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Corona-Maßnahme - Apple schließt alle Läden außerhalb Chinas

Postby Weltbookadmin47 » 14. Mar 2020 14:29

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Apple-sc ... 41146.html

Samstag, 14. März 2020
Corona-Maßnahme - Apple schließt alle Läden außerhalb Chinas
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Wer bei Apple einkaufen will, muss sich in nächster Zeit auf den Online-Shop beschränken - nur die Läden in China sind wieder auf.

(Foto: imageBROKER/FabrizioxTroiani)
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Die Apple-Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Dafür macht der Konzern alle seine Geschäfte außerhalb des Landes bis Ende März dicht. Zudem sagt Apple seine Entwicklerkonferenz WWDC ab.

Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärte Firmenchef Tim Cook. Er verweist die Kunden auf die Online-Stores von Apple. In seinem Statement heißt es zudem: "Die weltweite Verbreitung von Covid-19 betrifft jeden von uns." Darum gehe Apple in all seinen Büros weltweit zu flexiblen Arbeitszeitregelungen über. Wessen Job es erlaube, der solle von außerhalb arbeiten.

Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte, in den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Stores in Italien dichtgemacht.

Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.
Apples WWDC nun als Online-Format

Am gestrigen Freitag hatte Apple bereits, ebenso wie die Technologiefirmen Microsoft und Snap, ihre anstehenden Entwicklerkonferenz in den USA wegen der Coronavirus-Risiken abgesagt. Apples WWDC, die traditionell im Juni stattfindet, werde in diesem Jahr zu einem Online-Format wechseln, kündigte der iPhone-Konzern an. Die App-Entwickler sollen trotzdem Zugang zu neuer Software erhalten.
*Datenschutz

Auch die für den 19. bis 21. Mai geplante Microsoft Build in Seattle solle nun als ein "Digital-Event" stattfinden, teilte der Software-Konzern mit. Seattle gehört zu den Gebieten in den USA, die aktuell besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind.
Snap verschiebt, Facebook und Google übertragen online

Snap will seinen für Anfang April in Los Angeles geplanten Partner Summit nun zu einem späteren Zeitpunkt nachholen, wie eine Sprecherin bestätigte. Die Firma hinter der populären Foto-App Snapchat hielt lange an dem Termin fest, weil die Veranstaltung einen eher kleineren Rahmen habe.

Bereits abgesagt wurden auch die für Mai angesetzten Konferenzen von Facebook und Google - und sollen durch Online-Übertragungen ersetzt werden. Für die Tech-Firmen sind die jährlichen Veranstaltungen, zu denen mehrere Tausend Software-Entwickler und Journalisten aus aller Welt anreisen, eine wichtige Plattform, um neue Produkte vorzustellen und Kontakt zu den Partnern zu halten.

Quelle: ntv.de, abe/dpa
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Kein Schutz vor Virus-Schäden - Versicherer sind in Corona-Krise fein raus

Postby Weltbookadmin47 » 15. Mar 2020 11:01

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Versiche ... 42061.html

Sonntag, 15. März 2020
Kein Schutz vor Virus-Schäden - Versicherer sind in Corona-Krise fein raus
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Abgesagte Veranstaltungen, Mitarbeiter unter Quarantäne, unterbrochene Lieferketten, wegbleibende Besucher: Weltweit stehen viele Branchen still.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Viele, vor allem kleine Unternehmen und Selbstständige, stehen wegen der Corona-Krise vor dem Abgrund. Auf Hilfe ihrer Versicherungen brauchen sie nicht zu hoffen. Pandemien sind in fast allen Policen ausgeschlossen. Fachleute sahen bis vor Kurzem darin auch kein besonders großes Risiko.

Nur sehr wenige Unternehmen können in der Coronavirus-Krise auf Ausgleichszahlungen von ihrer Versicherung hoffen. Denn Schutz gegen epidemiebedingte Umsatzausfälle oder Verluste sind in aller Regel nicht Bestandteil von Standardversicherungsverträgen, wie es in der Branche heißt. Das gilt für stillstehende Industrieproduktionen ebenso wie für abgesagte Großveranstaltungen. Dies ist der Hauptgrund, warum nun der Staat als Helfer für in Not geratene Firmen einspringt.

"Versicherungen decken Pandemien im Normalfall nicht ab", heißt es in einer Mitteilung des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft. Besonders hart getroffen sind derzeit Hotels, Gaststätten, Kinos ebenso wie kleine Unternehmen und Selbstständige, die als Dienstleister für große Branchen arbeiten - beispielsweise Personaltrainer oder Projektmanager. Zurzeit fehlen die Gäste und Aufträge - und gegen beides gibt es keine Versicherung. Sowohl Fabriken als auch Großveranstaltungen sind zwar grundsätzlich versichert - aber nicht, wenn ein Virus den Stillstand oder die Absage einer Veranstaltung verursacht.
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Ratgeber 06.03.20
Kino, Fußball, Konzerte Kriegen Kunden bei Corona-Absagen Geld zurück?

"Stillstehende Fabriken und andere Betriebs- und Lieferkettenunterbrechungen aufgrund des Covid-19-Ausbruchs werden über klassische Sachversicherungspolicen nicht gedeckt, da kein Sachschaden als Auslöser vorliegt", heißt es bei AGCS, dem Industrieversicherer der Allianz. Bei ausfallenden Veranstaltungen sind laut AGCS in vielen Policen Absagen wegen übertragbarer Krankheiten, Seuchen oder Epidemien sogar explizit ausgeschlossen. Das Unternehmen nimmt wie andere Versicherer auch nicht Stellung zu einzelnen Verträgen mit der eigenen Kundschaft, sondern nur zur branchenüblichen Vertragsgestaltung.

Die AGCS veröffentlicht alljährlich ein Risikobarometer, in dem Fachleute in mehreren Dutzend Ländern nach ihrer Einschätzung zu den größten Gefahren für Unternehmen befragt werden. Pandemien rangierten in der letzten Ausgabe nur auf Platz 17.
Zum Artikel + Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Versiche ... 42061.html
Quelle: ntv.de, mbo/dpa
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Neue EZB-Strategie gefordert - Steinbrück und Stoiber wollen höhere Zinsen

Postby Weltbookadmin47 » 16. Mar 2020 13:02

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Steinbru ... 42650.html
Neue EZB-Strategie gefordert - Steinbrück und Stoiber wollen höhere Zinsen
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"Unser Geld" wirft seit Jahren nur sehr niedrige Zinsen ab.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die Zinsen befinden sich seit Jahren auf niedrigstem Niveau. Aber die negativen Nebenwirkungen der jahrelangen Politik billigen Geldes werden immer deutlicher - behaupten vier frühere Spitzenpolitiker in einem gemeinsamen Beitrag. Sie plädieren für einen Kurswechsel.

Eine Reihe früherer Spitzenpolitiker fordert von der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Richtungsänderung nach der Viruskrise. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" plädieren Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber von der CSU, der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück von der SPD, Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement von der SPD und der frühere EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger für eine neue Strategie mit höheren Zinsen.

"Die geldpolitische Strategie der EZB sollte längerfristig angelegt sein und sowohl für die Überwindung der Krise als auch für die Zeit danach eine 'Perspektive des Vertrauens' schaffen. Vor diesem Hintergrund halten wir nach einem Abklingen der Krise den Einstieg in die Zinswende für geboten", heißt es in dem Beitrag. Dabei gehe es nicht um einen radikalen Zins-Schwenk, sondern um Signale für eine schrittweise Normalisierung der Geldpolitik.

"Trotz jahrelanger Niedrigzins-Politik, massiver Anleihekäufe mit der Folge übergroßer Liquidität und eines wirtschaftlichen Booms bis Ende 2017 wurde das Zwei-Prozent-Ziel (bei der Inflation) bisher nicht nachhaltig erreicht. Offensichtlich haben die Instrumente der EZB nicht gegriffen; trotzdem werden sie weiter verwendet", kritisieren die Autoren. Gleichzeitig würden die negativen Nebenwirkungen der jahrelangen Politik billigen Geldes immer deutlicher.
*Datenschutz

Die Ex-Politiker verstehen ihren Anstoß als Beitrag zu der von EZB-Chefin Christine Lagarde angekündigten Überprüfung der Zentralbankstrategie. Weitere Autoren des Artikels sind der der ehemalige Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, der frühere Bundesbank-Vize Franz-Christoph Zeitler, der ehemalige bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser und der aktuelle Chef des Bankhauses Donner & Reuschel, Marcus Vitt.

Quelle: ntv.de, can/rts
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Infektionen in zwei Werken - VW stellt ab Samstag Produktion ein

Postby Weltbookadmin47 » 17. Mar 2020 11:26

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/VW-stell ... 47406.html

Dienstag, 17. März 2020
Infektionen in zwei Werken - VW stellt ab Samstag Produktion ein
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"Verlässliche Prognosen sind derzeit nahezu unmöglich", sagt Finanzvorstand Witter.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Erst vor Kurzem gibt VW seine Prognose für das laufende Jahr heraus. Doch das Coronavirus macht dem Konzern einen Strich durch die Rechnung: An den allermeisten Standorten soll an diesem Freitag die vorerst letzte Schicht laufen.

Volkswagen wird die Produktion in seinen meisten Werken in Deutschland und Europa wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für zwei bis drei Wochen aussetzen. Das kündigte VW-Chef Herbert Diess bei der Vorlage der Jahresbilanz in Wolfsburg an. In Werken in Spanien, Portugal, Italien und in der Slowakei gibt es demnach bereits diese Woche Produktionsunterbrechungen. In China wurde die Produktion dagegen wieder aufgenommen.
VW Vorzüge
VW Vorzüge 96,20

Vom Betriebsrat heißt es, dass an den allermeisten Standorten an diesem Freitag die letzte Schicht laufen werde. Am vergangenen Wochenende waren Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 im Werk Baunatal bei Kassel sowie im Stammwerk Wolfsburg bekannt geworden. VW hatte daraufhin Hygiene- und Abstandsvorschriften verschärft, auch Kantinen sollten geschlossen werden. Dienstreisen wurden eingeschränkt, größere Versammlungen verschoben.

Aus Sicht der Mitarbeitervertreter reichten die beschlossenen Maßnahmen aber nicht aus. Problematisch war die Situation laut Betriebsrat vor allem für die Mitarbeiter an den Montagelinien, wo "Schulter an Schulter an unseren Fahrzeugen gearbeitet wird". Das Robert-Koch-Institut empfehle jedoch Mindestabstände, die an den einzelnen Arbeitsstationen nicht einzuhalten seien, heißt es. Den infizierten Beschäftigten soll es jüngsten Angaben zufolge gut gehen, sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Auch die beiden Standorte der VW-Tochter Audi sind von dem Produktionsstopp betroffen. Audi-Betriebsratschef Peter Mosch sagte, er hoffe auf ein solidarisches und unbürokratisches Entgegenkommen des Unternehmens gegenüber der Belegschaft. "Wir drängen hier auf verbindliche Zusagen." Audi produziert in Deutschland in Ingolstadt und Neckarsulm.
"Verlässliche Prognose nahezu unmöglich"

Angesichts der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie stellt VW auch die erst vor Kurzem abgegebene Konzernprognose für das laufende Jahr infrage. "Es ist ungewiss, mit welcher Schwere und Dauer dies auch den Volkswagen-Konzern treffen wird", sagte Finanzvorstand Frank Witter. Eine verlässliche Prognose sei derzeit nahezu unmöglich. "Wir schöpfen im Task-Force-Modus alle Maßnahmen aus, um unsere Mitarbeiter und deren Familien zu unterstützen und unser Geschäft zu stabilisieren."
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Politik 17.03.20
"ntv Frühstart" zu Corona-Krise Altmaier erläutert Wirtschafts-Maßnahmen

VW hatte vor drei Wochen bei Vorlage von Eckzahlen 2019 für dieses Jahr Auslieferungen in der Größenordnung des Vorjahres in Aussicht gestellt. Die Umsatzerlöse sollten um bis zu vier Prozent steigen. Die bereinigte operative Umsatzrendite wurde bisher erneut zwischen 6,5 und 7,5 Prozent gesehen.

"2020 ist ein sehr schwieriges Jahr", sagte Diess. "Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen". Zudem seien nachhaltige Konjunktureinflüsse zu befürchten. VW ist Deutschlands größter Industriekonzern mit weltweit mehr als 670.000 Beschäftigten.

Auch in vielen anderen Ländern gelten inzwischen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen. Bisher waren die Lieferketten nach offiziellen Angaben nicht nennenswert unterbrochen oder gefährdet. In China, wo die Coronavirus-Pandemie ausbrach und Volkswagen zeitweilig auch schon Fabriken schließen musste, entspannte sich die Lage zuletzt wieder etwas.
Rekordgewinn im Jahr 2019

Dank guter Geschäfte des Sportwagenherstellers Porsche und der schwedischen Lkw-Marke Scania hatte VW den Gewinn 2019 kräftig gesteigert. Gestützt wurde das Geschäft auch von Fortschritten bei der spanischen Marke Seat.
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Panorama 17.03.20
Drei Szenarien in der Animation So lässt sich das Coronavirus ausbremsen

Demnach steigerte Porsche seine Umsätze um zehn Prozent auf 26,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen kletterte bei dem Sportwagenhersteller um 2,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die Kernmarke VW erzielte ein Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 88,4 Milliarden Euro, der operative Gewinn kletterte auf 3,8 (Vorjahr: 3,2) Milliarden Euro.

Im Lkw-Geschäft konnte vergangenes Jahr nicht nur die traditionell margenstarke schwedische Scania ihre Rendite verbessern, auch die Münchener MAN war profitabler - allerdings weiter auf niedrigem Niveau. Der Umsatz der Scania Vehicles and Services kletterte 2019 auf 13,9 Milliarden Euro nach 13 im Vorjahr. Das operative Ergebnis legte überproportional um 24,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/VW-stell ... 47406.html
Quelle: ntv.de, chr/dpa/rts/DJ
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Forscher erwartet Corona-Folgen - Arbeitsmarkt steht vor "schwieriger Zeit

Postby Weltbookadmin47 » 18. Mar 2020 10:56

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Arbeitsm ... 50067.html

Mittwoch, 18. März 2020
Forscher erwartet Corona-Folgen - Arbeitsmarkt steht vor "schwieriger Zeit"
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In einigen Wochen ist womöglich schon ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu beobachten.

(Foto: picture alliance / Hendrik Schmi)
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Die Bundesregierung kündigt umfangreiche Maßnahme zur Unterstützung der Wirtschaft an, damit Unternehmen überleben und Arbeitnehmer und Selbständige weiter ein Einkommen haben. Dennoch werde die Corona-Krise auch den Arbeitsmarkt schwer treffen, warnt ein Experte des IAB.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet einem Medienbericht zufolge aufgrund der Corona-Krise schwere Folgen für den Arbeitsmarkt. "Wir gehen davon aus, dass wir vor einer schweren Rezession stehen. Dementsprechend wird das auch für den Arbeitsmarkt eine schwierige Zeit", sagte Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am IAB. Grundsätzlich funktioniere der Arbeitsmarkt gut, er sei lange Zeit - auch bei konjunkturellen Schwankungen nach unten - robust geblieben.
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Wirtschaft 17.03.20
ZEW-Präsident zur Corona-Krise Wambach: "Wird ohne Insolvenzen nicht gehen"

"Diese Robustheit gegenüber solchen Schwankungen hilft auch jetzt, aber die Ausfälle von Wirtschaftstätigkeit in großem Umfang schaffen ganz neue Herausforderungen", so Weber in dem Bericht. Derartige Ausfälle gebe es im normalen Konjunkturgeschehen sonst nicht. Derzeit deute vieles auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit hin, betonte Weber. Es komme jetzt darauf an, wie lange die Corona-Gegenmaßnahmen anhalten. "Wenn die Einschränkungen noch halbwegs im zeitlichen Rahmen bleiben und die Lage wieder zur Normalität zurückkehrt, wird es zwar eine extrem harte Phase, die man aber auch überdauern kann", sagte der Arbeitsmarktforscher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
"Staatliche Lohnfortzahlung wäre gut"

Wenn die Einschränkungen jedoch lange andauern und die Krise auch auf Finanzmärkte übergreift, werde es auch für den Arbeitsmarkt "extrem heikel". Das IAB gehe davon aus, dass Mittel wie Kurzarbeitergeld und Liquiditätshilfen Schlimmeres abwenden könnten. "Eine staatliche Lohnfortzahlung wäre eine gute Option für alle, die aus Gründen wie Kinderbetreuung oder Quarantäne nicht mehr arbeiten können", sagt der Arbeitsmarkt-Experte. Denn dadurch könnten Einkommensausfälle vermieden werden. "Wir brauchen außerdem Liquiditätshilfen für Betriebe und für Selbstständige", erklärte Weber.

Es müsse ermöglicht werden, dass Betriebe einen möglichst langen Zeitraum für eine Rückzahlung bekommen oder bei einer schwerwiegenden Krisenentwicklung auf Rückzahlungen auch verzichtet werden könnte. "Eine denkbare Maßnahme wäre Kurzarbeit für Minijobber", sagte Weber außerdem. Minijobber hätten zwar normalerweise kein Recht auf Kurzarbeit, weil sie auch nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Es spreche jedoch vieles dafür, das in dieser Situation dennoch zu ermöglichen.
Video - ZEW-Präsident zur Corona-Krise Wambach: "Wird ohne Insolvenzen nicht gehen"
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 48159.html
Quelle: ntv.de, shu/rts
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Jobangst in der Coronakrise - Wissenswertes rund um das Thema Kündigung

Postby Weltbookadmin47 » 19. Mar 2020 12:27

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Jobangst in der Coronakrise - Wissenswertes rund um das Thema Kündigung

Immer mehr Menschen haben in diesen Tagen Angst um ihren Job. Doch wer darf überhaupt einfach gekündigt werden ? Und ändert sich durch die Coronakrise etwas an den Fristen ? ntv fragt bei einer Anwältin nach.

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 53396.html

Quelle: ntv.de
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Existenzbedrohung durch Corona - So hilft der Staat Kleinbetrieben

Postby Weltbookadmin47 » 21. Mar 2020 16:32

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Existenzbedrohung durch Corona - So hilft der Staat Kleinbetrieben
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Ob geschlossen oder noch offen, Betrieben soll geholfen werden.

(Foto: imago/allOver-MEV)
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Ungeachtet dessen, wie übel das Coronavirus noch wütet, ist schon jetzt klar, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben werden. Wobei es besonders arg für kleine Selbständige kommen wird. Doch auch ihnen soll aus der Patsche geholfen werden.

