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Laufende Verzinsung 2018 - Ein Abgesang auf die Lebensversicherung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jan 2018 13:25

STAMMTISCH - TREFF
https://www.n-tv.de/ratgeber/Ein-Abgesa ... 25989.html
Montag, 29. Januar 2018
Laufende Verzinsung 2018 - Ein Abgesang auf die Lebensversicherung

Von Axel Witte

Die Zeiten, in denen Verbraucher beim Thema Altersvorsorge reflexartig zur Lebensversicherung gegriffen haben, neigen sich dem Ende zu. Denn auch in diesem Jahr gibt es für Kunden mit den Produkten wenig zu holen. Dafür häufen sich die schlechten Nachrichten.

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Schon lange vor Beginn der Niedrigzinsphase konnten Verbraucherschützer wenig Gefallen an der klassischen Kapitallebensversicherung finden. Denn schon immer schmälern hohe Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Provisionen die Rendite der Policen. Zudem fließt nicht der volle Anteil der Beiträge in die Altersvorsorge, sondern ein Teil auch in den Hinterbliebenenschutz. Für jene, die ihre Lieben im Todesfall absichern möchten, sind denn auch Risikolebensversicherungen die günstigere Wahl.

Die Entwicklungen an der Zinsfront der letzten Jahre haben die Vorbehalte von kritischen Stimmen zum Verkaufsschlager vergangener Tage nur noch lauter werden lassen. Und die aktuellen Zahlen zur laufenden Verzinsung (Garantiezins und Überschussbeteiligung) für das Jahr 2018 geben ihnen recht. Denn diese liegt bei den größten Anbietern im Schnitt nur noch bei 2,4 Prozent. Im Vorjahr waren es um die 2,6 Prozent. Im Jahr 2014 konnten hingegen noch 3,4 Prozent ausgerufen werden. Schuld ist natürlich die anhaltende Niedrigzinsphase. Behaupten zumindest die Versicherer. Was sicher nicht ganz falsch ist, aber eben nicht die ganze Wahrheit.

Schlechte Anlagepolitik

Denn die bequeme Anlagepolitik der Branche spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Die Versicherer haben über Jahrzehnte die Kundengelder vor allem in festverzinsliche Papiere gesteckt - ohne Not. Denn es wäre auch möglich gewesen, bis zu 35 Prozent der Investitionen in sogenanntes Risikokapital anzulegen. Hierzu zählen unter anderem Aktien und Immobilien. Zwei Anlageklassen, die in den vergangenen Jahren bekanntlich nicht die schlechteste Entwicklung genommen haben. Leider wurde aber eine geeignete Diversifikation bei der Anlage der Kundengelder versäumt. Ausbaden müssen dies die Kunden. Und es wird wohl nicht besser.

Beschneidung der Bewertungsreserven

Hinzu kommt, dass mit Inkrafttreten des Reformpakets zur Stabilisierung der Lebensversicherer nicht nur die Garantieverzinsung Stück für Stück gesenkt wird (derzeit 0,90 Prozent), sondern auch die Beteiligung an den Bewertungsreserven geändert wurde. Um die Lebensversicherer in der derzeitigen Niedrigzinsphase zu entlasten, müssen die Reserven aus festverzinslichen Anlagen seit Inkrafttreten der Reform nicht berücksichtigt werden. Zum Leidwesen der Sparer kann dies einige Tausend Euro pro Vertrag ausmachen.

Niedriger Realzins

Die Versicher verweisen an dieser Stelle reflexartig auf die vergleichsweise hohen Renditen, die sie in den vergangenen Jahrzehnten für ihre Kunden erwirtschaften konnten. Aber das ist relativ. Erzielten doch schon Anlagen im sicheren festverzinslichen Bereich in den letzten 40 Jahren eine jährliche Wertentwicklung von rund 5,5 Prozent. Die Konzerne konnten durch Anlage in solche Papiere ohne viel Zutun ihren Verpflichtungen nachkommen und nebenbei an den Verträgen prächtig verdienen. Abgesehen davon darf hier auch nicht vergessen werden, dass sich der Realzins (der nominale Zinssatz im Verhältnis zur Inflation) weitaus weniger beeindruckend darstellt, als die 5 bis 6 Prozent Rendite erwarten lassen. Für eine langfristige Geldanlage, die zumeist auch als Altersvorsorge dienen soll, ist dies viel zu wenig.

Die Branche begegnet solchen Vorbehalten mit neuen Produkten. Bei diesen wird noch nicht einmal mehr der mickrige Garantiezins offeriert, sondern nur noch den Erhalt des eingezahlten Kapitals. Dafür hat der Kunde dann aber die Chance, dass mögliche erzielte Überschüsse in renditestärkere Produkte, sprich Aktien, investiert werden ­oder aber es werden höhere Überschüsse in Aussicht gestellt. Beide Varianten halten Verbraucherschützer für keine gute Idee. Zu teuer, zu intransparent, zu geringe Erfolgsaussichten, so der Tenor.

Belastungen durch Altverträge

Da trifft es sich gut, dass Garantieversprechen aus Alt-Verträgen ihre Gültigkeit behalten. Auch dann, wenn diese über der durchschnittlich laufenden Verzinsung der eigenen Versicherungsgesellschaft liegt. Sparer scheinen also gut beraten, an diesen deutlich steuerbegünstigten Verträgen mit Garantiezinsen von bis zu vier Prozent festzuhalten und sich diese nicht von den Unternehmen abjagen zu lassen. Denn die hohen Zinsversprechen vergangener Jahre belasten die Versicherer. Da eine Kündigung derzeit nicht möglich ist, soll der eine oder andere Kunde selbst zur Kündigung verführt werden. Eine zweifelhafte Praxis.

Doch die Branche ist in Sorge, versuchen doch einzelne Versicherer ihre hochverzinste Altpolicen zu verkaufen. Hierbei werden alte Bestände samt Eigenmitteln und Kapitalanlagen an ein Abwicklungsunternehmen übertragen, welche alle Rechte und Verpflichtungen übernimmt. Verbraucherschützer sehen derlei Bemühungen kritisch, da die Folgen für Kunden noch vollends absehbar sind. Das aber auch dieser Weg für die Unternehmen schwierig ist, zeigt die Ergo Versicherung, die bisher auf ihren Altstlasten sitzen geblieben ist.
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Was nicht gerade zur Beruhigung der Lage beiträgt. Und schon warnen Insider vor dem Kollaps der Anbieter. Zwar gibt es die von der Branche finanzierten Auffanggesellschaft "Protektor", doch deren Rücklagen sind begrenzt und dürften wohl bestenfalls ausreichen, um kleine oder mittlere Versicherer zu retten.

Wahrscheinlicher wäre im Falle eines sich andeutenden Crashs wohl eher, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) die Versicherungssummen und Verzinsung herabsetzten. Sprich, auch der Garantiezins ist nicht in Stein gemeißelt. Was an dieser Stelle aber keinesfalls prognostiziert werden soll. Und ungeachtet dessen ist ein isolierter Zusammenbruch der Versicherungsgesellschaften kaum denkbar - denn das Finanzsystem ist untereinander viel zu vernetzt. Also auch Banken würden darüber wohl mehr als nur ins Straucheln kommen. Und mit den entsprechenden Einlagensicherungen dürfte es im Krisenfall ähnlich mau aussehen wie bei "Protektor".

Experten raten denn auch von Panikverkäufen ab. Grundsätzlich sollte aber jeder, der Zweifel an der Überlebensfähigkeit von Lebensversicherungen hat, sich unabhängig beraten lassen und dann entscheiden, was er mit seinem Vertrag macht, rät beispielsweise der Bund der Versicherten (BdV).

Laufende Verzinsung für das Jahr 2018
Gesellschaft Laufende Verzinsung 2018 in Prozent Verzinsung 2017 in Prozent Veränderung in Prozent-Punkten
Allianz 2,80 2,80 0,00
AachenMünchener 2,30 2,60 - 0,30
Alte Leipziger 2,50 2,65 - 0,15
Axa 2,90 2,90 0,00
Debeka 2,50 2,75 - 0,25
Ergo 2,05 2,25 - 0,20
HUK-Coburg 2,40 2,70 - 0,30
Nürnberger 2,50 2,75 - 0,25
Württembergische 2,40 2,40 0,00
R+V 2,60 2,70 -0,10
Zurich Deutscher Herold 2,10 2,10 0,00

Quelle: n-tv.de ,
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Recht auf ein Konto - Wie Verbraucher ein Basiskonto eröffnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2018 15:25

STAMMTISCH - TREFF
https://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-Verbra ... 74614.html
Donnerstag, 08. Februar 2018
Recht auf ein Konto - Wie Verbraucher ein Basiskonto eröffnen

Jeder hat das Recht auf ein Konto - zumindest theoretisch. In der Praxis sieht es oft anders aus: Wollen Menschen ohne regelmäßiges Einkommen oder Wohnungslose ein Konto eröffnen, müssen sie manche Hürde überwinden. Aber es gibt Hilfe.


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Überweisungen, Daueraufträge oder Kartenzahlungen - ohne eigenes Konto geht das nicht. Damit alle die Möglichkeit haben, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen, gibt es seit Mitte 2016 das Recht auf ein Girokonto. Geldinstitute müssen allen Verbrauchern auf Antrag ein entsprechendes Konto ermöglichen - auch Menschen ohne festen Wohnsitz, Flüchtlingen oder finanziell schwachen Verbrauchern.

