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"Selbstmord-Programm" aktiviert - Nüsse schützen vor Darmkrebs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Feb 2017 14:36

http://www.n-tv.de/wissen/Nuesse-schuet ... 91110.html
Dienstag, 07. Februar 2017
"Selbstmord-Programm" aktiviert - Nüsse schützen vor Darmkrebs

Ob Hasel-, Macadamia- oder Walnuss: Schon lange weiß man, dass die Inhaltsstoffe von Nüssen positive Wirkungen auf die Gesundheit haben. Was dabei genau im Darm passiert, können Forscher nun erklären.

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Nüssen sagt man viele positive Eigenschaften nach. So sollen sie mit ihren Inhaltsstoffen das Herz-Kreislauf-System stärken und in der richtigen Menge sogar vor Übergewicht und Diabetes schützen. Doch damit nicht genug. Nüsse könnten auch das Wachstum von Krebszellen im Darm reduzieren. Das haben Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena festgestellt. Für die Studie wurden die Wirkweisen von Macadamia-, Hasel- und Walnüssen sowie Mandeln und Pistazien untersucht.

Alle untersuchten Kerne wurden zunächst mit einem besonderen Verfahren in Reagenzgläsern "verdaut". Dieser Schritt sollte sie in den gleichen Zustand versetzen, wie sie beim Verzehr im Darm ankommen. Mit diesen so gewonnenen Verdauungsprodukten wurden anschließend verschiedene Darmkrebs-Zellen konfrontiert. Dabei zeigte sich, dass natürliche Schutzmechanismen in den Zellen auf molekularer Ebene angekurbelt werden.
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Entgiftung der Zellen

Die Inhaltsstoffe des Breies führten dazu, dass sich die Aktivität von zwei verschiedenen Enzymen, der sogenannten Katalase und der Superoxiddismutase, erhöhte. Beide Enzyme sind maßgeblich an der Entgiftung in Körperzellen beteiligt. Außerdem konnte durch die vorverdauten Kerne das natürliche "Selbstmord-Programm", die sogenannte Apoptose in entarteten Zellen, angeschaltet werden. Darüber hinaus haben die Forscher gesehen, dass sich sogar die Genexpression in den Zellen veränderte.

"Diese Wirkung haben wir bei allen untersuchten Nusssorten nachweisen können", betonte Studienleiter Professor Michael Glei. Eine entsprechende Ernährungsempfehlung allerdings können die Forscher derzeit nicht geben. Da die meisten Nüsse und Kerne als geröstete und oftmals auch gesalzene Snacks verzehrt werden, wollen die Forscher in einem nächsten Schritt untersuchen, ob die Schutzwirkungen auch nach der Röstung erhalten bleiben. Unklar ist auch, in welcher Menge und mit welcher Regelmäßigkeit Nüsse verzehrt werden müssen, damit es zu den schützenden Wirkungen im Darm kommt.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Molecular Carcinogenesis".

Quelle: n-tv.de , jaz
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Infektion kann für Babys tödlich sein - Keuchhusten-Fälle auf neuem Höchst

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2017 10:59

http://www.n-tv.de/wissen/Keuchhusten-F ... 92730.html
Mittwoch, 08. Februar 2017
Infektion kann für Babys tödlich sein - Keuchhusten-Fälle auf neuem Höchststand

Hinter hartnäckigem Husten kann eine hochansteckende Infektion stecken: Mehr als 22.000 Keuchhusten-Fälle wurden 2016 registriert - so viele wie noch nie. Für Säuglinge sind die Bakterien hochgefährlich.

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Die Zahl der Keuchhusten-Infektionen in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. Im Jahr 2016 registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) 22.119 Fälle - mit Abstand die meisten seit dem Beginn der bundesweiten Meldepflicht im Jahr 2013. Damals waren es rund 12.600 Patienten pro Jahr, 2015 rund 14.000. "Wir sehen hier wahrscheinlich beides: eine Krankheitswelle, aber auch eine zunehmend bessere Erfassung", sagte Wiebke Hellenbrand, Infektionsforscherin am RKI. Impflücken begünstigten Ansteckungen. Besonders gefährlich ist Keuchhusten (Pertussis) für Säuglinge. 2016 starben in Deutschland drei Babys an der Infektion - das sind untypisch viele.

Seit Jahresbeginn wurden bereits 1554 neue Keuchhusten-Patienten an das RKI gemeldet. Hellenbrand kann nur vermuten, dass die Welle auch mit einem typischen Zyklus der Erregers zu tun hat: In Ostdeutschland werden Pertussis-Infektionen bereits seit 2002 erfasst. Höhepunkte waren die Jahre 2007 und 2012 - die Zeit könnte also wieder reif sein.
Impfung muss regelmäßig aufgefrischt werden

Der Schrecken, den Keuchhusten vor der Schutzimpfung seit den 1930er-Jahren hatte, ist fast vergessen. Damals seien in Deutschland 10.000 Säuglinge pro Jahr an der hochansteckenden Infektion gestorben, so Hellenbrand. Die Bakterien verbreiten sich durch Husten, Niesen oder Sprechen über winzige Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum. Bei der Einschulung waren nach den jüngsten RKI-Daten für 2014 rund 96 Prozent der Kinder in Deutschland gegen Keuchhusten geschützt. Ganz anders bei den Erwachsenen: Da ist es je nach Lebensalter nur jeder fünfte bis zehnte. Bei jungen Eltern hat ein Drittel einen Impfschutz, bei Schwangeren ein Fünftel. Dabei gelten Familien mit kleinen Kindern als Hauptrisikogruppe.
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"Keuchhusten ist bei der Bevölkerung und auch bei Hausärzten noch nicht vollständig im Bewusstsein", sagte Hellenbrand. Dazu kommt, dass die Impfung ihre Tücken hat. Sie muss immer wieder aufgefrischt werden. "Aber wir haben nichts besseres." Allein bei Kleinkindern sind es vier Teilimpfungen gegen Keuchhusten. Dazu kommen zwei Auffrischungen, einmal im Kindes-, einmal im Jugendalter. Für Erwachsene wird ein Pertussis-Schutz zusammen mit der Auffrischung für Tetanus und Diphtherie empfohlen - aber vielfach einfach vergessen. "Wahrscheinlich reicht der empfohlene Abstand von zehn Jahren auch nicht aus", sagte Hellenbrand. Erlischt der Impfschutz, können sich Menschen auch nach überwundener Infektion erneut anstecken.

Ist eine junge Mutter nicht geimpft, hat ihr Baby bis zur ersten Immunisierungsmöglichkeit im Alter von zwei Monaten keinen Schutz. Es gebe deshalb Überlegungen, Schwangeren die Impfung generell zu empfehlen, sagte die Expertin. Zumindest kommt die Keuchhusten-Forschung mit der Meldepflicht nun weiter voran. "Wir hatten noch nie so viele Daten."

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Fruchtbarkeit könnte leiden - Nachtschicht beeinträchtigt Eizellenreifung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Feb 2017 12:10

http://www.n-tv.de/wissen/Nachtschicht- ... 98603.html
Fruchtbarkeit könnte leiden - Nachtschicht beeinträchtigt Eizellenreifung

"Bloß nicht schwer heben" - das bekommen Schwangere oft zu hören. Eine Studie legt nun nahe, dass auch Frauen, die noch schwanger werden wollen, schwere körperliche Arbeit meiden sollten. Auch Nachtschichten sind kontraproduktiv.

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Schwere körperliche Arbeit und nächtliche Schichtarbeit beeinträchtigen die Eizellenqualität und -zahl von Frauen und damit womöglich ihre Fruchtbarkeit. Besonders ausgeprägt sei der Effekt bei übergewichtigen und älteren Frauen, berichten US-Forscher im Fachblatt "Occupational and Environmental Medicine". Frauen, die schwanger werden wollen, sollten sich des Einflusses bewusst sein, den schweres Heben und nächtliche Schichtarbeit auf ihre Fruchtbarkeit haben könnten.

Eine Reihe von Studien habe bereits gezeigt, dass die Arbeitsbedingungen einer Frau ihre Fertilität beeinflussen, schreiben die Forscher um Lidia Minguez-Alarcón von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston (US-Staat Massachusetts). Bisher sei aber noch nicht untersucht worden, welche Abläufe im Körper direkt beeinträchtigt würden. Die Wissenschaftler hatten nun Frauen untersucht, die sich zu einer Fruchtbarkeitsbehandlung entschlossen hatten, weil sie auf natürlichem Weg nicht schwanger wurden.

Im Rahmen der Behandlung maßen die Forscher verschiedene biologische Kenngrößen für die Fruchtbarkeit direkt, etwa die Zahl der Eibläschen, die zu Beginn eines Zyklus in den Eierstöcken vorhanden sind. In den Eibläschen befinden sich die Eizellen. Eine geringe Zahl von Eibläschen deutet darauf hin, dass der Eizellenvorrat der Frau abnimmt, womit die Fruchtbarkeit schwindet. Zudem bestimmten die Forscher, wie viele Eizellen bei den Frauen im Zuge der Fruchtbarkeitsbehandlung heranreiften und wie viele davon ausgereift waren.
Geringere Ausbeute an Eizellen

Normalerweise reift pro Zyklus nur eine Eizelle in den Eierstöcken vollständig heran. Bei Fruchtbarkeitsbehandlungen wie einer In-vitro-Fertilisation werden die Eierstöcke hormonell gezielt zur Bildung mehrerer Eizellen angeregt. Diese können dann entnommen und außerhalb des Körpers befruchtet werden. Schließlich untersuchten die Forscher noch den Gehalt verschiedener Hormone. In einem Fragebogen gaben die Frauen detailliert Auskunft zu ihren Arbeitsbedingungen.

Die Auswertung zeigte, dass bei Frauen, die schwer heben, während der Fruchtbarkeitsbehandlung weniger Eizellen in den Eierstöcken heranreifen als bei Frauen, die überwiegend im Sitzen arbeiten oder körperlich weniger schwere Arbeit leisten. Außerdem waren weniger dieser Eizellen voll ausgereift. Ferner schien ihr Vorrat an befruchtungsfähigen Eizellen insgesamt kleiner zu sein. Dieser Zusammenhang war allerdings statistisch nicht eindeutig.

Die festgestellten Auswirkungen waren bei übergewichtigen und fettleibigen Frauen sowie bei Frauen über 37 Jahren besonders ausgeprägt. Auch bei Frauen, die nachts im Schichtdienst arbeiteten, war die Ausbeute reifer Eizellen geringer im Vergleich zu Frauen, die tagsüber im Schichtdienst tätig waren. Auf den Hormongehalt wirkten sich die Arbeitsbedingungen nicht aus.
Viele Faktoren spielen mit

Welche Ursachen den Unterschieden zugrunde liegen, wissen die Forscher nicht. Möglicherweise seien Störungen der biologischen Uhr beteiligt. Ihre Ergebnisse hätten unmittelbare klinische Bedeutung, weil eine geringere Anzahl reifer Eizellen zur Folge hat, dass aus weniger Eizellen ein gesunder Embryo hervorgehen kann, schreiben die Forscher. Ob die Effekte umkehrbar seien und wie lange das dauere, müssten weitere Untersuchungen zeigen. Unklar sei auch, ob die Ergebnisse auch für Frauen gelten, die bereits auf natürlichem Wege schwanger geworden sind, ob harte körperliche Arbeit also auch ihre Fruchtbarkeit einschränkt.
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Für Georg Döhmen, Reproduktionsmediziner und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) liefert die Studie solide Ergebnisse, aber keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse. Sie zeige einmal mehr, dass körperlicher Stress die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, vor allem in zunehmendem Alter und bei Übergewicht. "Man muss aber beachten, dass die Ursachen einer eingeschränkten Fertilität meist multifaktoriell sind, da kommen mehrere Sachen zusammen." Einer der wesentlichsten schädlichen Faktoren sei das Rauchen; Sport und gesunde Ernährung hingegen förderten die Fruchtbarkeit, bei Männern wie Frauen.

Denkbar sei auch, dass der Bildungsgrad und damit zusammenhängende Lifestyle-Faktoren die Ergebnisse miterklärten. So sei der Bildungsgrad bei jenen untersuchten Frauen geringer, die schwere körperliche Arbeit verrichteten und nachts arbeiteten. "Inwieweit das möglicherweise eine Rolle spielt, beantwortet die Studie nicht." Döhmen rät Frauen, die mit unerfülltem Kinderwunsch zu ihm ins Kinderwunschzentrum kommen, weitgehend gesund zu leben und Stress zu reduzieren, ohne sich völlig aus dem normalen Alltag auszuklinken. "Wenn man sich zu viele Regeln auferlegt, kann das sonst auch Stress erzeugen und dann kontraproduktiv sein."
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Das Wunder des Lebens: Schwangerschaft und Geburt Das Wunder des Lebens: Schwangerschaft und Geburt Das Wunder des Lebens: Schwangerschaft und Geburt Das Wunder des Lebens Schwangerschaft und Geburt

Quelle: n-tv.de , sba/dpa
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Übertragung durch Küsse - Epstein-Barr Viren sind Krebstreiber

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Feb 2017 13:18

http://www.n-tv.de/wissen/Epstein-Barr- ... 01551.html
Dienstag, 14. Februar 2017
Übertragung durch Küsse - Epstein-Barr Viren sind Krebstreiber

Fast alle Erwachsene tragen sie in sich, die Mehrzahl merkt nichts davon. Ein kleiner Teil jedoch, bekommt im Laufe der Jahre Krebs, weil Epstein-Barr Viren die Zellen boykottieren. Wie genau das passiert, können Forscher nun erklären und fordern einen Impfstoff.

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Auf eine bisher unbekannte Art können Epstein-Barr-Viren auf infizierte Zellen so einwirken, dass sich aus ihnen Krebszellen entwickeln. Das haben Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) herausgefunden. "Wir wussten bisher nicht, auf welche Weise die Mehrheit der Tumoren entsteht", sagt Henri-Jacques Delecluse vom DKFZ.

Auch wenn laut Schätzungen von Wissenschaftlern rund 98 Prozent aller Erwachsenen Epstein-Barr-Viren in sich tragen, wissen die meisten nichts davon. Etwa ein Drittel davon erkrankt im frühen Erwachsenenalter. Dann handelt es sich um das sogenannte Pfeiffersche Drüsenfieber, das ohne Komplikationen nach vier bis sechs Wochen wieder abklingt. Das Virus, das zu den Herpesviren gehört, bleibt im Körper und wird im Normalfall gut vom Immunsystem in Schach gehalten. Dennoch erkrankt ein kleiner Teil der Betroffenen später durch den Erreger an Krebs. Besonders von diesen bösartigen Tumoren betroffen sind dann das Lymphsystem, der Magen und der Nasen-Rachenraum.
Überraschende Untersuchungsergebnisse

Bei ihren Untersuchungen in vitro und an Mäusen entdeckten die Forscher nun, dass ein bestimmter Proteinbestandteil des Epstein-Barr-Virus die Krebsentstehung vorantreibt. Das sogenannte Virusprotein BNRF1 verhindert, dass sich infizierte Zellen korrekt teilen. Es sabotiert bei dem natürlichen Prozess die gleichmäßige Verteilung der Chromosomen auf beide Tochterzellen, so dass die Zellen zu Krebszellen entarten. Aus diesem Grund entfernten die Forscher das verdächtige Virusprotein und stellten fest, dass sich die Chromosomen in den infizierten Zellen wieder korrekt verteilten.

"Das völlig neue an unserem Ergebnis ist, dass wir erstmals ein Protein eines Virus als Krebstreiber enttarnt haben", betont Delecluse. "Alle bislang untersuchten Tumorviren des Menschen lösen Krebs auf völlig andere Art aus: In der Regel muss das Erbmaterial des Virus dauerhaft in der infizierten Zelle vorliegen, so dass Virusgene abgelesen werden, die dann die Krebsentstehung fördern."
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Aufgrund ihrer Erkenntnisse befürchten die Forscher, dass noch weitere Tumoren auf das Konto von Epstein-Barr Viren gehen könnten. Sie wurden wahrscheinlich bislang nicht mit dem Virus in Verbindung gebracht, weil sie kein Erbgut des Erregers enthalten. Das Forscherteam fordert deshalb die schnelle Entwicklung einer Impfung gegen das Epstein-Barr Virus, denn nur so lasse sich eine Ansteckung mit dem Virus verhindern. Schon die erste Infektion stelle bereits ein Krebsrisiko dar, betonten die Wissenschaftler.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications".

Quelle: n-tv.de , jaz
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PKV wird immer teurer - So spart man bei der Krankenversicherung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Feb 2017 13:34

http://www.n-tv.de/ratgeber/So-spart-ma ... 01645.html
Dienstag, 14. Februar 2017
PKV wird immer teurer - So spart man bei der Krankenversicherung

Privat Krankenversicherte müssen deutlich höhere Beiträge berappen. Nicht jeder kann und will sich das leisten. Ein Tarifwechsel kann Abhilfe schaffen. Finanztest zeigt, wie es geht und worauf zu achten ist.

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Warum die Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen, ist schnell erzählt: Zum einen haben die Versicherer immer größere Schwierigkeiten, neue Kunden zu gewinnen. Nicht zuletzt deshalb, weil an System und Tragfähigkeit der privaten Krankenversicherung (PKV) zunehmend gezweifelt wird. Zum anderen erwirtschaften die von den Versicherungen gebildeten Rücklagen am Kapitalmarkt aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr die nötigen Zinseinnahmen - damit das System stabil bleibt, müssen die Beiträge steigen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben.

Ebenfalls per Gesetz (Versicherungsvertragsgesetz) ist geregelt, dass Versicherte jederzeit einen Wechsel in andere Tarife mit dem sogenannten gleichartigen Versicherungsschutz verlangen können. Wird der Tarifwechsel innerhalb einer Gesellschaft angestrebt, bleiben auch die Altersrückstellungen erhalten und eine neuerliche Gesundheitsprüfung entfällt. Die Versicherungsunternehmen sind auf Anfrage dazu verpflichtet, auch Tarife anzubieten, die bei gleicher Leistung deutlich günstiger sind.

Soweit die Theorie. In der Praxis werden Kunden oft schlecht oder falsch über günstigere Alternativen von ihrer Krankenversicherung informiert, wie Finanztest berichtet. Und das, obwohl der Verband der Privaten Krankenversicherer die sogenannten "Leitlinien für einen transparenten und kundenorientierten Wechsel" zum Thema herausgegeben hat.
Mit Geduld und Spucke

Was also tun? Nur den Selbstbehalt zu erhöhen oder auf Leistungen zu verzichten, um seinen Beitrag zu senken, ist laut Finanztest keine gute Idee. Das gleiche gilt für einen Wechsel in die vergleichsweise günstigsten Standard- oder Basistarife. Das Leistungsniveau liegt bei diesen Tarifen auf dem der gesetzlichen Krankenkassen.
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Wechselwilligen bleibt oft nur, den eigenen Vertrag Punkt für Punkt mit möglichen Alternativen zu vergleichen. Eine Heidenarbeit und für Laien nicht leicht zu durschauen. Im Umgang mit der Versicherung ist vor allem Hartnäckigkeit gefragt, Kunden müssen sich auf mehrmaliges Nachfragen einstellen. Hierbei werden am besten Fristen gesetzt. Wem der Aufwand zu hoch ist, der sucht sich fremde Hilfe bei Versicherungsmaklern, Versicherungsberatern oder auch Rechtsanwälten. Deren Leistungen werden in Form eines Honorars fällig, welches sich entweder an der Höhe der Ersparnis, einem festen Stundensatz oder einem Pauschalbetrag bemisst.

