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Erstmals seit 25 Jahren - Deutscher Satellit ins All gebracht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jan 2017 12:49

http://www.n-tv.de/wissen/Deutscher-Sat ... 72152.html
Samstag, 28. Januar 2017
Erstmals seit 25 Jahren - Deutscher Satellit ins All gebracht

Hinter dem etwas sperrigen Namen Hispasat 36W-1 verbirgt sich der seit mehr als 20 Jahren erste deutsche Satellit, der ins All geschossen wird. Das Gerät ist der erste Teil der neuen Satellitenplattform SmallGEO, die der Kommunikation dient.

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Eine Sojus-Rakete hat den ersten in Deutschland gebauten Telekommunikationssatelliten seit mehr als 25 Jahren ins All gebracht. Sie setzte Hispasat 36W-1 in der Nacht im Orbit aus, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Das High-Tech-Gerät ist der erste Einsatz der Satellitenplattform SmallGEO, die vom Bremer Unternehmen OHB im Rahmen eines Programms der europäischen Raumfahrtagentur Esa entwickelt wurde.

Ziel des Programms ist nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auch, für die deutsche Industrie verlorenes Terrain im Raumfahrtmarkt zurückzugewinnen. Die Plattform soll Grundlage für weitere Satelliten sein - acht sind bereits in Produktion. OHB steigt damit in den hart umkämpften Telekommunikationsmarkt ein.
Geostationärer Orbit

Die Sojus-Rakete mit Hispasat 36W-1 an Bord startete vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana ins All. Die Mission dauerte gut eine halbe Stunde. Der Satellit muss nun noch aus eigener Kraft auf seine endgültige Umlaufbahn in rund 36.000 Kilometern Höhe gelangen. Diese Flughöhe wird als geostationärer Orbit bezeichnet, weil Satelliten in dieser Entfernung stets über dem gleichen Punkt auf der Erdoberfläche bleiben.

SmallGEO ist eine Plattform für kleinere geostationäre Kommunikationssatelliten mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen. Als Plattform wird das Grundgerüst eines Satelliten bezeichnet, das etwa Antrieb, Steuerung und Stromversorgung sicherstellt. Darauf wird dann die Nutzlast montiert, die die jeweils gewünschten Kommunikationsdienste sicherstellt.
Premiere für Arianespace
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Die Entwicklung der SmallGEO-Plattform und der Bau des ersten Satelliten wurden nach DLR-Angaben mit mehr als 300 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert, davon steuerte Deutschland rund 150 Millionen Euro bei. OHB hat rund zehn Jahre an der Entwicklung von SmallGEO gearbeitet, dabei kam es zu deutlichen Verzögerungen - ursprünglich sollte der erste Satellit schon 2012 starten. Laut dem Hersteller hat der erste SmallGEO-Satellit inklusive aller technischen Ausrüstung, die von Zulieferern stammt, rund 400 Millionen Euro gekostet.

Hispasat 36W-1 soll für den spanischen Betreiber Hispasat unter anderem die Kanarischen Inseln und Südamerika mit Kommunikationsdiensten versorgen. Das knapp vier Meter hohe und etwa zwei Meter breite Flugobjekt wog beim Start rund drei Tonnen. Auch für den Raketenbetreiber Arianespace war die Mission am späten Freitagabend Ortszeit eine Premiere. Erstmals nutzte er eine russische Sojus-Rakete, um einen Telekom-Satelliten von Kourou aus in die Übergangsbahn zum geostationären Orbit zu bringen. Arianespace hat drei Raketen im Arsenal: die große europäische Ariane 5, die mittelgroße Sojus und die kleine europäische Vega.

Quelle: n-tv.de , mli/dpa
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Venus strahlt im Südwesten - Düsterer Mond in Halbschattenfinsternis

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Feb 2017 10:39

http://www.n-tv.de/wissen/Duesterer-Mon ... 40447.html
Venus strahlt im Südwesten - Düsterer Mond in Halbschattenfinsternis

Maximale Helligkeit und leichte Verdunkelung: Die Venus erstrahlt in ihrem größten Glanz. Der Mond wird dagegen vom Halbschatten der Erde getroffen - das ist etwas für besonders aufmerksame Beobachter. Außerdem gibt es eine ringförmige Sonnenfinsternis.

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Den frühen Abendhimmel im Februar beherrscht Venus mit ihrem Glanz. Schon kurz nach Sonnenuntergang kann man sie als Lichtpünktchen hoch im Südwesten ausmachen. Mit Einbruch der früh einsetzenden Dunkelheit wird unser innerer Nachbarplanet zu einem hell strahlenden, unübersehbaren Gestirn. Mitte Februar strahlt Venus mit maximaler Helligkeit. Vier Wochen später wird sie sich rasch vom Abendhimmel verabschieden. Ende März wird sie dann als Morgenstern vor Sonnenaufgang tief am Osthimmel erscheinen.
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Totale und partielle Mondfinsternis: Wenn die Erde Schatten wirft Totale und partielle Mondfinsternis: Wenn die Erde Schatten wirft Totale und partielle Mondfinsternis: Wenn die Erde Schatten wirft Totale und partielle Mondfinsternis: Wenn die Erde Schatten wirft Totale und partielle Mondfinsternis Wenn die Erde Schatten wirft

Vollmond wird am 11. Februar um 1.33 Uhr erreicht, was diesmal mit einer Halbschattenfinsternis verbunden ist. Der Mond wird dabei nicht vom Kernschatten der Erde verdunkelt, sondern nur vom Halbschatten getroffen, der den Kernschatten umgibt.

Am Abend des 10. kreuzt der Mond die Erdbahnebene von Süd nach Nord. Dabei gelangt er vollständig in den Halbschatten der Erde. Der Eintritt des Mondes in den Schatten erfolgt um 23.32 Uhr. Um 3.55 Uhr endet die Finsternis mit dem Austritt. Halbschattenfinsternisse werden oft gar nicht wahrgenommen. Ein– und Austritt bleiben grundsätzlich unbeobachtbar. Zur Mitte der Finsternis um 1.44 Uhr bemerkt der aufmerksame Beobachter jedoch eine leichte Verdunkelung des Mondes, die vor allem in seinem Norden zu erkennen ist, denn der Nordrand berührt fast den Kernschatten der Erde.
Mars fällt kaum auf
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Mars ist wie Venus am Abendhimmel vertreten. Allerdings ist er wesentlich lichtschwächer als Venus und fällt kaum auf. Der Rote Planet wandert durch das Sternbild Fische und überholt am 27. den sonnenfernen Uranus. Dieser grünliche Planet ist allerdings nur in einem Fernglas oder Teleskop zu erkennen. Bald nach halb zehn Uhr abends wird Mars in den Dunstschichten am Westhorizont unsichtbar und geht wenige Minuten vor 22.00 Uhr unter. Am letzten Februartag gesellt sich die dünne Sichel des zunehmenden Mondes zu Venus und Mars. Das Dreigestirn ist gegen 20.00 Uhr über dem Westhorizont zu sehen.

Jupiter im Sternbild Jungfrau erscheint immer früher am Osthimmel. Anfang Februar geht er eine halbe Stunde vor Mitternacht auf, zu Monatsende bereits einer Viertelstunde vor 22.00 Uhr. Der Riesenplanet ist am günstigsten in der zweiten Nachthälfte zu beobachten. Er hält sich in der Nähe von Spica auf, dem bläulich-weißen Hauptstern der Jungfrau.

Jupiter passiert den fernsten Punkt seiner elliptischen Bahn um die Sonne am 17. Februar. Ihn trennen an diesem Tag 816 Millionen Kilometer vom Tagesgestirn. Damit ist er fünfeinhalb Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde. Das Sonnenlicht ist eine Dreiviertelstunde unterwegs, um Jupiter zu erreichen. Seinen sonnennächsten Bahnpunkt wird Jupiter erst am 20. Januar 2023 durchlaufen. Dann wird er nur noch 740 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt sein.

Saturn hält sich am Morgenhimmel auf. Der Ringplanet wandert durch den Schlangenträger und überschreitet am 24. die Grenze zum Sternbild Schütze. Am 21. zieht die abnehmende Mondsichel nördlich an Saturn vorbei.
Fixsternhimmel hat noch winterlichen Charakter

Der abendliche Fixsternhimmel zeigt noch winterlichen Charakter. Allerdings hat sich die Szenerie der Winterbilder deutlich nach Westen verschoben. Der Himmeljäger Orion ist im Südwesten zu sehen, gefolgt vom hellen, bläulich-weißen Sirius. Hoch über unseren Köpfen erblickt man die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux am Beginn der Ketten. Die gelbliche Kapella steht zenitnah, während Aldebaran im Stier hoch im Westen seinen Platz einnimmt. Prokyon im Kleinen Hund passiert eben den Meridian. Am Osthimmel ist der Löwe erschienen, Leitbild des Frühlingshimmels, während das Sternbild Jungfrau erst im Aufgang begriffen ist. Der Große Wagen schiebt sich im Nordosten empor.

Der zunehmende Halbmond wandert in der Nacht vom 5. auf 6. vor dem Regengestirn vorbei, besser bekannt als Sternhaufen der Hyaden. Dabei bedeckt er mehrere der Hyadensterne. Es ist spannend zu verfolgen, wie die einzelnen Sterne nacheinander am dunklen Mondrand verschwinden. Diese Sternbedeckungen sind am besten mit einem Fernglas zu verfolgen. Gegen Mitternacht zieht der Mond ganz knapp südlich an Aldebaran vorbei.
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Blick "an den Rand des Universums" Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon
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Ringförmige Sonnenfinsternis

Am 6. kommt der Mond am frühen Nachmittag mit 368.820 Kilometer in Erdnähe. In Erdferne hält sich unser Nachbar im Weltall am 18. auf, wobei ihn 404.380 Kilometer von uns trennen. Neumond tritt am 26. um 15.58 Uhr ein. An diesem Tag kommt es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die allerdings von Europa aus unbeobachtbar bleibt. Die Zone der ringförmigen Phase zieht sich vom Südpazifik über die Südspitze Südamerikas und den Südatlantik und endet bei Sonnenuntergang am südwestafrikanischen Festland.

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 16. verlässt sie morgens das Sternbild Steinbock und wechselt in das Sternbild Wassermann. Am 18. tritt sie mittags in das Tierkreiszeichen Fische. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um gut neun Grad zu. Die Tageslänge wächst in Hamburg um eine Stunde und 48 Minuten, in München um eine Stunde und 28 Minuten.
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250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Temperaturen von minus 125 Grad - Esa stellt Eisspirale auf dem Mars vor

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Feb 2017 13:39

http://www.n-tv.de/wissen/Esa-stellt-Ei ... 85516.html
Freitag, 03. Februar 2017
Temperaturen von minus 125 Grad - Esa stellt Eisspirale auf dem Mars vor

Regelmäßig liefern Nasa und Esa faszinierende Bilder aus dem Weltraum. Dieses Mal stellen sie die permanente Eiskappe des Mars vor: Sie ist mehrere Kilometer dick und Tausende breit - und spiralförmig wie ein Hurrikan.

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Schneebedeckte Hügel, durchzogen von tiefen Gräben: Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat Bilder der Nordpol-Eiskappe des Planeten Mars veröffentlicht. Sie wurden aus Aufnahmen der Esa-Sonde "Mars Express" zusammengesetzt.
Die "nördliche Schlucht" ist fast 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometer breit.
Die "nördliche Schlucht" ist fast 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometer breit.
(Foto: picture alliance / EsA/ESA/DLR/F)

Die permanente Eiskappe des Roten Planeten hat einen Durchmesser von etwa 1100 Kilometer. Mithilfe von Radarmessungen fanden Esa und die US-Raumfahrtagentur Nasa weiterhin heraus, dass die Eisschichten bis zu zwei Kilometer dick sind.

Die Eiskappe besteht aus einem Gemisch aus Wassereis und Eis aus Kohlenstoffdioxid. Ihre spiralähnliche Form stammt nach Information der Esa vermutlich von starken Wirbelwinden, ähnlich wie bei Hurrikans.
Von fest zu gasförmig - ohne flüssig

Im Marswinter fallen die Temperaturen am Nordpol auf unter minus 125 Grad Celsius, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Zu dieser Jahreszeit kondensiere ein Teil des Kohlenstoffdioxids aus der Marsatmosphäre zu Eis und riesle dann auf den Boden. Dadurch wachse die Wintereiskappe auch Richtung Süden an.
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Nach dem Winter geht das Kohlendioxid-Eis vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über, lässt aber die Wassereisschichten zurück. Durch die großen Temperaturunterschiede zwischen dem Polargebiet und den gemäßigten Breiten entstehen laut DLR auf dem Mars starke Stürme.

Auffällig auf den Bildern ist ein großer Graben, der fast 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometer breit ist. Die Forscher nennen ihn die "nördliche Schlucht". "An den steilen Abhängen sind Schichtungen zu sehen, die - ähnlich wie Baumringe - den jahreszeitlichen Wechsel von Eisablagerung und Staubbedeckung durch die Marsstürme widerspiegeln", erläuterte das DLR. Diese Schichtprofile könnten Forschern Aufschlüsse über die Entwicklung des Marsklimas geben.
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Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

Quelle: n-tv.de , chr/dpa
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Sichtbar oder nicht ? - Halbschattenfinsternis legt sich auf den Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Feb 2017 12:33

http://www.n-tv.de/wissen/Halbschattenf ... 96446.html
Freitag, 10. Februar 2017
Sichtbar oder nicht ? - Halbschattenfinsternis legt sich auf den Mond

In der kommenden Nacht fällt der Erdschatten teilweise auf den Vollmond, auch "Schneemond" genannt. Ob interessierte Beobachter das Schauspiel verfolgen können, hängt sehr vom Wetter ab. Wann und wo gibt es die besten Chancen?

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Das Beobachten der Halbschattenfinsternis des Vollmondes dürfte in der Nacht zum Samstag wetterbedingt zum Glücksspiel werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet Mondguckern schlechte Chancen aus - und das, obwohl noch zahlreiche Unsicherheiten eine präzise Vorhersage erschweren.

"Wenn sich das Höhentief über Frankreich nach Deutschland verlagert, wird es viele Wolken und wenig Chancen auf einen freien Blick zum Himmel geben", sagte der Meteorologe Adrian Leyser. "Wenn das Tief ausbleibt, besteht vielerorts Wahrscheinlichkeit für Hochnebel - also ebenfalls schlechte Sicht." Gebietsweise könne die Wolken- oder Nebeldecke natürlich immer mal aufreißen.
Mit bloßem Auge oder Fernglas am besten zu sehen

"Die beste Zeit zum Beobachten dürfte am frühen Samstag etwa zwischen 01.00 Uhr und 02.30 Uhr sein", sagte der Leiter des Planetariums im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, Björn Voss. Richtig dunkel werde der Mond nicht werden. "Mit bloßem Auge oder Fernglas ist es am besten zu sehen. Es wird aber nur ein Hauch von Dunkelheit auf dem Mond liegen. Das fällt auch nur auf, wenn man weiß, wonach man sucht." Laut Thomas Wolf von der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Heppenheim wird der Mond "seine übliche Farbe nicht verändern", er wird also kein Blutmond werden.

Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde erfolgt am späten Freitagabend etwa eine halbe Stunde vor Mitternacht. Die Kernzeit der Halbschattenfinsternis ist für 01.44 Uhr zu erwarten. Gegen 04.00 Uhr am Samstagmorgen ist das Schauspiel mit dem Austritt beendet.
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Im Gegensatz zur totalen und zur partiellen Finsternis wird der Mond bei einer Halbschattenfinsternis nur vom Halbschatten der Erde bedeckt. Da die Mondoberfläche dabei noch direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, wird diese Art von Mondfinsternis oft übersehen und mit einem normalen Vollmond verwechselt.

Oft wird der Vollmond im Februar auch als "Schneemond" bezeichnet - diese astrologische Bezeichnung stammt ursprünglich von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie hatten für jeden Vollmond einen eigenen Namen: etwa "Wolfsmond" für den im Januar, weil die hungrigen Wölfe im Winter besonders laut heulen. Und "Schneemond" im Februar, weil dann in der Regel der meiste Schnee fällt. Andernorts wird er auch "Sturmmond" oder "Hungermond" genannt.
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250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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2-JAHRESRÜCKBLICK Forschung Universum

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Feb 2017 13:50

2-JAHRESRÜCKBLICK
Forschung Universum

forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

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Neuer Trick macht es möglich - Forscher entdecken uralte Galaxien

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Feb 2017 13:58

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entd ... 00284.html
Neuer Trick macht es möglich - Forscher entdecken uralte Galaxien

Von Kai Stoppel

Wissenschaftler gelingt erstmals der Blick auf eine bisher verborgene Welt: Sie entdecken extrem lichtschwache Galaxien aus der Frühzeit des Universums. Ihr Nachweis könnte eine wichtige Frage klären.

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Zum ersten Mal ist Wissenschaftlern ein Blick auf Galaxien gelungen, die ihnen bisher verborgen waren. Denn sie sind unvorstellbar weit entfernt und leuchten nur sehr schwach. Sie liegen am Rand des beobachtbaren Universums und sind uralt: entstanden rund 650 Millionen Jahre nach dem Urknall, also vor mehr als 13 Milliarden Jahren.
Reionisierungsepoche

Die Frühzeit des Universums lässt sich in unterschiedliche Phasen unterteilen. Eine von diesen ist die sogenannte Reionisierungsepoche, die bis etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall (vor fast 13,8 Milliarden Jahren) andauerte.

Sie folgt auf das "Dunkle Zeitalter", das is etwa 150 Millionen Jahre nach dem Urknall dauerte. In diesem war das All von gewaltigen Gasmassen erfüllt, es gab aber keine leuchtenden Sterne. Diese bildeten sich erst, nachdem sich an bestimmten Stellen im Universum Gaswolken verdichteten, zusammenballten und als Sterne zu leuchten begannen. Aus diesen Sternen formten sich die ersten Galaxien.

Ihre Strahlung veränderte die Eigenschaft der übrigen Gaswolken - sie wurden ionisiert. Die Elektronen der Wasserstoff-Atome trennten sich vom Atomkern. Dieser Zustand hält bis heute an.

Gleich 167 dieser Objekte sind nun bestätigt worden. Entdeckt wurden sie von den Forschern Rachel Livermore und Steven Finkelstein von der University of Texas gemeinsam mit Jennifer Lotz vom Space Telescope Science Institute in Baltimore. "Diese Galaxien sind eigentlich sehr häufig", sagte Livermore. Es sei daher sehr zufriedenstellend, sie nun nachweisen zu können.

Das war bisher nicht möglich, denn selbst für das leistungsfähige Hubble-Weltraumteleskop waren die uralten Galaxien einfach zu düster. Zwar können Forscher mit einem Trick lichtschwache Galaxien aufspüren. Aber die jetzt entdeckten sind noch zehnfach lichtschwächer als alles bisher Bekannte. Um diese Galaxien sichtbar zu machen, musste erst ein weiterer Kniff erdacht werden.
Neue Methode macht Verborgenes sichtbar

Ein bisher geläufiger Trick ist der Rückgriff auf sogenannte Gravitationslinsen. Dafür richten Forscher ein Teleskop auf massereiche Galaxienhaufen. Diese sind so unglaublich schwer – bis zu mehrere Billionen Mal schwerer als die Sonne – dass ihre Schwerkraft Lichtstrahlen förmlich verbiegt. Sie wirken daher wie Vergrößerungslinsen für die dahinter liegenden, noch viel ferneren Galaxien.

Die US-Forscher nutzten in diesem Fall die hellen Galaxienhaufen Abell 2744 und MACS 0416 als Gravitationslinsen. Beide sind einige Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und damit im Vergleich zu den uralten Galaxien vergleichsweise nah. Das Problem dabei: "Wir wollten sehr lichtschwache Galaxien finden, indem wir auf sehr helle Objekte blicken," erklärte Lotz. In etwa so schwierig, wie Sterne am hell erleuchteten Mittagshimmel zu entdecken.

Doch die Forscher fanden einen weiteren, neuen Trick: Lotz entwickelte eine Methode, um das Licht der Galaxienhaufen einfach aus dem aufgenommenen Bild zu entfernen. Dafür wurde die unterschiedliche Lichtqualität der verschiedenen Quellen genutzt. "Dies hat es uns ermöglicht, mehr und lichtschwächere Galaxien zu entdecken als jemals zuvor", so Lotz.
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Das All begann zu leuchten

Die Entdeckung der dunklen Galaxien ist aus Sicht der Wissenschaftler ein wichtiger Schritt. Sie gibt Auskunft über eine wenig erforschte, frühe Phase des Universums. In ihr entstanden Objekte, die so viel Energie ausstrahlten, dass die Wasserstoffwolken zwischen ihnen ionisiert wurden. Diese Phase wird Reionisierungsepoche genannt.

Die Frage war bisher: Woher stammte die ganze Energie, die diese Phase prägte? Von den allerersten Sternen und Galaxien im Universum, so lautet eine Theorie. Die Beobachtungen der US-Forscher scheinen dies zu bestätigen. Vor allem die große Zahl der entdeckten Objekte spricht dafür. Denn damit die Reionisierung durch Galaxien funktioniert, erklärte Finkelstein, "muss es sehr, sehr viele von ihnen geben".
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Quelle: n-tv.de

Kai Stoppel ist Redakteur für Wirtschaft und schreibt auch für das Ressort Wissen bei n-tv.de.
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Neue Hinweise auf Leben im All ? - Organische Verbindungen auf "Ceres"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Feb 2017 14:16

http://www.n-tv.de/wissen/Organische-Ve ... 05842.html
Neue Hinweise auf Leben im All ? - Organische Verbindungen auf "Ceres"

Wasser gilt als Grundlage für Leben - auch außerhalb der Erde. Doch auch Kohlenstoffverbindungen könnten ein Hinweis darauf sein. Diese wurden nun auf dem Zwergplaneten "Ceres" gesichtet.

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Die Raumsonde "Dawn" hat auf dem Zwergplaneten Ceres Kohlenstoffverbindungen erspäht, die bei der Entstehung von Leben eine Rolle gespielt haben können. Die sogenannten aliphatischen organischen Verbindungen ähneln teerartigen Mineralen. Eine internationale Forschergruppe um Maria Cristina De Sanctis vom italienischen Institut für Astrophysik INAF in Rom stellt die Beobachtungen im Fachblatt "Science" vor.

Der Fund eröffne die Möglichkeit, dass sich auf dem Zwergplaneten einfaches Leben entwickelt haben könnte, heißt es in einem Begleitkommentar in "Science".
Deutliche Signatur

Die Sonde der US-Raumfahrtagentur Nasa hat den Forschern zufolge die Signatur von Methyl- (CH3) und Methylengruppen (CH2) gemessen, die in aliphatischen organischen Verbindungen vorkommen. "Es ist das erste Mal, dass wir so eine deutliche Signatur auf einem extraterrestrischen Himmelskörper sehen", sagt De Sanctis in einem erläuternden Video.

Um welche Moleküle es sich genau handelt, lässt sich aus den Messdaten allerdings nicht ersehen. Die Beobachtung belege aber, dass es organisches Material im Asteroidengürtel gebe, betont Michael Küppers von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in seinem Begleitkommentar.

Ceres ist mit einem mittleren Durchmesser von etwa 940 Kilometern der größte Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter.
Aus dem Inneren des Zwergplaneten

Die organischen Verbindungen sind in einem etwa 1000 Quadratkilometer großen Gebiet um den rund 50 Kilometer messenden Krater Ernutet auf der Oberfläche des Zwergplaneten verteilt, berichten die Forscher um De Sanctis. Es sei unwahrscheinlich, dass sie durch den Einschlag eines anderen Himmelskörpers auf Ceres gelangt seien, da die Hitze des Aufpralls die Verbindungen zerstört hätte.
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Zudem entspreche die Verteilung nicht dem erwarteten Muster nach einem Einschlag. Da es viele kohlenstoffreichen Böden, Wasser und möglicherweise Wärme auf dem Zwergplaneten gebe, seien die organischen Verbindungen wahrscheinlich im Inneren des Himmelskörpers entstanden, meinen die Forscher. "Wir haben eine Menge interessanter Chemie auf Ceres", unterstreicht De Sanctis.
Unterirdischer Ozean vermutet

Möglicherweise beherberge Ceres einen unterirdischen Ozean, schreibt Küppers. Dort könnten sich einfache Lebensformen entwickelt haben. Wie unser Nachbarplanet Mars und mehrere Eismonde von Jupiter und Saturn könnte der Zwergplanet daher ein potenzieller Hort für außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem sein. Das lasse sich aber wie bei den anderen Objekten erst durch künftige Weltraummissionen klären, erläutert Küppers.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Leben sehr wahrscheinlich Sensationsfund der Nasa: Es gibt flüssiges Wasse

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Feb 2017 11:21

http://www.ingenieur.de/Branchen/Luft-R ... asser-Mars
Leben sehr wahrscheinlich Sensationsfund der Nasa: Es gibt flüssiges Wasser auf dem Mars

Es ist eine Sensation: Die US-Weltraumbehörde Nasa hat flüssiges Wasser auf dem Mars gefunden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, dass es auf dem Roten Planeten Leben gibt.
Fließrinnen von Wasser auf dem Mars
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Hale-Krater auf dem Mars: Die Aufnahmen der Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter zeigen dunkle schmale Fließrinnen. Sie stammen tatsächlich von flüssigem Wasser.
Foto: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona
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Die Worte, die Planetenforscher Jim Green heute gesprochen hat, sind eine Sensation. „Der Mars ist nicht der trockene, ausgedörrte Planet, für den wir ihn in der Vergangenheit gehalten haben“, sagte Green, der Leiter des Planetenprogramms der Nasa. „Unter bestimmten Gegebenheiten wurde fließendes Wasser auf dem Mars gefunden.“ Flüssiges Wasser auf dem Mars? Das würde bedeuten: Leben auf dem Mars ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.

Und wie viel Wasser gibt es? Ein Fluss? Oder eine Pfütze? Nein, laut Nasa handelt es sich eher um eine Art feuchten Boden als um ein stehendes Wasser. Doch Green ist überzeugt: „Damit revolutioniert sich unser Verständnis des Planeten.“

Die Nasa musste für diese Entdeckung tief in die Trickkiste greifen: Die Auflösung des Spektrometers, mit der die Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) die chemische Zusammensetzung des Marsbodens untersucht, war bislang nämlich nicht hoch genug – ein Bildpunkt (Pixel) entspricht einem 18 m großen Bereich und ließ sich nur in Kombination mit anderen Pixeln auswerten. Deswegen haben die Forscher ein Verfahren entwickelt, mit dem sie jetzt auch einzelne Bildpunkte analysieren können.
Erosionsrinnen der Mars-Krater stammen tatsächlich von fließendem Wasser

Mit dem neuen Verfahren nahmen sie wenige Meter schmale Erosionsrinnen an den Hängen der Mars-Krater unter die Lupe, die sich zwischen 2006 und 2009 sichtbar verlängerten – immer dann, wenn die Temperaturen im Mars-Sommer über -20 °C und gelegentlich auch über den Gefrierpunkt stiegen. Bislang war unklar, ob fließendes Wasser oder Kohlendioxid die Rinnen verursacht.
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Auch diese schmalen dunklen Streifen am Hang des Horowitz-Kraters stammen von fließendem Wasser. Sie sind in etwa so lang wie ein Fußballfeld.
Foto: NASA/JPL-Caltech/University of Arizona

Dieses Rätsel haben die Forscher jetzt geknackt: Sie konnten in den Bildpunkten der Erosionsrinnen die Signatur von Kristallen mit eingeschlossenem Wasser, sogenannten Salzhydraten, nachweisen. Sie absorbieren im Marssommer Luftfeuchtigkeit und bilden eine Salzlauge, die zwischen -70 °C und +24 °C flüssig ist, die Kraterwände herunterfließt, anschließend verdunstet und feuchte Salze hinterlässt. Entsprechende Hinweise auf diesen Mechanismus hatte auch schon der Marsrover Curiosity im April diesen Jahres geliefert.
Forscher halten Leben auf dem Mars für sehr wahrscheinlich

Und welche Folgen hat diese Entdeckung? Weitreichende. Denn wo es Wasser gibt, da sei auch die Wahrscheinlichkeit für Leben hoch, sagt Green. „Das zeigt allein schon das Beispiel Erde.“ Alfred McEwen, Planetenforscher an der Universität Arizona, hält Leben auf dem Mars nach diesem Sensationsfund ebenfalls für sehr wahrscheinlich. Die Forscher wissen jetzt, wo sie nach Spuren von Mikroben suchen müssen.

Darüber verändert die Entdeckung flüssigen Wassers die Konzeption zukünftiger Mars-Missionen. Denn Wasser könnten Menschen auf dem Roten Planeten nicht nur trinken, sondern daraus auch Sauerstoff und Treibstoff für eine Rückkehr zur Erde generieren.
Gefrorenes Wasser ist längst kein Geheimnis mehr

Bislang konnten die Forscher nur gefrorenes Wasser unter der Marsoberfläche nachweisen: „Wir haben berechnet, dass die Gletscher mehr als 150.000 Kubikkilometer Eis enthalten“, erklärte Nanna Bjørnholt Karlsson von der Universität von Kopenhagen. „Diese Menge Eis könnte die gesamte Marsoberfläche mit 1,1 m Eis bedecken.“

2013 entdeckte der Marsrover Curiosity zudem, dass der Marsboden einen Wasseranteil von 2 % hat. Ein Beweis dafür, dass es auf dem Roten Planeten vor drei bis vier Milliarden Jahren Flüsse und Seen gegeben hat. Vor 3,7 Milliarden Jahren soll es sogar einen riesigen Ozean in der nördlichen Hemisphäre des Planeten gegeben haben. Das änderte dann wohl ein drastischer Klimawandel.
Von Patrick Schroeder
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40 Lichtjahre entfernt - Sieben erdgroße Planeten entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Feb 2017 11:28

http://www.n-tv.de/wissen/Sieben-erdgro ... 14886.html
40 Lichtjahre entfernt - Sieben erdgroße Planeten entdeckt

Wissenschaftler haben sieben erdähnliche Planeten rund um einen Zwergstern entdeckt. Auf drei der Planeten dieses Systems namens Trappist-1 könnte es möglicherweise Wasser geben und damit die Voraussetzung für Leben.

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Astronomen haben insgesamt sieben erdähnliche Planeten bei einem Roten Zwergstern in unserer kosmischen Nachbarschaft aufgespürt. Sechs dieser Exoplaneten liegen in einer moderaten Temperaturzone, in der Wasser flüssig sein kann - eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Drei der Planeten könnten sogar Ozeane auf ihrer Oberfläche besitzen, sofern sie erdähnliche Atmosphären haben, schreiben die Forscher um Michaël Gillon von der Universität Liège in Belgien im britischen Fachblatt "Nature". Damit gehört das benachbarte Sonnensystem des Roten Zwergs namens Trappist-1 zu den aussichtsreichsten Orten für die Suche nach außerirdischem Leben. Hinweise auf solches Leben haben die Forscher aber nicht.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Die Entdeckung von drei der Exoplaneten hatte dasselbe Team bereits im vergangenen Jahr vermeldet. Es war der erste Fund von Exoplaneten bei einem Roten Zwergstern, einem der häufigsten Sterntypen in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Weitere vier Planeten dieses Sterns haben die Forscher nun durch sorgfältige Nachbeobachtung mit verschiedenen Teleskopen entdeckt. Alle sieben sind ungefähr so groß wie die Erde - ihre Durchmesser liegen zwischen 75 und 113 Prozent des irdischen, die Planetenmassen schätzen die Forscher auf 41 bis 138 Prozent der Erdmasse. Es handele sich wahrscheinlich um Gesteinsplaneten.

Das Zwergsternsystem liegt knapp 40 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. "Auf der Suche nach Leben anderswo ist dieses System nach heutigem Stand wahrscheinlich die beste Wahl", betont Ko-Autor Brice-Olivier Demory von der Universität Bern in einer Mitteilung der Hochschule. Mit künftigen Weltraumteleskopen werde es möglich sein, etwa Ozon in den Atmosphären dieser Exoplaneten zu suchen. "Das könnte ein Indikator für biologische Aktivität auf einem Planeten sein", erläutert Demory. Allerdings sei es schwer, biologische Aktivität aus der Ferne zweifelsfrei nachzuweisen. Für viele Indizien gebe es auch andere Erklärungen.
"Genug Zeit für Leben, sich zu entwickeln"

Der Zwergstern, den diese Planeten umkreisen, hat lediglich acht Prozent der Masse unserer Sonne und zwölf Prozent des Sonnendurchmessers. Er ist nicht einmal halb so heiß wie unsere Sonne, wodurch auf seinen Planeten trotz ihrer engen Umlaufbahnen gemäßigte Temperaturen herrschen. Die inneren sechs Trabanten umrunden ihren Stern in 1,5 bis 12 Tagen, die Umlaufzeit des äußersten Planeten ließ sich noch nicht genau bestimmen und liegt zwischen zwei und fünf Wochen.
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Die Wissenschaftler hatten systematisch nach Planeten bei Roten Zwergen gesucht. Bei Trappist-1 wurden sie fündig: Wir schauen zufällig genau auf die Kante dieses fernen Sonnensystems, so dass die sieben Planeten alle während ihres Umlaufs vor dem Zwergstern vorbeiziehen. Diese Mini-Sternenfinsternisse machen sich durch kleine, aber messbare regelmäßige Helligkeitsschwankungen des Sterns bemerkbar.

Der Fund lege nahe, dass es in der Milchstraße noch deutlich mehr erdähnliche Planeten geben könnte als angenommen, erläutert Ignas Snellen vom astronomischen Observatorium der Universität Leiden in einem Begleitkommentar in "Nature". Da diese sogenannte Transit-Methode zum Nachweis von Exoplaneten nur funktioniert, wenn wir wie bei Trappist-1 zufällig genau auf die Kante eines fernen Sonnensystems blicken, schätzten Astronomen, dass es für jeden so entdeckten Exoplaneten 20 bis 100 weitere gebe, die von der Erde aus nicht nachweisbar seien.

Auch Snellen spekuliert über die Chancen für Leben auf den Planeten von Trappist-1. "Könnte einer dieser Planeten Leben beherbergen? Wir wissen es einfach nicht", schreibt der Astronom. Eines sei jedoch sicher: Wenn unsere Sonne in einigen Milliarden Jahren ihren Brennstoff verbraucht habe und unser Sonnensystem damit aufhöre zu existieren, werde Trappist-1 noch immer ein junger Stern sein. Dank seines sparsamen Verbrauchs werde der Rote Zwerg noch mindestens zehn Billionen Jahre leuchten - "wohl mehr als genug Zeit für Leben, sich zu entwickeln".

Quelle: n-tv.de , bdk/dpa
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Sieben Planeten und ein Zwerg - Warum System Trappist-1 so spektakulär ist

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Feb 2017 12:13

http://www.n-tv.de/wissen/Warum-System- ... 16514.html
Sieben Planeten und ein Zwerg - Warum System Trappist-1 so spektakulär ist

Von Andrea Schorsch

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Nach Angaben der Nasa sind bereits 3442 Planeten fern unseres Sonnensystems bekannt, 348 von diesen gelten als erdähnlich. Warum also sollten die Planeten um den Stern Trappist-1 etwas Besonderes sein? Wenn es dort Wasser gibt - wie weist man es nach? Und wie könnte man dort Leben entdecken? Die wichtigsten Antworten.

Warum ist das Sonnensystem von Trappist-1 so sensationell?

Sowohl mit seiner Anzahl an erdgroßen Planeten als auch mit der Zahl von Planeten, auf denen flüssiges Wasser möglich ist, stellt das System von Trappist-1 einen neuen Rekord auf: Es besteht aus einem Roten Zwergstern und sieben Planeten, die alle etwa so groß sind wie die Erde und bei denen es sich mit einiger Sicherheit um Gesteinsplaneten handelt. Und mindestens drei dieser Planeten liegen in der bewohnbaren Zone des Sterns. Die an der Entdeckung beteiligten Forscher sprechen davon, dass diese drei Planeten Ozeane auf ihren Oberflächen beherbergen könnten. Damit wäre die wichtigste Voraussetzung gegeben für Leben, wie wir es kennen.

Wie findet man heraus, ob es auf einem der Trappist-1-Planeten tatsächlich Wasser gibt?
Video
Sensation in der Astronomie: Sieben erdähnliche Planeten entdeckt
23.02.17 – 02:21 min
Sensation in der Astronomie Sieben erdgroße Planeten entdeckt

Das lässt sich, wie Astronom Martin Kürster vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg zu n-tv.de sagt, möglicherweise an den Transits erkennen - also dann, wenn die Planeten vor ihrem Stern vorüberziehen und ihn dabei leicht verdunkeln. "Beim Transit kann man versuchen, mit spektroskopischen Methoden nachzuweisen, was für eine Zusammensetzung die eventuell vorhandene Atmosphäre eines solchen Planeten hat", so Kürster. "Ein Teil des Sternlichts geht dann durch diese Atmosphäre, und die verschiedenen Moleküle der Atmosphäre prägen dem Licht bestimmte spektroskopische Signaturen auf." Auf diesem Wege ließe sich auch Wasser in der Atmosphäre nachweisen. Dafür sind allerdings sehr große Teleskope nötig, denn die Effekte sind schwach. Die kommende Generation an Teleskopen, wie das European Extremely Large Telescope und das James-Webb-Weltraumteleskop, könnten zu solchen Nachweisen in der Lage sein.

Und wie würde man Leben aufspüren?

Da würde man – ebenfalls über spektroskopische Methoden beim Transit – zum Beispiel nach Sauerstoff und Ozon suchen. "Sauerstoff", erklärt MPI-Astronom Kürster, "reagiert sehr schnell mit allem Möglichen. Wird Sauerstoff nicht ständig durch Leben, also durch Pflanzen, nachproduziert, sinkt sein Anteil in der Atmosphäre sehr schnell, weil er sich mit anderen Materialien verbindet. Fände man also größere Mengen Sauerstoff, wäre das ein sehr guter Hinweis auf pflanzliches Leben oder jedenfalls etwas in der Art."

Ist die Entdeckung von Exoplaneten grundsätzlich immer noch etwas Besonderes?

Das Forschungsgebiet ist recht jung. Es hat sich erst Ende der 1980er Jahre entwickelt, denn vorher waren die Messmethoden nicht gut genug. Mittlerweile aber wurden nach Angaben der Nasa bereits 3442 Exoplaneten ausfindig gemacht. Auch wenn diese Zahl auf Wahrscheinlichkeiten beruht, sind Berichte über die Entdeckung von Exoplaneten also keine Seltenheit mehr. Und dennoch ist es jedes Mal etwas Besonderes. "Wir sind ein bisschen wie Menschen, die auf einer Insel gewohnt haben und nun zum ersten Mal die große Welt erkunden und sehen, was es dort draußen alles gibt", sagte Planetenforscherin Heike Rauer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Gespräch mit n-tv.de. "Das stellt natürlich viele Theorien und lang gehegte Vorstellungen infrage. Wenn man nur ein Beispiel kennt, hat man ein Verständnis entwickelt für dieses eine Beispiel. Merkt man nun, die Vielfalt ist viel größer, muss man über viele Dinge nochmal neu nachdenken."

Was eigentlich sind Exoplaneten genau?

Exoplaneten sind planetenartige Himmelskörper, die um einen anderen Stern als unsere Sonne kreisen.

Wie weit sind Exoplaneten mindestens von uns entfernt?
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Sie sind außerhalb unseres Sonnensystems. Der erdnächste bewiesene Exoplanet ist Proxima Centauri b. Er ist 4,2 Lichtjahre weit von uns weg. Das sind rund 40 Billionen Kilometer.

Sind alle Exoplaneten wie die Erde?

Nein. Exoplaneten können Gesteinsplaneten sein wie die Erde, es können aber auch Gasriesen sein wie zum Beispiel Jupiter. Selbst auf den Gesteinsplaneten müssen aber nicht die gleichen Bedingungen herrschen wie auf der Erde. Schließlich unterscheiden sich auch Mars und Venus – beides Gesteinsplaneten – von unserem Heimatplaneten.

Wann gelten Exoplaneten als erdähnlich?

Im Allgemeinen dann, wenn es sich (aller Wahrscheinlichkeit nach) um Gesteinsplaneten handelt.

Was genau hat es mit der "bewohnbaren Zone" auf sich?

Wenn sich ein mutmaßlicher Gesteinsplanet in der "bewohnbaren Zone" um seinen Stern bewegt, ist er gerade so weit von seinem Stern entfernt, dass die Temperaturen, die dort vorherrschen, flüssiges Wasser ermöglichen. Denn ist ein Planet zu nah an seinem Stern, ist es dort so heiß, dass möglicherweise vorhandenes Wasser verdampfen würde. Ist er zu weit weg, ist es so kalt, dass Wasser gefriert. Bei Planeten in der bewohnbaren Zone geht man davon aus, dass sie wohltemperiert sind – und in dieser Hinsicht der Erde ähnlich. Das bedeutet aber noch nicht unbedingt, dass man dort wirklich wohnen könnte.

Warum sind Exoplaneten für Forscher interessant?

Viele Wissenschaftler gehen der Frage nach, ob Leben auch fernab der Erde entstehen kann. "Dass wir noch weit davon entfernt sind, sagen zu können, ob es extraterrestrisches Leben gibt, ist uns klar", sagt Exoplaneten-Experte Kürster. "Aber wir machen gerade die ersten Schritte, indem wir Exoplaneten charakterisieren und nach den Voraussetzungen für Leben suchen. Dass der echte Nachweis von Leben noch weit weg ist, hält uns da nicht auf."

Müssen für Leben nicht noch andere Kriterien als der passende Abstand zum Stern erfüllt sein?
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Bei sehr aktiven Sternen, die geladene Teilchen ausschütten, kann womöglich kein Leben entstehen, geben einige Forscher zu bedenken. Kürster entgegnet: "In dem Moment, wo Leben mal entstanden ist, findet es sehr leicht seine Nischen. Etwa unter der Oberfläche oder tief im Ozean – vor Strahlung geschützt." Darüber, unter welchen Bedingungen Leben möglich wäre, werde heftig debattiert.

Wie lange würde man eigentlich brauchen, um zu einem Trappist-1-Planeten zu reisen?

Astronomisch gesehen ist der Weg ein Katzensprung: Nur 40 Lichtjahre trennen uns von dem Planetensystem, das sind rund 400 Billionen Kilometer. Aber für eine Reise ist Trappist-1 dann doch zu weit weg. Das Licht, das uns heute von dort erreicht, war 40 Jahre unterwegs. Licht hat eine Geschwindigkeit von 300.000 Kilometern pro Sekunde. Eine Sonde mit immerhin 300 Kilometern pro Sekunde wäre 40.000 Jahre unterwegs. Tatsächlich erreichen heutige Sonden aber nur etwa 100 Kilometer pro Sekunde.

Wäre eine Reise zu einem Exoplaneten grundsätzlich denkbar?

Nanosonden, die zu unserem Nachbarstern Alpha Centauri und zum zugehörigen Planeten Proxima Centauri b fliegen, sind unter privaten Investoren im Gespräch. Die Mini-Sonden sollen nicht mehr als etwa ein Gramm wiegen und Fotos machen. Noch in Erdnähe sollen sie auf 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden – so die Idee. Nach 20 Jahren hätten sie ihr Ziel dann erreicht. "Der Energieaufwand dafür", erzählt Kürster, "entspricht Schätzungen zufolge dem, was alle Kernkraftwerke der Erde momentan zu bieten haben. Er ist also selbst für diese kleinen Sonden riesig."
So schade es auch sein mag: Für ein Raumschiff mit einem Lebenserhaltungssystem für Menschen ist der Energieaufwand nicht zu stemmen. Die Nasa aber entwirft schon fleißig Reiseplakate für unsere Urlaube auf Exoplaneten – mit einem Augenzwinkern.

Quelle: n-tv.de
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Forscher denken an "Star Wars" - Doppelsonne im Asteroidenregen entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Feb 2017 13:09

http://www.n-tv.de/wissen/Doppelsonne-i ... 21623.html
Montag, 27. Februar 2017
Forscher denken an "Star Wars" - Doppelsonne im Asteroidenregen entdeckt

Dass nicht nur eine, sondern gleich zwei Sonnen aufgehen, kennen "Star Wars"-Fans von Wüstenplanet "Tatooine". Jetzt finden Astronomen ein Doppelsternsystem, das sie an die Heimat von Luke Skywalker erinnert. Doch der Vergleich ist mit Vorsicht zu genießen.

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Zur Startseite Forschung Universum forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html



Astronomen haben in rund 1000 Lichtjahren Entfernung von der Erde Hinweise auf Gesteinstrümmer in einem Doppelsystem um einen Weißen Zwergstern erspäht. Der Fund belegt den Forschern zufolge erstmals, dass es auch in Doppelsternsystemen Gesteinsplaneten geben kann. Die Wissenschaftler um Jay Farihi vom University College London beschreiben ihre Beobachtungen im Fachblatt "Nature Astronomy".

"Die Formierung von Gesteinsplaneten um zwei Sonnen ist eine Herausforderung, denn die Schwerkraft beider Sterne kann gewaltig ziehen und schieben und die Gesteins- und Staubstückchen daran hindern, sich zu ausgewachsenen Planeten zusammenzuballen", erläutert Farihi. Bisher handelt es sich bei allen bekannten Planeten von Doppelsternen um Gasriesen - ähnlich dem Jupiter in unserem Sonnensystem -, die sich in den Außenbezirken ihres Systems entwickelt haben dürften.
Nicht ganz wie Tatoo I und II
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Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Die Forscher vergleichen ihre Entdeckung mit dem Wüstenplaneten Tatooine, der fiktiven Heimat des Weltraumhelden Luke Skywalker in der Kinosaga "Krieg der Sterne". Allerdings gibt es auch entscheidende Unterschiede: Zum einen haben die Wissenschaftler gar keinen Planeten erspäht, sondern nur Hinweise auf herabregnendes Material, dessen chemische Zusammensetzung auf Asteroiden und ähnliche Gesteinsbrocken schließen lassen. Aus diesen könnten wiederum Gesteinsplaneten entstehen. Zum anderen besteht das Doppelsystem aus einem ausgebrannten Sternenrest und einem verhinderten Stern. Skywalkers Heimatplanet Tatooine kreist hingegen um die beiden Sonnen Tatoo I und Tatoo II.
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Das Team um Farihi hatte einen sogenannten Weißen Zwerg untersucht, den übrig gebliebenen Kern eines ausgebrannten Sterns. Dabei zeigte sich, dass der Sternenrest mit der Katalognummer SDSS 1557 einen Braunen Zwerg als Begleiter besitzt. Braune Zwerge sind gescheiterte Sonnen, die nicht die ausreichende Masse erreicht haben, um das Kernfusionsfeuer in ihrem Inneren zu zünden. Der Braune Zwerg von SDSS 1557 hat etwa 60 Mal so viel Masse wie der Planet Jupiter. Die Forscher beobachteten, wie mindestens 100 Milliarden Tonnen Material auf den Weißen Zwerg herabregneten. Die genaue Analyse zeigte die Signale von chemischen Elementen wie Silizium und Magnesium, aus denen Gesteinsplaneten und Asteroiden bestehen. Die registrierte Menge entsprach einem Asteroiden mit mindestens vier Kilometern Durchmesser.

"Wir kennen Tausende Doppelsysteme wie SDSS 1557, aber dies ist das erste Mal, dass wir Asteroiden-Trümmer und -Verunreinigung gesehen haben", betonte Ko-Autor Steven Parsons von der Universität Sheffield. "Die Entdeckung der Asteroidentrümmer im SDSS-1557-System liefert klare Signaturen der Entstehung von Gesteinsplaneten über den Weg großer Asteroiden", ergänzte Farihi. "Das hilft uns zu verstehen, wie Gesteinsplaneten in Doppelsternsystemen gemacht werden."

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Gigantische Wellen - Gravitation wirft Schwarzes Loch aus Galaxie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Mär 2017 22:26

http://www.n-tv.de/wissen/Gravitation-w ... 63589.html
Gigantische Wellen - Gravitation wirft Schwarzes Loch aus Galaxie

Energie von 100 Millionen gleichzeitig explodierenden Supernovae: Unvorstellbar große Kräfte müssen am Werk gewesen sein, um "3C 186" zu beschleunigen. Das Schwarze Loch rast Millionen Kilometer pro Stunde schnell in die Weiten des Alls.

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Ein gigantischer Gravitationswellen-Tsunami hat ein supermassereiches Schwarzes Loch aus dem Herz seiner Heimatgalaxie geschleudert. Das zumindest schließen Astronomen aus Beobachtungen mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop. Das Schwarze Loch mit einer Masse von mehr als einer Milliarde Sonnen schießt demnach mit einer Geschwindigkeit von 7,6 Millionen Kilometern pro Stunde aus seiner Heimatgalaxie heraus.

Die Wissenschaftler um Marco Chiaberge vom Space Telescope Science Institute in Baltimore hatten mit dem Weltraumteleskop eine rund acht Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie untersucht. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern. Die Galaxie gehört zu einem Galaxienhaufen - und die Astronomen hatten nach Anzeichen für verschmelzende Sternsysteme gesucht. Zu ihrer Überraschung beobachteten sie dabei einen sogenannten Quasar in den Außenbezirken der untersuchten Galaxie.
"Schwarze Löcher hausen im Zentrum von Galaxien"

Quasare sind normalerweise die Kerne aktiver Galaxien. Sie werden von einem zentralen Schwarzen Loch angetrieben. Die Schwarzen Löcher selbst lassen sich nicht beobachten, aber die Quasare strahlen meist heller als eine ganze Galaxie. "Schwarze Löcher hausen im Zentrum von Galaxien, daher ist es ungewöhnlich, einen Quasar nicht im Zentrum zu beobachten", erläutert Chiaberge.

Die Forscher errechneten, dass dieser Quasar sich mit seinem supermassiven Schwarzen Loch rund 35.000 Lichtjahre vom Zentrum seiner Galaxie entfernt hat. Das ist weiter als die Distanz der Sonne zum Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. Die Geschwindigkeit des Quasars mit der Katalognummer "3C 186" legt nahe, dass er seine Galaxie in etwa 20 Millionen Jahren verlassen und dann durchs Weltall vagabundieren wird.
Energie von 100 Millionen gleichzeitig explodierenden Supernovae
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Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Um einem derart massereichen Schwarzen Loch diese Geschwindigkeit zu verleihen, ist die Energie von 100 Millionen gleichzeitig explodierenden Supernovae nötig, wie die Astronomen erläutern. Die Wissenschaftler haben das ungewöhnliche System mit zahlreichen Teleskopen untersucht. "Als wir die Beobachtungen von 'Hubble', dem 'Chandra'-Röntgenobservatorium und dem Sloan Digital Sky Survey kombiniert haben, deutete alles auf dasselbe Szenario hin", berichtet Chiaberge.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Heimatgalaxie des ungewöhnlichen Schwarzen Lochs tatsächlich mit einer Nachbargalaxie verschmolzen ist. Dabei sind auch ihre beiden supermassereichen Schwarzen Löcher im Zentrum verschmolzen. Das geschieht jedoch nicht auf einen Schlag. Stattdessen umkreisen sich die Schwarzen Löcher immer enger und schneller und strahlen dabei spiralförmige Gravitationswellen ab - ähnlich wie ein rotierender Rasensprenger Wasser verteilt.
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Wenn die beiden Schwarzen Löcher nicht dieselbe Masse und dieselbe Eigenrotationsrate besitzen, können die Gravitationswellen in eine Richtung stärker gebündelt sein. Sobald die Schwarzen Löcher schließlich verschmelzen, stoppen sie die Produktion von Gravitationswellen. Der Rückstoß schleudert das verschmolzene Schwarze Loch dann in die gegenüberliegende Richtung der zuvor gebündelten Gravitationswellen.

Genau das ist nach Annahme der Astronomen mit dem gigantischen Schwarzen Loch im Herzen von "3C 186" passiert. Die einzig andere Erklärung sei, dass sich der Quasar in Wahrheit irgendwo weit hinter der beobachteten Galaxie in einer anderen Galaxie befinde. Von so einer Hintergrundgalaxie sei in den Beobachtungen in zahlreichen Wellenlängenbereichen jedoch keine Spur zu finden.
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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Drei Kilometer großer Brocken - Kosmischer Geisterfahrer rast um die Sonne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mär 2017 10:12

http://www.n-tv.de/wissen/Kosmischer-Ge ... 71617.html
Drei Kilometer großer Brocken - Kosmischer Geisterfahrer rast um die Sonne

Die meisten Objekte kreisen in derselben Richtung um die Sonne. Nur einige wenige Asteroiden machen eine Ausnahme. Astronomen haben nun ein besonderes Exemplar entdeckt.


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Ein kleiner Asteroid kreuzt als kosmischer Geisterfahrer seit mindestens einer Million Jahren die Bahn des Riesenplaneten Jupiter. Der nur rund drei Kilometer große Brocken hat in unserem Sonnensystem schon etwa tausend Runden entgegen der üblichen Flugrichtung zurückgelegt, wie Forscher um Paul Wiegert von der Universität von West-Ontario im kanadischen London im Fachblatt "Nature" berichten. Der erst 2015 entdeckte Asteroid vermeidet dabei nicht nur eine Kollision mit dem Riesenplaneten, sondern auch mit den etwa 6000 anderen Asteroiden in dessen Gefolge.
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Fast alle Objekte unseres Sonnensystems kreisen in derselben Richtung wie die Erde um die Sonne. Nur etwa 100 der ungefähr eine Million bekannten Asteroiden laufen entgegen der üblichen Flugrichtung. Der jetzt untersuchte Asteroid mit der Katalognummer 2015 BZ509 ist jedoch der einzige, der dies nahe der Bahn eines großen Planeten tut.

Die Schwerkraft des Planeten sollte so einen Geisterfahrer über kurz oder lang einfangen oder aus der Bahn befördern. Überraschenderweise zeigen die Berechnungen der Astronomen jedoch, dass die gegenläufige Bahn von BZ509 nicht nur seit mindestens einer Million Jahren stabil ist, sondern dies auch noch für mindestens eine weitere Million Jahre sein wird.
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"Relativ nahe Begegnungen mit Jupiter finden zweimal während jedes Orbits statt, aber eine innerhalb und die andere außerhalb von Jupiters Umlaufbahn, so dass sich die Störeffekte von Jupiter bemerkenswerter Weise gegenseitig auslöschen", erläuterte Ko-Autor Martin Connors von der kanadischen Athabasca-Universität.

Die Forscher veröffentlichten eine Animation der Asteroiden-Flugbahn. Asteroid 2015 BZ509 hat darin etwa 13 Sekunden nach Beginn auf einer grünen Bahn seinen animierten Auftritt.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Älteste Frau im Weltraum - US-Astronautin bricht mehrere Rekorde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mär 2017 22:28

http://www.n-tv.de/wissen/US-Astronauti ... 73684.html
Freitag, 31. März 2017
Älteste Frau im Weltraum - US-Astronautin bricht mehrere Rekorde

Peggy Whitson wird bei ihrer Rückkehr von der ISS nicht nur mehr Zeit im All verbracht haben als jeder andere US-Bürger vor ihr. Sie stellt auch noch eine Reihe weiterer Rekorde auf - einen davon bei ihrem achten Außeneinsatz im Weltraum.

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Die US-Astronautin Peggy Whitson ist die Frau mit den meisten Außeneinsätzen im Weltraum. Mit ihrem achten Ausstieg ins All am Donnerstag brach sie den bisherigen Rekord der US-Amerikanerin Suni Williams, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Die Biologin hat in ihrer langen Karriere noch weitere Rekorde aufgestellt: Mit 57 Jahren ist sie die älteste Frau im Weltraum. Nach ihrer im Juni geplanten Rückkehr zur Erde dürfte zudem kein US-Bürger länger im All gewesen sein als sie.

Gemeinsam mit ihrem US-Kollegen Shane Kimbrough verrichtete Whitson an der Internationalen Raumstation ISS wichtige Arbeiten, um das fliegende Forschungslabor fit für die Zukunft zu machen. Bei den rund sechseinhalbstündigen Arbeiten im weißen Raumanzug montierten die beiden unter anderem Kabel für eine Adapter-Anlage. Dies ist ein wichtiger Schritt, um eine neue Andockstation für Raumkapseln am ISS-Modul Harmony einzurichten.
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Zudem montierten sie Hitzeschilde an einzelnen Stellen der Außenwand der ISS. Eine der Schildplatten sei bei dem Einsatz verloren gegangen, es bestehe aber keine Gefahr für die ISS, hieß es. In der Internet-Übertragung des Einsatzes war zu sehen, wie sich Whitson und Kimbrough in der Schwerelosigkeit an den Modulen der ISS entlang hangelten. "Ein Außeneinsatz ist mehr ein Klettern auf der Außenseite der ISS im Vakuum des Weltraums", kommentierte die Nasa.

Der französische Astronaut Thomas Pesquet begleitete den Einsatz aus dem Inneren der ISS. Kimbrough und er hatten erste Schritte für die Installation des Adapters bereits am vergangenen Freitag vorgenommen. Ein weiterer Außeneinsatz von Pesquet und Whitson ist für den kommenden Donnerstag geplant. Allein in diesem Jahr soll dies der fünfte Außeneinsatz des Trios Pesquet-Whitson-Kimbrough werden. Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde auch die russischen Kosmonauten Andrej Borissenko, Sergej Ryschikow und Oleg Nowizki.

Quelle: n-tv.de , jve/AFP
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Hoffnung auf das erste Bild - Suche nach Schwarzem Loch beginnt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Apr 2017 09:56

http://www.n-tv.de/wissen/Suche-nach-Sc ... 77930.html
Hoffnung auf das erste Bild - Suche nach Schwarzem Loch beginnt

Bald wird die Menschheit wohl erfahren, ob es sie wirklich gibt: die ominösen Schwarzen Löcher. Ein Netzwerk von Radioteleskopen wird ab dieser Woche auf das Zentrum unserer Milchstraße gerichtet. Ziel ist es, das dort vermutete Schwarze Loch sichtbar zu machen.

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Der Zeitpunkt rückt näher, an dem die Menschheit zum ersten Mal ein Schwarzes Loch erblicken könnte. Wenn das gelingt, dürften auch die letzten Zweifel an der Existenz dieser mysteriösen Objekte zerstreut werden. Denn bisher wurden Schwarze Löcher zwar indirekt nachgewiesen, aber noch nie direkt beobachtet. Ab diesem Dienstag versuchen Forscher mit einem weltumspannenden Netzwerk von Teleskopen, erstmals ein Schwarzes Loch sichtbar zu machen.
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Dabei muss klargestellt werden, dass das Ergebnis kein Foto sein wird, wie man es etwa von einem Planeten oder einem Stern machen kann. Denn eines der Schwarzen Löcher, welches die Forscher ins Visier nehmen, liegt im Zentrum unserer Galaxie, verborgen hinter dunklen Staubwolken. Daher greifen die Wissenschaftler zur Radioastronomie. Der Vorteil: Radiowellen können die Staubwolken durchdringen.

Allerdings ist es nicht das Schwarze Loch selbst, welches die Radiowellen aussendet. Vielmehr stammen sie von Materie, die ins Schwarze Loch hineingesogen wird. Das in der Mitte unserer Milchstraße vermutete Schwarze Loch Sagittarius A* ist 4,5 Millionen Mal so schwer wie unsere Sonne. Umgeben ist es von einem sogenannten Ereignishorizont, der die Grenze markiert, hinter der nichts mehr seiner Anziehungskraft entrinnen kann. Wenn Materie diese Grenze überschreitet, stößt sie intensive Strahlung in einer Art "Todesschrei" aus. Aus diesen Daten sollte sich ein Bild rekonstruieren lassen.
Teleskop, so groß wie die Erde

Es gibt aber andere Schwierigkeiten bei der Beobachtung: Da das Ziel rund 26.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, würde der Durchmesser eines einzelnen Radioteleskops niemals ausreichen, um Sagittarius A* sichtbar zu machen. Daher werden viele kleine Radioteleskope zusammengeschlossen. Diese Technik wird Interferometrie genannt – der maximale Abstand der Teleskope ergibt den Durchmesser eines gigantischen virtuellen Teleskops.

Mit einem "Event Horizon" genannten weltumspannenden Teleskop-Netzwerk wird ein Radioteleskop simuliert, das dem Umfang unserer Erde entspricht, wie das beteiligte Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn mitteilte. "Je größer das Teleskop, desto feinere Details lassen sich beobachten." Die maximale Winkelauflösung des weltumspannenden Radioteleskops liegt demnach bei 26 Mikro-Bogensekunden. "Das entspricht der Größe eines Golfballs auf dem Mond oder der Breite eines menschlichen Haares, gesehen aus 500 Kilometern Entfernung."
Schwarzer Kreis mit hellem Ring
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Kosmischer Engtanz: Weißer Zwerg umrundet Schwarzes Loch 18.03.17 Kosmischer Engtanz Weißer Zwerg umrundet Schwarzes Loch
Radiobild des aktiven Galaxienkerns BL Lacertae, gemessen mit RadioAstron bei 1,3 Zentimetern Wellenlänge mit einer Rekord-Winkelauflösung von nur 21 Mikro-Bogensekunden. Die extrem elliptische Umlaufbahn des Weltraum-Radioteleskops um die Erde führt zu einer ausgeprägten Richtungsabhängigkeit der Winkelauflösung, durch die im Bild dargestellte Strukturen sehr stark elliptisch auseinandergezogen erscheinen. 29.01.16 100.000-Kilometer-Teleskop Bislang schärfstes Astro-Bild gelingt

Das "Event Horizon Telescope" (EHT) soll bis zum 14. April wiederholt auf Sagittarius A* und ein weiteres Schwarzes Loch gerichtet werden. Ein Versuch im vergangenen Jahr war gescheitert, in diesem Jahr sind aber neue leistungsstarke Teleskope mit am Start. Das 30-Meter-Teleskop des Instituts für Radioastronomie im Millimeterbereich in der spanischen Sierra Nevada, einer von der Max-Planck-Gesellschaft mitfinanzierten Einrichtung, nimmt als einzige Station in Europa an der Beobachtungskampagne teil. Andere teilnehmende Teleskope stehen unter anderem am Südpol, in Chile und den USA.

Bei gutem Wetter könnte ein Bild entstehen, das einen schwarzen Kreis mit einem hellen Ring zeigt. Bis das Bild veröffentlicht werden könnte, vergehen allerdings Monate, da die Datenauswertung sehr aufwendig ist. Selbst wenn es auch diesmal nicht klappen sollte mit einer schönen Aufnahme, können die Forscher weiter hoffen: Vom Jahr 2018 an werde ein weiteres Observatorium in das EHT-Projekt einsteigen, hieß es vom Bonner Max-Planck-Institut: NOEMA, ein Observatorium in den französischen Alpen. "Mit seinen zehn hochempfindlichen Antennen wird NOEMA das leistungsfähigste Teleskop des Verbunds auf der nördlichen Hemisphäre sein."
Bilderserie
Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Außerirdisches Leben ?" - In zehn Jahren könnte es Klarheit geben"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Apr 2017 11:02

http://www.n-tv.de/wissen/In-zehn-Jahre ... 83008.html
Außerirdisches Leben ?" - In zehn Jahren könnte es Klarheit geben"

Planeten, die potenziell bewohnbar sind - da kennen Astronomen einige Kandidaten. Doch außerirdischem Leben auf die Spur zu kommen, ist nicht einfach. Mit der neuesten Teleskop-Generation könnte der Nachweis gelingen.

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Die kürzliche Entdeckung mehrerer möglicherweise bewohnbarer Exoplaneten hat nicht nur Astronomen begeistert. Nach Ansicht des Chefs der Europäischen Südsternwarte Eso, Tim de Zeeuw, könnte es bereits in den kommenden zehn Jahren Klarheit darüber geben, ob es auf den Exoplaneten um den Roten Zwergstern Trappist-1 oder auf Proxima-b außerirdisches Leben gibt.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

"Ich sage nicht, dass es aussehen muss wie bei uns", sagte De Zeeuw. "Wenn man sich die Geschichte der Erde ansieht, gab es während der längsten Zeit nur einzelliges Leben."

Die Eso-Teleskope in der chilenischen Atacama-Wüste waren maßgeblich an der Entdeckung der sieben Exoplaneten um den Roten Zwergstern Trappist-1 und des Planeten Proxima-b beteiligt. Proxima-b im erdnahen System Proxima Centauri ist vermutlich ein Gesteinsplanet wie die Erde, wie De Zeeuw erklärt. Sollte es dort Wasser geben, könnte es flüssig sein - eine Voraussetzung für Leben. Die Chancen dafür schätzt er aber gering ein.
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So könnte es auf einem der Trappist-1-Planeten aussehen, meint die Nasa. 23.02.17 Sieben Planeten und ein Zwerg Warum System Trappist-1 so spektakulär ist
Künstlerische Darstellung des Planeten: Alpha Centauri ist ein Doppelsternsystem mit dem helleren Stern Alpha Centauri A und dem anderen Alpha Centauri B. 17.10.12 Fundsache, Nr. 1155 Planet im System Alpha Centauri

Auch einige der Trappist-Planeten befinden sich in der habitablen Zone. Dort könnte Leben möglich sein. Dies herauszufinden sei "Detektivarbeit". Mit sehr großen Teleskopen könnten Wasser, Sauerstoff und Ozon - allesamt Hinweise auf mögliches Leben - in der Atmosphäre eines Planeten nachgewiesen werden. Noch gibt es solche Teleskope nicht. Aber in Chile beginnen im Mai die Bauarbeiten für das European Extremely Large Telescope der Eso. Mit einem Spiegel von 39 Metern Durchmesser wird es das größte optische Teleskop der Welt. Damit könnte der Nachweis von Spuren außerirdischen Lebens gelingen.
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de
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Galaktisches Feuerwerk - Forscher beobachten explosive Sterngeburt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Apr 2017 14:28

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-beob ... 85573.html
Samstag, 08. April 2017
Galaktisches Feuerwerk - Forscher beobachten explosive Sterngeburt

Dass sterbende Sterne bisweilen in einer Supernova vergehen, ist bekannt. Nun haben Forscher herausgefunden, dass der erste Auftritt der Himmelskörper ebenso explosiv sein kann. Schuld daran ist die eigene Schwerkraft.

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Nicht nur der Tod von Sternen, sondern auch ihre Geburt kann ein brutaler und explosiver Prozess sein. Astronomen gelangen nun einzigartige Aufnahmen von Explosionen, die zu Beginn eines Sternlebens stattfinden, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) am Freitag in Garching mitteilte. Die Forscher untersuchten dazu die feuerwerksähnlichen Überreste der Geburt mehrerer massereicher Sterne im Sternbild Orion.
So sieht es also aus, wenn ein Stern explodiert.
So sieht es also aus, wenn ein Stern explodiert.
(Foto: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO), J. Bally)

Mit Sternexplosionen werden in der Regel Supernovae verbunden, die spektakulären Explosionen am Lebensende von Sternen. Bei ihren Forschungen zur Sternengeburt nahmen die Wissenschaftler jetzt eine dichte und aktive Sternentstehungsregion im Orion ins Visier, die den Namen Orion-Molekülwolke 1 (OMC-1-) trägt und zum selben Komplex wie der bekannte Orionnebel gehört.

Dort wie anderswo im Universum entstehen Sterne, wenn eine Gaswolke mit einem Materie-Gehalt von mehreren hundert Sonnenmassen aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft kollabiert. In den dichtesten Regionen entzünden sich dann laut ESO sogenannte Protosterne, also die Vorläufer von Sternen, die sich willkürlich zu bewegen beginnen.
Sternkollission vor 500 Jahren
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Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All: Geballtes Funkeln: Sternhaufen Die Seniorengruppen und Kinderkrippen im All Geballtes Funkeln: Sternhaufen

Im Laufe der Zeit fallen demnach manche Sterne zunehmend in Richtung eines gemeinsamen Schwerkraftzentrums, das in der Regel von einem besonders großen Protostern dominiert wird. Kommen sie noch in die Nähe eines anderen Sterns, bevor sie die Sternentstehungsregion verlassen, können mitunter heftige Wechselwirkungen stattfinden.

Im Fall der untersuchten Orion-Region fanden Forscher heraus, dass sich vor etwa 100.000 Jahren tief im Herzen von OMC-1 mehrere Protosterne zu bilden begannen. Die zunehmende Schwerkraft hielt sie gegenseitig fest, wobei ihre Geschwindigkeit immer größer wurde, bis vor 500 Jahren zwei Sterne schließlich kollidierten.

Astronomen sind der ESO zufolge nicht sicher, ob die beiden Sterne sich nur gegenseitig streiften oder ob sie frontal aufeinanderprallten. Auf jeden Fall hatte der Zusammenstoß eine gewaltige Eruption zur Folge, die andere Protosterne in der Nähe und große Mengen Gas und Staub mit über 150 Kilometern pro Sekunde in den interstellaren Raum schleuderte.
Explosionsspuren nur wenige hundert Jahre sichtbar

Dabei wurde so viel Energie freigesetzt, wie unsere Sonne in zehn Millionen Jahren aussendet. 500 Jahre später gelang es nun einem Astronomenteam unter der Leitung von John Bally von der University of Colorado in den USA, mit dem Alma-Observatorium in Chile tief in die Wolke hineinzublicken - Alma erlaubt Beobachtungen im Millimeter- und Submillimeterbereich.
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Proxima-b kreist in der habitablen Zone um seinen Stern. Damit gilt er als potenziell bewohnbar. 06.04.17 Außerirdisches Leben? "In zehn Jahren könnte es Klarheit geben"
Hoffnung auf das erste Bild: Suche nach Schwarzem Loch beginnt 03.04.17 Hoffnung auf das erste Bild Suche nach Schwarzem Loch beginnt
Die 149 Xenon-Kurzbogenlampen sind alle auf denselben Punkt ausgerichtet. 23.03.17 Größter künstlicher Stern In Jülich geht die Supersonne auf

Auf diese Weise bekamen die Wissenschaftler Spuren der explosiven Geburt massereicher Sterne zu Gesicht. Sie weisen große Ähnlichkeit mit einem gerade explodierenden Feuerwerk auf, dessen bunte Farben sich in alle Richtungen ausbreiten.

Astronomen gehen laut ESO davon aus, dass solche Explosionen zu Beginn eines Sternlebens in astronomischen Maßstäben nur von vergleichsweise kurzer Dauer sind - Spuren von Explosionen wie der nun beobachteten sind nur wenige hundert Jahre sichtbar. Ungeachtet ihrer Vergänglichkeit kommen solche protostellaren Explosionen nach Einschätzung der Wissenschaftler relativ häufig vor.

Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP
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Erdgroßer Planet fern der Sonne - Atmosphäre um "Super-Erde" nachgewiesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Apr 2017 15:46

http://www.n-tv.de/wissen/Atmosphaere-u ... 85045.html
Erdgroßer Planet fern der Sonne - Atmosphäre um "Super-Erde" nachgewiesen

Schon 2015 entdecken Wissenschaftler GJ 1132b, einen Planeten, der einen roten Zwergstern im südlichen Sternbild Segel des Schiffs umkreist. Nun können sie zeigen, dass GJ 1132b eine Atmosphäre hat.

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Wissenschaftler haben erstmals eine Atmosphäre bei einem etwa erdgroßen Planeten außerhalb des Sonnensystems nachgewiesen. Die Entdeckung sei ein "wichtiger Schritt" bei der Suche nach außerirdischem Leben, schrieben die Forscher bei der Veröffentlichung der neuen Erkenntnisse im "Astronomical Journal". Nach Angaben des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) wurde die Atmosphäre bei einer sogenannten Supererde mit besonders niedriger Masse nachgewiesen.

Der 39 Lichtjahre entfernte Planet mit der Bezeichnung GJ 1132b besitzt demnach 1,6 Erdmassen und einen Radius von 1,4 Erdradien. Damit ist der bereits 2015 entdeckte Planet, der einen roten Zwergstern im südlichen Sternbild Segel des Schiffs umkreist, in puncto Größe und Masse unserem Heimatplaneten sehr ähnlich.

Für Leben in der uns bekannten Form ist es auf GJ 1132b allerdings zu heiß - die Temperatur auf seiner Oberfläche beträgt mehr als 250 Grad Celsius. Die nun nachgewiesene Existenz seiner Atmosphäre nährt jedoch bei den Wissenschaftlern die Hoffnung, bald auch bei anderen erdähnlichen und lebensfreundlicheren Planeten entsprechende Entdeckungen zu machen.
Winzige Helligkeitsänderungen

Der Nachweis der Atmosphäre von GJ 1132b gelang den Forschern mit Instrumenten der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile. Dabei nutzten sie den Umstand, dass es sich bei dem Himmelskörper um einen sogenannten Transitplaneten handelt: Aus der Perspektive irdischer Beobachter zieht er alle 1,6 Tage direkt vor seinem Heimatstern vorbei und schattet dabei einen kleinen Teil von dessen Sternlicht ab.

Den Forschern gelang nun der Nachweis von winzigen Helligkeitsänderungen, die beim Vorbeiziehen des Planeten samt Atmosphäre vor seinem Heimatstern entstehen. Dazu beobachtete das Astronomenteam laut MPIA den Planeten gleichzeitig durch sieben verschiedene Filter.
Mehr zum Thema

So könnte es auf einem der Trappist-1-Planeten aussehen, meint die Nasa. 23.02.17 Sieben Planeten und ein Zwerg Warum System Trappist-1 so spektakulär ist
Hier in einer künstlerischen Darstellung: ein erdähnlicher Planet, der um seine Sonne kreist. 11.11.15 Zwilling der Venus Naher erdähnlicher Planet entdeckt

Der Nachweis seiner Atmosphäre macht GJ 1132b nun zu einem lohnenden Ziel für weitere Untersuchungen - beispielsweise mit dem Weltraumteleskop Hubble, dem Very Large Telescope der ESO in Chile und dem James-Webb-Weltraumteleskop, das 2018 seinen Beobachtungsbetrieb aufnehmen soll.

Die aktuelle Strategie der Astronomen bei der Suche nach Leben auf fernen Planeten sieht vor, die chemische Zusammensetzung der Planetenatmosphäre zu bestimmen. Dabei wollen die Forscher laut MPIA nach Störungen des chemischen Gleichgewichts suchen, die sich nur durch die Existenz lebender Organismen erklären lassen. Im Falle unserer Erde wäre das Übermaß an Sauerstoff in unserer Atmosphäre eine solche Spur.

Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP
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Chemische Reaktion ist bekannt - "Cassini" entdeckt Grundlage für Leben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Apr 2017 14:04

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Cassini-entde ... 94115.html
Chemische Reaktion ist bekannt - "Cassini" entdeckt Grundlage für Leben

Seit 2004 umkreist die Raumsonde "Cassini" den Saturn und liefert Erkenntnisse über den zweitgrößten Planten unseres Sonnensystems. Die neueste: Auf dem Saturn-Mond Enceladus gibt es Wasserstoffmoleküle.

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Der eisige Saturn-Mond Enceladus verfügt offenbar über die Voraussetzung für Leben: Die Nasa-Raumsonde "Cassini" entdeckte laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie Wasserstoffmoleküle, die aus Rissen in der Oberfläche des Mondes Enceladus kamen. Laut den Wissenschaftlern ist dies ein Hinweis auf die Erzeugung von Energie - eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben.
Bilderserie
In den Tiefen des Alls dreht er seine Runden: der geheimnisvolle Eismond Enceladus. Seinen Namen hat er von einem Giganten aus der griechischen Mythologie. Aber im Vergleich zu seinem Mutterplaneten ... ... Saturn ist Enceladus nur ein Winzling. Schließlich misst er gerade mal 500 Kilometer im Durchmesser. Damit ist er von seiner Oberfläche her in etwa so groß wie ... ... Pakistan. Saturn jedoch hat einen Durchmesser von gigantischen 120.536 Kilometern am Äquator. Zudem ist Enceladus nur einer von ... ... vielen Monden, die den zweitgrößten Planeten des Sonnensystems umkreisen. Immer wieder werden neue entdeckt, derzeit sind es 62 (Oktober 2015). Hier zu sehen sind Janus (li.), Pandora (2. v. li.), Enceladus (2. v. re.) und Rhea (re). Allerdings gehört Enceladus zu den größeren Saturnmonden - nur fünf andere übertreffen ihn. Von seiner Lage her ist er dem Gasriesen jedoch ... Enceladus - Außenposten des Lebens? Der von den Toten auferstandene Mond

Enceladus hat eine dicke Eisschicht, unter der nach früheren Erkenntnissen vermutlich ein großer Ozean liegt. Die einzige Erklärung für die Entstehung des Wasserstoffs seien hydrothermische chemische Reaktionen zwischen dem felsigen Kern und dem unter der Eisschicht liegenden Ozean, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht wurde.

Auf der Erde sind derartige Reaktionen bekannt: Sie kommen in Rissen am Boden von Tiefseegebieten mit vulkanischer Aktivität vor. Durch frei werdende Energie entstehen in diesen Ökosystemen ganz ohne die Einwirkung von Sonnenstrahlen Mikroorganismen.
"Süßwarengeschäft für Mikroben"
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In echt sicherlich noch beeindruckender: eine Sternexplosion 08.04.17 Galaktisches Feuerwerk Forscher beobachten explosive Sterngeburt
Proxima-b kreist in der habitablen Zone um seinen Stern. Damit gilt er als potenziell bewohnbar. 06.04.17 Außerirdisches Leben? "In zehn Jahren könnte es Klarheit geben"
Gigantische Wellen: Gravitation wirft Schwarzes Loch aus Galaxie 24.03.17 Gigantische Wellen Gravitation wirft Schwarzes Loch aus Galaxie

"Auch wenn wir kein Leben entdeckt haben, so haben wir eine Nahrungsquelle für Leben gefunden", sagte der an der Studie beteiligte Forscher Hunter Waite vom Southwest Research Institute in San Antonio im US-Bundesstaat Texas. "Das ist in etwa so wie ein Süßwarengeschäft für Mikroben".

"Cassini" entdeckte die Wasserstoffmoleküle bereits im Oktober 2015, als sie sich auf rund 50 Kilometer der Oberfläche von Enceladus näherte. Mit Hilfe eines Spekrometers bestimmte die Sonde die Zusammensetzung von aus den Rissen strömenden Dampfwolken: Sie bestehen zu 98 Prozent aus Wasser, zu einem Prozent aus Wasserstoff sowie aus Ammoniak, Kohlendioxid und Methan.

"Cassini" umkreist seit dem Jahr 2004 den Saturn und liefert Erkenntnisse über den zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems.
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Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen Die wichtigsten Monde im Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , chr/AFP
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Großes Finale für Cassini - Raumsonde soll durch Saturn-Ringe tauchen

Beitragvon Gudrun Graf » 15. Apr 2017 09:57

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Raumsonde-sol ... 94733.html
Samstag, 15. April 2017
Großes Finale für Cassini - Raumsonde soll durch Saturn-Ringe tauchen

20 Jahre nach ihrem Start steht die Mission vor ihrem großen Finale: Die Raumsonde Cassini soll 22 mal die Ringe des Saturn durchkreuzen und schließlich auf den Planeten hinabstürzen.

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Es geht auf das Ende von Cassini zu, doch dieses Ende soll spektakulär werden: Mit einem großen Finale soll die Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa ab dem 26. April 22 Mal zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen. Mitte September soll Cassini dann kontrolliert in den Planeten stürzen und damit die 1997 gestartete und 2004 in der Umlaufbahn des Saturn angekommene Mission offiziell beenden.

"Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen, die wir kühn gleich 22 mal durchqueren wollen", sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. "Was wir von Cassinis wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie gigantische Planeten und Planetensysteme überall sich formieren und entstehen. Das ist wirklich Entdeckung in Aktion bis zum Schluss."

Rund 2400 Kilometer liegen zwischen dem Gasplaneten Saturn und seinen Ringen. "Basierend auf unseren Modellen erwarten wir, dass diese Lücke frei von Partikeln ist, die groß genug wären, um die Sonde zu beschädigen", sagt Nasa-Manager Earl Maize. "Aber wir sind vorsichtig und benutzen unsere große Antenne bei der ersten Durchquerung wie ein Schild, um zu sehen, ob es sicher ist, unsere wissenschaftlichen Instrumente bei weiteren Durchquerungen dieser Umgebung auszusetzen. Es gibt definitiv einiges Unbekanntes, aber das ist einer der Gründe, warum wir solche waghalsige Forschung am Ende der Mission machen."
Cassini sendet Daten während des Absturzes

Zunächst soll Cassini am 22. April noch einmal sehr nah am Saturn-Mond Titan vorbeifliegen. Durch dessen Anziehungskraft wird die Laufbahn von Cassini verändert und in die Lücke zwischen Saturn und Ringen hineingelenkt. Bei den Durchquerungen soll Cassini die Struktur des Saturns und der Ringe näher untersuchen, die ersten Proben der Atmosphäre des Saturns und von Ring-Partikeln entnehmen und Nahaufnahmen machen.

Nach 22 Durchquerungen ist es am 15. September dann Zeit zum Abschied nehmen: 20 Jahre nach dem Start soll sich die 12.600 Kilogramm schwere Sonde kontrolliert in den Saturn stürzen - und bis zum Schluss noch Daten zur Erde senden.
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Chemische Reaktion ist bekannt: "Cassini" entdeckt Grundlage für Leben 14.04.17 Chemische Reaktion ist bekannt "Cassini" entdeckt Grundlage für Leben
Leben auf eisigem Enceladus?: Energiequelle auf Saturnmond entdeckt 14.04.17 Leben auf eisigem Enceladus? Energiequelle auf Saturnmond entdeckt

Die gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und der Italienischen Raumfahrtagentur Asi durchgeführte mehr als 3,2 Milliarden Dollar teure Mission gilt aber bereits vor dem "großen Finale" als Erfolg. Unter anderem mit mehreren nahen Vorbeiflügen an den Monden des Saturn hat Cassini einiges gefunden, was Wissenschaftler begeisterte - unter anderem einen Ozean auf dem Mond Enceladus, der möglicherweise Leben dort zulassen könnte, und flüssige Methan-Seen auf dem Mond Titan.

Aber das Beste könnte erst noch bevorstehen: "Cassini wird einige seiner herausragendsten Entdeckungen am Ende ihres langen Lebens machen", sagt Nasa-Wissenschaftlerin Linda Spilker. "Cassinis" großes Finale ist so viel mehr als ein finales Abtauchen. Es ist ein aufregendes letztes Kapitel unserer Sonde und so reich an Wissenschaft, dass es die offensichtliche Wahl zum Abschluss der Mission war."

Quelle: n-tv.de , Christina Horsten, dpa
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Leben auf eisigem Enceladus ? - Energiequelle auf Saturnmond entdeckt

Beitragvon Gudrun Graf » 15. Apr 2017 11:31

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Energiequelle ... 92881.html
Leben auf eisigem Enceladus ? - Energiequelle auf Saturnmond entdeckt

In der Tiefsee der Erde wimmelt in hydrothermalen Quellen das Leben. Nun entdeckt die Raumsonde "Cassini" am Saturnmond Enceladus Hinweise, dass unter dem Ozean ebenfalls solche Quellen sprudeln. Auch Hinweise auf die Existenz von Leben?

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Die Raumsonde "Cassini" hat Hinweise auf eine mögliche Energiequelle für Leben auf dem eisigen Saturnmond Enceladus gefunden. Vermutlich gebe es sogenannte Hydrothermalquellen am Boden des unterirdischen Ozeans auf Enceladus, berichten Wissenschaftler um Hunter Waite vom Southwest Research Institute in San Antonio (US-Staat Texas) im Fachblatt "Science". Auf der Erde wimmelt an solchen Quellen in der sonnenlichtlosen Tiefsee das Leben. Einen Hinweis auf die Existenz von Leben auf Enceladus haben die Forscher aber nicht.
Die mit "Cassini" erstellte Aufnahme zeigt Eis- oder Wasserfontänen im Gegenlicht, die aus Enceladus schießen.
Die mit "Cassini" erstellte Aufnahme zeigt Eis- oder Wasserfontänen im Gegenlicht, die aus Enceladus schießen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Zahlreiche Indizien belegen, dass es unter dem dicken Eispanzer von Enceladus einen kilometertiefen Ozean geben muss, der den gesamten Mond umspannt. Solche unterirdischen Ozeane, die auch auf anderen Monden vermutet werden, gelten als aussichtsreiche Orte für die Suche nach außerirdischem Leben in unserem Sonnensystem. Neben flüssigem Wasser, das in den versteckten Ozeanen reichlich vorhanden ist, benötigt Leben auch Energie. Auf der Erde ist die wichtigste Energiequelle das Sonnenlicht. In den Tiefen der irdischen Ozeane existieren allerdings Lebensgemeinschaften mit Hilfe chemischer Energiequellen, insbesondere an Hydrothermalquellen, an denen heißes, mineralienreiches Wasser aus dem Ozeanboden schießt. Manche Experten halten es für möglich, dass das Leben einst an solchen Quellen entstanden ist.
"Hydrothermale Quellen plausibel"

Aus Spalten in Enceladus' Eispanzer schießen hohe Eis- und Staubfontänen, die vom unterirdischen Ozean gespeist werden. Die Wissenschaftler um Waite hatten Daten ausgewertet, die "Cassini" während des Flugs durch solche Fontänen gewonnen hatte. In den Fontänen konnte die Sonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa bedeutende Mengen von Wasserstoffmolekülen (H2) messen. Da Wasserstoff sehr reaktionsfreudig ist, müsse er im Inneren des Monds fortlaufend neu produziert werden, erläutern die Wissenschaftler. Und von allen Prozessen, in denen solcher molekularer Wasserstoff entstehen kann, seien auf Enceladus nur hydrothermale Quellen plausibel.
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Ob die Entdeckung von molekularem Wasserstoff im Wasser aus Enceladus’ Ozean ein Hinweis auf die mögliche Existenz von Leben sein könnte, sei unklar, heißt es in einem Begleitkommentar in "Science". In der irdischen Tiefsee nutzen Mikroorganismen den Wasserstoff, um Kohlendioxid (CO2) zu Methan (CH4) zu verstoffwechseln. Damit wird der Wasserstoff schnell verbraucht. Der Nachweis von molekularem Wasserstoff in den Fontänen des Eismonds könnte bedeuten, dass dieser Stoffwechselprozess in dem verborgenen Ozean gerade nicht stattfindet.
Bilderserie
Die undatierte Grafik zeigt die Schichten des Saturnmondes Encladus. Foto: NASA/JPL-Caltech/dpa Enceladus - Außenposten des Lebens?: Der von den Toten auferstandene Mond Enceladus - Außenposten des Lebens?: Der von den Toten auferstandene Mond Enceladus - Außenposten des Lebens? Der von den Toten auferstandene Mond

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Groß wie ein Wolkenkratzer - Asteroid rauscht nah an der Erde vorbei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Apr 2017 13:01

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-raus ... 99826.html
Groß wie ein Wolkenkratzer - Asteroid rauscht nah an der Erde vorbei

Ein Gesteinsbrocken von 650 Metern Größe rast auf die Erde zu und kommt ihr dabei sehr nah - in astronomischen Maßstäben. Rund zwei Millionen Kilometer liegen zwischen uns und dem Asteroiden 2014 JO25. Zum Glück: Ein Einschlag hätte verheerende Folgen.

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Ein Asteroid so groß wie einige der höchsten Wolkenkratzer der Erde ist an unserem Heimatplaneten vorbeigeflogen - in weniger als fünffacher Mondentfernung. Nach Berechnungen von Astronomen passierte der 650-Meter-Brocken mit der Bezeichnung 2014 JO25 die Erde am Mittwoch um 14.24 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit, wie aus Daten der US-Raumfahrtbehörde Nasa hervorging.

Dabei kam der Asteroid der Erde auf bis zu 1,8 Millionen Kilometer nahe - für einen Asteroiden dieser Größenklasse eine "sehr dichte Annäherung", wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien im Vorfeld mitteilte.

Letztmals kam ein kosmischer Brocken von mindestens dieser Größe im Jahr 2004 unserem Planeten vergleichbar nahe: Damals passierte der Viereinhalb-Kilometer-Asteroid Toutatis die Erde in etwa vierfacher Mondentfernung.
Überbleibsel aus den Anfängen des Sonnensystems
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Der vor drei Jahren entdeckte Asteroid 2014 JO25 gilt wie andere als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren - und er zählt zu den Gesteinsbrocken, die auf ihrer Bahn um die Sonne der Erde ziemlich nahe kommen können.

Mit einer Größe von 650 Metern übertrifft 2014 JO25 die Höhe des derzeit zweithöchsten Wolkenkratzers der Welt: Der Shanghai Tower in der chinesischen Megastadt misst 632 Meter. Einen Einschlag des Wolkenkratzer-Asteroiden auf der Erde hatten Astronomen schon lange vor dessen Vorbeiflug definitiv ausgeschlossen.

Eine Kollision des Asteroiden mit der Erde hätte verheerende Folgen, wie Einschläge in der Vergangenheit beweisen. Einen Durchmesser von nur 30 bis 50 Metern hatte der Asteroid oder Komet, der mit dem sogenannten Tunguska-Ereignis vom 30. Juni 1908 in Zusammenhang gebracht wird. Damals wurden in einer unzugänglichen Region Sibiriens auf mehr als 2200 Quadratkilometern 80 Millionen Bäume umgeknickt - als Ursache wird die Explosion eines Himmelskörpers in mehreren Kilometern Höhe vermutet.
Dinosaurier auf dem Gewissen?
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Auch von richtig gigantischen Brocken wurde die Erde bereits getroffen: Vor 15 Millionen Jahren donnerte ein kilometergroßer Brocken auf die Schwäbische Alb herab und hinterließ einen Krater, der heute als Nördlinger Ries bekannt ist. Vor 65 Millionen Jahren schlug ein Zehn-Kilometer-Asteroid auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan ein und löste einen Klimawandel aus, der höchstwahrscheinlich zum Aussterben der Dinosaurier führte.

Seit vielen Jahren beobachten Astronomen die Umgebung der Erde genau, um Asteroiden im Anflug möglichst frühzeitig zu entdecken. Derzeit sind gut 16.000 erdnahe Asteroiden identifiziert. Aktuell verzeichnet die Nasa knapp 1800 Asteroiden, die als "potenziell gefährlich" eingestuft werden, davon 156 mit mindestens einem Kilometer Durchmesser.
Bilderserie
Ein Mond für den Mond: So will die Nasa einen Asteroiden eintüten Ein Mond für den Mond: So will die Nasa einen Asteroiden eintüten Ein Mond für den Mond: So will die Nasa einen Asteroiden eintüten Ein Mond für den Mond So will die Nasa einen Asteroiden eintüten

Quelle: n-tv.de , kst/AFP
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Aussichtsreichster Ort für Leben - Astronomen spüren neue "Supererde" auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Apr 2017 17:20

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Astronomen-sp ... 00822.html
Donnerstag, 20. April 2017
Aussichtsreichster Ort für Leben - Astronomen spüren neue "Supererde" auf

Die Entdeckung von erdähnlichen Himmelskörpern häufen sich. Der jüngste Kandidat allerdings hat einen Vorteil: Seine Bahn führt ihn so an seinem Stern vorbei, dass er von der Erde aus gut zu untersuchen ist.

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Es ist die übergeordnete Frage für Weltraumforscher: Gibt es außerhalb der Erde Leben? Grundvoraussetzung dafür wäre fließendes Wasser. Aus diesem Grund wird tief ins All geblickt. Die Suche nach erdähnlichen Himmelskörper scheint erfolgreich. Forscher entdeckten erst Proxima Centauri b, der vier Lichtjahre entfernt liegt, dann den 14 Lichtjahre entfernten Wolf 1061 und schließlich die sieben prinzipiell lebensfreundlichen Planeten um Trappist-1, die sich in rund 39 Lichtjahren Entfernung befinden.

Die neu entdeckte Supererde, die Forscher um Jason Dittmann vom Harvard-Smithsonian Center für Astrophysic in Cambridge aufgespürt haben, ist zwar mit knapp 40 Lichtjahren noch weiter als die anderen erdähnlichen Planeten von der Erde entfernt, hat aber einen wesentlichen Vorteil: Die Bahn von LHS 1140b um seinen Stern verläuft so, dass Beschaffenheit und Atmosphäre von der Erde aus besser untersucht werden können, als bei den bisher gesichteten erdähnlichen Planeten.
Im Sternbild Walfisch
Die Darstellung zeigt den Exoplaneten LH 1140b, der um seinen Stern kreist.
Die Darstellung zeigt den Exoplaneten LH 1140b, der um seinen Stern kreist.
(Foto: ESO/spaceengine.org/dpa)

"Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist", schwärmt Dittmann. "Wir hätten uns kaum ein besseres Ziel wünschen können…". LHS 1140b ist wahrscheinlich ein Gesteinsplanet, der den lichtschwachen roten Zwergstern LHS 1140 im Sternbild Walfisch umkreist. Er hat die rund 6,6-fache Masse der Erde, was ihn zu einer Supererde macht. Die Daten seiner Dichte lassen außerdem den Schluss zu, dass sein Eisenkern größer ist als der der Erde. Mit rund fünf Milliarden Jahren dürfte er ähnlich alt wie die Erde sein.

Die "Supererde" umrundet ihren Zwergstern in relativ geringem Abstand einmal alle 25 Tage. Da der Stern jedoch nur ein Fünftel so groß ist wie unsere Sonne und entsprechend schwächer leuchtet, liegt die enge Umlaufbahn in einer bewohnbaren Zone, die sogenannte habitable Zone, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Flüssiges Wasser ist eine Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Allerdings ist keinesfalls sicher, dass es auf der neu entdeckten "Super-Erde" überhaupt Wasser gibt.
Wasser könnte bereits weg sein

Selbst wenn es bei der Entstehung des Planeten vor rund fünf Milliarden Jahren vorhanden gewesen sein sollte, könnte es von dem damals sehr viel aktiveren Zwergstern davongeblasen worden sein. Dann könnte heute auf dem Exoplaneten ein extremer Treibhauseffekt die Temperaturen in unerträgliche Höhen treiben, wie sie beispielsweise auf der Venus herrschen.

Sollte die "Super-Erde" jedoch wenigstens einen Teil ihres Wassers behalten oder ihren Wasservorrat - beispielsweise aus einem frühen Lava-Ozean - wieder aufgefüllt haben, böte der Rote Zwerg seinem Planeten heute jedoch eine ruhige Heimat und damit nach Ansicht der Forscher gute Rahmenbedingungen für mögliches Leben, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) erläutert, deren Instrumente an der Untersuchung beteiligt waren.
Neue Teleskope, neue Erkenntnisse
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Mit seiner Entfernung von rund 40 Lichtjahren liegt der Exoplanet schon bald in der Reichweite neuer Teleskope, die in der Lage sein werden, nach einer möglichen Atmosphäre und deren Zusammensetzung zu suchen. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Das sind knapp zehn Billionen Kilometer. Für die Untersuchung des Exoplaneten machen sich die Astronomen den Umstand zunutze, dass er zufällig genau so seine Bahnen zieht, dass er von uns gesehen regelmäßig vor seinem Heimatstern vorbeiwandert. Bei dieser Mini-Sternenfinsternis durchleuchtet der Rote Zwerg eine potenzielle Lufthülle seines Planeten von hinten.

Künftige Teleskope wie beispielsweise das "James Webb"-Weltraumteleskop, das 2018 starten soll, oder das "Extremely Large Telescope" der Eso könnten aus der Art und Weise, wie die Atmosphäre das Sternenlicht filtert, Rückschlüsse auf die chemische Zusammensetzung der Lufthülle erlauben.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Das Müllproblem im Weltraum - Experte sagt mehr Kollisionen im All voraus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2017 11:19

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Experte-sagt- ... 97338.html
Das Müllproblem im Weltraum - Experte sagt mehr Kollisionen im All voraus

Im All herumfliegende Trümmerteile können für viele Branchen ein großes Problem darstellen. Wie gefährlich der Schrott sein kann und wie man in Zukunft damit umgehen will, diskutieren Experten derzeit in Darmstadt.

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Weltraumschrott ist gefährlich. Ausgediente Satelliten, Raketenreste und die millionenfache Zahl kleiner Trümmerteile - all das kann enormen Schaden anrichten, Satelliten erheblich beschädigen oder sogar zerstören. "In Zukunft werden wir es mit mehr Kollisionen zu tun haben", sagt Holger Krag. Der 43-Jährige ist bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa Leiter des Büros für Weltraumtrümmer. "Die kritische Höhe über dem Boden ist die zwischen 800 und 1000 Kilometer. Da ist die Überfüllung schon sehr groß."

Entstanden ist der Schrott im All größtenteils aufgrund von mehr als 250 Explosionen. Etwa 18.000 Trümmerteile sind groß genug, um von Erfassungssystemen überwacht zu werden. Gefährlich sind aber auch schon kleinere Teile. Insgesamt gibt es Schätzungen zufolge über 750.000 Objekte zwischen einem und zehn Zentimetern Durchmesser. Sie können bei einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von 40.000 km/h die Wucht einer Handgranatenexplosion auslösen.

Eine internationale Konferenz der Esa will im Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt nach Lösungen suchen. Das viertägige Treffen (18. bis 21. April) gilt als das weltweit größte und wichtigste zum Thema Weltraumschrott. Rund 400 Teilnehmer werden erwartet: Darunter Ingenieure, Wissenschaftler, Manager, Vertreter von Industrieunternehmen und Hochschulen sowie Entscheidungsträger aus allen wichtigen Raumfahrtnationen.
Nicht alle können kommen

Das Interesse bei dem inzwischen siebten Treffen dieser Art ist so groß, dass nicht alle Anfragen zur Teilnahme berücksichtigt werden konnten. Die Veranstaltung gibt es seit 1993 alle vier Jahre. Verpflichtende Regeln werden allerdings keine beschlossen. "Wir werden unser Wissen zusammentragen", meint Krag. Er ist der Vorsitzende der Konferenz.

Das Thema Weltraumschrott könnte sich viel schneller als erwartet noch wesentlich verschärfen. In absehbarer Zeit dürften deutlich mehr Raketen und Satelliten ins All geschossen werden als bisher - wenn nicht nur etablierte Raumfahrtagenturen, sondern auch Unternehmen im großen Stil im All mitmischen wollen. Zum Beispiel, um auch dem letzten Winkel der Erde schnelles Internet anzubieten oder es professionellen Nutzern zu ermöglichen, Daten mit Hilfe von Punkt-zu-Punkt-Stationen über weite Strecken zu transportieren.

"Solche Mega-Konstellationen sind eines der Top-Themen bei unserer Konferenz über Weltraumschrott", sagt Manuel Metz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Einen solchen Raumfahrtboom "hatte vor vier Jahren noch niemand auf dem Schirm", sagt der 40-Jährige. "Einige Firmen planen solche Missionen 2018 und 2019. Sie stehen kurz vor der Tür. Kostengünstiger Weltraum ist möglich."

Auch Krag macht sich über die neuen Projekte etwa von Samsung oder Google Gedanken. Für einige werde "eine Vielzahl von Satelliten gebraucht. Wir sprechen von mehreren Tausend pro Mission." Ein Vergleich: "In der gesamten Geschichte der Raumfahrt wurden bisher rund 7000 Satelliten gestartet."
Auch Kettenreaktion ist möglich

Als Schrecken-Szenario scheint Fachleuten auch das nach dem US-Experten Donald Kessler benannte Kessler-Syndrom möglich. Bezeichnet wird damit eine unkalkulierbare Kettenreaktion durch Kollisionen, die die Raumfahrt lahmlegen könnte: Trümmerteile stoßen gegeneinander und erzeugen noch mehr Trümmerteile. "Wir sollten alles tun, um das Kessler-Syndrom zu verhindern", sagt der Ingenieur Carsten Wiedemann vom Institut für Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig. Er arbeitet mit der Esa zusammen.
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Im Kampf gegen Weltraumschrott gibt es bereits mehrere Ansätze. "Das Wichtigste wäre das gezielte Wiedereinbringen der Objekte in die Erdatmosphäre und das Verglühen über dem Pazifischen Ozean", meint Wiedemann. Bedeutend für die Entsorgung sei, dass man einen Satelliten noch unter Kontrolle habe, sagte Krag. Ein Zurückholen eines verlorenen Satelliten etwa mit einem Greifarm sei eine "gewaltige Herausforderung" und auch noch Zukunftsmusik. Dass uns Weltraumschrott unkontrolliert auf den Kopf fallen könnte, ist laut Krag "ein wirklich kleines Problem". Immerhin seien drei Viertel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt, viele Landgegenden "nicht stark besiedelt". Theoretisch existiere es zwar schon. "Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr klein."
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Quelle: n-tv.de , Joachim Baier, dpa
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Chinas großer Schritt im All - Raumfrachter koppelt an "Himmelspalast" an

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Apr 2017 12:34

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Raumfrachter- ... 04326.html
Samstag, 22. April 2017
Chinas großer Schritt im All - Raumfrachter koppelt an "Himmelspalast" an

China greift nach den Sternen: Der am Donnerstag ins All geschossene Raumfrachter "Tianzhou 1" dockt erfolgreich am Raumlabor "Tiangong 2" an - ein weiterer wichtiger Schritt für den Bau einer dauerhaft bemannten Raumstation.

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Zwei Tage nach seinem Start hat der neue chinesische Raumfrachter "Tianzhou 1" (Himmlisches Schiff) automatisch an Chinas Raumlabor "Tiangong 2" angedockt. Damit absolvierte der Cargo-Transporter erfolgreich das erste von drei Kopplungsmanövern mit dem "Himmelspalast", der gegenwärtig unbewohnt die Erde umkreist.
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Der erste unbemannte Nachschubflug Chinas zu dem kleinen Raumlabor ist eine Vorbereitung für den geplanten Bau einer großen, aus verschiedenen Modulen bestehenden eigenen Raumstation, die um 2022 fertiggestellt werden soll. Sollte die Internationale Raumstation (ISS) wie geplant 2024 ihren Dienst einstellen, wäre China dann die einzige Nation mit einem solchen Außenposten im All. Der Flug von "Tianzhou 1" ist "ein Meilenstein für Chinas wachsendes Raumfahrtprogramm", wie der amerikanische Raumfahrtexperte Leonard David sagte. "Die Fähigkeit, automatische Andockmanöver und Rendezvous zu unternehmen, aufzutanken und Material an ein Raumschiff in einer Umlaufbahn zu liefern, ist ein großer Schritt."

Mit "Tianzhou 1" ist China das vierte Land, das einen eigenen Raumfrachter besitzt. Russland hat das Cargoschiff "Progress", Japan den HTV-Frachter, während das private US-Raumfahrtunternehmen Space X den einzigen wiederverwendbaren Transporter "Dragon" einsetzt. Der neue Raumfrachter ist 10,6 Meter lang und bis zu 3,35 Meter im Durchmesser. "Tianzhou 1" kann sechs Tonnen Ladung transportieren und ist insgesamt 13 Tonnen schwer. Er war am Donnerstag mit einer Rakete vom neuen Typ "Langer Marsch 7" vom Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ins All gebracht worden.

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa
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Müllabfuhr fürs All - Netze sollen Weltraumschrott einsammeln

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Apr 2017 12:11

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Netze-sollen- ... 03706.html
Müllabfuhr fürs All - Netze sollen Weltraumschrott einsammeln

Hunderte Millionen von Trümmerteilen umkreisen die Erde. Raumfahrtagenturen wollen eine Art Weltraum-Müllabfuhr aufbauen, um diese wieder einzusammeln. Denn für die Raumfahrt bilden sie eine spezielle Gefahr: das sogenannte Kessler-Syndrom.

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Mit einer Art Müllabfuhr im All wollen Raumfahrtagenturen Weltraumschrott aufräumen. Greifarme und Netze zum Einfangen etwa ausgedienter Satelliten "sollen in wenigen Jahren im All demonstriert werden", sagte Holger Krag zum Ende einer internationalen Konferenz der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt. Krag leitete das viertägige Treffen zum Thema Weltraumschrott. "Wir müssen zeigen, dass wir es können. Vorher wird niemand die Technologie einsetzen."
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Lösungssuche auf ESA-Konferenz: Verschmutzung im All gefährdet die Raumfahrt
19.04.17 – 01:37 min
Lösungssuche auf ESA-Konferenz Verschmutzung im All gefährdet die Raumfahrt

Die Beseitigung großer Teile sei "notwendig, selbst wenn die Strategie zur Vermeidung von neuem Weltraumschrott konsequent umgesetzt wird." Eine Müllabfuhr im All soll das nach dem US-Experten Donald Kessler benannte Kessler-Syndrom verhindern. Bezeichnet wird damit eine unkalkulierbare Kettenreaktion durch Kollisionen, die die Raumfahrt lahmlegen könnte: Trümmerteile stoßen gegeneinander und erzeugen noch mehr Trümmerteile.

Im Esa-Satelliten-Kontrollzentrum diskutierten rund 400 Teilnehmer aus allen wichtigen Raumfahrtnationen über Müll im All. Die Veranstaltung gilt als weltweit größte und wichtigste zu dem Thema. Das Treffen gibt es seit 1993 alle vier Jahre. "Das wichtigste Ergebnis war, dass dies eine globale Herausforderung ist", sagte Esa-Chef Jan Wörner. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, zugleich Beauftragte der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, verwies auf Zusammenarbeit: "Beim Thema Weltraumschrott kann man nur gemeinsam vorankommen."
166 Millionen Trümmerteile

Neben Beseitigung und Vermeidung von Müll im All sind auch Mega-Konstellationen ein Thema: Schon bald wollen Unternehmen mit einer großen Zahl von kleineren Satelliten etwa für Internet überall auf der Welt sorgen. Damit werden die Bahnen im All immer voller. "Das scheint eine große Herausforderung zu sein, selbst wenn die Unternehmen sich korrekt verhalten", meinte Krag. Noch fehle ein internationales Regelwerk, das vorschreibe, "dass Weltraumschrott innerhalb von 25 Jahren wieder in die Erdatmosphäre eintauchen und verglühen muss", sagte Manuel Metz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
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Die Esa will sich auch einen eigenen Überblick über die Gefahr im All verschaffen. Etwa 18.000 Trümmerteile seien groß genug, um überwacht werden zu können, sagte Krag. Bisher gebe es nur Daten aus den USA. "Wenn wir es in Europa schaffen, zu einem einheitlichen Ansatz zu gelangen, haben wir mittelfristig die Chance, hier zu einer europäischen Autonomie zu kommen." Per Radar und Teleskop soll darüber hinaus auch das Ausmaß der kleinen Trümmerteile erfasst werden, über deren Zahl es bisher nur Schätzungen gibt.

Laut Esa wird davon ausgegangen, dass es rund 166 Millionen Trümmerteile gibt, die zwischen einem Millimeter und einem Zentimeter groß sind. "Die kleinen Teile sind auch gefährlich", sagte Krag. Etwas größere, die geschätzten über 750.000 Objekte zwischen einem und zehn Zentimetern Durchmesser, können bei einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von 40.000 Stundenkilometer die Wucht einer Handgranatenexplosion haben.
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Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Dem Saturn so nah wie nie - Cassini-Sonde startet ins große Finale

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Apr 2017 12:11

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Mittwoch, 26. April 2017
Dem Saturn so nah wie nie - Cassini-Sonde startet ins große Finale

Vor 20 Jahren ist die Nasa-Sonde Cassini ins All gestartet, jetzt steht das große Finale bevor: Sie taucht zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurch - eine Region, in die bislang kein irdisches Gerät vorgedrungen ist.

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Es ist der gefährlichste Teil der Mission, der jetzt auf dem Plan steht: 13 Jahre nach ihrer Ankunft am Saturn soll die Raumsonde Cassini zwischen dem Planeten und seinem innersten Ring hindurchfliegen - und das gleich 22 Mal. "Noch nie ist ein Raumschiff durch diese einzigartige Region geflogen", sagt Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. "Was wir von Cassinis wagemutigen abschließenden Umkreisungen lernen werden, wird unser Verständnis davon verbessern, wie gigantische Planeten und Planetensysteme überall sich formieren und entstehen. Das ist wirklich Entdeckung in Aktion bis zum Schluss."
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Seit zehn Jahren dicht am Ringplaneten: "Cassini" bringt uns den Saturn näher Seit zehn Jahren dicht am Ringplaneten: "Cassini" bringt uns den Saturn näher Seit zehn Jahren dicht am Ringplaneten: "Cassini" bringt uns den Saturn näher Seit zehn Jahren dicht am Ringplaneten: "Cassini" bringt uns den Saturn näher 13 Jahre dicht am Ringplaneten "Cassini" bringt uns den Saturn näher

Bis zum Schluss - denn mit diesem Höhepunkt der Mission geht es auf Cassinis Ende zu. Am 15. September soll die Sonde kontrolliert auf den Saturn hinabstürzen. Nach 20 Jahren im All geht ihr Treibstoff zur Neige. Für die Nasa ist das der richtige Zeitpunkt, um noch eben das riskante Annäherungs-Manöver zu wagen. Nur rund 2400 Kilometer groß ist die Lücke zwischen dem Saturn und seinem innersten Ring. Und das Magnetfeld des Planeten ist stark. Noch dazu strömen dort große Mengen Staub und anderer Teilchen von den Ringen zum Planeten. Das alles kann der Sonde gefährlich werden.

"Wir erwarten zwar anhand unserer Modelle, dass es in der Lücke kaum größere Partikel gibt, die die Sonde beschädigen könnte", erklärt Zurbuchen. "Aber aus Vorsicht werden wir bei der ersten Passage Cassinis große Antenne als Schutzschild nutzen. Dabei werden wir bestimmen, ob es sicher ist, die sensiblen wissenschaftlichen Instrumente bei den nächsten Passagen dieser Umgebung auszusetzen."
Schon jetzt ein Erfolg

Der Kontakt zu Cassini ist daher bei der ersten Passage durch die Lücke am heutigen Mittwoch unterbrochen. Erst einen Tag später, am 27. April, wird Cassinis Hauptantenne wieder zur Erde ausgerichtet und die Daten und Aufnahmen gelangen zu uns. Die Wissenschaftler hoffen auf wertvolle Informationen zum Magnetfeld, den Polarlichtern und der Atmosphäre des Saturn. Außerdem erwarten sie Nahaufnahmen von seiner Gashülle und den inneren Ringen. "Cassini wird einige ihrer herausragendsten Entdeckungen am Ende ihres langen Lebens machen", sagte Nasa-Wissenschaftlerin Linda Spilker.
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Doch schon vorher haben die Forscher durch die Cassini-Mission, an der neben der Nasa auch die Esa, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie Institute der Max-Planck-Gesellschaft beteiligt sind, viel über den Saturn, seine Ringe und seine Monde gelernt: Die Sonde entdeckte einen neuen Ring sowie Stürme auf dem Planeten, machte Fotos von Eisvulkanen auf dem Saturn-Mond Enceladus und lieferte Hinweise auf einen großen See am Nordpol des Mondes Titan, bestehend aus flüssigem Methan und anderen Kohlenwasserstoffen. An diesem Mond war Cassini am 22. April noch einmal sehr nah vorbei geflogen. Seine Anziehungskraft brachte die Sonde auf den richtigen Kurs zwischen Saturn und seinen Ringen.

Bis zum Schluss, bis zum kontrollierten Absturz, soll Cassini Daten zur Erde senden. "Cassinis großes Finale ist so viel mehr als ein finales Abtauchen", sagte Spilker. "Es ist ein aufregendes letztes Kapitel unserer Sonde und so reich an Wissenschaft, dass es die offensichtliche Wahl zum Abschluss der Mission war." Als Erfolg jedoch gilt Cassinis Saturn-Reise bereits jetzt.

Quelle: n-tv.de , asc
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Mission geglückt - "Cassini" hat wieder Kontakt mit der Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Apr 2017 10:11

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Mission geglückt - "Cassini" hat wieder Kontakt mit der Erde

Nie zuvor hat sich ein Raumschiff dorthin gewagt. Jetzt sendet die Nasa-Sonde "Cassini" erstmals Bilder der Atmosphäre des Saturn. Noch 21 weitere Manöver sind in den nächsten Monaten geplant - bevor sie in den Gasplaneten eintaucht und verglüht.

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Die letzte Mission der Nasa-Raumsonde Cassini, die seit fast 13 Jahren den Planeten Saturn und seine Umgebung erforscht, ist erfolgreich angelaufen. Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, wurde nach dem ersten Flug der Sonde in die Zone zwischen dem Planeten und seinen inneren Ringen der Funkkontakt wiederhergestellt.

"Wir haben es geschafft! Cassini hat wieder Kontakt zur Erde und übermittelt Daten", verkündete das für die Mission zuständige Jet Propulsion Laboratory (JPL, Labor für Antriebstechnik) der Nasa im kalifornischen Pasadena. Die Sonde war rund 20 Stunden zuvor erstmals in die Zone nahe der inneren Saturn-Ringe abgetaucht.

Der Funkkontakt war daraufhin erwartungsgemäß abgebrochen - die bange Frage war, ob der Kontakt wiederhergestellt würde, wenn sich die Sonde wieder von dem Gasplaneten und seinen inneren Ringen entfernte. Deswegen war die Erleichterung der Nasa groß. Das JPL veröffentlichte auch sogleich die ersten Bilder von der Mission. Bislang habe es noch keine Aufnahmen von der Atmosphäre des Saturn und eines dortigen Hurrikans aus solcher Nähe gegeben.
Letzte Auftrag ist besonders riskant

De Mission der "Cassini", an der auch die Europäische Raumfahrtbehörde Esa beteiligt ist, wird von der Nasa als "Großes Finale" bezeichnet. Die Sonde, die bereits vor 20 Jahren auf die Reise geschickt worden war, soll in den nächsten Monaten insgesamt 22 Mal in die rund 2400 Kilometer breite Zone zwischen den Ringen und dem Saturn eintauchen, bevor sie im September in die Atmosphäre des gigantischen Gasplaneten eintaucht und verglüht. Die "Cassini"-Mission geht zu Ende, da der Treibstoff der Sonde nicht mehr lange reicht.

Der letzte Auftrag von "Cassini" ist besonders riskant. Denn der 6,40 Meter lange und 4,00 Meter breite Flugkörper nähert sich den aus Eis- und Gesteinsbrocken bestehenden Saturn-Ringen bis auf eine Entfernung von nur etwa 3000 Kilometern. Die Brocken fliegen mit einer Geschwindigkeit von 109.000 Kilometern pro Stunde.

Die Nasa gehe aufgrund ihrer Berechnungen aber davon aus, dass es in der Zone zwischen den inneren Ringen und dem Planeten keine herumfliegenden Objekte gebe, welche die Sonde beschädigen könnten, erläuterte Nasa-Ingenieur Earl Maize. Nasa, Esa und die ebenfalls beteiligte italienische Raumfahrtbehörde Asi erhoffen sich von der letzten "Cassini"-Mission neue Erkenntnisse über die Masse und das Alter der Saturn-Ringe sowie das Innere des Planeten.
Masse der Ringe ermöglicht Rückschlüsse auf Alter
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Die Ringe sind tausende Kilometer breit, aber nur neun bis 90 Meter tief. Aus der Masse der Ringe lassen sich Rückschlüsse auf ihr Alter ziehen. Je größer die Masse ist, desto älter sind die Ringe. Einige Wissenschaftler vermuten, dass die Ringe entstanden sein könnten, nachdem Asteroiden in einen der Saturn-Monde geschmettert seien - dadurch sei dann eine Spur von Trümmern entstanden.

Die Raumfahrbehörden hoffen zudem, dass die Sonde wichtige Messdaten zur Masse im tiefen Inneren des Saturn liefert. Der nach Jupiter zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems besteht vorwiegend aus den leichten Gasen Wasserstoff und Helium.

Quelle: n-tv.de , Jean-Louis Santini, AFP
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Bald der einzige Außenposten ? - China beginnt Bau eigener Raumstation

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Apr 2017 21:57

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http://www.n-tv.de/wissen/China-beginnt ... 14000.html
Freitag, 28. April 2017
Bald der einzige Außenposten ? - China beginnt Bau eigener Raumstation

China kann es kaum abwarten, mit dem Bau einer großen Raumstation zu beginnen. Die Vorbereitungsphase mit Raumlabor und Cargo-Schiff ist bereits abgeschlossen. Haben die Chinesen bald den einzigen Außenposten im All, wenn die ISS geschlossen wird?

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Mit dem erfolgreichen Flug des ersten chinesischen Raumfrachters gibt China grünes Licht für die geplante Konstruktion einer eigenen ständigen Raumstation. "Wir treten jetzt in die Bauphase ein", sagte der Direktor des bemannten Raumfahrtprogramms, Wang Zhaoyu, vor der Presse in Peking. China wolle auch seine Kooperation mit den Europäern und anderen im All ausweiten. Den USA und Russland wurde für die Zukunft mögliche Unterstützung bei Nachschubflügen zur Internationalen Raumstation (ISS) angeboten.

"Wir haben jetzt die Fähigkeiten, eine Raumstation zu bauen und zu betreiben", sagte Wang Zhaoyu. Zuvor hatte das Cargoschiff "Tianzhou 1" (Himmlisches Schiff) erstmals erfolgreich das unbewohnte kleine Raumlabor "Tiangong 2" (Himmelspalast) aufgetankt, das gegenwärtig die Erde umkreist. Der Bau der modularen großen Raumstation soll 2019 begonnen und um das Jahr 2022 abgeschlossen werden. Sollte die ISS wie geplant 2024 ihren Dienst einstellen, wäre China danach die einzige Nation mit einem ständigen Außenposten im All.
Nachschubflug war letzter Schritt in Vorbereitungsphase

Der erste unbemannte chinesische Nachschubflug zu dem Raumlabor war der letzte Schritt in der Vorbereitungsphase. Das fünftägige Auftanken sei "ein Durchbruch" gewesen, auch diese schwierige Technologie zu beherrschen. "Er legte eine solide Grundlage für die Konstruktion der Raumstation", sagte der Direktor. "Wir sind mit den Vorbereitungen im Grunde fertig und warten nur noch auf die Fertigstellung der Module."

Im Gegensatz zu der 200 Tonnen schweren ISS soll Chinas Raumstation kleiner ausfallen und nur 66 Tonnen wiegen. "Das ist genug für uns." Das Design mit drei Modulen sei auch flexibler. Während die ISS in den 1990er Jahren entworfen worden sei, kämen in Chinas Station neueste Technologien zum Zuge. Chinesische Astronauten sollen dort drei bis sechs Monate oder auch länger wohnen.

Nach den USA, Russland und Japan ist China das vierte Land, das einen eigenen Raumfrachter besitzt. "Tianzhou 1" sei "gleich gut oder sogar besser" als die anderen, sagte der Direktor. Am Ende des Fluges werde das Transportschiff im Juni noch ein automatisiertes Kopplungsmanöver absolvieren, mit dem die Andockzeit von zwei Tagen auf gut sechs Stunden reduziert und somit auch flexibler wird. Dabei werde noch mal aufgetankt. Schließlich werde das "Himmlische Schiff" zur Erde fallen und im südlichen Pazifik untergehen.
Nachschubflug zur ISS "vorstellbar"

Einen Nachschubflug mit dem chinesischen Raumtransporter zur Internationalen Raumstation schloss Yang Baohua, Vizepräsident im chinesischen Raumprogramm, zumindest für die Zukunft nicht aus. Er verwies auf Rückschläge der USA und Russlands mit ihren Frachtern. Journalisten hätten deswegen gefragt, ob China nicht aushelfen könnte, was allerdings schwierig sei. "Chinas Raumfahrtprogramm ist zur Hilfe bereit, aber wir brauchen mehr Zeit."
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Die USA und Europa hätten China anfangs nicht an der Raumstation teilnehmen lassen, hob Yang Baohua hervor. "Deswegen haben wir jetzt andere technische Standards." Diese Probleme müssten gelöst werden. Aber technisch hätte China die Fähigkeit dazu.

Jüngste Berichte, dass China und die Europäer angeblich sogar an eine Kooperation bei einem ständigen Außenposten auf dem Mond dächten, bestätigte Direktor Wang Zhaoyu aber nicht. "Die USA, Russland, Europa und China denken über die Möglichkeit einer Mondstation für Erkundungen nach", sagte er. "Über die Frage, wie wir da kooperieren, sprechen wir, wenn wir spezifische Pläne haben." Grundsätzlich sei China zur Zusammenarbeit mit anderen Raumfahrtnationen, aber auch Entwicklungsländern bereit.

Quelle: n-tv.de , Andreas Landwehr, dpa
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Springfluten mit hohem Tidenhub - Jupiter übertrifft im Mai alle

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Apr 2017 14:37

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http://www.n-tv.de/wissen/Jupiter-ueber ... 14788.html
Sonntag, 30. April 2017
Springfluten mit hohem Tidenhub - Jupiter übertrifft im Mai alle

Ein auffällig heller Lichtpunkt im Südosten ist auch im Mai am Abendhimmel zu sehen: der Jupiter, größter und massereichster Planet unseres Sonnensystems. Ein Blickfang sind zudem die Sternschnuppen der Aquariden - fast den gesamten Monat über.

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Beherrscher der Mainächte ist der Riesenplanet Jupiter. Mit Einbruch der nun spät einsetzenden Dunkelheit leuchtet er als heller Lichtpunkt am Südosthimmel auf. Der Riesenplanet übertrifft mit seinem Glanz alle Sterne und ist kaum zu übersehen. Zurzeit hält er sich im Sternbild Jungfrau auf. In der Nacht vom 7. auf 8. Mai wandert der zunehmende Mond zwei Grad nördlich an Jupiter vorbei.

Vom Morgenhimmel zieht sich der Riesenplanet allmählich zurück. Wenn er im Westen untergeht, taucht Venus als strahlender Morgenstern am Osthimmel auf. Venus ist noch deutlich heller als Jupiter und kann fast bis Sonnenaufgang gesehen werden. Am Monatsbeginn geht Venus kurz nach halb fünf Uhr morgens auf, Ende Mai bereits eine Stunde früher.
Mars wechselt auf den Taghimmel
Mars wandert im Mai durch das Sternbild Stier.
Mars wandert im Mai durch das Sternbild Stier.
(Foto: esa/esoc/ESA/dpa)

Mars, der in den letzten Monaten am Abendhimmel zu sehen war, wechselt auf den Taghimmel. Um die Monatsmitte wird der Rote Planet unbeobachtbar. Er wandert durch das Sternbild Stier und passiert in der ersten Maiwoche das Goldene Tor der Sonnenbahn, das von den beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden gebildet wird. Am 7. wandert Mars zwölf Vollmondbreiten nördlich am roten Stierauge, dem Stern Aldebaran vorbei. Um Mars und Aldebaran in der Abenddämmerung zu erkennen, ist ein Fernglas zu empfehlen.

Saturn wird zum Planeten der gesamten Nacht. Geht der Ringplanet Anfang Mai rund eine halbe Stunde nach Mitternacht auf, so erscheint er zu Monatsende bereits eine Viertelstunde nach zehn Uhr abends am Südosthimmel. Saturn wandert durch das Sternbild Schütze und wechselt am 18. in das Tierkreissternbild Schlangenträger, da er sich zurzeit rückläufig durch den Tierkreis bewegt.

In der Nacht vom 13. auf den 14. begegnet der abnehmende Mond dem Ringplaneten. An Saturn als Markierung kann man gut verfolgen, wie sich der Mond von Stunde zu Stunde durch den Tierkreis bewegt. Am 25. Mai beginnt auf der Nordhalbkugel des Saturns der Sommer. Er dauert acht Jahre - bis Mai 2025. Der flinke Merkur bleibt in unseren Breiten im Mai unsichtbar.
Sternschnuppen der Mai-Aquariden

Fast den gesamten Monat über sind die Sternschnuppen der Mai-Aquariden zu beobachten. Sie werden auch Eta-Aquariden genannt, da ihr Ausstrahlungspunkt beim Stern Eta im Wassermann liegt. Die meisten Meteore dieses Stroms sind um den 5. Mai zu erwarten, wobei bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde aufflammen. Im Jahr 2013 wurden zum Maximum sogar über 100 Meteore registriert.

Da das Sternbild Wassermann in unseren Breiten nur geringe Höhen über dem Horizont erreicht, entgehen uns etliche Aquariden. Im Mittelmeerraum zählen sie hingegen zu den aktivsten Meteorströmen des Jahres. Die Aquariden sind schnelle Sternschnuppen. Sie dringen mit rund 60 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen, wobei sie lange Leuchtspuren hinterlassen. Die besten Beobachtungsbedingungen ergeben sich ab 3.00 Uhr morgens in den Tropen. Die Aquariden sind abgesprengte Stücke des Halleyschen Kometen, der alle 76 Jahre in Erdnähe kommt.

Am 10. Mai tritt im Sternbild Waage um 23.43 Uhr die Vollmondphase ein. Zwei Tage später befindet sich der Mond mit 406 210 Kilometer in Erdferne. Neumond wird am 25. um 21.44 Uhr erreicht. Damit beginnt die 1168. sogenannte Lunation. Eine Lunation ist die Zeitspanne von einem Neumond bis zum nächstfolgenden, auch als synodischer Monat bekannt. Auf Vorschlag des britisch-amerikanischen Mondforschers Ernst William Brown werden die Lunationen durchgezählt. Die Lunation Nummer 1 begann am 17. Januar 1923.
Zusammenfall von Neumond und Erdnähe
Bilderserie
250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Nur fünf Stunden nach Neumond kommt unser Nachbar im Weltall mit 357.207 Kilometer in Erdnähe. Der zeitliche Zusammenfall von Neumond und Erdnähe führt zu Springfluten mit hohem Tidenhub. Auch die Kontinente werden stärker als sonst angehoben und abgesenkt, was unter Umständen in den Tagen um den 26. Mai tektonische Beben auslösen kann.

Am abendlichen Fixsternhimmel sieht man den großen Himmelswagen steil über unseren Köpfen, während das Himmels-W, die Kassiopeia, tief am Nordhorizont auszumachen ist. Der Himmelslöwe hat die Mittagslinie schon passiert und steht hoch im Westen. Die markante Figur des Löwen ist leicht zu erkennen.

Hoch im Südosten leuchtet unübersehbar der rötliche Arktur, Hauptstern des Sternbildes Rinderhirt, besser bekannt mit der griechischen Bezeichnung Bootes. Arktur ist ein roter Riesenstern in 37 Lichtjahren Entfernung. Neben dem Bootes stößt man auf die Nördliche Krone. Ihr einprägsamer Sternenhalbkreis ist leicht zu finden.

Im Nordosten geht gerade das Sommerdreieck auf. Wega in der Leier und Deneb im Schwan sind schon über die Horizontlinie gestiegen, während sich Atair noch unter dem Horizont befindet.
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Blick "an den Rand des Universums" Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon
Hubble blickt in die Tiefe des Alls: Zehnmal mehr Galaxien im Universum 13.10.16 Hubble blickt in die Tiefe des Alls Zehnmal mehr Galaxien im Universum
Ein derart ungetrübter Sicht auf die Sterne ist in Europa nur sehr beschränkt möglich: So beispielsweise in Brandenburg. 10.06.16 Lichtverschmutzung nimmt die Sicht Weniger Menschen können Sterne sehen

Im Südosten nimmt die Waage ihren Platz ein. Sie ist der einzige Gegenstand im Tierkreis. Alle anderen Tierkreisbilder stellen Lebewesen dar. Einst lag der Herbstpunkt im Sternbild Waage. Heute findet man ihn im Sternbild Jungfrau. In der Antike deuteten noch die Sterne der Waage die Scheren des Sternbildes Skorpion an.

Die Sonne schraubt sich im Tierkreis immer höher. Am 14. Mai wechselt sie aus dem Sternbild Widder in das Sternbild Stier, in dem sie am 21. Juni den Gipfel ihrer Jahresbahn erreicht. Denn der Sommerpunkt liegt heutzutage im Sternbild Stier. Am 20. tritt die Sonne spätabends in das Tierkreiszeichen Zwillinge. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im Mai um knapp sieben Grad zu.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Für riskante Aufgaben - Spezial-Helm soll Astronauten helfen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Mai 2017 11:34

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http://www.n-tv.de/wissen/Spezial-Helm- ... 17169.html
Montag, 01. Mai 2017
Für riskante Aufgaben - Spezial-Helm soll Astronauten helfen

Spezialisten aus mehreren europäischen Ländern arbeiten an einem besonderen Helm für Astronauten. Eine transparente Brille soll bei komplizierten Operationen im Weltraum zum Einsatz kommen.

