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Öffnung an Sonntagen - Warenhaus-Konzerne starten Offensive

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mai 2017 12:03

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warenhaus ... 64216.html
Montag, 29. Mai 2017
Öffnung an Sonntagen - Warenhaus-Konzerne starten Offensive

Die Warenhausbetreiber wollen die Einschränkungen hinsichtlich der Öffnungszeiten an Sonntagen nicht hinnehmen. Karstadt, Kaufhof und die KaDeWe-Group starten eine entsprechende Initiative.

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Deutschlands große Warenhauskonzerne haben ein Bündnis zur Freigabe der Öffnungszeiten an Sonntagen geschmiedet. "Wir fordern, die Voraussetzungen für eine Freigabe der Öffnung an Sonntagen zu schaffen", sagte Karstadt-Chef Stephan Fanderl in Köln.

Auch Kaufhof und die Luxus-Kaufhäuser der KaDeWe-Group stünden hinter der Initiative, weitere Unternehmen wollten sich anschließen. Die Menschen müssten selbst entscheiden können, wann sie arbeiten oder einkaufen wollten, betonte Fanderl. Einkaufen sei aktuell ein "fundamentaler Teil der Beschäftigung an Sonntagen". Dies zeigten die Umsätze von Online-Shops, die rund um die Uhr geöffnet haben.

Der traditionelle Einzelhandel werde gegenüber Online-Händlern und Outlet-Zentren in grenznahen Gebieten etwa in den Niederlanden oder Polen benachteiligt, beklagte KaDeWe-Chef Andre Maeder: "Wir wollen Waffengleichheit." Online-Händler erwirtschafteten zwischen 20 bis 30 Prozent ihrer Umsätze an Sonntagen, die Warenhäuser müssten zuschauen. Die Verbote für Öffnungen an Sonntagen seien "eine Bevormundung der Kunden". Kaufhof-Manager Armin Devender sagte, durch die Öffnungen an Sonntagen steige auch die Attraktivität der Innenstädte.
Sonntagszuschläge werden nicht angetastet
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Die Warenhäuser wollten nicht an 52 Sonntagen im Jahr öffnen, unterstrich Fanderl. "Wir möchten aber an den Sonntagen öffnen, an denen es kaufende Kundschaft gibt - und Mitarbeiter, die arbeiten wollen." Zuschläge der Beschäftigten für Sonntagsarbeit wollten die Konzerne nicht antasten.

In den meisten Bundesländern gebe es die Möglichkeiten, an vier Sonntagen im Jahr zu öffnen. "Dies ist definitiv zu wenig", sagte Fanderl. Zudem stelle sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit einer Klagewelle gegen Öffnungen an Sonntagen gegen den Handel. Verdi betont dagegen, die Gewerkschaft klage dann gegen Sonntagsöffnungen, wenn diese rechtswidrig seien oder einer juristischen Klärung bedürften.

Quelle: n-tv.de , wne/rts
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Kaufkraft könnte zulegen - Preise in Deutschland steigen moderater

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mai 2017 19:59

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Preise-in ... 66374.html
Dienstag, 30. Mai 2017
Kaufkraft könnte zulegen - Preise in Deutschland steigen moderater

Die Verbraucher dürfte es freuen: Im Mai steigen die Preise spürbar geringer als im Vormonat. Vor allem bei Energiekosten macht sich das bemerkbar. Allerdings legen Mieten und die Preise einer bestimmte Warengruppe überdurchschnittlich zu.

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Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im Mai deutlich verlangsamt. Die Jahresinflationsrate lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 1,5 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit November 2016. Ökonomen hatten mit 1,6 Prozent gerechnet.
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Geldanlage-Check: Jochen Stanzl, CMC Markets
26.05.17 – 02:42 min
Geldanlage-Check Jochen Stanzl, CMC Markets

Im April hatte die Teuerungsrate noch bei 2,0 Prozent gelegen, im März bei 1,6 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. "Sorgen über zu starke Preissteigerungen sind also nicht angebracht", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.
Raum für steigende Kaufkraft

Hauptgrund für die Entwicklung ist der Preis für Energie: Sie kostete nur 2,0 Prozent mehr als im Mai 2016. In den beiden Vormonaten gab es hier jeweils noch ein Plus von 5,1 Prozent. Auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck nach, weil nach den Osterferien Reisen wieder billiger wurde. Deutlicher verteuerten sich Nahrungsmittel: Sie kosteten 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr, nach einem Plus von 1,8 Prozent im Vormonat. Die Wohnungsmieten stiegen ebenfalls überdurchschnittlich um 1,8 Prozent nach 1,7 Prozent im Vormonat.

Experten rechnen damit, dass sich die Teuerungsrate in den kommenden Monaten in etwa auf dem aktuellen Niveau halten wird. "Wir rechnen mit einer Seitwärtsbewegung", sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Das ließe Raum für eine steigende Kaufkraft: Die Verdienste der rund 17 Millionen Beschäftigten in Deutschland mit einem Tarifvertrag legten im ersten Quartal um durchschnittlich 2,8 Prozent zu und damit deutlich stärker als die Verbraucherpreise.
Druck auf Draghi dürfte sinken
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Mit der sinkenden Inflation in der größten Volkswirtschaft Europas sinkt der Druck auf die EZB, rasch aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik auszusteigen. Ihr Chef Mario Draghi sagte zu Wochenbeginn, dass ein "außergewöhnliches Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung" immer noch nötig sei.

"Die EZB dürfte sich darin bestätigt sehen, die geldpolitische Wende nur behutsam einzuleiten", sagte Helaba-Ökonomin Viola Julien. Die EZB hat die Zinsen auf null gedrückt und pumpt jeden Monat Milliarden über Wertpapierkäufe in die Wirtschaft, um die Konjunktur anzuschieben und die Preise wieder in Richtung Zwei-Prozent-Marke zu bewegen. "Solange die Löhne in Europa nicht deutlich stärker steigen, bleibt der 'Exit' der EZB aus der unkonventionellen Geldpolitik ein Geduldsspiel", sagte KfW-Experte Zeuner.

Quelle: n-tv.de , kst/rts
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Für Anleger mit Geduld - Wann sich offene Immobilienfonds lohnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mai 2017 20:22

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http://www.n-tv.de/ratgeber/Wann-sich-o ... 67377.html
Mittwoch, 31. Mai 2017
Für Anleger mit Geduld - Wann sich offene Immobilienfonds lohnen

Immobilien gelten als solide Geldanlage - aber müssen Sparer deshalb gleich ein Haus oder eine Wohnung kaufen? Nicht unbedingt. Eine Alternative können offene Immobilienfonds sein. Doch die Fonds bergen auch einige Risiken.

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Niedrige Zinsen machen Immobilien als Anlage interessant. Doch nicht jeder möchte sein ganzes Geld in ein Haus oder eine Wohnung stecken. Wer Immobilien nur als Beimischung für sein Depot nutzen will, kann zu offenen Immobilienfonds greifen. "Das sind Investmentfonds, die nicht in Wertpapiere und Bankanlagen, sondern vorrangig direkt in Immobilien investieren", erklärt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen.

Offene Immobilienfonds halten in der Regel viele Immobilien in verschiedenen Städten, Regionen und Ländern. Dort investieren die Fondsmanager meistens in gewerbliche Bürokomplexe, Hotels und Einkaufszentren, aber auch in Wohnimmobilien. "Anleger können durch den Kauf von Anteilen in diese Immobilien investieren", sagt Oelmann. "Dann profitieren sie von deren Mieterträgen und Wertsteigerungen"

Die derzeit hohen Immobilienpreise machen die Fonds für Anleger attraktiv: "Anleger haben im vergangenen Jahr knapp sieben Milliarden Euro neue Gelder in offene Immobilienfonds angelegt", sagt ein Sprecher des Fondsverbands BVI. Nach Mischfonds gehören offene Immobilienfonds damit momentan zu den beliebtesten Publikumsfonds.

Zur großen Beliebtheit offener Immobilienfonds tragen die niedrigen finanziellen Hürden bei. "Anleger können schon mit kleinen Summen - 50 bis 100 Euro - breit gestreut in Immobilien investieren", sagt Karin Baur von der Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest.
Anteile können nicht sofort verkauft werden

Doch im Gegensatz zu offenen Aktien- oder Mischfonds könnten Anleger ihre Anteile nicht kurzfristig verkaufen. Für Neukäufer gilt Baur zufolge eine Haltefrist von zwei Jahren. "Alternativ können Anleger ihren Anteil eventuell über die Börse verkaufen - dann aber oft mit Abschlägen", so Baur.

Ein weiterer Nachteil: Die Kauf- und Verwaltungskosten offener Immobilienfonds sind recht hoch, wenn man sie mit der erwarteten Rendite vergleicht. "Eine Investition kann sich deshalb nur längerfristig rechnen", sagt Oelmann.

Zudem kann das Fondsvermögen hohen Schwankungen unterliegen. Denn die Fonds-Anteile können börsentäglich gekauft und zurückgegeben werden. Oftmals ist es jedoch gar nicht möglich, große Immobilien kurzfristig zu verkaufen. Auch das wurde Anlegern schon zum Verhängnis: "Über dieses Aussetzungsrisiko muss jede Bank ungefragt aufklären", sagt die Expertin.

Für den Fall, dass viele große Investoren ihre Gelder abziehen, haben Fonds sogenannte Liquiditätspuffer in Bankguthaben, Anleihen und Cash. Doch dies konnte beispielsweise dem Deka-Fonds 2004 und dem Immobilienfonds der Deutschen Bank 2005 auch nicht mehr helfen. "Beide Fonds mussten kurzfristig schließen und Anleger kamen nicht an ihr Geld", so Oelmann.

Viele Fonds ereilte dieses Schicksal während der Finanzkrise 2008. "Die betroffenen Fonds konnten auch nicht wieder geöffnet werden, weil unter anderem viele Kleinanleger damals einfach an ihr Geld wollten", erklärt Oelmann. So wurde die komplette Auflösung der Fonds beschlossen. Einige Anleger verloren daraufhin mehr als 30 Prozent ihres investierten Vermögens.
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Kann so etwas wieder passieren? "Insgesamt ist die Gefahr geringer geworden", sagt Oelmann. Dafür hätten die neu eingeführten Kündigungsfristen gesorgt. Auch die Höhe vorübergehender Entnahmen wurde begrenzt. "Eine neue Finanz- oder breite Vertrauenskrise kann aber immer noch dazu führen, dass sehr viele Kleinanleger zusammen die Liquiditätspuffer eines Fonds an seine Grenzen bringen."

Wie einzelne Fonds in der Vergangenheit abgeschnitten haben, könnten Anleger im Internet herausfinden, zum Beispiel auf den Seiten der Stiftung Warentest. "Grundsätzlich empfehlen wir, nicht mehr als zehn Prozent des Geldes in offene Immobilienfonds anzulegen", sagt Baur.

Anleger können sich an der Faustformel orientieren, die Ersparnisse jeweils zu einem Drittel in Immobilien, Aktien oder Anleihen anzulegen. "Wer bereits ein Immobilienvermögen hat, sollte seine Ersparnisse stärker in Aktien und Anleihen investieren", sagt der BVI-Sprecher. Wer aber noch nicht über eine Immobilie verfügt, könne mit offenen Immobilienfonds breit aufgestellt am Markt einsteigen.

Auch Oelmann rät: "Offene Immobilienfonds eignen sich für Anleger, die neben Geldreserven wie Tages- und Festgeld, auf Anleihen und Aktien auch einen Teil auf Immobilien streuen möchten und länger als fünf oder sieben Jahre auf das Geld verzichten können."

Quelle: n-tv.de , Leonard Kehnscherper, dpa
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Delle in Handelsgeschäften - US-Großbanken fürchten Rückgang

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jun 2017 10:16

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/US-Grossb ... 69642.html
Donnerstag, 01. Juni 2017
Delle in Handelsgeschäften - US-Großbanken fürchten Rückgang

Bei der US-amerikanischen Bankenchefs macht sich eine leichte Unruhe breit. Sowohl JP Morgan als auch Bank of America vermelden zwischen den Quartalsberichten schwächelnde Handelsgeschäfte. Goldman Sachs hält sich bedeckt.

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Bei den US-Großbanken JP Morgan Chase und Bank of America laufen die Handelsgeschäfte nicht mehr so rund wie in den vergangenen Quartalen. Bei JP Morgan liege das Handelsgeschäft im zweiten Quartal bisher rund 15 Prozent unter Vorjahresniveau, sagte Finanzchefin Marianne Lake. Brian Moynihan, Chef der Bank of America, sprach auf einer anderen Veranstaltung von einem leichten Ertragsrückgang im Handelsgeschäft des zweiten Quartals.
Charts

JP Morgan Chase JP Morgan Chase 72,80
Bank of America Bank of America 22,41
Goldman Sachs Goldman Sachs 188,95

Die Aktien der beiden Banken gaben am Mittwoch um jeweils gut zwei Prozent nach. Die Aktie des Konkurrenten Goldman Sachs, der deutlich stärker als die anderen vom Handel abhängig ist, verlor mehr als drei Prozent.

Goldman gibt mitten im Quartal üblicherweise keinen Einblick in den Geschäftsverlauf. Co-Präsident David Solomon lehnte dies bei seiner Präsentation auf einer Konferenz auch ab. "Die Volatilität und Kundenaktivität, die etwas schwächer werden im ersten Quartal, haben sich im zweiten Quartal ähnlich fortgesetzt", sagte er. Unter den großen US-Banken hatte nur Goldman Sachs im ersten Quartal ein schwächeres Handelsergebnis gemeldet.
Alarmglocken schrillen noch nicht

Im vergangenen Jahr hatten die Handelsaktivitäten der Banken nach einem ungewöhnlich schwachen ersten Quartal erst ab dem zweiten Vierteljahr Fahrt aufgenommen. Das setzte sich bis zur ersten Berichtsperiode 2017 fort.

Trotz der mauen Aussichten für das aktuelle Quartal schrillen bei den Managern noch nicht die Alarmglocken. Lake von JP Morgan sieht in den schwächeren Zahlen lediglich eine normale saisonale Entwicklung, an der sich im Juni, dem letzten Monat des zweiten Jahresviertels, voraussichtlich wenig ändern werde. Zudem gebe es derzeit "nicht viel zu handeln", fügte sie hinzu. In Anbetracht des schwierigen Umfelds schlage sich JP Morgan recht gut.
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Im zweiten Quartal 2016 hatten starke Geschäfte mit Anleihen und Devisen die Handelseinnahmen der JP Morgan Chase & Co auf 5,56 von 4,51 Milliarden US-Dollar im Jahr davor ansteigen lassen. Bei der Bank of America dürfte die Schwäche im zweiten Quartal durch das solide erste Quartal ausgebügelt werden. Moynihan prognostizierte für das erste Halbjahr einen Anstieg der Handelseinnahmen von drei bis vier Prozent.

Quelle: n-tv.de , wne/DJ
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Gesetz soll Arbeiter schützen - "Maximale Ausbeutung" auf Schlachthöfen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Jun 2017 23:14

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Maximale- ... 72142.html
Freitag, 02. Juni 2017
Gesetz soll Arbeiter schützen - "Maximale Ausbeutung" auf Schlachthöfen

Auf vielen deutschen Schlachthöfen schuften ausländische Arbeitskräfte bis zu 15 Stunden am Tag. Mit Tricks drücken sich manche Firmen um den Mindestlohn und andere Verpflichtungen. Der Bundestag will diese Zustände beenden.

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Den ganzen Tag über ziehen Kadaver an den Arbeitern vorbei, sie zerteilen die Tiere mit großen Sägen und anderen Werkzeugen im Akkord. Die Arbeit im Schlachthof ist laut und schweißtreibend - und doch muss man ständig konzentriert sein. Es stinkt nach Blut und Chlor.

Für diese Knochenjobs haben Schlachthöfe in Deutschland in vergangenen Jahren verstärkt Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa eingesetzt, aus Polen, Rumänien, Ungarn oder Bulgarien. Gewerkschafter, Kirchen und Politiker kritisieren seit langem die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Werkarbeiter. Sie sind nicht beim Schlachthof angestellt, sondern bei einem Subunternehmer, der die Arbeitskräfte in deren Heimat anwirbt und ihnen in Deutschland auch ihre Unterkunft besorgt.

29.05.17 – 01:00 min
600 Gramm für 1,99 Euro Billig-Steak von Aldi sorgt für Aufregung im Netz

Die Gewerkschaft NGG schätzt, dass es rund 40.000 sozialversicherungspflichtige Jobs in den Schlachthöfen gibt. Wie viele Menschen davon Werkvertragsbeschäftigte sind, wird statistisch nicht erfasst. Aber es sind billige Arbeiter, die - so die Kritiker - ausgebeutet würden.

Der Chef der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Bernhard Südbeck, schildert drastische Verhältnisse bei Werkarbeitern. Die Ermittler könnten dort schwer eingreifen, weil etwa die nötigen Nachweise fehlten. Auf dem Papier arbeiten die Leute acht Stunden täglich für 1200 Euro im Monat - tatsächlich schufteten sie 15 Stunden am Tag und bekämen so viele Abzüge, dass ihnen am Ende unter Umständen noch 600 Euro zuzüglich Kindergeld blieben, schreibt Südbeck in einer Stellungnahme für den Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales.
Schlachtfirmen sollen für Subunternehmen haften

"Insgesamt ist das System der Werkverträge in der Fleischwirtschaft nach meinen Erfahrungen auf maximale Ausbeutung der Arbeitskräfte angelegt", schreibt Südbeck. Nur selten seien die ausländischen Arbeitnehmer bereit, sich zu wehren. Noch vor der Bundestagswahl im Herbst hat die Koalition in Berlin nun ein Gesetz beschlossen, das der Ausbeutung einen Riegel vorschieben soll. Kernpunkte: Künftig können Schlachtunternehmen für Verfehlungen ihrer Subunternehmer in Regress genommen werden. Und Arbeitszeiten müssen genau dokumentiert werden.

Vorangetrieben hat das - in aller Stille - der CDU-Sozialpolitiker Karl Schiewerling, dem in seinem westfälischen Wahlkreis die Probleme immer wieder zugetragen wurden. Mit Unverständnis reagiert der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Ernährungswirtschaft, Michael Andritzky. Die Branche halte sich in weiten Teilen an eine Selbstverpflichtung, faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Situation habe sich "gravierend und nachhaltig" zum Vorteil der Werkarbeiter verändert. Die Kritikpunkte träfen nur noch für eine kleine Minderheit der Betriebe zu. "Offensichtlich wird hier Wahlkampf zu Lasten einer gesamten Branche gemacht", meint Andritzky.

Doch Kritiker wie der katholische Theologe Peter Kossen bezeichnen die Selbstverpflichtung der Branche als Mogelpackung: "Es hat sich nicht wirklich was geändert." Kossen hat als Prälat im niedersächsischen Vechta jahrelang die Missstände in der Fleischbranche öffentlich angeprangert. Inzwischen ist er Pastor im Münsterland, aber engagiert sich immer noch für die Interessen der Werkarbeiter.
Viele Unternehmer sind einsichtig

"Die Regeln sind nur so gut, wie sie nachher auch kontrolliert werden", sagt Kossen. Das neue Gesetz gehe zwar in die richtige Richtung, aber notwendig sei ein Systemwechsel. Es gehe nicht an, dass es für das Kerngeschäft eines Schlachthofes nur 20 Prozent Stammbelegschaft und 80 Prozent Werkarbeiter gebe. Der Anteil der Werkarbeiter müsse gesetzlich begrenzt und die Kontrollmöglichkeiten der Behörden müssten verbessert werden. Zoll oder Gewerbeaufsicht müssten Sanktionsmöglichkeiten haben. Nicht zuletzt bräuchten Werkarbeiter auch den Zugang zu einer kostenlosen Rechtsberatung, fordert Kossen.

Einige Experten sehen die Situation nicht ganz so negativ wie Südbeck oder Kossen. "Es hat sich schon etwas gebessert, aber es ist noch nicht ideal", sagt Daniela Reim, die für die DGB-Beratungsstelle "Arbeit und Leben" osteuropäische Arbeitskräfte in Westniedersachsen berät. Pro Woche hat sie 20 bis 30 Fälle - oft gehe es um den Lohn, aber auch um soziale Beratung. Viele Subunternehmer seien einsichtig, aber es gebe eben noch schwarze Schafe.
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In der Branche gibt es Unternehmen, die längst umstellen: Die Westfleisch-Gruppe aus Münster etwa gründete konzerneigene, tarifgebundene Firmen für Werkverträge und Leiharbeit. Und das Schlachtunternehmen Böseler Goldschmaus aus dem Kreis Cloppenburg will alle Werkarbeiter als Festangestellte übernehmen. "Mittlerweile sind dort über 60 Prozent fest angestellt", sagt Reim.

Auch Hans-Hermann Hunfeld vom emsländischen Kolpingsbildungswerk sieht Verbesserungen. Er sagt aber auch, Lohnabzüge seien immer wieder ein Thema. "Das ist ein Dschungel, da können wir nicht durchblicken." Die im Gesetz vorgesehene Unternehmerhaftung sei "genau der richtige Weg". Nur müsse der Zoll noch besser überwachen, ob die Leute auch richtig bezahlt werden.

Quelle: n-tv.de , Elmar Stephan, dpa
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Gescheiterte Bewerbung - Ignorieren ist schlimmer als klares Nein

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jun 2017 11:20

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http://www.n-tv.de/ratgeber/Ignorieren- ... 65673.html
Gescheiterte Bewerbung - Ignorieren ist schlimmer als klares Nein

Wohnung, Job, Beförderung: Man steckt Mühe in die Bewerbung, harrt der Antwort und dann kommt - nichts. Frust und Selbstzweifel sind die Folge. Dabei wäre es einfach, negative Gefühle zu reduzieren.

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Gar keine Antwort ist für abgelehnte Bewerber am schlimmsten. Selbst eine lapidare oder gar unfreundliche Absage fördere das Wohlbefinden, etwa nach einem Jobgespräch oder einer Wohnungsbesichtigung. Das schreiben Psychologen der Universitäten Basel und Purdue (US-Bundesstaat Indiana) im Fachmagazin "Personality and Social Psychology Bulletin". Völliges Ignorieren werde hingegen als Zurückweisung und Ausgrenzung empfunden.

Die Forscher hatten vier Experimente mit rund 600 Teilnehmern durchgeführt, wie Selma Rudert von der Universität Basel erklärt. Bei einem simulierten Ballspiel am Computer wurde bestimmten Teilnehmern nie der Ball zugespielt, anderen nur sehr selten. Bei einer anschließenden Befragung bewerteten die Teilnehmer ihre Gefühle, etwa Zugehörigkeit und Selbstwert.

"Es zeigte sich, dass selbst wenige Ballwürfe am Schluss genügten, damit die Teilnehmenden sich verglichen mit der ausgegrenzten Gruppe besser fühlten", sagte Rudert. Probanden, die sich im Rahmen eines Experiments für eine Wohnung beworben hatten, waren mit einer unfreundlichen Absage zufriedener als mit gar keiner.
Kummer infolge sozialer Ausgrenzung

"Alle Untersuchungen zeigen, dass bereits kleinste Zeichen von Integration und Aufmerksamkeit den Kummer infolge sozialer Ausgrenzung verbessern", so die Psychologen. Gerade Arbeitgeber sollten abgelehnten Kandidaten ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit entgegenbringen, etwa mit einem Brief oder einer Mail, sagte Rudert.
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"Keine Rückmeldung zu geben bedeutet, dem Bewerber oder Beschäftigten die Gelegenheit zum Lernen zu verweigern", sagt Frank Vogelgesang, Professor für Personalpsychologie an der PFH Privaten Hochschule Göttingen, der an der Studie nicht beteiligt war. "Die Botschaft, wenn kein Feedback kommt, ist: Der Austausch mit dir ist für mich völlig bedeutungslos, und du als Mensch bist mir egal."

Schon beim Ballspielen am Computer erzeuge das Ausgeschlossensein negative Gefühle wie Ärger oder Traurigkeit. "Da kann man sich vorstellen, wie es ist, wenn einem so etwas in der Realität widerfährt, wenn man in etwas so viel Mühe gesteckt hat wie in eine Bewerbung", sagt Vogelgesang.

Ärger könne in Aggression, Traurigkeit und in Depression umschlagen. Feedback sollte laut Vogelgesang möglichst spezifisch sein. "Für eine Rückmeldung brauche ich kein Psychologiestudium, sondern Haltung - eine Haltung, die von Wertschätzung für den anderen und Respekt für sein Anliegen getragen ist."

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Vermögenspreise steigen stark - Die Inflation kommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Jun 2017 10:29

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Vermögenspreise steigen stark - Die Inflation kommt

Ein Gastbeitrag von Marco Herrmann

Jahrelang zitterten die Finanzmärkte vor Deflation. Tatsächlich ist eher mit steigenden Preisen zu rechnen. Denn seit es Geld gibt, gibt es Inflation. Das wird dieses Mal nicht anders sein.

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Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im Mai um 1,5 Prozent gestiegen. In der Eurozone war die Teuerungsrate mit 1,4 Prozent ähnlich hoch. Damit ist das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent fast erreicht. Trotzdem kauft EZB-Chef Mario Draghi fleißig weiter Anleihen - für 60 Milliarden Euro pro Monat. Das ist nichts anderes als Gelddrucken.

Die Bilanzsumme der EZB ist so groß wie noch nie. In den zurückliegenden drei Jahren hat sie sich auf 4100 Milliarden Euro mehr als verdoppelt und wird bis Ende des Jahres voraussichtlich auf 4500 Milliarden Euro weiter anschwellen. Auch die japanische und die amerikanische Notenbank haben in den vergangenen Jahren massenweise Liquidität in das Finanzsystem gepumpt.

Obwohl es immer mehr Geld gibt, steigen die Preise jedoch kaum. Die Aussage ist aber nur für die Verbraucherpreise richtig, also für das, was die Menschen für den täglichen Bedarf benötigen: Wohnen, Heizen, Tanken oder Essen. Die Vermögenspreise legen dagegen bereits seit Jahren zu. Aktien zum Beispiel – sie bewegen sich auf Rekordniveau. Die Börsenrally läuft jetzt schon seit mehr als acht Jahren. Auch das ist Inflation.

Häuser und Wohnungen immer teurer
Marco Herrmann verantwortet bei der FIDUKA-Depotverwaltung seit 2010 als Geschäftsführer die Anlagestrategie. Gemeinsam mit seinem Kollegen Urban Bacher und dem Volkswirtschaftsprofessor Hanno Beck hat er das Buch "Inflation – Die ersten zweitausend Jahre" veröffentlicht.
Marco Herrmann verantwortet bei der FIDUKA-Depotverwaltung seit 2010 als Geschäftsführer die Anlagestrategie. Gemeinsam mit seinem Kollegen Urban Bacher und dem Volkswirtschaftsprofessor Hanno Beck hat er das Buch "Inflation – Die ersten zweitausend Jahre" veröffentlicht.

Dasselbe gilt für die Immobilienpreise. Im vergangenen Jahr sind sie in Deutschland um durchschnittlich fast sieben Prozent gestiegen. In München zahlen Käufer einer Neubauwohnung mittlerweile im Durchschnitt 7500 Euro pro Quadratmeter. In Berlin und Hamburg sind es fast 5000 Euro. Kunst wird ebenfalls immer teurer. Ein guter Indikator dafür ist der Aktienkurs des Aktionshauses Sotheby`s, der vor Kurzem auf mehr als 50 Dollar stieg – den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Nun gibt es gute Gründe anzunehmen, dass die Inflation nicht auf die Vermögenspreise beschränkt bleibt. So haben die großen Energie- und Rohstofffirmen in den zurückliegenden Jahren ihre Investitionen massiv gekürzt. Das Überangebot geht dadurch langsam zurück und die Preise stabilisieren sich. Ein Barrel Erdöl der Sorte Brent kostet seit einem knappen halben Jahr wieder 50 Dollar und mehr. Im Tief Anfang 2016 hatte der Preis bei weniger als 28 Dollar notiert und ist seitdem um 80 Prozent gestiegen. Das wirkt sich im Warenkorb der Inflationsindices spürbar aus.
Lohn-Preis-Spirale

Hinzu kommt, dass in großen Volkswirtschaften die Löhne zulegen. In Deutschland ist die Arbeitslosenquote auf 5,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. In den USA belief sich die Arbeitslosenquote zuletzt sogar nur auf 4,4 Prozent – das ist ein Zehn-Jahres-Tief. Die annähernde Vollbeschäftigung sorgt für steigende Löhne, wodurch sich zunehmend Inflationsdruck aufbaut. Das ist der typische Beginn einer Lohn-Preis-Spirale, in der sich Arbeitsentgelte und Preise abwechselnd hochschaukeln.

