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Mit hakenförmigem Penis - Brutale Befruchtung bei Fächerflüglern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Mai 2016 17:34

Brutale Befruchtung bei Fächerflüglern.jpg
Brutale Befruchtung bei Fächerflüglern.jpg (30.79 KiB) 4248-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Brutale-Befru ... 09806.html
Mittwoch, 04. Mai 2016
Mit hakenförmigem Penis - Brutale Befruchtung bei Fächerflüglern

Die Welt der Insekten ist in vielen Teilen noch völlig unbekannt. Die neuesten Erkenntnisse, wie sich eine bestimmte Art von Fächerflüglern fortpflanzt, kann aus menschlicher Sicht verstörend wirken.

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Man könnte das Liebesleben der Fächerflügler (Stylops ovinae) als bizarr bezeichnen - und das liegt nicht nur an der Dauer des Befruchtungsaktes von bis zu 30 Minuten, sondern vor allem an der Art und Weise der Befruchtung. Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel haben das Paarungsgeschehen der Fächerflügler mit moderner Technik untersucht.

Die nur wenige Millimeter großen Weibchen der Stylops ovinae leben als Parasiten im Körper der Weidensandbiene. Fast der gesamte Körper der weiblichen Fächerflügler, die wie Maden aussehen, ist im Wirtstier verborgen. Lediglich der etwa stecknadelkopfgroße Vorderleib schaut aus der Biene heraus. "Um das Weibchen zu begatten, hält sich das Fächerflügler-Männchen am Hinterleib der Biene fest und stößt dem herausschauenden Weibchen seinen hakenförmigen Penis in den Hals", beschreibt Miriam Peinert den brutalen Vorgang. "Das Sperma befruchtet anschließend tausende Eizellen im Körper der Weibchen, die sich zu winzigen Larven entwickeln", so die Biologin weiter.
Fortpflanzung um jeden Preis

Wenige Wochen später kommen die winzigen Larven lebend zur Welt und gelangen bei der Nektaraufnahme ihres Wirtes auf Blüten. Die Mutter, die über den gesamten Zeitraum in der Wildbiene bleibt, überlebt die Geburt nicht. Sie wird von der Investition in ihre Nachkommen praktisch "aufgezehrt". Auch das Leben der Larven scheint nur einem einzigen Zweck zu dienen: möglichst schnell einen geeigneten Wirt zu finden. Die Larven lassen sich von nichtbefallenen Wildbienen in ihren Bau tragen und befallen dort die Eier oder Larven ihres Wirts

Die frei lebenden und sehr aktiven Männchen dagegen müssen ein Weibchen finden und sich paaren. Sie sterben, egal ob es zur Paarung gekommen ist oder nicht, nach wenigen Stunden. Ist der Kontakt erfolgreich aufgenommen, investieren sie jedoch ungewöhnlich viel Zeit in den Paarungsakt. Während andere Insekten sich oft nach wenigen Sekunden wieder trennen, dauert die Paarung bei Stylops ovinae bis zu 30 Minuten, wahrscheinlich um Spermienkonkurrenz mit anderen Männchen zu verringern.

Stylops ovinae pflanzt sich über eine sogenannte traumatische Insemination direkt in die Leibeshöhle fort. Bisher ging man davon aus, dass die Befruchtung ohne Verletzungen über den Geburtskanal erfolgt. Bei ihrer Untersuchung mit hoch aufgelösten rasterelektronenmikroskopischen und computertomografischen Aufnahmen haben die Forscher entdeckt, dass die Weibchen dieser Art eine besondere Begattungstasche zwischen Kopf und Körper im Halsbereich besitzen. In diese führt das Männchen seinen hakenförmigen Penis ein, durchbohrt mit der Spitze des Penis die Körperwand des Weibchens und injiziert die Samenflüssigkeit direkt in die Leibeshöhle des Weibchens. Es wird vermutet, dass die Verletzungen dadurch trotz traumatischer Insemination im Rahmen gehalten werden können. Ob es auch bei anderen Arten diese Art der Befruchtung gibt, muss erst noch untersucht werden.
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Die Wildbienen werden durch die Parasiten zwar geschwächt, aber nicht getötet.

Quelle: n-tv.de , jaz
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2 Superpapas-und-Supermamas-im-Tierreich

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mai 2016 09:34

Rabenmütter kümmern sich vorbildlich Superpapas und Supermamas im Tierreich.jpg
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2 Superpapas-und-Supermamas-im-Tierreich
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 43591.html
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Seuche rafft Population dahin - Millionen Seesterne verlieren ihre ArmeSeu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mai 2016 20:13

Seuche rafft Population dahin.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Millionen-See ... 58986.html
Dienstag, 10. Mai 2016
Seuche rafft Population dahin - Millionen Seesterne verlieren ihre Arme

Von Fabian Maysenhölder

Vor der nordamerkanischen Pazifikküste sterben monatelang Millionen Seesterne an einer rätselhaften Seuche. Nun kehren Jungtiere zurück - in unfassbarem Ausmaß. Wissenschaftler heben die Augenbrauen.

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Die Seestern-Population der nordamerikanischen Westküste verursacht bei Forschern Stirnrunzeln: Erst sterben die Tiere in Massen, stellenweise wird fast der komplette Bestand der Seestern-Art "Pisaster ochraceus" dahingerafft. Dann plötzlich steigt die Zahl der quicklebendig gefundenen Jungtiere auf ein bis dato nie gesehenes Hoch. Was sich wie das glückliche Ende eines dramatischen Massensterbens anhört, könnte jedoch täuschen - Entwarnung geben Wissenschaftler nämlich keineswegs. Die Vorgänge an der Pazifikküste zwischen Kalifornien und Alaska hat ein Team der Universität Oregon in einer Studie untersucht, die nun im Fachblatt "PLOS One" veröffentlicht wurde.

Die Geschichte beginnt im Frühling 2013: In der Nähe von Vancouver und an der kalifornischen Küste werden Seesterne beobachtet, die an einer merkwürdigen Seuche leiden, dem sogenannten Sea Star Wasting Syndrome (SSWD). Für die Tiere hat eine Infektion tödliche Folgen, die einem "Schmelzen" gleichkommen: Die Seesterne werden schlaff, verlieren langsam den Halt an den Steinen, auf denen sie sitzen. Schließlich dehnen sich die Glieder, die Arme des Seesterns verdrehen sich und fallen ab. All das passiert innerhalb weniger Tage, manchmal Stunden.
Das Zerfallen kann sehr schnell gehen: Der Vergleich zeigt einen erkrankten Seestern im Abstand von nur vier Stunden.
Das Zerfallen kann sehr schnell gehen: Der Vergleich zeigt einen erkrankten Seestern im Abstand von nur vier Stunden.
(Foto: Menge et al.)

Die mysteriöse Krankheit breitet sich weiter aus - mit fatalen Konsequenzen für die Seestern-Population. Bis zum Herbst 2014 bricht diese um bis zu 84 Prozent ein, rund 20 Arten sind betroffen. Millionen Tiere sterben nach Angaben der US-Biologin Drew Harvell. Besonders hart trifft es "Pisaster ochraceus" - diese Seestern-Art bricht an manchen Orten um bis zu 99 Prozent ein. Noch immer sind die Hintergründe unklar. Eine Untersuchung im Jahr 2014 macht einen Virus verantwortlich. Dennoch bleiben die genauen Zusammenhänge ein Mysterium, denn der Virus allein kann nicht für das Massensterben verantwortlich sein; er findet sich nämlich auch in gesunden Tieren.

Anfang 2016 bringen Forscher zudem warme Wasserströmungen in Zusammenhang mit einem schnelleren Fortschreiten der Seuche in Kalifornien. Die neue, nun im Mai veröffentlichte Studie zeigt aber: Dies gilt nicht für andere Gebiete wie zum Beispiel Oregon - dort beobachteten die Forscher im Gegenteil, dass kühlere Temperaturen ein Ausbreiten des Virus begünstigen. Das Fazit: Man ist auch drei Jahre nach dem Ausbruch der Seuche nicht viel schlauer. "Angesichts der Tatsache, dass es unterschiedliche Ergebnisse hinsichtlich der Temperatur gibt, die ein Auslöser des SSWD sein könnte, ist wahrscheinlich ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren für den Ausbruch verantwortlich", formulieren die Wissenschaftler. Welche Faktoren das sind, bleibt nach wie vor ein Rätsel. Wie die Universität im kalifornischen Santa Cruz betont, gibt es keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang mit der AKW-Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011.
Zahl der Jungtiere so hoch wie nie
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Die Forscher zeigen in ihren Untersuchungen auch, dass es in den vergangenen Monaten eine beispiellose Rückkehr der Seestern-Population gegeben hat. "Die Zahl der Jungtiere war Jenseits von Gut und Böse - höher, als wir es jemals gesehen haben, bis zu 300 Mal höher als normal", sagt Bruce Menge von der Universität in Oregon, der die neueste Studie verantwortlich durchgeführt hat. Als Gründe für die hohe Zahl an Jungtieren vermuten die Forscher, dass durch das Massensterben nun besonders viel Nahrung verfügbar ist. "Es wurden nicht mehr Seesterne geboren - es gab nur eine enorm hohe Überlebensrate der Jungtiere", erklärt der Biologe.

Gute Nachrichten also? Nicht unbedingt. Denn trotz der erfreulich hohen Zahlen ist keineswegs sicher, dass sich die Seestern-Population langfristig erholen wird. "Die große Frage bleibt, ob die Jungtiere es schaffen, erwachsen zu werden und die Population wieder zu stärken, ohne selbst Opfer von SSWD zu werden", sagt Menge. Denn noch immer werden verendete Tiere beobachtet. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass sich das Sterben wieder ausbreitet.

Völlig unklar ist noch, welche Auswirkungen das Massensterben auf das Ökosystem hat. Viele der von der Krankheit befallenen Spezies gelten als wichtige Schlüsselarten: Sie haben durch ihr Jagdverhalten einen regulierenden Einfluss auf die Artenvielfalt. Die Wissenschaftler erwarten große Veränderungen in der örtlichen Meeresfauna - welche das sein könnten, wird in der Studie jedoch nicht formuliert. Eines ist jedoch sicher: Sollte die Seuche in großem Stil wiederkehren, wäre das fatal für die Seesterne.
Bilderserie
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Quelle: n-tv.de
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Mütter schlagen und beißen - Affensöhne werden schlechter behandelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Mai 2016 10:31

Affensöhne werden schlechter behandelt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Affensoehne-w ... 15596.html
Mittwoch, 18. Mai 2016
Mütter schlagen und beißen - Affensöhne werden schlechter behandelt

Tochter oder Sohn? Für Rhesusaffen ist das ein großer Unterschied. Männlicher Nachwuchs wird von den Müttern aggressiver behandelt. Das hat Folgen. Wie auch beim Menschen können Gewalterfahrungen in der frühen Kindheit die Bindungsfähigkeit einschränken.

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Rhesusaffenmütter behandeln ihren männlichen Nachwuchs im ersten Lebensjahr aggressiver als ihre Töchter. Deswegen scheint die Mutter-Kind-Bindung bei Rhesusaffen-Söhnen weniger stark ausgeprägt, wie Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie herausgefunden haben. Junge, aggressiv behandelte Männchen tendierten dazu, ihre Geburtsgruppe früher zu verlassen. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal "PLOS ONE". Unter Aggressionen verbuchten sie unter anderem schlagen, schubsen, seltener auch beißen und für Rhesusaffen typische Drohgesten.

Mit menschlichem Verhalten seien die Erkenntnisse aufgrund der unterschiedlichen Sozialstruktur nur bedingt vergleichbar, erklärte Forscher Lars Kulik. Allerdings sei auch beim Menschen bekannt, dass Gewalterfahrungen in der frühen Kindheit langfristig die Bindungsfähigkeit einschränken können.

Die Affenforscher untersuchten das Verhalten der Rhesusaffen auf Cayo Santiago, einer Insel nahe Puerto Rico. Die Wissenschaftler nahmen 26 Weibchen und 29 Männchen vom Zeitpunkt ihrer Geburt an unter die Lupe. Sie hatten unter anderem ein Augenmerk darauf, wann Mütter säugten, dem Nachwuchs das Fell pflegten oder ihn körperlich angingen.
Erstes Lebensjahr für Entwicklung des Sozialverhaltens wichtig
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"Unsere Ergebnisse zeigten, dass Mütter sich ihrem Nachwuchs gegenüber recht unterschiedlich verhalten", erklärte Kulik. "Söhnen brachten sie im ersten Lebensjahr entschieden mehr Aggression entgegen als Töchtern. Mütterliche Zuwendung erhielten jedoch beide Geschlechter gleichermaßen." Das erste Lebensjahr sei für die Entwicklung des Sozialverhaltens der Tiere besonders wichtig. Wegen der größeren Nähe zur Mutter sei die Bindung der weiblichen Jungtiere gefestigt.

Die männlichen Rhesusaffen verlassen ihre Geburtsgruppe, wenn sie im Alter von etwa vier Jahren geschlechtsreif sind. Die Weibchen bleiben in der Gruppe und sind auf starke Bindungen angewiesen. Rhesusaffen bringen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt.

In einer früheren Studie hatten US-Forscher bereits herausgefunden, dass die Muttermilch von Rhesusaffen an das Geschlecht ihrer Jungen angepasst ist. Die Affen produzieren demnach für weiblichen Nachwuchs insgesamt mehr Muttermilch, die zudem einen höheren Calcium-Gehalt hat, während männlicher Nachwuchs Milch mit einem höheren Fett-Gehalt bekommt.
Bilderserie
... das nicht nur unter den Säugetieren. ... im Alter zwischen 12 und 18 Monaten selbst in der Lage dazu sind. Die Elefanten-Mutter kümmert sich quasi ein Leben lang um ihre Töchter. Rabenmütter kümmern sich vorbildlich Superpapas und Supermamas im Tierreich

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Tier aus Südosteuropa in Greifswald - Wolf entpuppt sich als seltener Gold

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Mai 2016 15:11

Tier aus Südosteuropa in Greifswald.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Wolf-entpuppt ... 58311.html
Montag, 23. Mai 2016
Tier aus Südosteuropa in Greifswald - Wolf entpuppt sich als seltener Goldschakal

Nach den Wölfen kommen die Schakale: Bei Greifswald ist ein Goldschakal in eine Fotofalle getappt. Die Tiere sind eigentlich in Südosteuropa heimisch. Experten wissen, warum sie sich immer weiter nach Norden orientieren.

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Der vermeintliche Wolf, der bei Greifswald gesichtet wurde, hat sich als ein viel seltenerer Goldschakal entpuppt. Verschiedene Spezialisten hätten Bilder von dem Tier ausgewertet und seien sich sicher, sagte Kristin Zscheile vom Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG). Sie bestätigte einen Bericht der "Ostsee-Zeitung" vom Wochenende.

Das Tier war vor acht Wochen im Greifswalder Stadtwald in eine Fotofalle getappt, die ein Stadtförster installiert hatte. Zunächst war der Mann von einem Wolf ausgegangen, da bereits entsprechende Fährten von Tieren entdeckt worden waren. Nach genauer Auswertung der Fotos kamen die Fachleute nun zu einem anderen Urteil. Der im Vergleich zum Wolf kleinere Kopf, die typische Rückenzeichnung und Schwanzlänge sowie die geringere Höhe deuteten auf einen Goldschakal (Canis aureus) - einen Verwandten des Wolfes - hin, sagte Zscheile.
Über Afrika und Südosteuropa nach Deutschland

Nach Angaben des Landesamtes ist ein Goldschakal äußerst selten. Im Herbst 2014 war auf der A24 bei Stolpe ein Tier totgefahren worden, wie Zscheile sagte. Im Winter 2013/2014 erschoss ein Jäger im Raum Anklam einen Goldschakal in der Annahme, es sei ein Fuchs. Goldschakale stammen ursprünglich aus Afrika und Asien und sind in Europa vorrangig in Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Serbien beheimatet. Erste Populationsnachweise gebe es auch in Ungarn und Österreich, sagte Zscheile. So gibt es Berichte, dass um die Wälder von Budapest bereits hunderte Tiere lebten.
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Warum der Goldschakal sich nach Westen und Norden ausbreitet, sei bislang unklar. Experten halten den Klimawandel als Ursache für möglich. "Es kann sein, dass sich der Goldschakal durch die wärmeren Winter nach Norden orientiert", sagte der Wildtier-Experte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtierstiftung. Seinen Angaben zufolge werden pro Jahr bis zu drei Sichtungen in Deutschland gemeldet. Dokumentiert wurden Tiere in den vergangenen Jahren unter anderem in Brandenburg, Bayern und Hessen.

Als Einzelgänger sind die männlichen Tiere wanderfreudiger. Die Deutsche Wildtierstiftung geht aber nicht davon aus, dass der Goldschakal in den nächsten Jahren fest in Deutschland heimisch wird. Oft würden die Tiere überfahren. Zudem fehle ihnen ein Paarungspartner.

Quelle: n-tv.de , dsi/dpa
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Deutschlands fruchtbarstes Paar - Mächtige Greifvögel in den Alpen im Anfl

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mai 2016 10:31

Mächtige Greifvögel in den Alpen im Anflug.jpg
Mächtige Greifvögel in den Alpen im Anflug.jpg (57.48 KiB) 4095-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Maechtige-Gre ... 92031.html
Deutschlands fruchtbarstes Paar - Mächtige Greifvögel in den Alpen im Anflug

Große Greifvögel wie Bartgeier und Steinadler waren früher in vielen Regionen Deutschlands heimisch - aus Angst und Unwissen wurden sie aber nach und nach ausgerottet. In den Bayrischen Alpen kann man beide wieder häufiger sehen - "eine Sensation".

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Als der Steinadler über dem Gipfel des fast 2000 Meter hohen Giebels in den Allgäuer Alpen erscheint, ist unten im Tal die Freude groß. Schnell werden Ferngläser gezückt, um den mächtigen Greifvogel beim Anflug auf seinen Horst zu beobachten. "Er hat Futter für die Jungen dabei", ruft ein Mädchen, das den Adler durch ein großes Fernrohr im Visier hat.
Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern mit einem ausgestopften Steinadler.
Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern mit einem ausgestopften Steinadler.
(Foto: dpa)

Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) freut sich über die Begeisterung - und darüber, dass das Adlermännchen fast pünktlich zum Start der Exkursion im Hintersteiner Tal im Oberallgäu auftaucht. "Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Aber wir haben bei unseren Steinadler-Wanderungen meistens Glück, dass sich die Vögel sehen lassen", sagt der Gebietsbetreuer des Naturschutzgebietes Allgäuer Hochalpen.
Bestand noch nicht stabil

Der Bruterfolg des Steinadlers in Bayern hat laut LBV seit Beginn eines Artenhilfsprogramms im Jahr 1997 zugenommen. Dennoch sei der Bestand noch nicht stabil. "Einzelne Reviere haben weiterhin nur einen sehr geringen Bruterfolg. So brütete zum Beispiel ein Steinadlerpaar das vorletzte Mal 1997 und das letzte Mal 2015", sagt LBV-Artenschutzreferent Andreas von Lindeiner.

Etwa 45 Adlerreviere gibt es derzeit im bayerischen Alpenraum, elf davon liegen im Allgäu. Das Adlerpaar am Giebel ist nach Werths Angaben das fruchtbarste in Deutschland. Sechs Jungvögel hat es allein in den vergangenen zehn Jahren aufgezogen. "Wenn man bedenkt, dass das Adlerpaar nur alle zwei Jahre brütet, ist das eine hohe Quote", sagt der Biologe aus Sonthofen.
Meist überlebt nur das stärkere Jungtier
Wanderer beobachten Vögel im Hintersteiner Tal an der Adlerhütte des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern.
Wanderer beobachten Vögel im Hintersteiner Tal an der Adlerhütte des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern.
(Foto: dpa)

Steinadler legen in der Regel zwei Eier. Doch meist überlebt nur das stärkere Jungtier, das von den Eltern bevorzugt versorgt wird. "Das Kleine wird nur dann gefüttert, wenn Futter übrig ist." Nicht selten werde das schwächere vom stärkeren Jungtier getötet. Das Adlerpaar am Giebel hat in der Vergangenheit schon fünfmal zwei Jungvögel großgezogen. Doch nicht nur die Chance, Steinadler zu sehen, ist im Hintersteiner Tal groß. Immer häufiger ziehen dort auch Bartgeier ihre Kreise am Himmel. Für Werth eine Sensation. Schließlich galt der Greifvogel in den Alpen einst als ausgerottet.

Der Bartgeier zählt zu den seltensten Vögeln in Europa - und mit knapp drei Metern Spannweite zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Durchziehende Bartgeier werden im Allgäu inzwischen fast wöchentlich beobachtet, sagt der Experte. Noch halten sich die Tiere nur zur Nahrungssuche in der Region auf. "Aber ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Bartgeier hier als Brutvogel ansiedelt." Entscheidend sei die Akzeptanz durch die Menschen.
Zug um Zug ausgerottet

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren Geier im Alpenraum heimisch. Aus Unwissen und Furcht habe der Mensch die großen Vögel jedoch Zug um Zug ausgerottet, erklärt Werth. In einem internationalen Gemeinschaftsprojekt werde seit 30 Jahren mit Erfolg daran gearbeitet, den Bartgeier wieder einzubürgern. Im gesamten Alpenraum gebe es derzeit knapp 150 Exemplare. Fünf bis sechs Bartgeier seien im letzten Jahr im Allgäu gesichtet worden.
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Den Teilnehmern der Steinadler-Führung zeigt sich der Bartgeier an diesem Tag nicht. Dafür bekommen sie viele andere Wildtiere zu sehen: Gämsen, Murmeltiere, einen Mäusebussard, einen Schwarzspecht und ein Rudel Hirsche. Auch die älteste Fichte des Allgäus liegt auf dem Weg. Experten schätzen den Baum auf 250 bis 300 Jahre. "Wir sind hergekommen, um den Steinadler einmal live zu erleben. Aber es ist beeindruckend, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt", schwärmt Stephan Dorenkamp aus Ludwigsburg, der mit seiner Frau und zwei Kindern im Allgäu Urlaub macht.

Aktuell brüten im Allgäu fünf Steinadler-Paare. Um mehr Kenntnisse über den Bestand der Bartgeier zu bekommen, setzen die Artenschützer auf die Hilfe von Wanderern, Hüttenwirten und allen anderen, die in den Bergen unterwegs sind. Sie sollen nach Möglichkeit Bartgeier fotografieren und die Bilder an den LBV senden. "Jede einzelne Sichtung kann dabei helfen, das Wissen über die Ausbreitung dieser Vögel zu verbessern", sagt Werth.

Quelle: n-tv.de , Birgit Ellinger, dpa
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Alexander von Humboldt hatte Recht - Zitteraale greifen außerhalb des Wass

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Jun 2016 09:59

Zitteraale greifen außerhalb des Wassers an.jpg
Zitteraale greifen außerhalb des Wassers an.jpg (50.95 KiB) 4065-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Zitteraale-gr ... 68676.html
Alexander von Humboldt hatte Recht - Zitteraale greifen außerhalb des Wassers an

Pferde, die sich durch ein Wasserloch bewegen, können für Zitteraale zur Bedrohung werden. Doch die Fische wissen sich zu wehren: Sie schnellen aus dem Wasser und attackieren die Vierbeiner mit Stromstößen. Dass das möglich ist, bestätigt jetzt eine Studie.

