HERZLICH WILLKOMMEN IM WELTBOOKNETZ

Registrieren sie sich jetzt um die Foren

uneingeschränkt im Mitgliederstatus nutzen  zu können

Gäste können Links in den Foren und Themen nur zum lesen öffnen

Unser Forum steht Ihnen KOSTENLOS zur Verfügung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg beim surfen

BITTE BEACHTEN SIE UNSERE FORENREGELN ZUM IMPRESSUM

im 1. Forum

Ihr Weltbookadmin


HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche

THEMENÜBERSICHT :
KRITIKEN - KURIOSES - DIE ERDE LEBT UND BEBT - UMWELT und NATURSCHUTZ - STAMMTISCH - TREFF - Info Gesundheit - Forschung Universum - ENTHÜLLUNGEN - HAUS und GARTEN - HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche - TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser - Witze von A bis Z - Comedy - Kabarett - Luft und Raumfahrt - AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT - FORSCHUNG ERNÄHRUNG - PC-HILFE zur SELBSTHILFE - RATGEBER - TIPPS und TRICKS - JUSTIZ - JUSTIZIRRTÜMER - VERDACHTS- und HAFTUNGSFÄLLE -
Info KINDER UND JUGENDSCHUTZ - FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE - KLIMA - KLIMAWANDEL - KLIMASCHUTZ - KLIMAKATASTROPHEN - ERD und WELTGESCHICHTE - MEINE FREUNDE - DEINE FREUNDE - Die schleichende Gefahr: ELF-Wellen - VERMISST - GESUCHT - FRAUENTREFF - Altrentner werden diskriminiert - ABZOCKE - TÄUSCHUNGEN - BETRUG AM VERBRAUCHER - ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ? - KULTUR in DEUTSCHLAND und ihre GEGENSÄTZE - SPORTSTAMMTISCH - MEIN BUNDESLAND - MEINE STADT - DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH - SCHWEIZ -
VERSTEIGERUNGEN - ZWANGSVERSTEIGERUNGEN -
Info: VERKÄUFE - KAUFGESUCHE - UFO's - BESUCH AUS FREMDEN WELTEN - REALITÄT oder TÄUSCHUNG - MIT WERBUNG ZUM ERFOLG - Info: IMMOBILIENMARKT Häuser - Wohnungen - Grundstücke - Anlageobjekte -
WELTBOOK-NETZWERKER-TREFF - WELTARMUT - ERNÄHRUNGSARMUT - ONLINE - SPIELE -
WOCHENENDGRUNDSTÜCKE - SCHREBERGÄRTEN -

AbonnentenAbonnenten: 1
LesezeichenLesezeichen: 1
Zugriffe: 64444

Vorsicht bei großen Geldscheinen: Auf dem Weg zum »gläsernen Kontosklaven«

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Okt 2015 10:06

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... E901B338B7

03.10.2015


Artikel senden | Drucken |
Vorsicht bei großen Geldscheinen: Auf dem Weg zum »gläsernen Kontosklaven«
Michael Brückner


Der EZB-Vizepräsident will über die Abschaffung der 500-Euro-Noten »diskutieren«. Für die Mainstream-Medien ist der Schein ohnehin Geld der Mafia. Dahinter steckt ein perfider Plan: Sparer, die ihr Geld nicht zur Bank bringen, könnten buchstäblich über Nacht enteignet werden. Und Bargeldrestriktionen würden durch die Hintertür eingeführt.



Auf ihrem Weg in die bargeldlose Gesellschaft sind die Europäer schon weit vorangekommen. Einige Länder versuchen es mit Barzahlungslimits, wie zum Beispiel Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien.

Andere, wie Schweden, machen den Bürgern mit plumper Propaganda das Bargeld madig.



Nur Bankräuber, Steuerhinterzieher und die alte Oma brauchten noch Bares, heißt es dort zum Beispiel. Der smarte Kosmopolit hingegen zahle mit Karte oder per Mobile-Payment mit seinem Handy.



Doch es gibt noch eine dritte Möglichkeit, die Zahl und die Höhe der Bargeldtransaktionen zu beschränken und die Bürger zu »gläsernen Kontosklaven« zu machen.


Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv


Interesse an mehr Hintergrundinformationen?


Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.



In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:



Zeitbombe Betriebsrenten

Überflüssige Chemo bei Brustkrebs vermeiden

Geheimpapier: Kriminalität wird immer brutaler

So schürt man das Flüchtlingschaos

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: 3d Pictures / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Gold – Je absurder das System, desto wertvoller wird das Edelmetall

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Okt 2015 11:35

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... etall.html

04.10.2015


Artikel senden | Drucken |
Gold – Je absurder das System, desto wertvoller wird das Edelmetall
Simon Black

Vor rund vier Monaten geschah im kanadischen Edmonton etwas sehr Ungewöhnliches. Am 2. Juni sackte dort der Preis für Propan ins Negative, eine Gallone Propan kostete unglaubliche minus 0,625 US-Cent. Es ist schwer zu glauben, dass der Preis eines Rohstoffs vom Markt so weit gedrückt werden kann, dass die Hersteller den Käufern Geld dafür geben müssen, ihre Ware loszuwerden. Das ist nicht nur extrem billig, es ist auch völlig bescheuert.



Nun muss man sagen, dass das bei einigen Rohstoffen immer wieder einmal vorkommen kann und es dann meist gute Gründe dafür gibt. Ein negativer Preis könnte beispielsweise für ein dramatisches Überangebot sprechen, das dazu führt, dass die Lagerkosten des Rohstoffs den Wert der Ware übersteigen. Manchmal können sogar Dinge wie Immobilien einen negativen Wert haben, beispielsweise wenn ein Gebäude so heruntergekommen ist, dass der Wert des Grundstücks geringer ist als die Abrisskosten.

Manchmal jedoch bedeutet ein negativer Preis schlicht, dass die Märkte völlig kaputt sind. Die Hauptaufgabe eines Marktplatzes besteht in der sogenannten Preisfindung. Das ist eine unglaublich wichtige Aufgabe, bei der Käufer und Verkäufer gemeinsam den wahren Wert eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Vermögenswerts bestimmen.



Man kann sich das ähnlich wie eine Auktion vorstellen: Sie wollen wissen, was Ihre alten Baseball-Sammelkarten tatsächlich wert sind? Stellen Sie sie auf Ebay, dann wird der Markt es Ihnen sagen.



Doch es gibt ein Problem: Heutzutage sind die Märkte dermaßen stark manipuliert, dass die Preisfindungsmechanismen nicht mehr richtig funktionieren. Ein Beispiel: Der wichtigste »Preis« weltweit ist der Preis des Geldes, also die Zinsen. Davon, wie teuer das Geld ist, hängt der Preis zahlloser anderer wichtiger Vermögenswerte und Rohstoffe ab, seien es Aktien, Anleihen, Öl oder Immobilien.



Und dennoch überlässt man es nicht dem Spiel des Markts, diesen so eminent wichtigen Preis festzulegen. Stattdessen wird er von einem nicht gewählten Ausschuss von Notenbankern bestimmt. Und indem sie den Preis des Geldes festlegen, haben diese Banker direkten Einfluss auf den Preis von nahezu ALLEM. Bis hin zum Propan in Alberta.



Dann gibt es natürlich auch noch die heimtückischeren Formen der Preismanipulation. Mehr und mehr dieser Praktiken werden bekannt.



2012 beispielsweise gab es den beschämenden Libor-Skandal, als diverse Banken einräumen mussten, dass sie sich in krimineller Weise verschworen hatten, die Zinssätze zu manipulieren. In den USA laufen diverse Klagen von Investoren, die Banken und Brokern vorwerfen, den US-Markt für Staatsanleihen manipuliert zu haben.



Die US-Regulierungsbehörde FERC hat kürzlich Anklage erhoben gegen den französischen Mineralölkonzern Total und dessen britischen Wettbewerber BP. Die Firmen sollen die Erdgaspreise manipuliert haben. Und sowohl das amerikanische Justizministerium als auch die Schweizer Wettbewerbskommission ermitteln gegen einige Banken, weil diese sich abgesprochen haben sollen, gemeinsam die Preise für Gold und Silber zu manipulieren.



Die Märkte sind also nicht nur kaputt, es finden zudem noch außerordentlich viele Manipulationen statt. In der Summe heißt das, dass sehr häufig die Preise absolut gar nichts zu sagen haben. Nehmen wir Gold und Silber. Zwei langfristige Wertanlagen, deren Preis zuletzt gesunken ist.



Bitte nicht vergessen, dass wir von Preisen sprechen, die auf dem Papier stehen, soll heißen, diese Preise wurden auf kaputten Rohstoffmärkten festgelegt, stark von Zentralbanken beeinflusst und von Investmentbanken auf kriminelle Weise manipuliert.



Ist dieser Preis also tatsächlich ein gültiger Indikator des wahren Werts? Nicht im Geringsten.



Die Kluft zwischen dem »Papierpreis« von Silber und dem »physikalischen Preis« wird immer größer.



Das zeigt sich schon daran, dass derzeit ein absoluter Mangel an echtem Silber herrscht. Die Papierpreise von Gold und Silber werden auf den Finanzmärkten durch Rohstoffbörsen bestimmt (und manipuliert).



Man sollte sich das nicht so vorstellen, als ob die Händler um Säcke voller Münzen sitzen und sich ein Wettbieten darum liefern, wer einen Sack davonschleppen darf. Vielmehr handeln sie mit Kontrakten auf Papier oder elektronischen Kontrakten, die von Händlern und Banken hin- und hergeschoben werden.



Und tatsächlich sind die Gold- und Silberkontrakte, die auf den Rohstoffbörsen gehandelt werden, speziell für Menschen ausgelegt, die absolut keinerlei Interesse daran haben, irgendwann einmal das echte Edelmetall in Händen zu halten.



Ein Beispiel dafür: Der Papierpreis für das Silber, das in Chicago gehandelt wird, basiert auf einem Kontrakt, der eigentlich damit enden sollte, dass der Käufer echtes Silber in die Hand gedrückt bekommt.



Doch die von der Börse festgelegten Bestimmungen machen es möglich, dass bis zu zehn Prozent WENIGER Silberunzen geliefert werden, als im Kontrakt vereinbart. Und in London gibt es die »Good Delivery«-Regeln der London Bullion Market Association. Diese sehen vor, dass Barrensilber bis zu 25 Prozent weniger wiegen darf, als im Vertrag festgelegt.



Erstaunlich. Das wirft natürlich die Frage auf: Wer in aller Welt würde 1000 Unzen Silber erwerben, wenn die Börse nur 750 Unzen liefern müsste?!



Jeder, der echtes Gold oder echtes Silber besitzen will, würde sich doch viel eher an seinen örtlichen Münzhändler wenden. Terminkontrakte dagegen sind etwas für Banker und Trader. Die Papierpreise sind etwas für Ökonomen und Reporter.



Die massiv manipulierten Rohstoffmärkte sollte man schlicht ignorieren. Der wahre Wert lässt sich viel besser daran ermessen, wie knapp Silber derzeit ist, speziell in Nordamerika. All diese Kontrakte und Preise zeigen letztlich nur, wie kaputt das Finanzsystem in Wirklichkeit ist… was wiederum genau der Grund ist, weshalb man mehr Gold und Silber besitzen sollte.



Im Ernst: Wie verrückt ist unser Finanzsystem, wenn eben jene Institutionen, die unser Vertrauen einfordern, rund um die Welt ganz ohne Probleme die Preise von Vermögenswerten manipulieren können? Dieses System ist der blanke Wahnsinn und das gilt ganz genauso für die Preise.



Insofern lasse ich mein Leben nicht von Preismeldungen beeinflussen. Von mir aus kann der Goldpreis genauso ins Negative stürzen wie der für Propan aus Alberta. Ich will ja nicht Papiergeld für Gold eintauschen, um es dann für noch mehr Papiergeld wieder zu verkaufen, wenn der »Preis« steigt.



Es geht vielmehr darum, Papiergeld gegen etwas Reales einzutauschen. Deshalb kauft man Gold. Sollen die Banken doch den Goldpreis manipulieren, so viel sie wollen. Der wahre Wert des Goldes besteht in seiner Rolle als langfristige Sparanlage und als Absicherung gegen ein kaputtes Finanzsystem. Je absurder das System, desto wertvoller wird Gold.



Copyright © 2015 by ZeroHedge

Bildnachweis: chillchill_lanla / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel
04.10.2015 | 11:51
Eine Frage des Verstandes

Fragste den gewöhnlichen Bundes-Wilkommenskulturellen ob er lieber 5 Unzen physisches Silber oder eine Bundesligakarte erwirbt um den Ausländern beim Ballrennen hinterherzujubeln, nimmt wohl 80 - 90 % das Brot & Spiele Ticket. Insofern ist die gewollte "Reduzierung" der Sklaven um etwa genau diesen Prozentsatz doch nicht so wirklich tragisch ......

04.10.2015 | 11:30
Die perfekte Anlagestrategie!

Das große Gehеimnis einer perfekten Anlаge, welches Ihnen die Expertеn vorenthalten: Insider erzielen sehr lukrative und garantiertе Renditеn mit Arbitragеn. Diese stellen alle anderen Anlаgeklassen in den Schatten! Abgesehen von den steuerlichen Vorteilen werden diese Renditen auch schon in wenigen Tagen erzielt. Ein bewährter Anbieter solcher Arbitragеn ist http://www.is.gd/RQOwoh In Kombination mit physischen Edelmetallen zur Kapitalsicherung ist das die perfekte...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

OECD legt globale Regeln vor - Ende für Steuertricks der Großkonzerne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2015 16:29

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ende-fuer ... 76006.html
Montag, 05. Oktober 2015
OECD legt globale Regeln vor - Ende für Steuertricks der Großkonzerne

Die Staatengemeinschaft will legale Steuer-Schlupflöcher für internationale Konzerne schließen. Diese sollen künftig nicht mehr Milliarden-Gewinne zwischen Ländern hin und her schieben und so ihre Steuerlast senken können. Es droht aber ein neuer Wettlauf um Rabatte.



Charts

Apple Apple 110,25
Amazon Amazon 481,05
Google Google 564,05

Für internationale Konzerne wird es künftig schwieriger, mit Briefkastenfirmen und grenzüberschreitenden Transaktionen den Fiskus auszutricksen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legte in Paris einen 15-Punkte-Plan gegen aggressive Steuergestaltungen und Gewinnverlagerungen vor.

Damit sollen legale Schlupflöcher, die vor allem global agierende Konzerne wie Apple, Amazon, Google oder Starbucks zur Senkung ihrer Steuerlast legal nutzen, gestopft werden. Die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen das Paket diese Woche am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in der peruanischen Hauptstadt Lima beschließen.

Durch Gewinnverschiebungen - das sogenannte Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) - gehen den Staaten jährlich schätzungsweise 100 bis 240 Milliarden US-Dollar verloren. Dies wollen die Top-Wirtschaftsmächte nicht mehr hinnehmen. Multis erzielen zwar hohe Gewinne. Sie verschieben Erlöse und Aktivitäten aber solange von Hochsteuer- in Tiefsteuerländer hin und her, dass sie kaum oder keine Ertragsteuer zahlen. Dabei nutzen sie international nicht abgestimmte Steuerregeln, Briefkastenfirmen und nationale Rabatte.
Steuer-Unterbietungswettlauf wird anhalten
Mehr zum Thema

Steueroasen am Pranger: EU will Steuerschlupflöcher schließen 17.06.15 Steueroasen am Pranger EU will Steuerschlupflöcher schließen
Konsequenzen aus "Luxleaks": EU plant einheitliche Steuern für Firmen 15.06.15 Konsequenzen aus "Luxleaks" EU plant einheitliche Steuern für Firmen

Ziel von OECD und G20 ist es, dass dort, wo Geschäfte gemacht werden, auch angemessen Steuern anfallen. Unter anderem sollen multinationale Konzerne künftig nach Ländern aufgeschlüsselte Kennziffern vorlegen, die die Finanzbehörden der Länder "unter Wahrung des Steuergeheimnisses" untereinander austauschen können. Neben Offenlegungsregeln sind auch Grundsätze zur Besteuerung von Internet-Firmen und Online-Händlern, Berichtspflichten und Schiedsgerichte bis hin zu Offenlegungsregeln geplant.

Einige Regeln müssen noch von den Parlamenten der Länder beschlossen werden. Länder werden aber auch künftig mit Steueranreizen werben. Kritiker gehen davon aus, dass der Unterbietungswettlauf bei Steuern anhält.

Quelle: n-tv.de , wne/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Trotz langer Duldung - Chef darf Raucherpause verbieten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2015 19:26

http://www.n-tv.de/ratgeber/Chef-darf-R ... 72181.html
Montag, 05. Oktober 2015
Trotz langer Duldung - Chef darf Raucherpause verbieten

Jahrelang durften Mitarbeiter während der Arbeitszeit bezahlte Raucherpausen machen - und der Chef tolerierte das. Nun will er das nicht mehr. Beschäftigte haben in so einem Fall schlechte Karten.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Arbeitgeber können Raucherpausen während der Arbeitszeit auch dann verbieten, wenn sie diese jahrelang geduldet haben.
Arbeitgeber können Raucherpausen während der Arbeitszeit auch dann verbieten, wenn sie diese jahrelang geduldet haben.
(Foto: dpa-tmn)

Mitarbeiter haben keinen Anspruch darauf, während der Arbeitszeit eine Raucherpause zu machen. Das gilt selbst dann, wenn der Arbeitgeber das jahrelang toleriert hat.

Einen solchen Anspruch aus betrieblicher Übung heraus gibt es nicht. Der Chef kann die Raucherpause also später wieder verbieten, wie ein Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Nürnberg zeigt (Az.: 2 Sa 132/15).

In dem verhandelten Fall hatte ein angestellter Raucher geklagt, der stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats war. Bereits seit vielen Jahren hatte sich im Betrieb der Beklagten eingebürgert, dass die Beschäftigten zum Rauchen ihren Arbeitsplatz verlassen, ohne sich am Zeiterfassungsgerät ein- beziehungsweise auszustempeln. Dementsprechend wurde für diese Raucherpausen auch kein Lohnabzug vorgenommen.
Mehr zum Thema

Aufräumen, Umziehen, Raucherpausen: Das muss der Arbeitgeber bezahlen 03.08.15 Aufräumen, Umziehen, Raucherpausen Das muss der Arbeitgeber bezahlen
Stechuhr ade: Viele Mitarbeiter wünschen sich flexiblere Arbeitszeitmodelle. 06.05.14 Flexible Arbeitszeiten Naht das Ende von Nine-to-Five?
Starre Arbeitszeiten waren gestern. 06.03.15 Flexible Arbeitszeiten regeln Worauf Mitarbeiter achten sollten

Der Arbeitgeber hatte ihm allerdings von Januar bis März 878 Minuten von seiner Arbeitszeit für Raucherpausen abgezogen. Der Mitarbeiter errechnete daraus einen entgangenen Lohn von 185 Euro. Dieses Geld stehe ihm jedoch aus betrieblicher Übung heraus zu. Über viele Jahre hatten Mitarbeiter während der Arbeitszeit Raucherpausen gemacht und der Betrieb hatte das geduldet. Anfang Januar 2013 trat dann eine neue Betriebsvereinbarung in Kraft, die vorsah, dass Mitarbeiter zum Rauchen ausstempeln sollen. Gegen seinen Lohnabzug ging der Beschäftigte nun vor.

Jedoch ohne Erfolg. Das LAG verneinte, wie schon zuvor das Amtsgericht, einen Anspruch des Mitarbeiters. Seit der Betriebsvereinbarung im Januar 2013 sei für die Beschäftigten klar zu erkennen, dass der Arbeitgeber sich nicht verpflichten will, während der Raucherpausen Lohn zu zahlen. Es gebe weder eine gesetzliche noch eine tarifliche oder vertragliche Rechtsgrundlage, nach der Arbeitnehmer darauf vertrauen dürfen, dass der Arbeitgeber ohne Gegenleistung die Raucherpausen während der Arbeitszeit bezahlen will.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"Kriminelle Machenschaften" - EU-Parlament geht mit VW hart ins Gericht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Okt 2015 09:46

http://www.n-tv.de/wirtschaft/EU-Parlam ... 84891.html
"Kriminelle Machenschaften" - EU-Parlament geht mit VW hart ins Gericht

Der Abgas-Skandal bei VW sei nicht aus "heiterem Himmel" gekommen, sagt die Grünen-Fraktionschefin im EU-Parlament, Harms. Die Abgeordneten aller Fraktionen attackieren den Autobauer scharf. Sie hinterfragen auch das Kontrollsystem in Europa.


Charts

VW Vorzüge VW Vorzüge 101,95

In der EU müssen nach Auffassung vieler Europa-Abgeordneter angesichts des Skandals bei Volkswagen so schnell wie möglich realistische Abgastests eingeführt werden. Dies forderten mehrere Parlamentarier in Straßburg.

Eine unabhängige, EU-weite Typengenehmigungsstelle sollte rasch angegangen werden, sagte die Belgierin Kathleen Van Brempt im Namen der Sozialdemokraten. Die Europäer sollten diese Krise nutzen, um sich Elektrofahrzeugen zuzuwenden, sagte sie. Das Parlament will Ende Oktober über eine Entschließung zu dieser Debatte abstimmen.

EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska pochte auf "null Toleranz für Betrug". Sie sprach sich für Sanktionen aus, wenn geltende Grenzwerte für Abgase und Treibstoff-Verbrauch nicht eingehalten werden. Die EU-Kommission habe schon vor zwei Jahren vorgeschlagen, Autos unter echten Fahrbedingungen zu testen, weil Labortests nicht ausreichend seien.

Die Empörung über "kriminelle Machenschaften" im VW-Konzern zog sich durch die meisten Fraktionen. Alles müsse unternommen werden, damit sich so etwas nie mehr wiederhole, hieß es. Der deutsche Grüne und Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Michael Cramer, nannte es "peinlich", dass die Manipulationen bei Diesel-Abgaswerten in den USA und nicht in Europa entdeckt worden seien.
"Was hat die EU-Kommission gemacht?"
Mehr zum Thema

Nicht auf Kosten der Mitarbeiter: Osterloh warnt VW - und bietet Hilfe an 06.10.15 Nicht auf Kosten der Mitarbeiter Osterloh warnt VW - und bietet Hilfe an
"Was jetzt nicht zwingend nötig ist, wird gestrichen oder geschoben." 06.10.15 Rede an die Belegschaft VW-Chef kündigt schwere Zeiten an
Trotz Abgasskandal: VW entlässt vorerst keine Mitarbeiter 06.10.15 Trotz Abgasskandal VW entlässt vorerst keine Mitarbeiter
"Fehlverhalten einiger weniger Personen." 05.10.15 VW-Abgasskandal Mehrheit der betroffenen Autos im EU-Bereich

Der Skandal sei nicht aus "heiterem Himmel" gekommen, meinte auch die Ko-Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Rebecca Harms. Der Testzyklus funktioniere nicht, dies müsse die EU-Kommission zugeben. Das Problem seien nicht zu strenge Auflagen, sondern mangelhafte Kontrollen gegen Schummelei, sagte der CDU-Abgeordnete und Umweltexperte Peter Liese.

Der Betrug sei an einer US-Universität aufgedeckt worden, betonte der italienische Konservative Giovanni La Via. "Was haben die Behörden in den EU-Staaten gemacht, was hat die Kommission gemacht?" Die Brüsseler Behörde müsse die Vorgänge nun lückenlos aufklären. Es müsse geprüft werden, ob es auch bei anderen Autobauern Manipulationen gebe und welche Rolle die Behörden bei der Typenzulassung von Fahrzeugen spielen.

Quelle: n-tv.de , wne/dpa/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

»Hauptfeinde«: Deutschlands Wirtschaftselite rechnet mit den Journalisten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Okt 2015 10:40

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... en-ab.html


07.10.2015


Artikel senden | Drucken |
»Hauptfeinde«: Deutschlands Wirtschaftselite rechnet mit den Journalisten ab
Markus Mähler

Deutschlands Medienkritiker bekommen Verstärkung – ausgerechnet von der Wirtschaftselite im Land. Die Konzernbosse und Spitzenmanager gehen mit der Presse hart ins Gericht: Sie verfälscht, bringt zu viel Meinung, zu wenig Analysen und reißt alles aus dem Zusammenhang. Das würde jeder Teilnehmer auf einer PEGIDA-Demo sofort unterschreiben.



Deutschlands Wirtschaftselite ist wirklich schlecht auf die Journalisten zu sprechen. Eigentlich wollte die Politikwissenschaftlerin Stine Marg in der Studie Sprachlose Elite? Wie Unternehmer Politik und Gesellschaft sehen nur die Bosse im Land unter die Lupe nehmen. Wie sehen sie das Land, wie leben sie, was denken sie über die Politik, wie handeln sie? Medien waren ursprünglich gar nicht das Thema.

Marg führte 160 Interviews mit Spitzenmanagern, Vorständen, Familienunternehmern und Geschäftsführern. Je länger die Wissenschaftlerin mit ihnen sprach, desto klarer wurde ihr: Die Menschen auf den Chefsesseln sind wütend über die Medien.



Marg berichtet: »Die meisten Befragten« kamen »von sich aus auf deren mangelnde Qualitäten zu sprechen«.


Jetzt erscheint die Studie im Göttinger Institut für Demokratieforschung. Herausgeber ist Institutsgründer Franz Walter und finanziert wird sie übrigens vom Ölmulti BP. Die Studie kann also als Warnschuss gesehen werden. Die Wirtschaftselite legt sich mit den Meinungsmächtigen an.



Die »Hauptfeinde« der Wirtschaftselite sind die Medien



Die Studie bringt das Urteil der Wirtschaft über die Journalisten auf den Punkt – und zwar im knackigen Ton: »Kein Stichwort bringt sie – je höher im Management angesiedelt, umso stärker – mehr in Rage als eben das: Medien. Sofort verlieren sie Contenance und Zurückhaltung, setzen mit furiosen Episteln an: Medien pauschalieren, skandalisieren, betreiben Hetzjagden, zerstören Lebensleistungen, schlachten Menschen, schmeißen mit Dreck.«



Die Aussagen der Manager sind brisant und schonungslos, die Forscherin fasst sie so zusammen: Die Medien werden »für zahlreiche gesellschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht«. Viele äußerten außerdem »die Befürchtung, dass die Medien einen zu großen negativen Einfluss auf die Meinungsbildung der breiten Bevölkerung ausüben«.



Linke, Gewerkschaften, Sozialdemokraten – alles gar nicht mehr so schlimm



Das ist mehr als nur das Nachtreten einiger Topmanager, die seit der Finanzkrise 2008 durch das Mediendorf getrieben werden und nun die beleidigte Leberwurst spielen.



Inzwischen herrsche bei der gesamten deutschen Wirtschaftselite eine Anti-Stimmung: »Nicht Gewerkschaften, nicht sozialdemokratische Parteien, nicht einmal die Linke oder unerbittlich quengelnde NGOs sind die Hauptfeinde der Wirtschaftselite, sondern die Medien.«



Die Retourkutsche der Journalisten ließ übrigens nicht lange auf sich warten. Es wird genauso knackig zurückgefeuert. Franziska Augstein von der Süddeutschen Zeitung schweigt die Kritik an den Medien zwar tot, geht dafür aber umso genüsslicher auf alle Manager ein, die sich mit dieser Studie selber entzaubern würden:



»Deutsche Unternehmer sind nicht erleuchteter als der Rest der Gesellschaft. Wenn sie sich über Themen äußern, die mit ihrem eigenen Feld nichts zu tun haben, dann kann man von ihnen dieselben Stammtischmeinungen hören, die in jeder normalen Kneipe auch ausgesprochen werden.« Sie würden an einer »Ausdrucksnot« leiden, von ihnen höre man nur »Phrasen« – oft durchsetzt mit Anglizismen.



Die Schlammschlacht geht weiter: Das »Luxusauto bleibt in der Garage«



Stefan Berkholz schreibt in der Buchkritik des WDR: »Franz Walter und Stine Marg stellen fest, dass deutsche Unternehmer sich heutzutage politisch heimatlos fühlen und für ihre Geschäfte am liebsten eine ›gute Diktatur‹ hätten.« Amüsant wird es also, wenn sich jetzt zwei Parteien gegenseitig mit Dreck bewerfen, die beide keinen Beliebtheitspreis gewinnen.



Peter Marx spricht im Deutschlandradio von »Bossen«, die »Konfetti-Regen, Dankesreden und Denkmäler an jeder Dorfstraße« erwarten, aber nichts davon bekommen. Die »Clanchefs« seien sich mit der PEGIDA-Bewegung deshalb so einig, weil sie sich »nicht trauen, standesgemäß zu leben« – sonst landen sie am Pranger der Medien. Das »Luxusauto bleibt in der Garage, das Boot am Steg auf Mallorca und die Villa fällt zwei Nummern kleiner aus, als man es sich hätte leisten können«.



Unter dem Strich belegt diese Studie eine erstaunliche Entwicklung: Die Journalisten leben anscheinend immer mehr in der eigenen Blase. Die Bodenhaftung zum »Pack« und zu den »Dunkeldeutschen« haben sie bereits verloren und feiern das sogar. Jetzt schotten sie sich auch nach oben ab, meint die Wissenschaftlerin Marg: Die Meinungsmacht im Land verliert »die Informations- und Aufklärungsfunktion für diese gesellschaftliche Elite«.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: picture-alliance

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel
07.10.2015 | 11:32
Dr. Jens Romba

Teil 2 Ein weiteres sehr prägnantes Beispiel dieser Art ist hier noch unter http://www.daserste.de/information/repo ... t-100.html einzusehen. Dort wird unter anderem beschrieben, daß eben die Wirtschaftselite, wieder mit Hilfe der von ihr nun heftigst verurteilten Mainstreampresse, die Umstellung von Diplom- auf Bachelor- oder Masterstudiengänge forderte, sich nun aber wieder über die jetzt...

Aufklappen

07.10.2015 | 11:31
LESEN – VERSTEHEN – AUFWACHEN – HANDELN

Diе von korruptеn und eng verquickter mеdialer, politischеr und Finаnz-Elite ausgehenden Bedrohungеn werden kaum wahrgenommеn, und weil sie sеhr vielschichtig und komplеx sind, wird das ganze Ausmаß der Gefahr nicht еrkannt. Man kann verstehen, dass die Menschen die dunkle Wolke, die über ihnen hängt, nicht sehen wollen und glauben, alles werde wieder gut; nur in Osteuropa beginnen sie sich wegen des drohenden Krieges einzugraben. Die im Westen vorherrschende Sorglosigkeit ist...

Aufklappen

07.10.2015 | 11:30
Dr. Jens Romba

So So Deutschlands Wirtschaftselite rechnet also mit den Journalisten ab! Und wer genau rechnet nun einmal so richtig mit Deutschlands Wirtschaftselite ab? Schon Jesus Christus hat vor nun fast 2000 Jahren bereits gesagt: „Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Und da der Gesteinshagel von Seiten der Wirtschaftselite mittlerweile wohl so derart groß ist, daß ein jeder Journalist der Mainstreampresse selbst im Hochsommer ständig im Schatten schreiben kann, werde...

