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Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Stern

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Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Stern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 17:28

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FORSCHUNG - UNIVERSUM
Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne

forum-kategorie-f5/forschun..
Kosmische Großstruktur: Geheimnisvolle Verbindung zwischen Schwarzen Löchern
Andreas von Rétyi

Neue Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO enthüllen, dass die Rotationsachsen von supermassiven Schwarzen Löchern in Quasargalaxien auf bemerkenswerte Weise parallel ausgerichtet sind – über Distanzen von Milliarden von Lichtjahren. Wie kommt es zu diesem erstaunlichen Phänomen?
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Elektronenabwehr à la "Star Trek"Unsichtbarer Schild beschützt Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 17:31

http://www.n-tv.de/wissen/Unsichtbarer- ... 55471.html
Elektronenabwehr à la "Star Trek"Unsichtbarer Schild beschützt Erde

"Fast, als würde Elektronen gegen eine Glaswand laufen", so beschreiben Forscher den Schutzmantel, der die Erde vor freien Elektronen aus dem Weltall schützt. Besonders sensationell ist dabei die Festigkeit des Schildes.
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Meteorit vom Mars >< Forscher finden Hinweise für Leben im A

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 17:33

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-find ... 89036.html
Meteorit vom Mars >< Forscher finden Hinweise für Leben im All

Gab es oder gibt es sogar noch Leben auf dem Mars? Über die Frage können Forscher sich stundenlang unterhalten. Doch jetzt scheint es neue Hinweise zu geben: In einem gefundenen Meteoriten vom Mars werden Hinweise auf biologische Prozesse entdeckt.
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"Wir haben keine Panik" >< Ammoniak-Alarm auf der ISS

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 17:38

http://www.n-tv.de/wissen/Ammoniak-Alar ... 19006.html
"Wir haben keine Panik" >< Ammoniak-Alarm auf der ISS

Eilig müssen zwei US-Astronauten ihren Forschungsbereich verlassen. Hochgiftiger Ammoniak könnte ausgetreten sein. Die Luke wird geschlossen, die Untersuchung läuft. Entweicht Ammoniak, ist das nicht weniger gefährlich als ein Feuer. Doch gibt es wirklich ein Leck?
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Jahresrückblick Raumfahrt: Rosetta, Mars, Alexander Gerst

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 17:51

http://www.fr-online.de/raumfahrt/jahre ... 10340.html
Jahresrückblick Raumfahrt: Rosetta, Mars, Alexander Gerst
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Ceres: ein bewohnbarer Zwergplanet?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2015 18:12

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... 26B0459FA5
Ceres: ein bewohnbarer Zwergplanet?
Andreas von Rétyi

Die ersten Wochen des Jahres 2015 gehören den kleinen Körpern des Sonnensystems. Besonders interessant wird es mit dem Anflug der Raumsonde Dawn auf die größte Welt des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter – Ceres. Planetenforscher und Astrobiologen vermuten hier nach der Erde das größte Wasserreservoir im inneren Sonnensystem und halten sogar die Existenz von Mikroorganismen für möglich.
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Anflug auf den Zwergplaneten - "Dawn" fotografiert Ceres

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Feb 2015 20:35

http://www.n-tv.de/wissen/Dawn-fotograf ... 69401.html
Anflug auf den Zwergplaneten - "Dawn" fotografiert Ceres

Die Raumsonde "Dawn" soll den Zwergplaneten Ceres im März erreichen. Schon jetzt funkt sie detailreiche Bilder zur Erde - sie zeigen große Krater und helle Flecken auf der dunklen Oberfläche des Himmelskörpers.
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Neue Studie zum Aufbau der Galaxie - Die Milchstraße ist vor allem Dunkle

Beitragvon Gudrun Graf » 10. Feb 2015 08:22

http://www.n-tv.de/wissen/Die-Milchstra ... 79561.html
Neue Studie zum Aufbau der Galaxie - Die Milchstraße ist vor allem Dunkle Materie

Zu den größten Mysterien der modernen Physik gehört die unsichtbare Dunkle Materie. Über ihre Beschaffenheit weiß man so gut wie nichts. Ihre Existenz ist für die Fachwelt jedoch bewiesen. Eine Studie weist auf große Mengen davon in der Milchstraße hin.
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In der Glut des Südens - Komet "Tschuri" lässt die Hüllen fallen

Beitragvon Gudrun Graf » 12. Feb 2015 19:10

http://www.n-tv.de/wissen/Komet-Tschuri ... 94471.html
In der Glut des Südens - Komet "Tschuri" lässt die Hüllen fallen

Sechseinhalb Jahre braucht "Tschuri", um einmal um die Sonne zu kreisen. Nun kommt er ihr näher und auf seiner südlichen Hemisphäre wird es heiß. So heiß, dass sich der Komet seiner obersten Schicht entledigt. Zumindest teilweise.
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Geheimnisvoller Doppelstern: Das Rätsel des fehlenden Zwerges

Beitragvon Gudrun Graf » 18. Feb 2015 20:39

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... erges.html
Geheimnisvoller Doppelstern: Das Rätsel des fehlenden Zwerges
Andreas von Rétyi

Neue Beobachtungen eines eigenartigen Doppelsternsystems im Sternbild Stier liefern ein überraschendes Ergebnis. Demnach ist eine bislang aufgestellte Theorie völlig falsch.
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So nah wie nie zuvor - Fremder Stern passiert Sonnensystem

Beitragvon Gudrun Graf » 18. Feb 2015 20:51

http://www.n-tv.de/wissen/Fremder-Stern ... 43851.html
So nah wie nie zuvor - Fremder Stern passiert Sonnensystem

Für Astronomen ist es eine Sensation: Ein Stern ist unserem Sonnensystem so nah gekommen wie nie zuvor. Möglicherweise hat er einen Teil unseres Sonnensystems sogar durchquert.
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SOHO-2875: Ein seltsamer Komet in Sonnennähe

Beitragvon Gudrun Graf » 25. Feb 2015 10:37

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... naehe.html
SOHO-2875: Ein seltsamer Komet in Sonnennähe
Andreas von Rétyi

Derzeit sorgen gleich mehrere Kometen für Aufsehen, darunter auch das Objekt SOHO-2875, das erst vor wenigen Tagen nahe der Sonne entdeckt wurde. Fachleute zeigen sich verwundert, dass es sich nicht wie andere Kometen in der enormen Hitze dort aufgelöst hat. Und jetzt, nach der Sonnenpassage, wurde dieser Himmelskörper geradezu dramatisch heller.
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Masse von zwölf Milliarden Sonnen - Monströses Schwarzes Loch gibt Rätsel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Feb 2015 12:14

http://www.n-tv.de/wissen/Monstroeses-S ... 90816.html
Masse von zwölf Milliarden Sonnen - Monströses Schwarzes Loch gibt Rätsel auf

Ein internationales Forscherteam macht am anderen Ende des sichtbaren Universums eine erstaunliche Entdeckung: In einer Galaxie, die 420 Billionen Mal so hell leuchtet wie unsere Sonne, sitzt ein Schwarzes Loch, das es so eigentlich gar nicht geben dürfte.
Masse von zwölf Milliarden Sonnen - Monströses Schwarzes Loch gibt Rätsel auf

Ein internationales Forscherteam macht am anderen Ende des sichtbaren Universums eine erstaunliche Entdeckung: In einer Galaxie, die 420 Billionen Mal so hell leuchtet wie unsere Sonne, sitzt ein Schwarzes Loch, das es so eigentlich gar nicht geben dürfte.


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Astronomen haben im jungen Universum ein monströses Schwarzes Loch mit der Masse von zwölf Milliarden Sonnen entdeckt. Das Massemonster sitzt im Herz einer aktiven Galaxie, die so hell leuchtet wie 420 Billionen (420.000.000.000.000) Sonnen. Dieser sogenannte Quasar strahlt quer durch fast das gesamte sichtbare Universum zu uns, wie das internationale Team um Xue-Bing Wu von der Universität Peking im britischen Fachblatt "Nature" berichtet.
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Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Der Quasar mit der Katalognummer SDSS J0100+2802 ist nach den Messungen der Forscher 12,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Sein Licht war also 12,8 Milliarden Jahre zu uns unterwegs. Damit sehen die Astronomen dieses Himmelsobjekt in einer fernen Vergangenheit, als das Universum erst 900 Millionen Jahre alt war. Damals endete in etwa das sogenannte Dunkle Zeitalter mit dem Aufflammen der ersten Sterne.

Unklar ist, wie in der vergleichsweise kurzen Zeit vom Urknall bis zu dieser kosmischen Dämmerung ein so massereiches Schwarzes Loch entstehen konnte. "Ein derart großes Schwarzes Loch so schnell zu bilden, ist schwer mit den aktuellen Theorien zu interpretieren", berichtet Ko-Autor Fuyan Bian von der Australischen Nationaluniversität in einer Mitteilung seiner Hochschule. "Das Schwarze Loch im Zentrum dieses Quasars hat eine enorme Masse in kurzer Zeit gewonnen." Es ist demnach das massereichste und hellste bekannte Objekt aus diesem kosmischen Zeitalter.
Mit maximalem Tempo Materie gefressen

Schwarze Löcher wachsen, indem sie sich umgebende Materie einverleiben. Diese Materie bildet gigantische Strudel, sogenannte Akkretionsscheiben, und leuchtet hell auf, bevor sie ins Schwarze Loch stürzt. Die starke Strahlung der hinabstürzenden Materie drückt gegen die nachfolgende Materie und bremst diese. Dem Appetit des Schwarzen Lochs ist dadurch eine natürliche Grenze gesetzt. Das jetzt entdeckte Schwarze Loch muss nahezu seit dem Urknall im maximal möglichen Tempo Materie gefressen haben, um die beobachtete Masse zu erreichen.
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Das ist überraschend, denn die Astronomen nehmen an, dass der Strahlungsdruck die Akkretion gewöhnlich nach 10 bis 100 Millionen Jahren erstmal zum Erliegen bringt, wie der an der Studie nicht beteiligte Forscher Bram Venemans vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie in einem Begleitkommentar in "Nature" erläutert.

Die Forscher hoffen nun, mit der weiteren Untersuchung des ungewöhnlichen Objekts mehr über die Bedingungen im jungen Universum zu erfahren. Außerdem lässt sich mit ihm die chemische Zusammensetzung des intergalaktischen Gases quer durch Zeit und Raum erforschen. Denn auf dem langen Weg zur Erde hat das Licht des Quasars dieses Gas zu verschiedenen Epochen und an verschiedenen Orten durchleuchtet und dabei seine charakteristischen Fingerabdrücke aufgesammelt.
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Wie sieht Leben im All aus? - Alle suchen und keiner weiß, wonach

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Feb 2015 12:03

http://www.n-tv.de/wissen/Alle-suchen-u ... 77031.html
Wie sieht Leben im All aus? - Alle suchen und keiner weiß, wonach

Gibt es Leben im All? Immer feinere Messgeräte und neue Missionen zu bislang unerforschten Orten sollen Klarheit darüber bringen, ob es fernab der Erde Leben gibt. Doch so einfach ist die Suche nicht. n-tv.de spricht mit dem Astrobiologen Ralf Möller über die Schwierigkeiten, die heißesten Kandidaten für außerirdisches Leben und darüber, wie seine Arbeit eigentlich aussieht.
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Die Mutter aller Blackouts: Am 20. März kommt ein astronomisches Mega-Cock

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mär 2015 10:35

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... BB41D61209
Die Mutter aller Blackouts: Am 20. März kommt ein astronomisches Mega-Cocktail
Redaktion

In diesem Frühjahr werden zahllose »Sternengucker«, insbesondere in Großbritannien, auf ihre Kosten kommen. Zeitgleich kommt es zur größten Sonnenfinsternis seit 15 Jahren und zu einem sogenannten »Supermond« − und dieses bemerkenswerte Zusammentreffen wird etwa zwei Stunden andauern und die Insel in entsprechendes Zwielicht tauchen
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Schweigende Giganten: Riesengalaxien sterben von innen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Apr 2015 18:28

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... innen.html
Schweigende Giganten: Riesengalaxien sterben von innen
Andreas von Rétyi

Die Europäische Südsternwarte ESO meldet heute neue Entdeckungen zum Mysterium »sterbender« Riesengalaxien, in deren inneren Regionen schon seit langer Zeit keine neuen Sterne mehr entstehen. Für die faszinierenden Beobachtungen kam auch wieder das Hubble-Weltraumteleskop zum Einsatz.
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Exoplanet 51 Pegasi: Das verräterische Licht des Riesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Apr 2015 19:57

