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ntv Zertifikate - Womit Anleger 2020 rechnen müssen

Postby Weltbookadmin47 » 10. Jan 2020 14:25

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
https://www.n-tv.de/mediathek/sendungen ... 99124.html
ntv Zertifikate - Womit Anleger 2020 rechnen müssen
Nach den deutlichen Aktienkurssteigerungen im letzten Jahr fragen sich viele Anleger und Trader, was das Börsenjahr 2020 überhaupt noch zusätzlich bringen kann. Friedhelm Tilgen spricht mit Dirk Grunert von Morgan Stanley darüber, wie Anleger sich positionieren können und wie die Absicherung mit Optionsscheinen funktioniert.
Gewinner Anlagezertifikate
WKN Name Perf.
BLB6ZR ADIDAS SONST.ZERTIFIKAT 2022/01 (BLB) 100,7 %
BLB6ZS ALLIANZ SONST.ZERTIFIKAT 2022/01 (BLB) 100,5 %
BLB6ZX FRESENIUS SONST.ZERTIFIKAT 2022/01 (BLB) 100,0 %
LS9BVX LUS WIKIFOLIO-INDEX CETA OPEN END (L&S) 66,7 %
LS9MPC LUS WIKIFOLIO-INDEX ADLE OPEN END (L&S) 50,0 %
LS9L63 LUS WIKIFOLIO-INDEX DAS OPEN END (L&S) 36,5 %
HZ57AD CONTINENTAL BONUSCAP 110 2020/03 (UCB) 25,1 %
HZ57AF CONTINENTAL BONUSCAP 110 2020/04 (UCB) 22,0 %
Verlierer Anlagezertifikate
WKN Name Perf.
DF6VPZ DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/02 (DZ) -85,4 %
DF6VPY DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/02 (DZ) -78,8 %
DF6VQ0 DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/03 (DZ) -78,4 %
DF6VPX DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/02 (DZ) -76,2 %
DF6VPW DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/02 (DZ) -72,2 %
DF6VR1 DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/04 (DZ) -72,0 %
DF6VPV DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/02 (DZ) -69,0 %
DF6VQZ DAX ® BONUSREVCAP 13500 2020/03 (DZ) -67,7 %
Umsatzspitzenreiter Anlagezertifikate
WKN Name Perf.
TR810A BAYER AKTIENANLEIHE 4.6% 2021/03 (HSBC) 0,2 %
UBS9CG FRESE AKTANLPROTPRO 6.56% 2020/06 (UBS) 0,1 %
HX4KHW AURUBI AKTIENANLEIHE 5.4% 2020/12 (UCB) 0,3 %
DF78T0 VOLKSW AKTIENANLPROT 9.75% 2020/12 (DZ) 0,2 %
VE3A1G COVEST AKTIENANLEIHE 7.5% 2020/12 (VON) 0,9 %
PX3G9H K+S AKTIENANLEIHE 23% 2020/03 (BNP) -2,1 %
LB19DZ CARLZ AKTIENANLEIHE 3.5% 2020/09 (LBBW) 0,0 %
CL1W35 VOLK AKTIENANLEIHE 13.75% 2020/06 (COB) 1,5 %
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/mediathek/sendungen ... 99124.html
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Übernahme von Mautbetreiber - Toll Collect kostete Staat 87 Millionen Euro

Postby Weltbookadmin47 » 11. Jan 2020 12:50

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Toll-Col ... 00496.html
Übernahme von Mautbetreiber - Toll Collect kostete Staat 87 Millionen Euro
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Auch auf Bundesstraßen besteht Mautpflicht für Lkw.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Unter staatlicher Regie ist das Maut-Unternehmen Toll Collect wirtschaftlicher, befindet Andreas Scheuer. Deshalb entscheidet der Verkehrsminister, die Firma zu verstaatlichen. Wie jetzt bekannt wird, zahlt der Bund dafür einen Millionenpreis - und streicht gleichzeitig viel ein.

Für die Übernahme des Lkw-Mautbetreibers Toll Collect hat der Bund rund 87 Millionen Euro als Kaufpreis gezahlt. Wie die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesverkehrsministerium erfuhr, wurde die Summe inzwischen von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ermittelt und aus dem Haushalt 2019 beglichen. Ressortchef Andreas Scheuer hatte sich vor einem Jahr für die Verstaatlichung des Unternehmens entschieden, das die Lkw-Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen betreibt. Der Kaufpreis war zunächst nicht genannt worden. Der Bund hatte Toll Collect - ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, Telekom und des französischen Autobahnbetreibers Cofiroute - nach Auslaufen des Betreibervertrags im Herbst 2018 übernommen.

Dies war eigentlich nur bis zu einem Weiterverkauf an neue private Betreiber geplant. Im Januar 2019 entschied Scheuer dann aber, das Unternehmen auf Dauer zu behalten, da der Betrieb in staatlicher Regie wirtschaftlicher sei. Anlagen von Toll Collect sollten außerdem beim Betrieb der inzwischen gescheiterten Pkw-Maut mitgenutzt werden. Den Kaufpreis hatte das Verkehrsministerium zuerst etwas niedriger geschätzt, wie es auf Anfrage weiter hieß. So seien im Rahmen der Haushaltsaufstellung zunächst 48 Millionen Euro angesetzt worden. Der nunmehr ermittelte höhere tatsächliche Kaufpreis ist demnach auf Steuereffekte zurückzuführen, durch die sich auch das Eigenkapital von Toll Collect erhöhte - dieses war wie vertraglich vorgesehen Bemessungswert für den Kaufpreis. Die Haushaltsberichterstatter des Bundestags seien informiert worden, erläuterte das Ministerium.
*Datenschutz

Die Lkw-Maut bringt dem Bund mittlerweile rund sieben Milliarden Euro pro Jahr für Investitionen in Autobahnen und Bundesstraßen ein. Wegen der zu späten Einführung der Nutzungsgebühr 2005 hatten sich der Bund und die damaligen Toll-Collect-Gesellschafter einen 14 Jahre langen Rechtsstreit geliefert. Im Mai 2018 gab es dann aber eine Einigung auf einen Vergleich - der Bund bekommt daraus 3,2 Milliarden Euro.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/Toll-Col ... 00496.html
Quelle: ntv.de, ibu/dpa
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Bis zu 8100 Euro pro Jahr - So funktioniert das Weiterbildungsstipendium

Postby Weltbookadmin47 » 12. Jan 2020 19:24

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https://www.n-tv.de/ratgeber/So-funktio ... 85984.html

Sonntag, 12. Januar 2020
Bis zu 8100 Euro pro Jahr - So funktioniert das Weiterbildungsstipendium
Können die Kosten für das Studium trotz eines Stipendiums von der Steuer abgesetzt werden oder nicht? Darüber sind sich die Finanzgerichte gerade nicht einig. Foto: Andrea Warnecke

Wer sich für das Stipendium interessiert, muss eine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

(Foto: dpa)
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Nicht nur Studierende können von einem Stipendium profitieren. Selbst nach Abschluss einer dualen Berufsausbildung kann man sich um eine Förderung bemühen. Dafür gibt es jetzt sogar noch mehr Geld.

Für Absolventen einer dualen Ausbildung lohnt es sich künftig mehr denn je, sich für das sogenannte Weiterbildungsstipendium zu bewerben. Die maximale individuelle Förderhöhe steigt nach Angaben der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) von 7200 auf 8100 Euro.

Die Änderung gilt ab Jahresbeginn 2020. Außerdem werde die Förderung von Weiterbildungen im Ausland erleichtert. Sie steht auch Absolventen bestimmter Gesundheitsfachberufe offen.

Wer in das Programm des Bildungsministeriums aufgenommen wird, kann sich mit dem Geld aus dem Fördertopf nach Abschluss seiner Ausbildung in seinem Fachgebiet weiterqualifizieren.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Wer sich für das Stipendium interessiert, muss eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Zudem brauchen Bewerber einen Beleg für besondere Leistungen in der Ausbildung oder in der Berufspraxis, wie Andreas van Nahl von der SBB erklärt. "Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, etwa ein Gesamtergebnis in der Ausbildungsprüfung von besser als "gut" oder eine Platzierung unter den ersten drei bei einem beruflichen Leistungswettbewerb auf Landes- oder Bundesebene."

Außerdem können der Arbeitgeber oder die Berufsschule begabte Auszubildende vorschlagen. "Das spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn jemand mit schwierigen Startvoraussetzungen in die Ausbildung gestartet ist und im Verlauf der Ausbildung eine besondere Entwicklung gemacht hat", erklärt van Nahl.

Grundsätzlich dürfen die Bewerber nach Informationen des Bundesbildungsministeriums (BMBF) nicht älter als 24 Jahre sein. Ausnahmen gelten, wenn Absolventen etwa Elternzeiten oder einen Freiwilligendienst nachweisen.

Was muss ich für die Bewerbung tun?

Ausbildungsabsolventen, die sich über das Stipendium informiert haben, können für ihre Bewerbung ein Stammblatt bei der zuständigen Stelle anfordern. Das senden sie zusammen mit ihrem Abschlusszeugnis und weiteren Unterlagen zum Nachweis ihrer besonderen Leistungen ein.

Die Stipendien werden unter anderem von den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Landesbehörden vergeben, die auch die Berufsabschlussprüfung abnehmen. Die jeweilige Stelle gibt das Stammdatenblatt an Bewerber aus. Die Termine für die Bewerbung und die Vergabe legen sie ebenfalls jeweils selbst fest, so van Nahl. Absolventen der Fachberufe im Gesundheitswesen und Physiotherapeuten wenden sich direkt an die SBB.

Wo finde ich passende Kurse?

Nach der Aufnahme in das Programm können Stipendiaten und Stipendiatinnen ihre Weiterbildungen selbst auswählen. Infos und Beratung erhalten sie wiederum bei den zuständigen Stellen, etwa einer Handwerkskammer oder bei der SBB.

Häufige Weiterbildungen, Meisterlehrgänge etwa, würden oft die Bildungszentren der Kammern anbieten, so van Nahl. Nach Absprache seien aber auch selbst organisierte Weiterbildungen möglich. "Eine Maskenbildnerin aus Weimar besuchte kürzlich einen Lehrgang in England bei einem Maskenkünstler, der auch für die Harry-Potter-Filmen gearbeitet hatte", veranschaulicht der Experte.

Welche und wie viele Weiterqualifizierungen kann ich fördern lassen?

Wer ins Stipendium aufgenommen wird, dem stehen über einen Zeitraum von drei Jahren Fördergelder von insgesamt 8100 Euro zur Verfügung. Sie können zum Beispiel für Lehrgangs- oder auch Prüfungskosten eingesetzt werden. Der Eigenanteil beträgt jeweils zehn Prozent, wie das BMBF informiert.

Für welche Qualifizierung das Geld genutzt wird, sei ganz unterschiedlich, so van Nahl. Im Handwerk setzen Absolventen die Förderung oft für Meisterlehrgänge ein, die in der Regel mehrere tausend Euro kosten. In anderen Berufen, in der Pflege oder im Notfallsanitätsdienst etwa, wählten Stipendiaten und Stipendiatinnen aber auch oft auch "sieben, acht oder sogar zehn mittlere und kleinere Weiterbildungen" aus - vom Wundmanagement bis zu Softwarekursen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa
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Tausende Streichungen befürchtet - Bei Real könnte jeder dritte Job wegfal

Postby Weltbookadmin47 » 14. Jan 2020 16:04

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bei-Real ... 08127.html

Dienstag, 14. Januar 2020
Tausende Streichungen befürchtet - Bei Real könnte jeder dritte Job wegfallen
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Bei der Warenhauskette könnten bis zu 10.000 Jobs wegfallen.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Der Handelskonzern Metro will noch in diesem Monat einen neuen Eigner für seine Warenhauskette Real gefunden haben. Dem Vernehmen nach schaut ein Interessent aber nur auf einen Teil der Filialen. Unabhängig vom Ausgang befürchtet der Betriebsrat eine Rotstift-Orgie.

Durch den geplanten Verkauf der SB-Warenhauskette Real ist nach Einschätzung des Betriebsrates fast jeder Dritte der noch vorhandenen 34.000 Arbeitsplätze bei der Metro-Tochter gefährdet. "Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Werner Klockhaus der "Süddeutschen Zeitung".

Die Metro will alle 277 Real-Märkte in Deutschland möglichst noch in diesem Monat an ein Konsortium um den Investor X-Bricks verkaufen. Der will aber nach den bisher bekanntgewordenen Plänen nur einen kleinen Teil der Real-Märkte selbst weiter betreiben. Der Großteil der Standorte soll an andere Händler weiterverkauft werden. Einigen Standorten droht offenbar auch die Schließung.

Von der Metro war bislang keine Stellungnahme zu den Äußerungen von Klockhaus zu erhalten. Bei der Ankündigung der Verhandlungen mit X-Bricks im vergangenen Dezember hatte der Handelsriese betont, Ziel sei es, beim Weiterverkauf der Standorte die Käufer "vertraglich zur Übernahme der Real-Mitarbeiter zu verpflichten".
*Datenschutz

Klockhaus beruhigt das aber nicht. Er rechnet mit "rund 50 Schließungen oder mehr" im Zuge der Neuordnung. Allein dadurch seien rund 6000 Arbeitsplätze bedroht. Außerdem werde es wohl auch in den an Wettbewerber verkauften Filialen zu sehr vielen betriebsbedingten Kündigungen kommen, befürchtet er. Denn kaum einer der Wettbewerber habe eine ähnlich breite Sortimentstruktur wie Real.

Die Beschäftigen in der Elektro-, Sport- und Haushaltswarenabteilung würden deshalb nicht mehr benötigt. Zusammen mit dem zu erwartenden Personalabbau in der Zentralverwaltung seien damit noch einmal 4000 Stellen gefährdet. "Für die Metro war Real schon immer ein Stiefkind, welches man vernachlässigt hat", klagte Klockhaus. Die Zeche dafür müssten jetzt die Mitarbeiter zahlen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bei-Real ... 08127.html
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2000 Dollar pro Unze ? - Gold steuert auf neues Rekordhoch zu

Postby Weltbookadmin47 » 16. Jan 2020 13:11

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Gold-ste ... 10378.html

Donnerstag, 16. Januar 2020
2000 Dollar pro Unze ? - Gold steuert auf neues Rekordhoch zu
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Wer Negativzinsen entgehen will, findet in Gold eine Alternative.

(Foto: REUTERS)
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Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten treiben den Goldpreis. Das Edelmetall bleibt nicht zuletzt wegen der ultralockeren Geldpolitik für Anleger attraktiv. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen und Gold laut einem Hedgefonds-Manager womöglich schon bald auf ein neues Rekordhoch jagen.

Vier Jahre dümpelte der Goldpreis in einer vergleichsweise engen Handelsspanne vor sich hin und stellte Liebhaber des Edelmetalls vor eine harte Geduldsprobe. Anfang 2019 war es so weit: Der Preis begann wieder zu steigen, aktuell liegt Gold im Jahresvergleich etwa 19 Prozent im Plus und damit nur knapp unter dem im September erzielten Mehrjahreshoch mit 1557 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall erfreut sich steigender Beliebtheit bei Anlegern und auch das Umfeld für Gold bleibt positiv. Vor allem wegen extrem niedriger Zinsen hat das Edelmetall nach Meinung von Experten das Potenzial für weitere Wertsteigerungen 2020.

Greg Jensen, Investmentmanager beim US-amerikanischen Hedgefonds Bridgewater, prophezeit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und Gold auf ein Rekordhoch von über 2000 Dollar steigen könnte. Jensen verweist auf die Zentralbanken, die eine höhere Inflation befürworten, und auf zunehmende politische Unsicherheiten. Etwas vorsichtiger äußert sich der Rohstoffexperte der Commerzbank, Daniel Briesemann, im Gespräch mit ntv.de: "Kurzfristig sehen wir durchaus Korrekturpotenzial für den Goldpreis, da der Anstieg in den vergangenen Wochen zu einem guten Teil spekulativ getrieben war. Charttechnisch betrachtet hat sich das Bild eingetrübt, Gold war deutlich überkauft." Die Commerzbank erwartet im Gegenteil zu den Kollegen aus den USA lediglich einen Preis von 1550 Dollar bis Ende 2020.
Politische Turbulenzen an mehreren Fronten

Wie Jensen der "Financial Times" sagte, dürfte die US-Notenbank Federal Reserve seiner Einschätzung nach die Inflation eine Weile heißlaufen lassen. "Keine der wichtigen Zentralbanken der Industrieländer" werde versuchen, "die Zinssätze zu normalisieren." Dies, so Jensen, sei "eine große Sache".
Gold in USD
Gold in USD 1.554,79

Wer den Negativzinsen entgehen will, finde in Gold eine Alternative, heißt es auch bei der Commerzbank. Der einstige Nachteil von Gold, eine zinslose Anlage zu sein, sei bei Null- beziehungsweise Negativzinsen außer Kraft gesetzt. Stattdessen könne man heute sagen, Gold "kostet" keine Zinsen.

Zur gleichen Zeit sieht Bridgewater politische Turbulenzen an mehreren Fronten, da die Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert, während die Spannungen mit China und dem Iran die Welt noch weiter beschäftigen werden. Die Commerzbank geht davon aus, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China die Goldnachfrage auch dieses Jahr weiter beeinflussen dürfte. "Eine umfassende und dauerhafte Lösung ist wegen der unterschiedlichen Interessen beider Länder so schnell nicht zu erwarten", sagt Briesemann.

