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Krankheit und Tod durch Abgase - Wie gefährlich sind Stickoxide ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Sep 2017 13:29

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Wie-gefaehrli ... 28289.html
Dienstag, 12. September 2017
Krankheit und Tod durch Abgase - Wie gefährlich sind Stickoxide ?

Stickoxid-Messstationen stehen in Deutschland oft an verkehrsreichen Straßen, in anderen Ländern nicht. Auch sonst gelten in der Diesel-Debatte oft verschiedene Maßstäbe. Welche Grenzwerte gibt es eigentlich, wer hält sie ein und wie gefährlich ist die Luftverschmutzung?

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Dieselskandal, Grenzwerte, Fahrverbote - der Selbstzünder ist kein Selbstläufer mehr. Aber auf der Internationalen Automobilausstellung IAA zeigt die Autoindustrie auch wieder Dutzende neue Dieselfahrzeuge. Immerhin gelten die Stickoxid-Grenzwerte für die Straße nicht in den Frankfurter Messehallen. Der Kabarettist Bruno Jonas kam nach der seit zwei Jahren tobenden Debatte jetzt zu der Erkenntnis: "Wir brauchen Fahrverbote in geschlossenen Räumen!"

Wie gefährlich sind Stickoxide?
Messschlauch eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren im Auspuffrohr eines Autos.
Messschlauch eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren im Auspuffrohr eines Autos.
(Foto: dpa)

Die EU-Umweltagentur schätzt, dass in einem Jahr allein in Deutschland 10.000 Menschen wegen der Luftverschmutzung mit Stickoxid (NOx) vorzeitig sterben. Mediziner, die als Sachverständige im Diesel-Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagten, halten diese Aussage aber für wissenschaftlich nicht haltbar. Professor Thomas Kuhlbusch von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sagte, NO2 sei eine Ursache von Atemwegserkrankungen. NO2 gehört zu den Stickstoffoxiden.

Professor Annette Peters vom Helmholtz-Zentrum für Epidemiologie sagte, Asthmatiker zeigten Asthma-Symptome, wenn sie Stickoxide einatmen - besonders Kinder. Der Münchner Toxikologie-Professor Helmut Greim sagte, ein Zusammenhang von Luftverschmutzung und Asthma bei Kindern sei offenkundig. Zwar seien mehrere Stunden dauernde Belastungen von 3000 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft "für den Menschen gesundheitlich unbedenklich getestet worden". Eine Langzeitbelastung von 60 Mikrogramm an einer stark befahrenen Straße sei gesundheitlich eher unbedenklich. Der EU-weite Grenzwert von 40 Mikrogramm sei vernünftig.

Welche Grenzwerte gibt es?

In den USA gelten 103 Mikrogramm als unbedenklich. Die EU hat die Empfehlung der Weltgesundheitsbehörde WHO übernommen: 40 Mikrogramm im Jahresmittel als Höchstwert. Er gilt auch für deutsche Straßen. Für Büros schreiben die deutschen Gesundheitsbehörden 60 Mikrogramm als Grenzwert vor. Für Beschäftigte mit einer 40-Stunden-Woche in Industrie und Handwerk dürfen es 950 Mikrogramm sein. "Ein Grenzwert ist immer ein politischer Wert", er berücksichtige auch technische Möglichkeiten und wirtschaftliche Folgen, erklärte UBA-Fachreferent Marcel Langner.

Wer bläst Stickoxide in die Luft und wie hoch ist die Belastung?
Umweltschutzverbände protestieren am Tag des Dieselgipfels, am 2. August, vor dem Bundesministerium für Verkehr in Berlin.
Umweltschutzverbände protestieren am Tag des Dieselgipfels, am 2. August, vor dem Bundesministerium für Verkehr in Berlin.
(Foto: imago/Christian Mang)

Seit der Wiedervereinigung ist die Luft in Deutschland viel sauberer geworden. Das gilt für Feinstaub ebenso wie für NOx. Laut Umweltbundesamt (UBA) sank die NOx-Belastung seit 1990 von 2,9 Millionen auf unter 1,2 Millionen Tonnen. Gut 60 Prozent davon stammen aus Kraftwerken, Industriebetrieben, Heizungen von Privathaushalten und der Landwirtschaft, knapp 40 Prozent aus dem Verkehr. Die Jahresmittelwerte lagen auf dem Land bei zehn, in Städten zwischen 20 und 30 Mikrogramm NO2 je Kubikmeter Luft und auch an den verkehrsnahen Messstationen blieben sie im Durchschnitt unter 40 Mikrogramm. Laut EU-Kommission werden jedoch in 28 Regionen in Deutschland diese Grenze überschritten. Spitzenreiter im vergangenen Jahr: das Stuttgarter Neckartor mit 82 Mikrogramm.

Wie wird gemessen?

Laut EU-Richtlinie sollen die Messstationen straßennah aufgestellt werden. In Deutschland wurden sie an neuralgischen Punkten errichtet, "das wurde sehr akribisch gemacht", sagte Langner. Aber die EU lasse Ermessensspielraum. In Italien und anderen Ländern handelten die Behörden mitunter anders: "Wir sind genauer."

Halten andere Länder die Grenzwerte ein?

Laut Greim liegt die mittlere NO2-Konzentration in Berlin bei 16, in Stuttgart bei 23, in London bei 34 und in Barcelona bei 38 Mikrogramm NO2. Laut EU-Kommission halten in Spanien drei Regionen die Grenzwerte nicht ein, in Italien zwölf, in Großbritannien 16, in Frankreich 19 und in Deutschland 28 Regionen. Wenn diese Staaten nicht rasch Luftqualitätspläne verabschieden, droht ihnen ein Verfahren wegen Verletzung der EU-Verträge.

Wie reagiert Deutschland?
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir ... 13452.html
Fahrverbote und neue Abgasnorm: ADAC rät Autokäufern vorerst vom Diesel ab
30.06.17 – 01:41 min

Fahrverbote und neue Abgasnorm ADAC rät Autokäufern vorerst vom Diesel ab

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hält Fahrverbote für ältere Diesel für das effektivste Mittel. Das wäre für viele Autofahrer, Pendler, Handwerker ein Fiasko, ebenso wie für die Autoindustrie. Laut Kraftfahrtbundesamt ist jedes dritte Auto in Deutschland ein Diesel. Aber der von den SUVs befeuerte Trend zum Diesel ist vorbei, die Debatte verunsichert Käufer: Im ersten Halbjahr waren nur noch 39 Prozent der Neuzulassungen Diesel. Beim Dieselgipfel im Kanzleramt sagte die deutsche Autoindustrie Software-Updates für fünf Millionen ältere Dieselautos zu. Außerdem will sie ältere Diesel mit hohen Rabatten beim Kauf neuer Autos aus dem Verkehr ziehen. Darüber hinaus wollen Bundesregierung und Industrie eine Milliarde Euro in den kommunalen Nahverkehr, Ladesäulen für Elektroautos und andere Maßnahmen investieren, um die Belastung zu senken. Auch die jetzt gesetzlich vorgeschriebenen Abgasmessungen im Straßentest sollen helfen, die Grenzwerte durchzusetzen.
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Reicht das?

Ob Fahrverbote kommen, dürften das Bundesverwaltungsgericht und die Politik 2018 entscheiden. An Straßen könnte etwa die Hälfte der Belastung vom Verkehr kommen. Davon wiederum - da waren sich die Sachverständigen im Bundestags-Untersuchungsausschuss einig - stammt die Hälfte aus Dieselautos, die andere Hälfte aus Last- und Lieferwagen, Bussen und Benzinmotoren. Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sagte im Ausschuss, Audi, BMW Mercedes und VW hätten heute Dieselmotoren im Angebot, die einen NOx-Ausstoß auf Grenzwertniveau im Realbetrieb erreichten. Der Dieselmotor sei derzeit der umweltfreundlichste Antrieb, sagte Koch. "Wir haben das Thema Stickoxide wirklich gelöst." Andere dagegen fordern einen radikalen Schnitt. Das Umweltbundesamt sieht es so: "Bessere Luft gibt es nur, wenn alte Diesel gegen wirklich saubere Autos getauscht werden. Das sind vor allem Benziner oder Elektroautos."

Quelle: n-tv.de , Roland Losch, dpa
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Ablagerungen nachweisbar - Alzheimer zeigt sich im Urin

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Sep 2017 11:19

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Alzheimer-zei ... 40382.html
Donnerstag, 21. September 2017
Ablagerungen nachweisbar - Alzheimer zeigt sich im Urin

Bislang ist es immer noch schwierig und aufwendig, bei Menschen die Alzheimer-Krankheit nachzuweisen. Nun gelingt es Wissenschaftlern, diese Diagnose anhand einer Urinprobe zu treffen. Das könnte vor allem Patienten im frühen Stadium der Erkrankung helfen.

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Die genaue Diagnose der Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist nicht einfach. Ein spezielles bildgebendes Verfahren kann die typischen Ablagerungen, Plaques genannt, nachweisen - es wird jedoch nicht überall angeboten, belastet den Körper des Patienten mit radioaktiver Strahlung und ist zudem sehr teuer.

Teile der Ablagerungen und Abbauprodukte aus dem nervenzerstörenden Prozess der Erkrankung lassen sich zwar auch in der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit der Patienten finden; die Entnahme dieser Flüssigkeit ist jedoch ein ziemlich starker Eingriff mit entsprechenden Risiken. Forscher sind daher auf der Suche nach einem günstigeren, weniger oder gar nicht invasiven Diagnosemittel. Wissenschaftler um Prof. Cheng am Neurologischen Institut der Medizinischen Universität Tianjin in China untersuchten daher eine weitere Quelle für Hinweise auf eine Alzheimererkrankung: den Urin. Dort lässt sich nämlich, so wie im Gehirngewebe oder in der Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit, bei Alzheimerpatienten das Protein AD7c-NTP vermehrt nachweisen, das unter anderem als Auslöser für das Absterben von Nervenzellen und Fehlfunktionen der Mitochondrien, der "Kraftwerke der Zellen", verstanden wird.
Test der Diagnose-Aussagekraft anhand Urinprobe

Um die Aussagekraft einer Diagnose anhand der Urinprobe zu testen, untersuchten die Forscher 22 Patienten, die leicht bis mäßig an Alzheimer erkrankt waren, und verglichen sie mit acht Patienten, die unter leichter Beeinträchtigung der Denkleistung (leichte kognitive Beeinträchtigung, LKB) litten. Bei allen Patienten wurde der Zusammenhang zwischen AD7c-NTP im Urin, Ablagerungen im Gehirn und klinischen Symptomen der Alzheimererkrankung oder der leichten kognitiven Beeinträchtigung untersucht.

Mithilfe eines speziell auf Alzheimerplaques zugeschnittenen bildgebenden Verfahrens wurde die Menge der alzheimertypischen Ablagerungen bei allen Patienten gemessen. Die Konzentration des AD7c-NTP-Proteins im Urin wurde in einer Laboranalyse ermittelt. Zusätzlich wurden erste Hinweise auf eine Demenzerkrankung in der Denkleistung und Verhaltensauffälligkeiten mit zwei verschiedenen Tests überprüft.
Unterscheidung von wahrscheinlich an Alzheimer erkrankten Patienten
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63,6 Prozent der Alzheimerpatienten (14 von 22) und 25,0 Prozent der leicht kognitiv beeinträchtigten Patienten (zwei von acht) zeigten die Alzheimerablagerungen. Die Menge des AD7c-NTP-Proteins im Urin war interessanterweise höher, wenn die Patienten Ablagerungen zeigten, als wenn dies nicht der Fall war. Anhand dieses Urinwerts ließen sich damit die Patienten, die wahrscheinlich an Alzheimer erkrankt waren, von denen unterscheiden, bei denen das sicher nicht der Fall war. Die Denkleistungs- und psychiatrischen Tests schienen bis auf einen Wert dagegen nicht mit dem Urinwert übereinzustimmen. Lediglich die bei Demenzpatienten häufige Unruhe zeigte sich bei hoher AD7c-NTP-Konzentration auch verstärkt.

Die Urinkonzentration des nervenschädigenden AD7c-NTP-Proteins zeigte demnach eine gute Vorhersage über die alzheimertypischen Ablagerungen im Gehirn und spiegelte ebenso ein Verhaltenssymptom der Alzheimerdemenz, die Unruhe, wider. Damit erlaubt dieser Wert möglicherweise eine günstige, schnelle und patientenfreundliche Diagnosealternative. Die klinische Anerkennung einer solchen Diagnostik könnte eventuell auch Patienten in frühen Stadien einer möglichen Erkrankung erkennen und ihnen schneller eine optimierte Behandlung ermöglichen.

Quelle: n-tv.de , abe
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Stress bringt Herz aus dem Takt - Broken-Heart-Syndrom ist gefährlich

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Sep 2017 21:47

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Broken-Heart- ... 43538.html
Freitag, 22. September 2017
Stress bringt Herz aus dem Takt - Broken-Heart-Syndrom ist gefährlich

Manchen Menschen schlägt Stress - seelischer oder körperlicher - tatsächlich aufs Herz. Sie reagieren mit Beschwerden, die denen eines Herzinfarktes gleichen. Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom ist viel gefährlicher als lange angenommen.

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"Es hat ihr das Herz gebrochen" - man sagt das so. Auch von Herzschmerz ist gern die Rede. Und dann gibt es diese Filmszenen, in denen sich jemand so aufregt, dass er mit Schmerzen in der Brust zusammenbricht. Nur dass das tatsächlich passieren kann, wissen die wenigsten. Auch Ärzten ist es noch gar nicht so lange klar. Erst seit etwas mehr als 20 Jahren ist das Broken-Heart-Syndrom bekannt.

"Das Broken-Heart-Syndrom ist eine Herzmuskelerkrankung, die durch ein hohes Level an Stresshormonen ausgelöst wird", erklärt Felix Schröder vom Herz- und Gefäßzentrum im Albertinen-Krankenhaus Hamburg, der gerade ein Buch über das Herz geschrieben hat. Mit anderen Worten: Regt sich jemand sehr auf, kann es passieren, dass sein Herz nicht mehr richtig arbeitet. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng das Herz mit der psychischen Gesundheit verwoben ist.

Bei Elke Enders begann es mit Schmerzen im linken Arm. Sie war am Morgen an der Nase operiert worden. Vielleicht eine Folgeerscheinung der Narkose, dachte sie. Am nächsten Morgen aber schmerzte auch ihre linke Brust. Die Ärzte fackelten nicht lange. Sie brachten die ältere Dame direkt auf die Intensivstation: Verdacht auf Herzinfarkt.
Erste Entdeckung durch japanische Ärzte

Doch die Herzkranzgefäße der Patientin sahen ganz normal aus. Keine Verstopfungen, wie es sie bei einem Infarkt geben müsste. Dafür hatte sich ihre linke Herzkammer verändert. Sie war an der Spitze enger und unten aufgeblasen wie ein Ballon. Auf Bildern sieht die Herzkammer dann aus wie ein Gefäß, mit dem in Japan früher Tintenfisch gefangen wurde: Tako Tsubo. Die japanischen Ärzte, die die schmerzhafte Veränderung am Herzen erstmals entdeckten, nannten die Krankheit deshalb Tako-Tsubo-Kardiomyopathie.

Wie genau es dazu kommt, ist abschließend noch nicht geklärt. Auffällig ist aber, dass es meistens passiert, wenn jemand großem Stress ausgesetzt war. "Nach meinen Erfahrungen ist der Tod des Ehepartners häufig ein Auslöser", sagt Schröder. "Aber auch eine freudige Nachricht kann dazu führen", ergänzt Prof. Martin Borggrefe, Direktor der I. Medizinischen Klinik an der Mannheimer Uniklinik. Auch körperlicher Stress wie beispielsweise ein Unfall kann das Syndrom auslösen, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) zeigt.
Streit geht zu Herzen

Elke Enders vermutet einen Streit hinter ihren Beschwerden. "Als ich am Morgen auf dem OP-Tisch lag, erklärte ich dem Anästhesisten, dass ich auf eines der Narkosemittel allergisch reagiere." Der Arzt aber wollte ihr nicht so recht glauben und das Mittel trotzdem verabreichen. "Ich habe mich wahnsinnig aufgeregt und ihm sogar gedroht", erinnert sich Enders. Am Ende ließ er sich auf ein anderes Mittel ein. Der Patientin aber ging der Streit im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen.

Ärzte vermuten, dass der Körper durch den Stress extrem viel Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet. Diese Stresshormone wiederum lösen eine Kalzium-Ausschüttung aus. Gelangt das Kalzium in die Zellen, verkrampft sich der Herzmuskel - so die Theorie.

"Möglicherweise haben betroffene Menschen auch zusätzliche Bindungsstellen für Adrenalin und Noradrenalin", sagt Jana Boer vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Das würde bedeuten, dass sie stärker auf die Hormone reagieren als andere. Denkbar ist auch, dass die Betroffenen sich eher aus der Ruhe bringen lassen als andere. Martin Borggrefe will das gemeinsam mit einer Stressforscherin demnächst herausfinden.
"Deutlich gefährlicher, als wir bisher dachten"
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Was auch immer im Einzelnen dahintersteckt: Wichtig ist, dass Patienten, die schon mal ein Broken-Heart-Syndrom erlitten haben, auf sich Acht geben. "Das Syndrom ist deutlich gefährlicher, als wir bisher dachten", sagt Borggrefe. Zwar sterben Menschen mit Broken-Heart-Syndrom viel seltener während des Ereignisses als Herzinfarktpatienten. Das Herz sieht nach ein paar Tagen wieder völlig gesund aus. Langzeitbeobachtungen zeigen aber, dass es bei vielen Betroffenen immer wieder passiert.

"Wir raten deshalb zu einer kombinierten Therapie aus Betablockern und Psychotherapie", sagt Boer. Die Medikamente blockieren die Rezeptoren am Herzen. In der Therapie sollen die Patienten zudem lernen, besser mit Stress umzugehen. "Ratsam ist auch Ausdauersport", sagt Borggrefe. Er stärkt nicht nur das Herz, sondern hilft auch, mit Stress besser umzugehen.

Elke Enders war die Situation auf dem OP-Tisch eine Lehre. "Ich versuche heute, mich nicht mehr so aufzuregen", sagt sie. Natürlich ärgere sie sich hier und da mal über etwas. Aber sie lässt es nach Möglichkeit nicht mehr so nah an sich heran. "Macht ihr mal", sage sie sich gern, wenn etwas nicht so läuft, wie es sollte. Sie weiß, dass ihr Herz besonderen Schutz braucht.

Quelle: n-tv.de , Teresa Nauber, dpa
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Veränderungen der Hirnstruktur - Mentales Training senkt Stresslevel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2017 11:41

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Mentales-Trai ... 67126.html
Donnerstag, 05. Oktober 2017
Veränderungen der Hirnstruktur - Mentales Training senkt Stresslevel

Stress scheint allgegenwärtig. Wie man ihm entkommt, untersuchen Forscher mit verschiedenen Verfahren. Sie stellen fest, dass alle Übungen die Strukturen im Gehirn verändern. Die besten Ergebnisse allerdings lassen sich mit einem Partner erzielen.

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Zwei Studien zeigen, wie stark mentales Training die Hirnstruktur verändert - und dass manche Verfahren Menschen deutlich stressresistenter machen. Grundsätzlich könnten solche Übungen die geistige und körperliche Gesundheit von Menschen verbessern, schreiben die Forscher vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften im Fachblatt "Science Advances". Sie hatten mehr als 300 Teilnehmern verschiedene Übungen angeboten und sie nach drei Monaten ausgiebig untersucht.

Im sogenannten ReSource-Projekt lernte eine Gruppe ein sogenanntes Achtsamkeitstraining, bei dem insbesondere die Konzentration geschult wurde. Die Teilnehmer sollten sich bei dieser Meditation auf bestimmte Bereiche des Körpers fokussieren, etwa die Atmung. Die beiden anderen Gruppen trainierten, teils zu zweit, verschiedene soziale Fähigkeiten: Der eine Kurs lernte Fähigkeiten wie Mitgefühl, Güte und den Umgang mit schwierigen Gefühlen. Die Teilnehmer versuchten, etwa durch Gefühlsaustausch mit dem Übungspartner, ihre positiven Gefühle zu sich selbst und anderen zu stärken.

Die dritte Gruppe trainierte sozio-kognitive Fertigkeiten wie die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Um die eigenen Gedanken mit Abstand zu erleben, erzählten sie ihren Trainingspartnern etwa Tageserlebnisse, allerdings aus Sicht eines bestimmten inneren Charakterteils, etwa der "besorgten Mutter" oder des "strengen Richters".
Einmal jede Woche dreißig Minuten

Die Teilnehmer trainierten einmal wöchentlich in der Gruppe, an fünf weiteren Wochentagen waren sie mit Trainer oder Übungspartnern per Computer oder Smartphone verbunden. Die Einheiten dauerten jeweils eine halbe Stunde. Nach drei Monaten machten alle Probanden für die erste Studie einen Verhaltenstest, ihre Hirnstrukturen wurden per Magnetresonanztomographie (MRT) untersucht. Für die zweite Studie maß das Team die Menge des Stresshormons Cortisol im Speichel.

Die erste Studie ergab, dass sich die Gehirnregionen aller Teilnehmer veränderten. Bei jener Gruppe, die Achtsamkeit trainierte, wuchs die Großhirnrinde in den Bereichen, die für Aufmerksamkeit zuständig sind. Verhaltenstests zeigten, dass sich ihre Konzentration und Aufmerksamkeit tatsächlich verbessert hatten.

"Das Gleiche beobachteten wir in den beiden Modulen, die gezielt die beiden sozialen Verhaltensbereiche übten", sagt Erstautorin Sofie Valk. "Hier erhöhte sich auch jeweils die Dicke des Cortex in den Regionen, die Mitgefühl oder Perspektivwechsel verarbeiten. Entsprechend verbesserten sich hier auch die Kompetenzen der Teilnehmer."
Wirkungen nur bei sozialen Übungen messbar

Die zweite Studie ergab, dass sich nach dem Training alle Teilnehmer selbst als weniger gestresst einstuften. Aber ein Stresstest, bei dem sie einen Vortrag hielten und Rechenaufgaben lösten, ergab, dass nur die beiden sozialen Übungen zu Veränderungen des Stresshormons Cortisol führten. In den beiden Gruppen sanken die Cortisol-Werte bis um die Hälfte (51 Prozent).
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"Wir vermuten, dass das Stresslevel durch die sozialen Interaktionen in den Paar-Meditationen gesenkt wurde", so die Erstautorin der zweiten Studie, Veronika Engert. "Sich regelmäßig einer fremden Person gegenüber zu öffnen und zu lernen, vorurteilsfrei einem anderen zuzuhören, hat wahrscheinlich zu einer Art Stress-Immunisierung geführt."

Gezielte Trainingsmethoden gebe es in Deutschland bislang nur vereinzelt, so Engert. Ziel sei deshalb, das Programm öffentlich anzubieten. Die Leiterin des Gesamtprojekts, Tania Singer, betont, wenn man die Effekte verschiedener Verfahren besser kenne, könne man die geistige und körperliche Gesundheit von Menschen gezielt fördern.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Zwischen Euphorie und Vorsicht - Medizin-Cannabis auf dem Vormarsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2017 13:44

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/Medizin-Can ... 72724.html
Montag, 09. Oktober 2017
Zwischen Euphorie und Vorsicht - Medizin-Cannabis auf dem Vormarsch

Im Frühjahr wurde die Nutzung von Cannabis für medizinische Zwecke liberalisiert, die Zahl der Therapien steigt rasant. Dabei ist der Wirkstoff nicht völlig erforscht. Während Anbieter große Chancen wittern, hakt es noch gehörig im System mit Krankenkassen und Ärzten.

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Cannabis auf Rezept - das war ein historischer Schritt auf dem deutschen Arzneimarkt. Schwerkranke können den Wirkstoff seit Mitte März in der Apotheke bekommen, ohne Sondererlaubnis. Und während viele die Blüten bisher selbst bezahlen mussten, sind die Krankenkassen nun verpflichtet, die Therapiekosten zu übernehmen.

Doch die Bilanz gut ein halbes Jahr später fällt gemischt aus. Bei etlichen Cannabis-Firmen herrscht zwar Goldgräberstimmung. Aber so mancher Arzt fühlt sich allein gelassen mit den neuen Ansätzen und die Kassen sehen immense Zusatzausgaben auf sich zukommen.
Längst ein Milliardenmarkt

Grundsätzlich kann der Cannabis-Wirkstoff THC etwa bei Multipler Sklerose und gegen chronische Schmerzen helfen. Auch Appetitlosigkeit bei Chemotherapien kann er lindern. In Kanada und in den USA ist die Behandlung mit Hanf längst ein Milliardenmarkt, ähnlich in Israel.

In Deutschland indes ist die Zielgruppe für Cannabis-Therapien noch klein. Nur rund 1000 Patienten hatten bisher eine Ausnahmegenehmigung zum Kauf für medizinische Zwecke. Mit der Liberalisierung wächst jedoch die Nachfrage: Im ersten Halbjahr seien über 10.000 Einheiten an Blüten ausgegeben worden, berichtet der Apothekerverband ABDA. Die Zahl der verschriebenen Behandlungen sei seit März von Monat zu Monat kräftig gestiegen. Hinzu kämen etwa 12 500 Fertigarzneien.

Derzeit wird laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) medizinisches Cannabis vor allem aus den Niederlanden und Kanada importiert. Dabei soll es nicht bleiben. Deutschland hat Anfang März eine staatliche Cannabis-Agentur unter dem Dach des BfArM gegründet, um die Versorgung von Patienten sicherzustellen. Sie soll Hanf aber nicht selbst anbauen, sondern schreibt Aufträge EU-weit an Firmen aus, die sich dann um die deutschen Plantagen kümmern. Mit der ersten Ernte unter staatlicher Aufsicht rechnet das BfArM 2019.

Eines der Unternehmen, die hierzulande Cannabis-Wirkstoffe erforschen und verkaufen, ist Bionorica. Die Bayern verzeichnen ein anziehendes Geschäft. Es gebe ein "immens gestiegenes Interesse" von Ärzten an Informationen über Cannabis-Therapien, sagt Chef Michael Popp.