Ist ein günstigerer Tarif gefunden, sollten Versicherte wechseln. Hat die Umstellung allerdings mehrere Monate gedauert, sollten Kunden darauf bestehen, rückwirkend in den preiswerteren Tarif eingestuft zu werden.

Quelle: n-tv.de , awi
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Sonne oder Tablette - Kann Vitamin D vor Infekten schützen ?

Beitragvon Gudrun Graf » 18. Feb 2017 10:25

http://www.n-tv.de/wissen/Kann-Vitamin- ... 05038.html
Sonne oder Tablette - Kann Vitamin D vor Infekten schützen ?

Die Meinungen über die zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten gehen weit auseinander. Forscher untersuchen deshalb, ob Vitamin D vor Infekten schützen kann und treffen eine klare Aussage.

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Als "Sonnen- oder Knochenvitamin" bezeichnet, soll Vitamin D viele positive Wirkungen auf den Körper haben. Schon ein geringer Mangel daran soll vielfältige Symptome hervorrufen können: Müdigkeit, schlechte Stimmung oder Konzentrationsprobleme gehören dazu. Besteht über viele Jahre ein schwerer Mangel, dann können unter anderem Osteoporose, Diabetes mellitus und sogar Krebserkrankungen begünstigt werden. Auch das Demenzrisiko soll sich deshalb erhöhen.

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten und Bronchitis oder anderen Atemwegserkrankungen gibt, wollten Forscher der Queen Mary University of London wissen. Dafür untersuchten sie die Daten von 25 klinischen Studien mit insgesamt 11.321 Teilnehmern im Alter von 0 bis 95 Jahren. Für die Metaanalyse wurden die Ergebnisse jedes einzelnen Probanden betrachtet und nicht nur die Gesamtergebnisse der Untersuchungen, betonen die Forscher um Adrian Martineau.
Nur für Menschen mit Mangel nützlich

Sie fanden heraus, dass das Risiko für Atemwegsinfektionen um durchschnittlich 12 Prozent sinkt, wenn zusätzlich regelmäßig Vitamin-D-Präparate eingenommen werden. Eine relevante Schutzwirkung allerdings sahen die Forscher nur bei den Studienteilnehmern, die vor Beginn der Untersuchungen einen Vitamin D-Gehalt von unter 25 Nanomol je Liter, also einen schwerwiegenden Vitamin-D-Mangel aufwiesen. Bei den Probanden, deren Werte darüber lagen, konnten keine messbaren Effekte auf ein Erkrankungsrisiko festgestellt werden.
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Auf Grundlage dieser Ergebnisse könnten jedoch keine Empfehlungen zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten für gesunde Personen ausgesprochen werden. Die einzige Ausnahme: Menschen mit Vitamin D-Werten von unter 25 Nanomol je Liter könnten auf diese Art und Weise tatsächlich ein Infektionsrisiko der Atemwege senken. Doch bei solchen geringen Werten verordnen Ärzte auch in Deutschland Präparate zum Ausgleich.

Ob man tatsächlich unter Vitamin-D-Mangel leidet, kann mit einem Bluttest beim Hausarzt herausgefunden werden. Diesen müssen die meisten Patienten in Deutschland selbst bezahlen. Uneinigkeit besteht allerdings darüber, bei welchem Wert der Vitamin-D-Spiegel optimal ist. Ebenso wenig kann heute mit wissenschaftlich Daten belegt werden, wann das Knochenvitamin wegen einer zu hohen Dosierung ungesunde Wirkungen, wie beispielsweise die Bildung von Nierensteinen hat. Klar ist allerdings, dass der Körper mit der natürlichen Form der Vitamin-D-Bildung durch Sonnenlicht nicht überdosiert werden kann.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im British Medical Journal.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Grund für hohe Infektionszahlen - Neuer Norovirus-Stamm entlarvt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Feb 2017 09:54

http://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Norovir ... 12305.html
Grund für hohe Infektionszahlen - Neuer Norovirus-Stamm entlarvt

Durchfall und Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen: Die Symptome treten überfallartig auf. Die Zahl der Norovirus-Infektionen steigt in diesem Winter rasant an. Die Gründe dafür findet das Robert-Koch-Institut nun heraus.

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Eine neue Norovirus-Variante soll hauptsächlich für die große Anzahl von Infektionen in dieser Wintersaison verantwortlich sein. Das berichtet das Robert-Koch-Institut im epidemiologischen Bulletin. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Rekombinanten mit der Bezeichnung GII.P16-GII.2, der bisher nicht in Deutschland nachgewiesen worden war.

Um dem Übeltäter auf die Schliche zu kommen, untersuchten die Wissenschaftler der Forschungseinrichtung insgesamt 240 Stuhlproben aus 13 Bundesländern. 175 Proben davon stammten aus insgesamt 69 Ausbrüchen, davon waren 39 Ausbrüche in Kindertagesstätten und 12 Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen in insgesamt 11 Bundesländern registriert. Dazu kamen 65 Proben sporadischer Norovirus-Erkrankungen aus sechs Bundesländern.

Bei den Untersuchungen konnten die Forscher in 29 von 69 Ausbrüchen in insgesamt neun Bundesländern die neue Rekombination nachweisen. In den 65 Proben sporadischer Erkrankungen wurde 31 der neue Virusstamm entdeckt. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass bis zu 50 Prozent der Norovirus-Erkrankungen der Wintersaison 2016/17 auf den neuen Virentyp zurückgeht. Zudem sei er in Frankreich, Australien, Japan und China nachgewiesen worden.
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Auch wenn sich in diesem Jahr fast doppelt so viele Menschen mit dem Norovirus infiziert haben, sei die neue Variante nicht gefährlicher als andere. Ein neuer Virusstamm könne sich nur besser vor dem Immunsystem verstecken, so dass mehr Leute daran erkranken, erklärt eine Sprecherin der Forschungseinrichtung die Zusammenhänge. Es sei auch normal, dass es in manchen Jahren wesentlich mehr Erkrankungen gibt als in anderen. Die meisten Erkrankungen klingen schnell wieder ab und verlaufen harmlos. Gefährlich kann er allerdings für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Kinder werden, vor allem wenn übermäßig viel Flüssigkeit im Körper fehlt. Ob der neu entdeckte Virusstamm den bisher dominanten Typ ablösen wird, bleibt abzuwarten.

Obwohl Noroviren hochansteckend sind und hundertprozentiger Schutz unmöglich ist, sollte man einer Ansteckung vorbeugen. Das einfachste Mittel dafür ist und bleibt eine ordentliche Handhygiene, sowohl für gesunde Menschen als auch für bereits Infizierte. Die Viren können nämlich, obwohl man sich schon wieder gesund fühlt, noch wochenlang ausgeschieden werden.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Kassen mit Milliardenplus - Entwarnung für Krankenversicherte

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Feb 2017 14:38

http://www.n-tv.de/ratgeber/Entwarnung- ... 16374.html
Donnerstag, 23. Februar 2017
Kassen mit Milliardenplus - Entwarnung für Krankenversicherte

Gesundheit wird in einer alternden Gesellschaft immer teurer - zumal Minister Hermann Gröhe kostspielige Reformen auf den Weg gebracht hat. Doch nun können die Beitragszahler erstmal aufatmen.

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Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr ein Finanzplus von rund 1,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Geldpolster der Kassen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf 15,9 Milliarden Euro gestiegen. Zum Jahresende 2015 hatte die Finanzreserve der Krankenversicherungen noch rund 14,5 Milliarden Euro betragen. Damit stehen die Kassen besser da, als deren Spitzenvertreter im vergangenen Jahr vorhergesagt hatten. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zusatzbeiträge der Kassen im kommenden Jahr auf breiter Front steigen. Hauptgründe für die guten Kassenfinanzen sind die brummende Konjunktur, höhere Löhne und die gute Beschäftigungslage.

Dadurch fließt auch mehr Geld in die Sozialkassen. Steigende Ausgaben für Ärzte, Kliniken und Medikamente konnten die Krankenkassen so mehr als ausgleichen. Das gilt, obwohl die Bundesregierung Leistungsverbesserungen mit einem Kostenplus erkaufte. Entwarnung gibt es nun erst einmal für die rund 55 Millionen Kassenmitglieder. Denn wenn die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen der Kassen, müssen die Kassenmitglieder das alleine über die Zusatzbeiträge bezahlen.
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Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz ist laut offizieller Schätzung vom Oktober bei 1,1 Prozent des Bruttoeinkommens stabil. Tatsächlich liegt der tatsächliche Wert heute leicht darunter. Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent - getragen je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern - ist gesetzlich fixiert. Die Krankenkassen hatten noch im vergangenen Sommer einen spürbar steigenden Zusatzbeitrag vorhergesagt.

Damalige Prognosen aus dem Kassen-Spitzenverband hatten den Zusatzbeitrag für 2017 auf 1,3 bis 1,4 Prozent taxiert. Bei einem Monatseinkommen von 2500 Euro brutto wären das immerhin 90 Euro im Jahr mehr gewesen. Die Entwicklung für 2018 wird genauer erst im Herbst klar, wenn offizielle Konjunkturprognosen fürs kommende Jahr vorliegen.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Ost-West-Gefälle ist deutlich - Mehr Zuckerkranke als gedacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Feb 2017 10:52

http://www.n-tv.de/wissen/Mehr-Zuckerkr ... 18222.html
Ost-West-Gefälle ist deutlich - Mehr Zuckerkranke als gedacht
Diabetes war früher eine Erkrankung der Reichen. Heute gilt sie in Deutschland als Risiko für sozial Schwache. Es gibt mehr Zuckerkranke als vermutet, besonders in Ostdeutschland. Und Männer erkranken viel häufiger an Diabetes als Frauen. Woran liegt das?

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In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte Bundesbürger mit einer gesetzlichen Krankenversicherung an der chronischen Stoffwechselerkrankung, heißt es in einer neuen Analyse für den Versorgungsatlas, die nun veröffentlicht wurde. Danach ist der Anteil der Diabetiker zwischen 2009 und 2015 von 8,9 auf 9,8 Prozent gestiegen. Bisherige Schätzungen gingen nach Angaben der Studienautoren von 7 bis 9 Prozent Diabetikern in Deutschland aus.

Nun wissen es die Forscher ganz genau, denn in die Analyse flossen die anonymisierten Daten von rund 70 Millionen Kassenpatienten ein - mehr geht kaum. "Neben einem altersbedingten Effekt geht der Zuwachs wahrscheinlich auch auf die Lebensweise zurück", sagte Studienautor Benjamin Goffrier. Viele Menschen ernährten sich zu zucker- und fettreich, darüber hinaus fehle es an Bewegung. Bei Diabetes spielen neben Übergewicht aber auch erbliche Anlagen eine Rolle.
Warum gibt es mehr Zuckerkranke im Osten Deutschlands?
Sozial Schwächere greifen im Supermarkt eher zu ungesünderen Fertigprodukten und Fast Food.
Sozial Schwächere greifen im Supermarkt eher zu ungesünderen Fertigprodukten und Fast Food.
(Foto: imago/Jochen Tack)

Auffallend in der Studie ist, dass in Ostdeutschland deutlich mehr Menschen (11,8 Prozent) an Diabetes erkranken als im Westen (9,2 Prozent). Oft tritt die Zuckerkrankheit bei ihnen auch früher auf. Eine mögliche Erklärung dafür sei, dass im Osten die Einkommen im Mittel niedriger und die Arbeitslosigkeit höher seien, sagte Goffrier. Bei einem schlechteren sozialen Status sei oft auch die Gesundheitsbildung nicht so hoch.

"Es kann aber auch sein, dass Menschen dort drei Jobs haben - und einfach keine Zeit, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen", ergänzte der Wissenschaftler. Dazu sei Ostdeutschland stärker ländlich geprägt. Das könne eine andere Ernährungstradition bedeuten - zum Beispiel mehr Fleisch oder je nach Region auch mehr frittierte Gerichte.
Männer erkranken deutlich häufiger an Diabetes als Frauen

In allen Altersgruppen erkranken Männer deutlich häufiger an Diabetes als Frauen. Zuwächse gab es nicht mehr allein ab 65 Jahren, was bei "Zucker" als Altersleiden in einer alternden Bevölkerung nicht sehr überraschend wäre. Einen überproportionalen Anstieg beobachten die Forscher seit 2009 auch bei jüngeren Erwachsenen - das ist ein Alarmsignal.

Nach der neuen Analyse kommen jedes Jahr rund eine halbe Million neuer Zuckerkranker mit Typ-2-Diabetes hinzu. Diese Variante tritt in der Regel erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Anders als Typ 1, der in der Jugend beginnt, hat Diabetes im mittleren und höheren Alter vor allem mit dem Lebensstil zu tun.
Früher die Reichen, heute sozial Schwache

"Früher war es eine Krankheit der Reichen, weil nur sie sich zucker- und fetthaltige Lebensmittel in großen Mengen leisten konnten", sagte Goffrier. In den Industrieländern habe sich die Lage nun aber umgedreht: Menschen mit gutem Einkommen und Bildung achteten oft besonders stark auf eine gesunde Ernährung. Die sozial Schwächeren griffen im Supermarkt eher zu ungesünderen Fertigprodukten und Fast Food.
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Dieser Effekt spiegelt sich in den Regionen wider. Im Kreis Starnberg bei München, einer der wohlhabendsten Gegenden der Republik, leben die wenigsten Diabetiker (6,5 Prozent). In der strukturschwachen brandenburgischen Prignitz gibt es die meisten - mit 14,2 Prozent sogar mehr als doppelt so viele.

Neben Ostdeutschland ließen sich Unterschiede auch an den überdurchschnittlich hohen "Zucker"-Zahlen für das Saarland (10,8 Prozent) ablesen, sagte Studienautor Goffrier. Berlin folgt mit 10,4 Prozent. Die wenigsten Zuckerkranken gibt es in Schleswig-Holstein (8,3 Prozent), Baden-Württemberg (8,53) Prozent) und Hamburg (8,54 Prozent).

In der Liste der Volkskrankheiten in Deutschland rangiert Diabetes nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin auf dem fünften Rang. An der Spitze liegen weiter Herzkreislauf- und Krebserkrankungen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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WHO-Warnung: Das sind die 12 gefährlichsten Bakterien

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Mär 2017 10:51

https://kurier.at/wissen/kampf-gegen-an ... 48.938.360

WHO-Warnung: Das sind die 12 gefährlichsten Bakterien
Bakterium…
Foto: /Eraxion/istockphoto.com
.
Resistenzen sind immer schwerer zu bekämpfen - die Weltgesundheitsorganisation will Anreize zur Entwicklung neuer Antibiotika geben.
27.02.2017, 16:04

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Gegen manche Bakterien können Antibiotika nichts mehr ausrichten - dann sind sogar die Ärzte machtlos und Patienten sind ihrem Schicksal ausgeliefert. Das liegt an Bakterien, die gegen alle verfügbaren Medikamente resistent geworden sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will nun den Kampf gegen diese antibiotika-resistenten Bakterien verstärken und veröffentlichte am Montag erstmals eine Liste mit zwölf Bakterienfamilien, die "die größte Bedrohung der menschlichen Gesundheit" darstellen, wie die Organisation in Genf mitteilte. Sie will Forscher dadurch animieren, neue Antibiotika zu entwickeln.

Zu den gefährlichsten Keimen dieser Art gehören nach Angaben der WHO die Gattungen Acinetobacter, Pseudomonas und Enterobacter, zu denen etwa Kolibakterien gehören. Die Keime können Durchfälle auslösen, aber auch gefährliche Infektionen in der Lunge oder im Blut. Andere, wie zum Beispiel Gonokokken oder Salmonellen, wurden als hohes Risiko klassifiziert. Weitere "Killer": Staphylococcus aureus (können etwa Abzesse auslösen), Streptococcus pneumoniae (Auslöser für z.B. Lungenentzündung), Shigella (kann Bakterien-Ruhr auslösen)

Betroffen seien Millionen Patienten in aller Welt, sagte Evelina Tacconelli, Mitglied der Europäischen Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ESCMID). 60 Prozent der Patienten mit schweren Infektionen, die sich nicht mit Antibiotika behandeln lassen, sterben nach ihren Angaben. An Schätzungen über die weltweite Zahl von tödlichen Infektionen durch Antibiotika-resistente Bakterien wolle die WHO sich aber nicht beteiligen. Britische Forscher nannten 2014 eine Zahl von weltweit 700 000 im Jahr.
Gefahr durch multiresistente Keime

Besonders groß sei die Bedrohung durch Keime, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind, teilte die WHO mit. Diese Bakterien veränderten sich ständig und werden so auch gegen neue Medikamente immun. Diese Immunität könnten sie auch an andere Bakterien weitergeben. Die Keime kämen oft in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor. Erst im Jänner dieses Jahres ist in den USA eine Patientin an einer Infektion gestorben, nachdem sich alle 26 zugelassenen Antibiotika als wirkungslos erwiesen hatten.
Situation in Österreich
Resistente Bakterien: Wo die Risiken für Österreich liegen
Bei US-Patientin wirkten 26 Antibiotika nicht. So schätzt ein Spezialist die Situation hierzulande ein.
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(APA/DPA / lada) Erstellt am 27.02.2017, 16:06
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Wie gefährlich ist das Zahnröntgen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Mär 2017 11:27

https://kurier.at/wissen/wie-gefaehrlic ... 57.779.153


Wie gefährlich ist das Zahnröntgen ?
Impacted_wisdom_teeth_public_domain.jpg
Foto: public domain
Beim Panoramaröntgen wird der Kopfbereich und damit das Gehirn Röntgenstrahlung ausgesetzt.
Bei der häufigen Untersuchung wird das Gehirn Röntgenstrahlung ausgesetzt.
Elisabeth Gerstendorfer Elisabeth Gerstendorfer
27.03.2014, 06:34
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Zweimal jährlich zur Kontrolle zum Zahnarzt, einmal jährlich ein Zahnröntgen - so lautet die Empfehlung der Österreichischen Zahnärztekammer. Bei der Röntgenuntersuchung wird der Kopfbereich und damit das Gehirn Röntgenstrahlung ausgesetzt. Glaubt man einer Studie der Universität Yale ist das nicht ganz ungefährlich: Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ein mindestens einmal jährliches Zahnröntgen das Risiko für einen Hirntumor auf das bis zu dreifache erhöhen kann. Obwohl die Yale-Studie mehrfach kritisiert wurde – so wies die Universität Münster beispielsweise methodische Fehler nach und bemängelte, dass nur Patienten mit seltenen, meist gutartigen Tumoren, sogenannten Meningeomen, untersucht wurden -, hält sich bei vielen Patienten nach wie vor die Angst vor Röntgenuntersuchungen beim Zahnarzt. "Es gibt mehrere Studien, die versucht haben, einen Zusammenhang zwischen Tumoren und der Häufigkeit von Zahnröntgen zu finden. Tatsächlich ist die Strahlenexposition bei konventionellen Röntgenuntersuchungen wie sie in Zahnarztpraxen eingesetzt werden, aber nur wenig höher als die natürliche Strahlung", sagt André Gahleitner, Leiter der Radiologie an der Universitätszahnklinik Wien.