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... iesen.html
Exoplanet 51 Pegasi: Das verräterische Licht des Riesen
Andreas von Rétyi

Erstmals haben Weltraumforscher sichtbares, reflektiertes Licht von einem fremden Planeten aufgefangen. Die neuen Daten lesen sich als aussagekräftige Botschaft, die bislang unbekannte Informationen über verschiedene bedeutende Eigenschaften des Planeten vermittelt. Mit neuen Großteleskopen und neuer Beobachtungstechnik hoffen Astronomen nun bald weit mehr Exoplaneten untersuchen zu können.
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Eridanus-Supervoid: Mysteriöse Anomalie im Kosmos

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Apr 2015 12:06

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... osmos.html
Eridanus-Supervoid: Mysteriöse Anomalie im Kosmos
Andreas von Rétyi

Astronomen sind auf die bislang größte bekannte Struktur im Universum gestoßen, einen gigantischen »Leerraum« von rund 1,4 Milliarden Lichtjahren Ausdehnung. Zwar gibt es andere kosmische Regionen verminderter Materiedichte, doch keine davon besitzt auch nur annähernd diese Größe. Was stimmt hier nicht?
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Die Säulen der Vernichtung: Spektakuläre 3D-Bilder aus dem All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Mai 2015 13:26

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... 24A4EEBDie
Säulen der Vernichtung: Spektakuläre 3D-Bilder aus dem All
Andreas von Rétyi

Zu den berühmtesten Aufnahmen, die das Weltraumteleskop »Hubble« je machte, zählen zweifellos die »Säulen der Schöpfung« – gigantische Materietürme inmitten der Sternentstehungsregion des imposanten Adler-Nebels. Nur wenige Tage nach dem 25-jährigen Jubiläum des Starts von Hubble veröffentlicht die Europäische Südsternwarte ESO nun erstmals dreidimensionale Aufnahmen dieser spektakulären kosmischen Region. Die neuen Bilder enthüllen Erstaunliches.
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Bis zu 10.000 ausgebrannte Sonnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Mai 2015 16:58

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entd ... 06371.html
Bis zu 10.000 ausgebrannte Sonnen - Forscher entdecken riesigen Sternenfriedhof

Im Zentrum der Milchstraße befindet sich ein großes Schwarzes Loch, so viel ist bekannt. Was in der näheren Umgebung passiert, haben nun Astronomen herausgefunden. Die Bilder des Röntgensatelliten NuStar geben Einblicke in das Herz unserer Galaxie.
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Signale aus fremden Galaxien? - Mikrowelle hält Astronomen auf Trab

Beitragvon Gudrun Graf » 5. Mai 2015 13:31

http://www.n-tv.de/wissen/Mikrowelle-ha ... 38376.html
Signale aus fremden Galaxien? - Mikrowelle hält Astronomen auf Trab

Die Geräte von Weltraumforschern in Australien empfangen mysteriöse Signale. Die Aufregung ist groß. Ist das womöglich ein Zeichen aus fernen Galaxien? Die Wissenschaftler suchen eifrig nach dem Signalursprung - und landen in der eigenen Küche.
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Wie ist Sex im All?

Beitragvon Gudrun Graf » 5. Mai 2015 19:34

http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 29381.html
Frage & Antwort, Nr. 377
Wie ist Sex im All?
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11 Milliarden Lichtjahre entfernt - "Hubble" sichtet junge Sternfabrik

Beitragvon Gudrun Graf » 7. Mai 2015 14:17

http://www.n-tv.de/wissen/Hubble-sichte ... 48266.html
Donnerstag, 07. Mai 2015
11 Milliarden Lichtjahre entfernt - "Hubble" sichtet junge Sternfabrik

Erstmals erspähen Forscher eine Region der Sternentstehung im Frühstadium. Dort können die Wissenschaftler beobachten, wie drei Milliarden Jahre nach dem Urknall die Sternproduktion im All ihren Höhepunkt erreichte.
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"Rosetta" auf Kontaktsuche - Forscher funken "Philae" erneut an

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mai 2015 14:14

auf Kontaktsuche.jpg
auf Kontaktsuche.jpg (36.17 KiB) 8093-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-funk ... 67351.html
"Rosetta" auf Kontaktsuche - Forscher funken "Philae" erneut an

Nach der Landung auf dem Kometen "Tschuri" befindet sich die Sonde "Philae" wohl noch im Winterschlaf. Zwei Kontaktversuche mit ihr blieben erfolglos - "Philae" schweigt. Nun starten Forscher einen dritten Anlauf: Diesmal stehen die Chancen besser.
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Viel mehr Masse als erlaubt - Mysteriöse Sternhaufen entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Mai 2015 11:24

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http://www.n-tv.de/wissen/Mysterioese-S ... 96286.html
Viel mehr Masse als erlaubt - Mysteriöse Sternhaufen entdeckt

Es ist eine neue Klasse von Kugelsternhaufen, die Astrophysiker in der Riesengalaxie Centauris A entdeckt haben. Sie gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf: Birgt der Sternhaufen die große Mengen Dunkle Materie? Oder aber massereiche Schwarze Löcher?
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Nationaler Notfallplan: Maßnahmen bei Sonnenstürmen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Mai 2015 18:46

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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... ermen.html
Nationaler Notfallplan: Maßnahmen bei Sonnenstürmen
Andreas von Rétyi

Vom 11. bis zum 13. Mai tagten Fachleute auf Einladung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz zum 4. Nationalen Weltraumwetter-Workshop. Die Veranstaltung soll das Bewusstsein hinsichtlich möglicher Einflüsse solarer Ereignisse auf unsere hochtechnologisierte Gesellschaft sensibilisieren. Vor allem geht es den Forschern um Frühwarnung und einen Notfallplan für extreme Weltraumwetterlagen.
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Kosmische Medusa: Die schönen Seiten eines Ungeheuers

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Mai 2015 17:53

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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... euers.html
Kosmische Medusa: Die schönen Seiten eines Ungeheuers
Andreas von Rétyi

Wie Astronomen der Europäischen Südsternwarte (ESO) heute melden, gelang mit Hilfe des Very-Large-Telescope auf dem Cerro Paranal die bisher beste Aufnahme eines populär als »Medusa-Nebel« bekannten kosmischen Gebildes im Sternbild Zwillinge. Nach allem, was heute bekannt ist, wird unsere Sonne in ferner Zukunft ein ähnliches Schicksal ereilen, das zur Entstehung solcher geisterhafter Strukturen führt.
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Hell wie 300 Billionen Sonnen - Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Mai 2015 14:06

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http://www.n-tv.de/wissen/Leuchtende-Ga ... 51261.html
Freitag, 22. Mai 2015
Hell wie 300 Billionen Sonnen - Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen

Bei dieser Helligkeit kann die Sonne nicht mithalten. Astronomen entdecken eine Galaxie, die 300 Billionen mal mehr leuchtet als der rote Feuerball. Ein Schwarzes Loch in ihrem Inneren verschlingt Unmengen von Gas
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Immer näher am Zwergplaneten - "Dawn" rückt Ceres auf die Pelle

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Mai 2015 13:08

bild dawn.jpg
bild dawn.jpg (26.49 KiB) 9491-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Dawn-rueckt-Ceres-auf-die-Pelle-article15160946.html
Immer näher am Zwergplaneten - "Dawn" rückt Ceres auf die Pelle

Die spektakuläre Raumfahrtmission "Dawn" zeichnet ein immer genaueres Bild vom geheimnisvollen Zwergplaneten Ceres: extreme Höhenunterschiede, verschiedene Krater, größere Ebenen. Und dann sind da noch die mysteriösen weißen Flecken.

13.600 Kilometer lagen zuletzt zwischen Raumsonde "Dawn" und ihrem Ziel, dem Zwergplaneten Ceres. Nach achtjähriger Reise war die Sonde in eine Umlaufbahn um Ceres eingeschwenkt. Nun schraubt sie sich bis Anfang Juni auf eine Höhe von 4400 Kilometern hinab. Dabei entstand jüngst eine Aufnahme aus 7200 Kilometern Entfernung. Deutlich zu sehen: ein Krater mit einer ganzen Gruppe der mysteriösen weißen Flecken, die so typisch für Ceres sind und die Wissenschaftler noch immer vor ein Rätsel stellen.
Bilderserie
Sehen Sie die zwei hellen Punkte dort auf Ceres? Was könnte das sein? Sie zeigten sich der Raumsonde "Dawn" in dieser Deutlichkeit, als sie vor wenigen Wochen nur noch 145.000 Kilometer von Ceres entfernt war. Wissenschaftler rätseln - und sind froh, dass ... ... "Dawn" noch näher an den Zwergplaneten heranfliegt. Acht Jahre ist die Sonde schon unterwegs, fast fünf Milliarden Kilometer legte sie zurück. Nun hat sie ihr Ziel erreicht. Nachdem "Dawn" ... ... 2011 für ein gutes Jahr den Asteroiden Vesta umrundete und erforschte (den hellsten Asteroiden unseres Sonnensystems), kommt die Sonde ... ... am 6. März schließlich bei Ceres an. Ceres ist das größte Objekt im Asteroidengürtel. Sie hat einen Durchmesser von 975 Kilometern. Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten Ceres gibt Geheimnisse preis

"An diesen Stellen reflektiert Material auf der Oberfläche von Ceres die Sonnenstrahlen besonders stark", erläutert Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). "Es könnte frisches Eis sein, es könnte Salz sein - da gehen die Meinungen noch auseinander", sagt der "Dawn"-Wissenschaftler. Eine genaue Untersuchung der Flecken ist bei einer Auflösung von 700 Metern pro Bildpunkt noch nicht möglich. Ändern wird sich das, wenn die Sonde im Laufe der Mission immer weiter hinuntersinkt und Ceres schließlich aus einer Höhe von nur noch 375 Kilometern Entfernung erforscht. Im November soll es so weit sein.
Ein Ozean unter der Kruste?

Schon vorher jedoch erstellt das DLR-Institut für Planetenforschung ein dreidimensionales Geländemodell von der Oberfläche des Zwergplaneten. Das Modell soll mit jedem neuen Orbit verfeinert und optimiert werden. Erste Auswertungen der bisher erfassten Daten zeigen, dass der Zwergplanet eine Oberfläche mit extremen Höhenunterschieden, unterschiedlichen Kraterformen, aufgetürmten Domen, aber auch größeren Ebenen hat.
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Ceres ist der größte Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Der Zwergplanet ist bereits die zweite Station der 2007 gestarteten Mission "Dawn": Im Juli 2011 hatte die Nasa-Sonde den Asteroiden Vesta erreicht und ihn bis September 2012 umkreist. Die nun bevorstehende Erforschung des kugelrunden Zwergplaneten Ceres ist für Forscher besonders spannend: Sie vermuten unter Ceres' Kruste einen Ozean.

Geleitet wird die "Dawn"-Mission vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde Nasa. Das Kamerasystem an Bord der Sonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planetenforschung und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut.
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Kosmischer »Champagnerfluss«: Rhapsodie in Rot

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mai 2015 21:21

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Kosmischer »Champagnerfluss«: Rhapsodie in Rot
Andreas von Rétyi

Heute veröffentlichte die Europäische Südsternwarte eine spektakuläre Aufnahme, die neue Einblicke in verborgene Geburtsorte von Sternen zulässt. Sie hebt damit buchstäblich den Schleier der Mysterien um jene erste Zeit, wie sie auch Sonne und Planetensystem erlebt haben, noch bevor die Erde zum Planeten wurde. Doch gibt es auch interessante Unterschiede.



Der Blick in die weiten stellaren Landschaften der Galaxis führt zu vielen Örtlichkeiten, an denen sich die große Geschichte wiederholt – Regionen, in denen neue Sonnen entstehen, wie einst auch unsere eigene Sonne mit ihren größeren und kleineren planetaren Satelliten. Die vorwiegend aus Wasserstoff bestehenden galaktischen Nebelmassen werden teils von jungen Sternen zu einem mystisch anmutenden, roten Leuchten angeregt, das viele beeindruckende Himmelsaufnahmen überhaupt erst möglich macht.

