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Neue Praxisgebühr ? - Ärztepräsident will Patientenströme steuern

Postby Weltbookadmin47 » 30. Dec 2019 16:37

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Arztepraesi ... 82357.html

Montag, 30. Dezember 2019
Neue Praxisgebühr ? - Ärztepräsident will Patientenströme steuern
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Erst zum Hausarzt - dann mit Überweisung zum Facharzt: So will des der Ärztepräsident.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die freie Wahl der Ärzte soll künftig teurer werden. Das zumindest will Ärztepräsident Reinhardt. Wer ohne Überweisung einen Facharzt aufsuche, soll zahlen. Das sei auch im Interesse der Patienten.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt plädiert für einen höheren Beitrag für Patienten, wenn diese ohne Überweisung zum Facharzt gehen. Bei einer Erkrankung soll jeder Versicherte immer zuerst seinen Hausarzt aufsuchen, der dann bei Bedarf überweise. "Wer die völlige Wahlfreiheit haben möchte, also auch ohne Überweisung zum Facharzt gehen will, sollte höhere Beiträge bezahlen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Denn diese Versicherten nähmen das solidarische System deutlich stärker in Anspruch als Patienten, die einen Hausarzt als primären Ansprechpartner hätten.
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Politik 27.12.19
"Dramatische Entwicklung" Kliniken fehlen 17.000 Pflegekräfte

Bereits im Juni hatte sich Reinhardt für eine finanzielle Selbstbeteiligung von Patienten ausgesprochen, um übermäßig häufige Arztbesuche zu verhindern. "Bei mehrfachen und völlig unnötigen Arztbesuchen kann eine moderate wirtschaftliche Beteiligung zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit unseren knappen Ressourcen im Gesundheitswesen beitragen", hatte er damals gesagt.

Bei seinem jetzigen Vorstoß argumentierte Reinhardt, dass in allen EU-Staaten Regularien existierten, um die knappen Mittel und das medizinische Personal so sinnvoll wie möglich einzusetzen. "Nur in Deutschland haben die Versicherten die Möglichkeit, ohne ärztlich verantwortete Steuerung nahezu alle erdenklichen medizinischen Leistungen zu nutzen, ohne längere Wartezeiten. Diese ungesteuerte Inanspruchnahme von Ressourcen können wir uns nicht länger leisten."

Auch für die Patienten habe ein Hausarztmodell Vorteile: "Viele sind doch überfordert, bei Erkrankungen die geeigneten Spezialisten in der richtigen Reihenfolge aufzusuchen. Da wird heute insbesondere in der fachärztlichen Versorgung viel kostbare Behandlungszeit verschwendet", sagte er weiter.
Mehr zum Thema - Bilder und Video https://www.n-tv.de/politik/Arztepraesi ... 82357.html
Quelle: ntv.de, jwu/dpa
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Schockierende Entdeckung: Hunderte von Krebsgenen werden gezielt in den MM

Postby Weltbookadmin47 » 31. Dec 2019 11:55

Falsch oder bittere Realität ?
Info Gesundheit
Schockierende Entdeckung: Hunderte von Krebsgenen werden gezielt in den MMR-Impfstoff eingebaut, um den Krebs für kommende Generationen zu fördern

von Galaxiengesundheitsrat

Nov 16

IMPFUNG
Schockierende Entdeckung: Hunderte von Krebsgenen werden gezielt in den MMR-Impfstoff eingebaut, um den Krebs für kommende Generationen zu fördern

Eine schockierende neue Gensequenzierungsuntersuchung hat ergeben, dass MMR-Impfstoffe absichtlich so konstruiert sind, dass sie Krebs veru... ein Geschäftsmodell für Big Pharma, das Impfstoffe und Krebstherapeutika mit Gewinn herstellt.

Es wurde festgestellt, dass MMR-Impfstoffe die vollständige Gensequenz eines bestimmten menschlichen (abgebrochenen) Babys enthalten, dessen Gene modifiziert wurden, um Krebs zu exprimieren. Insgesamt wurden über 500 Gene verändert, um die Expression von Krebs zu erhöhen .

Die CDC gibt offen zu, dass diese abgebrochenen menschlichen Fötalzellen bekannte Bestandteile von Impfstoffen sind. Die veränderten Gene sind in Inhaltsstoffen mit der Bezeichnung „MRC-5“ oder „WI-38“ enthalten, die beide von der CDC offen als Inhaltsstoffe in Impfstoffen anerkannt werden. ( Siehe das Hilfsstofftabellendokument der CDC hier – PDF ).

Dieselben abgebrochenen menschlichen fötalen Gene, die zur Förderung von Krebs modifiziert wurden, sind auch in Windpocken-Impfstoffen zu finden. Den Nachweis der Inhaltsstoffe WI-38 und MRC-5 im Varivax-Impfstoff finden Sie auf der offiziellen Website der FDA unter diesem Link .

Der MMR-Impfstoff von Glaxo Smith Kline enthält auch modifizierte, abgebrochene menschliche Fötalzellen. Siehe hierzu das Beipackzettelblatt GSK MMR .

Ein FDA-Forscher hat die Behörde zuvor gewarnt, dass Viren, die in Impfstoffen verwendet werden, die Aktivierung von Krebsgenen verursachen können, die auch in Impfstoffe eingefügt werden. Über FDA.gov:

In einigen Fällen können die verwendeten Zelllinien tumorerzeugend sein, dh sie bilden Tumore,wenn sie Nagetieren injiziert werden. Einige dieser tumorbildenden Zelllinien können krebserregende Viren enthalten, die sich nicht aktiv vermehren.

Solche Viren sind mit Standardmethoden nur schwer zu erkennen. Diese latenten oder „stillen“ en stellen eine potenzielle Bedrohung dar, da sie unter den Bedingungen der Impfstoffherstellung möglicherweise aktiv werden.

Mehr Beispiele:

Krebsindustrie profitiert von Nagalase-Molekül, das über Impfstoffe...

Krebs wurde durch Millionen von Polio-Impfstoffen verbreitet, die m...

Sehen Sie sich das folgende Video an, um die vollständigen Auswirkungen des Todeswunsches der Impfstoffindustrie nach Menschlichkeit zu verstehen. Dies ist eine unverzichtbare Minidokumentation, die exklusiv auf Brighteon.com erhältlich ist, der kostenlosen Alternative zu YouTube:

Sehen Sie sich auch das jüngste Interview mit den Produzenten von Vaxxed 2 an, dem neuen Dokumentarfilm, der in Kürze veröffentlicht wird und die „Kriegszone“ toter Kinder in ganz Amerika aufdeckt, die routinemäßig durch Impfstoffe getötet werden.

Quelle: NaturalNews.com / Referenzen: Brighteon.com ; Brighteon.com http://galaxiengesundheitsrat.de/m/disc ... 8AcTlDarPM
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Antrag bis Widerspruch - Was Sie über Pflegegrade wissen müssen

Postby Weltbookadmin47 » 19. Jan 2020 16:10

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-Sie-ue ... 15305.html
Antrag bis Widerspruch - Was Sie über Pflegegrade wissen müssen
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Alle Menschen, die gesetzlich krankenversichert sind, sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung.

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Erst der Antrag, dann kommt der Gutachter - und welche Hilfe gibt es dann? Wer einen Pflegegrad beantragt, muss mit einem gewissen Maß an Papierkrieg rechnen. Doch die Mühe lohnt sich.

Wenn es einfach nicht mehr alleine geht, wünschen sich viele Menschen Unterstützung. Leistungen der Pflegeversicherung können da weiterhelfen - und die gibt es in aller Regel nur mit einem Pflegegrad. Doch der Weg dahin ist oft gar nicht so leicht.

Die wichtigsten Antworten auf drängende Fragen:

Was ist ein Pflegegrad?

Mithilfe des Pflegegrads bewerten Krankenkassen die Pflegebedürftigkeit eines Menschen. Um Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung zu haben, muss ein Pflegegrad vorliegen. Dieser gibt an, wie stark ein Mensch in seiner Selbstständigkeit und seinen Fähigkeiten beeinträchtigt ist. Die Grade reichen von 1 für gering bis 5 für die schwerste Beeinträchtigung. Die Pflegebedürftigkeit muss für voraussichtlich mindestens sechs Monate gelten.

Wie beantrage ich einen Pflegegrad?

Den Antrag auf einen Pflegegrad stellen Sie bei der Pflegekasse. Dazu reicht häufig ein Anruf oder ein formloser schriftlicher Antrag. In der Regel versenden die Kassen dann das Formular. Pflegekassen sind an Krankenkassen angegliedert. Ist der Antrag gestellt, folgt der Hausbesuch eines Gutachters. Die Gutachter befragen die Antragsteller und ermitteln so den Pflegegrad.

Wie läuft die Einstufung ab?

Die Gutachter arbeiten nach einem festen Schema. Geprüft wird zum Beispiel, wie mobil der Antragsteller ist oder ob er oder sie psychische Probleme hat, sagt Karin Bumann vom Wohlfahrtsverband Caritas. Der Gutachter bewertet zudem, in welchem Umfang sich der Antragsteller noch selbst versorgen kann. Auf Basis dieser Beurteilung fällt die Pflegekasse ihre Entscheidung.
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Wer bekommt welchen Pflegegrad?

Jeder Fall wird für sich gewertet. Verallgemeinerungen sind darum schwierig - auch weil es nicht zuerst um medizinische Diagnosen geht. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, nennt Beispiele: "Pflegegrad 1 bekommt etwa jemand, der leicht gehbehindert ist. Eine beginnende Demenz wird häufig dem Pflegegrad 2 zugeordnet. Pflegegrad 5 bekommen meist Menschen, die zum Beispiel vollständig bewegungsunfähig oder bettlägerig sind."

Was bekomme ich an Unterstützung?

Das hängt vom Pflegegrad und den Umständen der Pflege ab: Findet die Pflege zu Hause statt, ist sie teil- oder vollstationär? Unterschieden wird außerdem zwischen Geld- und Sachleistungen. Wird jemand zu Hause und von Angehörigen gepflegt, zahlt die Pflegekasse zum Beispiel eine Pauschale, alternativ einen Pflegedienst. Eine Kombination aus Geld- und Sachleistungen ist ebenfalls möglich.

Wie hoch sind die Pauschalen?

Die Sätze für die Geldleistungen liegen deutlich unter denen für Sachleistungen: Bei Pflegegrad 2 zum Beispiel zahlen die Versicherer entweder 316 Euro aus oder finanzieren Sachleistungen von bis zu 698 Euro. Pflegebedürftigen der Stufe 5, die in einem Heim stationär betreut werden, unterstützt die Pflegekasse mit 2005 Euro im Monat.

Beschränken sich die Leistungen der Pflegekasse auf die Betreuung?

Nein. Pflegebedürftige Menschen können zum Beispiel Zuschüsse für Betteinlagen oder Einmalhandschuhe beantragen. Wird ein Mensch zu Hause gepflegt, kann er schon bei Pflegegrad 1 eine Unterstützung von 4000 Euro zum Umbau der Wohnung bekommen. Alle Pflegebedürftigen haben außerdem Anspruch auf den sogenannten Entlastungsbetrag von 125 Euro. Dieser wird jedoch zweckgebunden ausgezahlt. Was damit finanziert werden kann, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Wer entscheidet, welche Leistungen ich bekomme?

Zunächst einmal bestimmt der Pflegegrad, welche Leistungen einer pflegebedürftigen Person zustehen. Welche Leistungen sie in Anspruch nehmen - zum Beispiel den Geldzuschuss für eine Pflege zu Haus oder einen Zuschuss zur teilstationären Pflege -, entscheidet der oder die Pflegebedürftige selbst.

Was ist, wenn ich niedriger eingestuft wurde als erhofft?

Wer mit dem erteilten Pflegegrad nicht einverstanden ist, kann Einspruch einreichen - und zwar innerhalb eines Monats nach Erhalt des Bescheids. Dazu reicht ein formloses Schreiben. Verena Bentele rät jedoch, den Einspruch mit einer Begründung einzureichen. "Das können etwa Atteste vom Arzt oder andere Nachweise sein, die vorher noch nicht berücksichtigt wurden." Nachdem ein Zweitgutachten erstellt wurde, fällt die Pflegekasse eine Entscheidung. Gegen diese Entscheidung kann vor dem Sozialgericht geklagt werden.

Verfällt der Pflegegrad?

Der Pflegegrad wird in der Regel unbefristet vergeben. Pflegebedürftige können aber jederzeit einen höheren Grad beantragen. Sollte sich Besserung einstellen, besteht keine Verpflichtung, das der Kasse mitzuteilen.

Brauche ich eine zusätzliche Versicherung, um Ansprüche zu haben?

Alle Menschen, die gesetzlich krankenversichert sind, sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung ist in Deutschland ein eigenständiger Teil der Sozialversicherung. Wie die Krankenversicherung ist auch die Pflegeversicherung hier Pflicht. Privat Krankenversicherte müssen auch eine private Pflegeversicherung abschließen.

Was passiert, wenn die Pflegesätze nicht alle Kosten abdecken?

Das ist häufig so - bei stationärer Pflege in einem Heim genau wie bei ambulanter Betreuung durch einen Pflegedienst. Gerade im ambulanten Bereich seien viele Menschen darum unterversorgt, sagt Verena Bentele. Die VdK-Präsidentin rät darum, sich am besten noch vor der Pflegebedürftigkeit mit der Frage zu beschäftigen, ob man zu Hause oder in einer Einrichtung versorgt werden will und wie das bewerkstelligt werden kann.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Viele Verbände wie Caritas, AWO, Deutsches Rotes Kreuz oder der Sozialverband VdK bieten Beratungen an. Eine andere Anlaufstelle sind die bundesweiten Pflegestützpunkte der Pflege- und Krankenkassen.

Quelle: ntv.de, Anne Pollmann, dpa
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Sprunghafter Anstieg der Fälle - Neues Virus - Grund zur Panik ?

Postby Weltbookadmin47 » 22. Jan 2020 13:33

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Neues-Virus- ... 23791.html

Mittwoch, 22. Januar 2020
Sprunghafter Anstieg der Fälle - Neues Virus - Grund zur Panik ?
Von Kai Stoppel
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Reisende aus Wuhan werden am Flughafen in Tokio mit Wärmebildkameras auf Anzeichen von Fieber untersucht.

(Foto: imago images/Kyodo News)
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Ein zuvor unbekanntes Virus hält die Welt in Atem: Zuletzt vervielfacht sich die Zahl der bestätigten Fälle in China. Auch in anderen Ländern Asiens und sogar in den USA gibt es bereits Erkrankte. Doch was sagt diese Entwicklung wirklich aus?

Zum Jahreswechsel tauchen hierzulande erstmals Berichte über Fälle einer bis dahin mysteriöse Lungenkrankheit in der chinesischen Millionenstadt Wuhan auf. Von rund 30 Erkrankten ist zunächst die Rede. Sie leiden unter Fieber und Atemnot. Einige der Patienten sind Händler und Verkäufer auf einem Fisch- und Geflügelmarkt, der als Ausgangsort der Infektionen gilt. Mehr als eine Woche später wird bei 41 Erkrankten ein bisher unbekanntes Virus nachgewiesen. Es erhält den Namen 2019-nCoV.
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Panorama 22.01.20
440 Infizierte, 9 Tote in China USA meldet ersten Fall des Coronavirus

"CoV" steht für Coronavirus - eine Familie von Erregern, zu der auch der Auslöser der Sars-Pandemie in den Jahren 2002 und 2003 zählt. Diese hatte fast 8000 Infizierte und 800 Tote zur Folge. Doch davon ist die Coronavirus-Epidemie in Wuhan zunächst weit entfernt. Die Zahl der Fälle bleibt tagelang stabil - bis zum vergangenen Wochenende.

Am Sonntag ist erstmals von 62 Fällen die Rede, einen Tag später sind es bereits 200 Fälle. Dann korrigieren sich die chinesischen Behörden erneut: rund 300 bestätigte Fälle. Mittlerweile sind es sogar 440 Infizierte. Auch in Thailand, Taiwan, Japan und Südkorea wird bei Menschen das Virus nachgewiesen. Neun Todesopfer sind bereits zu beklagen. Am Dienstagabend wird der erste Coronavirus-Fall in den USA bekannt.

Doch wie kam es zu diesem plötzlichen, rasanten Anstieg der Zahl der Infizierten? Hat sich 2019-nCoV schlagartig ausgebreitet? Oder steckt hinter dem sprunghaften Anstieg etwas anderes?
WHO gibt Hinweis auf Grund für Anstieg
*Datenschutz

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Sonntag auf Twitter eine Einschätzung zu den zu diesem Zeitpunkt 139 neuen Fällen gegeben. Diese seien Resultat einer "verstärkten Suche und Tests nach 2019-nCoV bei Menschen, welche an Erkrankungen der Atemwege leiden", schreibt die WHO. Dieser Einschätzung schließt man sich auch beim deutschen Robert-Koch-Institut (RKI) an: "Die verstärkte Suche hat sicherlich einen Einfluss für den starken Anstieg der bestätigten Fälle", sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher gegenüber ntv.de. Die Gesundheitsbehörde in Wuhan teilte zugleich mit, dass sie das Screening von verdächtigen Fällen von Lungenentzündungen ausgeweitet habe.

Gegen eine schlagartige Eskalation der Lage spricht zudem, dass 2019-nCoV sich laut dem RKI offenbar nicht leicht von Mensch zu Mensch überträgt, wie es bei Grippeviren der Fall ist. Vielmehr komme es nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen dazu. Andernfalls würde sich auch eine "andere Ausbreitungsdyamik" zeigen, so RKI-Sprecherin Glasmacher. Etwa würden auch im Ausland neue Fälle auftreten. Die bisher bestätigten Infizierten hatten sich jedoch vorher alle in Wuhan aufgehalten, so auch die beiden in Thailand bestätigten Betroffenen und der Infizierte in den USA.
Import nach Deutschland nicht ausgeschlossen
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Kai Stoppel ist Redakteur in den Ressorts Wissen und Wirtschaft bei ntv.de. Er beschäftigt sich häufig mit Astronomie, Raumfahrt und Zukunftstechnologien.

Die Gefahr einer Ausbreitung der Erkrankung nach Deutschland schätzt das RKI laut seiner jüngsten Erklärung (Stand 21.01.2020) weiterhin als gering ein - wobei es den "Import einzelner Fälle" nicht ausschließen will. Und selbst wenn ein Infizierter, etwa mit dem Flugzeug, nach Deutschland gelangen sollte, sind laut RKI-Vizepräsident Lars Schaade "fortgesetzte Infektionsketten", also die anschließende Übertragung von Mensch zu Mensch, nach derzeitigem Stand unwahrscheinlich.

Das Bundesgesundheitsministerium schätzt die Gefahr für Deutschland ebenfalls als gering ein. "Trotzdem beobachten wir die Situation in China natürlich aufmerksam", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Chinesische Behörden halten eine Ausbreitung wie bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren ebenfalls für unwahrscheinlich.
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Panorama 21.01.20
Auch Taiwan bestätigt Infektion Coronavirus ist laut Experten mit Sars verwandt

Dennoch: Das RKI betont, dass sich die Einschätzung der Lage aufgrund neuer Erkenntnisse kurzfristig ändern könnte. Eine Sorge ist etwa, dass sich das neue Virus in den kommenden Tagen noch deutlich stärker ausbreiten könnte, gehen doch zum Neujahresfest Hunderte Millionen Chinesen auf Reisen.

Die WHO will sich am heutigen Mittwoch in einer Krisensitzung mit dem Erreger befassen, der Atemwegserkrankungen verursacht. Sollte sie einen internationalen Gesundheitsnotstand ausrufen, empfiehlt die UN-Behörde damit schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche. Dazu können unter anderem Grenzkontrollen und das Einrichten spezialisierter Behandlungszentren gehören. Derzeit empfiehlt die WHO keinerlei Reise- oder Handelsbeschränkungen.
Mehr zur Ausgabe - Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Neues-Virus- ... 23791.html
Quelle: ntv.de
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Wie du Lorbeer gegen Diabetes einsetzen kannst

Postby Weltbookadmin47 » 22. Jan 2020 18:21

Info Gesundheit
https://bessergesundleben.de/lorbeer-ge ... einsetzen/
Wie du Lorbeer gegen Diabetes einsetzen kannst
10 Dezember, 2019

Lorbeer wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, sollte aber selbstverständlich nur in Maßen eingenommen werden. Am besten besprichst du die Behandlung vorher mit deinem Arzt.

Medizinische Eigenschaften von Zimt und Anwendungsmöglichkeiten
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Diabetes ist eine der weltweit verbreitetsten Krankheiten. Wenige wissen jedoch, dass man diese Erkrankung auch auf natürlichem Weg vorbeugen und behandeln kann. Erfahre in diesem Artikel, wie dir die regelmäßige Einnahme eines Aufgusses mit Lorbeer gegen Diabetes helfen kann.

Dies solltest du natürlich nur nach Absprache mit deinem Arzt und in Ergänzung zu einer medizinischen Behandlung durchführen. Wenn du bereits an Diabetes leidest, sind außerdem regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei deinem Internisten oder Hausarzt unerlässlich.

Davon abgesehen musst du selbstverständlich auch auf eine spezielle Ernährung achten, um einen normalen Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten.
Was ist Diabetes?
Diabetes behandeln

Als Diabetes bezeichnet man die Schwierigkeit oder Unfähigkeit der Bauchspeicheldrüse, Insulin zu produzieren oder wirksam zu verwenden. Infolgedessen erhöhen sich die Blutzuckerwerte.

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7 Anzeichen für Diabetes

Die bekanntesten Arten von Diabetes sind Typ 1 und 2:

Typ 1 liegt vor, wenn der Körper unfähig ist, Insulin zu produzieren. In diesem Fall ist eine tägliche Verabreichung des Hormons erforderlich. Diese Krankheit tritt am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen auf.
Diabetes Typ 2 hingegen ist darauf zurückzuführen, dass der Körper das Insulin nicht richtig verwerten kann. Folglich ist er nicht imstande, den Blutzuckerspiegel zu senken. Dies ist der am häufigsten auftretende Diabetes-Typ und wird unter anderem durch falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel verursacht.

Weltweite Daten zu Diabetes

Auf der ganzen Welt steigt weiter die Zahl der an Diabetes Erkrankten sowie auch die Besorgnis über ein mögliches Auftreten der Krankheit.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) litten im Jahr 2014 weltweit 422 Millionen Erwachsene an Diabetes – in anderen Worten jede 11. Person.

Allein in den USA wurden im Jahr 2015 laut der American Diabetes Association 30,3 Millionen Menschen mit Diabetes registriert. Diese Zahl entspricht 9,4 Prozent der Bevölkerung. Im selben Jahr stand Diabetes an siebter Stelle der Todesursachen in den Vereinigten Staaten.

Lies auch: 10 Frühwarnzeichen für Diabetes, die jeder kennen sollte

Der Schlüssel liegt in der Prävention und Kontrolle der Krankheit. Dies bedeutet unter anderem eine gesunde Ernährung, ausreichend sportliche Aktivität und die Vermeidung von Tabak.

Davon abgesehen gibt es jedoch auch natürliche Mittel zur Behandlung von Diabetes, wie beispielsweise die Blätter des Lorbeerstrauchs.
Warum hilft Lorbeer gegen Diabetes?

Der echte Lorbeer (Laurus nobilis) gehört zur Familie der Lorbeergewächse. Er ist den meisten Menschen vor allem als Gewürz zum Kochen bekannt, wird jedoch auch für seine medizinischen Eigenschaften geschätzt.

Lorbeerblätter enthalten Antioxidantien, die die Krankheitserscheinungen des Diabetes Typ 2 lindern können. Die Einnahme von Lorbeer verhindert in diesem Fall die Zellschädigung durch die Bindung freier Radikale im Körper.

Besonders hervorzuheben ist allerdings auch die positive Auswirkung von Lorbeer auf die Bauchspeicheldrüse. Er unterstützt ihre Funktionsweise und hilft dadurch, den Blutzuckerspiegel zu senken.
Wie kann man Lorbeerblätter als natürliches Heilmittel gegen Diabetes verwenden?
Aufguss aus Lorbeerblättern gegen Diabetes

Die gesundheitsförderndern Eigenschaften des Lorbeers sind vielfältig: einerseits stimuliert er das Verdauungssystem, andererseits wirkt er auch krampflösend, schleimlösend, antirheumatisch und harntreibend.

Es wird ihm zudem eine regulierende Wirkung auf die Menstruation zugeschrieben.

Zur Behandlung von Diabetes Typ 2 kann man beispielsweise einen Aufguss aus Lorbeerblättern zu sich nehmen. Dies ist nur eine der vielen Möglichkeiten, um die gesundheitlichen Vorteile des Lorbeers zu nutzen, womöglich jedoch die einfachste.

Im Folgenden erklären wir dir die Zubereitung.
Zutaten

4 Tassen Wasser (1 Liter)
1 Esslöffel frische Lorbeerblätter (15 g)

Zubereitung

Bringe zuerst den Liter Wasser in einem Topf zum Kochen.
Sobald es den Siedepunkt erreicht hat, füge die Lorbeerblätter hinzu und lasse sie 3 bis 5 Minuten mitkochen.
Dann nimm den Topf vom Herd und lass den Aufguss noch etwa 10 Minuten durchziehen. Anschließend gib ihn durch ein Sieb.
Und schon kannst du den Tee – über den Tag verteilt – trinken.
Wir empfehlen, nicht mehr als 4 Tassen pro Tag zu trinken.

Einnahme von Lorbeer nur in Maßen

Wie bei pharmazeutischen Medikamenten gilt auch bei Arzneipflanzen wie dem Lorbeer: er ist nicht für jeden geeignet und man sollte auf keinen Fall die empfohlenen Mengen überschreiten!

Obwohl es sich beim Lorbeer zweifellos um eine Pflanze mit großem medizinischen Nutzen handelt, so kann eine übermäßige Einnahme natürlich auch zu Nebenwirkungen führen.

Dazu gehören unter anderem Hautausschläge, eine Reizung der Atemwege sowie sonstige allergische Reaktionen.

Bei falscher Verwendung kann es außerdem zu Übelkeit und Entzündungen der Magenschleimhaut kommen.

Des weiteren ist die Einnahme dieses Lorbeer-Aufgusses nicht für Patienten mit Typ-1-Diabetes geeignet! Darauf verzichten sollten zudem Schwangere und Menschen mit Blutgerinnungsstörungen.

Das gleiche gilt für Personen, die an Magengeschwüren leiden oder Beschwerden mit Herz, Leber oder Nieren haben.

Lorbeer eignet sich ausgezeichnet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Wenn bei dir jedoch Diabetes diagnostiziert wurde, darfst du nicht die vom Arzt verschriebenen Medikamente absetzen. Betrachte den Lorbeer eher als eine Art Nahrungsergänzung.

Konnten wir dich von den Vorteilen dieser großartigen Pflanze überzeugen? Dann probier doch einmal den Aufguss aus Lorbeerblättern! Wenn du nicht sicher bist, ob diese Behandlung mit Lorbeer gegen Diabetes für dich geeignet ist, dann sprich zuerst mit einem Spezialisten deines Vertrauens.
7 medizinische Tees zur natürlichen Behandlung von Diabetes
7 medizinische Tees zur natürlichen Behandlung von Diabetes
Bei Diabetes handelt es sich um eine Krankheit, die so schnell wie möglich behandelt werden sollte, um ernsthafte gesundheitliche Folgen zu verhindern. In diesem Artikel erfährst du, wie du Tees zur natürlichen Behandlung von Diabetes einsetzen kannst.
Quelle Bilder - Videos https://bessergesundleben.de/lorbeer-ge ... einsetzen/
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Wie ein Krankenhaus den digitalen Albtraum erlebt

Postby Weltbookadmin47 » 10. Feb 2020 17:12

Info Gesundheit

Wie ein Krankenhaus den digitalen Albtraum erlebt
Für jede Klinik ist es das Worst-Case-Szenario, wenn das IT-System nicht nur gestört wird, sondernauch sensible Patientendaten in Gefahr sind. Wie es im Lukaskrankenhaus in Neuss zu dem Drama kommt, rekonstruiert ntv nach.

Video
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 61697.html
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Orale Immuntherapie - USA lassen erstmals Erdnussallergie-Mittel zu

Postby Gudrun Graf » 11. Feb 2020 20:54

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/USA-lassen-e ... 59530.html

Dienstag, 11. Februar 2020
Orale Immuntherapie - USA lassen erstmals Erdnussallergie-Mittel zu
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Menschen mit einer Erdnussallergie müssen ständig vorsichtig sein.

(Foto: www.imago-images.de)
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Schon Spuren von Erdnüssen können bei Allergikern zu schweren körperlichen Reaktionen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Vor allem Eltern sorgen sich um ihre betroffenen Kinder. In den USA wird jetzt ein neuer Weg gegangen, obwohl auch der nicht ungefährlich ist.

Die Arzneimittelbehörde in den USA (FDA) hat erstmals ein Medikament zur oralen Immuntherapie bei Erdnussallergie zugelassen. Das Präparat heißt Palforzia, teilte die Behörde mit. Durch kontrollierte Gaben sehr kleiner Mengen des Allergens hilft es dabei, dass Betroffene nicht gleich beim geringsten Kontakt mit Erdnüssen allergisch reagieren. Die FDA stützte sich bei ihrer Entscheidung vor allem auf die Ergebnisse einer internationalen Studie, bei der insgesamt 551 Patienten im Alter zwischen 4 und 17 Jahren involviert waren. Die Behörde hatte zunächst Bedenken, weil es bei der langfristigen Behandlung mit dem Präparat auch zu sogenannten anaphylaktischen Komplikationen kommen kann.