Aufklappen

07.10.2015 | 10:50
edmundotto

Wenn die Verhältnisse hier im Lande trotz der Führungsschwäche und Planlosigkeit unserer Politkaste immer noch besser sind als in den meisten Ländern, liegt das auch an der Qualität dieser Wirtschaftsbosse und Unternehmer, die sich da empört über unsere Presse äußern. Bereits am Montag war von dieser Studie des Göttinger instituts für Demokratieforschung zu lesen. "Die Angehörigen des deutschen Unternehmertums hinterfragen die Berichterstattung kritisch und sind hoch...

Aufklappen

07.10.2015 | 10:42
Matthewprayer

Dann wird sich wohl jetzt "endlich" die Politik gerufen fühlen und einen Qualitätsjournalismus unter ihrer Aufsicht schaffen bei dem das neue, noch einzuführende "Toleranzgesetz" auch schön eingehalten wird! Matthewprayer

07.10.2015 | 10:41
Romanuss

Wie ich schon mehrmals an dieser Stelle feststellte - transatlantisch gebundene (mit US $-bestochene, Verzeihung, motivierte) „Journalisten haben den Auftrag, alles im Sinne von USA, NSA, CIA etc. zu berichten. Das dumme deutsche Volk hat es gefälligst zu schlucken. Wenn es zu den Nürnberger Kriegsverbrecher Prozessen 2.0 kommen sollte, wäre die gesamte Regierungs- und MSM - Crew mit absolutem Recht angeklagt (vergl. § 26 GG, 130 StGB). Seien Sie froh, wenig geehrte Journalisten,...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Regierungspläne - Berlin will Garantiezins für Versicherer abschaffen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Okt 2015 20:00

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mei ... 44186.html

Regierungspläne - Berlin will Garantiezins für Versicherer abschaffen

Lebensversicherer haben zunehmend Probleme, die Rendite zu erwirtschaften, die sie ihren Kunden in der Vergangenheit versprochen haben. Die Bundesregierung will nun den Garantiezins für die meisten Lebensversicherer abschaffen.
07.10.2015
Lebensversicherung
© dpa
Die Lebensversicherung zählt zu der beliebtesten Altersvorsorge der Bundesbürger. Doch ihre Attraktivität schwindet angesichts niedriger Zinsen.

Die Bundesregierung will den Garantiezins für die meisten Lebensversicherer abschaffen. Für alle größeren Versicherer soll der sogenannte Höchstrechnungszins künftig nicht mehr gelten, wie aus einem Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium hervorgeht. "Für diese Unternehmen wird darauf verzichtet, für das Neugeschäft einen Höchstrechnungszins vorzugeben", heißt es in der Begründung des Entwurfs für ein Bündel von Rechtsverordnungen, mit denen das neue Versicherungsaufsichtsgesetz umgesetzt wird. Diese soll 2016 in Kraft treten. Für bestehende Verträge soll alles beim Alten bleiben.

Mehr zum Thema

Allianz rät ab: Klassische Lebensversicherung vor dem Aus
Bundesbank veröffentlicht detaillierte Liste zu Goldbeständen

Der Garantiezins von 1,25 Prozent soll im Neugeschäft künftig nur noch für wenige kleine Versicherer gelten, die nicht dem EU-Regelwerk "Solvency II" unterliegen, das vom 1. Januar 2016 an gilt. Alle andere können den Garantiezins beliebig festlegen, so lange sie sich an die "Solvency II"-Anforderungen halten, die den Kapitalbedarf der Lebensversicherer stärker an dem Risiko bemisst, das sie mit ihren Verpflichtungen eingehen.

Lebenslange Garantien, wie sie jahrzehntelang üblich waren, müssen danach stärker mit Eigenkapital unterlegt werden. Immer mehr Lebensversicherer wenden sich daher von Rentenversicherungen mit langfristigen Garantien ab. Auch der unangefochtene Branchenprimus Allianz Leben rechnet angesichts niedriger Zinsen mit einer nachlassenden Nachfrage nach klassischen Policen, weil diese weniger Rendite abwerfen.

Der Garantiezins ist der maximale Zinssatz auf das eingezahlte Kapital, den die Versicherer ihren Kunden über die ganze Laufzeit des Vertrages fest versprechen dürfen. Er wurde bisher verbindlich vom Bundesfinanzministerium festgelegt. In den 1990er-Jahren hatte er bei bis zu vier Prozent gelegen. Lebensversicherer haben wegen der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt aber zunehmend Probleme, die Rendite zu erwirtschaften, die sie ihren Kunden in der Vergangenheit versprochen haben.
Zur Homepage

Quelle: Reuters

(16)

Themen zu diesem Beitrag:

Berlin Bundesfinanzministerium Bundesregierung Alle Themen

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
In Zeiten der Zinsflaute liebäugelt die Allianz mit Aktien
Großanleger In Zeiten der Zinsflaute liebäugelt die Allianz mit Aktien

Was sollen die Versicherer mit dem Geld ihrer Kunden machen? Die Allianz will mehr in Aktien investieren. In Zeiten niedriger Zinsen ist Kreativität gefragt. Mehr
03.10.2015, 12:42 Uhr | Finanzen
Anzeige
Frucht pur aus Chile jetzt bestellen, 40% sparen Cabernet Carménère – Rotwein aus bester Qualität und großer Trink­freude für nur € 6,20 pro Flasche. Mehr
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Streit um Änderungskündigung - Mindestlohn statt Urlaubsgeld ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2015 17:04

http://www.n-tv.de/ratgeber/Mindestlohn ... 08666.html
Freitag, 09. Oktober 2015
Streit um Änderungskündigung - Mindestlohn statt Urlaubsgeld ?

Die Einführung des Mindestlohns ist für manche Arbeitgeber ein Ärgernis. Um nicht mehr zahlen zu müssen als vorher, lassen sie sich einiges einfallen. Gerne wird dies über die Anrechnung von Sonderzahlungen versucht. Oder mit einer Streichung der Leistungen.

Teilen

Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind meist als zusätzliche Prämie zu betrachten.
Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind meist als zusätzliche Prämie zu betrachten.
(Foto: imago/blickwinkel)

Eine Änderungskündigung, mit der ein Arbeitgeber versucht seinem Angestellten nach Einführung des Mindestlohns das bisher gezahlte Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu streichen, ist unwirksam. Dies hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschieden (Az.: 9 Sa 570/15, 9 Sa 569/15, 9 Sa 591/15 und 9 Sa 1727/15).

In dem verhandelten Fall ist in den entsprechenden Arbeitsverträgen neben dem Stundenlohn eine von der Betriebszugehörigkeit abhängige Sonderzahlung zum Jahresende in Höhe eines halben Monatsentgelts, teilweise mit Kürzungsmöglichkeit im Falle von Krankheitszeiten, sowie ein zusätzliches Urlaubsgeld für die Zeit gewährten Urlaubs und eine Leistungszulage vereinbart. Der Arbeitgeber versuchte, durch eine Änderungskündigung diese Leistungen zu streichen und stattdessen einen Stundenlohn in Höhe des Mindestlohns beziehungsweise geringfügig darüber zu zahlen.

Ohne Erfolg. Die Änderungskündigungen sind nach mehreren Entscheidungen des Landesarbeitsgerichts unwirksam. Demnach handelt es sich zumindest bei dem zusätzlichen Urlaubsgeld, abhängig von der Vertragsgestaltung auch bei der Sonderzuwendung, um Leistungen, die nicht im engeren Sinne der Bezahlung der Arbeitsleistung dienten, sondern um eine zusätzliche Prämie. Diese könne nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden, sondern stehe den Beschäftigten zusätzlich zu. Eine Änderungskündigung zwecks Streichung dieser Leistungen setze voraus, dass andernfalls der Fortbestand des Betriebes mit den vorhandenen Arbeitsplätzen gefährdet ist. Dies könne in den vorliegenden Fällen nicht festgestellt werden, so die Richter.
Mehr zum Thema

Das schaffen wir! Wenn die Motivation im Keller ist, hilft es, sich Mitstreiter zu suchen, die einen mit ihrer guten Laune anstecken. 01.06.15 Mit Schwung an die Arbeit Strategien für mehr Motivation
Ein gutes Arbeitszeugnis kann den Weg in einen neuen Job ebnen. Deshalb ist es wichtig, dass Form und Inhalt stimmen. 09.05.15 Abschied mit Anstand Was ein gutes Arbeitszeugnis ausmacht

Anders entschieden die Richter des Arbeitsgerichtes Herne in einem Fall, in dem sowohl Weihnachts- und Urlaubsgeld zu je zu einem Zwölftel monatlich mit dem normalen Lohn bezahlt wurde. In diesem Fall hätten die anteiligen Sonderzahlungen auch den Charakter eines Entgelts für die geleistete Arbeit und durften daher auf den Mindestlohn angerechnet werden (Az.: 3 Ca 684/15).

Quelle: n-tv.de , awi
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Paket gegen Steuerschlupflöcher - G20-Finanzminister billigen OECD-Plan

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2015 23:09

http://www.n-tv.de/wirtschaft/G20-Finan ... 10956.html
Freitag, 09. Oktober 2015
Paket gegen Steuerschlupflöcher - G20-Finanzminister billigen OECD-Plan

Das Treffen von IWF und Weltbank in Lima stellt wichtige Weichen: Der Klimawandel soll mit einer Milliardenhilfe bekämpft und Steuerschlupflöcher für Großkonzerne geschlossen werden. Auch um Unsicherheiten durch die Konjunkturschwäche in China geht es.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Großkonzerne sollen nicht mehr durch das Verschieben von Gewinnen ihre Steuerschuld kleinrechnen können. Auf das Schließen von Schlupflöchern einigten sich die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) bei der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank.

"Jetzt heißen die nächsten Schritte: Umsetzung, Umsetzung, Umsetzung", forderte OECD-Chef José Ángel Gurría bei dem Treffen der Finanzelite in Perus Hauptstadt Lima. Es gehe nicht nur darum, Mindereinnahmen für die Staaten zu vermeiden. Es gehe auch um Vertrauen der Bevölkerung und eine faire Besteuerung, betonte Gurría.

Der 15-Punkte-Plan gegen Steuertricks basiert auf Empfehlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Durch Gewinnverschiebungen und aggressive Steuergestaltung - das "Base Erosion and Profit Shifting" (BEPS) - gehen den Staaten jährlich schätzungsweise 100 bis 240 Milliarden US-Dollar verloren. Weiteres Thema in Lima war das Einsammeln von Milliardenhilfen zur Bekämpfung des Klimawandels.
Klimafonds soll großzügig gefüllt werden

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ist zuversichtlich, dass das Ziel eines 100-Milliarden-Dollar-Fonds erreicht wird. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Schäuble. Aber alle müssten ihre Verpflichtungen erfüllen, "damit das Ziel erreicht wird, dass wir bis 2020 jährlich 100 Milliarden dafür aufbringen".

Bisher sind laut einem OECD-Zwischenbericht knapp 62 Milliarden Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln für den Fonds zugesagt worden. Deutschland will bis zu 4,5 Milliarden Dollar pro Jahr beisteuern. Mit dem Geld sollen gerade Entwicklungs- und Schwellenländer Hilfe beim Schutz gegen Überschwemmungen oder beim Ausbau erneuerbarer Energien erhalten. Ohne Klarheit bei der Füllung des Klimafonds könnte der geplante Abschluss eines Weltklimavertrags im Dezember in Paris schwieriger werden.

Mehr als 190 Staaten sollen sich hier zu Treibhausgas-Minderungen verpflichten. Wegen der bereits verursachten Klimaschäden sehen ärmere Länder vor allem die Industriestaaten in der Pflicht, den Klimafonds großzügig aufzufüllen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte: "Immerhin haben die Industrieländer mittlerweile mehr als die Hälfte der Mittel zur Klimafinanzierung bis 2020 beisammen - auch dadurch, dass wir durch Haushaltsmittel umfangreiche Investitionen aus dem Privatsektor möglich gemacht haben."
Konjunkturschwäche in China
Mehr zum Thema

"Kein Land kann allein gehen." 08.10.15 IWF-Jahrestagung in Lima Lagarde redet Staaten ins Gewissen
Die EU-Länder geißeln die Tricks von Großkonzernen, vertuschen aber ihre Steuerdeals mit den Multis. 06.10.15 Großkonzerne profitieren weiter EU-Länder verschleiern Steuerdeals
International agierende Konzerne sollen nicht mehr einfach auf Steueroasen ausweichen können. 05.10.15 OECD legt globale Regeln vor Ende für Steuertricks der Großkonzerne

Aber noch sei das Ziel nicht erreicht, dass künftig 100 Milliarden Dollar im Jahr bereitstehen. Sorgen bereitet weiterhin die schwierige Lage in der Eurozone, hinzu kommen Unsicherheiten durch die Konjunkturschwäche in Staaten wie China.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, betonte in Lima, falls notwendig, sei die EZB bereit, ihre Hilfsprogramme weiter zu verstärken. "Wir sind bereit, alle im Rahmen unseres Mandats verfügbaren Instrumente zum Handeln zu nutzen", sagte Draghi.

Konkret nannte er eine mögliche Veränderung der Größe, der Laufzeit oder der Zusammensetzung des Kaufprogramms von Wertpapieren. Seit März kauft die EZB Wertpapiere im Volumen von durchschnittlich 60 Milliarden Euro im Monat, um die Konjunktur Europa stärker in Schwung zu bringen.

Quelle: n-tv.de , jki/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Stolpersteine am Karrierebeginn - Woran Anfänger nicht denken

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Okt 2015 11:18

http://www.n-tv.de/ratgeber/Woran-Anfae ... 24386.html
Samstag, 10. Oktober 2015
Stolpersteine am Karrierebeginn - Woran Anfänger nicht denken

Nach dem Studium steht der Karriere nichts mehr im Wege. Das gilt zumindest in der Theorie. In der Praxis läuft es jedoch häufig anders. Ein paar Punkte, die Anfänger am Karrierebeginn beachten sollten.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Auf dem Weg nach oben: Damit Berufsanfänger durchstarten können, müssen sie ein paar ungeschriebene Gesetze im Betrieb beachten.
Auf dem Weg nach oben: Damit Berufsanfänger durchstarten können, müssen sie ein paar ungeschriebene Gesetze im Betrieb beachten.
(Foto: dpa-tmn)

Den Studienabschluss in der Tasche und die Karriere kann beginnen. Schließlich haben viele Absolventen schon in Praktika gezeigt, was in ihnen steckt. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, sich in Stellung zu bringen. Was Neulinge beim Jobstart wissen sollten:
Nicht nur große Firmen in Betracht ziehen

Viele Berufsanfänger glauben, dass eine große Firma automatisch mehr und bessere Chancen bietet als eine kleine. Schließlich hat ein Konzern Dependancen in der ganzen Welt, bietet häufig feste Karriereprogramme, zahlt höhere Gehälter und wartet mit Prestige und großen Netzwerken auf. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch viel Bürokratie, klare Hierarchien sowie starre Strukturen. Für Kreativität und schnelle Lösungen ist da häufig kein Platz. "Eine Idee, die ein Mitarbeiter beim Frühstück hat, kann in einem kleineren Unternehmen bis zum Mittagessen genehmigt sein", sagt Karriereberater und Gehaltscoach Martin Wehrle. In einem Konzern könne das schon einmal ein paar Monate dauern.

Berufsanfänger können in diesen Strukturen schnell untergehen. Für wen Flexibilität und Kreativität wichtiger sind als überdurchschnittliche Gehälter, ist in einem Konzern möglicherweise verkehrt. Bewerber sollten sich deshalb genau überlegen, was sie wollen, sagt Veronika Latzel, Karriereberaterin in Hamburg. Wer flexibel arbeiten will, flache Hierarchien bevorzugt und Freiheit und Verantwortung anstrebt, ist bei einem Mittelständler oder Start-up möglicherweise besser aufgehoben. Das allerdings sollten Anfänger auch bedenken: "Es ist relativ leicht, von großen Unternehmen in kleine zu wechseln, aber schwer von kleinen zu großen", sagt Wehrle.
Nicht bloß die Pflicht erfüllen

Fleiß und Disziplin sind Tugenden, die bei Vorgesetzten hoch im Kurs stehen. Wer als Anfänger Karriere machen will, sollte jedoch öfter einmal über das Ziel hinausschießen. "Klar gibt der Chef die Kommandos, die es umzusetzen gilt", sagt Karriereberater Wehrle. Die Frage ist nur wie? Statt zwei Konkurrenten für die Marketinganalyse zu vergleichen, gilt für Karriereorientierte, vier Unternehmen zu prüfen und den Bericht nicht am Stichtag, sondern zwei Tage vorher vorzulegen. Wehrles Credo: "Nicht zum verlässlichen und berechenbaren Erfüllungsgehilfen werden." Powern und profilieren, laute die Devise.
Nicht gleich mit neuen Ideen auftrumpfen
Mehr zum Thema

Unzufriedenheit kann krank machen. 10.09.15 Frust im Job Gleich kündigen oder auf neuen Job warten?
Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen können. Foto: Britta Pedersen 24.08.15 Ehrlich währt am längsten? Die beliebtesten Lügen im Lebenslauf
Bevor man nach einem Karriereknick neue Bewerbungen schreibt, sollte man die Gründe für den Dämpfer herausfinden. Denn im Vorstellungsgespräch sollte man damit souverän umgehen können. 13.04.15 Beim Bewerbungsgespräch Mit Karriereknick offen umgehen
Keine Lust auf den Job? Wer unzufrieden ist, sollte die Probleme analysieren. 15.03.15 Innerlich gekündigt? Wenn der Job nicht passt

Wer Karriere machen will, muss Eigeninitiative zeigen. Gerade wer neu ist, hat meist noch einen offenen Blick, erkennt Verbesserungspotenzial und will sich mit guten Ideen hervortun. Doch Vorsicht! Zu viel Engagement kann Bewerbern schnell negativ ausgelegt werden. "Wichtig ist, dass man in den ersten Monaten sehr genau beobachtet, nachfragt und versucht, die Spielregeln kennenzulernen", sagt Britta Schäfer. Sie ist Coach und Diplom-Psychologin in München. Wer Missstände allzu schnell aufzeigt, tritt anderen auf die Füße. Gut ist deshalb, wenn Anfänger sich ihre Ideen erst einmal notieren und sie dann anbringen, wenn sie anerkannt sind und ihren Platz gefunden haben.
Nicht auf Anerkennung anderer warten

Lob motiviert. Das ist zwar eine Binsenweisheit. Trotzdem ist sie noch nicht in den Köpfen aller Vorgesetzten angekommen. Berufsanfänger fahren deshalb besser, wenn sie nicht auf die Anerkennung vom Vorgesetzten oder den Kollegen warten, sondern ihre Erfolge selbst feiern. Das ist in vielen Fällen jedoch leichter gesagt als getan. Warum nicht nach einem erfolgreichen Tag ein Foto machen und das zu Hause an den Spiegel kleben? Das rät der Motivationspsychologe Rolf Schmiel. Dann bleibt einem das Erreichte besser im Gedächtnis.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kommt die globale finanzielle Kernschmelze ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Okt 2015 11:08

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... elze-.html

11.10.2015


Artikel senden | Drucken |
Kommt die globale finanzielle Kernschmelze ?
Michael Snyder

Derivate seien »finanzielle Massenvernichtungswaffen«, erklärte Warren Buffett einst. Es sei unvermeidbar, dass sie früher oder später anfangen würden, unser Finanzsystem zu verwüsten. Momentan mag es so aussehen, als herrsche an der Wall Street halbwegs Ruhe. Aber in Wahrheit brodelt es ganz kräftig unter der Oberfläche. Da kocht gewaltiger Ärger hoch.



Wie ich Ihnen zeigen werde, ist Mitte September etwas geschehen – dieses etwas machte es nötig, dass das amerikanische Finanzministerium in einer beispiellosen Aktion 405 Mrd. Dollar in den Repo-Markt pumpen musste.



Ich weiß, das klingt ziemlich kompliziert, deshalb will ich versuchen, es möglichst einfach zu erklären. Offenbar sind einige sehr große Finanzhäuser in ziemliche Schwierigkeiten geraten, weil sie sich mit all ihren unbesonnenen Wetten verhoben haben. Wieder und wieder habe ich gewarnt, dass so etwas passieren könnte.

So oft habe ich darüber geschrieben, dass meine regelmäßigen Leser es vermutlich nicht mehr hören können. Aber es ändert nichts daran, dass es Derivate sein werden, die unser Finanzsystem auf die Knie zwingen.



Viele regen sich immer auf, wenn ich den Derivatehandel mit Glücksspiel gleichsetze. Vielleicht wäre es zutreffender, die meisten Derivate als eine Form von Versicherung zu beschreiben.



Die großen Finanzinstitute beteuern, den Großteil der Risiken, die diese Kontrakte mit sich bringen, an Dritte weitergereicht zu haben. Es bestehe überhaupt kein Grund, sich Sorgen zu machen, beteuern sie.



Also ich für meinen Teil glaube kein Wort davon und ich weiß, dass es vielen anderen ähnlich geht. Auf einer sehr allgemeinen, simplen Ebene ist der Derivatehandel durchaus ein Glücksspiel. Jeff Nielson hat das sehr schön verdeutlicht in einem kürzlich veröffentlichten Artikel:

»Niemand ›begreift‹ Derivate. Wie oft haben die Leser diesen Satz schon gehört (bitte runden Sie auf den nächsten Tausender auf/ab)? Aber warum versteht sie niemand? Bei vielen lautet die Antwort: Weil sie viel zu angestrengt darüber nachgedacht haben. Bei anderen lautet die Antwort, dass sie überhaupt nicht ›denken‹.

Derivate sind Wetten. Das ist keine Metapher, keine Analogie, keine Verallgemeinerung. Derivate sind Wetten, Punkt, aus. Das waren sie immer und nichts anderes werden sie je sein können.«

Zu den sehr großen Finanzhäusern, die durch diese finanziellen Massenvernichtungswaffen in große Not geraten sind, zählt offenbar Glencore. In seiner Glanzzeit galt Glencore als zehntgrößtes Unternehmen weltweit, aber inzwischen scheint der Konzern auseinanderzubrechen, was wiederum wohl sehr viel mit Derivaten zu tun hat. Das hier hat Zero Hedge dazu zu sagen:

»Als besonders beunruhigend bezeichneten sie, dass Glencore Finanzinstrumente wie Derivate dazu nutzte, um seinen Handel mit physischen Waren gegen Preisschwankungen abzusichern. Stand Juni 2015 hatte das Unternehmen 9,8 Mrd. Dollar an Brutto-Derivaten, nachdem es Ende 2014 noch 19 Mrd. Dollar gewesen waren. Investoren befragten das Unternehmen daraufhin nach dem Wandel.

Dass dieser Wert so drastisch zurückgegangen sei, habe mit einer in diesem Jahr veränderten Marktvolatilität zu tun, sagte Glencore den Investoren, wie einige Personen angaben, mit denen Glencore gesprochen hatte. Wenn Preise stark schwanken, kann das den Wert von Hedging-Positionen erhöhen.

Vergangenes Jahr hatte es, vor allem auf dem Rohölmarkt, extreme Preisschwankungen gegeben. Hatte ein Barrel Rohöl im Juni noch etwa 114 Dollar gekostet, war der Preis bis Ende Dezember auf unter 60 Dollar gesackt.

Die Antwort sei nicht zufriedenstellend gewesen, erklärte Michael Leithead, bei EFG Asset Management als Portfoliomanager für Anleihefonds tätig. Das Unternehmen verwaltet ein Vermögen von zwölf Mrd. Dollar (Stand: Ende März) und hat in Schulden von Glencore investiert.

Wie die Bank of America angibt, haben Finanzinstitute aus aller Welt mit ungefähr 100 Mrd. Dollar bei Glencore investiert. Sollte Glencore pleitegehen, würde das entsprechend große Wellen schlagen. Aktuell ist Glencore der wahrscheinlich aussichtsreichste Kandidat, zum nächsten Lehman Brothers zu werden.



Und es ist ja nicht so, als ob nur Glencore Schlagseite hätte. Auch andere Finanzriesen wie Trafigura stecken bis zum Hals in Problemen. Alles zusammengerechnet haben die globalen Finanzunternehmen mit fast 500 Mrd. Dollar in diese Firmen investiert:

»Möglicherweise sieht es in Wahrheit sogar noch schlimmer aus, denn die Banken haben nicht nur Glencore Geld geliehen, sondern wahrscheinlich auch allen anderen Rohstoffhändlern. Wenn man das zusammenrechnet, kommen da atemberaubende Zahlen zusammen.

Glencore dürfte für die Banken nicht der einzige Außenstand sein, den sie in der Branche der Rohstoffhändler haben. Wir gehen davon aus, dass andere Einheiten wie Trafigura, Vitol und Gunvor ebenfalls bei den Banken in der Kreide stehen. 100 Mrd. Dollar mal vier?

Gehen wir großzügig von 500 Mrd. Dollar aus, die allein im hoch verschuldeten Rohstoffmarkt zusammenkommen – einer Vermögensklasse, die im vergangenen Jahr massiv Prügel bezogen hat.«

Noch ist in den Mainstreammedien nicht viel zu diesem Thema zu finden, was vielleicht auch ganz gut so ist. Aber hinter den Kulissen sind bereits beispiellose Veränderungen im Gange.



Die nachfolgende Information hat mich glatt umgehauen. Sie stammt von Investment Research Dynamics und zeigt ganz klar, dass keineswegs »alles dufte« ist in der Finanzwelt:

»Im Bankensystem hat sich im September etwas ereignet, das eine massive Reverse-Repo-Operation erfordert. Das (amerikanische) Finanzministerium musste in noch nie da gewesener Höhe Kapital in den Repo-Markt einschießen. Normalerweise greift die Fed zu Reverse-Repos, um die Fed Rate zu managen. Wie man an der folgenden Grafik ablesen kann, kam es bei der Höhe der Reverse Repos immer wieder mal zu starken Ausschlägen und meist hängen sie mit einer Krise zusammen. Das offensichtlichste Beispiel ist natürlich der De-facto-Kollaps des Finanzsystems im Jahr 2008.«




Was in aller Welt könnte einen Ausschlag in dieser Größenordnung auslösen? In dem Artikel, aus dem ich gerade zitiert habe, wird eine Verbindung hergestellt zwischen den Problemen bei Glencore und dieser einzigartigen Intervention:

»Sogar noch interessanter ist der Umstand, dass der Ausschlag bei den Reverse Repos zum selben Zeitpunkt stattfand, nämlich am 16. September, an dem der Aktienmarkt zu einem achttägigen Sturzflug ansetzte. Während dieser Zeit verlor der S&P 500 sechs Prozent an Wert. Und wie man sieht, ist es in etwa auch der Zeitpunkt, an dem die Glencore-Aktien und -Anleihen abstürzten. Analysten haben spekuliert, dass es gleichbedeutend mit dem »Lehman-Moment« wäre, der 2008 den Zusammenbruch der Märkte auslöste, wenn Glencores Kreditderivate den Schuldendienst einstellten oder Kreditinstitute, die gegen einen Zahlungsausfall von Glencore gewettet haben, pleitegingen.

Dass der Aktienmarkt insgesamt abgestürzt ist, wird der Unfähigkeit der Fed zugerechnet, die Zinsen zu erhöhen. Aber das scheint nur eine clevere Ablenkung für etwas viel, viel Verheerenderes zu sein, das sich fernab der Öffentlichkeit in den Liquiditätsfunktionen des globalen Bankenwesens zutrug.

Auch 2008 war es nicht so, dass Lehman Brothers den einen Tag noch »alles tipptopp« meldete und am nächsten Tag schlagartig tot umfiel. Auch damals köchelten unterhalb der Oberfläche die Probleme vor sich hin.



Tja, genau dasselbe geschieht gerade bei Bankenriesen wie der Deutschen Bank und Rohstoffhändlern wie Glencore, Trafigura und der Noble Group. Und natürlich fangen auch viele deutlich kleinere Fische an, kieloben zu treiben. Diese Geschichte habe ich gerade auf Business Insider gefunden:

»Am 11. September verschickte der kleine Hedgefonds Spruce Alpha, Teil einer größeren Investmentgruppe, einen kurzen Bericht an seine Anleger.

Der 80 Mio. Dollar schwere Fonds habe innerhalb eines Monats 48 Prozent an Wert verloren, heißt es in dem Leistungsbericht, den Business Insider einsehen konnte.

In dem Schreiben wurde keine Erklärung genannt, kein Kommentar abgegeben. Nur die nackten, kalten Zahlen.«

Wow! Wie schafft man das, binnen einen Monats 48 Prozent an Wert zu verlieren? Das wäre ja schon schwer, wenn man es absichtlich darauf anlegen würde. Leider wird das kein Einzelfall bleiben, während wir immer tiefer und tiefer in die Krise rutschen.



Unterdessen machen uns unsere »Anführer« weis, dass es keinerlei Anlass zur Beunruhigung gibt. Man sehe sich nur an, was der ehemalige Fed-Chef Ben Bernanke sagt:

»Der ehemalige Federal-Reserve-Vorsitzende Ben Bernanke kann auf den globalen Märkten nicht erkennen, dass sich derzeit irgendwo Blasen bilden.

Aber er sagt, man solle nicht blind seiner Einschätzung vertrauen.

Und selbst wenn man das doch tut, sei das ohnehin die falsche Frage.

Bei einer Veranstaltung des Wall Street Journal erklärte Bernanke am Mittwochmorgen: ›Ich kann keine offensichtlichen Fehlbewertungen erkennen. Nicht, was beispielsweise wie die Immobilienblase vor der Krise aussieht. Aber mir sollten Sie nicht vertrauen.‹«

Diesen letzten Satz kann ich guten Gewissens unterschreiben. Es war Bernanke, der uns 2008 erklärte, dass es keine Rezession geben werde – obwohl sie bereits in vollem Gange war. Er hatte damals keine Ahnung und hat auch heute keine Ahnung.



Die meisten unserer sogenannten »Anführer« kapieren nicht, was gerade geschieht, oder sie sind nicht bereit, es uns zu erklären. Das bedeutet, dass wir selbst versuchen müssen, uns so gut wie möglich schlau zu machen. Und das sieht so aus, dass es um uns herum haufenweise Indizien dafür gibt, dass eine weitere Krise wie die von 2008 begonnen hat.



Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass es noch deutlich mehr Tage wie die letzten geben wird, Tage, an denen die Märkte vergleichsweise ruhig waren und es nicht allzu viele bahnbrechende Entwicklungen auf globaler Ebene gab. Leider werden diese vergleichsweise friedlichen und ruhigen Tage jedoch ein abruptes Ende finden. Schon bald.


Copyright © 2015 by TheEconomicCollapseBlog

Bildnachweis: Milagli / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel
12.10.2015 | 11:51
@ W.Buerge

Also ich bin froh, dass ich bei Kopp-Online im Kommentarbereich auf diese tollе Möglichkeit mit http://www.fifo.cc/TnHCvGD online Geld zu verdienen hingewiesen worden bin. Allerdings muss ich gestehen, dass ich anfangs auch sehr skeptisch war und mich letztlich dieser Erfahrungsbеricht http://www.hec.su/bM5z überzeugt hat. Ich kann Ihnen daher aus meiner eigenеn Erfahrung bestätigen, dass die Anwendung kinderleicht ist und es tatsächlich so funktioniert, wie es auf der Webseite...