Vor diesem Hintergrund, erklärt Jensen, könne der Goldpreis, der derzeit bei etwa 1550 Dollar gehandelt wird, 30 Prozent zulegen und sollte in den Portfolios der Anleger berücksichtigt werden. "Es gibt so viele schwelende Konflikte, dass es für uns Sinn hat, Gold in ein Portfolio aufzunehmen. Die Menschen sollten auf ein viel breiteres Spektrum potenziell schwankender Umstände vorbereitet sein, als wir es bislang gewohnt sind", sagt Jensen.
Dollar dürfte abwerten
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Wirtschaft 08.01.20
Frank Meyer zu "sicheren Häfen" Wie krisenfest ist Gold?

Da die Zentralbanken eine höhere Inflation zulassen und die US-Haushalts- und Handelsdefizite steigen, geht der Hedgefonds-Manager davon aus, dass der Goldpreis weiter steigt. Die Entwicklung könnte schließlich den Dollar als Reservewährung der Welt bedrohen. "Das könnte schnell gehen oder auch erst in einem Jahrzehnt", sagt Jensen. "Aber es ist definitiv im Bereich des Möglichen." Und wenn man sich die geopolitischen Auseinandersetzungen ansehe, stelle sich die Frage: Wie viele ausländische Unternehmen wollen am Dollar festhalten? Auch nach Einschätzung der Commerzbank wird der Goldpreis 2020 von einem schwächeren Dollar profitieren. "Die US-Währung ist fundamental überbewertet und dürfte dieses Jahr abwerten", gibt Briesemann zu bedenken.

Obwohl die Zinsschritte der Fed die Wall Street gestützt haben, ist Bridgewater laut Jensen weiterhin "vorsichtiger" in Bezug auf US-Aktien und beschreibt sie als "schaumig" ("frothy"). Im Gespräch mit der "Financial Times" warnt er davor, dass die Aktienmärkte "ziemlich extremen Situationen ausgesetzt" seien, insbesondere in den USA, was die Attraktivität der Schwellenländer erhöhe. Mit einem höheren Anteil von Goldbeständen an den nationalen Reserven wollen Notenbanken von Schwellenländern ihre Abhängigkeit von der Kursentwicklung des Dollar verringern. Auch die Commerzbank geht davon aus, dass 2020 die Zentralbanken großer Schwellenländer nach einem höheren Goldanteil in ihren Devisenreserven streben werden und sich die Käufe am Goldmarkt daher fortsetzen.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/Gold-ste ... 10378.html
Quelle: ntv.de, jki
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14.000-Dollar-Marke im Visier - Bitcoin-Anleger fiebern Mai-Event entgegen

Postby Weltbookadmin47 » 18. Jan 2020 14:18

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bitcoin- ... 15625.html
14.000-Dollar-Marke im Visier - Bitcoin-Anleger fiebern Mai-Event entgegen
Von Diana Dittmer
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"Die Bitcoin-Menge ist nicht von Menschenhand veränderbar", sagt Krypto-Experte Markus Miller. Das kommt offenbar gut an.

(Foto: imago images / Panthermedia)
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Die Ur-Kryptowährung Bitcoin nimmt Kurs auf alte Höchststände. Auftrieb gibt ein eingebauter Inflationsschutz, der bald zum dritten Mal zündet. Nicht nur bei Anlegern sorgt das für Vertrauen. "Bitcoin ist raus aus der Schmuddelecke", sagt Krypto-Experte Miller ntv.de.

Der große Hype um den Bitcoin mag vorbei sein, abgeschrieben ist er deshalb noch lange nicht. Ein Blick auf den Chart verrät, trotz zahlreicher Einbrüche und beachtlicher Schwankungen in den vergangenen Jahren weist der Kurs immer noch ein beachtliches Plus auf: War der Bitcoin vor drei Jahren rund 900 US-Dollar wert, sind es heute annähernd 9000. Glaubt man den Prophezeiungen der Experten, dürfte das noch nicht das Ende der Fahnenstange in diesem Jahr sein.
Bitcoin Liquid Index
Bitcoin Liquid Index 8.928,61

Für strammen Rückenwind sorgt vor allem ein technisches Ereignis, das demnächst bevorsteht. Seit dem Start von Bitcoin am 3. Januar 2009 fand es lediglich zweimal statt. Es handelt sich um das sogenannte Halving, das ungefähr für den 12. Mai erwartet wird. Dabei werden die Erlöse der Miner, die die Bitcoin-Blöcke digital schürfen, routinemäßig und völlig automatisiert halbiert. Das kommt ungefähr alle vier Jahre vor.

Es ist dieses anstehende "Blockbelohnungsreduzierungsereignis", das bereits seit Wochen seine Schatten vorauswirft: Der Bitcoin ist allein im vergangenen Monat um 1000 Dollar auf 8825 gestiegen. "Es ist durchaus möglich, dass wir den Höchststand des vergangenen Jahres bei 14.000 US-Dollar ansteuern werden", zitiert das Wirtschaftsportal Business Insider Timo Emden von Emden Research.

Was sich wie ein komplizierter Prozess anhört, ist relativ einfach erklärt: Alle 210.000 Blöcke, die Miner schürfen, halbiert sich ihre Belohnung fürs Schürfen. Bekommt ein Miner derzeit für seine Arbeit 12,5 Bitcoins pro geschürftem Block, sind es nach dem Halving im Mai nur noch 6,25. Die gleichmäßige Ausgabe von Coins ist das zentrale Wirtschaftsmodell im Krypto-Protokoll des Bitcoin. Das Angebot wächst langsamer und der Wertverlust oder die Inflationierung wird unter Kontrolle gehalten.

Fortgesetzt werden die Halbierungen so lange, bis das Gesamtvolumen von 21 Millionen Bitcoin digital abgebaut ist. Laut dem Portal Coin-Update könnte das bis 2140 dauern. Das heißt, auch in 120 Jahren würde es dann immer noch Miner geben. Und die Menge an Bitcoin immer noch mit angezogener Handbremse auf den Krypto-Markt geworfen.
Satte Kurssprünge nach Halvings
*Datenschutz

Die gestiegene Nachfrage nach Bitcoin basiert vor allem auf der Erfahrung rund um die beiden ersten Halbierungs-Ereignisse, die am 28. November 2012 und am 9. Juli 2016 stattfanden. Beim ersten Mal reduzierte sich die Blockprämie für die Miner von 50 Bitcoin auf 25, beim zweiten Mal von 25 auf 12,5 Bitcoin pro Block. Beide Male reagierte die Kryptowährung mit satten Kurssprüngen.

Die Anleger wetten darauf, dass sich genau diese Geschichte wiederholt. Der Kryptowährungs- und Makroanalyst Alex Kruger führte kürzlich eine Umfrage durch: Auf die Frage, wo die User den Höchststand von Bitcoin 2020 sehen, antwortete annähernd die Hälfte, über 20.000 Dollar. Und knapp 30 Prozent prognostizierten einen Kurs zwischen 14.000 und 19.999 Dollar.

Schwingt sich der Kurs tatsächlich in diese luftigen Höhen, stellt sich unweigerlich die Frage, ob die Kursgewinne auch nachhaltig sind? Der Finanzexperte und Initiator des Informationsdienstes Krypto-X Markus Miller ist zuversichtlich. Die Entwicklungen und Fortschritte in der Finanz- und Realwirtschaft sowie Regulierung seien noch nie so gut gewesen. An Beispielen, wie sich "Krypto" im konventionellen Finanzmarktgeschäft etabliert hat, mangelt es nicht: "Selbst große Vermögensverwalter wie Blackrock und Fidelity haben den Markt für sich entdeckt", sagt Miller ntv.de.
Die Akzeptanz wächst

Die Börse Stuttgart kooperiert seit kurzem mit der japanischen SBI Holdings im Geschäft mit digitalen Anlageformen. Sie hat bereits zwei Blockchain-Handelsplattformen ins Leben gerufen. Und auf der anderen Seite des Atlantiks führte die US-Börse CME erst in dieser Woche den Optionshandel auf Bitcoin-Terminkontrakte ein. All das fördere den Ruf und die Akzeptanz.

Der Bitcoin stehe nicht mehr in der "Schmuddelecke", sagt der Krypto-Experte. "Seit 2020 gibt es in der Europäischen Union eine liberale Regulierung für Kryptowährungen. In Deutschland ist das Kryptoverwahrungsgesetz in Kraft. Banken können jetzt ganz einfach und unbürokratisch eine Lizenz erwerben und Kryptowährungsdienstleistungen anbieten."

"Derartige Entwicklungen sind die Grundlage dafür, dass weiter Finanzprodukte auf den Bitcoin durch Banken emittiert werden können", sagt Miller weiter. Das Ereignis des Halvings sei nur ein "Mosaikstein". Der eingebaute Inflationsschutz erhöhe die Akzeptanz. "Die Bitcoin-Menge ist nicht von Menschenhand veränderbar, sondern durch einen mathematischen Algorithmus bestimmt." Im Unterschied zu Dollar und Euro kann die Inflation des Bitcoin eben nicht davongallopieren. Das schafft Vertrauen.

Quelle: ntv.de https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bitcoin- ... 15625.html
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Keine Angleichung an EU-Regeln - Minister schwört britische Unternehmen ei

Postby Weltbookadmin47 » 19. Jan 2020 15:38

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Keine Angleichung an EU-Regeln - Minister schwört britische Unternehmen ein
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"Wir werden keine Empfänger von Regeln sein", prophezeit Sajid Javid.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Es sind nicht einmal mehr zwei Wochen, bis Großbritannien die EU verlässt. Nach dem von vielen lang herbeigesehnten Brexit wollen beide Seiten die Zukunft ihrer Handelsbeziehungen ausloten. Der britische Finanzminister hat schon jetzt klare Vorstellungen, wie diese aussehen sollen.

Der britische Finanzminister Sajid Javid hat die Wirtschaft in seinem Land aufgerufen, sich von der Forderung nach einer Angleichung an EU-Regeln nach dem Brexit zu verabschieden. "Es wird keine Angleichung geben, wir werden keine Empfänger von Regeln sein, wir werden nicht im Binnenmarkt sein und wir werden nicht in der Zollunion sein", sagte Javid der "Financial Times" in einem Interview. Unternehmen müssten sich dieser neuen Realität anpassen, so der Schatzkanzler. Immerhin hätten sie nun drei Jahre gehabt, um sich auf eine Veränderung der Handelsbeziehungen mit dem Kontinent einzustellen.

Unternehmerverbände reagierten mit Unverständnis. "Das stellt das Totengeläut für den reibungslosen Handel dar", sagte der Chef des Lebensmittelverbands in Großbritannien (Food and drink Federation), Tim Rycroft. "Es wird bedeuten, dass Unternehmen sich auf teure neue Kontrollen, Prozesse und Abläufe einstellen müssen." Das könne zu höheren Preisen für britische Verbraucher führen. Der Chef des Verbands der Automobilhersteller und -händler in Großbritannien (SMMT), Mike Hawes, warnte vor Milliardenkosten, die durch auseinanderdriftende Standards in der EU und Großbritannien entstehen könnten.

Auch die Generalsekretärin des Verbands der britischen Industrie (Confederation of British Industry), Carolyn Fairbairn, zeigte sich besorgt. Selbst wenn die Loslösung von EU-Regeln für einige Unternehmen Vorteile bringe, sei die Anbindung an die EU-Standards für viele andere wichtig, um Jobs und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Das gelte vor allem in den wirtschaftlich am stärksten benachteiligten Regionen des Landes.
Tauziehen zwischen Zöllen und EU-Standards

Großbritannien soll die EU am 31. Januar verlassen. In einer Übergangsphase bis Ende des des Jahres wollen beide Seiten ein Abkommen über die neuen Beziehungen vereinbaren. Als Ziel hat London ausgegeben, keine Zölle und mengenmäßigen Beschränkungen im Handel einzuführen. Doch Brüssel will sich darauf nur einlassen, wenn sich die Briten auch an EU-Standards in Sachen Umwelt, Arbeitnehmerrechte und staatliche Wirtschaftshilfen einlassen. Zudem drohen so genannte nicht-tarifäre Handelshemmnisse, wenn sich London nicht langfristig zur Angleichung an EU-Produktstandards verpflichtet. Dann müssten Unternehmen aufwendige Verfahren in Kauf nehmen, damit ihre Produkte für den jeweils anderen Markt zugelassen werden.

Die Konjunktur in Schwung bringen will Javid mit großen Investitionen von Seiten der Regierung, vor allem in die Infrastruktur der wirtschaftlich abgehängten Regionen in den Midlands und dem Norden des Landes. Auch in die Qualifizierung von Fachkräften solle künftig deutlich mehr Geld gesteckt werden. Dafür wolle er mittelfristig Steuern erhöhen, deutete er an. Javid hofft, damit das zuletzt schwache Wirtschaftswachstum und die schon lange niedrige Produktivitätsrate in dem Land zu erhöhen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa
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"Ist nicht verrückt" - Vater der Roboterautos setzt auf Lufttaxis

Postby Weltbookadmin47 » 21. Jan 2020 15:31

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Vater-de ... 21852.html

Dienstag, 21. Januar 2020
"Ist nicht verrückt" - Vater der Roboterautos setzt auf Lufttaxis
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Bis zum Serienbetrieb von Lufttaxis sind noch ein paar Jahre Entwicklungsarbeit nötig.

(Foto: imago images / Arnulf Hettrich)
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Sebastian Thrun hat einst das Roboterauto-Projekt von Google aufgebaut. Jetzt treibt er die Entwicklung von Lufttaxis voran. Schon in weniger als zehn Jahren könnten die ersten von ihnen in Betrieb gehen, prophezeit der deutsche Robotik-Spezialist.

Roboterauto-Pionier Sebastian Thrun will nun mit Lufttaxis den Verkehr in Großstädten revolutionieren. "Die Vision sind Taxis, mit denen man zur Arbeit fliegen wird, statt zur Arbeit zu fahren", sagte Thrun auf der Innovationskonferenz DLD in München. "Das klingt verrückt - aber das ist es nicht." Der aus Deutschland stammende Thrun stand vor über zehn Jahren an den Anfängen von Googles Roboterwagen-Programm. Aktuell ist er Chef der Firma Kitty Hawk, die elektrische Flugmaschinen entwickelt.

Bis zum Betrieb dieser Lufttaxis würden weniger als 10 oder 15 Jahre vergehen, sagte Thrun. Allerdings brauche die Zertifizierung für den Flugbetrieb zwei oder drei Jahre. Kitty Hawk sei dabei, die Fertigung in Griff zu bekommen und das System sicherer zu machen. "Wir sind überhaupt noch nicht auf der Sicherheitsstufe, auf der wir sein müssen", sagte Thrun mit Blick auf die rigorosen Anforderungen in der Luftfahrt-Branche.
Lilium Lufttaxi.JPG
Videos 21.06.19
Revolution in der Luftfahrt? Elektro-Flieger sollen CO2 sparen

"Es gibt keinen Grund, warum wir nicht sicher sein sollten", betonte der Informatiker, der in das Projekt seinerzeit ohne vorherige Luftfahrt-Erfahrung ging. So habe das neue Modell Heavyside acht Motoren - "wenn einer ausfällt, kein Problem". Außerdem seien Fallschirme vorgesehen, die auf einer Höhe von 30 Metern griffen. Zur Vision gehört, dass die Maschinen autonom fliegen. Das sei in der Luft leichter umzusetzen als auf der Straße, sagte Thrun. Kitty Hawk wolle zumindest am Anfang auch einen eigenen Flugtaxi-Service haben - "weil es im Moment keinen gibt, der das für uns betreiben könnte". Bei Ubers geplanter Lufttaxi-Plattform Elevate will die Firma nicht mitmachen - weil man unterschiedliche Auffassungen von dem Geschäft habe.
Lebensdauer entscheidet über Rentabilität

Die Technik hat ihre Einschränkungen. So sei die Eisbildung ein Problem: "Da würden wir im Moment auf keinen Fall fliegen." Auch in Wolken oder Nebel fliege Kitty Hawk nicht rein. Eine zentrale Rolle für das Geschäftsmodell spiele dabei, wie langlebig die Maschinen seien und wie viel Wartung es dabei gibt. "Wenn es ein Jahr lebt, sind die Kosten des Geräts der absolut dominierende Faktor, wenn es zehn Jahre lebt, ist es relativ egal, was es kostet", gab Thrun zu bedenken.

Lufttaxis könnten die Städte nicht nur durch die Entlastung des Verkehrs auf dem Boden verändern, sagte Thrun. "Was vielleicht passieren wird, wenn das wirklich massiv eingesetzt wird, ist, dass die Städte größer werden" - weil Entfernungen schneller zurückgelegt werden können. "Von den Städten, mit denen wir geredet haben, möchte jede die erste sein." Wichtig seien viele Landeplätze. Die Maschinen können senkrecht starten und landen.

