenten zu wechseln und dann wieder in die richtige Umlaufbahn zu bringen. Vergleichbar sei dies "mit einem ADAC-Servicewagen", sagt Tadros. Finanziell sieht er darin "eine sehr große Chance".
Alte Satelliten verglühen lassen

Der Telekommunikationsriese Intelsat, der 50 geostationäre Satelliten betreibt, unterzeichnete seinerseits einen Vertrag mit Space Logistics, einer Niederlassung des US-Konzerns Northrop Grumman, für seinen Reparaturapparat MEV: Dieser docke ähnlich wie ein Abschleppwagen an einem ausgefallenen Satelliten an und lotse diesen wieder auf seine korrekte Umlaufbahn, erläutert Vizechef Ken Lee.

Ein Magnetsystem zur Erfassung von Weltraumschrott und kaputten Satelliten entwickelt das 2013 gegründete japanische Unternehmen Astroscale. Ein Testlauf ist für 2020 geplant. Und der Luftfahrtkonzern Airbus will von 2023 an mit seinem Programm "Space Tug" alte Satelliten auf 200 Kilometer Entfernung zur Erde schleppen, damit sie dort verglühen.
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Wissen 24.10.18
700.000 tödliche Geschosse im All Netz soll Weltraumschrott einfangen

Die Pannenhilfe im All könnte auch den zunehmenden Weltraumschrott reduzieren helfen: Von den rund 23.000 vom US-Militär gezählten Objekten im All sind nur 1900 aktive Satelliten. Der Rest, der sich mit Geschwindigkeiten von etwa 20.000 bis 30.000 Stundenkilometern um die Erde bewegt, umfasst beinahe 3000 inaktive Satelliten, 2000 Raketenstücke wie etwa zweite Raketenstufen und tausende von Trümmerteilen aus dem Abschuss eines chinesischen Satelliten im Jahr 2007 und der Kollision zweier Satelliten im Jahr 2009.
"Wollen keinen Wilden Westen"

Für kleine Trümmerteile gibt es bisher keine kurzfristige Lösung, doch manövrierunfähige Satelliten würden viele gern aus der erdnahen, viel frequentierten Umlaufbahn entfernen. So verlangt Frankreich seit 2008 von Satellitenbetreibern Maßnahmen zur "Deorbitierung" ihrer Raumfahrzeuge, also eine Software, die sie nach 25 Jahren wieder in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen lässt, wie Sicherheitsexperte Laurent Francillout von der französischen Raumfahrtagentur CNES erklärt.

Ausrangierte Satelliten im geostationären Orbit müssen dagegen in einen "Friedhofsorbit" 300 Kilometer weiter von der Erde entfernt ausweichen. Dies will Francillout auch auf andere Länder ausdehnen.

Das Problem Weltraumschrott wird immer drängender: Die Zahl der Satelliten im Weltraum hat sich laut Branchenverband Satellite Industry Association in fünf Jahren um 50 Prozent erhöht - Tendenz steigend. US-Experten diskutieren daher eine bessere internationale Regulierung des Weltraumverkehrs. Fred Kennedy von der militärischen US-Forschungsagentur Darpa betont: "Wir wollen keinen Wilden Westen."

Quelle: n-tv.de, psa/AFP
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Sonde "Beresheet" vor dem Start - Israel bricht zur eigenen Mondlandung au

Postby Gudrun Graf » 18. Feb 2019 18:25

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Israel-brich ... 62911.html

Montag, 18. Februar 2019
Sonde "Beresheet" vor dem Start - Israel bricht zur eigenen Mondlandung auf
Von Kai Stoppel
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Das unbemannte Mini-Raumschiff "Beresheet" hat ein Gewicht von 585 Kilogramm und ist eineinhalb Meter hoch.

REUTERS
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Drei Großmächten ist bisher eine Landung auf dem Mond gelungen. Nun will das kleine Land Israel es ihnen gleichtun. Am kommenden Freitag startet die israelische Sonde "Beresheet" zu ihrer Reise zum Erdtrabanten.

Am 21. Juli 1969 steckte ein US-Astronaut die Flagge der Vereinigten Staaten in die Oberfläche des Mondes. Fast 50 Jahre später will ein weiteres Land seine Flagge auf dem Erdtrabanten aufstellen: Israel. In der Nacht zum Freitag soll die kleine israelische Sonde "Beresheet" mit einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk in Richtung Mond aufbrechen. Der Start sei um 2.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant, teilte die israelische Organisation SpaceIL mit.
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Wirtschaft 22.01.19
Airbus-CEO Hoke zur Raumfahrt "Chinesen legen eine hohe Geschwindigkeit vor"

Die Landung auf dem Mond wird sieben Wochen später am 11. April erwartet. Die Entfernung zum Mond beträgt rund 384.000 Kilometer. Die Sonde soll auf ihrer siebenwöchigen Reise allerdings rund 6,5 Millionen Kilometer zurücklegen, weil sie mehrmals um die Erde und um den Mond kreisen muss, bevor sie landen kann.