Aufklappen

12.10.2015 | 11:50
Krisenvorsorge und Fluchtplan

@ Punisher, 11.10.2015, 20:04 Uhr: Da dаs Grоs keine umfassеnde Krisеnvorsorge getroffеn hat und keinen Fluchtplаn hat, wird der Plаn der Schlächtеr (= Establishment) aufgehen und sеhr viele Todеsopfer fordern. Uпd da der Mainstrеam auch nichts übеr http://www.hec.su/bL9P schreibt, kennеn nur die Lesеr der alternativen Medien diesе pfiffigе Mеthode, um jedеrzeit und an jedem (Flucht-)Oгt genügеnd Geld zu haben. — Authentischе Erfahrungen dаzu hat Kuгt B. аuf...

Aufklappen

12.10.2015 | 11:45
Sind die Aktionäre auch schon aufgewacht?

Insider erzielen schon lange sehr lukrative und garantiertе Renditеn mit Arbitragеn. Diese stellen nämlich alle anderen Anlаgeklassen in den Schatten! Abgesehen von den steuerlichen Vorteilen werden diese Renditen auch schon in wenigen Tagen erzielt. Ein bewährter Anbieter solcher Arbitragеn ist http://www.is.gd/Y3U8W2 In Kombination mit physischen Edelmetallen zur Kapitalsicherung ist das die perfekte Anlagestrategie! Zur Kapitalsicherung dienen nämlich schon seit Jahrhunderten...

Aufklappen

12.10.2015 | 10:07
willy_winzig

In diesem Bericht fehlen aber noch die Krisen der Fraking-Industrie und der Autobauer, sowie die der Bildungskredite in den USA. In der Industrie zum Abbau der Ölsandvorkommen und Schieferölverkommen wurden in den USA Milliarden von US-Dollar investiert, die von den Banken und über Anleihen finanziert wurden. Auch diese sind bereits größtenteils Notleidend, weil diese Investitionen sich erst ab einen Ölpreis von 60- 80 US Dollar rechnen. Unterhalb dieses Ölpreises machen diese...

Aufklappen

11.10.2015 | 20:04
Punisher

So ein dummes Geschwätz hier. Lauter leeres Gerede wie von unseren Politikern. Aber egal... Wir haben in einigen Tagen nahezu perfekt vorgesorgt. Von mir aus kann demnächst alles den Bach runter gehn...

11.10.2015 | 15:03
Das sind nur "andere" Wetten:

Also bei diesen sogenannten "Derivaten" sieht es ja folgendermaßen aus: Es wird "Geld" (aus Nix) geschaffen, gegen Zins verliehen und als Schuld der anderen bezeichnet. Dann sichern sich diese "Schuldner" mit wiederum geliehenen = gekauften Geld (wo das herkommt s.o.) bei den Geldherstellern doppelt ab, diese verkaufen wiederum diese Absicherung ihrer Schuldner als Wert!!! bei den ohnehin schon längst Verschuldeten an diese selbst wieder und...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Hartz IV für die Weltwirtschaft

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Okt 2015 11:50

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... chaft.html

13.10.2015


Artikel senden | Drucken |
Hartz IV für die Weltwirtschaft
Markus Gärtner

Die G30-Gruppe, in der aktuelle und ehemalige Notenbanker dominieren, schlägt Alarm: Selbst die heiß gelaufenen Notenpressen können einfach nicht die Weltwirtschaft ankurbeln. Es ist das offizielle Eingeständnis, dass die Architekten der größten Geldschwemme, die der Planet je gesehen hat, am Ende ihres Lateins sind.



Wir wissen, dass ihr geldpolitisches Hubschrauber-Mantra von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Trotzdem ist das Eingeständnis, das mit dieser Zentralbank-Beichte nun einhergeht, bemerkenswert:

Die G30 geben zu, dass sie die Preise für so ziemlich alles von Immobilien bis hin zu Rohstoff-Notierungen maßlos verteuert und Sparern wie Konsumenten immensen Schaden zugefügt haben, während die Weltwirtschaft die Krise seit 2008 zu keinem Zeitpunkt abschütteln konnte.



Im Gegenteil: Wir werden alle immer tiefer in die Schuldenfalle hineingezogen. Der eigentlich brisante Kern dieser G30-Botschaft ist jedoch der: Liebe Regierungen, Ihr müsst jetzt endlich in der Fiskalpolitik Euren Hintern bewegen, denn die Geldpolitik hat versagt.



Dass uns jetzt ausgerechnet die politische Kaste retten soll, ist blanke Ironie. Denn wie einfallslos und hilflos die Regierungen im Westen sind, das haben wir in den vergangenen Monaten im Falle Griechenlands und der Flüchtlingspolitik täglich vor Augen geführt bekommen.



Was die Flüchtlingspolitik angeht, liegt sogar der Verdacht nahe, dass sich die Regierung Merkel ein neues Volk zusammenstellen will, um das Gewebe unserer Gesellschaft aufzuweichen und sie für eine beschleunigte europäische Einigung gefügig zu machen .



Selbst systemtragende Nachrichtenagenturen wie Reuters melden daher, der Kavallerie (den Notenbanken) gehe jetzt die Munition aus. Bei sieben Billionen Dollar nach Beginn der fast biblischen Geldschöpfung aus dem Nichts hätten die Notenbanken keine Antwort und stellten sogar ein potenzielles Großrisiko für die Weltwirtschaft dar .



Wo wir nach dem Geldschöpfungs-Dschihad stehen, das kann man zu Wochenbeginn in der britischen Version der US-Finanzwebseite Business Insider nachlesen. Dort wird eine aktuelle Analyse von Goldman Sachs wiedergegeben, wonach wir derzeit in die dritte Phase der seit 2008 wogenden Finanzkrise eintreten.



Dieselben Investmentbanken, die Kleinanlegern stets zum Nachkauf überteuerter Aktien raten, signalisieren ihrer betuchten Kundschaft in Newslettern diese Version der weltwirtschaftlichen Realität: Mit der Implosion der Rohstoffpreise, dem Wechsel der ehemaligen Lokomotive China auf die konjunkturelle Standspur sowie anhaltend niedriger Inflation tritt das nicht enden wollende Finanzdesaster, das wir seit 2008 sehen, in die jüngste Phase ein.



Nach dem Bankenkollaps 2008 und der europäischen Schuldenkrise sanken die Zinsen gegen Null und ermunterten westliche Banken und institutionelle Großinvestoren, das im Westen billig ausgeliehene Geld zu höheren Zinsen an Kreditnehmer in den Schwellenländern zu verleihen.



Diese verschuldeten sich immens in Dollarbeträgen und sehen sich jetzt mit einem doppelköpfigen Monster konfrontiert, das den nächsten Crash auslösen kann: Die Gefahr steigender Zinsen und Schulden in Dollar, der so stark geworden ist, dass er die Kreditnehmer in den Schwellenländern schier erdrückt.



Denn die müssen dank ihrer schwachen Währungen immer mehr lokales Geld auftreiben, um die Dollar-Verbindlichkeiten abzutragen. In einer schwachen Weltwirtschaft ist das mehr als ein Kunststück, es ist das Rezept für das nächste Desaster .



Kein Wunder, dass der wirtschaftsfreundliche TV-Sender CNBC, eine Art Tongabel der jubelnden Wall-Street-Chöre, auf seiner Webseite einen schrillen Hilferuf absetzt: »Wer kann die Weltwirtschaft retten?« Die Problemanalyse von CNBC gipfelt in der Feststellung, dass jetzt »fast die Hälfte der Weltwirtschaft auf Kosten der anderen Hälfte lebt«.


Das klingt nach einem Hartz-IV-Szenario im Weltformat. Und das stimmt auch . Wie groß die Gefahr eines erneuten Crashs derzeit ist, wird auch am jüngsten Blogeintrag von Paul Craig Roberts deutlich, der an dieser Stelle regelmäßig seine Analysen publiziert.



Roberts schreibt bei Global Research , er würde von seinen Lesern gelegentlich gefragt, ob er nicht auch positive Nachrichten hätte. Seine Antwort:

»Nur wenn ich Euch anlüge, wie Eure Regierungen und die Mainstream-Medien das tun. Wenn Ihr gefakte gute Nachrichten wollt, müsst Ihr Euch in die Matrix zurückziehen. Im Austausch für weniger Stress und Sorgen werdet Ihr dann ohne Euer Wissen in den finanziellen Ruin und eine atomare Katastrophe geführt.«

Die Wirtschaftszahlen und Prognosen aus aller Welt belegen, dass wir in das gefährliche Fahrwasser von 2008 zurückgekehrt sind. Der britische Telegraph berichtet von der Abwärtskorrektur der IWF-Prognose. Der Währungsfonds hat gerade die Wachstumsvorhersage für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr von 3,3 Prozent auf 3,1 Prozent reduziert. »Das ist die geringste Expansion seit 2009, als die Weltwirtschaft stehenblieb« .



Am stärksten auf die Stimmung drückt die maue Konjunktur in China. Auch dort ist die Stimmung so mies wie nach Ausbruch der Finanzkrise. Der Leitindex für die Einkaufsmanager der chinesischen Industrie ist auf den niedrigsten Stand in sechs Jahren geplumpst und liegt in einem Bereich, der eine Rezession signalisiert .



Ähnlich sieht es in Japan aus, der Nummer drei unter den führenden Volkswirtschaften. Nachdem die Exporte und der Industrieausstoß zum Erliegen kamen, fallen nun auch die Konsumenten auf den Bauch. Und das alles, obwohl Japans Notenbank die Mutter aller Geldfluten angezettelt hat.



Die Regierung von Shinzo Abe meldet zwar für den jüngsten Berichtsmonat eine Zunahme des privaten Konsums von 2,9 Prozent. Doch Reuters zitiert Einzelhändler in Nippon mit dem Hinweis, die privaten Ausgaben »sind zum Stillstand gekommen«. Der Finanzblog Zero Hedge erklärt »Abenomics«, die japanische Kamikaze-Version der Helikopter-Geldpolitik, daher für gescheitert.


Und hierzulande? In Deutschland erlebten die Ausfuhren im August mit minus 5,2 Prozent (zum Vormonat!) den schärfsten Einbruch seit dem Januar 2009. Schuld sind schwache Bestellungen aus den großen Schwellenmärkten. Der Einbruch im August ist eine drastische Schubumkehr vom Juli. Da wurde noch ein leichtes Plus von 2,2 Prozent gemessen.



Bei so vielen Kolbenfressern ist es keine Überraschung, dass auch an den Finanzmärkten die Turbulenzen wieder zunehmen. Im Sommer haben wir bereits rapide einbrechende Rohstoffpreise gesehen. Vom Börsendrama in China ganz zu schweigen. Und der Dax hat seit Anfang August zwölf Prozent eingebüßt. In einigen Schwellenländern verlieren die lokalen Währungen jetzt mit einem Tempo an Wert, das an die Asienkrise 1997 erinnert.



Der Rohstoffriese Glencore ist so schwer angeschlagen, dass seine Kreditgeber und Investoren laut Bloomberg 100 Milliarden Dollar in den Büchern haben, die der »Gorilla«, wie ihn die Nachrichtenagentur nennt, bedrohen kann. Demnach wird über weitere 50 Milliarden Dollar Kredite gesprochen. Daraus könnte durchaus der Lehman-Moment des Jahres 2015 entstehen.



Der ehemalige Budgetdirektor von Ronald Reagan, David Stockman, weist vorsorglich auf das »Beben im Ramschland« hin. In einzelnen Branchen wie den vom Verfall der Rohstoffe betroffenen Minengesellschaften erreichen die Ausfallraten auf Ramschanleihen jetzt schon wieder Raten wie sie zuletzt 2009 gesehen wurden. Hier signalisiert ein verlässliches Frühwarnsystem erste Vorbeben des nächsten Desasters .

Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: ariadna de raadt / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (11) zu diesem Artikel
13.10.2015 | 12:25
LESEN – VERSTEHEN – AUFWACHEN – HANDELN

Diе von korruptеn und eng verquickter mеdialer, politischеr und Finаnz-Elite ausgehenden Bedrohungеn werden kaum wahrgenommеn, und weil sie sеhr vielschichtig und komplеx sind, wird das ganze Ausmаß der Gefahr nicht еrkannt. Man kann verstehen, dass die Menschen die dunkle Wolke, die über ihnen hängt, nicht sehen wollen und glauben, alles werde wieder gut; nur in Osteuropa beginnen sie sich wegen des drohenden Krieges einzugraben. Die im Westen vorherrschende Sorglosigkeit ist...

Aufklappen

13.10.2015 | 11:38
alma5

Hmm, ISIS im Nahen Osten; der Kreml greift dort militärisch ein; NATO-Truppenaufmarsch an der russischen Westgrenze; mediale Hinrichtung Putins; Börsencrash in China; Flutung der EU mit Migranten, die auch alte Seuchen wieder hier her einschleppen - und jetzt auch noch ein drohendes Lehman Brother 2.0 Szenario mit Glencore. Das alles erinnert mich an die Aussage des Milliardärs und Verschwörungspraktikers David Rockefeller von 1994: Die Welt steht vor einer großen Transformation....

Aufklappen

13.10.2015 | 10:42
willy_winzig

@Kupferkanne um 09:42| Ja, das ist alles richtig! Aber Sie sollten nicht vergessen, dass diese Flüchtlinge auch nur Opfer sind! Die werden doch auch nur benutzt um das Ziel der Vereinigten Staaten von Europa zu erreichen und später dann die Weltregierung! Schauen wir uns doch die Tatsachen unvoreingenommen an (ich weiß, dass das nicht einfach ist) aber sind wir doch ehrlich. Diese Flüchtlinge werden doch mit Versprechen, die keiner halten kann 8und auch keiner, von den...

Aufklappen

13.10.2015 | 09:42
Kupferkanne

@ willy_winzigGenauso sehe ich das auch. Alles, was diese BK´in bisher von sich gegeben hat, wurde im Nachhinein ins Gegenteil verwandelt. Der deutsche Bürger geht dann noch arbeiten, damit er diese Zugereisten, die uns täglich überfluten und unter denen sich auch viele Kriminelle befinden, unterstützt.Deutschland wird (es bald zu) bunt!!!Nächste Woche, zum 1 jährigen Bestehen von Pegida haben sich ja schon wieder Gegendemonstranten angekündigt, die eine Lichterkette bilden...

Aufklappen

13.10.2015 | 09:30
freesociety

Noch vor einigen Jahren war man sich klar, dass der Ramschladen Weltwirtschaft ohnehin einbrechen muß, um endlich einmal einen dringend notwendigen Kurswechsel zu initieren. Wohin soll dieses künstlich aufgeblasene, recoucenverschwendende, durch moderne Sklavenarbeit ausbeutende Drecksystem einer globalen Weltwirtschaft denn führen, als zu weiteren Konflikten und Armut in vielen Teilen dieser Welt. Warum versteht man nicht, dass ein luziferisches Sytem wie "Diese Welt"...

Aufklappen

13.10.2015 | 09:21
willy_winzig

Und genau in dieser Situation holen wir uns 1 Millionen (vieleicht auch mehr) Flüchtlinge nach Deutschland. Hinzu kommen dann noch die Familienangehörige dieser Flüchtlinge, die im Rahmen des Familiennachzugs nach Deutschland kommen werden, plus die anderen Flüchtlinge der nächsten Jahre, plus deren Familienangehörige! jeder dieser Flüchtlinge kostet uns 1000€ monatlich mindestens, ohne medizinische Versorgung, Kosten für Bildung usw. 1000€ mal 1 Millionen macht 1 Milliarden pro...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

TTIP und das Märchen vom »Freihandel«

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Okt 2015 16:29

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 52F6D5C55A

13.10.2015


Artikel senden | Drucken |
TTIP und das Märchen vom »Freihandel«
Stefan Müller

Frank Schäffler (FDP) forderte kürzlich den Friedensnobelpreis für den Freihandel. Der Begriff suggeriert, zumindest auf den ersten Blick, etwas sehr Positives: freier Handel zum Wohle aller Menschen. Doch wenn man sich etwas genauer mit dem Thema Freihandel beschäftigt, könnte dieser durch und durch positive Begriff durchaus eine etwas andere Färbung bekommen.



So könnte man bei der Recherche z.B. auf den Opiumkrieg stoßen. In diesem Krieg (1839-1842) zwang Großbritannien China mit drastischer Gewalt dazu, seine Märkte zu öffnen. Dies geschah teilweise, um den florierenden Opiumhandel weiter zu forcieren. Andererseits konnte somit das riesige China mit maschinell erzeugten Billigprodukten aus Großbritannien geflutet werden.



Gedankenpause: Wenn im Namen des Freihandels Kriege geführt wurden und werden, wie kann man dann so etwas mit einem Friedensnobelpreis belohnen wollen?



Insgesamt macht die FDP aber auch ganz offiziell keinen Hehl aus ihrer Affinität für den Freihandel und zeigt auf Werbeplakaten »Flagge für TTIP«. TTIP ist ein Abkommen, das eine Freihandelszone zwischen Europa und den USA schaffen soll, selbstverständlich ebenfalls nur zum Besten aller Bürger. Aus diesem Grund finden auch alle relevanten Verhandlungen zu dieser Thematik hinter verschlossenen Türen in abgeschiedenen EU-Gremien statt.


Die Bürger zeigten derweil am 10.10.2015 ihr gesundes Misstrauen bei einer großen Demonstration in Berlin mit 150 000 bis 250 000 Teilnehmern. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass neben der NPD nur die Parteien des links-grünen Spektrums gegen das transatlantische Freihandelsabkommen sind. Gehässig könnte man sagen, dass auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet.


Alle anderen Parteien sind durchaus für TTIP. Die AfD stimmte im EU-Parlament in einigen Verhandlungen sogar für das Freihandelsabkommen, obwohl die Partei laut Programm »gegen das Abkommen in der aktuellen Form« ist.



Eigentlich leben wir in einem Zeitalter, in dem die Ideologien ihren letzten Atemzug getan haben sollten. Hätte, wäre, wenn sind bekanntlich arme Brüder. So erfreut sich der Sozialismus in Deutschland seiner realpolitischen Hochkonjunktur und jeder interessierte Mensch könnte einmal darüber nachdenken, ob es sich bei dem Freihandel nicht sogar auch um eine Ideologie handelt. Wer mit einem glühenden Verfechter dieser Idee ins Gespräch kommt – genau das ist mir gestern widerfahren –, könnte nämlich zu genau diesem Schluss kommen.



Die Argumente und Thesen wirken wie auswendig gelernt, können jedoch mit der Wirklichkeit kaum in Einklang gebracht werden und gleichen damit der Rhetorik der allseits unbeliebten Gespräche mit den Zeugen Jehovas. Ein Befürworter des Freihandels würde fragen: »Wann haben Sie das letzte Mal über Freihandel nachgedacht?« Gebetsmühlenartig wird die Mär von den positiven Effekten für den Menschen wiederholt: Arbeitsplatzsicherung, niedrige Preise und Friedenssicherung durch barrierefreie Handelsgeschäfte.


All diese Dinge sind lediglich kostenlose Nebenwirkungen, denn die Idee des Freihandels stammt aus einem größeren Gedankenkonstrukt: dem Neoliberalismus.



Diese Denkrichtung hat aber alles andere als das Wohlergehen aller Menschen zum Ziel. Anstelle dessen geht es lediglich um die Erschaffung einer Marktsituation, in der jeder Mensch am effektivsten ausgebeutet werden kann. Arbeitsplätze werden keinesfalls gesichert, sondern zielgerichtet vernichtet. Egal ob man sich die Situation der deutschen Textilarbeiterinnen oder der Arbeiter in der Motorcity Detroit anschaut: Es gibt sie nicht mehr, weil sie einfach zu teuer waren. Wenn ein Unternehmen woanders zu günstigeren Konditionen produzieren kann, tut es das.



Wo wird hier also das Wohl der Menschen gefördert, wenn sie in die Arbeitslosigkeit geschickt werden? Wo sind all die Arbeitsplätze für wenig bis nicht ausgebildete Arbeitskräfte in Deutschland? Durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland entsteht neben der Arbeitslosigkeit aber noch ein weiteres Problem. Wenn in den 1970er-Jahren ein VW Golf noch größtenteils in Deutschland produziert wurde, dann wurden naturgemäß dafür auch deutsche Arbeiter entlohnt, die mit diesem Geld auch die Nachfrage in Deutschland stärkten.



Das bedeutet: Die Arbeitnehmer konnten sich vielleicht sogar selber deutsche Produkte leisten. Wer soll sich denn dann überhaupt noch deutsche Autos leisten können, wenn die Arbeitsplätze in Deutschland in immer größerem Umfang weiter ins Ausland ausgelagert werden, wie dies der Freihandel fordert?



Die beschworenen »niedrigen« Preise durch den Freihandel gehören ebenfalls in das Reich der Mythen und Legenden, denn niedrige Preise liegen nicht im Sinne eines Unternehmens – zumindest, solange höhere Preise nicht dem Umsatz schaden. Ein Unternehmen will Profite machen und das kann es durch den Abbau von Handelsbarrieren noch viel besser, da es Zugang zu einem größeren Markt erhält. Durch die Verlagerung der Produktion ins Ausland werden nicht die Preise von Waren niedrig gehalten, sondern die Kosten für die Produktion gesenkt. Auf diese Weise erhöht sich lediglich die Gewinnspanne der verkauften Waren gegenüber heimisch produzierten Waren.



Das Argument der »Friedenssicherung« ist fast schon lächerlich pervers, wenn man sich überlegt, dass im Namen des Freihandels Kriege geführt werden. Weiter oben habe ich das Beispiel des Opiumkrieges erwähnt, aber die Liste der Kriege im Namen des Freihandels ist nahezu unendlich lang. Man nehme als Beispiel nur die vielen Kriege, die für das Öl geführt wurden. Eine Forderung nach dem Friedensnobelpreis für den Freihandel ist somit also sogar eine echt zynische Angelegenheit.



Zusätzlich wird gerne argumentiert, dass es ja heute fast kaum mehr ein Produkt gebe, das nicht durch internationale Zusammenarbeit entstanden sei. Dies ist eine unzulässige Argumentation, denn einerseits gibt es durchaus Produkte die zu 100 Prozent »Made in Germany« sind (Trigema, Liqui Moly u.a.), und außerdem bedeutet ein Ist-Zustand nicht gleichzeitig, dass etwas tatsächlich auch automatisch immer begrüßenswert ist.


Grundsätzlich nutzen die Befürworter des Freihandels den entfesselten Markt als Waffe. Stellen wir uns vor, wir wären die Besitzer einer Backstube und versorgten unsere kleine Stadt mit Brötchen. Eines Tages beschließt die Regierung unseres Landes den Beitritt zu einer Freihandelszone, in der keine Zölle erhoben werden dürfen. In der nächsten Woche eröffnet dann die Filiale eines anderen Bäckers am anderen Ende der Straße und verkauft die Brötchen zum halben Preis, da er sie billig in seinem Heimatland produzieren kann. »Geiz ist geil« und die Kunden interessiert es nicht, dass die Brötchen unseres Kontrahenten über 500 Kilometer präpariert in LKW herangeschafft und nur kurz aufgebacken werden. Die Brötchen sind billig und unsere Kunden wandern ab. Ende des Jahres müssen wir unsere Bäckerei aufgrund zu geringer Nachfrage schließen.


Die Verfechter des Freihandels feiern dies dann auch noch, da sich hier angeblich der »cleverere« Marktakteur durchgesetzt hat (Großbäckerei). Um das Ganze dann rund zu machen, beschäftigt die Großbäckerei dann auch einen Stab von Steueranwälten, die dafür sorgen, dass die Backshops auch erheblich weniger Steuern zahlen, als es eine einzelne Bäckerei getan hätte. Das nennt man dann Freihandel!



Der Freihandel schadet jedem Marktteilnehmer, der sich nicht frei auf dem Markt bewegen kann und somit dessen Dynamik ausgeliefert ist. Dies trifft sowohl auf Menschen als auch auf Organisationen wie Unternehmen zu. Eine direkte Folge können wir ganz aktuell in Deutschland beobachten. Täglich strömen Flüchtlinge durch die weit geöffneten Grenzen und laut Bundeskanzlerin Merkel müssen wir das hinnehmen. Warum aber sind die Grenzen offen? Selbstverständlich ist diese Tatsache auch zum Teil der Einführung der Freihandelszone namens »Europäische Union« geschuldet, deren Teil Deutschland ist. Grenzkontrollen stellen genau wie Nationalstaaten Handelsbarrieren dar und müssen beseitigt werden.



Was würden wohl die exportorientierten Unternehmen sagen, wenn plötzlich wieder »Handelsbarrieren« wie effektive Grenzkontrollen eingeführt würden, um den unkontrollierten Zustrom zu vermeiden? Eine solche Maßnahme würde schlicht und einfach gegen die Ideologie des Freihandels verstoßen und ist auch deshalb tabu. Weiterhin ist der unlimitierte Zustrom von Flüchtlingen aus der Sicht des Freihandels ein Geschenk Gottes, denn auf diese Weise vergrößert sich doch die Zahl der Konsumenten in der Europäischen Union!



Der Freihandel ist ein Instrument der Internationalisierung und Ausbeutung des Einzelnen. In diesem Licht betrachtet ist es fast schon amüsant, dass Jürgen Hardt im Tagesspiegel vom 10.10.2015 (also am Tag des großen Protests gegen TTIP) schrieb: »Rational ist der Protest nicht zu erklären.« Natürlich muss ein Marktradikaler die Sorgen und Ängste der Bürger als irrational abtun, denn für Emotionen gibt es keine ökonomischen Bezugsgrößen. Wie aber würde »rationales« Verhalten der Bürger aussehen? Vielleicht würde dieses Verhalten so aussehen, dass sich Bürger mit den gleichen Interessen zu einem Unternehmen zusammenschließen, um ihre dadurch entstehende Macht einzusetzen und den Markt in ihrem Sinne zu formen...



Das klingt fantastisch, entspricht aber genau der Blaupause, nach der die Elite die Welt transformieren konnte. Diese Menschen haben sich ihre Macht niemals abnehmen lassen, sondern haben sich selbst, im Gegenteil, sogar noch zusätzlich ermächtigt. Sollten Sie sich mit dieser Thematik etwas eingehender beschäftigen wollen, dann kann ich auf mein Buch Gefährlich! aufmerksam machen, in dem ich kritisch hinterfrage, wieso wir das alles mit uns machen lassen. Oder wollen wir anstelle dessen weiterhin rein passiver Marktakteur bleiben und uns wie Leibeigene herumschubsen lassen? Es ist UNSERE Wahl!


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: picture-alliance

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel
13.10.2015 | 17:00
Nagual

Ich gebe Herrn Scheffler Recht - Wenn es ein echtes Freihandels abkommen wäre. Es ist aber wie immer eine Mogelpackung. Ein echtes Freihandelsabkommen bräuchte keine monatelange geheime Verhandlungen und ein mehrere tausend Seiten langes Vertragskonstrukt. Man würde einfach alle Beschränkungen aufheben. Fertig. Das kann man in 5 Minuten auf einer Seite festhalten. Beim TTIP werden aber nur die Pfrunde neu verteilt. Manche bekommen mehr Freihandel manche weniger. Das bedeutet...

Aufklappen

13.10.2015 | 16:51
DerSchnitter_Maxx

Sorry ... Link zu lang vom Audio - Dann hier: http://www.rottmeyer.de/alles-nazis-ode ... ment-23948 ... und dann das Audio abspielen ...

13.10.2015 | 16:46
Thomas Wunderlich

Das wird uns in Europa noch alle das Genick brechen. Hat Obama nciht selber gesagt, daß diese Abkommen fast nur den USA nutzen werden? http://www.DDRZweiPunktNullde

13.10.2015 | 16:41
DerSchnitter_Maxx

Wenn man damals Klartext hören wollte, musste man im Osten in die Kirche gehen. Ausgerechnet in die Kirche! Schauen wir heute nach Riedlingen in die evangelische Freikirche, bekommt man schon wieder ein Déjà-vu. Dort hielt Pfarrer Jakob Tscharntke eine Predigt, die viel mehr den Zeitgeist trifft als ein ARD-Brennpunkt mit Live-Schaltungen. Hier das Audio…>>>...

Aufklappen

13.10.2015 | 16:36
LESEN – VERSTEHEN – AUFWACHEN – HANDELN

Diе von korruptеn und eng verquickter mеdialer, politischеr und Finаnz-Elite ausgehenden Bedrohungеn werden kaum wahrgenommеn, und weil sie sеhr vielschichtig und komplеx sind, wird das ganze Ausmаß der Gefahr nicht еrkannt. Man kann verstehen, dass die Menschen die dunkle Wolke, die über ihnen hängt, nicht sehen wollen und glauben, alles werde wieder gut; nur in Osteuropa beginnen sie sich wegen des drohenden Krieges einzugraben. Die im Westen vorherrschende Sorglosigkeit ist...

Aufklappen

13.10.2015 | 16:30
TPP-leak

Die 12 Pazifikstaaten haben am 5. Okt. das Trans-Pacific Partnership- Abkommen (TPP der Pazifikstaaten: USA, Japan, Kanada, Australien, Mexiko...) unterzeichnet. Es behandelt unter anderem die Internetnutzung, Urheberrechte, Brevets und Medikamente. Am 9. Oktober veröffentlichte Wikileaks 61 Seiten dazu: WikiLeaks TPP IP Chapter 051015 http://de.scribd.com/doc/284177065/Wiki ... ter-051015 Seit Juni hatte WikiLeaks eine Belohnung von 90´000 Euros ausgesetzt, um...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Urlaub und Kündigungsfrist - Fakten rund um die Probezeit

Beitragvon Gudrun Graf » 14. Okt 2015 20:51

http://www.n-tv.de/ratgeber/Fakten-rund ... 29276.html
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Urlaub und Kündigungsfrist - Fakten rund um die Probezeit

Für Mitarbeiter ist es die Feuertaufe: Bevor man im neuen Job fest im Sattel sitzt, heißt es, die Probezeit überstehen. Rechtlich ist in dieser Zeit einiges anders als danach.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Die Probezeit darf nicht endlos dauern: Sechs Monate sind das Maximum.
Die Probezeit darf nicht endlos dauern: Sechs Monate sind das Maximum.
(Foto: dpa-tmn)

Sich erst einmal beschnuppern: Das ermöglicht die Probezeit zu Beginn des Jobs. Doch mancher ist unsicher, welche Sonderregeln es in dieser Zeit gibt. Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Heidelberg und Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltvereins, beantwortet Fragen zum Thema.

Wie lange darf die Probezeit maximal dauern?

Die maximale Dauer sind sechs Monate, Arbeitgeber und Arbeitnehmer können natürlich eine kürzere Spanne vereinbaren. Wichtig zu wissen: Wird die Probezeit nicht vereinbart, gibt es sie auch nicht. Eine Probezeit zu Beginn des Arbeitsverhältnisses ist kein Muss.