"Fliegende Autos" sei unterdessen der falsche Begriff, um die Technik zu beschreiben. Denn Kitty Hawk werde keine Fahrzeuge bauen, die auf dem Boden und in der Luft unterwegs sein könnten. Allein schon das Gewicht der Reifen mache ein Auto aktuell zu schwer zum Fliegen. Kitty Hawk ist der Name der Stadt in North Carolina, in der 1903 die Brüder Wright erstmals mit einem Flugzeug abhoben. Die Firma war von Thrun und Google-Miterfinder Larry Page gegründet worden - kam aber nicht unter das Dach des Internet-Konzerns.
Mehr + Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Vater-de ... 21852.html
Quelle: ntv.de, ino/dpa
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Finanzministerium alarmiert Immer mehr Banken bürden Sparern Negativzinsen

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jan 2020 16:18

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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/

Finanzministerium alarmiert Immer mehr Banken bürden Sparern Negativzinsen auf

Die Niedrigzinspolitik der EZB hat immer größere Auswirkungen für Sparer: Immer mehr Geldhäuser kassieren Negativzinsen von ihren Kunden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lässt deshalb prüfen, ob die Strafzinsen für Kleinsparer verboten werden können.

Entscheidung wie erwartet EZB hält Leitzins auf Rekordtief https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-hael ... 28528.html

Greift der Staat ein? Negativzinsen für Sparer könnten illegal sein https://www.n-tv.de/wirtschaft/Negativz ... 17952.html

Mehr dazu + Bilder und Videos
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 28155.html
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Gabriel und die Deutsche Bank - Eine Fehlentscheidung erster Güte

Postby Weltbookadmin47 » 25. Jan 2020 14:13

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/kommenta ... 31820.html
Gabriel und die Deutsche Bank - Eine Fehlentscheidung erster Güte
Ein Kommentar von Ulrich Reitz
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Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel hat eine neue lukrative Aufgabe gefunden.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Die Deutsche Bank will die Personalie als Erfolg verstanden wissen. Doch das Geldhaus nimmt mit der Entscheidung, Sigmar Gabriel als Aufsichtsrat einzusetzen, Schaden. In den bestehenden Problemfeldern hat der Sozialdemokrat keine Erfahrung.

Der Plan, Sigmar Gabriel in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank zu holen, ist ein Fehler - in mehrfacher Hinsicht. Zwar muss der 60-jährige frühere SPD-Chef noch das Votum der Aktionäre abwarten. Aber schon im Vorfeld richtet die Kandidatur großen Schaden an.
Unbenannt-11.jpg
Wirtschaft 24.01.20
Jörg Eigendorf im ntv-Interview Gabriel ist "für Deutsche Bank ein ungeheurer Gewinn"

Den Schaden haben vor allem die Deutsche Bank und deren Aufsichtsratschef Paul Achleitner, der die Personalie als Erfolg verstanden wissen möchte. Deutschlands größtes Geldhaus steckt mittendrin im Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit - und droht ihn zu verlieren. Und das nicht nur, weil deutsche und europäische Banken durch die niedrigen Zinsen im Kreditgeschäft nahezu kein Geld verdienen und Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank als Strafzinsen für dort geparktes Geld überweisen müssen.

Viele Fehler sind hausgemacht. Das immer irrelevanter werdende Kapitalmarktgeschäft, zu hohe Kosten, zu geringe Erträge - all das setzt dem früher vor Kraft strotzenden Geldhaus zu. Die viel zu spät eingeleiteten Digitalisierungsbemühungen, halbherzige Transformationsprozesse und ein neu zu strukturierendes Privatkundengeschäft bereiten zusätzliche Probleme.

In keinem der Problemfelder kann Gabriel, der laut seinem Umfeld seit seinem Ausstieg aus der Politik eine lukrative Anschlussverwendung sucht, Erfahrung vorweisen. Zwar saß er als Minister im Kontrollgremium der staatlichen Förderbank KfW. Aber Förderbankengeschäft hat mit den Herausforderungen einer privaten Großbank, die sich im globalen Wettbewerb behaupten muss, nicht wirklich viel gemein.
Kontakte zur Spitzenpolitik wertlos?
Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,83

Viele Deutschbanker werden sich die Frage stellen: Wie soll ausgerechnet einer, der keine Erfahrung im Bankgeschäft hat, in diesen stürmischen Zeiten die unter Druck stehenden Deutsche-Bank-Vorstände kompetent kontrollieren oder Fehlentscheidungen verhindern? Die Wahl Gabriels in den Aufsichtsrat dürfte zu einer Fortsetzung zahlreicher Fehlentscheidungen werden.

Viel zu oft haben sich die Top-Banker in den oberen Etagen der Frankfurter Zwillingstürme in den vergangenen Jahren nicht nur Skandale, sondern auch folgenschwere Strategiefehler erlaubt. Wiederholte und kostspielige Wechsel auf der Vorstandsetage zeugen davon. Schlimmer noch: Die Personalie könnte sogar den von Bankchef Christian Sewing eingeleiteten Imagewandel und seine Motivationsbemühungen gegenüber seiner frustrierten Belegschaft torpedieren.
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Ulrich Reitz leitet die ntv Wirtschaftsredaktion.
Folgen: TW MAIL

Und selbst, wer daran glaubt, dass Gabriel seine Drähte in die Spitzenpolitik für das Wohl der Bank nutzen könnte, könnte enttäuscht werden. Das Verhältnis des Ex-Ministers zur aktuellen SPD-Spitze gilt als unterkühlt. Das Führungsduo der Partei ist bislang nicht dadurch aufgefallen, auf die Belange von Großbanken Rücksicht nehmen zu wollen.

Und mit Vizekanzler und SPD-Finanzminister Olaf Scholz liegt Gabriel im Clinch, seitdem der ihn zu seinem Abgang aus dem Außenministerium gedrängt hatte. Selbst seine verbliebenen Verbündeten im SPD-Lager helfen ihm wohl wenig: Wie die Deutsche Bank mühen sich auch die Sozialdemokraten gegen den Abstieg in die Irrelevanz.

Quelle: ntv.de
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Branchenindex 2020 - Wo wird am besten bezahlt ?

Postby Weltbookadmin47 » 26. Jan 2020 17:29

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Wo-wird-am ... 31427.html

Sonntag, 26. Januar 2020
Branchenindex 2020 - Wo wird am besten bezahlt ?
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Ein Branchenwechsel von einer kapitalschwachen in eine kapitalstarke Branche lohnt sich selbst bei gleichbleibender Position.

(Foto: imago/RelaXimages)
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Wer nicht nur aus Jux und Tollerei zur Arbeit geht, sondern es auf ein hohes Einkommen abgesehen hat, sollte sich gut überlegen, in welcher Branche er anheuert. Denn in manchen Geschäftszweigen gibt es deutlich mehr Geld als in anderen, wie eine Untersuchung zeigt.

Schon klar, nicht jeder bekommt, was er verdient. Was nicht immer gerecht ist. Doch Arbeitnehmer können auch Einfluss auf ihr Gehalt nehmen. Zum Beispiel dadurch, dass sie sich in Schule, Ausbildung und Studium richtig ins Zeug legen. Und natürlich dadurch, dass sie sich bei ihrer Berufswahl auch für die richtige Branche entscheiden.

Denn je nachdem, wo gearbeitet wird, lässt sich mehr oder weniger Geld verdienen, wie erneut eine Analyse des Beratungsunternehmens Compensation Partner zeigt. Hierfür haben die Experten 132.218 Gehaltsdaten aus 17 branchenübergreifenden Berufsgruppen untersucht.
Biotechnologie, Halbleiter, Maschinenbau

Laut den Ergebnissen der Untersuchung liegt das Durchschnittsgehalt in Deutschland über alle Beschäftigten und Branchen hinweg bei rund 45.000 Euro. Arbeitgeber aus den Bereichen Biotechnologie (38,9 Prozent höheres Gehalt als der Durchschnitt), Halbleiter (plus 30,4 Prozent) und Maschinenbau (plus 26,3 Prozent) bekommen über alle Branchen hinweg die höchsten Gehälter. Die Einkommen im Bankwesen und in der Softwarebranche liegen mit rund 24 beziehungsweise 23 Prozent knapp dahinter. "Der Maschinenbau- und die Halbleiterindustrie gehören traditionell zu den Top-Branchen in Deutschland, vor allem aufgrund der starken Automobilindustrie", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Compensation Partner.

Beschäftigte in IT-Systemhäusern (plus 1,4 Prozent) und in der Immobilienbranche (minus 0,7 Prozent) befinden sich im Mittelfeld der Erhebung. Auch die Lebensmittelindustrie (minus 0,8 Prozent), Werbung und PR (plus 1,6 Prozent) und die Textilbranche (plus 1,6 Prozent) zahlen marktübliche Gehälter. Der Einfluss dieser Branchen ist im Vergleich zum Durchschnitt über alle Branchen hinweg nur sehr gering.
Fachkräftemangel kein Garant für hohes Einkommen

Fachkräfte in der Dienstleistungsbranche und in Krankenhäusern erhalten im Vergleich zum Branchenschnitt deutlich weniger Gehalt (minus 16 Prozent). In Zeitarbeitsfirmen liegen die Gehälter rund 20 Prozent unter dem durchschnittlichen Niveau. Beschäftigte in Call Centern verdienen im branchenübergreifenden Vergleich am wenigsten. Die Einkommen liegen hier rund 31 Prozent unter dem marktüblichen Durchschnitt. "Fachkräftemangel ist kein Garant für ein hohes Einkommen. Krankenhäuser haben seit Jahren mit einem Mangel an Arbeitskräften zu kämpfen, jedoch bleibt das Gehaltsniveau in dieser Branche vergleichsweise niedrig", so Bierbach weiter.

Was hilft? Mut zum Jobwechsel - wenn möglich. Ein Branchenwechsel von einer kapitalschwachen in eine kapitalstarke Branche lohnt sich selbst bei gleichbleibender Position. Der Wechsel von einer Zeitarbeitsfirma in die Maschinenbaubranche kann beispielsweise einen Gehaltssprung von rund 46 Prozent bedeuten. "Die lukrativen Branchen verfügen über hohe Budgets für ihr Personal, jedoch herrschen dort auch anspruchsvollere Einstellungskriterien", so Bierbach abschließend.

Quelle: ntv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Wo-wird-am ... 31427.html
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Exporte deutlich gesunken - Brexit wirft wirtschaftlich seine Schatten vor

Postby Weltbookadmin47 » 27. Jan 2020 13:45

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https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 35685.html
27.01.2020 08:36 Uhr – 01:35 min
Exporte deutlich gesunken - Brexit wirft wirtschaftlich seine Schatten voraus
Am 31. Januar ist es so weit: Großbritannien verlässt nach langem Hin und Her die Europäische Union. Die Stimmung bei den Briten ist getrübt, denn der Brexit wirft seine Schatten voraus und die Verunsicherung bei Unternehmen wächst.

Im Vorfeld des Brexit Deutsche Exporte deutlich gesunken
Arbeitsmarkt bleibt schwach Deutsche Wirtschaft kriecht aus der Krise
Bilder und Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 35685.html
Quelle: ntv.de
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Sind Negativzinsen ab 2038 neuer Standard ?

Postby Weltbookadmin47 » 28. Jan 2020 12:41

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https://www.n-tv.de/mediathek/audio/Wie ... 4736.html7
Sind Negativzinsen ab 2038 neuer Standard ?
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(Foto: www.imago-images.de)
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Unsere Podcasts "Brichta & Bell", "Ditt & Datt & Dittrich", "Ja. Nein. Vielleicht.", "So techt Deutschland" und "Wieder was gelernt" sind beim Deutschen Podcastpreis dabei. Wenn Sie "Wieder was gelernt" Ihre Stimme geben wollen, klicken Sie hier. Danke!

Viele Banken bieten nur noch niedrige Zinsen an, wenn überhaupt: Ursache ist die weltweite Finanzkrise, die 2007 ausgebrochen ist. Anschließend versuchten die Notenbanken mit Niedrigzinsen die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Eine neue Untersuchung zeigt aber, dass die Zinsen schon seit vielen 100 Jahren unaufhörlich sinken.

Darum geht’s in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug und hier das ganze Interview.
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Wirtschaft 11.01.20
Tipps für Verbraucher Niedrige Kreditzinsen richtig nutzen

Schon 190 Banken und Sparkassen berechnen einem Teil ihrer Kunden derzeit Strafzinsen, knapp 90 von ihnen auch im Privatkundenbereich, sagt das Finanzportal Biallo. Eine Trendumkehr ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Paul Schmelzing, ein Wirtschaftshistoriker der Universität Yale, kommt in einer Untersuchung für die Bank of England zu dem Schluss, dass Negativzinsen ab 2038 weltweit der neue Standard sein werden. Eine Einschätzung, die Finanzmarktexperte Markus Demary und seine Kollegen am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) teilen.

"Grundsätzlich geht man davon aus, dass die Zinsen auch in Zukunft niedrig sein werden. In unserer Studie waren es die demografischen Trends, die die Zinsen nach unten drücken. Bei Paul Schmelzing ist es die Tatsache, dass die Ausfallrisiken der Staatsschulden immer geringer geworden sind und Investoren deshalb viel geringere Risikoprämien verlangen."

Für seine Untersuchung hat Paul Schmelzing alle Informationen über Zinssätze seit dem Mittelalter gesammelt - sein Datensatz reicht bis ins Jahr 1311 zurück. Warum erst jetzt herauskommmt, dass die Zinsen schon seit dem Mittelalter sinken, hören Sie im Podcast.
*Datenschutz

Alle Folgen von "Wieder was gelernt" finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "Wieder was gelernt" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie baut man eine Atombombe? Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.
Mehr - Bilder + Videos https://www.n-tv.de/mediathek/audio/Wie ... 34736.html
Quelle: ntv.de, chr
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Warnung vor hartem Brexit - BMW rechnet mit Produktionsrückgang

Postby Weltbookadmin47 » 29. Jan 2020 12:31

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/BMW-rech ... 40729.html

Mittwoch, 29. Januar 2020
Warnung vor hartem Brexit - BMW rechnet mit Produktionsrückgang
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Der Verkauf von BMW in Großbritannien geht zurück.

(Foto: dpa)
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BMW spürt bereits den bevorstehenden Brexit: 2019 verkaufte der Konzern weniger Autos auf der Insel. Bei einem möglichen harten Austritt der Briten aus der EU befürchtet der deutsche Autobauer weitere negative Auswirkungen auf sein Geschäft.

Der deutsche Autobauer BMW erwartet für den Fall eines harten Brexits sinkende Verkaufs- und Produktionszahlen. Nach dem Austritt der Briten aus der EU blieben die Handelsbeziehungen "in der Übergangsphase bis Jahresende erhalten. Zusätzliche Maßnahmen sind daher in dieser Zeit nicht geplant", teilte der Dax-Konzern mit. Sollte bis dann aber kein Deal ausgehandelt werden, "würden umgehend die WTO-Tarife gelten. In der Folge käme es zu Preiserhöhungen und damit auch zu einem Volumen- und Produktionsrückgang."
BMW
BMW 66,58

Der BMW-Konzern hat im vergangenen Jahr im Vereinigten Königreich 235.000 Autos verkauft, zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Im Werk Oxford läuft ab März der erste vollelektrische Mini vom Band.

Von der EU und Großbritannien erhofft sich BMW bis Jahresende eine "einfache Vereinbarung ohne Zölle oder zusätzliche administrative Hindernisse, die die Auswirkungen auf unser internationales Produktionsnetzwerk und unsere Vertriebsaktivitäten minimiert".

Jeder achte BMW-Mitarbeiter in Großbritannien sei EU-Bürger, aber nicht Brite: "Rechtssicherheit ist zwingend erforderlich für den Fortbestand ihres Beschäftigungsverhältnisses", warnte BMW. Die Briten sollten auch die EU-Standards im Autobereich übernehmen. Das Unternehmen bereite sich weiter auf verschiedene Brexit-Szenarien vor bei Fertigung, Vertrieb, Zollabwicklung, IT und Logistik.

Quelle: ntv.de, bad/dpa https://www.n-tv.de/wirtschaft/BMW-rech ... 40729.html
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Verbraucher aufgepasst - Das ändert sich im Februar

Postby Weltbookadmin47 » 30. Jan 2020 12:37

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Donnerstag, 30. Januar 2020
Verbraucher aufgepasst - Das ändert sich im Februar
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(Foto: imago/CHROMORANGE)
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Arbeitnehmer müssen im neuen Monat einen Tag länger ran, dafür sind die Bahncards 50 und 25 günstiger zu haben. Die Krankenkassen erhöhen den Datenschutz und Whatsapp ist nicht mehr auf allen Smartphones nutzbar. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Bahncards 50 und 25 werden günstiger

Bereits seit Jahresbeginn ist die Bahncard 100 um zehn Prozent günstiger. Ab dem 1. Februar gilt dies auch für die Bahncards 50 und 25, mit denen Kunden die Hälfte beziehungsweise ein Viertel sparen. Die obersten Finanzbehörden der Länder haben im Januar zugestimmt, dass die Mehrwertsteuersenkung für Bahntickets auch für diese Bahncards gilt.

Die BahnCard 25 kostet für die 2. Klasse künftig 55,70 Euro - statt wie bisher 62 Euro und für die 1. Klasse gibt es sie statt für 125 Euro für 112 Euro. Die BahnCard 50 ist dann für die 2. Klasse ab 229 Euro - statt 255 Euro - zu haben. Für die 1. Klasse 50 sinkt der Preis von 515 Euro auf 463 Euro.