Aber auch ausländische Anbieter drängen auf den Markt. Die aus Kanada stammende Tilray mit etwa 11.000 versorgten Patienten weltweit will Cannabis nach Deutschland importieren. "Wir beobachten ein großes Interesse bei Ärzten und Apothekern und wenig kulturelle Ablehnung", sagt Deutschland-Chefin Marla Luther. Tilray forsche zudem an neuen Wirkstoffen und wolle in fünf bis zehn Jahren die Zulassungen haben.
Anträge nicht vollständig oder fehlerhaft

Bei den Krankenkassen hingegen hält sich die Begeisterung angesichts hoher Kosten in Grenzen. Eine Cannabis-Therapie kostet im Monat im Schnitt 540 Euro - so wird es im neuen Gesetz veranschlagt. Bei der Bewilligung der Anträge hakt es, kritisiert Bionorica-Chef Popp.

In den ersten zwei Monaten nach der Liberalisierung sei eine "mittlere vierstellige Zahl" von Anträgen für Cannabinoide eingegangen, erklärt der GKV-Spitzenverband. "Deutlich über die Hälfte konnten positiv beschieden werden, da die gesetzlichen Anforderungen als erfüllt anzusehen waren." Einige Kassen bemängeln, dass Anträge nicht vollständig oder fehlerhaft seien. Oft gebe es keinen Nachweis, dass andere Behandlungsmethoden ausgeschöpft seien.

Die Kassen würden bei jedem zugelassenen verschreibungspflichtigen Medikament die Kosten übernehmen, betont der GKV. Anders als bei üblichen Medikamenten habe Cannabis aber nicht vorab über Studien nachweisen müssen, dass es sicher wirke. Auch verlässliche Daten zu möglichen Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen fehlten.

Cannabis-Firmen wie THC Pharm aus Frankfurt sehen die Entwicklung differenziert. "Die Liberalisierung bedeutet einen großen Schritt nach vorn", sagt Holger Rönitz, Direktor für Geschäftsentwicklung. "Aber es gibt auch viele neue Firmen, die das große Geschäft wittern und mit unhaltbaren Heilsversprechungen werben." Teils kursierten zudem halbseidene Studien. "Man kann auch nicht jeden Krebs mit medizinischem Cannabis lindern, wie manche behaupten."
"Vermischung von Freizeitkonsum und medizinischem Bedarf"

Und gerade bei Cannabis-Blüten komme es "zu einer Vermischung von Freizeitkonsum und medizinischem Bedarf", sagt Rönitz. Wichtig sei, dass Schwerkranke Zugang zu schmerzlinderndem Cannabis oder den pharmazeutisch geprüften Inhaltsstoffen der Pflanze bekämen.

Ärztevertreter weisen auf lückenhafte Therapieerfahrungen hin. Es sei schwer, Verschreibungen genau zu begründen, wenn es auf Basis weniger Studien "keine gesicherte medizinische Indikation" gebe, meint Josef Mischo aus dem Vorstand der Bundesärztekammer. Überdacht werden müsse zudem die Vorgabe, dass Cannabis nur abzurechnen ist, wenn gängige Schmerztherapien ausgeschöpft sind: "Auch schon in früheren Stadien versprechen sich Patienten etwas von Cannabis als Schmerzmittel."
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Achtung: Auch Passivrauchen von Cannabis kann die Fahrerlaubnis kosten. 04.04.17 Spätwirkung von Cannabis BGH: Kiffer müssen sich selbst prüfen

Ein regulierter Markt in Deutschland sei überfällig, da sind sich die Befürworter einig. "Mir war das Cannabis-als-Medizin-Gesetz ein besonderes Anliegen, weil ich möchte, dass schwerkranke Patienten, denen Cannabis wirklich hilft, dieses auch erhalten können - in Arzneimittel-Qualität und auf Kosten der Krankenkassen", sagt Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. "Dass Ärzte und Krankenkassen jeden Fall genau prüfen, ist aber völlig richtig."

Bei der Lizenzvergabe für Cannabis-Importe gibt es indes noch keinen Zuschlag für Lieferverträge. "Die Frist zur Teilnahme ist abgelaufen, das Verfahren aber noch nicht abgeschlossen", erklärte das BfArM.

Bis Cannabis in einigen Jahren in Deutschland angebaut wird, könnte bereits das nächste Thema auf die Agenda rücken: Legalisierung auch für den privaten Verbrauch? FDP, Linke und Grüne machen sich für die Freigabe von Anbau und Besitz kleiner Mengen und einen kontrollierten Verkauf stark. In einer möglichen Jamaika-Koalition aus Union, Liberalen und Grünen könnte das "Gras" daher für Unruhe sorgen - als wäre das Durcheinander beim medizinischen Cannabis nicht schon genug.

Quelle: n-tv.de , Jan Petermann und Alexander Sturm, dpa
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Tipps für die ersten Schritte - Pflege zu Hause organisieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Okt 2017 12:32

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/Pflege-zu-H ... 81644.html
Samstag, 14. Oktober 2017
Tipps für die ersten Schritte - Pflege zu Hause organisieren

Wenn ein naher Angehöriger pflegebedürftig wird und auf keinen Fall in ein Heim möchte, dann muss auf die Schnelle viel organisiert werden. Tipps für die Organisation der Pflege zu Hause.

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Von jetzt auf gleich kann es passieren. Ein Sturz oder ein Unfall mit komplizierten Brüchen, ein langer Krankenhausaufenthalt - und danach ist nichts mehr, wie es war. Der Betroffene kann den Alltag alleine nicht mehr bewältigen, ist pflegebedürftig, will aber unter keinen Umständen ins Heim. Schließlich ist es zu Hause, in der vertrauten Umgebung, am schönsten. Jetzt müssen die Angehörigen handeln und die Pflege daheim organisieren. Das sind die ersten Schritte:

Pflegestufe beantragen

"Als Allererstes sollte mit der zuständigen Pflegekasse Kontakt aufgenommen und Pflege beantragt werden", rät Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln. Um einzuschätzen, ob und in welchem Maß Pflegebedürftigkeit vorliegt, kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) beim Patienten zu Hause vorbei. Wird dann einer der fünf Pflegegrade bewilligt, beginnt ab dem Tag, an dem der Antrag eingereicht wurde, die Zahlung des Pflegegeldes. Existiert eine private Pflegeversicherung, sollte man diese ebenfalls sofort anschreiben.

Sich beraten lassen

Als Nächstes steht an, den Hausarzt über die neue Lebenssituation des Patienten zu informieren. "Der Hausarzt kennt die Situation vor Ort gut und kann Tipps geben", sagt Sowinski. Daneben gibt es weitere Anlaufstellen, bei denen sich Pflegebedürftige und Angehörige beraten lassen können. "Das sind etwa Pflegestützpunkte oder Beratungsstellen von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden", erklärt Bettina Sauer von der Stiftung Warentest. Ihr Tipp: Interessierte können per Postleitzahl nach Ansprechpartnern suchen - auf der Internetseite des Zentrums für Qualität in der Pflege.

"Wichtig ist, dass ein ambulanter Pflegedienst den Patienten in seiner Wohnung berät", betont Thomas Meißner vom Deutschen Pflegerat. Der Experte kann nur vor Ort ausmachen, wie welcher Pflegebedarf realisiert werden kann. Auch gibt er Tipps, ob Änderungen in der Wohnung vorgenommen werden müssen, damit es der Pflegebedürftige im Alltag einfacher hat. In manchen Wohnung ist das Pflegebett im Wohnzimmer besser aufgehoben - beispielsweise, wenn sich das Bad auf demselben Stockwerk befindet.

Hilfsmittel beantragen

Apropos Pflegebett: Solche Hilfsmittel genehmigen Kassen je nach Bedarf. Sogenannte Pflegehilfsmittel können Angehörige gleich mit beantragen. "Darauf hat jeder Patient mit Pflegegrad einen Anspruch", betont Sowinski. Das sind zum Beispiel Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel. Zu den Hilfsmitteln gehören neben dem Pflegebett ein Badewannenlifter, ein Rollator, ein Rollstuhl, eine Toilettensitz-Erhöhung oder Inkontinenzeinlagen.

Personal zusammenstellen

Ein ambulanter Pflegedienst, der rund um die Uhr da ist, verschlingt Monat für Monat fünfstellige Summen, sagt Sauer. Für die meisten ist das unbezahlbar. Eine Alternative kann unter Umständen eine Betreuungskraft aus Osteuropa sein, die wochenweise mit im Haushalt lebt. Eine 24-Stunden-Betreuung ist oft aber gar nicht nötig. In vielen Fällen reicht es, wenn der Pflegedienst stundenweise vorbeikommt. Helfen können häufig auch Partner, Kinder oder Enkel. "Bei einer Familienkonferenz kann festgelegt werden, wer in der Familie in der Lage ist, was zu machen", erklärt Sowinski.

Essen und Trinken organisieren

Wer nicht (mehr) kochen kann oder will, kann Dienste wie Essen auf Rädern in Anspruch nehmen. Mitarbeiter von Wohlfahrtsverbänden, privaten Trägern, Senioreneinrichtungen oder auch von Metzgereien liefern ein Menü nach Hause. "Häufig sind Hauptmahlzeiten ab ungefähr fünf Euro zu haben", sagt Sauer. Für die Kosten müssen die Pflegebedürftigen selbst aufkommen.
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Hausnotruf installieren lassen

Wer pflegebedürftig ist und alleine lebt, sollte einen Hausnotruf haben, um in einem Notfall Hilfe rufen zu können. Per Fingerdruck auf einer Art Armband hat der Pflegebedürftige die Möglichkeit, Kontakt mit einer Notrufstelle aufzunehmen. Einen Hausnotruf bieten zum Beispiel die Malteser oder das Deutsche Rote Kreuz an. Die Kosten liegen bei etwa 20 Euro im Monat plus Anschlussgebühr. "Pflegekassen übernehmen auf Antrag 18,36 Euro, wenn man meist allein zu Hause ist und mindestens Pflegegrad eins hat", erklärt Sauer.

An sich denken

Wer die Pflege für einen Bedürftigen organisiert, sollte nicht den Mut verlieren. Am Anfang kommen die Probleme mit Wucht auf einen zu, sagt Sowinski. Meist pendelt sich aber alles nach etwa acht Wochen ein. Stellt sich heraus, dass Angehörige überfordert sind, sollten sie nicht zögern, erneut eine Beratungsstelle aufzusuchen. Eine Lösung kann dann vielleicht ein Mittelweg sein: Der Bedürftige besucht einmal oder mehrmals die Woche eine Tagespflege-Einrichtung. So haben die Angehörigen mehr Zeit für eigene Bedürfnisse.

Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
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Riskant wie Rauchen - Einsamkeit verkürzt das Leben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Okt 2017 10:22

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Einsamkeit-ve ... 83398.html
Riskant wie Rauchen - Einsamkeit verkürzt das Leben

Jeder kennt Momente, in denen man sich einsam fühlt. Das geht vor allem älteren Menschen so. Ein anhaltendes Gefühl von Alleinsein wirkt sich negativ auf die Lebensdauer aus - und steht als Risikofaktor auf einer Stufe neben Fettleibigkeit und Rauchen.

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Macht Einsamkeit uns auf lange Sicht krank? Und was hieße das für eine alternde Gesellschaft wie Deutschland, in der heute schon jeder Fünfte, 2060 vermutlich sogar jeder Dritte über 65 Jahre alt ist?

Laut dem regelmäßig fortgeschriebenen Deutschen Alterssurvey sinkt hierzulande der Anteil der Einsamen zwar seit zwei Jahrzehnten - auch unter den Älteren. Global warnen US-Forscher jedoch vor einer "Einsamkeits-Epidemie", die Gesundheitsprobleme bereiten könnte.

Auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Psychologen-Gesellschaft wurden jüngst mehrere Studien dazu präsentiert: Menschen mit vielen Sozialkontakten haben demnach ein um 50 Prozent geringeres Risiko, früher als erwartet zu sterben. Eine andere Meta-Auswertung von 148 Studien aus USA, Europa, Asien und Australien zeigte, dass die drei Parameter soziale Isolation, Einsamkeit und Single-Dasein jeweils messbare Auswirkungen auf einen vorzeitigen Tod haben - und zwar ebenso stark wie die Risikofaktoren Fettleibigkeit oder Rauchen.
Einsamkeit bisher unterschätzt

"Das hat man bislang unterbewertet", sagt die Psychologin Julianne Holt-Lunstad von der Brigham University, die die Arbeiten in Washington vorstellte. "Aber gesammelte Daten aus Hunderten Studien mit Millionen Teilnehmern liefern uns robuste Hinweise, welche Bedeutung Sozialkontakte für die körperliche Gesundheit haben und für das Risiko eines vorzeitigen Todes."

Auch Anne Böger vom Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) schreibt: "Einsame Personen rauchen häufiger, sind eher in Gefahr, übergewichtig zu sein und berichten weniger körperliche Aktivität." Auch mit erhöhtem Brustkrebsrisiko und Herzgefäß-Problemen wurde Einsamkeit in Zusammenhang gebracht.

Für die USA sagt Holt-Lunstad eine heranrollende Einsamkeitswelle voraus: 2010 haben sich einer US-weiten Umfrage zufolge 35 Prozent aller Menschen ab 45 Jahren chronisch einsam gefühlt - ein Jahrzehnt zuvor waren es nur 20 Prozent. Gründe dafür seien mehr Single-Haushalte, höhere Scheidungsraten und ein stärkerer Fokus auf soziale Medien statt auf Kontakte im echten Leben.

Deutsche Forscher sehen das Szenario nicht so düster. Maike Luhmann, Psychologie-Professorin an der Ruhr-Uni Bochum, hat 2016 auf Basis von Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel eine große Studie zu Einsamkeit veröffentlicht. Einen Bezug zu Sterblichkeit konnte sie mit diesen Daten zwar nicht untersuchen. Aber sie stellte fest, dass Einsamkeit keineswegs ein sich langsam auftürmendes Altersphänomen ist.

Zwar haben die Ältesten am meisten Probleme mit Einsamkeit. Ab 86, wenn körperliche Gebrechen und der Tod von Wegbegleitern oft Realität sind, klagt jeder Fünfte darüber. Aber: Auch Menschen in der Lebensmitte (46-55 Jahre, 14 Prozent) und jüngere Erwachsene (26-35 Jahre, 14,8 Prozent) fühlen sich häufig einsam. Am wenigsten betroffen sind die jüngeren Alten (66-75 Jahre, 9,9 Prozent).
Soziale Medien als Chance

Luhmann erläutert: "Veränderungen in den Sozial- und Kontaktstrukturen sind ja nicht unbedingt nur negativ. Beispielsweise könnten soziale Medien und Internetanwendungen wie Skype gerade älteren, weniger mobilen Menschen die Möglichkeit geben, häufiger und intensiver Kontakt zu Familie und Freunden zu halten, als es vielleicht noch vor Kurzem der Fall war."

Zwar gibt es auch in Deutschland mehr Scheidungen, Singles und Menschen mit wechselnden Partnerschaften. Auch unter den langsam alternden Babyboomern hat längst nicht jeder Kinder. "Aber Kinder sind auch keine Garantie gegen Einsamkeit", betont Luhmann. "Gerade wenn sie selber noch Kinder haben oder weit weg wohnen." Freundeskreise könnten dies auffangen. "Prinzipiell sind Menschen weniger einsam, je mehr tiefe Beziehungen sie haben und je mehr sie sich zugehörig fühlen."
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Letzteres scheint ein Knackpunkt zu sein. Wer sich ausgeschlossen und sozial isoliert fühlt, hat auch ein höheres Risiko für Einsamkeit, stellt auch der Deutsche Alterssurvey fest. Außerdem könne aufgrund von Armut das Gefühl aufkommen, nicht so richtig dazuzugehören, ergänzt Luhmann.

Wie einsam nach Deutschland geflüchtete Menschen sind, muss ein künftiger Alterssurvey zeigen. Bislang gibt es dazu keine Daten. Bedenke man aber die Faktoren, die Einsamkeit hervorrufen könnten - geringes Einkommen, kleines soziales Netzwerk, wenig direkte Kontakte und Trennung von engen Angehörigen - so sei es wahrscheinlich, dass viele Geflüchtete davon betroffen seien, vermutet Luhmann.

Quelle: n-tv.de , Andrea Barthélémy, dpa
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Ohne Umstellung der Ernährung - Walnüsse senken Cholesterinspiegel

Beitragvon Gudrun Graf » 3. Nov 2017 12:34

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Walnuesse-sen ... 13547.html
Freitag, 03. November 2017
Ohne Umstellung der Ernährung - Walnüsse senken Cholesterinspiegel

Harte Schale, weicher Kern: Die Kraft der Nüsse für die Gesundheit ist unumstritten. Wie sich der Verzehr von Walnüssen auf den Cholesterinspiegel auswirkt, können Forscher nun mit Sicherheit sagen.

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Pünktlich nach der Nussernte veröffentlichen Forscher der Universität München die Ergebnisse ihrer Walnuss-Studie. Sie stellten fest, dass der regelmäßige Verzehr naturbelassener Walnüsse zu einem messbaren Absinken des sogenannten Non-HDL-Cholesterinspiegels, umgangssprachlich auch als schlechtes Cholesterin bezeichnet, führt.

Da dieser Zusammenhang bereits 2014 mit einer Studie bewiesen werden konnte, gingen die Forscher bei der neueren Untersuchung einen Schritt weiter. Diese Mal untersuchten sie die Wirkungen der Walnuss - "und das unabhängig davon, ob man bei der Ernährung Fette oder Kohlenhydrate anstelle der Walnüsse weglässt", erklärt Professor Klaus Parhofer, der die Studie leitete. "Somit können wir mit unserer Studie nachweisen, dass alleinig der Nussverzehr der ausschlaggebende Faktor für den positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel ist."

Für die Untersuchung wurden 200 gesunde Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 63 Jahren in drei Gruppen eingeteilt. Alle Probanden sollten täglich acht Wochen lang 43 Gramm, das entspricht etwa zehn bis zwölf Walnüssen, zu verzehren. Die Probanden der ersten Gruppe sollten in diesem Zeitraum vor allem auf Kohlenhydrate verzichten, die der zweiten Gruppe auf Fette und die dritte Gruppe auf beides. Dazu wurde eine vierte Gruppe als Kontrollgruppe gebildet, die über acht Wochen hinweg beobachtet wurde. Die Probanden dieser Gruppe aßen keine Nüsse. Alle Studienteilnehmer waren Nichtraucher.
Weniger Cholesterin bei Nussessern
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Es stellte sich heraus, dass sich nicht alle Studienteilnehmer an die vorgegebenen Diäten hielten – dennoch sanken die Cholesterinspiegel bei allen Nussessern um rund 5 Prozent. "Es spielt also keine Rolle, ob man Fette oder Kohlenhydrate reduziert, während man täglich eine Handvoll Walnüsse isst", fasst Parhofer das Ergebnis zusammen. Egal ist auch, ob man die Walnüsse als Bestandteil der Hauptmahlzeit oder als Snack zwischendurch zu sich nimmt, der Cholesterinspiegel sinkt trotzdem.

Wie sich der Walnussverzehr auf die Zusammensetzung der Darmflora auswirkt, wurde auch untersucht. Die Daten dazu werden derzeit ausgewertet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Nutrients".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Mehr Campylobacter-Erkrankungen - Erreger sitzen oft auf Hühnerfleisch

Beitragvon Gudrun Graf » 4. Nov 2017 15:25

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Erreger-sitze ... 15394.html
Mehr Campylobacter-Erkrankungen - Erreger sitzen oft auf Hühnerfleisch

Immer öfter Menschen sitzen mit Bauchschmerzen und Durchfall im Wartezimmer von Ärzten. Das Robert-Koch-Institut ging dem Anstieg auf den Grund. Ergebnis: Das größte Risiko geht von Campylobacter-Erregern aus, die oft auf der Haut von Geflügel zu finden sind.

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Bei Durchfall und starken Bauchschmerzen steckt oft der bakterielle Erreger Campylobacter dahinter: Das größte Risiko für eine solche bakterielle Darmentzündung geht einer Untersuchung zufolge in Deutschland von Hähnchenfleisch aus.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wis ... 36368.html
Junge Menschen besonders betroffen: Bakterium löst heftige Durchfälle aus
09.03.17 – 00:45 min
Junge Menschen besonders betroffen Bakterium löst heftige Durchfälle aus

Etwa ein Drittel der Erkrankungen könnte vermieden werden, wenn der Risikofaktor ausgeräumt würde, berichten Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in einer aktuellen Veröffentlichung. Nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch galt schon länger als wichtige Infektionsquelle. Campylobacter führen zu einer Entzündung des Dünndarms, die oft mit Durchfall und Fieber einhergeht.

Die Zahl der gemeldeten Campylobacter-Erkrankungen steigt seit 2001, im vergangenen Jahr waren es rund 74.000 Fälle. Es ist damit die häufigste bakterielle meldepflichtige Krankheit in Deutschland. Experten vermuten laut RKI aber, dass die wahre Anzahl an Erkrankungen in der Bevölkerung "fast zehnmal höher" ist. Salmonellen werden mit 13.000 gemeldeten Erkrankungen 2016 deutlich seltener registriert.
Bedeutende Risikofaktoren
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Als bedeutende Risikofaktoren für Campylobacter-Erkrankungen machten die Autoren Essen außer Haus und die Zubereitung von abgepacktem Hähnchenfleisch im Haushalt aus. Für die Untersuchung waren unter anderem gut 2000 Fragebögen ausgewertet worden, die nachweislich Erkrankte ausgefüllt hatten. Sie schreiben, dass in der Europäischen Union 2018 Grenzwerte für Campylobacter auf Geflügelkarkassen festgelegt würden.

Campylobacter sind Bakterien aus dem Darmtrakt von Tieren, beim Schlachten können sie auf das Fleisch geraten. Auch Rohmilch, Hackfleisch und Mettwurst gelten als Infektionsquellen. Auch Küchenhygiene ist wichtig: Bei Benutzung der gleichen Schneidebretter können zum Beispiel Keime von rohem Fleisch auf Salat übergehen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Umsatz vor Patientenwohl - Bundesweit behandeln Kliniken ohne Grund

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Nov 2017 10:42

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Bundesweit-be ... 19203.html
Umsatz vor Patientenwohl - Bundesweit behandeln Kliniken ohne Grund

Kliniken in Deutschland arbeiten vielfach als Wirtschaftsunternehmen - und müssen Geld verdienen. In etlichen Fällen werden einer Studie zufolge deshalb lukrative Therapien verordnen. Manchmal fehlt sogar ein medizinischer Grund.

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Das Wohl der Patienten steht in deutschen Krankenhäusern nach einer neuen Studie nicht immer an erster Stelle. Bundesweit komme es aus Kostengründen vor, dass Patienten ohne medizinischen Grund im Krankenhaus behandelt würden, sagte Professor Karl-Heinz Wehkamp vom Socium Forschungszentrum der Universität Bremen. "Das System geht auf Lasten der Patienten und zu Lasten der Medizin", sagte der Mediziner. Auch das Krankenhauspersonal stehe unter enormem Druck.

Für ihre selbst finanzierte Studie befragten Wehkamp und Prof. Heinz Naegler aus Berlin rund 60 Ärzte und Geschäftsführer aus Krankenhäusern in zwölf Bundesländern. Ihren rund 250 Seiten langen Bericht wollen sie im Dezember als Buch veröffentlichen. Über die Studie hatte zunächst der NDR berichtet.

Der Analyse zufolge werden ärztliche Entscheidungen durch betriebswirtschaftliche Vorgaben beeinflusst. In Interviews und Diskussionen gaben Ärzte und Geschäftsführer an, dass Entscheidungen über Aufnahme, Behandlungsart und Entlassung eines Patienten ohne Kostendruck häufig anders ausfallen würden. Demnach bieten Ärzte zum Beispiel eher gewinnbringende Behandlungsverfahren an. Beim Personal sorge die Arbeitsverdichtung für gesundheitliche Risiken.
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"Erschreckend ist, dass die Politik das nicht zur Kenntnis nehmen will", sagte Wehkamp mit Blick auf die alarmierenden Zustände in vielen Krankenhäusern. "Bei diesem Defizit an Grundfinanzierung können sie auch bei einer einigermaßen menschenwürdigen Personalpolitik nur sehr schwer Gewinne machen", sagte er. In der Branche gebe es strukturelle Steuerungsschwächen und teilweise Fehlanreize.

Im NDR sagte Wehkamp zudem: "Wir hätten noch viel mehr Ärzte interviewen können. Die meisten hatten geradezu ein Bedürfnis darüber zu sprechen, um Öffentlichkeit und Politik wachzurütteln." Allerdings gebe es eben auch die andere Seite - gute Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Geschäftsführern, bei der es vorrangig um das Patientenwohl gehe.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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Verspätete Entscheidung - Wenn die Krankenkasse trödelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Nov 2017 22:53

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-die-Kr ... 20734.html
Dienstag, 07. November 2017
Verspätete Entscheidung - Wenn die Krankenkasse trödelt

Gesetzliche Krankenkassen können sich nicht ewig Zeit nehmen, um über den Antrag eines Versicherten auf eine bestimmte Behandlung zu entscheiden. Wird die gesetzliche Frist überschritten, gilt die beantragte Leistung als genehmigt, wie das Bundessozialgericht entscheidet.

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Gesetzliche Krankenkassen haben über einen Leistungsantrag ihrer Versicherten grundsätzlich innerhalb von drei Wochen zu entscheiden. Kommt die Kasse dem innerhalb dieser gesetzlichen Frist nicht nach, gilt die Leistung als genehmigt (fingierte Genehmigung), wie das Bundessozialgericht (BSG) in zwei Fällen entschieden hat (Az.: B 1 KR 15/17 R und B 1 KR 24/17 R). Das BSG bestätigte damit eine Entscheidung des saarländischen Landessozialgerichts und hob ein anderslautendes Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen auf.

In den verhandelten Fällen hatten die bei der selben Krankenkasse versicherten Frauen beantragt, sie wegen massiver Gewichtsabnahme mit einer Abdominalplastik (Straffung der Bauchhaut) zu versorgen. Doch die Krankenkasse entschied in beiden Fällen nicht zeitgerecht und verweigerte dann verspätet die Leistung. In den zwei Berufungsverfahren hatte sie jeweils vorsorglich die fingierten Genehmigungen zurückgenommen.

