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UMWELT und NATURSCHUTZ

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Apr 2015 14:34

erst wenn der letzte.jpg
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UMWELT und NATURSCHUTZ

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Lösungen jenseits der Giftattacke: Das Ende der Pestizide?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Apr 2015 14:40

http://info.kopp-verlag.de/medizin-und- ... zide-.html
Lösungen jenseits der Giftattacke: Das Ende der Pestizide?
Andreas von Rétyi

Britischen Forschern sei erstmals gelungen, einen Stoff zu schaffen, der natürlich vorkommende Abwehrdüfte gegen Insekten ersetze. Die Substanz könnte anstelle Chemiegiften eingesetzt werden, doch: Wird die große Industrie sich das bieten lassen? Der amerikanische Botaniker Paul Stamets hält schon seit Jahren faszinierende Lösungen bereit, doch über seine Arbeit wird kaum berichtet. Wieder ein Fall unterdrückten Wissens.
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Verlogen: Die Interessen hinter angeblichen »Öko-Pestiziden«

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jul 2015 10:00

bild ökolüge.jpg
bild ökolüge.jpg (57.56 KiB) 8891-mal betrachtet

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 10FB9DAB5F
Verlogen: Die Interessen hinter angeblichen »Öko-Pestiziden«
Edgar Gärtner

Allein schon das Wort »ökologisch« klingt positiv und gesund. Ganz anders die böse Chemieindustrie. Die will uns doch alle nur vergiften und vor allem unser Geld. Bei »Öko-Pestiziden« sehen wir, wie Lügenmedien uns eine Realität zeichnen, die verlogen ist. Und gefährlich für unsere Gesundheit.



Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Supermarkt in der Gemüse- und Obstabteilung. Und Sie haben die freie Wahl, ob Sie Äpfel und Salate kaufen, die vom Landwirt mit Insektiziden der chemischen Industrie besprüht wurden oder jene Produkte, auf denen ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass nur »ökologische Pestizide« zum Einsatz kamen.



Was sagt Ihnen dann Ihr Gehirn? Was legen Sie in den Einkaufswagen? Sie greifen mit großer Wahrscheinlichkeit zu jenem Produkt, bei dem Ihnen keiner sagen kann, welche Folgen der Verzehr hat. Sie glauben das nicht?




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Zu viel Nitrat und Arzneispuren - Grundwasserqualität in Deutschland sinkt

Beitragvon Gudrun Graf » 15. Jul 2015 20:35

bild arzneispuren im wasser.jpg
bild arzneispuren im wasser.jpg (22.63 KiB) 8873-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Grundwasserqu ... 17381.html
Mittwoch, 15. Juli 2015
Zu viel Nitrat und Arzneispuren - Grundwasserqualität in Deutschland sinkt

Die von Natur aus sehr gute Grundwasserqualität in Deutschland sinkt. Unter anderem verursachen Nitrate, eingebracht durch intensive Landwirtschaft, Probleme. Aber auch Medikamentenrückstände im Trinkwasser bereiten zunehmend Sorge.

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Zur Startseite - forum-kategorie-f5/umwelt-und-naturschutz-t61.html

Deutschlands Trinkwasser bekommt regelmäßig gute Noten. Doch überdüngte Böden lassen in vielen Regionen die Nitratwerte im Grundwasser ansteigen, warnt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Vor allem wegen intensiver landwirtschaftlicher Nutzung seien über ein Viertel der etwa 1000 abgegrenzten Grundwasserkörper hierzulande nicht in dem von der EU geforderten "guten Zustand".

"43 Prozent der Grundwässer weisen bereits Nitratgehalte zwischen 25 und 50 Milligramm pro Liter auf", sagte Jörg Simon vom BDEW in Berlin. Viele Wasserversorger könnten den Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter nur durch Notlösungen - etwa das Mischen mit unbelastetem Wasser - unterschreiten. Drei Viertel des Trinkwassers in Deutschland werden aus dem Grundwasser gewonnen.
Fehlender Wille der Politik
Video
Trinkwasser oder Wunderbaum?: Zwillingsflut in Havanna gibt Rätsel auf 04.10.13 – 01:15 min Mediathek Trinkwasser oder Wunderbaum? Zwillingsflut in Havanna gibt Rätsel auf

Der Verband kritisierte massive Verzögerungen bei der Nitrat-Reduzierung, die laut EU-Richtlinie umzusetzen ist. "Trotz der intensiven Diskussionen und des laufenden EU-Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland erleben wir eine seit Monaten andauernde politische Blockade", beklagte Simon. So stehe eine durchgreifende Novelle der Dünge-Verordnung und des Dünge-Gesetzes weiter aus. Zudem werde der "Gülle-Tourismus" aus Holland, Dänemark oder Belgien darin auch nur unzureichend eingeschränkt, so der Verband.

"Aufgrund der langen Sicker- und Fließzeiten durch die Bodenschichten lässt sich Nitrat erst mit Verzögerung im Grundwasser nachweisen", erläuterte Simon. Das heißt: Selbst, wenn ab sofort kein Nitrat mehr in den Boden gelangt, kann es Jahrzehnte dauern, bis der Nitratgehalt im Grundwasser wieder sinkt. "Dass zu viel gedüngt wird, kostet die Trinkwasserkunden richtig Geld. Entweder muss unbelastetes Grundwasser über weite Entfernung herangeführt werden oder technisch das Nitrat herausgefiltert werden", sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff.
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Auch die Tatsache, dass fast die Hälfte der Menschen in Deutschland alte Medikamente durch Toilette oder Waschbecken entsorgen - wie das Bundesforschungsministerium im Februar berichtete - macht zunehmend Sorgen. Spuren der Arzneimittel sind auch im Trinkwasser nachzuweisen.

Eine Gesundheitsgefahr für Menschen besteht dadurch laut Umweltbundesamt nach heutigem Kenntnisstand zwar nicht. Doch auch die Deutsche Umwelthilfe warnte bereits davor, dass mit der Zahl älterer Menschen auch die Menge der verordneten Medikamente steigt. Vor allem Antibiotika, hormonell wirkende Substanzen oder Schmerzmittel könnten im Abwasser Probleme bereiten: Heutige Kläranlagen sind darauf nicht ausgerichtet und bedürfen zunächst einer teuren vierten Reinigungsstufe.

Und noch eine weitere Gefahr sieht der BDEW heraufziehen: Überlegungen, für den geplanten Ausbau des Breitbandkabelnetzes bestehende Abwasserkanäle zu nutzen. "Die Verlegung von Kabeln in Abwasserleitungen kann erhebliche technisch-chemische Probleme nach sich ziehen", warnte der Verband.

Quelle: n-tv.de , sni/dpa
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Bio-Landwirtschaft dient dem Bienenschutz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jul 2015 12:03

bild biolandwirtschaft bienenschutz.jpg
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/l-j-devon/bio-landwirtschaft-dient-dem-bienenschutz.html

19.07.2015


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Bio-Landwirtschaft dient dem Bienenschutz
L. J. Devon

Die konventionelle Landwirtschaft ist zu einer rücksichtslosen Institution verkommen, die sich nicht mehr um Bodenerhalt, Bodenmikroben, Wildblumen und das natürliche Habitat von Bestäubern schert. Insekten und Kräuter sind entbehrlich; Ackerbau geht nicht mit der Natur, sondern gegen sie. Die Gesundheit der Erde wird geopfert, wenn der konventionelle Ackerbau von dem Ökosystem abhebt, das er doch eigentlich bewahren sollte. Leidtragende ist ganz besonders eine der wichtigsten Komponenten der Landwirtschaft – die Bestäuber.



In einem Bericht zum Thema »Die Bedeutung der Bio-Landwirtschaft für die Gesundheit von Bestäubern« beschreibt die gemeinnützige amerikanische Organisation The Organic Center die derzeitigen Gefahren für die Bestäuber. Der Bericht nennt Bio-Verfahren, die die Gesundheit von Honigbienen und anderen Bestäubern schützen, und fordert eine Landwirtschaft, die das Gleichgewicht der Natur respektiert.

Die dargelegten bestäuberfreundlichen Techniken können sowohl von Bio-Betrieben als auch von konventionellen Betrieben angewendet werden, um Bienen und Schmetterlinge vor der Ausrottung zu bewahren.



»Unser Aufsatz untersucht die Gefahren für Honigbienen und andere Bestäuber, wir betrachten Bio-Methoden als Modell zur Unterstützung der Bestäuberpopulationen«, sagte Dr. Jessica Shade, Direktorin des Wissenschaftsprogramms bei The Organic Center. »Wir hoffen, dass dieser Bericht Politikern, Landwirten und Verbrauchern die nötigen Informationen liefert. Bienenfreundliche Praktiken der Bio-Landwirte können von anderen übernommen werden, um gesunde Bestäuber zu fördern.«



Konventioneller pestizidabhängiger Ackerbau begeht landwirtschaftlichen Selbstmord



Durch Bestäubung erhält sich die Landwirtschaft, ihr verdankt sie das Überleben. Wenn Anbaumethoden die Gesundheit der natürlichen Bestäuber aufs Spiel setzen, wendet sich die Landwirtschaft gegen ihren eigentlichen Zweck und begeht langfristig Selbstmord. Dass die Population der Honigbienen seit 2006 zurückgeht, ist mehr als besorgniserregend, denn drei Viertel aller Nutzpflanzen sind von Bestäubern abhängig.



Die USA produzieren jährlich für 16 Milliarden Dollar bestäuberabhängige Produkte wie Beeren, Äpfel, Karotten, Zwiebeln und anderes Gemüse.



Wenn die Population der Honigbienen weiter schrumpft, könnten die meisten gesunden Produkte eines Tages aus den Geschäften verschwinden. Die Vielfalt würde durch eintönige Felder ausgewählter genmanipulierter Pflanzen im Konzernbesitz ersetzt.



Bio-Methoden achten die Gesundheit der Bestäuber, bewahren gesunde Landwirtschaft und Umwelt



Warum die Bestäuber aussterben, ist leicht zu verstehen: Ihr natürliches Habitat von Wildblumen und Kräutern wird durch wogende Felder mit pestizidgesättigten Genpflanzen verdrängt. Diese Pestizide beeinträchtigen das Nerven- und Immunsystem der Bienen, sodass sie anfälliger für Parasiten werden.



Noch einmal Dr. Jessica Shade: »Bio-Ackerbau unterstützt die gesamte Landwirtschaft, weil er durch Fruchtfolge, Heckenpflanzung und den Einsatz integrierter Schädlingsbekämpfung gesunde Bestäuber erhält und schützt. Unser Ziel ist es, diesen wichtigen Bio-Praktiken wieder die Achtung zu verschaffen.«



Die industrielle Landwirtschaft nutzt Insektizide, Herbizide und Fungizide ohne Rücksicht auf die Folgen für Bodenmikroben, Wasserqualität, Bestäuber und das Gleichgewicht ganzer Ökosysteme. Die Neonicotinoide beispielsweise werden versprüht und das Saatgut wird damit beschichtet.



Sie gelangen in die Pflanze, landen im Nektar und vergiften die Bienen. Anstatt Pflanzen, Bienen und Bodenmikroben zu vergiften, können Landwirte integrierte organische Schädlingsbekämpfungsmethoden einsetzen, die dem Pflanzenschutz und der Gesundheit des Ökosystems dienen.



Bio-Anbaumethoden verzichten auf Unkrautvernichtungsmittel. Weniger Herbizide heißt mehr Wildblumen, und diese Wildblumen bieten Bestäubern ein reiches Habitat.



Bio-Methoden verbessern diese natürlichen Ressourcen, weil sie das natürliche Habitat der Bienen schützen. Die Artenvielfalt liefert ausreichend Pollen für die Bienen, stärkere und robustere Bienenstöcke aufzubauen.



»Einer der einfachsten Wege zum Erhalt unserer Bestäuberpopulationen in einer von der Landwirtschaft abhängigen Welt ist die Bio-Landwirtschaft. Verbraucher können sicher sein: Jedes Mal, wenn sie ein Bio-Produkt kaufen, unterstützen sie die Gesundheit der Bestäuber«, sagt Shade.

Quellen:
prnewswire.com
organic-center.org


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Bildnachweis: ISchmidt / Shutterstock

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Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel
19.07.2015 | 11:58
linksfrei

Als die sesshaften Bauern noch selbst-bestimmt handeln konnten, sind sie in sehr eigenem Interesse sorgsam mit ihrer "Scholle" umgegangen. Anderenfalls hätten sie selbst und ihre Nachkommen keinerlei Zukunft gehabt. Seit nun "internationale Investoren" und "das Kapital", die keine Heimat kennen, unsere Lebensbedingungen bestimmen, spielt dies keine Rolle mehr. Die gehen dann eben woanders hin - solange, bis es kein woanders mehr gibt... Der Bauer...

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19.07.2015 | 10:56
KKofler

Das ist von langer Hand wol so beabsichtigt, denn mit industrieller Nahrung wird die Menschheit auf Dauer verhungern oder mindestens unfruchtbar gemacht. Das ist der einfachste Weg um die Weltbevölkerung zu dezimieren. Wer dann doch etwas länger lebt, unterstützt als kranker Mensch die Pharmaindustrie dauerhaft. Schöne Aussichten !?
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Windräder belasten die Umwelt kilometerweit mit »Infraschall«

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jul 2015 10:42

bild windräder.jpg
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7.07.2015


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Windräder belasten die Umwelt kilometerweit mit »Infraschall«
Daniel Barker

Fans von »grüner« Energie wollen uns weismachen, alternative Energien hätten allenfalls geringfügige Nachteile. Das hat sich in den meisten Fällen als falsch erwiesen, und Windräder machen dabei keine Ausnahme.



Seit der Einrichtung der ersten Windparks zeigt sich immer deutlicher, dass es beim Betrieb Probleme gibt und dass die Anlagen auch nicht annähernd so grün sind, wie man uns vormacht. Zum einen sind sie weit weniger effektiv, wenn man die Baukosten mit der langfristigen Stromproduktion vergleicht, zum anderen sind ihnen bereits Millionen Vögel zum Opfer gefallen, und drittens sind die Chemikalien, die bei ihrer Herstellung verwendet werden, auch alles andere als grün.

Seit Jahren spüren Menschen, die in der Nähe von Windrädern leben, negative körperliche und psychische Auswirkungen, aber bislang war unklar, was sie auslöste.



Berichtet werden Schlafstörungen und »Leistungsabfall«. Jetzt wurde das Geheimnis der Windräder und ihrer Auswirkungen auf Menschen zumindest teilweise gelüftet.



Schon lange vermutet man in den von den Rotoren der Windräder erzeugten »Infraschall«-Wellen die Ursache für die negative Wirkung am Menschen. Befürworter der Windenergie halten dagegen, das Ohr könne diese tieffrequenten Geräusche nicht wahrnehmen, also wurde die Infraschall-Theorie von Industrievertretern verworfen.



Vor Kurzem gelang nun Forschern der Nachweis, dass Menschen sehr wohl in der Lage sind, Geräusche von nur acht Hz wahrzunehmen. Sie zeigten, dass tieffrequente Geräusche sehr wohl messbare Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben.



Dr. Christian Koch vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin leitete die Untersuchung. Sie ergab, dass tieffrequente Geräusche, die bisher als für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar galten, vom primären auditiven Kortex im Gehirn erfasst werden.



Dieser Teil des Gehirns sei zuständig dafür, »Geräusche in Bedeutung« zu übersetzen, schrieb die britische Zeitung The Telegraph.



Außerdem beobachteten die Forscher, dass ein weiteres Gehirnareal – eine Region, die bei Emotionen eine Rolle spielt – aktiv wurde, als Freiwillige bei den Experimenten Geräuschen im Tieffrequenzbereich ausgesetzt wurden, die bisher als »unhörbar« für das menschliche Ohr galten. Dr. Koch:

Außerdem wurde beobachtet, dass Gehirnregionen ansprechen, die bei Emotionen eine Rolle spielen.

Das bedeutet, dass der Mensch in diesem Spektrum eher diffus wahrnimmt, dass da irgendwas ist und dass das auch eine Gefahr bedeuten könnte.

Alle Betreffenden gaben dabei ausdrücklich an, etwas gehört zu haben.

Erwartungsgemäß wiesen Vertreter der Industrie die Untersuchungsergebnisse umgehend zurück. Gemma Grimes, Direktorin von Onshore Renewables bei der Firma RenewableUK wurde mit folgenden Worten zitiert:

Der Autor selbst erklärte, es sei Panikmache, eine Verbindung zwischen Windparks und gesundheitlichen Problemen herzustellen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien mit Peer review belegen eindeutig, dass Windräder in der Nähe der Wohnung die Gesundheit nicht beeinträchtigen, etwas anderes zu behaupten, ist ungenau und unverantwortlich.

Tatsächlich hatte Dr. Koch gesagt:

Sowohl Panikmache als auch pauschales Abwiegeln führen hier nicht weiter. Stattdessen müssen wir mehr darüber herausfinden, was bei der Wahrnehmung von Schall im Grenzbereich des Hörens passiert. Weitere Forschung ist dringend notwendig.

Diese Erklärung ist etwas ganz anderes als Grimes‘ Interpretation. Tatsächlich mahnt Dr. Koch, ohne weitere Forschung keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, aber er betonte, es führe zu nichts, es in Bausch und Bogen zurückzuweisen.



Offensichtlich ist weitere Forschung vonnöten. Dass die Windindustrie nicht nur alle Berichte von Menschen, die in der Nähe von Windrädern leben, zurückweist, sondern auch die Ergebnisse dieser jüngsten Studie, zeigt, welch eigennützige Argumente diese Verfechter grüner Energie vorbringen.



Nicht nur Windräder verursachen Veränderungen im Gehirn des Menschen, sondern eine andere neuere Studie hat ergeben, dass Statine, die mehr als 32 Millionen Amerikanern verschrieben werden, Patienten aggressiv und gewalttätig machen und zu Selbstmord und sogar Mordgedanken veranlassen können. Mehr dazu lesen Sie hier.


Quellen:

telegraph.co.uk

breitbart.com

dailymail.co.uk

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Bildnachweis: pedrosala / Shutterstock

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Leser-Kommentare (5) zu diesem Artikel
27.07.2015 | 09:40
Günter

@ FlamingoDrops 27.07.2015 | 07:16 Das trifft besonders für die BRD zu, daß vor allem ideologisch ausgerichtete Leute entscheiden wollen, wie sich Technik abrupt verändern muß, wenn diese glauben auch was von der Sache zu verstehen. Diese werden aber noch erkennen, wie sich die sogenannte Energiewende der BRD im Alleingang gegen den Rest der Welt auf die Lebensbedingungen und den Wohlstand in diesem Land auswirken wird. Hinzu kommt die uferlose Zuwanderung von Habenichtsen und...

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27.07.2015 | 09:21
Sebastian

Generell eignet sich die Technik zum Einsatz für gute wie schlechte Zwecke. Zum Beispiel verwende ich die Technik, um monatlich einige Tausender aus der Sportszene auf mein Bankkonto umzuleiten, ganz legal bei minimalstem Zeitaufwand: http://turl.ca/uwrsfn

27.07.2015 | 07:38
Störtebecker

Ich wollte hier eigentlich keinen Kommentar abgeben, aber nach dem ich den von "Ben" gelesen habe, möchte ich mich doch äussern.Zum Einen ist Kopp lediglich ein Verlag, der den verschiedensten Autoren eine Plattform bietet. Die jeweiligen Meinungen bzw. Aussagen kann und muss man dann den Autoren und nicht dem Verlag zuordnen. Kopp kann lediglich zu Gute gehalten werden, dass er im Gegensatz zu den Mainstream-Medien auch Autoren, die nicht lediglich die von den...

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27.07.2015 | 07:16
FlamingoDrops

@ Ben WEGEN SOLCH RÜCKSICHTSLOER UNWISSENDEN BOSHAFTEN IGNORANTEN MENSCHEN WIE IHNEN MUSS ICH LEIDEN! Bin selber von Infraschall betroffen, gehöre zu den 5% der Bevölkerung, die extrem darunter leiden, kein Mensch, der oder die das nicht erlebt, kann sich nicht im geringsten vorstellen, wie schrecklich belastend Infraschall ist. Zig Menschen habe sich deswegen schon das Leben genommen, darüber spricht niemand! Der ganze Körper fibriert, es ist unerträglich, das Thema wird...

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27.07.2015 | 05:42
Ben

Kopp ist genauso erzreaktionär wie der Atomkraftbetreiber, die Erdölindustrie oder Helmut Kohl. Deshalb diskreditiert die Seite mit einem Federstrich alles, was dem eurokratischen Oligopol gefährlich werden könnte. Zum Beispiel die Wiederverstaatlichung der Volkseigentümer. Und die Atomkraft ist auf dieser Seite auch schon mehrfach verteidigt worden, oder das Zurück zum Kohlekraftwerk. Umweltpolitik ist nur opportun, um sie in Mißkredit zu bringen. Die Lösungen Kopps sind das...

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Mikroorganismen an der Arbeit - Flüsse setzen Tausende Tonnen Lachgas frei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jul 2015 21:27

bild flüsse lachgas.jpg
bild flüsse lachgas.jpg (34.24 KiB) 8820-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Fluesse-setzen-Tausende-Tonnen-Lachgas-frei-article15602516.html
Mikroorganismen an der Arbeit - Flüsse setzen Tausende Tonnen Lachgas frei

Die kranke Ozonschicht leidet vor allem unter Treibhausgasen, die vom Menschen produziert werden. Forscher finden heraus: Über Gewässern in landwirtschaftlich geprägten Regionen werden enorme Mengen Lachgas freigesetzt. Deutlich mehr als bislang vermutet.



Gewässer setzen in Agrarregionen deutlich mehr Lachgas frei als bisher angenommen. Dies zeigten Untersuchungen an Bächen und Flüssen im sogenannten Maisgürtel im Süden des US-Staates Minnesota. Die Forscher um Peter Turner von der University of Minnesota stellen ihre Studie in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften vor.

Lachgas (N2O; Distickstoffoxid) ist die Substanz, welche die sich gerade wieder erholende Ozonschicht am stärksten schädigt. Seine Treibhausgas-Wirkung ist etwa 300 Mal stärker als die von Kohlendioxid. Etwa ein Drittel der Ausstöße entstammt menschlicher Aktivität. Den Forschern zufolge ist die Landwirtschaft für fast 80 Prozent davon verantwortlich, hauptsächlich durch den Einsatz von Stickstoffdünger. Dieser wird teilweise von Mikroorganismen zu Lachgas umgewandelt. Wie stark neben den Feldern auch die angrenzenden Bäche und Flüsse an den Emissionen beteiligt sind, war nach Angaben der Wissenschaftler bislang nur unzureichend geklärt.
Stickstoff-Dünger wird zu Lachgas

Um dies zu prüfen, maßen sie die Emissionen über Gewässern verschiedener Größe im landwirtschaftlich stark genutzten Süden von Minnesota. Dort werden 70 Prozent der Flächen als Felder und Weiden genutzt, weitere elf Prozent entfallen auf Wald, während Gewässer etwa zwei Prozent der Fläche bedecken. Demnach entweichen im Maisgürtel, der sich über mehrere US-Staaten im Mittleren Westen erstreckt, aus Flüssen mindestens 19.500 Tonnen Lachgas pro Jahr. Dies übersteige die mit den bisher üblichen Methoden vorgenommene Schätzung um 16.000 Tonnen.
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Ursache ist demnach die Düngung: Im Maisgürtel werden durchschnittlich pro Jahr 48 Kilogramm Stickstoffdünger pro Hektar (10.000 Quadratmeter) ausgebracht. Von vergleichbaren oder noch höheren Belastungen betroffen sind inzwischen auch viele andere Wassereinzugsgebiete in Agrarregionen. Solche Areale bedecken den Forschern zufolge weltweit 235 Millionen Hektar. Davon entfallen 93 Millionen auf die USA, 69 Millionen auf China, 43 Millionen auf Europa und 30 Millionen auf Indien.

Die Studie liefere einen wichtigen Beitrag zum Verständnis einer bislang unterschätzten Lachgas-Quelle, sagt Prof. Jürgen Augustin vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg bei Berlin. Die große Bedeutung landwirtschaftlich genutzter Flächen für die Freisetzung von Lachgas sei bereits bekannt. Auf vielen deutschen Äckern würden sogar noch höhere Mengen Stickstoffdünger ausgebracht als in den USA, sagt Augustin. Nach neuesten Schätzungen gelangen weltweit pro Jahr 12 bis 13 Millionen Tonnen Lachgas in die Atmosphäre, etwa 5,3 Millionen Tonnen davon durch menschliches Handeln.

Quelle: n-tv.de , fma/dpa
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"Plastiksuppe" südlich von Mallorca

Beitragvon Gudrun Graf » 3. Aug 2015 19:16

bild Plastiksuppe südlich von Mallorca.jpg
bild Plastiksuppe südlich von Mallorca.jpg (22.83 KiB) 8810-mal betrachtet

http://www.wetter.com/news/-plastiksupp ... veeseo_RUN

"Plastiksuppe" südlich von Mallorca

Spanische Umweltschützer haben beklagt, dass südlich der Ferieninsel Mallorca ungewöhnlich viel Plastikmüll im Mittelmeer treibe. Das schade dem dortigen Ökosystem.

Plastikmüll, Strand, Meer, Ozean

Die "Plastiksuppe" habe sich in den vergangenen Wochen im Gebiet des Naturschutzparks bei der Insel Cabrera angesammelt, teilte der Verband GOB mit. Die Abfälle seien von der Meeresströmung in das geschützte Seegebiet getrieben worden. Woher sie kommen, sei nicht bekannt.

Der Müll biete nicht nur einen schlimmen Anblick, sondern sei auch schädlich für das Ökosystem.

Spezialschiffe sollen Müll aus dem Meer fischen
Die Umweltschützer forderten die Behörden nach Medienberichten vom Dienstag auf, Spezialschiffe nach Cabrera zu schicken, um den Müll aus dem Meer zu fischen.

Nach Informationen des Verbandes wurden etwa 20 Prozent des im Meer treibenden Plastikmülls von Jachten, Frachtern und Fähren aus ins Wasser geworfen.

80 Prozent der Abfälle stammten vom Festland und würden von Flüssen und Sturzbächen ins Meer geschwemmt, teilte die Organisation mit.

dpa
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Luftreinigung ist nicht die Rettung - CO2 versauert die Meere dauerhaft

Beitragvon Gudrun Graf » 5. Aug 2015 20:05

bild unterwasserwelt versauert.jpg
bild unterwasserwelt versauert.jpg (25.07 KiB) 8799-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/CO2-versauert-die-Meere-dauerhaft-article15645756.html
Montag, 03. August 2015
Luftreinigung ist nicht die Rettung - CO2 versauert die Meere dauerhaft

Der CO2-Gehalt in den Ozeanen ist so hoch wie seit mindestens 300 Millionen Jahren nicht. Kohle und Öl verbrennen in großen Mengen, Treibhausgase entstehen - sie versauern die Meere. Man könnte das CO2 aus der Luft zurückholen. Doch den Ozeanen hilft das nicht.


