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Wohin mit dem Toiletteninhalt ? - ISS-Versorgung ist "kritischer Punkt"

Beitragvon Gudrun Graf » 23. Jul 2015 19:34

bild iss astronauten.jpg
bild iss astronauten.jpg (26.34 KiB) 5135-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/ISS-Versorgung-ist-kritischer-Punkt-article15580261.html
Donnerstag, 23. Juli 2015
Wohin mit dem Toiletteninhalt ? - ISS-Versorgung ist "kritischer Punkt"

Durch viele Pannen mussten Flüge zur ISS in den letzten Monaten mehrmals verschoben werden. Zuletzt gab es Probleme mit dem Sonnenkollektor. Ein ehemaliger Astronaut erklärt, warum Reparaturen so gefährlich sind und was mit den Toilettenabfällen passiert.


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Mit fast zwei Monaten Verspätung sind drei Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation ISS eingetroffen. Eine Sojus-Kapsel mit dem Japaner Kimiya Yui, dem Russen Oleg Kononenko und dem US-Amerikaner Kjell Lindgren dockte am frühen Morgen dort an. Grund für die Verzögerung war eine Pannenserie. So war ein Frachter vom Typ Progress Ende April abgestürzt, Ende Juni dann ein US-Raumfrachter vom Typ Dragon mit Nachschub für die ISS. Auch diesmal gab es ein Problem: Der linke Sonnenkollektor der Raumkapsel öffnete sich nicht wie geplant während des Fluges.
Video
Neue Experimente im Gepäck: Drei Astronauten erreichen verspätet die ISS 23.07.15 – 01:11 min Mediathek Neue Experimente im Gepäck Drei Astronauten erreichen verspätet die ISS

Ulrich Walter, ehemaliger Astronaut und heutiger Leiter des Lehrstuhls für Raumfahrttechnik an der TU München, sagte dazu bei n-tv: "Sonnenkollektoren gehen manchmal nicht auf, weil eine Mechanik dahintersteckt. So was kann manchmal nicht funktionieren." Mechanik sei immer unzuverlässig, so sei das auch bei Sonnenkollektoren. Aber bei der ISS sei das kein Problem gewesen. Der fragliche Sonnenkollektor hatte sich schließlich beim Andockmanöver geöffnet.
Astronauten gehen ungern ins All

Ulrich Walter war im April 1993 mit der Raumfähre "Columbia" zusammen mit einem deutschen und fünf US-amerikanischen Raumfahrern zehn Tage im All. Währenddessen betreuten die beiden Deutschen etwa 90 Experimente im europäischen Raumlabor Spacelab. Wenn es technische Probleme gibt, berichtet Walter bei n-tv, verlassen die Astronauten ungern ihr Raumfahrzeug, denn "es ist manchmal sehr gefährlich". Es gebe Mikro-Meteoriten, von denen selbst ein nur stecknadelgroßes Stück den Anzug durchschlagen könne. Am besten wäre es, wenn man von innen aus einen Roboterarm steuern könnte, vielleicht sogar von der Erde. So etwas werde derzeit getestet.
Ulrich Walter war im April 1993 mit dem Orbiter "Columbia" im All.
Ulrich Walter war im April 1993 mit dem Orbiter "Columbia" im All.
(Foto: imago stock&people)

Wenn wegen des Absturzes von Raumfrachtern neue Vorräte für die ISS ausbleiben, dann ist das "ein kritischer Punkt", so Walter. "Eigentlich halten die Vorräte, wenn sechs Astronauten dort oben wären, nur bis Anfang September." Darum hätten die US-Amerikaner und die Russen erst abgewartet, ob die nächsten Versorgungsflüge funktionieren, bevor sie die nächsten drei Raumfahrer zur ISS schicken.
"Die Toilettenabfälle müssen auch wieder zurück"
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Da die Proton-Rakete funktioniert hat - sie war Anfang Juli losgeflogen -, konnten die drei Raumfahrer nun nachfolgen. Die Anzahl der Besatzungsmitglieder an Bord ist entscheidend für das Durchführen von Experimenten, denn laut Walter funktioniert das erst mit sechs Astronauten wirklich gut. Schon drei Astronauten bräuchte man dafür, "um die Station am Laufen zu halten".

Dadurch, dass dieser Flug heute nun erfolgreich war, reichten jetzt auch die Vorräte, so Walter weiter. Das bezöge sich auch auf die Toilette. Denn "die Toilettenabfälle müssen ja auch wieder zurück, dazu braucht man die leere Versorgungskapsel. Die fliegt dann zurück und verglüht in der Atmosphäre. Weil das jetzt gesichert ist, kann man auch die Toilettenabfälle über längere Zeit bis Ende Oktober dann nach unten bringen."
Bilderserie
Wenn die Technik versagt: Katastrophen der Raumfahrt Wenn die Technik versagt: Katastrophen der Raumfahrt Wenn die Technik versagt: Katastrophen der Raumfahrt Wenn die Technik versagt Katastrophen der Raumfahrt

Quelle: n-tv.de , abe
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Flüge online vergleichen - Airlines müssen Endpreis sofort anzeigen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jul 2015 11:22

bild flüge onlinevergleich.jpg
bild flüge onlinevergleich.jpg (15.01 KiB) 5119-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/ratgeber/Airlines-muessen-Endpreis-sofort-anzeigen-article15627276.html
Flüge online vergleichen - Airlines müssen Endpreis sofort anzeigen

Flugbuchungen im Netz sind bequem und schnell. Wenn denn die Endpreise auch gleich zu sehen sind. Fehlen zunächst noch die Steuern und Gebühren, ist Preise vergleichen mühsam. Das darf nicht sein, entscheidet der BGH.



Bei der Online-Buchung eines Flugs müssen Kunden den tatsächlichen Preis zu einem Flugziel auf einen Blick erkennen können. Es ist unzulässig, Servicepauschalen, Steuern oder Kerosinzuschläge gesondert anzuzeigen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) entschied. Dies gilt auch für die Preisangaben zu mehreren Flügen an einem Tag zum selben Ziel. Karlsruhe setzte damit ein gleichlautendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Januar in deutsches Recht um. (Az. I ZR 29/129)

Es genüge nicht, die Endpreise erst dann anzuzeigen, wenn der Kunde tatsächlich buchen wolle, urteilte der BGH weiter. Der Kunde habe sich dann bereits dazu entschlossen, bei dieser bestimmten Airline zu buchen. Er wechsele nicht mehr den Anbieter, wenn ihm der Endpreis später zu hoch sei.
Flug für 41 Euro kostet 74 Euro

Der Bundesgerichtshof hatte den Streit zwischen Airberlin und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dem EuGH zur Entscheidung vorgelegt. Die Praxis des Billigfliegers, Endpreise erst unmittelbar vor einer Buchung anzuzeigen, wertete Luxemburg als Verstoß gegen das Gebot der Preistransparenz. Kunden müssten Preise verschiedener Flüge effektiv vergleichen können, begründete der Gerichtshof seine Entscheidung.
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Airberlin hatte dem Ausgangsverfahren zufolge etwa bei einem Flug von Berlin nach Frankfurt einen Preis von 41 Euro angezeigt. Tatsächlich mussten Kunden dafür aber einschließlich Steuern und Gebühren 74 Euro zahlen. Dieser Gesamtpreis war nur für den jeweils voreingestellten oder angeklickten Flug aufgeführt. Dies wertete der BGH nun ebenso wie der EuGH als Verstoß gegen das Gebot der Preistransparenz.

Der vzbv begrüßte das Urteil: Der Preisvergleich werde für die Verbraucher jetzt einfacher. Airberlin hat die Preisdarstellung auf seinem Onlineportal nach eigenen Angaben bereits angepasst. Mittlerweile würden alle Preise zu verschiedenen Flugzeiten auf einer Strecke als Endpreise angegeben.

Quelle: n-tv.de , hul/dpa/AFP
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Mars-Expedition in den Alpen - Analog-Astronauten üben den Ernstfall

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Aug 2015 18:00

bild astronauten üben für mars.jpg
bild astronauten üben für mars.jpg (50.49 KiB) 5109-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Analog-Astronauten-ueben-den-Ernstfall-article15647756.html
Montag, 03. August 2015
Mars-Expedition in den Alpen - Analog-Astronauten üben den Ernstfall

Die Menschheit greift nach dem Roten Planeten. Doch vor der langen Reise müssen vor allem Alltagsfragen geklärt werden. Eine Gruppe aus sogenannten Analog-Astronauten und Forschern stellt sich den Problemen einer Mars-Expedition auf einem Tiroler Gletscher.


Der silbrige Raumanzug der beiden Spaziergänger glitzert unter tiefblauem Himmel. Carmen Köhler aus Berlin und ihr spanischer Kollege Inigo Munoz Elorza haben auf dem Kaunertaler Gletscher in Tirol als sogenannte Analog-Astronauten ihren ersten größeren Ausflug in voller Montur absolviert. "Das Runterbeugen und das Hochkommen ist schwierig", sagt die 35-Jährige. 48 Kilogramm wiegt der aluminiumbedampfte Raumanzug aus feuerfestem Kevlar im Wert eines Ferraris. Das Motto der Aktion: Üben für die Reise zum Mars.
Zwei Analog-Astronauten bei einer Trockenübung.
Zwei Analog-Astronauten bei einer Trockenübung.
(Foto: dpa)

Die beiden Forscher gehören zum Team des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF), das auf dem Gletscher im Kaunertal in 2700 Metern Höhe "ideale Bedingungen" vorgefunden hat, ist Expeditionsleiter Gernot Grömer begeistert. Im unwegsamen Gelände gibt es unter dickem Geröll massenhaft Eis - wie auf dem Roten Planeten. Zwei Wochen lang werden rund 100 Forscher und Mitarbeiter aus 19 Nationen Arbeitsabläufe üben, die zeitverzögerte Kommunikation proben, zwölf Experimente starten.
Speziell ausgebildete Raumanzugtester

Köhler und ihr spanischer Kollege spielen eine zentrale Rolle. Sie haben in einer fünfmonatigen Ausbildung die Lizenz zum Tragen des Raumanzugs erworben und gehören nun zu dem handverlesenen Kreis von acht ÖWF-Analog-Astronauten. Köhler ist eigentlich Mathematikerin und Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst. Die Faszination fürs All entstand bei ihr durch die Science-Fiction-Reihe "Star Trek". "Ich hoffe, dass es woanders auch Leben gibt", sagt sie nach der Strapaze mit strahlendem Lachen.

Rund 1000 Tage wird eine Expedition zum Mars wohl dauern, knapp die Hälfte davon ist reine Reisezeit. Aktuell laufen weltweit mehrere Experimente zur Vorbereitung der Reise, die als eine der größten technologischen Herausforderungen der Menschheit gilt. Das ÖWF geht davon aus, dass in etwa 20 bis 30 Jahren der Versuch gewagt wird, Astronauten zu dem durchschnittlich 200 Millionen Kilometer entfernten Mars zu schicken.

Während die grobe Organisation des Abenteuers unter Wissenschaftlern schon recht klar sei, hake es bei vielen Alltagsfragen, meint Grömer. Schon die wegen der riesigen Entfernung um 20 Minuten verzögerte Kommunikation sei höchst gewöhnungsbedürftig. "Das ist wie ein langsamer Chat", sagt Grömer. Dieser Umstand sorge dafür, dass die Mars-Astronauten über viel mehr Entscheidungsfreiheit verfügten als alle Vorgänger - aber auch über noch viel mehr Wissen und Fähigkeiten verfügen müssten.
Zahnersatz aus dem 3D-Drucker
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Der Alga-Krater auf dem Mars - auch hier haben die Forscher Glas nachgewiesen. Die grün eingefärbten Flächen zeigen, wo. 09.06.15 Hinweise auf Leben? Nasa-Sonde findet Glas auf dem Mars
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Unter den Projekten, die bei "Amadee-15" auf dem Gletscher erprobt werden, ist auch eine Wasserdampf-Dusche. Bisher wurde die Körperhygiene im All mit feuchten Tüchern erledigt. Daraus könnte ein seelenerfrischender Akt werden, meinen die ÖWF-Experten. Sofern die Dusche bei geringstem Wasserverbrauch wie erhofft funktioniere, sei dies auch eine mögliche Anwendung für wasserarme Regionen auf der Erde.

Psychologen aus Warschau wollen genauer herausfinden, wie Menschen ticken müssen, die unter Extrembedingungen miteinander auskommen sollen. Auch einem besonders lästigen Problem - auf Erden wie im All - widmen sich die Forscher: dem Zahnschmerz. Was passiert, wenn ein Nerv nervt? Ein 3D-Drucker soll bei Zahn-Operationen im Weltraum helfen und den passenden Zahnersatz herstellen. Die aktuelle Philosophie der extremen Minimierung des Risikos sieht Grömer durchaus zwiespältig. Die legendären Erkundungsabenteuer der Polarforscher und Weltumsegler seien viel gefährlicher gewesen als das, was Astronauten heute erwarte, meint er. "Das Leben beginnt bekanntlich außerhalb der Komfortzone", sagt der Mann, der auch ein wenig Österreich-Know-How auf den Mars schicken will.
Bilderserie
Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars Nasa schießt Orion ins All

Quelle: n-tv.de , Matthias Röder, dpa
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Gefahr durch Weltraumschrott: Deutsche Forscher planen gezielte Überwachun

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Aug 2015 08:50

bild Gefahr durch Weltraumschrott.JPG
nfo.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/gefahr-durch-weltraumschrott-deutsche-forscher-planen-gezielte-ueberwachung-ab-2-18.html;jsessionid=688D8FFF1A6684CDF30B5BEBDA93B86C

26.08.2015


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Gefahr durch Weltraumschrott: Deutsche Forscher planen gezielte Überwachung ab 2018
Andreas von Rétyi

Um unsere Erde herum kreisen Abertausende kleinerer und auch größerer Trümmerteile. Es sind nicht etwa Reste von Asteroiden und anderer Himmelskörper, sondern ausgebrannte Raketenstufen oder zerstörte Satelliten. Was sich hier über die wenigen Jahrzehnte angesammelt hat, wird heute zur ernsten Gefahr für die Raumfahrt. Unlängst bekräftigte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Pläne für ein Überwachungssystem.



Wer abends auch nur eine kurze Weile zum sternklaren Himmel blickt, wird einige Aktivität dort feststellen. Erst vor wenigen Tagen huschten zahlreiche Sternschnuppen über das dunkle Firmament, doch vor allem auch von Menschen gemachte Flugkörper beherrschen mittlerweile das nächtliche Szenario »dort oben«. Flugzeuge verfolgen blinkend ihren Kurs, vielfach sind es aber auch künstliche Erdsatelliten, die in unterschiedlichen Erddistanzen unablässig unterwegs sind.



Am auffallendsten in diesem kosmischen Kreisverkehr: die Internationale Weltraumstation ISS. Schon mit bloßem Auge ist sie leicht erkennbar und von Flugzeugen gut zu unterscheiden. Sie ähnelt einem sehr hellen Stern oder Planeten mit ruhigem Licht, da blinkt und flackert nichts, während sie stets im Westen auftaucht und mit recht hoher Geschwindigkeit nach Osten zieht, knapp 400 Kilometer über unseren Köpfen. Mit ihren 28 000 Stundenkilometern schafft sie eine Erdumrundung schnell. Statt in 80 Tagen in lediglich 90 Minuten, seinerzeit auch für Jules Verne undenkbar. Von Horizont zu Horizont dauert die Reise keine fünf Minuten.



Andere Objekte im Erdorbit sind längst nicht so gut erkennbar wie die ISS, trotzdem zeigen sich schon in kurzer Zeit zahlreiche Erdsatelliten. Ab und an blitzen auch die Iridium-Satelliten hell auf. Das lässt sich vorausberechnen und geschieht, wenn die großen Übertragungspanele das grelle Sonnenlicht für wenige Momente auf einen bestimmten Ort am Erdboden reflektieren. Die schiere Menge an künstlichen Orbitalkörpern wird erst mit optischer Verstärkung deutlich.



Oft sind es ganz schwache Lichtpunkte, die je nach Vergrößerung und Entfernung unterschiedlich durchs Bildfeld rasen. Fast ständig und in allen Richtungen tauchen diese Objekte auf. Sie ziehen dünne Linien durch lang belichtete Aufnahmen und demonstrieren jedes Mal aufs Neue, wie übervölkert der erdnahe Raum ist – mit funktionstüchtigen Satelliten, aber auch mit unbrauchbarem Gerät: Raketenteilen, Trümmern von Satelliten, Weltraummüll. Dort oben kreist mittlerweile ein riesenhafter Schrottplatz um die Welt.



Wo die Menschen hinkommen, hinterlassen sie eben Müll. Sinnvolle Schätzungen gehen von nun immerhin 20 000 Objekten mit einer Größe von mindestens zehn Zentimetern aus. Kleinere »Splitter« sind noch viel häufiger. Bis hinab zu einem Zentimeter besiedeln wohl rund 700 000 Fragmente den Orbit. Wer sich diese Materialansammlung als im All ruhend vorstellt, verkennt die wahre Situation. Tatsächlich rast dieser Schrottplatz im Schnitt so schnell wie die ISS um unseren Planeten herum, der Trümmergürtel rotiert mit durchschnittlich rund 25 000 Kilometern pro Stunde um unsere Welt!



Erst wenn man weiß, dass eine Gewehrkugel bis zu 4000 Kilometer in der Stunde erreicht, wird so richtig klar, wie hoch das Tempo der Trümmerteile dort oben wirklich ist. Situationsbedingt kann die Zerstörungsgewalt enorm werden. So sind auch aktive Satelliten gefährdet. Im Februar 2009 stieß ein »toter« Satellit mit einem Kommunikationssatelliten zusammen, die ISS muss jedes Jahr etwa vier bis fünfmal Ausweichmanöver durchführen, um solche Kollisionen zu vermeiden.



Durch gegenseitige Kollisionen größerer Bruchstücke entstehen noch mehr kleinere Geschosse. Der Weltraummüll vermehrt sich also mit der Zeit ganz von selbst, in einer Art Schneeballeffekt. Werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, wird die Situation dort oben schnell unkontrollierbar. Dadurch, so befürchten die Fachleute mittlerweile, könnte die Raumfahrt künftig verunmöglicht werden. Bestehende Satellitensysteme müssen zudem geschützt werden.



Heute ist unsere Gesellschaft von Erd- und Weltraumbeobachtung, von Satellitenkommunikation und -navigation vielfach abhängig. Die nun schon unverzichtbaren und kostspieligen Systeme können natürlich nur dann geschützt werden, wenn die entsprechenden Gefahrenquellen genau bekannt und eingedämmt werden. Die Zeit drängt, der Handlungsbedarf ist hoch, an sich wäre nötig gewesen, hier bereits viel früher einzuschreiten. Tatsächlich ist die Problematik schon lange bekannt, es gab auch frühere Ansätze und Erwägungen, unter anderem auch bei der ESA.





Einen wesentlichen Schritt will das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) unternehmen und hat daher vor einiger Zeit das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR in Wachtberg, Regierungsbezirk Köln, damit beauftragt, ein Radarsystem zu entwickeln und zu bauen, um erdnahe Weltraumobjekte zu überwachen und zu verfolgen.



Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert hierzu GESTRA – das German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar, in etwas heimischerer Zunge also das »Experimentelle Deutsche Weltraumüberwachungs- und Verfolgungsradar«, salopp gesagt eine Art Radarfalle für Weltraummüll.



Die Förderung dieses Projekts wird mit einem Zeitrahmen von vier Jahren und einer Summe von 25 Millionen Euro beziffert. Stellvertretender FHR-Institutsleiter und Abteilungsleiter Dr. Andreas Brenner hebt hervor: »Um die Sicherheit der Satelliten zu gewährleisten, müssen wir wissen, was im Weltraum passiert.« Das neue System soll die unzähligen Bahnen von Satelliten und auch Trümmern in Höhen von 300 bis 3000 Kilometer überwachen und sämtliche Daten erfassen.



Am FHR hat man bereits Erfahrung im Bau solcher Anlagen. TIRA, das Tracking and Imaging Radar, spürt bereits einzelne Objekte im All auf und bildet sie mit hoher Auflösung ab. GESTRA soll hingegen eine größere Zahl von Objekten simultan beobachten können, wobei ihm die elektronisch schwenkbare Antenne sehr gelegen kommt. Sie besteht aus zahlreichen Einzelelementen und kann die von entsprechenden Objekten reflektierten Radarstrahlen innerhalb von Sekundenbruchteilen aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen zeitgleich empfangen. Damit ist sie laut FHR in der Lage, simultan ein großes Himmelsareal ins Visier zu nehmen. Dr. Brenner hält fest:

»Im Trackingmodus können wir einzelne Objekte gezielt verfolgen. Die Funktion der digitalen Keulenbildung ermöglicht es rechnergestützt, die Strahlenbündel – Experten bezeichnen diese als Keule – eng zu stellen und somit den Fokus gezielt auf ein einzelnes Objekt zu richten und dieses zu verfolgen. Das kann man mit dem Lichtkegel einer Taschenlampe vergleichen. Andererseits lässt sich die Keule weit aufziehen, sodass ein breiteres Areal beobachtet und auf diese Weise beispielsweise mehrere Trümmerteile verfolgt werden können.«

Die Anlage wird recht kompakt sein und lässt sich in einem mobilen Container unterbringen. In jedem Fall wird das von DLR und Luftwaffe gemeinsam geführte Weltraumlagezentrum in Uedem das GESTRA-System per Fernsteuerung betreiben. Ab 2018 sollen erste Messungen durchgeführt und die Daten dann verschiedenen deutschen Forschungseinrichtungen als Grundlage für die künftige Weltraumüberwachung zur Verfügung gestellt werden.



Es geht dabei insbesondere darum, vor Kollisionen zu warnen, aber auch Alarm zu schlagen, sobald ein Objekt in die Erdatmosphäre eintritt. Wie gesagt, das alles kann nur ein Anfang sein. Eine entsprechende Überwachung sollte letztlich weltweit koordiniert sein und im nächsten Schritt eben auch aktive Gegenmaßnahmen einleiten können. Die USA und Russland betreiben jeweils Anlagen zur Überwachung des erdnahen Orbits, um die künstlichen Weltraumobjekte zu katalogisieren.



Das Space Surveillance Network (SSN) der USA konstituiert sich aus 17 Radaranlagen sowie acht Teleskopen, ergänzt durch ein Orbitalteleskop und somit paradoxerweise wieder durch künftigen Weltraumschrott. Das SSN hält gegenwärtig rund 13 000 Weltraumkörper im Visier, wobei nur zu knapp 9000 Objekten öffentliche Informationen vorliegen. Ähnlichen Zwecken dient in Russland das SKKP, in Frankreich das GRAVES-System. Die ESA bemüht sich ihrerseits um den Aufbau des europäischen Systems.



Einige Kreise sehen in der Diskussion zum Thema Weltraumschrott allerdings nichts weniger als eine jener typischen, tatsächlich sattsam bekannten Deckgeschichten, mit denen die wahren Aufgabenstellungen vertuscht werden.



Das Combined Air Operations Center (CAOC) als taktischer Gefechtsstand der NATO in Uedem solle mittels GESTRA tatsächlich vielmehr gegen UFOs eingesetzt werden, wobei die Bezeichnung »Weltraumschrott« faktisch nichts anderes als ein Code für unidentifizierte fliegende Objekte sei. Anspruch und Diskussion grundsätzlich in allen Ehren, doch wäre eine so eindeutige Zuordnung dann schon etwas zu kurz gegriffen.



Um die traurige Tatsache des in großen Mengen vorhandenen Weltraumschrotts kommt man jedenfalls nicht herum. Das durchaus bestehende kosmische Schrottproblem darf allerdings wirklich nicht zum Vorwand für militärische Initiativen und Aktivitäten im All werden, die faktisch völlig anderen Zwecken als dem Schutz und der Überwachung der Satelliten dienen. Leider besteht auch diese Gefahr.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: NASA, Fraunhofer FHR

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Leser-Kommentare (7) zu diesem Artikel
26.08.2015 | 09:25
Schön und gut

Verflixt, wie kommen wir aus diesem Matrix bloß raus? Ich zwicke und zwicke und Wache immer noch nicht auf, bin immer noch in diese Realität. Unglaublich!! David Icke schreibt auch, wir leben in ein Illusion. Es ist absolut nicht zu begreifen und schon gar nicht zu glauben aber ich bin offen für fast alles daher wahrscheinlich auch nicht ganz dicht. :-))

26.08.2015 | 09:05
Carlitos

Satellites, to make us believe there is a universe out there and that we live on a spinning ball, created by accident, a nothing in the emptiness of space. To make us believe that there is no creator, no god, that we are just a piece of dirt, biological robots, lonely and reduced to our self and the only thing that really matters is me, me, me.

26.08.2015 | 08:35
Bärbel Müller

@Schön und gut: es ist schwer vorstellbar, nicht wahr. Ich habe mich da auch lange schwer getan. Ich hielt die Apollo-Flüge zwar für gefälscht, glaubte aber an die ISS, weil die manchmal über uns fliegt und viele von ihr auch recht gute Fotos machen konnten. Mit dieser Weltall-Technik hängen sehr viele Existenzen zusammen, sowohl in Europa als auch in den USA und die Astronauten werden stets sehr sorgfältig ausgesucht und sie sehen schon bei den Jungle und Big Brother Shows auf...

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26.08.2015 | 08:28
Schön und gut

Aber @ Bärbel Müller wie erklärt sich das mit dem Astronauten die davon berichten wie es war?? Lügen die alle?? Wie werden die denn getäuscht nach Ihrer Meinung?? Mir fehlt zum Lügen Erfindung die Fantasie.

26.08.2015 | 08:14
Sebastian

Generell eignеt sich die Technik zum Einsаtz für gute wie schlеchte Zwеcke. Zum Beispiel verwеnde ich die Tеchnik, um monаtlich einige Tausendеr aus der Sportszеne auf mеin Bаnkkoпto umzuleiten, ganz lеgal bei minimаlstem Zеitaufwand: http://www.turl.ca/fkjhxk

26.08.2015 | 08:13
Bärbel Müller

@Zottel, das sind berechtigte Einwände. Solche Geschichten gehören zu der Show, die da abgezogen wird. Ohne sie könnte man die ganze Geldverschwendung nicht begründen. Wir können nur nach oben fliegen und das auch nur eingeschränkt. Irgendwann kommt alles runter und verbrennt weit oben, ohne jemals die Erde zu erreichen.
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Für Unabhängigkeit von US-GPS - Satelliten für Europa-Navi Galileo unterwe

Beitragvon Gudrun Graf » 11. Sep 2015 18:22

bild Satelliten für Europa-Navi Galileo unterwegs.jpg
bild Satelliten für Europa-Navi Galileo unterwegs.jpg (30.56 KiB) 5066-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Satelliten-fuer-Europa-Navi-Galileo-unterwegs-article15908041.html
Freitag, 11. September 2015
Für Unabhängigkeit von US-GPS - Satelliten für Europa-Navi Galileo unterwegs

Mit dem Prestigeprojekt Galileo will Europa unabhängig vom US-amerikanischen GPS werden. Nun sind neue Satelliten auf dem Weg in ihren Orbit. Doch bis das Europa-Navi vollständig ist, dauert es noch - Streitigkeiten der Partnerländer verzögern das Projekt immer wieder.


Eine Sojus-Rakete hat zwei neue Satelliten für das europäische Navigationssystem Galileo erfolgreich ins All gebracht. "Die Satelliten sind auf der richtigen Bahn", sagte der Chef der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), Jan Wörner. Mit Galileo will Europa unabhängig vom US-amerikanischen GPS werden. Seine Positionsdaten sollen künftig weltweit zum Beispiel von Navigationsgeräten in Autos genutzt werden können. Das milliardenschwere EU-Prestigeprojekt hatte sich allerdings immer wieder verzögert.

Die Trägerrakete mit der rund 1,4 Tonnen schweren Hightech-Fracht startete kurz nach 4.00 Uhr deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Nach fast vier Stunden Flug wurden die Satelliten "Alba" und "Oriana" in 23.522 Kilometer Höhe ausgesetzt, wie Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Experten im Darmstädter Bodenkontrollzentrum steuern sie nun in ihren endgültigen Orbit.
"Das schwierigste Drittel geschafft"
Grafik des europäischen Navigationssatellitensystems "Galileo".
Grafik des europäischen Navigationssatellitensystems "Galileo".
(Foto: dpa)

Die Satelliten sind Nummer 9 und 10 in der Galileo-Konstellation, die bis 2020 insgesamt 30 Satelliten umfassen soll. "Wir haben erst ein Drittel der Arbeit geschafft, aber das ist das schwierigste Drittel", sagte Esa-Programmchef Didier Faivre.

Im vergangenen Jahr hatte eine Panne nach dem Start dafür gesorgt, dass zwei Galileo-Satelliten in der falschen Umlaufbahn ausgesetzt wurden. Sie konnten später in eine günstigere Position navigiert werden. Im Dezember sollen noch zwei weitere Satelliten folgen, 2016 ist ein Start einer Ariane-5-Rakete mit vier Satelliten geplant. Auch der Beginn erster Galileo-Dienste rückt damit näher, wie Paul Flament, Programmmanager der EU-Kommission, am Donnerstag sagte. Dies ist für 2016 angepeilt - noch habe aber die Esa nicht endgültig grünes Licht gegeben.
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Ursprünglich sollten erste auf Galileo basierende Angebote schon 2008 zur Verfügung stehen. Wegen Streitigkeiten unter den Partnerländern gab es aber immer wieder Verzögerungen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bezifferte im vergangenen Jahr die Kosten des Projekts auf etwa sechs Milliarden Euro, weitere sieben Milliarden Euro für Betrieb und Ausbau sind im EU-Budget bis 2020 vorgesehen. Europa argumentiert, dass die vorhandenen US-amerikanischen und russischen Navigationssysteme vom Militär kontrolliert werden. Falls sie einmal abgestellt werden, wären zivile Nutzer aufgeschmissen. Zudem soll Galileo genauere Positionsdaten liefern.

Esa-Chef Wörner denkt derweil schon an die Zeit nach 2020: "Wir müssen auch an die Zukunft denken. Es muss eine zweite Generation geben, denn diese Satelliten werden nicht ewig arbeiten."
Bilderserie
Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Gudrun Graf
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Drei Raumfahrer verlassen ISS - Kosmonaut stellt neuen Rekord im All auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2015 18:25

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http://www.n-tv.de/wissen/Kosmonaut-ste ... 15971.html
Drei Raumfahrer verlassen ISS - Kosmonaut stellt neuen Rekord im All auf

Für zwei Raumfahrer geht es nach einem kurzen Aufenthalt auf der ISS zurück zur Erde. Der Dritte im Team stellt hingegen einen neuen Rekord auf. Gennadi Padalka hält sich beinahe zweieinhalb Jahre im All auf. Wohlbehalten landen die Drei in der kasachischen Steppe.



Drei Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation ISS sind zur Erde zurückgekehrt. Der Däne Andreas Mogensen, der Kasache Aidyn Aimbetow und der Russe Gennadi Padalka landeten in einer russischen Sojus-Kapsel in der früheren Sowjetrepublik Kasachstan, wie die Europäische Weltraumbehörde (Esa) mitteilte. Etwa 200 Rettungskräfte überwachten in der zentralasiatischen Steppe die Rückkehr der Raumfahrer.

Padalka hält nun mit 878 Tagen im All den Rekord für die längste Aufenthaltsdauer im Kosmos. Dazu benötigte der 57-Jährige insgesamt fünf Raumflüge. Bei der nun beendeten Mission arbeitete der Russe seit Ende März auf der Raumstation rund 400 Kilometer über der Erde. Erstmals erkundete Padalka 1998 den Weltraum. Damals war er Kommandant der russischen Raumstation Mir und blieb 199 Tage. Es folgten ISS-Missionen in den Jahren 2004, 2009 und 2012. Zuletzt startete er am 27. März ins All.
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Mogensen und Aimbetow verbrachten im Gegensatz zu ihrem russischen Kollegen nur jeweils zehn Tage auf dem Außenposten der Menschheit. Mogensen brachte dabei unter anderem Lego-Spielfiguren zur ISS. In einem spektakulären wissenschaftlichen Versuch schaffte es der erste Däne im Weltall zudem, von der Raumstation aus einen Roboter auf der Erde zu bewegen.

Der Kasache Aimbetow brachte Spezialitäten seiner Heimat zur ISS, darunter Stutenmilch. In dem fliegenden Labor arbeiten nun noch sechs Raumfahrer: drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner.
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Den ersten Erfolg feierte der Kreml 1957 mit dem Start einer Interkontinentalrakete. Und auch deutsche Raumfahrer wie Sigmund Jähn und Alexander Gerst (im Bild) sind von Baikonur aus gestartet (mit dpa). Für viele Russen bleibt Baikonur eine der größten Errungenschaften der Sowjetunion. Das Tor zu den Sternen Baikonur - der größte Raketenstartplatz der Welt

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Raumfahrt: Wenn eine 170 Millionen Euro teure Toilette im All versagt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2015 10:16

Wenn eine 170 Millionen Euro teure Toilette im All versagt.jpg
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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/raumfahrt-wenn-eine-17-millionen-euro-teure-toilette-im-all-versagt.html;jsessionid=3667BC1AD769EDA6954B2899F5C340D5

17.09.2015


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Raumfahrt: Wenn eine 170 Millionen Euro teure Toilette im All versagt
Andreas von Rétyi

Während uns der nächste Kalte Krieg erfasst, haben russische und amerikanische Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS eher andere Probleme, die rund um die Trinkwasserversorgung angesiedelt sind. Auch im All gehen USA und Russland getrennte Wege.



Dass die Versorgung einer Orbitalstation mit lebensnotwendigen Gütern nicht einfach ist, kann sich jeder vorstellen. Frachtgut muss von der Erde ins All transportiert werden, das ist eine kostenintensive Angelegenheit.



Vor allem die Trinkwasseraufbereitung stand schon immer im Fokus der Techniker. Und die ist auf einer Raumstation ein großes Problem.



Wie wichtig es ist, im All möglichst autark zu sein, machten die »Lieferschwierigkeiten« der vergangenen Zeit deutlich. Im Laufe der letzten zwölf Monate gab es mehrere Raumfahrtunfälle, bei denen das Frachtgut komplett verloren ging. Im Oktober 2014 explodierte etwa eine Orbital-Sciences-Rakete auf der Startrampe der Wallops Flight Facility in Virgina.



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Leser-Kommentare (5) zu diesem Artikel
17.09.2015 | 11:01
Sebastian

Generell eignеt sich die Technik zum Einsаtz für gute wie schlеchte Zwеcke. Zum Beispiel verwеnde ich die Tеchnik, um monаtlich einige Tausendеr aus der Sportszеne auf mеin Bаnkkoпto umzuleiten, ganz lеgal bei minimаlstem Zеitaufwand: http://www.5.gp/jMDR

17.09.2015 | 09:29
Kärbel Brüller

Ja stimmt ! Das Foto ist doch nur so zusammengeschustert, so was kann man heutzutage. Und das Wort Actornauten ist wirklich genial! Passt!! ;-))

17.09.2015 | 08:20
Bärbel Müller

@Kärbel Brüller: genau das ist das geniale an der Sache, man kann immer beliebig viel Geld in Rechnung stellen, denn es ist ein Monopol, der durch nichts gefährdet werden kann, außer die Menschen kapieren, wie simpel sie da verarscht werden.

17.09.2015 | 08:06
Bärbel Müller

ha,ha, das Bild mit dem Astronot-en illustriert schon sehr gut, wie wir da verarscht werden. Die Sonne ist hinter dem Astronauten und wir sehen trotzdem seine Vorderseite und auch die Details der Solarpanele. Und wir sehen sogar die Milchstraße. Auch wenn dieses Bild nur eine Illustration ist, so sind auch alle Fotos und Aufnahmen der ISS gemacht worden. Die Außenaufnahmen werden auch bei NASA unter Wasser gedreht. Russen und die Amis gehen nicht getrennte Wege, denn nur die...

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17.09.2015 | 06:31
Kärbel Brüller

Wie ? Verstehe jetzt nicht?? Hat man hier mal nicht kommentiert, dass man nach oben kommt aber nicht mehr runter?? Das alles Hollywood ist?? Was für eine Geldverschwendung.
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"Müller-Wohlfahrts der Raumfahrt" - Astronauten sind perfekte Versuchspati

Beitragvon Gudrun Graf » 28. Sep 2015 19:35

bild Astronauten sind perfekte Versuchspatienten.jpg
bild Astronauten sind perfekte Versuchspatienten.jpg (26.6 KiB) 5019-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Astronauten-s ... 10666.html
Samstag, 26. September 2015
"Müller-Wohlfahrts der Raumfahrt" - Astronauten sind perfekte Versuchspatienten

Astronauten sind körperlich gesund, mental stark - und die fittesten Patienten überhaupt. Mit ihrer Hilfe erforschen Weltraum-Ärzte, wie das All auf den menschlichen Organismus wirkt und kreieren für irdische Bewohner die Medizin der Zukunft.


Manchmal, sagt der Astronauten-Arzt, wäre es mit mehr Distanz vielleicht leichter. Dabei sind seine Patienten durchaus weit weg: rund 400 Kilometer. Über der Erde. Volker Damann ist, wenn man so will, der Oberarzt der Internationalen Raumstation ISS. Und er ist den Astronauten sehr nah. "Wir kennen uns sehr lange und auch privat", sagt Damann. Gibt es ein Problem, muss er trotzdem professionell sein. Und Probleme gibt es. Das All ist eine große Belastung für den Körper. Wissenschaftler versuchen, die Folgen immer besser zu verstehen. Doch Weltraum-Forschung ist kein reiner Selbstzweck.
Video
Alexander Gerst im n-tv Interview: "Mich fasziniert die Begeisterung der Leute" 29.03.15 – 02:47 min Mediathek Alexander Gerst im n-tv Interview "Mich fasziniert die Begeisterung der Leute"

"Patient ist eigentlich das falsche Wort", sagt Damann, Leiter der Raumfahrtmedizin des Europäischen Astronautenzentrums EAC in Köln-Porz. Denn die Menschen, die er und sein Team betreuen, sind gesund. Sie sind eine Elite, sorgfältig ausgewählt und besonders fit. Astronauten wie der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst. "Wir sind die Müller-Wohlfahrts der Raumfahrt." Wie Profi-Fußballer müssen auch die Körper von Astronauten große Strapazen ertragen. 28.000 km/h schnell zu fliegen, 400 Kilometer hoch: Das fordert viel vom Organismus – gerade weil er durch diese Geschwindigkeit schwerelos schwebt. "Alles, was nicht gebraucht wird, wird abgebaut", erklärt Damann - Knochen, Muskeln, Immunsystem.
Zwei Monate im Bett

Genau hier liegen einige der drängendsten Fragen der Weltraummedizin. Darauf, dass das Immunsystem unter einem Aufenthalt im All leidet, weist eine Nasa-Studie hin, bei der das Blut von 23 ISS-Astronauten untersucht wurde. Die Werte verschiedener Immunzellen im Blut von Astronauten veränderten sich demnach während eines sechsmonatigen Flugs, heißt es im Fachjournal "Nature". Auch die Funktion der T-Zellen, spezieller Immunzellen, wird demnach eingeschränkt. Die Veränderungen könnten die Gesundheit gefährden, schreiben die Autoren. Woher genau sie kommen, müsse noch geprüft werden. Neben der Schwerelosigkeit könnten auch Schlafstörungen, Strahlung oder die Enge Einfluss haben auf die Blutwerte.

Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt eine Untersuchung an einem anderen Punkt an: Zwölf gesunde Männer zwischen 20 und 45 Jahren sind zwei Monate lang bettlägerig, um Schwerelosigkeit zu simulieren. Ihre Betten werden zum Kopf hin um sechs Grad nach unten gekippt, die Körperflüssigkeiten verschieben sich in Richtung Oberkörper. Knochen und Muskeln am unteren Körper bauen sich ab. Bis zu 1,5 Prozent der Knochenmasse verlieren Astronauten pro Monat während der Zeit im All. Nicht allen ergeht es so, aber vielen. "Das sind Prozesse, die in ähnlichem Umfang, nur viel langsamer, im Alter stattfinden und zu Osteoporose führen", sagt Stefan Schneider, Leiter des Zentrums für integrative Physiologie im Weltraum an der Deutschen Sporthochschule Köln.

