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A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2017 11:31

logo altersarmut.jpg
A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D
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Aber nein es gibt keine Altersarmut in Deutschland ???, wie es die Politik

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2017 11:37

A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D

Stefan Dingens traurig.
1 Std ·

Aber nein es gibt keine Altersarmut in Deutschland ???, wie es die Politik gerne unter den Tisch kehrt

Liebe Freunde Feinde und die die es noch werden wollen

Heute morgen kurz nach 8 Uhr , war ich wie immer am Sonntag , Brötchen holen, für ein ausgiebiges Frühstück.
Als ich meine Sachen einpackte, betrat ein ca. 70 Jahre alter Rentner den Laden, der mit 4 großen Tüten voller Leergut bepackt war, die er offensichtlich die ganze Nacht über gesammelt hatte. Er wollte sich ein Brötchen kaufen das 26 Cent kostete.
Nur er hatte ein Problem, da er kein Geld hatte , wollte er dieses mit 2 Leergutflaschen zahlen.
Dieses wurde jedoch , was auch richtig war, von der Verkäuferin abgelehnt. Der Mann war gut gekleidet und gepflegt, er war augenscheinlich kein Obdachloser.
Als ich dieses merkte, war ich zuerst sehr verwundert und ehrlich gesagt musste ich mich erst mal etwas sammeln.
Nun ja wir haben den 01.10.17 und der arme Rentner hat keine 26 Cent mehr um sich ein Brötchen zu kaufen??? Zusätzlich muss der Rentner mitten in der Nacht los um Flaschen zu sammeln??

Das kann nicht sein und ich musste einschreiten. Kurzerhand gab ich der Verkäuferin 5 Euro und wies sie an dem Mann dafür ein Frühstück inklusive Kaffee fertig zu machen, was sie dann auch tat.
Der Mann war zu Tränen aufgelöst und bedankte sich mehrmals bei mir.

Liebe Leute und die Volksparteien wollen uns erzählen es gäbe keine Altersarmut?? Ich bin mir sicher das dies nur ein Fall von ca. 100000 ist.Wie kann es sein das, in einem angeblich reichen Land wie Deutschland, unsere Rentner schlechter Leben wie ein Straßenköter, während andere Gruppen hier jegliche Unterstützung bekommen??

Da sollten sich manche mal Gedanken machen und ihre evtl. politische Meinung überdenken.

Teilen des Beitrages ausdrücklich erwünscht!!!

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Dingens
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Studie zur Rente - Altersarmut nimmt in Deutschland drastisch zu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2017 11:58

A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 53561.html

Studie zur Rente - Altersarmut nimmt in Deutschland drastisch zu

Den Ruhestand sorgenfrei genießen? Für immer mehr Senioren wird das unmöglich. Bis 2036 steigt die Altersarmut laut einer Studie deutlich - und die Reformpläne der Politik helfen kaum.
© Christian Hog

Von Alexander Preker
Senioren an der Uni Magdeburg
DPA

Senioren an der Uni Magdeburg
Montag, 26.06.2017 10:21 Uhr

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Altersarmut galt als etwas, das aus der Zeit gefallen schien. Ältere in Deutschland sind derzeit im Schnitt relativ selten arm. Doch seit den Neunzigerjahren kennen immer mehr Menschen auch das: Minijobs, Hungerlöhne und Arbeitslosigkeit. Und viele von ihnen kommen bald ins Rentenalter. Wie drastisch Altersarmut sich künftig entwickelt, zeigt eine neue Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Jeder fünfte 67-Jährige wird demnach 2036 von Altersarmut bedroht sein. Das Armutsrisiko der Neurentner steigt laut den Autoren von derzeit bundesweit 16,2 Prozent auf 20,2 Prozent. Die Forscher präsentieren zusätzlich verschiedene Szenarien, die die Entwicklung am Arbeitsmarkt und die Verzinsung privater Vermögen berücksichtigen. Als armutsgefährdet gilt jemand, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung zur Verfügung hat.
Armutsrisiko von Neurentnern bis 2036
Anteil der jeweils 67-Jährigen mit Armutsrisiko*; bei verschiedenen Arbeitsmarkt- und Zinsentwicklungen (Angaben in %)
JahreBasisszenarioRealverzinsung 3%Realverzinsung 0%Positive ArbeitsmarktentwicklungNegative Arbeitsmarktentwicklung2015-202021-252026-302031-360510152025
*Einkommen von weniger als 60 Prozent des Mittleren Einkommens; Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Alleinstehende Frauen, Menschen ohne Berufsausbildung und Langzeitarbeitslose sind laut der Studie, die auf Daten des sogenannten Sozioökonomischen Panels (SOEP) fußt, mit am stärksten betroffen. Für die Autoren sind sie Risikogruppen. Selbst bei einer leicht positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt und damit wenigen Erwerbslosen könnte das Armutsrisiko den Forschern zufolge steigen. Das gilt auch bei moderat steigenden Zinserträgen.