Treibhausgase, die bei der Verbrennung von Kohle und Öl entstehen, führen nicht nur zur Erderwärmung, sie lassen auch die Meere versauern. Täglich nehmen die Ozeane rund vier Kilogramm CO2 für jeden auf der Welt lebenden Menschen auf. Ihr Säuregehalt ist damit auf den höchsten Stand seit mindestens 300 Millionen Jahren gestiegen. Langfristig kann dies Meereslebewesen wie Korallen, Muscheln und Schnecken bedrohen, weil die Versauerung die Bildung von Kalkschalen und Skeletten beeinträchtigt. Dies würde die Artenvielfalt und die Nahrungsketten gefährden.
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Darüber hinaus kommen zahlreiche Experten - Wissenschaftler, Journalisten und Umweltschützer - zu verschiedenen Themengebieten zu Wort. Dabei geht es um das gestörte Gelichgewicht der Meere, … "Der Mensch und die Weltmeere" geht damit weit über das Konzept eines Fotobandes hinaus. Es ist gleichzeitig Bestandsaufnahme und Dokumentation - aber auch Warnung. Denn zerstört der Mensch weiterhin die empfindliche Welt der Meere, die immerhin Zweidrittel der Erdoberfläche ausmachen, dann gräbt er sich ein eigenes Grab. … Menschen zeigen. Nachdenklicher Prachtband "Der Mensch und die Weltmeere" Arthus-Bertrand erkundet die Ozeane

Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden, ist Geo-Engineering im Gespräch. Das Erdsystem und die klimatischen Zusammenhänge lassen sich technisch manipulieren. So könnte man beispielsweise den CO2-Gehalt in der Luft nachträglich reduzieren. Die Schornsteine würden das Treibhausgas also weiterhin in die Atmosphäre pusten, doch es wäre denkbar, das Kohlendioxid später zurückzuholen und die Luft zu reinigen. Ein letzter Ausweg für den Fall, dass sich die Politik nicht rechtzeitig auf eine Drosselung des CO2-Ausstoßes einigen kann?
CO2-Ausstoß muss reduziert werden

Den Ozeanen brächte dieses Vorgehen nichts – zeigt die Studie einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe um Sabine Mathesius vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung. Wenn die CO2-Emissionen in diesem Jahrhundert weiter zunehmen wie bisher, bliebe der Ozean noch jahrhundertelang stark verändert – selbst, wenn die CO2-Menge in der Atmosphäre irgendwann durch Geo-Engineering auf das vorindustrielle Niveau heruntergebracht werden könnte. "Wenn wir uns die Ozeane anschauen, zeigt sich, dass dieser Ansatz erhebliche Risiken birgt", so Leit-Autorin Mathesius.
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Schönheit unter Wasser: Korallen Schönheit unter Wasser: Korallen Schönheit unter Wasser: Korallen Schönheit unter Wasser: Korallen Schönheit unter Wasser Korallen

Dass Kohlendioxid auf die Meere eine solch langanhaltende Wirkung hat, liegt an der langsamen Durchmischung der Ozeane. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler fordern daher, den CO2-Ausstoß rasch zu drosseln, nur so ließe sich die Versauerung der Meere stoppen. Das Treibhausgas nachträglich aus der Atmosphäre zu entfernen, würde den Ozeanen dagegen kaum nützen. Diese Maßnahme könne eine Verringerung der Emissionen daher nur ergänzen, nicht ersetzen, betonen die Forscher.

Vorstellbar wäre zum Beispiel, schnell wachsende Pflanzen wie Pappeln oder Gräser anzubauen, die viel CO2 einlagern. Diese könnten dann in Kraftwerken verbrannt werden, in denen das freiwerdende CO2 abgeschieden und unterirdisch gespeichert wird. Im industriellen Maßstab ist diese Technologie allerdings noch nicht erprobt.
Früher kam es zum Massenaussterben

Wie die Wissenschaftler zu ihrem Studienergebnis kamen, erklärt Ko-Autor Ken Caldeira von der Carnegie Institution for Science in Stanford, USA: "Wir haben in einem Computer-Experiment simuliert, verschiedene Mengen von CO2 aus der Luft wieder zu entfernen – einmal in realistischer Größenordnung und einmal mit 90 Milliarden Tonnen pro Jahr, was mehr als das Doppelte der derzeitigen jährlichen Emissionen und wahrscheinlich nicht machbar wäre.
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Interessanterweise zeigt sich, dass nach business-as-usual bis 2150 sogar das Herausholen enormer Mengen CO2 aus der Atmosphäre den Ozeanen nicht so viel helfen würde. Wenn das versauerte Wasser durch die großen Strömungen einmal in die Tiefe transportiert worden ist, ist es dort für viele Jahrhunderte außer Reichweite, ganz egal, wie viel CO2 aus der Luft entfernt wird."
Lebewesen stark unter Druck

Die Wissenschaftler untersuchten auch die Zunahme der Temperaturen in den Ozeanen und die Abnahme gelösten Sauerstoffs. Zusammen mit der Versauerung setzen diese Veränderungen die Lebewesen in den Meeren stark unter Druck. Früher in der Erdgeschichte haben solche Veränderungen zu Massenaussterben geführt. Wie sich in Zukunft die Kombination aller drei Faktoren – Sauerstoffmangel, Erwärmung, Versauerung – auf die Tiere und Pflanzen der Meere genau auswirkt, wissen die Forscher noch nicht.

"In den Tiefen des Ozeans wird das chemische Echo der heute verursachten CO2-Emissionen noch Tausende von Jahren nachhallen", sagt Studien-Ko-Autor Hans Joachim Schellnhuber. "Wenn wir nicht rasch Emissionsreduktionen umsetzen, die der 2-Grad-Grenze entsprechen, dann wird es nicht möglich sein, die Ozeane der Welt so zu erhalten, wie wir sie heute kennen."
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Langsam aber sicher geht die Erde an dem vom Menschen verursachten Klimawandel zugrunde. Gleichzeitig gebe es jedoch auch in sämtlichen Regionen der Welt ... Gletscher in allen Teilen der Welt ... Weltweiter Klimawandel Der Mensch richtet die Erde zugrunde

Quelle: n-tv.de , asc
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Gudrun Graf
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Antidepressiva im Abwasser: Alarmierende Veränderungen bei Tieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Aug 2015 11:06

bild Antidepressiva im Abwasser.jpg
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/was-aerzte-ihnen-nicht-erzaehlen/andreas-von-r-tyi/antidepressiva-im-abwasser-alarmierende-veraenderungen-bei-tieren.html;jsessionid=AE58A6BABF1271468FC913A408DA63DD

09.08.2015


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Antidepressiva im Abwasser: Alarmierende Veränderungen bei Tieren
Andreas von Rétyi

Ein florierender Zweig der pharmazeutischen Industrie ist die medikamentöse Behandlung von Depressionen. Diese Präparate gelangen aber buchstäblich »durch« den Menschen auch in die Umwelt. Fische und Vögel nehmen sie auf, was unter anderem deutliche Verhaltensänderungen auslöst – die sich verheerend auf ganze Ökosysteme auswirken können.



Aktuelle Untersuchungen bestätigen eine erschreckende Entdeckung und liefern neue Details: Eines der am häufigsten verschriebenen Antidepressiva führt bei einigen Vogelarten zu merklichen Veränderungen – sowohl im Verhalten als auch körperlich. Konkret gesagt handelt es sich um den Arzneistoff Fluoxetin, für den der US-Pharmakonzern Lilly 1975 ein Patent erhielt (»Fluctin«).



Was diese Substanz sowie allgemein auch Konzernmachenschaften betrifft, berichtete darüber der ehemalige Geschäftsführer von Eli Lilly Schweden, John Virapen, bereits vor Jahren ausführlich in seinem Buch Nebenwirkung Tod. Von 1977 bis 1979 war, nebenbei bemerkt, George H. W. Bush Direktor des Eli-Lilly-Konzerns.



Fluotexin zählt zu den Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und soll die Wirkung des Glückshormons Serotonin verlängern, was im Gesamteffekt allerdings nicht immer ganz so gut klappt. Das demonstrieren auch die teils deutlichen und gar nicht so seltenen Nebenwirkungen, die von Übelkeit und Müdigkeit über Nervosität und Angstzustände bis hin zu sexuellen Dysfunktionen und sogar Suizidgedanken einschließlich Ausführung reichen. Dennoch, das in den USA 1988 und in Deutschland zwei Jahre später als Prozac eingeführte Präparat wurde zum Bestseller. Nicht nur zum Leidwesen vieler Patienten, sondern auch zahlreicher Tiere.



Die aktuelle Studie lässt tief blicken, was die Auswirkungen von Prozac & Co auf die Natur betrifft. Denn Rückstände des Mittels finden sich in menschlichen Ausscheidungen; entsprechend auch in der Nähe von Abwasseraufbereitungsanlagen und ebenso in küstennahen Gebieten. Und stets sind Tiere da, die es aufnehmen.



Die Forscher injizierten Fluoxetin in Raupen der Wachsmotte, um sie anschließend an wilde Stare zu verfüttern. Wenn sich die Vögel nahe Kläranlagen von wirbellosen Tieren ernähren, nehmen sie in etwa die gleiche Chemikalienmenge wie in diesem Experiment auf. Eine Dosis, die zu auffallenden Veränderungen führt.



Die an der Studie beteiligte Forscherin Dr. Kathryn B. Arnold stellt fest, dass die Vögel plötzlich ihre bisherigen Gewohnheiten der Nahrungsaufnahme abwandeln – sie stellen sich von zwei großen Mahlzeiten am Tag auf eine Art »Dauerbetrieb« um und verzehren fortwährend kleinere Mengen. Die sonst jahreszeitlich abhängige Gewichtsänderung fällt durch dieses neue Fressverhalten weg, die Vögel sind nun auch im Sommer schwerer und träger, weshalb sie schneller zur Beute werden. In bestimmten Regionen führt Fluoxetin dazu, dass ganze Populationen an Staren verschwinden, was zu verheerenden Ungleichgewichten im Ökosystem führt. Schließlich vertilgen die Vögel ganze Heerscharen an Insekten.



Die über den Patienten hinaus auftretenden Auswirkungen von Fluoxetin und anderer pharmazeutischer Produkte auf Tiere und Umwelt sind nicht erst seit gestern bekannt. Betroffen sind nicht nur Vögel. Vor fünf Jahren berichteten Wissenschaftler über einen Zusammenhang zwischen ungewöhnlichem Verhalten von Garnelen und hohen Fluoxetin-Konzentrationen in Küstengewässern.



Während die Tiere normalerweise die dunklen, sichereren Zonen besiedeln, tendierten sie nun mit fünfmal erhöhter Häufigkeit dazu, sich in lichtem Wasser aufzuhalten. Damit wurden sie zur leichten Beute, wobei Garnelen ohnehin wesentlicher Nahrungsfaktor solcher Gewässer sind. Doch führen Rückstände von Fluoxetin und diverser anderer Pharmazeutika, darunter Antirezeptiva und Steroide, zu dramatischen körperlichen Veränderungen bei den Tieren.



Wie ein Bericht in Nautilus, einem wissenschaftlichen Magazin zur Molluskenforschung, im Jahr 2013 beschreibt, belegen weltweit durchgeführte Studien: Normalerweise entwickeln männliche Fische stromabwärts von Klärwerken Eierstockgewebe in ihren Hoden. Bei weiblichen Tieren sind umgekehrte Effekte feststellbar. Auch gerät die geschlechtliche Balance drastisch ins Schwanken, wobei lediglich jedes zehnte Tier noch männlich ist – die Folgen sind klar, mit einem vehementen Einbruch der Fischpopulationen, was wiederum das komplette Ökosystem kippt, bis hin zu hungernden Grizzlybären.



Die dramatischen Auswirkungen liegen auf der Hand. Nur, was tun? Die Weltgesundheitsbehörde WHO hält angeblich sinnvolle Lösungen parat. Sie verweist auf bereits bestehende Technologien, mit denen sich bis zu 99 Prozent der pharmazeutischen Spuren aus den Abwässern entfernen ließen. Die Rede ist von Nanofiltern, Ozonisierung, fortschrittlichen Methoden der Oxidation und anderem mehr.



Außerdem sei es möglich, darüber zu entscheiden, wie und wo Abwasser behandelt werde. Man könne Verfahrensweisen und Regularien entwickeln, um die bisher bestehenden Praktiken effektiv abzuwandeln. Auch Programme zur Rücknahme von Medikamentenresten sowie eine verstärkte Informationspolitik zählt die WHO zu wirkungsvollen Maßnahmen.



Doch: Ist das alles radikal genug und ist es überhaupt sinnvoll? Sämtliche Vorschläge umgehen es »dezent«, das Übel an der Wurzel zu packen – dies ist nicht einmal längerfristig eingeplant. Diese Wurzeln liegen in den Medikamenten selbst, in ihrem sehr verbreiteten Gebrauch. Entscheidend wäre es doch, therapeutisch sinnvolle Alternativen zu wählen, um Stoffe wie Fluoxetin gar nicht erst an den Patienten zu führen, außer vielleicht in Ausnahmefällen. Das geht nicht? Wie gesagt, vielleicht nicht immer, aber häufig schlucken Patienten die Pillen doch für nichts und wieder nichts und werden sogar noch kränker, noch abhängiger. Erinnert sei nur an die »erfundene Krankheit« ADHS und das Gegenmittel Ritalin.



Wie gesagt, die höchst unerfreulichen Nebenwirkungen sind auch bei Fluoxetin nicht selten und stellen das gesamte Konzept infrage. Viele Menschen kommen heute ohne diese Präparate überhaupt nicht mehr aus, und die Industrie freut sich über die erreichte Abhängigkeit.



Das Geschäft boomt, doch wieder sind die Patienten die Leidtragenden. Selbstverständlich ließe sich ein solch gigantischer Industriezweig sogar bei bestem Willen nicht von heute auf morgen abschaffen. Aber dieser beste Wille besteht faktisch überhaupt nicht, es geht wie immer um Profit. Und alle machen mit!


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Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel
09.08.2015 | 10:48
edmundotto

@Grauber, hier bei uns in der BRD sind eine Menge "höchst beunruhigender" Substanzen in Umwelt und Grundwasser vorhanden, die ein großes Diskussionspotential in der Öffentlichkeit haben sollten. Da dies bei unserer Medienlandschaft nicht stattfinden kann und wird, bleibt ein jeder aufgerufen, in seinem Umfeld vorhandene Informationen anzuwenden und weiter zu reichen. Wenn von Retyi die USA zum Ziel seiner Recherchen macht, kann ich das als deutscher Leser nicht...

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09.08.2015 | 09:35
jakob.sparrov

Guter Artikel, doch nicht ganz vollständig! Er verschweigt, dass die Nahrungskette ja nicht bei Staren, Garnelen und Fischen endet. Schlussendlich landet der chemische Dreck in anderer Verpackung auf meinem Teller! Wie komm ich dazu?

09.08.2015 | 08:47
Grauber

UND WAS wird in den Kläranlagen, zur Abtötung der COLI-Bakterien nach dem Klärprozess zugesetzt ? Richtig: ALO2 - Aluminiumoxid - und was bewirkt ALO2 im Verbund mit Zitronensäure ? Genau - es überwindet die Blut-Hirn-Schranke und ALO2 kann ins Gehirn einwandern, wo es nach Jahren und Jahrzehnten Alzheimer verursachen kann. Zitronensäure findet man in fast jedem industriell gefertigtem Nahrungsmittel. ----- ALSO BITTE ----- Weder der WHO, noch der Industrie oder der Ärzteschaft...

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09.08.2015 | 08:26
Grauber

@edmundotto Ihr Lösungsansatz ist kompetent und löblich, auch ich benutze eine solche Technik. Was jedoch bei diesem Artikel gefragt ist, das ist eine Technik zur NLP-Filterung. Die Neuro-Linguistische-Programmierung, schlägt verdeckt, auf einem ganzen Feld von Propaganda gleichzeitig zu. Die WHO ist KEINE demokratische, dem Menschen dienende und Problemlösungen vorhaltende Organisation - sie ist die wohl zynischste Veranstaltung, die sich die Freimaurer und die Abzocker allen...

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09.08.2015 | 08:09
Stress macht wesentlich kranker!

Jeder Mensch reagiert anders auf Stress. Entsprechend vielfältig sind Stress-Symptome. Sie lassen sich grob in zwei Bereiche teilen; körperliche Beschwerden und psychische Störungen. Typische körperliche Stress-Symptome sind Herz- und Kreislaufprobleme. Dazu kommen häufig noch Kopf- und Rückenschmerzen sowie Verdauungsstörungen. In besonders schwerwiegenden Fällen können auch Allergien und Hautirritationen auftreten. Psychische Stress-Symptome sind zum Beispiel Gereiztheit und...

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09.08.2015 | 07:39
edmundotto

Den Artikel halte ich für fragwürdig. Was will der Autor uns eigentlich sagen? Das unser Trinkwasser mit div. Chemikalien aus Medizin, Landwirtschaft und Industrie belastet ist, konnte ich bereits vor 25 Jahren während einer Labortätigkeit feststellen und an dieser Tatsache hat sich seitdem nichts geändert. Wenn ich als Verbraucher vom regionalen Wasserverband eine Analyse des Trinkwassers bekomme, fällt auf, das willkürlich zu vermutende Substanzen beprobt werden und diese dann...

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Tod durch Luftverschmutzung - Smog tötet täglich 4000 Chinesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Aug 2015 12:17

bild Smog tötet täglich 4000 Chinesen.jpg
bild Smog tötet täglich 4000 Chinesen.jpg (18.72 KiB) 8754-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Smog-toetet-taeglich-4000-Chinesen-article15721871.html
Tod durch Luftverschmutzung - Smog tötet täglich 4000 Chinesen

"Die größte Umweltkatastrophe der heutigen Welt": Jedes Jahr sterben in China anderthalb Millionen Menschen an den Folgen der hohen Luftverschmutzung. Jede Stunde in der Drecksluft soll die Lebenserwartung um 20 Minuten verkürzen.


Die schlimme Luftverschmutzung in China kostet einer Studie zufolge jeden Tag mehr als 4000 Menschen das Leben. 17 Prozent aller Todesfälle im bevölkerungsreichsten Land der Erde seien auf die hohe Belastung der Luft mit Schadstoffen zurückzuführen, berichten US-Forscher. 38 Prozent des Milliardenvolkes atmen - gemessen an US-Standards - im Durchschnitt "ungesunde" Luft ein. Dies verursache in China pro Jahr schätzungsweise 1,6 Millionen Todesfälle.
Video
Luftverschmutzung in China: Behörden lassen Smog-Doku verschwinden 14.03.15 – 03:07 min Mediathek Luftverschmutzung in China Behörden lassen Smog-Doku verschwinden

"Luftverschmutzung ist die größte Umweltkatastrophe der heutigen Welt", wird Ko-Autor Richard Muller von der Umweltorganisation Berkeley Earth in einer Mitteilung zur Studie zitiert. Er verwies auf seinen letzten Besuch in Peking, als die Luftverschmutzung wieder einmal auf einem "gesundheitsgefährdenden Niveau" gewesen sei. "Jede Stunde, in der ich der Verschmutzung ausgesetzt war, verkürzte meine Lebenserwartung um 20 Minuten", betont Muller. "Das ist so, als würden jeder Mann, jede Frau und jedes Kind 1,5 Zigaretten pro Stunde rauchen."
Zwei Drittel der Energie aus Kohle

Der gefährlichste Schadstoff sei in China der Feinstaub mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer (PM2,5), der tief in die Lunge eindringen und Herzinfarkte, Schlaganfälle, Lungenkrebs und Asthma auslösen könne. Der Großteil der Verschmutzung stamme aus der Kohleverbrennung. China gewinnt zwei Drittel seiner Energie aus Kohle.

Die Wissenschaftler analysierten stündliche Luftmessungen an 1500 Stellen über vier Monate von April bis August 2014. Weltweit ist Luftverschmutzung jedes Jahr für den Tod von über drei Millionen Menschen verantwortlich. Das sind mehr als an der Immunschwächekrankheit Aids, Malaria, Diabetes oder Tuberkulose sterben. Obwohl es ein derart großes Problem sei, hätten die großen amerikanischen und europäischen Umweltorganisationen die Luftverschmutzung "noch immer nicht auf dem Radar", beklagt Elizabeth Muller, Leitende Direktorin von Berkeley Earth.
Chinas Anteil am Klimawandel
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Die Probleme könnten durch den verstärkten Einsatz von Gaswäschern, mehr Energieeffizienz und die Umstellung von Kohle auf Erdgas, Kernkraft oder erneuerbare Energien gelöst werden. Was zu einer geringeren Luftverschmutzung in China führe, könne gleichzeitig auch den Anteil des größten Kohlendioxidproduzenten an der globalen Erwärmung verringern. "Wir können Leben retten - heute und zukünftig", betont Elizabeth Muller.

Für Peking, das als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022 ausgesucht worden ist, werde es "schwierig", bis dahin seine Luftverschmutzung zu reduzieren, glaubt Mitautor Robert Rohde. Die chinesische Hauptstadt sei selbst nur eine "mittlere Quelle" für Feinstaub. Dieser wehe vielmehr zum großen Teil aus entfernten Industrieregionen nach Peking.
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Giftiger Dunst: Peking, Stadt des Smogs Giftiger Dunst: Peking, Stadt des Smogs Giftiger Dunst: Peking, Stadt des Smogs Giftiger Dunst Peking, Stadt des Smogs

Quelle: n-tv.de , Andreas Landwehr, dpa
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Millionen Abfallteile in Ostsee - Meeresmüll landet auf deutschen Tellern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2015 14:57

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http://www.n-tv.de/wissen/Meeresmuell-landet-auf-deutschen-Tellern-article15814476.html
Millionen Abfallteile in Ostsee - Meeresmüll landet auf deutschen Tellern

Fangnetze, Plastikflaschen und Mikropartikel im Wasser bedrohen nicht nur Meerestiere, sondern landen zunehmend auch im menschlichen Magen. Nord- und Ostsee sind übersät mit Müll. Die Politik verspricht härtere Richtlinien, Naturschützer sind skeptisch.

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Mehr als zehn Millionen Abfallteile gelangen jedes Jahr weltweit in die Ozeane. Alleine in der Ostsee landen nach Schätzungen der Umweltorganisation WWF jedes Jahr bis zu 10.000 sogenannte "Geisternetze" und Angelschnüre. In den kaputten Kunststoffnetzen verheddern sich Fische, Meeresschildkröten, Robben und Meeressäuger. Zerfällt der Plastikmüll, werden die kleinen Partikel von den Meeresbewohnern gefressen und er landet teilweise dann auch auf dem Teller.
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Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere Geisternetze - die lautlose Gefahr

Die Bundesregierung hat den "Meeresmüll" zu einem ihrer G7-Präsidentschaftsthemen gemacht. Die Umweltverbände hoffen jetzt, dass es nicht nur bei Absichtserklärungen bleibt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Sie sagt: "So wie an Land mit den Landwirten, so müssen wir uns auch mit der Fischereibranche auseinandersetzen." Zu den Vorschlägen, die derzeit diskutiert werden, gehört beispielsweise eine Markierung, anhand derer sich erkennen lässt, wer der Besitzer eines Netzes ist. Denn dann erst könnten diejenigen, die ihre alten Netze im Meer zurücklassen, dafür zur Rechenschaft gezogen oder in irgendeiner Form an der Beseitigung dieses gefährlichen Abfalls beteiligt werden.
Plastiktüten werden bleiben

Helfen könnte nach Ansicht des Deutschen Naturschutzbundes (Nabu) auch die Einführung einer Steuer oder Sonderabgabe auf Einwegplastiktüten. Dass hierzulande schon bald ein generelles Plastiktüten-Verbot kommen könnte, glaubt der Verband nicht. Er stellt ironisch fest: "Das Einzige, was länger dauert als die Diskussion über die Abschaffung der Plastiktüte, ist ihr Abbau im Meer." Was den sichtbaren Müll angeht, so sieht es an den Stränden der Nordsee noch etwas schlechter aus als an der Ostseeküste.

Bei Stichprobenuntersuchungen an nicht gereinigten Abschnitten der deutschen und niederländischen Nordseeküste wurden auf 100 Metern Länge im Schnitt 236 Abfallteile gefunden - vom Ölfass bis zur Zigarettenkippe. Drei Viertel dieser Abfälle bestanden aus Kunststoff. Zum Vergleich: Auf der Ostsee-Insel Fehmarn zählten Aktivisten auf der gleichen Strecke 85 Teile, auf Rügen waren es 190 Abfallstücke. Zu den mit Bundesmitteln geförderten Meeresschutz-Projekten, die demnächst ausgeweitet werden könnten, zählt das Programm "Fishing for litter". Es soll Fischer dazu bringen, alte Netze und Plastikmüll im Hafen abzugeben.
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Kritik üben Naturschutzaktivisten derzeit vor allem an dem deutschen Maßnahmenprogramm zur Umsetzung einer Vorgabe der EU mit dem sperrigen Namen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. "Die deutschen Vorschläge sind nicht besonders ambitioniert", sagt Nabu-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Auch finden nach Ansicht von Tierschützern in einigen als "Schutzgebiete" ausgewiesenen Zonen Aktivitäten statt, die sich mit dem Schutzcharakter nicht vereinbaren lassen.

Erste Erfolge vermelden die Naturschützer dagegen an der Mikroplastik-Front. Viele Zahnpasta-Hersteller setzen die winzigen Kunststoffpartikel in ihren Produkten inzwischen nicht mehr ein - wohl auch weil den Verbrauchern der Gedanke, kleine Plastikkügelchen im Mund zu haben, nicht gefiel. Die Naturschützer wollen mit ihren Kampagnen erreichen, dass die kleinen Teilchen, die über das Wasser in die Nahrungskette gelangen, demnächst auch aus Peelings und Putzmitteln verschwinden.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , Anne-Beatrice Clasmann, dpa
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Schnelleres Wurzelwachstum - Pflanze entsorgt TNT aus Böden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Sep 2015 20:04

bild Pflanze entsorgt TNT aus Böden.jpg
bild Pflanze entsorgt TNT aus Böden.jpg (56.77 KiB) 8707-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Pflanze-entsorgt-TNT-aus-Boeden-article15856951.html
Freitag, 04. September 2015
Schnelleres Wurzelwachstum - Pflanze entsorgt TNT aus Böden

Sie ist unscheinbar und weit verbreitet: die Acker-Schmalwand, auch Gänserauke oder Schotenkresse genannt. In Zukunft könnte die Pflanze zu neuen Aufgaben kommen und verseuchte Böden entgiften.


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Der Sprengstoff Trinitrotoluol – besser bekannt als TNT – ist hochgiftig und verseucht Böden dauerhaft. Britische Forscher haben nun einen Stoffwechselmechanismus aufgespürt, mit dem Pflanzen das Gift nicht nur besser tolerieren, sondern sogar abbauen können. Auf diese Weise könnten künftig möglicherweise TNT-verseuchte Böden renaturiert und saniert werden, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal "Science".