Kann der Arbeitgeber die Probezeit verlängern?

Wenn überhaupt, dann geht das nur einvernehmlich. Und das ist auch nur möglich, wenn ein Zeitrahmen von sechs Monaten nicht überschritten wird. Bei einer Probezeit von bisher vier Monaten ist es insofern denkbar, diese auf sechs Monate zu verlängern.

Wie ist die Kündigungsfrist in der Probezeit?
Mehr zum Thema

Streit um Änderungskündigung: Mindestlohn statt Urlaubsgeld? 09.10.15 Streit um Änderungskündigung Mindestlohn statt Urlaubsgeld?
Auf dem Weg nach oben: Damit Berufsanfänger durchstarten können, müssen sie ein paar ungeschriebene Gesetze im Betrieb beachten. 10.10.15 Stolpersteine am Karrierebeginn Woran Anfänger nicht denken
Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen können. Foto: Britta Pedersen 24.08.15 Ehrlich währt am längsten? Die beliebtesten Lügen im Lebenslauf

Sie ist verkürzt und liegt bei zwei Wochen zu jedem Tag. Das steht in Paragraf 622 Absatz 3 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Zum Vergleich: Im Normalfall liegt die gesetzliche Kündigungsfrist bei vier Wochen, und die Kündigung ist nur zum Ende oder zum 15. des Monats möglich. Sie kann bei langer Betriebszugehörigkeit auch über einem Monat liegen.

Bei einer Kündigung in der Probezeit: Was passiert mit dem Urlaub?

Mitarbeitern steht trotzdem der Urlaub zu, den sie bis dahin erarbeitet haben. Sie können dafür freie Tage nehmen oder, wenn das nicht möglich ist, sich den Urlaub ausbezahlen lassen. Bei einer Fünf-Tage-Woche liegt der gesetzliche Urlaubsanspruch im Jahr beispielsweise bei 20 Tagen. Bis zum Ende einer sechs Monate langen Probezeit haben Beschäftigte sich in diesem Fall zehn Tage Urlaubsanspruch erarbeitet.

Hier eine günstige Rechtsschutzversicherung finden

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Gudrun Graf
Forum Admin
 
Beiträge: 544
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Die Zahlen lügen nicht – eine schwere globale Rezession hat eingesetzt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Okt 2015 11:03

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... setzt.html

18.10.2015


Artikel senden | Drucken |
Die Zahlen lügen nicht – eine schwere globale Rezession hat eingesetzt
Michael Snyder

Die größte Bank der westlichen Welt hat gerade erklärt, dass die Weltwirtschaft »bereits in einer Rezession« steckt. Wie die britische Großbank HSBC angab, ist der globale Handel dieses Jahr um 8,4 Prozent gesunken, während das globale BIP in US-Dollar umgerechnet um 3,4 Prozent fiel. Falls Sie also zu denjenigen gehören, die darauf warten, dass die nächste weltweite Wirtschaftskrise einsetzt, können Sie damit aufhören – die Rezession ist offiziell da.



Wie ich Ihnen gleich zeigen werde, flieht das Kapital in atemberaubendem Tempo aus den Schwellenländern. Die globalen Großbanken haben gewaltige Mengen an Krediten vergeben, die niemals zurückgezahlt werden, und es scheint, als habe weltweit eine größere Kreditklemme eingesetzt.

Erst vor wenigen Tagen hatte ich berichtet, dass IWF, Vereinte Nationen, die BIZ und die Citibank allesamt warnen, dass eine schwere Wirtschaftskrise unmittelbar bevorstehen könnte.



Diese Einschätzung veröffentlichen sie nicht, weil ihnen gerade danach ist, aber dennoch scheinen die meisten Amerikaner weiterhin der Meinung zu sein, es werde schon alles gut gehen. Es ist schon erstaunlich, wie blind der Großteil der Bevölkerung an das System glaubt.



Den Zahlen zufolge ging es der Weltwirtschaft zuletzt 2008 und 2009 so schlecht, als eine verheerende Rezession die Welt erschütterte. Wie HSBC schreibt, befinden wir uns »bereits in einer Dollar-Rezession«:

»Auch der globale Handel geht in alarmierendem Tempo zurück. Im Juni belief sich die Veränderung den aktuellsten Zahlen zufolge auf minus 8,4 Prozent. Ähnliche Rückgänge finden sich im Grunde nur während Phasen der Rezession.

Es ist ein interessanter Aspekt. Nach einem Kriterium befinden wir uns bereits in einer Rezession. Wie man auf der folgenden Seite in Tabelle 3 sieht, ist das in Dollar umgerechnete globale BIP bereits negativ, und zwar 1370 Mrd. Dollar entsprechend minus 3,4 Prozent. Wir befinden uns also bereits in einer Dollar-Rezession.«

Hier die Grafik, die ZeroHedge zusammen mit dem obigen Zitat veröffentlichte. Wie man sieht, ist das in Dollar umgerechnete globale BIP in den vergangenen Jahren nur ein einziges Mal schneller gefallen – während der furchtbaren Rezession vor sieben Jahren:





Aber dennoch laufen da draußen jede Menge völlig ahnungsloser Leute herum und verkünden: »Es ist doch gar nichts los.« Dabei mehren sich Tag für Tag die Anzeichen für bevorstehenden Ärger.



Erst vor wenigen Tagen beispielsweise veröffentlichte CNBC einen Artikel, in dem es heißt: »Die USA stehen dichter vor einer Deflation, als Sie vielleicht glauben.« Und Twitter hat gerade angekündigt, acht Prozent seiner gesamten Belegschaft entlassen zu wollen.



Doch die größten Probleme findet man derzeit natürlich in den Schwellenmärkten. Hier ein Auszug aus einem Artikel, der gerade auf der Website des Guardian veröffentlicht wurde und der den Titel trägt: »Die Weltwirtschaftsordnung bricht zusammen und dieses Mal gibt es wohl keinen Ausweg«.

Jetzt setzt Akt drei ein, und zwar in Ländern, die deutlich weniger dafür gewappnet sind, eine finanzielle Ansteckung zu verhindern, und wo die Banken anfälliger sind. Das globale Kapital flutete nämlich als nächstes die Schwellenmärkte, Länder wie die Türkei, Brasilien, Malaysia und China. Sie alle befanden sich aufgrund der extrem hohen Rohstoffpreise und dem seinerseits von ungebremster Kreditvergabe angetriebenen China-Boom in einem scheinbar endlosen Hoch. Zwischen 2010 und 2013 produzierte China mehr Zement als die USA während des gesamten 20. Jahrhunderts. Das konnte nicht ewig so weitergehen und das zeigt sich nun.

Chinas Banken sind im Grunde genommen pleite. Von den gewaltigen Darlehen, die sie aufgenommen haben, werden nur wenige je zurückgezahlt werden, also können sie Kredite nicht zu den Raten vergeben, die es bräuchte, um Chinas einst superhohe, aber illusorische Wachstumsraten fortzusetzen. Chinas wahres Wachstum liegt nun unterhalb dessen, was zu Maos Zeiten erreicht wurde. Die Wirtschaftskrise wird die zutiefst korrupte Kommunistische Partei in eine Legitimierungskrise stürzen. Die Rohstoffpreise sind in den Keller gefallen.

In Scharen wird das Kapital aus den Schwellenmärkten abgezogen. Zurück bleiben überschuldete Unternehmen, verschuldete Haushalte und geplagte Banken. Aber die Schwellenländer verfügen nicht über Institutionen, die wie die Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank Rettungspakete schnüren könnten. Aber diese Nationen machen mehr als die Hälfte des globalen BIP aus. Wen wundert es da, dass der IWF besorgt ist?

Es ist das eine, wenn der Economic Collapse Blog davor warnt, dass die Weltwirtschaftsordnung vor dem Zusammenbruch steht, aber wir sprechen hier vom Guardian, einer der größten Tageszeitungen Großbritanniens.



Bereits im Juli schrieb ich über die Probleme mit den Schwellenländern, aber damals begriffen nur sehr wenige den wahren Ernst der Lage.



Inzwischen jedoch bezeichnen es Bankenriesen wie Goldman Sachs als dritte Phase der aktuellen globalen Finanzkrise. Hier ein Auszug aus einem aktuellen CNBC-Artikel, der die Frage aufwirft: »Stellen die Unruhen in den Schwellenmärkten die dritte Phase der Finanzkrise dar? Goldman sagt ja«

Schwellenmärkte durchlaufen derzeit nicht einfach nur eine neue Schwächephase – es handele sich um die dritte Welle der globalen Finanzkrise, sagt Goldman Sachs.

»Wachsende Unsicherheit, was das Schwächeln der Schwellenmärkte für Folgen haben wird, gesunkene Rohstoffpreise und die Aussicht auf steigende Zinssätze in den USA wecken neue Bedenken, was die Nachhaltigkeit von Kursanstiegen der Wertpapiere anbelangt. Das stelle eine neue Welle in der globalen Finanzkrise dar«, schrieb Goldman vergangene Woche an seine Anleger.

Die Welle auf den Schwellenmärkten fällt zusammen mit dem Zusammenbruch der Rohstoffpreise. Vorangegangen war die Phase in den USA, wo der Crash der Immobilienmärkte hohe Wellen schlug, und der Phase in Europa, wohin sich die US-Krise mit negativen Folgen für die Staatsverschuldung der dortigen Länder ausbreitete, so die Bank.

Wenn Goldman Sachs anfängt, genau wie der Economic Collapse Blog zu klingen, weiß man, was die Stunde geschlagen hat. Ich warne bereits seit Jahren vor einer »Serie von Wellen«.



Wann werden die Menschen aufwachen? Was ist noch alles nötig? Die Krise ist real, sie geschieht hier und jetzt.



Viele Amerikaner werden trotzdem weiterhin die Augen verschließen, bis der Dow Jones Industrial Average weitere Tausende Punkte verloren hat. Und dahin geht die Reise. Hoffen wir, dass bis dahin noch einige Zeit verstreicht, denn wenn es erst einmal so weit gekommen ist, wird unser aller Leben ziemlich verrückt werden.



Dabei wissen doch viele Amerikaner in Wahrheit, dass schlechte Zeiten aufziehen. Sehen Sie sich nur die folgenden Zahlen an, die CNBC kürzlich bekanntgab:

Die Umfrage CNBC All-America Economic Survey zeigt eine unveränderte Einschätzung der Menschen, was die wirtschaftliche Lage des Landes anbelangt. 23 Prozent der Befragten sagten, die Lage sei gut bis hervorragend, 42 Prozent sagten, sie sei mittelmäßig. Rund ein Drittel erklärte, der Wirtschaft gehe es schlecht. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im Juni.

Der Anteil der Amerikaner hingegen, die eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erwarten, stieg um sechs Punkte auf 32 Prozent. Das ist der höchste Wert, seit die Regierungsbehörden 2013 zwischenzeitlich ihre Tätigkeit einstellen mussten. Nur 22 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Lage, das sind zwei Punkte weniger als im Juni und so wenige wie seit 2008 nicht mehr. Damals suchte eine Rezession das Land heim.

Wenn Sie glauben wollen, irgendwie werde das alles schon wieder, dann nur zu, glauben Sie das ruhig. Ich kann Ihnen nur die Fakten präsentieren. Seit Monaten warne ich vor dieser Finanzkrise, die sich da jetzt direkt vor unseren Augen wie ein Eisenbahnunglück in Zeitlupe abspielt.



In der nächsten Phase werden die Dinge deutlich schneller ablaufen. Das Leben, wie wir es kennen, wird es dann nicht mehr geben.



Uns allen stehen gewaltige Veränderungen bevor. Ich kann nur hoffen, dass Sie sich auf die Zukunft vorbereitet haben. Falls nicht, möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken.


Copyright © 2015 by TheEconomicCollapseBlog

Bildnachweis: r.nagy / Shutterstock, MS

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (14) zu diesem Artikel
19.10.2015 | 11:56
LESEN – VERSTEHEN – AUFWACHEN – HANDELN

Diе von korruptеn und eng verquickter mеdialer, politischеr und Finаnz-Elite ausgehenden Bedrohungеn werden kaum wahrgenommеn, und weil sie sеhr vielschichtig und komplеx sind, wird das ganze Ausmаß der Gefahr nicht еrkannt. Man kann verstehen, dass die Menschen die dunkle Wolke, die über ihnen hängt, nicht sehen wollen und glauben, alles werde wieder gut; nur in Osteuropa beginnen sie sich wegen des drohenden Krieges einzugraben. Die im Westen vorherrschende Sorglosigkeit ist...

Aufklappen

19.10.2015 | 11:48
Peter Pfeifer

@ Michael Liebe: Unsere Zukunft wird von zunehmend schlechteren sozialen Verhältnissen, von Armut und Hunger geprägt sein. Die im Mai 2009 in der Wirtschaftswoche publizierte Empfehlung in physische Edelmetalle und http://www.7.ly/myG2 zu investieren habe ich persönlich mit einem Lager an Lebensmittelvorräten ergänzt. Diese sind bestens zum Tausch geeignet und werden sich in absehbarer Zeit als Lebensretter erweisen.

19.10.2015 | 09:29
willy_winzig

@Lisa um 22:48| Was erwarten Sie denn? Sie wollen Lieschen Müller doch nicht etwa die gute Laune mit solchen "Nebensächlichkeiten" verderben? Lieschen Müller kümmert sich doch nicht um solche Details! Nein, sie geht einfach zur Bank und vertraut den "Bankbeamten" der auch nur Verkäufer ist, und leider auch keine Ahnung hat, wie wir bei der Finanzkrise 2007 bis heute erlebt haben! Außerdem was interessiert denn Lieschen Müller was in den USA geschieht, sie...

Aufklappen

18.10.2015 | 22:48
Lisa

Immer diese allgemeinen Negativprognosen. Damit holt man doch keinen gutsituierten und zufriedenen deutschen Rentner hinter dem Ofen hervor. Beschreiben Sie doch einmal ganz konkret, was auf jeden Einzelnen zukommt, wenn die USA zusammenbrechen. Was wird das für Lieschen Müller bedeuten? Die Deutschen werden erst aufwachen, wenn es Ihnen ans eigene Geld und an den Wohlstand geht.

18.10.2015 | 17:47
Thomas Wunderlich

• Da hilft nur noch der Schuldenschnitt für ALLE alla Griechenland. Was ist denn daran so schwierig? Nur weil es ein paar Großkopferte trifft ist damit die Masse entlastet. Wenn sie so sozial sind, dann sollten diese Finanzhaie auch ihren Worten Taten folgen lassen. Aber es ist wohl so gewollt, daß sich die Geschichte immer wieder wiederholt. Aber hier in dem Artikel ist nur von Amerikanern die Rede, wir sind in Europa. Das ist eigentlich interessanter für uns...

Aufklappen

18.10.2015 | 17:16
Sam. Orus

Zahlen lügen nicht und Zahlen lügen und Zahlen sind Grundlage des Universums und politischer Entscheidungen usw., ALLES BULLSHIT!. Zahlen sind Instrumente. Zahlen werden von Politikern instrumentalisiert. Aktuelles trauriges Beispiel ist die auf gefälschten Statistiken gegründete Klima-CO-Lüge. So ziemlich alle auf Extrapolationen basierende Voraussagen der VWLer haben sich in der Vergangenheit als falsch erwiesen. Umgekehrt können "Experten", die plausibel klingende...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Aktienfonds im Test - Hier gibt es mehr Rendite

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Okt 2015 11:13

http://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-gibt-e ... 73371.html
Dienstag, 20. Oktober 2015
Aktienfonds im Test - Hier gibt es mehr Rendite

Wer derzeit die Chance auf mehr Ertrag für eine Geldanlage nutzen möchte, kommt an einer Aktienanlage nicht vorbei. Besonders geeignet sind hier Fonds - Stiftung Warentest hat die besten weltweit anlegenden aus ihrer umfangreichen Datenbank herausgefiltert.



Mit etwas Glück und Geschick lässt sich mehr aus dem Investment machen.
Mit etwas Glück und Geschick lässt sich mehr aus dem Investment machen.
(Foto: imago/Westend61)

Aktien gehören ins Depot - auch wenn die letzten beiden Monate an den Börsen etwas unruhig waren. Selten waren sich Börsenexperten und Verbraucherschützer so einig wie derzeit. Am besten tun Anleger dies in Form von Fonds. Doch damit das Investment auch tatsächlich lohnt, ist es notwendig, die so getätigte Geldanlage ein- bis zweimal pro Jahr zu überprüfen, da sich die Qualität der Fonds ändert.

Grund genug für "Finanztest", ihre mit 17.000 Fonds bestückte Datenbank zu durchforsten und Klassikern der Kategorie Aktienfonds Welt auf den Zahn zu fühlen. Dabei vergaben die Tester eine Bestbewertung von fünf Punkten - die schlechtesten Fonds erhielten einen Punkt. Von diesen sollten sich den Anleger auch verabschieden und stattdessen in einen kostengünstigen marktbreiten ETF oder einen gut bewerteten Fonds wechseln.

Zum Beispiel in den "DWS TopDividende" - volle fünf Punkte erhält der Fonds im Test, für eine durchschnittliche jährliche Rendite innerhalb von fünf Jahren von 11,6 Prozent. Damit war er zwar weniger erfolgreich als der Weltindex MSCI World (14,5 Prozent p.a.) im gleichen Zeitraum, musste aber auch in kritischen Phasen deutlich weniger Verluste hinnehmen. Ebenso die volle Punktzahl konnte der "Fonds Flossbach von Storch Fundamental F" abräumen sowie die beiden Schweizer Produkte Swisscanto Equity Selection und der "Vontobel Global Equity". Damit gehören die Fonds zu den zehn Prozent der besten untersuchten Fonds.
Mehr zum Thema

Fehler bei der Aktienanlage: Mehr Rendite durch einfache Regeln 29.09.15 Fehler bei der Aktienanlage Mehr Rendite durch einfache Regeln
Tenhagens Tipps: Wo gibt es noch Geld fürs Geld? 02.09.15 Tenhagens Tipps Wo gibt es noch Geld fürs Geld?
"Wetterbericht" fürs Geld: So geht's für Anleger weiter 18.08.15 "Wetterbericht" fürs Geld So geht's für Anleger weiter

Auch noch empfehlenswert und mit vier Punkten bewertet sind unter anderem der "UniGlobal", die beiden Fonds von Flossbach von Storch "Global Equity F" und "Equity Oppurtunities R" sowie der "BL Equities Dividend A". Für passable drei Punkte reichte es beispielsweise noch für den "DWS Global Growth" und den "DJE Dividende und Substanz".

Enttäuschend verlief der Test für die beiden M&G-Fonds "Global Growth" (zwei Punkte) und "Global Basics" (ein Punkt). Dabei sind die Bewertungen den marktabweichenden, eigenwilligen Strategien der Fonds geschuldet, welche zuletzt weniger erfolgreich waren.

Quelle: n-tv.de , awi
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Megafusionen: Karussell des Wahnsinns hebelt Konsumenten vollends aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Okt 2015 09:23

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... AC44F590E6

Megafusionen: Karussell des Wahnsinns hebelt Konsumenten vollends aus
Markus Gärtner

Billiges Geld und Größenwahn treiben rund um die Erdkugel eine Fusionswelle an, wie wir sie noch nie gesehen haben: Bier, Wohnraum, Medikamente, Energie und Nahrung – alles, was wir täglich brauchen, wird derzeit einem Fusionsprozess unterworfen, bei dem neue, alles beherrschende Giganten geformt werden. Es entstehen Branchen-Gorillas, die Preise in die Höhe treiben, Verbraucher aushebeln und die Regulierungsbehörden zu lächerlichen, machtlosen Zuschauern degradieren.



Wenn das Tempo der Fusionen und Übernahmen bis zum Ende des Jahres anhält, wird 2015 der alte Rekord, der 2007 vor der Finanzkrise mit einem Deal-Volumen von 4,61 Billionen Dollar aufgestellt wurde, in den Schatten gestellt. Firmen und Firmenteile im Gegenwert der Wirtschaftsleistung Japans werden dann herumgereicht worden sein.



In der Bierbranche greift der weltgrößte Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev nach der Nummer zwei im globalen Gewerbe, SABMiller. Es wird ein Bier-Dinosaurier entstehen, der einen Marktwert von 270 Milliarden Dollar aufweist (BIP von Finnland) und jedes dritte Bier auf der Welt verkauft. In der hiesigen Wohnungswirtschaft will jetzt Vonovia, der größte Vermieter im Land, für rund 14 Milliarden Euro (Schulden eingerechnet) die Deutsche Wohnen schlucken, die Nummer zwei am Markt.



In der IT-Welt will sich der PC-Riese Dell für 67 Milliarden Dollar den Datenspezialisten EMC greifen, um auf Augenhöhe mit den Branchenriesen IBM und Hewlett-Packard zu konkurrieren. Im Mittelpunkt der Übernahme steht die »Wolke«, das billionenschwere künftige Geschäft mit Nutzerdaten und extern gespeicherten Informationen.



Die Liste der beratenden und finanzierenden Banken liest sich wie das Who is Who des Geldgewerbes, von JP Morgan über Goldman Sachs bis hin zur Deutschen Bank. Die Banken verdienen Milliarden.



Die fusionierten Firmen bleiben auf milliardenschweren Krediten sitzen, die bei diversen Sparungen den Zulieferern abgeknapst oder den Kunden über höhere Preise aufgehalst werden. In der nächsten Finanzkrise werden die nicht mehr eintreibbaren Verbindlichkeiten dann über neue Banken-Bailouts den Steuerzahlern aufgebrummt.



Auch in der Pharmaindustrie dominiert der Größenwahn. Der weltgrößte Generika-Anbieter Teva schnappt sich für mehr als 40 Milliarden Dollar die Nachahmer-Produkte des US-Botox-Produzenten Allergan.



Deals mit jeweils mehr als zehn Milliarden Dollar Volumen werden seit Monaten eingetütet, wie wenn Kinder im Park Kastanien sammeln. Doch im Unterschied dazu geht es bei der Firmenjagd um Dominanz, höhere Preise, niedrigere Kosten, mehr Einfluss auf die Politik und mehr Macht über die Verbraucher.



Gemessen daran wird 2015 als ein furchtbares Kalenderjahr in die Annalen des Verbraucherschutzes eingehen. Während alle Welt auf die Flüchtlinge schaut und immer mehr Menschen gegen TTIP demonstrieren, organisiert sich im Wirtschafts-Universum eine Firmenmacht, die wir alle noch bereuen werden und gegen die Behörden und Regierungen immer machtloser sind. Das sehen wir schon seit Jahren, weil ein strikter internationaler Steuercode, der die bestehenden Schlupflöcher weitgehend schließt, einfach nicht zustande kommt. Er ist nicht gewollt.



Auch in der Energiewirtschaft wird mit dem hyper-billigen Geld, mit dem die Notenbanken bereits unsere Ersparnisse pulverisieren und unsere Lebensversicherungen bedrohen, das ganz große Rad gedreht.



Der Ölmulti Shell kauft in der größten Übernahme seit zehn Jahren die britische Gasfirma BG für 70 Milliarden Dollar. Der Hintergrund sind kollabierende Ölpreise. Sie zwingen Energiekonzerne, auf die Kostenbremse zu treten. Doch was auf den ersten Blick wie logische Firmenpolitik aussieht – und von den Mainstream-Medien als angeblicher Beweis einer gesunden Wirtschaft gefeiert wird – dient in Wahrheit nur einem Ziel: Noch größere Firmen zu schaffen, die die Preise der Zulieferer drücken, Parlamente und Marktaufseher in der Hand haben und Konsumenten höhere Preise aufzwingen können.



So kann man auch den anderen Mega-Deal sehen, der im März bekannt wurde und weltweit für Schlagzeilen sorgte. Der Ketchup-Produzent Heinz und Kraft Foods verbünden sich zum fünftgrößten Nahrungshersteller weltweit. Das fusionierte Unternehmen wird jährlich 28 Milliarden Dollar Verkaufserlöse erzielen und mindestens acht Marken in den Regalen der Supermärkte platzieren, die jeweils mehr als eine Milliarde Dollar im Jahr einspielen.



Auch bei dieser Fusion werden die Zeitungsleser von den Medien auf eine falsche Spur gesetzt. Nur vordergründig geht es bei der Kraft-Heinz-Firmenehe darum, jedes Jahr mindestens 1,5 Milliarden Dollar Kosten einzusparen und in den großen Schwellenländern zu expandieren. Schließlich ist der zweite treibende Investor hinter diesem Mega-Deal neben Warren Buffett der brasilianische Milliardär Jorge Paulo Lemann.



Und der weiß, wie man die Konkurrenz mit wohl platzierten Attacken ausspielt. Lemann hat für die Schweiz und für Brasilien Tennis im Davis-Cup gespielt. Jetzt schlägt er seine Asse auf dem Börsenparkett und im Firmenhandel.



Lemann hat mit Anheuser-Busch InBev das größte Bier-Imperium auf diesem Planeten geschmiedet. Zu dem Bier-Konzern gehören in Deutschland Marken wie Löwenbräu, Gilde oder Beck´s. Lemann weiß genau, dass er auch mit dieser Fusion Marktanteile und Preise treiben kann.



Für den flüchtigen Verbraucher, der sich mit dem wirtschaftlichen Hintergrund seiner Supermarkt-Einkäufe nicht intensiv beschäftigt, bleibt vordergründig alles beim Alten ‒ bis er sich wundert, warum die Rechnung im Supermarkt immer größer wird.



In Wirklichkeit beschleunigt sich hier eine verheerende Spirale, die unsere Wahlmöglichkeiten beim Einkaufen einschränkt und auf Dauer die Preise treibt, ohne dass wir etwas dagegen machen können. Denn von der Schokolade über Seifen und Waschmittel bis hin zu Mineralwasser, Kosmetik und Jeans bestimmen weniger als ein Dutzend große Konzerne, was in unserem Einkaufswagen landet.



Darunter sind Firmen wie Procter & Gamble, Unilever, Nestlé, Coca-Cola und Mars. Vier dieser Machthaber über unsere Einkaufskörbe – Kraft, Pepsico, Unilever und Nestlé – machen im Jahr einen addierten Umsatz von mehr als 250 Milliarden Dollar. Egal, wie viele Produkte wir beim nächsten Einkauf in unseren Wagen legen, von diesen Firmen ist immer etwas dabei.



Diese enorme Konzentration von Marktmacht geht zu Lasten aller Verbraucher. Sie hilft lediglich den Konzernen selbst, die eifrig an der Preisschraube drehen und Marktaufseher mit leichter Hand beeinflussen können, damit diese wegsehen, wenn Abkürzungen genommen, gegen Regeln verstoßen und verbotene Preisabsprachen getroffen werden.



Auch die Firmen in der Lieferkette können nach Belieben von den marktbeherrschenden Herstellern herumgeschubst werden: Vom Bauernhof über das Schlachthaus bis hin zur Präsentation im Regal des Einzelhändlers, alles ist ein abgekartetes Spiel, das nur einem Zweck dient: Den Wettbewerb weitgehend zu eliminieren und die Konsumenten in dem Glauben zu wiegen, sie hätten eine riesige Auswahl.



Für den typischen Konsumenten ist die feine Verästelung der Produktzugehörigkeiten nicht nachvollziehbar. Wer weiß schon, dass das Katzenfutter Whiskas, die Naschriegel Twix, der Reis von Uncle Bens und das Hundefutter von Pedigree allesamt von Mars stammen. Oder, dass die Ritz-Cracker, die Cadbury-Schokolade und Toblerone von Kraft kontrolliert werden?



Massive Konzentration beobachten wir nicht nur im Nahrungsmittelsektor. Sie kennzeichnet viele Industrien. Die gesamte Agrarwirtschaft wird von einer Handvoll Konzerne dominiert.



In einem Bericht der Nahrungs- und Landwirtschafts-Organisation (FAO) der Vereinten Nationen über die »Rolle transnationaler Firmen« wird beklagt, dass »eine kleine Zahl von Unternehmen jetzt jeden Teil der Nahrungskette in den Ländern der OECD beherrscht«. Demnach kontrollieren lediglich vier Firmen – Cargill, Cenex Harvest States, ADM und General Mills – 60 Prozent des Weizenhandels.



Über 82 Prozent der internationalen Maislieferungen sind in der Hand der Firmen Cargill, ADM und Zen Noh, ein großer Verbund landwirtschaftlicher Kooperativen in Japan. In der Hühner-Industrie werden sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette streng kontrolliert. »In dieser vertikal integrierten Industrie gibt es keine Stufe mehr, in der Preise frei gebildet werden, Manager, statt freie Kräfte des Marktes, legen die Preise fest,« kritisiert das FAO-Papier.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: Africa Studio / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (21) zu diesem Artikel
21.10.2015 | 07:53
willy_winzig

@JoKer um 00:46| Ja, Kann ich zu 99,9% zustimmen. Allerdings werden die Entscheidungen über neue Produktentwicklung, Forschungsbudget (F+E), Marketing in Konzernen immer noch in den Zentralen vom Vorstand getroffen, wie man bei Siemens, VW und Opel gesehen hat. Opel ist es z.B. verboten seine Autos in Großbritannien und Asien zu verkaufen. Und nicht immer kommt die Werbung, die in Land A ein Hit war auch in Land B an. Und wenn sich die Zinsen dann erhöhen oder die Absatzzahlen...

Aufklappen

21.10.2015 | 03:35
Navium

"Zitat"Für den typischen Konsumenten ist die feine Verästelung der Produktzugehörigkeiten nicht nachvollziehbar. Wer weiß schon, dass das Katzenfutter Whiskas, die Naschriegel Twix, der Reis von Uncle Bens und das Hundefutter von Pedigree allesamt von Mars stammen. Oder, dass die Ritz-Cracker, die Cadbury-Schokolade und Toblerone von Kraft kontrolliert werden?"Zitat Ende"Daran sind eigentlich nur ignorante Buerger schuld....es hilft manchmal schon, die tollen...

Aufklappen

21.10.2015 | 00:46
JoKer

@ willy_winzig Die Entscheidungswege werden länger in den Konzernen ist schon lange Geschichte, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Hierachien werden immer flacher. Was aber Grosskonzerne gegen kleine Player benachteiligt ist, das sie auf Gegebenheiten nicht schnell genug reagieren können. Sie haben Planungen von mindesten 5 Jahre im Voraus und sind dadurch sehr träge. Am besten ist das Vergleichbar mit einem kleinen Segelboot und der Titanic. Auf hoher See ist die Titanic...

Aufklappen

20.10.2015 | 23:07
willy_winzig

Das alles hatten wir schon mal 1983, wenn auch in kleineren Rahmen. Dieser ganze Wahnsinn wurde dann mit den Junkbonds eines Mikes Milken finanziert. Die Junkbonds oder Schrottanleihen führten dann zu enormen Verlusten bei den Anlegern. Auch so manche Übernahme die vermeintlich im Himmel( siehe Daimler-Chrysler) geschloßen wurde, endete in der Hölle und mit Verlusten. Wenn der Verbraucher auf lokale Anbieter ausweicht, wird es für diese Superfirmen ganz schnell ganz eng. Wir...