Für das SOEP befragt das DIW seit 1984 jährlich grundsätzlich rund 30.000 Personen in etwa 15.000 Haushalten - und zwar, soweit möglich, immer die gleichen. Das Spektrum der Fragen ist groß und umfasst unter anderem Persönlichkeitsmerkmale, Bildung, Gesundheit, Einkommen und die Erwerbssituation. Dadurch gilt die Langzeitstudie als sehr zuverlässig und aussagekräftig.

Ursachen für drohende Altersarmut gibt es laut der Untersuchung viele - und sie liegen zumeist im Wandel des Arbeitsmarkts in den vergangenen 25 Jahren. Teilzeitarbeit oder ein später Einstieg ins Berufsleben, zählen etwa dazu. Befristete Verträge, Ich-AGs und manche Rentenreform der vergangenen Jahre befördern dies ebenfalls. Vor allem nennen die Autoren jedoch drei Gründe: Unterbrechungen des Berufslebens etwa bei Müttern, prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnbereich sowie sinkende Renten durch eine alternde Gesellschaft.

Der Studie zufolge werden künftig auch mehr Neurentner nicht nur von Armut bedroht, sondern auch auf Sozialhilfe angewiesen sein. Auch wenn aktuell noch deutlich weniger Ältere Grundsicherung beziehen als Menschen im Arbeitsalter Hartz IV erhalten. Die Forscher gehen davon aus, dass die Grundsicherungsquote für 67-Jährige von derzeit 5,4 Prozent auf 7 Prozent 2036 ansteigen wird - wobei sie dabei auch jeweils diejenigen mitrechnen, die die Grundsicherung etwa aus Scham nicht beantragen, obwohl sie ein Recht darauf hätten.
Neurentner: Risikogruppen für Armut
Prognostizierte Grundsicherungsquote verschiedener Personengruppen im Alter von jeweils 67 Jahren (Angaben in %)
JahreGesamtOstdeutscheAlleinstehende FrauMind. 5 Jahre arbeitslos2015-202021-252026-302031-36051015202530
2021-25● Gesamt: 5,8%
Quelle: Bertelsmann-Stiftung

Außer alleinstehenden Frauen und Langzeitarbeitslosen sind Ostdeutsche, die sich in den Neunzigern auf für sie neuen Arbeitsmärkten durchschlagen mussten, laut Studie davon noch deutlich stärker betroffen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung habe auch auf die Grundsicherungsquote dabei nur geringen Einfluss.

Für eine verlässliche Alterssicherung hat die Politik in den vergangenen Jahren viel ausprobiert - Stichwort Rente mit 67. Doch wenn ab 2022 die Babyboomer, die geburtsstarken Jahrgänge, in Ruhestand gehen, droht der Studie zufolge immer mehr von ihnen Altersarmut.
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Die Forscher haben auch berechnet, wie sich viele der aktuell diskutierten Reformen auswirken würden. Ergebnis: Auch sie können den Trend nicht stoppen. Denn die Risikogruppen würden "in der aktuellen Reformdebatte zu wenig durch die Vorschläge adressiert", schreiben die Forscher. Sprich: Die Politik zielt an den Bedürftigen vorbei. Zu den einzelnen debattierten oder bereits beschlossenen Szenarien heißt es in der Studie:

