HERZLICH WILLKOMMEN IM WELTBOOKNETZ

Registrieren sie sich jetzt um die Foren

uneingeschränkt im Mitgliederstatus nutzen  zu können

Gäste können Links in den Foren und Themen nur zum lesen öffnen

Unser Forum steht Ihnen KOSTENLOS zur Verfügung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg beim surfen

BITTE BEACHTEN SIE UNSERE FORENREGELN ZUM IMPRESSUM

im 1. Forum

Ihr Weltbookadmin


HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche

THEMENÜBERSICHT :
KRITIKEN - KURIOSES - DIE ERDE LEBT UND BEBT - UMWELT und NATURSCHUTZ - STAMMTISCH - TREFF - Info Gesundheit - Forschung Universum - ENTHÜLLUNGEN - HAUS und GARTEN - HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche - TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser - Witze von A bis Z - Comedy - Kabarett - Luft und Raumfahrt - AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT - FORSCHUNG ERNÄHRUNG - PC-HILFE zur SELBSTHILFE - RATGEBER - TIPPS und TRICKS - JUSTIZ - JUSTIZIRRTÜMER - VERDACHTS- und HAFTUNGSFÄLLE -
Info KINDER UND JUGENDSCHUTZ - FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE - KLIMA - KLIMAWANDEL - KLIMASCHUTZ - KLIMAKATASTROPHEN - ERD und WELTGESCHICHTE - MEINE FREUNDE - DEINE FREUNDE - Die schleichende Gefahr: ELF-Wellen - VERMISST - GESUCHT - FRAUENTREFF - Altrentner werden diskriminiert - ABZOCKE - TÄUSCHUNGEN - BETRUG AM VERBRAUCHER - ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ? - KULTUR in DEUTSCHLAND und ihre GEGENSÄTZE - SPORTSTAMMTISCH - MEIN BUNDESLAND - MEINE STADT - DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH - SCHWEIZ -
VERSTEIGERUNGEN - ZWANGSVERSTEIGERUNGEN -
Info: VERKÄUFE - KAUFGESUCHE - UFO's - BESUCH AUS FREMDEN WELTEN - REALITÄT oder TÄUSCHUNG - MIT WERBUNG ZUM ERFOLG - Info: IMMOBILIENMARKT Häuser - Wohnungen - Grundstücke - Anlageobjekte -
WELTBOOK-NETZWERKER-TREFF - WELTARMUT - ERNÄHRUNGSARMUT - ONLINE - SPIELE -
WOCHENENDGRUNDSTÜCKE - SCHREBERGÄRTEN -

AbonnentenAbonnenten: 1
LesezeichenLesezeichen: 1
Zugriffe: 64442

Rendite für das gute Gewissen - So investieren Anleger nachhaltig

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Aug 2017 08:23

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/So-investie ... 86192.html
Donnerstag, 17. August 2017
Rendite für das gute Gewissen - So investieren Anleger nachhaltig

Immer mehr Anleger achten darauf, dass ihr Vermögen nicht nur gewinnbringend investiert ist, sondern auch nachhaltig. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Und worauf sollten Interessierte achten?

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Wer mit seinem Geld nicht jede Industrie unterstützen will, kann in sogenannte nachhaltige Anlagen investieren. Damit können Anleger bedenkliche Geschäftspraktiken wie Kinderarbeit, Rüstungsdeals oder Massentierhaltung in ihrem Depot vermeiden, erklärt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. Auch könnten Anleger so gezielt klimafreundliche Projekte finanzieren, zum Beispiel Solarparks oder energieeffiziente Immobilien.

Das ist bislang eine kleine Nische, die aber größer wird. Das Gesamtvolumen für nachhaltige Anlagen lag in Deutschland 2016 bei knapp 157 Milliarden Euro, berichtet Claudia Tober, Geschäftsführerin des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seit 2008 hat der nachhaltige Anlagemarkt jedes Jahr stärker zugelegt als der konventionelle. Allerdings ist der Anteil der nachhaltigen Anlagen mit rund 2,8 Prozent des Gesamtmarktes nach wie vor gering.
Umwelt, Soziales und Unternehmensführung

Und woran erkennen Interessierte eine nachhaltige Anlage? Sie beziehen den Einfluss von sogenannten ESG-Kriterien ein, erläutert Tober. Übersetzt steht ESG für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Hierfür gibt es verschiedene Anlagestrategien: So schließen manche Fonds Investments in bestimmte Branchen aus. Die Best-in-Class-Strategie ist weniger streng. Sie wählt die Unternehmen aus, die ökologische und ethische Standards in ihrer Branche zumindest am besten umsetzen.

Die konkreten Anlagestrategien variieren jedoch von Finanzprodukt zu Finanzprodukt. Diese Vielfalt sei mit Blick auf die Wünsche der Anleger auch sinnvoll, so Tober. Schließlich spielten die Lebenssituation, das Werteverständnis oder die Religion in den individuellen Nachhaltigkeitsbegriff hinein.

"Dennoch ist Nachhaltigkeit kein relativierbarer Begriff", stellt Tober klar. Deshalb habe ihr Verband mit dem FNG-Siegel vor gut zwei Jahren einen Qualitätsstandard für nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum eingeführt. Um das Siegel zu erhalten, müssen Fonds Waffen und Kernkraft aus ihren Depots ausschließen. Ebenso müssen sie die vier Bereiche des sogenannten Globalen Pakts zwischen Unternehmen und den Vereinten Nationen berücksichtigen. Dazu gehören Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltschutz sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Derzeit haben 39 Fonds das FNG-Siegel.
Nachteile für die Performance?

"Nachhaltige Investitionsmöglichkeiten finden sich mittlerweile bei nahezu allen Finanzprodukten und Anlageklassen", sagt Tober. Anleger können in Fonds oder Anleihen, Lebensversicherungen, fondsgebundene Versicherungen oder Rentenversicherungen investieren. Doch ist die finanzielle Rendite dafür niedriger als bei herkömmlichen Anlagen?

Dies sei leider ein weit verbreitetes Vorurteil, so Tober. Zahlreiche Studien belegten, dass nachhaltige Investments keine Nachteile für die Performance bedeuten. "Aufgrund des guten Risikofilters von Nachhaltigkeit zeigen einige Studien sogar, dass nachhaltiges Investment leichte Vorteile bietet", erklärt Tober. Viele dächten bei nachhaltigen Investments zwar häufig an risikoreiche erneuerbare Energien. Diese machen Tober zufolge jedoch nur einen kleineren Bereich des gesamten Segments aus.

Vorsichtig sollten Anleger bei Angeboten aus dem grauen Kapitalmarkt sein, warnt Oelmann. Dazu gehören Direktbeteiligungen und Nachrangdarlehen. "Das sind riskante Anlageformen, die für den Privatanleger in der Regel nicht geeignet sind", sagt Oelmann. Nur weil ein Investment gut für den Klimaschutz ist, bedeute das nicht, dass der Anleger einen sicheren Ertrag erzielt. Bei diesen kaum regulierten Produkten könnten Anleger sogar ihr Geld verlieren.
Mehr zum Thema

Geld machen und Gutes tun: "Impact Investing" im Kommen 06.07.17 Geld machen und Gutes tun "Impact Investing" im Kommen
50:50 oder 30:60:10?: Vermögen richtig streuen 28.05.17 50:50 oder 30:60:10? Vermögen richtig streuen
Endlich Rendite?: Wie Anleger von Dividenden profitieren 29.04.17 Endlich Rendite? Wie Anleger von Dividenden profitieren
Beliebt und meist schlecht: Wie gut sind flexible Mischfonds? 18.04.17 Beliebt und meist schlecht Wie gut sind flexible Mischfonds?
Hier steckt der Wurm drin: Geld verdienen mit Wald? 22.02.17 Hier steckt der Wurm drin Geld verdienen mit Wald?

Zudem könnten bei Aktien kleinerer Unternehmen Liquiditätsengpässe an den Börsen entstehen, ergänzt Andreas Görler, Vermögensmanager bei der Pruschke & Kalm GmbH. Das werde regelmäßig problematisch, wenn Anleger ihr Investment wieder verkaufen wollen. "Bei Ökologiefonds, die zusätzlich einen Nachhaltigkeitsausschuss als Überwachungsgremium vorhalten oder externe Firmen beauftragen, entstehen ebenfalls zusätzliche Kosten", sagt Görler. Langfristige Vergleiche seien jedoch nur selten möglich. Denn viele Anlageprodukte wurden erst in den letzten Jahren aufgelegt.

Grundsätzlich sollten Anleger Produkte vorziehen, die schon eine etwas längere Expertise vorweisen können, oder Fondshäuser wählen, die sich auf das Thema spezialisiert haben, empfiehlt Görler. "Bei größeren Fondsgesellschaften sollten Anleger prüfen, ob der verantwortliche Manager zumindest schon länger in diesem Bereich unterwegs ist."

Da das Heraussuchen guter Aktien in diesem Segment noch schwieriger sei als gewöhnlich, rät Görler zudem zu einem aktiven Managementansatz. "Dann muss der Privatanleger nicht auch noch das Timing für die Investition berücksichtigen." Die meisten Portfolios bestünden allerdings aus Aktien. Anleger müssten deshalb darauf achten, dass ihr Engagement nicht zu hohe Wertschwankungen beinhaltet.

Quelle: n-tv.de , Leonard Kehnscherper, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Geldpolitik der ruhigen Hand - Euro-Kursanstieg macht EZB Sorgen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Aug 2017 17:33

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Euro-Kurs ... 88849.html
Donnerstag, 17. August 2017
Geldpolitik der ruhigen Hand - Euro-Kursanstieg macht EZB Sorgen

Die EZB-Währungshüter schrecken vor klaren Aussagen über eine etwaige Zinswende zurück. Trotz Geldschwemme ist die Inflation im Euroraum noch immer zu niedrig. Zudem schauen die Notenbanker auf den deutlich fester werdenden Euro.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Trotz deutlich verbesserter Konjunkturaussichten schreckt die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin vor einer Kursänderung zurück. Die Inflationsdynamik sei nur verhalten und es bestünden immer noch erhebliche Unsicherheiten, hieß es in den Protokollen der Zinssitzung vom 20. Juli. Geduld sei immer noch angebracht, bis die Inflationsdynamik stärker werde.

Die Euro-Wächter wollen daher besonders vorsichtig in ihrer Kommunikation sein. "Es wurde generell zu diesem Zeitpunkt als höchst bedeutsam angesehen, Signale zu vermeiden, die überinterpretiert werden und sich als voreilig erweisen könnten." Notenbank-Chef Mario Draghi hatte zuletzt angekündigt, dass der EZB-Rat im Herbst über die Zukunft der billionenschweren Anleihenkäufe diskutieren wird.

Aus den Protokollen geht zudem hervor, dass die EZB den jüngsten Kursanstieg des Euro im Blick hat. Dieser könnte auf verbesserte Konjunkturdaten zurückgehen. Allerdings sorgen sich die Währungshüter, dass der Wechselkurs überschießen könnte. Ein zu starker Euro macht Waren hiesiger Firmen auf dem Weltmarkt teurer.

Der EZB-Rat hatte am 20. Juli sowohl das Niveau seiner Leitzinsen bestätigt. In dem Protokoll heißt es: "Es gab breite Übereinstimmung darüber, dass eine stetige Geldpolitik der ruhigen Hand weiter notwendig ist. Deshalb wurde die Forward Guidance des Rats zu Leitzinsen und dem geplanten Tempo der monatlichen Anleihekäufe beibehalten." Zwar hätten die reflationären Kräfte die Deflationsrisiken verdrängt, bisher habe das stärkere Wirtschaftswachstum aber nicht zu einer höheren Inflationsdynamik geführt.
Draghi-Hinweise in Jackson Hole?

Die EZB geht den Protokollen zufolge weiterhin davon aus, dass sie auf eine ungünstige Entwicklung der Inflationsaussichten vor allem mit ihrem Anleihekaufprogramm reagieren wird. Allerdings könne die Anwendung anderer Instrumente nicht ausgeschlossen werden.
Mehr zum Thema

Geschäftskunden müssen zahlen: Deutsche Bank erhöht Gebühren 08.08.17 Geschäftskunden müssen zahlen Deutsche Bank erhöht Gebühren
Fast eine Billion Euro: Staaten sparen Milliarden durch EZB-Politik 24.07.17 Fast eine Billion Euro Staaten sparen Milliarden durch EZB-Politik
"Keine Vollbremsung": Die Zinswende kommt 20.07.17 "Keine Vollbremsung" Die Zinswende kommt

Unter Analysten wird derzeit darüber spekuliert, ob Draghi in seiner Rede beim geldpolitischen Symposium in Jackson Hole in den USA am 25. August Hinweise auf eine Verringerung des geldpolitischen Stimulus geben wird. Meldungen, dass derartige Äußerungen ausbleiben könnten, hatten den Euro am Mittwoch etwas belastet. Draghi spricht außerdem am 23. August in Lindau.

Die nächsten geldpolitischen Beratungen des EZB-Rats finden am 7. September statt. Dann liegen auch die neuen Stabsprojektionen zu Inflation und Wachstum vor. Danach findet die nächste Sitzung des Gremiums mit geldpolitischer Beschlussfassung am 26. Oktober statt.

Quelle: n-tv.de , wne/rts/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Der Neue im Team - Im Job gut ankommen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Aug 2017 07:10

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Im-Job-gut- ... 29078.html
Der Neue im Team - Im Job gut ankommen

Neuer Job, neues Glück? Ganz so einfach ist der Wechsel des Arbeitsplatzes nicht immer. Schließlich geht es nicht nur darum, die neuen Aufgaben zu erledigen, sondern auch darum, sich ins Team zu integrieren. Und das kann knifflig sein.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die Mail, die mal wieder an einem vorbei gegangen ist. Das Feierabendbier, bei dem man wieder nicht dabei ist. Oder die Mittagspause, die man - wieder mal - alleine verbringt: Im neuen Job ist es oft nicht leicht. Denn neben den neuen Anforderungen oder ungewohnten Arbeitsweisen können es auch die Kollegen sein, die den Einstieg erschweren. Wie schafft man es, im neuen Job gut anzukommen? Und was kann man tun, wenn es bei der Integration ins Team hakt?

Wichtig ist: Es liegt nicht nur an einem selbst. Zum guten Start können auch Vorgesetzte einen Beitrag leisten - indem sie zum Beispiel eine Vorstellungsrunde und die Einarbeitung organisieren. Aber Neue müssen auch selbst von Anfang an etwas dafür tun, aufgenommen zu werden. "Nicht warten und sich beobachtend zurücknehmen", rät Karriere-Coach Bernd Slaghuis aus Köln. "Sondern sich von Anfang an aktiv einbringen und zum Beispiel nach Aufgaben fragen, die man übernehmen kann."
Intranet kann helfen

Auch Beraterin Anne Forster aus Zürich rät zur Eigeninitiative. Ein Tipp zum Beispiel: Das Intranet des Unternehmens lesen – so findet man heraus, was im Krankheitsfall zu tun ist oder wie es mit den Urlaubsanträgen läuft. Außerdem sollte man sich das Organigramm der Firma anschauen. Das hilft zum Beispiel beim Lernen der Namen. Und wer die weiß, zeigt Wertschätzung den neuen Kollegen gegenüber.

Außerdem sollte man in der Einarbeitungsphase alle wichtigen Informationen notieren, rät Forster. "Man kann sich nicht alles merken und Nachfragen zu Details oder einzelnen Arbeitsschritten kommen bei Kollegen besser an als 'Kannst du es nochmal erklären? Ich habe es vergessen.'" Vieles könne man sich auch abschauen: Zum Beispiel, wie die Kollegen sich am Telefon melden oder wie sie mit Kunden umgehen.

Es geht aber nicht nur darum, Fragen zur Arbeit zu stellen - Coach und Psychotherapeutin Monika Stützle-Hebel rät auch, beim Mittagessen oder Feierabendbier zu fragen, ob man sich anschließen darf. "Man kann natürlich auch eine Abfuhr kriegen, aber das sollte man riskieren, damit man reinkommt."

Ob das Reinkommen schwer oder leicht ist, liegt auch an der Vorgeschichte: Wurde die Stelle neu geschaffen, war das Team wahrscheinlich ziemlich ausgelastet. "Dann ruhen viele Hoffnungen auf dem Neuen, dass er Entlastung bringt", erklärt Stützle-Hebel. In diesem Fall sei es wichtig, offen darüber zu sprechen, wie viel Zeit man für die Einarbeitung bekommt. Am Anfang sind Einsteiger schließlich noch nicht so produktiv. Dafür haben sie wahrscheinlich nicht das Problem, mit dem Vorgänger verglichen zu werden.
Wünsche äußern

Das ist häufig dann der Fall, wenn ein beliebter Kollege von sich aus geht oder "gegangen wird", wie Stützle-Hebel erklärt. Es könne sein, dass ein Team dann regelrecht um den Vorgänger trauert. Das sollten Neue nicht persönlich nehmen oder als Abfuhr verstehen. Diese Phase könne durchaus ein paar Wochen dauern. Ist der beliebte Kollege gefeuert worden, sympathisiert das Team oft verstärkt mit ihm. "Das muss man als Neuer auch ein wenig aushalten." Dabei hilft es, sich zu verdeutlichen, dass der Ärger nicht einem selbst gilt, sondern eigentlich dem Vorgesetzten.

Manchmal hilft aber alles Bemühen nichts und man wird zum Mittagessen nicht gefragt und steht bei wichtigen Mails nicht in cc. Dahinter muss nicht immer böse Absicht stecken. Die Kollegen können auch selbst unsicher sein oder es schlicht und einfach aus Gewohnheit im Alltag vergessen, den Neuen einzubeziehen, wie Slaghuis sagt. Sein Rat: Wer das Gefühl hat, im Team nicht anzukommen, sollte das bei den Kollegen ansprechen - ohne gleich Vorwürfe zu machen.
Mehr zum Thema

Mehr als belangloses Geplänkel: Small Talk kann im Job ein Türöffner sein. 01.05.17 Vitamin B für den Job Beim Netzwerken zählt Regelmäßigkeit
Veränderung durch Job Crafting: Mit kleinen Tricks zufriedener am Arbeitsplatz 17.04.17 Veränderung durch Job Crafting Mit kleinen Tricks zufriedener am Arbeitsplatz
Die Kunst des Tratschens: Warum Klatsch im Job so verbreitet ist 16.04.17 Die Kunst des Tratschens Warum Klatsch im Job so verbreitet ist
"Work Spouses": Über platonische Freundschaften im Job 25.03.17 "Work Spouses" Über platonische Freundschaften im Job

Besser sei zu erklären, was man empfindet und wie es einem damit geht. Dabei sollte man auch sagen, was man sich stattdessen wünscht. Wenn das nicht fruchtet, müssen Neue wohl oder übel den Chef einschalten - gerade wenn es um Dinge geht, die sie daran hindern, ihre Arbeit vernünftig zu machen, wie Slaghuis betont. Zum Beispiel wenn Informationen vorenthalten werden oder notwendige Zusammenarbeit abgeblockt wird. "Man sollte aber so fair sein und den Kollegen ankündigen, dass man mit dem Chef spricht."

Ein solches Gespräch findet am besten nicht zwischen Tür und Angel statt. Am besten macht man dafür einen Termin, rät Stützle-Hebel. "Man sollte auch sagen, wie viel Zeit man gerne hätte." Wichtig sei auch, in diesem Gespräch nicht 'Das Team schließt mich aus' zu sagen, sondern die eigene Wahrnehmung und die eigenen Gefühle zu schildern - am besten mit Beispielen.

Quelle: n-tv.de , Elena Zelle, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Pleitegeier kreist - Air Berlins weißer Ritter steht bereit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Aug 2017 12:26

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.teleboerse.de/aktien/Air-Ber ... 91838.html
Sonntag, 20. August 2017
Pleitegeier kreist - Air Berlins weißer Ritter steht bereit

Von Benjamin Feingold

Air Berlin kann die Insolvenz nicht mehr abwenden. Noch setzen einige Anleger auf die Aktien. Doch der große Gewinner dürfte die Lufthansa sein. Deren Aktien haben trotz zuletzt hervorragender Entwicklung noch viel Luft nach oben.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Nun ist es soweit: Air Berlin hat nach Monaten mit großen Problemen die Insolvenz angemeldet. Ein angekündigter Absturz, wie die Schlagzeilen um häufige Verspätungen oder Flugausfälle zuletzt signalisiert haben. Das war dann wohl auch für Etihad Airways genug. Sie halten einen Anteil von fast 30 Prozent an Air Berlin, ziehen sich aber nun zurück.
Charts

Lufthansa Lufthansa 20,73
Air Berlin Air Berlin ,42

An der Börse war der Niedergang von Air Berlin schon länger zu beobachten. Im September 2015 wurde die Aktie zum Penny Stock als sie unter einen Euro sank. Nach der Insolvenzankündigung sank die Aktie auf etwas mehr als 0,40 Euro. Bei Onlinebrokern wie Degiro wird die Aktie deshalb überdurchschnittlich viel gehandelt. Noch bleibt für Aktionäre und Passagiere aber etwas Zeit: die Bundesregierung gewährte einen Notkredit, damit Air Berlin den Flugbetrieb für wenige Monate weiterführen kann, bis eine Lösung gefunden wird.

Etliche Unternehmen haben auch schon Interesse bekundet. Die größten Chancen auf den Zuschlag hat derzeit wohl Konkurrent Lufthansa, auch wenn nicht mehr so viel herauszuholen ist. Die Flugzeuge wurden bereits im vergangenen Sommer verkauft, sie werden seitdem geleast. Inzwischen sind 38 Mittelstreckenjets von Air Berlin für die Lufthansa im Einsatz, bei der Billigmarke Eurowings und der österreichischen Tochter Austrian Airlines. Das Problem einer Übernahme durch die Lufthansa sind die hohen Schulden und mögliche Verstöße gegen das Kartellrecht. Letzteres hat Konkurrent Ryanair bereits moniert, weil es auf bestimmten Strecken zu einer monopolartigen Stellung kommen dürfte.
Kurs-Gewinn-Verhältnis mit Luft nach oben

Trotz einer teilweise deutlichen Marktbeherrschung dürften die Chancen der Lufthansa auf eine Übernahme großer Teile von Air Berlin allerdings nicht schlecht stehen. Die Lufthansa könnte für dieses Ziel eine sogenannte "Sanierungsfusion" anführen. Dabei müsste die Lufthansa belegen, dass Air Berlin sonst von der Insolvenz bedroht sei und vom Markt verschwinden würde. Allerdings könnte die EU-Kartellbehörde von den Airlines verlangen, einzelne Start- und Landerechte abzugeben, um zusätzlichen Wettbewerb auf bestimmten Strecken zu ermöglichen.

