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Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Stern

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Rätselhaftes Wachstum - Schwarze Löcher fressen ihre Galaxien

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Feb 2018 17:39

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Schwarze-Loe ... 96000.html
Dienstag, 20. Februar 2018
Rätselhaftes Wachstum - Schwarze Löcher fressen ihre Galaxien

Astronomen beobachten ein rätselhaftes Verhalten großer Schwarzer Löcher: Sie wachsen etwa zehnmal schneller, als Sterne in ihren Galaxien entstehen - und werden so überraschend massereich.


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Die größten Schwarzen Löcher wachsen schneller als ihre Galaxien. Das schließen Astronomen aus Beobachtungen mit dem Röntgensatelliten "Chandra" der US-Raumfahrtbehörde Nasa und anderen Teleskopen. Sogenannte supermassereiche Schwarze Löcher, die millionen- bis milliardenfach so viel Masse besitzen wie unsere Sonne, nehmen demnach schneller zu, als neue Sterne in ihren Heimatgalaxien entstehen, wie die Nasa berichtet.
In dieser Grafik wurde ein Bild aus dem Chandra Deep Field-South (blau) mit einem optischen und infraroten Bild vom Hubble (rot, grün und blau) kombiniert.
In dieser Grafik wurde ein Bild aus dem Chandra Deep Field-South (blau) mit einem optischen und infraroten Bild vom Hubble

Die meisten Galaxien haben ein supermassereiches Schwarzes Loch im Zentrum, das regelmäßig Materie verschlingt, die ihm zu nahe kommt. Bislang nahmen Forscher an, dass sich die Sternentstehungsrate und das Wachstum der Schwarzen Löcher ungefähr die Waage halten. Auf Grundlage der neuen Beobachtungen verglichen Astronomen um Guang Yang von der Pennsylvania State University nun die Wachstumsraten supermassereicher Schwarzer Löcher mit den Sternentstehungsraten in deren Heimatgalaxien.
Noch Fragen offen

Überraschenderweise stellten die Forscher fest, dass dieses Verhältnis umso stärker zugunsten der Schwarzen Löcher ausfällt, je größer eine Galaxie ist. In einer Galaxie mit rund 100 Milliarden Sonnen ist es zehnmal größer als in einer Galaxie mit 10 Milliarden Sonnen. Warum dies so ist, können die Astronomen noch nicht erklären.

"Vielleicht füttern massereiche Galaxien ihre zentralen supermassereichen Schwarzen Löcher effizienter mit kaltem Gas als weniger massereiche", vermutet Niel Brandt aus dem Team in der Nasa-Mitteilung. Die Wissenschaftler stellen ihre Beobachtung in einer der kommenden Ausgaben des britischen Fachblatts "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" ("MNRAS") vor.

Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat etwa 300 Milliarden Sonnen. Da sich die beschriebenen Prozesse lediglich im Zentrum der Galaxien und zudem im menschlichen Maßstab über extrem lange Zeiträume abspielen, ist unser Sonnensystem davon nicht betroffen.
Andere Forscher stützen Analyse
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Die Analyse wird von Beobachtungen eines zweiten Forscherteams gestützt. Astronomen um Mar Mezcua von der Autonomen Universität Barcelona hatten 72 der größten und hellsten Galaxien des bekannten Weltalls untersucht und die Masse ihrer zentralen Schwarzen Löcher aufgrund von Röntgen- und Radiowellen-Messungen neu abgeschätzt. "Wir haben Schwarze Löcher gefunden, die viel größer sind, als wir erwartet haben", berichtet Mezcua. Im Schnitt scheinen die Schwarzen Löcher zehnmal so massereich zu sein, wie zu erwarten wäre, wenn sie gleichschnell wachsen würden wie ihre Galaxien.

Fast die Hälfte der untersuchten Schwarzen Löcher fällt demnach sogar in die Extrem-Schwergewichtskategorie von zehn Milliarden Sonnenmassen und mehr, wie die Forsscher ebenfalls in "MNRAS" berichten. Auch dieses Team kann das scheinbar weit verbreitete Riesenwachstum der Schwarzen Löcher noch nicht erklären. "Vielleicht hatten sie einen Wachstumsvorsprung", mutmaßt Mezcua. "Oder vielleicht war ihre Wachstumsgeschwindigkeit Milliarden Jahre lang überlegen."
Bilderserie - https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 30676.html
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Kosmische Dämmerung - Geburtssignale der ersten Sterne entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Mär 2018 12:45

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Geburtssigna ... 14433.html
Kosmische Dämmerung - Geburtssignale der ersten Sterne entdeckt

Für Astronomen sind die neuen Messwerte ein unglaubliches Ereignis. Erstmals gelingt es Forschern, Radiowellen von Sternengeburten aufzufangen. Und zwar von den ersten Sternen, die sich 180 Millionen Jahren nach dem Urknall im Universum gebildet haben.


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forum-kategorie-f5/forschung-universum-der-weltraum-asteoriten-und-meteoriten-stern-t30.html

Astronomen haben ein Signal der ersten Sterne im Universum aufgefangen. Die Messung zeigt, dass die ersten Sonnen bereits 180 Millionen Jahre nach dem Urknall leuchteten. Heute ist das Weltall mit 13.820 Millionen Jahren fast 77 Mal so alt. Das Team um Judd Bowman von der Arizona State University in Tempe stellt seine Analysen im britischen Fachblatt "Nature" vor. Die Beobachtungen könnten einen Hinweis auf die rätselhafte Dunkle Materie enthalten, argumentiert Rennan Barkana von der Universität Tel Aviv in einem separaten Aufsatz in derselben "Nature"-Ausgabe.

Nach dem Urknall war das Universum zunächst finster und angefüllt mit Gas, hauptsächlich Wasserstoff. In dem Gas bildeten sich im Laufe der folgenden Jahrmillionen Verdichtungen, die sich zu Klumpen auswuchsen, aus denen sich schließlich die ersten Sterne formten. Das Licht dieser ersten Sterne ließ eine Art kosmischer Dämmerung heraufziehen. Wann dies geschah, ließ sich bislang nur theoretisch bestimmen. Die Forscher um Bowman haben diese Vorhersagen nun mit Beobachtungen bestätigt. "Teleskope können nicht weit genug blicken, um solche urzeitlichen Sterne direkt abzubilden", erläutert Bowman. "Aber wir haben mit Hilfe von Radiowellen aus dem Weltall gesehen, wann sie angingen."
Wasserstoff wird zu Radiowelle
Computergrafik der massiven blauen Sterne im Universum.

Dieser indirekte Nachweis war nicht ganz einfach: Die ultraviolette Strahlung der ersten Sonnen veränderte das allgegenwärtige Wasserstoffgas im Kosmos. Durch diese Veränderung begann der Wasserstoff schließlich, die vom Urknall stammende sogenannte Hintergrundstrahlung zu schlucken - allerdings nur bei einer ganz bestimmten Wellenlänge im Bereich der Radiowellen. Genau diesen Wasserstoff-"Schatten" haben die Astronomen mit einer ausgeklügelten Analyse nun gefunden.

Das erforderte großen Aufwand, denn in dem untersuchten Radiowellen-Längenbereich gibt es jede Menge störende Strahlung aus dem Kosmos, aber auch beispielsweise von UKW-Radiosendern auf der Erde. "Störquellen können tausendfach lauter sein als das Signal", berichtet Programmleiter Peter Kurczynski von der National Science Foundation der USA, die das Projekt finanziell unterstützt hat. "Es ist wie der Versuch, inmitten eines Hurrikans die Flügelschläge eines Kolibris zu hören."

Mit einer genau abgestimmten Antenne in der Wüste Australiens, wo weniger irdische Radiowellen stören, und einer akribischen Datenanalyse ist den Wissenschaftlern dies nun gelungen. "Man beginnt, das Wasserstoffgas als Silhouette bei bestimmten Radiofrequenzen zu sehen", erläutert Ko-Autor Alan Rogers vom Massachusetts Institute of Technology (MIT). "Dies ist das erste echte Signal, dass Sterne anfangen, sich zu bilden und das Medium um sich herum zu beeinflussen."
All-Ausdehnung zieht Wellenlänge auseinander

Durch die fortwährende Ausdehnung des Weltalls wurde auch die Wellenlänge der Strahlung in die Länge gezogen, die das Wasserstoffgas im jungen Universum einst geschluckt hat. Die ursprüngliche Wellenlänge von 21 Zentimetern wuchs auf diese Weise auf knapp vier Meter. Aus der genauen Verlängerung der Wellen, der sogenannten Rotverschiebung, konnten die Forscher berechnen, dass der früheste "Schatten" rund 180 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist.

"Es ist unwahrscheinlich, dass wir in unserer Lebenszeit in der Lage sein werden, einen noch früheren Punkt in der Geschichte der Sterne zu sehen", meint Forschungsleiter Bowman. Der gelungene Nachweis der uralten Wasserstoff-Silhouette ermögliche verschiedene neue Untersuchungsmöglichkeiten des jungen Universums, betont er. So erlebten die Astronomen bei ihrer Analyse bereits eine Überraschung: Die Silhouette ist deutlich stärker ausgeprägt als erwartet, der Wasserstoff hat also im jungen Universum deutlich mehr Strahlung geschluckt als angenommen. Das bedeutet wahrscheinlich, dass er deutlich kühler war als gedacht.
Dunkle Materie versteckt sich
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Diese Beobachtung können die Forscher noch nicht erklären. Eine Möglichkeit sei eine Wechselwirkung des Wasserstoffs im jungen Universum mit der rätselhaften Dunklen Materie, schreibt Barkana. Die unsichtbare Dunkle Materie verbirgt sich hartnäckig vor allen Messinstrumenten, macht sich aber durch ihre Schwerkraft bemerkbar. Aus der Schwerkraftwirkung wissen Astronomen, dass die Dunkle Materie im Kosmos rund fünfmal häufiger sein muss als die uns vertraute Materie, aus der Sterne, Planeten und Menschen bestehen.

Die Wechselwirkung mit der Dunklen Materie könne nicht nur die beobachtete Abkühlung des Wasserstoffs erklären, erläutert Barkana, sondern auch das gemessene Profil der Wasserstoff-Silhouette. "Wenn sich Barkanas Idee bestätigt, dann haben wir etwas Neues und Fundamentales über die mysteriöse Dunkle Materie in Erfahrung gebracht, die 85 Prozent der Materie im Universum stellt", betont Bowman. Das könnte ein erster Hinweis auf physikalische Phänomene sein, die sich jenseits der etablierten Theorien abspielen.

Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 82636.html

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Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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https://www.n-tv.de/wissen/Naher-Exoplanet-erhaelt-toedliche-Strahlendosis

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Mär 2018 14:06

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Naher-Exopla ... 16892.html
Rückschlag für Alien-Suche - Naher Exoplanet erhält tödliche Strahlendosis

Der zur Erde nächste Exoplanet im All gilt bisher als mögliche Heimat für außerirdisches Leben. Doch neue Beobachtung zeigen: Proxima Centauri b leidet unter Strahlungsausbrüchen seines Heimatsterns. Und diese haben es in sich.