Ausgangspunkt für die Erprobung einer oralen Immuntherapie bei Erdnussallergie war der große Leidensdruck von Eltern in den USA, deren Kinder unter der Allergie leiden. Dort sind schätzungsweise eine Million Heranwachsende davon betroffen. Erdnüsse sind in vielen Nahrungsmitteln enthalten und schüren bei den Eltern die Angst vor einem Allergieschock ihrer Sprösslinge. Therapiemöglichkeiten gab es bisher keine.

Auf Initiative von Selbsthilfegruppen kam es 2011 zur Gründung der Firma "Aimmune", schreibt das "Deutsche Ärzteblatt" dazu. Ziel war es, eine effektive Therapie gegen Erdnussallergie zu entwickeln. Als Vorbild diente die bei Bienen- und Pollenallergie bereits seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzte Immuntherapie, die früher auch als Hyposensibilisierung bezeichnet wurde. Bei dieser oralen Immuntherapie werden zunächst sehr kleine Mengen des Allergens über den Mund aufgenommen. Über viele Wochen hinweg wird die Dosis gesteigert. Das Immunsystem soll auf diese Weise lernen, dass es sich bei den allergieauslösenden Stoffen um harmlose Stoffe handelt, die nicht bekämpft werden müssen. Die Therapie erfolgt unter ärztlicher Aufsicht.
Allmähliche Steigerung der Dosis

In den Studien, an der auch die Charité Berlin und die Universität Frankfurt beteiligt waren, wurde ein Erdnusspulver über 24 Wochen hinweg mit steigender Dosis verabreicht. Begonnen wurde mit 0,5 Milligramm und beendet wurde die Therapie mit 300 Milligramm, was ungefähr einer Erdnuss entspricht. Daraufhin wurde weitere 24 Wochen diese Dosis beibehalten. Am Ende wurden die Probanden mit einer Dosis von 600 Milligramm einem sogenannten Allergenprovokationstest unterzogen.

Den Test bestanden am Ende der Untersuchung insgesamt 67,2 Prozent der mit dem Allergen provozierten Probanden und 4 Prozent der Probanden, die mit einem Placebo behandelt worden waren. Während der Untersuchungen kam es bei knapp 10 Prozent der Studienteilnehmer zu einer allergischen Reaktion. Das Notfallset mit Noradrenalin musste bei 10,4 Prozent eingesetzt werden. In einem Fall kam es sogar zu einer schweren allergischen Reaktion. Aus diesem Grund hatte die FDA zunächst mit der Zulassung der Therapie gezögert.

Die Ergebnisse zeigen jedoch eindeutig, dass die orale Immuntherapie auf Dauer die Zahl der allergischen Reaktionen durch versehentliche Exposition mit Erdnüssen senken kann. Dennoch sind die damit behandelten Kinder weit davon entfernt, ohne Gefahr Erdnüsse essen zu können. Durch die Behandlung kann jedoch den Kindern und vor allem ihren Eltern die Angst vor einem anaphylaktischem Schock oder sogar dem Tod der Kinder nach unbeabsichtigtem Erdnussverzehr, beispielsweise auf einem Kindergeburtstag, genommen werden.

Die FDA hat die Zulassung der Therapie ausdrücklich an einen bestimmten Sicherheitsplan geknüpft. Die Behandlung, die nur für Kinder im Alter zwischen 4 und 17 Jahren zur Verfügung steht, soll demnach nur durch besonders zertifizierte Ärzte durchgeführt werden. Patienten und deren Eltern müssen vor der Therapie ausführlich über die Art und Weise der Durchführung sowie die damit verbundenen Risiken informiert werden. Die Patienten müssen weiterhin strikt auf Erdnüsse verzichten. Ob und wann das Präparat, das weltweit das erste zugelassene Mittel bei einer Nahrungsmittelallergie ist, in Deutschland zugelassen wird, ist nicht bekannt. Der Hersteller hat aber bereits einen Antrag bei der europäischen Arzneimittel-Agentur gestellt.

Quelle: ntv.de, jaz
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Zika, Dengue, West-Nil-Fieber - Heimische Mücken übertragen Viren

Postby Gudrun Graf » 16. Feb 2020 10:58

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https://www.n-tv.de/wissen/Heimische-Mu ... 79022.html

Samstag, 15. Februar 2020
Zika, Dengue, West-Nil-Fieber - Heimische Mücken übertragen Viren
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Exotische Mückenarten fühlen sich in Deutschland zunehmend wohl.

(Foto: imago/Science Photo Library)
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Mücken sind nicht nur lästig, sondern übertragen weltweit auch gefährliche Viren. Was bislang eher nur für exotische Arten in fernen Ländern galt, trifft immer mehr auch auf in Deutschland heimische Insekten zu. Der warme Winter lockt sie zudem schon viel früher hervor - und gefährdet damit nicht nur Menschen.

Wer von Mücken gestochen wird, riskiert zunehmend eine Ansteckung mit gefährlichen Krankheiten. Zu dieser Einschätzung kommt Doreen Werner, Biologin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg bei Berlin. Seit dem vergangenen Jahr sei klar, dass nicht nur eingewanderte exotische Mückenarten Erreger wie Zika-, Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. Auch heimische Stechmücken seien von Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) als Überträger des West-Nil-Virus identifiziert worden, sagte die Biologin, die eng mit dem FLI zusammenarbeitet.

Heimische Arten hätten das West-Nil-Fieber auf mehrere Menschen in Deutschland übertragen. Diese ursprünglich aus Afrika stammende Erkrankung war zuvor als Tierseuche vor allem bei Vögeln bekannt. Heimische Stechmücken würden sowohl bei Vögeln als auch bei anderen Wirbeltieren und Menschen Blut saugen und das Virus so von einer Spezies auf eine andere übertragen. "Die Krankheit zeigt keine eindeutigen Symptome und kann von leichter Übelkeit und Kopfschmerzen über Fieber bis hin zu schweren neurologischen Schäden variieren", sagte sie.

"Wir gehen davon aus, dass sich das West-Nil-Virus über Mücken in diesem Jahr weiter in Deutschland ausbreitet". Der Klimawandel mit den höheren Temperaturen begünstigt laut der Mückenexpertin die Ausbreitung des Virus. Je wärmer es sei, umso schneller vermehre sich das Virus in der Mücke, und die Gefahr einer Übertragung wachse.
Koreanische Buschmücke in Augsburg
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Eine Rolle spielten dabei auch exotische invasive Arten, die sich weiter ausbreiten und tropische Erreger wie Zika- oder Dengue-Viren übertragen könnten, sagte die Mückenexpertin. Belege für eine weitere Etablierung dieser Arten liefere unter anderem der Mückenatlas, ein seit 2012 im Aufbau befindliches Internet-Portal zur Verbreitung von Mückenarten. Jeder kann in seinem Wohnbereich vorkommende Mücken einfangen und an das ZALF schicken. Dort wird die Art bestimmt und kartiert.

Die Asiatische Tigermücke etabliert sich demnach von Süden aus. Populationen in Bayern und Baden-Württemberg nehmen zu. Die Asiatische Buschmücke ist lediglich in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein noch nicht angekommen. Und Aedes koreicus, auch Koreanische Buschmücke genannt, hat sich in Augsburg und Wiesbaden etabliert.
Milder Winter lockt Mücken ins Freie

Derzeit lockt auch das milde Winter-Wetter bereits die ersten Mücken ins Freie. "Ab 6 bis 7 Grad tagsüber sind Stechmücken unterwegs, die auf Dachböden, in Kellern, Baumhöhlen oder in Brennholzstapeln überwintert haben", sagte Werner. Die ausgehungerten Weibchen würden stechen, um Blut nachzutanken. Der Klimawandel führt damit auch zu einem weiteren Problem: Zur Eiablage und damit zur Vermehrung benötigten die weiblichen Mücken feuchte Brutplätze. "Die zwei vergangenen, trockenen Jahre waren arm an Stechmücken. Gerade Arten, die auf Überflutungsflächen brüten, hatten schlechte Karten", sagte sie.
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Egal, wie viele Mücken die Winter überlebt hätten, entscheidend seien die Witterungsverhältnisse im Frühjahr. Hausmücken würden meist im April mit der Eiablage beginnen. Trotz der jüngsten Niederschläge sind demnach auch aktuell kaum potenzielle Brutplätze wie Pfützen, gefüllte Regentonnen oder Blumenvasen zu finden. "Selbst Feldsölle und Waldtümpel sind zum Teil komplett ausgetrocknet, weil das Wasser sofort versickert." Diese Entwicklung sei alarmierend.

"Auch wenn wir Menschen froh sind, wenn uns keine Mücken piesacken, sind sie doch wichtig als Nahrung für Vögel, Fledermäuse oder andere Insekten", sagte die Expertin. Das bestätigte auch Manuela Brecht vom Landesverband Brandenburg des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu). Libellen und auch Fische würden sich von Mückenlarven ernähren. Aufgrund der Trockenheit fehle diese Nahrungsquelle und bedinge unter anderem das Insektensterben.
Bilder und Video
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Quelle: ntv.de, mra/dpa
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Entstehung des Corona-Virus: Das wissen wir – und das nicht - oder vileich

Postby Weltbookadmin47 » 26. Feb 2020 18:22

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Entstehung des Corona-Virus: Das wissen wir – und das nicht - oder vileicht ein neues chemisches Kampfmittel ?

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Unterstützung für Senioren, pflegende Angehörige, Menschen mit Behinderun

Postby Weltbookadmin47 » 28. Feb 2020 10:38

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Ab wann zum Hausarzt ? - Diese Tipps schützen vor Coronavirus-Infektion

Postby Weltbookadmin47 » 29. Feb 2020 14:38

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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 07204.html
Ab wann zum Hausarzt ? - Diese Tipps schützen vor Coronavirus-Infektion
Wie kann man sich selbst am besten vor einer Infektion schützen ? Und wann ist ein Arztbesuch ratsam. ntv räumt mit Mythen auf und klärt die wichtigsten Fragen.

Video Das gilt für Arbeitnehmer und Urlauber
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 07601.html
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Mit und ohne Rezept, mit Risiko - Welche Schmerzmittel sind geeignet ?

Postby Weltbookadmin47 » 1. Mar 2020 15:30

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Welche-Sch ... 99998.html
Mit und ohne Rezept, mit Risiko - Welche Schmerzmittel sind geeignet ?
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Niemand möchte sich unnötig quälen. Dementsprechend häufig wird die Pein mit Schmerzmitteln bekämpft.

(Foto: imago images / Panthermedia)
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Es gibt kaum einen Schmerz, gegen den es kein passendes Mittel gibt. Doch auch wenn entsprechende Medikamente sinnvoll sein können, sollten sie nicht bedenkenlos eingenommen werden, wie auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt. Eine Übersicht.

Egal, ob sie bohren, pochen, drücken, stechen, brennen oder kribbeln: Schmerzen sind Warnsignale des Körpers, die auf eine Erkrankung oder Verletzungen hinweisen. Die gute Nachricht: Im Zuge der Heilung vergehen sie wieder. So lange warten möchte und kann allerdings nicht jeder. Zudem können Schmerzen auch chronisch werden. Was daran liegen kann, dass das Übel einfach nicht aufhört oder sich der Schmerz verselbständigt.

Doch ob kurz- oder langfristig, niemand soll und möchte sich unnötig quälen. Dementsprechend häufig wird die Pein mit Schmerzmitteln bekämpft. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Das gilt erst recht für verschreibungspflichtige Medikamente. Im Langzeiteinsatz bergen Schmerzmittel zudem die Gefahr, durch Gewöhnungseffekte an Wirksamkeit zu verlieren oder sogar selbst Schmerzen zu verursachen.
Mit und ohne Rezept

Die Stiftung Warentest hat deshalb geschaut, ob entsprechende Mittel geeignet sind und wann Vorsicht geboten ist. Je nach Stärke werden die Medikamente nach einem Schema der Weltgesundheitsorganisation in drei Stufen eigeteilt. Als da wären:

Nicht-Opioide - hierzu gehören Wirkstoffe wie Acetylsäure (ASS), welches sich beispielsweise in Aspirin findet, Iburofen, Diclofenac und Paracetamol.
Schwache Opioide - hierzu gehören Wirkstoffe wie Codein, Tramadol und Tilidin.
Starke Opioide - hierzu gehören Wirkstoffe wie Morphin, Buprenorphin, Fentanyl und Oxycodon.

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Viele der nicht-opioiden Medikamente sind empfehlenswert und rezeptfrei zu haben. Sie hemmen die Bildung von sogenannten Prostagladinen. Diese Botenstoffe entstehen nach Gewebeschäden und begünstigen Schmerzen, entzündliche Reaktionen und Fieber. Prostagladine haben im Körper allerdings auch positive Effekte, etwa für Niere, Magen, Herz und Kreislauf. Diese Wirkungen können die Mittel aushebeln. Manche Wirkstoffe erhöhen zudem laut neueren Studien das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, darunter auch Ibuprofen und (wohl nochmals stärker) Diclofenac. ASS hingegen schlägt vor allem auf den Magen. Ein weiterer Klassiker, Paracetamol, wirkt über etwas andere Mechanismen und kann im Übermaß ernste Leberschäden nach sich ziehen.

Warentest rät denn auch, Schmerzmittel ohne ärzt­lichen Rat höchs­tens vier Tage am Stück und zehn Tage im Monat zu nehmen. Grund­sätzlich sind bei jeder Selbst­medikation die Beipack­zettel sowie bestimmte Grenzen zu beachten. Von Kombimitteln wie Spalt, Neuralgin oder Thomapyrin raten die Tester eher ab, da die Kombination von Wirkstoffen keinen zusätzlichen therapeutischen Vorteil biete, aber ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko.
Vorsicht vor Abhängigkeit

Bei den schwachen und verschreibungspflichtigen Opioiden hält Warentest grundsätzlich die Wirkstoffe Codein, Tramadol und Tilidin für geeignet. Die Wirkstoffkombination von Tilidin und Naloxon hingegen weniger. Grundsätzlich können auch alle schwachen Opioide abhängig machen, hier gilt es unbedingt dem ärztlichen Rat zur Einnahme zu befolgen.

Was natürlich erst recht für die Einnahme von starken Opioiden gilt. Die sind in Deutschland sogar nur nach Vorlage eines Betäubungsmittelrezeptes zu bekommen. Die Wirkstoffe Morphin, Buprenorphin, Levomethadon, Hydromorphon, Piritramin, Tapentadol und Oxycodon halten die Tester für bei entsprechender Indikation für empfehlenswert - von Pethidin wird eher abgeraten.

Die Einnahme von starken Opioiden sollte immer nur unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Regelmäßige Termine beim Mediziner können ihm helfen, Erfolg und Verträglichkeit der Therapie zu überprüfen und gegebenfalls nachzujustieren. Sollte das Mittel abgesetzt werden können, sollte die Dosis langsam verringert werden, um möglichen Entzugserscheinungen entgegenzuwirken.

Seit 2017 erstatten Krankenkassen Kosten für Cannabis bei verschiedenen ernsten Erkrankungen, wozu auch Schmerzen zählen können. Dies ist jedoch nur unter bestimmten Bedingungen möglich, etwa wenn andere Behandlungen nicht ausreichend gewirkt haben oder laut begründeter Einschätzung des Arztes nicht möglich sind. Zu den Risiken zählen psychische Nebenwirkungen. Ob ein Therapieversuch infrage kommt, müssen Patienten daher mit ihrem Arzt besprechen.

Quelle: ntv.de, awi
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KOMMEN MIT DEN FLüCHTLINGEN AUCH DIE SEUCHEN ? - ÄRZTE STELLEN BEI UNS KAU

Postby Weltbookadmin47 » 8. Mar 2020 13:58

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https://zuwanderung.net/2017/07/22/komm ... #more-4487
KOMMEN MIT DEN FLüCHTLINGEN AUCH DIE SEUCHEN ? - ÄRZTE STELLEN BEI UNS KAUM BEKANNTE KRANKHEITEN FEST
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22. Juli 201714 Kommentare zu KOMMEN MIT DEN FLüCHTLINGEN AUCH DIE SEUCHEN? ÄRZTE STELLEN BEI UNS KAUM BEKANNTE KRANKHEITEN FEST
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Ein neuer Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI), dem Bundesinstitut zur Überwachung und dem Schutz vor Seuchen, bestätigt, dass Infektionskrankheiten seit 2015, als Deutschland eine beispiellose Zahl von Migranten aufnahm, auf breiter Front zunehmen.

Einige Ärzte glauben, dass die tatsächliche Zahl der Tuberkulosefälle viel höher ist; sie beschuldigen das Robert-Koch-Institut, die Gefahr zu verharmlosen, um die Stimmung gegen Einwanderung nicht anzufachen.

Ein abgelehnter Asylbewerber aus dem Jemen, dem in Schleswig-Holstein Unterschlupf in einer Kirche gegeben wurde, um seine Abschiebung zu verhindern, hat möglicherweise mehr als 50 deutsche Kinder mit einem hoch ansteckenden Stamm von Tuberkuloseerregern infiziert.

Nach Angaben der kommunalen Gesundheitsbehörden werden nun neben den Kindern auch Eltern, Erzieher und Gemeindemitglieder auf die Krankheit hin untersucht, die sich noch Monate oder sogar Jahre nach dem Kontakt entwickeln kann. Es ist unklar, ob sich der Mann nach seiner Ankunft in Deutschland den vorgeschriebenen medizinischen Untersuchungen unterzogen hatte, oder ob er einer jener Hunderttausenden von Migranten ist, die durchs Netz geschlüpft sind.

Die Angst vor Tuberkulose wirft neuerlich ein Licht auf das erhöhte Risiko der Ausbreitung ansteckender Krankheiten in Deutschland, seit Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr als zwei Millionen Migranten aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten ins Land gelassen hat.

Das Infektionsepidemiologische Jahrbuch – das am 12. Juli 2017 veröffentlicht wurde und Daten zur Verbreitung von mehr als 50 ansteckenden Krankheiten in Deutschland während des Jahres 2016 aufführt – bietet erste Anhaltspunkte dafür, welche Folgen der massive Zustrom von Migranten im Herbst 2015 für die Volksgesundheit hat.

Der Bericht verzeichnet ein häufigeres Auftreten von Adenovirus-Konjunktivitis, Botulismus, Windpocken, Cholera, Kryptosporidiose, Denguefieber, Echinokokkose, enterohämorrhagischem E. coli, Giardiasis, Haemophilus influenzae, Hantavirus, Hepatitis, hemorrhagischem Fieber, HIV/AIDS, Lepra, Läuserückfallfieber, Malaria, Masern, Meningokokkeninfektionen, Meningoenzephalitis, Mumps, Paratyphus, Röteln, Ruhr, Syphilis, Mumps, Rubella, Shigellose, Trichinellose, Tuberkulose, Tularämie, Typhus und Keuchhusten.
Krätze bei einem Säugling

Das Worst-Case-Szenario ist in Deutschland – bislang zumindest – nicht eingetreten: Die meisten der tropischen und exotischen Krankheiten, die von Migranten ins Land gebracht werden, wurden unter Kontrolle gehalten; es gab keine massenhafte Ansteckung der Bevölkerung. Doch die gewöhnlicheren Krankheiten, von denen viele direkt oder indirekt mit der Massenmigration zusammenhängen, sind laut dem Bericht auf dem Vormarsch.

Fälle von Hepatitis B etwa haben laut dem RKI in den letzten drei Jahren um 300 Prozent zugenommen. 2016 betrug die Zahl der gemeldeten Fälle 3.006 gegenüber 755 im Jahr 2014. Die meisten Fälle, so heißt es, beträfen nicht geimpfte Migranten aus Afghanistan, dem Irak und Syrien. Fälle von Masern nahmen von 2014 auf 2015 sprunghaft um 450 Prozent zu, und auch Windpocken, Meningitis, Mumps, Rubella und Keuchhusten breiten sich aus. Auf Migranten entfallen zudem mindestens 40 Prozent aller neuen Fälle von HIV/AIDS, die in Deutschland seit 2015 diagnostiziert wurden, wie aus einem anderen Bericht des RKI hervorgeht.

Die Statistiken des Robert-Koch-Insituts sind vielleicht nur die Spitze des Eisbergs. So ist etwa die Zahl der gemeldeten Fälle von Tuberkulose zwischen 2014 und 2016 von 4.488 auf 5.915 Fälle gestiegen, das ist ein Anstieg von über 30 Prozent; doch einige Ärzte glauben, dass die tatsächliche Zahl viel höher sein könnte – sie beschuldigen das Robert-Koch-Institut, die Gefahr zu verharmlosen, um die Stimmung gegen Einwanderung nicht anzufachen.

In einem Interview mit dem Focus warnt Carsten Boos, ein Facharzt für Orthopädie und Chirurgie, die deutschen Behörden hätten die Spur von Hunderttausenden möglicherweise infizierten Migranten verloren. Er weist zudem darauf hin, dass 40 Prozent aller Tuberkuloseerreger multiresistent seien und darum jeder einzelne Fall eine Gefahr für die Bevölkerung darstellt:

“Wenn Asylsuchende aus Hochrisikoländern für Tuberkulose-Infektionen stammen, darf das RKI als höchstes deutsches Gremium für Infektionsschutz die Gefahr nicht kleinreden. Verschweigt ein Bundesinstitut politisch korrekt die unangenehme Realität?”

“Die Medien melden, dass die Bundespolizei 2015 circa 1,1 Millionen Flüchtlinge registriert hat. Rund 700.000 bis 800.000 Asylanträge wurden gestellt. 300.000 Flüchtlinge sind aber verschwunden. Sind die untersucht worden? Kommen sie aus den Hochrisikoländern?”

“Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass im RKI die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.”

In deutschen Zeitungen ist inzwischen eine Fülle von Artikeln erschienen, in denen die von der Migrantenkrise ausgehende Gefahr für die Volksgesundheit thematisiert wird. Oft werden darin Mediziner zitiert, die selbst Erfahrung mit der Behandlung von Migranten haben. Viele von ihnen geben zu, dass die Massenmigration das Risiko der Verbreitung von Infektionskrankheiten in Deutschland erhöht hat.

Die etwas andere Presseschau:

“Flüchtlinge bringen häufig im Gastland unbekannte Krankheiten mit“; “Flüchtlinge bringen seltene Krankheiten nach Berlin”; Flüchtlinge in Hessen: Rückkehr seltener Krankheiten“; “Flüchtlinge schleppen häufig unbekannte Krankheiten nach Deutschland ein“; “Experten: Flüchtlinge bringen ‘vergessene’ Krankheiten mit“; “Dreimal mehr Hepatitis-B-Fälle in Bayern“; “Bandwurmbefall in Deutschland um mehr als 30 Prozent angestiegen“; “Infektionskrankheiten: Flüchtlinge bringen Tuberkulose“; “Migration und Armut als Ursache: Tuberkulosefälle in Deutschland nehmen wieder zu – vor allem in den Großstädten“; “Mehr Erkrankungen in Deutschland: Die Tuberkulose ist zurück”; “Mediziner fürchtet Tuberkulosegefahr wegen Flüchtlingswelle“; “Deutlich mehr Tuberkulose-Erkrankungen in Baden-Württemberg: Oft Migranten betroffen“; “Experte: Flüchtlingspolitik schuld an Masernwelle“; “Krätze ist in NRW auf dem Vormarsch“; “Fast vergessene Krankheiten wie die Krätze kommen nach Bielefeld zurück“; “Sie haben Kontakt mit Flüchtlingen? Das sollten Sie beachten” oder “Flüchtlinge: Breites Spektrum an Erkrankungen“.

Auf dem Höhepunkt der Migrantenkrise im Oktober 2015 berichtete der Chefarzt der Universitätsklinik Regensburg, Michael Melter, in sein Krankenhaus kämen Migranten mit Krankheiten, die in Deutschland fast nie anzutreffen seien. “Einige der Erkrankungen habe ich seit 20 oder 25 Jahren nicht gesehen”, sagt er, “und viele meiner jüngeren Kollegen haben sie noch nie gesehen.”

Das bestätigte Marc Schreiner, Experte für internationale Beziehungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft:

“In den Kliniken werden immer häufiger Patienten mit Krankheitsbildern vorstellig, die in Deutschland bereits als ausgeräumt galten, wie etwa Krätze. Diese Erkrankungen müssen verlässlich diagnostiziert werden, das ist eine Herausforderung.”

Christoph Lange, ein Tuberkuloseexperte am Forschungszentrum Borstel, sagt, deutsche Ärzte seien mit vielen Krankheiten, die von Migranten eingeführt werden, nicht vertraut: “Es wäre sinnvoll, wenn Tropenkrankheiten und andere bei uns seltene Erkrankungen in der Ausbildung von Ärzten wieder eine größere Rolle spielten.”

Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) veranstaltete kürzlich ein fünftägiges Symposion in Hamburg, bei dem es darum ging, Medizinern zu helfen, in Deutschland wenig bekannte Krankheiten zu diagnostizieren. Darunter waren:

Läuserückfallfieber: In den letzten zwei Jahren wurde bei mindestens 48 Personen das Läuserückfallfieber diagnostiziert, eine Krankheit, die in Deutschland bis zur Migrationskrise 2015 unbekannt war, wie es in dem Bericht des RKI heißt. Die Krankheit, die durch Kleiderläuse übertragen wird, tritt vor allem bei Migranten aus Ostafrika auf, die, um Deutschland zu erreichen, Monate lang in denselben Kleidern reisen. “Das Läuserückfallfieber hatten wir alle vergessen”, sagt Hans Jäger, ein Arzt aus München. “Es hat eine Sterberate von bis zu 40 Prozent, wenn man es nicht erkennt und nicht mit Antibiotika behandelt.” Das Hauptproblem sei, die Krankheit zu diagnostizieren. “Die Symptome sind wie bei Malaria: Fieber, Kopfweh, Hautausschlag.”

Lassa-Fieber: Im Februar 2016 wurde ein Patient, der sich in Togo, Westafrika, infiziert hatte, in Deutschland behandelt, wo er der Krankheit erlag. Nach seinem Tod wurde eine Lassa-Infektion bei einer weiteren Person bestätigt, die beruflichen Kontakt mit der Leiche des Verstorbenen gehabt hatte. Die Person wurde in einer Isolationseinrichtung behandelt und überlebte. Es war die erste dokumentierte Ansteckung mit dem Lassa-Virus in Deutschland.

Dengue-Fieber: Bei fast tausend Personen in Deutschland wurde 2016 das Dengue-Fieber, eine von Moskitos übertragene Tropenkrankheit, diagnostiziert. Das waren 25 Prozent mehr als im Jahr 2014, als die Krankheit bei 755 Personen festgestellt worden war.

Malaria: Die Zahl der Personen, bei denen Malaria diagnostiziert wurde, stieg deutlich in den Jahren 2014 (1.007) und 2015 (1.063), war aber 2016 leicht rückläufig (970). Die meisten der Betroffenen hatten sich in Afrika angesteckt, insbesondere in Kamerun, Ghana, Nigeria und Togo.

Echinokokkose: Zwischen 2014 und 2016 wurde bei über 200 Personen in Deutschland die Bandwurminfektion Echinokokkose diagnostiziert, ein Anstieg der Fallzahlen von gut 30 Prozent. Die Betroffenen hatten sich in Afghanistan, Bulgarien, Griechenland, Kosovo, dem Irak, Mazedonien, Marokko, Syrien und der Türkei angesteckt.

Diphtherie: Zwischen 2014 and 2016 wurde bei mehr als 30 Personen in Deutschland Diphterie diagnostiziert. Die Betroffenen hatte sich in Äthiopien, Eritrea, Libyen, Sri Lanka und infiziert.

Krätze: In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Krätze-Patienten zwischen 2013 und 2016 sprunghaft um fast 3.000 Prozent.

Quelle: https://zuwanderung.net/2017/07/22/komm ... #more-4487
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Neue Waffe gegen Krebs " - Die Entwicklung ist atemberaubend"

Postby Weltbookadmin47 » 9. Mar 2020 17:58

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Neue Waffe gegen Krebs " - Die Entwicklung ist atemberaubend"
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Durch die genetische Analyse von Krebszellen kann der Tumor eine speziellen Untergruppe zugeordnet werden - ein maßgeschneidertes Medikament hält den Krebs dann in Schach.

(Foto: RTL/ntv)
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Eine neue Art der Krebstherapie macht Forschern große Hoffnung: Durch sie steigt die Lebenserwartung von Patienten um mehrere Jahre. Was den Ansatz so erfolgreich macht und wo die Vorteile gegenüber einer klassischen Chemotherapie liegen, erklärt Krebsforscher Jürgen Wolf im Interview mit ntv.de.

n-tv.de: Beim Kampf gegen den Krebs ist die sogenannte personalisierte Therapie einer der großen Hoffnungsträger unter Forschern - warum?

Jürgen Wolf: Mit der personalisierten Therapie gibt es meiner Ansicht nach die ganz große Hoffnung, dass in Zukunft viele fortgeschrittene Krebserkrankungen von einer unmittelbar tödlichen Gefahr in eine chronische Erkrankung verwandelt werden können. Die Heilungsrate wird in den nächsten zehn Jahren vermutlich gar nicht so sehr ansteigen. Aber ich bin mir ganz sicher, dass die Dauer des Überlebens für die meisten Krebspatienten um Jahre ansteigen wird.

Erklären Sie uns doch bitte kurz, wie die personalisierte Therapie funktioniert
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Prof. Jürgen Wolf ist ärztlicher Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln.

(Foto: privat)

Die personalisierte Therapie beruht darauf, dass man versucht, jeden Patienten nach der spezifischen Empfindlichkeit seines Tumors zu behandeln. Um diese Empfindlichkeit herauszufinden, muss man den Tumor vorher ausführlich analysieren. Das heißt, dass man das Erbgut des Tumors auf alle möglichen Mutationen untersucht, um dann festzustellen, auf welches Medikament dieser Tumor anspricht. Dann bekommt jeder Patient, je nach Mutation der Tumorzellen, ein maßgeschneidertes Medikament. Bei ungefähr 20 Prozent der Lungenkrebspatienten, immerhin schon jeder Fünfte, gibt es bereits zugelassene Medikamente.

Wie wurden Patienten mit Lungenkrebs bisher behandelt?

Die Mehrzahl der Lungenkrebspatienten, rund 85 Prozent, können nicht mehr operiert werden. Für diese war über Jahrzehnte die Chemotherapie die einzige Möglichkeit einer medikamentösen Therapie. Leider war diese bisher nicht sehr effizient, nur bei etwa jedem fünften Patienten schrumpfte in Folge der Tumor. Der Effekt war zudem sehr kurz und die Nebenwirkungen beträchtlich. Und das mediane Überleben - das ist die Zeit, nach der die Hälfte der Patienten stirbt - lag über Jahrzehnte unverändert bei nur einem Jahr.

Wieso ist man erst jetzt auf die Idee gekommen, eine personalisierte Therapie einzusetzen?

Dem erfolgreichen Einsatz der personalisierten Therapie in den vergangenen Jahren ist eine systematische Tumorgenomforschung vorausgegangen. Erst durch diese wurde bekannt, dass Tumore keine einheitlichen Erkrankungen sind. Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs, sondern besteht aus vielen Untergruppen. Und jede dieser Untergruppen ist gekennzeichnet durch eine Mutation, also eine Veränderung im Erbgut der Tumorzellen. Wir nennen diese Mutationen auch Treibermutationen, weil sie den Tumor dazu antreiben, bösartig zu wachsen. Daher sind diese Mutationen auch gleichzeitig die Achillesferse des Tumors - wenn man hier angreift, kann man das Tumorwachstum stoppen. Wir erleben zurzeit, dass gegen immer mehr dieser Mutationen wirksame Medikamente, sogenannte zielgerichtete Medikamente, entwickelt werden, die genau an dieser Achillesferse ansetzen.

Wie erfolgreich ist die personalisierte Therapie, etwa im Vergleich zur Chemotherapie?
Lungenkrebs.jpg
Wissen 19.02.20
Besserung schon nach Tagen Neue Therapie kann Lungenkrebs heilen

Die Tumorschrumpfungsrate ist wesentlich höher: Statt in 20 Prozent der Fälle, wie bei der Chemotherapie, lässt die personalisierte Therapie in 70 Prozent der Fälle den Tumor schrumpfen. Zudem ist die Wirksamkeit viel länger und die Verträglichkeit besser. Die meisten der Medikamente nimmt man nur als Tablette ein. Und viele Patienten arbeiten während der Therapie normal weiter. Aber das Allerwichtigste: Das Überleben der Patienten wird um Jahre verlängert. Wir haben jetzt Patienten, die viele, viele Jahre mit metastasiertem Lungenkrebs ein gutes Leben führen, mit nur einer Tablette am Tag. Und das ist etwas, das wir vor Jahren noch für vollkommen unmöglich gehalten haben.

Wenn man mit der Behandlung beginnt - wie schnell wirken die Medikamente?

Fast alle Patienten sprechen sehr schnell an. Wenn man ein wirklich wirksames Medikament hat, dann ist der Effekt oft schon innerhalb weniger Tage zu sehen. Das heißt nicht nur, dass bei der ersten Kontrolle nach vier bis sechs Wochen der Tumor schrumpft. Sondern dass Patienten, die zum Beispiel Atemnot oder Schmerzen haben, oft schon nach zwei, drei Tagen berichten, dass es ihnen deutlich besser geht.

Wie schätzen Sie die Entwicklung bei der personalisierten Therapie ein?
krebs-ki.jpg
Wissen 13.12.19
Bessere Krebs-Heilungschancen KI-Lupe spürt kleinste Metastasen auf

Die Entwicklung ist atemberaubend. Und gerade Lungenkrebs, der bisher mit am schlechtesten zu therapierende Krebs, ist so etwas wie der Schrittmacher der Entwicklung geworden, weil man hier schon so viele dieser Treibermutationen entdeckt hat und auch die entsprechenden Medikamente zur Verfügung stehen. Was man aber auch ehrlich sagen muss: Wir finden nicht bei allen Patienten diese Treibermutationen. Und zweitens: Wir können damit Krebs definitiv nicht heilen.

Werden denn genug Patienten mit Krebs auf Mutationen getestet?

Das ist in Deutschland ein Problem, dass die Testrate bei Patienten mit Lungenkrebs leider zu gering ist. Auf viele dieser Mutationen wird gerade mal die Hälfte der Patienten getestet und entsprechend behandelt. Selbst bei den am längsten bekannten Mutationen wird noch jeder dritte Patient nicht entsprechend personalisiert behandelt. Und das sind Tausende von Lebensjahren, die jedes Jahr verlorengehen.

Kann man sich diese neue Art von Therapie auch für andere Krebsarten vorstellen?

Ja, definitiv. Diese Treibermutationen werden zunehmend auch bei anderen Tumorformen entdeckt.

Was ist Ihr Ziel - personalisierte Therapie für alle Krebspatienten?

Wir erreichen jetzt etwa ein Drittel der Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs in Deutschland. Unsere Vision ist, dass wir in den nächsten zwei bis drei Jahren wirklich fast alle Patienten erreichen, damit jeder Patient in Deutschland, egal ob er an eine Uniklinik geht oder nicht, die Chance hat, von der personalisierten Therapie zu profitieren.

Mit Jürgen Wolf sprach Daniela Halm
Zum Artikel + Videos https://www.n-tv.de/wissen/Die-Entwickl ... 20664.html
Quelle: ntv.de
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Wegen Coronavirus zu Hause Quarantäne: Was ist erlaubt, was verboten ?

Postby Weltbookadmin47 » 12. Mar 2020 14:07

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Donnerstag, 12. März 2020
Wegen Coronavirus zu Hause Quarantäne: Was ist erlaubt, was verboten ?
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Wurde eine häusliche Quarantäne angeordnet, müssen Betroffene währenddessen zu Hause bleiben.

(Foto: imago images/Sabine Gudath)
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Die Gesundheitsämter können Menschen, die sich möglicherweise mit dem Covid-19-Virus infiziert haben, unter häusliche Quarantäne stellen. Dann heißt es, es sich in den eigenen vier Wänden gemütlich zu machen. Denn bei einem Verstoß drohen drastische Strafen.

Auch in Deutschland werden die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus immer drastischer. Großveranstaltungen werden abgesagt und Fußballspiele finden ohne Zuschauer statt. Außerdem können Gesundheitsämter Menschen, die sich möglicherweise mit dem Covid-19-Virus infiziert haben, unter häusliche Quarantäne stellen. Die Behörde entscheidet, über wen Quarantäne verhängt wird. Egal, ob man im Krankenhaus isoliert wird oder zu Hause bleiben muss: Betroffenen müssen dem Folge leisten und dürfen die Quarantäne nicht verlassen.
Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe

Das Gesundheitsamt kann eine häusliche Quarantäne anordnen, wenn:

Kontakt mit einem Covid-19-Erkrankten bestand.
Der Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen ist, auch wenn keine oder nur geringe Symptome auftreten.
Betroffene sich in den vergangenen zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Die Anordnung des Gesundheitsamtes kann bei Zuwiderhandlung gerichtlich vollstreckt werden. Betroffene können dann von der Polizei notfalls abgeholt werden. Besteht die Gefahr, dass eine Person die Quarantäne-Station auf eigene Faust verlässt, darf das Krankenhaus sie dort auch einschließen. Auch hierfür bedarf es aber einer richterlichen Anordnung. Zudem drohen bei Zuwiderhandlung laut dem Infektionsschutzgesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe.

Das Coronavirus verbreitet sich per Tröpfchen-Infektion. Die Inkubationszeit - das heißt, die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit - beträgt bis zu 14 Tage. Wurde eine häusliche Quarantäne angeordnet, müssen Betroffene währenddessen zu Hause bleiben. Zur Arbeit gehen, Einkäufe erledigen oder Besuch empfangen ist tabu. Auch ein kurzer Spaziergang ist verboten. Zum Luftschnappen darf man aber immerhin die Fenster öffnen und auch auf den eigenen Balkon. Sofern dieser zum Nachbarn abgegrenzt ist. Im eigenen Garten sollte man sich hingegen nur aufhalten, soweit auch dieser begrenzt ist und sich auf Nachbarsgrün niemand aufhält.
Auch Familienmitglieder sind betroffen

Familienmitglieder oder weitere Personen, die im selben Haushalt leben, stehen automatisch auch unter Quarantäne. Ist eine Person im Haushalt ernsthaft am Coronavirus erkrankt, sollten die restlichen Familienmitglieder bestenfalls nicht im selben Raum schlafen oder essen und idealerweise auch ein anderes Badezimmer nutzen. Ist dies nicht möglich, muss umso strenger auf konsequente Hygienemaßnahmen geachtet werden.
*Datenschutz

Um weiterhin ausreichend Lebensmittel im Haus zu haben, können Nachbarn oder Bekannte darum gebeten werden, den Einkauf zu erledigen. Im Anschluss können die Einkäufe vor der Haustür abgestellt werden. Bei der Gelegenheit können die Helfer dann auch gleich den Müll mitnehmen, der ebenfalls vor der Haustür abgestellt werden sollte - denn auch der Gang zur Mülltonne ist für unter Quarantäne Gestellte untersagt. Allerdings können sich auch auf den Müllsäcken Viren befinden und somit eine Ansteckung erfolgen. Im Sinne des Allgemeinwohls ist also besser, den Müll daheim zu deponieren.

Wenn Essen bei einem Lieferdienst bestellt wird, sollte dieser zuvor informiert werden - die Lieferung sollte ebenfalls vor der Tür abgestellt werden. Bezahlen kann man häufig online.
Gesundheitszustand protokollieren

Wer unter häuslicher Quarantäne steht, wird von speziell geschulten Mitarbeitern des Gesundheitsamtes betreut. Meistens melden diese sich einmal am Tag bei den Betroffenen, die dazu verpflichtet sind, ihren Gesundheitszustand zu protokollieren. Dazu zählen beispielsweise das Notieren der Symptome und zweimal täglich Fiebermessen. Das Gesundheitsamt kann entsprechende Vordrucke zur Verfügung stellen.

Am Ende der Quarantäne werden die Menschen dann erneut auf das Virus getestet. Bei einem negativen Befund wird die Quarantäne aufgehoben und die Menschen dürfen sich wieder frei bewegen.
Keine Sorge ums Geld

Über einen möglichen Verdienstausfall müssen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Selbständige keine Sorgen machen. Ist eine Person tatsächlich krank und wird krankgeschrieben, gelten die normalen Regeln für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Betroffene erhalten dann sechs Wochen lang ihr Gehalt vom Arbeitgeber und danach Krankengeld. Wird eine Person hingegen nur vorsorglich unter Quarantäne gestellt, greift das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Das Nettogehalt kommt dann weiterhin vom Arbeitgeber. Dieser kann sich den Betrag aber später von der Behörde zurückholen, welche die Quarantäne angeordnet hat.

Wenn Selbstständige oder Freiberufler unter Quarantäne gestellt werden, erhalten sie Verdienstausfall nach dem oben genannten Gesetz. Die Entschädigung bemisst sich nach den letzten Jahreseinnahmen, die dem Finanzamt gemeldet wurden.

Quelle: ntv.de, awi
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Coronavirus: Die Wahrheit über den neuartigen Coronavirus! | Possoch klärt

Postby Weltbookadmin47 » 13. Mar 2020 14:37

Info Gesundheit
youtube.com
Coronavirus: Die Wahrheit über den neuartigen Coronavirus! | Possoch klärt | BR24

https://www.youtube.com/watch?v=CxzQtg-zIJo
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Dr. Wodarg Lungenfacharzt spricht Klartext

Postby Weltbookadmin47 » 16. Mar 2020 12:05

Info Gesundheit

Dr. Wodarg Lungenfacharzt spricht Klartext-Es gibt keine Pandemie durch das Corona Virus!!

https://www.youtube.com/watch?v=BgU_SUr ... 9bFj1tYAhQ

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Coronavirus Sars-CoV-2 – was Sie jetzt wissen sollten

Postby Weltbookadmin47 » 16. Mar 2020 12:35

Info Gesundheit
https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag ... n-100.html
Coronavirus Sars-CoV-2 – was Sie jetzt wissen sollten

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird uns noch lange begleiten, vermutlich geht es nie wieder weg. Hier lesen Sie eine Chronologie seit Januar 2020, die aktuellen News und Ticker im Überblick.
Eine Sanitäterin hilft einer weiteren Person beim Anziehen eines Schutzanzuges.
Mediziner in Baden-Württemberg bereiten sich mit einer Übung auf den Transport von Corona-Patienten vor. Bildrechte: imago images/onw-images
Chronologie der Ereignisse

Ende Dezember ist das Coronavirus ein lokales Thema und hat noch nicht mal einen Namen - inzwischen ist es eine Pandemie. Wie weit hat sich das Coronavirus ausgebreitet? Was wird unternommen? Wo steht die Forschung? Hier finden Sie die Chronologie der Ereignisse und die Ticker zum aktuellen Geschehen:

Robert-Koch-Institut: Die wichtigsten Erkenntnisse zu Sars-CoV-2 Link ins WWW

16.03.2020
Kanadische Forscher klonen Coronavirus
Reagenzgläser mit der Beschriftung COVID-19 + Video
Bildrechte: imago images/photothek
Infektion Covid-19
Coronavirus: Suche nach Impfstoffen und Medikamenten

- Ein Klon von Sars-CoV-2 - klingt gefährlich, hilft aber in Wirklichkeit der Forschung an Heilmitteln und Impfstoffen. "Unter dem Gesichtspunkt des Gesamtbildes ist es entscheidend, ein Virusisolat zu haben, das mit anderen Labors geteilt werden kann, um andere Experimente durchzuführen", sagte Robert Kozak von der University of Toronto, der mit Forschern von zwei anderen kanadischen Einrichtungen am Virus-Klon gearbeitet hat. Damit sei es möglich, "die Entstehung der Krankheit zu untersuchen und antivirale Medikamente zu testen, damit wir uns der Entwicklung von Therapien zuwenden können".
Symbolbild - Eine leere Schaukel auf einem Spielplatz. + Video
Covid-19
Coronavirus-Ticker: Bayern sperrt Spiel- und Sportplätze, Banken schließen Filialen

Das Coronavirus sorgt deutschlandweit für erhebliche Einschränkungen. Die Grenzen zu mehreren Nachbarländern sind weitgehend geschlossen, vielerorts sind Schulen geschlossen. Alle Entwicklungen im Liveticker.
15.03.2020
Kinder erkranken weniger an Corona

- Eine neue Studie aus China liefert weitere Belege dafür, dass Kinder deutlich weniger stark am Sars-Cov-2-Virus erkranken. Für nature medicine haben Sitang Gong und seine Kollegen von der Guangzhou Medical University Krankheitsverläufe von zehn Kindern im Alter von zwei Monaten bis 15 Jahren analysiert. Keiner der kleinen Patienten habe Anzeichen einer Lungenentzündung gezeigt. Sieben der zehn Kinder hatten Fieber, allerdings unter 39 Grad Celsius, keines benötigte intensivmedizinische Pflege. Ein Kind zeigte keinerlei Symptome. Die Kinder waren Teil einer Stichprobe von 3.174 Erwachsenen und 745 Kindern, die engen Kontakt zu an Corona erkrankten Menschen hatte. Auffällig ist, dass in der Stichprobe nur 1,3 Prozent der Kinder angesteckt wurden (besagte zehn Patienten), aber 3,5 Prozent der Erwachsenen (111 Individuen). Damit wurden 2,7 Mal so viele Erwachsenen infiziert, wie Kinder, ein statistisch signifikanter Unterschied.

Yi et.al.: Characteristics of pediatric SARS-CoV-2 infection and potential evidence for persistent fecal viral shedding Link ins WWW

Herz-Lungenmaschinen können Leben retten

Deutschlands Kliniken könnten in den kommenden Wochen entscheidende Hinweise dazu liefern, ob akut vom Tod bedrohte Covid-19-Patienten durch den Einsatz von ECMO-Herz-Lungenmaschinen gerettet werden können. Bereits im Februar diskutierte ein Team um Graeme MacLaren in JAMA den Einsatz dieser Geräte. ECMOs können bei Lungenversagen das Blut außerhalb des Körpers vom CO2 reinigen und mit Sauerstoff anreichern. So übernehmen sie die Lungenfunktion. Doch es gibt auch große Risiken: Bei der Blutreinigung außerhalb des Körpers können neue Keime in die Patienten gelangen, außerdem kann es aufgrund des verbundenen Medikamenteneinsatz zu Blutungen im Körper kommen.

Aktuelle Daten deuten an, dass der Einsatz von ECMO die Sterblichkeit von Covid-19-Patienen mit akutem Lungenversagen erheblich reduziert. Offen ist laut den Autoren des Papers allerdings noch, ob Erkrankte hauptsächlich an diesem Lungenversagen sterben, oder ob es regelmäßig zu einem Mulitorganversagen kommt, wenn Patienten eine Sepsis erleiden. Laut den Wissenschaftlern sind dringen mehr Daten nötig. Die könnten Länder mit großen ECMO-Zentren liefern, also auch Deutschland. Hier sind solche Einrichtungen Teil des ARDS-Netzwerks.

Mediziner sehen einige Probleme beim Einsatz der ECMO. "Die Herausforderung ist genug Personal zur Verfügung zu haben, um Blutwäsche außerhalb des Körpers mit Sauerstoffanreicherung zu gewährleisten", sagt Clemens Wendtner, Infektologe an der Klinik München-Schwabing. Ute Merle, Ärztliche Direktorin am Universitätsklinikum Heidelberg sieht zudem die Schwierigkeit, das viele Einwegbestandteile für ECMO-Therapien aus China geliefert werden. Hier könnte es aufgrund des Pandemie zu Engpässen kommen.

Coronavirus-Ticker: Söder kündigt für Bayern Katastrophenfall an + Video

14.03.2020
Corona vor allem über Husten ansteckend

- Ein Forscherteam um Roman Woelfel von der Universität der Bundeswehr in München hat die ersten neun Coronafälle in Deutschland analysiert. Die traten Ende Januar in Bayern auf und waren in der Klinik Schwabing behandelt worden. Laut der virologischen Analyse vermehrte sich das Virus vor allem in den oberen Atemwegen, also dem Rachen und der Lunge. An diesen Stellen entnommene Proben enthielten sehr viele ansteckende Viren. In Stuhlproben, im Blut und im Urin hingegen konnten keine vermehrungsfähigen Viren identifiziert werden. Für die Praxis bedeutet das: Eine gefährliche Ansteckungsgefahr geht vor allem von Tröpfchen aus, die Infizierte über ihren Atem, beziehungsweise ihren Husten an die Umgebung abgeben.
Corona überlebt 72 Stunden auf Türgriffen und Touchscreens

- Einer US-Studie zufolge überlebt das Corona-Virus SARS-Cov-2 rund 72 Stunden auf Oberflächen aus Stahl und Kunststoff, also etwa Türgriffen oder Touchscreens. Das ist vor allem ein Problem für Kliniken, schreiben die Forscher. Denn dort bestehen viele Oberflächen aus Metall oder Plastik. Eine Behandlung dieser Flächen mit Desinfektionsmittel mit 62-71 % Ethanol, 0,5 % Wasserstoffperoxid oder 0,1 % Natriumhypochlorit können die Viren allerdings innerhalb einer Minute abtöten. Laut dem Robert-Koch-Institut sind für Deutschland bislang keine Fälle von Infektionen bekannt, die durch die Berührung kontaminierter Oberflächen ausgelöst wurden.

Coronavirus-Ticker: Spanien verhängt landesweite Ausgangssperre + Video

13.03.2020
28.000 Intensivbetten in Deutschland

- Während in China die Zahl der Neuinfizierten mittlerweile einstellig ist, geht die Ansteckung mit COVID-19 in Europa und Deutschland ungebremst weiter. Veranstaltungen werden bundesweit abgesagt, flächendeckende Schulschließungen sind möglich, um die Krankenhäuser für Coronapatienten frei zu halten, sollen in Deutschland alle planbaren Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Dies solle, soweit medizinisch vertretbar, ab Montag für unbestimmte Zeit gelten, so gestern abend Bundeskanzlerin Angela Merkel. Eine Forderung, die Prof. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, bereits gegenüber dem Deutschlandfunk erhoben hatte. Dann stünden auch genug Intensivbetten zur Verfügung, Nach Janssens Angaben gibt es in Deutschland 28.000 solche Betten, 25.000 davon mit Beatmungsgeräten.
Riskofaktoren, Diabetes und Sepsis

- Wer ist besonders gefährdet, dass Corona einen schweren Krankheitsverlauf nimmt und sie oder ihn am Ende womöglich sogar das Leben kostet? Chinesische Forscher haben 191 Covid-19-Fälle analysiert und Risikofaktoren gefunden. Auch Zusammenhänge zwischen Todesfällen und Sepsis werden diskutiert.

Coronavirus-Ticker: Spahn ruft zu freiwilliger Quarantäne auf + Video

12.03.2020
Neue Corona-Echtzeitkarte

- Datenexperten der Uni Bonn haben eine neue Karte erstellt, die die Daten der Corona-Infizierten für Deutschland in Echtzeit abbildet. Grundlage sind die Zahlen des Robert Koch-Institutes. Hier können Sie die Karte einsehen.
Corona ist eine Pandemie

- Die Weltgesundheitsorganisation hat lange abgewertet. Jetzt hat sie entschieden: Die neue Coronainfektion COVID-19 ist eine Pandemie. Aber was bedeutet das überhaupt? "Der Begriff sagt eigentlich nur, dass sich ein Erreger sehr leicht ausbreitet", sagt Matthias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin am Universitätsklinikum in Jena gegenüber MDR Wissen. Pandemie, so Pletz, ist eben weniger ein medizinischer, sondern eher ein politisch besetzter Begriff, der viele Maßnahmen nach sich zieht.

Live-Ticker zum Coronavirus: Weitere Infektionen in Thüringen + Video

11.03.2020
Können auch Haustiere erkranken?

- Sars-CoV-2 - der Coronavirus, der für die aktuelle Infektion verantwortlich ist, stammt von einem Tier - mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Fledermaus. Jetzt wirft der Bericht über einen Hund, der im Haushalt eines Infizierten in Hongkong lebt, und bei dem das Virus nachgewiesen wurde, die Frage auf: Können sich auch Tiere, z.B. unsere Haustiere, anstecken? Deutsche Virologen sagen: Für eine Gefährdung gibt es keinen Beleg.

Coronavirus-Ticker: Erster Bundestagsabgeordneter infiziert + Video

10.03.2020
Wann sprechen wir von einer Pandemie?

- Im Zusammenhang mit Covid-19, der neuen Coronainfektion, ist das Wort Epidemie in aller Munde. "Wir stehen am Anfang einer Covid-19 Epidemie", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Das klingt angsteinflößend, denn wir verbinden damit Erinnerungen an Seuchen wie Pest und Cholera. Doch was verbirgt sich eigentlich wirklich hinter diesem Begriff? Ab wann wird eine Krankheit zur Epidemie?

Coronavirus-Ticker: EU legt 25-Milliarden-Fonds auf + Video

09.03.2020
Corona - Frauen haben das stärkere Immunsystem

- Frauen und Männer erkranken gleich häufig an Covid-19. Bei Männern jedoch verläuft die Infektion oft heftiger und sie sind viel stärker gefährdet, daran zu sterben. Neue Zahlen aus China bestätigen, dass die Mortalitätsrate bei Männer 2,8 Prozent beträgt, bei Frauen 1,7 Prozent. Forscher gehen davon aus, dass u.a. das stärkere Immunsystem der Frauen dafür verantwortlich ist. Ähnlich ist es bei Kindern, allerdings reagiert hier das Immunsystem vermutlich anders.

Coronavirus-Ticker: Italien weitet Sperr-Maßnahmen aufs ganze Land aus + Video

08.03.2020
Über 100.00 Fälle - Karten zeigen tagesaktuelle Corona-Ausbreitung

- Da die Zahlen der Infizierten, Genesenen oder Gestorbenen sich täglich ändern, helfen Karten, den Überblick zu behalten. Die derzeit wahrscheinlich beste interaktive Karte kommt von der John Hopkins Universität in den USA. Hier können Sie tagesaktuell alle Fälle weltweit einsehen. Auch bei der Weltgesundheitsorganisation WHO kann man eine ähnliche interaktive Karte nutzen - hier sehen Sie die Ausbreitung des Virus in Europa. Die Daten werden bei der WHO etwas später aktualisiert als bei John Hopkins. Deshalb hat die WHO auch erst gestern vermeldet (siehe Tweet), dass die Zahl der Infizierten die 100.000 überschritten hat.
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- Auch die Tagesschau hat verschiedene Karten zur aktuellen Ausbreitung des Virus bereitgestellt. Hier finden Sie eine Übersicht weltweit und hier die aktuellen Zahlen aus Deutschland.

Coronavirus-Ticker: Erstes deutsches Todesopfer + Video

07.03.2020
Kann man das Virus einfach aussperren?

Bis es einen Impfstoff für Covid-19 gibt, wird es noch über ein Jahr dauern, darin sind sich Mediziner und Wissenschaftler weitgehend einig. Göttinger Forscher haben jetzt jedoch eine Möglichkeit entdeckt, wie die Krankheit behandelt werden könnte: indem man das Virus einfach "aussperrt". Auch das nötige Medikament dafür sei bereits vorhanden, allerdings bisher bei uns nicht zugelassen. Wie es wirkt und wo es noch hakt, lesen Sie hier.

Coronavirus-Ticker: Neue Infektionen in Mitteldeutschland

06.03.2020
China vermeldet "Durchbruch" bei Suche nach Corona-Impfstoff

- Hat ein Forscherteam aus China einen "Durchbruch" bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Corona-Virus erreicht? Das vermeldete jedenfalls die Staatszeitung "Global Times" in dieser Woche, ohne genauere Details zu nennen.

- Nach dem Bericht habe die Majorin Chen Wei, die auch schon im Kampf gegen SARS und Ebola Erfolge erzielt haben soll, zusammen mit Kollegen seit mehr als einem Monat in Wuhan "jede Minute und Sekunde" am Fortschritt bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gearbeitet.

"Wir tun alles, was wir können, um den den rekombinanten Impfstoff, den wir derzeit entwickeln, in die klinische Phase zu überführen", sagte Chen Wei dem Staatssender "CCTV". Der Sender veröffentlichte laut der "Global Times" auch ein Video, in dem zu sehen ist, wie die 54-jährige den Impfstoff injiziert bekommt. Angebliche Bilder davon verbreiteten sich daraufhin schnell in den sozialen Netzwerken wie etwa auf Twitter. Es wäre damit der erste menschliche Test eines neuen Corona-Impfstoffs.
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"Der" oder "das" Virus?

- Seit der Ausbreitung des Corona-Virus stellen sich auch viele die Frage nach dem grammatischen Geschlecht des Virus: männlich oder sächlich? Fachsprachlich und laut "Duden" richtig ist "das", aber auch "der" ist nicht falsch – es hat sich mittlerweile in der Alltagssprache etabliert. Eine Erfurter Linguistin erklärt die Hintergründe.

Coronavirus-Ticker: Fast 200 Tote in Italien

05.03.2020
Studie bestätigt: Corona-Virus kann auch indirekt übertragen werden

- Mit dem Corona-Virus infizierte Patienten verbreiten den Erreger einer Studie zufolge beträchtlich in Schlaf- und Waschräumen. Die Studie, die am Mittwoch im US-Fachblatt "Journal of the American Medical Association" (Jama) veröffentlicht wurde, unterstützt damit die Annahme, dass das Virus nicht nur von den Infizierten direkt, sondern auch über verunreinigte Flächen weitergegeben werden kann.

Wissenschaftler von Singapurs Nationalem Zentrum für Infektionskrankheiten sowie der DSO National Laboratories untersuchten die Räume von drei Patienten, die Ende Januar, Anfang Februar wegen einer Infektion mit dem Virus in einem Krankenhaus isoliert wurden. Bei einem der Patienten wurden die Proben vor der routinemäßigen Reinigung genommen, bei den anderen nach Reinigung und Desinfektion. Bei der Probenentnahme vor der Reinigung wurde der Erreger Sars-CoV-2 an 13 der 15 untersuchten Flächen nachgewiesen - unter anderem an einem Stuhl, an Bettgestell, einem Glasfenster, dem Fußboden und an Lichtschaltern.

Während in der Luft der Krankenzimmer keine Viren nachgewiesen wurden, fanden die Forscher sie an Belüftungsgittern. Auch drei der fünf untersuchten Flächen im Bad waren kontaminiert, darunter die Türklinke und die Kloschüssel. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Virus auch über Exkremente übertragen werden kann. Bei der Untersuchung der gereinigten und desinfizierten Krankenzimmer und Bäder wiesen die Wissenschaftler keine Coronaviren nach.
Eine Mitarbeiterin sitzt vor dem Medizinischen Zentrum der SATA CommHealth im Stadtteil Ang Mo Kio und traegt eine Atemschutzmaske, um sich vor einer Ansteckung mit dem pandemischen Coronavirus zu schützen.
In Singapur beträgt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle derzeit 110 (Stand 5. März 2020). Bildrechte: imago images/Olaf Schuelke
Wie sich das Wetter auf das Corona-Virus auswirkt

- Lässt der nahende Frühling die Zahl der Corona-Infizierten sinken? Mediziner und Virenforscher sind sich nicht einig. Einerseits sprechen die Erfahrungen mit anderen Infektionskrankheiten wie Grippe dafür. Andererseits gibt es auch Viruserkrankungen in den Tropen und der neue Coronavirus ist auch in Australien aufgetreten - dort ist noch Sommer. Ein Überblick.

Wie sich das Wetter auf das Corona-Virus auswirkt + Video

Coronavirus-Ticker: Nudelproduktion in Riesa hochgefahren

04.03.3030
Fortschritte bei der Suche nach Impfstoffen und Medikamenten

- In den USA sollen demnächst erste klinische Tests für potenzielle Impfstoffe gegen den Corona-Virus anlaufen - in Deutschland werden diese im Laufe des Jahres erwartet. Bei den Medikamenten gibt es zudem neue Ansätze.

Coronavirus: Fortschritte bei der Suche nach Impfstoffen und Medikamenten + Video

Wie kann man Klinikpersonal vor Corona schützen?

Nicht nur die Patienten in den Krankenhäusern, auch die dort arbeitenden Menschen sind vom Corona-Virus betroffen - denn das Ansteckungsrisiko ist für sie erhöht. Darum wird nun auch verstärkt an ihrem Schutz gearbeitet. Ein Ausfall von krankem Personal würde schließlich - neben dem individuellen Schicksal - auch Probleme bei der Versorgung der Patienten bedeuten. Bisher empfahl das Robert Koch-Institut, dass "Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos identifiziert und für 14 Tage (die maximale Inkubationszeit) in häuslicher Quarantäne untergebracht werden" sollen. Das galt auch für medizinisches Personal, würde aber in der Praxis Probleme verursachen.
Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité (Archiv).
Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité (Archiv). Bildrechte: MDR/Wiebke Peitz/ Charité Universitätsmedizin Berlin

Darauf weist Prof. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité hin: "Irgendwann wird man eingestehen müssen: Man kann nicht alle Übertragungen aufhalten, also konzentrieren wir uns auf den Kern der Sache." Der Virologe schlägt darum vor, die Isolierungszeit auf acht Tage zu verkürzen. Dies sei sowohl die Kern-Inkubationszeit als auch die wahrscheinliche Zeit der Infektion.

Die Erfahrungen aus China zeigen zudem, dass sich viele medizinische Mitarbeiter nicht im Krankenhaus selbst (nosokomial) , sondern außerhalb davon beim engen Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten angesteckt haben - ebenso war es in Deutschland bei den ersten beobachteten Fällen. Anders stellte sich die Lage aber noch zu Beginn des Ausbruchs in Wuhan dar, als noch nicht auf einen ausreichenden Schutz vor der Krankheit geachtet wurde. Damals war eine nosokomiale Ansteckung noch ein großer Risikofaktor, wie der Fall des Arztes Li Weng, der in China vor dem Ausbruch warnte und schließlich starb.

Coronavirus-Ticker: Italien schließt alle Schulen + Video

03.03.2020
Brauchen wir "Coronaferien"?

- Der hallesche Virologe Alexander Kekulé hat seine Forderung nach "Coronaferien" bekräftigt. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk forderte er, Schulen und Kindergärten 14 Tage zu schließen. Auch alle Großveranstaltungen sollten abgesagt werden und Reisen innerhalb Deutschlands auf ein Minimum reduziert werden. So könne die Ausbreitung eingedämmt werden. Gleichzeitig warnte Kekulé vor Superhorrorszenarien, wie etwa Aussagen von Kollegen, die davon ausgehen, dass sich 60 Prozent der Deutschen infizieren würden. Das würde er keinesfalls unterschreiben.

Coronavirus-Ticker: Verdachtsfall nicht bestätigt - MP-Wahl findet statt + Audio

02.03.2020
Immunität für mehrere Jahre

- Eine Veröffentlichung chinesischer Mediziner und ein Bericht aus Japan legen nahe, dass Covid-19 Infizierte nach der Genesung noch einmal erkranken können. Internationale Virusforscher ziehen die Ergebnisse in Zweifel und verweisen auf Untersuchungen, die belegen, dass Menschen nach überstandener Infektion immun sind – mindestens für Monate, wahrscheinlich sogar für mehrere Jahre.

Coronavirus-Ticker: Erste Infektionsfälle in Sachsen und Thüringen + Audio

01.03.2020

- Bundesinnenminister Horst Seehofer rechnet bis zum Ende des Jahres mit einem Impfstoff (siehe Ticker vom 1. März). Wissenschaftler wie der Virologe Prof. Christina Drosten von der Charité, der den Corona-Test entwickelt hat, rechnen mit einem längeren Zeitraum von mindestens eineinhalb Jahren.
Forschung: MERS-Impfstoff gegen Sars-CoV-2

- In Deutschland wird u.a. in Marburg, München, Berlin und Tübingen an einem Impfstoff gearbeitet. Koordiniert werden die Wissenschaftler durch das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Braunschweig. Die Forscher nutzen nach Aussagen des DZIF als Ausgangspunkt bisherige Arbeiten an einem Impfstoff gegen MERS, das ebenfalls zu den Coronaviren gehört. An der Universität Marburg hat eine Forschungsgruppe bereits einen Stoff entdeckt, der Coronaviren hemmen könnte. Nach Angaben des Verbandes der Pharmaunternehmen in Deutschland (VFA) könnten bereits in einigen Monaten Prototypen des Impfstoffs so weit entwickelt sein, dass sie an Tieren und Menschen erprobt werden können.
Wie viele Menschen sterben an Covid-19?

- Eine neue Untersuchung eines 28-köpfigen Forscherteams des Imperial College London zeigt: Aussagen über die Sterblichkeitsrate sind immer noch Schätzungen und Annäherungen. Zwischen fünf und 40 Covid-19-Fälle führen zum Tod, so die Forscher nach Auswertung aller derzeit verfügbaren Daten. Die beste Annäherung sei vermutlich: neun Todesfälle auf 1.000 Infizierte, also eine Sterblichkeitsrate – international als CFR, Case Fatality Rate, bezeichnet - von einem Prozent.

Die gesamte Untersuchung können Sie hier als pdf lesen.

Coronavirus-Ticker: 129 Infizierte in Deutschland

MDR-Schwerpunkt: Das neue Coronavirus
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Coronavirus
Corona-Chronologie: Alle Meldungen bis zum 28. Februar 2020

Dieses Thema im Programm:
MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 20. Januar 2020 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2020, 09:54 Uhr
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Das Bundeskanzleramt während des dort stattfindenden Koalitionsausschusses
Wegen Coronavirus: Bundesregierung erleichtert Kurzarbeit
Uni Leipzig
Experten diskutieren auf Hygiene-Kongress in Leipzig
Desinfektionsmittel wird versprüht
So stellen Sie Desinfektionsmittel selbst her
Bankgebäude der LBBW in Stuttgart
LBBW-Prognose: Corona trifft Wirtschaft in Sachsen und Thüringen weniger stark
Hände halten Röhrchen mit Aufschrift Corona
Corona-Ausbreitung macht Menschen aktuell wenig Angst
Temperaturmessung eines Flugpassagiers in Dhaka, Bangladesh: Junger Mann mit dunklen Haaren, schwarzer Brille, Hemd, Anzug und Mundschutz. Hand, die ein digitales Thermometer an die Stirn hält.
Virologe Kekulé: "Mit dem Coronavirus können wir gut klarkommen"
Plakate am Flughafen Tegel weisen auf die Gefährdung durch den Coronavirus hin
Coronavirus: Mann in Bayern infizierte sich bei chinesischer Kollegin
Zum Artikel - Bilder und Videos https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag ... n-100.html
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Unklare Wirkung bei Covid-19 - WHO rät Corona-Patienten von Ibuprofen ab

Postby Weltbookadmin47 » 17. Mar 2020 14:41

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/WHO-raet-Cor ... 47986.html

Dienstag, 17. März 2020
Unklare Wirkung bei Covid-19 - WHO rät Corona-Patienten von Ibuprofen ab
imago82527661h.jpg

Ibuprofen ist ein beliebtes Schmerzmittel.

(Foto: imago/Uwe Steinert)
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Ibuprofen kann zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt werden. Auch Covid-19-Patienten leiden häufig an Fieber, zu dem bekannten Schmerzmittel sollten sie vorerst trotzdem nicht greifen: Möglicherweise verschlimmert es den Krankheitsverlauf.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höherer Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Die Lage werde aber noch von Experten geprüft.

"Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol einzunehmen, nicht Ibuprofen ", sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er. Ibuprofen wird üblicherweise zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt. Auch bei Patienten, die an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 leiden, gehört Fieber zu den häufigsten Symptomen.

Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet für Aufsehen gesorgt, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte. Der nationale, französische Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählt neben Ibuprofen auch der Arzneistoff Acetylsalicylsäure (ASS), der beispielsweise in Aspirin enthalten ist.
Beratung in der Apotheke
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Panorama 17.03.20
Virologe klärt akute Fragen Darf man Großeltern noch besuchen?

Auch der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) schloss nicht aus, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. "Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis", erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. "Bei Paracetamol ist das nicht der Fall."

In einem Beitrag im Fachjournal "Lancet" wird eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ibuprofen bereits erwähnt. Die Fallzahl der Studie ist aber äußerst gering. In Frankreich steht das Medikament dennoch seit 15. Januar nicht mehr frei vorne in der Apotheke, sondern nur noch hinter dem Schalter. Kunden bekommen es weitgehend ohne Rezept, sollen vor dem Kauf jedoch über die Risiken aufgeklärt werden.
Video Virologe klärt akute Fragen - Darf man Großeltern noch besuchen
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 47754.html
Quelle: ntv.de, chr/dpa
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Neue Studie zum Coronavirus - Luft-Ansteckung nicht ganz auszuschliessen

Postby Weltbookadmin47 » 22. Mar 2020 16:51

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Luft-Ansteck ... 59741.html
Neue Studie zum Coronavirus - Luft-Ansteckung nicht ganz auszuschliessen
129840980.jpg

"Wir können die Idee nicht völlig beiseite wischen, dass das Virus in der Lage ist, eine bestimmte Strecke in der Luft zurückzulegen", sagt US-Immunologe Anthony Fauci.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Seit Tagen ergreifen Länder weltweit strenge Maßnahmen, um das Coronavirus einzudämmen. Spuckschutz und Abstandmarkierungen im Supermarkt sind keine Seltenheit mehr. Doch was ist, wenn man sich auch über die Luft mit dem Erreger anstecken kann?

Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Ende des Jahres beschäftigt die Wissenschaft vor allem eine Frage: Wie genau wird das Virus übertragen - und ist auch eine Übertragung über die Luft möglich? Eine Studie im angesehenen Fachmagazin "New England Journal of Medicine" (NEJM) hat die Debatte in dieser Woche erneut angefacht. Darin kommen die Autoren zu dem "beunruhigenden Ergebnis, dass die Übertragung des Virus Sars-CoV-2 per Aerosol", also in Form von Schwebeteilchen, durchaus möglich sei. Experten raten aber von vorschnellen Schlüssen ab: Ihnen zufolge lässt sich aus der Studie keineswegs ableiten, dass das Virus Menschen ansteckt, indem es in der Luft bleibt, wenn ein Kranker hustet.

Sicher ist bis heute nur, dass Sars-CoV-2 hauptsächlich über die Atemwege - wenn ein Patient beim Husten beispielsweise Speicheltröpfchen ausstößt - sowie durch Körperkontakt übertragen wird. Deshalb raten die Gesundheitsbehörden immer wieder, mindestens einen Meter Abstand zu halten.

In ihrer NEJM-Studie wiesen die Forscher nun nach, dass das Virus drei Stunden lang als Schwebeteilchen in der Luft überleben kann - dafür versprühten sie das Virus mit einer Art Zerstäuber in der Luft. Ihre Kollegen weisen allerdings darauf hin, dass das Experiment mit der Realität wenig übereinstimmt: Muss ein Erkrankter husten oder niesen, "fallen die Tröpfchen im Vergleich zu einem Aerosol ziemlich schnell zu Boden", weil sie schwerer sind als die Schwebeteilchen aus einem Sprühnebel, sagt Paul Hunter von der britischen Universität von East Anglia.
Virus überlebt tagelang auf Oberflächen
DrSpechtCoronaSpätfolgen.jpg
Panorama 16.03.20
Dr. Specht zum Forschungsstand Corona-Spätfolgen bei leichtem Verlauf möglich

Hunter bleibt bei seiner bisherigen Einschätzung der Risiken - die vor allem bestehen, wenn jemand zu nah bei einem Infizierten steht oder Oberflächen berührt, auf denen Speicheltröpfchen haften. Nach dem Berühren kontaminierter Oberflächen besteht nämlich die Gefahr, dass man sich mit der Hand über das Gesicht fährt und sich seinerseits über Nase, Augen oder den Mund infiziert.

In der von NEJM veröffentlichten Studie ließ sich das Virus noch bis zu drei Tage lang auf Kunststoff- oder Edelstahloberflächen nachweisen und auf Pappe bis zu 24 Stunden. Ob man sich aber tatsächlich infiziert, hängt von der "Menge der Viren" ab, erklären die Forscher. "Unser Rat lautet deshalb immer, sich vorsichtshalber regelmäßig gründlich die Hände zu waschen", sagt der britische Experte Hunter. Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagte allerdings bei NDR Info zu dem Experiment, dass nach so langer Zeit nur geringe Mengen Viren überleben und eine Ansteckung nach drei Tagen unwahrscheinlich sei.

Der britische Experte Hunter sagte, eine Übertragung des Virus über die Luft könne derzeit auch nicht völlig ausgeschlossen werden. "Wir können die Idee nicht völlig beiseite wischen, dass das Virus in der Lage ist, eine bestimmte Strecke in der Luft zurückzulegen", sagte der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci am Donnerstag dem US-Fernsehsender NBC.

Quelle: ntv.de, Paul Ricard, AFP
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Corona-Talk bei "Anne Will" - Ärztin rechnet mit Kollaps in wenigen Wochen

Postby Weltbookadmin47 » 23. Mar 2020 14:11

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Arztin-rech ... 61347.html
Corona-Talk bei "Anne Will" - Ärztin rechnet mit Kollaps in wenigen Wochen
Von Janis PeitschJanis Peitsch.jpg
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Helfen strikte Ausgangsregeln, um die Zahl der Infektionen in den Griff zu bekommen?

(Foto: NDR/Wolfgang Borrs)
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Ausgangsregeln und Kontaktverbote: Um die Coronakrise in den Griff zu bekommen, zieht der Staat die Stellschrauben enger. In ihrer Sendung diskutiert Moderatorin Anne Will mit ihren Gästen über Sinn und Zweck der Maßnahmen. Für Alarmstimmung sorgen dabei die Äußerungen einer Medizinerin.

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Restaurants, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen, Veranstaltungen abgesagt. Mittlerweile haben Bund und Länder ein zweiwöchiges Kontaktverbot erlassen. Und nun befindet sich auch noch Kanzlerin Angela Merkel in Quarantäne. Wo soll das alles hinführen, fragen sich viele Bürger. Die Talkgäste bei Anne Will versuchen darauf eine Antwort zu geben. In der Sendung sorgt dann vor allem die pessimistische Lageeinschätzung der Medizinerin Bernadett Erdmann für Beunruhigung.

Erdmann hält die Einführung des am Sonntag beschlossenen bundesweiten Kontaktverbots für richtig. Allerdings glaubt die Chefärztin des Klinikums Wolfsburg, dass diese Entscheidung zu spät kommt. "Ich befürchte, dass wir in wenigen Wochen vor einem Kollaps stehen, weil wir die Versorgung nicht mehr sicherstellen können", sagt Erdmann. Denn schon jetzt herrsche in den Krankenhäusern ein massiver Personalmangel in allen Bereichen. Auch der Mangel an Schutzkleidung sei ein Problem. Laut Erdmann habe ihre Klinik Reserven für eine Woche. Und noch ein weiterer Aspekt beunruhigt die Medizinerin: Die soziale Isolation der Menschen. Erdmann rechnet in nächster Zeit mit einer Zunahme depressiver Patienten und einer Erhöhung der Suizidrate. Auch von vermehrten Fällen häuslicher Gewalt geht die Chefärztin aus.
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Politik 22.03.20
Bundeskanzlerin in Quarantäne Merkel hatte Kontakt zu Corona-Infiziertem

Helfen also strikte Ausgangsregeln, wie beispielsweise in Bayern, um die Situation in den Griff zu bekommen? Im Freistaat ist das Verlassen der eigenen Wohnung nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Gegenüber Moderatorin Will verteidigt Ministerpräsident Söder die Maßnahme mit Bayerns Nähe zu Österreich und Italien, wo das Coronavirus besonders schlimm wütet. Wills Gegenargument, dass die Fallzahlen in NRW viel höher seien als im Freistaat, wischt Söder zur Seite. Wichtig sei es, die Zahl der Infizierten niedrig zu halten. "Es gibt keinen Anlass, zu zögern oder zu warten", mahnt der per Video zugeschaltete CSU-Chef. Eine Prognose, wie lange die Maßnahmen gelten sollen, gibt Söder nicht.
"Der richtige Weg"

Auch Kanzleramtschef Helge Braun hält sich bei der Frage bedeckt. Man müsse die Situation immer wieder neu bewerten und dann die Maßnahmen anpassen, so der Leiter des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung. Als Bestrafung will Braun das nun erlassene Kontaktverbot übrigens nicht verstanden wissen. In den ersten Tagen hätten viele Menschen die Empfehlungen der Regierung nicht mitbekommen. Das Verhalten der Bevölkerung sei aber mit jedem Tag besser geworden. Doch die wenigen, die sich nicht an die Empfehlungen halten, gefährden viele Menschen, erläutert Braun. Deshalb sei das Kontaktverbot nun der richtige Weg.

Einen Ausblick, wie lange die Corona-Pandemie anhalten könnte, gibt die Virologin Melanie Brinkmann. Demnach hält es die Professorin der Technischen Universität Braunschweig für realistisch, dass es im kommenden Jahr einen Impfstoff geben wird. Dass die derzeitigen staatlichen Maßnahmen aber bis dahin aufrechterhalten werden, hält die Wissenschaftlerin für nicht umsetzbar. Dem stimmt auch Braun zu. "Der Fokus muss sein, die Risikogruppen zu schützen", betont Brinkmann. Heißt im Klartext: Für ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen dürften die Maßnahmen, im Gegensatz zum Rest der Bevölkerung, nicht gelockert werden.
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Panorama 22.03.20
Gesundheitssystem kollabiert Italiens Armee transportiert Corona-Tote ab

Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, richtet den Blick bereits in die Zukunft. Für ihn ist klar: Es wird auch eine Zeit nach der Coronakrise geben. Deshalb sei es schon jetzt wichtig, darüber zu diskutieren, wie das Zusammenleben nach der Pandemie aussehen soll. Wichtig sei deshalb der gesellschaftliche Zusammenhalt. Als positives Beispiel hebt Fiedler dabei die überparteiliche Zusammenarbeit im Landtag von NRW sowie im Bundestag hervor. Genauso sieht es der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans. Der CDU-Politiker ist sich sicher: "Diese Krise wird uns noch lange beschäftigen."
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/politik/Arztin-rech ... 61347.html
https://www.daserste.de/information/tal ... s-100.html


Quelle: ntv.de
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Blutprobe statt Rachenabstrich - Neuer Test soll Immunität nachweisen

Postby Weltbookadmin47 » 25. Mar 2020 17:09

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Test-s ... 66423.html

Mittwoch, 25. März 2020
Blutprobe statt Rachenabstrich - Neuer Test soll Immunität nachweisen
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(Foto: picture alliance/dpa)
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In der Schweiz tüfteln Forscher an einem neuen Coronatest. Statt eines Rachenabstrichs wird dabei das Blut auf Antikörper untersucht. Das neue Verfahren hat mehrere Vorteile.

Forscher am Universitätsspital Zürich arbeiten Medienberichten zufolge an einem neuartigen Covid-19-Test. Wie unter anderem der "Tages-Anzeiger" schreibt, soll der Test nachweisen, wer bereits immun gegen das Coronavirus ist. Dafür wird das Blut der Testperson auf Antikörper gegen Sars-CoV-2 untersucht. Diese werden gebildet, wenn der Körper bereits eine Corona-Infektion überstanden hat.

Der Vorteil des neuen Tests: Durch ihn könnten auch Menschen erkannt werden, bei denen die Infektion ohne Symptome abgelaufen ist. Auch Klinikarbeiter, die bereits über Antikörper verfügen, könnten so identifiziert und speziell in der Pflege von Corona-Patienten eingesetzt werden. Der bisherige Corona-Test erfolgt durch einen Rachenanbstrich, der auf Viruspartikel untersucht wird. Eine Infektion kann hierbei aber nur in der Akutphase nachgewiesen werden.

Durch den neuen Test besteht die Möglichkeit, auch Wochen nach einer Infektion noch zuverlässige Resultate zu erzielen. Allerdings gebe es noch sehr viele Unklarheiten, sagte Adriano Aguzzi, Neuropathologe am Universitätsspital, dem "Tages-Anzeiger". Das neue Verfahren soll noch in dieser Woche erprobt werden. Bis zu 2000 Tests am Tag sollen möglich sein.

Quelle: ntv.de, jpe
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500.000 oder weniger ? - Wöchentliche Corona-Testzahlen sind unklar

Postby Weltbookadmin47 » 26. Mar 2020 22:56

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Woechentlich ... 71423.html

Donnerstag, 26. März 2020
500.000 oder weniger ? - Wöchentliche Corona-Testzahlen sind unklar
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Der Ansturm auf Coronavirus-Tests ist riesig, die Labore können die hohe Nachfrage kaum bedienen. Experten sind sich alles andere als einig darüber, wie viele Tests wöchentlich durchgeführt werden. Unterschiedliche Fachleute liefern unterschiedliche Einschätzungen.

Gesundheitsexperten und Virologen sind sich uneinig darüber, wie viele Coronavirus-Tests in Deutschland wöchentlich durchgeführt werden. Die Zahlen klaffen teilweise weit auseinander. Nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, werden pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt. "Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen", sagte Drosten. Letzte Schätzungen ließen vermuten, dass wöchentlich rund eine halbe Million sogenannter PCR-Tests durchgeführt würden. Dabei werden Abstriche aus Nase oder Rachen genommen und im Labor auf Viren-Erbgut untersucht.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, nennt dagegen deutlich geringere Zahlen - und geht davon aus, dass seit dem 9. März in Deutschland 410.000 Tests vorgenommen worden seien. Die KBV wirbt um Verständnis dafür, dass Menschen mit Krankheitssymptomen getestet würden. "Es macht keinen Sinn, gesunde, unauffällige Bürger zu testen", sagte er. "Auch wenn das für den Einzelnen vielleicht interessant sein kann, ist es medizinisch sinnfrei."
Keine Kapazitäten, "um 83 Millionen einfach mal eben durchzutesten"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät allen Ländern, möglichst viele Menschen zu testen. Denn je mehr getestet werde, desto weniger Infektionen blieben unerkannt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekräftigte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen im Medizinbereich beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300.000 bis 500.000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch.
*Datenschutz

Der CDU-Politiker betonte zugleich: "Wir wollen viel testen, aber wir wollen zielgerichteter testen." Die Rate der positiven Tests sei bisher um die zehn Prozent gewesen. Das sei ein Indiz dafür, dass es zielgerichteter ginge. Daher seien die Kriterien überarbeitet worden. Man habe zwar große Kapazitäten, sie reichten aber nicht, "um 83 Millionen einfach mal eben durchzutesten".

Ab April könnte ein Coronavirus-Test deutlich schneller durchgeführt werden als bisher. Bosch hat einen neuen Schnelltest entwickelt, der in 2,5 Stunden ein Ergebnis zeigen soll. Das Produkt soll nach Angaben des Unternehmens schon im nächsten Monat auf den Markt kommen und zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie beitragen.
Zum Artikel - Tabellen + Video https://www.n-tv.de/wissen/Woechentlich ... 71423.html
Quelle: ntv.de, sgu/AFP/dpa
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Schritt-für-Schritt-Anleitung - So näht man sich eine Atemschutzmaske

Postby Weltbookadmin47 » 27. Mar 2020 20:57

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/So-naeht-m ... 74146.html

Freitag, 27. März 2020
Schritt-für-Schritt-Anleitung - So näht man sich eine Atemschutzmaske
Ein Mitarbeiter verpackt Mundschutz-Masken. Foto: Wang Quanchao/XinHua/dpa/Symbolbild

Für eine selbstgemachte Atemschutzmaske bietet sich die Verwendung eines Kissenbezugs oder eines Baumwoll-T-Shirts an.

(Foto: Wang Quanchao/XinHua/dpa/Symbolbild)
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Die Bundesärztekammer ruft alle Menschen dazu auf, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen. Damit soll das Risiko verringert werden, andere mit dem Coronavirus anzustecken. Die Masken sind mittlerweile zwar nahezu ausverkauft, lassen sich jedoch auch einfach zu Hause selbst nähen. Hier erfahren Sie, wie.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Menschen in der Corona-Krise dazu aufgerufen, Schutzmasken zu tragen: "Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Diese Masken garantierten keinen Schutz vor Ansteckung, könnten aber "ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden". Zugleich mahnt er, nur einfache Masken zu nutzen, da die professionellen Schutzmasken von anderen dringender benötigt werden. Eine einfache Version lässt sich zu Hause herstellen.

Für die Schutzmaske kann man unterschiedliche luftdurchlässige Stoffe verwenden. Beispielsweise ein Geschirrtuch, ein Baumwoll-T-Shirt, einen Kissenbezug oder man wählt Seide beziehungsweise einen Leinen-Stoff. Die Stadt Essen empfiehlt einen kochfesten Stoff aus Baumwolle, der nach der Benutzung bei 90 Grad gewaschen werden kann. Der Stoff sollte vor seinem Einsatz in doppelter Stärke vor Mund und Nase gehalten werden, um zu testen, ob man bei mehrmaligem Ein- und Ausatmen genug Luft bekommt.

Folgende Materialien werden insgesamt benötigt: Zwei 90 Zentimeter lange und zwei Zentimeter breite Stoffstreifen, zwei 17 Zentimeter lange und zwei Zentimeter breite Stoffstreifen, einen 15 Zentimeter langen und biegsamen Draht zum Fixieren im Nasenbereich und ein 34 x 17 Zentimeter großes Stofftuch aus luftdurchlässigem Stoff. Für die Verarbeitung benötigen Sie ein Bügeleisen, Stecknadeln, eine Nähmaschine oder als Alternative Nadel und Faden.
So geht's

Schritt 1: Falten Sie das große Stofftuch (34 x 17 Zentimeter) und bügeln Sie es. Die kurzen Seiten liegen nun übereinander. Bügeln Sie außerdem drei Faltungen rein. Diese sollen gleichmäßig verteilt und etwa 1,5 Zentimeter groß sein.

Schritt 2: Nehmen Sie nun die vier Streifen, falten und bügeln Sie auch diese der Länge nach. Die kürzeren Bänder werden nun an die obere und untere Kante gelegt. Der obere Streifen wird mit dem Draht verstärkt, sodass der Atemschutz später an die Nase angepasst werden kann. Nähen Sie beide Streifen nun mit dem Tuch zusammen.

Schritt 3: Die langen Bänder werden nun seitlich an den Mundschutz genäht, sodass ober- und unterhalb genug von den Bändern übersteht. So wird der Schutz später am Kopf befestigt. Nun ist der Mundschutz fertig.

Der Atemschutz schützt einen selbst kaum vor dem Virus. Eher hält er Tröpfchen ab, die andere womöglich anstecken, wie der Virologe Christian Dorsten im NDR-Podcast erklärt. Das Wichtigste bleibe jedoch, dass man trotz Atemschutz weiterhin Hygienestandards streng beibehält. Häufiges und ausgiebiges Händewaschen sowie das Einhalten von Sicherheitsabständen sind grundlegende Maßnahmen, um niemanden anzustecken und um sich selbst zu schützen.

Quelle: ntv.de, lri/spot
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Schutz vor dem Coronavirus - "Bringt nur etwas, wenn alle Masken tragen"

Postby Weltbookadmin47 » 28. Mar 2020 14:38

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Bringt-nur-e ... 75068.html
Schutz vor dem Coronavirus - "Bringt nur etwas, wenn alle Masken tragen"
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Masken schützen gegen die Ausbreitung des Coronavirus - es bringt aber nur etwas, wenn alle sie tragen, sagt Dr. Specht.

(Foto: imago images/Pacific Press Agency)
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Um der Coronavirus-Pandemie Einhalt zu gebieten, rückt das Thema Schutzmasken in den Fokus. Mit ntv.de klärt Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht die Frage, wie sinnvoll es wäre, wenn alle Menschen eine Schutzmaske tragen würden - und welche am besten dafür geeignet ist.

ntv.de: Herr Dr. Specht, angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen gibt es bereits Überlegungen, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn alle Menschen eine Schutzmaske tragen. Wie sehen Sie das?

Dr. Christoph Specht: Natürlich wäre das eine Möglichkeit. Vorausgesetzt, dass tatsächlich alle eine Schutzmaske tragen. Denn dann würden auch jene Menschen Masken tragen, die gar nicht wissen, dass sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Das hätte natürlich den riesigen Vorteil, dass diese das Virus dann weniger verbreiten.
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Dr. Christoph Specht ist Arzt und Medizinjournalist - auf ntv.de beantwortet er regelmäßig Fragen zum Coronavirus.

Man sieht auf den Straßen zwar immer öfter Menschen mit Maske, sie sind aber immer noch in der Minderheit - das heißt, wenn sie noch nicht infiziert sind, bringt ihnen das gar nichts?

Man hat dazu Untersuchungen mit anderen Erkältungskrankheiten gemacht. Dabei wollte man herausfinden, ob es Menschen nützt, sich mit Masken davor zu schützen. Das Ergebnis war, das es nichts bringt. Es wiegt die Menschen also nur in falscher Sicherheit.

Also müssten tatsächlich alle Menschen Schutzmasken tragen - was derzeit dadurch erschwert wird, dass es diese kaum noch zu kaufen gibt …

Es geht natürlich nicht, dass man dafür die kommerziell hergestellten Masken nimmt. Denn die braucht man unbedingt im medizinischen Bereich. Dort müssen sie auch häufig ausgetauscht werden. Wenn alle Masken tragen, dann müssten das selbstgebastelte Baumwollmasken sein. Mit jedoch ziemlich begrenzter Wirksamkeit. Virendicht sind diese natürlich überhaupt nicht, aber sie können helfen, die kleinen Tröpfchen, in denen die Viren drin sind, ein wenig zurückzuhalten.

Anleitungen dazu gibt es ja bereits zahlreich im Internet. Aber auch für Masken aus Küchenrollenpapier - bringen die auch etwas?

Vom Prinzip her kann man für eine selbstgebaute Schutzmaske auch Küchenrollenpapier nehmen. Auch Klopapier, das allerdings momentan ebenfalls knapp ist. Das sind aber relativ dünne Vliese, die nicht dafür gemacht sind. Baumwollmasken sind daher aus meiner Sicht die bessere und auch die nachhaltigste Idee, weil man die in der Kochwäsche reinigen kann. Es geht ja nicht darum, sie wirklich steril zu machen, sondern nur darum, sie von eventuellen Coronaviren zu befreien. Und das geht in der Kochwäsche ohne weiteres.

Es gibt ja auch professionelle Masken, die sogenannten FFP-Masken - würde man sich damit nicht als Normalbürger am besten vor einer Infektion schützen können?
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Panorama 27.03.20
Corona-Ausbreitung eindämmen Wieviel Schutz bieten Atemmasken?

Bei den FFP-Masken handelt es sich um bessere Masken mit einem Ventil zum Ausatmen. Diese Masken schließen sehr dicht, vor allem die FFP-3-Masken, diese sind dadurch tatsächlich virensicher. Allerdings muss man sie dafür auch richtig tragen und entsprechend andrücken. Das bedeutet aber auch, dass diese FFP-Masken relativ unangenehm zu tragen sind. Freiwillig macht man das nicht den ganzen Tag. Das halte ich auch nicht für sinnvoll.

Und die FFP-Masken sind derzeit ja ebenfalls knapp ...

Ja, der Nachschub bei FFP-Masken ist kritisch. In vielen Arztpraxen und auch in Kliniken gibt es nur noch wenige. Zwar ist Nachschub bestellt, aber bestellt heißt nicht, geliefert. Meistens kommen diese aus dem Ausland, viel wird vor allem in China produziert und da gibt es eben die Lieferengpässe.

Wo wir gerade über Lieferengpässe sprechen - auch bei den einfachen Papiermasken für Mund und Nase gibt es diese. Als Laie fragt man sich: Wieso ist es so schwierig, diese schnell und in Massen hierzulande zu produzieren?

Alle Schutzmasken sind Medizinprodukte und als solche müssen sie genaue Vorschriften erfüllen. Auch einfache Mund-Nase-Schutzmasken müssen zertifiziert sein. Dazu kommt, dass die Produktion in den letzten Jahren ausgelagert wurde und nur wenig in Deutschland hergestellt wird. Auch das erschwert es, hierzulande die Produktion hochzufahren oder überhaupt aufzubauen. In kleinerem Rahmen kann man sich das vorstellen. Aber bis man die Maschinen hat, um wirklich sehr viele Masken herzustellen, das dauert eine gewisse Zeit. Und Zeit haben wir derzeit nicht.

Mit Dr. Christoph Specht sprach Kai Stoppel.

Weitere Interviews mit Dr. Specht zum Thema Coronavirus finden Sie hier:
https://www.n-tv.de/wissen/Bringt-nur-e ... 75068.html

Infektionen erkennen: "Neuer Corona-Test wird viel schneller sein"

Gegner Virus: "Sensation, dass wir überhaupt etwas haben"

"Bis zum Impfstoff wird es noch dauern"

Corona-Medikament: "Remdesivir ist ganz vorne dabei"

Turbo für Pandemie: "Jeder kann zum 'Superspreader' werden"

Haben Allergiker ein höheres Corona-Risiko?

"Ich rate von Ibuprofen und Paracetamol ab"

Warum erkranken Kinder selten an Covid-19?

Spätfolgen möglich, aber kein Grund zur Panik

"Das Coronavirus ist kein Killer-Virus"

Quelle: ntv.de
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Warnung vor Hydroxychloroquin - Nach Einnahme können Herzprobleme folgen

Postby Weltbookadmin47 » 30. Mar 2020 15:29

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Nach-Einnahm ... 79005.html

Montag, 30. März 2020
Warnung vor Hydroxychloroquin - Nach Einnahme können Herzprobleme folgen
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Chloroquin kennen viele Fernreisende bereits als Malaria-Medikament.

(Foto: imago/Panthermedia)
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Bei der Suche nach Mitteln gegen das Coronavirus und Covid-19 werden derzeit auch Hydroxychloroquin und Chloroquin getestet. Mehrere Menschen, die das Medikament ohne ärztliche Aufsicht einnehmen, müssen mit Herzrhythmusstörungen ins Krankenhaus.

In Frankreich haben mehrere Menschen gefährliche Herzrhythmusstörungen bekommen, nachdem sie ohne ärztliche Aufsicht ein angebliches Mittel gegen das Coronavirus beziehungsweise die dadurch hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 eingenommen hatten. In einigen Fällen sei sogar die Einweisung auf eine Intensivstation nötig gewesen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde in Bordeaux. Die Menschen hatten den Wirkstoff Hydroxychloroquin eingenommen.
Drosten ist Virologe der Charité Berlin.
Wissen 26.03.20
Suche nach Covid-19-Medikament Drosten erklärt die gefragtesten Substanzen

Das Mittel wird eigentlich gegen Malaria eingesetzt. Er dürfe "in keinem Fall zur Selbstmedikation eingenommen werden", sondern allenfalls unter Aufsicht eines Arztes, warnte die Gesundheitsbehörde. Sie verwies auf die starken Nebenwirkungen des Mittels, zu denen neben Herzrhythmusstörungen unter anderem auch neurologische Probleme gehören. Eine Überdosis kann tödlich sein.

Hydroxychloroquin und der verwandte Wirkstoff Chloroquin gehören zu den Mitteln, die derzeit in mehreren europäischen Ländern gegen das Coronavirus getestet werden. Ein wissenschaftlicher Nachweis einer Wirksamkeit im Kampf gegen die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 steht jedoch aus.
US-Behörde lässt beschränkte Nutzung zu
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Politik 30.03.20
"Geschenk Gottes"? USA genehmigen Malariamittel gegen Covid-19

Das US-Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) habe die Herausgabe oder Verschreibung von Chloroquin und Hydroxychloroquin "durch Ärzte an im Krankenhaus liegende jugendliche und erwachsene Patienten mit Covid-19" genehmigt. Dies sei angebracht, wenn kein klinischer Test verfügbar oder machbar sei. Demnach wurde kürzlich der nationale Medikamentenvorrat um die beiden Mittel aufgestockt.

US-Präsident Donald Trump hatte das Malaria-Medikament Cloroquin als mögliches "Geschenk Gottes" bezeichnet, obwohl Wissenschaftler vor den Gefahren nicht ausreichend geprüfter Behandlungen warnten. Viele Forscher, unter ihnen auch Trumps Berater Anthony Fauci, der führende US-Experte für Infektionskrankheiten, mahnten zur Vorsicht, solange kleine Studien nicht durch größere klinische Tests bestätigt seien. Zwei US-Einrichtungen, das Nationale Gesundheitsinstitut und die Behörde für Biomedizinische Forschung und Entwicklung, arbeiten derzeit an der Entwicklung solcher Tests.

Quelle: ntv.de, abe/AFP
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Patientenschützer fordern strengere Maßnahmen : Coronavirus grassiert in

Postby Weltbookadmin47 » 31. Mar 2020 11:35

Info Gesundheit
https://rp-online.de/panorama/coronavir ... d-49833881
Patientenschützer fordern strengere Maßnahmen : Coronavirus grassiert in deutschen Pflege- und Altenheimen
Im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg sind 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.
Im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg sind 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Foto: dpa/Ole Spata

Wolfsburg/Berlin Das Coronavirus grassiert derzeit in verschiedenen Alten- und Pflegeheimen Deutschlands, wo es auf besonders gefährdete Menschen trifft. Patientenschützer fordern strenge Maßnahmen in Heimen.

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Das Coronavirus verbreitet sich zunehmend auch in Altenheimen in Deutschland. Nach dem Tod von 17 infizierten Menschen in einem Alten- und Pflegeheim in Wolfsburg kämpft ein weiteres niedersächsisches Heim mit Infektionen. Tests hätten bestätigt, dass 23 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter eines Altenheims in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert seien, teilte der Landkreis am Montag mit. Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus waren bis zum Wochenende 13 Bewohner nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In Baden-Württemberg hatten sich bis Montagmittag in mindestens sieben Altenheimen 74 Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt.

Angesichts der Coronavirus-Fälle in den Heimen fordern Patientenschützer dort engmaschige Tests. Bei der Aufnahme eines Bewohners in einem Heim müsse dieser grundsätzlich getestet und isoliert werden, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag. Auch bei grippalen Infekten von Pflegepersonal oder Bewohnern müsse getestet werden. Bundesweit lebten rund 800 000 Menschen in Alten- und Pflegeheimen, mehr als 70 Prozent davon seien demenzkrank.

Sei das Coronavirus erst in einer Pflegeeinrichtung, müsse die jeweilige Kommune diese sofort überwachen, forderte Brysch. Dann habe man nicht länger „100 Hausärzte, die sich um 100 Bewohner kümmern“, sondern das Gesundheitsamt übernehme. Ohne Schutzkleidung, Atemmaske, Desinfektionsmittel und Handschuhe „braucht man im Pflegeheim nicht anzufangen“. Bislang seien bundesweit mindestens 50 Menschen in Alten- und Pflegeheimen gestorben. Die Gefahr neuer Fälle sei groß.

Eine Strafanzeige gegen Verantwortliche der Diakonie Wolfsburg wegen fahrlässiger Tötung halte er nicht für sinnvoll, sagte Brysch. „Wer diese Krise zu verantworten hat, der sitzt in Berlin.“ Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte zuvor am Montag den Eingang einer Anzeige eines Wolfsburger Anwalts bestätigt.


Das Land Niedersachsen ordnete inzwischen einen Aufnahmestopp für Pflegeheime an. Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Die SPD-Politikerin appellierte zudem an Angehörige, auf Besuche älterer Angehöriger zu verzichten. „Bitte besuchen Sie Ihre Lieben nicht. Damit schützen Sie nicht nur Ihre eigene Mutter oder Ihren eigenen Vater, sondern alle.“ Es gebe viele Hinweise, dass die Besuchsverbote für solche Heime nicht beachtet worden seien.

Bei den meisten der 17 im Wolfsburger Heim gestorbenen Menschen sind vor dem Tod keine Covid-19-Symptome aufgetreten. „Am Sonntag hatten wir insgesamt 79 positive getestete Personen in dem Heim“, sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Dieter Mohrs (SPD). In dem Haus, in dem überwiegend Demenzkranke leben, sollten Infizierte strikt von negativ getesteten Bewohnern getrennt werden.

Im Heim von Wildeshausen habe das Gesundheitsamt alle 51 Bewohner und 44 Mitarbeiter getestet, nachdem ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen und einer Coronavirus-Infektion gestorben sei, teilte der Kreis Oldenburg mit. Am Montag starb ein weiterer positiv getesteter ebenfalls 89-jähriger Bewohner. Bei allen anderen Erkrankten seien bislang milde Verläufe festgestellt worden. Die infizierten Bewohner bleiben den Angaben zufolge für zwei Wochen in ihren Zimmern und werden von ebenfalls positiv getesteten Mitarbeitern versorgt - strikt getrennt von negativ getesteten Bewohnern, die in Einzelzimmern untergebracht seien und von negativ getesteten Mitarbeitern versorgt würden.

Landespolitiker blicken inzwischen auf die Kurve der gesamten Infektionszahlen: Ob sich das Verbreitungstempo bei den Ansteckungen mit dem Coronavirus in Berlin bereits verringert, lässt sich nach Einschätzung von Innensenator Andreas Geisel (SPD) derzeit nicht seriös feststellen. Ähnlich sieht es Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann. Dass die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in Niedersachsen in den vergangenen Tagen leicht zurückging, führte die SPD-Politikerin auf das Wochenende zurück, an dem weniger getestet und gemeldet worden sei.

Die Landesregierung von Schleswig-Holstein will auf die Zahlen in den kommenden Wochen schauen. „Auf dieser Grundlage werden wir zu beurteilen haben, in welcher Weise diese Maßnahmen über den 19. April hinaus fortgeführt werden müssen“, sagte uns MP Daniel Günther am Wochenende. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte dagegen, dass die Ausgangsbeschränkungen erste Wirkungen zeigten, „die Kurve flacht ab“. Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten in Bayern alle 5 Tage, vor den Maßnahmen habe sich die Zahl alle 2,8 Tage verdoppelt.

„Die eigentliche, endgültige Beurteilung über die Wirksamkeit und die Fortsetzung der entsprechenden Maßnahmen können wir am Ende wahrscheinlich erst Mitte April treffen“, betonte Söder jedoch. „Wir haben uns vereinbart unter den Bundesländern, dass wir dies zusammen tun.“ Das gemeinsame Vorgehen sei wichtig, da die Folgen nationale Auswirkungen haben würden. Es gebe keinen Anlass zu Entwarnung, es sei deshalb nicht die Zeit für einen vorschnellen Exit oder eine entsprechende Debatte. „Eine Exit-Debatte, so verständlich sie sein mag, ist jetzt zur Unzeit.“

In Deutschland sind bis Montagabend 62 526 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus einer dpa-Auswertung hervorgeht, die gemeldete Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 120,3 die meisten Infektionen. Es folgen mit etwa gleichen Zahlen Baden-Württemberg (110,7) und Bayern (110,4). Im Bundesschnitt waren es 75,2. Mindestens 560 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Auch in Deutschland rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.
(ala/dpa)
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"Hart aber fair" zum Coronavirus - Wird Pflege zum "gut betreuten Gefängni

Postby Weltbookadmin47 » 7. Apr 2020 14:30

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Wird-Pflege ... 97767.html

Dienstag, 07. April 2020
"Hart aber fair" zum Coronavirus - Wird Pflege zum "gut betreuten Gefängnis" ?
Von Birke Schings
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Die Runde um Moderator Frank Plasberg befasste sich erneut mit der Coronavirus-Krise.

(Foto: WDR/Dirk Borm)
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Die Angst um Angehörige ist groß. Mehr als jeder dritte Tote im Zusammenhang mit Corona kommt aus einem Pflegeheim. Auch die Pflegekräfte sind besonders gefährdet, die Personaldecke ist hauchdünn. Werden Altenheime zur Corona-Falle?

Die Älteren und Kranken müssten ihre Kontakte deutlich länger reduzieren als der Rest der Bevölkerung, sagte Bundeskanzleramtschef Helge Braun vergangene Woche. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dem "Zeit-Magazin": "Wir werden die älteren möglicherweise über mehrere Monate bitten müssen, ihre Kontakte stark einzuschränken und im Zweifel zuhause zu bleiben." Die Zugangsbeschränkungen zu Pflegeheimen belastet jedoch die Gesellschaft. Eine 82-jährige Bewohnerin einer Einrichtung in Engelskirchen beschreibt das Pflegeheim als "ein gut betreutes Gefängnis".
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Panorama 03.04.20
Dunkelziffer unbekannt 2300 Klinik-Mitarbeiter in Deutschland haben Covid-19

Wie weit darf das selbstbestimmte Leben der ohnehin meist massiv eingeschränkten Bewohner und Bewohnerinnen in deutschen Pflegeeinrichtungen durch Maßnahmen gegen das Coronavirus vermindert werden? Bei "Hart aber fair" widmet man sich dieser Frage am Montagabend. Zu Gast im Studio bei Frank Plasberg sind der Professor für Altersmedizin an der Universität Frankfurt, Johannes Pantel, Infektiologe Gerd Fätkenheuer, die Altenpflegerin Silke Behrendt-Stannies, der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, Bernd Meurer, sowie der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Außerdem wird im Laufe der Sendung Wibke Worm aus Köln per Video zugeschaltet. Sie pflegt ihren Mann seit vielen Jahren zuhause. Im Einzelgespräch mit Frank Plasberg bietet sie der Diskussionsrunde einen direkten Einblick in die häusliche Pflege.
"Das ist verfassungswidrig"

Dem Gerontopsychiater Pantel bleibt bei den Aussagen von Spahn und Braun die Spucke weg: "Man kann natürlich ältere Menschen bitten, zuhause zu bleiben, aber man kann sie nicht dazu zwingen. Das ist verfassungswidrig." Pantel warnt vor der Gefahr durch eine pauschale und ständige Rhetorik von Alt und Jung, Generationen gegeneinander auszuspielen. Dies sei aus Sicht der gerontologischen Forschung ein fataler Fehler. "Wir müssen weg von dieser rhetorischen Anspielung 'die Alten können das nicht für sich entscheiden'."
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Panorama 06.04.20
Hohe Belastung, wenig Schutz Sorge um Pflegepersonal wächst

Auch Altenpflegerin Behrendt-Stannies muss erst mal einen Schluck trinken, um ihre Worte wieder zu finden, nachdem ihr die Strategien des Gesundheitsministers und des Bundeskanzleramtschefs die Sprache verschlagen haben. "Man kann Familien nicht auf Dauer trennen", lautet ihre deutliche Meinung. Pantel ergänzt: "Die soziale Isolation hat nachweislich einen erheblichen negativen Effekt auf den Verlauf der meisten chronischen körperlichen Erkrankungen. Sie kann sogar das Immunsystem schwächen und die Infektionsanfälligkeit erhöhen." In Zeiten der Pandemie ist dies eine paradoxe Wirkung, die zu großer Angst unter Angehörigen von Pflegebedürftigen führt.

Doch wie geht eigentlich Politiker Laumann mit der Zahl der Verstorbenen in Pflegeeinrichtungen um? "Wir haben auch in Nordrhein-Westfalen ein absolutes Besuchsverbot", sagt er und fügt hinzu, dass Besuche für Sterbebegleitung als eine Ausnahme in der Verordnung erlaubt seien. Er stellt jedoch auch fest, dass es trotz eines Besuchsverbots auch Neuinfizierungen gebe - durch Patienten, die infiziert vom Krankenhaus in die Pflegeheime kommen. Darunter seien neue Fälle fürs Pflegeheim, aber auch Personen, die während der Pflege in Krankenhausbehandlung waren. Deswegen schreibt die NRW-Regierung nun vor, dass Krankenhäuser testen und die Patienten 14 Tage isoliert werden müssen, bevor eine (Wieder-) Aufnahme in Pflegeheime möglich ist. Laumann betont: "Ich habe mich nicht für eine Aufnahmesperre entschieden, wie es Bayern und Niedersachsen gemacht haben." Grund dafür sei der Bedarf an Plätzen in Pflegeheimen.
"Wir haben keine Lösungen"

Auch Bernd Meurer sagt, es müsse weiterhin Ausnahmen geben, die es Angehörigen ermöglicht, sich zu verabschieden. "Es gibt kein Besuchsverbot in den Fällen, dass der Angehörige verstirbt." Dafür will er jederzeit plädieren. Dies muss möglich sein, gegebenenfalls mit Maske und Schutzkittel. Doch genau da kommt in der Diskussion ein Thema auf, das bereits in den letzten Tagen für viel Aufregung gesorgt hat: der akute Mangel. Ein Mangel an Pflegekräften, an medizinischem Personal, an Desinfektionsmitteln, Tests und Schutzbekleidung. Die Spannung zwischen den Experten und dem einzigen Politiker der Runde lässt das spürbar steigen.
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Panorama 05.04.20
Wie Kliniken die Krise meistern "Intensivkapazitäten sind auch endlich"

Fätkenheuer, Ärztlicher Leiter der Klinischen Infektiologie der Uniklinik Köln, fordert Laumann zu einer Erklärung auf, weshalb Deutschland noch keine Schutzkleidung selber produziert. Die Antwort: Vlies sei Mangelware. Fätkenheuer führt fort: "Wir haben bisher viel über Mängel in der Verwaltung gesprochen. Ich denke, wir müssen von medizinischer Seite Lösungen finden, wie wir aus dieser Situation besser herauskommen. Biomedizinische Lösungen - Tests sind da natürlich ein ganz wichtiger Punkt." Seine Einrichtung in Köln war sehr früh von der Coronavirus-Krise betroffen. Seit Beginn arbeite man dort an Konzepten, Patienten und Personal zu schützen. Doch auch dort ist eins der größten Probleme der Mangel an den personell sehr aufwendigen Tests.

Für Plasberg ist "Mangel" das Wort des Abends. Der Talkmaster schließt die Runde nach einer langen Diskussion voller halbgarer Lösungsansätze mit folgenden Worten: "Wir haben keine Lösungen. Es ging darum, einfach mal zu beleuchten, wie es aussieht und einen Merkzettel zu füllen. Und dieser ist, glaub ich, sehr lang geworden heute." Manch ein Zuschauer fragt sich an dieser Stelle womöglich, wann es jemals in einer TV-Sendung eine Lösung zu politischen Problemen gegeben hat. Wenn die Dinge doch nicht so kompliziert wären. Doch das sind sie nun mal.
Zur Sendung + Video https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfa ... e-102.html
Quelle: ntv.de
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Vorsicht bei Interpretation - Corona-Zahlen geben nur Teil-Realität wieder

Postby Weltbookadmin47 » 15. Apr 2020 13:44

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Corona-Zahle ... 11541.html
Vorsicht bei Interpretation - Corona-Zahlen geben nur Teil-Realität wieder
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In vielen Statistiken zur Coronavirus-Krise wird auch die Zahl derer erhoben, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Eigentlich sind viele Menschen von statistischen Zahlen gelangweilt. In Zeiten der Coronavirus-Krise schauen aber alle gebannt darauf. Dabei können diese Zahlen nur einen Teil der Realität zeigen, warnen Statistiker. Es fehlt an wichtigen Informationen.

Den größten Wert in Corona-Zeiten haben - neben Nudeln und Klopapier - wohl Zahlen. Auf einmal rufen Menschen, die mit Mathematik wenig und mit Statistik überhaupt nichts am Hut haben, mehrmals täglich Daten zu Coronavirus-Fällen ab. Statistiker warnen aber davor, sich allzu sehr auf die Zahlen zu verlassen.
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Wissen 12.04.20
Streit um Heinsberg-Studie Virologe Streeck wehrt sich gegen Kritik

Die verfügbaren Zahlen enthielten zu wenige Informationen, erklärt Katharina Schüller, Gründerin des Münchner Unternehmens Stat-Up und Leiterin der Arbeitsgruppe "Statistical Literacy" der Deutschen Statistischen Gesellschaft. "Sie bilden nur einen kleinen Teil der Realität ab, nämlich die schwer Erkrankten, einen Teil der leichter Erkrankten mit Symptomen und einen ganz kleinen Teil von Menschen ohne Krankheitszeichen, die getestet wurden, weil sie Verdachtsfälle waren."

Ob auch viele andere infiziert sind oder nicht, "das wissen wir nicht und können es auch nur mehr oder weniger begründet erraten", schreibt Schüller in einem Beitrag für das Hochschulforum Digitalisierung: "Wir wissen, dass jede unserer Modellrechnungen falsch sein muss." Trotzdem könnten die Schlussfolgerungen daraus richtig sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist unter anderem auf "Unterschiede bei den Berichtsmethoden, rückwirkende Datenkonsolidierung und Verzögerungen bei der Berichterstattung" hin. Wegen der Inkubationszeit, der Zeit für den Test und der Meldeverzögerungen zeigen in Deutschland zum Beispiel Maßnahmen wie Kontaktverbote oft erst etwa 14 Tage später Folgen bei den Zahlen.
Statistische Stolpferfallen
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Wissen 13.04.20
Zahlen um Corona und Covid-19 Wie aussagekräftig sind errechnete Trends?

Es gibt viele solche Stolperfallen bei den Corona-Daten. Die Tücke liegt wie so oft im Detail. Besonders heikel sind Ländervergleiche. "Insbesondere hängen die erfassten Fallzahlen in jedem Land zentral davon ab, wie systematisch und umfangreich dort auf den Virus getestet wird", erklären die Macher der "Unstatistik des Monats", einem Angebot mehrerer Statistik-Experten, das auf mögliche Fehler bei der Interpretation von Statistiken hinweist.

Etliche Faktoren beeinflussen Stand und Schweregrad der Infektionen und können sich von Land zu Land immens unterscheiden: Einwohnerzahl, Altersstruktur, spezielle Erkrankungen in der Bevölkerung wie Tuberkulose, das Stadium der Ausbruchswelle, der Wille oder das Vermögen zu testen, die Richtlinien dafür, wer überhaupt getestet wird. In Altenheimen gestorbene Menschen etwa werden in einigen Ländern nachträglich getestet und fließen in die Statistik ein - in anderen nicht. Da vorwiegend Ältere mit Covid-19 sterben, kann das enorme vermeintliche Unterschiede zur Folge haben.

Die statistische Erfassung der Todesursachen variiere von Land zu Land erheblich, betonen auch die Macher der "Unstatistik", zu denen Katharina Schüller gehört. Dennoch werden immer wieder Vergleiche von Sterberaten diskutiert. Generell sei es falsch, einfach die Toten ins Verhältnis zu den bekannten Infizierten zu setzen. Werde die Dunkelziffer nicht berücksichtigt, werde die Letalität systematisch überschätzt.
*Datenschutz

Kniffelig wird es auch bei Aussagen zur Zahl der Genesenen, die hier und da bis auf die letzte Stelle angegeben werden und damit ziemlich exakt aussehen. Doch wo nicht einmal alle Infizierten getestet und erhoben werden, kann natürlich noch viel weniger über die Zahl der Genesenen bekannt sein. Daher sind all diese Angaben immer nur Schätzungen - sehr grobe Schätzungen in vielen Fällen.
Zum Artikel - Bilder und Tabellen
https://www.n-tv.de/wissen/Corona-Zahle ... 11541.html
Quelle: ntv.de, Marco Krefting, dpa
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Streit ums Testament - Facharzt muss Testierfähigkeit bescheinigen

Postby Weltbookadmin47 » 16. Apr 2020 12:45

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Facharzt-m ... 00917.html
Streit ums Testament - Facharzt muss Testierfähigkeit bescheinigen
Testament

Grundsätzlich unterliegt die Form des letzten Willens strengen Vorgaben.

(Foto: Andrea Warnecke/tmn/dpa)
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Ob ein Erblasser testierfähig ist, ist nicht einfach zu beantworten. Gerichte dürfen sich daher nur auf bestimmte Sachverständige verlassen. Andernfalls kann das als Verfahrensfehler gelten.

Wird die Testierfähigkeit des Erblassers bezweifelt, muss das Nachlassgericht ein Gutachten einholen. Eine solche Begutachtung ist grundsätzlich Fachärzten für Psychiatrie vorbehalten, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Wird ein ungeeigneter Sachverständiger ausgewählt, kann dass dies zur Aufhebung der nachlassgerichtlichen Entscheidung führen. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) München entschieden (Az.: 31 Wx 466/19).

In dem verhandelten Fall hatte der verwitwete Erblasser ein notarielles Testament errichtet, in dem er seinen Sohn zum Alleinerben einsetzte. Drei Jahre später hatte er ein weiteres, handschriftliches Testament errichtet, in dem er seine drei Kinder zu gleichen Teilen zu seinen Erben einsetzte. Der ursprünglich zum Alleinerben eingesetzte Sohn bezweifelte die Testierfähigkeit des Vaters zum Zeitpunkt der Errichtung des Testaments.
Begutachtung durch Facharzt für Psychiatrie

Das Nachlassgericht ließ ein Gutachten durch einen Facharzt für Allgemeinmedizin und Sportmedizin erstellen. Es kam zum Ergebnis, eine Testierunfähigkeit des Erblassers lasse sich nicht feststellen. Den Erbschein zugunsten aller drei Kinder wollte der zum Alleinerben eingesetzte Sohn nicht akzeptieren.
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Mit Erfolg: Das Nachlassgericht hatte für die Klärung der Frage der Testierunfähigkeit auf einen Sachverständigen zurückgegriffen, der nicht über die dafür erforderliche Sachkunde verfügte. Dadurch wurde der Sachverhalt nicht hinreichend aufgeklärt, so das OLG. In diesem Fall komme von nur die Begutachtung durch einen Facharzt für Psychiatrie in Betracht.

Der Sachverständige müsse also nach der ärztlichen Approbation ein mindestens fünfjähriges Weiterbildungscurriculum absolviert und durch das Bestehen der entsprechenden Facharztprüfung seine grundsätzliche Befähigung nachgewiesen haben. Verfügt der Sachverständige nicht über diese Qualifikation, ist er von vornherein nicht geeignet, die Testierfähigkeit zu beurteilen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Gesetzliche Krankenkassen - Zuschuss zur Kinderwunschbehandlung

Postby Weltbookadmin47 » 21. Apr 2020 13:57

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Zuschuss-z ... 26619.html

Dienstag, 21. April 2020
Gesetzliche Krankenkassen - Zuschuss zur Kinderwunschbehandlung
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(Foto: imago stock&people)
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Kinderwunschbehandlungen sind teuer. Viele Krankenkassen übernehmen nur die Hälfte der Kosten. Einige zahlen jedoch freiwillig einen größeren Anteil. In einigen Bundesländern gibt es zudem Zuschüsse, wie Finanztest erklärt.

Eine Kinderwunschbehandlung kann eine Option sein für Paare, die ungewollt kinderlos sind. Es gibt unterschiedliche Verfahren, damit die Schwangerschaft klappt. In der Regel ist so eine Behandlung aber teuer.

Gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich grundsätzlich zur Hälfte an den genehmigten Behandlungskosten. Voraussetzungen sind etwa, dass das Paar heterosexuell, verheiratet und über 25 Jahre alt ist. Darauf macht die aktuelle Finanztest (05/2020) aufmerksam.

Manche Krankenkassen übernehmen freiwillig bis zu 100 Prozent der Kosten - die Warentester haben eine Übersicht von Krankenkassen, die mehr zahlen, zusammengestellt. Allerdings weisen sie darauf hin, dass die Krankenkassen Extraleistungen auch streichen können. Zudem handelt es sich bei den meisten genannten Krankenkassen um regionale Anbieter, wie zum Beispiel die AOK Bremen und Hessen, BKK Freudenberg, Ikk Nord und Südwest. Einzig die Bahn-BKK bietet überregional den vollen Zuschuss, sofern beide Ehepartner bei der Kasse versichert sind.
Finanzielle Hilfe für Unverheiratete

Angesichts der hohen Kosten kann sich laut Finanztest ein Wechsel zu einer Krankenkasse mit solchen Extraleistungen lohnen. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Wer mindestens 18 Monate bei einer Krankenkasse versichert war, kann zu einer mit besseren Konditionen wechseln. Privatversicherte sollten prüfen, welchen Anteil ihre Krankenkasse zahlt.

Zudem sollten Paare sich erkundigen, welche Bundesländer unter welchen Voraussetzungen einen Zuschuss gewähren. In Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt erhalten beispielsweise auch Unverheiratete für einige Verfahren finanzielle Hilfen.

Paare müssen Länderzuschüsse für jeden Behandlungszyklus separat beantragen - meist ist dies online bei der zuständigen Kinderwunsch-Stelle möglich.

Grundsätzlich sollte die Behandlung erst beginnen, wenn die Krankenkasse den Behandlungs- und Kostenplan bewilligt hat. Damit Paare nicht auf Kosten sitzen bleiben. Der Behandlungsplan ist dann für ein Jahr gültig.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Corona und Krankenversicherung - Was Privatversicherte in Geldnot tun könn

Postby Weltbookadmin47 » 24. Apr 2020 14:02

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-Privat ... 36860.html

Freitag, 24. April 2020
Corona und Krankenversicherung - Was Privatversicherte in Geldnot tun können
Kostenfalle Krankenversicherung ? Zumindest ist das Wechseln von privat zu gesetzlich alles andere als leicht. Foto: Kai Remmers

Versicherte können bei Zahlungsschwierigkeiten die Beiträge aussetzen, sofern sie wegen der Corona-Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind.

(Foto: dpa)
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Privat Krankenversicherte können Einkommenseinbußen wegen der Corona-Krise hart treffen. Denn die Beiträge werden trotzdem fällig. Es gibt aber Möglichkeiten, die Kosten zu senken.

Die Corona-Pandemie sorgt bei vielen für finanzielle Engpässe. Privat Krankenversicherte haben aus diesem Grund oft Probleme, ihre Beiträge zu bezahlen. Versicherte sollten bei Zahlungsschwierigkeiten in jedem Fall frühzeitig das direkte Gespräch mit ihrem Versicherer suchen, der sie individuell beraten muss, erklärt der Bund der Versicherten (BdV) in Hamburg.

Allerdings gibt es gesetzliche Erleichterungen für Betroffene: Versicherte können bei Zahlungsschwierigkeiten die Beiträge aussetzen, sofern sie wegen der Corona-Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind. Die Beiträge müssen aber nachgezahlt werden.

Betroffene, die aufgrund der aktuellen Situation auf Sozialleistungen angewiesen sind und zum Beispiel Arbeitslosengeld II beziehen, sollten das dem Versicherer und dem Grundsicherungsamt mitteilen. Der Versicherer und das Amt zahlen dann den PKV-Beitrag je zur Hälfte, solange der Beitrag zum brancheneinheitlichen Basistarif nicht überschritten wird.
Rückkehr aus Basistarif in alten Tarif vereinfacht

Wer in so einer Notlage in den Basistarif wechseln muss, der hat nach den Plänen des Bundeskabinetts künftig die Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren in den Ursprungstarif zurückzukehren, ohne dass er dann Risikozuschläge zahlen muss. Versicherte sollten sich in jedem Fall beraten lassen, damit ein bedarfsgerechter Versicherungsschutz sichergestellt ist, rät der BdV.

Ihren Beitrag können Versicherte auch senken, indem sie in einen anderen Tarif ihres Versicherers wechseln. Dieses Recht steht ihnen gesetzlich zu. Dabei sollten aber nur Leistungen reduziert werden, die nicht dringend notwendig sind, wie zum Beispiel Chefarztbehandlung im Krankenhaus, empfehlen die Versicherungsexperten.

Der Haken: Wer später wieder zurück in den vorherigen Tarif wechseln will, muss seinen Gesundheitszustand neu bewerten lassen. Betroffene sollten sich am besten mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen. Laut BdV gibt es derzeit einzelne Versicherer, die Corona-bedingt die Rückkehrmöglichkeiten erleichtert haben.
Notlagentarif besser vermeiden

Wer in einer existenziellen Notlage ist, aber keine Grundsicherung bezieht und auch keine Corona-bedingte Notlage nachweisen kann, der wird in den sogenannten Notlagentarif umgestellt, wenn er die Beiträge nicht zahlen kann. Dieser Tarif leistet nur bei Akutbehandlungen und Schmerzzuständen und ist nach Ansicht des BdV nicht zu empfehlen.

Alle, die schon vor 2009 in die PKV eingetreten sind, können unter bestimmten Voraussetzungen in den Standardtarif wechseln. Dieser ist vergleichsweise günstig und orientiert sich an den GKV-Leistungen. Aber auch hier gilt, dass Betroffene sich in jedem Fall vom Versicherer beraten lassen sollten.
Verbleib in PKV auch bei Kurzarbeit

Viele Beschäftigte haben wegen Kurzarbeit derzeit weniger Einkommen. Dadurch können die Betroffenen unter die Versicherungspflichtgrenze (2020: 62.550 Euro) fallen. Der Verbleib in der privaten Krankenversicherung ist aber in der Regel trotzdem möglich, erklärt der Verband der Privaten Krankenversicherung PKV.

Solche Einkommensausfälle lösen grundsätzlich keine Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenversicherung aus, wenn es sich nur um eine zeitlich begrenzte Einbuße handelt, erklärt der Verband. Dies gilt unabhängig von der Höhe des Kurzlohns und des Kurzarbeitergeldes.
Für Wechsel in die GKV gibt es Hürden

Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist nur in wenigen Ausnahmefällen eine Option. Der Wechsel ist nicht frei wählbar. Voraussetzung ist vielmehr, dass eine Versicherungspflicht in der GKV entsteht. Das ist zum Beispiel beim Bezug von Arbeitslosengeld I der Fall. Auch das Alter spielt eine Rolle. Ein Wechsel ab dem 55. Lebensjahr ist schwierig.

In bestimmten Fällen kann auch eine Familienversicherung über den Ehepartner in der GKV möglich sein. Zu diesen komplizierten Fällen, die sozialrechtlich geregelt sind, sollten sich Betroffene bei einer gesetzlichen Krankenkasse beraten lassen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Alles halb so wild ? - So gefährlich sind die Corona-Leugner

Postby Weltbookadmin47 » 25. Apr 2020 09:46

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/So-gefaehrl ... 35594.html

Samstag, 25. April 2020
Alles halb so wild ? - So gefährlich sind die Corona-Leugner
Von Benjamin KonietznyDSC01092.jpg
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Demonstranten bei der "Hygienedemo" in Berlin am 18. April.

(Foto: REUTERS)
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Die Corona-Pandemie befeuert Verschwörungstheorien aller Art. Viele davon sind bizarr. Eine jedoch wird immer salonfähiger und findet inzwischen ihren Weg auch in die etablierte Politik.

Was verbindet alte Linke, die das Andenken an Rosa Luxemburg hochhalten wollen und "Nie wieder Faschismus" rufen, mit AfD-Anhängern, Impfgegnern, Trump-Fans, dem Holocaustleugner und selbsterklärten "Volkslehrer" Nikolai Nerling sowie Christen mit Jute-Säcken am Leib? Sie alle waren am vergangenen Samstag bei der sogenannten Hygienedemo vor der Berliner Volksbühne. Gemein haben sie ihre Ablehnung für die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung. Einigkeit besteht auch darüber, dass die von Medien und Politik "verbreitete", "offizielle" Version nicht richtig ist. Sind das schon Verschwörungstheoretiker oder einfach "besorgte Bürger"?

Hinter der "Hygienedemo" steckt die "Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand" des Schriftstellers und Journalisten Anselm Lenz. Im Interview mit dem Online-Magazin "Rubikon", in dessen Beiträgen in der Vergangenheit bereits darüber spekuliert wurde, ob Aids wirklich vom HI-Virus verursacht wird, beschreibt Lenz seine Motivation. Das Coronavirus verursache eine "vergleichsweise milde Infektwelle", die keinesfalls ein "de-facto-diktatorisches Notstandsregime" und die "maßlose Faschisierung des zivilen Lebens" rechtfertige. Lenz glaubt, hinter den Maßnahmen stecke ein "Komplott globaler Konzerne".

Er beschreibt sich selbst als "links". Tatsächlich hat er in der Vergangenheit für Tageszeitungen wie die "Taz" oder "Junge Welt" geschrieben. Dass aber auf seinen Demos auch Neonazis und Rechtsextreme mitlaufen, scheint vor der Größe des gemeinsamen Gegners zweitrangig zu sein. Stattdessen hat sich eine wilde Querfront von Außenseitern aus dem linken, rechten, esoterischen und religiösen Spektrum zusammengefunden.

Die Auffassung, die reale Bedrohung durch Covid-19 stehe in keinem Verhältnis zu den gigantischen Kosten für die Eindämmung eben jener, ist gar nicht so exotisch. Nach einigem Hin und Her scheint sich etwa in der größten deutschen Oppositionspartei AfD diese Sprachregelung durchgesetzt zu haben. Nach der jüngsten Regierungserklärung der Bundeskanzlerin sagte AfD-Fraktionschef Alexander Gauland, die Menschen in Deutschland hätten die Gefahr im Griff, der Staat sei bei der Bekämpfung der Pandemie "weitgehend überflüssig".

Die AfD ist bekannt dafür, gegen eindeutige Erkenntnisse der Wissenschaft - etwa beim Klimawandel - zu argumentieren. Doch das Spektrum all jener, die abstreiten, dass die Pandemie tatsächlich so gefährlich ist, reicht viel weiter. Auch Teile der FDP halten die Maßnahmen der Bundesregierung für überzogen, über die "Werte-Union" reicht die Auffassung bis in die CDU hinein. Einzelne Exekutiv-Politiker der Union erkennen den Sinn der Maßnahmen zwar an. Dennoch preschen sie bei der Lockerung vor. Es ist ein Aufwiegen von Menschenleben und wirtschaftlichen Einbußen.
Was "Klimaskeptiker" und "Corona-Skeptiker" verbindet

Gemein haben diese Akteure, dass sie größtenteils eindeutige Erkenntnisse der Wissenschaft mehr oder weniger ignorieren. Virologen und Epidemiologen warnen derzeit eindringlich davor, die Lebensverhältnisse zu früh zu normalisieren. Das Virus könnte sich dann gleichförmig in der Bevölkerung verteilen und bei einem erneuten Ausbruch zu deutlich höheren Opferzahlen führen.

Auffällig ist auch, dass es bei den eben Genannten beinahe die gleichen politischen Gruppen sind, die auch Zweifel an eindeutigen Erkenntnissen zum Klimawandel haben oder zumindest in Abrede stellen, dass drastische Mittel angemessen sind, um ihn zu bekämpfen. Die AfD leugnet einen Zusammenhang zwischen Mensch und Klimaveränderung grundsätzlich. Ex-FDP-Generalsekretärin Nicola Beer sagte noch vor rund einem Jahr, der Klimawandel sei überschätzt. FDP-Chef Christian Lindner wehrt sich immer wieder und leidenschaftlich dagegen, dass Klimaschutz auch Verzicht eines jeden Einzelnen bedeuten könne. Und auch in der Union gibt es teils erheblichen Widerstand gegen Maßnahmen, die den Ausstoß von CO2 reduzieren sollen - etwa die Abschaltung von Kohlekraftwerken.

Die Argumentation der "Klimaskeptiker", die weltweit dokumentierten, teils rasanten Veränderungen seien mehr oder weniger ein Zyklus der Natur, findet sich in abgewandelter Form auch bei den "Corona-Leugnern" wieder: Die Natur werde das schon regeln, gegen gewisse Gefahren sei der Mensch nun mal nicht gewappnet, Herden-Immunität werde den Erreger austrocknen und man dürfe diese Krise eben keinesfalls mit übertrieben hohen Mitteln bekämpfen.

Unter den Skeptikern gibt es deutliche Anleihen zu handfesten Verschwörungstheorien. Meist dann, wenn die Pandemie, die von sich aus nicht zwischen Reich oder Arm, zwischen "Mächtigen" und "einfachen Leuten" unterscheidet, zu einer festen Dichotomie hochstilisiert wird: Auf der einen Seite stehen die Verschwörer, die hinter dem Vorwand, eine Seuche zu bekämpfen, das Staatswesen verändern wollen - auf der anderen steht das einfache Volk, die Opfer der Verschwörung.
Auch die AfD warnt vor Bill Gates
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Panorama 06.04.20
"Kapazität von Milliarden Dosen" Gates: USA müssen Impfstofffabriken bauen

Die wirklich bizarren Einschätzungen finden sich allerdings eher bei Menschen oder Gruppierungen, die durchaus glauben, dass der Erreger gefährlich ist. Denn daraus nährt sich ihr Narrativ, die Pandemie sei ein bewusst gesteuertes Ereignis mit erheblichem Drohpotenzial. Eine Verschwörungstheorie dieser Art hält sich schon sehr lange und rankt sich um den Microsoft-Gründer und US-Milliardär Bill Gates. Seit Jahren warnt er vor dem Ausbruch einer Pandemie. Mehrfach hat er auch versucht, die Bundeskanzlerin zu mehr Engagement im Bereich der Vorsorge zu bewegen, die Stiftung von ihm und seiner Frau gibt ein Vermögen für den Ausbau globaler Gesundheitssysteme und die Suche nach Impfstoffen aus.

Dieses Engagement wollen verschiedene Gruppen nun als perfiden Plan enttarnt haben. Mal heißt es, Gates habe längst einen Impfstoff, den er bald der Welt präsentieren wird, um so Profit aus der Not der Menschen zu schlagen. Mal wird ihm unterstellt, er wolle die Menschen "digital zertifzieren", um mit der dann möglichen Überwachung seinen Einfluss in der Welt zu stärken. In den USA verbreiten rechte Aktivisten und Medien diese Theorien. In Deutschland hat die AfD davor gewarnt, Gates wolle mit der "digitalen Zertifizierung" die totale Überwachung an sich reißen.

Auch andere Theorien sind bereits in der Frühphase der Pandemie entstanden. Die offizielle Version - Sars-CoV-2 sei auf einem Tiermarkt in Wuhan auf den Menschen übergesprungen - wurde bereits damals angezweifelt. Naheliegend erschien nicht wenigen, dass die Pandemie von einem anderen Ort in der Millionenstadt ausging: dem Wuhan Institute of Virology. Richtig ist, dass in dem Labor der höchsten Schutzstufe seit Jahren Coronaviren an Fledermäusen untersucht werden. Ebenso kursieren Theorien, das Virus sei das Ergebnis eines Biowaffenprogramms - wahlweise Chinas oder der USA. Wie bei Theorien zu Weltverschwörungen leider üblich, bekommt auch der Staat Israel viel Platz eingeräumt. Mehrere Theorien ranken sich darum, wie Juden den Erreger in Umlauf gebracht haben. All diesen Behauptungen fehlt die faktenbasierte Grundlage. Das schließt allerdings die Aussage Pekings, der Erreger sei auf dem Tiermarkt entstanden, mit ein.
Wussten es die "Simpsons"? Hilft Kokain?

Andere glauben, der neue Mobilfunkstandard 5G habe den Erreger "aktiviert" und steuere ihn. In mehreren Ländern haben aufgebrachte Bürger, vermutlich aus diesem Grund, Mobilfunkmasten zerstört. Auch sind zahlreiche Theorien im Umlauf, das Virus sei "prophezeit" worden - sie drehen sich um den Buchautor Dean R. Koontz, die Hellseherin Sylvia Brown oder die Comicserie "Simpsons". Radikale Christen und Islamisten sprechen von einer "Strafe Gottes".
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Wissen 18.03.20
Faktencheck zu Coronavirusmythen Von Chlordioxid, Vertuschung und Zwiebeln

Auch was Behandlung und Vorsorge angeht, ist die Zahl der Theorien schier unendlich: Wahlweise soll der Konsum von Alkohol, Kokain, das Trinken von Flächendesinfektionsmitteln, das Essen von Zwiebeln, Vitamin C oder das Schwimmen in Chlorwasser helfen. All das wurde inzwischen widerlegt. Die Flut an Falschinformationen ist so groß, dass die Vereinten Nationen schon im März vor einer "Fake-News-Epidemie" gewarnt haben. Die Bundesregierung sah sich offenbar gezwungen, eine eigene Internetseite mit Faktenchecks zu veröffentlichen.

Die Corona-Verschwörungstheoretiker glauben teilweise an durchaus krude und bizarre Hintergründe zur Pandemie. Einiges davon erscheint nicht weniger absurd als Theorien, wonach die Erde flach ist, hohl oder eigentlich von Reptilien regiert wird. Die meisten dieser Menschen scheinen jedoch anzuerkennen, dass von dem Virus eine Gefahr ausgeht. Es ist also nicht abwegig, dass sie sich - auch aus Eigenschutz - an die Infektionsschutzregeln halten. Die erste Gruppe - die Corona-Leugner - streiten jedoch ab, dass der Erreger tatsächlich so gefährlich ist. Daher ist es naheliegend, dass sie auch Maßnahmen zur Nichtverbreitung weniger ernst nehmen. Zudem haben all jene, die behaupten, die Kosten stünden bei der Pandemie-Bekämpfung in keiner Relation zur eigentlichen Gefahr, eine wachsende Unterstützerzahl bis hinein in die großen Volksparteien. Das macht diese Gruppe letztlich gefährlicher für alle.

Quelle: ntv.de
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11 Patienten nach Corona-Medikamententest tot

Postby Weltbookadmin47 » 27. Apr 2020 09:38

Info Gesundheit
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Studie abgebrochen
11 Patienten nach Corona-Medikamententest tot
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Die Behandlung mit einem Malariamittel endete für mehrere Corona-Erkrankte tödlich. Die Dosis sei zu hoch gewesen und löste schwere Herzrhythmusstörungen aus.

Rund um den Globus wird derzeit nonstop an einem möglichen Medikament und einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gearbeitet. Aber nicht nur an neuen Mitteln wird geforscht, sondern zahlreiche Studien testen derzeit, ob vielleicht bereits vorhandene Medikamente bei der Behandlung von SARS-CoV-2 helfen.

Viele Experten glauben, dass das Malariamittel Resochin hier zum Einsatz kommen könnte. Besonders dessen Wirkstoff Chloroquin sei dabei wichtig. Kleine Studien in China und in Frankreich sollen gezeigt haben, dass es die Vermehrung des Coronavirus hemmt und so schlimme bis tödliche Verläufe minimiert werden.

Daher starteten mehrere Länder eigene Studien mit dem Malariamittel. Besonders tragisch ging eine solche Phase-II-Studie in Brasilien aus. Hier starben gleich elf von insgesamt 81 Coronavirus-Patienten an tödlichen Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelschäden. Schuld daran sollen die hohen Dosen an Chloroquin in Verbindung mit dem Antibiotikum Azithromycin sein. Da die Covid-19-Patienten meist deutlich älter als der durchschnittliche Malaria-Patient sind und auch oft unter Vorerkrankungen leiden, ist dieser Medikamenten-Cocktail besonders gefährlich.

Finanziert wurde die verheerende Studie vom brasilianischen Staat und das obwohl sie für eine Phase-II viel zu klein war. Hier wären eigentlich 450 Teilnehmer notwendig. Die Daten der Studie liegen dem Portal ""MedRxiv" vor. Placebo-Gruppen gab es nicht. Eine Hälte der Teilnehmer wurde über fünf Tage hinweg zweimal täglich eine Dosis von 450 Milligram Chloroquin verabreicht. Der anderen Hälfte wurde zehn Tage lang einmal täglich über 600 Milligramm verabreicht und das obwohl dies über dem Wert der vorgeschlagenen Dosierung der chinesischen und US-amerikanischen Behörden liegt.

Die Folge: bei den Patienten mit der hohen Dosierung traten nach zwei bis drei Tagen Herzrhytmusstörungen auf. Am sechsten Tag starben waren elf von ihnen tot. Die Studie wurde sofort abgebrochen.
Quelle: oe24 - https://m.oe24.at/welt/11-Patienten-nac ... 7nuNovMXn8
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11 Patienten nach Corona-Medikamententest tot

Postby Weltbookadmin47 » 28. Apr 2020 09:49

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Studie abgebrochen
11 Patienten nach Corona-Medikamententest tot
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Die Behandlung mit einem Malariamittel endete für mehrere Corona-Erkrankte tödlich. Die Dosis sei zu hoch gewesen und löste schwere Herzrhythmusstörungen aus.

Rund um den Globus wird derzeit nonstop an einem möglichen Medikament und einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gearbeitet. Aber nicht nur an neuen Mitteln wird geforscht, sondern zahlreiche Studien testen derzeit, ob vielleicht bereits vorhandene Medikamente bei der Behandlung von SARS-CoV-2 helfen.

Viele Experten glauben, dass das Malariamittel Resochin hier zum Einsatz kommen könnte. Besonders dessen Wirkstoff Chloroquin sei dabei wichtig. Kleine Studien in China und in Frankreich sollen gezeigt haben, dass es die Vermehrung des Coronavirus hemmt und so schlimme bis tödliche Verläufe minimiert werden.

Daher starteten mehrere Länder eigene Studien mit dem Malariamittel. Besonders tragisch ging eine solche Phase-II-Studie in Brasilien aus. Hier starben gleich elf von insgesamt 81 Coronavirus-Patienten an tödlichen Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelschäden. Schuld daran sollen die hohen Dosen an Chloroquin in Verbindung mit dem Antibiotikum Azithromycin sein. Da die Covid-19-Patienten meist deutlich älter als der durchschnittliche Malaria-Patient sind und auch oft unter Vorerkrankungen leiden, ist dieser Medikamenten-Cocktail besonders gefährlich.

Finanziert wurde die verheerende Studie vom brasilianischen Staat und das obwohl sie für eine Phase-II viel zu klein war. Hier wären eigentlich 450 Teilnehmer notwendig. Die Daten der Studie liegen dem Portal ""MedRxiv" vor. Placebo-Gruppen gab es nicht. Eine Hälte der Teilnehmer wurde über fünf Tage hinweg zweimal täglich eine Dosis von 450 Milligram Chloroquin verabreicht. Der anderen Hälfte wurde zehn Tage lang einmal täglich über 600 Milligramm verabreicht und das obwohl dies über dem Wert der vorgeschlagenen Dosierung der chinesischen und US-amerikanischen Behörden liegt.

Die Folge: bei den Patienten mit der hohen Dosierung traten nach zwei bis drei Tagen Herzrhytmusstörungen auf. Am sechsten Tag starben waren elf von ihnen tot. Die Studie wurde sofort abgebrochen.
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Zulassung für Covid-19-Patienten - Gilead legt "positive" Remdesivir-Studi

Postby Weltbookadmin47 » 29. Apr 2020 20:57

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Gilead-legt- ... 49340.html

Mittwoch, 29. April 2020
Update Zulassung für Covid-19-Patienten - Gilead legt "positive" Remdesivir-Studie vor
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Ist Remdesivir das Wundermittel im Kampf gegen Covid-19?

(Foto: REUTERS)
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Remdesivir gehört zu den Hoffnungsträgern im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Diese Wahrnehmung verstärkt sich, nachdem der US-Pharmariese Gilead "positive Ergebnisse" einer ersten klinischen Studie präsentiert. In China enttäuscht das eigentliche Ebola-Medikament allerdings.

Das Ebola-Mittel Remdesivir hat in einer klinischen Studie bei der Behandlung von Covid-19-Patienten in den USA überzeugt: Der Immunologe Anthony Fauci, der das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) leitet und US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise berät, sagte, die ersten Ergebnisse seien "sehr positiv" zu bewerten. Die Resultate müssten aber noch unabhängig geprüft und veröffentlicht werden, die Hinweise auf eine deutlich kürzere Krankheitsdauer seien aber vielversprechend.

Remdesivir habe eine "signifikant positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung" gezeigt, sagte Fauci. Die internationale klinische Studie sei mit Kontrollgruppen durchgeführt und die Datenerhebung von unabhängigen Experten begleitet worden.
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Frühstart 28.04.20
Epidemiologe zum Arbeitsplatz "Klimaanlagen können zur Weiterverbreitung beitragen"

Der US-amerikanische Pharmariese Gilead hatte das antivirale Mittel ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt. Den Angaben zufolge wurde die Covid-19-Studie mit mehr als 1000 Teilnehmern durchgeführt. Dabei sei Remdesivir mit einem Placebo verglichen worden. Das Mittel ist eines von mehreren Medikamenten, dessen Wirksamkeit im Kampf gegen das Coronavirus untersucht wird. Remdesivir ist bislang nirgendwo offiziell zugelassen.
Vier Tage schnellere Genesung

Patienten, die in Krankenhäusern an der Lungenkrankheit Covid-19 litten und Remdesivir bekamen, waren der Studie zufolge nach durchschnittlich 11 Tagen wieder genesen, die Patienten der Kontrollgruppe erst nach 15 Tagen. Auch die Sterblichkeitsrate sei etwas geringer gewesen, sagte Fauci. Damit seien jedoch nicht alle Probleme gelöst.

Die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde der USA (FDA) will Remdesivir dennoch rasch für Patienten zulassen, die mit einer schweren Form von Covid-19 ins Krankenhaus kommen. Eine formelle Zulassung werde sich jedoch noch wesentlich länger hinziehen und weitere Studien erfordern, erklärte Fauci.
US-Ergebnis widerspricht chinesischer Studie

Derweil veröffentlichte das Fachmagazin "The Lancet" eine Studie aus China, wonach Remdesivir bei der Behandlung der Lungenerkrankung Covid-19 nicht wirksam ist. Es gebe keinen "statistisch signifikanten klinischen Nutzen". Weder beschleunige das Mittel im Vergleich zu einem Placebo den Heilungsprozess, noch senke es die Sterblichkeitsrate von Patienten. Die Studienautoren verwiesen allerdings auf die geringere Zahl von nur 237 Versuchsteilnehmern.
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Die "Financial Times" hatte bereits vergangene Woche über die chinesische Studie und die augenscheinlich enttäuschenden Ergebnisse berichtet. Die Zeitung berief sich auf eine Zusammenfassung der Studie, die offenbar aus Versehen kurzzeitig auf der Website der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu sehen war.

Gilead hatte diese Darstellung zurückgewiesen. Die chinesische Studie sei wegen geringer Beteiligung vorzeitig beendet worden und daher statistisch nicht signifikant, erklärte das Unternehmen. Zudem sei aus den Daten ein "möglicher Nutzen von Remdesivir" abzuleiten, insbesondere bei Patienten in einem frühen Krankheitsstadium.
Zum Artikel + Video
https://www.n-tv.de/wissen/Gilead-legt- ... 49340.html
Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa
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Lockerungen im Überblick - Was ab wann wieder erlaubt ist

Postby Weltbookadmin47 » 7. May 2020 12:29

Info Gesundheit
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Donnerstag, 07. Mai 2020
Lockerungen im Überblick - Was ab wann wieder erlaubt ist
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Mit umfassenden Lockerungen der Corona-Auflagen geht Deutschland in den Mai. Abstand und Hygiene sind weiter geboten, ebenso ein leicht gelockertes Kontaktverbot. Viele lang vermisste Dinge des Alltags sind aber bald wieder möglich - ein Überblick.

Bislang war im Kampf gegen das Coronavirus vieles verboten, jetzt werden zahlreiche Beschränkungen in Deutschland gelockert oder ganz aufgehoben. Es ist schwierig geworden, den Überblick zu behalten, auch weil nahezu jedes Bundesland einen eigenen Weg einschlägt. Eine Übersicht - mit ein paar Eigenheiten der Länder.

Was muss ich beachten als Kunde im Einzelhandel?

Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen - egal wie groß sie sind. Einkaufen sollte also so gut wie überall möglich sein - wenn der Mund-Nasen-Schutz sitzt, der ist weiterhin Pflicht. Zudem dürfen nicht unbegrenzt viele Kunden in die Geschäfte, manchmal wird man also etwas warten müssen. Und in jedem Fall Abstand halten.

Was muss ich beachten als Sportler?
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Sport 06.05.20
Bobic zum Buli-Neustart "Riesen Vorsprung für den deutschen Fußball"

Freizeitsport unter freiem Himmel soll wieder möglich sein. Allerdings ebenfalls nur unter Wahrung des Mindestabstandes - Fußballspieler können also individuell trainieren, ein richtiges Zweikampfduell wird es aber weiter erstmal nicht geben. In Nordrhein-Westfalen sollen sogar Fitnessstudios und Trainingsräume von Vereinen am kommenden Montag wieder öffnen - das ist bislang aber eher die Ausnahme. In Hessen sollen sich Sportler zu Hause umkleiden, Duschen und Umkleidekabinen bleiben geschlossen.

Was muss ich beachten als Fußballfan?

Ab Mitte Mai dürfen die Profis der 1. und 2. Bundesliga wieder gegeneinander antreten. Wer im Stadion dabei sein will, hat aber erstmal Pech - fürs Erste wird es nur Geisterspiele geben, Zuschauen klappt nur per Fernseher. Fans von Borussia Mönchengladbach können zumindest in Form einer Pappfigur an Heimspielen teilnehmen. Interessierte können den Druck von Pappfiguren mit einem Foto von sich in Auftrag geben, die dann im sonst leeren Stadion angebracht werden sollen.

Was muss ich beachten als Vater oder Mutter von Kindergartenkindern oder Schülern?
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Panorama 06.05.20
Hygieneregeln in Kitas und Schulen Bundesländer wollen Notbetreuung ausweiten

Vor den Sommerferien soll jeder Schüler und jedes Vorschulkind möglichst noch mindestens einmal in die Schule oder in die Kita gehen. Details legen die Länder selbst fest, in Berlin zum Beispiel sollen alle Schüler möglichst bis Ende Mai wieder Präsenzunterricht bekommen. Für Kitas soll die Notbetreuung spätestens ab dem 11. Mai überall ausgeweitet werden. Von den Bundesländern gibt es auch hier bereits weitergehende Pläne. So will zum Beispiel Baden-Württemberg am 18. Mai die Kitas für bis zu 50 Prozent der Kinder öffnen.

Was muss ich beachten als Krankenhauspatient oder Bewohner einer Pflegeeinrichtung?

Zumindest ein ausgewählter Angehöriger wird bald wieder zu Besuch kommen dürfen. Bayern und Nordrhein-Westfalen etwa wollen Besuche bereits zum Ende der Woche wieder erlauben.

Was muss ich beachten als Restaurantgast?

Je nach Bundesland werden Restaurants früher oder später schrittweise wieder geöffnet. Nordrhein-Westfalen peilt den 11. Mai an, Rheinland-Pfalz den 13., Brandenburg und Berlin den 15. Mai. Gäste werden aber wie in anderen Bereichen mit Auflagen rechnen müssen.

Was muss ich beachten als Urlauber?

Für internationale Reisen gilt bis mindestens zum 15. Juni eine Reisewarnung - ab wann also Mallorca, Kroatien und Zypern wieder zu greifbaren Urlaubszielen werden, ist noch unklar. Urlaub an Deutschlands Küste oder in Bayern ist für Pfingsten und die Zeit danach aber wieder in greifbare Nähe gerückt. Auch hier ist vieles länderspezifisch: Zum Beispiel sollen in Sachsen-Anhalt die Hotels wieder für Menschen aus dem eigenen Bundesland öffnen, Thüringen will Campingplätze mit dem 13. Mai früher als andere öffnen.
Videos:
Hygieneregeln in Kitas und Schulen Bundesländer wollen Notbetreuung ausweiten
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 64110.html

Bobic zum Buli-Neustart "Riesen Vorsprung für den deutschen Fußball"
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/sp ... 64047.html

Mit umfassenden Lockerungen der Corona-Auflagen geht Deutschland in den Mai
https://www.n-tv.de/panorama/Was-ab-wan ... 64478.html
Quelle: ntv.de, Simon Sachseder, dpa
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Kriminelle an Pandemie angepasst - Interpol warnt vor Fake-Impfstoffen

Postby Weltbookadmin47 » 11. May 2020 18:28

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Interpol-wa ... 71661.html

Montag, 11. Mai 2020
Kriminelle an Pandemie angepasst - Interpol warnt vor Fake-Impfstoffen
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Remdesivir gilt als wirksames Medikament gegen Covid-19. Doch schon bald könnten Fälschungen des Wirkstoffes auf den Markt drängen, warnt Interpol.

(Foto: imago images/PPE)
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Was hilft gegen das Coronavirus? Wissenschaftler suchen weltweit akribisch nach wirksamen Mitteln. Die internationale Polizeiorganisation Interpol sorgt sich, Kriminelle könnten aus dem Hype um Medikamente und Impfstoffe Kapital schlagen.

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock warnt, dass sich Kriminelle die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen werden. Der illegale Handel mit gefälschten Produkten werde zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht sei, das Heilung oder Linderung verspreche, sagte Stock. Ähnliches sei bereits bei gefälschten medizinischen Produkten wie Schutzmasken oder Desinfektionsmitteln zu sehen. "Es wird eine weitere große Welle geben, eine globale Welle, wenn wir im Bereich eines Impfstoffes vorankommen", sagte der Generalsekretär der internationalen Polizeiorganisation.

Die weltweite Kriminalität habe sich schnell an die Coronavirus-Pandemie angepasst, so Stock. "In dem Sinne, dass sie die neuen Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen ausnutzt, um sich im Hinblick auf kriminelle Aktivitäten neu zu orientieren." Betroffen sei davon auch speziell das Gesundheitswesen - beispielsweise bei der Entsorgung kontaminierter Klinik-Abfälle. "Wir sehen, dass organisierte Kriminelle in Asien gegenwärtig verstärkt versuchen, in diesen Markt einzudringen. Sie unterbieten sich im Preis, sie halten sich nicht an entsprechende Regularien und versuchen sozusagen, die legitime Wirtschaft zu unterwandern." Stock geht davon aus, dass diese Praxis auch in anderen Teilen der Welt zu einem Problem werden könnte.
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Wissen 06.05.20
Weltweite Suche nach Impfstoff Braunschweiger Forscher entdecken Corona-Blocker

Interpol sitzt im französischen Lyon und ist mit 194 Mitgliedsländern die wichtigste Polizeiorganisation der Welt. Über Interpol tauschen Staaten Informationen zu gesuchten Personen aus und melden Entwicklungen im Bereich der organisierten Kriminalität. Stock warnte, dass Kriminelle nun die Coronavirus-Krise auch für den sogenannten Enkeltrick ausnutzten und versuchten, als vermeintliche Angehörige, alten Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die weltweiten Reise- und Ausgangseinschränkungen sind dem Interpol-Chef zufolge derzeit generell kein großes Hindernis für die Kriminalität. Täter müssten sich "sehr häufig nicht einmal bewegen, sondern können schlichtweg das Internet oder die modernen Möglichkeiten der Telekommunikation ausnutzen", warnte Stock. Im Bereich der Drogenkriminalität gebe es teilweise Lieferengpässe, beispielsweise bei benötigten Substanzen zur Herstellung von Rauschgift - allerdings nur in einem kleinen Ausmaß, so der Interpol-Generalsekretär.

Kriminelle nutzen Stock zufolge auch im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern nun noch stärker das Internet. Wegen der Reiseeinschränkungen würden Taten beispielsweise vermehrt live gestreamt. Interpol habe für die Verfolgung dieser Taten eine spezielle Gruppe eingerichtet. Das Thema erhalte auch bei der Zusammenarbeit mit den einzelnen Mitgliedsstaaten große Beachtung, betonte Stock.
Verstärkter Fokus auf Cyberkriminalität
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Politik 04.05.20
Weltweiter Wettlauf voll im Gang Trump rechnet mit Corona-Impfstoff noch 2020

Die Polizeiorganisation richtet nach Angaben des Generalsekretärs die Aufmerksamkeit derzeit auch besonders auf den Bereich der Cyberkriminalität. Er gehe davon aus, dass die Zahlen in diesem Bereich signifikant ansteigen werden. Dadurch, dass vorerst viele Menschen von Zuhause aus arbeiten, gebe es mehr Gelegenheiten, um beispielsweise in Rechner einzudringen und an wertvolle Daten zu gelangen, erklärte Stock. Interpol habe für das Thema Cybersecurity Experten-Gruppen und arbeite eng mit der Privatindustrie zusammen, erklärte der Generalsekretär.

Die Pandemie könne sich langfristig auf die weltweite Kriminalität auswirken, erklärte Stock - entscheidend sei dafür die wirtschaftliche Lage. Verlieren die Menschen wegen der ökonomischen Schwierigkeiten ihren Job, werde das auch einen Einfluss auf die Kriminalität haben, wie Stock sagte. "Die Menschen werden sich neue Einkommensquellen illegaler Art erschließen."
Videos
Weltweite Suche nach Impfstoff Braunschweiger Forscher entdecken Corona-Blocker
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 62895.html

Weltweiter Wettlauf voll im Gang Trump rechnet mit Corona-Impfstoff noch 2020
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/po ... 56998.html
Quelle: ntv.de, mba/dpa
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"Verzwickte Situation" - Pflegeheimsuche in Corona-Zeiten

Postby Weltbookadmin47 » 23. May 2020 12:51

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Pflegeheim ... 96899.html
"Verzwickte Situation" - Pflegeheimsuche in Corona-Zeiten
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"Viele warten im Moment aus Angst vor einer Ansteckung mit Corona ab und versuchen stattdessen, die Pflege zu Hause zu realisieren", sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Pflegebedarf richtet sich nicht nach Pandemien. Doch wer sich in Zeiten von Covid-19 auf die Suche nach einem Platz im Pflegeheim machen muss, tut das unter erschwerten Bedingungen.

Einen Platz im Pflegeheim zu finden, ist unter normalen Umständen schon nicht immer leicht - in Zeiten der Corona-Pandemie gilt das erst recht. Zum Teil dürfen die Heime keine neuen Bewohner aufnehmen. Besichtigungen? Fast immer nicht möglich. Und meist müssen Ältere oder Pflegebedürftige nach dem Einzug eine Zeit lang in Quarantäne, in einer für sie neuen Umgebung.

Dazu kommen Nachrichten von Covid-19-Ausbrüchen in Senioren- und Pflegeheimen mit teils vielen Toten. Keine Frage: Für Angehörige ist die jetzige Situation eine Herausforderung.

"Viele warten im Moment aus Angst vor einer Ansteckung mit Corona ab und versuchen stattdessen, die Pflege zu Hause zu realisieren", sagt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK. "Das geht mal mehr, mal weniger gut." Seien die Angehörigen berufstätig, werde es schnell schwierig. "Auch die ambulante Pflege kann das kaum auffangen, weil die Dienste kaum neue Kunden aufnehmen können." Es sei eine verzwickte Situation, so Bentele.
Unterschiedliche Regelungen in den Ländern

Ein Problem: Je nach Bundesland nehmen Heime gar keine Neubewohner auf. Die Regelungen seien sehr unterschiedlich, teilt die Diakonie auf Anfrage mit. Wie die Vorgaben der Landesministerien umgesetzt werden, dafür seien dann die Gesundheitsbehörden der Städte und Landkreise zuständig.

Nach Angaben der Caritas nehmen die Pflegeheime zwar in der Regel neue Bewohnerinnen und Bewohner auf - aber das sei eben je nach den Empfehlungen auf Landesebene und der Situation vor Ort verschieden geregelt. Zudem seien ein Test auf Covid-19 und eine Zeit der Quarantäne nach Einzug empfohlen.
Quarantäne als zusätzliche Belastung

Die Quarantäne ist eine zusätzliche Belastung, weiß Manfred Carrier von der Diakonie: "In der Regel bedeutet das: Zimmer nicht verlassen, keinen Besuch. Bewohnerinnen und Bewohner mit kognitiven Einschränkungen kommen da mitunter an ihre Grenzen."

Die Pflegeheim-Gruppe Korian teilt auf Anfrage mit: "Unsere Einrichtungen nehmen wieder neue Bewohner auf, wenn sie Kapazitäten haben und es keine Covid-19-Infektionen im Haus gibt." Um die Dauer der Quarantäne des neuen Bewohners zu verkürzen, führe man bei Einzug einen Test auf Covid-19 durch. Bis das Ergebnis - meist innerhalb von 48 Stunden - da sei, stehe der Bewohner unter Quarantäne, könne aber unter Beachtung entsprechender Abstands-, Hygiene- und Schutzvorkehrungen Besucher empfangen, heißt es.
Besichtigungen derzeit kaum möglich

Doch vor dem Einzug steht zunächst die Wahl des Pflegeheims. Zentral ist dabei die Besichtigung, doch genau die ist im Moment oft nicht oder nur eingeschränkt möglich. "Eigentlich geht man hin, spricht mit den Leuten, schaut sich um", sagt Pflegerechtsexpertin Verena Querling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Das fällt alles weg, weil es momentan nicht erlaubt ist."

Ein Probewohnen sei in der Regel im Moment gar nicht möglich, ergänzt Bentele. Eine Besichtigung von Einrichtungen sei sicherlich nicht im Sinne der infektionshygienischen Maßnahmen, erklärt eine Sprecherin der Caritas und verweist auf andere Informationsmöglichkeiten wie Flyer, Website oder Telefon.
Schutz der Bewohner hat Vorrang

Die Einrichtungen führten weiterhin individuelle Beratungsgespräche, teilt die Korian-Gruppe mit. Ein Rundgang allerdings sei derzeit nur bedingt, nach vorheriger Rücksprache mit der Einrichtungsleitung und mit behördlicher Zustimmung möglich.

"In manchen Bundesländern gibt es einen Aufnahmestopp, demzufolge sind auch Besichtigungen nicht möglich", erklärt eine DRK-Sprecherin. Der Schutz der Bewohner habe in allen Einrichtungen oberste Priorität - das bedeute: "Niemand, der nicht muss, sollte aktuell Senioren- oder Pflegeeinrichtungen betreten", so die Sprecherin.
Telefonat statt Besichtigung vor Ort

Auch Querling meint: "Man muss es also anders hinkriegen - sich zum Beispiel am Telefon etwas über das Pflegeheim erzählen lassen: Was gibt es für Angebote, wie ist der Umgang mit den Bewohnern?" Allein auf den Eindruck am Telefon sollte man sich aber nicht verlassen.

Die Verbraucherschützerin verweist auf schriftliche Broschüren der Heime. "Die müssen laut dem Wohn- und Betreuungsgesetz wahrheitsgetreu das Angebot widerspiegeln." Sonst könne man sich beschweren und gegebenenfalls auch Geld zurückverlangen. Idealerweise kommt es aber gar nicht erst dazu, weil man sich schon vorher genau mit Heim auseinandergesetzt hat.
Pflegenoten, Portale, Siegel - woran orientieren?

Ratsam ist darum auch ein Blick auf die Pflegenoten: Die vergibt der medizinische Dienst der Krankenkassen. Er prüft und bewertet die Heime nach vorgegebenen Kriterien, wie Querling erklärt. Sie rät aber, sich nicht nur auf die Durchschnittsnote zu verlassen. "Wir empfehlen dringend zu prüfen, wie das Heim in den einzelnen Kategorien abgeschnitten hat, die einem wichtig sind."

Allerdings gibt es an den Pflegenoten auch Kritik - vor allem, dass sie zu positiv seien. Sie sollen durch den sogenannten Pflege-TÜV abgelöst werden, einer anderen Art der Qualitätsprüfung - der ist wegen Corona aber erst einmal bis Ende September ausgesetzt.

Bewertungsportale sind aus Sicht der Verbraucherschützerin nur mit Vorsicht zu genießen: "Weil man nicht immer weiß, ob die von den Heimen bezahlt werden und nach welchen Kriterien sie genau bewerten." Als Orientierung nennt Querling noch das Siegel Grüner Haken - das vergeben geschulte Laientester auf Basis festgelegter Kriterien, wenn die Pflegeheime damit einverstanden seien, so die Expertin. "Gut ist, dass hier die Lebensqualität im Vordergrund steht."

Und wenn man sich doch entscheidet, lieber im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter zu Hause zu pflegen? Dann gibt es rund um die Pflege Angehöriger verschiedene Varianten, sich vom Beruf freistellen zulassen - auch für wenige Wochen. Allerdings kann man angesichts der Menge an Optionen schnell den Überblick verlieren und lässt sich am besten beraten. Einen Überblick zu Anlaufstellen, nicht nur für die Beratung in finanziellen Fragen, bietet etwa die Beratungsdatenbank des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).

Quelle: ntv.de, Tom Nebe, dpa
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Aktuelle Corona-Regeln - Das gilt jetzt in Ihrem Bundesland

Postby Weltbookadmin47 » 29. May 2020 14:35

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Das-gilt-j ... 12646.html

Freitag, 29. Mai 2020
Aktuelle Corona-Regeln - Das gilt jetzt in Ihrem Bundesland
Hygieneregeln stehen an einer Tür eines Klassenzimmers. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Je nach Bundesland gibt es Ausnahmen bei den Abstandsregeln.

(Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)
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Deutschland macht sich locker - immer mehr. Dank geringerer Corona-Fallzahlen kehrt peu à peu immer mehr Normalität in den Alltag zurück, wobei die neuen Regeln nicht für jedes Bundesland einheitlich gelten. Wo was erlaubt ist oder beachtet werden muss, lesen Sie hier.

Noch ist die Corona-Pandemie nicht zu Ende - doch die Entwicklung scheint beherrschbar. Infolgedessen werden die Regeln um das Virus einzudämmen, nach und nach gelockert. Doch da in Deutschland Föderalismus herrscht, gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. Ein Überblick:

Baden-Württemberg

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts gestattet. Das heißt, im öffentlichen Raum dürfen Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zusammenkommen, ohne den Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten zu müssen. Im privaten Rahmen dürfen höchstens zehn Personen zusammenkommen. Dies gilt nicht, wenn es sich bei den teilnehmenden Personen ausschließlich um direkte Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel) sowie Geschwister mit Nachkommen handelt oder die Personen dem eigenen Haushalt angehören, auch nicht für Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner der genannten Personen.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants und Gaststätten sind bereits unter Auflagen wieder geöffnet. Ab dem 2. Juni können unter Hygiene-Auflagen wieder Kneipen und Bars öffnen. Auch hier muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen eingehalten werden. Es gilt Sitzplatzpflicht (keine Stehplätze), Thekenverbot und Bedienpflicht. Kontaktdaten werden erhoben, um die Kontakte eventuell nachverfolgen zu können.

Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze et cetera dürfen ab dem 29. Mai wieder öffnen - unter Einhaltung von Mindestabstand und Hygienevorschriften. Auch hier dürfen nur die erlaubten Personengruppen zusammenkommen. Kontaktdaten werden erhoben.

Kultur und Freizeit

Ab dem 1. Juni dürfen nicht private Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen mit bis zu 100 Teilnehmenden stattfinden. Die Veranstalter müssen ein Hygienekonzept erarbeiten, das auf Anfrage vorgelegt werden muss.

Öffentliche Spielplätze sind bereits seit dem 6. Mai wieder geöffnet. Wenn möglich, soll der Mindestabstand von 1,5 Metern auch hier eingehalten werden. Kinder dürfen nur in Begleitung von Erwachsenen auf Spielplätze, nach Möglichkeit soll jedes Kind 10 Quadratmeter zur Verfügung haben. Erwachsene Begleitpersonen zählen nicht zur maximalen Belegzahl dazu. Ansonsten gelten die allgemeinen Corona-Verordnungen des Landes.

Sport

Fitnessstudios dürfen ab 2. Juni aufmachen. Es muss Abstand von mindestens 1,5 Metern zu allen anderen Sportlerinnen und Sportlern eingehalten werden. Gemeinschaftsbereiche wie Umkleiden und Sanitärräume müssen geschlossen bleiben. Alle Sportler und Sportlerinnen müssen ihren Namen und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Benutzte Sport- und Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung sorgfältig gereinigt und desinfiziert werden

Ein Training von Sport- und Spielsituationen oder Übungen, in denen ein direkter körperlicher Kontakt erforderlich oder möglich ist, ist nicht erlaubt. Training mit hochintensiver Ausdauerbelastung darf derzeit nur im Freien stattfinden. Ansammlungen im Eingangsbereich oder vor Getränkeausgabe dürfen nicht sein. Für Sportvereine gelten dieselben Regeln.

Hallenbäder öffnen ab dem 2. Juni, jedoch nur mit eingeschränktem Betrieb: Schwimmkurse, Schwimmunterricht, Prüfungsvorbereitung sowie Trainingseinheiten von Sportvereinen sind erlaubt. Maximal 10 Personen dürfen gleichzeitig trainieren. Jede Bahn darf nur von maximal drei Personen gleichzeitig genutzt werden, aufschwimmen und überholen ist hierbei nicht gestattet.

Wann Freibäder und Badeseen wieder öffnen, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Bei diesen Punkten sind Hygienekonzepte in Erarbeitung beziehungsweise in der Prüfung.

Bayern

Kontaktbeschränkungen

Bayern hat sich einer möglichen Lockerung noch nicht angeschlossen. Hier gelten bis auf Weiteres die bisherigen Bestimmungen. Treffen im engen Familienkreis oder mit einem zweiten Hausstand, also mit einem Freund oder dem Nachbarn und dessen jeweiliger Familie sind erlaubt - Gruppenbildung nicht. Die Empfehlung der Regierung: Die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, möglichst gering und den Personenkreis möglichst konstant halten. Die Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin.

Gastronomie und Tourismus

Außengastronomie: Die Biergärten und Außenbereiche von Restaurants dürfen ab 2. Juni ebenfalls bis 22 Uhr öffnen. Innenbereiche: Die seit 25. Mai geöffneten Innenbereiche der Gastro-Betriebe können bereits bis 22 Uhr Gäste bewirten. Gäste müssen immer einen Abstand von 1,5 Metern zueinander halten - außer am Tisch bei Personen oder Familien, denen der Umgang miteinander ohnehin erlaubt ist. Das Abstandsgebot gilt auch im Außenbereich, zum Beispiel im Biergarten. Davon abgesehen gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern auch zwischen Kellnern und Gästen. Im Rahmenkonzept heißt es: "Zur Gewährleistung des Mindestabstands zwischen Gast und Servicepersonal sind auch Abstriche im Service hinzunehmen". Gäste müssen in allen Bereichen außer am Tisch eine Maske tragen - also ab Betreten des Restaurants und auch beim Gang auf die Toilette. Das gilt auch für den Biergarten, sobald man vom Tisch aufsteht.

Alle Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen sowie Campingplätze, können bei strikter Wahrung der Hygienevorschriften ab dem Pfingstwochenende (30. Mai) wieder für Urlauber offenstehen. Auch bei Übernachtungen sind die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten: Eine Wohnung oder ein Zimmer beziehen nur Gäste, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist - wie etwa Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner. Gruppenübernachtungen sind derzeit nicht möglich.

Kultur und Freizeit

Ab dem 15. Juni ist die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Zugrundelegung des entsprechenden Konzepts des Wissenschaftsministeriums in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium (bis zu 50 Gäste in geschlossenen Räumen, bis zu 100 Gäste im Freien) möglich.

Außerdem ist ab dem 15. Juni die Wiederaufnahme des Kinobetriebs grundsätzlich möglich. Das Digitalministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein konkretes Hygienekonzept erarbeiten und veröffentlichen, das sich vor allem im Hinblick auf die zulässige Gesamtbesucherzahl und die zu beachtenden Hygienevorschriften an das Konzept für Kultureinrichtungen anlehnt.

Sport

Fitnessstudios dürfen ab dem 8. Juni. wieder aufmachen, natürlich müssen wie in anderen Bereichen ein bestimmtes Hygiene- und Abstandskonzept eingehalten werden (begrenzte Personenzahl, Masken, Abstände et cetera). Auch der Sport drinnen, also beispielsweise in Kletter- und Boulderhallen, ist ab dem 8. Juni wieder möglich, Outdoorsportarten ab 8. Juni wieder in Gruppen von bis zu 20 Personen. Außerdem läuft auch der Wettkampfbetrieb für kontaktlose Sportarten im Freien wie etwa Tennis wieder an. Kontaktloser Tanz oder Paartanz mit festem Partner ist ab 8. Juni in den Tanzschulen wieder erlaubt.

Freibäder öffnen unter Auflagen ab 8. Juni. Hallenbäder, Saunen sowie Wellnessbereiche bleiben vorerst geschlossen. Für den Freistaat gibt es im Fall der Freibad-Öffnungen keine gesonderten Regeln. Bislang sind lediglich die Ankündigungen der "Deutschen Gesellschaft für das Badewesen" bekannt, die für alle deutschen Freibäder gelten sollen.

Berlin

Zu Berlin lagen uns zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht alle aktualisierten Regeln vor.

Brandenburg

Kontaktbeschränkungen

Angehörige zweier Hausstände können sich im öffentlichen und privaten Raum treffen, zum Beispiel zwei Familien oder Paare, die jeweils in einem Haushalt leben. Dabei spielt die Gruppengröße keine Rolle (zum Beispiel bei kinderreichen Familien). Neu ist, dass sich außerdem nun auch bis zu 10 Personen aus unterschiedlichen Hausständen treffen können. So kann sich jetzt auch wieder die Clique treffen - mit bis zu 10 Leuten. Es gilt weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern sowie alle weiteren Hygienegebote.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants und Cafés können wieder öffnen, wenn die Hygieneregeln und der Mindestabstand eingehalten werden. Die Öffnungszeit ist auf die Zeit von 6 Uhr bis 22 Uhr beschränkt. Kneipen und Bars müssen geschlossen bleiben, wenn sie keine dort zubereiteten Speisen anbieten.

Hotels und Ferienwohnungen dürfen seit dem 25. Mai wieder vermietet werden - unter allen gängigen Hygiene-Maßnahmen. Auch Camping ist wieder möglich. Seit dem 15. Mai ist das Dauercamping und Wohnmobil-Camping wieder erlaubt. Allerdings muss man Zugang zu einem eigenen Sanitärsystem haben.

Kultur und Freizeit

Ab dem 6. Juni können Kulturveranstaltungen in Räumen mit bis zu 75 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen stattfinden. Zu den Veranstaltungsformaten gehören zum Beispiel Konzerte, Theater und Kinos. Mit den jetzigen Schritten wird es ab 13. Juni fast keine Einrichtungen mehr geben, die total geschlossen bleiben müssen. Ausnahmen, die genannt wurden, sind etwa Dampfsaunen und Indoorspielplätze.

Spielplätze sind bereits seit dem 9. Mai wieder offen. Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

Sport

Ab 28. Mai darf in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Turn- und Sporthallen, Fitness- und Tanzstudios sowie ähnlichen Einrichtungen wieder kontaktlos in geschlossenen Räumen trainiert werden, wenn alle Personen stets einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, keine Ansammlungen von Personen entstehen, regelmäßig Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen erfolgen, insbesondere bei der Nutzung von Geräten, in regelmäßiger und stündlicher Austausch der Raumluft durch Frischluft erfolgt und die Kontaktdaten der Nutzenden erhoben werden.

Freibäder sind bereits wieder geöffnet, unter folgenden Bedingungen: Das allgemeine Abstandsgebot sowie die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen werden eingehalten, insbesondere durch Steuerung und Beschränkung des Zutritts und der Nutzung von Geräten, die Sportausübung erfolgt kontaktfrei (gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die eine Sorge- oder Umgangsrecht besteht), es erfolgen regelmäßig die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, die Nutzung sanitärer Einrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräumen, WC-Anlagen, erfolgt unter strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden zum Zweck einer möglichen Infektionsnachverfolgung erhoben.

Ab dem 13. Juni dürfen Hallenbäder sowie Trockensaunen mit einer Temperatur über 80 Grad wieder öffnen. Aufgüsse sind allerdings nicht gestattet. Ab 13. Juni können Schwimm-, Spaß-, Freizeit- und Thermalbäder sowie sonstige Badeanlagen in geschlossenen Räumen wieder Gäste empfangen.

Bremen

Kontaktbeschränkungen

In Bremen dürfen sich nach wie vor nur Angehörige von maximal zwei Haushalten treffen. Zu allen anderen Personen gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Ausgenommen sind die Ehegattin oder der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner, die Partnerin oder der Partner einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft sowie deren oder dessen Kinder (Patchworkfamilie), Verwandte in gerader Linie sowie Geschwister und Geschwisterkinder.

Gastronomie und Tourismus

Gaststätten aller Art dürfen öffnen. Auch hier muss aber der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen eingehalten werden. Selbstbedienungsbuffets und Selbstbedienung sind untersagt. Buffets, bei denen Waren von einer Bedienung ausgegeben werden oder abgepackte Einzelportionen entnommen werden können, sind unter Einhaltung des Mindestabstands erlaubt. Insgesamt darf nicht mehr als die Hälfte der ursprünglich zugelassenen Plätze für die Gäste gleichzeitig belegt werden, es gilt Sitzplatzpflicht (keine Stehplätze), Thekenverbot und Bedienpflicht. Kontaktdaten werden erhoben, um die Kontakte eventuell nachverfolgen zu können.

Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze et cetera dürfen öffnen - unter Einhaltung von Mindestabstand und Hygienevorschriften. Auch hier dürfen nur die erlaubten Personengruppen zusammenkommen.

Kultur und Freizeit

Kinos, Theater, Opern, Konzerthäuser sind in Bremen noch geschlossen. Autokinos oder Autotheater sind jedoch erlaubt. Veranstaltungen sind ab dem 1. Juni unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen erlaubt. Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen. Mindestabstand und Hygienevorschriften müssen eingehalten werden.

Outdoor-Spielplätze sind geöffnet, vorausgesetzt, der Mindestabstand wird eingehalten. Auch Indoor-Spielplätze dürfen öffnen, wenn Mindestabstand eingehalten und pro Person eine Fläche von mindestens 20 Quadratmetern zur Verfügung gestellt wird.

Sport

Die Ausübung von Sport auf öffentlichen und nichtöffentlichen Freiluftsportanlagen und im öffentlichen Raum ist erlaubt, vorausgesetzt, Mindestabstand und Kontaktbeschränkungen werden eingehalten. Unter dieser Maßgabe ist auch die Ausübung von Sport in Gruppen zulässig, soweit pro Person eine Fläche von mindestens 10 Quadratmetern zur Verfügung gestellt wird. Umkleideräume und Duschen dürfen nicht geöffnet werden.

In Fitnessstudios gelten dieselben Regeln, hier müssen allerdings 20 Quadratmeter Bewegungsfläche pro Person gewährleistet sein. Sportgeräte müssen regelmäßig desinfiziert und gereinigt werden. Toiletten können zur Nutzung geöffnet werden, wenn Händewasch- oder Desinfektionsmittel sowie Papierhandtücher in ausreichender Menge bereitgehalten werden. Freibäder dürfen unter Auflagen ab dem 1. Juni, Hallenbäder erst wieder ab dem 1. Juli geöffnet werden.

Hamburg

Kontaktbeschränkungen

Private Treffen sind in Hamburg weiterhin nur zwischen den Angehörigen zweier Haushalte erlaubt - im Freien und im Haus. Bei allen Treffen dürfen allerdings nicht mehr als 10 Menschen aus diesen Haushalten zusammenkommen. Die Kontaktbeschränkung gilt auch für Feierlichkeiten in der eigenen Wohnung oder in der Gastronomie.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants, Kneipen, Biergärten, Cafés et cetera dürfen öffnen, wenn der Mindestabstand sowie die grundlegenden Hygieneregeln eingehalten werden. In jedem Betrieb müssen Gäste ihre Kontaktdaten zur Kontaktnachverfolgung hinterlassen. Reine Bars dürfen nicht öffnen.

Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen öffnen, solange Mindestabstand und Hygieneregeln eingehalten werden. Auch hier werden die Kontaktdaten erhoben. Buffets, Schlafräume mit mehr als vier Personen und Sauna- und Wellnessangebote sind nicht erlaubt.

Kultur und Freizeit

Kinos dürfen wieder öffnen - auch hier müssen Hygienevorschriften eingehalten und Kontaktdaten eingesammelt werden. Konzerte und andere Kultur-Großveranstaltungen sind bis zu einer Teilnehmerzahl von 50 Personen unter freiem Himmel erlaubt - mit vorheriger Genehmigung. Autokino und Autokonzerte sind ebenfalls erlaubt.

Freibäder dürfen ab dem 2. Juni wieder öffnen. Auch hier gelten Abstandsregeln. Duschen und -umkleiden dürfen nicht gemeinschaftlich genutzt werden. Hallenbäder, Wellness- und Saunabereiche bleiben aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen.

Spielplätze draußen sind bereits von 7 bis 20 Uhr wieder geöffnet. Auch Indoor-Spielplätze dürfen wieder öffnen, wenn ein Mindestabstand von 2,5 Metern eingehalten werden kann

Sport

Unter besonderen Bedingungen und Hygienevorschriften darf in Fitness- und Sportstudios sowie Yogastudios wieder trainiert werden. Beim Gewichtestemmen, dem Trainieren an der Ruderzugmaschine, beim Aerobic-Kurs, auf der Yogamatte, beim Tanzen oder an Spielgeräten muss jedoch ein Abstand von 2,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Draußen darf gemeinsam Sport getrieben werden, wenn der Mindestabstand eingehalten und die maximale Personenanzahl von zehn nicht überschritten wird. Wettkämpfe sind nicht zulässig.

Hessen

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, gemeinsam mit einer weiteren Person oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Auch in privaten geschlossenen Räumen oder im privaten Garten gelten diese Regelungen. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Öffentliche Verhaltensweisen wie gemeinsames Grillen oder Picknicken sowie Tanzveranstaltungen sind unabhängig von der Personenzahl untersagt.

Gastronomie und Tourismus

In sämtlichen gastronomischen Betrieben dürfen Speisen und Getränke zur Abholung oder Lieferung sowie zum Verzehr vor Ort angeboten werden. Es gelten spezielle Abstands- und Hygieneregeln.

Pensionen, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen öffnen, wenn die Hygieneregeln und der Mindestabstand eingehalten werden. Saunen und Wellnessbereiche dürfen nur von Übernachtungsgästen genutzt werden.

Kultur und Freizeit

Kulturangebote wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und Ähnliches können wieder öffnen. Allerdings gilt auch hier ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, ausgenommen zwischen Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes. Die Teilnehmerzahl der einzelnen Veranstaltungen darf 100 nicht übersteigen. Erlaubt ist maximal eine Person je für den Publikumsverkehr zugänglicher Grundfläche von 5 Quadratmetern. Es werden Kontaktdaten zur Nachverfolgung erhoben, andere Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiterhin. Museen und Zoos sind unter diesen Auflagen ebenfalls geöffnet.

Spielplätze draußen sind geöffnet, auch hier gelten die üblichen Abstandsregeln.

Sport

Der Trainingsbetrieb ist in Fitnessstudios und anderen Sporteinrichtungen gestattet, wenn er kontaktfrei ausgeübt wird und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist. Gemeinsame Nutzung von Sportgeräten geht nur, wenn regelmäßig gereinigt und desinfiziert wird. Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten, ausgenommen Toiletten, müssen geschlossen bleiben.

Schwimmbäder, Thermalbäder, Saunen und ähnliche Einrichtungen müssen bislang noch geschlossen bleiben - ausgenommen davon sind Sportabiturienten und ab dem 2. Juni auch Schwimmvereine und Schwimmkurse.

Mecklenburg-Vorpommern

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und den Personen eines weiteren Hausstandes gestattet. Wo immer möglich, ist hier ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen einzuhalten. Dabei wird das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung empfohlen. In privaten Räumen sind neben diesen Regeln Familienbesuche sind möglich. Ausdrücklich untersagt sind Gruppenfeiern oder Veranstaltungen in privaten Wohnungen.

Eine Ausnahme gibt es für Zusammenkünfte aus familiären Anlässen, also zum Beispiel für Hochzeiten, Geburtstage, private Einschulungsfeiern oder auch Trauerfeiern. Diese Anlässe können mit einem Teilnehmerkreis von bis zu 30 Personen entweder zu Hause oder als geschlossene Gesellschaft in einer gastronomischen Einrichtung gefeiert beziehungsweise begangen werden. Dabei muss eine Gästeliste mit Kontaktdaten geführt und für mindestens vier Wochen verwahrt werden.

Gastronomie und Tourismus

Die Gastronomie darf seit dem 9. Mai wieder öffnen. Dabei hat sie besondere Schutzvorkehrungen zu beachten: Zwischen Gästen, die an einem Tisch sitzen, ist ein Abstand von 1,5 Metern zu wahren. An einem Tisch dürfen sich nicht mehr als 6 Gäste aufhalten; das Kontaktverbot ist dabei unbedingt weiter zu beachten. Gäste dürfen nur nach Reservierung bewirtet werden; eine Direktannahme von Gäste ohne Reservierung ist nur zulässig, wenn Warteschlangen vermieden werden. Es ist zu gewährleisten, dass nur in der Zeit von 6 bis 23 Uhr Gäste bewirtet werden und Veranstaltungen nicht stattfinden. Zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionen muss eine Person je Gästegruppe in einer Tagesanwesenheitsliste erfasst werden.

Seit dem 25. Mai können auch Bewohner anderer Bundesländer wieder Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen. Nicht möglich sind Tagesausflüge ohne Übernachtung. Hotels, Pensionen, Gasthöfe, Ferienunterkünfte, Jugendherbergen und Gruppenunterkünfte müssen ihre Tagesauslastung auf jeweils insgesamt 60 Prozent der Betten, Campingbetriebe auf 60 Prozent der Schlafgelegenheiten reduzieren. Ansonsten gelten die üblichen Hygienemaßnahmen.

Kultur und Freizeit

Museen, Zoos und Galerien haben bereits unter den gängigen Hygieneauflagen wieder geöffnet. Seit dem 25. Mai sind auch die Kinos wieder geöffnet, allerdings nur unter bestimmten Auflagen wie Begrenzung der Besucherzahlen zur Sicherstellung des Mindestabstands von 1,5 Metern für alle Kinobesucher, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes. Ein Verkauf von Speisen und Getränken im Eingangsbereich ist unter Beachtung der gestiegenen Hygienestandards erlaubt, ebenso die Mitnahme in den Saal, kein Verkauf im Saal. Wegeleitsystem und Abstandshaltung in gemeinsam genutzten Bereichen. Gewährleistung der Nachverfolgbarkeit durch Kontaktdatenerfassung.

Weiter geschlossen sind Freizeitparks, Schwimmhallen und Spaßbäder, Innen-Spielplätze, Bars, Clubs, Diskotheken und Theater.

Sport

Fitnessstudios sind unter bestimmten Auflagen geöffnet. Pro 10 Quadratmeter Fläche im Studio ist nicht mehr als eine Kundin beziehungsweise Kunde zugelassen, Fitnessgeräte sind so anzuordnen oder entsprechend abzusperren, dass der Abstand zwischen zwei gleichzeitig mit Personen besetzten Sportgeräten mindestens 2 Meter beträgt, Kontaktflächen aller Sportgeräte sind nach jeder Nutzung zu desinfizieren, Umkleidekabinen sind ausschließlich zum Umkleiden und zur Verwahrung der privaten Gegenstände in den Spinden zu nutzen. Duschen, Schwimmbecken, Saunen und Solarien müssen geschlossen bleiben, Kundinnen und Kunden müssen in einer Tagesanwesenheitsliste erfasst werden, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind in die vorgenannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln einzuweisen - Kundinnen und Kunden werden durch Hinweisschilder und Aushängen über die einzuhaltenden Regeln informiert.

Seit dem 25. Mai sind wieder Sporthallen und Sportvereine offen, allerdings nur für kontaktfreie Spiele/Trainings. Der Abstand muss eingehalten werden. Kein Handball oder Fußballtraining, keine Duschen.

Freibäder sind seit dem 25. Mai geöffnet, die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Duschen ist möglich, aber nur mit 1,50 Meter Abstand. Eine Empfehlung, aber kein Muss: Onlinekarten kaufen! Insbesondere muss die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Badegäste in abgegrenzten Bereichen beschränkt werden. Hallenbäder sind bis mindestens 15. Juni geschlossen.

Niedersachsen

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, gemeinsam mit einer weiteren Person oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Auch in privaten geschlossenen Räumen oder im privaten Garten gelten diese Regelungen. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants und andere gastronomische Betriebe sind geöffnet. Pro Tisch sind allerdings weiterhin nur Angehörige aus höchstens zwei Haushalten erlaubt, außerdem muss der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den Gästen eingehalten werden.

Hotels, Campingplätze und andere Beherbergungsbetriebe dürfen mit einer maximalen Auslastung von 60 Prozent Urlaubsgäste empfangen - Voraussetzung ist ein Hygienekonzept.

Sport

Der Trainingsbetrieb ist in Fitnessstudios und anderen Sporteinrichtungen gestattet, wenn er kontaktfrei ausgeübt wird und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist. Gemeinsame Nutzung von Sportgeräten geht nur, wenn regelmäßig gereinigt und desinfiziert wird. Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie die Gemeinschaftsräumlichkeiten, ausgenommen Toiletten, müssen geschlossen bleiben.

Freibäder dürfen öffnen, Hallenbäder nicht. Die Betreiber von Freibädern müssen aber den Zutritt steuern, Warteschlangen vermeiden und auch darauf achten, dass die Besucher auch im Bereich der Umkleiden und Duschen Abstandsvorgaben einhalten können.

Nordrhein-Westfalen

Kontaktbeschränkungen

Ab dem 30. Mai dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum und in Privaträumen treffen. Mehr Personen dürfen es nur sein, wenn sie aus maximal zwei Haushalten kommen. Voraussetzung: Die Rückverfolgbarkeit der am Treffen beteiligten Personen ist sichergestellt. Das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern gilt weiterhin.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants, Kneipen, Cafés et cetera dürfen wieder öffnen. Auch hier gelten aber die Beschränkungen zur Höchstanzahl von Personen. Ein Mindestabstand zwischen den Tischen ist vorgeschrieben, auch weitere Hygienemaßnahmen wie sachgemäße Reinigung, Maskenpflicht beim Betreten und eine Gesamthöchstanzahl von Personen in einem Raum sind Pflicht.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen unter Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Auch hier müssen alle Abstandsregeln sowie Hygienevorschriften eingehalten werden.

Kultur und Freizeit

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist notwendig, wenn mehr als ein Viertel der regulären Zuschauerkapazität oder mehr als 100 Personen zuschauen sollen. Wenn es weniger Personen sind, müssen dennoch die Hygienevorgaben eingehalten werden.

Kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel sowie mit strengen Auflagen auch in Gebäuden sind wieder möglich. Zulässig sind nicht mehr als 100 Zuschauer.

Spielplätze, auch Indoor, Freizeitparks, Ausflugsschiffe, Fahrrad- und Bootsverleihe dürfen unter Beachtung der Hygiene-Auflagen öffnen. Auch Freibäder dürfen wieder öffnen, solange der Mindestabstand und die Hygieneregeln eingehalten werden. In Hallenbädern ist nur der Betrieb von Bahnen-Schwimmbecken für den Schwimmsport unter Beachtung der in der Anlage zu dieser Verordnung festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards zulässig.

Sport

Fitnessstudios, Tanzschulen, Sporthallen sowie Kursräume der Sportvereine dürfen wieder öffnen. Umkleideräume und Sanitäranlagen bleiben aber geschlossen. Kontaktarmer Breitensport wie Tennis oder Golf sowie Trainingsbetrieb im Freien sind schon seit letztem Donnerstag wieder möglich. In Tanzschulen muss man mit einem festen Tanzpartner tanzen.

Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen - also bis zu zehn Personen - wird auch der nicht-kontaktfreie Sport im Freien wieder gestattet. Für zwei echte Fußballmannschaften reicht das nicht. Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport im Freien sind unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts wieder zulässig. Der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt bleibt untersagt.

Rheinland-Pfalz

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands oder alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands mit einer oder mehreren Personen eines weiteren Hausstands erlaubt. Im privaten Rahmen gibt es keine Beschränkungen, wenn der Garten groß genug ist und das Treffen nicht einer Großveranstaltung ähnelt. Sechs Personen können sich zwar ohne Einschränkungen treffen, das Land empfiehlt jedoch die Einhaltung der allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Gastronomie und Tourismus

Restaurants, Cafés, Kneipen et cetera sind geöffnet. Es gilt eine Maskenpflicht, außer unmittelbar am Platz. Vorher muss reserviert werden, Kontaktdaten werden erhoben. Die Betriebe dürfen nur im Zeitraum von 6.30 Uhr bis 22 Uhr öffnen. Zwischen den Tischen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Auch Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze sind unter sehr ähnlichen Auflagen wieder geöffnet, sofern die Nutzer über eigene sanitäre Anlagen verfügen.

Kultur und Freizeit

Museen, Kinos, Konzerthallen, Theater dürfen unter Einhaltung des Hygienekonzepts der Landesregierung öffnen. Karten müssen vorreserviert werden und Besucher müssen eine Maske tragen. Vor und hinter jedem Sitz müssen 1,5 Meter Abstand eingehalten werden. Soweit möglich sind Einbahnregelungen zu treffen und in Wartebereichen muss auf die Abstandseinhaltung hingewiesen werden.

Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 100 Personen unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen zulässig.

Outdoor-Spielplätze sind geöffnet. Kinder sind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres von der Maskenpflicht befreit. Wo immer möglich, soll ein Mindestabstand zwischen Personen, die nicht in einem Haushalt leben, von 1,50 Meter eingehalten werden.

Sport

Drei Meter Abstand zwischen den Sportgeräten. Ansonsten liegt die Grenze bei Trainings bei einer Fläche von 10 Quadratmetern pro Person. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Personen ist jederzeit einzuhalten. Wettkampfsituationen mit direktem Kontakt sind nicht erlaubt.

Breiten- und Freizeitsport ist zulässig. Nach Zustimmung des Eigentümers ist die Öffnung von Sportanlagen unter Einhaltung der normalen Schutzmaßnahmen erlaubt. Sport im Innenbereich ist möglich, wenn jede Person 10 Quadratmeter zur Verfügung hat. Mannschaftsspiel und Zuschauer sind nicht erlaubt. Die Umkleiden und Sanitäranlagen dürfen nur einzeln genutzt werden.

Untersagt ist die Öffnung oder Durchführung von öffentlichen und privaten Schwimm- und Spaßbädern in geschlossenen Räumen, Saunen, Thermen, Wellnessanlagen und ähnlichen Einrichtungen. Jedoch sollen am 10. Juni Hallenbäder und Saunen wieder öffnen.

In Freibädern muss auch im Schwimmbecken ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Es müssen Bahnmarkierungen im Becken angebracht werden und es muss ein Konzept zur einem geregelten Schwimmbetrieb vorliegen.

Saarland

Kontaktbeschränkungen

Drinnen wie auch draußen können sich Angehörige aus bis zu zwei Haushalten treffen. Physisch-soziale Kontakte sind auf ein absolut nötiges Minimum zu beschränken. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zu anderen Personen von eineinhalb Metern einzuhalten. Der Teilnehmerkreis einer Zusammenkunft in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken darf, ausgehend von einer Bezugsperson, nur den Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige sowie Angehörige eines weiteren Haushalts umfassen.

Gastronomie und Tourismus

Gaststätten sind im Saarland unter Auflagen wieder geöffnet, wenn der Betrieb frühestens um 6 Uhr beginnt und spätestens um 22 Uhr endet, das Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, sofern keine gesundheitlichen Gründe oder arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen. Der Zugang muss unter Vermeidung von Warteschlangen gesteuert werden, geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit mit Vor- und Familienname, Wohnort und Erreichbarkeit je eines Vertreters der anwesenden Haushalte sowie deren Ankunftszeit getroffen sind und die Einhaltung sonstiger geeigneter technischer, organisatorischer und persönlicher Infektionsschutzmaßnahmen für Beschäftigte und Gäste müsen getroffen werden.

Kultur und Freizeit

Museen, Zoos, Freizeit- und Tierparks sind bereits unter den üblichen Abstands- und Hygienemaßnahmen wieder geöffnet. Mit einem Stufenplan und unter strengen Hygienebestimmungen dürfen die Kinos im Saarland seit dem 18. Mai wieder Besucher empfangen.

Spielplätze können unter freiem Himmel unter Beachtung von infektionsschutzrechtlichen Auflagen der Ortspolizeibehörden und unter Beachtung besonderer Schutzvorkehrungen geöffnet werden.

Sport

Fitnessstudios dürfen bereits seit dem 18. Mai unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Die Verordnung gilt zunächst bis einschließlich 31. Mai. Der Kurs-, Trainings- und Sportbetrieb sowie der Betrieb von Tanzschulen kann unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen aufgenommen werden: Einhaltung der Beschränkungen, Ausübung allein oder in kleinen Gruppen von bis zu 5 Personen, bei denen das Training des Einzelnen im Vordergrund steht, kontaktfreie Durchführung, konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Geräten, keine Nutzung von Umkleidekabinen, keine Nutzung der Nassbereiche, Öffnung von gesonderten WC-Anlagen möglich, Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen, keine Nutzung von Gesellschafts- und Gemeinschaftsräumen an den Sportstätten, keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen durch die Aufnahme des Trainingsbetriebes und keine Zuschauer.

Der Betrieb von Sauna- und Badeanstalten, Wellnesszentren und Thermen ist noch verboten.

Sachsen

Kontaktbeschränkungen

Seit dem 15. Mai dürfen sich in Sachsen wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen. Das gilt für den öffentlichen Raum, die private Wohnung und auch den Garten. Neu erlaubt sind auch Zusammenkünfte von Schulkindern in der eigenen Wohnung mit bis zu drei weiteren Klassenkameraden, um gemeinsam lernen zu können. Das gilt auch für Treffen mit Kindern der eigenen festen Kita-Gruppe, damit Sorgeberechtigte sich die Kinderbetreuung teilen können.

Gastronomie und Tourismus

Gastronomiebetrieben ist die Öffnung wieder erlaubt, solange die Hygienemaßnahmen und der Mindestabstand eingehalten werden. Dasselbe gilt für Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze.

Kultur und Freizeit

Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser sind geöffnet, sofern ein von der zuständigen kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt. Auch Zoos, Tierparks et cetera sind wieder offen.

Geschlossen bleiben weiterhin Badeanstalten in geschlossenen Räumen, Saunen und Dampfbäder, Messeveranstaltungen, Spezialmärkte, Volksfeste, Jahrmärkte, Diskotheken, Clubs, Musikclubs, Reisebusreisen und Prostitutionsstätten sowie die Vermittlung von Prostitution.

Sport

Fitnessstudios sind seit dem 15. Mai wieder geöffnet - unter Auflagen. Sie müssen Möglichkeiten zur Desinfektion nach Betreten der Einrichtung zur Verfügung stellen. In Umkleide- und Sanitärbereichen muss der Mindestabstand zwischen allen Sportlern eingehalten werden. Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung gereinigt werden. Nach Möglichkeit sollte die Bezahlung per Überweisung erfolgen und der Tresen mit Plexiglasschutz versehen werden. Duschen werden nicht geöffnet.

Sportvereine dürfen Kurse anbieten, Abstandsregeln müssen eingehalten werden, ab 6. Juni sind wieder alle Mannschaftssportarten möglich, auch Wettkämpfe, Vereine müssen Hygienekonzepte erstellen.

Der Freistaat Sachsen hatte am 15. Mai als erstes Bundesland die Öffnung von Freibädern erlaubt. Wann auch die Hallenbäder folgen können, steht aktuell noch nicht fest. Bei Freibädern gilt: Abstandsregeln, kein Ruhebereich, keine Sammelumkleiden, in Umkleiden Mundschutzpflicht, Möglichkeiten zur Händedesinfektion müssen angeboten werden. In Saunen: Abstandsregeln, keine Aufgüsse.

Sachsen-Anhalt

Kontaktbeschränkungen

In der Öffentlichkeit darf man sich mit bis zu fünf Personen aufhalten, auch wenn sie nicht zum eigenen Haushalt gehören. Seit dem 28. Mai darf man in Sachsen-Anhalt bis zu 20 Gäste zu privaten Feiern einladen - auch im eigenen Garten.

Gastronomie und Tourismus

Gastronomiebetrieben ist die Öffnung wieder erlaubt, solange die Hygienemaßnahmen und der Mindestabstand eingehalten werden. Dasselbe gilt für Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze.

Kultur und Freizeit

In Sachsen-Anhalt sind ab dem 28. Mai fast alle Kultur- und Freizeitstätten wieder geöffnet. Dazu zählen Schwimmbäder, Freizeiteinrichtungen, Kinos, Theater, Museen, Zoos et cetera. An allen Orten gilt jedoch der Mindestabstand und die Hygieneregeln.

Sport

Fitnessstudios sind seit dem 28. Mai wieder unter Auflagen geöffnet. Sie müssen Möglichkeiten zur Desinfektion nach Betreten der Einrichtung zur Verfügung stellen. Duschen sind nicht geöffnet. Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung gereinigt werden.

Seit dem 28. Mai ist in Sachsen-Anhalt das Vereinstraining in Frei- und Hallenbädern wieder möglich. Vereinssport im Freien ist in Gruppen von bis zu fünf Menschen erlaubt. So kann in dem Bundesland beispielsweise wieder gerudert, Leichtathletik betrieben und Fußball gespielt werden. Möglich sind auch Tennis und Reiten. Voraussetzung sind Kontaktfreiheit und ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Schleswig-Holstein

Kontaktbeschränkungen

Der Aufenthalt im öffentlichen und privaten Raum ist nur alleine, gemeinsam mit einer weiteren Person oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Auch in privaten geschlossenen Räumen oder im privaten Garten gelten diese Regelungen. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ehegatten, Geschiedene, eingetragene Lebenspartner, Lebensgefährten, Geschwister, eigene Kinder und andere in gerader Linie Verwandte gelten die Regeln nicht, allerdings dürfen sich hier nicht mehr als zehn Personen zusammenfinden.

Gastronomie und Tourismus

Gaststätten aller Art dürfen zwischen 5 und 22 Uhr öffnen. Auch hier muss aber der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Tischen eingehalten werden. Buffets sind untersagt. Alle Gaststättenbetreiber müssen ein Hygienekonzept vorlegen und die Kontaktdaten der Menschen erheben. Die gleichzeitige Bewirtung von mehr als 50 Gästen erfolgt nur, wenn das Hygienekonzept zuvor der zuständigen Behörde angezeigt worden ist.

Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze et cetera dürfen öffnen - unter Einhaltung von Mindestabstand und Hygienevorschriften. Kontaktdaten werden erhoben. Auch hier dürfen nur die erlaubten Personengruppen zusammenkommen.

Kultur und Freizeit

Museen, Tierparks, Wildparks und Zoos sind unter Einhaltung der Abstandsregeln geöffnet. Kinos, Theater, Oper und Konzerthäuser dürfen wieder öffnen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet ist. Veranstaltungen sind nur bis zu einer Maximalpersonenanzahl von 50 Menschen erlaubt. Es werden Kontaktdaten erhoben.

Spielplätze sind geöffnet, die Betreiber müssen aber ein Hygienekonzept erstellen und die Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Sport

Der Besuch von Fitnessstudios ist erlaubt, aber die Abstände und Hygienemaßnahmen sind unbedingt einzuhalten. Gemeinschaftseinrichtungen blieben geschlossen (Duschen, Saunen et cetera), größere Abstände bei schweißtreibenden Aktivitäten wie Cardio müssen eingehalten und die Kontaktdaten müssen abgegeben werden. Dieselben Regeln gelten für Sportvereine.

Frei- und Hallenbäder bleiben bis auf Weiteres geschlossen, nur Naturbäder und Seen dürfen öffnen. Duschen, Umkleiden et cetera müssen geschlossen bleiben.

Thüringen

Kontaktbeschränkungen

Seit dem 13. Mai dürfen sich in Thüringen wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen. Das gilt für den öffentlichen Raum, die private Wohnung und auch den Garten. Zu allen anderen Personen gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Ausgenommen sind die Ehegattin oder den Ehegatten, die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner, die Partnerin oder den Partner einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft sowie deren oder dessen Kinder (Patchworkfamilie), Verwandte in gerader Linie sowie Geschwister und Geschwisterkinder.

Ab 6. Juni sollen die Regelungen weitestgehend aufgehoben werden. Demnach sollen noch Masken- und Abstandspflicht gelten. Details sind allerdings noch unklar.

Gastronomie und Tourismus

Gastronomiebetrieben ist die Öffnung wieder erlaubt, solange die Hygienemaßnahmen und der Mindestabstand eingehalten werden. Dasselbe gilt für Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze.

Kultur und Freizeit

Kinos, Theater und Kultureinrichtungen mit Veranstaltungsbetrieb allgemein sind in Thüringen bislang noch geschlossen. Geöffnet dagegen sind unter Auflagen Zoos, Museen und Galerien.

Spielplätze sind ebenfalls geöffnet, sofern sich an die Abstandsregelungen gehalten wird.

Sport

Fitnessstudios sind erst ab dem 1. Juni geöffnet. Es muss Möglichkeiten zur Desinfektion nach Betreten der Einrichtung geben. Höchstanzahl an Gästen. In Umkleide- und Sanitärbereichen muss der Mindestabstand zwischen allen Sportlern eingehalten werden. Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung gereinigt werden. Nach Möglichkeit sollte die Bezahlung per Überweisung erfolgen und der Tresen mit Plexiglasschutz versehen werden. Keine Duschen.

Vereins-, Reha-, Gesundheits- und Leistungssport ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, auch in geschlossenen Räumen. Beachtet werden müssen insbesondere Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen und regelmäßige Desinfektionen. Personen, die sich krank fühlen oder Krankheitssymptome zeigen, dürfen nicht am Sportbetrieb teilnehmen.

Freibäder und Badeseen sind ab dem 1. Juni geöffnet. Es sind Abstandsregeln einzuhalten. Es dürfen kein Ruhebereich, keine Sammelumkleiden geöffnet werden. In Umkleiden herrscht Mundschutzpflicht, Möglichkeiten zur Händedesinfektion müssen geboten werden. Hallenbäder bleiben vorerst geschlossen.

Quelle: ntv.de, awi
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