Dieses besondere Glühen verrät innerhalb einer Galaxie die Orte aktiver Sterngeburt. Hier tun sich archaische Szenarien auf. Sie bieten Weltraumforschern die Chance, besser zu verstehen, was vor mehreren Milliarden Jahren unseren eigenen Ursprung bewirkt hat.



Bemerkenswerte Einblicke bietet auch eine heute von der Europäischen Südsternwarte (ESO) veröffentlichte Aufnahme, die glühende Nebelmassen einer als RCW 34 bekannten Region im südlichen Sternbild Vela, »den Schiffssegeln«, in neues Licht rückt. Doch nicht immer treibt reine Wissenschaft die Produktion spektakulärer Bilder des Kosmos an, manchmal dienen sie sogar im Betrieb großer Observatorien eher dem Selbstzweck, um die weitgehend abstrakte Forschung plastischer werden zu lassen.



Wenn auch die Sternennächte über dem chilenischen Cerro Paranal, auf dem das gewaltige Instrumentenquartett des Very Large Telescope thront, vielfach von überwältigender Klarheit und Dunkelheit sind, reichen die Bedingungen selbst hier nicht immer aus, um wissenschaftliche Beobachtungen auszuführen – gerade, wenn Wolkenfelder durchziehen oder aber Mondlicht stört, lässt sich da nichts mehr machen.



In solchen Nächten werden dann mit den 8,2-Meter-Riesenteleskopen interessante und ästhetisch besonders ansprechende Himmelsobjekte abgelichtet. Das geschieht im Rahmen des ESO-Programms »Kosmische Juwelen« (Cosmic Gems Programme), das Bildungszwecken und der Öffentlichkeitsarbeit dient. Dabei durchforsten ESO-Mitarbeiter auch die umfangreichen Archive der Südsternwarte, um nach Datensätzen zu suchen, die sich für die Erstellung astronomischer Farbbilder eignen.



Die wissenschaftlichen Großinstrumente liefern ansonsten oftmals kaum sehr anschauliche und entsprechend präsentable Messergebnisse. In dieser Datenflut finden sich aber immer wieder visuelle Schätze. Liegt geeignetes Material vor, liefert die Kombination der Daten durchaus exzellente und spektakuläre Aufnahmen von Einzelobjekten. Natürlich stehen diese Ergebnisse dann auch wieder für eine denkbare wissenschaftliche Verwertung zur Verfügung.



Was die aktuelle ESO-Aufnahme betrifft, zeigt sie eine schon länger bekannte Sternentstehungsregion in bemerkenswertem Detail. RCW 34, das ist zunächst einfach die Nummer 34 in einem 1960 von den drei am australischen Mount-Stromlo-Observatorium tätigen Astronomen Alex Rodgers, Colin Campbell und John Whiteoak erstellten Katalog, der daher deren Initialen trägt. Auf RCW-Objekte, allesamt schwach leuchtende Wasserstoffnebel am südlichen Sternenhimmel, wird in Fachveröffentlichungen vielfach Bezug genommen, doch die meisten dieser Nebel treten erst auf sehr ausdauernd belichteten Aufnahmen in Erscheinung und werden allgemein daher seltener beschrieben als beispielsweise die berühmten, weil hellen Messier-Objekte.



RCW 34 befindet sich innerhalb des ausgedehnten Vela-Molekülwolkenkomplexes, der sich in einer Distanz von rund 2300 bis 6500 Lichtjahren von der Sonne erstreckt und wohl mehrere Millionen Sonnenmassen in sich vereint. Ein Großteil der normalerweise sichtbaren Strahlung von RCW 34 wird durch kosmischen Staub verschluckt.





Die von der Erde aus hellste erkennbare Region erlebt allerdings dramatische Entwicklungen: Hier wird interstellares Wasserstoffgas durch die intensive Ultraviolettstrahlung junger, heißer Sterne stark aufgeheizt und expandiert durch das umliegende, kühlere Gas. Wenn das erhitzte Gas dann die Außengrenze dieser Wolke erreicht, bricht es mit Gewalt ins kosmische Vakuum hinein, ähnlich wie Champagner beim Entkorken aus der Flasche sprudelt. Wegen dieser Analogie wird der Prozess auch »Champagnerfluss« genannt.



Allerdings hat RCW 34 mehr zu bieten als nur ein paar große Gasblasen. Wie sich herausstellt, haben sich innerhalb desselben Gebiets bereits mehrere Phasen der Sternentstehung abgespielt. Sterne werden aus kollabierenden Gaswolken geboren, alleine in unserer Galaxis findet dieser Vorgang heute noch vielerorts gut nachvollziehbar statt, darunter auch in RCW 34. Allerdings hüllt sich vor allem dieses Gebiet in düstere interstellare Wolken, weist also eine extrem hohe Extinktion auf, weshalb beinahe alles sichtbare Licht von dort auf seinem Weg zur Erde absorbiert wird.



Doch gibt es Mittel und Wege, den Schleier ein wenig zu lüften: Infrarotstrahlung kann aus den eingehüllten Zonen nach außen dringen. Sie stammt direkt aus dem Nest der jungen Sterne. Und der »Blick hinter die rote Farbe«, so die ESO-Astronomen, enthüllt die Existenz einer ganzen Menge kleiner stellarer Sprösslinge. Sie besitzen jeweils nur einen Bruchteil der Sonnenmasse und bilden »Klumpen« um weiterentwickelte, massereichere Sterne, die im Zentrum der Wolke anzutreffen sind. Infrarotteleskope und -detektoren enthüllen dieses Szenario.



Alles sieht ganz danach aus, dass in der RCW-34-Wolke verschiedene Episoden der Sternentstehung aufeinanderfolgten. Dabei bildeten sich während des ersten Ereignisses zunächst drei Riesensterne, um schließlich eine heiße Wasserstoff-Blase durch das Gebiet zu senden und damit die Entstehung zahlreicher kleinerer Sonnen in der Umgebung jener drei dominierenden Sterne anzuregen.



Im Gegensatz zu den Vorgängen in RCW 34, dienten bei unserem eigenen Sonnensystem keine frisch entstandenen Riesensterne als Geburtshelfer. Nach allem, was heute bekannt ist, traf vielmehr die Materiefront eines sterbenden Riesensterns auf die interstellare Urwolke, aus der auch unsere Sonne hervorging.



Eine nahe Supernova dürfte den Kollaps dieser Wolke eingeleitet haben, kein neugeborener, sondern ein sterbender Riese also. Dafür sprechen unter anderem auch Isotopenanomalien und Mikrodiamanten, die in uralten Meteoriten gefunden wurden.



Bei der gigantischen Sternexplosion verwandelte sich Kohlenstoff in winzige Diamanten, die dann in unsere Urwolke injiziert wurden. Werden und Vergehen – miteinander verwobene, schier ewig anmutende Abläufe in einem Universum, in dem nur die Veränderung ihre Beständigkeit zu besitzen scheint.

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Verwirrende Sternexplosionen: Geheimnisvolle Supernovae und die Expansion

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jun 2015 08:51

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Verwirrende Sternexplosionen: Geheimnisvolle Supernovae und die Expansion des Universums
Andreas von Rétyi

Der Tod massereicher Sterne in Gestalt mächtiger Supernova-Explosionen liefert Weltraumforschern nicht nur wichtige Einblicke zum Schicksal riesiger Sonnen, sondern auch Informationen über die Entwicklung des gesamten Kosmos. Supernovae helfen entscheidend bei der Vermessung des Universums mit. Allerdings: Neue Beobachtungen sorgen jetzt für einige Verwirrung.



Vor beinahe 100 Jahren dämmerte der Wissenschaft, dass sich das Universum als Ganzes offenbar immer weiter ausdehnt. Physikalische Theorien hierzu sagten diese Expansion bereits voraus, doch selbst berühmte Astronomen kümmerten sich nicht allzu sehr um diese neuen Modelle. Sogar Edwin Hubble, der als »Entdecker des Urknalls« gilt, hielt nicht viel von Theorien, sondern konzentrierte sich auf Beobachtungen.

Warum Astronomen damals den aktuellen Theorien eher gleichgültig gegenüberstanden, darüber wird bis heute diskutiert. Der Hauptgrund liegt möglicherweise darin, dass damals beobachtende Astronomen, und sogar theoretische Physiker, deutliche Schwierigkeiten hatten, die kosmologischen Modelle mit der Allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins zu verbinden.



Dessen Arbeit war zu komplex und für viele nicht sofort verständlich. Theoretiker und die beobachtende Zunft kommunizierten nicht ausreichend miteinander, am Ende spielte auch der Mangel an Anschaulichkeit eine Rolle – Einsteins Gedanken schienen der Erfahrung und dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen, ob nun mit dem Konzept eines geschlossenen Raums oder aber der Idee, dass unsere gesamte Welt dereinst selbst einen definierten Anfang hatte.



Edwin Hubble bestätigte durch genaue Beobachtungen, dass alle Galaxien umso schneller von uns wegzustreben scheinen, je weiter entfernt sie sind. Das herauszufinden, war angesichts der damaligen Technik keine Kleinigkeit. Hubble beobachtete hierzu Galaxienhaufen und wusste, dass die hellsten Galaxien einer solchen Ansammlung jeweils ähnliche Leuchtkräfte besitzen.



Je schwächer sie also im Teleskop erscheinen, desto weiter weg müssen sie sein. Zusätzlich untersuchte er die jeweiligen Spektren, so gut es damals eben ging, und konnte schließlich theoretischen Vorhersagen zustimmen, denen zufolge die Rotverschiebung und damit die Geschwindigkeit der Galaxien mit der Distanz zunahm.



Astronomen entwickelten zahlreiche Methoden zur Entfernungsbestimmung, wofür sich solche »Standardkerzen«, also Objekte gleicher absoluter Helligkeit, natürlich gut eignen. Als besonders genaue Standardkerzen haben sich über extrem große Distanzen hinweg Supernovae vom Typ Ia erwiesen.



Sie besitzen sehr konstante absolute Helligkeiten, wobei die leichten Abweichungen im Verlauf mit Hilfe einer sogenannten Multifarben-Lichtkurven-Methode geeicht werden. In der Praxis treten wie meist auch hier Sonderfälle auf. Astronomen sind außerdem auf einen bemerkenswerten Widerspruch gestoßen, der seinerseits belegt: Die vermeintlich gleichartigen Supernovae vom erwähnten Typ Ia sind in Wirklichkeit gar nicht so einheitlich und haben verschiedene Ursachen.



Tatsächlich kursierten zur Erklärung, wie solche thermonuklearen Sternexplosionen ausgelöst werden, zwei konkurrierende Theorien.



Doch immerhin, in beiden Fällen spielen Doppelsternsysteme und Weiße Zwerge – hochverdichtete Sternenüberreste aus »entarteter« Materie – die entscheidende Rolle. Der Unterschied zwischen beiden Szenarien besteht nur darin, dass im ersten Fall ein Riesenstern, vielleicht auch ein gewöhnlicher, sonnenähnlicher Stern sowie ein Weißer Zwerg die ungleichen Partner sind, wobei schließlich Materie vom großen Begleiter auf die heiße, kompakte Kugel des Zwergsterns fließt und eine thermonukleare Explosion auslöst.





Neben diesem »einfach entarteten Szenario« wird noch das »zweifach entartete Szenario« diskutiert, bei dem konsequenterweise dann eben zwei Weiße Zwerge umeinander kreisen und letztlich kollidieren, wieder mit dem Ergebnis einer Supernova-Explosion.



Für Szenario eins sagen Berechnungen des kalifornischen Astronomen Daniel Kasen einen Blitz ultravioletter Strahlung voraus, der sofort nach der Explosion auftritt und entsteht, wenn Überreste des zerfetzten Zwergs mit hoher Geschwindigkeit auf den Begleitstern prallen.



Wenige Jahre nachdem Kasen diese Überlegungen im Jahr 2010 präsentiert hatte, stießen Astronomen mittels des Swift-Satellitenobservatoriums in der rund 300 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie IC 831 im Sternbild Coma Berenices auf einen solchen UV-Blitz, in direktem Gefolge einer Supernova-Explosion. Sie wurde erstmals am 3. Mai 2014 registriert.



Die Entdecker drückten sich damals bei der Interpretation eher vorsichtig aus und erklärten, der Fund sei »ein Beweis dafür, dass einige Supernovae des Typs Ia über den einfach entarteten Weg entstehen«.