Gleichzeitig hat sich in der Eurozone die Kreditnachfrage in den beiden zurückliegenden Jahren wieder erhöht. Das spricht für ein verbessertes konjunkturelles Umfeld. Steigende Nachfrage bedeutet jedoch fast immer auch steigende Preise.

Schließlich ist durch das Gelddrucken der EZB in Euroland in den vergangenen drei Jahren die Geldmenge (M3) fast doppelt so stark gestiegen wie das Brutto-Inlands-Produkt (BIP). In den USA vollzog sich diese Entwicklung analog. Einem nur mäßig gewachsenen Angebot von Waren und Dienstleistungen steht somit eine deutlich erhöhte Menge an Geld gegenüber.
2000 Jahre Inflation

Der wichtigste Grund aber, warum zumindest mittel- bis langfristig die Inflation wieder anziehen wird, lautet: Seit es Geld gibt, gibt es auch Inflation. Zu allen Zeiten, in allen Ländern haben in den vergangenen 2000 Jahren Herrscher, Kaiser, Potentaten und Politiker ihre Untertanen und Bürger enteignet, indem sie mit deren Geld Schindluder getrieben haben.
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Die Zerstörung einer Währung durch den Staat ist ein systemisches Risiko, dem die Verbraucher und Anleger nicht so leicht entfliehen können. Dennoch gibt es wirksame Strategien gegen Inflation. Da kaum jemand den Zeitpunkt und Verlauf der nächsten Krise seriös vorhersagen kann, gilt es, das Vermögen möglichst breit zu streuen. Das Portfolio sollte aus Anlagen bestehen, die unterschiedliche Charakteristika besitzen und wenig korreliert sind. Fällt der eine Vermögenswert, steigt im Idealfall der andere. Eine solche entgegengesetzte Entwicklung gibt es zum Beispiel häufig beim US-Dollar und beim Gold. Anleger sollten Sachwerte wie Aktien - aufgeteilt in unterschiedliche Regionen und Anlagestiele, Immobilien und Gold, die sich historisch wacker gegen Inflation geschlagen haben, gegenüber Anleihen, Bargeld und Lebensversicherungen vorziehen. Das perfekte Portfolio, das zu jedem Gemüt passt, gibt es allerdings nicht.

"Inflation – Die ersten zweitausend Jahre: Wie Politiker unser Geld zerstören und wie man sich davor schützt" bei Amazon bestellen.

Quelle: n-tv.de
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Wall Street geschwächt - Dax knickt nach Katar-Schock ein

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jun 2017 18:14

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Dienstag, 06. Juni 2017
Wall Street geschwächt - Dax knickt nach Katar-Schock ein

Nach seinem Allzeithoch vergangene Woche folgt für den Dax die Ernüchterung. Politische Unsicherheiten prägen das Marktgeschehen - vor allem die Katar-Krise belastet. Auch die Ölpreise sinken.

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Nach und nach weiter nach unten ging es für den Dax am ersten Handelstag nach dem langen Pfingstwochenende. Der deutsche Leitindex fiel am Ende sogar nachhaltig unter die 12.700er-Marke und damit unter das Niveau vom vergangenen Rekord-Freitag. Der Dax war vor dem verlängerten Pfingstwoche knapp unter seinem jüngsten Allzeithoch bei 12.822,94 Punkten aus dem Handel gegangen.
Charts

Dax Dax 12.690,12
MDax MDax 25.448,57
TecDax TecDax 2.309,88

Mehrere Unsicherheitsfaktoren belasteten den Dax zum verspäteten Wochenstart. Politische Spannungen im Nahen Osten, die nahende Wahl in Großbritannien sowie die unsicheren Aussichten in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed stimmten Anleger nach dem langen Pfingstwochenende vorsichtig.

Der Dax notiert am Nachmittag bei 12.690 Punkten und damit 1,0 Prozent schwächer. Für den Nebenwerte-Index MDax ging es ebenfalls 1,0 Prozent nach unten auf 25.449 Zähler. Ein Minus von 0,5 Prozent verzeichnete der TecDax, der auf 2310 Punkte absank. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,8 Prozent auf 3553 Punkte.

"Börsianer sind heute vorsichtig nach sieben Wochen Rekordfahrt", sagte n-tv Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Die Vorsicht am Markt könnte bis Donnerstag anhalten, weil erst dann die zentralen Ereignisse der Woche anstehen, nämlich die Anhörung des von Trump entlassenen FBI-Direktors James Comey vor einem Senatsausschuss, die EZB-Sitzung und besonders die Wahlen in Großbritannien. Hier könnte es zu Überraschungen kommen, wenngleich den jüngsten Umfragen zufolge der Vorsprung von Premierministerin Theresa May und ihrer Tory-Partei wieder gewachsen ist.

Hauptthemen war die Lage im Nahen Osten, nachdem Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen haben wegen des Vorwurfs, Terrorismus zu unterstützen. Auch weil das vor allem von seinem Erdgasreichtum lebende Katar die größte US-Luftwaffenbasis im Nahen Osten beherberge, sorgte dies für Erstaunen. US-Präsident Donald Trump will mit den Beteiligten sprechen, um die Situation zu beruhigen, wie eine Sprecherin des Weißen Hauses inzwischen sagte.
Video
Abbruch diplomatischer Beziehungen: Nachbarstaaten isolieren Katar
06.06.17 – 02:02 min
Krise löst Hamsterkäufe aus Nachbarstaaten isolieren "Terrorunterstützer" Katar

Die Börse in Katar erholte sich nur kurz: Der Leitindex stieg in der Spitze zwar um 3,3 Prozent, rutschte dann aber wieder leicht ins Minus ab. Am späten Nachmittag notierte er 1,6 Prozent leichter.
Dax: Lufthansa an der Spitze

Bei den Einzelwerten ragten im Dax die Lufthansa-Titel heraus mit einem Kursplus von 2,8 Prozent. Laut Firmenchef Carsten Spohr entwickelt sich die Nachfrage aus den USA und Asien besser als erwartet. Zudem hob der Luftfahrt-Verband IATA die Umsatz- und Gewinnprognosen für Airlines an.

Der Druck auf die Beteiligungen Katars nahm hingegen zu. Im Dax führten zeitweise Deutsche Bank und Volkswagen die Verliererliste an. An beiden Unternehmen hält das Investment-Vehikel des Emirats größere Aktienpakete. VW verloren am Ende 1,9 Prozent, Deutsche Bank 1,7 Prozent.
SDax: Neuer Trainer pusht BVB-Aktie

Borussia Dortmund stiegen gegen einen schwächeren Markt um bis zu 2,7 Prozent auf 6,42 Euro, das ist der höchste Kurs seit über 15 Jahren. "Die Verpflichtung von Peter Bosz als neuem Trainer ist bereits am Morgen eingepreist worden", sagte ein Marktteilnehmer. Entsprechende Hinweise hätten sich bereits am späten Montag verdichtet.

Rocket Internet gaben 2,1 Prozent ab nach der Nachricht, dass die Tochter Delivery Hero in den kommenden Monaten an die Börse gehen will. Das sei seit längerem so erwartet worden hieß es. Zudem fehlten noch die Details.
Video
Geldanlage-Check: Jens Bernecker, Börsenbriefverleger
06.06.17 – 02:06 min
Geldanlage-Check Jens Bernecker, Börsenbriefverleger

Daneben sorgten Umstufungen für Bewegung: So fielen Wacker Chemie im MDax um 4,1 Prozent auf 96 Euro, nachdem sie von der UBS auf "Sell" von "Buy" abgestuft wurden. Auch das Kursziel wurde drastisch zusammengestrichen auf 81 nach zuvor 117 Euro.

In der dritten deutschen Reihe brachen Tom Tailor um rund 7,5 Prozent ein nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Der Modekonzern will auf diesem Weg 61,2 Millionen Euro einnehmen. Den Großteil wollen die Hamburger für Investitionen verwenden, hauptsächlich für die Verbesserung der Informationstechnologie und des E-Commerce.
Europa: Roche-Aktien brechen ein

Bei den europäischen Einzelaktien ragten Roche mit einem Minus 5,2 Prozent hervor. Hier harmoniert das erst kürzlich auf den Markt gebrachten Medikament Perjeta gegen Brustkrebs nicht wie erhofft mit anderen Wirkstoffen. Dies sorgt nach hohen Erwartungen für eine kräftige Enttäuschung. Die Analysten von Bryan Garnier senken darauf ihre Umsatzschätzung für das Medikament um 900 Millionen Franken und ziehen ihre Kaufempfehlung für die Aktie zurück.

Der Aluminiumhersteller Norsk Hydro verzeichnet Lieferschwierigkeiten wegen der Spannungen in Katar. Normalerweise würde ein ansässiges Gemeinschaftsunternehmen der Norweger die meisten Aluminiumexporte vom großen Hafen Jebel Ali in die Vereinigten Arabischen Emirate befördern. Dieser Hafen scheine aber für alle Lieferungen aus Katar seit Dienstagmorgen geschlossen zu sein, so Norsk Hydro. Norsk Hydro verloren 0,1 Prozent.
USA: Dow Jones leicht im Minus

Die leichte Schwäche nach der Rekordjagd der Wall Street in der Vorwoche setzt sich fort. Bereits zum Wochenbeginn war erkennbar, dass der Risikoappetit der Investoren bis auf Weiteres ausgereizt scheint. Dabei verweisen Händler vor allem auf die neuen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und der Krise um Katar.

Auch die Anhörung des von Trump entlassenen früheren FBI-Direktors James Comey vor einem Senatsausschuss am Donnerstag sorgt für Zurückhaltung. Dort könnte ein Hochkochen der "Russland-Affäre" den Präsidenten in noch ärgere innenpolitische Bedrängnis bringen. Der Dow-Jones-Index verliert 0,2 Prozent auf 21.150 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 0,2 und 0,1 Prozent ein.

Im Fokus stehen die Aktien von Apple und Amazon: Apple ziehen um 0,5 Prozent an, Amazon um 0,1 Prozent. Die japanische Tageszeitung "Nikkei" berichtet, die beiden US-Konzerne wollten sich dem Gebot des Apple-Zulieferers Foxconn für die Chipsparte von Toshiba anschließen und "Geld beizusteuern". Einem Bericht der Zeitung "Asahi" zufolge will der angeschlagene Toshiba-Konzern aber exklusiv mit dem US-Chiphersteller Broadcom über den Verkauf seiner lukrativen Chipsparte verhandeln.

Händler verweisen bei Apple aber zudem auf die Vorstellung des neuen Lautsprechers "HomePod" und anderer Produkte. Amazon hat derweil die Preise für bedürftige Kunden bei einer bestimmten Mitgliedschaft gesenkt. Der Medienkonzern 21st Century Fox steigt ins Geschäft mit mobilen Videospielen ein. Der Wert sinkt um 0,1 Prozent.
Devisen: Euro top, Rand flop

Der Kurs der Euro hat leicht zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg zuletzt auf 1,1273 US-Dollar. Das war etwas mehr als am Vormittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1258 Dollar festgesetzt.

Die wenigen Wirtschaftsdaten, die im Euroraum veröffentlicht wurden, gaben dem Handel keine entscheidenden Impulse. So hatte sich die Anlegerstimmung im Währungsraum, gemessen am Sentix-Index, von bereits hohem Niveau aus weiter aufgehellt. Zahlen aus dem Einzelhandel des Euroraums fielen dagegen durchwachsen aus. Anleger meiden laut Commerzbank-Analystin Esther Reichelt derzeit das Risiko.

Unter deutlichem Druck stand unterdessen der südafrikanische Rand. Auslöser waren Wachstumsdaten, die zeigten, dass das Schwellenland zu Jahresbeginn in die Rezession gefallen war. Der Rand verlor zum US-Dollar in der Spitze 1,3 Prozent. Südafrika leidet seit längerem unter mehreren gravierenden Problemen. Staatspräsident Jacob Zuma ist gerade im Ausland sehr umstritten.

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren Höhenflug auch zu Beginn der neuen Woche fortgesetzt. Der Wert eines Bitcoins stieg laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg auf einen Rekordstand von mehr als 2871 US-Dollar.
Rohstoffe: Turbulenzen bei Ölpreisen

Der Ölpreis reagierte mit erhöhter Volatilität auf die Ereignisse im Nahen Osten. Der offene Bruch verschiedener arabischer Ölstaaten und Mitgliedern des Erdölkartells Opec dürfte die Handlungsfähigkeit der Organisation vor dem Hintergrund einer steigenden US-Förderung schwächen, hieß es im Handel. Daher reagiere der Markt nicht mit Panikkäufen auf die Krise im Nahen Osten.

US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 47,13 US-Dollar. Die global gehandelte Ölsorte Brent ist mit 49,19 Dollar je Fass ebenfalls 0,6 Prozent günstiger zu haben.

Der Goldpreis stieg um 1,2 Prozent auf knapp 1294 Dollar je Feinunze. Damit stand der Preis für das Edelmetall nur noch wenig unter dem bisherigen Jahreshoch vom 17. April von knapp 1296 Dollar. "Gold erhält dabei gleich von mehreren Seiten Unterstützung", sagte Rohstoffanalyst Eugen Weinberg von der Commerzbank. Er verwies auf die Krise um Katar und den schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag.
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Am japanischen Aktienmarkt haben ein stärkerer Yen und Verluste an der Wall Street auf die Stimmung gedrückt. Der Nikkei-Index fiel im späten Handel unter die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Punkten, die er erst in der vergangenen Woche übersprungen hatte. Der 225 Werte umfassende Index gab zum Handelsschluss rund 1,0 Prozent nach auf 19.979,90 Punkte. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,2 Prozent auf 3084 Punkte. Der MSCI-Index für Aktien im Asien-Pazifik-Raum ohne Japan gab 0,2 Prozent nach.

Bei den Einzelwerten standen in Tokio die Papiere von Toshiba im Blickfeld, die gegen den Trend fast drei Prozent zulegten. Die Zeitung "Asahi" berichtete, der angeschlagene Konzern wolle mit dem US-Chiphersteller Broadcom exklusiv über den Verkauf seiner lukrativen Chipsparte verhandeln. Toshiba wollte sich nicht äußern. Durch den Verkauf erhofft sich der Konzern einen Befreiungsschlag.

Im fernöstlichen Devisenhandel verlor der Dollar gegenüber der japanischen Währung und war für 109,66 Yen zu haben. "Dass der Dollar relativ deutlich unter die Marke von 110 Yen gefallen ist, beunruhigt die Anleger", sagte Analyst Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Quelle: n-tv.de , kst/mmo/DJ/dpa/rts
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Diskriminierung im Job - So können sich Opfer wehren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jun 2017 19:49

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Diskriminierung im Job - So können sich Opfer wehren

Angestellte und Bewerber dürfen nicht diskriminiert werden. Sowohl Chefs als auch Kollegen ist es untersagt, jemanden wegen seines Alters, Geschlechts, seiner Religion, Hautfarbe oder wegen einer Behinderung zu benachteiligen. Betroffene sollten schnell reagieren.

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Der Chef will einen befristeten Vertrag nicht verlängern. Zunächst begründet er dies mit der Schwangerschaft der Frau - eine Diskriminierung. Betroffene sollten in so einem Fall schnell handeln.

Denn grundsätzlich können Opfer einer Diskriminierung Schadenersatz und Entschädigung verlangen. Allerdings müssen sie ihre Forderung rechtzeitig stellen - diese also innerhalb der gesetzlichen Frist von zwei Monaten am besten schriftlich bei ihrem Arbeitgeber einreichen. Darauf macht die Arbeitnehmerkammer Bremen in ihrem Magazin aufmerksam (Ausgabe Mai/Juni 2017).

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hält Kriterien fest, nach denen Arbeitnehmer nicht benachteiligt werden dürfen. Dort heißt es, dass Benachteiligungen aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder sexueller Identität verboten sind.

In dem genannten Beispiel schob der Arbeitgeber nach der Beschwerde wegen Diskriminierung plötzlich die schlechte Arbeitsleistung der Frau vor. Das sei ein typischer Versuch, das Opfer zu verunsichern, erklären die Experten. Davon sollten sich Betroffene nicht beirren lassen. Das AGG schützt sie. Der Chef muss nach einer Beschwerde die Situation prüfen und versuchen, eine Lösung zu finden. Anderenfalls können Betroffene vor Gericht gehen.
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Mehr Chancen auf Erfolg haben sie dann, wenn sie Beweise sammeln, also beispielsweise detailliert ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Darin sollten sie Ort, Uhrzeit, die beteiligten Personen sowie Gesprächsinhalt genau angeben. Denn dann dreht sich die Beweislast um - sie liegt dann beim Arbeitgeber. Der Chef müsste dann also die schlechte Arbeitsleistung der Frau vor Gericht beweisen.

Wird ein Arbeitnehmer nachweislich diskriminiert, wird eine Entschädigung für den Betroffenen fällig. Eine solche ist dann steuerfrei und nicht als Arbeitslohn einzuordnen, da es sich um den Ausgleich immaterieller Schäden handelt.

Hilfe und Beratung erhalten Betroffene beim Betriebsrat sowie bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Quelle: n-tv.de , awi
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Gebührenärger bei Volksbanken - Jetzt kommen die Strafzinsen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jun 2017 22:38

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Gebührenärger bei Volksbanken - Jetzt kommen die Strafzinsen
von:

Felix Holtermann

Datum:

06.06.2017 20:00 Uhr

Es ist ein Tabubruch: Immer mehr Volks- und Raiffeisenbanken erheben Minuszinsen. Die gelten nicht mehr nur für Millionäre – Sparer zahlen teilweise schon ab dem ersten Euro drauf. Und das dürfte erst der Anfang sein.
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Kostenloses Konto? Darauf müssen die Kunden achtenPlay
Strafzinsen und Gebühren
Kostenloses Konto? Darauf müssen die Kunden achten

DüsseldorfPlötzlich geht es ganz schnell: Vor einem Jahr hatte die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee erstmals Minuszinsen fürs Tagesgeld ab 100.000 Euro eingeführt. Betroffen waren knapp 140 Kunden und die deutschen Banken erklärten den Schritt rasch zur Ausnahme. Eine neue Erhebung zeigt jetzt aber: Strafzinsen auf Guthaben werden vom Tabubruch zur Regel. Und Vorreiter sind erneut die Genossenschaftsbanken.

Das Preisvergleichsportal Verivox hat eine erste Übersicht über Volks- und Raiffeisenbanken mit Minuszinsen erstellt. Sie liegt dem Handelsblatt vorab vor. Bei aktuell 972 deutschen Genossenschaftsbanken stellt sie nur einen Ausschnitt dar – zeigt aber, wohin die Reise geht. Kunden müssen damit rechnen, dass ihre Hausbank Sparen nicht mehr belohnt, sondern bestraft.

Die Strafzinsen auf Einlagen, auch „Verwahrentgelte“ genannt, sind dabei nicht gering. Im Gegenteil: Sie bewegen sich in einer Höhe von minus 0,3 bis minus 0,5 Prozent. Je nach Bank fallen sie auf Girokonten an, aber auch auf beliebten Sparprodukte, etwa auf Tagesgeld- und Festgeldkonten.

Die Volksbank Reutlingen setzt auf den Rundumschlag. Hier greifen die neuen Strafzinsen von minus 0,5 Prozent laut Preisübersicht schon ab dem ersten Euro auf dem Girokonto und ab 10.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto („VR-FlexGeld“). Wer auf dem Festgeldkonto („VR-AnlageGeld“) 25.000 Euro für ein halbes Jahr parkt, zahlt minus 0,25 Prozent Zinsen, und selbst wer sein Geld für ganze zwei Jahre der Bank überlässt, zahlt immer noch drauf und muss ein Entgelt von minus 0,1 Prozent berappen.
ILLUSTRATION - Verschiedene Banknoten klemmen am Donnerstag (07.01.2010) im Ausgabefach eines Geldautomaten einer Sparkasse in Kaufbeuren (Schwaben). Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Gebühren am Automaten
Auch Volksbanken verteuern das Geldabheben

Tausende Kunden sind alarmiert: Rund 40 Sparkassen haben Gebühren für das Geldabheben eingeführt. Jetzt ziehen die Genossenschaftsbanken nach. Auch für viele Volks- und Raiffeisenbank-Kunden wird es teuer am Automaten. mehr…

Die Volksbank Reutlingen bewirbt ihre Sparprodukte denn auch gar nicht mehr mit der Verzinsung, sondern hebt ganz auf den Faktor Sicherheit ab: „Legen Sie Ihr Geld als Festgeld an. (...) Genau das Richtige, wenn Sie eine sichere Anlagevariante ohne Kursrisiko suchen“, heißt es auf der Homepage. Dass eine Anlageform mit negativer Verzinsung bei Inflationsraten zwischen 1,5 und 2,0 Prozent freilich alles andere als sicher ist, erwähnt die Bank nicht. Gegenüber dem Handelsblatt erklärt eine Sprecherin: „Angesichts des anhaltenden Niedrizingsniveaus mit all' seinen belastenden Auswirkungen für uns als regionale Bank haben wir in der Tat Negativzinsen eingeführt“. Genauer gesagt seien „die formalen, vertraglichen Voraussetzungen dafür“ geschaffen worden. Die Einführung von Negativzinsen beziehe sich aber nur auf Kontoneueröffnungen. Bisherige Privatkunden seien „in der großen Breite“ nicht betroffen.

Ob bei Neu- oder bei Bestandskunden: Andere Genossenschaftsbanken erheben erst ab einer Schwelle Verwahrentgelte: Bei ihnen greifen die Negativzinsen ab 100.000 Euro (so etwa bei der VR-Bank Mittelsachsen, der Volksbank Stendal und der Raiffeisenbank Gmund), ab 250.000 Euro (wie bei der Volksbank Norderstedt), oder sogar erst ab 500.000 Euro (VR-Bank Donau-Mindel, Volksbank Ermstal-Alb, Skatbank).
Die profitabelsten und unprofitabelsten Sparkassen-Regionen 2016

Sparkassen-Verbände

Die mehr als 400 Sparkassen in Deutschland sind in 12 regionalen Verbänden organisiert. Eine viel beachtete Messgröße für die Profitabilität der Sparkassen ist das Betriebsergebnis vor Ergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme. Der Sparkassenverband Westfalen-Lippe hat über die erwarteten Gewinne im Jahr 2016 diverser Verbände informiert.
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Kleinsparer sind dennoch betroffen: Viele Banken haben in den vergangenen Monaten kräftig an der Gebührenschraube gedreht – und früher üppige Zinsen auf einen Minimalwert, oft 0,0 Prozent, abgeschmolzen. Durch kreative Entgeltgestaltung zahlen viele Sparer de facto schon heute Negativzinsen, auch wenn sie die Bank nicht ausweist. Ein typisches Beispiel ist die Preisgestaltung der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien: Diese gewährt zwar immer noch homöopathische 0,01 Prozent Zinsen auf manche Einlagen, erhebt jedoch gleichzeitig laut Verivox Kontoführungsgebühren zwischen fünf und 50 Euro. So rutscht die Realverzinsung ins Negative.

Als weitere Einnahmequelle haben viele Volksbanken und Sparkassen neue, kreative Gebührenmodelle fürs Geldabheben entdeckt, wie bereits Ende März berichtet. Sind die Minuszinsen nun der nächste Schritt? „Hier kann man von einem Trend sprechen“, urteilt Thomas Beutler, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Saarland. „Das Niedrigzinsniveau hält sich hartnäckig und die Banken leiden darunter.“ Eine Zeit lang könnten diese die Phase zwar kompensieren. Je mehr hochverzinste Altanlagen der Bank jedoch ausliefen, desto mehr spitze sich die Problematik zu, so Beutler.
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"Sparen kann sich doch lohnen" - Aus 10.000 Euro das Beste herausholen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jun 2017 12:56

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http://www.n-tv.de/ratgeber/Aus-10-000- ... 75637.html
"Sparen kann sich doch lohnen" - Aus 10.000 Euro das Beste herausholen

Die Zinssätze auf dem Finanzmarkt können kaum zum Sparen motivieren. Es gibt aber offenbar noch immer Möglichkeiten, sein Geld gut anzulegen. Chefredakteur Landwehr von "Finanztest" hat einige Tipps, um attraktive Renditen zu erwirtschaften.

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Sichere Anlageformen bringen derzeit nur Mini-Zinsen. Im Durchschnitt bekommen Sparer nach Angaben der Stiftung Warentest bei den 20 besten Anbietern von Tagesgeldkonten derzeit nur 0,3 bis 0,5 Prozent Zinsen - so wenig wie noch nie.

"Viele Anleger sind deshalb der Meinung: Sparen bringt nichts", sagt Heinz Landwehr, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest". Doch das stimmt offenbar nicht: Mit Geduld und den richtigen Anlagen könne man durchaus attraktive Renditen erwirtschaften.

Ein Beispiel: Legen Anleger 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto zu einem Zinssatz von ein Prozent an, werden daraus nach zehn Jahren 11.046 Euro. Nach 20 Jahren ist das Vermögen auf 12.202 Euro angewachsen, und nach 30 Jahren kann der Sparer über 13.478 Euro verfügen.
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Investiert der Anleger stattdessen breit gestreut in Aktien, kann er mit einer durchschnittlichen Rendite von 6 Prozent pro Jahr rechnen. Aus den 10.000 Euro werden so nach 10 Jahren 17.908, nach 20 Jahren 32.071 Euro und nach 30 Jahren sogar 57.435 Euro.

"Sparen kann sich also doch lohnen", sagt Landwehr. Denn langfristig kann sich durchaus ein kleines Vermögen aufbauen. "Die Zeit ist ein entscheidender Faktor." Aber auch die Rendite spielt eine Rolle, wie das Rechenbeispiel zeigt. Niedrig verzinste Konten sollten aus Sicht von Landwehr eher nicht zum Vermögensaufbau verwendet werden. "Das Tagesgeldkonto ist optimal für die finanzielle Reserve." Rendite erzielen Anleger derzeit am besten mit ETFs, also marktbreiten börsengehandelten Indexfonds.

Die Stiftung Warentest empfiehlt als Basisanlagen börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den globalen oder europäischen Aktienmärkten. Ideal sind aus Sicht der Experten etwa ETFs, die den MSCI World, den MSCI Europe oder den Stoxx 600 Europe abbilden. Dividendenfonds bieten in der Regel keine breite Länder- und Branchenmischung und sind deshalb eher als Beimischung geeignet.

Quelle: n-tv.de , teb/dpa
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Dax nimmt wichtige Hürde - Mays Wahlpleite lässt Börsen kalt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jun 2017 00:43

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Freitag, 09. Juni 2017
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Dax nimmt wichtige Hürde - Mays Wahlpleite lässt Börsen kalt

Für Großbritanniens Premierministerin geht ein schwarzer Tag zu Ende. Die deutsche Börse zeigt sich von der Briten-Wahl dagegen wenig beeindruckt. Zum Wochenausklang legt der Dax nochmal zu.

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Die Parlamentswahl in Großbritannien hat den Dax am Freitag weniger beeinflusst als befürchtet. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt reagierten zuversichtlich auf den Wahlausgang. Der weiterhin sehr starke deutsche Außenhandel sorgte zusätzlich für gute Laune.

Der Dax, der zum Handelsauftakt wieder die Marke von 12.800 Punkten übersprungen hatte, schloss mit 0,8 Prozent im Plus bei 12.815 Punkten. Im Wochenverlauf verbucht er damit ein kleines Minus von 0,4 Prozent.