Große Mengen des Stoffes lagern weltweit als Altlasten in der Nähe herstellender Fabriken und Rohstoff-Minen sowie auf Kampfschauplätzen in den Böden. Zudem wird TNT nach wie vor für militärische und gewerbliche Zwecke eingesetzt. Allein in den USA gebe es schätzungsweise 10 Millionen Hektar – also 100.000 Quadratkilometer – mit Munitionsresten verseuchtes Militärareal, heißt es in der Studie.
Versuche mit verschiedenen Pflanzen

Pflanzen gedeihen auf solchen Böden je nach TNT-Konzentration meist sehr schlecht. Daher müssen betroffene Flächen aufwendig und teuer mit physikalischen und chemischen Methoden saniert werden. Eine Alternative sind bestimmte Pilze und Bakterien. Auch Ansätze mit genetisch veränderten Pflanzen wie etwa Tabak gibt es bereits.

Die Forscher um Emily Johnston und Elizabeth Rylott von der University of York prüften nun verschiedene Linien der in Biolaboren häufig eingesetzten Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana). Die Pflänzchen keimten in Böden mit unterschiedlich hohem, realistischem TNT-Gehalt; auf Truppenübungsplätzen kann die Konzentration bei mehr als 100 Milligramm TNT je Kilogramm Erde liegen. Bei einer der untersuchten Linien wuchsen mit Trinitrotoluol im Boden sowohl die Wurzeln als auch der Keimling schneller.
Enzym funktioniert glücklicherweise nicht

Als Ursache fanden die Wissenschaftler eine Veränderung des Erbguts beim Gen für die sogenannte Monodehydroascorbat-Reduktase 6, kurz MDHAR6. Dieses Enzym führt in Pflanzen dazu, dass die Aufnahme von TNT aus dem Boden hochreaktive und damit zerstörerisch wirkende Superoxide entstehen lässt. In der aufgespürten Linie von A. thaliana funktioniere das Enzym nicht, erläutern die Forscher.
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Verseuchte Böden von speziell gezüchteten oder gentechnisch entsprechend angepassten Pflanzen, Pilzen oder Bodenbakterien reinigen zu lassen, könnte für viele Gifte eine ebenso kostengünstige wie umweltfreundliche Lösung sein, hoffen Experten.

Für den MDHAR6-Mechanismus sehen die britischen Forscher noch eine weitere Verwendungsmöglichkeit: die Herstellung einer neuen Klasse genau darauf abzielender Herbizide. Sie könnten, ähnlich wie TNT, zur Freisetzung schädlicher Sauerstoffradikale in unliebsamen Pflanzen führen – ohne für andere Organismen giftig oder krebserregend zu sein, erläutert Graham Noctor von der Université Paris Sud in einem begleitenden Kommentar.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Greenpeace untersucht Rückstände - Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Sep 2015 21:58

bild Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt.jpg
bild Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt.jpg (69.69 KiB) 8697-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Outdoor-Kleidung-belastet-die-Umwelt-article15872951.html
Samstag, 05. September 2015
Greenpeace untersucht Rückstände - Outdoor-Kleidung belastet die Umwelt

Wasserfest, schmutzabweisend, strapazierbar: Damit moderne Outdoor-Kleidung ihre Vorteile ausspielen kann, werden allerlei Substanzen in ihr verbaut. Die Industrie gibt sich gerne naturnah - Greenpeace dagegen hält das für wenig glaubwürdig.

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Die Umweltorganisation Greenpeace hat laut einem "Spiegel"-Bericht an vielen touristischen Orten Spuren von umwelt- und gesundheitsgefährdenden per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) gefunden. Die Greenpeace-Mitarbeiter nahmen Schnee- und Wasserproben in entlegenen Gebirgsregionen, etwa im chinesischen Shangri-La-Gebiet, im Altai-Gebirge oder im Torres-del-Paine-Nationalpark in Chile.

Laut dem Bericht stießen sie überall auf giftige Überbleibsel menschlichen Konsums. PFC werden unter anderem bei der Produktion vieler Outdoor-Kleidungsstücke verwendet. Perfluorierte Chemikalien reichern sich in der Nahrungskette an. Einige stehen im Verdacht, krebserregend zu sein.
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Die Outdoor-Branche sei zwar nicht die einzige, aber eine bedeutende Quelle für die Verunreinigung der Umwelt mit PFC, sagte Manfred Santen, Greenpeace-Chemiker und verantwortlich für die Studie, die die Umweltschutzorganisation nächste Woche vorstellen will.

Greenpeace fordert deshalb den vollständigen Verzicht auf PFC: "Wenn die Outdoor-Industrie Umweltschutz so ernst nimmt, wie sie immer tut, dann muss sie auf all diese Stoffe verzichten."

Quelle: n-tv.de , dka/dpa
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UN: Gigantische Verluste drohen - Viele Millionen fliehen vor Bodenzerstör

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Sep 2015 23:07

bild Viele Millionen fliehen vor Bodenzerstörung.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/UN-schlaegt-A ... 33946.html
Dienstag, 15. September 2015
UN: Gigantische Verluste drohen - Viele Millionen fliehen vor Bodenzerstörung

Die UNO schlägt Alarm: Landwirtschaft und die zunehmende Verstädterung zerstören immer mehr wertvolle Böden. Die Verluste sind riesig, die Kosten gehen in die Billionen. Zudem könnte das in den nächsten zehn Jahren zu 50 Millionen zusätzlichen Flüchtlingen führen.


Jedes Jahr gehen der Welt Unsummen verloren, weil ökologisch wertvolle Flächen versiegelt oder durch intensive Landwirtschaft zerstört werden. Ein heute veröffentlichter UN-Bericht bezifferte den Verlust auf weltweit 6,3 bis 10,6 Billionen Dollar (etwa 5,6 bis 9,4 Billionen Euro) im Jahr.

Die verlorenen Werte können Ernteerträge sein, aber zum Beispiel auch sauberes Wasser. Der jährliche Verlust entspricht der Studie zufolge 10 bis 17 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Nach Angaben der Wissenschaftler könnte die Entwertung der Flächen in den nächsten zehn Jahren zu 50 Millionen zusätzlichen Flüchtlingen führen - alles Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil der Boden sie nicht mehr ernähren kann.
"Boden wird degradiert"
Immer mehr Fläche wird versiegelt.
Immer mehr Fläche wird versiegelt.
(Foto: dpa)

"Unsere Botschaft ist, dass sich nachhaltige Landwirtschaft wirklich lohnt", sagte Mark Schauer, einer der beteiligten Forscher von der Universität Bonn. "Herkömmliche Landwirtschaft ist für die Volkswirtschaft eine Minusrechnung. Der Boden wird degradiert und die Ökosysteme drumherum eben auch. Zum Beispiel durch Überdüngung oder Überweidung. Wir graben uns selber das Wasser ab."

Ein besonderes Problem sei, dass Metropolen häufig in besonders fruchtbaren Gebieten lägen, weil sich eben dort vor langer Zeit die ersten Pioniere angesiedelt hätten. Jetzt breiteten sich die Städte aus und verschlängen fruchtbares, ökologisch wertvolles Land. Intensive Landwirtschaft habe oft verheerende langfristige Folgen. In dem westafrikanischen Land Benin zum Beispiel sei der Baumwollanbau ein großes Problem. "Das ist extrem nährstoff- und wasserintensiv, und davon profitieren nur sehr wenige Menschen, die Volkswirtschaft leidet sehr darunter", erklärte Schauer.
Problem Bodenerosion
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Die Studie beschäftigt sich auch damit, was gegen diese Entwicklung getan werden kann. Von Land zu Land könnten das ganz unterschiedliche Strategien sein, sagte Schauer, abhängig von den jeweiligen regionalen und ökologischen Gegebenheiten. In Deutschland werden jeden Tag Bodenflächen in der Größe von mehr als 100 Fußballfeldern überbaut, wie aus dem sogenannten Bodenatlas hervorgeht. Ein Viertel der Ackerflächen sei zudem von Bodenerosion betroffen. Gleichzeitig werden den Angaben zufolge Agrar- und Verbrauchsgüter importiert, deren Produktion mit 80 Millionen Hektar mehr als das Doppelte der hiesigen Landesfläche in Anspruch nimmt.

Der Atlas war Anfang des Jahres unter anderem von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Nachhaltigkeitsinstitut IASS in Berlin vorgestellt worden. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" ausgerufen.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Rettung der Ozonschicht - Wie eine Katastrophe verhindert wurde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Sep 2015 19:08

Rettung der Ozonschicht.jpg
Rettung der Ozonschicht.jpg (25.89 KiB) 8650-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Wie-eine-Katastrophe-verhindert-wurde-article15934006.html
Mittwoch, 16. September 2015
Rettung der Ozonschicht - Wie eine Katastrophe verhindert wurde

Vor 35 Jahren bewahrt ein Forscherteam die Menschheit vor einer Katastrophe. Die Industrie boomt damals dank FCKW, doch der Stoff ist extrem gefährlich für die Ozonschicht. Das gefürchtete Ozonloch entsteht - und bleibt noch Jahrzehnte erhalten.



Die Menschheit hatte Glück: Dank einer Verkettung günstiger Umstände schrammte die Welt knapp an einer Katastrophe vorbei. Vor 35 Jahren ahnte niemand, dass rund 20 Kilometer über dem Südpol Chemikalien die Ozonschicht zersetzten, die die Erde gegen die gefährliche UV-Strahlung abschirmt. Als Joe Farman von der britischen Antarktis-Station Halley Bay Anfang der 1980er-Jahre Hinweise darauf entdeckte, tauschte er sein Messinstrument aus. Doch die Resultate blieben: Jedes Jahr nach dem Ende der monatelangen sonnenlosen Polarnacht schwanden die Werte des Ozons (O3), wenn auch nur für mehrere Wochen. Allerdings sanken sie von Jahr zu Jahr mehr.

"1985 dämmerte uns plötzlich, dass wir vor einer der größten Umweltentdeckungen des Jahrzehnts, vielleicht sogar des Jahrhunderts, standen", sagte Farman in einem Interview. Am 16. Mai 1985 schrieben die Forscher in der Zeitschrift "Nature": "Die jährliche Variation des Gesamtozons in Halley Bay hat sich dramatisch verändert." Der Bericht rüttelte Fachwelt und Politik auf. Schon vorher waren einige Forscher um die Ozonschicht besorgt - vor allem wegen der Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW). Diese Verbindungen wurden seit den 1960er-Jahren massenhaft als Treibgase, Kühlmittel oder für Schaumstoffe hergestellt und gelangten auch in die Umwelt. Aber selbst Kritiker dachten, die Inhaltsstoffe würden flächendeckend rund um den Globus Schäden anrichten. Mit einem Ozonloch über der Antarktis rechnete niemand.
Feuchtwarme Sommerstürme mit Gewittern sind schädlich für die Ozonschicht. Sie setzen freie Radikale frei, die den Schutzmantel angreifen.
Feuchtwarme Sommerstürme mit Gewittern sind schädlich für die Ozonschicht. Sie setzen freie Radikale frei, die den Schutzmantel angreifen.
(Foto: picture alliance / dpa)

"Das Überraschende war: Das Ozonloch entstand am Ende der Welt, wo keine FCKW freiwurden", sagt Gert König-Langlo vom Alfred-Wegener-Institut, Leiter des meteorologischen Observatoriums der Antarktis-Station Neumayer III. Dass sich das Ozonloch ausgerechnet über dem unbewohnten Teil des Planeten auftat, war Glück. Über bewohntem Gebiet hätte eine solche Ausdünnung der Schutzschicht Millionen Hautkrebs-Erkrankungen verursachen können. "Das Ozonloch bildete sich an der günstigsten Stelle", sagt Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam, der dem UN-Panel zum Status der Ozonschicht angehört.
FCKW galt als perfekter Stoff

Rückblick: Bis in die 1970er-Jahre galten FCKW als ideale Kältemittel und Treibgase: geruchlos, durchsichtig, ungiftig und chemisch stabil. "Die Industrie war sehr glücklich damit", sagt Rex. "Man hielt sie für die perfekten Stoffe." So gelangten binnen kurzem Millionen Tonnen der Verbindungen in die Atmosphäre. Erst 1974 meldeten sich Mahner zu Wort: Aus FCKW stammende Chlor-Radikale könnten in großer Höhe Ozon abbauen, warnten die Forscher Mario Molina und Sherwood Rowland. Als Reaktion darauf wurden FCKW in den USA und Skandinavien aus Spraydosen verbannt.

Ebenso wichtig: Die Gesellschaft war sensibilisiert, als Farman 1985 seine Ergebnisse veröffentlichte, die die Nasa nachträglich durch Satellitenmessungen bestätigte. Nach Bekanntwerden des Problems reagierte die internationale Gemeinschaft rasch: Zwei Jahre nach Farmans Bericht, am 16. September 1987, einigten sich fast 200 Staaten auf das Montreal-Protokoll, das 1989 in Kraft trat, den FCKW-Ausstoß zunächst einschränkte und durch Zusatzabkommen ab 1996 komplett verbot. Damit waren die FCKW, die in der Atmosphäre extrem langlebig sind, aber nicht aus der Welt.

FCKW-12 etwa hat eine Lebensdauer von mehr als 100 Jahren. Ihr Maximum erreichte die FCKW-Konzentration um das Jahr 2000. Seitdem ist die Menge lediglich um etwa 5 Prozent gesunken. 2006 erreichte das Ozonloch die Rekordfläche von 27 Millionen Quadratkilometern - und war damit fast so groß wie Afrika. Auch in anderen Regionen schrumpfte die Ozonschicht etwas, über Mitteleuropa um etwa 5 bis 10 Prozent, sagt Wolfgang Steinbrecht vom Deutschen Wetter-Dienst.
Ozonloch bleibt bis 2070
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Ende September 2006 erreichte das Ozonloch über der Antarktis eine besonders große Ausdehnung: Es war 27,5 Millionen Quadratkilometer groß. 16.09.12 25 Jahre Schutz der Ozonschicht Ozonkiller weiter im Einsatz

Erst im September 2014 stellte die Weltorganisation für Meteorologie fest, dass das Montrealer Abkommen ein Erfolg war. Schließen wird sich das Ozonloch Prognosen zufolge um das Jahr 2070. Erst gegen Ende des Jahrhunderts wird die Atmosphäre wieder frei von FCKW sein. Rowland und Molina erhielten für ihre Arbeiten 1995 den Nobelpreis für Chemie, zusammen mit dem Atmosphärenforscher Paul Crutzen, damals Leiter des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz. Ihre Forschung habe gezeigt, "dass die dünne Ozonschicht eine Achillesferse der Menschheit darstellt", so das Preiskomitee. Die Wissenschaftler hätten "dazu beigetragen, uns alle vor einem globalen Umweltproblem zu bewahren, das katastrophale Konsequenzen bekommen könnte".

Die Vereinten Nationen schätzen, bis 2030 würden jährlich etwa zwei Millionen Menschen vor Hautkrebs bewahrt. Experten betrachten das Ozonloch zudem als Beispiel dafür, dass die Menschheit durchaus schnell weltumspannend auf Bedrohungen reagieren kann. "Wenn der Mensch will, dann schafft er das auch", sagt König-Langlo. Auch damals habe es geheißen, man könne nicht auf FCKW verzichten - ähnlich der heutigen Diskussion um das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). "Doch dann ging alles ganz schnell."

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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Korallen sterben großflächig - Dem Great Barrier Reef geht es schlecht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Sep 2015 12:05

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http://www.n-tv.de/wissen/Dem-Great-Barrier-Reef-geht-es-schlecht-article15976101.html
Dienstag, 22. September 2015
Korallen sterben großflächig - Dem Great Barrier Reef geht es schlecht

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt und Lebensraum von 14.000 Tierarten. Doch mit seinem Schutz scheint es nach wie vor nicht weit her zu sein, es bleibt stark bedroht. Kommt es nun auf die Rote Liste des gefährdeten Weltnaturerbes?

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Der Zustand des Great Barrier Reefs im Nordosten Australiens ist weiterhin schlecht. Dies ergab ein von der australischen Regierung veröffentlichter Report. Besonders beunruhigend sei, dass es kaum Fortschritte beim Schutz des weltgrößten Korallenriffs gegeben habe, sagte Steven Miles, der Umweltminister des Bundesstaates Queensland, australischen Medien.

Viele Probleme sind hausgemacht. Verschmutzung durch Landwirtschaft etwa zerstört das Great Barrier Reef. Die Mehrheit der Farmer hält sich nicht an die bestmöglichen Methoden zum Schutz des Weltnaturerbes beim Einsatz von Pestiziden. Die Schadstoffe landen im Riff. Das gilt auch für die Viehzüchter: Die meisten nutzen das Weideland nicht ordnungsgemäß und tragen so zur Verschmutzung des Riffs bei.
Großteil der Korallendecke weg
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Hinzu kommt der Klimawandel: Die ansteigenden Meerestemperaturen zerstören die Korallen. Vor allem die Küstengebiete des rund 2300 Kilometer langen Riffs könnten sich von den Schäden nicht schnell genug erholen. Das Great Barrier Reef hat in den vergangenen 30 Jahren etwa die Hälfte seiner Korallendecke eingebüßt.

Das Riff war in diesem Jahr nicht auf die Rote Liste des gefährdeten Weltnaturerbes gekommen. Allerdings forderte das Unesco-Welterbekomitee die australische Regierung auf, bis Dezember 2016 Fortschritte beim Schutz nachzuweisen. Umweltminister Miles sagte, der Bericht beinhalte mehr schlechte als gute Nachrichten. "Wenn eines meiner Kinder mit so einem Zeugnis nach Hause kommen würde, wäre ich ein bisschen enttäuscht."

Das Great Barrier Reef gibt rund 14.000 Arten von Meerestieren Lebensraum. Es erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 200.000 Quadratkilometern - und ist damit fast dreimal so groß wie Bayern. Das Riff hat nicht nur große ökologische Bedeutung, es ist für Australien als eine der größten Touristenattraktionen auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
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Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde Great Barrier Reef

Quelle: n-tv.de
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Genmais - Deutschland macht Anbau-Verbot offiziell

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Okt 2015 12:55

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http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/genmais-deutschland-macht-anbau-verbot-offiziell/12392302.html
Genmais
Deutschland macht Anbau-Verbot offiziell

von:

Reuters

Datum:

30.09.2015 20:13 Uhr

Keine GVO-Nutzpflanzen in Deutschland: Die Bundesrepublik hat das Anbauverbot für Genmais offiziell der EU-Kommission mitgeteilt. Diese übermittelt das Verbot nun zunächst als Wunsch an die betroffenen Unternehmen.
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Die Bundesrepublik hat die EU über das nationale Anbauverbot für GVO-Pflanzen informiert. Quelle: dpa
Genmaisverbot in Deutschland

Die Bundesrepublik hat die EU über das nationale Anbauverbot für GVO-Pflanzen informiert.(Foto: dpa)

BerlinDeutschland hat das Anbauverbot für Genmais bei der Europäischen Union angemeldet. In dem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Bundeslandwirtschaftsministeriums vom Mittwoch an die EU-Kommission wird die Aussaat mehrerer genetisch veränderter Organismen (GVO) auf dem Hoheitsgebiet der Bundesrepublik untersagt. „Der Anbau des gentechnisch veränderten Maises ist unvereinbar mit der in Deutschland üblichen Ackernutzung“, heißt es in dem Schreiben. Es sei mit negativen Folgen für den konventionellen und ökologischen Maisanbau zu rechnen.
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Eigentlich entscheidet die EU über Anbaugenehmigungen. Seit diesem Jahr können Mitgliedsstaaten jedoch ein nationales Verbot erlassen. Mit dem nun an die EU-Kommission abgesandten Schreiben unternimmt Bundesagrarminister Christian Schmidt den ersten Schritt eines Verbotsverfahrens. Die EU-Kommission muss nun den Konzernen, die eine Anbaugenehmigung für ihre GVO-Nutzpflanzen beantragt haben, den deutschen Wunsch auf einen Vertriebsverzicht übermitteln. Erst wenn dies von den Unternehmen abgelehnt wird, kann nach den EU-Regeln der Anbau per nationaler Gesetzgebung untersagt werden.
Landmaschinen
Giganten auf dem Acker

Beetformer GF800

Das Modell der Firma Grimme, dem Spezialisten rund um Kartoffeln. Die Vorbereitung des Bodens, die Separierung, ist wichtig. Denn Beimengungen wie Steine können im Kartoffelbau den gesamten Produktionsablauf stören, und die Flächenleistung der Erntemaschinen verringern.
(Foto: Grimme)
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GF800

Die Dammfräse bearbeitet intensiv den Boden und zerkleinert lästige Kluten. Diese entstehen, wenn die Erde bei der Bearbeitung zu feucht war. Mithilfe der Maschine wird die nun lockere Erde zu einem Damm aufgebaut.
(Foto: Grimme)
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Mähdrescher W650 von John Deere

Der amerikanische Landmaschinenhersteller liefert unter anderem Traktoren und Mähdrescher in alle Länder der Welt.
(Foto: dpa)
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Tucano 420 der Firma Claas

Die Erntemaschine gilt als Einstiegsmodel; das APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Dreschwerken erreicht. Das Modell verfügt nach Unternehmensangaben über ein Korntankvolumen von 7500 Liter; es arbeitet mit einer Maximalleistung von 238 PS.
(Foto: dpa)
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Claas

Vier Mähdrescher von Claas auf einem Feld in Angerbach, Sachsen.
(Foto: dpa)
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New Holland

Ein Traktor des Produzenten New Holland, der zur Unternehmensgruppe CNH Industrial gehört, auf der Teststrecke.
(Foto: Bloomberg)
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Fendt 900 Vario

Der Traktor der Baureihe gehört im Segment über 200 PS zu den Marktführern. Fendt gehört seit 1997 zur AGCO-Corporation, einem der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen.
(Foto: PR)
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Claas

Ernte des Bierbrauers Krasny Vostok. Das Geschäft mit russischen Unternehmen ist schwieriger geworden. Das Claas-Werk in Krasnodar wird dennoch wie geplant ausgebaut.
(Foto: Bloomberg)
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Unmittelbar betroffen sind die Konzerne Monsanto, Syngenta, Dow AgroScienes und DuPont-Pioneer , die Anträge für den Anbau von acht Genmais-Sorten in Brüssel gestellt haben, die teilweise bereits genehmigt wurden.

Mit genetisch veränderten Sojabohnen und anderen Produkten machen die Agrarkonzerne weltweit Milliardenumsätze. GVO-Befürworter werben unter anderem mit höheren Erträgen. Gegner verweisen auf nicht restlich geklärte Risiken.
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12.000 Quadratkilometer betroffen - US-Umweltbehörde warnt vor Korallenble

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Okt 2015 00:27

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http://www.n-tv.de/wissen/US-Umweltbehoerde-warnt-vor-Korallenbleiche-article16111196.html
Freitag, 09. Oktober 2015
12.000 Quadratkilometer betroffen - US-Umweltbehörde warnt vor Korallenbleiche

Weltweit greifen die Klimaerwärmung und das Phänomen "El Niño" die Korallenriffe an. Als Konsequenz bleichen Korallen aus und sterben nach und nach ab. Forscher der amerikanischen Umweltbehörde melden die dritte weltweite Korallenbleiche.


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In den Meeren der Welt breitet sich nach Angaben der US-Umweltbehörde NOAA derzeit eine verheerende Korallenbleiche aus. Bis zum Ende des Jahres könnten mehr als ein Drittel der Korallen der Welt davon betroffen sein, teilte die NOAA mit. Mehr als 12.000 Quadratkilometer Korallenriffe - eine Fläche etwa halb so groß wie Mecklenburg-Vorpommern - könnten absterben.

Bei der Korallenbleiche greifen die weltweite Klimaerwärmung und in diesem Jahr auch das Phänomen "El Niño" die Riffe an, so dass die Korallen ihre Farbe verlieren und nach und nach absterben. Es handelt sich um das dritte weltweite Phänomen dieser Art seit Beginn der Beobachtungen der NOAA. Die vorherigen fanden 1998 und 2010 statt. Besonders schlimm sei es derzeit um Hawaii herum, teilten die NOAA-Forscher mit.
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Auch in der Karibik breite sich die Korallenbleiche derzeit aus. Im Süden Floridas habe das Phänomen dagegen seien Höhepunkt wohl schon überschritten. Begonnen hatte die Korallenbleiche im Sommer 2014 im Pazifik. "Uns besorgt besonders, dass das Phänomen jetzt schon seit mehr als einem Jahr anhält und unseren ersten Vorhersagen zufolge auch noch bis weit ins Jahr 2016 hinein andauern wird", sagte NOAA-Forscher Mark Eakin.

Bei der Korallenbleiche trennen sich die Korallen von ihren Algen, mit denen sie sonst in Symbiose leben. Die Algen produzieren normalerweise Zucker für die Korallen. Wenn die Wassertemperatur aber zu hoch wird, werden die Algen giftig. Ohne die Algen leben die Korallen zwar noch, aber sie werden anfällig und sterben nach einer Weile ab. Die Algen sorgen auch für die leuchtenden Korallenfarben. Ohne Algen sind die Korallen blass.

Quelle: n-tv.de , jki/dpa
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Unheilbare Pflanzenkrankheit - Killer-Bakterium in Frankreich angekommen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Okt 2015 16:11

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http://www.n-tv.de/wissen/Killer-Bakter ... 46226.html
Unheilbare Pflanzenkrankheit - Killer-Bakterium in Frankreich angekommen

Von Jana Zeh

Eine Mittelmeerregion ohne Mandelblüten und Olivenhaine ist unvorstellbar. Doch die Bäume sind in Gefahr. Das sogenannte Feuerbakterium, das die Wasserzufuhr in Pflanzen verstopft, ist auf dem französischen Festland angekommen.


Olivenhaine gehören wie Lavendel und Mandelblüten zur Mittelmeerregion. Doch die Bäume sind bedroht. Ein Bakterium mit dem Namen Xylella fastidiosa, das ursprünglich aus Amerika stammt, hat es nach Südeuropa geschafft und dort schon viel Schaden angerichtet. Genstudien zufolge wurde das gefürchtete Bakterium wahrscheinlich bereits vor einigen Jahren mit Zier-Kaffeesträuchern aus Costa Rica nach Süditalien eingeschleppt.
Xylella fastidiosa

Auch als Feuerbakterie bezeichnet, ist ein Bakterium, das als Erreger bei mehr als 100 verschiedenen Pflanzenarten Krankheiten auslösen kann. Darunter befinden sich zahlreiche Nutzpflanzen wie Mandel-, Oliven- und Pflaumenbäume, aber auch Zitrusfrüchte und Oleander.

Das Bakterium wird durch Insekten, zum Beispiel Zikaden übertragen. Diese ernähren sich von Pflanzensäften und geben beim Saugen das Bakterium in das sogenannte Xylem, also in den Holzteil der Pflanzen ab. Dort vermehrt es sich und breitet sich aus. So wird der Wasser- und Nährstoffhaushalt in der Pflanze blockiert. Die Pflanze trocknet nach und nach aus und stirbt schließlich ab.

Erstmals wurde die Infektion mit Xylella fastidiosa 1892 von Newton Pierce als Rebstock-Krankheit beschrieben.

