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Weltrekord in der Augenheilkunde - Mediziner setzen 40-Dioptrien-Spezialli

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Mai 2017 10:01

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Mediziner-set ... 26512.html
Weltrekord in der Augenheilkunde - Mediziner setzen 40-Dioptrien-Speziallinse ein

Nicht nur im Sport, sondern auch in der Medizin können Rekorde aufgestellt werden. Spezialisten der Universitätsmedizin Mainz gelingt es, eine Hornhautverkrümmung von 40 Dioptrien mit einer hochpersonalisierten künstlichen Linse zu korrigieren. Weltrekord!

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Operationen am Auge, bei denen eine getrübte Linse durch eine neue, künstliche Linse ersetzt wird, sind mittlerweile zur Routine in Augenkliniken geworden. Die Operation allerdings, die Spezialisten der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt haben, ist bisher weltweit einmalig. Das Team um Urs Voßmerbäumer hat vor einiger Zeit einen Patienten mit einer hochgradigen Sehbehinderung erfolgreich operiert.

Der 76-jährige Mann litt unter einem weit fortgeschrittenen Grauen Star und hatte zudem eine extreme Hornhautverkrümmung. Für ihn wurde eine individualisierte Linse angefertigt, die eine Zylinderkorrektur von 40 Dioptrien ausgleichen sollte. Bereits einen Monat nach der Operation betrug die Sehstärke des Mannes rund 35 Prozent des üblichen Sehvermögens.
12 Dioptrien waren standardmäßig möglich

Bisher wurden serienmäßig Linsen gefertigt und implantiert, die eine Hornhautverkrümmung von bis zu 12 Dioptrien korrigierten. Die Berechnungen für das neue Medizinprodukt stellten für die Spezialisten eine enorme Herausforderung dar. Dennoch ist es Voßmerbäumer und seinem Team gelungen, das hochpersonalisierte Implantat erfolgreich operativ einzusetzen. Die Mediziner stellten damit einen neuen Weltrekord auf.
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Der Leiter des Spezialbereichs Refraktive Chirurgie hat es sich zum Ziel gesetzt, auch extrem fehlsichtige Augen wieder am Sehvorgang teilhaben zu lassen. "Extreme Fehlsichtigkeit ist kein Schicksal mehr. Denn für die refraktive Chirurgie muss heutzutage die Ausprägung einer Fehlsichtigkeit keine Beschränkung mehr sein. Auch bei extremen Sehfehlern bieten wir unseren Patienten die Möglichkeit, eine operative, refraktive Behandlung durchzuführen und so zu einem guten Sehvermögen zu gelangen", erklärt Voßmerbäumer.

Die von einer Erlanger Firma individuell für das Auge des Patienten hergestellte Linse basiert auf dem standardisierten Modell einer Hornhautverkrümmung ausgleichenden sogenannten torischen Linse, ist aber wesentlich dicker als diese. Das im Durchmesser sechs Millimeter große Implantat wurde gefaltet und durch einen nicht einmal drei Millimeter großen Schnitt in das Auge des Patienten eingebracht. "Es freut mich ungemein, dass wir mit dieser Operation haben zeigen können, dass auch extreme Verfeinerungen sinnvoll möglich sind. Für den Patienten bedeutet der durch den Eingriff erzielte enorme Anstieg seiner sensorischen Fähigkeiten einen ganz wesentlichen Zuwachs an Lebensqualität", freut sich Voßmerbäumer.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Schnelltests gegen die Scham - Ministerium prüft HIV-TeRe: Info Gesundheit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mai 2017 09:59

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Ministerium-p ... 29104.html
Dienstag, 09. Mai 2017
Schnelltests gegen die Scham - Ministerium prüft HIV-Tests für zu Hause

Bislang ist es in Deutschland nicht möglich, einen HIV-Test in den eigenen vier Wänden zu machen. Doch da Angst viele Menschen von einem Arztbesuch abhält, könnte die Regelung nun geändert werden.

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In Deutschland könnten schon bald HIV-Tests für zu Hause legal sein. In Europa seien seit kurzer Zeit erstmals Schnelltests erhältlich, die wesentlich genauer und einfacher zu handhaben seien als frühere Tests, sagte Susanne Wackers, Referentin beim Bundesgesundheitsministerium. Aktuell prüfe das Ministerium, ob dies zu einer Änderung der bisherigen Bewertung führen könne. Bislang dürfen HIV-Schnelltests in Deutschland nur an Ärzte, medizinische Laboratorien und Einrichtungen wie Behörden verkauft werden. In Großbritannien und Frankreich sind sie hingegen auch für den Hausgebrauch legal.

Die Deutsche Aids-Hilfe hofft noch in diesem Jahr auf eine Zulassung für die Abgabe in deutschen Apotheken und ausgewiesenen HIV-Beratungsstellen. "Wir können mit diesem Test Menschen erreichen, die aus Scham oder Angst bisher den Weg zum Arzt oder zu einer Teststelle scheuen", sagte Holger Wicht, Sprecher der Deutschen Aids-Hilfe in Berlin.
HIV nicht auf dem Schirm
Video
Welt-Aids-Tag: Truvada soll zusätzlich vor HIV schützen
01.12.16 – 01:38 min
Welt-Aids-Tag Truvada soll zusätzlich vor HIV schützen

Nach den jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) für 2015 wurde bei rund 3900 Menschen in Deutschland erstmals HIV diagnostiziert. Bei rund 1200 von ihnen liegt die Ansteckung allerdings viele Jahre zurück - dementsprechend fortgeschritten ist die Erkrankung des Immunsystems. Nach RKI-Schätzungen leben insgesamt 12.600 Menschen unwissentlich mit dem HI-Virus. Die Mehrzahl von ihnen sind schwule Männer. Das HI-Virus trifft aber nach wie vor auch bi- und heterosexuelle Männer und Frauen.

"Oft ohne es zu wissen, können sie HIV an Sex-Partner weitergeben", sagt Wicht. "Sie bringen sich aber vor allem selbst um gute Behandlungschancen." Denn eine HIV-Infektion lässt sich heute wie eine chronische Krankheit behandeln. Die durch HIV verursachte Immunschwäche Aids aber kann immer noch tödlich enden. "Viele Menschen gehen selbst bei eigenen Gedanken an eine HIV-Infektion nicht zum Arzt", berichtet Wicht. "Und auch viele Hausärzte haben HIV bei Symptomen wie massivem Gewichtsverlust oder bestimmten Lungenentzündungen oft nicht als mögliche Ursache auf dem Schirm."

Ein Arzt muss für einen HIV-Test rechtlich die Erlaubnis eines Patienten haben, wenn er zum Beispiel Blutwerte checken will. "Ärzte sind da aber meist zu wenig offensiv", sagt Wicht. "Viele scheuen die Frage nach HIV, weil sie ihren Patienten nichts unterstellen wollen."
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Diese Lücke soll der Selbsttest schließen. Die Aids-Hilfe stand ihm anfangs skeptisch gegenüber, weil die ersten Modelle für Laien schwer anzuwenden waren - und die Ergebnisse wenig zuverlässig. Inzwischen funktionieren die Tests, die bereits seit 2015 in Großbritannien und seit 2016 in Frankreich in Apotheken für rund 25 Euro verkauft werden, wie ein Blutzucker-Check bei Diabetikern. Nach einem kleinen Pieks in den Finger wird der Blutstropfen auf ein Stäbchen aufgetragen. Nach kurzer Zeit zeigt sich das Ergebnis in Linienform. Bei zwei Linien liegt eine HIV-Infektion vor.

"In Frankreich sind 2016 bereits rund 145.000 Stück verkauft worden", berichtet Test-Experte Michael Tappe von der Aids-Hilfe. Studien aus Australien, wo es den Selbsttest schon mehrere Jahre zu kaufen gebe, zeigten Erfolge. "Den haben viele Menschen gekauft, die sonst nicht zum Arzt gegangen wären", ergänzt Tappe.

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist seit rund zehn Jahren weitgehend stabil. Sie nimmt aber nicht ab. Insgesamt 84.700 Menschen leben in Deutschland nach RKI-Schätzungen mit HIV. Seit 20 Jahren ist die Diagnose kein Todesurteil mehr. Medikamente verhindern, dass Aids ausbricht.

Quelle: n-tv.de , chr/dpa
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Anregende Wirkung von THC - Hilft der Cannabis-Wirkstoff gegen Demenz ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mai 2017 14:14

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Hilft-der-Can ... 27986.html
Anregende Wirkung von THC - Hilft der Cannabis-Wirkstoff gegen Demenz ?

Für Gehirne von Mäusen ist der Wirkstoff der Cannabis-Pflanze wie ein Jungbrunnen, plötzlich verhalten sich alte Tiere wie junge. Auch Bewohner eines Altersheims waren "geistig wesentlich reger". Kann THC auch die Gehirnfunktion von Menschen mit Demenz verbessern?

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Geringe Dosen des Cannabis-Wirkstoffes verbessern nach Forscherangaben die nachlassende Gehirnleistung von alten Mäusen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) den Alterungsprozess des Gehirns von Mäusen verändert, berichten Bonner Forscher im Wissenschaftsjournal "Nature Medicine". In einer klinischen Studie wollen sie jetzt untersuchen, ob THC auch die Gehirnfunktion von älteren Menschen mit einer beginnenden Alzheimer-Demenz oder einer milden Altersdemenz normalisieren kann.

Die Studie soll möglichst noch in diesem Jahr beginnen, sagte der Neurowissenschaftler Professor Andreas Zimmer. Medizinisches Marihuana sei schon lange untersucht: "In diesem Zusammenhang wissen wir, dass praktisch alles, was in der Maus funktioniert, auch im Menschen funktioniert. Von daher bin ich vorsichtig optimistisch, dass die Ergebnisse vielleicht übertragbar sind", sagte Zimmer.
Versuche in Altersheim

Zur Übertragbarkeit auf Menschen gebe es bereits Hinweise aus Israel: Bewohner eines Altersheims mit Appetitlosigkeit und Schlafstörungen hatten Cannabis bekommen. "Viele darunter waren daraufhin auch geistig wesentlich reger", sagte Zimmer. Die Ergebnisse und Erfahrungen daraus hätten dazu geführt, dass in Israel Cannabis für geriatrische Patienten unter klinisch kontrollierten Bedingungen erforscht werde.

In Bonn wollen die Wissenschaftler die Wirkung nun genauer untersuchen. Es gehe nicht darum, Hanf anzubauen, um es alten Menschen zu verkaufen, sagte Zimmer: Es gehe um die Entwicklung eines Medikamentes und die kontrollierte Einnahme. Die Studie wird von der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze unterstützt.

Die Bonner Forscher untersuchen seit rund 15 Jahren an Mäusen das System der Rezeptoren, auf die Cannabis wirkt. Alle Ergebnisse zeigten, dass dieses sogenannte Endocannabinoidsystem als Teil des Nervensystems alle Alterungsprozesse beeinflusst. "Die Aktivität des Systems nimmt bei alternden Tieren ab und geht einher mit typischen Alterungssymptomen, wie Osteoporose, runzeliger Haut und abnehmender Kognitions-Leistung", sagte der Neurowissenschaftler. Abnehmende Aktivität des Systems und Alterserscheinungen gehen demnach Hand in Hand.
Alte Tiere verhalten sich wie junge
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Die Wissenschaftler fragten sich, ob sich die nachlassende Aktivität des Systems im Alter durch die Stimulation mit einem Cannabis-Wirkstoff umkehren lässt. Sie gaben alten Mäusen THC. "Auf einmal verhalten sich die alten Tiere wie die jungen. Wir können ein Tier, das eineinhalb Jahre alt ist, nicht mehr unterscheiden von einer jungen Maus", sagte Zimmer. Die Lern- und Gedächtnisleistung sei viel besser als die von unbehandelten alten Tieren.

Für schwerkranke Menschen, etwa Patienten mit der Darmerkrankung Morbus Crohn, ist Cannabis seit einiger Zeit auch in Deutschland unter bestimmten Bedingungen auf Rezept erhältlich. Es ist als illegale Droge jedoch zugleich häufig Anlass für eine suchtmedizinische Behandlung.
Bilderserie
Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar: Der Verfall des menschlichen Körpers Unausweichlich, aber beeinflussbar Der Verfall des menschlichen Körpers

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Feuerstoß im Gehirn - Warum lösen Bilder Epilepsieanfälle aus ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mai 2017 08:16

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Warum-loesen- ... 29982.html
Feuerstoß im Gehirn - Warum lösen Bilder Epilepsieanfälle aus ?

Flackerndes Licht im Club ist als Gefahr für Epileptiker bekannt. Doch auch bestimmte normale Fotos können Anfälle zur Folge haben. Forscher finden nun die Gründe heraus. Sie halten es für möglich, dass auch Migräne auf diese Weise ausgelöst werden kann.

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1997 müssen in Japan 685 Menschen mit epileptischen Anfällen ins Krankenhaus, nachdem sie eine bestimmte Folge der TV-Kinderserie "Pokemon" gesehen haben. 2012 sorgt ein weiterer Fall für Aufsehen: Ein Video für die Olympischen Spiele wird von der offiziellen Website entfernt, weil es Anfälle bei Zuschauern auslöst. Sie alle haben hochsensibel auf optische Eindrücke reagiert - mit der Folge eines neuronalen Feuerstoßes im Gehirn.

Dass bestimmte flackernde Bilder in natürlicher Umgebung, bei Fernsehen oder Computerspielen solche Wirkungen auf Menschen mit fotosensibler Epilepsie haben können, ist bekannt. In fast einem Drittel der Fälle sind es jedoch unbewegte Bilder, die einen Anfall triggern.

Wissenschaftler aus den Niederlanden und den USA haben versucht, dem Phänomen auf die Spur zu kommen und sämtliche Fachliteratur dazu gesichtet: Ihre Schlussfolgerung: Eine maßgebliche Rolle dabei spielt die Entstehung von Gamma-Wellen im Gehirn, genauer: im visuellen Kortex, wo optische Reize verarbeitet werden.
Sich wiederholendes Muster in Hirnaktivität
Bilderserie
Wenn uns der Blick in die Irre führt: Optische Täuschungen und Illusionen Wenn uns der Blick in die Irre führt: Optische Täuschungen und Illusionen Wenn uns der Blick in die Irre führt: Optische Täuschungen und Illusionen Wenn uns der Blick in die Irre führt: Optische Täuschungen und Illusionen Wenn uns der Blick in die Irre führt Optische Täuschungen und Illusionen

Dora Hermes vom Medizinischen Zentrum der Universität Utrecht und Kollegen beschreiben ihre Funde im Fachblatt "Current Biology": Gamma-Wellen - ein bestimmtes, sich wiederholendes Muster in der Hirnaktivität im Frequenzbereich über 30 Hertz - treten etwa dann auf, wenn empfindsame Menschen ein Bild mit breiten schwarzen und weißen Balken anschauen.

Die Forscher stellten fest, dass die Wellen vor allem beim Betrachten scharf konturierter, kontrastreicher Gittermuster gemessen werden, beim Blick auf Naturszenen oder weich gezeichnete Objekte hingegen nicht. Auch lassen Gamma-Wellen sich offenbar reduzieren, wenn die Kontraste gemildert werden, die Breite der Balken reduziert wird, das Muster vom Gitter zum Karo übergeht.

"Unsere Funde legen nahe, dass es auch beim Bau von Häusern wichtig sein könnte, solche visuellen Muster zu vermeiden, da sie einen Kreislauf in Gang setzen, Unbehagen, Kopfschmerzen oder Anfälle auslösen können", sagt Hermes. Sogar gesunde Menschen würden sich beim Betrachten solcher Bilder oft leicht unbehaglich fühlen. Die Forscher halten es für möglich, dass auch Migräne auf diese Weise ausgelöst werden kann.
Bedeutung der Gamma-Wellen rätselhaft

Seit den 1980er-Jahren untersuchen Neurologen Gamma-Wellen mit Hilfe des EEGs (Elektroenzephalogramm) durch Sensoren auf der Kopfhaut - doch über ihre Bedeutung rätseln sie immer noch. Manche glauben, die Schwingungen seien wichtig für Aufmerksamkeit und neuronale Kommunikation. Bei erfahrenen Meditierenden beispielsweise werden häufig Gamma-Wellen gemessen, ebenso bei Lernprozessen. Andere Forscher halten sie hingegen nur für ein neuronales Nebenprodukt.

Als Nächstes wollen die Neurologen nach weiteren optischen Mustern suchen, die fotosensible Epilepsie auslösen können - indem sie die Reaktionen von gesunden Menschen und Epileptikern vergleichen. Auch ein Vorhersagemodell soll entstehen, welche Bilder oder Szenen am ehesten Gamma-Wellen - und damit möglicherweise Anfälle - triggern.
Fotosensible Epilepsie
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Nach Angaben der Forscher leiden zwischen 0,3 bis 3 Prozent der Bevölkerung an fotosensibler Epilepsie. Für Deutschland nennt Hajo Hamer, Leiter des Epilepsiezentrums der Uniklinik Erlangen, für sämtliche Epilepsiefälle einen Anteil von 0,5 bis 1 Prozent. "Nur ein sehr kleiner Teil aller Betroffenen ist fotosensibel." Besonders häufig sind es Teenager, vor allem Mädchen. Im Erwachsenenalter verschwinden die Anfälle meist wieder.

Obwohl die vor Bildschirmen verbrachte Zeit seit Jahren zunimmt, scheint die Zahl der optisch bedingten Epilepsiefälle nicht zu steigen. Allerdings gebe es dazu keine wissenschaftlich fundierten Daten. Für die Betroffenen laute die Empfehlung "Stimulusvermeidung" - also Sonnenbrille beim Autofahren und kein Stroboskop-Licht im Club. Aber auch die Behandlung mit Antiepileptika zeige gute Wirkung.
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Die große Schaltzentrale: So funktioniert das menschliche Gehirn Die große Schaltzentrale: So funktioniert das menschliche Gehirn Die große Schaltzentrale: So funktioniert das menschliche Gehirn Die große Schaltzentrale So funktioniert das menschliche Gehirn

Quelle: n-tv.de , Andrea Barthélémy, dpa
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Europa reagiert - Zahl der Ciguatera-Fischvergiftungen steigt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Mai 2017 10:45

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Zahl-der-Cigu ... 33706.html
Europa reagiert - Zahl der Ciguatera-Fischvergiftungen steigt

Fisch ist gesund, leicht verdaulich, aber auch schnell verderblich. Zudem stehen manche Arten im Verdacht, ungesunde Substanzen zu enthalten. Nun kommt ein weiteres Risiko hinzu, das den falschen Namen trägt.

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Der Mund juckt, die Finger zittern und man friert, obwohl es gar nicht kalt ist. Erbrechen, Durchfall und Übelkeit kommen hinzu. Dass die krassen Vergiftungserscheinungen vom Fisch kommen, den man vor ein paar Stunden gegessen hat, ist vielen schnell klar. Dass es sich jedoch um ein marines Gift handelt, das aus tropischen Regionen stammt, dagegen nicht. Tatsächlich kam bisher eine sogenannte Ciguatera-Vergiftung nach dem Genuss von Fisch nur in tropischen und subtropischen Regionen vor. Nun ist die schwere und langwierige Fischvergiftung auch in Europa, vor allem auf den spanischen und portugiesischen Atlantikinseln, aber auch in Deutschland angekommen. Aus diesem Grund haben sich Wissenschaftler aus insgesamt 14 europäischen Organisationen aus sechs Mitgliedsstaaten der EU zum Projekt EuroCigua zusammengetan, um die Gefahren, die durch das Gift auch in europäischen Gewässern besteht, zu bannen. Daran beteiligt ist unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Doch was verbirgt sich hinter dem Gift mit dem eigenartigen Namen und wo kommt es her? Der Name für die Ciguatera-Fischvergiftung leitet sich von dem auf Kuba gebräuchlichen Namen "Cigua" für Schnecke ab, die zunächst irrtümlich als Krankmacher angesehen wurde. Dabei stammt das hochwirksame Gift aus Stoffwechselprodukten von Mikroalgen, die man in Korallenriffen des Karibischen Meeres, des Pazifiks und des Indischen Ozeans findet. Die sogenannten Dinoflagellaten leben auf Algen und Seetang und werden von Korallenfischen gefressen – und diese wiederum von Raubfischen, die von Fischern gefangen werden. So gelangt das Cigua-Gift in den menschlichen Körper.

Das Tückische daran: Die mit Ciguatoxinen belasteten Tiere selbst sind nicht krank. Ob sie das Gift in sich tragen, lässt sich weder durch Geschmack oder Geruch noch durch die Beschaffenheit der Fische erkennen. Zudem ist das Cigua-Gift hitze- und kältebeständig. Es lässt sich also weder durch Garmethoden noch durch Gefrieren ausschalten. Selbst die Magensäure des Menschen ist dagegen machtlos.

Dennoch betont der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung Professor Andreas Hensel: "Ciguatera ist in Deutschland eine sehr seltene Fischvergiftung. Die gemeldeten Erkrankungen sind durch den Verzehr von belasteten tropischen Raubfischen, wie verschiedenen Snapper-Arten, ausgelöst worden." Insgesamt könnten rund 200 Fischarten das Gift in sich tragen, dazu zählen Doppelfleckschnapper, Purpurschnapper oder Pinjalo pinjalo. Aber auch Gelbschwanzmakrelen, Barrakuda und Zackenbarsche waren in der Vergangenheit Auslöser von Ciguatera-Vergiftungen.
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Hoffnung auf neue Schmerzmittel: Fischgift wirkt wie Heroin 30.03.17 Hoffnung auf neue Schmerzmittel Fischgift wirkt wie Heroin

Die Vergiftung mit dem Ciguatoxin kann bereits 45 Minuten nach dem Fischverzehr zu einem Brennen der Mundschleimhaut führen. Etwa vier bis zwölf Stunden danach können Durchfall, Übelkeit und Erbrechen einsetzen. Die Körpertemperatur kann absinken, was zu einem Kältegefühl bei den Betroffenen führt. Juckreiz, Hautausschläge, Zittern und eine schmerzhafte Kälteüberempfindlichkeit sind typisch. Auch ein unklares Schwächegefühl mit geringer Belastbarkeit, das mehrere Monate anhält, kann auftreten, genauso wie Muskel- und Gelenkschmerzen. Grund dafür ist die Wirkung des Gifts auf sensible Nervenzellen.

Menschen, die nach dem Genuss von Fisch oder Meerestieren unter diesen Symptomen leiden, sollten möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Auch wenn es bisher noch keine Diagnosemethode für Patienten gibt, könnte der Arzt helfen, die Symptome zu lindern und eine Chronifizierung der Symptome zu verhindern. Zudem können Verbraucher selbst Aufmerksamkeit walten lassen. Verzicht ist dabei zwar die beste Prävention, dennoch sollte Fisch nicht grundsätzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Vor allem solle man auf selbstgefangenen und auf Fisch aus tropischen Regionen, der hierzulande im gefrorenen Zustand im Handel oder in Restaurants angeboten wird, verzichten, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung in einem Merkblatt. Zudem könne man mit gründlichem Waschen des Fisches vor der Zubereitung die Giftkonzentration unter Umständen verringern.
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"Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals": Welchen Fisch man noch essen darf "Vielen steht das Wasser bis zum Hals" Welchen Fisch man noch essen darf

Quelle: n-tv.de , jaz
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Jeder vierte Deutsche fettleibig - Jugendliche werden dicker und dicker

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Mai 2017 09:44

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Jugendliche-w ... 48154.html
Jeder vierte Deutsche fettleibig - Jugendliche werden dicker und dicker

Fast jeder vierte Erwachsene in Deutschland ist fettleibig, besagt eine aktuelle OECD-Studie. Doch es geht noch dicker: Deutlich mehr Fettleibige gibt es in den USA und in Mexiko. Alarmierend: der wachsende Anteil übergewichtiger Jugendlicher hierzulande.

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Die Menschen in den OECD-Ländern werden immer dicker. Im Schnitt leide mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie jedes sechste Kind unter Übergewicht oder Fettleibigkeit, geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. In den vergangenen fünf Jahren hat der Anteil Fettleibiger weiter zugenommen, auch wenn sich die Dynamik etwas abgeschwächt habe.

Auch bei Jugendlichen sei dies mehr und mehr ein Problem. So sei in 29 OECD-Ländern der Anteil übergewichtiger 15-Jähriger zwischen 2001/02 und 2013/14 von 12 auf 15,5 Prozent gestiegen.

"Deutschland liegt hier ungefähr im OECD-Schnitt, der Anteil Übergewichtiger wächst aber schneller." Er sei im gleichen Zeitraum von 11 auf 16 Prozent gestiegen. Besonders groß ist das Problem in den USA, Mexiko, Neuseeland und Ungarn. In allen vier Ländern gelten mehr als 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als fettleibig. Australien und Großbritannien liegen mit 27,9 und 26,9 Prozent nur knapp darunter. In Japan und Korea sind es dagegen nur 3,7 und 5,3 Prozent.
Deutschland liegt über dem OECD-Durchschnitt
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Unterjubeln und gelassen bleiben: Wie macht man Kinder zu Gemüse-Essern? 28.01.17 Unterjubeln und gelassen bleiben Wie macht man Kinder zu Gemüse-Essern?
Alter und Bildungsstand von Belang: Deutsche sind dicker als EU-Durchschnitt 21.10.16 Alter und Bildungsstand von Belang Deutsche sind dicker als EU-Durchschnitt

In Deutschland liegt der Anteil bei 23,6 Prozent (2012) und damit über dem OECD-Durchschnitt von 19,5 Prozent. Als fettleibig gilt, wer einen sogenannten Body Mass Index (BMI) von über 30 aufweist, erklärte die OECD. Bei einem BMI von 25 bis 30 spricht man demnach von Übergewicht. (Die Berechnungsformel für den BMI lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.)

Die Studie zeigt auch, wie Regierungen Verbraucher wirksam bei einer gesunden Lebensführung unterstützen können. Als erfolgreich hätten sich hier Etiketten zur Kennzeichnung von Inhaltsstoffen zusammen mit digitalen Aufklärungskampagnen erwiesen. In Chile, Island, Irland oder Mexiko werde zudem Werbung für ungesunde Nahrungsmittel oder stark zuckerhaltige Getränke gesetzlich eingeschränkt.

Quelle: n-tv.de , abe/rts
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Mut zum Widerspruch - Wenn die Krankenkasse nicht zahlt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Mai 2017 11:19

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-die-Kr ... 55500.html
Mittwoch, 24. Mai 2017
Mut zum Widerspruch - Wenn die Krankenkasse nicht zahlt

Auch wenn die Beiträge immer brav bezahlt wurden - nicht immer ist die Krankenkasse im Schadensfall auch bereit, eine entsprechende Leistung zu erbringen. Wie sich Versicherte dann verhalten, erklärt die Stiftung Warentest.