Die standardisierten und beschleunigten Bedingungen im All ermöglichten es, diese Prozesse zu verstehen. Dann könnten Experten Gegenmaßnahmen entwickeln, vor allem über Bewegung. Weltraum-Forschung stützt deshalb nicht nur die Raumfahrt und die politischen Ziele dahinter. Wissenschaftler erhoffen sich von Erkenntnissen über den Knochenschwund bei Schwerelosigkeit auch, irdische Probleme zu lösen - wie eben zum Beispiel bei der Behandlung von Osteoporose.
Vergleichsstudie mit Zwillingen

An den Probanden verfolgen die Wissenschaftler aber auch in insgesamt 90 Experimenten Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Gleichgewichtssinns und der Augen. Die Sehkraft baut ab im All. Bei 70 Prozent der Astronauten, die ein halbes Jahr auf der ISS waren und älter sind als 50 Jahre, habe man Sehprobleme festgestellt, sagt Jörn Rittweger, Leiter der DLR-Weltraumphysiologie. Die Brillen der Astronauten mussten danach angepasst werden. Wer noch keine hatte, bekam nun eine.
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"Durch das Phänomen im Weltall hat man begonnen, Probleme auf der Erde aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten", sagt Rittweger. Etwa den Grünen Star. Man gehe davon aus, dass die Augenkrankheit durch erhöhten Augendruck entsteht, den aber die Hälfte der Patienten nicht habe. Jetzt werde geprüft, ob und wie der Hirndruck beteiligt ist. "Da wäre man ohne die Erfahrungen aus dem All nicht drauf gekommen." Ein weiteres einzigartiges Experimente läuft gerade. Die US-Amerikaner Scott und Mark Kelly sind Zwillinge. Scott lebt auf der ISS, er und der Russe Michail Kornijenko sind die ersten, die ein ganzes Jahr bleiben werden. Mark bleibt auf der Erde - als optimaler Vergleichsproband.

David Gradwell hält Weltraummedizin ohnehin für ein wachsendes Geschäft: "Wenn es für Privatleute immer mehr Möglichkeiten gibt, sich Weltraumflüge zu leisten, werden auch mehr spezialisierte Ärzte gebraucht", sagt er, der erste Professor für Raumfahrtmedizin im Vereinigten Königreich. Heute ist er zuständig für die Ausbildung von Weltraummedizinern am King’s College in London. Noch gibt es davon wenige. Nicht mehr als 120 sind es weltweit, schätzt ISS-Arzt Damann.
Bilderserie
Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Quelle: n-tv.de , lsc/dpa
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Auswirkungen der Schwerelosigkeit - Monatelanges Liegen für die Raumforsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Okt 2015 15:32

Auswirkungen der Schwerelosigkeit.jpg
Auswirkungen der Schwerelosigkeit.jpg (28.31 KiB) 4958-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Monatelanges- ... 56406.html
Samstag, 17. Oktober 2015
Auswirkungen der Schwerelosigkeit - Monatelanges Liegen für die Raumforschung

Der 22-jährige Lucas testet in Köln die Auswirkungen der Schwerelosigkeit im All. Monatelang darf er dafür das Bett nicht verlassen. Lediglich über das Internet hält er Kontakt mit Freunden und Familie. Denn Besuch ist verboten.



Er ist jung, gesund, agil und startet ins Berufsleben. Trotzdem liegt Lucas Braunschmidt zur Zeit nur im Bett. Zwei Monate lang. Mehr als die Hälfte ist schon rum. Beim Besuch an diesem Vormittag wirkt er entspannt: "Ich bin tiefenentspannt", korrigiert er gut gelaunt. Niemand erwartet von ihm die Höflichkeit, sitzend oder stehend die Besucher zu begrüßen. Das würde gegen alle Regeln verstoßen. Das oberste Gebot ist: Nur nicht aufstehen. Den Kopf darf er heben, und eine Schulter. Das war es dann aber auch. Der 22-Jährige aus Vierkirchen in Bayern nimmt an einer Gesundheitsstudie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit teil.

Er weiß, dass seine Muskeln und Knochen durch die fehlende Belastung in den nächsten Wochen weiter abgebaut werden - an Waden, Oberschenkeln und auch an der Hüfte - wie bei den Astronauten in der Schwerelosigkeit. "Der Körper schaltet im All in den Energiesparmodus", sagt DLR-Studienleiter Edwin Mulder in Köln. Der Verlust setze bei den Astronauten schon nach zwei Tagen ein. Im Anschluss an einen langen Arbeitstag von oft mehr als zwölf Stunden müssen Astronauten noch zweieinhalb Stunden gegen diesen Prozess antrainieren.

In der Anfang September begonnenen Studie testen die Wissenschaftler, ob ein kurzes und knackiges Training an einem neuen Gerät für die Astronauten dabei effektiver ist. "Wir suchen nach dem Optimum", betont der Studienleiter. Und dazu braucht er Leute wie Braunschmidt, die wochenlang liegen und so die Auswirkungen der Schwerelosigkeit im Bett erfahren.
Fenster ohne Blick nach draußen

"Die Welt steht mir offen", sagt Braunschmidt, der gerade seine Ausbildung zum Ergotherapeut abgeschlossen hat. Trotzdem hat er sich für den zwölf Quadratmeter großen Raum im Kölner DLR-Forschungszentrum Envihab entschieden - "sein Zimmer" wie er sagt: Schrank, Bett, Schreibtisch, ein Fenster ohne Blick nach draußen, künstliches Licht und ein Bildschirm über dem Bett. Seinen Computer hat er mitgebracht und Fachliteratur - da hat er aber noch nicht reingeguckt. Es gibt auch eine Sprechanlage, über die er sich per Knopfdruck mit den anderen elf Teilnehmern unterhalten kann. Bettkoller? "Nein, wir werden häufiger mal nach vorne geschoben", sagt er. "Vorne" das ist ein Aufenthaltsraum mit einem Fernseher. Sechs von ihnen machen dieses knackige Training an dem neuen Gerät, einem sogenannten Sprungschlitten.

Fünf- bis sechsmal werden sie pro Woche im Bett zu ihrem Trainer Andreas Kramer von der Universität Konstanz gerollt. Sie legen sich dort in das Trainingsgerät und springen liegend gegen einen Widerstand an. Braunschmidt gehört zur Vergleichsgruppe, die nicht springt. Zuhause in Vierkirchen arbeitet er ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz als Rettungssanitäter. Er sieht hilflose Menschen und spürt dann manchmal im Umgang mit ihnen ihre Hemmungen, um Hilfe zu bitten. "Jetzt bin ich mal in einem Abhängigkeitsverhältnis und muss selbst um Hilfe bitten." Mit einem großen Unterschied: "Ich weiß, dass ich aufstehen könnte." Diese Erfahrung, immer Hilfe in Anspruch zu nehmen, das bringe ihn persönlich weiter und helfe ihm später, noch mehr Geduld für seine Patienten aufzubringen, sagt Braunschmidt.
Nachschlag gibt es keinen
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Auf seinem Esstischchen unterhalb der Matratzenkante, wartet noch ein Käseschnittchen auf dem Teller. Er verputzt das routiniert im Liegen, ohne zu bröseln oder sich zu verschlucken. Aber mit der Suppe ist das immer noch so eine Sache, gesteht er. Er muss aufessen, was auf den Tisch kommt. Nachschlag gibt es keinen. Die Portionen sind nach dem Grundumsatz der Teilnehmer in der Ruhephase berechnet und tragen zur Vergleichbarkeit der Testergebnisse bei. "Ich würde mich gerne mal wieder ganz unvernünftig vollessen", sagt der schlanke Mann mit Blick auf die Zeit nach der Studie. "So, dass der Bauch spannt." Er grinst und streicht sich über den Bauch.

Über WLAN, Skype und WhatsApp hält er den Kontakt nach draußen. Besucher dürfen nämlich nicht kommen. Wie leicht könnten die eine Erkältung mitbringen und so die Studie gefährden. Sogar gute alte Postkarten hat Braunschmidt schon bekommen - und geschrieben. Zwischen zehn und elf Uhr ist Feierabend: Dann geht das WLAN aus. Die Teilnehmer sollen im Tag- und Nachtrhythmus bleiben. Der junge Mann zählt nicht die Tage, bis es vorbei ist: Anfang November sei Schluss, sagt er. Das genaue Datum spielt für ihn jetzt keine Rolle. Er freut sich, dann wieder mal rauszugehen an die frische Luft. Gehen. Warum sollte das nicht klappen? "Bei den Astronauten ist das ja auch wieder geworden."

Quelle: n-tv.de , Elke Seiber, dpa
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Russland und Europa fliegen gemeinsam zur Rückseite des Mondes und bauen d

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Okt 2015 10:08

Russland und Europa fliegen gemeinsam.jpg

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... punkt.html

20.10.2015


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Russland und Europa fliegen gemeinsam zur Rückseite des Mondes und bauen dort einen Stützpunkt
Redaktion

Die Europäische Weltraumagentur ESA beteiligt sich an den ehrgeizigen Plänen Russlands, den Mond zu besiedeln. Die ESA wird den für 2020 vorgesehenen Explorationsflug technisch unterstützen. Auch am Bau eines dauerhaften Stützpunktes wird sich die Agentur möglicherweise beteiligen.



Vergangenen November hatte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos angekündigt, dass »Luna 27« im Südpol-Aitken-Becken landen soll. Bei dem Becken handelt es sich um einen riesigen Krater auf der erdfernen Seite des Mondes. Die Sonde soll dort nach Bodenschätzen suchen, die künftige Mondbewohner nutzen könnten.

»Der Südpol des Mondes lässt sich mit keinem Ort vergleichen, an dem wir schon einmal waren«, sagte der ESA-Projektleiter James Carpenter vergangene Woche der BBC. »Es herrschen dort völlig andere Bedingungen und wegen der extremen Kälte, die dort herrscht, könnte man größere Mengen Wassereis finden sowie andere chemische Verbindungen an der Oberfläche, auf die wir zugreifen könnten und die wir als Raketentreibstoff oder für Lebenserhaltungssysteme nutzen können, um künftige menschliche Missionen zu erleichtern, die an derartige Orte gehen.«



Die ESA wird voraussichtlich das Landesystem »Pilot« für die Mission zur Verfügung stellen. »Pilot« arbeitet lasergesteuert und mit hochmodernen Kameras und soll auf diese Weise die für die Exploration günstigste Landestelle erkunden. ESA steuert auch einen revolutionären neuen Bohrer bei, der bis zu zwei Meter unter die Oberfläche vorstoßen kann. Mithilfe eines ebenfalls von den Europäern entwickelten Labors an Bord der Sonde sollen entnommene Proben unverzüglich analysiert werden können.



Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten bereits an Entwürfen für das Projekt, aber offiziell wird die Europäische Weltraumagentur ihre Mitarbeit an »Luna 27« erst Ende 2016 beschließen. Die ESA solle sich Russlands Vorhaben anschließen, fordert Roskosmosʼ zuständiger Chefwissenschaftler für »Luna 27«, Igor Mitrofanow.



»Wir müssen zum Mond. Das 21. Jahrhundert wird das Jahrhundert sein, in dem der Mond zum dauerhaften Außenposten der menschlichen Zivilisation wird. Unser Land muss sich an diesem Prozess beteiligen und wir müssen dabei mit unseren internationalen Kollegen zusammenarbeiten«, erklärte Mitrofanow, Professor am Weltrauminstitut in Moskau, gegenüber der BBC.



Unabhängig von eventuellen Ergebnissen ist »Luna 27« auch ein Lackmustest für die Zusammenarbeit zwischen den Weltraumagenturen und ein Schritt hin zu größeren Zielen. Bislang hatte die ESA nur mit verhaltenem Interesse auf die Pläne Russlands reagiert.



Roskosmos will bis 2030 eine bemannte Expedition auf den Mond bringen und dort einen dauerhaften Stützpunkt errichten und einen weiteren Stützpunkt in einer Mondumlaufbahn.



Seit Juli hat die ESA mit Johann-Dietrich Wörner einen neuen Generaldirektor. Er macht sich sehr für eine Besiedelung des Mondes stark und hat Vorschläge für ein internationales Weltraumdorf vorgelegt, die der russischen Vision ähneln. »Wir haben das Ziel, europäische Astronauten auf den Mond zu bringen. Derzeit finden auf internationaler Ebene Gespräche statt, um im Rahmen einer weit gesteckten Zusammenarbeit zu erörtern, wie wir auf den Mond zurückkehren können«, sagte Bérengère Houdou, die bei Estec, dem Weltraumforschungs- und Technologiezentrum der ESA, die Mond-Gruppe leitet.



Reisen zum Mond mögen heute ein hoch gestecktes Ziel sein, aber sie sind nur der Auftakt für eine Erkundung des Weltraums, die gründlicher und systematischer ablaufen soll als alles bislang Versuchte.



»Es geht um die Beobachtung des Weltraums, die Nutzung von Mineralien und anderen lunaren Ressourcen und darum, einen Außenposten aufzubauen, den die Kosmonauten in Vorbereitung auf künftige Mars-Flüge zu Übungszwecken nutzen können«, so Mitrofanow.



»Diese ganze Serie von Missionen fühlt sich an wie eine Rückkehr zum Mond, aber gleichzeitig handelt es sich auch um etwas Neues im Hinblick auf die Erkundung des Sonnensystems«, erklärte Richard Fisackerly, ESA-Chefingenieur für »Luna 27«.


Copyright © 2015 by RussiaToday

Bildnachweis: ESA

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Leser-Kommentare (7) zu diesem Artikel
20.10.2015 | 10:12
Josef

@Luna Torwächter, deshalb haben die Amis, die Landung auf dem Mond, auch in Hollywood gedreht. Da oben waren sie nicht.

20.10.2015 | 09:13
Wirr wirr

Mond ist doch hohl und schon bewohnt. La le lu der Mann im Mond schaut zu la la la la la .....

20.10.2015 | 08:59
Luna Torwächter

Im Übertragenen Sinne erhalten bei uns nur "Mercedes-Maybach S-Klasse Pullman" - Raumkreuzer eine Landeerlaubnis und keine flugunfähigen Tretroller. Deswegen stehen auch Modellbau-Vereine wie NASA, ESA, CNSA, CNES, DLR, FSA/Roskosmos, ISA, UKSA,.. bei uns auf dem Index, wegen der Sicherheit und aus Umweltschutzgründen.

20.10.2015 | 08:12
Sebastian

Generell eignеt sich modernste Technologie zum Einsаtz für gute wie schlеchte Zwеcke. Zum Beispiel verwеnde ich die Tеchnik, um monаtlich einige Tausendеr aus der Sportszеne auf mеin Bаnkkoпto umzuleiten, ganz lеgal bei minimаlstem Zеitaufwand: http://www.is.gd/c1JIwO

20.10.2015 | 08:08
Luna Torwächter

Das Problem ist, sie werden keine Landegenehmigung bekommen.

20.10.2015 | 07:59
Scharfrichter

Und wieder das Mondmärchen. Um den Mond besiedeln zu können, sollte erst einmal jemand erfolgreich dort landen. Kein menschliches Wesen hat bisher den Mond betreten.
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Frauen-Crew probt Flug zum Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Okt 2015 18:24

Frauen-Crew probt Flug zum Mond.jpg

http://www.n-tv.de/der_tag/Mittwoch-28- ... 28661.html
Frauen-Crew probt Flug zum Mond
(Foto: picture alliance / dpa)

Frauen zum Mond? Ja, warum denn nicht? Und noch eine Frage: Warum hat es noch niemand probiert? Das mag sich das russische Institut für biomedizinische Probelme bei seinem neuesten Experiment gedacht haben.

Es schickt sechs Wissenschaftlerinnen auf einen einwöchigen simulierten Flug zum Mond.
Bei dem Experiment "Luna-15" soll es darum gehen, wie eine rein weibliche Crew auf Stress reagiert, hieß es.
Die erste Frau im Weltall war 1963 ebenfalls eine Russin, seitdem folgten aber nur drei weitere aus Kosmonautinnen dem riesigen Land.
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Gute oder böse Keime ? - ISS von Bakterien heimgesucht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Okt 2015 18:48

ISS von Bakterien heimgesucht.jpg
ISS von Bakterien heimgesucht.jpg (33.95 KiB) 4909-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/ISS-von-Bakte ... 40266.html
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Gute oder böse Keime ? - ISS von Bakterien heimgesucht

Wo Menschen sind, sind auch Bakterien. Forscher weisen diese nun auch in der Luft der ISS nach. Welche Gefahren von ihnen ausgehen können, muss jedoch erst noch geklärt werden.


Nasa-Wissenschaftler haben mit hochmoderner Technik die mikrobielle Ausstattung auf der Internationalen Raumstation untersucht und die Ergebnisse mit dem Zustand in sogenannten Reinräumen verglichen. Dabei fanden sie Bakterien. Zwar gelten diese auf der Erde als harmlos - für Astronauten, die wochenlang im Weltraum unter extremen Bedingungen leben, könnten sie allerdings gefährlich werden. Der Grund: Diese Bakterien suchen ihrem Wesen nach nach einer Möglichkeit, sich auszubreiten und krank zu machen. Doch niemand kann bisher genau vorhersagen, ob und wie sich das Verhalten der Mikroorganismen in der Schwerelosigkeit verändert.

Die Forscher um Dr. Kasthuri Venkateswaran vom Nasa Jet Propulsion Laboratory nahmen für ihre Untersuchung Proben aus einem Luftfilter der Raumstation und aus Vakuum-Staubbeuteln ganz genau unter die Lupe. "Die Untersuchung der mikrobiellen Gemeinschaft auf der Raumstation hilft uns besser zu verstehen, welche Bakterien möglicherweise Geräte beschädigen oder die Gesundheit der Astronauten bedrohen. Sie hilft uns außerdem, Bereiche zu identifizieren, die eine gründlichere Reinigung benötigen", erklärt der Mikrobiologe Venkateswaran.

Mit Hilfe von hochmodernen DNA-Tests konnten die Forscher verschiedene Bakterienarten identifizieren. Sie fanden einen größeren Anteil von sogenannten Coryne- und Propionibacterium in der Raumstation als in den Reinräumen auf der Erde. Die gefundenen Keime sind ein Bestandteil der menschlichen Haut, spielen aber auch bei der Entstehung von Akne eine Rolle. Sogenannte Staphylokokken traten dagegen in der Raumstation im All weniger auf.
Bakterien im All sind nicht neu
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Dass es auf der Raumstation Bakterien gibt, ist allerdings nicht neu. Die Menschen, die ständig auf der ISS leben, tragen natürlicherweise Milliarden von Bakterien in und an sich. Die meisten davon sind harmlos. Neu ist allerdings die Art und Weise, wie die Luft auf der Raumstation untersucht wird.

Mit den neuen Sequenzierungstechnologien könnten Forscher auch in Zukunft untersuchen, wie sich die besonderen Verhältnisse der ISS - Schwerelosigkeit, kosmische Strahlung, erhöhter Kohlendioxidanteil, ständige Anwesenheit von Menschen - auf Bakterien in der Luft der Raumstation auswirkt. Diese Untersuchungen sind wichtig, da man aus den Erkenntnissen Vorsichtsmaßnahmen für künftige Missionen ableiten könnte, wie zum Beispiel für die geplante Reise zum Mars.
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Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Quelle: n-tv.de , jaz
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Raumstation ISS wird 15 - Russland und die Esa wollen jetzt zum Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Okt 2015 19:45

Raumstation ISS wird 15.jpg
Raumstation ISS wird 15.jpg (62.51 KiB) 4899-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Russland-und- ... 48461.html
Samstag, 31. Oktober 2015
Raumstation ISS wird 15 - Russland und die Esa wollen jetzt zum Mond

Nicht mehr lange hin: Die Internationale Raumstation ISS soll 2024 zerlegt werden. Vor allem Russland will seine kosmischen Projekte dann mit wechselnden Partnern verwirklichen. Gelingt eine spektakuläre Mission mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa?


Dunkel, einsam, bitterkalt: Der kraterübersäte Südpol des Mondes ist ein lebensfeindlicher Platz. Für Russland und die europäische Raumfahrtagentur Esa gilt er dagegen als Sehnsuchtsort, an dem Raumfahrtgeschichte geschrieben werden soll. Schon in fünf Jahren, so der ehrgeizige Plan, wollen beide gemeinsam auf dem Erdtrabanten nach Wasser suchen. Dies wäre eine Voraussetzung für eine ständige bewohnte Basis, für ein "Dorf auf dem Mond".

Die erste Mission, ein Roboter- Landegerät namens "Luna 27", soll ab 2010 Wasser, Sauerstoff und Brennstoff auf dem Mond suchen.
(Foto: dpa)

Der Traum von der Kolonie im Kosmos beflügelt die Fantasie der Forscher in Ost und West. 15 Jahre nach dem Start der ersten Besatzung zur Internationalen Raumstation ISS am 31. Oktober 2000 planen die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und ihr europäischer Partner den nächsten Schritt. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit tüftelten Experten beider Seiten schon lange an dem Projekt "Luna 27", sagt der Moskauer Wissenschaftler Igor Mitrofanow.