Zu Unrecht, wie das Bundessozialgericht entschied. Denn der Gesetzgeber wollte mit der fingierten Genehmigung die Rechte der Patientinnen und Patienten gezielt verbessern. Er schützt damit bewusst das Interesse aller Berechtigten an zeitgerechten Entscheidungen der Krankenkassen.
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Laut dem Sozialgesetzbuch hat die Kasse über einen Antrag auf Leistungen zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang oder in Fällen, in denen eine gutachtliche Stellungnahme, insbesondere des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (Medizinischer Dienst), eingeholt wird, innerhalb von fünf Wochen nach Antragseingang zu entscheiden.

Wenn die Krankenkasse eine gutachtliche Stellungnahme für erforderlich hält, hat sie diese unverzüglich einzuholen und die Leistungsberechtigten hierüber zu unterrichten. Der Medizinische Dienst nimmt innerhalb von drei Wochen gutachtlich Stellung. Beschaffen sich Leistungsberechtigte nach Ablauf der Frist eine erforderliche Leistung selbst, ist die Krankenkasse zur Erstattung der hierdurch entstandenen Kosten verpflichtet.

Quelle: n-tv.de , awi
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Erbliche Hautkrankheit - Neue Gentherapie heilt kranken Jungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Nov 2017 14:46

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Neue-Genthera ... 21627.html
Erbliche Hautkrankheit - Neue Gentherapie heilt kranken Jungen

Sie ist der letzte Versuch, einen kleinen Jungen vor dem Tod zu bewahren: eine Gentherapie zur Heilung seiner schweren Hauterkrankung. Der Versuch gelingt. Klinischer Alltag wird so eine Therapie trotzdem vorerst nicht.

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Mit einer Gentherapie haben Mediziner einen kleinen Jungen von einer lebensbedrohenden erblichen Hautkrankheit geheilt. Sie entnahmen dem damals sieben Jahre alten Hassan dazu einige Hautzellen, schleusten im Labor eine gesunde Variante des bei ihm fehlerhaften Gens hinein und vermehrten die Zellen dann. Schließlich transplantierten sie die nachgezüchtete gesunde Haut auf fast die gesamte Körperfläche des Jungen. Er ist heute, knapp zwei Jahre nach dem Eingriff, weitgehend frei von Beschwerden. Die Forscher stellen ihre Therapie, die unter Leitung von Bochumer Wissenschaftlern erfolgte, im Fachblatt "Nature" vor.

Die Freiburger Dermatologin Leena Bruckner-Tuderman, die nicht an der Studie beteiligt war, spricht von einer "sehr guten Arbeit". Es sei nicht nur ein schwer kranker Junge erfolgreich behandelt worden, auch seien wesentliche Fortschritte in der stammzellbiologischen Grundlagenforschung erzielt worden. Die Medizinerin erwartet bei weiteren Verbesserungen der Methodik Hilfe auch für weitere Betroffene mit anderen Varianten der Erkrankung. "Aber das ist Zukunftsmusik, so weit sind wir noch nicht", sagt die Ärztliche Direktorin der Hautklinik am Uniklinikum Freiburg.

Der kleine Hassan litt an einer Form der Erbkrankheit Epidermolysis bullosa, auch Schmetterlingskrankheit genannt. Dabei ist die obere Hautschicht, die Epidermis, nur unzureichend in der darunterliegenden Hautschicht, der Dermis, verankert. Schon kleinste mechanische Belastungen führen zu Blasenbildung und zur Ablösung der Haut, massive chronische Wunden sind die Folge. Das schränkt nicht nur die Lebensqualität enorm ein, es führt auch häufig zu Hautkrebs. Für die Verankerung ist maßgeblich ein Protein namens Laminin-332 verantwortlich. Sind Gene fehlerhaft, die für die Bildung dieses Proteins zuständig sind, tritt die Erkrankung in unterschiedlichen Varianten und Schweregraden auf. Eine Heilung ist bisher nicht möglich.

Bei dem Jungen war die Krankheit zunächst gut unter Kontrolle, nach einer Infektion verschlechterte sich sein Zustand allerdings dramatisch. Als er 2015 mit sieben Jahren ins Brandverletztenzentrum der Bochumer Kinderklinik kam, waren bereits 60 Prozent seiner Hautoberfläche zerstört. Durch die schweren chronischen Wunden und die Infektionen war er völlig ausgezehrt. Die üblichen Behandlungen schlugen nicht an, so dass im Grunde nur noch eine palliativmedizinische Behandlung infrage kam. Auf Wunsch der Eltern suchten die Ärzte nach experimentellen Therapiemöglichkeiten und stießen auf Arbeiten von Michele De Luca, der am Center for Regenerative Medicine der Universität Modena (Italien) eine Gentherapie für diese Erkrankung an zwei Patienten getestet hatte, allerdings nur an kleineren Hautbereichen.
"Er lag wie eine Mumie im Bett"

Nach Klärung der rechtlichen und organisatorischen Fragen, die zur Durchführung einer Gentherapie nötig sind, schickten die deutschen Ärzte einige Hautzellen des Jungen an die italienischen Experten. Die isolierten daraus die epidermalen Stammzellen, schleusten ein gesundes Gen mit Hilfe eines Virus - einem sogenannten Vektor - ins Erbgut hinein und vermehrten die Zellen. In Deutschland transplantierten die Wissenschaftler dann das nachgezüchtete Gewebe in zunächst drei Operationen. Insgesamt ersetzten sie 80 Prozent seiner Haut.

"Zu Beginn der Behandlung lag der Junge wie eine Mumie in seinem Bett, er war von Kopf bis Fuß in Verbände gewickelt", erzählt Tobias Rothoeft von der Kinderklinik in Bochum, der Hassan während seines etwa achtmonatigen Klinikaufenthaltes mitbetreut hat. "Nach der zweiten Operation besserte sich sein Zustand enorm. Heute ist seine Haut stabil, er geht zur Schule, spielt Fußball und kann ein weitgehend normales Leben führen." Verletzungen an der neuen Haut heilten bei ihm wie bei jedem anderen Kind. Die Forscher zeigten, dass die neue Haut etwa so viel Anker-Protein Laminin-322 enthielt wie gesunde Haut.

"Es ist der erste Mensch, der so behandelt wurde. Wir müssen abwarten, ob auch weiterhin alles so gut verläuft. Das wird die Zeit zeigen", sagt Tobias Hirsch vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil, der den Jungen operiert hat. Für ihn als plastischen Chirurgen sei es "ein Wunder und ein Segen", dass es dem Jungen so gut gehe.

Die Forscher sehen ihren Erfolg als Beweis, dass eine solche Gentherapie grundsätzlich möglich ist. Sie hoffen, dass das Verfahren in Zukunft auch zur Behandlung anderer Patienten eingesetzt werden kann. Derzeit gebe es aber zumindest in Bochum keine Pläne dafür. Nach Angaben von Hirsch sind in Europa etwa 35.000 Kinder von der Schmetterlingskrankheit betroffen. Die Schwere der Erkrankung sei sehr unterschiedlich, eine die Ursache angehende Therapie werde dringend benötigt.
Risiken sind immer vorhanden

Grundsätzlich besteht bei Gentherapien wie der vorgestellten das Risiko, dass sich das neue Gen an einer ungünstigen Stelle im Erbgut integriert. Dadurch können Regulationsprozesse in der Zelle gestört werden, Krebserkrankungen können die Folge sein. Untersuchungen des Erbguts der neuen Haut zeigten, dass sich das Gen in den meisten Zellen in DNA-Bereiche integrierte, die nicht für die Bildung von Proteinen zuständig sind oder in solche Gene, die nicht mit einer Krebsentstehung in Verbindung stehen. Bisher fanden die Forscher bei dem Jungen auch keinen Tumor oder andere schädliche Entwicklungen.

Auch bei den zwei Patienten, die vor mittlerweile zwölf Jahren an kleineren Hautregionen behandelt worden waren, gebe es keine derartigen Probleme, schreiben die Forscher in ihrem Fachartikel. Die Wissenschaftler hätten sehr viele Anstrengungen unternommen, um Risiken für ihren kleinen Patienten so weit wie möglich auszuschalten, sagt die Freiburger Dermatologin Bruckner-Tuderman. Sie ist überzeugt, dass die Risiken solcher Gentherapien künftig beherrschbar sein werden. "Derzeit wird viel an der Entwicklung neuer Vektoren gearbeitet, die sicherer sind als die bisher verfügbaren. Wenn solche Vektoren zur Verfügung stehen und andere sicherheitsrelevanten Fragen geklärt sind, halte ich eine gentherapeutische Behandlung von Epidermolysis-bullosa-Patienten angesichts ihrer Leiden für vertretbar."
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Bislang können die Patienten nur symptomatisch behandelt werden, das heißt unter anderem, dass ihre Wunden versorgt werden und die Haut mit Cremes und Medikamenten zur Förderung der Wundheilung gepflegt wird. Um sich vor Verletzungen oder offenen Wunden zu schützen, tragen die Betroffenen an vielen Körperstellen Verbände. "Die Lebensqualität der Patienten ist auch in weniger schweren Fällen stark eingeschränkt", so Bruckner-Tuderman. Weitere Langzeitbeobachtungen seien nötig, um sicherzustellen, dass die Behandlung wirklich sicher ist, schreiben auch Mariaceleste Aragona und Cédric Blanpain von der Université Libre de Bruxelles in einem in "Nature" veröffentlichten Kommentar. Nichtsdestotrotz stelle die Arbeit einen entscheidenden Fortschritt bei der Suche nach geeigneten Stammzelltherapien dar.

Quelle: n-tv.de , lri/dpa
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Trinken statt Kratzen - Schützt kaum behandelte Milch vor Allergien ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Nov 2017 12:58

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Helmholtz/Sch ... 23075.html
Trinken statt Kratzen - Schützt kaum behandelte Milch vor Allergien ?

Dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, seltener an Allergien leiden als Stadtkinder, ist erwiesen. Doch woran liegt das? Es könnte Milch sein, die beim Schutz vor Allergien eine wichtige Rolle spielt. Forscher aus München starten eine neue Studie.

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In Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation in Deutschland. Ihre Aufgabe ist es, durch Spitzenforschung dazu beizutragen, große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu lösen.
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Die Haut ist blutig aufgekratzt, die Augen brennen und tränen, das Atmen fällt schwer oder das Kribbeln in der Nase hört einfach nicht auf. Wer von einer Allergie geplagt ist, kennt diese Symptome. Immer weniger Menschen bleiben davon verschont: Die Allergierate in Deutschland steigt seit Jahrzehnten. 40 Prozent aller Erwachsenen geben mittlerweile an, mindestens einmal im Leben an einer Allergie gelitten zu haben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung spricht deshalb bereits von einer Volkskrankheit.

Wissenschaftler forschen schon lange an den Ursachen von Allergien. Sie hoffen, dass sie ihnen so besser vorbeugen und Betroffene gezielter behandeln können. Eine dieser Ursachen-Forscherinnen ist Erika von Mutius. Die Kinderärztin und Allergologin arbeitet am Münchener Universitäts-Klinikum, außerdem leitet sie am Helmholtz Zentrum München das neue Institut für Asthma- und Allergieprävention. Seit den 90er Jahren befasst sie sich mit dem Thema. "Damals stieß ich zufällig auf einen merkwürdigen Zusammenhang", erzählt sie. Ihrem Team fiel bei einer Befragungsstudie auf, dass Kinder, die auf Bauernhöfen lebten, seltener Asthma und Heuschnupfen hatten als andere Kinder.
Hofleben wirkt wie Schutzdeckel

Diese Beobachtung könnte auf der sogenannten Hygiene-Hypothese beruhen: Sie besagt, dass Kinder, deren Immunsystem sich mit vielen nicht krank-machenden Mikroben auseinander gesetzt hat, weniger anfällig für Allergien sind. Von Mutis geht davon aus, dass das Aufwachsen auf einem traditionellen Hof wie eine Art Schutzdeckel wirkt. Die dortigen Umweltfaktoren stärken das Immunsystem. "Wenn wir diesen Schutzdeckel verlieren, gibt es plötzlich viele Risikofaktoren für uns", sagt die Ärztin und meint damit zum Beispiel Luftverschmutzung, Rauchen, bestimmte Nahrungsmittel, Bewegungsmangel oder Stress. Diese Risiken treten vor allem im urbanen Milieu auf. Wer in der Stadt lebt, hat deshalb ein höheres Allergierisiko.

Das deckt sich mit den neuesten Untersuchungen der Wissenschaftler: Demnach haben ungefähr 45 Prozent aller Kinder, die nicht auf einem Bauernhof aufgewachsen sind, einen positiven Allergietest, ihr Immunsystem reagiert also schon über.

Dass es einen Zusammenhang zwischen dem bäuerlichen Umfeld und einer Allergieresistenz gibt, ist mittlerweile durch über 40 Studien belegt. Einige Beobachtungs-Studien zeigen auch, dass dieser positive Effekt bei Nachbarskindern, die mit ihren Freunden vom Bauernhof spielen, ebenso eintritt. Doch was dafür wirklich ursächlich ist, wissen die Forscher bislang nicht. Sind es die Pollen, die Tierhaare oder spezielle Mikroorganismen?
Es könnte an Proteinen oder Fetten liegen

Im kommenden Januar wird Erika von Mutius eine neue Studie starten, denn sie will die Rolle von Milch genauer untersuchen. "Der besondere Allergieschutz von Bauernhofkindern könnte zum Teil durch den Konsum von Rohmilch entstehen. Denn wir haben gesehen, dass Kinder auf Bauernhöfen oft unbehandelte Milch trinken", sagt die Forscherin.

Mit einer niederländischen Molkerei, die eine nur sehr gering behandelte Milch zur Verfügung stellt, haben die Wissenschaftler deshalb eine Kooperation geschlossen. Die Milch sei mikrobiologisch sicher, enthalte also keine krankmachenden Keime, sagt von Mutius. Sie sei aber ansonsten so belassen wie eine Rohmilch. Die Auswirkungen dieser Milch sollen im Vergleich mit einer ultrahocherhitzten, also einer sehr stark behandelten Milch, getestet werden. Dazu sollen Kinder, die gerade abgestillt werden, das Äquivalent von ein bis zwei Gläsern pro Tag trinken. "Wir wollen also das tun, was die Bauernhofkinder tun, und worauf wir den Asthma- und Allergie-schützenden Effekt zurückführen", sagt von Mutius. "Wir glauben, dass Milch ihren Schutzeffekt verliert, wenn sie zu sehr behandelt wird. Welche Substanzen dabei verloren gehen, könne man bislang nicht genau sagen. In Frage kommen zum Beispiel bestimmte Proteine oder Fette.
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Erste Ergebnisse erhoffen sich die Forscher in fünf bis sieben Jahren. "Dann hoffen wir, nachweisen zu können, ob der Konsum unterschiedlicher Milch sich auf das Auftreten von Asthma und Allergien auswirkt", sagt von Mutius. "Wenn wir die Wirkung von minimal behandelter Milch in der neuen Interventionsstudie bestätigen, könnten wir deren Verzehr sogar als Schutz gegen Allergien empfehlen."
Ferien auf dem Bauernhof reichen nicht

Doch bis dahin müssen Betroffene noch auf die bisherigen Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten zurückgreifen. Eltern betroffener Kinder sollten deshalb unbedingt einen Kinderarzt mit allergologischer Zusatzausbildung aufsuchen, rät von Mutius. Der empfiehlt in der Regel, eine Nahrungsmittelallergie mit einer speziellen Diät zu behandeln. Gegen Heuschnupfen raten die Allergologen zu lokalen Anti-Histaminika oder eventuell Kortison, unter Umständen auch zu einer Hyposensibilisierung. Gegen Asthma hilft meistens Inhalieren. Mit der Behandlung solle man rechtzeitig beginnen. Erstens lässt sich so das Leiden der Kinder lindern, etwa das Jucken bei Neurodermitis oder die Atemnot bei Asthma. Und zweitens beugt es am besten einer Verschlimmerung bis hin zu einer chronischen Erkrankung vor.

Und wie wäre es einfach mit Ferien auf einem Bauernhof? Von Mutius ist da zurückhaltend. "Ich glaube, dass es eine regelmäßige Exposition braucht, um den Allergieschutz zu erlangen. Ferien auf dem Bauernhof allein reichen da wohl nicht aus." Kinder, die bereits allergisch seien, könnten bei einem Besuch auf dem Hof im Gegenteil sogar eher Gesundheitsprobleme bekommen. "Da sollten Eltern sehr vorsichtig sein", rät sie. "Allergische Reaktionen darf man nicht unterschätzen."

Kurz und knapp: zehn Fakten zu Allergien

Quelle: n-tv.de , Roland Koch/helmholtz.de
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Trotz Therapie - Wenn der Bluthochdruck nicht sinkt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2017 11:44

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Wenn-der-Blut ... 20733.html
Trotz Therapie - Wenn der Bluthochdruck nicht sinkt

Bluthochdruck ist längst zur Volkskrankheit geworden. Wird der stille Killer rechtzeitig erkannt, kann er gut behandelt werden. Doch ein Teil der Bluthochdruck-Patienten spricht nicht auf herkömmliche Therapieformen an. Dann ist eine neue Herangehensweise gefragt.

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Churchill, Roosevelt, Stalin: Alle drei Männer der Macht litten an Bluthochdruck und das war in den 1950er Jahren ein echtes Problem. Die Überlebenschancen von Menschen mit Bluthochdruck waren damals mit denen von Patienten mit metastasierenden Krebs vergleichbar. Zum Glück ist das heute anders. "Die Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck ist in den letzten Jahrzehnten eine echte Erfolgsgeschichte", sagt Professor Walter Zidek, Klinikdirektor an der Charité - Universitätsmedizin Berlin in einem Pressegespräch. Rund 70 Prozent der behandelten Patienten erreichen während der normalen Therapie gute Werte. Dennoch gibt es einen Teil von Patienten, die nicht oder nur ungenügend auf die klassische Bluthochdrucktherapie mit drei verschiedenen Blutdrucksenkern und einer Lebensstiländerung ansprechen.
Churchill, Roosevelt, Stalin. Alle drei starben an den Folgen von Bluthochdruck.

Auf diese sogenannten resistenten Hypertoniker müsse aber besonders geachtet werden, betonte Zidek, denn Bluthochdruck könne eine Reihe von teilweise lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie beispielsweise Schlaganfälle oder Herzinfarkte nach sich ziehen. Die Ursachen für schwer einstellbaren Bluthochdruck sind vielfältig und oftmals schwer zu diagnostizieren. Aus diesem Grund kann es schnell zu einer Über- oder sogar Fehlbehandlung kommen. Dementsprechend sieht Zidek eine nicht ausreichende oder inadäquate ärztliche Behandlung des Patienten an erster Stelle der Ursachen.

Experten erkennen Ursachen schneller

Es gibt einen weiteren Teil von Patienten, die nehmen die Medikamente nicht so ein, wie verordnet. Andere essen weiterhin genau so viel Salz wie vor der Diagnose. Entweder sind sie über die positiven Auswirkungen der Salzreduktion auf den Bluthochdruck nicht aufgeklärt oder nicht bereit, auf eine salzreduzierte Kost umzusteigen. Wieder andere leiden an einer Nieren- oder hormonellen Erkrankung. Aber auch Schnarchen mit Atemaussetzern, in der Fachsprache als obstruktive Schlafapnoe bezeichnet, kann dazu führen, dass der Bluthochdruck nicht sinkt. "Um diese Patienten zu erkennen und entsprechend zu behandeln, benötigt man erfahrene und gut ausgebildete Experten", so Zidek und verweist auf die Fortbildungsangebote der Deutschen Hochdruckliga.
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Treten Probleme bei der Behandlung von Bluthochdruck auf, dann ist oftmals eine neue diagnostische und therapeutische Herangehensweise nötig. Dieser Weg kann am besten in Hypertonie-Zentren, von denen es derzeit 144 durch die Deutsche Hochdruckliga zertifizierte deutschlandweit gibt, gegangen werden. Hier arbeiten Hypertonie-Experten mit Experten anderer Fachrichtungen, zum Beispiel Neurologen, Gynäkologen oder Kardiologen zusammen, um die Ursache für den schwer behandelbaren Bluthochdruck herauszufinden - und schließlich erfolgreich zu behandeln.

Am Wochenende treffen sich Experten der Deutschen Hochdruckliga und der Deutschen Diabetes Gesellschaft zu einer gemeinsamen Fachtagung in Mannheim.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Raus aus der PKV ? - Neue Verdienstgrenzen erleichtern Wechsel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Nov 2017 13:43

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/Neue-Verdie ... 29625.html
Dienstag, 14. November 2017
Raus aus der PKV ? - Neue Verdienstgrenzen erleichtern Wechsel

Von Isabell Noé

Privat versicherte Arbeitnehmer, die in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren wollen, haben es bald etwas leichter. Denn 2018 ändert sich die Versicherungspflichtgrenze. Auch für Selbständige gibt es Neuerungen.

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Gesetzliche Krankenversicherung oder private? Wer mit einem Wechsel liebäugelt, findet im nächsten Jahr geänderte Bedingungen vor: Die Jahresarbeitsentgeltgrenzen steigen. Einige Privatversicherte können dann leichter in die GKV umsteigen. Für Kassenpatienten werden die Hürden für einen Wechsel in die private Krankenversicherung dagegen höher.

Bislang liegt die Versicherungspflichtgrenze bei einem Jahreseinkommen von brutto 57.600 Euro. Arbeitnehmern mit höheren Einkünften steht der Weg in die PKV offen, sie können aber auch freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. 2018 steigt die Grenze um 1800 Euro auf 59.400 Euro. Angestellte müssen also mehr verdienen, um sich für die private Krankenversicherung zu qualifizieren.
Bruttogehalt drücken

In den letzten Jahren ging die Bewegung aber ohnehin eher in die andere Richtung: Es sind mehr Mitglieder aus der PKV in die GKV gewandert als umgekehrt. Denn wer nicht mehr jung ist oder Familie hat, der stellt wahrscheinlich irgendwann fest, dass die gesetzliche Krankenversicherung durchaus ihre Vorteile hat. Beitragsexplosionen im Alter sind jedenfalls nicht zu befürchten und Kinder sowie gegebenenfalls auch Partner lassen sich kostenlos mitversichern. Wer deshalb in die gesetzliche Kasse zurückkehren will, der wird die höhere Versicherungspflichtgrenze womöglich begrüßen.

Voraussetzung für die Rückkehr ist, dass das Bruttogehalt unter dem Entgeltlimit liegt. Sprich: Wer 2018 weniger als 59.400 Euro verdienen wird, der darf wechseln, sofern er noch keine 55 Jahre alt ist. Boni oder Überstundenvergütungen bleiben dabei außen vor, Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählen mit, wenn Arbeitnehmer darauf einen Anspruch haben.

Arbeitnehmer können natürlich gezielt ihr Gehalt senken, um wieder versicherungspflichtig zu werden, etwa indem sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Im Vertrag darf dann allerdings nicht stehen, dass die Änderung nur vorübergehend ist. Wenn Teilzeitarbeit keine Option ist, kommt vielleicht die Entgeltumwandlung über die betriebliche Altersvorsorge infrage. Dabei wird der Vorsorgebeitrag direkt vom Bruttoeinkommen abgezogen. Die Lösung hat Charme: Der Verdienst sinkt unter die entscheidende Grenze und der Angestellte sorgt gleichzeitig fürs Alter vor.
Selbständige müssen aktiv werden
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Kostenfalle Krankenversicherung? Zumindest ist das Wechseln von privat zu gesetzlich alles andere als leicht. Foto: Kai Remmers 23.08.17 Entlastungstarife im Test Sparen bei privater Krankenversicherung?

2018 ändert sich nicht nur die Versicherungspflichtgrenze, sondern auch die Beitragsbemessungsgrenze. Bleiben bislang Einkünfte über 52.200 Euro abgabenfrei, so greift die Beitragsbefreiung künftig erst ab 53.100 Euro. Wer gut verdient, muss also etwas mehr zahlen, bei Angestellten sind es etwa 65 Euro zusätzlich im Jahr.

Selbständige, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, werden aufgefordert, ihren Einkommensteuerbescheid vorzulegen – und das sollten sie auch tun, sonst zahlen sie eventuell mehr als sie müssten. Denn ab 2018 werden die Beiträge für Selbständige nur noch vorläufig auf Grundlage des letzten Einkommensteuerbescheids festgesetzt und später mit dem neuen Bescheid abgeglichen. Dann müssen die Versicherten entweder nachzahlen oder sie bekommen Geld zurück. Wird kein Nachweis vorgelegt, rechnet die Versicherung mit den Beitragsbemessungsgrenzen und man muss den Höchstbeitrag zahlen.

Quelle: n-tv.de
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Immunsystem verschluckt sich - Salz verdrängt wichtige Darmbakterien

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Nov 2017 13:01

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Salz-verdraen ... 36557.html
Freitag, 17. November 2017
Immunsystem verschluckt sich - Salz verdrängt wichtige Darmbakterien

Salz ist ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Da es auch das Geschmackserleben beeinflusst, essen die meisten Menschen zu viel davon. Das hat negative Auswirkungen auf Bakterien im Darm und das Immunsystem, wie Forscher seit Neuestem wissen.

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Zu viel Kochsalz im Essen ist ungesund. Es kann Bluthochdruck fördern und das Risiko, an Diabetes zu erkranken, erhöhen. Was es im Darm anrichtet und welchen Einfluss es auf das Immunsystem hat, haben Forscher des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft nun getestet.

Es zeigte sich, dass die Zahl bestimmter Milchsäurebakterien im Darm der Tiere, sogenannter Laktobazillen, durch zu viel Kochsalz sank, was wiederum Auswirkungen auf eine bestimmte Art der Immunzellen, sogenannter Th17-Helferzellen, hat, die für Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose verantwortlich gemacht werden.