Nur einige also, aber wohl längst nicht alle. Den kurzen Blitz zu entdecken, ist nicht leicht. Brad Cenko, ein Swift-Projektwissenschaftler, kommentiert dazu: »Hätte Swift nur einen oder zwei Tage später hingesehen, dann hätten wir den plötzlichen Ultraviolettblitz komplett verpasst.«


Kasen selbst wurde nicht fündig. Er nutzte Daten des Kepler-Weltraumteleskops, das zwar eigentlich nach Exoplaneten fahndet, aber auch rund 400 Galaxien untersucht hat. Immerhin fünf Supernovae waren die Ausbeute von Kasens Suche, davon zählten drei Exemplare zum begehrten Typ Ia – KSN 2011b, KSN 2011c sowie KSN 2012a. Allerdings absolute Fehlanzeige, was den UV-Blitz betraf. Für Kasen ein eindeutiges Zeichen für das Verschmelzen zweier Weißer Zwerge.



Wenn tatsächlich beide Szenarien in der Natur auftreten und die Typ-Ia-Supernovae demnach also doch nicht so einheitlich sind, müssen Astronomen künftig wohl auf der Hut sein, eben gerade auch, sofern es um die Nutzung dieser Ereignisse als Standardkerzen geht.



So werden viele zusätzliche Beobachtungen nötig sein, um herauszufinden, wie weit Explosionshelligkeit und Lichtkurven wirklich beeinflusst werden. Die Standardkerzen müssen exakt geeicht werden, damit sie sich zur Entfernungsbestimmung und nicht zuletzt auch zur Untersuchung der angeblich beschleunigten Expansion des Universums durch die hypothetische »Dunkle Energie« eignen. Vielleicht werden die neuen Ergebnisse die kosmologischen Ideen mehr beeinflussen als gegenwärtig absehbar ist.


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Leben im Weltraum: Gute Chancen bei Jupiter

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Jun 2015 11:41

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Leben im Weltraum: Gute Chancen bei Jupiter
Andreas von Rétyi

Die NASA hat in den vergangenen Jahren schon mehrere Missionen zum Jupitermond Europa geplant und wieder verworfen. Doch das Ziel bleibt verlockend. Die Chancen seien hoch, Leben auf jener Eiswelt entdecken zu können. Jetzt plant die amerikanische Weltraumbehörde eine neue Sonde zur Naherkundung: den Europa Clipper. Das unbemannte Raumschiff soll prüfen, ob die Bedingungen auf dem Trabanten wirklich für Leben geeignet sind. Kürzlich wurden einige konkretere Details über die Mission bekannt.



Ganz so bald wird wohl noch kein Raumschiff zum Jupitermond Europa starten, um dort nach Leben zu suchen, doch immerhin, die Planung läuft an mehreren Orten. Sowohl die europäische Raumfahrtagentur ESA als auch die US-Weltraumbehörde NASA wollen herausfinden, ob der geheimnisvolle Mond des Riesenplaneten tatsächlich die richtigen Voraussetzungen bietet, um unter seinem steinharten globalen Eispanzer eine ungewöhnliche Biosphäre zu bewahren: einen von Mikroben erfüllten Ozean flüssigen Wassers.

Überhaupt dürften die großen Jupitermonde noch viele Überraschungen bieten und sollen deshalb genauer erkundet werden. Zu diesem Zweck arbeitet die ESA derzeit bereits an JUICE, dem Jupiter Icy Moon Explorer – dem »Jupiter-Eismond-Erkunder«. Dieses Raumfahrzeug soll sich ganz besonders dem größten Mond des Sonnensystems widmen: Ganymed.



Aber auch die Trabanten Europa und Kallisto sind wesentliche Ziele. Wie der Name der Mission schon sagt, alles dreht sich hier vorrangig um die Eiswelten – der aktive Vulkanmond Io bleibt dabei also eher außen vor, obwohl auch diese bizarre Welt einigen »Extremsportlern« unter den Mikroben durchaus biologische Nischen bieten könnte. Vielleicht also ein Fehler, Io weitgehend aus dem Spiel zu nehmen. Wie dem auch sei: Etliche Wissenschaftler vermuten mittlerweile bei jedem der jovianischen Eismonde einen subterranen Ozean, also eine Dreifach-Chance.



JUICE fasst letztlich die ursprünglich geplante NASA-Mission Jupiter Europa Orbiter (JEO) mit den Forschungszielen Europa und auch Io sowie das frühere ESA-Projekt Jupiter Ganymede Explorer (JGO) gleichsam zu einem einzigen Projekt zusammen, erweitert um zwei zusätzliche Europa-Vorbeiflüge. Der Start von JUICE soll im Jahr 2022 erfolgen, um nach einer beinahe acht Jahre währenden Reise durchs Sonnensystem schließlich beim Jupiter anzukommen und für dreieinhalb Jahre genaue Vor-Ort-Untersuchungen zu ermöglichen. Vor allem bei Ganymed geht es dabei um den Nachweis eines »subglazialen« Ozeans sowie die Erforschung seines Aufbaus und biologischen Potenzials. Natürlich gilt die Aufmerksamkeit auch dem Mond Europa einschließlich der dort anzutreffenden Chemie.



Wie ist es um organische Moleküle bestellt, wie um Leben? Fragen, die erst einmal geklärt werden müssen. Die ESA und die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos diskutieren zudem eine Zusammenarbeit bei der Suche nach Leben auf Ganymed, wobei das Russische Institut für Weltraumforschung IKI RAN über eine Ganymed-Lander-Mission (GL) nachdenkt, deren Schwerpunkt ebenfalls in der Astrobiologie liegt. Analog gibt es russische Pläne für einen Europa Lander, vorgesehen zum Start in den 2020er-Jahren. In den USA hat man das Vorhaben, direkt auf Europa zu landen, auch noch keineswegs aufgegeben.



Anfang Mai hat der non-konforme Adam Diedrich Steltzner vom NASA-Laboratorium für Strahlantriebe (Jet Propulsion Laboratory, JPL) im kalifornischen Pasadena gerade wieder die prinzipielle Machbarkeit bestätigt, wobei Steltzner als führender Ingenieur auch für die Landung des Curiosity-Rovers auf dem Mars verantwortlich war. Das aktuelle JPL-Treffen diente vor allem dem Zweck, den US-Abgeordneten John Culbertson auf den neuesten Stand hinsichtlich der NASA-Pläne zur Erkundung des Jupitermonds Europa zu bringen. Culbertson beaufsichtigt das NASA-Budget und steht der Weltraumforschung sehr positiv gegenüber.



Die NASA hat ihrerseits bereits wiederholt Projekte ins Auge gefasst, die an die erfolgreiche Galileo-Mission anknüpfen sollten. Das 1989 gestartete Galileo-Raumschiff lieferte wesentliche Daten über Jupiter und seine Monde, bis es im Jahr 2003 kontrolliert in der Jupiteratmosphäre zum Verglühen gebracht wurde. Zur Erkundung der Trabanten entwarfen NASA-Forscher dann Pläne für einen Jupiter Icy Moons Orbiter (JIMO), ebenso für ein weiteres Orbiterkonzept.



Die Projekte wurden aus verschiedenen Gründen verworfen, so auch wegen Budgetänderungen beziehungsweise neuer Prioritäten der NASA, die sich dem Vernehmen nach wieder verstärkt um die bemannte Raumfahrt kümmern möchte. Nicht zu vergessen auch die Querelen um die NASA-Idee, JIMO mit einem Atomreaktor zu betreiben. Auch die als gemeinsames Projekt mit der ESA für 2020 geplante Europa Jupiter System Mission (EJSM, »Laplace«) gilt mittlerweile als gestrichen.



Der schon erwähnte Jupiter Europa Orbiter (JEO) als dessen Ableger ebenfalls. Schließlich gab es unter anderem noch eine Machbarkeitsstudie der ESA, die als Jovian Europa Orbiter bezeichnet wurde. Also schon wieder ein JEO. Ein ziemlicher Wirrwarr geplanter Jupitermissionen! Wenigstens ist die Juno-Sonde schon unterwegs. Sie wurde bereits im Jahr 2011 gestartet und soll Jupiter selbst auf polarer Umlaufbahn erforschen. Die Ankunft wird für den 4. Juli 2016 erwartet.



Während nun die ESA ihre Eismond-Mission ähnlich JIMO vorantreibt, will die NASA in zehn Jahren den Europa Clipper auf den Weg schicken: geplanter Start also 2025. Nach 6,4 Jahren erfolgt dann, sofern alles klappt, das Einschwenken in einen Jupiterorbit, wobei vielfache Vorbeiflüge an Europa geplant sind. Im Verlauf der Mission könnte das Raumschiff zwischen 32 und 48 solcher nahen Passagen erreichen. Die Überflüge würden dabei in Höhen zwischen 25 und 2700 Kilometer stattfinden und jeweils andere Gebiete der Oberfläche sondieren.



Was wären dabei die Zielsetzungen? Ganz klar: Zunächst einmal die genaue Untersuchung der Eiskruste und des vermuteten Ozeans. Im ersten Schritt wäre die Existenz eines solchen Reservoirs überhaupt erst einmal zu bestätigen. Dann müsste dessen Struktur möglichst gut erfasst werden. Die Forscher wollen auch wissen, welche denkbaren Vorgänge zwischen der Oberfläche, der Eiskruste und dem Ozean ablaufen und wie hier Material ausgetauscht wird.



Sie wollen in Erfahrung bringen, wie aktiv Europa wirklich ist und wie ihre Chemie aussieht, natürlich gerade hinsichtlich Leben. Allerdings, ganz so, wie in vielen Medien derzeit berichtet wird, ist es dann doch nicht. Da heißt es oft, die NASA sei zuversichtlich, mit dieser Mission tatsächlich auf Leben zu stoßen.



An Bord des Europa Clippers sollen sich zwar neun wissenschaftliche Messinstrumente befinden, aber keines davon eignet sich zum klaren, direkten Nachweis von Leben. Außerdem handelt es sich nicht um eine Lande-Mission. Auch, wenn die Sonde sehr oft an Europa vorbeizieht, wird sie die Oberfläche niemals direkt untersuchen – geschweige denn das, was daruntersteckt.



Aber immerhin, selbst wenn der Weg zum endgültigen Lebensnachweis noch längst nicht geebnet ist, dürfte der Europa Clipper eine Menge neuer Erkenntnisse bringen und wohl auch die prinzipielle »Bewohnbarkeit« zumindest für Mikroben prüfen können. Der wahrscheinlich auf einem felsigen Kern ruhende Ozean Europas könnte Hydrothermalquellen aufweisen, die Wärme und Nährstoffe zirkulieren lassen.



»Nach fünf Milliarden Jahren unter solchen Bedingungen könnte das ein sehr gut bewohnbarer Ort sein«, so erklärt Jim Green, Chef der NASA-Abteilung für Planetenwissenschaften. Und er geht noch weiter: »Wir glauben, dass die Umgebung dort geradezu perfekt ist für die Entwicklung von Leben.«



Nur sicher nicht die Oberfläche, denn Europa kreist innerhalb der sehr starken Strahlungsgürtel Jupiters, wo selbst ein gut gewappnetes Raumschiff mit seiner Technologie nicht auf Dauer bestehen könnte. Doch der Bereich unter der dicken Eiskruste bietet ausreichend Schutz für die vermuteten Mikroorganismen.



Ein offizieller Nachweis außerirdischen Lebens gilt nach wie vor als größtes Ereignis der gesamten Menschheitsgeschichte.



»Wenn wir Leben finden«, so Green, »oder aber Anzeichen dafür, dann wird dies für das Verständnis unseres eigenen Platzes im Universum ein enormer Schritt nach vorne sein. … Wenn es Leben im Sonnensystem gibt und insbesondere innerhalb von Europa, muss es überall in der Galaxie und vielleicht sogar im gesamten Universum vorhanden sein.« Nun, das sollte eigentlich schon zu erwarten sein, und zwar mindestens, seitdem man weiß, dass unsere Galaxis nur eine von Myriaden ist. Denn: Dass es Leben auf unserer Erde gibt, diese Tatsache ist ja nun schon etwas länger bekannt.
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Unfreiwillig zur Rekordhalterin - Cristoforetti ist am längsten im All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jun 2015 18:57

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Unfreiwillig zur Rekordhalterin - Cristoforetti ist am längsten im All

Der Absturz einer Rakete macht Samantha Cristoforetti zur neuen Rekordhalterin unter den Raumfahrerinnen. Sie ist genau 195 Tage im All und muss ihren Rekord bis Mitte Juni sogar noch ausbauen.

