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Kurzarbeit kostet 30 Milliarden Scheele: - "Das ist jetzt wohl der Höhepu

Postby Weltbookadmin47 » 25. May 2020 11:03

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Scheele- ... 00890.html
Kurzarbeit kostet 30 Milliarden Scheele: - "Das ist jetzt wohl der Höhepunkt"
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In vielen Industrien wurde Kurzarbeit angemeldet, auch bei den Autobauern.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Dank Kurzarbeit entgehen Millionen Menschen im Land der Arbeitslosigkeit. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Scheele, rechnet mit immensen Kosten für seine Behörde. Immerhin geht er davon aus, dass die Lage nicht mehr schlimmer wird.

Die Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass Deutschland bei den Neuanträgen auf Kurzarbeit das Schlimmste hinter sich hat. "Das ist jetzt wohl der Höhepunkt", sagte BA-Chef Detlef Scheele. "Wir haben längst nicht mehr hunderttausend, zweihunderttausend neue Anzeigen pro Woche." Es seien deutlich weniger.
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Detlef Scheele leitet die BA seit 2017.

(Foto: dpa)

Die Kosten für die im Zuge der Corona-Pandemie gestiegene Kurzarbeit könnten laut Scheele am Ende des Jahres bei mehr als 30 Milliarden Euro liegen. "Der Bund müsste dann aushelfen", sagte Scheele dem Berliner "Tagesspiegel". Ausgezahlt habe die BA bislang aber lediglich 2,5 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld.

Dass die Summe noch vergleichsweise niedrig sei, liege daran, dass viele Unternehmen noch nicht abgerechnet hätten, sagte Scheele. Sorgen, dass das Geld nicht ausreichen könnte, hat Scheele nach eigenen Worten aber nicht: "Für den Fall, dass die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit aufgebraucht werden, wird der Bund einspringen."
Mehr als drei Millionen Arbeitslose erwartet

Er warnte zugleich Unternehmen davor, Kurzarbeit anzumelden und dann doch mehr arbeiten zu lassen. "Wer mehr arbeiten lässt als angegeben, begeht Schwarzarbeit", sagte Scheele. "Wir werden die Schlussabrechnung genau prüfen, werden uns alle eingereichten Dokumente detailliert ansehen und gegebenenfalls nachforschen."

Die BA geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in den nächsten Monaten die Marke von drei Millionen überschreiten dürfte. Scheele erwartet aber zugleich, dass die Zahl nicht dauerhaft so hoch bleiben wird. "Ich gehe davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt mittelfristig wieder erholt und wir auch einen ähnlichen Beschäftigungsstand erreichen wie vor der Krise im März", sagte Scheele. Schneller als erwartet könnten die Unternehmen wieder Fachkräfte suchen. Deswegen rate er Unternehmen dringend dazu, weiter auszubilden.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP
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GfK-Index steigt leicht - Angst um den Job trübt Kauflaune erheblich

Postby Weltbookadmin47 » 26. May 2020 11:56

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Angst-um ... 03967.html

Dienstag, 26. Mai 2020
GfK-Index steigt leicht - Angst um den Job trübt Kauflaune erheblich
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Der Konsum hat wieder etwas zugenommen.

(Foto: imago images/Ralph Peters)
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Nach dem großen Corona-Schock steigt die Kauflaune der Deutschen allmählich wieder etwas an. Zumindest zeigt das GfK-Konsumklima eine positive Tendenz. Vor allem im Vergleich zu anderen Ländern kommt Deutschland bisher mit einem blauen Auge durch die Krise.

Das Konsumklima in Deutschland hat sich nach dem Schock der Corona-Pandemie im Vormonat wieder ganz leicht erholt. Das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK legte den Wert für Juni auf minus 18,9 Punkte fest - 4,2 Punkte mehr als noch im Mai. Dies sei aber noch immer der zweitniedrigste Wert, der jemals für das Konsumklima in Deutschland gemessen wurde, teilte die GfK mit.
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Wirtschaft 26.05.20
Frank Meyer zum GfK-Konsumklima "Aus dem fünften ins vierte Untergeschoss gestiegen"

Bei der Anschaffungsneigung kletterte der Wert im Vergleich zur Prognose von vor einem Monat um zehn Zähler nach oben, auf einen Wert von 5,5. Dennoch ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 45 Punkten zu verzeichnen.

"Die schrittweise Öffnung vieler Geschäfte hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Konsumneigung keine weiteren Einbußen hinnehmen muss und aktuell sogar etwas zulegen kann", sagte der GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. Auch sei Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, das Gesundheitssystem sei nicht an die Kapazitätsgrenzen gelangt. Dennoch sei die Verunsicherung unter den Konsumenten groß. "Sie sehen die deutsche Wirtschaft bei Weitem noch nicht über den Berg und eine schwere Rezession auf sich zukommen", sagte Bürkl.
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Wirtschaft 07.05.20
Bargeldloses Einkaufen boomt Mobile Bezahlsysteme profitieren von Corona-Krise

Auch wenn sich die Einschätzungen zur Konjunktur und auch die Einkommenserwartungen wieder etwas verbessert haben - die Angst vor Jobverlust bleibt groß und dies erweise sich neben den Einkommenseinbußen derzeit als ein wichtiges Konsumhemmnis. "Darauf müssen sich Händler und Hersteller weiterhin einstellen", sagte Bürkl.
Schnelleres Hochfahren als vermutet

Wie schnell sich die Erholung fortsetzen könnte, sei schwer zu sagen. "Es könnte sicher einige Zeit dauern, bis wir wieder das Niveau erreicht haben, das wir vor der Krise hatten", sagte Bürkl. "Die Wirtschaft wird nun schneller wieder hochgefahren, als noch vor einigen Wochen vermutet", sagte der Konsumexperte. "Die Politik unternimmt hier große Anstrengungen in verschiedenen Bereichen." Damit steige auch die Hoffnung der Verbraucher, dass ein Debakel auf dem Arbeitsmarkt verhindert wird.

"Sowohl der Bund als auch die Länder setzen enorme Mengen an finanziellen Mitteln in Form von Hilfen, Krediten und künftig auch Konjunkturprogrammen ein, um die Nachfrage im Inland zu stimulieren", sagte Bürkl. Er sprach sich jedoch gegen eine Abwrackprämie als Kaufanreiz für Autos aus. "Es hat sich gezeigt, dass die spezielle Bevorzugung einer Branche wenig hilfreich ist", sagte Bürkl.

Für den repräsentativen GfK-Konsumklimaindex werden monatlich 2000 Verbraucher befragt. Er basiert auf einer Studie, die von der EU-Kommission in Auftrag gegeben wurde. Das Konsumklima bezieht sich auf alle privaten Konsumausgaben.
Videos
Frank Meyer zum GfK-Konsumklima "Aus dem fünften ins vierte Untergeschoss gestiegen"
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 04171.html

Bargeldloses Einkaufen boomt Mobile Bezahlsysteme profitieren von Corona-Krise
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 64664.html

Quelle: ntv.de, sgu/dpa
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Wiederaufbau nach Corona-Krise - EU-Kommission plant 750-Milliarden-Paket

Postby Weltbookadmin47 » 27. May 2020 13:14

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/EU-Kommi ... 06783.html

Mittwoch, 27. Mai 2020
Wiederaufbau nach Corona-Krise - EU-Kommission plant 750-Milliarden-Paket
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Das EU-Programm wurde von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entworfen.

(Foto: dpa)
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Mit einem kolossalen Wiederaufbauplan will die EU-Kommission die schlimmste Rezession in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg abfedern. Dafür sollen 750 Milliarden Euro mobilisiert werden. Der Entwurf ähnelt dem bereits vorgestellten deutsch-französischen Konzept - übertrifft es aber deutlich.

Die EU-Kommission will 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Der italienische EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni twitterte, es handele sich um einen "europäischen Durchbruch", um eine "beispiellose Krise" zu bewältigen. Insidern zufolge sollen sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Pläne am frühen Nachmittag (13.30 Uhr) bei einer Sondersitzung des EU-Parlaments offiziell vorstellen.

Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über Jahrzehnte gemeinsam getilgt werden. Damit fällt das von Kommissionspräsidentin von der Leyen entworfene Programm noch deutlich größer aus als eine deutsch-französische Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Paket.

Daneben will von der Leyen einen regulären mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2021 bis 2027 im Umfang von rund einer Billion Euro vorschlagen. Mit dem Wiederaufbauplan soll die schlimmste Rezession in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg bewältigt werden.
EU vor massiver Rezession

Wegen des zeitweiligen Stillstands während der Pandemie wird die Wirtschaft in der EU nach einer offiziellen Prognose dieses Jahr um 7,4 Prozent schrumpfen. Einige Länder wie Italien, Spanien und Griechenland sind besonders hart getroffen.

Die EU-Staaten haben bereits ein gemeinsames Sicherheitsnetz mit Kredithilfen von bis zu 540 Milliarden Euro gespannt. Das Programm zur wirtschaftlichen Erholung im Rahmen des Haushaltsplans ist nun der nächste Schritt. Das Neue: Die über Kredite finanzierten Mittel sollen überwiegend als Zuwendungen an die EU-Staaten vergeben werden, die nicht die Empfänger, sondern alle gemeinsam zurückzahlen.

Vorige Woche hatten Deutschland und Frankreich vorgeschlagen, die EU-Kommission solle mithilfe von Garantien der EU-Staaten 500 Milliarden Euro Kredit aufnehmen und als Zuwendungen an Krisenstaaten und -branchen vergeben. Die deutsche Position wird besonders aufmerksam beobachtet, weil die Bundesrepublik die stärkste Volkswirtschaft und der größte Nettozahler der EU ist. Darüber hinaus übernimmt Deutschland zum 1. Juli für sechs Monate den Vorsitz der EU-Länder. Damit kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine besondere Rolle bei der Bewältigung der Krise zu.
Ähnlichkeit zu Merkel-Macron-Plan

Von der Leyens Wiederaufbauplan ähnelt dem deutsch-französischen Konzept. Auch von der Leyen will das Programm mit Krediten finanzieren. Dafür sollen die EU-Staaten mit Beitragszusagen zum Haushalt garantieren. Im Fachjargon: Die Eigenmittelobergrenze soll drastisch erhöht werden. Die Schulden sollen dann über Jahrzehnte aus dem EU-Budget abgestottert werden. Dabei sollen nach dem Willen der EU-Kommission neue eigene Einnahmen für die EU aus Steuern und Abgaben helfen.

Im Gespräch ist eine Ausweitung des Europäischen Emissionshandels sowie eine Digitalsteuer oder eine Plastikabgabe. Dass aus Krediten stammendes Geld als Zuwendung und nicht nur als rückzahlbares Darlehen an Krisenstaaten fließen soll, stößt bei einigen EU-Ländern auf Widerstand. Österreich, die Niederlande, Schweden und Dänemark - die "Sparsamen Vier" - haben gemeinsam Einspruch erhoben.

Quelle: ntv.de, kst/dpa/AFP
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Ökonom warnt vor neuer Autarkie - "Angst vor Globalisierung geht an den Ke

Postby Weltbookadmin47 » 28. May 2020 11:33

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Ökonom warnt vor neuer Autarkie - "Angst vor Globalisierung geht an den Kern"
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Laut Gabriel Felbermayr versetzt das Coronavirus dem Welthandel den entscheidenden Schlag.

(Foto: picture alliance / dpa)
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IfW-Präsident Gabriel Felbermayr geht nicht von einer raschen Erholung nach dem Lockdown aus. Der Hang zur Abschottung werde größer. Deshalb könne Deutschland "nicht darauf vertrauen, sich gesund zu exportieren".

Der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, fürchtet, dass die deutsche Wirtschaft sich nicht so wie nach der letzten Krise erholen wird. Durch frisch aufkeimende Globalisierungsängste und einen verstärkten Hang zur Autarkie und Abschottung könne Deutschland nicht darauf vertrauen, "sich nach der Krise wieder gesund zu exportieren", warnt er in dem Podcast "Die Stunde Null". Das alles gehe "an den Kern des deutschen Geschäftsmodells".
Gabriel Felbermayr spricht bei einem Interview. Foto: Carsten Rehder/Archiv

Der Chef des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr.

(Foto: Carsten Rehder/dpa)

Seiner Ansicht nach gibt es durch die Corona-Krise Tendenzen und Szenarien, dass die Welt sich in regionale Blöcke der Wertschöpfung aufteilt - also Nordamerika, Asien und Europa. Für die deutsche Volkswirtschaft, die rund 45 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung über Exporte erzielt, wäre das ein herber Schlag, so Felbermayr. Außerdem gebe es in der deutschen Politik auch Tendenzen zu neuer Autarkie - so etwa in der Medizintechnik. Man nenne es nur anders, zum Beispiel "technologische Souveränität", so auch in dem gerade vorgestellten Rettungsplan für Europa von Deutschland und Frankreich.

Zum anderen nehmen in der Bevölkerung die Sorgen vor der Globalisierung wieder zu. "Natürlich kann man das alles jetzt auf dem Altar der Seuchenbekämpfung opfern", sagte Felbermayr. Aber das würde teuer für die deutsche Volkswirtschaft, "dann geben wir ein Stück deutschen Wohlstand auf". Die deutschen Unternehmen würden sich auf regionale Wirtschaftsblöcke einstellen und ihre Produktion und Wertschöpfung neu zuschneiden - die deutsche Volkswirtschaft aber würde dadurch verlieren.
*Datenschutz

Hinzu komme, dass durch die Krise die Bedeutung von digitalen Geschäftsmodellen gewachsen seien - und hier finde die Wertschöpfung ohnehin vor allem in den USA statt. Durch beide Trends drohe "ein Zangenangriff auf den deutschen Wohlstand".

Insgesamt erwartet Felbermayr, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Shutdown langsamer in Fahrt kommt. Bis vor kurzem war sein Institut noch von einer schnellen, V-förmigen Erholung ausgegangen. Nun werde es "ein gestrecktes V oder ein U". Die Wirtschaft haben zwar den freien Fall beendet und "einen Boden gefunden". Der Konsum aber springe seit der Öffnung doch zögerlicher an als erwartet. "Die Menschen sind ängstlicher als erwartet."
Mehr zum Thema
Das L, U, V, W der Erholung Das sind die großen Rezessionsszenarien

Warum Gabriel Felbermayr findet, dass wir angesichts immer neuer Rettungspakte in einem "Dickicht von Fördermaßnahmen ersticken" und wie er seine Befürchtungen zum Thema Welthandel begründet: Hören Sie das ganze Interview in dem Podcast "Die Stunde Null" direkt bei Audio Now, bei Apple oder Spotify oder über Google.

Der Corona-Schock hat Deutschland und die ganze Welt in eine tiefe Krise gestürzt. Wie verändert die Krise unser Leben? Und welche Auswege gibt es? Der Podcast "Die Stunde Null - Deutschlands Weg aus der Krise" stellt diese Fragen den Menschen, die durch die Krise steuern: Unternehmern, Wissenschaftlern, Managern, Philosophen und Ökonomen.
Audio https://www.n-tv.de/mediathek/audio/Ang ... 08483.html
Quelle: ntv.de, ddi
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Ärger um Tests in Grünheide - Landkreis leitet Verfahren gegen Tesla ein

Postby Weltbookadmin47 » 29. May 2020 14:15

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Landkrei ... 11204.html
Ärger um Tests in Grünheide - Landkreis leitet Verfahren gegen Tesla ein
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Weil eine umweltrechtliche Genehmigung noch nicht erteilt ist, betreibt Tesla die Bauvorbereitungen in Grünheide auf eigenes Risiko.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Im brandenburgischen Grünheide will Tesla seine erste Fabrik in Deutschland errichten. Doch weil der Autobauer auf dem Grundstück ohne Genehmigung Pfähle in den Boden setzt, gibt es Zoff mit dem Landkreis Oder-Spree. Dieser prüft nun, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik in Grünheide Testpfähle zunächst ohne Erlaubnis in den Boden gesetzt - das hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Der Landkreis Oder-Spree habe ein Verfahren zur Prüfung einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet, sagte Sprecher Mario Behnke in Beeskow. Die zentrale Bußgeldstelle werde das Unternehmen wie üblich zu den Vorwürfen anhören. "Für Tesla gelten insoweit keine anderen Regeln als für jeden Bürger und jedes Unternehmen."
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Wirtschaft 29.12.19
Vorfreude bei Anwohnern Was der Tesla-Fabrikbau in Grünheide bewegt

Tesla hatte mit Belastungstests durch das Setzen von Pfählen auf dem Gelände in Grünheide nahe Berlin begonnen. Die Probebelastung wurde aber zunächst gestoppt, weil die notwendige Zulassung der unteren Wasserbehörde fehlte. Sie liegt nach Angaben des Landkreises inzwischen vor. Der Kreis habe keine Einwände gegen diese Arbeiten erhoben, erklärte der Sprecher.

Tesla will dort von 2021 an rund 500.000 Elektroautos pro Jahr herstellen. Das Projekt stößt bei Naturschützern auf große Kritik. Sie befürchten negative Folgen für die Umwelt. Weil eine umweltrechtliche Genehmigung in Brandenburg noch nicht abgeschlossen ist, betreibt Tesla die Vorbereitungen für den Bau auf eigenes Risiko. Erlaubt wurden bisher die Rodung von rund 90 Hektar Wald, die Einebnung von Boden und erst seit dieser Woche Fundamentarbeiten.

Die AfD-Landtagsfraktion fordert, alle Bauarbeiten für das Tesla-Werk zu stoppen, bis im Rahmen der Bürgerbeteiligung über Einwände entschieden sei. "Beim Fortgang der Arbeiten drohen irreversible Schäden für den Wasser- und Naturschutz sowie für viele Bodendenkmäler", erklärte die Fraktion. Linksfraktionschef Sebastian Walter forderte Tesla auf, die Pläne für die Fabrik offenzulegen. Schon wegen der Bedeutung des Vorhabens dürfe zu keinem Zeitpunkt der Eindruck entstehen, hier werde in Teilen Schwarzbau betrieben.

Die Länder Berlin und Brandenburg hoffen auf große Entwicklungschancen mit der Ansiedelung. Gemeinsam mit dem Kreis Oder-Spree und 13 Städten, Gemeinden und Ämtern unterzeichneten sie heute eine Vereinbarung, um Wohnraum zu schaffen und die Verkehrsanbindung zu klären. Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann von der CDU erklärte: "Die Städte und Gemeinden im Umfeld des Standortes stehen vor der Herausforderung, attraktive Wohnstandorte und eine ausreichende Versorgungsinfrastruktur zu entwickeln." Berlins Senatorin für Stadtentwicklung von der Linken, Katrin Lompscher, sagte, das Vorhaben sei auch für Berlin mit großen Chancen verbunden.
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Vorfreude bei Anwohnern Was der Tesla-Fabrikbau in Grünheide bewegt
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 80348.html
Quelle: ntv.de, jpe/dpa
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Über sieben Millionen Menschen - Zahl der Kurzarbeiter klettert auf Rekord

Postby Weltbookadmin47 » 2. Jun 2020 11:19

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-der ... 18460.html

Dienstag, 02. Juni 2020
Über sieben Millionen Menschen - Zahl der Kurzarbeiter klettert auf Rekordhoch
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Die Corona-Krise zwang viele Gastronomiebetriebe, temporär zu schließen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Während der Corona-Pandemie sind fast fünfmal mehr Menschen in Kurzarbeit als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. 7,3 Millionen Arbeitnehmer beanspruchen im Mai die staatliche Leistung. Denn diese Krise betrifft nahezu alle Wirtschaftszweige, es gibt nur wenige Ausnahmen.

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland dem Ifo-Institut zufolge im Mai auf 7,3 Millionen gestiegen. "Diese Zahl war noch nie so hoch", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. "In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen." Ursprünglich wurden von den Unternehmen sogar 10,1 Millionen Beschäftigte angemeldet. Tatsächlich seien davon 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt worden, ergab die Auswertung einer Umfrage unter Tausenden Unternehmen.
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Wirtschaft 12.05.20
Entlassungswelle in vielen Branchen Ifo-Umfrage: Corona-Krise trifft Arbeitsmarkt hart

"Im Gegensatz zur Finanzkrise, als über 80 Prozent der Kurzarbeiter in der Industrie beschäftigt waren, wird Kurzarbeit in der Corona-Krise über fast alle Wirtschaftszweige hinweg eingesetzt", erklärte das Institut. Allein bei den wirtschaftsnahen Dienstleistern sind demnach 2,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was fast ein Viertel der Beschäftigten ist. In der Industrie zählte das Institut 2,2 Millionen Menschen und damit 31 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit, im Handel 1,3 Millionen und somit 29,7 Prozent der Beschäftigten.

Besonders gering liegt die Zahl im Hoch- und Tiefbau mit 163.000 oder 4,1 Prozent. Für die übrigen Wirtschaftszweige schätzen die Münchner Forscher die Kurzarbeit auf 1,3 Millionen Menschen oder 11,3 Prozent der Beschäftigten. Zurzeit berät die Bundesregierung über weitere Konjunkturhilfen in Milliardenhöhe, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise langfristig zu mindern.
Video: Entlassungswelle in vielen Branchen Ifo-Umfrage: Corona-Krise trifft Arbeitsmarkt hart
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 74324.html
Quelle: ntv.de, mdi/rts
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Corona-Krise im Mai zu spüren - Zahl der Arbeitslosen steigt um 169.000

Postby Weltbookadmin47 » 3. Jun 2020 12:16

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Mittwoch, 03. Juni 2020
Corona-Krise im Mai zu spüren - Zahl der Arbeitslosen steigt um 169.000
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2,8 Millionen Menschen gelten derzeit als arbeitslos.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die Corona-Infektionszahlen entwickeln sich im Mai positiv, doch auf dem Arbeitsmarkt haben die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung einen negativen Effekt. Der Frühjahrsaufschwung bleibt aus. Zehntausende Menschen verlieren ihren Job.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise im Vergleich zum April noch einmal um 169.000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577.000 Personen nach oben.
*Datenschutz

Die Arbeitslosigkeit ging damit im Mai weniger stark nach oben als im April. Damals waren mehr als 300.000 Menschen wegen der Corona-Krise in die Arbeitslosigkeit gegangen. Normalerweise erlebt der Arbeitsmarkt sowohl im April als auch im Mai einen Frühjahrsaufschwung, die Zahl der Arbeitslosen geht um diese Jahreszeit saisonbedingt üblicherweise nach unten.

Im Mai wurde von den Unternehmen für weitere 1,06 Millionen Menschen Kurzarbeit angezeigt, teilte die Arbeitsagentur weiter mit. Diese kommen zu den bereits zuvor getätigten Anzeigen für 10,66 Millionen Menschen hinzu. Die Zahl der tatsächlichen Kurzarbeiter liegt erfahrungsgemäß deutlich darunter, weil Unternehmen die Anzeigen zum Teil vorsorglich vornehmen.

Allerdings nahmen nach Hochrechnungen der Bundesagentur allein im März, dem Monat, in dem der Corona-bedingte Lockdown begann, 2,02 Millionen Menschen Kurzarbeit in Anspruch. Dies ist der höchste jemals gemessene Wert. Der bisherige Rekord stammt aus dem Mai 2009, als in der damaligen Finanzkrise 1,44 Millionen Menschen Kurzarbeit in Anspruch genommen hatten.
Zahl der Erwerbstätigen sinkt

"Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie stark unter Druck", resümierte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. "Die Kurzarbeit hat das Niveau von 2009 deutlich überschritten."

Derweil ist die Zahl der Beschäftigten in Deutschland im April erstmals seit mehr als zehn Jahren gesunken. 44,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland waren erwerbstätig - das ist ein Rückgang von 210.000 oder 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Damit entwickelte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr erstmals seit März 2010 rückläufig", wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vormonat März hatte es noch ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent gegeben.
*Datenschutz

"Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ab der zweiten Märzhälfte haben sich mittlerweile deutlich auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt", betonte das Statistikamt. Wegen der restriktiven Maßnahmen mussten viele Geschäfte, Restaurants und Fabriken schließen. Auch im Vergleich zum Vormonat sank die Erwerbstätigenzahl. Saisonbereinigt - also nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen - nahm sie um 271.000 oder 0,6 Prozent ab.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/rts
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Nachfolger kommt aus Berlin - Lufthansa fliegt aus dem Dax

Postby Weltbookadmin47 » 5. Jun 2020 13:09

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Nachfolger kommt aus Berlin - Lufthansa fliegt aus dem Dax
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Nach dem Kursabsturz in der Corona-Krise verliert die Lufthansa ihren Platz im Dax. Deutschlands größte Fluggesellschaft steigt zum 22. Juni in den MDax der mittelgroßen Werte ab. Der Nachfolger kommt aus der Immobilienbranche.

Als hätte die Lufthansa nicht schon genug Probleme, verliert nun das Dax-Gründungsmitglied auch noch seinen Platz in der ersten deutschen Börsenliga. Vom 22. Juni an wird die Fluggesellschaft im MDax der mittelgroßen Werte gelistet. Das gab die Deutsche Börse am Abend bei der turnusgemäßen Überprüfung ihrer Aktienindizes bekannt. Ersetzt wird die Lufthansa im Deutschen Aktienindex durch den Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.
Lufthansa
Lufthansa 10,78

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind Börsenumsatz (Handelsvolumen) und Börsenwert (Marktkapitalisierung) eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war im Sog der Corona-Krise eingebrochen. Darum muss die Fluggesellschaft nun nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ihren Platz im Dax räumen.
Berlin hat wieder einen Dax-Konzern

Die Bundeshauptstadt bekommt mit dem Aufstieg der Deutschen Wohnen 14 Jahre nach der Schering-Übernahme durch Bayer wieder einen Dax-Konzern. Das Unternehmen ist mit bundesweit 160.000 Wohnungen der zweitgrößte private Vermieter in der Republik. Für diesen Freitag hat Deutsche Wohnen die Aktionäre zur Hauptversammlung geladen. Der größte deutsche Vermieter, die Bochumer Vonovia, ist seit fünf Jahren im Dax.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETFs). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet werden, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat. Die Zugehörigkeit zum Dax ist aber auch eine Frage von Prestige: Gerade für internationale Investoren ist der Leitindex das Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Nächster regulärer Überprüfungstermin für die Zusammensetzung der Aktienindizes der Deutschen Börse ist der 3. September 2020.
Lufthansa-Rettung läuft
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Wirtschaft 02.06.20
Abgabe von Start- und Landerechten Lufthansa schluckt harte EU-Auflagen für Staatshilfen

Mit ihrem Dax-Abstieg ist die Deutsche Lufthansa AG in namhafter Gesellschaft: Im September 2019 musste das Industrie-Urgestein Thyssenkrupp den Top-Börsenindex verlassen, ein Jahr zuvor erwischte es die Commerzbank, die ausgerechnet dem Zahlungsabwickler Wirecard Platz machen musste. Auch Thyssen und die Commerzbank gehörten zum Kreis der 15 Gesellschaften, die seit dem Start des Dax am 1. Juli 1988 bis dahin ohne Unterbrechung in dem Index gelistet waren.

Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht.

Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.
Bilder und Videos
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lufthans ... 25961.html
Quelle: ntv.de, vpe/dpa
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Insolvenz trifft größere Firmen - Pleiten bedrohen Arbeitsplätze

Postby Weltbookadmin47 » 6. Jun 2020 12:56

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Pleiten- ... 27826.html
Insolvenz trifft größere Firmen - Pleiten bedrohen immer mehr Arbeitsplätze
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Die Restaurantkette Vapiano musste in der Corona-Krise bereits Anfang April ihre Segel streichen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Anfangs gehen in der Corona-Krise nur kleinere Betriebe pleite. Nun scheint es immer öfter größere Unternehmen zu treffen - und mit ihnen auch mehr Arbeitsplätze. Das Ausmaß der Pleitewelle werde allerdings erst in den kommenden Monaten sichtbar, sagen Experten.

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland sind von Firmenpleiten betroffen. Im Mai wurden 1019 Personen- und Kapitalgesellschaften als insolvent gemeldet, wie aus dem Insolvenztrend des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hervorgeht. Das waren zwar nur 70 mehr als im April und 53 mehr als im Vorjahresmonat. Erstmals sind aber deutlich mehr große Firmen und somit mehr Arbeitskräfte betroffen.

Laut der IWH-Analyse beschäftigen die fünf größten Unternehmen, deren Insolvenz im Mai gemeldet wurde, insgesamt mehr als 10.000 Mitarbeiter. In den Vormonaten gab es hingegen kaum eine Insolvenz, von der 1000 oder mehr Arbeitskräfte berührt waren.
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Wirtschaft 17.05.20
Insolvenz-Sorgen bei Händlern Passanten kehren nur langsam in Innenstädte zurück

"Wir haben schon in der Finanzkrise 2008/2009 beobachtet, dass deutlich größere Unternehmen Insolvenz anmelden als in normalen Zeiten", sagte IWH-Insolvenzforscher Steffen Müller. "Somit dürfte sich auch in der Corona-Krise das Insolvenzgeschehen selbst bei relativ konstanter Zahl von Firmenpleiten immer stärker auf den Arbeitsmarkt auswirken." Jenseits von Wirtschaftskrisen schafften es angeschlagene Großunternehmen besser als kleine Firmen, Insolvenzen durch rechtzeitige Sanierungsmaßnahmen zu vermeiden, sagte Müller. In der akuten Krise fehle dazu jedoch oft die Zeit.

Obwohl wegen Corona schon jetzt viele Firmen aufgäben, sei das Ausmaß der Pleitewelle erst in den nächsten Monaten sichtbar. Das liege zum einen daran, dass der Gesetzgeber die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen unter bestimmten Umständen vorerst bis zum 30. September ausgesetzt hat.

Zum anderen vergehe Zeit zwischen der Insolvenzantragsstellung und der Bekanntmachung der Eröffnungsentscheidung durch die Gerichte. Deshalb betreffen die Insolvenzbekanntmachungen im Mai einige Unternehmen, die ihre Zahlungsunfähigkeit schon im Februar oder März angezeigt hatten. Für seine Analysen wertet das IWH die aktuellen Insolvenzbekanntmachungen der deutschen Registergerichte aus und verknüpft sie mit Bilanzkennzahlen betroffener Unternehmen.
Video: Insolvenz-Sorgen bei Händlern Passanten kehren nur langsam in Innenstädte zurück
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 86790.html
Quelle: ntv.de, lwe/DJ
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Größter Rückgang seit 1950 - Deutsche Exporte brechen drastisch ein

Postby Weltbookadmin47 » 9. Jun 2020 13:03

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche ... 33614.html

Dienstag, 09. Juni 2020
Größter Rückgang seit 1950 - Deutsche Exporte brechen drastisch ein
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Insgesamt verkauften die deutschen Unternehmen im April fast ein Drittel weniger Waren als im Vorjahresmonat.

(Foto: dpa)
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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise machen sich bei den deutschen Exporten bemerkbar. Produkte "Made in Germany" sind im Ausland weniger gefragt. Die Ausfuhren sinken dramatisch.

Der deutsche Export ist im April infolge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das war der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950 Verglichen mit März 2020 verringerten sich die Exporte um 24,0 Prozent.
*Datenschutz

Das Schließen von Grenzen gerade auch im europäischen Binnenmarkt, die weltweite Verhängung von Handels- und Reisebeschränkungen sowie enorme Störungen in der See- und Luftfracht führten zu einem drastischen Rückgang der Ausfuhren. Die Importe verringerten sich um 21,6 Prozent auf 72,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahresmonat.

Je nach Handelspartner waren die Exporte unterschiedlich stark beeinträchtigt: Die Ausfuhren nach China gingen im April 2020 vergleichsweise moderat um 12,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück. Das Corona-Virus war zuerst in der Volksrepublik festgestellt worden und hatte dort zeitweise zu drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt.
*Datenschutz

Im März hatte sich die Pandemie dann in Europa und den Vereinigten Staaten ausgebreitet. Die Exporte in die besonders betroffenen Länder Frankreich (minus 48,3 Prozent), Italien (minus 40,1 Prozent) und Vereinigte Staaten (minus 35,8 Prozent) brachen gegenüber dem Vorjahresmonat ein.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet mit einem Rückgang der Exporte im Gesamtjahr um mindestens 15 Prozent. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet ein Minus von 15 Prozent bei der Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen. Da das wirtschaftliche Wachstum bei nahezu allen Handelspartnern dramatisch einbreche, werde auch die Nachfrage nach "Made in Germany" deutlich sinken, erläuterte der BDI.
*Datenschutz

Nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) könnte der Welthandel in diesem Jahr um 13 bis 32 Prozent zurückgehen, je nach Verlauf der Corona-Pandemie. Schon 2019 hatte der Welthandel mit Waren stagniert, belastet von internationalen Handelskonflikten und der Abkühlung der globalen Konjunktur.
Bilder und Tabellen:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche ... 33614.html
Quelle: ntv.de, mba/dpa
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US-Autobauer verspricht zu viel - Tesla-Werbung droht gerichtlicher Stopp

Postby Weltbookadmin47 » 17. Jun 2020 15:00

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-We ... 50590.html
US-Autobauer verspricht zu viel - Tesla-Werbung droht gerichtlicher Stopp
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Tesla muss sich wegen des Vorwurfs irreführender Werbung für sein Model 3 vor Gericht verantworten.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Teslas Werbung zum eigenen "Autopiloten" geht zu weit, findet die Wettbewerbszentrale. Sie verklagt den US-Autobauer wegen Irreführung der Verbraucher. Vor Gericht droht Tesla nun eine Schlappe. Hinzu kommt: Der beschriebene Autopilot wäre hierzulande gar nicht erlaubt.

Fahrerassistenzsysteme haben heute viele Autos - aber Tesla wirbt für seine Fahrzeuge mit einem "Autopiloten inklusive", der sogar schon "automatisches Fahren innerorts" beherrscht. Damit verspreche der kalifornische Autobauer mehr, als er halten könne, sagte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. Sie verklagte Tesla wegen "irreführender Werbung". Tesla droht jetzt eine Schlappe vor Gericht. Das Landgericht München hat beim Prozessauftakt bereits deutlich gemacht, dass es zu dem gleichen Schluss kommen könnte wie die Wettbewerbszentrale.
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Panorama 04.06.20
Mit eingeschaltetem Autopilot Tesla rast beinahe ungebremst in verunglückten Lkw

"Die Maßstäbe des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sind eher streng", erklärte die Vorsitzende Richterin Isolde Hannamann. Es könne sein, dass die Kammer in dieser Tesla-Werbung für sein Fahrerassistenzsystem eine Irreführung sehe. Das sei jedenfalls derzeit die Tendenz. Die Klage bezieht sich auf den im Juli vergangenen Jahres im Bestellvorgang für das Model 3 auf der deutschen Tesla-Internetseite veröffentlichten Text.

Teslas Autopilot kann - ähnlich wie die Assistenzsysteme vieler anderer Hersteller - Spur, Tempo und den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug halten. Der Elektroauto-Hersteller verkauft aber auch ein Zusatzpaket mit "vollem Potenzial für autonomes Fahren". Dazu gehört ab Ende 2019 "automatisches Fahren innerorts". Der Autopilot soll an Ampeln halten, unter Berücksichtigung von Fahrzeugen und Fußgängern auf seiner Spur lenken, bremsen und beschleunigen können. Und er ermögliche die "automatische Fahrt auf Autobahnen von der Ein- bis zur Ausfahrt einschließlich Autobahnkreuzen und Überholen von langsameren Fahrzeugen".
Tesla-Autopilot wäre hierzulande nicht erlaubt

Die Versprechen könne Tesla aber gar nicht erfüllen, sagten die Anwälte der Wettbewerbszentrale: Die Autos könnten weder technisch fahrerlos fahren, noch dürften sie es rechtlich, denn es gebe in Deutschland noch gar kein Gesetz dafür. Der Verbraucher könne eben kein Fahrzeug kaufen, das innerorts und auf der Autobahn automatisch fahre - auch wenn Tesla diesen falschen Eindruck erwecke.

Die Tesla-Anwälte hielten dagegen, die Autos könnten technisch sehr wohl alle Versprechen halten. Außerdem stehe unter der Werbung für den Autopiloten der deutliche Hinweis: "Die gegenwärtig aktivierten Funktionen verlangen eine aktive Überwachung durch den Fahrer - ein autonomer Betrieb des Fahrzeugs ist damit nicht möglich." Ob es reicht, quasi im Nachsatz etwas zurückzurudern, will das Gericht prüfen.

Ein Teil des Problems ist, dass Tesla "autonomes Fahren" anders verstanden wissen will, als in der Autobranche allgemein üblich. Im allgemeinen Sprachgebrauch heißt "autonomes Fahren", dass ein Auto ohne Lenkrad, Pedale und Fahrer völlig selbstständig fährt. Schon bei der vorangehenden Stufe 4, dem "vollautomatisierten Fahren", müsste ein Fahrer zeitweise Zeitung lesen oder ein Nickerchen machen können. Bis dahin werde es aber noch fünf bis zehn Jahre dauern, sagte Branchenexperte Stefan Bratzel der Deutschen Presse-Agentur.

Video : Mit eingeschaltetem Autopilot Tesla rast beinahe ungebremst in verunglückten Lkw
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 23830.html
Quelle: ntv.de, khe/dpa
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Erstmals seit zehn Jahren - Mehr als drei Millionen Arbeitslose erwartet

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jun 2020 09:55

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https://www.n-tv.de/politik/Mehr-als-dr ... 64390.html

Dienstag, 23. Juni 2020
Erstmals seit zehn Jahren - Mehr als drei Millionen Arbeitslose erwartet
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BfA-Chef Scheele hofft, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt nach dem Sommer bessert.

(Foto: picture alliance / dpa)
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In diesem Sommer wird es nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit deutlich mehr Arbeitslose geben als in den Vorjahren. BA-Chef Scheele geht davon aus, dass die "Drei-Millionen-Marke überschritten" wird. Aber er hofft auch auf ein schnelles Nachlassen der Corona-Effekte.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland dürfte nach Einschätzung der Bundesanstalt für Arbeit (BA) infolge der Corona-Krise erstmals seit zehn Jahren im Sommer wieder über drei Millionen steigen. "Wir werden im Sommer voraussichtlich die Drei-Millionen-Marke überschreiten", sagte BA-Chef Detlef Scheele der "Süddeutschen Zeitung". Im saisonbedingt üblicherweise schwierigeren Arbeitsmarkt im Winter war die Arbeitslosigkeit zuletzt vor fünf Jahren so hoch.
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Wirtschaft 18.06.20
Fünfmal mehr als in Finanzkrise Kurzarbeiter-Zahl so hoch wie nie zuvor

Scheele hofft aber, dass sich die Lage nach dem Sommer bessert. Damit die Arbeitslosenzahl im Herbst wieder sinke, müssten jetzt die Lockerungen der Corona-Restriktionen in der Gastronomie oder Reisebranche wirken, der Welthandel in Gang kommen und das Konjunkturpaket der Bundesregierung "zünden".
Problem: Befristung und Zeitarbeit

Besonders hart treffe die Corona-Krise befristet Beschäftigte und Zeitarbeiter, sagte der BA-Chef. Auch die Jugendarbeitslosigkeit steige an. Bei Frauen habe die Corona-Krise eine doppelte Negativwirkung. Sie seien stärker in besonders betroffenen Branchen tätig als Männer und verdienten dadurch weniger. Zugleich müssten sie mehr Betreuungsaufgaben übernehmen.

"Ich hoffe sehr, dass vier Monate Corona nicht alles zerstören, was in Jahrzehnten an Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt erreicht wurde. Wir müssen alles daransetzen, dass dies nicht passiert", sagte Scheele.

Quelle: ntv.de, bad/AFP
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Auslandskonten der Deutschen - Britische Insel ist liebste Steueroase

Postby Weltbookadmin47 » 24. Jun 2020 15:03

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Britisch ... 67098.html

Mittwoch, 24. Juni 2020
Auslandskonten der Deutschen - Britische Insel ist liebste Steueroase
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Auch wenn dieses Foto nur einen einsamen Leuchtturm der Insel zeigt - auf Jersey sollen insgesamt 180,8 Milliarden Euro auf Konten von Deutschen liegen.

(Foto: imago images/imagebroker)
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Es ist bekannt, dass Deutsche ihr Vermögen mitunter gerne im Ausland parken. Insgesamt schlummern mehr als 590 Milliarden Euro auf Konten in anderen Ländern. Am beliebtesten sind aber nicht etwa die Schweiz oder Luxemburg, sondern ein Eiland im Ärmelkanal.

Die britische Kanalinsel Jersey ist eine der beliebtesten Steueroasen unter Deutschen. Bundesbürger hätten im Jahr 2018 auf Konten in Jersey insgesamt 180,8 Milliarden Euro geparkt, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion.

In der Debatte über Maßnahmen gegen die Steuerflucht von Deutschen spielte Jersey bislang keine Rolle. Erst hinter Jersey liegen dem Bericht zufolge mit der Schweiz und Luxemburg Länder, die in der Debatte eine zentrale Bedeutung haben. Aus der Schweiz wurden für 2018 laut Finanzministerium 133,1 Milliarden Euro auf Konten von Deutschen gemeldet, aus Luxemburg 125,8 Milliarden Euro.
*Datenschutz

Insgesamt hatten Deutsche an den vom Bundesfinanzministerium aufgelisteten Steueroasen im Jahr 2018 demnach mindestens 591,3 Milliarden Euro auf Konten liegen. Grundlage der Daten ist der sogenannte automatische Informationsaustausch. Dabei informieren sich Staaten gegenseitig über Konten, die ausländische Steuerpflichtige bei ihnen unterhalten. Das soll Steuerhinterziehung erschweren.

Die Statistik des Finanzministeriums sagt aber nichts darüber aus, ob das Geld legal oder illegal ist. Das prüfen die zuständigen Finanzämter, nachdem die Daten übermittelt wurden. In der Liste des Ministeriums fehlen laut SZ allerdings vermutlich wichtige Steueroasen. So verlangen etwa die Karibikinseln Caymans und Bahamas, dass Statistiken über ihre Länder geheim bleiben.

Quelle: ntv.de, ibu/AFP
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Steuerumgehung in Europa - Warum Deutschland EU-Gesetze torpediert

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jun 2020 12:08

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-De ... 70006.html
Steuerumgehung in Europa - Warum Deutschland EU-Gesetze torpediert
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Die EU befindet sich in einer "Lose-Lose-Situation", sagt Konrad Duffy.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Malta gehört zu den europäischen Steuerparadiesen. Effektiv bietet das Land ausländischen Unternehmen den niedrigsten Steuersatz der EU an. Erfolgreich, allein die mit Staatshilfen gerettete Lufthansa betreibt in dem kleinen Inselstaat zehn Tochtergesellschaften - teilweise mit nur zwei Mitarbeiten, die angeblich Millionen erwirtschaften. Insgesamt verschiebt das Unternehmen seine Gewinne über mehr als 90 Töchter "sehr wahrscheinlich in Schattenfinanzzentren", schreibt das Netzwerk Steuergerechtigkeit. Ein Wert, "der Fragen aufwirft", sagt auch Konrad Duffy, Referent für Finanzkriminalität bei der Bürgerbewegung Finanzwende im Gespräch mit ntv.de. Damit unterstützt die Lufthansa eine Abwärtsspirale, die Deutschland und die EU viel Geld kostet. Und die Bundesregierung sieht zu.

ntv.de: In der Studie wird erwähnt, dass die Lufthansa 92 Tochtergesellschaften in Schattenfinanzzentren hat. Ist das ein üblicher Wert in der Welt großer Unternehmen?

Konrad Duffy: Das ist eine hohe Zahl. Sie könnte legitimiert werden, wenn die Lufthansa transparent aufzeigt, wieso das so ist. Wir finden, der Wert wirft Fragen auf: Beim genaueren Hinschauen hat sich der Verdacht auf Steuer getriebene Unternehmensstrukturen immer nur erhärtet.

Allein zehn dieser Töchter befinden sich auf Malta. Wirft das auch Fragen auf?

Malta ist ein Land in der EU, das problematisch heraussticht. Dort gibt es viele Töchter von Dax-Unternehmen. Vor ein paar Jahren hat die EU-Kommission eine transparente Aufschlüsselung von Finanzinstituten gefordert. Da haben wir gesehen, dass auch die Deutsche Bank auf Malta sehr viele Gewinne bei einer niedrigen Anzahl an Mitarbeitern macht - wie die Lufthansa. Das ist ein Indiz, dass es sich nicht um eine übliche Arbeitsstätte handelt. In einem der Tochterunternehmen beschäftigt die Lufthansa nur zwei Mitarbeiter, die für fast 200 Millionen Euro Gewinn verantwortlich sind.

Was macht Malta so attraktiv für Unternehmen wie die Lufthansa?
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Wirtschaft 26.06.20
Steueroasen in der EU Die Lufthansa zahlt Steuern lieber auf Malta

Es hat einen theoretischen Steuersatz von zirka 35 Prozent. Wenn man allerdings ein ausländisches Unternehmen ist, bekommt man abhängig von der Branche innerhalb von 14 Tagen fünf Sechstel oder sechs Siebtel der Steuern zurück. Im Endeffekt reduziert das den Steuersatz auf zirka fünf Prozent - das ist der niedrigste innerhalb der EU. Das lockt natürlich ausländische Firmen an.

Die maltesische Regierung wird sagen, dass sie ohne solche Steuersätze keine Chance auf ausländische Investitionen hat.

Das ist immer das Argument. In diesem Fall: Malta ist klein, es hat keine Industrien, es muss wettbewerbsfähig sein. Im Endeffekt ist es ein Unterbieten an Steuern. Das ist eine Abwärtsspirale, wenn die EU-Mitgliedstaaten in einen Wettkampf geraten.
*Datenschutz

Warum greift dann die EU nicht ein? Sie verliert Geld, wenn die EU-Staaten untereinander um den niedrigsten Steuersatz konkurrieren. Auch die Bundesregierung kann kein Interesse daran haben, dass die Lufthansa ihre Steuern lieber in Malta als in Deutschland zahlt.

Wir fordern, dass Unternehmen, die Staatshilfen erhalten, Transparenz schaffen. Das löst das Problem nicht, ist aber ein Schritt, um zu erfahren, wie groß es ist. Auf EU-Ebene gab es bereits eine Initiative, für alle Unternehmen verpflichtend ein sogenanntes "Country by Country"-Reporting einzuführen. Im November ist diese Initiative gescheitert: Deutschland hat sich als einziges großes Land enthalten. Die Abstimmung ging damit knapp verloren.

Wofür steht "Country by Country"-Reporting?
Wieder was gelernt

Das Interview mit Konrad Duffy ist für unseren "Wieder was gelernt"-Podcast entstanden und gibt es auch zum Anhören. "Die Lufthansa zahlt Steuern lieber in Malta" finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Das bedeutet, dass ein Unternehmen für jedes Land, in dem es aktiv ist, aufschlüsselt, wie viel Gewinn es dort macht, wie viele Mitarbeiter es hat, wie viele Ausgaben und natürlich, wie viele Steuern es zahlt. Dadurch würde man erfahren: Gibt es Gewinn-Verschiebungen, um Steuern zu vermeiden? Oder gibt es legitime Gründe, wieso ein Unternehmen zum Beispiel auf Malta eine Tochtergesellschaft führt?

Und warum hat sich Deutschland bei diesem Vorschlag enthalten?

Das ist eine gute Frage. Meistens, wenn Deutschland sich auf EU-Ebene enthält, gibt es unterschiedliche Meinungen zwischen den Ministerien, die von unterschiedlichen Parteien geführt werden. Es kann durchaus sein, dass ein SPD-geführtes Ministerium und ein CDU-geführtes Ministerium sich nicht einigen konnten. Somit wurde entschieden, sich zu enthalten.

Innerhalb der EU besteht also keine Chance auf einen einheitlichen Steuersatz?

Den Unternehmenssteuersatz zu harmonisieren, ist bei 27 Mitgliedsstaaten extrem schwer. Das ist ein Eingriff in die Souveränität, da werden viele nicht mitziehen. Es gibt andere Ideen, wie die Quellensteuer. Die würde die Souveränität der Mitgliedsstaaten nicht direkt angreifen, sondern einfach sagen: Auch wenn die Lufthansa Tochtergesellschaften auf Malta führt, ist sie im Endeffekt ein deutsches Unternehmen und muss da Steuern zahlen, wo der Konzernsitz ist. Das würde das Problem der Gewinn-Verschiebung lösen.

Aber bis es so weit ist, befinden wir uns in einer Abwärtsspirale?

Ja. Im Endeffekt ist es eine Lose-Lose-Situation, die dazu führt, dass Steuereinnahmen fehlen. Jährlich werden 600 Milliarden Euro verschoben - diese Einnahmen gehen nicht ganz verloren, sondern sie werden woanders versteuert, aber zu einem viel niedrigeren Steuersatz. Dieses Geld fehlt wiederum in einer Krisensituation wie der aktuellen, in der wir Unternehmen helfen, Kurzarbeit bezahlen und generell den Laden am Laufen halten. Wenn immer mehr Länder diese Praxis unterstützen, haben wir bei der nächsten Krisen sehr viel größere Probleme.
ntv Nachrichten · #295 Die Lutfhansa zahlt Steuern lieber auf Malta
*Datenschutz

Das klingt nach einem klassischen Beispiel des Gefangenendilemmas. Alle denken nur an sich, und am Ende hat jeder etwas weniger. Dabei könnten alle etwas mehr haben, sie müssten nur zusammenarbeiten. Dann wäre es egal, wo die Lufthansa eine Tochtergesellschaft aufmacht.

Es gibt natürlich Unterschiede. Deutschland, Frankreich und andere große Staaten haben ein Interesse daran, dass Gewinne dort versteuert werden, wo die Unternehmen sind, denn in der Regel sitzen die bei denen. Länder wie Malta haben ein Modell aufgebaut, um diese Unternehmen anzulocken. Die müssten sich neu ausrichten, das könnten die aber auch. Auch ein Land wie Malta kann nicht einfach sagen: Es gibt nur diesen Weg der absolut niedrigen Steuersätze, sonst gehen wir bankrott. Wieso das der Fall sein sollte, habe ich noch nie irgendwo schlüssig erklärt bekommen.

Mit Konrad Duffy sprach Christian Herrmann

Quelle: ntv.de https://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-De ... 70006.html
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Wasserstoff und Co. - Wie Anleger von Trends profitieren können

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jun 2020 12:46

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-Anlege ... 67634.html

Montag, 29. Juni 2020
Wasserstoff und Co. - Wie Anleger von Trends profitieren können
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Ob bei den ausgerufenen Trends wirklich nachhaltiges Wachstum möglich ist oder es sich eher um kurzfristige Modeerscheinungen handelt, ist für Anleger oft schwer zu erkennen.

(Foto: REUTERS)
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Erneuerbare Energien, Wasserstoff, Pharma: Experten werben oft für Investments in zukunftsträchtige Wirtschaftsbereiche. Doch wie lukrativ sind solche Trends für Anleger wirklich?

Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Geht es nach der Bundesregierung, soll Deutschland bei der Nutzung dieser Energie einmal weltweit Vorbild sein. Milliarden werden zur Verfügung gestellt, um die entsprechenden Technologien entwickeln zu können. Unzählige Firmen - vom Autohersteller über Energieunternehmen bis zu Stahlproduzenten - arbeiten an Konzepten, um Wasserstoff alltagstauglich zu machen.

Dieser Optimismus ist auch an der Börse zu spüren: Die Aktien von spezialisierten Unternehmen wie den Elektrolyse-Spezialisten ITM Power und Nel oder den Brennstoffzellen-Produzenten Ballard und Powercell sind seit Monaten gefragt. Selbst in der Corona-Krise haben sich die Titel vergleichsweise gut halten können. Aber zahlen sich solche Trend- oder Themeninvestments auch für Kleinanleger aus?
Trends können sich lohnen

"Generell ist es sinnvoll, auf Trends zu setzen", erklärt Jürgen Brückner, Portfoliomanager der FV Frankfurter Vermögen AG. Ähnlich sieht das auch Gerd Häcker, Geschäftsführer Steinbeis & Häcker Vermögensverwaltung GmbH: "Es ist erfolgversprechender, mit 'Rückenwind' zu investieren, als gegen einen Abwärtstrend wie zum Beispiel bei Stahl oder Textil anzukämpfen."

Aber: Ob bei den ausgerufenen Themen wirklich nachhaltiges Wachstum möglich ist oder es sich eher um kurzfristige Modeerscheinungen handelt, ist für Anleger oft schwer zu erkennen. "Über 50 Prozent der ausgerufenen Trends sind dem Marketing der großen Fondsgesellschaften geschuldet", erklärt Frank Wieser, Geschäftsführer der PMP Vermögensmanagement.
Anleger stehen sich oft selbst im Weg

Selbst erfahrene Anleger tappen bei der Suche nach zukunftsweisenden Investments leicht in eine Falle: "Auf der Jagd nach Outperformance setzt der aktive Anleger auf Anlagetipps", schreibt Prof. Martin Weber von der Universität Mannheim in seinem neuen Ratgeber-Buch. "Im Fokus stehen dabei die Suche nach dem besten Wertpapier, dem sogenannten 'Stock Picking' und die Suche nach dem optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt, dem sogenannten 'Market Timing'."

Das Problem: Analysten und Finanzexperten sind laut Weber oft zu sehr von sich überzeugt. In ihrer Selbstüberschätzung - die Finanzwissenschaft nennt dieses Phänomen "Overconfidence Bias" - neigen sie dazu, sich mehr zuzutrauen, als sie in der Realität können. Ob ihre Anlageentscheidungen zu einer besseren Performance führen, als es die durchschnittliche Entwicklung der Märkte hergibt, sei letztlich fast immer Glück, schreibt Weber.

Aus Sicht von Wieser ist es für Anleger daher kaum möglich, in den einen richtigen Trend zu investieren. "Das Beispiel Technologie macht es deutlich: Darunter fallen Dinge wie Cyber Security oder Cloud-Dienstleistungen", erklärt er. "Für diese Segmente gibt es inzwischen eine Vielzahl von Investitionsmöglichkeiten, der normale Anleger kann aber kaum beurteilen, ob und wie diese Trends zusammenhängen und welcher das bessere Potenzial aufweist."
Als Beimischung geeignet

Dennoch können Trend-Themen wie Wasserstoff, erneuerbare Energien oder Pharma durchaus ein Depot bereichern. "Ist man von einzelnen Trends überzeugt, kann man durchaus ein Portfolio aus einzelnen Themenfonds aufbauen", erklärt Josef Kaesmeier, Chefvolkswirt der MFI Asset Management. "Meist wird es aber mehr eine Beimischung sein als ein 'Alles oder nichts'."

Auf Stock-Picking sollten Anleger eher verzichten. Das ist riskant, wie das Beispiel Pharma zeigt: "Ob Impfstoff oder Tablette, der Produzent, der Covid-19 zu einer 'normalen' Krankheit macht, wird gut verdienen", erklärt Kaesmeier. "Da es aber schwer ist, aus der Vielzahl von Unternehmen den Sieger zu prognostizieren, könnte ein Paket aus vielversprechenden Werten der effizientere Lösungsweg sein."

Hier bieten sich börsengehandelte Indexfonds an: "Ob Klimawandel, Cyber-Security oder alternde Bevölkerung, für fast jedes Thema gibt es an der Börse bereits einen Fonds oder ETF, der ein günstiges, globales Investment für den Privatanleger möglich macht."
Anlage im Auge behalten
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Wichtig dabei: Anleger sollten ihre Themen-Investments gut im Blick behalten. "Unternehmen mit einem speziellen Thema wie zum Beispiel Wasserstoff laufen irgendwann Gefahr, dass die Technologie verdrängt wird und/oder die Aktien Bewertungen aufweisen, die Ertragsgewinne implizieren, die nicht dauerhaft darstellbar sind", erklärt Brückner.

"Sogenannte Megatrends halten nicht immer, was sie versprechen", sagt Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. "Gerade technologische Entwicklungen sind oft mit großen Unsicherheiten verbunden." Grundsätzlich sollte das Depot daher möglichst breit aufgestellt werden. "Setzen Sie nie alles nur auf eine Karte."

Quelle: ntv.de, Falk Zielke, dpa
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Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit - Corona schlägt regional unterschiedlich

Postby Weltbookadmin47 » 30. Jun 2020 14:44

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https://www.n-tv.de/infografik/Corona-s ... 78438.html
Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit - Corona schlägt regional unterschiedlich zu
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Auf der Deutschland-Karte zeigt sich bei den Daten zur Kurzarbeit eine höchst ungleichmäßige Verteilung. Während in manchen Landstrichen fast jeder zweite Arbeitsplatz betroffen ist, weisen andere Regionen bemerkenswert niedrige Quoten auf.

Ein massiver Einsatz von Kurzarbeit puffert derzeit die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt ab. Im bundesweiten Durchschnitt galt im April für gut 31 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit, wie aus einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht. Dabei gibt es laut WSI sehr große regionale Unterschiede.

Die ntv-Deutschlandkarte zeigt die regionale Verteilung der Kurzarbeitsquoten:
*Datenschutz

Während Betriebe in Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für die Mehrheit der Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt haben, weisen Ludwigshafen (11,6 Prozent), Leverkusen (16,2 Prozent) und Mainz (16,4 Prozent) deutschlandweit die niedrigsten Quoten auf.

Grundlage der Studie sind Angaben aus der Arbeitsmarkt-Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die WSI-Experten Eric Seils und Helge Emmler werteten die Zahlen für die 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte im Hinblick auf die angezeigte Kurzarbeit und die Corona-bedingten Entwicklungen bei der regionalen Arbeitslosigkeit aus.

Die Zahl der Kurzarbeitsmeldungen bei der BA dürfte nach Einschätzung der beiden Wissenschaftler aber spürbar höher sein als die Anzahl der Beschäftigten, die sich derzeit tatsächlich in Kurzarbeit befänden. Grund sei, dass Unternehmen oft präventiv für größere Gruppen Kurzarbeit anmelden. Wie viele Menschen wirklich in Kurzarbeit waren, kann die BA demnach nur mit mehrmonatiger Verzögerung ermitteln.
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Trotz des massenhaften Einsatzes der Kurzarbeit ist allerdings auch die Arbeitslosigkeit gestiegen - insgesamt noch relativ moderat, aber ebenfalls mit beachtlichen regionalen Unterschieden. "Generell sind die Anstiege im Osten Deutschlands auffällig hoch, während sie im Süden meist niedrig ausfallen", heißt es in der Auswertung.
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Wirtschaft 29.06.20
Regional starke Unterschiede So verteilt sich Kurzarbeit in Deutschland

Besonders starke Corona-bedingte Anstiege der Arbeitslosenquote weisen dabei Tourismusregionen wie Vorpommern-Rügen (3,2 Prozentpunkte) und Wittmund (2,6 Prozentpunkte) auf. Aber auch Berlin (2,5 Prozentpunkte), Garmisch-Partenkirchen (2,4 Prozentpunkte), dem Berchtesgadener Land und Wilhelmshaven (beide 2,3 Prozentpunkte) haben deutliche Anstiege bei der Arbeitslosenquote zu verkraften. Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Anstieg bei 1,3 Prozentpunkten.

Einen erkennbaren lokalen Zusammenhang zwischen Pandemie-Fallzahlen und Arbeitsmarkteffekten gibt es dagegen offenbar nicht. Im besonders stark betroffenen bayerischen Landkreis Tirschenreuth zum Beispiel stieg die örtliche Arbeitslosenquote mit plus 0,4 Prozentpunkten nur geringfügig an.

Quelle: ntv.de, mmo/cwo https://www.n-tv.de/infografik/Corona-s ... 78438.html
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