Die Forscher testeten daraufhin, wie sich die Gabe von probiotischen Laktobazillen zu einer salzreichen Ernährung auswirkt. Es zeigte sich, dass die Zahl der TH17-Helferzellen und gleichzeitig der Blutdruck der Tiere sank. Darüber hinaus besserten sich auch die neurologischen Symptome, die bei Mäusen mit einem Krankheitsmodell für die Multiple Sklerose beobachtet wurden.
Erste Untersuchungen am Menschen

Neben den Untersuchungen an Mäusen überprüften die Forscher die Bakteriengemeinschaft im Verdauungstrakt von zwölf gesunden Männern, welche 14 Tage lang sechs zusätzliche Gramm Kochsalz täglich erhielten. Da die Probanden ihre normalen Essgewohnheiten ansonsten beibehielten, verdoppelten sie damit in etwa ihre tägliche Salzzufuhr. Auch bei den Probanden reagierten die Darmbakterien der Gattung Lactobacillus empfindlich. Die meisten waren nach 14 Tagen erhöhter Salzaufnahme nicht mehr nachweisbar. Gleichzeitig stiegen der Blutdruck und die Zahl der Th17-Helferzellen im Blut an.
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Die Forscher konnten mit diesen Ergebnissen zeigen, dass das Mikrobiom, also die Zusammensetzung der Bakterien im Darm, ein bedeutender Faktor für durch Salz beeinflusste Erkrankungen ist. Sie sehen ein therapeutisches Potenzial in Laktobazillus-Probiotika. Die therapeutische Wirksamkeit von Laktobazillen, die vor allem in fermentierten Speisen wie Sauerkraut, Joghurt oder Käse zu finden sind, ist mit den neuen Ergebnissen allerdings noch nicht bewiesen. Ob man Multiple Sklerose und Bluthochdruck mit individuell angepassten Probiotika tatsächlich behandeln kann, muss durch weitere Untersuchungen geklärt werden.

Geplant ist eine Blutdruck-Studie am Berliner Experimental and Clinical Research Center mit einer großen Zahl an Frauen und Männern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal "Nature".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Kaliummangel Steckbrief

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Nov 2017 19:23

Info Gesundheit
https:krank.dekrankheitenkaliummangel?gclid=Cj0KCQiAus_QBRDgARIsAIRGNGgw5oUzvsPAfSqVtx91crNPw59fCuqvpTxfH4i87PKwsh3g9EK5YJQaAvDREALw_wcB
Kaliummangel Steckbrief: Kaliummangel Name(n): Hypokaliämie; Kaliummangel; Kaliumdefizit; Art der Krankheit: Elektrolystörung; Verbreitung: 1-3% ambulant und 15-20% stationär; Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt; Behandelbar: Ja; Art des Auslösers: meist mangelnde Kaliumzufuhr bzw. übermäßiger Kaliumverlust; Wieviele Erkrankte: nicht bekannt; Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist; ICD-10 Code(s): E87.6 Inhaltsverzeichnis Steckbrief: Kaliummangel Ein Mangel mit vielen Gesichtern Definition Kaliummangel Was ist ein Kaliummangel? Welche Ursachen gibt es? Symptome & Anzeichen Diagnose und Krankheitsverlauf Häufigkeit und Diagnosedaten Komplikationen bei der Krankheit Wann sollte man zum Arzt gehen? Behandlungsmethoden & Therapien Vorbeugung – Impfung und Prävention Prognose zur Heilung Kaliumbedarf & gefährdete Personen Differentialdiagnosen zum Kaliummangel Alternative Behandlungsmethoden Welche Hausmittel können helfen? Heilkräuter & Heilpflanzen Ätherische Öle Homöopathie & Globuli Schüssler Salze Diät & Ernährung FAQ – Fragen & Antworten Ein Mangel mit vielen Gesichtern Kalium ist ein essentieller Mineralstoff für den Körper, welcher viele Funktionen für den Körper hat, wie zum Beispiel die Regulation des Herzschlages. Ein Mangel kann durch viele Ursachen begünstigt oder verursacht werden, was wiederum Auswirkungen auf den Organismus hat. Der normale Kaliumgehalt im Blut liegt zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l und Werte darunter werden ALS Kaliumdefizit beschrieben. Im folgenden Text erfahren Sie mehr über das Kalium, die Ursachen eines Mangels und was Sie dagegen tun bzw. vorbeugen können. Definition Kaliummangel Ein Kaliummangel, im Fachjargon auch Hypokaliämie genannt, ist, wie der Name schon sagt, ein Mangel von Kalium im Körper. Kalium ist ein Mineralstoff, was wiederum ein Mengenelement ist. Der Normwert von Kalium in den Zellen beträgt etwa 150 mmol/l und im Blut zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l. Wenn der Wert im Blut unter 3,5 mmol/l sinkt, können die Zellen durch den osmotischen Druck (Osmose: Konzentrationsaustausch vom Ort der höheren zum Ort der niederigen; der osmotische Druck herrscht so lange vor, bis der Konzentrationsausgleich erfolgt ist), nicht schnell genug reagieren und ein Mangel herrscht vor. Was ist ein Kaliummangel? Ein Kaliummangel ist ein Defizit von dem Mineralstoff Kalium. Kalium selbst ist ein positiv geladenes Ion, welches essentiell für das Herz, die Muskeln, Zellen und Nerven sind. Der Kaliumbedarf eines erwachsenen Menschen beträgt etwa zwei bis drei Gramm pro Tag und wird über die Nahrung aufgenommen. Im oberen Dünndarm wird das Kalium aus der Nahrung resorbiert. Der Bedarf ist somit gedeckt und ein Kaliummangel ist daher eher selten. Einige Menschen haben einen erhöhten Bedarf an Kalium, welche aber die Ausnahme bilden. Beim gesunden Menschen wird überschüssiges Kalium ausgeschieden und der Kaliumspiegel bleibt konstant. Im Falle eines Mangels herrscht ein Ungleichgewicht, meist durch überschüssigen Kaliumverlust bzw. mangelnde Zufuhr. Wie in der Definition schon erwähnt, herrschen unterschiedliche Konzentrationen im Blut und in den Zellen vor. Der Körper kann den Kaliummangel nach einer Zeit durch den osmotischen Druck ausgleichen, jedoch dauert das eine gewisse Zeit. In diesem Zeitraum kann der Kaliummangel für den Körper lebensgefährlich werden, zum Beispiel durch Rhythmusstörungen. Ein leichter Kaliummangel kann durch entsprechende Ernährung ausgeglichen werden. Kaliumsubstitution durch Tabletten oder ähnlichem, sollte ohne ärztliche Kontrolle hingegen nicht stattfinden, da eine Hyperkaliämie ebenfalls sehr gefährlich werden kann. Der Gesamtkaliumspiegel sollte etwa 40-50 mmol/kg Körpergewicht betragen, wobei Männer einen höheren Kaliumbestand aufweisen als Frauen. Jedoch betrifft ein Kaliummangel Frau und Mann gleichermaßen. Kalium ist wichtig für den Körper. Zusammen mit Calcium und Natrium halten sie den osmotischen Druck in den Zellen aufrecht und regulieren so den Wasserhaushalt. Zudem sind die drei Elektrolyte essentiell für die Herztätigkeit, die Kontraktion von Muskel- und Nervenellen und den Blutdruck, bzw. dessen Regulation. Weiterhin aktiviert Kalium bestimmte Enzyme und hilft bei der Produktion von Eiweiß. Für die Energieproduktion und den Kohlenhydratstoffwechsel wird Kalium ebenfalls benötigt. Welche Ursachen gibt es? Ein Kaliummangel kann viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist lange andauernder Durchfall bzw. Erbrechen. Hier führt immer wieder der schnelle Kaliumverlust zu dem Mangel, ebenso bei einer erhöhten Diurese. Eine erhöhte Diurese kann bei einem Diabetes insipidus oder durch Medikamente, die nicht nur Urin, sondern zusätzlich Kalium ausschwemmen. Auch ein Missbrauch von Abführmitteln führt zu einer starken Elektrolytverschiebung und damit zu einer Exikose, einem buchstäblichen Austrockenen des Betroffenen. Ältere Menschen leiden aber auch ohne Abführmittel oft an einer Exikose, daher ist hier zusätzlich darauf zu achten, ob diese genügend Flüssigkeit zu sich genommen haben. Im Sommer, durch Saunagänge im Winter oder starke Anstrengungen ist ein Kaliummangel ebenfalls durch starkes Schwitzen möglich, da der Flüssigkeitsverlust über die Haut erfolgt und nicht ausreichend dazu getrunken wird. Weitere Ursachen sind chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel das Cushing Syndrom (erhöhter Cortisolspiegel und dadurch Fettansammlungen im Gewebe), das Conn-Syndrom (primäre Hyperaldosteronismus mit dem Symptom der Hypokaliämie) oder entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa oder Morbus Crohn. Überhöhter Alkoholkonsum, hoher Salzkonsum und wenig Kaliumaufnahme sind weitere mögliche Auslöser, die einen Mangel begünstigen. Störungen des Säure-Basen-Haushaltes führen, wenn der pH Wert steigt, ebenfalls zu einem Kaliummangel. Eine Bariumvergiftung kann ebenso einen Kaliummangel hervorrufen, ebenso Infektionen, die das Kalium aus den Zellen in das Blut freisetzt. Im nachfolgenden nochmal eine zusammenfassende Liste der Ursachen: lang anhaltender Durchfall bzw. Erbrechen Missbrauch von Abführmitteln erhöhte Diurese starkes Schwitzen Cushing Syndrom, entzündliche Darmerkrankungen Alkoholkonsum hoher Salzkonsum, wenig Kaliumzufuhr Exikose Störung im Säure-Basenhaushalt (Alkalose) Bariumvergiftung Infektionen hoher Koffeinkonsum Symptome & Anzeichen Erschöpfung und Antriebslosigkeit Lähmungserscheinungen, starke Muskelschwäche bzw. -krämpfe Herzrhythmusstörungen verminderte Reflexe Kopfschmerzen Übelkeit, Erbrechen Kreislaufprobleme Magendruck, Völlegefühl Verdauungsprobleme, v.a. Verstopfung bis hin zum Ileus Nierenfunktionsstörungen Übersäuerung Operationen Die Symptome eines Kaliummangels sind sehr vielfältig und können bei jedem anders und in unterschiedlicher Stärke ausfallen. Ein leichter Kaliummangel verläuft meist Symptomlos, aber ab 3,0 mmol treten verstärkt Anzeichen auf, die ein Handeln erfordern. Eine Erschöpfung und Antriebslosigkeit können auf einen Mangel hinweisen, sind jedoch sehr vielfältige Symptome, die durch andere Erkrankungen ausgelöst wurden. Lähmungserscheinungen, starke Muskelschwäche bzw -krämpfe fallen dem Betroffenen in der Regel ebenfalls sehr schnell auf, vor allem das Treppen steigen und langes Gehen und Stehen fällt schwer. Durch die Muskelschwäche können auch die üblichen Reflexe ausbleiben bzw. verschwächt auftreten. Dazu gehören auch die Schutzreflexe, was für den Betroffenen gefährlich werden kann. Beispielsweise wäre hier das Ausbleiben des Hustenreflexes, der verhindert, dass der Patient aspiriert und möglicherweise eine Lungenentzündung bekommt. Je größer der Mangel, desto mehr werden die Muskeln gelähmt. Herzrhythmusstörungen, wie Herzstolpern, Vorhof- oder Kammerflimmern sind ebenfalls Anzeichen einer Hypokaliämie. Diese Herzrhythmusstörungen können unter Umständen zum Tod führen, wenn sie unbemerkt bleiben oder schnelle Hilfe ausbleibt. Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen gehören ebenfalls zu den gängigen Symptomen, ebenso wie Kreislaufprobleme. Synkopen, Unwohlsein und Grippesymptomatik. Diese Symptome können primär fehlgedeutet werden, daher ist an einen Kaliummangel zu denken, wenn diese längerfristig anhalten oder sich verschlechtern. Möglicherweise verspürt der Betroffene einen starken Magendruck und ein Völlegefühl, bis hin zu Verdauungsproblemen. Das kann sich vor allem in Verstopfung äußern, im schlimmsten Fall sogar zu einem paralytischen Ileus führen. Durch den Kaliummangel können auch Nierenfunktionsstörungen auftreten und damit auch eine Übersäurung des Körpers. Dies äußert sich so, dass der Betroffene viel trinkt, manchmal auch zu schnell atmet und an Übelkeit leidet. Was wenig bekannt ist, ist dass ein hoher Koffeinkonsum zu einem Kaliummangel führen kann. Das Kalium wird mit Hilfe von Koffein und Glukose ausgeschieden. Wer über zwei Liter täglich trinkt, erleidet schnell einen Mangel. Nach Operationen kann auch ein Mangel erfolgen, da der Körper gestresst ist und aufgrunddessen Glukokortikoide aussschüttet. Diese wirken auf die Niere, welche wiederum vermehrt Kalium mit dem Urin ausscheidet. In der Regel enden alle Symptome, wenn Kalium substituiert wird. Jedoch sollte dies unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Diagnose und Krankheitsverlauf Die Diagnose einer Hypokaliämie ist sehr einfach zu stellen. Wenn Symptome auftreten, sollte Blut abgenommen und das Kalium bestimmt werden. Der Wert sollte zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l liegen. Eine leichte Hypokaliämie ist zwischen 3,0 und 3,5 mmol/l zu definieren und eine mittelschwere bis schwere unter 3,0 mmol/l. Neben der Blutabnahme ist die Anamnese des Betroffenen ebenfalls sehr wichtig. Die wichtigsten Fragen sind folgende: Leiden Sie an Übelkeit, Magendruck oder Muskelschwäche? Leiden Sie an Kreislaufproblemen, niedrigem Blutdrucke oder haben Sie Pulsveränderungen bemerkt? Leiden Sie unter Verstopfung? Hat sich der Appetit verändert bzw. haben Sie etwas anderes gegessen/ getrunken? Wie viel trinken Sie und müssen Sie häufig Wasserlassen? Leiden Sie an Allergien, hatten Sie Operationen? Welche Medikamente nehmen Sie ein? Des weiteren sieht sich der Arzt den Betroffenen genau an und macht eine umfassende klinische Untersuchung. Er misst den Blutdruck, den Puls und eventuell die Temperatur. Körpergröße und -gewicht werden ebenfalls bestimmt. Die körperliche Untersuchung umfasst das Aussehen der Augen, die Haut und Schleimhäute und die Reflexe. Zudem werden Herz und Lunge abgehört und der Bauch abgetastet. Der Krankheitsverlauf ist je nach Symptomatik unterschiedlich. Die allgemeinen Symptome, wie zum Beispiel Kreislaufprobleme, Übelkeit und Erschöpfungszustände, können sich verschlechtern, so dass der Betroffene nicht mehr aus dem Bett kommt. Da die Muskulatur auch betroffen ist, sind Lähmungen die Folge, wenn der Mangel nicht behoben wird. Eine Infektionsgefahr ist durch die Lähmungen ebenfalls gegeben, wenn sich der Betroffene verschluckt und Nahrung oder Flüssigkeiten in die Lunge gelangen. Dadurch kann eine Lungenentzündung entstehen. Im schlimmsten Fall kann der Tod eintreten, zum Beispiel in Folge der Herzrhythmusstörungen, da sich dadurch ein schweres Herzversagen entwickelt. Aber auch die Verdauungsbeschwerden mit einem möglichen Ileus können zum Tod führen. Ein Kaliummangel sollte daher unbedingt behandelt werden, bevor etwas schlimmers passiert. Häufigkeit und Diagnosedaten Genaue Daten und Statistiken zu einer Hypokaliämie sind nur wenige vorhanden, da ein latenter Mangel oft unbemerkt und unbehandelt bleibt. Bekannt ist, dass Frauen und Männer gleichermaßen betroffen sind. Statistiken zu den Anzahlen der Neuerkrankungen (Inzidenz) sind bislang nicht erhoben worden. Bekannt ist jedoch, dass etwa ein bis drei Prozent des Kaliummangels ambulant, also bei dem Betroffenen zu Hause, und 15 – 20 Prozent stationär im Krankhaus erfolgt. Ein Kaliummangel tritt meist tritt zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auf, wobei ein mangelndes Trinkverhalten oft dazu beiträgt. Ein Kaliummangel wird in Studien in drei Kategorien eingeteilt bzw. unterschieden: die renalbedingte (nierenbedingte), die enteralbedingte (darmbedingt) und die metabolische (stoffwechselbedingte) Hypolaliämie. Andere Ursachen werden meist nicht beschrieben, da die eher selten sind und es dazu nur wenig Studien gibt. Laut einer Studie haben etwa 11 Prozent der Patienten, die in eine Notaufnahme kommen, einen Kaliummangel. Die häufigste Vorerkrankung einer Hypokaliämie ist ein arterieller Hypertonus (ein Bluthochdruck), aber auch andere Herzerkrankungen stehen im engen Zusammenhang mit einem Kaliummangel. Etwa 3,6 Prozent der Patienten versterben an einem Kaliummangel. Komplikationen bei der Krankheit Die Komplikationen bauen auf den Symptomen der Hypokaliämie auf und hängen daher eng mit diesen zusammen. Symptome sollten daher nicht ignoriert und behandelt werden. Vor allem bei gefährdeten Personen ist ein regelmäßige Kaliumspiegel zu bestimmen. Wenn ein Kaliummangel nicht bemerkt wird, kommt zunächst zu den oben genannten leichten Symptomen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelschwäche. Bei weiterem nicht behandeln, können sich schwere Verdauungsstörungen, wie ein paralytischer Ileus, entstehen. Ein paralytischer Ileus ist eine Darmlähmung, die aufgrund der Muskelschwäche entsteht. Dadurch kann die Nahrung wiederum nicht weiter transportiert und ausgeschieden werden. Die Muskelschwäche kann zu weiteren schwerene Lähmungen führen, bis hin zum kompletten Organversagen. Leichtere Komplikationen wären Muskelkrämpfe und leichtere Lähmungen, die oftmals zunächst als Schwäche wahrgenommmen werden. Jedoch hindern diese den Betroffenen am normalen Leben. Greifen, Husten, Treppen steigen, längeres Gehen oder Stehen bereiten dem Patienten große Probleme. Daraus ergeben sich andere Komplikationen wie Verschlucken, möglicherweise Gewichtszu- oder -abnahmen und ein Versorgungsproblem. Die Herzfunktion weist durch den Kaliummangel ebenfalls starke Veränderungen und damit Komplikationen auf. Die Herzfrequenz ist unregelmäßig und meist verlangsamt. Oft nimmt der Betroffene es als Stolpern war, was möglicherweise ein Panikgefühl auslöst. Im schlimmsten Fall kann die Bradykardie (langsame Herzfrequenz) zum Herzstillstand führen. Des weiteren können die Nieren durch den Kaliummangel weiter geschädigt werden. Die Nieren können den Urin nicht mehr eindicken, dadurch werden große Mengen Urin ausgeschieden und mit dem Urin noch mehr Kalium. Die schlimmste Komplikation eines Kaliummangels kann der Tod sein, daher erfordert jeder Kaliummangel ein schnelles Handeln mit angemessener Überwachung. Hier sehen Sie nochmal die schlimmsten Komplikationen im Überblick: paralytischer Ileus schlechtere Lebensqualität Lähmungen schwere Herzrhythmusstörungen Nierenfunktionsstörungen Tod Wann sollte man zum Arzt gehen? Da ein Kaliummangel schwere Komplikationen mit sich bringen kann. sollte bei dem geringsten Verdacht eines Mangels oder bei den oben genannten Symptomen zum Arzt gegangen werden. Auch wenn ein Gang zum Arzt für viele unagenehm ist, muss es abgeklärt werden, da ein Kaliummangel viele Ursachen haben kann. Optimal hierfür ist ein Internist, welcher sich mit Erkrankungen der inneren Organe beschäftigt. Dieser wird die Symptome zuordnen und entsprechend ein Blutbild eventuell auch ein EKG anfordern. Aber auch Allgemeinmediziner und Hausärzte können eine mögliche Anlaufstelle sein. Betroffene, die gefährdet sind, sollten regelmäßige Laborkontrollen durchführen lassen. Ebenso Patienten, die schon öfter einen Kaliummangel hatten, sollten auf die Symptome geschult werden, damit sie rechtzeitig zum Arzt gehen. Manche reagieren früher oder später, wichtig ist auf den eigenen Körper zu hören und zu reagieren. Behandlungsmethoden & Therapien orale Kaliumsubstitution durch Medikamente oder Nahrungsmittel i.v. Subsitution Kaliumausschwemmer vermeiden Ursachen vermeiden Die Behandlung und Therapie richtet sich nach der Ursache des Kaliummangels. Bei einem leichten Kaliummangel reicht oftmals eine orale Substitution aus, das heißt, der Patient sollte viel kaliumreiche Lebensmittel essen. Vor allem Fleisch, Nüsse und Kartoffeln sind wichtige Lieferanten. Ein wichtiger Tipp ist auch, dass Gemüse eher gedünstet wird, da beim längeren Kochen viel Kalium aus den Nahrungsmitteln herausgeschwemmt wird, vor allem wenn das Kochwasser noch weggeschüttet wird. Aber auch orale Kaliumpräparate, zum Beispiel in Pulver- oder Kapselform kann der Patient zu sich nehmen, sollte jedoch immer auf ärztliche Anordnung erfolgen und bedarf einer regelmäßiger Kontrolle, da gleichzeitig über die Nahrung auch Kalium aufgenommen wird. Sollte die orale Zufuhr nicht mehr reichen, ist eine intravenöse Substitution erforderlich. 40 mmval Kaliumchlorid sollte in mindestens 1000 ml Ringer Lösung bzw. Natriumchlorid Lösung aufgelöst und langsam verabreicht werden. Wenn es in weniger aufgelöst und schnell verabreicht wird, sind starke Herzrhythmusstörungen die Folge. Ebenso ist es wichtig, dass für die i.v. Gabe ein Zentralvenöser Katheter gelegt und das Kalium darüber verabreicht wird. Kaliumchlorid ist stark venenreizend und würde diese schädigen. Wenn der Patient an starken Herzrhythmusstörungen leidet, ist meist eine intensivmedizinische Therapie erforderlich. Das heißt, der Betroffene wird an einen Monitor angeschlossen, auf dem die Herzfrequenz abgeleitet wird. So werden Veränderungen schnell wahrgenommen. Diese Patienten bekommen ebenfalls eine i.v. Kaliumzufuhr. Bei anderen Ursachen, wie zum Beispiel starken Durchfall, ist es notwendig, die Ursache hierfür herauszufinden. Ist eine Diuretikagabe erforderlich, sollte auf auf Kaliumsparende Diuretika zurückgegriffen werden, damit das Kalium länger im Körper verbleibt. Cola, viel Koffein, Salz und Alkohol sind in Maßen zu genießen. Somit sollte der Kaliumspiegel im Serum wieder steigen. Vorbeugung – Impfung und Prävention Einem Kaliummangel kann gut vorgebeugt werden. Ein gesunder Mensch muss sich um seinen Kaliumhaushalt keine Sorgen machen. Betroffene, die an chronischen Darmerkrankungen leiden, Abführmittel oder Diuretika nehmen, müssen hingegen besonders auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten, gegebenenfalls zusätzlich Kalium in Form von Medikamenten zu sich nehmen. Jedoch sollte das dringend unter ärztlicher Überwachung stattfinden und nicht kontinuirlich eingenommen werden. Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist, sich salzärmer zu ernähren, nicht zu viel Alkohol und Koffeinhaltige Getränke trinken. Trinken selbst ist hingegen sehr wichtig. Etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag helfen den Kaliumspiegel aufrecht zu erhalten. Es muss dabei nicht unbedingt Wasser getrunken werden. Auch Tees oder Saftschorlen sind zu empfehlen. Bei Sportlern oder im Sommer können isotonische Getränke oder Kaliummhaltiges Wasser helfen. Kaliumhaltiges Wasser deckt jedoch nicht den kompletten Tagesbedarf, daher ist die Ernährung nebenher sehr wichtig. Wenn andere Erkrankungen vorhanden sind, die einen Kaliummangel begünstigen, müssen diese eingestellt und immer wieder nachkontrolliert werden. Das heißt zum Beispiel beim Diabetes eine Insulineinstellung. Eine Impfung gibt es nicht, daher liegt es an den Ärzten, den Patienten, aber auch den Angehörigen, auf Symptome und Anzeichen zu achten. Prognose zur Heilung Die Heilung und Linderung eines Kaliummangel ist sehr hoch. Da Betroffene viel mit einer ausgewogener Ernährung erreichen, können sie selbst zur Heilung beitragen. Die Gefahr bei einer leichter Hypokaliämie ist sehr gering, vor allem wenn sie kurzzeitig auftritt. Meist kann der Körper selbst den Mangel ausgleichen, in dem das Kalium aus den Zellen in das Blut übertritt. Lediglich bei schwerer erkrankten Patienten, vor allem mit Herzproblemen und schwerem Kaliummangel besteht Lebensgefahr. Kaliumbedarf & gefährdete Personen Ältere Menschen Schwangere und Stillende Betroffene mit entzündlichen Darmerkrankungen Diabetiker Patienten, die Diuretika oder Abführmittel einnehmen Patienten mit Essstörungen Sportler, Menschen die stark schwitzen Da ein Kaliummangel meist zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auftritt, sind diese Personen besonders gefährdet. Vor allem durch schlechtes Trinkverhalten, die Veränderung im Stoffwechsel und möglichen Vorerkrankungen steigt die Gefahr eines Mangels. Weitere gefährdete Personen sind anorektische und bulimische Patienten, da diese nicht genug essen bzw. sehr viel wieder erbrechen und eine Kaliumzufuhr fehlt. Auch Patienten, die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, können aufgrund von Durchfällen einen Kaliummangel bekommen, bzw. dem Metabolismus, dass das Kalium schlechter in den Organismus aufgenommen werden kann. Dazu zählt vor allem Morbus Crohn, Colitis ulzerosa aber auch Patienten, die Unverträglichkeiten haben. Schwangere und Stillende haben keinen höheren Kaliumbedarf, sollten aber etwas mehr auf ihren Bedarf achten um sich und ihr Ungeborenes nicht zu gefährden. Sportler und Menschen, die viel schwitzen, verlieren durch das Schwitzen auch Kalium. Vorsicht besteht auch bei Diabetikern. Ein Kaliummangel kann dazu führen, dass der Patient mehr Insulin braucht. Ein erhöhter Blutzuckerwert führt auch zu einem Ausschwemmen von Kalium. Ein Mangel des Elektrolyts kann zudem zu hohem Blutdruck führen, was für Diabetiker noch schlechter ist, als für den gesunden Menschen. Daher sind hier regelmäßige Kontrollen sehr wichtig. Der Kaliumbedarf hängt sonst vom Alter ab. Folgender Bedarf ist für die einzelnen Altersgruppen vorgesehen: Säuglinge von 0 bis 12 Monate: 400 – 650 mg Kalium pro Tag Kleinkinder 1 bis 4 Jahre: 1000 mg Kalium pro Tag Kinder von 4 bis 10 Jahre: 1400 – 1600 mg Kalium pro Tag Teenager von 11 bis 15 Jahre: 1800 – 1900 mg pro Tag Jugendliche und Erwachsene: 2000 mg pro Tag In Deutschland können die Menschen problemlos ihren Bedarf decken, denn es werden ungefähr 3000 – 3500 mg Kalium pro Tag und Person aufgenommen. In anderen Ländern sind Mängel ein größeres Problem. Differentialdiagnosen zum Kaliummangel Differentialdiagnosen sind mögliche Diagnosen, die neben der eigentlichen Erkrankung bei bestimmten Symptomen in Frage kommen. Bei einer Hypokaliämie gibt es viele Differentialdiagnosen, die im nachfolgenden vorgestellt werden: Psychiatrische und Neurologische Erkrankungen Anorexia nervosa (Magersucht) Bulimie (Ess-Brech-Sucht) Muskellähmungen/ -zittern Stoffwechsel- und endokrine Erkrankungen Alkalose (Störung des Säure-Basen-Haushalt) Cushing Syndrom (zuviel an Cortisol) Conn Syndrom (vermehrte Bildung von Aldosteron) Hyperinsulinismus (hohe Insulinresistenz) Magen und Darm Erkrankungen Infektiöse und nichtinfektiöse Gastroenteritis (Magen – Darm – Grippe) Diarrhoe (Durchfall) Obstipation (Verstopfung) Hyperemesis gravidarum (hohe Schwangerschaftsübelkeit Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane) Akutes Nierenversagen Hypokaliämische Nephropathie (Nierenerkrankung) mit eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit Polydipsie (übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken) Polyurie (vermehrten Harnausscheidung) Weitere Differentialdiagnosen Enterale Fisteln z.B. Hämorrhoiden Enterostomie (künstlicher Darmausgang) Sondenableitungen (Magne, Duodenum (Zwölffingerdarm), Galle, Pankreas/Bauchspeicheldrüse, Dünndarm) Parenterale Ernährung („unter Umgehung des Darmes“) ohne Kaliumzusatz Lakritzabusus Genussmittelkonsum: Alkohol, koffeinhaltige Getränke (z. B. Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, Cola) Alternative Behandlungsmethoden Alternative Behandlungsmethoden werden immer beliebter und oft wird die Lösung in dieser, anstatt der Schulmedizin, gesucht. Unter diesen alternativen Behandlungsmethoden verbirgt sich eine Sammlung diverser Methoden umd Symptome oder Erkrankungen zu lindern. Im folgenden eine kleine Auswahl verschiedener Verfahren, die bei einem Kaliummangel vorbeugen oder helfen können: Eine Möglichkeit, einen Kaliummangel zu lindern, ist die Akupunktur. Akupunktur hilft gegen nahezu alle Erkrankungen und sie kann helfen, dass das Kalium schneller aus den Zellen ins Blut gelangt. Zudem kann die Akupunktur Symptome lindern. Des weiteren kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei einem Kaliummangel helfen, da diese Behandlungsmethode auf Gegensätze beruht und alles zusammen hängt. Das heißt, TCM besteht aus verschiedenen Methoden aus Ernährung, Akupunktur, Bewegungsübungen und Massagen. Dies soll bewirken, dass der Körper wieder in Einklang kommt. Im Bereich der Massagen kann auch eine Reflexzonenmassage bewirken, dass der Körper zur Selbstheilung angeregt wird und ein Ausgleich von Kalium schneller stattfindet. Auch eine Phytotherapie ist für einen Kaliummangel geeignet. Wenn der Betroffene eine ernährungsbedingte Hypokaliämie hat, kann möglicherweise eine Ordnungstherapie helfen, dass dieser mehr Kalium zu sich nimmt. Eine Ordnungstherapie gehört zum Bereich der Kneipp Therapie, die ebenfalls auf mehrere Behandlungsverfahren aufbaut. Ayurveda soll ebenfalls gut gegen einen Kaliummangel vorbeugen. Es ist eine ganzheitliche Behandlung aus Massagen, Ernährung und Ölbehandlungen. Ayurveda behandlet Krankheiten und beugt diesen vor. Alternative Behandlungsmethoden können helfen, jedoch stellt es keinen Vergleich zur Schulmedizin dar. Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Welche Hausmittel können helfen? Tee Eines der besten Hausmittel gegen einen Kaliummangel ist Tee. Tees gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Heilwirkungen. Die Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle tragen zur Heilung bei und sind gleichzeitig wichtige Wirkstoffe im Körper. Ein Tee kann in verschiedenen Ausführungen Anwendung finden. Dazu gehört das Trinken, das Gurgeln oder auch Umschläge mit diesen. Bei einem Kaliummangel können Tees Symptome, wie zum Beispiel Bauchbeschwerden lindern. Kalium – Kartoffelwasser Wer sich erschöpft fühlt, muss nicht unbedingt zu Chemie greifen, sondern kann zu Kalium – Kartoffelwasser greifen. Hierfür sollte man eine ungeschälte und ungewaschene Kartoffel in Scheibe schneiden und in ein Behältnis mit Wasser legen. Mindestens 12 Stunden sollte sie darin verweilen, danach kann das Gemisch getrunken werden. Apfelessig Apfelessig ist ein vielfältiges Hausmittel, welches an vielen Teilen des Körpers wirkt. Zunächst liefert Apfelessig Kalium, was im Akutfall Muskelkrämpfe und -schmerzen lindern kann. Zudem hilft Apfelessig gegen Übergewicht und niedrigem Blutdruck. Am besten ist, wenn der Betroffene täglich ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig trinkt. Bewegung Das natürlichste Hausmittel gegen Beschwerden jeglicher Art, ist Bewegung. Bewegung beugt Verstopfung vor, aber auch hilft eine regelmäßige Dehnung der Muskeln gegen Muskelkrämpfe. Ein täglicher Spaziergang reicht aus, wobei sich der Patient nicht überanstrengen sollte, denn Schwitzen wäre kontraproduktiv. Rote Beete Saft Rote Beete Saft hilft, aufgrund des hohen Kaliumgehalts, ebenfalls gegen Kaliummangel. Zudem steckt er voller anderer gesunder Nährstoffe. Zudem entgiftet er den Körper noch etwas und steigert die körpereigenen Systeme. Rinder- bzw. Hühnerbrühe Rinder- bzw. Hühnerbrühe sind ebenfalls ein gutes Hausmittel. Durch die Flüssigkeit gleicht sich dieser Mangel schon etwas aus und durch die Nährstoffe in der Suppe auch der Kaliummangel. Zudem steigert eine Brühe auch das innere Wohlbefinden. Hausmittel können bei einem Kaliummangel kurzfristig helfen, jedoch sollte die Ursache des Mangels herausgefunden werden. Zudem kann eine Überdosierung der Hausmittel dazu führen, dass zu viel Kalium im Körper ist, was wiederum diesen schädigt. Heilkräuter & Heilpflanzen Kräuter sind sehr wirksam gegen eine Hypokaliämie, denn sie sind wahre Nährstoffbomben, die viel Kalium enthalten. Jedes Kraut besitzt seine eigene Wirkung, da sie sekundäre Pflanzenstoffe besitzen, die über die Nahrung nur selten aufgenommen werden können. Petersilie hilft gegen Nierenbeschwerden, Dill wirkt bei Magenbeschwerden, Kresse gegen Blähungen und Basilikum speziell bei Verdauungsbeschwerden. Ganzheitlich helfen sie bei Symptomen des Kaliummangels und es empfiehlt sich tägliche Gerichte mit Kräutern zu würzen. Das sorgt für einen guten Geschmack und lindert etwaige Symptome. Auch Bärlauch hat eine positive Wirkung auf den Körper. Dieser unterstützt den Stoffwechsel und hilft bei Magen – Darm Beschwerden. Jedoch ist beim Pflücken vorsicht geboten, da er ähnlich aussieht wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Diese sind giftig und eignen sich nicht zum Verzehr. Ein etwas unbekannter Kaliumlieferant ist das gemeine Unkraut Gundermann. Das wächst vor allem auf Wiesen und Gehölzrändern und ist reich an Kalium und Vitamin C. Gundermann passt gut in Salate oder Eintöpfen. Das Unkraut Knopfkraut ist ebenfalls essbar und reich an Kalium. Zu finden ist es zwischen Mai und Oktober in Gärten und auf Wiesen. Sie können es dünsten, im Salat oder zu Pesto verarbeiten. Ätherische Öle Ätherische Öle sind keine Kaliumlieferanten, aber sie steigern das Wohlbefinden und lindern Symptome, die ein Kaliummangel mit sich bringt. Die Wirkung in Duftlampen ist meist am größten und angenehmsten, da sie so verdünnt und optimal in der Luft verteilt werden. Im folgenden finden Sie eine Aufzählung, die bei Beschwerden helfen können: Anisöl: wirkt auf die Verdauungsorgane und entspannt Teebaumöl: wirkt entzündungshemmend und bei diversen Symptome Eukalyptusöl: wirkt vor allem bei Muskelbeschwerden Dillsamenöl: wirkt bei Verdauungsbeschwerden Zedernholzöl: das stärkt die Blase und die Nieren (vor allem bei Nierenfunktionsstörungen) Baldrianöl: wirkt krampflösend Öle haben verschiedene Wirkungen und können manche Symptome lindern. Jedoch sollten die Symptome nicht ignoriert werden. Die Öle sollten lediglich zur Unterstützung verwendet werden. Homöopathie & Globuli Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die auf dem Ähnlich heilt Ähnlich Prinzip beruht. Das heißt, es werden niedrig dosierte Medikamente eingesetzt, um Krankheiten zu lindern oder sogar zu heilen. Homöopathie hat keine Nebenwirkungen und ist für jedermann geeignet. Es gibt homoöpathische Salben, Tabletten, Tropfen oder die bekannten Globuli. Globuli werden in Potenzen angegeben, was eine Verdünnung in mehreren Stufen ist. Folgende können beim Kaliummangel helfen: Acidum sulfuricum (Schwefelsäure): wirkt gegen Magenschmerzen Aloe Vera: hilft bei Durchfall, aber auch bei Verstopfung Antimonium crudum (Schwarzer Spiessglanz): hilft besonders gegen ein Völlegefühl Argentum nitricum (Silbernitrat und Höllenstein): wirkt gegen Verdauungsbeschwerden China officinalis (Chinarinde): hilft bei Kopfschmerzen und Erschöpfung Conium macalatum (Schierling): hilft bei Muskelschwäche Cuprum metallicum (Kupfer): wirkt bei Krämpfen und Erschöpfung Hyoscamus niger (Binsenkraut): wirkt gegen Muskelkrämpfe Kalium phosphoricum (Kaliumdihydrogenphosphat): hilft bei Erschöpfung Es gibt noch einige weitere homöopathische Mittel, die meist gegen Schwäche und Muskelbeschwerden helfen. Sie helfen bei Beschwerden, bekämpfen jedoch ebenfalls nicht die Ursache. Schüssler Salze Schüssler Salze sind homöopathische Salze, die im menschlichen Körper vorkommen. In ihrer Potenz sollen sie Mangelzustände ausgleichen. Schüsslersalze setzen sich aus 12 Funktionsmittel und 15 Ergänzungsmittel zusammen. Folgende helfen gegen die Symptomatik des Kaliummangels: Schüsslersalz Nummer 5: Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat) hilft gegen Antriebsschwäche und allgemeine Schwäche. Schüssler Salz Nummer 7: Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat) hilft gegen Schmerzen und Krämpfe Schüssler Salz Nummer 13: Kalium arsenicosum (Kaliumarsenit) hilft gegen Schwäche Schüssler Salz Nummer 15: Kalium jodatum (Kaliumjodid) hilft gegen Schwäche Schüssler Salz Nummer 23: Natrium bicarbonicum (Natriumbicarbonat) hilft gegen Übersäuerung und Stoffwechselschwäche Diät & Ernährung Die Ernährung spielt beim Thema Kaliummangel eine große Rolle, da viel darüber gesteuert werden kann. Unser täglicher Bedarf an Kalium wird normalerweise gedeckt, aber in manchen Fällen (s.o.) ist dies nicht der Fall. Hier kann gezielt auf Kaiumreiche Lebensmittel zurüCK gegriffen werden. Einer der besten Kaliumlieferanten ist die Kartoffel, die zusammen mit Kräuterquark eine der gesündesten Mahlzeiten darstellt und den Kaliumspeicher auffüllt. Nüsse sind ebenfalls reich an Kalium und nebenbei reich an ungesättigten Fettsäuren, die essentiell für den Körper sind. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Nüsse ungesalzen sind, da das Salz das Kalium dem Körper wieder entzieht. Im alltäglichen Müsli findet sich ebenfalls ein guter Kaliumlieferant: Kerne und Samen. Sie sind kohlenhydratärmer als Nüsse, aber noch reicher an Kalium. Wer Muscheln gerne isst, darf ebenso zugreifen. Sie sind nicht nur reich an Kalium, sondern haben auch viele andere Mineralien in sich, die gut für den Körper sind. Generell sind Fisch und Meeresfrüchte eine gute Wahl, von denen sich gerne eine Portion mehr aufgetan werden darf. Obst ist ein Kaliumlieferant, jedoch heißt viel Obst auch viel Fruchtzucker, daher sollte das nicht als erste Wahl genommen werden und nicht dauerhaft. Wovon man sich gerne ein oder zwei Stückchen gönnen darf, ist Schokolade. Sie beinhaltet auch einiges an Kalium und ist für den Seelenfrieden gut. Quelle: https://krank.de/krankheiten/kaliummang ... DREALw_wcB
https://de.informationvine.com/index?qs ... n=google_s
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Prionen-Risiko in der Haut ? - Forscher kommen Creutzfeldt-Jakob näher