Stabilisierung des Rentenniveaus: Untersucht wurde der Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) das Rentenniveau bei 46 Prozent zu stabilisieren. Das würde das Risiko von Altersarmut aber nur gering dämpfen - da damit gilt: Arme Rentner bekämen etwas mehr, Wohlhabendere deutlich mehr.
Freibeträge für betriebliche und private Altersvorsorge: Diese bereits geltende Regel schließt eine Gerechtigkeitslücke, sodass ein Riester-Sparer in der Grundsicherung im Ruhestand auch mehr hat als einer ohne zusätzliche Vorsorge. Doch am statistischen Armutsrisiko, bemängeln die Forscher, ändere dies kaum etwas - wer nicht viel hat, habe meist auch nicht viel zur Seite gelegt.
Solidarrente für langjährige Versicherte: Betrifft laut den Forschern ebenfalls nur wenige - wer tatsächlich 35 oder 40 Jahre lang in die Rente einbezahlt hat, hat meist auch kein Problem mit Armut.
Pflicht zu betrieblicher Altersvorsorge: Könnte das Armutsrisiko laut Studie ebenfalls nur leicht senken. So legten Haushalte, die Grundsicherung beziehen, jährlich nur 33 Euro zurück.
Reform der Erwerbsminderungsrente: Die bis zum Jahr 2024 weitgehend wegfallenden Altersabschläge für Menschen, die wegen Krankheit nicht mehr voll arbeiten können, werden das Armutsrisiko für die Betroffenen laut Studie tatsächlich deutlich senken. Da dies jedoch nur eine kleine Gruppe betreffe, seien die Folgen für Altersarmut begrenzt.

Was also tun? Zentral für eine ausreichende Rente sind sozialversicherungspflichtige, gut bezahlte Jobs. Doch den Menschen, die diese jahrelang nicht hatten, hilft das wenig. Deshalb müsste die Politik zielgenaue Lösungen für die Risikogruppen, die veränderten Erwerbsbiografien und die Situation an den Kapitalmärkten finden, fordern die Forscher. Doch konkrete Vorschläge abseits von flexibleren und sichereren Übergängen im Berufsleben und Hilfe für Risikogruppen liefert die Studie dafür nicht.
Was können wir uns im Alter noch leisten?

picture alliance / dpa
Endlich verständlich: Die wichtigsten Daten und Fakten zur Rente

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Wenn die Rente nicht zum Leben reicht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2017 12:20

A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D
http://www.stern.de/tv/altersarmut-in-d ... 18430.html
Wenn die Rente nicht zum Leben reicht

Millionen Menschen in Deutschland leben in Altersarmut. Menschen, die ihr Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt haben und nun von wenigen Euro im Monat irgendwie leben müssen. Und viele von ihnen sagen: So habe ich schlicht keine Lust mehr zum Leben.
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Ilka Bessin besucht Gunther B. (83) in seiner 50-Quadratmeter-Wohnung gegenüber dem Pflegeheim seiner Frau.

Ilka Bessin besucht Gunther B. (83) in seiner 50-Quadratmeter-Wohnung gegenüber dem Pflegeheim seiner Frau.
© stern TV

Gisela Quenstedt hat 41 Jahre lang gearbeitet, trotzdem reicht ihre Rente nun nicht aus: Miete, Strom, Lebensmittel – die alte Dame spart, wo sie nur kann. "Ich bekomme 900 Euro Rente, meine Miete beträgt aber schon 560 Euro. Da bleibt mir nicht viel übrig", sagt sie. Gisela Quenstedt lebt in einer kleinen Altbauwohnung im Stadtteil Eimsbüttel, einer guten Gegend, wie selbst sagt. Doch sie will auf keinen Fall dort weg, das sei das Einzige, was ihr von ihrem alten Leben geblieben ist.

Gisela Quenstedt sammelt also nebenher leere Pfandflaschen, zum Kochen versorgt sie sich bei der Tafel mit Lebensmitteln, viele Dinge des täglichen Lebens besorgt sie sich bei einem Tausch-Treff. Die 68-Jährige fängt sogar Regenwasser in Eimern auf, um damit die Toilette zu spülen. Ihre Teebeutel benutzt sie bis zu sechs Mal, bevor sie neue kaufen muss. Ihre Armut sei ihr oft unangenehm, sagt die 68-Jährige: "Ich gehe seit 2011 zur Tafel. Das sind immerhin schon einige Jahre, aber es ist immer noch komisch. Man schämt sich ein bisschen dafür, dass man sich von seinem eigenen Geld nicht unterhalten und Essen kaufen kann."

Gisela Quenstedt ist geschieden und hat zwei Söhne, die beide Hartz IV beziehen. Wegen der Kinder musste sie einige Jahre in Teilzeit arbeiten, ansonsten hatte sie immer ein Vollzeitjob. Dass ihre Rente mal so gering ausfallen würde, hätte sie nie gedacht. Nach Abzug aller Kosten bleiben ihr etwa 230 Euro im Monat – weniger als acht Euro pro Tag.

