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Brummender Industrie zum Trotz - Weltweiter CO2-Ausstoß steigt kaum noch a

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Nov 2016 10:35

http://www.n-tv.de/wissen/Weltweiter-CO ... 80941.html
Brummender Industrie zum Trotz - Weltweiter CO2-Ausstoß steigt kaum noch an

Es ist ein erster Hoffnungsschimmer am Horizont: Obwohl die globale Wirtschaft unaufhörlich wächst, bleibt der Kohlendioxidausstoß das dritte Jahr in Folge weitgehend stabil. Ausgerechnet die EU hat daran allerdings keinen Anteil.

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Trotz Wirtschaftswachstums ist der weltweite Ausstoß an Kohlendioxid (CO2) aus fossilen Brennstoffen das dritte Jahr in Folge kaum gestiegen. Das könne möglicherweise Zeichen einer Trendwende gegenüber dem Jahrzehnt vor 2013 sein, in dem die Emissionen jährlich um 2,3 Prozent gestiegen waren, erklärte der Forschungsverbund "Global Carbon Project". Für Jubel sei es aber noch zu früh - es bleibe abzuwarten, ob der Trend anhalte. Im vergangenen Jahr blieb der Ausstoß an Kohlendioxid nach dem am Montagmorgen in der Fachzeitschrift "Earth System Science Data" veröffentlichten Bericht weltweit stabil. 2014 wuchs er um 0,7 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Wissenschaftler mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent.
China ist nach wie vor der Hauptproduzent von CO2. Im Bild: Eine vom Smog verhüllte Straße in Peking.
China ist nach wie vor der Hauptproduzent von CO2. Im Bild: Eine vom Smog verhüllte Straße in Peking.
(Foto: picture alliance / dpa)

In den vergangenen drei Jahren wurden den Autoren zufolge durchschnittlich jeweils etwa 36,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. Die Stabilisierung ist den Wissenschaftlern zufolge vor allem einem geringeren Kohleverbrauch in China zu verdanken, das mit einem Anteil von 29 Prozent weltweit das meiste CO2 in die Atmosphäre pustet. "Das ist eine große Hilfe im Kampf gegen den Klimawandel, aber es ist nicht genug", kommentierte Corinne Le Quéré von der britischen Universität von East Anglia, die an der Studie beteiligt war. "Die weltweiten Emissionen müssen jetzt rasch abnehmen, nicht nur aufhören zu wachsen."

In China sanken 2015 die Emissionen um 0,7 Prozent - nachdem sie ein Jahrzehnt lang um mehr als 5 Prozent jährlich gewachsen waren. Die Autoren werteten das zwar als Hoffnungszeichen, warnten aber vor voreiligen Schlüssen. "Es ist schwer zu sagen, ob die chinesische Verlangsamung auf einen erfolgreichen und reibungslosen Umbau der chinesischen Wirtschaft zurückgeht oder ein Zeichen wirtschaftlicher Instabilität ist", erklärte Co-Autor Glen Peters vom Osloer Forschungszentrum Cicero.
EU stößt wieder mehr CO2 aus
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Einen der radikalsten Entwürfe für eine Stadt der Zukunft liefert der visionäre belgische Architekt Vincent Callebaut mit seiner Utopie "2050 Paris Smart City". Bei dieser wird Ökologie und Nachhaltigkeit groß geschrieben - etwa durch die Vermeidung von Treibhausgasen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Callebaut unter anderem ... ... sogenannte "Photosynthese-Türme" entworfen. Diese sind eigentlich in vertikaler Richtung verlaufende Parks. In den Fassaden dieser Türme sind Algen gespeichert, die den Klima-Killer CO2 in Biomasse umwandeln sollen. Eine andere Idee ... ... ist ein "ökologischer Korridor" in Paris - mehr als 20 Kilometer lang und von begrünten Türmen umsäumt, welche den Smog in der Stadt reduzieren sollen. Grün ist in der Vision von Callebaut ohnehin die dominierende Farbe, sei es ... ... bei den mit Gärten bepflanzten Bambus-Türmen mit integrierten Windkraftanlagen oder ... Visionen und erste Versuche Die grünen Städte der Zukunft

Auch in den USA, dem mit einem Anteil von 15 Prozent zweitgrößten CO2-Verschmutzer, sank der Kohleverbrauch, während Öl und Gas zulegten. 2015 fiel der Ausstoß an Treibhausgasen um 2,6 Prozent. Sowohl in den USA als auch in China erwarten die Forscher einen weiteren Rückgang für das laufende Jahr. Wind, Sonne und Gas seien dabei, Kohle als Stromlieferanten in den USA zu verdrängen, so Peters. Auch die Pläne des designierten US-Präsidenten Donald Trump, die angeschlagene Kohleindustrie wiederzubeleben, könnten diese Entwicklung vielleicht nicht aufhalten.

Die Europäische Union wiederum, verantwortlich für 10 Prozent des CO2-Ausstoßes, gab nach einer längerfristigen Abnahme im vergangenen Jahr 1,4 Prozent mehr des Treibhausgases ab, was vor allem auf einen erhöhten Verbrauch an Gas zurückzuführen ist. Indien auf Platz vier stieß 2015 sogar 5,2 Prozent mehr CO2 aus, ein etwas geringerer Zuwachs als im Schnitt des vergangenen Jahrzehnts. Die Wissenschaftler gehen angesichts von Indiens Plänen, die heimische Kohleproduktion bis 2020 zu verdoppeln, davon aus, dass der Trend anhält.
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Doch trotz ermutigender Anzeichen reicht die aktuelle Entwicklung den Forschern zufolge nicht aus, um die gefährliche Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Selbst wenn der chinesische CO2-Ausstoß sich stabilisiere, drohten Zuwächse in Entwicklungsländern, die Einsparungen in den USA, der EU und anderen Industriestaaten zunichte zu machen, warnte Mit-Autor Peters.

Zudem wurde 2015 so viel CO2 wie nie zuvor in der Atmosphäre gemessen. Denn Weltmeere und Pflanzen als natürliche Speichersysteme (Senken) konnten wegen Hitze und Dürre, die das Wetterphänomen El Niño mit sich gebracht hat, weniger CO2 aufnehmen. Das derzeitige Niveau von 400 ppm (parts per million, Teilchen pro Million) "wird weiter wachsen und den Planeten erwärmen, bis die Emissionen auf nahezu Null gekürzt werden", meint Wissenschaftlerin Le Quéré.
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Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Die Bewertung uber Fito Spray fur die Abmagerung: Betrug oder nicht?

Beitragvon GregoryBoony » 27. Nov 2016 13:33

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Im Golf von Bengalen - Neue Todeszone im Meer entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Dez 2016 00:56

http://www.n-tv.de/wissen/Neue-Todeszon ... 66091.html
Dienstag, 06. Dezember 2016
Im Golf von Bengalen - Neue Todeszone im Meer entdeckt

Es gibt sie im Atlantik, im Schwarzen Meer und sogar in der Ostsee: sogenannte Todeszonen, in denen wegen Sauerstoffmangels kein Leben mehr möglich ist. Eine weitere spüren Forscher im Indischen Ozean auf, allerdings ist diese anders.

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Forscher haben im Golf von Bengalen eine weitere Todeszone ausfindig gemacht. Die sauerstofffreie Region im Indischen Ozean soll rund 60.000 Quadratkilometer groß sein und sich in einer Wassertiefe von 100 bis 400 Metern ausgebreitet haben. Das berichtet ein Forscherteam. Doch diese Todeszone ist anders als andere. Aus ihr entweicht kein Stickstoff.
Das Atomkraftwerk Koodankulam steht am Golf von Bengalen.
Das Atomkraftwerk Koodankulam steht am Golf von Bengalen.
(Foto: picture alliance / dpa)

"Die Situation im Golf von Bengalen hat uns lange Zeit vor ein Rätsel gestellt, denn mit herkömmlichen Messmethoden konnte zwar kein Sauerstoff nachgewiesen werden, trotzdem gab es keinerlei Anzeichen von Stickstoffverlusten, die für andere Todeszonen so typisch sind", erläutert Laura Bristow von der University of Southern Denmark die Besonderheit. Die Forscher wollten es nun genau wissen. Sie setzten neue, empfindliche Sauerstoffsensoren in diesem Bereich ein und entdeckten winzige Reste davon im Wasser. Diese sind so klein, dass tierisches Leben unmöglich ist. Auf die sogenannten anaerobe Mikroben, das sind Mikroorganismen, die ohne Sauerstoff überleben können, haben diese Sauerstoffreste aber Auswirkungen.
Sauerstoffreste bremsen Mikroorganismen

Diese Sauerstoffanteile, gerade mal ein Zehntausendstel vom sauerstoffgesättigtem Oberflächenwasser, reichen aus, um die Mikroorganismen, die in anderen Todeszonen Stickstoff abbauen und in die Atmosphäre abgeben, auszubremsen. "Das ist schon eine verrückte Sache. Die Mikroben sind anwesend und könnten große Mengen an Stickstoff entfernen, werden aber durch die minimalen Spuren von Sauerstoff an ihrem Job gehindert", fasst Bristow die Ergebnisse zusammen.
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Auch wenn die Stickstoffproduktion durch die Sauerstoffreste reduziert ist, gibt es keine Entwarnung für die Todeszone am Golf von Bengalen. Angesichts der wachsenden Bevölkerung in den angrenzenden Küstengebieten, der vermehrten Einleitung von Düngemitteln ins Wasser und der Erwärmung der Meere steht der Golf von Bengalen auf der Kippe. Verschwinden auch die letzten winzigen Sauerstoffreste, dann wird die daraus resultierende Stickstoffsenke nicht nur Auswirkungen auf die Region, sondern auf die gesamte Welt haben. Welche das genau sein werden, wollen die Forscher in Zukunft mit mathematischen Modellen berechnen.

Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Nature Geosciene".
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , jaz
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Bislang umfassendste Analyse - Fracking kann Trinkwasser schaden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Dez 2016 12:51

http://www.n-tv.de/wissen/Fracking-kann ... 23606.html
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Bislang umfassendste Analyse - Fracking kann Trinkwasser schaden

Die Fördermethode Fracking hat viele Gegner - neue Analysen sind nun Wind in deren Segeln. Die US-Umweltbehörde hat eine umfassende Studie vorgelegt, die beweisen soll: Fracking wirkt sich auf das Grundwasser aus.

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Die umstrittene Fracking-Methode zur Förderung von Gas und Öl kann nach Auffassung der US-Umweltbehörde EPA das Trinkwasser beeinträchtigen. Ein umfassender Bericht der Behörde erbringe wissenschaftliche Beweise, dass dies unter gewissen Umständen möglich sei, erklärte der wissenschaftliche Berater der EPA, Thomas Burke.Für den Bericht wurden demnach mehr als 1200 Quellen ausgewertet. Es handele sich um "die bislang umfassendste Zusammenstellung von wissenschaftlichen Daten aus den USA" zu dem Thema.

Der EPA-Bericht war vom US-Kongress angefordert worden. In einer vorläufigen Stellungnahme hatte die Behörde noch erklärt, es gebe keine Beweise, dass Fracking die Trinkwasserreserven des Landes beeinträchtige. Dieser Satz wurde jedoch aus der Endfassung des Berichts gestrichen.
Viele Fragen bleiben offen

Es gebe "bestimmte Bedingungen, unter denen Beeinträchtigungen durch Fracking häufiger auftreten oder schwerwiegender ausfallen können", heißt es in der EPA-Studie. Dies sei etwa der Fall, wenn die Technologie in Gegenden genutzt wird, in denen es wenig Wasser gibt, oder wenn das beim Fracking entstehende Abwasser in nicht ausreichend abgedichteten Gruben entsorgt werde.
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In dem Bericht werden keine konkreten Fälle aufgelistet, in denen es durch Fracking zu Trinkwasserverschmutzungen kam. Auch die Frage, wie häufig so etwas passiert oder passieren kann, bleibt offen.

Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas oder Erdöl zu fördern. Kritiker warnen, dass die chemischen Substanzen durch undichte Stellen ins Erdreich eindringen und das Grundwasser verschmutzen könnten. In Deutschland wurde im Sommer ein neues Gesetz verabschiedet, das dem Fracking enge Grenzen setzt.

Quelle: n-tv.de , fma/AFP

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Sonne dringt kaum durch - Rätsel um Wintersmog in China gelöst

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Dez 2016 11:24

http://www.n-tv.de/wissen/Raetsel-um-Wi ... 97486.html
Sonne dringt kaum durch - Rätsel um Wintersmog in China gelöst

Der Wintersmog mit viel Sulfat in China war bislang ein Rätsel. Nun haben Max-Planck-Forscher den verantwortlichen Mechanismus geklärt - und einen Teufelskreis entdeckt, der die Smogbildung verstärkt.

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Der Wintersmog in Nordchina samt der Hauptstadt Peking bedroht regelmäßig die Gesundheit von mehr als 400 Millionen Menschen - auch jüngst lag die Region wieder unter einer Dunstglocke. Die Entstehung des Smogs mit viel Sulfat war bislang ein Rätsel, weil die dafür nötigen Sonnenstrahlen den Dunst kaum durchdringen können. Nun hat ein Team um Yafang Cheng vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz einen anderen Mechanismus gefunden, der den hohen Sulfatanteil und die Zunahme des Feinstaubs in der winterlichen Dunstglocke erklärt. Der Prozess mündet in einen Teufelskreis, wie die Wissenschaftler im Fachjournal "Science Advances" schreiben.
Menschen mit Atemschutzmasken: ein alltägliches Bild in China.
Menschen mit Atemschutzmasken: ein alltägliches Bild in China.
(Foto: AP)

Bei Messungen im Januar 2013 fanden Cheng und Kollegen in Peking Feinstaubwerte (PM2,5), die 16 Mal höher waren als der Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Besonders hoch war der Anteil an Sulfaten. "Wir haben festgestellt, dass die Sulfatproduktion mit der Konzentration an feinen Aerosolpartikeln stark ansteigt", wird Erstautorin Cheng in einer Mitteilung des Max-Planck-Instituts zitiert. Das überraschte die Forscher, denn die üblichen Reaktionswege, die zu Sulfaten führen, benötigen Sonnenlicht. Die Sonnenstrahlen konnten den Wintersmog jedoch kaum durchdringen. Es musste also einen anderen Weg geben, der zu Sulfaten führt.
Mehrere Besonderheiten

Das Forscherteam fand mehrere Besonderheiten des chinesischen Wintersmogs. So hält der dichte Dunst viel Stickstoffdioxid (NO2) in Bodennähe. Zudem sorgen mineralischer Staub und Ammoniak aus der Landwirtschaft für einen pH-Wert in den Schwebeteilchen, der deutlich höher ist als bei vergleichbaren Aerosolen in Europa oder in den USA. Der Dunst ist deshalb weniger sauer. Dies ermöglicht eine Reaktion von Stickstoffdioxid (NO2) mit Schwefeldioxid (SO2) zu Sulfaten.

Diese chemische Reaktion findet den Forschern zufolge in den winzigen Wassertröpfchen der Schwebeteilchen statt, obwohl diese drei bis fünf Größenordnungen kleiner sind als Regentropfen. Die Gruppe um Cheng stellte fest, dass diese Reaktion zu einem sich selbst verstärkenden Mechanismus führt: Die Bildung von Sulfaten sorgt dafür, dass die Aerosole größer werden und mehr Wasser aufnehmen können, was wiederum die Entstehung weiterer Sulfate und die Smogbildung fördert.
Strikte Emissionskontrolle wäre wichtig
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Die Wissenschaftler folgern, dass eine strengere Kontrolle des Ausstoßes von Stickstoff- und Schwefeldioxid den chinesischen Wintersmog eindämmen könnte. Solche Maßnahmen hätten etwa bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 den Feinstaub stark verringert, betonen sie.

Wie wichtig eine strikte Emissionskontrolle wäre, zeigte auch die Situation im Dezember: Wegen der extremen Luftverschmutzung hatten Peking und über 20 andere Städte der Region kürzlich die höchste Smog-Alarmstufe ausgerufen, die Fahrverbote, Fabrik- und Schulschließungen zur Folge hatte. Messungen in Peking ergaben für gefährlichen Feinstaub (PM2,5) Werte von mehr als 450 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft – das Achtzehnfache des WHO-Grenzwertes.
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Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Ein hoffnungsloser Fall ? - "Das Great Barrier Reef ist 2016 gestorben"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Dez 2016 12:01

http://www.n-tv.de/wissen/Das-Great-Bar ... 21891.html
Ein hoffnungsloser Fall ? - "Das Great Barrier Reef ist 2016 gestorben"

Höchste Alarmstufe: 2016 war ein Horrorjahr für das Great Barrier Reef. Die beispiellose Korallenbleiche über Hunderte Quadratkilometer hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Und: Es könnte noch schlimmer kommen.

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Wie ein Nachruf auf eines der spektakulärsten Naturwunder hört sich der Text auf einem populären Wissenschaftsportal an: "Das Great Barrier Reef in Australien ist nach langer Krankheit 2016 gestorben. Es war 25 Millionen Jahre alt." Natürlich ist es eine Polemik, mit der Autor Rowan Jacobsen im Oktober 2016 wachrütteln wollte. Aber Wissenschaftler schlagen selbst Alarm: das größte Korallenriff der Welt ist nach der schlimmsten je registrierten Korallenbleiche sozusagen auf der Intensivstation.
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Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde Great Barrier Reef

"Die Korallen haben 400 Millionen Jahre Veränderungen auf dem Planeten überlebt, aber wenn jetzt nicht weltweit deutlich mehr gegen den Klimawandel getan wird, haben wir im Jahr 2100 höchstens noch hier und da ein paar Korallen, aber keine Riffe mehr", sagt David Wachenfeld, bei der Marineparkbehörde (GBRMPA) für die Wiederherstellung des Riffs verantwortlich.

Korallenriffe sind zwar auch eine Touristenattraktion und ein Wirtschaftsfaktor. So bringen die Besucher rund fünf Milliarden australische Dollar (etwa 3,5 Milliarden Euro) pro Jahr ins Land, und der Sektor beschäftigt 70.000 Menschen. Eine entscheidende Rolle haben Korallenriffe jedoch für den Lebensraum Meer: Sie sind die Kinderstube zahlreicher Fischarten. Wenn sich die kleinen Fische nicht mehr vor Raubfischen in den Korallen verstecken können, werden sie gefressen, bevor sie ausgewachsen sind und sich fortpflanzen. Die Folge: ein dramatischer Rückgang der weltweiten Fischbestände.
Horrorjahr für Great Barrier Reef

2016 war ein Horrorjahr für das Great Barrier Reef. Extrem hohe Wassertemperaturen, teils 33 Grad, haben besonders im nördlichen, bislang intaktesten Teil des 2300 Kilometer langen Riff-Systems mit unzähligen Korallenbänken verheerende Folgen gehabt. Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Bei hohen Temperaturen werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe. Aus der Luft waren im Frühjahr kilometerweit weiße Korallenstöcke zu sehen.

Ihm seien bei einem Überflug die Tränen gekommen, berichtete Terry Hughes, der das Institut für Korallenforschung an der James Cook-Universität leitet, freimütig. In einer 700 Quadratkilometer großen Region seien mehr als zwei Drittel der Korallen abgestorben. Es gab schon zwei Bleichen, 1998 und 2002, aber nichts von derartigem Ausmaß. Auch früher nicht, wie Hughes betont: Ähnlich wie bei Bäumen an den Jahresringen kann man in Korallenstöcken sehen, ob sie in längst vergangenen Jahren Stresssituationen erlebt haben. Nichts dergleichen sei je passiert.
Früher waren die Korallen widerstandsfähiger
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Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus Das Great Barrier Reef stirbt

Auslöser war das Klimaphänomen El Niño, das alle paar Jahre die Oberflächentemperaturen im Pazifik aufheizt. Das habe es seit der letzten Eiszeit 2000 Mal gegeben, sagt Hughes. Aber früher waren die Korallen widerstandsfähiger, weil sie durch andere Einflüsse wie Wasserverschmutzung nicht angegriffen waren. Und: Die Grundtemperatur des Wassers war niedriger. "El Niño löst erst Korallenbleichen aus, seit der Klimawandel die Wassertemperatur in die Gefahrenzone getrieben hat", sagt Hughes.