Dies betrifft vor allem drei Techniken: Kleinbild-, Panorama- und Fernröntgen (siehe unten). Alle drei Untersuchungen finden idealerweise in einem speziell dafür ausgebauten Raum statt, wobei der Patient eine Schürze zum Schutz anderer Organe tragen muss. "Die Strahlenschutzschürze, die in Österreich bei diesen Untersuchungen vorgeschrieben ist, ist laut EU-Richtlinien aufgrund der geringen Strahlenexposition eigentlich gar nicht mehr notwendig", meint Gahleitner.
Vergleichsweise wenig Strahlung

Zahnröntgen werden zwar sehr häufig gemacht, tragen aber nur gering zur Strahlenexposition der Gesamtbevölkerung bei. Im Vergleich zu anderen Körperregionen ist die Strahlendosis in der Zahndiagnostik geringer. "Ein Zahnröntgen hat ein Drittel bis die Hälfte der Strahlendosis eines Lungenröntgens. Das liegt daran, dass es sich um eine sehr kleine Region handelt", sagt Martin Uffmann, Präsident des Verbandes für medizinischen Strahlenschutz in Österreich. Zwar gibt es keine Grenzwerte für die Strahlung, das heißt, es könne nicht gesagt werden, dass diese unter einer gewissen Dosis völlig unschädlich wäre. Allerdings sei die Strahlung in "einem so niedrigen Bereich, dass sie neben der natürlichen Hintergrundstrahlung verschwindet", so Uffmann.

Das Gehirn sei zudem im Vergleich zu anderen Organen für diese Art der Strahlung eher unempfindlich. Zwar summiere sich die Strahlenexposition im Laufe des Lebens. Bei den drei Methoden, die in der Zahndiagnostik eingesetzt werden, befinde sich dies jedoch in einem nicht relevanten Bereich.
Kinder sind sensibler

Bei Kindern sollten Zahnröntgen dennoch seltener eingesetzt werden. Sie sind strahlensensibler als Erwachsene. Uffmann: "Kinder sind noch in der Entwicklung. Es liegt im Ermessen des Arztes, ob die Indikation für eine Röntgenaufnahme gegeben ist. Das gilt insbesondere bei Untersuchungen mit höheren Strahlendosen." Auch die Zahnärztekammer empfiehlt Zahnröntgen erst ab dem Volksschulalter, wenn die Beschwerden dies erfordern.

Computertomografische Aufnahmen, die zur Abklärung bestimmter Diagnosen in der Zahnmedizin notwendig sind, sollten aufgrund der höheren Strahlendosis sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen mit Bedacht und nur von geschultem Personal eingesetzt werden. "Beim CT sind die Indikationen wesentlich strenger zu stellen. In den meisten Fällen überwiegt der Nutzen der Computertomografie die Gefahren bei Weitem, für häufige Anwendungen weiß man noch zu wenig über mögliche Strahlenschäden", sagt Gahleitner.
Die Techniken im Überblick

Das Panoramaröntgen gibt eine Übersicht über den gesamten Kieferbereich und ermöglicht dem Zahnarzt etwa Knochen und Zahnwurzeln zu beurteilen.

Das Panoramaröntgen gibt eine Übersicht über den gesamten Kieferbereich und ermöglicht dem Zahnarzt etwa Knochen und Zahnwurzeln zu beurteilen.
Die notwendigen Detailaufnahmen, um die Zahnzwischenräume zu kontrollieren, können mit dem Panoramaröntgen nicht gemacht werden.
Mit dem Kleinbildröntgen sind Bilder in sehr hoher Auflösung möglich. Der Zahnarzt kann so etwa die Zahnzwischenräume und Zahnwurzeln im Detail sehen. Im Unterschied zum Panoramaröntgen kann jedoch nicht der gesamte Kiefer überblickt werden und beispielsweise festgestellt werden, ob eine Entzündung vorliegt.
Das Fernröntgen wird meist nur von niedergelassenen Kieferorthopäden sowie in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie eingesetzt. Es handelt sich um eine Aufnahme im Profil, die zum Beispiel gemacht wird, um abzuklären, ob eine Zahnspange notwendig ist.
"Ein Zahnröntgen hat ein Drittel bis die Hälfte der Strahlendosis eines Lungenröntgens. Das liegt daran, dass es sich um eine sehr kleine Region handelt", sagt Martin Uffmann, Präsident des Verbandes für medizinischen Strahlenschutz in Österreich.
Das Gehirn ist laut den beiden Experten im Vergleich zu anderen Organen für die Strahlung der konventionellen Zahnröntgenuntersuchungen eher unempfindlich.
Die Strahlenexposition von Röntgenuntersuchungen summiert sich im Laufe des Lebens. Bei den drei Methoden, die in der Zahndiagnostik eingesetzt werden, befinde sich dies jedoch in einem nicht relevanten Bereich.
Bei Kindern sollten Zahnröntgen sowie Röntgenuntersuchungen im Allgemeinen seltener eingesetzt werden. Sie sind strahlensensibler als Erwachsene.

(Kurier) Erstellt am 27.03.2014, 06:34
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Jede dritte Röntgenunter­su­chung nicht gerechtfertigt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Mär 2017 11:42

https://kurier.at/wissen/jede-dritte-ro ... 54.700.562

Jede dritte Röntgenunter­su­chung nicht gerechtfertigt

Foto: DAN RACE - FOTOLIA 15189386/Dan Race/Fotolia
Ein Drittel der Röntgenuntersuchungen wären vermeidbar, sagt der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Radiologie, Guy Frija.
Die Strahlenbelastung wäre oft vermeidbar, neue Geräte könnten die Dosis sogar halbieren.
06.03.2014, 13:25

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Ein Drittel der Röntgenuntersuchungen ist klinisch nicht gerechtfertigt oder nicht nützlich. Das sagte der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Radiologie, Guy Frija, am Donnerstag bei der Eröffnungs-Pressekonferenz zum Europäischen Radiologenkongress (ECR) in Wien. "Das 'Gen' für Sicherheit ist bei den Radiologen nicht stark ausgebildet. Wir brauchen jeweils die nützlichen und adäquaten Untersuchungen in der richtigen Durchführung und müssen den Patienten die richtige Information zur richtigen Zeit geben", erklärte Frija. Zwischen unterschiedlichen Zentren gebe es große Unterschiede hinsichtlich des Einsatzes von Röntgenuntersuchungen. Die Verwendung von Leitlinien für radiologische Untersuchungen müsste verbessert werden.
Strahlenbelastung

Unnötige Untersuchungen würden laut Frija nicht nur die Patienten vermeidbarer Strahlenbelastung aussetzen, sondern auch Kosten verursachen, die eingespart werden könnten. Die Minimierung der Strahlendosis bei Untersuchungen ist aber auch eine Frage der optimalen Technik. Der französische Experte: "Bei der Computertomografie und der Angiografie (Gefäßdarstellung per Röntgen-Kontrastmitteluntersuchung; Anm.) kann man mit der modernsten Technik die Strahlendosis zumindest um die Hälfte reduzieren." Man fordere in diesem Aspekt auch die Europäische Kommission auf, Möglichkeiten für das Nachrüsten von Geräten oder die Finanzierung neuer Einrichtungen zu ermöglichen.
Personalisierte Medizin

Neue Verfahren machen immer mehr auch eine personalisierte Medizin möglich. "Nicht mehr alle Patienten mit einer Diagnose sollen die gleiche Therapie bekommen, sondern jeweils nach den Charakteristika ihrer Erkrankung. Dazu braucht man ein phänotypisches (Erscheinungsbild der Erkrankung; Anm.) und ein genotypisches Profil", erklärte Hans-Ulrich Kauczor, Chef des wissenschaftlichen Komitees des ECR-Kongresses in Wien. Die Radiologie könne via Röntgen, Ultraschall, Computertomografie und Magnetresonanz maßgeblich dazu beitragen, etwa indem mittels bildgebender Verfahren festgestellt wird, ob eine Therapie wirkt oder nicht.
(apa / ege) Erstellt am 06.03.2014, 13:25
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Gegen chronische Schmerzen - Ärzte begrüßen Cannabis auf Rezept

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Mär 2017 08:58

http://www.n-tv.de/wissen/Arzte-begrues ... 27935.html
Freitag, 03. März 2017
Gegen chronische Schmerzen - Ärzte begrüßen Cannabis auf Rezept

Für schwer Kranke ist es eine Hoffnung: In Deutschland wird Cannabis als Medizin nun unter staatlicher Aufsicht vertrieben. Die deutsche Ärzteschaft zeigt sich zufrieden.

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Deutschlands Ärzte begrüßen die Freigabe von staatlich kontrolliertem Cannabis auf Rezept. "Ich rechne mit einer gewissen Ausweitung der entsprechenden Therapien, doch in welchem Ausmaß ist offen", sagte der Chef der Sucht-Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer, Josef Mischo, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir begrüßen als Ärzteschaft, wenn nun die therapeutischen Möglichkeiten erweitert werden."

In Deutschland wird Cannabis als Medizin nach einem neuen Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe nun unter staatlicher Aufsicht vertrieben. Dazu steht eine Cannabis-Agentur beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vor dem Start. Einzelheiten will das Bundesinstitut an diesem Freitag in Berlin mitteilen.

Mischo, der zugleich Präsident von Saarlands Ärztekammer ist, sagte: "Es ist gut, dass der Gesetzgeber es weitgehend dem Arzt überlässt, zu entscheiden, ob Cannabis eingesetzt wird."

Wem Cannabis genau nützt, weiß man noch nicht genau. Schwerkranke sollen es bekommen können, aber exakte Krankheitsbilder gibt es im Gesetz nicht. Cannabis kann etwa helfen bei Multipler Sklerose, gegen chronische Schmerzen und bei Appetitlosigkeit wegen Aids oder Krebs oder Alzheimer. Mischo sagte: "Zur Evidenz gibt es relativ wenig Daten." Deshalb sei die geplante Begleiterhebung gut. "Ich erwarte, dass wir deutlich bessere Daten darüber bekommen, wofür Cannabis tatsächlich sinnvoll ist und für welche Krankheiten dies weniger der Fall ist."

Mehr als 1000 Patienten haben bislang eine Sondergenehmigung für Cannabis vom Bundesinstitut BfArM. Die braucht man dann nicht mehr. Die Zahlen der damit behandelten Patienten dürften steigen, meint Mischo. "Gerade bei chronischen Schmerzen kann ich mir schon vorstellen, dass viele Ärzte nun einmal testen, ob es den Patienten mit Cannabis besser geht."
170 Kilogramm Cannabis importiert

Bis der kontrollierte staatliche Vertrieb aufgebaut sei, dürfte es zwei bis drei Jahre dauern. Im vergangenen Jahr hat Deutschland insgesamt 170 Kilogramm Cannabis zu medizinischen Zwecken importiert. Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des drogenpolitischen Sprechers der Linke-Bundestagsfraktion, Frank Tempel, hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Damit hat sich die Menge gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt: 2015 wurden 92,8 Kilogramm importiert, im Jahr zuvor 48,5 Kilogramm.
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Der Deutsche Hanfverband (DHV) sieht in der neuen Cannabisagentur eine Chance für die ganze Branche. In der "Heilbronner Stimme" mahnte DHV-Geschäftsführer Georg Wurth allerdings Klarheit beim Thema Lizenzvergaben an. "Konkrete Detailregelungen werden darüber entscheiden, ob es für Unternehmer tatsächlich Sinn machen wird, sich für Lizenzen zu bewerben", sagte der Vertreter der Lobbyorganisation. "Zu klären ist: Welche Mengen werden ausgeschrieben, welche Sorten, welche Qualitätsanforderungen gibt es, welche Anforderungen an die Unternehmen, und wie viele Lizenzen werden erteilt?"

Eine Freigabe von Cannabis als Rauschmittel sehen die Ärzte skeptisch. "Für den Freizeitkonsum können wir nach allen bisherigen Studien nicht sagen, dass es harmlos ist", so der Sucht-Experte der Ärztekammer Mischo. "Wenn man Cannabis als Jugendlicher oder junger Erwachsener über längere Zeit nimmt, gibt es negative Effekte." Die Ärzte könnten keine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. "Offen ist aber, ob der Schutz größer ist, wenn man es begrenzt freigibt oder verboten lässt."

Quelle: n-tv.de , ghö/dpa
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Rangliste der Lärmbelastung - Das Gehör von Großstadtmenschen leidet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Mär 2017 11:35

http://www.n-tv.de/wissen/Das-Gehoer-vo ... 29096.html
Rangliste der Lärmbelastung - Das Gehör von Großstadtmenschen leidet

Am Welttag des Hörens stellt ein Berliner Unternehmen eine Rangliste der lautesten Städte vor. Dabei kommt heraus, dass besonders Großstädter im Alter schlecht hören. Spezielle Apps sollen ihnen helfen.

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Zwischen der Lärmbelastung in Großstädten und Hörverlusten beim Menschen gibt es einer Studie zufolge einen Zusammenhang. Das Berliner Unternehmen Mimi Hearing Technologies veröffentlichte zum Welttag des Hörens eine Rangliste von weltweit 50 großen Städten, für die die Hörspezialisten Daten ausgewertet haben. Am Alter gemessen verzeichnen Wiener demnach den geringsten Hörverlust, während die Bewohner Neu-Delhis insgesamt den größten Hörverlust aufweisen.

In Zürich ist die Lärmbelastung demnach am geringsten, im chinesischen Guangzhou am höchsten. In Deutschland schneidet München am besten ab; die Stadt gehört zu den Großstädten mit den geringsten Hörverlusten.

Das Unternehmen bietet Apps an, die Handynutzern Aufschluss über ihr individuelles Hörvermögen geben und die Musik auf das individuelle Hörvermögen des Nutzers anpassen. An der Entwicklung und Optimierung der Apps war auch die Berliner Universitätsklinik Charité beteiligt.

Für die Studie wurden Daten aus den Hörtests von rund 200.000 Nutzern mit Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der norwegischen Forschungsorganisation Sintef zum Thema Lärmbelastung in Städten ausgewertet und verglichen.

Im Durchschnitt waren die Menschen in den lautesten Städten in Bezug auf ihren Hörverlust demnach zehn Jahre "älter" als diejenigen in den ruhigsten Städten.
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Die Daten deuten nach Angaben der Experten darauf hin, dass der Hörverlust direkt oder indirekt durch die Lärmbelastung an den Wohnorten beeinflusst wird. Freilich könne eine Hörminderung auch durch Infektionen, genetische Störungen, Frühgeburten oder Medikamente verursacht werden, sagte Henrik Matthies, Geschäftsführer des Unternehmens. Das Ergebnis sei aber "robust".

Manfred Gross von der Charité erklärte: "Während für die meisten Menschen ein Sehtest Routine ist, kümmert sich niemand um sein Gehör." Je früher ein Hörverlust aber entdeckt werde, desto besser seien die Chancen, weiteren Schäden vorbeugen zu können.

Quelle: n-tv.de , vni/AFP
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Zahnschmelz mit Spezialpasta reparieren - geht das ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mär 2017 11:52

https://kurier.at/wissen/medizin-mythen ... 49.860.652

Zahnschmelz mit Spezialpasta reparieren - geht das ?
Closeup view dental health care objects
Foto: Getty Images/iStockphoto/seb_ra/iStockphoto

Bei schmerzempfindlichen Zähnen sollen Nanopartikel helfen.
05.03.2017, 06:00

Wer unter schmerzempfindlichen Zähnen leidet, weiß ein Lied davon zu singen: egal ob heißer Kaffee, kaltes Erdbeereis oder süße Schokolade: beim ersten Kontakt mit den Zähnen sind blitzartig einfahrende Schmerzen die Regel. Abhilfe versprechen neuerdings spezielle Zahnpasten mit Nano-Hydroxylapatit, sogenanntem „flüssigen“ Zahnschmelz. Die Public-Health-Experten des Info-Service-Portals "medizin transparent" an der Donau-Universität Krems haben nun die Faktenlage geprüft.

Die Pasten sollen in der Lage sein, bereits angegriffenen Zahnschmelz zu reparieren. Die darin enthaltenen Nanopartikel sind tausendmal kleiner als der Durchmesser eines Haares und sollen dadurch mit der natürlichen Zahnschmelzschicht verschmelzen. So kitten sie angeblich feine Risse und besänftigen auf diese Weise schmerzempfindliche Zähne.
Mineral Hydrosylapatit härtet die Zähne

In unserem Körper ist Hydroxylapatit ein wichtiger Bestandteil von Knochen und Zähnen. Das härteste Gewebe unseres Körpers, der Zahnschmelz, besteht zu 95 Prozent aus diesem Mineral. Dank dieser Härte sind unsere Zähne optimal vor den täglichen vielfältigen Angriffen durch Nahrung und Kaubewegungen gewappnet.
Wirkung von Spezialpasten ist nicht belegt

Ob die Spezialzahnpasten wirklich helfen, ist jedoch alles andere als belegt. Studien, die über eine positive Wirkung berichten, entsprechen nicht wissenschaftlichen Qualitätsstandards und sind daher nicht aussagekräftig. Ob sich Schmerzen dadurch bessern lassen, lässt sich so nicht beantworten.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.
(Kurier / iteu) Erstellt am 05.03.2017, 06:00
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Schmerzmittel ohne Nebenwirkung - Forscher finden Grundlage für Wirkprinzi

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mär 2017 21:19

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-find ... 27811.html
Schmerzmittel ohne Nebenwirkung - Forscher finden Grundlage für Wirkprinzip

Schmerzmittel haben oft schwerwiegende Nebenwirkungen. Wissenschaftlern ist es nun offenbar gelungen, diese auszuschalten. Eine neue Methode macht's möglich.

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Wissenschaftler der Berliner Universitätsklinik Charité haben nach eigenen Angaben einen Weg zur Entwicklung von Schmerzmedikamenten ohne Nebenwirkungen gefunden. Grundlage sei ein neues Wirkprinzip, teilte die Klinik am Donnerstag mit. Schwerwiegende Nebenwirkungen, wie bislang bei sogenannten Opioiden bekannt, könnten mit der neuen Methode vermieden werden, berichten die Forscher im aktuellen Fachmagazin "Science".

Opioide sind starke schmerzstillende Substanzen. Sie kommen insbesondere bei Schmerzen durch Gewebeverletzungen und Entzündungen, beispielsweise nach Operationen, Nervenverletzungen, Arthritis oder Tumorerkrankungen, zum Einsatz. Häufige Nebenwirkungen können dabei Benommenheit, Übelkeit, Verstopfung und Sucht, in einigen Fällen sogar Atemstillstand sein.

Anhand von Computersimulationen konnte das Forscherteam den Angaben zufolge Interaktionen an den Andockstellen für Schmerzmedikamente analysieren. Im Tiermodell habe der Prototyp eines morphinähnlichen Moleküls tatsächlich eine starke Schmerzstillung in entzündetem Gewebe ermöglicht, hieß es. Gesundes Gewebe habe hingegen nicht auf den Wirkstoff reagiert. Damit sei es gelungen, einen neuen Wirkmechanismus zu identifizieren, der eine Schmerzstillung ausschließlich in entzündetem Gewebe, also dem erwünschten Zielort, erziele.

Postoperativer Schmerz und chronischer Entzündungsschmerz lassen sich den Forschern zufolge auf diese Weise ohne Nebenwirkungen behandeln, was die Lebensqualität von Patienten entscheidend verbessert. Die Erkenntnisse könnten auch auf andere Schmerzarten übertragen werden. Denkbar sei daher, dass nicht nur Schmerzmittel, sondern auch andere Therapeutika wirksamer und verträglicher werden könnten.

Quelle: n-tv.de , bad/AFP
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So wird Aromatherapie in der Medizin eingesetzt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mär 2017 20:44

https://kurier.at/wissen/so-wird-aromat ... 50.057.280

So wird Aromatherapie in der Medizin eingesetzt
essential oils and medical flowers herbs
Foto: Getty Images/iStockphoto/OlgaMiltsova/iStockphoto

Neue Studien zeigen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten als ergänzende Therapien.
Ingrid Teufl Ingrid Teufl
06.03.2017, 06:00
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Düfte haben großen Einfluss auf die körperliche und seelische Verfassung des Menschen – das ist schon lange bekannt. Zu den bekanntesten Beispielen zählt etwa die entspannende Wirkung von Lavendel. Zunehmend können die uralten Erkenntnisse aus der Volksmedizin mit moderner Wissenschaft nachgewiesen werden. Beim Jubliäumskongress der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege (ÖGwA) diskutierten am vergangenen Wochenende zahlreiche Experten über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse.
In der Hand von Fachleuten

Aromatherapie, in Händen von ausgebildeten Ärzten, Pflegepersonal oder Apothekern, sei nämlich viel mehr als etwa ein Lämpchen mit angenehmen Düften aufzustellen. Die ÖGwA setzt sich seit zehn Jahren für die Wissenschaftlichkeit der Methode ein und grenzt sich damit von esoterischen Strömungen ab. "Gerade die psychologische Wirkung von ätherischen Ölen verleitet verschiedene Personengruppen immer wieder dazu, die Aromatherapie in die Esoterik abrutschen zu lassen", sagt Iris Stappen vom Department für Pharmazeutische Chemie an der Universität Wien. Das schade dem Ansehen dieser "im Grunde ernstzunehmenden Methoden."

"Mit der Aromatherapie kann man sehr gut ergänzend behandeln. Die Studien werden in diesem komplementärmedizinischen Bereich immer besser", sagt der Lungenfacharzt Wolfgang Steflitsch, ÖGwA-Vize-Präsident. Er führt Untersuchungen an, die das Potenzial ätherischer Öle zeigen, um etwa Nebenwirkungen bei Tumorerkrankungen zu reduzieren. "Eine begleitende Aromatherapie kann gerade im psychischen und emotionalen Bereich unterstützend wirken. Andere Patienten profitieren von Ölen, um Nebenwirkungen wie Erbrechen zu verringern."
Alltagsdüfte

Auch bekannte Düfte aus dem Alltag zeigen in Untersuchungen ihre aromatherapeutische Wirkung. So profitierten etwa ältere Demenzkranke von Küchendüften wie Majoran und Fenchel: Ihre Erinnerungsfähigkeit verbesserte sich. Dies sei etwa für Krankenhäuser und Pflegeheime wertvoll.

Völlig unbedenklich sind sie nicht, betonen Walter Jäger und Univ.-Prof. Gerhard Buchbauer vom Department für Pharmazeutische Chemie: "Irrtümlicherweise herrscht bei der Mehrheit der Anwender die Ansicht, dass pflanzliche Zubereitungen und somit auch ätherische Öle in jeder Hinsicht sicher und unbedenklich sind, da es sich dabei um vollkommen natürliche Stoffe handelt."
Wechselwirkungen berücksichtigen

Allerdings sind ätherische Öle sogenannte Multikomponentenmischungen. "Daher ist die Wahrscheinlichkeit dass einzelne ihrer Inhaltsstoffe mit Arzneimitteln oder mit sich in Wechselwirkung eintreten können, groß." So können etwa Inhaltsstoffe von Grapefruit ein bestimmtes Enzym in der Leber (CYP3A4), das an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist, hemmen. Johanniskraut wiederum kann die Aktivität dieses Enzyms steigern.

Besonders im Blick auf Terpene, die Hauptbestandteile ätherischer Öle, seien noch viele pharmakokinetische Untersuchungen notwendig, betont Jäger. Damit könnten die Anwendungsbereiche der Aromatherapie weiter verbessert werden. So sei etwa noch nicht ausreichend erforscht, wie die Abbauprodukte von Terpenen, die in Blut und Harn feststellbar sind, wirken.
(kurier) Erstellt am 06.03.2017, 06:00
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Problemkörperteil Rücken - Was hilft bei tiefliegenden Kreuzschmerzen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mär 2017 10:29

http://www.n-tv.de/wissen/Was-hilft-bei ... 34719.html
Problemkörperteil Rücken - Was hilft bei tiefliegenden Kreuzschmerzen ?

Wenn es um Schmerzen im unteren Rücken geht, kann fast jeder mitreden. Sitzen am Schreibtisch, zu wenig Bewegung und zu viel Körpergewicht ruinieren die Strukturen im Kreuz. Die gute Nachricht ist aber: Jeder kann selbst gegensteuern.


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Man stelle sich vor, jemand greift nach einem 10-Liter-Eimer voller Wasser, der eine Treppenstufe unter ihm steht, und hebt ihn mit krummem Rücken an. Kein Problem, oder? Tatsächlich lasten in diesem Moment auf dem Bereich zwischen dem untersten Lendenwirbel und dem Steißbein 750 Kilogramm Gewicht. Der Mensch kann das ein paarmal machen - aber irgendwann rebelliert die Wirbelsäule. Sie tut das mit Schmerz, Mediziner nennen ihn den tiefliegenden Kreuzschmerz. Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes haben bis zu 85 Prozent der deutschen Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben mit Rückenschmerzen zu tun.

Warum haben so viele Menschen Probleme mit dem unteren Rücken?
Ein ergonomischer Arbeitsplatz sorgt für eine entspannte, aufrechte Sitzhaltung und kann Rückenschmerzen vorbeugen.
Ein ergonomischer Arbeitsplatz sorgt für eine entspannte, aufrechte Sitzhaltung und kann Rückenschmerzen vorbeugen.
(Foto: obs)

Zum einen werden die Menschen heute viel älter als früher - entsprechend länger wird die Wirbelsäule belastet. "Zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung tun ihr Übriges", sagt Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Man kann sich die Wirbelsäule vorstellen wie ein Segelschiff. Dort wird der Mast mit Tauen verspannt, damit er im Wind nicht bricht. So wie diese Taue halten Muskeln die Wirbelsäule aufrecht. Und genau wie die Taue müssen die Muskeln gepflegt - also trainiert - werden. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen übergewichtig sind, sagt Peter Baum, Ärztlicher Direktor der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Das belastet den Rücken zusätzlich.

Woher kommen die Schmerzen?

Erstmal ist wichtig: Nicht immer zwickt tatsächlich der Rücken. Auch Nierenentzündungen oder andere Erkrankungen können dahinterstecken. Deswegen ist es wichtig, Rückenschmerzen nicht einfach mit Schmerzmitteln zu betäuben, sondern einen Arzt draufschauen zu lassen, sagt Baum.

"Kommen die Schmerzen aus dem Rücken, unterscheiden wir zwischen spezifischem und nicht-spezifischem Kreuzschmerz", erklärt Kladny. Im ersten Fall drückt zum Beispiel eine Bandscheibe auf Nervengewebe, wodurch der Patient ein Taubheitsgefühl im Bein hat. Der nicht-spezifische Schmerz geht dagegen nicht auf eine "gestörte anatomische Struktur" zurück - sondern zum Beispiel auf eine falsche Haltung oder schlicht zu wenig Bewegung. Bei den meisten Patienten ist das der Fall.

Welche Rolle spielt Stress?

Wer immer wieder persönlich belastenden Situationen - zum Beispiel Mobbing - ausgesetzt ist, hat ein höheres Risiko, dauerhaft Rückenschmerzen zu bekommen. Unter Stress werden unter anderem Muskelgruppen um die Wirbelsäule herum aktiviert, erklärt Michael Pfingsten. Der Psychologe von der Schmerztagesklinik der Universitätsmedizin Göttingen hat sich auf die psychischen Ursachen von Schmerz spezialisiert. In stressigen Momenten spannen sich die Muskeln an. Geht der Betroffene dann zum Sport, baut er die Anspannung ab. Wenn der Körper diesem Stresszustand aber dauerhaft ausgesetzt ist, ist die Muskulatur ebenfalls ständig verspannt - die Folge können Schmerzen sein. "Dieser Schmerz kann sogar chronisch werden und sich immer mehr ausweiten", erklärt Pfingsten.

Wie werden die Beschwerden behandelt?
Rückenschmerzen können auf verschiedene Weise therapiert werden. Der Arzt entscheidet über die konservative oder operative Therapie.
Rückenschmerzen können auf verschiedene Weise therapiert werden. Der Arzt entscheidet über die konservative oder operative Therapie.
(Foto: obs)

Beim unspezifischen Rückenschmerz lautet die Devise: weiter bewegen. Gegen starke Schmerzen könne man auch mal eine Schmerztablette nehmen, sagt Kladny. "Dadurch vermeiden wir, dass der Patient in einen Dekonditionierungszyklus hineinrutscht", sagt er. Gemeint ist, dass er wegen der Schmerzen lieber auf dem Sofa liegen bleibt. Dadurch lässt die Muskulatur weiter nach und - man denke an den vertauten Segelmast - die Wirbelsäule hat noch weniger Halt. In der Folge werden die Schmerzen stärker, der Patient bleibt erst recht auf dem Sofa liegen. "Menschen, die aus Angst vor Schmerz Bewegungen und Belastungen weitgehend vermeiden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, anhaltende Rückenschmerzen zu entwickeln", warnt Pfingsten.

Welche Bewegung ist sinnvoll?

Jeder sollte den Sport treiben, der ihm Spaß macht - sei es Schwimmen, Radfahren oder Yoga. Wichtig ist: "Nichts tun, was richtig wehtut", sagt Baum. Ideal seien Kombinationen aus Ausdauer- und Muskelaufbautraining. Kladny schlägt Nordic Walking vor: "Das ist eine gute Kombination aus Muskeltraining, Förderung von Beweglichkeit und Ausdauer." Entscheidend sei aber, dass der Patient überhaupt etwas tut.
Was außer Sport hilft gegen den unspezifischen Kreuzschmerz?

Die richtige Pflege der Bandscheiben. Diese Gallertkerne zwischen den Wirbeln haben keine großen Blutgefäße. Sie ernähren sich wie ein Schwamm, der zusammengedrückt und dann wieder entlastet werden muss, damit er sich vollsaugen kann. Tagsüber sollte die Wirbelsäule also bewegt werden, nachts braucht sie Entlastung - "dafür ist die richtige Matratze entscheidend", sagt Baum. Auf ihr muss der Körper spannungsfrei liegen. Wann das der Fall ist, könne man aber nicht pauschalisieren. "Jeder muss das ausprobieren, und zwar nicht nur fünf Minuten im Laden." So sieht es auch Kladny: "Viele Händler bieten an, die Matratze zuhause zu testen", sagt er. Baum übrigens fand sein Modell in einem Hotel. Als er dort erwachte, wusste er: "Das ist sie." Dann habe er das Laken abgezogen und nachgesehen, welches Modell er besorgen muss.
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Was ist noch wichtig für einen gesunden Rücken?

Gutes Schuhwerk. Wer erstmalig Probleme mit dem Rücken hat, kann sich Baum zufolge einfach mal einen guten Laufschuh kaufen. "Die sind meist sehr gut gepolstert." Dadurch wird Stoßenergie beim Gehen abgefedert.

Und wenn man doch mal einen Wassereimer anheben muss?

Für das Anheben schwerer Gegenstände gibt es zwei Regeln: keinen Katzenbuckel und keine Drehbewegung machen. Man geht beim Heben in die Knie, hält die Wirbelsäule möglichst aufrecht, spannt bestenfalls noch die Bauchmuskeln an und hebt die Last dann aus den Beinen an.
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Die Auslöser für Schmerzen sind vielfältig. Neben mechanischen Einwirkungen auf den Körper von außen ... Er kann sich im Körper dumpf, stechend, hämmernd oder ... Der Schmerz ... Akute oder chronische Pein Vom Sinn der Schmerzen

Quelle: n-tv.de , Teresa Nauber, dpa
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Für Männer mit Vorerkrankung - Kohlenhydrate besser vormittags essen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mär 2017 11:30

http://www.n-tv.de/wissen/Kohlenhydrate ... 37039.html
Für Männer mit Vorerkrankung - Kohlenhydrate besser vormittags essen

Du bist, was du isst: Ernährung wird für immer mehr Menschen identitätsstiftend. Dass aber nicht nur das, was man isst, sondern auch, wann man isst, ausschlaggebend ist, zumindest für eine bestimmte Gruppe von Menschen, können Forscher nun beweisen.

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Dass hochkalorische Nahrung den Schlaf stören kann, ist bekannt. Dass zucker- und kohlenhydratreiche Kost am Abend bei Männern mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel dazu führt, dass die Blutzuckerregulation beeinträchtigt wird, haben Forscher für das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung herausgefunden.

Für ihre Untersuchung testeten die Forscher insgesamt 29 Männer im Alter von durchschnittlich 46 Jahren und einem Body-Mass-Index (BMI) von im Schnitt 27. Bei elf Studienteilnehmern wurde zu Beginn der Untersuchung eine Zuckerstoffwechselstörung festgestellt, bei der auch im nüchternen Zustand erhöhte Blutzuckerwerte auftraten und bei dem sogenannten Zuckerbelastungstest der Blutzuckerwert deutlich langsamer absank als normal. Die restlichen 18 Probanden hatten eine normale Blutzuckerregulation.
Diätplan A und B

Die Teilnehmer der Untersuchung wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils für vier Wochen eine bestimmte Diät einhalten sollten. Die erste Gruppe bekam Diätplan A, nachdem von morgens bis 13.30 Uhr kohlenhydratbetont und von 16.30 bis 22.00 Uhr fettbetont gegessen werden sollte. Die zweite Gruppe mit Diätplan B verzehrte vormittags fettreiche und ab nachmittags kohlenhydratreiche Kost. Beide Diäten lieferten dieselbe Menge an Kalorien, Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß. Während der Untersuchung wurden verschiedene Stoffwechselwerte der Probanden erhoben.

"Wie unsere Studie zeigt, ist es zumindest für Männer mit einer Zuckerstoffwechselstörung relevant, zu welcher Tageszeit sie eine kohlenhydratreiche Mahlzeit verzehren", erklärt Katharina Keßler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Die gemessenen Blutzuckerwerte lagen nach Diät B um durchschnittlich 7,9 Prozent höher als nach Diät A, bei der die Teilnehmer abends fettbetont aßen. Doch dieser starke Effekt konnte nicht bei allen Probanden gleichermaßen gesehen werden. "Obwohl wir generell sowohl bei den gesunden als auch den vorbelasteten Personen eine Abnahme der Glukosetoleranz im Tagesverlauf feststellten, fiel diese bei Letzteren allerdings deutlich stärker aus", resümiert Keßler weiter.
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Die Forscher stellten außerdem fest, dass die Konzentrationen bestimmter Darmhormone bei den vorbelasteten Männern so wie die nachmittägliche Abnahme der Glukosetoleranz stärker abnahmen im Vergleich zu den Werten der gesunden Studienteilnehmer. Die Hormone - kurz als GLP-1 und PYY bezeichnet - tragen zur Regulation des Zuckerstoffwechsels und damit des Körpergewichts bei.
Empfehlung ausgesprochen

Die Forscher empfehlen auf der Grundlage ihrer Erkenntnisse vor allem Männern, die bereits unter einem gestörten Zuckerstoffwechsel leiden, sich nach ihrer inneren Uhr zu richten und deshalb am Abend kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu meiden.

An der Untersuchung nahmen nur Männer teil, da die Untersuchung sogenannter zirkadianer Rhythmen bei Frauen auf Grund des Menstruationszyklus erheblich erschwert ist. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher auf PubMed.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Mangelnde Hygiene beim Kochen - Bundesinstitut warnt vor Durchfall-Bakteri

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mär 2017 13:18

http://www.n-tv.de/wissen/Bundesinstitu ... 36385.html
Mangelnde Hygiene beim Kochen - Bundesinstitut warnt vor Durchfall-Bakterien

Man trifft sich zum Grillen, legt einen Hühnerschenkel aufs Rost und nimmt das fertige Würstchen runter. So weit, so gut? Nein. Denn wer das Würstchen isst, nimmt Bakterien für fünf Tage Durchfall auf - warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt vor einer starken Zunahme von Campylobacter-Bakterien. Die Erreger lösen ansteckende Durchfall-Erkrankungen aus, häufig erfolgt die Übertragung über Geflügelfleisch. "Deutschland verzeichnet hier pro Jahr 70.000 bis 75.000 klinische Fälle", sagte BfR-Präsident Andreas Hensel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Campylobacter-Bakterien sind stark im Kommen."

Die meisten, die daran erkrankten, seien junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren. Als einen Grund für die Erkrankungen nannte Hensel fehlendes Wissen über den Umgang mit Nahrungsmitteln. "Wir müssen uns mehr um die Küchenhygiene kümmern", sagte der BfR-Präsident. "In unserer Welt der Einzelhaushalte wird das Kochen gar nicht erst erlernt." Es helfe überhaupt nicht, "dem Fernsehkoch zuzugucken", sagte Hensel. "Wo sind die Fernsehköche, die am Anfang jeder Sendung sagen: 'Zuerst wasche ich meine Hände.'" Das sei aber das Erste, was der Profi mache und was man auch seinen Kindern in der Küche beibringen müsse.
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Ein weiteres Beispiel: "Eine Gruppe junger Leute trifft sich zum Grillen. Da fasst einer den rohen Hühnerschenkel an und nimmt dann mit der gleichen Hand das fertige Würstchen vom Grill. Wer das isst, nimmt genügend Bakterien für fünf Tage Durchfall auf."

Hensel erläuterte: "Schätzungsweise eine Million Deutsche erleiden pro Jahr mindestens eine Lebensmittelvergiftung. Entweder durch Viren, Bakterien, Parasiten oder bakterielle Gifte. Verantwortlich sind häufig ganz bekannte Produkte: rohes Fleisch, vor allem Geflügel, Rohmilchprodukte, rohe Eier. Es gibt sogar echte "Risiko"-Gerichte, die derzeit hip sind, wie Enten-Carpaccio." Wer anfällig für Infektionskrankheiten sei, sollte sie meiden.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Pollensaison 2017: Später Start, aber heftige Beschwerden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Mär 2017 12:06

https://kurier.at/wissen/pollensaison-2 ... 51.653.526

Pollensaison 2017: Später Start, aber heftige Beschwerden

Foto: drubig-photo - Fotolia/Fotolia.com/Diana Drubig
Erle und Hasel setzten Pollen sehr heftig frei. Birke dürfte milder stäuben als im Vorjahr. Umweltschadstoffe beeinflussen Pflanzen und Allergiker.
14.03.2017, 11:00
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Das Ende der Blühphase von Hasel und Erle verschafft Allergikern eine erste Verschnaufpause in der diesjährigen Pollensaison. Die haben manche auch dringend nötig. Denn aufgrund des ungewöhnlich kalten Jänners und einer milden Witterung im Februar kam es zu einem plötzlichen und heftigen Blühbeginn. "Der Februar war einer der sonnigsten im vieljährigen Mittel", sagt Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst an der MedUni Wien. "Manche Allergiker reagieren durch den schlagartig beginnenden Pollenflug sensibler als sonst und erlebten den Beginn als besonders belastend."
Birke fällt voraussichtlich milder aus

Als nächstes steht die Blühzeit der Esche bevor - auch sie könnte laut den Prognosen der Experten des Pollenwarndienstes stärker ausfallen. Dafür rechnen sie in punkto Birke, die manche Allergiker besonders plagt, mit einer weniger intensiven Saison. "Der beliebte Alleebaum wird heuer voraussichtlich etwas früher oder wie zeitlich üblich zu blühen beginnen und die Pollenmenge wird aufgrund der geringen Menge an Birkenkätzchen unter dem üblichen Schnitt liegen", erklärt Bastl. Auf Belastungen müssten sich Allergiker ab dem 20. März einstellen.
Umweltgifte verstärken Symptome

Zunehmend zeigen ebenso Umweltschadstoffe und Klimawandel ihre Einflüsse auf Pollenallergie - und zwar in zweifacher Hinsicht. Einerseits "stressen" Feinstaub, Stickstoffoxide und Ozon die Pflanzen, die sich mit der Produktion und Freisetzung von mehr Allergenen dagegen wehrt.

Andererseits wirken die Umweltschadstoffe, kombiniert mit Allergenen, auch direkt auf den Menschen intensiver. "Die allergischen Reaktionen werden heftiger. Denn bereits Feinstaub oder Ozon versetzen das Immunsystem schon in erhöhte Alarmbereitschaft. Studien zeigen etwa, dass Feinstaub die Lungenfunktion von Allergikern beeinträchtigen kann.

"Heute gilt als gesichert, dass Umwelteinflüsse eine maßgebliche Rolle spielen", betont Univ.-Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin des Instituts für Umweltmedizin an der Technischen Universität München. "Die zusätzliche Schadstoffbelstung führt zu teils erheblicher Mehrbelastung für Allergiker." Auffallend: Im Stadtgebiet sei die Pollenzahl um drei Prozent angestiegen, während es in ländlichen Regionen nur ein Prozent war.
(Kurier / it) Erstellt am 14.03.2017, 11:00
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Ursachen sind völlig unklar - Mehr Teenager erkranken an Krebs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Mär 2017 09:40

http://www.n-tv.de/wissen/Mehr-Teenager ... 44603.html
Ursachen sind völlig unklar - Mehr Teenager erkranken an Krebs

Je älter man wird, umso größer wird das Risiko, an Krebs zu erkranken. Eine Langzeitstudie aus den USA stellt mehr Erkrankungen bei Teenagern in den letzten Jahrzehnten fest. Über die Ursachen weiß man jedoch nichts.

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Die Zahl der Krebserkrankungen weltweit steigt. Das hängt vor allem mit einer steigenden Lebenserwartung und mit immer besser werdenden Diagnoseverfahren zusammen. Doch es gibt auch steigende Zahlen bei jungen Menschen zwischen 15 und 19 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie aus den USA, die vom Department of Public Health und dem Lowell Center of Sustainable Production der University of Massachusetts veröffentlicht worden ist.

Das Forscherteam um Jessica Burkhammer, David Kriebel und Richard Clapp wertete Daten des SEER-Krebsregisters aus. Es beobachtete die Entwicklung über einen Zeitraum von 1975 bis 2012 und stellte einen Anstieg der Krebserkrankungen von mehr als 25 Prozent bei heranwachsenden Mädchen und Jungen fest. Das sind jährlich Zunahmen von 0,67 Prozent bei den Jungen und 0,62 Prozent bei Mädchen im Teenageralter.
Ursachen müssen gefunden werden

Den größten jährlichen Häufigkeitsanstieg sahen die Forscher bei Lymphknotenkrebs, dem sogenannten Non-Hodgkin-Lymphom, mit plus 2,16 Prozent bei Jungen und plus 1,38 Prozent bei Mädchen, gefolgt vom Schilddrüsenkrebs (plus 2,12 Prozent bei jungen Frauen, plus 1,59 Prozent bei jungen Männern) und der akuten Knochenmarksleukämie bei Mädchen (plus 1,55 Prozent) sowie Hodenkrebs bei Jungen (plus 1,55 Prozent). Die Ursachen für diese Entwicklungen sind jedoch unklar. Auch die verbesserten Diagnosemethoden wie beispielsweise beim Schilddrüsenkrebs können die gleichmäßigen Anstiege über alle Jahre hinweg nicht erklären. Die Forscher halten unter anderem Umwelteinflüsse für wahrscheinlicher.
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Um in Zukunft vielen Heranwachsenden eine Krebsdiagnose mit anschließender schmerzhafter und kostspieliger Krebsbehandlung zu ersparen, fordern die Wissenschaftler ein konzentriertes Forschungsprogramm, um die Ursachen für den Anstieg der Krebserkrankungen bei Teenagern identifizieren und gegensteuern zu können. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher beim renommierten Fachmagazin "PLOS One".

Ob sich die Ergebnisse aus den USA auch auf Deutschland übertragen lassen, ist unklar, da vergleichbare Studien fehlen.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Hodenkrebs geht alle Männer an - "Nimm endlich die Eier in die Hand !"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mär 2017 09:33

http://www.n-tv.de/wissen/Nimm-endlich- ... 65051.html
Hodenkrebs geht alle Männer an - "Nimm endlich die Eier in die Hand !"

Jedes Jahr erkranken rund 4000 Männer in Deutschland an Hodenkrebs. Je früher die Krankheit erkannt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Eine Kampagne soll nun junge Männer ermutigen, auf der Suche nach Knubbel selbst Hand anzulegen.


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Zur Früherkennung von Hodenkrebs ruft die Deutsche Gesellschaft für Urologie junge Männer zum "Hodencheck" auf. Betroffen seien meist 20- bis 40-Jährige, sagte der Hamburger Urologe Christian Wülfing. Sie sollten regelmäßig ihre Hoden auf Verhärtungen abtasten. Allerdings habe nicht jeder, der dabei einen ungewöhnlichen Knubbel entdecke, gleich Hodenkrebs. Es könne auch der Nebenhoden oder die Folge einer Verletzung sein.

Im Zweifelsfall sollten Männer zu einem Urologen gehen, der eine Untersuchung per Ultraschall mache. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie wirbt ab Montag mit einer Themenwoche für die Selbstuntersuchung. Die Internetseite hodencheck.de soll Informationen dazu liefern. Ein Videoclip, Expertengespräche und eine Graffiti-Aktion sollen Männer ermuntern, sich öfter "in den Schritt zu fassen".

Jährlich erkranken in Deutschland rund 4000 Männer an Hodenkrebs, Tendenz steigend. Im Vergleich zu etwa 60.000 Prostatakrebsfällen ist das wenig. Hodenkrebs sei aber die häufigste Tumorerkrankung bei jungen Männern, sagte Wülfing, der an der Asklepios-Klinik Hamburg-Altona Chefarzt der urologischen Abteilung ist. 95 Prozent aller Fälle könnten geheilt werden, allerdings meist nur durch eine operative Entfernung des betroffenen Hodens.
Ursachen von Hodenkrebs unbekannt

Metastasen, meist im hinteren Bauchraum oder in den Lungen, können mit einer Chemotherapie bekämpft werden. Die Sexualität müsse nicht beeinträchtigt werden. Und auch mit einem Hoden könnten Männer noch fruchtbar sein. Zur Sicherheit sollten Patienten mit Kinderwunsch vor einer Operation Samenproben einfrieren lassen.
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Die Ursachen von Hodenkrebs sind nicht bekannt. Als Risikofaktor gilt ein sogenannter Hodenhochstand nach der Geburt. Das Organ ist dann noch nicht aus der Leiste in den Hodensack gewandert. Das wird in der Regel bei Kleinkindern korrigiert. Was bleibt, ist das erhöhte Krebsrisiko. Eine Erkrankung des Bruders oder Vaters kann auf eine genetische Veranlagung hinweisen. Äußere Risikofaktoren wie Rauchen gibt es nach Angaben von Wülfing nicht.

Die Vorsorgekampagne will ihre Zielgruppe auch mit lockeren Sprüchen erreichen. Eine Werbeagentur hat in Düsseldorf Penis-Graffiti aufgespürt und mit einer stilisierten Hand, die den Hoden abtastet, fotografiert. Die Sprüche auf der Hand lauten etwa: "Nimm endlich die Eier in die Hand!"

Quelle: n-tv.de , shu/dpa
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Kipp-Fenster lassen Pollen durch - Stoßlüften und Staubwischen hilft Aller

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mär 2017 16:59

http://www.n-tv.de/wissen/Stosslueften- ... 72213.html
Donnerstag, 30. März 2017
Kipp-Fenster lassen Pollen durch - Stoßlüften und Staubwischen hilft Allergikern

Jeder fünfte Deutsche kennt das: Mit dem Frühling beginnt der Heuschnupfen. Die Pollen machen als Erreger auch nicht vor dem Bürofenster halt. Wie man sich in Räumen am besten vor ihnen schützt, können Forscher nun sagen.

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Stoßlüften spart nicht nur Heizkosten und schützt vor Schimmelbildung, sondern hält auch die Pollenbelastung in Räumen niedrig. Das haben Forscher der Technischen Universität München herausgefunden. Für ihre Untersuchung konzentrierten sich die Wissenschaftler auf Birkenpollen, da diese, genauso wie Gräserpollen, besonders häufig und sehr früh im Jahr allergische Reaktionen auslösen. Als Windbestäuber produzieren sie besonders viele Pollen, die dann mit der Luft auch in Räume eindringen.

Die Forscher maßen die Birkenpollenkonzentrationen in fünf verschiedenen Räumen und vor den dazugehörenden Fenstern im April 2015 mit Pollenfallen. Diese waren im Abstand von 2,50 Metern vom Fenster und auf 1,20 Meter Höhe angebracht. Die Maße entsprechen ungefähr der Position einer Person, die am Schreibtisch sitzt. Weitere Pollenfallen wurden auf den Fenstersimsen und auf dem Dach des Gebäudes installiert. Hier wurde die allgemeine Pollenbelastung in der Luft gemessen.

Im Zeitraum zwischen 13. und 29. April konnten die Wissenschaftler die Blüten von insgesamt 56 Birken in der näheren Umgebung beobachten. Wie zu erwarten, waren die Pollenkonzentrationen in allen Räumen niedriger als draußen. Doch die Konzentrationsunterschiede von Pollen in den Räumen lagen zwischen 7 und 75 Prozent.
Wie entsteht dieser Unterschied?
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Die unterschiedlichen Lüftungsstrategien in den Räumen machten den großen Unterschied aus, erklären die Forscher. In dem Raum, in dem alle zwei Stunden fünf Minuten lang gelüftet worden war, fanden die Forscher die geringste Birkenpollenkonzentration im Vergleich zu allen anderen Räumen, in denen beispielsweise ein Fenster dauerhaft gekippt war. Auch in dem Raum mit geöffnetem Fenster und in einem Labor mit automatischem Luftabzug waren mehr Pollen zu finden. Die Forscher raten Allergikern deshalb, ihre Räume lediglich stoßzulüften, um die Pollenkonzentration so gering wie möglich zu halten.

Doch es gibt noch weitere Faktoren. Einer davon ist der Publikumsverkehr. Je mehr Menschen in einem Raum aus- und eingehen, umso mehr Pollen könnten sie mitbringen. Die Allergieauslöser haften nicht nur an der Kleidung, sie sammeln sich auch im Hausstaub – und je seltener geputzt wird, umso mehr Pollen sind in einem Raum und umso schlechter geht es Allergikern.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Indoor Air".
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Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall: Staub ist nicht gleich Staub Winzig klein und überall Staub ist nicht gleich Staub

Quelle: n-tv.de , jaz
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Zwölfjährige starb an zu hohem Deokonsum

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mär 2017 14:28

https://kurier.at/wissen/zwoelfjaehrige ... 55.487.120

Zwölfjährige starb an zu hohem Deokonsum
spray bottle
Foto: Getty Images/iStockphoto/Picsfive/iStockphoto
Eine Überdosis an Deo-Substanzen war für ein Mädchen tödlich.
Einige Inhaltsstoffe sollen zu einer Herzrhythmusstörung geführt haben. Diskussion um missbräuchliche Verwendung.
Ernst Mauritz Ernst Mauritz
31.03.2017, 12:43
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In Großbritannien ist ein zwölfjähriges Mädchen an den Dämpfen ihres Sprüh-Deodorants gestorben. Das berichtet jetzt die britische Zeitung The Telegraph. Der Tod des Mädchens hat sich bereits im Juli des Vorjahres ereignet.

Offenbar kamen dabei zwei prekäre Umstände zusammen: Das Mädchen hielt sich im kleinen Urlaubs-Wohnwagen der Elternin der Nähe von Blackpool, Lancashire, auf. Und sie soll einen sehr intensiven Deoverbrauch gehabt haben.

Jetzt wird befürchtet, dass sie an einer Überdosis der Dämpfe des Sprüherosols gestorben ist. Diese enthalten als Treibmittel flüchtige Substanzen wie Butan und Isobutan.

In der Zeitung wird ein Pathologe zitiert, der als Todesursache "die Inhalation flüchtiger Substanzen" angibt. Bei der Obduktion seien auch Butan und Isobutan im Gehirn nachgewiesen wrden.
"Wollte nicht schlecht riechen"

"Sie konnten viele Stunden in ihrem Zimmer verbringen und sprühte und sprühte, weil sie nicht schlecht riechen wollte", sagte ihre Mutter. Es habe aber kein Anzeichen einer missbräuchlichen Verwendung im Sinne eines Drogenkonsums - eines bewussten Schnüffelns von Lösungsmitteln und Dämpfen über die Nase (sniffing) - gegeben. "Es gab niemals einen Zeitpunkt, zu dem wir uns gedacht hätten, dass es ein Problem gibt. Es gab keinerlei Anzeichen."

Das Mädchen sei sehr intelligent und lebensfroh gewesen.

Bei der Österreichischen Vergiftungsinformationszentrale ist kein derartiger Fall aus Österreich bekannt. "Bei einer üblichen Anwendung von Deos gibt es keine realistische Gefahr.
Gefährliches Schnüffeln

Der Trip aus Spraydosen führt beim Konsumenten unter anderem zu einem entspannenden Wärmegefühl, einer Erhöhung des sexuellen Empfindens sowie zu einer Steigerung des Berührungs- und Geschmacksempfindens. Ein extremer Blutdruckabfall kann nur eine der gesundheitlichen Folgen sein - als Folge der Entspannung der Muskulatur und Erweiterung der Gefäße.

Experten sprechen auch vom "Sudden Sniffing Dead Syndrome" (SSDS). Durch extrem starken Adrenalin-Anstieg als Foge des Inhalierens kann es zu Reizleitungsstörungen im Herzen und Herzrhythmusstörungen kommen. Der Herzstillstand kann die tödliche Folge sein.
Was die Hersteller sagen

"Bei bestimmungsgemäßger Verwendung sind Deo-Sprays vollkommen sicher. Das gilt sowohl für die Inhaltsstoffe als auch die eingesetzten Treibgase", sagt Christian Gründling vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) zum KURIER.

Als kosmetische Mittel müssten diese Produkte hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. "Aber Eltern müssen bei Jugendlichen auf übermäßigen Deokonsum achten - und man merkt, wenn es dabei nicht mehr um das Deo an sich geht."

Die Verwendung eines Deos in der Früh und am Abend sei "völlig unbedenklich". Aber wenn ein Jugendlicher zum Beispiel innerhalb einer Stunde mehrmals nachsprühe, sollten Eltern hellhörig werden.

Spraying aerosol can isolated in black Foto: Getty Images/carlosalvarez/iStockphoto Generell sei das in Österreich kein großes Problem, im Gegensatz zu England: "Dort ist der missbräuchliche Einsatz von Deos stärker verbreitet."

Als Treibmittel kommen heute überwiegend Propan und/oder eben Butan zum Einsatz, sagt Gründling. "Sie erzeugen den gewünschten Effekt von Sprays: Sie stellen den Druck in der Dose her, so dass nach Betätigung des Ventils as eigentliche Produkt austritt. Und sie sorgen für den feinen Sprühnebel - etwa bei Deo-Sprays. Sie sind wirksam, sicher im Gebrauch und umweltverträglich. Für sie gibt es keine Alternativen."
(KURIER) Erstellt am 31.03.2017, 12:43
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So holen Sie sich den Vitaminkick nach dem Winter

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Apr 2017 19:21

https://kurier.at/wissen/fruehling-in-d ... 55.137.995

So holen Sie sich den Vitaminkick nach dem Winter
ramson (bear garlic) bunch tied with rope on old w…
Foto: Istockphoto/Anna Shepulova/Anna Shepulova/Istockphoto
Bärlauch ist nicht das einzige Grünzeug, das derzeit wächst.
Mit Gusto auf frisches Gemüse füllt der Körper nach dem Winter seine Vitamindepots wieder auf.
Ingrid Teufl Ingrid Teufl
30.03.2017, 10:56
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Wenn sich sogar in den Großkantinen Bärlauchgerichte auf der Speisekarte finden, ist es unweigerlich Frühling: Man greift auch abseits der Büroverpflegung vermehrt nach frischem Grün – in der Hoffnung, damit sein Energielevel zu verbessern. Ganz falsch ist dieses alljährliche Phänomen nicht. "Frisches Gemüse hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und Folsäure", sagt der Physiologe Univ.-Prof. Wolfgang Marktl. "Das sind gute Voraussetzungen für den Körper, den Stoffwechsel auf Touren zu bringen."

Nach den Wintermonaten ohne frisches Grün ist saisonales Gemüse eine Wohltat. Zu den physiologischen Effekten kommen noch psychologische dazu, betont Marktl. "Die Farbe erinnert uns an die erwachende Natur." Green vegetable juice isolated on white background Foto: Getty Images/iStockphoto/fcafotodigital/IStockphoto.com

Grün verkörpere wie kaum eine andere Farbe Leben, Energie – und Beruhigung.
Gusto auf Grün

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist die Lust auf Grün auch ein evolutionäres Erbe. "Es macht für den Körper durchaus Sinn, dass im Frühling der Gusto auf frisches Grün steigt, denn das vermittelt dem Organismus Frische und Kraft", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Eva Derndorfer. Die grüne Farbe erhalten Pflanzen durch den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. "Dieser enthält auch ein Magnesium-Molekül, das für den Menschen wichtig ist." Wenn man im Frühling wieder Lust auf mehr Bewegung verspürt, brauche der Körper mehr davon. Und der polarisierende Bärlauch enthält ernährungsphysiologisch wertvolle Sulfide. "Sie sind gut für die Darmbakterien und regen die Verdauung an."
Heimisches Superfood

Während in den Glashäusern der Wiener Gärtner der LGV-Genossenschaft schon die ersten Salathäuptel, Gurken und Paprika der Saison geerntet werden und in den Handel kommen, sprießen vor der Haustür längst die ersten Wildkräuter. "Sie sind heimisches Superfood und bringen mit, was wir nun dringend benötigen", sagt Carmen Hafner, die als ausgebildete Kräuterpädagogin einen Blog betreibt (www.goodblog.at). "Die Fülle an Nährstoffen tut dem Körper gut. Entwässernde und blutreinigende Eigenschaften helfen nach der schweren Winterkost beim Entlasten."

Margot Fischer, Ernährungswissenschaftlerin und Wildkräuterexpertin, peppt ihren Speiseplan bereits seit Mitte Februar mit wildem Grünzeug auf, weil Vitamine aus der Natur wieder verfügbar sind. "Man ist richtiggehend gierig auf frisches Grün. Ich bin seit sechs Wochen immer wieder draußen unterwegs. Jetzt sind die Pflanzen schon größer und ideal für Einsteiger." Der Geschmack intensiviert sich nämlich im Lauf des Jahres. "Wenn sie ausgewachsen sind, können sie auch bitter schmecken. Das schreckt viele ab – auch wenn Bitterstoffe sehr gesund wären."
Wilde Klassiker

Große Brennnessel (Urtica dioica) Foto: Alois - Fotolia/Robert Biedermann/Fotolia Zarte Brennnessel An Brennnessel und Löwenzahn sollte man jetzt jedenfalls nicht vorbeigehen, wenn man Wildkräuter verkosten möchte. Der tiefgrüne Löwenzahn etwa sei ein "richtiger Gesundheitsbooster". Fischer empfiehlt, am besten nur die obersten, zarten Blattspitzen des Klassikers der entgiftenden Frühlingskräuter zu verwenden.

Eine interessante Note in die Küche bringt der vielfältig einsetzbare Giersch (auch Geißfuss oder Dreiblatt), der besonders üppig an den Wegrändern in Stadt und Land wächst. "Man sollte ihn nur nicht zu lange erhitzen, da wird er bitter." Und wem der Geschmack von Knoblauch zu heftig ist, der könnte es einmal mit der Knoblauchsrauke versuchen, rät Fischer. "Sie besticht durch seine feine Note und macht sich als Würze gut in Salaten oder gedünstet." … Foto: KURIER/Hans Peter Schaffer Überall Bärlauch

Apropos Knoblauchgeschmack: Zum Abschluss widmen wir uns noch einmal dem Bärlauch. Um das derzeit omipräsente Gewächs kommt Expertin Fischer nicht herum – trotz des umfangreichen Angebots an Wildpflanzen. "Die wenigsten wissen, dass man auch die Blüten und Wurzeln verwenden kann." Letztere kann man wie Knoblauchzehen verwenden, sie enthalten schwefelhaltige ätherische Öle. "Und die vertreiben endgültig den Winter."
Veranstaltung

Margot Fischer veranstaltet am Sonntag, 23. April, einen Kräuter-Workshop. Treffpunkt: 10 Uhr, hinter der Lusthauswiese im Prater, Kosten 30 € (inkl. Infomaterial).
Tipps für das Sammeln von Wildkräutern
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(kurier) Erstellt am 30.03.2017, 10:56
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Pro und Contra: Was kann Homöopathie ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Apr 2017 20:25

https://kurier.at/wissen/pro-und-contra ... 56.137.960

Pro und Contra: Was kann Homöopathie ?
Homöopathie - Heilung oder Humbug?
Foto: Leonora Schwarz/Pixelio
Widerspricht Homöopathie den Lehren der Physik?
Kritiker Norbert Aust sieht die Heilmethode im Gegensatz zu physikalischen Gesetzen, Homöopath Michael Frass sieht keinen Widerspruch.
Ernst Mauritz Ernst Mauritz
04.04.2017, 06:00
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Norbert Aust hat zwei Fläschchen in den Händen: Eines mit Hepar Sulfuris C 200 Globuli (gegen Abszesse, Entzündungen, 200 Verdünnungsschritte), eines mit Lycopodium C 30 Globuli (30 Verdünnungsschritte) gegen Sodbrennen.

Dr. Norbert Aust und Professor Dr. Micheal Frass, Foto: KURIER/Franz Gruber Michael Frass (li.), Norbert Aust

In der Homöopathie werden die pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Arzneien "potenziert", das heißt verdünnt und verschüttelt – durch Letzteres soll die Information auf das Wasser übergehen. In hohen Potenzen ist kein chemischer Nachweis der Wirkstoffe mehr möglich.
Analysemethode

"Wenn ich die Etiketten abnehme, können sie die zwei Präparate mit keiner Analysemethode der Welt unterscheiden", sagt der deutsche Homöopathie-Kritiker Aust. Dass es eine Wirkung auf den Menschen gebe, sei nach physikalischen Gesichtspunkten unmöglich. "Man kann nur zwei Standpunkte einnehmen: Entweder Homöopathika wirken, dann ist die Physik grob falsch oder unvollständig – oder die Physik ist richtig, dann wirken Homöopathika nicht und die Nachweise, die es gibt, sind entweder falsch oder falsch interpretiert."

Mint oil Foto: Sea Wave/Fotolia Sterilisation beruhe auf dem Gedanken, dass "irgendetwas, was auf dem OP-Besteck nicht mehr vorhanden ist, auch nicht mehr wirkt." Ähnlich die Trinkwasseraufbereitung: "Schadstoffe werden entfernt – da kann ich noch so viel schütteln und stoßen, die Schadstoffe bleiben draußen. Wenn die Homöopathie behauptet, dass sich beim Verschütteln und Verdünnen die Wirkung verstärkt, dann muss sie nicht nur das belegen – sondern auch erklären, warum das etwa bei den vorher genannten Beispielen nicht funktioniert." Mit diesen Worten eröffnete Aust dieser Tage eine dreistündige Diskussion zum Thema Homöopathie an der MedUni Wien.
"Muss widersprechen"

"Dr. Aust ist für mich der erste ernstzunehmende Homöopathiekritiker, der sich auch wirklich mit den Studien auseinandersetzt", beginnt Univ.-Prof. Dr. Michael Frass, Leiter der Spezialambulanz "Homöopathie bei malignen Erkrankungen" im AKH Wien seine Antwort.

"Aber zum Thema Physik mus s ich ihm ein bisschen widersprechen. Man muss nicht die Physik über den Haufen werfen – vielleicht gibt es eines Tages auch für diese Phänomene Erklärungen. Ich sage auch nicht, dass Homöopathie mehr kann als konventionelle Medizin. Aber die Homöopathie kann mehr als Placebo. Und es gibt einfach viele Situationen, wo konventionelle Medizin unschlagbar ist, und es gibt Situationen, wo die Homöopathie unschlagbar ist."

Frass zieht anhand des Betrachtens eines Bildes folgenden Vergleich: "Der Kritiker schaut primär auf das Messbare, auf die Maße, auf die Farben und ihre chemische Zusammensetzung. Aber wir Homöopathen sehen das Bild in seiner Gesamtheit."
Intensivstation

In der Praxis würde sich immer wieder zeigen, dass das, was vor 200 Jahren durch Samuel Hahnemann – den Begründer der Homöopathie – etabliert worden ist, funktioniert. Frass bringt Beispiele: "Auf der Intensivstation lag ein COPD-Patient, über den eine Kollegin gesagt hatte, es werde Wochen dauern, bis er wegen seines vielen zähen Schleims die Station verlassen kann."

Er habe ihm dann – zusätzlich zur konventionellen Therapie – einmal täglich ein homöopathisches Präparat gegeben. Daraufhin konnte er relativ rasch die Intensivstation verlassen, so Frass: "Und bei Neurodermitis gibt es oft sehr große Erfolge mit Homöopathie."
"Schmerzen verschwunden"

Auch eine Ärztin aus dem Publikum erzählte aus ihren Erfahrungen: "Ich bin eine Schulmedizinerin, aber ich habe viel Positives gesehen. Ein Darmkrebspatient mit einer Metastase hatte starke Schmerzen im Operationsgebiet. Zwei Stunden nach der Gabe einer homöopathischen Hochpotenz waren die Schmerzen verschwunden."

Drop Foto: Getty Images/iStockphoto/temmuzcan/iStockphoto Aust überzeugt das nicht: "Es gibt viele solcher Einzelfälle. Aber sind die Verbesserungen auf die Homöopathie zurückzuführen? Oder auf etwas anderes? Die Homöopathie ist ein Lehrgebäude, die Frage ist: Gibt es eine stofflich-kausale Wirkung? Mir fehlen in bisherigen Studien die zwingenden Beweise, dass es nur die Homöopathie gewesen sein kann, die hier gewirkt hat. Die Homöopathie-Industrie – und es ist eine solche – hat bei ihren Forschungsausgaben sehr viel Luft nach oben."

Hier treffen sich Aust und Frass: "Es gibt eine einzige Firma in Österreich, die meine klinische Forschung unterstützt. Die Herrschaften sehen das Potenzial nicht."
(kurier) Erstellt am 04.04.2017, 06:00
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Auwaldzecke ist sehr lange aktiv - Weiterer Überträger von FSME entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Apr 2017 09:28

http://www.n-tv.de/wissen/Weiterer-Uber ... 79450.html
Auwaldzecke ist sehr lange aktiv - Weiterer Überträger von FSME entdeckt

Bislang gelten Zecken als Hauptüberträger des FSME-Virus, das in schweren Fällen zu Gehirnentzündungen führen und das Rückenmark schädigen kann. Dagegen gibt es keine Medikamente oder Therapien. Zum Saisonstart haben Forscher schlechte Nachrichten.

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Ein kleines braunes Krabbeltier steckt mit dem Kopf voraus in der Haut. Die Füßchen zucken noch, abzupfen geht jetzt nicht mehr. Ekel und Angst sind meist die Reaktion betroffener Menschen. Schließlich können Zecken gefährliche Krankheitserreger übertragen. Darunter auch das FSME-Virus, das in schweren Fällen zu einer Gehirnentzündung und zu einer Schädigung des Rückenmarks führen kann. Bislang galt der Holzbock als Haupt-Übeltäter. Nun hat er Verstärkung bekommen.

Denn auch die Auwaldzecke kann das FSME-Virus übertragen, wie Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart, des Deutschen Konsiliarlabors für FSME in München und des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg herausfanden. Bislang ist den Experten zufolge allerdings nicht klar, ob die winzigen Tiere erst kürzlich zum Überträger wurden oder ob ihre Gefährlichkeit bislang schlicht nicht bekannt war.
2016 war ein extremes Zeckenjahr

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann durch Zeckenstiche auf Menschen übertragen werden. Mit 350 bis 400 Erkrankungsfällen bundesweit war 2016 ein extremes Zeckenjahr, wie der Leiter des Deutschen Konsiliarlabors für die FSME, Gerhard Dobler, schreibt.

Neu seien immer mehr Fälle auch aus dem Norden Deutschlands, wie die Stuttgarter Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim berichtet. "Da läuft gerade etwas ab, was sich hier abschließend noch keiner erklären kann."
Inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr, dass nicht nur der Holzbock, sondern auch die Auwaldzecke den FSME-Virus auf den Menschen übertragen kann.
Inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr, dass nicht nur der Holzbock, sondern auch die Auwaldzecke den FSME-Virus auf den Menschen übertragen kann.
(Foto: dpa)

Zudem gibt es neben den Zecken auch eine neue Ansteckungsquelle: Zwei Menschen hatten im vergangenen Jahr auf einem Ziegenhof in Zwiefalten bei Reutlingen Rohmilch von Ziegen getrunken, die mit dem FSME-Virus verunreinigt war. Es seien bereits vereinzelt solche Fälle aus Osteuropa bekannt geworden, wie Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg erklärt. Bei den Patienten aus Zwiefalten handele es sich aber um den ersten umfassend dokumentierten Fall. Eine Übertragung durch Rohmilchkäse sei ebenso denkbar. Pasteurisierte Milch hingegen könne diesbezüglich bedenkenlos getrunken werden.
Keine Therapie oder Medikamente

Das Üble an der vom FSME-Virus ausgelösten Hirnhautentzündung ist, dass es keine Therapie oder Medikamente gibt, wie Oehme erklärt. Die Behandlung beschränke sich nach wie vor darauf, die Symptome zu lindern. "Da hat es wirklich Sinn, sich zu schützen." Zumal Langzeitschäden drohen.

Baden-Württemberg ist wie Bayern seit Jahren ein FSME-Risikogebiet. Auch Teile Südhessens und Südthüringens sowie kleinere Ecken in Rheinland-Pfalz oder im Saarland zählen dazu. Zuletzt dehnte sich die Grenze weiter Richtung Norden aus.
Meiste FSME-Infizierte bleiben beschwerdefrei

Die Fälle der Erkrankungen bundesweit schwanken nach Angaben der Experten von Jahr zu Jahr teils deutlich. 80 bis 90 Prozent entfielen bisher aber stets auf den Süden. Die meisten FSME-Infizierten bleiben beschwerdefrei. Andere haben grippeähnliche Symptome wie Fieber und Gelenkbeschwerden. In schweren Fällen kommt es zur Entzündung des Gehirns, etwa der Hirnhäute. Auch das Rückenmark kann betroffen sein.
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Inzwischen gebe es keinen Zweifel mehr, dass nicht nur der Holzbock, sondern auch die Auwaldzecke den FSME-Virus auf den Menschen übertragen kann, meint Experte Dobler. Aus Nordsachsen, abseits des Risikogebiets Süddeutschland, sei ein Fall nachgewiesen.

Eine Patientin habe einen Ort angegeben, wo Auwaldzecken samt Virus gefunden wurden. Das Tückische: Im Gegensatz zum Holzbock ist die Auwaldzecke ganz früh im Jahr und im Herbst wieder bis zum ersten Schnee aktiv, wie Dobler erklärt. Die Zeit mit aktiven und gefährlichen Zecken weitet sich also aus. Dobler nennt das "Verlängerung der Aktivperiode".
Bilderserie
Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands: Zecken auf dem Vormarsch Das gefährlichste Tier Deutschlands Zecken auf dem Vormarsch

Quelle: n-tv.de , Roland Böhm, dpa
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Deshalb sind allergische Schocks so gefährlich

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Apr 2017 17:00

https://kurier.at/wissen/deshalb-sind-a ... 56.493.022

Deshalb sind allergische Schocks so gefährlich
Child eating Peanuts
Foto: Getty Images/iStockphoto/michellegibson/iStockphoto
Erdnüsse können heftige allergische Reaktionen auslösen.
Auslöser können Medikamente, Insektenstiche oder Nahrungsmittel sein.
05.04.2017, 10:55
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Grünen-Chefin Eva Glawischnig musste wegen eines anaphylaktischen Schocks alle Termine in den nächsten Tagen absagen. Eine derartige Überreaktion des Immunsystems ist die schwerste Ausformung eines allergischen Ereignisses und kann jeden betreffen. Die wichtigsten Fakten:
Welche Symptome können auftreten?

Schwindel, Übelkeit, Erbrechen bis hin zur Atemnot oder Hautausschlag und das innerhalb von Minuten – mit all diesen Symptomen kann sich ein anaphylaktischer Schock äußern. Es handelt sich dabei um die schwerste Form einer allergischen Reaktion. Im schlimmsten Fall können die Beschwerden zu einem tödlichen Kreislaufversagen führen. Das Gefährliche ist, dass dem Betroffenen seine Allergie vorher meist nicht bekannt ist und plötzlich auftritt.

Ausgelöst werden die schweren Symptome durch eine Empfindlichkeitsreaktion des Körpers, die allerdings erst beim zweiten Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff stattfindet. Nachdem der Organismus bei einem Erstkontakt für das betreffende Allergen sensibilisiert worden ist, kommt es bei einem weiteren Kontakt zur Sofortreaktion und zur Freisetzung von Histamin.
Was löst einen anaphylaktischen Schock aus?

Auslöser für einen anaphylaktischen Schock können Medikamente (z. B. Antibiotika wie Penicillin) , Insektengift (Wespen, Bienen usw.), aber auch Nahrungsmittel wie Nüsse (besonders bei Erdnüssen kann es zu heftigen Reaktionen kommen), Eier, Schalentiere oder exotische Früchte sein.
Was ist im Notfall zu tun?

Medizinisch wird ein anaphylaktischer Schock als Notfall bewertet – man sollte daher sofort die Rettung rufen. Bei schwerwiegenden Schockzuständen muss Adrenalin eingesetzt werden, um eine Verengung der Blutgefäße, eine verbesserte Herz-Kreislauf-Funktion und ein Abschwellen der Schleimhäute zu erreichen. Um die allergische Reaktion einzudämmen, werden ein Antihistaminikum und Kortison verabreicht.
Kann man sich vor weiterem Auftreten schützen?

Wer schon einmal einen allergischen Schock erlitten hat, sollte sich auf Allergien testen lassen, damit der Kontakt mit dem Allergen naturgemäß gemieden werden kann. Auch wird die Mitführung eines sogenannten Notfallsets empfohlen, etwa bei einer Insektengiftallergie. Es enthält ein Antihistaminikum, ein Kortisonpräparat sowie einen Adrenalin-Autoinjektor, mit dem man sich sich selbst Adrenalin spritzen kann.
(Kurier / iteu) Erstellt am 05.04.2017, 10:55
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Gib Stress keine Chance

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Apr 2017 22:08

Gib Stress keine Chance ! - Stress kann man heutzutage nicht immer vermeiden, doch was kann man tun ?... 
Tipp! - Das macht Stress mit dir und so kannst du ihn verhindern.

http://stress-stop.com/GLASER/index.html



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Avocados: Wunderwaffe gegen Fettsucht ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Apr 2017 11:10

Info Gesundheit
https://kurier.at/wissen/avocados-wunde ... 57.586.406

Avocados: Wunderwaffe gegen Fettsucht ?
Avocado
Foto: public domain
Viele Studien zeigen die vielen positiven Effekte der Avocadofrucht.
10.04.2017, 18:29
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Avocados sind Früchte, die zwar viel Fett enthalten, aber gleichzeitig schlank machen. Das ist schon lange bekannt. In ihnen steckt eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren, sie sättigen nachhaltig. Eine neue Besprechung hat sich nun mit den Effekten der grünen Früchte auf verschiedene Komponenten des Metabolischen Syndroms auseinander gesetzt. Der Begriff Metabolisches Syndrom bezeichnet die Kombination von gestörtem Kohlenhydratstoffwechsel (Insulinresistenz), Bluhochdruck, die vermehrte Ansammlung von Bauchfett (Adipositas, stammbetont) sowie Fettstoffwechselstörungen. Die Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Typ II.
Auch Schale, Blätter und Samen wirken

Avocado Foto: public domain Laut sämtlichen untersuchten Studien in der wissenschaftlichen Literatur, haben Avocados den höchsten positiven Effekt auf den Fetthaushalt, mit Veränderungen des LDL-Cholesterin-Spiegels, HDL-Cholesterinspiegels, des Triglyceringehalts und anderen Parametern. Sowohl die Schale als auch das Fleisch sowie die Samen und Blätter von Avocados haben jeweils andere positive Effekte auf das Metabolische Syndrom. "Die Avocado ist eine bekannte Quelle für Karotinoide, Mineralien, Aminosäuren, Vitamine und Vitamine", schreiben die Autoren im Journal Phytotherapy Research. "In vielen Studien zeigen sich die positiven Effekte auf den Blutdruck, die Blutfette und auf Diabetes. Avocados wirken gegen Thrombosen, gegen Gefäßverkalkung und schützen das Herz."
(Kurier / GK) Erstellt am 10.04.2017, 18:29
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Schätzung im Jahrbuch Sucht - Medikamentensucht betrifft zwei Millionen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Apr 2017 10:23

Info Gesundheit
http://www.n-tv.de/wissen/Medikamentens ... 89465.html
Schätzung im Jahrbuch Sucht - Medikamentensucht betrifft zwei Millionen

In Deutschland sollen mehr Menschen von Medikamenten abhängig sein als von Alkohol. So schätzt das jedenfalls die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen ein. Die Lust auf Alkohol ist ungebrochen, während immer weniger Menschen rauchen.

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In Deutschland sind mehr Menschen von Medikamenten abhängig als von Alkohol. Die Zahl der Arzneimittelabhängigen wird auf bis zu 1,9 Millionen geschätzt, wie aus dem Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervorgeht. Als alkoholabhängig gelten rund 1,77 Millionen Menschen. Das Jahrbuch Sucht fasst jährlich die aktuellen Daten, Fakten und Trends zum Konsum von legalen und illegalen Drogen sowie zu abhängigem Verhalten in Deutschland zusammen.

Etwa vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel besitzen demnach ein erhebliches Potenzial für Missbrauch und Abhängigkeit, darunter vor allem die Schlaf- und Beruhigungsmittel mit Wirkstoffen aus der Familie der sogenannten Benzodiazepine, zu denen auch das bekannte Valium gehört.

In den vergangenen Jahren sind die Verordnungen dieser Mittel in der gesetzlichen Krankenversicherung zwar zurückgegangen, der Anteil der privat verordneten Mittel nahm allerdings zu. Der Bremer Gesundheitsexperte Gerd Glaeske kritisierte eine "hohe Intransparenz" in diesem Bereich. Privatrezepte für Schlaf- und Beruhigungsmittel seien heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. "Sie verschleiern letztlich eine kritische Arzneimittelversorgung, weil sie an keiner Stelle systematisch erfasst und ausgewertet werden", erklärte Glaeske.
Unerwünschte Nebenwirkungen

Betroffen von diesen Verordnungen sind demnach vor allem ältere Menschen über 65 Jahre und davon zwei Drittel Frauen. Eine Arzneimittelabhängigkeit habe gravierende Auswirkungen auf die älteren Menschen, erklärte der Gesundheitsexperte. Die tägliche Einnahme führe bei ihnen zu immer mehr Wirkstoffmengen im Körper und damit zu unerwünschten Wirkungen wie Einschränkungen der Konzentrationsfähigkeit oder der Gangunsicherheit, oft verbunden mit Stürzen und schwer heilenden Knochenbrüchen.

Intransparent ist Glaeske zufolge auch die Schmerzmittelversorgung in Deutschland. So werden rund 150 Millionen Packungen unterschiedlichster Schmerzmittel verkauft, 106 Millionen Packungen davon - 70 Prozent - ohne Rezept direkt in den Apotheken. Der Bremer Experte forderte eine bessere Kooperation von Ärzten und Apothekern, um den problematischen Konsum von Schmerzmitteln zu begrenzen.
Weniger Zigaretten

Im Jahrbuch Sucht steht außerdem, dass die Menschen in Deutschland deutlich seltener zur klassischen Zigarette griffen. 2016 wurden 7,7 Prozent weniger Fertigzigaretten konsumiert als im Jahr zuvor. Noch rund 920 Fertigzigaretten rauchte jeder Einwohner demnach statistisch gesehen im vergangenen Jahr, rund 100 weniger als 2012. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene rauchten demnach deutlich weniger als in den Jahren zuvor.
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Seit Längerem starke Zuwächse gibt es dagegen bei der Nachfrage nach Pfeifentabak, etwa für Wasserpfeifen. Der Konsum von Pfeifentabak stieg demnach von 1732 Tonnen im Jahr 2015 auf 2521 Tonnen im vergangenen Jahr. Das war ein Plus von mehr als 45 Prozent.

Jeder achte Deutsche über 14 Jahre hat auch schon einmal E-Zigaretten probiert. Beim Großteil blieb es aber bei einem einmaligen Versuch. Nur 2,2 Prozent haben in der Vergangenheit regelmäßig E-Zigaretten konsumiert.

Keinen Grund zur Entwarnung sehen die Experten bei Bier, Wein, Schnaps und Co. Der Konsum stagniert demnach seit 2013. Auf jeden Bundesbürger kam nach jüngsten verfügbaren Schätzungen im Jahr 2015 knapp ein Putzeimer reinen Alkohols: 9,6 Liter. Den Verbrauch in Deutschland schätzten die Jahrbuch-Autoren im internationalen Vergleich als "besonders hoch" ein.

Quelle: n-tv.de , hul/AFP/dpa
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Testosteron ist nicht Schuld am männlichen Haarausfall

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Apr 2017 11:19

Info Gesundheit
https://kurier.at/wissen/mythos-widerle ... 58.123.161

Testosteron ist nicht Schuld am männlichen Haarausfall
Bald man attempting to use hairbrush
Foto: Getty Images/iStockphoto/ia_64/iStockphoto
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Bisherige Therapien gegen Haarausfall haben erhebliche Nebenwirkungen.
13.04.2017, 11:01
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Testosteron ist einer neuen Untersuchung zufolge nicht Schuld am Haarausfall bei Männern. Wissenschafter der Universitätsmedizin Greifswald haben diesen Mythos in einer der bisher größten Studien systematisch untersucht und widerlegt, wie die Universität am Donnerstag mitteilte.

Die Auswertung der Daten von 373 männlichen Teilnehmern der Bevölkerungsstudie Ship-Trend in Mecklenburg-Vorpommern habe keinen Zusammenhang zwischen Sexualhormonen wie Testosteron oder Androstendion und Haarausfall ergeben. Die Untersuchung ergänzt demnach bisherige Ergebnisse aus klinischen Studien, die allerdings nur auf sehr kleinen Fallzahlen basieren. Die wirkliche Ursache des männlichen Haarausfalls ist noch immer nicht abschließend geklärt, weshalb für die Therapie bisher nur wenige Wirkstoffe mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen existieren.

Da weder Haardichte noch Haarwachstum in einem direkten Zusammenhang mit Testosteron stehen, werden verschiedene alternative Erklärungsansätze diskutiert. Neben genetischen Faktoren steht demnach neueren Erkenntnissen zufolge sowohl das Hormon Dihydrotestosteron (DHT), ein Folgeprodukt von Testosteron, als auch das Gewebshormon Prostaglandin D2 unter Verdacht, für den Haarausfall verantwortlich zu sein. Die Studienergebnisse aus Greifswald wurden in der Fachzeitschrift "JAMA Dermatology" veröffentlicht.
(APA) Erstellt am 13.04.2017, 11:02
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Hoffnung und Unsicherheit - Wer bezahlt Cannabis als Arzneimittel ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Apr 2017 10:03

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Wer-bezahlt-C ... 96168.html
Hoffnung und Unsicherheit - Wer bezahlt Cannabis als Arzneimittel ?

Erst seit einigen Wochen ist ein neues Gesetz in Kraft, das Cannabis auf Rezept ohne Sondererlaubnis ermöglicht. Die hohen Kosten sollen dann die Krankenkassen zahlen, die sich allerdings manchmal sperren, wie ein Betroffener erfährt.

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"Ohne Cannabis zu leben, wäre der blanke Horror", sagt Andreas Dombrowski und beugt sich auf seinem Stuhl nach vorne. Vor ihm auf dem Tisch steht eine kleine Plastikdose, daneben liegt ein Inhaliergerät.

Als Dombrowski die Dose öffnet, steigt der süßliche Geruch getrockneter Cannabisblüten in die Luft. Der 29-Jährige aus dem rheinland-pfälzischen Ingelheim leidet unter der chronischen Darmkrankheit Morbus Crohn und ist einer von rund 1000 Menschen in Deutschland, die derzeit mit einer Sondererlaubnis Cannabis als Medizin konsumieren dürfen. Doch die Ausnahmegenehmigungen das Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) laufen demnächst aus. An ihre Stelle ist am 10. März ein neues Gesetz getreten, dass es Ärzten ermöglicht, schwer kranken Patienten Cannabisarzneimittel ohne Sondererlaubnis zu verschreiben. Die Kosten soll die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen.

"Die Idee an sich habe ich total begrüßt", sagt Dombrowski. Schließlich muss er seine Medikamente bisher aus eigener Tasche bezahlen. 850 Euro im Monat kostet den Auszubildenden das Cannabis in der Apotheke - deutlich mehr als auf dem Schwarzmarkt. Doch es gibt einen Haken: Die Krankenkasse muss das erste Rezept genehmigen. Und die habe zuletzt signalisiert, dass sie an der Wirksamkeit von Cannabis bei Morbus Crohn zweifle. "Da ist mir die Kinnlade runtergefallen", sagt Dombrowski.
Nur, wenn es nichts anderes mehr gibt
Betroffene müssen sich nun mit neuen Hürden auseinandersetzen.
Betroffene müssen sich nun mit neuen Hürden auseinandersetzen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Nach der neuen Gesetzeslage dürfen Ärzte Cannabis nur dann verschreiben, wenn alternative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Außerdem muss die Aussicht bestehen, dass Cannabis den Krankheitsverlauf positiv beeinflusst. "Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, im Gesetz einzelne Indikationen aufzuführen", sagt ein Sprecher der Barmer-GEK, bei der Dombroski versichert ist. Denkbar sei der Einsatz von Cannabispräparaten zum Beispiel bei Multiple Sklerose oder in der Palliativmedizin. Wie viele Menschen künftig Cannabis aus der Apotheke bekommen könnten, ist nach Angaben der Bundesärztekammer noch offen.

Zweifelt eine Krankenkasse an der Wirkung von Cannabis, kann sie den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit einem Gutachten beauftragen. Auch in Andreas Dombrowskis Fall ist eine solche Prüfung nicht unwahrscheinlich. "Es liegen kaum Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabis-Therapien bei Morbus Crohn vor", heißt es von Seiten der Barmer-GEK.

Für Dombrowski ist es die Fortsetzung seines Kampfes um ein Stück Lebensqualität. Die Geschichte seiner Krankheit beginnt, als er 14 Jahre alt ist. Er wird immer dünner und blasser, hat Darmbeschwerden und Durchfälle. Innerhalb kurzer Zeit magert er auf 46 Kilo ab. Schließlich die Diagnose: Morbus Crohn, nicht heilbar. Herkömmliche Medikamente wie Cortison helfen am Anfang. Doch die Dosis wird immer höher, und die Nebenwirkungen schlimmer.
Das einzige, was wirklich hilft
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Der heute 29-Jährige ist ein gründlicher Patient: Bevor er seine Krankheit zum ersten Mal auf eigene Faust mit Cannabis behandelt, liest er alles, was er zur Wirksamkeit der Hanfpflanze finden kann. Sein Arzt will von der Methode nichts wissen.

Nach den ersten Cannabis-Versuchen stellt der Teenager fest: "Es geht nicht wieder los". Die Schübe bleiben aus. Für ihn bedeutet das: kein Durchfall, keine Krämpfe, keine Schmerzen. "Es ist das einzige Medikament, das mir wirklich hilft", sagt er heute. Es dauert aber Jahre, bis er alle bürokratischen Hürden überwunden hat und das Bundesamt 2015 seinen Antrag auf eine Sondererlaubnis bewilligt. "Ich war ziemlich euphorisch", erinnert sich Dombrowski.

Der Weg aus der Illegalität war da - bis zum März 2017. Für Dombrowski hat nun ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen: Bis Juni gilt seine Sondergenehmigung, bis dahin will er die Krankenkasse mit seinem Antrag überzeugen.

Quelle: n-tv.de , Lea Utz, dpa
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Froschgift tötet Grippe-Virus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2017 11:19

Info Gesundheit
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https://kurier.at/wissen/froschgift-toe ... 58.901.580

Froschgift tötet Grippe-Virus

Frosch
Foto: Sanil George + Jessica Shartouny
Hübsch anzusehen, aber ein wenig giftig.
Südindische Frösche schützen sich mit einem giftigen Sekret vor Bakterien. Es kann aber auch bestimmte Grippeviren vernichten.
Ernst Mauritz Ernst Mauritz
18.04.2017, 18:00
8 shares

So ein Froschleben kann ziemlich unangenehm sein - vor allem dann, wenn es um einen rundherum zahlreiche Freßfeinde gibt. Verschiedene Froscharten schützen sich vor denselbigen durch ein giftiges Sekret, das sie über die Haut absondern - und das potenziellen Angreifern die Freßlust verdirbt.

Der südindische Frosch Hydrophylax Bahuvistara schützt sich mittels einer solchen schleimartigen Substanz vor Bakterien. Es sind spezielle "Verteidigungspeptide", kleine Eiweiße, die diesen Schutz ausmachen. Forscher des Emory Vaccine Center in Atlanta, Georgia, USA, und des Rajiv Gandhi Center for Biotechnology in Indien, haben jetzt herausgefunden, dass ein Inhaltsstoff dieses Sekrets, einer dieser kleinen Eiweißstoffe, bestimmte Grippe-Viren abtöten kann.

Konkret handelt es sich um H1-Viren (Hämagglutinin 1), also etwa das "Schweinegrippe"-Virus H1N1, gegen die diese Verteidigungspeptide wirken.
Hoffnung bei resistenten Viren

"Solche Anti-Grippe-Eiweiße könnten dann von Bedeutung werden, wenn keine Impfstoffe verfügbar sind, ein neuer Virusstamm auftritt, gegen den noch keine Impfung verfügbar ist oder bereits zirkulierende Virenstämme resistent gegen die verfügbaren Anti-Grippe-Mittel werden", sagt der Mikrobiologe und Immunologe Joshy Jacob von der Emory University School of Medicine. Sie könnten die Grundlage für neue Anti-Virus-Medikamente werden.
Wie ein südindisches Schwert

Jacob und seine Kollegen haben eines dieser Anti-Virus-Peptide, das sie identifizierten, "Urumin" genannt - nach einem Schwert mit flexiblen, peitschenähnlichen Federstahlklingen mit dem Namen "Urumi", das vor vielen Jahrhunderten in Südindien verwendet wurde. Dieses Urumin konnten sie aus dem Froschsekret gewinnen.

Urumin bindet an einen speziellen Abschnitt von H1, Hämagglutinin 1. Das ist ein Protein (Eiweiß) an der Oberfläche der H1-Influenza-Viren, das ihnen das Eindringen in die Wirtszelle ermöglicht. Urumin tötet die Viren ab, indem es die Vermehrung stoppt.
Erfolgreicher Schutz bei Mäusen

Nicht geimpfte Mäuse, denen Urumin über die Nase verabreicht wurde, waren dadurch vor einer tödlichen Dosis verschiedener H1-Grippe-Viren geschützt. Jetzt suchen die Forscher nach Möglichkeiten, Peptide wie Urumin so stabil zu machen, dass sie vom menschlichen Körper nicht abgebaut werden. Und sie suchen im Froschgift nach Peptiden, die auch einen Schutz vor anderen Viren, wie Dengue oder Zika, bieten könnten.

Die Studie wurde im Fachmagazin Immunity veröffentlicht.
(KURIER) Erstellt am 18.04.2017, 18:00
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4-4-4-Regel im Job - So konstruktiv mit Stress umgehen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Apr 2017 11:57

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http://www.n-tv.de/ratgeber/So-konstruk ... 10049.html
Sonntag, 23. April 2017
4-4-4-Regel im Job - So konstruktiv mit Stress umgehen

Anstrengend und auslaugend: Stress verbinden viele mit unangenehmen Gefühlen. Dabei kann er auch die gut gemeinte Warnung sein, dass es zu viel wird. Wie man mit großem Druck leichter umgeht, erklärt ein Coach für Stressprävention.

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Schon wieder total im Stress! Mancher ärgert sich über sich selbst, wenn er wieder einmal von seiner To-do-Liste überfordert ist.

"Man sollte versuchen, sich hier freundlich zu betrachten", sagte Mona Henken-Mellies, Coach zum Thema Stressprävention, auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Stress sehe man am besten als die gut gemeinte Warnung eines Freundes, dass man gegensteuern muss. Doch was hilft konkret, wenn wieder einmal alles zu viel wird?

4-4-4-Regel: Müssen Berufstätige in einer stressigen Situation schnell einen kühlen Kopf bekommen, hilft ihnen die 4-4-4-Regel. "Das steht für vier Sekunden einatmen, vier Sekunden ausatmen, und das Ganze macht man für vier Minuten", erklärte Henken-Mellies. Die Konzentration auf die Atmung lenkt die Gedanken weg vom Stress - das beruhigt. Außerdem wird die Atmung mit der Zeit tiefer und wandert von der Brust ins Zwerchfell. Das tue ebenfalls gut.
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Back-Power: Wenn es richtig viel wird im Job, kämpfen viele mit Nacken- und Schulterverspannungen. Hier tue es gut, die Muskulatur fest anzuspannen, um anschließend die Entspannung der Muskeln spüren zu können, sagte Henken-Mellies. Dafür aufrecht hinstellen, die Füße hüftbreit auseinander und den Po anspannen. Dann die Arme seitwärts auf Schulterhöhe ausstrecken, so dass der Körper ein Kreuz bildet. Die Handflächen zeigen zunächst nach vorne und die Daumen nach oben. Nun wippt man zehn Mal mit den Armen etwa zehn Zentimeter nach hinten, dann zehn Mal nach vorne. Die Armmuskeln sind fest angespannt.

Dann das Ganze wiederholen, dieses Mal zeigen die Handflächen nach hinten und die Daumen nach unten. Dann das Ganze noch mal wiederholen, nun zeigen die Handflächen nach unten und die Daumen nach vorne. Das macht man drei Minuten lang, am besten zu schneller Musik. "Die Bewegung schmerzt am Ende fast", erklärte Henken-Mellies. Doch danach fühle sich die Nacken- und Schulter-Region deutlich besser an.

Dankbarkeitstagebuch: Bei großem Stress haben viele irgendwann nur noch schlechte Laune. Man dreht sich mit seinen negativen Gedanken im Kreis. Hier sei es sinnvoll, jeden Abend drei Dinge zu notieren, die an diesem Tag gut gelaufen sind, riet Henken-Mellies. Das lenke den Blick auf das Positive.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Prävention für Altersdemenz - Polyamine sind vielversprechend

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Apr 2017 10:42

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Polyamine-sin ... 15653.html
Prävention für Altersdemenz - Polyamine sind vielversprechend

Von Jana Zeh

Jeder zweite Deutsche gibt an, Angst vor Demenz zu haben. Tatsächlich wird es in Zukunft immer mehr Betroffene geben. Gut, wenn man durch bestimmte Nahrungsmittel den geistigen Verfall aufhalten könnte.

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Das ist doch jedem schon mal passiert: Man geht los, um etwas zu holen, und weiß schließlich nicht mehr, was es war. Ablenkung oder Unkonzentriertheit könnten Gründe dafür sein. Mit zunehmendem Alter allerdings treten solche Vergesslichkeiten oftmals gehäuft auf und könnten Vorboten einer Demenz sein, an der in Zukunft immer mehr Menschen erkranken werden. Aus diesem Grund haben sich Forscher weltweit auf die Suche nach Präventionsmitteln gemacht und schauen dabei in alle Richtungen.
Polyamine

Polyamine sind kleine organische Verbindungen, die an grundlegenden Zellfunktionen wie der Zellteilung und dem Zellwachstum beteiligt sind. Die Konzentration der körpereigenen Stoffe nimmt mit dem Alter ab. Gleichzeitig nimmt die Anhäufung von verklumpten Proteinen im Gehirn zu.

Polyamine lösen den zellulären Reinigungsprozess, die sogenannte Autophagie, aus und gelten deshalb auch als Hoffnungsträger für den Erhalt der geistigen Gesundheit im Alter. Bei Krebserkrankungen ist die Ausscheidungsrate von Polyaminen besonders hoch.

Ein vielversprechender Ansatz, um kognitive Einschränkungen im Alter aufzuhalten, könnten sogenannte Polyamine sein. Die körpereigenen Stoffe haben einen wichtigen Anteil am Zellstoffwechsel und werden überall dort gebraucht, wo Gewebe sich entwickelt, wächst oder regeneriert. Mit dem Alter nehmen die Polyaminkonzentrationen ab. So werden niedrige Polyaminwerte auch mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und Abnahme der Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht.
Fruchtfliegen hilft es

Bekannt ist aus Untersuchungen, dass sich Fruchtfliegen mit altersbedingtem Erinnerungsverlust wieder besser erinnern konnten, nachdem sie mit polyaminreicher Nahrung gefüttert wurden. In einem nächsten Schritt wollte ein Forscherteam um Professor Agnes Flöel, Direktorin der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Greifswald, wissen, ob sich diese Effekte auch auf den Menschen übertragen lassen.

Dafür bekamen ältere Probanden, deren Gedächtnis aus eigener Einschätzung nachgelassen hatte, über einen Zeitraum von drei Monaten Polyamine in Kapselform. Die Kontrollgruppe hingegen erhielt ein Placebo. "Es zeigten sich erste Hinweise, dass die Polyamingabe zu einer Verbesserung der Gedächtnisleistung bei den Studienteilnehmern führte und das bei guter Verträglichkeit", erklärte Flöel am Rande der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung in Leipzig in einem Gespräch mit n-tv.de.
Probanden gesucht
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Um die Ergebnisse auf den wissenschaftlichen Prüfstein zu stellen, läuft derzeit eine weitere Untersuchung mit wesentlich mehr Studienteilnehmern, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten polyaminreiche Nahrungsergänzung bekommen. Für die Studie, die den Namen "SmartAge" trägt und an der Berliner Charité durchgeführt wird, werden noch Probanden gesucht, die im Alter zwischen 60 und 90 Jahren sind und unter einer subjektiv empfundenen Gedächtnisverschlechterung leiden. Nähere Auskünfte bekommen Interessierte unter der Telefonnummer: 030/450 660 395.

Auch wenn die bisherigen Erkenntnisse noch nicht für eine allgemeine Nahrungsempfehlung ausreichen, spricht für gesunde Menschen nichts dagegen, die Wirkung von polyaminreichen Nahrungsmitteln auf ihr Gedächtnis und das individuelle Lernvermögen selbst auszuprobieren. "Weizenkeime und Produkte aus fermentiertem Soja enthalten relativ hohen Polyaminkonzentrationen", so Flöel.

Quelle: n-tv.de
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Folge des Klimawandels - Allergien und Asthma breiten sich aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Mai 2017 12:16

Info Gesundheit
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http://www.n-tv.de/wissen/Allergien-und ... 17434.html
Montag, 01. Mai 2017
Folge des Klimawandels - Allergien und Asthma breiten sich aus

Für Allergiker sind das keine guten Nachrichten: Die Pollensaison verlängert sich nicht nur deutlich, sie wird auch immer intensiver. Und die Zahl der Betroffenen steigt.

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Der Husten und das Schniefen werden von Jahr zu Jahr schlimmer: Allergiker spüren bereits heute Anzeichen der weltweiten Erwärmung, sagen Ärzte. Was bringt da erst die Zukunft? Berlin (dpa) –

"Papa, ich kann kaum noch atmen." Als Barack Obama noch zu Zeiten als US-Präsident von einem Asthmaanfall seiner Tochter Malia im Alter von vier Jahren erzählte, sprach er von schrecklichen Ängsten. Seine Tochter musste in die Notaufnahme - und er selbst hatte so etwas wie ein Aha-Erlebnis über mögliche Folgen des Klimawandels.

Deutsche Experten rechnen im Zuge des Klimawandels mit einer weiteren Verbreitung von Allergien und dadurch bedingtem Asthma in der Bevölkerung. Schon heute bekommen Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker erste Folgen der globalen Klimaerwärmung zu spüren.

Die Bedingungen für das Pflanzenwachstum haben sich verbessert. "Es gibt ganz klare Daten: In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Pollensaison in Deutschland schon deutlich verlängert. Aber sie ist auch intensiver geworden", sagt der Leiter des Allergie-Centrums der Berliner Charité, Torsten Zuberbier.

Rund 15 Prozent der Deutschen leiden nach Daten des Robert Koch-Instituts an Heuschnupfen, knapp neun Prozent an Asthma bronchiale. Während bei Heuschnupfen die oberen Atemwege in Mitleidenschaft gezogen sind, ist es bei Asthma die Lunge: Betroffene haben zum Beispiel Anfälle von Atemnot. Nicht-allergisches Asthma kommt relativ selten in Reinform vor.
Besonders junge und alte Menschen sind gefährdet

"Patienten berichten uns, dass ihre Symptome von Jahr zu Jahr schlimmer werden", sagt die Direktorin des Instituts für Umweltmedizin des Helmholtz Zentrums München und der TU München, Claudia Traidl-Hoffmann. Besonders betroffen sieht sie zwei Gruppen: "Kinder sind besonders empfänglich", so die Medizinerin.

"Was aber auch dramatisch ist: Wir sehen jetzt einen Anstieg von Ekzemen und Allergien bei älteren Menschen über 70 Jahren", sagt Traidl-Hoffmann. Menschen, die ein Leben lang beschwerdefrei waren, bekommen vermehrt eine Allergie.

Wie kommt das? Experten sehen neben einem veränderten Lebensstil der Menschen - kurz gefasst: Fernsehen statt Barfußlaufen - einen klaren Zusammenhang zu Umweltbedingungen, die vom Klimawandel maßgeblich beeinflusst werden. Mehrere Faktoren zusammen sorgen für einen stärkeren und stärker reizend wirkenden Pollenflug, aber auch eine größere Empfänglichkeit beim Menschen.

"Pollen, die im städtischen Bereich in der Nähe von Hauptstraßen gebildet werden, sind mit Dieselrußpartikeln besetzt und dadurch für die Atemwege indirekt aggressiver", sagt Zuberbier. "So können auch leichter Allergien entstehen". Hinzu kommt: Pflanzen wie Gräser und Kräuter, die zum Beispiel an Hauptverkehrsstraßen wachsen und dort viel CO2 ausgesetzt sind, stoßen verstärkt Pollen aus. Sie werden mit dem Treibhausgas regelrecht gedüngt.
Mehr Allergene durch Klimawandel

Traidl-Hoffmann setzt Pflanzen mit ihren Kollegen in Gewächshäusern Bedingungen aus, wie sie in Zukunft erwartet werden. Sie beobachtet dabei: "Unter Trockenstress, Ozon-, CO2- und Stickoxidbelastung setzen Pflanzen vermehrt Allergene frei, was dann auch dazu führt, dass mehr Symptome entstehen. Aber auch alle empfindungsfördernden Substanzen schüttet die Pflanze unter diesen klimatischen Stressbedingungen vermehrt aus."
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Setzt sich der Klimawandel so fort wie prognostiziert, erwarten die Experten ganzjährige Beschwerden bei Betroffenen. Und eine weitere Zunahme der Pollenallergien. Wie das allein bei Menschen, die gegen Beifußblättriges Traubenkraut allergisch sind, aussehen könnte, haben Forscher europäischer Hochschulen hochgerechnet.

Demnach könnte sich die Zahl der Betroffenen in Europa bis zum Jahr 2060 mehr als verdoppeln - auf bis zu 77 Millionen, berichteten sie im Fachblatt "Environmental Health Perspectives". Ursachen sind der Klimawandel und die dadurch begünstigte Ausbreitung der eingeschleppten Pflanze. Die größten Zuwächse sind laut Studie unter anderem in Deutschland zu erwarten.

Quelle: n-tv.de , vni/dpa
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Wiederbelebung dringend nötig - Herzattacke: Zu wenige leisten Erste Hilfe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Mai 2017 11:37

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http://www.n-tv.de/wissen/Herzattacke-Z ... 21332.html
Wiederbelebung dringend nötig - Herzattacke: Zu wenige leisten Erste Hilfe

Nach einer Herzattacke zählt jede Minute. Nur zehn Prozent der Betroffenen überleben. Das liegt auch daran, dass sich hierzulande zu wenige Menschen mit Wiederbelebung auskennen. In Skandinavien ist das anders.

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Prüfen - Rufen - Drücken

Eine Person, die gar nicht mehr oder nicht mehr normal atmet, benötigt sofort Hilfe:

1. Prüfen
Ist die Person ansprechbar? Sprechen Sie die Person direkt an: "Hallo, hörst du mich?" und fassen Sie die Person an (z.B. Schütteln, leichter Schmerzreiz). Wenn keine Reaktion erfolgt:

2. Rufen
Wählen Sie sofort den Notruf 112. Beantworten Sie folgende fünf W-Fragen:
- Wo ist der Notfall?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte/Betroffene sind zu versorgen?
- Welche Krankheitszeichen haben die Betroffenen?
- Warten Sie auf Rückfragen der Rettungsleitstelle.

3. Drücken
Beginnen Sie nun sofort mit der Wiederbelebung.
Legen Sie die Hände übereinander, mit den Handballen nach unten auf die Mitte des Brustkorbs der Person zwischen den beiden Brustwarzen. Der Oberkörper sollte frei sein. Verschränken Sie die Finger und drücken Sie die Arme durch. Drücken Sie mit einer Geschwindigkeit von 100 Mal pro Minute sehr fest auf die Brust. Am besten 5 cm tief. Machen Sie so lange weiter, bis der Rettungsdienst übernimmt. Sind mehrere Personen anwesend, die helfen können, wechseln Sie sich nach spätestens drei Minuten ab. Dabei dürfen keine Pausen entstehen.
(Quelle: www.wiederbelebung.de)

Mehr als 50.000 Menschen erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Aber nur in 34 Prozent dieser Notfälle trauen sich Ersthelfer eine Reanimation bis zum Eintreffen des Notarztes zu. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hervor. "Deutschland ist allerdings endlich nicht mehr europäisches Schlusslicht bei der Reanimation durch Laien", sagte DGAI-Präsidiumsmitglied Jan-Thorsten Gräsner. Vor neun Jahren lag die Laien-Reanimationsquote in Deutschland sogar nur bei 16 Prozent.

In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Quote mehr als verdoppelt, betonte Gräsner vor dem Notfallmedizin-Kongress seiner Gesellschaft, bei dem es auch um die Reanimation durch Laien geht. Er führte die "erfreuliche Verbesserung" auf verschiedene Aktionen zurück. Die Deutsche Anästhesiologie startete vor vier Jahren die Kampagne "Prüfen - Rufen - Drücken". Die Schlagworte stehen für die drei Schritte, die im Ernstfall beachtet werden müssen. Seit vergangenem September gibt es außerdem das "Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung", das zusammen mit Prominenten und Experten Aktionen durchführt. Und es gibt Apps fürs Smartphone, mit denen im Notfall Ersthelfer in der direkten Umgebung alarmiert werden können.
Die Norweger machen es vor

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Laien-Reanimation dennoch weiterhin nur im unteren Drittel. Die skandinavischen Länder schneiden am besten ab: In Norwegen liegt die Laien-Reanimationsquote bei 70 Prozent. Das bedeutet, bei zwei Drittel aller Herzstillständen beginnen Ersthelfer sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. "Die Überlebenschancen des Patienten steigen enorm, wenn sofort mit der Reanimation begonnen wird", betonte Gräsner. Die DGAI hat errechnet, dass pro Jahr 10.000 Menschen mehr eine Herzattacke überleben würden, wenn die Laien-Reanimationsquote auch hierzulande weiter gesteigert werden könnte. "Voraussetzung dafür ist, dass der Patient sofort wiederbelebt, schnell durch den Notarzt weiterbehandelt und in das richtige Krankenhaus gebracht wird - also die gesamte Versorgungskette funktioniert", erklärte Gräsner.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fordert, Reanimations-Kurse im Lehrplan der Schulen zu verankern. "Baden-Württemberg hat das getan, in den meisten Bundesländern ist das Erlernen von Wiederbelebungsmaßnahmen aber kein fester Unterrichtsbestandteil", sagte DRK-Bundesarzt Peter Sefrin. Wichtig sei auch, alle drei bis fünf Jahre einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um das Wissen aufzufrischen. Sefrin hat mit Studenten der Universität Würzburg herausgefunden, dass Teilnehmer eines solchen Kurses bereits nach zwei Jahren etwa die Hälfte des Erlernten wieder vergessen haben.
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Sobald es Anzeichen für einen Herzinfarkt gibt, sollte ein Notarzt gerufen werden. Foto: Marcus Führer 21.04.13 Prüfen - Rufen - Drücken Erste Hilfe kann so einfach sein
Im Durchschnitt dauern Wiederbelebungsversuche in Krankenhäusern 20 Minuten. 05.09.12 Mediziner für längere Reanimation Studie: Überlebenschance steigt

Die DGAI betreibt seit zehn Jahren das Deutsche Reanimationsregister. In die Datenbank speisen derzeit 161 Rettungsdienste und 135 Krankenhäuser Daten zu reanimierten Personen ein. Mittlerweile sind mehr als 100.000 Datensätze vorhanden. "Anhand dieser Daten können zum Beispiel Rettungsdienste oder Krankenhäuser feststellen, wo noch Optimierungsbedarf besteht", erläuterte Gräsner. Wie die Reanimations-Datenbank zeigt, gibt es deutliche Unterschiede bei der Ersten Hilfe zwischen Stadt und Land: "Wir stellen immer wieder fest, dass in ländlichen Gegenden zu wenig über die Wiederbelebung bekannt ist." Dabei könne man bei der Wiederbelebung letztlich nichts falsch machen, betonte Gräsner.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Hilfe für Helfer - Wie Ehrenamtliche abgesichert sind

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mai 2017 10:47

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http://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-Ehrenam ... 20183.html
Sonntag, 07. Mai 2017
Hilfe für Helfer - Wie Ehrenamtliche abgesichert sind

Millionen Menschen arbeiten ehrenamtlich. Wenn sie dabei Schaden nehmen oder anrichten, gibt es Unterstützung durch Versicherungen. Die wesentlichen Versicherungen sind gesetzlich geregelt.

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Sie jäten Beete, bringen Kinder zum Training, kümmern sich um Alte und Kranke, agieren als Heimbeirat, rücken zum Löschen aus oder sind politisch aktiv. Mehr als 20 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Doch was passiert, wenn Freiwilligen im Dienst für die Gesellschaft etwas passiert? Sie einen Unfall haben oder Schaden verursachen?

Für ehrenamtlich Tätige gibt es eigene Versicherungen, die existenzielle Risiken wie Unfall und Haftpflicht abdecken. Schutz besteht sowohl auf gesetzlicher als auch auf freiwilliger Basis, wie Holger Niese erläutert. Er ist beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zuständig für Versicherungsfragen. Der DOSB gehört neben der Feuerwehr zu den größten Organisationen mit Ehrenamtlichen.
Wann zahlt die Unfallversicherung?

Den gesetzlichen Unfallschutz gewährleisten in der Regel Berufsgenossenschaften (BG) und Unfallkassen. Beide springen zum Beispiel ein für diejenigen, die anderen Menschen in Notsituationen helfen. Dazu zählen Mitglieder der Bergwacht ebenso wie Mitglieder von Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten.
Video
NAH DRAN!! - Ihre Geschichte bei n-tv: Ehrenämter halten die Gesellschaft am Leben
05.05.17 – 03:19 min
NAH DRAN!! - Ihre Geschichte bei n-tv Ehrenämter halten die Gesellschaft am Leben

Auch in der Alten-, Wohlfahrts- und Gesundheitspflege sowie in der Kirche Engagierte und ehrenamtliche Kommunalpolitiker sind erfasst. Die Versicherung läuft über die jeweiligen Organisationen. Sie gilt automatisch mit Übernahme des unentgeltlichen Ehrenamts, so dass sich Einzelne nicht gesondert anmelden müssen. Darauf weist das Bundessozialministerium in einer Informationsbroschüre hin.

Übungsleiter in Sportvereinen genießen laut Niese gesetzlichen Schutz durch die BG, sollten sie sich zum Beispiel verletzen. Eltern, die Kinder zu Training und Wettkampf chauffieren, fallen jedoch durchs Raster, erklärt Christine Ramsauer von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG). Dies sei vergleichbar "mit der Bringpflicht zur Schule im Rahmen der elterlichen Fürsorge". Wer bei Festen anpackt oder am Vereinsheim mitbaut, sollte sich vorab über Versicherungsdetails informieren.

Für rund eine Million Feuerleute im Land existieren Regelungen ähnlich "einem Flickenteppich, weil Ländersache", sagt Carsten-Michael Pix, Referent beim Deutschen Feuerwehrverband. Brandlöscher in Bayern und Nordrhein-Westfalen seien durch die Unfallkassen geschützt, während etwa in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt spezielle Feuerwehrunfallkassen diese Aufgabe übernähmen. Beide leisten auch bei Unfällen auf dem Weg zum Einsatz. Geht beim Crash ein fremdes Auto kaputt oder treten Wehrleute im Einsatz eine Tür ein, greife der kommunale Schadenausgleich. "Die Kommune, also die Allgemeinheit haftet", sagt Pix.

Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit genießen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. "Hier ist immer die Tätigkeit im Einsatz selbst versichert und auch der Hin- und Rückweg zum Einsatz- und Wohnort", erläutert Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Voraussetzung sei, dass der Helfer von Bund, Land oder Kommune beauftragt ist.
Freiwillig über Ehrenamtsversicherung absichern

Private Flüchtlingshilfe könne über Unfall-Sammelversicherungen der Bundesländer abgedeckt sein. Da nicht jedes Land eine solche abgeschlossen hat, rät Boss, sich zu erkundigen. Länder-Sammelversicherungen gelten darüber hinaus häufig für alle diejenigen, die weder gesetzlich noch anderweitig unfallversichert sind. Oft ergänzen Haftpflichtversicherungen die Sammelverträge.

Engagierte Bürger ohne Anspruch auf gesetzliche Hilfe können sich freiwillig über die sogenannte Ehrenamtsversicherung absichern. Diese ist in der Regel bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) angesiedelt. Sie greift unter anderem für Funktionsträger - Vorstände, Kassenwarte, Schiedsrichter oder Mitglieder von Partei- und Gewerkschaftsgremien. Die Sicherung sei auf zwei Wegen möglich, erläutert die VBG: Entweder schließe die jeweilige Organisation den entsprechenden Vertrag oder "die Ehrenamtsträger versichern sich selbst". Der Beitrag kostet derzeit 3,20 Euro pro Person und Jahr.
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Manche Vereinigungen bieten ihren Helfern die Option, sich privat zu versichern. So hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenarbeit (BAGSO) sowohl für Haftpflicht als auch für Unfall Rahmenverträge abgeschlossen, die sie Mitgliedsvereinen für deren Aktive offeriert. Eingeschlossen seien Schäden, "die der Ehrenamtliche anrichtet", betont Geschäftsführer Guido Klumpp. Darüber hinaus können Ehrenamtliche für Dienstreisen mit dem Auto über eine Kasko-Sammelversicherung geschützt werden.

Auf eigene Faust Policen abzuschließen, sollte sorgfältig geprüft werden. Manchmal umfasse eine sowieso bestehende Privathaftpflicht ehrenamtliche Arbeit, meint Bianca Boss. Hinweise finden sich im Kleingedruckten. Boss und DOSB-Mann Niese empfehlen jedoch, sich zunächst über Möglichkeiten durch Vereine und Organisationen zu informieren. Denn "Leistungen des gesetzlichen Unfallschutzes sind weitreichender als die des privaten." Ratsam sei auf jeden Fall, privat Berufsunfähigkeit abzudecken.

Quelle: n-tv.de , Monika Hillemacher, dpa
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