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Naturforscher Alexander von Humboldt hatte Recht: Zitteraale springen aus dem Wasser und greifen potenzielle Angreifer mit Stromstößen an, wenn sie sich bedrängt fühlen. Vermutlich setzen sie sich so in der Trockenzeit gegen Angreifer zur Wehr, wenn ihr Lebensraum auf kleine Tümpel und Wasserlöcher schrumpft, schreibt der US-Wissenschaftler Kenneth Catania in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften. Der berühmte Naturforscher von Humboldt hatte dieses Verhalten bereits vor 200 Jahren beschrieben, sein Bericht war aber in der Folgezeit von anderen Wissenschaftlern häufig angezweifelt worden.
Von Humboldts Berichte waren angezweifelt worden - offenbar zu Unrecht.
Von Humboldts Berichte waren angezweifelt worden - offenbar zu Unrecht.
(Foto: picture alliance / dpa)

Alexander von Humboldt beobachtete die angriffslustigen Zitteraale (Electrophorus electricus) im März 1800 während eines Forschungsaufenthalts am Amazonas. Er hatte Fischer gebeten, ihm einige der Tiere für wissenschaftliche Untersuchungen zu fangen. Die Fischer entschieden daraufhin, mit Pferden zu fischen: Sie trieben etwa 30 Pferde und Maultiere in ein Wasserloch. Kurz darauf schnellten etliche Zitteraale aus dem Wasser. Sie pressten sich gegen die Tiere und verabreichten ihnen Stromschläge. Die Pferde wurden am Wegrennen gehindert, so dass die Aale sie andauernd attackieren konnten. Zwei Pferde ertranken, weitere brachen zusammen. Schließlich aber waren die Aale so erschöpft, dass die Fischer sie gefahrlos fangen konnten.
"Buchstäblich schockierend"

Etwas Vergleichbares sei seitdem nicht mehr von Zitteraalen berichtet worden, schreibt der Wissenschaftler Catania von der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee. Er wurde demnach auf das merkwürdige Verhalten der Tiere aufmerksam, als er Zitteraale im Labor mit einem Kescher von einem Tank in einen anderen transportierte: Die Tiere griffen den Kescher an, wanden sich am Griff empor und teilten fortwährend Stromstöße aus. Das Verhalten sei "sowohl sprichwörtlich wie buchstäblich schockierend" gewesen, berichtet Catania.

Er untersuchte es daraufhin gezielter und stellte zunächst fest, dass die Tiere nicht-leitende Gegenstände im Wasser ignorierten. Der Kescher habe einen dünnen Metallrand besessen und sei mithin auch leitfähig gewesen. Das Verhalten leuchte ein, da Lebewesen - also Angreifer oder Beute - gemeinhin auch Strom leiteten, schreibt Catania. Mit entsprechenden Messinstrumenten ermittelte er dann, dass Spannung und Stromstärke zunahmen, während die Aale aus dem Wasser an den Gegenständen empor schnellten.
Stromschläge mit maximaler Stärke

Wenn die Zitteraale unter Wasser Stromschläge verabreichten, werde die Energie der Stromschläge unter Wasser verteilt. Heben die Tiere ihren Körper hingegen aus dem Wasser, leiten sie den Strom von ihrem Kinn direkt in ihr Angriffsziel. Der elektrische Strom laufe dann durch den Körper des Opfers hindurch und schließlich wieder im Wasser in den Schwanz des Zitteraales, wodurch der Stromkreis geschlossen werde. "Dies ermöglicht es den Zitteraalen, Stromschläge mit maximaler Stärke an angreifende Landtiere auszuteilen, die in ihr Territorium eindringen und deren Körper zum Teil unter Wasser ist", erläutert Catania. "Außerdem können sie so größere Teile des Körpers elektrisieren."
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Gewitter über Magdeburg an der Elbe. Was passiert eigentlich mit Fischen, wenn der Blitz mal ins Wasser einschlägt? 18.09.12 Frage & Antwort, Nr. 242 Sterben Fische bei Blitzeinschlag?

Der Wissenschaftler beobachtete weiter, dass die Zitteraale vor allem dann angriffen, wenn der Wasserstand ihres Beckens niedrig war. Vermutlich fühlten sie sich dann in Bedrängnis, schreibt Catania. Im Amazonas, wo die Tiere unter anderem heimisch sind, fielen große Gebiete regelmäßig trocken. Zurück blieben kleinere Tümpel oder Totarme, in denen die Fische angreifenden Landtieren ziemlich ausgeliefert seien.

Zitteraale sind - anders als der Name vermuten lässt - keine Aale, sondern gehören zu den Neuwelt-Messerfischen. Sie sehen Aalen mit ihrem langgestreckten Körper allerdings sehr ähnlich. Die Tiere leben in Südamerika, in schlammigen und sauerstoffarmen Süßgewässern. Der Körper der Tiere ist mit einem stromerzeugenden Organ besetzt, dem sogenannten Elektroplax. Der Pluspol liegt am Kopf, der Minuspol im hinteren Körperbereich. Sie können damit Stromschläge von mehreren Hundert Volt erzeugen. Sie betäuben so ihre Beute, vor allem andere Fische.

Quelle: n-tv.de , Anja Garms, dpa
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So sichern Tumore ihr Überleben - Krebs ist bei Muscheln ansteckend

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Jun 2016 20:05

Krebs ist bei Muscheln ansteckend.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Krebs-ist-bei ... 09421.html
Mittwoch, 22. Juni 2016
So sichern Tumore ihr Überleben - Krebs ist bei Muscheln ansteckend

Bei Menschen ist das nicht so, aber bei einigen Tieren ist Krebs ansteckend, unter anderem bei Muscheln. Mitunter werden Krebszellen sogar über Artgrenzen hinweg übertragen. Was bedeutet das für die Ansteckung von Krebs beim Menschen?

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Bei Muscheln ist Krebs mitunter ansteckend. Eine Leukämie-ähnliche Erkrankung kann bei den Meerestieren von einem Exemplar auf ein anderes übertragen werden, berichten Forscher im Fachblatt "Nature". Mitunter könne der Krebs gar auf eine andere Art wechseln. Die Ergebnisse zeigten eine bemerkenswerte Fähigkeit von Tumoren, ihr eigenes Überleben und ihre Verbreitung sicherzustellen, schreiben die Wissenschaftler.

Michael Metzger von der Columbia University in New York und sein Team hatte drei Arten von Muscheln genauer untersucht: eine Miesmuschel-Art (Mytilus trossulus), die Gemeine Herzmuschel (Cerastoderma edule) sowie die Goldene Teppichmuschel (Polititapes aureus). Eine Krebserkrankung äußert sich bei den Tieren durch einen Überschuss an großen, veränderten Zellen im Kreislaufsystem. Die Hämolymphe - ein Gemisch aus Blutzellen und Lymphflüssigkeit - der erkrankten Tiere erscheint verdickt und undurchsichtig, das Gewebe der Tiere verstopft nach und nach mit Krebszellen.
Übertragung von Krebszellen zwischen einzelnen Tieren

Die Wissenschaftler sammelten nun an verschiedenen Gebieten in Spanien und Kanada Muscheln der drei Arten und bestimmten, ob ein Tier erkrankt war oder nicht. Anschließend analysierten sie das Erbgut der Krebszellen sowie des normalen Gewebes. Auf diese Weise stellten sie fest, dass bestimmte genetische Merkmale im veränderten Gewebe nicht mit denen im gesunden Gewebe übereinstimmten. Allerdings fanden sie in den Tumoren verschiedener Tiere die gleichen Merkmale. Dies deute darauf hin, dass die Krebszellen zwischen einzelnen Tieren übertragen werden können, folgern die Forscher.

Bei der Goldenen Teppichmuschel fanden sie in deren Krebszellen gar die genetische Signatur einer anderen Art - die der Getupften Teppichmuschel (Venerupis corrugata). Und das, obwohl bei dieser Art im Freiland noch keine Krebserkrankung festgestellt wurde. Möglicherweise habe die Getupfte Teppichmuschel im Verlauf der Evolution einen Weg zur Bekämpfung des Krebses gefunden und dieser daraufhin auf eine andere Art gewechselt.
"Weit verbreitetes Phänomen in der marinen Umgebung"
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"Unsere Versuche legen nahe, dass die Übertragung ansteckender Krebszellen ein weit verbreitetes Phänomen in der marinen Umgebung ist", schreiben die Forscher. Im Allgemeinen sei ein Tumor meist auf eine Art beschränkt, die Übertragung zwischen Arten nach bisherigem Kenntnisstand die Ausnahme. Insgesamt seien nun acht ansteckende Krebslinien bei Tieren bekannt: Eine bei Hunden, zwei beim Tasmanischen Teufel - einem Beuteltier - und fünf bei vier Arten von Muscheln.

Das Potenzial von Krebszellen, zu freilebenden, infektiösen Agenzien zu werden, werfe die Frage auf, was das für die Ansteckung von Krebs beim Menschen bedeutet, schreibt Elizabeth Murchison von der University of Cambridge (Großbritannien) in einem Kommentar zu dem Artikel. Bisher sei so eine Übertragung von Mensch zu Mensch in seltenen Fällen zum Beispiel nach Organtransplantationen oder in der Schwangerschaft beobachtet worden. Es seien aber jeweils Einzelfälle, die zudem nie über die beteiligten zwei Personen hinausgingen. Dennoch: "Das Krebsrisiko ist in vielzelligen Organismen angeboren, und der grundlegende evolutionäre Antrieb dieser Erkrankung respektiert keine individuellen Grenzen und noch nicht einmal Artgrenzen."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Wie in Bar mit Barry-White-Songs - Zikaden locken mit Liebesliedern Feinde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jul 2016 08:38

Zikaden locken mit Liebesliedern Feinde an.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Zikaden-locke ... 21546.html
Mittwoch, 06. Juli 2016
Wie in Bar mit Barry-White-Songs - Zikaden locken mit Liebesliedern Feinde an

Im Reich der Insekten geht es manchmal zu wie in einer Bar mit Singles: Romantische Musik kann dazu beitragen, dass sich Paare bilden. Nur dass Zikaden hier Fleischfliegen anlocken. Aber können Fliegen denn überhaupt hören?

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Das sommerliche Liebeszirpen männlicher Zikaden ist auch für bestimmte Fleischfliegen Musik in den Ohren. Die Fliegen legen ihre Eier auf und in den Körpern der nahrhaften Zikaden ab - der Nachwuchs knabbert an seinem Wirt und tötet ihn.

Ein US-Forscher fand nun heraus, dass nicht nur Fliegen der Art Emblemasoma erro mit Nachwuchs im Gepäck das Zirpen hören und heranfliegen. Auch Fliegenmännchen und Weibchen ohne Eier reagieren auf das Zikaden-Liebeslied, um an dessen Ursprungsort paarungsbereite Partner zu finden. Das sei wie in einer Bar mit Singles, in der romantische Musik von Barry White gespielt werde, heißt es in einer Mitteilung der Entomologischen Gesellschaft von Amerika.

Auch Männchen dieser Fleischfliegenart haben ein funktionstüchtiges Gehör. Aber bislang sei unklar gewesen, ob die Männchen dieses überhaupt nutzen, beschreibt der Insektologe Brian Stucky im "Journal of Insect Science".

Die Fähigkeit der Zikaden und auch Fliegen, mittels Schallwellen ein anderes Insekt räumlich zu orten, wird Phonotaxis genannt. Die meisten Parasiten orten ihre Wirte jedoch über Geruchssensoren.
Wenige Fliegenarten mit hochsensiblem Gehör bekannt
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Bislang sind den Angaben zufolge nur wenige Fliegenarten bekannt, die über ein hochsensibles Gehör verfügen. Stucky stellte zwischen 2011 und 2013 an drei Orten in den Grasebenen Colorados Studien an. Er sandte Gesänge der Zikade Neotibicen dorsatus aus einem Lautsprecher aus, der auf einer Holzbox installiert war. Dann zählte und untersuchte er die in einer Falle gefangenen Fleischfliegen. Das Ergebnis: Ein Viertel war männlich, drei Viertel weiblich, unter ihnen auch einige ohne Nachwuchs.

"Das Gehör ist bei Insekten ein multifunktionaler Sinn", erläuterte Stucky (Universität von Colorado). Mit Blick auf die Fliegen sagte er: "Ihr Gehör mag entstanden sein als Mittel, einen Wirt zu finden, aber es ist auch in anderer Hinsicht für sie nützlich geworden."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Wie geht es Emmely ? - Wozu Fitness-Tracker für Hunde gut sind

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jul 2016 11:07

http://www.n-tv.de/technik/Wozu-Fitness ... 22536.html
Wie geht es Emmely ? - Wozu Fitness-Tracker für Hunde gut sind

Von Diana Dittmer

Kein Talent zum Hundeversteher? Kein Grund zur Panik. Ein kleiner Fitness-Knopf hilft. Hundeerziehung kann so zu einem lebhaften Abenteuer für die ganze Familie werden.

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Emmely trägt einen Knopf am Halsband. Der Technaxx Fitnesstracker Fittypet TX-46 belastet die Haushaltskasse mit knapp 60 Euro.
Emmely trägt einen Knopf am Halsband. Der Technaxx Fitnesstracker Fittypet TX-46 belastet die Haushaltskasse mit knapp 60 Euro.
(Foto: Diana Dittmer)

Emmely spricht einfach nicht. Unser Sohn gibt sich besorgt. Sie sei ja immerhin schon ein Jahr alt. Wir sind gezwungen zu improvisieren: Auslauf, Schlaf, Beschäftigung, Essen. Wir tun unser Bestes. Ob es das wirklich ist, ist schwer zu sagen. Sie antwortet ja nicht.

Emmely ist unser jüngster Familienzuwachs. Ein Labrador-Pudel-Mischlingsmädchen - unser erster Hund. Je mehr Familienmitglieder, desto leichter die Betreuung, dachten wir. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ein Herrchen oder Frauchen, diesen Wunsch können wir unserem haarigen Mädchen leider nicht erfüllen.

Es geht noch nicht einmal ohne Hundesitter, wenn Emmely nicht allzu lange alleine bleiben soll. Unterm Strich kümmern sich vier Personen um sie. Immer abwechselnd - die einen mehr, die anderen weniger. Sie wird sich daran gewöhnen, meinten wir. Sicher waren wir aber nicht, ob das Betreuungskarussell wirklich optimal war.
Die Auswertung eines Tages ...
Die Auswertung eines Tages ...

Wir waren blutige Anfänger. Hatten wir alle die gleichen Vorstellungen von Ruhe und Bewegung für einen Welpen? Waren wir Rabeneltern? Und wie hielt unsere Hundesitterin unser Baby auf Trab? Zu viel, zu wenig? Warum schaute sie uns mit so großen traurigen Augen an? Wir wussten es einfach nicht.

Die Begeisterung, einen Fitness-Tracker für Hunde zu Rate zu ziehen, war da groß. Ein runder Knopf, der am Halsband getragen wird und der jede Bewegung aufzeichnet, das konnte auf jeden Fall nicht schaden.
Vertrauensverlust? Mitnichten!

Im Grunde funktioniert dieser genau wie die Fitness-Tracker, die viele Jogger tragen. Genauso wie die Apparate für Menschen zeichnet der Hunde-Tracker Technaxx Fittypet TX-46 hochaktive und weniger aktive Phasen auf, er misst den Kalorienverbrauch und die Schlafzeit.
... die Auswertung des nächsten Tages. Der Unterschied an "intensiven Aktivitäten" ist offensichtlich.
... die Auswertung des nächsten Tages. Der Unterschied an "intensiven Aktivitäten" ist offensichtlich.

Am Ende des Tages lädt Frauchen oder Herrchen die Ergebnisse via Bluetooth vom Knopf aufs Handy und kann sich das Resultat anschauen. Vorher muss natürlich die entsprechende App aus dem Google Play Store geladen werden.

Eine Woche lang bestimmten die Protokolle das Gespräch beim Abendessen. "Schau mal, über sieben Stunden Schlaf, davon aber nur 50 Minuten Tiefschlaf." Bis hin zur Uhrzeit, wann genau diese Phase war: Alles klar. Kein Rätselraten mehr.

"Du hast sie am Samstag aber echt ausgepowert. Kein Wunder, dass sie danach nicht mehr rauswollte!" Es mag sich nach Kontrollwahn anhören und nicht nach vertrauensbildender Maßnahme, aber die Technik trägt zur Orientierung bei. Dem Vertrauen hat sie keinen Abbruch getan. Wir wissen jetzt, wer was mit unserer Emmely gerne macht. Ruhige ausgedehnte Spaziergänge. Wilde Spielzeiten. Kuschelzeiten. Und wir wissen, wie es ihr dabei geht.
Das hat genervt

Genervt hat am Familientisch nur eins: die Beurteilung "Stimmung". Einen Tag heißt es, der Hund sei "fröhlich", am anderen "sehr fröhlich". Doch warum? Das Urteil wirkt eher beliebig; es lässt zu viel Raum für willkürliche Interpretationen, die nur zu Streit führen.
Macht weniger Schlaf "sehr fröhlich"?
Macht weniger Schlaf "sehr fröhlich"?

Außerdem muss man viel Geduld mitbringen. Sowohl für die Daten, die in unterschiedlichen Kurven verarbeitet werden, als auch für das Gerät an sich. Übrigens wieder eins, das nur mit Apple- und Android-Geräten kompatibel ist. Auf Windows-Geräten lässt sich die App gar nicht runterladen. Selbst bei unseren Android-Geräten hat es nicht überall geflutscht, zumindest waren wir nicht in der Lage dazu. Ausgerechnet der alte Samsung-Knochen unseres Sohnes hat es dann gepackt.

Nervig war auch das Wochenende, das wir für den Ersteinsatz ausgeguckt hatten. Als wir am Freitag den Karton öffneten, hatten wir ein Gerät in der Hand, das eine Knopfbatterie brauchte. Sie war aber nicht dabei. Jedenfalls nicht sichtbar. Erst am Tag darauf haben wir die gut versteckte Batterie doch noch in der Packung entdeckt. Sie war leer. Da kann so ein Gerät schon mal in die Ecke gepfeffert werden.
In den Ferien wieder brandaktuell

Technaxx hat über die hier erwähnten Funktionen einiges mehr zu bieten. So können Impfungen, Entwurmungen oder Tierarztbesuche eingetragen werden. Aber ob das jemand braucht? Wir nutzen unsere herkömmlichen Kalender. Der Impfpass mit allen Einträgen ist bei uns sowieso nur einen Handgriff entfernt. Denn in der Hundeschule ist das Vorzeigen Pflicht.
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Im Alltag lässt die Begeisterung für den Knopf am Halsband irgendwann auch nach. Im Moment wird Emmely nicht getrackt. Wir werden das Halsband aber sicherlich noch mal anlegen. Als erstes auf der Fahrt in den Urlaub. Für unsere ersten gemeinsamen Sommerferien würden wir uns alle über ein "superfröhlich" am Ende des Tages freuen. Oder ein "verliebt", vielleicht auch blinkende Herzchen, nachdem sie mit kroatischen Hunden um die Wette gerannt ist. Aber so weit geht die Technik wohl noch nicht.

Quelle: n-tv.de
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Tierisch einzigartige Insel - Viele Arten gibt es nur auf Luzon

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jul 2016 08:26

Tierisch einzigartige Insel.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Viele-Arten-g ... 96986.html
Tierisch einzigartige Insel - Viele Arten gibt es nur auf Luzon

Insgesamt 28 neue Arten entdecken Forscher auf der philippinischen Hauptinsel. Die Lage und das Fehlen von Feinden sind zwei wesentliche Gründe für die einzigartigen Lebewesen.

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Eine auf Bäumen der pilippinischen Insel Luzon lebende Maus mit außergewöhnlich langen Barthaaren.
Eine auf Bäumen der pilippinischen Insel Luzon lebende Maus mit außergewöhnlich langen Barthaaren.
(Foto: Larry Heaney/The Field Museum/dpa)

Eine auf Bäumen lebende Maus mit extrem langen Schnurrhaaren ist eine von 28 Säugetierarten, die Biologen auf der philippinischen Insel Luzon entdeckt haben. Aber nicht nur das: Auf der Insel von der Größe Islands gebe es so viele einzigartige Arten wie nirgends sonst auf der Welt, berichten Biologen in der Fachzeitschrift "Frontiers of Biogeography". 52 der 56 flügellosen Säugetiere der Insel kommen demnach nur auf Luzon vor.

Das Team um Larry Heaney vom Field-Museum in Chicago (USA) hatte für die Bilanz über 15 Jahre lang geforscht - und dabei die 28 neuen Arten ausfindig gemacht. Neben den langbärtigen Mäusen waren dies unter anderem spitzmausähnliche Verwandte und Borkenratten. Fast alle leben in den Regenwäldern hoch oben in den Bergen der Insel. Überwiegend im Tiefland ist dagegen die geflügelte Säugetiergruppe Luzons beheimatet: 57 Fledertierarten sind bisher bekannt.
Evolution im Zeitraffer

Die Wissenschaftler hatten herausfinden wollen, warum sich dort so viele einzigartige Arten entwickelt haben. Die Gründe sind demnach vielfältig: Zum einen sei Luzon nie mit Kontinentallandmassen verbunden gewesen. "Inseln bieten so etwas wie Evolution im Zeitraffer", schreiben die Wissenschaftler. Wenn Tiere keine natürlichen Feinde hätten, könnten sie sich schnell an spezifische Umstände in ihrem Lebensraum anpassen und sich mit der Zeit als eigenständige Art entwickeln.
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Zudem gebe es auf der gebirgigen Insel Bergregionen, die wie eigene Inseln einzigartige Lebensräume seien. Die dort isoliert lebenden Tiere passten sich immer weiter den örtlichen Gegebenheiten an. "Es gibt auf Luzon Berge, auf denen fünf einzigartige Säugetiere leben - mehr, als in jedem Land in Zentraleuropa", sagt der US-Amerikaner Eric Rickart, Mitglied der Forschergruppe.

Luzon ist die Hauptinsel des Inselstaates, dort liegt auch die Hauptstadt Manila mit 23 Millionen Einwohnern. Abholzung, Jagd und Städtebau bedrohten viele Spezies, sagte Mitautor Danny Balete. "Diese Arten vor dem Aussterben zu schützen ist eine große Herausforderung."
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Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Mit Harke auf Geisternetz-Fang - Der "Dreck" muss aus der Ostsee

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jul 2016 10:05

Mit Harke auf Geisternetz-Fang.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Der-Dreck-mus ... 92441.html
Mit Harke auf Geisternetz-Fang - Der "Dreck" muss aus der Ostsee

Tausende alter Kunststoffnetze geistern durch die Ostsee, sie brauchen Jahrhunderte zum Verrotten und sind eine Gefahr für Meerestiere. Die fangen sich darin oder fressen den Plastikmüll. Nun läuft ein Test, um die Netze rauszuharken - die Fischer sind skeptisch.