"Ich muss eben immer rechnen und auch oft "Nein" sagen – "Nein" sagen und verzichten. Das ist nicht schön. Man muss doch, wenn man sein Leben lang gearbeitet hat, mit dem Geld auskommen können, das man erarbeitet hat."
"6,20 Euro – das ist zu teuer"

"Nein" sagen im Leben, daran hat sich auch Gunther B. gewöhnen müssen. Der 83-Jährige hat 43 Jahre lang gearbeitet und bekommt zusammen mit seiner Frau nun eine kleine Rente von etwas mehr als 1900 Euro. Angesichts dessen seine Frau Ingrid seit sieben Jahren in einem Pflegeheim lebt, ist das zu wenig. "Meine Frau hat eine Operation gehabt und die ist nicht gut verlaufen", erzählt Gunther B. Wenige Tage nach der Operation seiner Frau hatte er selbst einen Schlaganfall erlitten, so dass es ihm unmöglich wurde, Ingrid zu Hause selbst zu pflegen. Die beiden sind seit 60 Jahren verheiratet. Nun lebt Gunther B. allein in einer 50-Quadratmeter-Wohnung gegenüber des Pflegeheims. Mittags mache er sich oft einfach eine Konservenbüchse warm, erzählt er Ilka Bessin. Mit seiner Frau im Heim zu essen, komme für ihn nicht in Frage: "Das ist eine Kostenfrage. Sonntags essen kostet da 7,50 Euro und werktags 6,20 Euro. Das ist zu teuer."

Da die Pflegekosten fast genauso hoch sind wie die gemeinsame Rente, war Gunther B. gezwungen seine Lebensversicherung und die kompletten Ersparnisse von 35.000 Euro zu opfern. Erst als das Ehepaar kaum noch Geld übrig hatte, übernahm der Staat die Kosten fürs Pflegeheim. Die Kostenübernahme sei zwar eine enorme Erleichterung, dennoch habe auch er nie abhängig sein wollen, sagt Gunther B.: "Wenn du dein Leben lang für deine Familie, Frau und Kinder gesorgt hast und du kannst das auf einmal nicht mehr, und deine Ersparnisse und alles was du hattest, das ist auf einmal verbraucht – dann bleibt dir ja nichts anderes übrig, als zum Amt zu gehen. Man will ja auch nicht unter der Brücke schlafen."

Das Ehepaar hat sich seinen Lebensabend eigentlich ganz anders vorgestellt. Doch auch Ingrid und Gunther B. sind aufgrund der Operation und der hohen Kosten für das Pflegeheim unverschuldet in die Altersarmut gerutscht.

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung liegt das Armutsrisiko bei Rentnern zur Zeit bei 16,2 Prozent, bis 2036 soll die Quote auf 20,2 Prozent steigen. Demnach wäre dann jeder fünfte Rentner armutsgefährdet. Sieht so soziale Gerechtigkeit aus? Ilka Bessin macht das nachdenklich. "Man denkt gar nicht, dass so viele Menschen von Altersarmut betroffen sind. Ich habe in Hamburg Rentner kennengelernt, die einerseits zwar gut drauf waren, aber die mir andererseits Geschichten erzählt haben, dass ich dachte: Ich möchte so nicht alt werden. Wenn man so viel gearbeitet hat, möchte man im Alter doch nicht so abhängig sein und einfach so an den Rand der Gesellschaft geschoben werden. Das finde ich wirklich traurig!"
"Das Rentenniveau abzusenken, um die Riester-Rente zu fördern, war ein Schlag ins Gesicht vieler Rentner."

Live bei stern TV übte der frühere Bundesarbeitsminister Norbert Blüm scharfe Kritik an den Veränderungen im Rentensystem. Hier sehen Sie noch einmal das gesamte Studiogespräch zum Thema Altersarmut:


Wer ist...?
Ilka Bessin

Den meisten TV-Zuschauern dürfte Ilka Bessin als "Cindy aus Marzahn" bekannt sein. In der Rolle der pummeligen Proll-Intellektuellen im pinken Nicki-Anzug und mit Berliner Schnauze stand sie bis vor einem Jahr als Comedian auf der Bühne. Doch diese Rolle gehört der Vergangenheit an. Mit stern TV erkundet sie nun die Lebenswirklichkeit von Menschen am Rande der Gesellschaft.