Die italienische Raumfahrerin Samantha Cristoforetti (38) ist neue Rekordhalterin für Langzeitflüge von Frauen im Weltall. Die Absolventin der Universität München hielt sich am Sonntag den 195. Tag auf der Internationalen Raumstation ISS auf. Damit schwebt die Astronautin von der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) länger nonstop um die Erde als die bisherige Rekordhalterin Sunita Williams aus den USA (194 Tage in 2006/2007).
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Geplant war Cristoforettis Rekord nicht: Die ehemalige Kampfpilotin sollte ursprünglich Ende Mai zur Erde zurückkehren. Nach dem Absturz einer russischen Rakete wurde der Heimflug aber auf Mitte Juni verschoben. Die Flugleitzentrale bei Moskau habe das Abkoppeln der Sojus-Kapsel nun auf den 11. Juni datiert, teilte Cristoforetti per Twitter mit. "Sieht aus, als würden sie es diesmal ernst meinen."

Der künftige Esa-Chef Jan Wörner gratulierte Cristoforetti zu ihrem Rekord und sprach von einer "großartigen Leistung". Mit der Bestmarke stehe sie in einer Reihe mit dem Russen Sergej Krikaljow und dem Deutschen Thomas Reiter, sagte Wörner, der das Esa-Amt am 1. Juli übernimmt.

Krikaljow hält mit 803 Tagen den Weltrekord, in Westeuropa sind die 350 All-Tage von Reiter Spitze. Die in Mailand geborene Astronautin war am 23. November 2014 vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet. Außer Cristoforetti arbeiten derzeit drei Russen und zwei US-Amerikaner auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde.
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Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Risse, Flecken, Krater Ceres ist "geologisch extrem spannend"

Beitragvon Gudrun Graf » 10. Jun 2015 19:23

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Mittwoch, 10. Juni 2015
Risse, Flecken, Krater Ceres ist "geologisch extrem spannend"

In rund 5000 Kilometern Höhe umkreist die Raumsonde "Dawn" bereits den Zwergplaneten Ceres - und fotografiert schon fleißig drauf los. Forscher hoffen auf viele Aha-Erlebnisse. Doch bislang gibt ihnen jedes Bild von Ceres neue Rätsel auf.


Es ist ein Flug über Kraterlandschaften, helle Flecken und ausgedehnte Ebenen - weit, weit weg von der Erde. In enger werdenden Bahnen umkreist Raumsonde "Dawn" den Zwergplaneten Ceres mehr als 335 Millionen Kilometer von uns entfernt. Mittlerweile ist sie dem größten Objekt zwischen Mars und Jupiter schon vergleichsweise nah: Ende Mai schickte sie Bilder, die in einer Höhe von 5100 Kilometern über dem Zwergplaneten entstanden. Darauf zu sehen: Risse, Linien, Kurven und unzählige Krater. Es sind Strukturen, die auch Planetenforscher zurzeit noch nicht erklären können.

"Ceres ist geologisch extrem spannend", sagt Planetenforscher Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit Blick auf die aktuellen Aufnahmen. "Wir erkennen eine ungewöhnlich große Ansammlung von kleinen runden Strukturen auf engem Raum. Dazu gehören kleinere so genannte Sekundär-Krater, die bei großen Einschlägen durch das dadurch ausgeworfene Material entstanden sind, aber auch längere linienförmige Anordnungen und sehr wahrscheinlich Einsturzsenken", erläutert der Experte, der an der "Dawn"-Mission der Nasa beteiligt ist. Ähnliche Strukturen seien zwar auch von den Eismonden um Jupiter und Saturn bekannt, aber nicht in dieser Dichte.
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Ceres, der größte Himmelskörper im Asteroidengürtel, sorgt für jede Menge Gesprächsstoff unter den Wissenschaftlern. Risse könnten auf Bewegungen in Kraterböden hinweisen, Linien könnten viele kleine Einsturzlöcher sein, angeordnet in einer Reihe. Es ist denkbar, dass Ceres Risse hat, in die loses Material von der Oberfläche hineingerutscht ist. Kleine Krater könnten aus Gesteins-Geschossen entstanden sein, die bei großen Einschlägen fortgeschleudert wurden. Genaue Analysen stehen noch aus, aber eines zeigt sich schon jetzt: Ceres' Oberfläche ist von komplexen geologischen Vorgängen geprägt.

Um welche Entwicklungen genau es sich dabei handelt, könnte sich nächstes Jahr klären: Bis November 2015 soll "Dawn" dem Zwergplaneten immer weiter auf die Pelle rücken – bis der Orbit in 375 Kilometern Höhe erreicht ist. Aus dieser Entfernung wird die Sonde dann bis August 2016 weitere Daten und Bilder zur Erde schicken. Dann gibt es vielleicht auch eine Antwort auf die Frage, die die Forschung schon länger umtreibt: Verbirgt sich unter Ceres' Kruste möglicherweise ein Ozean?
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Röter als Mars? - Flüsse aus Neon? - Forscher erwarten "Wunderland" auf Pl

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jun 2015 22:30

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Röter als Mars? - Flüsse aus Neon? - Forscher erwarten "Wunderland" auf Pluto

Von Kai Stoppel

Die Spannung steigt. Immer näher kommt die Sonde "New Horizons" dem wohl mysteriösesten Himmelskörper im Sonnensystem: Pluto. Im Vorfeld überschlagen sich die Spekulationen. Experten rechnen mit einer bizarren Welt in den Tiefen des Alls.

Einer der größten Momente in der Erforschung des Sonnensystems rückt näher: Mitte Juli wird die US-Sonde "New Horizons" dem dann 4,8 Milliarden Kilometer von der Erde entfernten Zwergplaneten Pluto am nächsten kommen und erstmals scharfe Fotos vom Rand des Sonnensystems zur Erde senden. Forscher werden dadurch einen einmaligen klaren Blick auf diese weit entfernte, kalte Welt erhalten.
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Unser Sonnensystem: acht Planeten kreisen um einen Stern. Acht. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es noch neun. Doch im August 2006 hat Pluto seinen Planetenstatus eingebüßt. Sein Versäumnis: Es war ihm nicht gelungen, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freizuräumen. Außerdem war mittlerweile Eris auf den Plan getreten, und sie ist ein wenig größer und schwerer als Pluto. Sollte man sie zum zehnten Planeten des Sonnensystems erklären? Man entschied sich dagegen. Und so ... ... wurde Pluto die Ehre zuteil, die neue Gruppe der Zwergplaneten zu begründen. Pluto hat einen Durchmesser von knapp 2300 Kilometern. Damit ist er kleiner als ... ... unser Mond. Hier der ... "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Bereits der Anflug ist spannend: Schon jetzt schießt "New Horizons" regelmäßig Fotos von Pluto und seinem Mond Charon. Wie im Zeitraffer wird das Bild der fernen Eiswelt schärfer, immer mehr grobe Details lassen sich erkennen. Doch bis die ersten Aufnahmen von der Pluto-Oberfläche auf der Erde eintreffen, dürften noch weitere Monate vergehen. Bis dahin überschlagen sich Forscher bereits mit Spekulationen über das, was auf den Fotos zu sehen sein wird, wie die US-Zeitung "The Christian Monitor" berichtete.

Erwartet wird eine bizarre Welt: Pluto ist womöglich noch röter als der Mars. Auf seiner Oberfläche könnte es Flüsse und Seen aus flüssigem Neon - ein Edelgas - geben. Spekuliert wird auch über einen möglichen Ozean unter der Oberfläche. Aber das wären nicht schon alle Skurrilitäten: Pluto ist nämlich womöglich auch der einzige "binäre Planet" im Sonnensystem.
Pluto als chaotisches "Miniatur-Planetensystem"

Um den Zwergplaneten mit seinen fünf bekannten Monden ranken sich so viele Fragen und Erwartungen, dass er schon als "Wunderland der Wissenschaft" bezeichnet wird - etwa vom bekannten Planetenforscher Alan Stern, gleichzeitig leitender Forscher beim "New Horizons"-Projekt.
Der Größenunterschied zwischen Pluto und Charon (unten rechts) ist weit geringer als zwischen Erde und Mond (links und oben rechts).
Der Größenunterschied zwischen Pluto und Charon (unten rechts) ist weit geringer als zwischen Erde und Mond (links und oben rechts).
(Foto: Wikipedia)

Was Pluto so besonders macht: Der Zwergplanet und seine insgesamt fünf größeren und kleineren Monde - der kleinste hat einen Durchmesser von gerade mal 20 Kilometern - sind gemeinsam eine Art "Miniatur-Planetensystem". "Die Architektur dieses Systems ist faszinierend", schwärmt Forscher William McKinnon, ebenfalls im "New Horizons"-Team. Neueste Beobachtung der US-Weltraumbehörde Nasa zeigen, dass die vier kleineren Monde völlig chaotisch um Pluto herumwirbeln. Ganz im Gegensatz zu den gleichförmigen Bahnen anderer Monde im Sonnensystem.

Das hat seine Ursache in einer weiteren Einzigartigkeit Plutos: Er ist eigentlich kein einzelner Planet, sondern ein "binärer". Bei Pluto und seinem größten Mond Charon - der etwa die Hälfte des Durchmessers und ein Zehntel der Masse von Pluto hat - liegt der Schwerpunkt genau zwischen beiden Himmelskörpern. Üblicherweise befindet sich der Schwerpunkt eines Planeten-Mond-Systems aber im Inneren des größeren Planeten, wie etwa bei der Erde und ihrem Mond. Das Doppel-Planetensystem "Pluto-Charon" jedoch erzeugt ein ständig wechselndes Gravitationsfeld - das die vier anderen Monde kräftig durcheinanderwirbelt.
Oberfläche in sattem Rot?

Auch farblich könnte Pluto beeindrucken: Forscher rechnen mit einer karminroten Oberfläche, mit der Pluto wohl dem Mars den Rang als "Roten Planeten" ablaufen könnte. Wie die Forscher darauf kommen: Laborexperimente auf der Erde haben ergeben, dass die auf Pluto vorkommenden chemischen Verbindungen unter den dort vorherrschenden Bedingungen - etwa Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt und schwachem Sonnenlicht - einen satten Rotton ergeben. Zu den untersuchten Stoffen gehören Stickstoff-Verbindungen, Methane und andere organische Stoffe sowie Kohlenmonoxid, die sich auf Pluto alle zu komplexen Molekülen verbunden haben könnten.

Doch damit nicht genug: Andere Forscher haben zudem die Annahme ins Spiel gebracht, dass es auf dem Pluto flüssigen Stickstoff oder sogar flüssiges Neon geben könnte - zumindest zu bestimmten Pluto-Jahreszeiten. Auf der Erde kommt das Edelgas vergleichsweise selten vor, in der Industrie wird es für die bekannten Neon-Lichtröhren verwendet. Auf dem Pluto jedoch könnte es als farblose Flüssigkeit über die Oberfläche fließen oder als unterirdischer Ozean vorhanden sein.
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Ein bisschen Geduld müssen die Forscher allerdings noch aufbringen, bis klar ist, welche der Voraussagen über Pluto am Ende zutreffen. Zwar kommt die Sonde "New Horizons" nach mehr als neun Jahren Flugdauer dem Eiszwerg am 14. Juli 2015 am nächsten - bis die ersten Fotos auf der Erde eintreffen, werden aber noch ein paar weitere Monate vergehen. Die Übertragungsrate ist aufgrund der großen Entfernung zur Erde sehr gering. Auch bleibt der Sonde nicht viel Zeit, Pluto zu erforschen: Nachdem sie ihn passiert hat, wird sie ihre Reise fortsetzen und tiefer in den Kuipergürtel vordringen - die Heimat des Pluto und weiterer geschätzter 70.000 ähnlicher Objekte. Aber auch von dort erhoffen sich die Forscher dann viele atemberaubende Erkenntnisse.
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Quelle: n-tv.de
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Außerirdische Intelligenzen: Neue Wege zum Kontakt?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jun 2015 21:40

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Außerirdische Intelligenzen: Neue Wege zum Kontakt?
Andreas von Rétyi

Abraham »Avi« Loeb, Astrophysiker an der Harvard University in Cambridge bei Boston, ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf seinem Fachgebiet. Er hält es für überheblich, wenn Menschen glauben, im Universum einzigartig zu sein.