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Nov 2017 11:25

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-kom ... 48811.html
Prionen-Risiko in der Haut ? - Forscher kommen Creutzfeldt-Jakob näher

Das Phänomen ist auch als "menschlicher Rinderwahn" bekannt: Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ist extrem selten, aber tödlich. Bisher war die fehlerfreie Diagnose enorm kompliziert. Neue Ergebnisse aus der Forschung könnten das nun ändern.

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Verformte Proteine, die das Gehirn verklumpen lassen - sie gelten als die Auslöser der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) beim Menschen. In einer Studie haben Wissenschaftler nun Hinweise darauf gefunden, dass die abnormalen Proteine auch in der Haut infizierter Menschen nachweisbar sind. Die in der Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlichten neuen Erkenntnisse könnten auf bisher unbekannte Übertragungswege der Krankheit hinweisen, heißt es in Fachkreisen. Charakteristisch für vCJK ist, dass die abnorm gefalteten Prionproteine sich vor allem im Gehirn ansammeln.

Angst vor einer Übertragung der Krankheit durch einen einfachen Hautkontakt müsse man allerdings nicht haben, sagen die Experten. Ein solches Risiko sei höchst unwahrscheinlich, weil die Konzentration des fraglichen Eiweißes in der Haut deutlich geringer sei als im Gehirn, schrieben die Forscher von der "Case Western Reserve School of Medicine". Allerdings könnte es möglich sein, Patienten durch andere operative Eingriffe zu infizieren, die nicht das Gehirn beträfen. "Es ist bekannt, dass vCJK mittels chirurgischer und medizinischer Eingriffe, die mit fehlerhaften Proteinen infiziertes Gehirngewebe betreffen, übertragen werden kann", erklärt Wenquan Zou, Hauptautor des Artikels.
Neues Wissen könnte Diagnosen erleichtern
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Das neue Wissen um die Nachweisbarkeit der atypischen Eiweiße könne aber auch helfen, einfachere Möglichkeiten der Diagnose der menschlichen Form von Rinderwahn zu entwickeln, heißt es in der Studie. Untersuchungen der Haut "vor oder nach dem Tod" eines Patienten könnten somit die Diagnose von vCJK ermöglichen, folgerte der Neurologe und Pathologe Wenquan. Bislang erlaubt lediglich eine Gehirn- oder Rückenmarkuntersuchung die fehlerfreie Diagnose der Krankheit. Die Ansteckungsrate ist gering: Jährlich tritt derzeit Schätzungen zufolge weltweit nur ein Infektionsfall unter einer Million Menschen auf.

Die menschliche Form von Rinderwahn ist unheilbar. vCJK führt zu eine fortschreitenden Zersetzung des Gehirns und löst plötzlichen Erinnerungsverlust, Steh- und Bewegungsstörungen sowie Verhaltensveränderungen aus. Patienten sterben meist innerhalb eines Jahres an der Krankheit.

Der sogenannte Rinderwahnsinn BSE weist ähnliche Symptome auf. Es wird vermutet, dass sich viele vCJK-Opfer durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch anstecken. Doch auch die bei Hausrindern vorkommende Krankheit gilt als sehr selten. Zudem ist vermutlich eine Mehrheit der Bevölkerung resistent gegen eine Übertragung durch die Aufnahme BSE-verseuchter Nahrung.

Quelle: n-tv.de , sra/AFP
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Frauen erkranken häufiger daran - Testosteron schützt vor Asthma

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Nov 2017 14:31

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Testosteron- ... 56727.html
Mittwoch, 29. November 2017
Frauen erkranken häufiger daran - Testosteron schützt vor Asthma

Hohe Aggressivität, starke Körperbehaarung, übertriebenes Imponiergehabe: Dem Sexualhormon Testosteron werden viele Wirkungen zugeschrieben. Dass es auch die Lungen vor Asthma schützt, ist allerdings neu.

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Frauen haben Untersuchungen zufolge ein etwa doppelt so hohes Asthmarisiko wie Männer. Einen Grund dafür haben Forscher ausgemacht: das Sexualhormon Testosteron. Für Mäuse und Menschen wurde nun gezeigt, wie der Botenstoff in der Lunge Immunzellen beeinflusst, die an der Entstehung von Asthma beteiligt sind.

Im Kindesalter erkranken Jungen häufiger an Asthma als Mädchen, ab der Pubertät aber sind Männer offenbar geschützter. Das Forscherteam um Jacqueline-Yvonne Cephus von der Vanderbilt University in Nashville (USA) beschreibt den Einfluss von Testosteron in der Fachzeitschrift "Cell Reports" genauer.

Für die Studie wurden Frauen und Männer untersucht, die entweder an Asthma litten oder diesbezüglich gesund waren. Bei allen Asthmatikern fand sich eine erhöhte Zahl bestimmter lymphoider Zellen, ILC2 genannt. Dies war bereits aus früheren Studien bekannt. Die Analyse der Blutproben zeigte zudem, dass die Zahl dieser Zellen bei erkrankten Frauen noch einmal höher war als bei erkrankten Männern.

ILC-Zellen spielen eine wichtige Rolle bei Erkrankungen wie Allergien oder Asthma, weil sie bestimmte Proteine, die Zytokine, produzieren, die etwa Entzündungen auslösen und die Schleimproduktion in der Lunge erhöhen - was das Atmen erschwert.
Lungenzellen von Mäusen reagieren

Um herauszufinden, ob männliche Hormone sich auf die Zahl der ILC-Zellen auswirken, untersuchten die Wissenschaftler die Lungen von Mäusen. Gaben sie Testosteron zu den ILC-Zellen aus Mäuselungen, vermehrten sich diese weniger und sie produzierten auch weniger Zytokine.
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Der Einfluss von Testosteron bestätigte sich bei weiteren Experimenten. So wurden zum Vergleich kastrierte Mäuse untersucht, die kaum Testosteron bilden. Und die Forscher provozierten mit bestimmten Schimmelpilzen Immunreaktionen bei männlichen und weiblichen Tieren. Das Testosteron blockierte bei den Männchen bestimmte Signalwege der Kettenreaktion, die zu Asthma führt.

Die Ergebnisse seien ein weiterer kleiner Schritt in der Asthmaforschung, so die Wissenschaftler. "Der Einfluss von Sexualhormonen ist einer von vielen Mechanismen, die eine Entzündungsreaktion der Atemwege verursachen", so Mitautorin Dawn Newcomb von der Vanderbilt University.

Bei Asthmatikern reagieren die Bronchien besonders empfindlich auf bestimmte Reize wie zum Beispiel Allergene. Die Überreaktion führt zu chronischen Entzündungen der Atemwege, die Atemnot verursachen können. Laut der Nationalen Versorgungsleitlinie Asthma sind in Deutschland etwa zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen betroffen. Im Kindesalter sei Asthma die häufigste chronische Erkrankung überhaupt.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Zwei gegenläufige Prozesse - Was Stress bei Ungeborenen anrichtet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Nov 2017 13:37

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Was-Stress-b ... 55529.html
Zwei gegenläufige Prozesse - Was Stress bei Ungeborenen anrichtet

Stress in der Schwangerschaft ist schlecht für die Entwicklung des Ungeborenen. Welche Rolle der Zeitpunkt spielt und wann es sogar zu einer Entwicklungsbeschleunigung kommt, finden Forscher nun mit Daten von Primaten heraus.

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Eine Schwangerschaft ohne jegliche Art von Stress ist illusorisch. Bisherige Forschungen zeigten, dass Stress bei Säugetieren sowohl zu einer schnelleren, als auch zu einer langsameren Entwicklung des Ungeborenen oder zu keiner messbaren Veränderung führen kann. Forscher des Leibniz-Instituts für Primatenforschung, der Universität Göttingen und New Mexiko wollten es nun genauer wissen.

Sie analysierten die Ergebnisse von insgesamt 719 Studien an 21 verschiedenen Säugetierarten, in denen die Auswirkungen von Stress auf Größe und Wachstum der Nachkommen bereits untersucht worden waren. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einfluss von mütterlichem Stress auf die Entwicklung der Nachkommen davon abhängt, ob die Mutter im frühen oder späten Stadium der Schwangerschaft Stress erfahren hat", erklärt der Verhaltensforscher Andreas Berghänel. Den beobachteten Effekten liegen demnach zwei verschiedene Prozesse zugrunde, die sich je nach Entwicklungsstand des Nachwuchses gegenseitig aufheben können.

Ist eine werdende Mutter zum Ende der Schwangerschaft gestresst, dann kann weniger Energie in den Nachwuchs investiert werden. Das hat zur Folge, dass Ungeborene langsameres Wachstum zeigen im Vergleich zu Ungeborenen nicht gestresster Mütter. Dieser Effekt hält allerdings nur eine bestimmte Zeit an. "Stress in der späten Schwangerschaft führt also vorübergehend zu einem langsameren Wachstum des Nachwuchses. Wenn die Jungtiere unabhängig von der Mutter werden, wachsen sie jedoch normal", erklärt Berghänel.
Stress führt zu Umprogrammierung
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Stress in der frühen Schwangerschaft hingegen erzeugt ganz andere Effekte beim Nachwuchs. Diese Kinder wachsen schneller und werden auch früher geschlechtsreif, stellen die Forscher fest. "Das Ungeborene wird im Mutterleib umprogrammiert, es beschleunigt seinen Lebenszyklus, um seine geringere Lebenserwartung zu kompensieren", erklärt Berghänel. Einmal auf der Überholspur, wachsen diese Kinder auch nach der Entwöhnung von der Mutter schneller als ihre weniger benachteiligten Artgenossen. So soll die Chance auf eigene Nachkommen erhöht werden. Da sich beide Effekte gegenläufig auf Wachstum und Größe auswirken, könnten sie sich gegenseitig aufheben.

Die Ergebnisse, die die Forscher in der Zeitschrift PNAS veröffentlichten, könnten helfen, Entwicklungsprozesse des Menschen besser zu verstehen. So könnte beispielsweise besser erklärt werden, weshalb Mädchen, die in ärmeren Regionen aufwachsen, früher geschlechtsreif werden.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Steigende Lebenserwartung - Werden wir bald 140 Jahre alt ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Dez 2017 13:45

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Werden-wir-b ... 64099.html
Steigende Lebenserwartung - Werden wir bald 140 Jahre alt ?

Wir werden immer älter: Die Zahl der Hundertjährigen wächst beständig - nicht zuletzt durch bessere Medizin und Ernährung. Ein israelischer Forscher glaubt, dass binnen einiger Jahrzehnte deutlich mehr Menschen dreistellige Geburtstage feiern können.

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Die bisher älteste Person der Welt wurde 122 Jahre alt. Ein israelischer Forscher geht davon aus, dass Menschen in Zukunft noch deutlich länger leben könnten. "Es ist möglich, dass Menschen die Grenze von 120 überschreiten und sogar bis zu 140 Jahre alt werden", sagte Chaim Cohen von der Universität Bar Ilan, der sich mit der Molekularbiologie des Alterns beschäftigt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen sei binnen eines Jahrhunderts dank besserer Hygiene, Medikamente und Impfungen deutlich gestiegen. "Während früher 70 Prozent der Menschen an Infektionen starben, sterben heute 70 Prozent der Menschen an Alterskrankheiten", sagte Cohen. Die Zahl der extrem langlebigen Menschen sei dagegen nur leicht gestiegen. Der Mensch mit dem bisher höchsten erreichten Lebensalter ist die Französin Jeanne Calment, die 1997 mit 122 Jahren starb. Seither hat kein weiterer Mensch ein derart hohes Alter erreicht.
"Wir werden die Grenze von 120 überschreiten"

Forscher um Jan Vijg vom Albert Einstein College of Medicine in New York waren im vergangenen Jahr in einer Studie zu dem Schluss gelangt, dass die Lebenszeit des Menschen eine natürliche Obergrenze hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals älter als 125 Jahre werde, sei extrem gering, schrieben sie im Fachblatt "Nature". Das sieht Cohen anders. "Wenn man den Alterungsprozess selbst manipuliert, kann man auch die maximale Lebenserwartung steigern", glaubt er.