Ilka Bessin wurde in der DDR geboren und kommt aus einfachen Verhältnissen. Nach der Schule wollte sie "Clown" werden, entschied sich aber doch zu einer Ausbildung als Köchin. Nach der Wende zog sie nach Berlin, jobbte und hoffte auf bessere Arbeitsmöglichkeiten. Bessin war drei Jahre lang selbst arbeitslos, die Zeit habe sie geprägt, sagt sie. Aus dem Frust entstand ihr großer Erfolg - ihre Bühnenkarriere. Bisherige Internetseite von Ilka Bessin
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"Ich habe fast 40 Jahre gearbeitet – und bekomme 500 Euro Rente"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2017 15:47

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"Ich habe fast 40 Jahre gearbeitet – und bekomme 500 Euro Rente"
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Doris Weiß aus München hat ein langes Berufsleben hinter sich – und bekommt 500 Euro Rente im Monat. "Die Miete sind 470 Euro, da kann man sich ausrechnen, was übrig bleibt", sagt sie.

Zusammen mit der Grundsicherung hat Weiß 890 Euro im Monat zur Verfügung, das macht abzüglich der Miete grob 14 Euro am Tag. Davon kann man überleben - sogar in München. "Verhungern würde ich nicht", sagt sie der "Huffington Post". Aber leben?

Weiß hat es versucht. "Aber ich habe gemerkt, dass es schwierig wird", sagt sie. Sie ging zur Münchner Tafel. Unangenehm war ihr das am Anfang. Jetzt, zwei Jahre später, ist sie es gewohnt, mit 200 anderen Münchnern in der Kälte zu stehen, bis sie dran ist.

Jetzt, sagt sie, kann sie sich auch mal eine Tasse Kaffee leisten, "ohne nur rechnen zu müssen".

Mehr über das Leben von Doris Weiß erfahren Sie im Video.
http://www.focus.de/finanzen/videos/alt ... 58625.html
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Rentnerglück in Bulgrien - Leben ohne Altersarmut

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Okt 2017 12:54

A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D
https://www.rentnerglueck-in-der-sonne.de/
Rentnerglück in Bulgrien - Leben ohne Altersarmut
Herzlich Willkommen!
Auswandern nach Bulgarien und die Rente in Würde leben

In Deutschland nimmt die Altersarmut zu. Jeden Tag lesen wir es in den Nachrichten und ein Großteil der Rentner lebt jeden Tag mit der Frage, wie
komme ich diesen Monat über die Runden?

Viele suchen, so wie Sie jetzt auch, einen Ausweg aus diesem unwürdigen Leben, nach einem harten Arbeitsleben


Jede zweite gesetzliche Rente liegt unter dem Hartz IV Niveau und diese Tendenz wird sich vermutlich noch verschärfen.

Nachfolgend eine Tabelle* über die Rentenhöhe nach Männern und Frauen, der Deutschen Rentenversicherung aus dem 2015:

Frauen Männer
Osten 840 Euro 1.071 Euro
Westen 591 Euro 1.013 Euro
*Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Sind auch Sie davon betroffen?

Bulgarien wäre die Alternative!

Die Mieten und Lebenshaltungskosten liegen in Bulgarien gut die Hälfte unter den Deutschen. Die Preise für den öffentlichen Nahverkehr sogar bis zu 70 Prozent. Sogar eine Taxifahrt ist bis zu 80 Prozent preiswerter. Als erster Überblick sehen Sie die Tabelle:

Indizes Unterschied


Verbraucherpreise in Bulgarien sind 44.81% niedriger als in Deutschland

Verbraucherpreise inklusive Miete in Bulgarien sind 50.43% niedriger als in Deutschland

Miete-Preise in Bulgarien sind 66.11% niedriger als in Deutschland

Restaurant Preise in Bulgarien sind 52.90% niedriger als in Deutschland

Lebensmittelpreise in Bulgarien sind 40.56% niedriger als in Deutschland

Ich bin Sofia Nezler und auch für Sie da!
Ich bin 1968 in Deutschland geboren und auch hier aufgewachsen. Habe meine Ausbildung hier gemacht und danach international gearbeitet. Bin viel beruflich gereist, habe in verschiedenen Ländern gelebt und dann.....

....dann wurden meine Eltern Rentner und sollten mit gut 1.300 Euro leben. Wenn man bedenkt, dass allein die Miete 600 Euro davon verschlingt, plus die Nebenkosten und danach sehr viel Monat übrig bleibt, ohne ausreichend Geld. Beide haben ihr ganzes Leben gearbeitet, aber die Rente, reicht nicht einmal zum Leben.
Zum Sozialamt gehen, kam für die Beiden nicht in Frage und mir wollten sie auch nicht auf der Tasche liegen. "Das hat etwas mit Würde zu tun!" so meine Eltern.
Ja, ich konnte sie verstehen.
Warum nicht auswandern in die Sonne?!
Jedoch waren die bekannten Ziele zu teuer...


