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Vitamin C aus Obst und Gemüse - Risiko für Grauen Star kann minimiert werd

Postby Weltbookadmin47 » 15. May 2016 18:00

Risiko für Grauen Star kann minimiert werden.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Risiko-fuer-G ... 91481.html
Sonntag, 15. Mai 2016
Vitamin C aus Obst und Gemüse - Risiko für Grauen Star kann minimiert werden

Die Eintrübung der Augenlinse ist die häufigste Ursache für Sehbehinderungen und Erblindungen weltweit, obwohl man sich relativ leicht davor schützen kann. Vorausgesetzt, man hat Zugang zu Vitamin C in Lebensmitteln.

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Der Graue Star trifft in Deutschland knapp zehn Millionen Menschen. Auch wenn die Erkrankung der Augen, die medizinisch als Katarakt bezeichnet wird, operativ behandelt werden kann, ist es sinnvoll, sich davor zu schützen. Londoner Forscher haben herausgefunden, dass eine Vitamin-C-reiche Ernährung die Augenlinsen vor einer Eintrübung schützt.

Für ihre Untersuchung beobachteten die Forscher die Ernährungsgewohnheiten von 324 weiblichen Zwillingspärchen über einen Zeitraum von zehn Jahren und glichen diese mit einer eventuellen Linseneintrübung ab. "Genetische Untersuchungen an den Schwestern zeigten, dass das Erbgut nur zu einem Drittel für Fortschritt und Schweregrad des Grauen Stars verantwortlich ist", bewertet Professor Horst Helbig, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), die Studienergebnisse. "Umweltfaktoren, Alter und Lebensstil spielen eine deutlich größere Rolle." Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitamin C schütze die Augenlinse. Die Forscher gehen davon aus, dass Vitamin C sich in der Augenflüssigkeit ansammelt und dort die Trübung der Linse verhindert.
Mehr Vitamin C in manchem Gemüse
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Die Studienergebnisse sollten aber kein Aufruf zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sein, betont Helbig und ergänzt: "Die meisten Menschen in Deutschland können sich mit Vitaminen ausreichend über Lebensmittel versorgen." Nicht nur Orangen, Grapefruit und Mandarinen sind reich an Vitamin C – Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl übertreffen die Zitrusfrüchte in dieser Hinsicht sogar. Vor allem Senioren sollten darauf achten, dass sie täglich ausreichend Vitamine über Obst und Gemüse zu sich nehmen.

Doch nicht nur die Ernährung beeinflusst die Gesundheit der Augen. Aus früheren Untersuchungen ging hervor, dass regelmäßige Bewegung und Sport, wie beispielsweise 60 Minuten tägliches Laufen oder Radfahren, das Risiko am Grauen Star zu erkranken, um 16 Prozent senkt. Doch ein gesunder Lebensstil kann auch vor anderen Augenerkrankungen schützen. Der Verzicht auf Nikotin etwa mindert das Risiko, an altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) zu erkranken. Diese Netzhauterkrankung ist irreversibel und kann nach und nach zur Erblindung führen. Vorbeugung ist deshalb besonders wichtig.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Hoffnung für Kopfschmerzpatienten - Grünes Licht hilft bei Migräne

Postby Weltbookadmin47 » 19. May 2016 09:53

Grünes Licht hilft bei Migräne.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Gruenes-Licht ... 26061.html
Donnerstag, 19. Mai 2016
Hoffnung für Kopfschmerzpatienten - Grünes Licht hilft bei Migräne

Wer unter Migräne leidet, reagiert meist sehr empfindlich auf Licht und zieht sich in eine dunkle Ecke zurück. Das gilt jedoch nicht für alle Farben: Einer US-Studie zufolge kann grünes Licht die Schmerzen sogar lindern. Ein "überraschender Befund", sagen deutsche Experten.

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Bei Migräne-Attacken vertragen lichtempfindliche Patienten grünes Licht wesentlich besser als andere Farben. Eine US-Studie deutet sogar darauf hin, dass gedämpftes grünes Licht bei etlichen Patienten die Schmerzen lindert. Das berichtet ein Team um Rami Burstein von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts) im Fachblatt "Brain". Deutsche Experten sprechen von einem überraschenden Befund, Hoffnungen auf eine therapeutische Nutzung seien jedoch noch verfrüht.

In Deutschland leiden schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung an Migräne, Frauen wesentlich häufiger als Männer. Bei den Kopfschmerz-Attacken reagieren fast 80 Prozent von ihnen sehr empfindlich auf Licht. "Diese Lichtphobie ist zwar nicht so schlimm wie der Kopfschmerz selbst, aber die Unfähigkeit, Licht zu ertragen, ist sehr einschränkend", wird Burstein in einer Mitteilung der Zeitschrift zitiert. "Viele Migräne-Patienten suchen die Dunkelheit und isolieren sich von Arbeit, Familie und Alltagsaktivitäten."
Schmerzintensität während eines Anfalls
Bei den Kopfschmerz-Attacken reagieren fast 80 Prozent der Migränepatienten sehr empfindlich auf Licht.
Bei den Kopfschmerz-Attacken reagieren fast 80 Prozent der Migränepatienten sehr empfindlich auf Licht.
(Foto: imago/Westend61)

Vor einigen Jahren hatte Burstein schon gezeigt, dass blinde Migräne-Patienten empfindlich auf blaues Licht reagieren. Nun prüfte das Team, wie Licht verschiedener Frequenzen auf normalsichtige Menschen wirkt, die gerade eine Migräne-Attacke erleiden. Dazu ließen sie 69 Patienten während eines Anfalls die Schmerzintensität auf einer Skala von 1 bis 10 einstufen. Die Studie bestätigte, dass fast 80 Prozent der Teilnehmer bei intensivem Licht - vergleichbar einer hellen Büro-Beleuchtung - eine Verschlimmerung ihrer Schmerzen empfanden, nur bei Grün waren es lediglich 40 Prozent.

Bei Licht mittlerer Intensität steigerten Blau (Frequenz um 447 Nanometer) und Rot (um 627 Nanometer) den Schmerz um etwa 19 Prozent, Gelb (um 590 Nanometer) um 15 Prozent, Grün (um 530 Nanometer) dagegen um weniger als 5 Prozent. Bei niedriger Intensität habe Grün die Schmerzstärke sogar um gut 15 Prozent gelindert, schreibt das Team.
Grünes Licht löst schwächste Signale aus

In einem zweiten Versuch maßen die Forscher die Stärke der elektrischen Signale in der Netzhaut (Retina) und in der Großhirnrinde (Cortex). Tatsächlich lösten blaues und rotes Licht in beiden Regionen die stärksten Signale aus, grünes dagegen die schwächsten.

Im dritten Schritt prüften die Wissenschaftler schließlich an Ratten die Aktivität von Nervenzellen im Hirnareal Thalamus, das wesentlich an der Schmerzweiterleitung zum Cortex beteiligt ist. Auch die dortigen Neuronen reagierten auf grünes Licht schwächer als auf alle anderen Farben. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Lichtphobie bei Migräne in der Netzhaut entsteht und im Thalamus justiert wird, aber nicht im Cortex", schreibt das Team. "Das weicht von derzeitigen Annahmen deutlich ab."

"Alles Licht außer Grün herauszufiltern, könnte sich als therapeutisch günstig für die Verbesserung der Lichtphobie und möglicherweise auch des Kopfschmerzes selbst erweisen", folgern die Autoren. Burstein ergänzt: "Ich hoffe, dass Patienten sehr bald direkt von diesen Resultaten profitieren können." So könne man etwa Lichtquellen entwickeln, die gedämpftes grünes Licht aussenden oder aber Brillen, die andere Farbfrequenzen herausfiltern.
"Technisch anspruchsvolle Studie"

Prof. Wolfgang Heide, Chefarzt der Neurologischen Klinik am
Allgemeinen Krankenhaus Celle, spricht von einer sehr ausführlichen, detaillierten und technisch anspruchsvollen Studie. "Sowohl die an der menschlichen Netzhaut mit dem Elektroretinogramm erhobenen Befunde als auch die tierexperimentellen Erkenntnisse zum Thalamus sind sehr überraschend. Sie bieten - sofern sie sich auf den Menschen übertragen lassen - eine neurophysiologische Erklärung dafür, dass bestimmte Wellenlängen des Lichts, ausgehend von den farbempfindlichen Sinneszellen der Netzhaut, die Schmerzempfindlichkeit unterschiedlich beeinflussen", sagt der Sprecher der Kommission Neuroophthalmologie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).
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Der Neuroophthalmologe Helmut Wilhelm von der Universitäts-Augenklinik Tübingen findet es hochinteressant, aber auch überraschend, dass Migräne-Patienten ausgerechnet Grün besser vertragen als andere Frequenzen. "Grün ist der Lichtbereich, auf den das Sehsystem eigentlich am empfindlichsten reagiert", sagt Wilhelm, der bei der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) die Sektion Neuroophthalmologie vertritt.

Die Vermutung, dass grünes Licht sich als therapeutische Maßnahme zur Schmerzlinderung eignen könnte, bewerten beide Experten zurückhaltend. Zum einen müsse dieses Resultat in größeren Studien bestätigt werden, zum anderen sei eine Linderung um 15 Prozent sehr gering. Dennoch könnten größere Studien zeigen, ob bestimmte Patientengruppen besonders stark davon profitieren. Zudem könne man den Frequenzbereich des grünen Lichts möglicherweise noch optimieren.
Bilderserie
Die Auslöser für Schmerzen sind vielfältig. Neben mechanischen Einwirkungen auf den Körper von außen ... Er kann sich im Körper dumpf, stechend, hämmernd oder ... Der Schmerz ... Akute oder chronische Pein Vom Sinn der Schmerzen

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Gegenmittel stammt aus einer Wanze - Auslöser für Multiple Sklerose identi

Postby Weltbookadmin47 » 27. May 2016 17:36

Auslöser für Multiple Sklerose identifiziert.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Ausloeser-fue ... 85466.html
Freitag, 27. Mai 2016
Gegenmittel stammt aus einer Wanze - Auslöser für Multiple Sklerose identifiziert

Die Symptome kommen plötzlich: Sehstörungen, Lähmungen, Gleichgewichtsverlust. Multiple Sklerose trifft vor allem junge Erwachsene. Forscher können nun nicht nur einen Auslöser für MS exakt benennen, sondern auch ein mögliches Heilmittel präsentieren.

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Lange Zeit hat man nicht genau verstanden, wie genau Multiple Sklerose (MS) entsteht. Bei der Autoimmunerkrankung, die vor allem bei jungen Erwachsenen auftritt, greift das Immunsystem den eigenen Körper an und zerstört bestimmte Bestandteile der Nervenhüllen in Gehirn und Rückenmark. Die Symptome wie Sehstörungen oder Lähmungen treten in Schüben auf und können zu dauerhaften Behinderungen führen.
Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankung ist der Überbegriff für eine Vielzahl an Krankheiten, bei denen das Immunsystem überreagiert und gegen körpereigenes Gewebe aktiv wird. Dadurch kommt es zu verschiedenen Entzündungsreaktionen, die langfristig zu Schäden an den betroffenen Organen führen.

Für diese Erkrankungen werden drei Dinge als Ursachen benannt: eine genetische Prädisposition, bestimmte Umweltfaktoren und Veränderungen in den Regulationsmechanismus der Immunabwehr.

Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer, vor allem im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

Forschern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Münster ist es nun gelungen, einen Auslöser zu bestimmen. "Wir konnten jetzt als Erste zeigen, dass ein bestimmter Bestandteil des Blutgerinnungssystems, der Blutgerinnungsfaktor XII (FXII), für die MS-Entstehung mitverantwortlich ist. Das ist völlig neu", sagt der Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen, Professor Christoph Kleinschnitz. Forscher hatten FXII schon länger im Visier, allerdings im Zusammenhang mit der Gerinnselbildung im Gehirn, wie beispielsweise beim Schlaganfall.

Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass der FXII-Spiegel im Blut von MS-Patienten während eines akuten Schubes besonders hoch ist. Zudem stellten sie bei Tests an Mäusen fest, dass MS-kranke Tiere, die nicht das sogenannten FXII-Gen in sich trugen, deutlich weniger neurologische Ausfallsymptome zeigen als die Vergleichstiere mit dem FXII-Gen. Zudem bildeten sich bei Ersteren weniger Interleukin-17A produzierende T-Zellen, die eine zentrale Rolle in der MS-Entstehung spielen. Und noch eines konnten die Forscher feststellen: Der spezielle Blutgerinnungsfaktor, auch als Hagemann-Faktor bekannt, aktiviert das Immunsystem bei MS über eine bestimmte Sorte sogenannter Dendritischer Zellen.
FXII kann man hemmen
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"Unter therapeutischen Gesichtspunkten hochspannend und relevant erscheint die Tatsache, dass wir im Tiermodell FXII durch eine neuartige Substanz (das Protein Infestin-4) hemmen konnten, das ursprünglich aus einer blutsaugenden Raubwanze gewonnen wurde", erklärt Professor Kleinschnitz. Die Blockade des FXII mittels Infestin-4 war auch dann noch wirksam, wenn die neurologischen Symptome bereits ausgebrochen waren.

Auf dieser Erkenntnisgrundlage könnte ein ganz neuer Ansatz für die MS-Therapie entwickelt werden. Weitere Tests mit Infestin-4 sind geplant. Doch "wir wollen keine falschen Hoffnungen wecken. Bis tatsächlich ein Medikament zur Verfügung steht, wird es bestimmt noch einige Zeit dauern“, betont Kleinschnitz. In Deutschland sind rund 140.000 Menschen von MS betroffen.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Süße Antibiotika - AlternativeManuka-Honig erobert die Welt

Postby Weltbookadmin47 » 5. Jun 2016 15:02

Manuka-Honig erobert die Welt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Manuka-Honig- ... 06051.html
Samstag, 04. Juni 2016
Süße Antibiotika - AlternativeManuka-Honig erobert die Welt

Von Julian Vetten

Wenn einem Naturprodukt wundersame Heilkräfte zugeschrieben werden, ist man gut damit beraten, Vorsicht walten zu lassen - besonders, wenn es schmeckt und teuer ist. Dass Ausnahmen die Regel bestätigen, beweist ein Honig aus Neuseeland.

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Honig ist schon was Tolles: Als Brotaufstrich oder im Salatdressing ist er lecker und als Wellnessprodukt erstaunlich beliebt - schon Kleopatra soll mit Bädern aus Milch und Honig ihre Haut so geschmeidig gehalten haben, dass nicht einmal der sonst so kühl-rationale Feldherr Julius Cäsar ihr widerstehen konnte. Dass Honig aber mittlerweile in einigen Krankenhäusern zur Wundheilung und als Antibiotikum-Ersatz zur Bekämpfung von Krankenhauskeimen verwendet wird, ist eher ungewöhnlich und lässt aufhorchen.
Enthält so viel MGO wie 50 bis 100 Tassen Kaffee: ein Löffel Manuka-Honig
Enthält so viel MGO wie 50 bis 100 Tassen Kaffee: ein Löffel Manuka-Honig
(Foto: imago/Westend61)

Manuka-Honig heißt das Naturprodukt, um das es geht. Es verdankt seine Bezeichnung dem gleichnamigen Baum, der fast überall auf den beiden neuseeländischen Hauptinseln wächst und dessen Blütenpollen von den heimischen Bienen gesammelt werden. Auch wenn Manuka-Honig in Neuseeland selbst schon früh Heilkräfte zugesprochen wurden, war der süße Saft im Rest der Welt so gut wie unbekannt. Erst Forscher von der Technischen Universität in Dresden brachten einen Stein ins Rollen, der heute nicht mehr aufzuhalten ist: "Vor ziemlich genau zehn Jahren haben wir uns generell mit den Inhaltsstoffen von Honig beschäftigt, speziell mit Zuckerabbauprodukten. Über Literaturrecherchen haben wir den Manuka-Honig in Neuseeland gefunden", sagt Thomas Henle. Der Professor für Lebensmittelchemie leitete damals die Untersuchungen und konnte seinen Augen kaum trauen, als er die Ergebnisse der Analysen studierte: "Wir haben MGO in einer Konzentration gefunden, von der wir nie erwartet hätten, dass sie in so hoher Konzentration in einem natürlichen Lebensmittel zu finden sein könnte."
Medizinischer Ritterschlag für Manuka-Honig

Methylglyoxal heißt die chemische Verbindung ausgeschrieben, die Professor Henle so in Aufregung versetzt. MGO gilt als Bakterienkiller und ist auch in vielen anderen Lebensmitteln zu finden - allerdings in verschwindend geringen Mengen: So müsste man beispielsweise zwischen 50 und 100 Tassen Kaffee trinken, um die Wirkung von ein bis zwei Löffeln Manuka-Honig zu erreichen. Und die ist unbestritten: "Beim Einsatz in der Wundheilung hat sich Manuka bewährt, sowohl bei größeren als auch bei kleineren Verletzungen", sagt Henle. Ein medizinischer Ritterschlag für den Honig, der seit der Veröffentlichung der Studie der TU Dresden einen weltweiten Boom erlebt.

"Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot", weiß auch Professor Henle. Längst hat sich Manuka-Honig aus der Esoterik-Ecke gelöst und findet fast überall Zuspruch. Da die neuseeländischen Züchter aber nur rund 1700 Tonnen echten Manuka-Honig pro Jahr produzieren können, äußert sich das nicht nur im Preis (mit 50 Euro für ein 500-Gramm-Glas muss man schon rechnen), sondern ruft auch diverse Schwindler auf den Plan. "MGO ist theoretisch auch künstlich herstellbar und wird mittlerweile auch immer häufiger von Fälschern normalem Honig zugesetzt", sagt Henle - ein weltweit verbotenes Gepansche.
Auf MGO-Werte achten

Wer in Deutschland auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Produkte mit Fantasiebezeichnungen wie "active plus" oder "active 10" meiden und stattdessen Erzeugnisse wählen, auf denen tatsächlich ein MGO-Wert angegeben ist. Der Wert beziffert den MGO-Gehalt in Milligramm pro Kilogramm und kann stark schwanken, zwischen 30 und 1200 ist generell alles möglich. Ein höherer Wert bedeutet dabei zwar immer auch eine stärkere Wirksamkeit, aber: "Wirksamkeitsstärke hängt nicht linear von der Konzentration ab", sagt Henle. Ein Honig mit 800 Milligramm MGO ist also nicht automatisch doppelt so wirksam wie das Pendant mit 400 Milligramm.
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Ein Ende der Manuka-Erfolgsstory ist noch lange nicht in Sicht, Professor Henle und sein Team vermuten, dass der Honig noch viel mehr kann als ohnehin gedacht: "Relativ neu ist die Eignung im Falle von Magenentzündungen, für die es bislang zwar wenige, dafür aber sehr interessante Belege gibt - eines der Gebiete, denen wir in den nächsten Jahren noch weiter auf den Grund gehen werden." Die Nachfrage dürfte bis dahin noch weiter steigen - gut, dass mittlerweile auch die Bienenzüchter im benachbarten Australien erste Manuka-Testballons steigen lassen.

Quelle: n-tv.de
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Immer mehr Geschlechtskrankheiten - Viele wissen nichts von ihrer Infektio

Postby Weltbookadmin47 » 6. Jun 2016 09:35

Viele wissen nichts von ihrer Infektion.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Viele-wissen- ... 49766.html
Sonntag, 05. Juni 2016
Immer mehr Geschlechtskrankheiten - Viele wissen nichts von ihrer Infektion

Nicht nur die Syphilis ist zurück. Auch andere Geschlechtskrankheiten, wie Chlamydien- oder Gonokokken-Infektionen nehmen wieder zu. Eine großangelegte Kampagne mit Comic-Figuren und ein Modell-Projekt sollen besser aufklären.

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Geschlechtskrankheiten verbreiten sich in Deutschland wieder stärker. Die Bundesregierung versucht, gegenzuhalten. Dazu gehört auch ein neues Modellprojekt in Bochum, das jetzt eröffnete "Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin". Es ist offen für alle und will auch die Menschen erreichen, die Hemmschwellen haben, bei Geschlechtskrankheiten zum Arzt zu gehen.

"Die Menschen kommen meist zu spät", sagt Prof. Norbert Brockmeyer, ärztlicher Leiter des Zentrums und Präsident der Deutschen Gesellschaft für sexuell übertragbare Krankheiten (DSTIG). Deshalb sei dieser niedrigschwellige Ansatz geschaffen worden. Betroffene können direkt von der Straße ins Zentrum gehen und um Rat fragen.
Wieder mehr Infektionen

"Die Syphilis ist wieder zurück", mahnt der Mediziner. Im vergangenen Jahr habe es eine Zunahme von fast 20 Prozent an Neuinfektionen auf rund 6800 Fälle gegeben. Auch andere sexuell übertragbare Infektionen hätten zugenommen, ausgenommen Aids. Brockmeyers Aussagen decken sich mit Einschätzungen vom Bundesgesundheitsministerium und vom Robert Koch-Institut (RKI).

"Wir haben ältere und sexuell sehr aktive Menschen, die Syphilis oder Gonokokken haben", sagt Brockmeyer. Das sei aber nicht alles. Im Kommen seien auch Chlamydien, die bis zur Unfruchtbarkeit führen können, humane Papillomviren, die Krebs an Geschlechtsorganen und im Gebärmutterhals erzeugen können, oder Herpes simplex.
Internet und Partydrogen
Video
Gefahr des schnellen Sex: Online-Dating-Portale fördern Geschlechtskrankheiten 21.04.16 – 01:30 min Mediathek Gefahr des schnellen Sex Online-Dating-Portale fördern Geschlechtskrankheiten

Gesundheitsexperten schätzen, dass das Internet vermehrt zu Bekanntschaften führt. Eine schnelle Vertrautheit verleitet dann zum Verzicht auf Kondome. Partydrogen täten ein Übriges, um die Schwelle zum ungeschützten Sex zu senken.

Viele Menschen wissen gar nichts von einer Infektion. "Wir haben eine nicht wirklich funktionierende Chlamydien-Vorsorge bei jungen Frauen", sagt Brockmeyer. Nur zwölf Prozent würden Vorsorgeangebote wahrnehmen. Bei Impfungen gegen humane Papillomviren seien es auch nur 40 Prozent. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat inzwischen eine Aufklärungskampagne mit Comics gestartet. Beispiel: Eine nackte Männerfigur kippt sich einen Eimer Eiswasser über das entzündete Geschlechtsteil. Kommentar dazu: "Wenn's im Schritt brennt - ab zum Arzt!"
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Das "Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin" in Bochum - nach eigenen Angaben in dieser Form bisher einmalig in Deutschland - beherbergt sechs Einrichtungen von der Beratung bis zur Behandlung. Das Bundesgesundheitsministerium übernimmt die wissenschaftliche Begleitung. Mit dabei sind unter anderem das St. Josef-Hospital in Bochum, die Aids-Hilfe, Pro Familia und eine von der Kirche finanzierte aufsuchende Beratung für Prostituierte.

"Das Zentrum bietet für jeden Einzelnen für die jeweilige Situation ganz neue Möglichkeiten des Herangehens an eine medizinische, psychosoziale Versorgung und Beratung", sagt Brockmeyer. Stellt sich heraus, dass die Kooperation im Zentrum Vorteile bringt, soll das System Schule machen.

Quelle: n-tv.de , Wolfgang Dahlmann, dpa
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Servicestelle und Krankenkasse: So kommen Patienten an Arzttermine

Postby Weltbookadmin47 » 6. Jun 2016 09:54

So kommen Patienten an Arzttermine.jpg

http://www.n-tv.de/ratgeber/So-kommen-P ... 66256.html
Montag, 06. Juni 2016
Servicestelle und Krankenkasse: So kommen Patienten an Arzttermine

Monatelang auf einen Termin beim Hautarzt warten? Das kennen viele gesetzlich Versicherte. Vor allem im Akutfall gibt es aber Mittel für einen rascheren Praxisbesuch.

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Vom Hausarzt kann man sich zu einem Facharzt überweisen lassen. Doch die Wartezeiten für einen Termin sind oft recht lang.
Vom Hausarzt kann man sich zu einem Facharzt überweisen lassen. Doch die Wartezeiten für einen Termin sind oft recht lang.
(Foto: dpa)

Kurzfristige Termine beim Facharzt sind Mangelware. Vor allem für gesetzlich Versicherte, wie eine Untersuchung im Auftrag der Grünen ergeben hat. Testanrufer wurden dabei mit Wartezeiten von mehreren Wochen und sogar Monaten konfrontiert.

Die Lage habe sich in den vergangenen Jahren noch verschlimmert, heißt es in der Studie. Was tun? Die Verbraucherzentrale Hessen hat mehrere Möglichkeiten für Patienten zusammengetragen.

Wie kommen Patienten schneller zum Facharzt?

Zum einen verweist Daniela Hubloher von der Patientenberatung der Verbraucherzentrale auf die Terminservicestellen der Kassenärzte. "Allerdings gibt es dabei Hürden", schränkt sie ein. So müsse zuerst ein Hausarzt die Dringlichkeit bescheinigen. "Nicht so schön" sei auch, dass man damit auf die freie Arztwahl verzichte. "Bei akuten Beschwerden ist das aber vielleicht zweitrangig." Zweite Option seien die Servicetelefone der Krankenkassen. Die Patienten machten damit durchweg gute Erfahrungen: "Die Verbraucher kommen damit relativ schnell zu einem Termin."
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Wie funktioniert die neue Terminservicestelle?

Dabei handelt es sich um ein Call-Center, das auf ein Bundesgesetz hin Ende Januar auch in Hessen eingerichtet wurde. Patienten sollen dort einen Termin mit höchstens vierwöchiger Wartezeit erhalten, müssen dafür unter Umständen aber eine längere Fahrt auf sich nehmen. Bei einem Augen- oder Frauenarzt kann der Service ohne Überweisung in Anspruch genommen werden. Falls es innerhalb der Frist keinen Termin gibt, können Patienten die Ambulanz eines Krankenhauses aufsuchen.

Gibt es auch einen direkten Weg, gerade in Akutfällen?

Patienten, die selbst beim Facharzt anrufen, rät die Medizinerin Hubloher von der Verbraucherzentrale: "Sagen Sie immer konkret, was die Beschwerden sind und versuchen Sie, sich mit dem Arzt direkt verbinden zu lassen." Vierte Möglichkeit, wenn man zuerst beim Hausarzt behandelt wird: "Fragen Sie den behandelnden Arzt, ob er bei einem Kollegen anrufen und um einen Termin bitten kann." Wenn es sich um einen dringenden Fall handle, machten die Ärzte das ihrer Erfahrung nach auch.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Bei Kindern und Jugendlichen - Viele Antidepressiva fast wirkungslos

Postby Weltbookadmin47 » 10. Jun 2016 09:36

Bei Kindern und Jugendlichen.jpg
Bei Kindern und Jugendlichen.jpg (19.83 KiB) Viewed 7613 times

http://www.n-tv.de/wissen/Viele-Antidep ... 03026.html
Freitag, 10. Juni 2016
Bei Kindern und Jugendlichen - Viele Antidepressiva fast wirkungslos

Antidepressiva sollen bei Depressionen helfen, auch Kindern und Jugendlichen. Doch die Medikamente, die auf dem Markt sind, tun das meist nicht. Eine Studie findet hingegen eine eher schädliche Wirkung.

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Die gängigen Medikamente zur Behandlung von Depressionen sind bei schwer depressiven Kindern und Jugendlichen weitgehend wirkungslos. In Einzelfällen könnten sie sogar suizidale Tendenzen der minderjährigen Patienten steigern, heißt es in der Studie eines internationalen Forscherteams, die das Fachblatt "The Lancet" veröffentlichte. Für die Studie hatten die Wissenschaftler die Befunde aus 34 klinischen Tests an mehr als 5000 Patienten im Alter zwischen neun und 18 Jahren ausgewertet.

Alleine das Antidepressivum Fluoxetin habe bei der Behandlung der Minderjährigen eine positive Wirkung gezeigt, heißt es in der Untersuchung. Der ebenfalls zur Depressionsbehandlung eingesetzte Wirkstoff Venlafaxin habe sogar stärker ausgeprägte Suizidgedanken bewirkt. Weitere Mittel seien weitgehend wirkungslos geblieben.
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Bei einer Abwägung von Risiken und potenziellem Nutzen zeichne sich "kein klarer Vorteil" für die Behandlung schwer depressiver Minderjähriger mit den gängigen Antidepressiva ab, resümieren die Autoren. Sie empfehlen eine genaue Beobachtung der minderjährigen Patienten, die mit solchen Mitteln behandelt werden. Die Studienautoren beklagten, dass es einen Mangel an gesicherten Erkenntnissen über die Auswirkung von Antidepressiva speziell bei Minderjährigen gebe.

Schwere Depressionen treten bei etwa drei Prozent der Kinder von sechs bis zwölf Jahren und bei sechs Prozent der Jugendlichen von 13 bis 18 Jahren auf. In den USA stieg der Anteil der Minderjährigen, die mit Antidepressiva behandelt werden, zwischen 2005 und 2012 von 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent.

Quelle: n-tv.de , sba/AFP
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Störung der Blutversorgung ? - Risikogene für Migräne entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 22. Jun 2016 19:43

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http://www.n-tv.de/wissen/Risikogene-fu ... 97721.html
Störung der Blutversorgung ? - Risikogene für Migräne entdeckt

Wer sie kennt, fürchtet sie: Migräne ist eine Erkrankung, die in Deutschland rund zehn Prozent der Menschen betrifft. Forscher identifizieren Gene, die mit Migräne zusammenhängen und können eine Verbindung zur Blutversorgung herstellen.

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Migräne ist eine neurologische Erkrankung, von der weltweit jede siebte Person betroffen ist. Zur Entstehung der unliebsamen Attacken gibt es eine Reihe von Theorien. Über die molekularen Ursachen der Migräne ist bislang allerdings wenig bekannt. Das erschwert das Finden von wirkungsvollen Therapien. In einer weltweit größten Studie haben Wissenschaftler nun insgesamt 38 unabhängige Genregionen im Erbgut ausgemacht, die mit Migräne in Verbindung stehen. Dafür untersuchten Forscher aus 12 Ländern die DNA-Proben von insgesamt 375.000 Menschen, die aus Europa, Amerika und Australien kommen. Insgesamt 60.000 von ihnen leiden an Migräne.
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"Interessanterweise ist von rund zehn dieser Gene bereits bekannt, dass sie in Verbindung mit Erkrankungen der Blut- und Lymphgefäße stehen", erklärt Professor Stefan Schreiber vom Institut für Klinische Molekularbiologie, Medizinische Fakultät der Cristian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vier weitere der identifizierten Gene sind dafür verantwortlich, die Gefäßspannung aufrechtzuerhalten. Die Forscher schlussfolgern daraus, dass eine Fehlregulation im Blutkreislaufsystem mit Migräne zusammenhängt. "Diese Ergebnisse ermöglichen es jetzt, personalisierte Therapien für Patientinnen und Patienten mit Migräne zu entwickeln", ergänzt Schreiber.

Welche Gene beziehungsweise Genvarianten zu welcher Art der Fehlregulation des Blutkreislaufs im Gehirn und damit zu Migräneattacken führen, muss erst noch genauer untersucht werden. Die Ergebnisse des internationalen Wissenschaftlerkonsortiums werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.
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Die Auslöser für Schmerzen sind vielfältig. Neben mechanischen Einwirkungen auf den Körper von außen ... Er kann sich im Körper dumpf, stechend, hämmernd oder ... Der Schmerz ... Akute oder chronische Pein Vom Sinn der Schmerzen

Quelle: n-tv.de , jaz
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Gesetzentwurf wird vorgelegt - Pflegedienste sollen schärfer geprüft werde

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jun 2016 10:48

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http://www.n-tv.de/politik/Pflegedienst ... 20301.html
Gesetzentwurf wird vorgelegt - Pflegedienste sollen schärfer geprüft werden

Eine Milliarde Euro gehen dem deutschen Sozialsystem jährlich verloren, weil Pflegedienste falsch abrechnen. Nun legt die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vor, der das unterbinden soll. Dafür sollen die Krankenkassen mehr Rechte bekommen.

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Nach dem Betrugsskandal um vor allem russischstämmige Pflegedienstbetreiber plant die Bundesregierung schärfere Kontrollen für ambulante Pflegedienste. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen künftig die Abrechnungen sämtlicher ambulanter Pflegedienste überprüfen, und zwar unabhängig davon, ob die Patienten Geld aus der Kranken- oder der Pflegekasse beziehen. Darüber berichten die "Welt" und der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf den Entwurf für das Pflegestärkungsgesetz.

Der Gesetzentwurf soll am Dienstag vom Kabinett verabschiedet werden. Bisher konnten die Kontrolleure der Krankenversicherung nur bei ambulanten Altenpflegediensten tätig werden, nicht aber bei jenen, die ausschließlich häusliche Krankenpflege anbieten.
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Im April waren systematische Betrügereien im Pflegebereich bekannt geworden. Dem Bundeskriminalamt zufolge handelte es sich um Abrechnungsbetrug in großem Stil durch Pflegedienste, deren Betreiber mehrheitlich aus früheren Sowjetstaaten stammen. In Berlin gingen die Behörden mit einer Großrazzia gegen einen ambulanten Pflegedienst vor, der allein Sozialkassen und Stadt mit systematisch falsch abgerechneten Leistungen um nahezu eine Million Euro geschädigt haben soll.

Bundesgesundheitsminister und CDU-Politiker Hermann Gröhe hatte damals bereits schärfere Kontrollen angekündigt. Berichten zufolge gehen dem deutschen Sozialsystem pro Jahr insgesamt bis zu einer Milliarde Euro verloren, weil Pflegedienste Leistungen abrechnen, die überhaupt nicht erbracht wurden.

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
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Trotz Doppelbelastung - Eltern sind weniger krank

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jun 2016 19:23

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http://www.n-tv.de/wissen/Eltern-sind-w ... 78186.html
Mittwoch, 29. Juni 2016
Trotz Doppelbelastung - Eltern sind weniger krank

Arbeitnehmer mit Kindern fehlen seltener krankheitsbedingt bei der Arbeit. Das belegt zumindest der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse. Allerdings wirkt sich die Doppelbelastung von Familie und Beruf aus. Eltern leiden häufiger unter Depressionen.

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Wer Kinder hat, ist nach einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) im Schnitt seltener krankgeschrieben als die anderen Arbeitnehmer. Beschäftigte mit Kindern fehlten im vergangenen Jahr statistisch gesehen wegen Krankheit rund zwei Tage weniger am Arbeitsplatz und bekamen auch weniger Medikamente als diejenigen ohne Kinder. Das geht aus dem neuen TK-Gesundheitsreport hervor.

Eltern fehlten demnach im vergangenen Jahr im Schnitt 14,3 Tage, Beschäftigte ohne Kinder 16,5 Tage. Bei jüngeren Eltern liegen die Fehlzeiten allerdings zunächst noch höher als bei anderen Arbeitnehmern, erst ab dem 40. Lebensjahr dreht sich der Trend um.

Kinder seien offenkundig "nicht nur eine Mehrbelastung", erklärte TK-Vorstandschef Jens Baas mit Blick auf die insgesamt geringeren Fehltage von Eltern. Familie sei vielmehr auch eine Ressource, die positiv auf die Gesundheit wirke. Gleichwohl sei der Stresspegel der sogenannten Sandwichgeneration zwischen 30 und Mitte 40 besonders hoch. Viele müssten nicht nur Familie und Beruf in Einklang bringen, erklärte Baas. In vielen Haushalten gebe es auch pflegebedürftige Eltern und Großeltern.
Eltern nehmen weniger Psychopharmaka
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Stressbedingte Krankschreibungen wie psychische Störungen spielen bei der Sandwichgeneration demnach eine große Rolle. Insgesamt waren die 30- bis 44-Jährigen dem Gesundheitsreport zufolge 2015 durchschnittlich 2,4 Tage wegen Depressionen, Belastungsstörungen und ähnlichen Problemen krankgeschrieben. Keine anderen Diagnosen verursachten in dieser Altersgruppe so viele Fehltage. Frauen sind mit gut drei Tagen deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als Männer mit 1,7 Tagen.

Auf der anderen Seite bekommen Väter und Mütter mit Kindern aber insgesamt weniger Psychopharmaka verschrieben als kinderlose Erwerbstätige - und zwar über alle Altersgruppen hinweg.

In einer weitere Befragung der TK gab inzwischen fast jeder zweite Beschäftigte an, dass er sich auch nach Feierabend gestresst fühle. Vor einigen Jahren waren dies erst drei von zehn Beschäftigten. Nur die Hälfte der Befragten bewertet den eigenen Gesundheitszustand zudem als gut oder sehr gut, ein Drittel ist zufrieden und 15 Prozent fühlen sich schlecht.

Für den Gesundheitsreport wurden Daten der 4,6 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen ausgewertet. Zudem flossen 8500 Fragebögen aus den vergangenen zwölf Jahren in die Studie ein.

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
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Schutz vor Übergewicht bei Kindern - Fischöl funktioniert nur bei Mäusen

Postby Weltbookadmin47 » 30. Jun 2016 09:06

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http://www.n-tv.de/wissen/Fischoel-funk ... 80446.html
Donnerstag, 30. Juni 2016
Schutz vor Übergewicht bei Kindern - Fischöl funktioniert nur bei Mäusen

Immer mehr Kinder sind zu dick. Für Forscher Grund genug, zu untersuchen, wie man diesem Trend entgegentreten kann. Die frühkindliche Programmierung ist dabei ein Ansatzpunkt.

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Gutes Fett, böses Fett: Bisher war man davon ausgegangen, dass Omega-6-Fettsäuren, die vor allem in Fleischwaren enthalten sind, in der Schwangerschaft die Bildung kindlicher Fettzellen erhöhen. Omega-3-Fettsäuren hingegen, die sich in Fischölen befinden, sollen die Kinder vor einem späteren Übergewicht bewahren. Befunde dafür waren in Versuchen mit Mäusen gewonnen worden.

Diese Zusammenhänge können nach einer langjährigen Untersuchung der Technischen Universität München jedoch nicht für den Menschen bestätigt werden. "Wobei das Übertragen der Befunde von Tieren auf den menschlichen Körper immer kritisch ist", betont Professor Hans Hauner, Leiter des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München (TUM). Für die sogenannte INFAT-Studie untersuchten die Forscher insgesamt 208 Frauen im Alter von durchschnittlich 32 Jahren und einem Body-Mass-Index (BMI) von 22.
Erste Studie über einen so langen Zeitraum

Alle Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe ernährte sich auch während der Schwangerschaft weiterhin normal. Die zweite Gruppe hingegen achtete ab der zwölften Schwangerschaftswoche bis zum vierten Monat der Stillzeit auf eine Omega-3-betonte Diät. Dabei wurde der Fleischkonsum deutlich eingeschränkt. Alle Kinder der Frauen wurden bis zum Ende des fünften Lebensjahres einmal jährlich untersucht.
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Die Kinder wurden auf drei verschiedene Arten untersucht: "Einmal wurde die Hautfaltendicke gemessen, dann kamen Untersuchungen per Ultraschall hinzu, weil das noch genauer ist", erklärt Hauner – "und bei einem Teil haben wir noch Kernspintomographien vorgenommen, um das Fett in der Bauchhöhle zu messen." Das Ergebnis: "Diese spezielle Ernährungsweise hatte keinen Effekt aufs Gewicht der Kleinkinder", resümiert der Ernährungsmediziner.

Eine Omega-3-basierte Diät in der Schwangerschaft kann Kinder demnach nicht vor Übergewicht schützen. Auch wenn sich die Befunde aus den Tierversuchen nicht übertragen lassen, wäre es dennoch möglich, dass die Ernährung der Mutter in der Frühschwangerschaft, also bis zur zwölften Schwangerschaftswoche, zu anderen Ergebnissen führt, geben die Forscher zu bedenken. Um das zu klären, sind jedoch weitere Untersuchungen nötig.
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Quelle: n-tv.de , jaz
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Bloß nicht als Medikament verwenden - Ibuprofen kann Ebola-Virus deaktivie

Postby Weltbookadmin47 » 1. Jul 2016 10:27

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http://www.n-tv.de/wissen/Ibuprofen-kan ... 82246.html
Bloß nicht als Medikament verwenden - Ibuprofen kann Ebola-Virus deaktivieren

Ebola ist ein wahres Schreckgespenst. Der Virus, der durch Tiere übertragen wird, kostet bereits tausende Menschen das Leben. Nun machen Forscher eine echte Schwachstelle aus.

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Auch die WHO warnt.
Auch die WHO warnt.
(Foto: WHO)

Ebola ist ein tödliches Virus, gegen das es bisher weder eine zugelassene Impfung noch ein wirksames Medikament gibt. Beim Ausbruch der Krankheit starben tausende Menschen, wie zuletzt in Westafrika. Ein Forscherteam um Professor Dave Stuart von der Universität Oxford hat mit einem besonderen Verfahren untersucht, wie die Moleküle des Virus auf bestimmte Wirkstoffe reagieren. Sie stellten dabei fest, dass das Schmerzmittel Ibuprofen und das Krebstherapeutikum Toremifen einen entscheidenden Teil des Ebola-Virus binden können. Allerdings, so warnten die Forscher deutlich, seien die Ergebnisse nur ein Ausgangspunkt für weitere Forschungen und keine Therapieempfehlung für Ebola-Patienten.

Die Wissenschaftler nutzten zur Analyse des Virus die sogenannte Synchrontonstrahlung. Mit dieser Methode ist es gelungen, das Virus und seine Bestandteile auf molekularer Ebene zu betrachten. Das Hauptaugenmerk ihrer Untersuchungen setzten die Forscher auf ein Glycoprotein, das auf der Oberfläche des Ebola-Virus sitzt und verantwortlich dafür ist, dass eine andere Zelle infiziert wird. Kann dieses Glycoprotein ausgeschaltet werden, kann sich der Virus nicht verbreiten, Aus diesem Grund schauten sich die Forscher an, wie das Glycoprotein mit verschiedenen Stoffen reagiert.
Ibuprofen ist kein Ebola-Medikament
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Dabei sahen sie, dass Toremifen und in geringem Maße auch Ibuprofen auf das Protein im Ebola-Virus wirken. "Sie destabilisieren das Protein" erklärt Stuart in einem Gespräch mit BBC. Dennoch ist es zu früh, in diesem Zusammenhang von Ebola-Medikamenten zu sprechen." "Es ist unwahrscheinlich, dass diese Verbindungen, wie sie jetzt sind, nützliche Medikamente für Ebola sind", betonte Stuart weiter.

Beide Stoffe haben nur eine relativ schwache Wirkung. Erkrankte müssten so hohe Dosen einnehmen, um den Infektionsverlauf zu beeinflussen, dass die Medikamente selbst gefährlich würden. Vor allem Ibuprofen könnte die Blutungen, die durch Ebola entstehen, verschlimmern. Sogar die Weltgesundheitsbehörde (WHO) warnt davor, Ebola-Patienten das Schmerzmittel zu geben.

Die Erkenntnisse der Forscher stellen dennoch wichtige Grundlagen für weitere Forschungen dar. Es müsste gelingen, die Bindungsstärke in den Stoffen, auf die das Ebola-Virus reagiert, zu erhöhen, um die tödlichen Viren unschädlich zu machen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift Nature.

Quelle: n-tv.de , jaz
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"Gesunde Bräune gibt es nicht" - Die wichtigsten Fakten zu Hautkrebs

Postby Weltbookadmin47 » 3. Jul 2016 10:32

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http://www.n-tv.de/wissen/Die-wichtigst ... 71266.html
"Gesunde Bräune gibt es nicht" - Die wichtigsten Fakten zu Hautkrebs

Sobald die Sonne scheint, stürzen viele Menschen ins Freie - sie wollen endlich braun werden. Sonst soll das Solarium helfen. Die Haut verzeiht einiges, merkt sich aber alles. Mit fatalen Folgen: Schwarzer Hautkrebs ist die zweithäufigste Todesursache im Alter von 18 bis 30.

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Wenn die Sommersonne vom Himmel brennt, lebt die Haut besonders gefährlich. Das Hautkrebsrisiko werde von vielen unterschätzt, sagen Experten. Besonders hellhäutige Menschen, die sich leicht einen Sonnenbrand einfangen, seien gefährdet. Ein Überblick über zentrale Fakten zu schwarzem und weißem Hautkrebs.

Ursachen
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Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde. Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Über die Jahre sammelt die Haut die Schäden an, sagt der Ärztliche Koordinator des Hauttumorzentrums Mannheim, Jochen Sven Utikal. "Sind genügend Schäden vorhanden, funktioniert die Reparatur der Zellen nicht mehr effektiv - dann kommt es zum Krebswachstum." Risikofaktoren für Hautkrebs sind laut Experten schwere Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, und Solarienbesuche. "Gebräunt zu sein ist nach wie vor ein Schönheitsideal - dabei gibt es die gesunde Bräune nicht", sagt Oberärztin Jessica Hassel vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Die Bräune zeige an, dass die Haut geschädigt worden sei - und sich das nächste Mal schützen wolle.

Symptome

Anfangs haben die meisten Menschen beim schwarzen Hautkrebs Experten zufolge so gut wie keine Beschwerden. "Man sieht einfach ein Muttermal, das sich verändert hat", erläutert Utikal. "Beim weißen Hautkrebs wächst irgendetwas, ein Knötchen an der Haut, oft im Gesicht." In beiden Fällen könne es bluten und jucken. Während der weiße Hautkrebs überwiegend an Körperstellen auftritt, die oft der Sonne ausgesetzt sind, kann sich der schwarze Hautkrebs laut Medizinern auch anderswo bilden.

Verbreitung
Monitorbild von Melanom-Zellen (schwarzer Hautkrebs).
Monitorbild von Melanom-Zellen (schwarzer Hautkrebs).
(Foto: dpa)

Der schwarze Hautkrebs tritt viel seltener auf als der weiße. "Bei schwarzem Hautkrebs gehen wir pro Jahr von 22 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner aus", sagt Facharzt Uwe Reinhold vom Dermatologischen Zentrum Bonn Friedensplatz. Er komme besonders oft zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr vor und mit Mitte 50. Experten beobachten in den vergangenen Jahren einen Anstieg bei jungen Frauen. Bei dem hellen Hautkrebs spricht Reinhold von bis zu 400 Neuerkrankungen im Jahr pro 100.000 Einwohner. "Weißer Hautkrebs tritt häufiger bei Männern auf, die durch fehlende Kopfhaare oder Berufe unter freiem Himmel eher gefährdet sind."

Gefährlichkeit

Schwarzer Hautkrebs kann Utikal zufolge schon ab einem Millimeter Tumordicke streuen, das mache ihn so heimtückisch. Betroffen sein könnten etwa Lymphknoten, Lunge und Gehirn. "Dort wächst er weiter und kann lebenswichtige Strukturen schädigen." Sei dieser Krebs erst einmal weit fortgeschritten, könne er nur sehr schwierig behandelt werden, sagt Hassel. "Es gehört auch eine Portion Glück dazu, zu denen zu gehören, die das langfristig packen."
Ratsam: zur Hautkrebs-Früherkennung zu gehen.
Ratsam: zur Hautkrebs-Früherkennung zu gehen.
(Foto: dpa)

Die Medizinerin geht davon aus, dass heute wegen neuer Therapien bei etwa 35 Prozent der Patienten der gestreute schwarze Hautkrebs langfristig kontrollierbar ist. "Das bedeutet aber auch, dass wir mehr als 50 Prozent der Patienten nicht langfristig helfen können und sie daran sterben. Da können wir allenfalls eine Lebensverlängerung erreichen." Laut Reinhold ist der schwarze Hautkrebs im Alter von 18 bis 30 Jahren die zweithäufigste Todesursache.

Der helle Hautkrebs streut sehr viel seltener. Er könne aber die Lebensqualität der Patienten deutlich einschränken, weil oft operiert werden müsse, sagt Reinhold. "Meist sind das sonnenexponierte Stellen wie Nase oder Ohren und das kann verbunden sein mit Funktionseinschränkungen." Hassel erläutert, je mehr Tumoren jemand habe, umso mehr OPs müsse er über sich ergehen lassen. "Das kann prinzipiell zu einer Entstellung führen." Das Risiko, dass der weiße Hautkrebs streue, sei aber bei einem gesunden Immunsystem klein.

Therapien
Sonnenbad am Schwimmbecken. Die krebserregende Wirkung von UV-Strahlen wird unterschätzt.
Sonnenbad am Schwimmbecken. Die krebserregende Wirkung von UV-Strahlen wird unterschätzt.
(Foto: dpa)

Beim schwarzen Hautkrebs gibt es Mediziner Reinhold zufolge im Anfangsstadium keine Alternative zur Operation. Hat der Tumor gestreut und kann nicht mehr operiert werden, gibt es neue Therapien, die das Immunsystem gegen den Tumor stimulieren, wie Utikal aus Mannheim sagt. "So kann man versuchen, dass der Patient möglichst lange gut lebt."

Bei sehr frühen Formen von weißem Hautkrebs kann laut Reinhold eine Tumortherapie mit Medikamenten eingesetzt werden, verabreicht als Creme. "Außerdem gibt es noch die photodynamische Therapie, bei der man mit Creme und Licht behandelt. Bei einem weiter fortgeschrittenen Tumor ist die Operation die Therapie der Wahl."
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Heilungschancen

Die Heilungschancen hängen davon ab, in welchem Stadium die Krankheit entdeckt und behandelt wird. Beim schwarzen Hautkrebs sei eine früh erkannte, dünne Geschwulst in hohem Maße heilbar, sagt Reinhold. "Bei den Frühformen beträgt die Heilungschance 93 Prozent. Wenn man zu lange gewartet hat, sinken die Heilungschancen auf bis unter 50 Prozent." Dank neuartiger Therapien haben sich Utikal zufolge die Prognosen im fortgeschrittenen Stadium massiv verbessert.

Die Heilungschancen beim weißen Hautkrebs sind den Experten zufolge sehr gut. Hassel sagt, nach Operationen betrügen sie für den einzelnen Tumor fast 100 Prozent. Ein Problem sei aber, dass in der Folge meist weitere Tumoren entstünden.

Quelle: n-tv.de , Christine Cornelius, dpa
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Chinesische Medizin: 4 Tipps wie Sie vorschnelles Altern vermeiden können

Postby Weltbookadmin47 » 5. Jul 2016 10:09

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4 Tipps wie Sie vorschnelles Altern vermeiden können.jpg (47.2 KiB) Viewed 7388 times

http://www.epochtimes.de/gesundheit/chi ... 87013.html
Chinesische Medizin: 4 Tipps wie Sie vorschnelles Altern vermeiden können
von Lynn Jaffee, http://www.acupuncturetwincities.com, Freitag, 1. Juli 2016 08:49
Im Verständnis der chinesischen Medizin wird ihr Körperzustand durch etwas geformt, was als „Essenz“ bezeichnet wird. Sie bestimmt ihre Gesundheit, wie sie wachsen und reifen, ihre Fruchtbarkeit und den Alterungsprozess. Durch ein gesundes Leben, gute Ernährung und die Vermeidung von übertriebenen Extremen, können sie ihre ursprüngliche Essenz schützen und schnelles Altern vermeiden.
Sonne-Mond-Teich in Taiwan
Sonne-Mond-Teich in Taiwan
Foto: fotolia.com/ Sonne-Mond-Teich

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Meine Nachbarin Marie ist so gut wie nie zu Hause. Sie ist während des Tages außer Haus, entweder bei einem ihrer Freiwilligen-Jobs, oder um mal mit einem Freund auszuspannen. Freitagabends gibt es feste Verabredungen, in der Regel beinhaltet dies ein Abendessen mit ihrem Freund. Die Wochenenden werden mit Besuchen bei der Familie verbracht und während des Sommers verbringt sie Zeit in der Hütte am See. Es ist kein Wunder, dass ich sie selten sehe - sie ist ständig auf dem Sprung. Der Knaller ist: Marie ist 88 Jahre alt.

Marie ist ein Vorbild dafür, wie ich älter werden möchte. Sie ist aktiv, nimmt am Leben teil und ist relativ gesund. Es ist ein Rätsel, wie auch immer, warum manche Menschen mit guter Gesundheit und Energie älter werden und andere viel früher abbauen. Sicherlich spielen Genetik und Lebensstil eine große Rolle. Nun, es gibt viele Ausnahmen - manche Menschen leben in ihren 80ern, 90ern und sogar über 100 Jahre und wurden mit einer schlechten „genetischen Hand“ ausgestattet, sie setzten vielleicht nie viel Aufmerksamkeit darauf ein sauberes Leben zu leben. Also, wo ist das Problem?

Eine Erklärung könnte die Theorie der Epigenetik aufzeigen, in welcher die Gene durch äußere oder umweltbezogene Faktoren, anstelle von einer DNA-Sequenzierung, beeinflusst werden. Dies bedeutet einfach, dass neben einer vererbten, genetischen Konstitution, sich auch der Lebensstil auf die genetische Erscheinung auswirkt - wie die Gene mit den Zellen kommunizieren.

In der chinesischen Medizin, ist der Körperzustand durch etwas geformt was als „Essenz“ bezeichnet wird. Es bestimmt die Gesundheit, wie sie wachsen, reifen, ihre Fruchtbarkeit und den Alterungsprozess. Sie erben diese Essenz von ihren Vorfahren, die sozusagen die Bühne für ihre körperliche Verfassung (ähnlich wie Gene) besetzen. Wenn Sie älter werden, wird diese ursprüngliche Essenz langsam erschöpft und kann nicht ersetzt werden. Wenn es vollständig aufgebraucht ist, sterben sie.

Allerdings gibt es eine zweite Art von Essenz, welche das Ursprüngliche ergänzen und erhalten kann. Durch ein gesundes Leben, gut zu essen und die Vermeidung von übertriebenen Extremen, können sie ihre ursprüngliche Essenz schützen, damit sie nicht so schnell absinkt.

Diese jahrhundertealte Theorie aus der chinesischen Medizin klingt sehr nach der aktuellen, innovativen Studie der Epigenetik. Man kann durchaus behaupten, dass die Chinesische Medizin diese Dinge zuerst gewusst hat, darüber hinaus bietet sie auch ein paar Vorschläge an, wie man sich selbst davor schützen kann vorschnell zu altern, um so lange und gesund zu leben wie möglich. Das beinhaltet:

1. Balancieren sie ihre Erholungs- und Arbeitszyklen. Sie müssen genügend Ruhe in Form von Schlaf finden, so heilen und verjüngen sie ihren Körper. Darüber hinaus, während eine bestimmte Menge an Arbeit wichtig ist, um ihren Verstand scharf zu halten, wird in der chinesischen Medizin übermäßiges Arbeiten als eine Ursache von Krankheiten in Betracht gezogen.

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2. Bewegen sie ihren Körper. Bewegung in der Form von Übungen ist ein wahrer Jungbrunnen. Bewegung schafft noch mehr Bewegung und hält ihre Gelenke geschmiert, ihr Blut im Fluss, hält Herz und Lunge gesund und ihren Geist scharf. Denken sie daran es mit ausreichenden Ruhepausen auszugleichen.

3. Was sie essen macht einen Unterschied. Sie können nicht erwarten, dass sie ihre Ernährung über Jahrzehnte ignorieren und lange und gesund leben können. Ja, manchmal passiert es, dass sie einen Neunzig-Jährigen sehen können, der von eingepackten Imbissen, die durch das Fenster gereicht werden, lebt, aber nicht viele. Durch den Verzehr von echten Lebensmitteln, überwiegend auf pflanzlicher Basis, die nicht konserviert oder auf andere Weise mit Chemikalien „verbessert“ wurden, können sie ganz vorne beim Spiel dabei sein. Und sie müssen nicht ihre ganze Küche erneuern; die Forschung hat dokumentiert, dass auch kleine, gesunde Veränderungen in der Ernährung einen positiven Unterschied in ihrer Gesundheit machen.

4. Es ist eine Sache des Willens. Die Chinesen haben ein Sprichwort: Die Emotionen sind die Ursache für tausend Krankheiten. Ich habe in meiner Akupunkturpraxis festgestellt, dass dies wahr ist. Stress, Angst, Sorge, Depression und Negativität wirken auf ihre Gesundheit, aber nicht in einer guten Weise. Negative Gefühle beeinflussen ihre Verdauung, Schlaf, Blutdruck, und Hormonbild, das ist nur der Anfang. Die Auswirkungen eines schlechten emotionalen Zustandes ist sehr real und weitreichend. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit einer negativen Weltsicht mit einer verkürzten Lebensdauer rechnen müssen. Mein Rezept? Ein wenig Dankbarkeit jeden Tag.

Ihr Erbgut ist ein bisschen wie eine Hand, die sie in einem Kartenspiel ausgeteilt bekommen. Sie können eine gute oder nicht so gute Hand bekommen, aber wie sie das Spiel spielen ist dass, was wirklich zählt. Ob wir über die Epigenetik sprechen oder wie man die Essenz in der chinesischen Medizin zu erhalten gedenkt, Entscheidungen im Lebensstil machen einen Unterschied, inwiefern sie altern.

Lynn Jaffee ist eine lizenzierte Akupunkteurin und der Autor von „Einfache Schritte:. Der chinesische Weg zu mehr Gesundheit" Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf AcupunctureTwinCities.com.

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Erklärung mit Kernwaffen-Effekt - Gelenkknorpel erneuert sich nicht mehr

Postby Weltbookadmin47 » 8. Jul 2016 09:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Gelenkknorpel ... 43546.html
Freitag, 08. Juli 2016
Erklärung mit Kernwaffen-Effekt - Gelenkknorpel erneuert sich nicht mehr

Auch Fußballer sind oft betroffen - Schädigungen des Gelenkknorpels wie Arthrose lassen sich kaum behandeln. Das Gerüst des Knorpels wird nur bis zum Jugendalter gebildet - aber warum? Bei der Klärung der Frage halfen die Atomtests der 1950er- und 1960er-Jahre.

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Gelenkknorpel erneuert sich im Erwachsenenalter nicht mehr nennenswert. Das liegt einer Studie zufolge daran, dass sich das Kollagen-Gerüst, das dem Gewebe Festigkeit verleiht, nach der Jugend nicht mehr regeneriert. Dies gilt sowohl für gesunde Menschen als auch für Arthrose-Patienten. Die im Fachblatt "Science Translational Medicine" vorgestellte Untersuchung erklärt mithilfe des sogenannten Kernwaffen-Effekts, warum Gelenkerkrankungen mit Knorpelschädigung so schwer zu behandeln sind. Eine deutsche Expertin spricht von einer sehr wichtigen Studie.

Gelenkknorpel dient vor allem dazu, Stöße elastisch abzufedern. Diese Art des Bindegewebes besteht insbesondere aus einem Gerüst von Kollagen-Fasern, den dazwischenliegenden, für die Elastizität sorgenden Proteoglykanen sowie Wasser. Verletzungen oder Erkrankungen können den Knorpel stark schädigen. Allein in Deutschland leiden Millionen meist ältere Menschen an Arthrose, die mit Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit einhergeht. Die Behandlung ist schwierig, oft wird das betroffene Gelenk durch eine Prothese ersetzt.
Warum keine Regeneration?
Ein großer Teil der Bildung des Kollagen-Gerüsts findet vor dem Erwachsenenalter statt.
Ein großer Teil der Bildung des Kollagen-Gerüsts findet vor dem Erwachsenenalter statt.
(Foto: imago/Westend61)

Dass Gelenkknorpel sich nach Schädigungen kaum regeneriert, war bekannt - unklar war aber, warum. Dies untersuchte das Team nun an 23 Menschen im Alter von 16 bis 78 Jahren, darunter 15 Arthrose-Patienten. Bei Knieoperationen - meist wegen Arthrose oder eines Knochentumors - entnahmen die Mediziner Gewebeproben vom Schienbeinkopf. Die untersuchten sie dann anhand des sogenannten Kernwaffen-Effekts.

Dieser beruht darauf, dass die Atomwaffentests von 1955 bis 1964 in der Atmosphäre den Gehalt des radioaktiven Kohlenstoff-Isotops C14 drastisch ansteigen ließen. Das Isotop wird von Lebewesen über Luft oder Nahrung aufgenommen und lagert sich im Körper permanent ein. Somit weist jenes Gewebe, das in den Jahren nach 1955 gebildet wird, höhere C14-Werte auf. Ab Mitte der 1960er Jahre sanken die Konzentrationen in der Atmosphäre wieder, was das damals gebildete Gewebe ebenfalls reflektiert.
Fasern bilden sich im Erwachsenenalter kaum noch

Per Massenspektometrie rekonstruierten die Forscher anhand des C14-Gehalts, wann das Kollagen-Gerüst im Knieknorpel der Teilnehmer entstanden war. Die Ergebnisse zeigen, dass sich diese Fasern im Erwachsenenalter kaum noch bilden. So hatte etwa das Gewebe des ältesten Spenders, der 1935 geboren wurde, sehr niedrige C14-Werte. Nach dem Alter von 20 Jahren seien seine Kollagen-Fasern nicht mehr in nennenswertem Maße erneuert worden, folgern die Autoren.

Ähnlich verhielt es sich bei einem 1944 geborenen Spender. Das Kollagen-Gerüst im Gelenkknorpel ist demnach eine permanente Struktur. Überraschenderweise galt dies für gesunde Menschen ebenso wie für Arthrose-Patienten. Bisher dachten Experten, dass der Knorpelschwund zu einer verstärkten Neubildung der Kollagen-Matrix führen würde. "Unsere C14-Daten zeigen, dass weder Erkrankungen (Arthrose) noch Belastung oder Schäden die Trägheit der Kollagen-Matrix in irgendeiner feststellbaren Weise beeinflussen", betont das Team.

In welchem Alter das Kollagen-Gerüst entsteht, hängt der Studie zufolge auch vom Belastungsgrad ab. Das zeigt der Vergleich der Konzentrationen des Kohlenstoff-Isotops von verschiedenen Arealen des Knieknorpels. In den mechanisch stärker belasteten zentralen Teilen des Knieknorpels entsprach der C14-Gehalt den atmosphärischen Werten im Alter von durchschnittlich 11 Jahren, in den weniger belasteten seitlichen Arealen dem Alter von etwa 13 Jahren. "Diese Daten zeigen, dass ein großer Teil der Bildung des Kollagen-Gerüsts vor dem Erwachsenenalter stattfindet."
Therapien für Schädigungen des Knorpelgewebes

Diese Erkenntnisse seien ein wichtiger Schritt, um gezielte Therapien für Schädigungen des Knorpelgewebes zu entwickeln. Arthrose gehe nicht mit einer verstärkten Neubildung der Kollagen-Fasern einher, "stattdessen ist Arthrose höchstwahrscheinlich verbunden mit einem mechanisch oder biochemisch verursachten Zusammenbruch größerer Knorpel-Strukturen ohne Bildung einer neuen Kollagen-Matrix".

Dies decke sich damit, dass das Verpflanzen von Knorpelstücken in geschädigte Gelenke sowie Versuche, die Bildung des Kollagen-Gerüsts mit Medikamenten oder Stammzellen zu stimulieren, bislang eher dürftige Erfolge hätten. Dagegen widerspreche das Resultat nicht dem Therapieansatz, die Produktion von Proteoglykanen durch Körperübungen und sportliche Aktivitäten zu erhöhen.
Konzentration auf Schadensverhinderung

Die Forschung solle sich nun verstärkt darauf konzentrieren, krankhafte Knorpelschädigungen zu verhindern oder - bei schon eingetretener Arthrose - die verbleibenden Kollagen-Strukturen durch Medikamente zu schützen, empfehlen die Autoren.
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"Diese wichtige und innovative Studie liefert mit einer eleganten Methode prinzipiell den Beweis dafür, dass die Kollagen-Fasern im Gelenkknorpel von Erwachsenen nicht mehr erneuert werden - unabhängig davon, ob eine Arthrose vorliegt oder nicht", sagt Susanne Grässel von der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg. Bisher sei man davon ausgegangen, dass Arthrose mit einem verstärkten Umbau der Kollagen-Matrix einhergehe. "Das ist aber offensichtlich nicht der Fall", sagt die Leiterin der Abteilung Experimentelle Orthopädie.

Zwar produzieren die Knorpelzellen zumindest im Anfangsstadium einer Arthrose verstärkt Kollagen, dieses werde aber nicht in die Matrix eingebaut und ersetze verlorene Kollagen-Fasern nicht. Warum, sei noch unklar.

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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Selbstzahler-Leistungen untersucht - Patienten oft von Angeboten "überrump

Postby Weltbookadmin47 » 12. Jul 2016 19:29

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http://www.n-tv.de/politik/Patienten-of ... 79416.html
Dienstag, 12. Juli 2016
Selbstzahler-Leistungen untersucht - Patienten oft von Angeboten "überrumpelt"

Der weit überwiegende Teil der Selbstzahler-Leistungen beim Arzt bringen den Patienten nach Ansicht der Krankenkassen keinen nachweisbaren Nutzen. Der MDS überprüft 41 so genannte individuelle Gesundheitsleistungen - mit ernüchternder Erkenntnis.

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Die Krankenkassen beklagen eine mangelnde Aufklärung der Patienten über Nutzen und mögliche Risiken von Selbstzahler-Leistungen. Der Markt der sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (Igel), die Ärzte ihren Patienten gegen Bezahlung anbieten, boome, erklärte Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDS). "Information und Aufklärung geraten in der Praxis dabei manchmal in den Hintergrund." Ärztevertreter wiesen die Vorwürfe zurück.
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Nach Angaben des MDS kennen 82 Prozent der Versicherten individuelle Gesundheitsleistungen. Eine repräsentative Umfrage habe ergeben, dass jeder Zweite (52 Prozent), der Selbstzahlerleistungen in der Arztpraxis angeboten bekomme, diese auch annehme. Drei Viertel der Patienten fühlen sich demnach allerdings nicht ausreichend über mögliche Schäden informiert.

"Für manche Facharztgruppe ist das Igeln zum Volkssport geworden", sagte Pick. "Aus unserer Sicht sind die Ärzte gefordert, über Nutzen und mögliche Risiken der Selbstzahlerleistungen ausführlich aufzuklären." Dafür müssten schriftliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Patienten sollten zudem ausreichend Bedenkzeit erhalten und nicht unter Druck gesetzt werden.
Nutzen oft umstritten

Seit 2012 haben die MDS-Experten insgesamt 41 Selbstzahler-Leistungen unter die Lupe genommen. Das Spektrum reicht von Akupunktur in der Schwangerschaft über Lichttherapie bei saisonal depressiver Störung bis hin zur Bestimmung des Immunglobin G gegen Nahrungsmittel.

"Unsere Bewertungen zeigen, dass vieles, was in den Praxen angeboten wird, der wissenschaftlichen Bewertung nicht Stand hält", erklärte Michaela Eikermann, Leiterin des Bereichs Evidenzbasierte Medizin beim MDS. "Beim überwiegenden Teil können wir nicht von Hinweisen für einen Nutzen, sondern eher von Hinweisen für einen Schaden für den Patienten sprechen."
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Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte, eine 14-tägige Bedenkzeit zwischen dem Angebot des Arztes und der Leistungserbringung einzuführen. "Offensichtlich geht es den Ärzten bei Igel-Leistungen ums Geldverdienen", erklärte Vorstand Eugen Brysch. "Viel zu häufig werden Patienten überrumpelt von Angeboten, deren Nutzen oft umstritten ist." Brysch rief die Bundesregierung auf, die gesetzlichen Grundlagen für eine verpflichtende Bedenkzeit zu schaffen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) wies die Vorwürfe zurück. "Es ist falsch, Igel unter Generalverdacht zu stellen", erklärte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen. Im individuellen Patientenfall könnten diese Leistungen durchaus medizinisch sinnvoll sein. Die Versichertenbefragung der KBV habe für das vergangene Jahr gezeigt, dass individuelle Gesundheitsleistungen von den Patienten selbst verstärkt nachgefragt würden. "Natürlich muss der Patient ausreichend Zeit haben, um über das Angebot entscheiden zu können", fügte Gassen hinzu.

Quelle: n-tv.de , ppo/AFP/dpa
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Pille beeinflusst Stoffwechsel - Männer haben andere Blutfettwerte

Postby Gudrun Graf » 14. Jul 2016 18:30

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http://www.n-tv.de/wissen/Maenner-haben ... 91461.html
Donnerstag, 14. Juli 2016
Pille beeinflusst Stoffwechsel - Männer haben andere Blutfettwerte

Zu viel Fett im Blut ist gefährlich, denn es kann zu Gefäßerkrankungen führen. Forscher wollen klären, welche Werte gesund sind. Bei der Untersuchung kommt es zu Überraschungen, bei der die Pille eine Rolle spielt.

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Wenn die Blutfette bestimmt werden sollen, wird bisher im Labor häufig nur der Anteil an Cholesterin und Triglyceriden gemessen. Ob diese Faktoren wirklich ausreichen, um ein gesundes Blutfettmuster, ein sogenanntes Lipidom, zu definieren, wollten Forscher der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden wissen.

Für die Untersuchung wurden die Blutfette von jungen, gesunden Frauen und Männern erhoben. "Mittels moderner Analysemethoden wie der Massenspektrometrie lassen sich heute bereits schon mehr als 280 verschiedene Fettmoleküle im Blut bestimmen. Unklar ist allerdings noch, welche dieser Moleküle die wichtigen Informationen über Krankheitsentstehung und deren Verlauf liefern", erklärt Professor Jürgen Gräßler, Leiter des Bereiches für Pathologische Biochemie der Medizinischen Klinik 3 an der TU Dresden.

Dabei stellten die Forscher mit Überraschung fest, dass sich 112 der 281 gemessenen Blutfettmoleküle gravierend zwischen Frauen und Männern unterscheiden. Das Ergebnis muss in zukünftigen Untersuchungen des Blutfettmusters unbedingt berücksichtig werden. Die Forscher raten deshalb zu strikt separaten Analysen für Frauen und Männer.
Pille beeinflusst den Fettstoffwechsel

Doch damit nicht genug. Ein weiteres Ergebnis überraschte: "Nach einer gesonderten Auswertung der Blutfettprofile von Frauen, die orale Kontrazeptiva einnahmen, haben wir plötzlich gesehen, dass die bisher stoffwechselmäßig als harmlos angesehenen Präparate doch eine Auswirkung auf den Fettstoffwechsel haben. Es kam zu auffälligen Veränderungen, die auf eine Reizung der Leberzellen und einer damit einhergehenden allgemein erhöhten Entzündungsaktivität schließen lassen." Persönliche Berichte von Frauen, die nach Beginn der Einnahme von Kontrazeptiva über eine Zunahme des Körperfetts klagten, stützen diesen Befund. Der gravierende Effekt der oralen Kontrazeption, auch als Pille bekannt, auf das Blutfettmuster ist ein zentrales Einflussmoment, das bei künftigen Studien ebenfalls unbedingt Beachtung finden muss.
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Untersuchung in einem Herzkatheter-Labor. Neue Daten zur Herzgesundheit in Deutschland stellt die Deutsche Herzstiftung vor. Foto: Stefan Sauer 29.09.15 Häufigste Todesursache Mehr Frauen als Männer sterben an Herzleiden

Und noch eine grundlegende Erkenntnis konnte gewonnen werden. Eine bestimmte Gruppe von Männern, rund 20 Prozent aller männlichen Probanden, zeigten ein Blutfettmuster, das sich, allerdings in wesentlich stärkerer Ausprägung, bei Patienten mit metabolischem Syndrom beobachten lässt. Bemerkenswert dabei ist besonders, dass diese Männer zu diesem Zeitpunkt einen normalen Body-Mass-Index und normale (klinisch-chemische) Blutfettwerte hatten. Die biochemische Signatur für das metabolische Syndrom ist demzufolge lange vor dessen klinischer Ausprägung vorhanden. Auch bei den Studienteilnehmerinnen war diese Konstellation erkennbar, allerdings deutlich seltener.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der "Nature - Scientific Report".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Info Gesundheit : Diabetes-Risiko senken - Bewegung hilft - aber nicht je

Postby Weltbookadmin47 » 16. Jul 2016 08:40

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http://www.n-tv.de/wissen/Bewegung-hilf ... 93886.html
Diabetes-Risiko senken - Bewegung hilft - aber nicht jedem

Das ist bekannt: Regelmäßig körperliche Aktivität senkt das Diabetes-Risiko. Bei einigen Menschen allerdings macht ein Botenstoff einen Strich durch diese Rechnung.

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Regelmäßige Bewegung senkt das Diabetesrisiko, lautet die einhellige Meinung der Experten. Im Prinzip ist die Aussage auch richtig, nur bei einigen Menschen bleibt die positive Wirkung auf den Stoffwechsel einfach aus. Warum der Effekt ausbleibt, haben Forscher des Deutschen Zentrum für Diabetesforschung, dem Helmholtz Zentrum München und dem Universitätsklinikum Tübingen nun herausgefunden.
Diabetes mellitus

Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Zuckerkrankheit bekannt, ist eine Stoffwechselstörung, bei der sich der mit der Nahrung aufgenommene Zucker im Blut staut. Über den Urin wird der überschüssige Zucker ausgeschieden. Diabetes geht auf Probleme mit den körpereigenen Insulin-Mechanismen zurück. Es kann sich um Insulin-Mangel,Insulin-Resistenz oder eine Kombination von beidem handeln.

Insulin - in der Bauchspeicheldrüse hergestellt - befördert Zucker aus dem Blut in die Zellen. Dort wird er zur Energiegewinnung verbraucht. Außerdem ist das Insulin für die Speicherung von Zucker in Leber und Muskeln zuständig. So bleibt der Blutzuckerspiegel beim gesunden Menschen nach der Nahrungsaufnahme relativ konstant.

Für ihre Untersuchung mussten 20 Studienteilnehmer mittleren Alters ein Ausdauertraining über acht Wochen absolvieren. Auf dem Programm standen Radfahren und Walking. "Ziel war es, die Insulinsensitivität der Teilnehmer zu verbessern und das Diabetesrisiko zu senken. Alle Teilnehmer hatten ein hohes Diabetesrisiko und waren vor der Trainingsintervention wenig körperlich aktiv", erklärt Dr. Anja Böhm vom Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM).

Die Forscher untersuchten die molekularen Veränderungen in den Skelettmuskeln der Studienteilnehmer. Während in den Muskeln der Teilnehmer, bei denen sich die Insulinsensitivität verbessert hat, auch die zu erwartenden positiven Effekte auf Gene der Glukose- und Fettverbrennung zu sehen waren, waren bei etwa jedem fünften Probanden die Anpassungen in den Muskeln nur reduziert erkennbar. Die Forscher sprechen in diesem Zusammenhang vom "Non-Responder".
Botenstoff verhindert Sport-Effekte
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Weitere Analysen zeigten, dass bei den "Non-Respondern" ein bestimmter Botenstoff, TGFβ, in den Muskeln vermehrt gebildet wird. Dieses sogenannte Signalmolekül spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Differenzierung von Gewebe. Im Muskel eines Erwachsenen wird es auch bei Entzündungen und Verletzungen aktiviert und ist an Regerationsprozessen beteiligt. In weiteren Tests konnte bewiesen werden, dass TGFβ das Ablesen der Gene, die für die Glukose- und Fettverbrennung wichtig sind, hemmt und die Insulinsensitivität reduziert. Das ist der Grund, warum bei "Non-Respondern" die positiven Effekte des körperlichen Trainings ausbleiben.

Wer jetzt denkt, dass die Ergebnisse ein Freifahrtschein für Bewegungsmuffel seien, der irrt. "Im Moment arbeiten wir noch daran, zu verstehen, warum es bei manchen Teilnehmern zur Aktivierung von TGFβ im Muskel kommt. Es spricht aber einiges dafür, dass ein anderes Trainingsprogramm mit Anpassung der Trainingsintensität oder Dauer an die individuelle Trainierbarkeit auch bei unseren 'Non-Respondern' erfolgreich wäre und zur Diabetesprävention beitragen würde", erklärt Professorin Cora Weigert, Abteilungsleiterin am IDM. "Ich persönlich bin der Überzeugung, dass jeder mit einem geeigneten Trainingsprogramm sein persönliches Diabetes-Risiko senken kann", betont die Expertin.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Tumorbekämpfung mit Drohnen - Salmonellen vergiften Krebszellen

Postby Weltbookadmin47 » 21. Jul 2016 10:11

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http://www.n-tv.de/wissen/Salmonellen-v ... 32301.html
Tumorbekämpfung mit Drohnen - Salmonellen vergiften Krebszellen

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen; Therapien dagegen haben oft schwere Nebenwirkungen. US-Forscher finden nun einen anderen Weg: Im Kampf gegen Tumore schicken sie programmierte Bakterien ins Rennen. Diese greifen Krebszellen mit Gift an.

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US-Forscher rücken Tumoren mit speziell programmierten Bakterien zu Leibe. Die genetisch veränderten Salmonellen produzieren einen Anti-Krebs-Wirkstoff, lösen sich dann selbst auf und setzen das Gift im Tumor frei, wie die Wissenschaftler im Fachjournal "Nature" schreiben.

Ein Team um Jeff Hasty von der University of California San Diego in La Jolla (Kalifornien, USA) entwickelte die neuen Bakterienstämme, Sangeeta Bhatia und ihre Kollegen vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (Massachusetts, USA) führten Tests mit Mäusen durch. Bei ihrem Konzept hätten er und seine Kollegen sich davon leiten lassen, dass eine Krebstherapie möglichst wenig Schaden im Körper des Patienten anrichten soll, sagte Hasty laut einer Pressemitteilung seiner Universität. "Wir wollten außerdem eine beträchtliche therapeutische Nutzlast an die erkrankte Stelle liefern."
Bakterien, die besonders Tumore besiedeln
Die genetisch veränderten Salmonellen produzieren einen Anti-Krebs-Wirkstoff, lösen sich dann selbst auf und setzen das Gift im Tumor frei.
Die genetisch veränderten Salmonellen produzieren einen Anti-Krebs-Wirkstoff, lösen sich dann selbst auf und setzen das Gift im Tumor frei.
(Foto: Jeff Hasty, UC San Diego/dpa)

Die Forscher verwendeten Bakterien, die besonders Tumore besiedeln. In das Erbgut bestimmter Salmonellen setzten sie mehrere Gene ein, die eine Art Selbstzerstörungsmechanismus bewirken. So wird ein Protein namens AHL produziert, das sich zwischen den Zellen einer Bakterienkolonie in einem Tumor verbreitet.

Erreicht die AHL-Konzentration einen bestimmten Grenzwert, löst das Protein die Produktion eines Stoffes aus, das die Bakterienzelle auflöst. Einige der Salmonellen überleben die Massenselbsttötung der Kolonie und können im Tumor wieder eine Population aufbauen. Während die veränderten Salmonellen sich vermehren, produzieren sie dank eines weiteren eingeschleusten Gens ein Gift, das Krebszellen tötet. Lösen sich die Bakterien auf, wird dieses Gift freigesetzt.
"Sehr elegant gelöst"

Siegfried Weiß vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig findet das Konzept der US-Forscher ausgesprochen innovativ. Es sei zwar nicht schwierig, Salmonellen dazu zu bringen, einen bestimmten Stoff zu produzieren, wohl aber, diesen Stoff auch freizusetzen. "Dieses Problem haben die Forscher sehr elegant gelöst", betont Weiß, der nicht an der Studie beteiligt war.

Hasty und Kollegen testeten die genetisch veränderten Salmonellen zunächst in Nährlösungen. Um die Zyklen sichtbar zu machen, in denen die Kolonie wächst, sich größtenteils auflöst und wieder wächst, integrierten sie ein weiteres Gen in das Bakterium. Es sorgt dafür, dass die Zellen Licht aussenden. In Zeitrafferfilmen zeigen sich aufleuchtende und wieder verschwindende Bakterien. Zudem konnten die Forscher bereits in der Nährlösung zeigen, dass der Anti-Krebs-Wirkstoff, von mehreren Tausend Salmonellen gleichzeitig freigesetzt, menschliche Krebszellen töten kann. Das MIT-Team unter der Leitung von Bhatia setzte nun die Forschung an krebskranken Mäusen fort. Dabei zeigte sich, dass die Anti-Krebs-Salmonellen das Wachstum von Darm- und Lebertumoren zwar einschränken, die Tumore aber nicht abtöten können.
Lebenserwartung von Mäusen um 50 Prozent erhöht
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Die besten Ergebnisse brachte eine Kombination aus drei veränderten Bakterienstämmen, die jeweils einen anderen Wirkstoff produzieren, und einer Chemotherapie. Damit gelang es immerhin, die Lebenserwartung der Mäuse um 50 Prozent zu erhöhen. Das Konzept sei spannend und absolut neu, unterstreicht Mathias Heikenwälder vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, der nicht an der Studie beteiligt war. "Das synchronisierte Auflösen einer Bakterienpopulation ist beeindruckend!" Die Bakterien seien wie Drohnen, denen man ein Programm eingibt, dass sie dann ausführen. Allerdings seien noch einige Fragen offen, etwa, ob das Konzept auf die klinische Anwendung übertragbar sei.

In einem "Nature"-Kommentar weist Shibin Zhou von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore (Maryland, USA) darauf hin, dass das Verfahren auch anderweitig angewendet werden könnte: "Eine zyklische Wirkstofffreisetzung könnte nützlicher sein für die Behandlung von Menschen mit Krankheiten, die wiederkehrende Dosierung erfordern, wie Diabetes und Bluthochdruck."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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"Studie unbedingt ernst nehmen" - Dauerlicht lässt früher altern

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jul 2016 09:40

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http://www.n-tv.de/wissen/Dauerlicht-la ... 43031.html
"Studie unbedingt ernst nehmen" - Dauerlicht lässt früher altern

Es gibt viele Expertentipps für jene, die gesund alt werden wollen. Etwa: viel bewegen, gut ernähren. Nun fügen Forscher einen Rat hinzu: nachts Licht aus! Denn Dauerlicht mache alt und gebrechlich. Mäuse jedenfalls und wahrscheinlich auch Menschen.

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Licht in der Nacht kann krank machen - das belegen neue detaillierte Analysen an Mäusen. Auf monatelanges Dauerlicht reagierten die Tiere mit Entzündungsreaktionen, Muskelschwund und frühen Anzeichen von Osteoporose, wie ein niederländisches Forscherteam im Fachjournal "Current Biology" berichtet. Alle beobachteten Veränderungen seien typische Anzeichen zunehmender Gebrechlichkeit, wie sie normalerweise als Alterungsfolge entstehe. Wie stark die zugrundeliegenden Mechanismen auch beim Menschen wirkten, sei noch unklar.

In der Studie stecke immens viel Arbeit, das Ergebnis sei unstrittig und "unbedingt ernst zu nehmen", sagt der Berliner Schlafmediziner Dieter Kunz, der nicht an der Studie beteiligt war. Auch wenn es sicher Unterschiede zu den Prozessen beim Menschen gebe: "Es ist ein deutlicher Hinweis, dass der Hell-Dunkel-Rhythmus für die Gesundheit eine erhebliche Rolle spielt". Der Mechanismus biete zum Beispiel eine mögliche Erklärung dafür, dass Knochenbrüche und Osteoporose manche Menschen früher und stärker treffen als andere, erklärt Kunz, Chefarzt an der Klinik für Schlaf- und Chronomedizin des Berliner St. Hedwig-Krankenhauses.
Anzeichen für Knochenabbau und höhere Entzündungswerte
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Die Wissenschaftler um Johanna Meijer vom University Medical Center in Leiden hatten mehr als 100 Mäuse 24 Wochen lang unter Dauerlicht gehalten und verschiedene gesundheitsrelevante Messwerte erfasst. Hirnaktivitätsmessungen über Elektroden im Kopf der Tiere zeigten, dass die tageszeitabhängigen Veränderungen im neuronalen Muster der inneren Uhr im sogenannten Nucleus suprachiasmaticus um etwa 70 Prozent vermindert waren. Die Skelettmuskulatur der Mäuse wurde schwächer, es gab Anzeichen für Knochenabbau, und bestimmte Entzündungswerte im Körper waren erhöht wie sonst nur in Reaktion auf Erreger oder andere schädliche Einflüsse.

Dauerlicht sei in der Lage, über eine Kaskade von Effekten zu Gebrechlichkeit ähnlich der alterungsbedingten zu führen, lautet das Fazit der Forscher. "Unsere Studie zeigt, dass der natürliche Hell-Dunkel-Rhythmus wichtig für die Gesundheit ist", betont Meijer. Ein Abweichen davon sei weit weniger harmlos als lange angenommen. Im Tierversuch war der Effekt umkehrbar: Wurden die Tiere wieder einem natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus ausgesetzt, schwanden die Symptome binnen zwei Wochen wieder. Die tageszeitabhängigen Wechsel im Aktivitätsmuster der inneren Uhr erreichten wieder ihre ursprüngliche Intensität.

Für den Menschen sei das eher nicht vorstellbar, betont der Berliner Experte Kunz. Bei den wohlbehütet lebenden Mäusen sei nur ein einzelner Faktor - die Beleuchtung - verändert worden. "Bei einem Schichtarbeiter spielen viele zusätzliche Aspekte eine Rolle, ein verändertes Familienleben oder Ernährung und Schlaf zur falschen Zeit", erklärt der Berliner Schlafforscher. "Die Erfahrung bei Schichtarbeitern zeigt, dass auch bei Rückkehr zu einem normalen Lebensrhythmus langfristige Folgeschäden bleiben."
Hell-Dunkel-Rhythmus wichtige Einflussgröße für Gesundheit
Ungesund: Viele Menschen arbeiten auch nachts.
Ungesund: Viele Menschen arbeiten auch nachts.
(Foto: picture alliance / dpa)

Umso wichtiger sei es, den Hell-Dunkel-Rhythmus als wichtige Einflussgröße für die Gesundheit wahrzunehmen, sagt Kunz. "Zu wenig Licht am Tag dürfte dabei ähnliche Folgen haben wie zu viel Licht in der Nacht." Für die moderne schlaf- und rhythmusgestörte Gesellschaft werde die Problematik bisher zu wenig berücksichtigt.

Es werde noch zu wenig darauf geachtet, welchen Lichtmengen Menschen im Tag-Nacht-Verlauf ausgesetzt sind, betonen auch die Forscher um Meijer: Drei Viertel der Weltbevölkerung lebten in Regionen mit nächtlicher Beleuchtung. Viele Menschen weltweit seien Nachtarbeiter. Und vor allem in Pflegeheimen und auf Intensivstationen sei Dauerlicht üblich. Gerade bei diesen Patienten könnten sich dadurch ohnehin ablaufende Alterungsprozesse noch verstärken, befürchten die Wissenschaftler.
Licht nachts nicht nur dimmen, sondern ausschalten

In Pflegeheimen sei es angebracht, das Licht in den Zimmern nachts nicht nur zu dimmen, sondern ganz auszuschalten, sagt auch Kunz. Die Analogie der Studiensituation zu Intensivstationen kann er dagegen nicht nachvollziehen: "24 Wochen im Leben einer Maus entsprechen Jahren im Leben eines Menschen." So lange liege niemand auf der Intensivstation. In weiteren Analysen müsse nun geprüft werden, inwieweit sich die Mäuse-Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Meijers Team will sich dabei zunächst auf zwei Aspekte konzentrieren: die Auswirkungen auf das Immunsystem und mögliche Gesundheitsvorteile für Patienten, bei denen auf einen klaren Hell-Dunkel-Rhythmus geachtet wird.

Der Tag ist wegen seiner Regelmäßigkeit ein uralter und extrem effektiver Taktgeber für Lebewesen. Andere Faktoren wie Nahrungsangebot und Temperatur schwanken, die Sonne aber geht morgens immer auf. Beeinflusst wird dieser Rhythmus seit einigen Jahren nicht mehr nur von Kunstlicht, sondern zusätzlich von Smartphones und Tablet-PCs, die abends oft noch über Stunden genutzt werden. Vor allem ihr Blaulichtanteil wirkt über die Retina auf die innere Uhr und signalisiert den neuronalen Schaltkreisen, es sei noch helllichter Tag.
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Bei Erwachsenen gilt chronischer Schlafmangel als eine Ursache für Depressionen, Kinder werden eher hyperaktiv. Forscher haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Tiefschlaf nicht nur das Erinnerungsvermögen des Gehirns stärkt, sondern auch das des Immunsystems: Im Tiefschlaf gehen die am Tag erworbenen Informationen über Krankheitskeime in den Langzeitspeicher des Abwehrsystems über. Auch zum Körpergewicht und zu Krankheiten wie Diabetes und Krebs gibt es Verbindungen.

Quelle: n-tv.de , Annett Stein, dpa
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Postby Weltbookadmin47 » 26. Jul 2016 08:17

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http://www.n-tv.de/wissen/Wechseljahre- ... 69656.html
Montag, 25. Juli 2016
Zeitpunkt entscheidend - Wechseljahre beschleunigen Zellalterung

Was passiert mit dem Körper einer Frau, wenn sie in die Wechseljahre kommt - treiben diese den biologischen Alterungsprozess an? Forscher finden nun dafür Hinweise: je früher die Menopause, desto schneller die biologische Alterung.

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Je früher Frauen in die Wechseljahre kommen, desto schneller altern sie biologisch. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Untersuchung von mehr als 3100 Frauen, bei denen Forscher das Erbgut verschiedener Zellarten analysierten. Das Team um den Humangenetiker Steve Horvath von der University of California in Los Angeles stellt seine Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen Menopause und Altern in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") vor.
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Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar Der Verfall des menschlichen Körpers

"Wir haben entdeckt, dass die Menopause die zelluläre Alterung im Durchschnitt um sechs Prozent beschleunigt", sagt Horvath laut einer Mitteilung seiner Universität. "Das klingt nicht nach viel, aber es summiert sich über die Lebensspanne einer Frau." So seien die Blutzellen einer Frau, bei der die Menopause mit 42 Jahren eintritt, im Alter von 50 Jahren biologisch gesehen ein Jahr älter als jene einer Frau, deren Regelblutungen erst mit 50 enden.

Die Forscher untersuchten das Erbgut der Zellen von Blut, Speichel und Mundschleimhaut auf Methylgruppen. Diese werden an bestimmten Stellen an den DNA-Strang angelagert und verhindern dort das Ablesen der Informationen. Wo genau diese Anlagerungen stattfinden, hängt auch vom Alter ab.
"Epigenetische Uhr"

Aus diesem Phänomen entwickelte Horvath vor einigen Jahren die sogenannte "epigenetische Uhr": Dabei wird anhand von 353 markanten Stellen im Erbgut das biologische Alter von menschlichen Zellen bestimmt. In der Studie war das Resultat für Blutzellen eindeutig: Je früher die Menopause eingetreten war und je länger dies zur Untersuchungszeit zurücklag, desto höher war das biologische Alter dieser Zellen.

Für Speichel- und Mundschleimhautzellen entdeckten Horvath und Kollegen diesen Zusammenhang jedoch nicht. Speichelzellen waren aber dann biologisch deutlich älter, wenn bei Frauen die Eierstöcke entfernt worden waren, was die Menopause sofort eintreten lässt.
Verschiedene Gewebe- und Zellarten altern unterschiedlich schnell
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Einen weiteren Zusammenhang fanden die Wissenschaftler bei den Zellen der Mundschleimhaut: Bei ihnen verringerte sich das biologische Alter im Verhältnis, wenn sich die Frauen einer Hormontherapie unterzogen hatten, um die Beschwerden der Wechseljahre zu mildern. Die unterschiedlichen Ergebnisse bei verschiedenen Zelltypen interpretieren die Forscher so, dass verschiedene Gewebe- und Zellarten im Körper unterschiedlich schnell biologisch altern. Die Ursache dieser Zusammenhänge müsse in weiteren Studien ermittelt werden, schreiben sie.

"Die hochinteressante Studie macht einen sehr fundierten Eindruck", sagt Karl Lenhard Rudolph, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Alternsforschung in Jena, der nicht an der Studie beteiligt war. Sie passe in einen Kernbereich der Forschung, der untersucht, wie epigenetische Veränderungen - darunter die Anlagerung von Methylgruppen ans Erbgut - zum Altern beitragen. Eine Hormontherapie sieht Rudolph jedoch nicht allgemein als sinnvoll an, da solche Therapien im Verdacht stehen, das Risiko für eine Krebserkrankung zu erhöhen.

Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Für Kampf gegen tödliche Keime ? - Neues Antibiotikum in der Nase entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 28. Jul 2016 10:39

http://www.n-tv.de/wissen/Wirkstoff-in- ... 81946.html
Für Kampf gegen tödliche Keime ? - Neues Antibiotikum in der Nase entdeckt

Seit Langem wird nach einem Weg gesucht, Bakterien zu bekämpfen, gegen die gängige Antibiotika nicht helfen, denn jedes Jahr sterben in deutschen Krankenhäusern tausende Menschen an Infektionen durch die multiresistenten Keime. In der Nase werden Forscher fündig.

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Ausgerechnet in der menschlichen Nase haben deutsche Forscher ein neues Antibiotikum entdeckt. Der Stoff mit dem Namen Lugdunin tötet Laborbefunden zufolge auch Bakterienstämme, die gegen andere Antibiotika resistent sind. Produziert wird der Stoff vom Bakterium Staphylococcus lugdunensis, das bei einem kleinen Teil der Menschen natürlicherweise in der Nase vorkommt.

Andreas Peschel von der Universität Tübingen und seine Kollegen berichten über ihre Entdeckung im Fachmagazin "Nature". Noch ist es allerdings ein weiter Weg bis zu einer etwaigen Zulassung als Medikament, so verweisen andere Forscher auf mögliche Nebenwirkungen.
"Diese Erreger in Krankenhäusern ein großes Problem"
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Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Bakteriologen suchen seit vielen Jahren nach einem Weg, Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (kurz MRSA) zu bekämpfen. "Diese Erreger sind in Krankenhäusern ein großes Problem, jedes Jahr sterben mehrere 1000 Menschen in Deutschland durch MRSA-Infektionen", berichtet Peschel. Es gebe sogar Schätzungen, nach denen in den kommenden Jahrzehnten mehr Menschen an antibiotikaresistenten Bakterien sterben könnten als an Krebs, hebt Co-Autor Bernhard Krismer laut einer Pressemitteilung der Universität Tübingen hervor.

Die Forscher sahen sich die mikrobiologische Lebensgemeinschaft in der menschlichen Nase an, wo das Bakterium Staphylococcus aureus bei etwa einem Drittel der Bevölkerung natürlicherweise vorkommt. Bei gesunden Menschen ist das kein Problem, doch bei Kranken und Geschwächten wird Staphylococcus aureus zu einer tödlichen Gefahr.

Zahlreiche Bakterienstämme wurden im Labor einzeln mit Staphylococcus aureus zusammengebracht, darunter auch verschiedene Arten der Gattung Staphylococcus. Bei Staphylococcus lugdunensis zeigte sich ein Rückgang von Staphylococcus aureus, bis hin zum kompletten Absterben. Die Wissenschaftler entdeckten einen neuen Stoff, der den Tod von Staphylococcus aureus bewirkt und den sie Lugdunin nannten, sowie die Gene für seine Herstellung. Die weitere Forschung ergab, dass Lugdunin auch bei anderen Bakterienstämmen hilft, die gegen Antibiotika resistent sind.
Geduldige Grundlagenforschung wichtig

"Die Entdeckung von Lugdunin zeigt wieder einmal, wie wichtig geduldige Grundlagenforschung ist", betont Peschel. Zusammen mit seinen Kollegen konnte er belegen, dass Lugdunin eine Staphylococcus-aureus-Infektion auf der Haut von Mäusen bekämpfen kann. Einen weiteren Hinweis auf die Wirksamkeit von Lugdunin brachten Proben aus den Nasen von 187 Menschen zu Tage: Bei Probanden, in deren Nase Staphylococcus lugdunensis siedelte, kamen nur in 5,9 Prozent der Fälle auch Staphylococcus aureus vor. Bei Patienten ohne Staphylococcus lugdunensis waren es 34,7 Prozent.

"Normalerweise werden Antibiotika nur von Bodenbakterien und Pilzen gebildet", wird Peschel in einer Pressemitteilung seiner Universität zitiert. "Die Vorstellung, dass die menschliche Mikroflora ebenfalls eine Quelle von antimikrobiellen Stoffen sein könnte, ist eine neue Entdeckung." Die Forscher hoffen, mit dieser Entdeckung eine Tür zu weiteren Quellen von Antibiotika geöffnet zu haben.

Chemisch gesehen bildet Lugdunin eine neue Stoffklasse, die sich zwar aus bekannten Aminosäuren zusammensetzt, deren Kombination aber keinem anderen bislang bekanntem Antibiotikum ähnelt. Besonders auffällig ist eine große Ringstruktur, in der Peschel auch den Ursprung für den Wirkmechanismus vermutet. In einem "Nature"-Kommentar bescheinigen Kim Lewis und Philip Strandwitz von der Northeastern University in Boston (USA), dass das Vorgehen der Tübinger Forscher einen allgemeinen Ansatz zur Suche nach Antibiotika bei Bakterien bietet, die den Menschen besiedeln.
Stoff könnte auch menschlichen Zellen gefährlich werden
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Schwierigkeiten für eine klinische Anwendung von Lugdunin könnte jedoch der Wirkmechanismus bereiten, der wahrscheinlich an der Synthese größerer Zellstrukturen wie der Membran ansetze und somit möglicherweise auch menschlichen Zellen gefährlich werden könnte.

Dietmar Pieper vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, der nicht an der Studie beteiligt war, geht davon aus, dass die Erforschung des neuen Wirkstoffs gerade erst begonnen hat: "Bei der Entwicklung von Antibiotika rechnet man in Jahrzehnten." Staphylococcus lugdunensis und Lugdunin müssten auf alle möglichen Wechselwirkungen im Körper hin genau untersucht werden. Insgesamt aber beurteilt er die Arbeit der Forscher als "gut gemachte Studie, die mir gefällt".

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Pro und kontra Magenverkleinerung - Kann man Übergewicht wegoperieren ?

Postby Weltbookadmin47 » 28. Jul 2016 10:56

http://www.n-tv.de/wissen/Kann-man-Uebe ... 86076.html
Donnerstag, 28. Juli 2016
Pro und kontra Magenverkleinerung - Kann man Übergewicht wegoperieren ?

Wenn die Kilos einfach zu viel werden, die Beine die Last des Körpers nicht mehr tragen wollen, ob beim Einkaufen, beim Treppensteigen oder beim Spaziergang: Hilft dann vielleicht eine Magenverkleinerung? Wo liegen die Gefahren, wo die Vorteile?

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Manuel Uribe im Januar 2006 - er war damals 40 Jahre alt und wog 597 Kilogramm.
Manuel Uribe im Januar 2006 - er war damals 40 Jahre alt und wog 597 Kilogramm.
(Foto: dpa)

Der Mexikaner Manuel Uribe war mit fast 600 Kilo einst der schwerste Mensch der Welt. Er war jahrelang ans Bett gefesselt, weil er im wahrsten Sinn des Wortes nicht mehr auf die Beine kam. Sicherlich ein Extremfall. Doch auch Menschen mit weit weniger als der Hälfte dieses Gewichts leiden unter vielfältigen gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen. Ihre Zahl nimmt zu, vor allem in den Industrieländern. Darunter sind auch viele junge Menschen.

Kann eine Magenverkleinerung neue Hoffnung geben?

Die gesetzliche Krankenkasse Barmer GEK warnt davor. Die Operation führe "nicht immer zur erwünschten Gewichtsabnahme, etwa wenn der Patient nachher vermehrt hochkalorische flüssige Nahrungsmittel zu sich nimmt".

Lassen sich schon viele Menschen den Magen verkleinern?

Bisher nicht, sagt der Report Krankenhaus 2016. Aber die Tendenz bereite Sorgen, sagt Barmer GEK-Chef Christoph Straub. Von 2006 bis 2014 habe sich die Zahl allein bei den eigenen Versicherten von 167 auf 1070 Fälle jährlich mehr als versechsfacht. Die gesetzliche Krankenversicherung insgesamt verzeichnete 9225 Fälle - und damit fünfmal so viele wie noch 2006.

Wo sind die Gefahren, wo die Vorteile?
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Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem Problem Übergewicht

Eine Magenverkleinerung sei alles andere als harmlos. Es sei vielmehr ein schwerer, nicht rückgängig zu machender Eingriff in einen an sich funktionierenden Körper, sagt Straub, der selbst Arzt ist. Kurzfristig steige auch das Sterberisiko. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Betroffene müssen seltener wegen Altersdiabetes, Schlafstörungen und Bluthochdruck im Krankenhaus behandelt werden. Zudem stieg die Anzahl der Geburten um 20 Fälle je 1000 Eingriffe im Vergleich zu schwer Fettleibigen, die konventionell behandelt wurden.

Was wird operiert?

Es gibt zwei wesentliche Methoden, den Magen zu verkleinern und damit ein früheres Sättigungsgefühl zu erreichen:

- Schlauchmagen: Hier werden etwa 80 bis 90 Prozent des Magens entfernt, so dass nur ein schlauchartiger Rest erhalten bleibt. 2014 wurden 45 Prozent der Magenverkleinerungen auf diese Weise vorgenommen.

- Magenbypass: Bei diesem Eingriff wird ein Stück Magen abgetrennt und der Rest direkt mit einer Dünndarmschlinge verbunden. Dadurch können die Patienten weniger Nahrung aufnehmen. Zudem passiert der Speisebrei eine geringere Strecke im Dünndarm, wodurch weniger Nahrung verdaut werden kann. 46 Prozent der Verkleinerungen wurden so erreicht.

Wann wird operiert?

Das richtet sich im Prinzip nach dem sogenannten Body-Mass-Index (BMI). Dieser setzt Gewicht und Größe ins Verhältnis und zwar nach der Formel Gewicht (in kg) durch die Größe (in m) im Quadrat. Also bei einem Gewicht von 90 Kilo und einer Größe von 1,79 Meter ergäbe sich eine BMI von 28,9. Eine Operation kommt ab einem BMI von 40 infrage. Bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen schon ab einem BMI von 35.

Wer sollte operieren?
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Es gibt 350 Krankenhäuser in Deutschland, die eine solche OP anbieten, aber nur 44 sind zertifiziert, sind also ausreichend spezialisiert und haben genügend Erfahrung, um einen solchen Eingriff durchzuführen. Die Barmer GEK rät dringend dazu, nur solche Kliniken auszusuchen. Es gibt hier weniger Nebenwirkungen, weniger Komplikationen.

Übernimmt die Kasse die Kosten?

Ja, aber. Operation und Nachsorge seien grundsätzlich im Leistungskatalog der Kassen. Aber: Mit einer Magenverkleinerung allein sei es bei Weitem nicht getan, warnt Straub. Die Menschen müssten erst lernen, mit dem "neuen Körper" umzugehen. Ein Schlauchmagen hilft wenig, wenn ein Betroffener danach wieder große Mengen Sprühsahne verspeist. Und ein Magenbypass könne einen lebensbedrohlichen Nährstoffmangel nach sich ziehen, weil die Enzyme im verkürzten Dünndarm kaum mehr Zeit hätten, die Nährstoffe zu spalten. Kliniken und niedergelassene Ärzte müssten deshalb gemeinsam vor Ort Nachsorgekonzepte entwickeln.

Grundsätzlich aber, sagt Straub, gelte nach wie vor: "Man kann auf dem Sofa nicht abnehmen." Und: "Nur Bewegung verbrennt."

Quelle: n-tv.de , Ruppert Mayr, dpa
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Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß - Pflanzliche Proteine gesünder als tierisc

Postby Weltbookadmin47 » 1. Aug 2016 20:51

Pflanzliche Proteine gesünder als tierische.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Pflanzliche-P ... 14411.html
Montag, 01. August 2016
Eiweiß ist nicht gleich Eiweiß - Pflanzliche Proteine gesünder als tierische

Wer abnehmen möchte, dem raten Ernährungsexperten eine eiweißreiche Kost - sie macht schneller satt. Zudem gilt sie als gesund. Nun allerdings zeigen Langzeitstudien an Zehntausenden Menschen: ein hoher Anteil an tierischem Protein steigert das Sterberisiko.

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In zwei Langzeitstudien war die Aufnahme von tierischen Proteinen mit einem höheren Sterberisiko verbunden als die von pflanzlichen Proteinen. Mingyang Song von der Harvard Medical School in Boston (Massachusetts/USA) und Kollegen veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Jama Internal Medicine".

Frühere Untersuchungen hätten bereits gezeigt, dass es gesund sei, Kohlenhydrate durch Proteine zu ersetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Harvard Medical School. Im Hinblick auf seine Studie ergänzt Song: "Die einzelnen Lebensmittel, die Menschen zu sich nehmen, um an Proteine zu gelangen, sind ebenso wichtig."

In der Studie waren die wichtigsten Quellen für tierisches Eiweiß verarbeitetes und unverarbeitetes Rinder- und Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Milchprodukte, Fisch und Eier. Pflanzliches Eiweiß stammte vor allem aus Brot, Getreide, Nudeln, Nüssen, Bohnen und Hülsenfrüchten.

Die Forscher nutzten die Daten von zwei Langzeitstudien, die die Gesundheit und die Ernährungsgewohnheiten von Berufstätigen im Gesundheitssektor aufzeichneten. Sie werteten die Datensätze von 85.013 Frauen und 46.329 Männern aus. Für die Frauen waren Daten von 1980 bis 2012 verfügbar, für die Männer von 1986 bis 2012. Die Probanden berichteten per Fragebogen alle zwei Jahre über ihren Lebensstil und ihre Gesundheit und alle vier Jahre detailliert über die Lebensmittel, die sie durchschnittlich zu sich nahmen.
Ernährungsdaten in Bezug zu Todesursachen

Während der Langzeitstudien starben 36.115 der Teilnehmer, 8851 durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 13.159 durch Krebs und 14.105 durch andere Ursachen. Die Forscher setzten die Ernährungsdaten in Bezug zu den Todesursachen und fanden einen Zusammenhang zwischen der aufgenommenen Menge an tierischem Protein und dem Sterberisiko. Bei Übergewichtigen und denen, die viel Alkohol tranken, war der Zusammenhang besonders ausgeprägt. Das Team errechnete auch, wie sich Zu- und Abnahme von tierischen und pflanzlichen Proteinen in der Ernährung auf das Sterberisiko auswirkt.

Nach der Bereinigung der Risikofaktoren aus Lebensstil (Zigaretten, Alkohol, Übergewicht, Bewegung) und Ernährung ergab sich für den Studienzeitraum: Wenn der Anteil an tierischem Protein um zehn Prozent im Verhältnis zur gesamten Kalorienaufnahme zunimmt, erhöht sich das Sterberisiko allgemein um zwei Prozent, das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, sogar um acht Prozent. Im Gegensatz dazu sinkt das Sterberisiko um zehn Prozent, wenn drei Prozent mehr pflanzliches Protein in der Nahrung enthalten sind.
Nahrungsumstellung lohnt sich

Noch deutlicher sind die Zahlen, wenn ein Teil der aufgenommenen tierischen Proteine auf pflanzliche ersetzt werden. Dabei lohnte sich insbesondere die Nahrungsumstellung von verarbeitete Rinder- und Schweinefleisch (zum Beispiel Würstchen) und Ei auf pflanzliche Proteine. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Leute in Betracht ziehen sollten, mehr pflanzliche Proteine zu essen, und wenn sie unter den Quellen für tierisches Protein auswählen, sind Fisch und Hühnchen sicherlich die bessere Wahl", hebt Song hervor.
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Das Studienergebnis ist für Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke nicht überraschend. Es bestätige die Forschung mit Langzeitdaten, an dem sein Institut beteiligt ist. "Zwei renommierte Langzeitstudien stellen die Grundlagen dar und die statistische Analyse und Auswertung sind sehr umsichtig vorgenommen worden", sagt Boeing. "Die Studie zeigt, dass Pflanzen eine sehr gute Eiweißquelle sind und dass zu den ökologischen Problemen der Fleischproduktion auch noch ein Gesundheitsrisiko beim Fleischverzehr hinzukommt."

Auch Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe, hält die zugrunde liegenden Erhebungen für "wissenschaftlich sehr gut gemacht". Allerdings sei fraglich, ob die Ergebnisse auf die Allgemeinbevölkerung übertragbar sind, weil alle Probanden im medizinischen Umfeld berufstätig seien. "Gegenwärtig empfehlen einige Experten eine hohe Proteinzufuhr, unter anderem als Maßnahme zur Gewichtsreduktion. Allerdings sind die Langzeiteffekte einer solchen Ernährung nicht bekannt." Hier gebe die Studie wichtige Hinweise auf gesundheitliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Proteinquellen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa

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Frage & Antwort, Nr. 442 - Helfen Kirschen gegen Kopfschmerzen ?

Postby Weltbookadmin47 » 2. Aug 2016 08:50

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http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 27866.html
Dienstag, 02. August 2016
Frage & Antwort, Nr. 442 - Helfen Kirschen gegen Kopfschmerzen ?

Von Jana Zeh

Ein altes Hausrezept empfiehlt, zehn Kirschen zu essen, wenn man Kopfschmerzen hat. Ob dieses Hausmittel wirkt oder ein reines Ammenmärchen mit Placebo-Effekt ist, ist wissenschaftlich untersucht - mit einem eindeutigen Ergebnis.

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Ingwer bei Reiseübelkeit, Schokolade bei Liebeskummer und warme Milch mit Honig bei Schlafstörungen: Um die Wirkungen von Nahrungsmitteln gibt es viele Geschichten. Ob Kirschen tatsächlich bei Kopfschmerzen helfen, haben Forscher der University of Michigan, dort, wo es im Sommer Kirschen im Überfluss gibt, bereits vor einigen Jahren untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die beliebten Sommerfrüchte sogar mehr sind als schmackhaftes Obst.
Frische Kirschen können Schmerzen lindern.
Frische Kirschen können Schmerzen lindern.
(Foto: imago/CTK Photo)

Schon 20 Kirschen seien so wirksam wie eine Tablette Aspirin 500, betonen die Forscher. Der Wirkstoff sitzt in den Schalen der Früchte. Die sogenannten Anthocyane, also die Farbstoffe, die die Kirschen rot werden lassen, wirken schmerzstillend. Doch nicht nur die Farbe, sondern auch der Geschmack hat Einfluss auf die Stärke dieses Effekts. Das bedeutet, je dunkler und saurer die Kirschen sind, umso stärker wirken sie gegen Schmerzen. Darüber hinaus werden den Inhaltsstoffen in den Früchten eine Menge anderer gesundheitsfördernder Wirkungen zugeschrieben.
Nicht nur Schmerzstiller
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"Der Mensch ist, was er isst", sagte der Philosoph Ludwig Feuerbach (1804 - 1872) schon im 19. Jahrhundert. Mit seinem Ausspruch war er Vordenker für all diejenigen, für die Essen zum gesunden Lifestyle gehört. Also diejenigen, die sich gern und ausgiebig mit dem beschäftigen, was sie zu sich nehmen (sollten). Das Internet scheint für Menschen, die sich besonders gesund ernähren wollen, eine große Rolle zu spielen, denn hier erkundigen sich die meisten, was wirklich gut für sie ist. Von Aҫai-Beeren bis Sauerkraut Wie gut ist Superfood wirklich?

Die Kirschfarbstoffe sind in der Lage, zellschädigende freie Radikale zu entschärfen. So können das Bindegewebe, die Haut, die Blutgefäße und die Gelenke vor dem Altern geschützt, Krebs und Herzinfarkt vorgebeugt werden. Zudem werden durch Anthocyane Entzündungen gehemmt und sogar Parodontose eingedämmt. Bereits 1999 erkannten Forscher der University of Michgan die schmerzlindernde Wirkung von Sauerkirschen bei Magen- und Arthritisschmerzen. Sie stellten fest, dass die Wirkung der Sauerkirschen bis zu zehn Mal stärker war im Vergleich zum Aspirin.
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In anderen Untersuchungen wurden die heilenden Kräfte der Kirschen und sogar von Kirschsaft bei Verletzungen oder Schmerzen der Muskeln bestätigt. Der Verzehr von 250 Gramm Kirschen am Tag über eine Woche hinweg lässt den Harnsäurespiegel im Blut und damit auch das Risiko, an Arthritis zu erkranken, sinken. Das Vitamin C unterstützt das Immunsystem und das Eisen bringt die Blutbildung in Schwung. An Kirschen darf man sich also beruhigt satt essen, denn sie regen den Stoffwechsel an und helfen bei Verstopfungen. Mit nur 63 Kilokalorien pro 100 Gramm kann das schmackhafte Sommerobst als ernährungsphysiologisch wertvoll eingestuft werden.

Übrigens: Nicht nur die Früchte tragen heilende Stoffe in sich. Auch in den Stielen der Kirschen finden sich Wirkstoffe, die das Immunsystem unterstützen. Ein Tee aus den getrockneten Fruchtstielen ist entwässernd und schleimlösend. Er hilft vor allem bei hartnäckigem Husten. Getrocknete Kirschenstiele bekommt man in der Apotheke oder in Reformhäusern.

Quelle: n-tv.de

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Urlaub & Darmprobleme: Was man wissen sollte

Postby Weltbookadmin47 » 2. Aug 2016 09:49

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http://kurier.at/wissen/verstopfung-ode ... 12.558.908

Urlaub & Darmprobleme: Was man wissen sollte
Wenn Zwieback und Kamillentee nicht mehr ausreiche
Foto: AP/Sebastian Willnow
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Der Darm ist ein hochsensibles Organ und reagiert stark auf Veränderung.
31.07.2016, 05:42
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So groß ist der menschliche Darm

ag visuell Foto: ag visuell/ Fotolia Wer Darm sagt, denkt häufig nur an dessen Ende (weil es meist die größten Probleme macht). In Wirklichkeit steckt dahinter ein Riesensystem, das sich vom Ende des Magens, dem Magenpförtner, bis zum After erstreckt. Diese Strecke misst etwa fünf bis sieben Meter. Er hat eine Oberfläche von 400 bis 1000 Quadratmeter, die sich aus den vielen Falten, Zotten und Mikrozotten des Darms ergeben.
Die verschiedenen Abschnitte

Der Darm beginnt mit dem Dünndarm (Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm) und endet beim Dickdarm (mit Blinddarm, Kolon, Mastdarm). All diese Abschnitte sind wichtig, für die Nährstoffaufnahme. Die Komplexität des Systems macht das Organ aber auch so anfällig für äußere Einflüsse.
Immunsystem im Darm

Der „Kopf“ des menschlichen Immunsystems sitzt im Darm – das Gros der immunkompetenten Zellen sitzt in der Darmschleimhaut. Wer gesund bleiben möchte, sollte daher gut auf den Darm aufpassen.
Der Darm lebt

Bildnummer: 63222376<br /> 3d abbildung abnehmen archa… Foto: fotoliaxrender/Fotolia Tatsächlich kann man sich den Darm als gigantischen Mikrokosmos vorstellen, alle Darmabschnitte sind bakteriell besiedelt. 90 Prozent aller menschlichen Bakterien leben im Dickdarm – 40.000 verschiedene Bakterienarten. Sie sind maßgeblich für die Gesundheit eines Menschen zuständig. Und damit ist es auch nicht egal, was ein Mensch zu sich nimmt, wie er isst, wie er lebt und wie viel Stress er hat. Jedes Bakterium hat in diesem ökologischen Kosmos eine Aufgabe, selbst schädliche Mitbewohner. Sie „trainieren“ das Immunsystem. Die „Guten“ wiederum sind wichtig für den Schutz der Darmoberfläche, andere wiederum spalten Ballaststoffe auf. Die Aufgabenvielfalt ist groß.
Wenn das Ökosystem ins Ungleichgewicht gerät

Es ist vor allem die Nahrung, die die Bakterien im Darm beeinflusst. Einseitige Ernährung wirkt sich negativ auf dieses Ökosystem aus. Auch Medikamente beeinflussen den Darm (man denke etwa nur an Antibiotika, die Bakterien daran hindern sich zu vermehren und sie abtöten – die Folge: eine gestörte Darmflora). Enorme Wirkung hat auch Stress. Gestresste essen viel zu schnell – die Nahrung wird nicht gut genug gekaut und in der Folge auch verdaut. Manchmal aber lähmt Stress – das Verdauungssystem braucht länger, um alle Prozesse durchzuführen. Das Essen bleibt, sinnbildlich, „stecken“. Jedenfalls gibt es einen engen Zusammenhang zwischen zentralem Nervensystem und Darm – die sogenannte Darm-Hirn-Verbindung. Der Darm hat es also gerne ausgewogen, ruhig und entspannt.
Verstopfung oder Durchfall im Urlaub

Urlaub am Meer… Foto: DOC RABE MEDIA - FOTOLIA All das vorangegangene Wissen erleichtert das Verständnis für Darmprobleme in den schönsten Wochen des Jahres. Ausgerechnet! Aber Reisestress, vor oder direkt bei der Anreise, die Umstellung (Zeit, Ort, Örtlichkeiten – bis hin zum Hotelzimmer) und die ungewohnte Ernährung machen unbewusst nervös und damit auch den Darm. Alleine die Enge eines Hotelzimmers kann dazu beitragen, dass man sich anspannt und der Darm in Stress gerät. Dazu kommen andere Nahrungsmittel oder eben auch Erreger, etwa durch ungewaschenes Obst oder leicht verdorbene Nahrungsmittel. Heikel kann auch eine schnelle Abkühlung sein - wenn man zu lange im kalten Pool bleibt, weil es draußen so heiß ist und der Bauch abkühlt. Ähnliches gilt für eiskalte Getränke. An so viel "Neues" kann sich ein Darm nur schwer gewöhnen und rebelliert.
Was tun?

Bei Verstopfung: Sich Zeit lassen. Der Darm-Hirnachse signalisieren: kein Stress, alles ist gut. Versuchen, den Darm wieder zu trainieren, indem man immer zur selben Zeit aufs Klo geht, auch wenn nix passiert. Der Darm ist ein Gewohnheitstier. Viel trinken ist wichtig, speziell wenn es heiß ist. Oft kommt’s vor, dass man sich im Urlaub weniger bewegt und faul ist – auch das mag der Darm nicht. Warmes Wasser (abgekocht!) hilft, um ihn zu entspannen und anzuregen. Spaziergänge, leichtes Laufen sind der Verdauung zuträglich. Achtung beim Essen: Auf fette und schwere Speisen besser verzichten, bei Ungekochtem vorsichtig sein. Oft Händewaschen, lieber Mineral- als Leitungswasser trinken. Auf Eiswürfel und Obst eher verzichten. Tipp aus der Traditionellen Chinesischen Medizin: Frischen Ingwer in den Urlaub mitnehmen und pro Mahlzeit ein paar Scheibchen dazuessen. Das kann helfen, etwaige Erreger auszutricksen.
(Kurier / gk) Erstellt am 31.07.2016, 05:42
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Hoffnung für Schwerkranke: nicht zugelassene Arzneien

Postby Weltbookadmin47 » 5. Aug 2016 08:22

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http://kurier.at/wissen/compassionate-u ... 13.120.118

Hoffnung für Schwerkranke: nicht zugelassene Arzneien
doctor writes
Foto: Getty Images/iStockphoto/Eduard Lysenko/iStockphoto
Bis zur Marktreife eines Medikaments dauert es mehr als zehn Jahre.
Neue Online-Plattform will den Zugang erleichtern.
Ingrid Teufl Ingrid Teufl
02.08.2016, 06:00
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Für viele Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen ist es die letzte Hoffnung: der sogenannte "Compassionate Use" (engl. für Anwendung aus Mitgefühl). Damit erhalten sie Zugang zu einem Medikament, obwohl es sich noch in Entwicklung befindet. Dass sie ein möglicherweise lebensrettendes Präparat verwenden dürfen, hängt vom Goodwill der Pharmafirmen ab – und von den Gesundheitsbehörden des jeweiligen Landes. Die niederländischen Betreiber der neuen Online-Plattform myTomorrows wollen nun den Zugang erleichtern.

Wie viele Menschen müssten sterben, weil ihnen ein vielversprechendes Medikament vorenthalten werde, erklärt Plattformgründer Ronald Brus im Magazin Der Spiegel seine Intention. Auf myTomorrows stellt er öffentlich zugängliche Informationen über die Arzneien in Studien, deren Einsatzgebiete sowie Frühzugangsprogramme, um die Mittel zu bekommen, online.
Zugang zu Arzneien

Brus’ Interessenten sind etwa "austherapierte" Patienten, wo herkömmliche Medikamente nicht mehr wirken, oder jene mit seltenen Erkrankungen, für die es noch keine Standardtherapien gibt. "Patienten und Ärzte bräuchten früheren Zugriff auf Arzneimittel und relevante Daten aus dem echten Leben", sagt Robert Kraal, seit Juni Chief Operating Officer der Plattform. Die Nachfrage ist groß: 30.000 Anfragen verzeichne man derzeit monatlich, sagt Brus. An der Spitze: Prostatakrebs, Hautkrebs und chronisches Erschöpfungssyndrom. Das Recht, ein Mittel schon vor der Zulassung anzuwenden, wird – ausgehend von den USA – in vielen Ländern zunehmend eingefordert. Mehr als zehn Jahre dauert die Entwicklung eines Medikaments im Durchschnitt, von Laborversuchen bis zur Zulassung. Für manche Patienten sei es dann bereits zu spät, wird argumentiert.
Pharmafirmen haben wenig Interesse

Pharmafirmen haben allerdings international wenig Interesse, ihre noch experimentellen Arzneien für "Compassionate Use" herzugeben. Dafür müssen bereits valide, vorläufige Daten (etwa Phase-Zwei-Studien) vorliegen. Weiters können die Anträge nur von der Pharmafirma selbst gestellt werden. Die Bewilligung erteilt in Österreich das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Seit 2010 wurden von 16 Anträgen insgesamt 14 bewilligt.
Sinnvolle Reglemetierung

Arzneimittelexperte Christoph Baumgärtel sieht eine völlige Liberalisierung kritisch. Die Reglementierung sei sinnvoll. "Wie soll jemand – womöglich auch noch in einer Ausnahmesituation – erkennen, ob es sich um ein sinnvolles Medikament handelt oder um Scharlatanerie." Für solche Fälle sei "Compassionate Use" geschaffen worden. Mit Hoffnung von Patienten solle kein Profit gemacht werden. "Eine totale Freigabe würde dem Tür und Tor öffnen." Auch bedeute nicht jede Substanz in Entwicklung per se eine Heilung, auch wenn die Datenlage in einer Studie gut ist. "Wir hatten auch Fälle, wo wir Compassionate Use erteilten, weil die zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Daten sehr vielversprechend waren. Im weiteren Studienverlauf zeigte sich, dass dem nicht so war."

In anderen Fällen wie beim Glioblastom – eine Form von Gehirntumor, die häufig Kinder trifft – wurde die Verwendung eines nicht zugelassenen Präparats rasch bewilligt und läuft seit 2013 mit positiven Ergebnissen. "Zuvor lag die Lebenserwartung der zum Teil jungen Patienten bei einem Jahr."
Begriffe: Unterschiede zur Anwendung von experimentellen Arzneien

Compassionate Use Darunter versteht man Ausnahmeregeln, die von nationalen Gesundheitsbehörden bewilligt werden müssen. Diese Programme dienen einer Gruppe Schwerstkranker in Situationen ohne alternative Therapien dazu, einen beschleunigten Zugang zu noch nicht zugelassenen Arzneimitteln zu ermöglichen. Es müssen allerdings schon Daten zu einer Wirksamkeit vorliegen.

Named Patient Use Dies sind nicht systematische Heilversuche mit noch nicht zugelassenen Präparaten, die sich immer nur auf einen Patienten beziehen. In Österreich unterliegt die Durchführung keiner behördlichen Bewilligung, sondern der Eigenverantwortung des behandelnden Arztes.

Off-Label-Use Mit diesem Begriff bezeichnet man die Verwendung eines zugelassenen Mittels außerhalb seiner Zulassung. Ein Beispiel für einen Off-Label-Einsatz ist etwa die Einnahme von Aspirin, das seit Jahrzehnten gegen Schmerzen zugelassen ist, zur Prävention von Darmkrebs.
(kurier) Erstellt am 02.08.2016, 06:00
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Parasit im Lymphsystem - Wurmbefall erhöht HIV-Ansteckungsrisiko

Postby Weltbookadmin47 » 5. Aug 2016 08:57

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http://www.n-tv.de/wissen/Wurmbefall-er ... 40306.html
Parasit im Lymphsystem - Wurmbefall erhöht HIV-Ansteckungsrisiko

Die Vorstellung, Würmer im Körper zu haben, ist unangenehm. In vielen Regionen Afrikas ist das jedoch normal. Die Frage, ob eine Wurminfektion auch Einfluss auf die Ansteckung mit dem HI-Virus hat, können Forscher nun erstmals beantworten.

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Infektionen mit dem HI-Virus sind vor allem in Afrika weit verbreitet. Über die Gründe dafür konnte bisher nur spekuliert werden. Eine Untersuchung in Tansania hat nun einen Ansatzpunkt zur Erklärung geliefert: Ein Wurm, der als Parasit im Lymphsystem vieler Afrikaner lebt, erhöht das Ansteckungsrisiko mit HIV erheblich.
Bein mit Wurminfektion bei einer jungen Frau in Tansania.
Bein mit Wurminfektion bei einer jungen Frau in Tansania.
(Foto: Kroidl / LMU)

Mit der Untersuchung sollten HIV-Risikofaktoren in der Bevölkerung im Südwesten Tansanias identifiziert werden. Eine Untergruppe von 1055 Personen wurde nachträglich auf eine Infektion mit den Fadenwürmern (Filarien) untersucht. Insgesamt wurden 32 neu aufgetretene HIV-Infektionen beschrieben. Der Vergleich von Filarien-Infizierten mit nicht Infizierten zeigt ein 3,2-fach erhöhtes Risiko für die HIV-Ansteckung bei den 14- bis 25-Jährigen, ein 2,4-fach erhöhtes Risiko für die 25- bis 45-Jährigen, und ein 1,2-fach erhöhtes Risiko für die über 45-Jährigen.

"Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene: Ihr Risiko, sich mit HIV zu infizieren, stieg zirka um das Dreifache, wenn sie mit Wuchereria bancrofti infiziert waren", erklärt Dr. Inge Kroidl aus der Abteilung Infektionserkrankungen und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München.
Wurm macht Elefantenbeine
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Das Bild von elefantös verformten Beinen ist in Afrika verbreitet. Der Fadenwurm Wuchereria bancrofti löst eine sogenannte lymphatische Filariose aus, einer Erkrankung der Lymphgefäße, die im schlimmsten Fall zu einer Elephantiasis führt. Die in afrikanischen Ländern gegen diese Würmer eingesetzte Medikamentenkombination wirkt nur gegen die von den Würmern produzierten Mikrofilarien, die ins Blut wandern und von dort über Mücken weiterverbreitet werden. Der erwachsene Wurm hingegen bleibt oft jahrelang im Lymphsystem des menschlichen Körpers leben.

Die Ergebnisse der Untersuchung bringen den Beweis für lang gehegte Hypothesen. Sie sind zudem wichtig, um die Entwicklung von Medikamenten voranzubringen, die auch den erwachsenen Wurm im Lymphsystem des Menschen abtöten können, um so auch die Zahl der HIV-Ansteckungen zu senken.
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Mach's mit!: Wie Kondome populär wurden Mach's mit!: Wie Kondome populär wurden Mach's mit!: Wie Kondome populär wurden Mach's mit! Wie Kondome populär wurden

Quelle: n-tv.de , jaz
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Nach Todesfällen in Krebszentrum - Was taugen alternative Krebstherapien ?

Postby Weltbookadmin47 » 6. Aug 2016 08:05

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http://www.n-tv.de/wissen/Was-taugen-al ... 52941.html
Nach Todesfällen in Krebszentrum - Was taugen alternative Krebstherapien ?

Der Tod von drei Patienten einer alternativen Krebsklinik in Nordrhein-Westfalen hat die Debatte um die Wirksamkeit von biologischen Therapien gegen den Krebs neu entfacht. Experten warnen: Einige Methoden können Patienten ernsthaft schaden.

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Ob "Krebsdiäten", Entgiftungen oder Mistelpräparate - viele Krebspatienten setzen neben der Schulmedizin mit Operation, Strahlen- oder Chemotherapie ihre Hoffnung auf alternative oder komplementäre Methoden. Sie erhoffen sich davon eine wirksamere Bekämpfung des Tumors und die Linderung von Nebenwirkungen. Manche Patienten und Anbieter setzten sogar ausschließlich auf solche Alternativverfahren. Für viele dieser Methoden fehlt nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) allerdings ein Wirksamkeitsnachweis. Auch über Nebenwirkungen ist oft wenig bekannt.
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Hoffen auf Heilung: Das Geschäft mit der Krebsforschung 21.05.16 – 01:29 min Mediathek Hoffen auf Heilung Das Geschäft mit der Krebsforschung

Das alternative Krebszentrum in Brüggen-Bracht wirbt damit, dass 3-Bromopyruvat das "aktuell beste Präparat zur Tumorbehandlung" sei. Das Mittel werde seit einigen Jahren in "experimentellen Grundlagenstudien" untersucht, sagt Susanne Weg-Remers, Leiterin des zum DKFZ gehörenden Krebsinformationsdienstes in Heidelberg. Das Mittel soll den Zuckerstoffwechsel hemmen, so dass Krebszellen zugrunde gehen. Es handelt sich um ein organisches Molekül, das durch ein Brom-Atom ergänzt wird.

Der Ansatz, der auch mit 3-Bromopyruvat verfolgt wird, hat Weg-Remers zufolge "durchaus Berechtigung". Bislang habe es aber erst Untersuchungen an Zellkulturen in der Petrischale und erste Studien an Mäusen und Ratten gegeben. Tierversuche sind aber nicht einfach auf den Menschen übertragbar, etwa wegen des unterschiedlichen Stoffwechsels. "In den Datenbanken haben wir noch keine Hinweise auf klinische Studien am Menschen gefunden, die Voraussetzung für eine Zulassung als Arzneimittel wären", sagt Weg-Remers. Solche Ansätze sind also nicht unbedenklich. Alternativmediziner bewegten sich damit in einem "rechtlichen Graubereich".
Expertin rät von Krebsdiät ab

Die Bandbreite alternativer Krebstherapien reicht aber noch viel weiter - von pflanzlichen Präparaten über Nahrungsergänzungsmittel bis hin zur traditionellen chinesischen Medizin. Mistelextrakte sind die am häufigsten eingesetzten Alternativmedikamente bei einer Krebsbehandlung - und zugleich eine der umstrittensten Therapien. Ob die Mistel gegen Krebs wirkt, lässt sich bis heute trotz umfangreicher Forschung nicht zweifelsfrei beantworten. Es gibt Hinweise, dass sich Patienten damit allgemein besser fühlen und ihre Lebensqualität während einer Chemotherapie weniger leidet.
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Eine Krebsdiät, mit der man Tumore heilen könnte, gibt es nicht. Die Vorstellung, man könne einen Tumor durch Fasten oder kohlenhydratfreie Nahrung "aushungern", sei naiv, sagt Weg-Remers. Auch die Deutsche Krebsgesellschaft rät Patienten von einer kohlenhydratarmen oder -freien Ernährung ab. Es habe bislang für keine Diät überzeugend gezeigt werden können, "dass sie Krebserkrankungen aufhalten und die Überlebenszeit verlängern könnte". Eine strenge Krebsdiät könne sogar den oft ohnehin schlechten Ernährungszustand von Patienten verschlimmern.

Abgesehen vom fehlenden wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis können "sanfte" Methoden und vermeintlich harmlose pflanzliche Mittel zudem unerwartete Wechselwirkungen mit einer Chemotherapie haben. Patienten sollten ihre Ärzte deshalb informieren, wenn sie eine Alternativbehandlung anstreben. Vorsicht ist nach Angaben des Krebsinformationsdienstes auch geboten, wenn ein Anbieter verspricht, dass seine Methode gegen alle Krebsarten helfe oder das Mittel per Internet aus dem Ausland bestellt werden muss.

Quelle: n-tv.de , Andrea Hentschel, AFP
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Die Gene sind am Trinken schuld

Postby Weltbookadmin47 » 8. Aug 2016 10:11

Die Gene sind am Trinken schuld.jpeg
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http://kurier.at/wissen/die-gene-sind-a ... 13.833.757

Die Gene sind am Trinken schuld
Ratten bewerten eigenes Können
Foto: APA/Ronald Wittek
Rattentests zeigten: Alkoholismus ist vor allem Gen-bedingt
Alkoholismus wird durch Hunderte Gene und genetische Codes gefördert, sagen Forscher - nach Rattentests.
Axel Halbhuber Axel Halbhuber
05.08.2016, 13:10
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Die Gefahr, Alkoholikerin oder Alkoholiker zu werden, ist auch genetisch bestimmt - das weiß man schon länger. Eine neue Studie der Universitäten von Indiana und Purdue in den USA zeigt jedoch auf, dass der Zusammenhang erstens deutlicher und zweitens komplexer ist als gedacht. Veröffentlicht wurde sie kürzlich im Fachmagazin PLOS Genetics.

Die Forscher der Unis machten dafür zuerst Ratten sehr langsam zu Alkoholikern. Manche Ratten lehnten das aber ab. So standen den Wissenschaftlern schlussendlich zwei Gruppen zur Verfügung: harte Alkoholiker-Ratten, die den Verhaltensweisen menschlicher Alkoholiker sehr ähnelten, und Wenig-Trinker-Ratten. Durch diese Vorgehensweise schlossen die Forscher alle soziologischen Begründungen für Alkoholismus aus: Familiengeschichte, Kulturkreis oder soziale Stellung.
930 Gene

Der Genetiker William M. Muir leitete die Studie: "Die eindeutigen Ergebnisse zeigen, dass Alkoholismus bei Ratten erstens eine starke genetische Komponente hat und zweitens von Hunderten Genen beeinflusst wird." Die Schlussfolgerung: Es handelt sich nicht um ein einzelnes Gen, das verantwortlich dafür ist, Alkoholiker zu werden, sondern um 930. Außerdem spielen nicht nur die Gene selbst eine Rolle, sondern auch die Lage der genetischen Codes.

Diese Erkenntnis ist schlecht. Weil sie darauf hindeutet, dass man die Alkoholsucht nicht simpel behandeln kann - vereinfacht gesagt wäre ein Gen leichter zu reparieren als Hunderte. Muir hat dennoch Hoffnung: "Es zeigten sich nämlich bei der Studie bestimmte Gencodes, die die meisten dieser Gene betreffen. Und wir vermuten, dass eine pharmakologische Lösung dadurch doch möglich ist."

Im ersten Schritt geht es den Forschern aber darum, die Vorhersehbarkeit des Alkoholismus-Risikos zu erhöhen. "Wir könnten tatsächlich bald eine volle Abschätzbarkeit beim Einzelnen schaffen. Aber dafür brauchen wir eine große Zahl genetischer Marker", sagt Muir. Dafür sei noch einiges an Studienarbeit notwenig, vor allem die Überprüfung der Ergebnisse durch Analyse der Genwirkung in Verbindung mit Alkohol.

Und, ach ja, die Klärung der Frage, ob die Gene menschlicher Alkoholiker wie jene von Ratten ticken.
(KURIER) Erstellt am 05.08.2016, 13:10
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Was Patienten zu Alternativthe­ra­peu­ten treibt

Postby Weltbookadmin47 » 9. Aug 2016 10:24

Was Patienten zu Alternativthe­ra­peu­ten treibt.jpeg
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http://kurier.at/wissen/was-patienten-z ... 14.421.515
Was Patienten zu Alternativthe­ra­peu­ten treibt
vie quotidienne de jolies femmes senior<br /> Bildnumme…
Foto: JPC-PROD - Fotolia/JPC-PROD/Fotolia
Der Faktor "Zeit" ist gerade für Krebspatienten ganz entscheidend.
Zeitmangel im öffentlichen System ist einer der Gründe.

Ernst Mauritz
Katrin Solomon

09.08.2016, 06:00
2 shares

"Wenn sich ein Arzt nicht ausreichend Zeit für Patienten nehmen kann – dann steigt der Wunsch nach alternativen Methoden." Das sagt Ingrid Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. "Denn die Patienten beurteilen eine Ärztin oder einen Arzt danach, wie sehr sie sich bei ihr oder ihm aufgehoben fühlen."

Mindestens drei krebskranke Menschen sind in einem Alternativzentrum in Deutschland wenige Tage nach der Therapie gestorben. Eingesetzt wurden auch hoch toxische Substanzen wie 3-Bromopyruvat, die für die Krebstherapie nicht gelassen ist und von der es auch keine Studiendaten gibt.

"Angesichts knapper Ressourcen wird es für die Ärzte immer schwieriger, sich ausreichend Zeit zu nehmen – und das bedauern diese ja selbst", so Kiefhaber. "Auch die Ansprechpartner wechseln dadurch viel stärker." In jüngster Zeit verzeichnen die Beratungsstellen der Krebshilfe eine Zunahme der Fragen nach alternativen Methoden – häufig dann, wenn die Krankheit neuerlich aufgetreten ist bzw. ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht ist. "Hier dürfte es schon einen Zusammenhang z. B. mit der Arbeitszeitverkürzung geben."

Die Stärke der Anbieter alternativer Methoden liege darin, dass "sie sich Zeit nehmen, rhetorisch sehr gut sind und – nicht erfüllbare – Hoffnungen wecken". Auch deshalb müsse im Gesundheitssystem der Faktor Zeit mehr honoriert werden.
"Gefangene" Patienten

"Graubereiche gibt es auch bei uns, aber insgesamt bin ich davon überzeugt, dass die Patientensicherheit in Österreich hoch ist", sagt Patientenanwalt Gerald Bachinger.

In Deutschland gebe es – auch im stationären Bereich – für schwerkranke Menschen viel mehr private Angebote. "Das ist natürlich ein Einfallstor für alternativmedizinische Nischen, wo Patienten gefangen und finanziell geschröpft werden." Überdies gebe es in Österreich Berufe wie Heilpraktiker nicht.

Früher seien schwerkranke Krebspatienten in ihrer letzten Phase viel öfter als "austherapiert in ein Eck geschoben worden. Natürlich ist es da menschlich verständlich, dass man nach jedem Strohhalm greift, und ist er noch so absurd."

"Heute werden viel stärker als früher die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten in den Mittelpunkt gestellt", betont Bachinger. Wichtig ist dabei die Palliativmedizin, die nicht nur die Schmerzen lindert, sondern alles tut, damit die Patienten eine bestmögliche Lebensqualität haben. Dadurch aber sei der Druck, auf obskure Angebote auszuweichen, viel geringer. "Es werden nicht mehr Therapien um jeden Preis durchgeführt."

Und: "Auch die Bereitschaft vieler Mediziner, ergänzende, komplementäre Therapien zu akzeptieren, ist heute größer als früher."
Sehen Sie hier eine Checkliste mit Kriterien, die seriöse Therapeutinnen und Therapeuten erfüllen

Die nachstehende Info-Grafik stammt aus der Broschüre Das ABC der komplementären Maßnahmen der Österreichischen Krebshilfe. Die Broschüre gibr einen guten Überblick, wie sich verschiedene komplementäre - also die schulmedizinische Behandlung ergänzende - Verfahren auf die Lebensqualität und die Erkrankung selbst auswirken - von Akupunktur und Akupressur bis zu Yoga.

Mehr zum Thema:

Alternative Krebstherapie: Was Experten sagen

Tote nach alternativer Krebsbehandlung
(kurier) Erstellt am 09.08.2016, 06:00
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Neu entdeckte Riechrezeptoren - Obst-Duft erweitert die Bronchien

Postby Weltbookadmin47 » 11. Aug 2016 12:24

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http://www.n-tv.de/wissen/Obst-Duft-erw ... 77746.html
Neu entdeckte Riechrezeptoren - Obst-Duft erweitert die Bronchien

Pfeifender Atem, beklemmendes Gefühl: Ein Asthma-Anfall ist eine verstörende Erfahrung für Betroffene. Die Krankheit kann bisher nicht geheilt werden. Forscher finden nun einen Duft, der die Bronchien erweitert und damit einen neuen Therapieansatz stellt.

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Forscher haben in den Muskelzellen der Bronchien zwei Typen sogenannter Riechrezeptoren entdeckt. Ein Forscherteam um Professor Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum ist es zudem gelungen, die dazugehörigen Düfte zu identifizieren. Diese führen dazu, dass sich die Muskulatur in den Bronchien entweder entspannt oder zusammenzieht. Die Erkenntnisse könnten einen neuen Ansatz in der Asthmatherapie darstellen.

Die neu entdeckten Rezeptoren wurden mit den Bezeichnungen OR2AG1 und OR1D2 versehen. OR2AG1 reagierte auf einen Duft mit dem Namen Amylbutyrat, der als eine fruchtige Mischung aus Bananen und Aprikosen beschrieben wird. Bindet sich der Duft an diesen Rezeptor, dann entspannten und erweiterten sich die Bronchien. Der Effekt war so stark, dass er sogar die Wirkung von Histamin aufheben konnte. Histamin bildet der Körper beispielsweise bei allergischem Asthma. Es führt zu einer Verengung der Bronchien.

"Amylbutyrat könnte bei Asthma helfen, die Luftzufuhr zu verbessern", folgert Hatt. "Vermutlich kann es nicht nur den Effekten von Histamin entgegenwirken, sondern ebenso denen von anderen Allergenen, die das Atmen behindern." Auch für die Behandlung anderer Krankheiten, etwa der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, auch als COPD bekannt, könne der Rezeptor interessant sein. Die Forscher zeigten außerdem, dass Amylbutyrat in den Muskelzellen die gleichen Signalwege in Gang setzt wie in den Riechzellen der Nase.
Zweiter Rezeptor macht die Bronchien eng
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Der mit OR1D2 bezeichnete Rezeptor reagierte auf Düfte mit blumig-öligen Noten, die die Namen Lilial und Bourgeonal tragen. Bindet sich der Duft an den Rezeptor, dann kontrahieren die Bronchialmuskeln und entzündungsfördernde Stoffe werden in den Zellen freigesetzt.

Bei den Untersuchungen wurden menschliche Zellkulturen benutzt, die aus der glatten Muskulatur stammen, die im Gegensatz zur quergestreiften Muskulatur nicht der willentlichen Kontrolle unterliegen. Die Wissenschaftler der Kliniken in Bochum, Köln und Herne veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Frontiers in Physiology".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Hoffnung für Querschnittsgelähmte - Roboterprothesen können Nerven reaktiv

Postby Weltbookadmin47 » 12. Aug 2016 11:06

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Hoffnung für Querschnittsgelähmte.jpg (49.9 KiB) Viewed 6753 times

http://www.n-tv.de/wissen/Roboterprothe ... 97536.html
Hoffnung für Querschnittsgelähmte - Roboterprothesen können Nerven reaktivieren

Acht querschnittsgelähmte Probanden nehmen an einem Forschungs-Projekt für hirngesteuerte Roboterprothesen teil. Der Gebrauch erfordert ein mühsames Training, welches für einige von ihnen einen erstaunlichen Nebeneffekt hat.

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Mit Hilfe ihrer Arbeit mit Roboterprothesen haben langjährig Querschnittsgelähmte wieder etwas Gefühl für Bewegung sowie ein wenig Muskelkontrolle erhalten. Einige von ihnen hätten sogar eine begrenzte Kontrolle über bestimmte Gliedmaßen wiedergewonnen, heißt es in einer Studie von Neurowissenschaftlern, deren überraschende Ergebnisse im Fachblatt "Scientific Reports" veröffentlicht wurde.
Video
Auf deutschem Markt zugelassen: Exoskelett ermöglicht Querschnittsgelähmten das Gehen 03.04.16 – 01:26 min Mediathek Auf deutschem Markt zugelassen Exoskelett ermöglicht Querschnittsgelähmten das Gehen

Von den acht Probanden des Projekts "Walk Again" machten alle nach Einschätzung der Forscher von der Duke-Universität im US-Bundesstaat North Carolina unerwartete Fortschritte. Bei vier von ihnen konnte der Status von "vollständig gelähmt" auf "teilweise gelähmt" hochgesetzt werden. Einer Frau gelang es demnach sogar, mit Hilfe von Krücken und einem Therapeuten zu laufen sowie in einer Aufhängung Laufbewegungen zu simulieren.

Bei den meisten verbesserte sich zudem die Kontrolle über Blasen- und Darmfunktion und machte sie etwas weniger abhängig von Abführmitteln und Kathetern und damit auch weniger anfällig für Infektionen. Einige der männlichen Probanden schafften es sogar, wieder Erektionen zu bekombionischen.
Gehirn wird einfach ausgetrickst

Die neue Therapie kombiniert mehrere Techniken zur Stimulierung der Gehirnbereiche, die vor Jahren einmal die gelähmten Gliedmaßen kontrollierten, bevor die Patienten ihre Rückenmarksverletzungen erlitten. Unter anderem führten die Forscher mit den Patienten ein virtuelles Bewegungstraining durch: Diese sollten sich vorstellen, die Beine eines virtuellen Doppelgängers - oder Avatars - zu bewegen.

Nach Monaten des Trainings wachten die eingeschlafenen Gehirnbereiche auf, daraufhin wurden die Übungen und die eingesetzten Geräte noch komplexer. Zum Einsatz kamen unter anderem auch hirngesteuerte Roboterprothesen, sogenannte Exoskelette, die den Gelähmten beim Gehen helfen sollen. Entfernt erinnern sie an den High-Tech-Panzer des Comic-Helden Iron Man. Die bisher unbestätigte These der Forscher ist, dass dieses Training nicht nur im Hirn, sondern auch im beschädigten Rückenmark Veränderungen bewirken kann.
Überraschender Nebeneffekt
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"Niemand von uns hätte diese überraschenden Folgen vorhersagen können, als wir mit dem Projekt begannen", sagte der Leiter der Untersuchung, Miguel Nicolelis. "Bisher hat noch niemand miterlebt, dass ein Patient diese Funktionen so viele Jahre, nachdem er als vollständig gelähmt diagnostiziert wurde, zurückerlangt."

Nicolelis wurde vor zwei Jahren auch einem internationalen Publikum bekannt: Damals gab ein querschnittsgelähmter Mann mit Hilfe eines von dem Forscher entwickelten Exoskeletts den Anstoß für die Fußball-WM.

Quelle: n-tv.de , Marlowe Hood, AFP
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Positive Gedanken als Schutzschild - Lässt sich Stress einfach weglächeln

Postby Weltbookadmin47 » 14. Aug 2016 09:37

Positive Gedanken als Schutzschild.jpg
Positive Gedanken als Schutzschild.jpg (43.46 KiB) Viewed 6719 times

http://www.n-tv.de/wissen/Laesst-sich-S ... 07341.html
Positive Gedanken als Schutzschild - Lässt sich Stress einfach weglächeln ?

Stress kann krank machen - allerdings nicht jeden. Einige Menschen können gut mit Druck von außen umgehen. Welche Mechanismen stresserprobten Personen zur Verfügung stehen, wird am Resilienz-Zentrum in Mainz erforscht.

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Dauernder Stress macht krank - es gibt aber auch Leute, denen macht Stress gar nichts aus. Was ist die neurobiologische Grundlage dafür? Diese Frage lässt den Resilienzforscher Beat Lutz nicht mehr los. Gemeinsam mit Forschern unterschiedlicher Disziplinen gründete er vor zwei Jahren das Deutsche Resilienz-Zentrum (DRZ) in Mainz. Es ist den Angaben zufolge das einzige Forschungszentrum in Deutschland zur seelischen Widerstandskraft gegen Stress.

Positiv zu denken ist nach Einschätzung des Wissenschaftlers wahrscheinlich einer der Faktoren, der verhindert, dass Menschen bei Stress vulnerabel, also verletzlich reagieren. So lautet der Gegenbegriff zu resilient, wo psychische und neurologische Schutzmechanismen gegen Stress aktiv werden.
Beat Lutz forscht am Deutschen Resilienz-Zentrum zur seelischen Widerstandskraft gegen Stress.
Beat Lutz forscht am Deutschen Resilienz-Zentrum zur seelischen Widerstandskraft gegen Stress.
(Foto: picture alliance / dpa)

Den entsprechenden Abläufen im Gehirn widmet sich der 55-jährige Biochemiker schon seit Jahren. Etwa der Frage, wie das Gedächtnis funktioniert und wie der Körper Stress verarbeitet. Etliche Faktoren zur Förderung von Resilienz wurden bereits identifiziert, zum Beispiel Charaktereigenschaften, kognitive Fähigkeiten oder auch soziale Unterstützung. "Wir wollen ein Framework entwickeln, welches nicht eine Liste von Resilienzfaktoren beschreibt, sondern ein System in die Forschung bringt, in dem generell wirksame Resilienzmechanismen beschrieben werden sollen", sagt Lutz.
Körpereigene Stoff wirken wie Haschisch

Der Direktor des Instituts für Physiologische Chemie an der Universitätsmedizin Mainz forscht seit etwa 15 Jahren über Endocannabinoide: Das sind körpereigene Botenstoffe, die ähnlich wie Haschisch wirken und im Gehirn Schutzmechanismen aktivieren können - etwa indem sie Reaktionen dämpfen und so eine Balance zwischen unterschiedlichen Erregungszuständen herbeiführen. Sie können auf diese Weise auch ein Faktor für die Resilienz sein.

"Prävention statt Therapie ist unser Anliegen", sagt Lutz. "Wir wollen Probleme erkennen, bevor sie zum Ausbruch kommen." Angesichts der hohen Kosten von stressbedingten Erkrankungen wie Burnout-Syndrom, Angstzuständen und Depressionen wäre es volkswirtschaftlich sinnvoll, rechtzeitig vorzubeugen. "Resilienz ist nicht in die Wiege gelegt", sagt Lutz. "Das ist ein dynamischer Prozess, das kann man lernen."

Methodisch nähern sich die Forscher dem Geheimnis der Resilienz auf verschiedenen Wegen. In einer jetzt beginnenden Langzeitstudie werden rund 1200 Menschen über mindestens vier Jahre hinweg begleitet, um ihre Stresserfahrungen im realen Leben zu erfassen und zusammen mit psychologischen und neurologischen Faktoren zu analysieren.
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Auch Tierversuche gehören zum Instrumentarium der Forscher - etwa mit einem Zebrafisch, der simulierten Vogelangriffen ausgesetzt wird, oder einer Maus, die mit Attacken eines stärkeren Artgenossen gestresst wird. Dabei kann untersucht werden, ob einzelne Gene, neuronale Netzwerke oder bestimmte Neurotransmittersysteme als Überträger von Informationen Resilienz unterstützen.
Resilienz als Schulfach

Die Erforschung von Resilienz wird im neuen Schuljahr auch Thema für zwei Gymnasien in Bad Dürkheim und Nieder-Olm sein. Die Schülerinnen und Schüler könnten so mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut werden, erklärt Sandra Volz, Lehrerin am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Bad Dürkheim. Die eigene Resilienz zu stärken, sei kein erklärtes Ziel des Projekts. "Sehr wohl kann aber ein Einblick in diese Thematik zu einer Beschäftigung mit der eigenen Person führen und den Blick für die eigenen Stärken schärfen."

Im Arbeitsleben muss sich Resilienz etwa bewähren, "wenn ein Chef die Untergebenen sehr traktiert und großen Stress macht", erklärt Wissenschaftler Lutz. "Dann haben wir dieselbe Situation wie bei den Mäusen - es ist klar, dass man dann einen solchen Chef meidet und nichts mit ihm zu tun haben will."

Quelle: n-tv.de , Peter Zschunke, dpa
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Forscher: "Für uns überraschend" - Klinikpatienten bringen gefährliche Kei

Postby Weltbookadmin47 » 16. Aug 2016 07:49

Klinikpatienten bringen gefährliche Keime mit.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Klinikpatient ... 22321.html
Forscher: "Für uns überraschend" - Klinikpatienten bringen gefährliche Keime mit

In Deutschland sterben bis zu 15.000, vielleicht sogar 30.000 Patienten im Jahr an Krankenhausinfektionen. Eine große Rolle spielen hier die multiresistenten Bakterien, denen die gängigen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Doch wo kommen diese Keime her?

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Fast jeder zehnte Krankenhauspatient bringt gefährliche multiresistente Keime mit in die Klinik. Von mehr als 4300 untersuchten Patienten an mehreren deutschen Universitätskliniken waren 416 bei der Aufnahme mit multiresistenten Darmbakterien besiedelt, wie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) in Braunschweig mitteilte. Diese Häufigkeit war bisher in Deutschland nicht bekannt.

Besonders oft fanden die Wissenschaftler demnach Escherichia-coli-Bakterien, sogenannte ESBL-Enterobakterien. Diese Keime gehören zur normalen menschlichen Darmflora, für Kranke und Schwache sind sie aber eine Gefahr. Sie können Infektionen in anderen Organen hervorrufen wie zum Beispiel eine Harnwegsinfektion. Eine durch multiresistente Bakterien hervorgerufene Infektion ist sehr viel schwieriger zu therapieren, weil viele Antibiotika nicht mehr anschlagen.
Zunehmendes Problem in Krankenhäusern

Multiresistente Erreger sind seit Jahren ein zunehmendes Problem vor allem in Krankenhäusern. Nach offiziellen Schätzungen erkranken jährlich 400.000 bis 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen. 10.000 bis 15.000 sterben jedes Jahr daran.

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) geht sogar von fast einer Million Infektionen und mindestens 30.000 Todesfällen aus. Meistens handelt es sich um den Methillicin-resistenten Staphylococcus aureus - kurz MRSA. Dieser Bakterienstamm kann schwere bis tödliche Infektionen verursachen.

Die Forscher haben nun an sechs Unikliniken Patienten auf multiresistente Darmkeime untersucht. "Dass fast jeder zehnte Patient mit multiresistenten Keimen besiedelt ist, wenn er in der Klinik ankommt, war für uns überraschend", erklärte Axel Hamprecht von der Uniklinik Köln, die die Studie gemeinsam mit der Berliner Charité koordinierte.
Weltweite Ausbreitung

Die multiresistenten Darmbakterien, die unter anderem gegen Cephalosporine resistent sind, haben sich in den vergangenen Jahren weltweit ausgebreitet. Cephalosporine sind Antibiotika, die ähnlich wie das Penicillin den Aufbau der bakteriellen Zellwand hemmen und die Bakterien auf diese Weise töten.
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Die neueren Cephalosporine der dritten Generation wirken gegen ein breites Spektrum an Bakterien und gehören zu den am häufigsten eingesetzten Antibiotika. Doch die Bakterien setzen sich zur Wehr und haben im Laufe der Zeit ein Enzym erworben, das diese Antibiotika unwirksam macht.
Von Klinik zu Klinik unterschiedlich

Die Häufigkeit der multiresistenten Keime war demnach von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Es zeigte sich jedoch, dass Patienten nach der Einnahme von Antibiotika und Reisende außerhalb Europas gefährdeter sind.

Bakterien sind sehr anpassungsfähig. Durch Veränderungen im Erbgut können die Erreger unempfindlich gegenüber bestimmten Antibiotika werden. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika beim Menschen und in der Tiermast sowie eine unsachgemäße Einnahme der Medikamente fördert solche Resistenzbildungen.
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Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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Gleiche Herkunft wie MERS-Erreger - Auch Erkältungsviren stammen von Kamel

Postby Weltbookadmin47 » 17. Aug 2016 09:55

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http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Erkaeltu ... 28991.html
Gleiche Herkunft wie MERS-Erreger - Auch Erkältungsviren stammen von Kamelen

Viele Krankheiten, die per Erreger von Tieren auf den Menschen übertragen werden, können nur schwer therapiert werden, wie die gefürchtete Lungenkrankheit MERS. Bei der Suche nach MERS-Viren in Kamelen finden Forscher auch etwas Unerwartetes.

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Es ist ein Zufallsfund, den Wissenschaftler bei der Untersuchung von rund 1000 Kamelen machen: Das Team um Professor Christian Drosten vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn findet nicht nur nach den gesuchten MERS-Viren, sondern stößt auch auf Erkältungsviren, die Menschen krank machen. "Im Rahmen von Untersuchungen zu MERS haben wir zirka 1000 Kamele auf Coronaviren untersucht und bei knapp sechs Prozent haben wir erstaunlicherweise auch Erreger entdeckt, die mit dem menschlichen Erkältungsvirus 'HCoV-229E' verwandt sind", erklärt Drosten. Weitere molekulargenetische Vergleichsuntersuchungen zwischen Erkältungsviren in Fledermäusen, Menschen und Dromedaren legen nun den Schluss nahe, dass der Erkältungserreger tatsächlich von Kamelen auf den Menschen übertragen wurde – genauso wie der MERS-Erreger.

Im Gegensatz gelingt es dem menschlichen Immunsystem, die Kamel-Viren genauso abzuwehren wie die anderen menschlichen Erkältungsviren auch. Tests mit humanem Serum und den tierischen Erkältungsviren haben darüber hinaus gezeigt, dass von ihnen keine unmittelbare Epidemie-Gefahr mehr für den Menschen ausgeht, denn die menschliche Bevölkerung ist durch die weite Verbreitung des Erkältungsvirus HCoV-229E weitgehend immun.
Entwarnung für Infektionen mit MERS?
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"Das MERS-Virus ist ein rätselhafter Erreger: Immer wieder gibt es kleinere Ausbrüche, die lokal zum Beispiel auf eine Klinik begrenzt sind. Das Virus ist glücklicherweise noch nicht gut genug an den Menschen angepasst, so dass es sich bisher nicht weltweit verbreiten kann", erklärt Drosten weiter. Die nun vorliegenden Untersuchungen zu Vorläuferviren des menschlichen Erkältungsvirus HCoV-229E im Kamel ergeben ein Bild, das mit der derzeitigen Situation bei MERS durchaus vergleichbar ist. Auch diese Vorläuferviren sind nicht optimal auf den Menschen angepasst.

Bedenklich ist allerdings, dass die weltweite Verbreitung von HCoV-229E von Mensch zu Mensch erfolgt ist, mit großer Wahrscheinlichkeit im Rahmen einer vergangenen Pandemie. "Mit unserer aktuellen Studie liefern wir ein Warnsignal im Hinblick auf die Pandemiegefahr durch MERS – denn was HCoV-229E geschafft hat, kann MERS vielleicht auch." Es besteht also Handlungsbedarf. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Infektionsforschung arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Erforschung eines Impfstoffs gegen MERS. Dieser soll Anfang nächsten Jahres in die klinische Prüfung gehen.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Keine Nebenwirkungen in Studie - Neues Molekül kann Morphium ersetzen

Postby Weltbookadmin47 » 18. Aug 2016 14:07

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http://www.n-tv.de/wissen/Neues-Molekue ... 45331.html
Donnerstag, 18. August 2016
Keine Nebenwirkungen in Studie - Neues Molekül kann Morphium ersetzen

Seit mehr als 4000 Jahren wird Morphium als Schmerzmittel geschätzt. Es wird aus Opium gewonnen und ist pflanzlich. Allerdings hat es auch zum Teil schwere Nebenwirkungen. Ein neues Molekül, bereits an Mäusen getestet, kommt ohne diese aus. Ein Durchbruch?

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Wissenschaftler haben ein neues Molekül entwickelt, das anstelle von Morphium zur Schmerzbekämpfung eingesetzt werden kann - und nicht dieselben Nebenwirkungen hat wie das seit Jahrtausenden verwendete Opiat. Laut der in der US-Fachzeitschrift "Science" veröffentlichten Studie löst die Substanz weder Atemnot aus, noch macht sie süchtig oder führt zu Verstopfungen. Aufgrund dieser Nebenwirkungen gilt die Vergabe von Morphium als riskant.

Ein Forscherteam um Brian Kobilka von der Stanford-Universität in Kalifornien untersuchte am Computer drei Millionen Stoffe und siebte aus diesen die ideale Kombination für die Schmerzbekämpfung heraus. Das neue Molekül mit der Bezeichnung PZM21 aktiviert einen Bereich im Gehirn, der Schmerzen unterdrückt. Im Vergleich zu Morphium wirkt die synthetische Substanz jedoch länger.
Nebenwirkungen beseitigen

Die Wissenschaftler testeten das Molekül an Mäusen, die bei der Einnahme von Morphinen und anderen Schmerzmitteln ebenso schnell süchtig werden wie Menschen. Die Nager zeigten im Versuch keine Präferenz zwischen einem Fach, in dem sie PZM21 verabreicht bekamen, und einem Fach, in dem sie eine neutrale Salzlösung erhielten. Nach Angaben der Forscher bietet PZM21 eine "lang anhaltende Schmerzfreiheit verbunden mit dem offensichtlichen Ausschalten von Atemdepression".

Das aus Opium gewonnene, also pflanzliche Morphium wird seit 4000 Jahren als Schmerzmittel eingesetzt und auch in der modernen Medizin geschätzt. "Aber es ist auch gefährlich", sagt Brian Shoichet, Forscher in San Francisco und einer der Mitautoren der Studie. Seit Jahrzehnten werde nach einer sicheren Alternative gesucht, sagte er. Die Forschung konzentrierte sich bislang vor allem darauf, die Nebenwirkungen zu beseitigen.

Shoichet und seine Kollegen von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, von der Universität North Carolina und aus Stanford gingen einen anderen Weg: Sie konzentrierten sich auf den Opioidrezeptoren im Gehirn, durch den die Schmerzunterdrückung ausgelöst wird. Sie fanden dabei das passende Molekül, das sich an den Rezeptor heftet und wie ein Schlüssel funktioniert, der ein Schloss aufschließt. Damit keine Nebenwirkungen ausgelöst werden wie beim Morphium, darf das Molekül sich nicht an einen weiteren Rezeptor im Gehirn heften.
"Ein Schritt vorwärts zum perfekten Medikament"
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In einer Computersimulation fanden die Wissenschaftler aus drei Millionen kommerziell erhältlichen Stoffen - und einer Million möglicher Ergänzungen für jeden davon - die heraus, die am besten auf den Rezeptor passen. Aus 2500 möglichen Molekülen filterten sie wiederum diejenigen heraus, die den Opioiden zu sehr ähnelten, so dass 23 übrig blieben. Am Ende blieb ein einziges Molekül übrig, das alle gewünschten Funktionen erfüllte.

Die Forscher bewerteten ihre Methode als "einen Schritt vorwärts zum perfekten Medikament". PZM21 muss aber zunächst auf seine Verträglichkeit für Menschen und auf Effektivität getestet werden, bevor es auf den Markt kommen kann.

Quelle: n-tv.de , bad/AFP
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Umstrittenes Mittel in Krebszentrum - Bericht: Ermittler prüfen 70 Todesfä

Postby Weltbookadmin47 » 21. Aug 2016 10:06

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http://www.n-tv.de/panorama/Bericht-Erm ... 59641.html
Umstrittenes Mittel in Krebszentrum - Bericht: Ermittler prüfen 70 Todesfälle

In einem alternativen Krebszentrum in Nordrhein-Westfalen sterben drei Patienten, nachdem sie mit einem umstrittenen Präparat behandelt wurden. Gegen die Betreiber der Praxis wird ermittelt. Laut einem Bericht soll es dabei inzwischen um 70 Todesfälle gehen.

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Knapp einen Monat nach dem Tod mehrerer Patienten eines alternativen Krebszentrums am Niederrhein sind die Dimensionen des Falles weiter unklar. Nach einem WDR-Bericht soll die Staatsanwaltschaft Krefeld inzwischen in 70 Todesfällen ermitteln. Demnach solle geklärt werden, ob die Patienten durch die Behandlung mit einem umstrittenen Mittel starben oder durch die Krebserkrankung. Staatsanwalt Marcel Dörschug wollte das "weder bestätigen noch dementieren". Er werde sich derzeit nicht zum Stand der Ermittlungen äußern, sagte Dörschug.

In einer früheren Mitteilung der Staatsanwaltschaft war von drei Todesfällen die Rede. Die drei Patienten waren Ende Juli gestorben und kurz zuvor in Brüggen mit dem Präparat "3-Bromopyruvat" behandelt worden. Die Substanz ist nicht als Medikament zugelassen. Die Staatsanwaltschaft hatte vor einigen Tagen dazu mitgeteilt, der Heilpraktiker sei aber grundsätzlich berechtigt gewesen, den Stoff zu verwenden. 3-Bromopyuvat ist kaum erforscht. Das Mittel sei bisher nur an Tieren getestet worden, sagte die Wissenschaftsjournalistin Claudia Ruby dem WDR. Es sei nicht einmal sicher, dass es überhaupt wirke.
Leichen müssen womöglich exhumiert werden

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben gegen den Betreiber der Praxis wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung in mehreren Fällen. In der Praxis waren überwiegend niederländische Staatsbürger behandelt worden. In seiner Presseerklärung vom 12. August hatte Dörschug mitgeteilt, dass sichergestellte Beweismittel darauf ausgewertet werden, "ob weitere Behandlungsfälle in die Ermittlungen einzubeziehen sind". Über diese Angaben hinaus werde er derzeit keine weiteren Auskünfte geben, sagte Dörschug nun.
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Der WDR hatte am Donnerstag berichtet, die Behörden hätten offenbar die Patientenakten systematisch auf Behandlungen mit dem umstrittenen Wirkstoff geprüft. In all diesen Fällen müsse untersucht werden, ob tatsächlich die Behandlung zum Tode geführt habe. Möglicherweise müssten viele der Leichen exhumiert werden, um eine Obduktion zu ermöglichen.

Die nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Barbara Steffens konnte Ermittlungen in Dutzenden Fällen nicht bestätigen. "Für die weiteren angeblichen Verdachtsfälle, die aktuell in den Medien genannt wurden, haben wir bisher keine Bestätigung", stellte Steffens einer Mitteilung fest. Nach Informationen, die dem Ministerium auch von der Staatsanwaltschaft vorlägen, bezögen sich die Ermittlungen auf fünf Behandlungsfälle, wovon drei Patienten gestorben seien.

Quelle: n-tv.de , hul/dpa
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Neue Strategie mit Mäusen geprüft - Fischöl hilft bei Gefäßverkalkung

Postby Weltbookadmin47 » 23. Aug 2016 20:18

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http://www.n-tv.de/wissen/Fischoel-hilf ... 80271.html
Dienstag, 23. August 2016
Neue Strategie mit Mäusen geprüft - Fischöl hilft bei Gefäßverkalkung

Wenn das Blut nicht mehr durch die Adern fließen kann, entsteht schnell ein lebensbedrohlicher Zustand. Forscher gehen beim Therapieansatz für Atherosklerose neue Wege und werden bei Bestandteilen der Omega-3-Fettsäuren fündig.

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Atherosklerose, umgangssprachlich auch als Gefäßverkalkung bekannt, entsteht, wenn Ablagerungen in den Gefäßinnenwänden zu chronischen Entzündungen führen und die Gefäße verengen. Die Verengung und Verkalkung der Blutgefäße ist ein wachsendes Problem. Die chronische Erkrankung gilt als Hauptursache für Herzinfarkte, Herzschwächen und Schlaganfälle. Gefäßverengungen sind die Ursache für die Hälfte aller Todesfälle in der westlichen Welt. Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München haben deshalb untersucht, wie körpereigene Prozesse aktiviert werden können, um die chronischen Entzündungen an den Gefäßwenden zu stoppen. Damit verfolgen die Forscher eine ganz neue Strategie der Behandlung.
Mit dem Alter verändern sich auch die Blutgefäße. Wie schnell das passiert, wird auch durch den Lebensstil beeinflusst.
Mit dem Alter verändern sich auch die Blutgefäße. Wie schnell das passiert, wird auch durch den Lebensstil beeinflusst.
(Foto: imago/StockTrek Images)

Auf der Grundlage vorangegangener Untersuchungen fokussierte sich das Forscherteam um Professor Oliver Söhnlein vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten an der LMU auf die Rolle des Immunsystems beim Beenden eines Entzündungsprozesses und stellte fest, dass bei Atherosklerose das "Entzündungs-Beendigungs-Programm" gestört ist und dadurch die Entzündung chronisch wird.
Gestörtes Verhältnis

Für den Entzündungsverlauf sind spezielle Signalmoleküle, die aus essenziellen Fettsäuren gebildet werden, sogenannte Lipidmediatoren, entscheidend: Bei akuten Entzündungen sind zunächst entzündungsfördernde Lipidmediatoren aktiv. Zum Stoppen der Reaktion übernehmen entzündungshemmende Lipidmediatoren die Regulation. Damit dieser Prozess funktioniert, müssen beide Arten von Lipidmediatoren in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sein.

"Wir konnten nun zeigen, dass diese Balance bei Atherosklerose gestört ist", sagt Söhnlein. Normalerweise werden Entzündungsreaktionen nach Ablauf der akuten Phase gestoppt. Das passiert, indem die Konzentration der entzündungshemmenden Lipidmediatoren ansteigt. Bei der Untersuchung an Mäusen stellten jedoch die Forscher das Gegenteil fest. Die Lipidmediatoren in atherosklerotischem Gewebe nahmen mit fortschreitender Entzündung sogar ab. Auf der Grundlage dieses Wissens wurde den Mäusen entzündungshemmende Lipidmediatoren verabreicht. So konnte die Imbalance korrigiert werden und die Atherosklerose gemindert werden. Die verabreichten Lipidmediatoren in Form von Maresin 1 und Resolvin D2 werden aus essenziellen Omega-3-Fettsäuren gebildet, die unter anderem in Fischöl enthalten sind.
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Die verabreichten Lipidmediatoren wirken auf die sogenannten Fresszellen des Immunsystems, die in der Fachsprache als Makrophagen bezeichnet werden. Makrophagen sammeln sich an atherosklerotischen Ablagerungen an und können so einerseits zum Fortschreiten der Entzündung beitragen, da sie sich an Blutfetten überfressen und selbst zugrunde gehen können. Andererseits haben sie aber auch eine wichtige Funktion bei der Heilung entzündeten Gewebes, da sie abgestorbene Zellen entfernen und die Vermehrung glatter Muskelzellen anstoßen. Ob die bei Mäusen gewonnenen Erkenntnisse auch auf Menschen übertragbar sind, also ob sich Omega-3-Fettsäuren auch auf Atherosklerose beim Menschen auswirken, muss allerdings erst noch untersucht werden.
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Quelle: n-tv.de , jaz
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Bessere Belastbarkeit - Eisen wirkt bei Herzschwäche

Postby Weltbookadmin47 » 25. Aug 2016 11:03

Eisen wirkt bei Herzschwäche.jpg
Eisen wirkt bei Herzschwäche.jpg (56.14 KiB) Viewed 6528 times

http://www.n-tv.de/wissen/Eisen-wirkt-b ... 95986.html
Donnerstag, 25. August 2016
Bessere Belastbarkeit - Eisen wirkt bei Herzschwäche

Eisen sollte ein wichtiger Bestandteil der Nahrung sein. Fehlt es im Körper, kommt es zu Folgeerscheinungen. Wie sich die Einnahme von Eisen auf ein bereits geschwächtes Herz auswirkt, haben Forscher untersucht.

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Menschen, die an einer Herzschwäche leiden, haben häufig auch zu wenig Eisen im Körper. Werden diese Patienten mit Eisen behandelt, dann fühlen sie sich besser und sind belastbarer. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover haben herausgefunden, wie dieser Effekt entsteht. Für ihre Untersuchung haben die Forscher um Professor Tibor Kempf und Professor Kai Wollert die Regulierung des Eisenhaushalts in Herzmuskelzellen unter die Lupe genommen.

Dafür wurden bei Mäusen die sogenannten Irp-Proteine in Herzmuskelzellen ausgeschaltet. Diese Proteine regulieren die Eisenversorgung. Mäuse, bei denen die Irp-Proteine ausgeschaltet wurden, entwickelten einen Eisenmangel im Herzen, nicht jedoch im Blut und in anderen Organen. "Werden Irp-Proteine inaktiviert, kann weniger Eisen in die Zelle aufgenommen werden. Für lebenswichtige Stoffwechselvorgänge steht nicht mehr genügend Eisen zur Verfügung", erläutert Wollert.
Keine Energie für Herzmuskel

Unter Ruhebedingungen merkte man den Tieren im Labor nichts an. Bei körperlicher Belastung hingegen konnten ihre Herzen die Pumpfunktion nicht steigern. Sie bekamen einen Herzinfarkt und entwickelten eine ausgeprägte Herzschwäche, auch als Herzinsuffizienz bezeichnet. Ursache war eine zu geringe Energieproduktion in den Mitochondrien.
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"Eisen ist nicht nur für den Sauerstofftransport wichtig, sondern wird auch in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, benötigt. Bei Eisenmangel können die Mitochondrien weniger Energie produzieren. Gerade der Herzmuskel ist aber für seine Pumpfunktion auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen", erläutert Kempf. Nachdem die Forscher den Mäusen Eisen verabreicht hatten, konnten diese ihre Eisenspeicher im Herzen auffüllen, die Herzmuskelzellen produzierten wieder ausreichend Energie und die Herzfunktion normalisierte sich.

Zudem konnte gezeigt werden, dass auch bei Patienten mit Herzinsuffizienz eine verminderte Aktivität der Irp-Proteine eine Rolle spielt. Eisenmangel ist demnach nicht nur ein Zeichen für eine schlechte Prognose, sondern die Ursache dafür. Aus diesem Grund wird Medizinern bereits empfohlen, Patienten mit Herzinsuffizienz und Eisenmangel die nötigen Medikamente zu verschreiben. Durch die Behandlung mit Eisenpräparaten könnte nicht nur Symptome wie Müdigkeit und Schwäche behoben werden, es ist sogar denkbar, dass damit das Leben verlängert werden könnte. Untersuchungen dazu laufen bereits.

Quelle: n-tv.de , jaz
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