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Ihr Tod soll Unglück bringen - Mythos schützt weiße Hirsche

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mai 2017 21:46

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
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http://www.n-tv.de/wissen/Mythos-schuet ... 60639.html
Samstag, 27. Mai 2017
Ihr Tod soll Unglück bringen - Mythos schützt weiße Hirsche

Um weiße Hirsche rankt sich ein Mythos: Wer sie schießt, stirbt kurz darauf. Der Aberglaube wirkt offenbar nach: Seit Jahren ist keins der seltenen Tiere mehr geschossen worden. Forscher wollen nun eine Population genauer untersuchen.

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Wer einen weißen Hirsch tötet, stirbt innerhalb eines Jahres: Dieser Mythos unter Jägern rankt sich um die außergewöhnlichen Tiere, die es im nordhessischen Reinhardswald in vergleichsweise großer Zahl gibt. Der Aberglaube wirkt offenbar nach: Laut dem zuständigen Landkreis Kassel ist seit Jahren kein weißer Hirsch mehr geschossen worden. Stattdessen seien sich Jäger und Naturschützer einig, die weißen Tiere wegen ihrer Besonderheit zu erhalten. Der jüngste Anstoß der Forstverwaltung, ein paar Exemplare zum Abschuss freizugeben, stieß auf Ablehnung.

Weiße Hirsche sind laut dem Deutschen Jagdverband selten in Deutschland. Vor einigen Jahren sorgte die Flucht von "Hansi dem Albinohirsch" aus einem Gehege in Rheinland-Pfalz für Aufsehen. Die Hirsche im Reinhardswald sind keine Albinos: Ihre Farbe rührt nicht von einer Pigmentstörung her. Sie ist offenbar eine genetische Laune der Natur. Forscher der Justus-Liebig-Universität in Gießen wollen das Phänomen nun genauer untersuchen. Durch einen Vergleich weißer und brauner Tiere im Reinhardswald soll geklärt werden, "ob es sich beim weißen und braunen Rotwild um getrennte Populationen oder um Vertreter einer einzigen Population handelt", sagen die Wissenschaftler.

Unterstützt wird das Projekt vom Tierpark Sababurg im Reinhardswald, wo es ebenfalls weiße Hirsche gibt: "Wir liefern Material in Form von Geweihstangen", sagt die dortige Zoologin Sandy Rödde. Bohrproben aus den Geweihen erlaubten Rückschlüsse auf das Erbgut. Laut den Gießener Forschern ist die Verbreitung des weißen Rotwilds im Reinhardswald vermutlich auf den hessischen Landgrafen Wilhelm IV. zurückzuführen. Der habe Ende des 16. Jahrhunderts die Hirsche dort in einem Tierpark gehalten, dann wurden einige Exemplare "aufgrund der Wirren des Dreißigjährigen Krieges freigesetzt".
Mythos noch in den Köpfen
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Zur Größe des heutigen Bestands gibt es unterschiedliche Angaben, der Landesbetrieb Hessen Forst geht von bis zu 40 Stück aus. Für Jäger seien die weißen Tiere etwas Besonderes, sagt Rödde, die selbst jagt: "99 Prozent der Jäger genießen es, wenn ein solcher weißer Hirsch vorbeiläuft." Es sei ein toller Anblick, wenn auf eine Lichtung mit braunem Wild plötzlich ein weißer Hirsch trete. Und bei älteren Jägern sei der Mythos durchaus noch in den Köpfen, dass die Tötung weißer Tiere Unglück bringt.

Behörden, Naturschützer, Landwirte und Jäger seien sich einig, dass weiße Hirsche nicht geschossen werden sollten, weil sie besonders sind, sagt Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel. Hessen Forst wollte hingegen zumindest drei Stück jagen lassen. Schließlich seien weiße Hirsche abgesehen von der Farbe wie braune. Zustimmung gab es dafür nicht. Für Jäger, die einen weißen Hirsch erspähen, gilt deshalb auch künftig die Devise: genießen, nicht schießen.

Quelle: n-tv.de , Göran Gehlen, dpa
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G20 stellt Aktionsplan auf - Plastikmüll tötet Zehntausende Meerestiere

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mai 2017 20:52

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
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http://www.n-tv.de/wissen/Plastikmuell- ... 67420.html
Mittwoch, 31. Mai 2017
G20 stellt Aktionsplan auf - Plastikmüll tötet Zehntausende Meerestiere

Jedes Jahr verschmutzen Millionen Tonnen Plastikmüll Ozeane, Flüsse und Seen auf der ganzen Welt. Ein Ende der Vermüllung ist nicht in Sicht. Jetzt soll ein Aktionsplan der G20-Staaten helfen. Er nimmt besonders die Entsorgung von Plastik ins Visier.

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Plastik ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Doch längst belasten Tüten, Geschirr, Besteck, Möbel und Folien aus Plastik die Umwelt - vor allem die Meere. Schätzungen zufolge schwimmen in den Weltmeeren mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik und jedes Jahr werden es mehr. Seit Jahren beklagen Umwelt- und Naturschützer diese Entwicklung. Jetzt wollen die G20-Staaten einen Aktionsplan gegen die Plastik-Vermüllung aufstellen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:
Bilderserie
Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer ... Indischen Ozean ist das Wasser mit größeren und kleineren Plastikteilen durchsetzt. Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Wie gefährlich ist dieser Müll in den Meeren?
"In den abgelegensten Gebieten wie in der Arktis und Antarktis, wo man hinsieht, sieht man Plastikmüll", sagt Sandra Schöttner von Greenpeace. Für Fische, Muscheln, Meeresfrüchte sei Mikroplastik eine Bedrohung. Plastikpartikel seien schon in Kabeljau, Thunfisch und anderen Fischen nachgewiesen worden. Schon vor Jahren kritisierte der BUND, dass Tiere mit vollem Plastikmagen verhungerten. Etwa 100.000 Meerestiere verenden jährlich an der Vermüllung.

Ist auch der Mensch bedroht?
Plastikabfälle seien nicht harmlos; sie enthielten chlorierte Kohlenwasserstoffe, Verhärter oder Weichmacher, sagt Katja Ziebarth, Meeresschutzreferentin des BUND Bremen. Diese Kleinteile würden von Würmern, Muscheln, Krebsen gefiltert, die dann als Nahrung der Fische dienten. Erforscht sind mögliche Auswirkungen auf den Menschen noch nicht. Das Thema steht erst seit wenigen Jahren im Fokus der Wissenschaft. "Es ist aber davon auszugehen, dass Mikroplastik über die Nahrungskette auch wieder auf unseren Tellern landet", sagt Schöttner.

Wird das Plastik in den Meeren abgebaut?
Der Plastikmüll wird aus Sicht der Experten noch viele 100, wenn nicht 1000 Jahre erhalten bleiben. Plastik zersetzt sich, bleibt aber in kleinsten Teilchen als Mikroplastik erhalten. Der größte Teil des Plastikmülls im Meer ist unsichtbar. Etwa 15 Prozent halten sich an der Oberfläche, nur 5 Prozent gelangen an die Strände. Ein niedersächsisches Forschungsprojekt des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) in Wilhelmshaven befasst sich seit August 2016 mit dem Plastikmüll in der Nordsee. Dabei geht es um größere Teile ab fünf Millimetern und deren Ausbreitung in der südlichen Nordsee.
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Sind alle Länder gleichermaßen betroffen?
Es ist ein weltweites Problem. Jährlich würden auf der ganzen Welt rund 300 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, sagt Jörg-Olaf Wolff vom ICBM. Es sei wichtig, den Blick in alle Regionen der Erde zu werfen.

Wie kann Abhilfe geschaffen werden?
"Als erster Schritt, um die weitere Vermüllung zu stoppen, muss nicht mehr so viel Plastik produziert werden. Und aus der Kosmetik-Herstellung sollten flüssige, gel- und wachsartige Mikrokunststoffe ganz verschwinden", sagt Greenpeace-Expertin Schöttner.

Was tut Deutschland, um das Problem in den Griff zu bekommen?
Die Bundesregierung setzt sich auf internationaler Ebene für eine Bekämpfung des Müllproblems ein. 2015 verabschiedeten die sieben großen Industrienationen (G7) einen Aktionsplan, der als Vorbild für die G20 dienen soll, die Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Weitere Maßnahmen sollen auf dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg erarbeitet werden. Wichtige Themen dabei sind die Entsorgung von Kunststoffmüll und illegal entsorgter Müll von Schiffen im Ozean. In Deutschland soll ein Runder Tisch verschiedene Maßnahmen koordinieren. Ihm gehören rund 50 Experten von Fachbehörden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Fischerei und Umweltverbänden an.

Quelle: n-tv.de , Vera Jansen, dpa
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Mysteriöser Tiefseebewohner - Forscher finden "Fisch ohne Gesicht"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Jun 2017 10:33

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-find ... 69033.html
Mysteriöser Tiefseebewohner - Forscher finden "Fisch ohne Gesicht"

Es gibt ihn wirklich: Ein Fisch, der weder Augen noch Nase hat, schwimmt in der Tiefsee vor Australien umher. Forscher finden nun ein Exemplar dieser Art, die bisher nur einmal zuvor gesichtet wurde - und das ist 140 Jahre her.

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Tiefsee-Forscher haben vor Australien zum ersten Mal seit mehr als 140 Jahren einen sogenannten Fisch ohne Gesicht gefunden. Das Tier sei in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4000 Metern Tiefe entdeckt worden, sagte die Wissenschaftlerin Diane Bray von Bord des Forschungsschiffes "Investigator" aus. "Er hat keine sichtbaren Augen oder eine Nase und das Maul liegt auf der Unterseite."
Der Fisch ist in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4000 Metern Tiefe entdeckt worden.
Der Fisch ist in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4000 Metern Tiefe entdeckt worden.
(Foto: picture alliance / Asher Flatt/M)

Der etwa 40 Zentimeter lange Fisch habe zudem eine eigenartige Tropfenform, ein bisschen wie ein Oktopus, sagte Bray. "Er ist wirklich seltsam." 1873 war demnach von der Besatzung eines britischen Forschungsschiffes ein Exemplar vor Papua-Neuguinea entdeckt worden, seitdem bekamen sich weder Mensch noch Fisch gegenseitig zu Gesicht.

Das Team von 40 Wissenschaftlern untersucht seit Mitte Mai und noch bis Mitte Juni die Tiefsee östlich des Kontinents zwischen der Insel Tasmanien und Brisbane im Bundesstaat Queensland. Gesammelt wurde bereits eine Reihe von Lebewesen, darunter Meereswürmer, winzige Krustentiere, biolumineszente Seesterne und tellergroße Asselspinnen - die nicht zu den Spinnentieren gerechnet werden, sondern eine eigene Gruppe bilden. "Wir haben unglaubliche Dinge gesehen", sagte Bray.
Daten zum Schutz vor Klimawandel
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Die gesammelten Daten seien ungeheuer wichtig für die Erforschung des Tiefsee-Lebensraumes vor Australien, seiner Artenvielfalt und der ökologischen Abläufe dort, hatte Expeditionsleiter Tim O'Hara zu Beginn der Mission erklärt. "Das wird zum Schutz und dem ökologischen Management der Tiefsee beitragen und helfen, sie vor den Auswirkungen von Klimawandel, Verschmutzung und anderen menschlichen Aktivitäten zu schützen."

Die Bewohner der Tiefsee halten immer wieder Überraschungen für Forscher bereit. So gelang es Wissenschaftlern vor Kurzem, Filmaufnahmen von einer schwer auffindbaren Krakenart zu machen, über deren Lebensweise bisher nichts bekannt war. Es stellte sich heraus, dass die Art sich bevorzugt von Quallen ernährt.
Bilderserie
Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr Leben in der Dunkelheit

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser

Beitragvon Gudrun Graf » 10. Jun 2017 00:49

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
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http://www.n-tv.de/wissen/Wie-orientier ... 81929.html
Freitag, 09. Juni 2017
Tausende Kilometer lange Reise - Wie orientieren sich Baby-Aale ?

Aale gehören zu den Top-Weltreisenden in der Tierwelt: Die Babyaale sind Tausende Kilometer im Atlantik unterwegs. Aber wie finden sie eigentlich ihren Weg? Ein Geheimnis ihrer langen Wanderschaften scheint nun gelüftet.

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Aale zählen zu den Top-Weltreisenden unter den Tieren. Sie sind Wanderfische, die ihr Erwachsenenleben in Süßgewässern verbringen und flussabwärts zum Laichen ins Meer wandern. Die Reise in die Sargassosee - der Ort, wo sich die Amerikanischen und die Europäischen Aale treffen und laichen - dauert ein bis anderthalb Jahre, sie beginnt in den Gewässern, in denen die Aale "wohnen", also jeweils heimisch sind. Von dort aus starten die Jungtiere - zuerst Larven, dann werden daraus Glasaale - zu ihrer Reise. Ein Geheimnis ihrer langen Wanderschaften durch den Atlantik scheint nun gelüftet.

Auf ihrer Tausende Kilometer langen Reise durch den Atlantik orientieren sich Babyaale in Küstennähe am Erdmagnetfeld und am Rhythmus der Gezeiten. Diesem raffinierten inneren Kompass kamen jetzt erstmals Forscher aus den USA, Norwegen und Island auf die Spur. Sie filmten die Ausrichtung der sogenannten Glasaale in einer Beobachtungskapsel sowohl im Meer vor der Küste Norwegens als auch im Labor in einem künstlich erzeugen Magnetfeld: Im Meer orientierten sich die allermeisten Aale bei Ebbe gen Süden. Viele Tiere (71 Prozent) behielten diesen Gezeitenrhythmus auch im Labor, ganz ohne äußere Strömungseinwirkung, bei.
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Die Forscher glauben, dass die ungewöhnliche Ausrichtung nach Süden bei diesen Tieren daher rührt, dass der Fluss, in dem die kleinen Aale auf ihrem Weg flussaufwärts gefangen wurden, im Mündungsbereich eine Ausrichtung nach Norden hat.

Das Team um den Meeresforscher Alessandro Cresci (Miami) folgert im Fachjournal "Science Advances" zudem, dass eine Orientierung nach dem Magnetfeld für die Tiere nur bei Ebbe sinnvoll ist. Dann schwimmen die Aale knapp über dem Boden, um vom landab strömenden Wasser nicht wieder ins Meer hinausgetragen zu werden. Bei Flut hingegen steigen die Tiere wieder höher an die Oberfläche und lassen sich ohne bevorzugte Ausrichtung vom steigenden Wasser gen Küste tragen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Weibliche Tiere profitieren - Rothirsche lernen Jägern auszuweichen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jun 2017 21:17

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Rothirsche-le ... 91870.html
Weibliche Tiere profitieren - Rothirsche lernen Jägern auszuweichen

Dass Tiere vom Verhalten ihrer Artgenossen lernen können, ist bekannt. Dass Rothirsche gleich mehrere Methoden entwickeln können, um sich vor den Schüssen von Jägern zu schützen, können Forscher nun mit den Daten von Sendehalsbändern beweisen.

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Weibliche Rothirsche gehen mit zunehmendem Alter Jägern immer mehr aus dem Weg. Mit neun bis zehn Jahren seien sie dann für ihre menschlichen Verfolger praktisch unerreichbar, berichtet eine Gruppe von Wissenschaftlern um den Biologen Henrik Thurfjell von der kanadischen University of Alberta im Fachmagazin "Plos One".
Jäger haben es vor allem auf männliche Tiere mit großem Geweih abgesehen.
Jäger haben es vor allem auf männliche Tiere mit großem Geweih abgesehen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Ältere Tiere lernen demnach verschiedene Methoden, um nicht erschossen zu werden. So bewegen sie sich weniger und senken so die Wahrscheinlichkeit einer gefährlichen Begegnung mit Jägern. Erfahrene Tiere verbergen sich zudem, vor allem in der Nähe von Straßen verstärkt im Wald und in anderem unübersichtlichen Gelände - insbesondere in der Morgen- und Abenddämmerung.
Reaktion auf die Waffenart

Die Forscher fanden sogar Hinweise darauf, dass die Tiere auf die Bewaffnung der Jäger reagierten. Demnach suchten diese während der Jagdsaison für Bogenschützen eher zerklüftetes Terrain und Anhöhen auf. Dabei berücksichtigen die Hirsche nach Ansicht von Thurfjell und seinen Kollegen vermutlich, dass die mit einem Bogen ausgerüsteten Jäger sich sehr viel dichter an ihre Beutetiere heranpirschen müssen.

Für ihre Untersuchung versahen die Forscher 49 weibliche Rothirsche (Cervus elaphus) im Alter von 1 bis 18 Jahren in den kanadischen Provinzen Alberta und British Columbia mit Sendehalsbändern und beobachteten die Tiere über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren.

Die Tiere leben gesellig und können über 20 Jahre alt werden - alt genug, um allerhand zu lernen. Und weil die Jäger es vor allem auf die männlichen Hirsche abgesehen haben, können die weiblichen Tiere von den tödlichen Fehlern der Artgenossen mit Geweih lernen. Für Tiere kann es lebenswichtig sein, sich neuen Verfolgern oder Jagdmethoden anzupassen.
Wildschweine reagieren auch

"Vor allem Wildschweine sind ausgesprochen schlau", bestätigt Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbandes (DJV). So hätten etwa mit Sendehalsbändern ausgerüstete Bachen, das sind weibliche Tiere, unmittelbar vor Jagdbeginn beim Klappern der ersten Autotür ihre Rotte aus der Gefahrenzone an die Reviergrenze geführt. "Nach Ende der Jagd kamen sie zurück", berichtet Reinwald.
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"Das Wild kann die Gefahren - sei es Mensch oder Wolf - gut einschätzen", sagt Reinwald. "Viele Tierarten wie auch das Rotwild bleiben erstaunlich ruhig, wenn etwa Menschen auf Wegen im Wald unterwegs sind, reagieren aber sofort, wenn sich abseits der Wege Ungewohntes tut."

Doch nicht immer kommt die Anpassung an neue Gefahren schnell genug. So haben Mufflons, eine vor rund hundert Jahren in Deutschland angesiedelte Wildschafart, bislang nicht gelernt, mit dem Wolf umzugehen. "Sie haben ihr altes Fluchtverhalten aus ihrer ursprünglichen bergigen Heimat Korsika und Sardinien behalten", sagte Reinwald. "So fliehen sie nur über kurze Strecken und wähnen sich dann in Sicherheit - ein meist fataler Fehler."

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Kampf vor laufender Kamera - Gegner der Plattbauchspinne ist chancenlos

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jun 2017 17:44

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http://www.n-tv.de/wissen/Gegner-der-Pl ... 95267.html
Sonntag, 18. Juni 2017
Kampf vor laufender Kamera - Gegner der Plattbauchspinne ist chancenlos

Wenn die Beute groß ist und sich wehrt, ergreifen Spinnen für gewöhnlich die Flucht. Nicht so die Plattbauchspinne. Sie geht zum Angriff über - und wickelt den Gegner in Klebstoff ein. Ein spektakuläres Video zeigt Details.

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Mit speziellen Fäden und einer ausgeklügelten Technik jagen einige Plattbauchspinnen (Gnaphosidae) deutlich größere Spinnen. Dieses Verhalten haben Biologen der Universität Kiel mit Kollegen auf spektakulären Videos festgehalten und im "Journal of Experimental Biology" beschrieben. Plattbauchspinnen, die auch als Glattbauchspinnen bekannt sind, jagen ihre Beute ohne Netze.

In älterer Fachliteratur gebe es bereits Hinweise auf die spezielle Technik der Plattbauchspinnen, sagte Studienautor Jonas Wolff. "Darin wurde geschildert, dass diese Spinnen andere Spinnen angreifen und mit Bändern aus klebriger Seide überziehen. Was genau hier vor sich geht, konnten die früheren Autoren allerdings nicht klären, da die Attacken sehr schnell sein können."
Angriff auch vor laufender Kamera https://youtu.be/Zq9Lw5je93Y

Die Forscher sammelten verschiedene Arten von Plattbauchspinnen, darunter Scotophaeus scutulatus und Drassodex heeri, an verschiedenen Orten in Europa, indem sie Steine umdrehten oder auch Rinde von Bäumen schälten. Anschließend nahmen sie die achtbeinigen Tiere genauer unter die Lupe, indem sie sie mit potenziellen Beutetieren wie etwa anderen Spinnen oder Grillen kämpfen ließen.

So fing Wolff beispielsweise bei einer Exkursion in den Südalpen einige Exemplare von Drassodex heeri. Die Art kommt in einigen Teilen Europas vor und hat eine Körperlänge von etwa 10 bis 16 Millimetern (Scotophaeus scutulatus: 7 - 16 Millimeter). Im Labor studierte Wolff das Jagdverhalten von D. heeri in der Video-Zeitlupe. "Und zum Glück zeigten die Tiere das Beutefang-Verhalten im Labor auch unter der starken Beleuchtung des Video-Setups, wenn man ihnen andere Spinnen vorsetzte."
Klebstoff härtet sofort aus

Statt wie andere Spinnen bei großer und wehrhafter Beute die Flucht zu ergreifen, gehen die Plattbauchspinnen zum Angriff über, schreiben die Wissenschaftler. Die Spinnen heften Klebfäden an den Boden und laufen dann um die Beute herum. Dabei werden die Fäden aus den Spinnwarzen gezogen und bleiben an Boden und Körperteilen der Beute kleben.

Zum Teil wenden die Plattbauchspinnen der Beute auch ihr Hinterteil zu und versuchen, die abgegebenen Fäden um Beine und Mundwerkzeuge des Opfers zu wickeln. "Der Klebstoff härtet innerhalb von weniger als einer Sekunde aus, bleibt aber im Gegensatz zu einem Sekundenkleber sehr dehnbar und ist damit äußerst zäh und schwer zu lösen", erklärt Wolff.

Für ihr Jagdmanöver nutzen Plattbauchspinnen eine spezielle Seidenart. Die wird normalerweise von Spinnen genutzt, um strukturgebende Fäden stabil auf einer Oberfläche zu befestigen. Das ist beispielsweise wichtig für den Bau von Netzen. "Daher hat es uns überrascht, dass die Gnaphosiden diese Fähigkeit fast vollständig verloren haben - zu Gunsten ihrer äußerst effizienten Beutefangtechnik." Das sei ein Bilderbuchbeispiel für einen Funktionswandel, der wesentlich zur Diversifizierung der Lebensformen beitrage.
Bilderserie
Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig Die größten Spinnen Deutschlands

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Bei Attacke in die Kiemen fassen - Blauhaie greifen selten an, aber mit Te

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2017 20:52

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http://www.n-tv.de/wissen/Blauhaie-grei ... 06701.html
Montag, 26. Juni 2017
Bei Attacke in die Kiemen fassen - Blauhaie greifen selten an, aber mit Tempo

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Ein Hai vor der Küste Mallorcas versetzt die Badegäste in Angst und Schrecken. Jetzt wird ein Blauhai gefangen, aber war er allein? Wie gefährlich sind Blauhaie? Und wie verhält man sich am besten, wenn man eine Haiflosse sichtet? n-tv.de spricht mit der WWF-Meeresfischexpertin Catherine Zucco.

n-tv.de: Wie gefährlich sind Blauhaie für den Menschen? Ist es gerechtfertigt, vor ihnen Angst zu haben?

Catherine Zucco: Der Blauhai gilt als potenziell gefährlich, weil es in der Vergangenheit einige wenige Angriffe auf Menschen gab. Aber er ist wesentlich weniger angriffslustig als zum Beispiel der Weiße Hai oder der Tigerhai. Es kommt wirklich sehr selten vor, dass Menschen von Blauhaien angegriffen werden.

Gibt es etwas, womit Badegäste einen Blauhai versehentlich provozieren könnten?
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 89706.html
Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster ... ist ihr Gebiss. Haie haben ein sogenanntes Revolvergebiss mit mehreren Zahnreihen. Nur die erste Reihe ... Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster Wer jagt wen? Haie - der Mythos vom Monster

Man sollte sich nicht panisch verhalten oder hektisch zappeln. Denn das könnte für den Blauhai so aussehen, als würde da ein Beutetier vor ihm schwimmen. Das könnte seinen Jagdinstinkt wecken. Man sollte sich also möglichst ruhig verhalten. Blauhaie sind langsame Schwimmer, aber wenn sie eine Beute sehen und angreifen, gehören sie zu den schnellsten Fischen in den Meeren.

Wenn man nun beim Baden eine Haiflosse sieht, was macht man dann?

Wie gesagt: Zunächst mal möglichst Ruhe bewahren. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Hai Badende angreift. Dennoch sollte man sich zügig aus dem Wasser bewegen. Kommt es tatsächlich so weit, dass man von dem Hai angegriffen wird, dann sollte man nicht passiv bleiben, sondern versuchen, dem Tier auf die Nase zu schlagen oder in die Kiemen und Augen zu greifen. Passives Verhalten hilft nicht bei Hai-Attacken.

Kommen Blauhaie im Mittelmeer vor Mallorca üblicherweise vor oder war der jetzt getötete Hai eine Ausnahme?

Blauhaie sind sehr weit verbreitet, die kommen auch im Mittelmeer vor und auch im Atlantik, und sie wandern auch sehr weite Strecken. Aber eigentlich kommen sie im offenen Meer vor und ab 100 Metern Tiefe. Dass dieser Hai in so flachem Wasser gefunden wurde, ist schon ungewöhnlich.

Woran könnte es liegen, dass er dem Strand so nah kam?

Das kann man nicht genau sagen. Vielleicht hat er seine Orientierung verloren oder er war krank und tauchte deshalb außerhalb seines natürlichen Lebensraums auf. Aber Blauhaie sind auch sehr neugierig, vielleicht trug auch das dazu bei, dass er nah herankam.
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Sind Blauhaie Einzelgänger oder leben sie in Gruppen?

Sowohl als auch. Es kann jedenfalls gut sein, dass dieses Tier ein Einzelgänger war – zumal er sich ja nicht in seinem natürlichen Lebensraum bewegte. Wären jetzt noch weitere Blauhaie vor der Küste Mallorcas, würde man sie jedenfalls gut erkennen können. Das sind klare Gewässer dort.

Gehören Blauhaie zu den inzwischen seltenen Hai-Arten?

Nein, die sind noch ganz gut vertreten. Aber es sterben jährlich 100 Millionen Haie durch Menschenhand und tatsächlich sind viele Arten vom Aussterben bedroht. In Relation gesehen, stellt der Hai nicht wirklich eine Bedrohung für die Menschen dar. Vielmehr ist es umgekehrt: Am Schluss geht die eigentliche Gefahr vom Menschen aus.

Mit Catherine Zucco sprach Andrea Schorsch

Quelle: n-tv.de
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Trotz Bedenken von Tierschützern - Südafrika exportiert jetzt Löwenskelett

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jun 2017 09:41

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Suedafrika-ex ... 11420.html
Donnerstag, 29. Juni 2017
Trotz Bedenken von Tierschützern - Südafrika exportiert jetzt Löwenskelette

Afrikanische Löwen gelten als gefährdete Art, ihre Population geht stetig zurück. Um die Tiere zu schützen, erlaubt das südafrikanische Umweltministerium den eingeschränkten Export ihrer Knochen. Tierschützer befürchten genau den gegenteiligen Effekt.

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Trotz scharfer Kritik von Tierschützern hat Südafrika den Export von bis zu 800 Löwenskeletten erlaubt. Der internationale Handel von einzelnen Knochen hingegen sei nicht zulässig, erklärte das Umweltministerium. Die Erlaubnis bezieht sich demnach auch nur auf Skelette, die von in Gefangenschaft aufgewachsenen Löwen stammen. Damit soll sichergestellt werden, dass Wilderer nicht verstärkt in freier Wildbahn lebende Tiere töten.

Artenschützer fürchten jedoch um die bereits stark dezimierten Löwenbestände in Afrika. Die neue Regelung drohe, "der Wilderei von Löwen Tür und Tor zu öffnen", erklärte Daniela Freyer von Pro Wildlife. "Immer wieder werden in Nationalparks und Gehegen gewilderte Löwen ohne Knochen oder mit fehlenden Körperteilen aufgefunden".

Die Regel, dass nur mit Skeletten von Löwen aus Zuchtfarmen gehandelt werden darf, ist Pro Wildlife zufolge kaum zu kontrollieren. "Es steht zu befürchten, dass Knochen gewilderter Tiere in den lukrativen Handel eingeschmuggelt werden", hieß es. Löwenknochen werden unter anderem in der traditionellen asiatischen Medizin als Ersatz für verbotene Tigerknochen eingesetzt.
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Südafrikas Umweltministerium vertritt die Ansicht, dass ein weiteres Verbot des Handels mit Skeletten von Zuchttieren zu mehr Wilderei führen würde. Die Zahl afrikanischer Löwen ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um etwa 40 Prozent auf schätzungsweise nur 20.000 Tiere zurückgegangen. Zahlreiche Farmen in Südafrika züchten Löwen, oft nur um sie später von vermögenden Jägern erlegen zu lassen.

Die Begründung des Umweltministeriums, nach welcher der Handel gerade freigegeben wird um den illegalen Handel mit Knochen wilder Löwen zu unterbinden nannte Freyer geradezu zynisch. Beim internationalen Cites-Abkommen sei beispielsweise der Handel mit Knochen gezüchteter Tiger schon lange geächtet, gerade weil er nachweislich dem illegalen Handel Vorschub leiste.

Quelle: n-tv.de , lou/dpa
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Meist trifft es Kolibris - Gottesanbeterinnen jagen auch Vögel

Beitragvon Gudrun Graf » 6. Jul 2017 10:40

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Gottesanbeter ... 21456.html
Meist trifft es Kolibris - Gottesanbeterinnen jagen auch Vögel

Gottesanbeterinnen fressen nicht nur Insekten und Spinnen, sondern auch Vögel. Wissenschaftler haben dieses Verhalten auf nahezu allen Kontinenten der Erde nachgewiesen. Jetzt sprechen sie eine Warnung aus.

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Gottesanbeterinnen töten und fressen auch kleinere Vögel. Die Raubinsekten sind bisher eher dafür bekannt, sich vor allem von Gliederfüßern wie Spinnen und Insekten zu ernähren. In einer Studie aus der Schweiz und den USA, die im "Wilson Journal of Ornithology" veröffentlicht wurde, dokumentieren Forscher nun 147 Vorfälle aus 13 Ländern, in denen die Gottesanbeterinnen auch vor größerer Beute nicht zurückschreckten. In vielen der beschriebenen Fälle waren die Fangschrecken mindestens sechs Zentimeter lang und mit einem Gewicht von bis zu sieben Gramm häufig schwerer als die Vögel selbst.

Sie flattern, flitzen, schwimmen, springen: Die größten Insekten der Welt Sie flattern, flitzen, schwimmen, springen: Die größten Insekten der Welt Sie flattern, flitzen, schwimmen, springen: Die größten Insekten der Welt Sie flattern, flitzen, schwimmen, springen: Die größten Insekten der Welt Sie flattern, flitzen, schwimmen, springen Die größten Insekten der Welt

Bei den Opfern handelte es sich meist um Kolibri-Arten, die nicht schwerer werden als sechs Gramm. Die Autoren belegen aber auch Vorfälle, in denen die Gottesanbeterinnen Vögel mit einem Gewicht von bis zu 20 Gramm erbeuteten. In der Regel waren diese Tiere geschwächt oder hatten sich in Zäunen oder Netzen verfangen.

Insgesamt machten die Gottesanbeterinnen Jagd auf 24 verschiedene Vogelarten. Rund 70 Prozent der bekannt gewordenen Jagdszenen spielten sich in den USA ab, berichten die Forscher um Martin Nyffeler von der Universität Basel. Dort lauerten die Gottesanbeterinnen den Kolibris an Zuckerwasserschalen auf, die in Hausgärten hängen, oder an Pflanzen, die von den Vögeln bestäubt werden.
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Doch auch in Spanien, Australien und einigen afrikanischen Ländern wurde dieses Verhalten beobachtet. Es sei sehr überraschend, wie weit verbreitet das Vorgehen der Tiere ist - geografisch und im Hinblick auf die beteiligten Arten, sagte Nyffeler.

Die Autoren warnen davor, nicht-heimische Fangschrecken-Arten zur Schädlingsbekämpfung auszusetzen, wie dies vor einigen Jahrzehnten in Nordamerika geschehen sei. "Die Studie macht deutlich, welch große Gefahr Gottesanbeterinnen für den Bestand der Vögel darstellen", sagt Nyffeler.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 67521.html
Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Licht in der Tiefe der Meere - Korallenleuchten dient Nährstoffsicherung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Jul 2017 18:08

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Korallenleuch ... 27142.html
Sonntag, 09. Juli 2017
Licht in der Tiefe der Meere - Korallenleuchten dient Nährstoffsicherung

Buntes Leuchten in der Tiefe des Meeres ist für jeden Taucher ein echtes Naturspektakel. Das Licht wird von Korallen erzeugt. Wie und warum konnten Forscher bisher nicht erklären. Doch nun ist das Rätsel gelöst.

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Manche Korallen tieferer Meeresregionen leuchten in kräftigem Orange und sichern so ihre Versorgung mit Nährstoffen. Die Tiere sind in der Lage, das schwache blaue Licht von der Wasseroberfläche zu absorbieren und in orangefarbenes Licht umzuwandeln, schreiben Forscher in den "Proceedings B" der britischen Royal Society. Die Wissenschaftler der Universität Southampton unter Leitung des Korallenexperten Jörg Wiedenmann fanden nun heraus, was die Nesseltiere damit bezwecken.
Demnach dringt das oranges Licht - ander als das blaue - tief in das Gewebe der Koralle ein und regt dort lebende Algen verstärkt zur Photosynthese an. Dabei entstehen Stoffe, die die Korallen dringend für ihren Energiehaushalt benötigen.
Das Bild zeigt den fluoreszierenden Polypen einer Koralle (Montastrea cavernosa).
Das Bild zeigt den fluoreszierenden Polypen einer Koralle (Montastrea cavernosa).
(Foto: J. Wiedemann/dpa)

Eigentlich siedeln sich Korallen gerne wenige Meter unter der Wasseroberfläche an. Denn um zu überleben, brauchen sie vor allem Licht. Doch Korallen kommen auch in größeren Tiefen zwischen 20 und 80 Metern vor. Obwohl dort nur noch wenig Licht ankommt, gibt es immer wieder Exemplare, die in kräftigem Orange leuchten. "Das könnten Taucher auch mit bloßem Auge wahrnehmen", sagt Studienautor Wiedenmann. Das Phänomen stellte die Forscher lange vor ein Rätsel. Nun fanden sie heraus, dass spezielle Proteine für das Leuchten sorgen.
Blau wird in Orange umgewandelt
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In große Tiefen dringt nur eine kleine Bandbreite des gesamten Lichtspektrums vor, hauptsächlich blau. Doch das blaue Licht wird schnell von den Organismen auf der Oberfläche der Koralle absorbiert und gelangt kaum noch in die tieferen Gewebeschichten. Dabei leben dort ebenfalls Algen, die Photosynthese betreiben. Deshalb wandeln spezielle Proteine das blaue Licht in oranges um. Oranges Licht wird nicht ganz so leicht von Algen absorbiert wie blaues und gelangt deshalb tiefer ins Gewebe der Koralle.

Aufgrund des Klimawandels stehen Korallenriffe vor allem in flachem Wasser zunehmend unter Stress. Am australischen Great Barrier Reef sorgt die Korallenbleiche immer wieder für Schlagzeilen. "Doch man kann jetzt nicht einfach alle Korallen in tieferen Gewässern ansiedeln, weil es dort kühler ist", sagt Wiedenmann. "So einfach ist es nicht." Um Phänomenen wie der Korallenbleiche zu begegnen, müssen laut dem Biologen vor allem zwei Dinge geschehen: "Man muss global den Klimawandel bekämpfen und lokal dafür sorgen, dass die Bedingungen an den Riffen besser werden."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 32896.html
Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit Faszinierend, unheimlich, bizarr Leben in der Dunkelheit

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Leben erobert saure Gewässer - Wie wird Tagebauloch zu bewohntem See ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jul 2017 17:45

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Wie-wird-Tage ... 28665.html
Montag, 10. Juli 2017
Leben erobert saure Gewässer - Wie wird Tagebauloch zu bewohntem See ?

Tagebauseen ähneln sauren Vulkanseen, von ihrer Wasserchemie her gesehen. Einige Pflanzen und Tiere lassen sich trotzdem in dem unwirtlichen Lebensraum nieder. Doch wie kommen sie überhaupt ins Wasser? Und wie können sie dort überleben?

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Recht nackte Ufer, trübes Wasser und am Horizont schickt ein Braunkohlekraftwerk Dampfwolken gen Himmel - für Unwissende mag dieser See wenig verlockend aussehen. Für Robert Lange ist er etwas ganz Besonderes. Er beobachtet, wie sich hier Leben ansiedelt. "Die Chance hat man nur einmal im Leben, so etwas live zu sehen", sagt der Mann mit den kurz geschorenen Haaren.

Tauchlehrer Robert Lange am Ufer des Zwenkauer Sees im Süden von Leipzig. http://www.n-tv.de/wissen/Wie-wird-Tage ... 28665.html
(Foto: dpa)

Lange ist Tauchlehrer am Zwenkauer See, im Süden Leipzigs. Sein Revier ist noch jung. Früher wurde hier Braunkohle abgebaut. Erst vor zehn Jahren begann die Flutung des Lochs. Und jetzt tummelt sich erstes sichtbares Leben darin. Gerade mal eine Handvoll Stichlinge habe sich im vergangenen Jahr im Einstiegsbereich zum Tauchrevier herumgetrieben. Heute seien dort schon 20 bis 30 Fische unterwegs. Auch Pflanzen breiteten sich aus.
Wie kommt das Leben in den unbelebten See?

Doch wie kommt das Leben überhaupt in einen zunächst unbelebten See? Das gehe im Normalfall recht schnell, sagt Brigitte Nixdorf, die an der Brandenburgischen Technischen Universität unter anderem zu Tagebauseen forscht. Wasservögel brächten in ihrem Gefieder und an ihren Füßen Fisch- und Insekteneier, erklärt sie. Der Wind blase Sporen und Samen in den See. Überflutungen schwemmten Leben ein: Fische, Krebschen und Larven. Und schließlich sei da noch der Mensch, der etwa Fische aussetzt.

Tagebauseen wie der Zwenkauer See machen es dem Leben allerdings schwerer. Sie sind oft sehr sauer und ähneln von der Chemie her eher Vulkanseen als gewöhnlichen Weichwasserseen. Mehr als 500 solcher Seen gibt es in Deutschland einem Bericht des Umweltbundesamts zufolge. Viele davon liegen in der Lausitz und im rheinischen Braunkohlerevier.

Die Säure entsteht durch das Graben nach Kohle und das Absenken des Grundwasserspiegels. "Dabei werden Erdschichten belüftet, die zuvor Jahrtausende lang abgeschottet waren", erklärt Jörg Gelbrecht, Chemiker am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Dadurch wird eingelagertes Pyrit - besser bekannt als Katzengold - unter anderem zu Schwefelsäure umgewandelt. Und die fließt später etwa mit dem Grundwasser in den See, wo sie - je nach Konzentration - die Ansiedelung von höherem Leben erschwert bis unmöglich macht.
"Extreme Säure mit großer Härte"

Auch der Zwenkauer See war zu Beginn sehr sauer. Tausende Tonnen Kalk, die ins Wasser gegeben wurden, haben seinen pH-Wert mittlerweile normalisiert. Doch immer wieder kann Säure aus dem Boden nachströmen, wie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) erklärt, die in der Region für die Sanierung von stillgelegten Tagebauen verantwortlich ist. Bis diese Gefahr gebannt sei, dauere es mindestens Jahrzehnte, sagt Jörg Gelbrecht.

"Extreme Säure mit großer Härte ist etwas, was nur wenige Arten vertragen", sagt Brigitte Nixdorf. Fische bräuchten einen pH-Wert von mindestens 5,5, um sich fortpflanzen zu können. Muscheln, Krebsen und Schnecken setze Säure besonders zu - sie löse ihre Schalen und Panzer auf.

Und gleich doppelt schwer hätten es Pflanzen, erklärt Nixdorf. Denn Nährstoffe wie Phosphor werden im sauren Wasser gebunden und sind für die Pflanzen nicht verfügbar. Zudem gebe es darin wenig anorganischen Kohlenstoff, den die Pflanzen für die Photosynthese brauchen.
"Bakterien sind fast immer drin"
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"Tot ist aber eigentlich fast gar kein Gewässer", betont Nixdorf. Das Leben erobere auch saure Seen. "Bakterien sind fast immer drin." Manche Pilze kämen ebenfalls mit saurem Wasser klar. Ihnen folge pflanzliches Plankton. Später siedelten sich größere Wasserpflanzen und Kleinsttiere wie Wasserflöhe oder Rädertierchen an. Noch später folgten bestimmte Insektenlarven, die schließlich die Nahrungsgrundlage für Fische bildeten - wenn das der Säuregehalt erlaubt. Die Vielfalt in sauren Seen sei aber sehr gering, sagt Nixdorf. "Das resultiert auch in sehr verkürzten Nahrungsketten."

Dieser Befund trifft wohl auch noch auf den Zwenkauer See zu. Nur wenige Geiseltierchen, Rädertierchen und einzellige Algen leben nach Angaben der LMBV dort. Von Fischen wisse man gar nichts, heißt es. Der See werde wohl auch langfristig nährstoffarm bleiben und immer wieder mit neuer Versauerung zu kämpfen haben. Für Tiere und Pflanzen dürfte er noch lange ein eher ein unwirtlicher Lebensraum darstellen.

Robert Lange hat für sein Unterwasser-Revier aber Hoffnung. Bei einem seiner Tauchgänge habe er Stichling-Männchen beobachtet, die ihren Laich bewachten, erzählt er. "Es wird."

Quelle: n-tv.de , Violetta Kuhn, dpa
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Beim Putzen und Paaren zugesehen - Forscher erstellen Hirnatlas für Frucht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jul 2017 22:03

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-erst ... 35174.html
Donnerstag, 13. Juli 2017
Beim Putzen und Paaren zugesehen - Forscher erstellen Hirnatlas für Fruchtfliegen

Das Gehirn einer Fruchtfliege ist klein wie ein Sandkorn. Nun schauen Forscher den Insekten tief in dieses winzige Gehirn und können so ein bestimmtes Verhalten bestimmten Regionen dort zuordnen.


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Forscher haben 225 Tage lang insgesamt 400.000 genetisch manipulierten Fruchtfliegen beim Krabbeln, Putzen und Paaren gefilmt. Warum? Um herauszufinden, welche Nervenzellen bei unterschiedlichen Verhaltensweisen aktiv sind. Über die Analyse der Videosequenzen durch ein selbstlernendes Computerprogramm erstellten die Forscher einen detaillierten Hirn-Atlas des Fliegenverhaltens. Damit könnten die neuronalen Grundlagen des Verhaltens nun genauer erforscht werden.

Das Gehirn einer Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) besitzt gerade mal die Größe eines Mohnkörnchens. Dennoch sind darin um die 100.000 Nervenzellen komplex miteinander verschaltet. Um herauszufinden, welche Nervenzellen für welche Aktivität zuständig sind, setzten die Wissenschaftler um Alice Robie vom Howard Hughes Medical Institute in Ashburn (Virginia, USA) jeweils 20 Fruchtfliegen in eine flache Plastikschale. Die Fliegen waren genetisch so manipuliert, das sich jeweils die Aktivität bestimmter Nervenzell-Gruppen unterschied.
Veränderte Gene, verändertes Verhalten

Das hatte Änderungen ihres Verhaltens zur Folge: Einige liefen im Kreis herum, andere in Reihen hintereinander her, wieder andere putzten vermehrt ihre Flügel. Acht Videokameras nahmen die Fliegen jeweils auf. Insgesamt studierten die Wissenschaftler mehr als 2200 genetisch unterschiedliche Fliegentypen.

Für die Auswertung der Sequenzen nutzten sie ein Computerprogramm. Sie trainierten es zunächst darauf, bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen. Dann analysierte das Programm selbsttätig die aufgenommenen Videos. Der resultierende Hirn-Atlas der Fliegenaktivität werde die Erforschung neuronaler Schaltkreise voranbringen, sind die Forscher überzeugt.
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"Wir glauben, dass die Datenbanken in zweierlei Weise nützlich sein werden", sagte Robie. "Fliegen-Neurobiologen werden in die Lage versetzt, alle Verhaltensweisen herauszufinden, die mit einer Gehirnregion in Verbindung stehen, für die sie sich interessieren. Verhaltensforscher können einzelne Aktivitäten mit Regionen des Gehirns verlinken, die dann weiter untersucht werden können."

Die neuronalen Mechanismen, die der Arbeitsweise und der Kommunikation der Fliegen-Nervenzellen zugrunde liegen, seien vermutlich die gleichen, die auch im menschlichen Gehirn operierten. "Das ist ein erster Schritt zur Untersuchung dieser Kreisläufe, und damit zum Verständnis, wie alle Gehirne Verhalten generieren", so Robie.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Cell".

Quelle: n-tv.de , Anja Garms, dpa
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Clevere Vorbereitung für später - Auch Tiere können für die Zukunft planen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jul 2017 12:51

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Tiere-ko ... 36175.html
Freitag, 14. Juli 2017
Clevere Vorbereitung für später - Auch Tiere können für die Zukunft planen

Menschen blicken bei Entscheidungen in die Zukunft, Menschenaffen auch. Aber Vögel? Auf keinen Fall, waren Forscher lange überzeugt. Raben lassen diese Überzeugung wanken.

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Die übrig bleibende Schraube, das Gummiband vom Marmeladenglas, die hübsche Schleife ums Geschenk: Gern häuft der Mensch Dinge an. Brauch ich jetzt nicht, aber vielleicht irgendwann. Typisch Mensch. Oder? Auch Raben können Dinge bunkern, die sie später vielleicht gebrauchen können, haben Forscher herausgefunden. "Rabenvögel ähneln dem Menschen in vielen Merkmalen wie der Fähigkeit zum Planen und einer Form des Sich-selbst-Bewusstseins", sagt Susanne Foitzik von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. "Sie können anscheinend gut abschätzen, was in Zukunft passieren wird."

"Die Fähigkeit, flexibel für Ereignisse zu planen, die außerhalb des aktuellen Wahrnehmungsbereiches liegen, steht im Kern menschlichen Seins und ist entscheidend für unser alltägliches Leben und die Gesellschaft", schreiben Can Kabadayi und Mathias Osvath von der Universität Lund im Fachmagazin "Science". Das gelte für die anstehende Dinnerparty ebenso wie für die spätere Altersvorsorge. Nach Studien mit Menschenaffen sei die Annahme gewesen, dass sich die Fähigkeit im Zuge der Menschwerdung entwickelte - und nur dort.
Vorausplanung und Selbstkontrolle

Zwar war bekannt, dass Rabenvögel abends gezielt Futterspeicher fürs Frühstück anhäufen können, dies wurde allerdings eher als spezielle Anpassung zur Lagerhaltung statt als Fähigkeit zur Planung angesehen. Nun legen Kabadayi and Osvath nach: Kolkraben planen demnach für Vorhaben wie Werkzeuggebrauch und Tauschgeschäfte bis zu 17 Stunden im Voraus, zeigen Selbstkontrolle und vermögen zeitliche Abstände zu künftigen Ereignissen abzuschätzen.

Die Vögel müssten Gegenstände aufbewahren, die zum Erreichen von Futter dienen - entweder direkt als Werkzeug oder als Tauschobjekt. Ihre Leistung in dem Bereich stehe der von Menschenaffen in nichts nach, so das Fazit des schwedischen Forscher-Duos. Die Fähigkeit zur Vorausplanung müsse unabhängig auch bei den Rabenvögeln entstanden sein - auf den letzten gemeinsamen Vorfahren vor rund 320 Millionen Jahren könne ein so komplexes Verhalten nicht zurückgehen.

"Das waren bescheidene reptilienartige Geschöpfe", erklärt Andreas Nieder von der Universität Tübingen. Von ihnen ausgehend habe die Evolution zwei ganz verschiedene Wege zu mehr Intelligenz gefunden. "Bei den Primaten ist es die Großhirnrinde, bei den Vögeln sind es kernartige Strukturen im Endhirn." Erst kürzlich sei gezeigt worden, dass Krähenvögel wegen der Unterschiede im Aufbau doppelt so viele Nervenzellen haben wie gleich große Gehirne von Primaten.
Echte Planung beinhaltet flexible Antworten auf neue Situationen
Auch Eichhörnchen legen Vorräte an - das ist aber keine Planung, sondern "reiner Automatismus".

Zwar lege auch ein Eichhörnchen Vorräte für den Winter an und wirke damit planvoll, erklärt die Mainzer Verhaltensforscherin Foitzik. Solche Verhaltensweisen seien aber im Laufe der Evolution in Reaktion auf sich wiederholende Ereignisse wie den nahenden Winter entstanden. "Das ist ein reiner Automatismus, das Tier hat kein Bewusstsein dafür, was als Nächstes kommt." Echte Planung beinhalte flexible Antworten auf immer neue Situationen.

Kabadayi und Osvath untersuchten das Planungsvermögen von Kolkraben (Corvus corax) in vier Versuchsreihen. Fünf von Hand aufgezogene Raben wurden einbezogen, zwei davon Männchen. Zunächst wurde erprobt, ob die Vögel aus mehreren Hilfsmitteln das richtige wählen und beiseite legen konnten, um 15 Minuten später an anderer Stelle eine Belohnung damit zu ergattern. Dabei ging es um einen Stein bestimmter Größe, der, oben in das Rohr einer speziellen Apparatur geworfen, unten ein Leckerli herausfallen ließ. Beim Tausch-Experiment ging es darum, unter je vier Gegenständen wiederholt denjenigen auszuwählen, den ein menschliches Gegenüber später gegen Futter eintauschen würde. Welches das vom Menschen begehrte Stück war, hatten die Tiere zuvor gezeigt bekommen.

Im Großteil der Durchläufe lösten die Raben sowohl die Werkzeug- als auch die Tauschaufgabe korrekt. In Folgeversuchen wurde die Zeit zwischen der Wahl eines Gegenstands und dem möglichen Einsatz auf bis zu 17 Stunden - über die Nacht hinweg - ausgedehnt. Die Erfolgsraten blieben hoch. Den Hang zu effektiver Selbstkontrolle belegte ein abgewandelter Versuch: Parallel zu Werkzeug oder Tauschmittel wurde ein Futterstück zur Auswahl angeboten, das allerdings minderwertiger war als das später durch Werkzeuggebrauch oder Tausch erhältliche. In fast drei Vierteln der Versuche verzichteten die Raben auf den Schnellimbiss und warteten lieber 15 Minuten auf das Festessen.
Bemerkenswerte Selbstkontrolle

Vor allem diese Selbstkontrolle findet der Tübinger Neurobiologe Nieder bemerkenswert. "Das ist eine wichtige Basis für intelligente Entscheidungen: nicht auf alles sofort zu reagieren, sondern einen Schritt zurücktreten und erst mal überlegen zu können, was die sinnvollste Handlung ist."

Konnten die Raben mit dem Werkzeug direkt loslegen, verzichteten sie sogar in allen Fällen auf das kleinere Alternativ-Leckerli. "Die Tiere berechnen die Wartezeit also als Kostenfaktor mit ein", erklärt die österreichische Verhaltensforscherin Alice Auersperg. "Sie entscheiden sich häufiger für das schlechte Futter, wenn das bessere mit einer Wartezeit belastet ist."
Auch Kakadus setzen Werkzeuge ein
Goffin-Kakadus sind auch in der Lage, Werkzeuge einzusetzen.


Auerspergs Team untersucht am Messerli Forschungsinstitut in Goldegg das Verhalten von Goffin-Kakadus. Auch sie vermögen Werkzeuge einzusetzen. Zurechtgebastelte Hilfsmittel halten sie für Folgeeinsätze mit einem Fuß fest, wenn es mühsam wäre, sie wieder vom Boden zu holen. Außerdem können sie flexibel Entscheidungen zwischen einem Futter und einem Werkzeug treffen - abhängig davon, ob das Werkzeug das richtige ist, um damit an eine bessere Belohnung zu kommen.

"Dies sowie die Wiederverwendung von Werkzeugen deutet darauf hin, dass Kakadus möglicherweise auch die Kapazität für zukunftsorientiertes Denken besitzen", sagt Auersperg. Ob die Papageien ähnlich wie Kolkraben für die Zukunft planen können, muss allerdings noch geprüft werden. "Wir starten jetzt in diese Richtung", sagt Auersperg. Gewitzt sind die Tiere in jedem Fall: Mehrfach lösten sie lieber die Schrauben der Futterboxen, statt wie vorgesehen Hilfsmittel einzusetzen.
"Manche Arten können mindestens so gut planen wie ein Kind"

Lange Zeit sei angenommen worden, nur der Mensch könne Erinnerungen an vergangene Geschehnisse dazu nutzen, sein Verhalten bei aktuellen und künftigen Ereignissen zu planen, erläutern Markus Boeckle und Nicola Clayton von der Universität Cambridge in einem Kommentar zur "Science"-Studie. Tiere hingegen lebten in einem Strom aktueller Bedürfnisse, unfähig zur Zukunftsplanung. "Studien mit Menschenaffen und Rabenvögeln stellen diese Ansicht infrage und zeigen, dass manche Arten mindestens so gut für die Zukunft planen können wie ein vier Jahre altes Kind."

Auch für andere Tiere wie Delfin und Elefant sei das denkbar, erklärt Foitzik. Die Herausforderung sei, für die jeweilige Art ein passendes Studien-Design zu finden. "Clevere Experimente sind nötig, wenn man herauskitzeln will, welche kognitiven Fähigkeiten Tiere haben", sagt die Mainzer Forscherin.
Auch Orang-Utans planen
Orang-Utan-Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie ziehen wollen.
Orang-Utan-Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie ziehen wollen.
(Foto: dpa) Freitag, 14. Juli 2017
Clevere Vorbereitung für späterAuch Tiere können für die Zukunft planen

Menschen blicken bei Entscheidungen in die Zukunft, Menschenaffen auch. Aber Vögel? Auf keinen Fall, waren Forscher lange überzeugt. Raben lassen diese Überzeugung wanken.

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Die übrig bleibende Schraube, das Gummiband vom Marmeladenglas, die hübsche Schleife ums Geschenk: Gern häuft der Mensch Dinge an. Brauch ich jetzt nicht, aber vielleicht irgendwann. Typisch Mensch. Oder? Auch Raben können Dinge bunkern, die sie später vielleicht gebrauchen können, haben Forscher herausgefunden. "Rabenvögel ähneln dem Menschen in vielen Merkmalen wie der Fähigkeit zum Planen und einer Form des Sich-selbst-Bewusstseins", sagt Susanne Foitzik von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. "Sie können anscheinend gut abschätzen, was in Zukunft passieren wird."

"Die Fähigkeit, flexibel für Ereignisse zu planen, die außerhalb des aktuellen Wahrnehmungsbereiches liegen, steht im Kern menschlichen Seins und ist entscheidend für unser alltägliches Leben und die Gesellschaft", schreiben Can Kabadayi und Mathias Osvath von der Universität Lund im Fachmagazin "Science". Das gelte für die anstehende Dinnerparty ebenso wie für die spätere Altersvorsorge. Nach Studien mit Menschenaffen sei die Annahme gewesen, dass sich die Fähigkeit im Zuge der Menschwerdung entwickelte - und nur dort.
Vorausplanung und Selbstkontrolle

Zwar war bekannt, dass Rabenvögel abends gezielt Futterspeicher fürs Frühstück anhäufen können, dies wurde allerdings eher als spezielle Anpassung zur Lagerhaltung statt als Fähigkeit zur Planung angesehen. Nun legen Kabadayi and Osvath nach: Kolkraben planen demnach für Vorhaben wie Werkzeuggebrauch und Tauschgeschäfte bis zu 17 Stunden im Voraus, zeigen Selbstkontrolle und vermögen zeitliche Abstände zu künftigen Ereignissen abzuschätzen.

Die Vögel müssten Gegenstände aufbewahren, die zum Erreichen von Futter dienen - entweder direkt als Werkzeug oder als Tauschobjekt. Ihre Leistung in dem Bereich stehe der von Menschenaffen in nichts nach, so das Fazit des schwedischen Forscher-Duos. Die Fähigkeit zur Vorausplanung müsse unabhängig auch bei den Rabenvögeln entstanden sein - auf den letzten gemeinsamen Vorfahren vor rund 320 Millionen Jahren könne ein so komplexes Verhalten nicht zurückgehen.

"Das waren bescheidene reptilienartige Geschöpfe", erklärt Andreas Nieder von der Universität Tübingen. Von ihnen ausgehend habe die Evolution zwei ganz verschiedene Wege zu mehr Intelligenz gefunden. "Bei den Primaten ist es die Großhirnrinde, bei den Vögeln sind es kernartige Strukturen im Endhirn." Erst kürzlich sei gezeigt worden, dass Krähenvögel wegen der Unterschiede im Aufbau doppelt so viele Nervenzellen haben wie gleich große Gehirne von Primaten.
Echte Planung beinhaltet flexible Antworten auf neue Situationen
Auch Eichhörnchen legen Vorräte an - das ist aber keine Planung, sondern "reiner Automatismus".
Auch Eichhörnchen legen Vorräte an - das ist aber keine Planung, sondern "reiner Automatismus".
(Foto: picture alliance / dpa)

Zwar lege auch ein Eichhörnchen Vorräte für den Winter an und wirke damit planvoll, erklärt die Mainzer Verhaltensforscherin Foitzik. Solche Verhaltensweisen seien aber im Laufe der Evolution in Reaktion auf sich wiederholende Ereignisse wie den nahenden Winter entstanden. "Das ist ein reiner Automatismus, das Tier hat kein Bewusstsein dafür, was als Nächstes kommt." Echte Planung beinhalte flexible Antworten auf immer neue Situationen.

Kabadayi und Osvath untersuchten das Planungsvermögen von Kolkraben (Corvus corax) in vier Versuchsreihen. Fünf von Hand aufgezogene Raben wurden einbezogen, zwei davon Männchen. Zunächst wurde erprobt, ob die Vögel aus mehreren Hilfsmitteln das richtige wählen und beiseite legen konnten, um 15 Minuten später an anderer Stelle eine Belohnung damit zu ergattern. Dabei ging es um einen Stein bestimmter Größe, der, oben in das Rohr einer speziellen Apparatur geworfen, unten ein Leckerli herausfallen ließ. Beim Tausch-Experiment ging es darum, unter je vier Gegenständen wiederholt denjenigen auszuwählen, den ein menschliches Gegenüber später gegen Futter eintauschen würde. Welches das vom Menschen begehrte Stück war, hatten die Tiere zuvor gezeigt bekommen.

Im Großteil der Durchläufe lösten die Raben sowohl die Werkzeug- als auch die Tauschaufgabe korrekt. In Folgeversuchen wurde die Zeit zwischen der Wahl eines Gegenstands und dem möglichen Einsatz auf bis zu 17 Stunden - über die Nacht hinweg - ausgedehnt. Die Erfolgsraten blieben hoch. Den Hang zu effektiver Selbstkontrolle belegte ein abgewandelter Versuch: Parallel zu Werkzeug oder Tauschmittel wurde ein Futterstück zur Auswahl angeboten, das allerdings minderwertiger war als das später durch Werkzeuggebrauch oder Tausch erhältliche. In fast drei Vierteln der Versuche verzichteten die Raben auf den Schnellimbiss und warteten lieber 15 Minuten auf das Festessen.
Bemerkenswerte Selbstkontrolle

Vor allem diese Selbstkontrolle findet der Tübinger Neurobiologe Nieder bemerkenswert. "Das ist eine wichtige Basis für intelligente Entscheidungen: nicht auf alles sofort zu reagieren, sondern einen Schritt zurücktreten und erst mal überlegen zu können, was die sinnvollste Handlung ist."

Konnten die Raben mit dem Werkzeug direkt loslegen, verzichteten sie sogar in allen Fällen auf das kleinere Alternativ-Leckerli. "Die Tiere berechnen die Wartezeit also als Kostenfaktor mit ein", erklärt die österreichische Verhaltensforscherin Alice Auersperg. "Sie entscheiden sich häufiger für das schlechte Futter, wenn das bessere mit einer Wartezeit belastet ist."
Auch Kakadus setzen Werkzeuge ein
Goffin-Kakadus sind auch in der Lage, Werkzeuge einzusetzen.
Goffin-Kakadus sind auch in der Lage, Werkzeuge einzusetzen.
(Foto: imago/Nature Picture Library)

Auerspergs Team untersucht am Messerli Forschungsinstitut in Goldegg das Verhalten von Goffin-Kakadus. Auch sie vermögen Werkzeuge einzusetzen. Zurechtgebastelte Hilfsmittel halten sie für Folgeeinsätze mit einem Fuß fest, wenn es mühsam wäre, sie wieder vom Boden zu holen. Außerdem können sie flexibel Entscheidungen zwischen einem Futter und einem Werkzeug treffen - abhängig davon, ob das Werkzeug das richtige ist, um damit an eine bessere Belohnung zu kommen.

"Dies sowie die Wiederverwendung von Werkzeugen deutet darauf hin, dass Kakadus möglicherweise auch die Kapazität für zukunftsorientiertes Denken besitzen", sagt Auersperg. Ob die Papageien ähnlich wie Kolkraben für die Zukunft planen können, muss allerdings noch geprüft werden. "Wir starten jetzt in diese Richtung", sagt Auersperg. Gewitzt sind die Tiere in jedem Fall: Mehrfach lösten sie lieber die Schrauben der Futterboxen, statt wie vorgesehen Hilfsmittel einzusetzen.
"Manche Arten können mindestens so gut planen wie ein Kind"

Lange Zeit sei angenommen worden, nur der Mensch könne Erinnerungen an vergangene Geschehnisse dazu nutzen, sein Verhalten bei aktuellen und künftigen Ereignissen zu planen, erläutern Markus Boeckle und Nicola Clayton von der Universität Cambridge in einem Kommentar zur "Science"-Studie. Tiere hingegen lebten in einem Strom aktueller Bedürfnisse, unfähig zur Zukunftsplanung. "Studien mit Menschenaffen und Rabenvögeln stellen diese Ansicht infrage und zeigen, dass manche Arten mindestens so gut für die Zukunft planen können wie ein vier Jahre altes Kind."

Auch für andere Tiere wie Delfin und Elefant sei das denkbar, erklärt Foitzik. Die Herausforderung sei, für die jeweilige Art ein passendes Studien-Design zu finden. "Clevere Experimente sind nötig, wenn man herauskitzeln will, welche kognitiven Fähigkeiten Tiere haben", sagt die Mainzer Forscherin.
Auch Orang-Utans planen
Orang-Utan-Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie ziehen wollen.
Orang-Utan-Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie ziehen wollen.
(Foto: dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Tiere-ko ... 36175.html

Forscher der Universität Zürich fanden vor einiger Zeit heraus, dass auch Orang-Utans im Voraus planen. Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie am Folgetag ziehen wollen. Die langen Rufe sollen Weibchen zum Mitziehen animieren und andere Männchen abschrecken, hatte das Team um Carel van Schaik im Journal "PLOS One" berichtet. "Unserer Studie macht deutlich, dass wilde Orang-Utans nicht nur im Hier und Jetzt leben, sondern sich die Zukunft vorstellen können und ihre Pläne sogar kommunizieren."

Doch warum sind manche Tiere smart und andere nicht? Warum hat die Evolution nicht alle Arten so schlau wie möglich gemacht? "Das Gehirn ist energetisch extrem teuer", erklärt Foitzik. "Wenn es nicht unbedingt nötig ist, investiert die Evolution da nichts rein." Flexibles Denken sei nur dann nötig, wenn ein Tier sehr oft mit unerwarteten Ereignissen konfrontiert werde. "Das ist bei Arten der Fall, die in festen Sozialverbänden leben, die ein sehr breites Nahrungsspektrum haben, die langlebig sind."

Vor allem das Netzwerk sozialer Beziehungen sieht die Forscherin als entscheidend an. "Wer hat welchen Rang, wer ist mit wem befreundet, wer beobachtet mich da beim Futterverstecken, und wer ist gut darin, diese bestimmte Nahrung zu finden und ich kann ihm vielleicht was abluchsen."
Neurobiologische Forschung noch am Anfang
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Die neurobiologische Forschung stehe noch am Anfang, sagt Nieder. Neben Rabenvögeln, Papageien und Primaten seien auch Kraken und Hautflügler wie die Biene Anwärter auf erstaunliche kognitive Leistungen. "Bienen haben ein Gehirn mit weniger als einer Million Nervenzellen und können trotz dieser geringen Zahl abstrakte Konzepte verstehen." Die Frage, wie die Evolution es geschafft hat, solche Leistungen mit so verschiedenen Nervensystemen zu erzeugen, sei noch weitgehend offen. Klar sei: "Wenn man genau hinschaut, rücken Tiere auf ganz verschiedenen Ästen im Stammbaum ganz nahe zusammen."

Zumindest, dass Rabenvögel so dumm nicht sein können, ist manchem Auto- oder Radfahrer schon aus eigener Erfahrung klar geworden: Manche Krähen schmeißen gezielt Nüsse vor nahende Reifen - in der Hoffnung, die Leckerei mundgerecht zerknackt zu bekommen. Andere werden ganz hibbelig, wenn sich ein Mensch mit angebissenem Brötchen einem Papierkorb nähert. Nicht nur wir beobachten und ziehen unsere Schlüsse, auch umgekehrt ist so manches Urteil - und vielleicht auch Vorurteil - im Umlauf.

Quelle: n-tv.de , Annett Stein, dpa

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Zumindest, dass Rabenvögel so dumm nicht sein können, ist manchem Auto- oder Radfahrer schon aus eigener Erfahrung klar geworden: Manche Krähen schmeißen gezielt Nüsse vor nahende Reifen - in der Hoffnung, die Leckerei mundgerecht zerknackt zu bekommen. Andere werden ganz hibbelig, wenn sich ein Mensch mit angebissenem Brötchen einem Papierkorb nähert. Nicht nur wir beobachten und ziehen unsere Schlüsse, auch umgekehrt ist so manches Urteil - und vielleicht auch Vorurteil - im Umlauf.
Orang-Utan-Männchen teilen Artgenossen mit, in welche Richtung sie ziehen wollen.
(Foto: dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Tiere-ko ... 36175.html

Quelle: n-tv.de , Annett Stein, dpa
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Einmalig im Tierreich - Bei Seespinnen ersetzt der Darm das Herz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jul 2017 12:49

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Bei-Seespinne ... 38540.html
Einmalig im Tierreich - Bei Seespinnen ersetzt der Darm das Herz

Sie sind faszinierend: Seespinnen offenbaren eine seltsame Art, Sauerstoff im Körper zu verteilen. Laut Forschern dient nicht ihr Herz, sondern ihr Darm dazu. Dieser sei "raumfüllend und überall im Körper". Das Herz hingegen hat kaum etwas zu tun.

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Eine ungewöhnliche Art: Nicht das Herz, sondern der Magen-Darm-Trakt sorgt bei Seespinnen für die Verteilung von Sauerstoff im Großteil ihres Körpers. Die zu den Krabben gehörenden Tiere nutzten damit einen bislang unbeschriebenen Weg, um den Sauerstoff durch den Körper zu transportieren, schreiben Forscher der University of Montana in Missoula in der Fachzeitschrift "Current Biology".

Muskelkontraktionen des Darms und der sogenannten Mitteldarmdrüsen sind demnach dafür verantwortlich, dass eine sauerstoffhaltige, blutähnliche Flüssigkeit auch die besonders langen Beine versorgt. Die Drüsen sind Anhängsel am Darm und dehnen sich den Forschern zufolge fast bis an die Beinspitzen aus.
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"Der Darm von Seespinnen ist damit raumfüllend und überall im Körper, ganz so wie bei uns die menschlichen Kreislaufsysteme", wird Erstautor Arthur Woods in einer Mitteilung des Verlags zitiert. Ein Herz haben die Seespinnen zwar auch. Allerdings versorgt es nur einen winzigen Teil ihres Körpers mit Sauerstoff.

Seespinnen zeichnen sich vor allem durch ihre langen Beine und winzigen Körper aus. Sie haben keine speziellen Atmungsorgane wie der Mensch. Sauerstoff gelangt den Wissenschaftlern zufolge über die Oberfläche in den Körper.

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Frage & Antwort, Nr. 491 - Sind Mischlinge wirklich robuster ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jul 2017 21:16

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 17592.html
Dienstag, 18. Juli 2017
Frage & Antwort, Nr. 491 - Sind Mischlinge wirklich robuster ?

Von Theresa Ebert

Geschmäcker sind verschieden, auch bei der Hundewahl. Ob Chihuahua, Dackel oder Labrador: Reinrassige Tiere sind manchen ein kleines Vermögen wert. Andere setzen dagegen bewusst auf Mischlinge. Weil sie robuster sein sollen.

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"Mischlinge sind gesünder", hört man immer wieder auf Hundewiesen und bei Hundetreffs. Die nicht reinrassigen Tiere sollen viel robuster sein als ihre gezüchteten Artgenossen. Ob diese gängige Ansicht wirklich stimmt, fragen wir einen, der es wissen muss: "Das kann man schlichtweg nicht mit Ja oder Nein beantworten", sagt Prof. Dr. Martin Kramer, Präsident der deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft. Mischlinge könnten genauso Krankheiten in ihren Genen haben wie Rassehunde. "Denn ein Mischling ist auch nur so gesund wie seine Vorfahren", erklärt Kramer weiter.

Das Motto "Nimm dir einen Mischlingshund, denn der lebt länger und ist gesünder" gilt also nicht prinzipiell. Bei jedem Aufeinandertreffen der elterlichen Gene kann eine unharmonische Mischung entstehen. Aus diesem Grund stehen Züchter immer wieder vor derselben Herausforderung: Denn bei der Vererbung kann nicht einfache Mathematik angewandt werden. "Aus zwei gesunden Hunde-Elternteilen entsteht nicht automatisch ein gesunder Welpe. Da gibt es kein allgemeingültiges Patentgesetz", stellt Kramer, der auch an der Justus-Liebig-Universität Gießen lehrt, klar.

Der Deutschen liebstes Haustier? Nein, das ist nicht der Hund. Diesen Platz ... ... nimmt die Katze ein. 2015 lebten 12,9 Millionen Stubentiger in deutschen Haushalten. Der Hund ... ... folgt aber direkt auf Platz zwei. 7,9 Millionen bellende Vierbeiner hielt man sich hierzulande im vergangenen Jahr. Hoch im Kurs ... ... steht dabei der Deutsche Schäferhund. Er war 2014 die beliebteste Rasse. 10.470 Schäferhund-Welpen kamen in dem Jahr bei den Züchtern zur Welt. Labradoodle, Pomsky und Co. Voll im Trend: Designerhunde

Richtig ist allerdings, dass manche Rassen häufiger bestimmte Krankheiten bekommen als andere. Das bezeichnet man als sogenannte Rassedisposition. Und die Liste der rassetypischen Krankheiten ist tatsächlich lang. Etwa die Hälfte der anerkannten 390 Hunderassen hat die Veranlagung bestimmter Erbkrankheiten. Kurzköpfige Hunde wie der Mops und die Französische Bulldogge beispielsweise sind wenig überraschend anfälliger für Atemwegserkrankungen. Und größere Rassen wie der Deutsche Schäferhund, der Bernhardiner und der Berner Sennenhund leiden häufiger an Ellbogen- und Hüftproblemen.
Lebenserwartung von Hunden gestiegen

Außerdem belegen Studien, dass Mischlinge nicht weniger tierärztliche Hilfe benötigen als Rassehunde. Sind die Tiere also insgesamt anfälliger für Krankheiten als früher? Kramer, der den Lehrstuhl für Chirurgie von Hund und Katze inne hat, verneint. Haustiere seien nur häufiger in Behandlung als vor ein paar Jahrzehnten: Die ganze medizinische Versorgung der Tiere ist heute sehr viel besser entwickelt. Die Diagnostik, vom Röntgen bis zur Magnetresonanztomographie (MRT), und auch die Laboruntersuchungen sind erfolgsversprechend.

Genauso wie beim Menschen ist die Lebenserwartung der Tiere durch die bessere medizinische Versorgung gestiegen. Die große Anzahl an Privatkliniken- und Privatpraxen für Tiere, die über die Jahrzehnte hinzugekommen ist, beweist, wie groß die Nachfrage in der Gesellschaft ist. Menschen sind bereit, viel Geld für ihre Tiere auszugeben. "Die Einstellung in der Gesellschaft hat sich verändert", sagt Kramer. Hunde und Katzen werden älter, weil Menschen sie nicht mehr nur als Nutztier sehen, sondern sie wie einen Lebensgefährten behandeln. Die Tiere haben heutzutage einen hohen Stellenwert: Sie gelten als Familienmitglieder oder Partner, begleiten alte Menschen, Menschen mit Behinderung und sind sogar Therapiemittel für Kranke.
Warum überhaupt ein Rassehund?

Für viele Tierfans ist die Rasse relativ egal. Jedoch gibt es Menschen, für die nur ein reinrassiges Exemplar in Frage kommt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Aussehen, aber oftmals auch der Charakter der Tiere spielen eine Rolle. Der Käufer kann beim Erwerb eines Rassehundes etwa ahnen, was für eine Art Tier er sich in die Familie holt. Oftmals haben die verschiedenen Rassen typische Charaktereigenschaften, die von Generation zu Generation weitergeführt und sogar verstärkt werden. So wie die Terrier sich oftmals als tolle Jagdbegleiter erweisen, machen sich Rottweiler gut als Wachhund und der Bernhardiner gilt als braver Familienhund. Polizisten wiederum bevorzugen Deutsche oder Belgische Schäferhunde, weil diese gut zu trainieren sind, Menschen davor Respekt haben und sie vielfältige Aufgaben im Polizeidienst wahrnehmen können.
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Mit einem Mischling holt man dagegen oftmals ein Überraschungspaket ins Haus. Der Hund kann sich sowohl vom Aussehen her als auch charakterlich in verschiedene Richtungen entwickeln. Ob nun Mischling oder Rassehund: "Es ist einfach wichtig, sich vor dem Verkauf ordentlich zu informieren", empfiehlt Kramer. Man sollte genau wissen, was man haben möchte. Der Hund muss dabei unbedingt zum Lebensstil des Halters passen.

Übrigens: Vor allem von Autobahn-Hundekäufen aus dem Kofferraum und unseriösen Anbietern im Internet sollte man sich fernhalten. Kramer übt stark Kritik an diversen Hundezuchten im Ausland. Oft würden Welpen zu früh von ihren Müttern getrennt und illegal über die Grenze geschmuggelt. Die kleinen Hunde seien meist nicht geimpft und nicht ausreichend sozialisiert, was in Zukunft Krankheiten und Verhaltensstörungen zur Folge haben kann. Hier in Deutschland werden die lebendigen Importe an Interessenten verkauft, die zwar ein Rasseexemplar erwerben wollen, dafür aber nicht das zahlen möchten, was ein seriöser Anbieter verlangen würde. "Dass dieses Geschäft läuft, liegt an unserer 'Geiz ist geil'-Gesellschaft", bemängelt Kramer. Menschen müssten sich bewusst über die Herkunft der Welpen informieren und sicherstellen, dass sie aus einer verantwortungsvollen Zucht stammen.
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Quelle: n-tv.de
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Forschung an einem "Alien" - Warum sind Nacktmulle immun gegen Krebs ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Aug 2017 12:01

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Warum-sind-Na ... 61477.html
Forschung an einem "Alien" - Warum sind Nacktmulle immun gegen Krebs ?

Sie bekommen weder Krebs noch Schlaganfälle oder Herzinfarkte, werden steinalt (im Vergleich zu anderen kleinen Nagern) und kommen erstaunlich lange ohne Sauerstoff aus. Nacktmulle sind wahre Überlebenskünstler. Was kann der Mensch von ihnen lernen?

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Nacktmulle sind 5 bis 15 Zentimeter lang, wiegen knapp 50 Gramm, und wären sie nicht nackt, könnte man sie kaum von anderen Nagern unterscheiden – zumindest rein äußerlich. Auf den zweiten Blick aber haben die Tiere sehr spezielle Eigenschaften, die sie für die Wissenschaft hochinteressant machen: Sie erkranken nicht an Krebs, empfinden keinen Schmerz und können bis zu 18 Minuten ohne Sauerstoff überleben.

"Manchmal ist es so, als würde man an einem Alien forschen, so unterschiedlich haben sich Nacktmulle im Vergleich zu anderen Nagetieren im Laufe der Evolution entwickelt", sagt Thomas Park, Biologe an der University of Illinois in Chicago. Dabei sind sie genetisch zu 94 Prozent identisch mit Mäusen und Menschen.
Leben mit einer Königin

Die Unterschiede beginnen schon beim Zusammenleben: Nacktmulle sind die einzigen Säugetiere, die wie Bienen oder Wespen einen Staat bilden, an dessen Spitze eine Königin steht. Allein ihr ist es vorbehalten, mit einem oder zwei Männchen aus der rund 300 Tiere starken Kolonie Nachkommen zu produzieren. Die anderen Tiere widmen ihr Leben der Arbeit. "Das ist ebenso ungewöhnlich wie die Tatsache, dass Nacktmulle Kaltblüter sind. Sie sind die einzigen Säugetiere, die keine Wärme von sich geben", sagt Gary Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC). Beide Eigenschaften haben vermutlich den gleichen Grund: Die Tiere haben sich optimal an ihre Lebensumstände angepasst.

Nacktmulle leben in großen unterirdischen Bauten in den Halbwüsten Ostafrikas. "Dort herrschen überwiegend stabile Temperaturen, eine Wärmeanpassung ist also nicht notwendig und würde nur Energie kosten", sagt Lewin. Und Energie müssen die Tiere sparen, denn die Bedingungen im Boden unter der Halbwüste sind schwierig und kräftezehrend. Nacktmulle graben oft kilometerlange Tunnel auf der Suche nach nahrhaften Wurzeln, ohne dabei die Richtung zu kennen. "Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, hat sich vermutlich die Eusozialität – also die Staatenbildung – als unter diesen Umständen effizienteste Lebensform durchgesetzt", sagt Lewin.
Und schmerzfrei sind sie auch noch
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http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 54926.html
Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden Lebenserwartungen

Dieses hohe Maß an sozialem Verhalten lohnt sich nur, weil die Nacktmulle lange leben – bis zu 34 Jahre alt werden sie, ein stattliches Alter für Tiere ihrer Größe, wenn man bedenkt, dass Mäuse selten älter als drei Jahre werden. "Das soziale Verhalten wäre sonst nicht sinnvoll, schließlich ist die Fähigkeit zur Erneuerung der Kolonie sehr begrenzt, wenn nur ein Weibchen Nachwuchs bekommt." Einer der Gründe für die Langlebigkeit ist, dass Nacktmulle nicht an Krebs erkranken. Wissenschaftler von der Universität von Rochester im US-Bundesstaat New York konnten bereits 2013 in einer "Nature"-Studie zeigen, dass die Hautzellen der Tiere eine spezielle Form von Hyaluronsäure produzieren. Diese hat ungewöhnlich lange Molekülketten, die sich in großen Mengen zwischen den Zellen des Bindegewebes ablagern und Signale blockieren, die für ein Krebswachstum nötig wären.

Die Auslöser für Schmerzen sind vielfältig. Neben mechanischen Einwirkungen auf den Körper von außen ... Er kann sich im Körper dumpf, stechend, hämmernd oder ... Der Schmerz ... Bei Verletzungen, Operationen und einer Vielzahl von Erkrankungen kommt es zu Gewebeschädigung, aus der schließlich Schmerz entsteht. Akute oder chronische Pein Vom Sinn der Schmerzen

Immun gegen Krebs, staatenbildend und kaltblütig: Eigentlich müsste das schon ausreichen, um das Herz von Medizinern und Biologen höher schlagen zu lassen. Aber bereits vor einigen Jahren fanden die MDC-Forscher um Lewin zusätzlich heraus, dass die Tiere gegen Entzündungs- und Säureschmerz weitestgehend immun sind. Dieser Schmerz, zu vergleichen etwa mit einem Zitronenspritzer in eine offene Wunde, dient bei Menschen und Mäusen als Warnung, um weitere Verletzungen zu verhindern. "Nacktmulle hingegen haben eine Säuretoleranz entwickelt", sagt Lewin: "Vermutlich, weil in den Tunneln und Höhlen, in denen sie leben, der Sauerstoffgehalt sehr gering und zugleich der Kohlendioxidgehalt sehr hoch ist – unter normalen Umständen würde das zu einer Übersäuerung des Gewebes führen, der Nacktmull allerdings muss in diesen Bedingungen leben."
Keine Schäden nach Sauerstoffarmut

Damit das gelingt, besitzen Nacktmulle Schmerzrezeptoren mit einer speziellen Eigenschaft: Ihr Natriumkanal wird von den elektrisch positiv geladenen Teilchen, die die Säure abgibt, blockiert. Wegen dieser Blockade leitet die Nervenzelle kein Schmerzsignal weiter. "Da die Schmerzrezeptoren von Nacktmullen ansonsten denen von Menschen und Mäusen sehr ähnlich sind, hoffen wir, dass sich dieses Wissen bei der Bekämpfung von chronischem Schmerz bei Menschen einsetzen lässt", sagt Thomas Park.

Gemeinsam mit den Kollegen am MDC hat er kürzlich eine weitere Entdeckung gemacht, die für die Medizin relevant ist: Während der Mensch mindestens zehn Prozent Sauerstoffgehalt in der Atemluft braucht, um genug Energie zum Überleben zu erzeugen, reichen dem Nacktmull fünf Prozent völlig aus. Ihre Experimente dazu beendeten die Forscher nach fünf Stunden, weil sich bei der niedrigeren Sauerstoffkonzentration keinerlei Effekte bei den Nacktmullen zeigten.

Noch spektakulärer waren die Ergebnisse des nachfolgenden Versuchs: Die Wissenschaftler testeten, wie lange die Tiere gänzlich ohne Sauerstoff auskommen können – und fanden heraus, dass die Nacktmulle bis zu 18 Minuten ohne Sauerstoff überleben. Für Menschen wäre das undenkbar: "Selbst bei fünf Prozent Sauerstoffgehalt können wir höchstens fünf Minuten überstehen, ohne bleibende Schäden davonzutragen", sagt Park. Mit seinem Team beobachtete er, dass die Tiere nach etwa anderthalb Minuten in einen komatösen Zustand fielen, wenn sie ohne Sauerstoff auskommen mussten. Die Tiere stellen dabei ihre Bewegung ein und reduzieren Atemfrequenz und Puls – das Gehirn hingegen arbeitet weiter, wenn auch verlangsamt. Sobald die Nacktmulle wieder atmen konnten, wachten sie auf und lebten selbst nach 18 sauerstofflosen Minuten ohne bleibende Schäden weiter.
Ergebnisse könnten Menschenleben retten

Möglich wird das durch eine Umstellung im Stoffwechsel der Tiere: "Wenn der Sauerstoff nicht mehr ausreicht, um Glukose aus der Nahrung zu verstoffwechseln, schalten die Tiere auf Fruktose um", sagt Park. Zwar können viele Säuger Fruktose verwerten, allerdings zumeist nur in Niere und Leber. Nacktmullen gelingt das auch in anderen Organen.
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Forscher hoffen, dass dieser Mechanismus künftig Menschenleben retten kann: "Wir würden Patienten gern vor den Folgen des Sauerstoffmangels bewahren, den ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall binnen Minuten anrichten. Denkbar wäre das, denn theoretisch sind nur kleine Veränderungen nötig, um den Körper auf den Fruktose-Stoffwechsel umzustellen", sagt Lewin.

Überhaupt scheint der Mensch vom Nacktmull viel lernen zu können. Schließlich haben Nacktmulle als echte Überlebenskünstler über Millionen Jahre hinweg Schutzmechanismen gegen Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt - drei der weltweit häufigsten Todesursachen des Menschen - entwickelt. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Park und Lewin die einst zum hässlichsten Tier der Welt gewählten Nager mittlerweile eigentlich ganz niedlich finden.

Kurz und knackig: Zehn erstaunliche Fakten zu Nacktmullen https://www.helmholtz.de/forschung/aktu ... ll-fakten/

Quelle: n-tv.de , Rebecca Winkels/helmholtz.de
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Aus sechs mach' sieben - Deutschland hat eine neue Schlangenart

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Aug 2017 22:05

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Deutschland-h ... 71535.html
Montag, 07. August 2017
Aus sechs mach' sieben - Deutschland hat eine neue Schlangenart

Plötzlich ist es eine mehr: Genetische Analysen zeigen, dass in Deutschland sieben registrierte Schlangenarten leben. Die Forscher erheben die Barren-Ringelnatter, bis jetzt eine Unterart, nun zu einer eigenen Art.

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Bislang sind Wissenschaftler von sechs Schlangenarten in Deutschland ausgegangen. Nun ist eine weitere hinzugekommen: Anhand genetischer Untersuchungen von mehr als 1600 Schlangen hat ein internationales Forscherteam nachgewiesen, dass die unter anderem in Westdeutschland lebende Barren-Ringelnatter eine eigene Art ist. Bislang galt sie als Unterart der Ringelnatter (Natrix natrix).

Ihre Erkenntnisse stellen die Forscher im Fachjournal "Scientific Reports" vor. "Wir haben zwei Gebiete untersucht, in denen sich verschiedene genetische Linien der Ringelnatter treffen", erläuterte Uwe Fritz, Direktor der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden. In dem einen Gebiet - von Mitteldeutschland bis zum Südbalkan - kommen zwei verschiedene genetische Linien der östlichen Ringelnatter vor, die sich komplett vermischen.
Den ungiftigen "Neuling" gilt es besonders zu schützen
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Ganz anders in der im Rheingebiet untersuchten Zone, in der sowohl die östliche Ringelnatter als auch die Barren-Ringelnatter leben. "Es gibt nur einen ganz schmalen Streifen von weniger als 50 Kilometern Breite, in der es Hybriden gibt", so Fritz. "Zudem kreuzt sich hauptsächlich die Barren-Ringelnatter in die östliche Art ein, was auf Fortpflanzungsbarrieren hinweist." Das spreche dafür, dass es sich um zwei verschiedene Arten handelt. In Deutschland lebe die Barren-Ringelnatter vor allem westlich des Rheins.

Alle Ringelnattern werden in Deutschland bereits streng geschützt. "Die Barren-Ringelnatter hat aber ein wesentlich kleineres Verbreitungsgebiet als die östliche Art", betonte Fritz. "Die Bundesländer, in denen die westliche Art vorkommt, haben damit eine besondere Verantwortung für ihren lokalen Schutz." Die Schlange mit den auffälligen schwarzen Barrenmustern ist ungiftig. Sie kann bis zu 1,90 Meter lang werden - meist ist sie aber wesentlich kleiner.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 27261.html
Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet

Quelle: n-tv.de , hny/dpa
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Hit im Internet - Schweden bewundert weißen Elch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Aug 2017 21:03

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Schweden-bewu ... 83311.html
Montag, 14. August 2017
Hit im Internet - Schweden bewundert weißen Elch

In Schweden gibt es ungefähr 300.000 Elche, die eigentlich ein braunes Fell haben. Nur wenige Dutzend sind weiß. Ausgerechnet so ein Tier bekommt ein Mann in Värmland im Westen des skandinavischen Landes vor die Kamera.

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Ein Video von einem seltenen weißen Elch ist in Schweden zu einem Internet-Sommerhit geworden. Er habe Glück gehabt und den weißen Elchbullen etwa 20 Minuten vor der Kamera gehabt, sagte Hans Nilsson über seine Begegnung mit dem Tier.

Nilsson sah den Elch am Donnerstag vergangener Woche in den Wäldern um seinen Heimatort Eda im westschwedischen Värmland und machte einen Schnappschuss, wie er erzählte. Am darauffolgenden Tag versuchte er sein Glück noch einmal und habe den Elch dabei filmen können wie er einen Fluss durchquerte und wie er fraß.

"Ich hatte Glück, dass das so geklappt hat", sagte Nilsson. Das über den Lokalsender P4 Sveriges Radio Värmland verbreitete Video wurde bislang über eine Million Mal angeklickt.

Er glaube nicht, dass der seltene Elch ein Ziel von Jägern werden könnte, sagte Nilsson: "Er ist ein so großer und prachtvoller Elch, die Jäger hier lassen ihn in Ruhe. Ich hoffe nur, dass kein Trophäenjäger versucht, ihn abzuschießen."
Nur wenige weiße Elche
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Normalerweise haben Elche ein braunes Fell. Von den etwa 300.000 Elchen in Schweden sind nur etwa 100 weiß. Sie sind jedoch keine Albinos. Ihr weißes Fell rührt von einer Genmutation her, die Leuzismus - vom griechischen Wort für "weiß" - genannt wird. Dabei geht die Pigmentierung von Haut und Haar verloren.

Elche kommen in Europa, Asien und Nordamerika vor. Sie können bis zu drei Meter lang werden und erreichen eine Schulterhöhe von mehr als zwei Metern.

Quelle: n-tv.de , wne/dpa
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Monokulturen und Überdüngung - Schmetterlinge und Feldvögel werden selten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Aug 2017 10:52

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Schmetterling ... 93952.html
Monokulturen und Überdüngung - Schmetterlinge und Feldvögel werden selten

Die intensive Nutzung von Böden und Wiesen durch die Landwirtschaft bedroht zunehmen Schmetterlinge und Feldvögel. Regional verzeichnen Experten einen drastischen Rückgang der Populationen. Auch der Rückgang von Mooren bedroht die Tiere.

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Die Zahl der Schmetterlinge und Feldvögel geht an vielen Orten Deutschlands stark zurück. Seit Anfang der 80er Jahre sei die Häufigkeit nachtaktiver Schmetterlinge an untersuchten Stellen im bayerischen Inntal um die Hälfte und die Anzahl der Arten um mehr als die Hälfte gesunken, sagte der Biologe Josef Reichholf. Bundesweite Zahlen zum Rückgang der Schmetterlinge gibt es allerdings keine. Eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie sieht in der industriellen Landwirtschaft einen Hauptgrund für den Rückgang der Kiebitze, Rebhühner und weiterer Vogelarten.

Reichholf erstellte im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung einen Bericht, nach dem die Schmetterlinge vor allem auf landwirtschaftlichen Gebieten zurückgehen. Der Professor bestimmt seit 1969 die Häufigkeit der nachtaktiven Falter in seiner niederbayrischen Heimat. Auf Äckern nahe dem Dorf Aigen am Inn zählte er nur etwa ein Drittel so viele Schmetterlinge wie am Rande der Münchner Innenstadt. Auch in Wäldern sei der Rückgang der Schmetterlingsarten und -exemplare nicht so dramatisch.
Starker Maisanbau als Ursache

MaisAuf Feldern und Wiesen hingegen findet Reichholf dagegen nur noch selten Bläulinge, Große Ochsenaugen, Totenkopfschwärmer oder Mittlere Weinschwärmer. Der Kleine Feuerfalter oder der Schachbrettfalter seien bereits verschwunden. Die Schmetterlinge haben nach Angaben von Reichholf eine wichtige Funktion bei der Bestäubung bestimmter Pflanzen und sind eine bedeutende Nahrungsquelle für Vögel. Viele stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten.

Ursache für das Verschwinden der Schmetterlinge sind nach Reichholfs Ansicht vor allem der starke Maisanbau in Monokultur und die Überdüngung der Felder. Konkurrenzschwache Pflanzenarten, auf die die Schmetterlinge angewiesen seien, hätten keine Chance mehr. Der Lebensraum für die Falter schwinde, auch durch das häufige Mähen von Wiesen. "Da wird genau zur ungünstigsten Zeit nahezu Tabula rasa gemacht", kritisierte Reichholf.

Der Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn, Wolfgang Wägele, beklagte wie Reichholf, dass es in Deutschland keine systematische Forschung zur Veränderung der Artenvielfalt gibt. Nach Ansicht des Bonner Zoologen sind die Ursachen für das Verschwinden der Schmetterlinge komplex. Wägele kritisiert das "Aufräumen der Landschaft" und die Überdüngung der Wiesen.

Thomas Schmitt vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut (SDEI) in Müncheberg bei Berlin beobachtet den Rückgang der Schmetterlinge ebenfalls seit längerem, etwa im Moseltal, bei Düsseldorf oder in der Lüneburger Heide: "Wir gehen davon aus, dass bundesweit überall tendenziell dasselbe passiert, allerdings mit regionalen Unterschieden", sagte er bereits im vergangenem Jahr.
Acht von zehn Feldvogelarten bedroht

Mit den Schmetterlingen schwinden auch Vögel. Der zunehmende Einsatz von Pestiziden und Dünger entziehe typischen Feldarten wie Kiebitz und Rebhuhn die Nahrungsgrundlage, heißt es in einer Studie des Forschungsinstituts für Ökosystemanalyse und -bewertung im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion. Er töte Insekten wie Bienen, Fliegen oder Schmetterlinge. Gleichzeitig verringerten sich die Brutmöglichkeiten, weil Wiesen, Moore und Feuchtgebiete entwässert und zu Äckern umfunktioniert würden.
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Den Autoren zufolge stehen unter anderem deshalb inzwischen 80 Prozent aller Feldvogelarten auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands. Ihr Bestand gilt damit als gefährdet. Allein beim Kiebitz ist die Zahl der in Deutschland vorkommenden Brutpaare innerhalb von 20 Jahren deutlich eingebrochen. 1991 brüteten der Studie zufolge in Deutschland noch nahezu 300.000 Paare. Inzwischen schätzen Forscher die Zahl auf höchstens 100.000. Noch dramatischer ist die Situation beim Rebhuhn. In manchen Bundesländern sei der Bestand seit 1980 um bis zu 90 Prozent zurückgegangen. Bundeweit habe sich die Zahl der Brutpaare im selben Zeitraum mindestens halbiert.

Neben der Intensivierung der Landwirtschaft gebe es weitere Gründe für den Vogelschwund wie der Siedlungs- und Straßenbau und in manchen europäischen Ländern auch die nach wie vor erlaubte Jagd auf Kiebitze. Diese Faktoren spielten aber eine untergeordnete Rolle. Das Problem sei nicht die erhöhte Sterblichkeit von erwachsenen Tieren, sondern der ausbleibende Bruterfolg. Außer der Nutzung von Pestiziden sei dafür auch der Verlust von Weideland und der erhöhte Einsatz von Maschinen verantwortlich.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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Schnupfen beim Hund - Schnupfen & Naturmittel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Aug 2017 11:22

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.schnupfen.net/hund/
Schnupfen beim Hund - Schnupfen & Naturmittel
Was tun?
Schnupfen beim Hund

Schnupfen beim Hund ist ernst zu nehmen und kann viele Auslöser besitzen. Was tun? Ursachen erkennen und behandeln: Von der Homöopathie bis zum Tierarzt.
Symptome von Hundeschnupfen

Hundebesitzer sollten bei Schnupfensymptomen ihres Tieres aufmerksam werden und diese genau analysieren. Denn anders als beim Menschen ist Schnupfen bei Hunden nicht selten eine ernstzunehmende Erkrankung, die vom Tierarzt behandelt werden sollte, um Komplikationen zu vermeiden. Neben einem infektiösem Schnupfen kommen aber mehrere andere Schnupfenarten und -auslöser in Frage. Dazu zählen z.B. Aufregung, vorübergehende Reizungen, Fremdkörper, Tumoren etc. Daher sollten sich Hundebesitzer gut informieren, um typische Anzeichen rechtzeitig erkennen und deuten zu können. Zu den Schnupfensymptomen bei Hunden gehören:
Niesen Wie bei Menschen ist Niesen ein erstes Zeichen für eine Irritation der Nasenschleimhäute. Wenn der Hund gelegentlich und vereinzelt am Tag niest ist das völlig normal. Auffällig heftiges, anfallartiges oder von Nasenlaufen begleitetes Niesen sollte dagegen als Zeichen für eine ernsthaftere Erkrankung angesehen werden. Ein plötzlicher heftiger Niesanfall der begleitet wird von wackelnden Kopfbewegungen sowie Berühren der Nase mit der Pfote können auf einen Fremdkörper in der Nase hinweisen. Langanhaltendes Niesen kann dazu führen, dass die Nasenschleimhäute anschwellen und dadurch die Atmung behindern, was wiederum zu hörbaren Atemgeräuschen führen kann.
Laufende Nase

Schleimige oder wässrige Absonderungen aus der Nase eines Hundes deuten darauf hin, dass eine Irritation der Nasenschleimhaut vorliegt. Hält das Nasenlaufen über mehrere Stunden an, sollten Besitzer das Symptom ernst nehmen. Unterschiedliche Ursachen des Nasenlaufens haben teilweise besondere Eigenschaften:

• Klare, wässrige Absonderungen sind typisch bei allergischen Ursachen oder bei einer Infektion durch Viren.

• Dickflüssige, teilweise gelbe oder grünliche Schleimabsonderungen aus der Nase weisen auf Bakterien- oder Pilzinfektionen der oberen Atemwege hin.

• Ist durchgehend nur ein Nasenloch vom Nasenlaufen betroffen, kann dies bedeuten dass ein Fremdkörper oder Tumor das andere Nasenloch verstopft oder dass eine Nasenfistel vorliegt.
Würgen und Husten

Übermäßige Ansammlungen von Schleim in der Nasenhöhle können bei verschnupften Hunden sowohl aus der Nase hinaus als auch zurück in den Rachebereich des Tieres fließen. Dieses sogenannte postnasale Tropfen kann einen Würge- oder Hustenreiz auslösen.
Augenreiben

Typische Symptome für das Vorliegen einer Allergie beim Hund sind wässriger Nasenausfluss zusammen mit Augenreiben.
Nasenbluten

Fremdkörper, Tumoren und chronische Infektionen mit Bakterien, Parasiten oder Pilzen können die Schleimhäute der Nasenhöhlen über die Zeit wund machen und die Blutgefäße verletzen. Dies kann zu Blutbeimengungen im abgesonderten Nasensekret oder Nasenbluten führen. Häufig wird das Nasenbluten durch begleitende Niesanfälle weiter verstärkt.
Mundatmung

Hunde atmen normalerweise ausschließlich durch die Nase und nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei starker körperlicher Anstrengung (Rennen oder wildes Spielen), durch den Mund. Spontane Mundatmung bei Hunden deutet darauf hin, dass beide Nasengänge verschlossen sind.
Fieber

Hunde haben eine normale Körpertemperatur zwischen 38,0 und 39,0 Grad Celsius (im Rektum gemessen). Temperaturanstiege auf über 39,7 Grad Celsius können als Fieber eingestuft werden und sollten tierärztlich untersucht werden.
Ursachen von Hunde-Schnupfen

Wie bei Menschen können eine laufende Nase, Niesen und andere Schnupfensymptome bei Hunden verschiedene Ursachen haben:
AUFREGUNG ODER NERVOSITÄT

Bei Aufregung oder Nervosität ist es keine Seltenheit und in der Regel nicht weiter besorgniserregend, wenn Hunden vorübergehend klarer, dünnflüssiger Schleim aus der Nase tropft. Anders als bei beispielsweise infektions- oder allergiebedingtem Schnupfen ist dies typischerweise nicht von Niesen oder anderen Symptomen begleitet, und die Nase bleibt trocken sobald sich der Hund wieder beruhigt und entspannt.
VORÜBERGEHENDE REIZUNGEN

Reizstoffe in der unmittelbaren Umgebung des Hundes können die Nasenschleimhäute irritieren und beispielsweise zu Niesen führen. Dazu gehören:

Putzmittel,
Parfums,
Duftkerzen,
Zigarettenrauch,
Haarspray,
Neue Einrichtungsgegenstände mit hohem Textilanteil, wie beispielsweise Teppiche, Kissen oder Polstermöbel.

Auch wenn durch Reizstoffe bedingte Schnupfensymptome in der Regel nur kurzfristig und eher harmlos sind, ist hier Vorsicht im Umgang geboten, um nicht etwa eine Chronifizierung der Symptome in Form einer Allergie zu provozieren. Ein direktes Aussetzen der Hundenase mit Reizstoffen sollte daher sofern möglich vermieden werden.
INFEKTIONEN

Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten wie Nasenmilben können bei Hunden Schnupfen auslösen. Viren sind wie bei Menschen die wohl häufigste Ursache für einen infektiösen Schnupfen. Besonders in der kalten Jahreszeit, sind sowohl Hunde als auch Menschen durch eine Ansteckung mit Schnupfenviren gefährdet. Während infektiöser Schnupfen bei Menschen jedoch in der Regel eine harmlose Erkrankung darstellt, die oft problemlos zu Hause und ohne weitere ärztliche Betreuung auskuriert werden kann, sollten Hunde bei einem Erkältungsschnupfen immer dem Tierarzt vorgestellt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Des Weiteren sollten sich Besitzer darüber bewusst sein, dass sich die Viren, die bei Hunden Schnupfen auslösen, in der Regel von menschlichen Schnupfenviren unterscheiden. Eine Übertragung vom Menschen auf den Hund oder umgekehrt ist daher unwahrscheinlich.
ALLERGIEN

Allergien sind unter Hunden keine Seltenheit – ganz im Gegenteil. In den USA wird angenommen, dass etwa 20 Prozent der Hunde unter Allergien leiden. Häufige Allergene sind – ähnlich wie bei Menschen: Pollen von Bäumen und Gräsern, Schimmelsporen, Staub und Hausstaubmilben bzw. deren Exkremente, Hautschuppen, Federn, Zigarettenrauch, Futterbestandteile aus Fleisch und Zusatzprodukten (beispielsweise Rind, Huhn, Schwein, Mais, Weizen und Soja), Medikamente, Flöhe und Zecken, Parfum, Reinigungsmittel, Textilien, Shampoos, Gummi und Plastikmaterialien. Die Auslöser können ganzjährig oder nur zu bestimmten Jahreszeiten allergische Symptome auslösen, zu denen neben chronischem Niesen oder einer dauernd laufenden Nase typischerweise auch die folgenden Anzeichen gehören können:

Auf den Pfoten kauen (da der Hund dort Drüsen hat, die sich bei Allergien entzünden können);
Kratzen, Lecken und Beißen an verschiedenen Körperstellen;
Wiederkehrende Ohreninfektionen;
Haarverlust oder Hot-Spots (juckende Stellen auf der Haut);
Husten und Giemen;
Rote Augen oder relativ starker Augenausfluss;
Reiben der Augen auf Teppichen, Kissen oder auf dem Sofa;
Erbrechen und Durchfall.

Mit zunehmendem Alter können sich diese Symptome bei Hunden mit Allergien verstärken.
FREMDKÖRPER

Wenn bei Hunden Fremdkörper in die Nase geraten ist das sehr ernst zu nehmen, da neben Schnupfensymptomen eine chronische Reizung der Nasenschleimhäute zu zahlreichen Komplikationen führen kann. Besitzer sollten daher vorsichtig sein, wenn Hunde beispielsweise in Wiesen, Feldern oder im Wald frei umherlaufen oder spielen, da beispielsweise Körner aus Gräsern und Ähren aufgrund ihrer Größe hier unter Umständen gefährlich werden können. Es kann vorkommen, dass solche Fremdkörper operativ entfernt werden müssen.
TUMOREN

Gut- und bösartige Tumoren im Bereich der Nase oder der oberen Atemwege können bei Hunden ebenfalls Schnupfensymptome auslösen. Häufig führen Tumoren – insbesondere wenn sie bösartig sind – auch zu teilweise schwerem Nasenbluten oder Blutbeimengungen im Nasensekret.
WEGENER GRANULOMATOSE

Die Wegener Granulomatose ist eine relativ seltene entzündliche Erkrankung der Blutgefäße (Vaskulitis) und betrifft neben Gefäßen der Nase typischerweise auch die von zahlreichen anderen Organen. So kann es im Zusammenhang mit dieser ernsten und meist tödlich verlaufenden Erkrankung zu blutigem Schnupfen, chronischem Nierenversagen oder Gelenkzerstörungen kommen.
Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?

Anders als beim Menschen sollte Schnupfen bei Hunden immer ernst genommen werden und zu einem Besuch beim Tierarzt führen – vor allem dann wenn es sich bei dem Tier noch um einen Welpen im Alter von unter 12 Monaten oder einen erst kürzlich adoptierten Hund handelt. Hundebesitzer sollten neben der Berücksichtigung von Hausmitteln und Allgemeinmaßnahmen die Anweisungen des Tierarztes befolgen und gegebenenfalls die zur Behandlung des Schnupfens verschriebenen Medikamente verabreichen. Erfahrene Besitzer von erwachsenen Hunden können ihren Vierbeiner auch direkt zu Hause behandeln, aber nur wenn sie sich relativ sicher sind, dass es sich um eine selbstlimitierende Erkrankung handelt, die innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ausgeheilt sein wird.
HAUSMITTEL BEI INFEKTIÖSEM SCHNUPFEN

Es gibt einige Hausmittel, die einem erkälteten Vierbeiner bei Schnupfenbeschwerden Linderung bringen können. Dazu gehören – ähnlich wie beim Menschen:

Viel Flüssigkeit: Sicherstellen dass der Hund den Tag über genug Wasser zur Verfügung hat und eventuell zusätzlich das Futter mit Wasser anreichern, um die Flüssigkeitsaufnahme noch mehr zu steigern;
Körperliche Schonung: Ein verschnupfter Hund sollte sich nicht überanstrengen – Spaziergänge daher auf ein Minimum beschränken und wildes Spielen oder Rennen ganz vermeiden. Statt dessen dem Hund viel Ruhe und Schlaf in stressarmen und warmen Umgebungen gönnen;
Trocken halten: Auf Spaziergänge im Regen oder Baden sollte während eines Schnupfens am Besten ganz verzichtet werden;
Hohe Luftfeuchtigkeit: Mit einem Luftbefeuchter oder auch einfach durch das Ablegen von feuchten Handtücher auf der Heizung oder dem Trocknen von Wäsche in der Wohnung die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen erhöhen.
Viele Nährstoffe: Dem Hund hochwertige und proteinreiche Nahrung anbieten;
Fenchelhonig: Kann im Trinkwasser aufgelöst oder unter das Futter gemischt werden – Vorsicht bei Welpen: Nur erwachsene Hunde sollten Honig bekommen!
Nasenpflege: Verkrustungen mit lauwarmer Kochsalzlösung entfernen; Nase vorsichtig mit spezieller Hundepflegecreme (z.B. mit Sheabutter, Mandel- oder Jojobaöl, Vitamin E) oder mit Vaseline einreiben; den Hund ausreichend Wasser trinken lassen, um Hautrockenheit vorzubeugen.

HAUSMITTEL BEI ALLERGISCHEM SCHNUPFEN

Besitzer von Hunden mit Allergien sollten ihr Tier möglichst vom auslösenden Allergen fern halten. Das setzt zunächst einmal voraus, dass die Allergie durch einen Tierarzt festgestellt wurde und der oder die Auslöser der allergischen Beschwerden identifiziert worden sind. Je nach zugrunde liegender Allergie können sinnvoll sein:

Bestimmte Nahrungsmittel vom Hundespeiseplan streichen,
Wer einen Garten hat sollte den Rasen kurz halten und den Hund beim Rasenmähen im Haus halten,
In der entsprechenden Pollenflug-Saison Spaziergänge auf ein Minimum reduzieren,
Beim Staubsaugen oder -wischen den Hund nicht im selben Raum sein lassen,
Zigarettenrauchen am besten ganz aufgeben – zumindest aber nicht in den Wohnräumen rauchen,
Regelmäßiges Baden, um Allergene vom Fell zu entfernen.

Speziell bei Hausstaubmilben-Allergie können folgende Maßnahmen zur Reduktion der Allergen-Belastung in der direkten Umgebung des Hundes gegebenenfalls in Frage kommen:

Staubfänger wie beispielsweise Teppiche, Kissen oder bestimmte Dekorationsobjekte in den Wohnräumen wenn möglich reduzieren;
Wohnräume möglichst staubfrei halten: Zum Beispiel Teppichböden, Sofas oder andere Einrichtungsgegenstände mit Textilfasern mindestens ein Mal pro Woche absaugen (am besten mit einem Staubsauger, der auch Feinpartikelstaub aufsaugen kann); glatte Böden mindestens ein Mal pro Woche feucht wischen; Vorhänge durch Rollos ersetzen, regelmäßig waschen oder den Zugang des Hundes zu Räumen mit Vorhängen minimieren;
Das Raumklima möglichst trocken (Luftfeuchtigkeit nicht über 55%) und kühl (Temperatur nicht über 21 Grad Celsius) halten, da Hausstaubmilben feucht-warmes Klima bevorzugen;
Die Schlafstelle des Hundes möglichst nicht im Keller und/oder auf Betonboden platzieren, da beide Faktoren Feuchtigkeitsansammlungen begünstigen könnten;
Das Schlaf-/ Ruhekissen des Hundes – sofern es das Material zulässt – regelmäßig (zum Beispiel ein Mal die Woche) heiß waschen oder ein Schlafkissen besorgen, bei dem regelmäßig heißes Waschen möglich ist;
Das Schlaf-/ Ruhekissen des Hundes mit einem reiß- und wasserfesten, heiß-waschbaren Stoff beziehen (zum Beispiel Polyester mit Polyurethan Beschichtung);
Ein Schlaf-/ Ruhekissen für den Hund wählen, das mit Polyester-Fasern gefüllt ist statt beispielsweise Federn;
Hundespielzeuge aus Stoff oder mit Stoffanteil (zum Beispiel Kuscheltiere, mit Stoff bezogene Wurfspielzeuge, etc.) durch Spielzeuge aus nicht-staubfangenden Materialien ersetzen (zum Beispiel Kunststoff, Gummi) und Spielzeug regelmäßig reinigen.

Des Weiteren können sich Besitzer von allergischen Hunden beim Tierarzt über folgende Möglichkeiten informieren:

Durchführung einer Hyposensibilisierungs-Therapie (spezifische Immuntherapie) für den Hund,
Verschreibung von Antihistaminika zur akuten Symptomentlastung,
Empfehlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in geeigneter Dosierung als Nahrungszusatz, da diese Stoffe unter Umständen dabei helfen können die allergische Reaktion des Hundes zu reduzieren,
Empfehlung von hypoallergener Hundenahrung.

HOMÖOPATHIE

Die Verwendung von homöopathischen Wirkstoffen kann bei Hunden mit infektions- oder allergiebedingtem Schnupfen sinnvoll sein. Dabei sollte die Auswahl des Wirkstoffs gegebenenfalls mit der Hilfe eines auf dem Gebiet erfahrenen Tierarztes auf die individuellen Symptome des Tieres abgestimmt werden.
VORGEHEN BEI NASENBLUTEN

Nasenbluten kann bei Hunden durch äußere (zum Beispiel Stürze) und innere (zum Beispiel Schnupfen und andere Erkrankungen) hervorgerufen werden und ist in der Regel ein ernstzunehmendes Symptom. Nur wenn das Nasenbluten erstmalig und ohne erkennbare äußere Ursache aufgetreten ist (also beispielsweise kurzfristiges und sofort stillbares Nasenbluten bei Schnupfen) ist ein Tierarztbesuch nicht unbedingt notwendig (siehe Abbildung). Tritt Nasenbluten bei Schnupfen jedoch wiederholt auf oder ist die Blutung über mehrere Minuten nicht stillbar sollte der Hund umgehend zu einem Tierarzt oder in eine Tierklinik gebracht werden.

Nasenbluten beim Hund
Wie lange dauert akuter Schnupfen bei Hunden?

Das hängt vor allem von drei Dingen ab: Der genauen Ursache, den Abwehrfähigkeiten des kranken Hundes und der Behandlung. Von wenigen Tagen bis mehreren Wochen ist alles möglich. Da jeder (akute) Hundeschnupfen immer – schon zu Beginn der Erkrankung – in die Behandlung eines Tierarztes gehört, können sich Hundebesitzer dort eine ungefähre Einschätzung zur erwarteten Erkrankungsdauer holen. Außerdem sollte besprochen werden wann (z.B. geplante Kontrolluntersuchung in schwereren Fällen) oder unter welchen Bedingungen (z.B. wenn die Symptome auch nach Abschluss einer vom Tierarzt verordneten Behandlung nicht deutlich besser werden) der Hund das nächste Mal zur Folgeuntersuchung bzw. -behandlung vorbeigebracht werden sollte. Wenn sich die Symptome deutlich verschlechtern oder wenn grundsätzliche Sorge besteht (schlechtes “Bauchgefühl“), sind Hundebesitzer darüber hinaus in der Regel immer gut beraten ihren Hund nochmals zum Tierarzt zu bringen – das gilt selbstverständlich insbesondere und umgehend in Notfallsituationen (z.B. Atemnot, unstillbares Nasenbluten).

Dauer von Hundeschnupfen
KRANKMACHENDE EIGENSCHAFTEN DES ERREGERS

Wie beim Menschen können viele verschiedene Krankheitserreger akuten Schnupfen bei Hunden auslösen – hunderte von Viren und dutzende von Bakterien, Pilzen und Parasiten gehören in die lange Liste der möglichen Übeltäter. Die Krankheitserreger unterscheiden sich mitunter stark in ihrer Fähigkeit einen Hund krank machen zu können (Pathogenität). Zum Beispiel: Manche Viren lösen bei ansonsten gesunden Tieren nicht viel mehr aus, als eine leicht laufende Nase – solche Erkrankungen können, ähnlich wie eine Erkältung mit Schnupfen beim Menschen, schon nach ein paar Tagen ausgestanden sein. Andere Erreger, wie beispielsweise bestimmte Parasiten können dagegen zu einer schweren Krankheit führen – hier ist Schnupfen oft das weniger problematische unter vielen Symptomen (z.B. Fieber, starke Abgeschlagenheit, Atemnot) und der Genesungsprozess kann sich dementsprechend auch bei ansonsten gesunden Hunden ggf. länger hinziehen.
ABWEHRFÄHIGKEIT DES ERKRANKTEN HUNDES

Was aber wenn der Hund nicht “ansonsten gesund” ist oder wenn das Tier schon älter, noch ein Welpe oder aus anderen Gründen geschwächt ist? In diesen Fällen kann die schlechte Abwehrlage des Hundes dazu führen, dass der Schnupfen relativ langsamer abheilt, oder dass Komplikationen auftreten. Fitte, gut ernährte und ausgeruhte Tiere haben dagegen bei einem Schnupfen vergleichsweise bessere Chancen schnell wieder auf die Pfoten zu kommen.
BEHANDLUNGSVERLAUF

Dieser die Schnupfendauer beeinflussende Faktor ist so offensichtlich, dass er oft vollkommen vergessen wird. Der Behandlungsverlauf spielt aber oft ebenfalls eine große Rolle wenn es darum geht, ob ein Hund eher kurz oder eher lang von einem Schnupfen geplagt wird – vor allem bei schwereren Fällen, in denen es ganz besonders auf die richtige Therapie der Erkrankung ankommt. Hunde denen beispielsweise keine ausreichende Gelegenheit zu Ruhe und körperlicher Schonung gegeben wird, Hunde die aufgrund einer falschen Diagnose falsch behandelt werden oder Hunde bei denen infolge der Erkrankung Komplikationen aufgetreten sind, werden in der Regel vergleichsweise länger an ihrem Schnupfen zu leiden haben. Läuft dagegen bei der Behandlung alles glatt, ist in den meisten Fällen auch die Schnupfendauer kürzer.
Schnupfen bei Straßenhunden

Allein in Südeuropa leben Schätzungen zufolge mehrere Millionen Hunde auf der Straße. Ihnen mangelt es an Futter, Liebe, Schutz, Pflege und medizinischer Versorgung. Wer einem Streuner ein liebevolles zu Hause mit eigenem Körbchen und allem drum und dran gibt erhöht daher die Chancen des Hundes auf ein langes, glückliches und auch gesundes Leben enorm. Die Ankunft im schönen neuen Daheim könnte das herrlichste Happy End a la Susi und Strolch sein, gäbe es da nicht oft noch ein paar mitgebrachte Schwierigkeiten aus dem alten Leben des neuen Familienmitglieds zu überwinden. Vor allem zwei Probleme sorgen dafür, dass sich Sorgenfalten in die Stirn der Neubesitzer ehemals obdachloser Vierbeiner graben: Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsstörungen. Während erfahrene Hundefreunde Ersteres oft mit etwas Geduld, guter Erziehung und viel Liebe relativ gut selbst unter Kontrolle bringen können, kann letzteres Problem ohne die professionelle Unterstützung durch einen Tierarzt in der Regel nicht gelöst werden. Straßenhunde leiden nämlich relativ häufig an schweren chronischen Infektionen (z.B. durch Bakterien, Parasiten und Pilze) und anderen Krankheiten, die beispielsweise auf schlechte Ernährung, fehlende Impfungen, Unfälle oder Misshandlungen zurückzuführen sind. Wenn ein kürzlich adoptierter Straßenhund Schnupfen bekommt, erklingen beim Tierarzt daher meistens ein paar mehr Alarmglocken als bei Tieren, die nie die sprichwörtlich harte Seite des Hundelebens kennenlernen mussten. Oft ist dann auch eine relativ langwierige Behandlung notwendig, die sowohl das Tier als auch seine Menschen anstrengen und beunruhigen kann – dazu kann beispielsweise bei bakteriellen Infektionen der Atemwege die Gabe von Antibiotika gehören. Wichtig ist, dass alle Hunde mit Schnupfen immer in tierärztliche Behandlung gehören – allen voran ehemalige Straßenhunde, bei denen die Therapie dann oft auch relativ kompliziert und nicht ganz einfach sein kann.

Autor: Dr. Jörg Schweikart



25 Responses to “Schnupfen beim Hund”

Karin:
29. Dezember 2013 um 13:07

Guten Tag,
eine kurze Frage. Wir haben 2 Hunde, einen Labrador (10 Monate) und einen Golden Retriever (15 Monate). Beides Hündinnen. BEIDE niesen den ganzen Tag über, seit ca 3 Tagen. Wir gebeb Fenchelhonig, ist das ok?. Was können wir sonst noch machen? Was könnte das sein?.
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Liebe Grüsse

K.E.
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
2. Januar 2014 um 17:44

Niesen kann bei Hunden generell sehr viele Ursachen haben – siehe auch weitere allgemeine Informationen in unserem Artikel Niesen beim Hund. An dieser Stelle können diese Ursachen im individuellen Fall allerdings nicht weiter eingegrenzt werden – Ferndiagnosen sind weder möglich noch erlaubt. Im Allgemeinen gilt, dass Schnupfen oder unklare Symptome wie auffällig häufiges Niesen beim Hund immer ernst genommen und von einem Tierarzt untersucht werden sollten. Nur so kann den Auslösern für Krankheitsanzeichen auf den Grund gegangen und die weitere Behandlung geplant werden. Fenchelhonig – im Trinkwasser aufgelöst oder unter das Futter gemischt – kann im Allgemeinen zwar als Hausmittel zur Unterstützung der Behandlung von Hunden, die aufgrund einer Infektion an Schnupfen leiden, in Frage kommen (vorausgesetzt es liegen keine Allergien oder andere Gegenanzeigen vor und die Hunde sind ausgewachsen – Vorsicht daher bei Welpen). In vielen Fällen sind aber auch weitere oder ganz andere Behandlungsmittel und -maßnahmen notwendig – auch das hängt grundsätzlich von der genauen Ursache der Symptome (z.B. Infektionen mit Viren, Bakterien, Pilzen oder Parasiten; chronische Erkrankungen, Reizstoffe oder Allergieauslöser in der Umgebung; u.v.m.) sowie individuellen Eigenschaften der kranken Tiere ab und kann daher nur von einem Tierarzt anhand entsprechender Untersuchungen beurteilt werden. Viele Grüße und herzlichen Dank für Ihren Kommentar.
Nicole:
22. Dezember 2013 um 09:52

Hallo unser hund atmet seid gestern sehr schnell es ist über den Tag drei mal passiert das sie aufsteht von ihrem Körbchen und loslaeuft und kann komisch klingt heute war es auch wie so ein pfeifen zu dem schleckt sie sich ständig an der Nase obwohl da nichts zu erkennen ist kennt sie da jemand aus unserer hund ist pekinese und 7 Jahre alt
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
22. Dezember 2013 um 17:45

Hallo und vielen Dank für den Beitrag. Generell gilt, dass die Ursachen von Symptomen wie Schnupfen oder Atemproblemen beim Hund nur durch eine Untersuchung beim Tierarzt abgeklärt werden können – eine Ferndiagnose ist nicht möglich und nicht gestattet. Neben den Informationen im oben stehenden Artikel finden Sie außerdem ein paar weitere interessante allgemeine Hinweise in unserem Artikel Niesen beim Hund.
Isabella R.:
18. Dezember 2013 um 21:44

Hallo. Mir ist heute aufgefallen das mein Hund (Aussi) relativ ruhig ist und am Nachmittag hat seine Nase leicht zu laufen angefangen. Er dürfte eine leichte Erkältung bekommen haben. Jetzt meine Frage: Kann ich Ihn denn zur Sicherheit auch einen Hustensaft verabreichen (caniPulmin)?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
19. Dezember 2013 um 01:57

Hunde haben über 220 Millionen Geruchsrezeptoren in der Nase – Schnupfen kann daher bei Hunden eine besonders unangenehme Sache sein. Allgemein gilt, dass Hunde mit laufender Nase besser immer direkt zum Tierarzt sollten – nur so kann eine genaue Diagnose gefunden und gezielte Behandlungsempfehlungen gegeben werden (aus der Ferne ist dies weder erlaubt noch möglich). Generell ist es auch empfehlenswert die Verabreichung von Ergänzungsfuttermitteln (z.B. zur Unterstützung des Atmungsapparates) oder gar Medikamenten vorher kurz mit dem Tierarzt zu besprechen. Wichtig ist, dass Besitzer darauf achten sollten immer nur ausdrücklich für Hunde (ggf. auch mit Beachtung von Einschränkungen zum Alter oder zur Rasse des Tiers) ausgewiesene Präparate zu verwenden (nicht etwa solche für andere Tiere oder Menschen) und sich – sofern mit dem Tierarzt nicht ausdrücklich anders besprochen – an die Hinweise in der Packungsbeilage (Verwendungszweck, Anwendung, Gegenanzeigen, Hinweise zu Allergien, etc.) zu halten.
Melissa:
9. Dezember 2013 um 09:51

Hallo! Unser Hund ist ein Jahr alt und ein italienischer Straßenhund. Als wir sie vor ein paar Monaten bekammen hatte sie eine Erkältung. Sie würde 3 Wochen lang mit Antibiotika behandelt und einer zusätzlichen Wurmkur. Sie war sehr schlapp danach aber der Schnupfen lies nach und eine Woche nach der Behandlung war sie wieder fit. Nun, fangt alles von vorne an. Ihre Nase „blubbert“ wenn sie atmet und sie versucht ihren Kopf beim schlafen möglichst hoch zu legen. Irgendwann springt sie plötzlich auf und röchelt. Dieses mal viel schlimmer. Über das Wochenende würde es so akut. Wir konnten heute Nacht nicht schlafen weil sie ständig so hustet/röchelte. Ich möchte sie so ungern wieder3 Wochen lang mit Antibiotika vollpumprn. Ich habe nur Angst, dass sie keine Luft bekommt! Der Tierarzt vermutete eine obere Atemwegs Infektion weil sie oft Husten musste wenn sie anfing an der Leine zu ziehen. Leider passierte in der Praxis nicht und so wurde auf Verdacht behandelt. Sollte ich mal einen anderen Tierarzt aufsuchen?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
12. Dezember 2013 um 03:29

Allein in Italien leben Schätzungen zufolge über eine Millionen Hunde auf der Straße. Ihnen mangelt es an Futter, Liebe, Schutz, Pflege und medizinischer Versorgung. Wer einem Streuner ein liebevolles zu Hause mit eigenem Körbchen und allem drum und dran gibt erhöht daher die Chancen des Hundes auf ein langes, glückliches und auch gesundes Leben enorm. Die Ankunft im schönen neuen Daheim könnte das herrlichste Happy End a la Susi und Strolch sein, gäbe es da nicht oft noch ein paar mitgebrachte Schwierigkeiten aus dem alten Leben des neuen Familienmitglieds zu überwinden. Vor allem zwei Probleme sorgen dafür, dass sich Sorgenfalten in die Stirn der Neubesitzer ehemals obdachloser Vierbeiner graben: Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsstörungen. Während erfahrene Hundefreunde Ersteres oft mit etwas Geduld, guter Erziehung und viel Liebe relativ gut selbst unter Kontrolle bringen können, kann letzteres Problem ohne die professionelle Unterstützung durch einen Tierarzt in der Regel nicht gelöst werden. Straßenhunde leiden nämlich relativ häufig an schweren chronischen Infektionen (z.B. durch Bakterien, Parasiten und Pilze) und anderen Krankheiten, die beispielsweise auf schlechte Ernährung, fehlende Impfungen, Unfälle oder Misshandlungen zurückzuführen sind. Wenn ein kürzlich adoptierter Straßenhund Schnupfen bekommt, erklingen beim Tierarzt daher meistens ein paar mehr Alarmglocken als bei Tieren, die nie die sprichwörtlich harte Seite des Hundelebens kennenlernen mussten. Oft ist dann auch eine relativ langwierige Behandlung notwendig, die sowohl das Tier als auch seine Menschen anstrengen und beunruhigen kann – dazu kann beispielsweise bei bakteriellen Infektionen der Atemwege auch die Gabe von Antibiotika gehören. Welche Behandlung in Ihrem speziellen Fall Sinn macht hängt von den genauen Ursachen der Erkrankung Ihres Hundes ab. Die kann und darf ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Im Allgemeinen gilt aber, dass alle Hunde mit Schnupfen immer in tierärztliche Behandlung gehören – allen voran ehemalige Straßenhunde, bei denen die Therapie dann oft auch relativ kompliziert und nicht ganz einfach sein kann. Gerade bei ernsteren und langwierigen Erkrankungen hat grundsätzlich jeder Patient – auch der tierische – selbstverständlich ein Recht auf eine zweite ärztliche Meinung. Oft gibt es nämlich auch gar nicht die eine “richtige” Behandlung und zwei Paar Augen sehen meistens mehr als eins. Ob es immer sinnvoll ist eine zweite Meinung einzuholen ist dagegen eine andere Frage. Es ist nämlich natürlich nicht auszuschließen, dass der zweite Tierarzt zum selben Ergebnis wie der erste kommt. Generell gilt also, schaden kann eine zweite ärztliche Meinung meistens nicht – außer vielleicht dem Geldbeutel. Ob sie nutzt weiß man immer erst hinterher.
Olaf D.:
25. November 2013 um 22:52

Guten Tag,
ich habe Ihre Kommentare aufmerksam gelesen, aber nix trifft auf unseren Hund zu. Es ist ein elf Jahre altes Tibet-Terrier-Mischlings-Weibchen (ca. 19 KG). Am Dienstag vor einer Woche fing alles mit einem eiergroßen angeschwollenem linken
Lymphknoten an. Mit zwei Antibiotika Spritzen und einer anschliessenden Antibiotika Kur konnte diese Entzündung recht schnell zurück gedrängt werden. Allerdings hatte der Hund am Folgetag, also am Mittwoch, keinen angeschwollenen Lymphknoten, aber dafür einen Schnupfen. Eine stark verschnupfte Nase. Er ist kraftlos und schlapp, der Schwanz hängt unten und der Rücken ist nach oben gewölbt. Der Stuhlgang und Urin sind vollkommen normal. Die Temperatur bei knapp 39 Grad.

Am Wochenende ließen wir den Hund, da er noch nie krank war in den letzten elf Jahren, nochmals in einer kleinen Klinik röntgen und die Blutwerte überprüfen. Alles hat sich zum Sonntag von den Blutwerten her positiv entwickelt. Nur die roten Blutkörper sind unter dem normalen Wert. Aus der Klinik ist er dann mit uns super gelaunt wieder nach Hause gefahren. Aber dem Hund geht es nun am sechsten Tag seines Hundeschnupfens nicht deutlich besser. Er soll insgesamt neun Tage die Antibiotika Tabletten morgens und abends bekommen.

Nun meine Frage. Wie lange kann denn so ein Hundeschnupfen dauern. Wir machen uns große Sorgen, da der Hund so leblos und apathisch ist. Er nimmt nun alles komplett gelassen und liegt nur noch auf seiner Hundedecke. Sollen wir ihm und der Erkältung einfach mehr Zeit einräumen zur Genesung und den von Ihnen beschriebenen Fenchelhonig in das Trinkwasser tun. Wie können wir dem Hund beim Schnauben helfen oder Verkrustungen entfernen? Was hilft überhaupt?

Ich danke Ihnen vielmals für eine Antwort, auch wenn eine Ferndiagnose nicht möglich ist.
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
27. November 2013 um 04:01

Lieben Dank für Ihren Kommentar. Wie lange Schnupfen bei Hunden dauert hängt im Allgemeinen von drei Dingen ab: Der genauen Ursache, den Abwehrfähigkeiten des kranken Hundes und der Behandlung. Da eine Ferndiagnose nicht möglich ist, lässt sich daher dazu im individuellen Fall keine sinnvolle Aussage machen. Ein paar neu hinzugefügte, allgemeine Hinweise zu den von Ihnen angesprochenen Themen finden Sie aber im Artikel: Neuer Abschnitt zum Thema “Wie lange dauert akuter Schnupfen bei Hunden” und Tipps zur Nasenpflege bei Hunden mit Schnupfen im Abschnitt “Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat”. Viele liebe Grüße!
Olaf D.:
12. Dezember 2013 um 10:38

Bei uns hat sich die Sache mit der Erkältung geklärt. Der Hund hat wohl alles auf einmal bekommen. Neben der Erkältung gab es noch einen Bandscheibenvorfall, weswegen er sich nicht mehr von der Decke rühren wollte. Scheinbar hatte er große Schmerzen dort. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt und fachkundige Abtastung beim Hund brachte das Ergebnis. Nun geht es dem Hund besser, die Erkältung ist weg … Der mehrfache Besuch beim Tierarzt war unumgänglich, um das gesamte Krankheitsbild aufdecken zu können.
Adrian Lucas:
15. Oktober 2013 um 13:31

Mein Hund ist seit etwa 3 Monate verschnupft. Speziell am Morgen muss Sie viel Niesen und die Nase ist verstopft, Sie Röchelt und muss manchmal Husten. Es kommen allerdings keine Sekrete aus der Nase oder dem Mund. Sie ist schon über 14 Jahre alt, ist sonst aber noch fit und munter. Seit 3 Tage wird es insbesondere am Morgen viel schlimmer, die Nase scheint immer mehr sich zu verstopfen.
Was tun?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
21. Oktober 2013 um 17:53

Hallo und vielen herzlichen Dank für den Kommentar. Unser neuer Artikel „Niesen beim Hund“ könnte ein paar weitere interessante Informationen für Sie enthalten. Eine individuelle Ferndiagnose bzw. –beratung ist natürlich nicht möglich. Schnupfen bei Hunden sollte, wie oben unter „Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?“ beschrieben, immer ernst genommen und zu einem Besuch beim Tierarzt führen. Dort können die Ursachen für die Symptome und die weitere Behandlung am besten abgeklärt werden. Viele Grüße!
Erika Hassel:
29. September 2013 um 11:03

Hallo,mein 3jähriger spanischer Mix (Labrador/ Jagthund)niest seit einigen Tagen sehr oft,ist es ernst zunehmen?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
21. Oktober 2013 um 17:41

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Hier finden Sie einen neuen Artikel zum Thema „Niesen beim Hund“, der interessante Informationen für Sie enthalten könnte. Aus der Ferne ist es natürlich nicht möglich eine individuelle Diagnose bzw. Einschätzung zu machen. Liebe Grüße!
Lämmert Frank:
19. September 2013 um 11:44

Unser Hund ist 7 Jahre alt und war bisher immer gesund. Seit dem die Bäume zu blühen beginnen bekommt er bei guten Wetter Beschwerden, die einhergehen mit schnupfen, allgemeine körperliche Schwaäche, leichter Gewichtsabnahme sowie dickem weißen Ausfluss aus der Nase und geröteten Bindehäuten und tränenden Augen.Die Beschwerden sind hauptsächlich draußen.Ich befürchte er hat eine allergische Raktion auf Pollen und Gräser. Was kann ich tun?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
21. Oktober 2013 um 17:28

Hallo und vielen Dank für Ihre Anfrage – Eine Ferndiagnose ist natürlich nicht möglich, aber Sie sprechen ein wichtiges Thema an. Wir haben einen neuen Artikel über „Heuschnupfen beim Hund“ gestaltet, der Sie interessieren könnte.
Sarah:
14. September 2013 um 13:44

Hallo,
Wir haben seit drei Wochen eine Hündin aus Rumänien. Die Maus neigt dazu bei Aufregung gut zu sabbern ansonsten ist uns nur aufgefallen das beim schlafen häufig die Nase läuft,auch mehrfach am Tag zu den unterschiedlichsten Situationen und Zeiten.Der Ausfluss ist flüssig und klar. Ansonsten kein Augenreiben nur gelegentlich kratzen und knabbern, aber Nicht im übermass. Meine Frage wäre ob es auch normal sein kann das einem gesunden Hund öfters am Tag die Nase läuft.lg
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
4. Oktober 2013 um 18:01

Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass eine laufende Nase beim Hund auch mal eher harmlose Ursachen haben kann. Davon sollte aber im Normalfall zunächst nicht ausgegangen werden, da bei Hunden mit derartigen Symptomen oft auch ernst zu nehmende Erkrankungen zugrunde liegen können. Das gilt insbesondere auch für Hunde die erst kürzlich aus dem Ausland adoptiert wurden. Hunde mit Schnupfensymptomen gehören daher immer vom Tierarzt untersucht und ggf. behandelt – eine Ferndiagnose ist nicht möglich. Unter „Was tun, wenn der Hund Schnupfen hat?“ in unserem Artikel „Schnupfen beim Hund“ (http://www.schnupfen.net/hund/) können Sie entsprechende Hinweise nochmal nachlesen – inklusive einer kleinen Ergänzung zum Thema kürzlich adoptierter Hund.
marion bendixen:
27. August 2013 um 15:23

hallo, ich habe einen ca 7 jahre alten galgo espanol. vor ca 4 wochen hechelter er auffällig viel und seine nase tropfte. eines morgens war alles voll blut, nachttisch fußboden und bett, er hatte massives nasenbluten. bei meiner tierärztin bekam er ein pflanzlichen blutstiller und eine cortisonspritze. eine verletzung oder ähnliches war nicht zu sehen. sie schickte mich in die tierklinik, wo dann nach ca einer std die blutung stand. nach einem gerinnungstest, war klar das es sich um eine internistische sache handelt. die blutwerte waren schlecht..protein sehr hoch, alles andere viel zu niedrig. zuhause kanm es wieder zu blutungen aber nicht so massiv. er bekam dann nochmal antibiotika wärend ich aud das große blutbild und mittelmeercheck wartete. babesiose und leishmaniose positiv. momentan behandeln wir nur die babesien mit carbesia (zweite spritzw in einer woche) und es geht ihm gut soweit, ab und an hechelt er, aber sehr selten…meist abend kurz. was mir aber sorgen macht ist eine auffällig viel tropfende nase. kann das noch mit der regeneration des blutes zusammenhängen?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
28. August 2013 um 13:40

Eine Ferndiagnose ist – insbesondere bei schwerwiegenden und komplexen Gesundheitsstörungen – natürlich weder seriös möglich noch erlaubt. Allgemein lässt sich aber sagen: Babesiose und Leismaniose sind beides überaus ernstzunehmende Infektionskrankheiten des Hundes und erfordern eine umgehende Behandlung und Beratung sowie eine therapiebegleitende Verlaufskontrolle durch den Tierarzt. Bei allen Fragen, Sorgen und Unsicherheiten, die sich z.B. aus den Symptomen der Erkrankungen bzw. aus deren Behandlung ergeben, sollte daher immer zunächst der Tierarzt zu Rate gezogen werden. Eine blutig laufende Nase gehört zu den möglichen Symptomen bei einer Leishmaniose des Hundes – je nach Schweregrad sollte hier der Tierarzt ggf. auch notfallmäßig aufgesucht werden, um sich den Hund (nochmals) anzuschauen. Leishmanien sind eine Gattung mikrobieller Erreger, die durch den Stich bestimmter Insekten (in der Regel Sand- bzw. Schmetterlingsmücken) auf Hunde übertragen werden können, und sich über den Blutkreislauf im Körper und den Organen von infizierten Tieren ausbreiten. Sand- und Schmetterlingsmücken sind eher in wärmeren Breitengraden – in Europa vor allem im Mittelmeerraum – heimisch, weshalb die Erkrankung in Deutschland z.B. oft bei Hunden auftritt, die aus südlichen Ländern adoptiert wurden oder mit ihren Besitzern in entsprechende Regionen verreist waren. Es kann mitunter relativ lange dauern (u.U. mehrere Jahre!), bis ein mit Leishmanien infizierter Hund erste Symptome entwickelt. Auch wenn das Risiko als eher gering gilt ist zu beachten, dass die Übertragung der Erreger unter Umständen auch von einem an Leishmaniose erkrankten Hund auf den Menschen oder andere Tiere erfolgen kann (z.B. über Hautwunden). Typische Symptome sind neben Nasenbluten u.a. Abgeschlagenheit, Fieber, Durchfall, Appetitverlust, Lymphknotenschwellungen, Bauchschmerzen (u.a. aufgrund der Vergrößerung von Leber und Milz), Gelenkschmerzen oder Hautausschlag mit Haarausfall. Bei Hunden mit Leishmaniose kommt es vermutlich aufgrund von mehreren krankheitsbedingten Faktoren zum Symptom Nasenbluten. Dazu gehören u.A. Störungen der Blutplättchenfunktion (Thrombozytopathie) oder Geschwüre an der Nasenschleimhaut. Abschließend sei noch erwähnt: Hunde, die unter Leishmaniose oder Babesiose leiden können natürlich begleitend dazu auch an allen möglichen Schnupfenursachen erkranken (z.B. andere Infektionen bei allgemein geschwächter Immunlage).
Thomas Mahler:
25. August 2013 um 10:43

mein Collie ist 9 Jahre alt und hatte vor einer Woche erstmals Nasenbluten. Nach ca.15 Min. war es vorbei. Gestern hatte er nach kräftigen niesen erneut Nasenbluten. Ich habe die Blutung gestillt, doch nach einer Stunde brach sie wieder aus. Er geht sehr gerne aus, schnüffelt viel, und munter. Was kann das Problem sein? Das niesen und die Wärme?
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
25. August 2013 um 15:54

Hallo Herr Mahler,

Eine Diagnose aus der Ferne ist natürlich weder möglich noch erlaubt – ohne eine körperliche Untersuchung des Tieres kann die Ursache für das Nasenbluten daher nicht ermittelt werden. Hier aber ein paar allgemeine Hinweise und Informationen zu Nasenbluten bei Hunden. Allgemein gilt zunächst, dass Hunde mit wiederholt innerhalb von wenigen Tagen wieder aufgetretenem Nasenbluten dem Tierarzt vorgestellt werden sollten, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und ggf. zeitnah eine Behandlung einleiten zu können. Bei langandauerndem bzw. über mehrere Minuten unstillbarem Nasenbluten ist es sogar empfehlenswert den Tierarzt schon beim ersten Vorkommen von Nasenbluten aufzusuchen (siehe auch Abbildung „Nasenbluten beim Hund“ in diesem Artikel). Nasenbluten kann bei Hunden aus vielfältigen – von relativ harmlosen bis schwer gesundheitsbedrohlichen – Gründen auftreten. Dazu gehören u.a. heftiges Niesen, Fremdkörper (können z.B. beim draußen Herumstöbern und -schnüffeln aus Versehen in die Nasengänge geraten), andere äußere Einwirkungen wie Stürze oder Schlangenbisse, Infektionen, Tumoren oder auch Blutgerinnungsstörungen und Leukämie. In der Regel führt der Tierarzt zunächst eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab, um z.B. nach Hinweisen für eine mögliche Anämie zu fahnden oder um zu untersuchen, ob die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) reduziert ist. Weitere Untersuchen die bei Hunden mit Nasenbluten unter Umständen notwendig werden könnten sind u.a. endoskopische Untersuchen der Nasengänge, Urinanalysen, Knochenmarkspunktionen oder Röntgen- bzw. CT-Untersuchungen. Tierarztbesuche können sowohl für die betroffenen Hunde, aber auch für ihre Besitzer ein mitunter relativ großer Stressfaktor sein: „Was wenn es was Ernstes ist?“, „Welche Untersuchungen sind wirklich nötig und welche tun dem Tier am Ende unnötig weh?“, „Welche Kosten sind zu erwarten?“ sind oft typische Fragen, die sich Hundebesitzer stellen. Erfahrungsgemäß ist es hilfreich sich alle notwendigen Untersuchungsmaßnahmen vom Tierarzt genau erklären zu lassen und auch bei weiteren Fragen, Entscheidungsschwierigkeiten und Sorgen immer ganz offen das Gespräch mit dem Experten zu suchen.

Viele Grüße und Alles Gute für Sie und Ihren Hund,
silvia kössner:
6. Mai 2013 um 14:30

mein hund ist allergisch auf haussaubmillben, derzeit sehr starker schnupfen und ausfluß aus der nase und niest auch oft hintereinander. gibts da nichts was ihm hilft aber nicht nur vorübergehend sondern für immer er ist erst 4 jahre mein ausi(zeno)erbitte um hilfe danke silvia kössner
Antworten
Dr. Jörg Schweikart:
7. Mai 2013 um 17:07

Zusätzliche Informationen zu möglichen Maßnahmen bei Hunden mit der Diagnose Hausstaubmilben-Allergie haben wir unter HAUSMITTEL BEI ALLERGISCHEM SCHNUPFEN hinzugefügt. Verschnupfte Hunde sollten in der Regel immer zeitnah tierärztlich untersucht werden – selbst wenn die Diagnose Hausstaubmilben-Allergie bei dem Tier in der Vergangenheit bereits gesichert wurde. So kann ausgeschlossen werden, dass nicht andere oder weitere Ursachen für die Symptome verantwortlich sind.
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Tödliche Seesterne in Australien - Riesenschnecke soll Korallen retten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Sep 2017 11:54

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Riesenschneck ... 39651.html
Tödliche Seesterne in Australien - Riesenschnecke soll Korallen retten

Das größte Korallenriff der Welt befindet sich in Australien - ihm macht neben dem Klimawandel auch eine gefräßige Seesternart zu schaffen. Die Rettung soll der natürliche Feind der Schädlinge bringen - eine riesige Schnecke. Dabei gibt es ein weiteres Problem.

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Australische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben eine neue Strategie zum Schutz des von korallenfressenden Seesternen bedrohten Great Barrier Reefs entwickelt. Wie das Australische Institut für Meereswissenschaft (AIMS) mitteilte, konnten die Forscher nachweisen, dass Dornenkronenseesterne Gebiete meiden, in denen ihre natürlichen Feinde, die Tritonshornschnecken, vorkommen. Diese könnten nun auf den Korallenriffen ausgesetzt werden, um die Seesternplage einzudämmen.
Die Tritonshornschnecken zählt zu den größten Schneckenarten überhaupt.

Das 2300 Kilometer lange und damit weltgrößte Korallenriff vor Australiens Nordostküste erlebt derzeit die stärkste Bleiche seiner Geschichte. Ursache ist nach Angaben von Forschern vor allem der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane. Daneben spielt auch die Wasserverschmutzung durch Schifffahrt und Landwirtschaft in der Nähe der Küste eine Rolle.

Die bis zu 80 Zentimeter großen und mit Giftstacheln ausgerüsteten Dornenkronenseesterne haben sich im Zuge der Schadstoffbelastung stark vermehrt. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Korallen und sind in jüngster Zeit zu einer ernsten Bedrohung des Great Barrier Reef geworden.
"Nase" der Schnecke spürt Seesterne auf

Die Schnecken, die sich von Stachelhäutern ernähren und bis zu einen halben Meter groß werden können, verfügen über einen besonderen Geruchssinn, den sie zur Jagd auf ihre Beute einsetzen. Forschungen ergaben, dass sie Dornenkronenseesterne besonders gerne fressen, allerdings nur einige wenige pro Woche. Hinzu kommt, dass die Zahl der Tritonshornschnecken wegen ihrer begehrten Schneckenhäuser stark abgenommen hat.
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Die australische Regierung kündigte an, Projekte zur Aufzucht dieser Schnecken finanziell fördern zu wollen. Der Abgeordnete für den nordöstlichen Bundesstaat Queensland, Warren Entsch, sagte, damit ergäben sich "spannende Möglichkeiten" beim Kampf gegen das Korallensterben.

Tritonshornschnecken in den AIMS-Labors haben zahlreiche tränengroße Eier gelegt, aus denen im vergangenen Monat mehr als 100.000 Larven schlüpften. Weil sie so selten sind, benötigte das Institut zwei Jahre, um sich acht Schnecken zu verschaffen. "Wir wissen wirklich nichts über sie - weder, was sie fressen, noch, ob es Nachttiere sind oder nicht", sagte die Leiterin des Zuchtprogramms, die Meeresbiologin Cherie Motti.

Nach einem genauen Studium ihrer Lebensgewohnheiten sollen die Riesenmeeresschnecken ausgesetzt werden und gegen die Dornenkronenseesterne zum Einsatz kommen. Bis dahin bleibt nach Mottis Worten aber "noch viel zu tun".
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 26736.html
Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus Das Great Barrier Reef stirbt

Quelle: n-tv.de , kst/AFP
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Zugereiste aggressive Variante - Werden wir die Tigermücke wieder los ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Sep 2017 12:24

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
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http://www.n-tv.de/wissen/Werden-wir-di ... 47397.html
Samstag, 23. September 2017
Zugereiste aggressive Variante - Werden wir die Tigermücke wieder los ?

Sie nervt nicht nur - die Asiatische Tigermücke kann auch gefährliche Viren übertragen. Vor zehn Jahren tauchten erste Exemplare in Deutschland auf. Inzwischen überwintert sie sogar in Baden-Württemberg. Kann man sie wieder loswerden?

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Schon ihr Name klingt bedrohlich: Asiatische Tigermücke. Sie ist die zugereiste aggressive Variante unser zwar nervigen - aber doch wenig bedrohlichen - Stechmücken. Das Insekt mit dem zoologische Namen Aedes albopictus kann gefährliche Viren übertragen, darunter Dengue, Zika und Chikungunya.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) erobert durch die globale Erwärmung weitere Siedlungsgebiete.
(Foto: picture alliance / dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Dieser-Sommer ... 57844.html

Ziemlich genau vor zehn Jahren kamen die ersten Exemplare nach Deutschland. Erstmals war die wärmeliebende Asiatische Tigermücke Ende September 2007 an einem Rastplatz der Autobahn A5 (Basel - Karlsruhe) bei Weil am Rhein gefunden worden. Aus dem Jahr 1979 stammt nach Angaben der European Mosquito Control Association (EMCA) der erste europäische Nachweis des Insekts in Albanien. 1990 wurde es in einer Ladung gebrauchter Reifen aus den USA in den italienischen Hafen Genua eingeschleppt.

Angesichts des Klimawandels scheinen sich die stechenden Tierchen, die an ihren weißen Tigerstreifen zu erkennen sind, einen neuen Lebensraum nördlich der Alpen dauerhaft erobern zu wollen. In Freiburg und Heidelberg überwintern sie bereits. Die erste größere brütende Population wurde im September 2015 im Heidelberger Stadtteil Wieblingen nachgewiesen. Ein Jahr zuvor war bereits eine kleinere Population in Freiburg entdeckt worden. Ende August wurde die Asiatische Tigermücke erstmals in Karlsruhe nachgewiesen. Dort wurden Larven und Puppen gefunden, aber keine flugfähigen Tiere.
Verbreitung begrenzt, aber noch keine Entwarnung
Bei Befall werden die Larven gleich im Anschluss bekämpft.
(Foto: dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Werden-wir-di ... 47397.html

"Die Verbreitung hält sich wohl in Grenzen", sagt Artur Jöst von der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs). Für eine Entwarnung sei es dennoch zu früh: Bei herbstlichen Temperaturen fliegen Mücken nicht. Die professionellen Mückenjäger am Oberrhein - wo die Plagegeister Schnaken genannt werden - geben angesichts jahrzehntelanger Erfahrung nicht auf. Die Kabs-Fachleute und die Experten des Instituts für Dipterologie (IfD) in Speyer, das Zweiflügler erforscht, setzen dabei auf konventionelle Mittel der Mückenbekämpfung. Dazu zählen das Austrocknen oder Abdecken von Brutstätten, wie Regentonnen, Vogeltränken oder Topfuntersetzern. Auch Fallen sollen helfen, die Zahl der Tiere zu reduzieren.

Außerdem greifen die Experten auf das Bakterium BTI zurück, das die Larven tötet und in den Auen des Oberrheins die Mückenplage erfolgreich in Grenzen hält. Es wird unter anderem per Hubschrauber verteilt. Größte Hoffnung ist aber eine biotechnologische List. Im italienischen Bologna werden einige aus Deutschland gebrachte Tigermücken vermehrt. Mit Hilfe von Gammastrahlen sterilisieren die Experten um Professor Romeo Bellini dann die männlichen Tiere. Ihre Puppen sind kleiner als die der Weibchen und können daher ausgesiebt werden. Nach der Behandlung sind sie unfruchtbar. Die sterilisierten Tigermücken werden in den neuen Lebensräumen in Deutschland ausgesetzt. Sie paaren sich mit den Weibchen - doch ihr Sperma führt kaum noch zu lebensfähigem Nachwuchs.
Erste Erfolge

Ob es auf diese Weise gelingt, die Populationen wieder auszurotten, muss die Zeit zeigen. Im vergangenen Jahr gab es erste Erfolge. Eine auf wenige Gärten begrenzte Population in Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis sei praktisch verschwunden, sagt der wissenschaftliche Direktor der Kabs, Norbert Becker. Dort habe die Beseitigung der Brutstätten und die Behandlung mit BTI gereicht. Die Populationen in Freiburg und Heidelberg seien um 80 bis 90 Prozent reduziert. "Den Rest wollen wir jetzt noch in die Knie zwingen."
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Gerade hole ein Mitarbeiter wieder 15 Kästen mit je 1000 sterilisierten Männchen aus Bologna ab, sagt der promovierte Biologe und unterstreicht die Bedeutung der Arbeit der italienischen Kollegen.
Bei allen Erfolgen kommen aber auch die Mücken auf ihrem Eroberungszug voran. Im Juli seien die ersten Exemplare in Rheinland-Pfalz gesichtet worden, an der Autobahn 61 bei Speyer, sagt Becker. Es seien einzelne Exemplare auf Rasthöfen. "Schlimm wird es, wenn sie in Siedlungs- und Gartenbereiche eingeschleppt werden", sagt Becker.

Der Kampf gegen die Asiatischen Tigermücken dürfte eine Daueraufgabe bleiben. Denn mit den endlosen Auto- und Lastwagenkolonnen werden immer wieder Exemplare nach Deutschland kommen. "Wenn man alles ins Feld wirft, was wir an Möglichkeiten der Bekämpfung haben, dann haben wir gute Chancen. Aber es bleibt eine Daueraufgabe", sagt Becker.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 10919.html
Mücken, Bremsen, Schnaken: Die Plagegeister der Saison Mücken, Bremsen, Schnaken: Die Plagegeister der Saison Mücken, Bremsen, Schnaken: Die Plagegeister der Saison Mücken, Bremsen, Schnaken Die Plagegeister der Saison

Quelle: n-tv.de , Sönke Möhl, dpa
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Pflanzenschutzmittel im Honig - Bienen sind weltweit Giften ausgesetzt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Okt 2017 13:08

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Bienen-sind-w ... 68052.html
Pflanzenschutzmittel im Honig - Bienen sind weltweit Giften ausgesetzt

Honig gilt als ein natürliches Lebensmittel. Seine Inhaltsstoffe geben Auskunft über die Umweltbedingungen. Aus diesem Grund untersuchen Forscher Honig aus allen Erdteilen und sehen, dass sich Bienen weltweit mit Giften herumschlagen müssen.

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Bienen in aller Welt sind Insektiziden aus der Klasse der umstrittenen Neonicotinoide ausgesetzt. Das zeigt eine Analyse von knapp 200 Honigproben aus allen Erdteilen mit Ausnahme der Antarktis. In knapp der Hälfte aller Proben, genau in 48 Prozent, fand das Team um Edward Mitchell von der Université de Neuchâtel (Neuenburg/Schweiz) Konzentrationen, die Studien zufolge Bienen schädigen können. Alle Werte lägen jedoch unter den Grenzen, die in den USA und der EU als bedenklich für den Menschen gelten, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science".
Honig wird auch als flüssiges Gold bezeichnet.
Honig wird auch als flüssiges Gold bezeichnet.
(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Das Team hatte Freunde und die Neuenburger Bevölkerung aufgefordert, Honig aus aller Welt mitzubringen. Zwischen 2012 und 2016 erhielten die Wissenschaftler mehr als 300 Honiggläser, von denen sie 198 auswählten. Dabei achteten sie darauf, dass die Proben geografisch ausgeglichen verteilt waren, und sie bevorzugten Kleinerzeuger. "Bienen entfernen sich für die Nektarsuche bis zu zwölf Kilometer von ihrem Bienenstand. Damit decken sie eine beachtliche Fläche ab", betont Ko-Autor Alexandre Aebi. Der aus Blütennektar entstandene Honig gebe Auskunft über die Umweltbedingungen.
Honig aus Südamerika am wenigsten belastet

Mitchell und Kollegen untersuchten den Honig auf die fünf am meisten verbreiteten Neonicotinoide (Acetamiprid, Clothianidin, Imidacloprid, Thiacloprid und Thiamethoxam). In 75 Prozent aller Proben wiesen sie mindestens eines der Mittel nach. Gut ein Drittel (35 Prozent) enthielt zwei oder drei Neonicotinoide, zehn Prozent sogar vier oder fünf. Unterschiede ergab die Auswertung nach Erdteilen: Mindestens ein Neonicotinoid enthielten 86 Prozent der Proben aus Nordamerika, in Asien waren es 80 Prozent, in Europa 79 Prozent. Am seltensten belastet war Honig aus Südamerika (57 Prozent).

Neonicotinoide galten lange als Wunderwaffe im Pflanzenschutz, weil sie Fressfeinde der Pflanzen töten, aber nützliche Insekten nicht. Nach und nach entdeckten Forscher aber, dass die Substanzen durchaus Auswirkungen auf Bienen und andere Pflanzenbestäuber haben. Die Autoren verweisen auf Studien, denen zufolge eine Konzentration von 0,1 Nanogramm (Milliardstel Gramm) pro Gramm Honig Bienen auf verschiedenste Weise beeinträchtigen kann: Die nicht tödlichen Effekte umfassen demnach unter anderem Fortpflanzungs- und Wachstumsprobleme, geschwächtes Immunsystem, Störungen der Nerven- und Gedächtnisfunktion sowie der Atmung.
EU-Kommission schlägt Verbote vor
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Nicht berücksichtigt werde derzeit bei den meisten Untersuchungen der sogenannte Cocktaileffekt, also die Wirkung mehrerer giftiger Stoffe, die gleichzeitig auftreten, heben die Biologen hervor. "In der Schweiz werden mehr als 350 verschiedene synthetische Pestizide eingesetzt", sagt Mitchell. "Die Kombinationsmöglichkeiten sind unendlich." Forschungsergebnisse führten aber bereits dazu, dass die EU-Kommission ein weitgehendes Verbot von Neonicotinoiden vorgeschlagen hat. Einige Wirkstoffe sind bereits für das Beizen von Saatgut und als Spritzmittel in blühenden Kulturen verboten.

In einem "Science"-Kommentar schreibt Christopher Connolly von der schottischen University of Dundee: "Die Verluste an Bienen sind eine große Bedrohung für die Sicherung der menschlichen Nahrungsversorgung und die Stabilität der Ökosysteme." Die Studie zeige, dass Honig ein guter Indikator für Umweltverschmutzung sein könne. Auch hebe die Untersuchung eine Wissenslücke hervor: Es sei wenig darüber bekannt, wie Bienen dauerhaft auf Neonicotinoide reagierten.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Sehr dickes Eis in Antarktis - Tausende Pinguin-Küken verhungern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Okt 2017 21:21

TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser
http://www.n-tv.de/wissen/Tausende-Ping ... 81812.html
Freitag, 13. Oktober 2017
Sehr dickes Eis in Antarktis - Tausende Pinguin-Küken verhungern

"Katastrophales Brutversagen": Wissenschaftler machen in der Antarktis eine dramatische Entdeckung. Von 18.000 Pinguin-Küken überleben nur zwei die Brutsaison. Die anderen verhungern, während sie auf ihre Nahrung suchenden Eltern warten. Ursache: eine sehr dicke Eisschicht.

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In der Antarktis sind Tausende Pinguin-Küken verhungert. Wie französische Wissenschaftler erklärten, mussten die Eltern der Jungtiere wegen einer ungewöhnlich dicken Eisschicht zur Nahrungssuche weitere Wege zurücklegen. Die Küken starben, während sie warteten. Aus der Kolonie mit rund 18.000 Adelie-Pinguinpaaren hätten nur zwei Küken die Brutsaison von Anfang 2017 überlebt.

Eine Ursache für das "katastrophale Brutversagen" sehen die Wissenschaftler in veränderten Umweltbedingungen in der Region seit dem Abbruch eines riesigen Gletschers Mitte Februar 2010.

Durch das Abbrechen des Mertz-Gletschers im Jahr 2010 habe sich der Meeresabschnitt vor der Pinguinkolonie verändert, sagte Pinguinforscher Yan Ropert-Coudert von der Dumont-D'Urville-Forschungsstation in der Antarktis. Ähnliche Brut-Dramen könnten sich künftig häufiger ereignen. Aber auch Temperaturschwankungen und Windstärken und Windrichtungen seien Einflussfaktoren. Die französischen Wissenschaftler wurden bei ihren Untersuchungen von der Umweltorganisation WWF unterstützt.
Durch Klimawandel und steigende Meerestemperaturen bedroht
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Adelie-Pinguine ernähren sich hauptsächlich von Antarktischem Krill, einer garnelenartigen Krebstierart. Ihr Lebensraum in der östlichen Antarktis war bislang weitestgehend gesichert. Doch sie sind durch den Klimawandel und steigende Meerestemperaturen immer mehr bedroht. Vor vier Jahren überlebte aus derselben Kolonie, die damals aus mehr als 20.000 Pinguinpaaren bestand, kein einziges Küken die Brutsaison.

Eine Jahrhundert-Kollision hatte im Februar 2010 in der Antarktis einen gigantischen neuen Eisberg geschaffen, den Mertz-Eisberg. Der 78 Kilometer lange und bis zu 39 Kilometer breite Koloss brach von einer schwimmenden Gletscherzunge des Mertz-Gletschers ab, nachdem ein anderer Rieseneisberg dagegengekracht war. Dieser Vorgang zog die gravierenden Veränderungen in der Region nach sich.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 31206.html
In der Welt der Eisgewalten: Die Antarktis In der Welt der Eisgewalten: Die Antarktis In der Welt der Eisgewalten: Die Antarktis In der Welt der Eisgewalten Die Antarktis

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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