Was in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis oft schwierig. "Geldinstitute verlangen mitunter hohe Preise für die Basiskonten", sagt Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Gemeinsam mit anderen Verbraucherzentralen beobachtet er im Rahmen des Marktwächters Finanzen die Entwicklung des Marktes - und stößt dabei immer wieder auf Probleme.
Verbraucherschützer bemängeln Diskriminierung

Einige davon laden auch vor Gericht - wie jüngst im Dezember, als die Verbraucherschützer mit einem Geldinstitut stritten: Eine Bank hatte in ihrem Preisverzeichnis ein Entgelt in Höhe von 39 Euro für die Einrichtung eines Basiskontos verlangt. Aus Sicht der Verbraucherschützer unzulässig, weil für andere Girokonten keine entsprechenden Gebühren verlangt wurden. Nach einer Abmahnung willigte das Institut ein, eine strittige Entgeltklausel bis auf Weiteres nicht mehr zu verwenden.

In einem anderen Fall verlangte ein Kreditinstitut für sein Basiskonto 5,99 Euro pro Monat und damit mehr als für vergleichbare Kontomodelle. Das Problem: Für die günstigeren Modelle war ein monatlicher Eingang von Lohn-, Gehalts- oder Rentenzahlungen Voraussetzung. Regelmäßige Eingänge von Sozialleistungen berücksichtigte das Geldinstitut aber nicht. Aus Sicht der Marktwächter eine Diskriminierung.

Zu ähnlichen Ergebnisse kommt auch die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Untersuchung. Der Vergleich der Basiskonto-Konditionen von 108 Banken zeigt: "Viele Banken sind zu teuer." Während aus Sicht der Experten 60 Euro Jahresgebühr für ein normales Girokonto akzeptabel sind, verlangten einige der Institute im Test zwischen rund 205 und rund 328 Euro Jahresgebühr für ein Basiskonto. Und dabei tätigte der Modellkunde lediglich typische Buchungen wie Überweisungen und Daueraufträge und nutzte für Bargeldabhebungen den Geldautomaten.

Geldinstitute begründen die Preise oft mit dem Aufwand. Um ein Basiskonto zu eröffnen, muss der Kunde einen Antrag ausfüllen. Die Bank braucht außerdem ein Dokument, das ein Foto des Kunden sowie die wichtigsten Daten enthält. Neben Ausweisen kommen auch Duldungspapiere oder Auskunftsnachweise infrage. Zudem muss der Kunde eine Anschrift angeben, über die er erreichbar ist.
Verweigert werden darf das Konto in der Regel nicht

Eine solche Kontoeröffnung sei aufwendiger, weil die Prüfung der persönlichen Daten oft länger dauere, argumentiert die Branche. So erfolgt die Entscheidung über die Kontoeröffnung nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft in der Regel innerhalb von 10 Geschäftstagen nach Eingang des Antrages.

Immerhin: "Man kann nicht generell sagen, dass der Markt nicht funktioniert", sagt Verbraucherschützer Görner. Trotz bestehender Probleme gibt es auch nach Ansicht der Stiftung Warentest passende Angebote. So boten immerhin neun Geldinstitute Basiskonten an, die weniger als 60 Euro im Jahr kosten. Bei zwei dieser Banken war das Basiskonto bei Abschluss in der Filiale sogar kostenlos.

Genutzt werden kann ein Basiskonto in der Regel auf Guthabenbasis, das heißt, die Geldinstitute müssen dem Kunden keinen Dispokredit anbieten. Auch auf eine Kreditkarte haben Kunden keinen Anspruch. "Eine Karte, mit der sie Geld abheben können, sollte aber verfügbar sein", sagt Görner. Auch Online-Banking sollte aus Sicht des Verbraucherschützers möglich sein. "Das ist aber nicht bei allen Instituten der Fall."
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Verweigert werden darf das Konto in der Regel nicht. Passiert das trotzdem, können sich Verbraucher direkt an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wenden. Die Bafin prüft dann, ob die Bank das Basiskonto ablehnen durfte. Möglich ist dies zum Beispiel, wenn der Verbraucher bereits ein Konto bei einer anderen Bank in Deutschland führt. Liegt kein Ablehnungsgrund vor, kann die Bafin die Kontoeröffnung anordnen.

Die Möglichkeit, sich an die Bafin zu wenden, nutzten bis Mitte Dezember 2017 insgesamt 490 Verbraucher. In rund 160 Fällen konnte die Finanzaufsicht den Betroffenen helfen, ein Basiskonto zu erhalten. 22 Mal musste die Eröffnung förmlich angeordnet werden und in den übrigen Fällen korrigierten die Banken ihre Entscheidung nach Anhörung durch die Bafin.

Eine andere Anlaufstelle für Verbraucher ist der Ombudsmann des jeweiligen Bankenverbandes. Die Schlichter prüfen ebenfalls auf Antrag, ob eine Ablehnung berechtigt war. Die Deutsche Kreditwirtschaft listet auf ihrer Homepage die entsprechenden Anlaufstellen auf. Auch ein Beschwerdeformular ist dort zu finden. Der Vorteil für Verbraucher: Die Verfahren bei Bafin und den Schlichtungsstellen sind für sie kostenlos.

Quelle: n-tv.de , Falk Zielke, dpa
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Wie kommt Bewertung zustande ? - Aktivisten wollen Schufa-Code knacken

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Feb 2018 20:55

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https://www.n-tv.de/ratgeber/Aktivisten ... 88673.html
Donnerstag, 15. Februar 2018
Wie kommt Bewertung zustande ? - Aktivisten wollen Schufa-Code knacken

Wer einen Kredit aufnehmen oder ein Konto eröffnen will, wird vorher überprüft. Dabei greifen Banken oder Versicherungen auch auf die Schufa zurück, die Verbraucher bewertet. Doch wie arbeitet die Auskunftei? Aktivisten wollen das ergründen.


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Die zwei Nichtregierungsorganisationen AlgorithmWatch und Open Knowledge Foundation wollen das Geschäftsgeheimnis der Auskunftei Schufa knacken. Das Unternehmen entscheide mit seinen Informationen darüber mit, "wer einen Kredit, eine Mietwohnung, einen Handyvertrag und vieles andere bekommt", teilten die beiden Organisationen mit. Doch wie diese Bewertung zustande kommt, sei nicht bekannt. Mit dem Projekt "OpenSchufa" wollen beide Organisationen daher Daten sammeln, um dies herauszufinden.

Es gebe viele Indizien dafür, dass die Schufa - die größte und bekannteste Auskunftei in Deutschland - schlechte Daten verwende, erklärten die beiden Nichtregierungsorganisationen. Ein Beispiel seien unvollständige Informationen darüber, wer seinen Kredit mittlerweile abbezahlt oder eine Pfändung abgewendet habe. Mehrere Hunderttausend Menschen hätten falsche Negativmerkmale, die dazu führten, dass ihre Kreditwürdigkeit im Keller sei. Die Schufa gebe keine "angemessene Auskunft" über die Informationen, die ihr vorliegen. Betroffene könnten ihre Daten kaum korrigieren.

AlgorithmWatch und die Open Knowledge Foundation riefen die Bürger daher auf, Selbstauskünfte bei der Schufa anzufordern und diese Daten an die Organisationen weiterzugeben. Datenjournalisten des "Spiegel" und des Bayerischen Rundfunks sollen sie dann anonymisiert auswerten.
Schufa kritisiert Aktion

Die Schufa erklärte, die Kampagne "OpenSchufa" sei "irreführend und gegen Sicherheit und Datenschutz in Deutschland". Ihr Verfahren zur Score-Berechnung lege sie bereits seit 2010 gegenüber den Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder offen, sei "wissenschaftlich überprüft und aussagekräftig". Die Schufa trage zur Verhinderung von Betrug und Identitätsmissbrauch bei und helfe, die Überschuldung privater Verbraucher zu vermeiden.
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Wer die Score-Formel gegenüber der Allgemeinheit offenlegen wolle, der leiste Vorschub für Missbrauch und Betrug und führe die Allgemeinheit unter dem Deckmantel der Transparenz in die Irre, hieß es von der Schufa weiter. Nur wer seinen Score "manipulativ verbessern möchte", habe ein Interesse daran, die Details des Berechnungsverfahrens zu kennen.

Auskunfteien speichern Personendaten wie Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift sowie die "Kredithistorie" mit Anzahl der Konten, Kredite, Handy- und Leasing-Verträge, unbezahlte Rechnungen oder Insolvenzen. Mit Hilfe dieser Daten und einem jeweils eigenen mathematisch-statistischen Verfahren (Scoring) schätzen sie das Zahlungsverhalten eines Verbrauchers ein.

Ihre Scoring-Werte verkaufen die Auskunfteien an Banken, Telefonanbieter oder Versandhändler. Die wiederum nutzen die Angabe, um einen Kunden vor Vertragsabschluss einzustufen - je nach Wert muss ein Kunde etwa Vorkasse leisten oder darf auf Rechnung zahlen, bekommt einen günstigen Kredit oder muss dafür mehr Zinsen aufbringen. Die größte Auskunftei ist die Schufa. Im Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen gibt es aber mehr als hundert Firmen, die Risikodaten ermitteln, darunter etwa Creditreform, Deltavista und Bürgel.

Quelle: n-tv.de , mli/AFP
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