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Hubble-Studie mit Roten Riesen - Wie schnell wächst das Weltall ?

Postby Weltbookadmin47 » 23. Jul 2019 21:21

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Wie-schnell- ... 59111.html
Hubble-Studie mit Roten Riesen - Wie schnell wächst das Weltall ?
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Das Hubble-Weltraumteleskop wurde von der Nasa und der Esa gemeinsam entwickelt und nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt.

(Foto: Nasa/dpa)
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In welcher Geschwindigkeit das Universum expandiert, dazu liefern Untersuchungen bisher widersprüchliche Ergebnisse. Eine neue Messmethode sollte diesen Konflikt lösen - sie findet heraus: Die Wahrheit liegt in der Mitte.

Astronomen haben mit einer neuen Methode die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums bestimmt. Das Ergebnis liefert allerdings nicht die erhoffte Lösung eines Konflikts früherer Messungen. Der neue Wert liegt in der Mitte, wie das Team um Wendy Freedman in einer kommenden Ausgabe des Fachblatts "The Astrophysical Journal" berichtet. Sollte sich die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Messwerten nicht ausräumen lassen, könnte dies auf eine Unvollständigkeit in unserem Modell vom Universum hindeuten.
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Diese Galaxien wurden vom Hubble-Programm ausgewählt, um die Expansionsrate des Universums zu messen (Hubble-Konstante). Mittlere Reihe: das volle Sichtfeld von Hubble. Die untere Reihe zoomt noch mehr in die Hubble-Felder. Die gelben Kreise zeigen Rote Riesen.

(Foto: NASA, ESA, W. Freedman (Univ. of Chicago), ESO, Digitized Sky Survey/dpa)

Seit dem Urknall dehnt sich das Weltall aus. Das hat der US-Astronom Edwin Hubble vor rund 100 Jahren entdeckt. Dabei wächst der Kosmos wie ein Hefekuchen: Jede Rosine im Kuchen entfernt sich von allen anderen und zwar umso schneller, je weiter zwei Rosinen voneinander entfernt sind.

Die Geschwindigkeit, mit der dieser kosmische Hefekuchen wächst, heißt zu Ehren des Entdeckers Hubble-Konstante. "Die Hubble-Konstante ist der kosmologische Parameter, der die absolute Skala, die Größe und das Alter des Universums festlegt", erläutert Freedman in einer Mitteilung. "Sie ist einer der direktesten Wege, die wir haben, um die Entwicklung des Universums zu quantifizieren." Der genaue Wert der Konstanten ist allerdings schwerer zu ermitteln, als viele Astronomen gehofft haben.
Entfernungen im All schwer zu messen

Eine Ursache ist, dass Entfernungen in den Weiten des Weltalls schwer zu messen sind. Forscher haben dafür verschiedene Maßstäbe entwickelt. Ein sehr bewährter nutzt regelmäßig pulsierende Sterne. Die Periode dieser sogenannten Cepheiden hängt direkt mit ihrer Leuchtkraft zusammen, wie Untersuchungen gezeigt haben. Die leicht zu messende Periode eines Cepheiden-Sterns gibt also Aufschluss darüber, wie hell er strahlt. "Der Vergleich, wie hell ferne Cepheiden erscheinen, mit der Helligkeit naher Cepheiden ermöglicht uns zu bestimmen, wie weit die jeweiligen Heimatgalaxien der Sterne entfernt sind", erläutert Ko-Autor Barry Madore von der Carnegie Institution in Washington.

Über die Untersuchung von Cepheiden in anderen Galaxien haben Astronomen einen Wert der Hubble-Konstanten von 74 Kilometern pro Sekunde pro Megaparsec bestimmt. Die astronomische Entfernungseinheit 1 Megaparsec entspricht 3,26 Millionen Lichtjahren, also der Strecke, die das Licht in 3,26 Millionen Jahren zurücklegt. Eine Galaxie in 1 Megaparsec Distanz entfernt sich demnach pro Sekunde 74 Kilometer von uns, eine Galaxie in der doppelten Distanz doppelt so schnell.
Echo des Urknalls

Es gibt aber noch andere Wege, die Expansion des Universums zu vermessen. Einer besteht in der Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung, die oft als Echo des Urknalls bezeichnet wird. Sie stammt aus einer Zeit, als das Universum erst 380.000 Jahre jung war und erstmals durchsichtig wurde. Dieses Echo des Urknalls wabert bis heute durchs Weltall und ist das älteste Licht der Welt. Der Satellit "Planck" der europäischen Raumfahrtagentur Esa hat die kosmische Hintergrundstrahlung mit großer Genauigkeit vermessen. Darin sind Fluktuationen in der dichten kosmischen Ursuppe zu sehen, aus denen später die großen Strukturen im Universum entstanden sind.

Mit einem mathematischen Modell lässt sich aus der genauen Vermessung der Hintergrundstrahlung die Expansionsrate des heutigen Weltalls hochrechnen. Ergebnis: 67,4 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec. Diese erhebliche Diskrepanz ist auch mit einer Verbesserung beider Methoden in der Vergangenheit nicht verschwunden.
Dritte Methode zur Messung der Hubble-Konstanten

Das Team um Freedman hat daher eine dritte Methode zur Messung der Hubble-Konstanten ersonnen. Sie untersuchten mit dem Hubble-Weltraumteleskop sogenannte Rote Riesen in anderen Galaxien. Das sind Sterne, die zum Ende ihres Lebenszyklus auf gigantische Ausmaße anschwellen.

Rote Riesen entstehen, wenn ein Stern seinen Hauptbrennstoff, den Wasserstoff, aufgebraucht hat und beginnt, Helium zu verbrennen. Wenn das Heliumbrennen zündet, geht dieser Helium-Flash mit einer Umorganisation des Sterns einher. Freedmans Team machte sich bei seiner Analyse zunutze, dass Rote Riesen kurz nach dem Helium-Flash alle gleich hell leuchten. Sucht man nur Roten Riesen in dieser Phase heraus, ergibt sich über die scheinbare Helligkeit am irdischen Firmament wieder deren absolute Entfernung, ähnlich wie bei den Cepheiden. Auf diese Weise kommen die Wissenschaftler auf einen Wert von 69,8 Kilometer pro Sekunde pro Megaparsec - und liegen damit zwischen den beiden anderen Methoden.
"Die Diskrepanz ist nicht verschwunden"

"Die Diskrepanz, die wir zuvor gesehen haben, ist nicht verschwunden", kommentiert Freedman. "Natürlich stellen sich jetzt Fragen, ob die Diskrepanz auf irgendeinem Aspekt beruht, den Astronomen bei den untersuchten Sternen noch nicht verstehen, oder ob unser kosmologisches Modell vom Universum noch unvollständig ist. Oder es muss möglicherweise beides verbessert werden."

Eine Lösung des Konflikts muss möglicherweise bis Mitte der 2020er-Jahre vertagt werden. Dann soll das Weitwinkel-Weltraumteleskop zur Infrarotdurchmusterung "WFIRST" (Wide Field Infrared Survey Telescope) der US-Raumfahrtbehörde Nasa in den Orbit starten und die Hubble-Konstante quer durch die kosmischen Epochen exakt bestimmen.
Wissen 24.04.15
Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck, dpa
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Kollisionsgefahr im Weltraum - Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme

Postby Weltbookadmin47 » 27. Jul 2019 20:56

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Im-Orbit-dro ... 67387.html
Kollisionsgefahr im Weltraum - Im Orbit droht eine Satelliten-Schwemme
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Rund um die Erde kreisen bereits jede Menge Satelliten - Tendenz steigend. Dadurch gibt es auch immer mehr Weltraumschrott.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Schon jetzt kreisen 5000 Satelliten um die Erde. Bald wird es noch enger im Weltraum. Denn längst nutzen Konzerne die Flugkörper für ihre Geschäfte. Dadurch wird es künftig auch mehr Weltraumschrott geben. Dieser kann fatale Folgen haben, mahnt die Esa.

Vom wenigen Zentimeter großen Würfel-Satelliten einer Universität bis zum US-Abhörmonster "NROL-32", dessen Antenne einen Durchmesser von 100 Metern haben soll: Etwa 5000 funktionsfähige und ausgediente Satelliten fliegen derzeit auf verschiedenen Umlaufbahnen über der Erde. Bald könnten es mehr werden - sehr viel mehr. Das wurde spätestens Ende Mai klar, als Elon Musks Raketenfirma SpaceX für ihr geplantes weltumspannendes Internet-Netz 60 Satelliten in den Orbit schoss.

Die Satelliten gehören zum Projekt Starlink, das in den kommenden Jahren aus bis zu 12.000 Satelliten bestehen könnte. Das erdumspannende Netz soll künftig auch entlegene Erdregionen mit schnellem Internet versorgen. Neben SpaceX plant auch das Kommunikationsunternehmen Oneweb zusammen mit Airbus Satellitenkonstellationen. Im Februar hatte eine Sojus-Rakete die ersten 6 von mehr als 600 Oneweb-Satelliten ins All befördert. Auch Amazon tüftelt an einem eigenen Projekt.
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Wissen 24.10.18
700.000 tödliche Geschosse im All Netz soll Weltraumschrott einfangen

Mehr Satelliten bedeutet auch mehr Weltraumschrott. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) geht schon jetzt von 934.000 Fremdkörpern aus, die um die Erde schwirren und größer als ein Zentimeter sind. Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen fliegen teils mit 28.000 Kilometern pro Stunde. "Bei diesen Geschwindigkeiten kann der Einschlag eines - selbst kleinen - Partikels auf den Satelliten eine unglaubliche Zerstörungswucht entfalten", sagt der Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände, Holger Krag.

Klein heißt hier tatsächlich winzig: Bereits staubkorngroße Objekte können auf der Außenhülle eines Satelliten sichtbare Krater schlagen. Schon ab einem Millimeter Größe wird es gefährlich. "Besonders empfindliche Teile könnten dabei bereits kaputtgehen", sagt Krag. Ab einer Größe von einem Zentimeter kann man davon ausgehen, dass der Satellit nach dem Zusammenstoß nicht mehr funktioniert. "Die Energie, die dabei freigesetzt wird, entspricht ungefähr der Wirkung einer explodierenden Handgranate." Ist das Schrottteil mehr als zehn Zentimeter groß, wird der getroffene Satellit zertrümmert - und verschmutzt den Orbit mit weiteren Teilen.
Alle fünf Jahre eine Kollision
Wissen 15.02.14
Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

"Wir gehen jetzt schon von einer Kollision alle fünf Jahre aus", sagt Esa-Experte Krag. Dabei meint er einen großen Zusammenstoß, bei dem 1000 oder mehr Trümmerteile freigesetzt werden. Solche Teile bleiben ebenfalls im All und können wiederum neue Kollisionen auslösen - solche Kaskaden wurden bereits in den 70er-Jahren als Kessler-Syndrom beschrieben. Die Esa betreibt 20 Satelliten - und hat mit mehreren Hundert Kollisionswarnungen pro Tag zu kämpfen. "Wenn jetzt einer mehrere Tausend Satelliten betreibt", sagt Krag mit Blick auf Starlink und Co, "dann ist das aus meinen Augen ein nicht mehr überschaubarer Aufwand." Derzeit entscheiden noch Menschen über jedes Ausweichmanöver.

Die Esa schätzt, dass - wenn die Raumfahrt weiter so unbedarft betrieben wird wie heute - es in 100 Jahren jedes Jahr eine große Kollision geben könnte. "Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Kessler-Syndrom nicht noch weiter angeheizt wird", mahnt Krag. Dazu verfolgt die Esa drei Ansätze: Zum einen sollen herumfliegende Objekte genauer verfolgt werden. Außerdem will die Esa Satelliten mit besserer Technik ausrüsten, damit sie nach ihrer Nutzung möglichst schnell in die Atmosphäre absinken und verglühen. Und: Die Esa erforscht die aktive Entfernung von Weltraumschrott. Ein mit einem Fangmechanismus ausgestatteter Satellit soll ein Schrottteil gezielt ansteuern, greifen und abbremsen, so dass es in die Erdatmosphäre absinkt und zumindest teilweise verglüht.

Elon Musks Satelliten fliegen auf etwas mehr als 500 Kilometern Höhe, also vergleichsweise tief. Hier ist noch Restatmosphäre vorhanden, die ausgediente und kaputte Objekte automatisch abbremst, so dass sie irgendwann in der Atmosphäre verglühen. Problematisch könnte aber ihre schiere Zahl von bis zu 12.000 werden. Damit dürfte auch die Zahl jener Satelliten steigen, die etwa nach einem Steuerungsausfall zur Gefahr für andere Objekte im Orbit werden könnten. Die Satelliten anderer Firmen sollen mitunter in höheren Orbits kreisen. Die Satelliten von Oneweb sind für eine Höhe von rund 1200 Kilometern geplant - hier ist die Bremswirkung durch die Atmosphäre praktisch inexistent. "Ist da ein Objekt außer Funktion, platzt da ein Objekt auf und zerlegt sich in Trümmer, bleiben die Teile mehr oder weniger für alle Ewigkeit im All", sagt Esa-Experte Krag.

Die kommerziellen Betreiber scheinen die Probleme zumindest zu sehen: Auf der Oneweb-Homepage leuchtet groß ein Zitat des Unternehmensgründers Greg Wyler: "Auf meinem Grabstein soll 'Hat die Welt verbunden' stehen und nicht 'Hat Weltraumschrott erzeugt'."
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Quelle: n-tv.de, kpi/dpa
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Im Sternbild Hydra - Womöglich bewohnbarer Planet entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 1. Aug 2019 20:59

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Womoeglich-b ... 80081.html
Im Sternbild Hydra - Womöglich bewohnbarer Planet entdeckt
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Die Exoplaneten kreisen um einen Stern namens GJ 357.

(Foto: dpa)
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Ein bisher unbekanntes Planetentrio umkreist einen Stern 31 Lichtjahr von der Erde entfernt. Astronomen schätzen, dass es auf einem der Exoplaneten 250 Grad heiß ist und auf einem anderem extrem kalt. Einer von ihnen könnte dennoch bewohnbar sein, glauben die Wissenschaftler.

Ein internationales Astronomenteam hat drei Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen, wovon einer möglicherweise bewohnbar ist. Die Gruppe, darunter Göttinger Forscher, präsentiert die Exoplaneten im Journal "Astronomy & Astrophysics". Das Planetentrio umkreist den Stern namens GJ 357 in der 31 Lichtjahre entfernten Konstellation Hydra, was vergleichsweise nah zu uns ist. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren.
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Im Februar 2019 beobachteten Kameras des Transiting Exoplanet Survey Satellite (Tess) der Nasa den Stern. Dabei stießen sie auf die Existenz eines Exoplaneten, der auf seiner Umlaufbahn den Stern teilweise bedeckt und dadurch dessen Licht abschwächt.
"Heiße Erde"

Dieser GJ 357 b genannte Planet ist etwa 22 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen Stern elfmal näher als der sonnennächste Planet Merkur unser Zentralgestirn. Die Temperatur auf GJ 357 b wird auf 250 Grad Celsius geschätzt.

"Wir bezeichnen GJ 357 b als sogenannte heiße Erde", erklärte Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. "Obwohl der Planet kein Leben beherbergen kann, ist er ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung erdähnlicher Planeten."

Die Existenz von GJ 357 b konnte das internationale Forscherteam unter der Leitung des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln auf Teneriffa nun bestätigen - mithilfe von bodengestützten Daten, aufgenommen seit 1998 an der Europäischen Südsternwarte und am Campanas-Observatorium in Chile sowie am Keck-Observatorium in Hawaii und am Calar Alto-Observatorium in Spanien.
Bewohnbar trotz minus 50 Grad?

Überraschenderweise stießen die Wissenschaftler dabei auf zwei weitere Exoplaneten, welche die Bezeichnungen GJ 357 c und GJ 357 d erhielten. GJ 357 d ist den Forschern zufolge weit genug von seinem Stern entfernt, um womöglich bewohnbar zu sein. Der Planet hat eine Masse von mindestens dem 6,1-Fachen der Erde und umkreist seinen Stern alle 55,7 Tage in einem Abstand von etwa 20 Prozent der Entfernung zwischen Erde und Sonne.

Größe und Zusammensetzung des Exoplaneten sind zwar unbekannt, aber eine felsige Welt mit entsprechender Masse würde sich zwischen der ein- und zweifachen Größe der Erde bewegen, wie die Universität Göttingen weiter mitteilte. Mit einer geschätzten Temperatur von minus 53 Grad Celsius wirkt der Planet auf den ersten Blick eher eisig als bewohnbar - doch er befindet sich noch am äußeren Rand der bewohnbaren Zone seines Sterns.

Von seinem Zentralgestirn erhält GJ 357 d den Forschern zufolge etwa die gleiche Menge an Energie wie der Mars von der Sonne. "Wenn der Planet eine dichte Atmosphäre hat, die in zukünftigen Studien bestimmt werden muss, könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen", schreiben die Wissenschaftler.
*Datenschutz



Quelle: n-tv.de, hul/AFP/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Womoeglich-b ... 80081.html
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Magnetfeld der Erde in Bewegung - Polsprung oder allmähliche Polumkehrung

Postby Weltbookadmin47 » 8. Aug 2019 21:42

Magnetfeld der Erde in Bewegung
https://www.n-tv.de/wissen/Polsprung-od ... 95179.html
Donnerstag, 08. August 2019
Magnetfeld der Erde in Bewegung - Polsprung oder allmähliche Polumkehrung ?

Das Magnetfeld der Erde ist in ständiger Bewegung. Im Laufe der Erdgeschichte gab es schon mehrere Umkehrungen des magnetischem Nordpols zum Südpol und umgekehrt. Wie schnell so etwas passieren kann, wollen Forscher klären. Sie untersuchen Lavagestein und Meeresboden und geben Entwarnung.

Die bislang letzte Umkehrung des Erdmagnetfelds hat sich über eine Zeitspanne von 22.000 Jahren vollzogen und damit deutlich länger gedauert als angenommen. Das zeigen Untersuchungen eines Forscherteams um Brad Singer von der University of Wisconsin in Madison. Mit ihrer im Fachblatt "Science Advances" veröffentlichten Analyse von Vulkanlava hoffen die Wissenschaftler, den Prozess der Polumkehr besser zu verstehen, der in erdgeschichtlichen Dimensionen bald wieder bevorstehen könnte. Am Erdmagnetfeld hängen Navigationsverfahren, und es schützt die Erde vor energiereichen Teilchen aus dem Weltall.

Im Laufe der Erdgeschichte hat sich das Erdmagnetfeld viele Male nach jeweils einigen 100.000 Jahren umgekehrt. Dabei werden der magnetische Nord- und Südpol vertauscht. Wie es genau dazu kommt und wie dieses Phänomen vonstatten geht, ist bis heute nicht geklärt. Einige Theorien besagen, dass ein Polsprung sogar innerhalb eines Menschenlebens stattfinden könne, andere rechnen mit ungefähr 9000 Jahren für den gesamten Prozess.

Die Forscher um Singer analysierten nun erstarrte Lava vergangener Vulkanausbrüche in Chile, der Karibik, auf Tahiti, Hawaii und den Kanaren aus der Zeit um die jüngste Polumkehr vor rund 773.000 Jahren. "Lavaströme sind ideale Protokollanten des Magnetfeldes", erläutert Singer in einer Mitteilung seiner Hochschule. "Sie enthalten viele eisenhaltige Mineralien und wenn sie abkühlen, bleiben diese in der Feldrichtung eingefroren."
Untersuchung der letzten Polumkehr

Durch eine neue, genauere Datierungsmethode mithilfe des Edelgases Argon konnten die Wissenschaftler die Entwicklung des Erdmagnetfelds in rund 70.000 Jahren um die jüngste Polumkehr nachvollziehen. Die Lavaanalysen wurden dabei von Sedimentuntersuchungen am Meeresboden ergänzt, die eine kontinuierlichere, aber weniger exakte Aufzeichnung des Erdmagnetfelds enthalten.

Die Auswertung zeigt, dass sich das Erdmagnetfeld zunächst über 18.000 Jahre in einem komplexen Prozess abschwächte, vorübergehend zusammenbrach, sich regenerierte und wanderte. Die eigentliche Polumkehr vollzog sich dann über weitere 4000 Jahre. Damit hat dieser Prozess deutlich länger gedauert als bislang angenommen. Eine erneute Polumkehr würde der Menschheit damit vermutlich reichlich Zeit lassen, sich technisch darauf einzustellen.

Seit Beginn der Messungen hat sich das Erdmagnetfeld um rund fünf Prozent pro Jahrhundert abgeschwächt, derzeit wandert der magnetische Nordpol weg vom geografischen in Richtung Sibirien. Das könnten den Wissenschaftlern zufolge Vorboten einer erneuten Polumkehr sein, es ist aber nicht klar, ob diese tatsächlich in geologischen Maßstäben bald bevorsteht.

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck, dpa https://www.n-tv.de/wissen/Polsprung-od ... 95179.html
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Roboter auf Ausbildungsmission - Russland schickt Humanoiden zur ISS

Postby Weltbookadmin47 » 22. Aug 2019 20:51

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Russland-sch ... 23098.html

Donnerstag, 22. August 2019
Roboter auf Ausbildungsmission - Russland schickt Humanoiden zur ISS
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Fedor ist 1,80 Meter groß und wiegt 160 Kilogramm.

(Foto: AP)
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Es klingt wie Science-Fiction, ist aber Realität: Russland schickt einen Roboter ins All, der auf der ISS von den Astronauten lernen soll. In der Zukunft soll er die für Menschen besonders gefährlichen Missionen übernehmen.

Russland hat seinen ersten humanoiden Roboter ins All geschickt. Der Roboter mit dem Namen Fedor startete an Bord einer unbemannten Sojus-Rakete zur Internationalen Raumstation (ISS). Dort solle er zehn Tage lang lernen, wie er die Astronauten unterstützen kann, sagte Alexander Bloschenko von der russischen Weltraumbehörde Roskosmos. Langfristig soll Fedor gefährliche Aufgaben wie Weltraumspaziergänge übernehmen.
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Wissen 19.08.19
"Versuchspassagier" für Raumfahrt Humanoider Roboter "Fedor" steht vor Testflug zur ISS

Die Rakete soll am Samstag an der ISS andocken. Fedor wurde ohne menschliche Begleitung ins All geschickt, um mit ihm ein neues Rettungssystem testen zu können. "Die ersten Experimente während des Flugs sind planmäßig gelaufen", hieß es auf dem Twitter-Konto des Roboters.

Fedor ahmt Bewegungen nach und lernt auf diese Weise menschliche Handlungsabläufe. So kann er etwa eine Wasserflasche öffnen, wie in seinen Profilen in den Online-Netzwerken steht. Auf der ISS soll er lernen, diese Aufgaben trotz geringer Erdanziehungskraft zu erfüllen. Der russische Kosmonaut Alexander Skwortsow soll Fedor dabei unterstützen, indem er die Bewegungen vorführt und dabei ein Exoskelett trägt.
Fedor nicht der erste Roboter im All
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Auch auf der Erde kann der 1,80 Meter große und 160 Kilogramm schwere Roboter die Menschen unterstützen: Denkbar seien etwa Einsätze in Gebieten mit starker radioaktiver Strahlung, beim Entschärfen von Minen oder bei gefährlichen Rettungsaktionen, teilte die staatliche Stiftung für fortgeschrittene Forschungsprojekte mit.

Fedor ist nicht der erste Roboter, der ins All fliegt. Bereits 2011 hatte die US-Weltraumbehörde Nasa einen humanoiden Roboter in den Weltraum geschickt. Er wurde 2018 zurückgeholt, nachdem es zu technischen Problemen gekommen war. Auch Japan hat seit 2013 einen Roboter auf der ISS. Er kann sogar Gespräche führen - allerdings nur auf japanisch.

Quelle: n-tv.de, agr/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Russland-sch ... 23098.html
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"Geschwindigkeit ist hoch" - Komet von anderem Stern nähert sich Sonne

Postby Weltbookadmin47 » 26. Sep 2019 19:08

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Komet-von-an ... 97453.html

Donnerstag, 26. September 2019
"Geschwindigkeit ist hoch" - Komet von anderem Stern nähert sich Sonne
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Komet 2I/Borisov (Mitte) stammt von einem fremden Stern.

(Foto: picture alliance/dpa)
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Es ist erst das zweite Objekt aus den Tiefen des Alls, das in unserem Sonnensystem entdeckt wird: Ein Komet von einem fremden Stern rast derzeit in Richtung Sonne. Forscher können ihn bereits mit speziellen Instrumenten untersuchen - und lüften die ersten Geheimnisse des interstellaren Gasts.

Was anfangs nur eine Vermutung war, ist nun bestätigt: Ein interstellarer Gast kreuzt durch unser Sonnensystem. Der Komet aus der Tiefe des Weltraums wurde nach seinem Entdecker auf 2I/Borisov getauft und hat das Interesse von Astronomen auf der ganzen Welt geweckt.
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Der weitgereiste Komet war am 30. August vom Amateurastronomen Gennadi Borissow (im Englischen: Gennadiy Borisov) am Margo-Observatorium auf der Krim entdeckt worden - mit einem selbstgebauten Teleskop von 65 Zentimetern Durchmesser. Nachbeobachtungen verschiedener Observatorien bestätigten nicht nur, dass es sich um einen unbekannten Kometen handelt, sondern zeigten auch, dass er nicht aus unserem Sonnensystem stammt. 2I/Borisov ist nach 1I/'Oumuamua von 2017 erst das zweite interstellare Objekt, das bei einem Durchflug unseres Sonnensystems gesichtet wurde.

2I/Borisov bietet Astronomen die seltene Chance, aus der Nähe Einblicke in ein fremdes Sternensystem zu bekommen, bevor er auf Nimmerwiedersehen entschwindet. Erste Beobachtungen zeigen, dass der interstellare Komet denen unseres eigenen Systems ähnelt, wie das astrophysikalische Institut der Kanaren berichtete. "Die gegenwärtige Geschwindigkeit des Kometen ist hoch, ungefähr 150.000 Kilometer pro Stunde, was in dieser Entfernung deutlich oberhalb der typischen Geschwindigkeiten von Objekten liegt, die die Sonne umkreisen", berichtete etwa Davide Farnocchia von der US-Raumfahrtbehörde Nasa in einer Mitteilung.
Weg führt aus Sonnensystem

Der Komet ist den Analysen zufolge auf einer sogenannten Hyperbelbahn unterwegs, die ihn aus unserem System hinausführt - und eindeutig interstellarer Herkunft, wie die Internationale Astronomische Union (IAU) mitteilte. Sie ist auch für die Benennung und Kategorisierung von Himmelskörpern zuständig.

Zu Ehren seines Entdeckers Gennadi Borissow bekam der interstellare Schweifstern, der zunächst unter der Katalognummer C/2019 Q4 geführt worden war, von ihr die Bezeichnung 2I/Borisov - wobei der erste Teil des Namens darauf hinweist, dass es sich um das zweite interstellare Objekt handelt, das in unserem Sonnensystem entdeckt worden ist.

Die Astronomen haben Glück: Im Gegensatz zu 1I/'Oumuamua wurde 2I/Borisov bereits im Anflug gesichtet. So bleiben den Forschern viele Monate für Untersuchungen. "Das Objekt wird Mitte Dezember die größte Helligkeit erreichen und dann noch bis April 2020 mit mittelgroßen Teleskopen zu sehen sein", erläuterte Farnocchia. "Danach wird es bis Oktober 2020 nur noch mit größeren, professionellen Teleskopen zu beobachten sein."

Mehrere Observatorien haben den Besucher bereits ins Visier genommen. So bestimmte ein Team um Karen Meech von der Universität Hawaii, die bereits die Charakterisierung von 1I/'Oumuamua geleitet hatte, in einer ersten Untersuchung den Durchmesser des Himmelsobjekts auf 2 bis 16 Kilometer. Aufnahmen des Gemini-Observatoriums auf Hawaii zeigen einen deutlichen Schweif des Kometen.
Forscher nehmen "Fingerabdruck"

Forscherinnen und Forscher des astrophysikalischen Instituts der Kanaren (IAC) haben bereits ein erstes sogenanntes Spektrum von dem interstellaren Schweifstern gewonnen, das eine Art Fingerabdruck seiner chemischen Zusammensetzung bietet. "Das Spektrum dieses Objekts ähnelt solchen von Kometen unseres Sonnensystems, und das weist darauf hin, dass ihre Zusammensetzung ähnlich sein muss", berichtete IAC-Forscherin Julia de León. Diese Beobachtung lege nahe, dass sich Kometen in anderen Sonnensystemen durch ähnliche Prozesse formen könnten wie in unserem, ergänzte de Leóns Kollege Javier Licandro.

Die Entdeckung von gleich zwei interstellaren Besuchern innerhalb von nur zwei Jahren deutet nach Einschätzung der IAU darauf hin, dass diese Objekte einen neuen Weg zur Erforschung bestimmter Prozesse in anderen Sonnensystemen eröffnen könnten. Wie häufig solche Stippvisiten sind, ist allerdings noch schwer abzuschätzen.

Einen der nächsten interstellaren Besucher könnte möglicherweise eine geplante Satellitenmission der europäischen Raumfahrtagentur Esa abfangen. Die Agentur will bis 2028 auf einer Warteposition in 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde die dreiteilige Raumsonde "Comet Interceptor" (deutsch etwa Kometen-Abfangjäger) stationieren. Sie soll laut Esa-Wissenschaftsdirektor Günther Hasinger entweder auf einen noch unberührten, frischen Kometen aus unserem eigenen Sonnensystem lauern, oder auf einen interstellaren Besucher wie 1I/'Oumuamua.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa https://www.n-tv.de/wissen/Komet-von-an ... 97453.html
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Beobachtung bei Sternleichen - Zerstörte Exoplaneten ähneln unserer Erde

Postby Weltbookadmin47 » 18. Oct 2019 19:42

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Zerstoerte-E ... 36164.html
Beobachtung bei Sternleichen - Zerstörte Exoplaneten ähneln unserer Erde
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Ein toter Stern, ein sogenannter Weißer Zwerg, der von einer Scheibe aus Gesteinstrümmern umkreist wird.

(Foto: University of California, Los Angeles/Mark A. Garlick/markgarlick.com)
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In den Tiefen des Alls entdecken Forscher Spuren von Planeten, die unserer Erde einst sehr stark ähnelten. Ein Hinweis darauf, dass unser Planetensystem in der Milchstraße viele Artgenossen hat. Der Nachteil der Methode: Sie kann nur bereits zerstörte Exoplaneten aufspüren.

Forscher haben auf einem ungewöhnlichen Weg die chemischen Eigenschaften ferner Exoplaneten untersucht: Aus der Analyse von Trümmern zerstörter Planetensysteme schließt das Team um Alexandra Doyle von der University of California in Los Angeles auf die Zusammensetzung der Himmelskörper. Die Auswertung zeige, dass unter den Gesteinsplaneten anderer Sterne viele mit erdähnlichen Eigenschaften sein sollten, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Science". Die Ergebnisse steigern demnach die Chance für die Existenz anderer Erden in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.
Was ist ein Exoplanet?

Die Erde kreist um einen Stern, den wir Sonne nennen. Sieben weitere Planeten ziehen ebenfalls ihre Bahnen um die Sonne: Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch viele andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten - sie befinden sich außerhalb unseres Sonnensystems.

Das Team hatte sechs Weiße Zwerge ins Visier genommen. Das sind die Überreste ausgebrannter Sonnen, die keine Kernfusion mehr betreiben. Sie stürzen unter der eigenen Schwerkraft zu kompakten Kugeln zusammen, werden dadurch so heiß, dass sie weiß leuchten und glühen dann langsam aus. Da die schwereren chemischen Elemente in einem Weißen Zwergstern durch die Gravitation ins Innere sinken, sind im Spektrum dieser "Sternleichen" eigentlich nur Wasserstoff und Helium aus der ehemaligen Sonne zu sehen.

Die starke Schwerkraft eines Weißen Zwergs zerreißt jedoch Asteroiden und Planeten, die um ihn kreisen. Die Atmosphäre des Weißen Zwergs wird dann durch Trümmer seines ehemaligen Planetensystems verunreinigt, die auf ihre ausgebrannte Sonne stürzen. "Mit der Untersuchung des Weißen Zwergs und der Elemente in seiner Atmosphäre beobachten wir die Elemente aus dem Inneren desjenigen Körpers, der den Weißen Zwerg umkreist hat", erläutert Doyle in einer Mitteilung ihrer Universität. "Die Beobachtung eines Weißen Zwergs ist wie eine Autopsie an den Inhalten dessen, was er in seinem Sonnensystem verschlungen hat."

Um die chemische Zusammensetzung einer Sternatmosphäre zu analysieren, spalten Astronomen das Sternenlicht in die Regenbogenfarben auf. In diesem Spektrum verraten prägnante Linien die Anwesenheit einzelner chemischer Elemente, es entsteht eine Art chemischer Fingerabdruck. Auf diese Weise konnte das Team quasi in die ehemaligen Planeten der Weißen Zwerge hineinschauen. Im Spektrum der Sternleichen fahndeten die Forscher nach den sechs häufigsten Elementen in Gestein: Eisen, Sauerstoff, Silizium, Magnesium, Kalzium und Aluminium.
Reste erinnern an Erde und Mars
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Wissen 27.09.19
Neuentdeckung im All Exoplanet verblüfft Astronomen

Es zeigte sich, dass die Planetentrümmer der Weißen Zwerge irdischem und Mars-Gestein sehr ähnlich sind. "Sie sind erdähnlich und marsähnlich im Hinblick auf ihr oxidiertes Eisen", berichtet Doyle. "Wir stellen fest, dass Gestein überall Gestein ist, mit sehr ähnlicher Geophysik und Geochemie." Insbesondere der Oxidationsgrad hat den Forschern zufolge wichtigen Einfluss auf die Atmosphäre, den Kern und die Oberfläche eines Gesteinsplaneten.

"Die gesamte Chemie, die an der Erdoberfläche stattfindet, kann letztlich auf den Oxidationsgrad des Planeten zurückgeführt werden", betont Doyles Institutskollege und Ko-Autor Edward Young. "Die Tatsache, dass wir Ozeane haben und alle notwendigen Zutaten für Leben, lassen sich darauf zurückführen, dass der Planet so oxidiert ist, wie er es ist. Das Gestein steuert die Chemie."
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Quelle: n-tv.de, Till Mundzeck dpa https://www.n-tv.de/wissen/Zerstoerte-E ... 36164.html
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Seltenes Ereignis zu beobachten - Merkur sorgt für "Mini-Sonnenfinsternis"

Postby Weltbookadmin47 » 10. Nov 2019 20:44

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Merkur-sorgt ... 82542.html
Sonntag, 10. November 2019
Seltenes Ereignis zu beobachten - Merkur sorgt für "Mini-Sonnenfinsternis"
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Dieses Bild von Merkur, der vor der Sonne vorbeizieht, wurde mit dem optischen Weltraumteleskop "Hinode" aufgenommen.

(Foto: Hinode/JAXA/NASA/PPARC /dpa)
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Ein seltenes Himmelsschauspiel und ein Höhepunkt des astronomischen Jahres: Am Montag bekommt die Sonne Besuch vom Merkur. Wer durch ein Teleskop mit Spezialausrüstung zur Sonne blickt, sieht den sonnennächsten Planeten als winzigen schwarzen Punkt über die Sonnenscheibe wandern.

Er ist der kleinste und schnellste Planet im Sonnensystem. Am morgigen Montag, dem 11. November wird sich der Merkur von der Erde aus betrachtet auf seiner Umlaufbahn vor die Sonne schieben und eine "Mini-Sonnenfinsternis" verursachen.

Solch ein Weg über die Sonnenscheibe - Merkurtransit genannt - sei selten, er komme nur alle paar Jahre vor, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde aus dem südhessischen Heppenheim, Sven Melchert. Das letzte Mal sei dies im Mai 2016 passiert, den nächsten Transit gebe es erst im Jahr 2032.
Kleines Teleskop und Sonnenfilter notwendig

Das Schauspiel beginnt demnach exakt um 13.35 Uhr und 29 Sekunden. Dann stoße der kleine Planet an den Sonnenrand und starte als schwarzer Punkt die Reise fast exakt über die Mitte der Sonne. Um das Schauspiel - wenn das Wetter mitspielt - beobachten zu können, brauche man ein kleines Teleskop und unbedingt sichere Sonnenfilter, sagte Melchert. Mit einem Blick durch die bekannten Sonnenfinsternis-Brillen könne man den Punkt nicht erkennen.

Auf keinen Fall sollten Himmelsgucker auf den Gedanken verfallen, etwa durch ein Fernglas ohne Spezialfilter auf die Sonne zu blicken - eine sofortige Erblindung könnte die Folge sein. Astronomen raten daher, das Ereignis unter Anleitung von Experten zu verfolgen.
Volkssternwarten öffnen je nach Wetter
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Der Merkurtransit ist nur mithilfe eines Teleskops zu beobachten.

(Foto: imago/localpic)

Gelegenheit dazu dürfte sich am Montag reichlich bieten, falls die Sonne hinter den Novemberwolken hervorkommt. Dann wollen viele Volkssternwarten ihre Pforten wegen des Merkurtransits öffnen, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und das Haus der Astronomie in Heidelberg mitteilten.

Allerdings ist laut Deutschem Wetterdienst während des Merkurdurchgangs vielerorts mit bewölktem Himmel zu rechnen. Im Osten und Süden könnte es aber abseits zäher Nebel- oder Hochnebelfelder bis zum Montagabend auch längere freundliche Abschnitte geben.

Freien Blick auf die Sonne vorausgesetzt, wird in unseren Breiten die erste Hälfte des Merkurtransits vom frühen Montagnachmittag bis zum Sonnenuntergang zu sehen sein. Mit kleinen Abweichungen je nach Beobachtungsstandort beginnt er um 13.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit, wenn Merkur quasi an den linken Rand der Sonne stößt.
Reise dauert fast drei Stunden

In der Folgezeit zieht der kleinste Planet des Sonnensystems als winziger schwarzer Punkt fast exakt über die Mitte der Sonnenscheibe. Doch obwohl Merkur der schnellste Planet am Himmel ist, dauert seine Reise vom Sonnenrand bis zur Sonnenmitte fast drei Stunden: Erst um 16.20 Uhr hat Merkur die Sonne zur Hälfte überquert, wie die VdS und das Haus der Astronomie weiter berichten.

Um diese Uhrzeit neigt sich allerdings die Sonne am Himmel über Deutschland bereits ihrem Untergang entgegen. In Berlin sinkt unserer Zentralgestirn um 16.20 Uhr unter den Horizont, weiter westlich gegen 17.00 Uhr. Mit der Sonnenscheibe verschwindet dann natürlich auch der "schwarze" Merkur.
Hier kann man ganzen Weg verfolgen

Fast den ganzen Weg des Planeten könne man auf den Kanarischen Inseln verfolgen, so Melchert. An der Ostküste der USA sowie in Mittel- und Südamerika könne auch das gesamte Schauspiel gesehen werden.

Der Merkur ist der Sonne am nächsten. Ein Umlauf des Planeten um den Stern dauert 88 Tage. Der Umfang des kleinsten Planeten unseres Sonnensystems liegt bei gut 15.000 Kilometern - bei der Erde sind es rund 40.000 Kilometer.
Wissen 30.04.15
Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Merkur-sorgt ... 82542.html
Quelle: n-tv.de, abe/dpa/AFP
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Hinweise auf zweiten Planeten - Kreist eine Supererde um Proxima Centauri

Postby Weltbookadmin47 » 16. Jan 2020 12:58

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Kreist-eine- ... 10947.html
Hinweise auf zweiten Planeten - Kreist eine Supererde um Proxima Centauri ?
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Computergrafik des Proxima-Centauri-Planetensystems. Der neu entdeckte Exoplanet Proxima c (r.) umkreist in etwa 5,2 Jahren seinen Wirtsstern. Das System umfasst auch den kleineren Proxima b (l.), entdeckt im Jahr 2016.

(Foto: Lorenzo Santinelli/dpa)
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Proxima Centauri ist unser nächster Nachbarstern im Weltall. Und der hat womöglich mehr Planeten als bisher gedacht. Forscher finden Hinweise auf eine sogenannte Supererde - es wäre der zweite Exoplanet des Zwergsterns. Bestätigt sich der Verdacht, könnte dies gängige Theorien über den Haufen werfen.

Unser nächster Nachbarstern hat vermutlich einen zweiten Planeten. Das schließt ein internationales Forscherteam aus der detaillierten Analyse von 17,5 Jahren Präzisionsbeobachtungsdaten von Proxima Centauri. Der Rote Zwergstern wird demnach nicht nur vom ungefähr erdgroßen Planeten Proxima b umkreist, sondern auch von einer sogenannten Supererde mit mindestens der sechsfachen Masse unseres Heimatplaneten, wie das Team um Mario Damasso vom Astrophysikalischen Observatorium Turin im Fachblatt "Science Advances" berichtet. Weitere Beobachtungen seien jedoch nötig, um die Existenz des zweiten Planeten, Proxima c, zu bestätigen.
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Wissen 25.08.16
"Proxima Centauri b" bewohnbar? Erdähnlicher Planet nahe des Sonnensystems entdeckt

Proxima Centauri ist mit einer Entfernung von 4,2 Lichtjahren der nächste Nachbarstern unserer Sonne. Er gehört zur Gruppe der Roten Zwerge, die rund drei Viertel aller Sterne in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, stellen. 2016 hatten Astronomen bei Proxima Centauri einen Planeten entdeckt, Proxima b, der ungefähr so groß und so schwer ist wie die Erde und in der sogenannten bewohnbaren Zone um den Stern kreist. Das bedeutet, dass die Temperaturen auf ihm die Existenz von flüssigem Wasser erlauben, das als Grundvoraussetzung von Leben gilt, wie wir es kennen. Ob es allerdings überhaupt Wasser auf Proxima b gibt oder gar Leben, ist unbekannt.
Planet verrät sich durch seine Schwerkraft

Der Planet hatte sich durch seine Schwerkraft verraten, mit der er im Takt seines Umlaufs an dem Roten Zwergstern rüttelt. Proxima b umkreist seine Zwergsonne rund alle elf Tage. In diesem Rhythmus schwankt der Stern von der Erde aus gesehen leicht vor und zurück. Das lässt sich über den Dopplereffekt messen, eine feine Änderung der Wellenlängen durch die Bewegung des Sterns: So wie die Sirene eines Polizeiautos heller klingt, solange es sich auf den Beobachter zubewegt, und dunkler, wenn es vom Beobachter wegrast, leuchtet ein Stern etwas blauer, während er sich auf den Beobachter zubewegt, und etwas roter, wenn er sich entfernt.
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Wissen 12.09.19
Alternativen zur Erde? Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Markante Wellenlängen in der Strahlung eines Sterns lassen sich extrem genau messen. Mit der genauen Analyse von Beobachtungsdaten aus etwas mehr als 17 Jahren stießen die Astronomen nun auf einen Hinweis für einen weiteren Planeten von Proxima Centauri, der den Roten Zwerg in etwas mehr als fünf Jahren umkreist und mindestens 5,8 Mal so schwer ist wie unsere Erde. Damit fiele der neu entdeckte Begleiter, Proxima c, in die Kategorie der Supererden. Das ist eine Sammelbezeichnung für Planeten, die bis etwa zehnmal soviel Masse haben wie die Erde und damit vermutlich Gesteinsplaneten sind.
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Modelle müssten angepasst werden
Was ist ein Exoplanet?

Die Erde und sieben weitere Planeten kreisen um einen Stern, den wir Sonne nennen. Aber die Sonne ist nur ein Stern von Abermilliarden in unserer Milchstraße. Wie Forscher im Jahr 1995 erstmals beobachten konnten, werden auch andere Sterne von Planeten umkreist. Man spricht dann von extrasolaren Planeten oder Exoplaneten.

Bestätigt sich die Existenz von Proxima c, stellt er eine Herausforderung für die gängigen Modelle der Entstehung von Supererden dar. Bislang gehen Forscher davon aus, dass sich solche Planeten nahe der Schneegrenze um einen Stern bilden. Das ist die Mindestentfernung vom Stern, in der Wasser aufgrund der abnehmenden Temperaturen gefrieren kann.

Der Orbit von Proxima c liegt jedoch weit entfernt von der Schneegrenze in den eisigen Außenbezirken um Proxima Centauri. Die Planetenproduktionsmodelle müssten daher möglicherweise angepasst werden.
Bilder und Videos https://www.n-tv.de/wissen/Kreist-eine- ... 10947.html
Quelle: ntv.de, Till Mundzeck, dpa
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