Auch wenn es sich bei der Sonde um eine vergleichsweise kleine wissenschaftliche Unternehmung handelt, ist der symbolische Wert gewaltig. Israel werde nach den Großmächten USA, Russland und China erst das vierte Land sein, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet, sagte Ido Antebi, Geschäftsführer von SpaceIL. "Am Freitagmorgen werden wir Geschichte schreiben."

Erst Anfang des Jahres hatte China mit seiner Mond-Mission für Aufsehen gesorgt. Die Sonde Chang'e 4 war die erste, die auf der Rückseite unseres Trabanten gelandet ist. Insgesamt gelang China damit die zweite erfolgreiche Mondlandung - die Sonde Chang'e 3 setzte bereits 2013 auf der Mondoberfläche auf.
Magnetfelder auf dem Mond messen

Das Hauptziel der israelischen Mission ist laut Oded Aharonson vom Weizmann-Institut in Rechovot, das Magnetfeld des Mondes zu messen. Genauer gesagt, sollen die Felder von magnetischen Felsen auf der Mondoberfläche untersucht werden. Damit hoffen die Forscher, eine Theorie über die Entwicklung des lunaren Magnetfelds überprüfen zu können.
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Wissen 20.01.19
Letzter Blutmond für Jahre Astro-Spektakel leuchtet rot am Montag-Morgenhimmel

Die Sonde hat außerdem eine Reihe von Spiegeln an Bord, mit denen der Mond-Satellit "Lunar Reconnaissance Orbiter" der Nasa per Laserstrahl genau auf der Mondoberfläche orten kann. An Bord von "Beresheet" - übrigens der hebräische Name des 1. Buch Mose in der Bibel - soll zudem eine Zeitkapsel mit hunderten digitalen Dateien sein. Darunter ist auch eine hebräische Bibel, die auf einem Träger in Münzgröße gespeichert ist.

Initiiert wurde das Projekt im Jahr 2011 als Teil des Wettbewerbs "Google Lunar X-Prize". Inzwischen hat Israel es jedoch zur nationalen Aufgabe erklärt. Der Bau der Sonde hat umgerechnet 84 Millionen Euro gekostet. Die Kosten wurden vor allem von privaten Spendern getragen, allen voran dem israelischen Milliardär Morris Kahn. "Wenn Israel auf dem Mond landet, wird jeder Jude sich daran erinnern, wo er in dem Moment war", sagte Kahn, der auch Präsident von SpaceIL ist. "Israel tut etwas Großartiges. Nichts ist unmöglich - wir wagen es, zu träumen, und diesen Traum in Wirklichkeit zu verwandeln."
Arabische Sonde soll Mars erkunden

Mit der israelischen Mission nehmen die Raumfahrt-Bemühungen aus dem Nahen Osten weiter Fahrt auf. Allerdings erlitt Israels Erzfeind Iran in diesem Jahr bereits Rückschläge, nachdem zwei Starts von Satelliten in Folge missglückt waren. Seinen ersten selbst gebauten Satellit hatte der Iran im Jahr 2009 gestartet.

Neben Israel planen auch die Vereinigten Arabischen Emirate eine ambitionierte Weltraummission: Im Jahr 2020 soll die Sonde "Hope" auf die Reise zum Mars gehen und den roten Planeten sieben Monate später erreichen. Aus einer Umlaufbahn wird sie die Marsoberfläche fotografieren und die Atmosphäre des Planeten erforschen, so die Pläne.
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Wissen 03.01.19
Neue Machtverteilung im All China forscht hinterm Mond

Quelle: n-tv.de, mit dpa

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Weltraumschrott erbost Nasa-Chef - Indischer Satelliten-Abschuss gefährdet

Postby Weltbookadmin47 » 2. Apr 2019 21:14

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Indischer-Sa ... 43637.html

Dienstag, 02. April 2019
Weltraumschrott erbost Nasa-Chef - Indischer Satelliten-Abschuss gefährdet ISS
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Indien sieht sich als vierte Großmacht im All: Das Foto zeigt die Trägerrakete PSLV, wie sie vom Satish Dhawan Space Centre aus startet.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Der indische Premier feiert sein Land nach einem Satelliten-Abschuss als neue Großmacht im All. Der Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist derweil erzürnt über den Test. Weltraumschrott und herumfliegende Teile gefährden die Internationale Raumstation.