Doch nicht nur zum Mond, sondern auch zum Mars wollen die beiden Partner. Bei der Mission "ExoMars" soll ein Forschungsfahrzeug ab 2019 auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten nach Hinweisen auf Leben suchen. Bereits 2016 wollen die Esa und Roskosmos eine um den Mars kreisende Sonde starten, um seine Atmosphäre zu untersuchen.
Bemannte Basen auf dem Mond

Weiter fortgeschritten ist die Planung der Mission "Luna 27". "Der Mond ist der nächste Kontinent, den die Zivilisation besiedeln wird. Es wird dort bemannte Basen geben, wie heute Stationen in der Antarktis", meint Mitrofanow. Ähnlich sieht es Europas Raumfahrtchef Jan Wörner. "Die jüngere Generation lechzt nach einer großen, globalen Kooperation", sagt der Esa-Generaldirektor. Eine Basis (moon village) sei eine Projektidee, die Grundlage sei für eine weltweite Diskussion über einen Nachfolger der ISS nach 2024, betont er.
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Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Russischen Experten zufolge ist der Südpol des Mondes für eine mögliche Besiedlung auch deshalb interessant, weil dort sowohl Sonnenlicht als auch Schatten ist. Das Licht werde für Solarzellen gebraucht, die für die nötige Energie sorgen sollen. Raumfahrer hingegen sollten weitgehend vor Sonnenstrahlung geschützt sein. Zudem sei im Schatten die Wahrscheinlichkeit größer, Wassereis zu finden.

Bei der Mission soll zunächst eine russische Rakete eine Sonde zum Südpol bringen, die dort bei etwa zwei Meter tiefen Bohrarbeiten Wasser und Bodenschätze sucht. Die Esa sei bei der "kosmischen Antarktisexpedition" zwar "nur" Juniorpartner, sie steuere aber ein Schlüsselelement bei, sagt Mitrofanow der Moskauer Tageszeitung "MK": "Ein Ultraschallbohrer soll verhindern, dass mögliche Wasservorräte durch Reibung - wie bei einem sonstigen Bohrer - zerstört werden."
Auch bei Projekt ISS herrschte Skepsis

Auf europäischer Seite steht eine formale Bestätigung des Projekts noch aus. Roskosmos entgegnet Skeptikern von "Luna 27", dass auch vor 15 Jahren nicht alle gleich vom großen Erfolg der Internationalen Raumstation ISS überzeugt waren.
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Während seine fünf Kollegen schliefen, fotografierte Astronaut Alexander Gerst, wie es nachts auf der Internationalen Raumstation ISS aussieht. Sechs Monate war Gerst auf der ISS. Die Fotos fangen eine gespenstische Stimmung in einer Umgebung volller Stille ein. Das Geisterhafte lässt an die "Alien"-Filme denken. Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Am 31. Oktober 2000 waren die Russen Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko sowie der US-Amerikaner William Shepherd als historische erste Besatzung zum Außenposten der Menschheit aufgebrochen. Das von Deutschland mitfinanzierte Labor rund 400 Kilometer über der Erde ist seitdem ständig besetzt. Auch drei Deutsche waren dort, zuletzt der Astronaut Alexander Gerst. Mit etwa 28.000 Kilometern je Stunde rast die außerirdische Wohngemeinschaft in rund 90 Minuten einmal um den Erdball. Raumfahrer schwärmen vom Blick auf unseren Planeten: Nachts funkeln Megastädte, tags glitzern Ozeane.

Der "Grundstein" der Raumstation war 1998 gelegt worden, als eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil ins All brachte. Gut ein Dutzend Nationen - neben den USA und Russland vor allem Europäer sowie Japan und Kanada - beteiligen sich an der ISS, die mit ihren Sonnensegeln aussieht wie eine riesige Libelle.
Bakterienpopulation auf der ISS
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Schlagzeilen machte dieser Tage eine Analyse zur Bakterienpopulation auf der ISS. Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatten unter anderem Bakterien entdeckt, die bei geschwächten Menschen ernsthafte Erkrankungen auslösen können - allgemein aber relativ harmlos sind. Als "Symbol der Völkerverständigung" war der 450-Tonnen-Koloss ISS immer wieder bezeichnet worden. Trotzdem will Russland 2024 aus dem Projekt aussteigen und Ideen künftig mit wechselnden Partnern verwirklichen. Ein Grund ist auch die aktuelle Krise zwischen Ost und West.

Mit China plant Russland den Bau einer neuen Station - und mit der Esa will Roskosmos zum Mond. Forscher Mitrofanow ist sicher: "'Luna 27' wird das Arbeitspferd für die Erschließung des Mondes." Spätestens 2030 soll erstmals ein Russe den Mond betreten - oder eine Russin? In einem nachgebauten Raumschiff trainierten in Moskau jetzt sechs Frauen für eine mögliche Mission. Bei dem Experiment sollte getestet werden, wie eine rein weibliche Crew in Isolation auf Stress reagiert, sagt Oleg Orlow vom Institut für biomedizinische Probleme.
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Quelle: n-tv.de , Wolfgang Jung, dpa
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Unfälle immer häufiger - Dobrindt plant Führerschein für Drohnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Nov 2015 19:34

Dobrindt plant Führerschein für Drohnen.jpg
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http://www.n-tv.de/politik/Dobrindt-pla ... 08426.html
Sonntag, 08. November 2015
Unfälle immer häufiger - Dobrindt plant Führerschein für Drohnen

Der Einsatz von Drohnen ist inzwischen keine Seltenheit mehr: Privat wie gewerblich sind die Fluggeräte auf dem Vormarsch. Verkehrsminister Dobrindt sieht Handlungsbedarf, vor allem, um Unfälle zu vermeiden.

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Angesichts der steigenden Zahl von Drohnen plant das Bundesverkehrsministerium schärfere Vorgaben für deren Nutzung: So sollen gewerbliche Nutzer für die ferngelenkten Fluggeräte einen Führerschein benötigen und alle Drohnen ab 500 Gramm Gewicht einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. "Drohnen sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können", sagte Dobrindt. Dadurch sollen bei Unfällen die Verantwortlichen leichter haftbar gemacht werden.

Gewerbliche Nutzer von Drohnen müssen den Plänen zufolge ihre "fliegerischen und luftrechtlichen Kenntnissen" in einer Prüfung nachweisen. Die Lizenz wird demnach durch das Luftfahrt-Bundesamt erteilt. Dann können die Flugkörper künftig aber auch außerhalb der Sichtweite des Steuerers fliegen.
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Neben dem Führerschein soll es auch Einschränkungen geben. Private Flüge in über 100 Metern und außerhalb der Sichtweite des Steuerers sollen verboten werden. Auch über Industrie-Anlagen, Unglücksorten und Einsatzgebieten der Polizei gilt dann ebenso ein Flugverbot für die unbemannten Flugobjekte wie über Autobahnen, Gleisen und Kraftwerken.

Der Einsatz von Drohnen hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Sie können mit dem Smartphone gesteuert werden und Kameras tragen, um Luftaufnahmen zu machen.

Quelle: n-tv.de , fma/rts/AFP
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Spacige Plackerei - Astronaut will im All Marathon laufen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Dez 2015 08:02

Astronaut will im All Marathon laufen.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Astronaut-wil ... 02596.html
Spacige Plackerei - Astronaut will im All Marathon laufen

Sport im Weltall ist schon wichtig, um den Körper in der Schwerelosigkeit fit zu halten. Aber einen Marathon laufen? Ein britischer Astronaut will das tun - es wäre das erste Mal. Und noch viel anstrengender als auf der Erde.

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Der britische Astronaut Tim Peake will als erster Mensch in der Internationalen Raumstation (ISS) einen Marathon laufen. Die 42-Kilometer-Strecke möchte der 43-Jährige auf einem speziellen Laufband zurücklegen, elastische Kunststoffbänder sollen ihn trotz Schwerelosigkeit auf dem Band halten, wie die Europäische Weltraumagentur (Esa) mitteilte.

Der Start sei für den 24. April geplant - zeitgleich mit dem Startschuss des Londoner Marathons. "Der Londoner Marathon ist ein weltweites Ereignis, lass es uns aus dieser Welt herausheben", sagte Peake auf Youtube.
Täglich bis zu zwei Stunden Sport
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Um den Körper in der Schwerelosigkeit des Alls fit zu halten, seien täglich bis zu zwei Stunden Sport wichtig, teilte die Esa weiter mit. "Aber einen Marathon im Weltall auf einem Laufband zu laufen, ist sehr schwierig", sagte ein Esa-Sprecher in Köln.

Allein das Tragen der Gurte werde nach einigen Stunden sehr unangenehm. Das Kölner Astronautenzentrum habe Peake auf den Lauf vorbereitet und werde ihn auch medizinisch begleiten. Der sportbegeisterte Brite habe bereits vor einigen Jahren den Londoner Marathon geschafft - in drei Stunden und 18 Minuten. Im All dürfte dies aber vermutlich länger dauern. "Wir wissen es aber nicht genau", sagte der Sprecher.

Peake startet am 15. Dezember vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zu seiner ISS-Mission.
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Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Luft und Raumfahrt - Revolutionäres Recycling geplant - SpaceX verschiebt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Dez 2015 00:01

Revolutionäres Recycling geplant.jpg
Revolutionäres Recycling geplant.jpg (15.76 KiB) 4753-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-versch ... 14256.html
Montag, 21. Dezember 2015
Revolutionäres Recycling geplant - SpaceX verschiebt Raketenstart

Ganze elf Kommunikationssatelliten soll eine Raumkapsel in einem Orbit um die Erde aussetzen. Den Start der dazugehörigen Rakete verschiebt SpaceX nun vorerst - damit das Raumfahrtunternehmen seine ambitionierten Recycling-Pläne verfolgen kann.

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Sechs Monate nach der Explosion einer unbemannten Trägerrakete will sich die US-Firma SpaceX mit einer neuen Mission für weitere Aufgaben empfehlen. Eine verbesserte Version der verunglückten Falcon9-Rakete soll am Dienstagmorgen kurz nach 2.30 Uhr (MEZ) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten und elf Kommunikationssatelliten im All aussetzen.

Ursprünglich sollte die Rakete am Montagmorgen abheben, aber das Unternehmen wurde kurzfristig verschoben. SpaceX will aber mehr als einen erfolgreichen Transport von Satelliten. Die Firma plant zugleich einen neuen Versuch, die nach dem Start abgetrennte erste Raketenstufe sicher zur Erde zurückkehren zu lassen - und zwar auf dem Festland in Cape Canaveral. Bei zwei vorausgegangenen Versuchen war eine Landung auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik jeweils fehlgeschlagen. Zwar hatten die Raketenteile ihr Ziel erreicht, aber in beiden Fällen kam es zu Bruchlandungen.
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Eine weitgehend unversehrte Rückkehr benutzter erster Raketenstufen zur Erde könnte eine Wiederverwendung ermöglichen - und künftige Raumtransporte dadurch billiger machen.

Im Juni sollte eine Falcon-Rakete den Transporter "Dragon" mit Versorgungsgütern für die Internationale Raumstation ISS auf den Weg ins All bringen. Das Vehikel brach nach der Explosion der Trägerrakete auseinander. Für SpaceX steht bei dem geplanten neuen Raketenstart auch deshalb viel auf dem Spiel, weil es laut Verträgen mit der US-Weltraumbehörde Nasa ab 2017 auch Astronauten zur ISS transportieren soll.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Revolutionäres Landemanöver - SpaceX holt Rakete sicher aus All zurück

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Dez 2015 22:19

Revolutionäres Landemanöver.jpg
Revolutionäres Landemanöver.jpg (33.46 KiB) 4741-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-holt-Rakete-sicher-aus-All-zurueck-article16622991.html
Dienstag, 22. Dezember 2015
Revolutionäres Landemanöver - SpaceX holt Rakete sicher aus All zurück

Es ist ein Tag, der in die Geschichte der Raumfahrt eingehen wird: Zum ersten Mal landet eine Trägerrakete nach ihrem Flug ins All wieder sicher an ihrem Startplatz. Eine Wiederverwendung der ersten Raketenstufe dürfte Raumfahrt in Zukunft deutlich billiger machen.

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Es ist ein großer Schritt für die Raumfahrt: Die US-Firma SpaceX hat erstmals erfolgreich eine Trägerrakete ins All geschossen, die nach ihrem Flug heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückgekehrt ist. Die Falcon-9-Rakete verließ am Montagabend (Ortszeit) den Weltraumbahnhof Cape Canaveral, wo sie nach etwa 20 Minuten wieder landete. Vor sechs Monaten noch war eine ähnliche Trägerrakete wenige Minuten nach dem Start explodiert. Hintergrund: Eine weitgehend unversehrte Rückkehr benutzter erster Raketenstufen zur Erde könnte eine Wiederverwendung ermöglichen - und Raumtransporte so erheblich billiger machen. Die Firma des Milliardärs Elon Musk, der auch an der Spitze der Elektroautofirma Tesla steht, schaffte mit dieser Mission einen Eintrag in die Geschichtsbücher.

Die 70 Meter hohe Rakete startete problemlos, im Orbit trennte sich ihre oberste Stufe ab. Sie setzte elf kühlschrankgroße Kommunikationssatelliten im Weltraum aus. Die Trägerrakete flog ein Stück weiter und beschrieb dann in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht. Auf dieser Kurve flog die Falcon-9-Rakete zurück nach Florida. Ohrenbetäubender Jubel herrschte im Raumfahrtzentrum von SpaceX, "USA, USA"-Rufe waren in der Live-Übertragung zu hören. Die US-Weltraumbehörde Nasa twitterte: "Herzlichen Glückwunsch an SpaceX zur vertikalen Landung der ersten Stufe!" Auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst gratulierte per Twitter: "Glückwünsche & dickes Lob!"
Versorgungsgüter für die ISS
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Im Juni hatte eine Falcon-Rakete den Transporter "Dragon" mit Versorgungsgütern für die Internationale Raumstation ISS auf den Weg ins All bringen sollen. Die Trägerrakete explodierte. Nach dieser missglückten letzten Operation war der geglückte Start einer verbesserten Version der Rakete für SpaceX äußerst wichtig. Es stand viel auf dem Spiel: Das Unternehmen hat Verträge mit der Nasa, ab 2017 auch Astronauten zur ISS zu befördern.

Das Unternehmen hatte bereits mehrfach versucht, eine Rakete wieder landen zu lassen, zuletzt auf schwimmenden Plattformen im Meer. Zwar hatten die Raketenteile ihr Ziel erreicht, aber in beiden Fällen kam es zu Bruchlandungen.

Der Unternehmer Musk liefert sich mit seinen kommerziellen Weltraumunternehmungen eine Art Wettlauf mit Jeff Bezos, Besitzer von Amazon und ebenfalls Milliardär. Bezos zielt aber eher auf Weltraumtouristen ab.
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Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Probleme beim Seismographen - Nasa sagt Mars-Misson "InSight" ab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Dez 2015 18:55

Probleme beim Seismographen.jpg
Probleme beim Seismographen.jpg (46.03 KiB) 4734-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-sagt-Mar ... 34176.html
Mittwoch, 23. Dezember 2015
Probleme beim Seismographen - Nasa sagt Mars-Misson "InSight" ab

Er sollte eigentlich das Innere des Planeten Mars erforschen. Doch der Start des Nasa-Roboters "InSight" im Frühjahr fällt nun flach. Grund ist ein technisches Problem an einem wichtigen Messgerät. Ob "InSight" jemals starten wird, ist unklar.

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Die US-Weltraumbehörde Nasa hat ihre für März 2016 geplante Mars-Mission abgesagt. Es gebe ein Problem mit einem von der französischen Weltraumbehörde CNES bereitgestellten Seismografen, der mit dem Roboter "InSight" zum Roten Planeten fliegen sollte, erklärte die Nasa. Versuche, ein Leck an der Vakuumdichtung des Geräts zu reparieren, seien fehlgeschlagen. Für einen Start im März 2016 sei die Mission daher "nicht bereit", sagte der Nasa-Wissenschaftler John Grunsfeld.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Der Roboter "InSight" sollte auf der Marsoberfläche die Entwicklung des Planeten erforschen und herausfinden, ob sein Kern fest ist oder flüssig wie bei der Erde. Dazu sollte "InSight" unter anderem seismische Aktivitäten messen und eine Bohrung zur Messung des Wärmeflusses vornehmen. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler wichtige Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte aller erdähnlichen Planeten wie etwa Mars, Venus und Merkur. Die Kosten des Projekts betragen insgesamt 425 Millionen Dollar (389 Millionen Euro).
Absage ist "ein harter Schlag"

Der geplatzte Starttermin im März dürfte die Mission nun drastisch verzögern oder sogar ganz gefährden: Marsflüge sind nur alle zwei Jahre möglich. Der nächste Starttermin wäre im Mai 2018. Die Nasa ist noch nicht sicher, ob sie angesichts enger Budgetgrenzen an der Mission festhält.
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Die Entscheidung werde "in den kommenden Monaten" fallen, sagte Grunsfeld. Andere Mars-Missionen seien von der Absage nicht betroffen. Auch eine bemannte Mars-Mission werde weiter für die 2030er-Jahre anvisiert.

CNES-Leiter Jean-Yves Le Gall sagte, die Absage der Mission sei "ein harter Schlag". Die einzige gute Nachricht sei, dass das Problem mit dem französischen Gerät noch auf der Erde entdeckt wurde. Der Chef des CNES-Raumfahrtzentrums in Toulouse, Marc Pircher, versprach, eine Lösung für das Problem zu finden. Bis zu dem Zeitfenster für einen Start im kommenden Jahr werde dies aber nicht gelingen. Am Bau des Seismografen war auch das deutsche Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung beteiligt, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützt wird.

Quelle: n-tv.de , kst/AFP/dpa
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Robotik, 3D-Druck und ein Dorf - Esa ist "heiß auf den Mond"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jan 2016 15:42

Esa ist heiß auf den Mond.jpg
Esa ist heiß auf den Mond.jpg (67.58 KiB) 4706-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Esa-ist-heiss ... 84486.html
Montag, 04. Januar 2016
Robotik, 3D-Druck und ein Dorf - Esa ist "heiß auf den Mond"

Die neue Ariane-6-Rakete, wieder ein deutscher Astronaut für die ISS, Pläne für eine Mond-Siedlung: Jan Wörner, Chef der Europäischen Weltraumagentur, hat ein vollgepacktes Programm. Auch eine Mars-Mission gehört dazu.

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Ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt sortiert Jan Wörner, Chef der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), die anstehenden Projekte. Das ist sein Ausblick auf 2016 und darüber hinaus:

Ariane 6: Die Esa lässt beim Konzern Airbus Safran Launchers für 2,4 Milliarden Euro die neue Ariane-Rakete bauen, 600.000 Euro kommen von der Industrie hinzu. 2020 soll sie erstmals abheben. Mitte 2016 gibt es für das Projekt noch einen Prüfstein. "Wir wollen für Europa durch eine Familie von Trägerraketen eine gute Möglichkeit für verschiedene Nutzlasten ins All haben", sagt Wörner. Europas Zugang zum All basiert auf der großen Ariane, der Sojus für mittlere Lasten und der kleinen Vega.

Wiederverwertbare Raketen: US-Unternehmen wie SpaceX oder Blue Origin arbeiten an der erneuten Verwendung von Raketen. Dies ist auch für den Esa-Chef "ein interessanter Aspekt". Ariane 6 sei nicht die Lösung für die nächsten Jahrhunderte. "Wir müssen weitersehen. Ich erhoffe mir, dass aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ganz neue Ideen kommen." Das bedeute auch viel Zeit: "Das wird in der Öffentlichkeit häufig unterschätzt, aber die Entwicklungszeiten sind einfach lang."
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Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Moon village: "Viele sind heiß auf den Mond", fasst Wörner internationale Projekte für den Erdtrabanten zusammen. Der Esa-Chef könnte sich einiges davon in einem Moon Village (Mond-Dorf) vorstellen. "Ich halte den Mond tatsächlich für ein sehr vernünftiges Zielobjekt." Er habe zusammengetragen, was künftige Projekte leisten müssten, wenn die Raumstation ISS 2024 wegfallen sollte. Nicht alles lasse sich mit Flügen in die Erdumlaufbahn realisieren.

Wörner erläutert sein Moon Village, über das in den kommenden zwei Jahren entschieden werden könne: "Ein Dorf ist für mich eine Ansammlung von verschiedenen Akteuren und Aktivitäten." "Das Moon Village wird auch ein technologisches Sprungbrett für weitere Missionen sein", sagt er. "Auf der Mondrückseite haben wir die Möglichkeit, tief ins Universum zu schauen mit einem dort aufgebauten Teleskop." Wörner sieht dabei europäische Kompetenzen etwa in der Robotik "bis hin zum 3D-Druck auf dem Mond".

Mars: "Der Mensch wird irgendwann zum Mars fliegen, auch wenn ich nicht glaube, dass das in den nächsten 35 Jahren passiert", sagt Wörner. Menschen versuchten immer wieder, "die Grenzen zu verschieben". Doch für den Mars seien neue, andere Technologien notwendig. Eine Missionszeit von rund zwei Jahren sei "ein sehr großes Risiko" - etwa mit Blick auf Krankheiten. "Auch die US-Amerikaner sagen nicht, dass sie in 10 bis 15 Jahren zum Mars fliegen werden." Nächster Mars-Schritt für die Esa ist der für März geplante Start der ExoMars-Mission mit einem Orbiter und einem Landemodul, das den Planeten im Oktober erreichen soll. 2018 soll dann eine zweite Mission einen Rover zum Mars bringen.
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Aus dem Album des Astronauten: Gersts Blick auf die Welt Aus dem Album des Astronauten: Gersts Blick auf die Welt Aus dem Album des Astronauten: Gersts Blick auf die Welt Aus dem Album des Astronauten: Gersts Blick auf die Welt Aus dem Album des Astronauten Gersts Blick auf die Welt

Deutscher Astronaut: Im kommenden Jahr wird die Esa wieder einen deutschen Astronauten bestimmen, der 2018 zur Raumstation ISS fliegen soll. 2014 hatte der Aufenthalt von Alexander Gerst für viel Zustimmung gesorgt. "Die Kandidatengeschichte ist relativ einfach, weil wir dieses große Auswahlverfahren hatten mit 8413 Kandidatinnen und Kandidaten", sagte Wörner. Nur die Besten kommen infrage, "darunter ist natürlich auch Alexander Gerst."

Inspiration für Jüngere: Der Esa-Chef hofft auch nach dem Ende der ISS auf europäische Astronauten im All. Neben wissenschaftlichen Fragen etwa zu Blutdruck, Salzhaushalt, Immunsystem, Osteoporose oder Alterung der Haut ist ein Grund für Wörner der damit verbundene Geist in krisengeprägten Zeiten. "Mit der astronautischen Raumfahrt können wir unglaublich gut jungen Leuten Inspiration vermitteln." Das gehe weit über reine Technik hinaus. "Junge Menschen bekommen das Gefühl: In dieser Gesellschaft kann ich mit Einsatz etwas erreichen."
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Russland: Jenseits der internationalen Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise kooperiert die Esa intensiv mit ihren russischen Partnern. Auch die Raumstation ISS wird von den USA, Kanada, Japan und Europäern mit den Russen betrieben. Wörner verteidigt diese Ausnahme: "Alle Politiker tun gut daran, der Raumfahrt diese Möglichkeit zu geben." Auch in Krisenzeiten solle Kontakt nicht abreißen, sondern institutionalisiert werden. "Raumfahrt kann das, Wissenschaft kann's auch in vielen anderen Bereichen." Die Zusammenarbeit im All könne "eine Brückenfunktion übernehmen". Die "spezielle Situation" Ukraine/Russland spiele mitunter eine Rolle, "wenn wir eine russische Rakete mit einer ukrainischen Steuerungssoftware starten". Solche Zusammenarbeit könne "eine sehr politische Wirkung über die Grenzen hinweg" entwickeln.

Klima: "Ohne die Erdbeobachtung hätten wir gar keine Möglichkeit, über die ganzen Klimaaspekte nachzudenken". Inzwischen könne nicht nur gezielt vor Unwettern gewarnt werden. "Wir können auch mit gewissen Technologien zum Beispiel dafür sorgen, dass Regionen nicht noch stärker verwüsten", erläutert Wörner. So könnten Entscheidern frühzeitig Empfehlungen gegeben werden. Landwirtschaft etwa in Wüstengebieten könne wichtig sein, damit Menschen dort nicht aus Hunger und Armut fliehen müssten. Entscheidungsträger griffen auf die Daten zurück. "Manchmal dauert es eine Weile, dann muss die Wissenschaft tapfer und konsequent sein und überzeugen."

Finanzen: Wörner freut sich darüber, dass Raumfahrt ein emotional besetztes Thema ist. Das kann Etatverhandlungen erleichtern. "Wir könnten das natürlich auch rein rational abarbeiten: Die Hebelwirkung bei einem Euro für die Raumfahrt ist gleich sechs Euro für die Gesellschaft, in manchen Bereichen sogar 20 Euro." Für 2016 kann die Esa mit einem Gesamtetat von rund 5,3 Milliarden Euro kalkulieren.

Quelle: n-tv.de , Gerd Roth, dpa
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Europas Mars-Offensive - Esa startet ExoMars-Mission

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Mär 2016 11:58

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http://www.n-tv.de/wissen/Esa-startet-E ... 60456.html
Europas Mars-Offensive - Esa startet ExoMars-Mission

Ist der Mars ein toter Planet? Wie kein anderer Himmelskörper regt der rote Nachbar der Erde die Fantasie der Menschen an. Erstmals wollen Esa und Roskosmos dort gemeinsam nach Spuren von Leben suchen. Ein Projekt in politisch schwieriger Zeit.

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Selten hat ein simpler Raketenstart vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur solch eine Strahlkraft. Voller Spannung erwartet Europas Raumfahrtagentur Esa und ihr russischer Partner Roskosmos am 14. März den Countdown für ihre erste gemeinsame Mission zum Mars. Das Milliarden teure Projekt ExoMars soll in zwei Etappen Spuren von aktuellem oder vergangenem Leben auf dem Roten Planeten suchen.
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Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

"Wenn es jemals eine Mission gegeben hat, die eine echte Chance hatte, Hinweise auf Leben auf dem Mars zu finden, dann ist das ExoMars", sagt Jorge Vago von der Esa. Der 53-jährige Wissenschaftler aus Argentinien treibt das als ambitioniert geltende Projekt, an dem sich Roskosmos maßgeblich beteiligt, seit den ersten Überlegungen der Esa 2002 mit voran.

Das gemeinsame Vorhaben kommt in einer politisch brisanten Zeit. Die Ukraine-Krise und Russlands Intervention im Syrien-Konflikt stellen die Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen auf die größte Belastungsprobe seit dem Ende des Kalten Krieges. "Gerade in Zeiten irdischer Krisen ist die Raumfahrt als Brückenbauer aktiv", hatte Esa-Direktor Jan Wörner kürzlich gesagt.
In sieben Monaten zum Roten Planeten
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Roskosmos-Vize Sergej Saweljew lobt ExoMars als einzigartiges Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Ost und West in der Weltraumforschung. Russland war erst 2013 in das Projekt eingestiegen, nachdem die US-Behörde Nasa 2011 wegen Finanzproblemen einen Rückzieher gemacht hatte. Dennoch steuert die Nasa einzelne Instrumente bei. Zwar steht inzwischen auch Roskosmos wegen der schweren Wirtschaftskrise in Russland finanziell unter Druck, doch bleibt die Marsforschung zunächst vom Rotstift verschont.

Vollgepackt mit Hightech soll die erste von zwei Proton-M-Raketen nun zum Nachbarplaneten starten. Nach dem siebenmonatigen Flug soll die Sonde TGO (Trace Gas Orbiter) bis mindestens 2022 als Wissenschaftssatellit um den Mars kreisen und unter anderem die Atmosphäre auf Spuren von Methan untersuchen, das der Esa-Satellit Mars Express 2004 entdeckt hatte. "Ich erwarte, dass wir Methan nachweisen und besser verstehen, wie es entsteht", erklärt Vago. Das Testmodul "Schiaparelli", benannt nach dem italienischen Astronom Giovanni Schiaparelli (1835-1910), soll nach der Abkopplung vom TGO - planmäßig am 19. Oktober 2016 - am Fallschirm zur Marsoberfläche hinabsegeln. "Es ist das erste Mal, dass wir auf dem Mars landen", sagt Vago. "Schiaparelli" solle wertvolle Erfahrungswerte sammeln für die zweite Etappe von ExoMars: ein technikbeladenes Landemodul mit einem Rover. Dessen Start vom Kosmodrom Baikonur ist für 2018 geplant.
Esa-Rover kann tief bohren
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Nach dem ersten Jahr: Was Curiosity auf dem Mars entdeckt hat Nach dem ersten Jahr: Was Curiosity auf dem Mars entdeckt hat Nach dem ersten Jahr: Was Curiosity auf dem Mars entdeckt hat ... wäre das sogar trinkbar gewesen. Denn eine Probe aus dem Inneren eines Felsens enthielt Tonminerale (sie bilden sich, wenn Gestein in flüssigem Wasser verwittert) und nicht viel Salz. Das Wasser, von dem das Gestein einst umspült wurde, hatte einen relativ neutralen pH-Wert - so die Analyse. Curiosity ... Nach dem ersten Jahr Was Curiosity auf dem Mars entdeckt hat

Frühere Marsmissionen fanden bereits Hinweise auf Wasser. Mehr als 40 Raumschiffe sind in rund 50 Jahren Forschung zum Roten Planeten geflogen. Zwar scheiterten viele Projekte, aber die USA konnten mehrere Rover landen. Wozu braucht es eine neue Marsmission? Der Rover sei das Herzstück des Großprojekts, erklärt Vago. "Wir müssen nicht nur auf der Oberfläche nach Leben suchen, sondern dafür sehr tief gehen" - sozusagen in die dritte Dimension. Der Rover kann bis zu zwei Meter tief bohren. Der US-Rover "Curiosity", der seit 2012 im Einsatz ist, kommt gerade mal wenige Zentimeter tief. "Vielleicht haben wir total Glück und finden so tolle organische Proben, dass wir beweisen können, dass es Leben gab", meint Vago. "Aber das halte ich für nicht sehr wahrscheinlich."
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Damit Rover und Sonde wie erhofft ihre Arbeit aufnehmen können, muss zunächst in Baikonur alles glattgehen. Proton-Raketen, die das teure Gerät ins All tragen, gelten als anfällig. Auf dem Spiel steht viel: Mehr als 1,3 Milliarden Euro hat allein die Esa in ExoMars investiert. Experten vermuten eine weitere Milliarde von Roskosmos.

In einer Halle in den Weiten der kasachischen Steppe setzen Spezialisten mit weißen Kitteln und Schutzhelmen mit Hilfe haushoher Kräne das Raumschiff zusammen, wie auf Esa-Bildern zu sehen ist. Drei massige russische Antonow-124-Transporter hatten die Einzelteile aus Turin, wo der Hauptpartner Thales Alenia Space Italy sitzt, nach Baikonur geflogen - sicher verpackt in Container. Einer der gefährlichsten Teile der Mission steht nun bevor. Beim Start könnte die Proton-Rakete durch einen Defekt explodieren. Doch auch die Landung auf dem Mars gilt als heikel. "Auch wenn wir alles gut vorbereitet haben, wir werden auf unseren Stuhlkanten sitzen, bis wir wissen, dass "Schiaparelli" auf dem Mars gelandet ist", sagt Vago.

Quelle: n-tv.de , Thomas Körbel, dpa
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… 3, 2, 1 - Go! - Europa ist auf dem Weg zum Mars

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Mär 2016 17:24

Europa ist auf dem Weg zum Mars.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Europa-ist-au ... 15021.html
Montag, 14. März 2016
… 3, 2, 1 - Go! - Europa ist auf dem Weg zum Mars

Von Andrea Schorsch, Darmstadt

Es ist ein ehrgeiziges Projekt: Esa und Roskosmos wollen gemeinsam auf dem Mars nach Leben suchen. 15 Jahre dauert die Vorbereitung der Mission. Jetzt sind der ExoMars-Orbiter und ein Testlandegerät an Bord einer Rakete unterwegs.

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Um 10:31 Uhr Mitteleuropäischer Zeit schoss sie in den Himmel: Mit dem Start der russischen Proton-M-Rakete vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur nimmt die Mission ExoMars ihren Lauf. Seit Sonntagabend waren die Mitarbeiter des Raumflugkontrollzentrums der Esa in Darmstadt (Esoc) mit dem letzten "Gesundheits-Check" des Forschungssatelliten an Bord der Rakete beschäftigt. "Wir haben geschaut, ob die Batterien geladen sind, ob die Software funktioniert, ob alles auf dem Satelliten richtig aufgebaut ist", erklärt Jamie Salt aus dem ExoMars-Kontrollteam. "Für die nächsten elf Stunden übernimmt nun Baikonur die Kontrolle."

Erstmals starten die Europäische Weltraumorganisation Esa und das russische Pendant Roskosmos gemeinsam zum Roten Planeten. Ziel ist es, dort nach Leben zu suchen – sei es vergangenes oder gar aktuell existierendes. Rund 15 Jahre hat es gedauert, bis aus den ersten Plänen für die ExoMars-Mission Wirklichkeit wurde. Heute schickt Europa eine Sonde auf den Weg, den Trace Gas Orbiter (TGO), der jahrelang den Mars umrunden und dabei Spurengase in seiner Atmosphäre analysieren soll – vornehmlich Methan. Auf seinem Rücken: das Testlandegerät Schiaparelli, das im Oktober dieses Jahres, bei der Ankunft am Roten Planeten, auf dessen Oberfläche aufsetzt. "Die Esa weiß noch nicht, wie man auf dem Mars landet", sagt Paolo Ferri, Missionsbetriebsleiter der Esa. "Die Nasa und die Russen wissen es, die Esa muss es noch lernen."
Mit Schwung auf die richtige Bahn

Schiaparelli soll den Ingenieuren wichtige Erkenntnisse über den Landevorgang in der dünnen Atmosphäre unseres Nachbarplaneten liefern. "Die Landung auf dem Mars ist nicht so einfach", erklärt Ferri. "Sie kann schon durch kleine Veränderungen in der Mars-Atmosphäre beeinflusst werden." Bis 2018 müssen die Esa-Experten über den Vorgang genau Bescheid wissen. Denn dann beginnt die zweite Phase der Mission: Erstmals schickt die Europäische Weltraumorganisation einen Rover zum Mars. Der soll nach seiner weichen Landung vor allem in die Tiefe gehen: Anders als die Fahrzeuge, die bislang über den Marsboden rollten, kann der Esa-Rover zwei Meter tief bohren. Was er dabei entdeckt, teilt er dem dann noch in der Mars-Umlaufbahn aktiven TGO mit, der die Daten zur Erde funkt.

Doch nun müssen erst einmal der Orbiter und das Testlandegerät den Mars erreichen. In diesen Stunden stehen komplexe Flugmanöver an, die die Trägerrakete mit ihrer ausnehmend schweren Last in die Erdfluchtbahn bringt. Die soll am späten Abend erreicht sein. Dann trennt sich der TGO mitsamt Landemodul Schiaparelli von der Raketen-Oberstufe. Seine Solarpanele werden ausgefahren, sodass die Stromversorgung gesichert ist. Anschließend schaltet das Raumflugkontrollzentrum Esoc in Darmstadt die Bordsysteme des Orbiters ein, und die Sonde funkt erste Signale zur Erde. Läuft alles nach Plan, bestätigt sie damit am Ende des Tages, dass Europa auf dem Weg zum Mars ist.
Fehlersimulation in Darmstadt
Der Orbiter und das Testlandegerät Schiaparelli.
Der Orbiter und das Testlandegerät Schiaparelli.
(Foto: ESA - B. Bethge)

Und wenn nicht? "Wir haben in Simulationen viele Fehlerszenarien geübt", sagt Salt vom ExoMars-Kontrollteam. "Unsere Mitarbeiter sind in der Lage, zehn Probleme auf einmal zu lösen." Das Esoc in Darmstadt steuert die Mission nach der Trennung von der Raketen-Oberstufe für die ganze Lebenszeit. Seine Flugbahn muss der TGO dann exakt einhalten. Jeder winzige Fehler sorgt für eine große Abweichung vom dem für Schiaparelli vorgesehenen Landeplatz in der Region Meridiani Planum. Hält der TGO nicht Kurs, wird er mit kleinen Schubmanövern per Bordantrieb zurück auf die gewünschte Bahn geschubst. Sieben Monate ist die Sonde unterwegs, bis sie an ihrem Ziel in 496 Millionen Kilometern Entfernung ankommt. Hier alles Wissenswerte zur ExoMars-Mission im Überblick:

Die Aufgaben des Orbiters: Der Trace Gas Orbiter (TGO) nimmt ein Jahr nach seiner Ankunft am Mars seine wissenschaftliche Arbeit auf. Bis mindestens 2022 soll die Sonde um den Mars kreisen und dabei die Zusammensetzung seiner Atmosphäre erforschen. Das Hauptaugenmerk der Wissenschaftler liegt dabei auf Methan. Die Beziehungen zwischen verschiedenen Spurengasen (Trace Gas) könnten etwas über den Ursprung des Mars-Methans verraten. Der TGO kann kleinste Konzentrationen messen, denn seine Instrumente sind bis zu drei Größenordnungen empfindlicher als die seiner Vorgänger. Spurengase machen weniger als ein Prozent der Mars-Atmosphäre aus.
Auch mit einem Neutronendetektor ist der TGO ausgestattet. Dieser soll es ermöglichen, das Eis, das sich bis zu einer Tiefe von einem Meter unter der Marsoberfläche befindet, zu kartographieren.
Die dritte Aufgabe des TGO schließlich besteht darin, die Entdeckungen des 2018 folgenden ExoMars-Rovers zur Erde zu funken.

Die große Bedeutung von Methan: Auf der Erde sind 90 Prozent des Methans organischen Ursprungs. Es wird von Bakterien erzeugt. Die restlichen 10 Prozent stammen aus geologischen Prozessen. Wenn es um Methan geht, ist damit also immer auch die Frage nach Leben verbunden. Die ExoMars-Mission soll klären, aus welchen Quellen das Methan stammt, das sich in der Mars-Atmosphäre befindet. Es ist nur eine geringe Menge: Der globale Durchschnittwert liegt bei 10 ppbv, also bei 10 Teilen pro Milliarde Teilchen und Volumeneinheit.

Die Aufgaben von Schiaparelli: Das Testlandegerät soll im Oktober 2016, bei der Ankunft am Mars, weich auf dessen Oberfläche aufsetzen. Es soll die Technologien erproben, die für eine Landung auf dem Roten Planeten benötigt werden. Für einen langen wissenschaftlichen Betrieb ist das Modul nicht ausgelegt. Schiaparelli wird nur einige Tage auf dem Mars überleben. In dieser Zeit misst das Gerät unter anderem die elektrische Aufladung von Partikeln in der Mars-Atmosphäre. Diese Daten sollen dabei helfen, die globalen Sandstürme zu erklären, die über den Roten Planeten hinweg fegen.

Der aufregendste Moment: Das wird – nach dem heutigen Tag – der Nachmittag des 19. Oktober 2016 sein. Um 16:45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit soll das Testlandegerät Schiaparelli an diesem Tag in die Mars-Atmosphäre eindringen. Seine Geschwindigkeit beträgt dann 5,8 Kilometer in der Sekunde. Damit ist es etwa achtmal so schnell wie eine Gewehrkugel. Doch durch die Reibung wird Schiaparelli in den folgenden drei bis vier Minuten brutal gebremst. Nachdem seine Geschwindigkeit auf unter 500 Meter pro Sekunde gefallen ist – was immer noch der doppelten Schallgeschwindigkeit entspricht – wird in elf Kilometern Höhe über der Mars-Oberfläche ein Fallschirm ausgestoßen. Der bremst das Testlandegerät bis auf rund 250 km/h ab und wird dann abgeworfen. Nun aktivieren sich die Raketenmotoren.
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Ist Schiaparelli nur noch zwei Meter vom Marsboden entfernt, tritt er für einen kurzen Moment in einen Schwebeflug ein. Dann schalten seine Raketenmotoren ab und das Landemodul plumpst auf den Boden – im freien Fall. Seine Aufsetzgeschwindigkeit soll maximal 18 km/h betragen. Eine Knautschzone fängt die Wucht des Aufpralls ab. Zwischen dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre und dem Aufprall vergehen weniger als acht Minuten. Die Landung kann nicht von der Erde aus gesteuert oder beeinflusst werden, denn die Laufzeit der Signale vom Mars bis zu uns und zurück beträgt zu diesem Zeitpunkt 19 Minuten.

Die Fähigkeiten des Esa-Rovers: Die Mars-Oberfläche ist kalt, trocken und starker Strahlung durch die Sonne ausgesetzt. Für Mikroorganismen sind das – nach irdischen Maßstäben – keine guten Lebensbedingungen. Doch als der Mars noch in weiten Teilen von Wasser bedeckt war, was rund vier Milliarden Jahre her ist, könnten sich dort Bakterien eingenistet haben. Der Esa-Rover, der 2018 zum Roten Planeten startet, hat die Aufgabe, nach solchen Mikroorganismen in der Tiefe des Marsbodens zu suchen. Während Nasa-Rover Curiosity, der seit 2012 über den Mars rollt, nur wenige Zentimeter tief bohren kann, kommt der Esa-Rover zwei Meter tief. Dadurch besteht eher die Möglichkeit, dass er auf etwas stößt, das den Menschen verrät: Es gab – oder gibt?! – Leben auf dem Mars.
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Quelle: n-tv.de
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Andockmanöver im Weltraum - "Cygnus" erreicht die ISS

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mär 2016 17:57

Andockmanöver im Weltraum.jpg
Andockmanöver im Weltraum.jpg (23.65 KiB) 4384-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Cygnus-erreic ... 20891.html
Samstag, 26. März 2016
Andockmanöver im Weltraum - "Cygnus" erreicht die ISS

Der erste Teil der Reise ist geglückt: Hoch oben in der Umlaufbahn kann die Besatzung der Raumstation den Raumtransporter "Cygnus" in Empfang nehmen. Nach Ende der Mission soll die Kapsel gezielt in Brand gesetzt werden.

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Erfolgreiches Sojus-Andockmanöver: Neue Langzeitbesatzung erreicht ISS 19.03.16 – 01:09 min Mediathek Erfolgreiches Sojus-Andockmanöver Neue Langzeitbesatzung erreicht ISS

Der private Raumfrachter "Cygnus" hat die Internationale Raumstation ISS erreicht und erfolgreich angedockt. Beladen ist "Cygnus" mit mehreren Tonnen Nachschub für die Besatzung der Raumstation, darunter Lebensmittel, Bekleidung, wissenschaftliche Experimente und Ersatzteile. Dazu zählen ein neuartiger 3-D-Drucker und ein Instrument zur Untersuchung der chemischen Zusammensetzung von Meteoren, die in die Erdatmosphäre eintreten.
Tests zum Brandschutz

Insgesamt bringt der Raumfrachter rund 3500 Kilogramm zur ISS, wo er bereits sehnlich erwartet wird. Nach dem Entladen von "Cygnus" auf der ISS soll die Raumkapsel noch bis Mai dort bleiben. Dann soll sie mit Müll von der ISS beladen werden und abdocken. In sicherer Entfernung zur ISS wollen Nasa-Ingenieure zu Forschungszwecken einen Großbrand in der Raumkapsel entfachen.

Der Test soll laut US-Weltraumbehörde "der Sicherheit derzeitiger und künftiger Missionen" durch die darauf gründende Entwicklung neuer Brandschutzanlagen dienen. Demnach soll untersucht werden, wie groß die Flammen werden, wie schnell sich das Feuer ausbreitet, wie heiß es wird und welche Menge an schädlichen Gasen entsteht. Die Nasa hatte in der Vergangenheit schon kleinere Feuer im All entfacht, aber noch nie die Entwicklung von Großbränden erforscht.
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Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Der Flug ist der erste von drei Nachschublieferungen in schneller Folge. "Cygnus" war am Dienstagabend (Ortszeit US-Ostküste) an der Spitze einer Atlas-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. In wenigen Tagen soll vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus eine russische Versorgungskapsel bei der ISS andocken. Kurz darauf folgt ein weiterer Versorgungsflug von dem privaten Weltraumunternehmen SpaceX.
Neue Besatzung

Erst vor einer Woche hatte eine russische Sojus-Kapsel eine neue Besatzung zur ISS gebracht. An Bord befanden sich zwei russische Kosmonauten sowie der US-Astronaut Jeffrey Williams. Sie werden als neue Langzeitbesatzung die nächsten Monate auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten.

Seit der Stillegung der Shutte-Flotte der US-Weltraumbehörde Nasa bilden kommerzielle Raumfrachter wie "Cygnus" das Rückgrat der ISS-Versorgung. Zwei private US-Firmen, SpaceX und Orbital ATK, organisieren die Lieferung von Nachschub zur Raumstation. Dabei gab es mehrere Rückschläge.
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Die derzeitige "Cygnus"-Mission ist der zweite Transport zum ISS des privaten Nasa-Partners Orbital ATK, seit im Oktober 2014 eine Orbital-Rakete kurz nach dem Start explodiert war. Damals wurde tonnenweise Ausrüstung für die ISS zerstört. Im vergangenen Sommer musste SpaceX bei der Explosion eines Raumfrachters vom Typ "Dragon" ein ähnliches Debakel hinnehmen.

Orbital ATK soll im Rahmen eines 1,9 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) schweren Vertrags mit der Nasa dieses Jahr noch zwei weitere Transporte zur ISS übernehmen. Der nächste ist für den Frühsommer vorgesehen. Bereits am 8. April soll eine "Dragon"-Raumkapsel des Konkurrenten SpaceX für die Nasa zur ISS starten.
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Quelle: n-tv.de , mmo/AFP/dpa
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"New Shepard" sicher gelandet - Recycling-Rakete besteht dritten Testlauf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Apr 2016 09:46

Recycling-Rakete besteht dritten Testlauf.jpg
Recycling-Rakete besteht dritten Testlauf.jpg (31.5 KiB) 4347-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Recycling-Rak ... 76316.html
Sonntag, 03. April 2016
"New Shepard" sicher gelandet - Recycling-Rakete besteht dritten Testlauf

Gleich zwei Weltraumunternehmen arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung einer wiederverwendbaren Rakete. Zeit ist dabei entscheidend, denn die Nasa wird sich wohl nur für ein Modell entscheiden. Blue Origins erreicht nun einen weiteren Meilenstein.

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Das private US-Weltraumunternehmen Blue Origin hat den dritten erfolgreichen Test seiner wiederverwendbaren Rakete "New Shepard" vermeldet. Der Rakete sei der Start und die anschließende aufrechte Landung auf dem Testgelände in Texas problemlos geglückt, teilte Unternehmensgründer Jeff Bezos, der auch den erfolgreichen Internetversandhändler Amazon gründete, via Twitter mit. Auch die für den Test unbemannte Mannschafts-Raumkapsel sei mithilfe von Fallschirmen unbeschadet gelandet.
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Die ersten zwei erfolgreichen Testflüge von "New Shepard" waren Ende November und im Januar erfolgt. Blue Origin und der US-Konkurrent SpaceX des erfolgreichen Internetunternehmers Elon Musk arbeiten derzeit fieberhaft an einer serienreifen Rakete, die nach erledigter Mission nicht zerstört wird, sondern wieder auf der Erde landet und erneut eingesetzt werden kann. Dadurch sollen die Kosten für Raumtransporte deutlich gesenkt werden.

Wegen der Einstellung ihres eigenen Raketenprogramms ist die US-Weltraumbehörde Nasa auch auf die Dienste von privaten Raumfahrtunternehmen angewiesen. Außerdem lockt private Anbieter der Transport von Satelliten ins All als lukratives Geschäft.

Quelle: n-tv.de , jve/AFP
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Erfolg nach vielen Rückschlägen - SpaceX-Rakete landet erstmals auf Plattf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Apr 2016 14:55

SpaceX-Rakete landet erstmals auf Plattform.jpg
SpaceX-Rakete landet erstmals auf Plattform.jpg (18.84 KiB) 4278-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-Rakete ... 26191.html
Erfolg nach vielen Rückschlägen - SpaceX-Rakete landet erstmals auf Plattform

Es klingt wie eine verrückte Idee - eine Rakete nach dem Start wieder auf einer Plattform im Wasser landen zu lassen. Doch genau das ist den Ingenieuren von SpaceX nun nach zig Rückschlägen geglückt.

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Nach vielen Fehlschlägen ist dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX erstmals die Landung einer Raketenstufe auf einer unbemannten Plattform im Atlantik geglückt. Die Falcon9-Rakete hatte am zuvor einen "Dragon"-Raumfrachter sicher auf den Weg zur Internationalen Raumstation ISS gebracht, rund zehn Monate nach dem letzten Versuch, bei dem eine Explosion den Frachter zerstört hatte.

Der "Dragon" habe an der Spitze der Rakete erfolgreich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abgehoben, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und SpaceX mit. Die erste Raketenstufe landete danach aufrecht auf einer unbemannten schwimmenden Plattform im Atlantik mit dem Namen "Of Course I Still Love You" (auf Deutsch etwa: Natürlich liebe ich dich noch), wie SpaceX und Gründer Elon Musk mitteilten.

Dieses Manöver war zuvor bei mehreren Versuchen missglückt. "Glückwunsch an SpaceX, dass Ihr eine Rakete auf dem Meer gelandet habt", schrieb US-Präsident Barack Obama per Twitter. "Erfinder wie Ihr und die Nasa machen es möglich, dass Amerika weiterhin in der Weltraumforschung führend ist."
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Mehrere Raumfahrtunternehmen versuchen derzeit, Raketen wieder landen zu lassen. Sie könnten dann mehrfach benutzt werden, was enorme Kosten sparen würde. Der Firma BlueOrigin von Amazon-Gründer Jeff Bezos und SpaceX war das schon auf festem Boden gelungen, auf dem Meer waren bislang jedoch alle Versuche gescheitert.

Der "Dragon" hat Versorgungsnachschub und wissenschaftliche Experimente an Bord und soll am Sonntag an der ISS ankommen. Unter anderem hat der "Dragon" auch eine Art aufblasbares Wohnmodul dabei, das an die ISS angekoppelt und getestet werden soll. Die Forscher erhoffen sich dabei Erkenntnisse über Möglichkeiten des Lebens außerhalb der Erde.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Luft und Raumfahrt - Ohne Treibstoff nach Kalifornien - "Solar Impulse 2"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Apr 2016 11:14

Ohne Treibstoff nach Kalifornien.jpg
Ohne Treibstoff nach Kalifornien.jpg (23.34 KiB) 4236-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Solar-Impulse ... 30121.html
Freitag, 22. April 2016
Ohne Treibstoff nach Kalifornien - "Solar Impulse 2" fliegt wieder

Nach neun Monaten Warten in Hawaii geht es endlich weiter: Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" fliegt Richtung Kalifornien. Der dreitätige Flug wird für den Piloten eine Herausforderung der besonderen Art: Er darf maximal 20 Minuten am Stück schlafen.

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Erleichterte Gesichter auf Hawaii: Nach monatelanger Wartezeit hat der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" seine geplante Erdumrundung fortgesetzt. Unter der Sonne der Pazifikinsel hob das nur mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug mit Kurs auf Kalifornien ab. Starke Windböen hatten den Start zunächst gebremst.
Video
72 Meter Flügelspannweite: Solarflugzeug startet Weltrekordversuch 09.03.15 – 01:24 min Mediathek 72 Meter Flügelspannweite Solarflugzeug startet Weltrekordversuch

"Solar Impulse 2" stand bei den nächtlichen Vorbereitungen schon auf dem Rollfeld, als die Crew das Experimentalflugzeug aus Karbonfasern wieder in den Hangar rollen musste. Dort traf das Team um die Schweizer Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg die letzten Vorbereitungen. Am Ende flaute der Wind ab, das Kontrollzentrum in Monaco gab grünes Licht für den Start.

Für die neunte Etappe auf der geplanten Erdumrundung sind 62 Flugstunden angesetzt. Nach dem Non-Stop-Flug mit Piccard am Steuer soll "Solar Impulse 2" am Wochenende im nordkalifornischen Mountain View landen. Er freue sich auf den fast dreitägigen Flug über den Pazifik, sagte Piccard kurz vor dem Start. Er sei nicht nervös, sondern sehr zuversichtlich. Auf dem Rollfeld nahm der dreifache Vater von seiner Frau Michele Abschied.
Höchstens 20 Minuten Schlaf am Stück

In dem engen Cockpit wird Piccard höchstens 20 Minuten am Stück schlafen. Sein Kollege Borschberg hatte im vorigen Juli auf dem Flug von Japan nach Hawaii fünf Tage und Nächte allein in dem Flieger verbracht. Bei dem Rekordflug twitterte der Pilot mal über traumhafte Sonnenuntergänge, mal über Müdigkeit und die Sorge, einen Weg durch gefährliche Kaltfronten zu finden. Mit fast 8300 Kilometern war es die weiteste Distanz, die ein Solarflugzeug je absolvierte.
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"Solar Impulse 2" war im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi gestartet und über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen. Die einsitzige Karbonfaser-Maschine hat eine Spannweite von 72 Metern. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Tragflächen liefern die Energie für die vier Elektromotoren.

Seit voriger Woche stand der Solarflieger bei einem günstigen Wetterfenster für den Weiterflug bereit. Nach Kalifornien soll es noch zwei Landungen in den USA geben, bevor es dann nach Europa und wieder zurück nach Abu Dhabi geht. Der Flug hängt allerdings extrem von den Wetterbedingungen ab. Mit der Weltumrundung sollen die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufgezeigt werden.

Quelle: n-tv.de , hla/dpa
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Nach drei Tagen ohne Zwischenstop - Sonnenflieger erreicht Kalifornien

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Apr 2016 09:49

Sonnenflieger erreicht Kalifornien.jpg
Sonnenflieger erreicht Kalifornien.jpg (25.02 KiB) 4200-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Sonnenflieger ... 41156.html
Sonntag, 24. April 2016
Nach drei Tagen ohne Zwischenstop - Sonnenflieger erreicht Kalifornien

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das lange unterbrochen werden musste. Nun ist das Solarflugzeug "Solar Impulse 2" dabei, seine Weltumrundung zu beenden. Pilot Picard meldet sich enthusiastisch aus dem Cockpit.

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Der Schweizer Sonnenflieger "Solar Impulse 2" ist nach seiner neunten Etappe sicher im kalifornischen Mountain View bei San Francisco gelandet. Fast drei Tage war das Solarflugzeug nach dem Start in Hawaii Non-Stop unterwegs gewesen. 4300 Kilometer hat der Schweizer Pilot Bertrand Piccard in dieser Zeit zurückgelegt. Vor der Landung drehte er bei Sonnenuntergang eine Runde über der Golden-Gate-Brücke und der Bucht von San Francisco.

Aus seinem kleinen Cockpit hatte er sich unterwegs zur Unterzeichnung des Pariser Klimavertrags bei den Vereinten Nationen in New York dazugeschaltet. Er befinde sich mitten über dem Pazifik, ohne einen Tropfen Treibstoff, nur von der Sonne angetrieben, sagte Piccard in der fünfminütigen Live-Schaltung. "Das klingt nach Science-Fiction, aber das ist Realität, was saubere Technologie leisten kann." UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte Piccards "Pioniergeist". Das Team würde mit seinem Projekt Geschichte schreiben und eine "aufregende neue Ära" einleiten.
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Die "Solar Impulse 2" war im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi zu einer Weltumrundung gestartet und über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team um Piccard und seinen Kollegen André Borschberg dann aber auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen. Nun stehen noch vier weitere Etappen bevor.

Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Tragflächen der einsitzigen Karbonfaser-Maschine liefern die Energie für die Motoren. Das Projekt soll die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufzeigen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Erdbeobachtungssatellit unterwegs - Europa schickt Wächter ins All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Apr 2016 12:53

Europa schickt Wächter ins All.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Europa-schick ... 53291.html
Erdbeobachtungssatellit unterwegs - Europa schickt Wächter ins All

Mit dem ehrgeizigen Copernicus-Programm will die EU einen umfassenden Überblick über den Zustand der Erde bekommen und schickt dafür gleich eine ganze Flotte von Satelliten ins All. Der Start von Sentinel 1B ist allerdings mit Problemen verbunden.

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Ein weiterer "Wächter": Für das ehrgeizige Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" hat die europäische Raumfahrtagentur Esa den vierten Satelliten innerhalb von zwei Jahren ins All geschossen. "Sentinel-1B" hob am späten Montagabend (23.02 Uhr) an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. Der Countdown hatte drei Mal abgeblasen werden müssen. Zunächst verhinderte starker Wind den Start, beim dritten Anlauf musste die Rakete wegen technischer Probleme auf dem Boden bleiben.
Die 12 Meter lange Radarantenne und die beiden Solarpaneele des Satelliten waren beim Start zusammengefaltet. Eine knappe halbe Stunde später wurde der "Sentinel" (englisch für "Wächter") auf seiner Umlaufbahn ausgesetzt.

Der 2,3 Tonnen schwere Satellit soll rund um die Uhr aus rund 700 Kilometern Höhe mit einem Radargerät die Erdoberfläche abtasten. Gebraucht werden diese Informationen bei Notfällen und bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben. Der Satellit soll zudem vor Eisbergen und Ölteppichen warnen und der Schifffahrt Daten über Wind, Wellen und Strömung bereitstellen.

Der "Sentinel-1B" ergänzt als Zwillingssatellit "Sentinel-1A", mit dem das "Copernicus"-Programm im April 2014 startete. "Der Start von Sentinel-1B ist insofern ein wichtiger Meilenstein, als hiermit die erste "Copernicus"-Konstellation vervollständigt wird", sagte Esa-Generaldirektor Jan Wörner. "Die beiden Satelliten, die unsere Erde um 180 Grad versetzt umkreisen, werden die Erfassung von Daten und deren Bereitstellung für Dienste deutlich verbessern und markieren somit einen Wendepunkt in unserem bisherigen Umweltmanagement."
Rolf Densing, Chef des Esa-Satellitenkontrollzentrums Esoc, in Darmstadt kündigte an: "Alle sechs Tage wird die Erde vermessen sein."
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Die Daten können Behörden, Unternehmen, Institutionen, Umweltämter und auch Privatleute nutzen. "Sentinel-1B" ist auf sieben Jahre ausgelegt. "Wir haben aber auch häufig Satelliten, die die zehn Jahre überschreiten", sagte Robert Meisner von der Esa im italienischen Frascati.
Im All sind auch noch "Sentinel-2A" und "Sentinel-3A". In diesem Jahr sollen noch zwei weitere Erdbeobachtungssatelliten starten. Ein letzter Start ist für voraussichtlich 2020 geplant.

Gebaut hat das Radargerät des "Sentinel" das Unternehmen Airbus Defence and Space. "Mit dem "Copernicus"-Programm wollen wir eine globale Land- und Erdbeobachtung machen", sagte der bei Airbus für Erdbeobachtung, Navigation und Wissenschaft verantwortliche Leiter Michael Menking.

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Bemannte Mission soll folgen - SpaceX will schon 2018 auf dem Mars landen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Apr 2016 16:01

Bemannte Mission soll folgen.jpg
Bemannte Mission soll folgen.jpg (23.54 KiB) 4140-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-will-s ... 77466.html
Bemannte Mission soll folgen - SpaceX will schon 2018 auf dem Mars landen

Mächtig Dampf macht Tesla-Gründer und Visionär Elon Musk bei seinem Projekt, Menschen zum Mars zu bringen. Sogar der Nasa will er dabei zuvorkommen. Den Auftakt soll eine unbemannte Mission im Jahr 2018 machen.

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Ein roter Mars, der nach und nach ergrünt und somit zu einer Art zweiter Mini-Erde wird: Dieses Motiv prangt deutlich sichtbar auf dem Twitter-Account des Raumfahrt-Unternehmens SpaceX von Visionär und Tesla-Gründer Elon Musk. Es zeigt, wohin die Reise gehen soll: zu einer Kolonisation des planetaren Nachbarn der Erde. Nun kündigte SpaceX via Twitter den ersten Schritt in diese Richtung an. 2018 soll das erste Raumfahrzeug auf dem Roten Planeten landen.

Den Job erledigen soll die SpaceX-Raumkapsel Dragon 2, ein wiederverwendbares Raumschiff, das bis zu sieben Astronauten transportieren kann. Die Mission soll dementsprechend "Red Dragon" ("roter Drache") heißen - wobei sich das "rot" auf die Farbe des Mars bezieht. Allerdings soll der erste Flug zum Mars unbemannt sein. Konzipiert wurde die Dragon 2 für den Transport von Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Das Vorgängermodell Dragon hat bereits erfolgreich Fracht zur ISS transportiert.
SpaceX-Astronauten 2026 auf dem Mars?

Dennoch plant Musk auch bemannte Missionen zum Mars - und das bereits für einen früheren Zeitpunkt als die staatliche Raumfahrtagentur Nasa. Die peilt dafür die 2030er-Jahre an. Raumfahrt-Entrepreneur Musk will jedoch bereits in zehn Jahren die ersten Menschen zum Mars bringen. Für diese Mission ist aber ein anderes Vehikel als die Dragon 2 geplant, wie Musk klarstellt. Auch wenn die dafür konzipiert sei, überall im Sonnensystem zu landen: "Ich würde nicht empfehlen, Astronauten jenseits der Erde-Mond-Region zu befördern", twittert Musk. "Das wäre auf längeren Reisen kein Spaß." Schließlich biete die Dragon 2 gerade mal so viel Platz wie ein SUV.
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In den kommenden Jahren soll daher der "Mars Colonial Transporter" entwickelt und getestet werden, wie Musk bereits vor drei Jahren mitgeteilt hatte. Details zu dem Raumschiff gibt es bis heute nicht. Musk will jedoch auf dem International Astronautical Congress im September 2016 Genaueres zum geplanten "Raumschiff der nächsten Generation" enthüllen, wie er Anfang des Jahres in einem Interview mitteilte.

Sollte SpaceX es 2018 tatsächlich zum Mars schaffen, wäre es ein weiterer Meilenstein im privat finanzierten Raumflug. Anfang April hatte das Unternehmen bereits Geschichte geschrieben, als es zum ersten Mal eine wiederverwertbare Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Ozean hatte landen können. Aber Musk ist nicht der einzige selbsterklärte private Raumfahrtpionier: Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos will mit seiner Firma Blue Origin im kommenden Jahr bemannte Raumflüge starten. Der Milliardär Richard Branson konzentriert sich mit seiner Firma Virgin Galactic unterdessen auf sub-orbitale Raumflüge für zahlende Kundschaft mit seinem Raumschiff "SpaceShip Two".

Quelle: n-tv.de , kst
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Tenhagens Tipps - So fliegt man am günstigsten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mai 2016 16:55

So fliegt man am günstigsten.jpg
So fliegt man am günstigsten.jpg (32.29 KiB) 4086-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/ratgeber/So-fliegt-m ... 13841.html
Tenhagens Tipps - So fliegt man am günstigsten

Günstige Flüge findet man am ehesten über Flugsuchmaschinen im Netz. Doch längst nicht jede liefert zuverlässige Ergebnisse, warnt Hermann-Josef Tenhagen. Außerdem erklärt der "Finanztip"-Chef, wie man sich am einfachsten Geld von der Airline zurückholt.

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Wenn man günstig fliegen will, sind Flugsuchmaschinen eine große Hilfe. Man sollte ja meinen, es macht keinen großen Unterschied, welche man nimmt. Hermann-Josef Tenhagen sagt: Doch, macht es. Außerdem erklärt der "Finanztip"-Chef, wie man sich am einfachsten Geld von der Airline zurückholt.

Sie haben sich Flug-Vergleichsportale angeschaut. Welche denn genau und mit welchem Ergebnis?

Wir haben uns sieben wichtige Meta-Suchmaschinen angeguckt und haben nur zwei gefunden, die uns richtig überzeugt haben: idealo.de und Kayak. Zum einen haben sie für unsere zehn Beispielverbindungen meistens die besten Preise herausgefiltert. Andere Anbieter haben die günstigsten Flüge auf den angefragten Strecken manchmal gar nicht gefunden. Von Hamburg nach Stockholm zum Beispiel kam man bei idealo für 177 Euro. Swoodoo hat als günstigstes Angebot einen Flug für 475 Euro gefunden.

Zum anderen kommt es bei manchen Portalen immer wieder vor, dass sich der angegebene Preis im Buchungsverlauf deutlich erhöht. Dafür gibt es zwar technische Erklärungen, aber als Kunde will man eben, dass das Ganze funktioniert. Bei unseren Testsiegern waren die Endpreise nur minimal höher als am Anfang angezeigt. Erfreulich ist, dass sich alle Portale im Test ganz gut bedienen ließen. Die Flugdauer oder die maximale Zahl der Zwischenstopps lassen sich fast immer einstellen.

Worauf sollte man sonst noch achten, wenn man Flüge online sucht?
Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur der unabhängigen Verbraucher-Webseite Finanztip.
Hermann-Josef Tenhagen ist Chefredakteur der unabhängigen Verbraucher-Webseite Finanztip.

Die Portale verkaufen einem gern noch eine Versicherung dazu. Da muss man dann aufpassen, dass man nicht versehentlich noch ein Häkchen setzt und eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, die in vielen Fällen unnötig oder zu teuer ist. Wenn man so eine Police braucht, schließt man die besser separat ab.

Macht es Sinn, nicht über das Flugportal zu buchen, sondern über die Airline direkt?

Preismäßig gibt es oft eigentlich kaum Unterschiede, schließlich zeigen die Suchmaschinen ja auch aktuelle Preise der Fluglinien an. Wenn es das gleiche kostet, ist es aber oft praktischer, direkt über die Airline zu buchen, wegen der Serviceangebote. Wenn man zum Beispiel umbuchen muss oder später noch Sondergepäck aufgeben will, läuft das womöglich einfacher über die jeweilige Fluggesellschaft.

Egal auf welchem Weg man einen Flug gebucht hat, bei größeren Verspätungen gibt es Entschädigung. Auch damit hat sich "Finanztip" gerade befasst.

Genau. Bei Flügen, die in EU-Ländern gestartet und/oder gelandet sind, kann man Entschädigung verlangen, wenn man mindestens drei Stunden später gelandet ist als geplant. Die Sätze sind pauschal festgelegt: Bei Strecken bis zu 1500 Kilometern gibt es 250 Euro, bis 3500 Kilometer sind es 400 Euro. Und bei Strecken von mehr als 3500 kann man 600 Euro herausholen.

Die Fluggesellschaften zahlen nicht von sich aus, man muss sich schon selbst melden. Bei "Finanztip" haben wir dafür ein Musterschreiben. Das Problem: Die Ansprüche hat man zwar auf dem Papier, aber die Fluggesellschaften stellen sich auch gerne mal quer und berufen sich auf außergewöhnliche Umstände, also höhere Gewalt. Man kann sich dann an die Schlichtungsstelle SÖP wenden, damit die vermittelt. Meistens klappt das auch.

Man kann sich auch selbst einen Anwalt nehmen. Den muss die Airline dann auch bezahlen, wenn man am Ende Recht bekommt. Alternativ geht man den Weg über ein Fluggasthelfer-Portal. Davon gibt es mittlerweile eine ganze Reihe. Zehn davon haben wir und angeschaut.

Wie funktionieren diese Portale?

Man gibt seine Flugdaten auf der jeweiligen Seite ein. Dann stellt man dem Unternehmen eine Vollmacht aus, damit es tätig werden kann. Das Portal prüft dann, ob die Ansprüche realistisch sind. Dafür greift es auf Datenbanken mit Urteilen und Wetterdaten zurück. Wenn es gute Chancen sieht, wird es anbieten, den Fall zu übernehmen. Meist kommt es gar nicht zum Prozess, sondern es reicht ein außergerichtliches Mahnverfahren. Wenn die Firma erfolgreich ist, behält sie 25 bis 30 Prozent der Entschädigungssumme.
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Bei 200 Euro sind das ja schon 50 oder 60 Euro, gar nicht so wenig.

Ja, aber dafür kann man als Kunde auch sicher sein, dass man nicht auf irgendwelchen Kosten sitzen bleibt. Für alle, die kein finanzielles Risiko eingehen wollen, ist das schon praktisch. Und es hat ja auch nicht jeder Lust, sich nach Feierabend Schriftwechsel mit der Airline zu liefern, statt mit den Kindern Mikado zu spielen.

Welche Portale kann "Finanztip" empfehlen?

Uns haben EUClaim und Fairplane am meisten überzeugt. EUClaim ist am günstigsten und sehr transparent. Fairplane ist ein Prozessfinanzierer, der auch mal bis vor den EuGH zieht, um Kunden zu ihrem Recht zu verhelfen. Empfehlen können wir auch flug-verspätet.de, Flightright und refund.me.

Ein Sonderfall sind Unternehmen, die eine Sofortzahlung anbieten. Dann gibt es innerhalb von 24 oder 48 Stunden Geld, unabhängig davon, ob die Firma die Forderung am Ende durchsetzen kann. Das kostet die Kunden natürlich etwas mehr. EUFlight - das ist der Anbieter, den wir hier am besten fanden - berechnet gut 41 Prozent. Bei 600 Euro sind das 250 Euro. Wenn man schnell Geld braucht, ist das eine sinnvolle Lösung. Ansonsten sollte man auf die 100 Euro mehr schon warten können.

Mit Hermann-Josef Tenhagen sprach Isabell Noé

Quelle: n-tv.de
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Bilderbuchlandung auf Schiff - SpaceX bringt Rakete erneut sicher zurück

Beitragvon Gudrun Graf » 6. Mai 2016 16:14

Bilderbuchlandung auf Schiff.jpg
Bilderbuchlandung auf Schiff.jpg (13.21 KiB) 4058-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-bringt ... 35176.html
Freitag, 06. Mai 2016
Bilderbuchlandung auf Schiff - SpaceX bringt Rakete erneut sicher zurück

Die SpaceX-Mitarbeiter hatten gar nicht mehr damit gerechnet, dass ihre Trägerrakete heil zurückkehren würde. Doch das 70 Meter hohe Ungetüm legt eine Präzisionslandung im Atlantik hin.

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Einen Monat nach seinem technischem Durchbruch mit einer Falcon-9-Rakete ist dem privaten US-Raumfahrtunternehmen SpaceX zum zweiten Mal die unbeschadete Rückkehr einer Trägerrakete zur Erde geglückt. Die zweistöckige Rakete startete planmäßig am Morgen um 01.21 Uhr (07.21 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie SpaceX mitteilte. Die Rakete brachte einen japanischen Kommunikationssatelliten ins All.

Nach der Abtrennung des unteren Raketenteils mit dem Satelliten landete der 70 Meter hohe obere Teil sicher auf einer Plattform im Atlantik. Die Mitarbeiter des Kontrollzentrums bejubelten die Landung mit "USA, USA"-Rufen.

SpaceX hatte wegen der hohen Geschwindigkeit des zurückkehrenden Raketenteils gar nicht mit der erfolgreichen Landung gerechnet. Die Video-Übertragung des Manövers zeigte aber eine Bilderbuch-Landung.
Nasa braucht private Raketen
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Die erste unbeschadete Rückkehr einer Falcon-9-Rakete zur Erde war SpaceX am 8. April geglückt. Bis dahin war dem Konzern nur einmal die Landung der Rakete an Land gelungen, nicht aber auf der Plattform. Erst Mitte Januar war eine Falcon-9-Rakete von SpaceX bei einem Landeversuch im Pazifik auseinandergebrochen.

SpaceX plant, Raketen - so wie etwa Flugzeuge - zu wiederverwertbaren und erschwinglichen Transportmitteln zu machen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa ist für ihre Raumtransporte auf private Unternehmen angewiesen.
Bilderserie
Die Zeichen standen so gut. Im Dezember 2015 war dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX eine ... ... Sensation gelungen: Zum ersten Mal war eine Trägerrakete nach ihrem Flug ins All unbeschadet an ihren Startplatz - den Weltraumbahnhof Cape Canaveral - zurückgekehrt. Sie landete ... ... aufrecht und punktgenau. Damit schrieb SpaceX Geschichte. Denn so könnte demnächst ... Unversehrte Rückkehr scheitert SpaceX-Rakete bei Landung explodiert

Quelle: n-tv.de , mbo/AFP
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Weltumrundung nur mit Sonnenkraft" - Solar Impulse" landet nach 18 Stunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Mai 2016 18:27

Solar Impulse landet nach 18 Stunden.jpg
Solar Impulse landet nach 18 Stunden.jpg (20.1 KiB) 4007-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Solar-Impulse ... 85696.html
Weltumrundung nur mit Sonnenkraft" - Solar Impulse" landet nach 18 Stunden

Der Solarflieger "Solar Impulse 2" schafft auf seiner Weltumrundungs-Mission die nächste Etappe. Während der mehr als 18 Stunden von Arizona nach Oklahoma sitzt ein Pilot allein am Steuerknüppel. Eigentlich sollte die Reise woanders hingehen.

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Zur Startseite - forum-kategorie-f5/luft-und-raumfahrt-t33.html

Das mit Sonnenenergie angetriebene Leichtflugzeug "Solar Impulse 2" hat eine weitere Etappe seiner geplanten Weltumrundung absolviert. Der Schweizer Abenteurer Bertrand Piccard landete am späten Donnerstagabend (Ortszeit) nach mehr als 18 Stunden mit der Maschine in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma. Gestartet war er in Phoenix im südwestlichen Bundesstaat Arizona. Das ursprüngliche Etappenziel Kansas City musste das Team aus Wettergründen verwerfen.
Bertrand Piccard neben einer Figur von Captain Jean-Luc Picard an Bord der "Solar Impulse 2".
Bertrand Piccard neben einer Figur von Captain Jean-Luc Picard an Bord der "Solar Impulse 2".
(Foto: REUTERS)

Die "Solar Impulse" soll danach nach einem oder zwei weiteren Stopps in den USA als letztes Ziel in den Vereinigten Staaten die Stadt New York ansteuern. "Das Ziel ist es, New York so rasch wie möglich zu erreichen", kündigte das Solar-Impulse-Team an. Einen Termin für die Landung in der Ostküstenmetropole legte es jedoch nicht fest.
Werbung für saubere Energie

Die geplante Weltumrundung hatte vor gut einem Jahr in Abu Dhabi begonnen. Am Steuerknüppel wechselt sich Piccard mit seinem Schweizer Kollegen André Borschberg ab. Die "Solar Impulse 2" war über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team um Piccard und Borschberg auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen. Die bislang gefährlichste Etappe der Weltumrundung war der 62-stündige Flug von Hawaii nach Kalifornien.
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Bislang legte die "Solar Impulse" bereits mehr als die Hälfte der Gesamtstrecke von 35.000 Kilometern zurück. Sie fliegt mit 50 bis 100 Kilometern je Stunde über zwei Ozeane und vier Kontinente. Angetrieben wird das 2,3 Tonnen schwere Flugzeug von 17.000 Solarzellen auf den Tragflügeln - es kommt ohne einen Tropfen Kerosin aus. Piccard will mit dem Projekt Werbung für die Nutzung sauberer Energieträger machen. Vor dem Start hatte er bereits 13 Jahre an seinem Vorhaben gearbeitet und Planungen dafür ausgearbeitet.

Mit dem Vorgängermodell der "Solar Impulse 2" hatte Piccard im Jahr 2013 die USA überflogen – von San Francisco bis New York. Die gut 5600 Kilometer hatte er in mehreren Tagesetappen bewältigt. Insgesamt war er fast 106 Stunden in der Luft. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 53 Kilometer je Stunde.
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Nur mit der Kraft der Sonne: PlanetSolar umrundet die Erde Nur mit der Kraft der Sonne: PlanetSolar umrundet die Erde Nur mit der Kraft der Sonne: PlanetSolar umrundet die Erde Nur mit der Kraft der Sonne PlanetSolar umrundet die Erde

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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Schweben in 20 Kilometern Höhe - Stratobus soll die Welt von oben ausspähe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Mai 2016 10:57

Stratobus soll die Welt von oben ausspähen.jpg
Stratobus soll die Welt von oben ausspähen.jpg (31.34 KiB) 3956-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Stratobus-sol ... 30156.html
Schweben in 20 Kilometern Höhe - Stratobus soll die Welt von oben ausspähen

Es soll eine kostengünstige Alternative zu Satelliten sein: Unterstützt von der französischen Regierung entwickelt die Firma Thales ein schwebendes Auge. Aus großer Höhe soll das Luftschiff die Erde beobachten - und auch Grenzen überwachen.

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Über unseren Köpfen könnte in naher Zukunft ein alles beobachtendes Auge schweben. Das französische Rüstungs- und Raumfahrtunternehmen Thales Alenia Space entwickelt derzeit den Stratobus, eine "Mischung aus Drohne und Satellit", wie es Projektmanager Jean-Philippe Chessel formuliert. Aber eigentlich ist es ein unbemanntes Luftschiff, ausgerüstet mit Kameras und Kommunikationstechnik. In 20 Kilometern Höhe - höher als ein Passagierflugzeug fliegt - soll der Stratobus regungslos über der Erde schweben und von dort aus über Tage, Wochen und sogar Monate ein Gebiet beobachten können.

Laut den Entwicklern eröffnet diese Fähigkeit eine große Zahl möglicher Einsatzgebiete: etwa Wetterbeobachtung oder das Erfassen von Katastrophen wie Tanker-Havarien, Waldbränden und Erdbeben. Angedacht sind aber auch Einsatzmöglichkeiten im Sicherheitsbereich. So sollen aus der Luft Staatsgrenzen überwacht, Drogen-Schmuggelrouten ausgekundschaftet oder Schiffe von Piraten geortet werden. US-Truppen nutzen in Afghanistan bereits seit Jahren Überwachungs-Ballons, die permanent über Militär-Basen schweben und mit Video- und Infrarotkameras die Umgebung ausspähen.
Ausgeklügelte Energieversorgung erlaubt Betrieb in der Nacht

Die Stärke des Konzepts: Im Gegensatz zu einer Überwachungs-Drohne kann der Stratobus über einen sehr langen Zeitraum in der Luft bleiben. Möglich macht das eine ausgeklügelte Energieversorgung. Da ein Teil der Außenhülle transparent ist, können Spiegel im Inneren des Luftschiffs tagsüber Sonnenstrahlen auf eine Reihe von Photovoltaik-Zellen lenken. Mit dem erzeugten Strom werden zum einen die Rotoren betrieben, aber auch die Energiespeicher für den Betrieb während der Nacht aufgeladen.

Allerdings muss das Fluggerät in relativ hoher Flughöhe operieren, da dort die geringe Dichte der Atmosphäre dem Gefährt genügend Auftrieb verleiht. Zudem sind die Winde in dieser Zone schwächer, ihre Geschwindigkeit beträgt maximal 90 Stundenkilometer. Dadurch kann sich das Gefährt mithilfe seiner elektrisch betriebenen Rotoren ohne hohen Energieaufwand stabil halten.

Aufgrund des gegenüber Drohnen deutlich höheren Einsatzgebietes liefern die Überwachungskameras weniger scharfe Bilder. Allerdings kann der Stratobus ein größeres Gebiet observieren, rund 500 Kilometer im Durchmesser. Dazu sind bisher nur Satelliten in der Lage. Diese wiederum fliegen in mindestens 200 Kilometern Höhe und liefern daher Bilder mit noch schlechterer Auflösung. Zudem kreisen niedrigfliegende Satelliten sehr schnell um die Erde - und befinden sich daher für jeweils nur einen kurzen Zeitraum über einem bestimmten Gebiet. Geostationäre Satelliten hingegen, die immer über demselben Ort stehen, müssen in etwa 36.000 Kilometer Höhe fliegen.
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Der Stratobus-Zeppelin soll neben seiner Eigenschaft als Überwachungs-Plattform aber auch als schwebender Sendemast und Navigationshilfe dienen. Ein ziviler Anwendungsbereich wäre in dieser Hinsicht etwa die Bereitstellung von Internet in schwer zugänglichen Gebieten, ähnlich dem Projekt Google Loon. Aber auch Bodentruppen im Einsatz kann der Stratobus als Verstärker von Funksignalen dienen.

Bis jetzt handelt es sich bei dem Stratobus nur um ein Konzept. Aber jüngst verkündete Thales eine Geldspritze von 17 Millionen Euro von der französischen Regierung für die Entwicklung des neuartigen Luftschiffs. In rund zwei Jahren soll ein erster Teststart erfolgen. Für das Jahr 2020 ist ein einsatzbereiter Stratobus geplant.

Quelle: n-tv.de , kst
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Nasa-Projekt "Orion" - Bau an Mond-Raumschiff startet in Bremen

Beitragvon Gudrun Graf » 23. Mai 2016 09:37

Bau an Mond-Raumschiff startet in Bremen.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Bau-an-Mond-R ... 37321.html
Nasa-Projekt "Orion" - Bau an Mond-Raumschiff startet in Bremen

Nach Jahrzehnten wollen die USA wieder Astronauten zum Mond schicken - und später zum Mars. "Orion" heißt das neue Raumschiff, welches das ermöglichen soll. Die Europäer dürfen diesmal mitmachen und steuern ein wichtiges Modul bei.

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Mit der beschaulichen Stadt Bremen verbindet nicht jeder die Themen bemannte Raumfahrt und den Aufbruch zu fernen Planeten. Aber in der Hansestadt wird derzeit an etwas gearbeitet, was der Menschheit ermöglichen soll, tiefer als jemals zuvor ins All vorzudringen. Im dortigen Airbus-Werk wurde mit dem Bau eines Schlüsselmoduls für die neue US-Raumkapsel "Orion" begonnen. Mit dieser will die US-Raumfahrtbehörde Nasa ab 2021 erstmals seit den Apollo-Mondlandungen Ende der 60er- und Anfang der 70er-Jahre wieder Astronauten in die Tiefen des Alls befördern - erneut zum Mond, aber auch zu Asteroiden und später auch zu weiter entfernten Zielen wie den Mars.
Das Modell der "Orion"-Raumkapsel, die Menschen einmal weit ins All bringen soll.
Das Modell der "Orion"-Raumkapsel, die Menschen einmal weit ins All bringen soll.
(Foto: dpa)

Das Europäische Servicemodul (ESM) fertigt Airbus Defence and Space im Auftrag der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Das ESM-Modul soll bei möglichen "Orion"-Flügen zum Mond oder zum Mars eine zentrale Rolle spielen: Es sorgt für den Antrieb sowie die Energieversorgung und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff. Das Antriebs- und Versorgungsmodul ist zylinderförmig und weist einen Durchmesser von etwa vier Metern auf.

Die nackte Struktur des Service-Moduls steht bereits seit Ende April im Bremer Werk bereit. In den nächsten Wochen sollen auch die vielen Tausend Komponenten von den Zulieferern eintreffen. Im Reinraum werden dann 30 bis 40 Techniker - in drei Schichten rund um die Uhr - alles montieren. Eine millimetergenaue Maßarbeit, die die Ingenieure bisher nur mit einer 3D-Brille an einem Computermodell testen konnten.
2021 könnten wieder Menschen zum Mond

Das Servicemodul ESM basiert auf der Technologie des europäischen Versorgungsfrachters ATV (Automated Transfer Vehicle) für die ISS, der die Besatzungen der Raumstation regelmäßig mit Versuchsausrüstungen, Ersatzteilen, Nahrungsmitteln, Luft und Wasser versorgte. Der letzte der insgesamt fünf automatischen ATV-Raumfrachtern war Anfang 2015 bei der Rückkehr von der ISS planmäßig in der Erdatmosphäre verglüht.
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2018 soll "Orion" zu einem ersten Testflug ins All starten, der die Kapsel 64.000 Kilometer über den Mond hinaus führen wird. Ein Meilenstein selbst für die Nasa: So weit sei noch nie ein für Menschen vorgesehenes Raumschiff ins All vorgedrungen, sagt Jim Free, der bei der Nasa für die bemannte Raumfahrt zuständig ist. Glückt die dreiwöchige Mission, könnten bereits drei Jahre später Astronauten mit "Orion" zum Mond fliegen.

Im Zuge ihres legendären Apollo-Programms hatte die Nasa zwischen 1969 und 1972 sechs Mondlandungen erfolgreich absolviert und dabei zwölf Astronauten auf den durchschnittlich gut 384.000 Kilometer entfernten Mond und wieder zurück zur Erde gebracht. Bemannte Raumflüge zu Zielen weit weg von Erde gab es seither nicht mehr - die Missionen der vergangenen Jahrzehnte führten die Raumfahrer vielmehr in Raumstationen auf Umlaufbahnen um die Erde.
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Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars Nasa schießt Orion ins All

Quelle: n-tv.de , kst/dpa/AFP
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Besuch im Wohn-Modul - ISS-Astronauten betreten "Beam"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Jun 2016 09:36

Besuch im Wohn-Modul.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/ISS-Astronaut ... 73771.html
Besuch im Wohn-Modul - ISS-Astronauten betreten "Beam"

Wenn Astronauten in einigen Jahrzehnten auf den Mond oder auf den Mars fliegen, könnten sie dort in aufblasbaren Modulen leben. Nun wird so ein Modul erstmals im All getestet. Breitmachen wird sich die Besatzung der ISS in dem Extra-Raum aber erstmal nicht.

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Sieben Stunden hat es gedauert, bis "Beam" aufgepumpt war.
Sieben Stunden hat es gedauert, bis "Beam" aufgepumpt war.
(Foto: picture alliance / dpa)

Gut eine Woche nach der Installation eines aufblasbaren Moduls an der Internationalen Raumstation ISS haben erstmals Raumfahrer den neuen zusätzlichen Raum betreten. US-Astronaut Jeff Williams berichtete dem Kontrollzentrum der Nasa, das Testmodul "Beam" sehe nagelneu und unberührt aus, nachdem er die Tür geöffnet hatte. Gemeinsam mit seinem russischen Kollegen Oleg Kripotschka nahm er Luftproben und sammelte Daten von Sensoren in dem Modul.

In den kommenden Tagen sollen weitere Besuche in "Beam" folgen, um dessen Ausrüstung und Sensoren zu überprüfen. "Beam" wurde von dem Privatunternehmen Bigelow Aerospace im Auftrag der Nasa zu einem Preis von 18 Millionen Dollar (rund 16 Millionen Euro) entwickelt und wird nun erstmals im All getestet. Vollständig entfaltet ist das Modul etwa vier Meter lang und 3,2 Meter breit und hat damit die Größe eines kleinen Zimmers.
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Nach den Plänen der Nasa und von Bigelow Aerospace sollen aufblasbare Module in künftigen Jahrzehnten als Wohnräume für Astronauten auf dem Mond oder Mars dienen. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie beim Transport nur wenig Raum brauchen.

Allerdings ist noch ungeklärt, ob ein Modul wie "Beam" die Astronauten ausreichend vor der hochintensiven Sonnenstrahlung und den extremen Temperaturschwankungen im All sowie vor herumfliegendem Weltraumschrott schützen kann. Im Inneren von "Beam" sind deshalb Sensoren installiert, die unter anderem die Strahlung messen. Während der zweijährigen Testphase sollen ISS-Astronauten das Modul immer wieder betreten, um diese Messdaten auszulesen und den Zustand von "Beam" zu überprüfen.

Quelle: n-tv.de , ino/AFP
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"Es ist unglaublich" - "Solar Impulse 2" landet in New York

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jun 2016 10:28

Es ist unglaublich.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Solar-Impulse ... 14941.html
"Es ist unglaublich" - "Solar Impulse 2" landet in New York

Die "Solar Impulse 2" kommt der Weltumrundung eine wichtige Etappe näher. Pilot André Borschberg erreicht mit dem solarbetriebenen Leichtflugzeug auf der 14. Etappe New York. Von dort aus soll es demnächst über den Atlantik gehen.

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Auf seinem Flug zur Weltumrundung ist das mit Sonnenenergie angetriebene Leichtflugzeug "Solar Impulse 2" bis nach New York gelangt. "Es ist unglaublich", sagte der Pilot André Borschberg in der Nacht zum Samstag beim Vorbeiflug an der Freiheitsstatue. Die Erlebnisse seien "traumhaft". Von der Ostküstenmetropole aus soll das Leichtflugzeug zu der schwierigen Etappe über den Atlantik starten.
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New York sei für ihn ein "Symbol der unternehmerischen Freiheit, der Freiheit zur Erneuerung", sagte Borschberg. Er war mit dem Solarflieger am Freitagabend vom Lehigh-Valley-Flugplatz im US-Bundesstaat Pennsylvania zur 14. Etappe der Weltumrundung aufgebrochen. Die Etappe bis zur Landung am Kennedy-Airport in New York endete nach rund fünf Stunden.

Mit der "Solar Impulse 2" wollen der Schweizer Bertrand Piccard und sein Landsmann Borschberg für die Nutzung von Sonnenenergie werben. Die Weltumrundung, bei der sich die beiden am Steuer des mit 17.000 Solarzellen ausgerüsteten Flugzeugs abwechseln, hatte am 9. März 2015 Jahr in Abu Dhabi begonnen.

Die bislang gefährlichste Etappe der 35.000 Kilometer langen Weltumrundung war der 62-stündige Flug von Hawaii nach Kalifornien. Bei Nachtflügen wird die in Batterien gespeicherte Energie genutzt. Die normale Fluggeschwindigkeit liegt bei 48 Stundenkilometern, sie kann bei starker Sonneneinstrahlung auf das Doppelte erhöht werden.

Quelle: n-tv.de , kbe/AFP
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Größtes gelegtes Feuer im All - Raumkapsel "Cygnus" in Brand gesetzt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jun 2016 07:26

Größtes gelegtes Feuer im All.jpg
Größtes gelegtes Feuer im All.jpg (51.89 KiB) 3726-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Raumkapsel-Cy ... 54781.html
Größtes gelegtes Feuer im All - Raumkapsel "Cygnus" in Brand gesetzt

Mit zwei Tonnen Müll dockt "Cygnus" von der Raumstation ISS ab. Doch bevor sie in der kommenden Woche in der Erdatmosphäre verglüht, hat die Kapsel noch einen letzten Dienst zu erfüllen: Sie soll im Dienst der Wissenschaft brennen.

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Die unbemannte Kapsel "Cygnus" ist nach dem Verlassen der Internationalen Raumstation (ISS) zu Forschungszwecken im Weltall in Brand gesetzt worden. Nach Angaben der US-Weltraumbehörde Nasa handelte es sich um das bislang größte Feuer, das von Menschen im All ausgelöst wurde. Die Daten des Experiments sollen dafür genutzt werden, neue Brandschutzanlagen für Raumfahrzeuge sowie Brandschutzausrüstungen für Astronauten zu entwickeln.

"Cygnus" war mit zwei Tonnen Müll an Bord von der ISS abgedockt worden. Etwa fünf Stunden später und in sicherer Entfernung von der Raumstation lösten die Nasa-Techniker dann das Feuer aus. Dabei wurde nach Angaben der Raumfahrtbehörde innerhalb eines abgeschlossenen Raums ein 1,00 Meter langes und 0,40 Meter breites Objekt aus Glasfaser und Baumwelle mittels eines glühenden Drahtes in Brand gesetzt.
Erst ein Feuer, dann Verglühen

Durch das Experiment wollte die Nasa Erkenntnisse darüber gewinnen, wie groß Flammen unter den Bedingungen der sogenannten Mikroschwerkraft werden, wie schnell sich das Feuer ausbreitet, wie heiß es wird und welche Menge an schädlichen Gasen entsteht. Die Nasa hatte in der Vergangenheit schon sehr kleine Feuer im All entfacht, aber noch nie die Entwicklung größerer Feuer erforscht.

"Cygnus" soll noch bis Mittwoch kommender Woche im All bleiben, um schließlich beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Pazifik zu verglühen. Die Kapsel war Ende März an der ISS eingetroffen. Sie war mit 3,6 Tonnen an Vorräten und Kleidern für die sechs Astronauten sowie Ausrüstung und Materialien für 250 Experimente beladen.
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Seit Ende des Space-Shuttle-Programms der Nasa organisieren zwei private US-Firmen die Lieferung von Nachschub zur ISS. Dabei gab es mehrere Rückschläge. Die derzeitige "Cygnus"-Mission ist der insgesamt fünfte Transport des privaten Nasa-Partners Orbital ATK zur ISS und der zweite, seit im Oktober 2014 eine Orbital-Rakete kurz nach dem Start explodiert war. Damals wurde tonnenweise Ausrüstung für die ISS zerstört.

Orbital ATK soll im Rahmen eines 1,9 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) schweren Vertrags mit der Nasa dieses Jahr noch zwei weitere Transporte zur ISS übernehmen.
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Quelle: n-tv.de , Daniel Jahn, AFP
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Erster Brite auf Raumstation - ISS-Raumfahrer landen in der Steppe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jun 2016 06:36

http://www.n-tv.de/wissen/ISS-Raumfahre ... 79371.html
Samstag, 18. Juni 2016
Erster Brite auf Raumstation - ISS-Raumfahrer landen in der Steppe

Auf der Erde prügeln sich britische und russische Fußballfans, russische und US-amerikanische Politiker belauern sich. Die Besatzung der ISS macht vor, dass es auch anders geht. Für sie enden nun sechs Monate im All - und einer bleibt ganz gelassen.

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Nach einem halben Jahr im All sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgekehrt. Der Brite Tim Peake, der US-Amerikaner Tim Kopra und der Russe Juri Malentschenko landeten mit einer Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe, wie die Flugleitzentrale in Moskau mitteilte.

An einem riesigen Fallschirm segelte die "Sojus TMA-19M" durch lockere Wolken zur Erde, wie in einer Übertragung der Nasa zu sehen war. "Die Sojus ist zu Hause", sagte ein Kommentator. Die Raumfahrer seien nach 186 Tagen zurück auf der Erde.
Timothy Peake war der erste Brite auf der ISS.
Timothy Peake war der erste Brite auf der ISS.
(Foto: dpa)

"Die Crew fühlt sich wohl", meldeten die Raumfahrer noch aus ihrer Kapsel heraus. Rund 200 Helfer waren im Einsatz, um die Mannschaft an ihrem Landeplatz rund 150 Kilometer südöstlich der Stadt Scheskasgan in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan in Empfang zu nehmen.
Gelassen mit Sonnenbrille

Lächelnd wischte sich Peake mit einem Handtuch den Schweiß von der Stirn, als er auf einem Stuhl in der kasachischen Steppensonne saß und ein Team begann, ihn medizinisch zu untersuchen. "Es war unglaublich", sagte er in die Nasa-Kameras. Malentschenko, mit seinem sechsten Raumflug bereits ein Routinier, saß mit einer dunklen Sonnenbrille neben Peake, beobachtete gelassen die Szenerie und trank Wasser.
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Damit hat Malentschenko in seiner Karriere 828 Tage im All verbracht und liegt in der Gesamtbilanz auf Platz zwei hinter dem Russen Gennadi Padalka (878 Tage). Peake war der erste Brite auf der ISS und überdies der erste Brite, der bei seinem Einsatz einen Ausstieg ins freie Weltall machte. Bei dem Außeneinsatz mit Kopra hatte es im Januar einen gefährlichen Vorfall gegeben. Im Helm des US-Astronauten hatte sich Wasser gebildet, der Einsatz musste aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen werden.

Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde halten nun noch die russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin und Oleg Skripotschka sowie der US-Astronaut Jeff Williams die Stellung. Drei weitere Raumfahrer - ein Russe, ein Amerikaner und ein Japaner - sollen am 7. Juli zur ISS fliegen und sie unterstützen. Ursprünglich war der Start für den 24. Juni geplant, er wurde jedoch wegen technischer Probleme verschoben.
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Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Erfolgreicher Start der neuen Rakete - China schickt "Langer Marsch 7" ins

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2016 20:27

Erfolgreicher Start der neuen Rakete.jpg
Erfolgreicher Start der neuen Rakete.jpg (45.47 KiB) 3628-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/China-schickt ... 45591.html
Sonntag, 26. Juni 2016
Erfolgreicher Start der neuen Rakete - China schickt "Langer Marsch 7" ins All

Peking verfolgt seit Jahren ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm, will bis 2020 eine eigene Weltraumstation ins All schicken. Auf dem Weg dorthin testen die Chinesen eine ganze Reihe neuer Systeme, darunter auch das neue Schwergewicht unter den Raketen.

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China hat am Samstag erfolgreich eine neue Trägerrakete ins All geschickt. Die Rakete "Langer Marsch-7" startete von einem neuen Raumfahrtzentrum in Wenchang, einer Stadt in der südchinesischen Provinz Hainan, wie staatliche Medien berichteten. Die Trägerrakete soll 13 Mal die Erde umkreisen und am Sonntag in einer Wüste der Inneren Mongolei wieder landen.

Die zweistufige Trägerrakete soll die Hauptträgerrakete in Chinas Satellitenprogramm werden. Sie kann bis zu 13,5 Tonnen transportieren und damit anderthalbmal so viel wie alte Raketen.
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"Je mehr unsere Raketen transportieren können, desto weiter können wir uns in den Weltraum vorwagen", sagte der Chefentwickler der Rakete, Ma Zhonghui. "Ein erfolgreicher Jungfernflug von 'Langer Marsch-7' wird Chinas Weltraumfähigkeiten außerordentlich fördern und dem Land starken Auftrieb bei seinem Aufstieg zur Raumfahrtnation geben", fügte er hinzu.

Für das 2014 fertig gestellte Raumfahrtzentrum in Wengchang war es der erste Raketenstart. Es ist das vierte in ganz China. Von dort soll noch in diesem Jahr die wichtigste chinesische Rakete, "Langer Marsch-5", ins All starten.

Peking verfolgt seit Jahren ein extrem ehrgeiziges Raumfahrtprogramm. Bis 2020 ist der Aufbau einer dauerhaften chinesischen Weltraumstation geplant. Für die Staatsführung ist das Raumfahrtprogramm ein Symbol für das wachsende internationale Gewicht des Landes und für die wissenschaftliche und technische Aufholjagd gegenüber dem Westen und Russland.

Quelle: n-tv.de , jve/AFP
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Erdumrundung fast geschafft - Sonnenflieger startet zur vorletzten Etappe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jul 2016 09:42

Sonnenflieger startet zur vorletzten Etappe.jpg
Sonnenflieger startet zur vorletzten Etappe.jpg (22.03 KiB) 3534-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Sonnenflieger ... 67131.html
Montag, 11. Juli 2016
Erdumrundung fast geschafft - Sonnenflieger startet zur vorletzten Etappe

Auf zur vorletzten Etappe: Das nur von Sonnenenergie angetriebene Flugzeug "Solar Impulse 2" bricht von Spanien nach Ägypten auf. Am Mittwoch soll es in Kairo landen. Seine Fluggeschwindigkeit beträgt nur knapp 100 Kilometer pro Stunde.

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Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" ist zur vorletzten Etappe seiner Erdumrundung aufgebrochen. Der Abenteurer André Borschberg startete am frühen Morgen im südspanischen Sevilla in Richtung Kairo, wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite in einem Live-Video zeigten. Das Ziel der 16. Etappe soll nach 50 Stunden und 30 Minuten erreicht sein.

Das sonnengetriebene Flugzeug war am 23. Juni nach einer Überquerung des Atlantischen Ozeans in Sevilla gelandet. Es soll am Mittwoch in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ankommen. Stationen waren dann das Mittelmeer und die Lufträume Tunesiens, Algeriens, Maltas, Italiens, Griechenlands und schließlich Ägyptens.

Die Atlantik-Überquerung von New York nach Sevilla war die 15. Etappe des Unternehmens. Wie das Team um Piccard und Borschberg mitgeteilt hatte, benötigte der Sonnenflieger für die 6765 Kilometer lange Distanz genau 71 Stunden und 8 Minuten. "Solar Impulse 2" legte den Flug ohne Zwischenlandung mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 95 Stundenkilometern und einer maximalen Flughöhe von 8543 Metern zurück.
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Der Flug um die Erde hatte im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi begonnen, das auch Ziel der letzten Etappe von Kairo aus sein wird. Die Abenteurer und Wissenschaftler Borschberg und Bertrand Piccard wollen mit ihrem Unternehmen für die Nutzung erneuerbarer Energien werben. Der aus Karbonfasern gebaute Flieger mit einer Spannweite von 72 Metern wird allein von Sonnenenergie angetrieben.

Quelle: n-tv.de , ppo/dpa
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"Dragon"-Kapsel zur ISS geschickt - Falcon-9-Rakete gelingt intakte Rückke

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jul 2016 08:30

Falcon-9-Rakete gelingt intakte Rückkehr.jpg
Falcon-9-Rakete gelingt intakte Rückkehr.jpg (16.74 KiB) 3484-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Falcon-9-Rake ... 16441.html
"Dragon"-Kapsel zur ISS geschickt - Falcon-9-Rakete gelingt intakte Rückkehr

SpaceX hat es wieder einmal geschafft: Eine Trägerrakete, die einen Raumfrachter auf den Weg zur Internationalen Raumstation bringt, landet danach unbeschadet auf der Erde.

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Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX hat einen Raumfrachter zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt, während die Trägerrakete intakt zur Erde zurückkehrte. "Falcon 9 ist auf dem Weg", sagte ein Kommentator in der Zentrale am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida um 6.45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit. Nach dem Start wurde das Transportmodul "Dragon" von der Trägerrakete abgetrennt, um seinen Weg allein zur ISS fortzusetzen.

Als die Trägerrakete heil und sicher wieder auf der Erde landete, brach in der Zentrale in Cape Canaveral Jubel aus. "Ready to fly again", twitterte SpaceX-Gründer Elon Musk nach einer ersten Inspektion. Medienberichten zufolge hatte die Rückkehr einen Überschallknall ausgelöst. Im Umkreis von 1,5 Kilometern erbebten rings um die Landestelle Häuser. Unzählige verängstigte Anwohner wählten die Notrufnummer.
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SpaceX ist es inzwischen schon mehrmals gelungen, eine Falcon-9-Rakete nach dem Start unbeschadet auf die Erde zurückzubringen. Damit sollen die Kosten reduziert werden. Bei anderen Raketentypen stürzt die Trägerrakete ins Meer, nachdem sie die Transportkapsel auf den Weg ins All gebracht hat.

An Bord der "Dragon"-Kapsel sind 2300 Kilogramm Ladung für die ISS, darunter ein Andockmodul, das Raumfrachtern künftig erlauben wird, automatisch an der ISS anzudocken. Eine frühere Version des Moduls war im Juni 2015 bei der Explosion einer SpaceX-Rakete kurz nach dem Start zerstört worden. Grund für das Unglück war damals eine fehlerhafte Strebe, die dazu führte, dass sich ein Heliumtank löste.

SpaceX arbeitet ebenso wie der Flugzeughersteller Boeing an der Entwicklung eines Raumtransporters für die Beförderung von Astronauten ins Weltall. Seit dem Ende des US-Space-Shuttle-Programms 2011 sind die USA für den Transport von Astronauten auf die russischen Sojus-Kapseln angewiesen.

Quelle: n-tv.de , asc/AFP
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