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Die meisten Leistungen der Krankenkasse müssen Versicherte nicht extra beantragen. Sie gehen mit ihrer Chipkarte einfach zum Arzt und haben mit der Abrechnung nichts weiter zu tun. Komplizierter kann es hingegen werden, wenn die Kasse eine Leistung erst genehmigen muss, wie eine Reha, oder wenn der Versicherte etwas anderes braucht als die vorgesehene Stan­dard­versorgung, zum Beispiel ein teureres Hörgerät oder eine Behandlung in einer Spezialklinik, mit der kein Vertrag besteht.

Doch auch im Falle einer Ablehnung sind gesetzlich Krankenversicherte nicht wehrlos. So haben sie vier Wochen Zeit, gegen eine negative Entscheidung zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse schriftlich Widerspruch einzulegen. Etwa jeder dritte Widerspruch gegen Kranken- und Pflegekassen ist erfolgreich, wie die Stiftung Warentest berichtet.

Per Telefon oder E-Mail ist dieser allerdings nicht gültig. Auf etwaige mündliche Zusagen sollten sich Versicherte grundsätzlich nicht verlassen und sich keinesfalls zum Zurückziehen ihres Widerspruchs überreden lassen.

Streitereien zwischen Versicherten und Krankenkassen sind keine Seltenheit. Meist geht es dabei um die Bewilligung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen oder Hörgeräten, um Rehabilitationsmaßnahmen oder Pflege- und Krankengeld bei längerfristiger Arbeitsunfähigkeit. Wobei sich die Krankenkassen bei ihren Entscheidungen oft auf den Medizinischen Dienst der Krankenkassenversicherung (MDK) berufen. So suggerieren sie Versicherten, sie seien weisungsgebunden. Tatsächlich handelt es sich bei den MDK-Gutachten aber lediglich um Empfehlungen, an die die Kassen keinesfalls gebunden sind.
Nach drei Wochen gilt der Antrag als genehmigt

Um einer Ablehnung zur Kostenübernahme bestimmter Leistungen zu widersprechen, sollten betroffene Versicherte das MDK-Gutachten anfordern, um Anhaltspunkte für die Ablehnung zu finden. Patienten haben ein Recht auf Akteneinsicht. Darüber hinaus bieten Selbsthilfegruppen, die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, die Verbraucherzentralen und die Versichertenältesten Hilfe für Betroffene an.

Wird auch der Widerspruch von der Kasse abgelehnt, bleibt Betroffenen nur noch der Gang vor das Sozialgericht. Um die entsprechende Klage zu erheben, haben Versicherte wiederum vier Wochen Zeit. Dies sollte aufgrund der Komplexität des Sozialrechtes aber am besten mit Hilfe eines Rechtsbeistandes geschehen, wie die Stiftung Warentest rät.
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Doch auch im Vorfeld eines Antrages können Krankenkassen-Mitglieder zu einer Bewilligung beitragen. So sollten sie ihre Ärzte dazu anhalten, aussagefähige Verordnungen und Atteste zu schreiben. Dabei sollten die medizinischen Befunde und die Lebenssituation für die Krankenkasse nachvollziehbar geschildert werden.

Wenn Versicherte das Gefühl haben, dass die Kasse ihnen Rechte vorenthält oder die Bearbeitung ungebührlich lange dauert, können sie sich auch bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Bundesversicherungsamt in Bonn, beschweren.

Wichtig: Meldet sich die Krankenkasse drei Wochen nach Erhalt des Antrages nicht, gilt dieser als genehmigt.

Quelle: n-tv.de , awi
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Bei Weigerung setzt es Strafe - Kitas sollen künftig Impfverweigerer melde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Mai 2017 10:24

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/politik/Kitas-sollen ... 60396.html
Freitag, 26. Mai 2017
Bei Weigerung setzt es Strafe - Kitas sollen künftig Impfverweigerer melden

Seit einigen Monaten sind Eltern dazu verpflichtet, sich vom Kinderarzt über Impfungen aufklären zu lassen. Wer sich dieser Auflage widersetzt, soll künftig von den Kitas gemeldet werden - und mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

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Die Bundesregierung bereitet ein Gesetz gegen Impfmüdigkeit vor. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen Kindertagesstätten dazu verpflichtet werden, Eltern beim Gesundheitsamt zu melden, die sich der verpflichtenden Impfberatung verweigern. Als Strafe drohen dann 2500 Euro.

Das Gesetz soll bereits in der kommenden Woche vom Bundestag verabschiedet werden. Widerstand regt sich laut "Bild"-Zeitung im Bundesrat. Gesundheitsminister Hermann Gröhe sagte der Zeitung: "Dass noch immer Menschen an Masern sterben, kann niemanden kalt lassen. Deshalb verschärfen wir jetzt die Regelungen zum Impfschutz."

Erst am vergangenen Wochenende war eine 37-jährige Frau in Essen an Masern gestorben. Die Frau war als Kind einmalig geimpft worden. Es war nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) der erste Maserntodesfall des Jahres. Zuletzt war in Deutschland 2015 und 2011 je ein Mensch gestorben.
Beratung ist Pflicht, Impfen nicht
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Laut RKI schwankt die Zahl der Masernerkrankungen in Deutschland von Jahr zu Jahr stark. So wurden 2016 bundesweit 323 Fälle registriert. 2015 waren es 2464. Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden und als Kind keine oder nur eine Impfung erhalten haben, sollten eine Standardimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln nachholen.

Masern sind hoch ansteckend. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betont, dass eine Maserninfektion keine harmlose "Kinderkrankheit" sei: Bei etwa jedem zehnten Betroffenen träten Komplikationen auf. Nach Angaben des RKI endet im Schnitt jede tausendste Erkrankung tödlich.

Seit September 2016 müssen Eltern verpflichtend eine Impfberatung beim Kinderarzt wahrnehmen. Eine Impfpflicht besteht dagegen nicht. Eine solche hält die Bundesregierung für nicht nötig.

Quelle: n-tv.de , jog/dpa
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Schon 2-Jährige hängen am Gerät - Smartphone kann Kinder krank machen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mai 2017 21:59

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Smartphone-ka ... 64592.html
Montag, 29. Mai 2017
Schon 2-Jährige hängen am Gerät - Smartphone kann Kinder krank machen

Für die meisten Menschen sind Smartphones nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken - auch für Kinder nicht. Das kann zum Problem werden: Viele können die Internetnutzung nicht mehr kontrollieren. Ab wann sollten Kinder überhaupt Smartphones bekommen?

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Bei täglicher Smartphone-Nutzung steigt bei Kindern und Jugendlichen das Risiko von Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität. So ist das Risiko von Konzentrationsstörungen bei täglichem Smartphonegebrauch von mehr als einer halben Stunde bei 8- bis 13-Jährigen sechs Mal höher als üblich. Das geht aus einer in Berlin vorgestellten Studie hervor, bei der mehr als 5500 Kinder und Eltern zum Thema befragt wurden.

Motorische Hyperaktivität ist bei 2- bis 5-Jährigen bei einer Smartphone-Nutzung von mehr als einer halben Stunde pro Tag 3,5 Mal häufiger als normalerweise. Mehr als 16 Prozent der 13- und 14-Jährigen gaben an, Probleme zu haben, die eigene Internetnutzung selbstbestimmt zu kontrollieren. Aber auch schon für die Kleinsten kann ein Smartphone laut der Studie zum Problem werden. Wenn die Mutter während des Stillens oder der Betreuung von Säuglingen parallel digitale Medien nutzt, gibt es demnach messbare Hinweise auf Bindungsstörungen. "Kinder trinken nicht richtig, sie schlafen schlecht", sagte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) bei der Vorstellung der Daten.
2,5 Millionen problematische Internetnutzer in Deutschland

Mortler mahnte Eltern, mehr auf die Mediennutzung ihrer Kinder zu achten. Experten gingen von etwa 600.000 Internetabhängigen und 2,5 Millionen problematischen Internetnutzern in Deutschland aus. "Sechs Prozent der 12- bis 17- Jährigen in unserem Land sind definitiv behandlungsbedürftig", sagte Mortler.
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Uwe Büsching vom Vorstand des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte sagte, Kinder sollten vor dem 12. Geburtstag kein Smartphone bekommen. Ähnlich wie im Straßenverkehr brauche es so für die Mediennutzung klare Regeln. Vor dem Kauf eines Handys für Minderjährige sollten Eltern mit ihren Kindern einen Vertrag über Grenzen der Nutzung abschließen. Wichtig sei, dass Kinder nicht unbeaufsichtigt im Internet surften und dass es eine automatische Abschaltfunktion nach einer bestimmten Dauer gebe.

Studienautor Rainer Riedel, Direktor des Instituts für Medizinökonomie und medizinische Versorgungsforschung Köln, plädierte zudem dafür, dass Eltern etwa bei Klassenchats per Smartphone mitlesen. Das könne die Minderjährigen vor Mobbing schützen. Gut seien auch handyfreie Zonen etwa am familiären Esstisch. Neben der Nutzung digitaler Medien sollten auch Freiräume etwa zum Klettern, Malen oder Schwimmen bestehen. "Kicken statt Klicken" könne etwa das Motto lauten, wenn Kinder gern Fußball spielen. Mortler riet Eltern, auf die wahren Bedürfnisse ihrer Kinder zu achten. "Das Kind schreit nach der Milch der Mutter und der Liebe der Mutter, aber es hat mit Sicherheit keinen Durst nach Smartphones."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Jeder vierte Verdacht bestätigt - Weniger Behandlungsfehler registriert

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mai 2017 12:40

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Weniger-Behan ... 65919.html
Jeder vierte Verdacht bestätigt - Weniger Behandlungsfehler registriert

Vor allem im Bereich der Orthopädie passieren viele Fehler. Das ergibt eine Studie der gesetzlichen Krankenkassen. Aber ganz so dramatisch wie im vergangenen Jahr fallen die Zahlen dieses Mal nicht aus. Dennoch ist Vorsicht geboten.

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Die Zahl der medizinischen Behandlungsfehler ist nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das bedeute jedoch nicht, dass sich das Risiko, einen Behandlungsfehler zu erleiden, generell verringert hätte, erläuterte der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) seine Statistik für 2016.

Danach wurden gut 15.000 fachärztliche Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. In knapp jedem vierten Fall, nämlich bei 3564 Behandlungen, bestätigten die Fachärzte des MDK den Verdacht der Patienten. Zwei Drittel der Vorwürfe betrafen demnach Behandlungen in der stationären Versorgung, ein Drittel Behandlungen durch niedergelassene Ärzte. 7765 Vorwürfe (51,4 Prozent) standen in direktem Zusammenhang mit der Behandlung im Operationssaal.
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Ein Standard-Rollstuhl ist nicht immer eine Hilfe. Brauchen Schwerstbehinderte eine Maßanfertigung, muss die Krankenkasse die Kosten dafür tragen. Foto: Cathrin Müller 02.02.17 Grober Behandlungsfehler 400.000 Euro Schmerzensgeld nach OP
Diese Rechte haben Patienten: Die wichtigsten Antworten zum Thema Behandlungsfehler 15.05.16 Diese Rechte haben Patienten Die wichtigsten Antworten zum Thema Behandlungsfehler

Verteilt auf die Fachgebiete bezogen sich laut MDK 33 Prozent der Vorwürfe auf Orthopädie und Unfallchirurgie, 12 Prozent auf die Innere Medizin und Allgemeinmedizin, weitere 9 Prozent auf die Allgemeinchirurgie, ebenfalls 9 Prozent auf die Zahnmedizin, 7 Prozent auf die Frauenheilkunde und 4 Prozent auf die Pflege. Der MDK kritisiert generell, dass Daten zu Behandlungsfehlern in Deutschland nur punktuell vorlägen. Deshalb lasse sich auch das Gefährdungsrisiko nicht beziffern.

Die Ärzteschaft legt einmal im Jahr eine eigene Statistik über Behandlungsfehler vor. Der MDK verlangte - trotz erkennbarer Fortschritte - noch konsequentere Anstrengungen zur Fehlervermeidung. "Dazu gehören eine Meldepflicht für Behandlungsfehler und eine intensivere Forschung im Bereich Patientensicherheit."

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa
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Wirken nicht bei Virus-Infektion - Ärzte setzen zu oft Antibiotika ein

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jun 2017 20:03

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/politik/Arzte-setzen ... 74134.html
Sonntag, 04. Juni 2017
Wirken nicht bei Virus-Infektion - Ärzte setzen zu oft Antibiotika ein

Antibiotika können Wunder wirken - manchmal werden sie jedoch völlig falsch verordnet. Dann bilden sich mitunter resistente Erreger, gegen die das Antibiotikum nichts mehr ausrichten kann. Ärzte verschreiben das Medikament noch immer viel zu oft.

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Der Kampf gegen das unnötige Verschreiben und Einnehmen von Antibiotika zeigt Erfolge - ist aber noch lange nicht am Ziel. Niedergelassene Ärzte verordneten im vergangenen Jahr 27 Prozent der erkältungsbedingt krankgeschriebenen Beschäftigten Antibiotika.
Bilderserie
Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind: Gefährliche Erreger: Klinikkeime Wenn Antibiotika wirkungslos sind Gefährliche Erreger: Klinikkeime

2008 war noch in 38 Prozent der Fälle das Medikament verschrieben worden. Das geht aus Vorabdaten des aktuellen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse hervor. "Diese Trendwende geht in die richtige Richtung", sagte Tim Steimle von der TK. Dennoch sollten Ärzte und Patienten bei dem Thema nicht lockerlassen. "Die überwiegende Zahl der Erkältungsinfekte ist durch Viren hervorgerufen - und gegen eine Virus-Infektion hilft das Medikament nicht." Beim falschen Einsatz von Antibiotika können sich multiresistente Erreger bilden, gegen die das Medikament dann nicht mehr wirkt.

Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe warnt vor sorglosem Einsatz des Medikaments. "Wenn Antibiotika nicht mehr wirken, bricht eine tragende Säule unserer Gesundheitsversorgung weg", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Gröhe spricht Ärzten im Kampf gegen den unbedachtem Einsatz eine Schlüsselrolle zu. Allerdings bräuchte es auch in der Bevölkerung ein stärkeres Bewusstsein dafür, "dass Antibiotika nicht bei jedem Husten oder einer tropfenden Nase helfen".
Kampf soll international fortgeführt werden
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Besonders in Krankenhäusern sind sie ein Problem: Bakterien, gegen die kaum noch ein Antibiotikum wirkt. Das hat mitunter tödliche Folgen. 13.05.15 Zehntausende Tote jedes Jahr Regierung sagt Keimen den Kampf an

Besonders stark ist der Verordnungsrückgang laut TK-Daten bei jenen Patienten, die nur kurz krankgeschrieben waren. 2016 erhielten etwa 19 Prozent von ihnen Antibiotika, 2008 waren es noch gut 30 Prozent. Gröhe fordert im Kampf gegen Resistenzen globales Handeln. Ein wichtiger Fortschritt sei, dass man sich beim G20-Treffen der Gesundheitsminister darauf verständigt habe, internationale Forschungspartnerschaften stärker zu fördern.

Der Rückgang der Antibiotika-Verschreibungen fällt laut TK mit der Entwicklung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) 2008 zusammen. 2015 hat die Bundesregierung diese Strategie weiterentwickelt und DART 2020 verabschiedet, mit der unter anderem schärfer gegen den Missbrauch von Antibiotika vorgegangen werden soll. Das Forschungsministerium fördert die Antibiotikaforschung mit rund 30 Millionen Euro im Jahr.

Quelle: n-tv.de , vni/dpa
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Missbräuchlicher Umgang - Warum Antibiotika nicht immer wirken

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jun 2017 18:45

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Warum-Antibio ... 82497.html
Samstag, 10. Juni 2017
Missbräuchlicher Umgang - Warum Antibiotika nicht immer wirken

Trotz erster Erfolge werden einer neuen Studie zufolge immer noch zu viele Antibiotika unnötig verschrieben. Das gefährdet auf Dauer ihre Wirksamkeit. So können sich multiresistente Keime bilden, die vor allem Patienten im Krankenhaus gefährden.

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Antibiotika gegen Schnupfen? Das sollte nicht sein. Und doch verschreiben noch zu viele Ärzte - häufig auch auf Drängen des Patienten - bei Erkältungen ein Antibiotikum, obwohl es bei einer Viruserkrankung nicht hilft. Der missbräuchliche Umgang mit dem Medikament gefährdet seine Wirkung.

Was sind multiresistente Keime und wie entstehen sie?

Bakterien entwickeln sich ständig weiter, um zu überleben. Durch die Mutation ihres Erbguts oder die Aufnahme anderer resistenter Gene aus ihrer Umgebung entwickeln sie nach und nach Widerstände gegen Stoffe, die sie eigentlich töten sollen. Multiresistente Bakterien widerstehen einer Vielzahl Antibiotika - mitunter gibt es deshalb kein Antibiotikum mehr, das wirkt.

Wie gefährlich sind diese Keime?

"Die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen gegen Antibiotika hat sich weltweit zu einem gravierenden Problem der öffentlichen Gesundheit entwickelt", heißt es beim Robert-Koch-Institut (RKI). Dadurch werde die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten erschwert. Wenn Antibiotika zu oft, über einen langen Zeitraum oder unsachgemäß angewendet werden, begünstigt das die Bildung multiresistenter Erreger.

"Die größte Gefahr besteht darin, dass wir durch zu viele und falsche Antibiotika-Behandlung wirksame und falsche Behandlungen beschädigen", sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des Aktionsbündnis Patientensicherheit. Eine einfache Entzündung könne dann zur lebensgefährlichen Infektion werden.

Wo kann man sich mit diesen resistenten Keimen infizieren?

Resistente Keime kommen häufig in Krankenhäusern vor. Bei der Infektion spielen oft Hygienemängel, vor allem die Händehygiene, eine Rolle. Laut Robert-Koch-Institut kommt es jährlich zu 30.000 bis 35.000 Infektionen mit multiresistenten Keimen in deutschen Krankenhäusern. Davon gehen rund 1500 Fälle (0,3 Prozent) auf Erreger zurück, die gegen fast alle Antibiotika resistent sind.

Wie viele Menschen sterben jährlich wegen Antibiotikaresistenzen?

Laut europäischem Präventionszentrum ECDC werden jährlich bis zu 25.000 Todesfälle in Europa mit Resistenzen in Verbindung gebracht. Nach derzeit bestmöglichen Schätzungen sterben in deutschen Krankenhäusern 1000 bis 4000 Menschen im Jahr an den resistenten Keimen. Andere Schätzungen gehen laut Gesundheitsökonom Gerd Glaeske von der Uni Bremen von bis zu 15.000 Toten aus.

Ist die Versorgung mit wirksamen Antibiotika gesichert?

Nicht immer. Es kommt gerade auch bei Antibiotika immer mal wieder zu Lieferengpässen. Da sich die Herstellung hierzulande kaum mehr rentiert, bilden sich Monopole vor allem im billig produzierenden Ausland. Ende vergangenen Jahres gab es zum Beispiel Lieferengpässe beim Antibiotikum Piperacillin/Tazobactam (Pip/Taz), weil Produktionsstätten eines chinesischen Herstellers explodierten. Hintergrund ist, dass es im Grunde nur noch zwei große Hersteller des Medikaments in China gibt. Pip/Taz ist ein Breitband-Antibiotikum, das vor allem in Krankenhäusern bei schweren Infektionen wie Blutvergiftung eingesetzt wird.
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Was wird gegen die resistenten Keime getan?

Es gibt eine ganze Reihe von Initiativen. Die Bundesregierung hat 2008 die Deutsche Antibiotikaresistenzstrategie (DART) entwickelt, vor zwei Jahren wurde mit DART 2020 nachgelegt. Dabei stehen die Beobachtung der Resistenzen sowie des Antibiotikum-Verbrauchs im Mittelpunkt. Beides wird in einer Datenbank erfasst. Unter anderem soll aber auch das Bewusstsein bei Ärzten und Patienten für den richtigen Einsatz von Antibiotikum gefördert werden. Darüber hinaus gibt es etwa die "Aktion saubere Hände", die seit 2008 für die Verbesserung der Handhygiene kämpft. Auch beim G20-Treffen der Gesundheitsminister waren die Resistenzen ein Thema.

Quelle: n-tv.de , Michel Winde, dpa
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In Brokkoli, Kresse, Radieschen - Pflanzenstoff könnte Diabetikern helfen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2017 12:07

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Pflanzenstoff ... 91236.html
Donnerstag, 15. Juni 2017
In Brokkoli, Kresse, Radieschen - Pflanzenstoff könnte Diabetikern helfen

Durch Bewegungsmangel, Übergewicht, zu viel Nahrung: Immer mehr Menschen bekommen Diabetes. Nicht bei jedem Betroffenen wirken klassische Medikamente. Forscher suchen daher nach Alternativen - und sind bei Brokkoli fündig geworden.

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Die Anzahl der Diabetes Typ 2-Patienten steigt ständig. Vor allem bei schweren Fällen haben klassische Therapien zu viele Nebenwirkungen oder versagen sogar. Aus diesem Grund haben sich Forscher des Lund University Diabetes Center in Malmö mit einem ganz speziellen Verfahren auf die Suche nach neuen wirksamen Stoffen gemacht und konnten schließlich einen pflanzlichen Kandidaten als Hoffnungsträger identifizieren.

Dabei handelt es sich um das sogenannte Sulforaphan. Der Stoff kommt beispielsweise in Kresse, Radieschen, Rettich und Brokkoli vor und wird dann als Glukoraphan bezeichnet. Das gehört zu den Senfölglykosiden und ist für den scharfen und manchmal etwas bitteren Geschmack zuständig. Glukoraphan entsteht beim Zerkauen zu Sulforaphan, das möglicherweise gegen Tumore und Autismus gute Wirkungen entfaltet. Doch kann es auch helfen, einen gestörten Zuckerstoffwechsel auszugleichen?
In der Petrischale, bei Ratten und Probanden

Nach ersten Untersuchungen im Labor konnten die Forscher bestätigen, dass Sulforaphan nicht nur eine erhöhte Zuckerproduktion in Leberzellen unterdrückt, sondern auch bei Ratten die Glukosetoleranz sowohl bei fettarmer als auch bei stark fructosehaltiger Nahrung verbessert.
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Auf der Grundlage dieser Ergebnisse gingen die Forscher nun noch einen Schritt weiter: Sie verabreichten insgesamt 97 Probanden mit Übergewicht und Diabetes Typ 2 regelmäßig entweder ein hochkonzentriertes Brokkolisprossen-Extrakt oder ein wirkungsloses Placebo. Nach zwölf Wochen war die Untersuchung beendet und die Forscher stellten fest, dass die Studienteilnehmer, die den Wirkstoff bekommen hatten, messbar bessere Blutzuckerwerte aufwiesen. Die senkenden Effekte waren zudem sowohl beim Nüchtern- als auch beim Langzeit-Blutzuckerspiegel zu sehen.

Bis Diabetes-Patienten mit diesem Pflanzenwirkstoff sicher behandelt werden können, sind noch weitere Untersuchungen nötig. Die Forscher warnen deshalb vor Therapien in Eigenregie mit Brokkolisprossen-Extrakt oder Sulforaphanmitteln. Gegen den Verzehr von Brokkoli, Radieschen oder Kresse hingegen spricht nichts.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science Translational Medicine".

Quelle: n-tv.de , jaz
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"Zucker ist das neue Heroin" - Lebensmittelallergie: echt oder gefühlt ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jun 2017 20:51

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Lebensmittela ... 91914.html

Sonntag, 18. Juni 2017
"Zucker ist das neue Heroin" - Lebensmittelallergie: echt oder gefühlt ?

Der Mensch ist, was er isst. Ernährung kann aber auch zur Mode werden. Immer mehr Menschen verzichten hierzulande auf Grundnahrungsmittel - eine rätselhafte Entwicklung.

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Beim Kindergeburtstag oder beim Kochen mit Freunden kann es ganz schön kompliziert werden: Gluten-Unverträglichkeit, Laktose-Intoleranz, Nuss-Allergie - und bitte bloß keinen Zucker. Als Reaktion auf eine Einladung folgt nicht selten eine Leidensliste der Gäste. Leiden sie wirklich oder sind Lebensmittel-Zipperlein einfach nur schick geworden? Soziologen und Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass die Anzahl der angeblichen Probleme mit Nahrungsmitteln in Deutschland zugenommen hat. Da stellt sich die Frage: Was steckt dahinter?

Die neue Mode treibt seltsame Blüten. Ein verzweifelter Vater kaufte für den Kindergeburtstag glutenfreie Muffins, weil er ohne Eier, Milch und Mehl keinen Kuchen backen konnte. Und manche Kochkünstler laden seltener Gäste ein, weil sie die langatmigen wer-verträgt-was-Diskussionen leid sind. "Die Tendenz, Ernährung zu problematisieren, ist in den vergangenen Jahren eindeutig stärker geworden", sagt Jana Rückert-John, Professorin für "Soziologie des Essens" an der Hochschule Fulda. "Es gibt echte Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten. Aber es gibt auch einen rapiden Anstieg der gefühlten oder der behaupteten."
Trend zum Ernährungshypochonder?
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Die Energiebilanz zählt: Diätlügen und Ernährungsmythen Die Energiebilanz zählt: Diätlügen und Ernährungsmythen Die Energiebilanz zählt: Diätlügen und Ernährungsmythen Die Energiebilanz zählt: Diätlügen und Ernährungsmythen Die Energiebilanz zählt Diätlügen und Ernährungsmythen

Ernährungswissenschaftler und Buchautor Uwe Knop hat für Menschen, die der neuen Entwicklung folgen, einen wenig schmeichelhaften Namen: Ernährungshypochonder. Für ihn zählt dazu, wer ohne ärztliche Diagnose bestimmte Lebensmittel meidet. "Manchmal habe ich den Eindruck, Zucker ist das neue Herion", ergänzt er spitz. Valide Zahlen zu dem neuen Trend gebe es nicht. Nur krasse Einzelfälle, die erschrecken. So starb in Belgien ein Baby, weil die Eltern ohne Diagnose eine Laktose- und Glutenintoleranz vermuteten. Sie fütterten den kleinen Jungen monatelang nur mit Flüssigkeit aus Reis, Hafer, Quinoa und Buchweizen. Das unterernährte Kind dehydrierte.

Außer Frage steht: Nüsse, Äpfel, Meeresfrüchte oder Sellerie können bei Erwachsenen gesundheitliche Probleme auslösen. "Es sind die häufigsten Allergien gegen Lebensmittel", sagt Margitta Worm, Leiterin der Hochschulambulanz der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Berliner Charité. Die Folgen reichen von Hautjucken und Schwellungen bis hin zu Magen-Darm-Problemen. "Bei schweren Verläufen können es auch Luftnot und Kreislaufreaktionen sein", ergänzt Worm. Die schwerwiegendste Folge sei ein anaphylaktischer Schock - eine Extremreaktion auf ein Allergen, die tödlich enden kann.
Echte Allergien sind selten

Statistisch gesehen treffen solche Allergien allerdings nur zwei bis drei Prozent der Erwachsenen. Damit sind die Beschwerden deutlich seltener als zum Beispiel Heuschnupfen mit rund 16 Prozent. Bei Kindern liegt die Quote der Nahrungsmittelallergien mit fünf bis sechs Prozent etwas höher. Allerdings gingen zum Beispiel Milcheiweißallergien bis zur Einschulung oft wieder weg, berichtet Worm. Noch deutlich geringer sind die Werte bei einer Unverträglichkeit gegen Gluten, dem Klebeeiweiß in einigen Getreidesorten. Unter einer chronischen Erkrankung des Dünndarms (Zöliakie) litten in Deutschland 0,9 Prozent der Bevölkerung, sagt die Medizinerin.

Ein Blick auf die Auswahl glutenfreier Produkte im Supermarkt und auf die wachsenden Marktanteile von Produzenten aber lässt eine Art plötzliche Massenepidemie vermuten. "Für mich als Soziologin ist es interessant, wenn Menschen sich so beschreiben - ob sie das nun haben oder nicht", sagt Jana Rückert-John. "Es macht ganz offensichtlich etwas mit ihnen, und es geht um die Gründe dieser Selbstbeschreibung."
Keine Unverträglichkeit? Langweilig

Ernährungswissenschaftler Knop vermutet eine Mischung aus Profilierung und Selbstdarstellung. Und damit eine ähnliche "Ich-Inszenierung" wie sie Wissenschaftler bereits beim Veganer-Hype beobachteten: Verzicht und Abgrenzung, um interessant zu bleiben. Für John hat die neue Mode soziale Effekte. "Man findet damit Anschluss und Verbündete. Wer keine Allergie oder keine Unverträglichkeit hat, der ist heute ja fast schon irgendwie langweilig", sagt sie. Trotzdem wägt sie ab. Grundsätzlich sei es ein positiver Aspekt, wenn Menschen mehr über das Thema Essen nachdächten und redeten. "Doch es ist typisch deutsch, es so stark zu problematisieren."
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Für die Soziologin ist es die Wohlstandsgesellschaft, die den Bundesbürgern zu schaffen macht. "Es gibt eine hochgradige Unsicherheit, die mit diesem Überfluss einhergeht", sagt sie. Einmal gehe es um das Thema Gesundheit, also um all die Krankheiten, die mit Ernährung assoziiert würden. Zum anderen spielten negative Umwelteffekte eine Rolle - Tierhaltung, Flächenverbrauch, Folgen intensiver Landwirtschaft und globale Verflechtungen. "Und dann kommt der Punkt der eigenen Verantwortung dabei." Aus dieser Unsicherheit heraus fiele dann oft eine Entscheidung: 'Ich beschränke mich. Weniger ist mehr.'

Wovon weniger - das ist vielleicht gar nicht so entscheidend. Der Aufdruck "frei von" scheint für Werbestrategen im Moment attraktiv zu sein. Auf Laktose-Intoleranz, unter der maximal ein Fünftel der Bevölkerung leidet, hat der der Markt reagiert - mit Kokos-, Soja-, Reis-, Hafer-, Mandel- oder Hanfmilch. "Das sind Phänomene einer übersättigten Wohlstandsgesellschaft, die sich die Pathologisierung von Grundnahrungsmitteln wie Milch und Getreideprodukten leisten kann", sagt Uwe Knop dazu. Für den Handel aber sei es ein gutes Geschäft. "Glutenfreie Nudeln kosten 1,55 Euro, normale Nudeln 49 Cent."

Knop sieht im angesagten Lebensmittel-Verzicht - und dem Spott darüber - aber ein ganz neues Problem: "Die echten Allergiker leiden darunter, dass viele ihr Problem nicht mehr ernst nehmen. Das ist wie eine Desensibilierung der Gesellschaft."

Quelle: n-tv.de , Gisela Gross und Ulrike von Leszczynski, dpa
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Unterschiede je nach Region - Mehr OPs wegen Rückenschmerzen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jun 2017 11:20

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Mehr-OPs-wege ... 96328.html
Montag, 19. Juni 2017
Unterschiede je nach Region - Mehr OPs wegen Rückenschmerzen

Wegen Rückenschmerzen ins Krankenhaus? Das kommt immer häufiger vor. Die Zahl der Klinikaufenthalte wegen Kreuzschmerzen steigt, es wird auch öfter operiert. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede. Das hat Gründe.

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Patienten mit Rückenschmerzen werden immer öfter im Krankenhaus behandelt und landen immer häufiger auf dem OP-Tisch. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und eigenen Berechnungen beruht.

2015 zählten die Forscher demnach 611.000 Krankenhausaufenthalte wegen Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückens. Das sind 154.000 Fälle mehr als 2007, ein Plus von 34 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl aller stationären Behandlungen nur um 12 Prozent gestiegen.

Auch die Zahl der operativen Eingriffe nahm zu: 2015 gab es bundesweit 772.000 Eingriffe wegen Rückenbeschwerden. Zum Vergleich: 2007 waren es 452.000. Das ist ein Plus von 71 Prozent. Dabei gibt es je nach Region große Unterschiede, ob die Ärzte operieren oder eine andere Behandlungsmethode wählen. Beispielsweise kamen im Landkreis Fulda operative Versteifungen der Wirbelsäule (Spondylodesen) pro 100.000 Einwohner 13-mal so häufig vor wie in Frankfurt/Oder.
Vorliebe des Arztes spielt große Rolle
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Auch ist die Wahrscheinlichkeit, mit Rückenschmerzen ins Krankenhaus zu kommen, im Saarland deutlich höher als in Baden-Württemberg. Die starken regionalen Unterschiede lassen sich dabei nach Aussage der Forscher nur zu einem kleinen Teil auf objektive Faktoren wie die Zahl der Orthopäden vor Ort zurückführen. Sie seien auch nicht darauf zurückzuführen, dass die Menschen häufiger Rückenprobleme haben.

Die Experten nennen andere Ursachen: "Die Zunahme der Eingriffe und die regionalen Unterschiede hängen auch mit den Vorlieben der ortsansässigen Mediziner zusammen", sagte Eckhard Volbracht von der Bertelsmann-Stiftung, der an der Studie beteiligt war. "Die Entscheidung sollte aber unabhängig vom Wohnort, finanziellen Interessen und individuellen Vorlieben der ortsansässigen Ärzte fallen", betonte er.

Die Bertelsmann-Stiftung fordert deswegen, dass die Krankenhäuser und Ärzte über auffällige "Leistungsmengen" schnell eine Rückmeldung erhalten und die medizinischen Fachgesellschaften für die Praxen und Kliniken evidenzbasierte Leitlinien entwickeln.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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"Supergummi" aus der Natur - Was lässt Zecken an der Haut andocken ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jun 2017 19:24

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Was-laesst-Ze ... 00465.html
Mittwoch, 21. Juni 2017
"Supergummi" aus der Natur - Was lässt Zecken an der Haut andocken ?

Wenn sie einmal ein Stück Haut erwischt hat, haftet eine Zecke ziemlich sicher daran fest. Dafür sorgen Krallen und ein Haftpad. Forscher machen nun einen weiteren Faktor aus - "eine Überraschung".

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Ein in den Krallen anderer Spinnentiere und Insekten bisher nicht gefundenes Protein macht Zecken zu Andock-Meistern. "Dass nicht nur das Haftkissen, sondern auch die transparenten Krallen fast vollständig mit dem elastischen Protein Resilin gefüllt sind, ist eine Überraschung", erklärte Dagmar Voigt vom Institut für Botanik der Technischen Universität Dresden (TUD). Zusammen mit Stanislav Gorb von der Universität Kiel hat sie auch herausgefunden, an welchen Oberflächen selbst Zecken versagen.
Video
n-tv Ratgeber: Mücken- und Zecken-Schutzmittel im Stiftung-Warentest
13.05.17 – 02:23 min
n-tv Ratgeber Mücken- und Zecken-Schutzmittel im Stiftung-Warentest

Resilin ist eine Art Supergummi. Es kommt in der Natur oft vor, vor allem Insekten machen sich die hohe Elastizität des Proteins zunutze - Libellen zum Beispiel in Gelenken, die so Millionen Flügelschläge aushalten, Flöhe in kurzzeitigen Energiespeichern der Hinterbeine für ihre Sprünge.
Haftvermögen in Schleudergängen getestet

Gemeine Holzböcke (Ixodes ricinus) besitzen gekrümmte, spitze Krallen mit einem Haftkissen dazwischen, mit dem sie sich auf ebenen Substraten wie Haut und Glas halten können. Die Krallen ermöglichen das Verhaken an rauen Oberflächen wie etwa Haaren. Bei ihren Analysen betrachteten die Forscher die Tiere unterm Mikroskop, drehten sie auf verschiedenen Oberflächen plötzlich um, so dass sie mit dem Rücken nach unten hingen, zogen an ihnen und testeten ihr Haftvermögen in Schleudergängen.
Video
Frühzeitiges Entfernen wichtig: Ein Drittel aller Zecken können Borrelien übertragen
11.07.15 – 01:21 min
Frühzeitiges Entfernen wichtig Ein Drittel aller Zecken können Borrelien übertragen

Weibliche Zecken haben größere Klauen und Pads. Ihre männlichen Artgenossen kommen mit kleineren Füßen klar, weil sie sich - ausgenommen vom Paarungsakt - kaum auf Wirten aufhalten. Weibchen vermögen sich mit einer Kraft an glatten Glasoberflächen festzuhalten, die dem 500-Fachen ihres Körpergewichts entspricht, wie die Forscher berichten. Das biete Sicherheit - immerhin könne ihr Gewicht beim Blutsaugen um das 135-Fache zunehmen.
"Fast Alleskönner"

"Was die Haftung angeht, sind die Zecken durch eine Kombination von weichen Kissen und scharfen Krallen fast Alleskönner, aber nur fast", erklärt Gorb. Auf Silikon und mikrorauen Kunstharzoberflächen können sie sich nicht halten, berichtet das Forscher-Duo im "Journal of Experimental Biology". Das könne Ansätze liefern für die Entwicklung abweisender Materialien, Lösungen oder Cremes mit Mikropartikeln.
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Zecken lauern auf Grashalmen, im Gebüsch oder im Unterholz auf ihre Opfer. Sie haben ein sehr feines Gespür für Körperwärme, Atemluft und nahende Schritte. Die Winzlinge können nicht springen und fallen auch nicht von Bäumen herab, sondern klettern höchstens 1,5 Meter hoch und lassen sich abstreifen. Da sie etwas Luftfeuchtigkeit benötigen, sitzen die Spinnentiere lieber am Waldrand, im feuchten Unterholz oder auf schattigen Wiesen als auf offenem, kurzem Rasen.

Zecken können unter anderem Borreliose und Frühsommer-Enzephalitis (FSME) übertragen. Bis Ende Mai wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) bundesweit 41 FSME-Fälle gemeldet. "Das ist nicht auffällig, pro Jahr gibt es meist so 300 Fälle", sagte eine Sprecherin. Auch die Zahl der Borreliose-Infektionen liege im Bereich des Normalen.
Bilderserie
Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands Zecken auf dem Vormarsch

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Kiffen auf Rezept per Gesetz - Cannabis für Patienten schwer zu kriegen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jun 2017 20:16

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Cannabis-fuer ... 00739.html
Mittwoch, 21. Juni 2017
Kiffen auf Rezept per Gesetz - Cannabis für Patienten schwer zu kriegen

Das Gesetz zur Verordnung von Cannabis-Präparaten für schwer kranke Patienten ist seit März in Kraft - und sorgt für Ärger, denn es hat nicht zur Verbesserung geführt. Cannabis aus der Apotheke ist sehr teuer und Kassenärzte, die es verschreiben, schwer zu finden.

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Frank-Josef Ackerman sitzt zu Hause auf dem Sofa dreht einen Joint. Für ihn ist die mit Cannabisblüten gefüllte Zigarette aber kein Rauschmittel. Sie dient ihm einzig und allein als Arzneimittel zum Stillen der Schmerzen, wie er betont. Er zündet die Tüte an und nimmt tiefe Züge zur Linderung. "Mir hat Cannabis das Leben gerettet. So lassen sich die körperlichen Beschwerden ertragen und ich komme einigermaßen geschmeidig durch den Tag", sagt Ackerman zufrieden.
Etwa 1000 Patienten bundesweit durften bisher schon legal Cannabis nehmen.
Etwa 1000 Patienten bundesweit durften bisher schon legal Cannabis nehmen.
(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der 47-Jährige aus Rodgau südöstlich von Frankfurt/Main ist seit 2008 berufsunfähig und schwerbehindert. Der ehemalige Angestellte des US-Militärs leidet an Polyarthrose, einer heftigen und unheilbaren Gelenkerkrankung. Lange Zeit machten dem Schmerzpatienten die Beschwerden das Leben zur Hölle. "Die Ärzte haben gesagt, dass sie mir nicht mehr helfen können", erzählt Ackerman.
Leben erträglicher mit Cannabis-Konsum

Er habe alle möglichen konventionellen Medikamente ausprobiert - erfolglos. Und schlimmer noch: Die Arzneien hätten ihm eher noch zugesetzt. Doch mit dem Cannabis-Konsum sei das Leben erträglicher geworden. So raucht er es aus Gesundheitsgründen sieben bis acht Mal pro Tag. Ackerman baut auch zu Hause mit einigem Aufwand und Know-how seine eigenen Pflanzen an - und zwar als einer von ganz wenigen Patienten bundesweit mit Genehmigung der Behörden.

Doch bis dahin war es ein langer Weg. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren gegen ihn ein und ließ seine Cannabispflanzen und Anbau-Utensilien beschlagnahmen. Dagegen legte er Beschwerde ein. Erst vor dem Landgericht in Darmstadt, schließlich beim Bundesverfassungsgericht, das ihm recht gab. Gleichzeitig stritt er vor dem Verwaltungsgericht Köln in einem Eilverfahren um die Genehmigung des Eigenanbaus: hier einigte er sich mit dem Gegner, der Bundesrepublik Deutschland, die ihm wegen seiner schweren Erkrankung und der Mittellosigkeit die Anbaugenehmigung gab.
Befristete Anbauerlaubnis läuft bald ab
Video
Für medizinische Zwecke: Staatliche Cannabisagentur steuert Hanfanbau
03.03.17 – 00:59 min
Für medizinische Zwecke Staatliche Cannabisagentur steuert Hanfanbau

Seit den Siegen in diversen Gerichtsverfahren baut Ackerman wieder sein eigenes Cannabis an, seit Beginn des Jahres sogar mit einer offiziellen Anbaugenehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Die allerdings befristete Erlaubnis läuft am 30. Juni ab. "Und sie wird wohl auch nicht verlängert, weil der Staat die laufenden Genehmigungen wieder einkassieren möchte", sagt Ackerman.

Denn am 10. März ist das "Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften" in Kraft getreten. Es ermöglicht Ärzten, ihren schwer kranken Patienten Cannabisarzneimittel zu verschreiben. Die Kosten soll die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen. Wie viele Menschen künftig Cannabis aus der Apotheke bekommen könnten, ist nach Angaben der Bundesärztekammer noch offen. Doch Ackerman ist mit der Qualität des staatlichen Cannabis nicht glücklich: "Auf das Cannabis aus der Apotheke umzusteigen, wäre eine schlechte Wahl."

Ackerman hat in einem Zimmer seiner Wohnung eine Plantage aufgebaut. In mannshohen Boxen stehen mehr als ein Dutzend großer Pflanzen. Wärme und Licht bekommen sie von Speziallampen. "Bald sind sie erntereif", sagt Ackerman und prüft das Wachstum seiner Pflanzen. Stecklinge päppelt er in einer separaten Box auf. Pro Pflanze - in 12 bis 16 Wochen erntereif - gewinnt er rund 70 Gramm, wie er sagt. Und er wirkt recht stolz auf seine gärtnerischen Fähigkeiten: "Ich habe hier eine besonders gute Qualität, besser als das Zeug aus der Apotheke", sagt er und streicht über die Pflanzen. "Alles biologisch sauber angebaut."

Nichtsdestotrotz hat die Krankheit Ackerman stark zugesetzt. Der Gelenkverschleiß lässt ihn zuweilen nur langsam durch seine Wohnung schlurfen. "Ich kann nicht weit laufen. Nach 70 Metern bin ich platt. Aber dafür kann ich 70 Kilometer Fahrradfahren", sagt er. In Deutschland ist es bislang rund 1000 Menschen mit einer Sondergenehmigung des zuständigen Bundesinstituts gestattet, Cannabis als Medizin zu nehmen - unabhängig vom neuen Gesetz.
Cannabis aus der Apotheke viel zu teuer

Eingesetzt werden kann Cannabis etwa bei organisch bedingter Spastik, bei Schmerzzuständen, bei Appetitlosigkeit und Abmagerung im Rahmen fortgeschrittener Aids- und Krebserkrankungen oder bei Nebenwirkungen der Chemotherapie, wie der Arzt Franjo Grotenhermen aus dem nordrhein-westfälischen Rüthen sagt. Er betreut Ackerman und viele Cannabis-Patienten bundesweit und ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Grotenhermen ist unglücklich mit dem Gesetz. Denn zu einer Verbesserung habe es für viele Patienten bislang nicht geführt. Cannabis aus der Apotheke sei durch das Gesetz viel zu teuer geworden, etwa 25 Euro pro Gramm. "Das ist für die vielen Patienten von Bedeutung, die keine Kostenerstattung durch die Krankenkassen bekommen", erklärte er.
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Die hohen Kosten von 25 Euro pro Gramm liegen nach Experten-Ansicht an Apotheken-Zuschlägen nach der Arzneimittelverordnung. Zudem müssten Patienten erstmal einen Kassenarzt finden, der ihnen überhaupt etwas verschreibt. Dann müsse die erste Verordnung für jeden Patienten von den Kassen genehmigt werden, was oft genug verweigert werde. "Aufgrund der Ablehnung der Kostenübernahme der Krankenkassen laufen bereits mehrere Verfahren vor den Sozialgerichten", sagte Grotenhermen. Ärzten droht zudem wegen der hohen Kosten für Cannabis ein Regress wegen Überschreitung ihres Budgets.

Insgesamt sei der Verwaltungsaufwand für die Ärzte mit Cannabis-Patienten groß, sagt Grotenhermen. "Da muss die Politik nachbessern", erklärt er. Fachanwalt Oliver Tolmein (Hamburg) sieht das Problem bei den Krankenkassen. "Das Gesetz regelt, dass sie die Cannabis-Verordnung auf Rezept in der Regel genehmigen sollen und nur in begründeten Ausnahmefällen nicht - derzeit ist leider das Gegenteil der Fall: in der Regel wird nicht genehmigt, nur ausnahmsweise doch." Hinzu kommt laut Tolmein: "Das medizinische Cannabis muss bis auf weiteres importiert werden, Apotheken haben leider immer wieder Lieferengpässe. Für die Patienten ein unhaltbarer Zustand. Sie sind auf ihr Medikament angewiesen." Auch Schmerzpatient und Cannabis-Produzent Ackerman sagt: "Ich kann das nicht beenden. Sonst gehe ich kaputt."

Quelle: n-tv.de , Jörn Perske, dpa
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Fisch ist gesund… Das war einmal! Fisch ist das giftigste Lebensmittel der

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2017 10:28

Info Gesundheit
http://alpenschau.com/2017/06/21/fisch- ... elt-video/
Fisch ist gesund… Das war einmal! Fisch ist das giftigste Lebensmittel der Welt
Veröffentlicht von: Alpenschauam: 21. Juni 2017in: Bewusster leben, Gesundheit, Schon gewusst?, Tipps und Tricks, WissenswertesKeine Kommentare
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Fisch ist gesund… Das war einmal! Fisch ist das giftigste Lebensmittel der Welt
Im Gegensatz zu dem was die Meisten glauben, ist Fisch inzwischen das Ungesündeste was es gibt. Fisch ist radioaktiv verstrahlt und voll von Giftstoffen.

Allerdings reicht es nicht, den Fischverzehr einzustellen, um diesen Giften aus dem Weg zu gehen. Die Hälfte des weltweiten Fischfangs wird an Nutztiere verfüttert, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist.

In den vielen Fjorden werden jedes Jahr viele Millionen Lachse gezüchtet. Um diese Mengen Zuchtfisch vor Krankheiten zu schützen, werden eine Unmenge von Pestiziden oder Antibiotika an die Tiere verfüttert.

Das nimmt derartige Ausmaße an, dass inzwischen der Grund des Meeres unter den Fischgehegen vollkommen verdreckt ist. Zum Teil türmen sich dort bis zu 15 Meter dicke Schichten mit Ablagerungen in Form von Fäkalien oder Schädlingsbekämpfungsmitteln auf, die dort ihre Schadstoffe ausgasen.
Sogar der Fischverkäufer warnt bereits vor Fisch!

Die Belastung aufgrund verschiedener Gifte in Fischarten, wie speziell dem Lachs, ist inzwischen so gravierend, dass skandinavische Fischverkäufer bereits vor dem Verzehr ihres eigenen Fisches warnen. Sogenannte Fettfische sollten maximal einmal die Woche zu sich genommen werden und Schwangeren wird ganz von Lachs und Co abgeraten.

Dabei sind die Auswirkungen recht vielfältig. Versuche an Ratten haben ein deutlich erhöhtes Risiko gezeigt an Diabetes zu erkranken. Denn aufgrund der Umweltverschmutzung wird die Fettleibigkeit gefördert.

Auch steigt das Krebsrisiko für den Menschen. Genau wie Schwangeren wird auch Krebspatienten von Fettfischen wie Lachs, Hering, Dorsch und Thunfisch dringend abgeraten.

Irgendwie absurd, dass wir das heute freiwillig zu uns nehmen und zudem als Delikatesse anpreisen!
Fisch ist das giftigste Lebensmittel
Fisch ist gesund… Das war einmal! Fisch ist das giftigste Lebensmittel der Welt (Video)
Veröffentlicht von: Alpenschauam: 21. Juni 2017in: Bewusster leben, Gesundheit, Schon gewusst?, Tipps und Tricks, WissenswertesKeine Kommentare
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Fisch ist gesund… Das war einmal! Fisch ist das giftigste Lebensmittel der Welt (Video)

Im Gegensatz zu dem was die Meisten glauben, ist Fisch inzwischen das Ungesündeste was es gibt. Fisch ist radioaktiv verstrahlt und voll von Giftstoffen.

Allerdings reicht es nicht, den Fischverzehr einzustellen, um diesen Giften aus dem Weg zu gehen. Die Hälfte des weltweiten Fischfangs wird an Nutztiere verfüttert, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr bestimmt ist.

In den vielen Fjorden werden jedes Jahr viele Millionen Lachse gezüchtet. Um diese Mengen Zuchtfisch vor Krankheiten zu schützen, werden eine Unmenge von Pestiziden oder Antibiotika an die Tiere verfüttert.

Das nimmt derartige Ausmaße an, dass inzwischen der Grund des Meeres unter den Fischgehegen vollkommen verdreckt ist. Zum Teil türmen sich dort bis zu 15 Meter dicke Schichten mit Ablagerungen in Form von Fäkalien oder Schädlingsbekämpfungsmitteln auf, die dort ihre Schadstoffe ausgasen.
Sogar der Fischverkäufer warnt bereits vor Fisch!

Die Belastung aufgrund verschiedener Gifte in Fischarten, wie speziell dem Lachs, ist inzwischen so gravierend, dass skandinavische Fischverkäufer bereits vor dem Verzehr ihres eigenen Fisches warnen. Sogenannte Fettfische sollten maximal einmal die Woche zu sich genommen werden und Schwangeren wird ganz von Lachs und Co abgeraten.

Dabei sind die Auswirkungen recht vielfältig. Versuche an Ratten haben ein deutlich erhöhtes Risiko gezeigt an Diabetes zu erkranken. Denn aufgrund der Umweltverschmutzung wird die Fettleibigkeit gefördert.

Auch steigt das Krebsrisiko für den Menschen. Genau wie Schwangeren wird auch Krebspatienten von Fettfischen wie Lachs, Hering, Dorsch und Thunfisch dringend abgeraten.

Irgendwie absurd, dass wir das heute freiwillig zu uns nehmen und zudem als Delikatesse anpreisen!
VIDEO - Fisch ist das giftigste Lebensmittel http://alpenschau.com/2017/06/21/fisch- ... elt-video/
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Russland entwickelt Heilmittel gegen alle Krebsarten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2017 10:47

Info Gesundheit
https://deutsch.rt.com/newsticker/47181 ... rebsarten/
Russland entwickelt Heilmittel gegen alle Krebsarten

Russland entwickelt Heilmittel gegen alle Krebsarten
Quelle: Sputnik
Russland entwickelt Heilmittel gegen alle Krebsarten
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Das Institut für Forschung von Reinpräparaten der föderalen medizinisch-biologischen Agentur Russlands (FMBA) hat präklinische Untersuchungen eines neuen Heilmittels gegen Krebs fast abgeschlossen. Das erklärte der stellvertretende Wissenschaftsdirektor des Instituts, Andrej Simbirzew, in einem Interview für die Zeitung Iswestija. Das Medikament soll alle Arten von Krebserkrankungen heilen können.

„Mit Rücksicht auf die Endphase der präklinischen Untersuchungen werden die Patienten die neue Arznei in drei bis vier Jahren bekommen“, so Simbirzew. Das Heilmittel sei an Mäusen und Ratten mit Sarkomen und Melanomen getestet worden. „Die kursmäßige Anwendung des Präparats hat in den meisten Fällen zu einer vollständigen Genesung sogar in Endstadien geführt“, sagte der Wissenschaftler. Er betonte, dass das Mittel ein Molekül enthält, welches von allen Zellarten synthetisiert wird. Deswegen sei das Präparat gegen alle Krebsarten wirksam.
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Tags: Gesundheit, Medizin, Russland, Wissenschaft
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Toter US-Student - Was ist Botulismus ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2017 11:17

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Was-ist-Botul ... 02188.html
Toter US-Student - Was ist Botulismus ?

Von Jana Zeh

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Der US-Student Otto Warmbier wird im Koma aus der Haft in Nordkorea entlassen. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in die USA stirbt der 22-Jährige. Die nordkoreanischen Behörden begründen das Koma des jungen Mannes mit einer Lebensmittelvergiftung namens Botulismus und der Einnahme einer Schlaftablette. Doch was verbirgt sich hinter Botulismus? Wie gefährlich ist die Vergiftung? Und wie kann man sich davor schützen?

Was ist Botulismus?