Ich bin 1968 in Deutschland geboren und auch hier aufgewachsen. Habe meine Ausbildung hier gemacht und danach international gearbeitet. Bin viel beruflich gereist, habe in verschiedenen Ländern gelebt und dann.....

....Dann wurden meine Eltern Rentner und sollten mit gut 1.300 Euro leben. Wenn man bedenkt, dass allein die Miete 600 Euro davon verschlingt, plus die Nebenkosten und danach sehr viel Monat ohne ausreichend Geld übrig blieb.
Beide haben ihr ganzes Leben gearbeitet, aber die Rente, reicht nicht einmal zum Leben.
Zum Sozialamt gehen, kam für die Beiden nicht in Frage und mir wollten sie auch nicht auf der Tasche liegen. "Das hat etwas mit Würde zu tun!" so meine Eltern.
Ja, ich konnte sie verstehen.
Warum nicht auswandern in die Sonne?!
Jedoch waren die bekannten Ziele zu teuer....
......
Dadurch, dass ich vor 8 Jahren selber aus beruflichen Gründen nach Bulgarien ausgewandert bin und trotz der vorherrschenden Meinungsprägung in den Medien, über Notstände und Zurückgebliebenheit im Lande, sehr zufrieden bin, schlug ich Bulgarien als neues Lebensziel vor. Allein schon wegen der Lebenshaltungskosten, die nur gut die Hälfte von denen in Deutschland sind. Schnell wurde mit Hilfe meines gut ausgebauten Netzwerkes von Maklern, Anwälten und Notaren alles Notwendige geregelt und der Schritt in die Tat umgesetzt.
Jetzt konnten sie wieder draussen einen Kaffee trinken, ins Restaurant gehen und sich die vielen kleinen Annehmlichkeiten leisten, die das Leben im langersehnten Ruhestand, lebenswert machen. Sogar für das kulturelle Leben blieb noch Geld übrig.
Schnell kamen die ersten Anfragen von Bekannten meiner Eltern, die in der gleichen Situation waren und die Idee eine Agentur zu gründen, die Rentnern Hilfe mit Rat und Tat anbietet, aus dieser Altersarmut und einem Leben ohne Würde am Existenzminimum oder unter der Armutsgrenze zu entkommen, in die Tat umgesetzt.

Gern stehe ich auch Ihnen zur Verfügung und zeige Ihnen Wege und Möglichkeiten in Bulgarien ein normales Leben zu führen, ohne auf den Pfennig schauen zu müssen oder ihn mehrmals umzudrehen. Für Fragen und auch Informationen, sprechen Sie mich einfach an.
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Deutlich über EU-Schnitt - Jeder dritte Single von Armut bedroht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Feb 2018 13:52

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https://www.n-tv.de/politik/Jeder-dritt ... 82383.html
Dienstag, 13. Februar 2018
Deutlich über EU-Schnitt - Jeder dritte Single von Armut bedroht

In zwei von fünf Haushalten leben Alleinstehende und nicht selten Alleinerziehende. Und gut ein Drittel von ihnen sind von Armut bedroht. Besonders groß ist die Gefahr für ältere Menschen und Geringverdiener. Ein Trend, der sich deutlich verschärft hat.


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Fast jeder dritte Alleinstehende in Deutschland ist von Armut bedroht. Wie aus Zahlen des europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht, stieg der Anteil der armutsgefährdeten Alleinstehenden zwischen 2006 und 2016 von 21,5 auf 32,9 Prozent. In den vergangenen Wochen sind soziale und gesundheitliche Folgen von Einsamkeit verstärkt in den Fokus gerückt, nachdem in Großbritannien ein Regierungsposten gegen Einsamkeit eingerichtet wurde.

Auf die aktuellen Eurostat-Zahlen machte die Linke im Bundestag aufmerksam. Diakonie-Deutschland-Präsident Ulrich Lilie sagte, die Betroffenen hätten es sich häufig nicht selbst ausgesucht, alleinstehend zu sein. "Das verpflichtet die Gemeinschaft, diesen Menschen strukturell zu helfen."