Der MDax stieg 1 Prozent auf 25.411 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,6 Prozent auf 2309 Punkte. Auf europäischer Ebene rückte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 0,5 Prozent auf 3583 Zähler vor.
Charts

Dax Dax 12.815,72
Heidelbergcement Heidelbergcement 84,60
RWE RWE 19,73
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Anleger hoffen, dass die geplante Scheidung Großbritanniens von der EU friedlich ausfällt - oder gar beide am Ende doch noch zusammenbleiben. "Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Exit vom Brexit eintritt, liegt nach meiner Meinung jetzt bei 60 Prozent mit zunehmender Tendenz", sagte Folker Hellmeyer, Chef-Analyst der Bremer Landesbank. Premierministerin Theresa May wurde von Königin Elizabeth II. mit der Regierungsbildung beauftragt. May bekräftigte ihre Absicht, das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union zu führen.

Unternehmensnachrichten waren rar gesät. Bei den Einzeltiteln profitierten vor allem die Aktien von Heidelbergcement. Nach einer positiven Analysteneinschätzung verteuerten sie sich an der Index-Spitze um 3,1 Prozent. Zudem platzierte das Unternehmen eine Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro und einer Laufzeit bis Juni 2027.

Bei den Versorgerwerten setzten am Freitag Gewinnmitnahmen ein. Nach den Aufschlägen im Zusammenhang mit dem günstigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Brennelementesteuer überraschte dies nicht. Der Sektor ist einer der Hauptgewinner im Dax in diesem Jahr. RWE verloren 1,3 Prozent und Eon 0,3 Prozent.

Ein Bürgschaftsantrag trieb den Kurs von Air Berlin. Er legte um 3,1 Prozent zu und nähert sich wieder der Marke von einem Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft gemeinsam mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Berlin einen Bürgschaftsantrag der hoch verschuldeten Fluggesellschaft. Sollte Air Berlin ein tragfähiges Zukunftskonzept besitzen, könnte das Hilfsprogramm genehmigt werden, heißt es am Markt. "Dann gibt es neue Hoffnung auch für den Kurs", sagt ein Händler. Ohne tragfähiges Geschäftsmodell gebe es keine Bürgschaft und damit auch keine besseren Zukunftsperspektiven.

Airbus zogen um 2 Prozent an. Händler verwiesen dabei auf Aussagen von Ferdinando Alonso. Der Chef der Militärflugzeugsparte sagte, die Gespräch mit den Kunden wegen der Probleme mit dem A400M kämen voran. Die Parteien hätten aber Stillschweigen zu den Details vereinbart.
"Hung Parliament" in London

Bei den Brexit-Verhandlungen hält auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer nunmehr eine Einigung mit Großbritannien für wahrscheinlich. Zwar sei völlig offen, wie die nächste britische Regierung aussehen werde und auch Neuwahlen seien möglich, sagte Krämer. Aber eines sei sicher: "Der harte Brexit wurde abgewählt."

Auch der FTSE 100 legte nach dem Wahldesaster für May zu. Der Londoner Leitindex "Footsie" nahm zunächst Kurs auf sein Rekordhoch und legte bis zu 1,3 Prozent zu, im Verlauf schmolz das Kursplus ab auf 1 Prozent und 7523 Punkte.

Zu den größten Verlierern an der Londoner Börse gehörten die Aktien von Banken, weil sie besonders von einer möglichen Konjunktureintrübung betroffen wären. Lloyds und Royal Bank of Scotland büßten 1 beziehungsweise 2,2 Prozent ein. Barclays legten um 0,8 Prozent zu.

Auch Luftfahrt- und Tourismuswerte flogen aus den Depots. Thomas Cook, Easyjet und die British-Airways-Mutter IAG verloren bis zu 1 Prozent. Die Papiere der Rivalen Lufthansa und Air France-KLM stiegen dagegen auf ihre höchsten Stände seit drei Jahren.

Mit der aktuellen Situation eines "Hung Parliament", eines Unterhauses ohne klare Mehrheit, habe die politische Unsicherheit in dem Vereinigten Königreich zwar spürbar zugenommen, schrieb Großbritannien-Experte Sören Hettler von der DZ Bank. Deshalb sei auch das britischen Pfund deutlich unter Druck geraten. Dies wiederum stützte aber den Aktienmarkt, denn eine schwache Landeswährung könnte den Export ankurbeln.

Großbritannien steht kurz vor Beginn der Brexit-Verhandlungen über einen EU-Austritt vor einer komplizierten und möglicherweise langwierigen Regierungsbildung. Im Vordergrund steht nun die Frage, ob die Brexit-Gespräche überhaupt wie geplant am 19. Juni starten können. Wer sie führen wird, scheint nach den Wahlen ungewiss.

Noch keinen Reim auf die neusten Entwicklungen hat sich die Ratingagentur Moody's gemacht. Sie will nach der Wahlschlappe erst einmal abwarten, den Prozess der Regierungsbildung beobachten und die Konsequenzen für die Kreditwürdigkeit des Landes "zu gegebener Zeit" beurteilen. Die Kreditwächter wiederholen aber ihre Einschätzung, dass die Entwicklung des Ratings großteils vom Ergebnis der Brexit-Verhandlungen und vom Wachstumsausblick abhängt.

Die nach nun entstandene Hängepartie könnte noch eine große Rolle bei den Brexit-Gesprächen spielen. Guy Verhofstadt, Verhandlungsführer für das EU-Parlament, twittete: "Schon wieder ein Eigentor, nach Cameron macht May eine bereits komplexe Verhandlung noch schwieriger."
USA: Wall Street uneinheitlich

Die Wall Street ist trotz Mays Wahldebakel zwischenzeitlich auf Rekordstände gestiegen. Der Chef des New Yorker Vermögensverwalters Ladenberg Thalmann, Phil Blancato, sagte, die Konservativen verlören in den Brexit-Gesprächen nicht gänzlich die Kontrolle. Die Verhandlungen über den Austritt aus der EU könnten noch immer geordnet vonstattengehen.

US-Investoren zeigten sich auch erleichtert, weil die Befragung des früheren FBI-Chefs James Comey nach ihrer Ansicht keine Neuigkeiten ans Licht brachte, die zu einer Amtsenthebung von Präsident Donald Trump führen könnten. Die Vernehmung vor einem Senatsausschuss hatte schon am Donnerstagabend für steigende Kurse gesorgt.

Der Dow Jones legte um 0,4 Prozent zu und schloss bei 21.271 Punkten. Der S&P 500 sank nach anfänglichen Gewinnen 0,1 Prozent auf 2432 Zähler. Dagegen verlor der Nasdaq-Index 1,8 Prozent auf 6208 Stellen.

In New York waren vor allem Bank-Aktien gefragt. Goldman Sachs stiegen um 1,4 Prozent, JP Morgan um 2,3 Prozent und Bank of America um 1,5 Prozent. Die US-Notenbank Fed wird wahrscheinlich in der kommenden Woche ihre Leitzinsen erneut erhöhen. Das wiederum könnte sich auf die Gewinne der Institute positiv auswirken. Nach einer Analyse des Börsenbetreibers CME sehen Händler die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in der kommenden Woche bei 99,8 Prozent.

Eine Achterbahnfahrt gab es für den Chiphersteller Nvidia. Die Aktie erreichte zunächst den Rekordwert von 168,50 Dollar. Dann aber erklärte das Onlineportal Citron Research, die Aktie könnte bis auf 130 Dollar zurückfallen. zum Handelsschluss betrug das Minus dann 6,9 Prozent.
Asien: Börsen reagieren verhalten

Die Börsen in Asien hatten sich am Morgen von den sich anbahnenden Problemen in Großbritannien weitgehend unbeeindruckt gezeigt. Positive Vorzeichen überwogen, anfängliche vereinzelte Minuszeichen verschwanden recht schnell wieder. In Tokio kletterte der Nikkei-Index mit einem Aufschlag von 0,5 Prozent auf 20.013 Punkte wieder über die 20.000er Marke. Hier stützte auch die positive Yen-Entwicklung.

An den anderen Handelsplätzen fielen die Gewinne moderater aus. Die Ausnahme war Seoul, dort markierte der Kospi ein neues Rekordhoch. Der Index schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent. Auch in Shanghai ging es mit den Kursen aufwärts, der Shanghai-Composite legte um 0,3 Prozent auf 3.159 Punkte zu.

In Hongkong reduzierte sich der Hang-Seng-Index dagegen um 0,1 Prozent. Hier standen mit dem Wahlausgang in Großbritannien die Kurse britischer Aktien unter Druck. "Für den Markt ist ein 'Hung Parliament' das schlechteste Szenario, denn dies schafft erhöhte Unsicherheiten", so Stratege Jameel Ahmad von FXTM.

Softbank-Aktien schossen in Tokio um 7,4 Prozent nach oben. Hier stützte der positive Ausblick des Online-Händlers Alibaba. Dieser peilt für 2018 ein Umsatzwachstum von 45 bis 49 Prozent an. Eine erhöhte Risikobereitschaft helfe auch Aktien wie Softbank, hieß es von Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management. Die Softbank-Aktie markierte den größten Tagesgewinn seit November, ergänzte der Teilnehmer.
Devisen: Pfund bricht ein
Video
Auswirkungen auf Brexit-Verhandlungen: Wahlschlappe für May sorgt für Unsicherheit in der Wirtschaft
09.06.17 – 01:53 min
Großbritannien nach Wahl "Anhaltende Unsicherheit ist Gift für britische Wirtschaft"

Das britische Pfund Sterling rutschte nach Mays Wahlniederlage um bis zu zwei Prozent auf 1,2695 Dollar ab. Das war der tiefste Stand seit dem 18. April, als May zu den Neuwahlen aufgerufen hat. Zwischenzeitlich erholte sich das Pfund wieder etwas. Am Abend notierte es bei 1,2745, am Donnerstag waren es noch 1,30 Dollar.

Experten sind unseins, wohin die Reise für die britische Währung nun geht. Wie ein Analyst anmerkte, wäre ein Rücktritt aus Marktsicht die "sauberere Lösung". Langfristig sei May nach der Wahlschlappe wohl ohnehin kaum zu halten. Nach einem schnellen Rücktritt sieht es nicht aus, stattdessen will sie mit der Regierungsbildung beginnen.

"Es gibt so viele Variablen, dass das Pfund in den nächsten Tagen sogar steigen könnte, da die Wahrscheinlichkeit eines sanften und angenehmeren Brexit steigt", sagte Richard Berry, Gründer des Brokerhauses Berry FX.
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Wer in britische Fonds investiert hat, muss sich zunächst keine Sorgen machen - nach dem Brexit ändert sich erst einmal nichts. Foto: EPA/Andy Rain 09.06.17 Nach der Wahl Britisches Pfund erholt sich wieder leicht

Dagegen hält Chef-Investmentstratege Salman Ahmed vom Fondsmanager Lombard Odier eine Abschwächung auf 1,25 Dollar für möglich. Die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass es für das Pfund erst wieder aufwärtsgeht, wenn es Klarheit über eine Regierungsbildung gibt.

Der Euro lag zuletzt 0,1 Prozent niedriger bei 1,1197 Dollar. Zum Pfund notierte die Gemeinschaftwährung bei 0,8779 Pfund.
Rohstoffe: Ölpreise legen zu

Mit den Ölpreisen ging es am späten Abend etwas nach oben. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete pro Barrel 46,10 Dollar und damit 0,5 Prozent mehr als am Vortag. Ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent war mit 48,20 Dollar 0,7 Prozent teurer. Auch hier bremste der feste Greenback etwas. Der Rohölmarkt steuert damit auf einen vierprozentigen Wochenverlust zu und die 50-Dollarmarke bleibt in weiter Ferne, nachdem unerwartet volle US-Lager zur Wochenmitte einen Ausverkauf eingeleitet hatten.

Nach wie vor ist das zu hohe Angebot das beherrschende Thema am Ölmarkt. Ein überraschender Anstieg der Ölreserven in den USA hatte die Preise zur Wochenmitte stark unter Druck gesetzt. Seit Montag sind die Preise für Brent-Öl und US-Öl jeweils um etwa sechs Prozent gefallen. Die Opec hatte versucht, mit einer Verlängerung der Förderkürzung die Ölpreise zu stabilisieren. Dem stehen steigende Fördermengen in den USA gegenüber.

Zinserhöhungserwartungen in den USA und der feste Dollar drückten den Goldpreis um 0,9 Prozent auf 1267 Dollar je Feinunze. Wie gering die Verunsicherung wegen der Wahl in Großbritannien ausfällt, zeigt sich auch am Rentenmarkt. Denn dort fallen die Notierungen und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steigt um 3 Basispunkte auf 2,22 Prozent. Sichere Häfen sind offensichtlich nicht gefragt.

Quelle: n-tv.de , lsc/ddi/vpe/dpa/DJ[/color][/size]
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Papiergeld überlebt nicht - "Die Zukunft gehört den Cryptocoins"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jun 2017 19:17

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Zukun ... 82064.html
Samstag, 10. Juni 2017
Papiergeld überlebt nicht - "Die Zukunft gehört den Cryptocoins"

Helikoptergeld, Bargeldbeschränkungen und Negativzinsen: "Wir leben in einem Experiment, das es in den vergangenen 3000 Jahren nicht gegeben hat", sagt Finanzexperte und Autor Markus Miller. Sparer und Verbraucher bräuchten mehr Sicherheit. Und die gibt es.

n-tv.de: Digitalwährungen sind auf dem Vormarsch. 179 offiziell anerkannte Papierwährungen stehen über 800 virtuellen Währungen gegenüber. Woher rührt dieser Hype?

Markus Miller: Wer die Kaufkraft seines Geldes sichern wollte, brauchte früher nur seinen 100-D-Mark-Schein ins Schließfach legen. Heute funktioniert das nicht mehr. Schuld sind die hohen Staatsverschuldungen sowie die Anleihenkäufe und Geldmengenausweitungen der Notenbanken. Die Menschen haben einfach das Vertrauen in den Wert des Geldes verloren. Sie suchen nach Alternativen, der Exodus geht in Gold, Silber, Diamanten, Immobilien - und in Cryptocoins.

Und warum sind Kryptowährungen sicherer als Bargeld?
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Im Gegensatz zu Papiergeld basieren Kryptowährungen nicht auf Schulden. Das wachsende Vertrauen basiert auf der dahinterstehenden Technologie, der sogenannten Blockchain. Das ist ein dezentrales System, auf das kein Unternehmen und keine Notenbank Einfluss hat. Es reguliert sich selbst durch die jeweiligen Transaktionen von Angebot und Nachfrage in dieser Blockkette, die völlig transparent und einsehbar ist. Diese Technologie wird zukünftig unser gesamtes Leben in vielen Bereichen revolutionieren - nicht nur unser Geldsystem. Wahrscheinlich wird unser Geldwesen in Zukunft vollkommen digitalisiert sein. Deshalb ist es wichtig, eine ganz hohe Sicherheitsstufe zu implementieren. Blockchain erfüllt diese Voraussetzung.

Sie rechnen offenbar nicht mit großem Widerstand.

Das Vertrauen in diese Währungen und die Anwendungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen wachsen. Sogar die Bundesbank und die Deutsche Börse forschen intensiv an dieser Blockkettentechnologie, um sie in Zukunft als Kassen- oder Orderbuch für Wertpapiergeschäfte zu nutzen. Auch Staaten sind an einer neuen Währung auf Basis kryptografischer Schlüssel - also mathematischer Verschlüsselungsmodelle - interessiert. Norwegen forscht an der EKrone. Japan hat den Bitcoin als offizielle Währung anerkannt. In Europa gibt es nur die Stadt Zug in der Schweiz, die Bitcoins offiziell bei Behördenangelegenheiten akzeptiert. Aber täglich kommen weitere Unternehmen dazu, die Bitcoin akzeptieren. Allerdings ist im Moment auch ein unglaublicher spekulativer Boom in diese Währungen entstanden.

Aber man weiß nicht einmal, wer hinter diesen kryptischen Geschichten steckt. Vater oder Mutter des Bitcoin ist angeblich Satoshi Nakamoto. Ist das eine Einzelperson oder eine Programmierergruppe? Da lauern doch neue Gefahren.

Ja richtig. Aber der Ursprung ist gar nicht mehr wichtig. Wer auch immer den Bitcoin erfunden hat, hat kaum mehr Einfluss auf das System. Das System hat sich dezentral entwickelt und dabei ganz unabhängig in der ganzen Welt etabliert. Nehmen Sie die Geschichte des Automobils: Es war Otto Benz, der vor über hundert Jahren den Otto-Motor erfunden hat. Über die Jahre ist die Technologie immer weiter entwickelt worden durch die unterschiedlichsten Menschen und Unternehmen. Die Basis eines Autos, vier Räder, Bremse, Gas und Lenkrad sind dabei immer gleichgeblieben. Das gleiche ist mit dem Bitcoin geschehen. Die Programmierer haben einen Motor ins Internet gestellt und dieser Motor wurde weltweit weiterentwickelt auf Hundertausenden, wenn nicht gar Millionen Internet-Knotenpunkten. Genau das ist es, was die Technologie so sicher macht.

Trotzdem gibt es Betrugsfälle.

Das gab es in der Vergangenheit und vermutlich wird es das auch in Zukunft geben. Das ist richtig. Vor Jahren ging in Japan eine große Bitcoin-Plattform pleite, weil Bitcoins wie bei einem Bankraub veruntreut wurden. Das ist ein Risiko. Genau deshalb ist es sinnvoll, mehrere Handelsplattformen und unterschiedliche Konten zu nutzen.

Es gibt auch schwarze Schafe unter den Kryptowährungen: OneCoin, SwissCoin zum Beispiel gelten als unseriös. Wie kann der Laie gute von schlechten Digitalwährungen unterscheiden?
Chart

Bitcoin Bitcoin 2.753,00

Niemand kann garantieren, dass sich eine Digitalwährung durchsetzen wird. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch viele Digitalwährungen scheitern und auf den Wert Null fallen werden. Aber auf der Internetseite Coinmarketcap.com finden Sie Währungen, die von ihrer grundlegenden, technologischen Ausgestaltung solide konzipiert sind. OneCoin oder SwissCoin sind keine soliden kryptografischen Währungen, sie sind zentralisiert. Sie basieren auf Vertriebssystemen. Das macht einen großen Unterschied. Hinter ihnen stehen Unternehmen, die diese Währungen bewirtschaften. Gehen diese Unternehmen pleite, ist das Geld weg. Die Währungen werden mit gigantischen Provisionen von teilweise über 30 Prozent weiterempfohlen. Das sind reine Pyramidensysteme, denen fortlaufend Substanz durch Provisionsausschüttungen entzogen wird. So etwas kann nicht funktionieren.

Der Bitcoin hält Kurs auf umgerechnet 3000 Euro. Ist das noch gesund?

Das ist eine unglaubliche Entwicklung, die grundsätzlich sogar begrüßenswert ist. Je höher die Marktkapitalisierung, desto höher die Verbreitung und Akzeptanz. Splitten ist kein Thema, weil es wie beim Euro Unteranteile gibt. Die kleinste Einheit beim Bitcoin heißt Satoshi, benannt nach der Gründergruppe. Selbst wenn ein Bitcoin 20.000 Euro wert ist, ist das kein Problem, weil Sie auch etwas mit 0,00000001 Bitcoin bezahlen können.

Der Nutzen in der Praxis – zumindest hier in Deutschland - ist trotzdem nicht besonders groß.
Markus Miller ist ehemaliger Privatbanker, Finanzanalyst, Gründer des Medien- und Beratungsunternehmens Gepolitical Biz und Buchautor.
Markus Miller ist ehemaliger Privatbanker, Finanzanalyst, Gründer des Medien- und Beratungsunternehmens Gepolitical Biz und Buchautor.

Weil wir Deutschen ein Volk der Barzahler sind. In Skandinavien oder Kanada wird viel mehr mit Karte oder auch Handy bezahlt. In Skandinavien gibt es Kirchen, wo Sie die Kollekte oder die Strafzettel der Polizei mit Ihrem Smartphone bezahlen. Wir Deutschen sind rückständig - oder vorsichtig. In der ganzen Welt gibt es über 1250 Bitcoin-Geldautomaten. Viele davon in Österreich, viele in Tschechien, einige in Frankreich, über 60 in Großbritannien, über 800 in den USA und über 400 in Kanada. Liechtenstein hat gerade seinen ersten Automaten erhalten. Deutschland hat keinen einzigen für die Öffentlichkeit.

Warum?

Weil die Bundesbank und die Bafin - derzeit noch - einschreiten und es nicht gestatten. Es gibt aktuell nur drei Bitcoin-Geldautomaten zu Forschungszwecken. Ich bin sicher, bei dem Bitcoin-Boom wird es schon bald eine Bank sein, die den ersten Automaten aufstellt, vermutlich zu Marketingzwecken. Bei der Zinspolitik müssen die Finanzinstitute schauen, dass sie neue Geschäftsfelder erschließen. Blockchain und Bitcoin bieten da eine Möglichkeit.

Sie haben den Widerstand der Bafin erwähnt. Die Finanzaufseher beäugen das Paralleluniversum skeptisch. Angeblich ist digitales Geld ein perfektes Versteck für Geld des organisierten Verbrechens.

Ich halte das für einen absoluten Mythos. Für das organisierte Verbrechen sind andere Märkte interessanter. Das Geld wird zum Beispiel durch den Handel mit Kunstwerken, Immobilien oder Unternehmen gewaschen. Die Regulatoren möchten gerne bestimmte Bereiche kontrollieren, bei Banken und Vermögensverwalter ist das möglich. Aber bei Bitcoin nicht. Ich glaube, dass die Bafin, die Bundesbank, die Regierungen kryptografischen Währungen in ihre eigenen Systeme integrieren werden müssen. Warum? Damit es kein Paralleluniversum gibt, das erfolgreicher werden könnte als das eigene Geldsystem. Dann würden doch die Staaten scheitern, und genau das werden sie zu verhindern versuchen.

Wie darf man sich diese neue schöne Geldwelt vorstellen? Haben wir dann nur noch kryptisches Geld in der Tasche? Oder ein reales und ein virtuelles Portemonnaie?

Ich glaube, dass unser Geldwesen der Zukunft grundsätzlich auf kryptographischen Verschlüsselungssystemen basieren wird. Die Banken der Zukunft heißen dabei Amazon, Apple oder Alphabet (Google). Dass es daneben noch Parallelwährungen in kleineren Mengen geben wird, kann ich mir auch vorstellen. Wir haben Angst vor diesen technologischen Dingen, die in unser tägliches Leben Einzug halten, weil wir uns nicht richtig damit befassen. Aber jetzt kommen Bargeldbegrenzungen und -verbote. Der 500-Euro-Schein wird beispielsweise abgeschafft. Barzahlungsobergrenzen sinken immer weiter. Die Menschen werden damit automatisch gezwungen, sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen.

Sie haben ein Buch mit dem Titel "Die Welt vor dem Geldinfarkt. Wie Sie sich mit finanzieller Selbstverteidigung Ihr eigenes Fort Knox schaffen" geschrieben. Warum so dramatisch?
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Unser Geldsystem ist seit den 80er Jahren vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Es sind jede Menge neuer Finanzprodukte entstanden: Derivate, Optionen, Futures, Zertifikate und weitere rein virtuelle Finanzvehikel. Sie entsprechen nicht mehr dem realwirtschaftlichen Zweck, sondern dienen rein der Finanzmarktspekulation. Die Welt ist heute mit 225 Billionen US-Dollar verschuldet. Geld basiert auf einer Wertschöpfung durch Kreditvergaben. Je höher die Schulden, desto weniger wert ist das Papiergeld. Die Wertaufbewahrungsfunktion ist einfach nicht mehr vorhanden. Die Kaufkraft wird immer weiter abnehmen. Wir leben in einem Experiment, das es in den vergangenen 3000 Jahren noch nie gab: Negativzinsen. Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Ein Mathematiker hat 600 Papiergeldsysteme der vergangenen 1000 Jahre analysiert. Davon hat kein einziges überlebt. Deswegen: Vertrauen Sie nicht auf Regierungen und Staaten, sondern schaffen Sie sich Ihr eigenes, gedecktes Geldsystem. Das ist möglich, Sie entscheiden dabei über die Deckungsart, von Goldcoins bis Cryptocoins.

Mit Markus Miller sprach Diana Dittmer

Quelle: n-tv.de
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Preis für Aufbereitung steigt - Trinkwasser bald 45 Prozent teurer ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jun 2017 11:10

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http://www.n-tv.de/politik/Trinkwasser- ... 83483.html
Preis für Aufbereitung steigt - Trinkwasser bald 45 Prozent teurer ?

Auf deutschen Äckern sind die Nitratwerte zu hoch. Das wirkt sich auch negativ auf das Grundwasser aus. Deswegen müssen Wasserversorger das Trinkwasser immer aufwendiger aufbereiten. Dass das kostet, bekommen demnächst auch die Bürger zu spüren.


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Wegen der Nitratbelastung im Grundwasser könnte das Trinkwasser in vielen Regionen Deutschlands bald spürbar teurer werden. Laut einer vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Studie werden in derzeit 27 Prozent der Grundwasservorkommen die zulässigen Grenzwerte überschritten. Wasserversorger müssten zunehmend zu teuren Aufbereitungsmethoden greifen. Als Folge könnten sich die Trinkwasserkosten um 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter erhöhen - das entspreche einer Preissteigerung von 32 bis 45 Prozent.
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Eine vierköpfige Familie müsste dann bis zu 134 Euro im Jahr mehr bezahlen. "Mit den Neuregelungen in der Düngeverordnung wurden lange überfällige Schritte eingeleitet, die hoffentlich die Belastungen so weit senken, dass den Trinkwasserkunden die teure Aufbereitung erspart bleibt", erklärte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Wichtig seien nun aber die konsequente Umsetzung der Verordnung und verstärkte Kontrollen in den betroffenen Regionen.

Gerade in Gebieten mit landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen ist das Grundwasser den Angaben zufolge belastet. Grund seien die auf den Feldern aufgebrachten Gülle und Mist aus der intensiven Tierhaltung sowie Mineraldünger für beispielsweise Obst- und Gemüseanbau.

Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin Christiane Huxdorff forderte ein Umdenken im Agrarsektor. "Die Konsequenz aus diesen Warnungen sollte lauten: weniger Billigfleisch produzieren, die Düngegesetze deutlich verschärfen und wirksam kontrollieren", erklärte sie. Die im Frühjahr beschlossene Novelle des Düngerechts reiche "bei weitem nicht aus".

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
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Geschäfte mit dem IS ? - Frankreich ermittelt gegen LafargeHolcim

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jun 2017 10:33

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Dienstag, 13. Juni 2017
Geschäfte mit dem IS ? - Frankreich ermittelt gegen LafargeHolcim

Hat der Schweizer Zementkonzern LafargeHolcim Schutzgeld an die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien bezahlt? Einem Insider zufolge soll der Fall für das Unternehmen ein juristisches Nachspiel haben.

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Die Affäre um Schutzgeldzahlungen im syrischen Bürgerkrieg hat für den Schweizer Zementriesen LafargeHolcim ein juristisches Nachspiel. Frankreich hat im Zusammenhang mit den Geschäften des Weltmarktführers in Syrien eine Rechtsuntersuchung eröffnet, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Juristenkreisen erfuhr.
Charts

LafargeHolcim LafargeHolcim 52,44

Ein mit Anti-Terror-Themen betrauter Richter und zwei auf Finanzfragen spezialisierte Richter arbeiteten an dem Fall, erklärte ein Insider weiter. Im Mittelpunkt stehe der Vorwurf der "Finanzierung von terroristischen Vorhaben" und die Gefährdung von Leben. Eine Sprecherin von LafargeHolcim wollte sich vorerst nicht dazu äußern.

Im April hatte Konzernchef Eric Olsen seinen Rücktritt angekündigt. Zuvor hatte eine interne Untersuchung ergeben, dass die Maßnahmen zur Weiterführung des Betriebs in einem nordsyrischen Werk 2013 und 2014 nicht akzeptabel gewesen seien. Menschenrechtsorganisationen hatten dem Unternehmen vorgeworfen, die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezahlt zu haben, um weiterarbeiten zu können.