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Die Entdeckung eines Planeten um unseren nächsten Nachbarn im All, dem 4,2 Lichtjahre entfernten Stern Proxima Centauri, sorgte 2016 für Begeisterung. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass der Exoplanet der Erde in vielerlei Hinsicht ähnlich ist: Er ist annähernd so groß und umkreist seinen Heimatstern ebenfalls innerhalb der sogenannten habitablen Zone, in der aufgrund gemäßigter Temperaturen Wasser in flüssiger Form vorkommen kann. Daher galt es bisher sogar als denkbar, dass der Planet mit dem Namen Proxima Centauri b Leben beherbergt, wie wir es von der Erde kennen.

Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 95476.html
"Proxima Centauri b" bewohnbar?: Erdähnlicher Planet nahe des Sonnensystems entdeckt
25.08.16 – 01:17 min

Doch diese Hoffnung erhält nun einen kräftigen Dämpfer: Forscher haben Hinweise auf einen heftigen Strahlungsausbruch des Sterns im vergangenen März festgestellt. "Der 24. März 2017 war kein normaler Tag für Proxima Cen", sagte Meredith MacGregor von der Carnegie Institution for Science, die gemeinsam mit Kollegen unseren Nachbarstern im All untersucht hat. Ihr Beobachtungsgerät war das aus 66 Antennen bestehende Radioteleskop Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (Alma) in Chile.

Was die Wissenschaftler feststellen mussten: An diesem einen Tag stieg die Helligkeit von Proxima Centauri für zehn Sekunden um das Tausendfache an. In der Spitze war die Eruption an der Oberfläche des Sterns, ein sogenannter Flare, sogar zehn Mal intensiver als die größten Ausbrüche auf unserer Sonne. Dabei ist Proxima Centauri ein Roter Zwerg und üblicherweise viel kleiner und lichtschwächer als unser Zentralgestirn.
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Dieser gewaltige Ausbruch dürfte für mögliches Leben auf dem Planeten ein erhebliches Problem darstellen. Denn die Forscher gehen davon aus, dass der Exoplanet während des Flares von einem Puls energiereicher Strahlung getroffen wurde. Eine Dosis in dieser Höhe wäre für Leben, wie wir es kennen, tödlich.

Wenn man davon zudem ausgeht, dass dies nicht der einzige Ausbruch in der Geschichte des Sterns war, macht dies der Vorstellung von komplexen Lebensformen auf dem Planeten den Garaus. "In den Milliarden Jahren, seit Proxima Centauri B entstanden ist, könnten Strahlenausbrüche wie dieser die Atmosphäre und mögliche Ozeane verdampft und die Oberfläche des Planeten sterilisiert haben", erklärt MacGregor.

Quelle: n-tv.de , kst
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Abkommen unterzeichnet - Russland und China kooperieren auf Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mär 2018 22:13

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Russland-und ... 20174.html
Montag, 05. März 2018
Abkommen unterzeichnet - Russland und China kooperieren auf Mond

Die Raumfahrtnationen Russland und China haben ehrgeizige Ziele für ihre Mondmissionen. Künftig wollen sie sich dabei gegenseitig stärker unterstützen. Die erste Landung ist bereits für 2020 geplant.


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Bei der Erforschung des Mondes setzt Russland künftig neben der Zusammenarbeit mit Europa und den USA auch zunehmend auf China. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und Chinas CNSA hätten in einem Abkommen eine engere Kooperation bei Mond-Projekten vereinbart, teilte Roskosmos mit. Zudem hätten sich Russlands Raumfahrtchef Igor Komarow und ein chinesischer CNSA-Vertreter am Rande einer Konferenz in Tokio darauf verständigt, eine gemeinsame Datenbank für ihre Projekte zu gründen.

Komarow habe bei der Konferenz auch mit Partnern der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und der US-Behörde Nasa über gemeinsame Programme beraten. Dabei sei es etwa um die Planung einer bemannten Raumstation in der Nähe des Mondes gegangen, teilte Roskosmos mit.

Im Herbst hatte Russland mitgeteilt, dass es sich am US-Projekt "Deep Space Gateway" beteiligen will. Diese Raumstation soll um den Mond kreisen und von dort aus Landungen auf dem Erdtrabanten und Flüge tiefer ins All ermöglichen. Die Station könnte gegen Mitte oder Ende der 2020er Jahre eine Alternative zur Internationalen Raumstation ISS werden, die seit fast 20 Jahren in 400 Kilometern Höhe um die Erde kreist und deren Finanzierung nach 2024 nicht gesichert ist.
Mars-Rover mit der Esa geplant

Russland arbeitet in der Raumfahrt seit Jahrzehnten eng mit Nasa und Esa zusammen. Trotz politischer Konflikte zwischen Russland und dem Westen sagen Funktionäre auf beiden Seiten seit langem, dass die Raumfahrt Brücken schlägt. Zugleich soll die Kooperation die immensen Kosten senken. Auch über das Milliardenprogramm ISS hinaus gibt es viele gemeinsame Projekte. Mit der Esa etwa sucht Roskosmos im Programm ExoMars nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. Erst Ende Februar hatte sich Roskosmos-Direktor Komarow mit Esa-Chef Jan Wörner getroffen, um über den Start eines Rovers zum Mars zu beraten, der für 2020 geplant ist.

Nach Darstellung von Roskosmos haben Russland und China ihre Kooperation zuletzt mit mehreren Abkommen ausgeweitet. So hatten sie 2017 etwa ein Programm für die Jahre 2018 bis 2022 entworfen. Neben der Mondforschung werden darin auch der Einsatz von Satelliten und das Monitoring von Weltraumschrott genannt. Zudem regelt ein Abkommen von 2016 den Schutz der eigenen Technologien in der Zusammenarbeit zwischen Moskau und Peking.
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Russland und China haben sich ambitionierte Mondprojekte vorgenommen. Moskau will mehrere Sonden zum Erdtrabanten schicken, bevor bis etwa 2030 erstmals ein Kosmonaut den Mond betreten soll. China plant zwei Mondmissionen bis 2020: Voraussichtlich bis Jahresende ist die erste Landung überhaupt auf der erdabgewandten Seite des Mondes geplant. Bei dem zweiten Flug soll die Raumsonde "Chang'e 5" ein Roboter-Fahrzeug absetzen, Proben sammeln und diese zur Erde bringen. Es wäre das erste Mal, dass ein chinesisches Raumschiff mit Mondgestein zur Erde zurückkehrt.

Auch die Esa und die Nasa haben den Mond fest im Blick. Esa-Chef Wörner wirbt für die Idee eines "Moon Village" - einer Basis auf dem Trabanten. Allgemein sehen Raumfahrtbehörden und Experten die Mondforschung als wichtige Etappe für einen bemannten Flug zum Mars.

Quelle: n-tv.de , mob/dpa
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Sonde "Juno" auf Erkundungstour - Sturm-Karusselle toben an Jupiter-Polen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Mär 2018 14:15

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Sturm-Karuss ... 24303.html
Sonde "Juno" auf Erkundungstour - Sturm-Karusselle toben an Jupiter-Polen

Über die Polregionen Jupiters weiß man bislang wenig. Zum ersten Mal fliegt die Raumsonde "Juno" diese Gegenden nun gezielt an. Die Bilder, die sie macht, zeigen erstaunliche und bislang unerklärliche Phänomene auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems.

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In den Polarregionen des Riesenplaneten Jupiter toben überraschende Sturm-Karusselle: Am Nordpol des Gasriesen umkreisen acht Wirbelstürme einen zentralen Sturm, am Südpol sind es fünf. Entsprechende Beobachtungen der Jupitersonde "Juno" der US-Raumfahrtbehörde Nasa stellen Forscher um Alberto Adriani vom italienischen Astrophysikalischen Institut INAF im Fachblatt "Nature" vor. Drei weitere Teams berichten in derselben Ausgabe von weiteren Messungen der "Juno"-Mission.
Bilderserie
Geschafft: Das Überfliegen und Fotografieren des Großen Roten Flecks des Jupiters gilt als erfolgreicher Höhepunkt der Juno-Mission. Die Raumsonde der Nasa ist bei ihrer Arbeit nur 9000 Kilometer vom mysteriösen Fleck entfernt. So nah ist bisher keine Raumsonde dem Jupiter, ... ... dem größten Planeten unseres Sonnensystems, mit seinem besonderen Merkmal, dem Großen Roten Auge oder Fleck, gekommen. Jupiter und das Große Rote Auge Juno schickt "die besten Bilder aller Zeiten"

Die Polarregionen des größten Planeten unseres Sonnensystems sind wenig erforscht, weil Jupiters Rotationsachse keine große Neigung besitzt und seine Pole daher von der Erde kaum zu sehen sind. "Juno" ist die erste Raumsonde, die gezielt die Jupiterpole überfliegt. Auf den Aufnahmen der ersten fünf Überflüge sind deutlich die Muster der Wirbelstürme zu sehen, die sich jeweils um einen zentralen Wirbelsturm bewegen, der direkt über dem Pol sitzt.

Überraschenderweise scheinen die kreisenden Wirbelstürme nicht in die Mitte zum zentralen Sturm am Pol zu driften, wie es die Atmosphärendynamik erwarten lässt. Die Art und Weise, wie die Zyklone nicht verschmelzen, sei ebenso unbekannt wie der Prozess, über den sie sich zu der derzeitigen Konfiguration entwickelt haben, schreiben die Wissenschaftler in "Nature".
Unterschiedliche Winde im Norden und Süden

Ein weiteres Forscherteam hat die großen Jetstreams in Jupiters Atmosphäre untersucht. Diese Ost-West-Winde reichen von der äußersten Wolkenschicht aus gesehen in Tiefen von bis zu 3000 Kilometern, wie die Wissenschaftler um Yohai Kaspi vom Weizmann-Institute in Israel berichten. "Jupiters Atmosphäre ist viele Male größer als alles, was wir zuvor gesehen haben", betonte Kaspi in einer Mitteilung seines Instituts.
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Die Analyse seines Teams basiert auf einer genauen Messung der in Nord-Süd-Richtung erstaunlich asymmetrischen Jupiter-Schwerkraft durch "Juno", die Luciano Iess von der Universität Rom und Kollegen in "Nature" vorstellen. "Da Jupiter im Wesentlichen ein gigantischer Gasball ist, lautete die ursprüngliche Erwartung, dass es keine Asymmetrien im Gravitationsfeld zwischen Nord und Süd geben sollte", erläuterte Kaspi. Doch die deutlichen Unterschiede zwischen den Winden im Norden und Süden sollten sich auch im Schwerkraftfeld zeigen, wie Kaspi berechnet hat.