2013 ließ sich Xylella fastidiosa, auch Feuerbakterium genannt, erstmals in Europa nachweisen. Schon 2015 waren damit im italienischen Apulien Tausende Olivenbäume infiziert. Da jeder befallene Baum eine Ansteckungsgefahr für andere Pflanzen darstellt und es bisher kein wirksames Mittel gegen das zerstörerische Bakterium gibt, muss der Baum gefällt und verbrannt, das Gras gemäht, der Boden gepflügt und Pestizide eingesetzt werden. In Italien wurde eine Fläche von rund 230.000 Hektar auf diese Art und Weise beackert, mehr als eine Million Olivenbäume gefällt. Viele der Bäume waren mehr als 100 Jahre alt.
Die Feuerbakterien ziehen weiter

Der vom italienischen Katastrophenschutz angeordnete Kahlschlag stellte 2015 nicht nur ein Umweltdrama dar, sondern auch ein menschliches. In der Region leben Tausende Familien vom Olivenanbau. Trotz dieser weitreichenden Vorsichtsmaßnahmen hat sich Xylella fastidiosa weiter ausgebreitet und über Korsika nun auch das französische Festland erreicht, wie das Landwirtschaftsministerium bestätigte.
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Fraßschäden am Blatt: Bäume schreien nicht. 11.08.15 Miniermotten mögen die Hitze Kastanien-Schädling auf dem Vormarsch

In der Nähe von Nizza wurde ein Kreuzblumenstrauch positiv auf das Bakterium getestet. Dieser Befund lässt nicht nur Landwirte aufhorchen, denn Xylella fastidiosa befällt nicht nur Weinreben, Oliven-, Zitrus- und Mandelbäume, sondern auch größere Baumarten wie Ahorn und Eichen. Das von der EU verhängte Einfuhrverbot bestimmter Kaffeesträucher aus Honduras und Costa Rica wird nun als Schutzmaßnahme wohl nicht mehr ausreichen. Solange kein wirksames Mittel zur Bekämpfung von Xylella fastidiosa gefunden wird, hilft nur der Kahlschlag.
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Von lecker bis zerstörerisch: Neobiota fern der Heimat Von lecker bis zerstörerisch: Neobiota fern der Heimat Von lecker bis zerstörerisch: Neobiota fern der Heimat Von lecker bis zerstörerisch Neobiota fern der Heimat

Quelle: n-tv.de
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Mehr Tote als durch Verkehrsunfälle - All diese Stoffe kommen aus dem Ausp

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Okt 2015 21:24

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All diese Stoffe kommen aus dem Auspuff.jpg (46.9 KiB) 8445-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/All-diese-Sto ... 98551.html
Mehr Tote als durch Verkehrsunfälle - All diese Stoffe kommen aus dem Auspuff

Was kaum jemand weiß: An Autoabgasen sterben in Deutschland mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle. Besonders gesundheitsschädlich sind Feinstaub und Stickoxide - die nicht nur aus VW-Dieselwagen stammen. Zudem heizt das CO2 aus den Auspuffen das Klima an.


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Einige Autoabgase schädigen die Gesundheit, andere das Klima oder die Natur. Der VW-Skandal hat lungenschädliche Stickoxide in die Schlagzeilen gerückt, die fast ausschließlich menschengemacht sind. Doch es gibt Techniken, die den Schadstoffausstoß verringern, so dass die Autos diverse Grenzwerte einhalten können. In Deutschland gibt es jährlich rund 7000 Todesfälle durch Abgase aus dem Straßenverkehr, wie Forscher im Fachjournal "Nature" vom September berichteten. Demnach sterben hierzulande daran etwa doppelt so viele Menschen wie an Verkehrsunfällen.

Stickoxide (NOx)
Abgase strömen aus dem Auspuff eines Autos mit Dieselmotor.
Abgase strömen aus dem Auspuff eines Autos mit Dieselmotor.
(Foto: dpa)

Gesundheitsschädliche Stickoxide wie etwa Stickstoffmonoxid und -dioxid kommen in der Natur nur in winzigen Mengen vor. Sie stammen vor allem aus Autos, aber auch aus Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken. Dieselmotoren stoßen viel mehr NOx aus als Benziner. Die Stoffe können Schleimhäute angreifen und so zu Husten, Atembeschwerden und Augenreizungen führen. Besonders gefährdet sind Asthmatiker. Sie können aber auch Herz und Kreislauf beeinträchtigen.

Pflanzen werden dreifach geschädigt: NOx sind giftig für Blätter und führen zur Überdüngung sowie Versauerung der Böden. Außerdem tragen Stickoxide zur Bildung von Feinstaub und bodennahen Ozon bei. Technisch lassen sich NOx mit einem Drei-Wege-Katalysator von Benzinern in unschädlichen Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2) umwandeln. Es bleiben jedoch immer noch Reste an NOx übrig. Bei Dieselmotoren ist der Abbau von NOx bedeutend schwieriger - er gelingt etwa durch Einspritzung einer Harnstofflösung in den Abgasstrom.

Unter den NOx ist nur das Lachgas (Distickstoffmonoxid/N2O) bedeutend für den Treibhauseffekt. Es schadet in den vorliegenden Konzentrationen der Gesundheit nicht. Lachgas stammt vor allem von Feldern mit viel künstlichem Stickstoffdünger. Das derzeit bedeutendste NOx ist das Stickstoffdioxid (NO2).

NO2-Grenzwerte Luft
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Noch weitere Motoren manipuliert: VW-Abgasskandal droht sich auszuweiten 22.10.15 – 01:33 min Mediathek Noch weitere Motoren manipuliert VW-Abgasskandal droht sich auszuweiten

" Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem aus KFZ-Abgasen stammt, entwickelt sich zum Schadstoff Nummer eins", schreibt das Umweltbundesamt (UBA). 2014 überschritt demnach die NO2-Konzentration an mehr als der Hälfte der Messstationen an stark befahrenen Straßen den Jahresmittel-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dann müssen Behörden mit Luftreinhalte-Plänen für eine NO2-Verminderung sorgen. Zudem kann die EU-Kommission ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren einleiten, das zu Strafzahlungen führen kann. Derzeit läuft laut UBA gegen Deutschland ein solches Verfahren wegen Überschreitung des Jahresgrenzwertes. Auch Bürger können Behörden auf Einhaltung der Grenzwerte verklagen.

NOx-Grenzwerte Auto

Der Grenzwert in Pkw-Abgasen für alle Stickoxide zusammen liegt in der EU bei 80 Milligramm pro Kilometer (mg/km) für Diesel- und 60 mg/km für Benzinmotoren. Der von der US-Umweltbehörde EPA geforderte Wert liegt im Schnitt bei umgerechnet 43,5 mg/km. Allerdings sind die US-Kontrollsysteme nicht einheitlich und die Vorschriften können je nach US-Staat abweichen. OZON (O3): NOx bilden bei Sonnenlicht zusammen mit organischen Substanzen und Sauerstoff Ozon.

Da der Autokatalysator und entsprechende Techniken in Kraftwerken zur Reduktion von NOx in der Luft führten, haben auch die Ozonspitzenwerte abgenommen. Die durchschnittliche O3-Belastung nahm jedoch zu - vor allem weil Autos weniger Stickstoffmonoxid (NO) ausstoßen und dies nachts Ozon abbaut. Ozon reizt Schleimhäute, Augen und Lungen. Es kann zu Atemwegsbeschwerden führen. Besonders gefährdet sind wie bei NO2 Asthmatiker, aber auch Arbeiter sowie Sportler im Freien und Kinder mit ihrem hohen Stoffumsatz.

O3-Grenzwerte Luft

Erreicht die Ozon-Konzentration eine Stunde lang 180 Mikrogramm oder mehr pro Kubikmeter Luft, müssen Landesbehörden etwa über Radiosender die Menschen darüber informieren und angeben, was zu tun ist. So sollten Menschen, die empfindlich auf Ozon reagieren, auf anstrengende Tätigkeiten im Freien zu verzichten. Ab der Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter gilt dies für die gesamte Bevölkerung.

Feinstaub
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Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall Staub ist nicht gleich Staub

Diese winzigen Partikel entstehen entweder direkt in Automotoren, Kraftwerken, der Industrie oder beim Zigarettenrauchen oder indirekt durch Stickoxide und andere Gase. Die feinen Partikel gelangen in die Lunge und dringen sogar in den Blutkreislauf ein. Sie können zu Entzündungen der Atemwege führen, aber auch zu Thrombosen und Herzstörungen. Der Feinstaub-Ausstoß war insbesondere in der DDR sehr hoch und ist in Deutschland seit 1985 deutlich gesunken.

Feinstaub-Grenzwerte Auto

Viele Städte haben Umweltzonen eingerichtet, um ihre Feinstaubwerte zu senken. In diese dürfen nur Autos mit grüner (selten auch gelber) Plakette fahren. Die Plaketten gibt es nur für Autos, die gewisse Abgasstandards einhalten - was aber nahezu alle Neuwagen der vergangenen Jahre tun. Die Umweltzonen seien ein wichtiges Instrument gewesen, um Feinstaub in großen Städten zu verringern, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger vor einiger Zeit. Nun sei eine Verkehrspolitik erforderlich, die weg vom Kraftfahrzeug führe und hin zu Bussen, Bahnen oder Fahrrädern.

Die grünen Plaketten

Sie zielten vor allem darauf ab, die Feinstaubemissionen zu senken. Momentan bereitet nach UBA-Angaben aber besonders der NO2-Ausstoß Probleme. Hier helfen die bisherigen Plaketten laut UBA wenig, da Diesel-Pkw auch mit einer grünen Plakette noch erhebliche Mengen an Stickoxiden emittierten.

Kohlendioxid (CO2)
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Es ist zwar unschädlich für den Menschen, aber zugleich das bedeutendste Treibhausgas und zu 76 Prozent für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich. Der Straßenverkehr verursacht nach UBA-Angaben rund 17 Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland - hier spielt Kohlendioxid die bei weitem größte Rolle. Es gibt zwar immer sparsamere Motoren, zugleich aber immer größere Autos mit mehr PS und einen stark zunehmenden Transport per LKW. So sind die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs von 1990 bis 2014 sogar um 0,6 Prozent gestiegen.

CO2-Grenzwerte Auto

Im Jahr 2015 müssen die Autohersteller in der EU bei ihrer Pkw-Flotte im Durchschnitt einen Grenzwert von 130 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer erreichen. Im Jahr 2020 sind dann nur noch 95 Gramm erlaubt. In den USA liegen die CO2-Grenzwerte geringfügig höher. Die Vorgabe der US-Umweltbehörde EPA sieht für die im Jahr 2016 zugelassenen Fahrzeuge einen Grenzwert für Personenwagen von umgerechnet etwa 140 Gramm pro Kilometer vor. Bis 2025 sinkt dieser Grenzwert sukzessive auf rund 89 Gramm pro Kilometer. Einzelne Staaten können aber strenger sein.

Quelle: n-tv.de , Simone Humml, dpa
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"Westlicher Luxus" Naturschutz - Sind die Meere denn noch zu retten ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 14:18

Sind die Meere denn noch zu retten.jpg
Sind die Meere denn noch zu retten.jpg (23.36 KiB) 8313-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Sind-die-Meer ... 18616.html
"Westlicher Luxus" Naturschutz - Sind die Meere denn noch zu retten ?

Etwa 2,8 Milliarden Menschen leben weltweit in der Nähe von Küsten, mehr als 40 Prozent der gesamten Bevölkerung. Sie nutzen das Meer und seine Rohstoffe. Dabei richten sie auch großen Schaden an. Rettet die Ozeane - aber wie?

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Der Ozean wird nicht sterben. Da ist sich Martin Visbeck sicher - allerdings nicht ohne ein großes "aber" hinterherzuschieben. Denn nach Ansicht des Sprechers des Kieler Forschungsprojekts "Ozean der Zukunft" werden sich die Meere "dramatisch ändern", wenn die Menschen nicht besser mit ihnen umgehen.

Das könnte so weit gehen, "dass die Meere möglicherweise nicht mehr die Dienstleistungen erbringen, die wir zum Leben brauchen", sagt Visbeck anlässlich der Vorstellung des vierten World Ocean Review (WOR) in Berlin. In dem mehr als 130 Seiten starken Bericht haben sich Wissenschaftler Gedanken über einen nachhaltigen Umgang mit den Meeren gemacht.
Sensibles Ökosystem aus dem Gleichgewicht
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Bestände dramatisch geschrumpft: Welchen Fisch man noch essen darf Bestände dramatisch geschrumpft: Welchen Fisch man noch essen darf Bestände dramatisch geschrumpft: Welchen Fisch man noch essen darf Bestände dramatisch geschrumpft: Welchen Fisch man noch essen darf Bestände dramatisch geschrumpft Welchen Fisch man noch essen darf

Der Mensch profitiert vom Meer und den Küsten in vielerlei Hinsicht. Er nutzt es beispielsweise als Transportweg, als Lebensmittel- und Rohstofflieferant oder als Erholungsort. Dabei wird das sensible Ökosystem oft aus dem Gleichgewicht gebracht: durch Überfischung und das Einleiten von Giften und zu vielen Nährstoffen. Auch Öl- und Gasbohrungen, der geplante Abbau von Erzen aus der Tiefsee und zunehmender Tourismus können Schaden anrichten. Der Umgang mit dem Meer muss also nachhaltiger werden, so die Forderung. Aber was bedeutet das? "Es geht letztendlich darum, die Ökologie, die Ökonomie und die Menschen in Einklang zu bringen", sagt Visbeck.

Dies könnte global betrachtet schwierig werden. "Nach Schätzungen der Vereinten Nationen leben heute mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung in Küstennähe, rund 2,8 Milliarden Menschen", heißt es in dem Bericht. "Von den weltweit 20 Megastädten mit jeweils mehr als 10 Millionen Menschen liegen 13 am Meer. Die Armutsbekämpfung habe in vielen Ländern höchste Priorität, sagt Konrad Ott, Professor für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Uni Kiel und Mitverfasser des Reports. "Die Naturschutzdimension gerät ins Hintertreffen oder wird als westlicher Luxus betrachtet."
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Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung? Warum Aquakultur oft einen Haken hat

Er und seine Mitstreiter plädieren für einen starken Nachhaltigkeitsbegriff, der sich für die umfassende Erhaltung beziehungsweise die Renaturierung aller Bestände von Naturkapitalien einsetzt. Das klingt erstmal kompliziert. Ein Beispiel: "Starke Nachhaltigkeit lehnt Zerstörung der Mangrovenwälder ab, schwache Nachhaltigkeit könnte Umwandlung in Shrimpsfarmen und Touristikzentren akzeptieren", erklärt Ott. "Wir sagen, das wird nicht funktionieren", sagt Visbeck.
China "Musterbeispiel für schwache Nachhaltigkeit"

Starke Nachhaltigkeit fordere hingegen etwa den Wiederaufbau übernutzter Fischbestände und den Schutz von Lebensräumen. China ist nach Ansicht Otts ein Musterbeispiel für schwache Nachhaltigkeit - ein Land, das den Abbau von Naturkapital zum Aufbau von Infrastrukturen, Universitäten, Städten und die intensive Landwirtschaft toleriere.
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Weltweit befassen sich eine Vielzahl von Institutionen und Organisationen mit dem Schutz oder dem Nutzen der Meere und seiner Küsten. "Das ist ziemlich kompliziert", sagt Visbeck. Meerespolitik sei sehr partikulär und auf Sektoren ausgerichtet und werde nicht ganzheitlich gedacht. In Europa beginne man damit, gemeinsame Regeln zu entwerfen. Dabei sei aber der europäische Weg nicht abgestimmt mit Afrika, sagt Visbeck. "Wir teilen aber einen Ozean." In anderen Regionen wie in Asien gebe es so etwas wie regionale Meeresverwaltung nicht. "Da nimmt sich jeder, was er haben möchte."

In Europa machen die Länder eine Art Raumplanung für ihre Küsten. Deutschland beispielsweise habe bereits jeden Quadratmeter verplant - hier ein Windpark, da ein Schutzgebiet, da eine Wasserstraße oder ein Stromkabel. "Wir glauben, so etwas muss man weltweit machen", sagt Visbeck. Ansonsten werde es immer kaum lösbare Nutzungskonflikte geben. Auch Schutzgebiete müssten Teil eines Plans sein.
Zivilgesellschaft ist gefragt
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Neben der Politik - die die Spielregeln aufstellen müsse - sei aber auch die Zivilgesellschaft gefragt, findet Visbeck. Gegen Plastik und anderen Müll im Meer etwa könne jeder seinen Beitrag leisten. Und: "Wir Verbraucher sollten zum Beispiel nachhaltig gefangenen Fisch einfordern." Warum sollte es nicht möglich sein - ähnlich wie beim Fleisch - nur zertifizierte Produkte zu verkaufen? "Ich glaube, da ist durchaus ein Markt."

Zumindest in Deutschland. Hierzulande sei das Bewusstsein für Umweltthemen relativ groß. "Das ist in vielen anderen Ländern nicht so." Dort sei die Umwelt in erster Linie dafür da, bei der Hungerbekämpfung zu helfen. Solche Länder seien noch mehr in der Kurzfristigkeit verhaftet, sagt Visbeck. Ob sich dies ändern wird, ist ungewiss. Ott formuliert es so: "Es gibt Anzeichen für Umdenken und Anzeichen für Gegenteiliges. Das Spiel ist offen."
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Darüber hinaus kommen zahlreiche Experten - Wissenschaftler, Journalisten und Umweltschützer - zu verschiedenen Themengebieten zu Wort. Dabei geht es um das gestörte Gelichgewicht der Meere, … "Der Mensch und die Weltmeere" geht damit weit über das Konzept eines Fotobandes hinaus. Es ist gleichzeitig Bestandsaufnahme und Dokumentation - aber auch Warnung. Denn zerstört der Mensch weiterhin die empfindliche Welt der Meere, die immerhin Zweidrittel der Erdoberfläche ausmachen, dann gräbt er sich ein eigenes Grab. Nachdenklicher Prachtband "Der Mensch und die Weltmeere" Arthus-Bertrand erkundet die Ozeane

Quelle: n-tv.de , Birgitta von Gyldenfeldt, dpa
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Megastädte sind Abgas-Schleudern - Nasa-Satellit zeigt weltweiten CO2-Auss

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Nov 2015 19:49

Megastädte sind Abgas-Schleudern.jpg
Megastädte sind Abgas-Schleudern.jpg (26.75 KiB) 8298-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-Satellit ... 45686.html
Freitag, 13. November 2015
Megastädte sind Abgas-Schleudern - Nasa-Satellit zeigt weltweiten CO2-Ausstoß

Um den Klimawandel besser zu verstehen, greifen Nasa-Forscher nun auf Daten ihres neuesten CO2-Satelliten zurück. Dieser zeichnet erstmals den Weg des Treibhausgases über ein ganzes Jahr hinweg auf. Damit soll auch ein weiteres Rätsel gelöst werden.

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Auf einem Video der Nasa wabert das Kohlendioxid (CO2) in dichten Schlieren um die Nordhälfte unseres Globus. Die in den Savannen des subsaharischen Afrikas lodernden Feuer reichern schubweise die Atmosphäre mit dem Klimakiller an. Der dichte CO2-Atem der Megacities in China, Europa und Nordamerika hingegen ist menschengemacht und trägt seinen Teil zur Klimaerwärmung bei.

Die Animation der US-Weltraumbehörde macht das Ausmaß des weltweiten CO-Ausstoßes sichtbar. Allerdings umfasst das dargestellte Zeitfenster nur fünf Tage im Sommer 2006. Noch genauere Daten über den Weg des Treibhausgases durch die Atmosphäre liefert nun der neue Nasa-Klimasatellit OCO-2 ("Orbiting Carbon Observatory 2"). Seine Beobachtungen erlauben es sogar, den gesamten Jahresverlauf von Ausstoß und weiteren Weg des Treibhausgases abzubilden. Seit Juli 2014 kreist OCO-2 um die Erde.

"Da Kohlendioxid der größte vom Menschen gemachte Antreiber des Klimawandels ist, ist die regelmäßige Beobachtung vom Weltraum aus ein großer Schritt dahin, den Klimawandel zu verstehen und vorherzusagen", sagte Annmarie Eldering vom NASA Jet Propulsion Labor in Pasadena.

Und zu verstehen gibt es noch eine ganze Menge. Fragen wirft etwa die Tatsache auf, dass die Hälfte des in die Atmosphäre ausgestoßenen CO2 wieder absorbiert wird. An Land etwa durch große Wälder sowie von den Ozeanen. "Die Gründe dafür müssen wir aber noch besser verstehen", betonte Michael Freilich, Direktor der Nasa-Abteilung für Geowissenschaften.
CO2-Konzentration überschreitet Schwellenwert
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Die Nasa weitet derzeit ihre Forschungen zum Klimawandel aus. Wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel in Paris berichteten Nasa-Mitarbeiter und Klimaforscher anderer Institute von neuen Ansätzen, den wachsenden Ausstoß gefährlicher Klimagase in die Atmosphäre weltweit zu messen und besser vorherzusagen.

Das Thema drängt: Erstmals seit mehr als 400.000 Jahren ist laut Nasa im Frühjahr der Schwellenwert für die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 400 ppm (Teile von einer Million) überschritten worden. Gleichzeitig nimmt sie jedes Jahr um 2 ppm zu. Der Anteil des noch viel klimaschädlicheren Gases Methan ist mittlerweile sogar zweieinhalb mal so hoch wie vor dem Zeitalter der Industrialisierung.
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Langsam aber sicher geht die Erde an dem vom Menschen verursachten Klimawandel zugrunde. Gleichzeitig gebe es jedoch auch in sämtlichen Regionen der Welt ... Gletscher in allen Teilen der Welt ... Weltweiter Klimawandel Der Mensch richtet die Erde zugrunde

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Millionen Teile täglich zum Atlantik - Rhein stark mit Plastikteilchen ver

Beitragvon Gudrun Graf » 9. Dez 2015 19:30

Rhein stark mit Plastikteilchen verschmutzt.jpg
Rhein stark mit Plastikteilchen verschmutzt.jpg (11.95 KiB) 8168-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Rhein-stark-m ... 25741.html
Mittwoch, 09. Dezember 2015
Millionen Teile täglich zum Atlantik - Rhein stark mit Plastikteilchen verschmutzt

Der Rhein galt einst als hoffnungslos vergiftet. Mit moderner Umwelttechnik wurde der große Grenzstrom gerettet. Nun bereiten hohe Plastikteil-Konzentrationen neue Sorgen. Der Rhein zählt dabei zu den weltweit am stärksten verunreinigten Gewässern.

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Der Rhein gehört nach Erkenntnissen Schweizer Wissenschaftler zwischen Basel und Rotterdam zu den weltweit am stärksten mit Plastikteilchen verunreinigten Gewässern. Dies berichten Forscher der Universität Basel in der Fachzeitschrift "Scientific Reports".
Mikroplastikkügelchen auf einem Blatt Papier: Die kleinen Plastikteilchen mit einer Größe unter 5 Milimetern verschmutzen die Gewässer und werden oft von Fischen aufgenommen.
Mikroplastikkügelchen auf einem Blatt Papier: Die kleinen Plastikteilchen mit einer Größe unter 5 Milimetern verschmutzen die Gewässer und werden oft von Fischen aufgenommen.
(Foto: dpa)

"Die Konzentrationen von Mikroplastik im Rhein liegen damit im Bereich der höchsten Konzentrationen der bisher weltweit untersuchten Gewässer", sagt die Leiterin der Studie, die Biologin Patricia Holm vom Departement Umweltwissenschaften der Universität Basel. Am Rheinknie in Basel sei die Belastung noch leicht unter jener des Genfersees, in der Rhein-Ruhr-Region sei sie hingegen zehnmal höher.

In den Weltmeeren bilde Plastikabfall längst riesige treibende Inseln. Zahlreiche Organismen nähmen die Mikroteile auf. Plastikteile von 0,3 bis 5 Millimeter finden sich demnach inzwischen in fast allen Gewässern. "Sie treten als Zwischenprodukt bei der Kunststoffherstellung sowie als Granulat in Reinigungs- und Pflegeprodukten auf und entstehen bei der Zersetzung größerer Plastikteile in der Umwelt", erklären die Forscher. Auf dem Wasser treibender Plastikmüll sieht nicht schön aus, die Minipartikel bereiten den Forschern aber weit größere Sorgen: Je kleiner sie sind, desto leichter können sie von Tieren aufgenommen werden.

In Würmern, Schnecken, Muscheln, Wasserflöhen und Muschelkrebsen ließen sich bereits aufgenommene Mikropartikel nachweisen. Gefährlich ist neben der mechanischen Wirkung vor allem, dass die Partikel Schadstoffe enthalten und anreichern können. Pestizide zählen dazu, Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - allesamt gesundheitsschädlich oder krebserregend. Ihre Konzentration kann in den Plastikpartikeln nach Analysen bis zu 100.000-fach höher sein als in der Umgebung.
Durchschnitt: 892.777 Partikel pro Quadratkilometer
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Der Rhein sei der erste große Meereszufluss, der auf Plastikabfall untersucht wurde, hieß es weiter. Andere Forschende hätten zuvor Ozeane, Seen und kleinere Flüsse unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler entnahmen bis zur Rheinmündung nahe Rotterdam an elf Standorten insgesamt 31 Proben an der Flussoberfläche. Dabei wurde Mikroplastik in einer durchschnittlichen Konzentration von 892.777 Partikeln pro Quadratkilometer gefunden. Zwischen Basel und Mainz waren es 202.900 Partikel. In der Gegend um Köln 714.053 und im Rhein-Ruhr-Raum im Mittel 2,3 Millionen Partikel.

Der Spitzenwert von 3,9 Millionen Partikeln pro Quadratkilometer wurde in Rees gemessen, rund 15 Kilometer vor der niederländischen Grenze. Weiter meerwärts sanken die Mikroplastik-Werte wieder. Zum Vergleich: Im Genfersee wurden 220.000 Partikel, im Erie-See in den USA 105.500 festgestellt. Rechne man den Spitzenwert von Rees hoch, so bringe der Rhein jeden Tag 191 Millionen Partikel zum Atlantik, was sich auf zehn Tonnen im Jahr summiere, erklärte Holm.
Genaue Herkunft unklar
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Zur konkreten Herkunft des Plastikabfalls werden in der Studie keine Angaben gemacht. Bei diesen Mini-Ausmaßen sei die Identifikation des Ursprungsmaterials sehr schwierig, sagte Studien-Erstautor Thomas Mani. Kläranlagen würden nur einen Teil herausfiltern. Zudem könne durch Regen-Überläufe ungefiltertes Wasser in den Fluss gelangen. Auffällig ist, dass neben Fasern und Fragmenten vor allem Plastikkügelchen festgestellt wurden. Sie machten bei Duisburg mehr als 60 Prozent der Belastung aus.