Stichwort Klimawandel: "Wir sehen hier aus erster Hand, welche Bedrohung der von Menschen verursachte Klimawandel für die Korallenriffe ist", sagt Wachenfeld von der Marineparkbehörde. Australien ist pro Kopf der Bevölkerung gemessen einer der weltweit größten Klimasünder. Das liegt auch an der riesigen Kohleindustrie, die viel exportiert. Bereits bei der Kohleförderung werden Unmengen an Treibhausgasen freigesetzt. Australien exportiert viel Kohle, sie hat aber auch einen hohen Anteil an der heimischen Energieversorgung.

"Bei den globalen Anstrengungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen spielt Australien eine entscheidende Rolle", sagt Amanda McKenzie, Vorsitzende des unabhängigen Klimarats von Australien. Sie stellt die konservative Regierung an den Pranger. Die hatte als erste der Welt einen Emissionshandel als Anreiz für die Reduzierung der Emissionen wieder abgeschafft, um der Industrie keine unnötigen Ketten anzulegen. "Leider hat die Regierung nur unzureichende Klimaziele verabschiedet und die Emissionen steigen weiter", moniert McKenzie.
Unesco droht mit Entzug des Weltnaturerbe-Status

Auch die UN-Kulturorganisation Unesco nimmt Australien an die Kandare und fordert einen Aktionsplan: Sie droht mit dem Entzug des Weltnaturerbe-Status, wenn nicht mehr getan wird, um das Riff zu schützen. Unter anderem sollen bis 2050 zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) investiert werden, etwa, um die Wasserqualität zu verbessern.
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Für den Tourismus sind die Folgen der jüngsten Bleiche noch überschaubar. Die Region südlich von Cairns, von der die meisten Touristenboote aus starten, war deutlich weniger betroffen, wie die Korallenforscher festgestellt haben. Südlich von Mackay starb nur ein Prozent der Korallen ab - die anderen erholten sich trotz Bleiche schnell. "Die Korallen dort haben ihre bunten Farben wieder und die Riffe sind in gutem Zustand", sagte Korallenforscher Andrew Baird nach einer Tauchmission im Oktober und November. Im Norden ist die Lage schlimmer: Wegen des massiven Korallensterbens könnte es dort 10 bis 15 Jahre dauern, bis die Korallendecke wieder wächst, schätzen die Experten. Und das nur, wenn es keine weiteren Störungen gibt. McKenzie vom Klimarat sieht die Sache düster: "Der Klimawandel hat extreme Ozeantemperaturen ausgelöst." Das mache eine neue Bleiche 175-mal wahrscheinlicher als früher. "Bei der derzeitigen Entwicklung könnte es in 15 Jahren alle zwei Jahre eine Korallenbleiche geben."

"Kann ich garantieren, dass wir das Riff retten können? Nein", sagt Wachenfeld. "Aber es besteht auf jeden Fall Hoffnung." Auch für Hughes ist es fünf vor zwölf: "Es ist noch Zeit, die Korallenriffe zu schützen, aber die Zeit läuft ziemlich schnell ab", sagt er. "In 20 Jahren könne es zu spät sein."
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Quelle: n-tv.de , Christiane Oelrich, dpa
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Kernfrage der Ökologie geklärt - Artenvielfalt hängt viel von Temperatur a

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Dez 2016 12:26

http://www.n-tv.de/wissen/Artenvielfalt ... 32561.html
Samstag, 31. Dezember 2016
Kernfrage der Ökologie geklärt - Artenvielfalt hängt viel von Temperatur ab

Der Artenreichtum ist auf der Erde sehr unterschiedlich verteilt und besonders in den Tropen besonders ausgeprägt. Aber wovon hängt die Artenvielfalt ab? Die Frage beschäftigt Biologen seit Jahrzehnten. Nun haben Forscher eine Antwort gefunden.

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Die Artenvielfalt auf der Erde hängt einer Studie zufolge vor allem von der Temperatur ab. Dies schließt ein internationales Forscherteam aus einer umfassenden Analyse von Pflanzen- und Tiergemeinschaften am Kilimandscharo. Damit sei eine Kernfrage der Ökologie geklärt, betonen die Autoren um Marcell Peters von der Universität Würzburg im Fachblatt "Nature Communications".

Der Artenreichtum ist auf der Erde sehr unterschiedlich verteilt und insbesondere in den Tropen besonders ausgeprägt - im Gegensatz etwa zu den arktischen Regionen. Umstritten ist jedoch seit Langem die Frage, wovon diese Biodiversität vor allem abhängt. Verschiedene Hypothesen machen dafür etwa die Temperatur, das Wasserangebot, die Höhe der Primärproduktion, die Ausdehnung eines Lebensraums oder bestimmte geografische Rahmenbedingungen hauptverantwortlich. Studien, die sich jedoch nur auf kleine Gruppen von Organismen konzentrierten, kamen bislang zu unterschiedlichen Resultaten, wie die Forscher berichten.
Umfangreichste Analyse zu dieser Frage
Der 5895 Meter hohe Kilimandscharo mit seinen unterschiedlichen Klimazonen ist für die Ökologie ein bedeutendes Forschungsfeld.
Der 5895 Meter hohe Kilimandscharo mit seinen unterschiedlichen Klimazonen ist für die Ökologie ein bedeutendes Forschungsfeld.
(Foto: Anna Kühnel /dpa)

Das Team um Peters, dem knapp 40 Wissenschaftler angehörten, unternahm nun die nach eigenen Angaben umfangreichste Analyse zu dieser Frage: Auf der Südseite des Kilimandscharo analysierten die Forscher bei dem vierjährigen Projekt die Tier- und Pflanzengemeinschaften in einer Höhe zwischen 870 Metern - am Fuß des ostafrikanischen Bergs - und 4550 Metern. Dabei untersuchten sie sämtliche Gruppen von Gefäßpflanzen sowie 16 Tiergruppen, darunter Ameisen, Bienen, Käfer, Vögel und Fledertiere. "Um manche Flächen zu erreichen, waren Bergwanderungen von mehreren Tagen nötig", wird Erstautor Peters in einer Mitteilung seiner Universität zitiert.

Die Analyse der Resultate ergab zwar, dass die Verbreitung einzelner Gruppen von vielen diversen Einflüssen abhing. Je größere Lebensgemeinschaften die Forscher jedoch berücksichtigten, desto stärker kristallisierte sich die Temperatur als wichtigster Faktor heraus. "Unsere Studie ist beispiellos in Hinsicht auf die Abdeckung von Gruppen, welche Verallgemeinerungen und Schlussfolgerungen zulassen, die mit früheren Datensätzen nicht möglich waren", schreiben die Autoren.
Geländearbeit am Kilimandscharo in 4550 Metern Höhe.
Geländearbeit am Kilimandscharo in 4550 Metern Höhe.
(Foto: Alice Classen/dpa)

"Bei etwa 50 Prozent der Gruppen war Temperatur der stärkste Faktor für den Artenreichtum, aber bei der anderen Hälfte schienen andere Variablen größere Bedeutung zu haben." So enthielt etwa die tief gelegene und besonders warme Trockensavanne für die meisten Gruppen die höchste Artenvielfalt, obwohl in diesem Areal sowohl die Niederschläge als auch die Primärproduktion eher gering ausfallen.

"Je mehr Gruppen von Tieren und Pflanzen man parallel untersucht, umso mehr nimmt die Bedeutung der Temperatur für die Erklärung der Artenvielfalt zu, während die Bedeutung aller andere Variablen entsprechend abnimmt", betont Peters.
Ergebnis nicht völlig überraschend
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"Es gab schon früher viele Studien zu der Frage", sagt Holger Kreft von der Universität Göttingen, der nicht an der Arbeit beteiligt war. "Sie haben daran gekrankt, dass sie eine oder nur wenige Gruppen von Organismen untersucht haben. Der große Wert dieser Studie ist, dass das Team mit großem Einsatz und mit viel Akribie so viele Gemeinschaften analysiert hat."

Das Ergebnis, betont der Biologe, sei jedoch nicht völlig überraschend. "Die Temperatur ist der primäre Faktor für die Artenvielfalt, erst danach kommt die Verfügbarkeit von Wasser." Dies gelte nicht nur für Höhenstufen in Gebirgen, sondern auch für Landschaftsgürtel entlang geografischer Breiten. Auch in den Meeren sei die Temperatur der ausschlaggebende Faktor.

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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Schaden für Umwelt und Tiere - Bürger sollten auf Streusalz verzichten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jan 2017 10:11

http://www.n-tv.de/wissen/Buerger-sollt ... 54331.html
Schaden für Umwelt und Tiere - Bürger sollten auf Streusalz verzichten

Der Winter verwandelt derzeit Deutschlands Straßen und Gehwege in gefährliche Rutschbahnen. Auf den ersten Blick erscheint Streusalz als ein bequemes und geeignetes Gegenmittel, doch Experten warnen vor den Nebenwirkungen.

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Wer schippt schon gerne im Morgengrauen Schnee? Oder rückt weißen Massen mit einem Besen zu Leibe? Streusalz mag als bequeme und wirksame Alternative erscheinen. Dabei ist der private Gebrauch vielerorts verboten. Auch viele Kommunen bemühen sich um einen bewussten Einsatz. Natriumchlorid und andere Salze landen dennoch zuhauf auf Gehwegen, Treppen und vor allem auf Straßen. In harten Wintern sind es nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) mehr als vier Millionen Tonnen. Darunter leiden nicht nur Bäume, klagen Umweltschützer.
Video
Regeln für Mieter und Hauseigentümer: Wer muss wann und wie Schnee schnippen
04.01.17 – 01:58 min
Regeln für Mieter und Hauseigentümer Wer muss wann und wie Schnee schnippen

Beispiel Berlin, mit rund 440.000 Straßenbäumen eine baumreiche Großstadt: Das Ausmaß an Streusalzschäden bezeichnet der Baumschutzexperte Christian Hönig vom Berliner BUND als "gravierend". Eine vollständige Erhebung der Schäden gebe es aber nicht, auch weil sie oft nicht unmittelbar sichtbar seien und viele schädliche Aspekte wie sommerliche Trockenheit und Schädlingsbefall zusammenkämen.

Streusalz bewirkt dennoch mehrere Arten von Schäden, großteils unterirdisch, wie Hönig schildert. Es schädige die Wurzelzone. Wenn Autos durch Pfützen fahren, könne es durch die Gischt zu oberirdischen Verätzungen kommen. Zudem sammle sich Streusalz über Jahre im Boden an und mache ihn sauer. Insgesamt verschlechtere sich so die Nährstoffversorgung von Bäumen. Wenn sich ein rostroter Rand an Blättern zeigt und ein Baum sein Laub verfrüht abwirft, könne es zu spät sein. "Wenn wir das sehen, ist ein Großteil der unterirdischen Schäden schon erfolgt und dann haben wir einen sehr schwierigen, nicht immer reversiblen Status", sagt Hönig.
Auf die richtige Balance kommt es an

Dabei ist zum Beispiel in der Hauptstadt relativ stark reglementiert, wo die Berliner Stadtreinigung (BSR) überhaupt Salz streuen darf: auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen, einschließlich Radstreifen. Auf Hauptverkehrsstraßen ist für den Normalfall vorgesehen, dass punktuell gestreut wird, zum Beispiel an Kreuzungen und besonderen Gefahrenstellen.

Bei extremen Witterungsverhältnissen gibt es dort auch Streckenstreuungen, wie der für den Winterdienst zuständige Abteilungsleiter Robert Drieß von der BSR schildert. Genaugenommen werde ein Feuchtsalz gestreut, das zu etwa zwei Dritteln aus Natriumchlorid, also Kochsalz, und etwa einem Drittel aus einer Wasser-Calciumchlorid-Lösung besteht. "Das sorgt für eine bessere Haftung des Salzes am Boden", erklärt Drieß. Präventiv dürften die Straßen nur gesalzen werden, wenn etwa Blitzeis vorhergesagt wird.

Die Einsatzfahrzeuge sind technisch so ausgestattet, dass das Salz automatisch dosiert und die maximal zulässige Menge pro Quadratmeter nicht überschritten wird - stets im Sinne einer Balance von Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Sparsamkeit, so die BSR. Alternativen wie Splitt kämen auf Verkehrsstraßen grundsätzlich nicht infrage: Er habe keinerlei Auftauwirkung, würde zur Seite gefahren, mehr Feinstaub verursachen und müsste auch wieder aufwendig entsorgt werden, sagt Drieß. "Fast jede Kommune salzt."
Schäden durch Streusalz sind weitreichend

Die Kritik vom BUND richtet sich vor allem an Privatleute, die trotz lokaler Verbote Gehwege und damit oft neben Straßenbäumen salzen. Und gegen Baumärkte, die Tausalze anbieten. Erschwerend kommt hinzu, dass es keine bundesweit einheitliche Regelung zum Thema gibt. Dabei sind es auch Bauwerke aus Beton, Ziegel und Fahrzeuge, die unter dem Salz leiden können, wie das UBA zusammenfasst. Und selbst für Hundepfoten kann gesalzener Untergrund schädlich sein.
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Wie die Heidelberger Tierärztin Claudia Veit sagte, sind insbesondere Tiere betroffen, die in Städten ausgeführt werden. Besteht das Taumittel hauptsächlich aus Kochsalz, kommt es zu einer mechanischen Reibung an den Pfoten, erklärt Veit. Zeh-Zwischenräume würden wund. Leckt ein Hund die salzigen Pfoten ab, drohen Hautreizungen und Entzündungen. Die hohe Salzaufnahme macht zudem sehr durstig. Die Urinmengen steigen und womöglich ist ein Tier dann nicht mehr stubenrein.

Bei Salzmischungen seien stärkere Probleme und auch Vergiftungen nicht auszuschließen, so Veit. Halter könnten mit Cremes für die Pfoten vorsorgen und indem sie die Pfoten nach Spaziergängen abduschen. Auch bei Bäumen ließe sich etwas tun, sagt Hönig vom BUND. Er würde sich gezieltes Düngen im Frühjahr wünschen. Das sei Kommunen in der Regel aber zu teuer.

Quelle: n-tv.de , Gisela Gross, dpa
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10 Dinge, die jeder über Kreuzfahrten wissen sollte

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2017 11:19

https://utopia.de/ratgeber/kreuzfahrten ... rtschiffe/
10 Dinge, die jeder über Kreuzfahrten wissen sollte

29. Januar 2017 von Victoria Scherff Kategorien: Mobilität & Verkehr
Kreuzfahrtschiffe, Kreuzfahrten
Foto: NABU/Hapke

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Endlose Weiten, strahlender Himmel und blaues Meer soweit das Auge reicht – wunderschöne Bilder von Kreuzfahrten lassen Fernweh und Reiselust aufkommen. Doch dabei sind Kreuzfahrten viel dreckiger, als es die Hochglanzbilder erscheinen lassen. Ein Überblick.

„Einmal im Leben eine Kreuzfahrt!“ Dieser etwas altbacken klingende Wunsch steht bei mittlerweile nicht wenigen Menschen auf der To-Do-Liste. Vergleichsweise niedrige Preise und ein großes Marktangebot machen Kreuzfahrten für immer mehr Menschen erschwinglich. 2016 sollen hierzulande insgesamt zwei Millionen Passagiere auf den Meeren der Welt schippern, weltweit waren es im vergangenen Jahr mehr als 22 Millionen Passagiere, verteilt auf etwa 300 Kreuzfahrtschiffe. Doch Kreuzfahrer sollten einiges über ihre Reise wissen …
1. Kreuzfahrten verbrauchen die Energie einer Kleinstadt.

Kreuzfahrtschiffe verbringen nicht die ganze Zeit auf hoher See, sondern liegen zu 40 Prozent in Häfen. Diese Zeit während einer Kreuzfahrt wird für das Ein- und Auschecken sowie die Landgänge benötigt. Natürlich läuft das Schiff auch dann weiter, schließlich muss der Gastronomiebetrieb, Klimaanlagen, Licht, Kinos, Theater und alles, wofür sonst noch Energie gebraucht wird, am Laufen gehalten werden.

In dieser Zeit laufen die Kreuzfahrtschiffe im Dieselbetrieb und verbrauchen die „Energie einer Kleinstadt“, so Tourismusexperte Frank Herrmann in seinem lesenswerten Buch „FAIRreisen“. (Auf hoher See ist es noch schlimmer – dazu später mehr.)
Kreuzfahrtschiffe, Kreuzfahrten: Beim Landgang überrennen Touristenströme den Ort.
Beim Landgang überrennen Touristenströme den Ort. (Foto: Pixabay, CC0 Public Domain)
2. In Hamburg gibt es Europas erste Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe.

Seit Juni 2016 können Kreuzfahrtschiffe in Hamburgs Hafen während der Liegezeit Landstrom beziehen und müssen nicht im luftverschmutzenden Dieselbetrieb laufen. Doch diese umweltfreundlichere Möglichkeit – vorausgesetzt es fließt Strom aus erneuerbaren Energien – kann kaum genutzt werden.

Von den rund 40 Schiffen, die 2016 den Hamburger Hafen anlaufen, seien lediglich eine Handvoll theoretisch in der Lage, diesen Landstrom zu beziehen und somit die Motoren in der Liegezeit abzuschalten, so der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Grund sei die zögerliche Haltung der Schifffahrtkonzerne, die Schiffe mit Landstrom nachzurüsten sowie die höheren Kosten für Strom aus dem Netz zu zahlen, so Malte Siegert vom Nabu Hamburg.
3. Eine Kreuzfahrt stößt so viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen PKW.

Im Hafen laufen die Kreuzfahrtschiffe also in den meisten Fällen mit Schiffsdiesel. Welcher Treibstoff wird auf hoher See für Kreuzfahrten genutzt? Dort fahren die Kreuzfahrtschiffe mit Schweröl und verbrauchen davon täglich im Schnitt 150 Tonnen. Dieses hochgiftige Abfallprodukt der Petrochemie enthält 3.500-mal mehr Schwefel als auf Europas Straßen für PKW erlaubt. Schweröl ist stark umwelt- und gesundheitsschädlich und deswegen an Land verboten, so der Nabu und rechnet vor, dass eine Kreuzfahrt so viele Schadstoffe ausstoße wie fünf Millionen PKW auf gleicher Strecke.

Unfälle mit Schweröl haben gravierende Umweltauswirkungen. Der Ölfilm verteilt sich im Meer, setzt sich auf dem Meeresboden ab oder wird an Küsten gespült. Verölte Tiere ertrinken, verhungern oder vergiften sich mit dem Schweröl.