Aufklappen

20.10.2015 | 22:52
Sudqa

Ich glaube die Satanisten wissen selbst nicht, wo der ganze Unsinn hinführen soll.

20.10.2015 | 22:49
Ron Haenen

Vielleicht müssen wir Menschen das Bier wieder neu erfinden. Selbst brauen, dass schmeckt immer besser! Das ist die große kraft von Europa. Menschen die selbstständig werden. So werden auf einem Tag die Multi-Nationales merken das sie keine Kunde mehr haben.
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

»Strategische« Insolvenz Russlands könnte das westliche Finanzsystem in di

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Okt 2015 17:24

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... ingen.html

21.10.2015


Artikel senden | Drucken |
»Strategische« Insolvenz Russlands könnte das westliche Finanzsystem in die Knie zwingen
Pepe Escobar

Vielleicht werden die Historiker eines Tages zurückschauen und erklären, die Geburtsstunde der »neuen Weltordnung« sei der 28. September 2015 gewesen, als sich der russische Präsident Wladimir Putin und der amerikanische Präsident Barack Obama bei den Vereinten Nationen in New York zu einem 90-minütigen Gespräch trafen.



Egal, wie die Gespräche verkauft wurden – das Weiße Haus sprach von einer »produktiven« Unterredung, aus dem Kreml-Umfeld war von einer »angespannten« Stimmung zu hören ‒, die Folgen waren doch praktisch unmittelbar zu erkennen.


Putin drängte Obama, die USA sollten sich Russland anschließen und in einer großen Koalition ISIS/ISIL/Daesch zerschlagen. Die Regierung Obama reagierte wieder einmal ausweichend. Was als Nächstes geschah, habe ich hier ausführlich dargelegt: Im »Neuen Großen Spiel« in Eurasien kam es direkt vom Kaspischen Meer ausgehend zu einer Entwicklung, die alles auf den Kopf stellte. Die Buchstabensuppe der amerikanischen Geheimdienste wurde völlig kalt erwischt, vom Pentagon ganz zu schweigen.

Das war Putins erste Botschaft an Washington und vor allem an das Duo Pentagon & NATO: »Ihr wollt also taktische Atomwaffen stationieren und die Raketenabwehr auf Osteuropa oder sogar den asiatisch-pazifischen Raum ausdehnen? Das ist nur Blendwerk. Unsere Marschflugkörper sind imstande, wirklich großen Schaden anzurichten.«



Und wie hier argumentiert wird, könnten schon bald weitere überschallschnelle hochpräzise Langstreckenraketen auf der Bildfläche erscheinen.



Alte Angewohnheiten sterben nicht langsam, nein, sie liegen einfach ewig im Koma. Wie sah die Reaktion des Pentagons aus, nachdem vom Kaspischen Meer aus Fakten geschaffen wurden? Man warf »bei einer ausgewählten Reihe überprüfter Anführer und ihrer Abteilungen« aus der Luft leichte Waffen ab.



Handelte es sich gar um diese berühmt-berüchtigten und in Wahrheit nicht existenten »gemäßigten Rebellen«? Es wird wahrscheinlich keine zehn Minuten dauern, bis sich die Salafisten-Dschihadisten-Banden die Waffen unter den Nagel reißen.



Als Nächstes war die britische Regierung gezwungen, einen »Bericht« der Sunday Times zu dementieren. Die von Rupert Murdoch kontrollierte Zeitung hatte gemeldet, britische Tornado-Kampfbomber in Syrien seien mit Luft-Luft-Raketen ausgerüstet worden, um sich gegen mögliche »Luftangriffe« der Russen zur Wehr setzen zu können.


Und damit nicht genug: Die sprichwörtlichen »Militärexperten«, mit denen die amerikanischen Mainstreammedien durchsetzt sind, legten los und erklärten, wir seien nur noch 30 Sekunden von einem Dritten Weltkrieg entfernt.

Der Glasjew-Plan



Das Pentagon schäumt weiter vor Wut und wird noch eine Weile benötigen, um die neue militärische Lage in Syrien – und in den Lüften über Syrien – zu verdauen. Das wird die Verzweiflung noch erhöhen, die die »Masters of the Universe« in der Washington-Wall-Street-Achse gepackt hat. Sie wollten doch die strategische Partnerschaft zwischen China und Russland zerschlagen, koste es, was es wolle. Keine leichte Aufgabe, wo doch das Pentagon noch immer den Zweiten Weltkrieg austrägt und seine Waffen, Schiffe und gewaltigen Flugzeugträger leichte Ziele für Russlands neue Raketen sind.



Aber dann ist da ja auch noch Putins zweite – und leisere – Botschaft an Washington. Sie musste Obama nicht einmal persönlich übermittelt werden, aber die amerikanischen Nachrichtendienste dürften sie dennoch mitbekommen haben, denn sie verfolgen die russischen Medien ja aufmerksam.



Die Rede ist von dem Plan, den Präsidentschaftsberater Sergej Glasjew für Russlands unmittelbare wirtschaftliche Zukunft entwickelt hat. Eine Zusammenfassung (auf Russisch) finden Sie hier.



Der Plan wurde offiziell dem russischen Sicherheitsrat vorgelegt. Hier finden Sie auch eine sehr gute Zusammenfassung zur Arbeitsweise des Sicherheitsrats. Glasjews Plan enthält mindestens drei absolut zentrale Punkte. Ich möchte sie wie folgt zusammenfassen:

Wenn sich der Trend fortsetzt und noch mehr Privatvermögen russischer Rechtsträger eingefroren werden, sollte Russland erwägen, den Schuldendienst gegenüber Krediten und Investitionen der an den Einfrieraktionen beteiligten Nationen ganz oder teilweise einzustellen.

Die russische Föderation hat in der Gerichtsbarkeit der NATO-Mitglieder über 1200 Mrd. Dollar investiert, darunter kurzfristige Schulden in Höhe von etwa 800 Mrd. Dollar. Werden die eingefroren, könnte Russland das zumindest teilweise vergelten, indem es NATO-Vermögenswerte in Russland beschlagnahmt. Diese kommen auf einen Wert von 1100 Mrd. Dollar, darunter über 400 Mrd. Dollar langfristig angelegt. Diese Bedrohung wäre also neutralisiert, wenn die russischen Finanzbehörden rechtzeitig die kurzfristigen russischen Vermögenswerte aus den USA und der EU abziehen würden.

Glasjew vertritt unerbittlich den Standpunkt, dass die russische Zentralbank noch immer die Interessen des ausländischen Kapitals vertritt – sprich, der Finanzmächte in London und New York. Er behauptet, die hohen Zinsen der russischen Zentralbank hätten russische Oligarchen dazu gebracht, sich billig im Westen Geld zu leihen. Damit sei die russische Wirtschaft in eine Abhängigkeit geraten – eine Schuldenfalle, mit deren Hilfe der Westen Russland langsam stranguliert. Der Westen führte dann einen Kollaps der Ölpreise und des Rubel-Kurses herbei. Die Zinsen verdoppelten sich, die Rückzahlung der Kredite setzte Russland noch weiter unter Druck.

Was also schlägt Glasjew vor? Im Grunde nichts anderes, als dass Moskau die vollständige Kontrolle über seine Zentralbank zurückerlangt und verhindert, dass Spekulanten ihr Kapital einfach hin- und herbewegen, ohne damit produktive Ziele zu verfolgen. Moskau soll zudem Währungskontrollen einführen und muss eine zentrale Einrichtung für Technologieforschung erschaffen, die den Verlust westlicher Technologie wettmacht. Es wäre eine Kopie des amerikanischen Ansatzes, wo diejenigen Technologien aus der zentralisierten militärischen Forschung kommerzialisiert werden, die auf dem Verbrauchermarkt gute Absatzmöglichkeiten bieten.


Russland hat den Zugang zu seinem westlichen Kredit verloren und kann nicht einfach umschulden, das ist Fakt. Russland wird also die fällig werdenden Kreditsummen und Zinsen zurückzahlen müssen. Wir sprechen über 1000 Mrd. Dollar plus Zinsen. Russland kann auch nichts aus dem Westen importieren, ohne den doppelten Preis dafür zu bezahlen. Man könnte also sagen, dass das Land jetzt in exakt derselben Lage ist, in der es sich befände, wenn Moskau Zahlungsunfähigkeit anmeldete. Insofern hätte Russland durch eine Insolvenz nichts zu verlieren, denn der Schaden ist bereits angerichtet.

Das System wird erschüttert



Auf höchster Ebene wird also erneut über die Möglichkeit diskutiert, dass Russland seine über 1000 Mrd. Dollar Schulden nicht zurückzahlt, mit denen man bei nicht-staatlichen westlichen Parteien in der Kreide steht. Immer vorausgesetzt, dass Washington seine Verteufelung Russlands weiter vorantreibt.



Dass Russland so unter Druck steht, hat natürlich weniger mit den Sanktionen zu tun als vielmehr mit dem Würgegriff, in den die westlichen Finanzmächte die russische Zentralbank genommen haben. Die russische Zentralbank erschuf eine Schuldenfalle, indem sie in Russland die Zinsen hochhielt, während der Westen Geld zu niedrigen Zinssätzen verlieh.


Selbstverständlich würde eine solche Insolvenz das gesamte Finanzsystem des Westens in die Knie zwingen. Man darf niemals das große Ganze aus den Augen verlieren: Die Syrien-Ukraine-Sanktionen-Saga verläuft zeitgleich mit der Annäherung von Russland und China und einer engeren Zusammenarbeit der BRICS-Staaten, die die geopolitischen Machtverhältnisse verschiebt. Für die »Masters of the Universe« geht das natürlich überhaupt nicht. Nehmen wir nur den Fall, als ihre Handlanger an der Wall Street mit Barausgleichen in China die Aktienkurse in hysterische Höhen trieben und dann versuchten, den ganzen Aktienmarkt ähnlich wie 1987 mit einem umgekehrten Barausgleich an die Wand zu fahren.



China bereitet sein eigenes SWIFT-System zur Abwicklung von Finanztransaktionen vor und dann sind da noch zahlreiche neue internationale Institutionen, die unter chinesischer Führung und damit außerhalb der Kontrolle Amerikas stehen. Russland wiederum hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, demzufolge ausländische Vermögenswerte beschlagnahmt werden können, wenn der Westen russische Vermögenswerte beschlagnahmt. Wie Glasjew sagte, sind die Investitionen Russlands im Westen in etwa so hoch wie die Investitionen des Westens in Russland.



Die »Masters of the Universe« mögen weiter darauf bestehen, mit finanziellen Massenvernichtungswaffen zu hantieren. Russland hat ihnen sowohl still und leise als auch mit einigen handfesten Belegen im Kaspischen Meer gezeigt, dass man für alles gewappnet sei, was da auch kommen mag. Ich möchte diesen Beitrag ungern so apokalyptisch beenden. Deshalb hier ein derzeit in Moskau beliebter Witz, wie William Engdahl schreibt:

»Nach seinem Treffen mit Obama in New York kehrt Putin in den Kreml zurück. Er habe Obama zu einer Partie Schach eingeladen, erzählt er einem Berater. Auf die Frage, wie es gelaufen sei, sagt er: ›Als ob man mit einer Taube Schach spielt. Erst wirft sie alle Figuren um, dann kackt sie aufs Brett und dann stolziert sie herum, als ob sie gewonnen habe.‹«



Copyright © 2015 by ZeroHedge

Bildnachweis: Drop of Light / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (3) zu diesem Artikel
21.10.2015 | 17:50
Peter Pfeifer

Unsere Zukunft wird von zunehmend schlechteren sozialen Verhältnissen, von Armut und Hunger geprägt sein. Die im Mai 2009 in der Wirtschaftswoche publizierte Empfehlung in physische Edelmetalle und http://www.7.ly/myRr zu investieren habe ich persönlich mit einem Lager an Lebensmittelvorräten ergänzt. Diese sind bestens zum Tausch geeignet und werden sich in absehbarer Zeit als Lebensretter erweisen.

21.10.2015 | 17:04
Beate

Frau Merkel,sie und ihre Einheitsparteien werden dringendst aufgefordert die Goldreseven der deutschen Bevolkerung unverzüglich und transparent zurück zu holen.Sollten sie hier in unserem HEIMATLAND keine vertrauenswürgige Bank finden,,,,,,kleiner Tipp.......geben sie das Gold vertrauensvoll auf die Bricsbank in Schanghai.

21.10.2015 | 16:51
LESEN – VERSTEHEN – AUFWACHEN – HANDELN

Diе von korruptеn und eng verquickter mеdialer, politischеr und Finаnz-Elite ausgehenden Bedrohungеn werden kaum wahrgenommеn, und weil sie sеhr vielschichtig und komplеx sind, wird das ganze Ausmаß der Gefahr nicht еrkannt. Man kann verstehen, dass die Menschen die dunkle Wolke, die über ihnen hängt, nicht sehen wollen und glauben, alles werde wieder gut; nur in Osteuropa beginnen sie sich wegen des drohenden Krieges einzugraben. Die im Westen vorherrschende Sorglosigkeit ist...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Neues Gesetz tritt in Kraft - Händler muss Elektroschrott annehmen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Okt 2015 11:10

http://www.n-tv.de/ratgeber/Haendler-mu ... 04706.html
Neues Gesetz tritt in Kraft - Händler muss Elektroschrott annehmen

Wohin mit dem alten Toaster? Ab Samstag müssen Händler alte Elekrogeräte zurücknehmen. Zumindest unter bestimmten Umständen, sagt das Elektrogerätegesetz.



Große Elektronikgeschäfte müssen ausgediente Elektrogeräte ab Samstag in vielen Fällen zurücknehmen: Ab dann gilt das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Deutschland. Damit sorge die Bundesregierung dafür, dass "in Zukunft noch weniger alte Elektro- und Elektronikgeräte im Restmüll landen als bisher", erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Händlern bleiben nach dem Inkrafttreten des Gesetztes noch neun Monate Zeit, die Rücknahme zu organisieren.
Mehr zum Thema

Studie zu Umweltgiften: Blei bedroht 26 Millionen Menschen 21.10.15 Studie zu Umweltgiften Blei bedroht 26 Millionen Menschen
Die etwas andere Art der Mülltrennung. Dit is' Berlin. 10.09.15 Kein Küchenkrepp ins Altpapier Die häufigsten Müll-Mythen

Die neuen Regeln sehen vor, dass Händler ab einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern kleine Elektrogeräte wie etwa einen Haartrockner oder einen Toaster zurücknehmen müssen. Eine Rücknahmepflicht für größere Geräte soll es nur dann geben, wenn Kunden ein gleichwertiges Neugerät kaufen. Die Regelungen sollen auch für Online-Händler gelten, die eine entsprechend große Versand- oder Lagerfläche haben. Bislang nehmen Händler Altgeräte nur freiwillig zurück. Die Stiftung Elektrogeräte wird nach Angaben des Umweltministeriums eine Liste "aller Rücknahmestellen in Deutschland" veröffentlichen.

Die Bundesregierung will mit dem Gesetz zudem den illegalen Transfer von Altgeräten in ärmere Länder unterbinden, wo die Geräte oftmals ausgeschlachtet und nicht richtig entsorgt werden. Exporteure müssen ab Samstag anhand "strenger Kriterien" belegen, dass zu exportierende Geräte "kein Abfall" sind, teilte das Bundesumweltministerium mit.
Bilderserie
Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht: Die schmutzigsten Flüsse der Welt Vermüllt, vergiftet, verseucht Die schmutzigsten Flüsse der Welt

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Vorsicht bei der Abfindung - Die Tücken des "goldenen Handschlags"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Okt 2015 11:23

http://www.n-tv.de/ratgeber/Die-Tuecken ... 83661.html
Vorsicht bei der Abfindung - Die Tücken des "goldenen Handschlags"

Eine dicke Abfindung mitnehmen und sich vorzeitig in Richtung Rente verabschieden - das klingt für viele Arbeitnehmer ganz attraktiv. Allerdings sollte man die richtigen Weichen stellen, damit der Ausstieg nicht nachträglich zum Verlustgeschäft wird.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Wer sich kurz vor Renteneintritt verabschiedet, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Wer sich kurz vor Renteneintritt verabschiedet, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.
(Foto: imago stock&people)

Für viele Menschen ist die Vorstellung, bis Mitte 60 zu arbeiten, alles andere als verlockend. Umso schöner wäre es doch, sich mit einer Abfindung in den vorzeitigen Ruhestand zu verabschieden. Finanziell ist das allerdings oft ein Nachteil, so der Rechtsanwalt Martin Schafhausen aus Frankfurt am Main. "Ich kann mir Fälle vorstellen, in denen das unproblematisch ist." Allerdings gebe es auch viele Konstellationen, in denen Arbeitnehmer durch eine Abfindung Verluste vor und nach Renteneintritt hinnehmen müssten. Das gelte vor allem für Männer und Frauen, die noch mehrere Jahre bis zum Beginn der Altersrente überbrücken müssten. Denn die Auszahlung der Abfindung kann sich auf viele Bereiche auswirken:

- Arbeitslosenversicherung: Arbeitnehmer, die selbst kündigen, bekommen erstmal kein Geld aus der Arbeitslosenversicherung. Doch auch Aufhebungsverträge können zu einer Sperrfrist von bis zu zwölf Wochen führen, wenn damit eine Kündigung umgangen wird. Dabei sollte man die gesetzliche Kündigungsfrist berücksichtigen. "Wenn die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird, dann wird ein Teil der Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet", sagt Schafhausen.

- Krankenversicherung: "Solange ich angestellt oder arbeitslos gemeldet bin, bin ich versichert", erklärt Schafhausen. Wer aber kein Arbeitslosengeld erhalte, müsse sich selbst versichern. Der Beitrag könne dann höher ausfallen als bisher. Bei der sogenannten freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung hängen die Kosten auch von der Höhe der Abfindung ab. "Muss der Arbeitnehmer sich nach Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses freiwillig weiterversichern, ist die Abfindung bei der Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen zu berücksichtigen", erklärt Michaela Gottfried vom Verband der Ersatzkassen in Berlin.

Anders sieht es aus, wenn, der Betreffende über eine Familienversicherung abgesichert ist und seine Abfindung als Einmalzahlung erhält. Dann werde das Geld in der Regel nicht zum Gesamteinkommen gezählt und der Anspruch auf Mitversicherung bleibe grundsätzlich erhalten, sagt Gottfried. Jeder Fall müsse aber einzeln geprüft werden.

- Gesetzliche Rente: Grundsätzlich können Arbeitnehmer mit 63 Jahren vorzeitig in Rente gehen. Ohne finanzielle Einbußen geht das aber nur, wenn sie 35 Jahre lang eingezahlt haben. Ansonsten müssen sie mit Abschlägen von bis zu 14,4 Prozent rechnen. Doch Vorsicht: Wenn der Angestellte früher verrentet werde, dürfe die Firma die Abfindung kürzen, sagt Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband.

Arbeitnehmer sollten gegebenenfalls kontrollieren, ob sie ihre Mindestversicherungszeit auch dann erreichen, wenn sie ihren Job vorzeitig aufgeben und keinen neuen annehmen. Wer hier Schwierigkeiten erwartet, kann freiwillig weiter in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Zwischen 84,15 Euro und 1131,35 Euro pro Monat liegen die derzeitigen Sätze. Wer ein Jahr lang den Mindestbeitrag zahlt, erhöht dadurch seine spätere Rente um etwa 4,41 Euro monatlich, beim Höchstbetrag sind es 59,35.
Mehr zum Thema

Süßer Jobabschied: Wann ist die Abfindung fällig? 23.03.15 Süßer Jobabschied Wann ist die Abfindung fällig?
Über eine Abfindung freut sich nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch das Finanzamt. 06.10.15 Geld retten Abfindung ermäßigt versteuern
Alternative zur Kündigung: Bevor Mitarbeiter einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, sollten sie ihn gründlich prüfen und sich dabei nicht unter Druck setzen lassen. 02.06.15 Gütliche Trennung Aufhebungsvertrag statt Kündigung
Tenhagens Tipps: So umgeht man die Kündigungsfalle 17.06.15 Tenhagens Tipps So umgeht man die Kündigungsfalle

- Steuern: Handelt es sich um eine Einmalzahlung, könne die Fünftelregelung angewendet und die Steuerlast reduziert werden, sagt Wawro. Aber nur, wenn der Arbeitnehmer durch die Abfindung in dem einen Jahr mehr verdient habe, als er mit einem Einkommen erzielt hätte. Das lohne sich vor allem für Steuerzahler mit mittleren Einkommen, Großverdiener merkten davon nichts. "Wer mehrere Jahre vor Renteneintritt aufhört, kann mit dem Arbeitgeber vereinbaren, dass die Abfindung über zwei bis drei Jahre gezahlt wird", rät Wawro. Hier nutze die Fünftelregelung nämlich nichts mehr.

Wer allerdings seine Abfindung in dem Jahr erhält, in dem er auch in Rente geht, kann gegebenenfalls von der Fünftelregelung profitieren. "Es kommt darauf an, wie groß der Abstand zum Renteneintritt ist und in wie vielen Monaten der Arbeitnehmer in dem Jahr schon gearbeitet hat", erklärt Wawro. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer verdient von Januar bis Juni 18.000 Euro brutto. Er erhält im Juni oder Juli eine Abfindung von 36.000 Euro und bezieht von Oktober bis Dezember 4500 Euro Rente. Eigentlich müsse er 15.237 Euro Einkommenssteuer zahlen. Durch die Fünftelregelung seien es aber nur 10.111 Euro, sagt Wawro.

Quelle: n-tv.de , ino/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Neuer Job, alte Firma - So klappt die interne Bewerbung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Okt 2015 18:34

http://www.n-tv.de/ratgeber/So-klappt-d ... 74941.html
Montag, 26. Oktober 2015
Neuer Job, alte Firma - So klappt die interne Bewerbung

Man surft im Intranet und stößt plötzlich auf eine Stellenausschreibung in einer anderen Abteilung. Die gestellten Anforderungen passen, und eine Luftveränderung ist ohnehin überfällig. Also bewirbt man sich.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Auch bei einer internen Bewerbung müssen Kandidaten ihre Unterlagen vollständig einreichen. Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass alle Infos über sie bereits vorliegen.
(Foto: dpa-tmn)

Nur weil die Firma dieselbe ist, unterscheiden sich interne und externe Bewerbungen nicht. "Die Unterlagen müssen wieder vollständig eingereicht werden", erläutert Svenja Hofert, Karriereberaterin aus Hamburg. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass Informationen über die eigene Person und die Qualifikationen bereits vorliegen. "Im Zweifel erfragt man das vorher", sagt Hofert.

Etwas kniffliger ist der Umgang mit der Bewerbung am aktuellen Arbeitsplatz. Ob man seinen Vorgesetzten darüber in Kenntnis setzt, überlegt man sich besser zweimal. Hofert rät, diese Entscheidung von den bisherigen Erfahrungen mit dem Chef abhängig zu machen.

Schätzt man, dass dieser dem angestrebten Wechsel positiv aufnimmt, kann man ihn über die Bewerbung informieren. "Viele sind aber nicht so", hat Hofert beobachtet. Wer Zweifel hat, wie der Vorgesetzte die Nachricht aufnehmen wird, sollte lieber schweigen. Im schlimmsten Fall kann der Vorgesetzte sonst versuchen, einem Steine in den Weg zu legen, warnt Hofert. Etwa, indem er den Entscheider für die andere Stelle bittet, einen nicht für die vorgesehene Stelle zu berücksichtigen.
Mehr zum Thema

Mehr Projekte abgeschlossen und neue Kunden gewonnen: Wer seine Vorgesetzte von einer Gehaltserhöhung überzeugen will, muss erklären, welchen Mehrwert er dem Unternehmen bringt. 13.10.15 Niederlage Nullrunde Große Fehler bei Gehaltsverhandlungen
Erfolgreich und ausgeglichen: Trotz viel Stress im Job bleiben Super-Achiever entspannt. Sie wissen, wann es Zeit ist, sich zu fokussieren. 26.09.15 Erfolg in allen Lebenslagen Die Tricks der Überflieger
Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen können. Foto: Britta Pedersen 24.08.15 Ehrlich währt am längsten? Die beliebtesten Lügen im Lebenslauf
Trotz aller Motivation: Ein gutes Verhältnis zu Kollegen ist Beschäftigten am wichtigsten. 10.09.15 Motivation im Job Ältere Mitarbeiter haben mehr Biss

Nicht immer sind neue berufliche Perspektiven der Grund für den angestrebten Stellenwechsel. Manchmal stimmt einfach die Chemie mit dem Vorgesetzten oder anderen Mitarbeitern nicht mehr. Kommt das im Vorstellungsgespräch für die neue Stelle zu Sprache, sollte man nicht um den "heißen Brei herum reden", rät Hofert. Zu sehr ins Detail geht man aber nicht. "Sachlich bleiben ist in dieser Situation wichtig", so die Karriereberaterin. Auch wenn zwischenmenschliche Beweggründe im Bewerbungsgespräch thematisiert werden dürfen: In den Vordergrund sollte man seine Motivation für die neue Aufgabe stellen.

Hat es mit dem neuen Job geklappt, sollte man sich um eine gute Übergabe der alten Stelle bemühen. Für die Übergangsphase stellt man sich am besten für Fragen zur Verfügung und sollte nicht denken: Nun bin ich weg und damit nicht mehr zuständig. "Es ist keine gute Idee, verbrannte Erde zu hinterlassen", sagt Hofert. Denn die Firma bleibt dieselbe, und dort kann sich so ein Verhalten herumsprechen.

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Schluss mit kontolos - "Konto für Jedermann" kommt ab 2016

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Okt 2015 19:03

http://www.n-tv.de/ratgeber/Konto-fuer- ... 25996.html
Dienstag, 27. Oktober 2015
Schluss mit kontolos - "Konto für Jedermann" kommt ab 2016

Wer kein eigenes Konto hat, stößt im Alltag auf viele Schwierigkeiten. Ein neues Gesetz soll Abhilfe schaffen. Bei einigen Banken stößt das Vorhaben der Bundesregierung allerdings auf wenig Gegenliebe.


In Deutschland sind nach früheren Schätzungen etwa 670.000 Menschen ohne Konto

Banken sollen künftig niemanden mehr abweisen dürfen, der bei ihnen ein einfaches Girokonto auf Guthabenbasis eröffnen will. Von einem entsprechenden Gesetzesvorhaben, den das Bundeskabinett an diesem Mittwoch beschließen will, profitieren vor allem Obdachlose sowie Asylbewerber und Ausländer, die mit einer Duldung in Deutschland leben. Der Gesetzentwurf soll spätestens zum 01. Juni 2016 in Kraft treten.

Sie waren bisher häufig als Kunden abgelehnt worden, weil sie entweder keinen festen Wohnsitz oder aber keine Ausweispapiere vorlegen konnten. In Zukunft sollen sie trotzdem bei einer Bank ihrer Wahl ein Konto eröffnen können. Einzige Voraussetzung für die Einrichtung des sogenannten Basiskontos ist, dass sie sich legal in der EU aufhalten. Der Inhaber des Basiskontos erhält eine Bankkarte und darf Geld überweisen. Er kann aber nicht sein Konto überziehen. Seit 1995 gibt es für die Einrichtung sogenannter Jedermann-Konten in Deutschland eine Selbstverpflichtung der Banken. Die Bundesregierung war mit der Umsetzung der freiwilligen Maßnahme aber nicht zufrieden. Mit dem geplanten Gesetz zu den Regelungen für Girokonten werden zum Teil auch EU-Vorgaben umgesetzt.
Mehr zum Thema

Wer beim Einkauf mit Bankkarte zahlt, sollte ein gedecktes Konto haben. Andernfalls entstehen unangenehme Mehrkosten. 20.10.15 Postbank unterliegt vorm BGH Keine Gebühr für Ersatz-Bankkarte
Auch für Obdachlose und Asylbewerber: Das Girokonto für alle kommt 15.08.15 Auch für Obdachlose und Asylbewerber Das Girokonto für alle kommt
Wer über ein verlockendes Angebot für ein Girokonto stolpert, sollte sich nicht blenden lassen. 24.07.15 Wer wo was bezahlen soll Das sind die absurdesten Bankgebühren

Bei einigen Banken stößt das Gesetzesvorhaben auf wenig Begeisterung. Sie verweisen auf internationale Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche, die eine eindeutige Identifizierung von Bankkunden verlangen. In Deutschland sind nach früheren Schätzungen etwa 670.000 Menschen ohne Konto, also knapp ein Prozent der Verbraucher. Nach dem großen Flüchtlingsandrang in den vergangenen Monaten ist allerdings davon auszugehen, dass die Zahl der "Kontolosen" hierzulande inzwischen auf über eine Million angewachsen ist.

Die Bundesregierung will die Banken mit dem geplanten Gesetz auch zwingen, ihre Girokonto-Konditionen so zu veröffentlichen, dass es für die Verbraucher leichter wird, das günstigste Angebot zu finden. Websites, auf denen die Konditionen verschiedener Anbieter verglichen werden, sollen zudem von staatlicher Seite ein Zertifikat erhalten, wenn ihre Angaben bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehört beispielsweise, dass sie nicht nur die Gebühren auflisten, sondern auch erwähnen, über wie viele Filialen und Geldautomaten die jeweilige Bank verfügt.

Hier finden Sie ein günstiges Girokonto

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Draghis Harakiri – Und die eingekesselten Sparer

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Okt 2015 10:45

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 73AA0B1161

Draghis Harakiri – Und die eingekesselten Sparer
Markus Gärtner

EZB-Präsident Mario Draghi, den die Mainstream-Medien gerne als »Super-Mario« bezeichnen, will seine exzessive Geldorgie noch einmal ausweiten. Es sollen noch mehr Anleihen aufgekauft werden, um die Zinsen am Boden zu halten.



Je mehr Liquidität auf den Kontinent herniederrieselt, umso besser die Chancen, die Wirtschaft anzukurbeln, die Inflation kontrolliert anzufachen und damit die immensen öffentlichen Schulden zu verwässern. Soweit Draghis unbewiesene – und in den USA gescheiterte ‒ Theorie. Doch er zündelt mit dieser explosiven und vom Wahlvolk nicht legitimierten Politik am Wohlstand und der Zukunft. Es wird Zeit, dass Sparer und Konsumenten gegen diesen halsbrecherischen Kurs aufbegehren.



Dass die Notenbanken in Washington, Tokyo und Frankfurt seit Jahren vergeblich versuchen, mit einer Gelddruckorgie die Kreditvergabe und damit die Konjunktur anzufachen, das interessiert im Geldgewerbe keinen.



Dort freut man sich über stetig steigende Immobilien- und Wertpapierpreise. Banken, Fonds und andere Großinvestoren jubeln, die Sparer können bleiben, wo der Pfeffer wächst.



Die Notenbanken benehmen sich mit ihrer Strategie wie ein Abschleppfahrzeug, das den falsch geparkten PKW nicht vorwärts aus dem Parkverbot herausziehen, sondern mit dem hinten angebrachten Abschleppseil hinausschieben will. Niemand, der bei Sinnen ist, würde so etwas versuchen. Das Pferd wird schlicht von der falschen Seite aufgezäumt.



Der Geld- und Wertpapierexperte Dimitri Speck erklärt diese Verrücktheit der Notenbanken in seinem Börsendienst »Sicheres Geld« in dieser Woche so:

»Die Banken verleihen nicht mehr, da ihnen die Risiken zu hoch sind und die Regularien ausgeweitet wurden. Und die Unternehmer fragen keine zusätzlichen Kredite nach, da sie kein zusätzliches Geschäft generieren können. Was soll ein griechischer Unternehmer etwa mit einer weiteren Million Euro, wenn er davon keinen weiteren Kunden bekommt?«

Das Argument von Speck erhält in den kommenden Monaten noch mehr Gewicht. Denn der Internationale Währungsfonds hat wie andere Organisationen die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im laufenden Jahr Anfang Oktober nach unten korrigiert, in diesem Fall um zwei Zehntel auf 3,1 Prozent.



Eine globale Rezession steht ins Haus. Chinas Importe brachen auf Dollarbasis im September zum Vorjahr um über 20 Prozent ein. Das ist ein schrilles Alarmsignal für die globale Wirtschaft.



Das bedeutet: Die Firmen werden NOCH weniger Kredite nachfragen. Das billige Geld verpufft, da wo es helfen soll, noch mehr, während Immobilien NOCH teurer werden. Was die EZB hier betreibt, ist – gemessen am Immobilienmarkt – eine schleichende Vertreibungspolitik gegenüber Geringverdienern, jungen Familien und einem wachsenden Teil des Mittelstands.



Doch in den Massenmedien wird der Ex-Goldman-Sachs-Topmanager Draghi als geldpolitischer Zauberer gelobt.



Was Draghi mit seiner exzessiven Geldpolitik sonst noch erreicht, außer zu Gunsten von Spekulanten und den Banken die Wertpapierpreise und Immobilienwerte aufzuschwemmen, ist die Entwertung des Euro. Das hilft zwar den Exportfirmen, schadet aber deutschen Touristen, die außerhalb der EU Urlaub machen. Von Minizinsen auf unsere Kapital-Lebensversicherungen sowie Strafzinsen auf Bankeinlagen ganz zu schweigen.



Speck weist aber noch auf eine andere fatale Folge der Kamikaze-Politik des zu Unrecht hochgelobten EZB-Präsidenten hin. Die wachsenden Exportüberschüsse sind auf den zweiten Blick keineswegs so positiv, wie viele denken. Denn:

»Diese Fehlentwicklung noch weiter auszuweiten, ist unverantwortlich. Das gefährdet die Ersparnisse weiter, denn wir liefern reale Güter gegen Zahlungsversprechen ins Ausland, die im Zweifel wertlos sein werden. Das deutsche Bankensystem wird dadurch nicht solider!«

Hinzu kommt, dass die Bankeinlagen kleiner Sparer von den Niedrigzinsen bedroht werden. Der Verlust durch entgangene Zinsen wird für deutsche Sparer von Hans-Werner Sinn pro Jahr auf 60 bis 70 Milliarden Euro veranschlagt.



Die schlimmste Nebenwirkung einer nochmals ausgeweiteten Geldvermehrung dürfte jedoch das verheerende Signal an die politische Kaste sein.



Die Finanzminister in der Euro-Zone können sich dank Draghi ermuntert fühlen, NOCH mehr Geld zu verschwenden, denn es kostet ja fast nichts mehr, es auszuleihen.



Gerade jetzt, wo die Schätzungen der Folgekosten für die Flüchtlingskrise ständig weiter nach oben korrigiert werden – und die Bundeskanzlerin ein Versprechen gegeben hat, keine Steuern deswegen zu erhöhen – wächst die Versuchung, noch mehr Geld für politisch fragwürdige Projekte auszuleihen.



So hebt die politische Kaste vollends vom Wahlvolk ab: Wer Kritik an der herrschenden Politik übt, ist ein »Rechtspopulist«. Wer sich von den zum Erziehungsministerium gewandelten Massenmedien nicht einschüchtern lässt, soll – wie es der Regierungspräsident von Kassel, Walter Lübcke, vor wenigen Tagen sagte – doch einfach das Land verlassen.



Genauso abschätzig und niederträchtig wird das Wahlvolk in seiner Eigenschaft als Sparer und Steuerzahler inzwischen behandelt: »Wenn Ihr nicht mitmacht bei der Geldorgien-Konjunkturbelebung, dann nehmen wir Euch Schritt für Schritt Euer Geld ab. Und wenn das nichts hilft, dann kommt ein Bargeldverbot.«


Zum Glück hat diese verächtliche Politik auch EINE gute Nebenwirkung. Sie macht die Edelmetalle nach langer Talfahrt endlich wieder etwas attraktiver. Als Versicherung gegen einen Verlust des Geldwertes waren sie ohnehin anhaltend geeignet. Doch jetzt hat der Goldpreis einen Boden gefunden und verspricht nach längerer Durststrecke wieder Kursgewinne. Der Goldminenindex, sagt Dimitri Speck, bildet derzeit sogar einen neuen »Aufwärtstrend« aus.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: atthi / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel
28.10.2015 | 08:06
Livia

Die ganze Rationalisierung und Industrialisierung führt zum Stillstand, wenn auf der einen Seite zu viele - rationell gefertigte - Güter sind und auf der anderen Seite nur noch Menschen, die sei entweder nicht brauchen oder nicht bezahlen können. Wenn die nichtindustrielle Arbeit so schlecht bewertet wird, daß sie die Güter der Industrieproduktion nicht zahlen kann, bleiben letztre auf ihrer Ware sitzen und die Anderen verelenden oder kapseln sich von ihr ab, betreiben eine...

Aufklappen

28.10.2015 | 00:06
galaxy

„Die da oben“ können es einfach nicht schnallen – einzig und allein die KONSUMENTEN können eine Wirtschaft am Laufen halten. Seit der Bürger auf -zig Arten geschröpft wird, bedeutet das ganz einfach: weniger Geld im Monat-weniger Ausgaben für Nichtnotwendiges-weniger Umsatz für die Wirtschaft, somit mehr Entlassungen, mehr Arbeitslose, weniger Konsum...Es nützt auch in tausend Jahren nichts, wenn die Banken Unsummen v Geld hin-und herschieben, damit wächst kein Konsum. Ein...

Aufklappen

27.10.2015 | 20:31
Thomas Wunderlich

Ich kann es nur noch einmal sagen. Anscheinend steht das Finale kurz bevor. Aber irgendetwas scheint nicht im Plan der Eliten stimmig zu sein. Hier wird schon wieder versucht den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Was ging schief? Hat Putin nicht systemgerecht gehandelt? War es die Pediga? Was war es? http://www.DDRZweiPunktNull.de

27.10.2015 | 19:40
SPAM-Alarm

Hinter Peter Pfeifer und "Die perfekte Anlagestrategie" verbirgt sich unerlaubte Werbung für andere Seiten, Inhalte oder Unternehmen von dem krankhaft penetranten Sportwettenspammer G. Ertlbauer.

27.10.2015 | 18:29
Roger Gruber

Die (private) FED kaufte mit all den QEs gewaltige Mengen an Hypotheken auf. Das heisst, mittels per Knopfdruck erzeugtem Geld der FED konnten die Banken verlustlos von den gefährlichen Krediten befreit werden und mussten noch nicht mal auf Gewinne verzichten. Soweit die eine Seite, die schon befremdlich genug ist. Die andere Seite wird interessanterweise nicht debattiert: die FED ist heute Miteigentümer von jedem (!) belasteten Gebäude in den USA, wenn nicht weltweit. Ohne...

Aufklappen

27.10.2015 | 17:46
willy_winzig

Jerom Dejselblom –EU Währungskommissar, bitte nicht verwechseln mit Volkskommissar!- hat heute vorgeschlagen, dass Staaten die durch die Flüchtlinge belastet werden – wie z.B. Griechenland, Italien usw. usf.- sollten Erleiterungen beim EU-Stabilitätspackt erhalten! Hatte Frau Merkel uns nicht diesen Stabilisierungspackt als großen Durchbruch bei der Euro-Krise 2012 verkauft, und hatte Deutschland nicht im Vertrauen auf diesen EU-Stabilitätspackt dem ESM zugestimmt? Da war doch...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Unzulässige Bonitätschecks - Onlineshopping kann Scorewert vermiesen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2015 19:09

http://www.n-tv.de/ratgeber/Onlineshopp ... 53366.html
Unzulässige Bonitätschecks - Onlineshopping kann Scorewert vermiesen

Bonitätsabfragen sind beim Onlineshopping gang und gäbe. Wenn Kunden auf Rechnung kaufen, sind sie auch legitim. Doch manche Händler checken auch die Kreditwürdigkeit, wenn das garnicht nötig wäre. Zum Nachteil der Kunden.


Eifrige Onlineshopper könnten ihre Bonität unwissentlich verschlechtern.
Eifrige Onlineshopper könnten ihre Bonität unwissentlich verschlechtern.
(Foto: imago/Action Pictures)

Lastschrift, Kreditkarte, Paypal oder Vorauskasse – unter Online-Händlern ist es kein Geheimnis, dass eine breite Palette von Zahlungsmöglichkeiten die Umsätze fördert. Kunden sollen schließlich nicht in letzter Minute den Kauf abbrechen, weil sie nicht so bezahlen können wie sie gerne möchten. Besonders gerne lassen sich die Käufer Ware auf Rechnung liefern. Doch nicht jeder ist so vertrauenswürdig, dass sich die Händler darauf einlassen. Und das kann zum Problem werden.

Wenn sich ein Kunde für die Zahlung per Rechnung entscheidet, muss er zustimmen, dass der Händler seine Bonität prüft. Dafür wendet er sich an eine Auskunftei wie die Schufa, Bürgel oder Creditreform. Weiß das der Käufer, ist das völlig in Ordnung. Einige Versender verzichten aber darauf, ausdrücklich um Erlaubnis zu bitten – oder fordern schon bei der Registrierung die Einwilligung zum Bonitätscheck. Der Grund: Schon bevor es auf die Bezahlseite geht, wollen sie herausfinden, welche Zahlungsmöglichkeiten sie wem anbieten können. Kunden mit unzureichender Bonität sollen gar nicht mitbekommen, dass es grundsätzlich auch die Option für Rechnungskäufe gibt. Der Händler riskiert so nicht, einen Kunden zu vergrätzen, weil ausgerechnet er nicht per Rechnung bezahlen darf.

Erlaubt ist das nicht. Unternehmen dürfen nur dann Daten Dritter bei Auskunfteien abrufen, wenn sie ein kreditorisches Risiko tragen, also mit der Ware in Vorleistung gehen. Das ist bei Rechnungs- und Ratenzahlungen der Fall. Bei den anderen Zahlungsvarianten aber nicht.

Problematisch ist die vorgezogene Prüfung deshalb, weil häufige Bonitätsabfragen negative Folgen für den Käufer haben können. Einige Auskunfteien beziehen die Anzahl der getätigten Abfragen in ihren Score-Wert mit ein, zum Nachteil der Registrierten. Der Berliner Datenschutzbeauftragte nennt im Jahresbericht 2014 einen Fall, bei dem sich der Score-Wert durch die Bonitätschecks so verschlechtert habe, dass der Kunde bei der Kreditaufnahme einen Risikozuschlag zahlen musste. Die meisten dieser Vorgänge bleiben aber unentdeckt, denn wie genau sich ein Score-Wert zusammensetzt, ist das Betriebsgeheimnis der Auskunfteien. Kunden haben keinen Anspruch darauf zu erfahren, wie genau ihre Bonität berechnet wird. Das hat der Bundesgerichtshof im Jahr 2014 entschieden (Az.: VI ZR 156/13). Den Berliner Datenschützern sind aber "einige Auskunfteien" bekannt, die die Anzahl der getätigten Abfragen in ihren Score-Wert mit einbeziehen.
Datenschützer machen Druck auf Händler

In einigen Fällen haben die Datenschützer die betreffenden Händler kontaktiert. Zum Teil mit Erfolg: Der Spielzeug-Versender mytoys bietet jetzt auch eine Einkaufsmöglichkeit ohne Registrierung an. Wer als Gast bestellt, kommt um die Bonitätsabfrage herum. Legt man ein Kundenkonto an, schickt mytoys aber weiterhin automatisch eine Anfrage an Creditreform.
Mehr zum Thema

Das blüht Verbrauchern: Wenn Firmen mit der Schufa drohen 13.04.15 Das blüht Verbrauchern Wenn Firmen mit der Schufa drohen
Wer über ein verlockendes Angebot für ein Girokonto stolpert, sollte sich nicht blenden lassen. 20.08.15 Ratenkauf zu null Prozent Zins Wenn kostenlose Kredite zur Falle werden
Bonitäts-Formel bleibt geheim: BGH gibt Schufa recht 28.01.14 Bonitäts-Formel bleibt geheim BGH gibt Schufa recht

Der Möbelshop Home24 verzichtet hingegen grundsätzlich nicht auf Bonitätsabfragen. Entweder bei der Registrierung oder bei der ersten Bestellung holt Home24 Auskünfte bei Bürgel, Infoscore oder der Schufa ein - unabhängig davon, wie der Kunde bezahlen möchte. Zwar geben die Nutzer hier ihre formale Zustimmung, indem sie das entsprechende Häkchen setzen. Doch das lässt der Berliner Datenschutzbeauftragte nicht als Rechtfertigung gelten. Die Kunden seien sich der Tragweite ihrer Einwilligungserklärung gar nicht bewusst, sagt die Pressesprecherin Anja-Maria Gardain: "Insbesondere wird dem Kunden regelmäßig nicht klar, dass bei einigen Auskunfteien die Anzahl der Abfragen seinen Score-Wert verschlechtern kann." Zudem könne man die Zustimmung auch nicht verweigern.

Gegen Home24 haben die Datenschützer nun ein Bußgeldverfahren angestrengt. Wenn die Klage erfolgreich ist, wollen sie auch andere Versandhändler zum Einlenken bewegen. Bei Zalando etwa würden ähnliche Bonitätsprüfungen durchgeführt. Als Kunde kann man indes nicht viel tun, wenn Händler mehr oder weniger versteckt Nachforschungen bei Auskunfteien anstellen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die eigene Bonität beim Onlineshopping bei bestimmten Anbietern leiden könnte.

Quelle: n-tv.de , ino
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Freibeträge und Steuerklasse wählen - Weichen für das neue Steuerjahr stel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Nov 2015 10:35

http://www.n-tv.de/ratgeber/Weichen-fue ... 64161.html
Dienstag, 03. November 2015
Freibeträge und Steuerklasse wählen - Weichen für das neue Steuerjahr stellen

Teilen
Twittern1
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Die Beantragung von Steuerklassen und Freibeträgen erfolgt beim Finanzamt.
Die Beantragung von Steuerklassen und Freibeträgen erfolgt beim Finanzamt.
(Foto: imago/Eibner)

In den nächsten Wochen können Steuerzahler noch Weichen für das kommende Jahr stellen: Beim Finanzamt kann die Steuerklasse geändert werden, zudem sollten mögliche Freibeträge eingetragen werden. So kann jeder dafür sorgen, dass er im kommenden Jahr weniger an den Fiskus zahlen muss und sofort mehr Netto vom Brutto auf dem Lohnzettel hat.

Bis wann muss ich Freibetrag und Steuerklasse eintragen lassen?

Für das nächste Steuerjahr haben Verbraucher zwar grundsätzlich bis zum 30. November 2016 Zeit, wenn sie die Steuerklasse ändern oder Freibeträge eintragen lassen wollen. Wer aber bereits ab Januar 2016 von einem Freibetrag profitieren will, sollte bis Jahresende 2015 die Weichen für das kommende Jahr stellen, erklärt der Bund der Steuerzahler (BdSt). Auch für eine Überprüfung der Steuerklasse kann der Jahreswechsel ein guter Anlass sein. Für den beantragten Freibetrag gilt dieses Jahr erstmals, dass er für zwei Jahre gültig ist.

Wo beantrage ich eine neue Steuerklasse und Freibeträge?

Die Beantragung von Steuerklassen und Freibeträgen erfolgt beim Finanzamt. Entsprechende Formulare gibt es im Internet oder direkt vor Ort bei den Ämtern. Die Online-Formulare können am Computer ausgefüllt werden, müssen aber noch unterschrieben werden. Etwaige Änderungen werden dann automatisch beim Bundeszentralamt für Steuern hinterlegt, zusammen mit den übrigen Steuermerkmalen. Von dort aus können Arbeitgeber die für die Lohnauszahlung relevanten Daten abrufen.

Ändern sich zum neuen Jahr Steuerklasse oder Freibeträge, empfiehlt der BdSt Arbeitnehmern, dem Arbeitgeber die entsprechende Bestätigung mit den neuen Steuermerkmalen nach dem Jahreswechsel rasch vorzulegen. Es sei davon auszugehen, dass Unternehmen erst im Jahresverlauf damit beginnen, die aktuellen Steuermerkmale ihrer Beschäftigten - und damit auch Änderungen - beim Bundeszentralamt abzurufen.

Was bringt eine Änderung der Steuerklasse?

Am Ende müssen zwar alle mit gleichem Einkommen und gleichem Familienstand auch gleich viel Steuern zahlen - unabhängig von der Steuerklasse. Aber mit der richtigen Steuerklasse gibt es gleich mehr Geld aufs Konto, nicht erst später nach der Steuererklärung.

Singles (Steuerklasse I) und Alleinerziehende (II) haben feste Steuerklassen. Ehepaare haben die Wahl: Verdienen sie etwa gleich viel, sollten sie jeweils Steuerklasse IV wählen. Erzielt ein Partner mehr als 60 Prozent des Gesamteinkommens, lohnt sich in der Regel ein Wechsel in die Steuerklassen III (für den Besserverdiener) und V.

Was ändert sich durch den Eintrag von Freibeträgen?
Mehr zum Thema

Ab dem 1. Oktober 2015 gelten beantragte und genehmigte Steuer-Freibeträge für zwei Jahre. 02.10.15 Lohnsteuer-Freibeträge beantragen Zwei Jahre Ermäßigungen winken
Vermieter können Fahrtkosten steuerlich geltend machen - haben sie oft in ihrem Mietobjekt zu tun, müssen sie aber eine Entfernungspauschale ansetzen. 06.07.15 Fahrtkosten absetzen Steuertipp für Vermieter
Verfahrenskosten werden vom Finanzamt nur anerkannt, wenn der Prozess existenziell ist. 03.09.15 Erbe vor Gericht Wann Prozesskosten absetzbar sind
Scheidungskosten können nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden. Aber diese Regelung ist juristisch umstritten. Das letzte Wort haben jetzt die Richter des Bundesfinanzhofs. 21.05.15 Finanzamt vor Gericht So profitiert man von Musterprozessen

Auch wer Freibeträge eintragen lässt, hat in der Regel jeden Monat mehr Netto auf dem Lohnzettel. Das ist nicht nur deswegen ein Vorteil, weil das Geld dann für den Steuerzahler und nicht für das Finanzamt arbeitet. Auch für Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Elterngeld ist das Nettoeinkommen die Berechnungsgrundlage: Mehr netto auf dem Lohnzettel heißt hier mehr Geld. Wer Freibeträge einträgt, für den ist die Steuererklärung später verpflichtend.

Unter welchen Voraussetzungen kann ich einen Freibetrag eintragen lassen?

Die Aufwendungen für Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen müssen mindestens 600 Euro betragen, um Freibeträge zu bekommen. Um diese Grenze zu ermitteln, zieht das Finanzamt bei den Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1000 Euro ab. Zu den Werbungskosten zählen alle beruflich bedingten Ausgaben von Arbeitsmitteln bis Kinderbetreuung. Sonderausgaben sind etwa Kirchensteuer, Unterhaltszahlungen oder Spenden.

Quelle: n-tv.de , awi/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Historische Münzen schlagen Anlagemünzen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Nov 2015 18:48

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... enzen.html

05.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Historische Münzen schlagen Anlagemünzen
Michael Brückner

Die Wertentwicklung von historischen Sammlermünzen schlägt die Performance von Anlagemünzen bei Weitem. Immer mehr Geld fließt denn auch in numismatische Schätze. Allein im vergangenen Jahr wurden damit in den USA rund fünf Milliarden Dollar umgesetzt. Doch wer darin nur Renditeobjekte sieht, sollte auf der Hut sein. Der Markt ist hochvolatil.



Das ist eine Rendite, von der die meisten nur ein Leben lang träumen können. Vor etwa 30 Jahren wurde die begehrte US-Silbermünze »Flowing Hair« aus dem Jahr 1794 für den damals schon atemberaubenden Betrag von rund 242 000 Dollar verkauft. Vor einigen Monaten hatte das Auktionshaus Sotheby’s diese Münze im Angebot. Der Hammer des Auktionators fiel erst bei knapp fünf Millionen Dollar oder circa 4,5 Millionen Euro.



Manche Auktionsergebnisse für gesuchte Münzen in bestem Zustand gleichen fast schon den astronomischen Preisen, zu denen Kunstwerke in den vergangenen Jahren ihre Besitzer wechselten. Das deutsche Auktionshaus Künker versteigerte vor einiger Zeit eine Tetradrachme der Punier, geprägt etwa 320 bis 310 vor Christus auf Sizilien. Der Schätzwert lag bei etwa 25 000 Euro. Zugeschlagen wurde die Münze dann für 180 000 Euro.



Während der Gold- und Silberpreis von seinen Höchstständen im Jahr 2011 nach wie vor weit entfernt ist, legten numismatische Münzen in den vergangenen Jahren stark zu. Allein 2014 stiegen die Münzpreise nach Berechnungen der britischen Agentur Knight Frank um durchschnittlich 13 Prozent. Lediglich die Preise für gesuchte Oldtimer erhöhten sich noch stärker.



Bislang war die Sache klar: Wer in Gold investieren wollte, kaufte die klassischen Anlagemünzen, also Krügerrand, Philharmoniker oder Maple Leaf. Numismatische Münzen blieben eher die Domäne für historisch interessierte Sammler, die sich auf Sektoren spezialisiert hatten. Manche konzentrierten sich auf Münzen aus bestimmten geografischen Regionen, aus historischen Epochen oder auf Themen.



Dass historische Münzen mitunter deutliche Wertzuwächse verzeichnen können, war für die Sammler zwar ein durchaus angenehmer Nebeneffekt, er stand jedoch nicht im Mittelpunkt ihres Hobbys.



Geld fließt in Sachwerte



Seit aber Geld nichts mehr wert ist – jedenfalls, wenn man den Wert des Geldes in Zinsen bemisst – fließen immer größere Summen in Sachwertanlagen. Und hierzu zählen längst nicht mehr nur die »Klassiker« Immobilien, Aktien und Gold, sondern zunehmend auch exotische Investments, bei denen Sammler und Investoren aufeinandertreffen. Oldtimer, Meißner Porzellan, Wein, Uhren und vor allem Kunstobjekte sind gefragt.



Daneben fließt Kapital in historische Münzen, die höhere Renditen versprechen als Anlagemünzen. Immerhin haben Münzen in der Geschichte schon manchen sehr reich gemacht. Der Kaufmann Jakob Fugger (1577-1640) gehörte ebenso dazu wie Mayer Amschel Rothschild (1744-1812). Auch Goethe und Rubens sammelten kostbare Münzen.



Empfiehlt es sich für Anleger, die vom Potenzial der Edelmetalle Gold und Silber überzeugt sind, künftig verstärkt numismatische Münzen zu erwerben? Tatsache ist: Wer über Jahre hinweg Krügerrand oder Philharmoniker kaufte, dürfte sich früher oder später auch für numismatische Münzen interessieren.



Nicht von ungefähr werden an der Internationalen Edelmetall- und Rohstoffmesse am 5. und 6. November in München wiederum auch Aussteller teilnehmen, deren Schwerpunkt auf numismatischen Münzen liegt.



Die Preise für Anlagemünzen sind fast zu 100 Prozent an die Preise für die jeweiligen Edelmetalle gekoppelt, weshalb es keinen Unterschied macht, ob man sich nun für Maple Leaf oder Philharmoniker entscheidet. Historische Münzen jedoch können ein »Eigenleben« völlig unabhängig vom jeweiligen Preis des Edelmetalls entwickeln.



Ein wesentlicher Werttreiber ist dabei die Seltenheit der Münze. So können Zehn-Goldmarkstücke des Königreichs Preußen auf Auktionen mal 150 Euro, mal über 2000 Euro einbringen. Des Rätsels Lösung: Manche Jahrgänge weisen lediglich eine sehr geringe Stückzahl auf, das lässt bei entsprechender Nachfrage den Preis explodieren.



Eine Unze Silber kostete dieser Tage um 14,40 Euro. Für die griechische Zehn-Euro-Gedenkmünze »Hippokrates von Kos«, die mit 34,10 Gramm nur wenig schwerer ist als eine Unze, muss man derzeit – sofern man sie überhaupt bekommt – deutlich über 200 Euro zahlen (Prägequalität: Polierte Platte). Von dieser Münze wurden nur 1200 Stück geprägt – die meisten davon sind in festen Sammlerhänden. Sogar klassische Anlagemünzen können von einem Seltenheitsbonus profitieren.



Im Jahr 1968 wurden beispielsweise nur 20 000 Exemplare des Krügerrands geprägt, hinzu kamen 10 000 in der höchsten Prägequalität »proof« (entspricht der Polierten Platte). Im Jahr 2013 lag die Auflage bei 833 000 Stück. Und im Jahr 1978 kamen über sechs Millionen Stück auf den Markt. Die Knappheit des Krügerrands aus dem Prägejahr 1968 führt dazu, dass Sammler heute einen Aufpreis auf den normalen Goldpreis zahlen.



Vorsicht – dreiste Fälschungen!



Neben der Auflage entscheidet der Erhaltungszustand über den Preis von historischen Münzen. Bei der seltenen und gesuchten Schweizer Goldmünze 100-Franken-Vreneli, die in vorzüglichem (vz) Erhaltungszustand heute deutlich über 10 000 Euro kostet, kann der Wert bei einem nur etwas schlechteren Erhaltungszustand (»sehr schön« oder ss) mindestens 2000 Euro weniger ausmachen.



Bedenken sollte man, dass der Markt für Numismatiker sehr volatil ist. Es gibt eben nur wenige Sammler, die hohe Beträge für gesuchte Münzen ausgeben. Das kann, wie bei den eingangs erwähnten Beispielen, zu enormen Preissprüngen führen. Entfällt diese Nachfrage aber, fallen die Preise deutlich.



Schließlich dürfen Sammler oder Investoren auch das Risiko von Fälschungen nicht übersehen. Bei teuren Stücken sind Expertengutachten Pflicht. Denn nicht alle Fälschungen lassen sich so einfach identifizieren wie angebliche »Silbermünzen« aus Eisen. Hier genügt ein einfacher Magnet, um die Fälschung zu entlarven (Eisenmünzen sind im Gegensatz zu Silbermünzen magnetisch).



Fazit: Nichts spricht dagegen, den Sachwertanteil im Portfolio mit numismatischen Münzen anzureichern. Dabei sollte man auf geringe Auflagen und erstklassige Qualitäten achten. Wichtig ist außerdem, dass nicht nur Renditeüberlegungen im Vordergrund stehen, sondern auch das Interesse am Sammeln historischer Münzen.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: Iakov Filimonov / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (5) zu diesem Artikel
05.11.2015 | 18:07
Die perfekte Anlagestrategie!

Das große Gehеimnis einer perfekten Anlаge, welches Ihnen die Expertеn vorenthalten: Insider erzielen sehr lukrative und garantiertе Renditеn mit Arbitragеn. Diese stellen alle anderen Anlаgeklassen in den Schatten! Abgesehen von den steuerlichen Vorteilen werden diese Renditen auch schon in wenigen Tagen erzielt. Ein bewährter Anbieter solcher Arbitragеn ist http://www.is.gd/f4GGlX In Kombination mit physischen Edelmetallen zur Kapitalsicherung ist das die perfekte...

Aufklappen

05.11.2015 | 18:07
Hannes

@ 05.11.2015 | 14:56 etc., Du Tгoll: Würde ich nicht zufällig selbst schon seit einigen Jahren mit http://www.7.ly/mAQj meinen Lebensunterhalt finanzieren, würde ich vielleicht auf Deine Verleumdung hereinfallen. Fakt ist, dass es sich hierbei um ein legales, ehrliches und allseits bewährtes System handelt! - Mache Dich schon mal mit der "Verleumdung" im Strafgesetzbuch vertraut: "Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache...

Aufklappen

05.11.2015 | 18:06
Alfred Putz

@ Berghonk: Also ich bin froh, dass ich bei Kopp-Online im Kommentarbereich auf diese tollе Möglichkeit mit http://www.fifo.cc/37PO5YC online Geld zu verdiеnen hingewiesen worden bin. Allerdings muss ich gestehen, dass ich anfangs auch sehr skeptisch war und mich letztendlich dieser Erfahrungsbеricht http://www.hec.su/bWsw überzeugt hat. Ich kann Ihnen daher aus meiner eigenеn Erfahrung bestätigen, dass die Anwendung kinderleicht ist und es tatsächlich so funktioniert, wie es auf...

Aufklappen

05.11.2015 | 16:35
Berghonk

Liebe Redaktion könnt Ihr diesen Schwachsinn mit den Sportwetten endlich unterbinden. Dieser Arsch vergisst dass er auf einer Diskusionsplatform ist und nicht in einer Werbe Sendung. Offensichtlich reicht sein IQ nicht aus um das zu begreifen. Somit habe ich wieder fast Bedauern mit so einem Deppen.

05.11.2015 | 14:56
Tolle Zockerbude hier

und die Wölfe fressen Kreide *grins - - oder mag es doch nur ein Zocker sein der hier seine Gewinnmaximierungstrategien an den Mann bringen wil? tststs Angefangen von LESEN-VESTEHEN-AUFWACHEN-HANDELN über PETER PFEIFER (mit 2 und nicht drei F) und nu auch noch als DIE PERFEKTE ANLAGE. Ich lach mich tot. :D Ich tippe mal auf alles in einer Hand und immer schön mit anderem Namen. Copy Paste dann doch sooo schön sein. Warum nicht immer unter "NEPPER, SCHLEPPER,...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Auf Ursachenforschung gehen - Überfordert im Job ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Nov 2015 20:34

http://www.n-tv.de/ratgeber/Ueberforder ... 23081.html
Auf Ursachenforschung gehen - Überfordert im Job ?

Ist die Arbeit nicht zu schaffen, ist die Laune schlecht. Überforderung im Job belastet Arbeitnehmer. Wer merkt, dass es zu viel wird, sollte nach den Gründen dafür suchen. Denn Überforderung kann unterschiedliche Ursachen haben.

Teilen60
Twittern7
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Einfach zu viel Arbeit: Wer im Job überfordert ist, sollte herausfinden, woran das liegt.
(Foto: dpa-tmn)

Manchmal ist im Job einfach alles zu viel - Arbeitnehmer sind überfordert. "Dann müssen sie auf Ursachenforschung gehen", sagt Karriereberater Thorsten Knobbe.

Einerseits kann es zeitlich nicht passen: Es ist mehr zu tun, als zu schaffen ist. Wenn ein Team sich selbst organisiert, also Aufgaben untereinander verteilt werden, lohnt sich eine Teamsitzung. "Der Betroffene sollte ansprechen, dass es so nicht geht, Aufgaben eventuell anders verteilt werden müssen", rät Knobbe.

Ist der Vorgesetzte für die Aufgabenverteilung verantwortlich, ist ein Gespräch mit ihm angesagt. Arbeitnehmer sprechen das Problem Arbeitsbelastung am besten direkt an. Doch Knobbe warnt: Oft ändert sich die Belastung - es gibt Phasen, in denen ist mehr zu tun als in anderen. Deshalb gilt es abzuwarten. "Ich würde nicht nach einer Woche zum Chef gehen, sondern gucken, wie sich die Lage entwickelt", sagt Knobbe. Ist das Problem aber von Dauer, sollten Betroffene das Gespräch suchen.

Knobbe warnt außerdem davor, dass Arbeitnehmer, die eigentlich nur in Teilzeit arbeiten, Vollzeit eingespannt werden. "Das kommt ja relativ oft vor, dass jemand dann munter die gleiche Arbeit machen muss wie vorher." Betroffene sollten sich hier ebenfalls direkt an den Vorgesetzten wenden und deutlich machen, dass das so nicht geht.
Mehr zum Thema

Hier noch ein neues Projekt, dort schnell die Unterlagen überprüfen: Nur wer im Job zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden kann, arbeitet effizient. 27.10.15 Effizienter arbeiten Im Job Prioritäten setzen
Noch mehr Arbeit? Manchmal muss man einfach auch mal Nein sagen. 22.10.15 Aus der Nettigkeits-Falle finden Schluss mit dem Ja-Sagen
Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen können. Foto: Britta Pedersen 24.08.15 Ehrlich währt am längsten? Die beliebtesten Lügen im Lebenslauf

Andererseits sind einige Arbeitnehmer inhaltlich überfordert. Dann sollten sie sich fragen, ob sie den Job, so wie sie ihn machen, weitermachen wollen. Ist das der Fall, fragen sie den Chef am besten nach einer Weiterbildung, rät Knobbe. Denn wenn die inhaltlichen Anforderungen die Fähigkeiten überschreiten, sollten Arbeitnehmer eine solche Maßnahme vom Chef einfordern.

Generell ist es wichtig, es nicht soweit kommen zu lassen, dass sich die Überforderung auf die Arbeit auswirkt. "Wenn sich Fehler einschleichen, die womöglich auch erst von anderen bemerkt werden, ist es zu spät", sagt Knobbe. Am besten ist es, vorher die Reißlinie zu ziehen und das Gespräch zu suchen.



Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Bundesbank fordert Ausstieg aus der lockeren Geld-Politik

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Nov 2015 11:16

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... d-politik/

Geldpolitik
Bundesbank fordert Ausstieg aus der lockeren Geld-Politik
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 08.11.15 23:31 Uhr

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sieht keine Notwendigkeit für die EZB, weiter billiges Geld in die Märkte zu pumpen. Die Inflation sei wegen des Ölpreis-Verfalls so niedrig, die Preise steigen bereits wieder. Die Zentralbanken sollten aus der lockeren Geldpolitik aussteigen, um sich nicht zu Gefangenen der Politik zu machen.
Ihren XING-Kontakten zeigen
bitcoin
abo-pic


Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. (Foto: dpa)

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat vor zunehmenden Gefahren der großen Geldflut im Euro-Raum gewarnt. Die Wirksamkeit der ultralockeren Geldpolitik nehme mit der Zeit ab, gleichzeitig würden Risiken und Nebenwirkungen wachsen, sagte Weidmann dem Tagesspiegel. „Hier denke ich zum Beispiel an Übertreibungen auf den Finanzmärkten und an die Probleme für Lebensversicherungen.“ Einer möglichen Ausweitung der Geldflut zur Bekämpfung der nach Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) gefährlich niedrigen Inflation steht der Bundesbank-Präsident skeptisch gegenüber.

Die EZB will im Dezember über eine Ausweitung ihres bereits auf über eine Billion Euro angelegten Anleihenkaufprogramms entscheiden. Dann werden dem Währungshüter neue Inflations- und Konjunkturprognosen ihrer Stäbe vorliegen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte mehrfach betont, wenn nötig werde die EZB alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um die Inflation zu bekämpfen. Im Oktober waren die Preise in der Euro-Zone stagniert – im September waren sie sogar um 0,1 Prozent gefallen. Die EZB strebt aber mittelfristig knapp unter zwei Prozent Inflation an, was sie als optimal für die Wirtschaft erachtet. Fallen Preise hingegen auf breiter Front, kann das eine Wirtschaft auf Jahre lähmen.

Doch Bundesbank-Präsident Weidmann sieht in der Mini-Inflation vor allem eine Folge der sehr niedrigen Ölpreise. Insofern sei sie ein vorübergehendes Phänomen. „Hinzu kommt, dass im Euro-Raum die günstiger importierte Energie die Kaufkraft von Unternehmen und Verbrauchern stärkt. Die Firmen können mehr investieren, die Konsumenten mehr kaufen, das stützt bereits die Nachfrage,“ sagte er der Zeitung. Würden Elemente wie die Energiepreise herausgerechnet, liege die Inflation bei einem Prozent. „Und mittelfristig steigen die Preise wieder stärker, wie alle derzeit vorliegenden Prognosen zeigen.“

Die Notenbanken dürften nicht zum Gefangenen der Politik werden, warnte Weidmann: „Wir Notenbanker müssen aus der expansiven Geldpolitik aussteigen können, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.“ Dies gelte auch dann, wenn sich die Politik daran störe, weil dadurch die Zinslasten für die Staatsschulden zunehmen. Mit EZB-Chef Draghi stimme er überein, dass zur Bewältigung der Krise vor allem Strukturreformen in den betroffenen Ländern notwendig seien. „Denn es geht ja nicht nur um konjunkturelle Probleme, sondern um Fehlentwicklungen und Übertreibungen, auch im Finanzsektor.“
Themen: Bundesbank, EZB, Geldpolitik, Inflation, Weidmann
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Edelmetallmesse: Nicht Notenbanken, sondern Großinvestoren treiben Gold na

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Nov 2015 11:42

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... unten.html

10.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Edelmetallmesse: Nicht Notenbanken, sondern Großinvestoren treiben Gold nach unten
Janne Jörg Kipp

In der vergangenen Woche war der Kopp Verlag auf der Edelmetallmesse in München zu Besuch. Zeit und Gelegenheit, um sich mit Ihnen, liebe Leser, mit Ausstellern sowie Spezialisten zu unterhalten. Hauptthema war der niedrige Goldpreis. Ist er manipuliert?



Vorab vielen Dank an alle Besucher, die den Kopp Verlag auf der Edelmetallmesse angesprochen haben. Das Interesse an diversen Publikationen, auch aus dem Gesundheitsbereich, war enorm. Der Zuspruch überwältigend. Dennoch schwebt weiterhin eine große Frage über allen Interessierten: Warum und wie lange ist der Goldpreis so niedrig?



Theoretisch müsste der Preis steigen. Die Zinsen sind weiterhin auf Niedrigstniveau, die Realzinsen seit geraumer Zeit sogar unter null Prozent.



Dies gehört zum Programm. In meinem Buch Die große Enteignung habe ich beschrieben, dass dies zum Programm der »finanziellen Repression« gehört, mit dem Sie rechnen müssen.



Darunter fallen Maßnahmen wie offene Steuererhöhungen, verdeckte Steuererhöhungen und verdeckte Abgaben, geplante Abgaben für Sonderentwicklungen wie einen weiteren Solidaritätszuschlag, aber auch die schlichte Enteignung. Die Gelddruckmaschine im Westen läuft weiter.



Gold an sich ohne Alternative



Die EZB teilte mit, dass die bekannteste Geldmenge M3 um 4,9 Prozent (jährlich) wächst. Die Produktivität aber ist weitaus geringer. Schon daraus kann eigentlich jeder Interessierte errechnen, dass Geld immer weniger wert wird.



Die EZB scheut aber vor nichts zurück. Sie freut(!) sich schon heute, dass die Kreditvergabe an private Haushalte weiter gestiegen ist. Das Problem wird damit nur größer. Wie Sie in Die große Enteignung lesen können, sind die Staatsschulden jeweils nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtdilemmas.



Unternehmensschulden und private Schulden verdreifachen die gesamten Schulden eines Staates. Die Verschuldung in Deutschland beispielsweise liegt bei mehr als 220 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes. Die Verschuldung im Musterland Niederlande liegt sogar bei mehr als 680 Prozent. Auch hier gilt mit Blick auf Gesamteuropa: Die »finanzielle Repression« wird zuschlagen. Wir alle zahlen dafür, diese Schulden zu tilgen.



Einer der bekanntesten privaten Vermögensverwalter in Deutschland, Jens Ehrhardt, geht sogar davon aus, dass die Negativzinsen in Europa schon im Dezember noch größer werden. Jedenfalls plane die EZB dies. Zur Information: Schon heute weisen Euro-Staatsanleihen im Wert von 2,6 Billionen Euro negative Zinsen aus. Die Papierwährungen zerfleddern also vor unseren Augen.



Die Massenmedien ignorieren dies inzwischen wieder weitgehend. Das heißt also, dass Anwender bei zum Beispiel 0,5 Prozent Minuszinsen 13 Milliarden Euro verlieren, nur weil sie ihr Geld in Staatsanleihen investiert haben.



Und genau deshalb müsste der Goldpreis steigen. Er steigt aber nicht, er fällt. Wer steckt dahinter? Auf der Edelmetallmesse wurde darüber spekuliert, dass dies nicht die Zentralbanken sind. Kurzfristig haben sich beispielsweise die sogenannten »Commercials«, also kommerzielle Gruppierungen, auf die Short-Seite gestellt und setzen auf fallende Notierungen.



Die treiben derzeit den Kurs nach unten. Genauer gesagt, die Short-Papiere haben gegenüber den Long-Positionen um 25 Prozent gegenüber der Vorwoche zugelegt. Die »großen Spekulanten« haben ihre Long-Positionen sogar um 26 Prozent reduziert. Der Markt glaubt also an fallende Kurse und er verstärkt die Tendenz. Solange die ganz Großen, also zum Beispiel Zentralbanken, nicht dagegenhalten, wird Gold für Spekulanten schwach bleiben.



Auch Vermögensverwaltungen bekommen inzwischen kalte Füße. Das »Managed Money«, also das Geld in Vermögensverwaltungen, hat die Gold-Positionen auf der »Long«-Seite um gut 40 Prozent abgebaut. Dennoch war die Stimmung auf der Edelmetallmesse bezogen auf Gold besser.



Spekulanten können wegen der kurzfristigen Erwartungen verlieren. Die habe ich Ihnen gerade genannt.



Die Situation in den USA und in Europa mit negativen Zinsen ist jedoch so brisant, dass Gold langfristig deutlich steigen wird. Kein Zweifel. Ich selbst habe aus einer Studie zitiert, wonach das weltweit geförderte Gold aktuell etwa sieben Milliarden US-Dollar wert ist. Die weltweite Verschuldung hingegen liegt bei 199 000 Milliarden US-Dollar. Dies zeigt, wie wertvoll Gold an sich ist.



Und dies ist die Bilanz der Messe: Wer sich schützen möchte, muss sich gegen die große Enteignung stemmen. Staaten, Notenbanken und sogar Geschäftsbanken werden Sie weiter in die Mühle der »finanziellen Repression« treiben.



Es wird in einer Inflation enden. Noch ein Beleg aus der »großen Enteignung«: Die Teuerungswelle in den USA ist beispielsweise von 1915 auf 1917 von 1,0 Prozent auf 20,4 Prozent gestiegen. Von 1945 auf 1947 ausgehend von 0,5 Prozent auf 19,0 Prozent. Und 1972 auf 1974 von 2,9 Prozent auf 12,3 Prozent. Das kann hier ebenfalls jederzeit geschehen.

.

Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: picture-alliance

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Wirtschaftsweise über Flüchtlinge - "Mindestlohn sollte nicht erhöht werde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 13:06

http://www.n-tv.de/politik/Mindestlohn- ... 27416.html
Mittwoch, 11. November 2015
Wirtschaftsweise über Flüchtlinge - "Mindestlohn sollte nicht erhöht werden"

Was ist wichtiger: Ein Lohn, von dem man gut leben kann, oder überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben? Die Wirtschaftsweisen stellen sich die Grundfrage der Mindestlohndebatte im Angesicht der Flüchtlingskrise neu und kommen zu einem klaren Ergebnis.

Teilen21
Twittern5
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Die fünf Wirtschaftsweisen machen sich angesichts des Flüchtlingsstromes für Ausnahmen beim Mindestlohn stark. Die Lohnuntergrenze dürfte für viele Flüchtlinge eine hohe Eintrittsbarriere darstellen, schreiben die Sachverständigen in ihrem Gutachten zur wirtschaftlichen Entwicklung. "In Anbetracht des steigenden Arbeitsangebots im Niedriglohnbereich sollte der Mindestlohn keinesfalls erhöht werden."

Die Kosten für die Flüchtlinge bezifferten sie bis 2016 auf bis zu 22,6 Milliarden Euro. "Angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte sind diese Kosten tragbar", befinden sie. Das Ifo-Institut hatte die Kosten für die Bewältigung der Flüchtlingskrise für das laufende Jahr auf 21,1 Milliarden Euro beziffert. Das schließt unter anderem Ausgaben für Unterbringung, Ernährung, Kitas, Schulen, Deutschkurse, Ausbildung und Verwaltung ein.

Nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen könnten die vielen Zuwanderer dennoch zu einem Erfolg für Deutschland werden. Dies setze jedoch große Anstrengungen in den kommenden Jahren voraus. Die Integration werde "viele Jahre in Anspruch nehmen und bietet keine Erfolgsgarantie".
Wieder mehr als drei Millionen Arbeitslose zu erwarten

Die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt müsse eine hohe Priorität erhalten, weil sie ein wichtiger Schritt für die gesellschaftliche Integration sei, schreiben die Wirtschaftsweisen. Auch die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hatte sich kürzlich für eine rasche Einbindung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ausgesprochen.
Mehr zum Thema

Wende in der Flüchtlingspolitik?: Österreich feiert de Maizières Vorstoß 11.11.15 Wende in der Flüchtlingspolitik? Österreich feiert de Maizières Vorstoß
Ifo-Institut korrigiert nach oben: Flüchtlinge kosten 21 Milliarden Euro 10.11.15 Ifo-Institut korrigiert nach oben Flüchtlinge kosten 21 Milliarden Euro
Flüchtlinge lohnen sich, wenn sie schnell integriert werden, meint die Deutsche Bank. 04.11.15 Bald größtes Einwanderungsland? Deutsche Bank sieht Flüchtlinge als Chance

Um Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, sollten nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen unter anderem Praktika für zwölf Monate vom Mindestlohn ausgenommen werden. Auch eine Staffelung des Mindestlohns nach Alter könne dazu beitragen, junge Erwachsene in Lohn und Brot zu bringen. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 8,50 Euro je Stunde.

Eine Kommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften entscheidet im kommenden Jahr, ob und wie stark die Lohnuntergrenze ab 2017 angehoben werden soll. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland dürfte nach Vorhersage der Wirtschaftsweisen dank der Neuankömmlinge bis 2020 um bis zu 500.000 steigen, dem stünden etwa bis zu 350.000 arbeitslose Flüchtlinge gegenüber. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte daher in den kommenden Jahren die Marke von drei Millionen wieder überschreiten, die Arbeitslosenquote nicht weiter zurückgehen.

Quelle: n-tv.de , dka/rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Apple-Chef Tim Cook: Die nächste Generation wird Bargeld nicht mehr kennen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Nov 2015 11:23

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... ennen.html

12.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Apple-Chef Tim Cook: Die nächste Generation wird Bargeld nicht mehr kennen
Markus Gärtner

Apple-Boss Tim Cook hat die Katze aus dem Sack gelassen: Das Ende der Bargeld-Ära ist längst geplant und eingeläutet, noch bevor die drastischen Maßnahmen, die dazu nötig sind, bekannt gegeben wurden. »Die nächste Generation wird nicht mehr wissen, was Geld ist«, sagte Cook jetzt bei einem Auftritt vor verblüfften Studenten des Trinity College in Dublin.



Diese drastische Prognose kommt von einem, der es wissen muss. Apple baut mit Apple Pay sein eigenes elektronisches Bezahlsystem auf und hat jedes Interesse daran, dass den Menschen Banknoten und Münzen abgenommen werden, damit Banken und andere Finanzdienstleister an elektronischen Transfers möglichst viel verdienen und zusammen mit den Finanzämtern die totale Kontrolle über unser Geld erlangen können.

Noch nie hat ein Topmanager auf dieser Welt so offen ausgesprochen, dass das Bargeldverbot längst ausgemachte Sache ist.



Das Zitat zeigt auch, wie sicher und unverletzbar sich das große Geldkartell aus Banken, IT-Konzernen und institutionellen Investoren der Wall Street bei diesem bislang unerklärten Coup fühlt.



Cook hat seine Prognose erstaunlich genau formuliert. Die Zeitspanne, in der das Bargeld verschwinden soll, bemisst er als den Zeitraum, bis zu dem die aktuellen Studenten beginnen, eine Familie zu gründen. Da sind nicht mehr als sechs bis zehn Jahre, wenn überhaupt.



Diese und andere Repressionen hat Janne Kipp in seinem neuen Erfolgsbuch »Die große Enteignung« ausführlich beschrieben. In dem Werk erklärt der Wirtschaftsjournalist und Autor, wie ein straff organisiertes Weltfinanz-Kartell aus Großbanken, Politikern und multinationalen Konzernen nach dem Vermögen von Sparern und Steuerzahlern greift.



Die meisten Menschen, sagt Kipp, halten Ereignisse wie den Finanzcrash 2008, die Euro-Krise und das Griechenland-Desaster für reinen Zufall. Doch dem ist nicht so. Diese Geschehnisse sind Teil eines Systems, das sich mit »Zentralisierung« und »Enteignung« beschreiben lässt.



Denn das große Geld-Kartell ist seit Langem erfolgreich damit beschäftigt, zu Lasten der einfachen Bürger immer mehr Macht und finanzielle Ressourcen in seine Hände zu bringen.



Kipp zeigt in dem Buch akribisch und flott geschrieben auf, welchem ausgefeilten Drehbuch das Kartell folgt. Er belegt, dass der Raubzug sich derzeit noch beschleunigt und dass rigoros auf die größte Enteignung aller Zeiten hingearbeitet wird. Millionen von Menschen werden dabei einen Großteil ihrer Ersparnisse verlieren.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: igrec / Flickr CC BY-SA 2.0

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Commerzbank warnt vor weiteren 100 Milliarden Zinsverlust

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Nov 2015 20:08

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 5B61174091

12.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Commerzbank warnt vor weiteren 100 Milliarden Zinsverlust
Janne Jörg Kipp

Eine neue Studie der Commerzbank warnt: Die »schleichende Enteignung« hat erst angefangen. Sie wird sich in den kommenden Jahren noch schneller fortentwickeln. Die niedrigen Zinsen haben die Sparer in Deutschland bislang etwa 80 Milliarden Euro gekostet.



In den kommenden vier Jahren wird die Niedrigzinspolitik noch einmal 100 Milliarden Euro kosten. Dies seien, so die Commerzbank, pro deutschem Sparer 1.250 Euro. Ich rechne anders.



Dies sind pro Haushalt in Deutschland etwa 3.333 Euro. Ein stattlicher Betrag, auf den wir alle verzichten »müssen«. Angeordnet durch die Schuldenpolitik der deutschen Regierung und der EU. Doch halten Sie sich fest: Die Commerzbank befindet sich ja unter anderem auch in staatlicher Hand. Und dennoch schreibt sie:



»Damit wird klar: Der Höhepunkt der schleichenden Enteignung liegt noch nicht hinter uns, sondern vor uns«.



Mit anderen Worten: der große Schreck folgt noch. Der Staat selbst sagt es (fast) unverblümt. Hier kann ich mich anschließen. Volkswirte nennen Maßnahmen dieser Art »finanzielle Repression«. Die Negativzinsen können sogar auf -4 Prozent bis sogar -5 Prozent fallen. Pläne dafür existieren bereits.


Der Griff nach Ihrem Vermögen

Finanzcrash 2008, Euro-Krise, Griechenland-Desaster . Die meisten halten Ereignisse wie diese für Zufall. Doch dem ist nicht so! Diese Geschehnisse sind Teil eines Systems, das sich mit »Zentralisierung« und »Enteignung« beschreiben lässt. Denn ein Kartell aus Großbanken, Politikern und multinationalen Konzernen ist seit Langem damit beschäftigt, zulasten der einfachen Bürger immer mehr Macht und finanzielle Ressourcen in seine Hände zu bringen.Der Finanzexperte Janne Jörg Kipp zeigt Ihnen in diesem Buch, wie das Kartell dabei vorgeht. Er belegt, dass dessen Aktivitäten zugenommen haben - und dass es jetzt auf die größte Enteignung aller Zeiten hinarbeitet. Dabei werden Millionen von Menschen einen Großteil ihrer Ersparnisse verlieren!



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: 360b / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Massive Goldkäufe: Private Anleger wittern die nächste Finanzkrise

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Nov 2015 11:09

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... krise.html

13.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Massive Goldkäufe: Private Anleger wittern die nächste Finanzkrise
Markus Gärtner

Die Goldnachfrage der USA hat sich im dritten Quartal bis September bei Münzen und Barren verdreifacht. Die Chinesen haben 70 Prozent mehr Anlagegold gekauft als im selben Quartal des Vorjahres. Die weltweite Nachfrage stieg immerhin um acht Prozent an. Das meldet der World Gold Council im neuen Quartalsbericht.



Die Anleger sind verunsichert über zunehmende geopolitische Konfliktzonen, über die kräftige Abschwächung der Weltwirtschaft und über die Führungslosigkeit, die sich während der Flüchtlingskrise in Europa wieder einmal zeigt. Dass die Spannungen zwischen den USA und China im Südchinesischen Meer zunehmen, trägt zu der allgemeinen Verunsicherung bei.



Dass die US-Notenbank mit der seit langem angekündigten Zinswende nach oben zögert, weil die Welt in Schulden ertrinkt und sich eine höhere Zinsbelastung nicht leisten kann, das sorgt zusätzlich für Zweifel an den wirtschaftlichen Perspektiven.



Vor der Küste von Galveston, im Öl-Bundesstaat Texas, hat sich eine zwei Kilometer lange Schlange von Öltankern aufgestaut, die im Meer geparkt werden, weil die Nachfrage so schwach ist und sich keine Abnehmer finden.



Es ist zu einem guten Teil Öl aus dem Irak, das dringend verkauft werden muss, um mit dem Erlös die Verfallserscheinungen des Landes zu bremsen und den Kampf gegen den Islamischen Staat mitzufinanzieren. China hat sämtliche Öl-Speicher bis an den Rand aufgefüllt.



Wohin man schaut, auch an den Finanzmärkten, wo die Zinsen für Ramschanleihen weiter steigen, stehen die Signale auf Rot.



Am Strand heißt das: auf keinen Fall ins Wasser gehen. In der Weltwirtschaft heißt das: der nächste Sturm zieht auf.



Wie hat Paul C. Martin einmal gesagt: »Am Ende einer Epoche stand immer BÜROKRATIE, VERSCHULDUNG, STAATSBANKROTT. Am Anfang war immer GOLD die Grundlage eines neuen Finanzsystems. So war es immer und so wird es auch wieder sein!«



Es scheint, als würden private Sparer und Anleger mit ihren wachsenden Goldkäufen den richtigen Riecher haben, lange bevor – wie bei der letzten Finanzkrise – die sogenannten Experten und die Mainstream-Medien die rote Flagge hissen.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: Steve Heap / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Zustellungstag entscheidend - Wann ist die Kündigung fristgerecht ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Nov 2015 19:16

http://www.n-tv.de/ratgeber/Wann-ist-di ... 38586.html
Zustellungstag entscheidend - Wann ist die Kündigung fristgerecht ?

Sonntags gibt es Brötchen zum Frühstück und abends den "Tatort" im Fernsehen. Und manchmal auch etwas Langeweile dazwischen. Wenn es ganz dumm läuft, steckt auch noch die Job-Kündigung im Briefkasten. Doch der letzte Tag der Woche hat so seine Tücken.

Teilen12
Twittern4
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


(Foto: imago/Steinach)

Wer sich hierzulande von unliebsamen Mitarbeitern trennen möchte, muss sich an einige Formalien halten. Es gilt unter anderem die Kündigungsfrist zu beachten. Landet die Kündigung an einem Sonntag im Briefkasten des Empfängers, gilt diese erst als am Montag zugestellt. Handelt es sich bei diesem Sonntag um den letzten Tag der Kündigungsfrist, gilt diese als verspätet zugestellt. Dies hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein entschieden (Az.: PM Nr. 8/2015).

In dem verhandelten Fall sollte einer Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei gekündigt werden. Die Frau befand sich noch in der Probezeit. Um den letzten Tag der zweiwöchigen Kündigungsfrist zu wahren, beauftragte der Arbeitgeber einen Mitarbeiter seiner Kanzlei, den schriftlich formulierten Rauswurf noch am letzten Tag der Woche der Adressatin in den Briefkasten zu werfen. Was dieser auch tat.

Die Frau schaute allerdings erst am darauffolgenden Montag nach ihrer Post und da war die für die Probezeit geltende Kündigungsfrist bereits um einen Tag überschritten. Nach Ablauf der Probezeit galt allerdings eine vereinbarte Kündigungsfrist von vier statt zwei Wochen. Da sie nach ihrer Auffassung an einem Sonntag nicht mit einem Rauswurf rechnen musste und auch das Geld für den verlängerten Kündigungszeitraum erhalten wollte, wehrte sie sich vor Gericht.
Mehr zum Thema

Die wichtigsten Stationen im Lebenslauf sollten Bewerber kurz und knapp benennen können. Foto: Britta Pedersen 24.08.15 Ehrlich währt am längsten? Die beliebtesten Lügen im Lebenslauf
Nur nicht verzweifeln: Wer bei seiner Arbeit einen Misserfolg verbuchen muss, sollte ihn so schnell wie möglich abhaken. 29.08.15 Misserfolge im Job Aufstehen, weitermachen!

Mit Erfolg. Das zuständige Arbeitsgericht gab ihr recht. Demnach müssen Arbeitnehmer an einem Sonntag nicht in ihren Briefkasten sehen, sondern nur dann, wenn die Post auch Briefe zustellt. Dies gilt auch dann, wenn dieser der letzte Tag der Probezeit ist und der Arbeitgeber selbst an diesem Tag arbeitet. Damit gilt die Kündigung erst als am Montag zugestellt - und somit als verspätet. Dem Einwand des Arbeitgebers, dass sonntags ja auch Wochenblätter verteilt würden, ließ das Gericht nicht gelten, da dies mit regulärer Post nicht vergleichbar sei.

Anders würde es sich verhalten, wenn die Kündigung an der Haustür persönlich entgegengenommen worden wäre - dann würde diese als zugegangen gelten.

Hier eine günstige Rechtsschutzversicherung finden

Quelle: n-tv.de , awi
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Nach Pariser Terrorwelle - Börsen könnten verunsichert reagieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Nov 2015 20:20

http://www.n-tv.de/wirtschaft/marktberi ... 56746.html
Sonntag, 15. November 2015
Nach Pariser Terrorwelle - Börsen könnten verunsichert reagieren

Welche Auswirkungen haben die Ereignisse von Paris? In der kommenden Woche wird mit einem nervösen Handel gerechnet. Zudem schauen die Börsianer wieder verstärkt auf die Notenbanken. Es wird eine Ausweitung der Geldflut durch die EZB erwartet.

Teilen75
Twittern13
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Charts

Dax Dax 10.708,40
Dow Jones Dow Jones 17.245,24
Nikkei Nikkei 19.596,91

Mit der verheerenden Anschlagsserie in Paris müssen sich die Aktienanleger wohl auf eine Handelswoche mit ungewissem Ausgang einstellen. Die Terrorwelle in der französischen Hauptstadt dürfte für Nervosität an den Börsen sorgen, die sich auch in fallenden Kursen niederschlagen könnte. In Paris starben bei Anschlägen, zu denen sich die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) bekannte, mindestens 129 Menschen.

Die Futures auf die wichtigen US-Indizes hatten am Freitagabend nach US-Börsenschluss in Reaktion darauf bereits nachgegeben. Alles was die weltpolitischen Risiken wieder ins Bewusstsein bringe, werde die Märkte belasten, die derzeit ohnehin anfällig seien, sagte ein Börsianer. "Gerade weil es in den vergangenen Wochen so deutlich nach oben gegangen ist."

Vor allem die Spekulationen auf eine mögliche Ausweitung der Geldflut im Euroraum hatten dem Dax zuletzt einen Höhenflug beschert. Auch wenn dem Leitindex in der alten Woche etwas die Puste ausging, steht seit Anfang Oktober bis Freitag immer noch ein Plus von rund 13 Prozent zu Buche. In der abgelaufenen Handelswoche verlor der Dax 2,5 Prozent, die drei wichtigsten US-Indizes Dow Jones, S&P500 und Nasdaq-Composite beendeten die Woche mit Abschlägen von bis zu 4,3 Prozent.

"Angesichts der wenigen anstehenden Unternehmensdaten wird der Dax in den nächsten Tagen wohl auf der Stelle treten", sagt Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. NordLB-Experte Tobias Basse erwartet zunächst ebenfalls keine großen Kurssprünge an den Aktienmärkten. "Allerdings dürfte der Euro wegen der gegensätzlichen Geldpolitik in den USA und der Eurozone weiter unter Druck stehen, wovon wiederum vor allem die deutschen Exportwerte profitieren werden."

In der abgelaufenen Woche war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0673 US-Dollar gefallen, das war der tiefste Stand seit rund sieben Monaten. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung knapp unter der Marke von 1,08 Dollar.
Geldpolitik beherrscht das Börsengeschehen

In den USA rückt die Zinswende der Notenbank immer näher: Die zuletzt meist positiven Wirtschaftsdaten dürften laut Börsianern die Fed dazu bewegen, im Dezember erstmals seit fast einem Jahrzehnt die Zinsen anzuheben. Daher werden die Investoren auch die Äußerungen führender Währungshüter auf die Goldwaage legen.

Zuletzt hatten Fed-Chefin Janet Yellen und andere Notenbanker angedeutet, dass eine Anhebung der Zinsen bei der Sitzung der Notenbank am 15. und 16. Dezember möglich sei. Den Kursen an den Terminmärkten zufolge sehen Anleger die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung zum Jahresende aktuell bei 70 Prozent. Dagegen dürfte die Europäischen Zentralbank (EZB) wohl bald eine Ausweitung ihrer Anleihekäufe ankündigen.

Angesichts der Spekulationen um den Zeitpunkt der lange erwarteten US-Zinswende rücken wieder einmal die Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft in den Mittelpunkt. "Nach dem Zahlenreigen der Unternehmen werden sich die Marktteilnehmer wieder voll auf die volkswirtschaftlichen Rahmendaten fokussieren", sagte Andreas Lipkow, Marktstratege beim Vermögensverwalter Kliegel & Hafner.