Der Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jim Bridenstine, hat einen indischen Satelliten-Abschuss zu Testzwecken als eine Gefährdung der Internationalen Raumstation ISS verurteilt. In einer Ansprache vor Nasa-Mitarbeitern sprach Bridenstine von einer "furchtbaren" Aktion, denn der durch die Zerstörung des Satelliten entstandene Weltraumschrott drohe die ISS zu treffen.
TV-Now 18.03.19
Geniale Technik Geniale Technik - Die ISS-Raumstation

Der Abschuss des indischen Satelliten vergangene Woche war Teil eines indischen Raketentests. Das Flugobjekt befand sich in einer relativ geringen Höhe von 300 Kilometern, deutlich unter der Umlaufbahn der ISS und anderer Satelliten. Dennoch stellten die herumfliegenden Teile des zerstörten Satelliten eine Gefahr für die ISS dar, warnte Bridenstine. 24 Trümmerteile seien in die Nähe der Raumstation gelangt und könnten mit dieser kollidieren.

Die Aktion der indischen Regierung sei "nicht mit der Zukunft der Raumfahrt vereinbar", sagte der Nasa-Chef. "Die Nasa muss sehr deutlich machen, welche Auswirkungen das für uns hat". Das US-Militär beobachtet Objekte im All, um Kollisionen vorherzusehen und Gefahren für die Raumstationen und Satelliten zu berechnen. Aktuell werden 23.000 Objekte verfolgt, die länger als zehn Zentimeter sind.
Indische Regierung feiert sich als vierte Weltraumgroßmacht
*Datenschutz

Infolge des indischen Raketentests wurden etwa 60 Trümmerteile mit einer Größe von mindestens zehn Zentimetern geortet. Dies habe das Risiko von Zusammenstößen mit der ISS um 44 Prozent innerhalb von zehn Tagen erhöht, erklärte die Nasa. Zwar sinkt das Risiko mit der Zeit, denn der Großteil des Weltraummülls dringt in die Erdatmosphäre ein und verglüht. Allerdings seien Schrottteile von einem chinesischen Anti-Satelliten-Test im Jahr 2007 noch immer in der Erdumlaufbahn.

Der indische Premierminister Narendra Modi erklärte nach Indiens Test in einer Fernsehansprache an die Nation gesagt, Indien sei nun nach den USA, Russland und China - den einzigen anderen Ländern, die Anti-Satellitenwaffen eingesetzt haben - die vierte Großmacht im All geworden. Es sei sichergestellt worden, dass kein Weltraumschrott entstehe, hieß es aus dem indischen Außenministerium.

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer kritisierte Indiens Test scharf. "Einen Satelliten abzuschießen, um zu beweisen, dass man eine Weltraummacht ist, zeigt nur, dass man es nicht ist", schrieb er auf Twitter. "Keine verantwortungsvolle Weltraummacht trägt freiwillig zur Entstehung von Weltraumschrott bei."

Quelle: n-tv.de, mau/AFP/dpa

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Neuer gigantischer Riesenflieger - Stratolaunch hebt erstmals vom Boden ab

Postby Weltbookadmin47 » 14. Apr 2019 10:34

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Stratolaunch ... 67159.html

Sonntag, 14. April 2019
Neuer gigantischer Riesenflieger - Stratolaunch hebt erstmals vom Boden ab
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Tief in der menschenleeren Mojave-Wüste im Südwesten der USA rollt ein völlig neuartiges Spezialflugzeug an den Start: Angetrieben von sechs Jumbo-Triebwerken steigt das von Microsoft-Mitgründer Paul Allen finanziertes Luftfahrt-Projekt Stratolaunch in den Himmel auf.

Das weltgrößte Flugzeug "Stratolaunch" hat in Kalifornien erfolgreich seinen ersten Testflug absolviert. Bei dem zweieinhalbstündigen Testflug erreichte der doppelrümpfige Spezialflieger eine Höhe von mehr als 5000 Metern und eine Spitzengeschwindigkeit von 300 Stundenkilometern, wie das Unternehmen Stratolaunch Systems Corporation mitteilte.
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Sechs Jumbo-Triebwerke und fast 120 Meter Spannweite: Der Stratolauncher soll kostengünstige Transportflüge ins All ermöglichen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Stratolaunch-Chef Jean Floyd sprach von einem "fantastischen" Jungfernflug. An Bord befand sich eine dreiköpfige Besatzung, bestehend aus zwei Piloten und einem Flugingenieur. Finanziert wurde die Entwicklung von Microsoft-Mitgründer Paul Allen. Nach Allens Tod im Oktober 2018 steht Stratolaunch jedoch vor einer unsicheren Zukunft.