Im Oktober 2016 wurde immerhin beschlossen, dass ab 2020 ein neuer Grenzwert für Schwefel in Schiffskraftstoffen gilt. Er sinkt von 3,5 auf 0,5 Prozent. Der neue Grenzwert soll sich positiv auf Küstengebiete in Asien, Afrika und Südamerika auswirken, so das Umweltbundesamt (UBA).
Kreuzfahrtschiffe, Kreuzfahrten: Ein Kreuzfahrtschiff in Venedig führt die Dimensionen von Auge.
Ein Kreuzfahrtschiff in Venedig führt die Dimensionen von Auge. (Foto: "MSC Cruise Ship" Marc Berry Reid unter CC BY 2.0)

Im Januar 2017 veröffentlichte ein französischer Fernsehsender seine verdeckten Ermittlungen, die zuvor auf einem Kreuzfahrtschiff stattfanden: So soll auf einer Kreuzfahrt die Partikelbelastung 200mal höher sein als die natürlicher Umgebungsluft, berichtete der Nabu. Die Kreuzfahrtbranche wehrte ab. Dem Hamburger Abendblatt sagte der National Director des internationalen Kreuzfahrtverbandes CLIA, Helge Grammerstorf: „Wir kennen die Messung nicht, und die Behauptung ist völlig unbewiesen.“
4. Auf See gibt es andere Schadstoffregelungen als an Land.

Warum dürfen Kreuzfahrtschiffe so umweltschädlich in See stechen? Im Gegensatz zum Straßenverkehr, in dem Rußpartikelfilter verpflichtend sind, gibt es noch keine gesetzlichen Vorschriften, um die Filtertechnologie für Kreuzfahrtschiffe vorzuschreiben. Somit können Kreuzfahrt- und Frachtschiffe ohne Katalysator und Rußpartikelfilter auf den Meeren dieser Welt schippern, jedes von ihnen mit dem Schadstoffausstoß von fünf Millionen Pkw.

Zwar hat die Internationale Seeschifffahrtsorganisation die Grenzwerte für Schwefeloxide und Stickoxide 2008 verschärft, doch aus Sicht des Umweltbundesamts sollten diese Vorgaben weiter angepasst werden. Zudem sollten weitere Luftschadstoffe wie Feinstaub und Ruß mit in die Gesetzgebung aufgenommen werden. Auch der Nabu fordert die Kreuzfahrtreedereien auf, auf den vergleichsweise sauberen Schiffsdiesel für Kreuzfahrten umzusteigen und Rußpartikelfilter an Bord einzusetzen.

Neben Kreuzfahrten tragen vor allem die rund 40.000 Handelsschiffe zur Luftverschmutzung bei. Sie transportieren 90 Prozent des weltweiten Warenverkehrs.
5. Schiffsabgase verursachen 50.000 vorzeitige Todesfälle.

Die Folge dieser laschen Abgasregelung: Die durch Kreuzfahrten ausgestoßenen ultrafeinen Partikel belasten die Luft in Hafenstädten enorm, insbesondere an Kreuzfahrt- und Fähreterminals.

Der Nabu maß 2014 in verschiedenen Hafenstädten wie Hamburg, Warnemünde oder Kiel eine Schadstoffbelastung, die „selbst die Luftverschmutzung an stark befahrenen Straßen und großen Verkehrsachsen um das Fünfzig- bis Achzigfache übersteigt.“ Das stelle eine Gesundheitsgefährdung für viele Menschen dar, denn Feinstaub verursacht und verschlechtert Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Laut Greenpeace sollen jährlich 50.000 vorzeitige Todesfälle in Europa durch Schiffsabgase verursacht sein.
6. Es gibt eine Rangliste der umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe in Europa.

Tut sich etwas in puncto Umweltfreundlichkeit in der Branche? Zwar würden Reeder seit Jahren umweltfreundlichere Lösungen versprechen und der Kreuzfahrtverband CLIA Deutschland schreibt: „das Ziel der Kreuzfahrtreedereien ist es, möglichst wenig Emissionen“ zu produzieren. Doch „noch immer belasten Kreuzfahrtschiffabgase massiv Umwelt und Gesundheit“, kritisiert der Nabu in seinem Kreuzfahrtranking 2016 und wirft der Kreuzfahrtbranche Greenwashing vor. Für das Ranking von Kreuzfahrten wurden Systeme zur Abgasreinigung, der verwendete Kraftstoff und die Nutzung von Landstrom während der Liegezeit im Hafen betrachtet.

Laut Nabu fahren die meisten Kreuzfahrtschiffe immer noch mit dem umweltschädlichen Schweröl. So würden 80 Prozent der Flotte der in Europa fahrenden Schiffe keine Abgasreinigung besitzen oder nur den gesetzlichen Mindeststandards nachkommen. Dabei gebe es technische Lösungen wie Partikelfilter und Stickoxid-Katalysatoren – laut Nabu verzichte jedoch ein Großteil der Branche „einzig aus Profitgründen“ auf den Umstieg auf höherwertige Kraftstoffe und Abgastechnik.

Mega-Buffets, Entertainment von früh bis spät, aber im Umweltschutz wird bei Kreuzfahrten gespart. Aus Sicht des Nabu sei daher auf keinem der europäischen Kreuzfahrtschiffe eine Reise „aus Umwelt- und Gesundheitssicht derzeit uneingeschränkt empfehlenswert.“
Kreuzfahrtschiffe, Kreuzfahrten
Kreuzfahrtschiffe verbrauchen nicht nur die Energie einer Kleinstadt, sondern sehen manchmal auch aus wie eine. (Foto: Pixabay, CC0 Public Domain)
7. Umweltzonen helfen, den Einsatz von Schweröl einzudämmen.

In ausgewiesenen Umweltzonen (Emissionskontrollgebiete) ist der Gebrauch von Schweröl verboten. Dort und in den Häfen wird Schiffsdiesel verwendet, der schwefelärmer ist. In Europa sind solche Gebiete zum Beispiel der Ärmelkanal sowie Nord- und Ostsee, auch die nordamerikanische Küste (USA und Kanada) und Hawaii sind Emissionskontrollgebiete.

Was kann noch getan werden, um den Ausstoß der Luftschadstoffe bei Schiffen zu senken? Laut Umweltbundesamt sind dies drei Punkte: Der Ausstieg aus Schweröl, der Umstieg auf saubere Kraftstoffe (z. B. Erdgas) sowie die Nutzung von Kraftstoffen auf Basis erneuerbarer Energien.
8. Bei Landgängen profitieren Einheimische nur bedingt.

Abgesehen von den massiven Umweltauswirkungen, hat der Boom der Kreuzfahrtbranche auch Auswirkungen auf Land und Leute. Bei klassischen Urlauben wird vor Ort im Reiseziel gegessen und geschlafen. Bei Kreuzfahrten findet dies natürlich an Bord statt – und dort bleibt dann auch das Geld, von dem sonst die Wirtschaft des Urlaubslandes profitiert hätte. Zudem werden „mehr als 50 Prozent der touristischen Aktivitäten an Land […] an Bord von den Kreuzfahrtgesellschaften direkt verkauft“, so der Informationsdienst Tourism Watch.

Der überwiegende Teil der Gewinne bleibt somit bei den großen Reedereien und den Reiseveranstaltern. „Gewinne privatisieren, Schäden sozialisieren“, so kommentiert Frank Herrmann diese Art der Gewinnverteilung, denn Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden (siehe Punkt 5) trägt die Allgemeinheit. Das alles lässt Kreuzfahrten nicht mehr so strahlend wie auf den Bildern der Hochglanzbroschüren erscheinen.
9. Unter anderer Flagge fährt es sich billiger.

Hinzu kommt, dass durch die sogenannte „Ausflaggung“ in Billigstaaten wie Malta, Bahamas oder Liberia Kreuzfahrtschiff-Konzerne jährlich hunderte Millionen Euro an Steuern sparen. Ausflaggung meint die Registrierung des Schiffs in einem Land, das nicht zugleich der tatsächliche Heimatstaat des Schiffseigentümers ist. Durch die Fahrt unter der „Billigflagge“ können sich die Konzerne an den niedrigen Arbeits- und Sicherheitsstandards der Billigstaaten orientieren – lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne für das Personal sind die Folge.

2013 trat ein Mindestkodex in Kraft, der Arbeitszeiten und Unterbringung des Bordpersonals regelt. Diese habe dem Personal zwar bessere Rechte gebracht, so Herrmann, erlaubt seien aber immer noch Arbeitszeiten von täglich bis zu 14 Stunden. Der Tourismusexperten fasst zusammen: „Das Geschäftsmodell der Kreuzfahrt-Industrie beruht auf billigem Treibstoff und billigen Arbeitskräften.“
Kreuzfahrtschiffe, Kreuzfahrten
Für den Luxus wird hinter den Kulissen hart gearbeitet. (Foto: Pixabay, CC0 Public Domain)
10. Kreuzfahrten in nachhaltig, geht das?

Immer mehr Menschen interessieren sich für die Umweltverträglichkeit ihres eigenen Handelns – und das hört im Idealfall nicht mit dem Sichten möglicher Urlaubsziele auf. Wenigen Kreuzfahrt-Urlaubern dürften die Folgen ihres Urlaubs für Mensch und Umwelt bewusst sein. Wünschenswert wäre daher, wie vom Umweltbundesamt gefordert, ein zweites Preisschild auch auf das Kreuzfahrtticket zu heften und somit die wahren Kosten einer im Schnitt neuntätigen Kreuzfahrt für 1.500 Euro sichtbar zu machen.

Angesichts der massiven Umweltauswirkungen ist eigentlich klar: Kreuzfahrten kann man nicht mit reinem ökologischen Gewissen antreten.

Wer es trotzdem tun möchte, kann bei Kreuzfahrten zumindest auf Folgendes achten:

Das Umweltbundesamt empfiehlt, die durch Kreuzfahrten verursachten Treibhausgase zu kompensieren. Das geht zum Beispiel bei atmosfair. Der Anbieter spart das durch die Kreuzfahrt verursachte CO2 in mehr als 20 Klimaschutzprojekten ein und entlastet somit das Klima.
Jährliches Kreuzfahrtranking des NABU verfolgen, aktuell das Kreuzfahrtranking 2016.
Nicht auch noch mit dem Flugzeug anreisen: Kreuzfahrten bevorzugen, die mit Bahn oder Auto erreichbar sind.

Allerdings raten wir dir dazu, lieber einfach anders Urlaub zu machen:

Nachhaltiger Tourismus: 5 Tipps für den umweltfreundlichen Urlaub
Nachhaltig Wandern: im Einklang mit Mensch und Natur
E-Bike-Reisen: Urlaub mit dem Pedelec ist anders, als Sie denken
Sanfter Tourismus: 15 Tipps für nachhaltigen Urlaub
Lies hier noch mehr zum Thema Urlaub.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Umweltbundesamt: Warum wir ein zweites Preisschild auf Produkten brauchen
Nachhaltige Outdoor-Bekleidung finden: 7 Tipps
Wintersport: 15 Tipps für nachhaltigen Spaß in Schnee und Eis
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Glas und vor allem Plastik - In der arktischen Tiefsee landet mehr Müll

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Feb 2017 13:36

http://www.n-tv.de/wissen/In-der-arktis ... 97857.html
Samstag, 11. Februar 2017
Glas und vor allem Plastik - In der arktischen Tiefsee landet mehr Müll

Glas und Plastik verschmutzen nicht nur vielbesuchte Urlaubsstrände am Mittelmeer. Müllteile gelangen inzwischen auch bis in die arktische Tiefsee. Das belegen Langzeitmessungen.

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Wissenschaftler warnen vor einer zunehmenden Vermüllung der arktischen Tiefsee. Glas, Plastik und Fischernetze - all das findet sich 2500 Metern unter der Meeresoberfläche. Binnen eines Jahrzehnts stieg die Mülldichte dort stark, wie eine Langzeitmessung der Forscherinnen Mine Banu Tekmann und Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven ergab.

Seit 2002 beobachteten sie an zwei Messpunkten in der Framstraße zwischen Grönland und Spitzbergen mit einem ferngesteuerten Kamera-System den Meeresboden. Auf 7058 Fotos entdeckten sie dabei 89 Müllteile. Hochgerechnet führte das im Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2014 zu einem Durchschnittswert von 3485 Müllteilen pro Quadratkilometer. Der Höchstwert lag 2014 bei 6333 Müllstücken. Besonders dramatisch sei die Situation an der nördlicheren Messstation: "Hier ist die Verschmutzung in den Jahren von 2004 bis 2014 um mehr als das Zwanzigfache gestiegen", sagte AWI-Biologin Tekman.
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Betrachtet man nur dieses nördliche Gebiet, ergab die Messung 2004 nur 346 Müllteile. Zehn Jahre später waren es 8082 Teile. "Bei unseren Untersuchungen haben wir nur Partikel von mindestens zwei Zentimetern Größe gezählt", betonte Bergmann. Das Glas am Boden ist demnach am leichtesten zu erklären. Das Material driftet nicht über größere Distanzen. Es sinke sofort an Ort und Stelle auf den Meeresgrund, wie die Forscherinnen sagten. Die Messreihe zeige somit: Mit der Intensität der Schifffahrt in der Region nimmt auch die Mülldichte zu.

Schwieriger sei es, die Herkunft des Plastikmülls in den arktischen Gewässern zu erklären: Denn Plastik lege im Meer meist weite Reisen zurück, bevor es den tiefen Meeresgrund erreiche. Dabei sei der Einfluss des Golfstroms auf die Verbreitung von Plastikmüll in der Arktis unbestritten. Er transportiere die Plastikteile aus den südlichen Atlantikregionen in die Framstraße.

Zudem formulierten die Biologinnen einen neuen Ansatz: Es könnte einen Zusammenhang zwischen der Mülldichte und der Meereis-Ausdehnung geben. "Das Meereis könnte demnach ein Transportmittel für Müll sein und diesen während der Schmelzperiode im untersuchten Gebiet freigeben", sagte Bergmann. Bislang sei man vom Gegenteil ausgegangen, da man das Eis eher als eine Barriere gegen die Verschmutzung betrachtetet habe.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , sba/dpa
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Jod-131: Radioaktive Strahlung in Europa steigt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Feb 2017 14:08

http://www.gegenfrage.com/strahlung-jod ... et-europa/
Jod-131: Radioaktive Strahlung in Europa steigt

von Bürgender · 20. Februar 2017
In weiten Teilen Europas wurde kürzlich erhöhte Strahlung festgestellt. Konkret geht es dabei um Jod-131 mit einer kurzen Halbwertszeit von acht Tagen. Dies lässt auf einen kürzlich erfolgten Zwischenfall nahe des Polarkreises schließen.
Nuklearer Zwischenfall, Strahlung in Europa

Nuklearer Zwischenfall? Strahlung in Europa, Oslo, Norwegen, Bild: Gegenfrage.com

Es gibt Bedenken hinsichtlich eines möglichen nuklearen „Zwischenfalls“ in Europa. Nach Berichten des in Frankreich ansässigen Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire wurden geringe Mengen des hoch radioaktiven Radioisotops Jod-131 festgestellt. Die Herkunft der Strahlung, die über weiten Teilen Europas erfasst wurde, ist bislang unbekannt.

Möglicherweise wurde der Anstieg der Strahlung durch ein Ereignis in der Nähe des Polarkreises verursacht. Ein Atomunfall in Nowaya Semlya könnte die Ursache sein. Dort wurden in früheren Zeiten sowjetische Atomwaffentests durchgeführt und unter anderem die Zarbombe gezündet.
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Da das Isotop nur eine Halbwertszeit von acht Tagen hat, ist die Messung der Beweis für ein kürzlich erfolgtes Ereignis, meldet der Independent Barent Observer. Finnische und französische Medien haben dies in den vergangenen Tagen mehrfach gemeldet. Norwegische Behörden hingegen gaben an, dass die Messungen über „keinen Nachrichtenwert“ verfügen.
„Keine gesundheitlichen Bedenken“ durch die Strahlung

Astrid Liland, Leiterin der Abteilung für Notfallvorsorge bei der Norwegischen Strahlenschutzbehörde, sagte, die gemessenen Werte seien ungefährlich (Grafiken mit Messwerten finden Sie in den Quellen unter „irsn“).

„Wir messen von Zeit zu Zeit kleine Mengen an radioaktiver Strahlung in der Luft, da wir sehr empfindliche Messgeräte haben. Die Messungen bei Svanhovd im Januar waren sehr, sehr niedrig. So wurden auch Messungen in den Nachbarländern wie Finnland durchgeführt. Die erhöhten Werte stellen keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt dar.“
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Die Quelle des Lecks bleibt jedoch ein Rätsel. Sowohl Russland, Finnland als auch Schweden verfügen über Kernkraftwerke, meldet die norwegische Zeitung ABC Nyheter. Im betreffenden Zeitraum sei jedoch schlechtes Wetter gewesen, sodass es schwierig sei, die genaue Quelle des Unglücks zu ermitteln.

Reveal content Quellenangaben anzeigen - irsn, yournewswire, barentobserver, abcnyheter, dagbladet

Dieser Artikel erscheint exklusiv auf Gegenfrage.com und darf nur auszugsweise und mit Link zur Quelle übernommen werden. Weitere Informationen siehe hier.

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Chef der US-Umweltbehörde: CO2 kein Hauptverursa­cher der Erwärmung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mär 2017 14:09

https://kurier.at/wissen/chef-der-us-um ... 51.061.578

Chef der US-Umweltbehörde: CO2 kein Hauptverursa­cher der Erwärmung
Dürre bedroht Westen der USA
Foto: APA/dpa
Dürre, gefolgt von Überschwemmungen wie in Kalifornien: Folge des Treibhauseffekts
Der Klimaskeptiker und enge Vertraute der Kohle- und Ölindustrie kritisiert auch das Pariser Klimaabkommen.
10.03.2017, 12:15

Der neue Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, hält das Treibhausgas Kohlendioxid für keinen wesentlichen Verursacher der Erderwärmung. "Die Einschätzungen über das Ausmaß des Einflusses gehen erheblich auseinander. Ich glaube deswegen nicht, dass Kohlendioxid einer der Hauptverursacher der Erderwärmung ist, die wir erleben", sagte Pruitt am Donnerstag dem Sender NBC.

Pruitt befindet sich damit im fundamentalen Gegensatz zu den meisten Klimaforschern sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen etwa der NASA und der Klimabehörde NOAA. Die Weltorganisation für Meteorologie WMO hatte kürzlich erklärt, die Rekordhöhe der Konzentration von Kohlendioxid und Methangas trage zum Klimawandel bei. Vereinzelte Kritiker bezweifeln diese Theorie und nenne sie "CO2-Lüge".
"Schlechter Deal"

Pruitt sagte NBC außerdem, das Pariser Klimaabkommen sei ein schlechter Deal. Der Vertrag hätte der Zustimmung des Senats bedürft. Pruitt ist Klimaskeptiker, enger Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie und hat die EPA in seiner Zeit als Generalstaatsanwalt von Oklahoma über ein Dutzend Mal verklagt.

Im Pariser Weltklimavertrag verpflichten sich die Länder, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die USA haben das Abkommen ratifiziert. Für die Regierung Donald Trumps ist der Klimaschutz kein vordringliches Ziel. Trump baut entsprechende Regulierungen Stück für Stück ab.
(APA / em) Erstellt am 10.03.2017, 12:15
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Vom Müllberg bis zum Fluss - Wie Deponiewasser aufbereitet wird

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Mär 2017 11:04

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Deponiewa ... 39566.html
Sonntag, 12. März 2017
Vom Müllberg bis zum Fluss - Wie Deponiewasser aufbereitet wird

Von Andrea Schorsch, Lindlar

Längst wird Restmüll in Deutschland verbrannt und alte Deponien werden stillgelegt. Doch das Wasser, das aus ihnen austritt, bleibt über Jahrzehnte ein Problem. Ein Besuch in einem der modernsten Entsorgungszentren Europas.

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Es ist braun, trübe und riecht streng: Wasser, das durch eine Müllkippe gesickert ist, steckt voller potenzieller Schadstoffe. Chemische Verbindungen aus dem Abfall haben sich darin gelöst, es enthält beträchtliche Mengen Ammonium-Ionen, die in Seen Algen blühen ließen, und auch schwer abbaubare Kohlenwasserstoffe sind möglicherweise ein Thema. Je nachdem, welchen Müll es durchläuft, kann es noch dazu schwermetallbelastet sein. Das Wasser bildet sich zum Teil auf der Deponie selbst, wenn der Abfall allmählich verrottet, gammelt, gärt und sich zersetzt. Andernteils ist es Regen, der sich einen Weg durch den Müllberg gebahnt hat – wenn der nicht abgedichtet und damit vor Niederschlägen geschützt ist. Längst wird Restmüll in Deutschland verbrannt, längst werden alte Deponien stillgelegt. Doch das Sickerwasser in ihrem Innern bleibt über Jahrzehnte ein Problem. Hier eine Umweltbelastung zu verhindern, ist eine generationenübergreifende Aufgabe.

Damit die Schadstoffe nicht ins Grundwasser gelangen, sind Deponien durch Folien, verdichtete Böden oder auch Wände von ihrer Umgebung getrennt. Brunnen und Drainagen fangen das Sickerwasser auf der Deponie auf. Bevor es schließlich in einen Fluss geleitet werden darf, hat es mehrere Phasen der Aufbereitung hinter sich.
Heute ist die Deponie Leppe großenteils das Lehr- und Forschungszentrum Metabolon und ein Ausflugsziel.
Heute ist die Deponie Leppe großenteils das Lehr- und Forschungszentrum Metabolon und ein Ausflugsziel.
(Foto: BAV/Metabolon)

Begonnen wird damit üblicherweise direkt vor Ort. So auch auf der Deponie Leppe, einem innovativen Entsorgungsbetrieb im oberbergischen Lindlar, 35 Kilometer östlich von Köln. Bis 2004 wurde hier Restmüll hergebracht, inzwischen wird er im Müllheizkraftwerk Leverkusen verbrannt. Man hätte die Deponie damals einfach mit einer Plane abdecken und eine Wiese anlegen können. Doch man entschied sich für eine Neuausrichtung und hatte Erfolg: Aus der "Leppe" wurde großenteils das Lehr- und Forschungszentrum Metabolon, mithilfe von Förder-Geldern entwickelte sich die Deponie zu einer praxisnahen Lernlandschaft. Eine Forschungsstätte der TH Köln sowie Schülerlabore sind hier angesiedelt; Lehrpfade und Führungen vermitteln Wissenswertes über Ressourcen, Stoffkreisläufe, erneuerbare Energien und Abfallvermeidung; ein Energiekompetenzzentrum bietet Beratungen für Hausbesitzer an. Auch Ausflugsgäste und Sportler nutzen den begrünten Müllkegel mit seinem Mountainbike-Park, dem Crossgolf-Kurs und der 110 Meter langen Doppelrutsche, die vom Gipfel hinabführt.

Auf der anderen Seite des Geländes vom Bergischen Abfallverband geht derweil der Deponiebetrieb weiter: Aus angelieferten Bioabfällen werden Biogas und Kompost gewonnen, Rostasche wird von recycelbaren Metallen getrennt und eingelagert. Daneben gilt es unaufhörlich, Sickerwasser wieder klar zu machen. Aber wie geht das eigentlich?
Der große Auftritt der Bakterien

"Sehr häufig", sagt Christoph Steiner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TH Köln, "geschieht das mit einer Technik, die auch Kläranlagen einsetzen: mit einer biologischen Reinigungsstufe nämlich, also mithilfe von Bakterien." Diese Technik findet auch im Metabolon Anwendung, wo Steiner im Team von Astrid Rehorek, Professorin für Prozessanalytik und Prozessanalysentechnik, an der Behandlung von Sickerwasser forscht. "Die Bakterien", erklärt Steiner, "reinigen das Wasser, indem sie das, was darin gelöst ist, verstoffwechseln."

Unzählige verschiedene Mikroorganismen sind es, die gerne aus dem Energie ziehen, was ihnen das Deponiewasser bietet: aus Ammonium-Ionen und organischen Verbindungen. In dicken Schlammflocken haben die Bakterien zueinander gefunden, sie bilden ein eigenes Ökosystem. Kommen sie an Sickerwasser, nehmen sie die Schadstoffe auf und wandeln sie um. Am Ende ist daraus größtenteils gasförmiger Stickstoff entstanden, der in die Luft abgegeben wird.
So sehen die einzelnen Stufen aus: links das Sickerwasser, daneben der Schlamm mit den Bakterien. Sind die Mikroorganismen zum Einsatz gekommen, erhält man das Permeat. Läuft dieses über einen Aktivkohlefilter, ist das Wasser farblos und klar.
So sehen die einzelnen Stufen aus: links das Sickerwasser, daneben der Schlamm mit den Bakterien. Sind die Mikroorganismen zum Einsatz gekommen, erhält man das Permeat. Läuft dieses über einen Aktivkohlefilter, ist das Wasser farblos und klar.
(Foto: TH Köln/Metabolon/Balsam)

Welche Bakterien im Einzelnen am Werk sind, ist, wie Steiner sagt, "gar nicht so einfach zu bestimmen. Aber es gibt Gattungen, von denen man sicher weiß, dass sie in den Schlammflocken, dem sogenannten Belebtschlamm, enthalten sind. Nitrosomonas und Nitrobacter gehören zum Beispiel dazu." Was diese Bakterien leisten, heißt fachsprachlich Nitrifikation. Sie verstoffwechseln Ammonium erst zu Nitrit und dann zu Nitrat – eine Methode übrigens, die Aquariumsbesitzer kennen dürften.

Der darauf folgende Schritt ist die Denitrifikation, die Umwandlung von Nitrat in Luftstickstoff. Dabei kommen unter anderem die Bakterien mit Namen Paracoccus, Pseudomonas und das Flavobacterium zum Zuge. Für sie müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Das Wasser darf jetzt keinen frei gelösten Sauerstoff mehr enthalten, und es muss reich an leicht abbaubaren Kohlenstoffen sein. "Die muss man dem Sickerwasser künstlich zufügen", sagt Steiner, "etwa in Form von Essigsäure." Das hört sich recht einfach an, ist in der Praxis aber komplex: Die bakteriellen Prozesse müssen ständig überwacht werden, um bestimmte Gleichgewichte zu halten. So dürfen sich in dem Wasser zum Beispiel keine Nebenprodukte anreichern, die die Bakterien töten würden. Entsprechende Monitoring- und Messverfahren sind ebenfalls ein Forschungsgebiet am Metabolon.
Vom Biomüll zum Kohlefilter
Das Metabolon: 360 Stufen führen auf den Gipfel. Der Weg hinauf ist ein Lehrpfad. Wer oben angekommen ist, wird mit einem Blick ins Bergische Land belohnt.
Das Metabolon: 360 Stufen führen auf den Gipfel. Der Weg hinauf ist ein Lehrpfad. Wer oben angekommen ist, wird mit einem Blick ins Bergische Land belohnt.
(Foto: BAV/Metabolon)

Und dann? Was geschieht nach der Denitrifikation? Das hängt von der Deponie und dem dort gelagerten Müll ab. Sollte das Wasser nach dem Auftritt der Bakterien noch schwer abbaubare organische Verbindungen enthalten, kann jetzt Aktivkohle zum Einsatz kommen. "Das ist dann ein physikalischer Vorgang", erläutert Steiner. "Die schädlichen Moleküle bleiben beim Kontakt mit der Aktivkohle an ihrer porösen Oberfläche hängen. Irgendwann ist die dann komplett mit Molekülen besetzt. Dann kann die Kohle durch hohe Temperaturen reaktiviert werden. Sie ist also recycelbar."

Auch die industrielle Sickerwasser-Reinigungsanlage der Deponie Leppe hat einen Aktivkohlefilter. An der halbtechnischen Anlage im Forschungsbereich hingegen wird das Verfahren nicht angewendet. Möglich wäre es aber, denn eine Anlage zur Hydrothermalen Carbonisierung steht bereit. "Prinzipiell könnten wir hier aus bestimmten biologischen Stoffen, wie etwa Bioabfall, Aktivkohle herstellen und einsetzen", sagt Matthias Balsam, Chemiker an der TH Köln und Laborleiter am Metabolon. "Grundsätzlich wäre auch das eine denkbare Form der Stoffumwandlung."
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Nach der Aktivkohlestufe gelangt das Sickerwasser der Leppe-Deponie schließlich in ein kommunales Klärwerk. Dort durchläuft es – zusammen mit den anderen Abwässern der Region – nochmals verschiedene Reinigungsstufen, die den bereits beschriebenen ganz ähnlich sind. Das Wasser, das schließlich eine Kläranlage verlässt, sieht klar und sauber aus, Trinkwasser-Qualität hat es aber meist nicht. Noch kann es zum Beispiel Arzneimittelrückstände und Plastikpartikel enthalten – ein wachsendes Problem, für das neue Technologien nötig sind. Die geklärten Abwässer werden in Bäche oder Flüsse eingeleitet, dann ist der Wasserkreislauf geschlossen.

Diese Aufbereitungsprozesse noch zu verbessern, sie nachhaltig umweltverträglich und effizient zu machen - daran arbeiten die Wissenschaftler am Lehr- und Forschungszentrum Metabolon. Das Sickerwasser ist dort aber nur eines von mehreren Themen. Biogas sowie die CO2-neutrale Wärmegewinnung sind weitere Schwerpunkte. Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Stoffkreisläufe zu schließen und Abfälle in Wertstoffe zu verwandeln.

Und so muss dann auch jeder, der das Metabolon besucht und vom Gipfel des alten Müllkegels ins Bergische Land schauen will, genau 360 Stufen hochsteigen. Die sollen auf 360 Grad verweisen. Einen vollendeten Kreis.

Quelle: n-tv.de
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Bio-Kraftstoff-Mix soll helfen - So stoßen Flugzeuge weniger Ruß aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Mär 2017 10:09

http://www.n-tv.de/wissen/So-stossen-Fl ... 47015.html
Bio-Kraftstoff-Mix soll helfen - So stoßen Flugzeuge weniger Ruß aus

Kondensstreifen am Himmel können das Klima beeinflussen. Sie haben heute eine ähnlich große Wirkung wie alle über 100 Jahre in der Atmosphäre gesammelten CO2-Emissionen des Luftverkehrs zusammen. Kann Bio-Treibstoff helfen, diesen Effekt zu verringern?


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Eine Mischung aus Kerosin und Bio-Treibstoff kann bei Flugzeugen den Ausstoß von Rußpartikeln deutlich vermindern - und damit auch die Eigenschaften klimawirksamer Kondensstreifen verändern. Der Ausstoß der Rußpartikel bei einem 50:50-Mix sei im Vergleich zu herkömmlichem Treibstoff um 50 bis 70 Prozent geringer, schreibt das internationale Forscherteam unter Federführung des Nasa-Forschungslabors in Langley (Virginia) im Fachmagazin "Nature". Erstmals wurden derartige Tests in Reiseflughöhe durchgeführt. Sie sind damit besonders aussagekräftig.

Die aus Flugzeugturbinen in großer Höhe freigesetzten Rußpartikel dienen als winzige Kondensationskeime, an denen sich Eiskristalle bilden. Die daraus entstehenden Kondensstreifen wiederum können als hohe Zirruswolken das Klima beeinflussen - indem sie Wasser absorbieren, Sonnenstrahlung oder Erdwärme reflektieren. Etwa fünf Prozent aller menschlichen Einwirkungen auf die Energiebilanz der Erde gehen derzeit auf Flugzeuge zurück, schätzen Forscher - durch CO2-Ausstoß und Wolkenbildung.
Gewaltiger Einfluss auf das Klima

Sogenannte Kondensstreifen-Zirren haben einen gewaltigen Einfluss auf das Klima - obwohl sie jeweils nur kurzzeitig am Himmel stehen. Sie haben heutzutage eine ähnlich große Klimawirkung wie alle über mehr als 100 Jahre in der Atmosphäre gesammelten Kohlendioxid-Emissionen des Luftverkehrs zusammen, wie Koautor Hans Schlager vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre sagt. "Die Rußemissionen bestimmen weitgehend die Anzahl der Eiskristalle in Kondensstreifen. Mit der Möglichkeit anhand von Biotreibstoffen die Rußemissionen in Triebwerksabgasen um mehr als die Hälfte zu verringern, öffnet sich ein Weg, die Klimawirkung von Kondensstreifen zu reduzieren."

Der direkte Treibstoffverbrauch und damit der CO2-Ausstoß ist bei Verwendung von Biotreibstoff jedoch nur geringfügig niedriger als bei herkömmlichem Treibstoff, wie Schlager erklärt.

Das Team aus Nasa-Forschern, kanadischen Kollegen und Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ließ in den USA ein DLR-Messflugzeug 30 bis 150 Meter hinter einem vierstrahligen Nasa-Jet herfliegen, um dessen Emissionen in 9 bis 11 Kilometern Höhe zu messen. Der Jet war entweder mit regulärem Kerosin (Jet A1) oder einer 50:50-Mischung aus Kerosin und einem Bio-Treibstoff betankt, der aus Leindotter-Pflanzen gewonnen wird. Die zweite Variante erwies sich als deutlich sauberer. Allerdings sei die Rußpartikel-Reduktion bei hoher Schubkraft geringer gewesen als bei mittlerer oder geringer Beschleunigung, schreiben Richard Moore und Kollegen.
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Die im Rahmen des US-Forschungsprojekts ACCESS erhobenen Flugdaten stammen bereits aus dem Jahr 2014. In der Zwischenzeit hat die DLR im Alleingang weitere Bio-Kerosin-Gemische erprobt - bei wissenschaftlichen Testflügen über Deutschland. Die Auswertungen dieser Flüge, die die DLR 2015 mit einem zweistrahligen Airbus und einer mit Messinstrumenten ausgestatteten "Falcon" machte, werden Ende 2017 erwartet. "Es gibt ein umfangreiches neues DLR-Projekt zu alternativen Treibstoffen in der Luftfahrt (ECLIF), bei dem mehrere DLR-Institute zusammenarbeiten", erläutert Schlager. 2018 soll es zudem weitere Testflüge zusammen mit der Nasa geben.

Auch die Lufthansa arbeitet seit Jahren im Verbund mit anderen europäischen Partnern an der Erforschung von Bio-Treibstoffen für Flugzeuge. Bislang ist derartiger Treibstoff jedoch zu teuer und kann nicht in ausreichenden Mengen produziert werden. Einige Bio-Treibstoffe sind mittlerweile dennoch als nachhaltig und zur Beimischung zu Kerosin zertifiziert. 2016 startete ein einjähriger Test, bei dem alle zur Lufthansa-Gruppe gehörenden Flugzeuge am Flughafen in Oslo ausschließlich mit einer Mischung aus Kerosin und fünf Prozent Bio-Treibstoff betankt werden.

Quelle: n-tv.de , Andrea Barthelemy, dpa
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"Null Aussicht auf Erholung" - Great Barrier Reef: Forscher sehen schwarz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Apr 2017 13:32

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Great-Barrier ... 88252.html
Montag, 10. April 2017
"Null Aussicht auf Erholung" - Great Barrier Reef: Forscher sehen schwarz

Mit einer Länge von 2300 Kilometern ist es das größte Ökosystem der Welt. Doch wiederholte Korallenbleichen setzen dem Great Barrier Reef zu, zwei Drittel sind schwer geschädigt. Und es kann noch schlimmer kommen.

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Wissenschaftler schlagen angesichts des Ausmaßes der Korallenbleiche am berühmten Great Barrier Reef Alarm: Nach zwei Korallenbleichen im vergangenen und diesem Jahr hätten die betroffenen Gebiete vor Australien so gut wie keine Chance mehr, sich von dem Phänomen wieder zu erholen, warnen sie nach einer Bestandsaufnahme des Riffs aus der Luft.

Im vergangenen Jahr waren in erster Linie die nördlichen Gebiete des Great Barrier Reefs betroffen, in diesem Jahr zeigte das mittlere Drittel die schwersten Schäden. Allein das südliche Drittel sei noch unberührt, erklärte der Meeresbiologe James Kerry von der James Cook Universität. Insgesamt seien 1500 Kilometer des mit 2300 Kilometern Länge größten Ökosystems der Welt betroffen.
Zehn Jahre für die Regeneration
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Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus Das Great Barrier Reef stirbt

Die Korallenbleiche führe nicht unweigerlich zum Absterben der Korallen, erklärte Kerry. Doch selbst schnell wachsende Korallen benötigten mindestens ein Jahrzehnt, um sich komplett zu erholen - für die Teile des Riffs, die dem Phänomen nun schon zwei Mal binnen zwölf Monaten ausgesetzt gewesen seien, bedeute dies "null Aussicht auf Erholung".

Korallen sind sensible Organismen, die nur in bestimmten Temperaturbereichen existieren können. Sie gehen eine Symbiose mit bestimmten einzelligen Algen ein - von ihnen erhalten sie auch ihre Färbung. Nimmt die Wassertemperatur zu, stoßen die Korallen die Algen ab und verlieren damit auch ihre Farbe. Dauert diese Situation zu lange an, sterben die Korallen vollständig ab. Bei kühleren Wassertemperaturen können sich die lebensnotwendigen Algen aber wieder auf den Korallen ansiedeln.
An El Niño lag es diesmal nicht

Nach Angaben des Korallen-Experten Terry Hughes sind vor allem der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane für die jüngste Korallenbleiche verantwortlich. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hingen die hohen Wassertemperaturen dieses Mal nicht mit dem Wetterphänomen El Niño zusammen, fügte Hughes hinzu. Er warnte, weiter steigende Temperaturen könnten das Phänomen noch verschärfen.

"Das Riff hat offensichtlich gegen verschiedenste Umwelteinflüsse zu kämpfen. Am akutesten ist aber zweifellos der weltweite Klimawandel", erklärte Hughes. Schon der weltweite Anstieg der Temperaturen um ein Grad Celsius habe zu vier Bleichen binnen 19 Jahren geführt, jede weitere Erwärmung werde den Prozess beschleunigen. Ohne einen weltweiten Abbau des CO2-Ausstoßes sei dies aber nicht möglich, sagte Hughes. Es bleibe nicht mehr viel Zeit, mahnte er.
Schutzprogramm ist auf 35 Jahre angelegt

Bei der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris hatte sich die internationale Gemeinschaft auf ein Abkommen geeinigt, das die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll. Die australische Regierung war im selben Jahr knapp daran vorbeigeschlittert, dass die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) das Great Barrier Reef als gefährdetes Weltnaturerbe einstuft. Canberra sagte zu, über das kommende Jahrzehnt mehr als zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) für den Schutz der Touristenattraktion zur Verfügung zu stellen.
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Sorge ums Great Barrier Reef: Korallenbleiche so schlimm wie noch nie 29.11.16 Sorge ums Great Barrier Reef Korallenbleiche so schlimm wie noch nie
Ein hoffnungsloser Fall?: "Das Great Barrier Reef ist 2016 gestorben" 28.12.16 Ein hoffnungsloser Fall? "Das Great Barrier Reef ist 2016 gestorben"

Ein auf 35 Jahre angelegtes Schutzprogramm sieht vor, die Wasserverschmutzung in den kommenden zehn Jahren um 80 Prozent zu reduzieren. Zudem wurde das Versenken von Aushub in dem Gebiet verboten, die Hafenentwicklung in der Region wurde begrenzt.

Die Unesco hatte das Great Barrier Reef 1981 zum Weltnaturerbe erklärt. Das aus 2500 einzelnen Riffen bestehende, riesige Gebiet beherbergt eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und ist grundlegend für das Funktionieren des Ökosystems der Meere.

