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Tote aus mehreren Jahrhunderten - Forscher lösen Rätsel des Skelett-Sees

Postby Weltbookadmin47 » 21. Aug 2019 12:40

AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-loe ... 19920.html

Mittwoch, 21. August 2019
Tote aus mehreren Jahrhunderten - Forscher lösen Rätsel des Skelett-Sees
Von Solveig Bach
Human_Skeletons_in_Roopkund_Lake.jpg

Rund um den See sind zahlreiche Skelett-Teile verteilt.

(Foto: Wikipedia)
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Der Roopkund-See im Himalaya heißt bei den Einheimischen auch Skelett-See, weil dort unzählige menschliche Knochen liegen. Ein internationales Forscherteam geht dieser rätselhaften Ansammlung nun auf den Grund und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.

Ein internationales Forscherteam hat menschliche Überreste untersucht, die sich im Roopkund-See auf über 5000 Metern Höhe im Himalaya befanden. Das Gewässer wird von Einheimischen auch Skelett-See genannt. Nach Angaben der Wissenschaftler aus Indien, den USA und Deutschland stammen die verstreuten Skelettreste von insgesamt mehreren Hundert Individuen.
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Bisher wurden diese Funde nicht systematisch anthropologisch oder archäologisch untersucht. Deshalb gab es auch verschiedene Theorien, was die Menschen hierhergeführt hatte. Es wurde vermutet, dass sie als Pilger eine Wallfahrt zu einem nahe gelegenen Schrein für die Berggöttin Nanda Devi unternommen haben. Eine andere These war, dass es sich um eine Gruppe von Kaufleuten oder die Überreste einer Armee handelt. Außerdem wurde gemutmaßt, es könnte sich um Opfer einer Epidemie handeln.

Mit den neu gewonnenen Forschungsergebnissen widerlegt das internationale Team von mehr als zwei Dutzend Archäologen, Genetikern und anderen Spezialisten einige dieser Thesen und präsentiert stattdessen eine neue Geschichte des "Skeleton Lake". In ihrer in der Zeitschrift "Nature" veröffentlichten Studie erläutern die Forscher, dass sie mit einer Vielzahl von bioarchäologischen Analysen feststellen konnten, dass sie Skelette zu drei genetisch unterschiedlichen Gruppen gehörten, die über ein Jahrtausend verteilt in den See gelangten.
Nur wenige Gemeinsamkeiten

Anhand der aus Dutzenden von Überresten extrahierten DNA konnten 23 Männer und 15 Frauen identifiziert werden. Das relativ ausgeglichene Verhältnis von Frauen und Männern widerlegt nach Ansicht der Wissenschaftler, dass die Personen Teil einer Militärexpedition waren. Alle Individuen waren weitgehend gesund, drei hatten nicht verheilte Frakturen. Bakterielle Pathogene, die die Epidemie-These stützen würden, wurden nicht gefunden.

23 der 38 untersuchten Individuen stammten aus dem heutigen Südasien, also Indien, Pakistan, Nepal, Bhutan und Bangladesh. Sie bildete jedoch keine einheitliche Gruppe und lebten auch nicht alle zur gleichen Zeit. Eine Gruppe von 14 Untersuchten hatte mit Westeuropäern verwandte Vorfahren. Bei einer genaueren Zuordnung legten sich die Wissenschaftler für einzelne Individuen auf das griechische Festland und Kreta als Herkunftsgegend fest. Ein Individuum hatte den Untersuchungsergebnissen zufolge ostasiatische Vorfahren.

Mit der Radiokarbonmethode konnten die Skelett-Teile datiert werden. Demnach lebten die meisten der Menschen vor etwa 1000 Jahren und kamen bei mindestens zwei voneinander isolierten Ereignissen ums Leben. Einige starben jedoch erst im frühen 19. Jahrhundert. Für die Heterogenität der Toten vom Skelett-See spricht auch, dass verschiedene Ernährungsgrundlagen nachgewiesen wurden.

Nach Ansicht der Forschergruppe ist für die ostasiatische Gruppe die Hypothese eines Massentodes während Pilgerreisen die plausibelste Erklärung. Die Gruppe aus dem östlichen Mittelmeerraum lebte möglicherweise im Landesinneren und starb bei einer Reise im Himalaya. Ob die Menschen als Pilger oder aus anderen Gründen unterwegs waren, lasse sich nicht sagen. Auch bei der Todesursache können die Wissenschaftler nur mutmaßen. Vermutlich war die Höhe von über 5000 Metern ein Faktor, warum die Menschen ums Leben kamen.

Quelle: n-tv.de https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-loe ... 19920.html
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Ähnelt "Ice Age"-Eichhörnchen - Urzeit-Doppelgänger von "Scrat" entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 25. Aug 2019 10:25

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https://www.n-tv.de/wissen/Urzeit-Doppe ... 28163.html

Sonntag, 25. August 2019
Ähnelt "Ice Age"-Eichhörnchen - Urzeit-Doppelgänger von "Scrat" entdeckt
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Für "Scrat" geht nichts auf der Welt über eine Eichel.

(Foto: picture-alliance/ dpa)
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Das Eichhörnchen "Scrat" ist eine der beliebtesten Figuren aus der "Ice Age"-Filmreihe. Vor rund 230 Millionen Jahren lebte tatsächlich ein ihm ähnlich sehendes Tier. Anders als auf der Leinwand war es aber nicht ständig auf der Suche nach Eicheln.

Wissenschaftler haben in Argentinien Überreste eines urzeitlichen Doppelgängers von "Ice Age"-Eichhörnchen Scrat entdeckt. Das 25 Zentimeter lange Tier, das die Forscher "Pseudotherium argentinus" nannten, lebte in der Trias vor rund 230 Millionen Jahren, wie die Universität von La Matanza in Buenos Aires über Twitter mitteilte.
*Datenschutz

Entdeckt wurde das Tier bereits im Jahr 2006 von dem Paläontologen Ricardo Martinez, dessen Untersuchungen nun in der Fachzeitschrift "Plos One" veröffentlicht wurden.

Demnach lag der Fundort von "Pseudotherium argentinus" in der westargentinischen Provinz San Juan. Der Schädel des Urzeit-Tiers wurde an der Universität von Texas analysiert.

Laut Martinez hatte das Tier eine sehr lange und vorne platt gedrückte Schnauze, an deren Spitze auffallend lange Zähne zum Vorschein kamen. Martinez selbst fiel nach eigenen Worten die "sehr" große Ähnlichkeit zu Scrat auf. Anders als die "Ice Age"-Figur war "Pseudotherium argentinus" jedoch nicht auf der Jagd nach Eicheln, sondern ernährte sich von Insekten und Kleintieren.
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Charakteristisch ist die lange und platte Schnauze.

(Foto: Rachel V. S. Wallace, Ricardo Martínez, Timothy Rowe / www.journals.plos.org)

Quelle: n-tv.de, hul/AFP https://www.n-tv.de/wissen/Urzeit-Doppe ... 28163.html
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Sensation in Luxor - 3000 Jahre alte Särge mit Mumien entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 20. Oct 2019 14:45

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https://www.n-tv.de/wissen/3000-Jahre-a ... 40258.html
Sensation in Luxor - 3000 Jahre alte Särge mit Mumien entdeckt
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Für Antikenminister Chalid al-Anani ist die Entdeckung von "unschätzbarer Bedeutung".

(Foto: dpa)
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Erstmals seit Ende des 19. Jahrhunderts wird im ägyptischen Luxor wieder eine Vielzahl gut erhaltener Särge entdeckt. In ihnen wurden wohl Priester beerdigt - vor etwa 3000 Jahren.

Archäologen haben in Luxor im Süden Ägyptens eine Reihe von 3000 Jahre alten Holzsärgen samt Mumien entdeckt. Die insgesamt 30 bunten, gut erhaltenen Särge seien in der Grabstätte Al-Asasif gefunden worden, sagte Antikenminister Chalid al-Anani vor Journalisten. Es sei das erste Mal seit Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein großer und gut erhaltener Bestand menschlicher Särge entdeckt worden sei.
TV-Now 20.08.18
n-tv Dokumentation Rätselhafte Mumien - Der reiche Legionär

Das Antikenministerium stellte die Särge, die am Westufer des Nil nur einen Meter unter der Erde in zwei Reihen aufgestapelt gefunden wurden, nun aus. Trotz ihres Alters sind die Verzierungen mit Schlangen, Vögeln und Lotus-Blüten in schwarzer, grüner, roter und gelber Farbe noch klar zu erkennen. Der Restaurator Saleh Abdel-Gelil sagte, es seien nur leichte Reparaturen ausgeführt worden. Die Särge seien wahrscheinlich deshalb in so gutem Zustand, weil es in der Nähe kaum Siedlungen gegeben habe.

Die Särge wurden offiziellen Angaben zufolge für männliche und weibliche Priester und Kinder angefertigt. Sie gehen zurück auf die 22. Dynastie, die vor etwa 3000 Jahren begann. Antikenminister al-Anany sagte, die Sarkophage sollten nächstes Jahr im neu eröffneten Großen Ägyptischen Museum ausgestellt werden. Solche Entdeckungen seien "von unschätzbarer Bedeutung für den Ruf Ägyptens".

Die Ausgrabungen im Tal der Könige am Nil hatten vor etwa zwei Monaten begonnen. 1881 und 1898 waren in Luxor bereits mehrere Särge königlicher Mumien entdeckt worden. 1891 fanden Archäologen zudem eine Reihe von Särgen, die Mumien von Priestern enthielten.

Quelle: n-tv.de, ftü/dpa/AFP Bilder + Videos https://www.n-tv.de/wissen/3000-Jahre-a ... 40258.html
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Sensationsfund in Bayern - Neuer Vorfahr des Menschen entdeckt

Postby Weltbookadmin47 » 7. Nov 2019 13:24

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https://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Vorfah ... 77899.html
Sensationsfund in Bayern - Neuer Vorfahr des Menschen entdeckt
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Die Menschheit hat einen neuen, bisher unbekannten Vorfahren: In einer Tongrube in Bayern entdecken Forscher die fast 12 Millionen Jahre alten Überreste einer Primatenart, die sie Danuvius nennen. Diese Menschaffen konnten bereits aufrecht gehen - und stellen damit bisheriges Wissen in Frage.

Bisher gilt Afrika als jener Kontinent, auf dem sich die frühen Vorfahren des Menschen entwickelt haben. Doch diese Ansicht könnte bald zu den Akten wandern - denn Forscher haben in Süddeutschland einen neuen, uralten Vorfahren des Menschen entdeckt. Der Fund legt nahe, das der aufrechte Gang und die gemeinsamen Ahnen des Menschen sowie des Menschenaffen sich möglicherweise in Europa entwickelt haben, wie aus einer Studie eines internationalen Forschungsteams unter der Leitung einer Tübinger Paläontologin hervorgeht, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde.
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Knochen der Hand eines männlichen Danuvius guggenmosi.

(Foto: Christoph Jäckle/Nature/dpa)

Die Forscherin Madelaine Böhme entdeckte in der Tongrube "Hammerschmiede" im Landkreis Ostallgäu in Bayern Fossilien einer bislang unbekannten Primatenart, die dort vor 11,6 Millionen Jahren lebte. Die versteinerten Überreste des Danuvius guggenmosi lassen demnach den Schluss zu, dass er sich auf zwei Beinen und kletternd fortbewegen konnte. Die Fähigkeit, aufrecht gehen zu können, gilt als zentrales Merkmal des Menschen.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Menschenaffen bereits vor zwölf Millionen Jahren aufrecht gehen konnten. Bislang galten sechs Millionen Jahre alte Funde auf Kreta und in Kenia als älteste Belege für den aufrechten Gang. "Die Funde aus Süddeutschland sind ein Meilenstein der Paläoanthropologie, denn sie stellen unsere bisherige Sichtweise auf die Evolution der großen Menschenaffen und des Menschen grundlegend in Frage", erklärte Böhme.

"Bislang war der aufrechte Gang ein ausschließliches Merkmal von Menschen. Aber Danuvius war ein Menschenaffe", sagte Böhme. Die Forscher haben dem präsentierten Fossil den Beinamen Udo gegeben - nach Sänger Udo Lindenberg. Denn die Wissenschaftler entdeckten den Unterkiefer des Primaten am 17. Mai 2016, dem 70. Geburtstag des Sängers. "Im Radio sind nur seine Songs gelaufen", sagte Böhme.
Erstaunliche Ähnlichkeit zum Menschen
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Madelaine Böhme neben Knochen der bisher unbekannten Primatenart Danuvius guggenmosi.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Aus der Tongrube im Ostallgäu bargen die Paläontologen insgesamt 37 Einzelfunde. Darunter waren vollständig erhaltene Arm- und Beinknochen, Wirbel, Finger- und Zehenknochen. Die Funde konnten mindestens vier Individuen zugeordnet werden. Das am besten erhaltene Skelett eines männlichen Danuvius guggenmosi ähnelt einem Bonobo.

"Zum ersten Mal konnten wir mehrere funktionell wichtige Gelenke - darunter Ellbogen, Hüfte, Knie und Sprunggelenk - in einem einzigen fossilen Skelett dieses Alters untersuchen", erklärte die Professorin. "Zu unserem Erstaunen ähnelten einige Knochen mehr dem Menschen als dem Menschenaffen."

So habe Danuvius seinen Rumpf durch eine S-förmige Wirbelsäule aufrecht halten können, während Menschenaffen lediglich eine einfach gebogene Wirbelsäule besitzen. Nach Böhmes Angaben hatte Danuvius außerdem X-Beine und ein stabiles Fußgelenk - für Menschenaffen, die sich kletternd fortbewegten, wäre beides ungeschickt.

Da die Arm- und Beinknochen vollständig erhalten waren, konnten die Forscher die Fortbewegung rekonstruieren. Demnach konnte der Danuvius guggenmosi auf zwei Beinen gehen und klettern wie ein Menschenaffe. Körperbau, Körperhaltung und Fortbewegungsweise seien für einen Primaten einzigartig.
Entwickelte sich Gang in Bäumen?

Mit seinen verhältnismäßig langen Armen und seinen Greiffüßen hatte Danuvius aber entscheidende Merkmale von Baumbewohnern und zählt nach Böhmes Einschätzung deshalb zu den Menschenaffen. "Danuvius kombinierte die von den hinteren Gliedmaßen dominierte Zweibeinigkeit mit dem von den vorderen Gliedmaßen dominierten Klettern", sagte Mitautor David Begun von der University of Toronto.
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Die 21 Knochen des am besten erhaltenen Teilskeletts eines männlichen Danuvius guggenmosi.

(Foto: Christoph Jäckle/Nature/dpa)

Nach Einschätzung der Forscher war der "neue Vorfahr des Menschen" etwa einen Meter groß. Die Weibchen, von denen ebenfalls Teile eines Exemplars in der Tongrube gefunden wurden, dürften etwa 18 Kilogramm gewogen haben, das gefundene Männchen 31 Kilogramm.

Durch eine abgespreizte Zehe habe Danuvius große und kleine Äste sicher greifen können, sagen die Forscher. Diese Ergebnisse ließen den Schluss zu, dass sich der aufrechte Gang des Menschen vor zwölf Millionen Jahren in Bäumen entwickelte. Bisher war unklar, wie sich die Fähigkeit der Fortbewegung auf zwei Beinen entwickelte. Theorien sprechen dafür, dass sie sich aus einer vierbeinigen Fortbewegung wie bei Meerkatzen oder hangelnd wie bei Orang-Utans entwickelt haben könnte. Möglich ist aber auch, dass sie sich durch den Knöchelgang entwickelte - ähnlich wie bei Schimpansen oder Gorillas. Für die zahlreichen Hypothesen der vergangenen 150 Jahre fehlten oft fossile Beweise.
Bislang "bestes Modell"

Für Tracy Kivell, Professorin an der University of Kent, beantwortet der Fund vor allem einige noch offene Fragen: Zusammengenommen böten die Funde das bislang beste Modell, um zu zeigen, wie ein gemeinsamer Vorfahr von Mensch und afrikanischen Menschenaffen ausgesehen haben könnte, erklärte Kivell, die selbst nicht an der Analyse beteiligt war, in einer in "Nature" veröffentlichten Einschätzung zur Studie.

Böhme zufolge ernährte sich Danuvius eher von härteren Pflanzenteilen als von weichen Blättern. In der Gegend um das heutige Kaufbeuren gab es Auenwälder und viele Niederschläge, mit etwa 20 Grad war die durchschnittliche Jahrestemperatur wärmer als heute.

Nach Einschätzung der Paläontologin dürften weitere Funde die Erkenntnisse aus dem Danuvius-Fund stützen. Von einem Weibchen wurden bereits Zähne, ein Finger und ein kompletter Oberschenkel ausgegraben. Auch von einem jungen Exemplar liegen gut erhaltene Reste vor. Außerdem erwartet die Tübinger Paläontologin weitere erfolgreiche Ausgrabungen in dem Bachbett der Tongrube. "Das muss man sich vorstellen wie ein Puzzle, in das immer mehr Teile eingefügt werden."
Wissen 01.12.15
Homo sapiens und andere Menschen Eine Stammesgeschichte
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Quelle: n-tv.de, kst/AFP/dpa
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