Experten gehen davon aus, dass insbesondere Ältere mit kleinen Renten oder Grundsicherung betroffen sind, Jüngere auf dem Weg von einer Ausbildung ins Berufsleben und Niedrigverdiener. Als von Armut bedroht gilt, wer bei unter 60 Prozent des mittleren Netto-Einkommens liegt. 2016 waren dies 1063,75 Euro pro Monat. Alleinstehende mit einer Beschäftigung waren laut Eurostat zu 17 Prozent armutsgefährdet. Zehn Jahre zuvor waren es nur 10,1 Prozent.
Linke: Armut breitet sich aus

Auch die Gesamtzahl der Alleinstehenden ist in den vergangenen Jahren in Deutschland mit leichten Schwankungen angestiegen und überschritt 2015 die Marke von 16 Millionen. Ein Jahr später waren es bereits 16,43 Millionen alleinstehende Erwachsene ohne Kinder. Damit leben in mehr als zwei von fünf Haushalten Alleinstehende (40,8 Prozent). EU-weit sind nur 32,5 Prozent der privaten Haushalte Alleinstehenden-Haushalte. Auch der Anteil der Armutsgefährdung liegt bei ihnen EU-weit unter dem deutschen Wert, nämlich bei 25,6 Prozent.

Linke-Abgeordnete Sabine Zimmermann sagte: "Armut breitet sich zunehmend in Deutschland aus. Sie ist da und kann sich nicht verstecken." Im EU-Vergleich habe Deutschland einen ausgeprägten Niedriglohnsektor. "Eine neue Bundesregierung muss hier einen Schwerpunkt setzen", so die Vize-Fraktionschefin. Sie forderte unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro, ein Verbot von Leiharbeit und von sachgrundlosen Befristungen.
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Diakonie-Präsident Lilie machte darüber hinaus darauf aufmerksam, dass viele alleinerziehende Frauen Probleme hätten, mit ihrem Einkommen zurechtzukommen. Alleinerziehende, die zum Beispiel Unterhaltsansprüche nicht durchsetzen könnten und kein Netz von Verwandten hätten, gerieten rasch in eine Abwärtsspirale. Eine soziale Notlage gehe so oft mit zunehmender Vereinsamung einher.

Lilie begrüßte, dass sich Union und SPD im Entwurf ihres Koalitionsvertrags zum Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland bekannt hätten. Die Politik sei gefordert, beitragsfreie Kitas zu schaffen und Ganztagsbetreuung auch für Schüler auszubauen.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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Altersarmut - Rente erreicht immer öfter nicht das Existenzminimum

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Apr 2018 13:50

A L T E R S A R M U T in D E U T S C H L A N D
https://www.ksta.de/politik/altersarmut ... m-29928534
Altersarmut - Rente erreicht immer öfter nicht das Existenzminimum

Von
Axel Spilcker
26.03.18, 17:17 Uhr

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altersarmut1

Doris Theel, von Altersarmut bedroht,verarbeitet geschenktes Fallobst.
Foto:

Max Grönert

Bergheim -

Unablässig schnibbelt Barbara Müller, 68, ihre Äpfel. „Fallobst“, lächelt sie, Bekannte haben ihr das Obst geschenkt. Die Rentnerin sitzt am Küchentisch in ihrer Sozialwohnung in Bergheim. Mit jedem Cent muss die alleinstehende Frau rechnen, um über die Runden zu kommen. Altersarmut.
300 Euro zum Leben

Die Mutter von zwei Kindern bezieht staatliche Grundsicherung. Die kleine Rente hat die Stadt auf 768 Euro aufgestockt. Abzüglich Miete, Strom und Nebenkosten, bleiben ihr nach einem arbeitsreichen Leben knapp 300 Euro im Monat.

So tragisch ihre Vita, so typisch ist sie für viele bedürftige, ältere Frauen: Geschieden nach 30 Jahren Ehe, ihr Ex-Ehemann, selbstständig, hatte nicht ausreichend fürs Alter vorgesorgt. Barbara Müller arbeitete als Fußpflegerin.
Kind erkrankte an Leukämie

Bald aber musste sie den Job drangeben, weil ihr Sohn an Leukämie erkrankte. Sie pflegte ihn bis zu seinem Tod vor fünf Jahren. Und nun „reicht es hinten und vorne nicht“, bekennt die Rentnerin, „aber unterkriegen lass ich mich nicht.“

So wie Barbara Müller geht es immer mehr alten Menschen in Deutschland. Bundesweit leben laut dem Europäischen Statistikamt 5,7 Millionen Senioren am oder unter dem Existenzminimum. Allein in NRW ist jeder achte Rentner von finanzieller Not bedroht. Das entspricht 12,5 Prozent. 2005 lag die Quote noch unter zehn Prozent.
Laumann warnt vor „Schreckgespenst“

NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) nimmt „das Problem der Altersarmut sehr ernst“. Zugleich aber warnt der Politiker davor, „ein Schreckgespenst an die Wand“ zu malen. Auf stabiles Wirtschaftswachstum, auf einen florierenden Arbeitsmarkt setzt Laumann – und auf faire Löhne. „Wer Jahrzehnte gearbeitet hat, muss genug für seinen Lebensunterhalt haben und darf nicht in Altersarmut abrutschen“, betont er. Und er macht Werbung für die von der großen Koalition geplante Einführung einer Solidarrente als probate Altersversorgung für Geringverdiener oder Menschen mit langen Auszeiten.

Ein Ansinnen, das der Paritätische Wohlfahrtsverband als „dreisten Etikettenschwindel“ bezeichnet. „Die Voraussetzungen sind zu hoch, die Umsetzung zu kompliziert und die Leistungen zu niedrig“, sagt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

Der aufgestockte Betrag von monatlich zirka 880 Euro, der je nach Region unterschiedlich ausfällt, reiche bei weitem nicht aus, um bedürftigen Senioren ein würdiges Leben im Alter zu sichern. Angesichts der Teuerungsraten in Metropolen wie München, Hamburg, Berlin, Köln oder Düsseldorf wirke das Vorhaben wie ein Pflaster ohne heilenden Effekt.
Schwelle zu Armut: 958 Euro

Tatsächlich liegt die Armutsgrenze bei Alleinstehenden laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung bei 958 Euro. Der Analyse zufolge bewegen sich die Indikatoren für die Not im Alter zusehends nach oben. Das Risiko erhöht sich für Neurentner von derzeit 16,2 Prozent auf 20,2 Prozent ab 2030. Besonders betroffen sind Langzeitarbeitslose, Niedriglöhner und alleinstehende Frauen. Wenn Barbara Müller kocht, muss es für mehrere Tage reichen. Sie könnte zur Lebensmittel-Tafel gehen, aber sie will nicht. „Da schäme ich mich“, sagt sie.
Altersarmut2

Die Bedrohung durch Altersarmut wächst.

Thomas Böhne

Ernst und Christel Salmen aus Münster haben die Scham überwunden. Jeden Mittwochnachmittag geht das Ehepaar zur Tafel im heimischen Viertel. Zuletzt gab es unter anderem Brötchen, etwas trocken zwar, „aber als gelernter Koch weiß man etwas daraus zu machen“, sagt der Frührentner. Er verarbeitet sie zu Semmelknödeln. Mit dem Angebot der Armenspeisung sind die Eheleute „sehr zufrieden“.
Senioren fühlen sich von der Politik alleingelassen

Von der Politik hingegen fühlen sie sich alleingelassen. „Wenn man sieht, dass die Bundestagsabgeordneten sich jedes Jahr ein paar Hunderte Euro als Diätenerhöhung einstecken, und wir als Grundsicherungsempfänger bekommen gerade mal sechs Euro mehr, dann ist das ein Hohn.“

35 Jahre lang hat Ernst Salmen in der Gastronomie gearbeitet, seine Frau im Service. Beide haben ganz gut verdient. Mit Ende 40 kam für den Münsteraner das Aus. Die Ärzte diagnostizierten eine Lähmung der Fußnerven. Salmen braucht seither einen Spezialschuh.

Als dann ein Krebsleiden und ein Wirbelsäulenschaden folgten, begann der soziale Abstieg. Zudem erkrankte auch seine Frau schwer. Die Lebensversicherung musste aufgelöst werden, es ging bergab zu Hartz IV.
Und nun, mit 64 Jahren, führt Salmen als Schwerbehinderter mit seiner Frau Christel, 72, einen täglichen Kampf gegen die Not. Von den 1470 Euro, die dem Paar monatlich an Alterseinkünften zufließen, bleiben knapp 250 Euro pro Person für Lebensmittel, Kleidung und sonstigen Bedarf.
Notgedrungen auf Schnäppchenjagd

Kein Wunder, dass die Salmens nur dort einkaufen, wo preiswerte Schnäppchen locken. Kürzlich erst offerierte der nahe gelegene Supermarkt ein Kilogramm Hähnchenkeulen für 1,50 Euro. Da hat das Ehepaar kräftig zugeschlagen. Teures Bio-Fleisch können sich die beiden nicht leisten.
– Quelle: https://www.ksta.de/29928534 ©2018

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