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An Bord des Kutters "Einheit" hievt Fischer Karl-Heinz Neumann eine Winde nach oben. Am Haken hat er weder Dorsch noch Hering, sondern ein verknotetes Bündel alter und mit Muscheln bewachsener Fischernetze. Die Kunststoffnetze lagen vermutlich schon seit Jahren auf dem Meeresboden vor Sassnitz, wo sie sich an einem Tonnenstein verfangen hatten.

Mit den Netzen holt Neumann quasi die Hinterlassenschaften seiner eigenen Branche aus der Ostsee. "Das ist okay", sagt der Fischer dazu - zumal die Umweltschutzorganisation WWF den Einsatz finanziert. Zur Ehrenrettung seiner Berufskollegen ergänzt er: "Kein Fischer will sein Netz mit Absicht verlieren. Es schmeißt ja keiner Geld über Bord." Fischer Neumann hat ein Interesse, dass der "Dreck" aus der Ostsee kommt. Zum Dreck gehören für ihn auch Waschmaschinen, Munition und Farbeimer - alles Dinge, die er in den letzten Jahren schon in seinen Netzen hatte.
WWF: Jährlich landen tausende Kunststoffnetze in Ostsee
WWF-Einsatzleiter Kanstinger auf dem Fischkutter "Einheit" vor Rügen mit einem eingefangenen Geisternetz aus der Ostsee.
WWF-Einsatzleiter Kanstinger auf dem Fischkutter "Einheit" vor Rügen mit einem eingefangenen Geisternetz aus der Ostsee.
(Foto: dpa)

Nach Angaben des WWF landen jährlich zwischen 5000 bis 10.000 Kunststoffnetze und Netzteile in der Ostsee. Das Problem sei damit kleiner als im Mittelmeer, aber dennoch nicht zu unterschätzen, sagt Einsatzleiter Philipp Kanstinger. Dass Netze absichtlich im Meer landen, unterstellt der WWF den Fischern nicht. Schleppnetze blieben an Widerständen wie Wracks oder Tonnensteinen hängen, erklärt Kanstinger. Stellnetze gingen im Sturm verloren oder würden von Booten mitgerissen.

Der Verband der Kutter- und Küstenfischer bezweifelt die von den Umweltverbänden angegebenen Mengen. Durch das Aufsammeln vereinzelter Netze werde das Meer zudem nicht wesentlich reiner, sagt der Verbandsvorsitzender Günter Grothe.

In einem internationalen, rund 3,7 Millionen Euro teuren Projekt ermitteln Umweltschützer aus Deutschland, Schweden, Finnland, Estland und Polen mit Hilfe von Forschern und Fischern derzeit, wie solche Geisternetze am effektivsten aus dem Meer gefischt oder von vornherein vermieden werden könnten. Projektpartner aus Schweden testen, Netze mit Signalgebern zu markieren, um sie bei Verlust schneller orten zu können. Zudem wird an Materialien geforscht, die im Wasser früher und umweltverträglicher als Kunststoff abgebaut werden.
Erster Test vielversprechend
Video
Todesfallen für Meerestiere: Umweltschützer gehen auf die Suche nach "Geisternetzen" 15.05.16 – 01:23 min Mediathek Todesfallen für Meerestiere Umweltschützer gehen auf die Suche nach "Geisternetzen"

Erstmals vor der deutschen Küste kam nun vor Rügen eine Harke zum Auflesen verlorener Netze zum Einsatz. "Der erste Test ist vielversprechend verlaufen", resümiert Kanstinger. Allein das Netzbündel, das Neumann aus dem Wasser zog, wiegt rund 1,5 Tonnen. "Unsere polnischen Kollegen haben mit der Netzharke gute Erfahrungen gemacht", sagt WWF-Experte Kanstinger. In Kooperation mit 40 Fischern holten sie demnach 2014 rund 270 Tonnen Netze aus der Ostsee.

Zum Vergleich: Vor Rügen waren mit Hilfe von Tauchern ein Jahr zuvor lediglich zwei Tonnen Netze aus dem Wasser gezogen worden - die allerdings an wertvollen Wracks lagen. Die Harke - ein etwa 20 Zentimeter langes Gerät mit Widerhaken - ist deutlich effektiver. Doch welche Schäden sie möglicherweise am Meeresboden verursacht, ist bislang unklar. Dies solle nun ermittelt werden, sagt Kanstinger.
10 Prozent des Plastikmülls in Meeren von Fischerei
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Die Geisternetze stellen aus Sicht der Umweltschützer eine Gefahr für Meereslebewesen dar. In den ersten drei Monaten fingen sich darin im Mittel noch etwa 20 Prozent der Fische, die zuvor bei einem Fischzug damit gefangen wurden, heißt es. Danach sänken die Netze in sich zusammen und die Quote falle auf etwa sechs Prozent, verharre aber teilweise über Jahrhunderte bei diesem Wert. Solange brauchten die Netze zum Verrotten.

Zudem können Mikropartikel aus Plastik von Fischen gefressen werden. "Besonders problematisch ist, dass sich an der aufgerauten Oberfläche Schadstoffe anreichern, die über die Fische in die Nahrungskette bis zum Menschen gelangen können", erklärt Kanstinger. Schätzungen zufolge stammten 10 Prozent des Plastikmülls in den Meeren von der Fischerei.
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Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere: Geisternetze - die lautlose Gefahr Tödliche Falle für Meerestiere Geisternetze - die lautlose Gefahr

Quelle: n-tv.de , Martina Rathke, dpa
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Aggressives Gerangel um Weibchen - Tintenfische lassen ihre Farben spielen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jul 2016 19:38

http://www.n-tv.de/wissen/Tintenfische- ... 01456.html
Freitag, 29. Juli 2016
Aggressives Gerangel um Weibchen - Tintenfische lassen ihre Farben spielen

Das Buhlen um die Gunst der Weibchen hat im Tierreich viele verschiedene Ausprägungen. Der Tintenfisch besitzt eine ganze Bandbreite von Zeichen, die allerdings vor allem dem Gegner Informationen liefert.

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Wenn zwei Tintenfisch-Männchen um eine Dame buhlen, kann es bunt werden. Riesensepien versuchen dabei, ihren Gegner unter anderem mit einem Farbenspiel im Mantel einzuschüchtern. Wie eine Forscherin jetzt in Australien gezeigt hat, sind die Männchen keine guten Pokerspieler: bluffen ist ihnen fremd. Wer sich von Anfang an aggressiv gibt, gehe auch aufs Ganze, inklusive Nahkampf, berichtet Alexandra Schnell von der Macquarie-Universität in der Zeitschrift "Behavioral Ecology and Sociobiology".
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Die Riesensepien (Sepia apama) zeigen ihr Aggressionspotenzial mit einer Serie von Zeichen: Anstarren, Mantel aufbauschen, Arme wie Zangen vorfahren, Farben spielen lassen. "Solche Signale haben sich wohl entwickelt, damit Rivalen verschiedene Grade an Aggressivität demonstrieren können", schreibt Schnell. "So haben die Gegner Gelegenheit, taktische Entscheidungen zu treffen, etwa, ob sie die Situation weiter anheizen oder sich zurückziehen wollen." Die Gegner könnten an dem Verhalten ablesen, ob eine Attacke unmittelbar bevorstehe. Bei Wirbeltieren seien solche Signale verbreiteter, schreibt Schnell.

Riesensepien sind meist bräunlich gefärbt und verstecken sich vor Angreifern durch Eingraben im Sand, wo sie von der Umgebung dann kaum zu unterscheiden sind. Sie haben Fangarme und Tentakel. Einige Arten können 60 Zentimeter lang und fünf Kilogramm schwer werden. Ihre Tinte, Sepia genannt, wird zum Beispiel zum Färben von schwarzer Nudeln verwendet.
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Kuriose Paarungsverhalten: Wenn sich Tiere selbst klonen Kuriose Paarungsverhalten: Wenn sich Tiere selbst klonen Kuriose Paarungsverhalten: Wenn sich Tiere selbst klonen Kuriose Paarungsverhalten Wenn sich Tiere selbst klonen

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Auswilderungs-Projekt startet - Luchse kehren in Pfälzerwald zurück

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jul 2016 10:12

Luchse kehren in Pfälzerwald zurück.jpg
Luchse kehren in Pfälzerwald zurück.jpg (72 KiB) 3804-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Luchse-kehren ... 09016.html
Sonntag, 31. Juli 2016
Auswilderungs-Projekt startet - Luchse kehren in Pfälzerwald zurück

Seit Jahrhunderten ist der Luchs in Rheinland-Pfalz ausgestorben. Ein Auswilderungs-Projekt will das ändern und schickt Kaja, Luna und Lucky in eine neue Heimat. Halsbänder sollen Aufschluss über ihr Bewegungsprofil geben.

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Die erste Erkenntnis hat das Auswilderungs-Projekt bereits nach wenigen Sekunden gebracht: Kaja, Luna und Lucky sind extrem flink. Kaum in der neuen Heimat angekommen, sind die drei Luchse schon zwischen den Bäumen des Pfälzerwalds verschwunden.

Kurz zuvor hatten Vertreter der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz die beiden Weibchen und das Männchen aus der Slowakei nach Rheinland-Pfalz gebracht. Nach der Ausrottung durch den Menschen seien die Tiere nun eine Bereicherung für die Natur, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken. Dass es sich bei den scheuen Tieren nicht etwa um Schmusekatzen handelt, wurde durch das laute Knurren deutlich, das aus den drei Käfigen drang. Die Katzen sind sozusagen Pioniere, die in den kommenden Jahren für Nachwuchs sorgen sollen. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 70 Luchse, schätzt der Naturschutzbund (Nabu). Das jüngste Auswilderungs-Projekt im Harz liegt schon 14 Jahre zurück.
Die Namen Kaja, Luna und Lucky haben Grundschulkinder aus Rheinland-Pfalz und Lothringen ausgesucht.
Die Namen Kaja, Luna und Lucky haben Grundschulkinder aus Rheinland-Pfalz und Lothringen ausgesucht.
(Foto: picture alliance / dpa)

Ministerin Höfken wieß darauf hin, dass die Luchse sehr empfindliche Tiere sind. So sterben etwa 50 Prozent schon bei der Geburt. Von den überlebenden Tieren gehen wiederum 50 Prozent in jungen Jahren zugrunde. Der Mensch müsse die extrem scheuen Tiere nicht fürchten. In den kommenden sechs Jahren sollen insgesamt 20 Luchse aus den Karpaten und der Schweiz gefangen und im Pfälzerwald ausgewildert werden, sagte Stiftungs-Geschäftsführer Jochen Krebühl.
GPS-Ortung erstellt Bewegungsprofil

Wenn alles klappt und sich die anmutigen Tiere fortpflanzen, werde sich das auch auf das ökologische Gleichgewicht auswirken. Vor allem Schalenwild stehe auf dem Speiseplan der Katzen, die so groß wie ein Schäferhund werden können. "Die Rehe dürften in unserer Region einen Beuteanteil von etwa 90 Prozent ausmachen", sagt Krebühl. Insofern sorge der Luchs dafür, dass sich schwache Tiere nicht weiter vermehren.

Der Pfälzerwald gilt aber nicht nur wegen seines Reichtums an Beutetieren als gut geeignet für die Wiederansiedlung der Luchse. Dort dürften auch wichtige Wanderkorridore entstehen, die wiederum ins Nachbarland Frankreich führen. Um diese Wege zu erforschen, haben die Katzen auch jeweils Halsbänder angelegt bekommen, die via GPS-Ortung Aufschluss über ihr Bewegungsprofil geben sollen.
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Artensterben vorerst gestoppt: Europäische Wildtiere vermehren sich wieder 27.09.13 Artensterben vorerst gestoppt Europäische Wildtiere vermehren sich wieder

Ausgewertet werden die Daten von Wissenschaftlern. Gefördert wird das 2,7 Millionen teure Projekt vor allem von der Europäischen Union aber auch vom Land. Auch bei der Namensfindung für die drei ausgewilderten Luchse wurde länderübergreifend gearbeitet: Grundschulkinder aus Rheinland-Pfalz und Lothringen hatten die Namen ausgesucht.

Quelle: n-tv.de , Stephan Wolf/dpa
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Käfer erzählen: Auf der Suche nach Urwäldern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Aug 2016 10:09

Käfer erzählen Auf der Suche nach Urwäldern.jpeg
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http://kurier.at/special/challenge/kaef ... 12.536.697

Käfer erzählen: Auf der Suche nach Urwäldern
Goldstreifiger Prachtkäfer…
Foto: /Sandra Aurenhammer
Der Goldstreifige Prachtkäfer ist eine seltene Urwaldreliktart.
Forscherin Sandra Aurenhammer sucht österreichische Urwälder und orientiert sich dabei an Käfern.
Johanna Ferner
29.07.2016, 12:34
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„Er ist bunt und glänzend“, sagt Sandra Aurenhammer über ihn und meint damit den Goldstreifigen Prachtkäfer, ihren Lieblingskäfer und Forschungshelfer.

Der 14 bis 22 Millimeter große Krabbler aus der Familie der Prachtkäfer gehört zu den sogenannten „Urwaldreliktkäfern“. Von schwarz bis kunterbunt, von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern variieren Farbe und Größe – trotzdem haben sie eines gemeinsam: Sie alle sind ein deutlicher Hinweis auf Urwälder. Denn die Käfer erzählen quasi die Geschichte des Waldes: Sie geben Aufschluss über sein Alter, die klimatischen Gegebenheiten und wie der Wald in der Vergangenheit genutzt wurde. Genau das macht die Krabbeltiere auch zu Sandras wichtigsten Forschungspartnern. Die Absolventin der Uni Graz sucht derzeit die letzten verbliebenen Urwälder in Österreich. Nur Gebiete, die über Jahrhunderte hinweg völlig unberührt waren fallen in diese Kategorie.
Wie die Gämse

Die Suche erweist sich als nicht einfach: In Österreich werden die meisten Wälder bewirtschaftet. Die wenigen unberührten Flächen sind schwer zu erreichen. „Man kraxelt in Steilhängen herum und über einem spazieren die Gämse“, beschreibt die Käferforscherin ihre Arbeit. Insgesamt über 70 Flächen hat sie untersucht, immer mit Orientierung am Käfervorkommen. Die Ergebnisse wertet sie derzeit aus. Auf jeden Fall fündig geworden ist sie aber in den Gailtaler Alpen. Der Rothwald in den Niederösterreichischen Kalkalpen ist ebenfalls ein bekannter Urwald.
Die Faszination vor der Haustür

Die Forschungen sind der Mühe wert: Urwälder sind intakte Ökosysteme und jedes Ökosystem funktioniert in sich. Durch die Nutzung des Waldes durch den Menschen verlieren viele Lebewesen ihre Heimat, was die Biodiversität verringert. Auch gäbe es in den intakten Urwäldern keine größeren Probleme mit Schädlingen, wie es in Monokulturen häufig der Fall ist. Von der Forstwirtschaft wünscht sich Aurenhammer eine nachhaltige Bewirtschaftung mit Schwerpunkt auf Mischwäldern.

Bedenkt man die Artenvielfalt ist die Forschung ein Fass ohne Boden, sagt Sandra. Trotzdem ist ihre Begeisterung ungebrochen: „Urwälder gibt es nicht nur im Dschungel - Die Faszination liegt vor der Haustür.“
(Kurier) Erstellt am 29.07.2016, 12:34
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Wirbel um den Ammen-Dornfinger - Spinnenart hält Deutschland auf Trab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Aug 2016 08:46

Spinnenart hält Deutschland auf Trab.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Spinnenart-ha ... 34131.html
Wirbel um den Ammen-Dornfinger - Spinnenart hält Deutschland auf Trab

Die Ammen-Dornfinger-Spinne misst nur wenige Zentimeter, aber schafft es dennoch, derzeit für Hysterie zu sorgen. Soziale Medien berichten von dem angeblich gefährlichen und neuen Krabbeltier. Experten dagegen warnen vor der Panikmache.

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Zugegeben, sie sehen nicht gerade freundlich aus. Ammen-Dornfinger-Spinnen haben im Vergleich zu vielen anderen Spinnen hierzulande gut sichtbare Kieferklauen und - oh Schreck: Ein Teil ihres Körpers leuchtet in den Warnfarben rot und orange. An Berichten über diese Tierchen und ihre Bisse kommen vor allem Berliner und Brandenburger seit kurzem kaum vorbei. Einige Medien berichten von einer zunehmenden Verbreitung dieser Spinnen in der Region durch den Klimawandel. Ursprünglich kommen sie aus dem Mittelmeerraum.
Die bedrohlich wirkenden Kieferklauen benutzt das Ammen-Dornfinger-Weibchen zur Verteidigung ihres Nests.
Die bedrohlich wirkenden Kieferklauen benutzt das Ammen-Dornfinger-Weibchen zur Verteidigung ihres Nests.
(Foto: imago/blickwinkel)

In den sozialen Medien gehen die meist mit der Spinne bebilderten Warnungen um: Seid vorsichtig beim Laufen und Entspannen im Gras, heißt es da zum Beispiel. Denn der Ammen-Dornfinger beiße selbst durch Jeans hindurch, er sei gefährlich und ganz stark auf dem Vormarsch, selbst in der Hauptstadt. Ein Twitter-Nutzer, der sich in den Urlaub verabschiedet, schreibt ironisch, nach seiner Rückkehr werde hier wohl keiner mehr leben.
Seit den 1950er in Deutschland

Experten betonen auf Anfrage, diese Spinnen seien auch anderswo in Deutschland verbreitet - in Gebieten mit hohem Gras. Und das nicht erst seit gestern. Sie sind aufgebracht angesichts der Hysterie, die sich in die Debatte mischt. Seinen ersten Ammen-Dornfinger hat der Berliner Insektenkundler Jens Esser von der Entomologischen Gesellschaft "Orion" vor etlichen Jahren in Berlin-Mitte auf einer Brache entdeckt. Damals wusste er nicht unmittelbar, was er da vor sich hatte. Inzwischen hat er die Tierchen häufig gesichtet und auch ab und an ein Exemplar für einen Spinnenexperten eingesammelt. Seit mindestens zehn Jahren sei das Vorkommen in Berlin dokumentiert, betont er. In der Mark ist der Ammen-Dornfinger Naturschützern zufolge schon weitaus länger zuhause: Seit den 1950ern breite er sich aus, twitterte der Brandenburger Nabu nun über den "schüchternen Wandersburschen".
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wis ... 52466.html
Schöne Spinnen: Niedliche Krabbler sollen Arachnophobie heilen 03.06.16 – 01:19 min Mediathek Schöne Spinnen Niedliche Krabbler sollen Arachnophobie heilen

Esser hat Kinder über Wiesen voller Gespinste von Ammen-Dornfinger-Spinnen rennen sehen. Gebissen wurden weder er bei seiner Feldforschung noch die Kinder, wie er sagt. Man müsse es schon darauf anlegen und eines der gut erkennbaren Gespinste bewusst öffnen, um gebissen zu werden. Darin befinden sich die Spinneneier. "Das ist Mutti, die ihre Kinder verteidigt", macht es Biologe und Spinnenfachmann Karl-Hinrich Kielhorn anschaulich.
Bisse sind unangenehm aber ungefährlich

Beim Vorbeigehen im Gras gebissen zu werden, halten Experten für ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Und selbst wenn: "Dann tut das weh, der Finger wird dick und in zwei Tagen ist es wieder vorbei", sagte Kielhorn. Nur in Ausnahmen reagieren Menschen heftiger, etwa mit Kreislaufproblemen.

In den sozialen Medien gibt es neben Panik auch andere Stimmen: Sie verweisen auf das Sommerloch. Tatsächlich erinnert der Spinnenalarm an andere Tiere, die in früheren Sommern Schlagzeilen machten: Kaiman Sammy, Beiname "Bestie aus dem Baggersee" (1994). Oder "Problembär" Bruno, eingewandert 2006 von Tirol nach Bayern. Ebenfalls 2006 erschien bereits ein Zeitungsartikel unter dem Titel "Invasion der Todesspinne": Es ging - Überraschung - um den "gefährlichen Dornfinger", der "jetzt" überall auftauche und zubeiße.
Spinnenphobie immer noch weit verbreitet
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Dass derartige Berichte damals zahlreich waren, blieb nicht ohne Folgen, wie es in einem Fachartikel heißt. "Plötzlich hielten sich viele Personen als Opfer dieser Spinnen. Krankenhäuser, zoologische Institute, Museen und andere Anlaufstellen waren durch Spinnenbiss-Anfragen in Österreich und Deutschland überlastet", schrieb die Wissenschaftlerin Barbara Knoflach von der Universität Innsbruck in einem entomologischen Fachblatt. Grund für die anhaltende Beliebtheit des Themas ist für den Biologen Kielhorn die diffuse - und in seinen Augen hierzulande völlig ungerechtfertigte - Angst vor Spinnen in der Bevölkerung. Diese auch noch zu nähren, findet er "unverantwortlich".

"Bis auf wenige in Mitteleuropa beheimatete Arten lähmen und töten alle Spinnen mit Gift", zitiert die "Märkische Allgemeine Zeitung" die Fachärztin für Dermatologie und Venerologie Sylvia Voss. Auch für weitaus verbreitetere und häufiger zustechende Insekten trifft das zu: Wer aber würde wie von den Giftspinnen auch von Giftbienen oder -wespen sprechen?
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Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig Die größten Spinnen Deutschlands

Quelle: n-tv.de , Gisela Gross, dpa
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Klimawandel nicht die größte Gefahr - Artenvielfalt leidet mehr unter "alt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Aug 2016 10:03

Klimawandel nicht die größte Gefahr.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Artenvielfalt ... 82396.html
Klimawandel nicht die größte Gefahr - Artenvielfalt leidet mehr unter "alten Feinden"

Der Klimawandel ist zwar durchaus eine Bedrohung für viele Arten weltweit - aber bei Weitem nicht die größte. Er steht erst an siebter Stelle der schlimmsten Feinde. Australische Wissenschaftler warnen vor anderen Gefahren.

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Die weltweite Artenvielfalt ist derzeit weniger von Klimaveränderungen als von altbekannten Gefahren wie der Übernutzung von Ressourcen und der Landwirtschaft bedroht. Das betonen Wissenschaftler in einem Beitrag im Fachjournal "Nature". Die Fokussierung auf den Klimawandel könne dazu führen, dass Prioritäten beim Artenschutz falsch gesetzt werden, befürchten sie.
Afrikanische Wildhunde im Zoo.
Afrikanische Wildhunde im Zoo.
(Foto: dpa)

Die Wissenschaftler um Sean Maxwell von der University of Queensland in Brisbane, Australien, bezogen fast 8700 Spezies in ihre Analyse ein, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen. Sie stellten fest, dass 72 Prozent von ihnen durch die Übernutzung von Ressourcen bedroht sind. Diese betreffe entweder die jeweilige Art selbst oder Teile ihres Lebensraums. So seien allein mehr als 4000 Spezies durch Waldrodungen bedroht, schreiben die Forscher. Beispielhaft werden der Tropenvogel Borneowolltimalie (Ptilocichla leucogrammica), die indische Nikobaren-Spitzmaus (Crocidura nicobarica) und die Stumpfnasenaffen (Rhinopithecus) aus Myanmar genannt.

Der zweitwichtigste Faktor sei die Landwirtschaft, die 62 Prozent der einbezogenen Arten treffe, so die Wissenschaftler. Allein der Getreideanbau gefährde 4600 Arten wie die Fresno-Kängururatte (Dipodomys nitratoides) und den Afrikanischen Wildhund (Lycaon pictus), weil die dafür genutzten Flächen als Lebensraum verlorengingen. An dritter Stelle stehe die Urbanisierung.
Mehr als 2700 Arten direkt bedroht
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Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne Elefanten - die sensiblen Dickhäuter

Mehr als 2700 Arten sind der Auswertung zufolge zudem direkt bedroht, weil sie gejagt, gefischt oder für die Tierhaltung gefangen werden - so zum Beispiel das Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis), der Westliche Gorilla (Gorilla gorilla) und das Chinesische Schuppentier (Manis pentadactyla).

Grundsätzlich spielten bei den meisten untersuchten Spezies mehrere Faktoren eine Rolle. Mit Blick auf den Weltnaturschutzkongresses der IUCN auf Hawaii im September appellierte das Forscherteam an die Verantwortlichen, sich beim Thema Naturschutz nicht nur auf Klimafragen zu konzentrieren. Der Klimawandel könne zwar künftig eine große Gefahr für die Artenvielfalt darstellen, dringlicher sei es aber momentan, die "alten Feinde" zu bekämpfen.
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James Watson von der University of Queensland, Koautor des "Nature"-Beitrags, erklärt in einer Mitteilung der Wildlife Conservation Society (WCS): "Schutzzonen, die Durchsetzung von Jagdregulationen und der Aufbau einer Landwirtschaft, die bedrohten Arten ein gleichzeitiges Überleben ermöglichen - all das spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die Artenvielfalt zu erhalten." Die Aufrechterhaltung einer intakten Fauna und Flora könne dann helfen, künftige Gefahren durch den Klimawandel zu entschärfen. Momentan ständen Gefährdungen hierdurch allerdings erst an siebter Stelle der Ursachenliste - 19 Prozent der untersuchten Arten sind betroffen.

In Deutschland gibt es separate Rote Listen für verschiedene Arten. Übernutzung spielt laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Ursache der Gefährdung gelisteter Tiere nicht die größte Rolle. Größte Probleme seien die industrialisierte Land- und Forstwirtschaft, die Flächenbebauung und fehlende Verbindungen zwischen den verbliebenen Lebensräumen. "Besonders gefährlich für die Arten sind die großflächigen Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden - Strukturen, die durch EU-Agrarsubventionen noch gefördert werden", so Dennis Klein vom BUND. Gefährdet seien dadurch zum Beispiel momentan Vögel wie Kiebitz und Feldlerche, Säuger wie Wildkatze und Feldhamster und eine große Anzahl an Insekten wie Schmetterlinge und Wildbienen.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Geschlechtsreif erst mit 150 - Grönlandhaie werden mehr als 400 Jahre alt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Aug 2016 10:35

Geschlechtsreif erst mit 150.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Groenlandhaie ... 91101.html
Geschlechtsreif erst mit 150 - Grönlandhaie werden mehr als 400 Jahre alt

Grönlandhaie sind mit einer Lebenserwartung von mindestens 400 Jahren einer Studie zufolge die langlebigsten Wirbeltiere der Welt. Zudem werden sie auch erst sehr spät, nach 150 Jahren, geschlechtsreif - das könnte ihnen zum Verhängnis werden.

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Grönlandhaie sind die Methusalems unter den Wirbeltieren. Die Tiere könnten mindestens 400 Jahre alt werden, berichtet eine internationale Forschergruppe um Julius Nielsen von der Universität Kopenhagen in der Fachzeitschrift "Science". Damit seien sie das langlebigste bekannte Wirbeltier der Welt. Ihre Geschlechtsreife erreichen diese Haie demnach erst nach etwa 150 Jahren.
Der Grönlandhai kann bis zu mehreren tausend Meter tief tauchen.
Der Grönlandhai kann bis zu mehreren tausend Meter tief tauchen.
(Foto: imago/Nature Picture Library)

Der Grönlandhai oder Eishai (Somniosus microcephalus) lebt im Nordatlantik und im Nordpolarmeer und erreicht eine Größe von weit über fünf Metern. Da er sehr langsam wächst - vermutlich nur etwa einen Zentimeter pro Jahr - glaubten Forscher schon lange, dass er sehr alt werden kann. Eine konventionelle Altersbestimmung dieser Knorpelfische sei wegen ihrem Mangel an verkalktem Gewebe nicht möglich, schreiben Nielsen und seine Kollegen. Sie datierten das Alter stattdessen per Radiokarbonmethode anhand von Proteinen in der Augenlinse, die schon im Mutterleib gebildet werden.
Messunsicherheit von 120 Jahren
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Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden Lebenserwartungen

Die Forscher untersuchten insgesamt 28 weibliche Haie, die bei mehreren Expeditionen gefangen worden waren. Die Tiere maßen zwischen 80 Zentimeter und gut fünf Meter. Ihr durchschnittliches Alter betrug der Messung zufolge 272 Jahre. Das größte untersuchte Exemplar war etwa 392 Jahre alt, bei einer Messunsicherheit von 120 Jahren.

Ein hohes Alter erreicht unter den Wirbeltieren auch der Grönlandwal, der älter als 200 Jahre werden kann. Die Langlebigkeit des Grönlandhais werde aber von der - auch in der Ostsee vorkommenden - Islandmuschel (Arctica islandica) noch übertroffen, schreiben die Autoren. Diese könne sogar über 500 Jahre alt werden.
Sehr späte Geschlechtsreife

Nach aktuellen Forschungen werden Grönlandhaie ab einer Länge von vier Metern geschlechtsreif. Mit der nun vorliegenden Altersbestimmung würde das bedeuten, dass die Tiere erst 150 Jahre alt werden müssen, ehe sie sich fortpflanzen können.
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"Es war zu erwarten, dass Grönlandhaie langlebig sind", sagt Jürgen Kriwet vom Institut für Paläontologie der Universität Wien, der nicht an der Studie beteiligt war. "Aber dass sie so alt werden, ist doch überraschend. Nun wäre interessant zu ergründen, warum diese Haie so lange leben." Langlebigkeit werde oft mit Körpergröße in Verbindung gesetzt. "Aber Grönlandhaie sind nicht die größten Haie, und auch nicht die einzigen, die in so kalten Gewässern leben", so Kriwet. Ihre erstaunliche Langlebigkeit müsse also eine andere Ursache haben.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird der Grönlandhai als "potenziell gefährdet" eingestuft. Die neuen Ergebnisse unterstreichen, so Nielsen und seine Kollegen, dass der Hai vorsorglichen Schutzes bedürfe. Denn Grönlandhaie sind ein häufiger Beifang der Fischerei nach Grundfischen und geraten durch deren kommerzielle Nutzung unter Druck. Dem pflichtet Kriwet bei: "Besonders ihre späte Geschlechtsreife macht die Grönlandhaie sehr anfällig."
Bilderserie
Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster ... ist ihr Gebiss. Haie haben ein sogenanntes Revolvergebiss mit mehreren Zahnreihen. Nur die erste Reihe ... Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster Wer jagt wen? Haie - der Mythos vom Monster

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Agrargift zerstört Tiergedächtnis - Ursache für Sterben der Wildbienen gek

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Aug 2016 12:21

Agrargift zerstört Tiergedächtnis.jpg
Agrargift zerstört Tiergedächtnis.jpg (21.41 KiB) 3640-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Ursache-fuer- ... 29956.html
Donnerstag, 18. August 2016
Agrargift zerstört Tiergedächtnis - Ursache für Sterben der Wildbienen geklärt

Lange Zeit waren die Ursachen für das weltweit verbreitete Bienensterben nicht geklärt. Neueste Untersuchungen können nun den Grund benennen. Es ist derselbe, der auch die Schmetterlingspopulationen schrumpfen lässt.

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Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide können Studien zufolge nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Schmetterlinge gefährden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten zwei Forscherteams jetzt in Fachjournalen. Eine Studie des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie (NERC) legt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und dem Rückgang von Wildbienen-Populationen nahe.

Für die Untersuchung analysierten Forscher um den Insektenkundler Ben Woodcock, wie sich der großflächige Einsatz von Neonikotinoiden auf 62 Wildbienen-Arten in Großbritannien von 1994 bis 2011 auswirkte. 2002 waren die Pestizide dort erstmalig zugelassen worden. Sie konnten dabei auf die Daten der "The Bees, Wasps and Ants Recording Society" zurückgreifen, eines Verbandes von Naturfreunden, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts akribisch Informationen über Bienen, Wespen und Ameisen auf den britischen Inseln sammeln.

Das Ergebnis der im Fachblatt "Nature Communications" veröffentlichten Analyse: Bei Wildbienen-Arten, die sich vorrangig von mit Neonikotinoiden behandeltem Raps ernähren, schrumpften die Populationen drei Mal stärker als bei jenen Arten, die andere, nicht behandelte Pflanzen bevorzugen. Bei fünf der untersuchten Wildbienen-Arten könne man sogar davon ausgehen, dass der Einsatz der Mittel 20 Prozent der lokalen Populationen vernichtet habe. "Als blühendes Getreide ist Raps sehr nützlich für bestäubende Insekten", erklärt Woodcock in einer Mitteilung. "Dieser Nutzen scheint aber durch die Effekte der Neonikotinoid-Behandlung für eine ganze Reihe von Wildbienen-Arten mehr als aufgehoben."
Verheerende Auswirkungen

Nach Ansicht des Neurobiologen Randolf Menzel, der zu den führenden Bienenforschern Deutschlands zählt, zeigt die Studie, wie groß der Einfluss der Neonikotinoide wirklich ist - und das über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum. "Bei experimentellen Studien wird oft bezweifelt, wie aussagekräftig diese für das gesamte Ökosystem sind", so Menzel. Jene Zweifel würden nun widerlegt. Er sieht sich in seiner Grundannahme über die Wirkweise der Nervengifte bestätigt.

Der Neurobiologe hatte in seiner Forschung an der Freien Universität Berlin bereits belegt, dass Bienen schon nach kleinsten Dosen der Insektizide ihre Orientierung und ihr Gedächtnis verlieren. Für die britische Studie hätte er sich eine genauere Aufschlüsselung der verwendeten Neonikotinoide gewünscht: So seien etwa Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Großbritannien seit vergangenem Jahr wieder zugelassen. "Bei eben jenen drei ist sehr wahrscheinlich, dass sie großen Schaden anrichten", erklärt Menzel.
Pflanzengift schädigt Bienenlarven

Andere Experten betonen, dass auch andere Gründe für den Rückgang von Bienen-Populationen gibt, darunter die Varroamilbe. Mainzer und Frankfurter Wissenschaftler hatten kürzlich entdeckt, dass Neonikotinoide selbst in geringen Konzentrationen den im Futtersaft von Ammenbienen enthaltenen Botenstoff Acetylcholin vermindern. Das Signalmolekül ist für die Larvenaufzucht von Honigbienen wichtig. "Unsere Forschungsergebnisse bestätigen das von Neonikotinoiden ausgehende Risiko für die Brutentwicklung von Honigbienen", sagte Professor Ignatz Wessler vom Institut für Pathologie an der Universitätsmedizin Mainz. Die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichten die Wissenschaftler aus Mainz und der Frankfurter Universität in der Fachzeitschrift "Plos One".
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Doch nicht nur Bienen scheinen unter den Mitteln zu leiden: Eine Studie aus den USA legt nahe, dass der Bestand von Schmetterlingen mindestens ebenso durch die Pestizide bedroht ist wie durch die fortschreitende Vernichtung ihres Lebensraums. Die Forscher um den Biologen Matthew Forister von der Universität von Nevada untersuchten das Vorkommen von 67 Schmetterlingsarten in Nordkalifornien anhand von Daten aus den vergangenen 40 Jahren. Das Ergebnis: Die Zahl der Schmetterlingsarten geht dramatisch zurück - und das vor allem seit 1995, als Neonikotinoide in der Region erstmals eingesetzt wurden.

Neonikotinoide wirken als Fraß- oder Kontaktgift auf die Nervenzellen von Insekten und sollen Pflanzen sowohl vor saugenden als auch beißenden Schädlingen schützen. Bei ihrer Einführung galten sie noch als besonders schonende Pestizide, die gut von Pflanzen über deren Wurzeln in die Blätter aufgenommen werden. Mit dieser systemischen Wirkung werden sie bevorzugt als Saatgutbeizmittel verwendet - und das präventiv, wie Randolf Menzel kritisiert: "Sie werden eingesetzt, ohne dass es schon einen Schaden oder Befall gibt", beschreibt der Bienenforscher. "Das ist, als würden alle Menschen immer Antibiotika nehmen, um keine Lungenentzündung zu bekommen."

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Heimliche Invasoren – Die Asiatische Wespe in Europa auf dem Vormarsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Aug 2016 07:59

Die Asiatische Wespe in Europa auf dem Vormarsch.jpg
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https://www.contra-magazin.com/2016/08/ ... vormarsch/
Heimliche Invasoren – Die Asiatische Wespe in Europa auf dem Vormarsch

in Natur & Umwelt, Wissen & Technik 21. August 2016 9 Comments

Nicht endemische Spezies. So werden Tierarten bezeichnet, die, wie die Asiatische Wespe, im Zuge der globalisierten Welt in einen fremden Lebensraum eindringen. Ob mit Schiffen, Flugzeugen oder durch den klimatischen Wandel getrieben ist Nebensache, wenn man mit den Folgen solcher Invasionen konfrontiert wird. Seit einiger Zeit kämpfen Biologen und Behörden einen schier aussichtslosen Kampf gegen die Invasoren.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Neulich fiel mir das hektische Kommen und Gehen einiger Wespen auf, die mir irgendwie merkwürdig erschienen. Größer, dunkler – fast ohne gelbe Steifen – und auffällig viele umflogen eine Traube von Palmfrüchten. Daher fiel mir ein Artikel über die Asiatische Wespe sofort ins Auge, der von den Kollegen der nordportugiesischen Tageszeitung „Jornal de Noticias“ geschrieben wurde. Es geht darin um das Eindringen dieser aggressiven Spezies in äußersten Westen Europas, wo sie wahrscheinlich mit Schiffen aus Fernost eingereist ist. In einem der Hochseehäfen an Land „geflogen“, begann die Wespe mit der Kolonisierung der Region.

Natürlich sind die Wespen nicht die ersten Eindringlinge und sie werden auch nicht die letzten sein, aber für die ansässigen Arten ist es eine Katastrophe. Die Wespen aus Asien haben kaum natürliche Feinde in der neuen Umgebung und auch wenn die Imker der Region noch keine großen Verluste zu beklagen haben, so ist die Honigbiene doch in großer Gefahr. Die räuberischen Wespen überfallen gerne Bienenstöcke und der Tod der Bienenvölker ist das traurige Resultat eines solchen Überfalls. Die Honigproduzenten haben einfach noch nicht verstanden worum es geht. Der Zivilschutz andererseits hat genau das verstanden und tausend Fallen aufgestellt, die die Wespen anlocken sollen. Denn seit ihrer Ankunft in Portugal haben die Insekten schon einige Menschen ins Krankenhaus befördert. Vor allem Kinder sind ihre Opfer. Bei einem Stich wird das Opfer „markiert“ und ist damit das Ziel weiterer Angriffe.

Es ist ein fast aussichtsloser Kampf, obwohl wir Menschen doch so gut darin sind, ganze Tierarten auszurotten. Nun ja, das gelingt nur, wenn völlig rücksichtslos die Natur zerstört wird. Da so etwas hier nicht möglich ist, wird es eine Sisyphusarbeit die Wespen gezielt auszurotten. Ihren Vormarsch zu stoppen ist wohl erst mal die Hauptsache. Bislang hat sie nur einen Brückenkopf auf der iberischen Halbinsel. In Frankreich haben sie aber schon Fuß gefasst und sind von Bordeaux aus auf dem Vormarsch nach Osten. Von 2004 bis 2007 stieg die Anzahl der aufgefundenen Nester von drei, über fünf, dann 223 auf 1613. Inzwischen sind sie kaum noch aufzuhalten.

Nicht so in Portugal. Aber es muss uns zu denken geben. Man sehe sich nur Australien an und was dort eingeschleppte Arten für Schaden anrichten. Wenn nicht alle darauf achten, dann haben wir bald keine Honigbienen mehr. Auch in Deutschland ist die Vespa Velutina möglicherweise schon anwesend. Also Augen auf und etwas mehr Achtung vor der Natur wären zweifellos angebracht.

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300 Meter breit, 10 Meter tief - Neues Riff am Great Barrier Reef entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Aug 2016 10:19

Neues Riff am Great Barrier Reef entdeckt.jpg
Neues Riff am Great Barrier Reef entdeckt.jpg (96.22 KiB) 3572-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Neues-Riff-am ... 32701.html
Mittwoch, 31. August 2016
300 Meter breit, 10 Meter tief - Neues Riff am Great Barrier Reef entdeckt

Über eine Strecke von 2300 Kilometern erstreckt sich das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens. Dahinter stoßen Forscher jetzt auf ein weiteres Riff, das von Algen geformt wurde und die Experten "erstaunt".

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Das Gebiet um das Bligh Reef vor Cape York am Great Barrier Reef. Die Farben zeigen über einen Bereich von 50 Metern die Tiefen zwischen rot (flach) und blau (tief).
Das Gebiet um das Bligh Reef vor Cape York am Great Barrier Reef. Die Farben zeigen über einen Bereich von 50 Metern die Tiefen zwischen rot (flach) und blau (tief).
(Foto: dpa)

Am Great Barrier Reef in Australien ist ein riesiges Algenriff entdeckt worden. "Wir wussten seit den 1970er und 1980er Jahren von diesen geologischen Strukturen im nördlichen Great Barrier Reef, aber ihre wahre Form, Größe und gewaltigen Ausmaße waren nie zuvor offenbart worden", sagte Robin Beaman von der James Cook University in Townsville laut einer Mitteilung.

Forscher von drei australischen Universitäten hatten Daten der Marine des Landes ausgewertet, die den Meeresboden mit einer Art Laser-Radar (Lidar) untersucht hatte. Dabei entdeckten die Forscher in 20 bis 40 Meter Tiefe das mehr als 6000 Quadratkilometer große Riff, wie sie im Fachjournal "Coral Reefs" schreiben. Das Great Barrier Reef selbst ist mehr als 200.000 Quadratkilometer groß.
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Allerdings wurde das neue Riff nicht von Korallen, sondern von Algen geformt. Die Halimeda genannten Grünalgen könnten unter anderem Aufschluss über Auswirkungen von Umweltfaktoren auf das Great Barrier Reef in den vergangenen 10.000 Jahren geben, hieß es von den Forschern. So lange sind die 200 bis 300 Meter breiten und bis zu 10 Meter tiefen, kreisförmigen Hügel ihnen zufolge gewachsen. "Was wir tief hinter dem Great Barrier Reef gefunden haben, hat uns erstaunt", sagte Beaman.

Das weltgrößte Korallenriff erstreckt sich 2300 Kilometer entlang der Ostküste Australiens und ist eine der größten Touristenattraktionen des Landes. Es wird allerdings durch die Erwärmung der Meere, aber auch durch den Kohlebergbau an der Küste bedroht und hat in den vergangenen 30 Jahren etwa die Hälfte seiner Korallendecke eingebüßt. Erst Ende Mai hatte die James Cook University von verheerenden Folgen massiver Korallenbleiche berichtet. An den untersuchten Riffen waren demnach im Durchschnitt 35 Prozent der Korallen fast oder ganz abgestorben.
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Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde: Great Barrier Reef Das größte Korallenriff der Erde Great Barrier Reef

Quelle: n-tv.de , chr/dpa
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Resistenz bei ansteckendem Krebs - Tasmanische Teufel überleben vielleicht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Aug 2016 16:56

Tasmanische Teufel überleben vielleicht doch.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Tasmanische-T ... 26456.html
Resistenz bei ansteckendem Krebs - Tasmanische Teufel überleben vielleicht doch

Für die Tasmanischen Teufel schien das Ende besiegelt. Denn eine tödliche Gesichtskrebs-Erkrankung breitet sich rasant unter ihnen aus, eine sehr seltene Krebsart, die durch Körperkontakt übertragen wird. Ein Großteil der Tiere ist befallen. Doch nun gibt es Hoffnung.

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Tasmanische Teufel scheinen eine Waffe gegen den tödlichen Krebs zu besitzen, der sich unter den Tieren seit einigen Jahrzehnten rasant ausbreitet. Wissenschaftler fanden unter Angehörigen dreier Populationen einige genetische Merkmale, die den Tieren eine Resistenz gegen den ansteckenden Tumor verleihen. Dies sei eine außergewöhnlich schnelle evolutionäre Antwort auf die Ausbreitung der Erkrankung, berichtet das internationale Forscherteam im Fachblatt "Nature Communications".
Trotz intensiver Forschung sind 70 Prozent der freilebenden Tiere befallen.
Trotz intensiver Forschung sind 70 Prozent der freilebenden Tiere befallen.
(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Krebs tritt nur sehr selten als ansteckende Erkrankung auf. Das Beispiel der Tasmanischen Teufel (Sacrophilus harrisii) ist einer dieser seltenen Fälle. Die Tiere, die nur auf der Insel Tasmanien vorkommen, leiden unter einer Gesichtskrebs-Erkrankung, auf Englisch Devil Facial Tumour Disease (DFTD). Sie wurde erstmals 1996 im Nordosten Tasmaniens festgestellt. Der Krebs wird meist übertragen, wenn sich die untereinander sehr aggressiven Tiere beißen. Die erkrankten Beutelteufel bekommen zunächst kleine Knoten im Gesicht, die zu großen Tumoren heranwachsen und sich über den ganzen Körper ausbreiten. Sie behindern die Tiere beim Fressen, so dass diese schließlich verhungern.
Bald keine Population, in der der Krebs nicht verbreitet ist

Nahezu alle erkrankten Tiere sterben. In nur 20 Jahren sei die Zahl der Tasmanischen Teufel insgesamt um 80 Prozent zurückgegangen, schreiben die Wissenschaftler um Brendan Epstein von der Washington State University in ihrem Artikel. In einigen Populationen seien 95 Prozent aller Tiere an dem Krebs gestorben. Schon in Kürze werde es keine einzige Population mehr geben, in der der Krebs nicht verbreitet ist.
Einige Tiere sind resistent gegen den ansteckenden Tumor.
Einige Tiere sind resistent gegen den ansteckenden Tumor.

Die Wissenschaftler untersuchten nun Proben von insgesamt 294 Tasmanischen Teufeln, die sie an drei Orten Tasmaniens gesammelt hatten, und zwar bevor und nachdem die Krebserkrankung dort aufgetreten war. Die Forscher analysierten das Erbgut und suchten nach Auffälligkeiten, die sich nach der Verbreitung der Erkrankung womöglich feststellen ließen.

"Wenn eine Erkrankung auftritt, der etwa 90 Prozent der Individuen zum Opfer fallen, kann man davon ausgehen, dass die 10 Prozent, die überleben, sich in irgendeiner Weise genetisch unterscheiden", erläutert Mitautor Paul Hohenlohe von der University of Idaho in Moscow.
Immunmodulierende Resistenz

Tatsächlich wurden die Forscher in zwei Regionen des Erbguts fündig. Dort identifizierten sie Gene, die beim Menschen im Zusammenhang mit Immunfunktionen und dem Krebsrisiko stehen. DFTD breite sich aus, indem es die Immunabwehr unterdrücke. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Tasmanischen Teufel eine immunmodulierende Resistenz dagegen entwickeln, schreiben die Forscher.
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Die evolutionäre Antwort auf die Bedrohung durch den Krebs sei sehr schnell erfolgt, im Verlauf nur weniger Generationen. So etwas sei unter wildlebenden Tieren sehr selten, wenn überhaupt dokumentiert. Vermutlich seien bei Tasmanischen Teufeln keine neuen Mutationen aufgetreten. Stattdessen haben sich wohl bestehende Genmerkmale ausgebreitet, da sie einen Schutz vor der Erkrankung verleihen.

Tiere mit den entsprechenden Genmerkmalen könnten in einer isoliert lebenden Population gezielt zur Züchtung herangezogen werden, um resistente Individuen für Wiederansiedlungsprojekte zur Verfügung zu haben, sollte dies einmal nötig sein, schreiben die Forscher: Es gebe Hoffnung für ein dauerhaftes Überleben der Art.

Quelle: n-tv.de , Anja Garms, dpa
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"Bienen sind durch die Bank faul" - So lebensnah sind Maja und Willi

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Sep 2016 12:39

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http://www.n-tv.de/wissen/So-lebensnah- ... 83431.html
Freitag, 09. September 2016
"Bienen sind durch die Bank faul" - So lebensnah sind Maja und Willi

Von Andrea Schorsch

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Mehrere Generationen sind damit groß geworden: "Biene Maja" feiert ihren 40. Fernseh-Geburtstag. Doch stimmt das Bild eigentlich, dass die Serie vom Bienenleben vermittelt? Wie viel haben Maja, Willi und Fräulein Kassandra mit der Realität zu tun? Wir sprechen mit Prof. Jürgen Tautz, emeritierter Bienenwissenschaftler an der Universität Würzburg. Tautz hat 2006 die Bildungsplattform HOBOS geschaffen, die HOneyBee Online Studies. Das Portal ermöglicht den Live-Einblick in einen Bienenstock und liefert dort gewonnene Daten in Echtzeit. Tautz konnte viel über Bienen in Erfahrung bringen. Es zeigt sich: Vieles aus "Biene Maja" ist richtig, manches falsch.

- Willi legt nahe: Bienen sind Müßiggänger. Und das stimmt. "Bienen sind sogar durch die Bank faul", sagt Tautz. Die Mär vom fleißigen Bienchen kann man also getrost vergessen. Durch ausgeklügelte Arbeitsteilung ist es das Bienenvolk als Ganzes, das enorm emsig ist. "Einzelne Bienen machen meistens tatsächlich nichts", weiß der Forscher. Bis zu sechs Millionen Blüten besucht der gesamte Bienenstaat an einem Tag. Für die einzelne Biene bedeutet das: Mehr als zwei bis drei Mal braucht sie nicht auszufliegen. Bringt sie es auf zehn Flüge täglich, gehört sie zur fleißigen Spitzengruppe. Und sind genug Vorräte da, bleiben die meisten Bienen gleich zuhause. Sie hocken rum. Im Leben einer Biene gibt es viel Zeit zum Nichtstun, hat Tautz festgestellt. Nur die Königin ist im Dauerstress: Sie legt bis zu 2000 Eier am Tag. Mehr zur Faulheit der Bienen gibt es hier.
"Uuund diese Biene, die ich meine, die heißt Maaaja..." - Es war der 9. September 1976, als Maja im deutschen Fernsehen das Licht der Welt erblickte.
"Uuund diese Biene, die ich meine, die heißt Maaaja..." - Es war der 9. September 1976, als Maja im deutschen Fernsehen das Licht der Welt erblickte.
(Foto: Apollo-Film/ZDF/dpa)

- Mit Willi sammeln auch männliche Bienen Nektar. Das aber ist falsch. Drohnen, so heißen die Bienenmännchen, beteiligen sich nicht am Sammelgeschäft. Es sind allein die Weibchen, die den Honig machen. Willi, der an Blüten nascht – so etwas gibt es im echten Bienenleben nicht.

- Bienenmännchen bewachen im Film den Stock. Aber auch das ist falsch. Drohnen wären für Feinde kein Hindernis; sie sind nämlich wehrlos, weil sie keinen Stachel haben. Wächter sind durchweg Weibchen.

- Und was machen die Männchen dann überhaupt? Fest steht, dass sie sich genau einmal in ihrem Leben mit der Königin paaren. Daran gehen sie zugrunde. "Das ist eine ziemlich grausame Geschichte", sagt Tautz. "Die Drohnen explodieren dann regelrecht, um die Spermien sicher in die Königin hineinzuschießen." Zuvor sind sie aber offenbar auch nützliche Helfer, wenn es um die Klimaverhältnisse im Stock geht: "Durch ihre dicken Körper isolieren sie sich gut und verhindern den Wärmeverlust nach außen", so der Wisssenschaftler. "Außerdem können sie – wie die Arbeiterinnen – mit ihrer Flügelmuskulatur aktiv Wärme erzeugen." Was die Drohnen sonst noch so tun? Da kann sich die Forschung noch austoben.
Da staunt die Biene. Wie Film-Biene Maja sind auch echte Bienen neugierig und äußerst lernfähig.
Da staunt die Biene. Wie Film-Biene Maja sind auch echte Bienen neugierig und äußerst lernfähig.
(Foto: picture alliance / dpa)

- Maja führt es vor: Bienen sind pfiffig. Und das sind sie tatsächlich. Obwohl ihr Gehirn nicht größer ist als ein Stecknadelkopf, sind Bienen erstaunlich gelehrig. "Sie lernen unheimlich schnell und gut, Düfte zu unterscheiden", sagt der Experte, "sowie optische Muster und Formen und Farben von Blüten." Außerdem können Bienen Mengen schätzen. All diese Fähigkeiten, die, wie Tautz betont, "zum Teil nicht mal bei einfachen Wirbeltieren ausgeprägt sind", brauchen Bienen zur Nahrungssuche. Fischen zum Beispiel haben sie damit einiges voraus. Mehr über das "Denken" der Honigbienen gibt es hier.

- Maja fliegt schon als junge Biene zum Sammeln aus. Das aber ist falsch. Eine Biene verbringt die ersten zwei Lebenswochen im Stock. In dieser Zeit ist sie Innendienstbiene. Sie putzt und versorgt außerdem die noch jüngeren Bienen mit Nahrung. Erst in der letzten Lebenswoche, wenn sie schon Senioren sind, gehen Bienen raus in das gefährliche Leben.

- Schaut man sich Maja an, sind Bienen ganz schön neugierig. Das kann die Wissenschaft bestätigen. "Die Neugier ist biologisch notwendig", sagt Tautz. Bienen leben in zwei Welten: Einen Großteil ihres Lebens verbringen sie im dunklen Nest. Da ist es warm, gemütlich und sicher, es gibt keine Feinde, keine Bedrohung. Diese Welt müssen sie verlassen, um Nahrung heranzuschaffen. Und weil Bienen nicht wissen können, wo man diese Dinge findet, müssen sie neugierig sein: Sie suchen die Gegend ab – nach Blütenpflanzen und Wasser, aber auch nach neuen Nistplätzen. "Es ist immer eine bestimmte Anzahl Bienen rein explorativ im Gelände unterwegs, um neue Nahrungsquellen zu finden", so der Wissenschaftler. Diese Suche wird von relativ wenigen Bienen durchgeführt, die die anderen dann über ihre Entdeckungen informieren. Es ist aber keine Gruppe, die darauf spezialisiert wäre. Alle Sammelbienen können diese Aufgabe übernehmen.
Hier gut zu erkennen: der Chip, mit dem das HOBOS-Team das Verhalten einzelner Bienen beobachten kann.
Hier gut zu erkennen: der Chip, mit dem das HOBOS-Team das Verhalten einzelner Bienen beobachten kann.
(Foto: HOBOS, Helga R. Heilmann)

- Sind Bienen tatsächlich Individualisten wie Maja? Ja. Das zeigt sich, wenn man Bienen beobachtet, die mit einem Chip versehen wurden und daher individuell verfolgt werden können. "Man sieht große Unterschiede", berichtet Tautz. "Fleißigere, Faulere, Frühaufsteher, Spätaufsteher, Regenwetter-Spezialisten etc. etc." Grundsätzlich wandern die Bienen im Nest herum, patrouillieren und schauen, ob eine Aufgabe ansteht. Findet sie nichts, tut sie nichts. Das ist für einzelne oft der Fall. Die Biene richtet ihre Tätigkeit nach dem, was sie in der Umgebung wahrnimmt. Kommt sie zum Beispiel in den Brutbereich und stellt fest, dass dieser zu kühl ist, beginnt sie zu heizen. Eine von vielen Aufgaben.

- Junge Bienen lernen von einer Lehrerin wie Fräulein Kassandra, vermittelt der Film. Wahrscheinlich stimmt das in ähnlicher Form. Untersuchungen dazu gibt es kaum, stellt Tautz fest. Aber es ist außerhalb von Forschungslaboren noch nie eine Biene allein aufgewachsen. Und das bedeutet für den Experten: "Die Bedingungen für die Weitergabe von Wissen sind bei den Bienen perfekt." Tautz berichtet von einem Experiment: Man hat einem Bienenvolk beigebracht, dass es morgens um zehn Uhr auf einer bestimmten Wiese etwas zu essen gibt. Die Bienen flogen also stets um zehn Uhr aus, um dort zu sammeln. Einem anderen Staat hat man das Sammeln um sechs Uhr antrainiert. Während die Bienen aktiv waren, bildete sich in dem Stock in Larven und Puppen der Nachwuchs. Als man Puppen aus dem Zehn-Uhr-Stock in den Sechs-Uhr-Stock setzte, flogen diese Bienen später nicht etwa um sechs los, wie alle in ihrer neuen Umgebung, sondern um zehn. "Sie haben also als Puppe die Unruhe ihres Elternstocks um zehn Uhr mitbekommen – und richten sich weiterhin danach", resümiert Tautz. "Das ist echte Tradition, die Weitergabe von Gelerntem."

- Willi lässt ahnen: Bienen schlafen ganz gern. Und das ist richtig. Dass Insekten schlafen können, wollte man lange nicht glauben, doch mittlerweile ist der Schlaf der Bienen ein großes Wissenschaftsgebiet geworden. Die Bienen, die im Stock tätig sind und daher nur die Dunkelheit kennen, schlafen immer wieder mal ein paar Stunden. Die Sammelbienen, die auch dem Licht der großen freien Welt ausgesetzt sind, schlafen in einem Tag-Nacht-Rhythmus wie der Mensch. Mehr zu schlafenden Bienen gibt es hier.

- Maja und Willi träumen gelegentlich. Echte Bienen auch? Offenbar ja. "Während sich beim Menschen die Augäpfel hinter den Lidern bewegen, wenn sie träumen, sind es bei den Bienen die Antennen", berichtet Tautz. "So als ob sie Blüten abtasten würden, die sie tagsüber besucht haben." Im Schlaf und im Traum sortiert das Gehirn nämlich einzelne Tageserlebnisse und entscheidet, was erinnert wird und was nicht. Bei Bienen dürfte sich da vieles um die Nahrungssuche drehen.
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- Majas Bienenvolk lebt wild und nicht in einem Imker-Holzkasten. So etwas gibt es auch heute noch. "Es gibt in Deutschland wilde Honigbienenvölker in hohlen Bäumen", weiß Tautz. Das HOBOS-Team ist an der Gestaltung einer entsprechenden Landkarte für Mitteleuropa beteiligt. Allerdings sind die natürlichen Nistmöglichkeiten rar, denn lange stand in der Forstwirtschaft die Holzproduktion im Vordergrund.

- Bienen leben ewig, suggeriert der Film. Aber das stimmt natürlich nicht. Die Lebensdauer einer Biene hängt davon ab, ob sie im Sommer oder Winter geboren wird. Sommerbienen werden etwa vier Wochen alt, Winterbienen etwa sieben Monate. Die Königin stirbt erst nach vier oder fünf Jahren. Warum Winterbienen länger leben, konnte bislang nicht geklärt werden. "Die Lebensspanne ist offenbar von Geburt an festgelegt, und es ist egal, was die Biene tut. Aber ihre Umwelt spielt eine Rolle", sagt Tautz. Denn die Temperatur im Nest entscheidet darüber, ob eine Biene als Sommer- oder als Wintertier geboren wird. Und die Temperatur können die Arbeiterinnen durch ihre Flügelmuskulatur bestimmen. "Die Lebensspanne wird quasi von den Nestgenossinnen gebacken", erklärt Tautz. Ein halbes Grad Celsius kann da den Unterschied ausmachen und über ein kurzes oder langes Bienenleben entscheiden. Unsterblich sind nur Biene Maja und ihre Freunde.
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Zum 40. Geburtstag gibt es nun eine Sonderedition der kleinen Biene: ... Dreizehn Jahre später steht die nächste Veränderung an. In 3D wollen die Filmemacher Majas Witz und Charme einfangen und locken ... Bee stylisch, be Maja Eine flotte Biene altert nicht

Quelle: n-tv.de
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Mit Stöcken auf Nahrungssuche - Hawaiikrähen nutzen Werkzeug

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2016 08:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Hawaiikraehen ... 59646.html
Mit Stöcken auf Nahrungssuche - Hawaiikrähen nutzen Werkzeug

Lange Zeit galten die Fähigkeiten der Neukaledonischen Krähen als Ausnahme in der Vogelwelt. Nun haben Forscher eine zweite Rabenvögel-Art gefunden, die Werkzeuge geschickt nutzt. In freier Wildbahn ist das Tier jedoch längst ausgestorben.

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Hawaiikrähen benutzen Werkzeuge, um an verborgene Nahrungshappen heranzukommen. Sie besorgen sich kleine Äste, die sie teils noch bearbeiten, bevor sie damit Futter aus kleinen Astlöchern angeln, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA. Sie hatten dieses Verhalten bei Tieren in Gefangenschaft beobachtet und erforscht, da Hawaiikrähen in freier Wildbahn nicht mehr vorkommen. Neben den für ihren Werkzeuggebrauch berühmten Neukaledonischen Krähen sind die Hawaiikrähen die zweite Art der Rabenvögel, die mit einem geschickten Schnabel auf sich aufmerksam macht. Vermutlich ist das Verhalten bei beiden Arten unabhängig entstanden, schreiben die Forscher im Fachblatt "Nature".
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... das nicht nur unter den Säugetieren. ... im Alter zwischen 12 und 18 Monaten selbst in der Lage dazu sind. Die Elefanten-Mutter kümmert sich quasi ein Leben lang um ihre Töchter. Erst wenn sie lebensfähig sind, stößt Papa Seepferdchen, der übrigens monogam lebt, die Kleinen unter Wehen aus. Rabenmütter kümmern sich vorbildlich Superpapas und Supermamas im Tierreich

Seit Beginn dieses Jahrhunderts gilt die Hawaiikrähe (Corvus hawaiiensis) in freier Wildbahn als ausgestorben. Die letzten lebenden Exemplare wurden gefangen, um ein Zuchtprogramm aufzubauen. Derzeit leben an zwei Stationen auf den Inseln Hawaii und Maui gut 130 der in der Landessprache auch 'Alalã genannten Vögel. Demnächst sollen erste Exemplare ausgewildert werden.

Die Forscher um Christian Rutz von der schottischen University of St. Andrews waren auf die Vögel gestoßen, als sie unter den Raben und Krähen nach einem Vertreter suchten, der möglicherweise ähnlich wie die Neukaledonischen Krähen (Corvus moneduloides) Werkzeuge benutzt. Diese Krähen-Art lebt auf der Inselgruppe Neukaledonien im Pazifik. Die Vögel funktionieren verschiedene Objekte zu Werkzeugen um, um an Nahrung zu gelangen. Die evolutionären Ursprünge dieses Verhaltens seien weitgehend unerforscht, schreiben die Forscher um Rutz.
Zunächst keine weitere Beachtung geschenkt

Ähnlich wie die Neukaledonischen Krähen haben auch die Hawaiikrähen einen sehr geraden Schnabel, was sie womöglich ebenfalls zum Werkzeuggebrauch befähigt, vermuteten die Wissenschaftler. Außerdem lebten sie ursprünglich in einem vergleichbaren Lebensraum. Tatsächlich hatten Mitarbeiter der Aufzuchtstationen gelegentlichen Werkzeuggebrauch bei den Tieren beobachtet, dem aber keine weitere Beachtung geschenkt.

Rutz und sein Team erforschten das Verhalten der Vögel nun genauer: Sie bohrten kleine horizontale und vertikale Löcher in ein Stück Holz und versteckten darin beliebte Futterhappen. Kleine Ästchen, die als Werkzeuge benutzt werden konnten, verteilten sie drum herum. Insgesamt testeten sie 104 Hawaiikrähen.

Die meisten von ihnen schnappten sich einen Ast, um an die verborgenen Leckereien heranzukommen. Sie stellten sich dabei sehr geschickt an und angelten meist in weniger als einer Minute den Köder aus dem Loch. Sie wählten routiniert passende Werkzeuge aus, verwarfen ungeeignete und bearbeiteten die Ästchen zum Teil auch. Einige bastelten sich sogar Werkzeuge aus bereitgestelltem Pflanzenmaterial. Zwischen männlichen und weiblichen Vögeln fanden die Forscher keine Unterschiede. Das Alter schien allerdings den Werkzeuggebrauch zu beeinflussen: Nur 47 Prozent der Jungtiere nutzten Hilfsmittel, im Vergleich zu 93 Prozent der ausgewachsenen Exemplare.
Ursprüngen des Werkzeuggebrauchs auf der Spur

In einem weiteren Experiment untersuchten die Forscher die Ursprünge des Werkzeuggebrauchs. Sie zogen sieben Jungvögel in zwei sozialen Gruppen auf und beobachteten, was geschah. Alle nutzten Werkzeuge, um an versteckte Leckereien heranzukommen, vier waren dabei erfolgreich. Da die Tiere nie Artgenossen dabei beobachtet hatten, nehmen die Forscher an, dass das Verhalten angeboren ist. "Der Werkzeugbrauch kommt auf natürlichem Weg zu den 'Alalã. Diese Vögel hatten vor unserer Studie kein Training, und dennoch waren die meisten von ihnen unglaublich geschickt im Umgang mit den Stöckchen, und gelangten sogar in schwierigen Fällen an die Köder", erläutert Rutz laut einer Mitteilung seiner Universität.

In vieler Hinsicht ähnelten die Hawaiikrähen den Neukaledonischen Krähen, schreibt das Team. Beide Arten seien aber nicht nah miteinander verwandt, ihr letzter gemeinsamer Vorfahre lebte vor etwa elf Millionen Jahren. Die Forscher vermuten, dass ähnliche Lebensbedingungen das Verhalten beider Arten unabhängig voneinander entstehen ließen. Beide lebten auf entlegenen tropischen Inseln, auf denen es keine Spechte als Konkurrenz und keine argen Feinde gäbe – perfekte Ausgangsbedingungen für die Entwicklung des Verhaltens.
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Bei Neukaledonischen Krähen ist Werkzeugbrauch gut untersucht. Kürzlich berichtete eine britische Forschergruppe in der Zeitschrift "Current Biology", dass die Vögel Rechts- oder Linksschnäbler sind - ähnlich wie Menschen Rechts- oder Linkshänder. Welche Seite die bessere ist, hänge vom Sehvermögen ab.

In einer weiteren Arbeit zeigten Forscher, dass die Vögel Probleme durchdenken. Sie schaffen es, drei verschiedene Arten von Werkzeugen hintereinander einzusetzen, um an Nahrung zu kommen – ohne dies vorher geübt zu haben. Alex Taylor und seine Mitarbeiter von der University of Auckland (Neuseeland) stellten ihre Studie 2010 in den "Proceedings B" der britischen Royal Society vor.

Quelle: n-tv.de , ali/dpa
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Nachweise für 46 Rudel - Wölfe breiten sich in Deutschland aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Sep 2016 18:33

http://www.n-tv.de/wissen/Woelfe-breite ... 13126.html
Freitag, 23. September 2016
Nachweise für 46 Rudel - Wölfe breiten sich in Deutschland aus

Um die Jahrtausendwende kommt der Wolf aus Polen nach Deutschland zurück. Längst sind die Tiere in mehreren Bundesländern wieder heimisch. Experten wissen um die Vorbehalte in der Bevölkerung - und warnen vor unbegründeten Ängsten.

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Knapp ein halbes Jahr nach der Debatte um "Problemwolf" Kurti hat der Ruf von Wölfen nach Experteneinschätzung gelitten. Der Fall des verhaltensauffälligen Tieres in Niedersachsen habe dem Ansehen "massiv geschadet", sagte die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), Professorin Beate Jessel. Mit Blick auf den nach aktuellen Daten starken Anstieg der Population in Deutschland betonte Jessel, dass bislang sehr wenig auffälliges Verhalten beobachtet werde. Künftig soll ein neues Konzept Behörden bundesweit helfen, das Verhalten von Wölfen einzuschätzen.

Kurti war im April erschossen worden, nachdem er sich mehrfach Menschen genähert hatte. Er war vermutlich von Menschen angefüttert und deshalb zutraulich geworden, wie Jessel sagte. In Deutschland leben nach den neuesten Daten von BfN und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) immer mehr Wölfe. Es gibt Nachweise für 46 Rudel, 15 Paare und 4 sesshafte Einzeltiere. Das entspricht 120 bis 130 erwachsenen Wölfen. "Wir haben es mit einer deutlichen Steigerung zu tun", sagte Jessel. Im vergangenen Beobachtungsjahr war man noch von etwa 110 erwachsenen Wölfen und nur 31 Rudeln ausgegangen.
Ängste in der Bevölkerung

Jungtiere spielen in den Daten eine untergeordnete Rolle, da sie oft nicht überleben. Insgesamt sprach Jessel von einer "Erfolgsgeschichte des Naturschutzes". Gleichwohl wissen die Experten um Ängste in der Bevölkerung und Vorbehalte bei Tierhaltern. Für von Wölfen getötete Nutztiere wurden nach BfN-Angaben 2015 knapp 108.000 Euro Ausgleichszahlungen geleistet. Bürger sichten Wölfe gelegentlich auch in Orten und auf Straßen in besiedelten Gebieten.