Seine Studie basiert auf der Untersuchung von Daten zur menschlichen Sterblichkeit in den Jahren 1900 bis 2010 sowie von Versuchen mit Tierarten wie Mäusen, Ratten und Fliegen. Mit Veränderungen der Ernährung, gentechnischen Eingriffen und medikamentöser Behandlung sei es dabei gelungen, die maximale Lebensspanne um bis zu 30 Prozent zu steigern. Die behandelten Tiere hätten außerdem weniger altersbedingte Krankheiten wie etwa Diabetes entwickelt.
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"Die Befunde geben starke Hinweise darauf, dass ähnliche Eingriffe beim Menschen die durchschnittliche und maximale Lebenserwartung deutlich steigern könnten", heißt es in der Studie. "Wenn wir die Alterungsprozesse direkt angehen, werden wir die Grenze von 120 überschreiten", meint Cohen.
Verlängerung der gesunden Lebenszeit

Ziel sei es, die gesunde Lebenszeit zu verlängern, betont er. "Je älter die Menschen werden, desto mehr Krankheiten tauchen auf." Im Vergleich zum 19. Jahrhundert gebe es heute etwa deutlich mehr Fälle von Alzheimer und Parkinson, weil so viele Menschen älter als 80 werden. "Das Ziel ist, dass die Menschen länger gesund bleiben und nicht einfach nur länger leben."

Nach Ansicht von James Vaupel, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, basiert Cohens Studie auf "vorsichtiger, gründlicher Forschung". Das Thema der maximalen Lebensspanne sei bereits untersucht worden, aber noch nie so sorgfältig für sowohl Menschen als auch verschiedene Tierarten. "Ich stimme mit Cohens Schlussfolgerungen überein", sagte Vaupel. Er halte den Schluss der US-Forscher, es gebe bei der Langlebigkeit eine natürliche Obergrenze, ebenfalls für falsch.

Quelle: n-tv.de , Sara Lemel, dpa
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Muss man alle Antibiotika einnehmen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Dez 2017 12:33

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/frageantwort ... 55617.html
Dienstag, 05. Dezember 2017
Frage & Antwort, Nr. 510 - Muss man alle Antibiotika einnehmen ?
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Von Jana Zeh

Der strenge Hinweis, Antibiotika immer bis zum Ende der Packung einzunehmen, damit es möglichst nicht zu einem Rückfall kommt, ist veraltet. Doch wie viele reichen aus, um wieder wirklich gesund zu werden?

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Die Einnahmeformel "So kurz wie möglich, so lange wie nötig" gilt für viele Medikamente. Nur für Antibiotika wurde diesbezüglich bisher eine Ausnahme gemacht. Hier wurde besonders Wert darauf gelegt, die vom Arzt verordnete Dauer und Dosis auf jeden Fall bis zum Schluss einzuhalten, selbst wenn es einem schon viel besser ging. Auf diese Weise sollten zum einen Rückfälle, zum anderen Resistenzen bei den krankmachenden Bakterien verhindert werden.

In den letzten Jahren jedoch kamen immer öfter Zweifel an diesem Dogma auf. Mediziner konnten in einige Studien zeigen, dass bei bestimmten Infektionen eine kürzere Therapie mit Antibiotika einer längeren gleichwertig oder sogar überlegen war. "Tatsächlich hat man die Empfehlung zum Durchnehmen von Antibiotika bereits teilweise revidiert", bestätigt Dr. Christian Keßler vom Immanuel Krankenhaus in Berlin. "Die Empfehlung, Antibiotika immer bis zum Ende einzunehmen, stammt wohl eher aus der ärztlichen Empirie als aus der Evidenz", erklärt der Mediziner die Herkunft der Einnahmeregel, die mit der Zeit zu einer Art Volksglauben geworden ist.

Das immer wieder als schärfstes Schwert der Medizin gepriesene Antibiotikum hat in den letzten Jahren zur Bildung multiresistenter Keime beigetragen. Das ist der Hauptgrund dafür, dass geforscht werden musste. Dabei stellte sich heraus, dass eine lange Einnahmedauer Resistenzen sogar fördern kann: Je länger die Bakterien abtötenden Medikamenten ausgesetzt sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass eben nur resistente Bakterien überleben. Eine kürzere Einnahmezeit kann also nicht nur den Vorteil haben, dass weniger Resistenzen entstehen, sondern geht häufig auch mit weniger Nebenwirkungen einher. Dennoch bleibt die Entscheidung für die Therapie(-dauer) mit Antibiotika ein komplexes Thema, bei dem viele Faktoren berücksichtigt werden müssen.
Zu viel und zu häufig

"Wir wissen, dass Antibiotika weltweit, auch in Deutschland, zu häufig verschrieben und eingenommen werden", betont Keßler. Die Zahlen je nach Studie und Indikation liegen zwischen 20 bis 50 Prozent. Das heißt, in vielen dieser Fälle hat es keinen zwingenden Grund für eine Antibiotikatherapie gegeben. Bevor man also darüber nachdenkt, ob man Antibiotika bis zum Ende einnehmen müsse, sollte man erst einmal darüber nachdenken, ob eine antibiotische Therapie überhaupt medizinisch sinnvoll ist. Aus diesem Grund fangen viele Ärzte und mündige Patienten an, umzudenken.
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"Ist die Antibiotikagabe jedoch nötig, dann sollten Patienten auf keinen Fall selbst die Medikamente vorzeitig absetzen", betont Keßler. Nur der Arzt kann letztlich entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt zum Absetzen des Antibiotikums gekommen ist. Patienten können aber jederzeit ihren Arzt dazu befragen und sollten nicht immer einfach die verschriebene Dosis bis zum Ende der Packung durchnehmen, obwohl sie sich längst beschwerdefrei fühlen. Die Medikamentengruppe per se zu verteufeln, ist jedoch auch der falsche Weg - "Antibiotika sind in vielfacher Hinsicht ein Segen für die Menschheit", so Keßler.

Übrigens: Wie bei allen Medikamenten gilt auch für übriggebliebene oder abgelaufene Antibiotika, diese nicht über die Toilette zu entsorgen. Die Reste belasten bei unsachgemäßer Entsorgung die Umwelt. Nicht geschluckte Arzneien sollten in der Apotheke abgegeben werden. Die Rücknahme wird von vielen als freiwilliger Service angeboten.

Quelle: n-tv.de
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"Das ist ein Hilferuf" - Demenz-Fälle verdreifachen sich bis 2050

Beitragvon Gudrun Graf » 9. Dez 2017 15:18

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Demenz-Faell ... 72390.html
"Das ist ein Hilferuf" - Demenz-Fälle verdreifachen sich bis 2050

Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheiten, die unter anderem das Gedächtnis betreffen. Alzheimer ist die bekannteste Form. Nach WHO-Schätzungen wird sich die Zahl der Demenzkranken weltweit bis 2050 auf 152 Millionen Menschen verdreifachen. Woran liegt das?


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Die Zahl der Demenzkranken weltweit wird sich nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zum Jahr 2050 auf 152 Millionen Menschen verdreifachen. Grund sei eine alternde Bevölkerung, teilte die UN-Behörde in Genf mit.

"Dies ist ein Hilferuf, wir müssen dieser wachsenden Gefahr mehr Aufmerksamkeit widmen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO richtete zugleich eine Internet-Plattform ein, um globale Informationen über Maßnahmen, Einrichtungen für Betroffene und andere Daten zu Demenz zu sammeln.

Es müsse sichergestellt werden, dass Demenzkranke die Pflege bekämen, die sie bräuchten - unabhängig vom Land, in dem sie leben, forderte Tedros. "Das damit verbundene Leiden ist gewaltig", sagte der Äthiopier. Nach Angaben des WHO-Chefs entwickeln fast zehn Millionen Menschen jährlich eine Demenz, sechs Millionen stammen dabei aus Ländern mit mittleren und unteren Einkommen.
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Die jährlich entstehenden Kosten schätzt die WHO weltweit auf 818 Milliarden Dollar (etwa 692 Milliarden Euro), die sich bis 2030 mehr als verdoppeln dürften. Demenz ist ein Oberbegriff für Krankheiten, die unter anderem das Gedächtnis betreffen. Alzheimer ist die bekannteste Form. Die Alzheimer-Demenz (AD) ist eine seit mehr als 100 Jahren beschriebene Erkrankung, deren eigentliche Ursache trotz großer Anstrengungen noch immer nicht bekannt ist. Sie macht zwei Drittel aller Demenzerkrankungen aus.

Diese neurodegenerative Erkrankung beginnt schleichend bereits im Alter von 45 bis 50 Jahren. Erst 20 bis 30 Jahre später finden sich die klinischen Symptome im Alltag. Es kann damit beginnen, dass man im Kaufhaus steht und plötzlich nicht mehr aus den Ausgang findet oder den Einkauf an der Kasse stehen lässt. Bereits geringe Störungen des Gedächtnisses, die erstmalig auftreten, können Vorboten dieser Erkrankung sein.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Britisches "Wunderbaby" überlebt - Kinderherz schlug außerhalb des Körpers

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Dez 2017 14:44

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Kinderherz-s ... 84170.html
Britisches "Wunderbaby" überlebt - Kinderherz schlug außerhalb des Körpers

Gerade einmal drei Wochen alt und schon eine medizinische Sensation: Baby Vanellope wird in Großbritannien mit einem äußerst seltenen genetischen Defekt geboren. Das Herz des Mädchens befindet sich außerhalb der Brust. Doch Ärzte können das Kind retten.

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In Großbritannien ist ein kleines Mädchen zur Welt gekommen, dessen Herz durch eine seltene genetische Erkrankung außerhalb der Brust schlägt. Nach mehreren Operationen gehe es dem "Wunderbaby" Vanellope nun gut, teilte das Glenfield Hospital in der mittelenglischen Stadt Leicester mit. Das inzwischen drei Wochen alte Mädchen ist damit Experten zufolge das erste Baby in Großbritannien, das diesen Geburtsdefekt überlebte.
Vanellopes Eltern, Naomi und Dean, hatten sich entgegen dem Rat der Ärzte gegen eine Abtreibung entschieden.

Vanellopes Eltern erfuhren zum ersten Mal im Juni bei einer Ultraschall-Untersuchung, dass ihre Tochter an der sehr seltenen Herzektopie leidet. "Uns wurde gesagt, dass unsere beste Möglichkeit ein Abbruch der Schwangerschaft sei - meine Welt brach zusammen", sagte Vanellopes Vater der britischen Nachrichtenagentur PA. Sie hätten sich bewusst dagegen entschieden, sagte ihre 31-jährige Mutter.

Rund 50 Spezialisten des Krankenhauses brachten Vanellope demnach am 22. November per Kaiserschnitt zur Welt. Sofort nach der Geburt wurde sie in einen sterilen Plastikbeutel gewickelt, um Infektionen an ihrem Herz zu verhindern. Insgesamt drei Operationen waren in den ersten Wochen notwendig, um das Herz in ihren Körper zu bringen und ihre Brust mit ihrer eigenen Haut zu verschließen. Die Chirurgen strickten dabei ein Netz, das Vanellopes Herz schützt, da das Kind ohne Rippen und Brustbein zur Welt kam.
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Wie geht es Mutter und Sohn?: Geburt nach Gebärmutter-Transplantation 05.12.17 Wie geht es Mutter und Sohn? Geburt nach Gebärmutter-Transplantation

Dem Krankenhaus zufolge kommen wahrscheinlich weniger als fünf bis acht Babys pro Million Geburten mit einer Herzektopie zur Welt. Sie haben eine Überlebenswahrscheinlichkeit von weniger als zehn Prozent.

Quelle: n-tv.de , hny/dpa
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Streit um alternative Therapie - Sollten Kassen für Homöopathie bezahlen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Dez 2017 14:42

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Sollten-Kass ... 84998.html
Streit um alternative Therapie - Sollten Kassen für Homöopathie bezahlen ?

Die einen schwören drauf, andere lehnen sie komplett ab: Homöopathie ist nach wie vor umstritten. Kritik ernten vor allem Krankenkassen, die die Kosten dafür übernehmen - obwohl Wissenschaftler von einer Schein-Therapie sprechen.

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Quecksilber, Pflanzenteile, Hundekot: Hochverdünnte Stoffe sollen Krankheiten heilen oder zumindest lindern können, glauben Anhänger der Homöopathie. Kaum eine Therapieform ist derart umstritten. Viele Patienten versprechen sich eine sanfte Heilung durch die Zuckerkügelchen oder Tropfen, während Wissenschaftler warnen: Globuli besitzen keine Wirkung, sondern stellen nur eine Schein-Behandlung dar.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wi ... 20760.html
Offenbar zehn Todesfälle in den USA: Wie gefährlich sind Belladonna-Globuli für Kinder?
27.02.17 – 01:40 min

Kassen dürfen eigentlich nur die Kosten von anerkannt wirksamen Therapien erstatten, doch für Homöopathie und ähnliche Verfahren hat der Gesetzgeber Sonderregeln geschaffen. Sie müssen nicht in aufwendigen Studien ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen.

In den sozialen Medien tobt schon lange ein Streit in dieser Frage, der in den letzten Monaten weiter Fahrt aufgenommen hat. So erregte der bayerische Hals-Nasen-Ohren-Arzt Christian Lübbers mehrfach deutschlandweit Aufmerksamkeit: Er twitterte im Januar dieses Jahres über ein Kind mit eitriger Mittelohrentzündung, bei dem er Globuli im Gehörgang fand. Auch setzt sich Lübbers zusammen mit dem Informationsnetzwerk Homöopathie dafür ein, dass gesetzliche Krankenkassen die Therapien nicht mehr bezahlen.
Höhere Kosten für Kassen

Mehrere Kassen mischen in den Diskussionen mit - eine entzog sich nun aber dem Austausch. "Völlig überraschend" habe "eine der größten deutschen Krankenkassen" ein bereits vor Wochen vereinbartes Gespräch über die Zukunft der Homöopathie-Erstattung abgesagt, erklärte das Netzwerk in einer Mitteilung Ende vergangener Woche. "Geplant war ein dreistündiges Gespräch mit der hohen Verwaltungsebene", sagt Lübbers. Ein "konstruktiver Meinungsaustausch" habe die Vor- und Nachteile abwägen sollen.

Die Techniker Kasse offenbarte bei Twitter später selbst, dass sie das Treffen abgesagt hatte. Warum? Ein Sprecher erklärte auf Anfrage, die Kasse habe bemerkt, "dass eine Veröffentlichung der Gesprächsergebnisse beabsichtigt war". "Dies entsprach nicht unserem Verständnis des geplanten Gesprächs."

Aus Sicht des Informationsnetzwerks Homöopathie zeigt die unter dem Stichwort #KrankenkasseOhneHomöopathie erzielte Resonanz, dass der Wunsch nach Kostenübernahme für Homöopathie "durchaus nicht so umfassend verbreitet ist", wie es Interessenvertreter oft behaupteten. "Im Gegenteil zeigte sich sogar, dass viele Patienten gern zu einer Krankenkasse ohne Homöopathie-Erstattung wechseln würden."

Das Informationsnetzwerk verweist zudem auf eine Studie von Forschern der Charité: Diese haben anhand von Langzeit-Daten der Techniker Krankenkasse errechnet, dass homöopathisch behandelte Patienten höhere Kosten verursachen als mit herkömmlichen Methoden therapierte. Als ein potenzieller Grund gilt die Verschleppung von Krankheiten bei alleiniger Therapie mit Homöopathika.
Boom des Homöopathie-Marktes wohl vorbei

Für Gesundheitspolitiker ist die Homöopathie ein heikles Thema. "Man sollte den Kassen schlicht verbieten, die Homöopathie zu bezahlen", erklärte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach noch im Jahr 2010. "Keine Äußerung zur Homöopathie", heißt es nun aus seinem Büro. Ein SPD-Landesparteitag hatte im Mai gleichfalls ein Ende der Kostenerstattung gefordert. Außerdem solle es ähnlich wie seit kurzem in den USA Warnhinweise über fehlende Wirknachweise auf den Mitteln geben, da "weder ein sinnvolles Erklärungsmodell noch eindeutige Nachweise einer Wirksamkeit vorliegen", heißt es in dem Antrag. Der SPD-Bundesparteitag überwies ihn vergangene Woche an die Bundestagsfraktion.

Für Jürgen Windeler vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, zuständig für die Wirksamkeits-Prüfung von Therapien, ist klar, dass die hochverdünnten Homöopathika nur Scheintherapien sind. "Menschen verstehen nicht, warum sie ihre Brille selber zahlen müssen - und gleichzeitig erstatten die Kassen Homöopathie", sagt er. "Krankenkassen glauben ja selber nicht an den Nutzen dieser Verfahren."
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Tatsächlich argumentieren Kassen praktisch nie mit guten Daten zur Wirksamkeit von Homöopathika. Stattdessen unterstreichen sie die Nachfrage: So verweist die Techniker Krankenkasse auf Kundenbefragungen, die gezeigt hätten, dass "manche Versicherte" sich "sogenannte komplementärmedizinische Angebote" wünschen.

Dabei sind die Boom-Zeiten des in Deutschland über eine halbe Milliarde Euro schweren Homöopathie-Marktes womöglich vorbei. Noch vor wenigen Jahren stiegen die Zahlen der verkauften Packungen nach Angaben der Pharma-Marktforschungsfirma IQVIA um jährlich bis zu 10 Prozent, doch 2016 brach die Absatzsteigerung auf nur noch 0,3 Prozent ein. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden rund 3 Prozent weniger Homöopathika verkauft. Ärzte verschrieben 13 Prozent weniger homöopathische Mittel auf Kassenrezept als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: n-tv.de , Hinnerk Feldwisch-Drentrup, dpa
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Endlich Ruhe ? - Diese Mittel helfen bei Husten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Dez 2017 21:55

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Diese-Mitt ... 06388.html
Samstag, 30. Dezember 2017
Endlich Ruhe ? - Diese Mittel helfen bei Husten

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Und manchmal ruiniert schon eine harmlose Erkältung das Wohlbefinden. Besonders unbeliebt bei Betroffenen und deren Umfeld: der Husten. Öko-Test hat diverse Präparate dagegen getestet.

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Man kennt das. Mehrfach im Jahr kratzt es zunächst im Hals. Dann gesellt sich Niesen dazu. Die Schleimhäute in der Nase schwellen an, erst läuft die Nase und ist dann verstopft. Auf Halsschmerzen und Schnupfen folgt oft der Husten, der wohl am meisten nervt. Betroffene und Umstehende gleichermaßen. Wenn es ganz blöd läuft, mündet der Infekt in einer akuten Bronchitis. Was noch längeres und intensiveres Husten zur Folge hat. Hierbei handelt es sich um einen einem Reflex des Körpers, um die Atemwege von störenden Partikeln zu befreien.

Und ebenso reflexartig greifen Erkrankte dann zu Hustenmitteln. Diese sind in Apotheken und Drogerien insbesondere in der Winterzeit ein Verkaufsschlager. Öko-Test hat sich 24 frei verkäufliche Arzneimittel, davon 9 Reizdämpfer und 15 Schleimlöser, genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass gegen eine Erkältung - welche meist durch Viren verursacht wird - noch kein Kraut gewachsen ist. Aber immerhin können die besseren Präparate zur Linderung der Symptome beitragen.

Eine Erkältung bekommt die Körperabwehr eigentlich in acht bis zehn Tagen in den Griff, der Husten kann sich etwas länger halten. "Ein akuter Husten im Rahmen einer Erkältung oder einer akuten Bronchitis heilt auch ohne spezifische medikamentöse Therapie in der Regel folgenlos aus", schreibt die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin in ihrer Leitlinie. Als akut gilt Husten, wenn er nicht länger als drei Wochen andauert. Danach wird es chronisch.
Immerhin ein wenig Hilfe

Grundsätzlich kommen Hustenreizdämpfer in der ersten Phase des trockenen Reizhustens zum Einsatz, wenn das lästige und oft schmerzende Husten am Schlafen hindert. In der nächsten Phase, wenn der Schleim in der Bronchien festsitzt, sollen Schleimlöser sie anregen, den Schleim abzusondern, etwa indem sie das Sekret flüssiger machen und somit das Abhusten erleichtern.

Laut Öko-Test ist für wenige Produkte eine lindernde Wirkung aus wissenschaftlicher Sicht hinreichend belegt. Deshalb schneidet die Mehrzahl der Hustenmittel im Test auch nur "ausreichend" und schlechter ab.
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Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) empfiehlt denn auch, einen akuten Husten nur in Ausnahmefällen mit Hustendämpfern zu behandeln und das auch nur nachts, um einen besseren Schlaf zu ermöglichen. Hier können Betroffene dann zum "Wick Husten-Sirup" greifen ("sehr gut", 7,97 Euro pro 120-ml-Packung).

Bei den Schleimlösern ist die Auswahl an sehr guten Produkten schon etwas größer: "Bronchipret TP, Filmtabletten" (9,90 Euro/20 Stück), "GeloMyrtol Forte, Weichkapseln" (10,19 Euro/20 Stück), "Soledum Kapseln Forte" (9,90 Euro/20 Stück). Für die "Umckaloabo-Tropfen hat es immerhin noch für ein "gut" gereicht (10,20 Euro/20 ml).

Wegen mangelnder Wirksamkeitsbelege ging die Untersuchung für viele Mittel auch deutlich schlechter aus. Betroffen waren hier sowohl Hustenreizstiller als auch Schleimlöser. "Mangelhaft" sind laut Test unter anderem "ACC akut 600 mg Hustenlöser, Brausetabletten", "NAC-Ratiopharm Akut 600 mg Hustenlöser, Brausetabletten" und "Phytohustil Hustenreizstiller Sirup". Als "ungenügend" wurde der "Broncho-Sern, Sirup" bewertet.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 20191.html
Mit dem Herbst beginnt die Erkältungszeit. Viren und Bakterien haben durch Kälte und Dunkelheit leichtes Spiel. Durchschnittlich dreimal pro Jahr erwischt es jeden Deutschen. Halsweh, Schnupfen, Husten und auch Fieber sind die Folge. Dabei scheinen aber die vor allem in Obst und Gemüse vorhandenen Vitamine, sekundären Pflanzenstoffe, ätherischen Öle und Scharfstoffe das Immunsystem zu stärken. Kräutertees wärmen und verflüssigen den Schleim. Den enthaltenen ätherische Ölen sowie Gerb- und Bitterstoffen wird in der Medizin lindernde Wirkung zugesprochen. Demnach wirkt Salbei gegen Keime, Süßholz und Thymian gegen Husten. Minze soll das Atmen erleichtern und Kamille beruhigen. Tipp: Kräuter mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. 10 +1 Fitmacher aus der Natur Die besten Mittel gegen Erkältung

Quelle: n-tv.de , awi
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Herbizid in Schokocreme ? - Nutella hat Ärger mit der Nuss

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jan 2018 16:06

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/ratgeber/Nutella-ha ... 13439.html
Donnerstag, 04. Januar 2018
Herbizid in Schokocreme ? - Nutella hat Ärger mit der Nuss

Von Axel Witte

13 Prozent Haselnüsse stecken in Nutella. Ansonsten besteht der Brotaufstrich vor allem aus Zucker und Palmfett. Was nicht uneingeschränkt gesund ist. Nun sorgt der Nussanteil für Aufregung, denn beim Anbau werden möglicherweise verbotene Gifte benutzt.

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Nutella ist seit Jahrzehnten ein Klassiker unter den Schokocremes. Und landet täglich millionenfach auf deutschen Frühstücksbroten. Ist aber auch für zwischendurch gefragt. Denn die klebrige Masse geht eigentlich immer. Zur Freude des Herstellers Ferrero - Nutella ist unangefochtener Marktführer bei den Schokocremes.
So sieht Nutella unverrührt aus. Quelle: Verbraucherzentrale

Über die genaue Rezeptur des Brotaufstrichs wird aus nachvollziehbaren Gründen ein Geheimnis gemacht. Klar ist nur, dass die Hauptbestandteile aus Zucker, Palmöl, Haselnüssen, Kakao und Magermilchpulver bestehen. Gerade erst sorgt eine Rezeptänderung für Aufsehen. Aber im Großen und Ganzen besteht Nutella nach wie vor überwiegend aus Zucker und Palmfett. Und zu 13 Prozent aus Haselnüssen. Und diese könnten nun beim Hersteller für Ärger sorgen.

Denn der Konzern soll nach einem Bericht der "Taz" den Haselnussanbau in Chile mithilfe seiner Tochterfirma AgriChile über Vertragsbauern stark ausgeweitet haben. Demnach erwirbt Ferrero unter anderem auf diese Art 90 Prozent der chilenischen Haselnussernte um sie für seine Produkte zu verwenden. Was nicht weiter verwerflich ist und wohl unter dem Sammelbegriff Globalisierung abzuhaken ist. Unschön wird es an der Stelle, wo der Bericht unter Berufung einer Rechereche des Pestizid-Aktions-Netzwerks (RAP) Chile nahelegt, dass auf den entsprechenden Plantagen das neurotoxisch wirksame Herbizid "Paraquat" gespritzt wird. Zum Teil kombiniert mit dem wahrscheinlich krebserregenden Glyphosat. Ersteres kann laut RAP zu Gesundheitsschäden wie Nierenversagen, Atemnot, Lungenschmerzen, Seh- und Leberschäden, schweren Hautverletzungen, Todesfällen sowie Embryoschädigung führen. Die Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels wurde ob solcher Risiken in der Europäischen Union seit Jahren untersagt.
Welche Nuss steckt in Nutella?

In Chile wird "Paraquat" hingegen als "schädlich und moderat gefährlich" eingestuft. Dessen Verwendung im Haselnussanbau ist hier erlaubt. Was, laut RAP, Auswirkungen auf eine deutliche Zunahme von Krebserkrankungen bei Menschen hat, die in Regionen mit Pestizid-intensiven Monokulturen leben.