Keine Abo-Fallen mehr bei Mobilfunkanbietern

Ab dem 1. Februar müssen Abonnements deutlich gekennzeichnet sein, das bedeutet: Unter anderem die Mobilfunkanbieter Vodafone, Telekom, O2 und 1&1 und deren Tochtergesellschaften dürfen nicht mehr automatisch Abogebühren kassieren - User müssen zunächst auf einer separaten Homepage einwilligen. Stimmt man den genannten Kosten nicht zu, fallen entsprechende Kosten auch nicht an. Bisher kooperierten die Abo-Anbieter mit den Mobilfunkanbietern. Diese rechneten dann die oft umstrittenen Kosten für die Drittanbieter über den Mobilfunkvertrag des Kunden ab.

Krankenkassen erhöhen den Datenschutz

Am 5. Februar tritt zum Schutz der Sozialdaten von Versicherten eine neue Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes in Kraft. Deshalb sind dann keine Übertragungen mehr von Versichertendaten per Fax möglich - weder an Versicherte noch zum Beispiel an eine Arztpraxis. Informationen werden künftig nur noch per Post, telefonisch oder persönlich herausgegeben, wie die Kassenärztliche Vereinigung Berlin mitteilt.

Unlimitiertes Datenvolumen bei O2

Beim Telekommunikationsanbieter O2 gibt es ab dem 5. Februar kein Surfvolumen mehr. Stattdessen sind die Telefon-, SMS- und Surf-Tarife alle unlimitiert. In Zukunft kosten dann jedoch nicht alle Verträge gleich, die Preise richten sich nach der Surf-Geschwindigkeit.

Dabei wird es drei Tarife geben:

Basic-Tarif: 29,95 Euro für 2 MBit/s
Smart-Tarif: 39,95 Euro für 10 MBit/s
Max-Tarif: 49,95 Euro für 225 MBit/s

In den bereits bestehenden O2-Free-Tarifen, in denen Kunden mit voller LTE-Geschwindigkeit surfen, wird das verfügbare Datenvolumen verdoppelt:

O2 Free S: 3 Gigabyte Datenvolumen
O2 Free M: 20 Gigabyte Datenvolumen
O2 Free L: 60 Gigabyte Datenvolumen

Whatsapp nicht mehr auf allen Smartphones

Zu Beginn des neuen Monats müssen einige Whatsapp-Nutzer, die auf ihrem Smartphone ein veraltetes Android- und iOS-Betriebssystem nutzen, mit Einschränkungen rechnen. Der Messenger kann dann nicht mehr installiert beziehungsweise nicht mehr uneingeschränkt genutzt werden, da Whatsapp den Support beendet. Betroffen sind Smartphones, deren Betriebssystem unter Android 4.1 oder iOS 9 liegt.

Februar ist einen Tag länger

Das Jahr 2020 ist ein Schaltjahr. Arbeitnehmer müssen somit einen Tag länger arbeiten, da der Februar 29 statt 28 Tage hat.

Quelle: ntv.de, awi https://www.n-tv.de/ratgeber/Das-aender ... 39090.html
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Schlichtung mit Ufo vereinbart - Lufthansa wendet weitere Streiks ab

Postby Weltbookadmin47 » 31. Jan 2020 12:41

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lufthans ... 47112.html

Freitag, 31. Januar 2020
Schlichtung mit Ufo vereinbart - Lufthansa wendet weitere Streiks ab
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Mit dem Einstieg in die Schlichtung sind für die rund 22.000 Lufthansa-Flugbegleiter sofortige Verbesserungen verbunden.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Nach monatelangen Verhandlungen, drei Streikwellen und rund 2000 Flugausfällen einigen sich Lufthansa und Ufo auf ein Schlichtungsabkommen. Es gilt eine sofortige Friedenspflicht bis zum Abschluss des Verfahrens. Doch damit sind noch längst nicht alle Streitigkeiten beigelegt.

Passagiere der Lufthansa können aufatmen: Bei der Fluggesellschaft sind weitere Streiks des Kabinenpersonals vorerst nicht mehr möglich. Das Unternehmen hat mit der Kabinengewerkschaft Ufo ein umfassendes Schlichtungsabkommen vereinbart samt einer Friedenspflicht bis zum Ende des Verfahrens, wie beide Seiten gemeinsam mitteilten. Sie soll von einer Mediation und einem außergerichtlichen Güteverfahren begleitet werden, um auch außertarifliche Streitigkeiten beilegen zu können.
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Wirtschaft 07.11.19
Unverhoffte Wende im Tarifstreit Lufthansa nach Streikbeginn zu Schlichtung mit Ufo bereit

Der Vereinbarung waren drei Streikwellen mit zusammen rund 2000 Flugausfällen und monatelange Verhandlungen zwischen den tief zerstrittenen Tarifparteien vorausgegangen. Ein Wende war erst mit dem Einstieg des neuen Lufthansa-Personalvorstands Michael Niggemann gelungen.

Die Schlichtung soll nach dpa-Informationen von den bislang designierten Schlichtern Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise geführt werden, die bereits an der langwierigen Anbahnung beteiligt waren. Für die beiden begleitenden Verfahren wurden weitere Experten berufen.

Mit dem Einstieg in die Schlichtung sind für die rund 22.000 Lufthansa-Flugbegleiter sofortige Verbesserungen verbunden. So werden die Stop-Over-Aufenthalte in Japan und Südkorea wieder verlängert und die Beschäftigten erhalten eine Sonderzahlung von je 1500 Euro. Neben Tarifthemen zu Arbeitsbedingungen, Renten und Entgelten haben die langen Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Parteien einige Konflikte hinterlassen. Es geht unter anderem um persönliche Klagen der Lufthansa und damit verbundene Haftungsfragen gegen frühere und aktuelle Vorstände der Gewerkschaft. Auch war der frühere Ufo-Chef Baublies aus Lufthansa-Diensten entlassen worden.

Die Ufo schließt seit 2002 Tarifverträge mit der Lufthansa ab. In einer schweren Führungskrise der Gewerkschaft hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr aber deren Tariffähigkeit bezweifelt und Beschlüsse des Ufo-Vorstands etwa zur Kündigung von Tarifverträgen nicht anerkannt. Eine entsprechende Klage zur Aberkennung des Gewerkschaftsstatus wurde in der Zwischenzeit aber zurückgenommen.
Mehr und Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lufthans ... 47112.html
Quelle: ntv.de, hny/dpa
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Re: HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche

Postby Weltbookadmin47 » 3. Feb 2020 14:59

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Montag, 03. Februar 2020 - Der Börsen-Tag

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Aktienkurs im Höhenrausch - Tesla überflügelt BMW und VW

Postby Weltbookadmin47 » 4. Feb 2020 11:23

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Dienstag, 04. Februar 2020
Aktienkurs im Höhenrausch - Tesla überflügelt BMW und VW
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Anfang Januar beläuft sich die Marktkapitalisierung von Tesla auf rund 90 Milliarden Dollar. Keine vier Wochen später sind es bereits 140 Milliarden Dollar. Es gibt Gründe für diese rasante Entwicklung, die zwei deutsche Autokonzerne alt aussehen lässt.

Einen fulminanten Start in die neue Handelswoche haben die Aktien des US-Elektroautobauers Tesla hingelegt. Die Papiere übersprangen erstmals die 700-Dollar-Marke. Zum Handelsschluss lag der Kurs dann bei 780,00 Dollar. Es war der dritte Handelstag in Folge mit einem Rekordhoch für die Tesla-Papiere.
Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 780,00

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt nun 140,36 Milliarden Dollar. Vor knapp vier Wochen hatte sie noch bei etwa 90 Milliarden Dollar gelegen. Damals war Tesla erstmals mehr wert als die beiden US-Autokonzerne General Motors und Ford zusammen. Nun ist Tesla mehr wert als die beiden deutschen Autobauer BMW und Volkswagen zusammen. Deren Marktkapitalisierung beläuft sich momentan auf umgerechnet rund 138 Milliarden Dollar.

Tesla hatte überraschend gute Geschäftszahlen in der Vorwoche vorgelegt: So konnten etwa das zweite Quartal in Folge schwarze Zahlen vorgelegt werden. Im Gesamtjahr blieb Tesla zwar deutlich in den roten Zahlen, das Minus konnte gegenüber 2018 aber verringert werden. Der Umsatz kletterte 2019 leicht.
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Das Zahlenwerk war bei den Anlegern gut angekommen, der Tesla-Aktienkurs hatte daraufhin bereits nachbörslich zugelegt und diesen positiven Kurstrend auch anschließend fortgesetzt. Den 20-Prozent-Kurssprung vom Montag nun begründeten Marktexperten damit, dass Teslas Batterie-Joint-Venture mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic im vergangenen Quartal erstmals einen Gewinn erzielt habe.
Mehr dazu - Bilder und Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-ue ... 53358.html
Quelle: ntv.de, bad
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Feelgood-Manager statt Mitsprache - Hat der Betriebsrat ausgedient ?

Postby Weltbookadmin47 » 5. Feb 2020 12:37

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Feelgood-Manager statt Mitsprache - Hat der Betriebsrat ausgedient ?
Seit 100 Jahren setzen sich Betriebsräte für die Interessen von Arbeitnehmern ein. Auch wenn der Mitarbeiter-Wohlfühlfaktor bei Start-ups hoch gehalten wird, verzichten viele neue Unternehmen auf das etablierte Mitsprache-Organ. Warum? ntv hat nachgefragt.
Gute Stimmung im Büro Welche Aufgaben hat ein Feelgood-Manager?
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Viele Unternehmen setzen heute auf eine sehr junge, moderne Kultur.

(Foto: imago/Westend61)
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Immer mehr Firmen setzen auf Mitarbeiter, die eine Wohlfühlatmosphäre schaffen sollen. Sie heißen Feelgood-Manager, Corporate Culture Coordinator oder Well-Being-Beauftragte. Doch was genau macht ein Feelgood-Manager eigentlich? Und wie sinnvoll ist das Konzept?

Kollegen und Vorgesetzte ein bisschen glücklicher machen: Das ist die Aufgabe von Jerome Rienhoff. Der 29-Jährige arbeitet als Feelgood-Manager bei der Firma Uniq und kümmert sich darum, den Arbeitsalltag seiner Kollegen zu optimieren. Vor gut zwei Jahren übernahm er die Stelle. Für ihn ein Traumjob: "Für Außenstehende ist es, glaube ich, schwer zu verstehen, dass man in seinem Beruf so glücklich sein kann, wie ich es bin", sagt Rienhoff.

Regelmäßige Sportgruppen, Geburtstagstische, Tischtennis-Turniere, Feierabendbiere oder das Kennenlernprogramm für Neulinge: Rienhoff organisiert Events, die seine Kollegen zufriedener machen sollen. "Am Ende des Tages ist es für mich ein guter Tag, wenn ich weiß, ich konnte den Kollegen helfen. Das ist das Schönste für mich", sagt er.
Arbeitgeber sollten Wünsche ihrer Mitarbeiter berücksichtigen

Rienhoff tritt nicht nur als Spaßmacher auf, sondern nimmt sich auch Zeit für die Sorgen seiner Kollegen. "Empathie ist ein wichtiger Punkt", sagt er und zählt weitere Eigenschaften auf, die ein Feelgood-Manager mitbringen sollte: kommunikativ sein, sich selbst organisieren, Termine einhalten und eine positive Einstellung haben.

Den Beruf gibt es erst seit wenigen Jahren. Er gehört zu einer ganzen Reihe von neuen Konzepten zum Thema Arbeit und Gesundheit. Gründe für diesen Trend sieht Guido Hertel im Fachkräftemangel und der zunehmenden Sensibilisierung für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz. Hertel, Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Münster, sagt: Wenn Arbeitgeber die Wünsche ihrer Mitarbeiter nicht berücksichtigen, seien sie nicht mehr lange am Markt, "das kann sich heute keiner mehr leisten".

Der Ansatz dieser Konzepte ist keine Neuerfindung. "Früher hieß das Arbeits- und Gesundheitsschutz. Es ist nichts ganz Neues, nur weil sich das Label ein bisschen geändert hat", erklärt Hertel. Welche Aufgaben unter anderem zu dem Beruf gehören, beschreibt das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation etwa so: Mitarbeiterbedürfnisse analysieren, eine optimale Arbeitsumgebung und offene Kommunikationskanäle schaffen, Lernangebote etablieren und ein Feelgood-Management auf Basis der Unternehmenskultur entwickeln.

Viele Aufgaben, viel Interpretationsspielraum. Darin sieht Ulrich F. Schübel ein Problem. Als Vorstandsmitglied der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen sagt er: "Es ist eine eher unstrukturierte Auflistung von Dingen, die in vielen Organisationen zu kurz kommen." Er sehe es kritisch, wenn Unternehmen eine Person einstellen, die das macht, was beispielsweise Führungskräfte versäumen - und dann denken, alles werde gut.
Leichtigkeit in den Arbeitsalltag bringen

Abhängig davon, für welche Aufgaben ein Feelgood-Manager eingesetzt wird, bewertet Schübel das Berufsbild als bedingt sinnvoll bis unglaublich naiv. "Es ist oft der Versuch, ein bisschen Leichtigkeit in den Arbeitsalltag zu bringen." Die Schwierigkeit daran sei: Jedes Unternehmen verstehe darunter etwas anderes, zum Teil resultieren daraus unrealistische Erwartungen.

Es sei auch naiv zu glauben, eine Person könne sich allein um die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur kümmern, sagt Schübel. Denn dabei gehe es um ein sensibles Wechselspiel von Menschen mit ihren Werten, Handlungen und Haltungen. "Das ist wie die Idee einer Organisation, die wie eine Maschine funktioniert. Wenn ich jemanden habe, der regelmäßig Öl auf die Zahnräder gibt, dann läuft die Maschine geschmiert." Aus Sicht des Unternehmensberaters ist diese Metapher schlichtweg zu vereinfacht beziehungsweise falsch.

Dennoch heißt es: Zufriedene Arbeitnehmer sind die besseren Arbeitnehmer. "Ein Zusammenhang, der sowohl empirisch gut belegt ist, als auch sich psychologisch sehr gut erklären lässt", sagt Hertel. Denn zufriedenere Mitarbeiter sind auch bereit, etwas zurückzugeben und sich für den Arbeitgeber einzusetzen.

Die Kritik, Mitarbeiter würden durch Wohlfühlangebote dazu gebracht, mehr Zeit im Büro zu verbringen, entkräftet der Psychologe: "Berufstätige sind nicht blöd, sie merken, ob es kleine Anreize sind, mit denen sie bei Laune gehalten werden sollen oder ob sich die Arbeitstätigkeit tatsächlich verbessert." Wirklich zufrieden mache das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun und dafür Feedback zu bekommen.

Gegen ein bisschen Spaß neben der Arbeit haben die Kollegen von Jerome Rienhoff aber nichts einzuwenden - und so steckt er bereits mitten in der Planung für das nächste Büro-Kicker-Turnier.

Quelle: ntv.de, Anke Dankers, dpa
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Reaktion auf Dieselskandal - Audianer löschten Hunderttausende Dateien

Postby Weltbookadmin47 » 10. Feb 2020 13:17

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Reaktion auf Dieselskandal - Audianer löschten Hunderttausende Dateien
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Die betroffenen Audi-Ingenieure hätten teilweise professionelle Lösch-Software genutzt, um zu verhindern, dass die Daten wiederhergestellt werden können.

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Als im Herbst 2015 die Vorwürfe der Abgas-Manipulation bekannt werden, herrscht nach Aussage von Mitarbeitern bei Audi in Ingolstadt Panik. Ein streng vertrauliches Papier offenbart jetzt: Angestellte löschten Dateien von ihren Computern und schredderten Akten.

Beim bayerischen Autohersteller Audi sind nach einem Bericht des Online-Wirtschaftsmagazins "Business Insider" Hunderttausende Dokumente zum Dieselskandal vernichtet worden. Dies sei bereits im Herbst 2015 nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs bei der Konzernschwester Volkswagen geschehen, berichtete das Magazin. Es beruft sich auf ein als "streng vertraulich" eingestuftes Papier der US-Anwaltskanzlei Jones Day, die den Abgasskandal im VW-Konzern intern untersucht hatte.
Audi
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Ein Audi-Sprecher sagte auf Anfrage: "Die Vorwürfe sind bekannt, und sie sind hinreichend untersucht." Sei seien aber Gegenstand staatsanwaltlicher Ermittlungsverfahren, "zu denen wir uns nicht äußern", fügte er hinzu.

"Business Insider" schrieb, in dem Papier von Jones Day heiße es, dass 14 "Personen aus der Dieselgruppe" Dateien von ihren Computern, externen Geräten und Netzwerklaufwerken gelöscht hätten. Zudem sei eine nicht mehr bestimmbare Menge von Akten aus Papier geschreddert worden.

Nach Aussagen von Mitarbeitern habe in Ingolstadt Panik geherrscht, nachdem am 18. September 2015 die Vorwürfe der Abgas-Manipulation bekannt geworden seien. Die betroffenen Audi-Ingenieure hätten laut Jones Day teilweise professionelle Lösch-Software genutzt, um zu verhindern, dass die Daten wiederhergestellt werden können.

Quelle: ntv.de, jki/dpa
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Telebörse 11.02.2020

Postby Weltbookadmin47 » 11. Feb 2020 16:36

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Telebörse 11.02.2020 13:41 11:02 min
Sendung in voller Länge

https://www.n-tv.de/mediathek/sendungen ... 34481.html

Der Börsen-Tag
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Neuer Anlauf für Klimaziele - 6000-Euro-Prämie für E-Autos kann kommen

Postby Weltbookadmin47 » 12. Feb 2020 13:56

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Neuer Anlauf für Klimaziele - 6000-Euro-Prämie für E-Autos kann kommen
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Die neue Förderrichtlinie soll noch im Februar in Kraft treten.