Das Riesenflugzeug-Projekt soll Satelliten und Nutzfracht in eine günstige Startposition transportieren und irgendwann auch einmal Passagieren den Flug ins All ermöglichen. Die Abmessungen sind enorm: Das Flugzeug ist 72,5 Meter lang und fast 230 Tonnen schwer. Am Boden ruht das Gewicht der Maschine auf einem komplexen Fahrwerk mit insgesamt 28 Rädern. Bisher wurde das Stratolaunch-System nur bei Rollversuchen getestet.
Breiter als ein Airbus A380

Das riesige Fluggerät kommt auf eine Spannweite von 117 Metern und ist damit - von Flügelspitze zu Flügelspitze gemessen - knapp 40 Meter breiter als das weltgrößte Passagierflugzeug Airbus A380. Für die meisten Verkehrsflughäfen wäre der Stratolauncher damit viel zu sperrig. Für den Einsatz im Linienflugverkehr ist das Spezialflugzeug allerdings auch überhaupt nicht vorgesehen.

Der Stratolaunch-Jet ist ein eigens entwickeltes Trägerflugzeug, das für eine sehr spezielle Aufgabe gebaut wurde: Dank der enormen Spannweite soll die Maschine schwere Raketen-Nutzlasten in große Höhen bringen, um so kostengünstige Starts von Satelliten oder Raumschiffen zu ermöglichen. Für die ersten Flugversuche hob das ungewöhnliche Fluggerät vom Flughafen Space Port in der Mojave-Wüste ab.
Zusammengeschraubter "Frankenstein"-Jet

Beim Bau des Stratolaunchers ließen sich die Luftfahrtingenieure einiges einfallen: Die Maschine besteht im Kern aus wiederverwendeten Bauteilen zweier gebrauchter Jumbo-Jets vom Typ Boeing 747, die in vollkommen neuer Konfiguration zusammengesetzt wurden. Der Stratolauncher verfügt über zwei Rümpfe und sechs Triebwerke. Große Teile der Cockpit-Elektronik, der Fahrwerke und der Steuerung wurden weitgehend unverändert aus den gebrauchten Jumbos übernommen.
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Wirtschaft 12.04.19
Stärkste Rakete der Welt Falcon Heavy absolviert ersten kommerziellen Flug

Die Nutzlast soll im Praxisbetrieb zwischen den Rümpfen hängend in den Himmel steigen: Sobald der Raketenträger eine geeignete Höhe erreicht hat, koppelt sich das Weltraumvehikel ab und zündet die eigenen Triebwerke zum Start in den erdnahen Orbit. Der Stratolauncher kann anschließend zu seinem Startflughafen zurückfliegen.
Effizienter und billiger als Elon Musks Raketen?

Die Kombination aus Trägerflugzeug und Raketenstart in großer Höhe soll vergleichsweise energieeffiziente Transportflüge in den Weltraum ermöglichen. Im Vergleich zum herkömmlichen Raketenstart kommt das Stratolauncher-Konzept ohne teure Feststoffraketen-Booster oder riesige Flüssigtreibstofftankbehälter wie etwa im Fall des längst ausgemusterten Shuttle-Programms der Nasa aus.
Wissen 17.10.17
... 3, 2, 1 - Liftoff! Die stärksten Trägerraketen

Die bislang energieintensivste Flugphase in Bodennähe überwindet der Stratolauncher vor allem dank des starken Auftriebs seiner riesigen Tragfläche. Angetrieben wird das Gespann von sechs serienmäßigen Jet-Triebwerken wie sie auch unter den Tragflächen herkömmlichen Passagierflugzeuge hängen. Das senkt nicht nur die Bau- und Betriebskosten, sondern spart auch riesige Mengen an Raketentreibstoff. Und natürlich ist der Stratolauncher wiederverwendbar.

Leer und unbetankt wiegt der rund 73 Meter Stratolauncher rund 230 Tonnen. Das maximale Startgewicht soll früheren Angaben zufolge knapp 590 Tonnen erreichen. Abzüglich Treibstoff kann sich der Lastenträger damit mit rund 250 Tonnen schwere Frachtraketen in die geeignete Startzonen in rund 11.000 Metern Höhe schrauben.

Der im vergangenen Oktober gestorbene Microsoft-Mitgründer und Raumfahrtinvestor Paul Allen hatte das Projekt 2011 ins Leben gerufen. Sobald die Testphase abgeschlossen ist und der Stratolauncher in den Praxisbetrieb startet, steht das Projekt in direkter Konkurrenz zu anderen kommerziellen Satellitenstart-Anbietern wie etwa SpaceX, dem Weltraum-Ableger von Tesla-Chef Elon Musk.
Wissen 17.04.12
Wohin alte Nasa-Fähren fliegen Die letzte Reise der "Discovery"
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mmo/AFP/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Stratolaunch ... 67159.html
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Bezos will Menschen befördern - Amazon-Chef stellt Mond-Fähre vor

Postby Weltbookadmin47 » 11. May 2019 11:52

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Amazon-Chef- ... 16404.html
Bezos will Menschen befördern - Amazon-Chef stellt Mond-Fähre vor
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Amazon erobert nicht nur die Erde, sondern nun auch den Mond - zumindest wenn es nach Gründer Bezos geht. Der stellt jetzt sein Modell eines Gefährts vor, das nicht nur Ausrüstung, sondern auch Menschen auf den Mond bringen könnte.

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in Washington ein Modell einer Mondlandefähre präsentiert. "Es ist Zeit, zum Mond zurückzukehren - und dieses Mal, um zu bleiben", sagte der 55-Jährige bei der Enthüllung. In Bezug auf das Mondgefährt sagte Bezos: "Das ist ein unglaubliches Fahrzeug und es wird zum Mond fliegen". Seine Firma Blue Origin habe seit drei Jahren am Design des Mondlandefahrzeugs "Blue Moon" gearbeitet. Es solle bis zu vier Mondautos sowie Geräte für wissenschaftliche Untersuchungen und eventuell sogar Menschen an Bord nehmen können.
*Datenschutz

Der Raketenhersteller Blue Origin twitterte dazu: "Heute hat unser Gründer unsere Vision geteilt, in den Weltraum zu fliegen, um der Erde zu helfen. Wir müssen zum Mond zurückkehren, dieses Mal, um zu bleiben." Man sei bereit, die Nasa bis 2024 mit "Blue Moon" zu unterstützen.

Bezos selbst twitterte: "Blue Origin baut die Infrastruktur, um eine neue Generation von Träumern zu entfesseln. Ich habe diese Menschen heute getroffen, die Zukunft ist in guten Händen." Bezos hatte vor gut einem Jahr gesagt, Blue Origin sei "das Wichtigste, was ich mache". Er denke, dass die Erschließung des Sonnensystems unter anderem nötig sei, um künftige Energiekrisen zu verhindern.

Bezos ist Gründer und Chef des weltgrößten Online-Händlers Amazon sowie Eigentümer der "Washington Post". Neben Bezos engagiert sich auch Tesla-Chef Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX in der Raumfahrt. Musk konzentriert sich allerdings auf die Besiedlung des Mars. Beide US-Raketenanbieter erhalten hoch dotierte Aufträge von der Regierung in Washington und können so die Preise auf dem kommerziellen Markt drücken.
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Wissen 23.08.18
Flugobjekte der Zukunft Da fliegt was in der Luft

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/rts
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Deutscher diesmal mit dabei ? - Nächster Schritt auf dem Mond steht bevor

Postby Weltbookadmin47 » 20. Jul 2019 20:31

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Naechster-Sc ... 98403.html

Samstag, 20. Juli 2019
Deutscher diesmal mit dabei ? - Nächster Schritt auf dem Mond steht bevor
Von Kai Stoppel
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Im Jahr 2023 will das Unternehmen SpaceX Touristen zum Mond befördern. Aussteigen sollen sie dort allerdings nicht.

(Foto: Space Exploration Technologies Corp.)
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50 Jahre nach der ersten Landung gerät der Mond wieder in den Fokus. Die USA drücken aufs Tempo - 2024 soll wieder ein Mensch den Erdtrabanten betreten. Aber auch China treibt eine eigene Landung voran. Europa wiederum träumt von einem internationalen "Monddorf".

Wenn man davon spricht, dass Dinge vor einem halben Jahrhundert geschehen sind, gelten diese in der Regel als überholt. Anders bei Mondlandungen - zwar betraten schon vor 50 Jahren, am 20. Juli 1969, die ersten Menschen den Erdtrabanten. Das könnte sich aber bald wiederholen - denn der Mond ist wieder in den Fokus einer ganzen Reihe von Staaten und auch privaten Unternehmen gerückt.
Mond-Pläne anderer Länder

Indien: Als erste indische Mondmission soll "Chandrayaan-2" Ende 2019 am Südpol des Erdtrabanten landen.
Russland: Die ersten Kosmonauten sollen Anfang der 2030er-Jahre auf dem Mond landen. 14 Tage sollen sie bleiben.
Japan: Die Hightech-Nation will sich am Bau der Nasa-Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes ab Mitte der 2020er-Jahre beteiligen
Südkorea: Bis Ende 2020 soll die Sonde "Korea Pathfinder Lunar Orbiter" (KPLO) mit einer SpaceX-Rakete zum Mond fliegen.