Quelle: n-tv.de , asc/AFP
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Seeberge sind echte Giganten - Forscher werden zu Hochseetauchern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Apr 2017 10:39

UMWELT und NATURSCHUTZ
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-werd ... 95927.html
Seeberge sind echte Giganten - Forscher werden zu Hochseetauchern

Sie sind riesig und schaffen einzigartige Lebensräume für zahlreiche Arten: Seeberge sind dennoch fast unerforscht. Das soll eine Expedition nun ändern.

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Es ist ein komfortables Boot, die Gefilde sind tropisch, und ein französischer Küchenchef ist an Bord. Trotzdem wird es keine Luxus-Kreuzfahrt, wenn das französische Schiff "Marion Dufresne" am 23. April von La Réunion im Indischen Ozean aus in See sticht. Das Forschungsschiff bringt mehr als zwei Dutzend Wissenschaftler in eine unwirtliche Meeresregion, an einen 3000 Meter hohen unterseeischen Berg.
"Diese Seeberge sind ein bisschen wie Oasen", sagt Aurelie Spadone, Meeresforscherin und Projektmanagerin der Weltnaturschutzunion (IUCN). Sie betreut die Expedition vom Sitz der IUCN in Gland bei Genf aus. "Das Meer ist zwar nicht wie eine Wüste, aber an diesen Bergen entwickeln sich ganz eigene, oft sehr artenreiche Ökosysteme."

An Bord der "Marion Dufresne" sind Wissenschaftler des französischen Museums für Naturgeschichte. Sie erforschen Wasserqualität, Salzgehalt, Fische, Quallen und andere Lebewesen. Unterseeische Gebirge sind gigantische zerklüftete Landschaften. "Da haben schon einige Matterhorn-Qualität", sagt der Seeberg-Spezialist Bernd Christiansen von der Universität Hamburg. Manche Gipfel sind um die 5000 Meter hoch, es gibt riesige Plateaus, Tausende Meter abfallende Kliffs und steile Hänge.
Mit dem Matterhorn vergleichbar
Bei der letzten Expedition zu den Seebergen Expedition im November 2011 im südlichen Indischen Ozean wird Gerätschaft ins Wasser gelassen.
Bei der letzten Expedition zu den Seebergen Expedition im November 2011 im südlichen Indischen Ozean wird Gerätschaft ins Wasser gelassen.
(Foto: picture alliance / Aurélie Spado)

Mindestens 200.000 Berge über 1000 Meter hoch gibt es, schätzen Experten. Nur ein Bruchteil davon ist je untersucht worden. Drei Prozent, schätzt Spadone. Die Expedition der "Marion Dufresne" geht an die Walters-Untiefen gut 800 Kilometer südlich von Madagaskar. Die Gipfel ragen dort bis zu 4750 Meter aus dem Meeresgrund. Zum Vergleich: das Matterhorn ist 4478 Meter hoch. Das Besondere ist hier, das manche Bergspitzen kaum 20 Meter unter der Meeresoberfläche liegen. So können Forscher mit normaler Ausrüstung die Hänge untersuchen, auch wenn Hochseetauchen wegen oft unberechenbarer Strömungen gefährlich sein kann. "Seeberge sind besonders interessant, weil sie anders als der meist mit Schlick bedeckte Meeresboden Fels, Geröll, Algen und oft Seetang haben und dort ganz andere Lebensgemeinschaft leben", sagt Christiansen.

Plankton, Algen, Nesseltiere wie Korallen - das alles lockt kleine Fische an, die wiederum große Fische anlocken. Bei den Vereinten Nationen wird gerade über neue Regeln beraten, um das Seerechtsübereinkommen von 1994 zu stärken. Es bestimmt etwa, wie viele Kilometer Küstengewässer Länder als exklusive Wirtschaftszonen beanspruchen können. "Aber in den internationalen Gewässern ist es ein bisschen wie im Wilden Westen", sagt Spadone. Jeder mache, was er wolle. Im Sommer ist das nächste Expertentreffen in New York. Da will die IUCN mit den Expeditionsergebnissen belegen, wie einzigartig und deshalb schutzwürdig Seeberge sind.
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"In diesen Ökosystemen gibt es Fische, die erst mit 30, 40 Jahren fortpflanzungsfähig sind", sagt Spadone. "Und es gibt Korallenbäume, die in 1000 Jahren nur eineinhalb Meter groß geworden sind." Dieses Zeitlupentempo bedeute, dass eine Erholung praktisch unmöglich sei, wenn die Habitate einmal durch Schleppnetze zerstört oder die Lebewesen durch Überfischung dezimiert seien. An den Walters-Untiefen ist das besonders brisant. Weil die Bergspitzen nur wenige Meter unter der Meeresoberfläche sind, tummeln sich dort Fische und sogar Seevögel. Kommerzielle Hochseeflotten haben schon mitbekommen, dass dort reiche Fischgründe sind. Bei der Ausbeutung der Meere sind aber auch die Seeberge selbst im Visier, sagt Biologe Christiansen. Im Pazifik gebe es in etwa 1000 Meter Tiefe Berge mit Plateau, die einen Mineralienabbau möglich machten. Manche Berge hätten Ferromangankrusten. Bei einem Abbau würden alle Organismen in Bodennähe zerstört.

Quelle: n-tv.de , Christiane Oelrich, dpa
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Sorgen Konzerne für Resistenzen ? - Pharma-Abwässer enthalten tödliche Kei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mai 2017 12:01

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http://www.n-tv.de/wissen/Pharma-Abwaes ... 23013.html
Sorgen Konzerne für Resistenzen ? - Pharma-Abwässer enthalten tödliche Keime

In der Nähe indischer Pharmafabriken wird eine hohe Konzentration von Antibiotika im Abwasser festgestellt. Experten nennen die Werte sogar "besorgniserregend". Der Fund legt nahe, dass Pharmafirmen ihre Abfälle nachlässig entsorgen.

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In den Gewässern rund um die indische Stadt Hyderabad sind stark erhöhte Antibiotikawerte nachweisbar. Darüber berichten Nord- und Westdeutscher Rundfunk sowie die "Süddeutsche Zeitung". Die Gewässerproben, die im November 2016 in unmittelbarer Nähe von Pharmafabriken entnommen wurden, haben eine teils hundert- oder sogar tausendfach höhere Konzentration von Antibiotika-Substanzen als sie bisher in Grenzwerten vorgeschlagen werden. Die Werte seien nach Angaben eines Experten letztlich nur dadurch zu erklären, dass die dort ansässigen Zulieferunternehmen von international tätigen großen Pharmafirmen Antibiotika-Substanzen mit dem Abwasser entsorgten, berichteten die Medien.

Ein an den Recherchen beteiligter Infektionsmediziner der Leipziger Universität fand in den Proben außerdem auch gefährliche multiresistente Bakterien. Ihm zufolge sei dies "beängstigend", weil diese nicht vor Ort blieben, sondern sich ausbreiteten. Solche Erreger können bei Menschen zu schweren Infektionen führen.

Nach den Informationen der Medien beziehen "fast alle großen Pharmakonzerne in Deutschland" Antibiotika und Pilzmittel aus Hyderabad. Den Bezug von Antibiotika aus der Stadt hätten zwei Konzerne auch schriftlich bestätigt. Die Unternehmen verwiesen auf "die geltenden Standards sowie auf eigene Kontrollen beziehungsweise auf Inspektionen durch die zuständigen Behörden".
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Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mahnte die Einhaltung international geltender "Industrie- und Umweltstandards" an. Generell müsse gelten, dass "Unternehmen das Wasser nicht mit gefährlichen Stoffen verunreinigen dürfen", so der CDU-Politiker. Über die internationalen Gremien im Wirtschafts- und Umweltbereich müsse darauf hingewirkt werden, dass solche Standards erarbeitet und vor Ort auch kontrolliert würden.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) erklärte, die Pharmaunternehmen, die Arzneimittelbestandteile aus Asien einkauften oder dort herstellen ließen, "werden den Bericht zum Anlass nehmen, auf die Einhaltung vereinbarter Umweltrichtlinien stärker einzuwirken". Die Industrie habe aber keinen Einfluss auf die von den jeweiligen Ländern gesetzten Umweltstandards, gab der stellvertretende BPI-Hauptgeschäftsführer Norbert Gerbsch an.

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP/dpa
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Ist eine Rettung noch möglich ? - Weltmeere stehen unter Dauerstress

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mai 2017 17:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Weltmeere-ste ... 31380.html
Mittwoch, 10. Mai 2017
Ist eine Rettung noch möglich ? - Weltmeere stehen unter Dauerstress

Von Andrea Schorsch

Die Ozeane sind nicht nur vermüllt, sie sind auch überfischt, versauert und überhitzt. Das Ökosystem verändert sich rasant. Lässt sich das Meer, so wie wir es kennen, bewahren? Der Meeresatlas 2017 gibt Auskunft.

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Rund acht Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen Jahr für Jahr ins Meer – doch nur ein Prozent davon ist auffindbar. Salzwasser, Wind und Wellen zerreiben die größeren Teile nach und nach, bis sie schließlich so winzig sind, dass sie sich mit bloßem Auge nicht mehr von Sandkörnern unterscheiden lassen. Schadstoffe und Umweltgifte, die im Meer sind, bleiben am Mikroplastik hängen. Fische fressen es. Die wiederum landen beim Menschen auf dem Teller.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer ... Indischen Ozean ist das Wasser mit größeren und kleineren Plastikteilen durchsetzt. Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Die meisten Partikel aber dürften in die Tiefsee hinabsinken. Auf dem Meeresboden soll die Plastikkonzentration um das Tausendfache höher sein als an der Wasseroberfläche. Forscher rechnen damit, dass künftige Generationen bizarre Fossilien in der Tiefsee finden werden. Eine neue geologische Schicht hat sich dann dort auf dem Grund gebildet – aus Plastik.

Mikroplastik ist nur eines von vielen Problemen, mit denen der Mensch die Weltmeere belastet. Die Ozeane sind nicht nur vermüllt, sie sind auch überfischt, versauert und überhitzt. Auf verschiedenste Weise setzt der Mensch den riesigen Wasserflächen auf dem Planeten Erde zu. Wie sehr, das zeigt der Meeresatlas 2017, der heute von der Heinrich-Böll-Stiftung und Kieler Ozeanforschern in Berlin vorgestellt wurde.
Todeszonen in der Ostsee
Kostenfrei zu haben: der Meeresatlas 2017.
Kostenfrei zu haben: der Meeresatlas 2017.

So sind in der Ostsee zum Beispiel dem Atlas zufolge nur 11 von 189 Gebieten in einem guten ökologischen Zustand. In den meisten Regionen ist der Ostseeboden durch Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft überdüngt. Die Folge: Es bilden sich sauerstofffreie Todeszonen. Hier können nur noch bestimmte Bakterien überleben. Andere Meeresbewohner sind geflohen oder gestorben.

Neben Nitraten und Phosphaten finden sich noch viele andere schädliche Stoffe in den Ozeanen: 100.000 unterschiedliche chemische Substanzen sollen es laut Meeresatlas sein. Blei und Quecksilber gehören dazu, aber auch giftige organische Verbindungen, die von der Natur nur sehr langsam abgebaut werden. Auch Radioaktivität spielt eine Rolle. Denn während die Verklappung von Atommüll seit fast 25 Jahren verboten ist, dürfen nach wie vor radioaktive Abwässer in die Ozeane eingeleitet werden.
Nachhaltig zerstört
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Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung?: Warum Aquakultur oft einen Haken hat Wundermittel gegen Überfischung? Warum Aquakultur oft einen Haken hat

Die Liste der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Ozean ist lang: Kreuzfahrtschiffe und ihr Schadstoffausstoß kommen als Bedrohung im Meeresatlas 2017 ebenso zur Sprache wie die Jagd auf Rohstoffe im Meeresboden, die in nicht allzu ferner Zukunft starten wird. Allein in einem Smartphone stecken 30 verschiedene Metalle, so der Hinweis im Meeresatlas – darunter Kobalt und Mangan. Beides gibt es auch im Meer. Aber wie der Atlas betont, sind die Spuren der Geräte, mit denen man in den 1980er Jahren zum ersten Mal auf dem Meeresboden nach Manganknollen suchte, noch heute zu sehen. "Manganknollen, die begehrten Metall-Nuggets am Meeresgrund, brauchen eine Million Jahre, um nur fünf bis zwanzig Millimeter zu wachsen", heißt es im Meeresatlas. "Ökologinnen und Ökologen warnen daher: Was hier zerstört wird, regeneriert sich lange nicht."
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Das gilt im Übrigen auch für manche Fischbestände. 90 Prozent der genutzten Fischbestände sind bereits überlastet, ein Drittel davon gilt als überfischt oder zusammengebrochen, zwei Drittel sind gefährdet. Und nicht jede Fischsorte kann sich von Überfischung erholen: Für Haie, Schwertfische und Kabeljau sieht es besonders schlecht aus. Warum Fisch aus Aquakultur keine Alternative ist, auch darauf geht der Meeresatlas ein.

Wie schlecht es um die Meere und ihre Bewohner bestellt ist, wird am australischen Great Barrier Reef besonders deutlich sichtbar: Es ist fast komplett von der Korallenbleiche erfasst. Wird sich das Riff regenerieren können? Forscher sind pessimistisch.

"Die Meere stehen unter einem beispiellosen Druck menschlicher Eingriffe", sagt Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung. Zusammen mit Wissenschaftlern und Umweltorganisationen fordern die Herausgeber des Meeresatlas ein umfassendes internationales Kontroll- und Schutzsystem für die Ozeane. Bislang sind nur 4,3 Prozent der Weltmeere geschützt, und nur für 1,9 Prozent besteht ein Nutzungsverbot. Da wäre mehr möglich – und nötig. Martin Visbeck, Professor am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, kommt mit Blick auf das Ökosystem Meer zu dem Schluss: "Die gute Nachricht ist: Es liegt in unserer Hand, katastrophale Entwicklungen zu verhindern."

Der Meeresatlas wird kostenfrei abgegeben. Digital ist er unter www.boell.de/meeresatlas zu finden, die Printversion kann man bei der Heinrich-Böll-Stiftung bestellen.
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Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht Die schmutzigsten Flüsse der Welt

Quelle: n-tv.de
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Forscher machten eine schockierende Entdeckung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mai 2017 11:14

UMWELT und NATURSCHUTZ
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https://www.galileo.tv/earth-nature/unt ... 1493898731


Forscher machten eine schockierende Entdeckung: Einen riesigen unterirdischen See voller gefährlicher Gase, der große Teile Nordamerikas unterwandert. Bricht er an die Oberfläche, würde das unser empfindliches Klima komplett zerstören.

Im Rahmen einer neuen Studie der Royal Holloway University of London untersuchten Wissenschaftler die Bodenstrukturen der USA. Sie stellten über 580 seismische Messgeräte auf. Deren Sensoren messen selbst kleinste Vibrationen in der Erde. In der Regel wird diese Methode vor allem bei Erdbeben eingesetzt. Auf diese Weise kann man deren Stärke und Ursprung bestimmen.

Die Forscher verfolgten mit den Sensoren aber ein anderes Ziel: Sie erstellten damit eine genaue Karte tiefer Erdschichten. Dabei stießen sie in 350 Kilometern Tiefe auf eine unerwartete, riesige Ansammlung von flüssigen Kohlenstoffen. Und dieser unterirdische Kohlenstoff-See ist wirklich bombastisch groß. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 1,8 Millionen Quadratkilometern. Hier seht ihr genau, wie riesig er ist:

Der unterirdische Kohlenstoff-See in Nordamerika
Die gefährliche Ansammlung ist etwa so groß wie Mexiko.
© Copyright: Royal Holloway University of London

Dieser Fund stellt alles auf den Kopf, was man bisher über das Vorkommen von flüssigem Kohlenstoff in den Tiefen der Erde zu wissen glaubte. Bisher war nicht bekannt, dass es irgendwo auf der Erde eine so große Ansammlung davon gibt. Doch es ist schwierig, die unteren Erdschichten zu untersuchen. Das weiß auch Sash Hier-Majumder aus dem Forschungsteam: „Leider ist es uns unmöglich, so weit nach unten zu bohren, dass wir die Erdschicht physisch ’sehen‘ können. Also müssen wir uns mit einer Vielzahl an Sensoren ein Bild davon machen und mathematische Gleichungen nutzen, um herauszufinden, was unter uns liegt.“

Würde auch nur ein Prozent des CO2 an die Erdoberfläche kommen, entspräche das 2,3 Billionen verbrannten Ölfässern, so Hier-Majumder. Käme noch mehr davon in die Atmosphäre, würde es das Gleichgewicht des Klimas komplett zerstören – mit katastrophalen Folgen für die Natur und Lebewesen. Es würde den Klimawandel extrem beschleunigen und den Planeten stark erhitzen. Was aus dieser Entwicklung folgt, könnt ihr hier nachlesen.

Die Wissenschaftler haben bereits eine Theorie dafür, wie die Riesenmasse flüssigen Kohlenstoffs entstand: Die tektonische Platte des Pazifiks schob sich immer weiter unter die nordamerikanische Platte. Dabei wurden die tiefen Erdschichten stark unter Druck gesetzt, sie erhitzten sich und schmolzen schließlich. Die eingeschlossenen Gase, vor allem Kohlenstoff und Wasserdampf, verflüssigten sich. Das könnt ihr euch so vorstellen:

Zwei tektonische Platten schieben sich übereinander
Wird eine der Platten nach unter gedrückt, wird es dort sehr heiß und eingeschlossene Gase und Gesteine verflüssigen sich. Das wird im Bild als „melting mantle“ (schmelzender Mantel) bezeichnet.
© Copyright: Columbia University

Dass der See demnächst an die Oberfläche durchbricht, ist glücklicherweise unwahrscheinlich. Doch direkt über ihm gibt es noch eine weitere Gefahr: den wohl gefährlichsten und größten Vulkan der Welt. Er ist ein Supervulkan und befindet sich im Yellowstone Park:

Zuletzt brach er vor mehr als 600.000 Jahren aus. Wenn es zu einer Explosion kommt, wird nicht nur alles im Umkreis von mehreren hundert Kilometern zerstört. Es wird einen globalen Winter geben.

Unter der Erde schlummern so einige Gefahren, von denen man nie weiß, wann sie ausbrechen. In dieser amerikanischen Stadt ist es anders. Dort ist das Schlimmstmögliche bereits eingetreten: Seit einem Unfall brennt es unter der gesamten Stadt. Und das ist schon mehrere Jahrzehnte her. Wie es dazu kam und wie die Bewohner damit leben, seht ihr hier:
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"Ocean Cleanup" startet früher - Plastikmüll soll aus Pazifik verschwinden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Mai 2017 11:39

UMWELT und NATURSCHUTZ
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http://www.n-tv.de/wissen/Plastikmuell- ... 38694.html
"Ocean Cleanup" startet früher - Plastikmüll soll aus Pazifik verschwinden

Der Plastikmüll auf den Weltmeeren bereitet zwar vielen Experten Sorge, aber kaum jemand unternimmt etwas dagegen. Mit der Aufräumaktion "Ocean Cleanup" will ein 22-jähriger Niederländer das ändern. Dank Spenden kann es nun früher als geplant losgehen.

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Das Projekt "Ocean Cleanup" will bereits ab dem kommenden Jahr Plastikmüll aus dem Pazifik fischen. Dank technischer Neuerungen und einer Geldspritze könne das Projekt zwei Jahre früher starten als geplant, teilte der Initiator, der Niederländer Boyan Slat, in Utrecht mit.
Boyan Slat hat das Projekt auf die Beine gestellt - der Niederländer ist erst 22 Jahre alt.
Boyan Slat hat das Projekt auf die Beine gestellt - der Niederländer ist erst 22 Jahre alt.
(Foto: AP)

Er will kilometerlange, schwimmende Röhren im Meer auslegen, von denen eine Art Sieb ins Wasser hängt. Die Röhren sind so geplant, dass sich der Plastikmüll an einer bestimmten Stelle sammelt und dort aus dem Meer geholt werden kann.

So sollen Tausende Tonnen Plastikmüll im Pazifik eingesammelt werden. Die selbstgesteckten Ziele sind dabei hoch: "Innerhalb von fünf Jahren haben wir hier 50 Prozent des Mülls aufgeräumt", sagte Slat.
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Der 22-Jährige hatte vor vier Jahren mit seinen Ideen für Aufsehen gesorgt. Finanziert durch Spenden und Subventionen, baute ein Team von 65 Experten einen Prototypen, der zurzeit in der Nordsee getestet wird.

Ocean Cleanup will insgesamt 50 "Ozean-Staubsauger" bauen und im Pazifik installieren, zunächst zwischen Hawaii und Kalifornien, wo besonders viel Plastikmüll treibt. Viele Experten halten das Projekt unrealistisch oder für einen Schritt in die falsche Richtung, weil sie Müllvermeidung für wichtiger halten.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Gülleproben aus Schweineställen - Umweltschützer finden resistente Keime

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Mai 2017 21:49

UMWELT und NATURSCHUTZ
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http://www.n-tv.de/wissen/Umweltschuetz ... 48048.html
Gülleproben aus Schweineställen - Umweltschützer finden resistente Keime

Der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Schweinezucht hat schwerwiegende Folgen: Umweltschützer entdecken in Gülle-Stichproben aus 19 deutschen Schweineställen resistente Keime - und die werden immer öfter auch dem Menschen gefährlich.

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Mit Gülle aus Schweineställen gelangen nach einer stichprobenartigen Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace resistente Keime und Antibiotika großflächig in die Umwelt. Laboranalysen von insgesamt 19 Gülleproben hätten dies ergeben, teilten die Umweltaktivisten mit. 13 Proben hätten Bakterien enthalten, die gegen ein Antibiotikum resistent waren, das auch bei Menschen häufig verabreicht werde. Allein neun Proben stammten demnach aus Ställen in Niedersachsen - weitere kamen aus Thüringen, Brandenburg, Bayern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.

In sechs Proben fanden sich demnach Bakterien mit Resistenzen gleich gegen drei Antibiotika-Gruppen. In einer Probe sei ein multiresistenter MRSA-Keim gefunden worden. MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) kann Hautentzündungen wie Geschwüre, Wundinfektionen und Entzündungen einzelner Organe verursachen.

Darüber hinaus enthielten 15 Gülleproben Rückstände von Antibiotika. In der Zucht werden sie den Tieren verabreicht, um deren Immunsystem zu stärken. "Die Agrarindustrie setzt viel zu sorglos Antibiotika in den Ställen ein", kritisierte der Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann. Als Konsequenz könnten Kranke künftig wieder häufiger an harmloseren Infektionen wie Harnwegsentzündungen sterben.
Gröhe setzt auf neue Antibiotika
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Nachweis von resistenten Bakterien: Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA fordert, die Verwendung des Antibiotikums Colistin bei Tieren drastisch einzuschränken. Foto: Daniel Karmann/Archiv 15.08.16 Forscher: "Für uns überraschend" Klinikpatienten bringen gefährliche Keime mit
Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime 16.02.15 Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

Problematisch ist der Einsatz von Antibiotika in der Schweinezucht nicht nur für Fleischkonsumenten, sondern auch für Vegetarier und Veganer. Denn mit der Gülle aus den Schweineställen werden auch landwirtschaftliche Nutzflächen gedüngt. So können die resistenten Keime auch in Gemüse und Obst gelangen - und damit über die Nahrung in den menschlichen Organismus. Greenpeace fordert deshalb, den Einsatz von Antibiotika durch bessere Haltungsbedingungen drastisch zu senken.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sterben jährlich rund 700.000 Menschen weltweit durch resistente Keime. Das Thema ist auch ein Schwerpunkt beim Treffen der G20-Gesundheitsminister am kommenden Wochenende in Berlin. "Es darf keinen Rückfall ins Vor-Penicillin-Zeitalter geben", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Auf internationaler Ebene setzt er im Kampf gegen multiresistente Keime auf die Förderung der Erforschung neuer Antibiotika.

Quelle: n-tv.de , jug/AFP/rts
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Rote Liste für Lebensräume - Wiesen und Weiden sind in Gefahr

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jun 2017 10:22

UMWELT und NATURSCHUTZ
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http://www.n-tv.de/wissen/Wiesen-und-We ... 68396.html
Mittwoch, 31. Mai 2017
Rote Liste für Lebensräume - Wiesen und Weiden sind in Gefahr

Das Bundesamt für Naturschutz zeigt sich besorgt um Wiesen und Weiden: Knapp zwei Drittel der Lebensraum-Formen in Deutschland sind gefährdet. Schuld daran ist offenbar die intensive Landwirtschaft.

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Wiesen und Weiden in Deutschland sind zunehmend bedroht. Das geht aus Informationen des Bundesamts für Naturschutz (BfN) hervor, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vorstellte. Demnach besteht für knapp zwei Drittel der 863 in Deutschland vorkommenden Lebensraum-Arten eine "angespannte Gefährdungslage", verursacht unter anderem durch intensive Landwirtschaft.

"Dass rund zwei Drittel der hierzulande vorkommenden Lebensraum-Arten gefährdet sind, geht vor allem aufs Konto der intensiven Landwirtschaft und ist Ergebnis einer verfehlten Agrarpolitik", sagte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, in einer Reaktion. Der Umbau Deutschlands zur "Fleischfabrik" sei in den vergangenen Jahren leider stark vorangetrieben worden. "Der Verlust von Insekten- und Vogelarten sowie vieler seltener Pflanzen wird sich fortsetzen, wenn die nächste Bundesregierung nicht endlich die Agrarwende angeht."

Auch Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland bei der Umweltstiftung WWF, übte Kritik: "Die ständige Intensivierung der Landwirtschaft ist ein echter Biotop-Killer", sagte sie. "Weiden, Wiesen und Äcker verändern sich dramatisch, werden von überdüngten, gleichförmigen Monokulturen verdrängt." Die klassischen Wald- und Wiesenvögel, Schmetterlinge und Feldhamster verschwänden gemeinsam mit ihren Lebensräumen. "Es droht eine stumme, monotone Kulturlandschaft."
Für die Küsten-Biotope sieht es besser aus
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Besonders deutlich verschlechtert hat sich die Lage den BfN-Daten nach beim Grünland, aber auch Streuobstwiesen stehen vermehrt unter Druck. Positive Entwicklungen gab es dagegen bei Küsten-Biotopen sowie an vielen Flüssen und Bächen, die zum Beispiel von Renaturierungsprojekten und besseren Kläranlagen profitieren. Für Grundwasser gilt das aufgrund der hohen Stickstoffbelastung durch Dünger nicht, auch viele stehende Gewässer sind weiterhin belastet. "Viele Seen und Flüsse sind durch den hohen Nitratgehalt und durch Pestizide belastet und damit weit entfernt von einem guten Zustand", sagte der BUND-Vorsitzende Weiger. "Für die schlechte Qualität vieler Gewässer sind die Intensivtierhaltung und eine auf Gewinnmaximierung bedachte Agrarindustrie verantwortlich."

Die neue Rote Liste gefährdeter Biotop-Typen dient als Handbuch für Naturschutz-Pläne in Deutschland. Die neue Liste aktualisiert die Fassung von 2006. Es gibt viele verschiedene Lebensraum-Arten in Deutschland, etwa 46 Typen fließende Gewässer und 20 Typen von Äckern und Ackerbrachen.

Quelle: n-tv.de , teb/dpa
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Umweltschutz als Geschäftsmodell - Plastiksammeln im Meer soll Geld einbri

Beitragvon Gudrun Graf » 10. Jun 2017 11:02

UMWELT und NATURSCHUTZ
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http://www.n-tv.de/wissen/Plastiksammel ... 83298.html
Samstag, 10. Juni 2017
Umweltschutz als Geschäftsmodell - Plastiksammeln im Meer soll Geld einbringen

Mit dem ersten UN-Gipfel zum Schutz der Ozeane rückt die Staatengemeinschaft auch den Plastikmüll ins Blickfeld. In den deutschen Küstenregionen sucht man bereits nach Lösungen, von denen nicht nur die Natur profitieren könnte.

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Manchmal lassen sich globale Probleme auf Quadratzentimetern nachvollziehen. Das gilt zum Beispiel für den Mageninhalt verendeter Seevögel: Mikroplastik, Reste von Fischernetzen, Handyteile und anderen Müll haben Umweltschützer in den Bäuchen von Möwen, Kormoranen und Albatrossen gefunden. Rund 322 Millionen Tonnen Plastik wurden nach Angaben des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum) 2015 produziert, Tendenz steigend. Allein von den Plastikverpackungen gelangen nach WWF-Angaben weltweit 32 Prozent in die Umwelt - ein Teil davon ins Meer.

Das wird auch an den deutschen Küsten sichtbar. Nach jüngsten Daten des Umweltbundesamts finden sich in den Küstenregionen auf 100 Metern Strand durchschnittlich 389 Müllteile - eine Zahl, die ohne die funktionierende Abfallwirtschaft in Deutschland nach Ansicht von Experten weit höher wäre.
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Kaum zu glauben, aber wahr: 21-jähriger Niederländer will die Weltmeere retten
05.10.16 – 01:19 min
Kaum zu glauben, aber wahr 21-jähriger Niederländer will die Weltmeere retten

Schon 2050 könnte das Gewicht des in den Ozeanen treibenden Plastiks größer sein als das Gesamtgewicht der dort lebenden Fische, wenn nicht mehr gegen den Müll getan werde, warnte UN-Generalsekretär António Guterres bei der ersten UN-Konferenz zum Schutz der Meere Anfang Juni. Doch nicht nur Staaten ringen um gemeinsame Positionen, auch Unternehmer planen Systemlösungen, was nicht einfach ist.
Aufbau von Abfallsystemen

Ein im vergangenen Jahr in Kiel gestartetes Netzwerk aus zehn Unternehmen, das im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde, scheiterte noch im Entstehungsprozess. "Einige der Partner haben sich in dem Projekt mit ihren Ansätzen nicht mehr wiedergefunden", sagt Projektkoordinator Dirk Lindenau: "Es gab unterschiedliche Lösungsansätze und Philosophien."

Nun will der Kieler Schiffsbauer und Unternehmer ein neues Netzwerk aufbauen. "Ein Netzwerk aus Industrie und Wissenschaft in ganz Deutschland - das ist unser Ziel." Interesse haben unter anderem ein Hersteller von Schiffsbedarf, ein Institut für Meeresfischerei und eine Reederei signalisiert. Bei erfolgreichem Antrag winken Fördermittel. Und die Unternehmer dürfen auf Aufträge und neue Geschäftsfelder hoffen.

Wer wolle, dass sich auch Schwellenländer für den Schutz der Meere einsetzten, müsse sie beim Aufbau funktionierender Abfallsysteme unterstützen und Anreize schaffen, sagt Lindenau. "Wenn sie keinen Zugang zu Trinkwasser und Nahrung haben und möglicherweise in einem Krisengebiet leben, sind ihnen andere Themen wichtiger. Diese Spannbreite dürfen wir bei unseren Lösungen nicht außer Acht lassen."
Umweltschutz als Geschäftsmodell

Beim Ringen um globale Lösungen könne die norddeutsche Küstenregion als maritimer Wissensstandort eine Vorreiterrolle einnehmen. Und die deutsche Abfallwirtschaft könnte Pate stehen für Länder ohne funktionierendes Entsorgungssystem, glaubt Lindenau. Wie der Wissenstransfer vom Recycling-Weltmeister Deutschland zu Ländern ohne moderne Abfallwirtschaft gelingen könnte, zeigt ein System, das der Unternehmer für die Kapverdischen Inseln entwickelt hat: Ein Schiff soll zwischen den Inseln pendeln und den Müll einsammeln, ein anderes dient als Recyclinganlage, auf dem der Müll verdichtet und aufbereitet wird. Auf einem weiteren Schiff wird aus dem Abfall Energie gewonnen. Die Erträge sollen das Abfallsystem mitfinanzieren.
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Einen anderen Ansatz testet die Umweltstiftung WWF unter anderem in der Ostsee. Mit einer kleinen Harke - ein etwa 20 Zentimeter langes Gerät mit Widerhaken - bergen die Umweltschützer dort seit März 2016 Geisternetze. Das sind verloren gegangene Fischernetze aus Kunststoff, die sich auf den Meeresböden ablagern und über Jahrhunderte zur tödlichen Falle für Meerestiere werden.

Offen ist, wie sich das Harken auf empfindliche Lebensräume auswirkt. "Wir gehen grundsätzlich nicht auf Seegraswiesen oder an Muschelbänken auf die Suche. Auch Schiffswracks, die unter Denkmalschutz stehen, umfahren wir", sagt Angela Stolte vom WWF-Büro in Stralsund. Erkenntnisse sollen im August in einer Studie veröffentlicht werden. Es zeichne sich aber bereits ab, dass "die Schadwirkung im Vergleich zu anderen Geräten gering" sei, sagt Stolte.

Auch beim WWF geht es um Kreislaufwirtschaft, um die Frage, wie aus Müll ein nachhaltiger Rohstoff wird, wie aus Nylonnetzen Outdoorklamotten und Rucksäcke werden können. Es ist die Vision eines Umweltschutzes, der nicht nur auf Idealismus setzt, sondern auch Geschäftsmodelle und Aufträge für Unternehmer bereithält.
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Müllinsel Thilafushi: Wo die Malediven nicht paradiesisch sind Müllinsel Thilafushi: Wo die Malediven nicht paradiesisch sind Müllinsel Thilafushi: Wo die Malediven nicht paradiesisch sind Müllinsel Thilafushi Wo die Malediven nicht paradiesisch sind

Quelle: n-tv.de , Oliver Beckhoff, dpa
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E-Auto-Batterie - Schwedische Studie rechnet vor: CO2-Bilanz eines Elektr

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2017 21:30

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http://www.focus.de/auto/elektroauto/e- ... 46501.html

E-Auto-Batterie - Schwedische Studie rechnet vor: CO2-Bilanz eines Elektroautos ist ein Desaster
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Kohlenstoffdioxid, Produktion, Tesla Model S, SHZ, Batterie, Nissan Leaf, Lupe, Speicherkapazität, Verbrennungsmotor, Herstellung, Strombedarf, Deutschland
Tesla Motors Die Herstellung der Akkus von Elektroautos könnte umweltschädlicher sein als bisher gedacht
Mittwoch, 14.06.2017, 17:43
Eine schwedische Studie zeigt, dass die Produktion der Akkus für Elektro-Autos deutlich umweltschädlicher sein könnte als bisher angenommen.

Damit sich ein Elektro-Auto von der Größe eines Tesla Model S ökologisch rechnet, muss man acht Jahre damit fahren. Das sagt zumindest eine Studie des schwedischen Umweltministeriums, welche die Produktion der Lithium-Ionen-Akkus von Elektro-Autos genauer unter die Lupe genommen hat und über die nun die Zeitungsgruppe SHZ berichtet. So entstünden bei der Herstellung pro Kilowattstunde Speicherkapazität rund 150 bis 200 Kilo Kohlendioxid-Äquivalente. Umgerechnet auf die Batterien eines Tesla Model S wären das rund 17,5 Tonnen CO2. Das ist enorm viel, betrachtet man den jährlichen pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in Deutschland von rund zehn Tonnen.
Erst nach acht Jahren siegt das Elektroauto in der CO2-Bilanz

Die schwedische Studie rechnet vor: Ein Fahrzeug mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor könne acht Jahre gefahren werden, bevor es die Umwelt so stark belastet habe wie die Akku-Produktion für ein Tesla Model S, zumal der Stromverbrauch beim Fahren dabei gar nicht berücksichtigt ist. Bei einem kleineren E-Fahrzeug wie dem Nissan Leaf wären es noch etwa drei Jahre.
Fortschritte bei der Produktion

Daher fordern die Forscher, dass Hersteller und Verbraucher mit kleineren Batterien auskommen müssten – ein starker Gegensatz zur Jagd nach immer größerer Reichweite, die meist mit größeren Batterien erkauft wird. Allerdings macht die Produktion von E-Auto-Akkus durchaus Fortschritte. So weisen heutige Akkus in Elektroautos eine deutlich höhere Energiedichte auf als ihre Vorgänger. Ebenfalls beachtet werden muss die Tatsache, dass Elektroautos im Gegensatz zu Benzin- und Dieselfahrzeugen zumindest lokal keine Schadstoffe ausstoßen (z.B. Stickoxide oder Kohlenmonoxid).
Video: Stromer-Land China - Vorbild für Deutschland?
[Vorbild für Deutschland? Größter Automarkt der Welt peitscht Elektroautos durch]
FOCUS Online/Wochit Vorbild für Deutschland? Größter Automarkt der Welt peitscht Elektroautos durch
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Von der Giftbrühe zum Badefluss - Elbe erlebt kleines Wunder

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2017 11:49

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http://www.n-tv.de/wissen/Elbe-erlebt-k ... 02345.html
Von der Giftbrühe zum Badefluss - Elbe erlebt kleines Wunder

Niemand kam vor 25 Jahren auf die Idee, in der Elbe zu baden. Dass die Wasserqualität heute sogar lange Schwimmstaffeln zulässt, gleich einem kleinen Wunder. Doch für den Fluss gibt es neue Probleme aus der Umwelt.

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Giftbrühe, toter Fluss, chemische Reinigung: Die Beinamen der Elbe waren vor dem Mauerfall alles andere als schmeichelhaft. Wie sehr sich dieses Bild gewandelt hat, zeigt sich ab dem heutigen Samstag: eine mehr als 500 Kilometer lange Schwimmstaffel lenkt den Blick zur Elbe. In Etappen führt sie im Wissenschaftsjahr vom sächsischen Bad Schandau bis zur Staustufe in Geesthacht in Schleswig-Holstein.

Doch es gibt nicht nur Erfolge. Trotz ihrer guten Wasserqualität hat die Elbe Stress - und ein Gedächtnis. Zwei Tage nach dem Mauerfall zitierte der "Spiegel" im November 1989 aus einer geheimen Studie des DDR-Umweltministeriums. Danach lag die Belastung der Elbe mit Schwermetallen um ein Vielfaches über den Höchstwerten der europäischen Trinkwasserrichtlinie. Es ging um Quecksilber, Cadmium, Chlorkohlenwasserstoffe und anderen Chemiemüll aus Kombinaten und Fabriken entlang der Elbe und ihren Nebenflüssen - eine Brühe, die vom deutsch-deutschen Grenzfluss in die Nordsee gespült wurde.
Luftaufnahme der Elbe bei Bleckede (Niedersachsen).
Luftaufnahme der Elbe bei Bleckede (Niedersachsen).
(Foto: picture alliance / Philipp Schul)

Heute gleicht das Flusssystem Elbe an langen Abschnitten einem Naturparadies. "Ökologische Systeme haben ein hohes Regenerationsvermögen. Dass sich die Elbe aber so schnell erholt und auch viele Tiere wie der Elbebiber zurückkommen, das hat kaum jemand erwartet", sagt Markus Weitere, Gewässerökologe am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Magdeburg.
Probleme bleiben

Doch es bleibt ein großes Aber. Die Elbe bleibt durch den Eintrag von Nährstoffen und dem daraus folgenden Algenwachstum, immer noch ein problematischer Fluss, berichtet Weitere mit Blick auf Nitrat und Phosphat aus der Landwirtschaft. Dazu komme die vom Menschen veränderte Form des Flusses mit Strömungen und Ufern. "Wenn wir den gesamten ökologischen Zustand des Systems Elbe anschauen, wird er immer noch nicht als gut bewertet, sondern in weiten Teilen als mäßig und unbefriedigend", sagt Weitere.

Das sieht Christian Wolter vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei ganz genauso. "In den letzten Jahrzehnten hat man sich vor allem auf die chemische Wasserqualität gestürzt und hatte da auch große Erfolge", sagt er. Seltene Flussfischarten wie Barbe, Hasel oder Aland kehrten zum Beispiel zurück. Auch der Lachs wird wieder angesiedelt. Seit Ende der 1990er-Jahre aber seien Verbesserungen relativ marginal geblieben, ergänzt Wolter. Deshalb sei es Zeit für einen Paradigmenwechsel, ganz im Sinne der neuen Wasserrahmenrichtlinie: Nicht nur die chemische Wasserqualität zählt.
Gedächtnis eines Flusses

Die ökologische Qualität ist gleichwertig. Susanne Heise, Ökotoxikologin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, hat vor allem die Ablagerungen der Elbe im Blick - ihre Sedimente. Sie sind wie das Gedächtnis eines Flusses. "Schwebstoffe und Schadstoffe in den Sedimenten sind heute die großen Probleme für die Elbe", urteilt sie. Dazu zählen auch Altlasten wie Schwermetalle, die immer noch eingeschwemmt oder bei Hochwasser wieder aufgewirbelt und in großen Mengen weiterverteilt werden. Zwar gebe es ein Sedimentmanagementkonzept mit Schwellenwerten für Konzentrationen, berichtet Heise. Es sei aber nicht verpflichtend und habe mit Blick auf Schadstoffquellen noch viele weiße Flecken.
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Wichtig wäre ihr deshalb eine Prioritätenliste: Wo ist es ökologisch sinnvoll, Altlasten vom Grund zu baggern? Solche Verfahren sind teuer. "Mit Verbesserungen bei den Sedimenten könnte die Elbe aber noch einmal einen Sprung nach vorn machen", sagt die Forscherin. Neben den Einträgen aus der Landwirtschaft gibt es andere, die man nicht sieht und von denen man nichts ahnt. "Dazu gehören Mikroschadstoffe und Antibiotika-Rückstände aus Krankenhäusern. Die lassen sich nicht so einfach aus dem Abwasser filtern und werden auch von Kläranlagen nicht vollständig zurückgehalten", sagt Gewässerökologe Weitere. "Dazu kommt Mikroplastik, zum Beispiel aus dem Abrieb von Plastikflaschen oder Tüten. Das ist per se nicht giftig, aber es ist ein sehr widerstandsfähiges Material, das in die Nahrungskette gelangt."

Und dann gibt es noch den Klimawandel, der im Verdacht steht, Extremwetterlagen mit Hoch- und Niedrigwasser zu begünstigen. "Hauptproblem ist also ein ganzes Set an Stressoren, die für sich allein wenig ausmachen, aber in ihrer Summe wirken", resümiert Weitere. In vielen Bereichen sehen die Wissenschaftler deshalb Luft nach oben, um an der Elbe noch größere Wunder wahr werden zu lassen.

Quelle: n-tv.de , Ulrike von Leszczynski, dpa
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In EU vor weiterer Zulassung - Kalifornien warnt vor Glyphosat

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jun 2017 11:45

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/politik/Kalifornien- ... 07620.html
Dienstag, 27. Juni 2017
In EU vor weiterer Zulassung - Kalifornien warnt vor Glyphosat

Möglicherweise krebserregend sei das Herbizid Glyphosat, darauf legt sich der US-Bundesstaat Kalifornien fest. Für Monsanto ist das problematisch und damit bald auch für Bayer. In der EU wirbt Landwirtschaftsminister Schmidt für den weiteren Einsatz des Mittels.

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Der Saatgut-Konzern Monsanto hat mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat einen Rückschlag in den USA erlitten. In Kalifornien teilte die zuständige Behörde für Gesundheit und Umwelt mit, Glyphosat werde ab dem 7. Juli auf die Liste mit Chemikalien gesetzt, die krebserregend sein können. Monsanto wird gerade in einem 66 Milliarden Dollar schweren Deal vom deutschen Bayer-Konzern übernommen.

Kritiker der Transaktion befürchten ein Imageproblem für Bayer, da sich Monsanto wegen Glyphosat immer neuer Klagen ausgesetzt sieht. Der US-Konzern will gegen die Entscheidung in Kalifornien vorgehen und nannte sie "ungerechtfertigt auf der Basis von Wissenschaft und Gesetz". Durch die Maßnahme in Kalifornien könnten Monsanto und andere Firmen, die solche Unkrautvernichter herstellen, dort gezwungen werden, Warnungen auf die Produktverpackungen zu kleben. Das Mittel wird unter anderem von Landwirten, auf Golfplätzen und in Weingebieten eingesetzt.
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Das Herbizid ist hoch umstritten. Nach einer monatelangen Hängepartie hatte die EU-Kommission Ende Juni vergangenen Jahres mangels einer Mehrheit der Mitgliedstaaten für oder gegen Glyphosat die Zulassung vorerst um anderthalb Jahre verlängert. Zum Jahresende läuft die Übergangslösung aus. Im Gespräch ist nun eine Verlängerung um zehn Jahre. Eine Europäische Bürgerinitiative sammelte für ein Verbot von Glyphosat innerhalb von vier Monaten die nötige Beteiligung von einer Million Unterstützern.

In der vergangenen Woche hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die EU-Kommission zur Verlängerung der Genehmigung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat gedrängt. "Es ist vertretbar, Glyphosat anzuwenden", sagte der CSU-Mann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Freitag. "Das sagen alle wissenschaftlichen Untersuchungen der zuständigen deutschen und europäischen Behörden und das sollte Maßgabe für die Entscheidung sein." Er sehe rechtlich keine Grundlage, die Genehmigung zu verweigern, sagte Schmidt.

Quelle: n-tv.de , rpe/rts/AFP
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Kehrseite von Fast Food - To-Go-Mentalität vermüllt die Umwelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Jul 2017 11:35

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/To-Go-Mentali ... 17300.html
Montag, 03. Juli 2017
Kehrseite von Fast Food - To-Go-Mentalität vermüllt die Umwelt

Der Trend zum ökologisch bewussten Essen steigt, das Geschäft mit vegetarischen und veganen Lebensmitteln boomt entsprechend. Dabei lassen viele außer Acht, dass es nicht nur um den Inhalt geht - auch die Verpackung zählt.

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Dass Einwegbecher für Kaffee zum Mitnehmen eine Umweltsünde sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Aber die Müllprobleme durch Essen und Trinken sind damit längst nicht am Ende. Unzählige Restaurants, Snackbars, Bäckereien und Supermärkte in Deutschland bieten Salate, Sushi, Burger, Fruchtjoghurts und andere kleine Mahlzeiten in Einwegbehältern. Und das sind nur die stationären Geschäfte - hinzu kommt der Liefer-Boom beim Essen, der die Verpackungsmüll-Flut noch verschärft.

Dahinter stecken veränderte Bedürfnisse der hungrigen Kundschaft: Viele wollen ihr Essen schnell, unkompliziert und möglichst ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Einfach aufreißen und reinbeißen heißt dabei die Devise. "Essen war nie bequemer, aber auch nie unökologischer", sagt Thomas Fischer, Experte für Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. "Es gibt einen regelrechten Boom, was vorverpacktes Essen angeht."

Auch Bioläden machen da keine Ausnahme. Das bringe den Händlern und Verpackungsherstellern satte Gewinne, denn die Vorportionierung müsse teuer bezahlt werden, kritisiert Fischer. "Kleine Salate in einer Hartplastikschale kosten schnell bis zu fünf Euro, und auch ein einfaches Sandwich kostet in der Hartplastikschale für den Hunger für unterwegs vier Euro oder mehr. Ressourcenverschwendung lohnt sich also", so der Experte.
Mehrwegsystem für Verpackungen

Eine Lösung könnten aus seiner Sicht Mehrwegsysteme sein: "Kunden bestellen Essen auf Rädern in bepfandeten Mehrwegboxen und lassen sie bei der nächsten Bestellung über den Anbieter wieder mitnehmen", schlägt Fischer vor. Gerade für Menschen, die regelmäßig bei Online-Lieferdiensten bestellen, komme das in Frage. Dafür müssten allerdings auch politische Rahmenbedingungen angepasst werden. Neben steuerlichen Anreizen beim Einsatz von Mehrweggeschirr könne auch eine Ressourcensteuer für das Inverkehrbringen von Verpackungen helfen, die Abfallberge schrumpfen zu lassen.

Eine Mehrweg-Initiative für das Essen zum Mitnehmen gibt es bereits, und zwar in Stuttgart: Dort hatten sich neun Gastrobetriebe zusammengeschlossen, die ihren Kunden wiederverwendbare Behälter für verschiedene Gerichte sowie Becher für Müsli und Getränke anbieten. Das Geschirr kann man in einem der Partnerrestaurants abgeben oder wiederbefüllen lassen.
Bei McDonald's ist alles zum Wegwerfen

Kritik von Umweltschützern wegen seiner vielen Einwegverpackungen muss sich auch der Fast-Food-Riese McDonald's immer wieder gefallen lassen. Fast 46.000 Tonnen Verpackungen brachte das Unternehmen in Deutschland im vergangenen Jahr in Umlauf, darunter Schachteln für Burger, Chicken Nuggets und andere Speisen sowie für Transporte, aber auch Servietten, Trinkhalme und Werbeflyer. Den Kaffee zum Mitnehmen schenkt die Kette mittlerweile auf Kundenwunsch auch in mitgebrachte oder im Restaurant gekaufte Mehrwegbecher aus und gibt zudem Kaffee, Kuchen und Muffins für den Verzehr vor Ort in seinen McCafés auf Porzellangeschirr aus.

Ähnliche Schritte für das übrige Angebot gibt es aber nur in Teilbereichen. Man teste "mit Blick auf die weitere Reduktion von Verpackungsmaterialien auch immer wieder unterschiedliche Konzepte", heißt es etwa unter Verweis auf eine neue Gourmet-Linie, bei der die Burger lediglich mit einer kleinen Papierhülle versehen und auf einem Tablett angerichtet werden. Bis 2020 wolle das Unternehmen zudem weltweit nur noch recycelte Materialien oder Papier aus zertifizierter Forstwirtschaft einsetzen.
Vermüllung in Parks

Sichtbar wird die Verpackungsflut vor allem in der warmen Jahreszeit, wenn es viele Menschen zur Mittagspause, zum Picknick oder Grillabend ins Freie zieht. In den Fußgängerzonen der Städte quellen die öffentlichen Abfalleimer jetzt über - sofern Essensverpackungen oder Pappbecher nicht gleich wild irgendwo im Park oder am Straßenrand entsorgt werden. Mit der wachsenden Verpackungsmenge wird in vielen Städten auch eine zunehmende Wegwerfmentalität der Bürger beklagt. An der renaturierten Isar in München beispielsweise hinterlassen grill- und feierfreudige Menschen gerade an den Sommerwochenenden bergeweise Müll, darunter reichlich Einwegverpackungen für Essen und Getränke.
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Auch das Umweltbundesamt sieht veränderte Verzehr- und Konsumgewohnheiten als bedeutenden Grund für den Anstieg des Verpackungsmüllbergs auf die Rekordmenge von fast 18 Millionen Tonnen im Jahr 2014. Die privaten Endverbraucher hatten daran einen Anteil von gut 8 Millionen Tonnen, wie Verpackungsexperte Gerhard Kotschik vom Umweltbundesamt sagt. Die zunehmende Mobilität der Menschen, der Trend zu verzehrfertigem Essen sowie eine wachsende Zahl von Ein- und Zweipersonenhaushalten dürften das Aufkommen auch künftig weiter leicht steigen lassen.

"Aber es wird auch Gegenbewegungen geben", sagt Kotschik. Wenn die Menschen erst einmal sensibilisiert und zu einer Verhaltensänderung bereit seien, dürften auch große Anbieter umdenken. Das zeigte sich zuletzt auch bei Plastiktüten: Seit dem Aus für die kostenlose Kunststoff-Tragetasche in vielen Geschäften ist ihr Verbrauch in Deutschland rapide gesunken.

Quelle: n-tv.de , Christine Schultze,dpa
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Nur Millionstel Millimeter - Straßenverkehr produziert Ultrafeinstaub

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jul 2017 10:45

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Strassenverke ... 18505.html
Nur Millionstel Millimeter - Straßenverkehr produziert Ultrafeinstaub

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Das Stoffgemisch besteht aus vielen verschiedenen Komponenten. Einige davon sind so klein, dass ihre Herkunft erst jetzt untersucht wurde. Je winziger ein Partikel ist, umso tiefer kann er in die Lunge eindringen.

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Der Straßenverkehr trägt zu den kleinsten messbaren Bestandteilen des Feinstaubs erheblich bei. Finnische Forscher hatten die Verbreitung von Partikeln mit einer Größe von 1,3 bis 3 Nanometern (das sind Millionstel Millimeter) in der Luft untersucht, wie sie in den "Proceedings" der US-nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) schreiben.

Bei Messungen in der Nähe verschiedener Straßen fand die Gruppe um Topi Rönkkö von der Tampere University of Technology in Tampere, Finnland, heraus, dass diese Kleinstpartikel zeitweise bis zu 54 Prozent aller Partikel in der Luft ausmachen können. Die Konzentration der winzigen Stoffe ist dabei davon abhängig, wie stark der Verkehr ist und wie der Wind steht. Die 1,3 bis 3 Nanometer großen Partikel können aber auch auf natürlichem Wege entstehen.

Feinstaub besteht aus vielen verschiedenen Stoffen. Sie können etwa aus Dieselruß, Reifenabrieb oder aus Abgasen von Industrie-, Kraftwerks- oder Heizungsanlagen stammen – und auch aus natürlichen Quellen. So oder so kann Feinstaub schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Dabei gilt: Ein Partikel kann umso tiefer in die Lunge eindringen, je kleiner er ist. Sind die Partikel kleiner als ein Mikrometer, spricht man von Ultrafeinstaub. Partikel der Größe 1,3 bis 3 Nanometer sind bisher bei Feinstaubmessungen nicht erfasst worden.
Kurzlebige Partikel

Klaus Wirtz, Luftexperte aus dem Umweltbundesamt, ist von den Messergebnissen nicht überrascht. "Es ist nicht verwunderlich, dass im Abgas kleinere Partikel vorhanden sind, die aus Vorläufern in der Gasphase kondensieren." Allerdings seien diese Partikel sehr kurzlebig, weil sie sich an andere Partikel binden oder weil sie Kondensationskeime für Tröpfchen werden.

Die Messunsicherheiten seien in der Regel umso größer, je kleiner die gemessenen Partikel seien, betont Wirtz. Auf die Untersuchungen von Gesundheitsschädigungen durch Abgase hätten die neuen Erkenntnisse keine Auswirkungen. Bei solchen Tests werde gemessen, welche Dosis eines Stoffgemischs welche Wirkung hat. Die winzigen Partikel sind da schon mit eingerechnet.
Auch Stickoxide sind schädlich
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Den Wissenschaftlern zufolge stoßen Dieselfahrzeuge jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen Stickoxide mehr aus als sie nach geltenden Abgasgrenzwerten dürften. 15.05.17 Abgase jenseits der Grenzwerte Zehntausende sterben an Pkw-Stickoxiden
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Rönkkö und Kollegen hatten die winzigen Partikel zunächst in der finnischen Hauptstadt Helsinki in einer Vorstadtstraße und in einer innerstädtischen Straßenschlucht gemessen. Dabei stellten sie fest, dass die Windrichtung eine wichtige Rolle spielt. Bläst der Wind von der Fahrbahn in Richtung der Messinstrumente, liegt die Anzahl der erfassten Nanopartikel erheblich höher. In der Nähe der Vorstadtstraße war der Anteil der Winz-Partikel an allen Partikeln in der Luft besonders groß.

Wie groß der Anteil der Motorabgase als Quelle der Nanopartikel ist, zeigte eine Fahrt über die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden: Starker Seitenwind führte dazu, dass nur die Partikel der Luft über dem Meer gemessen wurden. "In dieser Zeit waren sowohl die Konzentration als auch der Anteil der Nano-Aerosole drastisch reduziert", schreiben die Wissenschaftler.

Neben Feinstaub haben auch weitere Bestandteile von Abgasen aus Verbrennungsmotoren negative Auswirkungen: So können Stickoxide ebenfalls Atemwege und Lungen schädigen, außerdem tragen sie zur Entstehung von saurem Regen und bodennahem Ozon bei.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Rettungsplan für Weltnaturerbe - Great Barrier Reef kommt nicht auf Rote L

Beitragvon Gudrun Graf » 6. Jul 2017 11:00

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Great-Barrier ... 23168.html
Donnerstag, 06. Juli 2017
Rettungsplan für Weltnaturerbe - Great Barrier Reef kommt nicht auf Rote Liste

Das Great Barrier Reef gehört zu Australiens größten Schätzen. Damit das auch so bleibt, stellt das Land einen Aktionsplan zum Schutz des gefährdeten Welterbes vor. Dafür sollen mehrere Milliarden australische Dollar investiert werden.

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Das für seine einzigartige Unterwasserwelt berühmte Great Barrier Reef kommt vorerst nicht auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Der Aktionsplan der australischen Regierung zum Schutz des weltgrößten Korallenriffs habe das zuständige Unesco-Komitee überzeugt, sagte Australiens Umweltminister Josh Frydenberg dem Radiosender ABC. Die Entscheidung sei ein "großer Gewinn für Australien". Das Riff ist eine der größten Touristenattraktionen des Landes und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
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Der Aktionsplan sieht verschiedene Maßnahmen vor, mit denen das Ökosystem des Great Barrier Reefs bis 2050 besser geschützt werden soll. Die Regierung will unter anderem zwei Milliarden Australische Dollar (rund 1,4 Milliarden Euro) investieren, um etwa die Wasserqualität zu verbessern. Seit 2016 sind auf einer Fläche von Hunderten Quadratkilometern unzählige Korallen vor Australiens Nordostküste wegen extrem warmer Temperaturen abgestorben.

Das Great Barrier Reef ist seit 1981 offizielles Weltnaturerbe der Unesco. Die UN-Behörde hatte in den vergangenen Jahren immer wieder damit gedroht, das Riff auf die Liste des gefährdeten Welterbes zu setzen, da sich die australische Regierung nicht ausreichend um den Schutz bemühe. Das Naturwunder bringt Australien jährlich rund 6,4 Millionen Australische Dollar an Tourismuseinnahmen ein. Mehr als 64.000 Jobs hängen direkt von der Arbeit am Riff ab.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 26736.html
Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus Das Great Barrier Reef stirbt

Quelle: n-tv.de , vck/dpa
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Treibhausgas aus dem Meer - Lachgas in seltenem Atlantikwirbel entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jul 2017 18:12

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Lachgas-in-se ... 30789.html
Dienstag, 11. Juli 2017
Treibhausgas aus dem Meer - Lachgas in seltenem Atlantikwirbel entdeckt

Das Aufspüren extrem sauerstoffarmer Wirbel im Atlantik ist ein Glücksfall, da diese einerseits relativ klein sind und andererseits wandern. Dass ein Forschungsschiff Proben aus dem Inneren eines Wirbels entnehmen kann, gleicht einem kleinen Wunder.

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Extrem sauerstoffarme Wirbel im Atlantik produzieren ein starkes Treibhausgas. Aufgrund biochemischer Prozesse entstehen in Regionen mit sehr wenig Sauerstoff große Mengen des auch als Lachgas bekannten Treibhausgases Distickstoffmonoxid. Das berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung des Exzellenzclusters Ozean der Zukunft und des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel.

Extreme Sauerstoffarmut entsteht im Atlantik in großen Ozeanwirbeln von bis zu 100 Kilometern Durchmesser, die von der westafrikanischen Küste westwärts durch den Ozean wandern, wie die Forscher im Fachjournal "Scientific Reports" schreiben. Die extrem sauerstoffarmen Wirbel im Atlantik seien der Forschung bislang entgangen, da sie im Gegensatz zu den großen, stationären Sauerstoffminimumzonen nur sehr kleinräumig und zusätzlich räumlich sehr variabel sind, erklärte der Erstautor der Studie Damian Grundle vom Bermuda Institute of Ocean Sciences. "Solche Wirbel sind mit konventionellen Beobachtungsmethoden nur schwer zu erkennen, geschweige denn detailliert zu untersuchen."
Mehrere Proben entnommen

Im Jahr 2010 habe jedoch ein Wirbel eine vor der kapverdischen Insel São Vicente fest im Meer verankerte Beobachtungsstation gestreift und einen ersten Hinweis auf die Existenz dieser speziellen Wirbel gegeben. 2014 sei mit Hilfe eines Satelliten vor der Küste Mauretaniens ein potenzieller Ozeanwirbel entdeckt worden, der Richtung Kapverden wanderte. Kurz vor den Inseln konnten die Forscher mit Hilfe des kapverdischen Forschungsschiffes "Islandia" Proben aus seinem Zentrum entnehmen.

Auch das zufällig vor den Inseln schwimmende deutsche Forschungsschiff "Meteor" wurde dazu genutzt. Die so gewonnenen Daten und Wasserproben wurden anschließend physikalisch, biogeochemisch und biologisch ausgewertet. Danach gab es in 100 Metern Wassertiefe die höchsten Lachgaswerte, die jemals im offenen Atlantik gemessen worden waren.

"Dies ist auf Prozesse zurückzuführen, die dem Ozean den Pflanzennährstoff Stickstoff entziehen können und dabei unter anderem Lachgas in großen Mengen produzieren", fasste Grundle - bis vor Kurzem noch Wissenschaftler am Geomar - die Erkenntnisse zusammen. "Wir müssen unser Verständnis der Stoffkreisläufe im Atlantik jetzt diesbezüglich anpassen", lautete sein Fazit.
Wirbel sind natürlichen Ursprungs
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Die sauerstoffarmen Wirbel entstehen nach Angaben von Geomar-Sprecher Jan Steffen auf natürliche Weise, wenn nährstoffreiches Tiefenwasser durch Meeresströmungen an der Küste Westafrikas in obere Wasserschichten gespült wird. Im Inneren der Wirbel sind viele Nährstoffe, so dass sich dort zahlreiche Lebewesen bilden. Sterben diese ab, wird viel Sauerstoff verbraucht.

Da der Stoffaustausch zwischen dem Wirbelinneren und dem Umgebungswasser niedrig ist, kommt es zu nahezu sauerstofffreien Zonen im Wirbel. Dieses Phänomen gebe es natürlicherweise an den Osträndern der Ozeane, etwa auch vor Chile und Peru, sagte Steffen. "Ob der Klimawandel einen Einfluss darauf hat, ist völlig unklar." Die sich in den Meeren ausbreitenden großen, stationären Sauerstoffminimumzonen werden dagegen durchaus mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Japan entsorgt radioaktiven Abfall der Fukushima-Katastrophe im Pazifische

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Aug 2017 20:48

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://derwaechter.net/japan-entsorgt-r ... chen-ozean

Japan entsorgt radioaktiven Abfall der Fukushima-Katastrophe im Pazifischen Ozean
Veröffentlicht am Juli 23, 2017 in Umwelt

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Obwohl es bestens bekannt ist, dass die Nachwirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima einen Schaden für die menschliche Gesundheit, Wildtiere und die Umwelt darstellen, beabsichtigt die für den sauberen Betrieb von Fukushima hauptsächlich verantwortliche Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Company (TEPCO), mit Tritium – einer radioaktiven Form von Wasserstoff – belastetes Wasser im Pazifischen Ozean zu verklappen. Zurzeit gibt es ungefähr 580 Fässer des radioaktiven Wassers, das dazu benutzt wurde, die beschädigten Reaktoren des Kernkraftwerks zu kühlen.
Radioaktiv verseuchter Lachs aus Kanada mit blutigen Krebstumoren – Bald auch in deutschen Regalen, dank dem Freihandelsabkommen mit Kanada, welches dieses Jahr beschlossen wurde.

Laut The Independent hat die Entscheidung des Unternehmens, belastetes Wasser von der dreifachen Kernschmelze im Meer zu entsorgen, Einheimische und Bürger auf der ganzen Welt erzürnt. Trotz des heftigen Aufschreis erklärte der TEPCO-Chef Takashi Kawamura: „Die Entscheidung steht bereits fest.“ Allerdings ist es TEPCO gesetzlich nicht erlaubt, beinahe 777.000 Tonnen radioaktives Wasser in den Pazifischen Ozean freizusetzen, bis die Regierung die letzte Zustimmung erteilt hat. „Wir können nicht weitermachen, wenn wir nicht die Unterstützung des Staates haben“, sagte Kawamura.

Zu jenen, die durch den Vorschlag aufgebracht sind, mit Tritium kontaminiertes Wasser im Ozean zu entsorgen, gehören Fischer, die sagen, dass die Entscheidung einen Einfluss auf ihre Lebensgrundlage haben werde. Kanji Tachiya, der Vorsitzende der einheimischen Fischer-Kooperative, erklärte zum Beispiel gegenüber der Presse: „(Tritium) im Meer freizusetzen, wird eine neue Welle unbegründeter Gerüchte hervorrufen, die all unsere Anstrengungen zunichte macht.“

TEPCO behauptet, Tritium sei für Menschen kaum gefährlich, außer wenn man ihm in hohen Mengen ausgesetzt ist. Der NRA-Vorsitzende Tanaka sagte, die Chemikalie sei „in ihrer Radioaktivität so schwach, dass sie keine Plastikumhüllung durchdringen wird“. Der Ozeanograph Simon Boxall, der an der Universität von Southampton arbeitet, stimmt dem zu. Er sagte zu The Guardian: „Im Großen und Ganzen, wird es am Maßstab des Ozeanbeckens gemessen nur minimale Auswirkungen haben, wenn sie letzten Endes den Stoff in den Pazifik gießen.“

Ob das Wasser die Wildtiere beeinträchtigt, ist fraglich, aber noch bedenklicher für Umweltaktivisten ist das Potenzial, dass ähnliche Praktiken üblicher werden könnten. „Sie sagen, dass es sicher sein wird, weil der Ozean groß ist, und es daher verdünnt wird, aber das schafft einen Präzedenzfall, der nachgeahmt werden kann, indem grundsätzlich jedem erlaubt wird, nukleare Abfälle in unseren Meeren zu entsorgen“, sagte Aileen Mioko-Smith von Green Action Japan. Angesichts dessen, dass die von Fukushima ausgehende Strahlung in der Vergangengheit bereits zwei Roboter lahm gelegt hat, glauben manche, dass es gute Gründe dafür gibt, sich Sorgen zu machen.

Verweise:

http://www.trueactivist.com/japan-to-du ... fic-ocean/
http://www.naturalnews.com/Fukushima.html
http://www.independent.co.uk/news/triti ... ebook-post
http://www.independent.co.uk/news/triti ... ebook-post
https://www.theguardian.com/environment ... to-the-sea
http://www.trueactivist.com/concern-ove ... wo-robots/

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/japan-dump-ra ... fic-ocean/
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Der giftigste Ort der Welt liegt in Hessen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Aug 2017 17:56

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http://derwaechter.net/der-giftigste-or ... -in-hessen

Der giftigste Ort der Welt liegt in Hessen
Veröffentlicht am Juli 18, 2017 in Umwelt

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Nicht etwa das havarierte Endagerbergwerk Asse-II ist der giftigste Ort in Deutschland. Ein stillgelegtes Salzbergwerk in Nordhessen schluckt alljährlich 40.000 Tonnen Giftmüll. Es ist die größte Untertagedeponie der Welt, über der 300 Meter dicken, gasdichten Salzschicht liegen hundert Meter wasserdichter Ton. Für Atommüll ist aber kein Platz.

Im Kali-Revier an der Werra, 700 Meter unter der Erde werden seit fast 40 Jahren stillgelegte Teile des Salzbergwerks rund um Heringen mit hochtoxischen Abfällen aufgefüllt. Seit 1990 lagern hier mehr als 1 Millionen Tonnen unterschiedlichster Abfälle, bis heute sind es mehr als 2,75 Millionen aller Art: Filterstäube aus Verbrennungsanlagen, cyanid- und quecksilberhaltige Chemiealtlasten, mit Dioxin oder PCB belastete Böden. Und soviel Arsen, dass sich damit die gesamte Menschheit ausrotten liesse. Die Kunden befinden sich in aller Welt – und nirgends auf der Welt liegt mehr Giftmüll begraben als in der Untertagedeponie (UTD) Herfa-Neurode.
800 Meter unter Unterbreizbach: Mit Spezialgeräten wird nach einer Sprengung loses Gestein vom First gebrochen

Über der 300 Meter dicken, gasdichten Salzschicht liegen hundert Meter wasserdichter Ton. Zusammen mit künstlichen Barrieren soll das garantieren, dass der eingelagerte Müll für alle Zeiten unter sich bleibt. Streng isoliert von der oberirdischen Welt und gefeit vor jeglichen Wassereinbrüchen. Selbst die Gefahr von Erdbeben oder Meteoriteneinschlägen sei für den sogenannten Langzeitsicherheitsnachweis geprüft worden. Herfa-Neurode habe “geologisch eine besonders günstige Situation“. Die Gefahr, dass Wasser in das Bergwekr eindringen könne, sei aber dennoch gegeben. Auf der thüringischen Seite des Kalibergwerk Werra dringen bis zu 50.000 Kubikmeter Wasser im Jahr ein. Weil es eine unterirdische Verbindung zu den hessischen Abbaufeldern und der Deponie gibt, besteht die Möglichkeit, dass auch in das Giftmülllager Wasser eindringen könnte. Im Jahr 1989 verursachte der Zusammenbruch eines benachbarten Schachtes ein Erdbeben der Stärke 5,6.

Herfa-Neurode ist der sicherste Ort, um giftige Abfälle für Ewigkeiten unterzubringen. Langzeitsicher und nachsorgefrei”, sagt ein Mitarbeiter der Betreiberfirma, eine Tochter des börsennotierten Bergbauunternehmens K+S.

Tonnenweise Giftmüll wie Arsen, Dioxin, Furan, Zyanid oder Quecksilber wird in der Tiefe eingemauert bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Zwei Deponiefelder sind bereits fast voll, ein drittes wurde kürzlich eröffnet. Und auch das wird nicht das letzte sein – der Stauraum unter Tage reicht noch für Jahrzehnte. Die Abfälle dürfen aber weder radioaktiv noch explosiv, nicht biologisch abbaubar, infektiös oder flüssig sein.

Das Verbot zur Einlagerung von radioaktiven Abfällen sei eine “unternehmerische Entscheidung”, weil man “nicht in die politische Diskussion” möchte. Kritisch wäre aber tatsächlich die Wechselwirkung zwischen strahlenden Abfällen, die Wärme entwickeln und Giftmüll.

Die Entsorgungsmisere für Atommüll in Deutschland ist groß: kein Kilogramm des hochradioaktiven und wärmeentwickelnden Strahlenabfall ist sicher entsorgt. Geplant wird mit Gorleben – doch die Nichteignung ist seit mehr als 30 Jahren erwiesen. Nun müssen neue Standorte her, die in einem bundesweiten Vergleich auf den Prüfstand kommen.

Da sich die Verantwortlichen derartig überzeugt von der Langzeitsicherheit des Salzstocks Herfa-Neurode zeigen, muss er in einen Standortvergleich für Atommüllendlager einbezogen werden. Oder die grundsätzlichen Argumente, die gegen eine Lagerung von wärmeentwicklendem Atommüll in Salzbergwerken sprechen, endlich berücksichtigt werden.

Quellen (Auszug): Frankfurter Rundschau, Wikipedia; 05.08.2011
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Tonnenweise Treibhausgase - Alte Bohrlöcher setzen Methan frei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2017 13:38

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Alte-Bohrloec ... 06231.html
Dienstag, 29. August 2017
Tonnenweise Treibhausgase - Alte Bohrlöcher setzen Methan frei

Methan ist ein Klimakiller. Bisher beobachtet man Methan-Rülpser von Kühen kritisch. Doch nun ist es die Nordsee, die das Treibhausgas ausspeit - und zwar nicht natürlicherweise, sondern an Stellen, wo vorher in den Boden gebohrt wurde.

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Auch in der Nordsee wird Öl- und Gas abgebaut. Ungefähr 11.000 Bohrlöcher existieren deshalb am Meeresgrund. Diese wurden bislang als ungefährlich eingestuft, doch an den alten, inaktiven Bohrlöchern wird Methan freigesetzt. Das hat das Forscherteam um Lisa Vielstädte vom Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel herausgefunden. Die Forscher entdeckten bei mehreren Expeditionen zu Öl- und Gaslagerstätten in der Nordsee aufsteigende Gasbläschen. Sie maßen daraufhin stark erhöhte Methangehalte an diesen Stellen im Wasser.
Ölförderplattform in der Nordsee.

Die Forscher stellten fest, dass das Gas aus sogenannten Gastaschen stammt, die in weniger als 1000 Metern Tiefe im Meeresboden liegen. Auf der Suche nach Öl und Gas werden diese Gastaschen einfach durchstoßen. Prinzipiell stellen sie bei den Bohrungen keine Gefahr dar und bleiben deshalb weitestgehend unbeachtet. Doch mit den neuesten Erkenntnissen der Forscher könnte sich das ändern.

Bei rund einem Drittel aller ausgedienten Bohrlöcher könnten solche Gastaschen angebohrt worden sein, schätzen die Forscher. Damit könnten nach Hochrechnungen zwischen 3000 und 17.000 Tonnen Methan pro Jahr zusätzlich zur natürlichen Methanabgabe aus dem Meeresboden der Nordsee austreten. "Das wäre ein signifikanter Anteil am gesamten Methanbudget der Nordsee", betont Matthias Haeckel vom GEOMAR.
Bohrungen sind Störungen im Meeresboden
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Das freigesetzte Methan an der Außenseite der Bohrlöcher wird von den Forschern als Nebenwirkung der Bohrungen gesehen. Die Störungen im Meeresboden ist der Grund, weshalb rund um das Bohrloch kontinuierlich Gase aufsteigen können. Normalerweise kann Methan, das in großer Tiefe am Meeresboden entweicht, von Mikroorganismen abgebaut werden. Doch ungefähr die Hälfte aller Bohrlöcher in der Nordsee liegen nicht tief genug für diesen Abbauprozess. Stattdessen steigt das Methan auf und erreicht als klimaschädigendes Treibhausgas die Atmosphäre.

Um den menschlichen Einfluss auf das Methanbudget der Nordsee noch genauer untersuchen zu können, wird ein Team mit dem Forschungsschiff "Poseidon" im Oktober weitere Gasquellen im Umfeld von Bohrlöchern in der Nordsee untersuchen.

Ihre bisherigen Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Dreck der Vergangenheit - Vogelfedern zeigen frühere Verschmutzung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Okt 2017 10:33

UMWELT und NATURSCHUTZ
http://www.n-tv.de/wissen/Vogelfedern-z ... 73099.html
Dreck der Vergangenheit - Vogelfedern zeigen frühere Verschmutzung

Schlimmer als angenommen: In einigen US-Städten war die Luft vor 100 Jahren so schmutzig wie heute in Peking oder Delhi. Davon zeugen überraschend deutlich Vogel-Sammlungen in Museen, die in ihrem Gefieder den Schmutz von damals bewahrt haben.

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Aus dem verrußten Gefieder von Vogel-Exponaten in Museen haben Forscher das Ausmaß der Luftverschmutzung in Teilen der USA im vergangenen Jahrhundert rekonstruiert. Sie konnten nachvollziehen, wie mit steigender Kohlenutzung die Luft zunächst immer rußiger wurde und wie sich später Umweltschutzmaßnahmen positiv auf die Luftreinheit auswirkten. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts sei die Luftverschmutzung schlimmer gewesen als bisher angenommen, berichten die Forscher in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Shane DuBay und Carl Fuldner von der University of Chicago hatten in drei Museen mehr als 1000 Exponate verschiedener Vögel gesammelt, die in den vergangenen 135 Jahren in der Region des sogenannten Rostgürtels der USA herumgeflogen waren. Der Rostgürtel ist eine riesige Industrieregion im Nordosten der USA, in der Städte wie Chicago, Detroit und Pittsburgh liegen. "Wenn man heute den Himmel über Chicago anguckt, ist er blau", sagt DuBay. "Aber wenn man Bilder aus Peking oder Delhi sieht, bekommt man eine Vorstellung davon, wie auch US-Städte wie Chicago oder Pittsburgh einmal waren."
"Vögel filterten beim Herumfliegen die Luft"

Berücksichtigt wurden Vögel fünf verschiedener Arten, die ein helles Brust- und Bauchgefieder besitzen - darunter die Ohrenlerche, die Heuschreckenammer oder der Rotkopfspecht. Ruß haftet an den Federn der Vögel und färbt sie sichtbar dunkel. "Wenn man diese Vögel anfasst, hinterlässt das Rußspuren an den Fingern", erklärt DuBay. "Diese Vögel filterten beim Herumfliegen quasi die Luft."

Mit einem photometrischen Verfahren bestimmten die Wissenschaftler, wie viel - oder wenig - Licht vom Gefieder reflektiert wurde und damit, wie stark rußverschmutzt es ist. Die Messungen ergaben, dass die Rußverschmutzung des Gefieders bei Tieren aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts am höchsten war. Bis zur Mitte des Jahrhunderts hing sie eng mit dem Kohleverbrauch in der Region zusammen. "Wir waren erstaunt von der Präzision, die wir erreichten", sagte DuBay. "Zur Zeit der Großen Depression gab es einen scharfen Rückgang der Rußverschmutzung im Gefieder, weil der Kohleverbrauch sank."
Heute weniger sichtbare Luftschadstoffe
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Um den Zweiten Weltkrieg herum nahm die Verschmutzung dann wieder zu, weil die Kriegsindustrie viel Kohle verbrauchte. In den folgenden Jahrzehnten entkoppelte sich schließlich die Gefiederverschmutzung vom Kohleverbrauch. Die bis dahin häufig verbrannte, stark rußende bitumenhaltige Kohle wurde durch eine rußärmere Kohle ersetzt, bessere Luftreinhaltetechnologien wurden entwickelt und nach und nach stellten die Städte zur Energieerzeugung auch auf Erdgas um, erklären die Wissenschaftler.

Die Tatsache, dass die Vögel aus der jüngeren Vergangenheit sauberer sind, bedeute allerdings nicht, dass es keine Probleme mehr gebe, sagte DuBay. Heute entließen die USA zwar deutlich weniger Ruß in die Atmosphäre als früher, dafür aber verstärkt weniger sichtbare Luftschadstoffe. "In der Mitte des 20. Jahrhunderts haben wir in die Infrastruktur und die Regulation der Brennstoffquellen investiert - hoffentlich lernen wir daraus und stellen heute auf ähnliche Weise auf nachhaltige, erneuerbare Energiequellen um, die effizienter und weniger schädlich für die Umwelt sind."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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