Die Tiere legten große Strecken zurück und gingen Menschen möglichst aus dem Weg, betonte Ilka Reinhardt, Projektmitarbeiterin der Anfang 2016 gegründeten DBBW. "Sie können sich aber nicht unsichtbar machen. Es ist nicht problematisch, wenn ein Wolf aus 50 Meter Entfernung nicht sofort vor einem Auto wegläuft", so die Expertin. Menschen im Auto seien für Wölfe nicht erkennbar. Wenn sich ein Tier näher als 30 Meter an Fußgänger herantraue, gelte es, genauer hinzusehen. Jede Beobachtung werde ernstgenommen.
Es lauern noch viele Gefahren

"Die effektivste Methode, kritische Situationen von Beginn an zu vermeiden, ist, Wölfe als echte Wildtiere zu behandeln und respektvollen Abstand zu wahren", erklärte der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes (Nabu), Leif Miller. Er appellierte an alle Bundesländer, sich auf die Rückkehr des Wolfs vorzubereiten. Der Wolf war in Deutschland vor 150 Jahren ausgerottet worden. Im Jahr 2000 wanderte dann erstmals ein Wolfspaar aus Polen zu. Die meisten Tiere leben nun in Sachsen und Brandenburg. Aktuelles nachweisliches Verbreitungsgebiet ist ein noch lückenhaftes Band von der Lausitz im Osten bis ins westliche Niedersachsen.
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Von dort könnten sich die äußerst anpassungsfähigen und mobilen Tiere möglicherweise in ganz Deutschland ausbreiten, sagte Jessel: "Potenziell ist ganz Deutschland Wolfserwartungsland." Rein rechnerisch könnten maximal 440 Wolfsrudel Platz finden. "Ich glaube aber nicht, dass wir das jemals erreichen werden", sagte Jessel. Denn trotz der positiven Entwicklung der streng geschützten Tiere sprechen Experten noch von einer "ungünstigen Erhaltungssituation".

Es lauern noch viele Gefahren: Größter Feind sei nach wie vor der Mensch, so Jessel. Nur 14 der 147 Wölfe, die seit 2000 in Deutschland tot aufgefunden wurden, seien nachweislich eines natürlichen Todes gestorben. Der Großteil wurde überfahren, einige andere erschossen. Erst kürzlich wurde in Brandenburg zum wiederholten Mal ein toter Wolf mit abgetrennten Kopf gefunden.

Quelle: n-tv.de , Gisela Gross, dpa
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Explosionsartige Invasion - Fremde Fischart breitet sich in Ostsee aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2016 10:20

Fremde Fischart breitet sich in Ostsee aus.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Fremde-Fischa ... 86606.html
Mittwoch, 05. Oktober 2016
Explosionsartige Invasion - Fremde Fischart breitet sich in Ostsee aus

Glubschaugen und ein breites Maul: Die eingeschleppte Schwarzmundgrundel breitet sich explosionsartig in der Ostsee aus. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Fischerei, auch das Ökosystem verändert sich.

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Die Schwarzmundgrundel verbreitet sich ungewöhnlich schnell in der Ostsee. Nach Angaben des Thünen-Instituts für Ostseefischerei in Rostock beeinflusst die eingeschleppte Fischart inzwischen auch das Ökosystem des Meeres. Untersuchungen zeigten, dass die ursprünglich im Kaspischen und Asowschen Meer beheimatete Fischart vor der Küste Polens ein Nahrungskonkurrent der Flunder sei und vermutlich Plattfische aus angestammten Gebieten verdränge, sagte der Fischereibiologe Daniel Oesterwind vom Thünen-Institut.

Auch stehe die Schwarzmeergrundel im Verdacht, womöglich Eier und Larven von Heringen zu fressen. Fischereibiologen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen und Estland haben angesichts des Vormarschs der Grundel eine Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll die mehr als 20 Zentimeter großen Tiere genauer unter die Lupe nehmen.

Die Schwarzmundgrundel mit ihrem breiten Maul wurde nach Angaben der Forscher vermutlich über Ballastwasser von Schiffen in die Ostsee eingeschleppt und das erste Mal 1990 in der Danziger Bucht gesichtet. Vor den Küsten Deutschlands und Dänemarks breite sich die Schwarzmundgrundel derzeit nahezu explosionsartig aus. "Die Schwarzmundgrundel ist sehr tolerant", begründete Oesterwind die schnelle Verbreitung. Sie halte einen Salzgehalt von 0 bis zu 30 Promille und Temperaturen von - 1 bis zu + 30 Grad Celsius aus. Zudem komme die Schwarzmundgrundel auch mit dem relativ sauerstoffarmen Wasser, wie es in einigen Gebieten der Ostsee vorkommt, klar.
Aus der Not eine Tugend machen

Die Schwarzmundgrundel gehört neben der Regenbogenforelle zu den wenigen Fischarten, die nahezu in der gesamten Ostsee zu finden ist. Küstenfischer aus Mecklenburg-Vorpommern beklagen, dass die Grundel immer häufiger in Aalkörben landet. Vor Jahren habe er vereinzelte Exemplare gefangen, sagte der Boltenhagener Fischer Kai Dunkelmann. "Heute werden es immer mehr und sie werden immer größer." In einer Aalreuse mit 12 Körben habe er in diesem Sommer nahezu einen Zentner Schwarzmundgrundeln, aber kaum Aale aus dem Wasser geholt.
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Fische wandern eher selten in die Ostsee ein. Nach Angaben der internationalen Ostseekommission Helcom (Helsinki-Kommission) sind seit dem Mittelalter weniger als 10 fremde Arten heimisch geworden. Die Schwarzmundgrundel sei nicht nur Fressfeind und Nahrungskonkurrent, sondern gehöre offenbar auch zur Lieblingsspeise der Kormorane, sagte Fischereibiologe Oesterwind. Das entlastet heimische Fischarten. "Man muss das Bild vom bösen Eindringling revidieren."

Es gibt zwar noch keine zielgerichtete kommerzielle Befischung der Schwarzmundgrundel, aber sie gehört zum Beifang. In Lettland wird das Tier inzwischen geräuchert verkauft, allerdings wird auch ein Großteil zu Fischmehl verarbeitet, wie Oesterwind sagte. Fischer Kai Dunkelmann macht inzwischen aus der Not eine Tugend. Er hat in diesem Sommer geräucherte Grundeln für 50 Cent das Stück verkauft. "Irgendwas muss man ja mit den Dingern anfangen."

Quelle: n-tv.de , fba/dpa
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Können Hunde Menschen verstehen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Okt 2016 09:49

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http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 37906.html
Können Hunde Menschen verstehen ?

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Meine Freundin meint, dass mein Hund, ein sechsjähriger Labrador-Dobermann-Mix, nicht mitbekommen würde, wenn sie ihm mit sanfter Stimme böse Wörter sagt. Ich bin da ganz anderer Meinung. Selbstversuche haben keine eindeutige Antwort gebracht. Können Sie weiterhelfen? (fragt Anton L. aus Göttingen)

Lange Zeit sind Hundetrainer davon ausgegangen, dass die Stimmlage von Herrchen oder Frauchen das wichtigste Instrument beim Training mit ihren Vierbeinern ist. Ein Kommando sollte in einem Ton gegeben werden, der vom Hund eindeutig erkannt wird, genauso wie ein Lob. Die Wörter selbst waren zweitrangig, sollten aber möglichst immer dieselben für bestimmte Aktionen sein.
Trainierte Hunde an einem Magnetresonanztomographen der Eötvös-Loránd-Universität.
Trainierte Hunde an einem Magnetresonanztomographen der Eötvös-Loránd-Universität.
(Foto: Eniko Kubinyi/Eötvös Loránd University/dpa)

Eine neue Untersuchung hält dagegen. Sie rät den Hundehaltern, bei der Ansprache ihrer Tiere sowohl auf den Inhalt als auch auf den Tonfall zu achten. Verhaltensforscher von der Universität Budapest haben mit ausgefeilten Versuchsreihen herausgefunden, dass die Vierbeiner separat verarbeiten, wie und was ihnen gesagt wird. Die Verfahrensweise ist vergleichbar mit der im menschlichen Gehirn. Die Tiere nehmen Lob demnach nur dann als solches auf, wenn die Wörter sowie der Tonfall lobend sind.

Für ihre Untersuchung haben die Forscher um Attila Andics von der Eötvös-Loránd-Universität die Gehirnaktivitäten von 13 Hunden gemessen, während die Tiere Tonaufnahmen ihrer Trainerin hörten. Den sechs Border Collies, fünf Golden Retrievern, einem Deutschen Schäferhund und einem Chinesischen Schopfhund wurden verschiedene Versionen vorgespielt: lobende Worte mit lobender Intonation, lobende Worte mit neutraler Intonation und neutrale Worte mit lobender Intonation.
Normale Familienhunde
Hund und Mensch verstehen sich manchmal auch ohne Worte.
Hund und Mensch verstehen sich manchmal auch ohne Worte.
(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Alle Hunde, die untersucht worden sind, waren ganz normale Familienhunde, die ständig von Menschen und deren Gesprächen umgeben sind. Ihnen wurde vor der Untersuchung von ihren Haltern lediglich beigebracht, ruhig zu liegen. Nur so können die Gehirnaktivitäten mittels Magnetresonanz-Tomographen gesehen werden.

Hörten die Hunde Wörter, die sie kannten, beispielsweise "Platz" oder "brav", wurden Teile der linken Hirnhälfte aktiv. Bei unbekannten Wörtern war das nicht der Fall – ganz unabhängig von der Sprechweise. Umgekehrt aktivierten ein lobender und ein neutraler Tonfall in unterschiedlichem Maß Areale der rechten Hemisphäre, und zwar egal, bei welchem Wortinhalt.
Links Bedeutung, rechts Tonfall

Die Ergebnisse zeigen Andics zufolge, dass das Gehirn eines Hundes ähnlich wie das eines Menschen Sprache verarbeitet: Die linke Gehirnhälfte sei primär für die Bedeutung von Worten zuständig, die rechte für den Tonfall. Zudem sei bei den Hunden das Belohnungszentrum nur aktiviert worden, wenn sowohl die Worte als auch die Stimme der Trainerin lobend waren.
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"Also können Hunde nicht nur auseinanderhalten, was wir sagen und wie wir es sagen, sie können beides auch kombinieren, um die Worte korrekt zu interpretieren", erklärt Andics. Die Studie kann den Wissenschaftlern zufolge dazu beitragen, dass die Kommunikation zwischen Menschen und Hunden noch effizienter wird. Die Grundlagen der Sprache teilen Menschen durchaus mit ihren geliebten Hunden.

Übrigens: Besonders schlaue Hunde können rund 1000 verschiedene Wörter unterscheiden. Die Vierbeiner können ihre Herrchen und Frauchen nicht nur in gewissem Maße verstehen, sie erkennen sie sogar auf einem Porträtfoto. Und damit nicht genug: Sie können bei unbekannten Personen auch unterscheiden, ob diese lächeln oder nicht. Guter Hund!
Bilderserie
Mit dem Herrchen auf dem Brett: Hunde suchen die perfekte Welle Mit dem Herrchen auf dem Brett: Hunde suchen die perfekte Welle Mit dem Herrchen auf dem Brett: Hunde suchen die perfekte Welle Mit dem Herrchen auf dem Brett Hunde suchen die perfekte Welle

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Hitze auf entzündeter Haut - Warum Nacktmulle schmerzfrei sind

Beitragvon Gudrun Graf » 11. Okt 2016 22:21

http://www.n-tv.de/wissen/Warum-Nacktmu ... 35236.html
Dienstag, 11. Oktober 2016
Hitze auf entzündeter Haut - Warum Nacktmulle schmerzfrei sind

Sie sind nicht die schönsten Lebewesen, als Labortiere aber äußerst beliebt: Nacktmulle. Die fast blinden Tiere leiden weder an Schmerzen, noch an Krebs und sind damit für Forscher hochinteressant.

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Nacktmulle sind schmerzfrei - im wahrsten Sinne des Wortes. Forscher haben nun herausgefunden, warum die Nager bestimmten Reizen gegenüber unempfindlich sind. Eine winzige Abweichung bei der Reizübermittlung sei der Grund dafür, dass den Tieren Hitze auf entzündeter Haut nichts ausmacht, berichten sie im Fachmagazin "Cell Reports".

Nacktmulle sind wahrlich nicht hübsch, als Labortier aber sehr beliebt: Forscher erhoffen sich wertvolle Erkenntnisse zu Alterungsprozessen und für Schmerztherapien. Ziel der Forscher war es, einer bestimmten Form des Schmerzempfindens auf den Grund zu gehen, der sogenannten thermalen Hyperalgesie - einer Überempfindlichkeit gegenüber Hitzereizen bei einer Entzündung.
Kaskade von Signalen

Viele Menschen kennen das aus eigener Erfahrung: Mit Sonnenbrand auf der Haut schmerzen selbst milde Sonnenstrahlen heftig. Bei den meisten Tieren gibt es eine solche Kopplung von Entzündung und Wärmereiz, Nacktmulle hingegen kennen derlei nicht.

Bei einer bestehenden Entzündung binden in den sensorischen Neuronen bei höheren Temperaturen Nervenwachstumsfaktor-Moleküle (NGF) an einen bestimmten Rezeptor, TrkA genannt. Dadurch wird eine Kaskade von Signalen in Gang gesetzt, die die sensorischen Neuronen letztlich losfeuern lässt. Im Gehirn wird dies als "Schmerz" registriert. Die Kaskade läuft bereits bei Temperaturen, die normalerweise nicht als schmerzhaft empfunden werden.
Schwächung der Reaktionen

Das Team um Gary Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin führte Dutzende Versuche durch, um dem Unterschied auf die Spur zu kommen. Ursache der Schmerzunempfindlichkeit ist demnach eine kleine Veränderung im TrkA-Rezeptor der Tiere. In der Folge wird die Kaskade nicht ganz ausgeschaltet, aber erheblich geschwächt.

Erst mit zehnfach erhöhter NGF-Dosis reagierten die Nacktmulle wie andere Tiere auch. Ein Erbgutvergleich mit der TrkA-Sequenz 26 anderer Säugetiere sowie fünf eng verwandter Arten ergab, dass es lediglich ein bis drei winzige Veränderungen bei Aminosäuren sind, die den Rezeptor weniger empfindlich machen. "Obwohl die Nacktmull-Version des TrkA-Rezeptors fast identisch der einer Maus oder Ratte ist, gibt es einen deutlichen Effekt auf die Fähigkeit der Tiere, Schmerz zu empfinden", erklärt Lewin.
Tiere leben in ständigem Mangel

Die thermale Hyperalgesie hat einen schützenden Effekt: Durch Verletzung oder Entzündung vorgeschädigtes Gewebe soll vor weiteren Schäden bewahrt werden. Für Nacktmulle sei es aber wohl vorteilhafter, auf das Schmerzsystem zu verzichten: In der heißen Lebenswelt der dicht gedrängt in unterirdischen Kolonien hausenden Tieren schade sie eher, als sie nutze. Zudem lebten Nacktmulle in ständigem Mangel und es sei ein sinnvoller Schritt der Evolution, an jedem noch so kleinen System zu sparen, das für die Körperfunktion nicht dringend benötigt werde.

Nacktmulle sind fast blind, haben eine faltige, rosabraune Haut mit nur wenigen Haaren und keine Ohrmuscheln. Oft werden sie als Inbegriff der Hässlichkeit empfunden - lassen Forscher aber seit Jahren immer wieder aufs Neue staunen. Die Tiere verfügen offenbar über eine Art inneren Jungbrunnen: Sie bekommen keinen Krebs, ihre Zellen altern kaum, die Lebenserwartung liegt bei etwa 30 Jahren - eine ähnlich große Maus hält nur ein bis zwei Jahre durch.
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Ein Nacktmull im Dresdner Zoo. 15.12.11 Interessante Überlebensstrategie Nacktmull ist ohne Säureschmerz
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Faszinierend ist auch die Schmerzresistenz der Tiere: Auf chemische Reize wie Säure oder Chili-Extrakt reagieren sie kaum. Forscher vermuten die Ursache im extremen Lebensumfeld: Der hohe Kohlendioxidgehalt der Luft in den Kolonien würde bei Säugetieren üblicherweise zu einer Übersäuerung des Gewebes und damit einhergehend zu starken Schmerzen führen.

Nacktmulle bilden in den Halbwüstenregionen Ostafrikas Kolonien von bis zu 300 Tieren. Wie bei Bienen und Ameisen gibt es eine Königin, die die Gruppe anführt - auch das ist außergewöhnlich für Säugetiere. Nur sie pflanzt sich mit wenigen Männchen fort, alle anderen Tiere sind Arbeiter, kümmern sich um den Nachwuchs, die Bauten und die Verteidigung der Kolonie.
Bilderserie
Die Auslöser für Schmerzen sind vielfältig. Neben mechanischen Einwirkungen auf den Körper von außen ... Er kann sich im Körper dumpf, stechend, hämmernd oder ... Der Schmerz ... Akute oder chronische Pein Vom Sinn der Schmerzen

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Ungewöhnliche Entdeckung im Irak - Unwetter spült Blindfisch ans Licht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Okt 2016 09:53

Unwetter spült Blindfisch ans Licht.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Unwetter-spue ... 59501.html
Samstag, 15. Oktober 2016
Ungewöhnliche Entdeckung im Irak - Unwetter spült Blindfisch ans Licht

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Forscher haben im Irak einen Blindfisch entdeckt, der bis dahin unerreichbar in den Tiefen des Grundwassers lebte. Heftige Regenfälle mit Überschwemmungen hatten mehrere etwa acht Zentimeter große, farblose Fische ohne Augen und Schuppen an die Erdoberfläche gespült. Im nördlichen Zagros-Gebirge machten sich Vögel darüber her, wie das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn mitteilte. Der Biologe Korsh Ararat aus der Region Kurdistan sicherte aber einige Exemplare, die im Forschungsmuseum auf ihre DNA untersucht wurden.

Diese Ergebnisse und Befunde zum Körperbau machten klar: Durch den gestiegenen Grundwasserspiegel war aus einer neu entstandenen Quelle eine bislang unbekannte Fischart herausgespült worden. Der entdeckte "Eidinemacheilus proudlovei" ist die zweite Spezies einer erst kürzlich aufgestellten Schmerlengattung.
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Faszinierend, unheimlich, bizarr: Leben in der Dunkelheit 21.05.15 Faszinierend, unheimlich, bizarr Leben in der Dunkelheit

"Wahrscheinlich weiden die Tiere Bakterienfilme an den Höhlenwänden ab, doch zur Biologie dieser ungewöhnlichen Schmerle ist natürlich nichts bekannt und wird wohl auch nichts bekannt werden", stellte Fischforscher Jörg Freyhof am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin fest. Er hatte den Fisch morphologisch untersucht. Die "Fisch-Quelle" war schnell wieder versiegt und die Fische leben wieder unerreichbar im Reich der Tiefe.

Unterirdisch lebende Fische sind nach Angaben des Forschungsmuseums vor allem durch Staudammprojekte bedroht. Die Forscher präsentieren den Fisch im Fachjournal "Zootaxa".
Bilderserie
Von Anglerfisch bis Facebook-Pflanze: Die skurrilsten neuen Arten Von Anglerfisch bis Facebook-Pflanze: Die skurrilsten neuen Arten Von Anglerfisch bis Facebook-Pflanze: Die skurrilsten neuen Arten Von Anglerfisch bis Facebook-Pflanze Die skurrilsten neuen Arten

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Gliedmaßenwachstum gestoppt - Wie Schlangen ihre Beine verloren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Okt 2016 08:27

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Schlangen ... 20941.html
Gliedmaßenwachstum gestoppt - Wie Schlangen ihre Beine verloren

Im Laufe der Evolution verloren Schlangen ihre Beine. Aber bei Embryos von Pythons sind die Extremitäten noch voll ausgeprägt. Welcher Mechanismus stoppt das weitere Wachstum der Gliedmaßen?

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Drei Mutationen haben dafür gesorgt, dass Schlangen vermutlich vor etwa 100 Millionen Jahren ihre Gliedmaßen verloren. Die Veränderungen betreffen einen Schalter, der jenes Gen kontrolliert, das für das Wachstum der Extremitäten zuständig ist. Das berichten Forscher aus Florida nach Analyse der Embryonalentwicklung verschiedener Schlangenarten im Fachblatt "Current Biology".

Fossilien zeigen, dass manche Schlangen noch vor etwas über 100 Millionen Jahren Beine hatten. Und im Gegensatz zu anderen Schlangen wie Kobras und Vipern haben selbst heutige Pythons und Boas noch Ansätze von Hinterbeinstrukturen, die sogenannten Aftersporne. In den Embryonen von Pythons ist das Beinskelett sogar bis hin zu den Zehen ausgeprägt.
Mutationen verhindern Ausprägung der Gliedmaßen
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Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen: Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet Von Gift und Würgegriffen Schlangen: dämonisiert, verehrt, gefürchtet

Francisca Leal und Martin Cohn von der University of Florida in Gainesville verfolgten nun die genetische Aktivität in Python-Embryos. Dabei entdeckten sie drei Mutationen, die die Ausprägung der Gliedmaßen verhindern. Sie deaktivieren das Gen Sonic Hedgehog (SHH), das das Wachstum der Gliedmaßen antreibt.

"Die Ergebnisse zeigen, dass die Entwicklung der Python-Gliedmaßen viel weiter fortschreitet, als wir bislang wussten", wird Cohn in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. "Sie entwickeln im Embryonalstadium Beine, aber die Zellen schließen den Prozess der Skelett-Entwicklung nicht ab."
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Den Berechnungen der Forscher zufolge entstanden die Mutationen vor etwa 100 Millionen Jahren. Dass die genetischen Grundlagen bei den Tieren über Dutzende Millionen Jahre bewahrt blieben, sei ungewöhnlich, schreiben die Autoren. "Diese überraschende Konservierung und die speziellen Veränderungen im Schlangengenom sind ein klarer Nachlass ihrer Herkunft", sagt Leal. "Schlangen entstanden eindeutig aus Vorfahren mit Extremitäten und ihre Genome belegen das."

Vor gut einem Jahr hatten Forscher im Fachblatt "Science" eine hervorragend erhaltene Ur-Schlange mit vier Beinen vorgestellt. Das in Brasilien gefundene Tier - Tetrapodophis (übersetzt: Vierbeinschlange) amplectus - lebte vor etwa 113 Millionen Jahren und nutzte die kleinen Beinchen vermutlich nicht zum Laufen, sondern zum Greifen von Beutetieren, zum Festklammern an ihrem Partner bei der Paarung oder eventuell zum Graben.

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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Kampf gegen die Wilderei - Hilfe für die Gorillas von Dzanga-Sangha

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Okt 2016 00:22

Hilfe für die Gorillas von Dzanga-Sangha.jpg
Hilfe für die Gorillas von Dzanga-Sangha.jpg (15.06 KiB) 3218-mal betrachtet

https://www.stopp-wilderei-weltweit.de/ ... ngha/FB/BT

Kampf gegen die Wilderei - Hilfe für die Gorillas von Dzanga-Sangha

Hilfe für die Gorillas von Dzanga-Sangha

Gorillas sind selten geworden. Und noch viel seltener ist, dass man sich ihnen als Mensch nähern kann. Im UNESCO-Weltnaturerbe Dzanga-Sangha sind die Gorillas große Hoffnungsträger für die Menschen, die Forschung und den Artenschutz. Jetzt drohen Wilderer, alles zu zerstören.

Erreichen kann man dieses einzigartige Schutzgebiet nur über abenteuerliche Buschpisten, per Boot oder Flugzeug. Auf einer riesigen Lichtung im Regenwald, der Dzanga Bai, graben täglich Dutzende Waldelefanten im Boden nach Mineralien. Das indigene Volk der BaAka mit ihrer einzigartigen, ganz auf das Leben im Wald ausgerichteten Kultur ist hier zu Hause. Und hier leben mehrere Gruppen der Westlichen Flachlandgorillas.
Der Druck der Buschwildjäger

Doch selbst die Menschenaffen fallen jetzt der Gier nach Buschfleisch zum Opfer. Die WWF-Wildhüter holen auf ihren Patrouillen tausende von Fallen aus dem Wald. Sie stoppen Wilderer, beschlagnahmen Gewehre und Beute. Doch häufig kommen sie zu spät. Der Druck der Buschwildjäger wird immer größer. Auch auf die Gorillas.
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Schockierte BaAka bergen den erschossenen Gorilla aus dem Wald. © Janika Wendefeuer / WWF
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Für die Gorillas, für den Wald

Tief in den Wäldern gelang es WWF-Gorilla-Experten in jahrelanger Arbeit, einige der Gorilla-Gruppen zu habituieren, das heißt, sie an den Menschen zu gewöhnen. Man kann sich den faszinierenden Tieren jetzt bis auf wenige Meter nähern. Unsere Forscher nutzen das für ihre Studien – und führen Touristen zu ihnen. Für die fällige Gebühr können wiederum die BaAka-Spurensucher und die Wildhüter bezahlt werden. Das Weltnaturerbe Dzanga-Sangha mit seinen Tieren ist in der bitterarmen Region der Zentralafrikanischen Republik so gut wie die einzige Einkommensquelle.
Teufelskreis der Wilderei

Umso größer war der Schock, als vor einigen Monaten einer unserer Gorillas von Wilderern erschossen wurde – obwohl WWF-Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe waren. Nie war die Gefahr für die Gorillas größer, auf den Fleischmärkten der afrikanischen Großstädte zu enden.

Wir müssen verhindern, dass Dzanga-Sangha Schauplatz dieses Teufelskreises wird!

Unsere Wildhüter tun Tag für Tag alles, um die Gorillas zu schützen. Gib mit deiner Spende den Gorillas und den Menschen von Dzanga-Sangha eine Zukunft!
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Wunder im Regenwald:
Gorilla-Zwillinge in Dzanga-Sangha

Das weltweite Netzwerk der Wilderei

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Das sollen auch meine Freunde wissen:



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Klimawandel ändert Ernährung - Hitze macht Frösche zu Vegetariern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Nov 2016 11:09

Hitze macht Frösche zu Vegetariern.jpg
Hitze macht Frösche zu Vegetariern.jpg (28.09 KiB) 3144-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Hitze-macht-F ... 32996.html
Klimawandel ändert Ernährung - Hitze macht Frösche zu Vegetariern

Jeder kennt das Bild vom springenden Frosch, der sich eine Mücke schnappt. Tatsächlich ernähren sich Frösche ausschließlich von lebenden Insekten. Doch das könnte sich ändern, denn die Larven der Tiere stellen sich schon um.

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Frösche müssen mit zahlreichen Umweltbelastungen kämpfen. Ein Pilz rafft die Tiere massenweise dahin, als Kaulquappen sind die Tiere leichte Beute für Fische und sie müssen sich mit den Folgen des Klimawandels herumschlagen. Darum haben sich Wissenschaftler der Universität Lissabon die Frage gestellt, wie die Tiere auf Hitzewellen reagieren.
Kaulquappen des Laubfroschs.
Kaulquappen des Laubfroschs.
(Foto: imago/blickwinkel)

Sie untersuchten dafür die Lebensweise von Kaulquappen von drei im Mittelmeerraum heimischen Froscharten. Der Europäische Laubfrosch, der Mittelmeer-Laubfrosch und der Iberische Scheibenzüngler leben alle in Regionen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Die Forscher um B. M. Carreira beobachteten, wie sich das Nahrungsspektrum der Kaulquappen bei unterschiedlich langen und unterschiedlich starken Phasen von wärmerem Wasser verändert. Sie boten den Tieren gleichzeitig sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung an.
Mehr und mehr Vegetarier

Die Forscher konnten beobachten, dass die Kaulquappen bei wärmer werdendem Wasser mehr und mehr auf pflanzliche Nahrung umstiegen. Das Ausmaß dieser Änderung der Nahrungspräferenz hing von der Dauer und dem Zeitpunkt der Hitzewelle ab. Zudem gingen die verschiedenen Arten auch unterschiedlich mit der Herausforderung der Wassererwärmung um. Die Kaulquappen des Europäischen Laubfroschs änderten ihre Ernährungsweise vor allem bei längeren Hitzephasen. Sie fraßen dann drei Viertel pflanzlich statt wie sonst rund die Hälfte. Der Mittelmeer-Laubfrosch dagegen wurde unter den wärmer werdenden Bedingungen mit rund 90 Prozent pflanzlicher Kost fast zum Vollzeit-Vegetarier. Sogar die Larven des sonst vorwiegend fleischfressenden Scheibenzünglers verdoppelten ihren Anteil an pflanzlicher Nahrung, wenn es im Frühjahr plötzlich ungewöhnlich warm wurde.

Damit liefern die Forscher nach eigenen Angaben die ersten Belege dafür, dass sogenannte ektotherme, also wechselwarme Tiere, die Wärme von außen aufnehmen, durch die Erwärmung ihres Lebensraumes mehr pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, selbst wenn tierische Nahrung ausreichend zur Verfügung steht. Die Forscher schlussfolgern, dass unter diesen Bedingungen tierische Nahrung weniger Nährstoffe für die Tiere liefert als pflanzliche.
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Auch wenn sich die Larven der Frösche durch einen veränderten Speiseplan an die wärmere Umgebung anpassten, bekam das nicht allen Arten gleich gut. Die Kaulquappen des Europäischen Laubfroschs gediehen großartig. Beim Mittelmeer-Laubfrosch konnten keine Unterschiede erkannt werden. Die Larven des fleischfressenden Scheibenzünglers dagegen waren in ihrer Entwicklung beeinträchtigt.

Die Forscher resümieren, dass der Trend zum Vegetarismus bei fortschreitender Erderwärmung weitreichende ökologische Auswirkungen haben kann. Ein Tümpel mit Kaulquappen, die bei einer Hitzewelle fast ausschließlich Algen fressen, die übliche tierische Kost aber verschmähen, könnte schnell seine ökologische Balance verlieren. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Ecology", das von der Amerikanischen Gesellschaft für Ökologie herausgegeben wird.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Tödliche Duftfalle - Plastikgeruch zieht Seevögel an

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2016 11:05

Tödliche Duftfalle.jpg
Tödliche Duftfalle.jpg (47.27 KiB) 3116-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Plastikgeruch ... 62926.html
Freitag, 11. November 2016
Tödliche Duftfalle - Plastikgeruch zieht Seevögel an

Plastikteilchen im Meer richten viel Unheil an. Sie werden nicht nur wegen ihrer Form und Größe für Nahrung gehalten, sie verströmen auch noch einen für viele Meeresvögel angenehmen Duft. Das verführt diese zusätzlich, sie zu fressen. "Geruchsfalle" nennen Forscher das.

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Das duftet nach einer Shrimps-Mahlzeit: Plastikmüll im Meer sieht für viele Vögel nicht nur so aus wie Futter, sondern riecht auch danach. Er verströmt den für sie angenehmen Geruch von Dimethylsulfid, wie Forscher der University of California in Davis berichten. Plastik bilde so für bestimmte Küstenvögel eine gefährliche "Geruchsfalle", schreibt das Team um Matthew Savoca im Fachmagazin "Science Advances". Die Forscher untersuchten Meeresvögel aus der Gruppe der Röhrennasen, zu denen Albatrosse und Sturmvögel zählen. Viele davon haben einen feinen Geruchssinn, den sie bei der Futtersuche nutzen.

Plastik im Meer bildet nicht nur eine "Geruchsfalle" für Vögel, sondern auch für viele andere Meerestiere.
(Foto: imago/OceanPhoto)

Um herauszufinden, wonach Plastik im Meer riecht, setzten die Forscher Kügelchen aus drei verbreitete Plastiksorten ins Meer vor der kalifornischen Küste. Damit das Experiment nicht zur Meeresverschmutzung beiträgt, hingen die Kugeln in feinen Netzen an Bojen und kamen nach drei Wochen wieder an Land. Sie wurden dann im Robert Mondavi Institute for Wine and Food Science der University of California untersucht, das eigentlich auf Lebensmittelaromen spezialisiert ist. Dort ermittelten Chemiker, dass die Untersuchungsobjekte Dimethylsulfid ausströmten. Es stammte von Algen, die die Perlenoberfläche bedeckten. An Plastik im Meer setzen sich generell gerne solche Biofilme ab.
Wie eine "Glocke, die zum Fressen läutet"

Koautorin Gabrielle Nevitt hatte zuvor schon belegt, dass der Geruch dieser Substanz viele Röhrennasenvögel normalerweise zu ihrer Nahrung leitet. Dimethylsulfid werde freigesetzt, wenn Algen etwa von Kleinstkrebsen wie Krill verspeist würden. Krill wiederum sei die Lieblingsspeise vieler Vögel. "Obwohl die Algen selbst nicht nach Fressen riechen, verbreiten sie dessen Geruch, während sie gefressen werden, was für die Vögel einer Glocke gleicht, die zum Fressen läutet", schreibt die Universität in einer Mitteilung. Die schwefelhaltige Verbindung Dimethylsulfid (DMS) ist mitverantwortlich für den Meeresgeruch.
Wenn Vögel zu viel Plastik fressen, können sie verhungern, weil ihre Mägen davon verstopft sind.
Wenn Vögel zu viel Plastik fressen, können sie verhungern, weil ihre Mägen davon verstopft sind.
(Foto: imago/JOKER)

Die Anziehungskraft von Dimethylsulfid korreliert sehr stark mit der Vorliebe der Vogelarten für Kleinstkrebs (Krill). Vögel, die Dimethylsulfid als Hinweis auf Futter nutzen, fressen nach Angaben der Forscher rund sechsmal so viel Plastik wie solche, die das nicht tun. Sie hatten Plastikmahlzeiten von mehr als 13.000 Vögeln aus 55 Studien analysiert. Plastik kann sich im Magen der Vögel ablagern. Wenn sie zu viel davon fressen, können sie verhungern, weil ihre Mägen von Plastikteilchen verstopft sind.
"Geruchsfalle" für viele Meerestiere

Plastik im Meer bilde nicht nur eine "Geruchsfalle" für die genannten Vögel, sondern auch für viele andere Meerestiere vom Zooplankton bis zu Walen, die auf Dimethylsulfid reagieren, schreiben die Forscher. Das US-Team schlägt unter anderem vor, Plastik zu entwickeln, an dem sich keine Biofilme anhängen können.
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Weltweit gelangen nach Angaben von Greenpeace jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle vom Land ins Meer. Die Organisation ruft jeden Menschen auf, Plastik zu vermeiden. Es gibt zudem diverse Ansätze, den Müll aus dem Meer zu holen: Berühmt wurde der Niederländer Boyan Slat mit seinem Projekt The Ocean Cleanup - das von ihm entwickelte Gerät aus kilometerlangen Fangarmen auf der Meeresoberfläche soll 2020 auf dem Pazifik Müll in einen Trichter leiten. Vielen erscheint das Projekt unrealistisch. Doch der erste kleine Prototyp schwimmt seit Juni in der Nordsee. Zudem hat Slat einen Preis des UN-Umweltprogramms erhalten.

Kleinere Projekte sind bereits gestartet: Im September wurde der in einer Lübecker Werft gebaute Katamaran "Seekuh" getauft. Zwischen den jeweils zwölf Meter langen Rümpfen ist eine bewegliche Netzkonstruktion angebracht, die auf der Wasseroberfläche treibende Kunststoffteile abfischt. Die EU fördert ein Projekt namens "MareLitt" gegen Müll in Europas Meeren, bei dem beispielsweise Geisternetze in der Ostsee geborgen werden.

Quelle: n-tv.de , Simone Humml, dpa
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Schnellste Flieger im Tierreich - Fledermäuse übertreffen Vögel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Nov 2016 21:52

http://www.n-tv.de/wissen/Fledermaeuse- ... 69151.html
Samstag, 12. November 2016
Schnellste Flieger im Tierreich - Fledermäuse übertreffen Vögel

Im Vergleich von Fledertieren und Vögeln galten bislang Vögel als die effizienteren Flieger. Nun zeigt eine Studie: Manche Fledermäuse sind offenbar die schnellsten Flieger im Tierreich. Aber welche Spitzengeschwindigkeiten können sie eigentlich erreichen?

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Das Flugvermögen von Fledermäusen wird offenbar stark unterschätzt. Eine Studie zeigt, dass manche Tiere kurzzeitig mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 160 Kilometern pro Stunde sogar die schnellsten Vögel übertreffen. Das berichtet ein Team um Gary McCracken von der University of Tennessee in Knoxville und Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell im Fachblatt "Open Science" der britischen Royal Society.
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Es gibt sie von ganz klein ... ... bis ziemlich groß, ... ... von ganz bunt ... ... bis einfarbig schwarz. Aussehen und Gestalt der knapp 10.000 verschiedenen Vogelarten auf der Welt können höchst unterschiedlich sein, ... Die größten Eier, die längsten Beine Rekordhalter in der Vogelwelt

Die Flugfähigkeit habe sich bei Vögeln und Fledertieren unabhängig voneinander entwickelt, schreiben die Wissenschaftler. Bisher habe man Vögeln das bessere Flugvermögen nachgesagt, unter anderem wegen vermeintlich höherer Energieeffizienz und Aerodynamik. Unter den Vögeln seien Mauersegler (Apus apus) mit einer Grund-Geschwindigkeit von bis zu 112 Kilometern pro Stunde die flottesten Flieger. Zwar könnten Raubvögel im Sturzflug wesentlich schneller sein, dabei helfe aber die Schwerkraft mit.
"Effiziente, sehr schnelle Flüge"

Ähnlich wie Schwalben jagten Bulldogg-Fledermäuse (Molossidae) ebenfalls im offenen Luftraum nach Insekten, schreibt das Team. Dabei steigen Mexikanische Bulldogg-Fledermäuse (Tadarida brasiliensis), die bei Einbruch der Dämmerung ihre Höhlen oder andere Quartiere verlassen, oft mehr als 1000 Meter in die Höhe. "T. brasiliensis besetzt in der Luft eine ähnliche Nische wie Segler und Schwalben, weshalb wir bei diesen Fledertieren effiziente, sehr schnelle Flüge erwarten", schreiben die Autoren.
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Sie verfolgten im US-Staat Texas per Flugzeug sieben mit Sendern versehene Mexikanische Bulldogg-Fledermäuse jeweils für eine Nacht. Dabei zeigte die Analyse, dass alle Tiere immer wieder kurze rasante Spurts einlegten. So flog etwa das mit Abstand umtriebigste Tier insgesamt 160 Kilometer. Bei einer mittleren Boden-Geschwindigkeit von knapp 52 Kilometern pro Stunde erreichte die Fledermaus Spitzen von fast 161 Kilometern pro Stunde. Möglicherweise seien die Tiere sogar zu schnelleren Flügen in der Lage.

"Obwohl unterschiedliche Messtechniken und mögliche Effekte lokaler Winde einen direkten Vergleich ausschließen, übertreffen diese Geschwindigkeiten diejenigen, die für die schnellsten Vögel berichtet wurden", schreiben die Autoren. Sie vergleichen die auffälligen Spitzen im Tempo mit denen bei Geparden. Diese schnellsten Läufer unter den Tieren schaffen demnach zwar Geschwindigkeiten von 93 Kilometern pro Stunde, aber ebenfalls nur für kurze Zeit.

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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eDNA schwirrt überall herum - Walhaie findet man auch im Wasserglas

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Nov 2016 11:23

http://www.n-tv.de/wissen/Walhaie-finde ... 44741.html
eDNA schwirrt überall herum - Walhaie findet man auch im Wasserglas

Gefährdete oder seltene Arten aufzuspüren, ist schwierig und kann aufwendig und teuer sein. Kann man nicht einfach nach Spuren suchen, die sie in der Umwelt hinterlassen haben? Sogenannte Umwelt-DNA-Untersuchungen machen das inzwischen möglich.

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Mit einer Länge von mehr als zehn Metern und ebenso vielen Tonnen Gewicht sind Walhaie nur schwer zu übersehen - trotzdem liegen viele Aspekte zur Biologie der Tiere im Dunkeln. Will man mehr über die größten Vertreter der Haie erfahren, sind Wissenschaftler bisher darauf angewiesen, die Tiere aufzuspüren, zu beobachten, sie zu markieren oder Gewebeproben zu entnehmen - ein aufwendiges Verfahren, das für die Tiere nicht immer ungefährlich ist.
Bilderserie
Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster ... ist ihr Gebiss. Haie haben ein sogenanntes Revolvergebiss mit mehreren Zahnreihen. Nur die erste Reihe ... Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster Wer jagt wen?: Haie - der Mythos vom Monster Wer jagt wen? Haie - der Mythos vom Monster

Wissenschaftler um Philip Francis Thomsen von der Universität Kopenhagen (Dänemark) haben nun einen anderen Weg beschritten: Sie spürten die Walhaie quasi im Wasserglas auf. Sie entnahmen dazu im Lebensraum einer Walhai-Population im Persischen Golf Wasserproben und filterten daraus DNA-Rückstände der Tiere, die sie anschließend analysierten. Wie sie im Fachblatt "Nature Ecology and Evolution" berichten, gewannen sie unter anderem neue Informationen über die genetische Vielfalt der Population. Vor allem aber belegte die Untersuchung einmal mehr das Potenzial, das in den sogenannten Umwelt-DNA-Untersuchungen steckt.
Genetische Hinterlassenschaften von Organismen

eDNA - "e" vom englischen Wort "environmental" für "aus der Umwelt" - findet sich quasi überall. Im Boden, in Wasser und Eis, sogar in der Luft schwirren genetische Hinterlassenschaften von Organismen herum. Sie stammen beispielsweise von ausgefallenen Haaren oder Federn, aus dem Kot der Tiere oder von verendeten Lebewesen. "Durch die Analyse der eDNA können wir die Arten und die Artenvielfalt eines Ökosystems untersuchen, ohne die Tiere selbst aufspüren zu müssen", erläutert Florian Altermatt, der sich an der Forschungsanstalt Eawag in Dübendorf (Schweiz) mit den Einsatzmöglichkeiten des Verfahrens beschäftigt. Die Methode beeinträchtige dabei weder die gesuchten Arten noch das Ökosystem.
Philip Francis Thomsen filtert Wasserproben im Persischen Golf, in denen Spuren von Walhai-DNA stecken.
Philip Francis Thomsen filtert Wasserproben im Persischen Golf, in denen Spuren von Walhai-DNA stecken.
(Foto: Steffen Sanvig Bach, Maersk Oil Research and Technology Centre, Qatar/dpa)

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze für die eDNA-Untersuchungen: Beim ersten suchen Forscher gezielt nach einer bestimmten Tierart. Zum Beispiel einer seltenen Art, die selbst bei aufwendiger Feldforschung nur schwer aufzuspüren ist. Nach der Entnahme von Proben aus dem Lebensraum der gesuchten Art wird die darin enthaltene DNA isoliert. Jetzt benötigt man kleine DNA-Abschnitte, die nur bei der gesuchten Art vorkommen. Diese sogenannten Primer angeln quasi wie ein Magnet aus der gesamten DNA in der Probe die Stückchen heraus, die zur gesuchten Art gehören. Eine positive Probe - wenn also etwas an der Angel hängt - bedeutet, dass die Art in dem Lebensraum vorhanden ist.

"Dieser Ansatz ist bereits sehr etabliert und wird fast routinemäßig eingesetzt", erläutert Altermatt. "Der Nachteil ist, dass man den Test für jede einzelne Art anpassen muss." Anders ist das beim zweiten Ansatz. Hier wird als "Angel" ein Gen-Abschnitt verwendet, der nahezu universell bei allen Tierarten vorhanden ist - allerdings mit jeweils winzigen Abweichungen. Die sind so gering, dass die Angel trotzdem passt und die dazugehörigen DNA-Abschnitte aus der Probe fischt. Sequenziert man später die Abschnitte, werden die winzigen Abweichungen offensichtlich. Die Sequenzen können dann mit Einträgen in Datenbanken verglichen und die betreffenden Tierarten so identifiziert werden. "Metabarcoding" nennen Fachleute das Verfahren.
"Noch ein offenes Forschungsfeld"

"Das ist noch ein offenes Forschungsfeld, in dem zurzeit viel experimentiert wird", sagt Altermatt. Gemeinsam mit anderen Forschern untersuchte der Biologe mit dem Verfahren die Artenvielfalt des Flusses Glatt im Kanton Zürich. An acht Stellen entnahmen die Forscher Wasserproben und analysierten die darin enthaltene DNA. Sie fanden genetische Spuren von Hunderten Lebewesen, von der winzigen Eintagsfliege über Würmer und Schnecken bis hin zum Biber.

Interessanterweise fanden sie nicht nur Genspuren der Wasserbewohner, sondern auch von terrestrischen Arten, die im Uferbereich des Flusses leben, etwa von Schmetterlingen oder Ringelwürmern. "Wir bekommen mit nur wenigen Wasserproben ein Gesamtbild des ganzen Einzugsgebiets", so Altermatt. Ihre Untersuchungen hatten die Forscher im Fachblatt "Nature Communications" vorgestellt.
Vorteil: Möglichkeit zur Automatisierung

Einen der größten Vorteile des Verfahrens sieht Altermatt in der Möglichkeit zur Automatisierung. "Klassische Untersuchungen zur Artenvielfalt werden höchstens alle paar Jahre gemacht. Proben für eDNA-Untersuchungen können theoretisch in regelmäßigen Abständen automatisch entnommen werden, etwa an zentralen Entnahmestellen, an denen bereits jetzt täglich oder sogar stündlich Proben zur Prüfung der Gewässerqualität entnommen werden." Mit weiterer technischer Verbesserung des Verfahrens und mit weiter sinkenden Kosten werde das immer realistischer.
Amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii): Die Krebspest wurde von amerikanischen Flusskrebsarten eingeschleppt, die selbst gegen diesen Pilz immun sind.
Amerikanischer Sumpfkrebs (Procambarus clarkii): Die Krebspest wurde von amerikanischen Flusskrebsarten eingeschleppt, die selbst gegen diesen Pilz immun sind.
(Foto: imago/McPHOTO)

Mit einem automatisierten Verfahren wäre auch eine kontinuierliche Überwachung von gefährlichen Erregern in Flüssen möglich. Am Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt haben Wissenschaftler in einem Pilotprojekt untersucht, ob sich eDNA-Untersuchungen eignen, um den Erreger der gefährlichen Krebspest (Aphanomyces astaci) frühzeitig in Gewässern aufzuspüren. Dieser Pilz wurde von amerikanischen Flusskrebsarten eingeschleppt, die selbst gegen den Pilz immun sind. Heimische Arten jedoch erliegen der Krebspest in kürzester Zeit, wenn sie sich infizieren.