Und die USA - bisher einzige Nation mit Astronauten auf dem Mond - machen bei der Neuauflage am meisten Tempo. Der ursprüngliche Zeitplan des Mondprogramms wurde überarbeitet, bereits im Jahr 2024 - statt wie bisher geplant 2028 - sollen die ersten Menschen nun wieder einen Fuß in den Mondstaub setzen. Natürlich sollen es US-Amerikaner sein, so die "offizielle Politik" der Trump-Regierung - darunter auch die erste Frau auf dem Mond.

Laut einem internen Nasa-Plan, über den das Onlineportal "Ars Technica" im Mai berichtete, soll es dann Schritt für Schritt in Richtung einer dauerhaft bewohnten Mondstation gehen. Mit fast 40 Flügen sollen bis zum Jahr 2028 Gerät, Behausungen und Menschen zum Erdtrabanten transportiert werden. Eine möglicherweise dauerhaft bewohnte Raumstation im Mondorbit, das "Lunar Gateway", ist geplant, der eine wichtige Doppelfunktion zukommt: zum einen als bemanntes Forschungslabor, zum anderen als Ausgangspunkt für die Landemissionen.
Auch China will den Mond erobern

Warum die USA derzeit so aufs Tempo drücken, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass die von der US-Regierung als Konkurrenz identifizierte Volksrepublik China ihrerseits Pläne für eine Mondlandung vorantreibt. Erst Anfang des Jahres hatte China seine Ambitionen - und vor allem: seine Fähigkeiten - in Sachen Mond-Landungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit "Chang'e 4" setzte im Januar bereits die zweite chinesische Sonde erfolgreich auf dem Mond auf - und zwar auf dessen Rückseite, was bisher weder die USA noch Russland vollbracht hatten.

Aber die Chinesen wollen noch mehr. Das Mondprogramm der Volksrepublik sieht eine schnelle Steigerung der Fähigkeiten vor. Noch in diesem Jahr soll eine weitere Sonde gestartet werden, die Bodenproben zurück zur Erde bringt. Bei weiteren Missionen in den 2020ern sollen systematisch Technologien für den Aufbau einer Station am Südpol des Mondes erprobt werden. In den 2030ern soll der erste Chinese den Mond betreten, verlautete aus offiziellen Kreisen.

Aber nicht nur die Weltraumnationen, auch private Unternehmen arbeiten an bemannten Flügen zum Erdtrabanten. Die weit fortgeschrittene Raketentechnik der Firma SpaceX des genauso exzentrischen wie visionären Elon Musk soll bereits im Jahr 2023 den japanischen Unternehmer Yusaku Maezawa einmal um den Mond herum schießen. Den Schub liefern soll eine von SpaceX entwickelte eigene Super-Rakete, die "BFR" ("Big Falcon Rocket"). Bereits 2020 soll sie zum ersten Mal fliegen - obwohl auch SpaceX seine Zeitpläne oft nicht eingehalten hat.

Sogar von einer Mondlandung träumt ein anderer US-Milliardär: Amazon-Chef Jeff Bezos. Im Mai präsentierte er seine Mondlandefähre "Blue Moon". Für das Jahr 2024 ist eine Landung am Mond-Südpol geplant, so das ambitionierte Ziel. Als Rakete könnte die "New Glenn" von Bezos' eigenem Raumfahrtunternehmen "Blue Origin" dienen. Allerdings ist auch die noch nicht startklar - erst im kommenden Jahr soll sie ihren Erstflug absolvieren.

Auch der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus nimmt den Mond ins Visier und hat gemeinsam mit Bezos im vergangenen Jahr den internationalen Wettbewerb "The Moon Race" ins Leben gerufen. Im Zentrum stehen dabei Techniken, mit denen auf dem Mond später Energie, Wasser und Nahrung produziert werden können.
Vision von europäischem "Monddorf"

Denn auch in Europa träumt man von der Rückkehr zum Mond. Der Chef der europäischen Raumfahrtorganisation Esa, Jan Wörner, sorgte mit seiner Vision eines "Monddorfes" für Furore. Auf einer permanenten Mondbasis sollen verschiedene Nationen gemeinsam forschen und den Mond kommerziell erschließen - sei es als Rohstoffquelle oder für den Tourismus. Auch China soll mit eingebunden werden, betonte Wörner.