Das hat "Juno" nun bestätigt. Diese Messungen zeigten auch, dass unterhalb von etwa 3000 Kilometern das flüssige Innere von Jupiter wie ein fester Körper rotiere, schreibt ein Team um Tristan Guillot von der Universität der Côte d'Azur. Die Atmosphäre des Gasriesen, die etwa ein Prozent seiner gesamten Masse ausmacht, rotiert dagegen in verschiedenen geografischen Breiten unterschiedlich schnell. Jupiter ist von einer dichten Wolkenhülle umgeben, in die wir von der Erde aus nicht weit hineinsehen können.
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Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie Jupiter hat irdischen Besuch

Quelle: n-tv.de , hny/dpa
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"Ein komplettes Rätsel" - Galaxie ohne Dunkle Materie entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mär 2018 16:03

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Galaxie-ohne ... 58843.html
"Ein komplettes Rätsel" - Galaxie ohne Dunkle Materie entdeckt

Jahrzehntelang gehen Forscher davon aus, dass Galaxien ihr Leben als Klumpen aus Dunkler Materie beginnen. Jetzt stellt ein mysteriöser Fund diese Theorie infrage. Galaxie NGC 1052-DF2 ist durchsichtig, ohne Dunkle Materie und sehr merkwürdig.


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Eine fast durchsichtige Galaxie ohne Dunkle Materie verblüfft Astronomen: Der Fund des kosmischen Leichtgewichts stellt die gängigen Vorstellungen zur Galaxienentwicklung infrage. Das Team um Pieter van Dokkum von der Yale-Universität in New Haven (US-Staat Connecticut) berichtet im Fachblatt "Nature" über seine Entdeckung. "Die Galaxie ist ein komplettes Rätsel", betont van Dokkum in einer Mitteilung. "Alles an ihr ist merkwürdig."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 28001.html
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Die mysteriöse Dunkle Materie ist der häufigste Stoff im Universum. Von ihr gibt es im All mehr als fünfmal so viel wie von der uns vertrauten Materie, aus der Sonne, Erde, Häuser, Bäume und Menschen bestehen. Forscher haben bislang kein Indiz, woraus die Dunkle Materie besteht, denn sie sendet kein Licht aus, verschluckt auch keines und macht sich nur über ihre Schwerkraft bemerkbar. So rotieren beispielsweise Galaxien in der Regel viel zu schnell, um allein von der Schwerkraft ihrer Sterne und Gaswolken zusammengehalten zu werden.
"Dieses Ding ist erstaunlich"

Auf genau diese Weise entdeckten die Astronomen auch, dass mit der jetzt untersuchten Galaxie etwas nicht stimmt. Das Objekt mit der Katalognummer NGC 1052-DF2 gehört zu der erst vor wenigen Jahren identifizierten Klasse der ultradiffusen Galaxien. Es ist ungefähr so groß wie unsere eigene Galaxie, die Milchstraße, hat aber zweihundert Mal weniger Sterne. "Dieses Ding ist erstaunlich", betont Forschungsleiter van Dokkum. "Ein gigantischer Klumpen, durch den man hindurchschauen kann. So schütter, dass man alle Galaxien dahinter sehen kann. Buchstäblich eine durchsichtige Galaxie."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 47191.html
Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All Geballtes Funkeln: Sternhaufen

Die Forscher hatten die 65 Millionen Lichtjahre entfernte ultradiffuse Galaxie mit einem Spezialteleskop namens Dragonfly entdeckt und dann mit anderen Instrumenten weiter untersucht. Mit dem W.M.-Keck-Teleskop auf Hawaii ließ sich die Bewegung von zehn Kugelsternhaufen in der Galaxie messen. Zur Überraschung der Forscher bewegen sie sich viel langsamer als erwartet. Und je langsamer sich Objekte in einer Galaxie bewegen, desto weniger Dunkle Materie besitzt diese.

Die Berechnungen zeigten, dass die Bewegungen der Kugelsternhaufen sich quasi komplett durch die Schwerkraft der sichtbaren Materie erklären lassen. "Wenn es dort Dunkle Materie gibt, dann sehr wenig", berichtet van Dokkum. Die ultradiffuse Galaxie kann demnach maximal ein Vierhundertstel der erwarteten Menge an Dunkler Materie besitzen, also nahezu keine. "Eine Galaxie ohne Dunkle Materie ist unerwartet. Denn diese unsichtbare, rätselhafte Substanz ist der beherrschende Aspekt jeder Galaxie", erläutert der Forschungsleiter.
Dunkle Materie: real und unabhängig

Die Entdeckung stelle die gängigen Vorstellungen der Galaxienentwicklung auf den Prüfstand, betonen die Forscher. "Jahrzehntelang haben wir gedacht, dass Galaxien ihr Leben als Klumpen aus Dunkler Materie beginnen", erklärt van Dokkum. "Erst danach passiert alles andere: Gas fällt in den Hof aus Dunkler Materie, das Gas wird zu Sternen, die langsam zunehmen, und schließlich hat man eine Galaxie wie die Milchstraße." Möglicherweise gebe es mehr als einen Weg, Galaxien zu formen.
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Über die Ursache der Dunkle-Materie-Armut können die Forscher nur spekulieren. Messungen des Gemini-Telskops, ebenfalls auf Hawaii, zeigten, dass die diffuse Galaxie sich derzeit nicht in einer engen Wechselwirkung mit einer anderen Galaxie des Haufens befinde, in dem sie beheimatet ist. Möglicherweise habe das Wachstum der dominanten Galaxie dieses Haufens eine Rolle gespielt, oder ein umwälzendes Ereignis in der diffusen Galaxie selbst.

Die Beobachtung sei aber kein Gegenargument für die Existenz der Dunklen Materie, betont van Dokkum: "Die Entdeckung zeigt, dass Dunkle Materie real ist - sie besitzt ihre eigene, unabhängige Existenz, getrennt von den anderen Komponenten von Galaxien." Die Astronomen hoffen nun, unter den ultradiffusen Galaxien weitere ohne Dunkle Materie zu finden, um das Phänomen besser zu verstehen.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Nur sehr schwer auffindbar - Sternleiche in Nachbargalaxie entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Apr 2018 11:36

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Sternleiche- ... 71425.html
Nur sehr schwer auffindbar - Sternleiche in Nachbargalaxie entdeckt

Durch neue Bilder verschiedener Teleskope wird eine Landschaft aus Sternen und leuchtenden Gaswolken in einer unserer Nachbargalaxien sichtbar. Astronomen finden darin einen stellaren Leichnam, der von einer 2000 Jahre alten Supernova-Explosion zurückgelassen wurde.


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Erstmals haben Astronomen einen bestimmten Typ von Neutronenstern außerhalb unserer Milchstraße entdeckt - einen stellaren Leichnam, der als sehr schwer auffindbar gilt. Es handelt sich um einen isolierten Neutronenstern mit schwachem Magnetfeld, wie die Europäische Südsternwarte ESO in Garching mitteilte. Das schwer fassbare Objekt befindet sich demnach in der sogenannten Kleinen Magellanschen Wolke, einer unserer nächsten Nachbargalaxien, rund 200.000 Lichtjahre entfernt.

Neutronensterne gelten als Überreste von Supernovaexplosionen, in denen massereiche Sterne ihr Leben beenden. Zu den Besonderheiten der nun entdeckte Sternleiche zählt, dass der Neutronenstern nicht Bestandteil eines Mehrfachsternsystems ist - sondern allein, also isoliert steht.
Lediglich schwaches Magnetfeld

Auch weist er lediglich ein schwaches Magnetfeld auf - im Gegensatz zu den sogenannten Pulsaren, bei denen es sich um stark magnetische, rotierende Neutronensterne handelt. Typischerweise kaum zehn Kilometer im Durchmesser und doch schwerer als unsere Sonne, werden isolierte Neutronensterne mit schwachen Magnetfeldern im ganzen Universum vermutet. Aber sie sind schwer zu finden, weil sie nur bei Röntgenwellenlängen leuchten.
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Pulsare dagegen leuchten stark im Radiobereich und bei anderen Wellenlängen, wodurch sie leichter aufzuspüren sind. Allerdings machen sie laut ESO nur einen kleinen Bruchteil aller vorhergesagten Neutronensterne aus.
In Kleiner Magellanscher Wolke entdeckt

Die Forscher konnten den toten und von Licht umgebenen Stern in der Kleinen Magellanschen Wolke unter anderem mit Hilfe des Very Large Telescope der ESO in Chile und des Röntgenweltraumteleskops Chandra identifizieren.

Der stellare Leichnam ist in Gasfilamente eingebettet, die von einer 2000 Jahre alten Supernovaexplosion zurückgelassen wurden.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80321.html
Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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Im viel zu jungen Universum - Rätselhafte Galaxien-Kollisionen entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Apr 2018 08:38

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Raetselhafte ... 04674.html
Im viel zu jungen Universum - Rätselhafte Galaxien-Kollisionen entdeckt

Mit dem weltgrößten Radioteleskop ist eine erstaunliche Entdeckung gelungen: die Entstehung von Galaxienhaufen - nur 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Wie das sein kann, müssen die Forscher noch enträtseln. Eigentlich war das Universum dafür viel zu jung.


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In Chile schauen die Teleskope Alma und Apex tief in den Weltraum und entdecken dabei Erstaunliches: die bevorstehende Vereinigung junger Galaxien, in denen jedes Jahr Tausende von Sternen geboren werden - und das bereits 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Es sind die Anfänge gigantischer kosmischer Masseansammlungen.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 28001.html
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Die Überraschung war groß, denn bislang dachten Astronomen, dass diese Ereignisse erst etwa drei Milliarden Jahre nach dem Urknall stattfanden. Jetzt zeigen die neuen Beobachtungen sie bereits zu einer Zeit, als das Universum erst halb so alt war. Man geht davon aus, dass diese uralten Galaxiensysteme die massereichsten Strukturen im bekannten Universum bilden: Galaxienhaufen.

An der Entdeckung waren zwei internationale Wissenschaftlerteams beteiligt unter der Leitung von Tim Miller (Dalhousie University, Kanada und Yale University, USA) und Iván Oteo (University of Edinburgh, Großbritannien). Bei den Galaxien handelt es sich um sogenannte Starburst-Galaxien, in denen deutlich mehr neue Sterne entstehen, als es für die Größe der Galaxien typisch ist. Nach Angaben der Forscher sind sie auf die bei weitem aktivste Region gestoßen, die jemals im jungen Universum beobachtet wurde.
"Das müssen wir noch verstehen"
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Gerechnet haben sie damit nicht, denn die Lebensdauer solcher Galaxien wird als relativ kurz eingeschätzt: Ist die Sternentstehungsrate sehr hoch, reicht der vorhandene Gasvorrat nicht, um sie über Milliarden Jahre aufrecht zu erhalten. Das Gas werde dabei außerordentlich schnell verbraucht, sagt Oteo. "Zu jeder Zeit, in jeder Ecke des Universums, sind solche Galaxien in der Regel in der Minderheit", so der Forscher. Umso merkwürdiger sei es, mehrere Starburst-Galaxien gleichzeitig zu finden. "Das müssen wir noch verstehen."