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Eingeblendete Bilder und Sprachanweisungen in einem neuen Spezial-Helm sollen Astronauten künftig bei Arbeiten im All helfen. Auf einer transparenten Brille in ihrem Helm bekommen sie über Animationen konkrete Arbeitsanweisungen, berichtet das VTT Technical Research Centre in Finnland. Zusätzlich sagt ihnen demnach eine Stimme, was sie tun müssen.

Zeit ist bei Außeneinsätzen im All ein rares Gut, darum ist es wichtig, dass Astronauten anstehende Aufgaben möglichst ohne Zögern rasch Schritt für Schritt abarbeiten. Die sogenannte Augmented-Reality-Einheit habe in ersten Praxistests an einem ISS-Trainingsmodul in Köln exzellente Ergebnisse geliefert, hieß es vom VTT.

Am Europäischen Astronautenzentrum auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln trainieren Astronauten für ihren Einsatz im All - unter anderem an einem Modell des Weltraumlabors "Columbus", das Teil der Internationalen Raumstation ISS ist. An dem von der Europäischen Raumfahrtagentur finanzierten Projekt "EdcAR" waren zudem Experten in Italien, Frankreich und Griechenland beteiligt.

Die Technik der Augmented Reality (AR) eigne sich vor allem für riskante oder komplizierte Arbeiten, sagte der finnische Forscher Kaj Helin. "Die Astronauten sehen das reale Bild, bekommen aber mithilfe von Pfeilen, Kreisen oder anderen Grafiken ihre Aufgaben vorgeführt: Drück den roten Knopf, schieb den Riegel nach links, wechsle den Filter aus."
Voraussetzungen sind bereits geschaffen

Außerdem könne man mit der Brille im Helm Unsichtbares sichtbar machen. Telemetriedaten von Geräten und anderen Systemen an Bord der Raumstation ließen sich ebenso visualisieren wie aktuelle Wartungsdaten, Fehlerdiagnosen, Radioaktivitätslevel, Druck- und Temperaturangaben.
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Mit dem System hofft man, Fehler zu vermeiden, konkreter in den Arbeitsanweisungen zu werden und anstehende Aufgaben schneller ausführen zu können. In zwei Jahren, so Helin, könnte die Technik im Weltall im Einsatz sein. Auf der ISS seien die Voraussetzungen dafür bereits geschaffen. Zudem könne das System auch in vielen anderen Bereichen zum Einsatz kommen - im Flugzeugbau und in Kraftwerken zum Beispiel.

Als Augmented Reality wird die computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung verstanden - oft in visueller Hinsicht, grundsätzlich aber für alle Sinne. Ein vielen bekanntes Beispiel sind die eingeblendeten Linien, die bei Fußballübertragungen die Entfernung zum Tor anzeigen.

Quelle: n-tv.de , vni/dpa
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Doppelt so groß wie Milchstraße - Heiße Riesenwelle rollt durch Galaxienha

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Mai 2017 09:39

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http://www.n-tv.de/wissen/Heisse-Riesen ... 24606.html
Doppelt so groß wie Milchstraße - Heiße Riesenwelle rollt durch Galaxienhaufen

Vor Milliarden von Jahren streifte ein kleiner Galaxienhaufen einen großen. Die Folge: eine kosmische Riesenwelle, die seitdem durch den Galaxienhaufen schwappt. Sie erstreckt sich über unvorstellbare 200.000 Lichtjahre.

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Durch einen benachbarten Galaxienhaufen rollt eine gigantische Welle aus heißem Gas. Das haben Astronomen mit dem Röntgensatelliten "Chandra" der US-Raumfahrtbehörde Nasa und weiteren Instrumenten beobachtet.

Die Plasmawelle erstreckt sich demnach über 200.000 Lichtjahre und ist damit etwa doppelt so groß wie unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, wie das Goddard Space Flight Center (GSFC) der Nasa in Greenbelt (US-Staat Maryland) berichtet (siehe Nasa-Video.) Die Wissenschaftler um Stephen Walker vom GSFC stellen ihre Beobachtungen in der Juni-Ausgabe des britischen Fachblatts "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" (MNRAS) vor.

Ursache der kosmischen Riesenwelle ist vermutlich ein kleinerer Galaxienhaufen, der den großen Perseus-Galaxienhaufen vor Jahrmilliarden gestreift haben muss. "Die Welle, die wir identifiziert haben, hängt mit dem Vorbeiflug eines kleineren Haufens zusammen", erläutert Walker in einer Nasa-Mitteilung. Mit seiner Schwerkraft hat der kleinere Galaxienhaufen demnach das heiße Gas des Perseus-Haufens in Schwingungen versetzt. Seitdem wirbelt die Welle durch den Haufen. Sie dreht sich dabei wie Milch, die man in frisch umgerührten Kaffee gießt, erläutert die Nasa.
Gas kann Millionen Grad Celsius heiß sein
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Blick "an den Rand des Universums" Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon
Winzige Wolken, leuchtendes Band: Besondere Karte zeigt Details der Milchstraße 20.10.16 Winzige Wolken, leuchtendes Band Besondere Karte zeigt Details der Milchstraße

Galaxienhaufen sind die größten Strukturen im Universum, die von der Schwerkraft gebildet werden. Sie bestehen jeweils aus zahlreichen Galaxien, die jede so groß sein können wie unsere Milchstraße. Die meiste Masse eines Galaxienhaufens stellt jedoch in der Regel ein überall verteiltes Gas, das Millionen Grad Celsius heiß sein kann und dadurch hell im Röntgenlicht leuchtet.

Der Perseus-Galaxienhaufen liegt im gleichnamigen Sternbild, rund 240 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 11 Millionen Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.
Bilderserie
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Hunderte Kilometer Durchmesser - Auf Jupiter toben mächtige Wirbelstürme

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Mai 2017 18:20

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http://www.n-tv.de/wissen/Auf-Jupiter-t ... 60309.html
Freitag, 26. Mai 2017
Hunderte Kilometer Durchmesser - Auf Jupiter toben mächtige Wirbelstürme

Die Raumsonde "Juno" brauchte mehrere Jahre bis zum Jupiter. Nun gibt es Aufnahmen von den ersten Überflügen. Sie zeigen: Auf dem Riesenplaneten ist mächtig was los.

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An den Polen des Riesenplaneten Jupiter toben Wirbelstürme mit bis zu 1400 Kilometern Durchmesser. Die Atmosphäre in den Polarregionen des Gasriesen ist damit viel turbulenter als erwartet, wie Aufnahmen der Raumsonde "Juno" von den ersten Überflügen zeigen. Zwei Forscherteams stellen ihre Auswertungen in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Science" vor.
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Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie Jupiter hat irdischen Besuch

Die 2011 gestartete Sonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa war im vergangenen Jahr bei dem Riesenplaneten eingetroffen und nähert sich den Jupiter-Wolken bis auf rund 3400 Kilometer. Damit erlaubt sie bislang unerreichte Einblicke in die dichte Atmosphäre des Gasriesen.

So erspähte "Juno" ein chaotisches Muster aus Wirbelstürmen an den vorher so nicht beobachtbaren Polen des Riesenplaneten. Dadurch unterscheidet sich Jupiter deutlich von seinem Nachbarn Saturn. Die Raumsonde lieferte auch unerwartete Hinweise auf große Mengen Ammoniak, die aus der Tiefe der Jupiteratmosphäre heraufquellen und riesige Wettersysteme bilden, wie Forscher um Scott Bolton vom US-amerikanischen Southwest Research Institute im texanischen San Antonio berichten.
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Überraschenderweise ist zudem das Magnetfeld des Gasriesen nahe dem Planeten viel stärker als erwartet. Mit 7,77 Gauß erreicht es rund die zehnfache Stärke des Erdmagnetfelds, wie die "Juno"-Messungen zeigen. Innerhalb der sogenannten Magnetosphäre des Jupiters, also im Einflussbereich seines Magnetfelds, beobachtete die Raumsonde Schauer schneller kosmischer Elektronen, die vermutlich die Ursache der enormen Polarlichter sind, die "Juno" im ultravioletten und Infrarot-Licht aufgezeichnet hat.

Die Untersuchungen der Magnetosphäre insgesamt legten nahe, dass der Riesenplanet ganz anders mit seiner Weltraum-Umgebung wechselwirke als die Erde, schreibt ein zweites Forscherteam um John Connerney von der Space Research Corporation und dem Goddard Space Flight Center der Nasa.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Millionen von Jahre lang - Mars bot lebensfreundliche Bedingungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jun 2017 22:40

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http://www.n-tv.de/wissen/Mars-bot-lebe ... 70396.html
Donnerstag, 01. Juni 2017
Millionen von Jahre lang - Mars bot lebensfreundliche Bedingungen

Bereits jetzt halten Experten ein Leben auf dem Mars für möglich. Doch die Bedingungen sind nicht ideal. Das muss in der Vergangenheit anders gewesen sein. Dafür sprechen zumindest einige Indizien, die der Marsrover "Curiosity" liefert.

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Der junge Mars besaß viele Millionen Jahre lang die nötigen Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt. Das schließen Forscher aus neuen Bodenanalysen des Marsrovers "Curiosity" der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Die Daten liefern Belege für ein relativ stabiles Klima auf dem Roten Planeten, wie Wissenschaftler um Joel Hurowitz von der Stony Brook University (US-Bundesstaat New York) im Fachblatt "Science" berichten.
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Mit fast 900 Kilogramm und 3 mal 2,8 Metern ist er der größte mobile Forschungsroboter, der bislang auf den roten Planeten geschickt wurde. Wie aus einem US-Nationalpark, schwärmte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde im kalifornischen Pasadena. Vor rund vier Jahren landet der Rover "Curiosity" auf dem Mars. Das kleine Marsfahrzeug hatte die spektakulären Fotos am 8. September zum Abschluss einer rund einmonatigen Erkundungstour in der "Murray Buttes"-Region am Mount Sharp aufgenommen. Faszinierende Felsen im All Die spektakulären Fotos des Marsrovers

"Curiosity" fährt seit 2012 durch den rund 150 Kilometer großen Gale-Krater auf dem Mars und hat verschiedene Indizien dafür gefunden, dass den Krater einst ein großer See füllte. In der neuen Studie haben Forscher Schlammsteine aus unterschiedlichen Tiefen des einstigen Sees untersucht. Dabei zeigte sich, dass der See einmal Schichten mit verschiedenen chemischen Bedingungen besaß. Während es nahe der Oberfläche einen hohen Anteil oxidierender Verbindungen aus der Atmosphäre gab, herrschten in tieferen Wasserschichten sauerstoffarme Bedingungen.
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Für Leben wohl zu wenig: Marsrover findet Indizien für flüssiges Wasser 13.04.15 Für Leben wohl zu wenig Marsrover findet Indizien für flüssiges Wasser

Insgesamt deuteten die Analysen darauf hin, dass auf dem Roten Planeten über längere Zeit ein stabiles Klima vorgeherrscht haben muss, erläutern die Forscher. Es habe sich von kalten, trockenen Bedingungen zu wärmeren und feuchteren entwickelt, bis der See schließlich austrocknete, vermutlich aufgrund Veränderungen in der Atmosphäre. Die Untersuchung belege gemeinsam mit anderen Funden, dass der junge Mars vor etwa 3,8 bis 3,1 Milliarden Jahren alle physikalischen, chemischen und energetischen Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt besessen habe, schreiben die Forscher.

Auch nach dem Austrocknen des Sees könnte es einer zweiten Analyse zufolge noch größere Grundwasserströme gegeben haben. Das schließen Wissenschaftler um Jens Frydenvang vom Los Alamos National Laboratory (US-Bundesstaat New Mexico) aus Ablagerungen von Siliziummineralen. Die Minerale seien von sehr altem Grundgestein in darüberliegendes jüngeres Gestein gewandert, schreiben die Forscher im Fachblatt "Geophysical Research Letters".

"Selbst als der See schließlich verdunstete, gab es noch wesentliche Mengen Grundwasser, viel länger als wir bislang gedacht haben", erläuterte Frydenvang in einer Mitteilung seines Instituts. "Das verlängert das Fenster für eine mögliche Existenz von Leben auf dem Mars."
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Ankunft am Roten Planeten: Die heiklen Manöver der ExoMars-Mission Ankunft am Roten Planeten: Die heiklen Manöver der ExoMars-Mission Ankunft am Roten Planeten: Die heiklen Manöver der ExoMars-Mission Ankunft am Roten Planeten Die heiklen Manöver der ExoMars-Mission

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Höllische Hitze - Extremer Planet ist heißer als viele Sterne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jun 2017 12:03

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Extremer-Plan ... 74864.html
Höllische Hitze - Extremer Planet ist heißer als viele Sterne

Die Atmosphäre des Planeten glüht heißer als die Oberfläche vieler Sterne: Seine Tagseite wird von der nahen Sonne auf etwa 4300 Grad Celsius aufgeheizt. Die Strahlung könnte den Planeten eventuell sogar komplett verdampfen lassen.

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Astronomen haben einen fernen Planeten entdeckt, dessen Atmosphäre heißer glüht als die Oberfläche vieler Sterne: Auf rund 4300 Grad Celsius schätzen die Forscher die Temperatur auf der Tagseite des Riesenplaneten. Ursache für die höllische Hitze ist der geringe Abstand zu seinem Heimatstern: Der Planet umrundet seine Sonne alle 1,5 Tage. Die Wissenschaftler stellen ihre Entdeckung im Fachjournal "Nature" vor.

Der Heimatstern KELT-9 des heißen Planeten ist doppelt so groß und doppelt so heiß wie unsere Sonne. "KELT-9 strahlt so viel ultraviolette Strahlung aus, dass er den Planeten möglicherweise komplett verdampft", erläuterte einer der Hauptautoren der Studie, Keivan Stassun von der Vanderbildt University in Nashville (US-Staat Tennessee) in einer Mitteilung seiner Hochschule. Oder es bleibe von dem Gasriesen irgendwann nur ein fester Gesteinskern zurück, falls er einen solchen besitze.

Zum Vergleich: Unsere Sonne ist an der Oberfläche rund 5400 Grad Celsius heiß. Die Energiegewinnung durch Kernfusion im Zentrum von Sternen läuft jedoch bei noch wesentlich höheren Temperaturen von etwa 15 Millionen Grad und mehr ab.
Planet mit einem Gasschweif?

Der extreme Gasplanet KELT-9b liegt rund 650 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schwan. Er hat fast dreimal so viel Masse wie der größte Planet unseres Sonnensystems, Jupiter, und ist auch sehr viel größer: Durch die große Hitze ist seine Atmosphäre so aufgebläht, dass er lediglich die halbe Dichte besitzt wie Jupiter. Der heiße Planet wendet seiner Sonne stets dieselbe Seite zu, so wie auch der Mond der Erde immer dieselbe Seite zeigt. Durch diese sogenannte gebundene Rotation wird die Tagseite des Gasplaneten so extrem heiß.
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Es handele sich allen gängigen Definitionen zufolge zwar ganz klar um einen Planeten, erläutert der andere Hauptautor, Scott Gaudi von der Ohio State University. "Aber seine Atmosphäre ist ziemlich sicher anders als bei allen Planeten, die wir bislang gesehen haben, allein wegen der Temperatur seiner Tagseite." Möglicherweise besitze der Planet sogar einen glühenden Gasschweif wie ein Komet. Das wollen die Astronomen in Folgebeobachtungen mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop und anderen Instrumenten untersuchen.

Von Folgeuntersuchungen versprechen sich die Wissenschaftler auch ein besseres allgemeines Verständnis von extrasolaren Sonnensystemen. Während die meisten Astronomen bei kleinen, kühleren Sternen nach potenziell bewohnbaren erdähnlichen Planeten suchten, sei der heiße Gasriese KELT-9b ein Prüfstein dafür, wie sich Planetensysteme um heiße, massereiche Sterne bilden, betonen die Astronomen. "In unseren Bemühungen, ein komplettes Bild von der Vielfalt der Welten da draußen zu zeichnen, ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie Planeten sich bilden und entwickeln, sondern auch wann und unter welchen Umständen sie zerstört werden", betont Stassun.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Einstein glaubte nicht daran - Astronomen wiegen Weißen Zwerg mit Licht

Beitragvon Gudrun Graf » 8. Jun 2017 22:05

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/Astronomen-wi ... 79451.html
Donnerstag, 08. Juni 2017
Einstein glaubte nicht daran - Astronomen wiegen Weißen Zwerg mit Licht

Astronomen aus den USA gelingt etwas, das nicht einmal Einstein für möglich hielt: Mit Hilfe des Hubble-Teleskops wiegen sie einen weit entfernten kollabierten Stern. Damit beenden sie eine jahrzehntealte Kontroverse.

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Wiegen mit Licht: Mit Hilfe von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie hat ein Astronomenteam die genaue Masse eines Weißen Zwergsterns bestimmt. Die akribische Messung mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop liefert nicht nur eine weitere Bestätigung für Einstein, sondern beendet auch eine jahrzehntealte Kontroverse über die Masse des untersuchten Zwergsterns.

Nach Einsteins Theorie lenkt ein schweres Objekt im All das Licht ab. Vom Grad der Ablenkung kann man auf die Masse dieses Objekts - beispielsweise eines Sterns - schließen. Die Forscher um Kailash Sahu vom Space Telescope Science Institute in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) stellten ihre Beobachtungen im Fachblatt "Science" vor. Demnach beträgt die Masse des Weißen Zwergs mit der Katalognummer Stein 2051 B etwa zwei Drittel (67,5 Prozent plus/minus 0,5 Prozent) der Masse unserer Sonne.
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Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Weiße Zwerge sind die kollabierten Überreste ausgebrannter Sterne. Die Untersuchung stelle Astronomen ein neues Werkzeug zur Verfügung, um die Masse kosmischer Objekte zu bestimmen, heißt es in einem "Science"-Begleitkommentar. Massereiche Objekte wie Sterne krümmen nach Einsteins Theorie die Raumzeit und können dadurch Licht ablenken wie eine Linse.
Einstein wäre überrascht gewesen

Dieser Gravitationslinseneffekt wurde erstmals während einer Sonnenfinsternis im Jahr 1919 beobachtet: Die Position von Sternen nahe dem Rand der verdunkelten Sonne erschien leicht verschoben. Einstein wurde für seine Vorhersage gefeiert, ein wesentlicher Teil seines Ruhms gründet auf dieser Beobachtung. Nicht nur die Sonne kann so die scheinbare Position entfernter Sterne verschieben, sondern auch ein anderer, näherer Stern. Allerdings ist der Effekt dann sehr viel kleiner. Außerdem müssen Vordergrund- und Hintergrundstern zufällig genau in einer Linie stehen. Einstein selbst glaubte nicht, dass sich dieser Effekt jemals beobachten lasse, wie er 1936 ebenfalls in "Science" schrieb.
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Genau dies ist dem Team um Sahu nun jedoch mit "Hubble" gelungen: Die Forscher konnten messen, wie sich die scheinbare Position eines 5000 Lichtjahre entfernten Sterns änderte, als der 17 Lichtjahre von uns entfernte Weiße Zwerg mit der Katalognummer Stein 2051 B vor ihm vorüberzog. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.
Jahrzehntealte Kontroverse beendet

Ergebnis der Messung: Die Sternposition änderte sich um rund 0,56 Millionstel Grad. Die Astronomen bestimmten die Masse des Weißen Zwergsterns daraus auf 67,5 Prozent der Sonnenmasse. "Es ist, als ob man den Stern auf die Waage legen würde", erläutert Sahu in einer Mitteilung seines Instituts. "Die Ablenkung ist analog zur Bewegung der Nadel auf der Waage."
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Die Messung beendet eine über 100 Jahre alte Kontroverse über die Masse von Stein 2051 B. Der Weiße Zwerg hat einen roten Zwergstern als Begleiter. Aus der Bewegung der beiden Sterne hatten frühere Astronomen eine Masse berechnet, die eine unerwartete Zusammensetzung des Weißen Zwergs erfordert hätte. Die neue Bestimmung der Masse deckt sich nun mit der Theorie der Weißen Zwerge. "Wir wissen jetzt, dass Stein 2051 B ganz normal ist", betont Terry Oswalt von der Embry-Riddle-Luftfahrt-Universität in Daytona Beach (US-Staat Florida) im "Science"-Kommentar.

Weiße Zwerge sind das häufigste Endstadium von Sternen. "Mindestens 97 Prozent aller Sterne, die je in unserer Galaxie entstanden sind, einschließlich unserer Sonne, werden als Weiße Zwerge enden oder sind bereits welche", betont Oswalt. "Sie sagen uns etwas sowohl über unsere Zukunft als auch über unsere Vergangenheit."

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Großes Projekt noch für 2017 - China will Mondgestein auf die Erde holen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Jun 2017 11:08

Forschung Universum
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http://www.n-tv.de/wissen/China-will-Mo ... 77790.html
Großes Projekt noch für 2017 - China will Mondgestein auf die Erde holen

China entwickelt immer mehr Ehrgeiz bei der Eroberung des Mondes. Nachdem kürzlich bereits ein einjähriges Testprojekt zum Leben auf dem Erdtrabanten startete, wird nun bekannt: Ein chinesisches Raumschiff soll Gestein vom Mond holen - in diesem Jahr noch.

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Erstmals soll ein chinesisches Raumschiff Gestein vom Mond holen. Noch in diesem Jahr soll dafür eine unbemannte Mondlandung durchgeführt werden. Zuletzt war vor 41 Jahren mit dem sowjetischen Luna-24-Flug Mondmaterial zur Erde gebracht worden.

"Chang'e 5" soll in der sogenannten Mons-Rümker-Region landen, berichtete Liu Jizhong von Chinas Mondprogramm laut Nachrichtenagentur Xinhua auf einer Konferenz in Peking. Die im Durchmesser 70 Kilometer große Ebene heißt seit 1935 nach dem deutschen Astronom Karl Rümker (1788-1862). Als Starttermin wird bislang der November 2017 genannt.

Es wäre das erste Mal, dass ein chinesisches Raumschiff nach einer Mondlandung mit Mondgestein zur Erde zurückkehrt. Während beim letzten Flug der sowjetischen Luna-24-Mondsonde im Jahr 1976 nur 170 Gramm eingesammelt worden waren, hatten die Apolloflüge der USA zwischen 1969 und 1972 mehr als 360 Kilogramm Mondgestein zur Erde gebracht.
Erste Landung auf erdabgewandter Seite des Mondes

Im nächsten Jahr wird China zudem die erste Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes versuchen. Dafür kommt "Chang'e 4" zum Einsatz, ein bisher nicht benutztes Ersatzraumschiff für "Chang'e 3", das 2013 die erste unbemannte Mondlandung Chinas unternommen hatte.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 64086.html
Es ist der 20. Juli 1969 - sowohl deutscher als auch US-amerikanischer Zeit - als der "Adler" landet. "Eagle", so heißt die Mondfähre, mit der die US-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin den Erdtrabanten erreichen. Als Armstrong einige Stunden später den Mond betritt, ist in Deutschland der Morgen des 21. Juli angebrochen. Folgende Chronologie dokumentiert den Ablauf aus deutscher Zeitperspektive. 16. Juli 1969, 14:32 Uhr: "Apollo 11" hebt von der Erde ab. An Bord sind die Astronauten Neil Armstrong (l), Michael Collins und Edwin Aldrin (r). Am 19. Juli um 18.27 Uhr erreicht "Apollo 11" die Umlaufbahn des Mondes. Ein kleiner Schritt wird zum großen Sprung Der Mensch erreicht den Mond

China plant zudem eine erste bemannte Mondlandung. Sie soll in etwa 15 bis 20 Jahren stattfinden. Es werde "nicht lange dauern", bis das Projekt die offizielle Genehmigung und Finanzierung erhält, berichtete Yang Liwei, Chinas erster Astronaut und Vizedirektor des bemannten Raumfahrtprogramms, ohne einen Termin zu nennen. Die Missionen sind nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e" benannt.
Junge Chinesen leben wie auf dem Mond

Ein weiterer Schritt Chinas auf dem Weg zur Eroberung des Mondes hat vor Kurzem begonnen: In einer einjährigen Testphase sollen Studenten wie auf dem Erdtrabanten leben - in einem Labor. Vier Studenten der Pekinger Beihang-Universität für Weltraum-Forschung bezogen am 10. Mai das 160 Quadratmeter große Labor, genannt "Yuegong-1" oder "Lunar Palace" (Mondpalast), wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

In der von der Außenwelt völlig abgeschnittenen Kabine sollen die zwei Frauen und zwei Männer zunächst 60 Tage am Stück verbringen. Anschließend werden sie von einer zweiten Testgruppe abgelöst, die sogar 200 Tage in dem Labor bleiben soll. In der dritten Phase kehrt die erste Gruppe zurück, um nochmals 105 Tage in dem "Mondpalast" zu leben - insgesamt sind das genau 365 Tage.
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Das Labor verfügt über zwei Module, in denen Pflanzen angebaut werden, sowie über einen Wohnbereich. In dem 42 Quadratmeter großen Raum befinden sich vier Betten, ein Gemeinschaftszimmer, ein Badezimmer, ein Raum für die Abfallaufbereitung sowie ein Raum für die Aufzucht von Tieren.

Die menschlichen Abfälle werden durch Bio-Gärung aufbereitet, die Pflanzen sollen mit Nebenprodukten aus Lebensmittelabfällen gedüngt werden. "Ich werde für die Aufbereitung von festen Abfällen und Urin zuständig sein sowie für das Schreddern von Stroh, Dreschen von Weizen und die Vorbereitung des Essens", erläuterte einer der Studenten im staatlichen Fernsehsender CCTV. Seine Kollegen sollen sich unter anderem um die Pflanzen, medizinische Betreuung und die Vorräte kümmern.

Um gegenüber den USA, der EU und Russland aufzuholen, steckt die Volksrepublik Milliarden in ihr Raumfahrtprojekt. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 eine eigene bemannte Raumstation aufzubauen - dann etwa soll die Mission der Internationalen Raumstation (ISS) enden.
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250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , abe/dpa/AFP
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Methusalem unseres Sonnensystems - Jupiter ist der älteste Planet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jun 2017 20:58

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Jupiter-ist-d ... 87580.html
Dienstag, 13. Juni 2017
Methusalem unseres Sonnensystems - Jupiter ist der älteste Planet

Bisher kann nicht genau bestimmt werden, wie alt der Jupiter ist, denn bei dem Gasriesen lassen sich keine Gesteinsproben nehmen. Forscher finden nun einen anderen Weg zur Altersbestimmung - und sind überrascht, wie schnell der Planet "ausgewachsen" ist.

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Der Gasriese Jupiter ist nicht nur der größte, sondern auch der älteste Planet unseres Sonnensystems. Das berichten Planetologen der Universität Münster in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften. Ihnen ist es nach Angaben der Universität erstmals gelungen, das Alter des Gasplaneten zu bestimmen. Bisher habe es nur Schätzungen gegeben, teilte die Hochschule mit. Der neuen Analyse zufolge war Jupiter bereits 4 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems ausgewachsen, während etwa unsere Erde rund 100 Millionen Jahre benötigt habe.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Das Alter von Jupiter ist schwer zu bestimmen, weil es sich um einen Gasplaneten handelt und es daher - anders als beispielsweise beim Mars - keine Gesteinsproben gibt, an denen sich das Alter messen lässt. "Zwar haben theoretische Modelle bereits vorhergesagt, dass Jupiter schnell entstanden sein muss, aber diese Voraussagen sind sehr ungenau", erläutert Thomas Kruijer, der inzwischen am Lawrence Livermore National Laboratory in den USA arbeitet.
Meteoriten zur Altersbestimmung

Die Münsteraner Forscher gingen einen Umweg: Sie untersuchten Meteoriten, die aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter stammen. Die zugehörigen Asteroiden haben sich demnach zwischen einer und vier Millionen Jahre nach Entstehung des Sonnensystems gebildet, das rund 4,6 Milliarden Jahre alt ist. Die genaue Analyse der chemischen Zusammensetzung der Meteoriten zeigt, dass einige innerhalb, andere aber überraschenderweise außerhalb der Jupiterbahn entstanden sind.
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Das bedeutet, dass es während ihrer Entstehung keine Vermischung von Material aus beiden Zonen gegeben hat. Um diesen Materialaustausch effektiv zu unterbinden, muss der junge Jupiter bereits nach einer Million Jahren auf die zwanzigfache Masse unserer heutigen Erde angewachsen gewesen sein, folgern die Planetologen.

Nach weiteren drei Millionen Jahren wog er der Analyse zufolge 50 Erdmassen. Sein endgültiges Gewicht von 384 Erdmassen habe der Gasriese dann sehr schnell erreicht.
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Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter hat irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie Jupiter hat irdischen Besuch

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Raumflug mit National Geographic - "Mars": Visionen, Gefahren, Technologie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jun 2017 21:53

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Mars-Visionen ... 85459.html
Mittwoch, 14. Juni 2017
Raumflug mit National Geographic - "Mars": Visionen, Gefahren, Technologien

Von Andrea Schorsch

Der Mensch fliegt zum Mars, da sind sich Raumfahrt-Experten einig. Schon lange arbeiten sie daran, eine solche Mission zu ermöglichen. Wie der Rote Planet zu unserer zweiten Heimat wird? "Mars" zeigt das - als Doku und Actiondrama in einem.

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Wenn sie überleben will, müsse die Menschheit innerhalb der nächsten 100 Jahre einen anderen Planeten besiedeln, sagte Astrophysiker Stephen Hawking jüngst der BBC. Doch von einem Flug zum Mars träumten die Menschen schon, als er noch nicht Plan B im Fall einer irdischen Apokalypse war. Bereits 1948 veröffentlichte Raketenforscher Wernher von Braun mit dem "Marsprojekt" die erste seriöse Studie zu einem bemannten Marsflug. Wenig später war eine Raumfahrer-Mission zum Roten Planeten Teil des Wettlaufs, den sich die USA und die Sowjetunion lieferten. Auf beiden Seiten wurden entsprechende Projekte entwickelt, gestartet und verworfen, neu konzipiert und wieder aufgenommen. Stets zeichnete sich das Fernziel Mars am Horizont ab - und doch ist es bis heute für den Menschen unerreichbar.
Sechs Mal 47 Minuten und viele Extras: "Mars" ist am 24. Mai 2017 auf DVD erschienen und kostet 19,99 Euro. Die Blu-ray ist für 24,99 Euro zu haben.
Sechs Mal 47 Minuten und viele Extras: "Mars" ist am 24. Mai 2017 auf DVD erschienen und kostet 19,99 Euro. Die Blu-ray ist für 24,99 Euro zu haben.

Was einer bemannten Mars-Mission noch immer im Wege steht und wie gefährlich eine solche Reise ist, zeigt die jetzt auf DVD und Blu-ray erschienene National-Geographic-Serie "Mars". In einem gewagten Spagat zwischen Science-Fiction-Drama und Dokumentation inszeniert "Mars" die Besiedelung des Roten Planeten durch den Menschen und lässt daneben diverse Mars-Forscher und Raumfahrtingenieure zu Wort kommen.
Die Landung als größte Herausforderung

So erklärt zum Beispiel Jim Green von der Nasa, welche Probleme allein bei der Landung auf dem Roten Planeten bestehen. Denn dort aufzusetzen, gilt schon mit unbemannter Technik – Sonden und Rovern – als äußerst schwierig; der Mars ist ein Friedhof für Raumfahrzeuge. "Momentan kriegen wir einen 1-Tonnen-Rover auf den Boden", sagt Green, "mehr geht noch nicht. Um Menschen auf den Mars zu bringen, benötigen wir aber 40 Tonnen." Die Technik zur Landung sieht Green als die größte Herausforderung. "Der Mars hat eine Atmosphäre, aber nicht genug, um richtig zu bremsen. Deshalb benötigen wir Bremsraketen, Fallschirme und Hitzeschilde. Wir brauchen jede Technologie, die wir einsetzen können, um Menschen auf die Oberfläche des Mars zu bringen."
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Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Dann musste der Countdown zweimal wegen starken Windes abgebrochen werden ... Erster Schritt Richtung Mars Nasa schießt Orion ins All

Dass aber auch mit den besten Technologien noch einiges schiefgehen kann, stellen die Science-Fiction-Szenen der sechsteiligen "Mars"-Serie dar. Sie spielen in den Jahren 2033 und 2037 und zeigen, wie der Flug zum Roten Planeten, die Ankunft von Menschen und ihr Leben dort aussehen könnten – mit allen Bedrohungen, Risiken und möglichen Katastrophen. Wer "Mars" sieht, bekommt einen guten Überblick über Forschung, Missionen und Technologie und erlebt nebenbei auch noch ein Actiondrama mit. Doch die Verbindung von beidem ist gewöhnungsbedürftig. "Mars" lässt die Grenze zwischen Fakt und Fiktion bewusst verschwimmen.
Bezahlbar durch Recycling

Wenn etwa die Filmhelden in fingierten Interviews erzählen, warum sie zum Mars wollen, ist das eine Frage, die in einem der Reportage-Abschnitte auch SpaceX-Begründer Elon Musk für sich beantwortet: "Wir werden entweder eine Raumfahrer-Zivilisation oder wir stecken bis zu unserer Auslöschung auf einem einzigen Planeten fest", sagt er und ist sich in diesem Punkt nicht nur mit Hawking einig, sondern auch mit Andy Weir, dem Autor vom "Marsianer". "Wir müssen zum Mars. Das kann uns vor dem Aussterben retten", sagt Weir in der National-Geographic-Serie. "Es kann so viel passieren, was die gesamte Menschheit auslöscht. Aber wenn es auf zwei Planeten Menschen gibt, ist ein Aussterben nahezu unmöglich."

Für Elon Musk war die bemannte Raumfahrt zum Roten Planeten, wie er in "Mars" erzählt, der einzige Anlass für die Gründung von SpaceX. Sein Raumfahrtunternehmen wolle die Technologien für eine sich selbst versorgende Stadt auf dem Mars entwickeln und interplanetares Leben ermöglichen. Das sind ambitionierte Pläne und sie sind nicht nur mit anspruchsvollster Forschung und technischem Know-how verbunden, sondern auch mit exorbitanten Kosten – einem weiteren großen Hindernis auf dem Weg zum Mars. Die Kosten zu senken, ist erklärtes Ziel von SpaceX. Musk setzt auf wiederverwendbare Raketen. "Wären Segelschiffe früher nur einmal verwendbar gewesen, gäbe es die USA heute nicht", argumentiert er in "Mars".
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Doch noch ist eine recycelbare Mars-Rakete Zukunftsmusik. Anders als es die Serie präsentiert, wird 2033 wohl noch kein Mensch seinen Fuß auf den Roten Planeten setzen. Die Nasa geht aktuell für das Jahr 2039 von einem bemannten Mars-Flug aus. Einige Wissenschaftler halten auch das noch für verfrüht und sprechen von 2048. Die Vorbereitungen, die Forscher, Raumfahrtbehörden und Industrie treffen, um ans Ziel zu gelangen, beleuchtet "Mars" von allen Seiten. So begleitet die Serie zum Beispiel auch den ein Jahr währenden ISS-Aufenthalt des Nasa-Astronauten Scott Kelly und stellt darüber hinaus die ExoMars-Mission, das Gemeinschaftsprojekt von Esa und Roskosmos zur Suche nach Leben auf dem Roten Planeten, ausführlich vor.

Dabei transportiert "Mars" die Begeisterung, mit der Astronauten, Wissenschaftler und Raumfahrtingenieure vom Roten Planeten sprechen und bleibt doch realistisch: Dass ein Mars-Flug und der Aufenthalt auf dem Planeten lebensgefährliche Unterfangen sind, wird nur allzu deutlich. Das ist auch allen Mars-Experten bewusst. Und doch ist der Wille, das Unmögliche zu erreichen, stark. Es geht um das vielleicht größte Abenteuer der Menschheit, um Entdeckungen und neue Grenzen - eines Tages womöglich sogar weit über den Mars hinaus.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Quelle: n-tv.de
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Frage & Antwort, Nr. 487 - Warum hat die Erde keine Ringe ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jun 2017 10:56

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 88692.html
Dienstag, 20. Juni 2017
Frage & Antwort, Nr. 487 - Warum hat die Erde keine Ringe ?

Von Andrea Schorsch

Saturn ist der "Herr der Ringe" unter den Planeten des Sonnensystems, das ist schon mit kleinem Fernrohr gut erkennbar. Dünnere Ringe zieren aber auch Jupiter, Uranus und Neptun. Und die Erde? Fehlanzeige. Doch warum?

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Die Bilder, die Raumsonde Cassini vom Saturn geschickt hat, sind so beeindruckend und schön, dass man auf die Ringe des großen Gasplaneten fast neidisch sein könnte. Wieso muss die Erde auf einen solchen Schmuck verzichten?
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Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah Das aufregende Finale der Cassini-Mission

Auffällig ist, dass alle Planeten im Sonnensystem, die ausgeprägte oder schwache Ringe haben, Gasplaneten sind – ob es nun die beiden Gasriesen Saturn und Jupiter sind, oder die Eisriesen Uranus und Neptun. "An Gasplaneten stellen Ringe etwas 'Gewöhnliches' dar", sagt uns Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin. "Aber grundsätzlich spricht auch bei erdähnlichen Planeten nichts gegen Ringe. Es stellt sich lediglich die Frage, woher die Teilchen, aus denen die Ringe bestehen, kommen könnten."

Es sind hauptsächlich Eisbrocken und Staubpartikel, die die Ringe der Gasplaneten bilden. Forscher vermuten, dass es sich dabei um die Reste kleiner Eismonde handelt. Wie es zu diesen Resten kommt? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Gezeitenkräfte, Meteoriten, Eisvulkane

So könnte es zum Beispiel sein, dass die kleinen Monde einst sehr eng um ihren Planeten kreisten und ihm dabei schließlich so nahe kamen, dass sie durch die Gezeitenkräfte auseinandergerissen wurden. Denn auf der Vorder- und Rückseite des Mondes greift der Planet mit jeweils unterschiedlich starker Anziehungskraft an. Und wenn ein kleiner Mond ganz allmählich auf den Planeten zuwandert, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem er diesen Kräften nicht mehr standhalten kann. Im Wissenschaftler-Jargon hat der Mond dann die Roche-Grenze überschritten. "Die vielen kleinen Teile, in die er infolgedessen zerlegt wird, können einen vergleichsweise massiven Ring bilden", sagt Köhler.
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Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem Von Tigerstreifen und Schwefelseen Die wichtigsten Monde im Sonnensystem

Das also ist eine mögliche Quelle für Ring-Teilchen – aber bei Weitem nicht die einzige. Staub entsteht auch, wenn zentimeterkleine Meteoriten in die Monde einschlagen. Und das passiert permanent. "Alle planetaren Körper unterliegen langzeitlich einem ständigen Beschuss von Mikrometeoriten", sagt Köhler. Wenn dann durch diese Einschläge Staubteilchen in die Umgebung gelangen, "haben kleine Monde selbst nicht genug Schwerkraft, um diese Staubteilchen zu halten", wie der Planetenforscher erklärt. "Die Staubteilchen gehen daher entweder sofort in die Umlaufbahn um den Planeten über oder entweichen ins All." Die am Planeten verbleibenden Teilchen bilden dann dünne Ringe. Hauptsächlich auf diese Weise kommt Jupiter zu seinen Ringen. Die Monde, die den nötigen Staub liefern, sind Metis und Thebe – beide nur wenige Kilometer groß und auf sehr nahen Umlaufbahnen um Jupiter herum.

Aus einer ganz anderen Quelle speist sich der äußerste Ring des Saturn: Eisvulkane spielen hier die zentrale Rolle – und zwar die auf dem Mond Enceladus. Die Raumsonde Cassini hat aufsehenerregende Fotos von Ausbrüchen in dessen Südpolregion gemacht. Eis- und Staubpartikel werden dabei ausgestoßen, die Enceladus aber, wie Köhler erläutert, "mit seinem Durchmesser von 500 Kilometern nicht an sich binden kann". Seine Anziehungskraft ist zu gering. "Ein großer Teil der Partikel geht daher in Umlaufbahnen um Saturn", so Köhler. Auch in den Jupiterringen befinden sich dem Wissenschaftler zufolge Partikel aus vulkanischer Aktivität. Dort ist es der Galileische Mond Io, der dazu beiträgt.
Der Ring der Erde ist der Mond

Gezeitenkräfte, Meteoritenbeschuss, Eisvulkane – bleibt noch die "primordiale", ursprüngliche Entstehung von Ringen. "Das bedeutet, dass das Ringsystem gemeinsam mit dem Planeten entstanden sein könnte", erläutert Köhler. Dann gäbe es die Ringe also schon seit fast 4,6 Milliarden Jahren. Ob sich Ringsysteme über einen dermaßen langen Zeitraum stabil halten können, ist allerdings unklar. "Durch Reibungskräfte driften die Ringpartikel immer ganz allmählich in Richtung des Zentralplaneten", gibt der Planetenforscher zu bedenken. "Deshalb ist die Lebensdauer von Ringsystemen wohl auf sehr viel kürzere Zeit begrenzt. Sie sind sehr wahrscheinlich ein 'dynamisches' Phänomen, also dem Wandel unterworfen."

Kommen wir nun, nachdem geklärt ist, wie Ringe entstehen können, zurück zur Erde: Käme nicht die eine oder andere dieser Ringteilchen-Quellen auch für sie infrage? "Nein", sagt Köhler. "Unter den terrestrischen Planeten des Sonnensystems wären allein bei Mars Ringe denkbar." Die kleinen Marsmonde Phobos und Deimos stehen unter Meteoritenbeschuss, daraus könnten sich um den Roten Planeten durchaus dünne Ringe bilden. "Die Suche danach blieb aber bisher erfolglos", sagt der Wissenschaftler. Doch in ferner Zukunft besteht für den Mars noch eine weitere Möglichkeit, an Ringe zu kommen: Es zeichnet sich ab, dass Phobos, der innere der beiden Marsmonde, die Roche-Grenze überschreiten und auseinanderbrechen wird. Laut Köhler dürfte es in 10 bis 20 Millionen Jahren so weit sein.
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Und tatsächlich geht letzten Endes auch die Erde nicht leer aus, was Ringe anbelangt. Blickt man nämlich in die Vergangenheit und auf die Entstehungsgeschichte unseres eigenen Mondes, kommt man zu einem faszinierenden Schluss: Auch unser Heimatplanet wird wohl einst einen Ring gehabt haben. Forscher nehmen an, dass die Erde vor rund 4,45 Milliarden Jahren von einem marsgroßen Körper getroffen wurde, der große Teile der frischen Erdkruste und des noch glühenden Mantels verdampfen ließ. "In einem gewaltigen Ring, der den Äquator der Erde umgab", sagt Köhler, "kondensierte dieses feurige Gemisch aus superheißen Gesteinsgasen." Und was dann mit diesem Ring-Material geschah, ist besonders spannend: "Es formte sich zu einem neuen Körper: dem Mond."

Warum also sehnsüchtig auf Saturn schielen? Auch die Erde hat ihren Ring: Er steckt im Mond.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de
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