Allerdings ist Europa mangels eigener leistungsfähiger Trägerraketen und Raumschiffe bei seinen Mondplänen bisher auf die USA angewiesen. Gemeinsam baut man bereits das Mond-Raumschiff "Orion", für das die Esa ein Servicemodul entwickelt hat - ohne dieses Antriebsmodul könnte "Orion" nicht fliegen.

Dank der engen Zusammenarbeit könnte Europa vom hohen Tempo der USA profitieren. Schon im Jahr 2023, wenn ein bemanntes "Orion"-Raumschiff erstmals wieder den Mond umrunden soll, ist womöglich auch ein Europäer mit an Bord. Vielleicht sogar ein Deutscher - Astronaut Alexander Gerst jedenfalls hat bereits seine Bereitschaft dazu erklärt. Infrage kommt auch sein Kollege Matthias Maurer, der wie Gerst zum Esa-Astronautenkorps gehört. Der 49-Jährige wurde in der Vergangenheit bereits als "der erste Deutsche auf dem Mond" gehandelt.

Jetzt bei TVNOW die exklusive Doku "Wettlauf zum Mond" ansehen.

Quelle: n-tv.de
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Kollision im All verhindert - Esa-Satellit umfliegt SpaceX-Satelliten

Postby Weltbookadmin47 » 5. Sep 2019 18:32

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Esa-Satellit ... 48848.html
Kollision im All verhindert - Esa-Satellit umfliegt SpaceX-Satelliten
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"Aeolus" umkreist die Erde in rund 300 Kilometern Höhe.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Es wird eng in der Umlaufbahn der Erde: Immer mehr staatliche und auch private Organisationen schicken Satelliten ins All. Der verhinderte Zusammenprall zweier Modelle lässt nun den Ruf nach Vorfahrtsregeln lauter werden.

Ein Satellit der europäischen Raumfahrtagentur Esa ist einem "Starlink"-Satelliten des Raumfahrtunternehmens SpaceX ausgewichen. Es war laut Esa das erste Mal, dass ein Satellit der Agentur einen Satelliten einer sogenannten Großkonstellation umsteuert hat. Großkonstellationen bezeichnen Verbünde von zum Teil vielen Tausend Satelliten. Mehrere Unternehmen - darunter SpaceX - versuchen, solche Konstellationen aufzubauen.
*Datenschutz

Der Erdforschungssatellit "Aeolus" zündete seine Triebwerke am Montagmorgen, wie die Esa auf Twitter mitteilte. Experten berechneten vorher das Kollisionsrisiko und entschieden anschließend, "Aeolus" etwas weiter von der Erde wegzubewegen. "Aeolus" hat den SpaceX-Satelliten also überflogen. Laut Esa lag die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision bei etwa 1 zu 1000.

Zuvor hatte die Esa SpaceX kontaktiert. Zusammen wurde entschieden, dass "Aeolus" ausweicht. Die Absprache sei wichtig, sagte Holger Krag, der Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände. Ansonsten könnte es im schlimmsten Fall sein, dass beide Satelliten in die gleiche Richtung ausweichen und so weiter aufeinanderzusteuern. Die Absprache mit SpaceX funktionierte laut dem Experten gut. Das sei nicht immer so: "Es gibt Satellitenbetreiber, die reagieren gar nicht, wenn man sie anschreibt."
Mehr Satelliten bedeuten mehr Manöver

Im Weltall gebe es bislang keine Vorfahrtsregeln, erläuterte Krag. Rund 90 Prozent der potenziell gefährlichen Begegnungen passierten mit inaktiven Weltraumrückständen - da sei klar, dass der aktive Satellit ausweichen muss. Bei Begegnungen zwischen zwei aktiven Satelliten müssen die Betreiber von Fall zu Fall entscheiden, was passiert. Die Esa fordert Regeln und treibt eine Automatisierung des Prozesses voran. Denn durch die steigende Zahl von Satelliten werde es in Zukunft auch mehr Ausweichmanöver brauchen.

"Aeolus" misst mittels Laser die Winde rund um die Erde. Der Satellit umkreist den Planeten in rund 300 Kilometern Höhe und ist seit etwas mehr als einem Jahr im All. Das Projekt "Starlink" von SpaceX könnte in den kommenden Jahren aus bis zu 12.000 Satelliten bestehen. Das erdumspannende Netz soll künftig auch entlegene Erdregionen mit schnellem Internet versorgen.
Wissen 15.02.14
Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Esa-Satellit ... 48848.html
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Funkstille im Kontrollzentrum - Indien verliert Kontakt zur Mondsonde

Postby Weltbookadmin47 » 7. Sep 2019 14:30

Luft und Raumfahrt
https://www.n-tv.de/wissen/Indien-verli ... 58125.html
Funkstille im Kontrollzentrum - Indien verliert Kontakt zur Mondsonde
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Parabol-Antenne der indischen Raumfahrtorganisation Isro.