Die sich bildenden Galaxienhaufen wurden zunächst als schwache Lichtflecken entdeckt. Nachfolgende Beobachtungen zeigten dann, dass sie eine ungewöhnliche Struktur haben und bestätigten, dass ihr Licht viel früher als erwartet entstand: nur 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall.
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Die neuen, hochauflösenden Beobachtungen mit Alma, dem größten Radioteleskop der Welt, ergaben schließlich, dass die beiden schwachen Lichtquellen keine Einzelobjekte sind, sondern sich aus vierzehn beziehungsweise zehn einzelnen massereichen Galaxien zusammensetzen. Eigentlich müssten die massereichen Ur-Galaxienhaufen viel länger gebraucht haben, um sich zu entwickeln. "Wie diese Ansammlung von Galaxien so schnell so groß wurde, ist erstmal ein Rätsel. Sie hat sich offenbar nicht allmählich über Milliarden von Jahren angesammelt, so wie die Astronomen es erwarten haben", sagt Miller. Die Analyse der Alma-Daten soll nun Aufschluss geben über die frühe Haufenbildung.

Ihre Entdeckungen veröffentlichen die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" sowie im "Astrophysical Journal".

Quelle: n-tv.de , asc
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Check-Up beim Erdnachbarn im All - Neuer Mars-Lander macht sich auf den We

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mai 2018 16:20

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Mars-L ... 13128.html
Samstag, 05. Mai 2018
Check-Up beim Erdnachbarn im All - Neuer Mars-Lander macht sich auf den Weg

Mehrere Sonden und Rover hat allein die Nasa schon zum Roten Planeten geschickt. Jetzt folgt der Lander "InSight". Er soll auf dem Mars noch tiefer unter die Oberfläche schauen als alle Vorgänger.


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Puls? Temperatur? Reflexe? Dem Mars steht eine große Untersuchung bevor: "Der erste gründliche Check-Up seiner Vitalfunktionen seitdem sich der Planet vor 4,5 Milliarden Jahren geformt hat", heißt es von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Durchführen soll die Untersuchung der Lander "InSight", der jetzt erfolgreich an Bord einer "Atlas"-Rakete von der Vandenberg Air Force Base im US-Bundesstaat Kalifornien gestartet ist. Ende November soll er auf dem Mars landen.
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Die rund 650 Millionen Euro teure Mission - die erste, die von der Westküste der USA aus zu einem anderen Planeten abhebt -, ist auf zwei Jahre angelegt. Eigentlich war der Beginn schon für 2016 geplant. Wegen eines undichten Forschungsinstruments musste der Start damals jedoch um zwei Jahre verschoben werden. Das Design des 360 Kilogramm schweren Landers basiert vor allem auf der Raumsonde "Phoenix", die 2008 auf dem Mars landete und einige Monate lang Daten funkte. Anders als beispielsweise der Rover "Curiosity" kann "InSight" nicht rollen, sondern bleibt stationär an einem Ort.
Messungen in fünf Metern Tiefe

Der Lander muss stillhalten, sonst könnten die sensiblen wissenschaftlichen Instrumente kaputtgehen, mit denen er die Vitalfunktionen des Planeten vermessen soll. Eines der zentralen Vorhaben ist die Messung der Temperatur, also des Wärmeflusses. Dafür hat die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt ein Messgerät entwickelt, das bis zu fünf Meter unter die Oberfläche des Planeten vordringen kann.
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Wichtig ist den Experten auch die Messung des Planeten-Pulses: Ein Seismometer registriert Erschütterungen, die etwa durch Beben hervorgerufen werden. Bis zu 100 Marsbeben erwarten die Nasa-Wissenschaftler im Lauf der zweijährigen Mission, wahrscheinlich nicht stärker als 6.0 auf der Richter-Skala.
Wissenschaftliche Zeitmaschine

Die Forscher versprechen sich von der Mission aber nicht nur neue Erkenntnisse über den Mars, sondern auch über die Entstehung der Erde. ""InSight" ist in mancher Hinsicht wie eine wissenschaftliche Zeitmaschine, die uns Informationen über die frühesten Entstehungsphasen des Mars vor 4,5 Milliarden Jahren bringen wird", sagt Nasa-Manager Bruce Banerdt, der seit mehr als 25 Jahren an der Mission arbeitet. "Das wird uns dabei helfen zu verstehen, wie Gesteinsbrocken sich formieren, etwa die Erde, ihr Mond und sogar Planeten in anderen Sonnensystemen."
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"InSight" (kurz für "Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") wird auf dem Mars bei weitem nicht alleine sein: Seit mehr als 50 Jahren nimmt die Nasa den Planeten ins Visier, derzeit rollen unter anderem die Rover "Opportunity" und "Curiosity" über den Planeten. Mit "Mars2020" steht auch schon der "InSight"-Nachfolger in den Startlöchern.

Dass eine Marslandung aber aller Erfahrung zum Trotz immer noch eine hochkomplexe Sache ist, erlebte 2016 die europäische Raumfahrtagentur Esa: Ihre Sonde "Schiaparelli" stürzte infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug ab.
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Quelle: n-tv.de , Christina Horsten, dpa

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Milliarden Kilometer gewandert - Asteroid weit vom Ursprungsort entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mai 2018 14:54

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-wei ... 26082.html
Mittwoch, 09. Mai 2018
Milliarden Kilometer gewandert - Asteroid weit vom Ursprungsort entdeckt

Was Berechnungen nahelegen, können Forscher nun durch Messungen bestätigen: Einige Asteroiden wurden in der Frühzeit des Sonnensystems von den großen Gasplaneten auf andere Bahnen geschleudert. "2004 EW95" hat es weit hinaus verschlagen.


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Die Anfänge unseres Sonnensystems waren eine stürmische Zeit. Wahrscheinlich dominierten damals die großen Gasplaneten das Geschehen: Sie schleuderten kleine gesteinshaltige Körper aus dem inneren Sonnensystem hinaus in entfernte Umlaufbahnen. Darauf lassen zumindest theoretische Berechnungen schließen. Einige kohlenstoffreiche Asteroiden könnten dabei bis in den Kuipergürtel gelangt sein - in die kalte Region jenseits von Neptun, in der auch Pluto seine Bahnen zieht.

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Was die Modellrechnungen nahelegen, konnten jetzt Forscher durch Messungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile unterstützen: Ein kleines Astronomen-Team unter der Leitung von Tom Seccull von der Queen's University Belfast hat das Kuipergürtel-Objekt "2004 EW95" genauer untersucht und festgestellt, dass es sich dabei um einen kohlenstoffhaltigen Asteroiden handelt. Alles deutet darauf hin, dass er einst zwischen Mars und Jupiter entstanden ist und dann Milliarden von Kilometer bis in den Kuipergürtel geschleudert wurde. Damit ist "2004 EW95" der erste kohlenstoffreiche Asteroid, der in den kalten Außenbereichen unseres Sonnensystems bestätigt werden konnte.
Wie ein Kohleberg vor pechschwarzer Leinwand

Die Besonderheit von "2004 EW95" hatte sich zunächst bei Routinebeobachtungen mit Weltraumteleskop Hubble gezeigt. "Das Reflexionsspektrum von '2004 EW95' unterschied sich deutlich von den anderen beobachteten Objekten des äußeren Sonnensystems", erklärt Studienleiter Seccull. "Es sah so seltsam aus, dass wir es uns unbedingt genauer ansehen mussten." Instrumente des VLT erlaubten es dem Team, das vom Asteroiden reflektierte Licht genauer zu vermessen und so auf seine chemische Zusammensetzung zu schließen.

Doch das Objekt war schwer zu beobachten. Zwar ist der Asteroid rund 300 Kilometer groß, doch er befindet sich derzeit vier Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Das machte das Sammeln von Daten von seiner dunklen, kohlenstoffreichen Oberfläche zu einer Herausforderung. "Es ist, als würde man einen riesigen Kohleberg gegen die pechschwarze Leinwand des Nachthimmels beobachten", erläutert Thomas Puzia von der Pontificia Universidad Católica de Chile, der an der Studie beteiligt war.
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Schließlich waren die Wissenschaftler erfolgreich. Sie konnten Eisenoxide und Phyllosilikate in dem Asteroiden ausfindig machen: Materialien, die noch nie zuvor bei einem Objekt des Kuipergürtels bestätigt worden waren. Sie legen nahe, dass "2004 EW95" seinen Ursprung im inneren Sonnensystem hat und später von einem anderen Planeten in seine gegenwärtige Umlaufbahn geschleudert wurde. "Die Entdeckung eines kohlenstoffhaltigen Asteroiden im Kuipergürtel ist ein wichtiger Nachweis für eine der grundlegenden Vorhersagen dynamischer Modelle des frühen Sonnensystems", kommentiert Olivier Hainaut, Astronom der Europäischen Südsternwarte, der nicht an der Studie beteiligt war. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal Letters" veröffentlicht.
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Quelle: n-tv.de , asc
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"Brücke der Elstern" - China schickt Satelliten zu Mondrückseite

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Mai 2018 09:05

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/China-schick ... 43803.html
Montag, 21. Mai 2018
"Brücke der Elstern" - China schickt Satelliten zu Mondrückseite

Als erste Nation der Welt will China mit einem Roboterfahrzeug die erdabgewandte Seite des Mondes erkunden. Den Relais-Satelliten, der dafür die Kommunikation mit der Erde sicherstellen soll, schicken die Chinesen bereits jetzt ins All.


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Zur Vorbereitung der ersten Landung auf der Rückseite des Mondes hat China einen Übertragungssatelliten gestartet. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 4C" hob am Montag vom Raumfahrtzentrum in Xichang in der Provinz Sichuan in Südwestchina ab. Rund 25 Minuten nach dem Start wurde der Satellit erfolgreich ausgesetzt und auf den Weg zum Erdtrabanten gebracht, wie Chinas Raumfahrtbehörde (CNSA) berichtete. Die Sonnensegel und Kommunikationsantennen seien problemlos ausgeklappt worden.

Als erste Nation will China in etwa sechs Monaten auf der Rückseite des Mondes landen. Um die Signale des unbemannten Landemoduls "Chang'e 4" mit einem Roboterfahrzeug zur Erde zu funken, wird der Relais-Satellit an einen Punkt hinter dem Mond gebracht, wo er sowohl dessen erdabgewandte Seite als auch die Erde sehen kann. Der "Queqiao" genannte Himmelskörper soll im ruhigen Mondumfeld auch nach leisen Radiosignalen aus den Anfängen des Universums forschen.

Die Erkundung ist ein Kooperationsprojekt mit den Niederlanden, das den Empfänger für niedrige Radiofrequenzen (NCLE) entwickelt hat. Ohne die Erdatmosphäre und andere Störungen können Astronomen in der Stille des Alls besser Signale auffangen und hoffen auf neue Erkenntnisse über die Entstehung der Sterne. Mit dem Start brachte die Rakete vom Typ "Langer Marsch" zusätzlich noch zwei chinesische Mikrosatelliten "Longjiang" 1 und 2 ins All, die unabhängig davon eigene radioastronomische Forschung betreiben.
"Brücke der Elstern"

Während das Landemodul "Chang'e 4" nach der chinesischen Mondgöttin benannt ist, wird "Queqiao" mit "Brücke der Elstern" übersetzt und erinnert an ein altes chinesisches Märchen. Darin spreizen Elstern ihre Flügel und bilden damit in der siebten Nacht des siebten Monats des chinesischen Mondkalenders eine Brücke, über die Zhi Nu, die siebte Tochter der Himmelskönigin, zu ihrem geliebten Ehemann gehen kann, der durch die Milchstraße von ihr getrennt ist.
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Bevor "Queqiao" als erster Satellit in diesem Orbit eine Kommunikationsbrücke bilden kann, sind noch zahlreiche Bremsmanöver und Kursanpassungen nötig, um genau den Punkt zu erreichen, wo auch die Mondanziehung genutzt werden kann. "Der Start ist der entscheidende Schritt, damit China sein Ziel erreicht, als erste Nation eine Sonde zu schicken und die erdabgewandte Seite mit einem Rover zu erkunden", sagte Zhang Lihua, Manager des Satellitenprojekts.