Von Vorteil für die Lufthansa dürfte außerdem sein, dass Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann im Februar von der Lufthansa gekommen ist. Dort hatte er die langjährige Billigmarke Germanwings erfolgreich restrukturiert.
Mehr zum Thema

Verkauf bis Ende September: Mehr als zehn Interessenten für Air Berlin 19.08.17 Verkauf bis Ende September Mehr als zehn Interessenten für Air Berlin
Regierung setzt auf Zerschlagung: Wöhrl bekommt keine Chance bei Air Berlin 19.08.17 Regierung setzt auf Zerschlagung Wöhrl bekommt keine Chance bei Air Berlin
Die Marke Air Berlin wird verschwinden. 17.08.17 Verhandlungen schon am Freitag Air-Berlin-Zerschlagung wird konkret

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat sein Interesse an Air Berlin bereits mehrfach signalisiert, aber die hohen Nettoschulden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro will er nicht übernehmen. Seit Freitag ist auch der private Luftfahrtunternehmer Hans Rodolf Wöhrl im Gespräch. Er hatte 2003 die Deutsche BA erworben und sie später profitabel an Air Berlin verkauft. Aber die besseren Karten im Übernahmepoker hat derzeit die Lufthansa. Die Aktie profitierte bereits vor der Air Berlin-Insolvenz, weil in der gesamten Branche ein Konsolidierungsprozess zu beobachten ist. So hat die italienische Fluglinie Alitalia zuvor im Mai ebenfalls Insolvenz angemeldet.

Wie geht es mit der Lufthansa-Aktie nun weiter? Mit einem Plus von 69 Prozent ist sie die zweitbeste Aktie im Dax in diesem Jahr. Die Branchenkonsolidierung dürfte vor allem den großen Gesellschaften helfen, zu denen auch die Lufthansa gehört. Außerdem ist die Aktie mit einem 2018er-KGV von 6,4 die am zweitniedrigsten bewertete Aktie im DAX hinter Volkswagen (KGV 5,1). Daher spricht der aktuelle Trend dafür, dass die Lufthansa-Aktie ihren Höhenflug fortsetzen kann.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Supermarktketten im Vergleich - Hier kaufen Sie am günstigsten

Beitragvon Gudrun Graf » 20. Aug 2017 17:28

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-kaufen ... 90225.html
Sonntag, 20. August 2017
Supermarktketten im Vergleich - Hier kaufen Sie am günstigsten

Wir kaufen nicht, was wir haben wollen, wir konsumieren, was wir sein möchten, heißt es. Mag sein. Aber bei Lebensmitteln entscheidet dennoch meist der Preis. Wo Verbraucher am wenigsten für ihren Einkauf berappen müssen, lesen Sie hier.

Teilen
Twittern

Seite versenden
Seite drucken

Rund 2000 Euro stehen deutschen Haushalten im Monat für die Deckung ihrer Lebenskosten zur Verfügung. Davon gehen rund 850 Euro für das Wohnen drauf- ca. 250 Euro sind es laut Statistischem Bundesamt für Nahrungsmittel. Ein Posten, der je nach Vorlieben und Einkaufsort, viel Einsparungspotential bietet.

Das Verbraucherportal "vergleich.org" hat aus diesem Grund das Preisniveau der deutschen Supermarkt- und Discounterketten Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Netto, Real und Kaufland untersucht. Hierzu haben die Tester zwei voneinander unabhängige Warenkörbe erstellt. Während der erste Warenkorb die jeweils günstigsten Produkte aus 38 unterschiedlichen Kategorien enthielt, setzte sich der zweite Warenkorb aus ebenfalls genau 38 ausgewählten Markenprodukten zusammen.

Dabei kommt das Portal zu folgenden Ergebnissen:

Mit "Ja!", "Gut und Günstig" und "Tip" haben auch die großen Supermarktketten ihre eigenen Marken im Niedrigpreis-Sektor. Wie die Untersuchung zeigt, können die Vollsortimenter dabei preislich mit Lidl und Aldi mithalten.
Wer immer das günstigste Produkt aus der gesuchten Kategorie in den Einkaufswagen legt, gibt bei Real am meisten Geld für seinen Einkauf aus. Dass Real am teuersten ist, liegt nicht daran, dass der Supermarkt keine günstigen Eigenmarken bietet, sondern für das schlechte Abschneiden Reals ist die Obst- und Gemüse-Abteilung des Supermarktes. Während Lidl Orangen, Tafeläpfel sowie Zwiebeln zu sehr günstigen Preisen bietet, zahlt man bei Real für die gleiche Menge pro Produkt durchschnittlich 88,58 Prozent mehr. Lidl verkauft das günstigste Obst und Gemüse, Real das teuerste.
Jeder untersuchte Supermarkt bietet günstige Eigenmarken an. Die jeweils günstigsten Produkte aus 38 unterschiedlichen Kategorien kosten maximal 45,44 Euro (Real). Lidl liefert mit 36,81 Euro den günstigsten Preis.
Ein Produkt, mehrere Preise: Während zum Beispiel Baileys Irish Cream bei Rewe für günstige 9,79 Euro zu erwerben ist, werden für das gleiche Produkt bei Netto Marken-Discount 12,49 Euro fällig.
Markenbewusste Käufer finden ihr günstiges Glück bei Kaufland. Die gleichen 38 Markenprodukte kosten hier insgesamt 9,26 Prozent weniger als beim teuersten Supermarkt Edeka. Wer nicht nur Eigenmarken kaufen, sondern ab und zu auch Markenartikel in seinen Einkaufswagen legen möchte, ist mit einem Einkauf bei Kaufland am besten beraten. Der Supermarkt bietet beide Kategorien zu sehr niedrigen Preisen.
Aldi Nord ist bei Eigenmarkenprodukten 5,29 Prozent teurer als Lidl.
Haushalte, die ihr Konsumverhalten auf den günstigsten Supermarkt Kaufland ausrichten, statt es gleichmäßig über alle Supermärkte zu verteilen, sparen im Jahr 246 Euro.

Mehr zum Thema

28.08.15 Der Kunde als "Täter" Das ist im Supermarkt nicht erlaubt
Mit allen Sinnen: So verführen Supermärkte 06.11.15 Mit allen Sinnen So verführen Supermärkte

Fazit: Während Standardprodukte von Eigenmarken fast überall gleich viel kosten, unterscheiden sich die Preise von Markenprodukten je nach Supermarkt umso stärker. Hier ist Kaufland klarer Gewinner der Auswertung. Denn der Supermarkt bietet nicht nur Markenartikel zum geringsten Preis, sondern hat auch äußerst günstige Eigenmarken im Sortiment. Wer hingegen keinen Wert auf große Marken legt, ist mit einem Einkauf bei Lidl sogar noch besser beraten.

Quelle: n-tv.de , awi
Benutzeravatar
Gudrun Graf
Forum Admin
 
Beiträge: 544
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Milliardendeal ist perfekt - Total übernimmt Moeller-Maersk-Ölsparte

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Aug 2017 10:33

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Total-ueb ... 92963.html
Montag, 21. August 2017
Milliardendeal ist perfekt - Total übernimmt Moeller-Maersk-Ölsparte

Die weltgrößte Reederei Moeller-Maersk trennt sich von ihrer Ölsparte. Sie geht an den französischen Energiekonzern Total. Die Öl- und Gasbranche befindet sich derzeit in der Konsolidierung.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die dänische Unternehmensgruppe Moeller-Maersk hat mit dem Verkauf ihrer Ölsparte den Startschuss für den Umbau des Konzerns gegeben. Der französische Energiekonzern Total übernimmt die Ölsparte Maersk Oil für 7,45 Milliarden US-Dollar, wie beide Konzerne mitteilten. Bei den Anlegern der weltgrößten Reederei kommt die Nachricht gut an: Die Maersk-Aktie legte am Vormittag kräftig zu. Das Total-Papier fiel dagegen etwas.
Charts

Moeller-Maersk Moeller-Maersk 1.785,00
Total Total 42,41

Moeller-Maersk will sich nach seiner Aufspaltung auf das Logistik- und Transportgeschäft konzentrieren, das hat der Konzern im vergangenen Jahr beschlossen. Das Herzstück dabei ist die Maersk Line, die weltgrößte Containerreederei der Welt. Die gesamte Branche hat mit sinkenden Frachtraten und massiven Überkapazitäten zu kämpfen.

Die Energieaktivitäten werden zunächst in einem Energiebereich gebündelt. Mit dem Verkauf von Maersk Oil wurde nun für das erste der vier Energieunternehmen im Konzern eine Lösung gefunden. Bis Ende 2018 soll auch das Schicksal der anderen Sparten Maersk Drilling, Maersk Supply Service und Maersk Tankers geklärt werden. Total zahlt den größten Teil des Verkaufspreises in Aktien.

Moeller-Maersk erhält 97,5 Millionen Total-Aktien im Wert von 4,95 Milliarden Dollar. Dies entspricht einer Beteiligung an dem französischen Konzern von rund 3,76 Prozent. Zudem übernimmt Total kurzfristige Schulden im Volumen von 2,5 Milliarden Dollar. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Moeller-Maersk rechnet mit einem Transaktionsgewinn nach Steuern von 2,8 Milliarden Dollar.
Total erhält zudem erhebliche Ölreserven
Mehr zum Thema

Hohe Abschreibungen: Moeller-Maersk rutscht in die Verlustzone 16.08.17 Hohe Abschreibungen Moeller-Maersk rutscht in die Verlustzone
Manuelle Messung in Tschernobyl: Hacker greifen weltweit Konzerne an 27.06.17 Manuelle Messung in Tschernobyl Hacker greifen weltweit Konzerne an

Mit dem Deal schreitet die Konsolidierung in der Öl- und Gasbranche, die unter dem anhaltend niedrigen Ölpreis leidet, voran. Nach Angaben von Total wird der französische Konzern seine Förderung dank der Übernahme ab 2018 um 160.000 Barrel am Tag steigern. Zudem erhält Total erhebliche Ölreserven. Der Konzern wird der zweitgrößte Betreiber von Offshore-Ölaktivitäten im Nordwesten Europas. Er erwartet von dem Zukauf Synergien von mehr als 400 Millionen Dollar im Jahr.

Der Deal soll unmittelbar zum Ergebnis und Cashflow je Aktie beitragen. Zudem stellt Total in Aussicht, den Abschlag auf die Dividenden zurückzunehmen, damit auch die Aktionäre unmittelbar von der Akquisition profitieren können. Die Aktionäre und Arbeitnehmervertreter von Total müssen der Transaktion noch zustimmen, ebenso die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

Quelle: n-tv.de , wne/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sparen mit dem Chef - Lohnen sich vermögenswirksame Leistungen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Aug 2017 18:27

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Lohnen-sich ... 96947.html
Mittwoch, 23. August 2017
Sparen mit dem Chef - Lohnen sich vermögenswirksame Leistungen ?

Banksparplan, Fondssparplan oder Bausparvertrag - das sind einige Optionen, wie Arbeitnehmer Vermögenswirksame Leistungen (VL) anlegen können. Doch welche Anlageform lohnt sich?

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Zusätzlich zum Lohn oder Gehalt gibt es vom Chef ein Geldpräsent - und das Monat für Monat. Bei dem Geschenk handelt es sich um Vermögenswirksame Leistungen (VL). Das Problem: Viele Beschäftigte nutzen die VL-Leistungen nicht, erklärt Roland Aulitzky von der Stiftung Warentest in Berlin. Er verweist auf Schätzungen, wonach über 20 Millionen Beschäftigte einen VL-Anspruch haben, es aber nur rund 13 Millionen Verträge gibt. Ist aufgrund einer Betriebsvereinbarung, eines Arbeits- oder Tarifvertrages entsprechendes vereinbart, sind Arbeitgeber verpflichtet, vermögenswirksame Leistungen zu zahlen.

Klar ist: Wer sich diese Sparmöglichkeit entgehen lässt, verschenkt Geld. "Wenn es einen Zuschuss des Arbeitgebers gibt, dann liegt dieser oft zwischen 6,65 Euro und 40 Euro", sagt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Die Höhe ist von Branche zu Branche und je nach Region unterschiedlich. Teilzeitkräfte erhalten den Zuschuss entsprechend anteilig.

Vorteil für Beschäftigte mit geringem Einkommen: Sie haben Anspruch auf eine Arbeitnehmersparzulage. So gibt es 43 Euro im Jahr vom Fiskus für die Tilgung eines Baukredits oder für den Bausparvertrag für diejenigen, die im Jahr ein zu versteuerndes Einkommen von höchstens 17.900 Euro haben - für Ehepaare gilt die Grenze von 35.800 Euro. Mit bis zu 80 Euro pro Jahr staatlicher Förderung können jene rechnen, die die VL-Beiträge in einen Aktienfondssparplan einzahlen. Hier liegt die Einkommensgrenze bei 20.000 Euro (Single) und bei 40.000 Euro (Ehepaar). Beantragt wird die Arbeitnehmersparzulage über die jährliche Steuererklärung.

Arbeitnehmer sollten sich in ihrer Firma erkundigen, ob es dieses Plus gibt. Falls die Antwort "Ja" lautet, dann heißt es: einen Sparvertrag abschließen und eine Bestätigung dem Arbeitgeber vorlegen. Und schon kann es losgehen mit dem VL-Sparen. Doch welche Option ist sicher, welche bringt die größte Rendite? Ein Überblick:

Banksparplan

Schließt der Arbeitnehmer einen Banksparplan für die VL-Leistungen ab, dann zahlt er sechs Jahre ein, ein Jahr ruht der Vertrag. "Diese Option eignet sich vor allem für sicherheitsorientierte Anleger", erklärt Scherfling. Im Fall der Insolvenz des Geldinstituts sind die Guthaben durch die gesetzliche Einlagenversicherung bis 100.000 Euro gesichert.

Neben einem Basiszins winkt am Laufzeitende in der Regel eine Prämie. Kursrisiken gibt es nicht. Allerdings ist es hier besonders wichtig, das passende Produkt auszuwählen. "Denn bei den meisten Verträgen sind die Renditen mit manchmal unter einem Prozent so gering, dass als Reiz nur der Arbeitgeberzuschuss bleibt", sagt Aulitzky.

Wertpapiersparen

Hier sind die Rendite-Chancen am höchsten, wie Julia Topar vom Bundesverband deutscher Banken erklärt. Der Sparer zahlt sechs Jahre ein, ein Jahr ruht der Vertrag. "Diese Variante eignet sich für alle, die sich bewusst sind, dass es am Aktienmarkt mal auf, mal ab geht", ergänzt Scherfling.

Außerdem kann das VL-Wertpapiersparen für jene mit Anspruch auf eine Arbeitnehmersparzulage von Vorteil sein. Sind die Aktienkurse nach Ablauf der sieben Jahre niedrig, kann man auf Kurserholung warten. Die Gelder sind im Falle einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft als Sondervermögen geschützt.

Bausparvertrag

Bei dieser VL-Sparoption gibt es kein Ruhejahr, die Beiträge werden sieben Jahre lang gezahlt. "Für Renditejäger ist ein Bausparvertrag nicht attraktiv, die Rendite liegt unter einem Prozent", sagt Aulitzky. Für Geringverdiener kann sich aber ein VL-Bausparvertrag lohnen, da sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine staatliche Wohnungsbauprämie haben. Für unter 25-Jährige ist ein VL-Bausparvertrag ebenfalls ideal, selbst wenn sie keinen Immobilienerwerb planen. "Sie können die Wohnungsbauprämie mitnehmen und dennoch nach sieben Jahren frei über das Geld verfügen", so Aulitzky.

Tilgungsoption
Mehr zum Thema

Für Millionen Beschäftigte ist die Betriebsrente ein willkommenes Zusatzplus im Alter. 22.06.17 Riskante Änderungen "Reform der Betriebsrente ist Murks"
20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer setzten auf Betriebs- und Riester-Rente. 19.06.17 Altersvorsorge im Test Bei der Betriebsrente ist der Chef gefragt
Wurde einst als Ausweg aus dem Renten-Dilemma gefeiert: die Riester-Rente. 05.06.17 Kein Geld für die Beiträge Gut drei Millionen Riester-Verträge ruhen
Renteninformationen 29.05.17 Renditeturbo fürs Alter So steigern Sie Ihre Rente
Vermögenswirksame Leistungen: Dem Chef beim Sparen helfen lassen 25.04.17 Vermögenswirksame Leistungen Dem Chef beim Sparen helfen lassen
Keine Kündigung: Chef hat bei Betriebsrente das Sagen 28.03.17 Keine Kündigung Chef hat bei Betriebsrente das Sagen

VL-Beträge können auch dazu verwendet werden, bereits vorhandene Bauspar- und Bankdarlehen zu tilgen. Dazu lässt der Kreditnehmer die VL-Zahlungen auf sein eigenes Konto überweisen. Die Bank erstellt eine Bestätigung für den Arbeitgeber, aus der hervorgeht, dass der Beschäftigte seine Beiträge zur Schuldentilgung einsetzt. "VL-Leistungen kann man sich aber auch direkt auf das Darlehenskonto überweisen lassen", erklärt Topar. Bei Bauspardarlehen ist das oft unproblematisch, da der Kreditnehmer zumeist Sondertilgungen tätigen kann. Bei laufenden Hypothekendarlehen sollte man mit seiner Bank sprechen.

Geldvorteil

Oft können laut Scherfling Arbeitnehmer den monatlichen Arbeitgeberzuschuss auf 25 Euro oder 40 Euro aufstocken. "Das VL-Sparen rechnet sich mittel- bis langfristig in jedem Fall", betont Topar. Aus dem Sparen von kleinen Beträgen kann über viele Jahre hinweg ein beachtliches Vermögen werden. Topar nennt ein Beispiel: "Wer vor 35 Jahren begonnen hätte, bis heute konsequent 40 Euro monatlich in Aktienfonds in Deutschland anzulegen - das wären bis heute also insgesamt 16.800 Euro - könnte nun über ein Kapital von etwa 80.000 Euro verfügen."

Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Noch gute Aufnahmefähigkeit - Flüchtlinge drängen in den Jobmarkt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Aug 2017 11:28

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Fluechtli ... 02513.html
Samstag, 26. August 2017
Noch gute Aufnahmefähigkeit - Flüchtlinge drängen in den Jobmarkt

Die deutsche Konjunktur läuft rund, der Sommer bremst den hiesigen Arbeitsmarkt nur leicht: Volkswirte sehen wenig Anzeichen für eine Verschlechterung. Fachkräfte und Flüchtlinge werden jedoch zunehmend zum Thema.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelt sich nach Einschätzung von Experten weiter positiv. Die Unternehmen suchten weiter viele neue Mitarbeiter, die Konjunktur brumme, berichteten Volkswirte deutscher Großbanken in einer dpa-Umfrage. In den kommenden Monaten werde sich allenfalls eine Art Normalisierung einstellen - nach der großen Dynamik zum Anfang des Jahres. Vor allem die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge werde sich zum Jahresende stärker in der Statistik bemerkbar machen.

Für den August erwarten die Experten einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 24.000. Damit wären zuletzt 2,542 Millionen Männer und Frauen ohne Job gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre dies ein Rückgang um 142.000. Die offiziellen Arbeitsmarkt-Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am 31. August bekanntgeben.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahl im August ist normal, denn viele Schulabgänger und Ausbildungsabsolventen melden sich im Sommer zunächst arbeitslos. Auch viele Unternehmen halten sich während der Betriebsferien mit Neueinstellungen zurück. In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Jobsucher im August im Schnitt um 23.000 gestiegen.
"Sobald geht die den Deutschen die Arbeit nicht aus"

Rechnen sie die jahreszeitlichen Effekte heraus, erwarten die Volkswirte eine leichte Verbesserung: Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl ist nach ihren Berechnungen um etwa 6000 gesunken. Der Grund: "Die konjunkturelle Entwicklung sieht in Deutschland weiter gut aus", sagte Marc Schattenberg von der Deutschen Bank. DZ-Bank und Allianz haben ihre Konjunkturprognose für Deutschland zuletzt sogar noch erhöht.

Allianz-Ökonom Rolf Schneider sagte: "Wir gehen jetzt statt von 1,7 von 2,0 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Der Aufschwung ist breit angelegt; auch der Export hat sich wieder sehr deutlich belebt." Damit werde auch die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen.

Jörg Zeuner von der KfW Bankengruppe sagte: "Wenn die Deutschen eins nicht fürchten müssen, dann dass ihnen sobald die Arbeit ausgeht." Dank der wirtschaftlichen Erholung in Europa seien die Unternehmen in bester Sommerlaune und planten, die Beschäftigung weiter auszubauen.
Sehr viele offene Stellen
Mehr zum Thema

Geldregen in Deutschland. 25.08.17 Das Geld fließt Deutschland erzielt Rekordüberschuss
Bertelsmann-Religionsmonitor: Integration von Muslimen macht Fortschritte 24.08.17 Bertelsmann-Religionsmonitor Integration von Muslimen macht Fortschritte
Jede dritte Stelle betroffen: Beziehungen sind die besten Jobvermittler 22.08.17 Jede dritte Stelle betroffen Beziehungen sind die besten Jobvermittler

Im Juli waren 750.000 offene Stellen bei der BA gemeldet - der höchste Stand seit der Wiedervereinigung. Michael Holstein von der DZ-Bank gab jedoch zu bedenken, dass es immer schwieriger für die Firmen werde, die Stellen mit Fachkräften zu besetzen. Aus diesem Grund sei die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften so wichtig. Schon in den vergangenen Monaten sei die Erwerbstätigkeit viel stärker gestiegen als die Arbeitslosigkeit gesunken - durch Zuwanderer aus anderen EU-Ländern.

Gegen Ende des Jahres werden sich die Flüchtlinge voraussichtlich stärker in der Statistik bemerkbar machen. "Nach und nach scheiden viele Flüchtlinge aus den Integrationskursen aus und melden sich arbeitslos", sagte Schattenberg. "Und viele werden nicht leicht in Jobs zu vermitteln sein", sagte Holstein. Bislang sei der deutsche Arbeitsmarkt jedoch so robust, dass die Auswirkungen begrenzt seien, sagte Rolf Schneider. "Der Arbeitsmarkt war selten so gut in der Lage, das aufzunehmen, wie jetzt", sagte auch Stefan Kipar von der BayernLB. Sein Haus gehe daher auch eher von einer Normalisierung der Entwicklung am Arbeitsmarkt aus als von einer Eintrübung.

Quelle: n-tv.de , wne/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Es geht weiter - Rückschläge im Job akzeptieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Aug 2017 11:57

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Rueckschlae ... 44025.html
Es geht weiter - Rückschläge im Job akzeptieren

"Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann." Dieser Satz stammt aus einem Gebet, passt aber auch zum Berufsleben: Denn auch da gibt es Schicksalsschläge, die man nicht beeinflussen kann. Wie gehen Berufstätige damit am besten um?

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die verpasste Beförderung, das geplatzte Projekt oder der verlorene Auftrag - Rückschläge gibt es im Job genug. Ausschließen lassen sich kleine und große Niederlagen meist nicht. Entscheidend ist daher, wie Berufstätige damit umgehen. Karrierecoach Michael Fridrich aus Aachen spricht da vom "Positiven Fatalismus": der Fähigkeit, Schicksalsschläge zu erkennen und zu akzeptieren. "Im Beruf bedeutet das zum Beispiel, eigene Grenzen anzuerkennen und dann das Beste daraus zu machen", erklärt der Coach.