Er ist mit dieser Auffassung nicht allein. Doch viele halten außerirdisches Leben noch immer für eine Verschwörungstheorie. Warum nur? Für die einen hat der Kontakt mit fremden Zivilisationen längst stattgefunden, für die anderen stehen wir gerade am Anfang einer großen Suche, und wieder andere glauben tatsächlich, wir seien die einzigen intelligenten Wesen in der Galaxis.



Doch SETI-Forscher fahnden weiter nach Signalen hochentwickelter Lebensformen, entwickeln neue Suchmethoden und durchforsten mittlerweile sogar ferne Galaxien nach Anzeichen für die Aktivitäten von Superzivilisationen. Und da gibt es Fakten aus der Wissenschaft, die man auch als Skeptiker kennen sollte.





Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv
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Nicht biologischer Herkunft - Methan in Marsmeteoriten gefunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jun 2015 18:49

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http://www.n-tv.de/wissen/Methan-in-Marsmeteoriten-gefunden-article15309576.html
Mittwoch, 17. Juni 2015
Nicht biologischer Herkunft - Methan in Marsmeteoriten gefunden

Methanfunde in Meteoriten befeuern erneut die Spekulationen um Leben auf dem Roten Planeten. Das geruchlose Gas könnte die Energiequelle für Mikroben im Marsboden sein.

Einige Meteoriten vom Mars enthalten messbare Mengen Methan. Das zeigt eine kanadisch-britische Untersuchung. Der Fund stützt Theorien, nach denen der Marsboden genug Methan enthalten könnte, um mikrobielles Leben zu ermöglichen. Das Team um Nigel Blamey von der Brock-Universität im kanadischen St. Catharines (Provinz Ontario) stellt seine Entdeckung im britischen Fachblatt "Nature Communications" vor.
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Konkrete Hinweise auf Leben auf dem Roten Planeten haben die Wissenschaftler nicht gefunden. Die Forscher hatten sechs Marsmeteoriten vulkanischen Ursprungs untersucht. Beim Zerkleinern setzten alle sechs Meteoriten messbare Mengen Methangas (CH4) frei. Außerdem fanden die Forscher Kohlendioxid (CO2), Wasserstoff (H2), Stickstoff (N2) sowie Spuren von Sauerstoff (O2) und Argon (Ar). Das Gas stamme vermutlich aus kleinen Einschlüssen in dem Vulkangestein vom Roten Planeten oder aus dem Raum zwischen den einzelnen Körnchen, aus denen das Gestein zusammengesetzt ist.

Das Methan in den Meteoriten ist sehr wahrscheinlich durch chemische Reaktionen der Mineralien in dem Vulkangestein entstanden und damit nicht biologischer Herkunft. Die Forscher schließen jedoch aus ihrem Fund, dass Vulkangestein auf dem Mars generell bedeutende Mengen Methan enthält. Die Zersetzung dieses Gesteins könne genug Methan freisetzen, um unterirdische Mars-Mikroben mit Energie zu versorgen, die Methan statt Sauerstoff atmen. Auf diese Weise leben auf der Erde etwa Mikroorganismen im Basaltgestein unter dem Ozeanboden unabhängig von Sauerstoff.
Leben nur im Boden möglich
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Angesichts der unwirtlichen Bedingungen auf der Oberfläche des Roten Planeten vermuten viele Forscher, dass mögliches vergangenes oder aktuelles Marsleben sich nur im Boden finden kann. Hinweise auf Methan in der Marsatmosphäre waren schon vor mehr als zehn Jahren entdeckt worden, gelten aber nicht als eindeutig.

Zuletzt hatte der Marsrover "Curiosity" vorübergehende Methan-Anomalien gemessen, konnte den generellen Nachweis des Gases in der Atmosphäre des Planeten aber nicht erhärten. Die Untersuchung der vulkanischen Marsmeteoriten zeigt nun, dass es wie auf der Erde ein unterirdisches Methanreservoir auf dem Mars geben könnte, und beflügelt damit Spekulationen über günstige Lebensbedingungen für Mikroorganismen im Boden des Roten Planeten.
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Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Brodelnde Gerüchteküche: Asteroideneinschlag am 24. September 2015 ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jun 2015 22:19

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Brodelnde Gerüchteküche: Asteroideneinschlag am 24. September 2015 ?
Andreas von Rétyi

Als wenn derzeit nicht genügend Unschönes auf der Welt los wäre, kursieren auch wieder verstärkt seltsame Gerüchte über eine apokalyptische kosmische Katastrophe, die im kommenden September eintreffen soll. Von einem Asteroideneinschlag ist die Rede. Gerade erst raste der kilometergroße Asteroid 1566 Icarus an der Erde vorbei, allerdings in ungefährlichem Abstand. Was hat es mit dem für diesen Herbst angekündigten Ereignis wirklich auf sich?



Fakt ist: Ständig rauschen kosmische Brocken an der Erde vorbei. Die meisten sind klein und unauffällig, größere Kaliber sind glücklicherweise seltener. Auch in den vergangenen Tagen haben sich wiederholt Asteroiden-Vorbeiflüge an der Erde ereignet. Irgendwann wird der gefürchtete Kollisionskörper dann leider mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auftauchen: er, der große Brocken, der unserer fragilen Zivilisation wirklich gefährlich wird. Auch Wissenschaftler gehen davon aus, dass sein Erscheinen lediglich eine Frage der Zeit ist.



Ein kosmischer Fels von ein bis zwei Kilometern Durchmesser, mindestens also in der Art wie der Asteroid Icarus, der sich derzeit in Erdnähe befindet, kann unsere gesamte Zivilisation tatsächlich ins Verderben reißen. Doch trotz aller Asteroiden, die jetzt gerade an unserem Planeten vorbeirasen, und trotz vielfacher Warnungen: Für den kommenden September liegen keinerlei authentische Informationen über ein Objekt auf Kollisionskurs vor.



Klar, Fachleute und Eingeweihte könnten vielleicht mehr über ein solches Schreckensszenario wissen und die Öffentlichkeit absichtlich uninformiert lassen – um Panik zu vermeiden. Eine unfassbare Geschichte, beinahe so wie im Kino-Streifen Deep Impact (1998), der etliche, an sich unvorstellbare Folgen eines Großeinschlags aus dem Kosmos plastisch vor Augen führt.



Gerade die US-Raumfahrtbehörde NASA, die sicherlich eine ganze Reihe ihrer Geheimnisse nicht preisgibt, verfügt möglicherweise bereits über einige Daten, die uns reihenweise kalte Schauder über den Rücken jagen würden, davon sind heute nicht wenige Menschen überzeugt. Generell verlieren sie mehr und mehr den Glauben an offizielle Stellungnahmen.



Kein großes Wunder. Nach Jahren und Jahrzehnten entlarvter Lügen, die von öffentlichen Organen verbreitet wurden sowie andererseits auch Wahrheiten, die nie ausgesprochen wurden, bedingen diese Skepsis. Wir sind bereits zu oft hinters Licht geführt worden, um nicht misstrauisch zu sein und die vielen Aussagen zu hinterfragen. Aber wo liegt die Wahrheit? Die Unsicherheit ist groß.



Die Gesellschaft spiegelt die Ängste oft deutlich wider. Die Welt ist schon häufig untergegangen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es wirklich geheime Informationen zu einem bevorstehenden Einschlagsszenario? In der letzten Zeit habe ich hierzu etliche besorgte Anfragen erhalten. Deshalb an dieser Stelle einige Infos und Gedanken dazu.



Allgemein lässt sich feststellen: Auf die »Qualitätsmedien« ist bekanntlich eher selten wirklich Verlass, da wird doch recht viel verschwiegen. Nicht nur Belanglosigkeiten, sondern entscheidende Fakten. Zum Beispiel zu den Bilderberg-Treffen – um ein sehr aktuelles Thema zu nennen. Was war denn in den großen Nachrichten schon darüber zu hören? Immerhin, die Mainstream-Presse hat sich diesmal teils etwas weiter aus dem Fenster gelehnt, es gab etliche Berichte, manchmal sogar vorsichtige Kritik an der Heimlichkeit dieser Konferenzen, aber viel mehr auch nicht.



Dabei könnte das, was hinter den Kulissen besprochen wird, uns noch weit gefährlicher werden als ein dicker Keulenschlag per Asteroid. Und dann wieder das totale Kontrastprogramm: Da haben Presse und Fernsehen allgemein eine ganz schön deftige Panikmache zur Sonnenfinsternis im vergangenen März betrieben. So ziemlich alle großen Medien stiegen einhellig auf Spekulationen zu einem »großflächigen Stromausfall« ein, während real rein gar nichts geschah – ganz gemäß der eindeutigen Entwarnungs-Prognose auf Kopp Online.



Wie auch immer, was also hat es nun mit dem für September angekündigten Gefahren-Szenario auf sich? Wird hier wirklich vertuscht, wenn es aus Fachkreisen allgemein sinngemäß nur heißt: »Wir wissen nichts von einem Asteroiden auf Kollisionskurs!« – Und ein Komet oder ein größerer Kleinplanet? Wie sieht es damit dann aus?



Da gibt es diesen dummen alten Witz, wo der Fahrer den Beifahrer fragt, ob von rechts ein Auto kommt, worauf der mit einem klaren »Nein« antwortet. Der Mann am Steuer fährt sofort los, es kracht entsetzlich und der Beifahrer röchelt: »Nein, kein Auto – ein Laster.« Nun gut, dieser etwas abgedroschene Witz stammt, soweit ich weiß, aus dem englischen Sprachraum, wo deutlicher zwischen »car« und »truck« unterschieden wird.



Wenn man so will, kommt ein tieferer Sinn dennoch zum Vorschein, nämlich, wenn es um unangebrachte Penibilität sowie damit verbundene Aussagen und Konsequenzen geht. Was letztlich direkt auf die Erde zurast, ein Komet oder Asteroid, das wäre bei einer bevorstehenden Kollision dann zunächst wohl auch eher einerlei. Aber im Ernst, weder von einem bereits entdeckten Asteroiden noch von einem anfliegenden Kometen noch sonst irgendeinem Objekt kann für September 2015 die Rede sein.



Die ganze Sache lässt sich eigentlich recht einfach darstellen. Dabei hilft schon etwas Logik weiter. Würde die Geschichte stimmen, müsste der Asteroid doch recht groß sein, um entsprechend gefährlich zu werden. Außerdem sollte er bereits nachgewiesen sein. Da er die Erde schon in wenigen Monaten erreichen soll, kann er sich auch nicht mehr in allzu weiter Ferne befinden. Wegen seiner bedrohlichen Größe muss er, sogar als Brocken mit dunkler Oberfläche, bereits relativ hell und damit gut erkennbar sein.



Heute gibt es aber neben den professionellen und automatisierten Asteroiden-Suchprogrammen weltweit zahlreiche private Organisationen und Amateure, die mit hochwertiger, moderner Ausrüstung ebenfalls nach bewegten kosmischen Objekten Ausschau halten und nur darauf aus sind, Kometen und Asteroiden zu verfolgen oder möglichst auch echte »Neuankömmlinge« im inneren Sonnensystem aufzuspüren. Diese Beobachter sind bei ihrer Weltraumschnüffelei so erfolgreich, dass tatsächlich etliche solcher Himmelskörper auch heute noch von Amateuren aufgefunden werden, bevor Experten sie finden und mit ihren Geräten untersuchen. Alles in allem verringert sich dadurch auch die Wahrscheinlichkeit sehr stark, dass ein großer Asteroid in Erdnähe noch nicht in dieses inoffizielle Netz geraten ist.



Und vor allem: Weder die NASA noch die übrige Fachwelt könnte ein solches Objekt über längere Zeit erfolgreich verschweigen. Unabhängige Beobachter würden es sehen, im Internet abbilden und beschreiben, mit nachvollziehbaren Koordinaten und anderen Daten charakterisieren. Weltweit wüsste jeder Bescheid. Auch die Bahnbestimmung ist kein Hexenwerk. Was also einen fatalen Asteroidentreffer im kommenden Herbst betrifft, liegt derzeit von keiner Seite auch nur irgendein ernst zu nehmender Hinweis vor. Also absolute Entwarnung, zumindest in dieser Sache!