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Um ihre Klimaziele zu erreichen, setzt die Bundesregierung auf eine höhere Prämie beim Kauf von Elektroautos. Bis zu 6000 Euro Zuschuss sollen Verbraucher beim Kauf von CO2-freien Fahrzeugen erhalten. Die EU-Kommission gibt grünes Licht - mit der Umsetzung soll es nun schnell gehen.

Käufer von Elektroautos bekommen schon bald deutlich mehr Geld vom Staat. Die EU-Kommission gab grünes Licht für höhere Kaufprämien, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Die neuen Fördersätze seien für alle Fahrzeuge anwendbar, die nach dem 4. November 2019 zugelassen worden seien.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU sprach von einem guten Signal. Die neue Förderrichtlinie werde noch im Februar in Kraft treten. Käufer profitierten dann von erhöhten Fördersätzen für rein elektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride. Die Bundesregierung hatte die höhere Förderung bereits im vergangenen September in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen, das anschließende Verfahren unter Beteiligung Brüssels aber zog sich hin.

Konkret steigt nun die Förderung für batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro von derzeit 4000 Euro auf 6000 Euro. Für Autos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro soll der Zuschuss künftig bei 5000 Euro liegen, damit steigt die Förderung um 25 Prozent.
Hersteller beteiligen sich

Für Plug-in-Hybride unter 40.000 Euro sind es 4500 Euro (statt bisher 3000), bei einem Listenpreis über 40.000 Euro sind es 3750 (statt 3000). Bei dem Betrag handelt es sich jeweils um die Gesamtsumme - also öffentlicher Anteil plus Herstelleranteil. Die Industrie werde sich weiterhin zur Hälfte an dem sogenannten Umweltbonus beteiligen, hieß es.

In der Rede stand zuletzt, dass die höhere Prämie Milliarden kostet. Zur bestehenden Kaufprämie hatten Bund und Industrie jeweils 600 Millionen Euro beitragen. Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bei einem Spitzentreffen im November darauf verständigt, dass sich die Industrie weiter beteiligt. Verabredet wurde auch, das Ladenetz für E-Autos schneller auszubauen. Die Bundesregierung hatte einen "Masterplan Ladeinfrastruktur" vorgelegt. Ziel ist ein flächendeckendes und kundenfreundliches Ladenetz.

Zwar steigen die Neuzulassungen von E-Autos, sie haben aber noch nicht den Durchbruch auf dem Massenmarkt geschafft. Die Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, mit dem die Klimaziele 2030 vor allem im Verkehr erreicht werden sollen. Dafür wird bis 2030 eine Zahl von 7 bis 10 Millionen E-Autos in Deutschland als notwendig angesehen.
Experten zweifeln an Maßnahmen

Damit Deutschland die Klimaziele für 2030 erreicht, muss vor allem der Verkehrsbereich liefern. Viele Experten bezweifeln aber, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen ausreichen, etwa die stärkere staatliche Förderung beim Kauf von E-Autos. Die CO2-Emissionen im Verkehr sind auch wegen eines höheren Verkehrsaufkommens in den vergangenen Jahren kaum gesunken. Zudem gibt es seit Jahren einen Verkaufsboom bei SUVs, schweren Sportgeländewagen.

Die Autobranche mit Hunderttausend Beschäftigten befindet sich derzeit mitten in einem grundlegenden Wandel. Zum einen muss die Industrie Milliarden in neue Technologien wie die E-Mobilität investieren, auch um strengere EU-Vorgaben einhalten zu können. Zum anderen ist bei vielen Firmen die Ertragslage wegen des Abschwungs der weltweiten Automärkte schlechter geworden. Das hat bisher vor allem Zulieferer getroffen: Es gibt Kurzarbeit und Ankündigungen von Jobabbau.

Die Koalition hatte beschlossen, dass Beschäftigte leichter verlängertes Kurzarbeitergeld erhalten können. Dies soll mit Weiterqualifizierung verknüpft werden. So sollen Voraussetzungen geschaffen werden, dass von Jobverlust bedrohte Beschäftigte in andere Branchen und Betriebe wechseln können.

Quelle: ntv.de, kst/dpa
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Neuer Anlauf für Klimaziele - 6000-Euro-Prämie für E-Autos kann kommen

Postby Weltbookadmin47 » 12. Feb 2020 14:39

Neuer Anlauf für Klimaziele - 6000-Euro-Prämie für E-Autos kann kommen
posting.php?mode=reply&f=5&t=47
Aber noch viel zu teuer für Arbeiter und Geringverdiener, Rentner die sich eine solche Anschaffung nicht leisten können. Zu unzuverlässig und teuer für Transportunternehmen, Außendienstmitarbeiter und Langstreckenpendler ?.
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Nur geringfügige Entwicklung - Mindestlohn hinkt im EU-Vergleich hinterher

Postby Weltbookadmin47 » 14. Feb 2020 12:50

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Nur geringfügige Entwicklung - Mindestlohn hinkt im EU-Vergleich hinterher
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Deutschland hat den Mindestlohn 2015 eingeführt.

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2015 führt Deutschland den Mindestlohn ein. Mittlerweile gibt es die Lohnuntergrenzen in 21 EU-Staaten und Großbritannien. Doch laut einem aktuellen Report ist der Mindestlohn in Deutschland vergleichsweise gering - und die Gehälter entwickeln sich deutlich geringer als in anderen Staaten.

Obwohl der Mindestlohn hierzulande zuletzt gestiegen ist, hinkt Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern deutlich hinterher. Das ist das Ergebnis des Internationalen Mindestlohnreports, den das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht hat. "Deutschland hat den Mindestlohn erst ziemlich spät und auf relativ niedrigem Niveau eingeführt", sagte Tarifexperte Thorsten Schulten, der maßgeblich an der Auswertung beteiligt war.
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Wirtschaft 19.09.19
Kabinettsbeschluss Gesetz soll Paketboten besser vor Ausbeutung schützen

"Das ist immer noch das Ergebnis dieser Entwicklung." Während die Untergrenzen in den 21 EU-Staaten und Großbritannien, in denen Mindestlöhne gelten, zuletzt um sechs Prozent stiegen, liegt Deutschland mit einer Erhöhung von gerade einmal 1,7 Prozent deutlich darunter. Rechnet man den Effekt der Inflation heraus, stiegen die Mindestlöhne EU-weit um 4,4 Prozent und hierzulande um 0,3 Prozent. Der deutsche Mindestlohn wurde Anfang 2015 mit 8,50 Euro pro Stunde eingeführt.
Deutschland auf Rang sieben

Mit dem seit Jahresbeginn geltenden Mindestlohn von 9,35 Euro steht Deutschland aktuell auf Platz sieben derjenigen EU-Länder, in denen ein Mindestlohn gilt - hinter dem Spitzenreiter Luxemburg (12,36 Euro), aber auch hinter Frankreich, den anderen Benelux-Staaten, Irland und Großbritannien.

Mittlerweile ist das Thema Mindestlohn auch auf der Agenda der EU-Kommission angekommen, die sich für eine EU-weite Regelung einsetzen will. Dabei geht es nicht um einen einheitlichen Lohn, da die Lebenshaltungskosten in den Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich sind. Stattdessen könnte es aber auf verbindliche Standards hinauslaufen.

So sehen Experten einen Mindestlohn, der unter 60 Prozent des mittleren Lohns eines Landes liegt, als armutsgefährdend an. Deutschland liegt nach Berechnung der WSI-Studie mit seinem Mindestlohn dabei zurzeit bei 46 Prozent des mittleren Lohns. "Eine EU-weite Anpassung könnte zu einer erheblichen Erhöhung der Löhne führen", meint Schulten. Auf Deutschland berechnet würde das etwa zu einem Mindestlohn von zwölf Euro führen, wie ihn etwa die SPD und Gewerkschaften fordern.
Video https://www.n-tv.de/wirtschaft/Mindestl ... 73463.html
Quelle: ntv.de, sgu/dpa
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Wohl nur geringe Anhebung - Mindestlohn wird 10-Euro-Ziel verfehlen

Postby Weltbookadmin47 » 15. Feb 2020 13:25

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Wohl nur geringe Anhebung - Mindestlohn wird 10-Euro-Ziel verfehlen
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2021 könnte der Mindestlohn von 9,35 Euro auf 9,82 Euro steigen.

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Derzeit beträgt der Mindestlohn 9,35 Euro pro Stunde. Wie stark er im kommenden Jahr steigen soll, wird heftig diskutiert. Die SPD fordert 12 Euro. Doch die Erhöhung wird sich wohl eher in Grenzen halten.

Geringverdiener auf Niveau des Mindestlohns in Deutschland könnten auch im kommenden Jahr bei einem Stundenlohn unter 10 Euro bleiben. Entsprechende Berechnungsgrundlagen liegen der Mindestlohnkommission vor, die alle zwei Jahre die Anpassung der Lohnuntergrenze vorschlägt. Demnach könnte 2021 der Mindestlohn von 9,35 Euro auf 9,82 Euro steigen.
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Wirtschaft 21.01.20
Geldnot der häufigste Grund Zahl deutscher Mehrfachjobber steigt

Eine maßgebliche Grundlage für die Entscheidung über die künftige Mindestlohnhöhe sind Angaben des Statistischen Bundesamts über die Tariferhöhungen in den vergangenen beiden Jahren. Dieser Tariflohnindex zeigt eine Steigerung von 5,7 Prozent. Die Basis der Neuberechnung soll bei 9,29 Euro liegen, da bei der jüngsten Anhebung ein späterer Abschluss für den öffentlichen Dienst schon eingerechnet war, der nun wieder herausgerechnet werden soll.

DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell mahnte, eine reine Orientierung an dem Index und eine entsprechende Erhöhung reichten nicht. "Wir wollen einen armutsfesten Mindestlohn, der bei 60 Prozent des Medianeinkommens der Vollzeitbeschäftigten liegt", sagte Körzell, selbst Mitglied der Kommission. Die im Mindestlohngesetz festgelegte Gesamtabwägung des Mindestlohns spreche für eine höhere Anhebung.
Keine Mehrheit für Anhebung der Lohnuntergrenze

Die Gewerkschaften wollen, dass der im Gesetz vorgesehene Mindestschutz der Arbeitnehmer einen höheren Stellenwert bekommt. Für eine stärkere Anhebung der Lohnuntergrenze gebe es in der Kommission keine Mehrheit, sagte Körzell mit Blick auf die in dem Gremium ebenfalls vertretenen Arbeitgeber. Dafür sei laut Geschäftsordnung des Gremiums eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Bereits die Gewerkschaft Verdi hatte deshalb eine Änderung der Geschäftsordnung verlangt.
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Politik 17.12.19
Fahrdienste ohne Mindestlohn Kühnert stellt sich hinter Taxibranche

Im Einklang mit der SPD verlangte Körzell einen Mindestlohn von 12 Euro. Dafür solle die in diesem Jahr anstehende Evaluierung des Mindestlohngesetzes genutzt werden. Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hatte im "Tagesspiegel" gesagt, Wissenschaftler seien mit der Evaluierung beauftragt, und im Sommer werde ausgewertet, ob der Mechanismus geändert werden müsse und in welchem Zeitraum 12 Euro realistisch seien.

Die "Wirtschaftswoche" berichtete, dass auch die SPD für eine Änderung der Geschäftsordnung sei. Ziel sei, dass das Gremium bei seinen Mindestlohnempfehlungen bereits mit einfacher Mehrheit vom Lohnindex abweichen darf. Dann könnten die Arbeitgebervertreter in der Kommission überstimmt werden.

Die Kommission will bis zum 30. Juni einen neuen Vorschlag für die Erhöhung zum 1. Januar 2021 unterbreiten. Zum 1. Januar war die Lohnuntergrenze von 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde gestiegen - gemäß dem Vorschlag der Mindestlohnkommission. Der Mindestlohn war 2015 mit 8,50 Euro eingeführt worden.
Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/Mindestl ... 78510.html
Quelle: ntv.de, can/dpa
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Klage gegen "Financial Times" - Wirecard lässt Gerichtstermin platzen

Postby Weltbookadmin47 » 17. Feb 2020 14:09

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Klage gegen "Financial Times" - Wirecard lässt Gerichtstermin platzen
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Wirecard woltle die britische "Financial Times" wegen Manipulationsvorwürfen verklagen.

(Foto: dpa)
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Der juristische Schlagabtausch zwischen Wirecard und der "Financial Times" nimmt eine neue Wende: Laut einem Bericht sagt der Zahlungsdienstleister die Verhandlung über seine Manipulationsvorwürfe gegen die Zeitung ab. Ob und wann das Verfahren weitergeht, liegt in der Hand von Wirecard.

Der Dax-Konzern Wirecard hat im Rechtsstreit mit der britischen "Financial Times" einen Rückzieher gemacht. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, sollte die Klage des Zahlungsdienstleisters gegen die Wirtschaftszeitung am 27. Januar vor dem Landgericht München I verhandelt werden. Doch dazu kam es nicht, wie jetzt bekannt wird.
Wirecard
Wirecard 136,75

"Den Termin für die mündliche Verhandlung hat die Vorsitzende Richterin auf Antrag der Klageseite abgesetzt", zitiert die "Welt am Sonntag" eine Sprecherin des Gerichts. Für eine Stellungnahme zu dem Bericht war am Samstag niemand bei Wirecard zu erreichen. Wann das Verfahren weitergeht, liegt nun in der Hand des Unternehmens.

Ob der neue Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann an der Entscheidung beteiligt war oder ob das Unternehmen die laufende Bilanzprüfung durch KPMG abwarten will, sei unklar, schreibt die "Welt am Sonntag". Eine Sprecherin wird mit den Worten zitiert: "Zu laufenden Verfahren äußern wir uns nicht."

Die Klage hatte Wirecard im März eingereicht, nachdem eine Artikelserie in der "Financial Times" zu massiven Verlusten der Aktie geführt hatte. Im gleichen Zeitraum hatten Leerverkäufer auf fallende Kurse gewettet.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ
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Dividende steigt - Deutsche Börse macht Gewinnsprung

Postby Weltbookadmin47 » 18. Feb 2020 13:07

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Dividende steigt - Deutsche Börse macht Gewinnsprung
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Die Deutsche Börse legt zu und erhöht die Dividende.

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Aktionäre der Deutschen Börse können sich über eine höhere Dividende freuen. Das Unternehmen will seine Anteilseigner am wirtschaftlichen Erfolg des vergangenen Jahres beteiligen. Denn 2019 kann der Dax-Konzern seinen Gewinn steigern, wenn auch nicht ganz so stark wie erwartet.

Die Deutsche Börse bleibt auf Wachstumskurs. Die Erlöse legten 2019 um sechs Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern mitteilte. Der bereinigte Überschuss stieg um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. "Mit einer Erhöhung der Dividende um sieben Prozent auf 2,90 Euro beteiligen wir unsere Aktionäre an diesem Erfolg", sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer.
Deutsche Börse
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Mit ihren Zahlen schnitt die Börse etwas schlechter ab als von Experten erwartet. Von der Börse selbst befragte Analysten hatten im Schnitt Erlöse von 2,92 Milliarden Euro, und eine Dividende von 2,94 Euro je Aktie erwartet.

"Nach einem starken Vorjahr konnten wir 2019 weiteres sehr solides Wachstum erzielen", bilanzierte Konzernchef Theodor Weimer, dessen Vertrag vergangene Woche bis Ende 2024 verlängert wurde. Darüber hinaus habe der Fokus auf externes Wachstum im Jahr 2019 mit den Akquisitionen von Axioma, einem Anbieter von Risikomanagement-Software, und der UBS-Fondsvertriebsplattform Fondcenter sehr gute Früchte getragen.

Für 2020 plane der Konzern einen weiteren Anstieg der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens fünf Prozent, teilte das Unternehmen mit. Der bereinigte Konzernüberschuss soll auf rund 1,2 Milliarden Euro klettern.

Quelle: ntv.de, hul/rts
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Änderung der Batterie-Strategie - Tesla will neuartige Akkus verbauen

Postby Weltbookadmin47 » 19. Feb 2020 13:02

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/Tesla-wi ... 85134.html
Änderung der Batterie-Strategie - Tesla will neuartige Akkus verbauen
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Mit dem Einbau der neuen Zellen könnte Tesla die Kosten senken und Elektroautos günstiger anbieten.

(Foto: REUTERS)
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Die bisherigen Lithium-Ionen-Akkus, die Tesla in seine Autos verbaut, enthalten Kobalt. Dabei ist der Abbau des Rohstoffs nicht nur teuer, sondern geht auch oft Hand in Hand mit Kinderarbeit. Der US-Elektroautohersteller ist deswegen mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL im Gespräch über kobaltfreie Akkus.

Tesla treibt die Batterietechnologie voran und will in China offenbar erstmals Akkus einsetzen, die ohne das Schwermetall Kobalt auskommen. Dazu befinde sich der US-Elektroautopionier in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Tesla
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Für die bisher üblichen Lithium-Ionen-Batterien wird Kobalt benötigt, das wegen des energieaufwendigen Abbaus nicht nur teuer ist. Da sich die Lagerstätten überwiegend im Kongo befinden und der Rohstoff dort zudem unter fragwürdigen Bedingungen wie etwa Kinderarbeit abgebaut wird, ist es auch höchst umstritten. Auch andere Hersteller suchen deshalb nach Alternativen.