Beispiel Beförderung: Wenn ein Kollege auf der Karriereleiter vorbei- und davonzieht, liegt das nicht immer an eigenen Fehlern oder Mängeln. Vielleicht ist der Kollege einfach zu gut, vielleicht ging es bei der Entscheidung gar nicht um Leistung, sondern um andere Faktoren. Die kann der Übergangene dann ohnehin nicht beeinflussen - und sollte deshalb auch keine Energie darauf verschwenden.
Mehr zum Thema

Innerlich gekündigt 23.04.17 4-4-4-Regel im Job So konstruktiv mit Stress umgehen
Kollegenzwist 01.04.17 Streit unter Kollegen Angst vor klärendem Gespräch verlieren
Ziele erreichen: So klappt Selbstmotivation am Arbeitsplatz 25.03.17 Ziele erreichen So klappt Selbstmotivation am Arbeitsplatz
Jeder Mensch hat bestimmte Werte, bei deren Verletzung er an die Decke geht. 31.07.16 Nie wieder auf 180 sein Konflikte im Job gelassen lösen
Im Büro kurz innehalten und den Körper spüren: Das hilft gegen Dauerstress im Job. Foto: Monique Wüstenhagen 19.11.16 Gelassen durch den Joballtag Was Achtsamkeit für den Beruf bringt

Wichtig ist allerdings, sich nicht hinter echten oder vermeintlichen Schicksalsschlägen zu verstecken - nach dem Motto "Da hatte ich ohnehin keine Chance." Entscheidend ist vielmehr, was aus der Einsicht ins eigene Schicksal wird: "Positiver Fatalismus ist eher eine Haltung und die Fähigkeit, auch aus schwierigen Situationen ein Fünkchen Hoffnung zu schöpfen", sagt Fridrich. Vielleicht wird die verpasste Beförderung so zum Anlass, sich nach ganz anderen Karrieremöglichkeiten oder Gelegenheiten umzuschauen.

Und auch wenn der Rückschlag immer Teil der eigenen Biografie bleibt - im besten Fall können Betroffene dem Scheitern mit etwas Abstand aber auch Positives abgewinnen. Häufig gewinnen sie an Gelassenheit, da eine Krise erfolgreich überwunden wurde.

Lässt sich diese Sorte Fatalismus lernen? Definitiv, sagt der Experte: "Ich bin überzeugt, dass man das trainieren und da entsprechende Bewältigungsmechanismen entwickeln kann." Solche Mechanismen und Strategien können in Job und Privatleben auch an anderer Stelle nützlich sein - etwa für den gesunden Umgang mit Stress und Druck.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Nachfrage nach Lehrstellen sinkt - Mittelstand schultert deutsche Ausbildu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Aug 2017 11:49

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mittelsta ... 04343.html
Montag, 28. August 2017
Nachfrage nach Lehrstellen sinkt - Mittelstand schultert deutsche Ausbildung

Der Großteil der deutschen Lehrlinge wird in mittelständischen Unternehmen ausgebildet. Doch rückläufige Schülerzahlen und der Wille vieler, lieber zu studieren, sorgt für freie Lehrstellen. Auf dem Land können bereits jetzt nicht mehr alle Plätze belegt werden.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Deutschlands Mittelständler stemmt sich erfolgreich gegen den Abwärtstrend bei den Ausbildungszahlen. Nach einer Studie der staatlichen Förderbank KfW bilden kleinere und mittlere Unternehmen seit 2012 jährlich etwa 1,2 Millionen junge Menschen aus. Die Zahl der Azubis in der deutschen Wirtschaft insgesamt sei im vergangenen Jahr dagegen auf das Rekordtief von 1,32 Millionen gesunken.

In den 3,76 Millionen mittelständischen Unternehmen bundesweit arbeiten der KfW zufolge etwa 90 Prozent aller Lehrlinge. Noch gelinge es dem Mittelstand, die Azubi-Zahl konstant zu halten, doch es dürfe von Jahr zu Jahr schwieriger werden. "Rückläufige Schülerzahlen und die gleichzeitig zunehmende Studierneigung der jungen Generation sorgen bereits heute dafür, dass vielerorts Ausbildungsplätze leer bleiben", erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Probleme hätten vor allem Unternehmen im ländlichen Raum. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von bis zu 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand.
Kleinstunternehmen bilden kaum aus

Spitzenreiter sind den Angaben zufolge im Schnitt der Jahre 2012 bis 2016 Rheinland-Pfalz und das Saarland. Dort bildeten 18 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen aus, gefolgt von Niedersachsen (einschließlich Bremen) mit 17 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 16 Prozent.
Mehr zum Thema

Billiger Praktikanten-Ersatz: Viele Betriebe nutzen Azubis aus 23.07.17 Billiger Praktikanten-Ersatz Viele Betriebe nutzen Azubis aus
Besonders schwierig ist die Lage in Ostdeutschland. 18.07.17 Betriebe schlagen Alarm In Deutschland herrscht Lehrlingsmangel
Auszubildende müssen zurück: Firmen beklagen Abschiebungen 25.04.17 Auszubildende müssen zurück Firmen beklagen Abschiebungen
Trotz Überangebot an Lehrstellen: 20.000 Azubi-Anwärter gehen leer aus 05.04.17 Trotz Überangebot an Lehrstellen 20.000 Azubi-Anwärter gehen leer aus

Schlusslichter sind die ostdeutschen Flächenländer Sachsen, Thüringen (jeweils 10 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (11 Prozent) sowie die Stadtstaaten Berlin (10 Prozent) und Hamburg (11 Prozent). Ein Grund für die Unterschiede ist der KfW zufolge die Struktur des Mittelstands in den einzelnen Ländern. Die traditionell ausbildungsstarken Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Bau und Handwerk seien in Großstädten seltener vertreten. Das erkläre die hintere Platzierung der Stadtstaaten.

In Ostdeutschland wiederum gebe es mehr Kleinbetriebe. Je kleiner ein Betrieb ist, desto geringer ist den Angaben zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass er Lehrlinge hat. Nur fünf Prozent der Kleinstunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten bildeten aus, bei Mittelständern mit mehr als 50 Mitarbeitern seien es hingegen drei Viertel. In Ostdeutschland mangelt es durch den Bevölkerungsrückgang der KfW zufolge zudem vielerorts auch an der Nachfrage nach Lehrstellen.

Quelle: n-tv.de , ara/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Brutto ist wie Netto" - Millionen Arbeitnehmer gehen Nebenjob nach

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2017 22:06

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Millionen ... 06750.html
Dienstag, 29. August 2017
"Brutto ist wie Netto" - Millionen Arbeitnehmer gehen Nebenjob nach

Für viele Menschen reicht der Hauptberuf finanziell nicht aus. Dieser und andere Gründe führen dazu, dass 2,7 Millionen Arbeitnehmer nebenbei noch einen Minijob ausüben - und die steuerlichen Vorteile genießen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Laut Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit gibt es mehr nebenberufliche Mini-Jobber denn je. Im Dezember 2016 waren es fast 2,7 Millionen Menschen, die einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Darin enthalten sind auch Selbstständige. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass mittlerweile fast zwei Millionen angestellte Arbeitnehmer neben ihrem Hauptjob einem Minijob nachgehen. Mehr als die Hälfte der angestellten Nebenjobber macht den Minijob zusätzlich zur Vollzeitbeschäftigung.

In den vergangenen Jahren habe es einen starken Anstieg bei Nebenjobbern gegeben. Seit den Hartz-Reformen hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. 2003 gingen lediglich 1,2 Millionen Menschen im Nebenberuf einem Minijob nach. Vor allem Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Verdienst im Hauptjob hätten einen zusätzlichen Minijob, meint der Forscher. Doch nicht immer sei die finanzielle Not der Grund. Viele empfänden die geringen Abgaben auch als praktisch, denn "brutto ist wie netto".
"Brutto ist wie Netto"
Mehr zum Thema

Weiterarbeiten im Alter: Was Berufstätige wissen müssen 12.07.17 Weiterarbeiten im Alter Was Berufstätige wissen müssen
Pfui, Niedrigverdiener!: Taubers Satz ist wenigstens ehrlich 04.07.17 Pfui, Niedrigverdiener! Taubers Satz ist wenigstens ehrlich
Viele Menschen mit Minijobs und langer Arbeitslosigkeit kommen auf den Rentenmarkt. 26.06.17 Rentensystem nicht gerüstet Risiko für Altersarmut steigt

Geringfügige Nebenbeschäftigungen auf 450 Euro-Basis wurden durch die Hartz-Reformen begünstigt: Minijobber zahlen mit Ausnahme der Rentenversicherung keine Sozialabgaben - von der Rentenversicherung kann man sich allerdings befreien lassen "und das tun auch die meisten", sagt Weber.

Was heute aus finanzieller Sicht hilfreich sei, könne für die Zukunft allerdings kritisch sein, meint er. Bei der Rente könne es dann ein böses Erwachen geben. Die meisten Nebenjobs gibt es im Einzelhandel und Gastgewerbe, in anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Gesundheits- und Sozialwesen. Ihre Hauptjobs haben die Nebenjobber zum Teil in den gleichen Branchen. Am häufigsten arbeiten sie laut der Analyse jedoch hauptberuflich im verarbeitenden Gewerbe.

Quelle: n-tv.de , mba/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Karrierechance oder Sackgasse ? - Das bringen Jobs in der Zeitarbeit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Aug 2017 09:51

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Das-bringen ... 92732.html
Mittwoch, 30. August 2017
Karrierechance oder Sackgasse ? - Das bringen Jobs in der Zeitarbeit

Viele Leiharbeiter verrichten vor allem einfache Hilfsjobs. Doch es gibt auch gefragte Spezialisten. Für Berufseinsteiger ist Zeitarbeit zudem interessant, um erste Erfahrungen zu sammeln. Beim Gehalt müssen Leiharbeiter aber weiter Einbußen hinnehmen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Manchmal heißt es Leiharbeit, manchmal heißt es Zeitarbeit. Das Vorurteil ist aber immer das gleiche: Hilfsjobs ohne Aussicht auf Karriere - sonst gibt es dort nichts. In vielen Fällen trifft das tatsächlich zu. "Der typische Leiharbeitnehmer ist männlich, jung und unqualifiziert", sagt Ilona Mirtschin, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.

In einer Studie hat die Agentur die Entwicklungen in der Zeitarbeit untersucht. Das Ergebnis: Rund eine Million Menschen arbeiten mittlerweile für Zeit- oder Leiharbeitsfirmen. 70 Prozent davon sind Männer, und fast die Hälfte ist jünger als 35 Jahre. Anspruchsvoll ist die Arbeit in der Regel nicht: "Etwa jeder zweite Zeitarbeitsjob ist eine einfache Hilfstätigkeit", sagt Mirtschin.
Zeitarbeit, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren

Doch das ist nur die eine Seite der Statistik. Denn in einigen Branchen bietet die Zeitarbeit durchaus Karrierechancen, so die Expertin: "Gerade für junge Leute kann ein Engagement bei einer Zeitarbeitsfirma ein guter Einstieg in den Arbeitsmarkt sein."

Die Einsätze dauern oft nur zwei bis drei Monate – für Neueinsteiger eine gute Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Viele Berufsanfänger jobben daher als Leiharbeiter erst einmal in unterschiedlichen Betrieben, um sich dann für einen zu entscheiden: "Zeitarbeit wird gerne genutzt, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren", sagt Wolfram Linke von der IG Zeitarbeit, dem Interessensverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen. "So kann sich etwa ein ausgebildeter Pfleger in Ruhe umsehen, ob er später in einer Klinik, einem Heim oder in der ambulanten Pflege arbeiten möchte."

Manche entscheiden sich sogar dauerhaft für die Zeitarbeit, sagt der Branchenvertreter. Gerade in der Pflege- und Medizinbranche böten sich so interessante Einsatzmöglichkeiten: "Wir reden hier von hoch spezialisierten Kräften, die in ihrem Bereich auch ein Stück weit die Preise diktieren."

Solche Formen der Zeitarbeit seien sogar für Akademiker attraktiv. Etwa im Bereich der Luft- und Raumfahrt: Hier laufen Projekte oft nur über einen begrenzten Zeitraum von zwei oder drei Jahren. "Für die Dauer des Projekts holen sich die Unternehmen gerne Spezialisten an Bord", sagt Linke. Ingenieure etwa können sich ihre Projekte so aussuchen und sich gezielt weiterbilden.
Schmuddelimage der Branche

"Die Zeiten des Lohndumpings mit Hilfe der Leiharbeit sind vorbei", sagt auch Prof. Peter Schüren, Jurist an der Universität Münster und Experte für Zeitarbeit. Seit der Gesetzgeber die dauerhafte Überlassung von Arbeitnehmern verboten hat, nutzen Firmen das Instrument vor allem, um Bedarfsspitzen abzufedern. Auch die Tarifverträge für Leiharbeiter hätten sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert, so der Arbeitsrechtler.

Trotzdem bekommen die meisten Zeitarbeiter noch immer weniger Gehalt als die Stammbelegschaft. Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: "Akademiker im Bereich Zeitarbeit sind oft hoch spezialisierte Fachleute, die auf diese Weise oft deutlich mehr verdienen als in einer gewöhnlichen Anstellung", sagt Arbeitsmarktexpertin Mirtschin.

Allerdings haben gerade einmal neun Prozent der Leiharbeiter studiert. Bei vielen Beschäftigten auf Zeit wechseln sich stattdessen Jobs mit Phasen der Arbeitslosigkeit ab. "Viele Zeitarbeitnehmer landen nach einem Einsatz wieder in der Grundsicherung, weil sie nicht lang genug in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben", erklärt Mirtschin.

Auch eine Übernahme durch den Einsatzbetrieb ist eher selten. "Ein Betrieb übernimmt, wenn überhaupt, die qualifizierten Leiharbeiter, aber nicht die einfachen Hilfskräfte", so die Expertin. Bei den Mitgliedsunternehmen der IG Zeitarbeit werde rund ein Drittel des Personals von den Einsatzfirmen übernommen, hält Verbandssprecher Linke dagegen.
Mehr zum Thema

Haushaltshilfe anmelden 10.07.17 Schwarzarbeit mit Risiken Haushaltshilfe immer anmelden
Wer innerhalb der 450-Euro-Grenze eines Mini-Jobs arbeitet, wird steuerlich nicht zusätzlich belastet. 22.06.17 Minijob ohne Einbußen So vermeiden Frührentner Abzüge
Job neben dem Job: Tagsüber angestellt, abends Unternehmer? 20.05.17 Job neben dem Job Tagsüber angestellt, abends Unternehmer?
Wer innerhalb der 450-Euro-Grenze eines Mini-Jobs arbeitet, wird steuerlich nicht zusätzlich belastet. 30.08.16 Immer mehr Senioren arbeiten So viel darf man als Rentner dazuverdienen
Bundesgerichtshof urteilt: Schwarzarbeit bietet keine Gewährleistung 16.03.17 Bundesgerichtshof urteilt Schwarzarbeit bietet keine Gewährleistung

"Die Verbände bemühen sich sehr, das Schmuddelimage der Branche loszuwerden", sagt Schüren. Er empfiehlt Jobsuchenden, sich die Zeitarbeitsfirma im Vorfeld genau anzusehen. "Wenn es Mitarbeiter gibt, die dort schon länger arbeiten und zufrieden sind, ist das ein gutes Zeichen."

Bei der Auswahl sollte ein Arbeitnehmer außerdem darauf achten, dass die Firma nach Tarif zahlt und Mitglied in einem Arbeitgeberverband ist. "Wichtig ist auch, dass sich die Zeitarbeitsfirma um die Belange ihrer Mitarbeiter kümmert", rät Linke. So sollte ein Unternehmen zum Beispiel nicht nur Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe stellen, sondern auch bei Problemen im Einsatzbetrieb helfen.

Damit die in der Zeitarbeit gesammelte Berufserfahrung bei der nächsten Bewerbung etwas nutzt, sollte sie immer dokumentiert werden. "Ein Arbeitszeugnis ist Teil der gesetzlichen Pflichten des Arbeitgebers", sagt der Jurist Schüren. Auch eine Zeitarbeitsfirma muss ihren Mitarbeitern also eine qualifizierte Beurteilung schreiben. Der Entleihbetrieb kann das auch tun - allerdings freiwillig: "Bei einem längeren Arbeitseinsatz sollten Leiharbeiter ruhig auch am Einsatzort um ein Arbeitszeugnis bitten."

Quelle: n-tv.de , Peter Neitzsch, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Nahrung und Energie teurer - Inflation zieht dritten Monat in Folge an

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Aug 2017 08:53

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Inflation ... 09394.html
Nahrung und Energie teurer - Inflation zieht dritten Monat in Folge an

Im August müssen Verbraucher für Alltagsgüter - vor allem Lebensmittel und Strom - tiefer in die Tasche greifen. Das treibt die Teuerungsrate insgesamt nach oben. Trotzdem rechnen Volkswirte nicht mit einem schnellen Ende der ultralockeren Geldpolitik.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Das Leben in Deutschland ist den dritten Monat hintereinander etwas teurer geworden. Angetrieben von höheren Nahrungsmittel- und Energiepreisen kletterte die Jahresinflationsrate im August auf 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Seit einem Rückgang auf 1,5 Prozent im Mai ist die Teuerung damit kontinuierlich leicht gestiegen. Vor allem für Nahrungsmittel (plus 3,0 Prozent) sowie Haushaltsenergie und Treibstoff (2,3 Prozent) mussten Verbraucher im August mehr zahlen als im Jahr zuvor.

Bei den Nahrungsmitteln dürften nach Daten Statistischer Landesämter vor allem deutlich gestiegene Preise für Butter und Molkereiprodukte durchgeschlagen haben. Kaltmieten verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft um 0,1 Prozent. KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner begründete den Anstieg mit der kräftigen Konjunktur in Deutschland. Rasant steigende Teuerungsraten erwartet er aber nicht, "angesichts stabiler Ölpreise, mehr oder weniger konstanter Löhne und eines immer noch maßvollen Kreditwachstums."
Mehr zum Thema

Der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda (von l.), Fed-Chefin Janet Yellen EZB-Präsident Mario Draghi. 26.08.17 Geldpolitik bleibt locker Draghi sieht EZB noch nicht am Ziel
Hersteller ziehen Preise an: Weihnachtsgebäck soll teurer werden 25.08.17 Hersteller ziehen Preise an Weihnachtsgebäck soll teurer werden
Der Euro hat zum US-Dollar zuletzt kräftig zugelegt. 25.08.17 EZB-Währungshüter sind alarmiert Ist der Euro zu stark?
Gefälle zwischen Stadt und Land: Immobilienboom treibt Mietpreise an 18.08.17 Gefälle zwischen Stadt und Land Immobilienboom treibt Mietpreise an

Nach Einschätzung von ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski könnte der Höhepunkt der Inflation in diesem Jahr bereits erreicht sein. Er verwies unter anderem auf den stärkeren Euro. Dadurch werden Importe aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraumes billiger. Die nach europäischen Standards errechnete Jahresinflationsrate (HVPI) lag ebenfalls bei plus 1,8 Prozent. Die Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB strebt mittelfristig für den gesamten Euroraum ein stabiles Preisniveau bei einer Inflation von knapp unter 2,0 Prozent an.

Weil die Währungshüter dieses Ziel seit Jahren verfehlen, versuchen sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Die Geldschwemme ist vor allem in Deutschland umstritten. Es mehren sich Forderungen nach einem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik. Im Herbst will der EZB-Rat über mögliche Änderungen am Kurs der Notenbank diskutieren. Volkswirte erwarten, dass die EZB schrittweise zunächst ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm zurückfahren und dann - womöglich erst im Jahr 2019 - die Zinsen allmählich anheben wird.

Quelle: n-tv.de , jug/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Vorgesetzten an die Hand nehmen - Cheffing – so führen Sie Ihren Chef

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Sep 2017 21:32

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Cheffing-so ... 05660.html
Samstag, 02. September 2017
Vorgesetzten an die Hand nehmen - Cheffing – so führen Sie Ihren Chef

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Norbert Rohleder

Wer hat sich nicht schon mal ungerecht behandelt gefühlt? Oder unter den Gemütsschwankungen des Chefs gelitten? Oder die nötige Anerkennung vermisst? Egal was es ist, es ist Zeit zu handeln.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

In vielen Unternehmen sind die Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern weitgehend unproblematisch und die gemeinsame Arbeit steht im Einklang mit den Vorstellungen der Beteiligten – so sollte es sein. Doch es kommt immer wieder vor, dass sich Situationen wie die eingangs beschriebenen häufen. Dann setzt oft eine schleichende Demotivation einzelner Mitarbeiter oder sogar ganzer Teams ein.

Überwiegen negative Situationen und ist das Verhältnis zum Chef dauerhaft belastet, können zunächst motivierte Mitarbeiter und/oder Leistungsträger nicht nur die Lust am Arbeiten verlieren, sondern sogar so frustriert sein, dass sie die Stelle wechseln. Viele Mitarbeiter suchen sich in dauerhaft belastenden Situationen lieber einen neuen Chef, als sich mit dem alten auseinanderzusetzen. Ob das Verhältnis zum neuen Chef dann besser ist, steht jedoch in den Sternen. Deshalb ist es häufig sinnvoller, an der aktuellen Situation aktiv etwas zu ändern, als sich zurückzuziehen.

Der Chef erkennt die eigenen Fehler nicht

Wenn ein Chef sich in den Augen seiner Mitarbeiter falsch, unsachlich, ignorant oder sonstwie negativ verhält, steckt in der Regel keine Absicht dahinter. Der Chef weiß oft nicht, dass er Fehler macht und was sein Verhalten bei den Mitarbeitern auslöst. Genau an diesem Punkt können Sie mit Cheffing – Ihr positives Einwirken auf Ihren Vorgesetzten im Sinne der gemeinsamen Sache – ansetzen. Treten Sie in Kommunikation mit Ihrem Chef. Wenn Sie sich vor Augen führen, dass Sie vieles beeinflussen, wenn auch nicht alles ändern können, dann werden sich Gelegenheiten ergeben, Ihr Vorgesetztenverhältnis nach Ihren Vorstellungen mitzugestalten, statt darunter zu leiden.
Prof. Dr. Norbert Rohleder ist Professor für Human Resource Management und Soziale Interaktion an der Hochschule Mainz.
Prof. Dr. Norbert Rohleder ist Professor für Human Resource Management und Soziale Interaktion an der Hochschule Mainz.

Am Anfang einer solchen aktiven Beziehungsgestaltung stehen Ihre Beobachtungen und Einschätzungen: Was für ein Typ ist Ihr Chef? Legt Ihnen sein autoritärer Stil die Zügel an und blockiert er Ideen und Innovationen oder führt seine Laissez-faire-Haltung zu fehlenden Vorgaben, Impulsen und Informationen? Verhält er sich entscheidungsfreudig oder eher abwartend und unentschlossen? Bevorzugt er einen bestimmten Kommunikationsstil oder eine spezielle Kommunikationsform – persönlich, per E-Mail, Jour Fix oder unregelmäßige Meetings? Stellt er formale Genauigkeit über sachlichen Gehalt oder vice versa? Mit welchen charakterlichen Stärken und Schwächen würden Sie ihn beschreiben?