Seit zehn Jahren verfolgt China ein ehrgeiziges Mondprogramm. Nach der Landung auf der Rückseite des Mondes ist voraussichtlich 2019 eine Mission geplant, bei der auch Gestein zur Erde zurückgebracht werden soll. Das chinesische Vorhaben würde dann genau 50 Jahre nach der ersten bemannten Mondlandung durch die USA erfolgen, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 als erster Mensch die Oberfläche des Erdtrabanten betrat. Nach den chinesischen Plänen soll bis 2030 erstmals ein Chinese auf dem Mond landen.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa

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Hinweise auf Leben ? - Marsrover findet organische Moleküle

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jun 2018 21:37

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Marsrover-fi ... 68256.html
Donnerstag, 07. Juni 2018
Hinweise auf Leben ? - Marsrover findet organische Moleküle

Die Frage beschäftigt nicht nur Forscher seit Jahrzehnten: Gibt oder gab es Leben auf dem Mars? Nun gibt es neue Hinweise, eine endgültige Antwort allerdings noch immer nicht.


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Der Marsrover "Curiosity" ist in Jahrmilliarden altem Sedimentgestein auf organische Materie gestoßen. Die relativ einfachen Kohlenstoff-Verbindungen könnten Relikte aus einer lebensfreundlichen Zeit auf dem Roten Planeten sein, als möglicherweise Mikroben dort wimmelten.
Der Bohrer von "Curiosity" über einem der Einlässe für Proben, die zu den Bordlabors des Marsrovers führen. Das Bild wurde von der Mastkamera des Rovers aufgenommen.
Der Bohrer von "Curiosity" über einem der Einlässe für Proben, die zu den Bordlabors des Marsrovers führen. Das Bild wurde von der Mastkamera des Rovers aufgenommen.
(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Darüber hinaus hat der Rover der US-Raumfahrbehörde Nasa eine stark schwankende Methankonzentration in der heutigen dünnen Marsluft festgestellt. Methan wird auf der Erde vor allem durch biologische Prozesse produziert. Für beide Beobachtungen, die zwei verschiedene Forscherteams im Fachblatt "Science" vorstellen, gibt es aber auch nicht-biologische Erklärungen.

Wissenschaftler um Jennifer Eigenbrode vom Goddard Space Flight Center der Nasa hatten mit dem Rover rund 3,5 Milliarden Jahre alte Sedimente im Gale-Krater auf dem Roten Planeten angebohrt. Das eingebaute Chemielabor des Rovers entdeckte in diesem uralten Gestein einen Strauß organischer Moleküle, darunter aromatische, aliphatische und thiophenische Verbindungen, wie die Forscher in "Science" berichten. Zwar handelt es sich nicht um Fossilien möglicher Marsmikroben. Organische Materie sei jedoch der Schlüssel zum Verständnis der Bedingungen und Prozesse, die auf dem jungen Mars vorherrschten, schreiben die Wissenschaftler.
See mit ähnlichen Eigenschaften wie auf der jungen Erde

Im Gale-Krater hatten Forscher schon früher Hinweise darauf gefunden, dass dort vor etwa 3,8 bis 3,1 Milliarden Jahren lebensfreundliche Bedingungen geherrscht haben könnten. Viele Millionen Jahre lang war der Krater demnach vermutlich mit einem See gefüllt, der mit ähnlichen Eigenschaften wie auf der jungen Erde alle Voraussetzungen für Leben geboten hat. Ob dort tatsächlich etwas gelebt hat, ist allerdings auch nach den neuen Funden nicht geklärt.

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Die organischen Moleküle könnten abiotisch auf der Marsoberfläche entstanden, aus dem Weltall auf den Roten Planeten geregnet oder biologisch produziert worden sein, erläutert die Astrobiologin Inge Loes ten Kate von der Universität Utrecht, die an den Analysen nicht beteiligt war, in einem Begleitkommentar in "Science". Sie wertet die Entdeckung als einen Durchbruch in der Astrobiologie.

Zwar habe es auch früher schon Hinweise auf mögliche organische Verbindungen auf dem Mars gegeben. Seit der Ankunft der "Viking"-Sonden vor vier Jahrzehnten hätten Forscher jedoch nach einem schlüssigen Beleg für die Existenz von organischer Materie auf dem Roten Planeten gefahndet. Dies sei nun gelungen, betont Loes ten Kate. Die Frage, ob sich Leben auf dem Mars gebildet und existiert habe, sei umso aktueller, da nun bekannt sei, dass es organische Moleküle auf seiner Oberfläche gegeben habe.
Auswertung von "Curiosity"-Messdaten aus fünf Jahren

Als ebenso bedeutend schätzt Loes ten Kate die Beobachtung der deutlichen jahreszeitlichen Schwankungen des Methangehalts in der Marsatmosphäre ein. Ein Team um Christopher Webster vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa hatte dafür "Curiosity"-Messdaten aus fünf Jahren ausgewertet. Die Methankonzentration stieg darin vom Mars-Frühling bis zum Mars-Sommer auf das 2,5-Fache und fiel dann zum Herbst wieder stark ab. Woher das Gas kommt und was die schwankende Konzentration verursacht, ist trotz verschiedener Deutungsversuche unklar.
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Ist der Ozean versickert?: Rätsel um verschwundenes Mars-Wasser 29.12.17 Ist der Ozean versickert? Rätsel um verschwundenes Mars-Wasser

Die Existenz von Methan in einer oxidierenden Atmosphäre wie derjenigen des Mars sei eine mögliche Biosignatur, mutmaßliche Quellen könnten methanproduzierende Bakterien sein, schreiben die Wissenschaftler um Webster. Das heißt jedoch nicht unbedingt, dass unentdeckte Mikroben im Marsboden leben. Die Forscher zählen auch eine Vielzahl nicht-biologischer Produktionsmechanismen für das Methan auf, darunter die Erosion von Basalt, den Abbau organischer Verbindungen durch die intensive ultraviolette Sonnenstrahlung auf dem Mars sowie eine Reihe geologischer und geothermischer Prozesse.

Unter den Bedingungen der deutlich dichteren Atmosphäre des jungen Mars könnten auch große Mengen Methan in unterirdischen Einschlussverbindungen gespeichert worden sein, sogenannten Klathraten, und daraus nun langsam wieder aussickern, schreiben die Forscher. Der Umfang des jahreszeitlichen Methanzyklus weise jedenfalls darauf hin, dass es auf dem Mars noch unbekannte Atmosphären- oder Bodenprozesse gebe. Methan produzierende Mikroben sind dabei nicht ausgeschlossen, wie Loes ten Kate erläutert. Auch wenn viele geologische Prozesse Methan produzierten, rechtfertige die mögliche Verbindung mit biologischen Quellen eine weitere Untersuchung, um den marsianischen Methanzyklus voll und ganz zu verstehen.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa

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Extrem gute Detailschärfe - Alma entdeckt Babyplaneten bei Jungstern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jun 2018 12:42

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Alma-entdeck ... 85443.html
Montag, 18. Juni 2018
Extrem gute Detailschärfe - Alma entdeckt Babyplaneten bei Jungstern

Das Super-Teleskop Alma blickt mit außergewöhnlich scharfem Blick ins All. In einer Gas- und Staubschreibe spürte es nun drei der jüngsten Planeten, die bislang entdeckt worden sind, in der Nähe eines Sterns auf. Der ist mit vier Millionen Jahren auch noch relativ jung.


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Mit einer neuen Technik haben Astronomen drei der jüngsten Planeten entdeckt, die bislang gesichtet worden sind. Die Babyplaneten formen sich derzeit um den jungen Stern mit der Katalognummer HD 163296 im Sternbild Schütze, wie zwei unabhängige Forscherteams in Studien berichten, die zur Veröffentlichung im Fachblatt "Astrophysical Journal Letters" angenommen worden sind. Der Stern ist erst rund vier Millionen Jahre alt und hat damit nur etwa ein Tausendstel des Alters unserer Sonne. In astronomischen Maßstäben ist er gerade neu geboren.
Teil des "Alma"-Datensatzes - das Bild zeigt einen deutlichen "Knick", der eindeutig auf die Anwesenheit eines der Planeten hinweist.

Der rund 330 Lichtjahre entfernte junge Stern, der etwa die doppelte Masse unserer Sonne besitzt, wird von einer großen Gas- und Staubscheibe umkreist. In dieser Scheibe haben die Astronomen mit dem Submillimeterwellen-Teleskopsystem Alma in den chilenischen Anden lokale Gaswirbel beobachtet. Ungestört sollte das Gas ganz gleichmäßig um den Stern kreisen. "Es braucht ein relativ massereiches Objekt wie einen Planeten, um lokale Störungen in dieser sonst geordneten Bewegung zu erzeugen", erläuterte einer der Teamleiter, Christophe Pinte von der Monash-Universität in Australien in einer Mitteilung des US-Radioastronomieobservatoriums NRAO, das wie die Europäische Südsternwarte Eso zu den Betreibern von Alma gehört.
"Nachweis von Protoplaneten liegt an Grenze der Wissenschaft"

Die Teams von Pinte und von Richard Teague von der Universität von Michigan (USA) spürten insgesamt drei lokale Wirbel auf. Die Verursacher - drei noch entstehende, sogenannte Protoplaneten - haben alle bereits Massen vergleichbar mit der des Jupiters, dem größten Planeten in unserem System, wie die Analyse ergab. Die sogenannten Exoplaneten kreisen viel weiter außen als die Planeten in unserem System und sind von ihrem Stern 80, 140 und 260 Mal so weit entfernt wie die Erde von der Sonne. "Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten Tausende Exoplaneten entdeckt worden sind, liegt der Nachweis von Protoplaneten an der Grenze der Wissenschaft", betonte Pinte.
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Die beiden Forscherteams hatten für den Nachweis die Bewegungsmuster von Kohlenmonoxidgas in der Scheibe genau analysiert. Bei einer typischen Geschwindigkeit von rund fünf Kilometern pro Sekunde konnten die Astronomen durch die extrem gute Detailschärfe von Alma Geschwindigkeitsunterschiede von wenigen Metern pro Sekunde nachweisen. "Dieser komplett neue Ansatz könnte einige der jüngsten Planeten in unserer Galaxie enthüllen", betonte Forschungsleiter Teague. Und Ko-Autor Francois Menard von der Universität Grenoble (Frankreich) ergänzte: "Diese Untersuchungen werden uns auch helfen zu verstehen, wie Planeten wie solche in unserem Sonnensystem geboren wurden."

Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80321.html

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Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa

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Mars kommt Erde extrem nah - Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2018 23:42

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Laengste-Mon ... 04744.html
Mars kommt Erde extrem nah - Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts

Gleich zwei spektakuläre Ereignisse an einem Tag hält der Sternenhimmel im Juli bereit: Der Mond ist nicht mehr zu sehen, sogar ungewöhnlich lange, der Mars ist der Erde dafür so nah wie selten. Das bieten Sonne, Mond und Sterne im nächsten Monat.

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Gleich zwei spektakuläre Ereignisse an einem Tag hält der Sternenhimmel im Juli bereit: Der Mond ist nicht mehr zu sehen, sogar ungewöhnlich lange, der Mars ist der Erde dafür so nah wie selten. Das bieten Sonne, Mond und Sterne im nächsten Monat.

Zwei herausragende astronomische Ereignisse bietet der Sternenhimmel im Juli: Am 27. findet die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts statt. Am gleichen Tag überholt die Erde den rötlichen Mars, wobei es zu einer extremen Annäherung an unseren äußeren Nachbarplaneten kommt. Mars wird dabei zu einem auffälligen hellen Gestirn, das die gesamte Nacht über sichtbar ist.

Die Vollmondphase tritt am 27. um 22.20 Uhr im Sternbild Steinbock ein. An diesem Tag erreicht der Mond schon morgens seinen erdfernsten Bahnpunkt. Ihn trennen dann 406.220 Kilometer von uns. Deshalb sieht man abends den kleinsten Vollmond des Jahres. Um 20.24 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde. Von 21.30 bis 23.14 Uhr hält er sich vollständig dort auf.
Eine Stunde und 44 Minuten Mondfinsternis

Mit einer Stunde und 44 Minuten Totalitätsdauer ist dies die längste Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Sie wird erst von der Mondfinsternis am 9. Juni 2123 übertroffen, deren Totalität zwei Minuten länger dauert. Auch die totale Mondfinsternis vom 16. Juli 2000 war drei Minuten länger als die diesjährige, was die totale Phase betrifft. Sie war die letzte im 20. Jahrhundert, das am 31. Dezember 2000 endete.
Mond, Jupiter und Venus (v.l.) sind am Nachthimmel über einem Aussichtspunkt bei Salgotarjan, in der Nähe von Budapest, zu sehen (Juni 2015).
Mond, Jupiter und Venus (v.l.) sind am Nachthimmel über einem Aussichtspunkt bei Salgotarjan, in der Nähe von Budapest,

Mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde um 0.19 Uhr endet im Wesentlichen der sichtbare Teil der Finsternis. Der Vollmond geht am 27. in Deutschland erst nach Beginn der Mondfinsternis auf. In Berlin erfolgt der Mondaufgang um 20.58, in Hamburg um 21.17, in Köln um 21.18, in Leipzig um 20.57 und in München ebenfalls um 20.57 Uhr.

Ein wenig südlich des verfinsterten Vollmondes strahlt in einem rötlichen Licht Mars, der am 27. der Sonne am irdischen Firmament genau gegenübersteht. Der Astronom spricht von Oppositionsstellung. Durch die weit südliche Position von Mars im Sternbild Steinbock sorgt die Erdatmosphäre für eine zusätzliche Rotfärbung - ähnlich wie Sonne und Mond bei Auf- und Untergang rötlich verfärbt erscheinen.
Distanz zum Mars "nur" 57,6 Millionen Kilometer

Wegen der elliptischen Bahnen von Erde und Mars wird die geringste Entfernung erst am 31. Juli erreicht. An diesem Tag beträgt die Marsdistanz nur 57,6 Millionen Kilometer. Dies entspricht etwa einem Drittel der Entfernung Erde - Sonne. Noch näher kam Mars Ende August 2003 mit nur 55,8 Millionen Kilometer. Erst am 15. September 2035 wird der Rote Planet mit 56,9 Millionen Kilometer wieder in extreme Erdnähe kommen.

Von Monatsbeginn bis Ende Juli nimmt die Marshelligkeit nochmals kräftig zu. Mars wird damit zum dominierenden Gestirn des Nachthimmels. Er leuchtet deutlich heller als Jupiter, der noch in der ersten Nachthälfte zu sehen ist. Am 1. Juli geht Mars eine halbe Stunde vor Mitternacht auf. Am Monatsende überschreitet er schon um halb zehn Uhr abends die südliche Horizontlinie.
Mond in Erdnähe - Springfluten und Spannungen in Erdkruste

Neumond wird am 13. um 4.48 Uhr erreicht. Am gleichen Tag kommt der Mond mit 357.430 Kilometer in Erdnähe, was wiederum zu Springfluten und Spannungen in der Erdkruste führt. Außerdem bedeckt der dunkle Neumond fast ein Drittel der Sonnenscheibe, es ereignet sich eine partielle Sonnenfinsternis. Sie ist lediglich im Eismeer südlich von Australien, südöstlichen Gebieten des Indischen Ozeans und südwestlichen Teilen des Pazifiks sowie in einem schmalen Küstenstreifen der Antarktis und an der Südostküste Australiens sowie in Tasmanien zu sehen.
Von der Sonde Cassini aufgenommener Saturn.
Von der Sonde Cassini aufgenommener Saturn.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Saturn im Sternbild Schütze ist noch bis weit nach Mitternacht zu beobachten. Die Helligkeit des Ringplaneten nimmt leicht ab. Seine Untergänge verfrühen sich von 5.14 Uhr am Monatsanfang auf 3.07 Uhr Ende Juli.

Venus spielt nach wie vor ihre Rolle als Abendstern. Schon bald nach Sonnenuntergang kann man sie am westlichen Firmament erkennen. Venus nimmt leicht an Helligkeit zu. Allerdings verkürzt sich ihre Sichtbarkeitsdauer um rund eine Stunde. Ende Juli geht sie kurz nach halb elf Uhr abends unter.

Merkur bleibt in unseren Breiten unsichtbar. In südlichen Ländern und auf der Südhalbkugel ist der flinke Planet zur Monatsmitte in der Abenddämmerung sichtbar.
Fixsternhimmel zeigt sommerlichen Charakter

Der Fixsternhimmel zeigt nun sommerlichen Charakter. Die Frühlingssternbilder wie Löwe und Jungfrau sind im Untergang begriffen. Nur Arktur, der orange Hauptstern des Bootes, steht noch unübersehbar hoch im Westen. Das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler hat den Südhimmel erobert. Die lichtschwachen Sternbilder Herkules und Schlangenträger mit der Schlange passieren die Mittagslinie. Knapp über dem Südhorizont erkennt man einen hellen, roten Stern: Er heißt Antares und ist der Hauptstern des Skorpions. Dem Skorpion folgt der Schütze, in dem zurzeit Saturn steht.

Der Große Wagen hat mit seinem Abstieg begonnen. Seine Deichsel zeigt nach oben, der Wagenkasten hängt nach unten. Das Himmels-W, die Kassiopeia, beginnt im Nordosten mit ihrem Aufstieg zum Zenit.
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Die Erde passiert am 6. in den Abendstunden ihren sonnenfernsten Bahnpunkt. Ihr Abstand vom Tagesgestirn beträgt dabei 152 Millionen Kilometer. Anfang Januar sind wir der Sonne fünf Millionen Kilometer näher.

Die Sonne hat mit ihrem Abstieg zum Herbstpunkt am Himmelsäquator begonnen. Am 21. verlässt sie die Zwillinge frühmorgens und wechselt in das Sternbild Krebs. Einen Tag später tritt sie eine Stunde vor Mitternacht in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft um eine Stunde, die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fünf Grad ab.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa

Zwei herausragende astronomische Ereignisse bietet der Sternenhimmel im Juli: Am 27. findet die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts statt. Am gleichen Tag überholt die Erde den rötlichen Mars, wobei es zu einer extremen Annäherung an unseren äußeren Nachbarplaneten kommt. Mars wird dabei zu einem auffälligen hellen Gestirn, das die gesamte Nacht über sichtbar ist.

Die Vollmondphase tritt am 27. um 22.20 Uhr im Sternbild Steinbock ein. An diesem Tag erreicht der Mond schon morgens seinen erdfernsten Bahnpunkt. Ihn trennen dann 406.220 Kilometer von uns. Deshalb sieht man abends den kleinsten Vollmond des Jahres. Um 20.24 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde. Von 21.30 bis 23.14 Uhr hält er sich vollständig dort auf.
Eine Stunde und 44 Minuten Mondfinsternis

Mit einer Stunde und 44 Minuten Totalitätsdauer ist dies die längste Mondfinsternis im 21. Jahrhundert. Sie wird erst von der Mondfinsternis am 9. Juni 2123 übertroffen, deren Totalität zwei Minuten länger dauert. Auch die totale Mondfinsternis vom 16. Juli 2000 war drei Minuten länger als die diesjährige, was die totale Phase betrifft. Sie war die letzte im 20. Jahrhundert, das am 31. Dezember 2000 endete.
Mond, Jupiter und Venus (v.l.) sind am Nachthimmel über einem Aussichtspunkt bei Salgotarjan, in der Nähe von Budapest, zu sehen (Juni 2015).
Mond, Jupiter und Venus (v.l.) sind am Nachthimmel über einem Aussichtspunkt bei Salgotarjan, in der Nähe von Budapest,

Mit Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde um 0.19 Uhr endet im Wesentlichen der sichtbare Teil der Finsternis. Der Vollmond geht am 27. in Deutschland erst nach Beginn der Mondfinsternis auf. In Berlin erfolgt der Mondaufgang um 20.58, in Hamburg um 21.17, in Köln um 21.18, in Leipzig um 20.57 und in München ebenfalls um 20.57 Uhr.

Ein wenig südlich des verfinsterten Vollmondes strahlt in einem rötlichen Licht Mars, der am 27. der Sonne am irdischen Firmament genau gegenübersteht. Der Astronom spricht von Oppositionsstellung. Durch die weit südliche Position von Mars im Sternbild Steinbock sorgt die Erdatmosphäre für eine zusätzliche Rotfärbung - ähnlich wie Sonne und Mond bei Auf- und Untergang rötlich verfärbt erscheinen.
Distanz zum Mars "nur" 57,6 Millionen Kilometer

Wegen der elliptischen Bahnen von Erde und Mars wird die geringste Entfernung erst am 31. Juli erreicht. An diesem Tag beträgt die Marsdistanz nur 57,6 Millionen Kilometer. Dies entspricht etwa einem Drittel der Entfernung Erde - Sonne. Noch näher kam Mars Ende August 2003 mit nur 55,8 Millionen Kilometer. Erst am 15. September 2035 wird der Rote Planet mit 56,9 Millionen Kilometer wieder in extreme Erdnähe kommen.