Die Gespräche mit CATL (Contemporary Amperex Technology) habe Tesla vor mehr als einem Jahr mit dem Ziel aufgenommen, Lithium-Eisenphosphat-Batterien zu erhalten. Diese seien um einen zweistelligen Prozentsatz günstiger als herkömmliche Akkus, sagte einer der Eingeweihten. Tesla und CATL lehnten einen Kommentar ab.

Mit dem Einbau der neuen Zellen könnte Tesla die Kosten senken und Elektroautos günstiger anbieten. Der Konzern aus dem Silicon Valley hat in Shanghai binnen weniger Monate sein erstes Autowerk außerhalb der USA hochgezogen. Dort hat vor Kurzem die Auslieferung von Fahrzeugen des Typs Model 3 begonnen. Zurzeit bemüht sich Tesla bei chinesischen Behörden um die Genehmigung zum Bau von Fahrzeugen dieses Modells mit größerer Reichweite.
Musk will Batterie-Strategie im April vorstellen

Hersteller von Elektroautos verwenden wegen der höheren Energiedichte in der Regel Nickel-Kobalt-Aluminium-Akkus oder solche mit Nickel, Mangan und Kobalt. Die Energiedichte ist entscheidend dafür, wie lange ein E-Auto mit einer Batterieladung fahren kann. Um Dichte und Sicherheit seiner Lithium-Eisenphosphat-Batterien zu erhöhen, habe CATL an seiner Cell-to-pack-Technologie gearbeitet, hieß es. Nach dieser Technologie werden die Zellen direkt in den Batteriepack integriert.

Bislang werden die Akkus zunächst in Modulen verbaut, die wiederum zu Batteriepacks zusammengebaut werden. Es sei nicht klar, in welchem Umfang Tesla beabsichtige, kobaltfreie Batteriezellen zu verwenden, sagte einer der Insider. Der Autobauer habe nicht vor, auf die bisher verwendeten Lithium-Ionen-Zellen zu verzichten. Seine künftige Batterie-Strategie will Tesla-Chef Elon Musk bei einer Veranstaltung im April vorstellen.

Quelle: ntv.de, jki/rts
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Fast alle über Mietendeckel - Berliner Wohnungsangebote sind zu teuer

Postby Weltbookadmin47 » 20. Feb 2020 12:40

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Fast alle über Mietendeckel - Berliner Wohnungsangebote sind zu teuer
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Der Mietendeckel wird für rund 1,5 Millionen Berliner Wohnungen gelten.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Auf den kommenden Mietendeckel freut sich wohl kein Berliner Vermieter. Denn die Auswertung von Angeboten auf einem Immobilienportal zeigt: Fast alle der inserierten Wohnungen liegen über der festgelegten Preisgrenze. Die Vermieter stehen in der Pflicht, vielen droht ein Gewinnverlust.

In Berlin liegen die Mieten fast aller inserierten Wohnungen über dem gesetzlichen Mietendeckel. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Ifo Instituts und des Webanbieters Immowelt. Bei 83,5 Prozent der auf dem Portal angebotenen Wohnungen liegt die Abweichung demnach bei über 20 Prozent, im Durchschnitt sind es knapp 4,70 Euro pro Quadratmeter mehr.

Mieten, die mehr als 20 Prozent höher liegen, müssen nach Inkrafttreten des Gesetzes gesenkt werden - auch wenn die Vermietung vor dem Stichtag im Juni 2019 stattfand. "Unsere Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass die Eigentümer der regulierten Mietwohnungen einen Teil ihrer Mieteinnahmen verlieren", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Freiwerdende Wohnungen würden vielfach dem Mietmarkt entzogen und als Eigentumswohnungen verkauft. "Neben den Vermietern sind auch Wohnungssuchende in Berlin die Verlierer des Mietendeckels."
Mietendeckel macht sich bereits bemerkbar
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Wirtschaft 11.02.20
ZIA-Präsident zum Wohnungsmarkt "Wir wünschen uns einen Baufrieden"

Bereits die Ankündigung des Mietendeckels hat die Vermieter in Berlin laut der Analyse beeinflusst. Seit Juni 2019 steigen die Mieten von regulierten Wohnungen langsamer als in den übrigen 13 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern. Bei Neubauten kletterten die Mieten hingegen schneller als in den anderen deutschen Großstädten in die Höhe.

Auch Eigentumswohnungen würden von der Entwicklung erfasst. Die Angebotspreise in Berlin stiegen etwas schwächer als in den übrigen Großstädten Deutschlands. Die Unterschiede seien allerdings moderat. Für die Analyse wurden Annoncen bei Immowelt von Januar 2017 bis Januar 2020 ausgewertet.

Der Mietendeckel war Ende Januar vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen worden und gilt fünf Jahre lang für Bestandswohnungen, die vor 2014 gebaut wurden. Stichtag für den Mietenstopp ist der 18. Juni 2019. Vom Gesetz ausgenommen sind Neubauten, Sozialwohnungen, Wohnungen sozialer Träger und Wohnungen in Wohnheimen. Der Berliner Mietendeckel tritt am 23. Februar in Kraft.
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Quelle: ntv.de, mdi/DJ
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Ungemach durch Coronavirus - Deutschlands Banken fürchten Sturm

Postby Weltbookadmin47 » 29. Feb 2020 14:03

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Samstag, 29. Februar 2020
Ungemach durch Coronavirus - Deutschlands Banken fürchten Sturm
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Geldinstitute stehen vor großen Herausforderungen.

(Foto: dpa)
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Bei Deutschlands Geldinstituten herrscht bereits Alarmstimmung. Immer mehr Experten sagen eine Rezession infolge des Coronavirus voraus. Sie befürchten steigende Kreditausfälle. Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank befinden sich unter Druck. Anleger fürchten eine weitere Kapitalerhöhung.

Noch vor wenigen Wochen freute sich Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing über bessere Geschäfte. Doch mittlerweile dürften bei dem Boss von Deutschlands größtem Geldhaus alle Alarmglocken schrillen. Die sich ausbreitende Coronavirus-Krise braut sich zum perfekten Sturm für die Banken zusammen. An den Börsen geht es weltweit seit Tagen bergab, immer mehr Firmen warnen vor Einbußen und Volkswirte sagen eine Rezession voraus.

Für die Deutsche Bank käme eine Wirtschaftskrise zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Ihr Fundament ist nach vielen Milliarden Euro Verlusten schwach und die Erholung fußt darauf, dass es im Geschäft mit Firmenkunden und an den Kapitalmärkten aufwärts geht. Auch die Commerzbank mit ihrem riesigen Kreditportfolio würde eine Konjunkturschwäche ins Mark treffen.

"Sowohl für die Deutsche Bank als auch für die Commerzbank wäre eine Wirtschaftskrise eine große Herausforderung, da beide Banken schon heute nur eine niedrige Profitabilität aufweisen", sagt Analyst Philipp Häßler vom Broker Pareto Securities. Komme es tatsächlich zu einer Rezession, würden die Kreditausfälle deutlich zulegen und die Risikovorsorgen in den Bilanzen könnten auf Größenordnungen wie zu Zeiten der Finanzkrise steigen.
Däumchendrehen statt Arbeit
Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,88

Auch das Kapitalmarktgeschäft könne wieder unter die Räder kommen. Der Handel mit Anleihen und Aktien befand sich gerade erst auf dem Weg der Besserung. Zudem hatten Unternehmen wieder mehr Schuldscheine herausgegeben und Börsengänge geplant. Inzwischen drehen viele Banker Däumchen. "Ich bin im Büro, aber ich verbringe mehr Zeit damit, Sport im Fernsehen zu schauen als zu arbeiten", sagt ein Investmentbanker, der bei einer großen europäischen Bank für Fusionen und Übernahmen zuständig ist.

Die Deutsche Bank würde eine Talfahrt im Investmentbanking hart treffen. Sewing sieht die Sparte als einen wichtigen Wachstumstreiber. Bis 2022 sollen die Erträge um zwei Prozent jährlich zulegen und Schwächen im Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung ausgleichen. Die Märkte in Asien, wo das Coronavirus seinen Ursprung hat, sollen dabei eine wesentliche Rolle spielen.

Noch im Januar hatte Sewing gesagt, die Bank habe das Schlimmste überstanden und sei in diesem Jahr wieder in der Lage, vor Steuern einen Gewinn zu erwirtschaften. Jedoch war da noch nicht absehbar, dass die neuartige Lungenkrankheit weltweit solche Schockwellen durch die Märkte schickt. Der Dax brach innerhalb von einer Woche um zwölf Prozent ein, die Aktien von Commerzbank und Deutsche Bank verloren jeweils rund 20 Prozent.
Notenbanken könnten Zinsen weiter senken

Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke räumte zuletzt ein, kein Mensch könne absehen, wie gefährlich das Virus sei und welche Schäden an den Börsen und in der Wirtschaft dadurch entstünden. Seit Wochen steht in China, dem Wirtschaftsmotor der Welt, das wirtschaftliche und soziale Leben weitgehend still. Produktion und Lieferketten sind unterbrochen, wichtige Messen werden abgesagt. Vor allem die exportorientierte deutsche Wirtschaft könnte empfindlich getroffen werden. "Es besteht das Risiko, dass hoch verschuldete Unternehmen ihre Schulden nicht mehr bedienen können, da ihnen die Umsätze wegbrechen", sagt Ökonom Edgar Walk von der Privatbank Metzler. Auch die Volkswirte der Deutschen Bank gehen von einer Rezession in Deutschland aus.
Commerzbank
Commerzbank 5,21

Experten gehen davon aus, dass die Notenbanken auf eine Konjunktureintrübung mit einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik reagieren. "Noch niedrigere Zinsen wären Gift für das Bankensystem", sagt Professor Hans-Peter Burghof von der Universität Hohenheim. Die Institute ächzen schon seit Jahren unter den Niedrigzinsen und haben Schwierigkeiten, auskömmliche Erträge zu erwirtschaften.

Einen Teil der niedrigeren Zinsen konnten die Banken durch die Ausweitung des Kreditvolumens auffangen. Wenn nun auch noch die Kreditnachfrage nachlässt, wird es noch schwieriger, auf einen grünen Zweig zu kommen. Massive Sparprogramme und der Abbau Tausender Jobs sind die Folge. Zuletzt sah es noch so aus, als ob sich die Lage bessern würde. Die Zinsen an den Märkten stiegen, die Aktien der Banken hatten sich von ihren Tiefs im Sommer 2019 deutlich erholt.
Gespenst Kapitalerhöhung geht wieder um

Eine große Sorge von Investoren ist, dass die Institute bald die Aktionäre um frisches Kapital anbetteln müssen. "Die große Frage wird sein, ob die Banken es ohne zusätzliches Kapital durch eine schwere Wirtschaftskrise schaffen", sagt Häßler. Auch Burghof macht deutlich: "Was als Eigenkapitalpuffer aufgebaut wurde, ist in einer Krise schnell verbraucht." Die Deutsche Bank besorgte sich in den vergangenen Jahren rund 30 Milliarden Euro frisches Kapital. Die Commerzbank wurde während der Finanzkrise 2008 mit Steuergeldern gestützt, der Bund ist mit 15,6 Prozent noch immer der größte Aktionär.

Zugutehalten kann man den Instituten jedoch, dass sie seit der letzten Krise ihre Bilanzen aufgeräumt haben, wie Michael Hünseler, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Assenagon sagt. "Die Banken sind viel risikoärmer als vor der Finanzkrise. Die Liquidität und die Kapitalquoten sind ausreichend, um einen Anstieg der Risikokosten aufzufangen." Allerdings hänge alles davon ab, wie lange die Unsicherheit durch Corona bestehe. "Eine länger anhaltende Krise würde die Banken vor größere Herausforderungen stellen."

Quelle: ntv.de, Patricia Uhlig, rts
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Reaktion auf Corona-Krise - Italien will Wirtschaft mit Milliarden stützen

Postby Weltbookadmin47 » 2. Mar 2020 12:52

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Reaktion auf Corona-Krise - Italien will Wirtschaft mit Milliarden stützen
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Italiens Wirtschaft geht es seit geraumer Zeit schlecht. Doch durch die Corona-Epidemie könnte die Situation sich noch verschärfen. Die Regierung Conte will Geld in die Hand nehmen. Sie muss dabei wegen der hohen Defizitquote an die EU-Kommission herantreten.

Die italienische Regierung plant ein Hilfspaket für die durch den Coronavirus-Ausbruch zusätzlich angeschlagene Wirtschaft in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri in einem Interview mit der "La Repubblica".

Ministerpräsident Giuseppe Conte sprach in der Zeitung "Il Fatto Quotidiano" den Wunsch Roms an, dass Italien die Defizitquote für den Staatshaushalt erhöhen wolle. Das werde mit der Europäischen Union abgestimmt, wurde er in Agenturen zitiert. Gualtieri sagte, bis Ende der Woche wolle das Kabinett die Maßnahmen verabschieden: "Es wird ein Paket zusätzlicher und außergewöhnlicher Mittel in Höhe von 3,6 Milliarden Euro sein, was einem Anteil von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht."

Hierfür werde man die Zustimmung des Parlaments einholen. Er zeigte sich optimistisch, dass Rom auch die EU überzeugen könne: "Ich habe keinen Grund zu befürchten, dass Brüssel unsere Anfrage anfechten wird."
Konjunktur lahmt bereits seit längerer Zeit

Bereits am Freitag hatte die italienische Regierung in einem ersten Schritt Hilfen für rund 900 Millionen Euro beschlossen. Sie sind schwerpunktmäßig für die elf Sperrgebiete in der Lombardei und in Venetien bestimmt. In Italien sind mehr als 1100 Menschen infiziert und 29 an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Gualtieri sagte, er sei mit der EU und den Kollegen aus Deutschland und Frankreich, Finanzminister Olaf Scholz und Bruno Le Maire, in Kontakt. Für Mitte der Woche sei eine Telefonkonferenz geplant, bei der das nächste Treffen der Euro-Finanzminister am 16. März in Brüssel vorbereitet werde.

Die aktuelle Krise um den Ausbruch des Coronavirus bremst weite Teile Wirtschaft Italiens, etwa den Tourismus und die Autobranche. Die Konjunktursorgen waren allerdings vorher schon hoch. Im letzten Quartal 2019 war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gesunken - der größte Rückgang im Vergleich zum Vorquartal seit Jahren.
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Quelle: ntv.de, wne/dpa
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Corona und die Folgen - EZB ist bereit zu "gezielten" Schritten

Postby Weltbookadmin47 » 3. Mar 2020 11:51

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Dienstag, 03. März 2020
Corona und die Folgen - EZB ist bereit zu "gezielten" Schritten
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Für die OECD ist der Coronavirus-Ausbruch die größte Gefahr für die globale Wirtschaft seit der Finanzkrise. EZB-Präsidentin Lagarde signalisiert auch deshalb Handlungsbereitschaft. Viele Investoren setzen bereits fest auf Schritte der Zentral- und Notenbanken.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will nötigenfalls mit gezielten geldpolitischen Schritten auf die sich verschärfende Coronavirus-Krise reagieren. Notenbank-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, die EZB stehe bereit, entsprechend der Notwendigkeit und der zugrundeliegenden Risiken angemessene und gezielte Maßnahmen zu ergreifen. Die Situation rund um den Virus-Ausbruch entwickele sich rasch. Sie erzeuge Gefahren für die Wirtschaftsaussichten und das Funktionieren der Finanzmärkte. Die EZB beobachte die Entwicklungen und ihre Auswirkungen für die Wirtschaft, die mittelfristige Inflation und die Übertragung ihrer Geldpolitik genau.
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Wirtschaft 28.02.20
Börse reagiert auf Panik Corona-Angst schickt Dax auf Talfahrt

An den Börsen wird inzwischen immer mehr ein koordiniertes Vorgehen der großen Notenbanken gegen die wirtschaftlichen Folgen des Virus-Ausbruchs erwartet. In den USA schlossen deshalb die wichtigsten Börsenindizes am Montag nach den massiven Kursverlusten der vergangenen Woche sogar wieder deutlich im Plus. Der Dow Jones kletterte um 5,1 Prozent auf 26.703 Punkte. In Europa hatte zuvor der EuroStoxx50 leichte Zuwächse von 0,3 Prozent auf 3341 Zähler erzielt.
OECD: Coronavirus größte Gefahr seit Finanzkrise

Aus Sicht der Industriestaaten-Organisation OECD ist die Coronavirus-Epidemie die größte Gefahr für die globale Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008/09. Sollte sich die Lage nicht bessern und immer weitere Länder betroffen sein, könnte das weltweite Wachstum dieses Jahr auf etwa 1,5 Prozent halbiert werden. Auch die Welthandelsorganisation WTO erwartet einen substanziellen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Die Finanzminister und Notenbank-Gouverneure der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) wollen heute in einer Telefonkonferenz besprechen, mit welchen Maßnahmen auf den Virus-Ausbruch und seine ökonomischen Folgen reagiert werden soll, wie eine Sprecherin des US-Finanzministeriums sagte.
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ntv Zertifikate 29.02.20
ntv Zertifikate Talk Wie schlimm trifft die Corona-Krise Aktien und Rohstoffe?