So stehen am Dienstag die US-Verbraucherpreise und die US-Industrieproduktion an. Am Donnerstag folgt der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly Fed), der als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion gilt. In Deutschland wird am Dienstag der ZEW-Index erwartet. Er spiegelt die Stimmung der Börsenprofis wider.
Internationale Finanzbranche trifft sich in Frankfurt
Mehr zum Thema

Nach der Anschlagsserie: Französische Börse will am Montag öffnen 15.11.15 Nach der Anschlagsserie Französische Börse will am Montag öffnen
Hollande: "Das ist ein Kriegsakt": IS droht mit weiterem Terror 14.11.15 Hollande: "Das ist ein Kriegsakt" IS droht mit weiterem Terror
Terror in Paris: "Der IS hat sich internationalisiert" 14.11.15 Terror in Paris "Der IS hat sich internationalisiert"
Der IS kämpft jetzt in Europa: Deutschland droht Krieg 15.11.15 Der IS kämpft jetzt in Europa Deutschland droht Krieg
Fed-Chefin Janet Yellen, hier bei ihrer Rede zur "Geldpolitik in der Post-Krisen-Periode" in Washington. 12.11.15 "Es ist recht wahrscheinlich" Fed zögert mit der Zinswende
EZB-Chef lässt aufhorchen: Draghi weiß etwas, was wir nicht wissen 12.11.15 EZB-Chef lässt aufhorchen Draghi weiß etwas, was wir nicht wissen

Auch die Euro Finance Week in Frankfurt dürfte das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Dort trifft sich die ganze Woche über das "Who is who" der Finanzbranche. Zahlreiche Bank-Manager, angeführt von Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen, wechseln sich ab mit den Top-Notenbankern Europas - allen voran EZB-Chef Mario Draghi und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Die übergeordnete Frage lautet hier: Wie können die Banken im Regulierungs- und Niedrigzinsumfeld überhaupt noch Geld verdienen?

Die Lufthansa dürfte ebenfalls weiter im Brennpunkt stehen. Die Flugbegleiter des Konzerns drohen mit neuen Streiks. Der einwöchige Ausstand der Stewardessen und Stewards endete an diesem Freitag, die Lufthansa musste rund 4700 Flügen streichen. Ansonsten sind die Termine auf Unternehmensseite überschaubar. Am Donnerstag legt im Dax ThyssenKrupp Zahlen vor. Aus dem TecDax öffnet am Donnerstag der Internet- und Mobilfunk-Anbieter United Internet seine Bücher.

Quelle: n-tv.de , Till Weber und Myria Mildenberger, rts
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

TTIP: Neue Medienoffensive für das Freihandelsabkommen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Nov 2015 07:57

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... ommen.html

17.11.2015


Artikel senden | Drucken |
TTIP: Neue Medienoffensive für das Freihandelsabkommen
Janne Jörg Kipp

TTIP allerorten. Nachdem sich zahlreiche Medienvertreter und Politiker über den Protest von Hunderttausenden beschwerten, ist die TTIP-Koalition aus Politik und Medien in die Offensive übergegangen. Welt, FAZ und Spiegel berichten und glätten die Wogen ... zuletzt meldete sich Thomas Straubhaar zu Wort. Hier Die Welt vom 13. November.



Die FAZ schlägt in die gleiche Kerbe: Sie publiziert ein Vorhaben, das den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen soll. Anders als bislang sollen auch Bundestagsabgeordnete die Dokumente einsehen können. Ein »Offizier« soll zusehen.

Dies hat der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer aus den USA als Botschaft mitgebracht. Ein Verhandlungserfolg? Mitnichten. Elektronische Geräte wie Handys oder eben Computer sind nicht erlaubt. Wahrscheinlich sollen sich die Abgeordneten die Dokumentinhalte merken.
Sie könnten sich natürlich auch bestimmte Vorgänge oder Inhalte einfach notieren. Wenn dies wie bislang bei EU-Abgeordneten reglementiert wird, dürfte dies nicht viel nutzen. Die müssen »personalisiertes« Papier verwenden.



Die Bundestagsabgeordneten werden es nicht wesentlich besser haben. Das Mitbringsel aus den USA ist daher eigentlich das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Fakt ist:


Bislang weiß kaum jemand, wie der Verhandlungsstand zum sogenannten Freihandelsabkommen ist. Bislang weiß noch niemand, über wie viele Vorgänge die nationalen Parlamente überhaupt abstimmen dürfen. Vermutlich, so zeigen es die bisherigen öffentlichen Diskussionen, werden relevante Teile schlicht ausgegrenzt, weil sie angeblich nicht die nationale Souveränität, sondern Europa betreffen.


Bislang tragen auch die Massenmedien fast nichts zur Aufklärung bei. Die vierte Gewalt im Staat versagt. Weder weiß sie etwas, noch beschwert sie sich darüber, dass sie nichts weiß. Was wir aber alle wissen:



Das sogenannte Freihandelsabkommen NAFTA hat in Nordamerika ernüchternde Ergebnisse gebracht. Das ist alles schon zitiert worden. Neu aber ist: Selbst Sicherheitsforscher warnen jetzt vor TTIP.



Denn hier drohen Regelungen zum »Schutz von Geschäftsgeheimnissen«. Nach den derzeitigen Informationen macht sich strafbar, wer nicht autorisierten Zugang zu Geschäftsgeheimnissen hat, die sich in einem Computersystem befinden.



Das liest sich zunächst gut. So sind die Unternehmen zumindest rechtlich vor illegalen Nachforschungen geschützt. Das aber sind sie schon heute. Wozu der ganze Aufwand? Kritiker vermuten, dass Unternehmen damit vor allem davor geschützt werden, dass Sicherheitslücken und vor allem Abhörschnittstellen zu den jeweiligen Regierungen publiziert werden könnten. Die Liste der ernsthaften Argumente gegen TTIP wird ersichtlich länger.


Die Zahl der Gegner erhöht sich. Jüngst hatte die EU-Kommission den Gegnern noch den Status einer »europäischen Bürgerinitiative« verweigert. Jetzt liegen mehr als drei Millionen Unterschriften von Gegnern vor. Martin Schulz, EU-Parlamentspräsident, versprach immerhin, dass der sogenannte »Investitionsschutz« nachgebessert werden müsse.



Allein: Die Massenmedien scheinen ‒ zumindest überwiegend ‒ pro TTIP zu trommeln. Und dies kann gefährlich werden, wie Sie trotz aller scheinbaren Pro-Argumente (wie den sogenannten freien Handel) einfach nachvollziehen können.



Allein den verschiedenen Freihandelsabkommen habe ich in der »Großen Enteignung« einige wichtige Abschnitte gewidmet. Mit »Freiheit« haben TTIP und Co. wenig zu tun. Auch, wenn dies mit der jüngsten Kampagne wieder suggiert wird.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: ldorado / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Notenbanken: Die Welt tanzt auf einem Minenfeld

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Nov 2015 18:56

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... CC5FA56487

18.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Notenbanken: Die Welt tanzt auf einem Minenfeld
Thomas Trepnau

Während der kurzen Amtszeit von Premierminister Shinzo Abe, rutscht Japan bereits zum zweiten Mal in die Rezession. Im 3. Quartal 2015 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt zum Vorquartal um 0,2 Prozent. Dies ist die fünfte Rezession seit 2009. Im Quartal bis Juni hatte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ebenfalls einen Rückgang der Wirtschaftsleistung registriert. Dafür wächst der Schuldenberg umso schneller. Die Staatsverschuldung liegt bei satten 250 Prozent.



Auch die US-Daten sind ziemlich ernüchternd: Sie zeigen eine deutliche Abschwächung im 3. Quartal im Vergleich zum Vorquartal. Der Zuwachs betrug nur noch schlappe 1,5 Prozent. Volkswirte hatten mehr erwartet.

Das Wall Street Journal berichtet von einem Einbruch der Containerimporte um zehn Prozent von August bis Oktober. In den letzten zehn Jahren sei dies der erste Rückgang der Importe in den Monaten September und Oktober gewesen.



Schleifspuren auch im Einzelhandel. Dort zeigten die Umsätze zuletzt nur noch ein mageres Plus von 0,1 Prozent im Oktober. Der Konsummotor in den USA, der lange Zeit zuverlässig die Weltwirtschaft mit angetrieben hat, stottert also ebenfalls.



Schlimmer noch: Immer mehr Amerikaner machen als Konsumenten schlapp. Rund 45 Millionen Amerikaner besuchen derzeit die Suppenküchen. Und in der Industrie türmen sich die Lagerbestände zu historischen Höchstständen auf, während der Absatz stagniert.



Und China? Ein Vierteljahrhundert lang wuchs die Turbo-Konjunktur im Reich der Mitte um durchschnittlich zehn Prozent, so schnell wie keine andere Volkswirtschaft. Doch jetzt dümpelt der neue Riese laut der Commerzbank mit Zuwächsen von etwas mehr als fünf Prozent vor sich hin. Und 9das, obwohl die chinesische Notenbank innerhalb eines Jahres fünfmal gesenkt hat.



In der Euro-Zone gibt es derweil nicht Neues: Hier legt das BIP im 3. Quartal um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu.



Im Klartext: Der Weltwirtschaft geht die Puste aus. Und das, obwohl die FED seit 2008 die Welt mit Dollars flutet und den Zins bei knapp null Prozent hält, obwohl in Japan der Cocktail aus Geld drucken und Staatsausgaben so aggressiv angewendet wird wie nie zuvor, und obwohl Mario Draghi in der Euro-Zone Strafzinsen eingeführt und monatlich Wertpapiere für 60 Milliarden Euro gekauft hat: Die Wirtschaft kommt einfach nicht in die Gänge.



Dass der Ölpreis trotz Krieg in Syrien, Bombenanschlag gegen eine russische Verkehrsmaschine, IS-Selbstmordanschlag im Libanon und Terrorattacken in Paris nicht steigt, zeigt, wie schlecht es um die Weltwirtschaft bestellt ist.



Die Nachfrage nach Energie ist extrem schwach. Vor dem Hafen von Houston stauen sich kilometerlang Tanker, die bis an den Rand mit Öl gefüllt sind und keinen Käufer finden.



Die FED unter Yellen kündigt seit ihrer Amtsübernahme im Februar 2014 mit steter Regelmäßigkeit eine Erhöhung der Zinsen an. Geschuldet ist dies dem Wissen, dass die Zinsen schon viel zu lange zu Boden gedrückt wurden. Das billige Geld hat die Aktienpreise nach oben gespült.



Alle Ankündigungen Yellens zur Zinserhöhung sind bisher jedoch verpufft. Die Notenbänker fürchten, dass im Falle einer nennenswerten Zinserhöhung oder gar einer echten Zinswende die wacklige Weltwirtschaft vollends gegen die Wand fährt.



Nach all den Ankündigungen Yellens erwarten die Finanzmärkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr. Denn die schwache Wirtschaft lässt der Notenbank wenig Spielraum. Eine mögliche Zinserhöhung der FED wird bestenfalls kosmetischen Charakter haben.



Alle anderen Zentralbanken haben klar signalisiert, dass Zinserhöhungen kein Thema sind. Die Welt wird also weiterhin mit Dollars, Yen, Euro und Renminbi geflutet.



Das wird die Wertpapiermärkte nochmal ein paar Monate antreiben. Mangels Anlagealternativen werden die sicherheitsbewussten Deutschen weiter in das teilweise schon viel zu teure Betongold investieren.



Der Euro kann bei Draghis Geldpolitik nur noch abwerten. Währenddessen werden die Ersparnisse der Deutschen durch Zinsrezession und Kaufkraftverlust geschreddert.



Die Welt tanzt Wiener Walzer auf einem Minenfeld – bis der Erste einen falschen Schritt macht.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: pedrosek / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Russland bricht das Erdölpreis-Monopol der Wall Street

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Nov 2015 12:11

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... treet.html
21.11.2015


Artikel senden | Drucken |
Russland bricht das Erdölpreis-Monopol der Wall Street
F. William Engdahl

Russland unternimmt wichtige Schritte, die das Erdölpreis-Monopol der Wall Street zumindest für einen erheblichen Teil des globalen Marktes aufbrechen könnten. Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, mit der die russische Volkswirtschaft – und insbesondere die sehr wichtigen Erdölexporte des Landes – vom US-Dollar abgekoppelt werden soll. Die Abhängigkeit vom Dollar bildet heute die Achillesferse der russischen Wirtschaft.



Im November kündigte das russische Energieministerium an, man beginne nun mit der Testphase des Handels auf der Grundlage eines neuen Referenzpreises für russisches Erdöl. Was so harmlos daherkommt, ist in Wirklichkeit von großer Bedeutung. Sollte die Testphase erfolgreich abgeschlossen werden, und es gibt keinen Grund, warum das nicht der Fall sein sollte, werden Referenz-Terminkontrakte mit russischem Rohöl, die an russischen Börsen gehandelt werden, nicht länger in US-Dollar, sondern in Rubel ausgewiesen. Dieser Schritt ist Teil der Politik eines Ausstiegs aus dem Dollar-System, die China, Russland und andere Länder in aller Stille eingeleitet haben.



Die Festlegung eines Richtpreises (Benchmark) für Erdöl ist das wichtigste Instrument, mit dem die Großbanken der Wall Street den Ölpreis kontrollieren. Heute wird der Preis für russisches Rohöl an den Preis für die Erdölsorte Brent gekoppelt. Aber ebenso wie andere größere Erdölfelder in der Nordsee nimmt die Fördermenge von Brent stetig ab. Doch es gibt noch weitere Probleme: Die Brent-Kontrakte werden im Wesentlichen von der Wall Street und über die Derivat-Manipulationen von Großbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley kontrolliert.





Der Niedergang des »Petro-Dollar«



Für die Stützung des US-Dollar besitzt der in Dollar ausgewiesene Handel von Erdöl entscheidende Bedeutung. Wenn der US-Dollar weiterhin die führende Reservewährung bilden sollte, sind die Zentralbanken weltweit entsprechend gezwungen, Dollar nachzufragen, um für den Außenhandel mit großen Exportländern wie China, Japan oder Deutschland über ausreichende Devisenreserven in US-Dollar zu verfügen. Der Status als Weltreservewährung ist seit Ende des Zweiten Weltkriegs eine der beiden Säulen der amerikanischen Hegemonie. Die andere Säule ist die militärische Übermacht der USA.



Da alle anderen Länder Dollar erwerben müssen, um ihre Importe für Erdöl und andere Rohstoffe bezahlen zu können, investiert ein Land wie China den Handelsüberschuss an Dollar, den die chinesischen Unternehmen erwirtschaftet haben, in amerikanische Regierungsanleihen oder vergleichbare Regierungs-Wertpapiere. Nach der Aufhebung der Golddeckung des Dollar im August 1971 konnten die amerikanischen Regierungen aufgrund der Position des Dollar als führender Reservewährung Haushaltsdefizite in scheinbar unbegrenzter Höhe zulassen, ohne steigende Zinsen fürchten zu müssen.



Als Folge dieser Entwicklung war es Washington möglich, in aller Gelassenheit Staatsschulden in Höhe von 18,6 Billionen Dollar anzuhäufen. Gegenwärtig liegt die Staatsschuldenquote der USA bei 111 Prozent. Als George W. Bush 2001 die Amtsgeschäfte aufnahm, also vor den immensen Ausgaben für den »Krieg gegen den Terror« in Afghanistan und dem Irak in Billionenhöhe, betrug die amerikanische Schuldenquote nur fast die Hälfte, nämlich 55 Prozent.



Laut Washington spielen die amerikanischen Schulden aber »keine Rolle«, da man dort davon ausgeht, dass weltweit die Länder mit Exportüberschüssen bis in alle Ewigkeit mit ihren Dollar-Reserven amerikanische Staatsanleihen kaufen werden. Wenn es um andere Länder wie etwa Griechenland geht, wo die Staatsschuldenquote dramatisch angestiegen ist, spielt sie allerdings eine entscheidende Rolle. Die Fähigkeit Washingtons, die Führungsrolle des Dollar als wichtigste Reservewährung weltweit aufrechtzuerhalten, besitzt für Washington und die Wall Street strategische Priorität und ist engstens mit der Art und Weise verknüpft, wie die Erdölpreise festgelegt werden.



Bis Ende der 1980er Jahre wurden die Ölpreise im Wesentlichen anhand des realen täglichen Angebots und der Nachfrage ermittelt. Hier hatten die Erdölkäufer und -verkäufer das Sagen. Dies änderte sich, als Goldman Sachs 1981 aus strategischen Gründen den kleineren Wall-Street-Rohstoffbroker J. Aaron übernahm. Die Bank wollte den Erdölhandel auf den Weltmärkten grundlegend verändern. Damals begann die Zeit des »Papier-Erdöls«, der Terminkontrakte, die sich immer mehr von der realen Verfügbarkeit physischen Erdöls abkoppelten. Damals begann sich der Erdölhandel in ein Kasino zu verwandeln, in dem Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan Chase und andere Wall-Street-Giganten die Kontrolle über die Spieltische innehatten.



Als der OPEC-Ölpreis nur wenige Monate nach dem Jom-Kippur-Krieg vom Oktober 1973 um das Vierfache stieg, entsandte das US-Finanzministerium einen hochrangigen Beamten in die saudische Hauptstadt Riad. Der damalige amerikanische Außenminister Henry Kissinger schickte seinen Stellvertreter Jack Bernard nach Saudi-Arabien, um dort eine Vereinbarung mit der Herrscherfamilie abzuschließen.



Demnach sollte der gesamte Erdölhandel der OPEC ausschließlich in US-Dollar abgewickelt werden. Im Gegenzug erhielten die Saudis umfassende militärische Garantien und im großen Umfang Rüstungsgüter. Trotz erheblicher Bemühungen anderer Importländer wird seit dieser Zeit Erdöl auf den Weltmärkten in Dollar gehandelt. Der Preis wird durch die Wall Street über die Kontrolle der Derivat- oder Terminbörsen Intercontinental Exchange (ICE) in London oder der New Yorker Warenterminbörse NYMEX oder der Warenterminbörse in Dubai bestimmt, wo der Referenzpreis für arabisches Rohöl festgelegt wird. Alle diese Börsen befinden sich im Besitz einer eng miteinander vernetzten Gruppe von Wall-Street-Banken – Goldman Sachs, JPMorgan Chase, der Citigroup und andere.



Die Bedeutung der russischen Referenzgrößen



Gegenwärtig orientieren sich die Preise für russische Erdölexporte am Brent-Preis in London und New York. Dies wird sich mit der Einführung eines eigenen russischen Referenzpreises (Benchmark) für den Erdölhandel möglicherweise dramatisch ändern. Die neuen Kontrakte für russisches Rohöl werden dann nicht mehr in Dollar, sondern in Rubel ausgewiesen und an der internationalen Rohstoffbörse SPIMEX in Sankt Petersburg gehandelt werden.



Brent-Benchmark-Kontrakte werden derzeit nicht nur bei der Preisfestsetzung russischen Rohöls, sondern bei der Preisbildung von praktisch zwei Dritteln des international gehandelten Erdöls zugrunde gelegt. Problematisch an dieser Situation ist allerdings, dass die Förderung der Erdölsorte Brent Blend in der Nordsee stark rückläufig ist und derzeit nur etwa eine Million Barrel pro Tag ausmacht. Und diese geringe Menge dient dann als Referenzgröße für 67 Prozent des gesamten international gehandelten Erdöls. In Rubel ausgewiesene Erdölkontrakte könnten – sofern sie international akzeptiert werden – zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Erdöl-Dollar führen.



Russland ist der weltgrößte Erdölproduzent, und daher besitzt die Einführung eines vom Dollar unabhängigen Referenzpreises für russisches Erdöl immense Bedeutung. 2013 förderte Russland 1,5 Millionen Barrel pro Tag und damit geringfügig mehr als Saudi-Arabien. Da auf dem russischen Binnenmarkt die Versorgung weitgehend durch Erdgas abgedeckt wird, können 75 Prozent des geförderten Erdöls exportiert werden. Mit einer Liefermenge von 3,5 Millionen Barrel pro Tag – also 80 Prozent der gesamten russischen Ölexporte – ist Europa mit Abstand größter Abnehmer.



Urals-Öl, eine Mischung aus verschiedenen russischen Rohölsorten, ist die wichtigste russische Export-Erdölsorte und wird vor allem von Deutschland, den Niederlanden und Polen gekauft. Um den Schritt, eigene Referenzpreise festzusetzen, in die richtige Perspektive zu rücken, sei hier kurz darauf verwiesen, dass die anderen wichtigen Erdöl-Lieferländer nach Europa – Saudi-Arabien mit 890 000 Barrel pro Tag, Nigeria mit 810 000 Barrel pro Tag, Kasachstan mit 580 000 Barrel pro Tag und Libyen mit 560 000 Barrel pro Tag – weit hinter der russischen Liefermenge zurückliegen. Zudem ist die einheimische Rohölförderung in Europa stark rückläufig. Aufgrund eines massiven Rückgangs der Erdölförderung in der Nordsee, die die Grundlage für die Festlegung des Brent-Referenzpreises darstellt, sank die Erdölförderung Europas 2013 auf lediglich drei Mio. Barrel pro Tag.



Ein Ende der Dollar-Vorherrschaft könnte sich sogar auch auf die USA positiv auswirken



Der Vorstoß Russlands, die Preise für seine Erdölexporte in die Weltmärkte und insbesondere nach Westeuropa an der SIMPEX künftig in Rubel und an eigenen Referenzpreisen orientiert festzulegen, ist aber keineswegs der einzige Schritt, um die Abhängigkeit der Länder vom Petro-Dollar zu verringern. Auch China, der zweitgrößte Erdölimporteuer weltweit, beabsichtigt ab Anfang kommenden Jahres, die Referenzpreise für Erdöl-Kontrakte nicht länger in Dollar, sondern in Yuan auszuweisen. Diese Kontrakte sollen an der International Energy Exchange (INE) in Shanghai gehandelt werden.



Schritt für Schritt ergreifen Russland, China und andere aufstrebende Volkswirtschaften Maßnahmen, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Erdöl gehört zu den weltweit am meisten gehandelten Rohstoffen und wird bis heute fast ausschließlich in Dollar bewertet. Würde diese Situation enden, wäre die Möglichkeit des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes, endlose Kriege zu führen, deutlich eingeschränkt. Dies würde vielleicht friedlicheren Vorstellungen größere Chancen einräumen.



So könnte man etwa die amerikanischen Steuergelder dafür aufwenden, die grundlegende amerikanische Wirtschaftsinfrastruktur wieder aufzubauen, die sich in einem verheerenden Zustand befindet. Der Berufsverband der amerikanischen Bauingenieure, die American Society of Civil Engineers (ASCE), ging 2013 für den Zeitraum der kommenden fünf Jahre von einem dringenden Investitionsbedarf in Höhe von mindestens 3,6 Billionen Dollar für grundlegende Infrastrukturvorhaben aus.



Ihrem Bericht zufolge befindet sich jede neunte Brücke in den USA, also mehr als 70 000 Brücken im ganzen Land, in einem baufälligen Zustand. Praktisch ein Drittel der Hauptverkehrsstraßen in den USA ist dringend erneuerungsbedürftig. Nur zwei der 14 großen Häfen an der amerikanischen Ostküste werden zukünftig in der Lage sein, die neuen ultragroßen Container-Frachtschiffe aufzunehmen, die bald den weiter ausgebauten Panamakanal in Richtung USA durchfahren werden. Insgesamt werden heute weltweit Hochgeschwindigkeitsstrecken im Umfang von mehr als 22 500 Kilometern von entsprechenden Zügen befahren – keine einzige dieser Strecken befindet sich in den USA.



Ausgaben dieser Art für Investitionen in die grundlegende Infrastruktur würden zugleich in volkswirtschaftlicher Hinsicht auf sehr viel segensreichere Weise als die endlosen Kriege, für die sich Senator John McCain stark macht, dafür sorgen, dass neue reale Arbeitsplätze geschaffen werden und reale höhere Steuereinnahmen für die USA sprudeln. Wie ich bereits an anderer Stelle dargelegt habe, weisen Infrastrukturinvestitionen einen enormen Multiplikatoreffekt auf.



Für jeden investierten Dollar entstehen durch die erhöhte wirtschaftliche Wertschöpfung in Form neuer Märkte, einer gesteigerten Effizienz der Wirtschaft und wachsender Steuereinnahmen elf weitere Dollar an Mehrwert. Würde der US-Dollar seine Position als Weltreservewährung weitgehend verlieren, könnte dies erheblich dazu beitragen, eine Welt, die zunehmend auf einen irrationalen Kriegskurs einschwenkt, wieder zur Vernunft zu bringen.



Dazu müsste man allerdings die amerikanische Binnenwirtschaft wiederaufbauen, anstatt weiter auf massive Auslagerung zu setzen. Indem man Washington die Möglichkeit nimmt, durch den Ankauf amerikanischer Staatsanleihen durch China, Russland und andere Länder weitere Kriege zu finanzieren, könnte sich die Ablösung des Dollar als führende Weltreservewährung letzten Endes sogar als maßgeblicher Beitrag zum Weltfrieden erweisen. Wäre das nicht zur Abwechslung einmal eine positive Entwicklung?




Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: George Spade / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Ein Euro = ein Dollar ? - Goldman-Sachs wittert mehr als nur Parität

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Nov 2015 19:38

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Goldman-S ... 04441.html
Samstag, 21. November 2015
Ein Euro = ein Dollar ? - Goldman-Sachs wittert mehr als nur Parität

Die US-Bank Goldman Sachs prophezeit seit einem Jahr, dass ein Euro bald so viel wert sein wird, wie ein Dollar. Jetzt, wo es fast so weit ist, sieht sie noch ein ganz anderes Wechselkursverhältnis.

Teilen242
Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Charts

Euro / US-Dollar Euro / US-Dollar 1,07

Die Experten der amerikanischen Investmentbank Golsman Sachs sagen eine sich beschleunigende Schwäche für den Euro voraus. "Schon zum Jahresende erwarten wir, dass die sogenannte Parität erreicht wird - ein Euro also genau einen Dollar kostet", sagte Jörg Kukies, Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"In den ersten Monaten des Jahres 2016 könnte der Wechselkurs des Euros zum Dollar gar auf 0,95 Dollar fallen", fügte der Banker an.
Mehr zum Thema

Dollar unter Druck: Euro wird in der Krise zum sicheren Hafen 26.08.15 Dollar unter Druck Euro wird in der Krise zum sicheren Hafen
Chinesischer Börsencrash: Peking schiebt Fed die Schuld in die Schuhe 26.08.15 Chinesischer Börsencrash Peking schiebt Fed die Schuld in die Schuhe

Diese Entwicklung ist demnach die Folge der gegensätzlichen Geldpolitik der Notenbanken in Amerika und Europa. "Wenn die Zinsen in Amerika und Europa sich so unterschiedlich entwickeln, verliert der Euro im Vergleich zum Dollar", erklärte Kukies.

Der Banker rechnet damit, dass Fed-Präsidentin Janet Yellen im Dezember "den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte erhöhen und im nächsten Jahr um zusätzlich einen Prozentpunkt anheben wird." Für Europa dagegen rechnet er dagegen mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik: "Noch mehr Anleihekäufe, Zinsen noch tiefer unter null."

Quelle: n-tv.de , ddi/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Dienstwagen-Besteuerung - Pauschale oder Fahrtenbuch möglich

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Nov 2015 17:33

http://www.n-tv.de/ratgeber/Pauschale-o ... 30016.html
Dienstwagen-Besteuerung - Pauschale oder Fahrtenbuch möglich

Wer einen Firmenwagen hat, darf ihn in der Regel auch privat nutzen. Dann allerdings muss der geldwerte Vorteil versteuert werden. Welche Methode sich für wen lohnt, ist nicht ganz einfach zu ermitteln.

Teilen11
Twittern
Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Fahrtenbuchmethode oder 1-Prozent-Regelung? Welche Besteuerungsmethode für Firmenwagen am günstigsten ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
Fahrtenbuchmethode oder 1-Prozent-Regelung? Welche Besteuerungsmethode für Firmenwagen am günstigsten ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
(Foto: dpa)

Nutzen Arbeitnehmer ihren Firmenwagen auch privat, müssen sie diesen geldwerten Vorteil versteuern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: die 1-Prozent-Regelung und die Fahrtenbuchmethode. Welche Methode günstiger ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

"In der Regel lohnt sich die Fahrtenbuchmethode immer dann, wenn das Fahrzeug weit überwiegend beruflich genutzt wird", erklärt Erich Nöll, vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine.

Eine Rolle spielt auch, ob ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug erworben wurde und ob es bereits abgeschrieben ist oder nicht. Hohe Reparatur- oder Versicherungskosten können dazu führen, dass letztendlich die 1-Prozent-Regelung günstiger als die Fahrtenbuchmethode ist. Wichtig zu beachten: Die Wahl der Methode gilt immer für ein ganzes Kalenderjahr. Ein Wechsel der Berechnungsmethode ist nur möglich, wenn ein neuer Firmenwagen gestellt wird.

"Der Dienstwagennutzer sollte sich daher rechtzeitig darüber Gedanken machen, welche Methode angewendet werden soll", rät Nöll. Soll von der 1-Prozent-Regelung zur die Fahrtenbuchmethode gewechselt werden, muss bereits ab dem 1. Januar 2016 ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt werden. Eine rückwirkende Korrektur ist nicht zulässig.

Steuerzahler, die sich für die 1-Prozent-Regelung entschieden haben und zur Fahrtenbuchmethode wechseln möchten, können jedoch noch auf günstige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs hoffen. Dort ist jetzt ein entsprechendes Verfahren anhängig (Az.: VI R 35/12).
Mehr zum Thema

"Mit so einem Puffauto fahre ich nicht" 14.10.15 Mitarbeiter verweigert Dienstwagen "Puffauto" sorgt für Ärger
Statussymbol Dienstwagen: Einen Anspruch haben Mitarbeiter nur, wenn das im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung festgelegt ist. Foto: Holger Hollemann 07.10.15 Freistellung bei Altersteilzeit Darf man den Dienstwagen behalten?
Statussymbol Dienstwagen: Einen Anspruch haben Mitarbeiter nur, wenn das im Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung festgelegt ist. Foto: Holger Hollemann 14.09.15 Bau und Handel gut unterwegs Wer bekommt Firmenwagen, wer nicht?

Ungeachtet dessen gibt es aber einen Trick: Zwar muss die Berechnungsmethode immer für das gesamte Jahr gleichbleiben. Allerdings müssen sich Beschäftigte nicht festlegen, welche Berechnungsmethode sie in der Einkommensteuererklärung zugrundelegen. "Also spricht grundsätzlich nichts dagegen, das gesamte Jahr über ein Fahrtenbuch zu führen", erläutert Nöll.

"Stellt man dann am Ende des Jahres fest, dass die 1-Prozent-Regelung günstiger ist, kann trotz des geführten Fahrtenbuchs die 1-Prozent-Regelung in der Einkommensteuererklärung zur Anwendung kommen."

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

VorherigeNächste

Zurück zu "2. Forum in Kategorie 2"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron