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Das sind Rolf Morriens 5 Gewinner-Aktien für 2019

Postby Weltbookadmin47 » 25. Apr 2019 21:50

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Das sind Rolf Morriens 5 Gewinner-Aktien für 2019

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Viele Firmen und Konjunkturdaten - Dax könnte seine Osterrally fortsetzen

Postby Weltbookadmin47 » 28. Apr 2019 20:59

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/marktber ... 91446.html

Sonntag, 28. April 2019
Viele Firmen und Konjunkturdaten - Dax könnte seine Osterrally fortsetzen
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Wie geht es mit dem Dax weiter?

(Foto: imago/Sven Simon)
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Geht es mit dem deutschen Aktienmarkt weiter nach oben? Die Zeichen dafür stehen gar nicht so schlecht. Die Experten erwarten ein positives Ende der Handelsgespräche zwischen den USA und China. Auch die Fed könnte für gute Laune sorgen.

Die Chancen für eine Verlängerung der Osterrally an den europäischen Aktienmärkten bis in den Frühsommer stehen nach Einschätzung von Experten gut. "Wir gehen davon aus, dass sich in den kommenden Quartalen eine Stabilisierung des Wachstums einstellen wird, angeführt von den USA und China", sagt Esty Dwek, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter Natixis.
Dax
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Lufthansa
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Getragen werde der Aufschwung durch den Dienstleistungssektor und die Kauflaune der Verbraucher. Zusätzliche Unterstützung für die Börsen komme von den Konjunkturprogrammen der Regierung in Peking und der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed. In der alten Woche legte der Dax etwa ein halbes Prozent zu.

Hoffnung schöpften Investoren außerdem aus der geplanten neuen Runde bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Die Äußerungen zur Entwicklung der Verhandlungen seien ermutigend, so dass Anleger auf eine Lösung des Zollstreits setzten, sagt Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Der Konflikt zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften hatte die Konjunktur in den vergangenen Monaten belastet.

Ausgemachte Sache seien weitere Kursgewinne am Aktienmarkt allerdings nicht, warnt Natixis-Experte Dwek. "Eine anhaltende Rally braucht die fundamentale Unterstützung durch ordentliches Wachstum der Unternehmensgewinne." In den USA müsse aber erstmals seit zehn Quartalen mit schrumpfenden Überschüssen gerechnet werden, warnt Richard Turnill, Chef-Anlagestratege des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Das Hauptaugenmerk liege daher auf dem Umfang des Rückgangs und die Entwicklung der Gewinnmargen.
Erneute Flut von Firmenbilanzen

In der neuen Woche bekommen Anleger ausreichend Gelegenheit, Geschäftszahlen und Ausblicke von Unternehmen zu prüfen. Allein aus dem Dax öffnen mehr als ein halbes Dutzend Konzerne ihre Bücher, darunter die Lufthansa (Dienstag), Volkswagen (Donnerstag) und der Chemiekonzern BASF (Freitag).

Aus dem Ausland legen unter anderem die Google-Mutter Alphabet (Montag), der iPhone-Macher Apple (Dienstag) sowie Berkshire Hathaway (Freitag) Zahlen vor. Letztere ist die Investmentfirma des Börsengurus Warren Buffett.
US-Arbeitsmarktdaten und Fed-Zinsentscheid

Auch zahlreiche Konjunkturdaten stehen auf dem Terminplan. Den Anfang machen die US-Konsumausgaben am Montag. Das Highlight sind aber die Beschäftigtenzahlen am Freitag. Er rechne mit dem Aufbau von 210.000 Stellen, sagt Commerzbank-Analyst Christoph Weil. Einer Umfrage des Datenanbieters Refinitiv zufolge erwarten Experten im Schnitt ein Plus von 180.000.

Einen Vorgeschmack auf die offiziellen Zahlen liefern die Daten der privaten Arbeitsagentur am Mittwoch. Wenige Stunden später verkündet die US-Notenbank Fed ihren Zinsentscheid. Entgegen den jüngsten Spekulationen gehe er nicht davon aus, dass die Fed den Schlüsselsatz im laufenden Jahr senken wird, prognostiziert Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank.

Quelle: n-tv.de, Hakan Ersen, rts
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Alternativer Antrieb für E-Autos - Bosch will Brennstoffzellen in Serie ba

Postby Weltbookadmin47 » 29. Apr 2019 12:42

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bosch-wi ... 94153.html

Montag, 29. April 2019
Alternativer Antrieb für E-Autos - Bosch will Brennstoffzellen in Serie bauen
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Bosch möchte künftig gemeinsam mit Powercell Stacks für Brennstoffzellen weiterentwickeln und dann im großen Stil produzieren.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Eigentlich bevorzugen Autohersteller Batterien als Antrieb für Elektrofahrzeuge. Doch Autozulieferer Bosch setzt nun auf die Brennstoffzelle. Bislang ist diese teurer als die Batterie. Aber Bosch glaubt an einen Marktdurchbruch.

Der Autozulieferer Bosch setzt auf die bisher noch teure Technologie der Brennstoffzelle als Antrieb für Elektrofahrzeuge. Der Stiftungskonzern kündigte an, mit dem kleinen schwedischen Unternehmen Powercell Stacks für die Zellen weiter zu entwickeln und sie später in großem Stil produzieren zu wollen.

"Bosch steigt in den Markt für mobile Brennstoffzellen ein und treibt die Industrialisierung konsequent voran", erklärte Stefan Hartung, Chef der Autosparte Mobility Solutions. Brennstoffzellen-Systeme mit den selbst gefertigten Stacks will Bosch demnach spätestens 2022 auf den Markt bringen. Der Stack ist das Herzstück der Brennstoffzelle, in dem Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt wird.
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Wirtschaft 31.01.19
Notfallpläne für ungeordneten Brexit Autokonzerne drohen vorübergehende Werkschließung an

Obwohl die Brennstoffzelle, bei der mit Wasserstoff Strom für Batterien gewonnen wird, derzeit noch unverhältnismäßig teuer ist, geht Bosch von einem Marktdurchbruch aus. Bis 2030 könnten bis zu 20 Prozent aller Elektrofahrzeuge weltweit mit Brennstoffzellen angetrieben werden, schätzt der Konzern.

Bisher sind Brennstoffzellen nur in wenigen Lastwagenmodellen und Bussen im Einsatz, die ständig lange Strecken zurücklegen müssen. Nach Einschätzung von Bosch kann die Antriebstechnik künftig aber auch für Pkw günstig genug werden. Dazu müssten die Stacks und auch der Wasserstoff noch billiger werden.

Beispielsweise kostet Bosch zufolge der Wasserstoff, den ein 40-Tonner-Lkw auf 100 Kilometer verbraucht, heute noch mehr als 50 Euro. "Durch die Industrialisierung und über die Verbreitung der Technik am Markt wird Bosch Skaleneffekte erzielen und an der Kostenschraube drehen", erklärte Hartung.
Strategisch wichtige Entscheidung

Für den weltweit größten Autozulieferer und seine Kunden ist die Entscheidung von Bosch zur Massenfertigung strategisch wichtig. Derzeit bevorzugen die Autobauer unter dem Druck strengerer Klimaschutzvorschriften in Europa und China die schon weiter entwickelten, vergleichsweise günstigeren Batterien für Elektroantriebe.
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Auto 13.12.18
Fahrerloses Shuttle Bosch rüstet sich für den Verkehr der Zukunft

Volkswagen-Chef Herbert Diess hatte gefordert, sich auf diese Technik zu konzentrieren. Auch Bosch will auf diesem Feld der führende Zulieferer sein. Allerdings hatten die Schwaben - anders als jetzt bei der Brennstoffzelle - nach langer Prüfung entschieden, die dafür wesentliche Komponente, die Batteriezelle, nicht selbst zu entwickeln und herzustellen. Um sich hier gegen die etablierte Konkurrenz aus Asien zu behaupten, hätte Bosch nach eigenen Angaben rund 20 Milliarden Euro ausgeben müssen.

Zu den Investitionskosten für die Brennstoffzellen-Systeme machte der Konzern keine Angaben. An Powercell fließe für die Kooperation ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag. Hinzu komme später eine Lizenzgebühr je verkauftem Stack.
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Quelle: n-tv.de, kpi/dpa/rts
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Preis der Unabhängigkeit ? - EU kauft immer mehr teures US-Flüssiggas

Postby Weltbookadmin47 » 3. May 2019 13:24

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/EU-kauft ... 00888.html
Preis der Unabhängigkeit ? - EU kauft immer mehr teures US-Flüssiggas
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Der Import von verflüssigtem Gas aus den USA in die EU vervierfacht sich in den vergangenen Monaten fast. Dabei ist der Energieträger deutlich teurer als Röhrengas aus Russland. Es ist aber nicht der Preis, der die Nachfrage nach US-Gas beflügelt.

Europa hat in den vergangenen Monaten deutlich mehr Flüssiggas aus den USA bezogen. Die EU-Kommission sprach von einem Anstieg um 272 Prozent in neun Monaten seit Juli 2018 im Vergleich zum selben Zeitraum davor. Absolut waren dies demnach 10,4 Milliarden Kubikmeter. Hintergrund ist eine Vereinbarung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit US-Präsident Donald Trump vom Juli 2018.

Trump hatte im Handelsstreit gefordert, die EU müsse mehr Flüssiggas (LNG) importieren. Um das Vorhaben voranzutreiben, organisierten die EU-Kommission und die US-Regierung in Brüssel eine Konferenz mit der Gaswirtschaft. Von Umweltschützern kam heftige Kritik an der Konferenz und an der Einfuhr des sogenannten Fracking-Gases.

Gemessen am gesamten EU-Gasverbrauch von rund 480 Milliarden Kubikmetern pro Jahr ist der US-Anteil immer noch klein. Aus den USA kommen auch nur 13,4 Prozent des in die EU importierten Flüssiggases. LNG selbst macht deutlich weniger als die Hälfte des Verbrauchs aus. Das meiste Gas kommt über Leitungen.
Nord Stream 2 weiter in der Kritik

US-Energieminister Rick Perry übte bei der Konferenz in Brüssel erneut scharfe Kritik an der neuen Ostsee-Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. Diese mache Europa noch abhängiger von russischem Gas und erlaube Moskau, Druck auf europäische Staaten auszuüben. Er sei aber ermutigt von der Entscheidung der Bundesregierung, mehr Flüssiggas aus den USA zu importieren und zwei neue Anlandeterminals in Deutschland finanziell zu unterstützen.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte Nord Stream 2 zuvor verteidigt. Die CDU insgesamt habe "immer gesagt, wir stehen auch zu diesem Projekt, ob es jetzt ein Herzensanliegen ist oder nicht", sagte sie. Gleichzeitig erkannte sie Besorgnisse von Nachbarstaaten an.

US-Minister Perry räumte in Brüssel ein, dass Flüssiggas deutlich teurer ist als sogenanntes Röhrengas aus Russland. Doch könne es nicht nur um den Preis gehen, sondern auch um die Verlässlichkeit der Lieferungen. "Wenn man sich nur darum kümmert, wie billig das Angebot ist, dann wird man womöglich keinen BMW oder Mercedes Benz kaufen oder ein anderes der schönen Automobile aus der Europäischen Union", sagte Perry. "Man kann vielleicht woanders billiger kaufen, aber das ist vielleicht nicht zuverlässig. Das ist dasselbe mit russischem Gas."
LNG senkt Abhängigkeit von Lieferanten

LNG galt lange als nicht wettbewerbsfähig und zu teuer, weil das Gas zum Transport mit großem Aufwand verflüssigt werden muss. Als Vorteil von LNG-Importen gilt, dass die Abhängigkeit von einzelnen Lieferquellen sinkt und Wettbewerb auf dem Gasmarkt die Preise insgesamt drücken dürfte.

Umweltschützer haben jedoch große Bedenken. Sie kritisieren die sogenannte Fracking-Methode, mit der das Gas in den USA gewonnen wird. Beim Fracking wird Gas oder Öl mit Hilfe von Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten herausgeholt, was Gefahren für die Umwelt birgt. Kritik wird auch an der Verflüssigung durch starkes Abkühlen geübt, weil dies nach Angaben von Umweltschützern bis zu 25 Prozent des Energiegehalts des Gases kostet.

"Während die Europäische Union mit ihrer Klimastrategie nicht voran kommt, spricht sie im Hinterzimmer mit Lobbyisten über neue fossile Importe", monierte der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner. Wachsende Gasimporte seien mit den Klimazielen nicht vereinbar. "Wir fordern einen sofortigen Bau- und Planungsstopp für Infrastruktur, die dem Import von Fracking-Gas dienen soll", sagte der Verbandsvertreter.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa
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Breaking News - Thyssenkrupp streicht 6000 Arbeitsplätze

Postby Weltbookadmin47 » 10. May 2019 13:43

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https://www.n-tv.de/newsletter/breaking ... 17372.html



Breaking News
Freitag, 10. Mai 2019
Breaking News - Thyssenkrupp streicht 6000 Arbeitsplätze
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Der Industriekonzern Thyssenkrupp will im Zuge seiner Neuausrichtung 6000 Stellen abbauen. Davon entfielen zwei Drittel auf Deutschland, sagt Konzernchef Kerkhoff.

Quelle: n-tv.de
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Großkonzern wagt Vorstoß - Shell stattet Tankstellen mit E-Ladesäulen aus

Postby Weltbookadmin47 » 13. May 2019 12:10

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Shell-st ... 20657.html

Montag, 13. Mai 2019
Großkonzern wagt Vorstoß - Shell stattet Tankstellen mit E-Ladesäulen aus
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Ab demnächst sollen E-Autofahrer an einigen Shell-Tankstellen Strom bekommen können.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge ist unerlässlich, um den Klimawandel zu bremsen. Doch bisher fehlen dafür die Rahmenbedingungen. So gibt es deutschlandweit zwar Tausende Tankstellen, aber nur wenige E-Ladesäulen. Das will Shell nun ändern.

Der Energiekonzern Shell will noch in diesem Jahr bundesweit 50 Ladesäulen mit 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen errichten. Die Ladeleistung soll dabei so hoch sein, dass ein Elektroauto in wenigen Minuten genug Strom für eine Fahrleistung von 100 Kilometern aufnehmen kann, teilte Shell mit.

Damit ist Shell der erste Tankstellen-Konzern, der in einem größeren Umfang Ladesäulen anbietet, wenngleich nur ein kleiner Teil der rund 2000 Shell-Stationen aufgerüstet wird. Doch das soll nur der Anfang sein, heißt es weiter. Bislang halten sich die Tankstellen beim Bau von E-Ladesäulen zurück, weil lange Ladezeiten von 30 Minuten oder mehr nicht zum Konzept der Stationen passen. Der Ausbau des Ladesäulennetzes wird eher von Energieversorgern und auf kommunaler Ebene vorangetrieben.
E-Mobilisierung stockt
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Wirtschaft 17.01.19
Abschreckende Preise und Reichweite Prämien und Steuerboni locken Deutsche nicht zu E-Autos

Bundesweit gab es Ende März nach Angaben des Branchenverbandes rund 17.400 Ladepunkte für Elektro-Autos in Deutschland. Vor allem außerhalb der Großstädte ist das Netz noch dünn und müsste weiter ausgebaut werden, wenn die Elektromobilität zunehmen soll. E-Autos haben bisher nur einen sehr geringen Marktanteil in Deutschland. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) lag 2018 der Bestand an Elektro-Pkw erst bei rund 83.000 Fahrzeugen, der an Hybrid-Pkw bei rund 341.000 Autos - bei einem Gesamtbestand von 57,3 Millionen Kraftfahrzeugen.

Deutlich mehr E-Autos gelten allerdings als immens wichtig, um Deutschlands Klimaziele im Verkehr 2030 zu erreichen. Damit E-Autos aber millionenfach auf deutschen Straßen fahren, muss die Ladeinfrastruktur flächendeckend ausgebaut werden. Shell arbeitet beim Aufbau des Ladesäulennetzes mit dem Stromkonzern EnBW zusammen, der den Kunden 100 Prozent Ökostrom garantiere.

Geplant seien Schnellladesäulen mit einer Leistung von 150 Kilowatt und mehr. Je nach Fahrzeug können dort zwei E-Mobile gleichzeitig den Strom für 100 Kilometer in sechs bis acht Minuten laden oder ein Fahrzeug in drei bis vier Minuten. Weltweit hat Shell bereits in Großbritannien, den Niederlanden und China Erfahrungen mit E-Ladesäulen gesammelt.
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Quelle: n-tv.de, lsc/dpa https://www.n-tv.de/wirtschaft/Shell-st ... 20657.html
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Hohe Kosten für 5G-Lizenzen - Vodafone schrumpft Dividende

Postby Weltbookadmin47 » 14. May 2019 12:24

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Vodafone ... 23259.html

Dienstag, 14. Mai 2019
Hohe Kosten für 5G-Lizenzen - Vodafone schrumpft Dividende
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Anleger dürften sich mehr von Vodafone erhofft haben.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Für die Aktionäre von Vodafone fällt die Dividende dieses Mal schmal aus. Der Kommunikationskonzern plant viel Geld für den Internetausbau ein und entscheidet sich dazu, bei den Ausschüttungen zu sparen.

Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone kappt wegen hoher Kosten für das ultraschnelle Internet und eines verschärften Preiswettkampfs in Spanien und Italien die Dividende. Der Ausbau der 5G-Funklizenzen verschlinge viel Geld und schränke den finanziellen Spielraum ein, sagte Firmenchef Nick Read. Die Entscheidung zur Kürzung der Ausschüttung für die Anleger sei ihm nicht leicht gefallen, aber das Unternehmen müsse Schulden reduzieren und brauche Geld für Investitionen.
Vodafone
Vodafone 1,53

Die Aktionäre des weltweit zweitgrößten Telekommunikationskonzerns sollen für das im März abgelaufene Geschäftsjahr 2018/19 neun Euro-Cent je Aktie erhalten nach 15,07 Cent vor Jahresfrist. Vodafone war bislang einer der größten Dividendenzahler in Großbritannien.

Vodafone bewirbt sich derzeit zusammen mit der Deutschen Telekom, Telefonica Deutschland und der United-Internet-Tochter Drillisch um die 5G-Frequenzen für das ultraschnelle Internet in Deutschland. Die Gebote bei der seit März laufenden Auktion summieren sich auf 5,8 Milliarden Euro. In Italien hatte die 5G-Versteigerung am Ende 6,6 Milliarden Euro eingebracht, allein Vodafone muss davon 2,4 Milliarden Euro stemmen. Mit dem Erwerb der Funklizenzen sind hohe Auflagen für den Netzausbau verbunden, für die die Unternehmen weitere Milliarden benötigen werden.
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Panorama 22.04.19
Erbitterter Streit um Sendemast Funkloch zieht tiefen Graben durch Dorfgemeinde

Im vergangenen Geschäftsjahr ging der Umsatz der Briten um 6,2 Prozent auf 43,7 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich stand ein Verlust von 7,6 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 2,8 Milliarden Euro. Grund dafür waren nach Angaben von Vodafone vor allem Verluste beim Verkauf einer Sparte in Indien. Im kommenden Geschäftsjahr 2019/20 soll das organische Ergebnis - berechnet nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften - bei 13,8 bis 14,2 Milliarden Euro liegen.

Geld in die Kasse spült Vodafone auch der Verkauf des Neuseeland-Geschäfts. Ein Konsortium um den neuseeländischen Investor Infratil und den kanadischen Vermögensverwalter Brookfield übernehmen die Sparte für knapp zwei Milliarden Euro. Vodafone will sich aus Ländern wie Australien und Neuseeland zurückziehen und sich auf das Europa-Geschäft fokussieren.

Quelle: n-tv.de, hul/rts
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Höchster Wert seit Ende 2016 - China trennt sich von US-Anleihen

Postby Weltbookadmin47 » 16. May 2019 15:02

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/China-tr ... 27501.html

Donnerstag, 16. Mai 2019
Höchster Wert seit Ende 2016 - China trennt sich von US-Anleihen
ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Ein-Euro-Münze steht auf einem Ein-Dollar-Schein in Köln, aufgenommen am 09.05.2011. Jetzt teilt das Weiße Haus auch gegen Deutschland aus: Die größte Volkswirtschaft Europas sei ein Nutznießer eines zu schwachen Euro. Rund um den Globus sieht US-Präsident Trump Währungsmanipulationen - zum Schaden der USA. (zu dpa

China ist größter Gläubiger der USA. Auch das dürfte im Handelsstreit eine Rolle spielen.

(Foto: dpa)
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Noch bevor sich der Handelsstreit zwischen China und den USA durch die Drohungen von US-Präsident Trump verschärft hat, stößt Peking so viele US-Anleihen ab, wie seit mehreren Jahren nicht. Dennoch bleibt China aber der größte Gläubiger der USA.

Mitten im Handelsstreit mit den USA hat China so viele US-Anleihen verkauft wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Im März trennte sich die Volksrepublik von Bonds im Wert von 20,45 Milliarden Dollar, wie aus Daten des US-Handelsministerium hervorgeht. Das war die höchste Summe seit Oktober 2016.
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Wirtschaft 14.05.19
Handelsstreit lässt Wall Street abstürzen Trump kann Börsianer nicht beschwichtigen

Im Februar verkaufte China lediglich Anleihen im Wert von 1,08 Milliarden Dollar. Dennoch bleibt China der größte Gläubiger der USA - das Land hielt im März Anleihen im Wert von 1,121 Billionen Dollar.

Die Daten wurden noch vor der jüngsten Eskalation des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zusammengetragen. Ende vergangener Woche verhängte US-Präsident Donald Trump neue Zölle auf chinesische Importe und lässt zudem höhere Abgaben auf alle übrigen Einfuhren aus China vorbereiten. China konterte am Montag und kündigte an, ab Juni zusätzliche Zölle auf US-Waren zu erheben.

Quelle: n-tv.de, bad/rts
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Besonders Energie ist teurer - Inflation in der Eurozone steigt

Postby Weltbookadmin47 » 17. May 2019 14:54

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Freitag, 17. Mai 2019
Besonders Energie ist teurer - Inflation in der Eurozone steigt
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Die Kosten für Energie sind im April deutlich gestiegen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Im vergangenen Monat klettert die Teuerungsrate in der EU auf 1,7 Prozent. Vor allem für Energie und Dienstleistungen müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Im Ländervergleich liegt Deutschland beim Preisanstieg im Mittelfeld.

Die Inflation im Euroraum ist im April spürbar angestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Vorläufige Daten wurden damit wie von Experten erwartet bestätigt. Im März hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise um 0,7 Prozent.

Besonders deutlich verteuerte sich im April Energie. Sie war 5,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch Dienstleistungen waren überdurchschnittlich teurer. Dagegen erhöhten sich die Preise von industriell gefertigten Gütern kaum. Ohne Energie und Lebensmittel ergibt sich eine Kerninflationsrate von 1,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als in der Erstschätzung ermittelt worden war.

Die höchsten Inflationsraten im Euroraum weisen Lettland, Estland und die Niederlande mit drei Prozent oder etwas darüber hinaus auf. Die niedrigste Teuerung gab es in Portugal, Griechenland und Italien mit knapp oder rund einem Prozent. Deutschland liegt mit 2,1 Prozent im Mittelfeld. Die Europäische Zentralbank strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an, sie ist ihrem Ziel also recht nah.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa
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Sparvertrag gekündigt - Was Bankkunden jetzt wissen müssen

Postby Weltbookadmin47 » 18. May 2019 15:43

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Was-Bankku ... 25337.html
Sparvertrag gekündigt - Was Bankkunden jetzt wissen müssen
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Ob bei Sparverträgen ein Kündigungsrecht besteht, hängt immer vom konkreten Einzelfall ab.

(Foto: imago/Christian Ohde)
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Je länger, desto besser - mit solchen Slogans warben Geldinstitute für langfristige Sparverträge. Viele Kunden haben tatsächlich lange durchgehalten. Für die Anbieter wird das zunehmend zu einem Problem.

Hohe Zinsen bei Sparverträgen mit einer Dauer von 25 Jahren und mehr, dazu ein attraktiver Bonus, der mit zunehmender Anspardauer noch ansteigt. Mit solchen Angeboten lockten noch bis zum Jahr 2005 zahlreiche Geldinstitute Sparer in ganz Deutschland.

Viele Kunden ließen sich auf diese Angebote ein. Doch inzwischen tun sich immer mehr Geldinstitute schwer damit, die Zusagen einzuhalten. Der Grund: Durch die seit Jahren andauernde Minizins-Phase werden alte, gutverzinste Sparverträge für die Banken ein Verlust-Geschäft.

Bekannt sind bislang Fälle aus Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen Sparkassen oder Volksbanken langfristige Sparverträge entweder einseitig kündigten oder die Zinsen niedriger ansetzten. Da stellt sich die Frage: Ist ein solches Vorgehen rechtens? Gilt nicht die Regel pacta sunt servanda (Verträge sind zu erfüllen)?
Ausnahmsweise ordentliche Kündigung

"Ja, selbstverständlich", sagt Stefan Marotzke vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin. Allerdings müsse es Kreditinstituten möglich sein, auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen - sprich: negative Zinsentwicklung - "sachgerecht reagieren" zu können. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten könnten Geldinstitute auch auf die Option zurückgreifen, Sparverträge zu kündigen.

Auch manche Gerichte sehen das so. Das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg in Sachsen-Anhalt entschied etwa, dass ein Kreditinstitut aufgrund der negativen Zinsentwicklung ausnahmsweise die ordentliche Kündigung aussprechen darf, wenn sich die allgemeinwirtschaftliche Entwicklung erheblich negativ auf die Ertragslage des betreffenden Kreditinstituts auswirkt (Az.: 5 U 139/17). Das OLG argumentierte sinngemäß, dass das Kreditinstitut nicht erst sein gesamtes Personal hinauswerfen muss, bevor es bestehende Bestandsverträge ändern darf.

Eine Kündigung des Altvertrags müssen Prämiensparer unter Umständen auch hinnehmen, wenn die einmal vereinbarte Bonusstaffel ausgeschöpft wurde. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden (Az.: XI ZR 345/18). Sparer müssten die versprochene Maximalprämie aber zumindest einmal erreichen können, hieß es.

Ob ein Kündingungsrecht besteht, hänge letztlich aber immer vom konkreten Einzelfall ab, betont Marotzke. Ähnlich äußert sich Cornelia Schulz vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). "Es kommt darauf an, was jeweils zwischen Kunde und Bank genau im Vertrag vereinbart wurde."
Wie argumentiert die Bank?

Eine einseitige Kündigung von langfristigen Sparverträgen soll also gerechtfertigt sein? Der Magdeburger Kapitalmarktanwalt Stephan Heinze hat Zweifel. Sowohl unter dem Aspekt der Kundenpflege als auch aus juristischen Gründen stelle sich die massenhafte Kündigung von Sparverträgen nicht als der Königsweg dar, sagt Heinze. Er berät auch regelmäßig Kreditinstitute.

Aus seiner Sicht gibt es eine Alternative zum Kündigen: "Das Herunterschrauben des Einlagenzinssatzes ist ein Weg, auf eine Störung der Geschäftsgrundlage des im besseren Zinsumfeld vor Jahren geschlossenen Sparvertrags angemessen zu reagieren", sagt er. Das gilt aus seiner Sicht auch dann, wenn eine Zinsgleitklausel nicht oder nicht wirksam vereinbart wurde.

Verbraucher, die von ihrer Bank eine Kündigung ihres langfristigen und gut verzinsten Sparvertrags bekommen haben, und zwar vor Ende der vereinbarten Laufzeit oder bevor sie die höchste Prämienstufe erreicht haben, sollten dies nicht einfach hinnehmen, rät Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er empfiehlt, genau hinzuschauen, auf welche Argumente die Bank ihre Kündigung stützt.

Unlängst hat die Verbraucherzentrale Brandenburg eine Sparkasse erfolgreich abgemahnt, die unbefristete Sparverträge mit der Begründung beenden wollte, diese seien ausgelaufen. Bereits 2015 hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erfolgreich gegen die damalige Kündigungswelle einer Sparkasse geklagt.
Tausende Euro nachfordern

Auch mit dem Herunterschrauben der Zinsen von langfristigen Sparverträgen auf ein niedrigeres Zinsniveau können sich Geldinstitute nicht immer durchsetzen. Eine Volksbank in Thüringen wollte Anpassungen vornehmen, die Sparer unter dem Strich schlechter gestellt hätten. Das Geldinstitut begründete dies mit dem Hinweis auf "Wegfall der Geschäftsgrundlage".

Weil die betroffenen Kunden dies nicht hinnehmen wollten, hatten sie sich an die außergerichtliche Schlichtungsstelle des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken gewandt.

Mit Erfolg: Erste Schlichtungssprüche bekräftigten die Auffassung der Verbraucherzentrale Thüringen, dass die Volksbank auf Grundlage der von ihr angeführten Argumente weder berechtigt war, Verträge zu kündigen noch eine Zinsanpassung der Verträge verlangen durfte.

Laut Nauhauser verwenden zudem einige Geldinstitute für Sparverträge und Prämiensparverträge mit variablem oder flexiblem Zins ungültige Klauseln, um den jeweiligen Sparzins festzulegen. Vor allem Verträge aus den 1990er oder zu Beginn des neuen Jahrtausends seien betroffen. Kunden seien zu wenig Zinsen gutgeschrieben worden, erklärt er mit Blick auf ein BGH-Urteil (Az.: XI ZR 140/03).

"Betroffene können hunderte, zum Teil auch tausende Euro nachfordern", erklärt Nauhauser. Er rät Verbrauchern, die Berechnung der Bank zu überprüfen und sie gegebenenfalls aufzufordern, die Anpassung der Zinsen im Vertragsverlauf darzulegen.

Quelle: n-tv.de, Sabine Meuter, dpa
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Gehaltsvergleich - Wo Chefs nur 42.000 Euro verdienen

Postby Weltbookadmin47 » 19. May 2019 11:47

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Gehaltsvergleich - Wo Chefs nur 42.000 Euro verdienen
13. Mai 2019
Führungskräfte in Deutschland verdienen stark unterschiedlich viel Geld Quelle: imago images

Je nach Branche und Mitarbeiterzahl verdienen Führungskräfte sehr unterschiedlich
Bild: imago images

Die Durchschnittsgehälter von Führungskräften in Deutschland fallen extrem unterschiedlich aus: Die Spanne reicht von 42.000 bis 342.000 Euro. Neben der Branche entscheidet noch ein Faktor über die Höhe des Einkommens.

Wenn einfache Angestellte einen Blick in die Hierarchieebenen über sich werfen, schwingt oft ein Quäntchen Neid mit. Nicht auf die Arbeitsbelastung freilich, sondern auf das vermeintlich üppige Gehalt. Wie viel ihre Chefs genau verdienen, wissen dabei nur die wenigsten.

Wüssten sie es, wären manche wohl überrascht. Eine neue Untersuchung des Portals Gehalt.de zeigt nämlich, dass die Gehälter der Vorgesetzten in vielen Branchen eher überschaubar sind.

Am wenigsten verdienen Chefs in der Gastronomie: Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Restaurantleiters liegt der Auswertung zufolge bei 41.600 Euro. In kleinen Betrieben sind es sogar nur 37.900 Euro. Auch das zweitniedrigste Führungsgehalt wird in der Gastronomie gezahlt: Küchenchefs verdienen demnach 48.600 Euro im Jahr.

Auf Platz drei der „Flop-Liste“ folgen Filialleiter im Einzelhandel mit einem Jahresgehalt von 51.400 Euro. Auch Heimleiter verdienen mit 53.400 Euro nicht deutlich mehr.
Karriere: Welche Studienfächer sich beim Jobeinstieg auszahlen
Karriere Welche Studienfächer sich beim Jobeinstieg auszahlen
Durch einen Hochschulabschluss versprechen sich junge Menschen ein höheres Gehalt. Welche Studiengänge am meisten bringen, zeigt eine Studie.
von Matthias Rutkowski

Bei der Höhe des Gehalts kommt es dabei allerdings stark auf die Größe und Art des Unternehmens an, wie eine weitere Zahl verdeutlicht: Die Spitzenverdiener in der Gastronomie bekommen im Schnitt 138.500 Euro pro Jahr. Die Spitzen-Gastronomen sind freilich auch in anderen Dimensionen unterwegs. Als Geschäftsführer in Hotels und Gaststätten sind sie für mindestens 1000 Mitarbeiter verantwortlich.

„Je größer das Unternehmen, desto komplexer die Organisationsstrukturen“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. „Die Anforderungen an die Geschäftsleitung steigt und damit auch das Gehalt.“

In anderen Branchen ist für Chefs freilich noch deutlich mehr zu holen. So gibt es im Banken- und Versicherungswesen knapp 210.000 Euro im Jahr – durchschnittlich. Ähnlich viel verdienen Geschäftsführer in der E-Technik, nämlich 208.000 Euro, gefolgt von der Software-Industrie (206.000 Euro).

Auch hier sorgt die Unternehmensgröße wieder für deutliche Unterschiede, wie die Auswertung zeigt. Große Banken und Versicherungen, die ja ohnehin schon in der Branche mit den besten Gehältern für Führungskräfte sind, legen noch einmal deutlich etwas drauf. So bekommen die Geschäftsführer großer Institute auf über 342.000 Euro im Jahr.
kas
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Trotz Wohnungsnot - Baugenehmigungen sinken weiter

Postby Weltbookadmin47 » 21. May 2019 14:05

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Trotz Wohnungsnot - Baugenehmigungen sinken weiter
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Im laufenden Jahr wurden 2,8 Prozent weniger Wohnungen als im Vorjahreszeitraum genehmigt.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Vor allem in Ballungsräumen herrscht Wohnungsnot. Dennoch schrumpft die Zahl der Baugenehmigungen seit dem Jahr 2016 immer weiter. Die Bau- und Immobilienwirtschaft sieht dafür gleich mehrere Gründe.

Trotz des großen Bedarfs an Wohnungen sind die Baugenehmigungen in Deutschland zu Jahresbeginn weiter zurückgegangen. Die Behörden gaben in den ersten drei Monaten des Jahres grünes Licht für 75.600 Wohnungen - und damit 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statische Bundesamt mitteilte. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.

Allein in der Kategorie der Einfamilienhäuser gab es eine Steigerung um 2,3 Prozent. Alle übrigen Gebäudearten einschließlich der Mehrfamilienhäuser registrierten Rückgänge. Im vergangenen Jahr waren rund 347.000 neue Wohnungen genehmigt worden, der zweite Rückgang seit dem Rekordjahr 2016.

Um die große Nachfrage nach Immobilien zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft in Deutschland jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen entstehen. Im vergangenen Jahr wurde jedoch nur der Neubau von knapp 302.800 Wohnungen genehmigt.

Bereits 2017 und 2018 gingen die Baugenehmigungen zurück, nachdem sie von 2008 bis 2016 kontinuierlich zugelegt hatten. Union und SPD streben im Koalitionsvertrag an, bis 2021 rund 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen - das wären 375.000 pro Jahr. Der mittelständische Verband ZDB erwartet in diesem Jahr aber nur die Fertigstellung von 315.000 bis 320.000 Wohnungen. "Fehlendes Bauland droht die Wohnbauoffensive ins Leere laufen zu lassen", sagte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.
Verband fordert steuerliche Anreize für Investoren

Die Lobby der Bau- und Immobilienwirtschaft fordert von der Politik inmitten der Debatte um steigende Mieten deswegen mehr Engagement für Neubauten. "Der Wohnungsmangel in Deutschland wird zur Dauersituation", warnte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW), Axel Gedaschko. "Von den jährlich notwendigen neuen Wohnungen in Deutschland bleiben wir meilenweit entfernt." Nun müssten die Planungsverfahren beschleunigt und steuerliche Anreize für Investoren geschaffen werden. Zudem sollten Kommunen Grundstücke für die besten Gesamtkonzepte und nicht nach Höchstpreisen vergeben.
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Panorama 21.04.19
Mietpreisexplosionen im Umland In dieser deutschen Stadt geht das meiste Geld fürs Wohnen drauf

Für Investoren müssten die Abschreibungsmöglichkeiten verbessert werden. "Den Wohnungsbau kurbelt man nicht an, indem man ständig über Enteignung und das Einfrieren der Mieten diskutiert", mahnte der Bauindustrieverband HDB. Auch der Immobilienverband BFW kritisierte eine verfehlte Wohnungspolitik der öffentlichen Hand. "Mit ihrem falschen Fokus auf das Mietrecht läuft die Bundesregierung aber weiter in eine Sackgasse, statt umzudrehen und Kurs auf mehr Neubau zu nehmen", warnte BFW-Präsident Andreas Ibel. "So werden die Schlangen vor den Wohnungsbesichtigungen auch künftig nicht kürzer."

Nach Ansicht der Branche bremsen langwierige Genehmigungsverfahren und viel Bürokratie den Wohnungsbau. Zudem sind Handwerker oft auf Monate ausgebucht, und die Preise für Bauleistungen sind angesichts der hohen Nachfrage nach Häusern und Wohnungen gestiegen. "Wir müssen endlich die Baugenehmigungszahlen deutlich nach oben treiben und Planungsprozesse beschleunigen - etwa durch die Einführung einer digitalen Bauakte, die Einführung einer Muster-Hochhausrichtlinie oder die Harmonisierung der 16 unterschiedlichen Landesbauordnungen, um das serielle Bauen zu fördern", mahnte Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), dem Spitzenverband der Immobilienwirtschaft.

Quelle: n-tv.de, aeh/DJ/rts/dpa
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Aktienkurs auf Rekordtief - Deutsche Bank kündigt "harte Einschnitte" an

Postby Gudrun Graf » 23. May 2019 16:01

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Donnerstag, 23. Mai 2019
Aktienkurs auf Rekordtief - Deutsche Bank kündigt "harte Einschnitte" an
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Großer Auftritt vor den Aktionären: Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing spricht.

(Foto: imago images / Hannelore Förster)
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Wie geht es weiter mit der Deutschen Bank? Zur Hauptversammlung in Frankfurt stellt Konzernchef Sewing "erhebliche Veränderungen" in Aussicht. Alle Geschäftsbereiche der Bank sollen ihre Rendite steigern, verspricht er. Die Bank soll sich zudem stärker automatisieren.

Auf dem Aktionärstreffen der Deutschen Bank haben Anteilseigner scharfe Kritik an der Führungsspitze von Deutschlands größtem privaten Kreditinstitut geübt. Aktionärsschützer warfen dem Geldhaus unter anderem vor, die zahlreichen Rechtsrisiken und Problembaustellen noch nicht ausgeräumt zu haben.

Noch im vergangenen Jahr habe Konzernchef Christian Sewing den Aktionären etwa versprochen, dass es bei der Deutschen Bank langweiliger werden würde, sagte zum Beispiel Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Doch auch in den vergangenen zwölf Monaten sei die Bank immer wieder in die Schlagzeilen geraten - etwa mit der Geldwäsche-Razzia im November oder dem Scheitern im US-Stresstest.
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Wirtschaft 23.05.19
"Aktienkurs ist grottenschlecht" Deutsche Bank schlingert durch schwierige Anlegerversammlung

"Herr Sewing, wenn das 'langweilig' ist, dann möchte ich nicht erleben, wenn es mal spannend wird in unserer Bank", ätzte der Aktionärsvertreter in seiner Kritik an der Konzernführung. Dazu kam, dass der Aktienkurs der Bank ausgerechnet am Tag der Hauptversammlung erneut kräftig absackte. Während Sewing und sein Chefkontrolleur Paul Achleitner die in der Festhalle der Frankfurter Messe versammelten Aktionäre begrüßten, fielen die Anteilsscheine an der Börse auf ein neues Allzeittief bei 6,35 Euro. Am Morgen notierten die Aktien der Deutschen Bank zeitweise mehr als drei Prozent im Minus.
Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,42

Andreas Thomae von der Fondsgesellschaft Deka fühtle sich angesichts der neuerlichen Kursverluste eigenen Angaben zufolge "im falschen Film". "Den Aktienkurs hatten wir im letzten Jahr mit der Fahrt in einer Geisterbahn verglichen", sagte der einflussreiche Aktionärsvertreter in seinem Redebeitrag. "Nun ist daraus ein Horrorfilm mit Überlänge geworden." Kritik übte er auch an den hohen Bonuszahlungen im Investment Banking. "Das ist ein Luxus, den die Deutsche Bank sich nicht leisten kann!"

Sewing versprach, die Deutsche Bank energisch neu auszurichten. Dazu will er unter anderem das zuletzt verlustreiche Kapitalmarktgeschäft weiter stutzen. "Wir sind zu harten Einschnitten bereit", erklärte er in seiner Ansprache. "Wir werden die Transformation beschleunigen", fügte er hinzu, "indem wir unsere Bank konsequent auf die profitablen und wachsenden Bereiche ausrichten, die für unsere Kunden besonders relevant sind."

Die Investmentbank soll nach Sewings Vorstellungen nur noch solche Geschäfte machen, die mindestens entweder ausreichend profitabel sind oder als Dienstleistung für andere Geschäftsbereiche wichtig sind. So will die Deutsche Bank zugleich das ihr zu Verfügung stehende Kapital effektiver einsetzen. "Wir haben immer noch zu hohe Kosten, die wir nicht direkt einer Leistung für unsere Kunden zuordnen können", kritisierte Sewing. Deshalb müsse die Bank deutlich mehr automatisieren und eine Plattform im Netz schaffen, die auch für andere Anbieter attraktiv sei.
Fondstochter DWS bleibt im "Kerngeschäft"

Als positive Beispiele nannte der seit gut einem Jahr amtierende Vorstandschef die Beratung von Unternehmenskunden, die Ausgabe von Wertpapieren, die Währungsplattform, den Handel mit Unternehmensanleihen sowie die gewerbliche Immobilienfinanzierung in den USA. Bei anderen Bereichen werde das Management "sehr genau analysieren und dabei künftig genauso diszipliniert und kompromisslos sein wie beim Thema Kosten", kündigte Sewing an. Auch die Computersysteme der Bank kommen auf den Prüfstand.
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Wirtschaft 01.02.19
Christian Sewing im n-tv Interview "Werden auch 2019 Wachstum sehen"

"Unsere Deutsche Bank braucht eine klarere Ausrichtung - eine Bank, die voll auf Kundenbedürfnisse ausgerichtet und gleichzeitig weniger schwankungsanfällig ist", sagte Sewing. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sieht der Manager noch viel Potenzial, allerdings sei die Sparte in puncto Profitabilität "besser unterwegs, als uns viele zugestehen", wie Sewing erklärte.

Zur Zukunft der Fondstochter DWS hielt sich Sewing bedeckt. Die DWS konzentriere sich auf organisches Wachstum, solle aber auch strategische Optionen nutzen, wie der Vorstandsvorsitzende bekräftigte. "Auch im Falle einer Fusion wird die DWS weiter zum Kerngeschäft der Deutschen Bank gehören." Insidern zufolge stocken die Gespräche mit der Schweizer Großbank UBS über eine Zusammenlegung des Vermögensverwaltungsgeschäfts unter anderem an der Frage, wer die Kontrolle über das fusionierte Geschäft ausüben wird.
Sewing verspricht nachhaltigeres Engagement

Sewing bekräftigte das Ziel, im laufenden Jahr eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von vier Prozent anzustreben. "Ja, um es zu erreichen, braucht es den Rückenwind der Märkte", fügte der Manager hinzu. 2018 lag die Rendite bei mageren 0,5 Prozent. Mittelfristig soll die Rendite auf zehn Prozent steigen. "Dafür müssen wir die Ausgaben weiter senken, unsere Technologie weiterentwickeln, Innovationen vorantreiben - und endlich wieder in unseren Kernsegmenten wachsen", sagte Sewing.

Schließlich versprach der Vorstandschef, dass Deutschlands prominentestes Geldhaus künftig stärker auf Nachhaltigkeit achten will: "So wollen wir künftig weniger Projekte mit fossilen Energieträgern finanzieren und arbeiten derzeit an entsprechenden Zielen". Damit ging Sewing auch auf Kritik von Demonstranten vor der Frankfurter Messehalle ein, die von der Bank einen Stopp der Finanzierung von Waffenherstellern sowie Kohle- und Gasprojekten forderten. Mit Trommeln und Plakaten kritisierten sie zudem gegen die Geldwäsche-Skandale der Deutschen Bank.

Quelle: n-tv.de, mmo/lwe/dpa/DJ/AFP
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Kritik ohne Folgen - Wenn Geldgier Aktionäre blind macht

Postby Weltbookadmin47 » 25. May 2019 16:48

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Kritik ohne Folgen - Wenn Geldgier Aktionäre blind macht
Von Thomas Schmoll
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Nicht-Entlastung: Die Bayer-Aktionäre straften ihren Vorstand auf der Hauptversammlung im April ab.

(Foto: REUTERS)
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Die Glyphosat-Vorwürfe waren bekannt. Trotzdem stieg die Bayer-Aktie auf ein Allzeithoch. Als der Kurs fiel, verkauften manche Anleger nicht schnell genug. Das machte sie stinksauer. Ähnlich prinzipienlos jagen auch Deutsche-Bank-Aktionäre den Gewinnen hinterher.

Als Bayer-Chef Werner Baumann im Mai 2016 sein Kaufangebot an Monsanto der breiten Öffentlichkeit im Detail erklärte, prognostizierte er: "Wir sind seit langem von Monsanto beeindruckt und teilen die Überzeugung, dass durch ein integriertes Geschäft erheblicher Wert für die Aktionäre beider Unternehmen entstehen würde." Und: "Für die Mitarbeiter der beiden Unternehmen würde der angestrebte Zusammenschluss attraktive berufliche Entwicklungschancen eröffnen."
Bayer
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Gekommen ist es anders: Der Chemie- und Saatgutkonzern will bis Ende 2021 weltweit 12.000 Stellen streichen, darunter 4500 in Deutschland. Und ein erheblicher Wert für Aktionäre entstand nur für diejenigen, die ihre Titel rechtzeitig (wieder) verkauften. Die Bayer-Aktie erlebte bis zum Sommer 2017 einen Höhenflug, der jäh endete.

Viele Aktionäre sind deshalb stinksauer auf das Management. Auf der Hauptversammlung Ende April wurden Baumann und der Rest des Vorstandes abgestraft. 55,5 Prozent des anwesenden Grundkapitals stimmten gegen die Entlastung des Topmanagements. Ein Jahr zuvor hatte es für Baumann und Co. noch den für Dax-Konzerne üblichen Zuspruch von 97 Prozent gegeben, obwohl es damals schon erhebliche Kritik an der folgenschweren Monsanto-Übernahme gab.
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Wirtschaft 29.04.19
Misstrauensvotum für Bayer-Chef Was bedeutet die Nicht-Entlastung für Baumann?

In der Tat: Alles, was Bayer heute auf die Füße fällt, war bekannt. Es gab reichhaltige Berichterstattung über Monsanto, das in deutschen und US-Medien gerne als "das unbeliebteste Unternehmen der Welt" bezeichnet wurde. Denn mit einem sympathischen Image konnte der US-Hersteller von Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln nun gar nicht punkten.

Monsanto gefährde mit seinem genveränderten Saatgut und dem Unkrautvernichter Glyphosat die Gesundheit der Menschen und die Ökosysteme, lauteten die Einwände. US-Landwirte warfen der Firma vor, das Geschäft so auszurichten, dass sie gar nicht ohne Monsanto-Produkte auskämen. Am "March Against Monsanto" (Marsch gegen Monsanto), den es seit 2013 weltweit gibt, nehmen jährlich Hunderttausende Menschen teil.

Gute Geschäftszahlen, die Bayer 2016 vorlegte, überzeugten die Aktionäre, dass sich der Dax-Konzern mit seinem immer weiter gesteigerten Übernahmeangebot an Monsanto nicht übernehmen sollte. Gleichzeitig setzte der Preisverfall bei Glyphosat Monsanto zu. Im Geschäftsjahr 2015/16 war der Nettogewinn um rund 42 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar eingebrochen. Der Umsatz sank binnen Jahresfrist um zehn Prozent auf 13,5 Milliarden.
Risiken bewusst ausgeblendet

Der Krebsverdacht durch Glyphosat war längst Gegenstand der öffentlichen Debatte. Zwar war Bayer laut Baumann das "hohe Prozessrisiko" nicht bekannt. Dass sich aber Gerichte damit befassen könnten, spielte in den Verhandlungen der zwei Konzerne bereits eine Rolle. "Bei den ersten Gesprächen mit Monsanto lagen 21 Klagen vor", hatte Baumann gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eingeräumt. Inzwischen sind es 13.400 Klagen, die Schadenersatz im zweistelligen Milliardenbereich nach sich ziehen könnten.

Und die Aktionäre? Pfiffen darauf. Was allein für "den Markt", der doch angeblich immer recht hat, zählte, waren die Wachstums- und Gewinnaussichten. Und die waren glänzend, wenn alles so gelaufen wäre, wie es ihnen Baumann ausmalte. Seine Argumente verfingen, zumal auch eine Übernahme von Bayer durch Monsanto im Raum stand.

Am 19. Juni 2017 erreichte die Bayer-Aktie ihren Höchststand von 121,34 Euro. Heute ist sie noch etwa 54 Euro wert. Die Börse ist nun einmal Roulette. Aktien können nur abgestoßen werden, wenn es Käufer für sie gibt. Und die gibt es wie Sand am Meer. Wer die Signale - vor allem die schrägen Töne - überhört und nicht handelt, sondern von immer höheren Kursen und Dividenden träumt und sich daran berauscht, ist auf verlorenem Posten und verliert jede Menge Geld.
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Wirtschaft 23.05.19
"Aktienkurs ist grottenschlecht" Deutsche Bank schlingert durch schwierige Anlegerversammlung

Dass Baumann und seine Mistreiter das Prozess- und Verlustrisiko völlig falsch einschätzten, hauen ihnen die Anteilseigner heute um die Ohren. Darunter sind mit Sicherheit Tausende, die den Kurshöhenflug gerne und kritiklos mitnahmen. Natürlich läuft der Deal in Aktiengesellschaften so: Der Anleger gibt dem Konzern Geld und erwartet vom Management bestmögliche Performance, damit sein Investment Gewinn bringt. So läuft das Geschäft. Aber das verbietet niemandem, die Unternehmen genau zu beobachten und - wenn alle Stricke reißen - sogar aus Index-Fonds auszusteigen, wenn Unternehmen wie Bayer oder die Deutsche Bank mehr oder weniger versagen.
Erst das Mauk aufreißen, dann schmusen
Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,37

Beim nationalen Bankenprimus sind die Aktionäre nicht nur opportunistisch, sondern auch feige. Während die Bayer-Anteilseigner auf der Hauptversammlung ihrem Zorn Luft machten, kamen die Verantwortlichen des Finanzkonzerns mit einem Dämpfer davon. Dass der erst seit gut einem Jahr amtierende Vorstandsvorsitzende Christian Sewing bei 75,23 Prozent Nein-Stimmen entlastet wurde, mag angehen. Denn der Bankchef hat sein Unternehmen auf einen guten Weg gebracht und das Zeug, weitere Hürden auszuräumen. Immerhin hat er sich nicht auf das Abenteuer Fusion mit der Commerzbank eingelassen.

Im Gegensatz zu Aufsichtsratschef Paul Achleitner. Dass der Österreicher ebenfalls von 71,63 Prozent der Hauptversammlung den Segen für seine Arbeit erhielt, ist nach all der Kritik ein Armutszeugnis für die Aktionäre der Deutschen Bank, die sich offenkundig alles bieten lassen. Begründet wird die Entscheidung auch mit "personeller Konstanz" im Aufsichtsrat, weil weitere Personalrochaden für noch mehr Unruhe sorgen würde.

"Ich bedanke mich persönlich", wird Achleitner von Medien zitiert. "Wenn Sie diese Art von Demokratie wollen, können sie nicht 99 Prozent erwarten. Wir müssen wegkommen von den kommunistischen Wahlergebnissen." Falsch. Wegkommen müssen wir von Aktionären, die erst das Maul wie Löwen aufreißen und sich dann brav wie Schmusekater verhalten.

Quelle: n-tv.de
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Grünen-Furcht der Wirtschaft Jetzt wächst die Angst vor „aktionistischen S

Postby Weltbookadmin47 » 28. May 2019 12:28

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https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... uesse.html
Grünen-Furcht der Wirtschaft
Jetzt wächst die Angst vor „aktionistischen Schnellschüssen“

Stand: 27.05.2019 | Lesedauer: 3 Minuten
Von Carsten Dierig, Anne Kunz
Grünen-Politiker Giegold, Baerbock und Göring-Eckard: Die Wirtschaft fürchtet weitere verbindliche Vorgaben

Quelle: dpa
Die Grünen sind auf dem Vormarsch – und in der Wirtschaft wächst das Unbehagen. Sie fürchtet, dass durch eine Verschärfung des Klimaschutzes Verbote, Restriktionen und Aktionismus zunehmen. Eine Branche sieht die Umweltpolitik der Grünen positiv.
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Sunday for Future – so nannte Sven Giegold den Wahltag. Die Wahlergebnisse haben den europäischen Spitzenkandidaten der Grünen beflügelt. Die Europawahl am Sonntag war in seinen Augen eine Bewegung für mehr Klimaschutz, ähnlich der Schülerbewegung „Fridays for Future“.

Tatsächlich befinden sich die Grünen in einem Höhenflug, den ihnen so kaum jemand zugetraut hatte. Giegolds Partei hat in Deutschland 20,5 Prozent erreicht und wurde damit erstmals bei einer bundesweiten Wahl zweitstärkste Kraft – nach der Union und vor der SPD.

Bei den Wählern haben die grünen Anliegen offenbar Konjunktur. Doch in der Wirtschaft gibt es angesichts hoher Energiekosten auch Bedenkenträger. Sie fürchten durch eine Verschärfung des Klimaschutzes weitere Auflagen, die das Geschäft belasten.
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So kritisiert Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbunds: „In der Vergangenheit haben sich die Grünen immer wieder mit Verboten und Restriktionen und weniger mit Gestaltungsangeboten oder Anreizen zu Wort gemeldet.“

Veltmann hofft, dass es keine „aktionistischen Schnellschüsse“ geben werde, sondern konsequent nach wirklich zukunftsfähigen Lösungen für Mittelstand und Umwelt gesucht werde. Der Mittelstand stehe bekanntlich für Nachhaltigkeit und habe längst erkannt, dass Ökologie und Ökonomie nicht zu trennen seien.
Maschinenbauer fürchten verbindliche Vorgaben

Ähnliche Kritik kommt von Bertram Kandziora, Chef des Motorsägenherstellers Stihl: „Dass wir beim Klimaschutz noch mehr tun müssen, ist klar. Wichtig ist dabei aber, unideologisch zu handeln und nicht in Aktionismus zu verfallen.“ Jeder Schritt müsse gut überlegt sein und jede Überlegung erst mal technologieneutral.
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„Es ist zum Beispiel gefährlich, den Diesel per se zu verdammen. Auch die Produktion von Batteriezellen ist nicht gerade klimaneutral“, sagte Kandziora. Er appelliert an die Politik, ohne Vorurteile zu agieren. „Bei uns in Baden-Württemberg haben wir gute Erfahrungen mit den Grünen gemacht. Ministerpräsident Kretschmann gefällt mir gut, der ist sehr pragmatisch. Wichtig ist, nicht rein ideologisch zu handeln, sondern genau auszuloten, was Klima und Wirtschaft guttut.“

Auch die Maschinenbauer wünschen sich bei der Umweltpolitik mehr Augenmaß. So sagt Naemi Denz, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): Der Verband nehme Umweltschutz und Klimawandel ernst und beteilige sich mit Engagement bei der Umsetzung des sehr umfangreichen Umweltrechts und auch bei freiwilligen Maßnahmen.
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Unabhängige Bestätigung - Das bringen Referenzen in der Bewerbung

Postby Weltbookadmin47 » 3. Jun 2019 12:26

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Das-bringe ... 50323.html
Unabhängige Bestätigung - Das bringen Referenzen in der Bewerbung
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Im englischsprachigen Raum ist es üblich, den Unterlagen Referenzschreiben beizulegen.

(Foto: imago/Westend61)
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In englischsprachigen Ländern haben sich Referenzen als Teil der Bewerbung längst etabliert. In Deutschland ist das noch nicht so. Verlangt ein potenzieller Arbeitgeber sie, gibt es bestimmte Standards zu beachten.

Wer einen Job sucht, fragt sich nicht selten, was heutzutage in die Bewerbungsmappe und das Anschreiben gehört. Und brauche ich Referenzen? Welche Fähigkeiten kommen gut an, mit welchen Eigenschaften kann ich punkten, und was will das Unternehmen von mir?

Für den Mexikaner Luis Delgado sind diese Fragen besonders schwer. Seit einigen Monaten sucht er in Deutschland nach einer Stelle als Chemiker. Obwohl er in Kanada studiert und dort mehrere Jahre gearbeitet hat, weiß er nicht so genau, wie er den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt schaffen soll.
Referenzen in Deutschland noch nicht üblich

Im englischsprachigen Raum ist es üblich, den Unterlagen Referenzschreiben beizulegen. Auch in Kanada sei das so, sagt Luis Delgado.

In Deutschland sind sie noch nicht selbstverständlich. Doch das scheint sich gerade zu ändern. Aus Sicht von Silvia Hänig vom Bundesverband der Personalmanager werden Referenzen im Bewerbungsprozess immer wichtiger. Als Chefin einer Kommunikationsberatung bekommt sie jeden Monat mehrere Bewerbungen auf den Schreibtisch. "Aus eigener Erfahrung finde ich Referenzen wichtig, da sie eine generelle Bestätigung der Leistungen des Bewerbers durch einen unabhängigen Dritten sind", sagt sie.

Doch was genau sind Referenzen und wie unterscheiden sie sich von den üblichen Arbeitszeugnissen? In Deutschland haben sich bislang zwei Arten herauskristallisiert: Zum einen das persönlich und individualisiert formulierte Schreiben von nicht mehr als einer Seite. Oder der Kontakt der Person, die für eine Referenz über den Bewerber zur Verfügung steht, integriert im Lebenslauf.
Was passiert nach Problemen mit dem Ex-Chef?

Wem im Referenzschreiben soziale Kompetenzen, Empathie und Kollegialität bescheinigt werden, der könne unter Umständen sogar fehlende fachliche Qualifikationen wettmachen, sagt Hänig.

Doch was, wenn das letzte Arbeitsverhältnis im Streit mit dem Chef geendet ist? "Referenzgeber müssen nicht zwangsläufig die ehemaligen Chefs sein. Viel wichtiger ist es, eine Person im Unternehmen zu finden, die das beste Gespür, nicht nur für Leistungen, sondern im Umgang mit den Mitarbeitern zeigt", sagt Hänig.

Kritischer über Referenzschreiben äußert sich Karriereberater Bernd Slaghuis. Sie könnten einen falschen Eindruck vermitteln. Er rät sogar davon ab, die Telefonnummer des ehemaligen Arbeitgebers im Lebenslauf anzugeben. "Es schwächt den Bewerber, weil mitschwingt, er allein sei mit seinen Angaben in Lebenslauf und Anschreiben nicht ausreichend glaubwürdig", sagt Slaghuis. Nach dem Motto: Wenn Sie mir nicht glauben, rufen Sie doch meinen Ex-Chef an. "Der Bewerber bringt sich selbst in eine Bittstellerposition und kommuniziert so nicht auf Augenhöhe."
Referenzschreiben lieber weiter hinten einordnen

Beim Bewerbungsprozess sei es die eigene Haltung, die besonders wichtig sei, betont Slaghuis. Und da passe das Angeben von Referenzgebern nicht dazu. Slaghuis empfiehlt, die eigenen Stärken und Talente im Anschreiben selbst herauszustellen.

Wo Referenzen von neuen Arbeitgebern verlangt werden, sollten sie nach Meinung von Slaghuis den Anlagen untergeordnet werden und nicht an präsenter Stelle direkt hinter dem Lebenslauf erscheinen.

Luis Delgado denkt mittlerweile, dass Bewerbungen ihn nicht an sein Ziel führen, eine Stelle zu finden. 150 hat er bislang verschickt, zu mehreren Telefon-Interviews wurde er eingeladen, persönlich klappte es noch nie. Er glaubt, dass es effektiver sei, zu netzwerken. So habe er auch die Stelle in Kanada bekommen - über Kontakte. Also auch eine Art Referenz.

Quelle: n-tv.de, Sofie Czilwik, dpa https://www.n-tv.de/ratgeber/Das-bringe ... 50323.html
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Aktienkurse unter Druck - US-Regierung nimmt Tech-Giganten ins Visier

Postby Weltbookadmin47 » 4. Jun 2019 15:08

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Dienstag, 04. Juni 2019
Aktienkurse unter Druck - US-Regierung nimmt Tech-Giganten ins Visier
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Apple, Amazon, Facebook und die Google-Mutter Alphabet erzielen Quartal für Quartal Milliardengewinne. Dabei spielt ihnen auch ihre Marktmacht in die Karten. Genau deshalb schauen jetzt das US-Justizministerium, die Aufsicht FTC und der Kongress genauer hin. Anleger reagieren.

Die US-Regierung knöpft sich offenbar die vier Technologieriesen Facebook, Apple, Google und Amazon vor. Wettbewerbsbehörden sollen die Marktmacht und die Praktiken der vier Unternehmen, die mit ihren Angeboten weltweit täglich Milliarden von Menschen erreichen, genauer unter die Lupe nehmen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.
Amazon
Amazon 1.518,40

Amazon und Facebook würden von der US-Branchenaufsicht FTC untersucht, die Google-Mutter Alphabet und Apple vom Justizministerium. Die Konzerne und die Behörden äußerten sich bislang nicht.

Anlegern gefielen die Aussichten auf Untersuchungen durch die Kartellbehörden gar nicht: Die Aktien von Facebook und Alphabet verloren jeweils rund sieben Prozent, Amazon gaben 5,2 Prozent nach und Apple knapp zwei Prozent.
Google-Suchergebnisse im Blick

Das US-Justizministerium untersucht den Insidern zufolge nun, ob Google bei den Ergebnissen seiner Suchmaschine eigene Geschäfte bevorzugt. 2013 hatte die US-Wettbewerbsbehörde FTC eine lange Untersuchung des Konzerns abgeschlossen, Google musste damals bestimmte Praktiken abstellen. Vertreter des Justizministeriums und der FTC trafen sich den Insidern zufolge in den vergangenen Wochen, um den Fall zu erörtern. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, schuf die FTC bei Facebook die Voraussetzungen, um das Verhalten des weltgrößten sozialen Netzwerks im Wettbewerb zu untersuchen. Unklar ist noch, was genau bei Apple und Amazon geprüft werden soll.
Apple
Apple 173,30

Der Musikstreamingdienstes Spotify hatte vor ein paar Wochen eine Beschwerde gegen den iPhone-Hersteller bei der EU-Kommission in Brüssel eingereicht. Spotify wirft Apple, das ebenfalls Musikstreaming anbietet, missbräuchliches Verhalten im App Store vor. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte erklärt, den Vorwurf sehr ernst zu nehmen und prüfen zu wollen.

Auch der US-Kongress kündigte eine Untersuchung zum Wettbewerb in den digitalen Märkten an. "Eine kleine Zahl von marktbeherrschenden, unregulierten Plattformen hat eine außergewöhnliche Macht über Online-Handel, -Kommunikation und -Informationen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beider Parteien im Justizausschuss des Repräsentantenhauses. Namen von Unternehmen wurden dabei nicht genannt. In der Kongresskammer haben die Demokraten die Mehrheit.
Eine Frage der Marktmacht
Alphabet
Alphabet 1.038,74

Vielen Politikern und Verbraucherschützern ist die marktbeherrschende Stellung der Internetfirmen und deren Praktiken schon lange ein Dorn im Auge. Wettbewerbshüter in Europa und den USA ermittelten in den vergangenen Jahren mehrfach gegen die Konzerne. Zuletzt verhängte die EU-Kommission etwa gegen Alphabet ein Bußgeld von 1,5 Milliarden Euro, weil das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung bei Online-Werbung missbraucht und Rivalen behindert haben soll.

Mit Blick auf Facebook hatte sich unter anderem Mitgründer Chris Hughes für eine Zerschlagung ausgesprochen. Seiner Ansicht nach sei der von seinem früheren Zimmergenosse Mark Zuckerberg geführte Technologiegigant zu mächtig geworden. Facebook wird von mehr als zwei Milliarden Menschen genutzt, mehrmals gab es Datenschutz-Pannen in Europa und den USA.
Facebook
Facebook 164,15

Quelle: n-tv.de, bad/rts https://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Regie ... 64680.html
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Mehrbelastung für Haushalte ? - Gewicht der Energiekosten ist umstritten

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jun 2019 12:56

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Donnerstag, 13. Juni 2019
Mehrbelastung für Haushalte ? - Gewicht der Energiekosten ist umstritten
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Diesel ist in den vergangenen zehn Jahren um 22 Prozent teurer geworden.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Wie viel müssen private Haushalte für Energie bezahlen? Nach Angaben des Vergleichportals Verivox sind die Kosten in den vergangenen Jahren gestiegen. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht das etwas anders. Dessen Statistik sieht eher eine anteilige Entlastung.

Heizen, Kochen und Tanken sind in den vergangenen zehn Jahren nur wenig teurer geworden - im Vergleich zur allgemeinen Preissteigerung und wenn die Entwicklung der Einkommen mit berücksichtigt wird. Die Energiekosten der privaten Haushalte haben sich nach einer Analyse des Internet-Portals Verivox seit April 2009 um rund 16 Prozent erhöht, während die allgemeine Inflationsrate bei 14 Prozent lag. Die Statistiken des Bundeswirtschaftsministeriums sagen dagegen aus, dass der Anteil der Energiekosten an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte zuletzt rückläufig war.

Hinter dem von Verivox gemeldeten Energiepreisanstieg um 16 Prozent stecken unterschiedliche Entwicklungen bei den verschiedenen Energieträgern. So seien die Stromkosten eines Durchschnittshaushalts mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden im Zehn-Jahres-Zeitraum von 896 auf 1182 Euro gestiegen, heißt es bei Verivox, das sind 32 Prozent. In Deutschland gelten für die Privatverbraucher die höchsten Strompreise in Europa; eine Folge der Energiewende.

Noch größer ist der Preissprung beim Heizöl mit 39 Prozent. Für 2000 Liter müssen die Verbraucher 1357 Euro bezahlen statt 979 Euro vor zehn Jahren. Zwischenzeitlich waren die Heizölpreise noch höher. Demgegenüber stehe jedoch ein deutlicher Rückgang der Gaspreise von elf Prozent auf 1223 Euro für 20 Megawattstunden. Benzin und Diesel sind 17 und 22 Prozent teurer geworden in den vergangenen zehn Jahren.
Ministerium: Anteil an Konsumausgaben gesunken

Die Verivox-Experten errechnen daraus einen mittleren Preisanstieg von rund 19 Prozent für das Tanken. "Da die Verbraucher ihren Bedarf nur teilweise beeinflussen können, lasten die Energiekosten schwer auf der Haushaltskasse", sagte der Verivox-Energieexperte Valerian Vogel.

Das bestätigen die Daten aus dem Wirtschaftsministerium nur zum Teil. Danach gaben die Haushalte 2017 - neuere Daten liegen noch nicht vor - zwar mehr als 111 Milliarden Euro für Energie aus und damit 6,4 Prozent ihrer privaten Konsumausgaben. Zehn Jahre zuvor waren es aber 6,8 Prozent. Über die vergangenen 20 Jahre schwankte der Energie-Anteil an den privaten Ausgaben zwischen sechs und acht Prozent und lag zuletzt bei 2782 Euro pro Jahr oder 232 Euro pro Monat. Eine CO2-Steuer könnte diese Ausgaben je nach Ausgestaltung des Steuermodells und dem individuellen Verhalten des Verbrauchers um mehrere Hundert Euro im Jahr verteuern.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa
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Güterzüge aus China rollen an - Die stählerne Seidenstraße

Postby Weltbookadmin47 » 15. Jun 2019 14:52

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Samstag, 15. Juni 2019
Güterzüge aus China rollen an - Die stählerne Seidenstraße
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Mit dem Projekt will China seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss vergrößern.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Im 19. Jahrhundert zwangen die europäischen Großmächte das verschlossene chinesische Kaiserreich zur Öffnung der Handelswege in den Westen. Nun sind es die Chinesen, die Europa an ihre Sphäre anbinden - mit Geld statt Waffen.

Die chinesische Regierung macht mit ihrem nationalen Prestigeprojekt einer neuen Seidenstraße nach Europa Fortschritte: Der Güterzugverkehr auf dem Landweg von und nach China wächst schnell, allein die DB Cargo will ihre Transportkapazität auf der transkontinentalen Verbindung in den Fernen Osten bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent erhöhen. Bisher werden 80.000 Standard-Container ("TEU") im Jahr befördert, für 2020 seien 100.000 geplant, sagte ein Sprecher der Güterverkehrsgesellschaft der Bahn.
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Wirtschaft 26.04.19
"Mittelpunkt einer neuen Weltordnung" China investiert Milliarden in neue Seidenstraße

Auf chinesischer Seite konkurrieren mittlerweile Dutzende Firmen um Frachtaufträge. Ein großer Anbieter ist das Unternehmen Yuxinou aus Chongqing, einer zentralchinesischen Metropole mit mehr als 20 Millionen Einwohnern. Yuxinou fing 2011 mit elf Güterzugfahrten an, inzwischen sind es jeweils gut 700 im Jahr von China nach Europa und umgekehrt. Die Fracht: elektronische Bauteile auf dem Hinweg nach Europa, Milchpulver und andere Produkte auf dem Rückweg, sagt Servicemanagerin Xiang Jiaqi.

Auch große deutsche Unternehmen nutzen mittlerweile den Transportweg über Land: BMW lässt dreimal wöchentlich Fahrzeugteile per Güterzug nach China transportieren, wie ein Sprecher des Autoherstellers in München berichtet. Die chinesische Kommunistische Partei (KP) hat sich in ihrer offiziellen Sprachregelung längst vom Begriff "neue Seidenstraße" verabschiedet, das Projekt heißt seit einiger Zeit Yi Dai Yi Lu - "eine Region, eine Straße", obwohl das Vorhaben gigantische Züge angenommen hat und weit mehr umfasst als eine Straße. Die Schätzungen der Investitionssummen reichen bis zu dreistelligen Milliardenbeträgen.

Für Güterzüge gibt es mittlerweile drei Hauptrouten: die nördliche führt durch die Mongolei und Russland, die mittlere durch die Wüstenregion Xinjiang im Westen der Volksrepublik und Kasachstan. Auf der Südroute werden die Waggons in Kasachstan über das Kaspische Meer nach Aserbaidschan verschifft, von dort geht es weiter nach Rumänien, in die Ukraine und nach Polen. Nach offiziellen chinesischen Angaben waren über sämtliche Routen bis Ende Februar 50 europäische Städte in 15 Ländern an das Güterzug-Netzwerk angebunden.
"Starke nationale Interessen"
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Politik 19.05.19
Kasachische Muslime in Umerziehungslagern Erkauft China das Schweigen muslimischer Länder?

Das Projekt ist vor allem umstritten, weil es der Ausdehnung des politischen Einflusses Pekings dient. Die Führung der weltgrößten Diktatur nutzt die Wirtschaft, um ihren Einfluss zu mehren. So blockierte Griechenland 2017 eine gemeinsame europäische Erklärung, mit der die EU chinesische Menschenrechtsverletzungen kritisieren wollte - Griechenlands größter Hafen in Piräus ist seit 2008 unter chinesischer Kontrolle.

Jedes chinesische Kind lernt in der Schule, dass die Kontrolle über Handelswege politische Macht bedeutet: Die KP hält die Erinnerung an die Opiumkriege und die "ungleichen Verträge" wach, mit denen die europäischen Großmächte im 19. Jahrhundert China gewaltsam zur Öffnung seiner Häfen zwangen. Die Rückkehr zu einstiger nationaler Größe ist ein Hauptziel der chinesischen KP. Die Bundesregierung ist sich dessen bewusst, dementsprechend klingt Verkehrsminister Andreas Scheuer nicht hundertprozentig begeistert, wenn von der neuen Seidenstraße die Rede ist. "Es geht da um sehr starke nationale Interessen der Chinesen", sagte der CSU-Politiker kürzlich auf der Münchner Messe "Transport Logistic" - an der in diesem 64 chinesische Aussteller teilnahmen, doppelt so viele wie 2017. "Wir nehmen aber alle Wege auf, die mehr Chancen bieten als Einschränkungen."
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Wirtschaft 18.04.19
"Ist mir nichts bekannt, sorry" VW-Chef Diess empört mit Menschenrechts-Aussage

Chancen bieten die Züge in der Tat: "Der Transport mit dem Zug ist zwei Wochen schneller als mit dem Schiff und viel günstiger als mit dem Flugzeug", wirbt Ethan Shu, ein Manager der Spedition Chinatrans International aus Shenzhen im Süden Chinas. Chinesische Firmen preisen noch andere Vorteile an: politische Stabilität und keine Gefahr durch Piratenangriffe.

Doch zumindest in den Wüstenregionen im Westen Chinas verdankt sich die Stabilität der Unterdrückung der dort beheimateten Uiguren, eines den Türken sprachlich und kulturell nah verwandten Volks von etwa zehn Millionen Menschen. Die Repression durch den chinesischen Polizei- und Militärapparat hat sich dort in den vergangenen Jahren massiv verschärft - zeitgleich mit der Seidenstraßeninitiative, für die Xinjiang ein wichtiger Transitkorridor ist. Schätzungen westlicher Menschenrechtsorganisationen zufolge sind mittlerweile etwa ein bis eineinhalb Millionen Uiguren in Lagern interniert, mutmaßlich mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. "Es geht darum, ein ganzes Volk, eine ganze Kultur, zu brechen", sagte dazu kürzlich die Berliner Chinawissenschaftlerin Kristin Shi-Kupfer.

Quelle: n-tv.de, Carsten Hoefer, dpa
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Re:Zölle auf US-Produkte - Indien schlägt zurück

Postby Weltbookadmin47 » 17. Jun 2019 12:29

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Zölle auf US-Produkte - Indien schlägt zurück
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Mandeln aus Kalifornien werden in Indien deutlich teurer.

(Foto: REUTERS)
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Indien erhöht die Einfuhrzölle für einige US-Güter deutlich. Die Vergeltungsmaßnahme ist eine weitere Etappe im Handelsstreit zwischen beiden Ländern, der vergangenes Jahr begann.

Im Handelsstreit mit den USA erhebt Indien Vergeltungszölle auf 28 Produkte aus den Vereinigten Staaten. Diese werden heute wirksam.

Gemäß der neuen Einfuhrregeln werden nun etwa Walnüsse mit einem Einfuhrzoll in Höhe von 120 Prozent statt wie bisher mit 30 Prozent belegt. Bei Äpfeln, Kichererbsen und Linsen wurde der Satz auf 70 Prozent angehoben. Indien ist der zweitwichtigste Markt für Mandeln und Äpfel aus den USA.
*Datenschutz

Indien reagiert damit auf eine Entscheidung der USA von Anfang Juni, dem Land bisherige Handelsvorteile zu entziehen. Die Regierung in Neu Delhi hatte zwar schon vor rund einem Jahr mit höheren Zöllen auf US-Produkte gedroht, nachdem die USA die Abgaben auf indische Erzeugnisse wie Stahl oder Aluminium erhöht hatten. In der Hoffnung, den Handelsstreit in Verhandlungen beizulegen, schob die indische Regierung diese Vergeltungsmaßnahme allerdings immer wieder auf.
Pompeo reist nach Indien

Doch Anfang Juni entzogen die USA Indien die im Rahmen eines schon vor Jahrzehnten speziell für Entwicklungsländer geschaffenen Programms gewährten Handelsvorteile. Washington wirft Indien schon länger vor, ein "Hochzollland" zu sein und den Zugang zu seinem riesigen Markt zu beschränken.

Indien hat - wie viele andere Länder - im Warenverkehr mit den USA einen Handelsbilanzüberschuss. Im vergangenen Jahr lag er US-Angaben zufolge bei 21,8 Milliarden Dollar.

Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Indien dürften zur Sprache kommen, wenn sich Trump und der indische Regierungschef Narendra Modi Ende Juni am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka treffen. Außerdem will US-Außenminister Mike Pompeo noch in diesem Monat nach Indien reisen.

Eigentlich wollen die USA die Handelsbeziehungen zu Indien ausbauen als Gegengewicht zu China, gegen das Trump derzeit einen deutlich erbitterteren Handelskrieg führt. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.
*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, jga/dpa/AFP
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Für 20 Millionen Deutsche - Eon sieht Chance für Strom-Selbstversorgung

Postby Weltbookadmin47 » 20. Jun 2019 17:08

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Donnerstag, 20. Juni 2019
Für 20 Millionen Deutsche - Eon sieht Chance für Strom-Selbstversorgung
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Rund 1,6 Millionen Solaranlagen sind laut Eon in Deutschland installiert.

(Foto: imago/CHROMORANGE)
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Eine Solaranlage auf dem Dach - das haben inzwischen viele Hausbesitzer. Der Energieriese Eon sieht darin enormes Potenzial. Zweidrittel seiner Photovoltaik-Kunden könnten sich bereits komplett selbst mit Ökostrom versorgen. Doch dazu müssten sie überschüssige Energie speichern.

Zwei von drei Besitzern von Solaranlagen könnten sich nach Angaben des Energiekonzerns Eon komplett mit selbst produziertem Strom versorgen. Voraussetzung ist ein geeigneter Speicher, wie Eon erklärte. "66 Prozent unserer Kunden mit einer Photovoltaikanlage erzeugen über das gesamte Jahr mehr Strom, als sie im gleichen Zeitraum verbrauchen", erklärte Deutschlandchefin Victoria Ossadnik.
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Für die komplette Selbstversorgung fehlen oft die Speichermöglichkeiten im Haus. Damit ans Stromnetz angeschlossene Anlagen überschüssigen Strom an sonnigen Tagen nicht ins Netz einspeisen müssen, sondern speichern können, ist es möglich mit Batterien die Eigenverbrauchsquote auf rund 70 Prozent zu erhöhen. Die Quote beschreibt, wieviel vom selbst produzierten Solarstrom auch selbst verbraucht wird. Schließlich erzeugen Solarmodule oft am Mittag den meisten Strom. Es kann aber sein, dass dann niemand zu Hause ist und auch keinen Strom verbraucht. Batterien können die Eigenverbrauchsquote erhöhen, etwa indem sie die gespeicherte Energie in den Abendstunden zur Verfügung stellen.

Doch den Großteil ihres Stroms produzieren Photovoltaik-Anlagen von Frühjahr bis Herbst. Mit "virtuellen Speichern" sei es sogar möglich, Solarstrom "unbegrenzt", etwa für den Winter, zu speichern. Diese "virtuellen Speicher", auch "Solar-Cloud" genannt, funktionieren dabei wie ein Girokonto, auf das man einzahlt, um später Strom davon zu nutzen. Somit könne man sich über dieses Stromkonto zu hundert Prozent nachhaltig versorgen, erklärte das Unternehmen. Solche virtuellen Speicher bieten neben Eon auch mehrere weitere Anbieter gebührenpflichtig an.
Dezentraler Ausbau wäre nachhaltig

Bisher sind in Deutschland etwa 1,6 Millionen Photovoltaikanlagen installiert. Würden sich alle 15,75 Millionen Eigenheimbesitzer in Deutschland eine Anlage aufs Dach bauen, könnten sich rechnerisch rund 20 Millionen Deutsche völlig mit eigenem Ökostrom versorgen. "Der weitere Ausbau dezentraler Photovoltaikanlagen ist nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient und könnte den gesellschaftlichen Umstieg auf erneuerbare Energien deutlich beschleunigen", erklärte Ossadnik.

Der Vorteil eines höheren Selbstversorger-Anteils wäre zum einen, dass dann weniger Übertragungsnetze gebaut werden müssten. Zum anderen könnte der selbstproduzierte Strom die Ökobilanz von Elektroautos, E-Bikes oder den neuen E-Tretrollern verbessern, wenn diese nicht mehr mit Kohlestrom fahren müssen.
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Quelle: n-tv.de, hul/aeh/AFP
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"Energy sucker" - Umgang mit Nörglern am Arbeitsplatz

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jun 2019 11:05

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Sonntag, 23. Juni 2019
"Energy sucker" - Umgang mit Nörglern am Arbeitsplatz
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Notorischen Pessimisten und Quengler belasten - oft das gesamte Team.

(Foto: imago/Ikon Images)
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Wer kennt sie nicht, die ewigen Bedenkenträger, notorischen Besserwisser und Kleinkrämer, die über alles und jeden meckern und jede Idee als undurchführbar ablehnen. Wie es gelingt, diesen Energieräubern entgegenzutreten, zeigen die folgenden sechs Punkte.

Im Berufsleben mit einem notorischen Nörgler konfrontiert zu sein, ist anstrengend. Chronische Miesmacher haben täglich schlechte Laune, eine niedrige Frustrationstoleranz, und der Empörungsmodus gehört zu ihrer Grundhaltung. Sie beschweren sich über Kollegen, den Chef und sind überzeugt, die schlechtesten Arbeitsbedingungen und übelsten Aufgaben erwischt zu haben. Sie melden sich mit pessimistischen Einlassungen zu Wort, kommentieren zynisch oder meckern lautstark. Wenn diese schlechte Stimmung auf das Team überzugreifen droht oder Nörgelei in persönliche Angriffe übergeht und private Grenzen überschreitet, besteht dringender Handlungsbedarf. Aber wie können Sie in dieser Situation angemessen agieren, ohne die Arbeitsatmosphäre endgültig zu vergiften und am Ende womöglich als Spielverderber dazustehen?

Der folgende 6-Punkte-Plan kann Ihnen helfen, notorischen Pessimisten am Arbeitsplatz entgegenzutreten. Die Reihenfolge ist dabei eskalierend formuliert: In den ersten Schritten wird versucht, einen möglichen Schaden im Team und in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu vermeiden oder zu minimieren. Da aber bei manchen Nörglern Kommunikation nicht fruchtet, müssen gelegentlich schwerere Geschütze aufgefahren werden, die Sie am Ende des Beitrages finden.

1. Kritik respektieren und Verbesserungsvorschläge einfordern

Begegnen Sie dem Dauernörgler mit Wertschätzung und ziehen Sie in Betracht, dass es reale Ursachen für seine destruktive Haltung geben könnte. Der Kollege hat das Dauermeckern möglicherweise als Entlastungsstrategie angesichts von chronischem Stress und Überbelastung entwickelt. Vielleicht wird seine Arbeit nicht wertgeschätzt oder er fühlt sich unterfordert. Gehen Sie der Sache auf den Grund und fragen Sie, was geändert werden müsste, damit der nörgelnde Kollege die Dinge positiver sehen kann. Hat die fortwährende Frustration einen realen Grund, können Sie gegebenenfalls gemeinsam eine Lösung erarbeiten.

Ist die Kritik des chronischen Bedenkenträgers jedoch unverhältnismäßig, lässt sich das durch Ihr konstruktives Herangehen schnell entlarven: Der Nörgler hat meist keine Idee, was sich ändern ließe, und es wird deutlich, dass er nur Scheinargumente ins Feld führt. Einige notorische Miesmacher werden nach einem solchen Gespräch stiller und halten sich mit ihrer schlechten Laune zurück. Überzeugte Pessimisten, die sich mit Freuden an nicht greifbaren Problemen hochziehen, sind mit diesem sachorientierten Ansatz allerdings nicht zu fassen.

2. Positives gegen Negatives setzen

Nutzen Sie jede sich bietende Gelegenheit, um gute Stimmung unter den Kollegen zu verbreiten, das entzieht verfehlter Kritik den Nährboden. Etablieren Sie beispielsweise langfristig eine Kultur, in der Sie und Ihre Kollegen sich ausdrücklich auch Erfreuliches berichten, statt ausschließlich schwierige Bedingungen oder missliche Entwicklungen zu problematisieren. Auf diese Art lassen sich Nörgler nach und nach verdrängen. Besonders renitente Querulanten werden Sie aber auch mit dieser Maßnahme nicht bekehren können.

3. Deutlich zurechtweisen
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Prof. Dr. Norbert Rohleder ist Professor für Human Resource Management und Soziale Interaktion an der Hochschule Mainz.

Wenn Sie den betreffenden Kollegen auf seine Nörgelei angesprochen, aber keine fruchtbare, begründete Antwort erhalten haben, fordern Sie ihn auf, sein Verhalten zu unterlassen. Machen Sie ihm deutlich, dass sein chronisches Meckern andere Menschen stören und die Atmosphäre im Team reizen kann. Dadurch ziehen Sie eine klare Grenze und verdeutlichen, wie weit man mit Ihnen gehen kann. Sprechen Sie Klartext, aber bleiben Sie fair und sachlich und vermeiden Sie Beschuldigungen und persönliche Angriffe.

Wenn weder Gespräch noch ein positiver Umgang im Team oder eine deutlich gesetzte Grenze fruchten, müssen Sie unter Umständen zu weniger konstruktiven Mitteln greifen.

4. Miesmacherei entlarven

Sie können dem chronischen Miesmacher - ganz im Sinne von Till Eulenspiegel - sein Verhalten spiegeln: Nehmen Sie die geäußerte Kritik auf und wiederholen diese übertrieben. Der "Wink mit dem Zaunpfahl" erreicht (fast) jeden Meckerer. Er wird zumindest kurzfristig irritiert sein, sodass weitere Nörgeleien zunächst ausbleiben sollten.

Wenn möglich, nutzen Sie die Verschnaufpause, um in einen ehrlichen Austausch zu treten. Dann können Sie mitteilen, wie sehr Sie das nörgelnde Verhalten belastet und Ihre Arbeit einschränkt. Wenn Sie in die Eulenspiegel-Rolle schlüpfen, bedenken Sie, dass hier Fingerspitzengefühl gefordert ist, damit die Situation nicht eskaliert. Vermeiden Sie eine plumpe Bloßstellung des Nörglers vor anderen Kollegen, denn damit setzen Sie kollegiale Beziehungen aufs Spiel.

5. Kollegen hinzuziehen

Meist werden Sie nicht der Einzige sein, der vom permanenten Pessimismus eines einzelnen Kollegen genervt ist. Wenn Sie mit Ihren Bemühungen, den Dauernörgler zu einem anderen Verhalten zu bewegen, erfolglos sind, kann es hilfreich sein, Mitstreiter für Ihr Anliegen zu finden.

Besprechen Sie die Situation im Team. Bleiben Sie aber auch hier sachlich, denn es soll ja eine Lösung gefunden werden. Wenn die Stimmung für ein konstruktives Gespräch bereits zu sehr gelitten hat, binden Sie spätestens dann Ihren Vorgesetzten ein - der dann selbst als Vermittler aktiv werden und/oder einen Mediator hinzuziehen kann.

6. Ignorieren und den Kontakt meiden

Am Ende dieser Liste möglicher Handlungsoptionen stehen solche Maßnahmen, die lediglich Ihrer unmittelbaren Entlastung dienen, aber an der Gesamtsituation nichts ändern: ignorieren und Kontakt meiden. Dem Problem aus dem Weg zu gehen, ist die letzte Möglichkeit, wenn keiner der anderen Tipps fruchtet. Lassen Sie den Frustrierten nörgeln, schalten Sie auf Durchzug und gehen Sie ihm notfalls ganz aus dem Weg. Wenn Sie gar nicht reagieren, nehmen die unsäglichen Beschwerden zumindest in Ihrer Gegenwart über kurz oder lang ab.

Welcher der Tipps für Ihre Situation am besten geeignet ist, hängt auch davon ab, welchem Typus Nörgler Sie gegenüberstehen: Derjenige, der angesichts subjektiv empfundener Ungerechtigkeiten nur zeitweise ernüchtert ist, reagiert auf ein wertschätzendes Gespräch und Lösungsangebote möglicherweise schon positiv. Der von allem und jedem Enttäuschte reagiert vielleicht erst auf das Setzen klarer Grenzen. Aber vielleicht hilft bei dem, der schon lange Zeit grundständig frustriert ist und mit sich und der Welt hadert, nur noch konsequentes Meiden.

Arbeiten Sie sich schrittweise durch die Tipps - von einem offenen, interessierten Gesprächsangebot bis hin zu einem vollständigen Ignorieren des Störenfrieds. Beginnen Sie immer mit einer lösungsorientierten Kommunikation. Hilfreich ist es, wenn Sie sich in die Lage des Mäkelnden versetzen. Vielleicht macht er lediglich auf Probleme und Schwierigkeiten aufmerksam, die andere stillschweigend dulden oder einfach übersehen. Häufig sind sich chronische Nörgler der Negativität, die sie ausstrahlen, auch nicht bewusst und verstehen sich selbst als Opfer unfairer Umstände. Ihre Nörgelei soll bei den Adressierten Verständnis für die "ungerechte Belastung" hervorrufen. An dieser Stelle unreflektiert zu sympathisieren, ist allerdings keine gute Idee, denn damit nehmen Sie den Bedenken nicht den Wind aus den Segeln, sondern bestärken den notorischen Meckerer in seinem Verhalten. Wahren Sie eine angemessene Distanz, versäumen Sie es aber nicht, tatsächlich bestehende Probleme nörgelnder Kollegen anzuerkennen und Ihre Hilfe bei deren Lösung anzubieten.

Quelle: n-tv.de
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Deutsche Wirtschaft unter Druck - Ifo-Index sinkt auf niedrigsten Wert sei

Postby Weltbookadmin47 » 24. Jun 2019 15:23

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ifo-Inde ... 04065.html

Montag, 24. Juni 2019
Deutsche Wirtschaft unter Druck - Ifo-Index sinkt auf niedrigsten Wert seit 2014
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Im ersten Quartal hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zugelegt.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Anders als bei den Verbrauchern ist die Stimmung in den deutschen Führungsetagen eher trüb. Zuletzt rauschen die Konjunkturerwartungen in den Keller. Auch die Wirtschaftsleistung soll im laufenden Quartal schrumpfen - kommt es zu einer Rezession?

Während die Bundesbürger zuletzt weiter optimistisch in die Zukunft blicken, trübt sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juni ein. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel auf 97,4 Punkte von 97,9 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte.
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Das ist der niedrigste Wert seit November 2014. Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 97,2 Punkte gerechnet. "Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter abgekühlt", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage besser, die Aussichten für die kommenden sechs Monate hingegen schlechter.

Angesichts der Zollkonflikte, der Gefahr eines harten Brexits sowie wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran rauschten auch die Konjunkturerwartungen der Börsianer zuletzt in den Keller. Vergangene Woche sank der entsprechende ZEW-Index zum zweiten Mal in Folge und deutlicher als erwartet auf den tiefsten Stand seit November 2018.

Das Ifo-Institut rechnet für das laufende Quartal zudem mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung. Es befürchtet allerdings keine Rezession - also zwei Quartale in Folge mit zurückgehender Wirtschaftsleistung. Im ersten Quartal hatte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent zugelegt.

Quelle: n-tv.de, jki/rts
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Recht verständlich - Wurde der Lohnkürzung zugestimmt ?

Postby Weltbookadmin47 » 27. Jun 2019 10:12

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Recht verständlich - Wurde der Lohnkürzung zugestimmt ?
Ein Gastbeitrag von Dr. Alexandra Henkel
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Eine Lohnkürzung ist auch per Betriebsvereinbarung nicht einfach zu erreichen.
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Ein Arbeitgeber verkündet dem Mitarbeiter, dass er zukünftig bei veränderter Tätigkeit weniger Gehalt bekommt. Der Mitarbeiter schweigt. Ist dennoch eine wirksame Vereinbarung zustande gekommen?

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Mecklenburg-Vorpommern (Aktenzeichen 5 Sa 221/18) entschied kürzlich, dass das reine Schweigen eines Arbeitnehmer grundsätzlich keine Zustimmung zu einer einseitig durch den Arbeitgeber verkündeten Lohnkürzung darstellt. Wenn die im Arbeitsvertrag vereinbarte Gehaltshöhe geändert werden soll, dann geht dies nur durch eine Änderungsvereinbarung, wozu grundsätzlich ein positives Signal des Arbeitnehmers erforderlich ist, oder durch eine wirksame Änderungskündigung.

Wie war der Fall?

Hier war der Arbeitgeber offensichtlich bemüht, die Kosten aus einem gerichtlichen Vergleich möglichst gering zu halten. Ein Kfz-Mechaniker war fristlos gekündigt worden und hatte Kündigungsschutzklage erhoben. Vor dem Arbeitsgericht wurde ein Vergleich geschlossen, der besagte, dass das Beschäftigungsverhältnis zu einem bestimmten Termin endet, der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis bis dahin ordnungsgemäß abrechnen sollte und der Arbeitnehmer unter Fortzahlung seines Gehalts unwiderruflich freigestellt werden sollte. Außerdem war Vergleichsinhalt, wie bei bezahlten Freistellungen üblich, dass mit der Freistellung sämtliche noch bestehenden Resturlaubsansprüche des Arbeitnehmers erledigt und abgegolten sind.
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Rechtsanwältin Dr. Alexandra Henkel ist Fachanwältin für Arbeitsrecht, Wirtschaftsmediatorin und Business Coach.

Der Arbeitgeber rechnete dann nicht den zuletzt gezahlten und arbeitsvertraglich vereinbarten Stundenlohn ab, sondern einen circa 6 Prozent niedrigeren Stundensatz. Als Begründung gab er an, dass er dem Arbeitnehmer den neuen, niedrigeren Stundensatz im Beisein des Servicetechnikers mitgeteilt habe, vor dem Hintergrund, dass der Arbeitnehmer nicht mehr als Servicetechniker tätig sein sollte. Dagegen hätte der Arbeitnehmer keine Einwände erhoben und er, der Arbeitgeber, sei deshalb von der Zustimmung zur Vertragsänderung ausgegangen. Auch das Urlaubsgeld zahlte der Arbeitgeber nicht, weil der Arbeitnehmer keinen Urlaub genommen, sondern freigestellt worden sei. Der Arbeitnehmer klagte auf Zahlung der Differenz zur alten Vergütung und des Urlaubsgeldes.

Das Urteil

Das LAG gab dem Arbeitnehmer vollumfänglich recht. Schweigen ist im Rechtsverkehr grundsätzlich keine Zustimmung. Im Falle nachteiliger Änderungen im Bereich der Hauptleistungspflichten im Arbeitsverhältnis sei regelmäßig nicht von einer stillschweigenden Annahmeerklärung auszugehen, solange die Folgen der Änderung noch nicht hervorgetreten sind. Erforderlich ist ein positives Signal des Arbeitnehmers, "keine Einwände erheben" und Schweigen sei dagegen nicht als Einverständnis zur Lohnkürzung zu werten. Einseitig kann ein Arbeitgeber die Lohnhöhe nur durch eine wirksame Änderungskündigung verändern. Bei Unternehmen mit mehr als zehn Arbeitnehmern, bei denen also das Kündigungsschutzgesetz anzuwenden ist, ist hierfür aber ein Kündigungsgrund erforderlich. Es würde ohne ein ausführliches Sanierungskonzept und Nachweis, dass schon an anderen Bereichen eingespart wurde, auch nicht einfach ein pauschales "wir müssen sparen" als Kündigungsgrund zur Gehaltsänderungskündigung ausreichen.

Auch das vereinbarte Urlaubsgeld musste der Arbeitgeber zahlen, diese vertragliche Regelung galt nach dem Wortlaut unabhängig davon, ob der Mitarbeiter Urlaub nimmt oder nicht, also musste auch bei in einem Vergleich vereinbarter Freistellung Urlaubsgeld gezahlt werden. Zwar soll das Urlaubsgeld regelmäßig dazu beitragen, den urlaubsbedingten finanziellen Mehrbedarf zu bestreiten. Dennoch muss das Urlaubsgeld nicht an Gewährung des Urlaubs gekoppelt werden. Aus Gründen der Praktikabilität kann die Berechnung und die Fälligkeit des Urlaubsgeldes pauschaliert werden.

Rechtsanwältin Dr. Alexandra Henkel ist Fachanwältin für Arbeitsrecht, Wirtschaftsmediatorin und Business Coach.

Quelle: n-tv.de
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Hedgefonds-Investor steigt ein - Der "Geier" kreist um Bayer

Postby Gudrun Graf » 28. Jun 2019 09:46

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Hedgefonds-Investor steigt ein - Der "Geier" kreist um Bayer
Ein Kommentar von Jan Gänger
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Paul Singer.

(Foto: REUTERS)
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Die einen halten Paul Singer für einen rücksichtslosen Investor. Die anderen für jemanden, der Vorständen den verdienten Tritt verpasst. Egal, welcher Lesart sich die Bayer-Führung anschließt: Sie muss sich warm anziehen.

Paul Singer ist als Aktionär bei Bayer eingestiegen. Für den Vorstand ist das eine schlechte Nachricht, denn er darf sich nun darauf einstellen, dass der knallharte Investor den Dax-Konzern aufmischt. Die Führung um Bayer-Chef Werner Baumann hat neben der Glyphosat-Krise ein weiteres Problem.
Bayer
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Singer findet es nämlich eine gute Idee, Bayer irgendwann in Einzelteile zu zerlegen. Das ist insofern relevant, da er in der Regel einen Hebel findet, um seinen Willen durchzusetzen. Deshalb ist es völlig nebensächlich, dass Singer bisher nur mit rund zwei Prozent an Bayer beteiligt ist.

Der Milliardär geht mit seinem Hedgefonds alles andere als zimperlich vor. Wohlmeinende Menschen bezeichnen ihn als "aktivistischen Investor". Andere ziehen "Finanzterrorist" oder "Aasgeier" vor. Dabei dürfte es Singer herzlich egal sein, was andere von ihm denken. Sein Ziel ist es, maximale Rendite rauszuholen.

Dass er das kann, hat er mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit vergleichsweise geringem Einsatz gelingt es ihm immer wieder, Vorstände vor sich herzutreiben. Singer sucht sich gerne Unternehmen aus, die angeschlagen sind und bei denen er sich günstig beteiligen kann. Dann sucht er Mittel und Wege, um einen Strategiewechsel zu erzwingen und den Aktienkurs nach oben zu pushen. Insofern ist sein Einstieg bei Bayer nicht als Vertrauensbeweis in die Konzernführung zu verstehen, sondern als Alarmsignal.

Bayer-Chef Baumann muss sich auf jede Menge Ärger einstellen. Schließlich legt sich Singer nicht nur mit Unternehmen an, sondern auch mit Regierungen. Im Streit um das Bedienen von Staatsanleihen sorgte er etwa dafür, dass das Schulschiff der argentinischen Marine in Ghana in die Kette gelegt wurde. Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ließ Regierungsmaschinen nicht ins Ausland fliegen, weil sie fürchtete, Singer könnte auch die Flugzeuge pfänden lassen.

Nun ist also Bayer an der Reihe. Singer bringt eine Aufspaltung ins Spiel - ob und wann er die in Angriff nimmt, ist zwar offen. Fest steht allerdings, dass er bei anderen Aktionären damit auf Wohlwollen stößt. Was nicht zuletzt daran liegt, dass der Bayer-Vorstand bei vielen von ihnen aufgrund des Monsanto-Debakels jede Menge Vertrauen eingebüßt hat.

Die Konzernführung will nun den Befreiungsschlag und gründet einen Sonderausschuss, um die Klagewelle in den USA wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat endlich in den Griff zu bekommen und das Problem notfalls mit einem milliardenschweren Vergleich aus der Welt zu schaffen.

Die Ironie an der Sache ist, dass Bayer mit der Übernahme von Monsanto mehr Börsengewicht erlangen wollte, um ein Singer-Szenario zu verhindern. Doch Schadenersatzurteile in Milliardenhöhe und Tausende anhängige Klagen sorgten dafür, dass die Übernahme zu einem gigantischen Kapitalvernichter wurde. Der Aktienkurs ist danach um mehr als ein Drittel eingebrochen - ohne das heutige Kursfeuerwerk sähe es noch düsterer aus. So konnte Singer günstig bei Bayer einsteigen.

Nun applaudiert der Investor dem Bayer-Vorstand zum Strategieschwenk. Doch dem dürfte es lieber sein, nie wieder von Singer zu hören.

Quelle: n-tv.de
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Geld auf Auslandskonten - Fiskus hat Steuersünder am Wickel

Postby Weltbookadmin47 » 1. Jul 2019 11:25

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Geld auf Auslandskonten - Fiskus hat Steuersünder am Wickel
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Deutsche Finanzämter wissen bald, wer Geld im Ausland deponiert hat, ohne es anzugeben.

(Foto: imago/CHROMORANGE)
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Schon seit 2014 gibt es einen automatischen Informationsaustausch zwischen internationalen Steuerbehörden. Bislang konnten die Finanzämter mit den gelieferten Datenmassen aber nicht viel anfangen. Jetzt ist die Auswertungssoftware startklar.

Die deutschen Finanzbehörden beginnen Anfang Juli mit der Auswertung von Millionen Daten zu Auslandskonten deutscher Bürger. Laut der "Welt am Sonntag" ist eine entsprechende Software inzwischen betriebsbereit. Sie könne Daten, die andere Staaten im Rahmen eines automatischen Informationsaustauschs übermitteln, den richtigen Personen zuordnen. Am gemeinsamen Meldestandard nehmen inzwischen über 50 Staaten und Gebiete teil, Ziel ist es, internationale Steuerhinterziehung zu bekämpfen.

Seit Einführung des automatischen Austauschs im Jahr 2014 seien bereits mehr als zehn Millionen solcher Datensätze beim Bundeszentralamt für Steuern eingegangen, schreibt die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium. Diese Daten würden nun auf die Bundesländer verteilt, damit die Finanzämter vor Ort die Informationen mit den Steuerakten abgleichen könnten. Zeige der Abgleich, dass bestimmte Daten aus dem Ausland bisher nicht in einzelnen Steuererklärungen aufgetaucht seien, erhielten betroffene Bürger demnächst Post vom Finanzamt.

"Die Finanzämter werden die betreffenden Steuerbürgerinnen und Steuerbürger auffordern, die entsprechenden Beträge nachzuerklären oder eine Steuererklärung abzugeben", teilte das Finanzministerium Rheinland-Pfalz der Zeitung mit. Das Finanzministerium in Baden-Württemberg erklärte, entsprechende Musterschreiben an die Bürger würden auch einen Hinweis auf die Möglichkeit einer Selbstanzeige enthalten. "Prüfungsrelevant" seien aber nur Fälle von einer gewissen Größenordnung.

Viel Zeit bleibt den Finanzämtern nicht: Vorgänge aus dem Jahr 2014 verjähren am 31. Dezember 2019. In Niedersachsen sollen die ersten Schreiben an die Betroffenen noch im August versendet werden, in anderen Bundesländern ist ab September mit Post zu rechnen.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa
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Skeptisch online shoppen - Bewertungen nicht blind vertrauen

Postby Weltbookadmin47 » 2. Jul 2019 12:33

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Dienstag, 02. Juli 2019
Skeptisch online shoppen - Bewertungen nicht blind vertrauen
Bewertungen von Kunden

Beim Lesen von Bewertungen im Netz ist Skepsis angebracht.

(Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa)
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Fünf Google-Bewertungen für 50 Euro oder 100 Bewertungen für 500 Euro. Oder zehn Bewertungen bei Amazon für knapp 200 Euro, angeblich garantiert geschrieben von realen Produkttestern. So offen werben spezialisierte Anbieter für ihre Dienstleistungen und versprechen, bei Suchmaschinen, Bewertungsportalen oder App-Stores Firmen Vorteile zu verschaffen - und damit Verbraucher zu täuschen.

Denn keine dieser Rezensionen basiert auf realen Käufen oder einer wirklichen Kundenbeziehung: Die Auftraggeber zahlen Geld dafür, um wohlwollende Bewertungen im Internet zu bekommen.

Illegal ist das nicht, aber der IT-Verband Bitkom sieht das sehr kritisch: Vom Kauf von guten Bewertungen könne man Unternehmen nur abraten, betont Rebekka Weiß. "Nicht nur, weil man damit seine potenziellen Kunden betrügt, sondern auch weil Portale hart durchgreifen, wenn sie solche Fake-Bewertungen entdecken." Weiß ist beim Bitkom für den Bereich Vertrauen und Sicherheit zuständig.
Es geht um bares Geld

Im Netz ist eine echte Industrie rund um gefälschte Bewertungen entstanden: Ob es um den Besuch beim Arzt oder Friseur geht, den neuen Staubsauger oder den Urlaub in einem Hotel - es macht sich immer gut, wenn viele positive Bewertungen hinterlegt sind.

Denn es geht um bares Geld. Für Verbraucher sind die Bewertungen anderer eine wichtige Kaufhilfe. Das hat etwa eine Umfrage von Bitkom Research aus dem vergangenen Jahr gezeigt: 63 Prozent der Befragten gaben dort an, Online-Bewertungen vor dem Produktkauf zu nutzen.

Der Bundesregierung sind die unfairen Geschäftspraktiken ein Dorn im Auge: Bestimmte Formen von Fake-Bewertungen könnten als irreführende Werbung im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb erfasst werden, erklärt eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums. Im Koalitionsvertrag habe man vereinbart, Verbraucher besser vor gefälschten Bewertungen zu schützen.

Das soll künftig auf EU-Ebene geschehen. Plattformen, die Verbraucherbewertungen veröffentlichen, wären dann in der Pflicht: Sie müssten erläutern, wie sie abgegebene Bewertungen kontrollieren, und angemessene Maßnahmen ergreifen, um zu prüfen, ob sie echt sind. Und es sei Unternehmen dann untersagt, selbst Bewertungen abzugeben oder andere hiermit zu beauftragen, erklärt die Sprecherin.

Was vernünftig klingt, hat nur einen Haken: Bis die Richtlinie in Kraft tritt, dauere es inklusive Umsetzungsfrist noch Jahre.
Wer ist der Rezensent?

So oder so: Beim Lesen von Bewertungen im Netz ist Skepsis angebracht. Immerhin scheinen das die Verbraucher größtenteils verinnerlicht zu haben. Darauf lässt zumindest eine Befragung der Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Bayern von 2017 schließen: Nur 2 Prozent der Befragten vertrauten Bewertungen im Netz "voll und ganz", 22 Prozent zumindest "eher". Die Mehrheit der Verbraucher erklärte, eigene Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Große Anbieter wie der weltgrößte Internethändler Amazon prüfen die Bewertungen mit Hilfe von Algorithmen: Wer ist der Rezensent? Hat er weitere Bewertungen bei anderen Produkten abgegeben? Verändert sich der Wortlaut, oder sind es erkennbar immer die gleichen Floskeln?

Zudem lässt der US-Konzern Bewertungen bewerten: Teilweise kommen andere Nutzer den Fake-Bewertern schneller auf die Spur. Mitarbeiter durchforsten die Bewertungen nach Auffälligkeiten. Wer auffliegt, hat ein Problem: "Sanktionen können bis zum Entfernen des Unternehmens vom Portal reichen", erklärt Bitkom-Expertin Weiß.

Doch wie finden Verbraucher heraus, ob sie Bewertungen vertrauen können? Sie können auf bestimmte Punkte achten, wie Tatjana Halm von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt:

Das Bewertungssystem

Handelt es sich um verifizierte Käufe - hat der Bewerter das Produkt also tatsächlich erworben - oder kann jeder seine Meinung abgeben? Und wie kontrollieren die Portale eingehende Bewertungen?

Die Sprache

Formulierungen, die wie Werbung klingen, sehr lange oder ausführliche Rezensionen, aber auch sehr kurze und begeisterte Bewertungen können Fälschungen sein.

Der Name

Hat dieser Rezensent weitere Bewertungen verfasst? Auffällig kann sein, wenn er sie für sehr unterschiedliche Produkte, etwa Nähgarn und Spielekonsolen, geschrieben hat. Oder für genau die gleichen Produkte, beispielsweise mehrere Drucker. Bewertet jemand Dienstleistungen an weit voneinander entfernten Orten, etwa einen Münchner Arzt und einen Hamburger Friseur, sollte man stutzen.

Die Noten

Durchgehend herausragende Bewertungen für ein Produkt sind unglaubwürdig. Ebenso sind viele Bewertungen in kurzer Zeit ein Alarmsignal. Inhaltlich ist etwa eine positive Aussage über die Haltbarkeit kurze Zeit nach dem Kauf nicht glaubwürdig.

Achtung bei sogenannten Affiliate-Links

Info- oder Testportale setzen Links auf Produkte und verdienen bei jedem Klick mit. Es lohnt sich, das Produkt auf anderen Shop-Seiten zu suchen.

Auch schlechte Bewertungen lesen

"Um sich ein breiteres Bild des Angebots machen zu können, sollten auch die Negativberichte gesichtet werden", rät Halm.

Und auch wenn sie echt sind, sollte man Nutzer-Bewertungen nicht blind vertrauen, raten Verbraucherschützer. Schließlich sind diese nicht von professionellen Testern verfasst, sondern bestenfalls von interessierten Laien.

Quelle: n-tv.de, Sven-Hendrik Hahn, dpa
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Rücktritt vom Arbeitsvertrag - Darf man vor dem Jobstart kündigen ?

Postby Weltbookadmin47 » 9. Jul 2019 21:40

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Dienstag, 09. Juli 2019
Rücktritt vom Arbeitsvertrag - Darf man vor dem Jobstart kündigen ?
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Eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ist möglich, wird jedoch oft bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen.

(Foto: imago/JuNiArt)
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Manchmal antwortet der favorisierte Arbeitgeber erst dann auf eine Bewerbung, wenn der Arbeitsvertrag bei einem anderen bereits unterschrieben ist. Im neuen Job dann einfach nicht zu erscheinen, sollten sich Bewerber keinesfalls erlauben. Das kann viel Geld kosten.

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ein Bewerber einen Arbeitsvertrag unterzeichnet und dann doch wieder abspringt. Oft hat sich einfach eine "bessere" Möglichkeit ergeben. Manchmal bemerkt der bisherige Chef auch, dass sein Mitarbeiter den Job wechseln will und bietet ihm eine Gehaltserhöhung an.

Doch kann man einfach so von einem unterschriebenen Arbeitsvertrag zurücktreten? Die Antwort ist: ja, allerdings muss dafür eine schriftliche Kündigung seitens des Arbeitnehmers eingereicht werden. Die Kündigungsfrist beträgt meistens vier Wochen zum 15. oder Ende des Monats, im Falle einer Probezeit zwei Wochen.

Eine Kündigung vor Arbeitsbeginn ist möglich, jedoch wird dies oft bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen. Dann darf die Kündigung erst mit der Aufnahme der Tätigkeit eingereicht werden. Manchmal schreibt der Arbeitgeber auch eine Vertragsstrafe in den Arbeitsvertrag, die in der Regel in Höhe des Bruttogehalts ausfällt. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, muss der Bewerber bei der Arbeit erscheinen. Bei sehr schlechter Leistung oder bei Nichterscheinen macht er sich schadensersatzpflichtig.

Eine Möglichkeit, die Kündigungsfrist zu umgehen, ist der sogenannte Aufhebungsvertrag. Hier kann der Arbeitgeber den Mitarbeiter vorzeitig aus dem Arbeitsverhältnis entlassen. Die Verhandlung wird in der Regel positiv ausgehen, da Arbeitgeber kaum an unmotivierten Mitarbeitern interessiert sind.

Quelle: n-tv.de, imi
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Re: HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche

Postby dianaa » 9. Jul 2019 22:53

Und diese Befürchtung ist, so wie es seit Montag aussieht, absolut gerechtfertigt. Denn gerade hat der amerikanische Pharmakonzern Pfizer die Übernahme seines irischen Konkurrenten Allergan für 160 Milliarden Dollar angekündigt. Pfizer wird im Zuge dieses Deals seinen Sitz nach Irland verlegen.
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Entschädigung bei Verspätung - Wenn die Airline Kunden abwimmelt

Postby Weltbookadmin47 » 12. Jul 2019 22:29

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Freitag, 12. Juli 2019
Entschädigung bei Verspätung - Wenn die Airline Kunden abwimmelt
Reisende erhalten nur dann eine Entschädigung für eine erhebliche Flugverspätung, wenn sie auch mit der verspäteten Maschine geflogen sind. Foto: Boris Roessler

Reisende erhalten nur dann eine Entschädigung für eine erhebliche Flugverspätung, wenn sie auch mit der verspäteten Maschine geflogen sind.

(Foto: dpa)
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Auch in diesem Sommer werden sich viele Flüge verspäten. Passagiere haben dann oft Anspruch auf Entschädigung. Doch was tun, wenn die Fluggesellschaft trotzdem abwinkt?

Urlaub in den Sommerferien heißt für viele leider auch: lange Warteschlangen und Stress am Flughafen. In dieser Saison wird an deutschen Airports wieder mit etlichen Verspätungen gerechnet. Flughäfen wie Berlin-Tegel sind überlastet.
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Ratgeber 06.03.19
Anwalt, Webportal oder Schlichtungsstelle? So kommen Reisende an ihre Entschädigung

Besonders ärgerlich für Urlauber: Nicht selten stünde Passagieren bei Annullierungen und langen Verzögerungen eine Entschädigung zu - doch einige Airlines wehren berechtigte Ansprüche nach wie vor ab, berichten Verbraucherschützer und Dienstleister, die gegen eine Provision die Rechte von Fluggästen durchsetzen.

Das ist ein anhaltendes Problem, wie die häufigen Vermittlungsversuche durch die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) zeigen. Die Zahl der Schlichtungsanträge sei im ersten Halbjahr 2019 weiter gestiegen, sagt SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe. "Aber wir haben doch die Hoffnung, dass für die Reisenden der Sommer nicht so schlimm wird wie im letzten Jahr."

Die Verbraucherrechte sind eigentlich eindeutig: Beim Ausfall eines Fluges oder einer Verspätung von mehr als drei Stunden steht Reisenden nach EU-Recht eine Entschädigung zu - je nach Flugdistanz 250, 400 oder 600 Euro. Eine wichtige Bedingung: Die Annullierung oder Verzögerung darf nicht auf einen sogenannten außergewöhnlichen Umstand zurückgehen. Dieser befreit von der Zahlungspflicht.
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Ratgeber 21.06.18
Ansprüche durchsetzen Was tun bei Flugverspätungen?

Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg rät, zunächst die Fluggesellschaft anzuschreiben und die Ansprüche geltend zu machen - am besten per Einwurfbrief, den man verfolgen kann. "Wichtig ist, der Airline immer eine Frist zu setzen", erklärt die Juristin. Entschädigungsansprüche verjähren erst nach drei Jahren, aber am besten werden Betroffene schnell aktiv.

Fischer-Volk rät, noch am Flughafen zum Beispiel die Ankunftstafel als Beweis für eine Verspätung zu fotografieren - vor allem spät am Abend oder nachts, wenn möglicherweise kein Mitarbeiter der Fluggesellschaft mehr greifbar ist. Auch die Namen und Kontaktdaten von Mitreisenden sollten Urlauber notieren.

Doch nach den Erfahrungen der Fluggastrecht-Portale wiegeln die Airlines trotzdem immer wieder ab. "Man bekommt meist keine Antwort, weil die Airline grundsätzlich nicht reagieren will oder das zeitlich nicht schafft", berichtet Prof. Ronald Schmid, Jurist und Sprecher des Portals Fairplane.
Fadenscheinige Ausreden

Oft berufen sich die Airlines auf außergewöhnliche Umstände. Sie argumentierten zum Beispiel mit schlechtem Wetter, "weil sich das schwer überprüfen lässt", sagt Schmid. "Dabei kommt es aber schon darauf an, ob ein Gewitter zum Beispiel genau in der Einflugschneise des Flugzeuges lag oder nicht." Oder das schlechte Wetter betraf lediglich den Vorflug und nicht den dadurch später verspäteten Flug. "Beliebt ist auch die Ausrede, es habe ein technisches Problem gegeben - als ob das von der Ausgleichszahlung befreien würde", nennt der Experte ein weiteres Beispiel.

"Wer sich im Fluggastrecht nicht auskennt, denkt vielleicht: "Das kann ja mal passieren"", sagt Alexander Weishaupt vom Portal Flightright. Dabei reiche es nicht aus, auf schlechtes Wetter zu verweisen. Die EU-Fluggastrechte-Verordnung sieht vor, dass Airlines alle zumutbaren Maßnahmen ergreifen müssen, um die Folgen des außergewöhnlichen Umstands abzumildern. Ein häufiger Streitpunkt.

Wenn die Fluggesellschaft nicht reagiert, können sich Reisende an eine Schlichtungsstelle wie die SÖP wenden. Oder an eines der Entschädigungsportale - "aber da zahlt man natürlich etwas", sagt Fischer-Volk. Die Portale gehen bis vor Gericht und übernehmen auch das Kostenrisiko, das viele Passagiere sonst abschreckt.

Airlines wie Ryanair sehen die Portale kritisch: Verbraucher sollten Ansprüche besser direkt bei der Fluggesellschaft einfordern, so Ryanair. Denn gültige Forderungen würden viel schneller und in voller Höhe bezahlt, ohne die Gebühr der Fluggastportale.
Betreuung muss immer sein

Nicht nur mit der Zahlungsmoral der Fluggesellschaften ist es nicht immer zum Besten bestellt. "An der Betreuung der Fluggäste hapert es oft", sagt Weishaupt. "Wenn Fluggäste stranden, sind Airlines verpflichtet, für eine Übernachtung zu sorgen." Das passiere aber nicht in jedem Fall. Dabei ist es egal, ob die Fluggesellschaft für eine Verspätung oder Annullierung verantwortlich ist. Nach EU-Recht muss sie ihre Passagiere stets betreuen. Das gilt zum Beispiel bei einem Streik der Flugbegleiter.

"Vielen Fluggästen ist nicht bewusst, dass sie bei Verspätungen ein Recht auf Verpflegung haben", sagt Weishaupt. Bei kurzen Flügen, etwa von Frankfurt nach Mallorca, gilt das ab zwei Stunden Wartezeit. "Vor allem die günstigen Fluggesellschaften ignorieren das oft."
Wer besonders negativ auffällt

Ohnehin gibt es Unterschiede zwischen den Airlines. "Lufthansa ist relativ einsichtig, zumindest in Fällen, in denen man sich eigentlich nicht streiten kann", berichtet Schmid. "Wir stellen leider fest, dass die Zahlungsmoral zum Beispiel bei Eurowings, Condor, Vueling, Tuifly und Ryanair schon mal besser war." Seit 2017 nehme die Zahl der außergerichtlichen Beilegungen von Streitfällen beständig ab.

Ryanair ist laut den Portalen besonders verbraucherfeindlich: "Die Airline verweigert weiterhin sehr hartnäckig die Zahlung der berechtigten Ansprüche von Passagieren", sagt Schmid.

Weishaupt von Flightright bestätigt diesen Eindruck: "Wir haben sehr viele Ryanair-Fälle und gehen tausendfach vor Gericht, um das Recht der Geschädigten durchzusetzen." Als schwarze Schafe, die sich wenig kooperativ zeigen, nennt das Portal unter anderem Ryanair, Vueling, Iberia, Turkish Airlines und Aeroflot - und in Teilen auch Easyjet. "In der direkten Kommunikation passiert da nichts", sagt Weishaupt. Man müsse fast immer mit Klage drohen oder vor Gericht gehen.

Ryanair weist die Kritik zurück und teilt mit, man verfüge über ein "faires, schnelles und transparentes Entschädigungssystem für Kundenforderungen".
Fluggesellschaften wollen keine Grundsatzurteile

Ein weiteres Ärgernis aus Sicht der Portale: "Wenn wir vor Gericht gehen, werden Ansprüche oft kurz vor einem Urteil anerkannt", berichtet Weishaupt. Auf diese Weise wollten die Fluggesellschaften Grundsatzurteile vermeiden - die sie am Ende mehr kosten könnten. "In rechtlich schwierigen Fällen die Entschädigung im Einzelfall zu zahlen, gehört zur Taktik mancher Airlines."

Ein Beispiel: Im Sommer 2018 hatten Piloten und Flugbegleiter bei Ryanair gestreikt. Flightright hat nach eigenen Angaben die Ansprüche von mehreren Hundert Betroffenen erfolgreich vor dem Landgericht Hamburg durchgesetzt, wie das Portal im Mai mitteilte. Nach Ansicht von Flightright wollte Ryanair damit vermeiden, dass die Hamburger Richter die Frage zur Klärung an den EuGH geben.

Quelle: n-tv.de, Philipp Laage, dpa
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Ökonomen-Barometer - Jobabbau weckt Rezessionsgespenster

Postby Weltbookadmin47 » 13. Jul 2019 14:12

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Samstag, 13. Juli 2019
Ökonomen-Barometer - Jobabbau weckt Rezessionsgespenster
Von Sonja Funke
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Wie lässt sich die großangelegte Entlassungswelle deuten?

(Foto: picture alliance/dpa)
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Viele Ökonomen blicken skeptisch auf die Konjunktur: Die Entlassungswelle in Großkonzernen deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten zurückfallen könnte.

Mit Zuversicht tun sich führende deutsche Volkswirte derzeit schwer: Trotz verbesserter Kennziffern deutet das Ökonomen-Barometer von "Euro am Sonntag" und n-tv auf Sicht von zwölf Monaten weiter auf eine mögliche Rezession hin.
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Das Ökonomen-Barometer von "Euro am Sonntag" und n-tv auf Sicht von zwölf Monaten.

Obwohl das Barometer die Verluste des Vormonats im Juli nahezu wettmacht, sind die Experten in Sachen Wirtschaftsentwicklung eher pessimistisch gestimmt. Immerhin: Die Bewertung der aktuellen Lage steigt um 4,3 Prozent auf 52,1 Punkte und erreicht damit fast wieder das Niveau von Mai.

Seit Februar zeichnet sich damit nahezu eine Seitwärtsbewegung von Stand und Prognose ab. Die Bewertung der aktuellen Situation liegt weiter über der 50-Punkte-Linie, die ein Nullwachstum anzeigt. Anders ist das bei der Prognose: Diese ist seit Juni zwar um 7,9 Prozent gestiegen, liegt mit 45,9 Punkten aber weiter unter der 50-Punkte- Linie und deutet damit auf Sicht von zwölf Monaten in Richtung einer möglichen Rezession. "Die Lage wird leider derzeit immer düsterer", sagt Ulrich van Suntum, Professor der Universität Münster. Er ist damit derselben Ansicht wie Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, der sagt: "Der Ausblick hat sich verschlechtert."

Und das, obwohl die jüngsten Negativ-Nachrichten von BASF und anderen Firmen zum Zeitpunkt der Umfrage noch gar nicht publiziert waren. Der Chemieriese etwa rechnet für 2019 mit einem herben Ergebniseinbruch - das Umfeld ist rauer, als der Konzern es erwartet hatte. Krones, der weltgrößte Hersteller von Abfüllanlagen, strich seine Gewinnprognose um die Hälfte zusammen und kündigte einen Einstellungsstopp an.
"Sollte wieder aufwärts gehen"
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Wirtschaft 09.07.19
Rotstift bei den Dax-Konzernen Ziehen dunkle Wolken über dem Industriestandort Deutschland auf?

"Die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe hält länger an als bislang erwartet und dürfte auf andere Sektoren überspringen", sagt der Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, Cyrus de la Rubia. Hinzu komme ein relativ wahrscheinlich gewordener harter Brexit, der die deutsche Exportwirtschaft zusätzlich belasten würde.

Etwas zuversichtlicher klingt indes Bantleon-Chefvolkswirt Daniel Hartmann: "Das zweite Quartal wird deutlich schlechter ausfallen als das erste Quartal, danach sollte es aber wieder aufwärts gehen."

Ob die jüngst gemeldeten Entlassungen bei Dax-Konzernen wie Deutsche Bank, Bayer und Daimler tatsächlich ein angemessener Indikator für die allgemeine Beschäftigungsentwicklung in Deutschland sind, sehen die befragten Volkswirte unterschiedlich.

Wirtschaft 02.07.19
"Unsicherheit an allen Stellen" Schlüsselindustrien kämpfen mit lahmender Konjunktur

Knapp die Hälfte der befragten Ökonomen hält sie für eine mögliche Richtungsentscheidung. "Deutschland läuft Gefahr, in eine Rezession zu laufen. Es sind nicht nur Großkonzerne, die Personal abbauen, auch kleinere Betriebe werden ihre Personalplanung reduzieren", meint VP-Bank-Experte Gitzel. Friedrich Heinemann, Professor am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim meint: "Dem Jobabbau in der Industrie steht ein weiterer Jobaufbau im Bau und in weiten Teilen des Dienstleistungssektors gegenüber."

Die andere Hälfte der Befragten sieht die Entlassungswelle der Dax-Konzerne indes nicht als Vorboten der Arbeitsmarktentwicklung im Jahr 2019 insgesamt. "Die Konzerne sorgen für Schlagzeilen, aber beschäftigungspolitisch entscheidend ist, wie die mittelständischen Unternehmen die künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung einschätzen", sagt etwa Juergen B. Donges, Emeritus der Universität Köln.

Quelle: n-tv.de
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Raus aus dem stillen Kämmerlein - Ein Leitfaden für Gründer

Postby Weltbookadmin47 » 14. Jul 2019 21:38

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Raus aus dem stillen Kämmerlein - Ein Leitfaden für Gründer
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Erfolg will geplant sein.

(Foto: imago/Westend61)
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Freiheit, Selbstbestimmung oder das große Geld: 2017 sagten laut Institut für Mittelstandsforschung deutschlandweit 381.000 Menschen Ja zur Selbstständigkeit. Doch wie gründet man eigentlich ein Unternehmen und worauf muss man dabei achten?

Das kleine Café in einer schnuckeligen Seitengasse, das eigene Produkt im Supermarktregal oder der Terminkalender, der vor Kundenanfragen überquillt - es sind Ziele und Träume wie diese, die Menschen dazu bewegen, ein Unternehmen zu gründen. Doch Erfolg will geplant, Stolpersteine und Fallstricke wollen mitgedacht sein. Diese Tipps helfen dabei:

1. Die Idee

Mit ihr beginnt meist das Abenteuer Unternehmensgründung - die Geschäftsidee ist das Herzstück eines Unternehmens. Die einen wollen ein innovatives Produkt auf den Markt bringen, andere möchten ihr Arbeitsleben mit einem erlernten Handwerk selbst gestalten oder mit einer Unternehmensnachfolge neuen Schwung in den Familienbetrieb bringen. All diese Ideen sollten auch kommuniziert werden. "Die Erfahrung zeigt, dass man die besten Ideen haben kann. Wenn man damit nur in seinem Kämmerlein bleibt, wird man aber oft betriebsblind", sagt Lars Mölbitz, Gründungsberater bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin.

Christine Benecke vom Gründungsnetzwerk Region Lüneburg, einer Initiative des Wirtschaftsforums Lüneburg, berichtet: "Viele fragen ihren Freundes- und Bekanntenkreis, und die finden die Geschäftsidee toll. Aber sie sind nicht die Zielgruppe. Manchmal bin ich die Erste, die als Fremde auf die Idee schaut und fragt: "Sind Sie sich sicher"?"

Abhängig davon, wie neu eine Geschäftsidee ist, müssen Gründer gegebenenfalls darauf achten, wem und wann sie ihre Pläne offenlegen, gibt die Expertin zu bedenken: "Vielleicht brauchen Sie vorab die Anmeldung eines Marken- oder eines Patentschutzes."

2. Beratung und Information

Eine Gründung ist immer individuell. Umso wichtiger ist es, sich gut auf die neue Aufgabe vorzubereiten. Helfen können dabei Beratungsstellen oder Gründungsnetzwerke. Genehmigungen, Zulassungen und Co. - angehende Gründer sollten bereits jetzt klären, was für ihre Selbstständigkeit wichtig ist. "Ich glaube, es ist gut und hilfreich, sich einen Lotsen zu suchen, der einem durch die unbekannten Gewässer hilft", sagt Carsten Wille vom Gründungs-Service der Leuphana Universität Lüneburg. Beratungsresistenz und fehlende Kommunikation seien die häufigste Ursache des Scheiterns für Unternehmensgründungen, vermutet er.

Lars Mölbitz von der IHK Berlin empfiehlt, etwa bei Messen oder während eines Praktikums Branchenkenntnisse zu sammeln. Auch kaufmännisches Wissen sei unerlässlich. Zur Weiterbildung eignen sich Seminare und Workshops.

3. Der Businessplan

Er bereitet vielen Gründern Bauchschmerzen und gehört doch dazu: der Businessplan. Er ist Grundlage für jede finanzielle Unterstützung, die Gründer beantragen wollen. "Aber er ist auch wichtig, um sich das erste Mal ganz intensiv mit der Geschäftsidee zu beschäftigen", sagt Mölbitz. Im Businessplan werden alle Überlegungen zum eigenen Unternehmen konkret auf Papier gebracht.

Was sind meine Ziele? Wie viel muss ich erwirtschaften, um von meinem Unternehmen leben zu können? Wer ist meine Konkurrenz? Diese und viele weitere Fragen gilt es jetzt so genau wie möglich zu beantworten. "Es ist wichtig, zu schauen, wo Probleme auftauchen könnten und wo ich vielleicht noch Nachholbedarf habe", so Mölbitz.

4. Finanzierung

Arbeitsmaterial, Büroräume, Personal oder Marketing: Eine Unternehmensgründung kostet fast immer Geld. Gründer können auf verschiedene Finanzierungsmodelle zurückgreifen, wenn sie die Kosten nicht aus eigener Tasche stemmen können oder wollen. Wer beispielsweise aus der Arbeitslosigkeit heraus gründet und Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, kann sich auf einen Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit bewerben. Banken, Sparkassen und andere Kreditinstitute bieten Kredite an. Aber auch von Bund und Ländern gibt es unterschiedliche Förderprogramme oder Darlehen.

Eine weitere Möglichkeit: Crowdfunding. "Man bittet die Onlinecommunity um Unterstützung des Gründungsvorhabens. Dafür bekommen die Unterstützer meist vorab eine Kleinigkeit, etwa eine Produktprobe. Das kann auch ein gutes Marketing-Tool sein", erklärt Benecke. Vor allem für hochinnovative Geschäftsmodelle interessant: einen sogenannten Business Angel als Privatinvestor von der eigenen Idee begeistern und ihn als Gesellschafter ins Gründerteam aufnehmen.

5. Gründen

Endlich ist es so weit: Das Unternehmen steht in den Startlöchern. Spätestens jetzt sollten sich angehende Unternehmer um alle Formalien kümmern, die in Deutschland auf dem Weg in die Selbstständigkeit einzuhalten sind. Abhängig vom Unternehmen müssen gegebenenfalls Zulassungen und Genehmigungen, etwa von der Handwerkskammer oder Berufsverbänden, eingeholt werden. "Und man muss immer daran denken, das Gewerbe auch anzumelden, das wird gerade bei Kapitalgesellschaften gerne mal vergessen", sagt Lars Mölbitz. Dann drohen Bußgelder und Nachzahlungen, die so manchen Neuunternehmer in finanzielle Schwierigkeiten bringen können.

Quelle: n-tv.de, Anke Dankers, dpa
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Wie gefährlich ist Libra ? - Die Datenkrake greift nach Dollar und Euro

Postby Weltbookadmin47 » 17. Jul 2019 09:48

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Wie gefährlich ist Libra ? - Die Datenkrake greift nach Dollar und Euro
Von Diana Dittmer
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Facebook hat das Libra-Konzept vorangetrieben und die erste Phase der Entwicklung finanziert. Verantwortlich wird aber ein eigenes Konsortium sein.

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Der Social-Media-Gigant Facebook mit zwei Milliarden Nutzern will die Geldmacht an sich reißen: Seine Digitalwährung Libra soll Dollar und Euro Konkurrenz machen. Bei Politikern und Aufsehern schrillen weltweit die Alarmglocken.

"Sei schnell und breche mit etablierten Dingen" ("Move fast and break things"), lautet ein altes Facebook-Motto. Es sollte auch für die eigene Digitalwährung Libra gelten, die 2020 an den Start gehen sollte. Wegen wachsender Kritik drückt Facebook nun allerdings auf die Bremse. Die Tatsache, dass ein Tech-Gigant Krypto-Pläne vorantreibt, hat Regierungen und Finanzaufseher aus dem Krypto-Dornröschenschlaf aufgeweckt. Rund um den Erdball machen sie Front gegen die Cybergeld-Pläne des Internetriesen.
*Datenschutz

Prominentester Kritiker ist kein Geringerer als US-Präsident Donald Trump. Er sei "kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen", stellte er vergangene Woche via Twitter klar. Es handele sich nicht um Geld, sondern um "dünne Luft". Unregulierte Krypto-Anlagen könnten illegale Machenschaften wie Drogenhandel fördern. Auch Libra werde "wenig Ansehen und Zuverlässigkeit haben", prognostizierte er in einem weiteren Tweet. Die einzig wahre US-Währung sei der Dollar.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg rennt in Washington keine offenen Türen ein. Der Konzern werde "viel Arbeit damit haben", die Regierung davon zu überzeugen, dass die Währung sicher sei, ließ Finanzminister Steven Mnuchin wissen. Facebook sei "weit davon entfernt", von den US-Behörden grünes Licht für Libra zu bekommen. "Sie werden uns mit sehr hohen Standards überzeugen müssen, bevor sie Zugang zum US-Finanzsystem bekommen."

Am Dienstag und Mittwoch beschäftigt sich in Washington der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses mit Libra. Facebook-Manager David Marcus wird Rede und Antwort stehen. Auch beim Treffen der Finanzminister aus den sieben führenden Industriestaaten (G7), die sich am Mittwoch und Donnerstag in Frankreich treffen, stehen die Facebook-Pläne ganz oben auf der Tagesordnung.
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Wirtschaft 16.07.19
"Risiko für Hoheitsgewalt" Regierung soll Facebooks Superwährung verhindern

Auch andere Finanzpolitiker sowie einige Zentralbankchefs haben sich bereits gegen Libra positioniert, darunter Fed-Chef Jerome Powell, der französische Finanzminister Bruno Le Maire und der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney. Aus Deutschland kommt ebenfalls Gegenwind: Das Finanzministerium sieht Libra als Bedrohung für den Euro. "Die Herausgabe einer Währung gehört nicht in die Hände eines Privatunternehmens, denn sie ist ein Kernelement staatlicher Souveränität", sagt Finanzminister Olaf Scholz. Die Bundesregierung solle gemeinsam mit der Bundesbank prüfen, "wie eine Etablierung als echte Alternative zur staatlichen Währung verhindert werden kann", heißt es laut "Bild"-Zeitung in einem internen Arbeitspapier des Ministeriums.
Geldmacht für die Datenkrake?

Genau dieses staatliche Währungsmonopol wollten die Erfinder der ersten Digitalwährung Bitcoin nach der Finanzkrise ausdrücklich infrage stellen. Sie hatten dazu allerdings eine dezentrale Kontrollinstanz im Sinn: die anonyme Blockchain, auf der alle Transaktionen fälschungssicher und transparent gespeichert werden. Ein Geldsystem, das sich quasi selbst kontrolliert und deshalb ohne zentrale Stelle wie eine Notenbank auskommt, die Vertrauen schafft und den Wert der Währung garantiert.

Mit Facebook und Libra drängt sich nun eine neue Frage auf: Sollte diese Geldmacht künftig an intransparente Mega-Konzerne ausgelagert werden? Noch dazu in die Hände eines Konzerns gelegt werden, der sich seit Jahren durch systematische Datenschutzverstöße hervortut? Wie soll die staatliche Kontrolle von Finanzgesetzen in der digitalen Welt dann gewährleistet werden?
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Wirtschaft 12.07.19
Auch Bedenken in Deutschland Trump fordert Regulierung von Facebooks Kryptowährung

Annähernd drei Milliarden Menschen nutzen Facebook und die zum Konzern gehörenden Dienste Whatsapp und Instagram täglich. Facebook könnte jede Finanztransaktion seiner Nutzer einsehen. "Wenn man von Milliarden Kunden Daten bekommt, wofür sie Geld ausgeben, Kredite aufnehmen usw., dann ist die Datenkrake, die wir bis jetzt haben, nur ein kleines Schmusetier", warnt Robert Halver von der Baader-Bank.

Angesichts der geballten Geldmacht, die Facebook mit Libra haben würde, haben US-Demokraten offenbar im Schnellverfahren einen Gesetzentwurf aufgelegt. Großen Tech-Unternehmen soll es demnach untersagt werden, als Finanzinstitutionen aufzutreten ("Keep Big Tech out of Finance Act"), zitiert Reuters aus den Unterlagen.

Facebook sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Das größte soziale Netzwerk der Welt verspricht, die Finanzinformationen seiner Nutzer von anderen Daten getrennt zu halten und auch nicht für Werbung zu nutzen. Die Kryptowährung werde nicht mit den nationalen Währungen der Länder konkurrieren und die Geldpolitik der Zentralbanken nicht beeinträchtigen, verspricht Facebook-Manager Marcus. Zudem wolle man auch nicht die Geldpolitik der Notenbanken beeinflussen. Libra solle als Zahlungsmittel genutzt werden und nicht als Spekulationsobjekt.
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Anders als Bitcoin ist Libra eigentlich gar keine echte Digitalwährung: Das Facebook-Geld soll an einen Korb von etablierten Währungen wie US-Dollar, Euro und Yen gekoppelt und durch kurzfristige Staatsanleihen abgesichert werden. Massive Kursschwankungen wie bei Bitcoin soll es dadurch nicht geben. Auch über den immer wieder kritisierten Stromverbrauch bei der Schaffung von Kryptowährungen auf der Blockchain hat sich Zuckerberg anscheinend Gedanken gemacht: Libra benutzt ein anderes Blockchain-System mit verteilten Speicherketten ("Distributed Ledger Technology"). Damit verbraucht Libra viel weniger Energie.

Um seine Kritiker zu besänftigen, drückt Facebook nun auf die Bremse: "Wir wissen, dass wir uns die Zeit nehmen müssen, das richtig zu machen", ließ der für Libra zuständige Facebook-Manager Marcus kurz vor seiner Kongressanhörung wissen. Facebook werde seine Währung nicht einführen, bis alle Genehmigungen eingeholt und alle regulatorischen Bedenken ausgeräumt seien.
"Cyberpunk-Albtraum" für die Finanzwelt
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Wirtschaft 01.07.19
Facebooks neue globale Währung Libra soll Bitcoin übertrumpfen und Geld ersetzen

Davon gibt es noch jede Menge. Denn Kritiker fürchten nicht nur die Macht der Datenkrake, sondern auch um die Sicherheit des neuen Cyber-Gelds. Libra würde wie Bitcoin, Tether und Dash in einer unkontrollierten Parallelwelt existieren. Keine Zentralbank, kein Staat überwacht die Digitalwährungen bislang. Zwar liegt dies einerseits im Sinne der Erfinder. Andererseits biete es aber auch den perfekten Tummelplatz für kriminelle Geldgeschäfte.

Zuckerberg selbst will mit Libra angeblich in erster Linie das Senden von Geld einfacher, günstiger und schneller machen. Zielgruppe sind Menschen mit internetfähigem Smartphone, aber ohne Zugang zu Banken. Migranten sind bisher auf Dienste wie Western Union angewiesen, die für Geldsendungen hohe Gebühren verlangen. Das sogenannte Remittance-Geschäft ist ein Milliardenmarkt. Laut Weltbank stiegen die Zahlungen in Entwicklungs- und Schwellenländer im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf ein Rekordniveau von 520 Milliarden Dollar. 2019 sollen sie weiter steigen.
Libra eine "Facebook-Währung"?

Facebook hat das Libra-Konzept vorangetrieben und die erste Phase der Entwicklungsarbeiten finanziert. Verantwortlich für Libra wird aber eigenes Konsortium sein, die Libra Association. Dem Verein gehören 28 Unternehmen aus der Tech- und Finanzbranche an, darunter Uber, Paypal, Visa, Masterdard, Vodafone und Spotify. Mit dabei sind aber auch gemeinnützige Unternehmen wie Kiva. Die Organisation aus den USA organisiert die Vergabe von Mikrokrediten in Entwicklungsländern.

Auch traditionelle Geldhäuser müssen fürchten, dass Facebooks Libra zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für sie wird. "Der Sprung von Facebook in die Welt der Kryptowährungen ist ein weiterer Sargnagel für die klassischen Banken", sagt Nigel Green, Chef der Investmentgesellschaft DeVere. Er könnte "sehr schnell zu einer breiteren Akzeptanz von Kryptowährungen führen". Der bekannte Krypto-Blogger Daniel Jeffries wird noch deutlicher: Er nennt Libra einen "Cyberpunk-Albtraum", der die etablierte Finanzwelt auslöschen könnte.

Inwieweit Facebook mit Libra Erfolg haben werde, hänge jetzt vor allem von Politikern und Finanzregulierern ab, sagt Bankprofessor Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim. Bislang haben es die Behörden nicht geschafft, Regeln für den Kryptomarkt zu schaffen. Seit der Libra-Ankündigung rufen sie jedoch fast täglich nach einer umfassenden Regulierung. Die Akzeptanz für Digitalgeld wächst. Doch die Rahmenbedingungen in der Offline-Welt hinken hinterher. Facebook scheint den Regulierungsprozess zu beschleunigen.

Quelle: n-tv.de
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Ziel: Zinserhöhung rauszögern - EZB überprüft offenbar ihr Inflationsziel

Postby Weltbookadmin47 » 19. Jul 2019 09:47

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Ziel: Zinserhöhung rauszögern - EZB überprüft offenbar ihr Inflationsziel
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Wird die EZB beim Inflationsziel flexibler?

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Seit Jahren verfehlt die Europäische Zentralbank ihr Inflationsziel von zwei Prozent. Nun analysieren Experten der Notenbank, ob mehr Flexibilität angesagt ist. Auch die US-Notenbank führt diese Debatte.

Die Europäische Zentralbank analysiert offenbar, ob sie ihr Inflationsziel überarbeitet. Der wissenschaftliche Stab habe informell mit der Analyse begonnen, ob die aktuelle Marke noch angemessen sei, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf mit dem Thema befasste Beamte. Derzeit strebt EZB als Idealwert für die Wirtschaft eine Teuerung von knapp zwei Prozent an, verfehlt diese Marke aber bereits seit Frühjahr 2013. Im Juni lag sie lediglich bei 1,2 Prozent. Die EZB wollte den Bericht nicht kommentieren.

Es gehe unter anderem um die Frage, ob das derzeitige Preisziel für die Zeit nach der Krise noch angemessen ist, heißt es. EZB-Präsident Mario Draghi bevorzuge einen "symmetrischen Ansatz". Dabei hätte die Notenbank einen größeren Spielraum und könnte über einen längeren Zeitraum eine Abweichung vom Zielwert von zwei Prozent nach oben oder unten akzeptieren.

Sollte nach einer längeren Schwächephase die Inflation wieder anziehen, könnten die Leitzinsen so dennoch weiter niedrig bleiben, um das Wirtschaftswachstum abzusichern. Höhere Zinsen wirken tendenziell preisdämpfend. Sie verteuern Kredite, zudem lohnt sich Sparen mehr. Das heißt: Unternehmen investieren weniger, Verbraucher konsumieren weniger - die Konjunktur wird abgebremst. "Der flexiblere Ansatz würde bedeuten, dass es nicht automatisch zu Zinserhöhungen käme, wenn wir bei zwei Prozent angelangt sind", sagte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.
"Mehr Flexibilität wäre vernünftig"

Im Juni hatte sich EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny für ein flexibleres Inflationsziel der Europäischen Zentralbank ausgesprochen. "Ich persönlich glaube, dass es vernünftig wäre, etwas mehr Flexibilität zu haben, wie es etwa die israelische oder die tschechische Notenbank gemacht haben", sagte der österreichische Notenbankchef dem "Handelsblatt".

Die Inflationsentwicklung spielt eine entscheidende Rolle bei der Zinspolitik der EZB. Sie will ihren Leitzins noch bis mindestens in nächste Jahr hinein bei null Prozent halten, um mit billigem Geld Investitionen und Konsum anzuschieben. Das soll die Nachfrage stärken und verhindern, dass sich die Inflationsrate weiter von ihrem Ziel entfernt. Er sei dafür, das Zwei-Prozent-Ziel zu erhalten, sagte Nowotny, "aber mit einem Korridor von 0,5 oder einem Prozent auf oder ab".

Auch die US-Notenbank führt eine Debatte über ihr Inflationsziel. Eine Möglichkeit wäre, dass die Fed in Zukunft das Inflationsziel von knapp zwei Prozent nur im Durchschnitt erreichen möchte. Eine niedrige Inflation in der Vergangenheit würde also bedeuten, dass sie in der Zukunft eine höhere Inflation tolerieren würde, um sozusagen das Defizit auszugleichen.

Quelle: n-tv.de, jga/dpa/rts/DJ
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"Negative Folgen für Betroffene" - BA-Chef kritisiert Berliner Grundeinko

Postby Weltbookadmin47 » 21. Jul 2019 10:46

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"Negative Folgen für Betroffene" - BA-Chef kritisiert Berliner Grundeinkommen
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Menschen in öffentlich geförderter Beschäftigung drohe ein "Lock-In-Effekt", warnt Scheele, sie kämen nicht wieder heraus.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Das neue "solidarische Grundeinkommen" in Berlin soll laut Bürgermeister Müller helfen, das Hartz-IV-System zu überwinden. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit glaubt nicht, dass das gelingt. Im Gegenteil: Bei dem Projekt würden alte Fehler wiederholt, warnt Detlef Scheele.

Das am 1. Juli in Berlin gestartete Modell eines sogenannten Solidarischen Grundeinkommens stößt beim Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, auf Vorbehalte. "Ich finde es immer lobenswert, wenn sich jemand um Langzeitarbeitslosigkeit kümmert. Ich finde aber, das solidarische Grundeinkommen ist problematisch", sagte Scheele. Zentraler Kritikpunkt Scheeles ist die Zielgruppe des Projekts: Arbeitslose, die erst seit ein bis zwei Jahren ohne Job sind.
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Politik 21.02.19
Auch andere Bundesländer interessiert Berlin testet Solidarisches Grundeinkommen

Diese Gruppe sollte man nach Scheeles Überzeugung lieber fortbilden oder vermitteln, als sie öffentlich gefördert einzustellen, gab Scheele zu bedenken. "Denn bei öffentlich geförderter Beschäftigung besteht im Prinzip immer die Gefahr des sogenannten Lock-in-Effekts: Man kommt nicht wieder raus", sagte Scheele. "Man kennt das aus den 90er-Jahren. Da sind kurzzeitig Arbeitslose in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gekommen. Das hat negative Folgen für die Betroffenen gehabt."

Ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor solle möglichst nur die "Ultima Ratio" für Menschen sein, die bereits länger, also fünf bis sechs Jahre, arbeitslos seien, sagte Scheele. Dafür habe er sich immer eingesetzt und dafür gebe es jetzt das Teilhabechancengesetz. Das am Jahresanfang gestartete Modell des sozialen Arbeitsmarktes richtet sich an Arbeitslose über 25, die innerhalb von sieben Jahren mindestens sechs Jahre Hartz IV bezogen haben.

Das Berliner Modellprojekt des Solidarischen Grundeinkommens richtet sich hingegen an Menschen, die zwischen einem und drei Jahren arbeitslos sind. Dabei wird Arbeitslosen eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit im gemeinnützigen Bereich finanziert. Sie werden nach Tarif- oder Mindestlohn bezahlt und zum Beispiel als Mobilitätsbegleiter, Hausmeister oder in Pflegeeinrichtungen arbeiten. Die Jobcenter suchen die Teilnehmer aus. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sieht im solidarischen Grundeinkommen für etwa 1000 Betroffene einen Beitrag, das Hartz-IV-System zu überwinden. Der Modellversuch soll zunächst fünf Jahre laufen.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa
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Verdacht auf fahrlässige Tötung - Iberogast bringt Bayer in Bredouille

Postby Weltbookadmin47 » 22. Jul 2019 10:53

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Montag, 22. Juli 2019
Verdacht auf fahrlässige Tötung - Iberogast bringt Bayer in Bredouille
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Wird nicht ausreichend vor der Einnahme von Iberogast gewarnt?

(Foto: imago images / Uwe Steinert)
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Jahrelang weigert sich Bayer, auf mögliche Leberschäden durch die Einnahme von Iberogast hinzuweisen. Dann stirbt eine Frau. Ihr Tod wird mit der Einnahme des Magenmittels in Zusammenhang gebracht. Monate später beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft mit der Materie.

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt einem Zeitungsbericht zufolge im Umfeld des Pharmakonzerns Bayer. Das Verfahren, das mit dem Magenmittel Iberogast zusammenhänge, soll sich noch gegen Unbekannt richten, berichtet das "Handelsblatt". Der Verdacht laute fahrlässige Tötung und Körperverletzung durch mangelnde Warnung vor der Einnahme von Iberogast.
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Bei Bayer war auf Anfrage von Dow Jones Newswire, niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Dem "Handelsblatt" teilte der Konzern mit, von einem Ermittlungsverfahren keine Kenntnis zu haben. Die Staatsanwaltschaft wollte der Zeitung keine Stellungnahme abgeben. Für die Bayer-Aktie bewertet ein Marktteilnehmer die Entwicklung um Iberogast leicht negativ. "Vor allem ist das schlecht für das Sentiment, denn Bayer kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus", sagt ein Händler.

Hintergrund des aktuellen Falls soll der Zeitung zufolge die jahrelange Weigerung des Unternehmens sein, Warnhinweise vor möglichen Leberschäden in die Packungsbeilage und die ärztliche Fachinformation aufzunehmen. Erst als Mitte 2018 der Tod einer Frau an Leberversagen bekannt geworden sei, der mit der Einnahme von Iberogast in Zusammenhang gebracht werde, habe Bayer die Forderung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) umgesetzt.

Inzwischen wird vor dem Schöllkraut, das in dem Produkt enthalten ist, gewarnt: "Bei der Anwendung von Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln sind Fälle von Leberschädigungen (…) bis hin zu arzneimittelbedingter Gelbsucht (…) sowie Fälle von Leberversagen aufgetreten." Patienten, die etwa eine bestehende Lebererkrankungen haben oder andere Arzneimittel einnehmen, die die Leber beeinträchtigen, werden zudem auf das Risiko einer Einnahme hingewiesen. Schwangere, Stillende und Kinder unter drei Jahren sollten Iberogast nicht zu sich nehmen.
115 Meldungen wegen Nebenwirkungen bekannt

Das BfArM habe bereits 2008 von der Herstellerfirma Steigerwald, die später von Bayer übernommen wurde, die Änderung der Warnhinweise verlangt. Steigerwald habe jedoch gegen den Bescheid des BfArM Widerspruch eingelegt, Bayer sei sogar vor Gericht gezogen. Dem "Handelsblatt" zufolge macht Bayer mit dem nicht verschreibungspflichtigen Iberogast einen jährlichen Umsatz von rund 120 Millionen Euro.

Dem BfArM liegen laut "Handelsblatt" seit 2008 mittlerweile 115 Meldungen von unerwünschten Nebenwirkungen vor, die sich auf Beeinträchtigungen der Leber beziehen. Bei den Fällen handele es sich um Verdachtsmeldungen, bei denen ein Ursachenzusammenhang nicht bewiesen sei.

Quelle: n-tv.de, fzö/DJ
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Erwartungen übertroffen - UBS verdient an Firmen und Verbrauchern

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jul 2019 11:31

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Dienstag, 23. Juli 2019
Erwartungen übertroffen - UBS verdient an Firmen und Verbrauchern
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Die Bank hat nach eigenem Bekunden erneut unter komplizierten Marktbedingungen "sehr konkurrenzfähige Renditen" erwirtschaftet.

(Foto: REUTERS)
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Die Vermögensverwaltung bereitet den Schweizern bei der UBS Sorgen. Die Erträge fallen angesichts des weiter angespannten Marktumfeldes geringer aus. Dagegen legt das Kreditgeschäft zu. Am Ende verdient die Bank überraschend viel.

Die Schweizer Bank UBS hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet. Dabei profitierte das Geldhaus von einem starken Asset Management und einem soliden Privat- und Firmenkundengeschäft. Sowohl im Wealth Management als auch im Investmentbanking verdiente die Bank dagegen weniger.
UBS
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Unter dem Strich blieben mit knapp 1,4 Milliarden US-Dollar etwas mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor Steuern belief sich das Ergebnis auf gut 1,8 Milliarden Dollar - ein Plus von drei Prozent. Dagegen fielen die Einnahmen mit 7,5 Milliarden Dollar geringer aus. Allerdings hatten die Analysten mit einem größeren Rückgang gerechnet.

Die Bank habe es geschafft, "auch unter weit schwierigeren Marktbedingungen als im letzten Jahr sehr konkurrenzfähige Renditen zu generieren", sagte Vorstandschef Sergio Ermotti. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTE) lag bei 12,0 Prozent.

In der Sparte Global Wealth Management, welche den größten Teil zum Konzerngewinn beiträgt, verdiente die Bank deutlich weniger als im Vorjahr. Zudem zogen die Kunden Gelder ab. Die Nettomittelabflüsse beliefen sich auf 2 Milliarden Dollar, was laut UBS auf die USA zurückzuführen war, hauptsächlich wegen saisonaler steuerbedingter Abflüsse von 5,1 Milliarden. Im ersten Quartal hatte das Geschäftsfeld noch 22 Milliarden Dollar eingesammelt. Das bereinigte Vorsteuerergebnis der Sparte sank um zwölf Prozent auf 886 Millionen Dollar.
Steigendes Kreditvolumen und niedrigere Kosten

Im Investmentbanking konnte sich die UBS dem schwierigen Umfeld nicht entziehen. Das bereinigte Vorsteuerergebnis brach um fast ein Viertel auf 440 Millionen Dollar ein. Im Beratungsgeschäft meldete die Bank zwar steigende Erträge. Im Aktiengeschäft sanken die Einnahmen jedoch wegen rückläufiger Volumina, Marktvolatilität und Kundenaktivität um neun Prozent.

Besser lief es in der Sparte Personal & Corporate Banking. Hier profitierte die Bank von einem steigenden Kreditvolumen und niedrigeren Kosten. Am Ende kletterte das Ergebnis um elf Prozent. Mehr Gebühreneinnahmen sorgten im Geschäftsfeld Asset Management für einen Ergebnisanstieg um zehn Prozent.

Die UBS setzt darauf, die Auswirkungen der von den Notenbanken signalisierten neuen Stimulierungsmaßnahmen durch das stark diversifizierte Geschäftsmodell zu mindern. Eine verbesserte Anlegerstimmung und höhere Marktvolatilität könnten dazu beitragen, die typische Verlangsamung im dritten Quartal auszugleichen, so die UBS.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ
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Kaum Hoffnung auf Erholung - Ifo-Index auf niedrigstem Stand seit April 20

Postby Weltbookadmin47 » 25. Jul 2019 13:19

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Donnerstag, 25. Juli 2019
Kaum Hoffnung auf Erholung - Ifo-Index auf niedrigstem Stand seit April 2013
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Fachleute schließen in Deutschland eine technische Rezession im Frühjahr und Sommer nicht mehr aus.

(Foto: picture alliance / dpa)
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"Die deutsche Konjunktur befindet sich in schwierigem Fahrwasser", sagt Ifo-Präsident Fuest. Manager bewerten das Geschäftsklima hierzulande immer schlechter. Sorgen bereiten vor allem die exportabhängigen Branchen.

In den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich die Stimmung zu Beginn des zweiten Halbjahrs deutlich eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im Juli auf 95,7 Punkte von 97,5 Zählern, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist der vierte Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers in Folge und der niedrigste Wert seit April 2013.
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Wirtschaft 25.07.19

Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 97,1 Punkte gerechnet. "Die deutsche Konjunktur befindet sich in schwierigem Fahrwasser", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre Geschäftslage schlechter. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate und damit bis ins nächste Jahr hinein werden skeptischer gesehen.

Der exportabhängigen Wirtschaft macht neben dem Ende Oktober anstehenden EU-Austritt Großbritanniens auch der von US-Präsident Donald Trump entfachte Handelsstreit zu schaffen. Daher schwindet zusehends die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung. Fachleute schließen auch eine technische Rezession im Frühjahr und Sommer nicht mehr aus - also zwei Quartale in Folge mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

Für das verarbeitende Gewerbe meldete das Ifo-Institut einen "freien Fall" des Geschäftsklimaindex. Der Lageindex sank deutlich. Ein stärkerer Rückgang wurde zuletzt im Februar 2009 beobachtet. Die Kapazitätsauslastung sank von 85,3 auf 83,9 Prozent und lag nur noch knapp über dem langjährigen Mittelwert.
Bauhauptgewerbe als positive Ausnahme

Auch die Dienstleister waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Bei den Erwartungen waren sie erstmals seit Juli 2009 leicht pessimistisch. Im Handel ist der Index deutlich gesunken. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage spürbar weniger gut. Auch beim Ausblick auf die kommenden Monate zeigten sie sich merklich skeptischer.

Der Rückgang des Geschäftsklimaindikators fiel im Großhandel stärker aus als im Einzelhandel. Das Bauhauptgewerbe ist die positive Ausnahme in diesem Monat: Dort ist der Geschäftsklimaindex gestiegen. Während die Unternehmen die aktuelle Lage etwas weniger gut einschätzten, blickten sie optimistischer auf die kommenden Monate.
Clemens Fuest zum fallenden Ifo-Index "Durch die Wahl von Boris Johnson steigt die Unsicherheit"
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 67554.html
Quelle: n-tv.de, fzö/rts/DJ
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Draghi will alle Register ziehen - Was der EZB-Kurs für Sparer bedeutet

Postby Weltbookadmin47 » 26. Jul 2019 09:35

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Draghi will alle Register ziehen - Was der EZB-Kurs für Sparer bedeutet
Von Diana Dittmer
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Läutet EZB-Chef Mario Draghi die Ära der Strafzinsen ein?

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die Ankündigungen der europäischen Währungshüter sind schlechte Neuigkeiten für Sparerinnen und Sparer: Wegen mauer Konjunkturaussichten und schwacher Inflation will die EZB den geldpolitischen Antikrisen-Kurs weiter ausbauen. Schwund bei Spareinlagen ist programmiert.

Die Europäische Zentralbank hat den Weg für eine fortgesetzte lockere Geldpolitik geebnet. Die Leitzinsen bleiben zwar vorerst konstant - bei null Prozent gibt es da auch keinen großen Spielraum nach unten. Auch die 0,4 Prozent Strafgebühren für Bankengelder, die über Nacht bei der EZB geparkt werden, bleiben unverändert. Doch schon für das nächste Treffen im September kündigte der EZB-Rat weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur an. "Die Schultüte ist gut gefüllt", kommentiert ein Händler. Weil die Wirtschaft in Europa zu schwach und die Inflation zu gering ist, erwägen die Währungshüter alle Register zu ziehen: Möglich sind Zinssenkungen, Anleihenkäufe sowie neue Einlagensätze.
Entgegen allen Beteuerungen: Die ersten Privatleute müssen nun doch beim Sparen draufzahlen.
Wirtschaft 11.08.16
Das Tabu bröckelt Raiffeisenbank verlangt Strafzinsen von Privatkunden

Die Währungshüter signalisieren damit, in Habachtstellung zu sein. Die konjunkturellen Aussichten im Euro-Raum haben sich zuletzt deutlich eingetrübt. Der Ifo-Index, der die Stimmung in der Chefetagen in der deutschen Wirtschaft misst, ist auf den niedrigsten Wert seit April 2013 gesackt. Außerdem verharrt die Inflation mit zuletzt 1,3 Prozent trotz allen billigen Geldes, das die EZB in den vergangenem Jahren in die Wirtschaft der Eurozone gepumpt hat, deutlich unter den von der EZB gewünschten 2,0 Prozent.

Was gut für die Konjunktur und die Aktienmärkte ist, geht spürbar zu Lasten von Sparern und Banken. Die erhoffte Rückkehr der Zinsen ist vom Tisch. Vor allem für die deutschen Sparer ist das eine schlechte Nachricht, weil viele trotz spärlicher Zinsen an ihren Sparbüchern festhalten. Laut Bundesbank steckten Ende 2018 rund 2,5 Billionen Euro in Bankeinlagen oder wurden von Sparern in Form von Bargeld "unterm Kopfkissen" aufbewahrt. Weil die Inflation mit 1,3 Prozent in der Eurozone über den Zinsen liegt - in Deutschland beträgt die Teuersrate 1,6 Prozent - schrumpft die Kaufkraft des Gesparten stetig, das Geld wird immer weniger wert. Die Comdirect Bank schätzt den Wertverlust, den Sparer hierzulande in ersten Halbjahr erlitten haben, auf 15,9 Milliarden Euro.
Kritik der Bankenverbände: Die "falsche Medizin"
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Wirtschaft 30.03.16
Studie zur Geldanlage Deutsche Sparer schichten um

Weiterer Schwund droht durch schärfere Strafgebühren. Die Notenbank hat zwar jetzt noch nicht an den 0,4 Prozent gerüttelt, erwartet worden waren 0,5 Prozent. Damit ist das Thema jedoch nicht vom Tisch. Beobachter rechnen jetzt damit, dass die EZB den Strafzins auf einer der letzten Ratssitzungen unter ihrem Ende Oktober scheidenden Präsidenten Mario Draghi anziehen wird. Um die Banken nicht zu sehr zu belasten, sollen Optionen geprüft werden, ihn möglicherweise je nach Höhe der Einlagen zu staffeln. Banken, die viel Geld horten, werden dann wohl mehr zahlen.

Eine Entlastung für die Geldhäuser ist das nicht unbedingt. Minus 0,4 Prozent Strafzinsen bedeuten nach Berechnungen des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), dass die Institute monatlich mehr als 600 Millionen Euro an Negativzinsen für überschüssige Liquidität an die EZB zahlen müssen. Die deutschen Banken, die traditionell einen Überhang an Kundeneinlagen haben, sind besonders betroffen. Sie tragen nach Angaben des BdB etwa ein Drittel der Belastungen aus dem negativen Einlagenzins im Euroraum.
Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,99

Die Bankenverbände reagieren entsprechend kritisch auf die EZB-Entscheidung. "Ein weiteres Anhalten oder eine Verschärfung der Negativzinsen wird für die Wirtschaft und für jeden in diesem Land deutlich spürbar werden", warnt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis. Die EZB drohe damit, die schädlichen Nebenwirkungen für Sparer, Banken und Unternehmen zu zementieren, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Öffentlicher Banken Deutschlands, Iris Bethge. "Leider verlängert die EZB die Dosis der falschen Medizin."
Es droht ein Domino-Effekt bei Strafzinsen
Commerzbank
Commerzbank 6,47

Sparer müssen fürchten, dass Banken die Gebühren über kurz oder lang durchreichen werden. Kontoführung, Überweisung, Kreditkarte - die Liste, wo traditionelle Banken das Geld der Sparer abgreifen, ist schon jetzt lang. Sogar fürs Abheben und Einzahlen von Geld am Schalter dürfen Banken und Sparkassen grundsätzlich eine Extra-Gebühr kassieren. Im Kampf gegen schwindende Erträge geben einzelne Geldinstitute auch schon die Strafzinsen der EZB an Unternehmen oder große Investoren wie Fonds weiter. Selbst reiche Privatkunden müssen bei Tages- und Festgeldkonten Gebühren zahlen. Das Gros der Privatkunden ist davon zwar bislang verschont geblieben. Aber der Wind könnte sich schnell drehen.

Die Sparkassen in Baden-Württemberg haben Strafzinsen für ihre Kunden ausdrücklich nicht mehr ausgeschlossen. "Wir wollen das nicht. Aber wenn dieses Zinsniveau auf einer langen Achse fortgeschrieben wird, dann wird der betriebswirtschaftliche Druck so groß, dass sich niemand mehr Negativzinsen entziehen kann", sagte der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider kürzlich in Stuttgart. "Wenn einer der relevanten Wettbewerber damit anfängt, dann müssen die anderen nachziehen." Ansonsten würden die Sparkassen mit Einlagen geflutet.

Ähnlich äußerte sich Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing: "Man kann das Zinsumfeld nicht nur mit Kostenreduzierungen auffangen", sagte er dem "Handelsblatt" - kurz nachdem er einen Sanierungsplan inklusive des Abbaus Tausender Stellen angekündigt hatte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Banken, die aktuell ein kostenloses Konto anbieten, dies angesichts der Zinspolitik die nächsten Jahre oder Jahrzehnte durchhalten." Je länger das Zinstief anhält, umso wahrscheinlicher wird es, dass Institute Gebühren erhöhen oder Strafzinsen an einen größeren Kundenkreis weitergeben.

Quelle: n-tv.de
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Montag, 29. Juli 2019 - Der Börsen-Tag

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jul 2019 10:12

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Montag, 29. Juli 2019 - Der Börsen-Tag
Heute mit Wolfram Neidhard
09:49 Uhr
Siemens Healthineers macht Atellica-Problem zur Chefsache
Siemens Healthineers
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Die Probleme mit der Markteinführung der Laborplattform Atellica bei Siemens Healthineers reißen auch nach drei Quartalen nicht ab. Bei den Auslieferungen kommt der Medizintechnikkonzern nicht wie geplant voran, und ein nötiges Software-Update für die Plattform lässt die Kosten dort weiter steigen. Das schlägt bis auf den Konzern durch. Obwohl die beiden anderen Geschäftsbereiche zuletzt profitabler geworden sind, rutscht die Marge des MDax-Unternehmens im dritten Quartal um 80 Basispunkte ab.

Der Mutterkonzern Siemens hat deshalb jetzt die Notbremse gezogen: Ab Oktober soll Healthineers-Vorstandschef Bernd Montag selbst für die Lösung der Probleme geradestehen. Michael Reitermann, bislang Chef der Sparte Diagnostics und Vorstandsmitglied, quittiert Ende September seinen Dienst.
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09:29 Uhr
n-tv Zertifikate Talk: "Short ist Mord"

Die Aktienmärkte sind schon seit einiger Zeit wieder im Aufwind. Und manche Experten erwarten, dass das auch noch so weiter geht. Daniel Saurenz von Feingold Research bringt das auf die Formel „Short ist Mord“ und rät davon ab, jetzt nicht investiert zu sein. Warum er das so sieht, erläutert Daniel Saurenz zusammen mit Metin Simsek von der UBS im Gespräch mit Friedhelm Tilgen.
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n-tv Zertifikate 27.07.19
n-tv Zertifikate Talk "Short ist Mord"

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09:23 Uhr
"Lieferando"-Eigentümer Takeaway schluckt Just Eat

Die Konsolidierung auf dem Markt für Essens-Lieferdienste setzt sich fort. Die niederländische Takeaway.com, die in Deutschland vor allem für die Marke "Lieferando" bekannt ist, will den britischen Konkurrenten Just Eat schlucken. Man sei sich über den Zusammenschluss einig, teilten Takeaway.com und Just Eat mit. Just-Eat-Aktionäre sollen 0,09744 Takeaway-Papiere für ihre Aktien erhalten; sie halten an dem fusionierten Konzern dann rund 52,2 Prozent. Das entspricht einem Börsenwert von fast fünf Milliarden Pfund für Just Eat.

Die Fusionspartner kamen im vergangenen Jahr zusammen auf 360 Millionen Bestellungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro. Sie sehen sich als Marktführer in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und Kanada.
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09:09 Uhr
Dax startet leichter in die Woche
Dax
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Der deutsche Aktienmarkt ist mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax verlor 0,2 Prozent auf 12.392 Punkte. MDax und TecDax gaben um je 0,1 Prozent auf 26.210 beziehungsweise 2950 Zähler nach.

Nach dem Zinsentscheid der EZB rückt wieder die laufende Bilanzsaison in den Mittelpunkt. Aber auch die Zinssitzung der US-Notenbank Fed ist auf dem Radar der Börsianer.
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08:57 Uhr
Quartalsgewinn von Ryanair bricht ein
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(Foto: REUTERS)

Günstige Tickets und teures Kerosin drücken weiter auf den Gewinn des irischen Billigfliegers Ryanair. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs von April bis Ende Juni brach der Gewinn um 21 Prozent im Vorjahresvergleich auf 243 Millionen Euro ein. Die Airline machte die Senkung der Ticketpreise wegen der starken Konkurrenz, gestiegene Kosten für Treibstoff sowie für Personal geltend. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März war der Gewinn im Vorjahresvergleich um 29 Prozent gesunken; unter dem Strich blieb Ryanair 2018/2019 rund eine Milliarde Euro. Im laufenden Jahr peilt Ryanair nach Angaben vom Mai nur noch einen Gewinn von 750 bis 950 Millionen Euro an.

Die Passagierzahlen hingegen nahmen auch im ersten Quartal weiter zu: Sie stiegen um elf Prozent auf 42 Millionen, wie die Airline mitteilte. Der Umsatz kletterte ebenfalls um elf Prozent auf 2,31 Milliarden Euro.
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08:43 Uhr
VW-Nutzfahrzeugtochter wächst kräftig
Traton
Traton 27,00

Gute Zahlen von Traton: Die vor einem Monat an die Börse gegangene Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter ist im ersten Halbjahr kräftig gewachsen. Aufgrund guter Geschäfte mit Lastwagen und Bussen in Europa und Brasilien kletterte der Umsatz um sieben Prozent auf 13,5 Milliarden Euro, wie der Konzern mit den Marken MAN und Scania mitteilte. Den Verkauf eines Firmenteils herausgerechnet, waren es sogar zehn Prozent. Das operative Ergebnis legte um 25 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. Damit stieg die Umsatzrendite auf 7,9 Prozent von 6,8 Prozent vor Jahresfrist.

"Für den Rest des Jahres bleiben wir trotz der sich weiter eintrübenden Wirtschaftsindikatoren zuversichtlich und bekräftigen unsere gesetzten Jahresziele", erklärte Finanzvorstand Christian Schulz.

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08:32 Uhr
Asien-Anleger blicken auf BoJ und Fed
Nikkei
Nikkei 21.616,80

Die anstehenden Beratungen der Bank of Japan (BoJ) und der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik machen Asien-Anleger vorsichtig. Außerdem hatten die USA am Wochenende Hoffnungen auf einen baldigen Durchbruch im Zollstreit mit China gedämpft. Der japanische Nikkei-Index verlor zu Wochenbeginn 0,4 Prozent auf 21.578 Punkte, und die Börse Shanghai büßte 0,2 Prozent auf 2938 Zähler ein.

Die BoJ wird morgen voraussichtlich eine Fortsetzung ihres Programms zur Ankurbelung der Konjunktur bekannt geben. Für den darauffolgenden Tag rechnen Börsianer fest mit einer Zinssenkung der Fed um mindestens einen Viertel Prozentpunkt.
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08:06 Uhr
Euro startet kaum verändert in die Woche
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dpa

Der Euro hat sich wenig bewegt. Er konnte sich damit nach deutlichen Kursverlusten der Vorwoche vorerst stabilisieren. Die Gemeinschaftswährung wird derzeit bei 1,1127 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1138 Dollar festgesetzt.

In der vergangenen Woche hatten Signale der EZB für eine baldige Zinssenkung den Euro belastet. Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit einem eher impulsarmen Handel. Es stehen kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten.
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07:24 Uhr
Ölpreise legen zu
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dpa

Die Ölpreise legten leicht zu. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI kletterte zum US-Settlement um 0,3 Prozent auf 56,20 Dollar, für Brent ging es um 0,2 Prozent auf 63,37 Dollar nach oben. Vor allem die Sorgen um einen Nachfragerückgang standen bei der Entwicklung im Fokus. Daneben sind die Blicke auf die weiteren Entwicklungen im Konflikt mit dem Iran gerichtet. Zudem verzeichneten die aktiven Öl-Förderanlagen nach Aussage von Baker Hughes erneut einen leichten Rückgang - den vierten in Folge.
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06:48 Uhr
Tokioter Börse im Minus

Die Tokioter Börse hat zum Wochenauftakt schwächer tendiert. Am Markt wurde mit Spannung auf die Sitzung der US-Notenbank Fed in dieser Woche gewartet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 21.566 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,5 Prozent und lag bei 1564 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent.
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Zu den Berichten https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boer ... 73659.html
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