Als Botulismus wird eine Lebensmittelvergiftung bezeichnet, die durch Bakterien mit dem Namen Clostridium botulinum verursacht wird. Diese Bakterien beziehungsweise deren Sporen sind in der Umwelt weit verbreitet. Sie sind im Land- und Meeresboden zu finden und können mit Staub- und Erdpartikeln auf Lebensmittel gelangen. Die Vergiftung kann sowohl Menschen als auch Tiere treffen. Für den Menschen werden die Bakterien meistens durch verunreinigte Lebensmittel zum Problem. Vor allem bei unzureichend konserviertem Fleisch und Fisch, selten aber auch in verarbeiteten Hülsenfrüchten oder selbst eingewecktem Gemüse können sich die Bakterien ganz ohne Luft gut weiterverbreiten. Dabei führen, außer beim Säuglings- und Wundbotulismus, nicht die Bakterien selbst, sondern ihre giftigen Ausscheidungen zum Botulismus.

Welche Symptome treten auf?
Botulinumtoxin

Botulinumtoxin, kurz auch als Botox bezeichnet, zählt zu den stärksten bekannten Giften. Ursprünglich wurde das Botulinumtoxin durch die heute seltene Krankheit Botulismus bekannt, eine tödliche Lebensmittelvergiftung.

Das Nervengift ist das Produkt, das Bakterien, sogenannte Clostridien, ausscheiden. Die Bakterien wachsen unter Abschluss von Luft. Je besser die hygienischen Bedingungen in einem Land sind, umso geringer ist die Anzahl an Botulismus-Fällen.

Das Gift wirkt an den Nervenenden und blockiert dort Botenstoffe. Das führt dazu, dass die Muskulatur erschlafft. Das führt zu Herz- oder Atemstillstand und der Mensch stirbt.

Das von den Bakterien ausgeschiedene Gift, das sogenannte Botulinumtoxin, gehört zu den stärksten bekannten Bakteriengiften. Wird es über die Nahrung aufgenommen, treten innerhalb von zwölf bis 36 Stunden, in seltenen Fällen auch in einer größeren Zeitspanne zwischen zwei Stunden und 14 Tagen, typische Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen auf. Das Nervengift greift dann oftmals zuerst die Funktion der Augen an. Betroffene sehen verschwommen oder doppelt. Die Augen fallen immer wieder zu, die Pupillen sind geweitet und reagieren nicht mehr auf Licht. Auch die Lider können schließlich nicht mehr bewegt werden. Die Lähmungen breiten sich über den Kehlkopf und weiter über den ganzen Körper aus. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen, kann der Patient das Bewusstsein verlieren. Sogar die Atem- oder die Herzmuskulatur kann gelähmt werden, was schließlich zum Tode führt. Wie stark die Symptome sind, hängt von der Menge des aufgenommenen Botulinumtoxins ab.

Wie wird Botulismus diagnostiziert?

Botulismus kann auf verschiedene Weisen diagnostiziert werden. Hat der Patient bereits Lähmungen, dann treten diese meistens symmetrisch in der rechten und linken Körperhälfte auf. Das Empfinden in den gelähmten Körperbereichen ist trotz der Lähmung nicht gestört. Schmerz-, Wärme- und Kältereize können dort wahrgenommen werden. Über die körperlichen Symptome hinaus kann das Gift im Blut, im Mageninhalt oder im Stuhl des Patienten nachgewiesen werden. Gibt es die Möglichkeit, dann lassen Ärzte auch verdächtige Nahrungsmittel, die der Patient zu sich genommen hat, untersuchen. Der Nachweis ist in Deutschland nur in wenigen Speziallabors möglich und gilt als anspruchsvoll. Wird in den Proben tatsächlich Botulinumtoxin entdeckt, dann muss das Robert Koch-Institut über die Diagnose informiert werden, denn Botulismus ist in Deutschland eine meldepflichtige Erkrankung. Die Erkrankung ist selten. Jährlich erkranken zwischen zehn und 20 Personen hierzulande daran.

Wie sieht die Behandlung aus?

Da es beim Botulismus wichtig ist, schnell zu reagieren, werden Ärzte bereits bei Verdacht darauf aktiv und verabreichen ein Gegengift. Das Antitoxin wird entweder in die Vene gespritzt oder sogar gegen Nervenwasser auf Höhe der Lendenwirbelsäule ausgetauscht. Um eine weitere Ausbreitung der Bakterien und ihrem Gift zu verhindern, kann zudem eine Magen- und Darmspülung vorgenommen werden, um die giftigen Lebensmittel aus dem Körper zu holen. Patienten werden zudem in eine intensivmedizinische Station eingewiesen, um dort notfalls die künstliche Beatmung vornehmen zu können.

Wie kann man sich schützen?
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Wenn nichts mehr hilft: Botox: Übermäßiges Schwitzen kann gelindert werden 23.04.13 Wenn nichts mehr hilft: Botox Übermäßiges Schwitzen kann gelindert werden

Die selbstgemachte Leberwurst, ein selbstgeräucherter Fisch, Schinken oder in Öl eingelegtes Gemüse sind nur einige Beispiele für riskante Lebensmittel. Prinzipiell können aber alle Lebensmittel, die unter sauerstoffarmen Bedingungen gelagert werden, also auch industriell hergestellte, Botulinumtoxine enthalten. Aus diesem Grund wird immer wieder vor dem Verzehr des Inhalts von aufgeblähten Konserven und Dosen gewarnt. Alle Lebensmittel, die theoretisch Botulinumbakterien enthalten könnten, sollten vor dem Verzehr oder vor dem Haltbarmachen mindestens 15 Minuten lang bei 100 Grad Celsius gegart werden. Nur so können die Bakterien getötet und das hochpotente Gift zerstört werden. Kommt es dennoch zu einer Vergiftung oder den Symptomen von Botulismus, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht und der Verdacht geäußert werden.

Die andere Seite des Botulinumtoxins

Obwohl Botulinumtoxin so gefährlich ist, wird es auch als Heilmittel bei verschiedenen Erkrankungen, wie beispielsweise bei Migräne, übermäßigem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose oder bei Spastiken nach Schlaganfall erfolgreich eingesetzt. Allgemein bekannt ist Botulinumtoxin unter dem Namen Botox, das als Anti-Faltenmittel direkt unter die Haut gespritzt wird. Egal, ob als medizinisches oder kosmetisches Mittel, bei allen Anwendungsgebieten zeigt sich einmal mehr, dass der Satz von Paracelsus, "alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei", an Aktualität nichts eingebüßt hat.

Quelle: n-tv.de
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Gute Gene oder gut gelebt ? - Die Geheimnisse des biologischen Alters

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Jun 2017 10:32

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http://www.n-tv.de/wissen/Die-Geheimnis ... 03265.html
Gute Gene oder gut gelebt ? - Die Geheimnisse des biologischen Alters

"Gut gehalten!": Manche Menschen scheinen nie älter zu werden. Andere wirken bereits mit Mitte 50 wie betagte Senioren. Vieles davon hat mit dem Lebensstil zu tun, aber nicht nur. Was hat man selbst in der Hand, wie kann man sein biologisches Alter beeinflussen?

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"Du hast dich aber gut gehalten!" Oder: "50? Niemals! Du bist doch höchstens 40." Wer das sagt, will seinem Gegenüber vor allem schmeicheln. Reine Flunkerei ist so ein Spruch aber nicht zwangsläufig. Manche Menschen sind körperlich und geistig jünger, als es ihr Ausweis angibt. Andere sind älter - sie haben sich nicht so gut gehalten. Sagen würde man ihnen das wohl eher nicht.
Lenhard Rudolph, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Altersforschung.
Lenhard Rudolph, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Altersforschung.
(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Der Jenaer Altersforscher Prof. Lenhard Rudolph drückt es so aus: "Die Frage ist, ob man gut oder schlecht gealtert ist." Das hat am Ende jeder auch selbst in der Hand. "Sein biologisches Alter kann man im Gegensatz zum chronologischen Alter beeinflussen – 30 Prozent sind genetisch vorgegeben, 70 Prozent bestimmt der Lebensstil." Damit wird klar: Wie man lebt, hat einen großen Einfluss auf das Altern.
Trivial: Gesund leben hält jung

Auch wenn es trivial scheint, lautet die Formel: gesund zu leben, hält jung. Möglichst schlank bleiben, Rauchen vermeiden, Alkohol in Maßen trinken, sportlich aktiv sein. Rudolph zählt die Faktoren rasch auf und erklärt sie. Sport etwa sorgt für milden Stress im Körper. So könne der Alterungsprozess verlangsamt werden. Wenn der Kreislauf und die Muskeln belastet werden, bilden sich vermehrt Sauerstoffradikale. Dies soll bei gesunden Menschen die Stressresistenz erhöhen - und so letztlich vor dem Altern schützen.

Wie aber ist das biologische Alter zu bestimmen? Darauf suchen Wissenschaftler seit Jahrzehnten Antworten. Die eine, endgültige Lösung gibt es noch nicht. "Du bist 50, aber biologisch 40." So eine Aussage kann niemand treffen - zumindest nicht medizinisch fundiert. "Es gibt keinen Goldstandard für das biologische Alter, nicht das eine klinische Anzeichen oder den einen Laborwert", sagt Prof. Ursula Müller-Werdan, die an der Berliner Charité forscht und im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie sitzt.
Alterungsprozess als Kreislauf
Info-Box: Mit 40 fängt das Altern an

Mit rund 40 Jahren nimmt der Alterungsprozess Fahrt auf. Bei vielen sei dann die reproduktive Phase zu Ende, sagt Prof. Lenhard Rudolph. Das heißt, sie bekommen keine Kinder mehr. In diesen Lebensjahren sei es sinnvoll, sich mit dem biologischen Alter zu beschäftigen. Denn mit seinem Lebensstil kann man die körperliche Alterung beschleunigen oder verlangsamen. Stoppen lasse sie sich nicht, sagt Rudolph. "Sie wird durch Gene getrieben."

Rudolph beschreibt den Alterungsprozess als Kreislauf. Einfach erklärt: Zellbausteine funktionieren nicht mehr wie gewünscht, zum Beispiel die Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zellen gelten. Das sorgt für Schäden und chemische Veränderungen an der DNA. Da die Gene viele Körper-Prozesse regulieren, treiben die Veränderungen wiederum den Funktionsverlust der Zellen voran - der Körper altert.

Es gibt verschiedene Messwerte, die sich mit zunehmendem Alter verändern. Wissenschaftler nennen sie Biomarker. Typische Biomarker sind Zuckermoleküle, die an Proteine geheftet sind. Die Zahl dieser "glykierten Proteine" nehmen im Alter zu. Jedoch: Zuverlässig aussagekräftig seien diese Werte für sich allein stehend nicht, sagt Müller-Werdan. Am Ende, so glaubt sie, wird es wohl eine Palette an Parametern sein, die das biologische Alter widerspiegeln.
Biologisches Alter kann man teilweise sehen

Zum Teil kann man Menschen ihr biologisches Alter ansehen. Das zeigen auch Forschungsergebnisse. Könnten es Mediziner aber präziser bestimmen, bietet das Potenzial.

Das gesundheitliche Risiko für Patienten durch Operationen etwa sei genauer einzuschätzen, sagt Müller-Werdan. Auch der Erfolg bestimmter Therapien und Maßnahmen zur Änderung des Lebensstils wäre so messbar. Was hat die Ernährungsumstellung ganz konkret gebracht? Der Verzicht auf Zigaretten? Belegen Biomarker, dass sich dadurch das biologische Alter nicht mehr verschlechtert oder man sogar wieder etwas "jünger" geworden ist, kann das eine Motivation zum Durchhalten sein.

Auch der Kopf spielt beim Altern eine wichtige Rolle. Wer sich das eigene Alter schlecht redet, macht sich tatsächlich älter. "Von den Effekten weiß man schon länger", sagt der Heidelberger Altersforscher Prof. Hans-Werner Wahl. "Heute haben wir aber auch viele belastbare Belege dazu." Mein Körper baut ab, ich könnte krank werden, ich kann nichts mehr leisten - solche Negativschleifen hätten massive Auswirkungen, verdeutlicht Wahl mit Verweis auf verschiedene Studien. "Man hat weniger Kraft, geht und schreibt langsamer, hat mehr Stress, bekommt leichter Entzündungen." Das biologische Alter scheint also auch von der Alterswahrnehmung abzuhängen.
Subjektives psychologisches Altern
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Der Fachbegriff dafür ist subjektives psychologisches Altern. Man könnte auch sagen: Man ist so alt, wie man sich denkt und fühlt. Die meisten älteren Menschen nutzen jene Regel immerhin zu ihren Gunsten. "Sie fühlen sich jünger", sagt Wahl. "Das zeigen alle Untersuchungen, auch unsere eigenen." Es gibt kaum 80-Jährige, die sagen, dass sie sich wie 80 oder sogar älter fühlen. Wer sich jünger fühlt, sei körperlich und geistig aktiver.

Wahl plädiert dafür, negative Altersbilder zu bekämpfen: In der Gesellschaft und bei alten Menschen selbst. Noch nie waren Ältere gesünder als heute, sagt er. Doch das Alter werde noch zu häufig mit körperlichem Abbau gleichgesetzt. Das stimmt natürlich bis zu einem gewissen Grad und vollständig aufhalten kann man den Alterungsprozess nicht. Aber: Man verfügt über Erfahrung und Lebensweisheit. Häufig hat der Körper auch nicht so stark abgebaut, wie man vielleicht denkt. "Oft redet man sich kleiner, als man ist. Besser ist, sich noch etwas zuzutrauen", sagt Wahl.

Quelle: n-tv.de , Tom Nebe, dpa
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Obst gegen Arthritis und Co - Kann man Entzündungen wegessen ?

Beitragvon Gudrun Graf » 28. Jun 2017 10:57

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Kann-man-Entz ... 09969.html
Mittwoch, 28. Juni 2017
Obst gegen Arthritis und Co - Kann man Entzündungen wegessen ?

Einigen Obstsorten wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt; Internetforen sind voll davon. Stichhaltige Belege gibt es dafür nicht - aber vielleicht ist doch was dran. Kann die Ernährung Krankheiten günstig beeinflussen?

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Heidelbeeren, Ananas und Kirschen: Solche Obstarten schmecken nicht nur gut, sie sollen angeblich auch entzündungshemmend wirken. Im Internet wimmelt es von solchen Aussagen. Also einfach eine Portion Obst essen - und schon bessert sich die Akne, heilt die Harnwegsinfektion, und Entzündungsherde im Körper verschwinden? So einfach ist es nicht. Zwar schadet das Obstessen nicht. "Aber eine seriöse Studie, die die entzündungshemmende Wirkung von Obst belegt, gibt es nicht", sagt Prof. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der Technischen Universität München.

Neben Obst ist auch Gemüse reich an sekundären Pflanzenstoffen. Doch wie diese genau wirken, ist noch nicht erforscht. Vielleicht helfen sie gar nicht für sich genommen, sondern nur, wenn sie gemeinsam mit den in Obst und Gemüse auch reichlich vorhandenen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen gegessen werden. Die entzündungshemmende Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen wurde jedenfalls bislang lediglich bei Versuchen im Reagenzglas nachgewiesen, betont Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): "Solche Ergebnisse können nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen werden."
Übermäßiger Fleisch- und Wurstkonsum fördert Entzündungen

Unumstritten ist indes, dass der übermäßige Konsum von Fleisch und Wurst Entzündungen im Körper fördert. Das liegt an der vor allem in rotem Fleisch enthaltenen Arachidonsäure. "Eine möglichst wurst- und fleischarme Kost wirkt auf den Körper von Patienten mit rheumatoider Arthritis entzündungsentlastend", erklärt Prof. Johannes Georg Wechsler. Der Münchner Facharzt für Innere Medizin ist Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM).

In einer Studie des Ernährungsmediziners Olaf Adam gingen bei Arthritis-Patienten Schwellungen und Schmerzen zurück, wenn sie nicht mehr als 90 Milligramm Arachidonsäure pro Tag zu sich nahmen. Es handelte sich allerdings um eine vergleichsweise kleine Studie, an der 60 Patienten bis zum Schluss teilnahmen. Ihnen ging es der Studie zufolge noch besser, wenn sie zusätzlich Fischöl-Kapseln einnahmen. Das könnte an den in den Kapseln enthaltenen Omega-3-Fettsäuren liegen.
Hilfreich, aber kein Ersatz für Medikamente
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"Der Mensch ist, was er isst", sagte der Philosoph Ludwig Feuerbach (1804 - 1872) schon im 19. Jahrhundert. Mit seinem Ausspruch war er Vordenker für all diejenigen, für die Essen zum gesunden Lifestyle gehört. Also diejenigen, die sich gern und ausgiebig mit dem beschäftigen, was sie zu sich nehmen (sollten). Das Internet scheint für Menschen, die sich besonders gesund ernähren wollen, eine große Rolle zu spielen, denn hier erkundigen sich die meisten, was wirklich gut für sie ist. Von Aҫai-Beeren bis Sauerkraut Wie gut ist Superfood wirklich?

"Zum Stillstand bringen sie die entzündlich bedingte Gelenkzerstörung letztendlich allerdings nicht", betont Hauner. Denn die eigentliche Gelenkzerstörung läuft über andere Mechanismen ab, auf die etwa eine Reduzierung der Arachidonsäure keinen Einfluss hat. Das bedeutet: Eine wurst- und fleischarme Kost verbunden mit der Einnahme von Fischöl-Kapseln kann zwar bei Arthritis hilfreich sein, sie ist aber kein Ersatz für die Einnahme von Medikamenten.

Gleiches gilt bei Gicht. Risikofaktoren für diese entzündliche Gelenkerkrankung sind üppige Mahlzeiten mit purinreichen Nahrungsmitteln und regelmäßiger reichlicher Alkoholgenuss, vor allem von Bier. Solche Ess- und Trinkgewohnheiten lassen den Harnsäurespiegel ansteigen. Als purinreich gelten Fleisch, Wurst und vor allem Innereien wie Nieren und Leber. Wenn Betroffene diese Nahrungsmittel sowie Alkohol meiden oder zumindest stark reduzieren, kann dies dazu beitragen, dass ein Gichtanfall ausbleibt. "Wenigstens ist aber die Intensität des schmerzhaften Anfalls reduziert", erklärt Wechsler.
Fischöl - entzündungshemmend?

Fischöl-Kapseln wird nicht nur bei Arthritis, sondern generell eine entzündungshemmende Wirkung im Körper nachgesagt. Das ist allerdings umstritten. So konnten Forscher in einer Studie die schützende Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei ersten Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweisen. Genau das Gegenteil zeigte eine Untersuchung südkoreanischer Forscher. "Stichhaltige Belege für einen Nutzen der Kapseln fehlen also", sagt Hauner. Er empfiehlt aber, dass auf dem Speiseplan möglichst zweimal pro Woche Fisch steht - auch wegen anderer wertvoller Inhaltsstoffe wie Eiweiß und Jod.
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Fisch ist ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung. Sie besteht auch aus Gemüse, Obst, Olivenöl, Vollkornprodukten und Nüssen. "Die Mittelmeerkost kann etwa Gicht, aber auch Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig beeinflussen", erklärt Hauner. Das zeigt zum Beispiel die spanische Predimed-Studie, an der in den Jahren 2003 bis 2010 an elf Krankenhäusern in Spanien 7 447 Männer und Frauen im Alter von 55 bis 80 Jahren teilgenommen hatten. Die Probanden, die sich im Laufe der Studie strikt an die mediterrane Kost hielten, erlitten signifikant seltener Herzinfarkte oder Schlaganfälle als andere Frauen und Männer, die an der Studie teilnahmen.

Viele Erkrankungen entstehen durch eine zucker- und fettreiche Kost, die zu Übergewicht führt. Wer abnimmt und sich dann bei seiner Ernährung an der Mittelmeerkost orientiert, hat gute Chancen, dauerhaft sein Gewicht zu halten und gleichzeitig auch etwas gegen Erkrankungen zu tun. Obst und Gemüse sind nicht nur vitaminreich, sondern auch salzarm - ideal also, um zum Beispiel etwas gegen Bluthochdruck zu tun. Die DGE empfiehlt 650 Gramm Obst und Gemüse pro Tag. Das entspricht drei Portionen oder 400 Gramm Gemüse und zwei Portionen oder 250 Gramm Obst.

Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
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Mechanismus der Samenselektion - Klebrige Eiweißfäden fangen Spermien ab

Beitragvon Gudrun Graf » 29. Jun 2017 11:08

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Klebrige-Eiwe ... 11623.html
Donnerstag, 29. Juni 2017
Mechanismus der Samenselektion - Klebrige Eiweißfäden fangen Spermien ab

Spermien stehen im direkten Wettstreit miteinander, denn nur eines kann die Eizelle befruchten. Dass dabei manche durch bestimmte Eiweißfasern am Weiterkommen behindert werden, überrascht selbst die Forscher.

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Forscher der Universität Ulm und der University of California sind erstaunt, als sie sehen, dass Eiweißfäden im Sperma, sogenannte Amyloidfäden, sich an beschädigte Spermien anlagern und diese damit als Konkurrenz für gesunde Spermien ausschalten. Diese "Spermienfallen", wissenschaftlich auch als Amyloid-Fibrillen bezeichnet, waren bisher nur mit Krankheiten in Verbindung gebracht worden. Die Forscher der Universität Ulm konnten bereits vor zehn Jahren zeigen, dass Amyloid-Fibrillen die Bindung von HI-Viren an die Zielzellen erleichtern. Mit den neuen Erkenntnissen über die fehlgefalteten, klebrigen und unlöslichen Eiweißfäden kommt nun eine natürliche biologische Funktion der Amyloid-Fibrillen hinzu.
Die elektronmikroskopische Aufnahme zeigt ein Spermium mit angelagertem Amyloid.
Die elektronmikroskopische Aufnahme zeigt ein Spermium mit angelagertem Amyloid.
(Foto: Jinny Wong, Gladstone Institutes)

"Wir konnten mit unserer Forschung nachweisen, dass im Sperma vorkommende Amyloid-Fibrillen beschädigte und überflüssige Spermien an der Fortbewegung hindern. Die unbrauchbaren Samenzellen werden festgehalten und schließlich von den Makrophagen, den Fresszellen des Immunsystems, verzehrt und somit beseitigt", erklärt Nathallie Sandi-Monroy von der Universität Ulm die Vorgänge. Die Eiweißfäden tragen also zur Samenselektion bei und verschaffen so gesunden Samenzellen einen gewissen Fortpflanzungsvorteil.
Hilfe beim Sperma-Abbau
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Zudem unterstützen die Amyloid-Fibrillen wohl auch den Abbau von überschüssigem Sperma. Das ist wichtig, denn für den weiblichen Organismus sind männliche Samenzellen vor allem eines: Fremdkörper und Eindringlinge mit hohem Antigen-Potenzial, die das Immunsystem herausfordern und daher nach dem Befruchtungsakt so schnell wie möglich zu beseitigen sind.

Die Wissenschaftler konnten mit ihren Untersuchungsergebnissen beweisen, dass die Amyloid-Fibrillen, die natürlicherweise im Sperma vorhanden sind, nicht nur in Verbindung mit Krankheiten zu sehen sind, sondern auch eine wichtige biologische Funktion im Organismus übernehmen.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal eLife.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Übergewicht als Krankheitsrisiko - Hoher BMI gefährlicher als angenommen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jun 2017 20:48

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Hoher-BMI-gef ... 13929.html
Freitag, 30. Juni 2017
Übergewicht als Krankheitsrisiko - Hoher BMI gefährlicher als angenommen

Dass Übergewicht und Adipositas der Gesundheit nicht zuträglich sind, ist bekannt. Neuen Studien aus Europa und den USA zufolge ist beides aber sogar noch gefährlicher als bisher angenommen. Das Risiko, an Herzkreislauf-Leiden zu erkranken, steigt mit dem Gewicht enorm an.

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Ein hoher Body-Mass-Index (BMI) ist noch gefährlicher als bisher angenommen: Das Risiko, an Herzkreislauf-Leiden zu erkranken, steigt mit zunehmendem Gewicht. Bei übergewichtigen Menschen ist es im Vergleich zu Menschen mit einem normalen BMI doppelt so hoch, bei schwer übergewichtigen Menschen sogar mehr als zehnfach höher als bei Normalgewichtigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Studie aus Europa und den USA, die kürzlich im Fachmagazin "Lancet Public Health" veröffentlicht wurde.

In der Studie des Departments of Epidemiology and Public Health am University College London haben Wissenschaftler über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren die Daten von 120.813 Frauen und Männern ausgewertet. Im Verlauf der Untersuchung wurde deutlich, dass schon bei einer Adipositas Grad eins das Risiko für das Auftreten eines Typ-2-Diabetes, einer koronaren Herzerkrankung sowie eines Schlaganfalls deutlich steigt. Bei übergewichtigen Personen war es doppelt so hoch, bei Patienten mit einer Adipositas Grad eins bereits fünfmal höher und bei Auftreten einer schweren Adipositas des zweiten und dritten Grades sogar um das 15-Fache gestiegen.
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Von "Übergewicht" sprechen die Ärzte bei einem BMI zwischen 25 und unter 30. Liegt der Wert über 30, sprechen sie von einer "Adipositas". Diese wird noch einmal in verschiedene Schweregrade eingeteilt: Bei einem BMI zwischen 30 und 35 liegt eine Adipositas Grad eins vor, zwischen BMI 35 und 40 handelt es sich um eine schwere Adipositas zweiten Grades. Ist der BMI über 40, liegt eine besonders schwere Adipositas dritten Grades vor. (Die Berechnungsformel für den BMI lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.)

Weltweit hat sich seit 1980 die Rate der Adipositas in mehr als 70 Ländern verdoppelt. So waren laut einer Studie, die am 12. Juni 2017 im "New England Journal of Medicine" vorgestellt wurde, im Jahr 2015 insgesamt 107,7 Millionen Kinder und 603,7 Millionen Erwachsene adipös. Weltweit sind etwa vier Millionen Todesfälle auf die Ursache Übergewicht zurückzuführen – rund 70 Prozent der Todesfälle, die mit einem hohen BMI zusammenhingen, gingen auf das Konto von Herzkreislauf-Erkrankungen.
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Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem: Problem Übergewicht Zu viel von allem Problem Übergewicht

Quelle: n-tv.de , abe
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Entsteht eine Säufernase durch Alkohol ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jul 2017 13:02

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 12508.html
Entsteht eine Säufernase durch Alkohol ?

Von Jana Zeh

Sie ist rot, knollig und großporig – und gilt als sicheres Zeichen einer Alkoholsucht. Doch ist die Säufernase tatsächlich ein Beweis für langfristigen Alkoholmissbrauch oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

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Was umgangssprachlich und uncharmant als Säufer-, Trinker- oder Schnapsnase bezeichnet wird, kann tatsächlich die Auswirkung eines übermäßigen Alkoholkonsums sein. In vielen Fällen jedoch ist es die Ausprägung einer Hauterkrankung, die nichts, aber auch gar nichts über den Alkoholkonsum des Betroffenen aussagt. "Da das Erscheinungsbild einer Säufernase dem Erscheinungsbild der Rosazea sehr ähnlich ist, wird es oftmals mit diesem verwechselt. Betroffene werden fälschlicherweise als Alkoholiker abgestempelt", erklärt Dr. Winfried Wischer, Dermatologe aus Düsseldorf, die Fehlinterpretation.

Für die meisten Betroffenen, die eine Rosazea mit oder ohne Knollennase haben, sind die Symptome mitten in ihrem Gesicht eine echte psychische Belastung. Von seinen Mitmenschen aufgrund des Aussehens auch noch als Säufer angesehen zu werden, bedeutet für viele eine zusätzliche Belastung – und sollte deshalb dringend unterlassen werden.
Rosazea-Ursachen immer noch unbekannt

Die Rotfärbung der Nase und anderer Bereiche in der Mitte des Gesichts ist ein typisches Symptom der Rosazea. Außerdem können Schwellungen der Gesichtshaut, Schuppen- und Pustelbildungen als Krankheitszeichen auftreten. Die Hauterkrankung tritt häufig erstmals im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf und verstärkt sich im Laufe der Jahre. "Bisher weiß man nicht genau, welche Ursachen Rosazea hat", so der Dermatologe weiter. Regulationsstörungen der Gefäßversorgung, Entzündungen im Nervensystem, eine Störung des Immunsystems aber auch bestimmte Bakterien werden als Gründe diskutiert. Prinzipiell sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer.

Zu den bereits genannten Symptomen kann es - vor allem bei Männern - zu knollenartigen Wucherungen der Nase kommen. Diese Rosazea-Ausprägung bezeichnen Mediziner als Rhinophym. Die Nase wird zur Knolle, ist mit rot-blauen Äderchen durchzogen und die Poren erweitern sich. Manchmal kommen eitrige Pickel oder knotenartige Verdickungen der Talgdrüsen hinzu. Aus diesem Grund wurde die Erkrankung früher auch als Acne rosacea bezeichnet.
Therapiemöglichkeiten und Selbsthilfe

Auch wenn Rosazea und das dazugehörige Rhinophym nicht heilbar sind, stehen Dermatologen mehrere Therapieoptionen wie Cremes, Tabletten oder Peelings zur Behandlung der chronischen Erkrankung zu Verfügung. Welche letzten Endes angewendet wird, hängt vom Schwere- und Ausprägungsgrad der Erkrankung ab. Eine Knollennase, die durch Rosazea entstanden ist, lässt sich durch chirurgisches Abtragen oder mittels Laserbehandlung etwas verkleinern und ebnen.
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"Rosazea-Patienten sollten zudem alles meiden, was zu einer zusätzlichen Irritation der betroffenen Hautstellen führt" betont Wischer. Dazu gehören Sonneneinstrahlung, Reibung sowie reizende Seifen und Kosmetika. Aber auch alle Faktoren, die zu einer plötzlich auftretenden Rötung der Haut oder generell zu Gefäßerweiterungen führen, wie zum Beispiel Saunabesuche, Heißgetränke, scharfes Essen und eben auch Alkohol, sollten gemieden werden.

Übrigens: Wegen seines Aussehens wird der Zitronenblättrige Täubling oftmals auch als Säufernase bezeichnet. Doch auch diese Pilze mit ihren purpurroten bis violetten Hüten haben ganz und gar nichts mit Alkohol am Hut.

Quelle: n-tv.de
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Unangenehme Urlaubsmitbringsel - Reisekrankheiten sind auf dem Vormarsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jul 2017 20:01

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/reise/Reisekrankheit ... 36606.html
Montag, 17. Juli 2017
Unangenehme Urlaubsmitbringsel - Reisekrankheiten sind auf dem Vormarsch

Steigende Temperaturen und zunehmender Tourismus sorgen dafür, dass sich Krankheiten wie Malaria, Denguefieber und Chikungunya ausbreiten - künftig auch in Europa. Wie Mediziner darauf reagieren.

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Malaria, Chikungunya, Zika: Es gibt Urlaubsmitbringsel, auf die man gut verzichten kann. Doch immer mehr Touristen reisen in Regionen, wo solche Erreger kursieren. Gleichzeitig breiten sich die Überträger solch typischer Reisekrankheiten - vor allem Mücken - durch den Klimawandel aus.

Doch Ärzte hierzulande denken nicht immer an Tropenkrankheiten, wenn sie einen infizierten Patienten vor sich haben. "Es kommt noch nicht so häufig vor, dass man das in der Praxis sieht", sagt Ulrike Protzer, die das Institut für Virologie der Technischen Universität München (TUM) leitet. So breite sich etwa das insbesondere vor den Olympischen Spielen in Brasilien viel diskutierte Zika-Virus inzwischen langsamer aus, sagt Protzer.
Malaria und Denguefieber häufigste "reiseassoziierte Krankheiten"

Malaria und Denguefieber hingegen zählen laut Robert-Koch-Institut (RKI) zu den häufigsten "reiseassoziierten Krankheiten", mit jeweils rund 1000 Fällen im vergangenen Jahr in Deutschland. Afrikanische Staaten wie Nigeria und Eritrea gelten als typische Infektionsländer für Malaria. Wobei das RKI betont, dass die hohe Fallzahl zu einem großen Teil durch Flüchtlinge aus Nordafrika bedingt ist. Im asiatischen Raum - etwa beliebten Touristenzielen wie Thailand und Indonesien - infizieren sich dagegen viele Patienten mit Denguefieber.

Beide Krankheiten können tödlich verlaufen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben zum Beispiel 2015 weltweit rund 430.000 Menschen an Malaria. Oliver Hayden vom TUM-Lehrstuhl für Biomedizinische Elektronik hat mit Kollegen bei Siemens einen automatisierten Blutschnelltest entwickelt. Dieser diagnostiziert die Krankheit anhand von 30 Blutwerten mit einer Sicherheit von 97 Prozent. Dafür gab es den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie Industrie.

Um den Bluttest einzusetzen, brauchen Labore nicht einmal neue Geräte: "Die Fülle an Information eines Hämatologie-Automaten wird bisher nur sehr oberflächlich genutzt. Dabei werden 35 Prozent aller klinischen Tests routinemäßig auf hämatologische Parameter geprüft", so Hayden. In der Regel werde eine Blutprobe aber erst dann gründlich untersucht, wenn ein Blutbild außerhalb der Norm liege. Mit einem speziellen Algorithmus für Malaria überprüft Haydens neuer Schnelltest die Blutwerte auf charakteristische Malaria-Muster. Insbesondere die Blutplättchen liefern wichtige Hinweise auf eine solche Infektion.

"Das ist aber kein Test für den Busch", macht Hayden deutlich. Die Geräte seien für Zentrallabore und sogenannte Hochdurchsatz-Analytik mit Tausenden Proben am Tag ausgelegt. Malaria ist nur ein Beispiel, und es sei abzusehen, dass Laborautomaten in Zukunft viel mehr Krankheiten erkennen könnten. Dies unterstütze die Routinediagnostik an den Kliniken.

Virologin Protzer bestätigt, dass inzwischen mehr zu Tropenkrankheiten geforscht und entwickelt wird. So befasse sich das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung mit neu auftretenden Krankheiten sowie Impfstoffen und breit einsetzbaren Medikamenten. "Denn bei vielen Viruserkrankungen ist es so, dass man vorbeugen, aber hinterher nicht mehr viel machen kann", sagt sie.
Gute Vorbereitung vor einem Urlaub wichtig

Daher sei eine gute Vorbereitung vor einem Urlaub wichtig. "Ich glaube, dass sich viele nicht wirklich überlegen, was sie sich bei einer Safari einfangen können", sagt Protzer. Das gelte auch für viele Städte in Asien. Zugleich warnt sie vor Panik: "Man muss nicht sofort zum Tropeninstitut gehen." Aber Rückkehrer sollten sich vor dem Besuch beim Hausarzt fragen, ob etwa ein Fieber auch mit der jüngsten Reise zusammenhängen könnte.

Dass solche Überlegungen wichtiger werden, zeigt eine Arbeit der Uni Bayreuth: Am Beispiel des Chikungunya-Virus, das vor allem Asiatische Tigermücken und Gelbfiebermücken übertragen, berechneten Forscher um Carl Beierkuhnlein vom Lehrstuhl für Biogeografie Folgen des Klimawandels. Würde die Erderwärmung ungebremst weitergehen und die globale Mitteltemperatur bis 2100 um etwa 4,8 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zustand steigen, könnte Chikungunya sich in deutlich mehr Weltregionen ausbreiten.
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"Das Virus wird dann voraussichtlich bis in die Länder Südeuropas und in die USA vordringen", schreiben die Forscher im Fachblatt "Scientific Reports". "Dieses Szenario ist insofern wahrscheinlicher, als bisher keine globalen Strategien erkennbar sind, die den Klimawandel nachhaltig abschwächen würden", sagt Beierkuhnlein. "Das ist interessant, weil viele Virusinfektionen und auch Malaria von Mücken übertragen werden", sagt Protzer. Daher sei es wichtig, die Wirkung des Klimawandels auf Reisekrankheiten zu erforschen.

Aber die Bayreuther haben auch Überraschendes herausgefunden: Mit steigenden Temperaturen könnte die Chikungunya-Gefahr in manchen Regionen wie Indien und an den Südrändern der Sahara sinken. Hier könnten die Lebensbedingungen für Stechmücken schlicht zu extrem werden. Ob Touristen aber in solch heiße und trockene Gebiete reisen wollen, ist eine andere Frage.

Quelle: n-tv.de , Marco Krefting, dpa
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Dauerentzündungen der Gelenke - Neuer Ansatz verhindert Rheuma-Schübe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jul 2017 09:18

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Ansatz- ... 42050.html
Dauerentzündungen der Gelenke - Neuer Ansatz verhindert Rheuma-Schübe

Geschwollene und schmerzende Gelenke sind typische Merkmale einer rheumatoiden Arthritis. Die Entzündungen, die nach und nach die Gelenke zerstören, verlaufen chronisch. Weshalb das Immunsystem falsch darauf reagiert, können Forscher nun erklären.

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Eine rheumatoide Arthritis, umgangssprachlich auch als Gelenkrheuma bezeichnet, ist bisher nicht heilbar. Die oftmals in Schüben verlaufende Entzündung schädigt nach einer gewissen Zeit die Gelenke nachhaltig. Weil bisher nur wenig über die Ursachen der chronischen Erkrankung bekannt ist, machen sich Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg auf die Suche nach den Ursachen für den chronischen Verlauf der Krankheit.

Normalerweise lösen sich Entzündungen im Körper mit Hilfe des Immunsystems nach einer gewissen Zeit wieder auf. Beim entzündlichen Rheuma geschieht dies nicht. Die Forscher stellten zunächst fest, dass die sogenannten Angeborenen Lymphozyten, die zum Immunsystem gehören und von denen jeder Mensch ungefähr gleich viele besitzt, eine zentrale Rolle bei der Auflösung einer Entzündung spielen. Aus diesem Grund schauten sich die Forscher nun die Angeborenen Lymphozyten bei Rheumapatienten an und analysierten deren Gelenke, Knochen und Blutbestandteile.
Inaktive Angeborene Lymphozyten

"Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis befinden sich diese Angeborenen Lymphozyten in einer Art Winterschlaf. Die Entzündung bleibt daher bestehen. 'Weckt' man Angeborene Lymphozyten, kommt es zum Stopp der Entzündung und zur Beendigung der Schädigung am Gelenk", erklärt Dr. Andreas Ramming, der die Studie leitet. Die Forscher konnten zudem den Botenstoff "Interleukin 9" als Wecker für die inaktiven Angeborenen Lymphozyten identifizieren. Die Entdeckung dieses wichtigen Mechanismus könnte zu einem völlig neuen Ansatz der Behandlungsmethoden bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen führen.
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"Schon jetzt kann mit Hilfe eines von uns entwickelten Bluttests die Anzahl der aktiven Angeborenen Lymphozyten im Blut bestimmt werden", erläutert Ramming n-tv.de. Anhand der Anzahl der aktiven Angeborenen Lymphozyten im Blut des Patienten lässt sich eine Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf erstellen. Sind weniger als zehn Angeborene Lymphozyten nachweisbar, dann ist ein Krankheitsschub wahrscheinlich und die Gelenke werden weiter geschädigt. Können dagegen mehr als zehn Angeborene Lympohzyten nachgewiesen werden, dann löst sich höchstwahrscheinlich die Entzündung auf und ein Schub bleibt aus. Allerdings wird der Bluttest bisher nur für den Forschungsbereich angewendet.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal "Nature Medicine".
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Quelle: n-tv.de , jaz
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Nicht nur Vorteile - Soja ist nur in Maßen gesund

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jul 2017 11:49

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Soja-ist-nur- ... 55763.html
Freitag, 28. Juli 2017
Nicht nur Vorteile - Soja ist nur in Maßen gesund

Fleischersatz, Joghurt, Öl: Die Sojabohne ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Für Vegetarier ist sie eine gute pflanzliche Eiweißquelle. Dennoch sollte man nicht zu viel Soja zu sich nehmen - manche Menschen verzichten am besten ganz auf Sojaprodukte.

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Mit der Sojabohne ist es so eine Sache: Für Ernährungswissenschaftler ist sie ein Alleskönner, für Umweltschützer hingegen eine echte Bedrohung. Schließlich werden für den Soja-Anbau in Südamerika große Flächen Regenwald abgeholzt. Auf die Bohne verzichten muss man deshalb trotzdem nicht. Zum einen wird das meiste südamerikanische Soja ohnehin zu Tierfutter verarbeitet. Zum anderen bauen auch europäische Bauern die weiß-grünen Hülsenfrüchte an. Wer viel Soja isst, muss allerdings einiges beachten.
Soja ist vor allem in Form von Tofu als Fleischersatz sehr beliebt.

Vegetarier und Veganer verwenden Soja bekanntlich gern als Fleischersatz. Das bietet sich vor allem deshalb an, weil es so viel Eiweiß enthält. 40 Gramm stecken in 100 Gramm Soja, außerdem etwa 20 Gramm Fett und 7 Gramm leichtverwertbare Kohlenhydrate. Ansonsten besteht die Bohne aus Wasser. Außerdem liefert Soja reichlich Ballast- und Mineralstoffe wie Kalium.

Von den essenziellen Spurenelementen enthält es vor allem Kupfer. Es stecken viele Vitamine darin, wie das für den Stoffwechsel wichtige Vitamin B3. Cholesterin enthält Soja dagegen nicht. Daher kann es langfristig den Cholesterinspiegel senken und eignet sich, um gesund Gewicht zu reduzieren, erklärt Wiebke Unger vom Vegetarierbund Deutschland.
Nicht nur Vorteile

Allerdings hat Soja nicht nur Vorteile. Es enthält sogenannte antinutritive Stoffe, unter anderem Phytinsäure. "Sie bindet Mineralstoffe im Körper und vermindert so deren Aufnahme", sagt Brigitte Ahrens, Ernährungsexpertin von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Außerdem stecken in Soja bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe - sogenannte isoflavone Phytoöstrogene. Möglicherweise richten diese Stoffe Schäden im Darm an. Das jedenfalls zeigten Tierversuche des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie. Obwohl sich solche Experimente nie eins zu eins auf den Menschen übertragen lassen, empfehlen Experten, Säuglingen und Kleinkindern keine Ersatzprodukte aus Soja zu geben, erklärt Ahrens.

Soja gehört zudem wie andere Hülsenfrüchte auch zu den purinhaltigen Lebensmitteln. Beim Abbau von Purin entsteht im Körper Harnsäure, die normalerweise ausgeschieden wird. Menschen mit Gicht allerdings scheiden nicht ausreichend Harnsäure aus, so dass der Harnsäurespiegel in ihrem Blut steigt. "So kann sich die Harnsäure in den Gelenken in Form von Kristallen ablagern und bei Gichtpatienten Beschwerden oder einen akuten Gichtanfall auslösen", sagt Astrid Konrad, Gastroenterologin und Ernährungsmedizinerin am Klinikum der Universität München.
Risiko erhöht bereits bei normalem Konsum
Wer keine Kuhmilch verträgt oder sie aus anderen Gründen meidet, kann zum Beispiel auf Sojamilch ausweichen.
Wer keine Kuhmilch verträgt oder sie aus anderen Gründen meidet, kann zum Beispiel auf Sojamilch ausweichen.

Dafür müssen diese Patienten nicht einmal besonders viel Soja zu sich nehmen. Bereits bei normalem Konsum sei das Risiko erhöht, erklärt die Ärztin. Gichtpatienten verzichten deshalb am besten ganz auf Sojaprodukte.

Für gesunde Menschen gilt ein täglicher Richtwert von rund 25 Gramm Sojaprotein, das entspricht 75 Gramm getrockneten Bohnen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, das Gemüse fermentiert oder gegart zu essen. In rohen Sojabohnen stecken nämlich auch Stoffe, die verhindern, dass der Körper das enthaltene Eiweiß richtig verarbeiten kann. Durch Fermentation oder Hitze werden diese Proteaseinhibitoren teilweise zerstört.

Aus fermentierten Bohnen entstehen zum Beispiel Sojasoße und Tempeh, ein traditionelles Fermentierungsprodukt aus Indonesien. Texturiertes Soja - das ist ausgepresstes, gepufftes Sojamehl - kann man im Supermarkt als Sojageschnetzeltes kaufen. "Miso ist eine würzige Sojabohnenpaste", sagt Britta Klein vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Sie wird in Suppen und Soßen als Basis verwendet - etwa bei der japanischen Miso-Suppe. Auch als Snack sind die Bohnen beliebt: In Salzwasser gekocht und mit Meersalz serviert werden die Bohnen in asiatischen Restaurants. Dort heißen sie Edamame.
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Doch auch Hobbyköche können die Bohne leicht zubereiten - zum Beispiel zu einem proteinreichen Burger-Patty oder vegetarischen Aufstrich. Die Bohnen müssen über Nacht einweichen, ehe man sie verarbeiten kann. Sie schmecken auch gut in Suppen oder Eintöpfen.

Sorge um die Herkunft der Sojaprodukte im Super- oder Biomarkt müssen sich Verbraucher hierzulande in der Regel nicht machen. Das meiste Soja, das in Deutschland verkauft wird, stammt aus Europa und ist gentechnikfrei. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Bio-Produkte. "Dort ist die Angabe nach der Herkunft verpflichtend", sagt Ahrens. Bohnen aus Nicht-EU-Anbaugebieten in Brasilien, Argentinien oder Amerika sind meist gentechnisch verändert. Das macht sie unter anderem immun gegen Unkrautvernichtungsmittel, mit denen gentechnisch verändertes Soja dann potenziell stärker belastet ist als europäisches.

Quelle: n-tv.de , Jule Zentek, dpa
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DGL gegen Magengeschwüre

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jul 2017 20:06

Info Gesundheit
https://de.iherb.com/blog/dgl-for-peptic-ulcers/159
DGL gegen Magengeschwüre
Jul 19, 2017
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Deglycerinisiertes Lakritz (DGL): Ein spezieller Süßholzextrakt gegen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

Ein spezieller Süßholzextrakt, bekannt als DGL, ist eine bemerkenswerte Medizin gegen Magengeschwüre.* Der Begriff Magengeschwür bezieht sich auf Geschwüre, die im Magen (Magengeschwüre) oder ersten Teil des Dünndarms (Zwölffingerdarmgeschwüre) auftreten. Zwölffingerdarmgeschwüre treten häufiger mit einer geschätzten Häufigkeitsrate von 6 bis 12 % bei der erwachsenen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten auf. Mit anderen Worten gibt es bei ca. 10 % der US-amerikanischen Bevölkerung zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben klinische Beweise für ein Zwölffingerdarmgeschwür. Zwölffingerdarmgeschwüre treten bei Männern viermal häufiger als bei Frauen und 4 bis 5 Mal häufiger als Magengeschwüre auf.
Welches sind die Symptome eines Geschwürs?

Obwohl Symptome eines Magengeschwüres fehlen oder nur ganz leicht vorhanden sind, sind die meisten Magengeschwüre mit Bauchbeschwerden verbunden, die 45 – 60 Minuten nach dem Essen oder in der Nacht verspürt werden. Im typischen Fall wird der Schmerz als bohrend, brennend, krampfartig, ziehend oder als „Sodbrennen“ beschrieben. Der Verzehr oder die Verwendung von Antazida führt gewöhnlich zu einer großen Erleichterung.
Wodurch entsteht ein Geschwür?

Obwohl Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre an verschiedenen Orten auftreten, scheinen sie das Ergebnis ähnlicher Mechanismen zu sein. Insbesondere die Entwicklung eines Zwölffingerdarm- oder Magengeschwürs ist ein Ergebnis eines Faktors, der die Schutzfaktoren, die den Magen und Zwölffingerdarm schützen, schädigen. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt vor allem auf den sauren Magensekreten als primäre Ursache für sowohl Magen- als auch Zwölffingerdarmgeschwüre. Doch in jüngster Zeit lag der Fokus auf den Helicobacter pylori-Bakterien und nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAIDs) wie Aspirin und Ibuprofen.

Magensäure ist extrem korrosiv. Der pH-Wert von Magensäure (1 bis 3) würde ein Geschwür direkt durch die Haut fressen. Um vor Geschwüren zu schützen, hat die Auskleidung des Magens und des Dünndarms eine Mucinschicht. Darüber hinaus schützen die ständige Erneuerung der Darmzellen und die Sekretion von Faktoren, die die Säure neutralisieren, wenn sie mit der Magen-und Darmauskleidung in Berührung kommt, auch gegen die Bildung von Geschwüren. Die Säure ist so geartet, dass die Nahrung, die wir aufnehmen – und nicht der Magen oder Dünndarm – verdaut wird.

Im Gegensatz zur populären Meinung ist die Übersekretion der Magensäureabsonderung bei Magengeschwüren selten ein Faktor. Tatsächlich neigen Patienten mit Magengeschwüren dazu, normale oder sogar reduzierte Mengen von Magensäure abzusondern. Von den Zwölffingerdarmpatienten hat beinahe die Hälfte erhöhte Magensäureabsonderungen. Dieser Anstieg kann auf eine erhöhte Anzahl von säureproduzierenden Zellen, die als Parietalzellen bekannt sind, zurückzuführen sein. Die Gruppe der Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwüren hat Vergleich zu Menschen ohne Geschwüre doppelt so viele Parietalzellen im Magen.

Sogar bei einer Zunahme der Magensäureabsonderung gibt es bei normalen Bedingungen genügend schützende Faktoren, um Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürbildung zu verhindern. Wenn jedoch die Integrität dieser Schutzfaktoren beeinträchtigt ist, kann sich ein Geschwür bilden. Ein Verlust der Integrität kann ein Ergebnis von H. pylori, Aspirin und anderen nichtsteroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln (NSAIDs), Rauchen, Alkohol, Nährstoffmangel, Stress und vielen andere Faktoren sein. (1 – 5)
Welches ist die beste natürliche Medizin gegen Geschwüre?

Ein spezieller Süßholzextrakt, der als DGL bekannt ist.* Lakritz wurde historisch als eine hervorragende Medizin gegen Magengeschwüre angesehen. Allerdings wurde aufgrund der Nebenwirkungen der Lakritzverbindung Glycyrrhetinsäure (sie verursacht in einigen Fällen einen Blutdruckanstieg) ein Verfahren entwickelt, um diese Verbindung aus dem Lakritz zu entfernen und deglycerinisiertes Lakritz (DGL) herzustellen. Das Ergebnis ist ein sehr erfolgreiches Mittel gegen Geschwüre ohne bekannte Nebenwirkungen.* (6 – 11)
Wie wirkt DGL?

Der vorgeschlagene Mechanismus des DGL ist, dass es die vor der Geschwürbildung schützenden Faktoren stimuliert und/oder beschleunigt.* Dieser Wirkmechanismus ist ganz anders als der von Antazida und Arzneimitteln wie Tagamet, Zantac, Pepcid, Prevacid und Prilosec, die durch Neutralisierung oder Unterdrückung der Magensäure wirken. Eine offensichtliche Frage im Zusammenhang mit DGL ist: „Hat DGL irgendwelche Auswirkungen auf Heliobacter pylori?“ Die Antwort scheint „Ja“ zu sein, da DGL aus mehreren Flavonoiden, die nachweislich den H. pylori hemmen, besteht. (12*)
Wie steht DGL im Vergleich zu Antazida oder Arzneimittel wie Tagamet und Zantac dar?

Zahlreiche Studien im Laufe der Jahre haben gezeigt, dass DGL eine wirksame Verbindung gegen Geschwüre ist.* In mehreren direkten Vergleichsstudien hat sich DGL als wirksamer als Tagamet, Zantac oder Antazida, sowohl bei der kurzfristigen Behandlung als auch bei der Erhaltungstherapie von Magengeschwüren erwiesen. (7, 8*) Allerdings ist DGL extrem sicher, während diese Arzneimittel mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind. Ferner verursacht es nur einen Bruchteil der Kosten.
Was hat die Forschung mit DGL in Bezug auf Magengeschwüre ergeben?

Sehr gute Ergebnisse. Zum Beispiel wurden in einer Studie zu DGL bei Magengeschwüren 33 Magengeschwürpatienten einen Monat lang entweder mit DGL (dreimal täglich 760 mg) oder einem Placebo behandelt. (9) Es gab eine signifikant größere Verringerung der Geschwürgröße in der DGL-Gruppe (78 %) im Vergleich zur Placebo-Gruppe (34 %). Vollständige Heilung trat zu 44 % in der DGL-Gruppe, aber nur zu 6 % in der Placebo-Gruppe auf.*

Nachfolgende Studien haben gezeigt, dass DGL sowohl für die kurzfristige Behandlung als auch für die Erhaltungstherapie von Magengeschwüren so wirksam wie Tagamet und Zantac ist.* Beispielsweise erhielten in einer direkten Vergleichsstudie mit Tagamet hundert Patienten entweder DGL (dreimal täglich 760 mg zwischen den Mahlzeiten) oder Tagamet (dreimal täglich 200 mg und zusätzlich 400 mg vor dem Schlafengehen). (7) Der Prozentsatz der nach 6 und 12 Wochen geheilten Geschwüre war in beiden Gruppen ähnlich. Doch während Tagamet mit einiger Toxizität verbunden ist, ist DGL in der Anwendung extrem sicher.

Magengeschwüre sind oft ein Ergebnis des Konsums bzw. der Einnahme von Alkohol, Aspirin oder anderen nichtsteroidalen, entzündungshemmenden Arzneimittel, Koffein und anderer Faktoren, die die Integrität der Magenschleimhaut verringern. Da DGL gezeigt hat, dass es Magenblutungen, die durch Aspirin verursacht werden, reduzieren kann, ist es stark für die Prävention von Magengeschwüren bei Patienten, die eine langfristige Behandlung mit geschwürverursachenden Medikamenten wie Aspirin, anderen NSAIDs und Kortikosteroiden benötigen, angezeigt. (10)
Was hilft DGL bei Zwölffingerdarmgeschwüren?

DGL ist auch bei Zwölffingerdarmgeschwüren wirksam. Dieses wird vielleicht am besten mit einer Studie mit Patienten mit schweren Zwölffingerdarmgeschwüren illustriert. In der Studie wurden im vergangenen Jahr vierzig Patienten mit chronischen Zwölffingerdarmgeschwüren mit einer Dauer von 4 bis 12 Jahren und mehr als 6 Rückfällen mit DGL behandelt. (11) Alle Patienten wurden wegen unerbittlicher Schmerzen, manchmal mit häufigem Erbrechen, trotz Behandlung mit Bettruhe, Antazida und starken Arzneimitteln, zur Operation überwiesen. Die Hälfte der Patienten erhielt 8 Wochen lang 3 Gramm DGL täglich, die andere Hälfte erhielt 16 Wochen lang 4,5 Gramm täglich. Alle 40 Patienten zeigten in der Regel innerhalb von 5 bis 7 Tagen eine beträchtliche Verbesserung und bei keinem wurde bei der Nachuntersuchung eine Operation für nötig befunden. Obwohl beide Dosierungen wirksam waren, war die höhere signifikant wirksamer als die niedrigere.

In einer weiteren neueren Studie wurde die therapeutische Wirkung von DGL mit der von Antazida oder Cimetidin bei 874 Patienten mit nachgewiesenen chronischen Zwölffingerdarmgeschwüren verglichen. (8) Neunundneunzig Prozent aller Geschwüre wurden innerhalb von 12 Wochen geheilt. Es gab keinen signifikanten Unterschied bei der Heilungsrate in den Gruppen. Allerdings gab es weniger Rückfälle in der DGL-Gruppe (8,2 %) als in denen, die Cimetidin (12,9 %) oder Antazida (16,4 %) erhielten. Diese Ergebnisse in Verbindung mit den Schutzwirkungen von DGL lassen darauf schließen, dass DGL eine sehr gute Behandlungsmethode von Zwölffingerdarmgeschwüren ist.
Wie nehme ich DGL ein?

Die Standarddosierung von DGL beträgt in akuten Fällen zwei bis vier 400 mg*- Kautabletten zwischen oder 20 Minuten vor den Mahlzeiten. Bei weniger chronischen Fällen oder als Erhaltungsdosis ist die Dosierung ein bis zwei Tabletten 20 Minuten vor den Mahlzeiten. Die Einnahme von DGL nach den Mahlzeiten liefert schlechte Ergebnisse. Die DGL-Therapie sollte für mindestens 8 bis 16 Wochen nach einer vollen therapeutischen Wirkung fortgesetzt werden.

Es scheint, dass sich DGL, um Magengeschwüre wirksam zu heilen, mit dem Speichel mischen muss. DGL kann die Freisetzung von Speichelverbindungen, die das Wachstum und die Regeneration von Magen- und Darmzellen stimulieren, fördern. DGL in Kapselform hat sich nicht als wirksam erwiesen.

Antazida scheinen bei meinen Symptomen zu helfen. Sollte ich sie weiterhin verwenden oder werden sie die Wirksamkeit des DGL stören?

Antazida können als Teil der Erstbehandlung für eine symptomatische Erleichterung eingesetzt werden. Alle Antazida sind relativ sicher, wenn sie gelegentlich verwendet werden, aber ich empfehle dringend, Antazida, die Aluminium enthalten, zu meiden. Ich empfehle ferner, den Anweisungen auf dem Etikett zu folgen, und die regelmäßige oder übermäßige Verwendung von Antazida zu vermeiden. Die regelmäßige Einnahme von Antazida kann die Resorption von Nährstoffen beeinträchtigen und zu Darmunregelmäßigkeiten, Nierensteinen sowie anderen Nebenwirkungen führen.

Referenzen:

1. Berstad K and Berstad A: Helicobacter pylori infection in peptic ulcer disease. Scand J Gasroenterol 28:561-7, 1993.
2. Sarker SA and Gyr K: Non-immunological defense mechanisms of the gut. Gut 33:987-93, 1992.
3. Levenstein S: Peptic ulcer at the end of the 20th century: biological and psychological risk factors. Can J Gastroenterol 13:753-9, 1999.
4. Weil J, et al.: Prophylactic aspirin and risk of peptic ulcer bleeding. BMJ 310:827-30, 1995.
5. Parasher G and Eastwood GL: Smoking and peptic ulcer in the Helicobacter pylori era.Eur J Gastroenterol Hepatol 12:843-53, 2000.
6 Marle, J, et al.: Deglycyrrhizinised liquorice (DGL) and the renewal of rat stomach epithelium. Eur J Pharm. 72:219, 1981.
7. Morgan Ag, et al.: Comparison between cimetidine and Caved-S in the treatment of gastric ulceration, and subsequent maintenance therapy. Gut
23:545-51, 1982.
8. Kassir ZA: Endoscopic controlled trial of four drug regimens in the treatment of chronic duodenal ulceration. Irish Med J 78:153-6, 1985.
9. Turpie AG, Runcie J and Thomson TJ: Clinical trial of deglycyrrhizinate liquorice in gastric ulcer. Gut 10:299-303, 1969.
10. Rees WDW, et al.: Effect of deglycyrrhizinated liquorice on gastric mucosal damage by aspirin. Scand J Gastroent 14:605-7, 1979.
11. Tewari SN and Wilson AK: Deglycyrrhizinated liquorice in duodenal ulcer. Practitioner 210:820-5, 1972.
12. Beil W, Birkholz and Sewing KF: Effects of flavonoids on parietal cell acid secretion, gastric mucosal prostaglandin production and Helicobacter pylori
growth. Arzneim Forsch 45:697-700, 1995.
Dr Murray Profile Picture

Dieser Artikel wurde von Dr. Michael Murray, einem der führenden Personen in Naturheilkunde verfasst. Für die letzten 35 Jahre, hat Dr. Murray eine beeindruckende Datenbank, bestehend aus orginal naturwissenschaftlichen Studien, gefunden in medizinischer Literatur, zusammengestellt. Er hat persönlich über 65.000 Artikel aus der wissenschaftlichen Literatur gesammelt, die nachhaltige Beweise für die Wirksamkeit von Diät, Vitaminen, Mineralien, Kräutern und anderen natürlichen Maßnahmen in der Erhaltung von Gesundheit und der Behandlung von Krankheit liefern. Dr. Murray greift auf diese kontinuierlich wachsende Datenbank zurück, um Fragen zur Gesundheit und Heilung auf DoctorMurray.com zu beantworten. Besuchen Sie Dr. Murray's Seite hier.
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Krebserreger in Baustoffen - Asbest ist unvergänglich - auch in der Lunge

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Aug 2017 11:31

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Asbest-ist-un ... 62825.html
Dienstag, 01. August 2017
Krebserreger in Baustoffen - Asbest ist unvergänglich - auch in der Lunge

Asbest war vor allem in den 1970er Jahren ein beliebter Zusatz in Baumaterialen und kam in Tausenden Produkten zum Einsatz. Der Faserstoff ist jedoch extrem krebserregend und widerstandsfähig, auch wenn er erst einmal in der Lunge ist.

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Die Bezeichnung Asbest leitet sich vom altgriechischen Wort Asbestos ab und bedeutet unvergänglich. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben nun herausgefunden, dass diese Eigenschaft auch für Asbestfasern in der menschlichen Lunge gelten. Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von insgesamt 23.000 Patienten mit Lungenproblemen auf Fälle, bei denen im Abstand von mindestens vier Jahren asbesthaltige Proben aus der Lunge entnommen worden waren – und fanden lediglich zwölf Lungenpatienten, die diesen Kriterien entsprachen.
Wellasbestplatten sind witterungsbeständig und waren damit als Dachmaterial hervorragend geeignet.
Wellasbestplatten sind witterungsbeständig und waren damit als Dachmaterial hervorragend geeignet.

Bei ihnen wurde eine erste Gewebeprobe mehrere Jahre nach Ende der Asbestbelastung entnommen und eine zweite Probe nach dem Tod der Patienten. Die Forscher untersuchten beide Proben der ausgewählten Patienten erneut und verglichen die Werte der Asbestkonzentrationen miteinander. Sie stellten fest, dass die Zahl der Asbestfasern auch Jahrzehnte nach dem Einatmen unverändert in der Lunge nachweisbar ist. Diese Ergebnisse gelten sowohl für den als besonders gesundheitsgefährlich eingestuften Blauasbest als auch für den am meisten in der Industrie verwendeten Weißasbest.

"Das heißt, eine asbestinduzierte Erkrankung kann noch ausbrechen, obwohl der letzte Asbestkontakt schon sehr lange zurückliegt", erklärt Professor Andrea Tannapfel von der Ruhr-Universität Bochum. Bislang war unklar, ob die Fasern des Weißasbests tatsächlich in der Lunge bleiben oder ob sich die Lunge von den Fasern befreien und schließlich regenerieren kann.
Schutzmechanismen der Lunge sind machtlos

Normalerweise besitzt die menschliche Lunge wirksame Mechanismen, um sich von Fremdpartikeln zu befreien. Doch bei eingeatmeten Asbest greifen diese Mechanismen nicht. Die feinen Fasern können bis tief in die Lungenbläschen vordringen. Die Lunge bildet als Reaktion darauf netzähnliche diffuse Vernarbungen, die auch als Asbestose bezeichnet werden. Und auch das Immunsystem scheitert am Asbest. Die Fresszellen sind nicht in der Lage, die biobeständigen Fasern abzubauen. Sie sterben, ohne ihre Arbeit verrichten zu können, ab und bilden sogenannte Asbestkörper, die typisch für die Erkrankung sind. Diese bilden die Grundlage für die Entstehung chronischer Entzündungen, die schließlich zu Tumoren werden können.

Als typisch für asbestbedingten Krebs gilt das sogenannte Mesoltheliom, ein Tumor, der unter anderem das Rippenfell betrifft. Darüber hinaus kann aber auch Lungen-, Kehlkopf- oder Eierstockkrebs durch den Faserstoff verursacht werden. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Asbest in Deutschland seit 1993 und in der Europäischen Union seit 2005 verboten.
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Für das Entfernen von Asbest gelten besonders strenge Vorsichtsmaßnahmen. Atemschutzgeräte und Schutzanzüge sind Pflicht. 25.05.17 Häuser bis Baujahr 1994 Asbest kann zur tödlichen Gefahr werden
Der Berliner "Palast der Republik" aus DDR-Zeiten wurde wegen Asbest-Belastung abgerissen (Archivfoto 2007). 10.12.09 Asbest Gefährliche "Wunderfaser"

Die Ergebnisse der Forscher sind sowohl für die Behandlung von Patienten als auch für die Entscheidung, ob es sich bei Betroffenen um eine Berufskrankheit handelt oder nicht, von zentraler Bedeutung. Auch Hauseigentümer, die asbestbelastete Immobilien besitzen, sollten mit diesem Wissen niemals selbst Hand anlegen, sondern immer Experten für eine Asbestsanierung beauftragen.

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin "European Respiratory Journal".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Unschön und schmerzhaft - Was beim Ballenzeh hilft

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Aug 2017 20:08

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Was-beim-Ball ... 65921.html
Samstag, 05. August 2017
Unschön und schmerzhaft - Was beim Ballenzeh hilft

Im Laufe der Zeit verformen sich bei manchen Frauen - und auch Männern - die Füße und es bildet sich ein Ballenzeh, der Hallux valgus. Was tun? Einfach abwarten - keine gute Idee. Denn verformte Füße können auch die Knie belasten. Aber nicht immer muss operiert werden.

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Zu eng, zu spitz, zu hoch - alles Merkmale, die auf Stöckelschuhe zutreffen. Doch obgleich sie oft unbequem zu tragen sind, wollen viele Frauen nicht darauf verzichten. Manche bezahlen dafür einen hohen Preis. Mit der Ferse hoch oben werden die Füße nämlich völlig unnatürlich gelagert und häufig auch noch eingequetscht. So kann es passieren, dass die große Zehe (Hallux) in eine Schräglage gerät. Ärzte sprechen von einem Ballenzeh, in der Fachsprache heißt das Hallux valgus. Auch wegen der Stöckelschuhe sind meist Frauen davon betroffen, bei Männern kommt die Fußfehlstellung aber ebenfalls vor.

Beim Hallux valgus sind das Knochengewebe und Weichteile wie Sehnen und Muskeln am Mittelfuß verformt. Dadurch wird das Großzehengrundgelenk verschoben. "Am Fußinnenrand unterhalb des großen Zehs zeigt sich eine knöcherne Wölbung", beschreibt der Orthopäde Ramin Nazemi aus Essen. Sie drückt unangenehm gegen den Schuh, was zu Rötungen und Schwellungen führen kann. Auch die Wölbung selbst kann beim Abrollen des Ballens wehtun. Unbehandelt werden die Schmerzen im Laufe der Jahre immer heftiger.
Spreizfuß steigert Risiko für Hallux valgus

Zugrunde liegt der schrägen Zehe häufig eine andere Fußfehlstellung: der Spreizfuß. Weil er kaum Beschwerden bereitet, bleibt er oft unentdeckt. Ein Hinweis auf einen Spreizfuß können Schwielen an den Fußsohlen sein. Wird dagegen nichts unternommen, dann steigt das Risiko für einen Hallux valgus.

Bei dessen Entstehung spielen allerdings meist mehrere Faktoren eine Rolle. "In 60 bis 70 Prozent aller Fälle haben die Betroffenen eine familiär bedingte Veranlagung dazu", erklärt Nazemi. Kommt dann noch die Neigung zu einem schlafferen Bindegewebe hinzu - und Stöckelschuhe -, sind Verformungen an den Füßen wahrscheinlich.
Bei diesem Fuß wurde die schiefstehende Großzehe mittels einer "Open Wedge Osteotomie" korrigiert. Dabei wird der Fuß verschmälert und unter anderem eine Titanplatte mit Abstandhalter verschraubt, die später wieder entfernt wird. Ziel ist, dass die große Zehe am Ende von allein gerade steht.
Bei diesem Fuß wurde die schiefstehende Großzehe mittels einer "Open Wedge Osteotomie" korrigiert. Dabei wird der Fuß verschmälert und unter anderem eine Titanplatte mit Abstandhalter verschraubt, die später wieder entfernt wird. Ziel ist, dass die große Zehe am Ende von allein gerade steht.

Wer bemerkt, dass sich ein Fuß verändert, sollte mit dem Besuch beim Arzt oder Podologen nicht lange warten. Denn unbehandelt beeinträchtigt ein Hallux valgus nicht nur die Füße. "Durch den veränderten Gang aufgrund der Fehlstellung kann es zu Schmerzen an den Knien und am Rücken kommen", warnt die Podologin Tatjana Pfersich. Ein beginnender Hallux valgus ist daran zu erkennen, dass sich die große Zehe den mittleren Zehen annähert. Außerdem entsteht an der Fußinnenseite eine Wölbung. Bei Berührung tut die Zehe häufig weh und es kommt zu Schleimbeutelentzündungen.
Zehenspreizer und Training können helfen

"Im Anfangsstadium eines Hallux valgus können Zehenspreizer sowie ein gezieltes Fußmuskeltraining Beschwerden lindern", sagt die Orthopädin Mellany Galla. Sie ist Vorsitzende der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirugie (GFFC). Zehenspreizer sind weiche Polster aus Gel oder Silikon, die zwischen die große Zehe und benachbarte Zehen gesteckt werden. So wird die Zehe aus der Valgus- in die Normalposition gebracht. Entlastung kann auch eine Bandage bringen, die um die große Zehe, vorbei an der Fußinnenseite mit der Wölbung bis hin zur Ferse gewickelt wird. Die Bandage kann in breiten und flachen Schuhen getragen werden.

Auch spezielle Schienen, die an den Füßen angebracht werden, tragen dazu bei, die große Zehe wieder in ihre natürliche Position zu bringen. "Orthopädische Einlagen helfen dagegen bei Hallux valgus überhaupt nicht", sagt Nazemi. Auch er setzt auf ein gezieltes Fußmuskeltraining. Die Übungen sind einfach und können auch zwischendurch immer mal wieder praktiziert werden. Beispielsweise hebt man mit den Zehen am Boden liegende Stifte auf. Auch Zehenspreizen hilft. Oder im Stehen die Fersen anheben und beim Absetzen den Vorfuß nach oben ziehen. Pfersich empfiehlt als Übung, mit den Füßen ein am Boden liegendes Papiertaschentuch zu falten.
Hohe Schuhe sehen schick aus, sind für die Füße aber eher ungünstig. So kann sich auch ein Hallux valgus bilden. Ab und an ist das Tragen von Stöckelschuhen aber erlaubt, sagen Experten.
Hohe Schuhe sehen schick aus, sind für die Füße aber eher ungünstig. So kann sich auch ein Hallux valgus bilden. Ab und an ist das Tragen von Stöckelschuhen aber erlaubt, sagen Experten.

Erst wenn Hilfsmittel wie Zehenspreizer, Bandagen und Schienen sowie Fußgymnastik keine Linderung bringen, können Patienten eine Operation in Erwägung ziehen. "Die OP-Verfahren sind unterschiedlich und richten sich nach dem Grad der Fehlstellung", sagt Galla. Prinzipiell handelt es sich bei dem Eingriff um eine Korrektur am Knochen und an Weichteilen. Ob die OP ambulant oder stationär erfolgt, hängt vom Einzelfall ab. "Wichtig ist, dass nach dem Eingriff ein Verbandsschuh sechs bis acht Wochen lang konsequent getragen wird, damit der korrigierte Knochen nicht bricht", betont Nazemi.
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Am besten ist natürlich aber, wenn es gar nicht erst so weit kommt. Wer vorbeugend etwas gegen Hallux valgus tun möchte, sollte möglichst viel barfuß laufen - zu Hause, am Strand oder auf sogenannten Barfußpfaden. Auch regelmäßige Fußgymnastik hilft, die Füße fit zu halten.

Im Alltag trägt man am besten flache Schuhe, die ausreichend Platz für die Füße bieten. Auf Stöckelschuhe müssen Frauen aber nicht grundsätzlich verzichten, beruhigt Nazemi. Aus seiner Sicht spricht nichts dagegen, wenn sie kurzzeitig - etwa zu einem feierlichen Anlass - getragen werden.
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Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 47811.html
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Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
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Hygiene mit Kontaktlinsen - Schimmelpilze können die Augen zerstören

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Aug 2017 21:53

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Schimmelpilze ... 77724.html
Donnerstag, 10. August 2017
Hygiene mit Kontaktlinsen - Schimmelpilze können die Augen zerstören

Für Menschen, die sich nicht mit einer Brille anfreunden können, sind Kontaktlinsen ein echter Segen. Trotz moderner Materialien ist ein hygienischer Umgang damit wichtig. Wer sich nicht daran hält, riskiert sein Augenlicht.

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Wenn eine Brille schmutzig ist, dann putzt man sie – oder eben nicht. Wesentlich sorgsamer muss man dagegen beim Gebrauch von Kontaktlinsen sein, denn sonst ist das Augenlicht in Gefahr. Schimmelpilze können die Linsen bevölkern und die Hornhaut infizieren. Wie oft das in Deutschland tatsächlich passiert, haben Forscher um Professor Oliver Kurzai, von der Universität Würzburg, der den deutschlandweit einzigen Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Mykologie innehat, herausgefunden.

Die Daten über Hornhaut-Infektionen durch Pilze in Deutschland zeigen eindeutig: Das Tragen von weichen Kontaktlinsen ist Risikofaktor Nummer eins. Für ihre Untersuchung wurden insgesamt 22 Fälle von Augeninfektionen beleuchtet. 15 davon gehen auf verschiedene Schimmelpilze der Gattung Fusarium zurück. Bei neun Patienten waren Hornhauttransplantationen nötig, bei dreien musste das Auge operativ entfernt werden. Bei den übrigen 7 der 22 Patienten hatten die Beschwerden entweder bakterielle oder andere, harmlosere Ursachen.

Die Betroffenen bemerken die Infektion meist durch eine starke Rötung des Auges, teils erhebliche Schmerzen und eine Sehverschlechterung. "Anders als bei vielen anderen Pilzinfektionen sind hier oft junge, gesunde Patienten betroffen", erklärt Kurzai, der auch das Nationale Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen mit Sitz in Jena leitet.
Viele Pilze sind resistent

Da eine Therapie einer solchen Infektion am Auge oftmals schwierig ist, weil viele der Pilze resistent gegen verfügbare Medikamente sind, entstehen oftmals irreversible Schäden an den Augen. Kontaktlinsenträger sollten deshalb auf Vorbeugung setzen und alle vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen einhalten. Das bedeutet unter anderem, die weichen Linsen in der Aufbewahrungsflüssigkeit nicht an einen sonnigen und warmen Ort zu stellen, die Spülflüssigkeit nur einmalig und nur solange zu verwenden, wie vorgeschrieben und Einmal- oder Wochenlinsen auch nur solange wie vorgesehen zu tragen.
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Den Forschern ist bewusst, dass die Auswertung von 22 Fällen aus statistischer Sicht ungenügend ist. Kurzai ruft deshalb alle Augenärzte dazu auf, möglichst viele Proben von Verdachtsfällen ans Register für Pilzkeratitiden, das erst seit Anfang 2016 existiert, zu schicken. Nur so können die Erreger analysiert, Therapien verbessert und schließlich genügend Daten für eine solide statistische Basis gesammelt werden.

Die Ergebnisse der ersten Datenanalyse veröffentlichten die Forscher im Journal of Clinical Microbiology anlässlich der ersten "Woche der Pilzerkrankungen", die weltweit die Aufmerksamkeit für schwere Pilzerkrankungen erhöhen soll.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Zusätzlich zum Schadensersatz - So kommen Geschädigte zu Schmerzensgeld

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Aug 2017 20:51

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/So-kommen-G ... 64532.html
Zusätzlich zum Schadensersatz - So kommen Geschädigte zu Schmerzensgeld

Fahrradunfall, ärztlicher Behandlungsfehler oder Prügelei: Wer bei solchen Vorfällen verletzt wird, hat in der Regel Anspruch auf Schmerzensgeld. Experten erklären, worauf Betroffene achten müssen, damit sie angemessen entschädigt werden.

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Wer in einen Unfall verwickelt wurde oder vom Arzt eine falsche Diagnose bekommen hat, kann Schmerzensgeld fordern. Die Berechnung ist allerdings nicht so einfach wie beim Schadensersatz, der monetäre Einbußen kompensiert. Was ist rechtlich zu beachten und wie kommen Betroffene an ihr Geld?

Grundsätzlich wird unter Schmerzensgeld eine finanzielle Entschädigung für erlittene körperliche oder seelische Schäden verstanden. Es fließt zum Beispiel, wenn der Geschädigte seinem Hobby wegen einer Verletzung nicht mehr nachgehen kann oder längere Zeit im Bett liegen muss. Anspruch auf Schmerzensgeld können Menschen auch haben, wenn sie beleidigt wurden oder jemand Bilder von ihnen gegen ihren Willen veröffentlicht hat, sagt Claudia Keller, stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Richterbunds. Nach Verkehrsunfällen komme es aber am häufigsten zu Schmerzensgeldforderungen.

Daneben passieren Unfälle auch im Alltag, beim Sport oder auf Reisen. "Hier ist nicht immer jemand für die Verletzung verantwortlich", sagt der Rechtsanwalt Andreas Slizyk. Doch wenn jemand zum Beispiel vor dem Eingang eines Kaufhauses ausrutscht, kann der Inhaber des Geschäfts schmerzensgeldpflichtig werden. Denn der Inhaber hat grundsätzlich die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Beispiele können Verbraucher in der Beck'schen Schmerzensgeld-Tabelle nachsehen. Hier sind Urteile gelistet, bei denen es um Schmerzensgeld ging.
Kein Schmerzensgeld für blauen Fleck

Keinen Anspruch haben Betroffene bei Bagatellverletzungen. Ein Gericht stufte etwa einen "blauen Fleck an der Schulter nach Wegschubsen mit der Hand" als Bagatellverletzung ein. Das Gleiche sei bei einem Muskelkater und einer psychischen Beeinträchtigung geschehen, bei der der Geschädigte "schockiert und zittrig" war, so Slizyk.

"Beim Nachweis des Schadens helfen beispielsweise polizeiliche Unfallakten, Arztberichte, Fotos oder Zeugenaussagen", sagt Slizyk. Bei schweren Verletzungen sei der Betroffene hierzu jedoch oft gar nicht in der Lage. Dann sollten die Angehörigen ein Tagebuch führen, in welchem sie die Leidensgeschichte festhalten, rät Slizyk. Vor Gericht können Betroffene die Situation dann möglichst klar und detailliert vorstellen.

Oft kommt es aber gar nicht zu einem Prozess. "Die allermeisten Schmerzensgeld-Fälle werden außergerichtlich erledigt", sagt Slizyk. Dafür wendet sich der Verletzte sich an den Verursacher oder dessen Haftpflichtversicherer und legt dann dar, dass er verletzt wurde. Die Versicherung überprüft die Angaben, zahlt einen Vorschuss und schließlich das abschließende Schmerzensgeld.

Zu dem Vorschuss ist die Versicherung verpflichtet. Können sich der Geschädigte und der Verursacher oder dessen Versicherer nicht einigen, müssen die Gerichte entscheiden. Oft fällt kein Urteil, sondern beide Parteien einigen sich in einem Vergleich. Das Schmerzensgeld wird dann in aller Regel als Kapitalbetrag ausgezahlt. "Bei schweren Schädelhirnverletzungen oder Querschnittslähmungen bekommt der Geschädigte neben dem Kapitelbetrag auch eine Rente", fügt Slizyk hinzu.
Millionensummen sind die Ausnahme

Doch wie hoch kann eine Schmerzensgeldzahlung überhaupt ausfallen? Manchmal sind es nur ein paar hundert Euro, etwa für eine Gehirnerschütterung oder ein Schleudertrauma. Ist das Leben der Betroffenen nachhaltig stark beeinträchtigt, sind aber auch hohe sechsstellige Summen drin. 700.000 Euro erhielten beispielsweise die Eltern eines Kindes, das durch einen ärztlichen Behandlungsfehler schwere Gehirnschäden erlitten hatte. Das mit einer Million Euro bislang höchste Schmerzensgeld für eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts hat der verstorbene Altbundeskanzler Helmut Kohl erst in diesem Jahr bekommen. Kohl war gegen Autoren vorgegangen, die vertrauliche Zitate von ihm veröffentlicht hatten.

Doch selbst das höchste Schmerzensgeld ist in Deutschland gering, wenn man es mit Zahlungen in den USA vergleicht. Dort erhielt zum Beispiel die Witwe eines Kettenrauchers, die gegen einen Tabakkonzern geklagt hatte, zuletzt eine Gesamtentschädigung von gut 23 Milliarden Dollar. Der Vergleich mit Deutschland hinkt jedoch. "Denn die Summen umfassen auch die Anwaltshonorare, die oft bis zu 50 Prozent der Forderung ausmachen", sagt Slizyk.

Außerdem soll das Schmerzensgeld in den USA ebenso eine Strafe darstellen, ergänzt Frank Häcker vom Deutschen Anwaltverein (DAV). Auch zwischen europäischen Ländern gebe es deutliche Unterschiede. So seien Schmerzensgelder in Italien in der Regel wesentlich höher, in der Schweiz oder Ungarn tendenziell niedriger.
Beweise sichern ist wichtig
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Wer einen Anspruch auf Schmerzensgeld geltend machen will, sollte sich grundsätzlich klarmachen, dass er oder sie den Sachverhalt auch beweisen können muss. "Im gerichtlichen Verfahren gibt es immer mindestens einen Verlierer. Und oft war auch der Verlierer am Anfang überzeugt, er würde gewinnen", sagt Keller. Deshalb empfiehlt die Expertin eine vernünftige Einigung. Das sei oft sinnvoller, als auf der Maximalforderung zu beharren.

Wer in einen Unfall verwickelt wurde, sollte laut Slizyk vier Schritte befolgen: zunächst die Polizei anrufen und Namen und Anschriften von Zeugen notieren. "Sofern die Verletzung durch einen Gegenstand verursacht wurde, wie eine explodierte Mineralwasserflasche oder einen gebrochenen Fahrradlenker, sollten Geschädigte diese Beweisstücke unbedingt aufbewahren", sagt Slizyk. Sie können später noch von entscheidender Bedeutung sein. Danach sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen, einen Rechtsanwalt einschalten und ihre Unfallversicherung informieren.

Quelle: n-tv.de , Leonard Kehnscherper, dpa
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Diese Pflanze zerstört 98 % der Krebszellen in nur 16 Stunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Aug 2017 12:49

Info Gesundheit
http://www.earthshrine.de/gesundheit/di ... unden.html

Diese Pflanze zerstört 98 % der Krebszellen in nur 16 Stunden

Veröffentlicht: 09. Dezember 2016
Zugriffe: 399645

Diese Pflanze zerstört 98 % der Krebszellen in nur 16 Stunden
Altes Wunderkraut enthüllt sein Geheimnis

Bei uns ist Beifuss vielen wohl nur als Hauptbestandteil von Absinth und Wermut bekannt.
Wermut ist ein mit Gewürzen und Kräutern aromatisierter Wein, der vor allen Dingen bei Römern und später im Mittelalter beliebt war, wo man Wein verdünnte und mit allerlei merkwürdigen Kräutern “würzte”. Viele teure Gewürze zu nutzen galt damals in Adelskreisen als besonders vornehm. Heute würde man das als “verschlimmbessern” bezeichnen.

Doch schon seit Jahrhunderten wird eine Wermutart, Artemesia annua, als Heilpflanze in China verwendet. Vor wenigen Jahren entdeckten Henry Lai und Narendra Singh von der Universität Washington das Wermutderivat Artemisinin auch als viel versprechendes Mittel gegen Krebs.
Artemisinin – ein altes Heilmittel bekämpft Krebs

Artemisinin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, der in den Blättern und Blüten des einjährigen Beifußes (Artemisia annua) vorkommt. Charakteristika der Artemisininstruktur sind ein Trioxanringsystem und eine Peroxidbrücke. Es wird in Vietnam, China und Afrika zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen von Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria tropica, eingesetzt.

Die Chinesen verwendeten Artemisinin zur Behandlung von Malaria. Seine Verwendung war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Erst in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden bei einer archäologischen Grabung antike Heilmittelrezepte gefunden – darunter auch das für Artemisinin. Seither muss man von einer tollen Erfolgsgeschichte des Stoffes sprechen, da es jetzt in Asien und Afrika häufig zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt wird.amazing-herb-kills-98-of-cancer-cells-in-just-16-hours
Das Geheimnis der Wirkung von Artemisinin

Das Geheimnis seiner Wirkung liegt in seiner Reaktion mit Eisen, das sich in hohen Konzentrationen in Malariaerregern findet. Gerät Artemisinin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden, diese sind die eigentliche Waffe gegen die Malariaparasiten. Sie greifen die Zellmembrane an, reißen sie förmlich auseinander und vernichten so den Erreger. Da Krebszellen große Mengen an Eisen verbrauchen, um bei der Zellteilung ihre DNS zu reproduzieren, finden sich darin auch wesentlich höhere Konzentrationen als in normalen Zellen. Die Krebszellen können deshalb mehr Eisen aufnehmen, weil sich an ihrer Oberfläche viele Transferrin-Rezeptoren befinden.

Diese binden die Eisenteilchen und schleusen sie in das Zellinnere. Krebszellen werden mit so viel Eisen wie möglich vollgepumpt. Gibt man Artemisinin, wird die gleiche Reaktion wie bei Malaria in Gang gesetzt, es kommt zur massiven Freisetzung von Sauerstoffradiakalen in der Krebszelle, so dass dies zu ihrem Untergang führt: sie werden vernichtet.

Bestätigt wurden diese Befunde an Brustkrebszellkulturen. Acht Stunden nach Exposition gegen Artemisinin waren 75 Prozent der Zellen vernichtet, nach 16 Stunden lebten so gut wie keine mehr. Noch beeindruckender waren Tests mit Leukämiezellen. Diese waren bereits nach acht Stunden völlig zerstört.

Eine Studie, über die im Science Mag berichtet wurde (Original Studie hier), belegt, dass Artemisinin gemischt mit Eisen während eines Versuchs 98 Prozent aller im Test bereitgestellten Krebszellen zerstörte.

Gegen alle Arten von Krebs soll dieses Verfahren beträchtliche Wirkung gezeigt haben. Das Vermischen mit Eisen scheint der entscheidende Punkt zu sein, bei der Gabe von Artemisinin ohne Eisen wurden nur 28% aller Krebszellen abgetötet. Durch die gezielte Gabe von Eisenpräparaten könnte das Artemisinin zudem in der Lage sein, gute von schlechten Zellen zu unterscheiden. Gary Poser, Chemiker an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland, bezeichnete die Ergebnisse der Studie als „sehr vielversprechend“ und als einen möglichen großen Durchbruch.

Neben seiner hohen Effektivität hat Artesiminin viele Vorteile: Es ist selektiv.Es wirkt auf Krebszellen toxisch, doch auf normale Zellen hat es fast keinen negativen Effekt.
Auch Krebszellen, die gegenüber Zytostatika resistent sind, reagieren bzw. werden abgetötet. Alle Krebsarten reagieren und sind empfindlich!
(Intern. J. Oncology 18: 767 – 773, 2001 Effert et al.)

Bedeutsam bei diesen Versuchen war auch, dass bei einem Experiment Brustkrebszellen verwendet wurden, die zuvor auf eine Strahlenbehandlung nicht angesprochen hatten, wohl aber auf Artemisinin empfindlich reagierten.

Das bedeutet, dass eine Krebsbehandlung mit Artemisinin auch bei Krebsarten erfolgreich sein könnte, bei denen konventionelle Therapien bislang nicht anschlugen.
Von der Idee zu Behandlung

Bei aggressiveren Krebsarten, wie beispielsweise Bauspeicheldrüsenkrebs oder akuter Leukämie, sind die Testergebnisse sehr vielversprechend. Diese Krebsarten zeichnen sich durch eine extrem schnelle Zellteilung und damit durch noch höhere Eisenkonzentrationen aus. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Artemisinin auch Einfluss auf die Neoangiogenese nimmt. Das bedeutet, der Stoff kann möglicherweise verhindern, dass der Tumor sich neue Wege im Organismus schafft und Metastasen bildet.
Artemisinin im Rahmen einer komplementären Tumortherapie

Im Rahmen einer komplementären Tumortherapie werden Krebspatienten vor dem Einsatz von Artemisinin mit Eisen geprimt (1 –2 Tage z. B. Ferinject, Ferlecitin). Danach werden 3 – 6 Milligramm Artemisinin pro Kilo Körpergewicht gegeben. Nach sechs Wochen erfolgt ein erneutes Priming mit Eisen, danach wieder eine sechswöchige Gabe von Artemisinin. Artemisinin kann gezielt Krebszellen töten, während normale Zellen unverletzt bleiben. „In Zellkulturen ist Artemisinin allein etwa 100-mal mehr wirksam, Krebszellen zu töten, als bekannte Zytostatika“, sagte Lai. Weil sich Krebszellen so schnell vermehren, brauchen die meisten Krebszellen mehr Eisen als normale Zellen für die DNS-Replikation. Damit Krebszellen Eisen auch vermehrt aufnehmen können, haben sie vermehrt Transferrin-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche, deutlich mehr als gesunde Zellen. Diese Rezeptoren ermöglichen einen schnellen Transport von Eisen in die Krebszelle. Bei Transferrin handelt es sich um ein Eisen bindendes Protein. Transferrin dient als Trojanisches Pferd: weil die Krebszellen Transferrin als natürliches Protein erkennen, nehmen sie vermehrt Eisen auf, das dann applizierte Artemisinin kann dann aus seinem gebundenen Wasserstoffperoxyd aggressive Sauerstoffradikale freisetzen. Artemisinin wirkt ähnlich bei Malaria, weil durch die Malaria-Parasiten hohe Eisen-Konzentrationen angesammelt werden, bei denen Artimisinin dann bei Kontakt Wasserstoffperoxid freisetzt, was zum Tod der Parasiten führt. Seine gute Verträglichkeit stellte Artemisinin tausendfach bei der Malariabehandlung unter Beweis.
Malaria-Medikament Artesunat aktiviert Krebszell-spezifischen lysosomalen Zelltod

Heidelberger Wissenschaftler untersuchen zelluläre Prozesse beim Abtöten von Brustkrebszellen. Mit Artesunat behandelte Krebszellen zeigen fragmentierte Mitochondrien (grün) sowie Lysosomen (rot), die sich in der Nähe des Zellkerns angesammelt haben. Unbehandelte Krebszellen weisen demgegenüber typischerweise vernetzte Mitochondrien und durch die gesamte Zelle verteilte Lysosomen auf.

Die aus einer Heilpflanze gewonnene Wirksubstanz Artemisinin kann nicht nur in der Malaria-Behandlung, sondern möglicherweise auch in der Krebsbehandlung Anwendung finden. Die zellulären Abläufe beim Abtöten von Brustkrebszellen mit Hilfe von Artesunat, einem Derivat des Artemisinin, haben Wissenschaftler des BioQuant-Zentrums der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) untersucht. Sie konnten zeigen, dass membrangebundene Zellorganellen, die sogenannten Lysosomen und das dort vorhandene reaktive Eisen eine zentrale Rolle beim Artesunat-induzierten programmierten Zelltod der Krebszellen spielen. Die Forschungsergebnisse wurden im „Journal of Biological Chemistry“ veröffentlicht.
Extrakte der Heilmittelpflanze einjähriger Beifuß – Artemisia annua L.

werden seit mehr als zweitausend Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt. In den 1970’er Jahren wurde die Wirksubstanz Artemisinin identifiziert und klinisch als wirksames Mittel gegen Malaria charakterisiert. Heutzutage werden Artemisinine weltweit als Anti-Malaria-Mittel angewendet. Zu den Derivaten gehört das Artesunat, das wie das Artemisinin seine zellabtötende Wirkung durch die chemische Reaktion mit Eisen entfaltet. Dabei entstehen sogenannte reaktive Sauerstoffspezies, die umgangssprachlich auch als freie Sauerstoffradikale bezeichnet werden. In Malariaerregern entfalten sich die toxischen Effekte von Artemisinin in der Nahrungsvakuole des Parasiten, die durch den dort stattfindenden Abbau von Wirts-Hämoglobin hohe Konzentrationen von redox-aktivem Eisen aufweist.

Analog zu den Nahrungsvakuolen des Malariaerregers haben die Heidelberger Wissenschaftler die Lysosomen im Artesunat-induzierten Zelltod bei Brustkrebszellen untersucht. Lysosomen sind von einer Membran umgebene eukaryotische Zellorganellen, die mit Hilfe bestimmter Enzyme zelluläre Komponenten abbauen. Zusätzlich enthalten sie, wie die Nahrungsvakuole der Malariaerreger, größere Konzentrationen von redox-aktivem Eisen. Dieses lysosomale Eisen haben die Wissenschaftler als zentralen Ausgangspunkt für den durch Artesunat ausgelösten Zelltod bei Brustkrebszellen identifiziert. Die Forschergruppe „Systems Biology of Cell Death Mechanisms“ unter der Leitung von Dr. Nathan Brady hat bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass die gezielte Blockade von reaktivem Eisen in den Lysosomen die Krebszellen schützt, während andererseits eine Erhöhung des lysosomalen Eisengehalts die schädliche Wirkung von Artesunat für die Krebszellen steigert.

Wie Dr. Anne Hamacher-Brady, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschergruppe „Integrative Bioinformatics and Systems Biology“ unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Eils erläutert, sind intakte Lysosomen die Voraussetzung dafür, dass das Zelltodsignal an die Mitochondrien weitergeleitet wird. Mitochondrien, normalerweise die „Kraftwerke“ der Zelle, spielen im programmierten Zelltod häufig durch die Freisetzung sogenannter pro-Zelltodmoleküle eine Rolle. Im Zelltod durch Artesunat findet diese Umwandlung der Mitochondrien in Zelltod-Organellen in Abhängigkeit des lysosomalen Eisens statt. Die Wissenschaftler konnten außerdem zeigen, dass das Artesunat durch seinen Einfluss auf die räumliche Verteilung von zellulären Komponenten Prozesse blockiert, die normalerweise das Überleben und die Verbreitung von Krebszellen unterstützen. Dazu gehört unter anderem der Vorgang der Autophagie, bei dem die Zelle eigene Bestandteile lysosomal abbaut und damit in Situationen mit begrenzter Nährstoffzufuhr, wie zum Beispiel im Inneren eines Tumors, überlebenswichtige Makromoleküle recycelt.

Nach Angaben der Heidelberger Wissenschaftler wurde der Zelltod durch Artesunat nur in Brustkrebs-Zelllinien und nicht in „gesunden“ Brustepithel-Zelllinien ausgelöst. Ihre Hypothese ist, dass diese Selektivität gegenüber Krebszellen ihre Ursache darin haben könnte, dass die Krebszellen durch einen veränderten Stoffwechsel einen erhöhten Bedarf an Eisen aufweisen. Dies ist Gegenstand aktueller Untersuchungen der beiden Forschergruppen am BioQuant-Zentrum. Informationen im Internet können unter der Adresse ibios.dkfz.de/tbi unter dem Stichwort „Artesunate“ abgerufen werden.
Originalveröffentlichung:

A. Hamacher-Brady, H.A. Stein, S. Turschner, I. Toegel, R. Mora, N. Jennewein, T. Efferth, R. Eils, N.R. Brady: Artesunate activates mitochondrial apoptosis in breast cancer cells via iron-catalysed lysosomal reactive oxygen species production. J Biol Chem. 2011 Feb 25; 286(8): 6587-6601, DOI: 10.1074/jbc.M110.210047.
Fakten zum Beifuss

Beifuss, eine mehrjährige, bis 1 m hohe Pflanze mit stark zerteilten Blättern (oberseits dunkelgrün, unten silbrig). Die unscheinbaren gelblichen oder rotbraunen Blütenköpfe stehen in einer endständigen Rispe. Kommt in verschiedenen Sorten vor, Wermut (Artemisia absinthium, hauptsächlich Orient), Einjährigen Beifußes (Artemisia annua hauptsächlich China) und Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris), (syn. Artemisia lactiflora, A. samamisica, syn. Gewürzbeifuss) der in Europa wächst.
GENUTZTE PFLANZENTEILE

Artemisiae herba (syn. Herba Artemisiae); Beifusskraut (syn. Jungfernkraut, Johanniskraut, Weibergürtelkraut, Fliegenkraut, Gänsekraut, Johannishaupt), die vorsichtig getrock­neten, während der Blütezeit gesammelten Zweigspitzen.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

Das ätherische Öl (bis zu 0,3%) ist sehr variabel und enthält 1,8-Cineol, Campher, Lina­lool, Thujon und zahlreiche Monoterpenene und Sesquiterpene (je nach Herkunft). Ferner kommen vor: Sesquiterpenlactone (unter anderem Vulgarin und Psilostachyin), Flavonolglykoside und Cumarine.
PHARMAKOLOGIE

Anwendung und Wirkungen entsprechen weitgehend jenen von Wermut (Artemisia absinthium), der therapeutische Nutzen wurde jedoch noch nicht durch moderne Studien belegt.
ANWENDUNG

Seit der Antike zu zahlreichen medizinischen und magischen Zwecken verwendet (z.B. als Wurmmittel gegen diverse Darmparasiten). Die moderne Anwendung beschränkt sich hauptsächlich auf den Einsatz als Magenbitter zur Behandlung von Verdauungs­stör­un­gen und Appetitmangel. Traditionell wird Artemisia vulgaris gerne zur Behandlung von Neurosen, Depressionen, Rastlosigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzuständen und schmerz­hafter oder unregelmässiger Monatsblutung verwendet.
ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Folgende Beispiele sind der Literatur entnommen:

Beifusskraut: 0,5 g bis 2 g Droge als Aufguss 3 mal täglich. Mehrmals täglich (5 bis 6 mal) wird eine Messerspitze der pulv. Droge eingenommen.

Zur Bereitung eines Tees wird ein Kaffeelöffel der Droge 10 min lang in einer Tasse kochenden Wassers ziehengelassen; 2 bis 3 Tassen am Tag.
Fuidextrakt BHP 83 : 0,5 bis 2 ml / 3 mal täglich.
Herstellung von ARTEMISIASALBE

Artemisiasalbe kann man in 3 Stärken produzieren!

Getrocknete und gepulverte Blätter (Menge siehe unten) mit 100 ml Olivenöl (Billiger: Sonnenblumenöl; Besser aber teurer: Rizinusöl aus der Apotheke) im Wasserbad eine Stunde erhitzen, durch Gaze filtern,

10 g geschmolzenes Bienenwachs beifügen, umrühren, in saubere Dosen (z.B. gewaschene und getrocknete Fotodöschen) abfüllen.

Menge an Artemisiapulver in diesem Rezept:

Für A-3 M (Mild) Salbe nehmen Sie 2,5 g (z.B. zur Verwendung bei Hämorrhoiden)
Für A-3 N (Normal) Salbe nehmen Sie 5 g (z.B. Wunden, Säuglingsekzeme, Aufliegen bei Bettlägerigen)
Für A-3 F (Forte) Salbe nehmen Sie 10 g (z.B. Fusspilz, Neurodermitis, Akne. Bei Haustieren auch für blutende Ohrlappen und andere fliegenübersäte Wunden)

Wichtig: Es darf KEIN Wasser in die Salbe kommen, sonst verdirbt sie schnell. Gut hergestellt ist sie 1 Jahr bei Raumtemperatur haltbar.
HOMÖOPATHIE

Artemisia vulgaris HAB1, die frischen, zu Beginn des Winters geernteten, unterirdischen Teile.

Anwendungsgebiet: Bei Krampfleiden und Wurmbeschwerden.

Geschichtliches und Sagen zum Beifuß

Für die alten Germanen war Beifuß die mächtigste aller Pflanzen:

Mugwurz – Machtwurz! “Gedenke du, Beifuß, was Du versprachst,
Was du anordnetest in feierlicher Kundgebung!
Una heisst du, älteste Wurze!
Du überwindest Dreie und Dreissige
Du überwindest Eiter und Anfälle
Du überwindest die Leidkraft, die über das Land fährt.”
Dioskurides verwendete Beifuß gegen Darmwürmer.

Hildegard von Bingen empfahl den Beifuß bei sehr fetter Nahrung. Hippokrates erkannte den Beifuß als menstruationsfördernd, Loncierus empfahl ihn zur Geburtserleichterung und nach der Geburt. Tabernaemontanus empfahl den Beifuß “als nützliche Kräuter zu den Mutterkrankheiten”. Beifußkraut ist dem heiligen Valentin (der vom Valentinstag) und der Artemis geweiht.

Angeblich soll man in der Antike einer Frau, die gerade ein Kind geboren hatte, einen Büschel Beifuß in die linke Hand gegeben haben, damit sie die Schutzgöttin der Mütter, Artemis, vor Unheil schützte. Zudem soll man das Zimmer, in dem Frau und Kind schliefen, mit Beifuß ausgeräuchert haben. Und auch im Wochenbett selbst soll Beifuß gewesen sein. Dazu trug man Beifußwurzeln auch als Amulett, um die Kraft zu verstärken.

Bei Wahrsagern galt der Beifuß als ein Hilfskraut, der das Weissagen erleichtern sollte. Überhaupt scheint der Beifuß bei Weissagern beliebt gewesen zu sein, denn sie reinigten auch ihre Glaskugeln damit.

Im alten Rom legte man sich Beifußblätter in die Sandalen, um die Füße vor Übermüdung zu schützen. Das brachte dem Beifuß wohl auch seinen deutschen Namen ein.
Früher befestigte man den Beifuß auf dem Hausdach, damit er vor Blitzen und auch vor Seuchen schützen sollte.
Am 15. August, dem Tag der Maria Himmelfahrt räucherte man die Ställe auf Bauernhöfen mit Beifuß aus, damit das Vieh das Jahr über gesund blieb.
Den alten Germanen war die Pflanze heilig, sie gaben Beifuß mit auf den Scheiterhaufen, wenn sie ihre Toten verbrannten. Dadurch sollte der Seele der Übergang ins Jenseits erleichtert werden.

Im Altertum band man sich Beifuß ans Bein, damit dieser vor Müdigkeit schützte.
Ein alter Brauch besagt, dass man sich einen aus Beifuß geflochtenen Gürtel umlegte, damit um das Sonnenwendfeuer tanzen soll und anschließend diesen Gürtel im Feuer verbrennen soll, damit man das ganze Jahr vor Krankheit geschützt ist

Die Kelten verräucherten zu bestimmten Zeiten, etwa an Samhain, den Beifuß. Er galt als Schutzpflanze, die böse Geister vertrieb.

Der Beifuß galt nicht nur als Schutz gegen Dämonen und böse Mächte, er sollte auch gegen Feuersbrünste und Blitzschläge helfen. Aber er sollte vor noch mehr Ungemach schützen – vor dem bösen Blick, vor Hexenwerk, vor Albträumen, gegen Hass, Neid und Intrigen, die der Seele schaden.
Die Kirche mochte den Beifuß früher aber gar nicht, man sah in ihm ein Hexenkraut, wahrscheinlich deshalb, weil sie den “ungläubigen” oder Hexen Schutz gewähren sollte.
Früher war es Aberglaube – heute findet man tatsächlich den Hintergrund dafür: Die ätherischen Öle im Beifuß sind antibakteriell und töten Pilze ab – also genau das, was man braucht, um junge Mütter mit ihren Kindern vor Erkrankungen zu schützen.

Der Beifuß war übrigens sowieso ein beliebtes mystisches Frauenkraut. So setzten sich Frauen in den Rauch des Beifußes, um ihre lebensschenkenden Geschlechtsorgane zu weihen, damit sie weiterhin fruchtbar blieben oder aber auch, um eine Geburt einzuleiten. Ein volkstümlicher Name ist auch Frauenwurz, der auf die besondere Wirkung bei Frauenbeschwerden hinweist. Beifuß entspannt den Unterleib der Frau, er soll auch das Lustgefühl im weiblichen Körper verstärken.

Der Beifuß wurde im Mittelalter auch als Kraut zur Abtreibung eingesetzt. Als so genanntes Periodenkraut – ein Kraut also, das die Periode anregt und auch Kontraktionen im Becken verursachen kann – darf es nicht in den ersten Wochen einer Schwangerschaft eingenommen werden.

Weitere Kräuter, die man in der Schwangerschaft meiden sollte, sind auch

Tausendgüldenkraut,
Mutterkraut,
Salbei,
Liebstöckel,
Petersilienwurzel

“Diese Kreuter gesotten seind seer dienstlich den weiberen zu dampff oder schweyßbädern, dann sie bzingen inen ihre krankheyt, treiben aus das bürdlin und die todten frucht. Sie eröffnen auch die verschlossene muter, brechen und zermalen den stein, und bringen wider den verstandenen harn.”
Leonhart Fuchs

Beim Kochen riet er zu folgendem

“Darzu seynd die gedöreten und abgestreifften Blümlein am dienlichsten und nützlichsten / Gänß, Hüner und andere Gevögel und Fleischspeisen damit gefüllt...”

Die jungen Blätter des Beifußes gehören im Frühjahr zusammen mit acht anderen Heilkräutern zur magischen Neunkräutersuppe.
Im ersten Weltkrieg verwendete man den Beifußrauch auch in Lazaretten, in denen verwundete Soldaten lagen – man wollte so die Ausbreitung von Krankheiten unterdrücken.

Im Mittelalter setzte man diesen Rauch auch gegen Dämonen ein, auch Exorzisten verwendeten ihn wohl.
Man setzte den Beifuß gegen die bösen Kräfte der Finsternis ein, die die Macht über den Menschen einnahmen. Diese bösen Kräfte zeigten sich dann u.a. durch epileptische Anfälle oder einenHerzinfarkt. Auch Schlaganfälle waren ein Zeichen der bösen Macht oder etwa Albträume und schreckliche Phantasien am Tag.

Wer „byfuß in synem huß hait, dem mag der tuffel keyn schaden zu fugen“.
Ein altes Teerezept gegen böse Kräfte sah z.B. folgendermaßen aus:

Nehmen Sie

je 50 g Angelikawurzel und Melissenblätter
je 20 g Beifuß, Dost, Eisenkraut, Johanniskraut, Labkraut und Rosenblüten (frisch).
Alles gut mischen und pro Tasse Tee 2 Teelöffel davon nehmen.
Aber bitte nicht länger als 3 Wochen trinken...

Nebenbei erwähnt:

Beifuß heißt auf Ukrainisch übrigens Tschornobyl – genau wie die Stadt, die man bei uns als Tschernobyl kennt und in der 1986 ein Kernkraftwerk in die Luft geflogen ist.
Harry Potter, seines Zeichens Zauberlehrling bzw. wohl inzwischen Meisterzauberer, verwendet den Beifuß im “Trank der lebenden Toten”.

Das rote ätherische Öl des Beifußes wurde bei den alten Germanen dazu verwendet, um Bockbier daraus herzustellen, das sehr stark und berauschend war – und wohl auch mehr Lust auf Liebe machen sollte. Diese aphrodisische Eigenschaft findet man auch im antiken Griechenland, wo man einen Aufguss aus Beifuß ebenfalls als Aphrodisiakum verwendete. Verstärkt wurde dies durch denKnoblauch und die Zwiebel, die gut mit dem Beifuß harmonieren.
So nebenbei: Hunde mögen den Geruch, den der Beifuß verströmt, gar nicht. Wenn Sie also bestimmte Plätze von Hunden freihalten wollen, pflanzen Sie dort Beifuß an oder legen Sie Beifuß aus.

Und: Beifuß sollte nicht gemeinsam mit anderen Heilkräutern in einem Beet angebaut werden, da er das Wachstum der anderen Pflanzen unterdrücken kann.
Die Nahrungseinnahme beeinflusst das Risiko einer Krebserkrankung maßgeblich, sind sie zahllose Ärzte, Forscher und Experten aus allen Lagern sicher. Vor allem von Fleisch- und Milchprodukten sowie raffiniertem Zucker wird generell abgeraten. Doch auch Umweltfaktoren oder die Psyche spielen eine Rolle.

Ähnliche Wirkungen werden seitens der Wissenschaft auch dem in Aprikosenkernen befindlichen Vitamin B17 zugeschrieben, das durch eine für gesunde Zellen harmlose Blausäure-Verbindung gezielt Krebszellen vergiftet. Auch Cannabisöl hat vielen Berichten zufolge eine vergleichbare Wirkung. Die Pharmaindustrie und davon abhängige Institute in der EU und in den USA lehnen diese Behandlungsmethoden jedoch ab und ziehen kostenintensive, alternative Verfahren vor.

Wenn Sie diese Informationen cool, nützlich oder wertvoll finden dann teilen Sie diesen Beitrag bitte!

Original Studie: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22185819
Quellen: http://www.healthyfoodhouse.com/amazing ... -16-hours/
gefunden auf: http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.de/2 ... .html#more
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Patienten werden immer jünger - Kniearthrosen in 100 Jahren verdoppelt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Aug 2017 09:33

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Kniearthrosen ... 82706.html
Patienten werden immer jünger - Kniearthrosen in 100 Jahren verdoppelt

Kniearthrose ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Bei manchen Patienten ist jeder Schritt eine Qual. Im Laufe der Industrialisierung tritt die Krankheit wesentlich häufiger auf. Das liegt nicht nur daran, dass Menschen länger leben oder dicker sind, finden Forscher nun heraus.

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Der Anteil der Menschen mit schmerzhaften Kniearthrosen hat sich seit der frühindustriellen Zeit mehr als verdoppelt. Das geht aus einer US-Studie in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS") hervor. "Die große Überraschung für uns war, dass dies nicht nur geschieht, weil Menschen länger leben oder dicker sind, sondern vor allem aus anderen Gründen, die wohl mit unserer modernen Lebensumwelt zu tun haben", sagte Erstautor Ian Wallace von der Harvard University.
Archäologisches Fundstück mit Spuren von Knochen-auf-Knochen-Kontakt.
Archäologisches Fundstück mit Spuren von Knochen-auf-Knochen-Kontakt.
(Foto: Image courtesy of Heli Maijanen)

Die Forscher waren für ihre Studie kreuz und quer durch die USA gereist und hatten mehr als 2000 menschliche Skelette auf Kniearthrose untersucht. Einige davon (176) waren Tausende Jahre alt (6000 bis 300 vor Christus). 1581 Untersuchte lebten in der frühindustriellen Zeit (Sterbedatum zwischen 1905 und 1940), 819 analysierte Skelette stammten aus der modernen Zeit (Sterbedatum zwischen 1976 und 2015).

Die Forscher fanden bei 16 Prozent der Skelette aus der jüngsten Ära Kniearthrose, bei sechs Prozent aus der frühindustriellen Zeit und bei acht Prozent aus der Frühzeit. Das Ergebnis bereinigten die Forscher dann - soweit möglich - nach Alter, Geschlecht und Gewicht. Doch auch nach der Bereinigung lag die Häufigkeit der Kniearthrose bei Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg starben, gut doppelt so häufig wie bei Menschen der frühindustriellen Zeit.
Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Bei Arthrose bildet sich die Knorpelsubstanz der Gelenke zurück, zugleich können Knochen-Wucherungen um die Gelenke herum entstehen. Dies ist oft mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden. Schätzungsweise jeder fünfte US-Amerikaner ab 45 Jahre aufwärts ist davon betroffen, ab 60 sogar etwa jeder dritte.

Die Erkrankung sei offenbar kein feststehendes Altersschicksal, schlussfolgern die Autoren. Um Prävention zu ermöglichen, müsse man nun noch mehr über die Risikofaktoren herausfinden. Möglicherweise seien dies zu wenig Bewegung, was wiederum zu schwächeren Muskeln und Knorpeln führe, aber auch eine Ernährung, die zu reich an raffinierten Kohlehydraten sei. Auch zu viel Bewegung auf asphaltierten Straßen, in falschen Schuhen sowie Gelenkentzündungen und natürlich Adipositas könnten Kniearthrose befördern.
Studie "hochinteressant"

"Diese Studie ist hochinteressant", sagt Karl-Dieter Heller (Braunschweig), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik. Die Zahl der Kniearthrosen und Endoprothesen nehme auch in Deutschland stark zu. "Und das kann man nicht nur mit Adipositas erklären - die macht viel aus, aber nicht alles."
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Die möglichen Gründe, die die Harvard-Forscher für den Trend nennen, findet Heller plausibel. Viele Menschen bewegten sich kaum noch, im Beruf wie in der Freizeit, und sei der unterbelastete Knieknorpel zu wenig ernährt, geschädigt und irgendwann abgebaut, werde Bewegung erst recht schmerzhaft. "Das ist dann ein sich selbst unterhaltender Prozess."

In Deutschland werden seinen Angaben nach jährlich 170.000 Knie-Prothesen und 230.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt. "Und bei den Knien werden die Patienten immer jünger. Schon etwa 20 Prozent sind unter 60 Jahren."

Quelle: n-tv.de , Andrea Barthélémy, dpa
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Neue Krebstherapie vor Zulassung - Immunzellen könnten Turbowaffen werden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Aug 2017 07:42

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Immunzellen-k ... 83713.html
Neue Krebstherapie vor Zulassung - Immunzellen könnten Turbowaffen werden
Die Krebstherapie mit genetisch veränderten Immunzellen steht in den USA kurz vor der Zulassung. Obwohl nicht alle Krebspatienten die heftigen Nebenwirkungen überleben, ist die neue Therapie aussichtsreich und soll bald auch in Deutschland eingeführt werden.

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Mit den eigenen, gentechnisch veränderten Immunzellen den Krebs besiegen? Eine neue Therapie, die in den USA wie auch in Europa kurz vor der Zulassung steht, rückt das zumindest für bestimmte Formen von Leukämie und von Lymphdrüsenkrebs in den Bereich des Möglichen. Auch andere Arten von Krebs, etwa Tumoren in Brust, Eierstock, Lunge oder Bauchspeicheldrüse, versuchen Forscher mit Hilfe der aufgerüsteten Immunzellen zu knacken - allerdings bislang mit weniger Erfolg.

Das Potenzial der sogenannten CAR-T-Zellen ist seit zwei Jahrzehnten bekannt, aber es zu erforschen und einen funktionierenden Therapieansatz zu entwickeln, erwies sich als schwierig. Mehr als 200 klinische Studien dazu, zumeist in den USA und das Gros davon noch nicht abgeschlossen, bezeugen dies. Doch für Forscher ist mittlerweile klar: Speziell bei bestimmten Formen von Blutkrebs kann der Nutzen, allen schweren Nebenwirkungen zum Trotz, groß sein.

"Das war völlig durchschlagend", sagte Stephan Grupp, Leiter des Krebs-Immuntherapie-Programms an der Kinderklinik von Philadelphia, der "New York Times". Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, Klaus Cichutek, sieht das ähnlich: "Jetzt bricht wahrscheinlich eine neue Ära der Leukämiebehandlung an."
Emily ist krebsfrei

Emily Whitehead, 12 Jahre alt, ist hierfür eine Art Galionsfigur: Vor nunmehr fünf Jahren erhielt das an ALL (Akuter Lymphatischer Leukämie) lebensgefährlich erkrankte Mädchen die experimentelle Gentherapie. Die Nebenwirkungen brachten die damals Sechsjährige fast um: Über Wochen lag sie mit hohem Fieber im Koma, während sich in ihrem Körper die genmodifizierten T-Zellen vervielfachten und wie eine Turbowaffe die Blutkrebszellen attackierten. An ihrem siebten Geburtstag erwachte Emily aus dem Koma. Seitdem ist sie krebsfrei.

Der Kopf hinter dem klinischen Ansatz ist Carl June (University of Pennsylvania), der auch Emily behandelte. Schon vor Jahrzehnten versuchte er, T-Zellen im Kampf gegen das HI-Virus einzusetzen. Der Trick, der nun den Krebszellen den Garaus macht: Die aus dem Blut des Patienten gefilterten T-Zellen werden im Labor mit Hilfe eines viralen Vektors genetisch verändert, dann vervielfacht und dem Patienten als Infusion wieder verabreicht.

Durch die Genmanipulation bilden die T-Zellen an der Oberfläche einen CAR-Rezeptor (Chimeric Antigen Receptor) zur Erkennung eines speziellen Antigens, das auf Krebszellen vorkommt. Werden die CAR-T-Zellen fündig, greifen sie die Krebszellen an und vervielfältigen sich. Allein eine solche T-Zelle kann so 1000 Tumorzellen zerstören. Besonders erfolgreich war dabei die Ansteuerung des Antigens CD19, bestätigte auch das PEI jüngst in einer umfassenden Bilanz aller Studien mit CAR-T-Zellen.
Nur in Speziallaboren herstellbar

Um diese "lebenden Medikamente" herzustellen und sie sicher zu verabreichen, ist jedoch viel Expertise nötig. In den USA wird die Therapie, deren heftige Nebenwirkungen nicht alle todkranken Patienten in den Studien überlebten, deshalb wohl nur an wenigen Spezialzentren möglich sein.

"Es wird ein sehr potenter Mechanismus genutzt, der zu einer Entgleisung des Immunsystems und schlimmstenfalls zum Tod führen kann", sagt PEI-Experte Egbert Flory. "Auch in Europa muss die Infrastruktur und Zusammenarbeit von Kliniken und Herstellern noch besser werden, um diese Therapie zu beherrschen und weiterzuentwickeln", betont PEI-Direktor Cichutek.
Mehrere Anträge für Zulassungen

Die US-Zulassung von CD19-spezifischen CAR-T-Zellen der Firma Novartis zur Behandlung von Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) wäre die erste für eine Gentherapie gegen Krebs. Andere Anträge folgen aber bereits: Kite Pharma will sie zur Behandlung aggressiver Non-Hodgin-Lymphome auf den Markt bringen. Auch für die Therapie Multipler Myelome, ebenfalls eine Blutkrebserkrankung, liegen der FDA Anträge vor.

In Europa sieht es ähnlich aus: Mithilfe des beschleunigenden Prime-Verfahrens könnte die Europäische Kommission vielleicht sogar noch 2017 grünes Licht für die CAR-T-Zell-Therapie geben. Drei Anträge liegen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bereits vor. Zunächst sind Schwerstkranke, für die keine andere Option mehr besteht, die Zielgruppe. Aber ein früherer Einsatz könnte die Erfolgsquote noch erhöhen, vermuten die Forscher.
Wer zahlt das?
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Bleiben die immensen Kosten: Mehrere 100.000 Euro könnte eine solche Therapie in Deutschland kosten. Einige Tausend schwerkranke Menschen würden in Europa jährlich davon profitieren, schätzen Experten. "Die Kosten sind sehr hoch. Aber eventuell reicht eine solche Therapie für viele Jahre aus", sagt Cichutek.

CAR-T-Zellen würden damit zum jüngsten vielversprechenden Zuwachs bei den Immuntherapien gegen Krebs - nach den sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, die die tumorbedingte "Bremse" von T-Zellen lockern, und anderen sogenannten monoklonalen Antikörpern.

Zur Zeit wird versucht, die Erfolge auf örtlich festgesetzte Tumoren auszuweiten. "Die CAR-T-Zellen sind Hoffnungsträger", sagt PEI-Forscherin Jessica Hartmann. Aber feste Tumoren sind schwieriger zu knacken, denn CAR-T-Zellen müssen sie zunächst einmal erreichen und sich dann in dem für sie ungünstigen Milieu behaupten - mehr als 20 verschiedene CAR-T-Zellprodukte werden dazu derzeit klinisch erprobt. "Solche soliden Tumoren sind wie Fort Knox", so Grupp.

Quelle: n-tv.de , Andrea Barthélémy, dpa
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Fristlos, ohne Abmahnung - Patientendaten herausgegeben ? Kündigung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Aug 2017 10:51

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/ratgeber/Patientenda ... 92800.html
Montag, 21. August 2017
Fristlos, ohne Abmahnung - Patientendaten herausgegeben ? Kündigung

Ärzte sowie dessen Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Wer dennoch mit Patientendaten fahrlässig umgeht, muss mit Konsequenzen rechnen. Diese können sogar über eine Abmahnung hinausgehen, wie ein Urteil zeigt.

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Für die Mitarbeiter einer Arztpraxis gelten strenge Verschwiegenheitspflichten. Einer Arzthelferin darf deshalb gekündigt werden, wenn sie Patientendaten an Dritte weiterleitet. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es in einem solchen Fall nicht.

Der Deutsche Anwaltverein informiert über folgende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg (Az.: 12 Sa 22/16):

In dem Fall ging es um eine Arzthelferin in einer radiologischen Praxis. In ihrem Arbeitsvertrag war ausdrücklich nachfolgende Verschwiegenheitsklausel enthalten: "Der Arbeitnehmer ist insbesondere verpflichtet, alle Praxisvorgänge sowie die Namen aller Patienten geheim zu halten und ihm/ihr überlassene Geschäftsunterlagen bei Ausscheiden wieder zurückzugeben. Er ist darüber belehrt, dass die Verletzung der Schweigepflicht strafrechtliche Konsequenzen gem. § 203 StGB nach sich zieht. Diese Schweigepflicht besteht auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fort."

Als eine Patientin im Oktober 2015 einen Termin absagte, rief sie deren Datenblatt auf. Darauf standen der Name und das Geburtsdatum der Patientin, der zu untersuchende Körperbereich und das dafür notwendige medizinische Gerät. Die Frau fotografierte das Datenblatt mit ihrem Handy und leitete es mit dem Zusatz "Mal sehen, was die schon wieder hat" weiter an die Tochter.
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Die Tochter zeigte im Sportverein die Nachricht ihrer Mutter herum. Darüber beschwerte sich wiederum der Vater der Patientin in der Praxis. In der Folge wurde der Arzthelferin fristlos gekündigt, dagegen zog die Frau vor Gericht. Sie war der Meinung, dass eine Abmahnung ausgereicht hätte.

Das sah das Gericht anders: Der Arztpraxis sei es aufgrund des Verhaltens der Mitarbeiterin nicht mehr zumutbar gewesen, das Arbeitsverhältnis aufrecht zu erhalten - nicht einmal bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist. Das Einhalten der ärztlichen Schweigepflicht sei grundlegend für das erforderliche Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt und damit für jeden Mitarbeiter der Praxis bindend. Die Weitergabe von Patientendaten sei ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung, auch ohne vorherige Abmahnung.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Frage & Antwort, Nr. 496 - Kann Sonnenschein Niesen auslösen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Aug 2017 20:19

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 84884.html
Dienstag, 22. August 2017
Frage & Antwort, Nr. 496 - Kann Sonnenschein Niesen auslösen ?

Von Jana Zeh

Es scheint ein inneres Bedürfnis zu sein, nach draußen zu gehen und das Gesicht in die Sonne zu halten. Doch nicht alle Menschen können sich dabei auch entspannen. Plötzliches Niesen macht ihnen ein Strich durch die Rechnung. Warum?

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Niesen ist ein körperlicher Reflex zum Schutz der Atemwege. Staub, Pollen oder Krankheitserreger sollen mit einem wuchtartigen Luftausstoß aus der Nase entfernt werden. Doch nicht nur durch Fremdkörper kann ein Niesreiz ausgelöst werden - tatsächlich kann das auch durch helles Licht geschehen. Allerdings trifft der auch als photischer Niesreiz bekannte Effekt nur 17 bis 35 Prozent aller Menschen, Frauen etwas häufiger als Männer.
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Dabei ist nicht das Licht als solches der Auslöser, sondern eher der Wechsel von Dunkelheit zu Helligkeit. Tritt also jemand aus einem Haus ins pralle Sonnenlicht, dann bekommt er entweder nur ein leichtes Kribbeln in der Nase oder muss gleich mehrmals hintereinander niesen. Oder es juckt bereits in der Nase, ein Niesen kündigt sich an, will aber nicht so recht entstehen. Dann halten manche Menschen einfach ihre Nase ins Licht und niesen dann genüsslich.
Genaue Ursache bisher nicht zu benennen

Wo dieses Phänomen, in der Fachsprache als Autosomal Dominant Compelling Helio-Ophthalmic Outbursts of Sneezing oder kurz ACHOO-Syndrom bezeichnet, seine Ursache hat, ist bisher nicht geklärt. Es wird angenommen, dass es durch Vererbung weitergegeben wird. Die bisher gängigste Theorie dazu besagt, dass bei betroffenen Personen der Sehnerv, der Nervus opticus, ungewöhnlich nah am Drillingsnerv, dem Nervus trigeminus, verläuft. Dieser besondere Gesichtsnerv ist für die sogenannte sensible Innvervation verantwortlich. Das bedeutet, dass über ihn die taktilen Empfindungen im Gesicht, bestimmte Duftwahrnehmungen, aber auch Wahrnehmungen in den Schleimhäuten von Augen, Mund- und Nasenhöhle transportiert werden.

Tritt jemand mit dem ACHOO-Syndrom aus einem Haus in die pralle Sommersonne, dann werden durch die plötzliche Helligkeit viele Aktionspotenziale über den Sehnerv geleitet, was wiederum dazu führt, dass der nahe liegende Drillingsnerv auch, aber fälschlicherweise elektrisch gereizt wird. Das wird vom Gehirn als Reizung der Nasenschleimhaut interpretiert, was wiederum zum Niesreiz führt. Nach rund 20 Sekunden hat sich das Auge an die plötzliche Helligkeit gewöhnt und der Niesreiz lässt nach.
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Mit einer Sonnenallergie hat das ACHOO-Syndrom allerdings nichts zu tun. Auch die Wellenlänge des Lichts ist nicht ausschlaggebend dafür. Genauso kann das plötzliche Auftreten von sehr hellem, künstlichen Licht bei Personen mit diesem Syndrom den Niesreiz auslösen. Da das Symptom an sich nicht gesundheitsgefährdend ist, sondern nur beim Autofahren, wenn man beispielsweise aus einem Tunnel kommt, zum Problem werden kann, gibt es wenig Forschung dazu. Auch ein geeignetes Gegenmittel ist nicht bekannt. Selbst Sonnenbrillen können den Niesreflex nicht wirksam unterdrücken.

Übrigens: Sogar Gedanken an Sex können bei manchen Menschen einen Niesreiz auslösen. In diesen Fällen handelt es sich allerdings nicht um das ACHOO-Syndrom, sondern um ein anderes Phänomen, das noch weniger Menschen betrifft und noch weniger erforscht ist als der photische Niesreflex.

Quelle: n-tv.de
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Trotz moderner Medizin und Sport - Lebenserwartung hat eine Obergrenze

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Aug 2017 21:27

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Lebenserwartu ... 12154.html
Donnerstag, 31. August 2017
Trotz moderner Medizin und Sport - Lebenserwartung hat eine Obergrenze

Mitteleuropäer werden heute im Durchschnitt immer älter - doch bedeutet das auch, dass der möglichen Lebenserwartung keine Grenze gesetzt ist? Niederländische Forscher glauben nun, eine Antwort auf diese Frage gefunden zu haben.

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Trotz aller medizinischer Errungenschaften sehen niederländische Wissenschaftler ein maximales Limit bei der menschlichen Lebenserwartung. Ihnen zufolge liegt die natürliche Obergrenze für Frauen bei 115,7 Jahren und für Männern bei 114,1 Jahren. Die Zahlen sind Ergebnis einer Studie, bei der die Daten von rund 75.000 Menschen statistisch ausgewertet wurden.

"Im Durchschnitt werden die Menschen zwar immer älter", erläuterte Statistikprofessor John Einmahl, einer der Autoren der Studie. "Die Ältesten unter uns sind in den letzten 30 Jahren aber nicht noch älter geworden."
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Bessere medizinische Versorgung, gesündere Ernährung und bessere Lebensbedingungen haben die durchschnittliche Lebenserwartung zwar deutlich steigen lassen - die Zahl der Menschen über 95 Jahre hat sich so etwa in den Niederlanden verdreifacht. "Die maximale Obergrenze hat sich jedoch nicht geändert", sagte Einmahl. "Es gibt da so eine Art Deckelung."
Ausnahmen sind möglich

Ihre Berechnungen zur maximalen Lebensspanne stützten die Wissenschaftler dabei nicht auf medizinische Untersuchungen, sondern auf die rein statistische Auswertung der Lebensdaten von rund 75.000 Niederländern. Sie wendeten dabei die so genannte Extremwerttheorie an. Diese statistische Methode befasst sich mit Ausreißern im Höchst- und Tiefstbereich von Stichprobensammlungen.

Ihre Befunde wollen die Wissenschaftler der Universitäten Tilburg und Rotterdam demnächst in einem Fachmagazin publizieren. Einmahl räumte ein, dass auch bei seinen statistischen Berechnungen Ausnahmen möglich seien. Als Beispiel nennt er die Französin Jeanne Calment, die 1997 mit 122 Jahren und 164 Tagen verstarb und bis heute den Rekord des höchsten erreichten Lebensalters eines Menschen hält.
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Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden: Lebenserwartungen Von Minuten zu Jahrtausenden Lebenserwartungen

Quelle: n-tv.de , lou/AFP
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Eine Frage der Körpermaße - Große haben höheres Thrombose-Risiko

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2017 20:02

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Grosse-haben- ... 19217.html
Mittwoch, 06. September 2017
Eine Frage der Körpermaße - Große haben höheres Thrombose-Risiko

In Deutschland steigt die Zahl der Thrombose-Patienten. Das könnte auch daran liegen, dass die Menschen immer größer werden. Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass das Risiko eines Gefäßverschlusses mit der Körpergröße zunimmt. Und nicht nur das.

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Große Menschen haben ein höheres Risiko für eine Thrombose-Erkrankung. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen nimmt mit der Körpergröße die Gefahr zu, das eine Vene durch ein wanderndes Blutgerinnsel verstopft, berichten schwedische Forscher im Fachblatt "Circulation: Cardiovascular Genetics". Bestätigten sich die Ergebnisse ihrer Analyse, sollte die Körpergröße künftig genau wie Übergewicht bei der Beurteilung des persönlichen Risikos berücksichtigt werden, sagte Erstautor Bengt Zöller von der Universität Lund in Malmö.

Eine Thrombose entsteht, wenn sich in einem Gefäß - meist in einer Vene - ein Blutklumpen bildet. Am häufigsten passiert das in den Beinvenen. Gefährlich wird es besonders dann, wenn sich der Blutpfropf - der Thrombus - löst und mit dem Kreislauf durch die Gefäße transportiert wird. Er kann dann an verschiedensten Orten im Körper ein Gefäß ganz verschließen. Experten sprechen dann von einer Thromboembolie. In der Lunge kann dies eine lebensbedrohliche Lungenembolie zur Folge haben. Auch Herzinfarkte und Schlaganfälle gehen häufig auf eine Thrombose zurück.

Zu den Ursachen für die Entstehung einer Thrombose zählen langes Liegen oder Sitzen - etwa nach Operationen oder bei Flugreisen, auch eine Schwangerschaft oder Hormonbehandlungen begünstigen die Erkrankung. Ob auch die Körpergröße das Risiko einer Thromboembolie beeinflusst, untersuchten die Wissenschaftler um Zöller mit Daten von mehr als 2,5 Millionen schwedischen Männern und Frauen. Sie hatten Daten von Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge zwischen 1951 und 1992 analysiert, sowie von Frauen, die zwischen 1982 und 2012 ihr erstes Kind bekommen hatten.
Höherer Schweredruck in Venen

Innerhalb dieser Gruppen identifizierten sie Geschwisterpaare, die sich in ihrer Größe unterschieden. So konnten sie ausschließen, dass familiäre oder Umweltfaktoren einen eventuellen Zusammenhang erklären. Die Auswertung der Daten zeigte, dass das Risiko einer venösen Thromboembolie mit der Körpergröße zunimmt. Die kleinsten Probanden hatten das geringste Risiko. Bei Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko etwa um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter. Die Auswertung der Geschwisterdaten bestätigte das Ergebnis aus der Allgemeinbevölkerung: Größere Geschwister hatten ein höhere Thromboembolie-Risiko als ihre kleineren Brüder oder Schwestern.

"Es kann sein, dass es bei größeren Menschen mit ihren längeren Beinvenen einfach mehr Oberfläche gibt, an der es Probleme geben kann", mutmaßte Zöller. Auch die Schwerkraft könne mitverantwortlich sein. "In den Beinvenen großer Menschen gibt es einen höheren Schweredruck, der das Risiko erhöht, dass der Blutfluss sich verlangsamt oder vorübergehend zum Erliegen kommt." Zöller zufolge könne das Ergebnis der Studie eine Beobachtung von Medizinern erklären: "Die Köpergröße ist in der Bevölkerung gestiegen und steigt weiter; das könnte dazu beitragen, dass die Zahl der Thrombosen gestiegen ist."
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Die Körpergröße hat in Deutschland in den vergangenen rund 150 Jahren erheblich zugelegt. Allein zwischen 1870 bis 1980 nahm zum Beispiel die Größe rund 21 Jahre alter Männer um etwa elf Zentimeter zu. Die Körpergröße eines Menschen wird maßgeblich durch seine Gene bestimmt. Darüber hinaus spielen Umweltfaktoren eine große Rolle. Verantwortlich für das Größenwachstum der vergangenen Jahrzehnte ist Experten zufolge wohl in erster Linie eine bessere Ernährung, verbesserte hygienische Verhältnisse und medizinische Versorgung.

Dass die Körpergröße das Risiko für eine Reihe von Krankheiten mitbestimmt, haben bereits andere Untersuchungen gezeigt. Einige der bisherigen Erkenntnisse haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung und der Harvard School of Public Health im vergangenen Jahr zusammengefasst: Demnach haben größere Menschen ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, aber ein höheres Risiko für Krebs.

Quelle: n-tv.de , jug/dpa
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