Von Monatsbeginn bis Ende Juli nimmt die Marshelligkeit nochmals kräftig zu. Mars wird damit zum dominierenden Gestirn des Nachthimmels. Er leuchtet deutlich heller als Jupiter, der noch in der ersten Nachthälfte zu sehen ist. Am 1. Juli geht Mars eine halbe Stunde vor Mitternacht auf. Am Monatsende überschreitet er schon um halb zehn Uhr abends die südliche Horizontlinie.
Mond in Erdnähe - Springfluten und Spannungen in Erdkruste

Neumond wird am 13. um 4.48 Uhr erreicht. Am gleichen Tag kommt der Mond mit 357.430 Kilometer in Erdnähe, was wiederum zu Springfluten und Spannungen in der Erdkruste führt. Außerdem bedeckt der dunkle Neumond fast ein Drittel der Sonnenscheibe, es ereignet sich eine partielle Sonnenfinsternis. Sie ist lediglich im Eismeer südlich von Australien, südöstlichen Gebieten des Indischen Ozeans und südwestlichen Teilen des Pazifiks sowie in einem schmalen Küstenstreifen der Antarktis und an der Südostküste Australiens sowie in Tasmanien zu sehen.
Von der Sonde Cassini aufgenommener Saturn.

Saturn im Sternbild Schütze ist noch bis weit nach Mitternacht zu beobachten. Die Helligkeit des Ringplaneten nimmt leicht ab. Seine Untergänge verfrühen sich von 5.14 Uhr am Monatsanfang auf 3.07 Uhr Ende Juli.

Venus spielt nach wie vor ihre Rolle als Abendstern. Schon bald nach Sonnenuntergang kann man sie am westlichen Firmament erkennen. Venus nimmt leicht an Helligkeit zu. Allerdings verkürzt sich ihre Sichtbarkeitsdauer um rund eine Stunde. Ende Juli geht sie kurz nach halb elf Uhr abends unter.

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Die Sonne hat mit ihrem Abstieg zum Herbstpunkt am Himmelsäquator begonnen. Am 21. verlässt sie die Zwillinge frühmorgens und wechselt in das Sternbild Krebs. Einen Tag später tritt sie eine Stunde vor Mitternacht in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft um eine Stunde, die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fünf Grad ab.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa

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Superschnell und superheiß - Nasa-Sonde kommt der Sonne sehr nahe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Aug 2018 23:29

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-Sonde-k ... 63138.html
Superschnell und superheiß - Nasa-Sonde kommt der Sonne sehr nahe

Die Nasa-Sonde "Parker Solar Probe" soll der Sonne näher kommen als alle anderen zuvor und muss dabei auch deutlich mehr Hitze und Strahlung aushalten. Mit bis zu 692.000 km/h ist sie das schnellste von Menschen geschaffene Objekt. Was erhoffen sich die Forscher?


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Nie schien der Hans-Albers-Klassiker passender als jetzt: "Flieger, grüß mir die Sonne" heißt es am 10. August, wenn mit der "Parker Solar Probe" der US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals eine Sonde zu einem Flug mitten in die Atmosphäre der Sonne hinein aufbrechen soll. Geschützt von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer werde die Sonde dabei mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen als je ein Raumflugkörper zuvor, heißt es von der Nasa.

Bis auf rund 6,2 Millionen Kilometer soll sich die Sonde der Sonne nähern - sie kommt ihr damit so nahe wie keine andere zuvor -, sie auf elliptischen Bahnen umrunden, ihre Atmosphäre untersuchen und dabei mehr als 1370 Grad Celsius aushalten. In Sonnennähe erreicht sie voraussichtlich eine Geschwindigkeit von rund 200 Kilometer pro Sekunde. Bei ihren Vorbeiflügen wird die Sonde auf bis zu 692.000 km/h beschleunigen. Dies macht sie zum bisher schnellsten von Menschen geschaffenen Objekt.

Die Nasa-Forscher versprechen sich von der bis 2025 angesetzten Mission Erkenntnisse über die Funktionsweise von Sternen. Die gesammelten Daten könnten auch künftige Wettervorhersagen genauer machen.
"Viele der größten Mythen lüften"
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 40651.html
Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde. Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

"Die "Parker Solar Probe" wird Fragen über Solarphysik beantworten, die uns seit mehr als sechs Jahrzehnten umtreiben", sagte Nasa-Wissenschaftlerin Nicola Fox. "Es ist ein Raumschiff, vollgeladen mit technologischen Neuerungen, die viele der größten Mysterien um unseren Stern herum lüften werden - zum Beispiel, warum der Strahlenkranz um die Sonne herum heißer ist als ihre Oberfläche."

Insgesamt 24 Mal soll die Sonde durch die sogenannte Korona fliegen, wie Astronomen die Atmosphäre unseres Zentralgestirns nennen. Dabei soll sie anderem die Frage beantworten, warum in der Korona Temperaturen von bis zu 5,6 Millionen Grad Celsius herrschen, während die Sonnenoberfläche "nur" 5500 Grad heiß ist.
Mithilfe der Schwerkraft der Venus

Los geht es für die rund 700 Kilogramm schwere "Parker Solar Probe" an Bord einer "Delta IV Heavy"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Start soll um 9.48 Uhr deutscher Zeit sein. Mithilfe der Schwerkraft der Venus gelangt die Sonde nach dem Aufbruch dann Richtung Sonne und damit zum Stern im Zentrum unseres Sonnensystems, um den die Erde kreist und von dem sie durchschnittlich rund 150 Millionen Kilometer entfernt ist.

Mit der "Parker Solar Probe" benannte die Nasa erstmals eine Sonde nach einem lebenden Wissenschaftler, dem Astrophysiker Eugene Parker, einem emeritierten Professor der University of Chicago. Er fühle sich sehr geehrt, sagte Parker. "Die Sonde fliegt in eine Gegend des Weltalls, die wir noch nie erkundet haben. Es ist sehr aufregend, dass wir da endlich hinschauen können. Ich hätte gerne detailliertere Messungen der Sonnenwinde. Ich bin mir sicher, es wird einige Überraschungen geben. Gibt es immer."
Sonnen-Expedition im Doppelpack
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Seit Jahrzehnten schon plant die Nasa eine solche Sonnen-Expedition, nun wird sie Wirklichkeit - Sonnensonden kommen nun gleich im Doppelpack. Zwei Jahre nach der "Parker Solar Probe" soll der nächste Raumflugkörper zur Sonne starten, der "Solar Orbiter" der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die Missionen wurden unabhängig voneinander entwickelt. "Es gibt da einfach Fragen, die uns seit langer Zeit beschäftigen", sagte Nasa-Forscher Adam Szabo. "Wir wollen herausfinden, was nahe der Sonne passiert, und die offensichtliche Lösung dafür ist, einfach hinzufliegen. Wir können es gar nicht mehr abwarten."

Die Sonde "Parker Solar Probe" kommt zwar näher an die Sonne heran als alle anderen zuvor. Sie ist aber nicht die erste, die die Sonne aus der Nähe untersucht. Bereits in den 1970er Jahren starteten die deutsch-amerikanischen Sonden Helios 1 und Helios 2, die jedoch mit rund 45 Millionen Kilometern einen gebührenden Abstand zum Hitzeball hielten. Zum Vergleich: Die Erde ist im Schnitt etwa 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, Merkur rund 58 Millionen Kilometer.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa/AFP
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Im kühlen Schatten von Kratern - Erstmalig Eis auf dem Mond nachgewiesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Aug 2018 13:06

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Erstmalig-Ei ... 84539.html
Im kühlen Schatten von Kratern - Erstmalig Eis auf dem Mond nachgewiesen

Hinweise auf gefrorenes Wasser auf dem Mond gibt es schon länger. Nun aber liegt der erste definitive Beweis dafür vor. Das Eis-Vorkommen könnte Missionen zum Erdtrabanten erleichtern und Menschen in der Zukunft dort das Überleben sichern.


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Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben zum ersten Mal die Existenz von Eis auf der Oberfläche des Mondes nachgewiesen. Über Hinweise auf gefrorenes Wasser auf dem Erdtrabanten hatten Wissenschaftler seit Jahren berichtet. Für diese Beobachtungen seien aber immer auch andere Erklärungen wie ungewöhnliche Lichtreflexe infrage gekommen, legten die Wissenschaftler dar.

Das Vorkommen von gefrorenem Wasser auf dem Mond könnte Menschen in der Zukunft dort das Überleben sichern. Dass es unter der Mondoberfläche Wasser gibt, ist schon länger bekannt.
Im kühlen Schatten von Kratern an den Mondpolen

Es sei aber "das erste Mal, dass Wissenschaftler einen definitiven Beweis für die Existenz von gefrorenem Wasser auf der (Mond-)Oberfläche haben", sagte Shuai Li vom Hawaii Institute of Geophysics and Planetology. Das Eis befindet sich demnach im kühlen Schatten von Kratern an beiden Mondpolen. Dort sei es "superkalt", sagte Li. Die Temperaturen dort steigen demnach nie über etwa minus 150 Grad.

Entsprechende Nachweise waren den Forschern von der indischen Raumsonde Chandrayaan-1 während einer Mission im Jahr 2008 festgehalten worden. Ein Abgleich mit Daten des Mond-Erforschungsinstruments M3 der US-Raumfahrtbehörde Nasa habe drei chemische Signaturen ergeben, "die definitiv beweisen, dass es gefrorenes Eis auf dem Mond gibt", erklärte die Nasa.
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Um wie viel Eis es sich handelt, ist laut Li unklar. Die Instrumente hätten das gefrorene Wasser nur auf wenigen Millimetern der Mondoberfläche ausgemacht. Bei der Erforschung der Eisvorkommen könne ein Roboterfahrzeug helfen, schlug Li vor. Wenn genügend Eis vorhanden sei, könne dies womöglich als Ressource für künftige Mond-Expeditionen oder sogar längere Aufenthalte dort genutzt werden, erklärte die Nasa.

Die vollständige Studie zum Eis auf dem Mond war am Montag im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht worden.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 87326.html
250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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Alarm auf der ISS - Wenn ein Leck zur tödlichen Gefahr wird

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Aug 2018 17:41

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https://www.n-tv.de/wissen/Wenn-ein-Lec ... 00765.html
Freitag, 31. August 2018
Alarm auf der ISS - Wenn ein Leck zur tödlichen Gefahr wird

Von Kira Pieper

Die Internationale Raumstation wird ständig von umherfliegendem Weltraumschrott und Meteoriten bedroht. Nun wird sie getroffen, Druck entweicht durch ein kleines Loch. Warum kann das zu einer so großen Gefahr werden?


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"Gestern hat sich wieder gezeigt, wofür unser Notfalltraining gut ist. Konnten ein kleines Leck in unserer Sojus finden und verschließen, dank toller Zusammenarbeit zwischen Crews und Bodenstationen auf mehreren Kontinenten", schreibt der deutsche ISS-Astronaut Alexander Gerst auf Twitter. In diesen knappen Sätzen wird deutlich: Ein Leck im Raumschiff in 400 Kilometern Höhe scheint häufiger vorzukommen und nicht ganz ungefährlich zu sein.
Datenschutz

Was war passiert? Zunächst gab es einen Alarm an Bord der ISS. Der Grund: langsamer Druckabfall, lebenswichtiger Sauerstoff entwich. Sofort machte sich die Crew auf die Suche und wurde im hinteren Teil in einer der beiden Sojus-Kapseln schließlich fündig. Die Astronauten entdeckten ein 1,5 Millimeter großes Loch. Vermutlich entstand es durch einen Mikrometeoriten, der mit hoher Geschwindigkeit auf die Kapsel traf.

