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Bei Opferritual erstochen - Rätsel von 140 Kinderskeletten in Peru gelöst

Postby Weltbookadmin47 » 28. Apr 2018 14:11

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Raetsel-von- ... 09683.html
Samstag, 28. April 2018
Bei Opferritual erstochen - Rätsel von 140 Kinderskeletten in Peru gelöst

Menschenopfer gelten heute als besonders grausam. In alten Kulturen gehörten sie jedoch oftmals zum religiösen Selbstverständnis. Ein Beleg dafür ist eine Opferstätte der Chimú-Kultur, an der vor über 500 Jahren zahlreiche Kinder sterben mussten.


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Archäologen haben in der Nähe der peruanischen Stadt Trujillo einen ebenso überraschenden wie verstörenden Fund gemacht. Ein internationales Forscherteam entdeckte insgesamt 140 Kinderleichen. Die Experten vermuten, es könnte sich um die weltweit größte jemals gefundene Kinderopferstätte handeln.

Die Grabstätte, bekannt als Las Llamas, enthielt demnach die sterblichen Überreste der Kinder und außerdem die Kadaver von 200 jungen Lamas. Die Kinder waren nach Angaben der Archäologen zwischen fünf und 14 Jahren alt. Der Zeitschrift "National Geographic" zufolge wurden Kinder vermutlich bei einer Zeremonie vor etwa 550 Jahren rituell geopfert. Ihre Leichname wurden dann in den Sand eines Steilhangs eingegraben. Sie sind bei den Ausgrabungen sehr gut erhalten. Auf vielen Schädeln hafteten noch immer die Überreste roter Farbe, die bei rituellen Opferungen verwendet wurde.

Vermutlich stammt die Begräbnisstätte aus der Zeit der Chimú-Kultur. Das zweitgrößte Reich nach der Inka-Kultur ist bekannt für seine Opferrituale. Es wird angenommen, dass die Kinder geopfert wurden, nachdem Überschwemmungen durch El Niño die Küsten verwüstet hatten.
Das Wichtigste, was sie hatten

"Sie haben den Göttern möglicherweise das Wichtigste angeboten, was sie als Gesellschaft hatten, und das Wichtigste sind Kinder, weil sie die Zukunft repräsentieren", sagte Gabriel Prieto, Archäologieprofessor an der Peruanischen Nationaluniversität von Trujillo. Prieto zufolge fanden die Forscher auch Fußabdrücke, die noch immer erhalten sind. Sie zeigen, dass die Kinder aus Chan Chan, etwa eineinhalb Kilometer von Las Llamas entfernt, zu der Opferstätte gekommen waren.
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Die Kinder waren mit Blick auf das Meer begraben worden, während die Lamas zu den Anden hin begraben wurden. Schnitte an Knochen, insbesondere an den Brustbeinen der Kinder, deuten darauf hin, dass die Opfer erstochen wurden. Die Forscher vermuten, dass den Opfern die Herzen entfernt worden sein könnten.

Die Forscher zeigten sich überrascht über den Fund: "Ich jedenfalls hätte nie damit gerechnet", erklärte der Anthropologe John Verano von der Tulane University gegenüber "National Geographic" und fügte hinzu: "Und ich denke, auch sonst niemand." Devano ist Teil des internationalen Forscherteams, das sich um die Dokumentation des Fundes kümmert.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 49291.html
Von Einhornknochen und Plagiaten: Irrtümer der Archäologie Von Einhornknochen und Plagiaten: Irrtümer der Archäologie

Quelle: n-tv.de , sba
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Skelett in Pompeji gefunden - Auf der Flucht von einem Stein erschlagen

Postby Weltbookadmin47 » 1. Jun 2018 20:45

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https://www.n-tv.de/wissen/Auf-der-Fluc ... 56556.html
Skelett in Pompeji gefunden - Auf der Flucht von einem Stein erschlagen

Wie dramatisch die letzten Stunden Pompejis sein mussten, beweist ein neu entdecktes Skelett: Als der Vesuv ausbricht, versucht der Mann wohl noch zu fliehen. Doch aufgrund einer Behinderung ist er nicht schnell genug - und wird von einem Stein zerquetscht.


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Italienische Archäologen haben in Pompeji einen außergewöhnlichen Fund gemacht: Sie entdeckten in der Ruinenstätte unter einem Trümmerstück ein fast 2000 Jahre altes Skelett. Der Mann war wohl auf der Flucht vor der Vulkanasche in Pompeji, als er von einem Steinblock erschlagen wurde. Seine Überreste liefern neue Erkenntnisse über das Fluchtgeschehen während der Katastrophe im Jahr 79.
Der Kopf des Skeletts wurde bislang noch nicht gefunden, aber die Forscher gehen davon aus, dass er unter dem massiven Steinblock begraben ist.
Der Kopf des Skeletts wurde bislang noch nicht gefunden, aber die Forscher gehen davon aus, dass er unter dem massiven Steinblock begraben ist.
(Foto: AP)

Das Skelett sei das erste, das bei den neuen Ausgrabungen in der sogenannten Region V Pompejis entdeckt wurde, teilte das italienische Ministerium für Kulturgüter und Tourismus mit. Der Brustkorb des Mannes war von dem Steinquader zerquetscht worden.

Nach ersten Untersuchungen der Wissenschaftler handelte es sich um einen erwachsenen Mann von mehr als 30 Jahren. Verletzungen in Höhe der Schienbeine deuteten an, dass er an einer Knochenentzündung litt und deshalb gehbehindert war. Deshalb habe er bei den ersten Anzeichen der Vulkaneruption wohl nicht schnell genug fliehen können. Eine mächtige Gas- und Aschewolke habe ihn rücklings umgeworfen, dann sei der Steinblock - womöglich ein Türpfosten - auf ihn gefallen.
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Die Stadt Pompeji am Südwestrand Neapels war zusammen mit mehreren Nachbarorten beim Ausbruch des Vesuvs vor 1939 Jahren unter Asche begraben - und weitgehend konserviert - worden. Was für die Bewohner eine Tragödie war, ist damit lange Zeit später für Archäologen zum Glücksfall geworden. Die Unesco-Welterbestätte zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an. Am Umgang der italienischen Behörden mit dem Kulturschatz gab es allerdings wiederholt Kritik.

Die Ausgrabungen in Pompeji begannen schon im 18. Jahrhundert, doch auch im 21. gibt es immer noch Neues zu entdecken. Erst Anfang Mai waren nahe der Stadt die Überreste eines Pferdes gefunden worden.

Quelle: n-tv.de , hny/dpa

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2000 Jahre altes Grab am See Genezareth

Postby Weltbookadmin47 » 12. Jun 2018 16:21

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/20 ... 74101.html
2000 Jahre altes Grab am See Genezareth

In der israelischen Stadt Tiberias machen Bauarbeiter eine historisch bedeutsame Entdeckung, als ein Bagger eine unterirdische Höhle freilegt. Zehn Meter unter der Oberfläche liegt ein Grabkomplex, der wahrscheinlich aus der Römerzeit stammt.


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Von einem "fast einzigartigem Fund auf diesem Gebiet" spricht die Israelische Altertumsbehörde, nachdem israelische Bauarbeiter eine rund 2000 Jahre alte Grabkammer am See Genezareth im Norden Israels entdeckten. Ein Bagger legte den Eingang der rund zehn Meter unter der Oberfläche liegenden Höhle frei. Jair Amizur von der Altertumsbehörde bestätigte den Fund in der israelischen Stadt Tiberias.
Die Grabkammer beherbergt mehr als zehn Grabnischen, in denen die Toten beerdigt wurden.
Die Grabkammer beherbergt mehr als zehn Grabnischen, in denen die Toten beerdigt wurden.
(Foto: picture alliance/dpa)

Die Grabkammer aus der Römerzeit sei schätzungsweise zwei Meter hoch und habe neben einem Eingangsraum und einer zentralen Kammer vermutlich mehr als zehn Grabnischen. In den Nischen wurden die Toten beerdigt. "Die Höhle muss als Grabkomplex für eine Familie gedient haben, die in der Stadt Tiberias oder in einem der angrenzenden Dörfer gelebt hat", so Amizur.
Details deuten auf reiche Familie hin
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Die Arbeiten an dem Kalkstein seien in hoher Qualität ausgeführt worden, die Dekorationen aufwendig, die Inschriften auf Griechisch. Dies alles deute auf eine reiche Familie hin. Die Eingangskammer ist bunt verputzt, wie die Altertumsbehörde mitteilt. Außerdem gibt es verzierte Knochenkisten aus Stein und Keramik, in die später die Knochen der Toten gelegt wurden. Die Grabnischen wurden mehrfach verwendet.

Tiberias wurde nach Angaben der Altertumsbehörde vor 2000 Jahren gegründet, im Jahre 18. Sie ist nach dem römischen Kaiser Tiberius benannt. Die Stadt liegt am Ufer des Sees Genezareth im Norden Israels und ist bereits seit Jahren das Zentrum archäologischer Ausgrabungen.
Datenschutz Zum Original https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/20 ... 74101.html

Quelle: n-tv.de , psa/dpa

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China verkündet Sensationsfund - Älteste Frühmenschenspur außerhalb Afrika

Postby Weltbookadmin47 » 11. Jul 2018 19:42

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https://www.n-tv.de/wissen/Alteste-Frue ... 24157.html
Mittwoch, 11. Juli 2018
China verkündet Sensationsfund - Älteste Frühmenschenspur außerhalb Afrikas

Wann verließen die ersten Frühmenschen Afrika? Forscher wollen in China die bislang ältesten Spuren einer Besiedlung entdeckt haben. Der Fund würde die paläoanthropologische Sicht auf die Besiedlung der Erde revolutionieren - wenn die Belege ausreichen.

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In China wollen Forscher die mit Abstand ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt haben. In Shangchen (Provinz Shaanxi) fanden sie knapp 100 Steinwerkzeuge sowie Tierknochen in Sedimentschichten, die bis zu 2,1 Millionen Jahre alt sind. Bisheriger Rekordhalter ist mit einem Alter von 1,8 Millionen Jahren die Fundstätte Dmanissi in Georgien, an der aber - im Gegensatz zu Shangchen - auch frühmenschliche Knochen entdeckt wurden. Sie werden Homo erectus zugeschrieben.

Der jetzige Fund zeige, dass Vertreter der Gattung Homo Afrika deutlich früher verlassen haben müssen als bisher gedacht, schreibt das Team um Zhaoyu Zhu von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Robin Dennell von der englischen Universität Exeter im Fachblatt "Nature". Ein unabhängiger Experte bewertet die Entdeckung allerdings skeptisch.
Bislang frühesten Funde von Homo sapiens 300.000 Jahre alt
Mitglieder des Grabungsteams an einem Hang des Lössplateaus, wo die bislang ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt wurden.
Mitglieder des Grabungsteams an einem Hang des Lössplateaus, wo die bislang ältesten Hinweise auf Frühmenschen außerhalb Afrikas entdeckt wurden.

Dass alle Frühmenschen aus Afrika stammen, gilt als sicher. Dort habe es Hominine vermutlich schon vor mehr als sechs Millionen Jahren gegeben, schreibt John Kappelman von der University of Texas in Austin in einem "Nature"-Kommentar. Zum Vergleich: Die bislang frühesten Funde von Homo sapiens sind etwa 300.000 Jahre alt und stammen aus Marokko. Der moderne Mensch verließ Afrika - nach bisherigem Wissensstand - erst vor grob 100.000 Jahren.

Andere Frühmenschen, darunter die Vorfahren der Neandertaler (Homo neanderthalensis), waren schon früher außerhalb Afrikas unterwegs. Forscher gehen davon aus, dass sich vor Hunderttausenden Jahren ein ganzes Spektrum verschiedener Menschenarten in Afrika und auch auf anderen Kontinenten tummelte, die inzwischen alle ausgestorben sind - bis auf den Homo sapiens.
Steinwerkzeuge und Tierknochen entdeckt

In China fanden die Forscher an steilen Hängen des Chinesischen Lössplateaus 96 Steinwerkzeuge. Darunter waren anscheinend mehrfach nachbehauene Objekte, die zum Schneiden, Schaben und Bohren dienten, sowie größere Steine, die vermutlich als Hammer genutzt wurden. Fast alle sind aus Quarz oder Quarzit und stammen vermutlich von den fünf bis zehn Kilometer südlich entfernten Ausläufern des Qin-Ling-Gebirges. Zudem fanden die Forscher Tierknochen von Hirschen (Cervidae) und Rinderartigen (Bovidae).

Datiert wurden die Funde mithilfe des sogenannten Paläomagnetismus. Das Team verglich in den Fundschichten die Ausrichtung magnetischer Mineralien mit der früheren Polarität des Erdmagnetfelds, das sich im Lauf der Erdgeschichte verändert und sogar in gewissen Abständen umpolt. Somit konservieren diese Mineralien die Ausrichtung des Erdmagnetfelds zu einer bestimmten Zeit. Die jüngsten Fundschichten sind den Forschern zufolge etwa 1,3 Millionen, die ältesten 2,1 Millionen Jahre alt. "Das macht es notwendig, die Datierung der anfänglichen Verbreitung der frühen Homininen in der Welt zu überdenken", schreibt das Team.
Bemerkenswerter Fundort

"Nature"-Kommentator Kappelman findet die Datierung überzeugend. Die gefundenen Werkzeuge ähneln demnach jenen in Afrika, die aus der gleichen Zeit stammen. Der Anthropologe glaubt, dass schon die Nutzer der neu entdeckten Objekte Vertreter der Gattung Homo waren. Bemerkenswert ist aus Sicht des Experten der Fundort im Osten von Asien - also sehr weit von Afrika entfernt. "Die Reise über grob 14.000 Kilometer von Ostafrika nach Ostasien bedeutet eine Ausdehnung des Lebensraums in dramatischer Dimension", schreibt Kappelman.

Jean-Jacques Hublin, Direktor am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, der an der Entdeckung der ältesten Homo-sapiens-Funde beteiligt war, ist hingegen vorsichtig. "Wenn sich dieser Fund bestätigt, wäre das eine Sensation", sagt er. Denn er fiele in eine Epoche, die sogar dem Homo erectus in Afrika - die ältesten Funde sind dort 1,9 Millionen Jahre alt - nach derzeitigem Kenntnisstand deutlich vorausginge.
"Außergewöhnliche Behauptungen brauchen außergewöhnliche Belege"
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"Wenn man außergewöhnliche Behauptungen aufstellt, braucht man außergewöhnliche Belege", sagt Hublin. Sowohl der Fundort als auch die Datierung werfen nach Ansicht des Forschers Fragen auf, die noch überprüft werden müssten. Zum einen lasse sich an dem Fundort - äußerst steilen Hängen - nicht ausschließen, dass Objekte aus jüngeren in ältere Lössschichten abgerutscht seien, etwa durch Risse und Spalten. "Wenn man eine Schicht mit Artefakten findet, muss man sie auf einer großen Fläche freilegen und zeigen, dass man eine konstante Verteilung findet. Das sehe ich hier nicht." Stattdessen hätten die Forscher die Hänge bislang nur sehr oberflächlich abgetragen.

Darüber hinaus sei die paläomagnetische Datierung anfällig für Fehler: Sie zeige kein absolutes Alter an, sondern nur eine bestimmte Ausrichtung des Magnetfelds, deren Alter sich nicht mit Sicherheit bestimmen lasse. Dennoch sei die Studie interessant, betont Hublin. "Wenn die Behauptung nachgewiesen wird, würde das unsere Sicht auf die Besiedlung der Welt revolutionieren."

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa

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Einkorn, Fleisch und viel Fett - Das war Ötzis letzte Mahlzeit

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jul 2018 20:00

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https://www.n-tv.de/wissen/Das-war-Otzi ... 25997.html
Einkorn, Fleisch und viel Fett - Das war Ötzis letzte Mahlzeit

Die Mumie von Ötzi, dem "Mann aus dem Eis", ist sehr gut untersucht. Nur der Mageninhalt war noch nicht richtig analysiert worden. Forscher rekonstruieren nun sein letztes Mahl und schließen daraus auf die Ernährung der Menschen vor 5300 Jahren.

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Ötzi hat in den letzten Tagen vor seinem Tod Steinbock, Hirsch und Getreide gegessen und dabei reichlich Fett verzehrt. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der Analyse seines Mageninhalts. Der Gletschermann habe das Fleisch roh oder vielleicht getrocknet gegessen, es sei aber nicht stark erhitzt worden, schreiben die Forscher um Frank Maixner vom Institut für Mumienforschung im italienischen Bozen im Fachblatt "Current Biology".

Maixner geht davon aus, dass Steinbock und Hirsch regelmäßig auf Ötzis Speiseplan standen. Der Mageninhalt war bislang - im Gegensatz zum Darm - nicht eingehend analysiert worden. Der Magen hatte sich bei der Mumifizierung verschoben und war erst 2009 bei Nachuntersuchungen entdeckt worden.
Hälfte des Mageninhalts war Fett
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Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis: Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit Uraltes Mordopfer aus dem Eis Ötzi ist weltweit eine Berühmtheit

Auffällig ist den Forschern zufolge vor allem, dass Fett etwa die Hälfte des Mageninhalts stellte. So habe Ötzi die nötige Energie für Wanderungen in großer Höhe aufnehmen können, schreiben sie. "Die hohe und kalte Umgebung ist für den Körper besonders fordernd und erfordert eine optimale Nähstoffversorgung, um schnell einsetzenden Hunger und Energieverlust zu vermeiden", wird Studienleiter Albert Zink in einer Mitteilung der Zeitschrift zitiert. "Der Eismann war sich anscheinend völlig bewusst, das Fett eine vorzügliche Energiequelle ist."

Dass Ötzi Steinbock gegessen hatte, war bereits 2002 bei Untersuchungen des Darms festgestellt worden.Und im Januar 2017 hatte der deutsche Mumienspezialist Zink berichtet, dass der Gletschermann als letzte Mahlzeit höchstwahrscheinlich getrocknetes Steinbockfleisch, eine Art steinzeitlichen Südtiroler Speck, zu sich genommen hatte. Die neue Studie zeigt nun, dass Steinbock und Hirsch am Ende seines Lebens zu seinen Mahlzeiten zählten. "Die Proteine passen zu Muskelfasern des Steinbocks, er hat also wirklich das Fleisch gegessen", sagt Maixner.
Spuren eines giftigen Farns

Ob es sich bei dem Hirsch um Fleisch oder um Innereien handelte, blieb dagegen unklar. Die verzehrten Körner waren demnach Einkorn, eine frühe Form von domestiziertem Getreide. Zudem enthielt der Magen Spuren eines giftigen Farns. Möglicherweise habe er dies versehentlich aufgenommen, vielleicht aber auch damit Magenprobleme behandeln wollen, schreibt das Team. Anfang 2016 hatte die Forschergruppe herausgefunden, dass Ötzi mit einer aggressiven Variante des Magenkeims Helicobacter pylori infiziert war. Heutzutage trägt etwa die Hälfte aller Menschen das Magenbakterium, das Entzündungen, Magengeschwüre und Krebs verursachen kann.
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Ötzi lebte vor 5300 Jahren und wurde hinterrücks mit einem Pfeil niedergestreckt. Studien deuten darauf hin, dass er die letzten zwei Tage seines Lebens recht rastlos verbrachte. Deutsche Wanderer hatten die Eismumie im September 1991 in der italienisch-österreichischen Grenzregion in der Nähe des Tisenjochs auf 3210 Metern Höhe entdeckt. Von dort wurde er ins Archäologische Museum nach Bozen gebracht.
Laktoseintolerant und tätowiert

Seither arbeiten Wissenschaftler daran, der Mumie möglichst viele Informationen zu entlocken. Neben dem Mord an Ötzi und immer mehr Details zur Ernährung weiß man inzwischen auch, dass er etwa Karies hatte. Augenfarbe, DNA und Blutgruppe sind bekannt - ebenso, dass der Gletschermann laktoseintolerant und tätowiert war.

Maixner will die Ernährung Ötzis auch in den kommenden Jahren weiter erforschen. So gebe es etwa die Idee, die Darmflora zu untersuchen und mit der Darmflora heutiger Menschen zu vergleichen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Flugsaurier-Skelett in den USA

Postby Weltbookadmin47 » 15. Aug 2018 11:18

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Fl ... 71250.html
Flugsaurier-Skelett in den USA

Anderthalb Meter Flugspannweite, 112 Zähne: Das sind einige Kennzahlen des Caelestiventus hanseni, eines Flugsauriers, der vor rund 225 Millionen Jahren die Erde bewohnte. Ein Skelett wurde nun entdeckt - gut erhalten.


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In den USA haben Forscher ein besonders gut erhaltenes Skelett eines Flugsauriers entdeckt. Das Exemplar des Caelestiventus hanseni wurde im westlichen Bundesstaat Utah gefunden, wie das Fachmagazin "Ecology & Evolution" berichtete. Das Tier hatte demnach eine Flügelspannweite von anderthalb Metern sowie 112 Zähne. Es flog aber nur bei der Nahrungssuche und bewegte sich sonst mit seinen vier Füßen auf dem Boden.

Flugsaurier tauchten vor rund 225 Millionen Jahren auf, es gab sie etwa 160 Millionen Jahre lang bis zum Ende der Kreidezeit. "Es gibt nur wenige Fossilien von Flugsauriern", sagte der Wissenschaftler Brooks Britt von der Universität Brigham Young in Utah. Die Knochen der Tiere seien sehr empfindlich, um leicht genug fürs Fliegen zu sein, weshalb sie meist nicht gut erhalten seien.
Intakte Knochen und Zähne
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Weltweit gibt es seinen Angaben zufolge nur etwa 30 derartige Skelette aus dem Trias-Zeitalter, das 51 Millionen Jahre lang andauerte. Der neue Fund beinhalte intakte Knochen und Zähne sowie Schädelteile - damit stellt er womöglich den bisher umfassendsten Skelettfund eines Flugsauriers dar.

Das Skelett ist noch von Sandstein umschlossen. Die Wissenschaftler konnten mithilfe akkurater 3D-Bilder und Computertomographie allerdings Modelle der einzelnen Skelettteile erstellen. Die Felsen, in denen das Skelett gefunden wurde, waren einmal Teil einer zwei Millionen Quadratmeter großen Wüste.

Quelle: n-tv.de , bad/AFP
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Historischer Fund - Porträt von Maya-Herrscher entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 25. Aug 2018 18:49

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https://www.n-tv.de/wissen/Portraet-von ... 90611.html
Samstag, 25. August 2018
Historischer Fund - Porträt von Maya-Herrscher entdeckt

In einer mexikanischen Ruinenstadt finden Archäologen einen lebensgroßen Stuck-Kopf. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um ein Porträt von "Pakal dem Großen", einem legendären Maya-Herrscher.

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Ein Porträt des legendären Maya-Herrschers Pakal vermuten Archäologen hinter dem Fund eines Statuenkopfes in Mexiko. Wie das mexikanische Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Inah) mitteilte, wurde der etwa lebensgroße Stuck-Kopf während Restaurierungsarbeiten in der Ruinenstadt Palenque entdeckt.

Der auch "Pakal der Große" genannte Herrscher K'inich Janaab' Pakal lebte in den Jahren 603 bis 683. "Wir wissen, dass Pakal der Große bis zu seinem Tod im Alter von 80 Jahren regierte", so die Archäologen. "Das Stuck-Gesicht zeigt einen älteren Mann, und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Skulptur ihn darstellen soll."
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Die Forscher hatten unter dem "El Palacio" genannten Ruinenkomplex eine Opferstätte entdeckt. Darin fanden sie neben dem Kopf auch mehrere Gefäße, Keramikfiguren und Tierknochen. Die Überreste eines Teichs aus der spätklassischen Periode der Maya-Kultur (ca. 600 bis 900 nach Christus) weisen demnach ebenfalls auf diesen Zeitraum hin.

Palenque im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist eine der wichtigsten archäologischen Fundstätten Mexikos. Die Zivilisation der Maya begann sich vor etwa 3000 Jahren in Mittelamerika zu entwickeln und erreichte ihren Höhepunkt in der Zeit von 250 bis 900 nach Christus. Ihr Herrschaftsgebiet erstreckte sich über das heutige Südmexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador.

Quelle: n-tv.de , psa/dpa
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Wrack im Meer vor Newport - Ist es dieses Mal die legendäre "Endeavour" ?

Postby Weltbookadmin47 » 23. Sep 2018 16:23

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Wrack im Meer vor Newport - Ist es dieses Mal die legendäre "Endeavour" ?

Seit nunmehr 25 Jahren suchen Forscher nach dem Wrack der Endeavour. Das Entdeckerschiff von Captain James Cook war 1778 mit zwölf anderen Schiffen vor Newport versenkt worden. Nun lassen neu genommene Maße und Proben hoffen.


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Vor fast 250 Jahren erreichte der legendäre Entdecker Captain James Cook mit seinem Schiff "Endeavour" Australien - nun wollen Archäologen in den USA die mögliche Fundstelle des berühmten Wracks entdeckt haben. Die seit 25 Jahren laufende Suche sei von 13 auf 5 mögliche Wracks eingegrenzt worden, von denen "ein oder zwei" Stätten besonders vielversprechend seien, teilte das Rhode Island Marine Archaeology Project (RIMAP) mit. Die Forscher wollen heute 3D-Bilder ihrer Entdeckungen vorstellen.

Der "Sydney Morning Herald" bezeichnete den Fund als "Durchbruch" in dem Versuch, eines der "größten Geheimnisse der Seefahrt" zu lüften. Das Wrack ist für die USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland von historischer Bedeutung und könnte zu einem Streit darüber führen, in welchem dieser Länder die Reste des Schiffes untergebracht werden sollen. Zum Termin, bei denen die neuen Bilder gezeigt werden sollen, wollen dem Bericht zufolge der Vorsitzende des Nationalen Maritimmuseums in Australien, Peter Dexter, sowie Australiens Generalkonsul in New York, Alastair Walton, anreisen.
Analyse der Proben steht noch aus

Um zu bestätigen, dass es sich bei dem Wrack tatsächlich um das berühmte Segelschiff handelt, müssen die von Tauchern genommenen Proben aber erst noch analysiert werden. Die meisten der Schiffe, die 1778 vor Newport versenkt wurden, waren aus amerikanischen oder indischem Bauholz. Die "Endeavour" hingegen wurde im Norden Englands vorwiegend aus Eichenholz gebaut. Dann sei zwar immer noch nicht sicher, dass es sich um das gesuchte Schiff handele, aber man könne zumindest beweisen, dass dieses Schiff britischen Ursprungs sein, erklärte Kevin Sumption, Direktor des Australischen Meeresmuseums.

Ist das der Fall, dann müssten sich die Forscher Genehmigungen bei den lokalen Behörden in den USA einholen, um rund um das Wrack zu graben und nach weiteren Beweisen zu suchen. Die Forscher hoffen auf verwertbare Reste von Materialien, die den Beweise zulassen, dass es sich um die die "Endeavour" handelt, die zuletzt als Gefängnisschiff im Einsatz war.
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Die britische Marine hatte die "Endeavour" 1768 für eine Forschungsfahrt im Pazifik gekauft. Cook erreichte Botany Bay an der australischen Ostküste im April 1770. Die Marine nutzte das Schiff später im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, bevor es mit einem Dutzend weiterer Schiffe in der Nähe von Newport versenkt wurde.

Die mögliche Fundstelle der "Endeavour" befindet sich unmittelbar vor der Küste nahe dem Ort Newport im Staat Rhode Island. Es ist unklar, wie gut das Wrack erhalten ist, da sich Eichen- und Kiefernholz nach mehr als 200 Jahren unter Wasser stark zersetzt haben dürfte. Die Archäologen glauben wegen der Maße, die Taucher von einem der Wracks genommen haben, dass es sich um das legendäre Schiff handelt.
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Quelle: n-tv.de , jaz/dpa

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Älteste Brauerei der Welt in Israel entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 27. Sep 2018 20:48

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Al ... 23737.html
Fundsache, Nr. 1383
Älteste Brauerei der Welt in Israel entdeckt

Nahe der israelischen Stadt Haifa finden Archäologen Hinweise auf eine rund 13.000 Jahre alte Brauerei. Dort wurde "eine Flüssigkeit hergestellt, die an Suppe erinnert, tatsächlich aber ein alkoholisches Getränk war". Es ist der früheste Nachweis für die Alkohol-Herstellung.


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Archäologen haben in Israel die vermutlich älteste Brauerei der Welt entdeckt. Bei Ausgrabungen in der Höhle von Rakefet südlich von Haifa fanden sie Hinweise auf eine rund 13.000 Jahre alte Produktionsstätte für Alkohol. "Wenn wir uns nicht täuschen, ist dies der älteste Hinweis auf eine Alkoholproduktion weltweit", sagte der Archäologieprofessor Dani Nadel von der Universität Haifa.

Die Forscher gehen davon aus, dass dort ein Bier-ähnliches Getränk produziert wurde, das bei Festen gereicht wurde. Die untersuchte Höhle diente in der Kultur des Natufien (12.500 bis 10.000 vor Christus), die vom Beginn der Sesshaftwerdung geprägt war, als Grabstätte.
Viel geringerer Alkoholgehalt als bei heutigem Bier

Die Menschen des Natufien hätten in der Höhle einige Tote auf einer von Blumen und Pflanzen bedeckten Plattform begraben. Zudem hätten sie dort "offenbar eine Flüssigkeit hergestellt, die an Suppe erinnert, tatsächlich aber ein alkoholisches Getränk war". Das Getränk habe deutlich weniger Alkohol enthalten als das heutige Bier, sei aber gegoren gewesen.

Bei ihren Ausgrabungen entdeckten die Forscher drei kleine Kammern von 40 bis 60 Zentimeter Tiefe, die in die felsige Höhlendecke gegraben worden waren. Zwei der Gruben dienten der Lagerung von Getreide, die dritte der Fermentation, wie die Archäologen vermuten.
Großer Aufwand bei Herstellung
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Laut Nadel deutet der Ort dieser Kammern darauf hin, dass die Herstellung des Alkohols "an die Zeremonien oder andere gesellschaftliche Aktivitäten gekoppelt" war. Der große Aufwand bei der Alkoholherstellung zeige die Bedeutung des Getränks in der Kultur des Natufien.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit, an der auch Wissenschaftler der Universität Stanford in den USA beteiligt waren, wurden in der Fachzeitschrift "Journal of Archaeological Science: Reports" veröffentlicht.
Bilderserie
Hopfen, Malz und Wasser: Die Geschichte des Bieres Hopfen, Malz und Wasser: Die Geschichte des Bieres Hopfen, Malz und Wasser: Die Geschichte des Bieres Hopfen, Malz und Wasser Die Geschichte des Bieres

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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"Großer Donnergroll am Morgen" - Riesiger Dinosaurier in Südafrika entdeck

Postby Weltbookadmin47 » 29. Sep 2018 19:50

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https://www.n-tv.de/wissen/Riesiger-Din ... 44978.html
"Großer Donnergroll am Morgen" - Riesiger Dinosaurier in Südafrika entdeckt

Ein zwölf Tonnen schwerer, neuentdeckter Dinosaurier war das größte Landlebewesen seiner Zeit - er lebte vor etwa 200 Millionen Jahren. Das wirklich Überraschende: Der Riese bewegte sich anders fort als viele seiner Zeitgenossen.


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Vor rund 200 Millionen Jahren stapfte ein riesiger, etwa zwölf Tonnen schwerer Dinosaurier auf allen vieren durch das heutige Südafrika. Forscher haben fossile Überreste des Riesen untersucht und stellen ihre Ergebnisse im Fachblatt "Current Biology" vor. Der Pflanzenfresser war demnach ein Verwandter des Brontosaurus und das größte Landlebewesen seiner Ära, berichten die Wissenschaftler um Blair McPhee von der Universität Witwatersrand in Johannesburg.

Wegen seiner Größe und der erdhistorisch frühen Erscheinung wurde der Dinosaurier "Ledumahadi mafube" genannt, was in der südafrikanischen Sprache Sesotho so viel bedeutet wie "der große Donnergroll im Morgengrauen". Das Tier war in seiner Erscheinung dem größeren und Millionen Jahre später lebenden Brontosaurus bereits sehr ähnlich: ein Dinosaurier mit langem Hals, einem kleinen Kopf und massigen Beinen. Seine Knochen wurden in der Nähe des Ortes Clarens in der südafrikanischen Provinz Free State freigelegt, rund 300 Kilometer südlich von Johannesburg und unweit der Grenze von Lesotho.
Vier Meter in Höhe der Hüfte

Die Forscher gehen davon aus, dass der Dinosaurier ein etwa 14 Jahre altes voll ausgewachsenes Exemplar seiner Art war. In Höhe der Hüfte maß er etwa vier Meter. "Es zeigt uns, dass diese Tiere bereits vor 200 Millionen Jahren die größten Wirbeltiere geworden waren, die sich jemals auf der Erde fortbewegt hatten", schreibt der an der Studie beteiligte Paläontologe Jonah Choiniere von der Universität Witwatersrand.

Der Fund ist den Wissenschaftlern zufolge bedeutsam, weil er neue Einblicke in den Übergang von zwei- zu vierbeinigen Dinosauriern gibt. Ledumahadi hatte demnach noch die von Zweibeinern bekannten geknickten Beine. Er war jedoch bereits ein routinierter Vierbeiner, was es der Art ermöglichte, eine größere Körpermasse zu entwickeln, wie die Forscher erklären. Spätere Dinosaurier wie der Brontosaurus hatten effizientere säulengleichen Beine - ähnlich denen heutiger Elefanten - die ein Gewicht von dutzenden Tonnen tragen konnten.
Größter Dinosaurier, der sich vierbeinig fortbewegte?
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Ledumahadi könnte den Forschern zufolge der größte Dinosaurier gewesen sein, der sich vierbeinig fortbewegte, sich bei der Nahrungsaufnahme aber noch regelmäßig auf die Hinterbeine stellen konnte. Die neue Art könnte man folglich als "Zwischensaurier" aus der Übergangsphase von den kleineren zweibeinigen Prosauropoden zu den riesigen vierbeinigen Sauropoden wie dem Brontosaurus bezeichnen.

In Südafrika waren unter anderem auch 2009 und 2003 bis dahin unbekannte und rund 200 Millionen Jahre alte Prosauropoden gefunden worden. Der jüngste Fund zeige erneut, schreibt Choinere, dass es in Südafrika bereits viele Millionen Jahre vor dem fleischfressenden Tyrannosaurus oder dem Velociraptor in der nördlichen Hemisphäre eine reiches Dinosaurier-Ökosystem inklusive riesiger Arten wie dem Ledumahadi gegeben habe. Südafrika sei heute wegen seiner großen Wildtiere berühmt für Safaris, so Choinere. "Ich denke, wir sollten genauso berühmt sein für unser Großwild im frühen Mesozoikum (Erdmittelalter) vor 200 Millionen Jahren."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 83807.html
... von längst vergangenen Zeiten und dem damaligen Leben auf unserem Planeten. Knochen, Blätter, Fußabdrücke: Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte Knochen, Blätter, Fußabdrücke: Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte Knochen, Blätter, Fußabdrücke Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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3000 Jahre alte Skelette ausgegraben

Postby Weltbookadmin47 » 5. Nov 2018 12:31

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/30 ... 90806.html
3000 Jahre alte Skelette ausgegraben

Im peruanischen Cusco haben Archäologen zwei 3000 Jahre alte Menschenskelette gefunden. Es handele sich um die Überreste von Jugendlichen der vor den Inkas bestehenden Marcavalle-Kultur, sagte die Archäologin Luz Monrroy der Nachrichtenagentur Andina.
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Einer von ihnen war wahrscheinlich zu Lebzeiten eine bedeutende Persönlichkeit, da der Schädel mit einer Plakette aus Gold und Silber geschmückt war. Unmittelbar am Grab wurden auch die Überreste eines kamelartigen Opfertieres gefunden. In der Umgebung der Skelette wurden auch Spuren einer Steinbauwerkstatt und Keramikstücke gefunden.

Auf derselben Ausgrabungsstätte von rund 28.000 Quadratmetern war 2013 schon ein Grab mit Überresten von fünf Menschen entdeckt worden. Die Marcavalle-Kultur bevölkerte das Cusco-Tal rund 1000 Jahre v.Chr. Die Inkas besetzten das Gebiet erst 2000 Jahre später.

Quelle: n-tv.de , les/dpa
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Riesengroß und enorm standhaft - Termitenhügel fast so alt wie die Pyramid

Postby Weltbookadmin47 » 21. Nov 2018 17:45

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Mittwoch, 21. November 2018
Riesengroß und enorm standhaft - Termitenhügel fast so alt wie die Pyramiden

In Brasilien entdecken Forscher "ein unbekanntes biologisches Wunder": Termitenhügel. Das Besondere an ihnen ist ihre Größe - sie gehören zu den größten Bauwerke, die je von einer einzelnen Insekten-Spezies errichtet wurden - und ihr Alter von mehreren Tausend Jahren.


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Im Nordosten Brasiliens stehen auf einer Fläche von fast der Größe Großbritanniens rund 200 Millionen von Termiten geschaffene große Hügel. Einige der Bauten sind schon rund vier Jahrtausende alt, wie Forscher im Fachmagazin "Current Biology" berichten.

Bei den rund zweieinhalb Meter hohen und neun Meter breiten Hügeln handelt es sich nicht um Nester, sondern um Abraumhalden - die Termiten lagern dort bis heute das beim Bau ihrer unterirdischen Tunnelsysteme anfallende Erdreich ab. "Die Menge des abgeräumten Erdreichs beträgt über zehn Kubikkilometer. Das entspricht dem Volumen von 4000 Großen Pyramiden von Gizeh", sagte Stephen Martin von der britischen Universität Salford. "Es handelt sich um eines der größten Bauwerke, das jemals von einer einzelnen Insekten-Spezies errichtet wurde."
"Das Besondere ist, dass die Hügel extrem alt sind"
Person vor Abraumhalden: Die Termiten lagern dort bis heute das beim Bau ihrer unterirdischen Tunnelsysteme anfallende Erdreich ab.
Person vor Abraumhalden: Die Termiten lagern dort bis heute das beim Bau ihrer unterirdischen Tunnelsysteme anfallende Erdreich ab.
(Foto: Roy Funch/Universität von Feira de Santana/dpa)

Die Wissenschaftler hatten Proben aus dem Inneren von elf Hügeln genommen. Diese sind demnach rund 700 bis 3800 Jahre alt - und damit so alt wie die ältesten bekannten Termitenhügel in Afrika. "Das Besondere ist, dass die Hügel extrem alt sind - bis zu 4000 Jahre, fast wie die Pyramiden (in Ägypten)", sagte Roy Funch von der staatlichen Universität im brasilianischen Feira de Santana.

Viele der Hügel in dem etwa 230.000 Quadratkilometer umfassenden, nach wie vor von Termiten besiedelten Gebiet liegen versteckt im Buschwerk der Caatinga-Landschaft. Sie kommen nur zum Vorschein, wenn das Unterholz beseitigt wird - etwa beim Anlegen von Weideflächen. "Es ist unglaublich, dass man heutzutage noch solch ein unbekanntes biologisches Wunder von dieser Größe und diesem Alter entdecken kann, dessen Erbauer noch existieren", sagte Martin.
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Die Wissenschaftler wollen die Laub fressenden Termiten der Art Syntermes dirus nun weiter erforschen. So sei die genaue Struktur ihrer Kolonien noch immer unbekannt. Beispielsweise sei in der Region noch nie die Kammer einer Termitenkönigin entdeckt worden.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa

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Forscher graben seit 40 Jahren - Erstmals Skelett in Maya-Ruine entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 24. Nov 2018 18:51

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Forscher graben seit 40 Jahren - Erstmals Skelett in Maya-Ruine entdeckt

Im Jahr 535 nach Christus begräbt die Asche eines Vulkans das Maya-Dorf Joya de Cerén in El Salvador unter sich. Erst 1976 entdeckt ein Anthropologe die Stätte, die seither freigelegt wird. Nun stoßen die Archäologen erstmals auf menschliche Überreste.


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Nach gut 40-jährigen Ausgrabungsarbeiten sind am Standort des früheren Maya-Dorfes Joya de Cerén in El Salvador erstmals die Überreste eines Menschen gefunden worden. Das Anfang des Monats entdeckte Skelett sei in einem schlechten Zustand, teilte das salvadorianische Kulturministerium mit. Bei ihm sei ein aus dem Gestein Obsidian gefertigtes Messer gefunden worden.

Joya de Cerén war vor mehr als 1400 Jahren bei einem Ausbruch des Vulkans Loma Caldera verschüttet worden. Unter der Vulkanasche wurde die Maya-Siedlung außergewöhnlich gut konserviert und ermöglicht daher Rückschlüsse auf die Lebensweise der Maya. So konnten bislang die Überreste von 70 Lehmbauten und Holzhütten entdeckt werden, bei denen es sich um Schlafhäuser, Küchen oder Schwitzhäuser handelte. Zudem wurden etwa Tongefäße mit Speiseresten, Messer und Maniokfelder gefunden.
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Der Mensch, von dem die nun entdeckten Knochen stammen, habe sehr wahrscheinlich am Standort des früheren Dorfes Joya de Cerén gelebt, erklärte die Archäologin Michelle Toledo. Er sei aber nicht durch den Vulkanausbruch im Jahr 535 nach Christus ums Leben gekommen, sondern erst einige Zeit danach.

Der Ausbruch des Loma Caldera war so heftig gewesen, dass mehrere Maya-Siedlungen zerstört wurden. Außerdem bildete sich durch die Erschütterungen der rund 45 Quadratkilometer große Ilopango-See.

Die archäologische Stätte liegt rund 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt San Salvador und zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie war erst 1976 durch einen Anthropologen der Universtiät Colorado entdeckt worden. Weil der Maya-Ort ein ähnliches Schicksal wie die antike Stadt Pompeji im heutigen Italien erlitt, wird Joya de Cerén mitunter auch "Maya-Pompeji" oder "amerikanisches Pompeji" genannt.
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Quelle: n-tv.de , ftü/AFP

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5000 Jahre altes Steinzeit-Grab in Hanau

Postby Weltbookadmin47 » 13. Dec 2018 13:50

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5000 Jahre altes Steinzeit-Grab in Hanau
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Diese Steinzeit-Gräber wurden bereits im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt entdeckt - sie sind einige Hundert Jahre jünger als das nun gefundene Grab.

dpa
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Bei den Bauarbeiten zur Erschließung eines Wohngebiets in Hanau tauchen plötzlich Knochen auf - und die sind alt, sehr alt. Wissenschaftler stehen vor den Überresten eines äußerst seltenen Grabes aus der Jungsteinzeit.

Ein rund 5000 Jahre altes Steinzeit-Grab ist auf der Baustelle für ein neues Wohngebiet in Hanau entdeckt worden. Insgesamt seien auf dem Gelände vor einigen Wochen 18 Gräber mit den Überresten von 24 Menschen gefunden worden, sagte Sascha Piffko, Leiter der zuständigen Grabungsfirma Spau aus Rockenberg.
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Ein Grab ist demnach ganz besonders, weil dort gleich sechs Individuen beigesetzt wurden, was äußert ungewöhnlich ist. Darunter ist auch eine Frau mit zwei Kleinkindern. Zwei Schädel liegen dabei so dicht beieinander, dass sich die Gebisse berühren. "Das sieht aus, als ob sie sich küssen", so Piffko. Er hofft nun, dass in den Knochen noch Rest-DNA ist, um mehr über die Todesursachen herausfinden zu können. Ob das gelingt, ist aber noch unklar.

Ebenfalls offen ist bislang, woran die Menschen starben. "Es gibt keine offensichtlichen Zeichen dafür, dass die Leute zum Beispiel ermordet wurden", sagte Anthropologin Chiara Girotto der "Hessenschau". "Die meisten Krankheiten kann man nicht so schnell erkennen, besonders die, die einen sehr schnell hinraffen wie eine Grippeepidemie oder die Pest."

Möglicherweise finden die Wissenschaftler im kommenden Jahr weitere archäologische Raritäten. Dann nämlich wird der Boden im zweiten Bauabschnitt des Wohnviertels abgesucht und Voruntersuchungen zufolge könnten sich hier durchaus weitere Gräber verbergen.

Diese würden dann sicher wieder viel Aufsehen erregen. Denn: "Funde von Gräbern aus dieser Zeit sind sehr selten", so Piffko. Dass es sich tatsächlich um solch alte Gräber handelt, zeigen dort entdeckte Grab-Beilagen. Sie lagen wie die Knochen die ganze Zeit dicht unter der Erdoberfläche. Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky hatte in einer Mitteilung am Montag von einem "außergewöhnlichen archäologischen Fund" und von Gräbern aus der späten Jungsteinzeit gesprochen.
altamira3.jpg
Wissen 18.04.17
Die ältesten Kunstwerke Europas Steinzeitliche Höhlenmalerei

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa
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Sensationsfund in Ägypten - 4400 Jahre altes Grabmal entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 16. Dec 2018 11:40

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Sensationsfund in Ägypten - 4400 Jahre altes Grabmal entdeckt
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Mehr als 4000 Jahre hatte der Hohepriester namens "Wahtye" Ruhe. Nun ist der Rummel um seine Person und sein Grab groß.

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In Ägypten graben Wissenschaftler ein mehrere tausend Jahre altes Grab aus. Es ist die letzte Ruhestätte eines Priesters. Der Fund ist außergewöhnlich gut erhalten und erstrahlt immer noch in bunten Farben.

Ägyptische Archäologen haben ein tausende Jahre altes Grabmal eines Priesters in der Pyramidenanlage Sakkara nahe Kairo entdeckt. Das Grab sei "außergewöhnlich gut erhalten, farbig, mit Skulpturen im Inneren", sagte Antikenminister Chaled al-Enani vor geladenen Gästen und Journalisten in Sakkara. Das Grabmal gehöre einem Hohepriester mit Namen "Wahtye" und sei mehr als 4400 Jahre alt, fügte er hinzu.
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Immer noch farbenfroh sehen die insgesamt 24 Statuen in dem gut erhaltenen Grabmal aus.


Die Begräbnisstätte sei mit Szenen dekoriert, die den königlichen Priester mit seiner Mutter, seiner Frau und anderen Familienmitgliedern zeigten, erklärte das Antikenministerium. Demnach war "Wahtye" während der fünften Dynastie (2500 bis 2300 vor Christus) Hohepriester unter König Neferirkare. Insgesamt enthalte die Grabkammer 18 Nischen mit 24 Statuen.

Erst im November hatte dasselbe Team ägyptischer Archäologen tausende Jahre alte Steinsärge für Katzenmumien und mumifizierte Skarabäen am Rand der Nekropole von Sakkara entdeckt. Von den sieben Särgen waren vier aus dem Alten Reich, der ältesten der klassischen Perioden des Alten Ägyptens, und somit mehr als 6000 Jahre alt.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP
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Attentat vor 3846 Jahren - Forscher enträtseln ältesten Fürstenmord der W

Postby Weltbookadmin47 » 19. Dec 2018 12:59

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Attentat vor 3846 Jahren - Forscher enträtseln ältesten Fürstenmord der Welt
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Rechtsmediziner Frank Ramsthaler demonstriert einen Dolchstoß, dessen Verletzungen jetzt an den sterblichen Überresten des Fürsten von Helmsdorf nachgewiesen wurden.

picture alliance/dpa
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Anfang des 20. Jahrhunderts entdecken Heimatforscher in Sachsen-Anhalt das prachtvolle Grab des sogenannten Fürsten von Helmsdorf. Doch wie ist der bronzezeitliche Herrscher gestorben? Eine Forschergruppe hat das Geheimnis nun gelüftet.

Die Knochen des Herrschers aus dem Grabhügel von Helmsdorf in Sachsen-Anhalt liegen fein säuberlich auf einem schwarzen Tuch ausgebreitet. Nach 3846 Jahren bestätigt der Rechtsmediziner Frank Ramsthaler: "Es war Mord". Der Herrscher ist in der Epoche der Himmelsscheibe von Nebra einem Attentat zum Opfer gefallen. War es eine Intrige? Ein Thronraub? "Die umfangreichen Forschungsergebnisse werden in der ersten Jahreshälfte 2019 veröffentlicht", sagt Landesarchäologe Harald Meller.

"Den Stein ins Rollen brachte mein Co-Autor Kai Michel bei der Arbeit an unserem neuen Buch 'Die Himmelsscheibe von Nebra' (Propyläen)." Er regte an, die Überreste des Helmsdorfer Fürsten noch einmal eingehend untersuchen zu lassen. "Schließlich handelt es sich bei dessen Knochen um die einzigen Überreste eines Menschen aus dem direkten Umfeld der Himmelsscheibe", sagt Archäologe Meller. "So weit wir jetzt sehen, haben wir dadurch den ältesten tatsächlich nachweisbaren Fürstenmord der Weltgeschichte entdeckt."
Fürst wurde mit einem Dolch getötet

Frank Ramsthaler, stellvertretender Leiter des Instituts für Rechtsmedizin der Universität des Saarlandes in Homburg, sagt: "An den Knochen können eindeutig drei Verletzungen nachgewiesen werden. Möglicherweise gab es noch weitere, aber diese drei waren allein schon tödlich. Bei der Tatwaffe könnte es sich um einen Dolch handeln, dessen Klinge gut 15 Zentimeter lang gewesen sein muss."
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Der verletzte Brustwirbel des Fürsten. Erkennbar ist die breite Kerbe - entstanden vermutlich durch einen Dolch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Rechtsmediziner rekonstruiert den möglichen Tatablauf: Ein mit großer Entschlossenheit ausgeführter Stich ging in den Bauchbereich. Die Dolchspitze traf den elften Brustwirbel und hinterließ dort eine deutlich erkennbare Kerbe von 6 Millimeter Länge und 3 Millimeter Tiefe. Um überhaupt durch den Bauch zu stoßen und dem Wirbel eine solche Scharte zuzufügen, brauchte es enorme Kraft. Das Opfer hat entweder an der Wand gestanden oder lag auf dem Boden. Sonst hätte der Täter den Dolch nicht bis in den Knochen stoßen können. Dabei wird er auch die Hauptschlagader getroffen haben. "In prächirurgischen Zeiten bedeutete das den sicheren Tod", sagt der Experte.
Mörder war offenbar ein erfahrener Krieger

Ein weiterer Stich traf den Fürsten von oben hinter dem Schlüsselbein und spaltete das linke Schulterblatt. Zahlreiche Blutgefäße, aber auch Teile der Lunge wird der Dolch hier verletzt haben - auch das mit Sicherheit tödlich. "Das spricht für einen erfahrenen Krieger", kommentiert Meller, "noch die römischen Gladiatoren setzen dort den Todesstoß."

"Was sich nicht mehr herausfinden lässt, ist, welcher Stich zuerst ausgeführt wurde", sagt Ramsthaler. Zumindest spricht die Schnittverletzung am Oberarm als dritte Verletzung dafür, dass ein Kampf tobte. Wahrscheinlich versuchte der Fürst, sich mit dem Arm gegen den Attentäter zu schützen. Doch wer war das? "Es muss eine Vertrauensperson aus dem Umfeld des Herrschers gewesen sein. Vielleicht ein Verwandter, ein Freund oder die Leibwache", sagt Meller. "Der Herrscher war arglos und wurde durch den Angriff überrascht. Möglicherweise ist er wie Julius Cäsar im alten Rom einer Verschwörung zum Opfer gefallen."

Ein Tyrannenmord? Dagegen spricht, dass der etwa 30- bis 50-jährige Fürst standesgemäß mit allen Ehren unter einem riesigen Hügel begraben wurde. Als der Heimatforscher Hermann Größler (1840-1910) das Fürstengrab 1907 ausgrub, fand er das Herrscherskelett auf einem aus Eichenholz gefertigten Totenbett, dazu goldenen Schmuck als Grabbeigabe. Die von Meller und Michel in ihrem Buch angenommene erste Hochkultur nördlich der Alpen, das Reich von Aunjetitz, war also so gefestigt, dass es die Ermordung eines Herrschers überstand. Unmittelbar danach erlebte das Reich eine Blütezeit, von der bis heute die Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zeugt.

Quelle: n-tv.de, Thomas Schöne, dpa
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Der „Ötzi“ von Rheinbach - Archäologen entdecken rund 4500 Jahre altes Ske

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jan 2019 11:25

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Der „Ötzi“ von Rheinbach - Archäologen entdecken rund 4500 Jahre altes Skelett

Von MARCUS BIERLEIN 27.01.19, 20:07 Uhr

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Ein Glücksfall für die Wissenschaftler: Ihnen ist in Rheinbach der wohl bedeutendste Fund eines Skeletts aus der Jungsteinzeit im Rheinland gelungen.

Ein Glücksfall für die Wissenschaftler: Ihnen ist in Rheinbach der wohl bedeutendste Fund eines Skeletts aus der Jungsteinzeit im Rheinland gelungen.
Foto:

Arthemus GmbH

Rheinbach -

Archäologen aus dem Rheinland ist in Rheinbach ein sensationeller Fund gelungen: Auf einem Feld unweit der Autobahn 61 haben sie ein menschliches Skelett entdeckt, dessen Alter auf mehr als 4500 Jahre geschätzt wird. Es soll das erste erhaltene Skelett im Rheinland aus der Zeit um 2800 bis 2200 vor Christus sein.

Ein Jahr lang wurde die Entdeckung geheim gehalten, um „Hobbyarchäologen“ vom wilden Buddeln abzuhalten, aber jetzt ist die aufsehenerregende Entdeckung ans Licht der Öffentlichkeit gekommen: In einem Blog auf der Internetseite des LVR Landesmuseums Bonn berichtet die wissenschaftlichen Volontärin Susanne Domke über die Bergung, die derzeit laufende Untersuchung und die geplante Restaurierung, denn im nächsten Jahr soll der Fund im Bonner Museum ausgestellt werden. Noch sind nicht alle Rätsel um „Acki vom Wolbersacker“ gelöst: Wer ist die Person aus der Kultur der Schnurkeramik und was erzählt sie uns von sich und ihrem Lebensraum?
Die Entdeckung

In Rheinbach fanden in den letzten Jahren immer wieder archäologische Ausgrabungen auf den Feldern am östlichen Stadtrand statt, die vor Jahren auch als neuer Firmensitz des Süßwarenherstellers Haribo im Gespräch waren. Nachdem die Stadt einen anderen Investor für die Erweiterung des Gewerbegebiets an der A 61 gefunden hatte (siehe Infokasten rechts), wurde das mehr als zehn Hektar großen Bauareal routinemäßig auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg überprüft und geologisch analysiert. Zudem erteilte das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege die Auflage, das Areal archäologisch untersuchen zu lassen, denn schon im Winter 2004/2005 waren auf dem Wolbersacker und an vielen anderen Stellen im Rheinbacher Gewerbegebiet Siedlungsreste aus vergangener Zeit festgestellt worden.
Das Wirtschaftsprojekt

Einen zweistelligen Millionenbetrag hat die „DHL Supply Chain“, ein auf Logistik spezialisierte Geschäftsbereich der Deutschen Post DHL Group (Bonn), in ein neues Distributionszentrum im Rheinbacher Gewerbegebiet „Wolbersacker“ investiert. Kunde ist die Firma Eaton, ein weltweiter Anbieter für Energiemanagement-Lösungen. In direkter Nachbarschaft zur Autobahn 61 entstand im vergangenen Jahr ein 28 000 Quadratmeter großes Zentrallager aus drei imposanten Gebäudeteilen, von denen zwei jeweils zwölf Meter hoch und 11 000 Quadratmeter groß sind. Der dritte Teil stellt ein 16 Meter hohes Hochregallager mit 6000 Quadratmetern Grundfläche dar. Insgesamt stehen laut der Rheinbacher Wirtschaftsförderungsgesellschaft in dem neuen Industriegebiet „Wolbersacker“ rund 55 Hektar für großflächige Industrie- und Gewerbeansiedlungen zur Verfügung.

Das Areal wurde bislang überwiegend landwirtschaftlich genutzt. (Bir)

Auf dem Areal des heutigen Gewerbegebiets bestand wohl einst eine große Siedlung. In dem Suchabschnitt, in dem das jetzt entdeckte Grab lag, waren bis auf einen schon lange bekannten mittelalterlichen Weg aber zunächst keinerlei Befunde zutage getreten. Dem Archäologen Dr. Martin Heinen von der Frechener Grabungsfirma Arthemus GmbH, der schon viele Male herausragende Objekte entdeckte, wenn niemand mehr damit rechnete, fiel dann aber im Januar 2018 eine Stelle auf, an der er einen Fund vermutete. Er und sein Team legten ein Grab mit sterblichen Überresten frei. Die verstorbene Person, so ist in der hochspannenden Veröffentlichung des LVR nachzulesen, wurde in Hockstellung bestattet, das heißt seitlich liegend mit angewinkelten Beinen. Diese Bestattungsart sowie ein Becher und zwei Steinwerkzeuge als Grabbeigaben hätten schnell klargemacht, dass es sich um einen verstorbenen Menschen aus der Zeit der Schnurkeramik handeln muss.

Ein Glücksfall, so die Wissenschaftler, denn zum einen sind Hinterlassenschaften aus der Zeit der schnurkeramischen Bauern im Rheinland per se äußerst selten, zum anderen, so Domke, wurde hier erstmals aus dieser Zeit eine Bestattung mit Knochenerhaltung in den rheinischen Lössbörden entdeckt. Normalerweise vergehen Knochen nach wenigen Jahrhunderten in den im Rheinland vorkommenden sauren Lehmböden. Nur der Tatsache, dass das Grab bis knapp an die Grenze des tiefer liegenden kalkhaltigen Lösses eingetieft war, habe man die überraschend gute Überlieferung der Knochen zu verdanken. Gleichzeitig habe die Tiefe der Grabgrube dazu beigetragen, dass die Bestattung nicht dem Ackerbau zum Opfer gefallen ist.

Die Bonner Wissenschaftler sind deshalb sicher, dass sie alle Beigaben aus nichtorganischen Materialien erfasst haben. Ob dem Verstorbenen oder der Verstorbenen – noch wissen sie es nicht genau – darüber hinaus Objekte aus organischem Material für die Reise ins Jenseits mitgegeben wurden, lasse sich nicht beantworten. Wenn es sie gegeben habe, seien sie bis heute längst vergangen.
Die Bergung

Eine Bergung mit den dazugehörigen Transporten wird immer zur Herausforderung für alle Beteiligten. Organische Materialien, in diesem Fall mehr als 4500 Jahre alte Knochen, können sehr empfindlich auf Klimaveränderungen, Lichteinfall und Erschütterungen reagieren. Umso wichtiger war die fachgemäße Verpackung und Lagerung bis zur Konservierung. Das Grabungsteam von Dr. Martin Heinen folgte den Empfehlungen der Restauratoren und wendete ein mehrschichtiges Verpackungssystem an.

Regine Vogel, Restauratorin für organische Materialien im LVR-LandesMuseum, sei begeistert von der Arbeit des Grabungsteams gewesen. In dem Bericht wird sie mit den Worten zitiert: „So muss eine Verpackung aussehen! Die Knochen sind optimal stabilisiert und die einzelnen Schichten lassen sich wunderbar voneinander trennen.“ Der beschwerende Sand und die Gipsdecke hielten die Knochen an Ort und Stelle. Trennschichten aus Folie verhinderten, dass die Knochen damit in Verbindung kamen. Da der gesamte Block mit Stretchfolie fest umwickelt war, blieb die Feuchtigkeit im Block und verhinderte eine unkontrollierte Austrocknung.
Das Zeitalter

Namensgebend für die schnurkeramische Kultur, so schreibt Susanne Domke in ihrem Blog, sind linienförmige Gefäßverzierungen, die z.B. durch das Eindrücken von Schnüren in den feuchten Ton erzeugt wurden. Die Menschen der schnurkeramischen Zeit lebten zwischen 2800 und 2150 vor Christus und gehörten den Becherkulturen der Jungsteinzeit an. Sie waren sesshaft, betrieben Viehzucht und Ackerbau. Außerdem begannen sie mit Kupfer zu experimentieren und schufen damit die Grundlage der Metallverarbeitung. Damit stehe die schnurkeramische Kultur zeitlich an der Schwelle von der Steinzeit zur Bronzezeit, so der LVR. (r.)
Die erste Untersuchung

Nach der Zwischenlagerung im Kühlraum des Museums waren die Restauratoren gespannt auf den Zustand der Knochen. Sie öffneten die Verpackung und nahmen die Gipsdecke vorsichtig ab. Restauratoren, Vor- und Frühgeschichtler, Bodendenkmalpfleger und der Archäologie Heinen waren sich einig, dass dieser Fund einmalig für das Rheinland und das Knochenmaterial in vergleichsweise gutem Zustand ist. Deshalb vereinbarten sie weitere Untersuchungen, die Hinweise auf die verstorbene Person, ihre Lebensgewohnheiten und ihre Umgebung liefern können. Dr. Erich Claßen, Leiter der Außenstelle Overath des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege, empfahl zwei wissenschaftliche Methoden.
Isotonie und DNA

Eine anthropologische Untersuchung, so Domke, beschreibt und interpretiert biologische Merkmale wie die Knochenlänge oder den Zahnstand. Sie lässt Rückschlüsse auf Alter, Größe, Geschlecht, Gesundheitszustand und manchmal auch auf die Tätigkeiten und Essgewohnheiten der verstorbenen Person zu. Die Untersuchung der Isotopie könne Informationen zur Herkunft und zu den Aufenthaltsorten der verstorbenen Person liefern. Das Augenmerk gilt dabei dem Spurenelement Strontium, das über die Nahrung aufgenommen und in der Kindheit in den Zähnen und später in Knochen gespeichert wird. Spezialisten ist es so möglich, die Region zu bestimmen, in der ein Mensch seine ersten und letzten Lebensjahre verbracht hat.

Obwohl die rechte Hälfte des Schädels nicht mehr erhalten ist, tauchte bei der Freilegung ein Teil des Unterkiefers mit einigen Zähnen auf. Sogar zwei Backenzähne ließen sich finden. Überraschenderweise jedoch nicht im Kiefer, sondern in der Augenhöhle und rechts neben dem Schädel. Mit diesen Zähnen steigt die Chance, auch die DNA des Individuums untersuchen zu können.
Wie geht es weiter?

Begleitet von einem Anthropologen sind inzwischen diese Proben entnommen worden. Seine Sicht auf Knochen und Zähne soll im nächsten Teil des Blogs erläutert werden .

Nachzulesen ist der spannende Blog von Susanne Domke auf der Internetseite des LVR.
Quelle: Bonner rundschau-online
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Vierjährige Suche beendet - Versenktes U-Boot der Wehrmacht entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 2. Feb 2019 21:31

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Freitag, 01. Februar 2019
Vierjährige Suche beendet - Versenktes U-Boot der Wehrmacht entdeckt
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Die U23 war sowohl in der Nordsee als auch im Schwarzen Meer im Einsatz.

imago/Arkivi
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Am 10. September 1944 wird ein deutsches U-Boot im türkischen Bosporus von der Wehrmacht versenkt. Die Autobiografie des damaligen Kapitäns bringt Historiker auf die Spur des Unterwassergefährts. Die Entdeckung der U-23 schließt ihre kuriose Geschichte ab.

Türkische Marinetaucher haben ein vor rund 75 Jahren versenktes deutsches U-Boot wiedergefunden. Bei dem Fundstück soll es sich um die U-23 handeln - eines von mehreren U-Booten, die in den 1940er-Jahren in Einzelteilen über Autobahnen, den Nord-Ostsee-Kanal, die Elbe und die Donau nach Rumänien gebracht worden waren. Das berichten der Sender TRT und die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der Transpart über Land geschah damals unter anderem, weil ihnen Schifffahrtswege wie der türkische Bosporus versperrt waren. Die Türkei war im Zweiten Weltkrieg bis Anfang 1945 neutral.

Im Schwarzen Meer wurde die wieder zusammengesetzte U-23 als Teil der neu aufgestellten 30. U-Boot Halbflottille gegen sowjetische Schiffe eingesetzt. Einige Boote - auch die U-23 - wurden 1944 auf Befehl von Großadmiral Karl Dönitz von ihren Kapitänen versenkt.
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Ein Tauchroboter wurde bei der Suchaktion nach U-23 ebenfalls eingesetzt.

(Foto: TRT Türk)

TRT berichtete, der Kapitän des Bootes sei benachrichtigt worden. Dabei handelt es sich um den 1923 geborenen Bundeswehr-Konteradmiral a.D. Rudolf Arendt, der damals 22 Jahre alt war. Arendt hat in einem autobiografischen Buch - "Letzter Befehl, Versenken" - von seiner Zeit in der Reichsmarine und mit der U-23 erzählt.
Gefechte in der Nordsee

Einige von der Stiftung Deutsche Marinemuseum zur Verfügung gestellten Seiten des Tagebuches schildern die letzten Tage des U-Bootes. Arendt gibt dort zum Beispiel den Versenkungsbefehl für die Flotille durch Dönitz wieder, die Vorbereitungen auf den getarnten Landgang der Mannschaft in der Türkei und die Sprengung des Bootes.

Außerdem beschreibt er, wie der Ort für die Versenkung der rund 40 Meter langen U-23 vor der türkischen Küste ausgesucht wurde. Demnach ging die U-23 am 10. September 1944 unter, wo sie rund 75 Jahre später nach vierjähriger Suche wiederentdeckt wurde. TRT und Anadolu zufolge lag die U-23 vor Agva nordöstlich von Istanbul. Die dokumentierten Gefechtserfahrungen des U-Boots beziehen sich allerdings auf eine Auseinandersetzung in der Nordsee mit dem britischen U-Boot HMS Sturgeon im Oktober 1939. Die Briten hatten damals drei Torpedos auf die U-23 gefeuert, jedoch ohne zu treffen.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa
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Zum Zerkleinern der Beute - T. rex besaß einzigartigen Schädel

Postby Weltbookadmin47 » 9. Feb 2019 13:22

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Zum Zerkleinern der Beute - T. rex besaß einzigartigen Schädel
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Illustration eines T. rex in der Wüste.

imago/Science Photo Library
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Messerscharfe Zähne und ein großer und wendiger Körper: Kaum ein anderes Tier war so gut ausgestattet wie der Tyrannosaurus rex. Auch der gewaltige Schädel des Dinosauriers weist eine absolute Besonderheit auf.

Die Knochen von Dinosauriern beeindrucken bis heute nicht nur Wissenschaftler. Die sterblichen Überreste lassen auch Rückschlüsse auf das Aussehen der Urzeittiere und die damals vorherrschenden Bedingungen zu. Einer der größten Jäger dieser Zeit war der Tyrannosaurus rex, kurz T. rex. Der tonnenschwere Fleischfresser, der auch vor Artgenossen nicht Halt machte, konnte auf seinen zwei Beinen besonders schnell sein. Im Maul trug er messerscharfe Zähne und seine Kiefer waren mit einer unglaublichen Beißkraft ausgestattet.
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Die Schädel der Vergleichstiere. Unterschiedliche Farben zeigen unterschiedliche Schädelmodule.

(Foto: Ingmar Werneburg)

Grund genug für ein internationales Forscherteam, den Schädel des Urzeit-Tiers noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei ihrer Arbeit verglichen die Forscher die Schädelkonstruktionen des T. rex mit denen von heute lebenden Landwirbeltieren, beispielsweise eines Opossums, eines Huhns oder einer Schildkröte. Mithilfe der Anatomischen Netzwerk-Analyse wurde gesehen, welche Schädelknochen in Verbindung zueinander stehen. Es zeigte sich, dass der T. rex im Vergleich zu allen anderen Tieren die meisten Schädelmodule (also Schädelknochen, die eine Einheit mit umliegenden Knochen bilden) besaß.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit, die die Forscher bei der Analyse des Schädels der Raubechse entdeckten. Besonders überrascht waren die Paläontologen um Ingmar Werneburg von der Universität Tübingen, der auch Forscher am Senckenberg Institut ist, als sie sahen, dass sich ein oberes und unteres Schädelmodul im Maul des Tieres wohl unabhängig voneinander bewegen konnten.

Die Forscher gehen davon aus, dass diese strukturelle Besonderheit beim Töten und Verschlingen der Beute besonders hilfreich war. "Diese Eigenschaft gepaart mit den in Zahntaschen verankerten Zähnen und zwei großen Schläfenfenstern als Ansatzflächen für eine kräftige Kiefermuskulatur machten T. rex zum 'idealen Fleischfresser'", fasst Werneburg die Ergebnisse zusammen. Die Flexibilität erleichterte es T. rex nicht nur, große Stücke aus seiner Beute herauszureißen, sie verteilte zudem die Bisskraft im Maul des Tieres flexibel.

Der gewaltige Schädel des Raub-Dinosauriers mit seinen Besonderheiten stellte eine einzigartige Entwicklung in der Natur dar, schreiben die Forscher, die ihre Ergebnisse im Fachjournal "Scientific Reports" veröffentlichten.

Quelle: n-tv.de, jaz
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Räuber aus der Kreidezeit - Forscher entdecken T. rex in Miniformat

Postby Gudrun Graf » 22. Feb 2019 17:53

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Freitag, 22. Februar 2019
Räuber aus der Kreidezeit - Forscher entdecken T. rex in Miniformat
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So könnte Moros ausgehen haben.

Illustration durch Jorge Gonzalez
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Außergewöhnlich schnell muss der neu entdeckte Raubsaurier in der späten Kreidezeit gewesen sein. Der Mini-T. rex war der erste Tyrannosaurier auf der Erde. Das schließen Forscher aus einem Beinknochen und ein paar Zähnen.

Ein Forscher-Team der North Carolina State University hat eine bisher unbekannte Dinosaurier-Art entdeckt. Die fossilen Überreste des als Moros intrepidus (Vorbote des Schicksals) bezeichneten Tieres, lassen den Schluss zu, dass es sich dabei um einen Vorfahren des gefährlichen Tyrannosaurus rex handelte. Moros war allerdings wesentlich kleiner und leichter als dieser.

Die Paläontologen um Lindsay E. Zanno fanden bereits 2012 einen Hinterbeinknochen und ein paar Zähne in Utah. Das Team benötigte Jahre, um die Knochen sicher auszugraben und weitere Jahre, um sie zu analysieren. Die Ergebnisse, die sich schließlich zeigten: Der auch als Mini-T. rex bezeichnete Räuber lebte vor rund 97 Millionen Jahren in dieser Region, in der eine üppige Deltalandschaft blühte. Er wog nur 78 Kilogramm und hatte eine Hüfthöhe von 1,20 Metern. Er starb im Alter von ungefähr sieben Jahren.

Das Forscher-Team um Lindsay E. Zanno ist sich anhand der Knochenmerkmale nun sicher, dass dieses Tier zu den Tyrannosauroidea gehört, die vor 165 bis vor 66 Millionen Jahren als erfolgreiche Jäger auf den nördlichen Kontinenten der Erde lebten. Die Forscher gehen außerdem davon aus, dass das Leichtgewicht besonders schnell war. Mit diesen körperlichen Voraussetzungen konnte Moros intrepidus leicht Beute machen, ohne selbst zur Beute zu werden. "Wir wissen jetzt, dass es weniger als 15 Millionen Jahre dauerte, um (als Tyrannosaurus rex – Anm. d. Red.) an die Spitze der Nahrungskette zu gelangen", sagt Zanno.

Der legendäre Raubsaurier mit bis zu zwölf Metern Länge und einem Gewicht von mehr als sechs Tonnen lebte vor 81 Millionen bis vor 66 Millionen Jahren. "Mit einer tödlichen Kombination aus knochenbrechender Bisskraft, räumlichem Sehen, schnellem Wachstum und kolossaler Größe regierten Tyrannosaurier unangefochten 15 Millionen Jahre lang bis zum Ende des Kreidezeitalters" erzählt Zanno in einer Mitteilung ihrer Universität. "Aber das war nicht immer so."
Fund schließt Fossilien-Lücke

Der Fund ist nach Angaben der Paläontologen der bisher älteste Befund in der Dinosaurierfamilie der Kreidezeit. Durch ihn kann man endlich eine Lücke von 70 Millionen Jahren in der Entwicklungsgeschichte der Dinosauriergruppen schließen, so die Forscher. Er macht weitere Forschungen über die direkten Vorfahren des T. rex möglich.

Studienleiterin Zanno konnte bereits vor einigen Jahren ganz in der Nähe des aktuellen Ausgrabungsortes einen beachtlichen Fund machen. Sie grub fossile Überreste aus, die sie 2013 als Carcharodontosaurus einordnete und präsentierte. Der riesige Fleischfresser war ein Allosaurus, die damals an der Spitze der Nahrungskette standen. Er lebte zur gleichen Zeit wie Moros intrepidus.

Die Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Nature".
... von längst vergangenen Zeiten und dem damaligen Leben auf unserem Planeten.
Wissen 19.01.18
Knochen, Blätter, Fußabdrücke Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte

Quelle: n-tv.de, jaz
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Zentimeter unter Gefängnishof - Verborgener Tunnel unter Alcatraz entdeckt

Postby Gudrun Graf » 4. Mar 2019 20:10

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https://www.n-tv.de/wissen/Verborgener- ... 87568.html

Montag, 04. März 2019
Zentimeter unter Gefängnishof - Verborgener Tunnel unter Alcatraz entdeckt
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Die Gefängnisinsel Alcatraz ist heute ein beliebtes Fotomotiv und Ausflugsziel von Touristengruppen.

(Foto: imago/Hans Blossey)
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Davon haben die Insassen von Alcatraz vermutlich geträumt: Forscher finden einen verborgenen Tunnel unter dem Hof der berühmten Gefängnisinsel - nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche. Doch dieser hatte wohl nichts mit einem Fluchtversuch zu tun.

Berüchtigt ist die Insel Alcatraz vor allem als Gefängnis, in dem berühmte Ganoven wie der Gangsterboss Al Capone einsaßen. Doch von dem Felsen in der Bucht von San Francisco ist wohl noch nie einem Gefangenen die Flucht gelungen - auch wenn es einige versucht hatten. Bis heute ist jedoch unklar, ob es die Ausbrecher um den Kriminellen Frank Morris nicht doch geschafft haben. Ihre Geschichte wurde im berühmten Film "Flucht von Alcatraz" verfilmt.
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Weniger bekannt als seine Funktion als Hochsicherheitsgefängnis ist hingegen, dass Alcatraz zuvor über Jahrzehnte von den USA als militärische Einrichtung genutzt wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es zum Fort Alcatraz ausgebaut und sollte die Westküste der jungen Nation schützen. Im amerikanischen Bürgerkrieg diente es auch als Gefangenenlager für Soldaten aus den verfeindeten Südstaaten. Erst in den 1930er Jahren wurde Alcatraz zum Bundesgefängnis umgebaut.

Forscher der Universität Binghamton im US-Bundesstaat New York haben sich auf die Suche nach Überresten der Verteidigungsanlagen gemacht - und stießen dabei auf einen erstaunlichen Fund: Genau unter dem Hof, unter dem die Gefangenen früher Frischluft schnappten, entdeckten die Wissenschaftler einen bisher unbekannten Tunnel, wie die Universität Binghamton mitteilte. Die Forscher um den Archäologen Timothy de Smet gruben allerdings nicht mit Spitzhacke und Schaufel auf der Insel, sondern griffen auf sanftere Methoden zurück: Laserscanner, Bodenradar und digitalisierte historische Karten.

Der dabei entdeckte Tunnel verläuft unter dem Gefängnishof von Osten nach Westen und ist Teil einer "bombensicheren" Traverse aus Erde, die zudem über Lüftungskanäle verfügt. "Ich war aus verschiedenen Gründen überrascht", sagt de Smet über den Fund. "Die Überreste dieser historischen archäologischen Anlage befanden sich nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche und sind auf wundersame Weise makellos erhalten geblieben." Der Betonboden des Gefängnishofes sei zudem "unglaublich dünn" und würde an manchen Stellen direkt auf dem alten Bauwerk aus den 1860er Jahren aufliegen.
Militärische Geschichte ausgelöscht

Die ehemaligen militärischen Anlagen seien beim Bau des Gefängnisses Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen worden, weil man ihnen keine Bedeutung zugemessen habe, so de Smet. Die militärische Vergangenheit sei damit ausgelöscht worden. "Wir wollten herausfinden, ob von diesem wichtigen Teil der Insel-Geschichte als auch der Geschichte Amerikas etwas unter der Erde vergraben erhalten geblieben ist." Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Near Surface Geophysics".

Aber so wie die Phase als militärische Festung, ist mittlerweile auch die Zeit der Insel als Gefängnis mittlerweile lange vorbei. Im Jahr 1963 wurde die Strafanstalt nach 29 Jahren geschlossen. Mittlerweile ist Alcatraz eine beliebte Touristenattraktion und ein populäres Fotomotiv. Seinen Ruhm verdankt es vor allem den zahlreichen Hollywood-Spielfilmen, die sich meist um spektakuläre Fluchten drehen. Hätten die Insassen von dem verborgenen Tunnel unter dem Gefängnishof gewusst - hätte es ihnen dennoch kaum etwas genützt. Der Tunnel führt nicht bis ans rettende Ufer.

Quelle: n-tv.de, kst
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Zeremonien-Gefäße für Regengott - Forscher finden "unglaublichen" Maya-Sch

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2019 21:54

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https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-fin ... 89935.html
Zeremonien-Gefäße für Regengott - Forscher finden "unglaublichen" Maya-Schatz
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Rächergefäße für Chaac - wegen häufiger Trockenperioden im Gebiet der Maya wurde dem Regengott eine besondere Rolle zuteil.

(Foto: picture alliance/dpa)
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24 Meter unter der Erde stoßen Wissenschaftler auf einen uralten und hervorragend erhaltenen Schatz der Maya. Die gefundenen Objekte könnten den Ursprung der Ureinwohner Mexikos erklären. Das Kuriose daran: Die Höhle wurde bereits vor 50 Jahren entdeckt und dann versiegelt.

Archäologen haben in einer Höhle in Mexiko einen uralten Maya-Schatz entdeckt. Hunderte Gefäße, darunter sieben Räuchergefäße in Form des Regengottes Chaac, lagerten in der Höhle rund zwei Kilometer entfernt von der berühmten Stufenpyramide Kukulcán auf der Halbinsel Yucatán, sagte der Ausgrabungsleiter Guillermo de Anda bei einer Pressekonferenz.
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Wissen 20.02.18
Knochen von Maya und Urelefanten Unterwasser-Höhle in Mexiko birgt spektakulären Schatz

De Anda sprach von einem "unglaublichen" Fund. Die Objekte könnten helfen, die Ursprünge, das Leben und den Glauben der früheren Einwohner der Maya-Siedlung Chichén Itzá rings um den Tempel Kukulcán zu verstehen. Chichén Itzá wurde um 750 vor Christus gegründet. Das älteste Räuchergefäß stamme vermutlich aus der Zeit zwischen 1000 bis 700 vor Christus.

Die Höhle sei ein "wissenschaftlicher Schatz", sagte de Anda. Sie liegt in 24 Metern Tiefe und umfasst mehrere Kammern, die mit teils engsten Gängen verbunden sind. Die Archäologen hätten an manchen Stellen über den Boden robben müssen. Sein Team habe bislang rund 460 Meter der Höhle erkundet. Die genauen Ausmaße seien noch unklar.
Höhle erst entdeckt und dann versiegelt
*Datenschutz

Bereits vor mehr als 50 Jahren sei die Höhle von Anwohnern entdeckt worden. Allerdings habe das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte den Eingang wieder mit Steinen verschlossen und lediglich einen kurzen Bericht verfasst. Auch de Anda maß dem Papier nach eigenen Worten zunächst keine größere Bedeutung zu, bis im vergangenen Jahr die Erkundung einer anderen Stätte in der Nähe auch wieder die Aufmerksamkeit auf die Höhle gelenkt habe. "Was wir fanden war unglaublich und völlig unberührt", sagte de Anda.

Maya-Ureinwohner hätten die Archäologen gewarnt, dass die Höhle von einer Giftschlange bewacht werde - und tatsächlich hätten sie solch eine Schlangenart am Eingang entdeckt. Dadurch habe sich die Ausgrabung um vier Tage verzögert.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP
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Forscher entdecken Grabinschrift - Geheimnis um Pyramide gelüftet

Postby Weltbookadmin47 » 4. Apr 2019 18:55

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https://www.n-tv.de/wissen/Geheimnis-um ... 45746.html
Forscher entdecken Grabinschrift - Geheimnis um Pyramide gelüftet
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Die Sakkara-Grabanlage befindet sich nur ein paar Meter von der Djoser-Pyramide entfernt.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Einen außergewöhnlichen Fund macht ein tschechisches Forscherteam in Ägypten. Die Wissenschaftler aus Prag melden einen Durchbruch - sie lösen eines der letzten Rätsel des Bauwerks.

Ein Forscherteam hat nach eigenen Angaben das Geheimnis um einen Pyramidenkomplex in der ägyptischen Nekropole Sakkara gelüftet. Auf einer neu freigelegten Säule aus rotem Granit sei der Name der Grabinhaberin entdeckt worden, teilte die Gruppe um den Ägyptologen Mohamed Megahed von der Karls-Universität in Prag mit. Experten der renommierten Universität beteiligen sich seit mehr als 60 Jahren an den Ausgrabungen an den Pyramidenkomplexen in Ägypten.
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Wissen 04.02.19
Sensationsfund in Ägypten Archäologen entdecken 40 gut erhaltene Mumien

Königin Setibhor habe zur Zeit der 5. Dynastie gelebt, die etwa von 2500 bis 2300 vor Christus reichte. Nach Einschätzung der Forscher dürfte sie die Gemahlin von König Djedkare gewesen sein, dessen Pyramide sich in der unmittelbaren Nähe befindet. Der Komplex sei für eine Königin des Alten Reichs ungewöhnlich reich dekoriert, hieß es.

Um 2550 vor Christus begann auch der Bau der Pyramiden von Gizeh. Die Nekropole Sakkara liegt in der Nähe der Djoser-Pyramide, die älteste der Pyramiden.

Bei seinen Ausgrabungen in der Totenstadt Sakkara machte das Team eine weitere Entdeckung: Sie fanden ein mehr als 4000 Jahre altes Grabmal eines hochstehenden Mannes. Ein gut erhaltenes Bildnis in einem Vorzimmer zeigt ihn sitzend vor einem Tisch mit Opfergaben. Von dort führt ein Eingang in die eigentliche Grabkammer, in der Überreste eines Kalkstein-Sarkophags gefunden wurden, der offensichtlich von antiken Grabräubern zerstört worden war.

Erst im vergangenen Jahr hatten die Archäologen sensationelle Funde in der Grabanlage gemacht. Darunter befanden sich eine vergoldete Mumienmaske, einen 3200 Jahre alten Streichkäse und Dutzende Katzenmumien.
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Wissen 17.12.18
Sensationsfund in Ägypten Archäologen entdecken 4400 Jahre alte Grabstätte
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Quelle: n-tv.de, joh/dpa
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Sensation im Bergischen Land - Forscher stoßen auf unentdeckte Riesenhöhle

Postby Weltbookadmin47 » 7. Apr 2019 10:30

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Sensation im Bergischen Land - Forscher stoßen auf unentdeckte Riesenhöhle
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Erster Erkundungsgang: Die Höhle im Bergischen Land ist mehrere Millionen Jahre alt.

(Foto: dpa)
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Eine Erdspalte im Berg öffnet sich, zweieinhalb Stunden wandeln die Höhlenforscher durch ein unterirdisches Labyrinth und noch sind sie an kein Ende gestoßen. Die frisch entdeckte Riesenhöhle im Bergischen Land ist mehrere Millionen Jahre alt.

Höhlenforscher haben im Bergischen Land eine mehrere Millionen Jahre alte, riesige Höhle entdeckt. Nach Angaben der Gemeinde und des Arbeitskreises Kluterthöhle (AKKH) handelt es sich um ein weit verzweigtes System. "Das ist riesengroß. Wir sind zweieinhalb Stunden durchgegangen und haben kein Ende gefunden", sagte der AKKH-Vorsitzende Stefan Voigt, der die Höhle als erster Forscher betreten hat.

Bei ihren bisherigen beiden Erkundungstouren hätten die Forscher Gänge mit einer Gesamtlänge von etwa einem Kilometer abgelaufen, sagte Voigt. "Besonders ungewöhnlich ist, dass die Gänge frei waren von Hindernissen." An manchen Stellen seien sie mehr als zehn Meter hoch und bis zu fünf Meter breit. Die "Windloch" genannte Höhle im Ründerother Mühlenberg bei Engelskirchen (Oberbergischen Kreis) soll nun ausführlich vermessen und untersucht werden.
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Tropfsteinschmuck in bizarrer Form: Die Forscher sind begeistert.

In ihrem Entdeckungsbericht schreiben die Forscher, wie sie auf die Großhöhle aufmerksam wurden: Eine verwitterte Spalte hatte die Gruppe schon seit Jahren im Blick. Im März war es dann so weit: Die Spalte habe sich nach mehreren Einsätzen aufgetan. An einem Spaltenkreuz gab der Berg "einen engen zehn Meter tiefen Schacht frei." Die Höhlenforscher seilten sich ab, um sich ein erstes Bild von der Höhle zu machen. Sie erlebten eine Überraschung: "Das dauerte und dauerte. Es öffnete sich ein noch unberührtes Höhlenlabyrinth." Besonders beeindruckend: "Laug- und Lehmformen, Gangprofile, Fossilien und Kristalle. Dort wo Tropfsteinschmuck zu sehen ist, zeigt er sich oft in bizarrer Form", schreiben die Forscher. "So macht Höhlenforschung Spaß."

Wie groß das unterirdische Labyrinth tatsächlich sei, könne er noch nicht abschätzen, sagte Voigt. Die größte Höhle im Rheinland sei es aber wahrscheinlich nicht. Für die Öffentlichkeit soll das "Windloch" nicht zugänglich gemacht werden. Ganz in der Nähe befindet sich die Aggertalhöhle, die auch besichtigt werden kann.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa
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Philippinen: Forscher entdecken unbekannte menschliche Spezies

Postby Weltbookadmin47 » 11. Apr 2019 11:18

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://de.euronews.com/2019/04/11/phil ... 1554974159
Philippinen: Forscher entdecken unbekannte menschliche Spezies
Von Euronews • Zuletzt aktualisiert: 11/04/2019 - 11:08
Callao Cave on Luzon Island, in the Philippine
Callao Cave on Luzon Island, in the Philippine - Copyright
Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS

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Dreizehn fossile Knochen und Zähne, die in einer Höhle auf den Philippinen entdeckt wurden, gehören zu einer bisher unbekannten menschliche Spezie. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit stellen die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" vor.

Wissenschaftler tauften ihn "Homo luzonensis", wahrscheinlich war er nicht größer als 1,20 Meter und wies Merkmale urtümlicher und moderner Menschen auf, so die Wissenschaftler.
Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS
Zähne des "Homo luzonensis"Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS

Überreste von mindestens drei Individuen wurden in der Callao-Höhle im nördlichen Teil der Insel Luzo auf den Philippinen gefunden.

Den Forschern gelang es nicht, DNA zu extrahieren, aber sie fanden heraus, dass eines der Individuen vor 67.000 Jahren und das andere vor 50.000 Jahren lebte.

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahrhundert, dass auf südostasiatischen Inseln Verwandte des "Homo sapiens" entdeckt wurden.

2003 wurden in einer Höhle auf der indonesischen Insel Flores, etwa 3.000 Kilometer von der Luzon-Stätte entfernt, Überreste des "Homo floresiensis" gefunden, der wegen seiner geringen Größe auch "Hobbit" genannt wird.

Der "Homo luzonensis" war nicht nur ein Zeitgenosse des "Hobbits", sondern auch unserer eigenen Art, des "Homo sapiens", dessen Ursprünge in Afrika liegen. Ob der Untergang des "Homo luzonensis" auf die Ankunft des Homo Sapiens zu tun hat, können die Wissenschaftler derzeit nicht ausschließen.

Auch der "Hobbit" verschwand vor etwa 50.000 Jahren, als sich der "Homo sapiens" in der Region ausbreitete.

Die Entdeckungen von Luzon und Flores zeigen, dass die Geschichte der menschlichen Evolution komplizierter ist als bisher angenommen. Asien könne noch mehr Überraschungen bereit halten, so die Forscher.

Quelle https://de.euronews.com/2019/04/11/phil ... 1554974159
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"Größer als ein Eisbär" - Forscher entdecken riesigen Urzeit-Löwen

Postby Weltbookadmin47 » 18. Apr 2019 19:50

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-ent ... 75803.html

Donnerstag, 18. April 2019
"Größer als ein Eisbär" - Forscher entdecken riesigen Urzeit-Löwen
ACHTUNG Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die Entdeckung von Simbakubwa kutokaafrika.jpg

Simbakubwa kutokaafrika soll vor etwa 23 Millionen Jahren gelebt haben.

(Foto: Mauricio Anton/Eurekalert/dpa)
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Forscher aus den USA haben in Kenia Spuren des bislang größten fleischfressenden Säugetiers der Erdgeschichte gefunden. Das löwenähnliche Raubtier soll vor rund 23 Millionen Jahren gelebt haben. Als Beute dienten der ausgestorbenen Art Tiere, die noch größer waren als sie selbst.

Forscher haben in Kenia eines der größten fleischfressenden Säugetiere entdeckt, die jemals auf der Erde gelebt haben. Das löwenähnliche Tier sei wahrscheinlich bis zu 1500 Kilogramm schwer und "möglicherweise größer als ein Eisbär" gewesen, berichteten Forscher um Matthew Borths von der Ohio University in den USA. Demnach war es der vorherrschende Fleischfresser in der Umgebung und konnte wahrscheinlich Tiere jagen, die heutigen Elefanten und Nilpferden ähneln. Es lebte vor rund 23 Millionen Jahren in Eurasien, Nordamerika und Teilen von Afrika und der arabischen Welt.
ACHTUNG Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung über die Entdeckung von Simbakubwa kutokaafrika.jpg

Illustration eines Größenvergleichs zwischen einem Menschen und Simbakubwa kutokaafrika.

(Foto: Mauricio Anton/Eurekalert/dpa)

Die neue Spezies wurde Simbakubwa kutokaafrika getauft, wie die Wissenschaftler im "Journal of Vertebrate Paleontology" schreiben. "Simba" bedeutet in der in Ostafrika weit verbreiteten Sprache Suaheli "Löwe", "kubwa" bedeutet "groß" und "kutokaafrika" "aus Afrika".
Nicht mit heutigen Raubkatzen verwandt

Das Tier wurde demnach anhand eines unvollständigen Unterkiefers sowie Zähnen und Knochenfragmenten identifiziert. Diese wurden bereits vor Jahrzehnten in der Fundstelle Meswa Bridge im Westen Kenias ausgegraben. Das Tier war nach Forscherangaben nicht mit heutigen Raubkatzen verwandt, sondern habe zu einer ausgestorbenen Säugetiergruppe gehört.

Lange habe man geglaubt, der Fund gehörte einer kleineren Spezies an. Die neuen Untersuchungen am Nationalmuseum von Nairobi zeigten nach Angaben der Forscher aber, dass es sich um eine neue Tierart handelt. Die Zähne und Knochenfragmente stammten demnach wahrscheinlich von einem jungen männlichen Tier. Das Alter machen die Forscher daran fest, dass die Zähne bemerkenswert wenig abgenutzt sind.

Die Wissenschaftler glauben, dass die Größe des Tiers mit der Umgebung zu tun hatte. Veränderungen in der Natur während dieser Zeit führten dazu, dass größere Pflanzenfresser auf der Erde leben konnten, wie die Forscher erklärten. Diese wiederum konnten von größeren Fleischfressern gejagt werden. Große Fleischfresser wie Simbakubwa existierten demnach mehrere Millionen von Jahren.

Quelle: n-tv.de, abe/jpe/dpa
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Neue Hinweise auf Regentschaft - Herrschten vor Tutenchamun zwei Frauen ?

Postby Weltbookadmin47 » 27. Apr 2019 11:23

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Herrschten-v ... 91734.html

Samstag, 27. April 2019
Neue Hinweise auf Regentschaft - Herrschten vor Tutenchamun zwei Frauen ?
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Tutenchamuns Grab liegt im Tal der Könige.

(Foto: REUTERS)
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Eine kanadische Wissenschaftlerin befasst sich in einer neuen Studie mit der ägyptischen Regentschaftsabfolge vor Pharao Tutenchamun. Möglicherweise regierten gleich zwei Frauen vor ihm das Land.

Vor dem legendären Pharao Tutenchamun wurde Ägypten möglicherweise gemeinsam von zwei seiner Schwestern regiert. Zu diesem Schluss kommt die Wissenschaftlerin Valérie Angenot von der Universität Québec (Kanada) in ihrer jüngsten Studie. Demnach kamen die beiden Frauen nach dem Tod ihres Vaters an die Macht, während der gemeinsame Bruder noch zu jung für die Aufgaben eines Herrschers war.
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Wissen 01.02.19
Nach Renovierung in Luxor Spektakuläre Einblicke ins Tutanchamun-Grab

Bisher waren Wissenschaftler zwar bereits davon ausgegangen, dass vor Tutenchamun eine Frau über Ägypten herrschte. Angenot kommt nun aber zu dem Schluss, dass sich gleich zwei Frauen das Pharaonenamt teilten: Meritaton und Neferneferuaton tascherit, die erste und die vierte Tochter des Pharaos Echnaton. Laut Angenot regierten sie unter einem gemeinsamen Namen.

Echnaton hatte insgesamt sechs Töchter, erst danach wurde noch ein Sohn geboren. Als seine Schwestern gemeinsam an die Macht kamen, war Tutenchamun erst vier oder fünf Jahre alt. Die Entdeckung seiner vollständig erhaltenen Grabkammer im Jahr 1922 hatte zu einem weltweiten Interesse am alten Ägypten geführt. "Die Ägyptologie ist eine sehr konservative Disziplin, dennoch wurde meine Idee überraschend gut angenommen", sagte Angenot nach der Vorstellung ihrer Forschungsergebnisse bei einer Konferenz in den USA. Sie hoffe, dass sie damit zu mehr Klarheit bei der Thronfolge im alten Ägypten beigetragen habe.

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP
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Kiefer-Fund löst mehrere Rätsel - Denisova-Menschen lebten auf Dach der We

Postby Weltbookadmin47 » 2. May 2019 13:16

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https://www.n-tv.de/wissen/Denisova-Men ... 98752.html

Donnerstag, 02. Mai 2019
Kiefer-Fund löst mehrere Rätsel - Denisova-Menschen lebten auf Dach der Welt
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Der Xiahe-Kiefer wurde bereits 1980 in der Baishiya-Höhle gefunden.

(Foto: Dongju Zhang, Lanzhou University/dpa)
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Vor 160.000 Jahren lebten auf der Erde außer dem Homo sapiens verschiedene andere Menschenarten. Sogar das Tibetische Hochland war schon besiedelt, wie ein Kiefer nun zeigt. Der Fund klärt gleich mehrere Rätsel und offene Fragen.

Manchmal löst ein einzelner Fund gleich mehrere Rätsel - und mitunter erst mit jahrzehntelanger Verzögerung. Im Jahr 1980 fand ein buddhistischer Mönch in einer großen Karsthöhle im Nordosten der Tibetischen Hochebene einen gut erhaltenen Unterkiefer. Nun, fast 40 Jahre später, liefern Analysen des Knochens etliche Erkenntnisse zur Besiedlung Asiens durch Frühmenschen - zu einer Zeit vor etwa 160.000 Jahren. Damals, lange bevor der moderne Mensch (Homo sapiens) sich von Afrika aus über die Erde verbreitete, wurden Afrika, Europa und Asien von verschiedenen Menschenarten bewohnt.
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Fundort: Die Höhle, etwa 40 Meter über dem Fluss Jiangla, ist ein wichtiger Ort für Buddhisten und ein Touristenmagnet.

(Foto: Dongju Zhang, Lanzhou University/dpa)

Und diese scheuten offensichtlich sogar extreme Regionen wie das Dach der Welt nicht: Der Fundort des Kiefers, die Baishiya-Höhle, liegt auf dem Tibetischen Plateau in fast 3300 Metern Höhe im Bezirk Xiahe in der chinesischen Provinz Gansu. Der Mönch übergab den Xiahe-Kiefer, wie der Fund inzwischen genannt wird, einem hohen buddhistischen Würdenträger, dem 6. Gungthang Rinpoche. Dieser überließ den Knochen wiederum der chinesischen Universität Lanzhou.

Deren Forscher, darunter Ko-Studienleiter Dongju Zhang, untersuchten den Kiefer wie auch den Fundort zuletzt zusammen mit Wissenschaftlern des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie um Institutsdirektor Jean-Jacques Hublin. Ihre Erkenntnisse, die sie nun im Fachblatt "Nature" vorstellen, werfen ein neues Licht auf die recht rätselhaften Denisova-Menschen, über die bislang nur wenig bekannt war.
Denisova-Mensch keine eigene Spezies
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Virtuelle Rekonstruktion des Kiefers.

(Foto: Jean-Jacques Hublin, MPI-EVA, Leipzig/dpa)

Dieser Frühmensch, der nicht als eigene Spezies gilt, sondern als Schwestergruppe der Neandertaler, wurde erst 2010 durch Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts identifiziert - anhand eines Fingerknochens, der in der Denisova-Höhle im russischen Teil des Altai-Gebirges entdeckt wurde. Erbgut-Analysen ergaben später, dass sich Denisova-Menschen, Neandertaler und moderne Menschen im Lauf der Zeit miteinander vermischt haben.

"Spuren von Denisova-DNA sind im Erbgut heute lebender asiatischer, australischer und melanesischer Populationen zu finden, was darauf hindeutet, dass diese Menschenform einst weit verbreitet gewesen sein könnte", sagt Hublin. Allerdings wurde - trotz der vermutlich weiten Verbreitung - bisher noch kein Fossil diesen Frühmenschen außerhalb der Denisova-Höhle eindeutig zugeordnet.

Das macht den jetzigen Fund umso bedeutender: Mit der Uran-Thorium-Methode bestimmten die Forscher das Alter anhand einer Karbonat-Kruste am Kiefer auf mindestens 160.000 Jahre. Das entspricht etwa der Zeit, aus der die ältesten Funde aus der Denisova-Höhle stammen.
Verwertbare DNA-Spuren fehlen

Erschwert wird die eindeutige Zuordnung des Unterkiefers, der zwei Backenzähne und auch Zahnwurzeln enthält, durch das Fehlen verwertbarer DNA-Spuren. Allerdings ähneln sowohl die robuste Form des Kiefers als auch die großen Zähne sehr stark denen von Neandertalern und anderen Funden in Ostasien aus jener Zeit.

Zudem konnten die Forscher aus einem der Backenzähne Proteine isolieren. "Diese alten Proteine sind stark zersetzt und klar von modernen Proteinen zu unterscheiden, die eine Probe verunreinigen könnten", sagt Ko-Autor Frido Welker. "Unsere Protein-Analyse hat ergeben, dass der Xiahe-Unterkiefer zu einer Population gehörte, die eng mit den Denisova-Menschen aus der Denisova-Höhle verwandt war."
Weiter in Zentral- und Ostasien verbreitet als bisher bekannt
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Am Eingang der Höhle, etwa 5 Meter hoch und 7 Meter breit, finden sich buddhistische Opfergaben.

(Foto: Dongju Zhang, Lanzhou University)

Der Fund belegt damit, dass Denisova-Menschen sehr viel weiter in Zentral- und Ostasien verbreitet waren als bisher bekannt. Das passt dazu, dass ihr Erbgut bei Ureinwohnern dieser und benachbarter Regionen nachweisbar ist.

Hublin glaubt, dass sämtliche bisherigen Funde in Ostasien aus jener Epoche letztlich von Denisova-Menschen stammen. Etwa der Kiefer Penghu1, der vor einigen Jahren von Fischern nahe Taiwan gefunden wurde und der dem Xiahe-Kiefer verblüffend ähnelt, etwa durch den nicht gewachsenen dritten Backenzahn. "Sehr wahrscheinlich gehören alle Fossilien aus Ostasien von vor etwa 350.000 Jahren bis vor 50.000 Jahren zu Denisova-Menschen", sagt er. Diese hätten dort den Homo erectus ersetzt, bevor sie vor etwa 50.000 Jahren selbst durch den Homo sapiens ersetzt wurden.
Weiteres Rätsel geklärt

Und der Fund klärt ein weiteres Rätsel: Die Denisova-DNA enthält das Gen EPAS1, welches dem Körper ermöglicht, mit den geringen Sauerstoffkonzentrationen in großer Höhe umzugehen. Dieses Gen haben Bewohner der Himalaya-Regionen wie etwa die Tibeter und die Sherpas von den Denisova-Menschen geerbt. Allerdings rätselten Forscher bislang, wozu diese Frühmenschen das Gen überhaupt brauchten - schließlich liegt die Denisova-Höhle in nur 700 Metern Höhe. Doch die Erbanlage dürften auch jene Denisova-Menschen schon gehabt haben, die vor 160.000 Jahren auf der Tibetischen Hochebene lebten. "Niemand wusste, warum die Denisova-Menschen dieses Gen hatten", sagt Hublin. "Jetzt haben wir die Erklärung."

Schließlich gibt der Fund auch Aufschluss über die Besiedlung des Tibetischen Plateaus, das der moderne Mensch - nach bisherigem Kenntnisstand - erst vor etwa 40.000 Jahren erschloss. "Bei dem Xiahe-Unterkiefer handelt es sich wahrscheinlich um das älteste Fossil eines Homininen im Hochland von Tibet", sagt Erstautor Fahu Chen von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking.
Extreme Anforderungen der Höhe

Diese Menschen müssen demnach schon damals - mindestens 120.000 Jahre vor der Ankunft des modernen Menschen - mit den extremen Anforderungen der Höhe zurechtgekommen sein. "Die erfolgreiche Besiedlung und die Gewöhnung an die große Höhe wie im Himalaya galten allgemein als beschränkt auf den modernen Homo sapiens, vor allem wegen der widrigen Bedingungen wie Ressourcenknappheit, niedrige Temperaturen und Sauerstoffmangel", schreibt das Team in "Nature". "Stattdessen zeigt der Xiahe-Kiefer, dass archaische Frühmenschen das Tibetische Plateau bewohnten und sich erfolgreich an solche Umgebungen anpassten."

Was das über die kognitiven Fähigkeiten dieser Homininen aussagt, ist allerdings offen. Zwar fanden die Forscher in der Baishiya-Höhle schlichte Steinwerkzeuge wie etwa Schaber, Belege für eine fortgeschrittenere Technologie fehlen jedoch. "Man sollte nicht zu viel über die kognitiven Fähigkeiten dieser Homininen spekulieren", mahnt Hublin.
Erstaunliche Vielfalt von Frühmenschen

Unabhängig davon veranschaulicht die Studie, welche erstaunliche Vielfalt von Frühmenschen sich einst in Afrika, Europa und Asien tummelte.

Dazu zählte etwa
- der Homo sapiens, damals noch ausschließlich in Afrika
- der vor wenigen Jahren in Südafrika entdeckte H. naledi
- der Neandertaler (H. neanderthalensis) von Europa bis Zentralasien sowie der eng verwandte Denisova-Mensch in Zentral- und Ostasien. Beide Gruppen haben sich vermutlich vor etwa 450.000 Jahren voneinander getrennt.
- auf der zu Indonesien zählenden Insel Flores der H. floresiensis
- auf der philippinischen Insel Luzon der erst jüngst entdeckte H. luzonensis

Aus heutiger Sicht ist diese Vielfalt menschlicher Vettern nur schwer vorstellbar, weil - abgesehen von Erbgut-Schnipseln und Fossilien - nichts mehr davon übrig ist. "Gerade in den letzten Jahren hat die Forschung eine Vielfalt von Homininen entdeckt, die atemberaubend ist", sagt Hublin. "Das ist eine neue Welt, die sich uns zeigt. Wir leben in einer für die Paläoanthropologie faszinierenden Zeit."

Quelle: n-tv.de, Walter Willems, dpa
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Vorbote des Schreckens - Winziger Vorfahr des T-Rex entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 6. May 2019 22:15

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Winziger-Vor ... 06668.html

Montag, 06. Mai 2019
Vorbote des Schreckens - Winziger Vorfahr des T-Rex entdeckt
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Auf eine Höhe von gerade mal einem Meter - an der Hüfte gemessen - bringt es der Suskityrannus hazelae.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Rund neun Tonnen wiegt das wohl gewaltigste Raubtier, das die Erde je bevölkerte: der Tyrannosaurus Rex. Doch nicht immer waren diese Dinosaurier so furchteinflößend wie gegen Ende der Kreidezeit. Forscher entdecken einen Urahn von T-Rex - die Tiere sind vergleichsweise winzig.

Forscher haben in den USA eine bislang unbekannte kleine Raubsaurier-Art identifiziert. Der Suskityrannus hazelae genannte Dino lebte vor rund 92 Millionen Jahren und war ein früher Verwandter von Tyrannosaurus Rex, wie US-Forscher im Fachblatt "Nature Ecology and Evolution" schreiben.

Skelettteile von gleich zwei Individuen der neuen Art waren bereits vor mehr als 20 Jahren im Zuni-Becken im US-Bundesstaat New Mexico gefunden worden, wie es in einer Mitteilung der Virginia Tech Universität heißt. Der neuen Art zugeordnet wurden die Überreste erst jetzt.

Riesige Urzeit-Echsen aus der Familie der Tyrannosauridae, darunter auch T-Rex, lebten vor 80 bis 66 Millionen Jahren. Das Wissen über ihre Vorfahren weißt aber Lücken auf. Die nun von Sterling Nesbitt von der Virginia Tech und seinem Team beschriebene Art steht stammesgeschichtlich zwischen den ältesten, kleinsten Tyrannosauroiden und den späteren Riesen. Nesbitt hatte die Überreste von einem der Dinos 1998 selbst gefunden, als er als 16-jähriger Schüler an einer Grabung teilgenommen hatte.
Wesentlich kleiner als T-Rex

Suskityrannus hazelae habe einen Schädel mit einer Gesamtlänge von 25 bis 32 Zentimeter gehabt und sei wesentlich kleiner gewesen als der T-Rex, schreiben Nesbitt und seine Kollegen. Der Dinosaurier hatte eine Hüfthöhe von weniger als einem Meter und wog etwa zwischen 20 und 41 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein voll ausgewachsener T-Rex wog etwa neun Tonnen. Trotz seiner geringen Größe habe Suskityrannus hazelae einen speziellen Lauffuß und eine starke Bisskraft gehabt.

Bereits Anfang des Jahres hatten Forscher der North Carolina State University die Entdeckung eines Vorfahren von Tyrannosaurus Rex gemeldet: Die Moros intrepidus genannte Art lebte vor rund 97 Millionen Jahren in der Region des heutigen US-Bundesstaates Utah. Forscher fanden bereits 2012 den Hinterbeinknochen und ein paar Zähne eines Exemplares. Sie schätzen, dass das Tier 78 Kilogramm wog und eine Hüfthöhe von 1,20 Metern hatte.
... von längst vergangenen Zeiten und dem damaligen Leben auf unserem Planeten.
Wissen 19.01.18
Knochen, Blätter, Fußabdrücke Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte

Quelle: n-tv.de, kst/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Winziger-Vor ... 06668.html
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Flugfähiger Urvogel begeistert Forscher

Postby Weltbookadmin47 » 23. May 2019 20:28

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Flugfähiger Urvogel begeistert Forscher
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Fossil eines Alcmonavis poeschli, das im Altmühltal gefunden wurde.

(Foto: O. Rauhut/LMU/SNSB/dpa)
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Zuerst sind es nur die unscheinbaren Überreste eines Flügels im Stein. Doch dann stellt sich das Fossil als Körperteil eines flugfähigen Vogels aus dem Jura heraus. Er gesellt sich zu einem Artgenossen seiner Zeit und stellt zudem ein evolutionäres Bindeglied dar.

Forscher haben neben dem bereits bekannten Archaeopteryx einen zweiten flugfähigen Urvogel aus der erdgeschichtlichen Periode des Jura entdeckt. Alcmonavis poeschli lebte ebenfalls vor rund 150 Millionen Jahren im Bereich des heutigen Altmühltales. Seinen Namen verdankt der Vogel dem alten keltischen Namen der Altmühl, Alcmona, und seinem Entdecker Roland Pöschl, der die Ausgrabungen im Steinbruch am Schaudiberg bei Mörnsheim leitete.

Der Flügel sei zunächst als Teil eines Archaeopteryx angesehen worden. Die Merkmale bei den entdeckten Fossilien deuten aber darauf hin, dass das Tier zu Lebzeiten nicht nur etwas größer, sondern wohl auch schon weiter entwickelt als Archaeopteryx war. "Muskelansatzstellen am Flügel deuten auf ein verbessertes Flugvermögen hin", erläuterte der Paläontologe Oliver Rauhut von der Ludwig-Maximilians-Universität München die Ergebnisse.
Übergangsform zwischen Reptilien und Vögeln

Alcmonavis poeschli weise zudem mehrere Eigenarten auf, die Archaeopteryx im Gegensatz zu jüngeren Vögeln nicht habe. "Diese deuten auf eine bessere Anpassung an den aktiven Flatterflug hin. Seine Anpassungen zeigen, dass die Evolution des Fluges relativ schnell vorangeschritten sein muss", bilanzierte Christian Foth von der Université de Fribourg, der einer der Koautoren der Studie ist.

Bislang habe der 1861 entdeckte Archaeopteryx als einziger Vogel aus dem Jura gegolten, hieß es von den Forschern. Er belegt als Übergangsform zwischen Reptilien und Vögeln, dass die heutigen Vögel direkte Nachfahren von Raubdinosauriern sind. Alle bislang vom Archaeopteryx gefundenen Fossile stammen aus dem sogenannten Solnhofer Archipel in Bayern, einem Gebiet zwischen Pappenheim und Regensburg. Dort wurde auch der Flügel des neuen Urvogels entdeckt - in der gleichen Plattenkalkablagerung wie ein weiteres Fossil eines Archaeopteryx. Das Fazit der Forscher: "Die beiden Urvögel haben also offenbar parallel in der damals subtropischen Lagunenlandschaft Süddeutschlands gelebt."

Mosaikformen urtümlicher Vögel und vogelähnlicher Dinosaurier wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach entdeckt, viele davon in Sedimentgesteinen der Unterkreide im Nordosten Chinas.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin "eLife" veröffentlicht.
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Quelle: n-tv.de, jaz/dpa
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Fruchtbarkeit, Epidemien, Kriege - Wie starben die Neandertaler aus ?

Postby Weltbookadmin47 » 1. Jun 2019 19:40

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Fruchtbarkeit, Epidemien, Kriege - Wie starben die Neandertaler aus ?
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Der stete Rückgang der Fruchtbarkeit von Neandertalerinnen könnte allmählich zum Aussterben geführt haben.

(Foto: imago/alimdi)
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Theorien, warum Neandertaler vor rund 40.000 Jahren von der Erde verschwanden, gibt es viele. Forscher spielen nun rechnerisch einige Szenarien durch. Ein schleichender Fruchtbarkeitsrückgang bei jungen Neandertalerinnen ist ein erster Erklärungsansatz.

Ein leichter Rückgang der Fruchtbarkeitsrate bei jungen Neandertalerinnen könnte über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren zum Aussterben dieser frühen menschlichen Gattung geführt haben. Dies geht aus einer Studie hervor, die im US-Wissenschaftsmagazin "Plos One" veröffentlicht wurde.

Die engsten Verwandten des Menschen lebten vor 400.000 bis 40.000 Jahren in Europa, ihr Verschwinden fiel mit der Ankunft des modernen Menschen, des Homo sapiens, auf dem Kontinent zusammen. Die Gründe für sein Verschwinden blieben jedoch ein Rätsel: Wurden sie von unseren Vorfahren ausgelöscht? Waren sie Opfer einer Massenepidemie? Oder waren sie im Wettstreit um Ressourcen einer geschickteren Spezies - dem Homo sapiens - unterlegen?
Verschiedene Szenarien mathematisch durchgespielt

Wissenschaftler des nationalen wissenschaftlichen Instituts (CNRS) in Frankreich entwickelten ein mathematisches Modell, um mit Hilfe mehrerer Szenarien herauszufinden, unter welchen Bedingungen der Neandertaler binnen 10.000 Jahren oder weniger aussterben konnte. Berücksichtigt wurden unterschiedliche Parameter wie etwa Migration und Fruchtbarkeitsraten. Dabei zogen die Wissenschaftler Beobachtungsdaten von modernen Jäger-und-Sammler-Gruppen und großen Affen hinzu sowie Daten über Neandertaler aus früheren Studien.

Mehrere Hypothesen über das Aussterben des Neandertalers wie ein Anstieg der Kinder- oder Erwachsenensterblichkeit wegen Epidemien oder Kriegen schienen danach unwahrscheinlich. "Das hätte zu einem zu schnellen Verschwinden der Neandertaler-Population geführt", erklärte Silvana Condemi, Anthropologin an der Universität Aix-Marseille und Mitautorin der Studie. Hingegen sei ein "sehr leichter Rückgang der Fruchtbarkeitsrate junger Frauen kompatibel mit dem bekannten Zeitrahmen des Aussterbens".

"Dieser Rückgang ist sehr gering, aber er reicht über einen langen Zeitraum, um den Neandertaler aussterben zu lassen", erklärte Condemi. Möglicherweise habe die Ankunft des Homo sapiens die Neandertaler bei der Nahrungssuche zunehmend unter Druck gesetzt. "Ein Rückgang der Nahrung und damit der Kalorien ist schädlich für Schwangerschaften", sagte Condemi.

Die Autoren der Studie betonten, ihr Ziel sei es nicht gewesen zu erklären, "warum" die Neandertaler ausstarben, sondern "wie". Solange es nur wenige fossile Funde gebe, könnten lediglich Vermutungen angestellt werden, warum junge Neandertalerinnen immer weniger Kinder bekamen.

Quelle: n-tv.de, jaz/AFP
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Spektakulärer Fund in Mainz - Forscher öffnen tausendjährigen Sarkophag

Postby Weltbookadmin47 » 4. Jun 2019 20:04

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Dienstag, 04. Juni 2019
Spektakulärer Fund in Mainz - Forscher öffnen tausendjährigen Sarkophag
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Liegt unter dem 700 Kilo schweren Deckel der Erzbischof Erkanbald?

(Foto: picture alliance/dpa)
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Bei Sanierungsarbeiten in der Mainzer Johanniskirche stoßen Forscher unerwartet auf Relikte aus der Stadtgeschichte: Zwischen mehr als 400.000 Objekten graben sie einen 1000 Jahre alten Sarkophag aus. Unter Zeitdruck machen sich Experten an die Identifizierung der Leiche.

In der Mainzer Johanniskirche haben Wissenschaftler einen etwa 1000 Jahre alter Sarkophag geöffnet. Darin befinde sich "ein bestatteter Mensch", wie der Schweizer Archäologe Guido Faccani erklärte. Es sei wahrscheinlich, dass es sich dabei um einen Priester handle. Wer genau dort im Boden unter der Kirche begraben wurde, ist noch unklar. Unter großem Zeitdruck wollen die Forscher die Identität des Leichnams klären. Durch die Öffnung der Grabstätte dringt Sauerstoff ein, der die Zersetzung organischen Materials beschleunigen könnte. Auf eine Datierung wollte sich Faccani zunächst nicht festlegen lassen.
*Datenschutz

Denn hier berühren die Archäologen einen heiklen Punkt: Wenn sich die ersten Verdachtsmomente bestätigen, muss möglicherweise die Stadtgeschichte der alten Dom-Metropole am Rhein umgeschrieben werden. Das Bistum Mainz und das Evangelische Dekanat Rheinhessen, zu dem die Johanniskirche gehört, hatten sich im Vorfeld Erkenntnisse zur Funktion der Kirche im ersten Jahrtausend erhofft. Sie vermuteten, dass sich im Sarkophag die Leiche des Bischofs Erkanbald befindet. Erkanbald war von 1011 bis zu seinem Tod 1021 Mainzer Erzbischof.

Das wäre der "definitive Beweis" dafür, dass es in Mainz zwei Dome gebe, sagte der St. Johannis-Dekan Andreas Klodt der "Allgemeinen Zeitung" vor der Öffnung. Die Johanniskirche, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mainzer Dom liegt, sei damit womöglich der erste entstandene Dom in der Rheinstadt, lange bevor der Mainzer Dom eingeweiht wurde.
400.000 Fundstücke ausgegraben

Auf Livebildern der Öffnung waren im Sarkophag Reste von Textilien und die Goldbordüre einer Mitra, des traditionellen Bischofhuts, zu sehen. Goldstreifen befanden sich auch an den Armen. Helle Flecken deuteten auf Knochen von Beinen und den Überresten eines Beckens hin.

Der Sarkophag wurde bei Sanierungsarbeiten im Mittelschiff der Kirche entdeckt. Ursprünglich war der Boden für eine Fußbodenheizung aufgegraben worden. Insgesamt wurden bei der Sanierung mehr als 400.000 archäologische Fundstücke ausgegraben.
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Der Sarkophag soll während der Erforschung in der Kirche bleiben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Öffnung sei reibungslos verlaufen, sagte Faccani. Er und sein Team aus internationalen Archäologen hatten am Morgen den etwa 700 Kilogramm schweren Deckel des Sarkophags mit einem Flaschenzug geöffnet. Das Team rund um Faccani kann den Inhalt nun untersuchen, bevor der Sarkophag, bei dem es sich schließlich um eine Grabstätte handelt, wieder verschlossen wird.

Nach Plänen des Kirchenpräsidenten der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, soll der Sarkophag in der Kirche bleiben. Ob er dazu wieder vergraben oder sichtbar ausgestellt wird, sei noch unklar, sagte Jung. Am Samstag können Besucher den Sarkophag besichtigen - der zum ersten Mal seit 1000 Jahren offen im Licht des uralten Kirchengebäudes liegt.
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, lri/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-oef ... 65902.html
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Brief in Archiv entdeckt . Geheimnis um Einstein-Schreiben gelüftet

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jun 2019 10:54

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Geheimnis-um ... 81302.html
Brief in Archiv entdeckt . Geheimnis um Einstein-Schreiben gelüftet121279031.jpg

Laut der Bayerischen Staatsbibliothek handelt es sich bei dem Brief um eine Kopie.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Durch Zufall stoßen Archivmitarbeiter auf einen bislang unbekannten Brief von Albert Einstein. Gut ein Jahr nach dem Sensationsfund präsentiert die Bayerische Staatsbibliothek nun ihre Analyse des historischen Schriftstückes. Die hält einige Überraschungen bereit.

Bei dem vor rund einem Jahr in München gefundenen Einstein-Brief handelt es sich nach Angaben der Bayerischen Staatsbibliothek um eine Kopie. Das Schreiben von Albert Einstein (1879-1955) an den jüdischen Wissenschaftler Julius Hirsch (1882-1961) sei mit einem Kopiergerät vervielfältigt worden, das um das Jahr 1930 herum und bis in das späte 20. Jahrhundert hinein gebräuchlich gewesen sei. Dieses Ergebnis teilte der Generaldirektor der Staatsbibliothek, Klaus Ceynowa, in München mit.
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Panorama 14.11.18
Düsterer Brief versteigert Einstein sah Antisemitismus schon lange vor NS

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG), in deren Archiv das Schreiben im vergangenen Jahr gefunden wurde, war davon ausgegangen, dass es sich bei dem Brief um eine Durchschrift handelt, die im Besitz von Einstein selbst geblieben sein muss. Die Theorie, dass Einstein, der dank seiner Relativitätstheorie wohl berühmteste Physiker der Welt, das Schreiben in seinen Händen hatte, steht nach den Untersuchungen der Staatsbibliothek allerdings auf sehr wackeligen Füßen. "Wir wissen nicht, wer die Kopie wann angefertigt hat", sagte Ceynowa.

In dem Schreiben gratuliert Einstein Hirsch zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 1932, ein Jahr bevor Adolf Hitler und die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen. Der Jude Einstein schreibt an den Juden Hirsch: Wenn die Nicht-Juden "Leute von dieser Art hätten, wie Sie einer sind, gings dem teuern Vaterland entschieden weniger dreckig".
Fund "bedeutend" für die jüdische Gemeinde

Die Staatsbibliothek hat auch herausgefunden, was es mit einer geheimnisvollen Inschrift auf sich hat, die schwach auf dem Brief zu erkennen war. Dabei handelt es sich um einen weiteren Gratulationsbrief an Hirsch - geschrieben von Einsteins zweiter Frau Elsa, ebenfalls im Jahr 1932. Er habe wahrscheinlich eine Zeit lang auf dem anderen Brief gelegen und sei dann im Rahmen des Kopiervorgangs sichtbar geworden, erläuterte Ceynowa.

Nach Angaben der IKG befand sich der Brief, dessen Original im Leo Baeck-Institut in New York verwahrt wird, in einem Konvolut, das auch viele aus Zeitungen ausgeschnittene Nachrufe auf den 1961 gestorbenen Empfänger des Briefes, Julius Hirsch, umfasste. Woher die Unterlagen stammen, ist nach Angaben der Leiterin der IKG-Kulturabteilung, Ellen Presser, unklar. Ihr zufolge stammen sie wahrscheinlich aus dem Besitz eines alten Mannes, der damit aber nichts mehr zu tun haben wolle und in keiner persönlichen Beziehung zu Einstein oder Hirsch gestanden habe. Weitere Recherchen zur Herkunft des Briefes habe die IKG nicht angestellt.

Unabhängig von der Herkunft der Kopie und der Frage, ob Einstein sie jemals selbst in Händen hatte, sei der Fund "bedeutend und berührend" für die Jüdische Gemeinde, betonte Presser. Denn Nachweise über jüdisches Leben in Deutschland vor 1945, über den jüdischen Alltag, gebe es heute kaum noch.
Wissen 25.11.15
Gefeiert als Genie und Pop-Ikone Albert Einstein: ein Mensch mit Weitblick

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa
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Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 15. Jun 2019 14:12

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Si ... 72069.html
Siedlung aus der Eisenzeit entdeckt
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Ein sogenannter Beutelbecher, der geborgen wurde, stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Archäologen finden in einem See in Sachsen-Anhalt etwas ganz Besonderes: eine Siedlung und Grabanlagen. Nun benutzen die Forscher einen Tauchroboter, um noch mehr über die Funde zu erfahren. Es handelt sich womöglich um Relikte aus der Bronze- oder Eisenzeit.

Im Süßen See bei Halle haben Archäologen eine Siedlung mit zwei Grabanlagen entdeckt. Die Zeitbestimmung läuft noch, vermutet wird aber, dass die Überreste aus der Bronze- oder Eisenzeit stammen und möglicherweise rund 3000 Jahre alt sind.
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Mit dem Tauchroboter und Unterwasserkameras werden die Strukturen im See auf rund 500 Quadratmetern aufgezeichnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Jetzt werden mit einem Tauchroboter und Unterwasserkameras die Strukturen auf rund 500 Quadratmetern aufgezeichnet", sagte der Projektleiter für Unterwasserarchäologie beim Landesmuseum Halle, Sven Thomas. Dabei wird auch ein sogenanntes 3D-Sonar eingesetzt, das auf einem Katamaran montiert wurde. Auch Taucher kommen zum Einsatz. Deutlich zu sehen seien die Steine der Grabanlagen, dazu gehört auch ein Wächterstein. Sie befinden sich heute mitten im See. "Wir lassen zunächst die Befunde auf dem Seegrund, dort sind sie geschützt", so Thomas.

Nur ein sogenannter Beutelbecher aus Keramik, aus dem 14. Jahrhundert, wurde bislang geborgen. Auf dem Seegrund konnten auch zwei hölzerne Wegeanlagen - 60 und 400 Meter lang - lokalisiert werden, außerdem ein Schiffsfriedhof sowie Tierknochen. "Die Gegend war seit der Bronzezeit besiedelt und der See muss einst fast völlig ausgetrocknet gewesen sein", sagte Thomas. Der 250 Hektar große Süße See liegt etwa 20 Kilometer westlich von Halle. Die maximale Tiefe beträgt acht Meter. Der Seegrund wird von meterdicken Sedimenten bedeckt.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa
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Brutale Vorfahren - Gewalttat nach 33.000 Jahren nachgewiesen

Postby Weltbookadmin47 » 3. Jul 2019 21:09

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https://www.n-tv.de/wissen/Gewalttat-na ... 22717.html

Mittwoch, 03. Juli 2019
Brutale Vorfahren - Gewalttat nach 33.000 Jahren nachgewiesen
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Eine neue Analyse des versteinerten Schädels eines Mannes aus der Altsteinzeit legt nahe, dass er eines gewaltsamen Todes gestorben ist.

(Foto: dpa)
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1941 wird bei Bergbau-Arbeiten in Rumänien ein versteinerter Schädel entdeckt. Er stammt aus der Altsteinzeit und weist zwei Brüche auf. Nach einer neuen Analyse wissen die Forscher nun auch, woher die Verletzungen stammen.

Rund 33.000 Jahre nach dem Tod eines Mannes haben Forscher nachgewiesen, dass er wohl Opfer einer Gewalttat wurde. Auch den ersten modernen Europäern lagen demnach Mord und Totschlag nicht fern, schließen die Wissenschaftler um Katerina Harvati von der Universität Tübingen. Analysen des Schädels aus dem Jungpaläolithikum ergaben, dass der Mann wahrscheinlich zwei Hiebe abbekam - womöglich von einem Linkshänder, wie das Team im Fachjournal "Plos one" berichtet.

Der versteinerte Schädel des erwachsenen Mannes war 1941 bei Bergbau-Arbeiten in der Höhle Pestera Cioclovina im südlichen Transsilvanien (Rumänien) entdeckt worden, zusammen mit Steinwerkzeugen und Höhlenbär-Fossilien. Er hat zwei Brüche, die die Forscher nun unter anderem im Computertomographen untersuchten. Außerdem testeten sie an künstlichen, kugelförmigen Knochenschalen unterschiedliche Szenarien wie einen Sturz oder herabfallende Steine, wie die Paläoanthropologin Harvati mitteilte.
TV-Now 19.01.19
Giganten der Geschichte Monument aus der Steinzeit

Die Forscher schlossen aus ihren Analysen, dass die Frakturen nicht von einem Unfall stammen, sondern dem Opfer wahrscheinlich von einem Mitmenschen zugefügt wurden. Demnach stand der Täter seinem Opfer wohl gegenüber und versetzte ihm - möglicherweise mit der linken Hand - zwei aufeinanderfolgende Hiebe mit einem Knüppel oder anderen schlägerförmigen Gegenstand.

Ob es diese beiden Schläge waren, die den Tod des Mannes zur Folge hatten, ist den Wissenschaftlern zufolge nicht sicher zu klären, weil nur der Schädel gefunden wurde. Damit sind mögliche tödliche Verletzungen am Körper nicht nachzuvollziehen. Verheilt seien die Brüche jedenfalls nicht - der Mann überlebte die Attacke also nicht.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Gewalttat-na ... 22717.html
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210.000 Jahre alter Schädel - Homo sapiens früher in Europa als gedacht

Postby Weltbookadmin47 » 10. Jul 2019 21:27

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https://www.n-tv.de/wissen/Homo-sapiens ... 37734.html

Mittwoch, 10. Juli 2019
210.000 Jahre alter Schädel - Homo sapiens früher in Europa als gedacht
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Bruchstücke des Apidima 1 (r.) und dessen Rekonstruktionen.

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Dass Afrika die Wiege der Menschheit ist und sich der Homo sapiens von dort aus auf den Weg nach Europa machte, ist unbestritten. Die Untersuchung eines Schädels deutet nun allerdings darauf hin, dass er dort schon 150.000 Jahre früher ankam als gedacht. Es gibt allerdings auch Zweifel.

Der Homo sapiens hat Europa schon vor 210.000 Jahren und damit 150.000 Jahre früher erreicht als bisher gedacht. Darauf deuten neue Untersuchungen der Universitäten Tübingen und Athen an einem bereits in den 70er Jahren gefundenen Schädel hin, deren Ergebnisse im Fachmagazin "Nature" veröffentlicht wurden. Damit handle es sich um den ältesten modernen Menschen, der außerhalb Afrikas gefunden wurde.

Der Schädel war in den 70er Jahren zusammen mit einem anderen Schädel bei Ausgrabungen in der Apidima-Höhle in Südgriechenland entdeckt worden. Forscher aus Tübingen und Athen untersuchten nun die als Apidima 1 und Apidima 2 bezeichneten Schädel mit modernsten Methoden und rekonstruierten dabei unter anderem virtuell die beschädigten Partien des Kopfs. Es seien zudem Vergleichsanalysen mit verschiedenen menschlichen Fossilien vorgenommen und mit einer sogenannten radiometrischen Datierungsmethode das Alter ermittelt worden.
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Den Neandertalern zuzuordnen: Apidima 2 ist 170.000 Jahre alt.

Wie die Tübinger Professorin Katerina Harvati erklärte, ergaben die Untersuchungen bei Apidima 2 ein Alter von 170.000 Jahren. "Den Schädel konnten wir Neandertalern zuordnen - überraschenderweise ist Apidima 1 noch älter, etwa 210.000 Jahre, weist aber keine Neandertalermerkmale auf." Vielmehr habe die Untersuchung eine Mischung aus Merkmalen des modernen Menschen und solchen älterer Arten gezeigt, was auf einen frühen Homo sapiens hindeute.

Die Ergebnisse legten nahe, dass in der Zeit des Mittelpleistozän im heutigen Süden Griechenlands mindestens zwei Menschengruppen lebten - erst eine frühe Population des Homo sapiens und später eine Gruppe Neandertaler. Dies stütze die Hypothese, dass sich die frühen modernen Menschen vielfach und in verschiedenen Wellen außerhalb von Afrika ausbreiteten.
Südosteuropa bedeutend für menschliche Evolution

"Wir gehen davon aus, dass die frühe Population anatomisch moderner Menschen - repräsentiert durch Schädel Apidima 1 - wie im Nahen Osten von Neandertalern abgelöst wurde", beschrieb Harvati ein mögliches Szenario. Deren Anwesenheit in Südgriechenland sei gut dokumentiert, auch durch den Apidima-2-Schädel.
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Wissen 25.08.18
Fell und Organe erhalten Forscher finden 40.000 Jahre altes Urzeitfohlen

"Die Neandertaler mussten wiederum im Spätpaläolithikum, vor etwa 40.000 Jahren, weichen, als sich neu angekommene anatomisch moderne Menschen in der Region und in ganz Europa niederließen." Auch dies sei unter anderem durch Funde bearbeiteter Steinwerkzeuge dokumentiert. Ungefähr zu dieser Zeit starben die Neandertaler aus. "Unsere Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung Südosteuropas für die menschliche Evolution", erklärte Harvati.
"Es braucht mehr und bessere Fossilien"

Nach Angaben von Faysal Bibi vom Museum für Naturkunde in Berlin fügen sich die Forschungsergebnisse in eine Reihe von Entdeckungen der vergangenen Jahre etwa aus Israel oder China, die die Geschichte des Homo sapiens immer älter und komplexer scheinen lassen. Er äußerte aber Vorbehalte, weil die jetzt neu interpretierten Schädelknochen aus Griechenland nur noch in Bruchstücken vorhanden sind. Zudem sei die von den Forschern verwendete radiometrische Datierungsmethode umstritten. In der Vergangenheit habe sie oft falsche Ergebnisse geliefert.

"Es braucht mehr und bessere Fossilien, um jeden zu überzeugen, dass Homo sapiens so früh in Griechenland lebte, und Daten zur Bestätigung", sagte Bibi. "Die neue Studie liefert aber exzellente Gründe, um weiter nach neuen Entdeckungen zu suchen."

Die Wissenschaftler planen nun auch weitere Untersuchungen der noch über die beiden Schädel hinausgehenden Funde aus Apidima. Diese Funde spielten nach den neuen Erkenntnissen eine noch wichtigere Rolle für die menschliche Evolution als bereits angenommen. Die nun veröffentlichte Publikation sei die erste einer Reihe detaillierter Untersuchungen, die nun die Universitäten aus Tübingen und Athen vornehmen wollen.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Homo-sapiens ... 37734.html
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"Archäologische Sensation" - Dürre legt alte Palastruine im Irak frei

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jul 2019 13:58

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Du ... 12391.html
"Archäologische Sensation" - Dürre legt alte Palastruine im Irak frei
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Westlich des Palastes liegt die Terrassierungsmauer. Mittlerweile befindet sich aber das ganze Bauwerk wieder unter Wasser.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Ein Team aus kurdischen und deutschen Archäologen ist im Nordirak auf die Überreste eines alten Palastes gestoßen. Die Ruine am Ufer des Tigris stammt aus der Bronzezeit. Zum Vorschein kam der Herrschersitz dank der langen Trockenperiode in der Region.

Im Nordirak hat die lange Dürre deutschen und kurdischen Archäologen den Fund eines rund 3400 Jahre alten Palastes am Ost-Ufer des Tigris ermöglicht. Die seltenen Überreste aus altorientalischer Zeit traten im vergangenen Herbst zum Vorschein, als wegen langer Trockenheit der Wasserspiegel des Mossul-Stausees sank, wie die Universität Tübingen mitteilte.
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Der Palast stammt nach Angaben der Universität aus der Zeit des Mittani-Reiches. Dieses herrschte Mitte des zweiten Jahrhunderts vor Christus über weite Teile Nordmesopotamiens und Syriens. Die Archäologen gruben nach der Entdeckung gegen die Zeit. Sie konnten an der Fundstelle nur dreieinhalb Wochen arbeiten. Mittlerweile ist der Palast wegen dem Ende der Trockenheit wieder komplett unter Wasser verschwunden. "Wir hatten bei einer Rettungsgrabung nur ein sehr kurzes Zeitfenster", sagte die leitende Archäologin Ivana Puljiz von der Uni Tübingen. "Wir haben so schnell gegraben wie wir konnten."
Forscher entdecken auch Wandmalereien

Das mindestens 2000 Quadratmeter große Gebäude besteht aus dicken Mauern aus Lehmziegeln, von denen einige mehr als zwei Meter hoch sind. Es seien auch Wandmalereien mit leuchtenden Rot- und Blautönen entdeckt worden, sagte Puljiz. Da solche nur sehr selten erhalten sind, handele es sich um eine "archäologische Sensation". Zudem wurden zehn Keilschriftentexte entdeckt. Der Inhalt einer Tafel deute darauf hin, dass der Fundort Kemune sehr wahrscheinlich die alte Stadt Zachiku gewesen sei, erklärte Puljiz. Die Entdeckung gebe Forschern die Möglichkeit, das Mittani-Reich besser zu verstehen.

Die Fundregion gehört zu den kurdischen Autonomiegebieten im Norden des Iraks. Der zuständige kurdische Archäologe Hassan Ahmed Kasim erklärte nach Angaben der Universität, es handele sich um eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen in der Region in den vergangenen Jahrzehnten. Ihm zufolge war der Fundort Kemune bereits vor acht Jahren bei einem Niedrigwasserstand entdeckt worden.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa
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Rätsel im Vatikan Tausende Knochen in Kammern unter deutschem Friedhof

Postby Weltbookadmin47 » 21. Jul 2019 12:10

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Rätsel im Vatikan
Tausende Knochen in Kammern unter deutschem Friedhof

Stand: 09:46 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

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So sieht das Beinhaus unter einem Grab auf dem deutschen Friedhof im Vatikan aus
Quelle: AFP/HANDOUT
Seit 36 Jahren ist das Mädchen Emanuela Orlandi, Tochter eines Vatikan-Dieners, verschwunden. Auf der Suche sind neu entdeckte Beinhäuser auf dem Friedhof des Vatikans geöffnet worden. Die Experten waren überrascht über die Funde.
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Der Vatikan hat einen neuen Anlauf genommen, das Rätsel um ein vor 36 Jahren verschwundenes Mädchens zu lösen. Dabei entdeckte ein Expertenteam am Samstag „Tausende“ Knochen auf dem deutschen Friedhof im Vatikan. Anhand derer soll nun nicht nur geklärt werden, ob es die Überreste der verschwundenen Tochter eines Vatikan-Dieners, Emanuela Orlandi, sind.

Gesucht wird mittlerweile auch nach den Gebeinen zweier adeliger Frauen, die auf dem Friedhof bestattet liegen sollten.
Experts open the ossuary at the Teutonic Cemetery at the Vatican
„Wir haben nicht erwartet, so viele Knochen zu finden. Heute wurden Tausende sichergestellt, es wird …
Quelle: REUTERS
VATICAN-ITALY-RELIGION-MISSING
… vermutet, von Dutzenden Personen“, sagte ein von der Familie Orlandi engagierter Gutachter
Quelle: AFP/HANDOUT

Um den Verbleib von Orlandi ranken sich seit Jahren Verschwörungstheorien. Die damals 15-Jährige verschwand 1983 nach dem Besuch einer Musikschule. Auf der Suche nach dem Mädchen hatte der Vatikan Mitte Juli zwei Gräber auf dem deutschen Pilgerfriedhof Campo Santo Teutonico öffnen lassen: von Sophie von Hohenlohe (gestorben 1836) und Herzogin Charlotte Friederike zu Mecklenburg (gestorben 1840). Doch überraschenderweise waren die beiden Gräber komplett leer.

Bei der Suche nach deren Überresten wurden dann Beinhäuser – also Räume zur Aufbewahrung von Gebeinen – auf dem Friedhof entdeckt. Durch eine Falltür ging es am Samstag nach unten. Dort bot sich den Experten erneut eine Überraschung: „Wir haben nicht erwartet, so viele Knochen zu finden. Heute wurden Tausende sichergestellt, es wird vermutet, von Dutzenden Personen“, zitierten italienische Medien Giorgio Portera, den von der Familie Orlandi engagierten Gutachter.
Vatican Missing Girl
Der deutsche Friedhof im Vatikan
Quelle: AP/Gregorio Borgia
Vatican Missing Girl
Freunde und Angehörige der Familie in Rom mahnen zur Suche nach Emanuela Orlandi
Quelle: AP/Gregorio Borgia

Die Knochen könnten von Erwachsenen, aber auch jüngeren Menschen stammen. Er sprach von „langen, kleinen und zersplitterten“ Knochen. Diese alle zu überprüfen würde einige Zeit dauern.

Der Vatikan erklärte lediglich, es seien Knochenreste entnommen worden, die nun untersucht werden müssen. Es sei allerdings nicht vorherzusagen, wann Ergebnisse vorliegen, sagte Sprecher Alessandro Gisotti. Am kommenden Samstag sollte die Operation mit einer „eingehenden morphologischen Untersuchung“ weitergehen. „Mit dieser Tätigkeit beweist sich erneut die Einsatzbereitschaft des Heiligen Stuhls für die Familie Orlandi“, so Gisotti.
Ermittler finden keine Knochen in den Gräbern im Vatikan

1983 ist die damals 15-jährige Emanuela Orlandi im Vatikan verschwunden. Seitdem ist der Fall rätselhaft. Nach einem anonymen Hinweis sollten ihre Überreste auf einem Pilgerfriedhof verscharrt worden sein. Doch zwei geöffnete Gräber sind leer.

Quelle: WELT/ Gerrit Seebald

Auf dem kleinen Friedhof hinter Vatikanmauern liegen eigentlich Geistliche und Adelige vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Er war ins Visier geraten, nachdem die Familie Orlandi einen Hinweis auf ein Grab mit einem Engel bekommen hatte – das von Sophie von Hohenlohe. Emanuelas Bruder Pietro Orlandi vermutet in dem Fall auch eine Mitwisserschaft des Vatikans.
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Fund mit Knochenkrankheit - Forscher liefern Nachweis über älteste Viren

Postby Weltbookadmin47 » 10. Aug 2019 21:50

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Fo ... 94484.html
Fund mit Knochenkrankheit - Forscher liefern Nachweis über älteste Viren
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Die zwei verwachsenen Schwanzwirbel des Varanopiden.

(Foto: Yara Haridy / Museum für Naturkunde, Berlin)
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Viren sind organische Strukturen, die Infektionen auslösen. Aufgrund ihrer Vermehrung sind sie mit Medikamenten nur schwer zu bekämpfen. Wie lange es die Krankmacher auf der Erde schon gibt, können Forscher nun mit großer Sicherheit sagen.

Forscher haben in fossilen Fundstücken eine Knochenkrankheit entdeckt, die durch Viren ausgelöst wird. Das Team um Yara Haridy vom Museum für Naturkunde in Berlin nahm Knochenstücke, die aus einer Höhle in der Nähe von Richards Spur in Oklahoma (USA) stammen, genauer unter die Lupe. Es stellte sich dabei heraus, dass es sich um zwei verwachsene Schwanzknochen handelt. Diese haben vor rund 289 Millionen Jahren einer eidechsenartigen Kreatur gehört, die den sogenannten Varanopiden zugeordnet wird. Varanopiden gelten als Verwandte der frühesten Vorfahren von Reptilien und Säugetieren.

Die Schwanzknochen wiesen Veränderungen auf, die die Forscher mithilfe einer Mikro-Computertomografie sichtbar machten. Sie sahen sowohl in der äußeren als auch in der inneren Struktur der Knochen einerseits unnormal hohen Abbau, andererseits unnormal große Verdickungen, die auf ein exzessives Knochenwachstum hinweisen. Die Befunde ähnelten in höchstem Maße der sogenannten Paget-Krankheit, schreiben die Forscher, die ihre Ergebnisse bei "PLOS ONE" veröffentlichten.
Umstrittener Auslöser

Die Paget-Krankheit ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, die einen oder mehrere Abschnitte im Körper betrifft. Sie wurde erstmals 1876 von Sir James Paget beschrieben. Bei der langsam fortschreitenden Krankheit kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen knochenabbauenden und knochenbildenden Zellen. Sie tritt häufig bei Menschen im Alter über 55 Jahren auf. Bei Menschen sind Hüfte und Wirbelsäule am häufigsten davon betroffen. Der exakte Auslöser für die Erkrankung ist unter Fachleuten umstritten. Es sind sowohl genetische Faktoren als auch masernähnliche Viren oder eine Kombination aus beidem in der Diskussion. Anzeichen für die Erkrankung wurden auch schon bei verschiedenen Säugetierarten und Reptilien festgestellt.

Ob das Tier die Erkrankung nur am Schwanz oder noch an anderen Stellen im Körper hatte, können die Forscher nicht klären, da ihnen nur die beiden Schwanzknochen für Untersuchungen zur Verfügung stehen. Beschränkte sich die Erkrankung auf den Schwanz, dann hatte das Tier eher geringe Schmerzen und lediglich eine Versteifung des Schwanzes im betroffenen Bereich.

Bereits 2011 haben Forscher des Naturkundemuseums in den fossilen Knochen eines 150 Millionen Jahre alten Dinosauriers die Zeichen von Morbus Paget entdeckt. Die neuesten Erkenntnisse der Forscher stellen damit nicht nur den ältesten Nachweis einer Paget-ähnlichen Erkrankung bei einem Tier dar. Es handelt sich außerdem um den ältesten indirekten Nachweis von Viren in der Erdgeschichte.

Quelle: n-tv.de, jaz https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Fo ... 94484.html
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Zwei Meter lang, 400 Kilo schwer - Forscher graben riesigen Saurierknochen

Postby Weltbookadmin47 » 16. Aug 2019 08:45

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https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Fo ... 75775.html
Zwei Meter lang, 400 Kilo schwer - Forscher graben riesigen Saurierknochen aus
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Der ausgegrabene Riesenknochen in Angeac-Charente.

(Foto: REUTERS)
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Sauropoden waren die größten Lebewesen, die jemals auf der Erde lebten. Sie wurden bis zu 18 Meter lang. Bei Bordeaux machen Forscher nun einen besonders großen Fund: Sie graben einen gigantischen Saurierknochen aus, 140 Millionen Jahre alt - und sie hoffen auf mehr.

Wissenschaftler haben in Frankreich einen riesigen Dinosaurierknochen ausgegraben. Der rund 140 Millionen Jahre alte Schenkelknochen eines Sauropoden wurde bei Angeac-Charente nahe Bordeaux gefunden. Der Knochen misst etwa zwei Meter und wiegt 400 Kilogramm.
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Die Forscher hoffen auf weitere Funde in der Ausgrabungsstätte.

(Foto: REUTERS)

Die Ausgrabungsstätte in der Weinbauregion hat inzwischen einen Ruf als paläontologische Schatzkammer. Seit zehn Jahren werden dort Tausende Dinosaurierknochen ausgegraben.

"Wir staunten über die Größe", sagte einer der Forscher, Maxime Lasseron, der die Entdeckung machte. "Wir sagten immer wieder: Oh, da ist noch mehr." Der Knochen ist nach Angaben des Wissenschaftlers Ronan Allain vom Naturhistorischen Museum in Paris "einzigartig" wegen seines "Zustands und seiner perfekten Versteinerung". Mit Tests wollen die Forscher nun herausfinden, ob er zu derselben Saurier-Art gehört wie ein 2010 gefundener Schenkelknochen.
Aussicht auf weitere Funde

Sauropoden waren die größten Lebewesen, die jemals die Erde bevölkerten. Die Pflanzenfresser erreichten ausgewachsen bis zu 18 Meter Länge. In der heutigen Cognac-Region von Angeac-Charente tummelten sich vor Millionen Jahren wegen des feuchten, subtropischen Klimas zahlreiche Tierarten. "Es war voller Leben", sagte Allain.

Die Ausgrabungsstätte erstreckt sich über 750 Quadratmeter, angesichts der Aussicht auf weitere Funde haben die Eigentümer grünes Licht für die Suche auf weiteren 4000 Quadratmetern gegeben. "Bei dieser Quote werden wir für die nächsten 30 Jahre beschäftigt sein", sagte Ausgrabungsleiter Jean-François Tournepiche.

Der Südwesten Frankreichs ist eine wahre Schatzgrube für Paläontologen. So wurde etwa im Sommer 2008 in einem Steinbruch der Ortschaft Angeac im Département Charente das Rückgrat eines Riesensauriers gefunden. Im Januar 2010 wurden dann dort noch andere Saurierknochen entdeckt, im Sommer desselben Jahres begann eine großangelegte Ausgrabung. Dabei wurden mehr als 400 Knochen gefunden, die rund 130 Millionen Jahre alt sind, später noch mehr. Insgesamt wurden in Angeac zwischen 2010 und 2012 um die 2000 Dinosaurierknochen ausgegraben.
... von längst vergangenen Zeiten und dem damaligen Leben auf unserem Planeten.
Wissen 19.01.18
Knochen, Blätter, Fußabdrücke Fossilien: geheimnisvolle Zeugen der Erdgeschichte

Quelle: n-tv.de, abe/AFP https://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Fo ... 75775.html
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