Die Kügelchen seien sehr rein, kleiner als handelsübliche Plastikrohstoff-Granulate und bestünden aus anderen Substanzen als in Pflegeprodukten steckten. Da kaum eine Firma eine Verschmutzung freiwillig zugebe, stehe hier noch Detektivarbeit an. Umweltbehörden hätten bereits Interesse an der Studie bekundet. Für Mani ist klar, dass die Plastikbelastung der Gewässer primär an der Quelle bekämpft werden sollte. Das spätere Filtern sei aufwendig, entsprechend teuer und daher bei großen Volumina kaum praktikabel. Die realen Werte im Rhein könnten durchaus über jenen der Basler Studie liegen, denn tiefere Schichten und das Sediment wurden nicht untersucht.
Stellenweise mehr Plastikpartikel als Fischlarven

Eine im vergangenen Jahr im Fachjournal "Environmental Pollution" veröffentlichte Studie hatte gezeigt, dass in der Donau stellenweise mehr Plastikpartikel als Fischlarven treiben. Im zweitgrößten Fluss Europas fanden sich nach Hochrechnung der Forscher um Hubert Keckeis von der Universität Wien im Schnitt 317 Plastikpartikel und nur 275 Fischlarven je 1000 Kubikmeter Wasser.
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Am italienischen Gardasee liegen Partikel von weniger als fünf Millimetern in manchen Uferbereichen so dicht wie an Meeresstränden, hatte zuvor ein Team um Christian Laforsch von der Universität Bayreuth in der Fachzeitschrift "Current Biology" berichtet. Die Krümel bestehen aus Kunststoffen wie PVC, Polystyrol oder Polyurethan, oft sind Chemikalien wie Weichmacher oder Flammschutzmittel zugesetzt.
Verwendung in Kosmetika

Feines Plastikgranulat wird zum Beispiel in Kosmetikprodukten wie Peelings, Duschgelen und Zahnpasten verwendet. Auch in der Medizin beruhen viele Präparate auf Kunststoffbasis. Bei der Reinigung synthetischer Kleidung können Hunderte Fasern je Waschgang im Abwasser landen. Zudem wird bei technischen Prozessen wie der Herstellung von Lebensmitteln oder Wascharmaturen Mikroplastik freigesetzt.

Das weltweite Problem mit Plastik in der Umwelt ist ein zunehmendes - und langlebiges: Die Produktionsraten steigen, die Haltbarkeit der Verbindungen ist immens. Experten gehen derzeit davon aus, dass es zum Teil mehrere Hundert Jahre dauern kann, bis Plastikteile wieder aus der Umwelt verschwunden sind.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Werft baut Schiff gegen Plastikmüll - Lübecker "Seekuh" soll Weltmeere säu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jan 2016 16:12

Werft baut Schiff gegen Plastikmüll.jpg
Werft baut Schiff gegen Plastikmüll.jpg (61 KiB) 8016-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Luebecker-See ... 80236.html
Werft baut Schiff gegen Plastikmüll - Lübecker "Seekuh" soll Weltmeere säubern

Zehn Millionen Tonnen Plastikmüll landen nach Angaben von Umweltorganisationen jährlich im Meer. Dem soll nun ein Spezial-Katamaran aus Lübeck entgegenwirken. Die "Seekuh" sammelt Müll, fährt mit sauberer Energie und ist überallhin verschiffbar.

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Plastikmüll im Meer ist ein ernstes Problem. Darauf weisen Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen seit Jahren hin. Auf einer kleinen Lübecker Werft entsteht derzeit ein Schiff, das helfen soll, die Menge des im Meer treibenden Plastikabfalls zu reduzieren. Im Auftrag des Vereins "One Earth - One Ocean" baut die Werft gegenüber der Lübecker Altstadt den Katamaran "Seekuh". "Von Sommer 2016 an soll die "Seekuh" als Müllabfuhr der Meere im Einsatz sein", sagt der Vorsitzende von "One Earth - One Ocean", Günther Bonin.

Er hat das Schiff zusammen mit dem Kieler Ingenieur Dirk Lindenau und der Werft entwickelt. "Zwischen den jeweils zwölf Meter langen Rümpfen wird eine bewegliche Netzkonstruktion angebracht. Damit fischen wir an der Wasseroberfläche treibende Kunststoffteile ab, während sich der Katamaran mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Knoten, also knapp vier Kilometern pro Stunde übers Wasser bewegt", sagt Bonin.
"Seekuh" wird leicht transportabel sein
Ein Arbeiter baut am Katamaran in der Kieler Werft.
Ein Arbeiter baut am Katamaran in der Kieler Werft.
(Foto: dpa)

Angetrieben werden soll der Katamaran mit Solarenergie. Eine besondere Herausforderung für die Schiffbauer ist die Vorgabe, dass der Katamaran zerlegbar sein muss. "Seine acht Module können in Container verpackt und so an jeden Ort der Erde gebracht werden", sagt Lindenau. Pro Fahrt kann die "Seekuh" rund zwei Tonnen Müll aufnehmen, der dann an Land recycelt werden soll. "Der Katamaran ist hauptsächlich für den Einsatz in Küstennähe und auf Binnengewässern gedacht, denn die Netze reichen nur etwa drei bis vier Meter tief", sagt Lindenau.

Rund 250.000 Euro kostet der Katamaran. Wenn sich der Prototyp bewährt, will Bonin weitere Seekühe in Auftrag geben. "Wir sind sehr stolz auf diesen innovativen Auftrag", sagt Werft-Geschäftsführer Till Schulze-Hagenest. Seine "Lübeck Yacht Trave Schiff GmbH" hat sich unter anderem auf den Bau von Arbeitsschiffen spezialisiert. "Der Katamaran ist eine spannende Herausforderung", sagt er.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begrüßt die Idee, große Plastikteile, den sogenannten Makromüll, aus dem Meer zu fischen. "Das Abfischen von Mikroplastik sehen wir dagegen kritisch, weil dadurch die ökologischen Grundlagen des Lebens im Meer zerstört werden können", sagte der Meeresschutz-Experte des Nabu, Kim Cornelius Detloff. Der Verband organisiert seit Jahren die Müllsammelaktion "Fishing for Litter", bei der Fischer den in ihren Netzen landenden Plastikmüll kostenlos in Häfen entsorgen können.
Krebserregende Stoffe in der Nahrungskette
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Nach Angaben von Umweltschutzorganisationen landen jährlich etwa zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle in den Ozeanen. "Sie bilden eine große Gefahr für Seevögel und Meerestiere, die sich in Plastikteilen verheddern oder sie mit Nahrung verwechseln und verschlucken. Außerdem gelangen winzige Kunststoffpartikel, die unter anderem krebserregend sein können, in die Nahrungskette", sagt Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF. "Von daher ist solch ein Müllsammelschiff allemal einen Versuch wert."

Gleichzeitig müsse man aber dafür sorgen, dass der Müll gar nicht erst ins Meer gelangt. "Es braucht unter anderem Geld und Wissenstransfer für den Aufbau eines funktionierenden Kreislaufwirtschaftssystems in Südostasien", sagte Lutter. Bonin plant unterdessen schon ein neues Projekt. Der "See-Elefant" soll Plastikmüll einsammeln und ihn in Energie umwandeln, sich also gewissermaßen mit dem Müll selbst antreiben.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , Eva-Maria Mester, dpa
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Bericht enthüllt Zustand der Erde - "Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Feb 2016 11:16

Bericht enthüllt Zustand der Erde.jpg
Bericht enthüllt Zustand der Erde.jpg (36.56 KiB) 7651-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wir-saegen-de ... 15451.html
Freitag, 19. Februar 2016
Bericht enthüllt Zustand der Erde - "Wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen"

Mehr als die Hälfte der weltweiten Tierarten, 52 Prozent, sind bereits ausgerottet. Täglich werden es mehr. Das Artensterben ist ein enormes Problem. Daran ist nicht nur der Klimawandel schuld. Der Mensch richtet die Erde zugrunde. Um seine derzeitigen Bedürfnisse zu decken, müssten 1,5 Erden zur Verfügung stehen. Doch "es gibt nur eine Erde, und mit der müssen wir klarkommen", erklärt TV-Moderator und Umweltaktivist Dirk Steffens im Interview mit n-tv.de. Auf der "Living Planet Tour" stellt er den neuesten Bericht des WWF vor.

n-tv.de: Sie haben mehr als 120 Länder bereist. Welche Umweltkatastrophe hat Sie am stärksten beeindruckt?
Elefanten sind Dirk Steffens Lieblingstiere, doch die Dickhäuter sind bedroht.
Elefanten sind Dirk Steffens Lieblingstiere, doch die Dickhäuter sind bedroht.

Dirk Steffens: Das Schlimme ist, dass es gar nicht mehr das eine Ereignis gibt, sondern ich hundert aufzählen könnte, weil die Umweltkatastrophe inzwischen eine einzige globale ist. Egal, wo ich hinfahre, sehe ich die desaströsen Folgen der Ressourcenverschwendung und der Verschmutzung der Umwelt. Für die Natur spielen Landesgrenzen nun mal keine Rolle.

Können Sie vielleicht trotzdem einen Ort benennen, an dem es besonders schlimm war?

Ich habe in Palau, einem kleinen Südseestaat und einem der schönsten Tauchreviere der Welt, 1995 zum ersten Mal die Korallenriffe gesehen. Einige Jahre später war ich wieder da und eine Korallenbleiche infolge gestiegener Temperaturen hatte ganze Riffe in Todeszonen verwandelt. Das war eines meiner Schlüsselerlebnisse. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie schnell auch große Naturlandschaften kaputt gehen können.

Was ist mit den Gletschern?

Ich war gerade erst in den Rocky Mountains und habe mich dort mit einem Eisforscher getroffen. Im kanadischen Teil des Gebirges schmelzen die Gletscher so schnell, dass die Landwirtschaft bereits riesige Probleme hat. Im Frühjahr gibt es Überflutungen und im Sommer nicht genug Wasser, weil die Gletscher als Wasserspeicher wegfallen. Der Klimawandel läuft im Norden der Welt sehr viel schneller ab als bei uns. In Kanada ist es in dieser Region bereits vier Grad wärmer geworden, bei uns nur um ein Grad.

Sie leben an der Nordsee. Wie gehen die Menschen dort mit dem Meeresspiegel-Anstieg um?
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Langsam aber sicher geht die Erde an dem vom Menschen verursachten Klimawandel zugrunde. Gleichzeitig gebe es jedoch auch in sämtlichen Regionen der Welt ... Gletscher in allen Teilen der Welt ... Der Weltklimarat IPCC kommt zu dem Schluss, dass durch die vom Menschen gemachte Erderwärmung - und die damit verbundenen Dürren - Ernten zerstört werden. Weltweiter Klimawandel Der Mensch richtet die Erde zugrunde

In Nordstrand in Schleswig-Holstein bauen wir den ersten Klimadeich Deutschlands. Der ist nicht einmal 2,5 Kilometer lang, kostet aber 27 Millionen Euro. Bedingt durch den Klimawandel reichen die alten Deiche nicht mehr aus. Wir müssen aufrüsten, und das ist unglaublich teuer. Allein in Schleswig-Holstein haben wir 2000 Kilometer Küstenlinie. Sie können sich vorstellen, was das finanziell bedeutet.

Was ist der erste Schritt zur Besserung?

Darauf gibt es keine einfache Antwort. Das ist genau das Problem. Natürlich ist so etwas wie die Klimakonferenz in Paris ein guter Ansatz. Aber der Klimawandel ist nur eines von mehreren großen Problemen. Über das Artensterben wird nur wenig gesprochen, dabei könnte es für uns Menschen zu einem existenziellen Problem werden.

Warum bedroht das Artensterben den Menschen?

Wenn zu viele Arten aussterben, dann haben wir nichts mehr zu essen. 86 Prozent aller Nahrungspflanzen, die wir zu uns nehmen, brauchen Bestäubungsinsekten. Also ohne Bienen keine Äpfel. Die Biodiversität stellt uns aber auch Atemluft zur Verfügung. Ohne Pflanzen keine Atemluft. Ganz viele Tiere ermöglichen erst die Landwirtschaft. Und wenn wir in diese ökologischen Kreisläufe so eingreifen, dass sie nicht mehr funktionieren, dann sägen wir buchstäblich den Ast ab, auf dem wir sitzen.
Mehr als 120 Länder hat der Naturfilmer und TV-Moderator bereist.
Mehr als 120 Länder hat der Naturfilmer und TV-Moderator bereist.

Könnte man das Artensterben nicht auch auf natürliche Selektion zurückführen - nach Darwins Prämisse "Der Anpassungsfähigste setzt sich durch"?

Die Veränderungen, die wir herbeiführen, sind so schnell, dass die natürliche Anpassung an vielen Orten versagt. Wenn sie beispielsweise ein Eisbärenpaar in der Arktis einfangen und in die afrikanische Wüste fliegen würden, wären die Kinder dieser Tiere immer noch keine Savannentiere, die mit der Hitze umgehen könnten. Sie bleiben Eisbären. Anpassung in der Evolution braucht also Zeit. Bei dem durch uns verursachten extremen Wandel reicht die Zeit für viele Tiere und Pflanzen möglicherweise nicht aus.

Sie sehen Ressourcenverschwendung auf der ganzen Welt. Was können wir besser machen? Wer ist internationales Vorbild?

Deutschland hat seine Treibhausgas-Emissionen innerhalb von etwa 25 Jahren um ein Viertel gesenkt, und diese Zahl kann kein anderes Industrieland vorweisen. Ich bin viel auf Reisen und beobachte, dass die ganze Welt gebannt auf Deutschland schaut, ob wir die Energiewende hinbekommen. Deutschland ist wie ein Labor für neue Umwelttechnologien. Ist es möglich, dass ein großes Industrieland es schafft, die Wirtschaft zu dekarbonisieren? Das ist das große Experiment, und Deutschland hat in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle. In diesem Punkt bin ich richtig stolz auf mein Land.
Um Teil des Wolfsrudels zu sein, lässt sich Steffens auch gerne auf feuchte Küsse ein.
Um Teil des Wolfsrudels zu sein, lässt sich Steffens auch gerne auf feuchte Küsse ein.

Und wie kann jeder Einzelne Ressourcen einsparen?

Pauschale Ratschläge sind meistens falsch, weil sie für den einen richtig sein können, für den anderen aber nicht. Wenn man zum Beispiel mitten in Berlin wohnt, kann man auf ein Auto verzichten. Wenn man aber in einem kleinen Dorf lebt, braucht man das Auto, um seine Kinder zur Schule zu fahren oder einzukaufen. Auf komplexe Probleme gibt es keine einfachen Antworten. Der eine isst vielleicht mehr Biolebensmittel, der andere weniger Fleisch, der Dritte kauft sich ein anderes Auto, der Vierte fährt Fahrrad, und der Fünfte gestaltet seinen Urlaub anders. Man kann auch auf Plastiktüten verzichten. Jeder von uns kann mindestens hundert Mal am Tag wählen, ob er mehr Nachhaltigkeit will oder nicht.

Gibt es einen Bereich, in dem Sie Ihre eigene Ökobilanz verbessern könnten?

Meine persönliche Sauerei sind Fischbrötchen. Als Hamburger liebe ich Fischbrötchen und esse sie öfter, als es für die Natur gut wäre. Fleisch esse ich seit Jahren nicht mehr. Landwirtschaft, und dabei vor allem die Viehwirtschaft, ist inzwischen ein größerer Treibhausgasproduzent als der gesamte Verkehrssektor der Welt. Ich predige nicht den absoluten Verzicht, aber einen bewussteren Umgang mit Fleisch wünsche ich mir schon. Einmal in der Woche kein Fleisch spart ungefähr so viele Treibhausgase ein wie 900 Kilometer Autoverzicht. Man sollte anerkennen, dass Fleisch ein hochwertiges Lebensmittel ist und nicht wie billige Ramschware dreimal am Tag konsumiert werden muss. Wenn wir uns auf das für uns gesunde Maß reduzieren würden, wäre der Umwelt sehr geholfen.

Die Gruppe der Klimawandel-Leugner wird präsenter. Donald Trump bezeichnet die Erderwärmung beispielsweise als "Bullshit".
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"Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals" Welchen Fisch man noch essen darf

Wenn man sich auf dem wissenschaftlichen Niveau von Donald Trump bewegt, dann mag man dieser Meinung sein. Aber der wissenschaftliche Konsens auf der Welt ist ganz zweifelsfrei ein anderer: Es gibt einen Klimawandel, und dieser ist von den Menschen mindestens deutlich beschleunigt, wenn nicht gar verursacht.

Ist das Leugnen des Klimawandels denn eine neue Ideologie oder ein Ausdruck von Angst, dass es die Welt in ihrem derzeitigen Zustand irgendwann nicht mehr geben könnte?

Ich glaube, beides trifft zu. Bei Menschen wie Trump ist es der Versuch, mit falschen Parolen Wählerstimmen zu fangen. Und bei anderen ist die Realitätsverweigerung sicherlich ein Ausdruck von Überforderung und Angst. Prinzipiell bin ich aber froh, dass es Klimakritiker gibt, denn das sorgt für mediale Aufmerksamkeit. Zudem spornt es Wissenschaftler an, immer mehr Beweise für den vom Menschen verursachten Klimawandel vorzulegen. Und genau das tun sie.
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Der Mensch dringt immer weiter in unser Sonnensystem vor. Irgendwann soll er den Mars erreichen. Macht das unseren Planeten nicht überflüssig?

Ich bin kein Astrophysiker. Soweit ich das beurteilen kann, wird es in absehbarer Zeit unmöglich bleiben, den Weltraum zu kolonisieren. Wir können vielleicht eine bemannte Mission zum Mars schicken oder vielleicht auch eine permanente Station aufbauen. Aber die Möglichkeit, dass 7,3 Milliarden Menschen die Erde verlassen und woanders hinziehen, gibt es nicht. Es gibt nur eine Erde, und mit der müssen wir klarkommen.

Sie behaupten, es könne Spaß machen, die Erde zu retten.

Klar! Das fängt schon bei der Ernährung an. Wenn man zum Beispiel biologische Produkte isst, entwickelt man ein ganz anderes Bewusstsein für Essen. Es schmeckt einfach wieder besser. Und es ist zutiefst befriedigend für Menschen, etwas Sinnvolles zu tun. Es ist ein schönes Gefühl, etwas zu tun, dass das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen sichert. Das ist befriedigender als ein dickes Bankkonto oder ein größeres Auto.

Mit Dirk Steffens sprach Lisa Schwesig

Dirk Steffens ist derzeit mit der "Living Planet Tour 2016" quer durch Deutschland unterwegs.

Quelle: n-tv.de
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Das Vorgehen der EU-Kommission bei Pflanzenschutzmitteln für rechtswidrig

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Feb 2016 11:48

Das Vorgehen der EU-Kommission bei Pflanzenschutzmitteln für rechtswidrig erklärt.jpg

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... laert.html

25.02.2016


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Das Vorgehen der EU-Kommission bei Pflanzenschutzmitteln für rechtswidrig erklärt
F. William Engdahl

Es ist kaum verwunderlich, dass viele Menschen wie zahlreiche Briten aus der Europäischen Union aussteigen wollen. Die EU entwickelt sich schnell zu einem Zentrum der Korruption, das mit dem in Kiew oder im Römischen Reich des 4. Jahrhunderts wetteifert.



Das jüngste ans Licht gekommene Beispiel hat etwas mit der Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission, die als »GD SANTE« bekannt ist, zu tun. Eine aktuelle Entscheidung des Büros des Europäischen Bürgerbeauftragten fand heraus, dass das Verfahren der GD SANTE zur Genehmigung chemischer Pflanzenschutzmittel alles andere als gesundheitsförderlich ist.



Jemand in einer verantwortlichen Führungsposition, der Entscheidungen fällt, welche die Gesundheit und Sicherheit der rund 508 Millionen Bewohner der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union betreffen, sollte – möchte man meinen – die moralische Seite dieser Machtstellung sehr, sehr ernst nehmen.

Nun scheint es aber wohl zuzutreffen – und das dürfte Sie schockieren –, dass diese Leute, gesichtslose Bürokraten, die zurzeit in der EU-GD-SANTE das Sagen haben, sich einen Dreck um die moralischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen kümmern.



Verwaltungs-Missstand oder kriminelles Verhalten?



Am 18. Februar 2016 veröffentlichte die EU-Bürgerbeauftragte eine Entscheidung, in der sie erklärte, die Praxis des Gesundheitsdienstes der EU-Kommission, der GD SANTE, Pflanzenschutzmittel zu genehmigen, obwohl wichtige Sicherheitsdaten fehlen, sei ein Fall von Verwaltungs-Missstand. i



Es gibt sogar eine ausgefallene Bezeichnung, um die Praktiken des Verwaltungs-Missstands zu verschleiern. Daran zeigt sich, wie sehr dieser sich bereits eingeschliffen hat. Man nennt ihn »bestätigende Daten-Handhabung« (»CDP« für »Confirmatory Data Procedure«). Genau von dort her weht ein übler Gestank. Die bestätigende Daten-Handhabung der GD SANTE besteht darin, nicht überprüfte Pestizide ohne »bestätigende Daten« zu genehmigen. Das ist das sogenannte Verfahren.



Nach einem ausführlichen Bericht der privaten Überwachungs-Gruppe Pesticide Action Network (PAN) bedeutet CDP in der Praxis, dass Pflanzenschutzmittel trotz schwerwiegender Datenlücken und hoher Risiken genehmigt werden können. Dabei erlaubt man der Industrie, in Zukunft – oder nie – weitere Informationen nachzureichen. PAN dokumentiert schon früher, im Jahr 2012, dass CDP das Standardverfahren bei SANCO, der Generaldirektion der EU für Gesundheits- und Verbraucherschutz-Angelegenheiten war und damit die Öffentlichkeit so wie die Umwelt unbekannten und möglicherweise schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken ausgesetzt hat. ii



Fast drei Jahre nachdem Hans Muilerman im Namen des Pesticide Action Network Europe eine Beschwerde beim Büro von Emily O'Reilly, der Europäischen Bürgerbeauftragten, eingereicht hatte, kam jetzt die Bürgerbeauftragte zu dem Schluss, dass diese Praktiken in der Vergangenheit rechtswidrig waren und zurzeit nicht so eingeschränkt sind, wie das gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie kam in ihrer Entscheidung zu dem Schluss, dass die »Kommission in ihrer Praxis möglicherweise zu nachsichtig ist und nicht ausreichend dem Vorsorgeprinzip Rechnung trägt.«



In ihrem Urteil erklärt sie, dass, bevor eine Entscheidung getroffen wird, alle erforderlichen Daten vorliegen und verbliebene Schlupflöcher für die chemische Industrie geschlossen sein sollten. iii



Nur ein winziger Schritt, doch ein Schritt



Das war kein klarer 100-Prozent-Sieg für die menschliche Gesundheit und den Schutz vor toxischen Belastungen durch Pflanzenschutzmittel, sondern nur ein winziger Schritt dahin. Die Bürgerbeauftragte entschied außerdem, dass die GD SANTE in einem Bericht an den Bürgerbeauftragten unter Beweis stellen müsse, dass sie die Änderungen umgesetzt hat. Der Bericht ist frühestens zwei Jahre nach der heutigen Entscheidung fällig. Das lässt der Lobby der Pflanzenschutzmittel-Industrie – Bayer, Syngenta, Monsanto und dgl. – genügend Zeit, einen Umweg um das herum zu finden, was eine klare Richtlinie sein sollte. iv



Einer der dreistesten Fälle, der in der Entscheidung der EU-Bürgerbeauftragten dokumentiert wird, war die Feststellung, dass die GD SANTE, selbst als die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA, European Food Safety Authority) aufgrund der verfügbaren wissenschaftlichen Hinweise mit hohen Risiken gerechnet hatte, die betreffenden Pflanzenschutzmittel in mehreren Fällen dennoch genehmigte.



Die Bürgerbeauftragte schreibt: Es fällt »schwer, zu verstehen, wie die Kommission zu Recht entscheiden konnte ..., dass diese Stoffe keine schädliche Auswirkung oder keine unannehmbaren Einflüsse auf die Umwelt haben, und dass die Kommission keine zufrieden stellenden Erläuterungen zur Verfügung gestellt hat«. v Viele dieser hohen Risiken betreffen die Umwelt, wie z.B. Vögel.



O'Reilly kam zu dem Schluss, dass die GD SANTE in ihren Berichten und Entscheidungen versucht hat, die von der EFSA bemerkten hohen Risiken und Datenlücken zu verstecken und dann gegenüber der Öffentlichkeit zu behaupten, die Pflanzenschutzmittel seien sicher. Die Entscheidung der Bürgerbeauftragten O'Reilly lief auf die Feststellung hinaus, dass die GD SANTE der EU-Kommission, die Generaldirektion für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, »Wirkstoffe (Pflanzenschutzmittel) als sicher zugelassen hatte, bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere aufgrund unzureichender Angaben nicht erfüllt waren«.



Das erlaubte den gesichtslosen Bürokraten der GD SANTE, »Risiken für die menschliche Gesundheit, die Tiergesundheit, das Grundwasser und die Umwelt auszuschließen«. vi Die EU-Bürgerbeauftragte schreibt, dass die »Bürgerbeauftragte den Eindruck des Klageführers verstehen kann, dass die Überprüfungsergebnisse und Genehmigungsbescheide der Kommission irreführend und unzutreffend sind«.vii



Verantwortung gesichtsloser Bürokraten



Das, liebe EU-Bürgerbeauftragte, ist eine Untertreibung. Es ist sinnvoll, einen Scheinwerfer auf die normalerweise gesichtslosen EU-Bürokraten zu richten, die normalerweise buchstäblich bei Mord eingegraben in ihre supranationale, geschützte Machtstellung in Brüssel ungeschoren bleiben und sich nicht Wählern gegenüber zu verantworten haben.



Verantwortlich für die Praktiken des kriminellen »Verwaltungs-Missstands« der GD SANTE der Europäischen Kommission hinsichtlich der Zulassung unzureichend geprüfter Pestizide als vermeintlich sicher (wobei sogar auch solche zugelassen wurden, welche die gegenüber der Industrie sehr liberale EFSA für risikobehaftet eingeschätzt hatte) ist ein hochrangiger gesichtsloser EU-Bürokrat namens Xavier Prats Monné. Er ist ein gebürtiger Spanier, der in Italien und Belgien ausgebildet worden war. Laut seiner offiziellen Biografie umfasst seine Ausbildung, die ihn befähigt, komplexe Entscheidungen über die Gesundheit und Sicherheit von Pestiziden zu fällen, einen Abschluss in Sozialanthropologie und später in Europäischen Studien. viii

EU-Kommissar für Gesundheit und Sicherheit, Xavier Prats Monné.

Würden Sie diesem Mann einen Gebrauchtwagen abkaufen?



Die Website von Xavier Prats Monnés GD SANTE nennt als ihre Zweckbestimmung:



»Unser Ziel ist:

die öffentliche Gesundheit zu schützen und zu verbessern,

zu gewährleisten, dass die Lebensmittel in Europa sicher und gesund sind,

die Gesundheit und das Wohlergehen von Nutztieren zu schützen,

der Gesundheitsschutz von Pflanzen und Wäldern.«ix



Vielleicht wäre es für die zuständigen Behörden ein guter Beginn, um zumindest einige dieser Ziele zu erreichen, Strafanzeigen gegen EU-Kommissar Xavier Prats Monné und die Mitarbeiter im Stab der GD SANTE, die für das kriminelle Fehlverhalten verantwortlich sind, zu erstatten.