Am europäischen Geldmarkt gehen Investoren inzwischen davon aus, dass die EZB ihren Einlagenzins im März um 0,10 Prozentpunkte auf dann minus 0,6 Prozent weiter herabsetzt. Mit den negativen Zinsen versucht die EZB Banken dazu zu bewegen, statt überschüssige Gelder zu parken sie in Form von Krediten an die Wirtschaft weiterzureichen. Denn für die Institute bedeutet ein negativer Einlagensatz Strafzinsen, wenn sie bei der Notenbank überschüssige Gelder horten.
Vielfältige Beeinträchtigungen

Lagardes Hinweis auf "gezielte" Maßnahmen der EZB signalisiert möglicherweise auch, dass die EZB noch andere Schritte ergreifen könnte, die noch direkter die Wirtschaft unterstützen würden. Dazu könnten etwa maßgeschneiderte Kredithilfen für Unternehmen zählen, die von dem Virus-Ausbruch besonders betroffen sind. Auch könnte die EZB ihre Käufe von Firmenanleihen aufstocken oder den Banken mit noch höheren Freibeträgen bei den Strafzinsen entgegenkommen.
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Wirtschaft 28.02.20
Bundesbankpräsident Weidmann "Bereiten uns auf Verbreitung des Coronavirus vor"

Wie die Konjunktur im Euro-Raum von dem Virus-Ausbruch getroffen werden könnte, erläuterte Lagardes Stellvertreter Luis des Guindos. Die Virus-Epidemie habe das Potenzial, die Wirtschaft der Eurozone sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite zu treffen, warnte der EZB-Vize. Die Quarantäne-Maßnahmen in China und die damit verknüpften Produktionsausfälle könnten die Auslandsnachfrage dämpfen. Das werde sich möglicherweise auf die Exporte aus der Euro-Zone auswirken.

Im Dienstleistungssektor könnten sich Reisebeschränkungen bemerkbar machen. "Sollte sich der Virus weiter ausbreiten, könnten heimische Firmen direkter getroffen werden, beispielsweise durch Verzögerungen in den Lieferketten," erläuterte er. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) rechnet inzwischen wegen des Virus-Ausbruchs sogar für die Weltwirtschaft mit einer längeren Schwächephase.

Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-ist- ... 14704.html
Quelle: ntv.de, Frank Siebelt, rtsQu
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Energiekonzern vor dem Aus - Innogy-Aktionäre beklagen "Rausschmiss"

Postby Weltbookadmin47 » 5. Mar 2020 13:20

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Energiekonzern vor dem Aus - Innogy-Aktionäre beklagen "Rausschmiss"
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Die Aktionäre auf der außerordentlichen Hauptversammlung in Essen fühlen sich abgespeist.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Zum Börsenstart 2016 sagt man der RWE-Ökostromtochter Innogy eine goldene Zukunft voraus. Jetzt splitten RWE und Eon das Unternehmen untereinander auf. Bei den Aktionären herrscht dicke Luft, sie sind mit ihrer Abfindung nicht einverstanden.

Beim vor der Übernahme durch Eon stehenden Essener Energiekonzern Innogy verlangen Aktionäre mehr Geld für ihre Anteilsscheine. Auf einer Hauptversammlung von Innogy kritisierten sie die angebotene Abfindung als zu niedrig. Die Hauptversammlung sollte über einen Antrag von Eon abstimmen, die verbliebenen Aktionäre zwangsweise aus dem Unternehmen zu drängen. Die Zustimmung galt als sicher, da Eon 90 Prozent der Innogy-Aktien hält.
Innogy
Innogy 43,62

Die Energiekonzerne Eon und RWE hatten im März 2018 vereinbart, die RWE-Netz- und Ökostromtochter Innogy unter sich aufzuteilen. Eon will sich künftig ganz auf den Betrieb von Strom- und Gasnetzen sowie das Geschäft mit den Kunden konzentrieren. RWE erhält im Gegenzug die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon und will zu einem der weltweit führenden Produzenten von Ökostrom werden.

Die EU hat den Deal bereits mit geringen Auflagen gebilligt. "Aus unserer Sicht ist das hier heute eher eine Beerdigung", fasste Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz die Stimmung unter den Kleinaktionären zusammen. Die sehr kurze Erfolgsgeschichte von Innogy finde "ein unrühmliches Ende".
Aktionäre fordern mehr Geld

Nicht einmal dreieinhalb Jahre ist es her, dass RWE seine Tochter Innogy mit großen Ambitionen an die Börse gebracht hatte. Innogy wurde damals auf einen Schlag zum wertvollsten deutschen Energiekonzern. Glänzende Wachstumsperspektiven habe Innogy damals versprochen, doch jetzt sollten die Aktionäre "rausgeschmissen" und "mit ein paar lumpigen Euro abgefunden werden", schimpfte Aktionärsvertreter Joachim Kregel.

Pro Aktie will Eon den verbliebenen Aktionären 42,82 Euro zahlen. Das sei aus Sicht eines gerichtlich bestellten Gutachters angemessen und liege oberhalb des Unternehmenswerts von Innogy, versicherte Leonhard Birnbaum, Vorstand bei Eon und zugleich Vorstandschef von Innogy. Wahrscheinlich ist, dass die Höhe der Abfindung vor Gericht überprüft wird. Einzelne Redner stellten dem Vorstand bis zu 70 detaillierte Einzelfragen - wohl um Material für ein solches Verfahren zu bekommen.

Die Klagen können nach Angaben von Eon aber nur die Höhe der Abfindung in Frage stellen. Der Zeitplan von Eon sieht vor, dass die Übertragung der Innogy-Aktien Mitte April ins Handelsregister eingetragen wird. Danach kann Innogy von der Börse genommen werden. Nur vorsorglich habe man den 18. Juni für eine weitere Innogy-Hauptversammlung reserviert.
Arbeitsplätze sind bedroht
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Ratgeber 03.02.20
Sonderkündigungsrecht nutzen Energieversorger drehen an der Preisspirale

Verbunden ist die Übernahme von Innogy durch Eon auch mit einem Personalabbau. Bis zu 5000 Stellen sollen nach früheren Angaben in dem fusionierten Unternehmen wegfallen - sozialverträglich, wie Birnbaum noch einmal versicherte. Im Jahr 2022 soll die Fusion Synergien von 740 Millionen Euro einbringen, 2024 sollen es 780 Millionen Euro sein. Das liegt am oberen Rand der bisherigen Ankündigungen von Eon.

Was die Megafusion für die Verbraucher bedeutet, ist umstritten. Immerhin haben Eon und Innogy in Deutschland zusammen mehr als 13 Millionen Strom- und Gaskunden. Kritiker verweisen darauf, dass die neue Eon Zugriff auf die Daten aus vielen Millionen Stromzählern verfügen werde, was in Zeiten der Energiewende ein großer Wert sei. Eon-Chef Johannes Teyssen hat betont, das Stromgeschäft in Deutschland sei zu einem großen Teil staatlich reguliert. Auch der Wettbewerb werde wegen der Vielzahl der Stromanbieter in Deutschland durch die Fusion nicht gefährdet.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa
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"Nerven liegen blank" - Dax stürzt ab

Postby Weltbookadmin47 » 6. Mar 2020 13:49

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Freitag, 06. März 2020
"Nerven liegen blank" - Dax stürzt ab
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(Foto: imago/Sven Simon)
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Massive Verkaufswelle in Frankfurt: Der Dax rauscht wegen der Coronavirus-Epidemie in die Tiefe. Es drohe eine Abwärtsspirale, sagen Börsianer.

Die Furcht vor einem weltweiten Konjunkturabschwung wegen der Coronavirus-Epidemie hat die Börsen fest im Griff. Der Dax verliert weitere 4 Prozent auf 11.455 Punkte und fällt damit auf den tiefsten Stand seit mehr als einem halben Jahr. "Der Leitindex schmiert wieder richtig ab", sagt ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Finanzmärkte sind weiter im Krisenmodus, und die negative Sicht auf die Virus-Folgen hat sich durchgesetzt. Zinssenkungen der Notenbanken helfen, wie man diese Woche gesehen hat, nur begrenzt."
Dax
Dax 11.517,80

"Die Nerven bei den Anlegern liegen blank", meint Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Die jetzt angekündigten finanziellen Hilfsmaßnahmen machen deutlich, wie ernst Notenbanken und Regierungen die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie einschätzen. Ob sie allerdings ausreichen werden, eine Rezession in wichtigen Teilen der Welt zu verhindern, ist fraglich."

Auch an anderen Aktienmärkten geht es abwärts, gleichzeitig flüchteten Anleger in "sichere Häfen" wie Staatsanleihen. Dies drückt die Rendite der zehnjährigen US-Bonds zum zehnten Mal in elf Tagen auf ein Rekordtief. Mit einem Rückgang von auf 0,739 Prozent steuerten sie zudem auf das größte Tagesminus seit mindestens 1953 zu. Die vergleichbaren Bundesanleihen rentieren mit minus 0,734 Prozent knapp über ihrem Rekordtief. Gefragt ist auch die "Antikrisen-Währung" Gold. Das Edelmetall verteuert sich um bis auf 1683,02 US-Dollar je Feinunze und liegt nur noch rund fünf Dollar unter seinem Sieben-Jahres-Hoch vom Februar.

Am Devisenmarkt decken sich Investoren mit der Schweizer Währung ein. Dies drückte den Kurs des Dollar auf ein Zwei-Jahres-Tief von 0,9391 Franken. Die US-Valuta steht insgesamt unter Druck, weil Investoren der Notfall-Zinssenkung vom Dienstag zum Trotz bei den anstehenden Beratungen Mitte März fest mit einer erneuten Zinssenkung um einen halben Prozentpunkt rechnen. Diese Spekulationen drücken den Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, auf ein Achteinhalb-Monats-Tief von 96,241 Punkten.
"Risiko einer Rezession"
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Navidi 06.03.20
Sandra Navidi, BeyondGlobal "Sorge, dass Corona-Krise zu sozialen Unruhen führt"

"Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse steigt das Risiko einer kurzen, drastischen Rezession erheblich", warnt Nigel Green, Chef des Anlageberaters deVere. Dabei drohe eine Abwärtsspirale aus geringeren Konsumausgaben und Investitionen, die Stellenstreichungen auslösten, die wiederzum zu geringeren Konsumausgaben und Investitionen führten.

Einige Börsianer bezweifeln zudem, dass Zinssenkungen oder die Ankündigung von Konjunkturprogrammen den Börsen die erhoffte Entspannung brächten. Stattdessen schüre der Aktionismus Nervosität. "Das billige Geld und die milliardenschweren Hilfspakete können nur die Symptome lindern, die Ursache bekämpfen sie nicht", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.
Öl wird billiger
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Wirtschaft 06.03.20
Preisverfall wegen Coronavirus OPEC-Staaten wollen Ölförderung stärker drosseln

Die Rezessionsangst spiegelt sich auch am Rohölmarkt wider, wo der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 48,91 Dollar je Barrel (159 Liter) fiel. Anleger befürchten, dass Russland der von der Opec vorgeschlagenen zusätzlichen Kürzung der Fördermengen um 1,5 Millionen Barrel pro Tag nicht zustimmen werde, schrieben die Analysten der Investmentbank RBC Capital Markets. Das wäre der Todesstoß für die Kooperation des Kartells mit anderen großen Exportländern.

Am Aktienmarkt stehen wegen Reisebeschränkungen und stornierter Urlaube erneut Papiere von Luftfahrt- und Touristik-Werten unter Druck. Der europäischen Branchenindex fällt um bis zu 4,3 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Tief von 197,21 Punkten. In London waren Aktien von Carnival mit 2008 Pence zeitweise so billig wie zuletzt vor acht Jahren, nachdem einem Kreuzfahrtschiff der Firma wegen Virus-Sorgen die Einfahrt in den Hafen von San Francisco verweigert wurde.
Artikel + Videos https://www.n-tv.de/wirtschaft/Dax-stue ... 23574.html
Quelle: ntv.de, jga/rts
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Eintägiger Homeworking-Test - Die EZB probt den Ernstfall

Postby Weltbookadmin47 » 8. Mar 2020 12:01

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Eintägiger Homeworking-Test - Die EZB probt den Ernstfall
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Am kommenden Donnerstag trifft sich der EZB-Rat zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main arbeiten 3700 Beschäftigte. Falls sich jemand von ihnen mit dem Coronavirus anstecken sollte, will die Zentralbank vorbereitet sein. Sie ruft die Angestellten dazu auf, am Montag von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre rund 3700 Beschäftigten in Frankfurt am Main aufgerufen, am Montag von Zuhause aus zu arbeiten. Damit will die Zentralbank ihren Notfallplan testen, der bei einer Infizierung von Mitarbeitern mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft treten würde, sagte eine EZB-Sprecherin. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Börsen-Zeitung".

Mit dem eintägigen Homeworking-Test soll vor allem die IT-Infrastruktur der Zentralbank getestet werden - also etwa Laptops und Datenübermittlung. Eine Infektion mit dem Coronavirus könnte es nötig machen, dass einige oder sogar alle Mitarbeiter der Bank von Zuhause aus arbeiten müssen.

Der Zugang zu den EZB-Gebäuden in Frankfurt sei den Mitarbeitern am Montag nicht verboten, aber die EZB gehe davon aus, dass der weit überwiegende Teil zu Hause bleiben und von dort aus arbeiten werde, schrieb die "Börsen-Zeitung". Der Aufruf betreffe auch jene Mitarbeiter, die in Bereichen arbeiten, die als besonders sensibel gelten, wie etwa Marktoperationen oder Zahlungsverkehr.
Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft

Die EZB hatte bereits am Mittwoch erste Vorsichtsmaßnahmen wegen der Ausbreitung des Coronavirus getroffen. Die Mitarbeiter sollen auf nicht unbedingt nötige Dienstreisen verzichten, alle nicht notwendigen Besuche sollen unterbleiben, Konferenzen in den Räumlichkeiten der EZB wurden verschoben.

Am kommenden Donnerstag trifft sich der EZB-Rat zu seiner nächsten geldpolitischen Sitzung. Beraten werden die Ratsmitglieder über zusätzliche Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in der Eurozone wegen der Belastungen durch die Coronavirus-Epidemie.

Quelle: ntv.de, jki/AFP
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Harter Tankstellenwettbewerb - Ölpreis-Crash könnte Benzin billiger machen

Postby Weltbookadmin47 » 9. Mar 2020 15:55

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Montag, 09. März 2020
Harter Tankstellenwettbewerb - Ölpreis-Crash könnte Benzin billiger machen
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Zwischen Tankstellen herrscht "Konkurrenz um jeden Autofahrer".

(Foto: imago images/Olaf Döring)
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Vom drastisch gefallenen Ölpreis in der Corona-Krise könnten Verbraucher am Ende profitieren. Benzin und Heizöl dürften ebenfalls günstiger werden. Dabei gibt es noch einen weiteren Grund: Tankstellen konkurrieren um jeden Autofahrer.

Der fallende Ölpreis in der Corona-Krise könnte bald auch an den Zapfsäulen sichtbar werden: Der Deutsche Mineralölwirtschaftsverband (MWV) hält günstigeres Benzin und Heizöl vor diesem Hintergrund für möglich. Eine Prognose wollte der MWV nicht abgeben, verwies auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP aber auf die schon seit Monaten parallel zum Ölpreis sinkenden Kraftstoffpreise "im harten Tankstellenwettbewerb".

Demnach fiel seit Jahresbeginn im Schnitt nicht nur der Ölpreis von rund 70 auf 50 Dollar. Der Benzinpreis ging um acht Cent auf 1,35 Euro pro Liter zurück, Diesel wurde zwölf Cent günstiger und kostete zuletzt weniger als 1,20 Euro pro Liter. Auch die Heizölpreise gingen laut MWV "auf breiter Front" zurück.
*Datenschutz

"Benzin- und Heizölpreis haben die Entwicklung am Ölmarkt nachempfunden, natürlich gedämpft durch die Mineralölsteuer", erklärte der Verband. Gründe dafür seien eine hohe Markttransparenz und die "Konkurrenz um jeden Autofahrer". Wie dieser umkämpfte Markt auf den jüngsten Preisverfall beim Öl genau reagiert, bleibt aus Sicht des MWV aber abzuwarten.

Der Ölpreis war am Montagmorgen zunächst um mehr als 30 Prozent gefallen, das war der größte Absturz seit dem Golfkrieg 1991. Gegen Mittag betrug das Minus noch über 20 Prozent, ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete nur noch gut 35 Dollar. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihre Partner streiten über eine Drosselung der Fördermengen; vor allem Russland sperrt sich. Saudi-Arabien hatte den Ölpreis am Sonntag kräftig gesenkt.

Quelle: ntv.de, mba/AFP
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Branche im Umbruch - Kleinen Möbelhändlern droht das Aus

Postby Weltbookadmin47 » 11. Mar 2020 11:23

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Branche im Umbruch - Kleinen Möbelhändlern droht das Aus
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Die Branchenriesen drängen vermehrt in die Innenstädte.

(Foto: picture alliance / dpa)
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Die Möbelhändler in Deutschland blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2019. Doch das Kaufverhalten der Kunden ändert sich, der Markt ist im Wandel. Profitieren werden langfristig nur die großen Ketten, kleinere Unternehmen sind in ihrer Existenz bedroht. Das liegt nicht ausschließlich am Online-Shopping.

