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Essbar oder nicht essbar - Die Liebe zu Tieren ist selektiv

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Okt 2018 10:24

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
https://www.n-tv.de/wissen/Die-Liebe-zu ... 53656.html
Donnerstag, 04. Oktober 2018
Essbar oder nicht essbar - Die Liebe zu Tieren ist selektiv

Wenn Pfiffi in Designermode gesteckt wird, dann zaubert das ein verständnisloses Lächeln auf die Lippen von Passanten. Die Halter dagegen finden das ganz normal und "so süß". Die Liebe zu Tieren treibt seltsame Blüten.

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Tierschutz kann in Deutschland extreme Formen annehmen. In Hannover gab es im Frühjahr eine Mahnwache für den Kampfhund Chico, der seine Besitzerin und deren Sohn totgebissen hatte. Danach war er, auch wegen einer schweren Kieferverletzung, eingeschläfert worden. Bei der Mahnwache legten etwa 80 Menschen Blumen, Kerzen und Stoffhunde nieder. "Chico ist ermordet worden", stand auf einem Plakat. Gegen beteiligte Tierärzte und Behördenmitarbeiter gingen Morddrohungen ein.

Für die Soziologin Julia Gutjahr von der Universität Hamburg sind die Vorkommnisse zum Teil mit einer neuen Sensibilität für das Schicksal von Tieren zu erklären. Fast jeder sieht sich heute als Tierfreund. "Gleichzeitig bleibt Empathie mit Tieren jedoch hochgradig selektiv und ambivalent", meint Gutjahr.
Manche Hunderassen brauchen bei Minusgraden wärmende Mäntel.

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober lässt sich feststellen: Die Rechte der Tiere finden mehr Beachtung - aber sie selbst profitieren nur begrenzt davon. Bestimmte Tiere können dem Menschen gar nicht nah genug sein. Vorgewärmte Ruhekissen, Pinscher mit Poncho oder Maniküre-Sets für gepflegte Pfoten - nichts ist zu ausgefallen und zu teuer, wenn es um das Wohlergehen von Hund und Katze geht. Gleichzeitig ist ein Kilo Fleisch oft für weniger Geld zu haben als ein Kilo Erdbeeren oder eine Schachtel Zigaretten.
Mit dem Tier im Wohnzimmer

Der Widerspruch erklärt sich dadurch, dass Haus- und Nutztiere in völlig unterschiedliche Kategorien eingeordnet werden. "In unserer Gesellschaft sind Tiere in "essbar" und "nicht essbar" unterteilt", sagt die Psychologin Tamara Pfeiler von der Uni Mainz. Die Unterscheidung in Haus- und Nutztier entstand im Zuge der Industrialisierung, als Menschen in großer Zahl in die Städte zogen und fortan nur noch mit ganz bestimmten Tieren unter einem Dach lebten.

Haustiere haben sich seitdem zu Familienmitgliedern entwickelt. "Das ist etwas vollkommen anderes als ein Nutztier", erläutert der Ernährungspsychologe Christoph Klotter von der Hochschule Fulda. "Wir können die Katze Bijou niemals vergleichen mit dem anonymen Schwein."

Schlachttiere treten im Leben der meisten Deutschen nicht lebend in Erscheinung. Die persönliche Konfrontation mit dem Braten ist keineswegs erwünscht. Vergangenes Jahr bot ein Bauer in der Vorweihnachtszeit in der Kölner Fußgängerzone lebende Gänse als Festtagsschmaus an. Interessierte Kunden konnten sich ein Tier aussuchen, das dann vom Bauern betäubt, geköpft und gerupft wurde. Viele Passanten zeigten sich schockiert, manche brachen in Tränen aus. Dabei stand zweifelsfrei fest, dass die Freilaufgänse vom Bauernhof bis dahin ein glückliches Leben geführt hatten. Sie waren so "bio" wie nur möglich. Dennoch wollten sich die meisten Menschen der Transformation von Lebendware zum Fleischprodukt nicht aussetzen - neun der zehn Tiere wurden schließlich freigekauft.
Verhältnis zu Tieren ist gespalten

Das Experiment der WDR-Sendung "Planet Wissen" offenbarte einmal mehr das gespaltene Verhältnis zum Tier. "Aus Deutschland werden Hühnerfüße exportiert, nach Afrika", erzählt Klotter. "Denn die Deutschen würden vor Entsetzen umkippen, wenn sie Teile des Huhns sähen, die daran gemahnen, dass es mal ein Tier war."

Derselbe Tierfreund, der ein Insekt aus dem Haus trägt und vorsichtig im Garten aussetzt, kann gleichzeitig sein Schnitzel vom Discounter beziehen. Aus Fernsehdokumentationen hat man zwar eine vage Vorstellung davon, unter welch elenden Umständen die meisten Nutztiere gehalten werden, "doch der direkte Link zum eigenen Verhalten fehlt", erklärt die Tierethik-Philosophin Friederike Schmitz. "Wenn ich einen Hund einsperre, jault der. Bei Haustieren sehe ich in vielen Fällen sofort die Auswirkungen meines Handelns. Aber wenn ich Fleisch kaufe, sehe ich nicht den direkten Effekt für das jeweilige Tier."
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Dennoch gelte ganz klar, dass der Tierschutz an Bedeutung gewinne, betont der Soziologe Marcel Sebastian von der Universität Hamburg. "Fleischreduktion und Fleischverzicht ist ein großes Thema." Es sei zwar schwierig, den Anteil der Vegetarier an der Bevölkerung zu ermitteln. Unstrittig sei aber, dass er zunehme und der Markt darauf entsprechend reagiere. "Viele Fleischunternehmen bieten jetzt auch vegetarische Produkte an. Die Medien berichten immer häufiger, Sachbücher zu Tierschutzthemen werden Bestseller. Es bekommt auch eine zunehmende politische Relevanz, sich mit Tierschutz zu beschäftigen."

Sebastian glaubt deshalb, dass das Thema künftig noch wichtiger werden wird. "Es gibt das Bedürfnis, die Beziehung zu Tieren, auch zu Nutztieren, neu auszuhandeln. Meine Prognose ist, dass wir da vor einem grundlegenden Wandel stehen."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 61159.html
Gute Gründe für die Tierliebe: Die Katze - das beliebteste Haustier Deutschlands Gute Gründe für die Tierliebe: Die Katze - das beliebteste Haustier Deutschlands Katze mit einer kurz zuvor gefangenen Maus. Foto: Julian Stratenschulte Gute Gründe für die Tierliebe Die Katze - das beliebteste Haustier Deutschlands

Quelle: n-tv.de , Christoph Driessen, dpa

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Neuer Negativrekord im Jahr 2018 - Das sind die Gewinner und Verlierer im

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Dez 2018 21:18

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
https://www.n-tv.de/wissen/Das-sind-die ... 88851.html

Donnerstag, 27. Dezember 2018
Neuer Negativrekord im Jahr 2018 - Das sind die Gewinner und Verlierer im Tierreich
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Abgeholzte Fläche im tropischen Regenwald auf Borneo, Indonesien: Hier geht Lebensraum für viele Arten verloren.

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Die Rote Liste wird von Jahr zu Jahr um etliche bedrohte Arten länger. Es scheint, als sei dieser katastrophale Trend unaufhaltsam. Aber Experten sehen auch Grund zur Hoffnung. Eine Übersicht über die Verlierer und Gewinner 2018.

Der Mensch zerstört Lebensräume, vermüllt die Ozeane, wildert und sorgt für die Erwärmung des Weltklimas: Fast 27.000 Tierarten stehen zum Ende dieses Jahres als bedroht auf der Roten Liste, zehntausend mehr als noch vor rund zehn Jahren. "Das ist neuer Negativrekord und betrifft fast 30 Prozent aller untersuchten Arten", erklärte die Umweltstiftung WWF am heutigen Donnerstag zum Erscheinen ihrer neuen Liste der Gewinner und Verlierer im Tierreich 2018. Auch wenn einige Arten am Rande des Aussterbens stehen, gibt es demnach auch Beispiele, die hoffen lassen. Eine Auswahl:

"Sudan" im Wildtierreservat Ol Pejeta: Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt war im März 2018 gestorben.