Oh, das habe ich ganz vergessen. Natürlich, die EU-Kommission steht über dem Gesetz. Ist es nicht so? Zu bedauerlich.


Fußnoten:


i Emily O'Reilly, Europäische Bürgerbeauftragte, »Entscheidung in der Sache 12/2013/MDC über die Praktiken der Europäischen Kommission hinsichtlich der Autorisierung und Vermarktbarkeit von Pflanzenschutzmitteln (Pestiziden)«, 18. Februar 2016

ii PAN, »Commission found guilty of ›maladministration‹ by the EU Ombudsman« (»Die Kommission wurde vonm der EU-Bürgerbeauftragten des ›Verwaltungs-Missstandes‹ für schuldig gehalten«), 22. Februar 2016

iii Emily O'Reilly, op. cit.

iv PAN, Oop. cit.

v Emily O'Reilly, op. cit.

vi Ibid.

vii Ibid.

viii Wikipedia, »Xavier Prats Monné«

ix European Commission, Directorate General for Health and Food Safety (Europäische Kommission, Generaldirektorat für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)



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"Außergewöhnlich hoch" - Finnen rätseln über radioaktive Belastung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Mär 2016 20:15

Finnen rätseln über radioaktive Belastung.jpg
Finnen rätseln über radioaktive Belastung.jpg (20.48 KiB) 7441-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Finnen-raetse ... 73941.html
Dienstag, 08. März 2016
"Außergewöhnlich hoch" - Finnen rätseln über radioaktive Belastung

In Helsinki geht die Angst um. Eine "außergewöhnlich hohe" Belastung mit einem radioaktiven Isotop wird festgestellt. Experten rätseln über die Ursache. Ein Verdacht: Das Cäsium könnte aus einem Atomkraftwerk in Russland oder Estland kommen.

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Über der finnischen Hauptstadt Helsinki ist eine "außergewöhnlich hohe" Belastung mit dem radioaktiven Isotop Cäsium-137 festgestellt worden. Wie die Atomaufsichtsbehörde Stuk am mitteilte, wurden zwischen dem 3. und 4. März Werte von 4000 Microbecquerel pro Kubikmeter Luft gemessen. Dies sei etwa das Tausendfache der üblichen Werte, aber nur ein Millionstel dessen, was direkte Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erforderlich mache.

"Die Entdeckung war außerordentlich ungewöhnlich", sagte Tarja Ikaheimonen, die Leiterin der Stuk-Strahlenaufsicht. "Aber aus der Perspektive der atomaren Sicherheit hat Cäsium auf diesem Level keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit."
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Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 werden in Finnland noch immer in unregelmäßigen Abständen Strahlenbelastungen festgestellt. Die Werte der vergangenen Woche seien jedoch zu hoch, um mit der Tschernobyl-Katastrophe erklärt zu werden, sagte Ikaheimonen. Da keine atomaren Unfälle bekannt wurden, rätselten die Stuk-Forscher am Dienstag weiter, was der Hintergrund der Cäsium-Verstrahlung sein könnte.

In Finnland gibt es zwei Atomkraftwerke mit insgesamt vier Reaktoren. Ein Akw liegt im Westen des Landes, das andere im Osten von Helsinki. Störfälle wurden nicht bekannt. Am Tag, an dem die Cäsium-Belastung ermittelt wurde, wehte der Wind von Osten und Südosten. Die Ursache könnte also auch in Russland oder Estland liegen. Ikaheimonen sagte aber, es sei zu früh, um Schuldzuweisungen vorzunehmen. Cäsium-137 wird gelegentlich auch in der Industrie, in Krankenhäusern und in Forschungseinrichtungen verwendet.

Quelle: n-tv.de , tno/AFP
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Quelle sehr viel näher als gedacht - Helsinki löst Rätsel um radioaktive S

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mär 2016 12:27

Helsinki löst Rätsel um radioaktive Strahlung.jpg
Helsinki löst Rätsel um radioaktive Strahlung.jpg (34.26 KiB) 7417-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Helsinki-loest-Raetsel-um-radioaktive-Strahlung-article17175626.html
Quelle sehr viel näher als gedacht - Helsinki löst Rätsel um radioaktive Strahlung

Alarm in Finnland: In Helsinki wird in der Luft eine "außergewöhnlich hohe" Belastung mit einem radioaktiven Isotop festgestellt. Experten suchen fieberhaft nach der Ursache. Nachdem die Quelle schon in Russland vermutet wird, werden sie im eigenen Keller fündig.

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Das Rätsel einer "außergewöhnlich hohen" Belastung mit dem radioaktiven Isotop Cäsium-137 über der finnischen Hauptstadt Helsinki ist gelöst. Die Quelle lag näher, als die Atomaufsichtsbehörde Stuk gedacht hatte: im Erdgeschoss und der Garage des eigenen Sitzes. Wie sie selbst mitteilte, ist in dem Gebäude auch eine Firma ansässig, die schwach-radioaktive Abfälle behandelt.

Nach der Entdeckung der Quelle spielte die Agentur den Vorfall weiter herunter. Es sei nur ein begrenztes Gebiet betroffen gewesen und die Quelle rasch entdeckt worden, hieß es in der Stuk-Erklärung. Personal und Besucher der Behörde seien nicht gefährdet. Cäsium-137 wird gelegentlich auch in der Industrie, in Krankenhäusern und in Forschungseinrichtungen verwendet.
Tausendfache der üblichen Werte

Die Aufsichtsbehörde hatte zuvor mitgeteilt, dass zwischen dem 3. und 4. März Werte von 4000 Microbecquerel pro Kubikmeter Luft gemessen worden seien. Dies sei etwa das Tausendfache der üblichen Werte, aber nur ein Millionstel dessen, was direkte Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung erforderlich mache.

"Die Entdeckung war außerordentlich ungewöhnlich", sagte Tarja Ikaheimonen, die Leiterin der Stuk-Strahlenaufsicht. "Aber aus der Perspektive der atomaren Sicherheit hat Cäsium auf diesem Level keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit."
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Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 werden in Finnland noch immer in unregelmäßigen Abständen Strahlenbelastungen festgestellt. Die Werte der vergangenen Woche seien jedoch zu hoch, um mit der Tschernobyl-Katastrophe erklärt zu werden, sagte Ikaheimonen. Da keine atomaren Unfälle bekannt wurden, rätselten die Stuk-Forscher zunächst, was der Hintergrund der Cäsium-Verstrahlung gewesen sein könnte, bis sie dann auf die Quelle im eigenen Haus stießen.

In Finnland gibt es zwei Atomkraftwerke mit insgesamt vier Reaktoren. Ein AKW liegt im Westen des Landes, das andere im Osten von Helsinki. Störfälle wurden nicht bekannt.
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Quelle: n-tv.de , hla/AFP
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Bios Incube mit Smartphone-App - Bio-Urne macht Asche zu Pflanzen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Mär 2016 23:46

Bio-Urne macht Asche zu Pflanzen.jpg
Bio-Urne macht Asche zu Pflanzen.jpg (24.17 KiB) 7389-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/technik/Bio-Urne-mac ... 26896.html
Dienstag, 15. März 2016
Bios Incube mit Smartphone-App - Bio-Urne macht Asche zu Pflanzen

Bios Incube ist eine sehr moderne Art der Naturbestattung: Aus einer biologisch abbaubaren Urne wächst mithilfe eines Inkubators eine Pflanze. Sensoren wachen über ihr Wohl, eine Smartphone-App hilft bei der Pflege.

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Zur herkömmlichen Bestattung auf dem Friedhof gibt es längst Alternativen, oft verbunden mit der Einäscherung des Verstorbenen. Bei der Naturbestattung zum Beispiel wird die Asche auf Feldern oder Wäldern, im Gebirge oder auf hoher See verstreut. Das spanische Start-Up "Bios Urn" greift diesen Gedanken der Naturbestattung auf. Sein Ziel ist es, "Friedhöfe in Wälder" zu verwandeln, wie es in einem Image-Film heißt. Und mit dem "Bios Incube" kommt die Naturbestattung in die eigenen vier Wände: Der Inkubator hilft dabei, aus der Asche eines Verstorbenen eine Pflanze wachsen zu lassen. Mit Hilfe einer App wird sie gehegt und gepflegt.
So sieht der Bios Incube aus.
So sieht der Bios Incube aus.
(Foto: Bios Urn)

Das Kickstarter-Projekt, von dem "pressetext" berichtet, steht 22 Tage vor Ende der Crowdfunding-Kampagne kurz vorm Finanzierungsziel: Rund 41.500 Euro wurden schon erreicht, Ziel sind 60.000 Euro. Wenn diese Summe zusammenkommt, setzen die Macher hinter dem "Bios Incube" ihr Vorhaben um. Die Urne ist aus einer biologisch abbaubaren Kokosnussschale gefertigt und enthält die Asche des Verstorbenen. Sie wird in den Nährboden im Inkubator eingesetzt, anschließend kommt ein Sensor an die Oberfläche der Urne, der dafür sorgt, dass die Pflanze über einen Wassertank im Inkubator ausreichend und richtig bewässert wird. Der Behälter selbst ist aus Kunststoff gefertigt, er ist 76 Zentimeter hoch und misst im Durchmesser 33 Zentimeter. Der Tank fasst 11 Liter, das soll im Schnitt für 20 Tage reichen.
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Der Baumsamen absorbiert die Nährstoffe aus der Asche des Verstorbenen und kann so wachsen. Die Pflanzenart lässt sich nach eigenen Wünschen auswählen. Per App lässt sich das Wachstum der Pflanze und deren Gesundheit überprüfen, der Sensor überwacht ihr Gedeihen. Er misst Temperatur und Feuchtigkeit in der Umgebung und im Boden und ermittelt, wie viel Licht die Pflanze bekommt und ob genug Dünger im Boden ist. Per WLAN werden die Daten ans Smartphone geschickt.

Bios Incube ist aber nicht nur für die Naturbestattung von verstorbenen Angehörigen geeignet. In Verbindung mit der Bio-Urne lässt sich der Inkubator auch für die Asche verstorbener und geliebter Haustiere nutzen und kann auch unabhängig davon eingesetzt werden, um Pflanzen und Bäumen beim Wachsen zu helfen, bis sie weit genug gediehen sind, um sie in der Natur auszupflanzen. Die Massenproduktion soll im August 2016 starten, Ende des Jahres sollen dann die fertigen "Incubes" ausgeliefert werden. Eine Urne mit Samen nach Wunsch kostet ab 120 Euro, einen Bios Incube gibt's für Frühbesteller für 350 Euro.
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Jenseits von Familiengrab und Urnenreihe: Der Friedhof verändert sich Jenseits von Familiengrab und Urnenreihe: Der Friedhof verändert sich Jenseits von Familiengrab und Urnenreihe: Der Friedhof verändert sich Jenseits von Familiengrab und Urnenreihe Der Friedhof verändert sich

Quelle: n-tv.de , jwa
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hein, Elbe und Donau belastet - Quecksilber-Werte in Flüssen sind zu hoch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Mär 2016 22:37

Quecksilber-Werte in Flüssen sind zu hoch.jpg
Quecksilber-Werte in Flüssen sind zu hoch.jpg (40.8 KiB) 7344-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Quecksilber-W ... 05196.html
Donnerstag, 24. März 2016
Rhein, Elbe und Donau belastet - Quecksilber-Werte in Flüssen sind zu hoch

Das giftige Schwermetall aus den Braunkohlekraftwerken lagert sich in Flüssen und Meeren ab. Beim Verzehr von Fisch gelangt das Quecksilber dann in den Körper des Menschen. Um das zu verhindern, fordern die Grünen neue Messtechniken.

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Die Quecksilber-Belastung deutscher Flüsse liegt einem Medienbericht zufolge vielerorts weit über dem zulässigen Grenzwert. Die Umweltqualitätsnorm von 20 Mikrogramm Quecksilber je Kilogramm Fisch werde in den großen Flussgebieten Rhein, Elbe und Donau dauerhaft und flächendeckend um das fünf- bis 15-fache überschritten, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Quelle dafür sei eine Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Parlamentsanfrage.

Zwar stoßen Dutzende deutsche Braun- und Steinkohlekraftwerke in geringen Dosen Quecksilber aus, Umweltschützer machen aber vor allem giftige Dämpfe aus Braunkohlekraftwerken für die Umweltbelastung mit dem Schwermetall verantwortlich.
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Gift gelangt in Nahrungskette: Viel mehr Quecksilber in den Meeren 07.08.14 Gift gelangt in Nahrungskette Viel mehr Quecksilber in den Meeren

Von Menschen wird Quecksilber nach Angaben des Umweltbundesamtes meist nicht über die Luft, sondern wegen der Ablagerung in Flüssen und Meeren vor allem beim Fischessen aufgenommen. Gefährdet sind laut einer Studie für die Grünen insbesondere schwangere Frauen.

In den USA wurde für Quecksilber 2012 ein Emissionsgrenzwert von 1,4 Mikrogramm pro Normkubikmeter bei Steinkohle festgelegt. In Deutschland ist er - auch wegen anderer Messtechniken - höher. "Würden die gleichen Grenzwerte wie in den USA gelten, könnte nur eines der 53 meldepflichtigen Kohlekraftwerke in Deutschland am Netz bleiben", sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald im Funke-Interview. Seine Partei fordert eine drastische Verschärfung der Regeln.

Quelle: n-tv.de , sro/dpa
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Treibhausgase reduzieren Windstärken - Weniger Sahara-Staub ist in der Luf

Beitragvon Gudrun Graf » 28. Mär 2016 21:27

http://www.n-tv.de/wissen/Weniger-Sahar ... 23146.html
Sonntag, 27. März 2016
Treibhausgase reduzieren Windstärken - Weniger Sahara-Staub ist in der Luft

Auch wenn vor einigen Tagen Sahara-Staub einen Großteil Griechenlands eindeckt, gehen Forscher davon aus, dass immer weniger Sandkörnchen in die Luft gelangen. Die Gründe dafür sehen die Experten in den steigenden Treibhausgaskonzentrationen.

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In der afrikanischen Sahara wird immer weniger Staub aufgewirbelt. Diesen Trend fanden Forscher bei der Auswertung zahlreicher meteorologischer Messreihen. Die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre verlangsame die tropische Luftzirkulation, was die Windgeschwindigkeiten über der Wüste reduziere, erklärt das amerikanisch-französische Team um Amato Evan von der University of California in San Diego im Fachmagazin "Nature".
Die Sahara erstreckt sich über kilometerlange Sanddünen.
Die Sahara erstreckt sich über kilometerlange Sanddünen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Staub aus der Sahara gelangt durch Winde bis nach Südamerika. Er beeinflusst das Klima in vielen Teilen des Atlantischen Ozeans. Doch Klimamodelle berücksichtigen den Staub kaum und wenn doch, dann gehen sie nach Angaben von Evan und Kollegen überwiegend von einer Zunahme des Wüstenstaubs aus. Das Team untersuchte die Entwicklung von Windgeschwindigkeiten und -richtungen in zehn Metern Höhe in zahlreichen Regionen Nordafrikas, die überwiegend zur Sahara gehören.
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Die Daten, teilweise durch Modellrechnungen ergänzt, umfassen die Jahre 1851 bis 2011. In diesem Zeitraum fanden die Wissenschaftler zwei Phasen mit erhöhten Staubkonzentrationen in der Luft: von den 1910er- bis zu den 1940er Jahren sowie von den 1970er- bis zu den 1980er Jahren. Besonders niedrig waren die Aufwirbelungen in den 1860er-, den 1950er- und den 2000er Jahren. Über lange Zeiträume gerechnet nehmen Windgeschwindigkeiten und Staubtransporte allmählich ab. Evan und Kollegen fanden einen Zusammenhang dieses Trends mit dem Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen.

Dieser Effekt des Klimawandels könnte die Luftqualität für die Bewohner Westafrikas verbessern, schreiben die Autoren der Studie. Allerdings vermuten sie zugleich, dass die ansteigende Verstädterung und die damit einhergehenden Abgase den positiven Aspekt überlagern könnten. Für den tropischen Nordatlantik, wo der Saharastaub früheren Untersuchungen zufolge für eine leichte Abkühlung sorgt, prognostizieren sie eine stärkere Erwärmung als bisher angenommen. Die höheren Temperaturen könnten für mehr und heftigere Wirbelstürme sorgen. Insgesamt plädieren die Wissenschaftler dafür, den nordafrikanischen Staub stärker in den Klimamodellen zu berücksichtigen.
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Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Dramatischer Anstieg in den USA - Menschengemachte Beben werden zur Gefahr

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mär 2016 10:48

Menschengemachte Beben werden zur Gefahr.jpg
Menschengemachte Beben werden zur Gefahr.jpg (57.54 KiB) 7310-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Menschengemac ... 28976.html
Dienstag, 29. März 2016
Dramatischer Anstieg in den USA - Menschengemachte Beben werden zur Gefahr

Fracking und unterirdische Abwasserentsorgung stehen schon seit Jahren im Verdacht, Erdbeben auslösen zu können. Eine Karte der US-Bundesbehörde USGS belegt nun den dramatischen Anstieg von Erschütterungen, die indirekt durch Menschenhand entstehen.

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US-Forscher warnen vor der wachsenden Gefahr von Erdbeben, die durch menschliche Aktivitäten verursacht werden. Wissenschaftler der Bundesbehörde USGS legten die erste Karte vor, die neben Gefahrenzonen mit natürlichen Erdbeben auch menschgemachte Erschütterungen einbezieht - etwa durch unterirdische Abwasserentsorgung im Zuge des sogenannten Frackings.

Der Studie zufolge sind rund sieben Millionen Menschen in mittleren und östlichen Regionen der USA von stärkeren Erdstößen bedroht, die größtenteils keine natürliche Ursache haben. Durch die erstmalige Einbeziehung menschengemachter Auslöser sei die Risikoeinschätzung für Beben in Teilen der USA "deutlich gestiegen", erklärte Mark Petersen, der Leiter der Studie. In Staaten wie Oklahoma, Kansas, Texas und Colorado seien in den vergangenen fünf Jahren stärkere Erschütterungen und daraus resultierende Schäden festgestellt worden.
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Als Hauptursache für die Beben nennen die Forscher die Entsorgung von Abwässern aus der Öl- und Erdgasförderung in tiefen Bodenschichten. So werden in vielen Teilen der USA große Mengen verschmutzter Abwässer durch hunderte Meter tiefe Bohrlöcher ins Erdinnere gepumpt. Dadurch kommt es zu einer Veränderung der Druckverhältnisse.

In den mittleren Vereinigten Staaten wurden nach Angaben der Studie von 1973 bis 2008 im Jahresdurchschnitt 24 Erdbeben der Stärke 3 oder höher gemessen. Diese Zahl sei kontinuierlich angestiegen, auf zuletzt 1010 Beben im Jahr 2015. Der bisher schwerste Erdstoß in der Nähe von Bohrlöchern wurde 2011 im US-Staat Oklahoma mit einer Stärke von 5,6 gemessen.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Unkrautvernichter in aller Munde - Glyphosat - die Fakten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Mai 2016 11:10

Unkrautvernichter in aller Munde.jpg
Unkrautvernichter in aller Munde.jpg (29.96 KiB) 6869-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Glyphosat-die ... 20996.html
Mittwoch, 18. Mai 2016
Unkrautvernichter in aller Munde - Glyphosat - die Fakten

Von Andrea Schorsch

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Seit Monaten wird darüber gestritten: Sollte die Verwendung von Glyphosat auf europäischem Ackerland weiterhin erlaubt sein oder nicht? Hier erfahren Sie, worum es in der Diskussion geht, was sie so schwierig macht und wer sich wie positioniert.

1. Warum ist Glyphosat zurzeit ein so großes Thema?

Die Zulassung für Glyphosat läuft europaweit am 30. Juni 2016 aus. Bis dahin muss über eine Wiederzulassung entschieden werden. Der zuständige Ausschuss bei der EU-Kommission will am 19. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss fassen.
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Umstrittener Unkrautvernichter: EU entscheidet über die Zukunft von Glyphosat 18.05.16 – 01:48 min Mediathek Umstrittener Unkrautvernichter EU entscheidet über die Zukunft von Glyphosat

2. Was ist Glyphosat überhaupt?

Es ist der in Deutschland und auch weltweit am häufigsten eingesetzte Wirkstoff in Unkrautvernichtungsmitteln. Nicht entsprechend genmanipulierte Pflanzen, die mit Glyphosat besprüht werden, sterben ab.

Es ist nicht Glyphosat allein, das auf dem Feld landet, sondern es sind Pflanzenschutzmittel, die Glyphosat als Wirkstoff enthalten. Es wird also zusammen mit anderen Substanzen aufgesprüht – beispielsweise solchen, die dafür sorgen, dass das Glyphosat gut an den Pflanzen haftet. Zu beachten ist, dass die Begleitstoffe ganz eigene Wirkungen haben können. Deswegen kann es einen Unterschied ergeben, ob allein Glyphosat untersucht wird oder ob glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel Gegenstand der Studien sind.

3. Wofür wird Glyphosat verwendet?

Der Stoff wird seit den 1970er-Jahren als Unkrautvernichtungsmittel in der Landwirtschaft eingesetzt. Da Glyphosat alle Pflanzen – also auch Getreide – absterben lässt, wird es in Deutschland vor der Aussaat auf dem Acker verteilt. Unkraut wächst dann gar nicht erst. Mittlerweile gibt es auch gentechnisch verändertes Getreide, das den Einsatz von Glyphosat überlebt. In Ländern, in denen der Anbau dieses Getreides erlaubt ist, wird das Herbizid auch während des Getreidewachstums versprüht.

Glyphosat ermöglicht es konventionellen Agrarbetrieben, aufs Pflügen zu verzichten. Eine solche mechanische Bodenbearbeitung würde das Gift überflüssig machen. Bio-Bauern kommen daher ohne Glyphosat aus.
Mitunter wird das Gift in Deutschland auch kurz vor der Ernte eingesetzt, dann lassen sich die Getreidehalme besser schneiden.


4. Warum ist es so umstritten?

Glyphosat steht unter dem Verdacht, die menschliche Gesundheit zu gefährden. Es gibt vonseiten der Wissenschaft unterschiedliche Antworten auf die Frage, ob und in welchem Maße Glyphosat krebserregend sein könnte.
Video
Doch nicht krebserregend?: Glyphosat-Studie überrascht zu brisantem Zeitpunkt 17.05.16 – 01:07 min Mediathek Doch nicht krebserregend? Glyphosat-Studie überrascht zu brisantem Zeitpunkt

5. Wie umfangreich ist es im Einsatz?

Der US-Konzern Monsanto verkauft Glyphosat unter dem Markennamen Roundup auf der ganzen Welt. Er ist der Hauptlieferant und hat auch das genmanipulierte Getreide im Angebot, das gegen das Herbizid resistent ist.

In Deutschland wird Glyphosat auf rund 40 Prozent der Ackerfläche verwendet - pro Jahr in einer Menge von etwa 6000 Tonnen.

6. Wie sind die offiziellen Grenzwerte?

Der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 0,0001 Milligramm pro Liter.
Die erlaubte aufgenommene Tagesdosis liegt bei 0,3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das also ist den Behörden zufolge die Menge, die ein Mensch sein Leben lang täglich aufnehmen kann. Das Bundesamt für Risikobewertung schlägt vor, hier großzügiger zu sein und 0,5 Milligramm pro Kilogramm zuzulassen.

Bei einem Menschen, der mit Herbiziden arbeitet – wie etwa Bauern – liegt die tägliche maximale Aufnahmemenge bei 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Hier schlägt das Bundesamt für Risikobewertung eine Reduzierung auf 0,1 Milligramm pro Kilogramm vor.

7. Wo ist wie viel Glyphosat drin?

Das Umweltinstitut München fand Glyphosat in Bier. Die Werte lagen bei 0,00046 bis 0,029 Milligramm pro Liter und damit deutlich über der in Trinkwasser erlaubten Menge.

Eine Studie, die von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Auftrag gegeben worden war, wies Glyphosat in Muttermilch nach. Die Werte: 0,00021 bis 0,000432 Milligramm pro Liter. 16 Proben waren untersucht worden.
Eine Studie des Bundesamtes für Risikoforschung untersuchte 114 Muttermilch-Proben. Hier waren alle Proben negativ bei einer Nachweisgrenze von 0,0001 Milligramm pro Liter.

Das Umweltbundesamt (UBA) gab eine Studie in Auftrag, die menschliche Urinproben auf Glyphosat untersuchte. 400 Proben aus den Jahren 2001 bis 2015 wurden untersucht. Ergebnis: 10 Prozent der Studien aus 2001 waren positiv, 60 Prozent der Proben aus 2012/13, 40 Prozent der Proben aus 2014/15. Die Werte lagen bis 2013 unter 0,0007 Milligramm pro Liter. Danach kletterten sie auf bis zu 0,0028 Milligramm pro Liter. Das UBA kommt zu dem Schluss, dass die Bevölkerung heute häufiger mit Glyphosat in Kontakt kommt als noch vor 15 Jahren.

Im Auftrag vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland wurden 182 Urinproben aus 18 europäischen Ländern untersucht. 44 Prozent waren positiv, der maximal gemessene Wert lag bei 0,0018 Milligramm pro Liter.

Die Zeitschrift Öko-Test wies Spuren von Glyphosat in Getreideprodukten wie Mehl, Haferflocken und Brötchen nach.
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8. Wer bewertet Glyphosat wie?

In Deutschland untersuchte das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) die Auswirkungen von Glyphosat auf die menschliche Gesundheit. Es betrachtete Glyphosat allein. Das BfR führte selbst keine Studien durch, sondern es wertete 370 bestehende Studien sowie mehr als 900 Literaturstellen aus. Ein Teil der Publikationen kam von Glyphosat-Herstellern selbst; darunter sind auch Studien, die unter Hinweis auf Geschäftsgeheimnisse nicht öffentlich zugänglich sind. Ergebnis des BfR: Bei fachgerechter Anwendung finde sich kein Anhaltspunkt für eine krebserzeugende Wirkung. Zudem sei Glyphosat nicht erbgutschädigend, nicht fortpflanzungsschädigend, nicht fruchtschädigend und kein Nervengift. Allerdings weist das BfR darauf hin, dass Stoffe, mit denen zusammen Glyphosat Anwendung findet, die Toxizität erhöhen können. Deshalb müssten Pflanzenschutzmittel separat bewertet werden.

Eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Internationale Agentur für Krebsforschung (kurz IARC), untersuchte die gesundheitlichen Folgen verschiedener Pflanzenschutzmittel. Dafür wertete sie öffentlich zugängliche Studien aus sowie Daten aus Regierungsberichten. Zum Teil analysierte die IARC dieselben Studien, die sich auch das BfR vorgenommen hatte. Im Unterschied zu diesem beschäftigte sich die WHO-Einrichtung aber nicht isoliert mit Glyphosat, sondern eben mit Gemischen, in denen Glyphosat Verwendung findet. Ergebnis: Die IARC sieht "begrenzte Hinweise" für eine krebserzeugende Wirkung beim Menschen. Bei Versuchstieren gebe es "ausreichende Beweise". Gemische, die auch Glyphosat enthalten, werden als "wahrscheinlich krebserregend" beurteilt. Bei der IARC fallen sie damit in dieselbe Kategorie wie rotes Fleisch, UV-Strahlung und Schichtarbeit. Das bedeutet: Wie hoch das Risiko ist, durch Glyphosat tatsächlich an Krebs zu erkranken, hängt letztlich davon ab, wie oft und in welchem Maße man die Chemikalie aufnimmt.