Die Antworten auf diese Fragen weisen Ihnen eine erste Richtung für Ihr Cheffing: Welche Probleme sollten Sie wie und wann mit welchen Zielsetzungen aktiv angehen.

Bevor Sie Ihr Cheffing in die Tat umsetzen, sollten Sie folgenden Grundsatz beherzigen: Es geht nicht um Manipulation, Machtkämpfe oder Bloßstellungen, vielmehr sind konstruktive Lösungsansätze gefragt, die das Arbeitsklima und die Zusammenarbeit objektiv verbessern sowie die Zufriedenheit im Team steigern.

Die folgenden fünf Tipps können Sie als Leitfaden nutzen, um das Verhalten Ihres Vorgesetzten positiv zu beeinflussen und damit für eine angenehme betriebliche Atmosphäre zu sorgen:

Richtiges Timing und Vorbereitung

Wenn Sie das Gespräch mit Ihrem Chef suchen, achten Sie auf das Timing. Berücksichtigen Sie die Vorlieben Ihres Chefs, aber auch Ihre eigene Leistungskurve. Vereinbaren Sie einen Termin, der für Sie beide günstig ist – ohne voraussehbare Störungen zu einer Zeit, in der Sie beide leistungsfähig und offen sind.

Bereiten Sie das Gespräch vor: Welche Themen wollen Sie ansprechen? Was ist Ihr Ziel? Welche Lösungsvorschläge können Sie machen? Bringen Sie Ihr Anliegen auf den Punkt und verschaffen Sie sich selbst, aber auch Ihrem Gesprächspartner Klarheit.

Kommunikation

Suchen Sie die Verständigung im Gespräch. Benennen Sie konkrete Ärgernisse. Dabei dürfen Sie auch Gefühle zeigen: Legen Sie Ihre Enttäuschungen und Ängste, aber auch Erfreuliches offen. Bleiben Sie bei Ihrer Kritik dennoch konstruktiv; treffen Sie klare Aussagen. Stellen Sie zielgerichtete Fragen nach den Bedingungen, dem Zweck und Nutzen der aus Ihrer Sicht problematischen Entscheidungen oder Arbeitsanweisungen. Neigt Ihr Chef dazu, unklare Anweisungen zu geben oder diffuse Ziele zu setzen, haken Sie nach. Fassen Sie die Ergebnisse des Gesprächs schriftlich zusammen und lassen Ihrem Chef die Zusammenfassung zukommen.

Aktivität und Durchhaltevermögen

Ihre Eigeninitiative ist gefragt: Formulieren Sie konkrete Lösungswege, wenn Sie Schwierigkeiten thematisieren. Fordern Sie ein, was Sie für wichtig erachten, statt sich resigniert zurückzuziehen.

Lassen Sie sich mit Ihrem Anliegen nicht abwimmeln und bleiben Sie am Ball! Dabei kann es hilfreich sein, Ihren Chef auch um eine schriftliche Stellungnahme zu bitten, auf die Sie sich bei Bedarf auch nach längerer Zeit noch beziehen können.

Fingerspitzengefühl

Untermauern Sie Ihre Ansichten und Meinung mit nachvollziehbaren Argumenten. Führen Sie Ihre besonderen fachlichen Kenntnisse oder praktischen Erfahrungen, also Ihren Expertenstatus, ins Feld. Bedenken Sie jedoch auch, dass Ihr Chef einen größeren Verantwortungsbereich hat und organisatorisch eingebunden ist. Wechseln Sie die Perspektive und fragen Sie sich: Steht mein Chef noch stärker unter Druck als ich? Möglicherweise rangieren Gegebenheiten, von denen Sie nichts wissen, auf seiner Agenda berechtigterweise weiter oben.

Begreifen Sie sich vor diesem Hintergrund als fachlicher Berater, der seinem Chef in Zeiten allgemeiner Arbeitsverdichtung einen Entlastungsnutzen liefert, und formulieren Sie Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen im Zusammenhang mit Ihrer Leistungsfähigkeit und Produktivität.

Würdigung Ihres Gegenübers

Thematisieren Sie Verstöße im zwischenmenschlichen Umgang oder einen unangemessenen Gesprächston. Sagen Sie Ihrem Chef, was Ihnen im täglichen Miteinander wichtig ist und worauf Sie Wert legen: Wenn Sie Ihre Werte und Verhaltensprinzipien umreißen, kann sich eine Atmosphäre wechselseitiger Anerkennung und Wertschätzung leichter etablieren. Begegnen Sie Ihrem Chef auf Augenhöhe, denn Unterwürfigkeit ist für ein gutes Vorgesetzten-Mitarbeiter-Verhältnis ebenso wenig fruchtbar wie überhebliche Vorträge.

Verbindlichkeit

Nicht nur für Sie ist ein wankelmütiger, spontan entscheidender Chef problematisch. Auch für Ihren Chef sind Überraschungen, Unzuverlässigkeit, Unklarheit und Unvollständigkeit von Seiten der Mitarbeiter schwierig zu handhaben.

Stecken Sie mit Ihrem Chef gemeinsam qualitative Leistungsmerkmale ab. Diese verhindern übersteigerte Erwartungen und helfen als Gütekriterien bei der Beurteilung und Bewertung Ihrer Arbeit. Im Gegenzug können Sie verbindliche Zusagen von Ihrem Chef erwarten. Weisen Sie Ihren Vorgesetzten höflich, aber bestimmt darauf hin, wie wichtig es Ihnen ist, dass getroffene Vereinbarungen eingehalten werden.

Wenn Sie sich in Ihrem Verhalten von diesen sechs Tipps leiten lassen, profitieren beide Seiten: Denn spielen der Chef und seine Mitarbeiter als Mannschaft für den gemeinsamen Erfolg, steigen Lebens- und Arbeitsqualität für alle.
Mehr zum Thema

Ziele erreichen: So klappt Selbstmotivation am Arbeitsplatz 25.03.17 Ziele erreichen So klappt Selbstmotivation am Arbeitsplatz
Mit einem klaren Bild von sich selbst und Ihrer Zukunft vermeiden Sie Gefühle von Hilflosigkeit und Fremdbestimmung. 08.01.17 Wohlfühlen am Arbeitsplatz Werden Sie Ihr eigener Feel-Good-Manager
Stress abprallen lassen: Machen Sie sich stark für den Arbeitsalltag 15.01.17 Stress abprallen lassen Machen Sie sich stark für den Arbeitsalltag
Was war 2016 im Job?: Warum Innehalten Berufstätige weiterbringt 27.11.16 Was war 2016 im Job? Warum Innehalten Berufstätige weiterbringt
Berufstätige schalten am Feierabend besser ab, wenn sie sich smartphonefreie Zeiten verordnen. Foto: Monique Wüstenhagen 02.10.16 Smartphonefreie Zeiten So bleibt der Job im Feierabend außen vor
Jeder Mensch benötigt Zeit, um sich zu erholen - ansonsten kann ein Burn-out drohen. 11.09.16 Es kann jeden treffen Burn-out vermeiden: Das können Sie tun!
Manchmal ist ein harter Schnitt notwendig. Der sollte aber gut überlegt sein. 03.09.16 Gehen oder bleiben? Wann es Zeit für die Kündigung ist
Jeder Mensch hat bestimmte Werte, bei deren Verletzung er an die Decke geht. 31.07.16 Nie wieder auf 180 sein Konflikte im Job gelassen lösen

Behalten Sie beim Cheffing aber immer die Unterscheidung zwischen Führungs- und Fachkompetenz im Blick. Dass Sie gegenüber Ihrem Vorgesetzten in fachlicher Hinsicht auf Ihrem Gebiet einen Wissensvorsprung genießen, ist nicht ungewöhnlich und war vielleicht der Grund dafür, dass Sie eingestellt wurden. Von Ihrem Chef wird anderes erwartet: Mit seiner Führungsarbeit ist er unmittelbar den übergeordneten Unternehmenszielen verpflichtet. Führen Sie sich den Zwiespalt, in dem Ihr Vorgesetzter permanent steckt, bewusst vor Augen: Er muss sowohl zum Wohle des Unternehmens oder der Institution als auch zum Wohle seiner Mitarbeiter handeln – das ist oft ein Balanceakt. Wenn Sie sich das hin und wieder in Erinnerung rufen, wird es Ihnen leichter fallen, scheinbar unverständliche Entscheidungen Ihres Chefs nachzuvollziehen und Verständnis dafür aufzubringen.

Wenn nichts mehr geht …

Gezielt und klug eingesetztes Cheffing führt zwar häufig zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen Chef und Mitarbeitern; es ist aber kein Garant für eine gute Arbeitsatmosphäre. Der Umgang mit Ihrem Chef kann schwierig bleiben oder ein belastetes Verhältnis kann sich noch verschlechtern, wenn sich Ihre Ansprüche an das gemeinsame Arbeiten nicht mit den Vorstellungen von Führung auf Seiten Ihres Vorgesetzten decken. Ihre noch so ausgewogenen Bemühungen und diplomatischen Aktionen laufen dann ins Leere. In solchen Fällen können Sie den Betriebsrat, eine Vertrauensperson oder weitere Vorgesetzte hinzuziehen. Letztlich sind betriebliche Hierarchien kein basisdemokratisches System und bestimmte Machtkonstellationen führen eben nicht immer zur besten aller Welten. Konsequenzen ziehen mag dann doch bedeuten, den Chef "zu wechseln".

Doch bevor es soweit kommen muss, haben Sie mit dem Cheffing ein gutes Instrument an der Hand, eine konstruktive Kommunikations- und Arbeitskultur anzustoßen, in der Konsequenzen ziehen auch bedeuten kann, den Chef einmal für seine gute Führungsarbeit zu loben.

Prof. Dr. Norbert Rohleder ist Professor für Human Resource Management und Soziale Interaktion an der Hochschule Mainz.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Preise abgesprochen ? - Kartellwächter durchsuchen Stahlkonzerne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Sep 2017 23:22

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Kartellwa ... 16650.html
Montag, 04. September 2017
Preise abgesprochen ? - Kartellwächter durchsuchen Stahlkonzerne

Deutschlands Stahlbranche steht unter enormem Druck aus Fernost. Da ist die Verlockung groß, die Preise zu Lasten der Kundschaft künstlich hochzutreiben. Wegen einer möglichen Preisabsprache veranlasst das Kartellamt Razzien bei sieben Unternehmen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die deutsche Stahlbranche steht erneut unter dem Verdacht wettbewerbswidriger Preisabsprachen. Das Bundeskartellamt hat deshalb sieben Stahlunternehmen sowie drei Privatwohnungen durchsuchen lassen, bestätigte ein Kartellamtssprecher. Die Razzien waren demnach bereits Ende August an drei Tagen hintereinander. Es gehe um mögliche Preisabsprachen im Bereich Flachstahl.
Charts

Salzgitter Salzgitter 37,21

Das Bundeskartellamt nennt bis zum Abschluss der Verfahren selbst keine Unternehmensnamen. Der Stahlkonzern Salzgitter bestätigte aber für sein Unternehmen die Durchsuchungen. Man habe alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt, erklärte Salzgitter.

Ermittelt wird nach unbestätigten Angaben auch gegen Deutschlands größten Stahlkonzern Thyssenkrupp. Dort soll es aber keine Durchsuchungen gegeben haben. Ein Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. "Wir nehmen die Vorgänge sehr ernst und unterstützen die Ermittlungen der Behörde, können aufgrund der laufenden Verfahren derzeit jedoch keine weiteren Angaben machen", hieß es.
Kartellverdacht in weiteren Fällen
Mehr zum Thema

Preisabsprachen in Autobranche?: Kartellamt ermittelt gegen Stahlhersteller 06.07.16 Preisabsprachen in Autobranche? Kartellamt ermittelt gegen Stahlhersteller
Absprachen beim Stahleinkauf?: Kartellamt ermittelt gegen Daimler und VW 05.07.16 Absprachen beim Stahleinkauf? Kartellamt ermittelt gegen Daimler und VW

Deutschlands Stahlunternehmen stehen seit Jahren unter massivem Wettbewerbsdruck durch Überkapazitäten vor allem aus China. Immer wieder geht das Bundeskartellamt vor diesem Hintergrund dem Verdacht illegaler Preisabsprachen nach. So läuft bereits seit Ende November 2015 ein Verfahren zu möglichen Absprachen bei Edelstahlprodukten. In einem weiteren Verfahren durchsuchten die Kartellwächter Mitte Juni 2016 sechs Unternehmen. Hier ging es um den Stahleinkauf für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie.

Ermittelt wird außerdem seit Juni dieses Jahres gegen drei Schmiedeunternehmen, die die Preise für Antriebs- und Getriebeteile für die Autoindustrie abgesprochen haben sollen. Laut "Manager Magazin" ermittelt die Behörde aktuell auch gegen die Interessenvertretung der Branche, die Wirtschaftsvereinigung Stahl. Von der Wirtschaftsvereinigung war dazu zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Quelle: n-tv.de , hul/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Preise explodieren - Warum Butter immer teurer wird

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Sep 2017 16:25

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-But ... 18496.html
Dienstag, 05. September 2017
Preise explodieren - Warum Butter immer teurer wird

Alles in Butter? Da schütteln Verbraucher mit Blick auf die jüngsten Preiserhöhungen den Kopf. Dabei hat auch ihr verändertes Konsumverhalten zum Rekordhoch beigetragen. Eine Trendwende ist laut Experten auch zur Adventszeit nicht in Sicht.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der Preis für Butter ist geradezu explodiert. Verlangten Discounter wie die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd vor knapp anderthalb Jahren noch 75 Cent für eine 250-Gramm-Packung, so sind es seit Anfang September 1,99 Euro - der höchste Stand seit Einführung des Euros 2002. Was steckt dahinter?
Warum ist der Butterpreis zuletzt so stark gestiegen ?

Eigentlich ist es ganz einfach: "Das Angebot reicht derzeit nicht aus, um die Nachfrage zu bedienen", sagt AMI-Milchmarktexperte Andreas Gorn. Zuletzt war weniger Milch verfügbar, dadurch auch weniger Fett. Zudem war der Fettgehalt teils unterdurchschnittlich. "Weniger Milch plus weniger Milchfett ist der eine Baustein", sagt Björn Börgermann vom Milchindustrie-Verband. Und der andere? "Es gibt in der EU keine 'Butterberge' mehr." Die Lager sind leer, die Vorräte aufgebraucht. Auch angesichts der teuren Butter waren zuletzt die Lebensmittelpreise ein wichtiger Treiber der Inflation.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir ... 09571.html
Preise steigen langsam: Bauern schöpfen wieder etwas Mut
28.06.17 – 01:38 min

Preise steigen langsam Bauern schöpfen wieder etwas Mut
Warum ist Milchfett derzeit so beliebt?

"Der Verbrauch von Sahne, Butter und Co. als Geschmacksträger hat deutlich zugenommen in den letzten Jahren", sagt Börgermann. Zudem nutze die weiterverarbeitende Industrie lieber tierisches Fett, also Milchfett, als pflanzliches Fett in ihren Rezepturen. Ein wichtiger Grund ist also ein verändertes Konsumverhalten: "Viele Verbraucher kehren zurück zu mehr Genuss, da ist Fett ein wichtiger Faktor", meint auch Gorn. Das zeigt sich auch daran, dass etwa die Käseproduktion, für die viel Fett notwendig ist, zuletzt ebenfalls kontinuierlich gestiegen ist.
Wie viel Butter wird gebraucht?

2016 hat jeder Mensch in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Schnitt etwa sechs Kilogramm Butter verbraucht. Aber: "Angesichts kräftiger Preisanhebungen verzeichnete Butter den deutlichsten Nachfragerückgang unter den Molkereiprodukten", stellte etwa die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen im Juni fest. Steigendes Interesse gibt es hingegen an sogenannten Streichmischfetten - tierisches Fett kombiniert mit pflanzlichem Fett -, die zum großen Teil auch aus Butter bestehen. "Der Verbraucher schätzt diese relativ neue Produktkategorie, die für ihn einen Mehrwert bringt und für die er bereit ist, mehr zu bezahlen", betonte die Landesvereinigung.
Wird das Kuchenbacken zur Adventszeit also teurer?

Eine Trendwende ist jedenfalls nicht in Sicht. "Dass es bei der Butter bis zum Jahresende deutlich günstiger wird, sehe ich nicht", sagt Gorn. Und beim Rohstoff Milch steht voraussichtlich zum 1. November der nächste Preisaufschlag bevor. Trinkmilch, Quark und Joghurt - die "weiße Linie" - werden zwei Mal im Jahr verhandelt, im Mai und im November, während die Butterpreise sich monatlich verändern können. Auch die Milchpreise sind seit Mitte des vergangenen Jahres deutlich gestiegen. "Das ist in weiten Teilen diesen sehr hohen Fettpreisen geschuldet, in erster Linie der Butter, aber auch Vollmilchpulver und Käse sind teurer", sagt Gorn. Lichtblick für Verbraucher: Der Preisanstieg bei Butter ist - verglichen mit den meisten Lebensmitteln - überdurchschnittlich hoch.
Wer profitiert von den Preiserhöhungen?

Der Handel behält eine Spanne ein, mal mehr, mal weniger. "Aber natürlich zahlt der Handel derzeit höhere Preise an die Molkereien", meint Gorn. Auch Börgermann sagt, Molkereien könnten "mit stabilen Erlösen" rechnen. Vor allem aber wirbt er mit Vorteilen für die Erzeuger: "Die höheren Preise für die Produkte ermöglichen nun höhere Milchauszahlungspreise." Seit Mitte 2016 sind die Milchpreise bereits kräftig gestiegen - im Juli 2017 erhielten Landwirte im Bundesschnitt 36,1 Cent je Liter, im Vorjahresmonat waren es gerade mal 23,2 Cent. "Der Milchpreis sollte wohl mindestens zwischen 30 und 35 Cent netto liegen, um gewinnbringend Milch produzieren zu können als Erzeuger", meint Börgermann. Die Bauern halten etwa 40 Cent für notwendig.
Wo werden die Preise für Butter-Rohstoffe wie Milch festgelegt?
Mehr zum Thema

270 Stellen gestrichen: Preiskampf zwingt Milchwerke in die Knie 28.06.17 270 Stellen gestrichen Preiskampf zwingt Milchwerke in die Knie
Ernteausfälle in Südafrika: Orangen dürften teurer werden 16.08.17 Ernteausfälle in Südafrika Orangen dürften teurer werden

Ein Teil dessen, was der Endverbraucher im Supermarkt für Butter ausgeben muss, stammt aus den Rohstoffkosten. Dabei sind für die Produzenten vor allem die Großhandels-Milchpreise von Bedeutung. Für den Handel mit Milch in großen Mengen gibt es spezialisierte Börsen - ähnlich wie bei anderen Agrarprodukten wie Getreide oder Soja. In Deutschland gibt es Geschäfte für Butter, Molkenpulver oder Magermilchpulver, die zum Beispiel über die Leipziger Terminbörse EEX laufen.

Quelle: n-tv.de , fhe/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kursspitze im Devisenhandel - Euro erreicht Zweieinhalb-Jahres-Hoch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Sep 2017 10:48

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Euro-erre ... 23592.html
Freitag, 08. September 2017
Kursspitze im Devisenhandel - Euro erreicht Zweieinhalb-Jahres-Hoch

Der Aufwärtsdruck hält an: Am Tag nach der Zinsentscheidung im Euroraum gewinnt die Gemeinschaftswährung weiter an Stärke. In der Spitze kostet ein Euro so viel wie seit dem Jahr 2015 nicht mehr.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der Euro ist vor dem Wochenende im asiatischen Handel auf den höchsten Stand zum Dollar seit Anfang 2015 gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am frühen Morgen in der Spitze bei 1,2093 Dollar. Das bisherige 52-Wochenhoch lag bei 1,2070 Dollar.
Chart

Euro / US-Dollar Euro / US-Dollar 1,21

Nach dem kurzen Aufstieg nach oben ließ der Auftrieb deutlich nach. Am Vormittag lag der Kurs bei gemäßigteren 1,2047 Dollar. Allerdings bleibt der Kurs damit in Reichweite der Marke von 1,21 Dollar.

Der Euro befindet sich seit einiger Zeit vor allem im Vergleich zum Dollar auf einem Höhenflug. Seit dem Mehrjahrestief von Anfang Januar wertete der Euro im Vergleich zum Dollar bislang um fast 17 Prozent auf.

Der Euro war bereits am Donnerstag während der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi zur aktuellen Zinsentscheidung der EZB deutlich über 1,20 Dollar gestiegen, konnte die Gewinne aber nicht halten und pendelte sich am Abend um die Marke von 1,20 Dollar ein. Ein starker Euro gilt an den Märkten als Konjunkturrisiko, da er Waren europäischer Unternehmen im Welthandel aus der Sicht der Abnehmer verteuert. Dadurch droht die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Wirtschaft mittelfristig zu leiden.
Unterschiedliches Zinsniveau
Mehr zum Thema

Der nächste Seitwärtsschritt: EZB steigt in die Exit-Überlegungen ein 07.09.17 Der nächste Seitwärtsschritt EZB steigt in die Exit-Überlegungen ein
Ifo-Chef Fuest zur Geldpolitik der EZB: "Ich denke, es ist Zeit, vom Gas runter zu gehen" 07.09.17 Ifo-Chef Fuest zur Geldpolitik der EZB "Ich denke, es ist Zeit, vom Gas runter zu gehen"
Draghis Drahtseilakt: Deutsche-Bank-Chef Cryan warnt EZB 07.09.17 Draghis Drahtseilakt Deutsche-Bank-Chef Cryan warnt EZB
Nullzins verteuert Girokonten: Banken wälzen Kosten auf Kunden ab 06.09.17 Nullzins verteuert Girokonten Banken wälzen Kosten auf Kunden ab

Zuletzt schienen vor allem kurzlebige Faktoren auf das Währungsverhältnis zwischen Euro und Dollar zu wirken: Im asiatisch geprägten Handel habe die Furcht vor den möglichen hohen wirtschaftlichen Folgen des Hurrikans "Irma", der auf Florida zurast, für weitere Verluste beim Dollar gesorgt, meinten Marktbeobachter. Im Hintergrund wirken allerdings auch die Unterschiede im Zinsniveau, die sich nach der stabilen Zinsentscheidung der EZB vom Vortag zwischen Euro- und Dollarraum weiter verstärken dürften.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den amtlichen Referenzkurs für den Euro am Vortag auf 1,1971 (Mittwoch: 1,1931) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8354 (0,8382) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91403 (0,91428) britische Pfund, 130,34 (129,92) japanische Yen und 1,1412 (1,1399) Schweizer Franken fest.

Quelle: n-tv.de , mmo/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Bitcoin-Hype - Gibt es eine Blase bei Kryptowährungen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Sep 2017 10:17

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Gibt-es-e ... 24643.html
Samstag, 09. September 2017
Bitcoin-Hype - Gibt es eine Blase bei Kryptowährungen ?

Von Benjamin Feingold und Nicolas Saurenz

Die jüngste Bitcoin-Korrektur wird von Anlegern sofort zum Einstieg genutzt. Die Kursfantasie ist auch nach 600 Prozent in einem Jahr noch nicht erschöpft. Wie lange kann die Rally so noch weitergehen?