Ob und in welchem Umfang chilenische Haselnüsse in Ferrero-Produkten landen, ist ungeklärt. Genau wie etwaige Auswirkungen auf die Gesundheit deutscher Schleckermäuler.
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Ausnahmsweise können an dieser Stelle auch die Stiftung Warentest und Öko-Test nicht weiterhelfen. Bei den entsprechenden Untersuchungen wurde nicht auf eine mögliche Pestizidbelastung getestet. Festgestellt wurde aber unter anderem, dass Nutella insgesamt mit "gut" bewertet werden konnte. Als Herkunftsland der im Produkt verwendeten Haselnüsse wurde vor zwei Jahren die Türkei angegeben. Was sich aber möglicherweise geändert haben kann, denn das Land, welche die größte Haselnuss-Anbaunation der Welt ist, hatte just kurz vorher mit frostbedingten und erheblichen Ernteausfällen zu kämpfen. Möglich also, dass Ferrero-Produkte seitdem verstärkt mit chilenischen Nüssen auskommen müssen.

Eine entsprechende Anfrage von n-tv.de bei Ferrero-Deutschland blieb bisher unbeantwortet. Tröstlich für Verbraucher bleibt da zunächst nur die Tatsache, dass die Nuss-Nougat-Creme vor allem aus Zucker und Fett besteht. So dass sich eine etwaige Pestizid-Belastung durch Haselnüsse von Hause aus in Grenzen halten sollte.

Quelle: n-tv.de
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919 Infektionen in Deutschland - Zahl der Masernkranken 2017 verdreifacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jan 2018 12:05

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Zahl-der-Mas ... 16751.html
Samstag, 06. Januar 2018
919 Infektionen in Deutschland - Zahl der Masernkranken 2017 verdreifacht

Die Masernfälle haben sich im Vergleich zum Vorjahr in Deutschland vervielfacht. Der heftige Ansprung erklärt sich auch aus üblichen Schwankungen. Dennoch fordern Ärzte mehr Impfungen. Ein Drittel der Erkrankungen in 2017 entfällt auf eine Stadt.

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In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr etwa dreimal so viele Menschen an Masern erkrankt wie 2016. Das geht aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurde das hochansteckende Virus bis zum Ende der 50. Kalenderwoche, also bis zum 17. Dezember, nachweislich bei 919 Menschen diagnostiziert. Im gesamten Jahr 2016 zählte das RKI 325 Masern-Erkrankungen. Die Gesamtzahl für 2017 liegt erst in einigen Wochen vor, laut RKI sind jedoch keine großen Verschiebungen mehr zu erwarten.

Mit 520 Masern-Fällen am stärksten betroffen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ein starkes "Ausbruchgeschehen", wie es die Fachleute nennen, gab es in den Städten Duisburg (332) und Essen (53), vor allem im ersten Halbjahr. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl überdurchschnittlich viele Erkrankungen wurden auch in Berlin (67), Sachsen (69) und Hessen (76) gezählt. Kein Bundesland ist gänzlich masernfrei, mehrere berichten allerdings nur von Einzelfällen.
Rund 187.000 Kinder ungeimpft

Bei Masern-Ausbrüchen gebe es jährlich und auch regional große Schwankungen, erläuterte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. So wurden 2015 bundesweit 2465 bestätigte Masern-Erkrankungen gezählt, 2014 lediglich 442, 2013 waren es wiederum 1769. Gegen Masern schützen Impfungen, allerdings gibt es laut RKI bundesweit Impflücken.
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Nach RKI-Daten werden zwar immer mehr Kinder in Deutschland gegen Masern geimpft, es reiche jedoch noch nicht aus. Im Alter von 24 Monaten seien vom Geburtsjahrgang 2004 nur 59,1 Prozent der Kinder zweimal gegen Masern geimpft gewesen. Diesen Schutz empfiehlt die ständige Impfkommission. Beim Jahrgang 2014 seien es schon 73,9 Prozent gewesen. Somit seien aber immer noch rund 187.000 Kinder dieses Jahrgangs im Alter von 24 Monaten nicht vollständig gegen Masern geschützt gewesen.

Masern gehen zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Die Infektion schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern.

Quelle: n-tv.de , hny/dpa
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Ansteckungen im Krankenhaus - Masern-Infektionen beunruhigen in Göteborg

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jan 2018 11:48

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Masern-Infek ... 20737.html
Ansteckungen im Krankenhaus - Masern-Infektionen beunruhigen in Göteborg

Eine Ansteckung mit Masern ist gefährlich. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und immungeschwächte Menschen sind gefährdet. In Göteborg werden viele Neuinfektionen registriert. Manche könnten sogar aus Wartezimmern oder Krankenhäusern stammen.

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Im südschwedischen Göteborg sind über den Jahreswechsel ungewöhnlich viele Menschen an Masern erkrankt. Seit dem 10. Dezember hätten sich bereits 22 Frauen und Männer angesteckt, teilte die Region Västra Götland mit. "Wir sehen nun mehr und mehr Fälle und es ist deutlich, dass der Masernausbruch noch nicht vorbei ist", teilte das Göteborger Universitätskrankenhaus mit. Eine genaue Erklärung für den Anstieg haben die Experten bisher nicht.
Was sind Masern?

Als Masern wird eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit bezeichnet, die zu schwerwiegenden Komplikationen und sogar zum Tode führen kann. Neben den typischen roten Flecken auf der Haut, ruft sie in den meisten Fällen Fieber hervor. Zudem kommt es zu einer erheblichen Schwächung des Patienten.

Masern können durch die typischen Symptome und einen Antikörpernachweis im Blut eindeutig diagnostiziert werden. Eine spezifische Therapie gegen Masern gibt es bisher nicht. Betroffene sollten sich schonen, bei Bedarf fiebersenkende Mittel einnehmen und viel trinken.

In Deutschland gibt es seit 2001 eine Meldepflicht laut Infektionsschutzgesetz für Masern.

Nach Behördenangaben infizierten sich mehrere Erkrankte auch im Krankenhaus und in Wartezimmern von Ärzten. Wer vermute, er könne die Masern haben, solle nicht in die Wartezimmer kommen, bat das Krankenhaus daher. Es gebe spezielles Pflegepersonal an den Eingängen zur Notaufnahme, an das man sich wenden könne.
Viele Säuglinge sind infiziert

Auch mehrere Dutzend Säuglinge werden in Göteborg derzeit vorsichtshalber mit schützenden Antikörpern behandelt. Sie könnten sich bei ihrer Geburt angesteckt haben, weil Personal auf der Geburtsstation an Masern erkrankt war. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Viren auf Patienten, Angehörige und Kollegen übertragen wurden, erklärte das Krankenhaus.

Neugeborene sind oft kaum gegen Masern geschützt. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung erst ab dem elften Lebensmonat. Das schwedische Impfprogramm sieht eine erste Impfung mit 18 Monaten vor. Vorher kann nur die Mutter vor einer Ansteckung schützen: Ist ihr Immunsystem durch eine Masernerkrankung oder -impfung mit dem Erreger vertraut, kann sie Antikörper über die Plazenta und über die Muttermilch weitergeben. Andernfalls entfällt dieser wichtige Nestschutz.
Masern auch in Deutschland
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Orange sind hier die Regionen, in denen sowohl gegen Masern als auch gegen Meningokokken selten geimpft wird. 05.07.17 Wohlhabende Landkreise Süden Bayerns ist von Impfgegnern geprägt
919 Infektionen in Deutschland: Zahl der Masernkranken 2017 verdreifacht 06.01.18 919 Infektionen in Deutschland Zahl der Masernkranken 2017 verdreifacht
Deutlich mehr Erkrankte als 2016: Zahl der Masern-Fälle nimmt wieder zu 05.09.17 Deutlich mehr Erkrankte als 2016 Zahl der Masern-Fälle nimmt wieder zu

Auch in Deutschland wurden im letzten Jahr um die 1.000 Fälle von Masern gemeldet, so das Robert Koch-Institut. 2016 dagegen wurden nur 325 Masern-Fälle registriert. Die Verdreifachung dieser Zahl im Vergleich zum Vorjahr gehört allerdings in den Normalbereich der jährlichen Schwankungen. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn Masern-Viren sind hochansteckend.

Die Erkrankung beginnt oftmals mit einer Verschlechterung des Allgemeinzustands, Fieber und den typischen roten Hautflecken. Die Infektion schwächt das Immunsystem, sodass es zu weiteren Erkrankungen wie Lungen- und Hirnhautentzündungen kommen kann. In sehr schweren Fällen kann sie lebensbedrohlich werden. Eine spezifische Therapie gibt es gegen Masern-Viren nicht. Eine Impfung allerdings schützt.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Nicht nur für das Baby gesund - Stillen senkt Diabetesrisiko der Mütter en

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jan 2018 21:39

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Stillen-senk ... 34075.html
Dienstag, 16. Januar 2018
Nicht nur für das Baby gesund - Stillen senkt Diabetesrisiko der Mütter enorm

Stillen bietet viele gesundheitliche Vorteile für das Kind - und auch für die Mutter. Nun zeigt eine große Langzeitstudie, dass es mit einem deutlich verringerten Diabetes-Risiko einhergeht. Woher kommt dieser Schutzeffekt?

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Wenn eine Mutter ihr Baby stillt, senkt sie damit wohl auch ihr späteres Diabetes-Risiko. Das zeigt eine Langzeitstudie über 30 Jahre. Darin hatten Mütter, die sechs bis zwölf Monate gestillt hatten, im Vergleich zu Frauen, die ihr Kind mit Fertignahrung fütterten, eine um fast die Hälfte (47 Prozent) geringere Erkrankungswahrscheinlichkeit. In der Gruppe jener Mütter, die bis zu sechs Monate gestillt hatten, war die Diabetes-Gefahr noch um ein Viertel reduziert. Das berichtet das Team um Erica Gunderson vom US-Versicherer Kaiser Permanente im Fachblatt "Jama Internal Medicine".
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 21191.html
Von wegen anstößig: Stillende Göttinnen Von wegen anstößig: Stillende Göttinnen Von wegen anstößig: Stillende Göttinnen Von wegen anstößig: Stillende Göttinnen Von wegen anstößig Stillende Göttinnen

Schon seit Längerem vermuten Mediziner, dass Stillen nicht nur gut für das Baby ist, sondern auch der Mutter gesundheitliche Vorteile bietet. Auf ein verringertes Diabetes-Risiko deuteten in der Vergangenheit einige Studien hin, die jedoch oft auf Angaben der Teilnehmerinnen beruhten und nicht auf medizinischen Untersuchungen. Das Team um Gunderson verfolgte nun 1238 Frauen, die zu Beginn der Untersuchung - Mitte der 1980er-Jahre - 18 bis 30 Jahre alt waren und später mindestens ein Kind zur Welt brachten. Sie machten Angaben zur Dauer des Stillens und zu anderen Details ihres Lebensstils. In den folgenden 30 Jahren wurden sie etwa alle fünf Jahre medizinisch untersucht.
Auch andere Einflüsse einbezogen

In die Auswertung der Resultate bezogen die Forscher auch andere Einflüsse auf Diabetes ein, darunter Ernährung, körperliche Aktivität und Größe. "Wir fanden einen starken Zusammenhang zwischen Dauer des Stillens und dem geringeren Diabetes-Risiko, selbst nachdem wir alle anderen möglichen Einflussfaktoren berücksichtigt hatten", wird Gunderson in einer Mitteilung von Kaiser Permanente zitiert. Dass Stillen mit einem geringeren Diabetes-Risiko einherging, galt auch unabhängig davon, ob eine Mutter einen Schwangerschaftsdiabetes hatte oder nicht.
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"Die Resultate bestätigen frühere Befunde unserer Forschung, aber anhand einer deutlich größeren Zahl von Frauen und über einen wesentlich längeren Zeitraum", sagt Sandra Hummel vom Institut für Diabetesforschung in Neuherberg, die nicht an der Arbeit beteiligt war. Wichtig sei, dass die Forscher andere Faktoren wie Ernährung oder Bewegung mit einbezogen hätten. "Das erhöht die Aussagekraft", betont Hummel. Zwar zeige die Studie nicht, dass Stillen auch die Ursache des Schutzeffekts war, dafür gebe es aber dennoch Hinweise.

Den wahrscheinlichen Schutzeffekt erklären die Forscher im "Jama Internal Medicine" vor allem mit dem Einfluss von Hormonen, die mit dem Stillen verbunden sind, auf Zellen der Bauchspeicheldrüse. "Die Werte des Stillhormons Prolaktin sind während der Schwangerschaft und der Stillzeit im Körper sehr hoch", bestätigt Hummel. "Tierstudien zeigen, dass davon die Insulin-produzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse profitieren." Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Stillen bei Müttern das spätere Risiko für Tumore von Brust oder Eierstöcken senkt.

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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"Dabei kann einiges schiefgehen" - Hilft Fettabsaugen beim Abnehmen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jan 2018 21:24

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Hilft-Fettab ... 37509.html
"Dabei kann einiges schiefgehen" - Hilft Fettabsaugen beim Abnehmen ?

Problemzonen am Körper lassen sich mit einer Fettabsaugung chirurgisch formen. Übergewichtige hoffen, so ihre überflüssigen Kilos loszuwerden. Aber eignet sich dieser Eingriff überhaupt dafür?

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Der Blick in den Spiegel fördert bei manch einem Pölsterchen an den Oberschenkeln oder Speckröllchen am Bauch zutage. Wer die nicht so loswird, könnte auf die Idee kommen, das Fett absaugen zu lassen. Doch eine Liposuktion ist nicht immer der richtige Weg.
Auch am Oberarm lassen sich manche Fett absaugen.

"Viele Interessenten machen sich von einer Liposuktion falsche Vorstellungen", sagt Prof. Riccardo Giunta, Direktor der Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Ästhetische Chirurgie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Aber: Eine Fettabsaugung ist nichts für Übergewichtige, die so abnehmen wollen. Bleiben dagegen nach einer Ernährungsumstellung und trotz viel Bewegung hartnäckige Problemzonen, kann eine Liposuktion eventuell Abhilfe schaffen.

"Dabei kann einiges danebengehen, wenn ein unzureichend ausgebildeter oder unerfahrener Behandler am Werk ist", warnt Torsten Kantelhardt. Er ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Rottach-Egern. Wird etwa zu viel Fett abgesaugt, können unschöne Dellen entstehen. Auch Schwellungen und Blutergüsse sind nach einer Liposuktion möglich.
Mögliche Risiken und Komplikationen

Patienten sollten sich vor dem Eingriff intensiv über mögliche Risiken und Komplikationen aufklären lassen, rät Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg. Grundsätzlich gilt: "Je länger die Operation dauert und umso mehr Fettgewebe auf einmal abgesaugt wird, desto höher ist das Risiko, dass es zu Komplikationen kommt", erklärt Kantelhardt.

"Das schonendste Verfahren ist die Wasserstrahltechnik", erklärt Giunta. Bei dieser Methode wird das Gewebe mit einem "Wasserstrahl", in dem sich ein Lokalanästhetikum und Adrenalin befinden, betäubt. In der Einwirkphase quellt die Flüssigkeit die Fettzellen auf. Dann werden Absaugkanülen eingeführt. Mit der Vakuummethode wird nun das gelockerte Fett mit dem Wasserstrahl abgesaugt.

Daneben gibt es etwa auch die Ultraschall-Methode. Dabei wird die Problemzone an ein Gerät angeschlossen, das Ultraschallwellen aussendet und so die Fettzellen in der Tiefe zum Schmelzen bringt, während die oberen Hautschichten unversehrt bleiben. Das Fett wird im Idealfall vom Körper selbst ausgeschieden - also nicht abgesaugt.
Mit Absaugung entsteht Wunde

Mit der Absaugung der Fettzellen entsteht im Körper eine Wunde. Sie zieht sich im Zuge der Heilung zusammen und die Haut strafft sich. Es kann aber vorkommen, dass die Straffung ausbleibt und die Hautpartie schlaff herunterhängt. "Dann muss dies operativ gestrafft werden", erläutert Kantelhardt.
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Die Kosten für die Fettabsaugung hängen von der Größe der Problemzone und der Dauer der OP ab. "Eine ästhetische Liposuktion am Unterbauch kann um die 1000 Euro kosten", sagt Giunta. Ein ausgedehnterer Eingriff ist aber nicht selten mehrere tausend Euro teuer. Die Krankenkassen kommen für die Kosten nicht auf.

Bei der Suche nach einem seriösen Behandler sollten Interessierte auf die Bezeichnung "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" achten, rät Kantelhardt, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) ist. Jemand, der sich "Schönheitschirurg" nennt, sei nicht qualifiziert fürs Fettabsaugen und hat vielleicht nur einen Wochenendkurs besucht.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Wenn Patienten gefesselt werden" - Fixieren ist immer nur die Ultima Ratio

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Feb 2018 15:02

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/politik/Fixieren-is ... 60443.html
Samstag, 03. Februar 2018
Wenn Patienten gefesselt werden" - Fixieren ist immer nur die Ultima Ratio"

Zwei Psychiatriepatienten klagen vor dem Bundesverfassungsgericht, weil Ärzte sie ohne das nötige richterliche Gutachten hatten fixieren lassen. Ist das Fixieren von Patienten in Psychiatrien und Pflegeheimen notwendig? Oder ist es eine veraltete Methode? Der Neurologe Thomas Pollmächer gibt im Interview mit n-tv.de einen Überblick über das Fixieren im medizinischen Alltag.

n-tv.de: Wie bewerten Sie den Schritt der zwei Patienten, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen und gegen die Fixierung beziehungsweise die fehlende richterliche Verfügung zu klagen?
Prof. Dr. Thomas Pollmächer ist der Direktor des Zentrums für psychische Gesundheit in Ingolstadt.

Thomas Pollmächer: Ich halte das grundsätzlich für richtig. Es gibt zwei rechtliche Bereiche, die zur Rechtfertigung einer Fixierung herangezogen werden können. Das sind die zivilrechtliche und die öffentlich-rechtliche Unterbringung. Schon jetzt muss die Fixierung bei einer zivilrechtlichen Unterbringung durch ein Gericht genehmigt werden. Ich halte es deshalb für richtig und erwarte, dass das Bundesverfassungsgericht so urteilen wird, dass in Zukunft solche Fixierungen auch bei öffentlich-rechtlicher Unterbringung richterlich genehmigt werden müssen, wenn sie nicht in einer absoluten Akut-Situation passieren. Solche Situationen entstehen so kurzfristig, dass eine richterliche Genehmigung so schnell nicht eingeholt werden kann. Aber in einem der beiden aktuellen Fälle handelt es sich um Fixierungen über den Zeitraum von mehreren Wochen. Da ist es natürlich vollkommen richtig und wichtig, dass eine unabhängige richterliche Überprüfung stattfindet.

Wann wird denn heutzutage noch fixiert?

Die Fixierung ist nicht auf die Psychiatrie beschränkt. Patienten werden fixiert, wenn es darum geht, eine akute Gefahr abzuwenden, ungeachtet ob sie in der Psychiatrie sind, in der somatischen Medizin oder in einem Pflegeheim. Eine klassische Situation ist, dass im Rahmen einer Intoxikation mit Drogen massive Erregungszustände entstehen. Dann wissen Patienten oft nicht mehr, wo sie sind, was sie tun und fühlen sich bedroht, sodass sie alles kurz und klein schlagen. Auch nach einer OP, wenn ein älterer Patient nach einer Operation im Delirium auf der Intensivstation liegt und versucht, sich sämtliche Schläuche zu ziehen, kann er kurzfristig fixiert werden. Aber Fixierungen sind natürlich kein Teil der Behandlung. Anders war das früher - im 18. und 19. Jahrhundert hat man in der Tat gedacht, man könnte durch Fixierungen psychische Erkrankungen heilen.

Wie oft wird in Pflegeheimen und Psychiatrien noch fixiert?
Die Patientenklage

Das Bundesverfassungsgericht befasst sich derzeit mit den Beschwerden zweier Psychiatriepatienten. Sie klagen dagegen, dass sie ohne richterliche Verfügung über einen längeren Zeitraum fixiert wurden. Das Gericht berät nun darüber, ob es sich um staatliche Freiheitsberaubung handelt. Ein Termin für das Urteil steht noch nicht fest.

Es gibt dazu keine definitiven Zahlen. Es werden wesentlich mehr Patienten in Alten- und Pflegeheimen sowie in der Somatik fixiert als in der Psychiatrie. Als Maßnahme, um eine Notfallsituation zu beherrschen, ist es nach wie vor unverzichtbar, wenngleich mit allen Mitteln versucht wird, die Anwendung so weit wie möglich zu reduzieren. Die behandelnden Ärzte und Pfleger versuchen immer, bevor sie eine Fixierung anordnen, erstmal zu deeskalieren. Das heißt: Mit dem Patienten irgendwie in Kontakt kommen, mit ihm sprechen, ihn beruhigen und eine Fixierung verhindern. Aber nochmal: Als Behandlungsmethode ist das Ganze vollkommen obsolet.

Was spricht für eine Fixierung?

Es gibt tatsächlich Situationen, in denen Ärzte verhindern müssen, dass der Patient sich und andere verletzt. Da gibt es zwei alternative Möglichkeiten. Die eine ist die Isolierung: Man bringt Patienten in einen Raum, in dem sie alleine sind und in dem sie sich möglichst wenig selbst verletzen können. Aber auch das ist manchmal zu gefährlich. Und die Alternative ist die medikamentöse Ruhigstellung mit hohen Dosen von Psychopharmaka.

Welchen Weg schlagen Sie vor, um das Fixieren zu verhindern?

Wesentlich ist, weiter an der Prävention zu arbeiten. Das heißt, dass es gar nicht erst zu solchen Situationen kommt. Früher hat man sehr häufig demente Patienten fixiert, damit sie nicht aus dem Bett fallen. Heute gibt es Betten, die runtergefahren werden können, wenn der Patient im Bett liegt. Dann kann nichts mehr passieren, wenn er herausfällt. Andere Fixierungen können durch Deeskalationstechniken verhindert werden oder dadurch, dass man für die Patienten genug Raum, Platz und Personal hat. Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob ein erregter Patient auf ein Team von drei Leuten trifft, die ihn in einen großzügigen Raum, vielleicht auch mit einem kleinen Garten bringen, wo er rauchen kann. Oder ob er in einem winzigen Raum einer Notaufnahme von einem einzigen Pflegenden betreut werden muss.

Wie kritisch sehen Sie persönlich die Maßnahme des Fixierens?

Ich sehe das grundsätzlich immer kritisch. Sie stellt immer eine Ultima Ratio dar, also eine Maßnahme, die man erst dann durchführen darf, wenn keine andere Methode hilft.

Welche Folgen kann die Fixierung für den Patienten haben, psychisch und auch physisch?

Eine Fixierung kann zu Verletzungen des Patienten führen, wenn er sich wehrt. Sie kann erhebliche psychische Folgen haben, bis hin zu einer posttraumatischen Belastungsstörung. Das können aber die anderen Maßnahmen, die als Alternativen denkbar wären, auch verursachen.

Mit Thomas Pollmächer sprach Finn Tönjes

Quelle: n-tv.de , ftö
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Heilende Hilfe aus dem Boden - Neu entdecktes Antibiotikum wirkt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Feb 2018 14:28

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Neu-entdeckt ... 82855.html
Heilende Hilfe aus dem Boden - Neu entdecktes Antibiotikum wirkt

Antibiotika sind bei bakteriellen Infektionen das Therapiemittel Nummer eins. Doch in den letzten Jahren wirken diese nicht mehr in jedem Fall. Ein neu entdeckter Stoff könnte das bald ändern.


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Nach wirksamen Mitteln gegen multiresistente Keime wird weltweit mit Hochdruck geforscht. Wissenschaftler der Rockefeller University in New York haben nun ein Mittel entdeckt, das hochwirksam gegen eine Vielzahl dieser resistenten Krankheitserreger wirkt, darunter auch der gefürchtete Krankenhauskeim MRSA.

Die Forscher um Sean Brady gingen zu den Ursprüngen der Antibiotika zurück und damit auf die Produkte von Schimmelpilzen und Bodenmikroben. Aus diesem Grund nahmen sie mehr als tausend Bodenproben aus allen Regionen der USA. Aus diesen Proben bestimmten und analysierten sie die darin befindlichen Bakterien, denn diese halten Konkurrenten mit selbst gebildeten antibiotischen Wirkstoffen fern.
Hoffnungsträger Malacidine

Die Forscher fanden bei der Entschlüsselung der Bakterien-DNA tatsächlich eine Gruppe von Genen, die für die Bildung sogenannter Malacidine zuständig ist. In ersten Experimenten damit zeigte sich, dass diese Stoffgruppe hochwirksam gegen eine Reihe bakterieller Krankheitserreger ist. Die Forscher sahen auch, auf welchem Weg Malacidine die Erreger unschädlich macht. Der neu entdeckte Stoff attackiert ein bestimmtes Molekül, sodass der Aufbau einer Zellwand und damit ein weiteres Überleben der Zelle unmöglich werden.
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Weil Malacidine überaus aussichtsreich als neue Antibiotika sind, testeten die Forscher nun die Wirksamkeit der Stoffklasse an Ratten. Sie infizierten die Tiere mit dem multiresistenten Krankenhauskeim Styphylococcus aureus, der bei den Tieren schwere Infektionen auf der Haut verursachte. Es zeigte sich, dass nach Gabe des Mittels die Haut vollständig regenerierte und die Tiere wieder ganz gesund wurden.

Malacidine könnten zu neuen, wirksamen Antibiotika werden, die nicht nur gegen bisher resistente Erreger wirken, sondern für die auch keine schnelle Ausbildung von Resistenzen zu befürchten ist. Gegen die Angriffsstrategie der Malacidine zeigten sich die Bakterien in weiteren Tests als machtlos, wie weitere Untersuchungen ergaben.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin Natur Microbiology.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 78106.html
Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Quelle: n-tv.de , jaz
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Tiefkühlpizza & Co - Fertiggerichte könnten Krebs fördern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Feb 2018 14:19

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Fertiggerich ... 87487.html
Tiefkühlpizza & Co - Fertiggerichte könnten Krebs fördern

Der Tag war lang und der Kühlschrank ist leer. Im Supermarkt greift man dann schnell zur leckeren Tiefkühlpizza. Dass diese fettig und hochkalorisch ist, wissen die meisten. Ob Fertiggerichte die Entstehung von Krebs begünstigen, untersuchen Forscher.


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Tiefkühlpizza, Lasagne oder Frühlingsrolle: Fertiggerichte können nach einem langen Arbeitstag eine echte Rettung sein. Die schnell gewärmten Speisen gelten zwar als zu fett, zu kalorienreich und damit als ungesund, finden aber dennoch immer häufiger Zuspruch. Grund genug für Forscher der Santé Médicine et Biologie Humain der Université Paris 13 mit einer großangelegten Untersuchung herauszubekommen, ob es einem Zusammenhang zwischen dem Verzehr von hochverarbeiteten Fertiggerichten und dem Risiko Krebs zu bekommen besteht.
Dosengemüse ist nicht hochverarbeitet.

Für die Untersuchung werteten die Forscher Daten von insgesamt 104.980 gesunden Erwachsenen aus. Das Durchschnittsalter der Probanden betrug 42,8 Jahre, der Frauenanteil lag bei 78 Prozent, der der Männer bei 22. Die Studienteilnehmer sollten mit Hilfe eines Online-Fragebogens angeben, wie oft sie im Alltag welche Lebensmittel konsumieren. Die Forscher stellten dafür insgesamt 3300 Produkte zur Verfügung. Zudem wurden die Daten aus den Krankenakten der Studienteilnehmer über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg herangezogen.

Es zeigte sich, dass bei denjenigen, die täglich zehn Prozent hochverarbeitete Fertigprodukte aßen, das individuelle Risiko an Krebs zu erkranken, um insgesamt 12 Prozent anstieg. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, stieg um elf Prozent, schreiben die Forscher über ihre Ergebnisse. Es zeigte sich auch, dass nach dem Herausrechnen von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Familiengeschichte, Rauchen oder Bewegung, die ebenfalls auf die Entstehung von Krebs Einfluss haben, immer noch relevant war.
Nicht jedes Fertigprodukt ist hochverarbeitet
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Die Forscher betonten zudem, dass nicht so stark verarbeitete Lebensmittel wie beispielsweise Dosengemüse das Krebsrisiko nicht ansteigen ließen. Bei Probanden, die sich hauptsächlich von frischen und kaum verarbeitetem Lebensmitteln ernährten, sank das Risiko an Krebs zu erkranken sogar.

Auch wenn die Ergebnisse, wie bei jeder anderen Ernährungsstudie auch, keine Ursache-Wirkung-Zusammenhänge zulassen, geben sie zumindest Hinweise auf die Wirkung von hochverarbeiteten Lebensmittel auf den menschlichen Körper. Die Forscher sind sich darüber bewusst. Sie wollen die Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von hochverarbeiteter Nahrung und Gesundheit weiterhin untersuchen. Ziel ist es zudem herauszubekommen, welche Stoffe die Krebsbildung besonders fördern. Die Ergebnisse sind auf "TheBMJ" veröffentlicht worden.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Gemüse als Medizin - Bittergurke hilft Diabetes-Patienten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Feb 2018 14:18

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Bittergurke- ... 95730.html
Dienstag, 20. Februar 2018
Gemüse als Medizin - Bittergurke hilft Diabetes-Patienten

Die Natur hält viele Heilmittel bereit. Darunter auch die Bittergurke, die ein hoffnungsvoller Kandidat für Diabetes-Patienten ist - vor allem für die, die keinen Zugang zu Medikamenten haben.


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Zur Startseite - Info Gesundheit - 4 Jahre Rückblick - forum-kategorie-f5/info-gesundheit-t32.html
In den letzten Jahrzehnten sind auch in nichtindustrialisierten Ländern immer mehr Menschen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt. Das liegt vor allem an veränderten Essgewohnheiten, denn die Ernährung beeinflusst hauptsächlich den Blutzuckerspiegel. Steigt dieser zu sehr an, reguliert ihn normalerweise der Körper. Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 verläuft dieser Mechanismus nicht mehr fehlerfrei. Ihnen fehlt Insulin. Forschern aus Deutschland und Tansania ist es nun gelungen, zu beweisen, dass ein Extrakt der Bittergurke (Momordica charantia) antidiabetische Eigenschaften hat, die die Einnahme von Medikamenten hinauszögern oder sogar überflüssig machen könnte.

Für die Untersuchung wurde 52 Probanden, die in einem Frühstadium von Diabetes Typ 2, dem sogenannten Prädiabetes waren, täglich ein Getränk mit 2,5 Gramm Bittergurken-Extrakt oder einfacher Bittergurkensaft über den Zeitraum von acht Wochen gereicht. Aus ethischen Gründen seien nur Probandinnen und Probanden in die Studie einbezogen worden, die sich im Frühstadium einer Diabetes-Erkrankung befanden und noch keine medikamentöse Therapie benötigten, erklärt Professor Michael Krawinkel vom Institut für Ernährungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, der die Studie leitete.
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Es zeigte sich, dass der zuckersenkende Effekt der Bittergurke im Nüchternblutzucker umso größer war, je höher der Ausgangswert war. Die Forscher gehen aufgrund ihrer Ergebnisse davon aus, dass der Bittergurken-Extrakt bei Diabetikern einen noch deutlicheren Effekt als bei Prädiabetikern haben wird. Die Ergebnisse der Untersuchung, die am Kilimanjaro Christian Medical Center in Moshi/Tansania durchgeführt wurde, könnten vor allem für Menschen wichtig sein, die keinen oder nur schwer Zugang zu Medikamenten haben.

Die Forscher sahen außerdem, dass nicht nur ein einzelner Wirkstoff der Bittergurke die blutzuckersenkende Wirkung bringt, sondern mehrere Komponenten der Pflanze, die auch als Bittermelone oder Balsambirne bezeichnet wird, wirken.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Journal of Ethnopharmacology.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Risiken bei Urlaub im Warmen - So schützt man Haut bei Fernreise am besten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Feb 2018 18:22

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/So-schuetzt- ... 96476.html
Freitag, 23. Februar 2018
Risiken bei Urlaub im Warmen - So schützt man Haut bei Fernreise am besten

Im Winter sehnen sich viele Menschen nach mehr Licht - eine gute Zeit für Urlaubsreisen in warme, exotische Länder. Dort legen sich viele gern knapp bekleidet an Strand und Pool - oft mit unguten Folgen. Wie können Sonnenhungrige ihre lichtentwöhnte Haut schützen?


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Auch wenn die Sonne hierzulande derzeit öfter scheint - die Tage sind kurz, gegen 18 Uhr wird es bereits dunkel und zudem ist es zu kalt, um viel Licht an die Haut zu lassen. Viele Menschen sehnen sich im Winter besonders nach Sonne und Wärme und reisen darum bevorzugt in Länder, in denen sie genau das bekommen. Wer sich dort aber gleich ausgiebig in die Sonne brezelt, geht ein großes Risiko ein - besonders Menschen mit heller Haut sind besonders Hautkrebs-gefährdet. Aber auch "Mallorca-Akne" und Sonnenbrand sind unerwünschte Begleiterscheinungen des Urlaubs in der Ferne. Wie kann man sich dagegen am besten schützen?

Bei Reisen speziell in warme und tropische Länder übt Sonnenstrahlung "die stärkste und mitunter folgenschwerste Wirkung auf die Haut aus", sagt Dermatologin Friederike Kauer. Sonnenstrahlung besteht aus Infrarot-Strahlung, sichtbarem Licht und Ultraviolett-Strahlung, von der UVA- und UVB-Strahlen die Erde erreichen. UVA bewirkt eine kurze Bräune auf der Haut, kann zudem eine Sonnenallergie auslösen und Faltenbildung sowie Hautalterung zur Folge haben. UVB-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein, führen zu einer langfristigen Bräune und verursachen über DNA-Schäden Hautkrebs.

Am anfälligsten für Schädigungen durch UV-Strahlung seien Menschen mit sehr heller Haut und hellem oder rötlichem Haar, dem sogenannten Hauttyp 1. Weniger gefährdet seien Menschen mit dunklerem Teint sowie dunklen Haaren, erklärt Kauer. Reisende sollten ihren eigenen Hauttyp kennen und ihr Sonn-Verhalten darauf abstimmen. Für alle Hauttypen gelte: "Sonnenschutz ist Pflicht – bei Reisen ans Meer umso mehr. Wasser und Sand reflektieren die Strahlung und der Wind täuscht oftmals über die wahre Stärke der UV-Strahlung hinweg. Der Sonnenbrand macht sich häufig erst Stunden später bemerkbar", so die Expertin.
"Ausweichen, Bekleiden, Cremen"

Eine hilfreiche Eselsbrücke kann dabei das "ABC des Sonnenschutzes" sein: Ausweichen, Bekleiden, Cremen. Da die UV-Strahlung in den Mittagsstunden meist besonders intensiv ist, sollte zwischen 11 und 15 Uhr der Aufenthalt in der Sonne vermieden werden. Die Strahlung ist zudem umso stärker, je näher man sich am Äquator befindet. Auch die von einer Wasser- oder Sandfläche reflektierte Strahlung sowie die Höhensonne besitzen eine sehr hohe Intensität.

Zum Schutz vor UV-bedingten Schäden ist das Tragen dicht gewebter und langer Kleidung - also mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen - und einer Kopfbedeckung empfehlenswert. Der Schutz durch Textilien ist vor allem für Kleinkinder und Menschen mit Allergien gut geeignet. "Synthetische Fasern sind Naturfasern vorzuziehen", so die Hautärztin. Hinzu kommt: Materialien, die keinen speziellen UV-Schutzfaktor haben, können für Sonnenstrahlen durchlässig sein. Das ist insbesondere bei sehr dünnen Materialien und einigen Kunststoffen der Fall. Auch nasse Baumwollkleidung lässt viel mehr Strahlung durch als trockene.
Welcher LSF ist der richtige?

Zudem sollten Reisende auf alle unbedeckten Hautstellen Sonnenschutzmittel mit einem geeigneten Lichtschutzfaktor (LSF) auftragen - und zwar nicht zu sparsam. Für empfindliche Hauttypen wird zu LSF 30 oder höher geraten, für weniger empfindliche reicht LSF 20.
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Der LSF gibt an, um wie viel Mal länger ein Aufenthalt in der Sonne möglich ist, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verglichen mit dem Wert ohne das Sonnenschutzmittel. Es sollte etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Etwa alle zwei Stunden und auch nach jedem Baden muss nachgecremt werden. "Dadurch wird die Schutzdauer aber nicht verlängert, sondern lediglich aufrechterhalten", so Kauer. Die Sonnenschutzmittel helfen gegen Sonnenbrand und Hautalterung sowie schützen vor Hautkrebs.

Wer an durch Sonnenlicht ausgelöste Hauterkrankungen wie beispielsweise der sogenannte "Mallorca-Akne" leidet, müsse auf die Wahl des Filters in den Cremes achten. Betroffene reagieren überempfindlich auf eine Kombination aus Sonnencreme und UV-Strahlung. Physikalische Filter mit Bestandteilen wie Titandioxid und Zinkoxid hinterlassen einen weißlichen Film auf der Haut und verursachen meistens keine Allergien. Im Gegensatz dazu führen chemische Filter häufig zur Entwicklung einer Hypersensitivität. "Wer sich hier bei der Wahl des Sonnenschutzmittels unsicher ist, kann auch bei seinem Arzt wegen der Inhaltsstoffe nachfragen", rät die Expertin. "Moderne Cremes bestehen nämlich häufig aus chemischen Filtern und einem physikalischen Filter."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 64861.html
... es gibt auch Menschen, die tragen die dunklen Brillen immer, ungeachtet der Jahres- oder Tageszeit; ihnen ist das Gestell quasi im Gesicht festgewachsen und man kann sie sich kaum noch ohne vorstellen, wie Udo Lindenberg ... Katzenauge, Pilot oder Holzgestell: Sonnenbrillen und ihre Träger Cool aussehen wollen auch die Träger einer Pilotenbrille. Katzenauge, Pilot oder Holzgestell Sonnenbrillen und ihre Träger

Quelle: n-tv.de , abe
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Gefahr der Infizierung - Resistente Keime in Badeseen nachgewiesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mär 2018 23:38

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Resistente-K ... 27573.html
Freitag, 09. März 2018
Gefahr der Infizierung - Resistente Keime in Badeseen nachgewiesen

Für Schwimmer ist in diesem Jahr besondere Vorsicht geboten: Forscher weisen in deutschen Seen, Bächen und Flüssen antibiotikaresistente Keime nach. Wie verbreitet die Bakterien sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen.


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Antibiotikaresistente Keime in Seen und Flüssen können unter Umständen auf badende Menschen übergehen und diese krank machen. Eine Übertragung könne nicht ausgeschlossen werden, insbesondere "bei Personen, die nach medizinischen Maßnahmen nur über eine abgeschwächte Immunabwehr verfügen", erklärte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion, über die der "Spiegel" berichtet.
Forscher finden Keime, die gegen wichtige Reserveantibiotika unempfindlich sind

Wissenschaftler hatten im Rahmen einer Recherche des Norddeutschen Rundfunks (NDR) antibiotikaresistente Bakterien in Seen, Bächen und Flüssen in Niedersachsen gefunden. Sie fanden laut NDR unter anderem multiresistente gram-negative Keime (MRGN), auch solche, die gegen wichtige Reserveantibiotika unempfindlich sind. Dabei handelt es sich um Mittel, die nur eingesetzt werden, wenn die herkömmlichen Antibiotika nicht mehr wirken.
Grüne kritisieren Bundesregierung

Unklar ist bisher, wie weit verbreitet solche Keime in deutschen Gewässern sind. Die Bundesregierung könne auch vier Wochen nach Veröffentlichung der Ergebnisse nicht sagen, ob es dazu überhaupt Daten gibt. Es lägen "keine Angaben aus den Ländern darüber vor", schreibt das Umweltministerium laut Bericht in seiner Antwort. Man wolle die Länder kurzfristig um Auskunft bitten. Diese seien auch für konkrete Handlungsempfehlungen zuständig.
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Die Opposition im Bundestag hält den Umgang der Regierung mit dem Thema für naiv und fahrlässig. "Weder Bund noch Länder scheinen derzeit genau zu wissen, wie weit verbreitet solche gefährlichen Keime in unseren Badegewässern sind", sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Bettina Hoffmann, dem "Spiegel". "Die Bundesregierung muss dringend einen bundesweiten Bedarfsatlas anstoßen, damit wir eine Vorstellung davon bekommen, wie groß das Problem in Wirklichkeit ist."

Multiresistente Bakterien gelangen auf unterschiedlichen Wegen in die Umwelt, beispielsweise aus der Landwirtschaft oder über Kläranlagen. Die meisten Keime sind zwar weiterhin mit Antibiotika behandelbar, allerdings gab es in den USA vergangenes Jahr einen Fall, bei dem eine Patientin an einer Infektion starb, weil kein einziges dort zugelassenes Antibiotikum geholfen hatte.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 78106.html
Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Quelle: n-tv.de , jgu
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Verdacht ausgeräumt - Hochdrucksenker stören nicht die Potenz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Mär 2018 14:22

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Hochdrucksen ... 33157.html
Dienstag, 13. März 2018
Verdacht ausgeräumt - Hochdrucksenker stören nicht die Potenz

Lange Zeit scheint klar: Bluthochdruckmittel sind Potenzkiller. Dass die Wirkstoffe, die den Blutdruck in Schach halten sollen, nicht dafür verantwortlich sind, zeigt eine aktuelle Untersuchung, die aber auch Hoffnungen zerschlägt.


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Männer mit Bluthochdruck leiden oftmals auch unter Impotenz. In vergangenen Zeiten wurden vor allem die Medikamente, die zur Behandlung des Hochdrucks eingenommen wurden, dafür verantwortlich gemacht. Um diese Annahme zu überprüfen, hat ein internationales Forscherteam unter Leitung von Philip Joseph von McMaster University im kanadischen Hamilton untersucht, wie verschiedene Wirkstoffe zur Blutdrucksenkung auf die Potenz wirken.
Erektile Dysfunktion

Impotenz oder Potenzstörungen werden in der Fachsprache als Erektile Dysfunktion bezeichnet. Es handelt sich um eine schwerwiegende Erkrankung. Beim überwiegenden Teil der Betroffenen liegen körperliche Ursachen zugrunde. Da das Alter der größte Risikofaktor dafür ist, kommen oft noch andere Erkrankungen hinzu.

"Die Studie spiegelt gut wider, was Ärzte alltäglich in der Praxis sehen", sagt Professor Bernhard Krämer, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga. "Bei den meisten der Patienten ist nicht nur der Blutdruck zu hoch, sondern auch Blutfette, Blutzucker und Körpergewicht." Eine weitere Komponente dieses sogenannten metabolischen Syndroms kann bei Männern eine erektile Dysfunktion sein.
Keinen Einfluss hinsichtlich der Potenz

Die Forscher suchten für ihre Analyse zunächst 2153 Männer aus der sogenannten Hope-Studie, an der mehr als 12.000 Menschen teilnahmen, heraus. Bei "Hope" wurde die Wirksamkeit von zwei Blutdruckmedikamenten und einem Cholesterinsenker geprüft. Die Ausgewählten waren zu Beginn der Hope-Studie durchschnittlich 61,5 Jahre alt. 58 Prozent von ihnen gaben an, an erektiler Dysfunktion zu leiden. Alle hatten neben einem erhöhten Blutdruck mindestens einen weiteren Risikofaktor für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.
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Bei der Analyse zeigte sich, dass weder mit den Hochdruckmedikamenten noch mit dem Cholesterinsenker Impotenz häufiger auftrat als ganz ohne Medikamente beziehungsweise mit der Gabe von Placebos. "Aufgrund der Größe der Studie und der Behandlungsdauer von 5,6 Jahren bestätigen die Ergebnisse unsere Erfahrung, dass eine Blutdrucksenkung durch Hochdruckmedikamente im Allgemeinen keine Potenzstörungen auslöst", sagt Professor Peter Trenkwalder, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga.

Allerdings haben die Medikamente das Neuauftreten einer erektilen Dysfunktion auch nicht verhindert. "Wir hatten natürlich gehofft, dass eine Normalisierung von Blutdruck und Cholesterin die Patienten genauso vor einer erektilen Dysfunktion bewahrt, wie sie vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützt", so der Experte vom Klinikum Starnberg weiter. Dennoch könne Patienten mit bestimmten Präparaten geholfen werden.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Canadian Journal of Cardiology.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 93081.html
Die andere Seite des Wohlstands: Moderne Zivilisationskrankheiten Die andere Seite des Wohlstands: Moderne Zivilisationskrankheiten Die andere Seite des Wohlstands: Moderne Zivilisationskrankheiten Die andere Seite des Wohlstands Moderne Zivilisationskrankheiten

Quelle: n-tv.de , jaz
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Schizophrenie und Depressionen - LSD hilft Forschern bei Ursachensuche

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Mär 2018 14:01

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/LSD-hilft-Fo ... 46065.html
Schizophrenie und Depressionen - LSD hilft Forschern bei Ursachensuche

LSD ist eine Droge, die die Wahrnehmung der Realität stark verändert. Das gilt für die Selbst- und die Fremdwahrnehmung. Forschern hilft sie bei der Suche nach neuen Medikamenten für Patienten mit psychischen Leiden.

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Der Großteil der psychischen Erkrankungen hängt mit Problemen im zwischenmenschlichen Kontakt und einer gestörten Selbstwahrnehmung zusammen. Geholfen werden kann Betroffenen mit den derzeit zur Verfügung stehenden Therapien nur mäßig. Ein Grund dafür ist, dass neurobiologische Grundlagen und neurochemische Prozesse bisher nur wenig untersucht wurden. Forschende der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich haben deshalb untersucht, wie Veränderungen in der Selbstwahrnehmung und Veränderungen in der sozialen Interaktion miteinander zusammenhängen und welche pharmakologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen.

Dafür gaben sie insgesamt 24 freiwilligen Studienteilnehmern ein Placebo, LSD oder den Wirkstoff Ketanserin in Kombination mit LSD. Alle Probanden wurden danach ins MRT-Gerät gelegt und bekamen die Aufgabe, durch Augenbewegungen mit einem virtuellen Avatar zu kommunizieren. "LSD lässt die Grenzen zwischen der eigenen Person und anderen Personen während eines sozialen Austauschs verschwimmen", erklärt Katrin Preller die Wirkung der eingesetzten Droge. Sie leitete zusammen mit Professor Franz Vollenweider die Studie.

Es zeigte sich, dass Selbstwahrnehmung und soziale Interaktion eng in Verbindung miteinander stehen. "Dies ermöglichte uns zu zeigen, dass Gehirnregionen, die für die Unterscheidung zwischen der eigenen und anderen Personen wichtig sind, unter LSD weniger aktiv waren", erklärte Preller weiter. "Und dadurch veränderte sich auch die soziale Interaktion."
Rezeptor geblockt
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Die Scannerbilder aus dem MRT versetzte die Forschenden in die Lage, zu zeigen, dass die LSD-bedingten Veränderungen durch Ketanserin blockiert wurden. In diesem Zusammenhang konnten sie auch einen bestimmten Serotonin-Rezeptor benennen, der bei einer Vielzahl psychischer Störungen eine Rolle spielt.

Die Ergebnisse könnten für die Entwicklung neuer Medikamente für Patienten mit psychischen Störungen eingesetzt werden. Die medikamentöse Blockade des speziellen Rezeptors könnte beispielsweise Patienten mit Schizophrenie helfen. Eine Stimulierung hingegen ist möglicherweise bei Patienten mit überhöhtem Selbstfokus wirksam, wie er bei Depressionen ausgeprägt ist.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im "Journal of Neuroscience".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Hohe Dunkelziffer - Tausende Patienten werden falsch behandelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Apr 2018 09:51

Info Gesundheit
https://www.n-tv.de/wissen/Tausende-Pat ... 67330.html
Hohe Dunkelziffer - Tausende Patienten werden falsch behandelt

Im Medizinbetrieb werden Patienten regelmäßig Opfer von folgenschweren Fehlern. Aktuelle Zahlen dazu veröffentlicht die Bundesärztekammer. Doch über das genaue Ausmaß gäbe es nur Schätzungen, behaupten Experten.


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Mehr Patienten als nötig werden aus Expertensicht in Deutschland Opfer ärztlicher Behandlungsfehler. "Es gibt zu viele Fälle, und es gibt Instrumente dagegen, die wir anwenden können", sagte der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, Hardy Müller. Die Bundesärztekammer stellte dazu neue Zahlen vor.
Video https://www.n-tv.de/mediathek/videos/ra ... 76881.html
Diese Rechte haben Patienten: Die wichtigsten Antworten zum Thema Behandlungsfehler
15.05.16 – 01:18 min
Diese Rechte haben Patienten Die wichtigsten Antworten zum Thema Behandlungsfehler

Das Gutachten zeigt, wie viele Fälle von Fehlerverdacht die Kommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft im vergangenen Jahr untersuchten - und wie oft sie hierbei tatsächlich einen Fehler feststellten. Sie haben demnach im vorigen Jahr 2213 Behandlungsfehler gezählt. Im Vergleich zu 2016 mit 2245 Fällen blieb die Gesamtzahl damit beinahe gleich, wie die Spitzenorganisation der Mediziner mitteilte.

Von den festgestellten Behandlungsfehlern führten 1783 zu Gesundheitsschäden, in 430 Fällen war dies nicht der Fall. Den Gutachtern wurden insgesamt 7307 Vorgänge zur Entscheidung vorgelegt. Bei 19,5 Millionen Klinikbehandlungen und einer Milliarde Arztkontakten bewege sich die Fehlerzahl "im Promillebereich". Es gebe daher keinen Grund für "Panikmache und Pfuschvorwürfe".
0,1 Prozent der Todesfälle sind vermeidbar

Dennoch betonte Müller, dass diese Statistik keine Auskunft über den Stand der Patientensicherheit in Deutschland gebe. Die Zahlen zeigten vielmehr, in welchen Fällen Patienten am ehesten einen Fehler vermuteten und nach welchen Behandlungen sie sich am häufigsten auch tatsächlich beschweren.

Wie viele Patienten sich direkt an Gerichte, Anwälte oder Versicherungen wenden, ist unbekannt. In der Vergangenheit schätzten die Ärzte die Zahl der Beschwerden auf 40.000 pro Jahr insgesamt. Vermeidbare Fehler und Probleme bei Behandlungen gebe es aber weit öfter, sagte Müller.

Schätzungen zufolge endeten rund 0,1 Prozent der Behandlungen in einem Krankenhaus vermeidbar tödlich. Das entspricht rund 20.000 Todesfällen. Das sei eine weit größere Zahl als die offiziell - etwa von Gerichten - festgestellten vermeidbaren Todesfälle durch Behandlungsfehler. Wichtig sei, dass alle Beteiligten die Sicherheitskultur weiterentwickeln und Fehler vermeiden. Ein Streit über Zahlen helfe da nicht weiter, mahnte Müller.
Häufigsten Fehldiagnosen bei Arthrosen und Brüchen

Beispiele für Behandlungsfehler veröffentlicht unter anderen die norddeutsche Schlichtungsstelle der Ärzteschaft. So ging ein 22-jähriger, kranker Mann nach einem Madagaskar-Urlaub mit Malaria-Verdacht zum Hausarzt. Dieser leitete laut Schlichtungsstelle aber nicht die für einen Akutfall geeigneten Diagnose- und Therapieschritte ein. Der junge Mann ging nach drei Tagen auf eigene Faust in eine Tropenklinik und wurde erst dort richtig behandelt.
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In einem anderen Fall kam ein 39-Jähriger mit einer Stichverletzung nach einem Streit ins Krankenhaus. Trotz akuter Behandlung und Untersuchung des Bauchs durch kleine Öffnungen der Bauchdecke sowie durch Ultraschall wurden Dick- und Dünndarm-Verletzungen zunächst nicht erkannt. Folge: Der Mann musste 18 Folge-Operationen über sich ergehen lassen und zwei Monate in der Klinik bleiben, davon zwei Drittel auf der Intensivstation mit einem Luftröhrenschnitt zur Dauerbeatmung.

Laut der veröffentlichten Fehlerstatistik der Ärzteschaft waren die häufigsten Fehlervorwürfe bei Diagnosen von Knie- und Hüftgelenksarthrosen sowie Brüchen des Unterschenkels oder des Sprunggelenks.

Quelle: n-tv.de , hny/dpa/AFP
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