Die Besatzung versuchte,das Leck von innen zu reparieren. Laut Nasa benutzte sie dafür Epoxidharz und Mull. Bei dem Harz handelt es sich um ein Kunstharz, das als besonders beständig gilt, schnell aushärtet und sehr hitzebeständig ist. Während die Crew mit der Reparatur beschäftigt war, beobachteten die Kollegen der Bodenstationen in Moskau und Houston, wie sich der Druck in der Kapsel verhielt - und ob er konstant blieb.

Bislang blieb der Kabinendruck konstant, jedenfalls gibt es keine weiteren Meldungen, dass es wieder zu einem Druckabfall gekommen ist. Sonst wäre eventuell eine größere Reparatur mithilfe eines Außeneinsatzes nötig gewesen. Kurzzeitig kursierte in den sozialen Netzwerken das Gerücht, dass Gerst das Leck zunächst mit einem Finger zugehalten haben soll. Doch von offizieller Seite ist das nicht bestätigt.
100.000 Trümmerteile bedrohen ISS

Tatsächlich ist die Internationale Raumstation ständig von Meteoriten und Weltraumschrott bedroht. Deshalb gibt es auch Möglichkeiten, wie mit möglichen Kollisionen umgegangen wird. So sind die Umlaufbahnen der meisten von 100.000 Trümmerteilen, die die Erde umkreisen, bekannt. Wissenschaftler am Boden können die Astronauten an Bord der ISS also rechtzeitig warnen. Dann kann die Raumstation beispielweise eine Umlaufbahn höher geschoben werden, die Kollision mit Weltraumschrott wird so verhindert. Im regulären Flugbetrieb muss die ISS etwa fünfmal im Jahr ihre Umlaufbahn korrigieren. Jedes Ausweichmanöver zehrt allerdings am Treibstoffvorrat - und der ist wie alle anderen Verbrauchsgüter im All knapp bemessen.

Auch Mikrometeoriten prallen ständig auf die Raumstation. Für kleine Einschlaglöcher hat die ISS eine Art Selbstheilungsmechanismus: Sie verfügt über doppelwandige Meteoritenschutzschilde aus Keramik- und Polymerstoffen. Ein Teilchen kann die erste Schicht zwar durchschlagen, doch beim Aufprall wird es zu kleineren und energieärmeren Partikeln pulverisiert. Diese bleiben in der zweiten Schutzschicht hängen.
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Alles, was die Größe von einem Zentimeter jedoch übersteigt, kann gefährlich für die ISS werden. Denn dann sind die Schutzschilde machtlos. Ein größeres Leck hätte dramatische Auswirkungen: Es würde sämtliche Luft aus dem Raumschiff saugen. Die Astronauten wären dann den extremen Temperaturen und dem Vakuum im All schutzlos ausgeliefert. Durch den fehlenden Druck würde sich die eingeschlossene Luft im Körper ausdehnen. Durch den Überdruck platzen Lunge und Zellen, nach wenigen Sekunden im Vakuum fängt das Blut an zu kochen, das Gehirn erhält keinen Sauerstoff mehr. Der Mensch wird bewusstlos und stirbt.

Allerdings muss es nicht so weit kommen. Denn die ISS besteht aus mehreren Modulen und diese lassen sich luftdicht verschließen. Allerdings ist es besonders bei den Sojus-Kapseln wichtig, dass sie sicher sind. Denn die Kapseln dienen als Weltraum-Taxi. Mit ihnen gelangen die Astronauten wieder zur Erde zurück.

Immerhin ist es ein glücklicher Zufall, dass sich das inzwischen geflickte Leck im hinteren Teil in einer der beiden Kapseln befindet. Denn dieser wird beim Rückflug zur Erde vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre ohnehin abgesprengt. Ein Loch in der Landekapsel wäre ein höheres Risiko gewesen. Ob tatsächlich ein Meteorit für das Leck verantwortlich war, soll nun eine Kommission untersuchen. Bei Alexander Gerst und seinen fünf Kollegen scheint jedenfalls wieder Arbeitsalltag eingekehrt zu sein: Gerst twitterte wie so oft ein spektakuläres Foto, das den Blick Richtung Erde zeigt.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 21776.html
Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Seither, seit 45 Jahren also, befördern Sojus-Raumschiffe ihre Passagiere unbeschadet ins All und wieder zurück. Zwar hätte es ... Sie fliegt und fliegt und fliegt Sojus: das bewährte Taxi ins All

Quelle: n-tv.de
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Kryovulkanismus auf Zwergplanet - Ceres bildet laufend neue Eisvulkane

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2018 18:51

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Ceres-bildet ... 26837.html
Montag, 17. September 2018
Kryovulkanismus auf Zwergplanet - Ceres bildet laufend neue Eisvulkane

Eisvulkane speien kaltes Flüssiggas und Eis statt Lava. Auf Ceres hat es sie wohl in der gesamten Geschichte gegeben, was die Oberfläche des Zwergplaneten deutlich mitgestaltete. Allerdings spucken die Eisvulkane dort vergleichsweise wenig Kryomagma aus.


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Auf dem Zwergplaneten Ceres haben Astronomen viele erloschene Eisvulkane identifiziert. Die Analyse zeige, dass auf der kleinen Welt etwa alle 50 Millionen Jahre ein neuer Eisvulkan entstanden sei, berichtet das Team um Michael Sori von der Universität von Arizona in Tucson im Fachblatt "Nature Astronomy". Der Eisvulkanismus habe vermutlich in der gesamten Geschichte des Zwergplaneten eine Rolle gespielt.

Eis- oder Kryovulkane speien kaltes Flüssiggas und Eis statt Lava und sind auf verschiedenen Himmelskörpern des Sonnensystems beobachtet worden. Auf Ceres hatte die Raumsonde "Dawn" der US-Raumfahrtbehörde Nasa 2015 den Eisvulkan Ahuna Mons entdeckt. Er war bislang der einzige bekannte Eisvulkan auf dem Zwergplaneten, ist mit einem Alter von maximal 240 Millionen Jahren aber relativ jung. Geologisch gesehen ist es unwahrscheinlich, dass der Kryovulkanismus auf Ceres erst mit Ahuna Mons eingesetzt hat, andere Eisvulkane ließen sich zunächst aber nicht finden.
Alle 50 Millionen Jahre ein neuer Eisvulkan
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Das Team um Sori hat die Aufnahmen von "Dawn" nun nach Spuren früherer Eisvulkane durchsucht. Da die Vulkankegel aus Eis und nicht aus Gestein bestehen, können sie über geologische Zeiträume langsam zerfließen. Tatsächlich ließen sich 22 solche zerflossenen Eisvulkane identifizieren, die Durchmesser zwischen 16 und 86 Kilometer haben. Eine Altersanalyse zeigt, dass in den vergangenen einer Milliarde Jahren im Schnitt etwa alle 50 Millionen Jahre ein neuer Eisvulkan entstanden ist. Damit spielt der Kryovulkanismus eine merkliche Rolle für die Oberflächenformung auf Ceres.

Die Forscher schätzen, dass die Eisvulkane auf dem Zwergplaneten pro Jahr etwa 10.000 Kubikmeter Kryomagma ausspucken. Im Vergleich zum gewöhnlichen Vulkanismus auf den Planeten Mars, Venus und Erde ist das allerdings wenig: Selbst umgerechnet auf die deutlich größere Oberfläche besitzt der heiße Vulkanismus dort immer noch einen mindestens zehn Mal größeren Einfluss.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 591901.htm
Auf fernen Planeten und Monden: Vulkane weit draußen im All Auf fernen Planeten und Monden: Vulkane weit draußen im All
Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa

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"Faszinierend!" - Mr. Spocks möglicher Heimatplanet entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2018 12:58

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Mr-Spocks-mo ... 32828.html
Donnerstag, 20. September 2018
"Faszinierend!" - Mr. Spocks möglicher Heimatplanet entdeckt
Der spitzohrige Mr. Spock stammt vom Planeten Vulkan. Aber wo liegt der eigentlich? Forscher haben den potenziellen Heimatplaneten des aus "Raumschiff Enterprise" oder auch "Star Trek" bekannten Halb-Vulkaniers entdeckt.


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"Faszinierend!" - so hätte Mr. Spock aus der Kultserie "Raumschiff Enterprise" vermutlich auf die Mitteilung der Forscher reagiert, den potenziellen Heimatplaneten des Halb-Vulkaniers gefunden zu haben. "Der neue Planet ist eine "Super-Erde", die den Stern HD 26965 umkreist", berichtete das Forscherteam der University of Florida und der Tennessee State University in einer Mitteilung. HD 26965 ist etwa 16 Lichtjahre von der Erde entfernt und auch als 40 Eridani A bekannt.

Die Figur Mr. Spock aus den "Star Trek"-Filmen - so der englische Originaltitel - stammt vom erdähnlichen Planeten Vulkan. Wo genau der Planet lag und welche Sonne zu ihm gehört, wurde in der Serie selbst im Detail nie erwähnt. Allerdings hatte der Erfinder der Serie, Gene Roddenberry, in einem Brief an eine Zeitschrift für Amateur-Astronomen 1991 40 Eridani A als Sonne von Mr. Spocks Heimatplaneten bestätigt, heißt es in der Mitteilung.
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Der im Rahmen des Dharma Planet Survey untersuchte Planet ist etwa doppelt so groß wie die Erde und umkreist seine Sonne innerhalb von 42 Tagen. HD 26965 sei der ideale Stern für eine fortschrittliche Zivilisation auf dem Planeten, so die Forscher. Sie wiesen die Existenz des Planeten durch Messungen der Helligkeit des Sterns nach. "Der orange getönte HD 26965 ist nur etwas kühler und weniger massiv als unsere Sonne, er ist etwa gleich alt wie unsere Sonne", erklärt der Astronom Matthew Muterspaugh von der Tennessee State University. Die Sonne des neuen Planeten ist in einer klaren Nacht mit bloßem Auge zu erkennen.

Mr. Spock hat spitze Ohren, grünes Blut und zeigt praktisch keine Gefühle. Bekanntester Darsteller der Figur war der 2015 gestorbene Schauspieler Leonard Nimoy. Die 1966 in den USA gestartete "Star Trek"-Serie mit William Shatner als Captain James T. Kirk wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren zu einem weltweiten Erfolg.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 05401.html
"Spock war die Rolle meines Lebens", sagte Nimoy, hier mit William Shatner alias Captain Kirk, später. Jahrelang spielte Leonard Nimoy, der am Freitag im Alter von 83 Jahren in Los Angeles gestorben ist, den vornamenlosen Halb-Vulkanier mit den spitzen Ohren und begeisterte damit Millionen von Anhängern weltweit. Schließlich versöhnte er sich doch noch mit der Rolle und nannte seine zweite Biografie "Ich bin Spock". "Wenn ich die Wahl hätte, jemand anders zu sein, dann wäre ich gerne Spock", sagte er einmal. "Lebe lang und in Frieden" Leonard Nimoy und die Rolle seines Lebens

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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