Das Jahr 2019 war ein überraschend gutes Jahr für den Möbelhandel. Die Bundesbürger griffen noch einmal tief in die Tasche, um die eigenen vier Wände zu verschönern und bescherten der Branche bei Wohn- und Küchenmöbeln eine Steigerung des Umsatzes von 1,8 Prozent auf rund 20,6 Milliarden Euro, wie eine aktuelle Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH) ergab. Das kam selbst für viele Fachleute unerwartet. Doch die Atempause für die Branche ist wohl nur kurz. Vielen mittelständischen Möbelgeschäften droht in den nächsten fünf Jahren das Aus.

"Zurzeit herrscht eine trügerische Ruhe in der Branche. Doch die Umwälzungen im Möbelhandel werden weitergehen", ist der IFH-Möbelhandelsexperte Uwe Krüger überzeugt. "Der Onlinehandel hat den Strukturwandel in der Möbelbranche drastisch beschleunigt. Schon bald werden 25 oder 30 Prozent der Produkte über das Internet ausgesucht oder gekauft werden."

Nach der aktuellen Prognose des IFH wird der Anteil des Online-Handels am Möbelgeschäft von 13 Prozent im Jahr 2019 auf fast 20 Prozent im Jahr 2024 steigen. Der Marktanteil des "klassischen" stationären Möbelhandels ohne Internetangebot werde dagegen im gleichen Zeitraum von über 60 Prozent auf nur noch gut 50 Prozent schrumpfen, prognostiziert das IFH.
Klassische Möbelhäuser nicht mehr zeitgemäß

Etliche traditionelle Geschäfte dürften das nicht überleben. Abgekoppelt von diesem Negativtrend haben sich der Studie zufolge allerdings die drei großen Möbelhandelsketten in Deutschland: Ikea, XXXLutz und Höffner. Ihr Marktanteil werde sich in den nächsten fünf Jahren von derzeit 26 auf 29 Prozent erhöhen, sagt das IFH voraus.
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Ratgeber 14.01.20
ntv Ratgeber Nachhaltige Möbel aus Deutschland boomen

Es ist nicht nur das Internet, das die Branche vor massive Herausforderungen stellt. Auch die geänderten Einkaufsgewohnheiten wirbeln den Markt durcheinander. Jahrzehntelang verlagerte sich der Möbelhandel Schritt für Schritt immer weiter in die Peripherie der Städte, wo die großen Möbelmärkte und Möbeldiscounter ihre Einkaufspaläste errichteten. Doch das Rezept funktioniert heute so nicht mehr.

"Heute gibt es eine klare Präferenz jüngerer Käuferschichten zu hippen Standorten in florierenden Städten. Selbst für Möbel und Küchen muss es eine Erreichbarkeit ohne Auto geben, verbunden mit der Zustellung der Ware", beobachtet der Handelsverband Möbel und Küchen. Nur wenige Unternehmen der Branche hätten darauf bisher eine Antwort gefunden.
Die Branchenriesen stellen um

Die Signale der Zeit erkannt, hat offensichtlich Marktführer Ikea. Auch die Schweden hätten den Boom des Online-Handels fast verschlafen. Doch gerade noch rechtzeitig steuerte der Möbelriese um. Im vergangenen Jahr steigerte Ikea seine Online-Umsätze in Deutschland um 33 Prozent auf fast 500 Millionen Euro. Das Unternehmen machte fast 10 Prozent seines Geschäfts im Internet. Und bei der Planung neuer Standorte setzt Ikea dem Zeitgeist folgend nicht mehr auf die großen blauen Kisten auf der grünen Wiese, sondern auf kleinere Filialen und Planungsstudios in Innenstädten.

Während Ikea ganz auf das Wachstum aus eigener Kraft baut, setzen die beiden größten Rivalen der Schweden, XXXLutz und Höffner, erfolgreich auf eine Doppelstrategie aus internem und externem Wachstum. Branchentypisch buhlen sie mit lauter Werbung und aggressiver Preispolitik um die Kunden. Gleichzeitig kaufen sie - wo immer möglich - lokale Platzhirsche im Möbelhandel auf, um die eigene Position zusätzlich zu stärken.

Online-Shops haben die beiden Ikea-Rivalen natürlich längst auch. "Der Onlinehandel mit Möbeln ist am Anfang unterschätzt worden. Aber jetzt ist die Branche aufgewacht und stellt sich der Herausforderung", meint Krüger.

Ob die aktuelle Coronavirus-Krise die zu erwartenden Verwerfungen in der Branche noch verstärken wird, ist für den Branchenkenner derzeit noch ungewiss. "Erfahrungsgemäß reagieren die Konsumenten erst mit einiger Verzögerung auf solche Entwicklungen", meint er. Solange die internationalen Lieferketten funktionierten, sei erst einmal kein großer Rückschlag zu erwarten. Die Branche könne sogar profitieren: "Falls die Verbraucher angesichts schlechter Nachrichten aus aller Welt noch mehr Wert darauf legen, es sich zuhause schön zu machen."

Quelle: ntv.de, mdi/dpa
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Tenhagens Tipps - Einsteigen? Verkaufen? Weltuntergang?

Postby Weltbookadmin47 » 11. Mar 2020 14:03

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Mittwoch, 11. März 2020
Tenhagens Tipps - Einsteigen? Verkaufen? Weltuntergang?
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Schätzungen zufolge haben sich durch den Corona-Crash bisher Buchwerte von mehr als zehn Billionen Euro in Rauch aufgelöst.

(Foto: imago/Becker&Bredel)
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Die Börsen beben. Ein heftiges Donnerwetter sorgt für gigantische Kursverluste. Handelt es sich nur um eine überzogene Panikreaktion der Märkte oder sorgt die Corona-Krise für noch weit größeres Ungemach als befürchtet? Finanztip-Chef Tenhagen gibt eine Einordnung für Anleger.

n-tv.de: Herr Tenhagen, besitzen Sie eigentlich Aktien?

Hermann-Josef Tenhagen: Ja.

Und, machen Sie sich derzeit Sorge?

Nein, ich besitze aber tatsächlich nur wenige Aktien - ein paar Solaraktien und ein paar alte Fonds. Der Großteil meines Geldes steckt in einer Immobilie, die auch noch weiter abgezahlt werden muss. Aber abgesehen davon: Da es sich bei Aktien um eine Langfristanlage handelt, gehe ich davon aus, dass der Corona-Crash in 10 oder 15 Jahren keine größeren negativen Auswirkungen auf den Erfolg eines Aktien-Engagements haben wird.

Würden Sie denn jetzt Anlegern sogar zum Wiedereinstieg raten?
Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur der unabhängigen Verbraucher-Webseite Finanztip.

Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur der unabhängigen Verbraucher-Webseite Finanztip.

Nicht gerade heute, aber demnächst. Vielleicht ab kommender Woche. Wer unsicher ist, kann auch in mehreren Tranchen einsteigen. Nächsten Montag einen Teil und dann vielleicht wieder in einem Monat. Aber wie gesagt nur, wenn das investierte Geld eben auch langfristig arbeiten kann und vorübergehende Verluste ausgesessen werden können.

Vom Verkauf aktueller Bestände halten Sie demnach auch nichts?

Genau. Wer sein Geld nicht kurzfristig braucht, kann und sollte dass aussitzen. Andernfalls stellt sich dann ohnehin die Frage des Wiedereinstiegs. Das sogenannte Market-Timing hat für Kleinanleger wenig Sinn. Sie liegen - wie die meisten Profis übrigens auch - beim richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt meist daneben.

Was halten Sie davon, dass viele Anleger in Rentenpapiere flüchten?

Die Frage ist doch, ob dies tatsächlich Kleinanleger sind oder doch nicht eher Institutionelle. Ich halte aber Rentenfonds bei der derzeitigen Niedrigzinsphase als Geldanlage ohnehin für wenig geeignet. Abgesehen davon würde sich dann auch hier die Frage stellen, wann man wieder aussteigt.

Ist denn Gold eine Lösung für ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis?

Zugegeben - wer im letzten Jahr Gold gekauft hat, kann sich jetzt über Gewinne zwischen 20 oder sogar 25 Prozent freuen. Aber natürlich nur, wenn diese denn auch realisiert, sprich, die Barren, Münzen oder ETCs auch verkauft würden. Ansonsten schwankt Gold als Anlage sehr und ist insofern keinesfalls risikofrei. Wer dem Glitzern nicht widerstehen kann, sollte es nicht übertreiben. Mehr als 10 Prozent des Vermögens sollten nicht in Edelmetalle investiert sein. Und das dann aber auch ganz unabhängig von der derzeitigen Situation.

Und wie schaut es mit einem Investment in Öl aus? Das ist derzeit ja auch preiswert zu haben.

Wir bei Finanztip raten Kleinanlegern nicht zu Spekulationen. Insofern gehört Öl in Form von Heizöl in den eigenen Öltank. Aber eben nicht ins Depot. Heizöl hingegen sollte man jetzt tatsächlich kaufen. Und zwar aus zwei Gründen. Erstens, weil es derzeit billig ist und zweitens, weil ab dem kommenden Jahr CO2-Steuer darauf fällig werden. Ölheizer sollten also unbedingt zeitnah nachtanken.

Okay, werden wir konkret. Wie sollten Anleger mit einem Vermögen von 100.000 Euro es auf lange Sicht verteilen?

Zunächst einmal sollte ein kleiner Teil aufs Tagesgeldkonto. Wer 3000 oder 4000 Euro hier für unvorhergesehene Ausgaben parkt, macht nichts falsch. Dann sollte geschaut werden, ob in den nächsten Jahren größere Summen benötigt werden. Wenn also klar ist, dass eine bestimmte Summe zu einem fixen Termin gebraucht wird, sollte dieser Betrag fest bis zu diesem Zeitpunkt angelegt werden. Und den Rest würde ich langfristig in weltweit anlegende Aktienfonds, am besten ETFs, stecken.

Demnach glauben Sie trotz Corona-Crash nicht an die ganz große Finanzkrise?

Nein, definitiv nicht. Den ersten Crash an der Börse gabs schon, einen Crash des Finanzsystems erwarte ich sicher nicht. Möglich, dass es zu einer schweren Rezession kommt. Das wäre kein Weltuntergang, gehört zu den normalen Zyklen von Volkswirtschaften. Dann wird es an der Börse wieder aufwärtsgehen. Abgesehen davon sollten alle, die mit einer ernsthaften Krise der Weltwirtschaft rechnen, vor allem etwaige Schulden zurückzahlen. Denn wer in diesem Szenario seinen Job verliert, ist als Schuldner doppelt gekniffen.

Abschließend noch zu wirklich wertvollen Dingen - Leib und Leben. Wie schätzen Sie die Entwicklung der Corona-Epidemie im Allgemeinen ein?

Ich bin kein Virologe und orientiere mich auch nur an den Einschätzungen der Experten, etwa beim Robert-Koch-Institut. Insofern bin ich um mich selbst nicht in Sorge, bei meinen 90-jährigen Eltern dann schon eher. Ihnen rate ich schon zur Vorsicht.

Mit Hermann-Josef Tenhagen sprach Axel Witte

Quelle: ntv.de https://www.n-tv.de/ratgeber/Einsteigen ... 30605.html
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Maßnahmen gegen Corona-Krise - Merkel rückt von Schwarzer Null ab

Postby Weltbookadmin47 » 12. Mar 2020 12:54

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Maßnahmen gegen Corona-Krise - Merkel rückt von Schwarzer Null ab
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Merkel nach ihrer Pressekonferenz zur Corona-Krise

(Foto: imago images/photothek)
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Die Corona-Krise rührt an vielen Gewissheiten, auch in der Haushaltspolitik. Bundeskanzlerin Merkel erklärt, dass bei Maßnahmen zur Bekämpfung einer drohenden Wirtschaftskrise die Vermeidung eines Defizits keine Priorität habe - und hält damit nicht länger an der Schwarzen Null fest.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt sich offen dafür, im Kampf gegen die Folgen der Corona-bedingten Wirtschaftskrise das Prinzip der schwarzen Null im Bundeshaushalt zu vernachlässigen. "Wir tun das, was notwendig ist", sagt sie auf einer Pressekonferenz in Berlin. Der Haushaltsausschuss habe bereits rund eine Milliarde Euro zusätzlich für Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereitgestellt. Es könne in dieser Lage nicht jeden Tag gefragt werden, "was bedeutet das für unser Defizit".

Merkel machte deutlich, dass ihre Priorität auf der Bekämpfung des Virus liege. Erst "am Ende" werde geschaut, "was bedeutet das für unseren Haushalt", sagte sie. "Das andere geht jetzt vor." Zugleich wies die Kanzlerin darauf hin, dass Deutschland finanziell insgesamt "relativ robust" aufgestellt sei. Führende Ökonomen in Deutschland hatten zuvor umfangreiche Maßnahmen zur Vermeidung einer Rezession gefordert. Sie plädierten unter anderem für eine Abkehr von der schwarzen Null.
Ökonomen sehen "große Gefahr"

Damit verfolgt die Bundesregierung eine Linie, die auch führende Ökonomen in Deutschland vertreten. Diese fordern scharfe wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Vermeidung einer Rezession. Aus ökonomischer Perspektive sei die Situation "eine große Gefahr", sagte der ehemalige Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Gemeinsam mit fünf weiteren Ökonomen stellte er einen Plan vor, laut dem die schwarze Null "keine Handlungsmaxime" sein kann.

Für die Politik komme es darauf an zu kommunizieren, "dass sie in der Lage ist, die wirtschaftlichen Folgen der Krise effektiv einzudämmen", betonte Bofinger. Unter anderem plädieren die Ökonomen für ein Vorziehen des für Anfang 2021 geplanten Abbaus des Solidaritätszuschlages auf Juli. Außerdem schlagen sie eine zinslose Stundung aller fälligen Voraus- und Nachzahlungen bei der Umsatz-, Einkommen- und Körperschaftsteuer bis zum Abklingen der Corona-Krise vor.

Darüber hinaus plädierten sie für die Ausweitung des Verlustrücktrags bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer, der bislang auf eine Million Euro begrenzt ist. Auch wäre eine befristete Senkung von Einkommen- und Körperschaftsteuer denkbar, wie Bofinger ausführte.
Weitere Maßnahmen am Freitag

Die von der Bundesregierung in dieser Woche beschlossenen Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld bezeichnete Bofinger als "sehr zielführende Maßnahme". Als "Ultima Ratio" bezeichnete er das Modell eines Unternehmensrettungsfonds, das unter anderem erhebliche administrative Probleme darstellen könne.

Noch in dieser Woche will die Bundesregierung Liquiditätshilfen auf den Weg bringen, die die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) strauchelnden Unternehmen bereitstellen könnte. Weitere Maßnahmen sollen am Freitag von Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz vorgestellt werden. Zudem will sich die Bundesregierung mit Vertretern der Wirtschaft über weitere Maßnahmen austauschen.

"Unvermeidbar" sind Bofinger zufolge die unmittelbaren Effekte für Unternehmen etwa in den Bereichen Tourismus, Kongresse, Verkehrssektor und der Gastronomie. Es müsse jedoch "soweit wie möglich verhindert werden, dass es darüber hinaus zu einer allgemeinen Vertrauenskrise", zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Schieflagen bei Banken komme.

Quelle: ntv.de, shu/AFP
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Ja. Nein. Vielleicht. - So übersteht die Wirtschaft das Coronavirus

Postby Weltbookadmin47 » 13. Mar 2020 12:36

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Ja. Nein. Vielleicht. - So übersteht die Wirtschaft das Coronavirus
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In der chinesischen Millionenstadt Wuhan waren zeitweise praktisch alle Geschäfte geschlossen.

(Foto: picture alliance/dpa)
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In Italien herrscht wegen des Coronavirus spätestens seit dieser Woche völliger Ausnahmezustand, die Wirtschaft steht still und die Menschen sollen nur für das Nötigste ihr Zuhause verlassen. Um solch eine Situation in Deutschland noch zu verhindern, haben führende Ökonomen Vorschläge gemacht, wie wir wirtschaftspolitisch vorgehen sollten.

Mit auf dem Podium der Bundespressekonferenz war Jens Südekum, Professor für internationale Volkswirtschaftslehre an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf. Mit ihm spricht Verhaltensökonomin Verena Utikal in dieser neuen Folge von "Ja. Nein. Vielleicht."
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Verena Utikal ist Verhaltens-und Entscheidungswissenschaftlerin. Sie trainiert, berät und coacht Unternehmen und Privatpersonen und bringt ihnen bei, wie Entscheidungen funktionieren, warum wir uns damit oft schwertun und wie leicht wir uns manipulieren lassen.
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Ihr findet "Ja. Nein. Vielleicht." in der ntv-App, bei Audio Now und auf allen anderen bekannten Podcast-Plattformen wie Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps könnt ihr den RSS-Feed verwenden. Kopiert einfach die Feed-URL und fügt "Ja. Nein. Vielleicht." zu euren Podcast-Abos hinzu.

Im "Ja. Nein. Vielleicht."-Podcast erklärt Verhaltens- und Entscheidungswissenschaftlerin Verena Utikal mit ihren Gästen, wie Entscheidungen funktionieren, warum wir uns damit oft schwertun und wie leicht wir uns manipulieren lassen. Ihr erfahrt das Neueste aus der Entscheidungsforschung und bekommt wertvolle Tipps und Tricks für alle Lebenslagen.
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Quelle: ntv.de, sks
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