Quelle: n-tv.de , bdk/rts
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Kollege Fortschritt ist rüde - OECD: Niedrige Löhne steigen nicht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jun 2017 20:55

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Dienstag, 13. Juni 2017
Kollege Fortschritt ist rüde - OECD: Niedrige Löhne steigen nicht

Die Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit sinkt: Doch der Aufschwung erreicht nicht alle. Laut OECD sinkt die Nachfrage nach mittleren Qualifikationen. Für Deutschland hat die Organisation zudem zwei Ratschläge.

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Viele deutsche Arbeitnehmer profitieren nach Ansicht der OECD zu wenig von der guten Konjuktur. "Das Lohnwachstum ist verhalten geblieben, trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit und der wachsenden Zahl freier Stellen", heißt es im Beschäftigungsausblick der Organisation. "Einstiegslöhne für Zuwanderer sind niedrig, und eine hohe Zahl älterer Arbeitnehmer und Zweitverdiener haben gering entlohnte Stellen angenommen." Insgesamt erholten sich im OECD-Raum die Arbeitsmärkte. Allerdings gehe die Nachfrage nach mittleren Qualifikationen zurück.

In Deutschland stiegen im vergangenen Jahr die Löhne um zwei Prozent. 2018 dürften es 2,5 Prozent werden, während die Arbeitslosigkeit weiter sinke. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sagte: "Die Entwicklung im unteren Einkommensbereich ist ein Problem." Während es dort nach Abzug der Inflation in den vergangenen Jahren keinen Anstieg gegeben habe, sei dieser bei den oberen 60 Prozent umso stärker gewesen. Ende 2016 erreichte die Beschäftigung laut OECD in Deutschland 66 Prozent der Bevölkerung im Alter von 15 bis 74 Jahren.
Deutscher Arbeitsmarkt mit Schwächen

Für verbesserungswürdig hält OECD-Generalsekretär Angel Gurria noch andere Dinge. "Zwei Schwächen der Entwicklung in Deutschland sind der höhere Anteil von Arbeitsplätzen mit starkem arbeitsbedingtem Stress und eine große Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern", erklärte er. "Letztere rührt vor allem daher, dass Frauen weniger Arbeitsstunden aufweisen als Männer." Dies ließe sich durch eine niedrigere Besteuerung von Zweitverdienern sowie durch flächendeckende Angebote für Ganztagsbetreuung von Kindern und Ganztagsschulen ändern.

Nahles sagte, sie werde sich weiter für ein Rückkehrrecht von Eltern auf eine Vollzeitstelle einsetzen, was gerade Frauen helfen würde. Dieses Vorhaben hatte die SPD-Politikerin kürzlich aufgegeben, nachdem in der Koalition und bei den Arbeitgebern für ihre Pläne keine Unterstützung kam.

Die OECD sieht den deutschen Arbeitsmarkt insgesamt aber in einer guten Verfassung. Gurria führte dies auch auf das Zusammenspiel von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften zurück. Bis Ende 2018 werde die nach internationalen Standards berechnete Arbeitslosenquote auf 3,7 Prozent sinken. Das sei weniger als die Hälfte des Niveaus von 2007, als die weltweite Finanzkrise ihren Lauf nahm. Der Schnitt der 35 OECD-Länder liegt derzeit bei 6,2 Prozent.
Technischer Wandel produziert Verlierer
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Der Bericht bescheinigt dem gesamten OECD-Raum eine weitere Erholung der Arbeitsmärkte. Die Beschäftigung erreiche langsam wieder das Niveau vor der Weltwirtschaftskrise. Allerdings stagnierten untere und mittlere Löhne. Gleichzeitig gehe die Nachfrage nach mittleren Qualifikationen zurück. Mit Blick auf die Kritik an der Globalisierung heißt es, der Beschäftigungsbericht habe gezeigt, "dass der technologische Wandel eine weit stärkere Triebkraft hinter der Polarisierung der Arbeitsmärkte" sei "als offene Märkte".

Die Polarisierung der Arbeitsmärkte im OECD-Raum sei etwa zu einem Drittel auf eine Verlagerung der Beschäftigung vom verarbeitenden Gewerbe hin zu Dienstleistungen zurückzuführen. So fänden Fachkräfte aus der Industrie nach einem Jobverlust oft nur schlechter bezahlte Jobs im Dienstleistungssektor. Zwei Drittel der Polarisierung seien auf eine Verlagerung der Nachfrage hin zu Tätigkeiten mit entweder niedriger oder hoher Qualifikation innerhalb der Branchen zurückzuführen.

Quelle: n-tv.de , jwu/rts/AFP
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Mittwoch, 14. Juni 2017 Abschied vom billigen GeldUS-Notenbank hebt Leitz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jun 2017 20:12

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Mittwoch, 14. Juni 2017
Abschied vom billigen Geld - US-Notenbank hebt Leitzins an

In den USA steigen die Zinsen: Die US-Notenbank Fed erhöht den für den Dollarraum maßgeblichen Leitzins - zum vierten Mal seit der Finanzkrise. Parallel zum Zinsentscheid kündigen die Währungshüter milliardenschwere Entscheidungen an.

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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zieht die Zinsschraube an. Das für Geld- und Kreditgeschäfte in den USA entscheidende Niveau des US-Leitzinssatzes liegt ab sofort bei 1,00 bis 1,25 Prozent und damit 0,25 Prozentpunkte höher als bisher, teilte die Fed nach der Juni-Sitzung des für Zinsentscheidungen zuständigen Offenmarkt-Ausschusses mit.
Charts

Euro / US-Dollar Euro / US-Dollar 1,12
Dow Jones Dow Jones 21.306,93

Der Schritt war an den Märkten in dieser Form erwartet worden. Es ist die vierte Zinsanhebung der US-Notenbank seit der Finanzkrise. Die Fed hatte bereits im Dezember 2015, im Dezember 2016 sowie im März 2016 ihren Leitzins - die sogenannte Federal Funds Rate - erhöht.
Dow und Euro reagieren

Im Handel an der Wall Street geraten die Kurse dennoch deutlich in Bewegung: Der US-Leitindex Dow Jones schnellte im Verlauf auf ein weiteres Rekordhoch bei 21.379 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index mit seinen 500 Aktien aus der US-amerikanischen Unternehmenslandschaft näherte sich in einer ersten Reaktion seinem bisherigen Allzeithoch bei 2446 Punkten an. Der Euro zieht in den Minuten nach der Zinsentscheidung kräftig an.

An der Technologiebörse Nasdaq setzte sich die Erholung nach dem jüngsten Rückschlag zaghaft fort: Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewinnt zuletzt 0,2 Prozent auf 5764 Punkte. Er hatte in der Vorwoche bei 5897 Punkten eine Bestmarke gesetzt, war dann aber um über 260 Punkte abgerutscht.
Yellen tritt vor die Presse

Größere Bedeutung als der bloßen Zinsanhebung messen Beobachter den Begründungen bei, mit der die Währungshüter ihren geldpolitischen Kurs erklärten. Die konjunkturellen Risiken seien auf kurze Sicht "insgesamt ausgewogen", hieß es. Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung erklärte Fed-Chefin Janet Yellen, sie rechne in den kommenden Jahren mit einem moderaten Wachstum der US-Wirtschaft.

Die US-Notenbanker orientieren sich bei ihren geldpolitischen Entscheidungen unter anderem am US-Arbeitsmarkt und an der Inflationsrate. Beides bewege sich gegenwärtig im erwarteten Zielkorridor, hieß es. Allerdings hatte die Inflation zuletzt nachgelassen. Die Fed wolle diese Entwicklung genau beobachten, teilten die Währungshüter mit. Dies könne Auswirkungen auf zukünftige Zinsentscheidungen haben.

Die US-Wirtschaft entwickele sich bislang moderat, erklärte die Fed weiter. Die Inflation dürfte sich mittelfristig bei zwei Prozent stabilisieren. Vor diesem Hintergrund hält die US-Notenbank an ihrem bisherigen Fahrplan schrittweiser Zinserhöhung fest.
Wertpapiere im Billionenvolumen
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Zeitgleich mit dem jüngsten Zinsentscheid kündigte die Fed allerdings auch an, die über die vergangenen Jahre angekauften Anleihen in Zukunft langsam und schrittweise abstoßen zu wollen. Details zum Zeitplan des lang erwarteten "Exits" ließ die Fed zunächst offen. Fed-Chefin Yellen sprach vor der Presse davon, sie erwarte den Beginn des Bilanzabbaus noch in diesem Jahr.

Der Anleihekauf im Billionen-Volumen ist Teil der energischen Bemühungen, die Geldpolitik über das übliche Maß hinaus zu locken und so die Folgen der Finanzkrise zu überwinden. Der Ausstieg aus dem Anleihenkaufprogramm und eine Vermarktung der gehaltenen Wertpapierbestände würde die Geldpolitik zusätzlich zu Zinserhöhungen weiter straffen.

Quelle: n-tv.de , mmo/DJ/dpa/rts
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Verkaufswelle bei Tech-Werten - Dax-Anleger machen Kasse vor Hexensabbat

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2017 21:41

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Donnerstag, 15. Juni 2017
Verkaufswelle bei Tech-Werten - Dax-Anleger machen Kasse vor Hexensabbat

Nach dem gestrigen Höhenflug bekommen die Anleger kalte Füße. Vor dem morgigen großen Verfallstag wollen einige Anleger ihre Gewinne sichern. Zweifel kommen wieder an der Bewertung der Technologie-Giganten auf.

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Gewinnmitnahmen und eine falkenhafte US-Notenbank haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax verlor 0,9 Prozent auf 12.692 Punkte. Weiter unter Druck standen Technologiewerte. Der TecDax büßte 1,4 Prozent ein. Der Sektor gilt nicht nur als zinssensibel sondern auch als überbewertet. In einer jüngsten Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch hatten einige Fondsmanager sogar vor einer Blase bei Internet-Aktien gewarnt. Zuvor hatte Goldman Sachs eine kritische Studie veröffentlicht.
Charts

Dax Dax 12.691,81
Dow Jones Dow Jones 21.359,90
Nikkei Nikkei 19.831,82

Am Vorabend hatte die Fed wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte und hielt sich trotz des zuletzt nachlassenden Inflationsdrucks zusätzliche Zinsschritte offen. Weiterhin wurden noch ein Zinsschritt im laufenden Jahr und drei weitere 2018 angedeutet. Zugleich nannte die Federal Reserve Details zur geplanten Bilanzkürzung, die möglicherweise noch 2017 beginnt.

Auf Unternehmensseite war es an Fronleichnam wie erwartet ruhig. Im Dax gaben Deutsche Telekom nachrichtenlos um 2,4 Prozent nach. Zeitlich fiel der Rückgang mit dem Ende der Roaming-Gebühren in der EU zusammen. "Der Termin war allerdings längst bekannt, so dass das keine Rolle spielt", sagte ein Händler. Bei Lufthansa dürften Gewinnmitnahmen belastet haben; für die Aktie ging es 1,5 Prozent nach unten. Verlängerte Wachstumsziele stützen Deutsche Börse

Deutsche Börse gewannen gegen den Trend 0,8 Prozent auf 94,80 Euro. Die Aktie dürfte weiter von der Verlängerung der Wachstumsziele bis 2019 profitiert haben, die der Börsenbetreiber auf dem Investorentag in London am Vortag bekannt gegeben hatte. Die Börse strebt ein jährliches Wachstum der Erlöse von jährlich 5 bis 10 Prozent an. Mit dem Gewinn soll es um 10 bis 15 Prozent pro Jahr nach oben gehen. Bislang galten diese Ziele nur bis 2018. Die Analysten von RBC sollen zudem das Kursziel für die Aktie auf 105 Euro angehoben haben.
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Geldanlage-Check: Thomas Metzger, Bankhaus Bauer
15.06.17 – 02:30 min
Geldanlage-Check Thomas Metzger, Bankhaus Bauer

Unter den Nebenwerten profitierten SHW von einem Übernahmeangebot. Der Chef des österreichischen Motorradherstellers KTM Industries, Stefan Pierer, hat ein Übernahmeangebot für den Autozulieferer vorgelegt. Pierer bietet über seine Pierer Industrie AG 35 Euro je SHW-Aktie. Das ist ein Aufschlag von rund 7 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch. "Das erscheint wenig", sagte ein Marktteilnehmer. Der Kurs stieg um 10,1 Prozent auf 36,05 Euro.

USA: Wall Street dürfte im Minus eröffnen

Weitere negative Analystenkommentare haben zu einer neuen Verlustwelle bei Tech-Werten geführt. Der Index der US-Technologiebörse Nasdaq rutschte am Nachmittag um 1,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit dreieinhalb Wochen ab. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel um 0,2 Prozent auf 21.336 Zähler. Der S&P-500 rutschte um 0,5 Prozent auf 2427 Punkte ab.
Chart

Apple Apple 129,64

Unter den größten Verlierern bei den schon seit einigen Tagen unter Druck stehenden Technologiewerten waren Apple mit einem Kursverlust von 1,4 Prozent auf 142,96 Dollar. Microsoft gaben 1,1 Prozent auf 69,49 Dollar nach und die Titel des Google-Konzerns Alphabet verloren zwei Prozent auf 948,20 Dollar.

Vergangene Woche hatte der Ausverkauf bei den Tech-Werten begonnen, als sich Analysten der Investmentbank Goldman Sachs zurückhaltend über die Branche geäußert hatten. Nun warnte die Bank Barclays in einem Analystenkommentar vor Kursverlusten bei Apple. Zudem stuften Experten des Brokerhauses Canaccord Genuity die Alphabet-Titel auf "hold" von "buy" zurück. "Ich glaube, das sind normale Gewinnmitnahmen, Tech-Werte haben sich ziemlich gut entwickelt", kommentierte Anlagechef Brad McMillan vom Fondsverwalter Commonwealth Financial die Kursverluste in der Branche.

Trotz der jüngsten Einbußen liegt der Nasdaq-Index mehr als 15 Prozent über seinem Niveau zu Jahresbeginn. Der Dow-Jones-Standardwerteindex und der breiter gefasste S&P 500 legten dagegen jeweils nur rund acht Prozent zu.
Zinserhöhung drückt Asiens Märkte

An den asiatischen Märkten hat die Zinserhöhung der US-Notenbank auf die Kurse gedrückt. Die großen Börsenindizes in Sydney, Seoul und Hongkong verlieren zwischen 0,6 und 1,3 Prozent, in Hongkong fällt der Hang-Seng-Index auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. In Tokio gibt der Nikkei um 0,4 Prozent nach auf 19.797 Punkte, gedrückt vom Yen, der nach der Zinserhöhung in den USA zeitweise auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten gestiegen ist.
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n-tv Zertifikate: Chancen im Korridor
14.06.17 – 13:47 min
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"Die Risikoaversion an den Märkten nimmt erst einmal zu", sagt ein Marktteilnehmer. Der Handel sei überrascht von dem recht "hawkischen" Ausblick der US-Notenbank. Die bleibt bei der Vorhersage von vier weiteren Zinserhöhungen bis Ende 2018. Lediglich für 2019 hat sie die Erwartung etwas heruntergenommen, da rechnet sie nun nur noch mit zwei statt mit drei Zinsschritten. Außerdem will die US-Notenbank bald mit der Normalisierung ihrer Bilanz beginnen. Diese ist durch die Anleihenkäufe der vergangenen Jahre stark aufgebläht worden.
Rohstoffe: Öl gibt nach

Etwas gedrückt wird die Stimmung auch vom deutlichen Ölpreisrückgang vom Mittwoch. In Asien stabilisieren sich die Ölpreise nun zwar auf dem ermäßigten Niveau. Die Kurse der Ölaktien stehen aber auch in Japan und in Hongkong unter Druck. Ein Barrel Brent kostete am Nachmittag 47,01 US-Dollar, West Texas Intermediate kostete 44,60 Dollar.
Devisen: Pfund legt nach Zinsentscheid zu

Der Kurs des Euro ist gibt am Nachmittag nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt den Referenzkurs auf 1,1166 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8956 (0,8926) Euro. Nach schwachen US-Inflationsdaten war der Euro am Mittwoch mit 1,1295 Dollar zunächst auf den höchsten Wert seit den kräftigen Kursverlusten im Anschluss an die US-Präsidentschaftswahlen geklettert.
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Das Pfund reagiert mit kräftigen Aufschlägen auf die geldpolitische Entscheidung der Bank of England (BoE). Zwar wurde der Zinssatz wie erwartet bei 0,25 Prozent bestätigt. Allerdings fiel die Zustimmung zu der Entscheidung mit 5 zu 3 Stimmen sehr knapp aus.

Dies deutet auf eine sehr intensive Debatte innerhalb der BoE über die zukünftige Geldpolitik hin. Die Bank of England befindet sich in einer Zwickmühle. Einerseits zieht die Inflation an, andererseits neigt die britische Wirtschaft zur Schwäche und die Brexit-Risiken sind groß. Das Pfund steigt auf 1,2782 Dollar nach Ständen von 1,2700 Dollar vor der Entscheidung.

Quelle: n-tv.de , mbo/bdk/DJ/rts/dpa
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Recht verständlich - Kündigung wegen Illoyalität ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Jun 2017 10:54

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Freitag, 16. Juni 2017
Recht verständlich - Kündigung wegen Illoyalität ?

Gastbeitrag von Dr. Alexandra Henkel

Arbeitgeber dürfen von ihren Mitarbeitern loyales Verhalten erwarten. Doch kann jedes illoyale Verhalten eine Kündigung oder sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen?

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Das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschied zuletzt zwei Fälle, bei denen der Vorwurf der Illoyalität verhandelt wurde. Einmal ging es um den Aufruf zur Abwahl eines Vereinsvorstandes durch die Geschäftsführerin des Vereins und einmal um eine Strafanzeige "gegen Unbekannt" wegen eines Straftatvorwurfs gegen den Arbeitgeber (Az.: 6 AZR 720/15 und Az.: 2 AZR 42/16).

Allein der pauschale und unkonkrete Vorwurf der "Illoyalität" als solches, ohne näheren Sachverhalt, reicht nicht für eine Kündigung. Aber je nachdem, was der Mitarbeiter im Einzelfall konkret gemacht hat und welche Qualität dies hat, kann sogar eine fristlose Kündigung gerechtfertigt sein.

So entschied das BAG (Az.: 6 AZR 720/15) im Fall einer Geschäftsführerin eines Vereins, die nach Differenzen mit dem Vorstand die Vereinsmitglieder dazu aufrief, eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit dem Ziel der Abwahl der Vereinsspitze zu fordern. Nach Auffassung des BAG kann eine so zielgerichtete Abwahl des Vereinsvorsitzenden eine fristlose Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses rechtfertigen.

Denn das illoyale Verhalten habe wegen der intriganten Weise eine solche Qualität, dass dadurch die für eine weitere Zusammenarbeit erforderliche Vertrauensbasis zerstört und der Betriebsfriede erheblich gestört werde. Die Sache wurde dann nur noch zur Klärung, ob die gesetzliche Zwei-Wochen-Frist zwischen Kenntnis von den Kündigungsgründen und Zugang der Kündigung eingehalten wurde, an das zweitinstanzliche Landesarbeitsgericht zurückverwiesen. Eine fristlose Kündigung, die außerhalb der Zwei-Wochen-Frist des § 626 Abs. 2 BGB zugeht, ist wegen Fristablaufs unwirksam, dann könnte nur noch die allenfalls hilfsweise ausgesprochene fristgerechte Kündigung wirksam sein.
Pflicht zur Loyalität und Diskretion

Im zweiten Fall (Az.: 2 AZR 42/16) hatte eine juristische Lehrbeauftragte einer Fachhochschule eine Strafanzeige "gegen Unbekannt" erstattet. Hintergrund der Anzeige war, dass die Lehrbeauftragte die Evaluation der Lehrveranstaltungen inklusive Weiterleitung der Ergebnisse an zuständige Mitarbeiter wegen der aus ihrer Sicht nicht ordnungsgemäßen Bestellung eines Evaluationsbeauftragten für datenschutzrechtlich unzulässig hielt. Die Fachhochschule kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis fristgerecht.
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Auch hier sah das BAG die Kündigung als wirksam an. Der Arbeitnehmerin sei auch hier erhebliches illoyales Verhalten vorzuwerfen. Denn die Pflicht zur Loyalität und Diskretion erfordere, dass ein Arbeitnehmer, soweit zumutbar, Hinweise auf strafbares Verhalten in erster Linie gegenüber Vorgesetzten oder anderen zuständigen Stellen oder Einrichtungen erörtert. Erst wenn dies vergeblich ist, nicht zumutbar oder ein überwiegendes öffentliches Interesse an einer Offenlegung der Informationen vorliegt, darf der Mitarbeiter eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten.

Im vorliegenden Fall wertete das BAG die Strafanzeige als leichtfertig und unangemessen. Hier habe die Mitarbeiterin als Juristin erkennen können und müssen, dass ihr Strafvorwurf haltlos war, weil kein vorsätzlicher Verstoß gegen gesetzliche Datenschutzbestimmungen vorliegt, da eine Schädigungsabsicht abwegig war. Die Mitarbeiterin habe deshalb mit der Stellung des Strafantrags ihre Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Interessen des Arbeitgebers erheblich verletzt, eine innerbetriebliche Klärung wäre zumutbar gewesen. Eine dauerhaft störungsfreie Vertragserfüllung sei wegen dieser Pflichtverletzung nicht mehr zu erwarten – die Kündigung ist wirksam.

Rechtsanwältin Dr. Alexandra Henkel MM ist Partnerin der Kanzlei FPS.

Quelle: n-tv.de ,
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Vielfach nicht wirtschaftlich - Sonntagsverkauf nutzt kleinen Läden kaum

Beitragvon Gudrun Graf » 17. Jun 2017 18:19

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sonntagsv ... 94964.html
Samstag, 17. Juni 2017
Vielfach nicht wirtschaftlich - Sonntagsverkauf nutzt kleinen Läden kaum

Wer profitiert von einer Lockerung beim Sonntagsverkauf? Experten sehen große Einzelhändler klar im Vorteil. Allerdings hätte ein solcher Schritt einen weitaus kleineren Effekt als angenommen.


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Von einer möglichen Freigabe der Sonntagsöffnung würden nach Experten-Einschätzung vor allem die großen Handelsunternehmen profitieren. "Kleine Händler könnten die größten Probleme bekommen", sagte der Geschäftsführer des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH, Kai Hudetz. Nicht ohne Grund sei der Anstoß zu einer neuerlichen Debatte über eine Freigabe der Sonntagsöffnung von den großen Kauf- und Warenhäusern gekommen.

Auch wenn es zu einer Freigabe käme, würden sich nach Einschätzung von Hudetz längst nicht alle Einzelhändler an einer solchen Initiative beteiligen. Für viele Läden vor allem in den Vororten sei eine Sonntagsöffnung schlicht nicht wirtschaftlich.

Ein großes Problem für die Kunden seien jedoch uneinheitliche Öffnungszeiten. Der gesamtwirtschaftliche Effekt einer Öffnung am Sonntag werde zudem überschätzt. "Die Frage ist, kommt der an Online verloren gegangenen Umsatz zurück? Ich fürchte, in vielen Fällen ist das nicht der Fall", so der Experte. Die Initiatoren der Aktion "Selbstbestimmter Sonntag" hatten vor allem mit dem Kampf des stationären Einzelhandels in den Innenstädten gegen den boomenden Onlinehandel argumentiert.
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Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, wies darauf hin, dass - trotz bestehender Regelungen zu Sonntagsöffnungen - Klagen der Gewerkshaft Verdi eine Öffnung der Läden zu diesen Terminen de facto derzeit unmöglich machten. "Das schadet unseren Unternehmen, den Mitarbeitern und den Innenstädten, die mit rückläufigen Besucherfrequenzen kämpfen", sagte Genth.

Der HDE setzt sich derzeit dafür ein, die heutzutage je nach Bundesland unterschiedliche Gesetzeslage zur Sonntagsöffnung auch in der Praxis umzusetzen. Neben der Gewerkschaft kommt auch von den christlichen Kirchen Kritik an der Sonntagsöffnung.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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Gute Laune an der Börse - Dax setzt Rekordjagd fort

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Jun 2017 11:57

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Montag, 19. Juni 2017
Gute Laune an der Börse - Dax setzt Rekordjagd fort
Die Ausgangslage für die neue Börsenwoche ist erfreulich. In Frankreich bekommt Präsident eine komfortable Mehrheit für seine Reformpläne. Auch die Vorgaben aus den USA und Asien sind gut.

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Nach dem klaren Sieg des Lagers von Präsident Emmanuel Macron bei den Parlamentswahlen in Frankreich marschiert der Dax wieder in Richtung der 13.000-Punkte-Marke. Der Dax legt am Mittag 0,6 Prozent auf 12.838 Zähler zu und ist damit nicht weit von seinem bisherigen Rekordhoch entfernt. Aus technischer Sicht trifft der Dax zwischen 12.840 Punkten und dem Jahreshoch bei 12.921 Punkten auf eine gestaffelte Widerstandszone. Eine Unterstützung sehen Marktanalysten bei 12.620 Punkten.
Charts

Dax Dax 12.856,20
Rocket Internet Rocket Internet 19,54

Auch die anderen Indizes präsentierten sich zu Wochenbeginn freundlich: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewinnt 0,7 Prozent auf 25.409 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax steigt um 0,3 Prozent auf 2282 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 geht es um 0,8 Prozent auf 3573 Punkte hoch. "Nun schöpfen die Marktteilnehmer wieder neue Hoffnung für die europäische Idee", sagt Investmentanalyst Frank Klumpp von der LBBW.
"Macron muss jetzt liefern"

Macrons Partei La Republique en Marche und ihre Verbündeten hatten bei den Wahlen am Sonntag die absolute Mehrheit gewonnen. "Macron wird einen unglaublich großen Spielraum haben, seine nationale Reformagenda voranzutreiben", sagt Elliot Hentov, Analyst bei State Street Global Adivsors. Zum einen dürften die Reformen zu einer Ankurbelung der Investitionen und des Produktivitätswachstums in Frankreich führen, und zum anderen die Grundlage für gewagtere Reformen der Eurozone bilden, sagt Hentov. "Inländische französische Aktien, insbesondere aus den Sektoren Baugewerbe, Infrastruktur und Banken, dürften von Macrons geplanten Wirtschaftsreformen profitieren", so Allianz Global Investors.

"Macron muss jetzt liefern und das Land reformieren. Mit einer absoluten Mehrheit gibt es keine Ausreden und Entschuldigungen", sagt Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Chef-Volkswirt Holger Schmieding von der Berenberg Bank zufolge hat Frankreich nun die Chance, in einer Dekade die stärkste Volkswirtschaft der Eurozone zu werden.

Französische Staatsanleihen waren begehrt, ihre Renditen fielen im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit mehreren Wochen. "Die politischen Risiken sind wieder in den Hintergrund getreten", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Händler verweisen zudem auf vergleichsweise günstige Vorlagen: In den USA ist der S&P-500 am Freitag nach dem Börsenschluss in Europa noch ins Plus gedreht, und die US-Index-Futures ziehen am Morgen weiter an. An den meisten asiatischen Märkten setzt sich zu Wochenbeginn ebenfalls eine moderat freundliche Stimmung durch.

Allerdings rückt nun Großbritannien in den Fokus, dort beginnen die Austrittsverhandlungen des Landes mit der Europäischen Union. Der Brexit-Minister David Davis und EU-Unterhändler Michel Barnier kamen dafür am Vormittag in Brüssel zusammen.
Eon im Plus

Eine Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley treibt die Aktien von Eon und RWE in unterschiedliche Richtungen. Während die Empfehlung des Analysten Nicholas Ashworth die Eon-Papiere mit zwischenzeitlich bis zu 2,5 Prozent Kursplus auf das höchste Niveau seit August 2016 trieb, setzen bei RWE nach einem Hoch seit zwei Jahren Gewinnmitnahmen ein. Sie verlieren 0,1 Prozent.