Der Tod von Sudan, dem letzten Männchen seiner Unterart, sorgte im März international für Schlagzeilen und Betroffenheit. Weltweit bleiben nun nur noch zwei Weibchen übrig, die keinen Nachwuchs mehr bekommen können. Wissenschaftler haben aber das Ziel, der Unterart zu einer Zukunft zu verhelfen: Eizellen der Weibchen, eingefrorene Spermien und Leihmütter einer anderen Nashorn-Unterart sollen es möglich machen. Bis das Nashornbaby aus dem Labor Realität wird, heißt es für die Tiere aber: Verlierer.

Ein junger Waldrapp - ein Gewinner.

Die nicht gerade ansehnlichen Vögel mit schwarzem Gefieder und langem, gebogenen Schnabel galten früher als Delikatesse - Überjagung führte im 17. Jahrhundert zu ihrem Aussterben in Mitteleuropa. Ein von der Europäischen Union unterstütztes Projekt hat zum Ziel, den seltenen Zugvogel wieder anzusiedeln. Bis Ende 2019 sollen wieder 120 Waldrappe zwischen nördlichem Alpenvorland und Toskana ziehen. Mangels erwachsener Leittiere flogen erste Exemplare mit menschlicher Navigationshilfe vom Bodensee ins Winterquartier nach Italien - in Begleitung eines Leichtflugzeugs. Gewinner.

Ein Königstiger in seinem Gehege. In freier Wildbahn gibt es nicht mehr viele.

In Nepal geht es für die Großkatzen bergauf. Nachdem dort 2009 nur noch rund 120 Tiger lebten, seien es nun mehr als 230, teilte das Umweltministerium des Landes nach sechsmonatiger Zählung in drei Nationalparks mit. Nepal gehört zu 13 Staaten, die sich 2010 auf Schutzzonen für die Großkatzen einigten. Ziel ist es, die Zahl der wilden Tiger weltweit bis 2022 zu verdoppeln. Derzeit sind noch knapp 3900 übrig - von einst 100.000 Tigern in Asien. Nicht nicht nur Wilderer bleiben ein Problem. Schaut man nur auf Nepal: Gewinner.

Auch der Hering ist bedroht, die Fangmenge muss reduziert werden.

Zwischen gefährdeten Exoten erwartet man Bewohner der westlichen Ostsee wohl kaum. Doch der Heringsbestand ist dort mangels Nachwuchs eingebrochen. Als Grund werden Veränderungen der Ostsee durch den Klimawandel vermutet. Inzwischen ist die erlaubte Fangmenge um knapp die Hälfte reduziert worden - mit der Vorgabe blieben die EU-Fischereiminister aber hinter weiterreichenden Vorschlägen zurück. Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hatte sich sogar dafür ausgesprochen, die Heringsfischerei in der westlichen Ostsee zunächst auszusetzen. Experten zweifeln, ob sich der Bestand nun dennoch erholen kann. Verlierer.

Ein Bienenfresser, aufgenommen am Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt.

Sie sind so bunt, dass Laien sie für ausgebüxte Käfigvögel halten dürften. Doch die aus den Tropen und Subtropen stammenden Bienenfresser finden in Deutschland zunehmend Lebensräume. Von 2000 Brutpaaren und verstärkter Zuwanderung aus dem Mittelmeerraum spricht der WWF. Zu ihrer Beute zählen - anders als der Name vermuten lässt - neben Bienen auch andere Insekten. Die Präsenz der Vögel hierzulande geht laut der Umweltorganisation auf die Klimaerwärmung zurück. Die Einstufung des WWF lautet daher: "Gewinner aus den falschen Gründen".

Ein Tüpfelbeutelmarder im Zoo.

Die nachtaktiven Einzelgänger mit dem gepunkteten Fell hatten stets einen begrenzten Lebensraum in Australien. Seit sie vor rund 50 Jahren auf dem Festland ausstarben - importierte Feinde wie Füchse und vermutlich eine Krankheit hatten ihren Anteil -, gab es sie nur noch in Tasmanien. In einem Zucht- und Rückkehr-Projekt, an dem unter anderem der WWF beteiligt ist, wurden 2018 Tüpfelbeutelmarder in einen australischen Nationalpark umgesiedelt. Ob es gelingt, dort wieder eine Population aufzubauen? Der erste Nachwuchs bei den Tieren, die ein wenig an eine Mischung aus Maus und kleiner Katze erinnern, kam in diesem Sommer zur Welt. Gewinner.

Ein Amazonas-Flussdelfin im Rio Negro in der Nähe von Manaus.

Flussdelfine haben es in mehreren Weltregionen sehr schwer. Im Fall des Amazonas zeigten sich Naturschützer schon länger überzeugt, dass die Tiere seltener geworden seien, verlässliche Daten fehlten jedoch. "Mit der Roten Liste 2018 herrscht Gewissheit: Die Delfine gelten nun offiziell als stark gefährdet", urteilt der WWF. Gründe gibt es dafür verschiedene: unter anderem Fischerei, Umweltgifte und Regenwaldzerstörung. Das macht die rosafarbenen Delfine zum: Verlierer.

Quelle: n-tv.de, Gisela Gross, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Das-sind-die ... 88851.html
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Delfine, Robben und Wale - Großteil der Meeressäuger mit Mikroplastik bela

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Feb 2019 11:53

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https://www.n-tv.de/wissen/Grossteil-de ... 41315.html

Montag, 04. Februar 2019
Delfine, Robben und Wale - Großteil der Meeressäuger mit Mikroplastik belastet
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In den Körpern vieler Meeressäuger haben Wissenschaftler Mikroplastik entdeckt.

picture alliance/dpa
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Plastikreste finden sich fast überall - auch im Meer. Britische Forscher nehmen Dutzende Delfine, Robben und Wale näher unter die Lupe. Das Ergebnis: Im Körper jedes untersuchten Meeressäugers lassen sich die winzigen Kunststoffteile nachweisen.

Rund um Großbritannien gibt es kaum einen Meeressäuger ohne Mikroplastik im Bauch. Forscher hatten insgesamt 50 Delfine, Robben und Wale untersucht, die an der britischen Küste angespült worden waren. Sie fanden bei allen Tieren mindestens ein Plastikteilchen, wie sie im Fachmagazin "Scientific Reports" schreiben. "Die Anzahl der Partikel war mit durchschnittlich 5,5 pro Tier relativ gering. Das legt nahe, dass die Teilchen letzendlich wieder ausgeschieden oder hochgewürgt werden", sagte Hauptautorin Sarah Nelms von der Universität Exeter laut einer Uni-Mitteilung.
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Wissen 23.10.18
Kunststoffe im Körper Erstmals Mikroplastik im Menschen nachgewiesen

Als Mikroplastik werden Kunststoffteilchen bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Es kann über das Wasser oder indirekt über belastete Beutetiere aufgenommen werden. "Es ist schockierend, aber nicht überraschend, dass jedes Tier Mikroplastik aufgenommen hat", sagte Nelms. Um mögliche Auswirkungen der Teilchen oder der darin enthaltenen Chemikalien auf die Tiergesundheit zu verstehen, seien weitere Untersuchungen nötig.
Plastik als Todesursache?

84 Prozent der gefundenen Plastikteilchen bestand den Forscher zufolge aus synthetischen Fasern, die von Kleidung, Fischernetzen oder Zahnbürsten stammen können. Die anderen Fragmente stammen wahrscheinlich von Gegenständen wie Lebensmittelverpackungen und Plastikflaschen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass der Darm weniger Mikroplastik enthielt als der Magen der Tiere. Möglicherweise blieben dort die Teilchen erstmal liegen.

Zudem entdeckte das Team einen möglichen Zusammenhang zwischen der Todesursache und der aufgenommenen Menge an Mikroplastik: So hatten die Tiere, die an einer Infektionskrankheit gestorben waren, etwas mehr Plastikpartikel in ihrem Verdauungstrakt. "Wir können keine festen Schlüsse auf die mögliche biologische Bedeutung dieser Beobachtung ziehen", sagte Mitautor Brendan Godley. "Wir stehen noch ganz am Anfang, diesen allgegenwärtigen Schadstoff zu verstehen. Wir haben jetzt aber einen Maßstab, mit dem künftige Studien verglichen werden können."

Für die Forschung sind die gewonnenen Daten von großer Bedeutung: Meeressäuger wie Wale, Delfine und Robben werden den Forschern zufolge oft als wichtige Indikatoren für die Gesundheit des Ökosystems der Meere betrachtet, insbesondere in Bezug auf Umweltverschmutzung.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa
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"Sie sind Krieger" - Entdeckte Welsarten sehen erschreckend aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2019 11:42

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https://www.n-tv.de/wissen/Entdeckte-We ... 48969.html

Freitag, 08. Februar 2019
"Sie sind Krieger" - Entdeckte Welsarten sehen erschreckend aus
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Eine der neuen Wels-Arten wurde benannt nach dem Naturschützer Connie Keller, ehemaliger Kuratoriums-Vorsitzender des Field Museums Chicago.

Jonathan W. Armbruster/dpa
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Der südamerikanische Regenwald an Amazonas und Orinoco gehört zu den artenreichsten Regionen der Welt. Dort entdecken Forscher neue Fischarten mit äußerst bizarrem Aussehen. Sie tragen Tentakeln, klauenartige Stacheln und einen Schild "wie eine Rüstung".

Tentakeln am Mund, Stacheln am Kopf, knochige Platten am Rumpf: Im Einzugsgebiet von Amazonas und Orinoco haben Forscher sechs bizarre, bislang unbekannte Welsarten entdeckt. Sämtliche Tiere zählen zur Gattung der Antennen-Harnischwelse (Ancistrus), wie das Team um Lesley de Souza vom Field Museum Chicago im Fachblatt "Zootaxa" berichtet. Aquaristen halten Vertreter dieser Gruppe gerne als Scheibenputzer, etwa den Blauen Antennen-Harnischwels.
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Eine der neuen Welsarten, Ancistrus patronus, wurde nach der väterlichen Fürsorge der Gattung für den Nachwuchs benannt.

(Foto: Jonathan W. Armbruster/dpa)

Die neu beschriebenen Fische sind zwischen 7 und 15 Zentimeter lang. Tentakeln haben nur die Männchen, die die Nester gewöhnlich gegen Fressfeinde bewachen. "Sie tragen Tentakeln an der Schnauze, aus ihren Schädeln ragen Stacheln fast wie Klauen, um sich selbst und ihre Nester zu schützen und ihr Körper ist von einem knochigen Schild bedeckt, wie ein Rüstung", sagt Erstautorin de Souza. "Sie sind Krieger."
Männchen als Beschützer des Nestes

Eine Art tauften die Forscher auf den Namen Ancistrus patronus, also Schutzherr. Dies soll die Rolle des Männchens als Beschützer des Nestes widerspiegeln. Der Name des an einem Valentinstag entdeckten Ancistrus yutajae bezieht sich auf eine Legende von Ureinwohnern der Region über zwei Liebende.

Insgesamt beschreiben die Forscher elf Welsarten in dem Gebiet, davon waren fünf schon bekannt. Sämtliche Tiere leben im Hochland von Venezuela, Kolumbien und Guyana, auf dem sogenannten Guyana-Schild. Sie bevorzugen klare, schnell fließende Gewässer und sind vermutlich anfällig für Störungen ihres Lebensraums. Dazu zählen die sich ausbreitende Landwirtschaft, Abholzung sowie Goldsucher, die Flussbetten ausbaggern und zur Extraktion des Goldes Quecksilber einsetzen.

Die wissenschaftliche Beschreibung der Welse sei der erste Schritt zu ihrem Schutz, betont Forscherin de Souza. "Alles fängt mit der Benennung einer Art an und mit der Kenntnis, wie viele Arten es gibt. Wenn man die Taxonomie kennt, kann mit die Ökologie und das Verhalten studieren und Maßnahmen zum Schutz ergreifen."

Quelle: n-tv.de, Walter Willems, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Entdeckte-We ... 48969.html
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Weit gereiste Spinne - Die falsche Witwe kommt im Blumenkübel

Beitragvon Weltbookadmin47 » Gestern 20:50

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
https://www.n-tv.de/wissen/Die-falsche- ... 61202.html

Sonntag, 17. Februar 2019
Weit gereiste Spinne - Die falsche Witwe kommt im Blumenkübel
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Der Biss der Steatoda nobils ist schmerzhaft aber recht ungefährlich.

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Neozoen nennt man Tiere, die in Gebieten heimisch werden, in denen ihre Art bislang nicht vorkam. Manchmal werden diese Tiere absichtlich vom Menschen eingeführt. Oft reisen sie aber auch als blinde Passagiere ein. So wie die "falsche Witwe". Die Spinnenart hat sich über den Pflanzenhandel weltweit ausgebreitet.

Wo sie auftaucht, sorgt sie für Panik: Die "falsche Witwe" (Steatoda nobilis) sieht der hochgiftigen Schwarzen Witwe zum Verwechseln ähnlich. Ein Biss der Spinnenart, die sich seit einigen Jahrzehnten in etlichen Ländern der Welt ausbreitet, kann ziemlich schmerzen - wirklich gefährlich wird sie dem Menschen aber nicht. Über die Auswertung von Museumsdaten und bestehender Literatur haben Wissenschaftler aus Deutschland und Großbritannien nun herausgefunden, dass die falsche Witwe wohl nicht wie bisher angenommen in Bananenkisten um die Welt reiste, sondern mit dem Pflanzenhandel verbreitet wurde, vor allem mit Kakteen.

Die Biologen berichten von ihrer Untersuchung in der Fachzeitschrift "NeoBiota". Die falsche Witwe ist ursprünglich auf der portugiesischen Insel Madeira sowie auf den Kanarischen Inseln heimisch, hat ihren Lebensraum in den vergangenen 100 Jahren allerdings extrem vergrößert, schreiben die Wissenschaftler. So habe sie sich schon vor längerer Zeit in einigen Regionen Westeuropas und des Mittelmeeres angesiedelt. In jüngerer Vergangenheit gelangte sie auch nach Mitteleuropa, Kalifornien und Südamerika. In Deutschland hätten sich zwei Populationen der falschen Witwe in Gartencentern niedergelassen, erzählt Tobias Bauer vom Naturkundemuseum in Karlsruhe. "Die Tiere finden es einfach dort angenehm", sagt er. Das liege daran, dass in den Gartencentern ein ähnliches Klima herrscht wie in den natürlichen Verbreitungsgebieten der Spinne. Mit einer weiteren Ausbreitung der Art rechnet der Forscher hierzulande nicht.

Dort, wo sie geeignete Umweltbedingungen vorfindet, dürfte sich die Art in den kommenden Jahren hingegen rasch ausbreiten, schreiben die Forscher. Am größten sei die Wahrscheinlichkeit auf den westlichen Mittelmeerinseln, in Teilen Südafrikas, im südlichen Australien und in Neuseeland.
Schulen schließen wegen Spinnenalarm

Obwohl sie dem Menschen gar nichts Böses kann, sorgt die falsche Witwe immer wieder für viel Aufregung: In London schlossen im vergangenen Jahr zeitweise vier Schulen, als dort mehrere Exemplare des Krabbeltiers auftauchten. Bauer kann solche Vorsichtsmaßnahmen zwar nachvollziehen, betont aber: "Mir ist wichtig, dass man keine Panikmache betreibt. Dass ein Biss weh tut, will ich gar nicht unter den Tisch kehren. Aber es ist ein großer Unterschied zum Biss einer Schwarzen Witwe, der unter Umständen lebensbedrohlich sein kann."

Auch viele andere Spinnen, vor allem aus der Gattung der Kugelspinnen, haben sich über große Teile der Welt ausgebreitet. "Das liegt am internationalen Handel", erklärt Bauer. "In Europa werden wir in Zukunft immer mehr Arten aus anderen Teilen der Welt entdecken." Bei den meisten werde man die Ankunft jedoch gar nicht bemerken, weil sie sich nicht dauerhaft ansiedeln.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa
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