Das Fachgremium JMPR (für Joint Meeting on Pesticide Residues), ebenfalls eine Einrichtung der WHO, kommt zu dem Ergebnis, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Das Gremium hält es für unwahrscheinlich, dass Glyphosat bei der Nahrungsaufnahme ein Gesundheitsrisiko darstelle. Das JMPR beruft sich auf Studien an Ratten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (kurz EFSA) erstellt für die EU Gutachten zur Lebensmittelsicherheit. Bei der Bewertung von Glyphosat berücksichtigte sie den BfR-Report. Das Ergebnis: Sie hält Glyphosat für "wahrscheinlich nicht krebserregend" und spricht sich für eine Wiederzulassung der Chemikalie durch die EU-Kommission aus. Allerdings weist die EFSA darauf hin, dass glyphosathaltige Gemische möglicherweise erbgutschädigend sind.

Rund 100 Wissenschaftler aus 25 Ländern, die sich mit Glyphosat-Studien auseinandergesetzt haben, fordern in einem offenen Brief, die Empfehlung der EFSA zu ignorieren. Sie halten das Vorgehen der Behörden für "wissenschaftlich inakzeptabel".
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9. Wie sind die Positionen innerhalb der EU?

Frankreich will gegen die weitere Zulassung von Glyphosat stimmen. Auch Schweden, die Niederlande und Italien sind dagegen. In Deutschland herrscht zwischen dem Umweltministerium einerseits und dem Agrarministerium andererseits Uneinigkeit. Während Umweltministerin Barbara Hendricks ankündigt, dass die SPD eine Wiederzulassung von Glyphosat ablehnen wird, hat Agrarminister Christian Schmidt von der CSU kein Verständnis für diese Position. Deutschland wird sich daher wohl bei der Abstimmung enthalten.

10. Wie wird die Geschichte ausgehen?

Das ist ungewiss. Für eine Wiederzulassung ist die qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten nötig. Bei einer Enthaltung Deutschlands wird es daher spannend.
Sollte eine Wiederzulassung beschlossen werden, müssten die Hersteller innerhalb weniger Monate nachweisen, dass Glyphosat keine Nebenwirkungen für das menschliche Hormonsystem hat, und die derzeit auf dem Markt befindlichen glyphosathaltigen Pflanzenschutzmittel müssten erneut zugelassen werden. Bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen wäre ein Verbot des Herbizids weiterhin möglich.

Kommt die Wiederzulassung nicht durch, sind Alternativen zu Glyphosat gefragt – solche, die nicht unter dem Verdacht stehen, allein oder in Kombination mit anderen Stoffen gesundheitsgefährdend zu sein.

Quelle: n-tv.de
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Säuberung der Weltmeere - Schwimmende Müllbarriere fischt Plastik weg

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Jun 2016 10:51

Säuberung der Weltmeere.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Schwimmende-M ... 17641.html
Säuberung der Weltmeere - Schwimmende Müllbarriere fischt Plastik weg

Zehntausende Teile Plastikmüll treiben laut WWF in jedem Quadratkilometer der Meere und sorgen für den Tod vieler Tiere. Ein junger Niederländer möchte das ändern - mit seiner Erfindung "The Ocean Cleanup" will er die Weltmeere vom Müll befreien.

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Mit einem ebenso simplen wie wirkungsvollen System will ein junger Niederländer Millionen Tonnen von Plastikmüll aus den Weltmeeren fischen. Der 21-jährige Boyan Slat stellte in Scheveningen bei Den Haag den Prototypen seiner Erfindung "The Ocean Cleanup" vor. Das System besteht aus einem einhundert Kilometer langen Bollwerk aus Schwimmkörpern und Netzen, die die Plastikteile aus dem Wasser holen sollen.
Mit seiner Erfindung hat Boyan Slat den Champion of the Earth-Preis der Vereinten Nationen gewonnen.
Mit seiner Erfindung hat Boyan Slat den Champion of the Earth-Preis der Vereinten Nationen gewonnen.
(Foto: The Ocean Cleanup)

Zwei jeweils 50 Kilometer lange Arme, die am Meeresgrund befestigt werden, bilden ein V-artiges Gebilde. Slat will sich die Strömungen zunutze machen, die den Müll in die Netze seines Systems treiben sollen. "Warum sollten wir zum Müll gehen, wenn der Müll zu uns kommen kann?", fragte der junge Erfinder bei der Pressekonferenz.

Ab Donnerstag soll der einhundert Meter lange Prototyp 23 Kilometer vor der niederländischen Küste für ein Jahr lang seine Arbeit aufnehmen. In dieser Zeit will Slat seine Erfindung aus Kautschuk, Polyester und Stoff ständig kontrollieren, warten und bei Bedarf reparieren. Die "widerstandsfähigste schwimmende Barriere der Welt" kann ein Gewicht von bis zu 80 Tonnen halten und bis zu einen Millimeter kleine Plastikteilchen abfangen.
Eine Barriere für die Hälfte des Mülls
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Wenn nur ein einziges solches System zehn Jahre lang eingesetzt würde, könnte die Hälfte des Mülls aus dem Pazifik gefiltert werden, warb Slat für seine Erfindung. Der Gewinner des Champion of the Earth-Preises vom UN-Umweltprogramm hofft, dass seine schwimmende Müllbarriere ab 2020 eingesetzt werden wird.

Laut WWF schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere zehntausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton. Im Nordpazifik treibt seit Jahrzehnten ein Müllstrudel von der Größe Zentraleuropas.
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Quelle: n-tv.de , chr/AFP
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Giftcocktail in Flüssen und Meeren - Mikroplastik stärker belastet als erw

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Aug 2016 10:01

Giftcocktail in Flüssen und Meeren.jpg
Giftcocktail in Flüssen und Meeren.jpg (54.68 KiB) 6257-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Mikroplastik- ... 29456.html
Mittwoch, 03. August 2016
Giftcocktail in Flüssen und Meeren - Mikroplastik stärker belastet als erwartet

Sie flutschen durch die Kläranlagen oder entstehen durch Verrottung: Kleinste Plastikteile finden sich in deutschen Küstengewässern. An ihrer Oberfläche lagern sich hochgefährliche Umweltgifte an - in weit stärkerem Maße als vermutet.

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Winzige Plastikteilchen, die mit dem Auge nicht sichtbar sind, werden zur Gefahr im Boden deutscher Küsten und Flüsse. Weit stärker als gedacht lagern sich giftige und teilweise krebserregende Stoffe an dem Mikroplastik an. Es ist ungefähr drei bis vier Mal so hoch belastet wie das umgebende Sediment. Das teilte die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) als Ergebnis eines Forschungsprojektes mit. Erwartet hatten die Wissenschaftler nur eine etwa um das Doppelte höhere Belastung.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer ... Indischen Ozean ist das Wasser mit größeren und kleineren Plastikteilen durchsetzt. Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Die "Magnetwirkung" von Mikroplastik ist schon seit Längerem bekannt. Während Kunststoffe wie Polyethylen oder Silikon im Wasser allmählich zu immer kleineren Brocken zerfallen, lagern sich hochgefährliche Umweltgifte wie polychlorierte Biphenyle (PCB) oder polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) an ihrer Oberfläche an.
Aus Kosmetika, Tüten, Flaschen

Das Plastik stammt aus unterschiedlichen Quellen. Es ist zum Beispiel in kosmetischen Produkten enthalten und wird in den Kläranlagen nicht herausgefiltert. Oder es entsteht aus größeren Plastikteilen, die von Wind und Wetter zersetzt werden. "Jeweils 15 Prozent des Plastiks im Meer befindet sich an der Oberfläche und im Wasserkörper", sagte "Aldebaran"-Chef Frank Schweikert. "Aber 70 Prozent sinken ab ins Sediment." Die Details der Sedimentbelastung seien bislang wenig untersucht. Die Plastikteilchen können über Muscheln und Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen.
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Die Forscher unter Leitung von Umweltchemikerin Gesine Witt hatten auf zwei Expeditionen mit dem Forschungsschiff "Aldebaran" Schadstoffe und Plastikpartikel entlang der Mündungen von Weser, Elbe, Jade, Trave und Warnow sowie in Boddengewässern gesammelt und ausgewertet. Sie brachten eigens entwickelte Schadstoffsammler (bechergroße Kupfergefäße, die mit Silikonfasern bestückt sind) an die Messpunkte und sammelten sie nach drei Monaten wieder ein. Besonders in der Weser- und der Elbmündung fanden sie an den Plastikteilen erhöhte Ablagerungen von PCB. Viele Stoffe aus dieser Familie gelten als krebserregend.
Es bildet sich ein Giftcocktail

PAK fanden sich in den Sedimenten des Stralsunder Hafens und des Fischereihafens Marienehe, vermutlich weil dort Ölprodukte ins Wasser gelangten. Fluoranthen - zu den PAK gehörend - wurde in der höchsten Konzentration nahe der Kläranlage Lübeck gemessen, aber ebenso erhöht in der Weser- und der Warnowmündung.

"Es ist ein Irrtum, zu glauben, wir könnten die Schadstoffe in die Umwelt entlassen und die Natur wird dann schon irgendwie damit fertig", sagte der geschäftsführende HAW-Präsident Claus-Dieter Wacker. "Je länger sich die Plastikteile im Wasser befinden, desto mehr Giftstoffe binden sie an sich und bilden eine Art Giftcocktail", erklärte Witt. Den Verbrauchern empfahl sie, beim Einkauf darauf zu achten, keine plastikhaltigen Kosmetikprodukte zu kaufen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa/AFP
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UMWELT und NATURSCHUTZ - Belastungsgrenzen der Erde erreicht - Ressourcen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Aug 2016 11:26

Belastungsgrenzen der Erde erreicht.jpg
Belastungsgrenzen der Erde erreicht.jpg (31.79 KiB) 6187-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Ressourcen-fu ... 49891.html
Belastungsgrenzen der Erde erreicht - Ressourcen für 2016 sind jetzt aufgebraucht

Ab dem 8. August leben wir auf Pump - der "Earth Overshoot Day", der Welterschöpfungstag ist gekommen. Nach Berechnungen von Forschern sind alle Ressourcen verbraucht, die die Erde dieses Jahr ersetzen könnte. Dieser Tag wird von Jahr zu Jahr früher erreicht.

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Die Menschheit strapaziert die Belastungsgrenzen der Erde immer mehr: Der heutige Sonntag ist der letzte Tag im Jahr 2016, an dem sie ein Guthaben auf ihrem globalen Konto hat. Ab Montag, dem 8. August sind die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Das teilte die Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature) mit. Damit ist der Erdüberlastungstag oder auch "Welterschöpfungstag" (Englisch: Earth Overshoot Day) im Vergleich zum vergangenen Jahr um fünf Tage nach vorn gerutscht - 2015 reichten die Ressourcen noch bis zum 13. August. Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit von den "stillen Reserven" der Erde.

Der Erdüberlastungs- oder Welterschöpfungstag ergibt sich aus Berechnungen des Global Footprint Networks. Sie gehen auf das Konzept des "ökologischen Fußabdrucks" zurück, der besagt, wie viel Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung zu gewährleisten. Großen Einfluss haben dabei zum Beispiel der Wasserverbrauch, die Lebensmittelproduktion, Wohnen und Brennstoffe.
2030 zwei Planeten nötig
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"Human Footprint": Wie der Mensch die Erde verändert "Human Footprint": Wie der Mensch die Erde verändert "Human Footprint": Wie der Mensch die Erde verändert "Human Footprint": Wie der Mensch die Erde verändert "Human Footprint" Wie der Mensch die Erde verändert

Allein die CO2-Emissionen haben sich laut WWF seit dem Jahr 1970 mehr als verdoppelt. Sie spielen eine bedeutende Rolle beim "Fußabdruck": Beim CO2-Ausstoß wird berechnet, welche Waldfläche theoretisch nötig wäre, um das Treibhausgas aufzunehmen und wieder aus der Atmosphäre zu entfernen. Weil die Emissionen steigen, vergrößert das den ökologischen Fußabdruck der Menschheit. CO2-Emissionen tragen bereits 60 Prozent zum ökologischen Fußabdrucks der Menschheit bei.

Die Folgen überfischter Meere, gerodeter Wälder und des hohen CO2-Ausstoßes sind laut Umweltschützern unter anderem Klimawandel und ein Rückgang der Artenvielfalt. Bei Letzterem zeigt der "Living Planet Index" für die vergangenen vier Jahrzehnte einen Rückgang der biologischen Vielfalt um 52 Prozent. Im Durchschnitt hat sich die Anzahl der untersuchten Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische damit halbiert, so der WWF.

Lebte die Menschheit unverändert weiter wie bisher, benötigten wir bis zum Jahr 2030 zwei Planeten, um unseren Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Bis 2050 wären es knapp drei. Zum Vergleich im Rückblick: 1961 benötigte die Menschheit nur zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Ressourcen. Im Moment liegt der Faktor, um den die Menschheit die Biokapazität der Erde überlastet, bei 1,6. Für Industrieländer ist der Wert aber viel höher, weil sie deutlich mehr Energie und Güter verbrauchen als etwa Entwicklungsländer: Bei einem weltweiten Konsum und Lebensstil wie in den USA wären sogar 4,8 Erden nötig - bei einem Leben wie in Indien dagegen nur 0,7.
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"Der globale Kontostand rutscht auch 2016 wieder kräftig ins Minus. Und das nicht zum ersten Mal. Seit über 30 Jahren häufen wir jährlich neue Schulden an", mahnt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. "Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften. Das ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wenn wir diese Herausforderung nicht meistern, werden unsere Kinder und Enkel massiv unter den Folgen zu leiden haben."

Laut WWF stagniert der ökologische Fußabdruck Deutschlands seit zehn Jahren auf gefährlich hohem Niveau. Jeder Deutsche verbraucht demnach mehr als doppelt so viele Ressourcen, wie ihm jährlich eigentlich zustehen würden. Deutschland müsse daher insbesondere Landwirtschaft und Verkehr nachhaltiger ausrichten und Schutzgebiete wirksamer schützen. Eine besondere Bedeutung habe zudem die konsequente Durchsetzung der Energiewende und die Reduzierung der Treibhausgasemissionen insbesondere im Stromsektor.

Quelle: n-tv.de , abe
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Umweltskandal - Woher kam das Zeug bloß ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2016 09:53

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Umweltskandal - Woher kam das Zeug bloß ?

Baden-Württemberg erlebt einen Umweltskandal erster Güte. Trinkwasser und Äcker sind mit Fluorchemie verseucht. Niemand will es gewesen sein, die Behörden mauern.
04.09.2016, von Patricia Klatt und Andreas Frey

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© Rainer Wohlfahrt
Ein Feld mit Rosenkohl zwischen Rastatt und Bühl. Hier sind die Stoffe bereits ins Grundwasser eingedrungen.

„Da drin fing letztes Jahr alles an“, sagt der Öko-Bauer Christoph Decker und deutet mit dem Finger auf das Gewächshaus. Sein Hof in Bühl bei Baden-Baden liegt nur wenige Kilometer vom Schwarzwald entfernt. Es ist ein kleiner Familienbetrieb, der nach strengen Demeter-Richtlinien arbeitet. Decker trägt ein knallgrünes Polohemd, darunter wölbt sich ein gemütlicher Bauch. Im Schutz der Glaswände zog er bisher Tomaten hoch, Zucchini, Paprika, Gurken und Salat, sogar Honigmelonen. In diesem Jahr wächst davon nichts mehr.

Dort, wo seine Pflanzen gediehen, herrscht jetzt auf viertausend Quadratmetern Wüste, wie Decker die brachliegende Fläche nennt. Im Gewächshaus streichen ein paar Hühner zwischen Unkraut umher, hoch über dem verdorrten Boden rosten die Bewässerungsdüsen, die das verseuchte Wasser über Obst und Gemüse sprühten.

Wo die Geschichte ihren Anfang nahm, wer die Verantwortung dafür trägt – darüber gibt es ebenso viel Streit wie unterschiedliche Versionen. Decker erzählt es so: Vor rund zehn Jahren erhielt er einen Anruf von einem benachbarten Komposthändler. Ob er Kompost brauche? Er müsse sich um nichts kümmern, das Material wäre gratis, sogar das Aufbringen auf den Acker. Kostenloser Kompost? Ein solches Angebot hatte ihm noch keiner unterbreitet. Decker kam das seltsam vor, er lehnte ab: „Ohne Analyse hätte ich den auf dem Ökohof ohnehin nicht aufbringen dürfen.“
Flächenmäßig der größte Umweltskandal Deutschlands

Solche Bedenken hatten andere Bauern in der Region nicht. Und so landete zwischen 2005 und 2008 tonnenweise Gratis-Kompost als Düngemittel auf ihren Äckern, dem Abfälle aus der Papierindustrie beigemischt waren. Diese Papierschlämme enthielten vermutlich Stoffe, die niemals auf die Felder und in die Umwelt hätten gelangen dürfen, und zwar sogenannte per- und polyfluorierten Chemikalien, kurz PFC.

Infografik / Karte / Messstellen mit PFC-Belastung © F.A.Z.
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Die Region zwischen Bühl und Rastatt ist ein wichtiges Anbaugebiet für Obst und Gemüse. Mehr als 400 Hektar Land sind dort inzwischen mit fluororganischen Verbindungen verseucht.

Umweltschützer sprechen mittlerweile vom flächenmäßig größten Umweltskandal Deutschlands. Die Behörden in den Landkreisen Baden-Baden und Rastatt entdecken immer neue Felder, die mit PFC verseucht sind. Inzwischen sind es mehr als 400 Hektar Land. Vor drei Jahren wurden diese Substanzen erstmals auch in einem Wasserwerk nachgewiesen. Seither ist in Mittelbaden nichts mehr wie zuvor. Wie sie ins Trinkwasser gelangen konnten, wird die Gerichte noch über Jahre beschäftigen.

Dass sie darin entdeckt wurden, ist den Star-Energiewerken in Rastatt zu verdanken, die für die Wasserversorgung der Bevölkerung zuständig sind. Im Oktober 2012 ließ man das Trinkwasser eines Brunnens untersuchen. Dabei fanden sich erhöhte PFC-Werte. Zwei Wasserwerke mussten in der Folge abgestellt werden. In den vergangenen drei Jahren hing die Stadt Rastatt mit ihren knapp fünfzigtausend Einwohnern wie an einem Tropf. Nichts hätte mehr passieren dürfen – kein Rohrbruch, kein Stromausfall. Sonst wäre sauberes Wasser knapp geworden.
Plantschbecken sollen nicht mit Brunnenwasser gefüllt werden

Derzeit schwappt die PFC-Brühe unter einem Stadtteil Bühls. Wasser aus privaten Brunnen soll hier auch nicht dazu verwendet werden, um Tiere zu tränken oder den Garten zu gießen. Und auf keinen Fall sollen Planschbecken damit gefüllt werden, rät das Landratsamt. Auch in vier nahe gelegenen Seen sind die PFC-Konzentrationen zu hoch. Und mit dem Grundwasser verteilen sich die Chemikalien weiter.

Warum so viele Bauern das Kompostgeschenk annahmen, ist im Nachhinein nicht mehr zu erfahren. Die meisten schweigen sich über das leidige Thema aus. Christoph Decker ist einer der wenigen, der offen darüber spricht. Hätten die Bauern etwas ahnen können? „Wenn mir jemand einen Apfel zusteckt, dann freue ich mich und frage nicht nach“, sagt er. „Aber wenn mir jemand zehn Kilo Äpfel schenkt, muss ich mich doch fragen, warum er das macht und was da in den Äpfeln wohl drin ist.“

Er will jetzt vor allem wissen, wie gefährlich diese Stoffe sind. So hat er schon zahlreiche Stunden im Internet verbracht. Eines lernte er schnell: Von alleine werden die PFCs nicht wieder verschwinden. Das Problem bleibt der Region noch Jahrzehnte erhalten. Denn diese Substanzen kommen in der Natur normalerweise nicht vor und sind kaum abbaubar. Seit sechzig Jahren werden PFCs industriell verarbeitet, über die Gesundheitsrisiken ist dennoch wenig bekannt.
Die PFCs sind wahrscheinlich krebserregend

Dass es jedoch keine harmlosen Chemikalien sind, lässt ein Umweltskandal annehmen, der sich im amerikanischen Bundesstaat West Virginia ereignete. Zehntausende Menschen wurden dort über mehrere Jahrzehnte hinweg einer stark erhöhten PFC-Konzentration im Trinkwasser ausgesetzt. Ein Teflon-Werk des Chemiegiganten DuPont hatte giftige Abwässer in den Ohio River geleitet und wurde von der amerikanischen Umweltbehörde EPA im Jahr 2005 mit einer Geldstrafe von 16,5 Millionen Dollar belegt. Gleichzeitig veranlasste man eine Studie, bei der 70.000 Menschen in der Umgebung medizinisch untersucht wurden. Epidemiologen stießen auf mehr als fünfzig Krankheiten, die möglicherweise mit den Stoffen in Zusammenhang stehen, darunter 21 Krebsarten. Außerdem sprach ein Zivilgericht einer krebskranken Frau Schadensersatz in Höhe von 1,6 Millionen Dollar zu. DuPont akzeptierte die Strafe, sah darin aber kein Schuldeingeständnis.

Einen Schuldigen hat man auch im Badischen noch nicht gefunden. Der Komposthändler Franz Vogel steht zwar im Fokus der Behörden und Gerichte, ob er aber als Verursacher in Frage kommt, ist offen. Vogel wurde in einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim dazu verpflichtet, die Voruntersuchungen der Böden zu bezahlen. Das Gericht hatte festgestellt, dass es sich bei dem Kompostgemisch „um die kostengünstige Entsorgung minderwertigen Materials und nicht um die Lieferung biologisch wertvollen Düngers gehandelt hat“. Als gerecht empfindet Komposthändler Vogel das Urteil nicht, das sagt er gleich beim ersten Anruf und lädt zum Gespräch ein. Es gebe neue Gutachten und mehrere Ungereimtheiten.

Franz Vogel empfängt den Besuch auf seinem Kompostwerk in Bühl. Es ist Nachmittag und viel los; Hobbygärtner laden Grünschnitt ab, füllen ihre Eimer mit frischem Dünger, im Hintergrund stehen Kompostberge. Vogel bittet in den Konferenzraum, wo er Tiroler Granderwasser reicht. „Das belebt“, sagt Vogel, „trinken Sie.“ Positive Schwingungen sollen auch die Steine verbreiten, die er im ganzen Werk ausgelegt hat, damit das Böse draußen bleibt.
Der Komposthändler weist die Vorwürfe von sich

Mit am Tisch sitzen seine vier Berater, ein Pressesprecher und ein Rechtsanwalt, ein Umweltchemiker und ein Kompostexperte, Letztere im Ruhestand. Sie kennen seine Version der Geschichte, die Vogel jetzt erzählt. Demnach sollen die Gewerbeaufsicht und Papierfabriken Anfang der 2000er Jahre auf ihn zugekommen sein, ob er nicht Papierschlamm kompostieren könne.

42177398 © Rainer Wohlfahrt
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Vieles spricht dafür, dass es mit Papierschlämmen versetzter Kompost war, der die PFC enthielt. Der Betreiber der Anlage weist das aber weit von sich.

Das Material ließ Vogel, wie er sagt, auf Schadstoffe und Schwermetalle untersuchen. Aber nicht auf PFC, das sei damals im Gegensatz zu heute nicht obligatorisch gewesen. Weil er den Papierschlamm für eine saubere und nützliche Sache hielt, sagte er zu und steht heute zu seinem großen Ärger unter dem Verdacht, ein übler Umweltverschmutzer zu sein.

Vor drei Jahren erstattete jemand anonym Anzeige gegen Franz Vogel. Es sollen seine Kompostlieferungen gewesen sein, die Äcker und Wasser in der Region großflächig verseucht haben. Das Landratsamt Rastatt wurde sofort tätig, ließ den Boden der fraglichen Äcker analysieren. In den Proben fand sich tatsächlich PFC. „Du musst das gewesen sein“, habe man ihm mitgeteilt. Ein Schock für Vogel, der selbst biologischen Landbau betrieb und sogar den Umweltpreis der Stadt Baden-Baden erhalten hat. „Ich bin komplett unschuldig“, behauptet der Komposthändler und führt zahlreiche Ungereimtheiten an, auf die sein Team gestoßen sei. Zum einen habe die Behörde das Zeug auch auf Äckern gefunden, wo sein Kompost gar nicht aufgebracht wurde. Zum anderen ließe sich eine derart großflächige und starke Belastung nicht durch die verteilte Menge erklären.

Außerdem ließ Vogels Team auf eigene Faust Proben von einem belasteten Feld in einem Labor untersuchen. Darin entdeckte man überraschenderweise Kunststofffasern, aber kein Papier. Kein Wunder: Papier verrotte innerhalb von Wochen oder Monaten, sagen Vogels Berater, nach Jahren hätte man kein Material finden dürfen. Stimmt das? Und woher stammt die PFC-Belastung dann?
Warum hat der Komposthändler die Papierschlämme verschenkt?

Der Bodenkundler Wulf Amelung von der Universität Bonn bestätigt, dass Zellulose im Boden innerhalb weniger Monate abgebaut wird. Allerdings sei es in nassen oder lehmigen Böden möglich, dass sie überdauern. Das Regierungspräsidium Karlsruhe wiederum lässt keine Zweifel am Befund: „Als ein Bestandteil des Komposts wurden Papierschlämme identifiziert“, teilt ein Sprecher nüchtern mit. Der Plastikfund entlastet Vogel jedenfalls nicht.

Bisher konnte Franz Vogel den Verdacht, dass sein Kompostgemisch verantwortlich ist, gegenüber Gerichten und Behörden nicht ausräumen. Auf Äckern, die er damit beliefert hatte, ließen sich die Chemikalien nachweisen. Vogels Anwalt kritisiert dennoch die „dünne Beweisführung“: Die Behörden hätten noch andere Ursachen der Verschmutzung in Betracht ziehen müssen. Doch die amtliche Vorgehensweise ist vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim bereits anerkannt worden.