"Um die Krebspest nachzuweisen, müssen bislang Krebse gefangen und getötet werden, um eine Gewebeprobe zu entnehmen. Das ist sehr aufwendig, und ein Grund dafür, dass es bundesweit bisher kein Monitoring-Verfahren für die Erkrankung gibt", sagt Carsten Nowak, Leiter des Fachgebiets Naturschutzgenetik am Senckenberg Forschungsinstitut. Der dort entwickelte eDNA-Test weist nun Sporen des Pilzes im Wasser nach. "Der Test bedeutet eine enorme Arbeits- und Kostenersparnis. Dabei ist er sehr zuverlässig und liefert auch verlässliche Aussagen über die Konzentration der Sporen im Gewässer."

Bei einem rechtzeitigen Nachweis können Gegenmaßnahmen schneller ergriffen und die Ausbreitung der Krebspest gebremst werden, hoffen die Forscher. Sie entwickeln zurzeit einen weiteren eDNA-Test zum Nachweis des Schneiders (Alburnoides bipunctatus), einer mittlerweile selten gewordenen Fischart. "Die Fische sind sehr klein, das macht es zusätzlich schwierig, die Bestände zu kontrollieren", sagt Nowak. Sie planen mit dem eDNA-Test ein Wiederansiedlungsprojekt in der Rhön zu begleiten, um dessen Erfolg zu prüfen. Auch Nowak glaubt, dass Analysen von Umwelt-DNA in Zukunft weiter Verbreitung finden werden.
Auch Laien können Proben entnehmen

Befördern könnte diese Entwicklung auch die Tatsache, dass die Entnahme von Umweltproben keinen großen Sachverstand erfordert. Stellt man Entnahme-Sets bereit, können auch Laien problemlos Proben entnehmen und zur weiteren Untersuchung ins Labor schicken. Mit so einem Citizen-Science- oder Bürgerwissenschafts-Ansatz haben Forscher in Großbritannien das Vorkommen des vielerorts seltenen und bedrohten Nördlichen Kammmolchs (Triturus cristatus) untersucht.

Die erheblichen Kosten und der Personalaufwand für konventionelle Überwachungsmethoden hätten bisherige Versuche verhindert, die Bestände der Art zu erfassen, erläutert das Team um Jeremy Biggs vom Freshwater Habitats Trust in Oxford (Großbritannien) im Fachblatt "Biological Conservation". Sie ließen Freiwillige landesweit Proben aus insgesamt 250 Teichen nehmen, die als Lebensraum des Kammmolches bekannt waren.
eDNA-Methode effektiver als Standard-Nachweismethoden

Die Forscher analysierten die eingeschickten Proben und stellten fest, dass sie in mehr als 90 Prozent korrekterweise das Vorhandensein des Molches anzeigten. Die eDNA-Methode erwies sich sogar als effektiver als die Standard-Nachweismethoden, etwa das Aufstellen von Fallen oder die nächtliche Beobachtung der Tiere mit Taschenlampen, berichteten die Forscher.
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An der Universität Basel entwickelten Forscher einen eDNA-Test, mit dem sich das Vorkommen der invasiven Schwarzmeergrundeln nachweisen lässt. Die ursprünglich im Schwarzen und Kaspischen Meer lebende Art breitet sich derzeit entlang der Schifffahrtsrouten unter anderem in Mitteleuropa aus. "Unser Test ist einer der ersten Ansätze dieser Art, der in einem Fließgewässer eine spezifische Fischart gezielt und erfolgreich nachweist", sagte Irene Adrian-Kalchhauser. "Wir hoffen, dass die Studie dazu beiträgt, environmental DNA als Standardmethode im europäischen Gewässermanagement zu etablieren."

Noch müssen die Möglichkeiten und Grenzen der Technik genauer ausgelotet und grundlegende Fragen weiter untersucht werden. Etwa zur "Ökologie" der eDNA selbst: Die Zahl der eDNA-Studien sei in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen, aber nur wenige hätten sich damit beschäftigt, wie das genetische Material mit der Umwelt interagiert, wie es sich verbreitet und wie dies die Analyse beeinflusse, schreiben die US-Forscher Matthew Barnes und Cameron Turner in einer Übersichtsarbeit.

Quelle: n-tv.de , Anja Garms, dpa
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Projekt in Kenia gegen Wilderer - Wärmebildkameras sollen Elefanten schütz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Nov 2016 12:12

http://www.n-tv.de/wissen/Waermebildkam ... 58116.html
Projekt in Kenia gegen Wilderer - Wärmebildkameras sollen Elefanten schützen

Jedes Jahr werden tausende Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Auch die Nashorn-Bestände sind in Gefahr. Nun unterstützen der WWF und Google in Kenia ein Pilotprojekt, das den Wildhütern einen Vorteil verschaffen soll im Kampf gegen Wilderer.

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Zur Bekämpfung von Wilderern sind in einem kenianischen Nationalpark erstmals Wärmebildkameras im Einsatz. Damit können Ranger auch im Dunkel der Nacht weitläufige Gebiete kontrollieren und mögliche Wilderer erkennen, wie die Naturschutzorganisation WWF mitteilte. Seit Beginn des Testbetriebs im März im Reservat Masai Mara seien bereits mehr als zwei Dutzend Wilderer festgenommen worden, hieß es weiter.
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"Die Zeit, in der Wilderer im Schutz der Dunkelheit in die Reservate eindringen und wieder fliehen konnten, sind vorbei", erklärte WWF-Experte Colby Loucks. Mit den Kameras können Parkwächter nachts einen Radius von etwa 1,5 Kilometern um ihre Position überwachen. Nach der erfolgreichen Testphase soll der Einsatz der Wärmebildkameras und der dazugehörigen Software nach und nach auch auf andere Nationalparks ausgeweitet werden.

Finanziert wird das WWF-Projekt mit einer Google-Spende von fünf Millionen Dollar (4,6 Millionen Euro). Langfristig sei auch ein Einsatz der Wärmebildkameras in Drohnen angedacht, womit sich noch leichter größere Gebiete überwachen ließen, erklärte der WWF.

Wilderei ist ein großes Problem in den meisten Nationalparks Afrikas. Allein im vergangenen Jahr wurden Tausende Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Zudem wurden mehr als 1000 Nashörner getötet.
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Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne: Elefanten - die sensiblen Dickhäuter Gejagt wegen hohler Zähne Elefanten - die sensiblen Dickhäuter

Quelle: n-tv.de , shu/dpa
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Sogar Kokosnüsse werden geknackt - Krebsscheren stärker als Raubtiergebiss

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Nov 2016 11:17

http://www.n-tv.de/wissen/Krebsscheren- ... 80051.html
Sogar Kokosnüsse werden geknackt - Krebsscheren stärker als Raubtiergebisse

Ein kleiner Krebs soll stärker sein als ein riesiges Raubtier? Zumindest hat der Palmendieb in seinen Scheren mehr Kraft als die meisten von denen in ihren Gebissen. Mit Ausnahme der Alligatoren kann kein Land-Raubtier kräftiger zubeißen. Was macht den Palmendieb so stark?

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Der Palmendieb hat in seinen Scheren mehr Kraft als die meisten an Land lebenden Raubtiere. Das schreiben Shin-ichiro Oka von der Okinawa Churashima Stiftung und seine Kollegen im Fachmagazin "PLOS ONE". Die Scheren sind Waffen und Werkzeuge zugleich: Der Krebs kann damit sogar Kokosnüsse knacken, um den Inhalt zu verspeisen.

Der Palmendieb (Birgus latro), auch Kokosnussräuber genannt, ist der größte an Land lebende Krebs. Er kann bis zu vier Kilogramm schwer werden und eine Last von bis zu 28 Kilogramm heben. Verbreitet ist er im Pazifischen und im Indischen Ozean, in Japan kommt er ganz im Süden vor. Dort, auf der Insel Okinawa, hat das Team um Oka 29 wild lebende Palmendiebe unterschiedlichen Alters vermessen und deren Scherenkraft getestet. Die Tiere hatten ein Körpergewicht zwischen 33 und 2120 Gramm, ihre Brustbereichlänge reichte von 16,2 bis 64,5 Millimeter.
Krustentier mit den stärksten Scheren

Die größte auf einen stabförmigen Sensor ausgeübte Kraft lag bei den einzelnen Krebsen zwischen 29,4 und 1765,2 Newton. Die Werte wiesen einen engen Zusammenhang mit dem jeweiligen Körpergewicht der Tiere auf. Deshalb rechneten die Biologen die Scherenkraft auf einen Palmendieb mit vier Kilogramm hoch. Die dabei erreichten 3300 Newton machen den Krebs zum Krustentier mit den stärksten Scheren. Mehr noch: Mit Ausnahme der Alligatoren könne kein an Land lebendes Raubtier kräftiger zubeißen, schreiben die Forscher.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Palmendiebe mit den Einsiedlerkrebsen verwandt sind. Diese verwenden leere Schneckenhäuser oder Ähnliches, um ihren weichen Hinterleib vor Fressfeinden zu schützen. Palmendiebe brauchen diesen Schutz nur in ihrer Jugend, dann bildet sich auch im Hinterleib ein Panzer. Erst diese evolutionäre Entwicklung habe es den Palmendieben ermöglicht, die heutige Größe zu erreichen, schreiben Oka und Kollegen.
Kokosnüsse kann kaum anderes Tier als Futter nutzen
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Die starken Scheren, von denen die linke deutlich größer ist als die rechte, dienen einerseits zum Kampf mit Artgenossen oder Fressfeinden. Andererseits ermöglichen dem Palmendieb seine Scheren ein Leben als Allesfresser: von lebenden Tieren über Aas bis hin zu Kokosnüssen, die kaum ein anderes Tier als Futterquelle nutzen kann.

Eine Erklärung für die ungeheure Scherenkraft haben die japanischen Forscher jedoch noch nicht gefunden. Zwar haben Palmendiebe größere Sarkomere (kleinste Muskeleinheiten) als die meisten anderen Tiere: Sie sind etwa acht Mikrometer (Tausendstel Millimeter) lang. Doch um die Scherenkraft zu erklären, müssten sie eine Länge von rund 14 Mikrometer haben. Die Biologen vermuten deshalb ein Zusammenspiel weiterer Ursachen, beispielsweise der Dichte, der Struktur und dem Aufbau der Muskelfasern.

Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Sorge ums Great Barrier Reef - Korallenbleiche so schlimm wie noch nie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Nov 2016 10:28

http://www.n-tv.de/wissen/Korallenbleic ... 04981.html
Dienstag, 29. November 2016
Sorge ums Great Barrier Reef - Korallenbleiche so schlimm wie noch nie

Das Great Barrier Reef ist das größte Korallenriff der Welt. Es bildet den Lebensraum für allein mehr als 1000 Fischarten. Es ist aber auch ein Touristenmagnet. Das und der Klimawandel setzen dem Unesco-Weltnaturerbe immer stärker zu.

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Das Great Barrier Reef in Australien hat in diesem Jahr die schlimmste je erfasste Korallenbleiche zu verkraften. In einer 700 Quadratkilometer großen Region im nördlichen Teil des mehr als 2300 Kilometer langen Riffs seien zwei Drittel der Korallen abgestorben, manche Korallenbänke hätten gar keine lebenden Korallen mehr, bilanzierten Wissenschaftler der James-Cook-Universität.
Von der Bleiche befallene Korallen im Bourke Reef, Queensland.
Von der Bleiche befallene Korallen im Bourke Reef, Queensland.
(Foto: dpa)

Als Bleiche wird ein Verblassen der farbenprächtigen Steinkorallen bezeichnet: Bei zu hohen Wassertemperaturen stoßen die Nesseltiere die für die Färbung sorgenden Algen ab, mit denen sie sonst in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen leben. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können sie auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln.
Ursache: Klimawandel

Ursache der Bleiche am Great Barrier Reef sei der Klimawandel, erklärte David Wachenfeld von der zuständigen Marinepark-Behörde (GBRMPA). "Wir sehen hier aus erster Hand, welche Bedrohung der von Menschen verursachte Klimawandel für die Korallenriffe ist." In den vergangenen Monaten sei das Wetterphänomen El Niño hinzugekommen, das die Temperaturen zusätzlich habe steigen lassen.
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Die Region zwischen dem nördlichsten Teil der Ostküste und Papua-Neuguinea war bislang der intakteste Teil des Riffs. "Die Region war von den Bleichen 1998 und 2002 nur wenig betroffen, aber dieses Mal sind die Schäden groß", sagte Terry Hughes, Leiter des Instituts für Korallenforschung. Die Rückkehr endgültig abgestorbener Korallen könne 10 bis 15 Jahre dauern - wenn es keine weiteren Störungen gebe.

Vor Cairns und weiter südlich, wo die meisten Touristenboote zum Tauchen und Schnorcheln starten, war die Lage deutlich besser. Dort starben nur sechs Prozent der Korallen ab. Südlich von Mackay waren es sogar nur ein Prozent. "Die Korallen dort haben ihre bunten Farben wieder und die Riffe sind in gutem Zustand", sagte Professor Andrew Baird. Er hatte die Riffe im Oktober und November mit einem Team von Tauchern untersucht.
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Höhere Wassertemperaturen schwächen das ohnehin fragile Ökosystem der Riffe. Die Widerstandsfähigkeit gegen Einflüsse wie Stürme, Krankheiten, Umweltverschmutzung durch den Schiffsverkehr und den Dünger- und Pestizid-Eintrag von küstennahen Feldern sinkt. Am Donnerstag will die australische Regierung neue Schutzmaßnahmen für das Riff vorstellen.

Das Great Barrier Reef ist seit 1981 als Weltnaturerbe anerkannt. Die UN-Kulturorganisation Unesco hatte mit dem Entzug dieses Status' gedroht, falls die Regierung nicht mehr unternehme, um die Einzigartigkeit der Region zu erhalten. Sie verlangt regelmäßige Berichte über die Fortschritte. Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein einzigartiges Ökosystem, sondern auch einer der größten Touristenmagneten im Land. Die Besucher bringen rund fünf Milliarden australische Dollar (3,5 Mrd Euro) ins Land, der Sektor beschäftigt 70.000 Menschen.
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Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus: Das Great Barrier Reef stirbt Korallenbleiche breitet sich aus Das Great Barrier Reef stirbt

Quelle: n-tv.de , abe/bad/dpa
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Spinnenausstellung in Frankfurt - David-Bowie-Spinne bekommt Nachwuchs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Dez 2016 08:55

http://www.n-tv.de/wissen/David-Bowie-S ... 95686.html
Samstag, 10. Dezember 2016
Spinnenausstellung in Frankfurt - David-Bowie-Spinne bekommt Nachwuchs

Im Kampf gegen das Artensterben tauft der Arachnologe Peter Jäger eine Riesenkrabbelspinnenart auf den Namen David Bowie. Zwei Exemplare der Spezies sorgen nun im Frankfurter Senckenberg-Museum im Todesjahr Bowies für überraschenden Nachwuchs.

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Das ist der Lauf des Lebens: Der eine, der große David Bowie, ist Anfang des Jahres gestorben. In Frankfurt schlüpfen voraussichtlich noch vor Jahresende jede Menge neue Bowies. Achtbeinige Exemplare allerdings, genauer gesagt: Riesenkrabbenspinnen. Zu ihnen gehört die Spezies Heteropoda davidbowie, die David-Bowie-Spinne. In einem Terrarium der Spinnen-Sonderausstellung im Senckenberg-Museum haben sich ein Weibchen und ein Männchen gepaart, nun wacht das Weibchen über einen diskusförmigen Kokon.

Den außergewöhnlichen Namen gab der Art ihr Entdecker, Spinnenexperte und Bowie-Fan Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut. Der Hintergrund sei ein ernster gewesen, sagt er: das globale Artensterben. Wie schon bei anderen Aktionen habe er so Aufmerksamkeit für das Thema erzeugen wollen. "Weltweit werden viele Habitate zerstört", erklärt Jäger. Massenhaft werde Regenwald abgeholzt, auch in der Heimat von Heteropoda davidbowie, die in Teilen Malaysias, Singapurs, Thailands und Indonesiens lebt.
Spinnen sind für viele Ökosysteme unverzichtbar

Jäger benannte Spinnen auch schon nach dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt, Altrocker Udo Lindenberg oder Punk-Ikone Nina Hagen. Solche Initiativen helfen nach Ansicht des Spinnenexperten Lars Friman vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Menschen für Spinnen und deren Bedeutung zu sensibilisieren. Das sei wichtig, denn Spinnen seien Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere.
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Dass das Artensterben bedenklich ist, untermauern Zahlen: Ein Forscherteam um Rodolfo Dirzo von der Stanford University schrieb 2014 im Fachmagazin "Science", dass bei den wirbellosen Tieren, zu denen auch Spinnen gehören, in den vergangenen 40 Jahren 45 Prozent der Arten verschwunden seien. Spinnenexperte Danilo Harms vom Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg sagt: "Wir verlieren Biodiversität in einem Ausmaß, das nicht mehr feierlich ist." Es sei eine "neue Zeit des Massenaussterbens". Viele Spinnenarten lebten in den Tropen - gerade dort verschwinde viel Lebensraum. "Das ist ein ganz großes Problem." Wo einst Urwald wucherte, sind heute oft Palmöl-Plantagen. "Aber solche Plantagen bieten keinen Lebensraum für Spinnen. Wir verlieren Arten im Sekundentakt." Dabei seien Spinnen für viele Ökosysteme extrem wichtig. "Auf der Welt würde kaum was passieren ohne Spinnen."
Nachwuchs wird Höhepunkt der Spinnenschau

Jäger entschied sich im Fall von Heteropoda davidbowie 2008 wegen der auffälligen Gesichtszeichnung des Tieres für den Promi-Namen. Die Spinne falle aus der Reihe - so wie der singende Bowie das auch getan habe, sagt der Arachnologe. Gelblich-braun ist sie, bis zu 13 Zentimeter kann die Beinspannweite betragen. Sie kann beißen - gefährlich sei das für Menschen aber nicht.

Im Terrarium der Frankfurter Ausstellung war zunächst nur ein Weibchen. Vor einigen Wochen bekam Jäger eine Spinne mit der Bitte um Identifizierung zugesandt - es war ein Heteropoda-davidbowie-Männchen. "Wann die Begattung stattgefunden hat, wissen wir nicht", sagt Jäger. "Es dürften 150 bis 300 Eier in dem Kokon sein." Mit dem Schlupf der Jungspinnen wird zwischen Weihnachten und Neujahr gerechnet - es wäre ein gelungener Schlusspunkt für die Schau, die am 8. Januar endet. Laut Harms sind bisher rund 45.000 Spinnenarten weltweit wissenschaftlich beschrieben. Insgesamt seien es vermutlich bis zu 150.000. Es gibt also noch viel zu erforschen.
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Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig: Die größten Spinnen Deutschlands Von grazil bis gruselig Die größten Spinnen Deutschlands

Quelle: n-tv.de , Christian Schultz, dpa
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Keine Zähne, schwangere Männchen - Warum sind Seepferdchen so sonderbar ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Dez 2016 11:17

http://www.n-tv.de/wissen/Warum-sind-Se ... 21446.html
Donnerstag, 15. Dezember 2016
Keine Zähne, schwangere Männchen - Warum sind Seepferdchen so sonderbar ?

Im Laufe der Zeit haben Seepferdchen viele kuriose Körpereigenschaften und Verhaltensweisen entwickelt. Aber warum eigentlich? Das haben Biologen nun herausgefunden.

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Seepferdchen haben einige ihrer Eigenheiten - darunter Schwangerschaften bei Männchen oder fehlende Zähne - bestimmten genetischen Veränderungen im Laufe der Evolution zu verdanken. Das schreiben Forscher um den Evolutionsbiologen Axel Meyer von der Uni Konstanz (Baden-Württemberg) in der Fachzeitschrift "Nature". Bei den Tieren seien einige Gene verloren gegangen, andere haben sich dagegen verdoppelt.

"Wir haben versucht, im Genom der Tiere Hinweise oder Erklärungen dafür zu finden, warum das Seepferdchen aussieht wie ein Seepferdchen und sich auch so benimmt", sagt Meyer. Dabei entdeckten die Konstanzer Wissenschaftler - gemeinsam mit Kollegen aus China und Singapur - zum Beispiel, warum das Seepferdchen keine Zähne hat: Mehrere Gene, die bei anderen Fischen und auch beim Menschen zu deren Entwicklung beitragen, gibt es beim Seepferdchen nicht mehr. Allerdings bräuchten die Tiere auch gar keine Zähne, sagt Meyer. Sie zerbeißen die Nahrung nicht, sondern saugen sie mit Unterdruck ein, den sie in ihrer langen Schnauze erzeugen können.

Auch Gene, die zum Geruchssinn beitragen, seien verloren gegangen: Das Seepferdchen besitze einen guten Sehsinn mit zwei unabhängig voneinander sich bewegenden Augen - der Geruchssinn spiele daher eine nur untergeordnete Rolle.
Auch Bauchflossen fehlen

Und der Verlust eines Gens ist noch für eine weitere Besonderheit bei den Seepferdchen verantwortlich - für den Wegfall der Bauchflossen. Diese hätten evolutionär den gleichen Ursprung wie die menschlichen Hinterbeine, sagt Meyer. "Jedes "vernünftige" Tier hat Vorder- und Hintergliedmaßen - aber beim Seepferdchen fehlt das entsprechende Gen. Da gibt es eine direkte Verbindung zwischen dem Genom und der äußeren Form des Tieres."

Die Forscher wiesen diesen Zusammenhang nach, indem sie das betreffende Gen bei einem anderen Fisch, der normalerweise Bauchflossen hat, ausschalteten. "Und Bingo, diese genmanipulierten Fische verloren auch ihre Bauchflossen, wie das Seepferdchen."
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... das nicht nur unter den Säugetieren. ... im Alter zwischen 12 und 18 Monaten selbst in der Lage dazu sind. Erst wenn sie lebensfähig sind, stößt Papa Seepferdchen, der übrigens monogam lebt, die Kleinen unter Wehen aus. Die Elefanten-Mutter kümmert sich quasi ein Leben lang um ihre Töchter. Rabenmütter kümmern sich vorbildlich Superpapas und Supermamas im Tierreich

Aber nicht nur fehlende Gene sind für die evolutionären Veränderungen beim Seepferdchen verantwortlich, wie Meyer sagt. Auch Duplikation spiele eine Rolle. "Wenn ein Gen sich verdoppelt, kann das eine Gen die ursprüngliche Funktion ausführen und das andere ist frei, Mutationen zu tolerieren und auch neue Funktionen entstehen zu lassen", sagt Meyer. "Durch Duplikation wird eine Spielwiese für die Evolution geschaffen." So sei vermutlich auch die Schwangerschaft der Männchen ermöglicht worden. Die männlichen Seepferdchen sammeln Eier und Samen in einer Brusttasche, aus der dann der Nachwuchs schlüpft.
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Dem Seepferdchen gehe es aus evolutionärer Sicht vor allem darum, möglichst unscheinbar zu sein, sagt Meyer. "Die Tiere schwimmen fast nie herum, um Nahrung zu suchen, sondern halten sich mit ihrem Schwanz an Seegras oder Korallen fest. Dann warten sie einfach ab, bis irgendwas vorbeischwimmt - und die Nahrung zu ihnen kommt." Durch den Verlust etwa der Bauchflosse werden die kleinen Tiere außerdem weniger durch den Wellengang beeinflusst.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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