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die Kurse der Kryptowährungen kannten in diesem Jahr bislang nur eine Richtung - nach oben. Mit 5000 US-Dollar je Bitcoin Anfang September nahm die größte digitale Währung die nächste große Hürde. Für Analysten ist die Lage damit klar. Sie wenden für Blasen die "1000 Prozent in zehn Jahren-Regel" an. Demnach haben zahlreiche Basiswerte wie die US-Technologiebörse Nasdaq ausgehend vom Jahr 1990, der Ölpreis seit 1998 oder Silber seit 2001, ziemlich genau zehn Jahre gebraucht bis die Blase platzte.
Chart

Bitcoin Bitcoin 4.249,35

Auf dem Weg dorthin kletterten die Kurse rund 1000 Prozent. Bitcoin hat diese Marke schon - je nachdem, welches Anfangsdatum man zugrunde legt - innerhalb von nur zwei oder drei Jahren genommen. Damit übertrifft die Bitcoin-Entwicklung jede Blase, die es überhaupt jemals gegeben hat. Entsprechend volatil geht es auch am Markt für digitale Währungen zu. Nicht nur die Performance, sondern auch die Kursschwankungen sind nicht vergleichbar mit anderen Assetklassen - ausgenommen sind Phasen der Übertreibungen. Die Frage ist daher, wie groß die Blase bei Bitcoin inzwischen ist?
Misstrauische Staaten

Die Rally wird langsam auch Regierungen unheimlich, wie der jüngste Kursrücksetzer zeigt. Er ging auf ein Verbot der chinesischen Regierung zurück, Initial Coin Offerings (ICO), mit denen Unternehmen aus der Krypto- und Blockchain-Branche frisches Kapital werben, zurück. Dieses Verfahren ist vergleichbar mit einem klassischen Börsengang (IPO). Die Maßnahme dürfte Krypto-Fans zunächst einmal nicht überrascht haben, denn das Bitcoin-Protokoll wurde ins Leben gerufen, um ein dezentrales Zahlungssystem zu schaffen, das unabhängig von einzelnen Regierungen oder Währungen ist. Konflikte mit Staaten, die traditionell die Hoheit über das Geldsystem beanspruchen, sind damit programmiert. Aber kann der Siegeszug der digitalen Währungen durch das Einschreiten von Regierungen aufgehalten werden?
Mehr zum Thema

Kampf gegen Kryptowährungen: Wie China unfreiwillig zum Bitcoin-Retter wird 06.09.17 Kampf gegen Kryptowährungen Wie China unfreiwillig zum Bitcoin-Retter wird
Papiergeld überlebt nicht: "Die Zukunft gehört den Cryptocoins" 10.06.17 Papiergeld überlebt nicht "Die Zukunft gehört den Cryptocoins"
Digitale Währungen: Notenbanken prüfen Bargeldersatz 04.09.17 Digitale Währungen Notenbanken prüfen Bargeldersatz
Kryptogeld-Fieber: Bitcoin klettert in riskante Höhen 16.08.17 Kryptogeld-Fieber Bitcoin klettert in riskante Höhen
12 Milliarden Dollar vernichtet: Warum Bitcoin-Anleger die Flucht ergreifen 13.07.17 12 Milliarden Dollar vernichtet Warum Bitcoin-Anleger die Flucht ergreifen
Bitcoin 11.06.17 Erfolgreiche Investments 2017 Bitcoin - das Mysterium im Höhenrausch

Wenn es nach der Social Tradingplattform etoro geht, dann wohl kaum. Dort können Anleger nicht nur auf die Kursbewegungen von zahlreichen digitalen Währungen setzen, sondern diese auch direkt kaufen und in einem elektronischen wallet verwahren. Etoro erwartet durch die rasant gestiegene Nachfrage, dass die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen bis zum Jahr 2020 eine Billion Dollar erreicht. Zum Vergleich: Im August kletterte der Wert aller Kryptowährungen erst auf über 150 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Apple ist alleine etwas über 800 Milliarden Dollar wert.

So werden die Staaten wohl auch weiter versuchen, einem unregulierten Florieren dieser enormen Summen einen Riegel vorzuschieben. Einerseits steigt mit jedem Kursrekord die Notwendigkeit von staatlicher Seite, aktiv zu werden. Andererseits begreifen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt aber auch, dass sie schnell und kostengünstig mit diesen Währungen bezahlen können und dass der Nutzen für sie groß ist. Solange die Marktkapitalisierung im Vergleich zum Aktienmarkt so klein ist, können Kryptowährungen der Nische entwachsen und nicht nur ein alternatives Zahlungsmittel, sondern auch eine interessante Anlagealternative sein. Anleger sollten aber in jedem Fall die hohe Volatilität beachten. Auch die Fallhöhe wird mit jedem Rekord höher.
Wilder Handel mit Bitcoin-Aktien

Welche Ausmaße die Bitcoinentwicklung angenommen hat, konnte man zuletzt auch auf dem Frankfurter Börsenparkett bestaunen. Die Aktie der Bitcoin-Group, Betreiber eines deutschsprachigen Bitcoin-Handelsplatzes, kletterte Anfang vergangener Woche innerhalb von wenigen Stunden von knapp 50 Euro auf 85 Euro in der Spitze. Damit betrug der Marktwert zeitweise über 400 Millionen Euro bei einem Halbjahresgewinn von 1,22 Millionen Euro in diesem Jahr.

Selbst in der Bitcoin-Welt war das wohl zu viel des Guten, denn die Aktie halbierte sich kurz danach. Entsprechend viel haben Banken und Broker zu tun gehabt.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Air Berliner halten den Atem an - Ufo schließt Personal-Deal mit Eurowings

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Sep 2017 09:19

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ufo-schli ... 25498.html
Air Berliner halten den Atem an - Ufo schließt Personal-Deal mit Eurowings

Für die Beschäftigten von Air Berlin ist es eine harte Geduldsprobe. Sie werden ihre Arbeitsplätze verlieren oder zu schlechteren Konditionen zur Konkurrenz der Pleite-Airline wechseln müssen. Die Gewerkschaften kämpfen um jeden Job - und jeden Euro.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Eurowings bereitet sich intensiv auf die Personalübernahmen von der insolventen Fluglinie Air Berlin vor. Die Lufthansa-Tochter und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo haben sich dafür grundsätzlich auf einen "Tarifvertrag Zukunft" geeinigt. Er soll die Bedingungen für schnelle Neueinstellungen festlegen.
Charts

Air Berlin Air Berlin ,31

Es gebe eine faire Vergütung und die Berufserfahrung der Wechsler werde angemessen berücksichtigt, erklärten Fluggesellschaft und Gewerkschaft übereinstimmend. Details sollen in kommende Woche bekanntgegeben werden. Die Gewerkschaft Verdi nimmt zu dem Zeitpunkt ihre Gespräche erst auf.

Eurowings will bis zu 90 der mehr als 140 Jets des insolventen Konkurrenten übernehmen und hofft auf einen Zuschlag bei dem am kommenden Freitag endenden Bieter-Wettstreit. Parallel wird seit Wochen intensiv um neues Personal geworben. Erfahrene Air-Berlin-Flugbegleiter sind willkommen, sie gelten in der Branche als hochqualifiziert.
Air-Berlin-Personal gilt als hochqualifiziert.
Air-Berlin-Personal gilt als hochqualifiziert.
(Foto: picture alliance / Caroline Seid)

"Durch die gemeinsam vereinbarte Anerkennung von Vorerfahrungen bei Flugbegleitern können wir allen Bewerbern bei Eurowings faire und wettbewerbsfähige Vergütungsbedingungen anbieten. Gleichzeitig gibt es keine Nachteile für das Bestandspersonal", erklärte Eurowings-Personal-Geschäftsführer Jörg Beißel, ohne Genaueres zu verraten.
Ufo-Mitglieder stimmen ab
Mehr zum Thema

Käufer für Air Berlin bringen sich in Stellung. 09.09.17 Lufthansa, Wöhrl, Zeitfracht Interessenten für Air Berlin gehen in Stellung
Airline kämpft um Flugbetrieb: Air Berlin streicht wohl weitere Verbindungen 08.09.17 Airline kämpft um Flugbetrieb Air Berlin streicht wohl weitere Verbindungen
Strenge Auflagen für Kredit: EU genehmigt Staatshilfen für Air Berlin 04.09.17 Strenge Auflagen für Kredit EU genehmigt Staatshilfen für Air Berlin
Bevorzugung der Lufthansa: Germania klagt gegen Air-Berlin-Hilfe 29.08.17 Bevorzugung der Lufthansa Germania klagt gegen Air-Berlin-Hilfe

Ufo und die bei Air Berlin starke Gewerkschaft Verdi gehen bei den Personalverhandlungen getrennte Wege: Verdi fordert bislang kollektive Besitzstandsregelungen für das Personal, wenn das Unternehmen oder Teile davon den Besitzer wechseln. Dies sei wegen der Kürze der Zeit aber nicht das wahrscheinlichste Szenario, konterte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Mit dem Tarifvertrag Zukunft könne man Bewerbern, die bei Eurowings anfangen möchten, eine gute Lösung anbieten.

Die Ufo hat nach eigenen Angaben sämtliche offene Tariffragen bei den Eurowings-Teilgesellschaften Eurowings und Germanwings gelöst. Sie sollen von der Gewerkschaft noch in diesem Monat den eigenen Mitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt werden. Nach Angaben beider Seiten gibt es Einigungen zu Entgelten, Gewinnbeteiligung und einer allein vom Arbeitgeber zu zahlenden Altersversorgung.

Ufo verhandelt nur für einen Teil der rund 1400 Flugbegleiter. Mit der ebenfalls in den Betrieben vertretenen Verdi will Eurowings einen möglichst inhaltsgleichen Tarifvertrag erreichen.

Quelle: n-tv.de , ddi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Große Scheine, kleine Münzen - Das gilt für Bargeld

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Sep 2017 06:47

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Das-gilt-fu ... 86195.html
Montag, 11. September 2017
Große Scheine, kleine Münzen - Das gilt für Bargeld

Viele Verbraucher zahlen beim Einkaufen gerne mit Scheinen und Münzen. Aber die Barzahlung kann an Grenzen stoßen: zum Beispiel, wenn der Großeinkauf mit kleinen Münzen beglichen werden soll oder im Ein-Euro-Shop mit großen Scheinen gewedelt wird.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Einkaufen gehen und dabei nicht mit Kreditkarte, sondern bar bezahlen - so mögen es viele. Doch Verbraucher können dem Kassierer nicht immer große Banknoten wie einen 500-Euro-Scheinen hinhalten. Handel, Gastronomie und Tankstellen sind berechtigt, dies auszuschließen. "Grundsätzlich gilt das Prinzip der Vertragsfreiheit", erläutert Ulrich Binnebößel vom Handelsverband Deutschland (HDE) die Rechtslage. Anbieter können also eine bestimmte Art des Bezahlens vereinbaren und eben auch ausschließen.

Und Vorsicht: Auch bei der Akzeptanz von Münzgeld beim Einkaufen kann es Grenzen geben. "Niemand ist verpflichtet, mehr als 50 Münzen bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen", stellt Binnebößel klar. Grundlage hierfür ist Artikel elf der EG-Verordnung Nr. 974/98 des Rates über die Einführung des Euro.
Münzen werden auf Echtheit geprüft

Kleingeld auf einen Schlag wieder loszuwerden, ist also mitunter gar nicht so einfach. Doch was ist, wenn das Sparschwein geschlachtet wurde und sich vor einem ein Berg an Euro-Münzen auftürmt? Keine Angst, Sparer bleiben nicht darauf sitzen. Sie können das Kleingeld am Schalter abgeben oder in Einzahlungsautomaten ihrer Hausbank einwerfen. In beiden Fällen bekommt der Kunde einen Einzahlungsbeleg für sein Girokonto. Es kann sein, dass die Gutschrift erst nach einigen Tagen erfolgt. Denn zunächst sind die Banken seit Anfang 2015 per EU-Richtlinie dazu verpflichtet, Münzen auf ihre Echtheit zu überprüfen.

Diese Überprüfung übernehmen überwiegend Werttransportunternehmen, wie Tanja Beller vom Bundesverband deutscher Banken in Berlin erläutert. Ist mit den Münzen alles in Ordnung, landet der Betrag einige Tage später auf dem Girokonto des Kunden. "Der Betrag wird dann rückwirkend valutengerecht, also mit der Wertstellung des Einzahlungstages, gutgeschrieben", erklärt Beller. Ob der Kunde dafür Gebühren zahlen muss, ist je nach Kreditinstitut und Kontomodell verschieden. Sparer sollten die Bedingungen im Vorfeld bei dem Kundenberater ihrer Bank erfragen.

Bei den 393 deutschen Sparkassen entscheidet jedes Institut eigenständig, ob es Münzgeld von Kunden und eventuell auch von Nicht-Kunden annimmt und wie hoch die Gebühren dafür sind. Darauf weist Alexander von Schmettow vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hin. Da sich durch die Vorschriften der europäischen Bankenaufsicht die Münzgeldannahme verteuert habe, könnten Verbraucher nicht unbedingt davon ausgehen, dass jede Geschäftsstelle über die mittlerweile erforderlichen Zähl- und Prüfmaschinen verfügt.
Auch D-Mark kann noch getauscht werden

Die verschiedenen Volks- und Raiffeisenbanken bieten ihren Kunden in der Regel den Service, Kleingeld in Scheine zu wechseln. Auch hier legt jedes Institut die Konditionen selbst fest. "Manche Institute bieten Münzeinzahlungsgeräte, andere wiederum erbitten das vorherige Rollieren der Münzen", erklärt Cornelia Schulz vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Beim Rollieren wird das Kleingeld in Münzenrollenpapier eingewickelt, das im Schreibwarenhandel oder in der Bankfiliale erhältlich ist. Eventuell fallen auch Entgelte beim Umtausch an.

In den Filialen der Deutschen Bundesbank können Privatpersonen ihr Münzgeld kostenlos eintauschen. Den Tauschbetrag bekommen sie dabei in bar ausgezahlt. Allerdings müssen Verbraucher damit rechnen, dass sie "abhängig vom Kundenaufkommen und den lokalen Gegebenheiten nur bestimmte Mengen umtauschen können", sagt Moritz Raasch von der Pressestelle der Deutschen Bundesbank. Werden die festgelegten Mengen überschritten, nimmt die Bundesbank das Geld nur gegen eine vorläufige Quittung entgegen. Den Umtauschbetrag können Kunden dann einige Tage später abholen.
Mehr zum Thema

Kirchen, Kioske, Kneipen: Wo Euro-Blüten überall auftauchen 21.07.17 Kirchen, Kioske, Kneipen Wo Euro-Blüten überall auftauchen
Viele Deutsche können sich nicht von dem alten Geld trennen. 07.07.17 Deutsche horten Milliarden D-Mark hat noch nicht ausgedient
EZB stellt die Glaubensfrage: Gibt es einen Null-Euro-Schein? 23.05.17 EZB stellt die Glaubensfrage Gibt es einen Null-Euro-Schein?
Hartgeld? Nein danke!: Erste Bank verweigert Münzannahme 10.01.17 Hartgeld? Nein danke! Erste Bank verweigert Münzannahme
14 Jahre später: Kann man die D-Mark noch umtauschen? 18.07.16 14 Jahre später Kann man die D-Mark noch umtauschen?

Vielleicht finden sich im geschlachteten Sparschwein ja auch noch D-Mark-Münzen. Solche Stücke tauscht die Bundesbank ebenfalls um - und zwar gebührenfrei und ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung. Möglich ist das auch per Postversand. Hierbei müssen die Münzen an die Filiale in Mainz geschickt werden. Zuvor sind Verbraucher verpflichtet, ein Antragsformular "Umtausch von DM in Euro" auszufüllen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden.

Die Deutsche Bundesbank übernimmt keine Haftung für auf dem Versandweg verloren gegangene Münzen. Weil der Umtausch oft mit Aufwand verbunden ist, kann es eventuell auch eine Option sein, das gesammelte Kleingeld zu spenden. Spendendosen von karitativen Einrichtungen finden sich oft im Handel an den Kassen, wie Michael Beumer von der Stiftung Warentest in Berlin sagt: "An etlichen Kassen können Kunden auch den Zahlbetrag aufrunden und so das Geld einem guten Zweck zukommen lassen."
Bilderserie
Europa im Fenster macht's Fälschern schwer: So sieht der neue 20-Euro-Schein aus Europa im Fenster macht's Fälschern schwer: So sieht der neue 20-Euro-Schein aus Europa im Fenster macht's Fälschern schwer: So sieht der neue 20-Euro-Schein aus Europa im Fenster macht's Fälschern schwer So sieht der neue 20-Euro-Schein aus

Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

EZB erklärt sich im Herbst - Lebensmittel verteuern das Leben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2017 10:42

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Lebensmit ... 30699.html
Mittwoch, 13. September 2017
EZB erklärt sich im Herbst - Lebensmittel verteuern das Leben

Der Preisanstieg in Deutschland nähert sich wieder der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Grund sind höhere Energiekosten und Aufschläge an der Supermarktkasse. Doch die EZB hat keine Eile für einen Kurswechsel.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Steigende Preise für Nahrungsmittel und Energie haben das Leben in Deutschland im dritten Monat in Folge verteuert. Die Verbraucherpreise lagen im August 2017 um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit zog die jährliche Inflationsrate seit einem deutlichen Rückgang auf 1,5 Prozent im Mai auf immer noch niedrigem Niveau weiter an. Im Juli hatte die Jahresrate 1,7 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat Juli erhöhten sich die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft um 0,1 Prozent.

Energie verteuerte sich im August im Vergleich zum Vorjahresmonat demnach um 2,3 Prozent. Vor allem für Heizöl (plus 10,4 Prozent) und Kraftstoffe (plus 3,9 Prozent) mussten Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als vor Jahresfrist. Die Preise für Nahrungsmittel zogen um 3,0 Prozent an, wobei Butter mit einem Preisanstieg von fast 60 Prozent herausstach. Dienstleistungen verteuerten sich im Schnitt um 1,6 Prozent. Dazu zählen auch die Kaltmieten (plus 1,7 Prozent), die etwa ein Fünftel des Warenkorbes ausmachen, anhand dessen die Statistiker die Inflationsrate berechnen.
Mehr zum Thema

"Turbostart ins zweite Halbjahr": Exporteure trotzen starkem Euro 08.09.17 "Turbostart ins zweite Halbjahr" Exporteure trotzen starkem Euro
Der nächste Seitwärtsschritt: EZB steigt in die Exit-Überlegungen ein 07.09.17 Der nächste Seitwärtsschritt EZB steigt in die Exit-Überlegungen ein

Der nach europäischen Standards errechnete Preisindex (HVPI) für Deutschland lag im August ebenfalls um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Binnen Monatsfrist erhöhte sich diese Rate um 0,2 Prozent. Der deutsche HVPI fließt in die Berechnung der Inflationsrate für den gesamten Euroraum ein, an der die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Die EZB strebt mittelfristig für die 19 Staaten mit der Gemeinschaftswährung ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung knapp unter zwei Prozent an. Weil die Währungshüter dieses Ziel seit Jahren verfehlen, versuchen sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Ein baldiges Ende dieses vor allem in Deutschland umstrittenen Kurses ist nicht Sicht. Ende Oktober will die Notenbank erste Entscheidungen verkünden, wie sie 2018 weitermachen will.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Arbeitgeber helfen beim Sparen - Lohnt sich die neue Betriebsrente ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Sep 2017 20:03

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Lohnt-sich- ... 29725.html
Mittwoch, 13. September 2017
Arbeitgeber helfen beim Sparen - Lohnt sich die neue Betriebsrente ?

Der Gesetzgeber hat mit der Betriebsrente die zweite der drei Säulen der Altersversorgung reformiert. Die Neuerungen treten im Januar 2018 in Kraft. Was ändert sich für Beschäftigte?

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Für viele Arbeitnehmer ist klar: Von der gesetzlichen Rente allein kann der Lebensunterhalt im Alter kaum bestritten werden. Daher ist private Vorsorge nötig. Auch der Chef kann helfen - mit einer Betriebsrente. Anspruch darauf hat im Prinzip jeder Arbeitnehmer. Durch das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz soll diese Form der Altersvorsorge aber nun noch attraktiver werden. Wichtige Fragen und Antworten:

Welche Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung gibt es?

Derzeit gibt es fünf Möglichkeiten: Direktzusage der Firma an den Beschäftigten, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds. "Über welchen Weg konkret die bAV erfolgt, entscheidet der Arbeitgeber", sagt Klaus Stiefermann von der aba Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung in Berlin.

Warum hat der Gesetzgeber die Betriebsrente reformiert?

Rund 60 Prozent der Beschäftigten haben derzeit einen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge. In erster Linie sind das Beschäftigte in höheren Einkommensgruppen und Mitarbeiter in großen Unternehmen. "Jetzt soll auch für Geringverdiener die Betriebsrente attraktiver werden, um sie so besser vor Altersarmut zu schützen", erklärt Cornelia Jurrmann vom Sozialverband VdK Deutschland in Berlin.

Mit der Reform soll es auch für kleine und mittlere Unternehmen Anreize geben, eine Betriebsrente anzubieten. Bislang waren sie damit oft zurückhaltend, da sie den Arbeitnehmern eine garantierte Rente mit einer Mindesthöhe zusichern mussten. Dafür musste viel Geld zurückgestellt werden. Vielen Firmen war das zu riskant.

Was wird nun geändert?

Ab dem 1. Januar 2018 kommt zu den fünf bereits existierenden Betriebsrenten-Modellen eine weitere Variante hinzu - das sogenannte Sozialpartnermodell. "Hierbei muss der Arbeitgeber nicht mehr für die zugesagte Rente haften", erläutert Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Festgelegt wird lediglich, welche Beiträge die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer zahlen. Die Höhe der Rente ist nicht garantiert.

Was gilt bei Geringverdienern?

Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit einem monatlichen Einkommen bis zu 2200 Euro bei ihren Sparanstrengungen unterstützen, profitieren von Steuervorteilen. "Einen Arbeitgeberbeitrag von mindestens 240 bis maximal 480 Euro im Kalenderjahr bezuschusst der Fiskus mit 30 Prozent des Beitrags, also zwischen 72 und 144 Euro pro Kalenderjahr", erläutert Stiefermann. Allerdings: "Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Arbeitgeber, diesen Zuschuss zu zahlen", betont Scherfling.

Was spricht für eine Betriebsrente?

Attraktiv ist sie vor allem dann, wenn der Chef die Beiträge selbst übernimmt oder dem Arbeitnehmer Geld zur Betriebsrente zuschießt. Bei arbeitnehmerfinanzierten Betriebsrenten können in der Einzahlungsphase Steuern und Abgaben gespart werden.

Derzeit haben Beschäftigte die Möglichkeit, bis zu vier Prozent des Bruttolohns bis höchstens 3048 Euro jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Betriebsrente anzulegen.

Ab 2018 wird der steuerfreie Höchstbetrag von vier auf acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung angehoben. Unter bestimmten Voraussetzungen können weitere 1800 Euro steuerfrei gespart werden.

Und welche Nachteile hat die Betriebsrente?