Ganz unabhängig von der »September-Geschichte« wird gerade wieder recht viel über potenziell gefährliche Asteroiden in Erdnähe geschrieben, über NASA-Warnungen zu zwei Asteroiden von Jumbo-Jet-Größe, die um die Monatsmitte an der Erde vorbeirauschen, und noch so einiges mehr. Tatsächlich gab es gleich mehrere solcher Begegnungen – darunter die Passage des auf bis zu 30 Meter Durchmesser geschätzten Asteroiden 2015 MA, der in etwas über anderthalbfacher Monddistanz an uns vorbeizog.



30 Meter scheinen nicht viel, doch das Ding, das Anfang 2013 über dem russischen Tscheljabinsk explodierte, war wohl nur um die 15 – 17 Meter groß und richtete doch schon einigen lokalen Schaden an. Der berühmte Tunguska-Feuerball von 1908 dürfte an die 50 Meter gemessen haben, er verwüstete riesige Waldgebiete und forderte ausschließlich dank der einsamen Absturzregion nur wenige Opfer. Im Vergleich zu den wirklich gefährlichen Kollisionsobjekten war allerdings auch »Tunguska« nur so etwas wie eine hellere Sternschnuppe.



Fast andauernd ziehen wie gesagt irgendwelche Asteroiden an der Erde vorbei. Einer der engsten Begegnungen wird am 7. Juli 2015 stattfinden, wenn der auf bis zu 110 Meter Durchmesser geschätzte Brocken 2015 HM10 die Erde in rund einer Monddistanz passiert. Die Bahnen sind aber gut bekannt, also glücklicherweise auch hier keine Kollisionsgefahr! Der schon erwähnte Kilometerbrocken Icarus, der am 16. Juni 2015 mit allerdings immer noch rund acht Millionen Kilometern seine seit 75 Jahren engste Annäherung an unseren Planeten hinter sich brachte, würde von allen aktuell erdnah erscheinenden Objekten die heftigsten Einschlagsfolgen hervorrufen.





In der Nacht zum Mittwoch habe ich zur »persönlichen Dokumentation« obenstehende Icarus-Aufnahme gemacht. Das Rohbild ist nur zehn Minuten belichtet und zeigt trotzdem schon ganz deutlich, wie sich Icarus vor dem Sternenhintergrund weiterbewegt, weshalb er einen langen Strich produziert. Ein Zeichen für seine große Erdnähe. Daneben sind noch zwei Galaxien im Bild zu erkennen, allerdings jeweils gleich viele Millionen Lichtjahre entfernt.



Übrigens meldete jüngst Focus online, »Macher einer Internetseite« hätten vor der vermeintlichen Gefahr gewarnt, Icarus werde alles Leben auslöschen, wenn er am 16. Juni auf unseren Planeten trifft. Die Betreiber der Seite hätten die »Asteroiden-Apokalypse« live im Internet zeigen wollen. Dazu blendete Focus online allerdings doch ausgerechnet die Seite des Slooh-Observatoriums ein, das auf den Kanaren ein robotisches Observatorium betreibt und völlig legitim über die bevorstehende Erdpassage berichtet hat – ganz schlicht und schnörkellos, einfach Fakten. Was es daran auszusetzen geben soll, erhellt sich kaum.



Schon 1967 widmeten sich Wissenschaftler im Rahmen des »Icarus-Projekts« ganz ernsthaft einem hypothetischen Absturz-Szenario des am 26. Juni 1949 entdeckten Himmelskörpers, der jetzt wieder in Erdnähe gelangt ist. Der Raumfahrtingenieur Paul Sandorff nahm damals die für den 19. Juni 1968 bevorstehende, enge Passage von Icarus zum Anlass, die Folgen einer Kollision mit der Erde zu berechnen. Eine solche Kollision würde immerhin ein Äquivalent von 500 000 Megatonnen TNT freisetzen.



Sandorffs Studenten sollten dann auch vor allem Konzepte für die Abwehr einer Katastrophe ausarbeiten. In den Jahren darauf folgten wiederholt ähnliche Untersuchungen über Meeres- und Landeinschläge großer »Weltraumbomben«, in beiden Fällen wären das wahrlich verheerende Katastrophen mit weltweiten Folgen. Zur Abwehr gibt es natürlich bislang keine Praxiserfahrungen.



NASA und ESA bereiten derzeit allerdings eine Mission zum Doppelasteroiden Didymos vor. Der Hauptkörper misst etwa 800 Meter, während der mittlerweile unter dem Spitznamen »Didymoon« bekannte Begleiter immerhin einen Durchmesser von 170 Metern erreicht. Im Jahr 2022 soll dann ein Impaktkörper namens Dart (Double Asteroid Redirection Test – in etwa: »Doppelmond-Umlenkungstest) mit rund 21 000 Kilometern pro Stunde auf Didymoon treffen und seine Bahn geringfügig verändern. Dieses Experiment soll unter anderem wesentliche Daten darüber liefern, welche Kraft tatsächlich nötig ist, um ein gefährliches Objekt von seinem Kollisionskurs abzulenken. Hier können sich Theorie und Praxis durchaus unterscheiden.



Hoffentlich wird der »Fall der Fälle« erst in ferner Zukunft eintreten! Bleibt abschließend vielleicht nur noch festzustellen: Selbst, wenn irgendwann wirklich ein gefährlicher Weltraumbrocken auf Kollisionskurs heranrauscht, der Mensch selbst, besser gesagt: die unersättliche Macht-»Elite«- dürfte derzeit die größte Gefahr für die Erde sein.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: ESA, AvR

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Leser-Kommentare (22) zu diesem Artikel
18.06.2015 | 20:36
Scharfrichter

@ mapelow

"@Niemand + Scharfrichter: Wenn das Euere Meinung ist, dann seid doch bitte auch konsequent. Wer hindert Euch denn, mit gutem Beispiel voranzugehen?"

Wozu? Der Rest der dummen Menschheit wäre dann ja immer noch da.

18.06.2015 | 20:36
Chino

Die Erde wird in regelmäßigen Zyklen durch Einschläge oder andere Naturkatastrophen vom angesammelten „Erdmüll“ gereinigt, ähnlich einer Festplatte, die man in Form einer Formatierung vom Datenmüll oder besser noch von Viren bereinigen kann. Das ist durchaus nichts Neues und ist in den Gesteinsschichten unserer Erde gut dokumentiert. Die Frage lautet also nicht, ob die Erde sich irgendwann selbst ‚formatieren‘ wird, sondern wann dies geschehen wird. Schaut man sich den Planeten...

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18.06.2015 | 18:54
Na endlich haut einer rein

Es wurde auch mal langsam Zeit. Die nahe Erd- Asteroiden schwirren da rum, wir haben sogar Radarbilder von diesen Brocken und immer gehn sie oft recht nahe vorbei an der Erde. So ein Brocker passierte Anfang dieses Jahres innerhalb der Bahnen der geostationären Satelliten den blauen Planeten. Ich wünsche mir, dass der Brocken am 24. September einschlägt, und zwar in Brüssel. Das würde den Geldscheindruckern der EZB ordentlich Beine machen und für uns käme diese außerirdische...

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18.06.2015 | 18:47
drbhelthi

Das Gleiche, auf Deutsch, is nun, unter "Exopolitik Deutschland | Dr. Carol Rosin: Der Plan der Schattenregierung" am Internet zu finden.

18.06.2015 | 18:27
drbhelthi

Als er an Krebs langsam stirbt, erklärte Dr. Werner von Braun im Jahr 1974 einige Geheimnisse an eine Kollegin, Dr. Carol Rosin. Die Geheimnisse waren Phasen der Angst, die verwendet werden würden, um die Amerikaner in die Unterstützung der Stationierung von Waffen im Weltraum zu erschrecken. Die Bedrohung durch Asteroiden war einer der späteren Phasen. Dr. Rosin erläutert die Phasen in ihren Videos, in Englisch. Um aufzurufen, im Internet auf Dr. Rosin Videos suchen.

18.06.2015 | 17:28
http://www.gold-dna.de

2015 ... der Zenit der Unordnung ? ( http://www.gold-dna.de/updatejan15.html#nw65 ) Brauchen wir Menschen derartige Szenarien verschiedenster Verschwörungen und Apokalypsen, um in der selbst geschaffenen Komplexität eine reaktive Ordnung aufzubauen, die uns als Normalität erscheint ? So wie Forscher im CERN die Teilchen finden, wonach sie suchen, um ihre Theorien zu ermöglichen ?
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Verbindung zum Kometen Tschuri - "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jun 2015 21:47

bild phiale aus winterschlaf.jpg
bild phiale aus winterschlaf.jpg (59.11 KiB) 9350-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Philae-ist-aus-dem-Winterschlaf-erwacht-article15340561.html
Freitag, 19. Juni 2015
Verbindung zum Kometen Tschuri - "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht

Dem Weltraumroboter "Philae" scheint es auf dem Kometen Tschuri recht gut zu gehen. Nach monatelangem Winterschlaf gelingt den Forschern binnen weniger Tage gleich der dritte Kontakt. Die Flugbahn-Korrektur der Sonde Rosetta soll "Philae" helfen.


Der Raumfahrtroboter "Philae" ist nach seinem siebenmonatigen Winterschlaf auf dem fernen Kometen Tschuri betriebsbereit. Der kleine Landeroboter sandte bei einer 19-minütigen Übertragung trotz einiger Unterbrechungen Datenpakete, darunter auch aktuelle Daten, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln mit.

Allerdings seien noch längere und stabile Kontakte nötig, um "Philae" umfangreiche Kommandos geben und mit ihm wie geplant wieder wissenschaftlich arbeiten zu können. Nach den ersten beiden Kontakten nach dem Winterschlaf am vergangenen Wochenende sei die Flugbahn des Orbiters "Rosetta" angenähert worden, der die Daten von "Philae" zur Erde weiterleitet. Ob das ausreicht, müsse sich zeigen. "Der Kontakt hat uns bestätigt: "'Philae' geht es recht gut", erklärte der stellvertretender Operationsmanager Michael Maibaum.
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Der Roboter habe mittlerweile eine Betriebstemperatur von null Grad erreicht, so dass die Batterie Energie speichern könne und damit "Philae" auch in der Kometennacht einsatzbereit wäre.

"Mehr und mehr Solarpanele wurden angestrahlt, zum Schluss des Kontakts konnte "Philae" über vier Panele Energie aufnehmen", erläuterte Maibaum. Temperatur- und Energiewerte zeigten, dass der kleine Landeroboter betriebsbereit sei. "Philae" war an einen schattigen und kühlen Platz gelandet. Deshalb konnte er seine Batterie lange Zeit nicht neu aufladen.
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Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Quelle: n-tv.de , hla/dpa
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Mysteriöses Leuchten auf dem Mond: Lichtphänomene in der Kraterwelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2015 12:05

bild mondleuchten.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/mysterioeses-leuchten-auf-dem-mond-lichtphaenomene-in-der-kraterwelt.html

23.06.2015


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Mysteriöses Leuchten auf dem Mond: Lichtphänomene in der Kraterwelt
Andreas von Rétyi

Viele glauben, auf unserem Mond gibt es keine Geheimnisse mehr. Eine längst erstarrte, öde Welt, auf der sich auch längerfristig nichts ändert und die von den Apollo-Missionen und unbemannten Raumsonden bereits ausreichend erforscht wurde. Weit gefehlt! Über den Erdbegleiter wissen wir noch immer recht wenig. Auch wenn es dort um merkwürdige Leuchterscheinungen geht, hat die Wissenschaft wenig sichere Antworten parat. Lange stellte sie sogar die Realität solcher Erscheinungen in Frage. Nun wollte eine Forschergruppe eines der lunaren Phänomene erklären – und stieß dabei auf ein neues Geheimnis.



Während der Apollo-15- und -17-Missionen Anfang der 1970er-Jahre meldeten NASA-Astronauten ein merkwürdiges Glühen über dem Mondhorizont, das unmittelbar vor dem Sonnenaufgang über der Kraterwelt auftrat. Der so unerwartete wie faszinierende Anblick beschäftigte die Astronauten nachhaltig, doch mehr als eine vage Interpretation konnten sie natürlich auf Anhieb nicht bieten: Ihrer Ansicht nach musste da eine Staubwolke meilenweit über ihnen existieren und das Sonnenlicht streuen – ein Effekt, ähnlich wie beim schwachen Zodiakallicht. Das Mysterium der »Apollo-Wolke« blieb über Jahrzehnte buchstäblich ungeklärt im Raum stehen.



Auch andere Mondphänomene sträubten sich bislang beharrlich gegen jede sichere Erklärung. Schon seit 1540 berichten Beobachter immer wieder von ungewöhnlichen Lichterscheinungen auf dem Mond.



Sie zeigten sich bei schmalem Sichelmond auf der übrigen, lediglich schwach im »aschgrauen Licht« leuchtenden Kugel oder auch bei Finsternissen. Doch teleskopische Beobachter registrierten später ebenfalls immer wieder seltsame punktuelle Veränderungen auf der Mondoberfläche.



Seitdem wurden diese »vorübergehenden lunaren Phänomene« (Transient Lunar Phenomena, TLP), auch kurz als »Moonblinks« bekannt, häufiger beschrieben. Da tauchen plötzlich kleine Schatten oder auch Lichter auf, die manchmal lediglich ein paar Sekunden, ein andermal dann aber über Stunden hinweg zu sehen sind. Einige verändern ihre Farbe, häufig ist von rötlichen Lichtpunkten die Rede. Der berühmte deutsch-englische Astronom Wilhelm Herschel beschrieb im April 1787 selbst drei rote glühende Punkte, die er in einem unbeleuchteten Abschnitt des Mondes gesehen hatte, um nicht zu sagen: auf der dunklen Seite des Mondes.



Trotz rund 1500 bekannter Sichtungen wiegelte die Wissenschaft ab. Die meisten Forscher akzeptierten es nicht, einem realen Phänomen gegenüberzustehen. Sie verwiesen die Beobachtungen pauschal ins Reich der Irrtümer und optischen Täuschungen. Nach über 400 Jahren mussten sie diese Haltung dann allerdings gründlich überdenken: 1955 fotografierte der amerikanische Profiastronom Dinsmore Alter mit dem 1,5-Meter-Spiegelteleskop vom Mount Wilson aus ein eindeutiges TLP. Und am 2. November 1958 schließlich beobachtete der russische Astronom Nikolai A. Kozyrev den 121 Kilometer messenden Alphonsus-Krater mit dem 1,2-Meter-Reflektor des Astrophysikalischen Observatoriums auf der Krim und konnte damals sogar Spektren eines TLP aufnehmen, das sich am Zentralberg dieses großen Kraters ereignete.





Diese Sichtungen ließen sich kaum mehr von der Hand weisen. Heute steht absolut fest, dass die TLPs existieren. Nur ihre Ursache bleibt nach wie vor rätselhaft. Der tschechische Astronom Zdeněk Kopal erklärte, die leuchtenden Bereiche der Mondoberfläche könnten »als natürliche Wellenlängenwandler angesprochen werden, die hochenergetische Korpuskularstrahlung durch Lumineszenz in sichtbares Licht transformieren.« Diese Strahlung trifft von der Sonne her ein.



Andere hielten das mysteriöse Leuchten eher für Meteoriteneinschläge oder lunare Restentgasungen. Da die TLPs nicht gleichmäßig über die Mondoberfläche verteilt, sondern in einigen Regionen deutlich bevorzugt vorkommen, vor allem im Krater Aristarchus, wo rund 30 Prozent von ihnen registriert wurden, vermuten die meisten Astronomen heute einen geringen Restvulkanismus auf dem Mond als eigentliche Ursache. Dabei aufgewirbelter Staub könnte auch zu einer vorübergehenden Verdunklung kleinerer Gebiete führen.



Der ukrainische Radioastronom Alexey V. Arkhipov geht in seiner Interpretation jedoch einen entscheidenden Schritt weiter. Schon vor vielen Jahren teilte er mir mit, dass die TLP-Aktivität jeweils während der Apollo-Missionen unabhängig von den Landepunkten deutlich zugenommen habe.



Dazu äußerte er den kühnen Gedanken, auf dem Mond könnten möglicherweise sogar fremde Intelligenzen aktiv sein, die in voller Absicht natürlich anmutende Staubwolken über ihren eigenen technischen Einrichtungen produzierten, um zeitweilig die direkte Sicht darauf zu blockieren und sich damit einer Entdeckung durch die irdischen Neuankömmlinge zu entziehen. Arkhipov sprach vom »Invasions-Effekt«. Da eine beobachtungsbedingte Selektion keine adäquate Erklärung für den Effekt biete, sei dessen »artifizielle« Interpretation einer Diskussion wert, so Arkhipov. Der Forscher favorisiert daher auch die Suche nach Außerirdischen Artefakten auf dem Mond (SAAM) und andere »nicht-klassische« Methoden.



Die NASA begann sich ihrerseits schon recht bald für die mysteriösen Leuchterscheinungen und Veränderungen auf dem Mond zu interessieren und rief in der frühen Apollo-Ära ein eigenes Programm ins Leben, das Project Moon-Blink genannt wurde. Tatsächlich vermied die US-Raumfahrtbehörde seinerzeit den Begriff »TLP«.



Vor den Apollo-Missionen bestand nämlich dort die Sorge, das Mondprogramm könne wegen der unerklärlichen und möglicherweise bedrohlichen Lichter vielleicht sogar gestrichen werden. Selbstverständlich wollte die NASA insgeheim mehr über das Phänomen in Erfahrung bringen.



Dabei bestätigte sich die Existenz dieser Lichter nur auf ein Neues. Während Apollo 11 wurde die Besatzung dann schließlich selbst Zeuge einer solchen Erscheinung. Als deutsche Astronomen ein TLP bei Aristarchus registrierten, befand sich das Raumschiff bereits im Mondorbit. Bruce McCandless von der Bodenkontrolle Houston funkte die Information an die Astronauten, die das Terrain nun vor Ort überprüfen konnten. Aus den Apollo-Transkripten geht folgende Aussage von Michael Collins hervor:

»Hey, Houston, ich schaue nun in nördliche Richtung zu Aristarchus hinüber, und ich kann auf diese Distanz wirklich nicht sagen, ob ich nun wirklich direkt auf Aristarchus blicke, aber dort gibt es eine Region, die wesentlich stärker erleuchtet ist als das umliegende Gebiet. Es hat einfach – es scheint einen leichten Anteil von Fluoreszenz aufzuweisen. Man kann da einen Krater sehen, und das Areal um den Krater ist ziemlich hell.«

Soweit nur einige knappe Bemerkungen zur spannenden Geschichte der »Moonblinks«. Es dauerte mehr als 400 Jahre, bis diese »Blitze« als reales Phänomen akzeptiert wurden. Sichtungen von Lichtern und Veränderungen auf dem Mond sind also kein Hirngespinst. Das während Apollo 15 und 17 entdeckte »Horizontglühen« hat allerdings wohl kaum etwas mit den berühmten TLPs zu tun, sondern bedarf einer eigenen Erklärung.



Kürzlich widmete sich eine Forschergruppe der Universität von Colorado diesem Rätsel und bestätige nun, dass der Mond von einem großen, schrägen Staubgürtel umgeben ist, von dem zuvor niemand etwas wusste. Das klingt zunächst ganz nach einer Erklärung für das, was die Astronauten der beiden Missionen damals sahen. Doch handelt es sich auch hier um zwei ganz unterschiedliche Paar staubiger Stiefel. Die Apollo-Wolke hat mit dem anderen, erst kürzlich entdeckten Gürtel ganz offenbar gar nichts zu tun.



Um die ursprüngliche Beobachtung zu erklären, hätte nämlich eine dichte Wolke aus winzigen Partikeln mit lediglich einem Zehntel Mikrometer Durchmesser gefunden werden müssen, und zwar in Höhen zwischen etwa 15 und 100 Kilometer über dem Mondboden. Bei der Auswertung von Daten der unbemannten Raumsonde LADEE, die den Mond in den Jahren 2013 und 2014 umkreiste, suchten die Forscher zwar nach Hinweisen auf diese Wolke, fanden dabei aber jene ganz andersartige Staubansammlung. Sie umgibt den Mond in weniger als anderthalb Kilometer Höhe und muss aus Teilchen bestehen, die fünfmal größer sind als erwartet. Von der Apollo-Wolke also keine Spur!



Mihaly Horányi, Physik-Professor an der Colorado-Universität und Studienautor, stellt nur lapidar fest: »Die Wolke, die die Apollo-Sichtungen erklärt hätte, ist mit Gewissheit nicht ständig da.« Er kann nicht erklären, was die Astronauten damals sahen, sondern bietet lediglich eine Theorie für das kürzlich aufgespürte Phänomen an: Wenn interplanetare Kleinteilchen die Mondoberfläche mit sehr hoher Geschwindigkeit treffen, sind sie in der Lage, Materie in die Höhe zu schleudern, wo sie eine Wolke bilden. Die Forscher konnten auch feststellen, dass die Dichte jener Wolke anwächst, wenn Meteorschauer aktiv sind.



Von den Eismonden im äußeren Sonnensystem sind solche Vorgänge zwar schon bekannt, doch war den Fachleuten unklar, ob auf einer steinigen und staubigen Oberfläche auftreffende Teilchen sich nicht einfach selbst in der Tiefe begraben und keinerlei Auswurf erzeugen würden. »Aber das ist nicht der Fall«, stellt Horányi nun fest und bestätigt: »Selbst auf dem Mond geht dieser Prozess vonstatten.«



Dass Gesteinsplaneten ohne Lufthülle ebenfalls von solchen Staubzonen umgeben sein können, sei auch für die bemannte Raumfahrt eine wichtige Erkenntnis: Wenn diese Wolken nur dicht genug sind, stellen sie möglicherweise eine Gefahr für Raumschiff und Astronauten dar. Das müsse bei der Planung entsprechender Missionen berücksichtigt werden. Alles schön und gut, aber wie erklärt sich nun das Mysterium der Apollo-Wolken? Zunächst gar nicht. Was die Apollo-Astronauten damals gesehen haben, bleibt weiterhin ungeklärt. Wie so manches, das dort oben noch gesehen wurde.


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Bildnachweis: NASA, AvR

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Leser-Kommentare (17) zu diesem Artikel
23.06.2015 | 11:03
Bärbel Müller

Rudi, genau die selben Lunar Waves habe ich in meinem Kommentar weiter unten gemeint. Hier kann man mehrere Aufnahmen sehen: http://www.zengardner.com/lunar-waves-h ... ht-camera/

23.06.2015 | 10:47
Rudi

Ob die Phänomene etwas mit der "Lunar Wave" zu tun haben? Das sollte auch mal untersucht werden. Angeblich handelt es sich NICHT um technische Artefakte. Auch nicht um etwas athmosphärisches. Zumindest nach Meinung derer die es gefilmt haben (mehrere unterschiedliche) und analysieren. Von offizieller Seite (Laboratorien, Nasa) will man natürlich nichts davon wissen. Komisch ist das Phänomen jedoch auch, so wie die Lichtblitze. Hier Links:...

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23.06.2015 | 10:09
Niemand

@MB ihre Beiträge bringen mich auch zum Lachen. Bitte bleiben sie so ! Bisschen Humor muss sein bei diesen deprimierenden Beiträgen. Dafür bin ich dankbar. Für Ihre Kommentar bezüglich dem Autor , ich finde er macht es gut, von jedem etwas , lieber mehrfach wissen als Fachidiot.

23.06.2015 | 09:51
MB

Ist doch klar, was da auf dem Mond abgeht, da fuchtelt ein zurückgelassener Apollo- Astronaut nun schon seit Jahrzehnten mit der Taschenlampe herum, um uns Zeichen zu geben. Die Artikel von Andreas von Retyi lese ich immer mit Schmunzeln, ist es doch eine Mischung aus Wissenschaft, Pseudo- Wissenschaft, Science- Fiction und Esoterik.

23.06.2015 | 09:39
Ben

Das größte Rätsel ist der Mensch in seinem blinden Drange.

23.06.2015 | 09:26
Niemand

@ Jeanette ich möchte es auch nicht ausschließen, wo kein Feuer da kein Rauch. Haben Sie Der Löwe erwacht von David Icke gelesen? Da steht so ziemlich alles was hier in den Foren behandelt wird. Es ist auch die Rede vom Hohlen Mond oder Mond sei ein Raumschiff. Also wirklich ! Wer das glaubt ? Aber wie gesagt ich bin offen und schließe es nicht aus und skeptisch soll man auch bleiben. So in etwa wieso kann Autor es so verkünden ohne Lebensgefahr ? Von wem oder was wird er...

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