Ashworth hält ihre Bewertung nach der Rally im bisherigen Jahresverlauf inzwischen für ambitioniert. Immerhin waren die RWE-Anteile mit gut 70 Prozent Kursplus bisher mit Abstand bester Dax-Wert 2017. Der Analyst rät nun allerdings, sich auf Eon zu konzentrieren und stufte sie entsprechend auf "Overweight" hoch, während er RWE abstufte. Bei Eon sieht er insbesondere Überraschungspotenzial bei den Dividenden. Eon-Aktien sind bislang 2017 mit plus 32 Prozent nicht einmal halb so stark gelaufen wie RWE.

Zu den MDax-Favoriten gehören die Titel von Airbus, die um 1,9 Prozent anziehen. Laut einem Pressebericht kann der Luftfahrt- und Rüstungskonzern auf einen rund fünf Milliarden US-Dollar schweren Auftrag aus Peru hoffen. Der Billigflieger Viva Air Peru wolle rund 30 Flugzeuge vom Typ A320neo und 15 Jets vom Typ A320ceo bestellen, hieß es. Derzeit leidet Airbus darunter, dass sein Flaggschiff A380 kaum noch gefragt ist. Daher will das Unternehmen durch den Anbau riesiger, abgeknickter Flügelenden den Treibstoffverbrauch des weltgrößten Passagierjets spürbar verringern.

Im Kleinwerte-Index SDax stehen Rocket Internet wegen des geplanten Börsengangs seiner wichtigsten Beteiligung Delivery Hero im Blick. Die Papiere legen um 1,3 Prozent zu. Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero, an dem Rocket rund 35 Prozent hält, peilt bei seinem Börsengang ein Gesamtvolumen von bis zu fast einer Milliarde Euro an. Platziert werden sollen bis zu rund 39 Millionen Aktien für einen Preis zwischen 22,00 und 25,50 Euro. Die Papiere sollen erstmals am 30. Juni gehandelt werden.

Für vergleichsweise wenig Bewegung bei den betroffenen Werten sorgte die einzige Änderung in der Zusammensetzung der Dax-Familie, die am heutigen Montag in Kraft tritt: Im SDax ersetzt das Immobilienunternehmen Grand City Properties die Online-Lotterie Zeal Network.

Derweil setzen die Aktien von United Internet ihre jüngste Rally mit dem höchsten Stand seit Ende 2015 fort. Mit einem Plus bis zu 2,3 Prozent auf 50,52 Euro nähert sich das Papier des TecDax-Schwergewichts dem Rekordhoch von 51,94 Euro aus dem Dezember 2015. Zuletzt bröckelten die Gewinne wieder etwas. Das Papier lag aber immer noch deutlich im Plus über der Marke von 50 Euro.

Die United-Internet-Anteile befinden sich seit der Ankündigung der Übernahme des Konkurrenten Drillisch Mitte Mai im Höhenflug. Seitdem legte der Börsenwert um fast 1,6 Milliarden Euro oder knapp ein Fünftel auf 10,3 Milliarden Euro zu - zudem floss in der Zeit noch die Dividende von insgesamt 160 Millionen Euro. Einer der Hauptnutznießer ist Unternehmensgründer und Vorstandschef Ralph Dommermuth, der 40 Prozent der Anteile hält.

Kurstreiber am Montag war eine positive Studie der Investmentbank Barclays, deren Experte Maurice Patrick das Kursziel auf 70 Euro erhöhte.
Devisen: Kaum Bewegung beim Pfund

Der Blick der Devisenanleger richtete sich nach Großbritannien. In Brüssel begannen am Vormittag die Austrittsverhandlungen des Landes mit der Europäischen Union. Das Pfund Sterling zog um 0,2 Prozent auf 1,2795 Dollar an. Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtman sieht allerdings kein großes Aufwärtspotenzial für die Währung. "Ich befürchte, es wird ziemlich schnell klar werden, wie schwierig diese Verhandlungen werden. Und dann erst beginnt die eigentlich riskante Phase für die britische Währung."

Die Zeit bei den Verhandlungen über die Zusammenarbeit Großbritanniens mit den EU-Ländern drängt, Ende März 2019 scheidet das Land aus dem Staatenverbund aus. Die britische Premierministerin Theresa May strebt einen klaren Bruch mit der EU an und will aus dem gemeinsamen Binnenmarkt austreten. Das Risiko, dass Großbritannien am Ende ohne Abkommen mit der EU dastehe, sei nicht zu unterschätzen, warnen Experten der Bank Barclays. "Das Pfund dürfte daher unter Druck bleiben."

Der Kurs des Euro hat sich am Montag kaum bewegt. Die Gemeinschaftswährung wurde im Verlauf bei 1,1195 US-Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1167 Dollar festgesetzt. Der Gewinn der absoluten Mehrheit für die Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl hatte den Euro in der vergangenen Nacht nicht bewegen können. Marktbeobachter sprachen von einem insgesamt impulsarmen Handel.
Rohstoffe: Öl etwas billiger

Die Ölpreise sind etwas gesunken. Ein erneuter Anstieg der Bohrlöcher in den USA habe die Preise belastet, heißt es von Marktbeobachtern zur Begründung. Im Verlauf kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 47,21 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls um 16 Cent auf 44,58 Dollar.

In den USA werden immer mehr Bohrlöcher für Rohöl in Betrieb genommen. Nach am Freitagabend von der Ausrüsterfirma Baker Hughes veröffentlichten Zahlen ist die Zahl der Bohrlöcher in der vergangenen Woche um sechs auf 747 gestiegen. Dies ist die 22. Woche in Folge mit einem Anstieg - und das höchste Niveau seit April 2015.
Asien: Freundliche Tendenz

Nach guten Vorgaben der US-Börsen hat sich zu Beginn der neuen Börsenwoche in Ostasien eine freundliche Tendenz durchgesetzt. Die auf dem erreichten Rekordniveau widerstandsfähige Wall Street lasse die Anleger risikofreudiger agieren, hieß es.

"Grundsätzlich bleibt das Umfeld für den Risikoappetit der Anleger ziemlich günstig", sagte Asien-Spezialist Khoon Goo von der Australia and New Zealand Banking Group in Singapur. Nachdem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed nicht mehr im Raum stehe, richte sich die Aufmerksamkeit an den asiatischen Märkten auf die Frage, ob sich die wirtschaftliche Erholung fortsetze. Die Anleger setzten unter anderem darauf, dass es an der Wall Street auch wieder aufwärtsgehen werde, ergänzte Analyst Yutaka Miura vom Broker Mizuho Securities.

Der Nikkei-Index in Tokio eroberte in diesem Umfeld die 20.000er Marke zurück, er gewann 0,6 Prozent auf 20.066 Punkte. Angetrieben wurde er von gut ausgefallenen Handelsbilanzdaten, vor allem starken Exporten. Sie machten im Mai einen Satz um fast 15 Prozent nach oben im Jahresvergleich. Zwar hatten Ökonomen noch mehr erwartet, gleichwohl war es der stärkste Anstieg seit Januar 2015. Dass die Importe noch stärker wuchsen und deswegen ein Handelsbilanzdefizit entstand, sei im Mai nicht ungewöhnlich. Wegen der sogenannten Goldenen Woche in diesem Monat würden die Daten mitunter verzerrt, heißt es.
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Am stärksten stieg der Index in Hongkong und zwar um 0,9 Prozent. In Shanghai ging es um 0,7 Prozent nach oben auf 3144 Punkte. Händler machen für die gute Stimmung gleich mehrere Faktoren verantwortlich: Zum einen seien die Immobilienpreise in China im Mai um 9,7 Prozent erneut kräftig gestiegen, was für eine robuste Branchenentwicklung spreche. Zum anderen habe die chinesische Notenbank dem Bankensystem des Landes nach einer Geldspritze am Freitag zu Wochenbeginn erneut Liquidität zugeführt. Hinzu komme die Spekulation, dass der Indexbetreiber MSCI am Dienstag chinesische Aktien in seine viel beachteten Aktienindizes aufnehmen könnte.

Zuletzt hatte sich MSCI dreimal dagegen entschieden und dies unter anderem mit weiter bestehenden Kapitalverkehrskontrollen Chinas begründet. Sollten chinesische Aktien in die Schwellenländer-Indizes von MSCI Eingang finden, würden bei Fonds, die sich an diesen Indizes orientieren, Eindeckungsbedarf mit Aktien aus China entstehen.

Quelle: n-tv.de , jga/mbo/rts/dpa/DJ
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Jetzt wird Kasse gemacht - Dax fällt zurück

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jun 2017 18:18

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Dienstag, 20. Juni 2017
Jetzt wird Kasse gemacht - Dax fällt zurück

Die Rekordjagd an der Wall Street verhilft dem Dax zu einer neuen Bestmarke - allerdings nur kurz. Erst lässt der Leitindex sein jüngst erreichtes Rekordhoch locker hinter sich, dann fällt er zurück.

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Ein erneuter Preisrutsch beim Rohöl hat Aktienanleger in Unruhe versetzt. Sie gingen auf Nummer sicher und machten Kasse, nachdem sie die Börsen in der Hoffnung auf ein schnelleres Wirtschaftswachstum und sprudelnde Firmengewinne auf neue Hochs gehievt hatten.

Der Dax schloss 0,6 Prozent im Minus bei 12.814,79 Punkten. Am Vormittag war er noch auf ein Rekordhoch von 12.951,54 Zählern gestiegen. Der EuroStoxx50 drehte ebenfalls ins Minus und verlor 0,4 Prozent auf 3564,73 Stellen.
Charts

Dax Dax 12.814,79
Dow Jones Dow Jones 21.498,03
Nasdaq 100 Nasdaq 100 5.742,50
Nikkei Nikkei 20.230,41

"Offenbar sind die Marktteilnehmer nicht überzeugt, dass die Bemühungen der Opec die Preise nachhaltig stützen werden", sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com. Schließlich boome die Ölförderung in den USA. Das Export-Kartell und Russland hatten ihre Ende 2016 beschlossene Förderbremse im Mai um neun Monate verlängert. Insidern zufolge halten sich die Vertragspartner auch daran.

Insgesamt werteten Börsianer die Anlegerstimmung aber positiv. "Der Sprung nah an die 13.000er-Marke beim Dax war zu erwarten, die Investoren wollen diese Marke wohl einfach mal sehen", so Daniel Saurenz von Feingold Research gegenüber n-tv.de. Fundamental fehle jedoch abgesehen vom Zinsumfeld der Rückenwind, um deutlich über 13.000 zu klettern. "So ist der Rekord ein Grund zum Feiern, der Blick auf Bewertungen und den 4000-Punkte-Sprint binnen nur 15 Monaten mahnt aber zur Vorsicht. Der Dax ist nicht so teuer wie die US-Märkte, billig ist er damit aber noch lange nicht", sagt Saurenz.

"Die Weltwirtschaft befindet sich erstmals seit der Finanzkrise auf einem robusten, synchronen Wachstumspfad", sagte Christian Heger, Chef-Anleger der HSBC-Vermögensverwaltung. "Allerdings wachsen die Bäume nicht in den Himmel." Nach der Rally der vergangenen Monate sei das Risiko von Rückschlägen gestiegen. Unsicherheitsfaktoren seien die wirtschaftliche Entwicklung in China, die Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten Donald Trump und der Brexit.

Letzterer beschäftigt Börsianer derzeit besonders, nachdem am Montag die Gespräche über die Bedingungen für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU aufgenommen wurden. "Der Verlauf des ersten Verhandlungstages deutet auf einen weichen Brexit hin", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Das sorgt bei den Nerven vieler Investoren zunächst einmal für Beruhigung. Dennoch werden wir lange auf konkrete Ergebnisse warten müssen." Bei einem "weichen" Brexit behielte Großbritannien den Zugang zum EU-Binnenmarkt. Dies würde die Belastungen für die Wirtschaft des Landes begrenzen.

Am deutschen Aktienmarkt gehörten Rocket Internet-Aktien mit einem Kursplus von fünf Prozent zu den Favoriten. Anleger hoffen auf einen erfolgreichen Börsengang der Beteiligung Delivery Hero. Gut eine Stunde nach dem Beginn der Zeichnungsfrist gab es Investmentbankern zufolge bereits genügend Gebote für alle angebotenen bis zu 39 Millionen Aktien des Lieferdienstes. Interessenten können die Papiere bis zum 28. Juni zu einem Preis von 22 bis 25,50 Euro zeichnen. Auf der Plattform Tradegate, wo die Titel bereits gehandelt werden können, kosteten sie 28,70 Euro.
US-Börsen: Fallende Kurse

An der Wall Street zeigen sich die Anleger nach neuen Rekordständen zurückhaltend: Die wichtigen US-Börsenbarometer starteten etwas tiefer in den Handel. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tendierte 0,1 Prozent schwächer bei 21.518 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,2 Prozent auf 2448 Zähler. Beide Indizes waren am Montag auf neue Höchstwerte gestiegen.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 6223 Stellen. Er hatte zu Wochenbeginn besonders deutlich zugelegt. .Die so genannten FAANG-Aktien (Facebook, Apple, Amazon, Netflix und die Aktie der Google-Mutter Alphabet) zeigen sich knapp behauptet bis etwas fester.

An Konjunkturdaten wurde vor der Startglocke nur die US-Leistungsbilanz aus dem ersten Quartal veröffentlicht. Das Defizit hat sich demnach weniger stark als erwartet auf 116,78 Milliarden Dollar ausgeweitet.

Für Impulse sorgte der Rückgang der Ölpreise. Sie rutschten auf den tiefsten Stand seit mehr als sieben Monaten. Das ist nur zum Teil dem festeren Dollar geschuldet. Unter den Akteuren wachsen laut Beobachtern die Zweifel daran, dass die Förderdrosselungen auch eingehalten werden, auf die sich die großen Ölförderländer im Mai geeinigt hatten. Vor diesem Hintergrund gaben die Aktien von Öl-Konzernen nach. Chevron-Papiere büßten 1,2 Prozent ein, Exxon-Titel 0,6 Prozent.

Daher dürften die Daten des US-Branchenverbands American Petroleum Institute zu den Ölvorräten der USA, die am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden, auf großes Interesse stoßen. Am Mittwoch folgen dann offizielle Daten der US-Regierung.

Tesla stiegen derweil um 1,8 Prozent. Das Unternehmen treffe keine Schuld an dem Unfall, bei dem im Mai vergangenen Jahres ein Testfahrer in einem selbstfahrenden Tesla Model S zu Tode kam, so das Ergebnis einer Untersuchung der US-Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board. Der Fahrer habe das Steuer des Wagens bei eingeschaltetem Autopilot trotz wiederholter automatischer Warnungen über weite Strecken losgelassen, so der Untersuchungsbericht. Tesla habe hingegen zuvor darauf hingewiesen, dass Fahrer auch bei eingeschaltetem Autopilot stets die Kontrolle über das Fahrzeug behalten sollten.

Reliance Steel & Aluminum verbilligten sich um 2,3 Prozent. Der Stahlhändler hatte am Montag nach Börsenschluss eine Gewinnwarnung ausgegeben. Chipotle Mexican Grill büßten 5 Prozent ein, nachdem die Restaurantkette vor höheren Kosten im zweiten Quartal gewarnt hat. Überzeugende Quartalszahlen verhalfen der Aktie des Bauunternehmens Lennar zu einem Kursplus von 3,6 Prozent.
Devisen: Dollar stabil

Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben dem Dollar weiter Auftrieb gegeben. Für einen Euro werden etwa 1,1150 Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1156 (Montag: 1,1199) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8964 (0,8929) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88143 (0,87518) britische Pfund, 124,25 (124,26) japanische Yen und 1,0854 (1,0870) Schweizer Franken fest.

Der Dollar-Index, der den Wert des "Greenback" im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen misst, stieg um 0,1 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 97,62 Punkten. Bereits am Montag hatte der Dollar zugelegt, nachdem der einflussreiche Fed-Banker William Dudley sich positiv über die amerikanische Wirtschaft geäußert hatte: Der robuste Arbeitsmarkt werde zu Lohnwachstum und einer anziehenden Inflation führen und dies erlaube der Fed ihre Geldpolitik allmählich weiter zu straffen.

Den Zinsspekulationen taten zurückhaltendere Aussagen seines Amtskollegen Charles Evans keinen Abbruch. Der Chef des Fed-Ablegers von Chicago sprach sich in New York für ein behutsameres Vorgehen bei Zinserhöhungen aus. Dudleys Worten werde vom Markt viel Gewicht beigemessen, und er vertrete eine Mehrheitsmeinung innerhalb des Fed-Gremiums, sagte Commerzbank-Analystin Esther Maria Reichelt.

Die US-Notenbank hatte vergangene Woche die Zinsen auf eine Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent erhöht und für dieses Jahr einen weiteren Schritt nach oben angekündigt. Die Wirtschaft in den USA brummt, die Arbeitslosigkeit lag zuletzt bei 4,8 Prozent - für die Fed ist damit das Ziel der Vollbeschäftigung erreicht.
Rohstoffe: Öl wird billiger

Spekulationen auf eine anhaltende Ölschwemme haben die Preise für den Rohstoff wieder auf Tauchstation geschickt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu 2,3 Prozent auf 45,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das war der tiefste Stand seit mehr als sieben Monaten. US-Leichtöl WTI gab 2,2 Prozent nach auf 43,22 Dollar - ebenfalls ein Sieben-Monats-Tief.

Analysten führten den Preisrückgang auf eine höhere Ölproduktion in Libyen und Nigeria zurück, die von der Förderbegrenzung der Opec-Staaten ausgenommen sind. "Die jüngsten Produktionsdaten sind alles andere als ermutigend", so die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley. Auch die Ölproduktion in den USA, die nicht Mitglied des Opec-Kartells sind, nimmt seit einigen Monaten stetig zu. Rohstoffanalyst Tamas Varga vom Londoner Broker PVM Oil Associates schließt nicht aus, dass der Preis für Brent bald auf 45 Dollar fällt.

Die Feinunze Gold legte zwar um 0,3 Prozent zu auf 1246 Dollar, verharrte damit aber im Bereich eines Einmonatstiefs. Der festere Dollar und die Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen machten das zinslos gehaltene Edelmetall weniger attraktiv, hieß es - vor allem für Käufer aus dem Nichtdollarraum.
Asien: 22-Monatshoch in Tokio

Trotz guter Vorgaben aus den USA und Europa mit neuen Rekordhochs bei einzelnen Indizes haben sich die Anleger in Ostasien mit Käufen zurückgehalten. An den meisten Plätzen gaben die Indizes leicht nach, in Australien gingen die Kurse etwas stärker zurück.

Klar aus dem Rahmen fiel aber die Tokioter Börse. Der Nikkei-Index schloss 0,8 Prozent höher mit 20.230 Punkten. Im Verlauf des Handels hatte er noch stärker zugelegt, dennoch erreichte das Marktbarometer auf Schlusskursbasis den höchsten Stand seit 22 Monaten.

Beobachter führten die gute Stimmung auf Konjunkturzuversicht zurück, gepaart mit einem schwächeren Yen. Außerdem wurde auf konjunkturoptimistische Aussagen aus Kreisen der US-Notenbank verwiesen, namentlich den als geldpolitische Taube geltenden William Dudley, der für weitere graduelle Zinsanhebungen plädiert. Die damit verbundene Erwartung weiter anziehender US-Zinsen stützte den Dollar, schwächte also den Yen weiter, was positiv für Japans Exportsektor ist. Erst am Montag hatten robuste Exportdaten für Mai dies unterstrichen.

Marktexperte Takashi Hiratsuka von der Resona Bank führte daneben auch solide japanische Unternehmensergebnisse und nachlassende geopolitische Unsicherheiten in Ostasien als Begründung an. Präferiert würden in diesem Umfeld eher Aktien von Unternehmen mit Gewinnsteigerungspotenzial als solche von Unternehmen mit einer stabilen Gewinnentwicklung.

Insbesondere aus dem zuletzt stärker gebeutelten Technologiesektor in den USA kamen positive Impulse. Dort sind die Sorgen vor einer Überbewertung und einer zu platzen drohenden Spekulationsblase zuletzt wieder gewichen, so dass der technologielastige Nasdaq-Index besonders kräftig zulegte. Daraufhin waren auch in Asien Technologieaktien gesucht. In Taiwan zog der Kurs des Apple-Zulieferes Hon Hai um weitere 4,6 Prozent auf ein erneutes Rekordhoch an. Für Taiwan Semiconductor ging es um 1,6 Prozent nach oben, der Börsenindex Taiex stieg um 0,7 Prozent und übertraf damit das 27-Jahreshoch vom Vortag. In Seoul gewannen die Aktien des Apple-Konkurrenten Samsung um 3,4 Prozent

In Shanghai und Hongkong machte sich abwartende Spannung breit vor der Entscheidung des Indexbetreibers MSCI über die Aufnahme chinesischer A-Aktien in seine Schwellenländerindizes. Am Montag hatten Hoffnungen auf eine positive Entscheidung und eine neuerliche Liquiditätsspritze der Notenbanker für das Bankensystem die Kurse noch angetrieben.

Sollte MSCI nach drei negativen Entscheidungen zuvor diesmal den Daumen heben, dann könnte unter anderem von Fonds, die die MSCI-Indizes abbilden, verstärkte Nachfrage nach chinesischen Aktien kommen. Einige Marktteilnehmer betonten aber, kurzfristig dürfte der Effekt eher gering ausfallen. Laut dem Indexbetreiber könnten 169 chinesische Einzelwerte von der Entscheidung betroffen sein, entsprechend 0,5 Prozent der börsennotierten Aktien in China. Die Entscheidung wird nach Handelsende am Dienstag in den USA erwartet.

Verkauft wurden Great Wall Motors, die zuletzt innerhalb von drei Wochen um 50 Prozent zugelegt hatten. Der Kurs lag im späten Hongkonger Handel 1,7 Prozent im Minus, belastet von einer negativen Studie der Analysten von Bernstein. Sie befürchten, dass ungeachtet des am Markt herrschenden Optimismus für das Unternehmen, die Zahlen für das zweite Quartal und der Ausblick für das Gesamtjahr die Erwartungen klar verfehlen werden.

In Sydney drückten Verluste der schwer gewichteten Banken auf die Stimmung, das Börsenbarometer dort gab um 0,8 Prozent nach. Westpac verloren beispielsweise 1,8 Prozent, NAB 1,1 Prozent. Auslöser der Kursverluste bei den Banken war, dass die Ratingagentur Moody's zwölf Banken mit schlechteren Bonitätsnoten versehen hat aus Sorge über sehr hohe Hypothekenkredite bei einem gleichzeitig allmählich wieder steigenden Zinsniveau. Seit einigen Wochen haben die fünf größten Banken des Landes bereits mit dem Gegenwind einer geplanten Sondersteuer zu kämpfen, die am Montag auch vom Parlament beschlossen wurde. Sie soll in den kommenden vier Jahren 6,2 Milliarden Austral-Dollar in die Staatskasse spülen.

Verkauft wurden aber auch Aktien von Öl- und Rohstoffunternehmen angesichts der zuletzt gesunkenen Ölpreise. Santos verloren 2 Prozent.

Quelle: n-tv.de , mbo/rts/dpa/DJ
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Öl und Pfund im Tiefenrausch - Billiges Öl macht Anleger nervös

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jun 2017 12:18

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Mittwoch, 21. Juni 2017
Öl und Pfund im Tiefenrausch - Billiges Öl macht Anleger nervös

Der Ölpreis nimmt Kurs auf ein Siebenmonats-Tief. Anleger rätseln, woher die Schwäche rührt. Ein Sturm im Golf von Mexiko könnte dem Preis wieder auf die Sprünge helfen. Derweil baut auch das Pfund Sterling gewaltig ab.

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Am deutschen Aktienmarkt ist nach seinem Rekordhoch und den anschließenden Gewinnmitnahmen erst einmal die Luft raus. Offenbar scheuen die Anleger auf dem hohen Bewertungsniveau die Gefahr eines Rückschlags, schreibt Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba. Seit der gestrigen Dax-Bestmarke bei 12.951 Punkten machen die Anleger Kasse. Dazu hatte auch der deutliche Rutsch der Ölpreise die Stimmung belastet. Der könnte sich aber auch schnell wieder fangen.
Charts

Dax Dax 12.743,24
Dow Jones Dow Jones 21.467,14
Nikkei Nikkei 20.138,79

Zur Wochenmitte büßt der Dax 0,6 Prozent auf 12.733 Punkte ein. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee kostete zuletzt 46,03 Dollar je Barrel (159 Liter) und blieb damit in Reichweite ihres Sieben-Monats-Tiefs vom Dienstag.

Den deutschen Nebenwerte-Indizes ergeht es ähnlich wie dem Dax: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fällt 0,5 Prozent auf 25.233 Zähler zurück und der Technologiewerte-Index TecDax verliert 0,8 Prozent auf 2269 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sinkt 0,7 Prozent auf 3532 Punkte.

"Niemand weiß so recht, wo die Schwäche in den Ölpreisen herkommt", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Es hängt somit der Verdacht in der Luft, dass eine schwache Nachfrage an allem schuld sein könnte. Das hört man an den Börsen gar nicht gern, da eine schwache Ölnachfrage in der Regel auch Rückschlüsse auf eine möglicherweise schwächere zukünftige Wirtschaftsentwicklung zulässt."

Im Februar 2016 hatten die großen Investment-Vehikel der Ölförderländer zeitweise weltweit Aktien auf den Markt geworfen, um damit Löcher in den Staatshaushalten zu stopfen. Das hatte die Aktienkurse vorübergehend stark gedrückt. Derzeit behindert allerdings ein Sturm über Mexiko die Ölförderung. Das könnte auch Spuren beim Ölpreis hinterlassen.

Bei den Einzeltiteln zählten Scout24 zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt. Die Papiere der Kleinanzeigenbörse rutschten 3,2 Prozent ab. Die Deutsche Telekom hatte ihre restlichen Anteile an dem Unternehmen zu je 32,20 Euro verkauft.

Video
Für die Telekom gibt es mehr gute Gründe, in den USA zu bleiben, als die Tochter wie einst geplant zu verkaufen.
21.06.17 – 01:38 min
Fusion mit Sprint? T-Mobile US will zu den ganz Großen aufrücken

Telekom-Titel notierten 0,1 Prozent leichter. Presseberichte, T-Mobile US solle mit Sprint fusioniert werden, sorgten demnach für keine Euphorie. "Der Markt hatte doch eher auf einen Verkauf gehofft mit einer hohen Cash-Komponente", sagte ein Händler. Bei einer Fusion mit einem US-Unternehmen bestehe die Gefahr, dass es wieder zu einer Übernahme durch die Hintertür wie bei Linde kommen könnte. Bereits vor drei Jahren wollte Sprint den Konkurrenten übernehmen.

Ein anderer Händler sieht eher die Gefahr, dass die T-Mobile US dann zum Übernehmer von Sprint werden könnte. "Mit der höheren Verschuldung und niedrigeren Profitabilität würde das dann auch alle Multiples bei der Telekom verwässern und belasten", so ein anderer Händler.

Deutsche Post konnten nur minimal von günstigen Vorlagen des US-Wettbewerbers Fedex profitieren. Im Geschäftsquartal bis Ende Mai lag der Nettogewinn von Fedex mit 1,02 Milliarden Dollar deutlich über den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 4,25 Dollar die Schätzungen von 3,87 Dollar deutlich. Auch der Umsatz wuchs überraschend stark.

Im Londoner Auswahlindex FTSE gab es am Morgen einen großen Ausreißer nach unten: Nach einer Gewinnwarnung standen die Aktien von Provident Financial vor dem größten Tagesverlust ihrer Geschichte. Die Papiere des Eigenheimfinanzierers fielen um knapp 20 Prozent - zuletzt notierten sie 15,9 Prozent leichter. Wegen Problemen bei der Neuorganisation des Geschäfts rechnet der Anbieter von Krediten für Schuldner mit geringer Bonität ("Subprime") für 2017 mit Gewinneinbußen von umgerechnet 45 Millionen Euro. Das ist fast drei Mal so viel wie im April vorhergesagt. Den Angaben zufolge hat Provident Schwierigkeiten, fällige Raten einzutreiben. Außerdem sei das Kreditvolumen in den vergangenen Monaten zurückgegangen.

Das Interesse an dem Börsengang von Vapiano ist offenbar gut. "Die Nachfrage nach der Wachstumsstory ist enorm", so ein Marktteilnehmer, der mit dem Börsengang vertraut ist. Das Buch sei bereits ganz gezeichnet. Die Frage sei, ob die Preisspanne ausgereizt werde. Die Bookbuilding-Spanne reicht von 21 bis 27 Euro. Positiv wertet ein anderer Marktteilnehmer, das die Ankeraktionäre dem Unternehmen erhalten blieben. Im Spezialistenhandel geht die Aktie bei 26,25 Euro um.

Momentan ist generell zu erkennen, dass die Unternehmen am Markt vermehrt Kapital einsammeln. So hat auch der Modekonzern Tom Tailor seine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Die neuen Aktien wurden zum Stückpreis von 6,50 Euro angeboten. Der Tom Tailor Holding AG fließt ein Nettoemissionserlös von 61 Millionen Euro zu. Die Aktie verlor daraufhin 2,4´3 Prozent.
Asien: MSCI-Entscheid stützt Schanghai-Kurse

Abwärts ging es am Mittwoch an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien. Getrübt wurde die Stimmung von schwächeren US-Vorgaben und dem fortgesetzten Verfall der Ölpreise. Hauptthema war aber die Entscheidung des Indexbetreibers MSCI, ab dem kommenden Jahr chinesische A-Aktien in seine Schwellenländerindizes aufzunehmen. Das half den Aktien in Schanghai, sich dem Abwärtssog zu entziehen. Der Schanghai-Composite schloss nach einer Schlussrally mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 3.156 Punkte.
Chart

Rohöl (Brent) Rohöl (Brent) 45,96

In Tokio ging es mit dem Nikkei nach den Gewinnen der Vortage und dem Erreichen eines 22-Monatshochs um 0,5 Prozent nach unten auf 20.139 Punkte, in Seoul büßte der Kospi ebenfalls ein halbes Prozent ein. Am stärksten gab das Börsenbarometer an der rohstofflastigen Börse in Sydney nach und zwar um 1,6 Prozent. Das war das größte Tagesminus im bisherigen Jahresverlauf, verursacht von stärkeren Kurseinbußen bei Aktien aus dem Bankensektor nach deren jüngster Abstufung durch Moody's und aus dem Rohstoff- und Ölsektor.
Rohstoffe: Opec verspielt Vertrauen

Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich zuletzt um 1,3 Prozent auf 45,43 Dollar je Barrel (159 Liter) und lag damit nur einen US-Cent über ihrem Sieben-Monats-Tief vom Dienstag.

"Wenn die Opec-Staaten gehofft haben, dass die Verlängerung der Förderbremse die Preise stabilisieren hilft, haben sie sich geirrt", sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Sollten die US-Förderer ihre Produktion weiter erhöhen und gleichzeitig die Nachfrage aus Asien anhaltend schwächeln, sei ein Abrutschen des Ölpreises auf bis zu 40 Dollar nicht ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund warfen Investoren auch Aktien von Ölkonzernen erneut aus ihren Depots. BP, Shell, Total und Repsol verloren bis zu 0,8 Prozent.

Nach Einschätzung der Ölmarktexperten der Commerzbank sind es nicht Ereignisse, die zuletzt für Druck auf die Ölpreise sorgten sondern ein Stimmungsumschwung. Der Optimismus von zuvor scheine nahezu verschwunden zu sein. Der Ölpreisverfall selbst sei dabei ein gutes Argument für die Marktteilnehmer, die aktuellen Ereignisse kritisch zu sehen.

Das Überangebot sei aber auch noch lange nicht verschwunden und die Opec trotz ihrer eisernen Disziplin nicht am Ziel, so die Commerzbank-Experten weiter. Auch wenn man die aktuellen Preise als langfristig günstig erachte, könne eine weitere Stimmungsverschlechterung den Brentölpreis in den kommenden Wochen sogar unter 45 Dollar je Barrel drücken.

Im Fokus steht zuletzt allerdings auch der tropische Sturm "Cindy" - der ebenfalls für einen Stimmungsumschwung sorgen könnte. Einige Bohrstellen und Ölplattformen im Golf von Mexiko mussten geschlossen worden, berichten Medien. Auch ein Ölterminal in Louisiana habe seine Aktivitäten eingestellt. "Sollte der amtliche Ölmarktbericht in der nächsten Woche einen signifikanten Rückgang der US-Ölimporte zeigen, dann dürfte der Sturm der Grund dafür sein", meinen die ING-Experten.

Aus dem Golf von Mexiko kommen 17 Prozent der gesamten US-Ölförderung. Das Sturmzentrum von "Cindy" befindet sich derzeit rund 430 Kilometer südöstlich von Galveston, Texas. Nach letzten Vorhersagen soll der Sturm am Donnerstagmorgen (Ortszeit) nahe der Grenze zwischen Texas und Louisiana auf Land treffen.

Devisen: Pfund Sterling auf Zwei-Monats-Tief

Der Verfall der Rohstoffpreise könnte noch weitere Kreise ziehen: So könnte er Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) haben, weil dadurch die Inflation zurückgeht, wie CMC-Experte Hewson betont. "Das könnte darauf hindeuten, dass wir dieses Jahr keine weitere Zinserhöhungen mehr sehen, unabhängig davon, was US-Notenbanker uns glauben machen wollen." Am Montag hatte sich ein einflussreiches Fed-Mitglied gegen eine Pause im Zinserhöhungszyklus ausgesprochen.
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Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stagnierte am Mittwoch bei 97,746 Punkten, und der Euro kostete 1,1133 Dollar.

Mark Carney, der Chef der Bank von England (BoE), erteilte einer baldigen Anhebung des Schlüsselsatzes ebenfalls eine Absage. Dies drückte das Pfund Sterling auf ein Zwei-Monats-Tief von 1,2590 Dollar. Da zudem die Konjunktur schwächele, stehe die Währung vor einer weiteren Abwertung, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. "Mit einer instabilen politischen Lage zu Hause in die Brexit-Verhandlungen in Brüssel zu gehen, kann ebenfalls kein Pluspunkt sein."

Im Tagesverlauf sollte zwar die neue Legislaturperiode des Unterhauses offiziell eröffnet werden, aber die Konservativen konnten sich mit der nordirischen Regionalpartei DUP bislang nicht auf eine Kooperation einigen. Ohne eine Vereinbarung fehlt Premierministerin Theresa May die absolute Mehrheit im Parlament.

Quelle: n-tv.de , ddi/mbo/dpa/DJ/rts
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Auswirkungen in Deutschland - Brexit könnte Tausende Auto-Jobs kosten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Jun 2017 09:59

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Brexit-ko ... 01399.html
Donnerstag, 22. Juni 2017
Auswirkungen in Deutschland - Brexit könnte Tausende Auto-Jobs kosten

Beim Brexit gibt es keine Gewinner. Einer Studie zufolge könnte der britische EU-Austritt vor allem die deutschen Autobauer treffen. Tausende Jobs stünden dann auf der Kippe. Einer anderen Branche bieten sich dagegen Chancen.

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Nach dem EU-Austritt Großbritanniens droht einer Studie zufolge der Wegfall Tausender Arbeitsplätze in Deutschlands Autobranche. Europas Autohersteller müssten bei einem harten Brexit - also einem britischen Abgang auch aus Europas Binnenmarkt - mit Absatzeinbußen von bis zu 20 Prozent rechnen, heißt es in der Untersuchung des Beratungsunternehmens Deloitte. So heftig waren die Einbußen zuletzt in der Finanzkrise 2009.
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"Möglichkeit des Scheiterns ist eingebaut": EU und Großbritannien beginnen Brexit-Verhandlungen
19.06.17 – 01:32 min
"Möglichkeit des Scheiterns ist eingebaut" EU und Großbritannien beginnen Brexit-Verhandlungen

Großbritannien ist als Absatzmarkt sehr wichtig für die heimischen Hersteller, jedes fünfte aus Deutschland exportierte Auto geht in das Vereinigte Königreich. 2016 wurden dort 950.000 Autos aus Deutschland neu zugelassen. Den Angaben zufolge hängen hierzulande 60.000 Auto-Jobs an diesen Ausfuhren. 18.000 davon wären nach einem harten Brexit in Gefahr, so die Autoren.

Grund für den drohenden Rückschlag wäre demnach ein Kursverfall des britischen Pfunds, wodurch sich die in Deutschland hergestellten Autos im Vereinigten Königreich um etwa ein Fünftel verteuern und die Nachfrage sinken würde. Auch Zölle würden die Kostensteigerung verschärfen. In Deutschland hergestellte Autos dürften der Studie zufolge in Großbritannien nach einem harten Brexit um 21 Prozent teurer werden.

Hersteller aus Kontinentaleuropa wären die großen Verlierer, heißt es in der Studie weiter. Große Gewinner gäbe es nicht: Firmen aus Großbritannien und aus Staaten außerhalb der EU dürften zwar kurzfristig Absatzanteile hinzugewinnen, doch auch sie müssten mit höheren Produktionskosten rechnen. Sie beziehen viele Fahrzeugteile von Zulieferern aus der EU - und diese Teile würden ja ebenfalls teurer.
Standort-Chancen im Finanzsektor
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Allerdings sieht die Bundesregierung durch den Brexit auch neue Chancen für den Standort Deutschland. "Da die zukünftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich noch unklar sind und dadurch der Marktzugang Londons nicht gesichert ist, stellt sich die Standortfrage für viele Finanzdienstleistungsunternehmen bereits jetzt", heißt es im Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums.

"Deutschland bietet sich hier als stabiler und attraktiver Standort an." Frankfurt am Main sei einer der führenden Finanzplätze Europas und attraktiv für Finanzunternehmen und Aufsichtsbehörden. Für die Stadt sprächen etwa die Nähe zur Europäischen Zentralbank und zu deren Bankenaufsicht. Es sei daher selbstverständlich, dass sich das Bundesland Hessen und die Bundesregierung für die Verlegung der Behörde nach Frankfurt einsetzten.

"Die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, die EU zu verlassen, ist bedauerlich", erklärte Finanzstaatssekretär Thomas Steffen. Die anderen 27 EU-Mitglieder seien aber entschlossen, vereint zu bleiben und die künftigen Beziehungen auf eine neue gemeinsame Grundlage zu stellen. Neben Finanzdienstleistern sieht das Ministerium auch gute Chancen im Bildungsbereich, da viele britische Universitäten über Dependancen in anderen Mitgliedstaaten nachdächten, um weiter von EU-Forschungsprogrammen profitieren zu können und für europäische Studenten attraktiv zu bleiben.

Quelle: n-tv.de , mli/dpa/rts
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Leistungen einbehalten - Staat spart Milliarden bei Hartz IV

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Jun 2017 10:16

HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche
http://www.n-tv.de/politik/Staat-spart- ... 01432.html
Donnerstag, 22. Juni 2017
Leistungen einbehalten - Staat spart Milliarden bei Hartz IV

Termin beim Jobcenter versäumt oder Job ausgeschlagen. Hartz-IV-Bezieher, die Auflagen nicht nachkommen, werden bestraft. 2016 beträgt die durchschnittliche Sanktionshöhe 108 Euro. Innerhalb von zehn Jahren kommt so ein Milliardenbetrag zusammen.

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In den vergangenen zehn Jahren haben die Jobcenter Hartz-IV-Sanktionen in Höhe von knapp zwei Milliarden Euro verhängt. Die Summe der Gelder, die Hartz-IV-Beziehern nicht ausgezahlt wurden, beträgt von 2007 bis 2016 insgesamt 1,9 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervorgeht. Hartz-Empfänger werden etwa wegen der Verweigerung eines Jobangebots, des Verschweigens von zusätzlichem Einkommen oder der Ablehnung einer Fortbildung sanktioniert.

Zuletzt stieg die Jahressumme der Sanktionen um mehr als 4 Millionen auf knapp 175 Millionen Euro 2016. Die Zahl schwankte in den vergangenen Jahren zwischen 204 und 170 Millionen Euro. Im Jahr 2016 gab es im Jahresdurchschnitt rund 134.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit mindestens einer Sanktion. Zum Vergleich: 2007 waren es 123.000. Einen Höchstwert gab es 2012 mit 150.000.
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Gut 939.000 Sanktionen wurden 2016 neu verhängt, diese Zahl schwankte in den vergangenen Jahren zwischen 783.000 und 1,02 Millionen. Die durchschnittliche Sanktionshöhe betrug im vergangenen Jahr 108 Euro. 3,1 Prozent der erwerbsfähigen Hartz-IV-Bezieher hatten 2016 mindestens eine Sanktion. Diese Sanktionsquote schwankte in den vergangenen zehn Jahren zwischen 2,4 und 3,4 Prozent.

Zimmermann sagte: "Grundrechte kürzt man nicht." Die Sanktionen verstießen insbesondere gegen das Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum, sagte sie. Anstatt die erwerbslosen Menschen mit Sanktionsinstrumenten permanent unter Druck zu setzen, sollte die Bundesregierung daran arbeiten, wie mehr und fair entlohnte Arbeitsplätze entstehen können. Die Sanktionen müssten abgeschafft werden, forderte die Vize-Fraktionschefin der Linken.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa
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Opfer der Digitalisierung - Allianz will Hunderte Stellen abbauen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2017 09:40

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Freitag, 23. Juni 2017
Opfer der Digitalisierung - Allianz will Hunderte Stellen abbauen

Rund 700 Vollzeitstellen will der Versicherer Allianz streichen. Laut einem Medienbericht begründet der Dax-Konzern den Stellenabbau mit der Digitalisierung. Viele Beschäftigte machen dem Management jedoch schwere Vorwürfe.

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Die Allianz streicht einem Medienbericht zufolge in den kommenden drei Jahren 700 Vollzeitstellen. Betroffen sei jedoch eine höhere Zahl Mitarbeiter, mehr als 800, da viele in Teilzeit arbeiteten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Der Abbau sei Teil eines Sparprogrammes, dem insgesamt 1270 Jobs zum Opfer fielen. 570 seien in den vergangenen Monaten bereits über Teilzeitregelungen abgebaut worden. Insgesamt arbeiten in Deutschland 29.000 Menschen für die Allianz.
Charts

Allianz Allianz 174,30

Der Versicherungskonzern begründet die Maßnahmen der "SZ" zufolge im Intranet mit der Digitalisierung. In deren Folge würde viele Prozesse, die zuvor von Sachbearbeitern erledigt wurden, standardisiert digital ablaufen, sagen Experten. Geplant sei auch, Standorte zu bündeln. So solle die Unfallversicherung nicht mehr in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Stuttgart verwaltet werden, sondern nur noch in Berlin und München. In der Krankenversicherung falle der Standort Berlin größtenteils weg.

Allianz-Chef Oliver Bäte hatte bereits im Jahr 2015 angekündigt, Kosten zu senken und den Kunden stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Der "SZ" zufolge werfen viele Beschäftigte dem Management aber vor, auf dem Rücken der Belegschaft zu sparen und die Rendite für Aktionäre zu steigern. Ein Allianz-Sprecher war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Quelle: n-tv.de , kst/rts
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Falsche Profile in Datensätzen - Harmlose Bankkunden werden zu Kriminellen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Jun 2017 17:33

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Samstag, 24. Juni 2017
Falsche Profile in Datensätzen - Harmlose Bankkunden werden zu Kriminellen

Geschäfte mit Terroristen oder Geldwäschern sind Banken untersagt. Um ihre Kunden zu prüfen, suchen die Institute nach Hinweisen in "schwarzen Listen". Doch dort finden sie offenbar nicht nur Kriminelle.

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In der World-Check-Datenbank, mit der sich Banken weltweit gegen Geschäfte mit potenziell gefährlichen Kunden schützen, sollen auch viele unschuldige Menschen und Organisationen aufgelistet sein. Das hat eine Recherche von "Süddeutscher Zeitung" und NDR gemeinsam mit weiteren internationalen Medien ergeben.

Die Journalisten hatten demnach Einblick in einen World-Check-Datensatz mit mehr als zwei Millionen Profilen aus dem Jahr 2014, auf den der amerikanische Sicherheitsexperte Chris Vickery vergangenes Jahr auf einem Internet-Server gestoßen war.

Die Daten offenbarten, dass viele der Aufgelisteten dort zu Unrecht stünden, berichten "Süddeutsche" und NDR. Profile seien teilweise fehlerhaft oder nicht auf dem neuesten Stand. Es seien Menschen und Organisationen dabei, gegen die ergebnislos ermittelt wurde oder die umstritten und unbequem sind, aber nicht kriminell. Als Beispiele wurden die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, die Tierschutzorganisation Peta, die Umweltschutzorganisation Greenpeace oder Oppositionspolitiker etwa aus Sri Lanka und Eritrea genannt.
Fehler mit fatalen Folgen

Personen und Organisationen mit einem Eintrag bei World-Check müssen mit erheblichen Schwierigkeiten bei Bankgeschäften rechnen. Spendenfinanzierten Organisationen drohen Nachteile beim Einwerben der Mittel.

Die World-Check-Datenbank ist ein Dienst des Informations- und Medienkonzerns Thomson-Reuters. Der Konzern betonte auf Anfrage der Journalisten, die Informationen stammten vor allem aus Regierungs- und Justizdatenbanken, von Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden, der EU und den Vereinten Nationen.
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Datenpanne bei Online-Bank: Comdirect zeigte Konten anderer Kunden 18.07.16 Datenpanne bei Online-Bank Comdirect zeigte Konten anderer Kunden

Auch viele Institute in Deutschland nutzen laut dem Bericht den Dienst, darunter die meisten großen Privatbanken und fast alle Genossenschaftsbanken. Auf Anfrage der Rechercheure hieß es bei der deutschen Kreditwirtschaft, man fordere die Schaffung verbindlicher Listen durch die EU. Wie die "Süddeutsche" schrieb, hält die Branche die Qualität der World-Check-Daten für nicht ausreichend.

Quelle: n-tv.de , ddi/dpa
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Gold und Euro deutlich im Minus - Dax genießt das starke Konjunktursignal

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2017 10:26

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Gold und Euro deutlich im Minus - Dax genießt das starke Konjunktursignal

Freundlicher Wochenstart an der Frankfurter Börse: Die Rettungsaktion für zwei italienische Kriseninstitute schiebt den gesamten europäischen Bankensektor an. Mit dem unerwartet freundlichen Ifo-Index hellt sich die Stimmung zusätzlich auf.

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Drei starke Argumente helfen dem deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn auf die Beine: Ein neu aufkommender Konjunkturoptimismus, der neuerliche Anstieg bei den Ölpreisen und die energische Stützungsaktion in der italienischen Bankenbranche hätten Anleger ermutigt, heißt es aus dem Handel.
Charts

Dax Dax 12.820,02
MDax MDax 25.334,15
TecDax TecDax 2.272,81

Eine Stunde nach Handelsbeginn erreicht zudem ein unerwartet starkes Konjunktursignal den Markt: Der Ifo-Index zum Geschäftsklima in Deutschland erreicht im Juni bei 115,1 Punkten ein neues Allzeithoch. Im Vorfeld befragte Experten hatten im Schnitt eine leichte Abschwächung vorhergesagt. "Der Markt hat mit einem Rückgang im Geschäftsklimas gerechnet, gerade auch nach den schwächeren PMIs", meinte ein Händler mit Blick auf die Stimmung unter Einkaufsmanagern (Purchase Manager, PM), die als Frühindikator für das Geschäftsklima gelten. Der Anstieg überrasche nun positiv und eröffne vermutlich weiteres Aufwärtspotenzial.

Der Leitindex Dax baut seine Kursgewinne nach Vorlage der Daten aus und notiert freundliche 0,70 Prozent im Plus bei 12.823 Punkten. Vor dem Wochenende war das Frankfurter Börsenbarometer 0,4 Prozent leichter bei 12.733.41 Zählern aus dem Handel gegangen. Zuletzt hatten die fallenden Ölpreise Sorgen vor einer Abschwächung der globalen Konjunktur geschürt. Auch die anderen deutschen Aktienindizes präsentieren sich zu Wochenbeginn freundlich: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückt um 0,57 Prozent auf 25.354 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax gewinnt 0,31 Prozent auf 2275 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex Eurostoxx50 geht es um 0,90 Prozent nach oben auf 3575 Punkte.

Die Stimmung am Aktienmarkt profitiert laut Händlern auch vom nahenden Halbjahresultimo. "Fonds dürften ihre Positionen vor dem Bilanzstichtag noch einmal aufstocken", meinte ein Händler. Das so genannte Window-Dressing zum Ende des Börsenmonats Juni dürfte die Kurse nach oben treiben, besonders bei den Gewinnern des ersten Halbjahres. "Bis Freitag ist ein Test der 13.000er Marke drin", prophezeite ein Marktteilnehmer.
Video
Die Rettung mit Milliarden an Steuergeldern ist nur möglich, weil die Banken nicht Systemrelevant sind.
26.06.17 – 01:31 min
Geldhäuser nicht überlebensfähig? Italiens Bankenrettung kostet Steuerzahler bis zu 17 Milliarden Euro

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählen zu Wochenbeginn die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank mit Aufschlägen von bis zu 1,7 Prozent. Sie profitieren wie die gesamte europäische Branche von der Erleichterung über die Rettung zweier Krisen-Institute durch den italienischen Staat.

Die Aktien der Lufthansa führen die Gewinnerliste im Dax mit einem Plus von 2,4 Prozent an. Ebenfalls stark gefragt sind Titel wie Continental, Deutsche Post, Beiersdorf und Linde.

Die Aktien von Volkswagen liegen im frühen Handel ebenfalls im Plus. Der Kurs der im Leitindex notierten VW-Vorzugsaktien steigt um 1,0 Prozent auf 135,00 Euro. "Das Streikende in der Slowakei stützt die Stimmung", meinte ein Händler. Die Beschäftigten in der Slowakei bekommen in drei Stufen bis November 2018 insgesamt 14,1 Prozent mehr Lohn, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Dazu kommen eine Einmalzahlung von 500 Euro und ein Urlaubstag mehr. Die Beschäftigten hatten ursprünglich ein Plus von 16 Prozent gefordert und waren vergangenen Dienstag in den Streik getreten.

Auffallend schwach zeigen sich die deutschen Technologiewerte. Im TecDax halten sich Gewinne und Verluste gestreut über ein breites Feld beinahe die Waage. Der Index selbst droht am Vormittag zeitweise ins Minus zu kippen. Moderate Kursgewinne verzeichnen Händler bei Titeln wie Nordex, SLM und Morphosys. Verkauf werden dagegen TecDax-Aktien wie Dialog Semiconductor oder GFT Siltronic.

Neue Impulse dürften den am Nachmittag anstehenden US-Daten ausgehen. In den USA steht der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Blick.

Für Gesprächsstoff sorgen zu Wochenbeginn die anstehenden Börsengänge am deutschen Aktienmarkt. Genau beobachtet werden der Lieferdienst Delivery Hero und die Systemgastronomiekette Vapiano. Das Interesse der Investoren fällt offenbar rege aus: Die Aktien von Delivery Hero seien "vielfach überzeichnet", heißt es. Die Aktie dürfte im Bereich zwischen 23,75 und 25,50 Euro in den Handel kommen. Beim bevorstehenden Börsengang von Vapiano dagegen liege die Bookbuilding-Spanne bei 22 bis 24 Euro und damit im unteren Bereich des bisher genannten Preisbereichs zwischen 21 und 27 Euro.
Devisen: Euro zuckt mit dem Ifo-Index
Chart

Euro / US-Dollar Euro / US-Dollar 1,12

Der Kurs des Euro gerät nach Vorlage des Ifo-Index in Bewegung. Am Vormittag kostet die Gemeinschaftswährung kurzzeitig mit 1,1204 etwas mehr als 1,12 Dollar. Der Auftrieb verliert allerdings schnell an Kraft. Zuletzt notiert der Euro bei 1,1184 Euro und damit 0,09 Prozent unter dem Niveau von Ende vergangener Woche.

Auf die am Wochenende beschlossene Bankenrettung in Italien schien der Eurokurs zunächst kaum zu reagieren. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1192 US-Dollar gehandelt und damit in etwa auf dem Niveau von Freitagabend.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitag auf 1,1173 (Donnerstag: 1,1169) Dollar festgesetzt. Italiens Regierung gab am Sonntag bekannt, Milliardenbeträge für den Teilverkauf der beiden kleineren regionalen Banken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo bereitzustellen. Die EU gab noch am Abend grünes Licht. Zuvor hatte die EZB mitgeteilt, dass die beiden relativ kleinen Banken aufgrund fauler Kredite keine Zukunftschancen hätten und abgewickelt werden sollen.

Gold sei der "große Verlierer" des Ifo-Geschäftsklima-Index, heißt es aus dem Handel. Nach der Datenvorlage verliert die Feinunze zeitweise rund 18 Dollar auf 1236 Dollar. Seit dem Tagestief kann sich der Goldpreis wieder etwas erholen, zuletzt liegt er bei 1241 Dollar. Der Ifo-Geschäftsklima-Index deute auf eine überraschend positive Konjunkturentwicklung hin, heißt es.
Chart

Rohöl (WTI) Rohöl (WTI) 43,44

Im asiatisch geprägten Devisenhandel war der Dollar in der Defensive. Eine unerwartet niedrige Inflationsrate drückte auf die Renditen der US-Staatsanleihen und damit auch auf den Dollarkurs. Die Renditen der US-Bonds blieben nahe an ihren Sieben-Monats-Tiefständen. Dies setzte auch die US-Währung unter Druck. Sie wurde in japanischer Währung mit 111,36 Yen gehandelt. Der Euro kostete im fernöstlichen Handel 1,1186 Dollar.
Fernost: Ölpreise beflügeln Börsen

Getragen vom Optimismus über die Entwicklung der Weltwirtschaft haben die meisten Aktienmärkte in Fernost zu Wochenbeginn leicht zugelegt. Der Ölpreis zog leicht an.Wegen der Erholung der Ölpreise und der steigenden Kurse im Technologiesektor herrschte an den ostasiatischen Aktienmärkten eine positive Grundstimmung. Nach dem fünften Wochenverlust in Folge ziehen die Ölpreise wieder an. Marktteilnehmer rechnen nach den jüngsten Wetterkapriolen mit schweren Stürmen und Produktionsausfällen im Golf von Mexiko mit sinkenden Lagerbeständen in den USA.
Chart

Nikkei Nikkei 20.153,35

In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,1 Prozent fester auf 20.153 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss mit 0,05 Prozent hauchdünn im Plus. Die Börse in Shanghai lag 0,61 Prozent im Plus, der Markt in Hongkong 0,49 Prozent. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan lag 0,5 Prozent im Plus.

In Australien zieht der S&P/ASX-200 gestützt von einer Stabilisierung der Rohstoffpreise um 0,1 Prozent an. In der ganzen Region sind Ölwerte gesucht, in Sydney klettern Santos um 2,5 und in Tokio Inpex um 1,5 Prozent.

Insgesamt habe sich die Erholung bei den Tech-Werten mit Rückenwind aus den USA fortgesetzt, hieß es. In Seoul steigen Samsung auf ein neues Allzeithoch und hieven dank der hohen Gewichtung den südkoreanischen Leitindex Kospi fast im Alleingang ins Plus. Auf Taiwan ist es die Technologiebranche, die für die Aufschläge verantwortlich ist.
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Nachdem der strauchelnde Airbag-Hersteller Takata nun wie bereits erwartet Gläubigerschutz beantragt hat, wird die Aktie in Tokio innerhalb eines Monats von der Börse genommen. Gehandelt werden sie aktuell ohnehin nicht, sie sind ausgesetzt. Am Dienstag soll der Handel aber wieder aufgenommen werden.

Die Aktien von Toshiba brachen zeitweise um mehr als fünf Prozent ein und schlossen 3,12 Prozent im Minus. Der Technologiekonzern gerät immer mehr ins Trudeln. Das Unternehmen musste vor kurzem einräumen, dass seine Finanzlage noch dramatischer ist als bisher angenommen. Der Tokioter Aktienmarkt reagierte darauf mit einer Degradierung der Firma ins zweite Börsensegment.
Rohstoffe: Ölpreise gehen hoch

Die Ölpreise befinden sich am Vormittag weiter im Aufwärtstrend. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 45,89 US-Dollar und damit 35 Cent mehr als vor dem Wochenende. Der Preis für ein Fass der US-Referenzssorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 41 Cent auf 43,42 Dollar.

Händler sprechen von einer fortgesetzten Gegenbewegung nach jüngsten deutlichen Verlusten und warnten vor zu viel Optimismus. Obwohl das Ölkartell Opec und andere wichtige Förderländer wie Russland die Produktion gekürzt haben, herrscht am Markt nach wie vor ein zu hohes Angebot an Rohöl. Vor allem die steigende Fördermenge in den USA hatte zuletzt mehrfach die Preise stark belastet und am Mittwoch eine Talfahrt ausgelöst.
Bilderserie
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Quelle: n-tv.de , wne/DJ/dpa/rts
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17 Milliarden Euro Steuergeld - Warum der Staat Italiens Pleitebanken rett

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2017 20:22

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Warum-der ... 07162.html
Montag, 26. Juni 2017
17 Milliarden Euro Steuergeld - Warum der Staat Italiens Pleitebanken rettet

Von Hannes Vogel

Was nie wieder passieren sollte, findet nun doch in Italien statt: Der Staat rettet marode Banken mit Milliarden. Gleich beim ersten Test umgeht die EU die Regeln ihrer Bankenunion - die Pleiten auf Steuerzahlerkosten eigentlich verhindern sollte.

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Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan hat am Sonntag eine neue Finanzkrise im italienischen Bankensystem gerade noch einmal verhindert. Mit bis zu 17 Milliarden Euro Steuergeld rettet Padoan die Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza in der Veneto-Region in Nordostitalien. Die maroden Geldhäuser werden aufgespalten: Den guten Teil schluckt Italiens zweitgrößte Bank Intesa Sanpaolo für den symbolischen Betrag von einem Euro. Für den schlechten Teil haftet der Staat.

5,2 Milliarden pumpt Italien dabei direkt in Intesa Sanpaolo, damit die Bank nach der Übernahme nicht in Schwierigkeit gerät. Mit weiteren 12 Milliarden Euro bürgt der Steuerzahler für faule Kredite in der Bilanz der Pleitebanken, die abgewickelt werden. Fast 4000 Angestellte verlieren dabei ihre Jobs. Das italienische Parlament muss dem Plan noch zustimmen.
Wie ist es dazu gekommen?

Die Rettung mit Milliarden an Steuergeldern ist nur möglich, weil die Banken nicht Systemrelevant sind.
26.06.17 – 01:46 min
Auf Kosten der Steuerzahler Italien steckt bis zu 17 Milliarden Euro in Pleite-Banken

Italiens Bankensystem ist zersplittert und an vielen Stellen marode. In keiner anderen G20-Nation gibt es mehr Bankfilialen als in Italien. Weil die Wirtschaft seit Jahren schwächelt, sitzen die Institute auf rund 325 Milliarden Euro faulen Krediten - rund ein Fünftel der italienischen Wirtschaftsleistung. Inzwischen ist laut der italienischen Notenbank im Schnitt fast jeder fünfte Kredit notleidend, wird also wahrscheinlich nicht zurückgezahlt werden.

In den Bilanzen der beiden Veneto-Banken, die nun abgewickelt werden, sind laut EU-Kommission sogar fast 40 Prozent aller Kredite faul. Sie schreiben schon seit einigen Jahren Verluste. Bereits 2014 fielen sie beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) durch. Die italienische Regierung sucht bereits seit langem nach einer Lösung für die Geldhäuser. Ein staatlich gestützter Rettungsfonds namens Atlante hat bereits 2016 rund 3,5 Milliarden Euro in die maroden Institute gepumpt. Am Freitag senkte die EZB endgültig den Daumen und schickte sie in die Pleite, weil sie keine glaubwürdigen Zukunftspläne vorlegen konnten.
Warum muss der Steuerzahler einspringen?

Ohne ein Eingreifen des Staates hätten am Montag wohl Sparer beide Veneto-Banken gestürmt, um ihre Einlagen abzuziehen - und damit die Banken vollends ruiniert. Um eine Panik und eine Kettenreaktion im Finanzsystem zu verhindern, rettete Italien sie mit Steuerzahlergeld. Für solche Finanzspritzen gibt es zwei Wege: Eine schmerzhafte Variante nach den strikten Vorgaben der neu geschaffenen Bankenunion. Oder eine sanftere Abwicklung nach den nationalen Insolvenzregeln.

Nach der Finanzkrise hat die EU neue Regeln geschaffen, die gigantische Rettungspakete auf Kosten der Steuerzahler wie 2008 künftig verhindern sollen. Bevor der Staat einspringt, müssen nach den Regeln der Bankenunion dabei zuerst die Eigentümer (Aktionäre) und Gläubiger (Anleihekäufer) maroder Geldhäuser für Verluste haften - und dann auch Sparer, die ihr Geld bei Pleitebanken nur angelegt haben (sogenannter Bail-In). Bei der Pleite nach nationalen Regeln werden die Anleger dagegen verschont.

Das zuständige Abwicklungsgremium der Europäischen Union, das Single Resolution Board (SRM), hat den Veneto-Banken die Pleite nach den sanfteren, nationalen Insolvenzregeln erlaubt. Dadurch werden viele Kleinanleger geschont, die ihr Geld bei den Pleitebanken angelegt haben. Die Folge ist aber, dass nun der Steuerzahler die Zeche zahlt.
Was bedeutet das für Europas Finanzsystem?

Die EU-Kommission hat dieser Lösung zugestimmt. Sie hält es offenbar für besser, die Banken auf Staatskosten zu retten, statt Tausende italienische Kleinanleger um ihr Erspartes zu bringen. Weil die EU damit beim ersten großen Testfall aber gleich ihre strikten Regeln für Staatshilfen über Bord wirft, hat die Bankenunion nun ein massives Glaubwürdigkeitsproblem.
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Eine italienische Euromünze: Die italienische Regierung muss vor der Öffnung der Veneto-Banken am Montag eine Lösung zur Rettung präsentieren, um einen Bank-Run zu verhindern. 25.06.17 Und wer zahlt die Zeche? Italiens Krisenbanken werden zerschlagen
Wegen fauler Kredite bei Banca Popolare di Vicenza und anderen italienischen Banken droht Europa eine neue Finanzkrise. 12.07.16 Droht eine neue Finanzkrise? Italiens Banken sind brandgefährlich

"Die Europäische Kommission trägt die Verantwortung dafür, dass staatliche Beihilfen auf ein Minimum beschränkt werden - auch, um eine faktische Umgehung von Abwicklungsregeln durch nationale Insolvenzregime zu verhindern", warnte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums. "Das Versprechen, dass künftig nicht mehr der Steuerzahler für marode Banken in Haftung genommen wird, ist mit dieser Nacht-und Nebel-Aktion ein für alle Mal hinfällig", kritisierte auch der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. "Wieder einmal soll der Steuerzahler mit Milliardensummen einspringen - das konterkariert alle unsere Bemühungen um Stabilität und Nachhaltigkeit im Finanzsystem und eine funktionierende Bankenunion", sagte FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer.

Die Pleite der Veneto-Banken ist nicht der einzige Fall, der die Glaubwürdigkeit der Bankenunion untergräbt. Bei der Monte dei Paschi di Siena, der viertgrößten italienischen Bank, nutzte die Regierung in Rom ein weiteres Schlupfloch: Sie verpasste ihr vorbeugende Finanzspritzen - auch dabei dürfen Gläubiger und Sparer geschont werden. Der nächste Testfall, wie ernst es die EU mit ihren neuen Regeln für die Bankenrettung meint, dürfte also schon bald kommen.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wir ... 06035.html

Quelle: n-tv.de
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270 Stellen gestrichen - Preiskampf zwingt Milchwerke in die Knie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jun 2017 17:26

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Mittwoch, 28. Juni 2017
270 Stellen gestrichen - Preiskampf zwingt Milchwerke in die Knie

Der aggressive Preiskampf bei der Milch im vergangenen Jahr hinterlässt Spuren in der Branche: Deutschlands größte Genossenschaftsmolkerei muss drei Werke schließen, hunderte Arbeitsplätze gehen verloren.

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Eine Kündigungswelle von unzufriedenen Landwirten zwingt Deutschlands größte Genossenschaftsmolkerei, das Deutsche Milchkontor (DMK), zu Werkschließungen. Mit den Kündigungen der Verträge werde die verarbeitete Menge in den kommenden zwei Jahren um bis zu 1,7 Milliarden Kilogramm Milch sinken, teilte das Unternehmen mit. Geschlossen werden sollen die Werke in Rimbeck in Nordrhein-Westfalen und Bad Bibra in Sachsen-Anhalt. Es gehe dabei frühestens um das erste Quartal 2018. Außerdem steht das Werk in Bergen auf Rügen bis Mitte 2019 vor der Schließung. Insgesamt werden rund 270 Stellen gestrichen.

Am Standort Nordhackstedt in Schleswig-Holstein solle zudem die Produktion von Käseaufschnitt frühestens Mitte 2018 enden. Die DMK-Gruppe mit Marken wie Milram, Osterland, Oldenburger, Humana und Casarelli beschäftigt rund 7200 Mitarbeiter. Sie verarbeitete bislang jährlich 7,3 Milliarden Kilogramm Milch an mehr als 20 Standorten. Den Schließungs- und Streichplänen muss der Aufsichtsrat noch zustimmen. Ein Sprecher der Molkerei betonte, die Kündigungsfrist der Landwirte dauere zwei Jahre. Das Unternehmen werde versuchen, die Bauern zurückzugewinnen.
"Rügener Badejunge" ist ein Sorgenkind

Das vergangene Jahr war für die Genossenschaftsmolkerei geprägt durch die Milchpreiskrise, die auch die DMK-Bauern mit Milchpreisen um 20 Cent je Liter massiv unter Druck brachte. Derzeit zahlt das Deutsche Milchkontor 34 Cent je Liter Milch, was die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) aber noch immer als nicht fair ansieht. Auch der Bauernverband Landvolk Niedersachsen mahnte, die Erzeuger benötigten weitere deutliche Preissteigerungen.
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Auf Rügen kämpft das DMK den Angaben zufolge mit zu hohen Produktionskosten für eine ostdeutsche Weichkäsesorte, den "Rügener Badejungen" der Rotkäppchen Peter Jülich GmbH. Das jährliche Defizit dort habe zuletzt bei zwei Millionen Euro gelegen. Selbst hohe Investitionen in eine Modernisierung würden nicht zu wettbewerbsfähigen Produktionskosten führen, deutliche Preissteigerungen seien zudem nicht durchzusetzen, argumentierte die Molkerei. Beide Unternehmen würden daher "spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 getrennte Wege" gehen. Der Weichkäse werde künftig im Rotkäppchen-Werk in Altenburg in Thüringen produziert.

Am Donnerstag legt das DMK seine Bilanz für 2016 vor. 2015 lagen der Umsatz bei 4,6 Milliarden Euro und der Jahresüberschuss bei 13 Millionen Euro. Die Genossenschaft zählt nach eigenen Angaben gut 8600 Milcherzeuger.

Quelle: n-tv.de , bdk/dpa
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Frische Signale aus Europa - Dax wehrt sich gegen den Abwärtssog

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jun 2017 11:41

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Donnerstag, 29. Juni 2017
Frische Signale aus Europa - Dax wehrt sich gegen den Abwärtssog

Die freundliche Stimmung zum Auftakt hält am deutschen Aktienmarkt nicht lange vor. Die Spekulationen nach der Draghi-Rede reißen nicht ab. Der Euro gewinnt weiter an Stärke. Der Dax könnte den Nebenwerten bald ins Minus folgen.

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Die kräftige Erholung an der Wall Street hilft dem deutschen Aktienmarkt nur kurz auf die Sprünge: Der Dax kann den Handelstag zwar jenseits der Marke bei 12.700 Punkten beginnen. Im Lauf des Vormittags kommt der deutsche Leitindex jedoch schnell wieder zurück und notiert zuletzt nur noch 0,03 Prozent im Plus bei 12.650 Punkten.
Charts

Dax Dax 12.607,49
MDax MDax 24.655,96
TecDax TecDax 2.208,36

Am Vortag war der deutsche Leitindex zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende Mai abgesackt und war 0,2 Prozent im Minus bei 12.647,27 Punkten in den Abend gegangen. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen dreht ins Minus und gibt 0,33 Prozent ab auf 24.744 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax geht es nach einem ebenfalls freundlichen Start um 0,20 Prozent nach unten auf 2216 Punkte.

Die Draghi-Rede vom Dienstag sorgt im Handel weiter für Wirbel. Der Euro setzt seinen von Spekulationen um einen Kurswechsel bei der EZB getriebenen Aufstieg fort und steigt am Morgen über die Marke von 1,14 Dollar. Das hat Folgen für das Geschäft mit Aktien: "Der Dax wird ausgebremst vom starken Euro", erklärt n-tv Börsenkommentatorin Katja Dofel. Wegen der aktuellen Euro-Aufwertung seien weitere größere Kursgewinne unwahrscheinlich, bestätigt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Für Deutschland als Exportnation ist eine starke Währung ein Nachteil."

Die Vorgaben aus den USA fallen sehr freundlich aus: Nach den jüngsten Rückschlägen hatten S&P-500-Index und Nasdaq am Vorabend die stärksten Gewinne seit Monaten verzeichnet. Nachbörslich bestätigte sich der Optimismus der Anleger: Erstmals haben alle großen Banken in den USA den jährlichen Stresstest der amerikanischen Notenbank bestanden. Sie erhielten von der Fed damit grünes Licht, in großem Stil Geld in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an ihre Investoren auszuschütten.

"Vor allem für die Deutsche Bank sind das tolle Nachrichten, nachdem die US-Tochter die letzten Male zunächst durchgefallen war", meinte ein Händler. Auch die Santander Bank, die in der Vergangenheit Probleme bei dem Test hatte, habe gut abgeschnitten.

Stimmungstützend für die Deutsche Bank wirke auch, dass sich die Deutsche Bank einem Zeitungsbericht zufolge im Zusammenhang mit dem Vorwuf der Geldwäsche in Russland nicht vor Gericht verantworten muss. Die Aktien der Deutschen Bank gewinnen 2,3 Prozent. Die Aktien der Commerzbank ziehen um 1,7 Prozent an. Santander liegen 1,3 Prozent im Plus.

Für Gesprächsstoff sorgt auch der bevorstehende Börsengang des Essenslieferdienst Delivery Hero. Das einstige Startup dürfte mit dem Schritt aufs Parkett fast eine Milliarde Euro einsammeln. Damit ist Delivery Hero die größte Neuemission des Jahres an der Frankfurter Börse.

Insgesamt wurden zum Stückpreis von 25,50 Euro rund 39 Millionen Aktien ausgegeben, wie das 2011 gegründete Start-Up in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Am Freitag soll die Aktie des nach eigenen Angaben weltweit führenden Anbieters von Online-Lieferdiensten erstmals gehandelt werden.

Bei der Aktienzuteilung schöpfte Delivery Hero die Preisspanne von 22 bis 25,50 Euro voll aus. Das Unternehmen bietet unter verschiedenen Markennamen, wie etwa Pizza.de, Lieferheld oder Foodora, Internet-Plattformen für Essenslieferdienste an. Obwohl Delivery Hero hohe Verluste erwirtschaftet, wird das Unternehmen derzeit mit knapp 4,4 Milliarden Euro bewertet. Damit ist es immerhin fast halb so viel wert wie eine der größten Fluggesellschaften der Welt, die Deutsche Lufthansa, deren Aktien derzeit mit 19,86 Euro knapp 0,9 Prozent im Minus notieren.


Im Tagesverlauf dürften zahlreiche Konjunkturdaten Investoren auf Trab halten: Aus Deutschland erreichten am Morgen Daten zum Konsumklima den Markt: Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich demnach weiter verbessert. Der GfK-Konsumklimaindex übertraf damit erneut die Erwartungen. Die Konsumforscher ermittelten für Juli einen Anstieg ihres Indikators von 10,4 auf 10,6 Punkte.
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Frontalangriff auf Tesla: 3er BMW bekommt eine ausdauernde E-Version
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Frontalangriff auf Tesla 3er BMW bekommt eine ausdauernde E-Version

"Damit befindet sich die Konsumstimmung in Deutschland weiterhin klar im Aufwind", erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl. im Vorfeld befragte Ökonomen hatten hingegen im Schnitt einen unveränderten Wert von 10,4 Zählern erwartet. "Das Stimmungshoch bei den deutschen Verbrauchern hält auch im Juni dieses Jahres an", konstatierte Bürkl.

Auf europäischer Ebene wurden am späten Vormittag unter anderem Zahlen zum Wirtschaftsklima und zum Verbraucherstimmung veröffentlicht. Die teils deutlich freundlich ausgefallenen Konjunktursignale führten am Aktienmarkt allerdings zu keinen sichtbaren Aufhellungen. Am frühen Nachmittag stehen noch frische Inflationsdaten aus Deutschland an. Von letzteren erhoffen sich Investoren Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB).
Devisen: Euro steigt über 1,14 Dollar
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Euro / US-Dollar Euro / US-Dollar 1,14

Die anhaltenden Spekulationen auf eine straffere EZB-Geldpolitik drücken den Euro immer weiter nach oben. Am Vormittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1425 Dollar. Mit einem frühen Tageshoch bei 1,1435 Dollar markiert der Euro den zweiten Tag in Folge ein Zwölf-Monats-Hoch.

Am Devisenmarkt wirke die Mario Draghis Portugal-Rede vom Dienstag nach, meinten Beobachter. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte sich darin optimistisch zu den Konjunkturaussichten geäußert. Börsianer werteten dies als Hinweis, dass die EZB ihr Anleihe-Ankaufprogramm im Volumen von derzeit 60 Milliarden Euro monatlich bald drosseln wird.

Bemühungen der EZB vom Mittwoch, die starke Marktwirkung der Draghi-Rede einzuordnen, wischten Börsianer beiseite. "Wenn wir wissen wollen, was die EZB plant, ziehen wir eine sorgfältig formulierte Draghi-Rede anonymen Quellen jederzeit vor", betonte Analyst Sean Sallow von der Westpac Bank. Er sehe den Euro auf dem Weg zu einem Kurs von 1,15 bis 1,16 Dollar.
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Aktien und Immobilien lohnen sich: EZB-Politik beschert deutschen Sparern hohe Verluste
22.05.17 – 01:30 min
Aktien und Immobilien lohnen sich EZB-Politik beschert deutschen Sparern hohe Verluste

Dass die EZB am Mittwoch durchsickern ließ, Draghi sei am Vortag missverstanden worden, habe tatsächlich nicht viel genutzt, erklärte Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann. Auffallend sei zum Beispiel Draghis Bemerkung zu den Wechselkursen gewesen, die in offiziellen Statements immer fehle, betont Leuchtmann. Offensichtlich habe vor allem das heftige Anziehen des Euro nach Draghis Rede die EZB nervös gemacht. Vor Draghis Rede lag der Euro noch bei knapp 1,12 Dollar.

Für Coba-Analyst Leuchtmann ist es offensichtlich, dass die EZB mit "solchen Kommunikationstricks" es nicht schafft, die Lawine, die Draghi losgetreten habe, zu stoppen. Zumal der EZB-Chef selbst in einer Podiumsdiskussion mit keinem Wort darauf eingegangen sei, dass er falsch verstanden worden sei.

Sollte sich die rasante Euro-Aufwertung fortsetzen, dürfte die EZB ihre Kommunikation aber verstärken, erwartet Leuchtmann. Das habe sie zuletzt 2014 durchexerziert und damals Euro-Kurse über 1,40 Dollar verhindert.

Die Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik in der Eurozone treiben Anleger vermehrt aus deutschen Staatsanleihen. Die Rendite der für Europa richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe stieg am Donnerstag im Gegenzug auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 0,424 Prozent von zuvor 0,374 Prozent.

Im asiatisch geprägten Devisenhandel gab der Dollar in der Nacht zum Yen nach und notierte auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr. Viele Investoren gehen inzwischen davon aus, dass neben der US-Notenbank Fed auch andere Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen könnten. Auch aus Großbritannien und Kanada kamen Signale, die auf ein strikteres Vorgehen der Währungshüter hindeuten.

"Zentralbanken werden sehr vorsichtig vorgehen", sagte Martin Whetton, Stratege bei der neuseeländischen Bank ANZ. "Sobald sie die Zügel aber im Zusammenspiel anziehen und ihre aufgeblähten Bilanzen abbauen, kann man davon ausgehen, dass auf Anleihen, Aktien, Immobilien und andere Märkte Gegenwind zukommt."
Asien: Kursgewinne in Asien

Kursanstiege bei Technologieaktien heben die asiatischen Börsen am Donnerstag in die Gewinnzone. Der japanische Leitindex Nikkei notierte im Handelsverlauf in der Nähe seines Zwei-Jahres-Hochs und schloss 0,5 Prozent fester bei 20.220 Zählern. Der breiter gefasste Topix legte 0,6 Prozent auf 1624 Punkte zu.
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Nikkei Nikkei 20.220,30

Vor allem Technologie-Titel wie Advantest oder Hitachi fanden Käufer. Sie folgten damit der Nasdaq, die am Mittwoch den besten Handelstag seit Anfang November hingelegt hatte. "Wir sehen heute Kehrtwenden in einigen Sektoren", sagte Analyst Nobuhiko Kuramochi vom Broker Mitzuho Securities. Vor der Kommunalwahl in Tokio hielten sich aber viele japanische Investoren noch zurück. Die Abstimmung gilt als Stimmungstest für die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe.

In anderen asiatischen Märkten legten die Kurse ebenfalls zu, der MSCI-Index für die Region ohne Japan gewann knapp 0,9 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2015. Die chinesischen Börsen in Shanghai und Shenzen profitierten von Kursanstiegen bei Rohstoffwerten und stiegen um etwa 0,5 Prozent. Der Shanghai Composite schloss 0,5 Prozent im Plus bei 3188 Punkten.

In Hongkong steigt das Marktbarometer um 0,9 Prozent, das Bankenschwergewicht HSBC legt um 3,7 Prozent zu, Standard Chartered steigen um 3,2 Prozent. Die Aktie des Telekomausrüsters ZTE verteuert sich um 1,5 Prozent. Die Gesellschaft steht offenbar kurz davor, ihre Sparte ZTEsoft an Alibaba zu veräußern. BOC Hongkong gewinnen fast 4 Prozent und markieren ein weiteres Allzeithoch. Anleger setzten hier auf eine Sonderdividende, heißt es.
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An der australischen Börse in Sydney steigt der S&P/ASX-200 im späten Geschäft um rund 1,0 Prozent. Auch hier sind es die Bankenwerte, die entscheidend für die Aufschläge verantwortlich zeichnen. Macquarie, National Australia Bank und Westpac klettern zwischen 1,8 und 2,1 Prozent.
Rohstoffe: Öl macht Anlegern Mut

Im Handel mit Energierohstoffen ziehen die Preise wieder an. Rohöl der Nordseesorte kostet am frühen Vormittag 48,01 Dollar und damit 47 Cent mehr als am Vorabend. Ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) ist unterdessen für 45,19 Dollar zu haben, was im Vergleich zum Vorabend einem Aufschlag von 44 Cent entspricht.

"Wenn US-Lagerbestandsdaten einfach ignoriert werden, dann weiß man, dass man am Markt wieder im Geschäft ist", meinte Marktstratege Greg McKenna von AxiTrader. Die Mitte der Woche veröffentlichten US-Daten zeigten zwar einen überraschenden Lageraufbau in den USA. Maßgeblicher für die Ölpreise sei jedoch, so heißt es aus dem Handel, dass die US-Förderung erstmals in der vergangenen Woche seit längerer Zeit gesunken ist.

Im Edelmetallgeschäft geben die Preise leicht nach. Gold notiert am Morgen 0,3 Prozent schwächer bei 1244 Dollar. Mitte der Woche wurde die Feinunze in London mit 1248,00 (1249,55) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35.512,00 (35.635,00) Euro.

Quelle: n-tv.de , mmo/vpe/DJ/dpa/rts
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Ultralockere Geldpolitik - Wirtschaftsweiser: EZB soll Kurs ändern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jun 2017 17:15

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Donnerstag, 29. Juni 2017
Ultralockere Geldpolitik - Wirtschaftsweiser: EZB soll Kurs ändern

Die niedrigen Zinsen helfen Europas Krisenstaaten wieder auf die Beine und lassen Börsenkurse steigen – doch wie lange geht das noch so weiter? Deutschlands oberster Wirtschaftsweiser fordert die EZB nun zum Kurswechsel auf.

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Die Forderungen nach einem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) werden lauter. "Es ist jetzt an der Zeit für die EZB, eine Strategie zu kommunizieren, wie sie sich zurückziehen wird aus dieser sehr expansiven Geldpolitik", sagte Deutschlands oberster Wirtschaftsweiser, der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Christoph Schmidt, bei einer Konferenz in Frankfurt.

Klar sei aber auch, dass die Rücknahme der Anti-Krisen-Maßnahmen ein Drahtseilakt sei, sagte Schmidt. Mit Nullzinsen und milliardenschweren Anleihenkäufen habe die EZB den Reformdruck von hoch verschuldeten Staaten genommen.

Viele Regierungen hätten sich in der Welt des billigen Geldes eingerichtet, bekräftigte der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest: "Die EZB nimmt die südeuropäischen Staaten sehr stark in den Blick und hofft, dass die niedrigen Zinsen dazu führen, dass sich diese Staaten irgendwann entschulden. Aber das wird nicht passieren." Bislang sei die Notenbank ein Ausstiegsszenario schuldig geblieben.
"Hohe Zeit für den Ausstieg"
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Nullzinsen und Strafzinsen für Bankeinlagen bei der EZB belasten die Finanzbranche. Dass die Notenbank zudem noch bis mindestens Ende 2017 Monat für Monat Milliarden in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen steckt, verhindert nach Ansicht von Kritikern ein normales Funktionieren von Kapitalmärkten. "Es ist hohe Zeit für den Ausstieg", sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Immerhin machten jüngste Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi Hoffnung, "dass die EZB die Glocken endlich läuten hört", sagte Kirsch - "wenn wir uns auch ein entschlosseneres Vorgehen wünschen würden".

Draghi hatte Anfang dieser Woche im portugiesischen Sintra von einer "graduellen Anpassung" der EZB-Politik gesprochen, zugleich jedoch betont: "Anpassungen müssen schrittweise gemacht werden - und nur, sofern die verbesserte (wirtschaftliche) Dynamik, die sie rechtfertigt, hinreichend sicher ist." Eine abrupte Kehrtwende ist von der Zentralbank nicht zu erwarten. Draghi bekräftigte: "Wir brauchen Ausdauer in unserer Geldpolitik."

Volkswirte erwarten für diesen September konkretere Hinweise der Währungshüter zum weiteren Kurs der EZB. Mehrheitlich rechnen Ökonomen damit, dass die Notenbank 2018 zunächst ihr gewaltiges Anleihenkaufprogramm allmählich auslaufen lassen wird und erst danach die Zinsen langsam wieder anhebt.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Startup-Aktie feiert Premiere - Delivery Hero springt an die Börse

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jun 2017 10:46

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Freitag, 30. Juni 2017
Startup-Aktie feiert Premiere - Delivery Hero springt an die Börse

Konfetti im großen Handelssaal an der Frankfurter Börse: Ein erst sechs Jahre altes Unternehmen sammelt bei seinem Sprung aufs Parkett fast eine Milliarde Euro ein. Auf einen Schlag ist Delivery Hero mehr Wert als Salzgitter oder Rheinmetall.

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Der Essens-Lieferdienst Delivery Hero ist erfolgreich an der Börse gestartet. Der erste Kurs lag am Morgen bei 26,90 Euro und damit deutlich über dem Ausgabepreis von 25,50 Euro. Anschließend fiel der Kurs der Aktie wieder etwas zurück auf 26,76 Euro.
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Delivery Hero Delivery Hero 26,70
Rocket Internet Rocket Internet 19,00

Firmenchef Niklas Östberg läutete zum Auftakt die Glocke im Handelssaal der Frankfurter Börse. Helfer ließen zur Bekanntgabe der Erstnotiz Konfetti regnen. "Heute ist ein Riesentag - für uns, für die Investoren, für die gesamte europäische Tech-Industrie", erklärte er sichtlich bewegt im Gespräch mit n-tv Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Mit einem Volumen von 996 Millionen Euro ist das Debüt des 2011 gegründeten Startup-Unternehmens der bisher größte Börsengang des Jahres in Deutschland.

Knapp die Hälfte der Einnahmen aus dem Börsengang soll in die Kasse des erst sechs Jahre alten Vorzeige-Startup fließen. Mit dem Geld will Östberg einen Teil der aufgehäuften Schulden bezahlen und die weitere Expansion finanzieren. Der Rest geht an die Alteigentümer, insbesondere an Hauptaktionär Rocket Internet.

"Wir wollen am weiteren Wachstum arbeiten", sagte Östberg. "Wir arbeiten an einem besseren Service. Wir sind jetzt schon Marktführer in 35 Ländern. Wir wollen die gesamte Branche transformieren." Noch schreibt das Unternehmen rote Zahlen.

Bekannt ist Delivery Hero vor allem in den deutschen Großstädten, in denen seit einigen Jahren ein heftiger Konkurrenzkampf der verschiedenen Lieferdienste tobt. Delivery Hero ist im deutschen Markt mit Namen wie "Lieferheld", "Pizza.de" und "Foodora" vertreten. Fahrradkuriere liefern dabei Speisen lokaler Restaurants aus. Die Bestellung läuft über das Internet. Delivery Hero übernimmt die Vermittlung und die Abwicklung.
Mehr Wert als Rheinmetall
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An der Börse kommen die Pläne des Online-Unternehmers offenbar gut an: Die 39,04 Millionen Papiere waren zu 25,50 Euro zugeteilt worden und damit am obersten Ende der vorab festgelegten Preisspanne. Mit dem Ausgabepreis kommt Delivery Hero auf einen rein rechnerischen Börsenwert von rund 4,4 Milliarden Euro. Damit ist Delivery Hero auf einen Schlag mehr Wert als etwa Stada (3,7 Mrd. Euro), Rheinmetall (3,6 Mrd. Euro) oder Salzgitter (2,1 Mrd. Euro).

Größter Aktionär des neuen Börsenstars bleibt Rocket Internet. Die ebenfalls börsennotierte Startup-Fabrik hält nun noch 25,7 Prozent an Delivery Hero. 22,7 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz. Beim Technologie-Investor Naspers aus Südafrika liegen 10,6 Prozent.

Quelle: n-tv.de , mmo/dpa/rts
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Probleme mit dem ABS - VW ruft 385.000 Autos zurück

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jun 2017 21:00

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Freitag, 30. Juni 2017
Probleme mit dem ABS - VW ruft 385.000 Autos zurück

Hunderttausende VW-Besitzer sollen ihre Fahrzeuge in die Werkstätten bringen. Der Grund: In "Grenzsituationen" könne das ABS versagen.

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Für ein Software-Update bei Bremsregelsystemen ruft Volkswagen zahlreiche Fahrzeuge in die Werkstätten. Ein VW-Sprecher bestätigte eine entsprechende Meldung des Fachmagazins "kfz-betrieb". Demnach sind von dem Rückruf alleine in Deutschland rund 385.000 Autos der Marken VW, Audi und Skoda betroffen.

Die Stabilisierungsfunktion des Fahrzeugs über das Bremsregelsystem könne in fahrdynamischen "Grenzsituationen", wie zum Beispiel Übersteuern, Untersteuern oder Vollbremsungen, nicht mehr gegeben sein, hieß es. Ursache des Problems sei eine "thermomechanische Überlastung" im Steuergerät für das ABS (Antiblockiersystem) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm). In der Werkstatt werde die Software für das Steuergerät aktualisiert.
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Laut "kfz-betrieb" sind die Modelle Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco von VW (Produktionszeitraum: 20. Mai 2008 bis 28. August 2010) sowie Octavia und Superb von Skoda (1. Juni 2008 bis 1. Juni 2009) sowie der A3 von Audi betroffen. Demnach dauert die Installation des Updates rund 30 Minuten.

Quelle: n-tv.de , bdk/dpa
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Mit und ohne Zustimmung - Wann Chefs den Urlaub streichen dürfen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2017 11:29

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Samstag, 01. Juli 2017
Mit und ohne Zustimmung - Wann Chefs den Urlaub streichen dürfen

Von Lisa Schwesig

Sommerzeit ist Reisezeit und viele Angestellte freuen sich seit Monaten auf die freien Tage. Doch die Vorfreude auf den Urlaub vergeht schnell, wenn der Vorgesetzte die Pläne durchkreuzt. In bestimmten Fällen hat er ein Recht dazu.

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In den Sommermonaten leeren sich die Büros und es wird meist nur mit Minimalbesetzung gearbeitet. Die Urlaubszeit bricht an und im besten Fall haben Berufstätige ein Haus am Strand oder in den Bergen gebucht. Doch die Reisefreude kann schnell getrübt werden, wenn der Arbeitgeber verkündet, dass der Urlaub gestrichen wird. Darf er das? Ja, er darf - aber nur in bestimmten Fällen.

Zunächst die gute Nachricht: Jeder Arbeitnehmer in Deutschland hat laut Bundesurlaubsgesetz bei einer Fünf-Tage-Arbeitswoche einen Anspruch auf 20 bezahlte Urlaubstage im Jahr. Bei der Festlegung des Urlaubszeitraums sollte auf die Wünsche des Angestellten geachtet werden. Tritt der Mitarbeiter den Urlaub an, ohne dass der Arbeitgeber zugestimmt hat, droht die fristlose Kündigung. Wurde der Urlaub einmal vom Chef oder der Chefin genehmigt, kann er aber grundsätzlich nur in Notfällen und mit der Einwilligung des Mitarbeiters zurück genommen werden.

n-tv Ratgeber: Welche Rechte haben Arbeitnehmer bei der Urlaubsplanung?
07.03.17 – 03:55 min
n-tv Ratgeber Welche Rechte haben Arbeitnehmer bei der Urlaubsplanung?

Nun die schlechte Nachricht: Kommt es im Betrieb zu einer Katastrophe oder zum Ausfall einer Vielzahl an Mitarbeitern, die den Produktionsbetrieb gefährden (zum Beispiel im Krankheitsfall), kann der Vorgesetzte den Urlaub ohne Einwilligung des Angestellten streichen oder diesen sogar aus dem Urlaub zurückbeordern. Allerdings muss die Geschäftsführung die Kosten für die Rückreise und eventuell anfallende Stornierungen tragen.

Im Regelfall ist aber ein entfallender Urlaub zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart. Hierfür gibt es verschiedene Gründe: Entstehen aufgrund von Krankheit personelle Engpässe oder Ausfälle, kann der Chef oder die Chefin den Mitarbeiter bitten, den Urlaub zu verschieben. Auch die termingerechte Fertigstellung von Aufträgen oder eine Häufung von Arbeiten zum Jahresende sind als Gründe legitim. Kommt es zu einer unerwartet hohen Nachfrage an einem Produkt, können Geschäftsführung und Angestellter ebenfalls vereinbaren, den Urlaub abzusagen. Ein weiterer Grund ist auch der soziale Vorrang anderer Mitarbeiter, die beispielsweise an die Schulferien ihrer Kinder gebunden sind.
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Entfällt der Urlaub, muss er laut Gesetz nachgeholt werden. Dabei sollte der Arbeitnehmer darauf achten, die Erholungszeiten während möglicher Betriebsferien zu planen. Dennoch haben Mitarbeiter ein Recht darauf, zwei Fünftel ihrer Erholungszeit zeitlich selbst festzulegen. Außerdem sollte der Angestellte die Probezeit hinter sich gebracht haben. Zwar kann man innerhalb der Probezeit Urlaub beantragen, es besteht jedoch kein Anspruch auf Genehmigung.

Entfallene Urlaubsansprüche dürfen dem Urlaubsgesetz zufolge nur ins Folgejahr geschoben werden, wenn "dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe" vorliegen. Allerdings müssen die freien Tage innerhalb der ersten drei Monate des Jahres genommen werden.

Besteht nach einer Kündigung noch Urlaubsanspruch, ist dieser "abzugelten", heißt es im Gesetz. Das bedeutet, der ehemalige Angestellte erhält einen finanziellen Ausgleich für nicht genommene Urlaubstage. Die Abgeltungsansprüche sind nicht übertragbar, wenn der Arbeitnehmer beispielsweise verstirbt.
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/rat ... 32938.html
Quelle: n-tv.de
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"GEZ"-Anteil für Privatsender ? - Prosieben schielt auf die Rundfunkgebühr

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Jul 2017 22:20

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/Prosieben ... 16393.html
"GEZ"-Anteil für Privatsender ? - Prosieben schielt auf die Rundfunkgebühr

Über den Rundfunkbeitrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird immer mal wieder gerne gestritten. Nun stößt Prosiebensat1 eine neue Diskussion an: Der Privatsender will etwas von dem Milliardenberg abhaben.

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Der private Medienkonzern Prosiebensat1 verlangt einen Anteil an den Gebühren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. "In dem Maße, in dem wir die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mit übernehmen, finden wir es sachgerecht, dass diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden", sagte Prosiebensat1-Vorstand Conrad Albert der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
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ProSiebenSat.1 Prosiebensat1 36,64

Er forderte einen Systemwechsel. "Die öffentliche Finanzierung darf sich nicht länger an der Institution festmachen, sondern am Inhalt." Jedes Medienhaus, das gesellschaftlich relevante Inhalte liefere, sollte über öffentliche Gelder gefördert werden – und nicht nur ARD und ZDF, sagte der Manager.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF müssten sich fragen lassen, ob sie ihren Auftrag überhaupt noch erfüllen, da sie nur noch einen Teil der Gesellschaft erreichten, sagte Albert. "Nur fünf Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF sind unter 30 Jahre alt. In der Zielgruppe von 14 bis 29 Jahren erreichen wir mit 'Pro7 News' deutlich mehr Zuschauer als 'Tagesschau' und 'Heute' zusammen."
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Allerdings sind auch die Privatsender längst nicht mehr kostenlos: Ab sofort wird der Empfang von Privatsendern über DVB-T2 jährlich 69 Euro kosten. Außerdem wird der Beitrag für das sogenannte "Freenet TV" anders als die Rundfunkgebühr der Öffentlich-Rechtlichen nicht pro Haushalt sondern für jedes Endgerät fällig. Das Angebot umfasst - je nach Region - bis zu 20 Privatsender wie RTL, Sat.1, Prosieben oder Kabel eins, die in HD- und Full-HD-Auflösung ausgestrahlt werden.

Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag - der früheren GEZ-Gebühr - lagen 2016 bei rund 7,98 Milliarden Euro. Das entsprach einem Rückgang von rund 153 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, wie der Beitragsservice Ende Juni mitteilte. Der Rundfunkbeitrag war mit Wirkung zum April 2015 von zuvor 17,98 Euro auf 17,50 Euro gesenkt worden. Bei dieser Höhe soll es bis 2020 bleiben.
Infografik: Nachrichtenkonsum, eine Frage des Alters | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Quelle: n-tv.de , kpi/rts
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Im Zeichen des Familienzwists - Aldi Nord will kräftig investieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jul 2017 10:17

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Dienstag, 04. Juli 2017
Im Zeichen des Familienzwists - Aldi Nord will kräftig investieren

Aniko heißt das Zauberwort: Mit diesem Projekt will Aldi Nord seine Filialen aufmöbeln. Dafür sind Milliarden notwendig. Allerdings muss Theo Albrecht junior eine wichtige und schwierige Hürde überwinden.

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Der Discounter Aldi Nord will weltweit mehr als fünf Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Filialen investieren. Die Geschäfte sollen durch das Umbauprojekt Aniko heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden. "Aniko ist eine der bedeutendsten unternehmerischen Entscheidungen in der Geschichte von Aldi-Nord", erklärte Theo Albrecht junior, Sohn des Unternehmensgründers.

Die Milliardeninvestitionen müssen allerdings noch eine wichtige Hürde nehmen. Denn der Discounter ist im Besitz von drei Stiftungen, die den Plänen einstimmig zustimmen müssen. Doch fehlt bislang grünes Licht von der Jacobus-Stiftung, in der die Witwe des Gründersohns Berthold Albrecht und ihre Kinder das Sagen haben. Deshalb wird befürchtet, dass die Pläne in die seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzungen zwischen den zerstrittenen Familienstämmen - auf der einen Seite Berthold Albrecht junior, auf der anderen Seite Babette Albrecht und ihre Kinder - hineingezogen werden könnten.
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Auf 2500 will Aldi die Zahl seiner US-Läden bis 2022 steigern. 12.06.17 Neue Attacke im Discounter-Krieg Aldi eröffnet 900 neue Läden in USA

Das "größte Investitionsprojekt" in der Firmengeschichte drohe sich wegen der Nicht-Zustimmung der Jakobus-Stiftung zu verzögern, zeigten sich Unternehmenskreise besorgt. Dies könne Aldi Nord in dem harten Wettbewerb der Branche belasten.

Der Rechtsanwalt von Babette Albrecht, Wolfgang Urban, wies den Vorwurf, den Konzern zu bremsen, allerdings entschieden zurück. Er betonte, der Vorstand der Jacobus-Stiftung werde entscheiden, sobald alle notwendigen Informationen dafür vorlägen. Dies sei jedoch derzeit noch nicht der Fall. "Wir können nicht auf Basis unvollständiger Informationen entscheiden. Es geht ja um viel Geld."

Quelle: n-tv.de , wne/dpa
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Investieren statt sparen ? - Was gegen steigende Inflation hilft

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Jul 2017 08:33

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Mittwoch, 05. Juli 2017
Investieren statt sparen ? - Was gegen steigende Inflation hilft

Des einen Freud ist des anderen Leid: Während Kreditnehmer von einer Geldentwertung profitieren, fürchten Sparer eine steigende Inflation. Erschwerend kommt hinzu, dass die Zinsen auf dem Kapitalmarkt historisch niedrig sind. Was können Sparer also tun?

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Die Inflationsrate in Deutschland ist wieder gesunken, den niedrigeren Energiepreisen sei Dank. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Jahresteuerungsrate im Mai bei 1,5 Prozent - nach 2,0 Prozent im April.

Sparer und Anleger können trotzdem noch nicht aufatmen. Der Grund: Die Inflation schmälert ihre Erträge. "Das gab es früher auch schon", sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. "Nur da hat die Menschen eine hohe Inflationsrate nicht so gestört." Denn heute kommt erschwerend hinzu: Die Zinsen sind historisch niedrig.
Sicherheit gleich Kapitalverlust

Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen bringt das Dilemma auf den Punkt: "Eine 100-prozentige Sicherheit der Geldanlagen bedeutet derzeit leider auch einen realen Kapitalverlust." Aus Trotz gar nicht zu sparen, ist aber keine Lösung. "Wer gar nichts beiseite legt, hat am Ende ja auch gar nichts", sagt Max Herbst von der FMH Finanzberatung. Er rechnet vor, dass aus monatlich 100 Euro nach zwölf Monaten 1200 Euro werden. "Beträgt die Inflation 2 Prozent, bleiben einem dann immerhin noch 1176 Euro."

Anleger sollten den Zeitpunkt nutzen und ihre eigene Strategie auf den Prüfstand stellen. "Sparer, die ihre Chance auf Rendite steigern wollen, müssen zwangsweise ein bisschen risikofreudiger werden", erläutert Oelmann. Das bedeutet aber nicht, dass sie leichtsinnig nur nach der Rendite schielen sollen, um die Inflation auszugleichen. "Es müssen immer alle Risiken, die mit einer Geldanlagen verbunden sind, zusammen betrachtet werden", sagt Oelmann.

Welche Strategie passt, hängt von der Laufzeit, den Sparzielen und der Risikobereitschaft ab. "Wer sein Geld kurzfristig anlegen möchte, kommt – trotz der niedrigen Zinsen – kaum am Tagesgeld oder an kurzfristigen Festgeldern vorbei. Denn andere Sparformen sind entweder mit mehr Risiken verbunden, oder die notwendige Flexibilität ist nicht gegeben", erklärt Oelmann.

Ein Wechsel der Bank kann sich schon bei einer geringen Zinsdifferenz von 0,7 Prozent lohnen. "Wer etwa 10.000 Euro anlegt, hat am Ende eines Jahres dann 70 Euro mehr", rechnet Herbst vor.
Über Wertpapiersparpläne in Aktien oder Fonds investieren

Aussicht auf mehr Zinsen gibt es bei Tagesgeldangeboten ausländischer Banken. Der Vorteil von Tagesgeld: "Anders als bei Festgeldangeboten können Sparer hier ihr Geld kurzfristig innerhalb eines Tages zurückholen", erklärt Herbst. "Wir werden in absehbarer Zeit kein Tagesgeld mit einer Verzinsung von vier bis fünf Prozent erhalten." Die Staatsverschuldungen seien zu hoch, viele Länder hätten deshalb kein Interesse an einem Zinsanstieg.

Wer langfristig sparen will – etwa für die Altersvorsorge – oder mehr Geld zur Verfügung hat, das er über Jahre liegen lassen kann, dem empfiehlt Herbst: "Über Wertpapiersparpläne in Aktien oder Fonds investieren." Um die Risiken zu reduzieren, rät Oelmann, in Aktien- beziehungsweise Rentenfonds oder in Indexfonds anzulegen. So können Anleger beispielsweise laut Kurz auf den Aktienindex MSCI World mit Exchange Trades Funds (ETF) setzen. Diese Fonds bilden den Aktienindex passiv ab. Eine Direktanlage in einzelne Aktien oder Anleihen ist laut Oelmann hingegen nur etwas für erfahrene Anleger.
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Insgesamt empfiehlt sie, das Geld nicht zu lange fest anzulegen: "Sonst kann nicht mehr reagiert werden, wenn die Zinsen irgendwann wieder steigen sollten." Das ist gar nicht so unrealistisch: Die EZB hat ihr Ziel wohl bald erreicht – mittelfristig strebt sie eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. "Dann wird sie den Anleihenkauf zurückfahren und anschließend den Leitzins stufenweise erhöhen", sagt Herbst. Die Kreditinstitute werden dann die Zinsen ebenfalls nach oben anpassen, sagt Oelmann.

Bis es zu Änderungen in der Geldpolitik kommt, profitieren immerhin Kreditnehmer von den niedrigen Zinsen. Es kann sich also lohnen, zu investieren, etwa in eine Immobilien, statt zu sparen. Der Kauf ist aber nur empfehlenswert, wenn die Finanzierung solide ist: "Man sollte mindestens 20, besser 30 Prozent Eigenkapital mitbringen", sagt Oelmann. Außerdem setzt man die Tilgungsrate idealerweise möglichst hoch an und berücksichtigt, "dass die Kreditzinsen irgendwann wieder steigen werden und eine spätere Anschlussfinanzierung wesentlich teurer sein kann".

Auch hier lohnt es, Angebote zu vergleichen, denn die Immobilienpreise seien in einigen Gegenden durch die große Nachfrage stark gestiegen, sagt Kurz. Alle drei Experten warnen: Man sollte sich nicht durch die niedrigen Zinsen dazu verführen lassen, sich stärker zu verschulden, als man es sich leisten kann.

Quelle: n-tv.de , Isabelle Modler, dpa
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Trauriger Rekord in Deutschland: So viele Berufstätige von Armut gefährdet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jul 2017 22:06

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http://rtlnext.rtl.de/cms/trauriger-rek ... tml?c=d0ba
Trauriger Rekord in Deutschland: So viele Berufstätige von Armut gefährdet wie noch nie
06.07.2017 | 08:07
So viele Berufstätige armutsgefährdet wie noch nie
Jeder 10. Berufstätige kann sich nur das Nötigste leisten

Noch nie hat es in Deutschland so viele Berufstätige gegeben, die trotz Job als armutsgefährdet gelten. Und das, obwohl unsere Wirtschaft brummt wie lange nicht. Bei fast jedem Zehnten mit Job reicht das Einkommen gerade einmal für das Nötigste - oder noch nicht einmal das.
Mehr Geld für Weiterbildung gefordert

So hat sich die Zahl der Berufstätigen, die unter die Schwelle der Armutsgefährdung fallen, zwischen 2004 und 2014 mehr als verdoppelt. Das berichtet die 'Berliner Zeitung' unter Berufung auf eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. 2004 waren es 4,8 Prozent der Arbeitnehmer, zehn Jahre später schon 9,6 Prozent. Damit ist die Erwerbsarmut in Deutschland stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land. Die Armutsgrenze für Einpersonenhaushalte liegt derzeit bei 942 Euro.

Sozialverbände prangern an, dass nicht einmal bei außerordentlich günstigen wirtschaftlichen Rahmenbediungenen möglich war, die Zahl der Armen relevant zu verringern. Grund ist laut der Studie, dass viele unter dem Druck von Hartz IV auch Jobs mit schlechter Bezahlung annehmen. Kritiker fordern deshalb mehr Geld für Weiterbildung.

Quelle RTL
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Entscheidung auf dem G20-Gipfel - USA und Europa kurz vor Handelskrieg

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Jul 2017 08:17

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http://www.n-tv.de/wirtschaft/USA-und-E ... 25488.html
Entscheidung auf dem G20-Gipfel - USA und Europa kurz vor Handelskrieg

Von Thomas Schmoll

Seit Wochen tobt zwischen Washington und der EU ein Streit über Stahlimporte. Inzwischen ist klar: Wenn Donald Trump generelle Strafzölle einführt, wird Europa zurückschlagen.

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Protektionismus im Zeitalter der Globalisierung treibt seltsame Blüten. Der österreichische Technologiekonzern Voestalpine steckte eine Milliarde Dollar in sein Rohstahlwerk in Texas. "Für dieses Projekt haben wir insgesamt 17 Standorte in acht Ländern untersucht. Texas war letztlich in allen wesentlichen Kriterien wie Logistik, Energieversorgung, gut ausgebildeten Arbeitskräften und politischem Umfeld am überzeugendsten", sagte Vorstandschef Wolfgang Eder anlässlich des Spatenstiches im April 2014.

Inzwischen ist das Werk in Betrieb - und Donald Trump Präsident. Und der durchpflügt nicht nur das politische Umfeld, sondern auch die Regeln des Welthandels. Unter dem Vorwurf des Preisdumpings belegte Trumps Regierung Stahllieferungen aus China sowie diversen europäischen Ländern mit Strafzöllen. Voestalpine ist davon betroffen. Doch die Österreicher könnte es noch härter treffen: Jährlich 800.000 Tonnen in Texas hergestellter Eisenschwamm sind für die Weiterverarbeitung im Stammwerk Linz reserviert. Verhängt Europa Strafzölle gegen US-Waren, müsste der Konzern entweder die gesamte Produktion in Amerika verkaufen - oder eben blechen.

So absurd das Szenario erscheinen mag, so realistisch ist es. Ein offener Handelskrieg zwischen Amerika und Europa oder gar dem Rest der Welt ist längst kein Hirngespinst von Trump-Gegnern mehr. Schottet sich die USA mit Einfuhrgrenzen und Strafzöllen ab, wird Europa zurückschlagen und seinerseits US-Produkte absichtlich verteuern. "Wie genau und zu welchem Zeitpunkt werde ich nicht sagen, aber wir werden Vorbereitungen treffen", stellte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström jüngst klar. Sicher ist auch: Deutschland wird sich Gegenmaßnahmen nicht in den Weg stellen.

Wie ernst die Lage ist, zeigen Äußerungen von Volker Treier, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Treier - alles andere als ein Scharfmacher mit Hang zu wilden Übertreibungen - gibt unumwunden zu: "Es steht leider Spitz auf Knopf: Die USA könnten unmittelbar nach dem G20-Gipfel generell Strafzölle auf Stahlimporte einführen. Darauf können die EU, China und andere Länder dann nur mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren", sagt er gegenüber n-tv.de. Nun hofft er, dass sich die USA in Hamburg "zu offenem, fairem und regelbasiertem Handel" bekennen.
"Mag kein Dumping"

Sicher ist das nicht. Die Amerikaner erwägen, Stahlimporte "als Bedrohung der nationalen Sicherheit" einzustufen. Die Annahme: Ausländische Konkurrenz zwinge heimische Anbieter in die Knie, die dann nicht mehr in der Lage seien, die amerikanische Armee mit genügend Stahl zu versorgen. Die Bundesregierung weist das ebenso zurück wie die schon von Strafzöllen betroffenen deutschen Unternehmen Salzgitter und Dillinger Hütte den Vorwurf des Preisdumpings.

Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries sieht "keinerlei Anhaltspunkte" für die These der Amerikaner. "Wir haben erhebliche Bedenken gegen solche Überlegungen", meint sie. Die Sozialdemokratin teilte ihre Einschätzung schriftlich EU-Kommissarin Malmström und US-Handelsminister Wilbur Ross mit.

Ross hat in Trumps Auftrag ein Gutachten zur Sicherheitsfrage erstellen lassen. Es soll rund 1600 Seiten stark sein. Niemand rechnet damit, dass Ross - der Milliardär ist unter anderem mit aufgepäppelten Stahlwerken zu Reichtum gekommen - Trump widerspricht. Der Präsident hatte erklärt: "Stahl ist sowohl für unsere Wirtschaft als auch für unser Militär wichtig", weshalb es sich die USA nicht leisten könnten, "von anderen Ländern abhängig zu werden". Kurz vor Beginn des G20-Gipfels twitterte Trump: "Mag kein Dumping bei Stahl und Aluminium."

Dass Ross vor wenigen Tagen ein Treffen mit Zypries kurzfristig absagte, gilt in Berliner Regierungskreisen als schlechtes Omen. Zypries soll regelrecht sauer sein, weil ihr US-Kollege Nachfragen zum Stand der Dinge unbeantwortet lasse.
EU verhandelt mit China

Ursprünglich wollte Ross das Gutachten im Juni vorlegen. Sowohl in der deutschen Politik als auch Industrie wagt niemand, die Verzögerung offiziell zu interpretieren. Sie könnte bedeuten, dass die Amerikaner den Hamburger Gipfel abwarten wollen und auf einen Kompromiss setzen. Genauso vorstellbar aber ist, dass Trump die Gelegenheit nutzt, das Gutachten vorzulegen, um Druck auszuüben. Denn mit Kanada, Brasilien, China, Indien, Südkorea und diversen europäischen Ländern sind die wichtigsten Stahlhersteller der Welt in Hamburg vertreten.

Amerikanischen Presseberichten zufolge zielt das Ross-Gutachten vor allem auf China ab. Experten schätzen, dass die Volksrepublik pro Jahr auf bis zu 400 Millionen Tonnen Stahl sitzen bleibt. Und die vielen Millionen Tonnen, die China in alle Welt liefert, verscherbelt das Land zu absoluten Billigpreisen. An der Stelle teilt die EU nicht nur Trumps Kritik, sondern verhängte gegen China selbst schon Strafzölle.
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Der aktuelle Streit ist auch kein reines Produkt "Made by Trump". Es war noch die Regierung von Barack Obama, die eine Untersuchung zum Verdacht des Preisdumpings angeordnet hatte. Der Unterschied zwischen Europa und Trump ist, dass die EU nicht auf Protektionismus und Abschottung setzt. Die EU-Kommission verhandelt momentan mit China über ein Abkommen zum fairen Handel.

Fraglich ist ohnehin, ob Trumps Rechnung aufgeht. Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, sagt: "Die Amerikaner können unsere Qualitäten teilweise überhaupt nicht produzieren." Ähnlich selbstbewusst klingt es bei Voestalpine. Der frühere US-Präsident George W. Bush hatte 2002 versucht, die heimischen Stahlhersteller mittels Strafzölle zu schützen. Der Protektionismus kostete seriösen US-Berechnungen zufolge etwa 200.000 Arbeitsplätze. In der US-Stahlindustrie arbeiten rund 190.000 Menschen.

Quelle: n-tv.de
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