In der Auszahlungsphase müssen gesetzlich Krankenversicherte auf Betriebsrenten den Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag zahlen. Dadurch verringert sich der ausgezahlte Betrag. Zudem müssen Betriebsrenten versteuert werden. Wurden sozialversicherungsfrei Gehaltsanteile für die Betriebsrente umgewandelt, fällt die gesetzliche Rente entsprechend geringer aus.

Was muss der Arbeitgeber künftig tun?
Mehr zum Thema

Vermögenswirksame Leistungen lohnen 23.08.17 Sparen mit dem Chef Lohnen vermögenswirksame Leistungen?
Für Millionen Beschäftigte ist die Betriebsrente ein willkommenes Zusatzplus im Alter. 22.06.17 Riskante Änderungen "Reform der Betriebsrente ist Murks"
20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer setzten auf Betriebs- und Riester-Rente. 19.06.17 Altersvorsorge im Test Bei der Betriebsrente ist der Chef gefragt
Wurde einst als Ausweg aus dem Renten-Dilemma gefeiert: die Riester-Rente. 05.06.17 Kein Geld für die Beiträge Gut drei Millionen Riester-Verträge ruhen
Renteninformationen 29.05.17 Renditeturbo fürs Alter So steigern Sie Ihre Rente
Vermögenswirksame Leistungen: Dem Chef beim Sparen helfen lassen 25.04.17 Vermögenswirksame Leistungen Dem Chef beim Sparen helfen lassen
Keine Kündigung: Chef hat bei Betriebsrente das Sagen 28.03.17 Keine Kündigung Chef hat bei Betriebsrente das Sagen

Bei der Entgeltumwandlung hat der Arbeitgeber bislang Sozialversicherungsbeiträge, die eigentlich auf diese Gehaltsteile angefallen wären, gespart. Künftig muss er die ersparten Sozialversicherungsbeiträge von pauschal 15 Prozent an die Beschäftigten oder die Versorgungseinrichtungen weiterleiten. Die Neuregelung gilt ab 2019 für neue und ab 2022 auch für alte Vereinbarungen. Bei der neuen Betriebsrente ohne Garantien muss die Weitergabe der 15 Prozent im Tarifvertrag vereinbart werden.

Was ist mit der Riester-Grundzulage?

Die Grundzulage für die Riester-Rente steigt von 154 auf 175 Euro. Die Anhebung der jährlichen Zulage soll vor allem zu einer Verbreiterung der Betriebsrenten führen, wenn in deren Rahmen geriestert wird.

Sollte der Beschäftigte alte Riester-Verträge jetzt aufgeben?

Nicht unbedingt. Sparer haben ihr Vermögen idealerweise auf verschiedene Anlageklassen gestreut. "Grundsätzlich sollte jeder regelmäßig überprüfen, ob die gewählte Aufteilung immer noch die beste Lösung ist", rät Scherfling. Dies bedeutet aber nicht, dass übereilt langfristige Verträge gekündigt werden. "Der ältere Riester-Vertrag kann beispielsweise einen höheren Garantiezins oder wertvolle Zusatzabsicherungen haben", so der Verbraucherschützer. Daher sollte immer im Einzelfall geprüft werden, was passt.

Quelle: n-tv.de , Sabine Meuter, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Diesel-Autos werden unbeliebter - Sommerflaute an Europas Automarkt fällt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Sep 2017 12:13

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sommerfla ... 32788.html
Donnerstag, 14. September 2017
Diesel-Autos werden unbeliebter - Sommerflaute an Europas Automarkt fällt aus

Insgesamt werden in Europa mehr Autos verkauft als im letzten Monat. Die großen Märkte stagnieren, wie in Deutschland. Großbritannien hat sogar mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen - ebenso wie der Absatz von Diesel-Fahrzeugen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der europäische Automarkt hat im August wieder Fahrt aufgenommen. Im vergangenen Monat sind in der EU sowie Island, der Schweiz und Norwegen mit 903.143 Pkw zwar weniger als eine Million Fahrzeuge neu zugelassen worden. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies aber einer Zunahme um 5,5 Prozent, wie der Herstellerverband Acea mitteilte. Im Juli hatte das Plus 2,6 betragen nach 2,1 Prozent im Juni. Für gewöhnlich ist der August wegen der Sommerferien einer der schwächsten Monate bei den Autoverkäufen.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir ... 31906.html
Keine Spur von Krisenstimmung: Autobranche präsentiert sich auf IAA von ihrer besten Seite
14.09.17 – 01:14 min
Keine Spur von Krisenstimmung Autobranche präsentiert sich auf IAA von ihrer besten Seite

Von den wichtigsten Absatzmärkten stachen im August Italien und Spanien mit einem Plus von 15,8 sowie 13 Prozent hervor. Von den beiden größten Märkten, Deutschland und Großbritannien, gehen hingegen kaum noch Wachstumsimpulse aus: In Deutschland stieg die Zahl der Neuzulassungen im Juli und August nur noch um 1,5 und 3,5 Prozent. Der britische Markt schrumpfte sogar um 9,3 beziehungsweise 6,4 Prozent. Nicht nur deshalb ist Großbritannien das Sorgenkind der europäischen Autobranche. Für die deutschen Autokonzerne steht dort viel auf dem Spiel: Insgesamt lag der Marktanteil von Volkswagen, Daimler und BMW in Großbritannien im August bei immerhin 39 Prozent.
Mögliche Fahrverbote verunsichern Diesel-Käufer
Mehr zum Thema

VW-Chef im n-tv Interview: Müller würde wieder Diesel kaufen 12.09.17 VW-Chef im n-tv Interview Müller würde wieder Diesel kaufen
Enorme Zunahme des Absatzes in Russland. 11.09.17 Positive Entwicklung hält an China und Russland treiben VW-Absatz
Schummelsoftware in Frankreich?: Peugeot wehrt sich gegen Abgas-Verdacht 08.09.17 Schummelsoftware in Frankreich? Peugeot wehrt sich gegen Abgas-Verdacht

Der Absatz von Diesel-Fahrzeugen brach fast in ganz Europa ein. Besonders in Großbritannien und Deutschland: In Deutschland sank der Absatz um 14 Prozent, in Großbritannien sogar um gut 21 Prozent. Einzig in Italien scheinen die Autokäufer dem Dieselantrieb treu bleiben zu wollen: Hier stieg der Absatz von Diesel-Neuwagen immerhin um gut 13 Prozent.

Die Aussichten für die Dieseltechnologie sind derzeit eher düster, sagt Peter Fuß, Partner bei Ernest & Young: "Die Autoindustrie muss sich auf weitere Rückgänge bei den Dieselverkäufen einstellen. Gerade Privatpersonen kehren dem Diesel zunehmend den Rücken, da sie angesichts der unklaren Perspektiven dieser Technologie durch mögliche Fahrverbote verunsichert sind."

Quelle: n-tv.de , mba/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Giftberg wird kleiner - HRE-Resterampe verdient Geld

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Sep 2017 10:55

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/HRE-Reste ... 35109.html
Freitag, 15. September 2017
Giftberg wird kleiner - HRE-Resterampe verdient Geld

Es war der Super-Gau im deutschen Finanzsystem: Mit einem dreistelligen Milliardenbetrag verhinderte der Steuerzahler den Zusammenbruch der Hypo Real Estate. Deren dunkler Teil wird abgespalten - und nun einträglich verscherbelt.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die staatliche Bad Bank der in der Finanzkrise kollabierten Hypo Real Estate kommt bei der Resteverwertung voran. Das Nominalvolumen des Portfolios schrumpfte im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 81,7 Milliarden Euro, wie die FMS Wertmanagement mitteilte. Die "Bad Bank" war im Oktober 2010 an den Start gegangen, um auf Kosten der Steuerzahler den großen Berg an Schrottpapieren abzutragen, den die HRE angehäuft hatte. Die gesunden Teile des Geschäfts überlebten in der neu gegründeten Pfandbriefbank pbb, die als kleineres Haus an die Börse zurückgekehrt ist.
Mehr zum Thema

"Banken haben heute deutlich mehr Kapital, deutlich besseres Kapital", sagt oberste Bankenabwicklerin Elke König. 30.07.17 Zehn Jahre nach Ausbruch Finanzwelt knabbert noch immer an der Krise

Die Mitarbeiter der Bad Bank versuchen seither, die Altlasten möglichst gewinnbringend zu verwerten. Im ersten Halbjahr steigerte sie den Gewinn nach Steuern auf 267 Millionen Euro. Auch für das Gesamtjahr erwartet die FMS Wertmanagement einen Gewinn. Der ebenfalls auf Abwicklung stehende, aber in der Bad Bank noch nicht konsolidierte Staatsfinanzierer Depfa reduzierte seinen Verlust vor Steuern auf zwei Millionen Euro von 54 Millionen vor einem Jahr.

Quelle: n-tv.de , jwu/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Zehn Jahre nach dem Crash - Diese neuen Blasen bedrohen die Wirtschaft

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Sep 2017 09:05

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Diese-neu ... 39290.html
Dienstag, 19. September 2017
Zehn Jahre nach dem Crash - Diese neuen Blasen bedrohen die Wirtschaft

Von Max Borowski

Die Finanzkrise, die vor zehn Jahren begann, hat die US-Wirtschaft längst hinter sich gelassen. Doch während die Konjunktur brummt, bilden sich neue Blasen. Die Ähnlichkeiten mit dem damaligen Hypotheken-Boom sind verblüffend.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Dieses System hat die Weltwirtschaft schon einmal an den Rand des Abgrunds geführt: Kredite für Millionen US-Amerikaner für Dinge, die sich viele von ihnen nicht leisten können, mit Sicherheiten hinterlegt, deren Wert oft fragwürdig ist, gebündelt und weiterverkauft an renditehungrige Investoren.

Zehn Jahre nachdem ein unerwarteter Einbruch der US-Immobilienpreise zunächst die Hypotheken- und anschließend die weltweite Wirtschaftskrise auslöste, boomt wieder das Geschäft mit Subprime-Krediten - also Darlehen mit niedriger Bonität und hohen Zinsen. Diesmal sind es allerdings weniger die Hypotheken, die Beobachtern Sorgen machen. Besonders rasant gewachsen ist der Schuldenberg der US-Amerikaner in drei anderen Bereichen.
Auto-Kredite

Mit einem Volumen von insgesamt 1,1 Billionen Dollar ausstehender Kredite haben die Schulden der US-Bürger für Autokäufe einen Rekordstand erreicht. Rund 107 Millionen US-Amerikaner, das ist fast jeder zweite Erwachsene, zahlen derzeit einen Kredit für ein Auto ab. Ein gutes Fünftel dieser Kredite wird als Subprime oder Deep Subprime, also mit schlechter oder besonders schlechter Bonität, benotet.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/ ... 24725.html
Sandra Navidi, BeyondGlobal: "Kreditblase wirkt sich direkt auf US-Autoindustrie aus"
07.07.17 – 02:59 min

Droht die Blase zu platzen? Die Ausfallrate bei Autokrediten ist relativ niedrig, doch sie steigt vor allem im Subprime-Segment. Zudem werden die Laufzeiten länger - ein Anzeichen dafür, dass die Banken ihre Anforderungen für die Kunden immer weiter senken.

Mehrere Aspekte des Auto-Kreditbooms erinnern Beobachter an die Praxis vor der Hypothekenkrise: Zahlreichen Berichten zufolge gehen einige der Kreditgeber extrem sorglos vor. So wird in vielen Fällen die Kreditwürdigkeit der Schuldner nicht geprüft. Viele Darlehen beruhen offenbar auf falschen Angaben der Kunden über ihr Vermögen und ihr Einkommen. Das heißt, der Anteil fauler Kredite könnte deutlich größer sein als offiziell bekannt. Als Sicherheit für viele Auto-Kredite dient ausschließlich das damit gekaufte Fahrzeug. Bei Zahlungsausfällen stellt sich aber oft heraus, dass der Wiederverkaufswert des Autos niedriger ist als der noch ausstehende Kreditbetrag. Der Kunde sitzt also in einer Schuldenfalle. Der Gläubiger sieht einen Teil seines Geldes nicht wieder.

Welche Folgen hätte ein Platzen der Auto-Blase? Mehr als eine Billion Dollar Kreditvolumen, davon mehr als 200 Milliarden mit schlechter Bonität: Das sind Riesensummen, aber auch ein Ausfall eines großen Teils der Auto-Kredite würde keine neue globale Finanzkrise auslösen. Zum Vergleich: Vor der Finanzkrise vergaben US-Banken Hypotheken von mehr als drei Billionen Euro pro Jahr.

Einige Investoren könnten allerdings empfindliche Verluste erleiden. Besonders die Subprime-Kredite sind derzeit beliebt, denn sie sind mit rund fünf Prozent pro Jahr relativ hoch verzinst. Viele der ursprünglichen Kreditgeber haben ihre Auto-Darlehen gebündelt und - mitsamt dem Risiko - an Investoren weiterverkauft.

Zudem stellt der Schuldenberg ein Problem für die Autoindustrie dar. Die Nachfrage in den USA ist rückläufig. Die lockere Kreditvergabe hält den Autoabsatz noch auf hohem Niveau. Ohne die Darlehen dürften die Neuwagenverkäufe auf dem übersättigten Automarkt einbrechen.
Kreditkarten

Auch bei den Kreditkartenschulden haben die US-Amerikaner in diesem Jahr ihren bisherigen Rekord aus der Zeit vor der Finanzkrise eingestellt und die Marke von einer Billion US-Dollar geknackt. Manche Beobachter werten das als gutes Zeichen für die Wirtschaft. Denn die US-Bürger sind offenbar zuversichtlich in Bezug auf ihre finanzielle Situation und konsumieren fleißig.

Droht die Blase zu platzen? Die meisten Banken sehen derzeit keinen Grund zur Sorge. Denn solange sich die Arbeitslosigkeit auf einem historischen Tiefststand befindet, rechnen sie nicht mit massiven Ausfällen. Zudem geben US-Haushalte derzeit durchschnittlich weniger als zehn Prozent ihres Einkommens für den Schuldendienst aus, das ist deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. Doch es gibt Warnzeichen: Die US-Bank Wells Fargo senkte jüngst ihren Ausblick für die Karten-Schulden, da die Kredit-Kriterien in besorgniserregendem Maß abgesenkt worden seien.

Welche Folgen hätte ein Platzen der Karten-Blase? Wie schmerzhaft faule Kreditkartenschulden sein können, haben die US-Banken bereits in der vergangenen Krise erlebt: Damals mussten sie 100 Milliarden Dollar abschreiben. Darüber hinaus ist die Kreditvergabe über die Karten entscheidend für die US-Konjunktur. Sollten die Banken sich hier aufgrund erheblicher Ausfälle zurückhalten, könnte das dem Konsum und damit der gesamten Wirtschaft einen herben Dämpfer versetzen.
Studienkredite

Noch schneller als die Kreditkarten- und Autoschulden der US-Amerikaner sind die Schulden der Studenten der US-Unis in den vergangenen Jahren gewachsen. Mit 34.000 Dollar Schulden verlassen die Abgänger die Hochschulen im Durchschnitt. Insgesamt summieren sich die Studentenkredite auf rund 1,4 Billionen Dollar.
Mehr zum Thema

Sandra Navidi, BeyondGlobal: "Kreditblase wirkt sich direkt auf US-Autoindustrie aus" 07.07.17 Sandra Navidi, BeyondGlobal "Kreditblase wirkt sich direkt auf US-Autoindustrie aus"
Die nächste Krise?: Kanada erlebt Subprime-Moment 07.05.17 Die nächste Krise? Kanada erlebt Subprime-Moment
"Haus-Flipping" - die nächste Blase?: Die Immobilienzocker sind zurück 20.01.17 "Haus-Flipping" - die nächste Blase? Die Immobilienzocker sind zurück
Wohnblöcke in Berlin. 03.03.17 Daueranstieg oder Blase? Immobilienboom in Großstädten hält an
Teuerster Immobilienmarkt der Welt: Chinas Häuserblase könnte jederzeit platzen 26.11.16 Teuerster Immobilienmarkt der Welt Chinas Häuserblase könnte jederzeit platzen

Droht die Blase zu platzen? In gewisser Hinsicht ist das bereits der Fall. Von den 44 Millionen US-Amerikanern mit Uni-Schulden können acht Millionen ihre Kredite derzeit nicht bedienen. Das entspricht einer Ausfallrate von 18 Prozent. Nur gut ein Drittel der ehemaligen Studenten kann seinen Kredit fristgerecht und ohne staatliche Unterstützung zurückzahlen.

Welche Folgen hat das Platzen der Studentenkredit-Blase? Es wird auf jeden Fall sehr teuer für den US-Steuerzahler. Wurden vor der letzten Finanzkrise Studentenkredite vor allem von Banken herausgegeben, so stammte das Geld für neue Darlehen zuletzt zu 90 Prozent vom Erziehungsministerium. Der Staat trägt also auch den größten Teil des Ausfallrisikos. Darüber hinaus gilt die Überschuldung vieler Uni-Abgänger als Problem für die Gesamtwirtschaft und die Gesellschaft. Wegen der Belastung aus den Studienkrediten kaufen weniger junge US-Amerikaner Häuser, Möbel und andere Haushaltsgüter als noch vor zehn Jahren. US-Medien stellen sogar eine Verbindung zwischen der gestiegenen Schuldenlast und zunehmenden Fällen von Depressionen und Beziehungsproblemen in jungen Familien her.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Geschäfte unter Erdogan - Türkei-Investitionen sind vielen zu riskant

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2017 10:51

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Tuerkei-I ... 43171.html
Mittwoch, 20. September 2017
Geschäfte unter Erdogan - Türkei-Investitionen sind vielen zu riskant

Unter Präsident Erdogan sind Geschäfte in der Türkei für deutsche Unternehmen heikel geworden. Verhaftungen und politische Spannungen sorgen für Verunsicherung. An laufenden Geschäften hält man zwar fest - aber Neues wagen will kaum noch jemand.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Wer als deutscher Unternehmer Geschäfte in der Türkei treibt, braucht gute Nerven: Seit dem Putschversuch im Sommer 2016 ist die Politik unter Präsident Recep Tayyip Erdogan immer mehr zum Unsicherheitsfaktor geworden. Die politischen Beziehungen zwischen Berlin und Ankara erreichen immer neue Tiefpunkte. An der türkischen Wirtschaft geht das nicht spurlos vorbei. Zwar laufen die Geschäfte bislang weiter, und die Zeichen stehen offiziell auf Wachstum, aber deutsche Unternehmen sind verunsichert. Mit neuen Investitionen halten sie sich zurück.
Auch der weltgrößte Chemiekonzern BASF produziert in der Türkei.

Ob Siemens, Daimler oder Eon: Mit ihren fast 80 Millionen Einwohnern ist die Türkei ein wichtiger Markt für deutsche Unternehmen. Etwa 6800 von ihnen sind mit Produktionsanlagen im Wert von neun Milliarden Euro und rund 140.000 Mitarbeitern in der Türkei vertreten. Auch BASF zählt dazu, mit sechs Produktionsstätten und gut 800 Beschäftigten. Vor wenigen Wochen erlebte BASF-Vorstandschef Kurt Bock Befremdliches: Sein Konzern landete auf einer türkischen Liste mit Terrorunterstützern. Zwar sprach man in Ankara später von einem "Kommunikationsfehler". Aber das Vertrauen in das Land sei durch den Vorfall nicht gerade gestärkt worden, sagt Bock. "Jeder weiß, dass man für Investitionen stabile Grundlagen braucht, und dazu gehört natürlich auch, dass man Recht und Gesetz anerkennt."
Türkei büßt an Attraktivität ein

Auch Thomas Bauer, Vizepräsident des deutschen Industrieverbands BDI, sieht Anlass zur Sorge. "Natürlich stellt man sich die Frage, was passiert morgen, denn es gibt in der Türkei ein Willkür-Regime", sagt der Chef des gleichnamigen Tiefbauunternehmens. Ein Risiko seien dabei auch mögliche Sanktionen oder Reisewarnungen gegen die Türkei. Zwar führe man vorhandene Geschäfte unverändert weiter. Aber mit Blick nach vorn habe die Türkei an Attraktivität verloren. "Im Moment würde ich als Unternehmer keine Firma in der Türkei kaufen", so Bauer weiter.

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement, der am türkischen Baustoff-Marktführer Akcansa beteiligt ist, hält sich mit Neuinvestitionen vorerst ebenfalls zurück. Man plane in der Türkei derzeit trotz günstiger Gelegenheiten keine Firmenkäufe, sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele bei der Vorlage der jüngsten Halbjahreszahlen. Zwar gebe es derzeit günstige Angebote. Doch ob das dann wirklich ein Schnäppchen sei, stehe in den Sternen. Auch für Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie und Handelskammer (DIHK), ist klar: "Wenn sich die politische Lage nicht ändert, ist an Neuinvestitionen deutscher Unternehmen kaum zu denken."
Deutsche Türkeiexporte gehen spürbar zurück
Die Türkei empfing im ersten Halbjahr 10 Prozent weniger Waren aus Deutschland.

Zudem ist der deutsche Handel mit der Türkei seit Mitte 2016 stark eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2017 wurden laut DIHK 10 Prozent weniger Waren aus Deutschland in die Türkei exportiert. Setze sich dieser Rückgang fort, würde dies ein Loch von zwei Milliarden Euro in die deutschen Exportbücher reißen, sagt Treier. Bei der Auslandshandelskammer in Istanbul gebe es inzwischen deutlich weniger Geschäftsanfragen.

Und es droht weiteres Ungemach: Sollte die Bundesrepublik tatsächlich - wie von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigt - die Hermes-Bürgschaften auf den Prüfstand stellen, mit denen sie deutsche Unternehmen in der Türkei gegen Zahlungsausfälle absichert, könnte dies die Investitionsbereitschaft noch weiter dämpfen. Bisher ist dies aber noch nicht geschehen, wie aus der Antwort auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht.
Bereits laufende Geschäfte sind nicht betroffen

Auf das laufende Tagesgeschäft hat der immer rauer werdende Ton zwischen Berlin und Ankara bislang wenig Auswirkungen. Die Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern sei weiterhin fair und korrekt, sagt Bauer. "Im Moment laufen die Geschäfte mit der Türkei wie immer. Im täglichen Leben hat sich für mich als Geschäftsmann nichts geändert."

Offizielle Statistiken aus Ankara scheinen dieses Bild zu untermauern. Demnach brummt die türkische Wirtschaft von allen Turbulenzen unbeirrt weiter und ist im zweiten Quartal um mehr als 5 Prozent gewachsen - noch stärker als vor dem Putschversuch. Die Türkei zählt damit nach wie vor zu den weltweiten Wachstumschampions. Allerdings haben Ökonomen Zweifel, ob die türkischen Zahlen wirklich stimmen. "Ich halte die Daten für politisch beeinflusst", sagt Lutz Karpowitz, Experte bei der Commerzbank. Zwingende Beweise für eine Manipulation habe er zwar nicht; aber es gebe gute Gründe für Skepsis.
Experten zweifeln an türkischen Wirtschaftsstatistiken
Mehr zum Thema

Neben dem Journalisten Deniz Yücel sitzen offenbar noch 53 andere deutsche Staatsbürger in türkischer Haft. 16.09.17 "Zusammenarbeit zurückfahren" Merkel will Druck auf Türkei erhöhen
Streit um EU-Beitrittsgespräche: Die Türkei-Frage spaltet Europa 08.09.17 Streit um EU-Beitrittsgespräche Die Türkei-Frage spaltet Europa
Beziehungen am Tiefpunkt: Deutsche Unternehmen beklagen Vertrauensverlust in der Türkei 20.07.17 Beziehungen am Tiefpunkt Deutsche Unternehmen beklagen Vertrauensverlust in der Türkei

Neben den offiziellen Zahlen zum Tourismussektor seien insbesondere die Angaben zu den Investitionen unglaubwürdig, wie sich durch Abgleiche mit nachprüfbaren internationalen Zahlen ergebe. Dass die politischen Turbulenzen nicht spurlos an der türkischen Wirtschaft vorbeigehen, zeigt sich besonders deutlich am Kurs der Landeswährung Lira. Seit dem Putschversuch hat sie im Verhältnis zum Euro ein Drittel ihres Wertes verloren.

Zuletzt nahm der Abwärtssog wegen der politischen Spannungen mit der EU weiter zu - im August erreichte die Währung ein Rekordtief. Für die Türkei ist die schwache Lira eine Achillesferse. Zwar macht sie türkische Exportprodukte auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig verteuern sich aber die Importe in die Türkei - und das in einem Land, das seit mehr als zehn Jahren fast durchgehend mehr importiert als exportiert.

Quelle: n-tv.de , Michaela Nehren-Essing und Tobias Schmidt, dpa-AFX
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Das ist die Basis" - Mindestlohn gilt für Nachtarbeit und Feiertage

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Sep 2017 21:06

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Mindestlohn ... 43995.html
Mittwoch, 20. September 2017
"Das ist die Basis" - Mindestlohn gilt für Nachtarbeit und Feiertage

In Betrieben sorgt der Mindestlohn noch immer für Konflikte: Nun hat das höchste deutsche Arbeitsgericht klargestellt, was für Nachtzuschläge und Feiertagsvergütungen gilt. Das Urteil könnte Arbeitnehmer freuen, die Stundenlohn erhalten.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Mehr als zweieinhalb Jahre nach Mindestlohn-Einführung hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) die Position Tausender Schichtarbeiter gestärkt. Die höchsten deutschen Arbeitsrichter stellten mit einem Urteil am Mittwoch klar, dass für Nachtzuschläge, die nach dem tatsächlichen Stundenverdienst berechnet werden, der Mindestlohn als untere Basis gilt. Auch für die Vergütung von Feiertagen sei der Mindestlohn fällig, entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt (10 AZR 171/16).

Für den Präzedenzfall und das nun vierte Grundsatzurteil zum Mindestlohn sorgte eine sächsische Montagearbeiterin aus einer kleinen Kunststofftechnikfirma mit 80 Beschäftigten. Die Frau, die seit mehr als 25 Jahren in der Firma in der Region Bautzen arbeitet, verlangte, dass ihr Nachtzuschlag auf der Grundlage des Mindestlohns ermittelt wird. Das Arbeitsgericht Bautzen und das sächsische Landesarbeitsgericht stellten sich an die Seite der Frau. Für den ihr tariflich zustehenden Nachtzuschlag von 25 Prozent des Stundenverdienstes hatte ihr Arbeitgeber nur 7 Euro als Grundlage genommen. Er müsse aber den Mindestlohn von zunächst 8,50 Euro und inzwischen 8,84 Euro pro Stunde für die Berechnung zugrunde legen, entschied der Zehnte Senat. "Das ist Gesetz. Das ist die Basis", sagte der Vorsitzende Richter Rüdiger Linck.
Mehr zum Thema

Urteil für Nachtarbeiter: Welche Rolle spielt der Mindestlohn? 20.09.17 Urteil für Nachtarbeiter Welche Rolle spielt der Mindestlohn?
Hier gibt es Urlaubsgeld: Mehr als die Hälfte geht leer aus 06.06.17 Hier gibt es Urlaubsgeld Mehr als die Hälfte geht leer aus
Streit um Änderungskündigung: Mindestlohn statt Urlaubsgeld? 09.10.15 Streit um Änderungskündigung Mindestlohn statt Urlaubsgeld?
Das Arbeitszeitgesetz erlaubt Sonn- und Feiertagsarbeit nur für bestimmte Branchen. Aber auch in diesen müssen mindestens 15 Sonntage im Jahr frei bleiben. 11.05.14 Zuschläge sind kein Muss Rechte im Sonn- und Feiertagsdienst

Zudem entschied er, dass in diesem Fall das gezahlte Urlaubsgeld nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden durfte. Der Grund: Es wurde bei Urlaubsantritt gezahlt und galt damit nicht als Vergütung für geleistete Arbeit. Nur dann hätte es nach einer anderen BAG-Entscheidung vom Juni 2016 verrechnet werden können. Der Senat bestätigte Urteile des Arbeitsgerichts Bautzen und des sächsischen Landesarbeitsgerichts. Für die Arbeiterin ging es in der letzten Instanz um eine eher kleine Nachzahlung: 29,74 Euro für Januar 2015. Das Bundesarbeitsgericht fällte bereits Grundsatzurteile zur Anrechnung von Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld auf den Mindestlohn sowie zu seiner Anwendung bei Krankheit und für Bereitschaftszeiten.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Mehr Verstöße gegen Mindestlohn - Gewerkschaft fordert "Lohnsünden-Pranger

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Sep 2017 17:51

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/politik/Gewerkschaft ... 46094.html
Donnerstag, 21. September 2017
Mehr Verstöße gegen Mindestlohn - Gewerkschaft fordert "Lohnsünden-Pranger"

Der Zoll kontrolliert in diesem Jahr häufiger die Einhaltung des Mindestlohns und wird fündig: 42 Prozent mehr Ermittlungsverfahren werden eingeleitet. Die IG Bau will Lohnsünder ächten, die Grünen warnen vor einer Aufweichung der Dokumentationspflicht.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Auf Baustellen, Feldern oder in Gaststätten haben die Fahnder des Zolls im ersten Halbjahr deutlich mehr Verstöße gegen den Mindestlohn entdeckt als im Vorjahreszeitraum. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit leitete deswegen in den ersten sechs Monaten 2433 Ermittlungsverfahren ein. Das sind 42 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016, wie aus einer Antwort der Regierung an die Grünen-Bundestagsfraktion hervorgeht. Die IG Bau forderte einen öffentlichen "Lohnsünden-Pranger".

Ein Grund für den Erfolg der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) waren deutlich mehr Kontrollen von Arbeitgebern - unter anderem ob sie, wenn dazu verpflichtet, den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde zahlen. Im ersten Halbjahr 2016 gab es laut Angaben des Bundesfinanzministeriums rund 19.560 Kontrollen, im ersten Halbjahr 2017 mehr als 27.300.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/ ... 14183.html
NAH DRAN!! - Ihre Geschichte bei n-tv: Mindestlohn macht Taxifahrern zu schaffen
07.09.17 – 03:29 min
NAH DRAN!! - Ihre Geschichte bei n-tv Mindestlohn macht Taxifahrern zu schaffen
Schwarzarbeit-Branchen im Visier

Nicht nur die Verfahren wegen Verstößen, auch die Summe der Bußgelder stieg an - von rund 11,4 Millionen Euro auf rund 18,9 Millionen Euro. Ein Sprecher des Finanzministeriums begründete dies auch mit der "fachlichen Neuausrichtung" der FKS. Die Kontrolleure nähmen verstärkt die Bereiche und Branchen ins Visier, in denen am ehesten mit Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen zu rechnen und so die besonders großen Betrugsfälle aufzudecken seien. "Das führt zu mehr Ermittlungsverfahren und zu einer Zunahme der festgesetzten Schadenssummen."

Die IG Bau forderte ein öffentliches Register, in dem Betriebe aufgelistet werden, die gegen den gesetzlichen Mindestlohn verstoßen. "Auch Arbeitgeber, die Branchen-Mindestlöhne missachten, gehören in dieses Register. Wir brauchen einen Lohnsünden-Pranger", sagte der Vorsitzende Robert Feiger. Die entsprechenden Arbeitgeber müssten klar als Ausbeuter benannt und bei künftigen Auftragsvergaben auch so behandelt und berücksichtigt werden - "nämlich gar nicht".

Für die Gewerkschaft steht fest: Die 2433 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne seien nur die Spitze des Eisberges. Sie forderte daher, die Kontrollen noch weiter zu erhöhen. Notwendig seien 10.000 Kontrolleure.
Grüne: Seit 2015 nichts passiert

Derzeit gibt es nach früheren Angaben des Ministeriums 7200 Planstellen, von denen 900 aber nicht besetzt sind. 1600 neue Stellen wurden 2015 beschlossen, wie das Ministerium betont - sie können aber dem Sprecher zufolge nur "schrittweise" besetzt werden. Die Grünen-Arbeitsrechtsexpertin Beate Müller-Gemmeke, die nach den Zahlen gefragt hatte, forderte eine schnelle Aufstockung des Personals bei der FKS. Dies habe die große Koalition versprochen, "passiert ist aber nichts".
Mehr zum Thema

"Das ist die Basis": Mindestlohn gilt für Nachtarbeit und Feiertage 20.09.17 "Das ist die Basis" Mindestlohn gilt für Nachtarbeit und Feiertage
Grüne fordern mehr Mitsprache: Immer mehr arbeiten an Sonn- und Feiertagen 20.09.17 Grüne fordern mehr Mitsprache Immer mehr arbeiten an Sonn- und Feiertagen

Müller-Gemmeke kritisierte zudem Pläne von Union und FDP, die Dokumentationspflicht beim Mindestlohn aufzuweichen. Bereits kurz nach der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 hatten die Parteien hier Erleichterungen zur Vermeidung von Bürokratie für Arbeitgeber gefordert. Diese Pläne seien "fatal", denn ohne die Dokumentationspflicht stehe der Mindestlohn nur noch auf dem Papier, sagte die Grünen-Politikerin. Vorgeschrieben ist, den Beginn, das Ende und die Dauer der Arbeitszeit zu dokumentieren. Das sei "kein großer Aufwand" und "schon gar nicht bürokratisch", erklärte Müller-Gemmeke.

Quelle: n-tv.de , fhe/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Unternehmen wird zerschlagen - Lufthansa kauft wohl Großteil von Air Berli

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Sep 2017 10:39

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Lufthansa ... 46544.html
Unternehmen wird zerschlagen - Lufthansa kauft wohl Großteil von Air Berlin

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin geht vor allem an die Lufthansa. Diese Entscheidung habe der Gläubigerausschuss getroffen, heißt es. Auch ein Billigflieger übernimmt einen Teil des Unternehmens.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin soll Insidern zufolge an die Lufthansa verkauft werden. "Die Lufthansa bekommt den größten Teil", sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter. Weitere Teile gingen an den britischen Billigflieger EasyJet, ein weiterer Teil eventuell an die Thomas Cook-Tochter Condor. Darauf habe sich der Gläubigerausschuss verständigt, wie eine zweite Person der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte. Die möglichen Käufer der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sollen am Montag bekannt gegeben werden, teilte Air Berlin mit.
Charts

Air Berlin Air Berlin ,46

Insidern zufolge sollen die Verhandlungen noch bis 12. Oktober weiter gehen. Daher werde es am Montag noch keine abschließende Entscheidung im Air-Berlin-Aufsichtsrat über die Käufer geben. Der deutsche Marktführer könnte unter anderem die Air-Berlin-Tochter Niki übernehmen, wie Medien berichteten. Eine Auswahl der Bieter und der Abschluss von Transaktionen sei jedoch abhängig von der Zustimmung des Aufsichtsrates der Air Berlin, der am 25. September beraten und anschließend über den Stand des Verfahrens informieren werde, hieß es von Air Berlin weiter. Das getrennt laufende Bieterverfahren für die Air Berlin Technik soll noch verlängert werden. Gebote seien noch bis 6. Oktober möglich.
Lufthansa will halbe Flotte haben

Die verlustreiche Airline hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem der Großaktionär Etiahd weitere finanzielle Unterstützung ausgeschlossen hatte. Bis Freitag waren mindestens sechs Angebote für die komplette Fluggesellschaft oder Teile davon eingegangen. Der Ferienflieger Niki zählte dabei zu den begehrtesten Teilen der Air Berlin. An den Langstrecken hatten die Bieter kaum Interesse.

Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hatte am Mittwochabend angekündigt, der Konzern wolle die 38 bereits angemieteten Mittelstrecken-Maschinen und 20 bis 40 weitere Flugzeuge von Air Berlin kaufen. Käme es so, würde Lufthansa etwa die Hälfte der Flotte übernehmen. "Wir glauben, bald bis zu 3000 neue Mitarbeiter begrüßen zu können", hatte Spohr gesagt. Condor hatte sich mit dem Niki-Gründer zusammengetan, dem früheren Rennfahrer Niki Lauda. Easyjet interessiert sich für Kurz- und Mittelstrecken.
Mehr zum Thema

Tickets und Entschädigungen: Manche Air-Berlin-Kunden müssen zittern 21.09.17 Tickets und Entschädigungen Manche Air-Berlin-Kunden müssen zittern
Wettstreit um Air Berlin: Lufthansa bietet nicht für Langstreckenjets 21.09.17 Wettstreit um Air Berlin Lufthansa bietet nicht für Langstreckenjets

Air Berlin hat insgesamt mehr als 8000 Beschäftigte und 144 Flugzeuge. 38 davon samt Besatzungen hat Eurowings schon geleast, die Lufthansa-Billigtochter wirbt auch neues Personal an. Zu den Bietern zählten auch die British-Airways- und Iberia-Mutter IAG, der International Airlines Group. Angebote kamen auch von den Unternehmern Utz Claassen, Hans Rudolf Wöhrl und verspätet auch von Jonathan Pang, dem chinesischen Betreiber des Flughafens Parchim.

Quelle: n-tv.de , rpe/rts/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kosten für Air-Berlin-Übernahme - Lufthansa rechnet mit 300 Millionen Euro

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Sep 2017 12:13

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Lufthansa ... 49821.html
Kosten für Air-Berlin-Übernahme - Lufthansa rechnet mit 300 Millionen Euro

Der Verkauf von Air Berlin wird die Beteiligten mehrere Hunderte Millionen Euro kosten. Dabei kommen zum Kaufpreis noch hohe Betriebskosten hinzu. Die Lufthansa wird wohl den Löwenanteil übernehmen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Ein Großteil der insolventen Fluglinie Air Berlin soll an die Lufthansa gehen. Die hat im Bieterkampf bereits ihren Finanzbedarf kalkuliert und rund 300 Millionen Euro für die Übernahme bereitgestellt. Das berichtet die "Bild am Sonntag".

Das reine Gebot der Lufthansa werde laut Bericht bei 200 Millionen Euro liegen. Darüber hinaus könne der deutsche Marktführer bis zu 100 Millionen Euro Betriebskosten in der Übergangszeit übernehmen. Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Informationen am Sonntag nicht kommentieren.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir ... 47791.html
Unternehmer Wöhrl zu Air-Berlin-Deal: "Das Bieterverfahren war ein Fake"
22.09.17 – 05:33 min
Unternehmer Wöhrl zu Air-Berlin-Deal "Das Bieterverfahren war ein Fake"

Bevor in der Übernahme Vollzug gemeldet werden kann, wird die Zustimmung der deutschen und europäischen Wettbewerbsbehörden benötigt. Das könne Branchenkennern zufolge noch etwa drei Monate dauern. Der Gläubigerausschuss von Air Berlin hatte am Donnerstag beschlossen, bis zum 12. Oktober zunächst mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet weiter zu verhandeln.

Ganz ohne Probleme laufen die Verhandlungen mit Lufthansa und Easyjet allerdings nicht. An mehreren Flughäfen gebe es noch Überschneidungen, wie zum Beispiel in Düsseldorf. Für die Sparte Air-Berlin-Technik soll den Berichten zufolge wahrscheinlich die Berliner Logistikfirma Zeitfracht den Zuschlag bekommen. Alle Technik-Standorte in Berlin und Düsseldorf sollen demnach gesichert sein.
Übergangskredit kann getilgt werden
Mehr zum Thema

Zerschlagung von Air Berlin: Airline kann Staatskredit wohl zurückzahlen 23.09.17 Zerschlagung von Air Berlin Airline kann Staatskredit wohl zurückzahlen
Hans Rudolf Wöhrl reagiert sauer. 22.09.17 Vorentscheidung gefallen Air-Berlin-Bieter Wöhrl ist "entsetzt"
Tickets und Entschädigungen: Manche Air-Berlin-Kunden müssen zittern 21.09.17 Tickets und Entschädigungen Manche Air-Berlin-Kunden müssen zittern

Das Gesamtvolumen der Verkaufssumme soll laut "Bild" und "B.Z" genug Geld einbringen, um den 150 Millionen Euro schweren Notkredit der Bundesregierung zurückzuzahlen. Der Gläubigerausschuss gehe von Gesamteinnahmen zwischen 250 und 350 Millionen Euro aus, berichteten die Zeitungen unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Für die Mitarbeiter gebe es am Montag in Berlin und am Dienstag in Düsseldorf eine Betriebsversammlung. Ein Sprecher von Air Berlin wollte sich nicht dazu äußern. Knapp 40 Jahre nach ihrer Gründung steht die insolvente Fluggesellschaft vor der Zerschlagung. Den Löwenanteil von Air Berlin soll Insidern zufolge Lufthansa übernehmen. Darin enthalten sei auch die österreichische Air-Berlin-Tochter Niki. Weitere Teile sollen an Easyjet gehen. Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor ist Insidern zufolge noch im Rennen.

Quelle: n-tv.de , mba/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Später im Jahr" - EZB will Geldpolitik anpassen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Sep 2017 19:40

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-will- ... 52480.html
Montag, 25. September 2017
"Später im Jahr" - EZB will Geldpolitik anpassen

Der Druck auf die EZB, ihre Geldpolitik wieder zur normalisieren, nimmt zu. EZB-Chef Draghi kündigt eine Beratung darüber noch für dieses Jahr an. Er hatte bereits gesagt, dass im Oktober Beschlüsse gefasst werden könnten.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Aussage von Notenbank-Präsident Mario Draghi in diesem Jahr über eine Anpassung seiner geldpolitischen Instrumente an das verbesserte wirtschaftliche Umfeld beraten. In den einleitenden Bemerkungen zu einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments sagte Draghi: "Wir werden später im Jahr über eine Rekalibrierung (Normalisierung - d.R.) unserer Instrumente entscheiden, die ein Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung aufrecht erhält, das die Wirtschaft des Euroraums für einen Übergang zu einem ausgewogenen Wachstumspfad benötigt, der von nachhaltiger Preisstabilität gekennzeichnet ist."

Nach der EZB-Ratssitzung am 7. September hatte Draghi gesagt, der größte Teil der erforderlichen Beschlüsse dürfte im Oktober fallen. Die EZB definiert Preisstabilität als eine mittelfristige Inflationsrate von knapp 2 Prozent. Die EZB rechnet damit, dass die Verbraucherpreise eine solche Jahreswachstumsrate etwa 2020 erreichen werden. Zuletzt hatte die Inflationsrate bei 1,5 Prozent gelegen.

Draghi sagte vor dem Ausschuss weiter, das Wirtschaftswachstum habe an Breite und Stärke gewonnen, und die Zuversicht, das Inflationsziel erreichen zu können, habe zugenommen. Allerdings sei der grundlegende Inflationsdruck bis zuletzt nur schwach gestiegen.
Reduzierung der Anleihenkäufe erwartet

Der EZB-Präsident bekräftigte seine Anfang des Monats gemachte Aussage, dass die jüngste "Wechselkursvolatilität" in dem Maße beobachtet werden müsse, wie sie die Unsicherheit im Hinblick auf das Erreichen des Inflationsziels erhöhe. "Der Wechselkurs ist kein Politikziel, aber der Wechselkurs ist wichtig für Wachstum und Inflation", sagte er. Die Mitglieder EZB-Rats hätten sich Anfang des Monats besorgt geäußert.
Mehr zum Thema

Jahrhundert-Bond aus den Alpen: Österreich plant 100-jährige Anleihe 11.09.17 Jahrhundert-Bond aus den Alpen Österreich plant 100-jährige Anleihe
EZB erklärt sich im Herbst: Lebensmittel verteuern das Leben 13.09.17 EZB erklärt sich im Herbst Lebensmittel verteuern das Leben

Laut Draghi ist vorerst eine "sehr substanzielle" geldpolitische Akkommodation weiter erforderlich. Volkswirte erwarten, dass die EZB im Oktober mitteilen wird, dass sie das Monatsvolumen ihrer Anleihenkäufe ab 2018 auf 40 (derzeit: 60) Milliarden Euro senkt.

Grund ist, dass die EZB im Falle einiger Länder bereits so viele Anleihen hält, dass sie sich der Obergrenze von 33 Prozent aller emittierten Papiere nähert. Über eine Anhebung dieses Limits hat der EZB-Rat laut Draghi nicht diskutiert.

Quelle: n-tv.de , wne/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Türkische Drohung treibt Brent - Ölpreis steigt auf Zwei-Jahres-Hoch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Sep 2017 11:05

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Olpreis-s ... 52720.html
Türkische Drohung treibt Brent - Ölpreis steigt auf Zwei-Jahres-Hoch

In den Ölmarkt kommt Bewegung: Nachdem sich die Preise in den vergangenen Monaten bereits erholt hatten, treiben unter anderem der Streit um das Kurdenreferendum im Irak und Kommentare von Opec-Vertretern die Kurse noch einmal spürbar an.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Spekulationen auf ein abnehmendes Überangebot an Öl haben zum Wochenauftakt die Preise für Nordseeöl und US-Leichtöl in die Höhe getrieben. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Am Abend lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) bei 58,84 US-Dollar und damit mehr als 2 Dollar höher als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls deutlich auf 52,11 Dollar.
Charts

Rohöl (Brent) Rohöl (Brent) 58,06

Die türkische Regierung hat damit gedroht, keine Rohöllieferungen aus dem kurdischen Teil des Iraks durch die Türkei zu lassen. Davon habe vor allem der Brent-Preis profitiert, kommentierten Händler. Trotz scharfer internationaler Kritik haben die Kurden im Nordirak in einem historischen Referendum über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Die Türkei lehnt eine Unabhängigkeit ab, da sie eine Destabilisierung der Region und Unabhängigkeitsbestrebungen in eigenen Land befürchtet. In der Türkei leben viele Kurden.
Mehr zum Thema

Das Khurais-Ölfeld in Saudi-Arabien, 160 km von Riad entfernt 19.08.17 Gute Nachrichten für Autofahrer Die Zeichen stehen auf sinkende Ölpreise
Seit zwei Jahren legen immer mehr voll beladene Tanker in den Öl-Häfen der USA ab. 26.07.17 Aus Texas an den Golf Emirate importieren erstmals Öl aus den USA
Wladimir Putin und Donald Trump werden immer mehr zu Rivalen auf dem Gas-Markt. Europa steht dazwischen. 26.07.17 Angriff auf den EU-Gasmarkt? Was hinter den Russland-Sanktionen steckt

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank stützten auch jüngste Kommentare von Vertretern der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) den Brent-Preis. Am Freitag hätten sie sich optimistisch mit Blick auf die weitere Entwicklung der Ölpreise gezeigt.