Für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige kommt es derzeit knüppeldick. Aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus bleiben entweder die Kunden weg, werden Aufträge storniert oder der Laden muss gleich geschlossen bleiben. Je nachdem wie das Geld verdient wird. Um das schlimmste zu verhindern, möchte die Bundesregierung nun 40 Milliarden Euro bereitstellen. Zehn Milliarden Euro davon sollen als direkte Zuschüsse an notleidende Ein-Mann-Betriebe und Kleinstunternehmen vergeben werden, der Rest von 30 Milliarden Euro als Darlehen, wie Steuertipps.de berichtet.

Konkret sind Zuschüsse von 9000 bis 10.000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern und bis 15.000 Euro für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten im Gespräch. Die Zuschüsse sollen maximal drei Monate gezahlt werden. Die Hilfen sollen am kommenden Montag im Kabinett beschlossen werden. Ob die finanzielle Unterstützung tatsächlich nötig war, soll erst im Nachhinein geprüft werden. Falls sich dann herausstellt, dass die Hilfen unberechtigt in Anspruch genommen wurden, sollen die Zuschüsse im Nachhinein in Darlehen umgewandelt werden. Wie und wo genau die Hilfen beantragt werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Kein grundsätzlicher Anspruch auf Entschädigung

Zudem kann vom Arbeitgeber schon jetzt für seine Beschäftigten Kurzarbeit beantragt werden. Der Bundestag hat kurzfristig ein neues Gesetz auf den Weg gebracht. Rückwirkend zum 1. März können Betriebe Kurzarbeitergeld nun bereits nutzen, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Bislang musste das ein Drittel der Arbeitnehmer sein. Vorausgesetzt, für sie werden Beiträge zur Arbeitslosenversicherung entrichtet.

Aber auch das Finanzamt hilft. So können auch kleine Unternehmen und Selbständige, die wegen des Coronavirus in die Bredouille geraten sind, auf Antrag Vorauszahlungen herabsetzen, fällige Steuern in Raten zahlen oder sich diese zinslos stunden lassen.

Einen grundsätzlichen Anspruch auf Entschädigung gibt es bisher für Selbständige, Kleinbetriebe oder Freiberufler nicht. Es sei denn sie werden unter Quarantäne gestellt. Dann erhalten sie Verdienstausfall nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Und zwar von der Behörde, welche die Quarantäne angeordnet hat. Die Entschädigung bemisst sich nach den letzten Jahreseinnahmen, die dem Finanzamt gemeldet wurden. Bei einer Existenzgefährdung können Selbständige, deren Betrieb oder Praxis während der Dauer der Quarantäne ruhen muss, neben der Entschädigung auf Antrag auch einen Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang erhalten.

Quelle: ntv.de, awi
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Preis sinkt, Nachfrage steigt - Gold als Krisenschutz birgt viele Risiken

Postby Weltbookadmin47 » 24. Mar 2020 13:19

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Dienstag, 24. März 2020
Preis sinkt, Nachfrage steigt - Gold als Krisenschutz birgt viele Risiken
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Händler kommen kaum hinterher wegen der großen Nachfrage nach Goldmünzen und -barren.

(Foto: picture alliance/dpa)
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In der Krise horten die Deutschen nicht nur Toilettenpapier. Auch die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist gestiegen. Die Edelmetallhändler berichten von Lieferschwierigkeiten. Gold gilt zwar traditionell als krisensichere Geldanlage, ist aber keineswegs so sicher, wie manche glauben.

Zu Beginn der Corona-Krise standen die Kunden in langen Schlangen vor den Geschäften der Goldhändler. Diese Schlangen sind nun weg, die Läden geschlossen. Doch warten müssen Goldkäufer immer noch. Das Geschäft mit Goldmünzen und -barren boomt weiterhin. Die Händler bieten das Edelmetall nun ausschließlich online an und die Nachfrage ist so groß, dass etwa Auragentum seine Kunden vor Verzögerungen bei der Auslieferung warnt. Gleichzeitig berichten mehrere Goldhändler von Nachschubproblemen wegen Behinderungen an den Grenzen und Personalproblemen bei den Herstellern der Barren und bei Transportunternehmen.
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Marktberichte 23.03.20
Gold ist Trumpf Wall Street verliert trotz Fed-Maßnahmen

Die Ursache der ungewöhnlich hohen Nachfrage ist offensichtlich: Viele Menschen glauben, dass sie mit Gold ihr Vermögen gegen die unabsehbaren Folgen der Coronakrise schützen können - vor allem in physischer Form, so dass sie es mit nach Hause nehmen oder im Bankschließfach lagern können. Ob das so gelingt, ist allerdings fraglich. Denn während in Deutschland Privatanleger die Geschäfte der Edelmetall-Händler belagerten, stießen die großen institutionellen Investoren ihr Gold massenweise ab.

Dem Ruf eines krisensicheren Hafens wird Gold derzeit nicht gerecht. Viele Fonds etwa verkaufen ihre Goldbestände ebenso wie als sicher geltende Staatsanleihen, um damit Löcher aufgrund herber Verluste etwa bei ihren Aktieninvestments zu stopfen.

Gegenüber dem langjährigen Hoch bei gut 1700 US-Dollar (1582 Euro) pro Feinunze Anfang März sank der Goldpreis an den Börsen zwischenzeitlich um rund 15 Prozent. Damit ist Gold zwar immerhin stabiler als die meisten Aktienindizes. Aber vor allem bei der Investition in physisches Gold müssen Privatanleger weitere Wertverluste einkalkulieren. Denn Gold wirft nicht nur im Gegensatz zu vielen Aktien keine Dividenden oder Zinsen ab. Die Lagerung in Tresoren oder Schließfächern kostet Geld. Vor allem aber verlangen die Händler für Münzen und Barren beim Verkauf Aufschläge und beim Ankauf Abschläge auf den Börsenpreis. Die Aufschläge beim Verkauf sind aufgrund der großen Nachfrage zuletzt kräftig auf bis zu zehn Prozent gestiegen.

Goldbefürworter weisen darauf hin, dass sich der Goldpreis in vergangenen Krisen nach anfänglichen Einbrüchen schneller erholte als andere Anlageklassen. Ob das auch dieses Mal so sein wird, ist allerdings völlig offen. Unklar ist etwa, ob und wie schnell der weltweit zum Erliegen gekommene Schmuckverkauf wieder auf die Beine kommt. Eine große Rolle spielen zudem die Zentralbanken weltweit. Sie waren in den vergangenen Jahren der wichtigste Treiber des Goldpreises, denn sie haben ihre Reserven massiv ausgebaut und insgesamt Hunderte Tonnen gekauft. Diese Bestände könnten sie in der nun beginnenden Krise verkaufen, um ihre jeweilige Währung zu stützen.

Quelle: ntv.de, mbo
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Extreme Volatilität - Börse schwankt zwischen Krisenpanik und Hoffnung

Postby Weltbookadmin47 » 25. Mar 2020 13:15

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Mittwoch, 25. März 2020
Extreme Volatilität - Börse schwankt zwischen Krisenpanik und Hoffnung
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In den USA und Deutschland werden heute gewaltige Hilfspakete verabschiedet. Auch einzelne Unternehmen können mit positiven Nachrichten aufwarten. Die Börsen drehen allerdings nach zwischenzeitlichen Kurssprüngen wieder ins Minus.

Anleger resignierten Vormittag nach einem Sprung über die Hürde von 10.000 Dax-Punkten schnell wieder. Mit der Einigung auf ein US-Konjunkturpaket im Rücken stieg der Leitindex zwar erstmals seit zwei Wochen zeitweise über die psychologisch wichtige Marke. Der Index legte zunächst viereinhalb Prozent auf 10.137 Punkte zu, fiel aber anschließend wieder in den vierstelligen Bereich.

Im Laufe des Vormittages gab der Dax die Gewinne vollständig ab und lag 0,4 Prozent schwächer bei 9658 Zählern, während sein europäisches Pendant, der Eurostoxx50 ähnlich schwach bei 2706 Punkten notierte.

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie machte der US-Kongress den Weg frei für ein zwei Billionen Dollar schweres Hilfspaket. Die Abstimmung über die Wirtschaftshilfen in der Kongresskammer ist im Laufe des Tages geplant.
Dax
Dax 9.529,92

Schlechte Nachrichten kamen jedoch aus den deutschen Chefetagen, wo die Rezessionsängste noch größer sind als befürchtet. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für März fiel auf 86,1 Punkte von 96,0 Zählern im Februar. "Das Rezessionssignal ist laut und untermauert die Angst vor einem heftigen Konjunkturabsturz", sagte Ökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe.
Große Kurssprünge bei Einzelwerten

Marktteilnehmern ging die Börsenhausse der vergangenen Tage ohnehin eine Spur zu schnell. Am Dienstag hatte der Leitindex mit einem Plus von elf Prozent bereits den größten Tagesgewinn seit Oktober 2008 eingefahren. "Solche Rallys erzeugen steile Trends, die durch den Zwang der Eindeckung ausgelöst werden, aber sie sind keine Käufe von neuen, überzeugten, langfristig orientierten Anlegern", erläutert Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Eindecken mit Aktien müssten sich beispielsweise Leerverkäufer, die auf fallende Kurse gesetzt haben. Auch computergestützte Handelssysteme spielten bei dem rasanten Anstieg eine Rolle. Die Börse befinde sich aber immer noch in einem Bärenmarkt. "Anleger sollten die aktuelle Erholung mit Vorsicht genießen, die Volatilität ist weiterhin hoch und bekanntlich macht das Hin und Her in solchen Zeiten die Taschen leer", warnte Analyst Salah Bouhmidi vom Brokerhaus DailyFX.
Brent Rohöl
Brent Rohöl 26,13

An den Ölmärkten kippte die anfangs positive Stimmung am Mittwoch ebenfalls. Ein Fass der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 26,80 Dollar. An den Anleihemärkten kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere auf minus 0,287 Prozent von zuvor minus 0,323 Prozent.

Am Devisenmarkt schwächte sich der Dollar ab. Der Dollar-Index, der die Devise zu anderen wichtigen Währungen misst, fiel um 0,8 Prozent auf 101,20 Punkte. Börsianer blieben aber skeptisch, ob der Run auf die Weltleitwährung durch die US-Geldflut nachhaltig nachlässt. Eon die Spitzenposition im Dax ein und kletterten um bis zu 12,7 Prozent, halbierten ihre Kursgewinne aber anschließend. Ein Anstieg beim Gewinn und der geplanten Dividende erfreute die Anleger. Europaweit waren Aktien aus der Energiebranche gefragt, der Sektorindex legte mehr als vier Prozent zu.

Thyssenkrupp-Papiere sprangen nach Vereinbarungen für die schwächelnde Stahlsparte um bis zu 24 Prozent nach oben. Börsianern gefielen die im Kampf gegen die Krise beschlossenen Schritte wie der Abbau von 3000 Stellen und zugleich massive Investitionen.

Der von der Krise besonders betroffene europäische Reise-und Tourismussektor verzeichnete auf Sicht von zwei Tagen den zweitstärksten Anstieg seit der Finanzkrise 2008. Etliche Fluggesellschaften haben mittlerweile Staatshilfen beantragt. Aktien von Air France-KLM, British Airways-Eigner IAG, Ryanair und EasyJet gewannen zwischen sieben und dreizehn Prozent. Aktien der Lufthansa verloren hingegen mehr als vier Prozent.
Zum Artikel - Bilder + Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Boerse-s ... 67598.html
Quelle: ntv.de, mbo/dpa
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Angst um den Job - Ist Corona ein Kündigungsgrund ?

Postby Weltbookadmin47 » 25. Mar 2020 14:51

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Mittwoch, 25. März 2020
Angst um den Job - Ist Corona ein Kündigungsgrund ?
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Auch in Coronavirus-Zeiten muss man eine Kündigung nicht einfach so hinnehmen.

(Foto: imago images / Panthermedia)
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Aufgrund der Maßnahmen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie bangen viele Arbeitnehmer zurzeit um ihren Arbeitsplatz. Und das zu Recht. Doch ist eine Kündigung wegen der Corona-Krise überhaupt gerechtfertigt?

Der Schaden für die Wirtschaft wird mit jedem Tag größer, an dem die strengen Regelungen der Bundesregierung wegen der aktuellen Corona-Krise gültig sind. Laut der Bundesagentur für Arbeit haben mehr als 76.000 Betriebe in Deutschland Kurzarbeit angekündigt. Nicht wenige Firmen kündigen ihren Mitarbeitern sogar fristlos. Lohnt sich die Einreichung einer Kündigungsschutzklage überhaupt, wenn Corona als Grund genannt wird?
Fristlose Kündigungen meist unwirksam

Zunächst einmal gilt auch in Zeiten der Corona-Krise der übliche Kündigungsschutz. Eine fristlose Kündigung ist daher laut dem Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck in den meisten Fällen unwirksam: "Wenn der Arbeitnehmer länger als ein halbes Jahr dabei war und der Arbeitgeber mehr als zehn Mitarbeiter hat, gilt das Kündigungsschutzgesetz. Dann darf der Arbeitgeber nicht einfach so kündigen", erklärt er gegenüber ntv.de.

Eine fristlose Kündigung ist nur dann gerechtfertigt, wenn eine schwerwiegende Pflichtverletzung seitens des Arbeitnehmers vorliegt. Das heißt, sie ist immer nur verhaltensbedingt. So eine fristlose Kündigung ist zum Beispiel wirksam, wenn ein Mitarbeiter der Arbeit aufgrund der Angst vor dem Coronavirus fernbleibt oder Atemschutzmasken stiehlt. In allen anderen Fällen muss der Chef einen Kündigungsgrund angeben.
Erkrankte haben kein erhöhtes Risiko

Eine krankheitsbedingte Kündigung, weil ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde und in Quarantäne muss, ist ebenso unzulässig. "Wenn jemand an Corona erkrankt, dann hat er ja noch gar nicht die benötigte Zeit, also mindestens sechs Wochen im Jahr, erreicht", sagt Bredereck. Zusätzlich müsste bei einer krankheitsbedingten Kündigung auch noch abzusehen sein, dass sich der gesundheitliche Zustand des Mitarbeiters auch in Zukunft nicht bessert. Auch wenn jemand bereits öfter krank war, ist eine fristlose Kündigung daher meist unwirksam. Der Arbeitgeber muss hier außerdem erst einmal nachweisen, dass er ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchgeführt hat.

Auszubildende müssen ebenso nicht um ihren Ausbildungsplatz fürchten. "Nach Ablauf der Probezeit von vier Monaten können Ausbildungsverhältnisse nur noch fristlos gekündigt werden. Das heißt, da braucht der Arbeitgeber einen sehr heftigen Kündigungsgrund. Den hat der nicht bei Corona", erklärt der Anwalt.
Erfolgschancen trotz Krise nicht schlechter

Die aktuelle wirtschaftliche Talfahrt führt dazu, dass bei vielen Arbeitnehmern betriebsbedingte Kündigungen ins Haus flattern. Das sollte man keineswegs einfach hinnehmen, so Bredereck: "Es ist doch ein Irrglaube, zu denken, dass alle Unternehmen gleich pleite sind. Zwar haben sie keine Aufträge, aber wir haben Hilfszahlungen in Ankündigung. In einigen Monaten kann es wieder besser sein". Wie bei allen anderen Kündigungen auch sollten Arbeitnehmer also in so einem Fall nicht zögern und sofort einen Anwalt einschalten. Innerhalb von drei Wochen muss bereits nach dem Kündigungsschutzgesetz eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht eingereicht werden. Wird die Frist nicht eingehalten, ist die ausgesprochene Kündigung automatisch wirksam.

Die Chancen, mit der Klage erfolgreich zu sein, stehen nicht unbedingt schlecht. Handelt es sich um eine betriebsbedingte Kündigung in einem größeren Betrieb aufgrund fehlender Aufträge oder drohender Insolvenz, wird in Zeiten der Hektik unter Umständen oft gegen arbeitsrechtliche Vorgaben verstoßen. Zum Beispiel unterzeichnet eine nicht berechtigte Person die Kündigung und nicht der Chef, weil dieser sich in Quarantäne befindet. Wer seinen Job trotz aller Bemühungen nicht retten kann, hat dennoch gute Chancen auf eine angemessene Abfindung. Schon allein deswegen lohnt es sich, einen Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

Quelle: ntv.de, imi
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Supermärkte suchen Helfer - An die Regale, fertig, los

Postby Weltbookadmin47 » 26. Mar 2020 13:23

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Donnerstag, 26. März 2020
Supermärkte suchen Helfer - An die Regale, fertig, los
Von Diana Dittmer
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Die Ware ist eigentlich da - es braucht nur mehr Hände, sie in die Regale zu räumen.

(Foto: imago images/Future Image)
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Wer in der Coronavirus-Krise nicht arbeiten oder studieren kann, kann sich anderweitig nützlich machen. Supermarkt- und Drogerieketten suchen dringend Personal zum Füllen der Regale. Online-Portale vermitteln. Analog war gestern, nur digital können Lücken schnell geschlossen werden.

Der deutsche Arbeitsmarkt sortiert sich in der Corona-Krise neu. Die einen haben unfreiwillig wenig bis gar nichts zu tun - außer vielleicht dem Ende der Pandemie entgegenzufiebern. Die anderen können sich vor Arbeit nicht retten. Während das Gros der Geschäfte geschlossen hat, möglicherweise schon ums Überleben kämpft und nicht weiß, ob alle Arbeitsplätze erhalten bleiben, kämpfen einige wenige mit einem außergewöhnlichen Kundenansturm, dem sie kaum gewachsen sind.

Dazu gehören Supermarkt- und Drogerieketten. Sie stehen seit Ausbruch der Corona-Krise unter zunehmendem Druck. Jeden Tag müssen Mitarbeiter leergekaufte Regale frisch bestücken. Weil das Personal fehlt, kommen sie häufig nicht hinterher. Auch der Online-Handel braucht in Zeiten von Kontaktsperren mehr helfende Hände denn je. Die Waren müssen verpackt und von A nach B transportiert werden. Entsprechend werden auch händeringend Berufskraftfahrer gesucht.

Ebenfalls zu den Leidtragenden, weil Arbeitskräfte fehlen, zählt die deutsche Landwirtschaft. Noch herrscht auf den Feldern gähnende Leere. Normalerweise ändert sich das bald. Im April beginnt die Erntezeit. Den Landwirten fehlen aber bis zu 300.000 Arbeitskräfte, wie das Landwirtschaftsministerium schreibt. Noch im vergangenen Jahr waren Tausende Erntehelfer zur Saison aus Polen und Rumänien angereist und hatten dafür gesorgt, dass der frische Spargel hierzulande pünktlich auf den Tisch kommt. Bleiben die Arbeiter nun wegen geschlossener Grenzen und Reiseverboten weg, drohen Obst und Gemüse auf den Feldern zu verrotten.
Die Stunde der digitalen Jobvermittler

Unter Hochdruck versuchen Bund, Länder und Arbeitsagenturen nun, solche Lücken bei wichtigen Arbeitskräften zu schließen. Helfen sollen dabei neue Online-Portale wie daslandhilft.de oder saisonarbeit-in-deutschland.de, die Bund und Länder in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Maschinenringe und dem Bauernverband (DBV) im Schnellverfahren aus der Taufe gehoben haben. Bei der Vermittlung der dringend benötigten Arbeitskräfte gibt es neben den großen aber auch kleine Initiativen, die in diesen Zeiten ebenfalls wichtig sind, um Lücken in Personaldecken zu schließen.
In der App suchen und finden sich Hilfesuchende und potenzielle Helfer.

"Der Andrang ist hoch", sagt Zenjob-Gründer Trott.

(Foto: Zenjob)

Die Berliner Zeitarbeits-App Zenjob, die seit vier Jahren am Start ist, hat allein in der vergangenen Woche deutschlandweit über 5000 studentische Hilfskräfte an Drogerie- und Supermarktketten vermittelt, doppelt so viele wie in der Woche zuvor. 30.000 Studenten in Deutschland nutzen die App bereits. "Der Andrang ist hoch", sagt Fritz Trott, einer von drei Gründern, ntv.de. Die Bereiche Lebensmittel, Logistik und Einzelhandel hätten in der Krise plötzlich 100 Prozent mehr Bedarf an Mitarbeitern. "Und wir können problemlos hochfahren."

"Durch unsere Technologie sind wir in der Corona-Krise ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde gekommen", erklärt Trott. Der Zeitarbeitsmarkt sei "intransparent, offline und viel zu langsam". Eine digitale Zeitarbeitsfirma sei effektiver. Denn im Augenblick seien Schnelligkeit und Unkompliziertheit gefragt.

Die Handhabung der Zenjob-App ist für alle Beteiligten, Studenten wie Arbeitgeber, unkompliziert. Wird Personal benötigt, können sich Unternehmen online melden. Der Personaldienstleister für große und mittelständische Unternehmen stellt den Job auf die App und die registrierten Studenten können zugreifen und ihre Arbeit antreten. Bezahlt werden sie von Zenjob. Da beliebte Studentenjobs wie Kellner in der Gastronomie oder Messe- oder Event-Hostess für Promotion derzeit wegfallen, stehen auch entsprechend mehr Studenten für Supermärkte, Lager und Verwaltungstätigkeiten zur Verfügung. Die Motivation und Einsatzbereitschaft der jungen Leute seien hoch, lobt Zenjob-Gründer Trott. Die Vorurteile gegen die Generation Z könne er nicht bestätigen, sagt er ntv.de.
Helfer werden sofort gebraucht

Wichtig sind den Gründern von Zenjob sowie ihren 250 Mitarbeitern in der derzeitigen Lage vor allem zwei Dinge: Zum einen warnen sie ihre registrierten Kunden, Corona ernst zu nehmen. Zum anderen unterstützen sie jetzt die Unternehmen, "die strukturell die Arbeitskräfte brauchen". Landwirtschaft und Erntehelfer waren noch nicht im Programm, weil Studenten eher in Ballungsräumen als auf dem Land leben. Aber auch hier wolle man jetzt helfen, sagt Trott. Um die Initiatoren von daslandhilft.de und Saisonarbeit-in-Deutschland.de zu unterstützen, spreche man bereits mit Betrieben und Verbänden.

Die beiden Online-Jobbörsen können sich ebenfalls nicht über einen Mangel an Hilfesuchenden und interessierten Helfern beklagen. Wo es hakt, scheint die analoge Jobvermittlung zu sein. Die Agentur für Arbeit in Recklingshausen stellt fest, dass potenzielle Helfer für den Einzelhandel es zum jetzigen Zeitpunkt nicht eilig hätten mit ihrem Arbeitsbeginn: "Es wird ausdrücklich nach einem Arbeitsbeginn Anfang Mai oder Juni gefragt", zitiert die Zeitung "Ruhrnachrichten" die Sprecherin Cordula Cebulla. Wichtig ist aber, dass Helfer und Hilfesuchende jetzt zusammenfinden. Denn jede Hand wird gebraucht. Finden kann man sie digital.

Quelle: ntv.de
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Erste KfW-Hilfskredite gezahlt - Banken werden geradezu überrannt

Postby Weltbookadmin47 » 27. Mar 2020 12:25

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Freitag, 27. März 2020
Erste KfW-Hilfskredite gezahlt - Banken werden geradezu überrannt
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Bis Mittwochabend lagen der KfW 195 Anträge über insgesamt 4,8 Mrd. Euro vor.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Infolge der Corona-Krise brechen in vielen Branchen in kürzester Zeit Aufträge und Umsätze weg. Gerade kleine Betriebe bangen um ihre Existenz und fragen sich, ob die staatlichen Rettungskredite rechtzeitig ankommen. Banken und Sparkassen versichern, die Flut der Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten.

Der Zeitdruck ist gewaltig: Die ersten KfW-Hilfskredite sind bereits in der ersten Woche des staatlichen Sonderprogramms ausgezahlt worden. Banken und Sparkassen werden geradezu überrannt von Anfragen - und sie versichern unisono: Wir tun alles, um kleinen wie großen Firmen in der Corona-Krise rasch zu helfen. Bis Mittwochabend lagen der staatlichen Förderbank KfW 195 Anträge über insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor. "Wir erhalten Kreditanträge über alle Größenklassen verteilt, der Schwerpunkt liegt jedoch bei kleinvolumigeren Kreditanträgen bis eine Million Euro", sagte eine KfW-Sprecherin in Frankfurt. "Die KfW ist darauf vorbereitet, auch hohe Stückzahlen von Krediten zu bearbeiten." KfW-Chef Günther Bräunig sagte dem "Handelsblatt", er stelle sich auf bis zu 100.000 Anträge ein.
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Politik 25.03.20
Altmaier zu Corona-Krise "Abschwungsphase wird heftiger als Finanzkrise"

Der Bäcker an der Ecke, die Stammkneipe oder der Malermeister - viele kleine Betriebe bangen um ihre Existenz. Infolge der Corona-Krise sind Aufträge und Umsätze binnen kürzester Zeit weggebrochen, Kosten wie Mieten und Strom aber müssen weiterhin bezahlt werden. Aber auch ganze Branchen wie Luftfahrt und Automobilindustrie trifft es hart.

Seit dem 23. März können Firmen Mittel aus dem KfW-Sonderprogramm bei ihrer Hausbank beantragen. Die staatliche Förderbank - und damit die öffentliche Hand - übernimmt den Großteil des Risikos für den Fall, dass Unternehmer das Geld nicht zurückzahlen können. Bei Betriebsmittelkrediten und Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen trägt die KfW 90 Prozent des Kreditrisikos.
"Nerven vieler Unternehmer liegen blank"

Bei größeren Firmen sind es 80 Prozent. Für Kredite bis drei Millionen Euro pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eine eigene Risikoprüfung. Bei Summen bis zehn Millionen Euro gibt es eine vereinfachte Prüfung. Die Zinsen liegen je nach Größe des Unternehmens zwischen 1 und 2,12 Prozent bei Krediten mit fünf Jahren Laufzeit. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte unbürokratische Bearbeitung zugesichert: "Die Auszahlung erfolgt schnellstmöglich, denn wir wissen, dass für viele Unternehmen jede Woche zählt." Unter anderem DIHK-Präsident Eric Schweitzer hatte zur Eile gemahnt: "Die Nerven vieler Unternehmer liegen blank, denn sie haben bereits einige Wochen Durststrecke hinter sich."

Die Kreditwirtschaft ist bemüht, die Flut der Anträge schnellstmöglich abzuarbeiten - allerdings betonen Banken und Sparkassen auch, Kreditanträge würden weiterhin sorgfältig geprüft. Banken müssten "die Risiken weiter im Blick behalten", sagte etwa Stefan Bender, Leiter Unternehmensbank Deutschland der Deutschen Bank. "Wie lange die Bonitätsprüfung dauert, hängt auch vom jeweiligen Kunden und seinem Risiko ab. Und klar ist auch: Wenn der Kunde schon vor der Corona-Krise massive Probleme hatte, sein Geschäft fortzuführen, bekommt er möglicherweise keinen Förderkredit." Bei Deutschlands größtem Geldhaus seien innerhalb der ersten drei Tage mehr als 10.000 Kundenanfragen aller Größenordnungen eingegangen. "Auch wir haben unsere Prozesse deutlich vereinfacht und konnten schon in den ersten Stunden Kreditzusagen geben", sagte Bender.
Banken sehen sich als Teil der Lösung
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Wirtschaft 24.03.20
Milliarden von Regierung So kommen Betriebe an die Corona-Hilfen

Auch die Commerzbank bemüht sich um Tempo, verweist aber ebenfalls auf die Notwendigkeit einer genauen Prüfung der Anträge. "Die 90-prozentige Haftungsübernahme des Staates hilft natürlich bei der Bewilligung von Krediten, aber sie ersetzt nicht die individuelle Risikoprüfung", sagte der Firmenkundenchef des Instituts, Roland Boekhout. "Eine Komplettübernahme der Haftung würde den Prozess natürlich noch beschleunigen."

KfW-Chef Bräunig betonte indes, die bislang vorgesehene Mithaftung der Banken solle beibehalten werden. "Ich halte es für wichtig, dass bei den Banken eine Mithaftung von 10 beziehungsweise 20 Prozent verbleibt. Das erscheint mir die entscheidende Mindestgrenze zu sein", sagte er dem "Handelsblatt". Aus der Wirtschaft waren Forderungen laut geworden, die Bundesregierung solle die Hilfskredite zu 100 Prozent absichern, um das Geld so noch schneller an die Firmen zu bringen.

Die Banken selbst betonten zuletzt immer wieder, sie sähen sich - anders als in der Finanzkrise 2008/2009 - als Teil der Lösung. "Noch nie haben wir ein Programm so schnell startklar bekommen", stellte Bräunig fest. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, hatte in der vergangenen Woche geschildert, einzelne Institute hätten sogar Mitarbeiter aus dem Ruhestand zurückgeholt, um Kreditanträge schnell zu bearbeiten.
Zum Artikel + Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Banken-w ... 72697.html
Quelle: ntv.de, jki/dpa
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Bayern zahlt am meisten aus - Hilfe erreicht 360.000 kleine Betriebe

Postby Weltbookadmin47 » 28. Mar 2020 12:21

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Samstag, 28. März 2020
Bayern zahlt am meisten aus - Hilfe erreicht 360.000 kleine Betriebe
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Bund und Länder unterstützen Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen in der Corona-Krise durch Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die Lawine an Hilfsgeldern im Kampf gegen Corona-Pleiten rollt. Laut einem Medienbericht wurden binnen weniger Tage knapp 140 Millionen Euro an Selbstständige und Kleinunternehmer überwiesen. Das meiste Geld fließt in Bayern.

Firmen in Deutschland, vor allem aus Bayern, beantragen in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise.

Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden.

Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen.

In Brandenburg wurden 2,5 Millionen Euro bewilligt, in Berlin gingen Anträge in Höhe von 20 Millionen Euro ein. Niedersachsen habe am Freitag eine Millionen Euro ausgezahlt.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa
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Kontaktloses Zahlen - Banken verdoppeln Limit

Postby Weltbookadmin47 » 30. Mar 2020 13:04

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Montag, 30. März 2020
Kontaktloses Zahlen - Banken verdoppeln Limit
Mit der neuen Sparkassen-Girocard sollen kleine Beträge kontaktlos und somit schnell abgebucht werden können. (Bild: Deutscher Sparkassen- und Giroverband/dpa/tmn).

Nach Angaben der Kreditwirtschaft sind inzwischen 75 Millionen der gut 100 Millionen Girocards in Deutschland mit der Kontaktlosfunktion ausgestattet.
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Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus lässt die Banken mehr Abstand vom Bargeld nehmen. Die Deutsche Kreditwirtschaft wird das Limit für kontaktlose Zahlungen auf 50 Euro erhöhen.

Millionen Girocardbesitzer in Deutschland sollen an der Kasse bald Beträge bis zu 50 Euro kontaktlos quasi im Vorbeigehen bezahlen können. Die Deutsche Kreditwirtschaft will das Limit für die Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe im Handel von 25 auf 50 Euro pro Nutzung verdoppeln.
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Wirtschaft 16.03.20
Nach Bezahlen Hände waschen Kann Coronavirus per Bargeld übertragen werden?

Damit werde der "Einsatz dieser hygienischen Bezahlmethode" erweitert, teilte der Dachverband der fünf großen Bankenverbände mit. "Gerade in der aktuellen Situation erleichtert dies zusätzlich den Bezahlvorgang an der Kasse für Handel sowie Kunden." Technisch umgesetzt werden soll die Änderung schnellstmöglich - das heißt voraussichtlich innerhalb weniger Wochen, um die Stabilität der Systeme aufrechtzuerhalten.

"Kontaktlos" bedeutet, dass der Kunde seine Kreditkarte oder Girocard nicht in ein Gerät einschieben muss. Die Daten werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Karteninhaber müssen im Girocard-System allerdings wegen gesetzlicher Vorgaben spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder die Pin eingeben.
Geschäfte wünschen weniger Bargeld

Nach Angaben der Kreditwirtschaft sind inzwischen 75 Millionen der gut 100 Millionen Girocards in Deutschland mit der Kontaktlosfunktion ausgestattet. Der Handel ermöglicht das schnelle Bezahlen nach jüngsten Zahlen an fast 755.000 Terminals - Tendenz steigend.

Viele Geschäfte ermutigen Kunden angesichts der Ausbreitung des Coronavirus, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Übertragung des Virus über Bargeld oder die Bankkarte zu vermeiden. Auch Kreditkartenanbieter wie Mastercard hatten das Limit für das kontaktlose Bezahlen vor Kurzem heraufgesetzt.

Quelle: ntv.de, jga/dpa/rts
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Näherinnen dürfen nicht helfen - "Die Abmahn-Anwälte haben zu viel Freizei

Postby Weltbookadmin47 » 1. Apr 2020 14:01

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Mittwoch, 01. April 2020
Näherinnen dürfen nicht helfen - "Die Abmahn-Anwälte haben zu viel Freizeit"
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Die Augsburger Näherei von Sina Trinkwalder könnte bis zu 60.000 Masken pro Tag produzieren.

(Foto: imago/epd)
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Die Näherei von Sina Trinkwalder in Augsburg könnte 60.000 dringend benötige Nasen-Mund-Schutzmasken liefern - täglich. Das dürfen sie und Tausende andere, die gerne helfen würden, aber nicht, weil "Abmahn-Anwälte zu viel Freizeit haben" und Politiker sie im Stich lassen, wie Trinkwalder ntv.de erzählt.

ntv.de: Sie möchten mit Ihrer Näherei in der Corona-Krise helfen. Warum können Sie das nicht so, wie Sie wollen?

Sina Trinkwalder: Wir nähen bereits rund 10.000 Mund-Nase-Abdeckungen - hier muss ich schon aufpassen, dass ich nicht 'Schutz' oder etwas Ähnliches sage. Aber es könnten auch 50.000 oder 60.000 sein. Wir dürfen sie im Moment aber nur im offiziellen Auftrag von Behörden oder systemrelevanten Einrichtungen im Rahmen der Notversorgung abgeben. Das heißt, wir produzieren zum Beispiel mehrere Zehntausend Stück gerade im Auftrag der Stadt Augsburg, das geht. Edeka, die als Lebensmittelhändler als systemrelevant gelten und ihre Mitarbeiter versorgen möchten, dürfen wir auch beliefern. Aber jede kleine Anfrage von privaten Pflegediensten etwa oder Kinderhospizen müssen wir ablehnen.

Wo liegt das Problem?
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Die Unternehmerin Sina Trinkwalder hat unter anderem die ökologisch-soziale Modefirma Manomana in Augsburg gegründet.

(Foto: imago/epd)

Das Problem sind Abmahn-Anwälte, die im Homeoffice gerade offenbar zu viel Freizeit haben! Unsere Masken sind, wie die anderer Textilbetriebe und vor allem die Tausender Frauen mit Nähmaschinen in ganz Deutschland, die eigentlich helfen wollen und auch können, nicht als Medizinprodukte zertifiziert. Wer sie dennoch in Umlauf bringt, kann sich unter Umständen strafbar machen. Das gilt sogar, wenn man sie verschenkt oder wie wir zum Selbstkostenpreis abgibt.

Können Sie die Masken aus Ihrer Näherei nicht einfach zertifizieren lassen?

Klar! Im Juli oder August könnten wir dann sicher relevante Stückzahlen liefern! Aber die dringenden Anfragen liegen natürlich jetzt vor. Wir bekommen täglich Hunderte E-Mails von flehenden Pflegeleitern, Ärzten und anderen, die teils überhaupt keine Schutzkleidung mehr haben. Vor allem die Tausenden Privatpersonen, die mit ihrer Nähmaschine helfen wollen, die können sich gar nicht zertifizieren lassen. Die sind zum Nichtstun verdammt oder gehen ein erhebliches Risiko ein.

Unter anderem hat der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger doch dazu aufgerufen, Masken zu nähen. Der müsste Ihnen doch helfen können.
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Ratgeber 31.03.20
Falscher Name kann teuer werden Masken-Schneidern drohen Abmahnungen

Die Ignoranz der Politiker regt mich besonders auf im Moment: Bei Presseterminen und auf Twitter geben sie wohlfeile Ratschläge. Aber tatsächlich kümmert sich gerade niemand darum, den wohl dringendsten Engpass im Gesundheitswesen zu beseitigen. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat uns auf Anfrage an das Gesundheitsministerium verwiesen. Da heißt es, wir sollen unser Anliegen bitte schriftlich einreichen. Auf die Antwort warten wir jetzt. In dieser ganzen Zeit infizieren sich jeden Tag Menschen oder verbreiten das Virus gerade bei den am stärksten Gefährdeten, den alten und kranken Patienten in Pflegeheimen, weil diese einfachsten Hygiene-Hilfsmittel fehlen!

Was fordern Sie konkret?

Hier ist die Bundesregierung gefordert, schnell Rechtssicherheit zu schaffen. Ich bin keine Juristin, aber es muss doch möglich sein, dass ein Minister sagt: "Wer hilft, den Engpass beim einfachen Mund-Nasen-Schutz zu beheben, hat nichts zu befürchten. Die Abmahn-Anwälte halten mal für zwei Monate die Füße still."

Mit Sina Trinkwalder sprach Max Borowski

Quelle: ntv.de https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Abma ... 84837.html
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Europa durch Coronavirus "in Gefahr" - Frage nach finanzieller Solidarität

Postby Weltbookadmin47 » 2. Apr 2020 10:52

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Europa durch Coronavirus "in Gefahr" - Frage nach finanzieller Solidarität spaltet EU
Die EU ist in Gefahr - davor warnt der CDU-Außenpolitiker Röttgen und kritisiert, dass die Mitgliedsländer keine einheitliche Linie zur Bewältigung der Corona-Krise haben. Vor allem ist unklar, wie die Finanzhilfen für hoch verschuldete und vom Virus besonders betroffene Länder aussehen sollen.

Video Wie sinnvoll wären "Corona-Bonds"?
Schuldenexplosion in Italien Führt die Corona-Krise zum Euro-Crash?
Video Merkel lehnt "Corona-Bonds" ab

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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 87182.html
Quelle ntv.de
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Staatshilfe - und dann ? - KfW-Kredite können zum Bumerang werden

Postby Weltbookadmin47 » 3. Apr 2020 12:29

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/KfW-Kred ... 90496.html

Freitag, 03. April 2020
Staatshilfe - und dann ? - KfW-Kredite können zum Bumerang werden
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Für die Auszahlung der meisten Kredite verlässt sich die KfW auf die Bonitätsprüfung der Hausbanken.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die staatliche Förderbank KfW rechnet mit einer Lawine von Anfragen nach Corona-Krediten. Für Unternehmen ist die Hilfe verlockend. Doch sie birgt Risiken.

50 Milliarden, vielleicht sogar 100 Milliarden Euro an Krediten will die Staatsbank KfW in den nächsten Wochen an große und kleine deutsche Unternehmen vergeben. Sie folgt dem Postulat von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der schon vor drei Wochen gefordert hatte: "Wir wollen, dass möglichst kein Unternehmen in Deutschland nur aufgrund der Corona-Epidemie in die Insolvenz gehen muss." Doch wenn das Geld vom Staat am Ende nicht reicht und sich ein Unternehmen doch unter den Schutz des Insolvenzrechts flüchten muss, können die KfW-Darlehen zu einem Bumerang werden. "Die Verlockung ist groß, vom Honigtopf zu naschen", warnt Insolvenzverwalter Lucas Flöther. "Aber ich muss sicher sein, dass ich das Darlehen auch zurückzahlen kann."
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Wirtschaft 02.04.20
Mietzahlungen gestoppt Galeria Karstadt Kaufhof schlüpft unter Schutzschirm

Denn ohne Sicherheiten gibt es keine KfW-Kredite, weil auch die Hausbank am Risiko beteiligt wird. Und wer ohnedies schon angeschlagen ist, muss im Zweifel das komplette Betriebsvermögen dafür anbieten. "Indem ich mein letztes Hemd hergebe, beraube ich mich aller Handlungsoptionen", sagt Flöther. Dann habe der Unternehmer den Gläubigern in einem Schutzschirmverfahren nichts mehr anzubieten, womit sich die Insolvenz abwenden lasse. Damit drohe die Zerschlagung - ohne Chance auf eine Sanierung.

"Über die KfW-Hilfen lässt sich nur Fremdkapital beschaffen. Aber das löst nicht das Problem - vor allem, wenn man vorher schon hoch verschuldet war", sagte Michael Baur, Europachef der Münchner Unternehmensberatung Alix Partners und Vorsitzender der Sanierer-Vereinigung TMA. "Man kauft sich damit nur mehr Zeit." Doch viele Unternehmenslenker hätten zwar Zeit nachzudenken, aber keine Erfahrung mit Krisen - seit zehn Jahren gab es für sie nur Wachstum zu managen. "Viele Unternehmen befinden sich nach wie vor in einer Schockstarre", sagt Unternehmensberater Baur. "Doch Abwarten ist keine Option."
"Eine reine Beruhigungspille"
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Wirtschaft 03.04.20
Mehr als eine Million Antragseingänge Behörden warnen vor Betrug bei Corona-Soforthilfe

Die Bundesregierung will verhindern, dass aus dem Schock Panik wird und Manager in Scharen zum Insolvenzrichter laufen - aus Angst, sonst für die finanziellen Folgen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Deshalb hat sie die Drei-Wochen-Frist für einen Insolvenzantrag für Coronavirus-Opfer bis Ende September ausgesetzt. Dass die Krise der Grund der Schieflage ist, wird immer dann angenommen, wenn das Unternehmen im Dezember noch gesund war. "Das ist eine reine Beruhigungspille", findet Flöther. "Der Aufschlag ist nachher umso härter." Frühzeitig ein Schutzschirmverfahren zu beantragen, könne der bessere Weg sein. Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof ist diesen Weg angesichts rapide leerer werdender Kassen und geschlossener Türen schon gegangen.

Dass die Zahl der Schieflagen von Unternehmen infolge der Krise steigen wird, daran haben Experten keinen Zweifel. Doch davor stehen einige Monate trügerischer Sicherheit. Noch haben Maschinen- und Anlagenbauer alle Hände voll zu tun, indem sie die Aufträge der vergangenen Monate abarbeiten. Aber irgendwann im Sommer fehlen die Orders, die während des Corona-Stillstands nicht mehr hereinkommen.
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Wirtschaft 01.04.20
Hilfe in der Corona-Krise Regierung stellt zwei Milliarden Euro für Startups bereit

Bei anderen, etwa in der Gastronomie, im Handel oder im Tourismus geht es schneller abwärts. Wenn der Umsatz komplett wegbreche, "bringt das die Firmen natürlich sehr viel schneller an den Rand des Abgrunds", sagt Dirk Markus, Vorstandschef des auf Sondersituationen spezialisierten Finanzinvestors Aurelius. "Bei Handelsfirmen sind oft zwei Drittel der Kosten Fixkosten, und bei den üblichen Margen ist in vier bis fünf Wochen der gesamte Vorjahresgewinn weg."
Krise als Chance

"Für einige Unternehmen wird es schwer werden", sagt die auf Restrukturierung spezialisierte Linklaters-Rechtsanwältin Sabine Vorwerk. "Ein klareres Bild hierzu werden wir wahrscheinlich ab Spätsommer haben." Auch Milbank-Anwalt Mathias Eisen erwartet eine spürbare Zunahme der Firmenpleiten erst in vier bis sechs Monaten. "Innerhalb dieses Zeitraums dürfte absehbar werden, wie stark der Umsatzeinbruch der einzelnen Firmen tatsächlich ist - und wie die Perspektiven im Einzelnen aussehen."

Das liegt dann oft nicht nur in der eigenen Hand - etwa bei Autozulieferern. Bevor die Autohersteller die Produktion wieder anlaufen lassen, müssen sie prüfen, ob ihre Lieferketten noch funktionieren. "Dabei werden sie auch darüber nachdenken, wie viele Lieferanten sie für ein bestimmtes Teil brauchen", sagt Alix-Berater Baur. Je wichtiger und größer ein Lieferant ist, desto größer ist die Chance, dass VW, Daimler oder BMW bereit sind, mehr oder schneller zu bezahlen - oder sogar mit Kapital aushelfen. Nicht alle Lieferanten könnten gerettet werden - womöglich nur einzelne, glaubt Baur. Für die Stärksten könne die Krise damit zur Chance werden. "Wer die Krise aktiv nutzt, kann in kurzer Zeit mehr Wert schaffen als in fünf Jahren vorher. Aber zu solchen strategischen Entscheidungen braucht man Mut."
Zum Artikel + Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/KfW-Kred ... 90496.html
Quelle: ntv.de, jga/rts
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Ruhe vor dem Sturm - Auto-Experte erwartet Rabattschlacht

Postby Weltbookadmin47 » 4. Apr 2020 13:26

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Samstag, 04. April 2020
Ruhe vor dem Sturm - Auto-Experte erwartet Rabattschlacht
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Kunden sollten mit dem Autokauf noch warten, empfiehlt Dudenhöffer.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Wegen der Coronavirus-Pandemie sind Autohäuser dicht, deshalb gibt es bei den Preisnachlässen keine neue Runde. Doch Automobil-Experte Dudenhöffer ist sich sicher: Es geht bald weiter abwärts.

In der Coronavirus-Krise geschlossene Autohäuser haben zu einer Pause in der Rabattschlacht für Neuwagen geführt. Hersteller und Händler verharrten im März mit ihren Aktionen auf dem bereits niedrigen Niveau des Vormonats, wie aus einer Marktstudie der Universität St. Gallen hervorgeht.

So stagnierten sowohl die bei Internet-Händlern gewährten Preisnachlässe wie die Zahl der Eigenzulassungen. Auch die offen beworbenen Sonderaktionen bewegten sich auf dem bekannten Niveau. Neu waren Eintauschaktionen für Gebrauchtwagen der eigenen Marke bei BMW und den Händlern der Marke Mercedes-Benz.

Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer erwartet aber in den kommenden Monaten einen Sturm, weil die bislang schwachen Verkäufe im Restjahr angekurbelt werden müssten. Kunden sollten derzeit abwarten, denn der Einbruch könne nur mit besseren Angeboten verhindert werden.

Quelle: ntv.de, jga/dpa
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uch Baugewerbe noch stabil - Einige Branchen trotzen der Krise

Postby Weltbookadmin47 » 6. Apr 2020 09:33

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Montag, 06. April 2020
Auch Baugewerbe noch stabil - Einige Branchen trotzen der Krise
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Auf dem Bau wird weiter gearbeitet. Und in Gesundheits- und Pflegeberufen sowieso.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)
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Handel, Dienstleistungen und weite Teile des produzierenden Gewerbes sind von der Coronakrise stark betroffen. Doch es gibt auch Sektoren, in denen der Einbruch kaum zu spüren ist.

Die deutsche Wirtschaft steht trotz aller Einschränkungen in der Krise nicht vollständig still. Nach einer Analyse des Instituts Prognos sind verschiedene Branchen momentan kaum oder nicht wesentlich betroffen. "Sie bilden damit das Fundament für Stabilität im aktuellen Ausnahmezustand", heißt es in der Untersuchung. Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten seien dort tätig. Diese Branchen stünden insgesamt für knapp 40 Prozent der Bruttowertschöpfung in Deutschland.
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Politik 04.04.20
Mittelstand droht Pleitewelle Bund plant weiteres Corona-Hilfspaket

Stabilitätsanker sind aus Prognos-Sicht vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen, der Bereich öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung sowie Erziehungs- und Unterrichtswesen. Zwar sind die Bildungseinrichtungen in Deutschland geschlossen, die Arbeit gehe aber vielerorts, dezentral und online, unvermindert weiter.

Auch im Baugewerbe beobachtet Prognos derzeit noch keine signifikanten Kriseneffekte. Diese Bereiche stehen den Angaben zufolge zusammen für gut 21 Prozent der Bruttowertschöpfung. Fast 30 Prozent der Erwerbstätigen seien dort beschäftigt.

Hinzu kämen unter anderem die Nahrungsmittel- und Futtermittelproduktion, der Lebensmittelverkauf, Postleistungen oder IT- und Informationsdienstleistungen. "Jene Beschäftigten, die für uns alle zurzeit das Alltagsleben möglichst gut aufrechterhalten, haben also nicht nur eine enorm wichtige gesellschaftliche Rolle", sagte Oliver Ehrentraut, Direktor und Chefvolkswirt von Prognos. Sie seien in ihren Branchen auch von herausragender Bedeutung dafür, "unsere Volkswirtschaft zu stabilisieren und den absehbaren Einbruch der Wirtschaftsleistung in Grenzen zu halten".
Zum Artikel + Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Einige-B ... 95014.html
Quelle: ntv.de, ino/dpa
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Geldgeschäfte in Corona-Zeiten - Banken verlangen meist eigene Vollmachten

Postby Weltbookadmin47 » 6. Apr 2020 11:41

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Montag, 06. April 2020
Geldgeschäfte in Corona-Zeiten - Banken verlangen meist eigene Vollmachten
Eine Bank-Vollmacht gilt unter Umständen auch nach dem Tod des Kontoinhabers. Foto: Franziska Koark

Die Vollmacht gilt ab der Unterschrift und nicht erst, wenn der Vorsorgefall eingetreten ist.

(Foto: dpa)
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Wer wegen des Coronavirus derzeit daheimbleiben muss, kann auch viele Geldgeschäfte nicht selbst erledigen. Die können im Prinzip auch andere übernehmen. Dafür sind aber Vollmachten nötig.

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt dafür, dass viele derzeit zu Hause bleiben. Das Problem: Nicht alles kann ohne Weiteres vom Sofa aus erledigt werden - zum Beispiel manche Bankgeschäfte. Die Lösung: Wer derzeit das Haus nicht verlassen darf, kann anderen dafür eine Vollmacht erteilen.

Allerdings reicht eine allgemeine Vollmacht in der Regel nicht aus. Banken und Sparkassen akzeptieren häufig nur eine notariell beglaubigte Vollmacht sowie instituts­eigene Formulare, erklärt die Stiftung Warentest.

Das bedeutet: Wer nicht zum Notar gehen möchte und Konten bei verschiedenen Banken hat, braucht für jede Bank eine eigene Vollmacht. Die instituts­eigenen Formulare müssen sowohl Kontoinhaber als auch Bevollmächtigte unterschreiben.
Kontakt mit der Bank aufnehmen

Das Problem: Banken und Sparkassen arbeiten derzeit nur mit einem eingeschränkten Angebot. Kunden müssten sich erst einmal informieren, welche Filiale geöffnet hat, sagt Sylvie Ernoult vom Bundesverband deutscher Banken. Die Situation sei derzeit außergewöhnlich. Angst, in einer fremden Filiale abgewiesen zu werden, müssten Kunden nicht haben. "In der Regel werden sich die Institute entgegenkommend zeigen."

Ähnlich ist die Situation auch bei den Sparkassen: "In Filialen, in denen der Publikumsverkehr vorübergehend eingeschränkt ist, kann meist ein Termin per Telefon vereinbart werden", sagt ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Nämlich dann, wenn wichtige Finanzgeschäfte doch persönlich vor Ort getätigt werden müssen. Die Berater unterstützten Kunden in der derzeitigen Situation verstärkt per E-Mail oder Telefon.
Mitunter sind Alternativen möglich

Sollten Kunden nicht in die Filiale können, zum Beispiel, weil sie unter Quarantäne stehen, sollten sie sich am besten telefonisch mit Beratern oder der Filiale in Verbindung setzen. Möglicherweise kommen laut DSGV weitere Verfahren für die sichere Bevollmächtigung infrage, zum Beispiel Videoident-Verfahren. "Oft lässt sich eine individuelle Lösung finden", sagt Sylvie Ernoult.

Bei Direktbanken kann eine Vollmacht in der Regel über das Internet erteilt werden. Auch hier müssen meist beide Beteiligte unterschreiben. Das unterschriebene Dokument wird dann per Post an die Bank geschickt. Bevollmächtigte weisen sich dabei in der Regel mittels Postident aus. Manche Banken bieten auch eine Identitätsprüfung per Video-Chat.
Vollmachten sollten keine Generalvollmachten sein

Bankvollmachten sind nach Angaben des Bankenverbandes meist keine Generalvollmachten. Vielmehr werden meist die Bankgeschäfte aufgeführt, die Bevollmächtigte erledigen dürfen. Dazu können zum Beispiel gehören: Überweisungen tätigen, Geld abheben oder dem Kontoinhaber eingeräumte Kredite in Anspruch zu nehmen. Neue Kredite können von Bevollmächtigten in der Regel nicht aufgenommen werden.

Wichtig zu beachten: Die Vollmacht gilt ab der Unterschrift und nicht erst, wenn der Vorsorgefall eingetreten ist, erklärt der Bankenverband. Es sollte sich bei Bevollmächtigten also um eine absolute Vertrauensperson handeln. Wer das Vertrauen verliert oder es sich anders überlegt, kann die Vollmacht jederzeit widerrufen. Darüber sollte die Bank unverzüglich - am besten schriftlich - informiert werden.

Ob die Vollmacht auch über den Tod hinaus gelten soll, kann ein Kontoinhaber selbst entscheiden. Sollte sie bestehen bleiben, müssen die Erben die Vollmacht im Zweifel widerrufen.

Quelle: ntv.de, Falk Zielke, dpa https://www.n-tv.de/ratgeber/Banken-ver ... 95429.html
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"Die Stunde Null" - Was können wir von Südkorea lernen ?

Postby Weltbookadmin47 » 7. Apr 2020 19:33

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Dienstag, 07. April 2020
"Die Stunde Null" - Was können wir von Südkorea lernen ?
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"Der Staat muss in einer solchen Krise stark sein", sagt Autor und Publizist Parag Khanna.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Den Westen trifft die Corona-Pandemie härter als Ostasien. Doch was machen Südkorea, Taiwan oder Singapur in der Seuchenbekämpfung besser? Im neuen Podcast "Die Stunde Null - Deutschlands Weg aus der Krise" verrät Bestsellerautor Parag Khanna die Lehren, die wir aus der Krise ziehen müssen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gelten asiatische Länder als Vorbild: Südkorea, Taiwan oder Singapur haben die Epidemie sehr schnell unter Kontrolle bekommen, die Zahl der Infektionen blieb relativ niedrig. Aber wie haben sie das geschafft?
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Parag Khanna ist Politikwissenschaftler, Berater und Publizist.

(Foto: Parag Khanna)

Was sind die richtigen Kriterien in der Strategie der Seuchenbekämpfung? Und was genau können wir von diesen Ländern lernen? Capital" -Chefredakteur Horst von Buttlar fragt in einer neuen Folge von "Die Stunde Null - Deutschlands Weg aus der Krise" den Bestsellerautor Parag Khanna.

Khanna stammt aus Indien, hat eine Strategieberatung und veröffentlichte zuletzt das Buch "Unsere asiatische Zukunft". Er ist aktuell in Singapur und kann berichten, wie die Lage vor Ort ist.

Der neue Podcast "Die Stunde null - Deutschlands Weg aus der Krise" spürt im Gespräch mit Unternehmern, Gründern und Ökonomen möglichen Exit-Strategien nach.
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Alle Folgen finden Sie bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer, Soundcloud und Spotify. " Die Stunde Null - Deutschlands Weg aus der Krise " ist eine Produktion der Content Alliance in Kooperation mit Capital, Stern und ntv.
Bilder + Tabellen https://www.n-tv.de/wirtschaft/Was-koen ... 98621.html
Quelle: ntv.de, ddi
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Corona erzwingt Veränderungen - Jobsuche läuft jetzt virtuell

Postby Weltbookadmin47 » 10. Apr 2020 12:47

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Freitag, 10. April 2020
Corona erzwingt Veränderungen - Jobsuche läuft jetzt virtuell
Ein Mensch zeigt auf den Bildschirm eines Laptops. Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa/Symbolbild

Die Bahn betont trotz aller virtuellen Lösungen, der persönliche Kontakt werde weiter ganz wichtig bleiben und nie ganz wegfallen.

(Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa/Symbolbild)
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Die Corona-Pandemie bringt nicht nur Kurzarbeit mit sich. Viele Unternehmen suchen auch in diesen Zeiten händeringend nach Fachkräften - und müssen angesichts von Kontaktbeschränkungen ihre Methoden ändern.

Es war schon alles geplant. Montags wollte die Deutsche Bahn an einem "Tag des Quereinstiegs" Interessenten in einem Sonderzug von Frankfurt über Groß-Krotzenburg nach Fulda fahren. Auf der Tour sollten sie für Jobs wie Fahrdienstleiter, Zugbegleiter oder Lokführer begeistert werden. Die Corona-Krise kam dazwischen, Bahn-Personaler in der Region Mitte, die Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst, mussten kurzerhand umplanen. Drei Tage später stellten sie einen virtuellen Tag auf die Beine - ein Beispiel, wie die Pandemie die Suche nach Personal verändert.
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Wirtschaft 09.04.20
100.000 Mitarbeiter gesucht Bahn stellt auch während Corona-Krise weiter ein

Für den virtuellen Quereinsteiger-Tag der Bahn wurden unter anderem Videos gedreht, wie Florian Brech sagt. Er war einst selbst Lokführer und ist nun Teil der Personalgewinnung der Bahn. Um auch virtuell etwa einen Eindruck von einem Stellwerk und der Tätigkeit eines Fahrdienstleiters zu bekommen, drehten die Bahner einen Film über das Eisenbahnbetriebsfeld in Darmstadt - einer Anlage, in der der tägliche Bahnbetrieb in Miniatur simuliert wird.

Auch der Chemie-Riese BASF hat seine Prozesse angepasst und verstärkt digitalisiert. Bewerbungsgespräche auch in der Ausbildung seien derzeit rein virtuell, teilt der Konzern mit. Es laufen auch Planungen, wie anstelle abgesagter Jobmessen Online-Veranstaltungen oder Webinare gestaltet werden können. Die Leiterin für die Rekrutierung von Auszubildenden am Heimatstandort Ludwigshafen sagt, der geplante Girls' Day am 26. März sei diesmal komplett online abgelaufen. "Interessierte Mädchen konnten an dem "Girls-Webinar" teilnehmen und unseren Azubis, die derzeit auch im Homeoffice sind, alle Fragen rund um die Ausbildung bei BASF am Standort Ludwigshafen und zu Berufen im Bereich Produktion und Technik stellen."
"Man muss sich umstellen"
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Ratgeber 24.03.20
Reitz gibt Anstöße Wo findet man in der Corona-Krise Jobs?

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in Berlin stellt derweil fest, digitale Bewerbungsprozesse würden verstärkt genutzt. Konkrete Zahlen lägen aber noch nicht vor. "Natürlich stellt Corona unsere Arbeitswelt an vielen Ecken auf den Kopf. Das Recruiting von neuen Mitarbeitenden ist davon nicht ausgenommen." Zu beachten seien für die Unternehmen in der Krise die verschiedenen Einschränkungen auf Bundes- und Landesebene.

Bei der Deutschen Bahn liefen die Gespräche am virtuellen "Tag des Quereinstiegs" in Gruppen und einzeln über eine bekannte Chat- und Besprechungsplattform. "Man muss sich erstmal umstellen - auch die Bewerber", sagt der Personaler Brech. Viele hätten vorab mit solchen Plattformen wenig bis gar nichts zu tun gehabt, es seien Anleitungen verschickt worden. Auch das Kennenlernen aus der Distanz sei für alle eine neue Erfahrung. Bis zu 40 Teilnehmer seien es in den Online-Besprechungen gewesen. "Wir führen mittlerweile jedes Bewerbergespräch digital", sagt Brech.
Persönlicher Kontakt bleibt wichtig

Solche Formate sind aber keine Selbstläufer, gibt der Bundesverband der Personalmanager zu bedenken. Personaler sollten keinesfalls davon ausgehen, dass bei der Mitarbeitergewinnung alles wie bisher laufe, nur eben mit Video-Konferenz. "Diese Denke greift zu kurz. Wer plötzlich neue Mitarbeiter nur noch per Video rekrutieren kann, muss auf viel mehr Aspekte achten, als wenn der Bewerber auf der anderen Seite des Tisches sitzt", sagt Präsidiumsmitglied Yasmin Kurzhals.

Es sei wichtig, von Anfang an ein Gemeinschafts- oder Teamgefühl zu erzeugen, sagt sie. Das gehe etwa, indem Bewerbern eine virtuelle Tour durch die Firma gezeigt oder ein Chat mit künftigen Kollegen ermöglicht werde. "Aber auch der offene Umgang mit den Ängsten und Unsicherheiten des Bewerbers ist auf Distanz oft erfolgsentscheidend." Gerade im virtuellen Umfeld brauche es oft mehr Kommunikation durch den Personaler, um auf die Gefühlslage des Bewerbers einzugehen "und ihm stärker als Mensch hinter dem Arbeitgeber zu begegnen", erklärt Kurzhals.

Die Bahn betont trotz aller virtuellen Lösungen, der persönliche Kontakt werde weiter ganz wichtig bleiben und nie ganz wegfallen. Dennoch kann sich Brech vorstellen, dass nach der Corona-Krise mehr digital läuft als zuvor. "Wir haben Bewerber aus ganz Deutschland, da könnten sich zum Beispiel welche aus Dresden in Zukunft die weite Anfahrt sparen." Das Coronavirus könne ein Beschleuniger für die Digitalisierung der Personalgewinnung sein - "weil wir jetzt müssen".
Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/Jobsuche ... 04488.html
Quelle: ntv.de, Christian Schultz, dpa
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Krise als Chance sehen - Berufspläne schmieden in Corona-Zeiten

Postby Weltbookadmin47 » 11. Apr 2020 12:21

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Samstag, 11. April 2020
Krise als Chance sehen - Berufspläne schmieden in Corona-Zeiten
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In der aktuellen Situation braucht es vor allem Geduld.

(Foto: imago images/Westend61)
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Schulabschluss - und jetzt? Wenn alles "Krise!" ruft, ist das Gefühl der Orientierungslosigkeit besonders groß. Ein Experte erklärt, warum Schüler jetzt nicht alle Pläne über den Haufen werfen müssen.

Hotelmanagement studieren? Ein freiwilliges soziales Jahr im Theater? Work und Travel im Ausland? Nicht wenige Zukunftspläne von Schülern scheinen sich in Corona-Zeiten in Luft aufzulösen. Wenn ausbildende Unternehmen vor existenziellen Herausforderungen stehen und Grenzen genauso geschlossen bleiben wie Hochschulen - wie sollen sich Schulabsolventen dann aktuell darüber klar werden, wie es nach dem Abschluss weitergehen soll?

In der aktuellen Situation herrsche vor allem Ziellosigkeit und wenig Überblick, bestätigt Berufsberater Johannes Wilbert. "Diese Unsicherheit wird nur noch verstärkt durch Fragen wie: Mache ich überhaupt Abi? Und wann? Da wird den jungen Erwachsenen die Perspektive genommen", sagt der Leiter des Instituts zur Berufswahl in Wetter an der Ruhr.
Standort kennen

Schüler sollten sich seiner Empfehlung nach aber dennoch mit der Frage "Wie geht es jetzt weiter?" beschäftigen. Dazu müssen sie herausfinden, was sie eigentlich gut können, was sie beruflich erreichen wollen und wo ihre Bedürfnisse und Interessen liegen. Diesen Prozess der Orientierung vergleicht Wilbert mit dem Einsatz eines Navi-Geräts. "Wenn ich meinen Standort nicht kenne, kann ich auch keine Route einschlagen", sagt Wilbert.

Wer sich über seine Interessen klargeworden ist, sollte im nächsten Schritt überlegen, wo sich diese Interessen beruflich einsetzen lassen. Der Berufsberater empfiehlt Karrierenetzwerke wie Linkedin oder Xing zu nutzen, um sich dort nach Menschen umzusehen, die in einem bestimmten Interessensbereich tätig sind.

"Dann kann ich anfragen, ob die Menschen für ein Interview bereit wären", rät Wilbert. Wo Praktika aktuell nicht möglich sind, hat diese Strategie sogar einige Vorteile gegenüber den Schnuppertagen im Betrieb. "Wenn ich als Praktikant den Vorgesetzten frage, ist der womöglich nicht ganz ehrlich, zum Beispiel wenn es um die Schattenseiten eines Berufs geht."
Krise wird auch ein Ende haben

Ein Karrierenetzwerk aber könne eine neutrale Plattform sein, um Fragen zu stellen, die man sonst vielleicht nicht stellen würde. "Das trägt zur Entscheidungsbildung bei", sagt Wilbert.

Von der wirtschaftlichen Unsicherheit sollten sich künftige Schulabsolventen nicht verrückt machen lassen, so der Berater. "Die Krise wird auch ein Ende haben." Wer gut aufgestellt und motiviert ist, müsse sich keine Sorgen machen. "Es wird dann in jeder Branche wieder Bedarf an interessierten Leuten geben."

In der aktuellen Situation brauche es vor allem Geduld. Und die sollte man darauf richten, herauszufinden, was man wirklich möchte. Wer sich nur darauf konzentriert, wo jetzt oder in ein paar Wochen und Monaten in der Krise noch Arbeit gebraucht wird, der gebe sich zu sehr seiner Angst hin - und verzerrt womöglich auch die Entscheidung zur Berufswahl. "Und die Angst raubt letztendlich die Kraft."
Das Netz nutzen

Wilbert sieht die Phase, in der alle gezwungen sind, außerhalb der gewohnten Strukturen zu leben, vielmehr als Chance. Anstelle eines Tags der offenen Tür an der Hochschule, der zur Zeit nicht möglich ist, könne man die Informationen nutzen, die das Internet bietet.

Auch hier bietet sich wieder die Möglichkeit Studierende oder Absolventen der Hochschule über Karrierenetzwerke zu kontaktieren und sich von ihnen direkt schildern zu lassen, wie der Studienalltag aussieht, was an dem Angebot gut und was schlecht und welche Erfahrungen sie an der Hochschule gemacht haben. "Das ist besser als jede Marketingveranstaltung", so Wilbert.

Quelle: ntv.de, Amelie Breitenhuber, dpa
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Fertiges wird nicht abgenommen - Modeketten stornieren Aufträge in Asien

Postby Weltbookadmin47 » 12. Apr 2020 11:46

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Sonntag, 12. April 2020
Fertiges wird nicht abgenommen - Modeketten stornieren Aufträge in Asien
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Die März-Löhne wurden meist noch ausgezahlt, doch viele Näher und Näherinnen werden für ihre Arbeit im April kein Geld bekommen.

(Foto: dpa)
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Modeläden auf der ganzen Welt bleiben derzeit auf ihren Kollektionen sitzen, weil sie ihre Filialen nicht öffnen dürfen. Zur Schadensbegrenzung streichen sie reihenweise ihre Aufträge bei den Textilzulieferern. Für die Näherinnen ist das eine Katastrophe.

Angesichts erwarteter Umsatzeinbrüche in der Corona-Krise haben internationale Einzelhandelsunternehmen ihre Aufträge bei Zulieferern storniert. Hunderttausende Fabrikarbeiter in Asien sind damit nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) existenziell bedroht. Betroffen sind vor allem Näherinnen, die die Kleidung für Modeketten wie C&A oder H&M fertigen.
Wolfram van Tongern betreibt in der Siegburger Innenstadt das Modegeschäft "Solo"
Wirtschaft 11.04.20
Kampf ums Überleben Jetzt rollt die Pleitewelle der Modehändler

"Arbeiter haben ihre März-Löhne noch in vielen Fällen bekommen, aber ich denke, im April wird es ein völliges Chaos geben", sagte die HRW-Rechtsberaterin Aruna Kashyap. Viele Unternehmen hätten sogar die Order für bereits fertige Waren gestrichen. Für die Näherinnen und Näher in Kambodscha, Myanmar und Bangladesch bedeute das, dass sie für geleistete Arbeit keinen Lohn bekämen, denn ihren Arbeitgebern fehlten dafür die Auftragszahlungen. Die internationalen Firmen nutzten die bestehenden, unfairen Einkaufspraktiken aus, um sich vor Verlusten zu schützen - auf Kosten der Arbeiter, ergänzte Kashyap.

Allein in Kambodscha haben nach Angaben des dortigen Arbeitsministeriums mehr als 110 Bekleidungsfabriken, die zusammen fast 100.000 Arbeiter beschäftigen, wegen der Pandemie ihre Produktion ausgesetzt. In Bangladesch sind laut der Frauenrechtsorganisation Femnet mehr als über 1000 Fabriken geschlossen. Die Organisation verwies zudem auf die äußerst schwierige Lage für hunderttausende Wanderarbeiterinnen, die normalerweise in Fabriken im indischen Bundesstaat Tamil Nadu prekär als Tagelöhner beschäftigt würden, und nun keinen Lohn mehr von ihren Agenten erhielten. Sie hätten von einem Tag auf den anderen kein Geld mehr für Lebensmittel oder Miete.
C&A spricht von "höherer Gewalt"

Zu den Händlern, die ihre Aufträge zurückgenommen haben, gehört das deutsche Unternehmen C&A. In einem Brief vom 23. März an einen Zulieferer in Kambodscha erklärte das Unternehmen, dass "alle Bestellungen" für die Zeit bis Ende Juni "mit sofortiger Wirkung" gestrichen würden. Es sei Konsens, dass die Corona-Pandemie als Ereignis höherer Gewalt gelte, hieß es. In solchen Fällen sei es gerechtfertigt, wenn sich das Unternehmen nicht an seine vertraglichen Verpflichtungen gebunden fühle.
Die Idee, Autobauer für die Lieferung medizintechnischer Geräte einzusetzen, entstand in China.
Wirtschaft 25.03.20
Wenn Not erfinderisch macht Firmen stellen ihre Produktion um

Dem widerspricht Miriam Saage-Maaß von der Menschenrechtsorganisation ECCHR. "Höhere Gewalt kann nicht angeführt werden, wenn die Vertragsleistung lediglich nicht praktikabel oder wirtschaftlich schwierig ist", sagte sie. Zudem müsse ein Unternehmen nachweisen, dass das Problem unvorhersehbar gewesen sei - und das Risiko einer Pandemie sei den Unternehmen bekannt gewesen. Das Schreiben sei zunächst "eine unmittelbare Maßnahme" gewesen, teilte der C&A-Sprecher Jens Voelmicke auf Anfrage mit. Seither bemühe sich das Unternehmen um "individuelle, flexible Lösungen" mit den Zulieferern. C&A beabsichtige, "alle Waren anzunehmen, die die Fabrik verlassen haben", so viele Bestellungen "wie kommerziell vertretbar" sollten entgegengenommen werden.

In Rangun, einer Stadt in Myanmar, wurden jüngst mehr als 680 Arbeiter einer Nähfabrik, in der Kleidung für H&M und Next gefertigt wird, entlassen, weil die Aufträge zurückgezogen worden waren. Next hat sich nach Angaben eines Sprechers im März verpflichtet, die Aufträge anzunehmen, die bis zum 10. April fertig sein sollten. H&M reagierte auf eine Anfrage nicht. Nach Angaben von Human Rights Watch hat sich das Unternehmen aber bereiterklärt, die vereinbarten Preise für die Waren zu zahlen, die fertig oder in Arbeit sind. Kashyap meint, die Firmen sollten den Arbeitern durch diese Krise helfen: "Das Mindeste, was sie tun können, ist, sich an ihre ursprünglichen Verträge zu halten."

Quelle: ntv.de, ino/dpa
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Bund garantiert Milliardensumme - Schutzschirm soll Lieferketten absichern

Postby Weltbookadmin47 » 16. Apr 2020 11:16

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Donnerstag, 16. April 2020
Bund garantiert Milliardensumme - Schutzschirm soll Lieferketten absichern
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Damit die Lieferketten trotz Krise funktionieren, garantiert der Bund Kredite.

(Foto: imago images/Jan Huebner)
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Bis zu 30 Milliarden Euro will der Bund ausgeben, um den Warenverkehr zu garantieren. So groß ist der Schutzschirm, den Finanz- und Wirtschaftsministerium aufspannen. Wirtschaftsminister Altmaier geht es darum, Aufträge und deren Bezahlung zu sichern.

Damit deutsche Firmen in der Corona-Krise nicht auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben und Lieferketten nicht reißen, spannt die Bundesregierung einen milliardenschweren Schutzschirm. Ziel ist es, einen reibungslosen Warenverkehr aufrechtzuerhalten. Der Staat übernimmt für das Jahr 2020 Garantien für Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro, wie das Wirtschafts- und das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin mitteilten. Warenkreditversicherer ersetzen Unternehmen Ausfälle, wenn Kunden die gelieferten Produkte nicht bezahlen können oder wollen. In der Corona-Krise sind solche Versicherungen aber weniger leicht verfügbar, weil das Risiko für die Versicherer größer wird. Das soll durch die deutsche Garantie abgemildert werden. In deutschen Unternehmen war die Sorge gewachsen, bei künftigen Exporten auf unbezahlten Rechnungen sitzen zu bleiben, wie DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier gesagt hatte.

"Für viele Unternehmen ist diese Krise bedrohlich, weil sie keine Aufträge mehr erhalten", sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). "Und wenn noch Aufträge da sind, ist ungewiss, ob der Kunde am Ende zahlen kann. Deshalb sorgen wir mit einem Schutzschirm in Höhe von 30 Milliarden Euro dafür, dass Kreditversicherer weiter für etwaige Zahlungsausfälle einstehen und tragen dazu bei, die Lieferketten in Deutschland und weltweit aufrechtzuerhalten." Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, mit dem Schutzschirm werde der Warenverkehr abgesichert. Damit werde für einen reibungslosen Warenstrom gesorgt, der gerade nun dringend gebraucht werde. Die EU-Kommission hatte den Schutzschirm bereits gebilligt.
Versicherer sind nicht aus der Verantwortung
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Wirtschaft 16.04.20
Dullien im "ntv Frühstart" "Wir müssen nachhaltig lockern"

Durch die Hebelwirkung der Milliarden-Garantien des Bundes werde die Absicherung eines Geschäftsvolumens in Höhe von insgesamt rund 400 Milliarden Euro erreicht, hieß es. Die Kreditversicherer beteiligten sich substanziell. Sie überließen dem Bund 65 Prozent der Prämieneinnahmen im Jahr 2020. Im vergangenen Jahr beliefen sich diese der Branche zufolge auf 817 Millionen Euro. Zudem tragen die Kreditversicherer laut Ministerien Verluste bis zu einer Höhe von 500 Millionen Euro selbst und übernehmen die Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgehen. Es werde vorausschauend gehandelt, denn im Moment könnten viele Kunden die Schwierigkeiten sehr oft noch ohne Hilfe lösen, hieß es.

Die Politik hatte in der Corona-Krise bereits umfassende Hilfsprogramme beschlossen, um Firmen und Jobs zu sichern. Dabei geht es um Kreditprogramme über die staatliche Förderbank KfW und um direkte Zuschüsse für kleine Firmen. Zum anderen ermöglicht ein Stabilisierungsfonds, dass sich der Staat notfalls an strategisch wichtigen Unternehmen beteiligen kann. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) teilte mit, die Kreditversicherer könnten durch die Garantie des Bundes höhere Risiken eingehen als es durch die tatsächliche Risikobewertung gerechtfertigt wäre. "Das stabilisiert die Lieferketten, verhindert Kettenreaktionen und sichert das Vertrauen in die Stabilität der Wirtschaft."

Der Kreditversicherer Euler Hermes Deutschland sprach von einer weitreichenden Vereinbarung. "Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen", sagte Ron van het Hof, Chef von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Wir stehen an einem Wendepunkt für die deutsche Wirtschaft." Man habe deshalb sehr frühzeitig den Schulterschluss mit dem Bund gesucht, "um gemeinsam deutsche Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen". Vorrangiges Ziel sei es, das Vertrauen in den Handel zu stabilisieren.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa
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Kabinett beschließt Standards - Diese Hygieneregeln gelten am Arbeitsplatz

Postby Weltbookadmin47 » 17. Apr 2020 12:02

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Kabinett beschließt Standards - Diese Hygieneregeln gelten am Arbeitsplatz
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Zwar halten die Kontaktsperren weiterhin an, doch erste Lockerungen führen auch dazu, dass mehr Menschen wieder zur Arbeit gehen. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, beschließt das Kabinett Hygienevorschriften für Büros und Pausenräume, aber auch für Baustellen.

Für die schrittweise Rückkehr von mehr Beschäftigten an den Arbeitsplatz sollen bundesweit einheitliche Regeln zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus greifen. Das Bundeskabinett hat dafür zusätzliche verbindliche Standards beschlossen. Wenn sich wieder mehr Personen im öffentlichen Raum bewegten, steige auch das Infektionsrisiko, hieß es zur Begründung vom Bundesarbeitsministerium. "Dazu ist ein hoher Arbeitsschutzstandard notwendig, der dynamisch an den Pandemieverlauf angepasst wird."
Worum geht es im Kern?
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Panorama 13.04.20
Ungeschützt zur Risikogruppe? Pflegedienste können Corona-Hygiene kaum leisten

Beschäftigte sollen bei der Arbeit möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Umgesetzt werden soll das über Vorkehrungen am Arbeitsplatz - zum Beispiel bauliche Veränderungen - und durch eine Umorganisation der Arbeitsabläufe.
Wie sollen die Vorkehrungen am Arbeitsplatz aussehen?

Es wird grundsätzlich vorgegeben, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch bei der Arbeit einzuhalten ist - und zwar in Gebäuden und im Freien. Umgesetzt werden könne das durch Absperrungen, Markierungen, Zugangsregelungen oder Trennwände. Wo das nicht machbar ist, sollen Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und auch für Kunden und Dienstleister zur Verfügung stellen.

Arbeitsminister Hubertus Heil verweist als Beispiel auf die Supermärkte, die bereits Bodenmarkierungen und Plexiglasscheiben an den Kassen installiert haben. Arbeitgeber sollen zudem Waschgelegenheiten und Desinfektionsspender aufstellen, "um die erforderliche häufige Handhygiene" zu ermöglichen. Auch Firmenwagen sollen mit Utensilien zur Handhygiene und Desinfektion sowie mit Papiertüchern und Müllbeuteln ausgestattet werden. Vorgesehen sind auch kürzere Reinigungsintervalle bei Räumen und Firmenfahrzeugen.
Wie sollen Arbeitsabläufe umorganisiert werden?

Hierzu heißt es: Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische Maßnahmen entzerrt. Büroarbeit soll nach Möglichkeit weiterhin im Homeoffice erledigt werden. In Pausenräumen und Kantinen sollen Tische und Stühle weit genug auseinandergestellt werden. Für Baustellen oder Außeneinsätze sehen die Regeln möglichst "vereinzeltes Arbeiten" oder kleine, feste Teams vor, die auch möglichst immer dasselbe Fahrzeug nutzen sollen.
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Wirtschaft 16.04.20
Lockerung der Corona-Beschränkungen Händler fordern flächendeckende Wiedereröffnung

Ebenso sollen immer dieselben Personen zu gemeinsamen Schichten eingeteilt werden, soweit es geht. Werkzeuge sollen personenbezogen verwendet und andernfalls entsprechend gereinigt werden. Für Beschäftigte gelte außerdem der Grundsatz: "Niemals krank zur Arbeit", sagte Heil. Wer Symptome wie leichtes Fieber habe, solle den Arbeitsplatz verlassen oder zu Hause bleiben, bis der Verdacht ärztlich aufgeklärt ist.
Wie verbindlich sind die neuen Regeln?

"Diese Regeln sind verbindlich, und sie sind einzuhalten", sagt der Arbeitsminister, der damit rechnet, dass die allermeisten Unternehmen das tun werden. Stichprobenartige Kontrollen soll es dennoch geben. Heil betont aber, es gehe hier um gemeinsam verabredete neue Regeln: Arbeitgeber und Gewerkschaften seien bei der Erarbeitung mit an Bord gewesen. Es gehe nicht darum, die Wirtschaft mit der Androhung von Ordnungswidrigkeiten zu belasten.
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Quelle: ntv.de, mli/dpa
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Trotz Risiken und Nebenwirkungen - Die neue Abwrackprämie muss her !

Postby Weltbookadmin47 » 21. Apr 2020 12:17

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Dienstag, 21. April 2020
Trotz Risiken und Nebenwirkungen - Die neue Abwrackprämie muss her !
Ein Kommentar von Max Borowski
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Im Griff der Krise.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Kritiker bemängeln, eine Abwrackprämie für Autos wirke nur kurzfristig und nutze trotz der schönen Bezeichnung "Umweltprämie" dem Klima nicht. Das stimmt. Dennoch ist sie wichtig, um der deutschen Wirtschaft aus der Krise zu helfen.

Von allein wird sie sich kaum erholen, die Wirtschaft. Das zeigt sich beim Einzelhandel. Auch in den Geschäften, die wieder öffnen dürfen, bleiben die Kunden weg. Umsätze auf Vor-Corona-Niveau oder gar spürbare Nachholeffekte für die Verluste der vergangenen Wochen sind nicht in Sicht - zumindest nicht von allein. Das gilt auch für die Gastronomie, für Dienstleistungen wie etwa Friseure und auch für die Autobauer.
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Politik 06.04.20
Konjunktur-Ankurbelung nach Corona-Krise Söder fordert Steuersenkungen auf breiter Ebene

Der Staat muss deshalb die Konjunktur aktiv über die Nachfrage der Konsumenten wieder in Gang bringen. Denn Stützungsmaßnahmen wie Kredite, Zuschüsse und Kapitalspritzen für die Unternehmen (also für die Angebotsseite) sind wichtig, werden für das derzeit so viel beschworene Wiederhochfahren der Wirtschaft aber nicht ausreichen. Eine Wiederauflage der Abwrackprämie ist vor diesem Hintergrund ein praktikables, schnell umzusetzendes und erwiesenermaßen wirkungsvolles Instrument, um auch den Konsum (die Nachfrage) anzukurbeln. Trotz vieler Risiken und Nebenwirkungen darf die Bundesregierung angesichts der dramatischen Situation darauf nicht verzichten.

Der große Vorteil der Abwrackprämie ist, dass sie bereits erprobt wurde. Aus der Finanzkrise wissen wir, was sie kann - und vor allem auch, was nicht. Zu Letzterem gehört vor allem, dass sie trotz ihres offiziellen Namens "Umweltprämie" nicht zum Klima- oder Umweltschutz beigetragen hat. Dafür braucht es andere politische Maßnahmen, die in der Krise nicht in Vergessenheit geraten sollten. Schon gar nicht kann sie die großen Autokonzerne davor bewahren, in dem ohnehin stattfindenden, gewaltigen Strukturwandel unterzugehen.
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Wirtschaft 21.04.20
"Wer zu früh kauft ..." Autoexperte rechnet mit baldigem Rabattregen

Das können nur die Entscheider der Unternehmen selbst. An der seit Jahren andauernden Stagnation des Autoabsatzes in Deutschland wird eine Prämie auch nicht nachhaltig etwas ändern. Allerdings kann eine Kaufprämie für Neuwagen das, was angesichts der akuten Krise am notwendigsten ist: den in Rekordtempo eingebrochenen Absatz der Branche schnell beflügeln und damit kurzfristig Hunderttausende Jobs retten.

Eine neue Abwrackprämie darf die Unternehmen selbstverständlich nicht davon abhalten, den Wandel zu einer nachhaltigen Mobilität aktiv zu betreiben. Sie muss außerdem von langfristigen Maßnahmen wie Steuersenkungen und gezielten Hilfen für andere Branchen begleitet werden. Eine Autokaufprämie könnte dann als Vorbild für andere Bereiche dienen. Dann kann sie einen wichtigen Beitrag leisten, die fatale Dynamik einer sich selbst verstärkenden Krise zu stoppen und die Konjunktur neu zu starten.
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Quelle: ntv.de
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Konsumklima im freien Fall - Verbraucherstimmung sinkt auf Rekordtief

Postby Weltbookadmin47 » 23. Apr 2020 11:01

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Donnerstag, 23. April 2020
Konsumklima im freien Fall - Verbraucherstimmung sinkt auf Rekordtief
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Wenig los in deutschen Einkaufsstraßen. Das ändert sich vorerst nur etappenweise.

(Foto: dpa)
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Das volle Ausmaß der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus setzt der Verbraucherstimmung in Deutschland weiter zu und der private Konsum nimmt drastisch ab. Handel, Hersteller und Dienstleister stellen sich bereits auf eine schwere Rezession ein.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland ist dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge in der Corona-Krise in historischer Weise eingebrochen. Für Mai prognostizieren die Nürnberger Konsumforscher einen Konsumklimaindex von minus 23,4 Punkten. Das ist ein Rückgang um 25,7 Punkte zum für April ohnehin schon erreichten Tief von 2,3 Punkten.

Zum Vergleich: Für den Mai 2019 hatte die GfK einen Konsumklimaindex von 10,2 Punkten ermittelt. Im negativen Bereich war das Barometer bisher überhaupt nur einmal: Nach dem Platzen der sogenannten Dot.com-Blase im Jahr 2003 war der Index auf minus 5 Punkte gefallen.

Der private Konsum gilt als relativ stabiler Indikator für die Wirtschaftslage mit einer vergleichsweise geringen Schwankungsbreite. Der Konsum macht in Deutschland einen Anteil von etwa 55 Prozent der Wirtschaftsleistung aus und hat damit große Bedeutung für die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes.

Die Erwartungen zum Einkommen seien sogar um 47 Punkte eingebrochen, sagte GfK-Marktforscher Rolf Bürkl. Dies habe vor allem mit der Furcht vor Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zu tun. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit haben 718.000 Betriebe in Deutschland Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter angemeldet, betroffen könnten mehrere Millionen Haushalte sein.

Auch die Bereitschaft der Konsumenten, teure Anschaffungen wie etwa Autos oder Möbel zu tätigen, ist angeknackst. Das Barometer dazu verlor 36 Zähler und rutschte auf minus 4,6 Punkte. Im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres steht laut GfK ein Minus von knapp 58 Punkten zu Buche. "Die Verunsicherung unter den Konsumenten ist derzeit riesig", so das Fazit von Gfk-Experte Bürkl.

Quelle: ntv.de, mba/dpa/rts
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Forscher zu ungünstigem Szenario - Bis zu drei Millionen Arbeitslose befür

Postby Weltbookadmin47 » 24. Apr 2020 12:23

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Freitag, 24. April 2020
Forscher zu ungünstigem Szenario - Bis zu drei Millionen Arbeitslose befürchtet
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Vorübergehend könnten in Deutschland wieder über drei Millionen Menschen arbeitslos sein, befürchtet der IAB-Analyst.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Die Lage auf den Arbeitsmarkt wird sich wegen der Corona-Krise im Laufe des Jahres noch deutlich verschlechtern. Davon ist der Analysechef vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung überzeugt. Er fordert weitere Hilfen durch den Bund - auch für Minijobber.

Anders als bei der Rezession 2009 wird sich die Corona-Krise Experten zufolge spürbar auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. "Eine deutliche Verschlechterung der Beschäftigungs- und Erwerbslosenzahlen ist diesmal unvermeidbar", sagte der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber der "Wirtschaftswoche". Die nächsten Monate würden sehr schwierig. "Wenn es ungünstig läuft, könnten die Arbeitslosenzahlen 2020 vorübergehend wieder über die Drei-Millionen-Grenze steigen." Im März waren deutschlandweit rund 2,34 Millionen Arbeitslose registriert.
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Wirtschaft 24.04.20
Jobverlust wegen Corona-Pandemie Deutschland droht eine Entlassungswelle

Laut Weber, der den Forschungsbereich Prognosen und Strukturanalysen am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg leitet, sind Geringverdiener und Geringqualifizierte in der aktuellen Krise überproportional vom Jobverlust bedroht. Der Ökonom fordert daher von der Politik, künftig auch Kurzarbeitergeld für Mini-Jobber zu erlauben. Dies ist derzeit nicht möglich.

Zugleich forderte Weber in der "Wirtschaftswoche" einen "staatlichen Rettungsschirm für Neueinstellungen". Dies könne dadurch geschehen, dass die Betriebe für einen bestimmten Zeitraum von den Sozialabgaben für neu eingestelltes Personal befreit werden. Die Kosten solle der Bund übernehmen. Die Bundesagentur für Arbeit gibt am kommenden Donnerstag die Arbeitslosenzahlen für April bekannt.
"Schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte"

Das IAB erwartetet wegen der Corona-Pandemie einen deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 8,4 Prozent zurückgehen, hieß es weiter. Die Zahl der Kurzarbeiter werde sich im Jahresdurchschnitt auf dem Rekordwert von 2,5 Millionen bewegen.

"Die deutsche Wirtschaft stürzt in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte", schreibt das Forschungsinstitut in einem Bericht zur wirtschaftlichen Lage an die Bundesagentur für Arbeit. "Die Werte fallen deutlich drastischer aus als in den Frühjahrsprognosen vom März dieses Jahres, als etliche Informationen, etwa zum Fortgang der Eindämmungsmaßnahmen, zum Produktionsstopp in der Automobilindustrie, zur Aussetzung der Vermögensprüfung in der Grundsicherung und zu vielen internationalen Entwicklungen, noch nicht verfügbar waren", räumt das Institut ein. Diese Prognosen waren noch davon ausgegangen, dass der Wirtschaftseinbruch kürzer und weniger heftig ausfallen würde.
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Quelle: ntv.de, hul/AFP/dpa
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Erstes Shopping-Wochenende - Härtetest in den Innenstädten

Postby Weltbookadmin47 » 25. Apr 2020 09:40

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Samstag, 25. April 2020
Erstes Shopping-Wochenende - Härtetest in den Innenstädten
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Händler und Politiker sind gespannt, wie sehr sich die Einkaufsstraßen im Wochenende in Deutschland füllen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Der Einzelhandel steht vor dem ersten Shopping-Wochenende seit Beginn der Corona-Krise. Doch nach einer Woche Wiedereröffnung zeichnet sich ab, dass die Kunden die Läden nicht überrennen. Gekauft wird mehrheitlich das Nötigste. Lediglich eine Branche gibt sich zufrieden.

Der heutige Samstag dürfte im bundesweiten Einzelhandel fürs Abstand halten und die Hygienevorgaben in den Geschäften die erste echte Belastungsprobe werden. Am Wochenende haben die meisten Menschen frei, außerdem sind viele Freizeitangebote wie Kinos, Theater oder Spielplätze weiterhin geschlossen. So könnten nach den wochenlangen Schließungen viele ihre freie Zeit für einen Einkaufsbummel nutzen. Außerdem sagen Meteorologen trockenes Wetter, aber nicht mehr ganz so hohe Temperaturen voraus.
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Panorama 25.04.20
Spahn will nachvollziehbarere Regeln Sorglosigkeit der Menschen in der Covid-19-Pandemie steigt

Die Einzelhändler in Deutschland gehen derweil mit gedämpften Erwartungen in das erste Wochenende mit erweiterten Einkaufsmöglichkeiten nach der coronabedingten Schließung ihrer Läden. Seit dem vergangenen Montag dürfen viele Läden wieder öffnen, die Umsätze blieben bislang aber deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück, wie mehrere Handelsketten berichteten.
Bedarfskäufe statt Lust-Shopping

"Man konnte deutlich beobachten, dass nach der langen Phase der Schließung viele Kunden Bedarfskäufe getätigt haben. Der modische Aspekt stand im Hintergrund", sagte etwa ein Sprecher von Deutschlands größtem Schuhhändler Deichmann, der rund 90 Prozent seiner etwa 1200 Filialen in Deutschland wieder geöffnet hat. Es würden überproportional viele Kinderschuhe gekauft. "Hier gab es offenbar den größten Nachholbedarf."
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Wirtschaft 20.04.20
Läden-Öffnung nach Corona-Zwangspause Vorerst keine Rabattschlacht bei Einzelhändlern erwartet

Auch eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) zu den ersten Tagen seit der Lockerung der Corona-Maßnahmen hatte ergeben, dass die Kauflaune der Verbraucher noch nicht zurückgekehrt ist. Es sei durchschnittlich nur 40 Prozent des normalen Geschäftsvolumens erreicht worden, hatte der HDE berichtet. "Die Umsatzverluste werden vielfach nicht aufzuholen sein", hieß es.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Kunden könnten die unübersichtlichen Regelungen sein, vermutet Marco Atzberger vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI. "Die Verbraucher sind verwirrt, welcher der größeren Shopping-Magnete überhaupt offen hat oder mit welchen Einschränkungen bei Sortiment und Fläche." Zudem hemmten die notwendigen Hygienemaßnahmen eine positive Shopping-Atmosphäre. "Da lassen die Kunden den Trip in die Einkaufsstraße lieber ausfallen und vertreiben sich die Zeit beim Online-Shoppen auf dem Sofa." Gekauft wird derzeit vor allem, was für den Alltag benötigt wird.
Homeoffice-Equipment gefragt

Bei den Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn machen sich vor allem die veränderten Arbeitsbedingungen in Zeiten von Corona bemerkbar: "Alles rund ums Homeoffice" sei besonders gefragt, also Headsets, Webcams, Tablets oder Notebooks. Aber auch viele Entertainmentprodukte erfreuten sich größerer Nachfrage. Außerdem kamen viele Kunden, die ein Gerät reparieren lassen oder nach der Reparatur abholen wollten.
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Wirtschaft 16.04.20
Handelsverband-Chef Genth "800-Quadratmeter-Grenze ist willkürlich"

Die beiden Elektronikhändler mussten wie alle anderen großen Läden ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen. Diese Regelung gilt vom kommenden Montag an auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW. Dort sind Kaufhäuser, große Modegeschäfte und andere Filialisten mit viel Verkaufsfläche bislang geschlossen. Das hat auch Auswirkungen auf die Kundenfrequenz in den Fußgängerzonen. Das EHI-Handelsforschungsinstitut hat etwa für die Millionenstadt Köln festgestellt, dass in den Einkaufsstraßen Hohe Straße und Schildergasse, die normalerweise zu den belebtesten Shoppingmeilen in Deutschland gehören, nur gut jedes zweite Geschäft geöffnet hatte.
Buchhandel zufrieden

In Nordrhein-Westfalen dürfen dagegen Möbelhäuser ohne Verkaufsflächenbegrenzung ihre Ware verkaufen. Der schwedische Möbelriese Ikea konnte deshalb seine elf Filialen im Land seit Mittwoch öffnen. Obwohl sich vor der Öffnung teilweise lange Warteschlangen gebildet hatten, berichtete eine Sprecherin von einem verhaltenen Geschäft in den ersten Tagen. In das Möbelhaus in Köln, das zu den größeren gehört, dürften theoretisch 640 Kunden gleichzeitig rein. Dieses Kontingent sei in den ersten Tagen nur selten ausgeschöpft worden.

Halbwegs zufrieden mit der ersten Verkaufswoche ist der Marktführer im Buchhandel Thalia. "Insbesondere in den Klein- und Mittelstädten waren die Buchhandlungen gut besucht", berichtete eine Sprecherin. Unter den erschwerten Bedingungen sei man mit den Ergebnissen der Wiedereröffnungswoche erst einmal zufrieden. "Aber wir werden den durch den Shutdown verlorenen Umsatz nicht wieder hereinholen können."

Bei der gerade erst aus dem Insolvenzverfahren entlassenen Modekette Gerry Weber liege der Zulauf "weit unter der Vor-Corona-Zeit", hieß es von dem Unternehmen. Er habe sich seit Montag relativ konstant eingependelt. Um mehr Kunden anzulocken will die Kette mit speziellen Gutscheinen und Aktionen aufwarten. Gerry Weber hat die meisten seiner insgesamt rund 200 eigenen Stores in Deutschland geöffnet.
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Quelle: ntv.de, jwu/dpa
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Wird die EEG-Umlage gesenkt ? - Homeoffice sorgt für höhere Stromrechnung

Postby Weltbookadmin47 » 28. Apr 2020 11:16

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Dienstag, 28. April 2020
Wird die EEG-Umlage gesenkt ? - Homeoffice sorgt für höhere Stromrechnung
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Mehr Zeit in den eigenen vier Wänden lässt den Stromverbrauch steigen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Aufgrund der Corona-Krise könnte die Stromrechnung vieler Haushalte höher ausfallen. Vor allem das Arbeiten im Homeoffice könnte laut einem Vergleichsportal die Kosten nach oben treiben. Das löst nun auch eine neue Debatte um die Höhe der EEG-Umlage aus.

Wegen der Corona-Pandemie könnte die Stromrechnung nach Einschätzung des Internet-Vergleichsportals Verivox für viele Haushalte in diesem Jahr steigen. Grund seien das weitgehend zum Erliegen gekommene öffentliche Leben und die Arbeit im Homeoffice. "Die Stromkosten sind höher als jemals zuvor, und es ist davon auszugehen, dass der häusliche Stromverbrauch wegen des Kontaktverbotes in diesem Jahr deutlich höher ausfällt als in den Vorjahren", sagte Verivox-Energieexperte Valerian Vogel.

Wie hoch der zusätzliche Stromverbrauch durch die Arbeit im Homeoffice ausfällt, ist allerdings unklar. "Wegen der längeren Aufenthaltsdauer in den Wohnungen dürfte der Energieverbrauch der privaten Haushalte insgesamt leicht steigen", erwartet der Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
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Wirtschaft 24.04.20
Preise fallen, kaum jemand tankt Historischer Öl-Crash erreicht Zapfsäulen

Durch Videokonferenzen oder Homeoffice-Tätigkeiten werde sich der private Stromverbrauch aber "nur um geringe Mengen" erhöhen. Mehr Strom als für Kommunikationsgeräte wird in Privathaushalten für den Alltag verbraucht. Aufs Kochen, Trocknen, Bügeln und andere Prozesswärme entfallen nach Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen etwa 30 Prozent des Stromverbrauchs. Für Computer, Telefon und Co. sind es demnach nur 17 Prozent.

Wenn in Corona-Zeiten mehr zu Hause gekocht wird, dürfte der Stromverbrauch steigen. Die Strompreise sind in diesem Frühjahr zwar auf ein Rekordniveau geklettert, aber für ihren Energieverbrauch zahlen die Haushalte insgesamt weniger als vor einem Jahr. Denn das Heizen mit Heizöl und Gas verbilligte sich, und auch fürs Tanken müssen die Verbraucher weniger ausgeben. Laut Statistischem Bundesamt gab es bei Energieprodukten insgesamt zwischen März 2019 und März 2020 einen Preisrückgang von 0,9 Prozent.
Grüne wollen Umlage senken

Die Grünen wollen Strom durch eine Senkung der EEG-Umlage deutlich billiger machen, um die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder anzukurbeln und die Bürger zu entlasten. Schon Mitte des Jahres sollte die Umlage nach ihren Vorstellungen um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Derzeit liegt die Umlage zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei 6,76 Cent pro Kilowattstunde.

Auch die schwarz-rote Koalition will die Ökostrom-Umlage senken - aber erst 2021, wenn ein CO2-Preis Sprit, Heizöl und Erdgas verteuert. Wie stark die Pläne der Koalition die Verbraucher entlasten, ist nach Ansicht von Verivox-Experte Vogel noch nicht abzusehen. Die Höhe der Umlage für 2021 sei noch unklar. "Denn aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs und der gefallenen Strombörsenpreise könnte sie sogar höher als zuvor ausfallen."
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Politik 27.04.20
Minister bei "Klamroths Konter" Heil eckt mit Forderung nach Heimarbeit-Recht an

Der Staat habe eine Reihe von Möglichkeiten, die Verbraucher beim Strompreis nachhaltig zu entlasten, sagte Vogel. Von den rund 39 Milliarden Euro, die von den deutschen Haushalten in diesem Jahr voraussichtlich für ihre Stromrechnungen bezahlt würden, entfielen rund 20 Milliarden Euro auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Das entspreche einer Abgabenquote von rund 53 Prozent.

Neben der EEG-Umlage, die für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden eine jährliche Belastung von 242 Euro brutto bedeute, kassiere der Staat auch Stromsteuer und Mehrwertsteuer. Die Stromsteuer mache mit 2,05 Cent je Kilowattstunde rund 7 Prozent der Stromrechnung aus. Für einen Durchschnittshaushalt entstünden so Kosten von 73 Euro brutto pro Jahr. Potenzial gebe es auch bei der Mehrwertsteuer, hier sind bei Strom bisher 19 Prozent fällig. Wenn Strom als lebensnotwendiges Gut eingestuft werde und damit unter den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent falle, entspräche das einer jährlichen Entlastung von 92 Euro, so Vogel.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa https://www.n-tv.de/wirtschaft/Homeoffi ... 44227.html
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DIHK-Konzept gegen Schlangen - Darf man bald nur mit App-Ticket in Fußgäng

Postby Weltbookadmin47 » 29. Apr 2020 11:45

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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 46686.html
DIHK-Konzept gegen Schlangen - Darf man bald nur mit App-Ticket in Fußgängerzone ?
Wie lassen sich lange Schlangen in Fußgängerzonen verhindern? Der DIHK schlägt dafür eine digitale Lösung vor: Eine App soll den Zugang zu Geschäften regulieren. Schon jetzt wird das so mancherorts angewendet.

Konzeptpapier des DIHK Ticket-App soll Fußgängerzonen regulieren
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In Fußgängerzonen kann es schnell voll werden. Eine App könnte dafür sorgen, dass das Einhalten der Abstandsregeln in der Corona-Krise weiterhin möglich ist. Sogar Einkaufszeiten sollen damit gebucht werden. Der abwegig klingende Vorschlag des DIHK wird in bestimmten Bereichen bereits angewendet.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) appelliert an die Politik, in der Corona-Krise die Möglichkeiten der Digitalisierung stärker zu nutzen. Der Zugang zu Geschäften, Hotels oder Fußgängerzonen etwa könne über Ticket-Systeme begrenzt werden, zitieren die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) aus einem Konzeptpapier des Verbands. Diese seien "ein äußerst wirksames und vielfältig einsetzbares Instrument zur Vermeidung von Menschenansammlungen" und würden bereits seit Längerem zur Steuerung großer Touristenströme eingesetzt. Die Tickets könnten dem Vorschlag zufolge über entsprechende Apps bereitgestellt werden.

Mit einer solchen App könnten Kunden auch Einkaufszeiten in Geschäften und für Dienstleistungen buchen, zitierten die RND-Zeitungen weiter aus dem Papier. "Das entzerrt die Kundenströme, verringert somit die Ansteckungsgefahr und sorgt gleichzeitig für eine kontinuierliche Auslastung der Geschäfte."
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Panorama 26.04.20
Corona-bedingte Einschränkungen Hunderte Berliner protestieren gegen Maßnahmen

Ein derartiges System könne auch bei der Wiedereröffnung von Restaurants und Cafés helfen. "Für die Berechnung der aus epidemiologischer Sicht verantwortbaren Auslastung würden die Restaurants entsprechend angeben, wie viele Plätze sie bei Einhaltung der entsprechenden Abstandsregeln anbieten können." Im Tagestourismus könnten Tagestickets die Zahl der Gäste an typischen Hotspots wie Stränden, Seen, oder Nationalparks steuern. Ähnliches sei auch für Messen denkbar.
Warnungen vor überfüllten Bussen und Bahnen

Der DIHK schlägt laut dem Bericht zudem vor, Echtzeitdaten zur Entzerrung von Personenströmen zu verwenden, wie es Kartendienste bereits zur Stauvermeidung praktizierten. "Auf Basis solcher Echtzeitinformationen könnten Personen per Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone gewarnt werden, wenn die Personendichte in einem bestimmten Raum bereits sehr hoch ist und droht, die epidemiologisch angemessene Anzahl zu überschreiten", zitierten die Zeitungen aus dem DIHK-Papier. Auch "Warnschilder" auf Online-Karten sowie Warnungen vor überfüllten Bussen und Bahnen seien denkbar.

Weiter plädierte der DIHK für einen digitalen Corona-Pass auf Basis der Blockchain-Technologie. "Mit dem Corona-Pass können Personen nachweisen, dass sie auf das Virus getestet wurden und weiterhin an Tests teilnehmen", heißt es laut Bericht in dem Konzept. Die Informationen würden in einer Blockchain abgelegt, pseudonymisiert und datenschutzkonform in einer Cloud gespeichert.
Zu den Artikeln - Bilder und Videos
https://www.n-tv.de/panorama/Ticket-App ... 44514.html
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 46686.html
Quelle: ntv.de, mba/AFP
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Zehn Millionen Kurzarbeiter - Corona-Krise wütet auf dem Arbeitsmarkt

Postby Weltbookadmin47 » 30. Apr 2020 09:59

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Corona-K ... 50229.html

Donnerstag, 30. April 2020
Zehn Millionen Kurzarbeiter - Corona-Krise wütet auf dem Arbeitsmarkt
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Die Gastronomie etwa ist bundesweit praktisch zum Erliegen gekommen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die rosigen Zeiten auf dem Arbeitsmarkt sind vorbei. Immer deutlicher werden die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sichtbar. Innerhalb eines Monats verlieren mehr als 370.000 Menschen ihren Job. 750.000 Firmen haben Kurzarbeit angemeldet - mit Folgen für zehn Millionen Beschäftigte.

Die Corona-Krise schlägt mittlerweile voll auf den deutschen Arbeitsmarkt durch. "Die Corona-Pandemie dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen", erklärte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. "Dadurch gerät auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck." Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung seien erstmals in einem April gestiegen. Die Anzeigen für Kurzarbeit stiegen auf ein noch nie dagewesenes Niveau. "Und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist regelrecht eingebrochen."
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Frühstart 30.04.20
Hubertus Heil im "ntv Frühstart" "Kurzarbeit kostet viel Geld, Arbeitslosigkeit mehr"

Wie die BA mitteilte, stieg die Arbeitslosenzahl bereinigt um saisonale Einflüsse im Vergleich zum März um 373.000. Damit sind nun 2,644 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Volkswirte hatten lediglich eine Zunahme um 95.000 Personen erwartet. Im März hatte sich die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt um 1000 erhöht, doch darin war die Stilllegung weiter Teile der Wirtschaft noch nicht enthalten. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote erhöhte sich im April deutlich um 0,8 Punkte auf 5,8 Prozent. Auf Jahressicht waren 415.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Im März und bis zum 26. April meldeten bei den Arbeitsagenturen 751.000 Unternehmen Kurzarbeit für insgesamt bis zu 10,1 Millionen Personen an. Das heiße nicht, dass diese Menschen schlussendlich auch alle kurzarbeiten würden. "Nichtsdestotrotz ist das eine im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten nie da gewesene Zahl", hieß es. Sie übersteige um ein Vielfaches die Zahl der Anzeigen während der Rezession 2008/2009. Im gesamten Krisenjahr 2009 seien zum Vergleich Anzeigen für 3,3 Millionen Menschen eingegangen. Die Kurzarbeit dient dazu, Arbeitnehmer mit staatlicher Hilfe im Job zu belassen und Entlassungen zu vermeiden.

Arbeitsminister Hubertus Heil verwies darauf, dass Kurzarbeit in Deutschland Millionen Arbeitsplätze sichere. "In den USA dagegen haben in den vergangen fünf Wochen über 26 Millionen Menschen ihren Job verloren. Die Entwicklung zeigt: wir können zwar auch in unserem Land nicht für jeden Arbeitsplatz garantieren, aber wir werden um jeden Job kämpfen. Kurzarbeit ist teuer, aber Arbeitslosigkeit ist um ein Vielfaches teurer", sagte der SPD-Politiker. Es werde "Unternehmen und Beschäftigte geben, die länger auf Kurzarbeit angewiesen sein werden. Deshalb ist es richtig, dass wir das Kurzarbeitergeld anheben und Beschäftigte vor unverhältnismäßigen Lohneinbußen geschützt werden." Dies sichere auch Kaufkraft und Nachfrage.

Im April 2020 waren nur noch 626.000 unbesetzte Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 169.000 weniger als noch vor einem Jahr. Saisonbereinigt sei die Zahl der offenen Stellen um 66.000 nach unten gegangen.

Hubertus Heil im "ntv Frühstart" "Kurzarbeit kostet viel Geld, Arbeitslosigkeit mehr"
Video https://www.n-tv.de/mediathek/magazine/ ... 50043.html
Quelle: ntv.de, jwu/DJ/dpa
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Fleischersatz boomt - Beyond Meat wächst rasant in der Krise

Postby Weltbookadmin47 » 7. May 2020 12:54

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Fleischersatz boomt - Beyond Meat wächst rasant in der Krise
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Der vegane Burger-Hersteller wirbt mit "jetzt noch fleischiger" ("now even meatier").

(Foto: picture alliance/dpa)
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Der Fleischersatz-Hersteller ist ein klarer Corona-Profiteur: Während die US-Fleischindustrie unter der Pandemie ächzt und Fast-Food-Ketten über Engpässe klagen, finden pflanzliche Alternativen reißenden Absatz. Auch an der Börse startet Beyond Meat richtig durch.

Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat setzt sein rasantes Wachstum auch in der Corona-Krise fort. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um gut 140 Prozent auf 97,1 Millionen Dollar, wie Beyond Meat nach US-Börsenschluss mitteilte.
Beyond Meat
Beyond Meat 126,21

Zudem schrieb Beyond Meat einen Gewinn von 1,8 Millionen Dollar, im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 6,6 Millionen Dollar angefallen. An der Wall Street waren rote Zahlen und weniger Umsatz erwartet worden. Die Aktie legte daraufhin nachbörslich deutlich zu. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 30 Prozent gestiegen.

Beyond Meat wurde 2009 gegründet und ist seit Mai 2019 an der Börse. Das Unternehmen stellt Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis her - ohne tierische Zutaten. Diverse Fast-Food-Ketten bieten die veganen Burger inzwischen an. Gerade in der Corona-Pandemie sind Beyond Meat und der Rivale Impossible Foods willkommene Alternativen zur klassischen US-Fleischindustrie.

Fleischfabriken großer Hersteller wie Smithfield oder Tyson Foods ächzen unter der Krise. Sie gelten als Covid-19-Infektionsherde und mussten pandemiebedingt schließen. US-Präsident Donald Trump hat bereits das eigentlich für Kriegszeiten vorgesehene Gesetz "Defense Production Act" angewandt, um den Betrieb und die Fleischversorgung aufrechtzuerhalten. Dennoch bekommt die Fast-Food-Branche den Fleischmangel in den USA inzwischen zu spüren.
Fast-Food-Ketten klagen über Engpässe

Die Hamburger-Kette Wendy's bestätigte am Dienstag, dass es in einigen ihrer Schnellrestaurants aufgrund der angespannten Versorgungslage zu Engpässen kommen könne. Vorher hatten Kunden im Internet über Burger-Mangel geklagt. Einem Experten der Investmentbank Stephens zufolge waren Rindfleischprodukte zu Wochenbeginn angeblich in 18 Prozent aller US-Filialen von Wendy's komplett ausverkauft. Das zeige eine Auswertung der Online-Menüs.

Eine Unternehmenssprecherin machte auf Nachfrage keine konkreten Angaben zur Verfügbarkeit. An der Börse gerieten die Aktien von Wendy's deutlich ins Minus. Die große Einzelhandelskette Costco gab am Montag bekannt, Einkäufe von Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch vorübergehend auf maximal drei Artikel pro Kunden zu begrenzen. Am Freitag hatte bereits der Supermarkt-Riese Kroger auf seiner Internetseite ein eingeschränktes Fleischsortiment eingeräumt. Dem Landwirtschaftsministerium zufolge sind die Fleischpreise im Großhandel bereits kräftig gestiegen.

Quelle: ntv.de, ddi/rts
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Nach Karlsruher EZB-Urteil - Schäuble sieht den Euro in Gefahr

Postby Weltbookadmin47 » 8. May 2020 15:41

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Freitag, 08. Mai 2020
Nach Karlsruher EZB-Urteil - Schäuble sieht den Euro in Gefahr
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"Diese Situation macht niemandem Freude", meint Wolfgang Schäuble.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Hat das Bundesverfassungsgericht eine Klagewelle gegen den Euro angeschoben? Diese Befürchtung äußert Bundestagspräsident Schäuble. Das Urteil aus Deutschland könne andere Länder inspirieren, sich ebenfalls gegen europäische Rechtsprechung zu stellen.

Der ehemalige Bundesfinanzminister und heutige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Anleihenkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) Gefahren für den Fortbestand des Euro. "Es kann gut sein, dass in anderen EU-Mitgliedstaaten nun auch der Bestand des Euro infrage gestellt wird - weil ja jedes nationale Verfassungsgericht für sich urteilen könne", sagte Schäuble dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Diese Situation macht niemandem Freude."
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Wirtschaft 05.05.20
Urteil in Karlsruhe EZB-Anleihenkauf ist teils verfassungswidrig

Man müsse nun "politisch umso mehr alles daran setzen, Europa zu stärken", sagte Schäuble. Er machte deutlich, dass er das Urteil des Gerichts nachvollziehen könne. "Es ist bekannt, dass ich als Finanzminister auch nicht immer einverstanden war mit Entscheidungen der EZB - bei allem Respekt für deren Unabhängigkeit", sagte der CDU-Politiker.

"Unabhängige Institutionen, die nicht demokratisch legitimiert und kontrolliert sind, müssen sich streng auf ihr Mandat begrenzen und dürfen es nicht zu weit auslegen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist also nicht ganz einfach zu widerlegen." Dennoch sei es "auch schwierig, wenn das deutsche Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs nicht als verbindlich anerkennen kann", sagte Schäuble.

Das Bundesverfassungsgericht hatte den billionenschweren Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB als teilweise verfassungswidrig eingestuft. Die Deutsche Bundesbank darf sich nach der Entscheidung künftig nur unter bestimmten Bedingungen an dem Kaufprogramm beteiligen. Das oberste deutsche Gericht stellte sich damit erstmals gegen ein Urteil des höchsten EU-Gerichts. Die EU-Kommission hatte daran erinnert, dass Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) für alle Mitgliedsstaaten bindend seien.
Video: Urteil in Karlsruhe EZB-Anleihenkauf ist teils verfassungswidrig
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 60906.html
Quelle: ntv.de, fzö/dpa
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Trotz begrenztem Schulbetrieb - Lohnfortzahlung für Eltern soll wegfallen

Postby Weltbookadmin47 » 15. May 2020 20:49

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Freitag, 15. Mai 2020
Trotz begrenztem Schulbetrieb - Lohnfortzahlung für Eltern soll wegfallen
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Jedes Elternteil hat einen eigenen Anspruch auf die Leistung, sodass zwölf Wochen häusliche Betreuung bei Lohnausgleich möglich sind.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Geschlossene Kitas und Heimunterricht - berufstätige Eltern sind durch die Corona-Einschränkungen besonders betroffen. Der Lohnausgleich für die Kinderbetreuung läuft in einigen Fällen dieser Tage aus, soll aber eigentlich verlängert werden. Wider Erwarten rudert die Bundesregierung zurück.

Die Bundesregierung will die Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht arbeiten können, wohl doch nicht verlängern. "Angesichts der verstärkt öffnenden Schulen und Kindergärten wird es nach heutigem Stand keine Verlängerung der Regelung geben", sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Eltern hatten seit dem 30. März für sechs Wochen Anspruch, vom Staat 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens zu erhalten - bis zu einer Grenze von 2016 Euro im Monat. Für manche Eltern wären die Zahlungen damit Mitte Mai erschöpft. Allerdings hat nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums jedes Elternteil einen eigenen Anspruch, "sodass insgesamt zwölf Wochen häusliche Betreuung möglich sind".
Kehrtwende in der Koalition?
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Panorama 14.05.20
Oft nur Notbetrieb möglich Vielen Kitas fehlt das Betreuungspersonal

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hatte im April in Aussicht gestellt, die Lohnausfallzahlungen zu verlängern, Arbeitsminister Hubertus Heil hatte eine "Anschlussregelung" angekündigt. Auch aus der CDU waren Rufe nach einer Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern gekommen.

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch nannte es einen "Skandal, wie die Bundesregierung mit Eltern umgeht, die auf Kinderbetreuung verzichten müssen". Kinder, Frauen und vor allem Alleinerziehende würden zu Verlierern der Corona-Krise, so Bartsch. Er appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Arbeitsminister, die Sechs-Wochen-Frist "unbürokratisch zu verlängern, bis es einen Regelbetrieb an Grundschulen und Kitas gibt".

Auch DGB-Vorstand Anja Piel drängte in der "NOZ" auf eine Nachbesserung. Viele Familien sind nach ihren Worten angesichts des Notbetriebs in den Kitas und des eingeschränkten Schulbetriebs "weiter von Existenzsorgen und Betreuungsengpässen gebeutelt".
Video Vielen Kitas fehlt das Betreuungspersonal
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 80107.html
Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP
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76 Prozent weniger Zulassungen - Europas Automarkt bricht völlig ein

Postby Weltbookadmin47 » 19. May 2020 11:52

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Europas- ... 90754.html

Dienstag, 19. Mai 2020
Update 76 Prozent weniger Zulassungen - Europas Automarkt bricht völlig ein
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Schon in den ersten drei Monaten des Jahres geht die Zahl der Pkw-Zulassungen aufgrund der Corona-Krise zurück. Wie Zahlen nun zeigen, bricht sie im April dann völlig ein. In Ländern wie Italien oder Spanien beträgt der Einbruch mehr als 95 Prozent. Deutschland steht nicht ganz so schlecht da.

Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Autoabsatz drastisch einbrechen lassen. Allein in der Europäischen Union wurden lediglich 270.682 Pkw neu zugelassen und damit 76,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der zuständige Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Bereits im Januar und Februar waren die Zulassungszahlen zurückgegangen, ehe sie dann im März um mehr als die Hälfte absackten.
VW Vorzüge
VW Vorzüge 128,56

Der Einbruch im April im Zuge der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise fiel nun nochmals deutlich stärker aus. Ein Grund für die Einbrüche waren dem Branchenverband Acea zufolge die geschlossenen Autohäuser während der anhaltenden Pandemie. Jeder der 27 EU-Märkte habe Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen müssen.

Dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge waren die Rückgänge vor allem in Italien, Spanien und dem nicht mehr zur EU gehörenden Großbritannien dramatisch. Mit Rückgängen zwischen 97 und 98 Prozent kam der Absatz in diesen Ländern "nahezu vollständig zum Erliegen", hieß es vom VDA. Auch Frankreich verbuchte mit einem Rückgang von 88,8 Prozent einen heftigen Absturz.

In Deutschland gingen die Neuzulassungen den Angaben zufolge um 61,1 Prozent zurück. Ein ähnliches Bild zeigte sich laut VDA auch in Industrienationen außerhalb Europas. So brach der Verkauf von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA um 47 Prozent auf 707.800 Fahrzeuge ein und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Ebenfalls drastisch waren die Rückgänge in Brasilien (Minus 77 Prozent) und Japan (Minus 30 Prozent).
Hoffnungsschimmer in China
Daimler
Daimler 30,33

In China wiederum, wo die Restriktionen in der Corona-Krise schon vor mehreren Wochen wieder gelockert wurden, verbesserte sich die Lage wieder. "Das Marktvolumen ging nur noch um 2 Prozent auf 1,5 Millionen Neufahrzeuge zurück", teilte der VDA mit. Dennoch waren die Einbrüche im Gesamtzeitraum zwischen Januar bis April mit einem Minus von 35 Prozent ebenfalls dramatisch.

Bei den deutschen Herstellern verzeichnete der VW-Konzern mit all seinen Fahrzeugmarken im April einen Rückgang von 72,7 Prozent. Bei Daimler war das Minus mit 78,8 Prozent noch etwas größer, während der Einbruch bei BMW gegenüber dem Vorjahresmonat bei 65,3 Prozent lag. Die französischen Autobauer Renault und PSA büßten jeweils rund 80 Prozent ein, der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat-Chrysler sogar fast 90 Prozent.

Seit Jahresbeginn belief sich das Minus bei den EU-Neuzulassungen den Angaben zufolge auf 38,5 Prozent: Insgesamt wurden 2,75 Millionen Pkw zugelassen. In drei der vier wichtigsten EU-Märkte - Italien, Spanien und Frankreich - sanken die Neuregistrierungen um rund die Hälfte. In Deutschland betrug der Rückgang nach den ersten vier Monaten 31 Prozent.
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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Europas- ... 90754.html
Quelle: ntv.de, mli/dpa
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Berliner Airport vor dem Aus - Flughafen Tegel kann am 15. Juni schließen

Postby Weltbookadmin47 » 20. May 2020 10:28

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Mittwoch, 20. Mai 2020
Berliner Airport vor dem Aus - Flughafen Tegel kann am 15. Juni schließen
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Können die Hinweisschilder für den Flughafen demnächst eingemottet werden?

(Foto: dpa)
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Es dürfte das endgültige Aus für den Berliner Flughafen Tegel bedeuten: Bund und die Länder Berlin und Brandenburg einigen sich darauf, dass der Airport am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen kann.

In der Coronavirus-Krise geht der wichtigste Flughafen der deutschen Hauptstadt voraussichtlich vom Netz: Der Berliner Flughafen Tegel kann am 15. Juni vorübergehend außer Betrieb gehen. Das beschlossen der Bund und die Länder Berlin und Brandenburg in einer Gesellschafterversammlung, wie eine Sprecherin der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen sagte. Der entsprechende Antrag bei der Luftfahrtbehörde ist schon gestellt. Dass der Flughafen überhaupt noch einmal öffnet, gilt als unwahrscheinlich.

Die endgültige Entscheidung über die geplante Betriebspause fällt nach Betreiberangaben in den nächsten Wochen. "Nach der Genehmigung der Luftfahrtbehörde werden wir sehen, ob der verlässliche und sichere Flugbetrieb für die Hauptstadtregion in den kommenden Monaten einen oder zwei Flughäfen braucht", teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup mit. Es werde ermittelt, ob die Zunahme des Flugverkehrs die Offenhaltung Tegels ermögliche oder ob eine vorübergehende Schließung wirtschaftlich unvermeidlich werde. Die Gesellschafter stellen aber die Bedingung, dass der zivile Luftverkehr jederzeit bedarfsgerecht sichergestellt wird und auch der Regierungsflugbetrieb nicht beeinträchtigt wird.
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Tegel hatte viele Freunde, doch der Fluglärm belastete Hunderttausende Anwohner.

(Foto: dpa)

Erholen sich die Passagierzahlen in den nächsten Wochen nicht deutlich, geht der Flughafen in eine zweimonatige Betriebspause. Nach ähnlichem Muster hatte Paris am 1. April seinen Flughafen Orly geschlossen und die Flüge zum Flughafen Charles de Gaulle verlegt. Wegen des Einbruchs der Passagierzahlen in der Corona-Krise soll der Berliner Luftverkehr in Schönefeld konzentriert werden. Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg hat durch die Krise mit Einnahmeausfällen in dreistelliger Millionenhöhe zu kämpfen. Der innenstadtnahe Flughafen Tegel war mit mehr als 24 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr unter den deutschen Standorten die Nummer vier nach Frankfurt, München und Düsseldorf.

Schönefeld an der südöstlichen Stadtgrenze in Brandenburg ist kleiner, dort waren es gut elf Millionen Passagiere. Zuletzt flogen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld nur etwa 2000 Passagiere pro Tag. Das Hauptabfertigungsgebäude in Tegel ist schon seit Mitte März geschlossen, Passagiere checken nur noch im Nebenterminal C ein. Ähnlich ist es in Schönefeld.
Letzte Maschine hebt im November ab

Ende des Jahres soll Tegel ohnehin endgültig vom Netz gehen. Nach mehreren geplatzten Terminen ist geplant, dass am 31. Oktober der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet wird und am 8. November die letzte Maschine in Tegel abhebt. Flughafenchef Lütke Daldrup hatte sich zuletzt skeptisch gezeigt, dass Tegel nach der vorübergehenden Schließung noch einmal ans Netz gehen könnte.

Mit der Schließung Tegels werden mehrere Hunderttausend Berliner von Fluglärm entlastet. Wegen seiner Nähe zur Innenstadt und der kurzen Wege in den Terminals hat der Flughafen aber auch viele Freunde. Bei einem Volksentscheid 2017 stimmte eine Mehrheit der Berliner dafür, den Flughafen parallel zum BER weiterzubetreiben. Das Votum hat aber keine Gesetzeskraft.

Ende März hatte der Bund noch durchgesetzt, dass Tegel offen bleibt. Die Infrastruktur sollte gerade wegen der Corona-Krise flexibel verfügbar bleiben, hieß es. Bedenken hatte der Bund auch, weil das neue Regierungsterminal in Schönefeld noch nicht betriebsbereit war. In den vergangenen Tagen hatte sich aber ein Kompromiss angedeutet.

Quelle: ntv.de, mli/dpa
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"Gefahr geht von Italien aus" - Star-Ökonom warnt vor Kollaps des Euro

Postby Weltbookadmin47 » 22. May 2020 09:33

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"Gefahr geht von Italien aus" - Star-Ökonom warnt vor Kollaps des Euro
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Roubini sieht Italien als große Gefahr für die Eurozone.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)
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Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, mit seiner gigantischen Verschuldung aber praktisch am Ende. So sieht es der Ökonom Roubini. Zur Rettung der Währungszone könnte es auf eine Fiskalunion und gemeinsame Schulden hinauslaufen.

Der US-Starökonom Nouriel Roubini hat vor einem Kollaps der Eurozone infolge der Corona-Krise gewarnt. "Die Gefahr geht von Italien aus", sagte er der "Wirtschaftswoche". Bei einer Staatsverschuldung von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2021 sei das Land "praktisch insolvent" und zugleich zu groß, um pleite zu gehen und um gerettet zu werden.

Der 62-jährige Wirtschaftswissenschaftler erwartet der Zeitung zufolge ein neuerliches Ringen um das Überleben des Euro, wie zu Zeiten der Griechenlandkrise. Allerdings sei Italien dabei "ein zehnmal größeres Problem als Griechenland". Damit die Eurozone überleben könne, sei ein Auffangmechanismus nötig. "Falls das jüngste Urteil des deutschen Verfassungsgerichts den Ankauf italienischer Staatsanleihen durch die EZB stoppe, brauche die Eurozone eine Fiskalunion mit Corona-Bonds: "Sonst kollabiert die Eurozone innerhalb eines Jahres."
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Wirtschaft 19.05.20
500 Milliarden Euro für Wirtschaft Merkel und Macron schlagen EU-Wiederaufbaufonds vor

Zum deutsch-französischen Plan für einen 500 Milliarden schweren Rettungsplan sagte Roubini: "Der Fonds fällt kleiner aus, als Italien, Spanien und Griechenland gehofft hatten." Positiv wäre, "wenn die meisten Auszahlungen Beihilfen werden anstelle von Krediten".

Nach den Vorstellungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron soll die EU-Kommission für den Fond auf den Finanzmärkten Kredite im Namen der EU aufnehmen. Das Geld soll dann als nicht rückzahlbare Zuschüsse aus dem EU-Haushalt an die am stärksten von der Corona-Krise betroffenen EU-Länder fließen, darunter Italien.

Dies lehnt die Gruppe der "sparsamen Vier" aus Österreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aber strikt ab. Sie wollen nur über rückzahlbare Kredite helfen und zudem Strukturreformen zur Bedingung für Zahlungen machen. Auch den Umfang von 500 Milliarden halten die vier Länder für übertrieben.
Video
500 Milliarden Euro für Wirtschaft Merkel und Macron schlagen EU-Wiederaufbaufonds vor
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 90473.html
Quelle: ntv.de, jwu/AFP/DJ
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Online-Riesen immer wertvoller - Amerikas Super-Reiche profitieren von Kr

Postby Weltbookadmin47 » 23. May 2020 11:09

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Online-Riesen immer wertvoller - Amerikas Super-Reiche profitieren von Krise
Seitdem die Corona-Auflagen gelten, ist der Börsenwert von Facebook um 60 Prozent gestiegen.

Seitdem die Corona-Auflagen gelten ist der Börsenwert von Facebook um 60 Prozent gestiegen.

(Foto: imago images/Xinhua)
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In der Corona-Pandemie verzeichnet die USA fast 39 Millionen Arbeitslose. Super-Reiche wie Facebook-Chef Zuckerberg oder Amazon-Gründer Bezos profitieren jedoch von der Krise und bauen ihr Vermögen aus. In Ländern wie Großbritannien sieht das dagegen ganz anders aus.

Die Super-Reichen in den USA sind trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise noch reicher geworden. So ist das Vermögen der 600 reichsten US-Amerikaner zwischen dem 18. März und dem 19. Mai um insgesamt 434 Milliarden Dollar angewachsen - dies entspricht einer Steigerung von fast 15 Prozent, wie das US-Magazin "Forbes" berichtete.

Einen Anstieg gab es etwa beim Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos, dass um mehr als 30 Prozent zunahm. Bezos führt die Forbes-Liste mit 147,4 Milliarden Dollar an. Getoppt wird Bezos von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dessen Vermögen steigerte sich um mehr als 46 Prozent. Dabei haben in den USA Millionen Menschen in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren. Online-Unternehmen konnten hingegen von der Schließung von Restaurants und Geschäften profitieren. So legte der Börsenwert von Facebook seit Beginn der Corona-Beschränkungen Mitte März um 60 Prozent zu, jener von Amazon um 45 Prozent. Auch die Streaming-Plattform Netflix legte um 46 Prozent zu und Elektronik-Riese Apple um 31 Prozent.

Das Vermögen von US-Unternehmern in der Reise- und Hotelbranche sowie im Einzelhandel schrumpfte hingegen. Die Daten wurden von der Organisation Americans for Tax Fairness und dem Institute for Policy Studies erhoben.

Anders sieht es für Super-Reiche in Großbritannien aus. Laut "Sunday Times", verloren sie in den vergangenen zwei Monaten insgesamt 54 Milliarden Pfund (60 Milliarden Euro). Die Zahl der Milliardäre sank demnach um vier auf 147. Laut der seit 1989 von der "Sunday Times" veröffentlichten Liste der tausend Reichsten im Land musste die Hälfte der Milliardäre Verluste von bis zu sechs Milliarden Pfund hinnehmen. Das hat es seit 2009, im Gefolge der großen Finanzkrise, nicht mehr gegeben.

Quelle: ntv.de, ysc/AFP
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