Vogel hofft, nun einen Trumpf gefunden zu haben. Er bittet nach draußen zur Sickergrube, wohin angeblich alle Abwässer seines Unternehmens fließen, und schiebt den Schachtdeckel zur Seite. Vor ein paar Wochen kam ihm eine Idee: Wenn das Umweltgift auf seinem Gelände im Kompost gelagert hätte, dann müsste es auch dort unten nachzuweisen sein. In Proben, die er dem Institut Fresenius schickte, fand sich kein PFC. Das beweist natürlich nicht seine Unschuld, aber Vogel ist davon überzeugt, dass sein Kompostgemisch hochwertig war. Bloß warum hat er es als Geschäftsmann dann verschenkt? Zur allgemeinen Bodenverbesserung, antwortet er. Geld hätte er ja bereits von den Papierfabriken erhalten.
Die Chemikalien sickern seit Jahren ins Grundwasser

In Mittelbaden blüht die Landwirtschaft. Spargelstangen gedeihen hier, Erdbeeren und Mais. Es ist inzwischen ein bisschen wie in Tolkiens Auenland: schön, aber nicht geheuer. Mindestens 400 Hektar Ackerboden gelten mittlerweile als PFC-verseucht. Die Pflanzen, die darauf wachsen, nehmen die Substanzen unterschiedlich auf. Über Jahre hinweg landeten so womöglich belastete Lebensmittel auf dem Tisch der Verbraucher. Allerdings ist das aus Expertensicht das kleinere Problem, verglichen mit weit gravierenderen Folgen: Die Chemikalien sickern unaufhaltsam ins Grundwasser. Ausgerechnet in einer Region, in der Einwohner normalerweise vom Wasserreichtum profitieren. Denn tief unter Rastatt und Baden-Baden strömt der verzweigte Oberrhein-Aquifer, einer der größten unterirdischen Flüsse Europas, in Richtung Norden.

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Ökobauer Christoph Decker kann seine Ernte vergessen.

Mit PFC verunreinigtes Wasser ist bereits unbemerkt in Haushalte und Betriebe geflossen, sprudelte dort als Trinkwasser aus den Hähnen. Und gelangte auf diesem Wege auch in das Gewächshaus des Öko-Bauern Christoph Decker, der es arglos für seine Beregnungsanlage nutzte. Wie lange und in welcher Konzentration die Fluorchemikalien durch die Leitungen quollen, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Der Boden in Deckers Gewächshaus ist jedenfalls unbrauchbar. Der Austausch würde etwa eine halbe Million Euro kosten, niemand bezahlt ihm das.

Mehr als eine Milliarde, zwei oder gar drei Milliarden Euro müsste man wohl veranschlagen, um das verseuchte Erdreich im Freiland zu ersetzen. Die Böden der Gegend sind sandig und dementsprechend durstig. Viele Bauern bewässern ihre Felder, illegale Brunnen sind eher die Regel als die Ausnahme. Und je häufiger dadurch verseuchtes Wasser auf die Äcker rieselt, desto mehr PFC reichern sich an.
Handeln die Behörden im Interesse der Verbraucher?

Mehr als drei Jahre ist der Skandal jetzt aktenkundig. Es ist ein schwieriger Fall: Weder die Ursache noch das Ausmaß sind bekannt, auch weiß man wenig über die tatsächlichen Gesundheitsgefahren. Für Wasser und Lebensmittel existieren nicht einmal Grenzwerte in Deutschland, die zuständigen Ministerien in Baden-Württemberg haben notgedrungen verbindliche Werte festgelegt. Zwar haben die lokalen Ämter sofort reagiert, es wurden umfassende Untersuchungen in Auftrag gegeben, es wurde beprobt, gewarnt und begutachtet. Trotzdem muss man sich fragen, ob die zuständigen Beamten und Politiker immer korrekt und im Interesse der Bevölkerung gehandelt haben. In welcher Version die Geschichte des PFC auch erzählt wird – sie bezeugt in vielerlei Hinsicht politisches Versagen. Die Liste der Fehleinschätzungen und Merkwürdigkeiten ist jedenfalls lang.

Dazu gehört, dass der Landwirtschaftsbetrieb um jeden Preis aufrechterhalten werden sollte. Bauern dürfen bis heute auf verseuchten Äckern unter bestimmten Auflagen Obst und Gemüse anbauen. Zum Beispiel sollen nur solche Pflanzen zum Einsatz kommen, die kein PFC einlagern. Und noch im Juli 2014 bescheinigte das Landwirtschaftsamt Rastatt die „Unbedenklichkeit für den Verzehr der beprobten Lebensmittel“, weil die Belastungen der Böden angeblich nicht ausreichten, um die dort wachsenden Pflanzen stärker zu kontaminieren.

Eine Fehleinschätzung: Vier Monate später musste man einräumen, es seien dann doch Unterschiede zwischen den Kulturpflanzen erkennbar. Zudem sei „die PFC-Aufnahme bei einigen Pflanzen und Kulturen gegeben“, hieß es in schönstem Behördendeutsch. Ein Jahr später teilte das Landwirtschaftsamt den verblüfften Bürgern während eines Infoabends mit, dass „in einigen Fällen die PFC-Werte der Feldfrüchte über den Vorsorge-Werten lagen“; auch sei es nun doch nicht unproblematisch, PFC-haltiges Beregnungswasser zu verwenden. Fazit: PFC-verseuchte Böden seien grundsätzlich „für die Erzeugung von Lebensmitteln problematisch beziehungsweise nicht geeignet“. Da waren Spargel, Erdbeeren und Salate längst verzehrt.
Fehleinschätzungen und Merkwürdigkeiten

Diese Art der Verschleppung bezeichnet das Regierungspräsidium Karlsruhe wiederum als einen „Prozess zunehmenden Erkenntnisgewinns“. Die ersten Untersuchungen von Pflanzen und Lebensmitteln hätten Sondierungscharakter gehabt, heißt es. Außerdem habe man nur eine Untergruppe der fraglichen Umweltgifte, nämlich die langkettigen PFC untersucht. Mit den kurzkettigen würde sich bundesweit niemand beschäftigen, weshalb man nichts Genaues wüsste, ließen die Behörden auf Informationsveranstaltungen verkünden. Die ersten Freilandversuche würden deshalb nun 2016 im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg bei Karlsruhe stattfinden.

Warum so spät? Schon eine schnelle Internetrecherche zeigt, dass die kurzkettigen PFC längst erforscht werden. Intensiv widmet sich ihnen zum Beispiel der Umweltchemiker Thorsten Stahl vom Hessischen Landeslabor. Sie gelten als äußerst mobil, persistent und gefährlicher als die langkettigen PFC. Seit sieben Jahren beschäftigt sich Stahl mit diesem Thema. Aber er sei nicht der Einzige in Deutschland, es gebe noch weitere Arbeitsgruppen, schreibt er per Mail.

Hätten die badischen Behörden den Experten aus Wiesbaden von Anfang an miteinbezogen, wären sie vielleicht nicht ausgerechnet auf Mais als Anbaualternative verfallen, wie es etwa in diesem Jahr noch das Regierungspräsidium Karlsruhe empfahl. Diese Kulturpflanze nimmt die Substanzen vermutlich ebenfalls auf und lagert sie in den Körnern ein. Riskant bis fahrlässig war jedenfalls die Entscheidung, kontaminierte Feldfrüchte einfach auf den Feldern zu lassen und unterzupflügen. Auch ist es gängige Praxis, dass belastetes Getreide als Verschnitt an Tiere verfüttert wird. Denn damit bleiben die Chemikalien im Kreislauf.
Die Landwirtschaft wird aufrechterhalten - um jeden Preis

Wieso der Anbau auf den belasteten Flächen nicht verboten wird, bleibt rätselhaft. Stehen die Landwirte unter besonderem Behördenschutz? Das Beispiel des Öko-Bauern Christoph Decker veranschaulicht, wie schnell berufliche Existenzen bedroht sein können, wenn Gewächshausflächen oder ganze Felder brachliegen. Dass man in dieser brisanten Situation weiterhin Landwirtschaft betreibt, hält Decker allerdings für verantwortungslos: „Wir können doch nicht warten, bis man weiß, wie giftig diese Stoffe wirklich sind.“

Ein Bauer, der anonym bleiben will, berichtet von regelmäßigen Treffen der Landwirte mit Vertretern des Regierungspräsidiums und des Landratsamtes. Im Gegensatz zu anderen Informationen dringe davon nichts an die Öffentlichkeit: „Hier scheut man wohl die Reaktion der Verbraucher“, sagt er. Vielleicht fürchtete man auch den Imageschaden, als die Behörden entschieden, dass Verbraucher nicht erfahren sollen, ob dieser oder jener Spargel von einem PFC-belasteten Acker stammt. Datenschutz scheint dann doch wichtiger zu sein als Verbraucherschutz.

Noch gravierender ist die Lage allerdings beim Wasser. Der Schutz der Umwelt ist ein im Grundgesetz verankertes Ziel. Jede Gewässerverunreinigung stellt eine Straftat dar. In Mittelbaden sehen die Behörden trotzdem keine Möglichkeit, Sofortmaßnahmen gegen die Verseuchung des Grundwassers zu ergreifen. Die betroffenen Gebiete werden erst einmal fünf Jahre lang entsprechend der Altlastenbewertung untersucht, entschied eine eigens gegründete Bewertungskommission der Stadt Baden-Baden und des Landratsamtes Rastatt am 15. Juni 2016. Ein Gutachten habe gezeigt, „dass keine akute Gefährdung der Wasserversorgung und der Wasserqualität in der Region besteht“, teilte die Kommission mit.
Der Wassererker will sauberes Wasser, die Behörden warten ab

Widerspruch kam prompt: Zwei Tage später meldeten sich die für das Rastatter Trinkwasser verantwortlichen Star-Energiewerke zu Wort. Die Darstellung der Bewertungskommission sei „so nicht korrekt“. Ein eigenes Gutachten habe gezeigt, dass die Trinkwasserversorgung gefährdet sei, hieß es in einer Pressemitteilung. Daraufhin gaben Baden-Badens Bürgermeister Michael Geggus und Rastatts erster Landesbeamter Jörg Peter gegenüber der Lokalzeitung an, sie würden jenes Gutachten gar nicht kennen. Seltsam, denn erst im Mai hatte es ein Wasserexperte der Star-Energiewerke im Baden-Badener Rathaus vorgestellt. Vor der Bewertungskommission hatte er insbesondere über die Gefährdung des Hauptwasserwerks Rastatt-Ottersdorf berichtet.

In Auftrag gegeben hat dieses Gutachten Olaf Kaspryk, der Geschäftsführer der Star-Energiewerke. Seit die Chemikalie erstmals in einem seiner Brunnen nachgewiesen worden ist, hat er ein Problem: Er kann nicht warten, bis ein Schuldiger feststeht, und nicht zusehen, wie das Zeug weiter zirkuliert. Er muss sauberes Trinkwasser für Zehntausende Menschen garantieren. Und zwar jetzt.

Wenn man ihn heute trifft, dann wundert er sich noch immer. Vor allem über die Behörden, von denen er sich im Stich gelassen fühlt. Er trägt immerhin eine Verantwortung, die keiner sonst übernehmen will. So sitzt er in seinem Rastatter Büro, vor sich eine Karte des Landkreises und wird zunehmend nervös. Die Wasserwerke sind darin eingezeichnet, der Grundwasserstrom und Dutzende rote Markierungen. Jede einzelne steht für einen PFC-Fund. Als er damals den ersten Brunnen untersucht hatte, konnte er das Ergebnis zunächst gar nicht glauben. Kaspryk ließ weitere Proben analysieren. Die Werte stiegen noch. Heute rechnet er damit, dass sich die PFC-Verseuchung zu einem der größten Umweltskandale Deutschlands auswächst.
Im Hochsauerland tauchten die Stoffe erstmals in Deutschland auf

Zwei Wasserwerke musste Kaspryk bereits abstellen. „Sehen Sie, hier“, sagt er und tippt mit dem Finger auf die Karte, während sein Blick weiter nach Norden wandert, zum Hauptwasserwerk Ottersdorf. Hier wird die Brühe, so hat das eigene Gutachten gezeigt, in zwei Jahren ankommen. Aber wie passt das zur Einschätzung der Behörde? Dort heißt es ja nach wie vor, das Trinkwasser sei sicher. Der Baden-Badener Bürgermeister Geggus teilt in einer Mail mit, dass keine akute Gefahr drohe. Höchstens langfristig könne „eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden“, schreibt er.

Zur offiziellen Einschätzung befragt, ringt Kaspryk sichtbar um Fassung und setzt mehrfach an, bevor er weiterspricht. Die Star-Energiewerke, sein Arbeitgeber, gehören der Stadt Rastatt, im Aufsichtsrat sitzt der Oberbürgermeister. Er fühlt sich nicht ohne Grund unter Druck.

Andere können seine Sorgen besser verstehen. Im März lud Kaspryk zwei Dutzend Experten zum Workshop nach Rastatt ein. Sie reisten von überall dort in Deutschland an, wo PFC ebenfalls ein Problem ist. Zum Beispiel aus dem Hochsauerland, wo die Substanzen im Jahr 2006 erstmals in Deutschland auftauchten. Von dort stammt die erste Langzeituntersuchung: Bei Kindern, die PFC mit der Nahrung aufnahmen, setzte die Pubertät verspätet ein, fand die Universität Bochum zusammen mit dem Umweltbundesamt heraus.

Der Austausch mit den Kollegen half Kaspryk, Trost fand er nicht: „Alle haben gesagt: Wir hatten das Problem auch. Aber nicht in dieser Dimension.“ Deshalb wandte sich der Wasserwerker Anfang Juli an das Umweltministerium von Baden-Württemberg, das immerhin von den Grünen geführt wird. In einem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt, heißt es: „Wir wenden uns mit großer Sorge an Sie. Unsere Trinkwasserversorgung ist akut bedroht.“ Nicht nur die vergifteten Äcker führt er darin an, sondern auch einen Feuerwehreinsatz aus dem Jahr 2010, bei dem PFC-belasteter Löschschaum ins Grundwasser sickerte, worüber ihn die Stadt Baden-Baden aber nicht informiert habe. Erst freiwillige Untersuchungen hätten das Gift aufgespürt. Die Folge: Ein Notwasserwerk musste komplett vom Netz genommen werden. Derzeit werde eine neue Verbindung gebaut. Die Kosten trägt am Ende der Bürger.
Der Schaden wird nicht behoben. Er wird verwaltet

Doch auch das baden-württembergische Umweltministerium sieht bisher keinen Anlass, sofort etwas gegen die Verseuchung des Grundwassers zu tun. Die bisherigen Untersuchungen hätten ja gezeigt, dass „aufgrund der komplexen Belastungssituation und der außergewöhnlich großen betroffenen Fläche leider keine geeigneten Sofortmaßnahmen zur Verfügung stehen“, teilt das Ministerium mit. Zudem verweist es auf die rechtlichen Vorgaben, die gemäß dem Bundesbodenschutzgesetz erfolgen.

Diese Haltung empört nicht nur Umweltschützer und Wasserexperten. Das Wasserhaushaltsgesetz werde sträflich missachtet, meint Gunter Kaufmann, ein ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter aus Rastatt. „Notwendig sind dringend Sanierungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand“, sagt er. Solche Verfahren gibt es bereits: Mit Aktivkohle lassen sich Chemikalien herausfiltern und auch mit Membranverfahren. An anderen Orten in Deutschland haben sie sich bereits bewährt.

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Kaufmann findet es sonderbar, dass sich das Umweltministerium am rechtlichen Rahmen des Bodenschutzgesetzes orientiere und dabei die notwendige Sanierung des Grundwassers vernachlässige. Denn es geht auch anders, wie der PFC-Fall im Hochsauerland belegt: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entschied vor einem Jahr, dass das Grundwasser grundsätzlich unbelastet zu sein habe. Deshalb dürften solche Stoffe „überhaupt nicht in ein Medium eingetragen werden“, schrieb das Verwaltungsgericht in seinem Urteil. Selbst eine geringe Wahrscheinlichkeit der Wasserverschmutzung reiche aus, damit die Behörden bei der Sanierung tätig werden dürfen, stellte das Oberverwaltungsgericht fest.

Endlich wieder Wassersicherheit, das wollen am Ende alle. Nur die Behörden wollen zunächst einmal Rechtssicherheit. Der Schaden wird nicht behoben, er wird verwaltet. Bis 2021 wird untersucht, frühestens dann gehandelt, lautet der Plan. Fünfzehn lange Jahre werden dann vergangen sein. Jahre, in denen die Brühe weitergeflossen sein wird. Weiter nach Norden, Richtung Karlsruhe.

Teile der Recherche wurden vom „Netzwerk Recherche“ unterstützt.
Das Problem: Polyfluorierte Chemikalien

Pfannen, in denen nichts anbrennt, Outdoorjacken, die Regen abweisen, Handys, die nicht zerkratzen – in all diesen Produkten stecken poly- oder perfluorierte Chemikalien (PFC). Diese Wundermittel der Industrie weisen Wasser, Schmutz und Fett ab und werden deshalb in Hunderten von Produkten eingesetzt. Verwendung finden sie bei der Herstellung von Kaffeebechern, Pizzakartons und Lebensmittelverpackungen, aber auch bei Wachsen, Farben, Pestiziden sowie Imprägniersprays. Ihre Wirkweise verdanken sie Kohlenstoffketten verschiedener Längen, bei denen die Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind.

Mehr als achthundert dieser künstlich hergestellten Chemikalien werden unterschieden. Jährlich werden Tausende Tonnen davon produziert und verarbeitet. Experten unterscheiden kurzkettige (mit einer Kettenlänge von sechs oder weniger Kohlenstoffatomen) von langkettigen PFC. Einige wenige der langkettigen sind bereits streng reglementiert oder ganz verboten. Aber auch die kurzkettigen sind nach Angaben des Umweltbundesamts alles andere als ungefährlich. „Diese Stoffe gehören nicht in die Umwelt“, sagt die Chemikalienexpertin Lena Vierke.

Da die Stoffe in der Natur nicht vorkommen, können sie dort praktisch nicht abgebaut werden. PFC-Verbindungen sind äußerst stabil. Sie haben sich mittlerweile weltweit verteilt, man findet sie in Flüssen, in Meeren, auf Bergen, selbst in der Arktis, im Himalaja und in der Tiefsee wurden sie schon nachgewiesen. Besonders mobil sind vor allem die kurzkettigen Molekülketten. Über die Nahrungskette und die Luft gelangen sie in die Organe von Mensch und Tier. Beim Menschen ist das Umweltgift bereits im Blut und in der Muttermilch nachgewiesen worden.

In Deutschland sind polyfluorierte Chemikalien erstmals vor zehn Jahren im Hochsauerland gefunden worden. Mittlerweile gibt es Dutzende, wenn auch sehr begrenzte Fundstellen. Rund um Flughäfen wie in Düsseldorf und Nürnberg sind Böden und Wasser ebenfalls verseucht. Dort kam mit PFC versetzter Löschschaum zum Einsatz. In den Vereinigten Staaten sollen nach einer Studie der Harvard University vom August mehr als sechs Millionen Menschen über PFC-verseuchtes Trinkwasser bedroht sein.

Obwohl die Stoffe seit sechzig Jahren hergestellt werden, ist über ihre Gesundheitsgefahr wenig bekannt. Es existieren noch nicht einmal detaillierte Grenzwerte. Bis zu einem Wert von 0,3 Mikrogramm pro Liter seien sie im Trinkwasser unbedenklich, teilt das Umweltbundesamt mit. Steigt die Konzentration über 0,5 Mikrogramm, soll das Wasser von Schwangeren und Kindern nicht mehr getrunken werden. Die EU denkt derzeit über die Einführung von Grenzwerten und Verboten nach, mit ersten Ergebnissen ist voraussichtlich im nächsten Jahr zu rechnen.

Wissenschaftler jedenfalls sind alarmiert. Bei einem Symposion vor einem Jahr in Madrid riefen mehr als zweihundert PFC-Experten die Vertreter von Industrie und Politik dazu auf, die Produktion der riskanten Stoffe zu begrenzen und nach sicheren Ersatzstoffen zu suchen. Versuche an Mäusen, Ratten und Affen hätten bereits gezeigt, dass solche Chemikalien das Immunsystem schwächen und offenbar zur Krebsentstehung beitragen können. Allerdings lassen sich solche Tierversuche nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen.

Trotzdem halten es Mediziner für wahrscheinlich, dass einige dieser Verbindungen verschiedene Krebsarten auslösen und die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern und Frauen beeinträchtigen. Außerdem stehen sie im Verdacht, das Hormonsystem zu stören und Erkrankungen der Schilddrüse auszulösen. Kinder mit höherer PFC-Konzentration im Blut zeigten einen verminderten Impferfolg bei Diphterie und Tetanus, zudem setzte ihre Pubertät verspätet ein. Das Umweltbundesamt bewertet die Fluorchemikalien wegen ihrer persistenten, toxischen und teratogenen, also Fehlbildungen hervorrufenden Eigenschaften als „besonders besorgniserregend“.

Quelle: F.A.S.

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Immer weniger Nahrung - Ozeanversauerung zerstört Korallenriffe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2016 08:26

Ozeanversauerung zerstört Korallenriffe.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Ozeanversauer ... 77661.html
Immer weniger Nahrung - Ozeanversauerung zerstört Korallenriffe

In einem Riff stellen Forscher einen erhöhten Säurewert im Wasser fest. Fische sterben, Korallenriffe verschwinden. Die Experten erkennen darin eine Vorschau auf die düstere Zukunft der Weltmeere.

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Tropische Korallenriffe verlieren nach Angaben von Forschern durch Ozeanversauerung zwei Drittel ihres Zooplanktons. Da diese Kleinstorganismen als wichtige Nahrungsquelle für Fische und Korallen dienen, habe dies "weitreichende" Folgen für die Lebensgemeinschaften im Riff, wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven mitteilte.

Ein deutsch-australisches Forscherteam hatte die Riffe um Kohlendioxid-Austrittsstellen vor der Küste Papua Neuguineas untersucht. An diesen vulkanischen Quellen entweicht so viel Kohlendioxid aus dem Meeresboden, dass das Wasser jenen Säuregrad hat, den Wissenschaftler auch für die Zukunft der Weltmeere vorhersagen. Den Rückgang des Zooplanktons erklären die Forscher mit dem Verlust geeigneter Versteckplätze. Aufgrund der Versauerung wachsen anstelle dicht verzweigter Geweihkorallen robuste helmförmige Arten von Steinkorallen, die dem Zooplankton kaum Unterschlupf bieten. Zum einen aber ernähren sich viele Fischarten vom Zooplankton. Zum anderen sind auch die Korallen auf die schwebende Nahrung angewiesen.
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Denn angesichts des immer wärmeren und saureren Wassers müssen die Korallen immer mehr Energie aufbringen, um ihre Kalkskelette zu bauen. Diesen zusätzlichen Energiebedarf, aber auch den Bedarf an anderen wichtigen Stoffen, decken die Korallen, indem sie Zooplankton fressen. Diese Option würde bei zunehmender Ozeanversauerung aber "enger werden", erklärte der AWI-Korallenexperte und Mitautor der Studie, Claudio Richter.

Nach Angaben von Erstautorin Joy Smith vom Australian Institute of Marine Science belegt die Studie, "dass sich im Zuge der Ozeanversauerung die Struktur des Riffs grundlegend verändert". Von den 29 verschiedenen untersuchten Zooplanktongruppen, die sich tagsüber im Riff verstecken und erst nach Einbruch der Dunkelheit zum Fressen aufsteigen, waren den Forschern zufolge bis auf drei alle vom Rückgang betroffen. Es gab aber auch keine Gruppe, die völlig verschwunden war. Die Studie erschien im Onlineportal des Fachmagazins "Nature Climate Change".

Quelle: n-tv.de , apo/dpa
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Giftiger Atommüll in Grönland - Schmelzendes Eis legt US-Basis frei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Okt 2016 10:56

Giftiger Atommüll in Grönland.jpg
Giftiger Atommüll in Grönland.jpg (49.63 KiB) 5668-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Schmelzendes- ... 68266.html
Giftiger Atommüll in Grönland - Schmelzendes Eis legt US-Basis frei

Vor über 60 Jahren bauen die USA eine geheime Militärbasis im grönländischen Eisschelf. Doch der fortschreitende Klimawandel könnte nun alles freilegen - auch die giftigen Überreste des einstigen Atomprogramms vom "Projekt Eiswurm".

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Dass das ewige Eis eines Tages schmelzen könnte, dachte damals noch niemand. 1959 begannen Ingenieure der US-Armee, in Grönland unter der meterdicken Schneeschicht eine Militärbasis anzulegen. Labors, ein Krankenhaus, eine Kirche und ein Kino, alle verbunden durch Tunnel, gehörten zu Camp Century. Die Energie dafür lieferte ein kleiner mobiler Atomreaktor.

Offiziell sollten in der Basis mit bis zu 200 Soldaten arktische Forschungsprojekte betrieben werden. Doch Camp Century beherbergte auch ein geheimes Vorhaben: "Projekt Eiswurm". Im Vertrag der USA mit Dänemark, der einstigen Kolonialmacht Grönlands, wurde der Plan verschwiegen. "Projekt Eiswurm" sah vor, auf der Basis Atomraketen gegen die Sowjetunion in Stellung zu bringen. Doch dann stellten die Ingenieure fest, dass die Eismassen sich weit schneller bewegten als angenommen und die Tunnel einzustürzen drohten. 1967 gaben die USA die Basis auf.

Den Reaktor nahm die Armee mit, doch zurück blieb eine Menge giftiger und gefährlicher Stoffe: krebserregende Chlorverbindungen, radioaktives Kühlwasser und verseuchte Abwässer, insgesamt etwa 30 Airbus-Ladungen voll. In den Schneemassen eingeschlossen, schien von der Hinterlassenschaft keine Gefahr auszugehen.
"Die Welt hat sich verändert"

"Als der Abfall eingelagert wurde, dachte niemand, dass er jemals wieder rauskommen würde", sagt William Colgan von der York University in Kanada. In seiner kürzlich veröffentlichten Studie legt er dar, wie durch die Erderwärmung Giftmüll in die Umwelt gelangen könnte. "Weder die USA noch Dänemark haben damals grundsätzlich etwas falsch gemacht, aber die Welt hat sich verändert", sagt der Wissenschaftler.
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In der Arktis steigen die Temperaturen schneller als im Rest der Welt. 2090 wird die Menge des schmelzenden Eises laut der Studie vermutlich nicht mehr durch neuen Schneefall ausgeglichen werden, die toxischen Hinterlassenschaften kämen zum Vorschein. Doch auch schon vorher könne durch Risse im Eis Schmelzwasser in das verseuchte Tunnelsystem gelangen, das derzeit noch etwa 35 Meter unter der Oberfläche liege, erklären die Forscher. Da es sehr teuer wäre, die Basis freizulegen und den Müll zu entsorgen, könnten die Aufräumarbeiten erst beginnen, wenn die darüberliegende Eisschicht geschmolzen sei, sagt Colgan.

Der grönländische Außenminister Vittus Qujaukitsoq nannte die Ergebnisse der Studie "besorgniserregend". Es müsse geklärt werden, wer verantwortlich für die Säuberung sei. Die USA und Dänemark seien gemeinsam zuständig, sagt der Wissenschaftshistoriker Kristian Hvidtfelt Nielsen von der Universität Aarhus. "Moralisch gesehen tragen Dänemark und die USA gemeinsam Verantwortung für die Aufräumarbeiten. Denn die Amerikaner haben die Basis zwar gebaut, aber die Dänen haben ihnen die Erlaubnis dafür gegeben."

Quelle: n-tv.de , Sören Billing, AFP
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