(Foto: dpa)
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Die spektakuläre Reise zum Mond endet mit einem Fehlschlag: Der Kontakt zur Landefähre der indischen Mondmission bricht kurz vor dem Ziel ab. Unter den Augen von Premier Modi muss der Leiter der Mission das Scheitern bekanntgeben.

Der große Traum vom Sprung ins All ist vorerst geplatzt: Vier Wochen nach dem Start ist die indische Weltraum "Chandrayaan-2" kurz vor dem Höhepunkt der Reise zum Mond gescheitert. Der Kontakt zur Landefähre "Vikram" sei kurz vor dem geplanten Aufsetzen gegen 2.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr deutscher Zeit) abgebrochen, wie der Leiter der indischen Mondmission im Kontrollzentrum der Raumfahrtbehörde Isro im südindischen Bengaluru bestätigte. Was genau zu dem neuerlichen Fehlschlag führte, ist noch unklar.
*Datenschutz

Das Manöver sei zunächst planmäßig verlaufen, dann sei aber der Kontakt zwischen der Landesonde und dem Kontrollzentrum am Boden abgerissen, berichtete die Isro. Die bis dahin übermittelten Daten würden nun ausgewertet. "Vikram" sollte in der Nähe des Mond-Südpols aufsetzen.

Die Sonde war gut zwölf Stunden zuvor in die Mondumlaufbahn eingeschwenkt. Das Manöver, das die Endphase des Mondflugs einleitete, begann um 9.02 Uhr Ortszeit (6.32 Uhr MESZ) und dauerte 29 Minuten, wie die indische Raumfahrtbehörde zuvor mitgeteilt hatte. In der Nacht auf Samstag sollte die Landeeinheit des indischen Mondflugprojekts dann eigentlich mit einem kleinen Rover an Bord auf der Mondoberfläche aufsetzen. Das Manöver sollte Indien zur vierten Raumfahrtnation machen, der eine weiche Landung auf dem Mond gelingt.

Die Endphase des Landeanflugs wurde live im Fernsehen sowie weltweit im Internet übertragen. Im Kontrollzentrum selbst wartete Indiens Premierminister Narendra Modi zusammen mit anderen prominenten Gästen auf den historischen Moment, der dann letztlich ausfiel. Betroffenes Schweigen machte sich breit, als deutlich wurde, dass die Sonde nicht mehr zu erreichen war. Premier Modi zeigte sich gefasst. Tröstend klopfte er den Isro-Verantwortlichen auf die Schulter.

"Chandrayaan" bedeutet auf Sanskrit "Mondfahrzeug". Ziel der 142 Millionen Dollar (rund 126 Millionen Euro) teuren Mission war es, die Oberfläche der Südpol-Region zu kartieren, den Boden zu analysieren und Wasser zu suchen. In der Region war Anfang 2019 schon die chinesische Sonde "Chang'e 4" gelandet. Eine israelische Sonde war dagegen im April nach einem technischen Fehler bei der Landung auf dem Erdtrabanten zerschellt.
Gratulation aus Deutschland
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Politik 12.12.17
"Fundament für Mars-Mission" Trump will US-Astronauten auf den Mond schießen

"Chandrayaan-2" ist die zweite Mission des südasiatischen Landes zum Mond. Die erste Mondsonde "Chandrayaan-1" war 2008 gestartet und hatte den Mond umkreist, ohne auf ihm zu landen. Mit der Landung wollte das aufstrebende Schwellenland mit seine gut 1,3 Milliarden Einwohnern Raumfahrtgeschichte schreiben.

"Die indische Mission Chandrayaan-2 mit Orbiter, Landemodul und einem Mondrover ist hochkomplex und bereits mit dem Erreichen der Mondumlaufbahn ein großartiger Erfolg, zu dem wir unseren indischen Kollegen nur gratulieren können", hatte Hansjörg Dittus vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Vorfeld erklärt. "Schon Chandrayaan-1 war eine gelungene Demonstration der technischen und wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit des ehrgeizigen und anspruchsvollen indischen Raumfahrtprogramms. Insgesamt kommen 13 Experimente zum Einsatz, das sind hervorragende Aussichten für die Mondforschung".
Wissen 20.07.19
Bilder des größten Abenteuers Als der Mensch erstmals den Mond betrat

Quelle: n-tv.de, mmo/joh/dpa/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Indien-verli ... 58125.html
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