Seit ihrem Jahrestief von Mitte Juni haben sich die Rohölpreise deutlich erholt. Fachleute begründeten die Entwicklung unter anderem mit Erwartungen an eine stärkere Nachfrage nach Erdöl und Ölprodukten sowie dem schwächeren Dollar.

Quelle: n-tv.de , mbo/dpa/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sportartikelriese enttäuscht - Gewinnt von Nike bricht ein

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Sep 2017 23:16

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.teleboerse.de/aktien/Gewinnt ... 54272.html
Dienstag, 26. September 2017
Sportartikelriese enttäuscht - Gewinnt von Nike bricht ein

In China laufen die Geschäfte von Nike gut, doch der Heimatmarkt bereitet dem Sportartikelhersteller Probleme. Auch die Sorgen der Zweitmarke Converse spiegeln sich in den Quartalszahlen wider.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Sinkende Verkäufe im Heimatmarkt und eine Absatzflaute bei der Zweitmarke Converse machen dem US-Sportartikelriesen Nike zu schaffen. Im Geschäftsquartal bis Ende August sank der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um 24 Prozent auf 950 Millionen US-Dollar (805 Mio Euro), wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stagnierte bei 9,1 Milliarden Dollar.
Charts

Nike Nike 44,88

Während Nike die Erlöse unter eigener Marke vor allem dank guter Geschäfte in China immerhin leicht auf 8,6 Milliarden Dollar steigern konnte, verzeichnete Converse ein kräftiges Minus von 16 Prozent.

Insgesamt tut sich der Branchenführer auf dem Heimatmarkt Nordamerika schwer, wo Konkurrenten wie Adidas und Under Armour Druck machen. Hier schrumpfte der Umsatz um drei Prozent. Den starken Gewinnrückgang begründete Nike indes auch mit einer deutlich gestiegenen Steuerquote aufgrund einer Umstellung der Bilanzierung.
Mehr zum Thema

Wachstum höher als bei Nike: Adidas luchst Konkurrenz Marktanteile ab 03.08.17 Wachstum höher als bei Nike Adidas luchst Konkurrenz Marktanteile ab
Konkurrenzkampf stachelt an: Nike überrascht positiv - dank Amazon 30.06.17 Konkurrenzkampf stachelt an Nike überrascht positiv - dank Amazon

Anleger nahmen die Zahlen verhalten auf, nachbörslich erlitt die Aktie nach einer ersten positiven Reaktion spürbare Kursverluste. Beim Gewinn wurden die Erwartungen der Analysten zwar übertroffen, bei den Erlösen jedoch leicht verfehlt.

Quelle: n-tv.de , chr/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Große Nachfrage - Post baut neues E-Scooter-Werk in Düren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Sep 2017 09:48

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Post-baut ... 54776.html
Mittwoch, 27. September 2017
Große Nachfrage - Post baut neues E-Scooter-Werk in Düren

Der Post gelingt mit der Produktion eines kleinen Elektro-Transporters ein Coup. Die Fahrzeuge sollen die Flotte des Logistikers erweitern. Doch auch andere haben Interesse. Die Kapazitäten müssen ausgeweitet werden.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die Deutsche Post will die zweite Fabrik für ihren Elektro-Transporter StreetScooter im nordrhein-westfälischen Düren eröffnen. "Die Entscheidung ist gefallen", sagte ein Post-Sprecher. Das neue StreetScooter-Werk solle in einer leerstehenden Halle eines Automobilzulieferers entstehen. Die Post fertigt die Transporter bereits in Aachen, wegen der wachsenden Nachfrage soll der neue Standort im kommenden Jahr seine Produktion aufnehmen. Der zuständige Post-Vorstand Jürgen Gerdes hatte eine Jahresproduktion von dann 30.000 Fahrzeugen angekündigt.
Mehr zum Thema

Auf dem ehemaligen Bochumer Firmengelände entsteht eines neues Logistikzentrum der DHL. 21.08.17 Neues Zentrum in Bochum Post peilt neuen Paket-Rekord an
Start-ups übernehmen das Ruder: Die E-Revolution kommt durch die Hintertür 24.08.17 Start-ups übernehmen das Ruder Die E-Revolution kommt durch die Hintertür
"Gigantische Entwicklung": Post will mit E-Transporter auf den Markt 16.08.17 "Gigantische Entwicklung" Post will mit E-Transporter auf den Markt

Die Post ist mit StreetScooter zu einem führenden Hersteller von Elektro-Transportern aufgestiegen. Die Firma war 2010 als Startup-Unternehmen aus dem Umfeld der Universität RWTH Aachen gegründet worden. Das Nutzfahrzeug wurde 2012 vorgestellt. Im Dezember 2014 sicherte sich die Post dann alle Anteile an der StreetScooter GmbH, die Modell-Palette wurde später erweitert.

Rund 3000 der Transporter fahren derzeit für die Post. Mittelfristig will der Konzern die gesamte Brief- und Paketzustellflotte von knapp 50.000 Fahrzeugen durch Elektro-Wagen ersetzen. Der StreetScooter wird aber auch an Kunden außerhalb des Konzerns verkauft.

Quelle: n-tv.de , jwu/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Unterbeschäftigt oder arbeitslos - 5,4 Millionen Deutsche wollen mehr arbe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Sep 2017 11:22

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/5-4-Milli ... 57126.html
Donnerstag, 28. September 2017
Unterbeschäftigt oder arbeitslos - 5,4 Millionen Deutsche wollen mehr arbeiten

Eine steigende Anzahl von Menschen in Deutschland hat einen Job - erst einmal eine gute Nachricht. Viele würden allerdings gerne mehr arbeiten und entsprechend mehr verdienen. Doch auch ein Gegentrend ist laut Statistischem Bundesamt messbar.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Mehr als fünf Millionen Deutsche wünschen sich eine Arbeit oder mehr Arbeitsstunden. Zum sogenannten ungenutzten Arbeitskräftepotenzial zählen knapp 2,8 Millionen Arbeitslose und 2,6 Millionen Unterbeschäftigte - das sind Menschen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die gerne zusätzliche Arbeitsstunden hätten und dafür auch zur Verfügung stehen. Die Zahlen hat das Statistische Bundesamt veröffentlicht.

Von den Menschen, die mehr arbeiten möchten, üben demnach sogar knapp 1,2 Millionen eine Vollzeittätigkeit aus. Vier Prozent der Vollzeitbeschäftigten wünschen sich zusätzliche Arbeitsstunden, jedoch nur eine geringe Anzahl Stunden. Fast 13 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten würden laut der Statistik ihre Arbeitsstunden gern aufstocken.

Genauso gibt es aber auch 1,2 Millionen Erwerbstätige, die ihre Arbeitszeit gern reduzieren und dabei auch weniger Einkommen in Kauf nehmen würden. Ihre Zahl habe sich weiter erhöht: 2016 gab es 147.000 mehr Überbeschäftigte, 2015 bereits 98.000 mehr. Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sorgte ebenso dafür, dass die Zahl der Menschen, die sich einen Job oder mehr Arbeitsstunden wünschen, im vergangenen Jahr um 255.000 zurückging.
Mehr zum Thema

800.000 zusätzliche Stellen: Zahl der regulären Jobs steigt weiter 16.08.17 800.000 zusätzliche Stellen Zahl der regulären Jobs steigt weiter
Arbeitszeit, die zum Leben passt: IG Metall: 35-Stunden-Woche ideal 16.05.17 Arbeitszeit, die zum Leben passt IG Metall: 35-Stunden-Woche ideal

Die Arbeitslosen teilen die Statistiker in zwei Gruppen auf: in 1,8 Millionen Erwerbslose im vergangenen Jahr und rund eine Million Menschen in der "stillen Reserve". Sie suchen zwar Arbeit, stehen dafür kurzfristig aber nicht zur Verfügung - oder suchen aktuell keine Arbeit, würden grundsätzlich aber gern arbeiten.

Grundsätzlich ist die Erwerbstätigenquote in Deutschland weiter auf nunmehr 66,2 Prozent der Menschen zwischen 15 und 74 Jahren gestiegen. Mehr als jeder Vierte (27,7 Prozent) arbeitet in Teilzeit.

Quelle: n-tv.de , nsc/dpa/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kräftiger Aufschwung - Arbeitslosenzahl fällt unter 2,5 Millionen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Sep 2017 12:00

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Arbeitslo ... 59011.html
Freitag, 29. September 2017
Kräftiger Aufschwung - Arbeitslosenzahl fällt unter 2,5 Millionen

Der Herbstaufschwung sorgt alljährlich für Belebung auf dem Arbeitsmarkt. Diesmal fällt sie besonders robust aus. In der Folge sinkt die Erwerbslosigkeit besonders stark.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Der Herbstaufschwung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat die Zahl der Erwerbslosen im September unter die Marke von 2,5 Millionen gedrückt. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren 2,449 Millionen Menschen arbeitslos registriert. Das waren 96.000 weniger als im August und 159.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,5 Prozent. "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv", erklärte BA-Chef Detlef Scheele. "Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit im September stärker als üblich abgenommen."
Mehr zum Thema

"Spannungen" in manchem Bereich: Gute Konjunktur macht nicht alles besser 28.09.17 "Spannungen" in manchem Bereich Gute Konjunktur macht nicht alles besser
Kräftiger Aufschwung: Wachstum wird noch robuster 28.09.17 Kräftiger Aufschwung Wachstum wird noch robuster

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit um 23.000 Erwerbslose zurück. Banken-Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 5000 gerechnet. "Die Beschäftigung wächst weiter und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern steigt in diesem Monat kräftig", sagte Scheele weiter. Zuletzt waren 773.000 offene Stellen bei der BA gemeldet - 86.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im August bei 44,50 Millionen - ein Plus von 64.000 zum Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 692.000 Erwerbstätige mehr. Auch saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im September bei 2,506 Millionen. Damit waren rund 23.000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im August - im Westen sank die Zahl um knapp 17.000, im Osten um gut 5000.

Quelle: n-tv.de , jwu/rts/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Der blöde erste Satz - Tipps für das Bewerbungsanschreiben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Okt 2017 11:58

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/ratgeber/Tipps-fuer- ... 54693.html
Dienstag, 03. Oktober 2017
Der blöde erste Satz - Tipps für das Bewerbungsanschreiben

Man muss ein Anschreiben zur Bewerbung verfassen und findet keinen guten Einstieg: Eine Patentlösung für dieses Problem gibt es leider nicht. Wer Floskeln und Tippfehler vermeidet, macht aber schon einiges richtig - und braucht dann nur noch etwas Charme.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Sehr geehrte Damen und Herren ..." Bis dahin kommen die meisten Bewerber noch - und dann wird es schwierig. Einen guten Einstieg für das Anschreiben zur Bewerbung zu finden, ist eine echte Herausforderung.

"Viele tun sich damit unglaublich schwer", sagt Jürgen Hesse, Bewerbungscoach und Ratgeberautor. Ein Grund dafür ist die ungewohnte Werbung in eigener Sache: "Wir sind so erzogen worden, dass Eigenlob stinkt. Aber in dem Fall geht es eben nicht ohne."

Die schlechte Nachricht: Den einen Zaubersatz zum Einstieg gibt es nicht. Aber es gibt die folgenden drei Tipps, mit denen die erste Hürde etwas kleiner wirkt.

Auf den Punkt kommen

Beim Anschreiben geht es nicht um den ersten Eindruck. Denn viele Personaler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreiben. Niemand muss also gleich am Anfang wiederholen, was ihn alles für eine Stelle qualifiziert. Das wäre auch zu viel Text. "Länger als zwei bis drei Zeilen sollte der Einstieg nicht sein", rät Hesse - und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. "Überlegen Sie sich, was ihre Kernbotschaft ist: Warum bewerben Sie sich, und was hat der Arbeitgeber umgekehrt davon, sie einzustellen?"

Charme gewinnt

"Ihre Anzeige hat mich angesprochen." Das lesen Personaler unzählige Male am Tag, damit heben sich Bewerber nicht von der Masse ab. Hesse sagt deshalb: Lieber ganz was anderes machen, auch wenn es ungewöhnlich ist. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann zum Beispiel damit werben, dass er sicher nie im Stau steht. "Wenn das charmant rüberkommt, ist es allemal besser als eine Floskel." Im Idealfall transportiert man so gleich die Kernbotschaft, beweist also etwa seine Kreativität - oder wenigstens besonderen Einsatz.
Mehr zum Thema

Gescheiterte Bewerbung: Ignorieren ist schlimmer als klares Nein 03.06.17 Gescheiterte Bewerbung Ignorieren ist schlimmer als klares Nein
Aus dem Job heraus bewerben 15.05.17 Streit um Arbeitsbemühungen Bewerbung muss bewiesen werden
Was ist erlaubt bei Bewerbungen? 26.11.16 Job-Absage Wann handelt es sich um Diskriminierung?

Kleine Fehler vermeiden

Zahlendreher und Vertipper in der Anschrift, Großschreibung nach dem Komma der Anrede. Auch wenn das Anschreiben nicht der erste Eindruck ist, sind solche Fehltritte fatal. "Es geht darum, einen positiven Gesamteindruck abzurunden", sagt Hesse. Und kleine Fehler zeigen, dass sich jemand keine Mühe gegeben hat. Deshalb rät der Experte auch, die Anrede zu personalisieren, auch wenn kein Ansprechpartner genannt ist. "Notfalls kann man immer den Präsidenten oder Geschäftsführer des Unternehmens anschreiben, gefolgt von "Sehr geehrte Damen und Herren"."

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Das ungeliebte Kleingeld - Deutsche horten Cent-Münzen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2017 09:01

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche- ... 66920.html
Donnerstag, 05. Oktober 2017
Das ungeliebte Kleingeld - Deutsche horten Cent-Münzen

Das Suchen nach Ein- und Zwei-Cent-Münzen beim Einkauf ist den Deutschen zu lästig. So haben sie in ihren Schubladen Kleingeld in zusammen dreistelliger Millionenhöhe herumliegen. In den Niederlanden reagieren die Händler bereits.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Einzeln sind sie wenig wert und vielen Bundesbürgern sogar lästig: Die Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, haben die Deutschen in ihren Schubladen mehr als 15 Milliarden der kleinen Geldstücke herumliegen - im Gesamtwert von immerhin gut 220 Millionen Euro. Die Zeitung bezieht sich dabei auf Berechnungen der Grünen.

Grundlage der Erhebung ist die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. Demnach sind hierzulande bisher circa 11,2 Milliarden Ein-Cent-Münzen ausgegeben worden. 80 Prozent davon würden gehortet oder seien verloren gegangen. Dies gelte auch für 75 Prozent der 8,6 Milliarden ausgegebenen Zwei-Cent-Stücke.
Mehr zum Thema

Sind Cent-Münzen noch zeitgemäß? 26.05.16 Damit der Geldbeutel leichter wird Viele wollen keine kleinen Cent-Münzen mehr
Urlauber aufgepasst: Manche Euro-Münze hat Sammlerwert 08.09.17 Urlauber aufgepasst Manche Euro-Münze hat Sammlerwert

Über die Abschaffung des ungeliebten Kleingeldes wird schon länger debattiert. Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer sagte dem Blatt, allein die Herstellung der Münzen sei eine große Verschwendung an Metallen und Energie. Die Einführung des niederländischen Modells müsse daher auch vom deutschen Handel angedacht werden.

Im Nachbarland hatten sich die Geschäftsleute entschlossen, keine Ein- und Zwei-Cent Münzen mehr zu nutzen und entsprechend die Kassensumme zu runden.

Quelle: n-tv.de , wne/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Der beste Monat seit 17 Jahren" - Modehandel erwirtschaftet Rekord-Plus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Okt 2017 09:02

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Modehande ... 69055.html
Freitag, 06. Oktober 2017
"Der beste Monat seit 17 Jahren" - Modehandel erwirtschaftet Rekord-Plus

Der September bescherte den Modehändlern in den Innenstädten und Einkaufszentren die höchsten Umsatzsteigerungen seit vielen Jahren. Das war allerdings auch nötig: Denn im Frühjahr und Sommer liefen die Geschäfte katastrophal.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Viele Modehändler in den Innenstädten und Einkaufszentren atmen auf: Nach einem regelrechten Konsumboykott im Frühjahr und Sommer kaufen die Verbraucher endlich wieder Kleidung. Der September sei für den Modehandel in Deutschland "der beste Monat seit 17 Jahren" gewesen, berichtet das Branchenblatt "Textilwirtschaft" in einer aktuellen Studie. Die Umsätze hätten durchschnittlich um 20 Prozent über dem Vorjahresmonat gelegen. Ein so hohes Plus gab es seit Beginn der Marktbeobachtung im Jahr 2000 noch nie.

Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer des Modeverbandes GermanFashion, spricht von einem "Dammbruch". Durch die lange Kaufzurückhaltung habe sich ein Bedarf aufgestaut, der sich jetzt Bahn breche. Für den Modehandel ist es allerdings auch höchste Zeit. Denn bis einschließlich Juli verlief das Geschäft für viele Modehändler in den Einkaufsstraßen geradezu katastrophal. Fast in allen Monaten lagen die Umsätze deutlich unter dem Vorjahresniveau. Und die Fachleute rätselten, woran es liegen könne. "Bekleidung kaufen ist einfach nicht mehr sexy", suchte ein Handelsexpertin damals eine Erklärung für ausbleibende Kundschaft.
Hauptgrund für die guten Zahlen ist das Wetter

Ein erstes Aufflackern der Kauflust gab es dann im August. Doch deutlich aufwärts ging es im September. Neun von zehn Händlern hätten zum Herbstauftakt mehr verkauft als im Vorjahr, fand die "Textilwirtschaft" heraus. Der Branchenkenner Rasch macht für den Erfolg einen "Zusammenklang von glücklichen Kollektionen und schlechten Wetterlagen" verantwortlich. Doch die größere Bedeutung habe wohl das Wetter. Gerade rechtzeitig für die Herbstkollektionen sei es regnerisch und stürmisch geworden.

Tatsächlich erklärt sich bei genauem Hinsehen ein großer Teil der Umsatzexplosion im September aus den unterschiedlichen Großwetterlagen in diesem und im vergangenen Jahr. Denn 2016 gab es im September hierzulande noch über weite Teile des Monats Temperaturen von 20 Grad und mehr, in manchen Regionen herrschte gar Hochsommer.

Kaum jemand hatte angesichts warmer Temperaturen Lust, sich mit den Herbstkollektionen zu beschäftigen. Der stationäre Handel klagte über zweistellige Umsatzeinbußen. In diesem Jahr hingegen war der Herbstauftakt eher kühl. Das kräftige Umsatzplus nun ist also zum guten Teil eine Normalisierung. Doch ganz erklärt es den Höhenflug wohl nicht.
Mehr zum Thema

GfK-Höhenflug gestoppt: Verbraucher sind ausreichend zuversichtlich 28.09.17 GfK-Höhenflug gestoppt Verbraucher sind ausreichend zuversichtlich
Ziele bestätigt: Gerry Weber wartet noch auf die Kehrtwende 14.09.17 Ziele bestätigt Gerry Weber wartet noch auf die Kehrtwende
Verbraucher aufgepasst: Das ändert sich im Oktober 30.09.17 Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im Oktober
Trotz gestiegener Butterpreise: Weihnachtsgebäck wird wohl nicht teurer 05.10.17 Trotz gestiegener Butterpreise Weihnachtsgebäck wird wohl nicht teurer

Für Siegfried Jacobs, den Stellvertretenden Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil, ist klar, dass auch andere Aspekte eine Rolle spielten. Die neue Herbst-Kollektion mit viel Farbe und neuen Silhouetten sei bei den Kunden gut angekommen, betont er. Und wichtig sei wohl auch, dass die Branche langsam wieder lerne, ihr Angebot genauer an den Jahreszeiten auszurichten und nicht mehr bereits im Hochsommer die ersten Winterpullis anzubieten.
Die Konkurrenz im Modehandel ist groß

Doch auch wenn die guten Verkaufszahlen derzeit für fröhliche Gesichter bei vielen Händlern sorgen, ist der Blick in die Zukunft alles andere als ungetrübt. "Die Branche kann sich nicht in Sicherheit wiegen, dass jetzt die positiven Umsätze so weitergehen", warnt Jacobs. Man müsse damit rechnen, dass angesichts der schlechten Witterung etliche Verbraucher den Kauf warmer Sachen vorgezogen hätten. Diese Käufe könnten in den nächsten Monaten fehlen.

Und auch an dem harten Wettbewerb im deutschen Modehandel, der Konkurrenz der Online-Händler und auch den sinkenden Kundenfrequenzen in den Innenstädten habe sich durch den Super-September ohnehin nichts geändert. "Die Probleme, die die Branche hat, sind nach wie vor da", betont Jacobs.

Quelle: n-tv.de , Erich Reichmann, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Überraschend starker Zuwachs - Unternehmen weiten Produktion aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2017 09:29

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Unternehm ... 72624.html
Montag, 09. Oktober 2017
Überraschend starker Zuwachs - Unternehmen weiten Produktion aus

Die deutsche Wirtschaft läuft weiter unter Volllast. Im August steigt der Ausstoß unerwartet deutlich. Vor allem im Kfz-Gewerbe ging es aufwärts. Allerdings könnten hier unterschiedliche Ferien die Entwicklung verzerren.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im August so stark nach oben gefahren wie seit über sechs Jahren nicht mehr. Industrie, Baubranche und Energieversorger stellten zusammen 2,6 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hingegen hatten für August lediglich mit einem Wachstum von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang von 0,1 Prozent gegeben hatte. "Das günstige Geschäftsklima und die positive Entwicklung bei den Auftragseingängen sprechen für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur", betonte das Ministerium.
Mehr zum Thema

Rekordhoch seit 2008: Aktienrückkauf von Konzernen boomt 08.10.17 Rekordhoch seit 2008 Aktienrückkauf von Konzernen boomt
1,9 statt 1,4 Prozent: Berlin schraubt Wachstumsziel nach oben 07.10.17 1,9 statt 1,4 Prozent Berlin schraubt Wachstumsziel nach oben

Die Industrie allein fuhr ihre Produktion sogar um 3,2 Prozent nach oben. "Auffällig war hier der Produktionsanstieg im Bereich Kraftfahrzeuge", erklärte das Ministerium. Hier gab es ein Plus von 10,8 Prozent. Dabei könne es durch die unterschiedlichen Werksferien in den einzelnen Bundesländern zu Verzerrungen gekommen sein.

Der Aufwärtstrend in der Industrie könnte sich fortsetzen, sammelten die Betriebe doch im August 3,6 Prozent mehr Aufträge ein - vor allem aus dem Ausland. Die Energieversorger steigerten ihre Erzeugung im August um 1,7 Prozent. Das Baugewerbe drosselte dagegen ihre Produktion um 1,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de , jwu/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

VorherigeNächste

Zurück zu "2. Forum in Kategorie 2"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron