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Kameraüberwacht wie Labormäuse - Erste Deutsche zieht in Marsstation

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Aug 2015 14:34

bild Erste Deutsche zieht in Marsstation.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Erste-Deutsche-zieht-in-Marsstation-article15807616.html
Kameraüberwacht wie Labormäuse - Erste Deutsche zieht in Marsstation

Ein Jahr leben wie auf dem Mars - für eine deutsche Physikerin wird es ernst. Permanent überwacht, lebt und arbeitet sie dann in einer Marsstation - auf Hawaii. Im Raumanzug, abgeschottet vom Rest der Welt.

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Der Wohnungsvertrag ist gekündigt, mit Verwandten oder Freunden telefonieren kann Christiane Heinicke in den kommenden Monaten nicht. Denn die 29 Jahre alte Physikerin erprobt für 365 Tage das Leben auf dem Mars. Wenn sich am 28. August hinter ihr die Tür zur Station am Fuße des Vulkans Mauna Loa auf Hawaii schließt, dann ist sie zwar nicht auf dem Roten Planeten, aber trotzdem weitgehend abgeschottet von der Außenwelt. Verlassen darf sie den Kuppelbau dann nur noch im Raumanzug. Die junge Frau aus Sachsen-Anhalt ist die erste Deutsche, die Quartier in der Station bezieht.
Christiane Heinicke gehört als einzige deutsche Wissenschaftlerin dem Team an.
Christiane Heinicke gehört als einzige deutsche Wissenschaftlerin dem Team an.
(Foto: dpa)

In der Nachbildung einer Raumstation werden drei Männer und drei Frauen in einer Wohngemeinschaft leben und zugleich wissenschaftliche Untersuchungen anstellen. Das Projekt "Hawaii Space Exploration Analog and Simulation" (HI-SEAS) wird von der US-Weltraumbehörde Nasa und der Universität Hawaii betrieben. Hauptziel ist, herauszufinden, wie sich die Gruppendynamik in einer solchen Isolation entwickelt - und wie sie sich steuern lässt. Dazu wird die Crew permanent von Kameras überwacht. Eine Art Big Brother für die Wissenschaft.
"Wir sind wie Labormäuse"

Sorgen macht sich Heinicke deswegen nicht. "Die Daten werden verschlüsselt und sind nur ausgewählten Wissenschaftlern zugänglich", erzählt sie. "Aber wir sind schon wie Labormäuse." Denn für die Untersuchungen werden die Insassen mit Armbändern ausgestattet, die Schritte zählen, den Puls messen und den Schlaf überwachen. Ihre Familie freilich sei anfangs wenig begeistert von dem Plan gewesen. "Du bist verrückt", hätten ihre Eltern gesagt. "Sie waren dann aber doch stolz, als ich mich für die Mission qualifiziert habe."

Heinicke, derzeit Single, ist in Bitterfeld zur Schule gegangen und hat dann zunächst im südthüringischen Ilmenau, später in Schweden studiert. Für ihre Promotion kehrte sie nach Südthüringen zurück. Zuletzt forschte sie an der Aalto Universität in Finnland über Meereis. 2013 gewann Heinicke den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft. Mit dem Leben in einer Marsstation liebäugelt sie schon länger, hatte sich auch für ein ähnliches Projekt der Mars-Society in der Arktis beworben.
Bisher längste Mission

Es ist die vierte Mission in der Station auf Hawaii fernab von Strand und Palmen. Voriges Jahr war die Französin Lucie Poulet vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen mit dabei. Die nun anstehende Mission ist mit 365 Tagen die bislang längste. "Je länger die Missionen werden, desto besser können wir die Risiken der Raumfahrt verstehen lernen", sagt Projektleiterin Kim Binsted. "Wir hoffen, dass die nun anstehende Mission auf unserem jetzigen Verständnis der sozialen und psychologischen Faktoren, um die es bei langen Weltraumaufenthalten geht, aufbaut, und der Nasa solide Daten darüber liefert, wie wir am besten eine Crew für so einen Aufenthalt auswählen und unterstützen." Die bisherigen Ergebnisse haben die Wissenschaftler schon so überzeugt, dass das Projekt gerade mit einer dritten Finanzspritze der Nasa bis 2018 verlängert worden ist.

Telefonate sind von der Station aus nicht möglich, die Kommunikation über Internet geht nur zeitversetzt. Für ihre Erkundungen außerhalb der Station hat sich Heinicke gute Bergstiefel eingepackt - wegen des scharfkantigen Lavagesteins. Sie will experimentieren, wie sich durch Verdunstung Wasser aus dem Gestein gewinnen lässt. Eine Frage, die bei einer echten Marsmission überlebenswichtig sein könnte.
Bericht per Blog
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Das Leben in der Station wird sich sehr an der Sonne orientieren, sagt Heinicke. Denn sie wird mit Solarenergie betrieben. Ihre neuen Mitbewohner hatte Heinicke schon bei einer Trekking-Tour in den Rocky Mountains kennengelernt. "Da hatte man nicht mehr die Energie, eine Maske aufzusetzen und gezeigt, wie man ist", berichtet sie. "Ich erwarte nicht, dass jemand komplett durchdrehen wird." Über ihr Leben in der Marsstation will sie der Außenwelt regelmäßig in einem Blog berichten.

In den Tagen vor dem Start der Mission standen erstmal letzte Vorbereitungen wie das Anprobieren der Raumanzüge an, wie die Organisatoren mitteilten. Wenn Heinicke in einem Jahr wieder zurückkehrt, dann möglicherweise nur vorübergehend. "Vor Kurzem hat die Mars Society mich für ihr MA365-Team nominiert. Es könnte mich also im übernächsten Sommer doch noch nach Devon Island in der kanadischen Arktis verschlagen", schreibt sie auf ihrer Internetseite. Und wäre sie bei einer echten Marsmission gern mit von der Partie? "Ich wäre dabei", sagt Heinicke ohne zu zögern. "Aber nur, solange es ein Rückflugticket gibt."
Bilderserie
Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars: Nasa schießt Orion ins All Erster Schritt Richtung Mars Nasa schießt Orion ins All

Quelle: n-tv.de , Christina Horsten und Andreas Hummel, dpa
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Das erste Observatorium Ostafrikas - Äthiopien greift nach den Sternen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Sep 2015 17:02

Äthiopien greift nach den Sternen.jpg
Äthiopien greift nach den Sternen.jpg (7.26 KiB) 6535-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Aethiopien-greift-nach-den-Sternen-article15891336.html
Mittwoch, 09. September 2015
Das erste Observatorium Ostafrikas - Äthiopien greift nach den Sternen

Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt - sich mit dem Weltall zu beschäftigen, scheint da unnötiger Luxus. Dennoch steht dort nun ein millionenteures Observatorium. Damit sind sehr große Hoffnungen verbunden. Und es gibt sogar Raketenpläne.

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Einen Traktor können sich die Bauern auf dem Berg Entoto nicht leisten. Hier in mehr als 3000 Metern Höhe, hoch über der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, bestellen sie ihre Felder wie eh und je mit dem Ochsenpflug. Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt, doch auf dem Berg Entoto hat ein ehrgeiziges Projekt für eine bessere Zukunft seinen Anfang genommen. Seit ein paar Monaten sind hier die ersten beiden Teleskope des äthiopischen Weltraumprogramms in Betrieb.

"Am Anfang hielten die Leute uns für verrückt", erinnert sich Solomon Belay, der Direktor des Observatoriums, an den jahrelangen Kampf für das erste Raumfahrtprogramm in Ostafrika. "Der Regierung ging es vor allem darum, die Ernährung zu sichern." Sich mit den Sternen zu beschäftigen, schien vielen angesichts der großen Armut als überflüssiger Luxus. Der Professor für Astrophysik ist da anderer Ansicht: "Armut darf kein Hinderungsgrund sein für ein solches Programm - im Gegenteil." Wer die Wissenschaft fördere, trage zur Entwicklung des Landes bei, ist Belay überzeugt.
Nutzung durch Uni in Addis Abeba

Finanziert hat das 2,7 Millionen Euro teure Observatorium der äthiopisch-saudiarabische Geschäftsmann Mohammed Alamoudi. Es beherbergt zwei Teleskope und einen Spektrografen zur Messung elektromagnetischer Strahlung. In erster Linie wird das Observatorium von den Astronomie- und Astrophysikstudenten der Universität in Addis Abeba genutzt, die für ihre Ausbildung nun nicht mehr ins Ausland reisen müssen.

"Unser größtes Anliegen ist, dass sich die junge Generation mit Wissenschaft und Technologie befasst", sagt Abinet Ezra von der Äthiopischen Raumfahrtgesellschaft (ESSS). "Wissenschaft ist Teil jeglicher Entwicklung, ohne Wissenschaft und Technologie können wir gar nichts erreichen."
Observatorium kann mit anderen nicht mithalten
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In der Regenzeit verdunkeln auf dem Entoto oft dicke Wolken den Blick in die Sterne. Auch die Lichter der Hauptstadt stören. Mit anderen Observatorien, wie zum Beispiel dem in Südafrika, kann das äthiopische nicht mithalten. Aber es gibt bereits Pläne für eine weitere Sternwarte nahe Lalibela im Norden - weitab vom Licht der Großstadt. Inzwischen ist auch die Regierung vom Sinn eines eigenen Weltraumprogramms überzeugt und plant, binnen fünf Jahren einen äthiopischen Satelliten ins All zu bringen. Der soll helfen, Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern und Anbauflächen zu überwachen.

Am Äthiopischen Technologieinstitut in der Stadt Mekele planen Wissenschaftler den ersten Test einer Rakete, die mehr als 30 Kilometer hoch in den Himmel fliegt. Vom Weltall ist sie damit noch weit entfernt, aber ein erster Schritt Richtung Raumfahrt ist gemacht. "Wir haben es nicht eilig, in die Tiefen des Alls vorzudringen", sagt Astrophysiker Belay.
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Linsen, Spiegel, Teleskope: Der Griff nach den Sternen Linsen, Spiegel, Teleskope: Der Griff nach den Sternen Linsen, Spiegel, Teleskope: Der Griff nach den Sternen Linsen, Spiegel, Teleskope Der Griff nach den Sternen

Quelle: n-tv.de , Karim Lebhour, AFP
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Neue Bilder einer komplizierten Welt - Pluto lässt Forscher staunen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Sep 2015 17:54

Pluto lässt Forscher staunen.jpg
Pluto lässt Forscher staunen.jpg (56.68 KiB) 6520-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Pluto-laesst-Forscher-staunen-article15942491.html
Mittwoch, 16. September 2015
Neue Bilder einer komplizierten Welt - Pluto lässt Forscher staunen

Es ist der 14. Juli 2015, als die Raumsonde "New Horizons" in nächster Nähe an Pluto vorbeifliegt. Den Kameras an Bord gelingen hochaufgelöste Bilder, die nach und nach die Erde erreichen. Was auf den jüngsten Aufnahmen zu sehen ist, überrascht die Experten.



"Hätte ein Künstler diesen Pluto vor dem Vorbeiflug gemalt, hätte ich wahrscheinlich gesagt, das ist übertrieben – aber so sieht es tatsächlich aus", kommentiert Alan Stern, Hauptverantwortlicher der Nasa-Mission "New Horizons", die jüngsten Aufnahmen von dem Zwergplaneten. Die hochaufgelösten Bilder, die die Sonde "New Horizons" Mitte Juli gemacht hat, zeigen Pluto mit einer Landschaft, deren Vielfalt Experten verblüfft. "Plutos Oberfläche ist in jeder Hinsicht so komplex wie der Mars", stellt Jeff Moore fest. Er leitet bei der Nasa die Analyse von Plutos geologischer Beschaffenheit.
Was verbirgt sich hinter den dunklen Hügelketten in der oberen Bildhälfte? Sind das wirklich Dünen?
Was verbirgt sich hinter den dunklen Hügelketten in der oberen Bildhälfte? Sind das wirklich Dünen?
(Foto: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute)

Auf den neuesten Bildern erkennen die Experten weit verzweigte Täler, tief zerfurchte Regionen und Krater, die von Meteoriten-Einschlägen zeugen. Sie erkennen Flüsse aus gefrorenem Stickstoff, die aus Gebirgen in weitläufige Ebenen geflossen zu sein scheinen. Sie sehen Berge, die aus Wassereis bestehen könnten und die vielleicht auf einer dichteren Ansammlung gefrorenen Stickstoffs treiben. Und sie entdecken Strukturen, die aussehen wie Dünen.
Dünen sorgen für Kopfzerbrechen

Dünen? Das wäre erstaunlich. Denn sollten sie auf die gleiche Weise entstanden sein, wie sich Dünen auf der Erde bilden – durch Wind –, würde das bedeuten, dass es auf Pluto einst eine dichtere Atmosphäre gegeben haben muss. Heute ist der Atmosphärendruck dort rund 100.000 Mal geringer als auf unserem Heimatplaneten. "Dünen auf Pluto zu sehen – falls es wirklich welche sind – wäre völlig wild, denn Plutos Atmosphäre ist so dünn", erklärt US-Geophysiker William McKinnon in einer Nasa-Mitteilung. "Entweder hatte Pluto in der Vergangenheit eine dichtere Atmosphäre oder es läuft ein Prozess ab, den wir noch nicht kennen." Die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel.
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Und noch eine Überraschung hält Pluto parat: Sein atmosphärischer Schleier besteht aus viel mehr Schichten als bislang bekannt. Für die Beobachtung von Pluto hat das einen großen Vorteil: Der Dunst taucht Gebiete, die nah am Sonnenuntergang und damit eigentlich schon im Dunkeln liegen, in ein Dämmerlicht. So werden die Regionen für "New Horizons" und ihre Kameras sichtbar. Forscher können somit Gegenden auf dem Zwergplaneten untersuchen, die zu sehen sie sich nie erhofft hatten.

Zwei Monate ist es her, dass "New Horizons" in nur 12.500 Kilometern Entfernung an Pluto vorbeiflog. Die dabei gesammelten Daten funkt die Sonde nun fortwährend zur Erde. In etwa einem Jahr wird das gesamte Material hier angekommen sein. Mittlerweile ist "New Horizons" rund fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt - und 69 Millionen Kilometer jenseits von Pluto.
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"New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Quelle: n-tv.de , asc
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"New Horizons" schickt neue Bilder - Pluto-Bild zeigt Eisberge und Gletsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Sep 2015 16:41

bild Pluto-Bild zeigt Eisberge und Gletscher.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Pluto-Bild-zeigt-Eisberge-und-Gletscher-article15962626.html
"New Horizons" schickt neue Bilder - Pluto-Bild zeigt Eisberge und Gletscher

Das Wetter auf dem Zwergplaneten Pluto ändert sich täglich - wie auf der Erde. Auch andere Ähnlichkeiten zu unserem Heimatplaneten sind auf der nun veröffentlichten Aufnahme der "New Horizons"-Mission zu erkennen.



Eine spektakuläre Gegenlichtaufnahme der Raumsonde "New Horizons" zeigt den Zwergplaneten Pluto in neuem Licht: Auf dem von der US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichten Bild sind spitze Eisberge, ausgedehnte Ebenen und große Gletscher im Sonnenuntergang zu sehen. Außerdem enthüllt das Foto die dünne Stickstoffatmosphäre des Eiszwergs. Die mehr als zwölf verschiedenen Schichten reichen demnach bis zu 100 Kilometer hoch. Auf dem Boden liegt Stickstoff-Nebel.

"Abgesehen davon, dass es optisch atemberaubend ist, sind diese tief liegenden Dunstschleier ein Hinweis darauf, dass sich das Wetter auf dem Pluto von Tag zu Tag ändert - wie auf der Erde", erläuterte "New Horizons"-Forscher Will Grundy vom Lowell-Observatorium in einer Nasa-Mitteilung.
"Keiner hat dies vorhergesagt"

Zusammen mit anderen Beobachtungen der Raumsonde liefert die neue Aufnahme Belege für eine Art Eiskreislauf auf dem Pluto, allerdings mit verschiedenen exotischen, weichen Eisarten statt mit Wasser. So scheint etwa Stickstoff von einer großen Eisebene namens Sputnik Planum in der auffälligen herzförmigen Region auf dem Pluto zu verdunsten und sich weiter östlich abzulagern. Von diesen Stickstoffeis-bedeckten Gebieten fließen wiederum Gletscher zurück nach Sputnik Planum, die an die Gletscher am Rande der grönländischen und antarktischen Eiskappen auf der Erde erinnern.
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"Wir haben nicht erwartet, Hinweise auf so einen Stickstoff-basierten Glazialkreislauf auf Pluto zu finden, der bei den frostigen Bedingungen des äußeren Sonnensystems funktioniert", erläuterte Pluto-Geologe Alan Howard von der Universität von Virginia in der Mitteilung.

Der vom schwachen Sonnenlicht angetriebene Eiskreislauf erscheine direkt vergleichbar mit dem hydrologischen Kreislauf, der die irdischen Eiskappen füttere, indem Wasser aus dem Ozean verdunstet, als Schnee fällt und über fließende Gletscher ins Meer zurückkehrt. "Pluto ist in dieser Hinsicht überraschend erdähnlich", betonte "New Horizons"-Chefwissenschaftler Alan Stern. "Und keiner hat dies vorhergesagt."
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"New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Quelle: n-tv.de , lda/dpa
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"Rosetta" beobachtet Eisschmelze - Auf Komet "Tschuri" tauts wie in den Al

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Sep 2015 19:48

Rosetta beobachtet Eisschmelze.jpg
Rosetta beobachtet Eisschmelze.jpg (62.21 KiB) 6499-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Auf-Komet-Tschuri-tauts-wie-in-den-Alpen-article15989656.html
Mittwoch, 23. September 2015
"Rosetta" beobachtet Eisschmelze - Auf Komet "Tschuri" tauts wie in den Alpen

Ein Wasser-Eis-Kreislauf wurde schon länger vermutet, konnte aber bisher nicht beweisen werden: "Tschuri" erlebt ein ähnliches Tauwetter wie die Alpen im Frühjahr. Das führt zu regelmäßigen Aktivitäts-Schwankungen, denn das Eis ist ungleichmäßig verteilt.


Der Komet "Tschuri" hat bei seinem Flug Richtung Sonne ein ähnliches Tauwetter erlebt wie die Alpen im Frühjahr. Das beobachtete die europäische Raumsonde "Rosetta" an einer eisbedeckten Region des Kometen. Wie an einem sonnigen Frühlingstag in den Alpen schmolz dort Wassereis, sobald die Sonne aufging, und verflüchtigte sich zum Teil. Sobald die Sonne unterging, gefror das verbliebene Wasser wieder. Ein internationales Forscherteam um Maria Cristina de Sanctis vom Astrophysikalischen Institut INAF in Rom stellt die "Rosetta"-Beobachtungen im britischen Fachblatt "Nature" vor.

Das Tauwetter auf "Tschuri" führte so zu regelmäßigen Aktivitätsschwankungen, denn das Eis ist auf dem Kometen nicht gleichmäßig verteilt. Die Wissenschaftler hatten für die Studie eine besonders eisreiche Region an einem dünnen Bereich von "Tschuri" ausgewählt, der die beiden großen Teilstücke des Kometenkerns verbindet. Ein Wasser-Eis-Kreislauf wie er dort jetzt beobachtet wurde, war schon früher als ein Antrieb der schwankenden Aktivität von Kometenkernen postuliert worden, konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden.
Kreislauf typisch für Kometen

Die Forscher nehmen an, dass der von "Rosetta" nun erstmals aufgezeichnete Kreislauf typisch für Kometen ist und sich damit auch der schwankende Wasserdampfausstoß von Schweifsternen wie 9P/Tempel 1 und 103P/Hartley 2 erklären lässt. Auch Berliner Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt waren an der Studie beteiligt.
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Generell verändert sich "Tschuri", der offiziell 67P/Tschurjumow-Gerassimenko heißt, durch die Sonneneinstrahlung stark. Erst kürzlich hatten andere Forscher berichtet, dass aus einem auffällig gezackten Steilhang im Laufe der Annäherung an die Sonne zwei beckenförmige Vertiefungen geworden waren. Auch diese Beobachtung stammt aus der Zeit vor der größten Annäherung des Kometen an die Sonne Mitte August.

Daten zur schwankenden Eisschmelze genau während des Vorbeiflugs von "Tschuri" an der Sonne im August und danach sind noch nicht veröffentlicht, da es oft einige Monate dauert, bis ein Fachjournal eine Arbeit überprüft und druckt.
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Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Massenproduktion von Sternen im All - Riesengalaxien waren kein Strohfeuer

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Sep 2015 08:44

bild Massenproduktion von Sternen im All.png
bild Massenproduktion von Sternen im All.png (332.62 KiB) 6499-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Riesengalaxien-waren-kein-Strohfeuer-article15990631.html
Massenproduktion von Sternen im All - Riesengalaxien waren kein Strohfeuer

Sie leuchten besonders hell und produzieren Sterne wie am Fließband: Galaxien mit enormem Ausmaß. Was aber macht sie so produktiv und wie sind sie selbst entstanden? Forscher kommen der Antwort mit einer Simulation einen Schritt näher.


Gasdichteverteilung der Model-Galaxie.
(Foto: Desika Narayanan)

Gigantische Galaxien haben im jungen Weltall rund tausendmal mehr Sterne produziert als heute die Milchstraße, unsere kosmische Heimat. Astronomen rätseln seit Langem über Entstehung und Eigenschaften dieser leuchtstärksten Galaxien des Universums. Einer neuen Simulation zufolge waren die produktiven Riesengalaxien kein Strohfeuer. Die Sternenfabriken konnten ihre Massenproduktion demnach für rund eine Milliarde Jahre aufrechterhalten, wie Forscher um Desika Narayanan vom Haverford College (US-Staat Pennsylvania) im britischen Fachblatt "Nature" berichten.

Während in der Milchstraße heute höchstens eine Handvoll neue Sterne pro Jahr aufflammen, lag die Sternproduktionsrate vor rund zehn Milliarden Jahren im Universum deutlich höher. Das zeigen Beobachtungen weit entfernter Galaxien, denn ein Blick in die Tiefe des Weltalls ist immer auch ein Blick zurück in die Vergangenheit: Das Licht einer zehn Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie war zehn Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs. Wir sehen sie also, wie sie gut drei Milliarden Jahre nach dem Urknall ausgesehen hat.
Aufgewirbeltes Gas oder konstanter Zustrom?

Besonders produktiv waren damals die sogenannten Submillimeter-Galaxien (SMG). Sie erreichten eine rund tausendmal höhere Sternproduktionsrate als die Milchstraße heute. Für die Entstehung dieser Riesengalaxien existieren zwei konkurrierende Modellvorstellungen: Sie könnten durch den Zusammenstoß und die Verschmelzung kleinerer Galaxien entstanden sein. Dadurch wird viel Gas in den Galaxien aufgewirbelt und kann sich zusammenballen - die Sternproduktion wird angekurbelt, sinkt aber in kosmologischer kurzer Zeit von typischerweise 100 Millionen Jahren wieder ab.

Dieses Modell kann allerdings nicht die beobachtete Zahl der SMG erklären, denn Zusammenstöße von Galaxien waren auch im jungen Universum zu selten. Alternativ könnten die Riesengalaxien durch einen konstanten Zustrom von intergalaktischem Gas kontinuierlich wachsen. Das würde die Sternproduktion für längere Zeit auf hohem Niveau halten. Dieses Modell hat jedoch Schwierigkeiten, die beobachtete Helligkeit der SMG zu erklären.
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Das Team um Narayanan hat die Bedingungen des jungen Universums nun im Computer nachgestellt und eine hydrodynamische Simulation ablaufen lassen, mit der sich die Entstehung von Galaxien detaillierter beobachten lässt als mit früheren Modellrechnungen. Tatsächlich entstanden in der Simulation Riesengalaxien mit langlebiger Stern-Massenproduktion, die für typischerweise eine Milliarde Jahre 500 bis 1000 neue Sterne pro Jahr erzeugen können. Diese SMG sammeln kontinuierlich intergalaktisches Gas ein und recyceln zusätzlich das ausgestoßene Gas, das explodierende Sterne ins All hinausschleudern. Durch die gigantische Schwerkraft der Riesengalaxien kann das hinausgeschleuderte Gas nicht entkommen, sondern fällt zurück, wo es für die Produktion neuer Sterne zusätzlich zur Verfügung steht.

Die Entstehung von SMG durch Galaxienkollisionen wird durch das neue Modell nicht ausgeschlossen, ist nur sehr viel seltener. Die Simulation könne sowohl die beobachtete Helligkeit als auch die Zahl der Submillimeter-Galaxien recht gut erklären, heißt es in einem Begleitkommentar in "Nature". Es handele sich um ein beeindruckend realistisches Modell, das einen ersten Blick hinter die Fassade dieser Kolosse in den Tiefen des Alls ermögliche, urteilt Romeel Davé von der University of the Western Cape in Kapstadt.
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Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Quelle: n-tv.de , kse/dpa
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Superzivilisationen im All: Keine heiße Spur ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Sep 2015 19:48

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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... spur-.html

24.09.2015


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Superzivilisationen im All: Keine heiße Spur ?
Andreas von Rétyi

Mit Sicherheit sind wir nicht die fortschrittlichste Zivilisation in der Galaxis, geschweige denn im Universum. Schon vor Jahrzehnten haben Weltraumforscher über Superzivilisationen nachgedacht und sie nach ihrem hypothetischen Energiebedarf eingestuft. Jetzt hat der Astronom Michael Garrett eine ganze Reihe auffallender Galaxien näher untersucht, um möglichen Hinweisen auf fortschrittliche Fremdzivilisationen nachzugehen.



Gerade die Entdeckung unzähliger Planeten in unserer Galaxis, darunter erdartiger Welten um sonnenähnliche Sterne, spricht eine sehr klare Sprache: Welten wie die Erde sind keine Seltenheit. Und die Vorstellung, dass wir im Kosmos allein sein sollten, wird immer absurder. Ganz im Gegenteil – aktuelle Beobachtungen liefern erstaunliche Fakten über die kosmische Lebensbühne.



Einige erdartige Planeten sind bereits uralt. Erst seit Kurzem weiß man: Interstellarer Staub bildet sich in Galaxien weit schneller als erwartet. Also konnten auch Gesteinswelten wie die Erde wesentlich früher entstehen als man bislang dachte.



Die weitgehend stille Revolution auf diesem Gebiet straft die ewigen Neinsager eindeutig Lügen. Kein Einzelfall in Forschung und Technik. Trotzdem, jene stille Revolution ändert nichts daran, dass auch sonst kosmische Stille herrscht – zumindest, wenn es um einen Erfolg bei der herkömmlichen Suche nach Signalen extraterrestrischer Intelligenzen geht (SETI). Nur, mal ehrlich: Können wir allen Ernstes davon ausgehen, im Kosmos und vor allem in unserer näheren galaktischen Nachbarschaft unmittelbar auf solche Zivilisationen zu stoßen, die ziemlich genau unseren eigenen Entwicklungsstand besitzen? Gewiss nicht.



Viel »zurückgebliebener« als die Menschheit dürfen die Fremden natürlich nicht sein, ansonsten fehlte ihnen ja die Minimaltechnologie, um entsprechende Signale ins All zu senden und sich bemerkbar zu machen – sofern sie das überhaupt anstreben. Die technologisch blutjunge Menschheit verfügt ohnehin noch kaum über die Mittel, als interstellarer »Sender« zu fungieren und setzt daher gegenwärtig insbesondere aufs Lauschen. Dabei fällt dem modernen Zeitgenossen selbstverständlich erst einmal weniger die NASA als vielmehr die NSA ein, die sich darauf nachweislich besonders gut versteht, wie mittlerweile auch allgemein bekannt ist.



Spaß beiseite, wenn es um interstellare »Kommunikation« geht, könnten fremde Wesen entweder absolutes Schweigen bevorzugen oder sich dabei aber solcher Mittel bedienen, von denen wir noch nicht die leiseste Ahnung haben. Und das ganz einfach deshalb, weil die »anderen« uns mit weit höherer Wahrscheinlichkeit nicht nur um ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte voraus sind, sondern gleich um viele Jahrtausende oder Jahrmillionen.



Darin liegt wohl auch der Grund, warum insbesondere bis auf das leider nicht wiederholte und daher unbestätigte WOW-Signal vom 15. August 1977 noch keine interstellare Botschaft bei uns eingegangen ist. Die SETI-Ohren sind taub geblieben. Zumindest offiziell liegen keine Bestätigungen für ein bereits empfangenes, sicheres ETI-Signal vor. Doch in unserer Galaxis und allein in den Nachbarsystemen der Lokalen Gruppe gibt es wahrscheinlich eine unvorstellbare Vielfalt an Leben.





Die Andromeda-Galaxie, hier in einer erst vor wenigen Tagen von mir gemachten Aufnahme zu sehen, dehnt sich weiter aus und enthält mehr Sterne als unsere Galaxis. Selbst, wenn pro Spiralgalaxie lediglich eine einzige Zivilisation existierte, was sehr pessimistisch geschätzt sein dürfte, wimmelt es im All vor Leben. Nur, die SETI-Forschung konnte keine Verbindung zu E.T. herstellen, eben unter anderem auch deshalb, weil die Methode veraltet ist. Allerdings gab es bereits vor vielen Jahren weitreichende Visionen zu fremden Intelligenzen im All.



Gegen Mitte der 1960er-Jahre schlug der russische Astronom Nikolai Kardaschow sogar bereits ein Klassifikationsschema für sehr fortgeschrittene außerirdische Intelligenzen vor. Dabei unterschied er drei Typen. Kardaschow-Typ I wäre eine Zivilisation, die sich die komplette auf einem Planeten verfügbare Leistung zunutze machen könnte, Typ II dann eine noch höher entwickeltere Spezies, die tatsächlich die vollständige Leistung des jeweiligen Zentralsterns abzuschöpfen fähig wäre.



Schließlich gäbe es eine uns utopisch anmutende Zivilisation, die sogar die Leistung einer ganzen Galaxie abgreifen könnte. Man darf sich bei dieser Skala nicht täuschen – die Menschheit hat noch nicht einmal den Status von Typ I erreicht. Inoffiziell wird sie manchmal als »Typ 0« angesprochen, eine echte kosmische Nullnummer also … .



Nun beruht dieses eher simple Schema darauf, Zivilisationen nach ihrem Energiebedarf einzustufen. Das soll erst einmal unkommentiert bleiben. Wäre jedenfalls der Entwicklungsstand einer außerirdischen Intelligenz tatsächlich so an den Energieverbrauch gekoppelt, eben wegen ihrer entsprechend weit entwickelten Großtechnologie, dann müssten die Aktivitäten solcher Typ-III-Superwesen auch aus großer Ferne noch nachweisbar sein. Selbst auf intergalaktische Distanzen. Zu vermuten wäre ein verdächtiger Überschuss an Wärmestrahlung, sozusagen eine Anomalie im Leuchten ferner Galaxien, die irdische Astronomen buchstäblich hell-hörig machen würde. Erwartungsgemäß ließe sich eine charakteristische Strahlung im mittleren Infrarot feststellen.



US-amerikanische Astronomen fanden sogar etliche hundert Galaxien, auf die eine solche Abweichung zutrifft. Die entscheidende Frage war nun, ob der beobachtete Infrarotüberschuss wirklich durch Typ-III-Aktivitäten ausgelöst wird. An sich wären entsprechende Zivilisationen tatsächlich zu erwarten. Wissenschaftler suchen aber selbstverständlich zunächst nach näherliegenden, »natürlichen« Erklärungen, obwohl Leben im All ja eigentlich gleichfalls ziemlich natürlich ist.



Der aus Schottland stammende Astronomie-Professor Michael Garrett, Generaldirektor des Netherlands Institute for Radio Astronomy (ASTRON) sowie Inhaber des Lehrstuhls für radioastronomische Techniken an der Universität Leiden, entschloss sich, zusätzliche Langwellen-Beobachtungen der ungewöhnlichsten Galaxien durchzuführen, um mehr über die Ursache der Strahlung zu erfahren. Sein Ergebnis klingt zuerst ernüchternd: Sie lässt sich durchweg auch durch bekannte Vorgänge erklären, wie sie sich an vielen Orten im All abspielen – so auch durch Wärmeabstrahlung von kosmischem Staub in gigantischen Sternentstehungsgebieten.



Sollte dieses Resultat nun gleichbedeutend damit sein, dass es überhaupt keine technologischen Superzivilisationen vom Typ III gibt? Professor Garrett gibt sich tatsächlich pessimistisch: »Fortschrittliche Kardaschow-Zivilisationen vom Typ III existieren in unserem lokalen Universum praktisch nicht. Wie ich meine, können wir demnach alle ganz beruhigt ins Bett gehen. Eine Invasion Außerirdischer erscheint sehr unwahrscheinlich.«



Und doch gibt er zu bedenken, dass eine Reihe weiterer Galaxien noch untersucht werden sollte – zwar hätten die bekannten Erklärungen bei allen bislang untersuchten Systemen genügt, was dann wohl auch auf den Rest zutreffen werde, aber: »Es lohnt sicher, das zu überprüfen«, so Garrett. Mit der vorhandenen Technik ließe sich auch eine Suche nach Typ-II-Zivilisationen durchführen, wobei der Forscher zugibt, sich über das bisherige Negativergebnis doch ziemlich zu wundern: »Es ist schon ein wenig beunruhigend, dass es keine Typ-III-Zivilisationen zu geben scheint.«


Der russische Radioastronom Dr. Aleksei Arkhipov würde an dieser Stelle wohl einwerfen, dass selbst ein bewährtes wissenschaftliches Prinzip überstrapaziert werden kann. So auch der angestrengte Versuch, eine Beobachtung unbedingt »natürlich« zu erklären, sogar so lange und in solchem Maße, dass die Wahrscheinlichkeit für die »natürliche« Erklärung eines bestimmten Signals schließlich geringer ausfällt als die alternative Interpretation im Sinne eines künstlichen, das heißt: intelligenten Ursprungs.



Im vorliegenden Fall könnte es allerdings noch eine andere Erklärung geben. Denn hier wird ein Zusammenhang angenommen, wo vielleicht gar keiner ist: zwischen der Entwicklungsstufe einer außerirdischen Zivilisation und ihrer Abwärme. Muss denn eine extrem weit fortgeschrittene Zivilisation galaktischen Ausmaßes auch notwendigerweise die größte Abwärme erzeugen? Nein. Das Fehlen von Hinweisen auf diesen Energieausstoß muss keineswegs zwangsläufig gegen die Existenz weit entwickelter technologischer Zivilisationen sprechen, und nur um diesen Typus geht es hier sinnvollerweise zunächst.



Eine K-III-Zivilisation könnte trotz des mächtigen, theoretisch für sie geforderten Energiebedarfs faktisch völlig neue Energiequellen erschlossen haben, die uns heute physikalisch noch als undenkbar erscheinen. Zwar gibt es nicht nur theoretische Ansätze, sondern auch praktische Versuche, aus denen eine Nutzbarkeit der schon lange bekannten Vakuums- oder Raumenergie hervorgeht, doch gelten Wissenschaftler, die auf diesem Gebiet tätig sind, weithin noch als Fantasten. Und das, obwohl sie teils bereits vielversprechende Resultate vorlegen konnten. Ihren Arbeiten wird meist jeglicher Wert abgesprochen, positiv verlaufene Experimente werden als Irrtümer oder gar Schwindel bezeichnet und somit hoffnungsvolle Ansätze zumeist im Keime erstickt. Da werden immer wieder neue Experimente gefordert, immer abstrusere Testbedingungen verlangt. Wieder ein ganz eigenes Thema.



Der Mangel an Nachweisen für K-III-Zivilisationen als enorm fortgeschrittener technologischer Gesellschaften wäre jedenfalls gleichsam ein deutliches Zeichen für die Nutzbarkeit solcher heute noch unbekannter oder als unmöglich eingestufter Energiequellen, sofern die Existenz solcher Zivilisationen im Universum eine zwingende Notwendigkeit wäre. Nur gibt es derzeit keine alternativen Nachweismethoden für sie. Und damit beißt sich die Schlange (wieder einmal) in den eigenen Schwanz. Aber wie gesagt, auch Garrett wundert sich über sein Negativ-Resultat und stellt dazu fest:

»Wir hatten das so nicht erwartet, und das steht auch nicht in Einklang mit den Theorien. Vielleicht haben wir etwas übersehen. Fortschrittliche Zivilisationen könnten so energieeffizient arbeiten, dass sie kaum noch Abwärme produzieren. Nach unserem bisherigen Verständnis der Physik ist dies aber nur schwer möglich. Dennoch ist es wichtig, weiterhin nach Spuren extraterrestrischer Zivilisationen zu fahnden, bis wir genau verstehen, was da vor sich geht.«

Nun will es natürlich auch nicht recht zusammenpassen, von technologisch haushoch überlegenen Zivilisationen zu sprechen, die es dann also geschafft haben müssen, einer potenziellen Selbstvernichtung erfolgreich aus dem Weg zu gehen, und dann aber im gleichen Atemzug von unserem gegenwärtigen physikalischen Verständnis auszugehen. Sicher, eine andere Möglichkeit bleibt uns ja eigentlich nicht.



Aber am Ende der wissenschaftlichen Untersuchung bleibt doch nichts anderes als blanke Spekulation übrig. Nicht zu vergessen: Hier geht es um technologische Zivilisationen. Sollten aber extrem hochentwickelte Wesen sich längst vom (uns so unvermeidlich scheinenden) Pfad der Technologie entfernt haben, wären sie ohnehin nicht mit den üblichen Methoden nachzuweisen.



Die Frage wäre dann vielleicht noch, ob sie bereits von diesem Pfad abrückten, bevor sie zu einer Zivilisation wurden, die ihr Sonnensystem verließ und die Heimatgalaxie besiedelte, oder ob die Trennung erst später erfolgte. Wie dem auch sei, die aktuelle Untersuchung zeigt doch vor allem eines: Wir sollten uns endlich davon lösen, stets vom Menschen als Maß aller Dinge auszugehen.



Unsere ineffizienten Methoden, mit Energie umzugehen, dürften gewiss nicht auf Superzivilisationen im All anwendbar sein. Und wenn »Botschaften« aus dem All ausbleiben, jene Signale, wie sie von einer hier gerade einmal aufkeimenden technologischen Zivilisation erhofft werden, so ist das gewiss noch längst kein Zeichen für die Nicht-Existenz anderer, viel weiter entwickelter kosmischer Gesellschaften.



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Leser-Kommentare (8) zu diesem Artikel
24.09.2015 | 20:26
http://www.gold-dna.de

Dreht die Suche in der Weite des Kosmos doch mal um und betrachtet es als (Be)Findung des Unterbewusstseins allen Lebens. Der Kosmos wird vom Bewusstsein derart räumlich und zeitlich ausgedehnt, damit die Problematisierung eines PROBLEMS realisiert werden kann: ( http://www.gold-dna.de/updatesept.html#up282 ) Die breite Masse betrachtet die Weite des Alls ´´verkehrt´´ herum ...

24.09.2015 | 20:08
Hannes

@ Rem Brandt, Du Troll: Würde ich nicht zufällig selbst schon seit einigen Jahren mit http://www.qr.net/8gGc meinen Lebensunterhalt finanzieren, würde ich vielleicht auf Deine Verleumdung hereinfallen. Fakt ist, dass es sich hierbei um ein legales, ehrliches und allseits bewährtes System handelt! - Mache Dich schon mal mit der "Verleumdung" im Strafgesetzbuch vertraut: "Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder...

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24.09.2015 | 19:53
Hansi

Komm nur schnell, Reichshimmler

24.09.2015 | 19:47
Sebastian

Generell eignеt sich modernste Technologie zum Einsаtz für gute wie schlеchte Zwеcke. Zum Beispiel verwеnde ich die Tеchnik, um monаtlich einige Tausendеr aus der Sportszеne auf mеin Bаnkkoпto umzuleiten, ganz lеgal bei minimаlstem Zеitaufwand: http://www.5.gp/jNpQ

24.09.2015 | 19:46
Tim Eichenbaum

Warum bist doch ganz normal, wir können keine anderen Zivilisation hören, weil sie ihr Kommunikation verschlüsseln und ohne das entsprechende Wissen hört man nur ein kosmisches Hintergrund Geräusch.Wir auf der Erde benutzen ja auch entsprechende Software oder Technologie um Kommunikation oder Videosignale zu verschlüsseln.Außerirdische Signale zu entschlüsseln da brauch man erst einmal denn Verschlüsselung Algorithmus.Da wird man wahrscheinlich die nächsten Hunderten von Jahren...

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24.09.2015 | 18:26
hahaha

@ Hannes: das Wort Troll kann man auch als Verleumdung werten...die auch noch schriftlich verbreitet wurde...von daher war das ein Griff ins Klo mein Freund...meine Damen und Herren, betrachten Sie Hannes, der Mann der sich selbst ins Knie schoss...hahaha, sowas von lächerlich P.S. bisher habe ich nur Kritik an euren Posts gelesen...nie Zustimmung...also lass uns endlich in Ruhe und verbreite deine Weisheiten woanders...Vielen Dank im Voraus!
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Kündigt sich der Weltuntergang an ? - Was Sie nicht über den "Blutmond" wu

Beitragvon Gudrun Graf » 25. Sep 2015 19:36

bild Blutmond.jpg
bild Blutmond.jpg (6.82 KiB) 6481-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Was-Sie-nicht-ueber-den-Blutmond-wussten-article15888261.html
Freitag, 25. September 2015
Kündigt sich der Weltuntergang an ? - Was Sie nicht über den "Blutmond" wussten

Am Morgen des 28. September wird es düster auf dem Mond: Die Erde legt ihren Schatten über unseren Begleiter. Doch dies ist keine gewöhnliche Mondfinsternis. Sie verbindet gleich mehrere besondere Ereignisse miteinander - was manche bereits stutzig macht.


Es ist ein kosmisches Ereignis, das nur alle paar Jahre am Himmel zu bestaunen ist: Am Morgen des 28. September wird der Mond ab 4.11 Uhr für etwas mehr als eine Stunde im Kernschatten der Erde verschwinden. Doch diese Mondfinsternis ist nicht wie jede andere. Vielmehr treffen so viele kosmische Ausnahmefälle aufeinander, dass manche Menschen darin schon ein göttliches Zeichen sehen - und den Vorboten der Apokalypse. Aber keine Panik. Einige Fakten zur nahen "Super-Herbst-Mondfinsternis" dürften Sie beruhigen:

Im Unterschied zur Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis von drei Vierteln der Erdoberfläche aus zu sehen.
Mondfinsternis am 28. September

Die totale Mondfinsternis ist in voller Länge von Mitteleuropa aus zu beobachten. Am Montag, den 28. September 2015, wandert der Vollmond durch den Schatten der Erde. Um 3.07 Uhr tritt er in den Kernschatten unseres Planeten ein, von 4.11 bis 5.24 Uhr befindet er sich schließlich vollständig im Kernschatten: Die Finsternis ist total. Um 6.27 Uhr endet der sichtbare Teil der Finsternis mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten. Der verfinsterte Mond steht vor der Sternenkulisse der Fische.

Sonnenfinsternisse machen sich gerne rar und totale Sonnenfinsternisse - wenn also der Mond die gesamte Sonne verdeckt und es dunkel auf der Erde wird - sind jeweils nur an wenigen Orten der Erde und auch nur für wenige Minuten zu sehen. An ein und demselben Ort ist im Schnitt sogar nur alle 375 Jahre eine totale Sonnenfinsternis zu beobachten - und dann darf es auch keine Wolken geben. Bei Mondfinsternissen ist das komplett anders. Treten sie auf, sind sie überall dort zu sehen, wo auf der Erde gerade Nacht ist. Und Nacht ist immer auf genau der halben Erdkugel. Da sich die Erde während einer Mondfinsternis aber weiterdreht, kann das Ereignis - zumindest zeitweilig - sogar von drei Vierteln der Erdoberfläche aus betrachtet werden.

Von einem bestimmten Ort aus kann man daher in zehn Jahren etwa vier totale Mondfinsternisse mitverfolgen - wesentlich mehr also als totale Sonnenfinsternisse. Je nach Standort sind lediglich die Zeitpunkte unterschiedlich: Wenn etwa in Berlin die totale Mondfinsternis um kurz nach 4 Uhr morgens beginnt, ist es in Moskau bereits eine Stunde später, bedingt durch die unterschiedlichen Zeitzonen. In New York hingegen ist es zu diesem Zeitpunkt noch kurz nach 22 Uhr vom Vortag.

Es handelt sich diesmal um das seltene Phänomen einer Supervollmond-Finsternis.
Video
In die Röhre geguckt: SoFi sorgt auch auf der Erde für eindrucksvolle Bilder 21.03.15 – 02:44 min Mediathek In die Röhre geguckt SoFi sorgt auch auf der Erde für eindrucksvolle Bilder

Der Vollmond am 28. September 2015 wird den Betrachtern auf der Erde ungewöhnlich groß vorkommen. Kein Wunder, es handelt sich um einen sogenannten Supervollmond. Denn zu diesem Zeitpunkt wird der Mond besonders nah an der Erde sein. Der Grund: Die Bahn des Mondes um die Erde ist kein Kreis, sondern eine Ellipse. So ist der Mond unserem Planeten einmal im Monat am entferntesten und einmal am nächsten. Und manchmal ist dann eben auch Vollmond. Dass es dann auch noch zu einer Mondfinsternis kommt, ist aber ein seltenes Ereignis: Im 20. Jahrhundert kam das laut Nasa nur fünf Mal vor. Die nächste Supervollmond-Finsternis wird es erst im Jahr 2033 geben.

Eine totale Mondfinsternis wird auch "Blutmond" genannt.
Bilderserie
Totale Finsternis: Wenn sich der Mond blutrot färbt ... langwelliges rötliches Restlicht in den Kernschatten gelenkt wird. ... färbte den Mond in ein unheimliches Blutrot. Die Amerikaner konnten sich bereits am Morgen über die ungewöhnliche Färbung freuen während ... Totale Finsternis Wenn sich der Mond blutrot färbt

Bei einer Mondfinsternis taucht der Mond zwar in den Erdschatten, wird von diesem aber nicht komplett verdunkelt. Das heißt, von der Erde aus ist der Mond auch auf dem Höhepunkt der Finsternis zu sehen - allerdings in einem schwachen, rötlichen Licht, das ihm im Volksmund auch die Bezeichnung "Blutmond" eingebracht hat. Woher die rötliche Färbung kommt? Ein Teil des auf die Erde strahlenden Sonnenlichts wird in der Erdatmosphäre gebrochen und wie von einer Linse in den Erdschatten gelenkt. Gleichzeitig werden die blauen Anteile dieses Lichts viel stärker in der Atmosphäre gestreut, weshalb nur die roten Wellen zum Mond durchkommen. Dieses Phänomen lässt übrigens auch irdische Sonnenuntergänge in einem milden roten Licht erscheinen.

Vom Mond aus betrachtet sieht man während einer Mondfinsternis alle Sonnenaufgänge und -untergänge der Erde gleichzeitig.

Auch auf dem Mond selbst würde sich die Mondfinsternis bemerkbar machen - allerdings ist sie dort eine Sonnenfinsternis. Für einen Astronauten, der auf der Mondoberfläche stehen würde, verschwindet die Sonne dann komplett hinter der Erde. Das in der Atmosphäre gebrochene Sonnenlicht bildet dann einen rötlichen Lichtring um die Erde. Man sieht auf dem Mond quasi alle Sonnenaufgänge und -untergänge der Erde gleichzeitig. Sie geben dem Mond auch die oben erwähnte rötliche Beleuchtung und machen ihn zu einem Blutmond.

Die aktuelle Mondfinsternis ist der Höhepunkt einer "Blutmond-Tetrade" - ein ausgesprochen seltenes Ereignis. Zwischen 1581 und 1901 gab es kein einziges davon.

Was bitte ist eine "Mondfinsternis-Tetrade"? Hört sich kompliziert an, ist aber eigentlich ganz simpel: So bezeichnet man einen Zyklus von vier aufeinander folgenden totalen Mondfinsternissen. Die aktuelle Tetrade umfasst die vier Blutmonde vom 15. April und 8. Oktober 2014 sowie vom 4. April und 28. September dieses Jahres (allerdings ist nur die Mondfinsternis am 28. September auch in Europa sichtbar). Diese Aneinanderreihung von totalen Mondfinsternissen ist eher selten und kommt in der Geschichte nur in sehr unregelmäßig Abständen vor. Im gesamten 21. Jahrhundert wird es nur acht Tetraden geben, dann ab dem Jahr 2200 für mehr als 200 Jahre erstmal keine mehr. Auch vor 1909/10 war lange Zeit Pause: Die letzte Tetrade davor gab es in den Jahren 1580/81.

Manche Menschen sehen die Reihe der vier Blutmonde als Vorboten eines bevorstehenden Weltuntergangs.
Bilderserie
Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Die Apokalypse ist eine Ur-Angst der Menschen und in den Augen einiger weniger kündigt sich der Weltuntergang in Form eines kosmischen Ereignisses an. So muss auch die "Blutmond-Tetrade" für solch eine Vorhersage herhalten, wie der Astronom Florian Freistetter in seinem Blog darstellt. Verwiesen wird von den Untergangs-Warnern auf eine Stelle in der Bibel, in der es heißt: "Die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des Herrn kommt." Das steht in der Apostelgeschichte 2:20.

Aber, könnte man nun einwenden, es hat in der Menschheitsgeschichte doch bereits viele Tetraden gegeben; warum soll ausgerechnet die aktuelle den nahen Weltuntergang ankündigen? Das Besondere an dieser: Die vier "Blutmonde" in diesem und im vergangenen Jahr fallen alle auf bedeutende jüdische Feiertage - im April auf das Pesach-Fest und im September und Oktober auf das "Laubhüttenfest" Sukkot. Daraus leiten manche ab, dass dies kein Zufall mehr sein könne und für ein göttliches Zeichen stehen müsse. Allerdings: Seit Christi Geburt gab es bereits acht Tetraden, die mit jüdischen Feiertagen zusammenfielen. Denn Letztere orientieren sich nun mal am Mondkalendar - so groß ist der Zufall also gar nicht. Und die Welt gibt es immer noch. Daher besteht wohl wenig Grund zur Sorge.

Der verdunkelte Vollmond wird diesmal auch als "Erntemond" bezeichnet.
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Noch eine weitere Besonderheit bringt die Mondfinsternis am 28. September mit sich: Es handelt sich um einen "Erntemond". Die Bezeichnung ist heute nicht mehr jedem geläufig; sie stammt aus einer Zeit, in der die Landwirtschaft prägend war für das Leben der Menschen. Der Erntemond ist jener Vollmond, der am nächsten an der herbstlichen Tagundnachtgleiche liegt - also dem kalendarischen Herbstanfang. In früheren Zeiten war der Erntemond den Bauern nützlich, da sie bis spät in die Nacht ihre Felder abernten konnten.

Jede Mondfinsternis kommt gemeinsam mit einer Sonnenfinsternis.

Sie kommen immer Hand in Hand, sozusagen: die beiden Finsternisse. Nur die Reihenfolge kann sich ändern. Entweder kommt die Sonnenfinsternis zwei Wochen vor oder sie kommt zwei Wochen nach der Mondfinsternis. Diesmal fand die Sonnenfinsternis bereits am 13. September statt - allerdings war sie nur partiell zu sehen. Und das auch nur in Südafrika und Teilen der Antarktis. Es gab jedoch im März eine partielle Sonnenfinsternis über Deutschland, die der Mondfinsternis im April vorausgegangen war. Und in anderen Teilen der Welt war diese Sonnenfinsternis sogar total - etwa über Spitzbergen.
Bilderserie
... Südamerika, hier in Brasilien, schimmerte, … Totale Mondfinsternis begeistert Beobachter: Blutmond geht über Amerika auf Totale Mondfinsternis begeistert Beobachter: Blutmond geht über Amerika auf Totale Mondfinsternis begeistert Beobachter Blutmond geht über Amerika auf

Quelle: n-tv.de , kst
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Leben auf dem Mars ? - Nasa hat "Rätsel gelöst" und kündigt "wichtige wiss

Beitragvon Gudrun Graf » 27. Sep 2015 20:08

Leben auf dem Mars.jpg
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http://www.focus.de/wissen/weltraum/leb ... 74973.html


Leben auf dem Mars ? - Nasa hat "Rätsel gelöst" und kündigt "wichtige wissenschaftliche Entdeckung an"
Sonntag, 27.09.2015, 08:46
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Diese Meldung sorgt in der Weltraum-Szene für große Aufregung: Die Nasa hat für Montagabend eine Pressekonferenz angekündigt. Thema: Eine bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnis vom Mars. Ein Rätsel sei gelöst, heißt es. Gibt es etwa einen Beweis für Leben auf dem Mars?

Mit dieser kurzen Ankündigung hat die Weltraumorganisation Nasa die Welt in große Aufregung versetzt: "Die Nasa wird eine wichtige wissenschaftliche Entdeckung der aktuellen Mars-Mission in einer Pressekonferenz am Montag (17.30 MEZ im Live-Ticker bei FOCUS Online) bekannt geben", heißt es unter dem Titel "Mars-Rätsel gelöst".

Nun rätseln die Experten, worum es sich bei der Entdeckung handeln könnte, die noch einer Informationssperrfrist unterliegt. Nichts dringt aus dem Inneren der Nasa nach außen. Doch für Insider ist alleine die Besetzung des Podiums bei der Pressekonferenz schon ein Indiz dafür, dass es darum gehen könnte, dass die Forscher Wasser auf dem Mars entdeckt haben.

Unter anderem werden Jim Green, Leiter der Abteilung für Planetenwissenschaften, und Michael Meyer, Leiter der Mars-Mission, die Neuigkeit verkünden. Außerdem sind Lujendra Ojha vom Georgie Institute of Technology und Alfred McEwen von der University of Arizona dabei. Sie haben sich in den vergangenen Jahren ausführlich mit Bildern der Mars-Oberfläche beschäftigt.

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"Wiederkehrende Abflussrinnen an Kraterwänden"

Wie der Wissenschaftsblog "grenzwissenschaft-aktuell.de" schreibt, ist vor allem der Auftritt der letzten beiden Wissenschaftler ein Hinweis darauf, dass die Entdeckung sich "auf die wiederkehrenden Abflussrinnen an Kraterwänden auf dem Mars beziehen könnte".

Bereits zwischen 2011 und 2014 hatten Ojha und McEwen solche Abflussrinnen auf Mars-Bildern erspäht und sie auf Salzwasser zurückgeführt. Womöglich ist den Forschern nun der Beweis gelungen.
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Leben ist "sehr wahrscheinlich" - Auf dem Mars gibt es flüssiges Wasser

Beitragvon Gudrun Graf » 28. Sep 2015 18:47

bild Auf dem Mars gibt es flüssiges Wasser.jpg
bild Auf dem Mars gibt es flüssiges Wasser.jpg (29.65 KiB) 6452-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Auf-dem-Mars- ... 25141.html
Montag, 28. September 2015
Leben ist "sehr wahrscheinlich" - Auf dem Mars gibt es flüssiges Wasser

Das also war das große Mars-Geheimnis, das die Nasa heute lüften wollte: Es spricht einiges dafür, dass es flüssiges Wasser auf dem Mars gibt - zumindest zeitweise. Bei der Suche nach Leben auf dem roten Planeten geben sich die US-Forscher nun zuversichtlich.


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Die Nasa machte es spannend: Das Mars-Rätsel sei gelöst, kündigte sie an und lud zu einer Pressekonferenz. Doch um welches Rätsel es konkret gehen sollte, verriet sie nicht. Dabei birgt der Rote Planet – so viel wir inzwischen auch über ihn wissen – durchaus mehr als ein Geheimnis. Geht es um Wasser auf dem Mars? Geht es um Methan? Geht es gar um Leben fernab der Erde?

Die Katze ist aus dem Sack. Im Fachblatt "Nature Geoscience" berichten die Forscher um Lujendra Ojha vom Georgia Institute of Technology in Atlanta – einem der Teilnehmer der Nasa-Pressekonferenz – was sie auf dem Mars entdeckt haben. Das Thema ist Wasser. Wahrscheinlich, so die jüngste Erkenntnis, gibt es auch heute noch flüssiges Wasser auf dem Mars.

Nun gebe es erstmals den Nachweis eines Wasservorkommens auf dem Mars, sagt Ojha auf der Pressekonferenz. Damit "revolutioniert sich unser Verständnis des Planeten", kommentierte Jim Green die Entdeckung, bei der Nasa Chefwissenschaftler der Planetenforschung. "Der Mars ist nicht der trocken Planet, für den wir ihn gehalten haben."
Da fließt doch was
Hinter dieser Struktur vermutete man schon 2006 fließendes Wasser.
Hinter dieser Struktur vermutete man schon 2006 fließendes Wasser.
(Foto: NASA)

Zu diesem Fazit gelangten die US-Wissenschaftler mithilfe von Messdaten der Nasa-Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter", kurz MRO. Die Kamera dieses Orbiters hatte Erosionsrinnen aufgenommen, die sich zwischen 2006 und 2009 sichtbar verlängerten. Schon Forscher der Universität Münster hatten diese Rinnen 2010 als Hinweis auf versickerndes, flüssiges Wasser interpretiert. Später vermutete man, sie könnten auch durch Kohlendioxid entstanden sein.

Die Forscher um Lujendra Ojha nun nahmen abermals die auffälligen Fließstrukturen unter die Lupe, die sich im Sommer regelmäßig an manchen Steilhängen auf dem Mars formen. Die in der Regel nur wenige Meter schmalen Rinnen entstehen, wenn die Temperaturen an den Hängen über minus 20 Grad Celsius klettern und immer wieder auch den Gefrierpunkt übersteigen. Sie könnten, so spekulierten die Forscher, von flüssigem Wasser stammen, dessen Gefrierpunkt und Verdunstung durch Salze erheblich herabgesetzt wurde. Dieses Wasser könnte von Eis abschmelzen, das unter dem Marsboden vermutet wird, oder von den Salzen aus der dünnen Marsluft gebunden werden.
Einzelne Pixel ausgewertet

Diese Spekulation sehen die Wissenschaftler jetzt durch neue Datenauswertungen bestätigt. Dass bislang keine Signatur von Wasser oder Salzen an den Fließstrukturen gefunden werden konnte, liegt an der Ortsauflösung des Spektrometers, mit dem die MRO-Sonde die chemische Zusammensetzung des Marsbodens untersucht hat. Die Auflösung ist nicht fein genug. Das Spektrometer kann maximal 18 Meter große Bereiche pro Bildpunkt (Pixel) unterscheiden, und für die Auswertung müssen normalerweise die Werte von mehreren Pixeln kombiniert werden.
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Für die neue Analyse jedoch entwickelten Ojha und seine Mitarbeiter ein Verfahren, mit dem sich einzelne Pixel des Spektrometers auswerten lassen. In sorgfältig ausgewählten Bildpunkten, die überwiegend von Fließstrukturen ausgefüllt werden, zeigte sich dabei tatsächlich die Signatur typischer Salzhydrate - also Kristalle, die eingeschlossenes Wasser enthalten. In der Umgebung fanden sich die Signaturen nicht. Diese Beobachtung machten die Forscher bei Fließstrukturen an vier verschiedenen Orten auf dem Mars. Das lege sehr nahe, dass die Fließstrukturen von einer Salzlauge geformt würden, heißt es in "Nature Geoscience".
Wahrscheinlichkeit für Leben hoch

Was jetzt noch aussteht, ist der direkte Nachweis des flüssigen Wassers. Auf dem Mars wurden bereits verschiedene Wassereisvorkommen und zahlreiche Hinweise auf ausgetrocknete Gewässer gefunden. Flüssiges Wasser selbst hingegen wurde bislang nicht direkt beobachtet. Sollte es entdeckt werden, drängt sich eine Frage, die die Menschheit schon lange beschäftigt, sofort in den Vordergrund: Gibt oder gab es Leben auf dem Mars?

Bei der Frage eines Journalisten auf der Nasa-Pressekonferenz, ob sie nach dieser Entdeckung Leben auf dem Mars für wahrscheinlich hielten, waren sich die versammelten Wissenschaftler weitgehend einig: Wo es Wasser gebe, da sei auch die Wahrscheinlichkeit für Leben hoch. "Das zeigt allein schon das Beispiel Erde", sagte Jim Green. Der Planetenforscher Alfred McEwen von der Universität Arizona hält Leben auf dem Mars sogar für "sehr wahrscheinlich". Ein Beweis dafür steht jedoch noch aus - doch nun wissen die Forscher wenigstens schon mal, wo sie suchen müssen.
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Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

Quelle: n-tv.de , asc/kst/dpa
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Jupiter, Mars, Venus und Merkur - Planeten glänzen mit morgendlicher Parad

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Sep 2015 22:12

Planeten glänzen mit morgendlicher Parade.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Planeten-glae ... 62276.html
Mittwoch, 30. September 2015
Jupiter, Mars, Venus und Merkur - Planeten glänzen mit morgendlicher Parade

Am Morgenhimmel marschieren im Oktober die hellen Wandelsterne auf. Venus übertrifft mit ihrem Glanz alle Gestirne - bis auf den Mond. Und nicht vergessen: Die Sommerzeit endet, die Uhren werden wieder umgestellt!


Der ringgeschmückte Saturn zeigt sich noch in der ersten Oktoberhälfte kurz nach Einbruch der Dunkelheit tief im Südwesten. Er hält sich im Grenzgebiet der Sternbilder Waage und Skorpion auf. Zu Oktoberbeginn geht Saturn kurz nach 21 Uhr unter, am 20. bereits eine Stunde früher. Danach wird man vergeblich nach dem Ringplaneten Ausschau halten. Saturn zieht sich vom Abendhimmel zurück.

Erste Nahaufnahme der Venus vom Februar 1974, aufgenommen von der Mariner-10-Mission der Nasa.
(Foto: dpa)

Im letzten Monatsdrittel bleibt der Abendhimmel ohne helle Planeten. Dafür gibt es am Morgenhimmel einen Aufmarsch der hellen Wandelsterne. Venus und Jupiter halten sich im Sternbild Löwe auf. Zu ihnen gesellt sich der lichtschwächere Mars. Das Planetentrio ist am günstigsten gegen 5 Uhr morgens am Osthimmel zu sehen. Venus übertrifft mit ihrem Glanz als Morgenstern alle anderen Gestirne - vom Mond abgesehen. Am 26. erreicht sie ihren größten westlichen Winkelstand von der Sonne, der Fachmann spricht von maximaler Elongation. Am 8. zieht sie südlich am Löwenhauptstern Regulus vorbei. Jupiter, nach Venus zweithellster Planet am Morgenhimmel, hält sich ebenfalls im Sternbild Löwe auf. Am schwächsten leuchtet noch Mars.
Parade von Jupiter, Mars, Venus und Merkur
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Merkur ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Während ... ... die Erde einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern hat, misst Merkur nur rund 4880 Kilometer. Damit ist er ... ... nur wenig größer als unser Mond, der hier im Bild zu sehen ist. Von der Erde aus ist Merkur aber längst nicht so gut zu erkennen wie der Mond. Denn von Merkur (hier markiert) trennen uns im Schnitt rund 150 Millionen Kilometer. Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet

Merkur, der sonnennächste und kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems, bietet vom 10. bis 29. Oktober die einzige Morgensichtbarkeit in diesem Jahr in unseren Breiten. Zur Monatsmitte erreicht er mit nur 18 Grad seinen maximalen westlichen Winkelvorsprung vor der Sonne. Am 10. geht der flinke Merkur kurz nach 6 Uhr morgens auf, am 29. fast eine Stunde später auf. Um Merkur zu erspähen, ist eine freie Sicht zum Osthorizont erforderlich, da er nur knapp über der Horizontlinie steht, bevor er in der heller werdenden Morgendämmerung verblasst. Mit Jupiter, Mars und Venus bildet Merkur eine morgendliche Planetenparade am Osthimmel.

Nur Saturn fehlt von den freisichtigen Planeten am Morgenhimmel. Uranus steht am 12. im Sternbild Fische der Sonne genau gegenüber. Diese Stellung nennt man Opposition. Der grünliche Planet geht dabei mit Sonnenuntergang im Osten auf, erreicht um Mitternacht seine höchste Position im Süden und versinkt morgens mit Sonnenaufgang unter dem Westhorizont.
Die Farbe von Uranus kommt von den in seiner Atmosphäre befindlichen Teilchen, die rotes Licht von der Sonne absorbieren und grünes Licht reflektieren.
Die Farbe von Uranus kommt von den in seiner Atmosphäre befindlichen Teilchen, die rotes Licht von der Sonne absorbieren und grünes Licht reflektieren.
(Foto: imago/Science Photo Library)

Wegen seiner großen Sonnendistanz ist Uranus so lichtschwach, dass er mit bloßen Augen kaum wahrzunehmen ist. Entdeckt wurde er im März 1781 von Wilhelm Herschel mit seinem selbst gefertigten Spiegelteleskop. Ein gutes Fernglas reicht aus, um diesen Planeten zu erkennen. Allerdings muss man seine Position unter den Sternen genau kennen. Mit vierfachem Erddurchmesser zählt Uranus zu den Riesenplaneten. Ein Menschenleben lang - nämlich 84 Jahre - benötigt er, um einmal um die Sonne zu laufen. Man sagt daher, ein Uranusjahr entspricht 84 Erdenjahren. Fünf große Monde (Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon) sowie zwei Dutzend Minimonde begleiten Uranus auf seinem langen Weg um die Sonne.
Mond kommt uns auf 358.460 Kilometer nah
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Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Am 13. tritt um 2.06 Uhr die Neumondphase ein. Die Vollmondposition wird am 27. um 13.05 Uhr im Sternbild Fische erreicht. Einen Tag vorher passiert der Mond seinen erdnächsten Bahnpunkt, wobei ihn 358.460 Kilometer von uns trennen. Mit 406.390 Kilometer Distanz befindet sich unser Nachbar im All am 11. in Erdferne. In der Nacht vom 29. auf 30. wandert der noch fast volle Mond vor dem Sternhaufen der Hyaden vorbei. Dabei bedeckt er Aldebaran, den hellen, orangenen Hauptstern des Stieres.

Da der Mond ohne Lufthülle ist, verschwindet Aldebaran schlagartig am hellen Ostrand des Mondes und erscheint etwa eine Stunde später ebenso plötzlich am bereits dunklen Westrand des Mondes. Für den in Deutschland zentralen Ort 50 Grad Nord und 10 Grad Ost verschwindet Aldebaran um 22.50 Uhr hinter dem Mond und taucht um 23.53 Uhr wieder auf. Der Verlauf der Aldebaran-Bedeckung ist ortsabhängig. So beginnt sie in Berlin um 22.57 Uhr MEZ (Ende 0.02 Uhr), in Leipzig um 22.54 Uhr (Ende 0.00), und in Stuttgart schon um 22.47 Uhr (Ende 23.53).
Herbststernbilder in günstigen Positionen

Zur abendlichen Beobachtungsstunde sind inzwischen alle Herbststernbilder in günstige Positionen gerückt. In der westlichen Himmelshälfte dominiert noch das Sommerdreieck. Der helle Arktur im Bootes ist bereits im Nordwesten untergegangen. Auch der lichtschwache Herkules nähert sich seinem Untergang. Der Himmelsanblick wird von der Andromeda-Gruppe bestimmt. Diese Sternbildergruppe nimmt fast den gesamten Osthimmel ein. Sie setzt sich aus den Bildern Kassiopeia, Kepheus, Andromeda, Pegasus, Perseus und Walfisch zusammen.
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Hier dargestellt: die Zonen gleicher Normalzeit mit allen Abweichungen. Die Sommerzeit ist unberücksichtigt. 02.05.15 Zeitzonen schlagen Haken Spanien tickt falsch, China zu einheitlich
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Zwar sind diese Herbstbilder längst nicht so hell wie die leuchtkräftigen Wintersternbilder, denn es fehlen Sterne erster Größenklasse. Aber sie haben ihren eigenen Reiz. Bis auf Kepheus und den Walfisch sind alle relativ leicht auszumachen. Die Sonne wandert am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn durch das Sternbild Jungfrau. Um den 20. passiert sie nördlich Spica, den Jungfrauhauptstern. Am 23. tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Skorpion. Am 31. wechselt sie abends in das Sternbild Waage. Die Tage verkürzen sich deutlich um fast zwei Stunden, die Mittagshöhe der Sonne nimmt um elf Grad ab.

Nicht vergessen: Am 25. Oktober endet die Sommerzeit. Die Uhren müssen dann um 3 Uhr morgens auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt werden.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Aus zwei mach eins - Rätsel um Tschuris Enten-Form gelöst

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Sep 2015 22:20

Rätsel um Tschuris Enten-Form gelöst.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Raetsel-um-Ts ... 41216.html
Mittwoch, 30. September 2015
Aus zwei mach eins - Rätsel um Tschuris Enten-Form gelöst

Der Komet, auf dem Landegerät Philae durchs All saust, hat eine ungewöhnliche Form. Während andere Himmelskörper aussehen wie Kartoffeln, erinnert Tschuri an eine Quietsche-Ente. Wie er zu seinem originellen Äußeren kam, haben Forscher nun geklärt.


"Dieser Komet scheint völlig anders zu sein als jeder andere, den wir zuvor gesehen haben", sagt Carsten Güttler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, als er im Juli 2014 die ersten verschwommen Aufnahmen von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, kurz Tschuri, zu sehen bekam. Zwei deutlich getrennte Teile zeichneten sich darauf ab, ganz so, als hätte der Komet einen Kopf und einen Körper. Rasch war der Vergleich gezogen: Tschuri sieht aus wie ein Quietsche-Entchen. Warum? Da konnten die Forscher zunächst nur raten.
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Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Inzwischen sind sie schlauer. Analysen des einen wie des anderen Kometenteils geben einige Hinweise darauf, wie Tschuri zu seiner ungewöhnlichen Form gekommen ist: "Sehr wahrscheinlich sind zwei Kometen im noch jungen Sonnensystem zusammengestoßen und bildeten den heute sichtbaren Doppelkörper", sagt Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin.

Kührt leitet die Beteiligungen des DLR an der Rosetta-Mission; der Mission, die Tschuri unter die Lupe nimmt. Der Zusammenprall der beiden Kometenteile müsse sehr sanft bei kleinen Geschwindigkeiten erfolgt sein, so Kührt. Nur so ließen sich die geringe Dichte und die gut erhaltenen Schichtstrukturen beider Kometenteile erklären. "Diese Erkenntnis gibt wichtige Hinweise auf den physikalischen Zustand des frühen Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren", berichtet der Kometenforscher als Mitautor einer aktuellen Veröffentlichung im Fachjournal Nature."
Zwei Körper, ein Komet

Ein Zusammenstoß zweier Kometen - so etwas hatten die Wissenschaftler schon geahnt. Aber auch eine besonders intensive Erosion an der Stelle, die sich schließlich zu Tschuris Hals entwickelte, hielten sie für möglich. Die Auflösung des Rätsels gelang nun durch die Analyse hochaufgelöster Bilder, die zwischen dem 6. August 2014 und dem 17. März 2015 mit der Osiris-Kamera an der Raumsonde Rosetta gelangen.

Zunächst hatten die Wissenschaftler auf den Bildern über hundert terrassenförmige Strukturen auf der Kometenoberfläche und parallel verlaufende Schichten ausgemacht. Sie zeichneten sich deutlich an Klippen, Wänden und Vertiefungen ab. Mithilfe eines 3D-Kometenmodells konnten die Forscher anschließend schlussfolgern, in welche Richtung und in welcher Tiefe die einzelnen Schichten verlaufen. Schnell wurde klar, dass sie auf beiden Kometenhälften zu finden sind, sich dort aber im Detail voneinander unterscheiden. Das führte zu der Einsicht, dass sich die Strukturen nicht auf einem Körper gemeinsam entwickelt haben.
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Ganz nah dran: Rosetta nahm aus nur 186 Kilometern Entfernung den bis dahin gewaltigsten Gasausbruch Tschuris auf. 12.08.15 Höhepunkt der Rosetta-Mission Sonne heizt Tschuri mächtig ein
Anders als geplant, war Philae an einem schattigen und kühlen Platz auf dem Kometen aufgekommen. Nun profitiert er davon. 13.08.15 Auf Tschuri zur Sonne Philae überlebt dank Pannenlandung

"Kometen gelten als Zeitzeugen der Bildung unseres Planetensystems, da sie sich durch ihre Entstehung in dessen kalten äußeren Regionen und wegen ihrer geringen Größe gut erhalten haben", erläutert Kührt. "Unklar war, inwieweit gegenseitige Stöße zur Alterung beigetragen haben. Die Daten der Rosetta-Mission unterstreichen, dass Kometen auch in dieser Hinsicht nur moderat verändert wurden und tatsächlich sehr ursprüngliches Material darstellen." Zudem deutet der ähnliche Aufbau beider Teilkörper darauf hin, dass diese einst in ähnlicher Weise entstanden sind.

Seit August entfernen sich Tschuri und mit ihm Rosetta und Philae von der Sonne, auf die sie gemeinsam zugerast waren. Noch etwa ein Jahr lang, bis September 2016, werden dabei mit unterschiedlichsten Instrumenten wissenschaftliche Daten gesammelt.
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Quelle: n-tv.de , asc
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"Charon" ist gar keine Einöde - Bilder von Plutomond verblüffen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Okt 2015 11:47

Bilder von Plutomond verblüffen.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Bilder-von-Plutomond-verblueffen-article16059481.html
Freitag, 02. Oktober 2015
"Charon" ist gar keine Einöde - Bilder von Plutomond verblüffen

Das Aussehen des Plutomonds Charon deutet auf eine bewegte Vergangenheit hin. Die detailreichen Aufnahmen der Raumsonde "New Horizons" zeigen einen riesigen Canyon, Täler und Abhänge. Könnte ein unterirdischer Ozean eine Rolle gespielt haben?

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Plutos Mond Charon ist keineswegs die kraterübersäte Einöde, die manche Astronomen erwartet haben. Das illustrieren die bislang detailreichsten Aufnahmen des eisigen Trabanten, die von der Raumsonde "New Horizons" gemacht wurden. Auf der Mondoberfläche finden sich unter anderem ein bis zu neun Kilometer tiefes Canyonsystem, das mindestens viermal so lang ist wie der Grand Canyon auf der Erde, sowie eine 600 Kilometer lange Kette von Tälern und Abhängen. "New Horizons" dokumentierte zudem überraschende Farbvariationen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte die Aufnahmen am Donnerstag.
Video
Besuch beim Zwergplaneten: "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto 16.07.15 – 00:25 min Mediathek Besuch beim Zwergplaneten "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto

"Wir hielten es für unwahrscheinlich, solche interessanten Merkmale auf diesem Trabanten einer Welt am fernen Rand unseres Sonnensystems zu sehen", betonte "New Horizons"-Forscher Ross Beyer in einer Nasa-Mitteilung.
"Komplette Kruste aufgesprungen"

Das Canyon-System zieht sich quer über Charon und reicht vermutlich bis auf die Rückseite des Mondes. "Es sieht aus, als ob Charons komplette Kruste aufgesprungen wäre", berichtete John Spencer vom Southwest Reserch Institute in Boulder im US-Staat Colorado. Die Forscher diskutieren, ob womöglich ein unterirdischer Ozean auf Charon vor langer Zeit gefroren ist und durch die damit einhergehende Volumenänderung die Oberfläche des Mondes gesprengt hat.
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Weitere Aufschlüsse über die geologische Aktivität des Mondes erhoffen sich die Astronomen von noch detailreicheren Aufnahmen, die die Sonde im Laufe des kommenden Jahres übertragen wird. Derzeit ist sie fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

Der eisige Zwergplanet Pluto hat neben Charon noch vier weitere Monde: Hydra, Nix, Kerberos und Styx. Nach einer mehr als neunjährigen Reise war "New Horizons" im vergangenen Juli als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten untersucht.
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"New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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"Diese Welt ist am Leben" - Nasa entdeckt blauen Himmel auf Pluto

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Okt 2015 19:42

Nasa entdeckt blauen Himmel auf Pluto.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-entdeckt ... 02291.html
Donnerstag, 08. Oktober 2015
"Diese Welt ist am Leben" - Nasa entdeckt blauen Himmel auf Pluto

Der ferne Zwergplanet Pluto sorgt seit dem Vorbeiflug der Sonde "New Horizons" für immer neue Sensationen. Nebel, Eisberge und viele andere verblüffende Details entdecken Forscher dort. Nun verkündet die Nasa zwei weitere "erstaunliche" Beobachtungen.


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Auf dem Pluto gibt es Wasser - allerdings nur in gefrorener Form. Und zudem ist es verblüffend rötlich. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Bereits im Vorfeld hatte Alan Stern, der bei der Nasa für die Pluto-Mission "New Horizons" zuständig ist, "erstaunliche" Neuigkeiten zum Pluto angekündigt. Aber das ist noch nicht alles.
Video
Besuch beim Zwergplaneten: "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto 16.07.15 – 00:25 min Mediathek Besuch beim Zwergplaneten "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto

Eine weitere, unerwartete Beobachtung machte die Nasa: Die auf dem Pluto entdeckten Nebel sind blau. "Wer hätte mit einem blauen Himmel im Kuiper Gürtel gerechnet?", fragte Nasa-Forscher Stern. Der Kuiper Gürtel ist die äußerste nachgewiesene Region des Sonnensystems. Die Partikel der auf Pluto beobachteten Nebel sind zwar grau oder rot - aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen.

Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel. Zwar sind die Bestandteile der jeweiligen Atmosphären ganz unterschiedlich - das Ergebnis ist jedoch dasselbe. Nasa-Forscherin Carly Howett erklärt das Prinzip: "Ein blauer Himmel resultiert aus der Streuung des Sonnenlichts durch sehr kleine Teilchen. Auf der Erde sind dies Stickstoff-Moleküle. Auf dem Pluto sind es größere - aber immer noch sehr kleine, rußartige Partikel." Diese sind laut Nasa womöglich eine Verbindungen aus Stickstoff und Methan.
"Das Wassereis auf Pluto ist erstaunlich rot"
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Die andere Neuigkeit, der Nachweis von gefrorenem Wasser auf Pluto, konnte durch das Spektrometer an Bord der Sonde "New Horizons" nachgewiesen werden. "Auf dem Großteil der Pluto-Oberfläche ist kein Wassereis zu entdecken", sagte Forscher Jason Cook. Denn größtenteils sei es wohl von anderen gefrorenen Stoffen überlagert. "Zu verstehen, warum Wassereis dort zu sehen ist, wo es ist, gehört zu den Rätseln, die wir noch lösen wollen."

Das Merkwürdige an der Sache mit dem Wassereis sei, meinte Silvia Protopapa von der University of Maryland: Überall dort, wo die deutlichsten Hinweise auf Wassereis gefunden worden seien, ist die Pluto-Oberfläche erstaunlich rot. Dies belegen Aufnahmen im Bereich des sichtbaren Lichts. "Ich bin sehr erstaunt, dass dieses Eis so rot ist", sagte Protopapa.

Der rund fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernte Zwergplanet Pluto begeistert das Forscher-Team der Nasa seit dem Vorbeiflug der Sonde "New Horizons" Mitte Juli mit immer neuen, ungeahnten Eigenschaften. "Er hat Wetter, es gibt Nebel in der Atmosphäre, geologische Aktivitäten...", schwärmte Nasa-Experte Stern dem Guardian gegenüber. Jede Woche sei er aufs Neue geplättet. "Diese Welt ist am Leben."
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Quelle: n-tv.de , kst
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Gab es Leben auf dem Mars ?" - Curiosity" stößt auf Wassersystem

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2015 06:54

Gab es Leben auf dem Mars.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Curiosity-sto ... 03101.html
Donnerstag, 08. Oktober 2015
Gab es Leben auf dem Mars ?" - Curiosity" stößt auf Wassersystem

Die Indizien für Leben auf dem Mars mehren sich. Der Marsrover "Curiosity" entdeckt ein groß angelegtes System an Flüssen und Seen. Diese sind zwar mittlerweile vertrocknet, aus ihren Hinterlassenschaften ergibt sich allerdings eine heiße Spur.


Der Marsrover "Curiosity" hat ein System ausgetrockneter Seen und Flüsse auf dem Roten Planeten aufgespürt. Die einzelnen Gewässer müssen auf dem urzeitlichen Mars jeweils für mindestens 100 bis 10.000 Jahre stabil gewesen sein, schreibt ein Forscherteam um John Grotzinger vom California Institute of Technology (Caltech) im Fachjournal "Science". Die Entdeckung reiht sich in eine lange Kette von Indizien für eine deutlich nassere Vergangenheit des Wüstenplaneten.

"Curiositys" Beobachtungen stärken zudem die Hoffnung, einmal Spuren von vergangenem extraterrestrischem Leben auf dem Mars zu finden, wie es in einem Begleitkommentar in "Science" heißt. Der Marsrover erkundet seit 2012 den Gale-Krater in der Äquatorregion des Roten Planeten. Dort stieß der Roboter der US-Weltraumbehörde Nasa auf Bodenformen und Sedimente, die auf frühere Gewässer hindeuten. Den Beobachtungen zufolge ist Sand von Kies von der Nordwand des Gale-Kraters von flachen Flüssen südwärts transportiert und dabei feiner gemahlen worden. Das Material lagerte sich demnach schließlich in Seen ab.

Das Gewässersystem, das "Curiosity" bislang erkundet hat, muss sich über 10.000 bis 10 Millionen Jahre entwickelt haben und wurde möglicherweise von einem gemeinsamen Grundwasserspiegel dauerhaft gespeist, berichten die Wissenschaftler. Die individuellen Gewässer hätten lang genug existiert, um Leben zu ermöglichen. Spuren solchen vermuteten Marslebens haben die Forscher aber bisher nicht gefunden.
Rätsel im Verschwinden des Wassers

Der Mars ist heute eine extrem trockene, kalte Staubwüste. Zahlreiche Beobachtungen deuten jedoch darauf hin, dass der Rote Planet einmal ein erheblich milderes Klima mit einer dichteren Atmosphäre und deutlich mehr Wasser besessen haben könnte. So waren auch früher schon Sedimente entdeckt worden, die auf ausgetrocknete Gewässer schließen lassen, und Landformen, die möglicherweise von fließendem Wasser geformt wurden. Eiskappen und unterirdische Gletscher lassen es möglich erscheinen, dass Mars sogar einmal größere Meere besessen hat.
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Weitgehend rätselhaft ist bislang allerdings, wohin der Großteil des Marswassers verschwunden ist. In der heute dünnen Atmosphäre des Roten Planeten verkocht flüssiges Wasser durch den geringen Druck im Normalfall sofort. Zwar hatten andere Forscher kürzlich Indizien dafür präsentiert, dass mancherorts auch heute noch Wasser über den Roten Planeten fließt, dieses ist aber nur in Form einer Salzlauge stabil, die weniger leicht einfriert und weniger schnell verdunstet als reines Wasser.

Aktuelle Beobachtungen ließen den jungen Mars geologisch immer erdähnlicher erscheinen, betont Majorie Chan von der University of Utah in einem "Science"-Begleitkommentar. Und obwohl es noch keinen Beleg für die Existenz von extraterrestrischem Leben auf dem Mars gebe, seien die wichtigsten Zutaten dafür vorhanden gewesen. Auf der Erde sei seit 3,5 Milliarden Jahren vermutlich jedes Oberflächengewässer mit Mikroben besiedelt.

"Würde der Mars reine, abiotische Gewässer besessen haben?", fragt Chan und antwortet selbst: "Je mehr die Geologie der Erde ähnelt, umso wahrscheinlicher scheint es, dass sich irgendwelche Lebensformen im Marswasser entwickelt haben könnten."
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Quelle: n-tv.de , lsc/dpa
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Weicht nicht widerstandslos - Jupiters Roter Fleck schrumpft

Beitragvon Gudrun Graf » 14. Okt 2015 20:35

Jupiters Roter Fleck schrumpft.jpg
Jupiters Roter Fleck schrumpft.jpg (9.72 KiB) 6100-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Jupiters-Rote ... 35551.html
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Weicht nicht widerstandslos - Jupiters Roter Fleck schrumpft

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter beeindruckt Astronomen schon seit mehr als 300 Jahren. Inzwischen weiß man: Dahinter verbirgt sich ein riesiger Wirbelsturm. Aber dieser Gigant schmilzt dahin. Bilder zeigen jedoch: Er kämpft.


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Es ist der größte Wirbelsturm des Sonnensystems und er hält sich unglaublich lange. Während sich irdische Wirbelstürme in der Atmosphäre innerhalb weniger Wochen auflösen, wurde der Große Rote Fleck auf dem Jupiter – ein riesiger Antizyklon – schon 1664 beschrieben. Es gibt ihn also seit mindestens 351 Jahren. In seinem Durchmesser ist der Wirbelsturm doppelt so groß wie die Erde. Doch er schrumpft.

Seit 1930 lässt sich beobachten, dass der berühmte Jupiter-Sturm kleiner und kreisförmiger wird. Richtig deutlich wurde diese Entwicklung seit 2012. Im Mai 2014 stellte Weltraumteleskop Hubble die kleinste jeweils gemessene Ausdehnung des Wirbelsturms fest. Seine längere Achse brachte es auf nur noch rund 16.500 Kilometer. Das waren 1000 Kilometer weniger als noch zwei Jahre zuvor. Neue Bilder von Hubble aber belegen nun: Der Sturm weicht nicht widerstandslos.
Mysteriöser Schleier im Zentrum

Zwar verliert der Große Rote Fleck sichtbar an Farbe und ist inzwischen abermals rund 240 Kilometer kleiner als er es im vergangenen Jahr noch war. Aber das zeigt auch: Er schrumpft langsamer. Die Nasa nimmt an, dass der riesige Wirbelsturm mit anderen, kleineren Stürmen in Wechselwirkung steht. Sie verschmelzen mit ihm und verändern seine Dynamik - und damit auch seine Größe.

Doch was hat es mit der neuesten Entdeckung auf sich? Im Zentrum des Flecks haben die Forscher auf den jüngsten Bildern einen mysteriösen, fadenähnlichen Schleier ausfindig gemacht. Er zieht sich fast durch die gesamte Länge des Wirbels. Dabei rotiert er und verdreht sich unter dem Einfluss der rasend schnellen Winde im Sturmzentrum (deren Geschwindigkeit beträgt 540 Kilometer in der Stunde).

Wie dieser Schleier entstanden sein könnte und wo seine Faden-Form herrührt, ist bislang unklar. "Jedes Mal, wenn wir Jupiter anschauen, bekommen wir spannende Hinweise darauf, dass sich dort etwas wirklich Aufregendes abspielt", sagt Amy Simon, Planetenforscherin bei der Nasa. Der Schleier ist nur eines von mehreren Rätseln.
Welle war jahrzehntelang versteckt
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Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten 17.01.15 Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

So fanden die Wissenschaftler in Jupiters nördlicher Hemisphäre jetzt eine turbulente Wellenstruktur wieder, die sie zuletzt vor mehreren Jahrzehnten auf Aufnahmen der Raumsonde Voyager 2 (Start 1977) ausgemacht hatten. Da die Welle damals nur schwach zu erkennen war und seither nie wieder, begannen die Forscher schon zu glauben, sie wären einer Täuschung aufgesessen. Nun stellen sie fest: Die Wellenstruktur ist tatsächlich da; sie zeigt sich nur selten. Was sich da abspielt? Möglicherweise, so erste Vermutungen der Astronomen, stammt die Welle aus der Gasschicht unterhalb der Wolken. Sichtbar wird sie dann nur dort, wo sie auf diese Wolken einwirkt.

Jedes Jahr nimmt Weltraumteleskop Hubble eine Zeitlang die äußeren Planeten unseres Sonnensystems unter die Lupe. 2016 gibt es wieder Neues von Jupiter, dem schrumpfenden Fleck und anderen Phänomen auf dem großen Gasriesen.

Quelle: n-tv.de , asc
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Ein Zwergplanet begeistert die Welt - Womit Pluto die Forscher verblüfft

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Okt 2015 10:29

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http://www.n-tv.de/wissen/Womit-Pluto-d ... 44506.html
Ein Zwergplanet begeistert die Welt - Womit Pluto die Forscher verblüfft

In kürzester Zeit haben die Daten, die Raumsonde "New Horizons" von Pluto sammelte, unser Bild von dem Zwergplaneten verändert. Auf Pluto ist der Himmel blau, er hat Wetter und zahlreiche weitere ungeahnte Eigenschaften. "Science" fasst sie zusammen.



Drei Monate ist es her, dass die Nasa-Sonde "New Horizons" in nur 12.500 Kilometern Entfernung an Zwergplanet Pluto vorbeiflog. Erst in etwa einem Jahr werden alle Daten, die die Sonde gesammelt hat, auf der Erde angekommen sein. Doch schon früh zeigte sich: Pluto hält für die Wissenschaft einige Überraschungen bereit. Er ist deutlich vielfältiger als gedacht.
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Besuch beim Zwergplaneten: "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto 16.07.15 – 00:25 min Mediathek Besuch beim Zwergplaneten "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto

Berge, Schluchten, kraterzerklüftete Landschaften und ausgedehnte, glatte Eisebenen hat "New Horizons" erspäht, vielleicht sogar Dünen. "Hätte ein Künstler diesen Pluto vor dem Vorbeiflug gemalt, hätte ich wahrscheinlich gesagt, das ist übertrieben – aber so sieht es tatsächlich aus", kommentierte Alan Stern, Hauptverantwortlicher der Nasa-Mission, die Aufnahmen von dem Zwergplaneten. Nun berichten Stern und sein Team im Fachblatt "Science" von der unerwarteten geologischen Aktivität auf Pluto und seinem größten Mond Charon. Sie fassen die neuesten Erkenntnisse zusammen.

Durchmesser: "New Horizons" hat erstmals den Durchmesser von Eiszwerg Pluto genau bestimmt: Er misst 2374 Kilometer. Eine Abplattung wie etwa bei der Erde durch die Eigenrotation konnte die Raumsonde nicht feststellen - der Zwergplanet ist kugelrund.
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Erster Besuch von der Erde: "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto 14.07.15 – 01:14 min Mediathek Erster Besuch von der Erde "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto

Oberfläche: Plutos Oberfläche wird von Eis bestimmt. "New Horizons" hat jedoch Berge fotografiert, die sich bis in 3000 Meter Höhe recken. Das Stickstoff-, Kohlenmonoxid- und Methan-Eis, das bereits vor dem Besuch der Raumsonde auf dem Zwergplaneten nachgewiesen wurde, ist für derart hohe Berge viel zu weich. Die Forscher nehmen daher an, dass diese Eissorten vielerorts nur eine relativ dünne Schicht auf der Oberfläche bilden und sich darunter das deutlich härtere Wassereis zu Bergen türmt. Plutos Gebirge, die es durchaus etwa mit den Rocky Mountains in Nordamerika aufnehmen können, bestehen also aus Eisbergen.

Einschlagkrater: Davon gibt es auf Pluto erstaunlich wenige - gemessen an dem kosmischen Bombardement, dem der Eiszwerg im Kuipergürtel ausgesetzt gewesen sein dürfte. Die Krater müssen durch aktive geologische Prozesse verschwunden sein, folgern die Astronomen. Das bedeutet, dass etwa die völlig kraterlose Eisebene Sputnik Planum nur etwa 100.000 Jahre alt sein kann. Das ist sehr jung, gemessen am Alter des Sonnensystems von 4,5 Milliarden Jahren. Unklar ist, welche Energiequelle die geologische Aktivität antreibt.

Gletscher: Einiges in der Eisebene Sputnik Planum weist auf eine Art Gletscher hin. Das Eis scheint dort in Bewegung gewesen zu sein oder immer noch zu fließen. Aufnahmen zeigen, wie die Eisschichten Hindernisse umflossen haben.

Farbvielfalt: Die hat die Forscher verblüfft. Neben nahezu komplett weißen Eisebenen gibt es auf Pluto rötliche und leicht bläuliche Landschaften. Die Rottöne stammen vermutlich von Kohlenstoffverbindungen namens Tholinen, die sich mit Hilfe ultravioletter Strahlung oder durch den Beschuss mit schnellen kosmischen Teilchen aus dem Stickstoff-Methanmix auf Pluto bilden und schon in geringer Konzentration für gelbe bis dunkelrote Farbtöne sorgen.
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Atmosphäre: Die ist dünner als erwartet. Der Luftdruck an Plutos Boden beträgt etwa 10 Millionstel Bar, das ist nur ein Hunderttausendstel des irdischen Luftdrucks. Unklar ist, ob die Atmosphäre sich erst kürzlich ausgedünnt hat. In der Atmosphäre fotografierte "New Horizons" Dunstschleier, deren Herkunft noch nicht geklärt ist.

Charon: Plutos größter Mond (mittlerer Durchmesser 1212 Kilometer) bietet erstaunlich abwechslungsreiche Landschaften. Unter anderem besitzt er ein gigantisches, kilometertiefes Canyonsystem, das mindestens viermal so lang ist wie der Grand Canyon auf der Erde. Die Canyons ziehen sich quer über Charons Oberfläche. Manche Forscher spekulieren, dass auf dem Mond womöglich vor langer Zeit ein unterirdischer Ozean gefroren ist und dabei durch die Volumenänderung die komplette Kruste aufgesprengt hat. Charon scheint ähnlich geologisch aktiv zu sein wie Pluto; auch bei ihm ist die Energiequelle dieser Aktivität unklar.

Hydra und Nix: Auch diese Pluto-Monde hat "New Horizons" untersucht. Hydra ist etwa 40 mal 30 Kilometer klein, Nix etwa 50 mal 30 Kilometer. Beide Minimonde reflektieren überraschend stark. Die Astronomen nehmen daher an, dass Nix und Hydra mit Wassereis bedeckt sind, das sauberer ist als auf Charon. Wie die beiden Plutotrabanten angesichts der zahlreichen Umwelteinflüsse im Kuipergürtel über Jahrmilliarden derart unbefleckte Oberflächen behalten konnten, ist momentan noch rätselhaft.
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Die Nebel-Partikel sind grau und rot, aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen. Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel. "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Häuser aus Eis und Sand - So könnten Menschen auf dem Mars wohnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Okt 2015 10:57

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Freitag, 16. Oktober 2015
Häuser aus Eis und Sand - So könnten Menschen auf dem Mars wohnen

Von Kai Stoppel

Bald soll der Mensch zum Mars aufbrechen, doch das birgt Probleme: Wie etwa können Behausungen gebaut werden, ohne viel Baumaterial transportieren zu müssen? Die Nasa schreibt einen Wettbewerb aus. Der Siegerentwurf ist so genial wie simpel.



Der Mars ist eine lebensfeindliche Umgebung: Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, krankmachende kosmische Strahlung und totale Isolation von dem Heimatplaneten. Doch der Traum der Menschheit ist es nun mal - warum auch immer -, zu unserem roten Nachbarn im All aufzubrechen und einmal einen Fuß auf seine Oberfläche zu setzen. Und ihn natürlich gründlich auf mögliches Leben zu erforschen.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Doch das ist ein gewaltiges Unterfangen, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa immer wieder feststellen muss. In welcher Art von Behausung etwa sollen die Raumfahrer untergebracht werden? Diese muss ihre Bewohner schließlich vor den eisigen Temperaturen und der gefährlichen Strahlung aus dem Weltraum schützen. Zudem limitiert die weite Entfernung von zig Millionen Kilometern zur Erde die Menge an Material, die mit einem Raumschiff zum Mars transportiert werden kann.

Die Nasa wollte sich diesmal nicht selbst den Kopf darüber zerbrechen - und schrieb daher einen Wettbewerb aus. Allerdings stellte sie einige Bedingungen: Die Behausung muss etwa aus vor Ort vorhandenen Materialien per 3D-Drucker herstellbar sein. Auch soll sie mindestens 90 Quadratmeter Wohnraum für die Raumfahrer bieten. Zahlreiche Architekten und Designer haben mitgemacht, darunter auch der weltweit bekannte Star-Architekt Sir Norman Foster - der allerdings bei der Preisvergabe leer ausging. Die Antworten der Kreativen fielen recht unterschiedlich aus.
Einbuddeln, recyclen oder weben?
Dieser Entwurf sieht vor, dass die Planeten-Basis aus verschiedenen Fasern gewoben wird.
Dieser Entwurf sieht vor, dass die Planeten-Basis aus verschiedenen Fasern gewoben wird.
(Foto: Hybrid Composites/NASA)

Einbuddeln, schlagen viele der Entwürfe vor. Andere favorisieren die Igluzelt-Variante. Aber am Ende sind es die eher unkonventionellen Ideen, die für Begeisterung unter den Nasa-Juroren sorgten: So etwa der Entwurf von dem Team "Hybrid Composites", das vorschlägt, die Struktur der Mars-Wohnbauten zu weben. Ein 3D-Drucker soll aus dem vor Ort häufig basaltischem Gestein ganz unterschiedliche Fasern erzeugen - solche, die zur Stabilität der Struktur beitragen, andere, die Strom leiten und Daten übertragen sowie Glasfasern, die Licht transportieren. Dieser Entwurf wurde von der Nasa als eine der Top-Ideen geehrt.

Einen Recycling-Ansatz wählten die Drittplatzierten vom Team "LavaHive". Sie schlagen vor, die Marsbauten aus einer Mischung aus Lava-Material und Teilen des Mars-Raumschiffs zu konstruieren. Den Kern bildet dabei das Landemodul des Raumschiffs, in dem die Menschen wohnen sollen. Weitere Bereiche, etwa die Labore, sollen von Robotern aus dem auf dem Mars häufigen, staubig-sandigen Material Regolith sowie Epoxidharz konstruiert werden.

Pragmatismus und Flexibilität zeichnen den zweitplatzierten Entwurf aus. Das Team "GAMMA" entwarf die Idee von aufblasbaren Basismodulen, die von halb-autonomen Konstruktionsrobotern nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten auf dem Planeten mit einer Schicht schützenden Gesteins überzogen werden sollen. Dieses soll aus Regolith bestehen, welches mittels Mikrowellen geschmolzen und in die richtige Form gebracht wird.
Eis fürs Wohlbefinden der Raumfahrer
Ein Querschnitt des Siegerentwurfs "Ice House". Eine Doppel-Schale aus Eis soll Menschen und Mars voreinander Schützen.
Ein Querschnitt des Siegerentwurfs "Ice House". Eine Doppel-Schale aus Eis soll Menschen und Mars voreinander Schützen.
(Foto: Screenshot/www.marsicehouse.com)

Am meisten begeisterte die Nasa-Juroren jedoch ein Entwurf, der im Gegensatz zu den meisten anderen nicht Metall, Stein und Geröll als Material für die Behausung wählt, sondern Eis. Das Team "SEArch/Clouds Architecture Office" beruft sich auf die Fülle von Wassereis, das in einigen Gegenden des Mars unter der Oberfläche vermutet wird. Der große Vorteil: Eis schützt den Menschen genau so gut vor der gefährlichen kosmischen Strahlung wie die Steinwände der anderen Entwürfe. Aber im Gegensatz zu Letzteren ist dank dem lichtdurchlässigen Eis eine helle und wohnliche Behausung möglich.

In einem Video zeigen die acht US-Designer von SEArch und Clouds AO, wie das eisige Habitat entstehen soll. Die Landefähre schmilzt das Fundament für das Gebäude in den - hoffentlich - eisigen Marsboden. Danach wird eine große, durchsichtige Kunststoffmembran aufgeblasen, innerhalb derer eine Doppel-Schale aus Eis "gedruckt" wird. Das Team hat nach eigenen Angaben bereits erfolgreiche Experimente mit dem 3D-Druck von Eis durchgeführt.
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Ein großer Vorteil der Planetenbasis aus Eis, so die Entwickler des Ice House, sei die Beleuchtung der Behausung mit Tageslicht - was einen natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus für die Raumfahrer ermögliche. Und der Blick aus dem Fenster auf die Marsoberfläche soll den Menschen auf dem Mars die Möglichkeit geben, zu sinnieren und nachzudenken - was ihrem Wohlbefinden und dem psychologischen Gleichgewicht bei dieser Reise ins Unbekannte förderlich sein soll.

Doch bis es soweit ist, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen: Die Nasa plant, frühestens in der 2030er-Jahren die ersten Menschen zu unserem roten Nachbarn im All zu schicken. Derweil wird die Entwicklung praktischer Behausungen allerdings weiter vorangetrieben: In einem nächsten Schritt sollen die Technologien für die Errichtung der Habitate entwickelt und schließlich auch die ersten Bauten in voller Größe testweise auf der Erde errichtet werden.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Quelle: n-tv.de
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Außerirdische Zivilisation: Mega-Strukturen um fremden Stern aufgespürt ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Okt 2015 10:22

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17.10.2015


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Außerirdische Zivilisation: Mega-Strukturen um fremden Stern aufgespürt ?
Andreas von Rétyi

Diese Meldung durchzuckt die Medien derzeit wie kaum eine andere Nachricht zur Weltraumforschung: Forscher stießen auf einen Stern, der seine Helligkeit so bizarr ändert, dass sie nun sogar ernsthaft zu fragen beginnen, ob Aktivitäten einer außerirdischen Superzivilisation dahinterstecken könnten. Bald soll eine Suche beginnen.



Erst vor Kurzem kam der Astronom Professor Michael Garrett nach einer gezielten Analyse fremder Galaxien zu einem auch für ihn eher ernüchternden Ergebnis: Super-Zivilisationen dürften im Universum sehr selten sein oder vielleicht gar nicht existieren. Von solchen extrem fortgeschrittenen außerirdischen Gesellschaften wird angenommen, dass sie wegen ihres kaum mehr vorstellbaren Energiebedarfs ganze Sternsysteme in auffallender Weise verändern – das könnte natürlich ein allzu menschlicher Trugschluss sein, basierend auf (notgedrungener) Unkenntnis technologischer Alternativen, über die solche Kulturen verfügen könnten.



Schnell verliert sich das Thema in Spekulation, doch immerhin gibt es Wissenschaftler, die über solche Möglichkeiten nachdenken und auch darüber, wie man Zivilisationen dieser besonderen Art nachweisen könnte. Garrett hält die Existenz solcher galaktischer Supergesellschaften nach wie vor für möglich, er konnte nur eben keine Hinweise finden.



Vielleicht wird es ja sogar einfacher mit den weniger hoch entwickelten Zivilisationen, jenen, die uns ähnlicher sind. Das wären dann möglicherweise Wesen, die es bewerkstelligt haben, die Energie ihres Heimatsterns hochgradig zu nutzen. Damit wären sie uns immer noch extrem weit voraus. Ihre Aktivitäten könnten heutigen Astronomen ebenfalls bereits auffallen, in Form von nie zuvor gesehenen »Verhaltensstörungen« eines Sterns beispielsweise. Und genau solche Anomalien wurden nun gefunden, um den etwa 1480 Lichtjahre entfernten Lichtpunkt mit der Katalognummer KIC 8462852 (KIC = Kepler Input Catalog).



Diese für das bloße Auge unsichtbare fremde Sonne liegt auf der nördlichen Himmelskugel zwischen den Sternbildern Schwan und Leier, der ursprünglichen Suchregion des Kepler-Weltraumteleskops, das dort deutlich mehr als 150 000 Sterne auf Hinweise nach Planeten untersuchte und oft fündig wurde. Das Instrument lieferte so viele Daten, dass bis jetzt noch nicht alle durchforstet sind und die Wissenschaftler, wie bereits bei anderen umfangreichen Projekten, sogar auf die Hilfe der Öffentlichkeit zurückgreifen, um Anomalien im Datenmeer zu entdecken.



Im Rahmen von Planet Hunters kann jedermann an der Suche teilnehmen und bei Sternen nach auffallenden Helligkeitsänderungen fahnden, wie sie auftreten, wenn ein dunkler Körper, sprich: ein Planet, direkt in den Vordergrund vor die helle »Sternscheibe« rückt.



Exoplaneten erzeugen regelmäßige und typische »Dimmer-Effekte« bei ihren Heimatsternen, und außerdem gibt es noch eine ganze Reihe anderer Gründe, warum ein Stern seine Helligkeit ändern kann. Bekannt sind auch zahlreiche »Veränderliche«, bei denen der Name wirklich Programm ist. Sterne pulsieren, sie erleben Ausbrüche, haben riesige dunkle Flecken, werden von anderen Sternen oder eben Planeten umkreist, alles führt zu Lichtschwankungen.



Doch KIC 8462852 ist anders. Er will sich nicht ins Schema einreihen lassen, keine Erklärung will bei ihm so richtig passen. Das ist auch der Grund, warum jetzt selbst völlig seriöse Astronomen an das schier Unaussprechliche denken: Könnten da etwa wirklich …?



Jeder weiß eigentlich, dass die Möglichkeit ganz real besteht, die Möglichkeit, dass irgendwo um einen fremden Stern der Galaxis andere Wesen existieren, die schon »wesen-tlich« weiterentwickelt sind als wir, die riesige Strukturen um ihre Sonne errichtet haben und damit bizarre Lichtwechsel erzeugen könnten. Aber einmal langsam – was haben die Astronomen nun eigentlich genau entdeckt? Und haben sie wirklich von Außerirdischen gesprochen?



Tabetha Boyajian hat das zunächst mal nicht getan. Sie ist führende Autorin einer aktuellen Studie zu jenem einzigartigen Stern, der sonst eher ein ziemlich gewöhnliches Mitglied des galaktischen Lichtermeers zu sein scheint. KIC 8462852 fiel im Jahr 2011 zunächst den Planet-Hunter-Hobbyforschern auf, weil die Helligkeit sich ganz und gar nicht regelmäßig ändert.



Vielmehr wird er in unregelmäßigen Intervallen plötzlich um bis zu 22 Prozent schwächer, um dann in einer weiten Spanne zwischen fünf und 80 Tage lang dunkel zu bleiben, zumindest soweit das jetzt nach vier Jahren Beobachtungszeit bekannt ist. Ein Planetenriese wie Jupiter würde die Helligkeit um nur etwa ein Prozent mindern. Aus früheren Beobachtungen geht hervor: Der seltsame Stern scheint einen Begleiter zu haben, und zwar keinen Planeten, sondern einen anderen Stern. An sich überhaupt nichts Ungewöhnliches. Doch selbst, wenn dieser Partner wirklich an KIC 8462852 gebunden ist, kann er sich nicht auf die Helligkeit auswirken – denn dafür ist er zu weit entfernt, rund tausendmal weiter als unser Planet von der Sonne.



Ihr ist KIC 8462852 übrigens relativ ähnlich, nur ist er massereicher und älter als sie. Deshalb scheidet auch eine protoplanetare Wolke als Verursacher der beobachteten Schwankungen aus. Sehr massereiche Planeten sind wohl gleichfalls nicht die Lösung. Die hätte man nämlich schon entdecken müssen, doch Fehlanzeige.



Asteroidenkollisionen könnten wiederum auch bei älteren Sternen für Staubwolken sorgen, würden aber damit das Licht anders beeinflussen und eine verstärkte Infrarotstrahlung nach sich ziehen. Gleichfalls Fehlanzeige. Und »Welten im Zusammenstoß«? Könnte es dort heute – also entfernungsbedingt eigentlich vor rund 1500 Jahren – eine planetare Kollision gegeben haben? Gerade auch bei einem alten Stern ein eher unwahrscheinliches Szenario.



Insgesamt wäre es ein enormer Zufall, hätte Kepler ausgerechnet in unserer Epoche eine solche Katastrophe registriert. Boyajian hat in ihrer Studie all diese Möglichkeiten untersucht und zuvor auch sorgfältig die ebenfalls denkbaren technischen Fehlerquellen ausgelotet. Da wurden die Kepler-Daten auf ihre Qualität analysiert, Nachbarquellen auf ähnliche Veränderungen durchforstet, mögliche Artefakte im Detektorsystem geprüft und einiges mehr. Doch nichts.



Die junge Forscherin ist aber absolut überzeugt: Die Anomalie ist echt. Als einzig natürliche Erklärung hält sie eine dort umherschwirrende Gruppe von Kometen-Trümmern für möglich, verschiedene große Materieklumpen, die von unterschiedlich großen dunklen Wolken umgeben sind und den Stern umkreisen. Spuren solcher Exokometen glauben Astronomen bereits bei anderen Sternen entdeckt zu haben. Doch das Verhalten von KIC 8462852 bleibt nach wie vor einzigartig.



Im gigantischen Wust der Kepler-Daten tauchte nach gezielter Suche kein einziger Kandidat auf, der diesem Stern wirklich im Verhalten gleicht. Und selbst, wenn Boyajian große Kometenwolken als wahrscheinlichstes Szenario beschreibt, muss das noch lange nicht die richtige Interpretation sein – das betont sie selbst. Gegenüber Ross Andersen vom US-Magazin Atlantic teilte sie in einem Telefongespräch mit, sie habe in ihrer Arbeit zwar nur natürliche Erklärungen angeboten, erwäge aber auch noch »andere Szenarien«. Und damit wird die Geschichte nun richtig spannend.



Tabetha Boyajian legte die sonderbaren Daten auch dem an der Pennsylvania State University forschenden Astronomen Professor Jason Thomas Wright vor, der auf nahe Sterne und deren Exoplaneten spezialisiert ist. »Ich war fasziniert, wie verrückt die [Daten] aussahen«, so gesteht er. Und fügt hinzu: »Außerirdische sollten immer die letzte Hypothese sein, die man in Erwägung zieht. Doch das hier sah nach etwas aus, von dem man erwarten würde, dass es eine außerirdische Zivilisation baut.«


Selbst, wenn sich jeder Weltraumforscher pflichtschuldigst darum bemüht, eine natürliche Erklärung zu präsentieren, sind heute bekanntlich auch viele Fachleute absolut von der Existenz außerirdischer Lebensformen überzeugt und gehen davon aus, sie mit aktueller Technologie entdecken zu können. Die logische Schlussfolgerung: Irgendwann muss es dann wohl tatsächlich soweit sein. Eine Grundidee bleibt, dass solche Zivilisationen umso mehr Energie benötigen, je höher entwickelt sie sind.



Zwar könnte das glatte Gegenteil der Fall sein, aber wenn es denn wirklich so wäre und außerirdische Gesellschaften nicht längst andere Wege eingeschlagen hätten, könnten sie riesige Sonnenkollektoren um ihren Stern angeordnet haben, als Gürtel oder Kugelschale aus unzähligen Einzelelementen. Sie würden seine Energie auf diese Weise »ernten«, das Sternenlicht aber auch abblocken. Der Physiker Freeman Dyson gilt als einer der ersten Visionäre eines solchen Konzepts, weshalb diese hypothetischen Gebilde weithin auch als Dyson-Sphären bekannt sind.





Wie Wright seinerseits anmerkt, sei zwar die Kometen-Interpretation für die Anomalie von KIC 8462852 die derzeit beste (natürliche) Erklärung, doch schränkt er sofort ein: »Es ist schwer vorstellbar, wie Kometen so viel Licht abschirmen sollten. Da wäre eine gewaltige Anzahl von ihnen nötig, und wir müssen sie genau zu dem Zeitpunkt erwischt haben, als sie alle miteinander verklumpten.« Das klingt nicht unbedingt sehr wahrscheinlich. Da müsste Kepler bei der Untersuchung von 150 000 Sternen schon ein sehr seltenes Naturereignis beobachtet haben. Trotzdem sind die Astronomen jetzt gewissermaßen »alarmiert«.



Tabetha Boyajian arbeitet nun mit Jason Wright und Andrew Siemion, dem Chef des SETI Research Center der University of California, an einem wissenschaftlichen Beitrag zu Alternativinterpretationen. Die Forscher wollen bald in Erfahrung bringen, ob von dem Stern möglicherweise Radiosignale ausgehen.



Dazu soll nun demnächst das riesige Green-Bank-Radio-Teleskop im US-Bundesstaat West Virginia eingesetzt werden, um dann zunächst einmal wenigstens einige Stunden lang lauschen zu können, ob von KIC 8462852 vielleicht charakteristische Radiowellen als Zeichen für intelligentes Leben ausgehen.



Bei entsprechenden Hinweisen sollen dann höher aufgelöste Beobachtungen mittels des Karl G. Jansky Very Large Array (JVLA) folgen, des berühmten Radiointerferometers von Socorro in New Mexico. Wright betont: »Sollten wir hören, dass schmalbandige, modulierte Radiowellenemissionen von dem Stern kommen, kann ich mir keine andere Erklärung vorstellen. Die Natur verhält sich so nicht, das müsste dann künstlich sein.«


Nun geht es also tatsächlich um eine sehr gezielte Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI), und nicht umsonst konstatiert Wright: »Das ist das beste SETI-Ziel, das ich je gesehen oder von dem ich je gehört habe.«


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: NASA, „DYSONSCH-Dyson-Schwarm-Animation“ von Karl Bednarik aus der deutschsprachigen Wikipedia. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

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Leser-Kommentare (9) zu diesem Artikel
17.10.2015 | 10:37
peterchen

Je mehr ich von diesem Rietly lese, um so unglaubhafter wird er mir als Autor und schafft dies immer wieder neu zu manifestieren. Lese ich seinen Namen winke ich schon von vorn herein ab.

17.10.2015 | 10:34
Alfred Putz

Also ich bin froh, dass ich bei Kopp-Online im Kommentarbereich auf diese tollе Möglichkeit mit einer Lüge online Geld zu verdienen hingewiesen worden bin. Allerdings muss ich gestehen, dass ich anfangs auch sehr skeptisch war und mich letztlich dieser Erfahrungsbеricht von einem Vollidiot überzeugt hat. Ich kann Ihnen daher aus meiner eigenеn Erfahrung bestätigen, dass die Anwendung kinderleicht ist und es tatsächlich so funktioniert, wie es auf der Webseite beschrieben ist....

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17.10.2015 | 10:33
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Sebastian = G.Ertbauer = Sportwetten Unerlaubte Werbung für andere Seiten, Inhalte oder Unternehmen

17.10.2015 | 10:24
armin_ulrich

@Rüdiger Wir greifen u.a. deshalb zu den Sternen, um mehr über uns(sere Welt) zu erfahren. Das Bild unserer Atmosphäre verändert sich auch durch das Studium der Atmosphäre anderer Planeten.

17.10.2015 | 10:07
Martin Ochmann

Und mit den Menschen, die derzeit als "Flüchtlinge" nach Europa strömen, werden wir in unseren Bemühungen, zu diesen Superzivilisationen aufzuschließen, um mindestens tausend Jahre zurückgeworfen.

17.10.2015 | 09:43
Sebastian

Generell eignеt sich modernste Technologie zum Einsаtz für gute wie schlеchte Zwеcke. Zum Beispiel verwеnde ich die Tеchnik, um monаtlich einige Tausendеr aus der Sportszеne auf mеin Bаnkkoпto umzuleiten, ganz lеgal bei minimаlstem Zеitaufwand: http://www.is.gd/K33clp
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In Kooperation mit Russland - Esa sucht Wasser auf dem Mond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Okt 2015 19:11

Esa sucht Wasser auf dem Mond.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Esa-sucht-Was ... 64556.html
Montag, 19. Oktober 2015
In Kooperation mit Russland - Esa sucht Wasser auf dem Mond

Der politische Draht zu Russland ist derzeit alles andere als gut, doch die Raumfahrtbehörden sind davon unberührt. Esa und Roskosmos wollen zusammen zum Mond. Der Zeitpunkt: 2020. Das Ziel: der Südpol des Trabanten. Im Fokus: Wasser. Und ein Dorf.


Russland und die europäische Raumfahrtagentur Esa planen eine gemeinsame Mission zur Suche nach Wasser auf dem Mond. Bei dem für 2020 vorgesehenen Projekt "Luna-27" soll eine spezielle Sonde auf dem Südpol des Erdtrabanten landen, teilt James Carpenter von der Esa in Paris mit. Die Esa leiste - als "Juniorpartner" - etwa Hilfe bei der Navigation. Ziel ist es zunächst, so berichtet die BBC, Wasser und Rohstoffe zu suchen, aus denen Treibstoff und Sauerstoff hergestellt werden können.

In Moskau hieß es, das Projekt solle auch ein erster Schritt sein für den Aufbau einer ständigen Basis. "Auf dem Mond existieren fast alle Ressourcen, die auch auf der Erde gefunden wurden", sagte der Wissenschaftler Igor Mitrofanow. Bei "Luna-27" handele es sich im Grunde um die Fortsetzung eines sowjetischen Programms von 1976. Das Projekt sei "technologisch weit fortgeschritten und gut vorbereitet", meinte ein Mitarbeiter der deutschen Raumfahrtbranche, der namentlich nicht genannt werden wollte. "Der Südpol des Mondes ist unerforscht. Niemand war dort. Die Kooperation der Esa mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist gut etabliert."
Mond-Dorf wird weltweit diskutiert
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So stellten sich angehende Architekten der TU Darmstadt eine mögliche Mondstation vor – ein Entwurf von 2009. Damals diskutierten Wissenschaftler, Ingenieure, Verfahrenstechniker und Architekten auf dem Symposium Lunar Base in Karlsruhe, wie eine bewohnbare Station auf dem Erdtrabanten ausstehen könnte. 08.07.15 Gemeinsames Menschheitsprojekt Mond-Dorf könnte Wirklichkeit werden
"Epic" hat die Sonne im Rücken und hält fest, wie der Mond an der Erde vorbeizieht. Das perfekte Bild. 06.08.15 Die unbekannte Seite "Epic" zeigt den Mond von hinten

Europas Raumfahrtchef Jan Wörner sagte, 43 Jahre nach dem bisher letzten Mann auf dem Mond - dem US-Amerikaner Eugene Cernan 1972 - rücke der Erdtrabant immer stärker in den Fokus. Zwar gebe es derzeit kein konkretes Projekt eines bemannten Mondflugs. "Die jüngere Generation lechzt aber nach einer großen, globalen Kooperation", sagte der Esa-Generaldirektor. Eine ständige Basis - auf Englisch "moon village" genannt, auf Deutsch auch "Mond-Dorf" - sei eine Projektidee, die weltweit diskutiert werde. "Es wird spannend, wer welchen Beitrag, welche Ideen leisten will und kann", meinte er.

Russischen Experten zufolge ist der Südpol des Mondes für eine mögliche Besiedlung auch deshalb interessant, weil dort sowohl Sonnenlicht als auch Schatten sind. Das Licht werde für Solarpanelen benötigt, die für die nötige Energie sorgen sollen. Raumfahrer hingegen sollten weitgehend vor Sonnenstrahlung geschützt sein. Zudem sei im Schatten die Wahrscheinlichkeit größer, Wassereis zu finden.
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Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Rendezvous vor katastrophalem Ende - Forscher sehen "letzten Kuss" zweier

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Okt 2015 18:52

Forscher sehen letzten Kuss zweier Sterne.jpg
Forscher sehen letzten Kuss zweier Sterne.jpg (26.72 KiB) 6031-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-sehe ... 83181.html
Mittwoch, 21. Oktober 2015
Rendezvous vor katastrophalem Ende - Forscher sehen "letzten Kuss" zweier Sterne

Astronomen gelingt es, den "Kuss" eines besonders heißen und massereichen Sternenpaars zu beobachten. Es könnte ein Liebesspiel mit tödlichem Ausgang sein. Entweder die Sterne verschmelzen zu einer Riesensonne oder sie explodieren einzeln.


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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Astronomen haben den bislang heißesten und massereichsten Doppelstern entdeckt. Das Sternenpaar steht einander so nah, dass sich die beiden Oberflächen berühren, wie die Europäische Südsternwarte Eso in Garching bei München berichtet. Vermutlich sei dies "der letzte Kuss" der beiden Sterne vor einem katastrophalen Ende. Forscher um Hugues Sana von der belgischen Universität Löwen stellen ihre Entdeckung mit dem "Very Large Telescope" (VLT) der Eso im Fachblatt "Astrophysical Journal" vor.

Der junge Doppelstern liegt rund 160.000 Lichtjahre entfernt im Tarantelnebel, einer der produktivsten Sternenfabriken unserer kosmischen Nachbarschaft. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt; also etwa 9,461 Billionen Kilometer. Die beiden Sterne des Doppelsystems sind an der Oberfläche rund 40.000 Grad Celsius heiß und haben zusammen etwa 57 Mal so viel Masse wie unsere Sonne. Sie teilen sich durch den engen Kontakt etwa 30 Prozent ihrer Masse.
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In der weiteren Entwicklung sind der Eso zufolge zwei Schicksale denkbar: Entweder die Sterne verschmelzen zu einer Riesensonne, die in einer der energiereichsten Explosionen im Universum enden könnte. Oder sie entgehen der Verschmelzung und explodieren einzeln in einer Supernova, wobei jeweils ein Schwarzes Loch zurückbliebe. Bei einer solch extrem hellen Explosion schleudern Sterne am Ende ihrer Lebenszeit ihre Hülle ins All; der Kern kann zu einem Schwarzen Loch zusammenstürzen. So könnte im Tarantelnebel ein außergewöhnlich enges Doppelsystem aus Schwarzen Löchern entstehen, das eine starke Quelle sogenannter Gravitationswellen wäre.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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In der Nacht der Geister und Dämonen - Asteroid rast auf die Erde zu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Okt 2015 19:38

Asteroid rast auf die Erde zu.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-rast ... 06471.html
Samstag, 24. Oktober 2015
In der Nacht der Geister und Dämonen - Asteroid rast auf die Erde zu

Es dauert nicht mehr lange, dann passiert ein riesiger Asteroid die Erde. Der Gesteinsbrocken, der in der Halloween-Nacht vorbeifliegt, ist dann ungefähr 500.000 Kilometer von der Erde entfernt. Ein Katzensprung für kosmische Verhältnisse.


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Pünktlich zu Halloween erhält die Erde Besuch von einem kosmischen Monster-Kürbis: Ein erst kürzlich entdeckter Asteroid etwa von der Größe eines Flugzeugträgers rast derzeit auf unseren Planeten zu - und wird am 31. Oktober in nur rund 500.000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbeifliegen. Der Halloween-Brocken könnte der größte Asteroid sein, der uns in den nächsten Jahren so nahe kommt: Erst 2027 wird laut US-Weltraumbehörde Nasa nach derzeitigem Wissen ein Asteroid dieser Größenklasse ähnlich dicht an der Erde vorbeikommen.
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Sicherer Abstand: Riesiger Asteroid fliegt zu Halloween an Erde vorbei 23.10.15 – 01:36 min Mediathek Sicherer Abstand Riesiger Asteroid fliegt zu Halloween an Erde vorbei

Mit einer Geschwindigkeit von sage und schreibe 126.000 Stundenkilometern rast der Halloween-Besucher am Nachmittag des 31. Oktober an der Erde vorbei, und zwar in nur 1,3-facher Mondentfernung. Einen Einschlag auf der Erde können die Forscher glücklicherweise ausschließen - anderenfalls hätte es schwerste Verwüstungen gegeben. Denn der Durchmesser des kosmischen Geschosses mit der wissenschaftlichen Bezeichnung 2015 TB145 liegt laut Nasa zwischen 290 und 650 Metern, was einem mittleren Schätzwert von 470 Metern entspricht. Zum Vergleich: Der im Februar 2013 über dem russischen Tscheljabinsk explodierte Asteroid hatte einen Durchmesser von gerade einmal rund 20 Metern. Damals wurde rund 1600 Menschen durch die Druckwelle verletzt.
Ein Einschlag wäre katastrophal

"Der Einschlag eines Asteroiden der Größe von 2015 TB145 wäre eine kontinentale Katastrophe", sagt die Astronomin und Leiterin des Planetariums Bochum, Susanne Hüttemeister. "Wenn ein solcher Brocken in Europa einschlagen würde, wären mehrere Staaten massiv betroffen."
Die Grafik zeigt, wann TB 125 an der Erde vorbeifliegen wird.
Die Grafik zeigt, wann TB 125 an der Erde vorbeifliegen wird.
(Foto: dpa)

Asteroiden, auch Planetoiden oder Kleinplaneten genannt, gelten als Überbleibsel der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren. Dass Kollisionen von Asteroiden mit der Erde verheerende Folgen haben können, beweist ein Blick in die Vergangenheit unseres Planeten.
Asteroid löste Dino-Sterben aus

So donnerte vor 15 Millionen Jahren ein Planetoid von etwa einem Kilometer Durchmesser auf die Schwäbische Alb herab und hinterließ einen Krater, der heute als Nördlinger Ries bekannt ist. Und vor 65 Millionen Jahren schlug ein Asteroid mit einem Durchmesser von rund zehn Kilometern auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan ein. Er löste einen Klimawandel aus und leitete damit höchstwahrscheinlich das Aussterben der Dinosaurier ein.

Doch auch kleine "Bomben" aus dem All können große Schäden anrichten: Einen Durchmesser von nur 30 bis 50 Metern hatte ein Asteroid, der mit dem sogenannten Tunguska-Ereignis von 1908 in Zusammenhang gebracht wird. Damals wurden in einer unzugänglichen Region Sibiriens auf mehr als 2200 Quadratkilometern 80 Millionen Bäume umgeknickt - als Ursache wird die Explosion eines Asteroiden in mehreren Kilometern Höhe vermutet, die eine Druckwelle mit der Sprengkraft hunderter Hiroshima-Atombomben auslöste.
Suche nach gefährlichen Kleinplaneten

Seit Jahren nehmen Astronomen die Umgebung der Erde genau unter die Lupe, um Asteroiden im Anflug möglichst frühzeitig zu entdecken. Aktuell verzeichnet die Nasa mehr als 1630 Kleinplaneten, die als "potenziell gefährlich" eingestuft werden, davon 154 mit mindestens einem Kilometer Durchmesser.
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Aber ganz wehrlos wäre die Menschheit nicht bei einem drohenden Einschlag. Wenn ein Asteroid auf Kollisionskurs frühzeitig entdeckt wird, könnte man eine Raumsonde auf ihm einschlagen lassen und ihn dadurch von seiner Bahn abbringen. Denkbar wäre auch, eine Sonde dicht an den Gesteinsbrocken heranzumanövrieren. Durch die Schwerkraft der Sonde könnte der kosmische Aggressor nach und nach von seiner ursprünglichen Flugbahn abgelenkt werden. Als allerletztes Mittel gilt die Zündung einer Atombombe, um den Asteroiden aus seiner Bahn zu werfen. Erfolgsaussichten: ungewiss.

Doch all dies gilt nur für gefährliche Asteroiden, die frühzeitig entdeckt werden. Von der Existenz des Halloween-Asteroiden wissen die Forscher aber erst seit rund zwei Wochen - umso beruhigender also, dass von ihm keine Gefahr droht.
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Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP
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Reste urtümlicher Materie - Alkohol auf "Lovejoy" gefunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Okt 2015 20:03

Alkohol auf.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Alkohol-auf-L ... 06981.html
Samstag, 24. Oktober 2015
Reste urtümlicher Materie - Alkohol auf "Lovejoy" gefunden

Im All gibt es viele chemische Elemente und Verbindungen, die auch auf der Erde existieren. Der Fund von C2H6O auf einem Kometen ist allerdings eine Premiere - und könnte hier mit der gleichen Verbindung begossen werden.


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Forscher haben erstmals gewöhnlichen Alkohol auf einem Kometen nachgewiesen. Mit einem 30-Meter-Radioteleskop in der spanischen Sierra Nevada konnten die Astronomen die Signatur von Ethanol auf dem Kometen Lovejoy messen, der zum Jahresanfang dem inneren Sonnensystem einen Besuch abgestattet hatte. Ethanol ist derjenige Alkohol, der auch in alkoholischen Getränken vorkommt. Das Team um Nicolas Biver von der Université Paris-Diderot stellt seine Entdeckung im US-Fachblatt "Science Advances" vor.

Der Komet mit der vollen Bezeichnung C/2014 Q2 (Lovejoy) war einer der aktivsten der vergangenen Jahrzehnte. Im Januar und Februar war er mit bloßem Auge zu sehen, und bei seiner größten Annäherung an die Sonne produzierte er durch die Erwärmung mehr als 20 Tonnen Wasser pro Sekunde. Solche hellen, aktiven Kometen bieten die Chance, zahlreiche chemische Verbindungen in ihrer Atmosphäre nachzuweisen.
Nicht nur Alkohol gefunden

Die Gruppe um Biver beobachtete Lovejoy, als er am hellsten und produktivsten war, und fand sogar 21 unterschiedliche Molekülsorten in der Atmosphäre des Kometen. Neben Ethanol (C2H6O) waren darunter eine Reihe anderer Kohlenstoff-Verbindungen, von einfachen wie Kohlenmonoxid (CO) bis zum Zucker-Verwandten Glykolaldehyd (C2H4O2), das auch auf dem Kometen Tschuri entdeckt worden war. Zudem stießen die Forscher auf verschiedene Stickstoff- und Schwefelverbindungen.
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Kometen haben ihre Heimat in den eisigen Außenbezirken unseres Sonnensystems und kommen nur selten in die Nähe der Sonne. Sie gelten daher als urtümliche Materie, die bei der Entstehung des Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren übrig geblieben ist.

Der Nachweis der zum Teil komplexen Kohlenstoffverbindungen auf dem Kometen Lovejoy legt nahe, dass diese Moleküle auch am kalten Rand unseres Systems entstehen können oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Entwicklung unseres Systems entstanden sind. Da manche dieser Moleküle auch biologisch von Bedeutung sind, sei der Nachweis ein weiterer Schritt zum Verständnis des Ursprungs des Lebens auf der Erde, betonen die Forscher.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Zufallsfund bei Himmelsschau - Unbekannter Teil der Milchstraße entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Okt 2015 18:55

Unbekannter Teil der Milchstraße entdeckt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Unbekannter-T ... 34816.html
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Zufallsfund bei Himmelsschau - Unbekannter Teil der Milchstraße entdeckt

Bei der Untersuchung pulsierender Sterne machen Forscher eine unerwartete Entdeckung: Sie beobachten eine bisher unbekannte Region aus vielen jungen Sternen in der Mitte unserer Heimatgalaxie. Dass diese bisher verborgen blieben, hat einen Grund.



Astronomen haben einen bisher unbekannten Teil der Milchstraße entdeckt: Hinter dicken Staubwolken im Zentralbereich unserer Heimatgalaxie fanden sie eine Scheibe aus jungen Sternen, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) mitteilte. Die Entdeckung gelang demnach durch Daten des Vista-Teleskops am Paranal-Observatorium der Eso in der chilenischen Atacama-Wüste. Dieses Teleskop sucht den Himmel im infraroten Wellenbereich ab.
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Auf die Scheibe aus jungen Sternen stießen die Wissenschaftler bei der Kartierung von Positionen einer Klasse von veränderlichen Sternen, die in der Helligkeit variieren. Astronomen nennen diese Sternklasse Cepheiden. Die dünne Scheibe junger Sterne zieht sich demnach quer durch den Zentralbereich der Milchstraße, den sogenannten Bulge. Dieser neue Bestandteil der Galaxis blieb laut Eso für vorhergehende Durchmusterungen unsichtbar, weil er hinter massiven Wolken aus Staub verborgen war.

Der fragliche Bereich der Galaxis sei zuvor „völlig unbekannt“ gewesen, erläuterte der Zweitautor der Studie, Dante Minniti von der Universidad Andrés Bello in Santiago de Chile. Der Leiter des Wissenschaftlerteams, Istvan Dékány von der Pontificia Universidad Católica de Chile, bezeichnete die neuen Beobachtungen als „beeindruckende Demonstration der unübertroffenen Fähigkeiten des Vista-Teleskops, die extrem stark abgedunkelten galaktischen Regionen zu untersuchen, die von keiner anderen gegenwärtigen oder geplanten Durchmusterung erreicht werden können.“
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de , kst/AFP
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Manöver verläuft reibungslos - "Cassini" kreuzt Eisfontäne von Saturnmond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Okt 2015 18:18

Cassini.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Cassini-kreuz ... 30341.html
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Manöver verläuft reibungslos - "Cassini" kreuzt Eisfontäne von Saturnmond

Gegen Ende ihrer Lebenszeit konzentriert sich die Raumsonde "Cassini" nochmal auf eines der Lieblingsobjekte der Forscher: den Eismond Enceladus, der um den Saturn kreist. Der knappe Vorbeiflug läuft erfolgreich - nun warten Forscher auf erste Bilder.



Es bewegt sich etwas da draußen: Wesentlich aktiver als früher gedacht sind die eisigen Monde der Gasriesen unseres Sonnensystems. So auch Enceladus, der seine Bahnen um den 1,6 Milliarden Kilometer entfernten Saturn dreht. Obwohl auf der Oberfläche dieser Eiskugel Temperaturen von bis zu minus 240 Grad Celsius herrschen, gibt es starke Hinweise auf einen globalen Ozean unter seinem 30 bis 40 Kilometer dicken Eispanzer. Außerdem wurden Vulkane und Geysire beobachtet, die hohe Fontänen aus Wassereispartikeln ins All spucken.
Der unter der Oberfläche des Enceladus schwappende Ozean speist die Eisfontänen in seiner Südpolregion.
Der unter der Oberfläche des Enceladus schwappende Ozean speist die Eisfontänen in seiner Südpolregion.
(Foto: dpa)

Neben Wasser wurden bisher auch organische Materialien auf dem im Durchmesser rund 500 Kilometer großen Eismond nachgewiesen. Daher suchen Forscher auch nach Formen einfachen Lebens. Wichtige Erkenntnisse dafür erhoffen sie sich von einer spektakulären Abtauch-Mission der Raumsonde "Cassini", die am Mittwoch erfolgreich über die Bühne ging. Die Mission sei gelungen, vermeldete die Nasa. Die Sonde habe den Vorbeiflug gut überstanden, twitterte die US-Raumfahrtbehörde in der Nacht auf Donnerstag. Fotos seien in den kommenden Tagen zu erwarten.

Auf rund 50 Kilometer näherte sich die unbemannte Sonde dem Enceladus und tauchte so tief wie nie zuvor in seine Eispartikelwolken. Die Raumsonde ist zwar schon einmal näher an dem Mond vorbeigeflogen. Aber den Wassereispartikeln am Südpol ist sie noch nie so nahe gekommen, weswegen die US-Raumfahrtbehörde Nasa von einem "historischen Vorbeiflug" spricht.
Eisige Meereswelt unter der Oberfläche?

"'Cassini' ist schon seit mehr als einem Jahrzehnt eine Entdeckungsmaschine", sagt Nasa-Wissenschaftler Curt Niebur. Und es gibt immer wieder Neues zu erforschen: "Dieses unglaubliche Abtauchen in die Enceladus-Wolke ist eine großartige Chance für uns, um uns zu fragen: Kann eine eisige Meereswelt die Zutaten für Leben beinhalten?" Während des Flugs sollte "Cassini" Fotos machen und die Wassereispartikel mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten an Bord untersuchen: Wie viele spuckt Enceladus und woraus bestehen sie genau?
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Vor allem sollte die Sonde Ausschau nach Wasserstoff halten. "Wenn wir molekularen Wasserstoff in der Wolke bestätigen können, würde das beweisen, dass es auf dem Grund des Ozeans von Enceladus hydrothermale Aktivitäten gibt", sagt Wissenschaftler Hunter Waite vom Southwest Research Institute in Texas. Wasserstoff kann sich unter anderem bei verschiedenen Reaktionen in heißem, stark unter Druck stehendem Wasser bilden. Bis es erste Ergebnisse gibt, könnte es allerdings Monate dauern, sagen die Forscher.

"Cassini" war 1997 gestartet und umkreist seit 2004 den Saturn, der mehr als 60 bekannte Monde hat. Die Mission, die gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa und der italienischen Raumfahrtbehörde durchgeführt wird, soll noch bis 2017 laufen. Im Dezember soll die Sonde unter anderem zum dritten und letzten Mal nah am Enceladus vorbeifliegen, bevor dann 2016 das "große Finale" beginnt: Dann soll "Cassini" mehrfach zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen.
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Die undatierte Grafik zeigt die Schichten des Saturnmondes Encladus. Foto: NASA/JPL-Caltech/dpa Bilderserie: Der von den Toten auferstandene Mond Bilderserie: Der von den Toten auferstandene Mond Bilderserie Der von den Toten auferstandene Mond

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Überraschender Fund bei "Tschuri" - Erstmals Sauerstoff bei Kometen entdec

Beitragvon Gudrun Graf » 30. Okt 2015 10:01

Erstmals Sauerstoff bei Kometen entdeckt.jpg
Erstmals Sauerstoff bei Kometen entdeckt.jpg (21.41 KiB) 5968-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Erstmals-Saue ... 28961.html
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Überraschender Fund bei "Tschuri" - Erstmals Sauerstoff bei Kometen entdeckt

Diese unerwartete Entdeckung stellt einige Vorstellungen von der Entstehung des Sonnensystems infrage: Der Komet "Tschuri" besitzt Sauerstoffmoleküle in seiner Atmosphäre. Diese dürfte es dort eigentlich gar nicht geben.



Forscher haben erstmals Sauerstoffmoleküle bei einem Kometen nachgewiesen. Mit der europäischen Raumsonde "Rosetta" stießen sie auf molekularen Sauerstoff beim Kometen "Tschuri". Dieses Sauerstoffgas müsse sehr alt sein und aus der Entstehungszeit des Sonnensystems stammen, berichten Wissenschaftler um André Bieler von der Universität Bern im britischen Fachblatt "Nature". Die unerwartete Entdeckung stelle manche Aspekte bisheriger Modelle von der Entstehung unseres Systems infrage.

Sie gelang mit dem Massenspektrometer "Rosina" der Kometensonde "Rosetta". Mit diesem Gerät hatten die Forscher die chemische Zusammensetzung der Gaswolke untersucht, die sich um den tauenden "Tschuri" bei seinem Anflug auf die Sonne bildete. Überraschenderweise stellte sich molekularer Sauerstoff (O2) mit einem Anteil von 3,8 Prozent als vierthäufigstes Gas in der Kometenatmosphäre heraus, nach Wasser (H2O), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2). Sauerstoffmoleküle sind auch in unserer Luft enthalten, und wir benötigen sie zum Leben.

Zuvor hatte "Rosetta" bereits Sauerstoffatome (O) bei "Tschuri" gefunden. Diese entstehen jedoch während des Flugs des Kometen derzeit ständig neu, wenn die ultraviolette Strahlung der Sonne Wassermoleküle aufspaltet, die von "Tschuri" verdampfen. Atomarer Sauerstoff ist in der Erdatmosphäre äußerst reaktiv, kann unter den Bedingungen des Alls aber relativ stabil sein.
Kometen: eingefrorene Urmaterie

Die Beobachtung von Sauerstoffmolekülen (O2) kam dagegen unerwartet, denn Kometen gelten als eingefrorene Urmaterie aus der Frühzeit des Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Die reaktionsfreudigen Moleküle hätte sich nach Erwartung der Forscher mit dem damals reichlich vorhandenen Wasserstoff zu Wasser verbinden sollen. "Wir hätten niemals gedacht, dass Sauerstoff für Milliarden von Jahren 'überleben' kann, ohne sich mit anderen Substanzen zu verbinden", erläuterte "Rosina"-Projektleiterin Kathrin Altwegg von der Universität Bern in einer Mitteilung ihrer Hochschule.
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Zwar ist molekularer Sauerstoff auch etwa bei Monden von Jupiter und Saturn gefunden worden. Dort bildet er sich jedoch regelmäßig neu durch den Beschuss mit energiereichen Teilchen aus dem Kosmos, wobei Wasser aufgespalten wird. Der kosmische Teilchenhagel trifft auch "Tschuri", dringt aber nur ein paar Meter tief ein. Der Komet, der mit voller Bezeichnung 67P/Tschurjumow-Gerassimenko heißt, hat in den vergangenen Jahrzehnten aber mindestens eine 100 Meter dicke Schicht von seiner Oberfläche verloren. Sein reichlich vorhandener Sauerstoff muss daher schon aus der Zeit seiner Entstehung stammen, argumentieren die Forscher.

Am wahrscheinlichsten sei, dass der Sauerstoff sehr früh, schon vor Beginn der Entstehung des Sonnensystems im Kometenkern eingefroren sei. "Dieser Hinweis auf Sauerstoff als eine urzeitliche Substanz wird sicherlich einige theoretische Modelle von der Bildung des Sonnensystems infrage stellen", urteilt Altwegg.
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Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt Der erste Blick auf eine fremde Welt

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Skurriler Himmelkörper - Totenkopf-Asteroid passiert Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2015 18:18

Totenkopf-Asteroid passiert Erde.jpg
Totenkopf-Asteroid passiert Erde.jpg (19.93 KiB) 5956-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Totenkopf-Ast ... 57416.html
Skurriler Himmelkörper - Totenkopf-Asteroid passiert Erde
Mit weit aufgerissenem Mund rast der Halloween Asteroid an der Erde vorbei.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein merkwürdig geformter Asteroid ist am Abend an der Erde vorbeigeflogen. Er habe sie in knapp 500.000 Kilometer passiert, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Demnach handelt es sich bei dem Himmelskörper mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um einen sogenannten toten Kometen, der nach vielen Umläufen um die Sonne keinen Schweif mehr hat. Sein Durchmesser wurde auf rund 600 Meter geschätzt.

Nasa-Wissenschaftler sprachen vor ein paar Tagen noch von einem "Großen Kürbis", der zu Halloween an der Erde vorbeifliegen werden. Nachdem er näher gekommen ist, schreiben sie nun von einem Asteroid im "Totenkopfkostüm", da er auf Satelliten-Bildern frappierend einem Schädel ähnelt.

Quelle: n-tv.de , apo/dpa
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Leoniden nur spärlich, aber hell - Venus und Mars kommen als Paar

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2015 19:22

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Venus und Mars kommen als Paar.jpg (9.46 KiB) 5945-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Venus-und-Mar ... 74006.html
Sonntag, 01. November 2015
Leoniden nur spärlich, aber hell - Venus und Mars kommen als Paar

Mars trifft Venus - es kommt zu einer engen Begegnung unserer beiden Nachbarplaneten am Nachthimmel. Besonders beeindruckend ist der Anblick am 7. November: Dann gesellt sich die Mondsichel zum Planetenpaar. Etwas später ist der Leonidenschwarm zu bewundern.

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Nachdem sich Saturn vom Nachthimmel zurückgezogen hat, bleibt der Abendhimmel im November ohne helle Planeten. Der Ringplanet wird von der Sonne verfolgt, die ihn Ende November einholt. Er hält sich somit am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Erst Anfang Januar 2016 wird sich Saturn wieder am Morgenhimmel zeigen.
Der bläuliche Neptun.
Der bläuliche Neptun.
(Foto: Nasa)

Die Sonne strebt der Wintersonnenwende entgegen. Ihre Mittagshöhe nimmt um sieben Grad ab, die Tageslänge schrumpft um rund eine Stunde und zwanzig Minuten. Am Abendhimmel sind lediglich die sonnenfernen Planeten Uranus und Neptun vertreten. Der grünliche Uranus hält sich im Sternbild Fische auf, der bläuliche Neptun ist im Sternbild Wassermann zu finden. Wegen ihren großen Sonnendistanzen sind beide Planeten mit bloßen Augen nicht zu sehen. Um sie zu erspähen, ist ein lichtstarkes Fernglas oder ein Teleskop erforderlich.
Drei helle Planeten am Morgenhimmel

Drei helle Planeten schmücken den Morgenhimmel: Venus, Mars und Jupiter. Bei Weitem am hellsten strahlt Venus. Auch Jupiter im Sternbild Löwe leuchtet auffällig hell. Am lichtschwächsten erscheint der rötliche Mars. Er ist aber dennoch gut zu sehen. Seine Helligkeit nimmt im Laufe des Novembers leicht zu - im Mai nächsten Jahres wird der kalte Wüstenplanet zu einem auffälligen Gestirn und fast so hell wie Jupiter werden.

Am 21. November passiert Mars seinen sonnenfernsten Bahnpunkt, das Aphel, wobei ihn gut 249 Millionen Kilometer von der Sonne trennen. Das Sonnenlicht benötigt somit knapp vierzehn Minuten, um den roten Planeten zu erreichen.
Kosmisches Schauspiel

Gleich zu Monatsbeginn kommt es zu einer engen Begegnung unserer beiden Nachbarplaneten. Venus zieht am 3. knapp südlich an Mars vorbei. Ein besonders hübscher Himmelsanblick ergibt sich am 7. November, wenn sich die Sichel des abnehmenden Mondes zu Mars und Venus gestellt. Die beste Beobachtungszeit ist die Stunde von 5 Uhr bis 6 Uhr morgens. Einen Tag vorher wandert der abnehmende Mond bereits am Jupiter vorbei. Das kosmische Schauspiel ist am Osthimmel in mittlerer Höhe zu verfolgen.
Die Leoniden bilden einen Meteorstrom (Sternschnuppenstrom), der immer im November zu beobachten ist.
Die Leoniden bilden einen Meteorstrom (Sternschnuppenstrom), der immer im November zu beobachten ist.
(Foto: REUTERS)

Mit den Sternschnuppen des Leonidenschwarms ist von Mitte bis Ende November zu rechnen. Die Leonidenmeteore treten am Morgenhimmel in Aktion. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt rund zehn Grad östlich von Regulus, dem Hauptstern des Löwen. Das Maximum der Leonidenaktivität ist in der Nacht vom 17. auf 18. November gegen 3 Uhr zu erwarten. Das Erscheinen der Leoniden geht auf den Kometen 55P/Tempel-Tuttle zurück.

In manchen Jahren waren die Leoniden besonders aktiv - weil die Erde alle 33 Jahre mit dem Zentrum der Leoniden-Trümmerwolke kollidiert. In diesem Jahr ist aber lediglich mit 20 Meteoren pro Stunde zu rechnen, darunter allerdings recht helle Exemplare.

Am 7. erreicht der Mond mit 405.720 Kilometer seine größte Erdferne. Neumond tritt vier Tage später, am 11. um 18.47 Uhr ein. Vollmond wird am 25. um 23.44 Uhr erreicht, wobei der hellglänzende Mond vor dem Sternhaufen der Hyaden im Stier steht. Im Laufe der Nacht nähert er sich dem orangefarbenen Stern Aldebaran. Zwei Tage vor Vollmond kommt der Mond mit 362.820 Kilometer in Erdnähe.
Andromedanebel: gewaltiges Sternensystem
Der Andromedanebel.
Der Andromedanebel.
(Foto: dpa)

Die Bilder Kassiopeia, Andromeda, Pegasus, Perseus und Widder stehen hoch im Süden und prägen den typischen Herbstcharakter des Fixsternhimmels. Im Osten kündigt sich der Winter durch eine Reihe heller Sterne an - allen voran Kapella im Fuhrmann. Die gelbliche Doppelsonne steht hoch im Nordosten, ihr Licht ist 42 Jahre durch die Finsternis des Weltalls zu uns unterwegs. Als weitere helle Sterne schmücken Aldebaran im Stier, Beteigeuze und Rigel im Orion sowie Kastor und Pollux in den Zwillingen den Osthimmel. Einzig der bläuliche Sirius, hellster Stern am irdischen Firmament, ist um zehn Uhr abends noch nicht aufgegangen.

Im Sternbild Andromeda erkennt man in dunkler, klarer Nacht weitab störender irdischer Lichtquellen ein mattes Lichtfleckchen. Dieses diffuse Gebilde wurde Andromedanebel genannt. Bereits der arabische Astronom Al Sufi hat es im zehnten nachchristlichen Jahrhundert beschrieben. Das Gebilde ist keine Gas- und Staubwolke wie der Orionnebel, sondern ein gewaltiges Sternensystem. Dies fand der US-amerikanische Astronom Edwin Powell Hubble heraus, als er im ersten Drittel des 20. Jahrhundert den 2,5-Meter-Reflektor des Mt. Wilson-Observatoriums in Kalifornien auf den Andromedanebel richtete und dabei die Randpartien in einzelne Lichtpunkte auflöste. Das von Hubble benutzte Spiegelteleskop war damals das größte Fernrohr der Welt.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Körper passt sich Gravitation an - Mars könnte neue Menschen hervorbringen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Nov 2015 19:48

Körper passt sich Gravitation an.jpg
Körper passt sich Gravitation an.jpg (54.69 KiB) 5936-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Mars-koennte- ... 24451.html
Montag, 02. November 2015
Körper passt sich Gravitation an - Mars könnte neue Menschen hervorbringen

Von Kai Stoppel

Die Besiedlung des Mars scheint für manche nur ein Frage der Zeit. Doch wie wirkt sich die geringe Schwerkraft auf den Körper des Menschen aus? Forscher glauben an sichtbare Veränderungen - die eine Rückkehr zur Erde unmöglich machen.



Wenn über die Reisen zum Mars nachgedacht wird, träumen die Menschen bereits von einer Kolonialisierung des Roten Planeten. Doch noch wenig bedacht wurde bei diesen Visionen, wie sich das Wohnen auf dem fremden Planeten auf den menschlichen Körper auswirken würde. Denn der Mars ist zwar in vieler Hinsicht der Erde sehr ähnlich. Dort gibt es Tageszeiten, wechselndes Wetter und sogar Jahreszeiten - aber auch einen ganz bedeutenden Unterschied: Die Gravitation auf dem Mars beträgt nur 38 Prozent der unseres Heimatplaneten. Und das könnte den Menschen nachhaltig beeinflussen.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Die Reise zum Mars nimmt immer konkretere Formen an. Die Nasa sucht bereits nach Landeplätzen. Gleichzeitig gibt es private Initiativen wie "Mars One", bei der Menschen mit einem "One Way Ticket" zu unserem roten Nachbarn geschickt werden sollen. Letzteres würde eine Kolonisation über mehrere Generationen unausweichlich machen. Aber was passiert mit dem Menschen und seinem Körper auf dem Mars?

"Die Menschen werden sich körperlich sehr schnell verändern, da die Gravitation auf dem Mars geringer ist", sagte der britische Astronom Chris Impey von der University of Arizona jüngst in einem Interview. "Ihre Körper werden sich bereits zu ihrer Lebenszeit verändern. Und wenn sie später Kinder und Enkel bekommen, werden diese sich noch schneller verändern."
Bereits die Reise zum Mars schwächt

Als erste Belastungsprobe stünde die Reise selbst an. Dank der ISS-Missionen weiß man bereits, wie sich völlige Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper auswirkt. So wurde als sichtbarstes Zeichen ein Schwund von Muskeln und Knochen festgestellt. Dies macht sich vor allem bei auf die Erde zurückkehrenden Raumfahrern bemerkbar. Sie haben anfangs Schwierigkeiten, sich an die Erd-Gravitation zu gewöhnen, sich aufrecht zu halten und zu gehen. Nach und nach regenerieren sich ihre Muskeln und Knochen aber vollständig.
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Auf dem Mars wären die Umstände weniger günstig: Wenn Menschen nach einem monatelangen Flug dort geschwächt ankommen, würde es ihnen aufgrund der schwächeren Gravitation zwar schneller wieder möglich sein, aufrecht zu gehen. Gleichzeitig bietet die geringere Mars-Schwerkraft kein so gutes Aufbautraining wie die der Erde. Unter diesen Umständen würden Mars-Kolonialisten wohl nicht zu alter Stärke zurückkehren. Allerdings wird davon ausgegangen, dass sich aufgrund der geringeren Gravitation des Mars die Wirbelsäule ausdehnen würde – von der Erde angereiste Menschen wären auf dem Mars letztendlich ein paar Zentimeter größer.

Aber nehmen wir an, die neuen Marsbewohner würden sich dauerhaft auf dem Nachbarplaneten niederlassen – und sogar Kinder bekommen. Würde sich der menschliche Körper über Generationen unter dem Einfluss einer geringeren Gravitation verändern? Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu gibt es bisher nicht. Doch die Nasa hat Überlegungen dazu angestellt, wie sich ein menschliches Baby im All, unter kaum vorhandener Gravitation, entwickeln könnte – ein Szenario, das auch Aufschlüsse über die mögliche körperliche Entwicklung auf dem Mars geben könnte.
Schmale Füße, dicke Schädeldecke
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Fest steht, dass die Gravitation bei der Entwicklung des menschlichen Körpers eine wichtige Kraft ist. Auf mikroskopischer Ebene etwa passt sich das Gewebe unserer Knochen ständig an, um der Belastung durch die Schwerkraft Herr zu werden. Verringert sich der Einfluss der Gravitation – wie etwa im All oder auf dem Mars -, wachsen die Knochen eines Kindes über die Jahre nicht zu langen, dünnen Erwachsenenknochen wie bei Erdbewohnern heran, vermutet man bei der Nasa. Auch seien die Knochen womöglich dünner und anfälliger für Brüche.

Die Schädeldecke eines auf dem Mars geborenen Kindes hingegen könnte sich dicker und stabiler entwickeln - zumindest wäre dies unter der vollkommenden Abwesenheit von Gravitation der Fall. Denn da es das Herz leichter hat, Flüssigkeit durch den Körper zu pumpen, könnte der Druck im Kopf zunehmen – was wiederum die Schädelknochen zu verstärktem Wachstum animieren dürfte. Auch die Füße entwickeln sich unter dem Einfluss geringerer Gravitation wahrscheinlich weniger stabil als auf der Erde. Zudem wären Muskeln womöglich dünner und schwächer - darunter auch der Herzmuskel. Letzteres könnte den Effekt mit dem dicken Schädel möglicherweise auch wieder ausgleichen.
Rückkehr zur Erde könnte tödlich enden
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Der Anthropologe Cameron Smith von der Portland State University fasste das mögliche Aussehen künftiger Mars-Generationen einmal in einem Interview zusammen: "Wir würden wahrscheinlich eine leichtere und schlankere Statur sehen." Allerdings müssten die Bedingungen auf dem Mars nicht unbedingt von Nachteil für die Bewohner sein - weniger Gravitation könne auch gesündere Körper hervorbringen, da diese nicht so viel Muskelmasse mit sich herumschleppen müssten. Dadurch würden die Menschen für ihre Körper auch weniger Energie benötigen, was mit Blick auf die evolutionäre Entwicklung ein "selektiver Vorteil" sei. "Vielleicht haben sie mehr Nachkommen", mutmaßt Smith über die Marsbewohner.

Problematisch für die Mars-Kolonisatoren wird es erst, sollten sie nach einigen Generationen zur Erde zurückkehren. Die dort fast dreimal so starke Gravitation würde es ihren schwächeren Herzen unmöglich machen, ihre Gehirne mit ausreichend Blut zu versorgen. Weder Knochen, Wirbelsäule noch Muskeln dieser Mars-Bewohner wären der irdischen Schwerkraft gewachsen. Vermutlich würden sie, von der Erdanziehung überwältigt, einfach zusammenbrechen und sterben. Damit steht eines fest: Vor einer Invasion und Unterjochung durch Mars-Menschen brauchen wir uns nicht zu fürchten.

Quelle: n-tv.de
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Schwund der Atmosphäre - Nasa findet Hinweise auf Mars-Tod

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Nov 2015 12:52

Nasa findet Hinweise auf Mars-Tod.jpg
Nasa findet Hinweise auf Mars-Tod.jpg (22.75 KiB) 5911-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-findet-H ... 87606.html
Schwund der Atmosphäre - Nasa findet Hinweise auf Mars-Tod

Einst soll unser roter Nachbar im All ein ähnlich blauer Planet wie die Erde gewesen sein - mit Ozeanen und einer dichten Atmosphäre. Doch Letztere ist heute stark verdünnt und eiskalt. Die US-Sonde Maven hat nun Hinweise geliefert, warum das so ist.

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Die Indizien auf der Marsoberfläche sind zahlreich: Forscher sind sich fast sicher, dass in der fernen Vergangenheit einmal Flüsse, Seen und sogar Meere den Roten Planeten bedeckt haben. Ermöglicht haben soll dies eine Atmosphäre, die um ein Vielfaches dichter war als die heutige. Doch eine Frage blieb ungeklärt: Wohin sind Wasser und Luft verschwunden?
Die Sonde "Maven" umkreist seit 2014 den Mars.
Die Sonde "Maven" umkreist seit 2014 den Mars.
(Foto: picture alliance / dpa)

Spekulationen dazu gibt es schon lange - Sonnenwinde sollen nach Meinung von Forschern die einst dichte Atmosphäre unseres Nachbarn förmlich weggeblasen haben. Nun liefern Messungen der US-Raumsonde "Maven" möglicherweise den Beweis, dass die Theorie zutrifft.

"Maven" umkreist seit 2014 den Nachbarplaneten der Erde und hat dabei festgestellt, dass der Mars durch heftige Sonnenausbrüche nach und nach Gas aus seiner Atmosphäre verliert. Diese Sonnenausbrüche sind gewaltige Eruptionen an der Oberfläche unseres Zentralgestirns - bei ihnen wird oft eine große Menge geladener Teilchen ins All geschleudert - mit Geschwindigkeiten von bis zu einer Millionen Kilometern pro Stunde. Treffen diese nach einigen Tagen auf den Mars, reißen sie nach Messungen von "Maven" besonders viel Material aus dessen Atmosphäre ins All, wie Forscher um Bruce Jakosky von der Universität von Colorado in Boulder im US-Fachblatt "Science" berichten.
Magnetische Schläuche "saugen" Atmosphäre ab

Die Marssonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa untersucht seit rund einem Jahr kontinuierlich die Lufthülle des Roten Planeten. Dabei konnte sie im März dieses Jahres die Auswirkungen eines Sonnensturms auf die Marsatmosphäre beobachten. Bei dem Ausbruch registrierte "Maven" magnetische Schläuche in der Marsatmosphäre, die bis zu 5000 Kilometer weit ins All rankten. Diese magnetischen Schläuche erleichtern es elektrisch geladenen Molekülen aus der Marsatmosphäre, ins All zu entkommen. Darunter sind etwa Kohlendioxid- und Sauerstoffionen.

Was hat dies nun mit dem Verschwinden des Wassers auf dem Mars zu tun? Da Sonnenausbrüche im jungen Sonnensystem vermutlich häufig waren, könnten sie eine wichtige Rolle bei der angenommenen Ausdünnung der Marsatmosphäre gespielt haben, argumentieren die Forscher. Das könnte zu Klimaveränderungen auf dem Mars beigetragen haben - denn nur mit einer dichten Atmosphäre sind milde Temperaturen möglich, bei denen flüssiges Wasser Seen und Meere bilden kann. Heute hingegen herrschen auf dem Mars eisige Temperaturen von im Durchschnitt minus 63 Grad Celsius. Zwar wurde jüngst die Existenz flüssigen Wassers auf der Oberfläche von der Nasa nachgewiesen - allerdings soll dies nur temporär unter speziellen Bedingungen der Fall sein.
Mysteriöse Staubwolke in größer Höhe entdeckt
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Weitere Untersuchungen von "Maven", die mehrfach durch die obere Marsatmosphäre getaucht ist, zeigen, dass die Kruste des Roten Planeten vermutlich einen wesentlichen Anteil zum Mars-Magnetfeld beiträgt. Außerdem beschreiben Planetenforscher in "Science" die überraschende Entdeckung von ausgedehnten Polarlichtern auf dem Mars, die von der Nasa bereits früher im Jahr bekanntgegeben worden war. Die Aurorae reichen bis zu 60 Kilometer an die Marsoberfläche heran - so dicht wie dies bisher bei keinem anderen Planeten beobachtet wurde.

Darüber hinaus hat die US-Raumsonde eine unerwartete globale Staubwolke um den Roten Planeten in 150 bis 1000 Kilometern Höhe entdeckt. Da es keinen bekannten Prozess gibt, der Staub von einem Planeten in diese Höhen hieven kann, nehmen die Forscher an, dass es sich um Staub handelt, der nicht von der Marsoberfläche stammt, sondern von einer bislang unbestimmten interplanetaren Quelle aus unserem Sonnensystem.
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Winterschlaf für Muttersonde - Auch "Rosetta" soll auf "Tschuri" landen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Nov 2015 13:41

Winterschlaf für Muttersonde.jpg
Winterschlaf für Muttersonde.jpg (62.21 KiB) 5900-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Auch-Rosetta- ... 02991.html
Samstag, 07. November 2015
Winterschlaf für Muttersonde - Auch "Rosetta" soll auf "Tschuri" landen

Die Mission der Raumsonde "Rosetta" endet im September 2016. Dann wird "Rosetta" zu wenig Sonnenlicht bekommen, um ihre Mission fortsetzen zu können. Für das Ende der Mission hat sich die Esa etwas ganz Besonderes überlegt.

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Am Ende eines großen Abenteuers könnten sich der kleine Landeroboter "Phila" und seine Muttersonde "Rosetta" wieder einigermaßen nahe sein. Im September nächsten Jahres soll auch "Rosetta" auf dem entfernten Kometen "Tschuri" landen. Das teilte die Europäische Raumfahrtagentur Esa mit.
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"Wir planen nicht ein einfaches Ausschalten, das wäre traurig. Wir machen etwas Spektakuläres", kündigte der Chef des Esa Flugbetriebs Paolo Ferri an. "Rosetta" werde dann langsam zur Oberfläche des Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" fliegen und wahrscheinlich landen. Die "Rosetta"-Mission ende im September 2016, weil die Muttersonde dann zu wenig Sonnenlicht abbekomme und über drei Jahre in den Winterschlaf versetzt werden müsse. Danach würde der Treibstoff auch nicht mehr lange reichen.

Prinzipiell sei die Planung für die Landung zwar kompliziert, aber es sei einfacher "Rosetta" auf "Tschuri" zu bringen als vor einem Jahr - am 12. November 2014 - bei der historischen Landung von "Philae": Im Gegensatz zum Landeroboter könne man "Rosetta" steuern. Wahrscheinlich werde der Muttersatellit aber an einem anderen Platz landen. Dann könnten die Wissenschaftler nämlich auch eine andere Stelle des Kometen sehen.

Quelle: n-tv.de , spt/dpa
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So wunderschön ist unsere Sonne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Nov 2015 19:24

So wunderschön ist unsere Sonne.jpg
So wunderschön ist unsere Sonne.jpg (37.15 KiB) 5882-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/So-wunderscho ... 87631.html
So wunderschön ist unsere Sonne

Die Nasa hat ein Video mit gestochen scharfen Bildern des brennenden Sterns erstellt. Das bildgewaltige Spektakel ist eine Mischung aus Wissenschaft und Kunst - und eignet sich wunderbar für eine kurze Auszeit von der irdischen Hektik.

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Video http://www.n-tv.de/wissen/So-wunderscho ... 87631.html

Der ungeschützte Blick in die Sonne ist gefährlich. Schon ein kurzer Blick reicht dabei unter Umständen aus, um die Netzhaut des Auges zu schädigen. Doch in diesem Fall müssen wir unbedingt dazu raten. Die Nasa veröffentlichte ein Video, das die Sonne in nie dagewesener und hochauflösender Qualität zeigt. Der halbstündige Film entstand mithilfe des Solar Dynamics Observatory (SDO), einem Satelliten zur Beobachtung unserer Sonne.

Seit fünf Jahren umkreist dieser Satellit unser Zentralgestirn und beobachtet Sonneneruptionen und andere Aktivitäten des Sterns. Dabei gelingen immer wieder spektakuläre Sonnenbilder. Drei verschiedene Instrumente liefern dabei die Daten aus der Sonnenatmosphäre, den Magnetaktivitäten und der UV-Strahlung, welche die Sonne produziert.
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Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde. Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Um die verschiedenen Temperaturen des solaren Materials zu unterscheiden, zeichnet die Nasa ihre Sonnenbeobachtungen in zehn unterschiedlichen Wellenlängen auf. Das nun veröffentlichte Video zeigt eine Zusammenstellung aller zehn. Das Resultat ist eine grandiose Kombination aus Wissenschaft und Kunst. Das bildgewaltige Spektakel des gigantischen Energieballs ist wunderbar dafür geeignet, eine Auszeit von der irdischen Hektik zu genießen. Der Soundtrack zum Video stammt vom deutschen Komponisten Lars Leonhard und trägt den Titel "Deep Venture".

Die neuesten Aufnahmen sind nicht nur detailreicher als alle vorherigen Sonnenbeobachtungen der Nasa, das Video ist auch von besonderer hypnotischer Schönheit. In den Worten den Nasa bietet das Video "das nukleare Feuer des Sterns, der uns das Leben schenkt, in intimen Details und eröffnet neue Perspektiven auf unsere Beziehung mit den großen Kräften unseres Sonnensystems."

Bereits vor knapp zwei Wochen begeisterte die Nasa mit einem Video vom Jupiter, das unter anderem den "Great Red Spot" zeigt - einen Sturm, der alleine drei Mal so groß wie die Erde ist.

Quelle: n-tv.de , dsi
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Weltraumschrott stürzt zur Erde - "Maximal einige Meter im Durchmesser"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 13:32

Weltraumschrott stürzt zur Erde.jpg
Weltraumschrott stürzt zur Erde.jpg (69.25 KiB) 5820-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Maximal-einig ... 24691.html
Weltraumschrott stürzt zur Erde - "Maximal einige Meter im Durchmesser"

Die Berechnungen der Experten lassen keinen Raum für Zweifel: Am kommenden Freitag, dem 13., wird ein Objekt unbekannter Herkunft in die Erdatmosphäre eindringen und wohl unvollständig verglühen. Für die Absturzregion gilt eine Vorwarnung.

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Rund 150.000 Objekte umkreisen die Erde: Ein Stück dieser Massen an Weltraumschrott wird nach Angaben der Europäischen Weltraumagentur (Esa) noch vor dem Wochenende in die Atmosphäre zurückkehren und voraussichtlich im Meer vor der Küste Sri Lanka niedergehen.
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Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Für die Anwohner in der Region bestehe nur ein äußerst geringes Risiko, heißt es, von den herabstürzenden Trümmerteilen getroffen zu werden. Ausschließen können die ESA-Experten das allerdings nicht. Dennoch gilt das Ereignis als Chance: Die Wissenschaft verspreche sich von dem Ereignis dagegen bessere Erkenntnisse darüber, wie Objekte beim Kontakt mit der Erdatmosphäre reagieren, teilte die ESA mit.

Das "maximal einige Meter im Durchmesser" große Trümmerteil werde größtenteils verglühen, prognostizierte die Weltraumagentur. Der Rest werde etwa 65 Kilometer vor der Südküste Sri Lankas ins Meer stürzen.
Absturz über dem Meer

Mit dem Eintritt in die Atmosphäre ist laut dem Observatorium in Paris am Freitag, dem 13., gegen 7.18 Uhr (MEZ) zu rechnen. Fischer in der Region sollten die betroffene Zone um die Mittagszeit (Ortszeit) aus Sicherheitsgründen meiden.
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Fachleute sind angereist, um den Wiedereintritt des Objekts in die Erdatmosphäre zu beobachten. Es ist damit zu rechnen, dass das Trümmerteil einen kilometerlangen Feuerschweif quer über den Himmel ziehen wird. Wissenschaftler wollen das Ereignis unter anderem aus einem Flugzeug heraus verfolgen. Ein Schiff der srilankischen Marine soll zudem versuchen, Überreste des Objekts aus dem Meer zu bergen.

Das fragliche Stück Weltraumschrott trägt die Bezeichnung WT1190F. Das Objekt war 2013 entdeckt und zunächst für einen Asteroiden gehalten worden. Später wurde deutlich, dass es sich offenbar nicht um Eis oder Gestein, sondern um Weltraumschrott handelt. Herkunft und Zusammensetzung sind bislang allerdings noch unbekannt.

Quelle: n-tv.de , mmo/lda/AFP
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Zwilling der VenusNaher erdähnlicher Planet entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 21:00

Zwilling der Venus.jpg
Zwilling der Venus.jpg (35.12 KiB) 5807-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Naher-erdaehn ... 32361.html
Mittwoch, 11. November 2015
Zwilling der Venus - Naher erdähnlicher Planet entdeckt

Er ist nicht weit von unserem Sonnensystem entfernt: Astronomen sichten einen Planeten, der in etwa so groß und massereich ist wie die Erde. Seine Atmosphäre könnte der der Venus ähneln. Und wie steht es um Leben auf dem Exoplaneten?

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So nah wurde noch kein anderer erdähnlicher Planet gesichtet: Der Exoplanet mit der Katalognummer GJ 1132b liegt in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft. Nur 39 Lichtjahre ist er von unserem Sonnensystem entfernt. GJ 1132b ist in etwa so groß und massereich wie die Erde. Das berichten Forscher um Zachory Berta-Thompson vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) im britischen Fachblatt "Nature". Für Leben - die Frage, die sich immer stellt - ist es auf dem fernen Planeten zu heiß. Es herrscht dort eine Hitze wie in einem Backofen: 230 Grad Celsius. Für eine stabile Atmosphäre aber sind diese Temperaturen geeignet.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

In nur 2,25 Millionen Kilometern Entfernung kreist GJ 1132b sehr eng um seinen Heimatstern, einen roten Zwerg. Diesem ist er damit 25 Mal dichter als Merkur, der innerste Planet unseres Systems, der Sonne. Alle 1,6 Tage zieht der GJ 1132b von der Erde aus gesehen vor seinem Heimatstern vorbei und schattet ihn damit ein wenig ab. Diese regelmäßige Mini-Finsternis war es, die zur Entdeckung des Exoplaneten führte. Er verdunkelt den Stern jedes Mal um 0,3 Prozent, was den Forschern die Größe des Planeten verriet.
"Keine Chance auf flüssiges Wasser"
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Zudem zerrt GJ 1132b mit seiner Schwerkraft an seinem Heimatstern. Der schwankt dadurch hin und her. Aus der Stärke der Schwankung ließ sich die Masse des Exoplaneten berechnen. GJ 1132b ist demnach 16 Prozent größer als die Erde und besitzt 60 Prozent mehr Masse. Er hat also eine ähnliche Dichte und muss daher ebenfalls ein Gesteinsplanet sein.

Obwohl der rote Zwergstern von GJ 1132b nur ein Fünftel so groß ist wie unsere Sonne und lediglich ein Zweihundertstel so viel Licht abstrahlt, wird es auf dem Exoplaneten heiß. Das liegt an der engen Umlaufbahn. "Es gibt keine Chance für flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche", berichtet Berta-Thompson. "Aber er ist viel kühler als die anderen Gesteins-Exoplaneten, die wir kennen." Die Forscher nehmen daher an, dass GJ 1132b eine Atmosphäre ähnlich der Venus in unserem Sonnensystem besitzen könnte, die sich dank der vergleichsweise geringen Entfernung mit Teleskopen analysieren ließe. "Unser größtes Ziel ist die Entdeckung eines Zwillings der Erde", betont Ko-Autor David Charbonneau vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik. "Auf dem Weg dahin haben wir einen Zwilling der Venus entdeckt."

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Ein Jahr auf Komet Tschuri - Wie Philae die Forschung revolutioniert

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Nov 2015 11:40

Ein Jahr auf Komet Tschuri.jpg
Ein Jahr auf Komet Tschuri.jpg (38.49 KiB) 5785-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Philae-di ... 30181.html
Ein Jahr auf Komet Tschuri - Wie Philae die Forschung revolutioniert

Von Andrea Schorsch

Der Landeroboter hat wenig Zeit, um Daten zu sammeln. Seine Energievorräte schwinden, und es fehlt an Sonnenlicht, um sie aufzuladen. Doch die zweieinhalb Tage reichen, um bahnbrechende Erkenntnisse zu gewinnen.

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Vor genau einem Jahr, am 12. November 2014, schreibt die Raumfahrt Geschichte: Erstmals gelingt es, ein menschengemachtes Objekt auf einem Kometen landen zu lassen – rund 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und nach mehr als zehn Jahren Flugzeit. Es ist ein Akt hoher Präzision: Im genau richtigen Moment muss sich das Landegerät Philae von Raumsonde Rosetta lösen. 22 Kilometer sinkt es hinab, zu einem sonnigen Örtchen auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, kurz Tschuri genannt. Sieben Stunden dauert das Manöver, dann erfolgt die erste Bodenberührung – auf die Minute genau.
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Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Allerdings verläuft die Landung nicht ganz so wie erhofft. Die Harpune zur Verankerung löst sich nicht, Philae prallt von der Kometenoberfläche ab und beginnt zu hüpfen. Als der Lander schließlich zum Stillstand kommt, ist er zwar weder umgekippt noch in ein Loch gefallen, aber von seinem eigentlichen Landeplatz ein gutes Stück entfernt. Die Folge: Philae bekommt nicht viel Sonne ab. Was seine Solarzellen an Energie sammeln können, reicht nicht aus, um den Akku zu laden. Eigentlich will man das Mini-Labor mehrere Wochen nutzen können. Nach 2 Tagen, 7 Stunden und 56 Minuten jedoch schaltet Philae alle Instrumente ab und geht in den Standby-Modus über. Es war nur eine kurze Zeit, in der er Daten sammeln konnte. Dennoch sind die Ziele, die die Wissenschaftler mit Philae verfolgten, zu mehr als 80 Prozent erreicht. Die Erkenntnisse, die sie aus der Mission gewannen, sind bahnbrechend.

"Rosetta und Tschurjumow-Gerasimenko waren eine der größten astronomischen Überraschungen überhaupt", sagt Ralf Jaumann, Leiter der Abteilung Planetengeologie am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin, im Gespräch mit n-tv.de. Was so erstaunlich war? "Der schmutzige Schneeball, wie man sich den Kometen bisher vorgestellt hat, ist kein Schneeball. Es ist im Gegenteil ganz fest zusammengepresstes Material, das aus Dreck und Eis besteht. Diese Entdeckung hat die Kometenforschung doch sehr überrascht."
Harter Boden, sensationelle Dünen
Video
Vater der Rosetta-Mission bei n-tv: "Das ist einzigartig - einmalig" 12.11.14 – 03:01 min Mediathek Vater der Rosetta-Mission bei n-tv "Das ist einzigartig - einmalig"

Niemand hätte gedacht, dass Tschuris Oberfläche dermaßen hart ist. Vergeblich versuchte Philae an seinem ungeplanten Landeplatz, ein Messgerät in den Boden zu hämmern. Auch Füße und Schrauben drangen nicht nennenswert in den Boden ein. Tschuris Oberfläche, so vermuten die Forscher, dürfte an dieser Stelle rund 2000 Mal härter sein als dort, wo Philae eigentlich hätte aufsetzen sollen. Am ursprünglich vorgesehenen Arbeitsplatz bedeckt eine 20 Zentimeter dicke Granulat-Schicht den Kometenboden. Die ist in etwa so weich wie Neuschnee.

Weiche Oberfläche hier, harter Boden dort – zusätzlich verblüfft Tschuri die Wissenschaftler auch noch mit Dünen. "Keiner hätte je geglaubt, dass es auf dem Kometen Dünen gibt!", sagt Jaumann. "Erst seit Tschurjumow-Gerasimenko wissen wir, dass zur Dünenbildung nicht eine Atmosphäre notwendig ist. Diese Dünen bestehen aus feinem Material, das entsteht, wenn der Komet auf dem Weg in Richtung Sonne ausgast. Die Partikel werden dann aus dem Innern des Kometen herausgeschleudert, sammeln sich an gewissen Stellen und bilden diese Dünen. Erstaunlicherweise auch ohne Atmosphäre." Wie sensationell das ist, fasst Jaumann in einem Satz zusammen: "Wenn ich das vor einem Jahr behauptet hätte – man hätte mich für verrückt erklärt!"
Wasser kommt nicht von Kometen
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Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All Asteroiden, Meteoriten und Kometen

Die Daten von Philae und Rosetta fordern die Forscher dazu auf, noch weitere Thesen zu überdenken. So waren sie zum Beispiel davon ausgegangen, dass irdisches Wasser von Kometen kommt. Doch Messungen von Rosetta deuten darauf hin, dass es wohl Asteroiden waren, die vor Milliarden Jahren das Wasser auf die Erde brachten. Die Struktur der Wassermoleküle auf Tschuri nämlich unterscheidet sich deutlich von irdischen Gewässern.

Und dann sind da noch die Sauerstoffmoleküle, auf die Rosetta völlig unerwartet stieß. Mit denen hatten die Forscher auf Tschuri nicht gerechnet. Sauerstoffmoleküle sind reaktionsfreudig. Eigentlich hätten sie sich - so die Annahme der Wissenschaftler - längst mit dem in der Frühzeit des Sonnensystems reichlich vorhandenen Wasserstoff zu Wasser verbinden müssen. Erstaunlicherweise aber überlebten die Moleküle Milliarden von Jahren, ohne mit anderen Substanzen zu reagieren.

Tschuri hält so einige Stoffe bereit, die noch nie auf einem Kometen gefunden wurden. Sie heißen Methyl-Isocyanat, Aceton, Propionaldehyd und Acetamid, und sie sind allesamt organisch. Insgesamt wurden 16 organische Moleküle auf Tschuri nachgewiesen. Unter Umständen könnten sie zu wichtigen biochemischen Reaktionen führen.
Manches bleibt rätselhaft
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Noch immer ungeklärt aber ist, wie Tschuri wohl einst entstand. Es galt zunächst als möglich, dass an seiner Entstehung magnetische Kräfte beteiligt waren. Das aber können die Wissenschaftler mittlerweile ausschließen. Messungen zum Magnetismus des Kometenkerns ergaben: nichts. Tschuris Entenform erwies sich da als aufschlussreicher. Sie deutet darauf hin, dass im noch jungen Sonnensystem zwei Kometen zusammenstießen und den heute sichtbaren Doppelkörper bildeten. Auf beiden Teilen Tschuris nämlich sind Schichtstrukturen erkennbar. Richtung und Tiefe aber zeigen, dass sie sich nicht auf dem gesamten Kometenkörper gemeinsam entwickelt haben – eine Erkenntnis, die Wissenschaftlern immerhin wichtige Hinweise auf den physikalischen Zustand des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren liefert.

Ob es möglich ist, die Kommunikation mit Philae nochmal aufzunehmen, ist ungewiss. Gelingt es, dann könnte der Landeroboter Fotos schicken sowie Daten zur Umgebungstemperatur des Kometen. Auch das Gas, das Tschuri abgibt, wurde analysiert und die Anzahl der umherfliegenden Staubpartikel bestimmt – sofern die Kommandos, die Philae blind geschickt wurden, richtig angekommen sind. Möglich ist, dass Philae irgendwann von den Kometen-Jets (den Gasen und Staubteilchen, die Tschuri verliert) ins All geschleudert wird. Vielleicht aber fliegt er auch noch Jahrzehnte auf dem Kometen mit. Ab September 2016 bekommt er Gesellschaft: Dann setzt auch die Sonde Rosetta auf Tschuri auf. Paolo Ferri von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa kündigte an: "Wir planen nicht ein einfaches Ausschalten, das wäre traurig. Wir machen etwas Spektakuläres." Man darf also gespannt sein.
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Quelle: n-tv.de
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»Planet X«: Gibt es doch eine große, unbekannte Welt am Rand unseres Sonne

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Nov 2015 11:59

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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... 8CAC76E469

15.11.2015


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»Planet X«: Gibt es doch eine große, unbekannte Welt am Rand unseres Sonnensystems ?
Andreas von Rétyi

Vor wenigen Tagen gaben Weltraumforscher eine interessante Entdeckung bekannt. Mit dem 8-Meter-Subaru-Teleskop waren sie kürzlich auf einen bislang unbekannten, extrem weit entfernten Himmelskörper gestoßen. Fachleute wundern sich, wie das mysteriöse Objekt überhaupt in diese entlegene Region des Sonnensystems gelangt sein konnte. Als Ursache käme ein noch unentdeckter großer Planet infrage.



Gegenwärtig sorgt ein neu entdeckter Himmelskörper weltweit für Schlagzeilen: Das Objekt hält sich ungewöhnlich fern der Sonne auf, ist maximal halb so groß wie Pluto und scheint ein echtes Rätsel. Nach Ansicht einiger Experten, könnte V774104, so die ziemlich nüchterne vorläufige Bezeichnung des unscheinbaren Lichtpunkts, tatsächlich aber noch auf etwas anderes, viel Größeres hinweisen: einen Planeten, der in riesiger Distanz um die Sonne kreist. Das wäre dann genau jene hypothetische fremde Welt, die schon lange als »Planet X« bezeichnet wird. Sein Nachweis wäre eine Sensation!

Der 1930 entdeckte Pluto galt über Jahrzehnte hinweg als letzter planetarer »Außenposten« des Sonnensystems, bis dann immer mehr Himmelskörper im transneptunischen Raum gefunden wurden.



Der ohnehin kleine und von seiner Bahn her für einen »Großen Planeten« untypische Pluto verlor dann schließlich 2006 auch seinen alten Status.



Ein Fachgremium degradierte ihn damals zum »Zwergplaneten«, eine neue Kategorie, die eigentlich nur Verwirrung stiftet. Wie dem auch sei, als solcher wird nun auch der bemerkenswerte Neufund bereits allgemein angesprochen. An sich Vorschusslorbeeren, zumindest wenn man die Spielregeln genau nimmt. Denn eine offizielle Ernennung zum Zwerg steht noch aus.



Im Grunde spielt das alles natürlich keine Rolle. Was zählt, ist der Himmelskörper selbst. Und der sorgt (wiederum) für Staunen. Erst einmal befindet er sich rund 103-mal weiter von der Sonne entfernt als unsere Erde. V774104 hält damit zumindest gegenwärtig den Rekord als entferntestes bekanntes Objekt in unserem gesamten Planetensystem.



Entdeckt wurde es bereits im Oktober von den beiden Astronomen Chad Trujillo und Scott Sheppard mit dem 8-Meter-Subaru-Teleskop, das vom japanischen Nationalobservatorium auf dem Mauna Kea, Hawaii, betrieben wird.



Zwar weiß man noch sehr wenig über den »Neuling«. Wenigstens ist seine Entfernung bekannt und eine sinnvolle Abschätzung zum ungefähren Durchmesser, der zwischen 500 und 1000 Kilometer liegen dürfte. Nicht riesig also, aber auch nicht direkt klein.



Man weiß aber noch nicht, wie die Bahn genau verläuft und ob sich V774104 derzeit eher in Sonnennähe oder Sonnenferne befindet. In solchen Distanzen bewegen sich Himmelskörper nur noch im absoluten Schneckentempo um die Sonne. Also wird es noch eine gute Weile dauern, bis Klarheit darüber herrscht, wie weit sich V774104 wirklich von der Sonne entfernen kann.



Schon jetzt aber erklären Forscher, ein Objekt dieser Größe dürfte es dort draußen eigentlich gar nicht geben! Überhaupt, auch andere, bereits länger bekannte Asteroiden wie Sedna oder 2012 V113, zählen zu dieser »paradoxen« Gruppe. Dass die Natur schlauer ist als sämtliche Wissenschaft, hat sich längst herumgesprochen, doch Astronomen interessieren sich natürlich brennend dafür, das Geheimnis zu lüften und die Frage zu klären, warum in einer Zone, in der lediglich winzige Schöpfungsbrösel erwartet werden, doch ziemlich große Welten kreisen.



Auch der Astrophysiker Dr. Alan Duffy von der australischen Swinburne-Universität bestätigt das Rätsel: »Alles, was da draußen am Rand des Sonnensystems sein sollte, wären kleinste Trümmerstücke, Überbleibsel aus dem Durcheinander der Planetenentstehung.« Und der amerikanische Radioastronom Dr Luke Davies bestätigt: »Wie dieses Objekt dorthin kam, ist ein Mysterium.«


Der scheinbare Widerspruch muss freilich eine Lösung bergen. Tatsächlich wird schon länger darüber diskutiert: über die Existenz eines noch wesentlich weiter entfernten dunklen Planeten, vielleicht so groß wie Neptun, der die Asteroiden in diesen Bahnbereich geschleudert hat. Durchaus möglich.



Alternativ und rein rechnerisch gesehen, könnten auch zwei »Super-Erden« einst für einen solchen Effekt verantwortlich gewesen sein. Wie auch immer, die bekannten inneren Planeten, ob nun Neptun, Uranus oder die noch näher an der Sonne kreisenden Riesen Saturn und Jupiter, hätten jedenfalls nicht genügend Schwerkraftwirkung besessen, um V774104 und seine Verwandten dorthin hinauszukatapultieren.



Auch ein zu Urzeiten vorüberziehender Stern hätte mit seinen Gezeitenkräften einigen Wirbel verursachen und die Bahnen vieler Himmelskörper dramatisch verändern können. Denkbar wäre sogar, dass dieser Stern einige seiner eigenen Asteroiden an unsere Sonne verlor.



Es gibt also Alternativen für das »Planet-X-Szenario«. Nur nachgewiesen ist bislang nichts. Selbst, wenn es andererseits den »großen Unbekannten« wirklich je gab, wird auch er möglicherweise nie gefunden. Denn vielleicht wurde er ebenfalls vor sehr langer Zeit schon aus dem Sonnensystem in den interstellaren Raum hinausgeschleudert.



Dann wäre die seltsame Asteroidengruppe von V774104, Sedna und anderen Objekten dort lediglich gespenstisches Zeugnis und letzter verbliebener Hinweis auf eine längst verlorene Welt. Gerade aber das Ungewisse steigert bekanntlich Spannung und Neugierde.



Immerhin, das Asteroidenrätsel am Rand des Sonnensystems existiert. Ob die derzeit neu auflebenden Spekulationen über »Planet X« allerdings auch die Wissenschaftler beflügeln, demnächst verstärkt nach ihm »Ausschau« zu halten?



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Zum Roten Planeten ohne Rückflug - Hat "Mars One" noch eine Chance ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Nov 2015 23:56

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http://www.n-tv.de/wissen/Hat-Mars-One- ... 71321.html
Dienstag, 17. November 2015
Zum Roten Planeten ohne Rückflug - Hat "Mars One" noch eine Chance ?

Den Mars besiedeln und nie zur Erde zurückkehren: Noch 100 Kandidaten sind im Rennen beim umstrittenen Projekt "Mars One" - darunter auch ein deutscher Student. Doch das Vorhaben hat kaum Unterstützer, die Zweifel wachsen. Ist es überhaupt durchführbar?

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Für einen angehenden Wissenschaftler mag es eine reizvolle Vorstellung sein: als einer der ersten Menschen überhaupt den Mars erforschen und das Leben dort erproben. "Die Idee, auf dem Mars etwas mit einer Crew zu erreichen, das Bestand hat für immer. Das wäre das Obergeilste." Der Student Robert Schröder brennt für das umstrittene niederländische Projekt "Mars One". Er ist einer der letzten 100 Kandidaten im Rennen um die Teilnahme an dem Vorhaben und der letzte Deutsche von ihnen.
Robert Schröder ist der letzte deutsche Kandidat des Mars One-Projekts der Niederländer Lansdorp und Wielders.
Robert Schröder ist der letzte deutsche Kandidat des Mars One-Projekts der Niederländer Lansdorp und Wielders.
(Foto: dpa)

"Mars One" ist eine Stiftung und verfolgt den Plan, Menschen dauerhaft auf den Mars zu schicken. Die ersten in rund zehn Jahren. Zunächst war von einem Start 2022 die Rede, inzwischen hat sich der Zeitplan verschoben. Auf der Webseite der Stiftung bemüht man sich dennoch um plastische Darstellung, mit Abbildungen von Männchen in weißen Raumfahrtanzügen, einer futuristischen Station und Rover-Fahrzeugen - wie man den Mars aus Filmen kennt.
"Besiedlung wichtig für den Fortschritt"

Manche sind fasziniert: Ziele wie die Besiedlung des Roten Planeten seien wichtig für die Innovationskraft der Menschen und den Fortschritt, betonen Unterstützer. "Wenn wir früher nicht aus der Höhle herausgegangen wären, was hätten wir dann erreicht?"

Das fragt zum Beispiel Kandidat Schröder. Schröder sagt zu seiner Vorstellung des Mars-Lebens Sätze, wie Journalisten sie gern hören: "Wir können nicht mal einfach zum Baumarkt fahren und Panzertape holen, um ein Loch zuzukleben."
Finanzierung fraglich
Robert Schröder auf einer fiktiven Marslandschaft vor der Humboldt-Box in Berlin.
Robert Schröder auf einer fiktiven Marslandschaft vor der Humboldt-Box in Berlin.
(Foto: dpa)

Raumfahrtexperten lassen sich so weniger überzeugen: Viele halten das Vorhaben für technisch unausgegoren. Nicht nur hinter den Finanzen steht ein großes Fragezeichen: Veranschlagt wurden sechs Milliarden US-Dollar für die erste Mission. Laut DLR gehen seriöse Kostenschätzungen bisher von 100 Milliarden US-Dollar für eine solche Mission aus - allerdings inklusive Hin- und Rückflug.

"Eine One-Way-Mission ist unethisch", sagte Johann-Dietrich Wörner, der ehemalige Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und inzwischen Direktor der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, im April. "Menschen auf Gedeih und Verderb den dortigen Bedingungen auszusetzen, für immer dort zu lassen, halte ich nicht für akzeptabel."
Kaum Unterstützer, viel Skepsis

An dieser Haltung hat sich beim DLR nichts geändert: Zu "Mars One" äußere man sich nicht, erklärt ein Sprecher. Nicht nur das DLR ist offenbar skeptisch. Außer der niederländischen Universität Twente weist "Mars One" auf seiner Webseite bisher keine Unterstützer aus den Feldern Wissenschaft und Bildung vor. Die TV-Produktionsfirma Endemol, die die Mission als Reality-Format auf die Bildschirme bringen - und die Finanzierung mit ermöglichen sollte -, ist ausgestiegen. Auch internationale Firmen als Missionspartner werden den Angaben im Netz zufolge noch gesucht.

Woher will die Stiftung, gegründet von dem Unternehmer und Ingenieur Bas Lansdorp und dem Physiker Arno Wielders, das technologische Wissen nehmen? "Mars One bezieht ganz klar die Technik von Unternehmen, die das schon seit Jahrzehnten machen", sagt Kandidat Schröder.
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Oft sind es die Kandidaten, die versuchen, Rede und Antwort zu stehen. Auf detailliertere Fragen teilt eine Sprecherin mit, man befinde sich in einer "frühen Konzeptionsphase" der Mission. Über die Frage, wie man Kritikern begegne, die "Mars One" für nicht mehr als eine Webseite halten, geht sie hinweg - sie sendet stattdessen viele Links, die auf genau jene Seite führen.
Kritik an Bewerber-Auswahl

In der Kritik steht auch die Bewerber-Auswahl. Das Verfahren scheint manch einem zu simpel: Er habe noch niemanden von "Mars One" persönlich getroffen, sagte ein Kandidat, ebenfalls unter den letzten 100, dem Online-Magazin "Matter". Student Schröder hat nach eigener Aussage zwei Events organisiert und sich dabei mit Bas Lansdorp ausgetauscht.

Im September 2016 werde das harte Auswahlverfahren weitergehen, kündigt Schröder an. Wettkämpfe stünden bevor, bei denen die Teamfähigkeit getestet werde. Etwa zwei Dutzend Kandidaten sollen übrig bleiben, bevor 2026 der sieben Monate lange Flug zum Mars beginne. Ob neben den Kandidaten auch "Mars One" bereit ist?
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Quelle: n-tv.de , Gisela Gross, dpa
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Erstmals direkter Blick auf Prozess - Forscher beobachten Planeten-Geburt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Nov 2015 13:12

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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-beob ... 79346.html
Mittwoch, 18. November 2015
Erstmals direkter Blick auf Prozess - Forscher beobachten Planeten-Geburt

Astronomen können erstmals die Geburt eines neuen Planeten direkt verfolgen. Mit Teleskopen beobachten sie, wie Wasserstoffgas mit einer Temperatur von 9700 Grad und glühend heißer Staub auf einen "Babyplaneten" fällt und ihn so wachsen lässt.

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Astronomen haben nach eigenen Angaben erstmals die Geburt eines neuen Planeten direkt verfolgt. Das Team um Stephanie Sallum von der Universität von Arizona in Tucson konnte die Signatur von heißem Gas und Staub nachweisen, die sich zu einem entstehenden Planeten sammeln. Ihre Beobachtungen präsentieren die Wissenschaftler im britischen Fachblatt "Nature".

Die Astronomen hatten den Babyplaneten mit der Katalognummer LkCa 15b ins Visier genommen, der bereits vor einigen Jahren entdeckt worden war. Er gehört zu einem in kosmischen Maßstäben sehr jungen Stern, der erst zwei Millionen Jahre alt ist und gerade ein Planetensystem bildet. Die Planeten entstehen aus einer riesigen Gas- und Staubscheibe, die den Stern umgibt. Im Inneren haben sie die Scheibe bereits weitgehend leergeräumt.
Charakteristische Strahlung
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Mit Teleskopen in Chile und den USA gelang es dem Team nun erstmals, die charakteristische Strahlung von 9700 Grad heißem Wasserstoffgas sowie das Leuchten von glühend heißem Staub nachzuweisen, die auf den jungen Protoplaneten fallen und ihn so wachsen lassen. Damit sei erstmals die direkte Beobachtung dieses Prozesses der Planetenentstehung gelungen, schreiben die Wissenschaftler.

LkCa 15b ist ein Planet im Orbit um LkCa 15, ein Stern im Sternbild Stier, etwa 450 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er wurde im Jahr 2011 mithilfe des Keck-II-Teleskops von Adam Kraus und Michael Ireland entdeckt. LKCa 15 ist nur wenige Millionen Jahre alt und damit vergleichsweise jung - unsere Sonne ist rund 1000 Mal älter.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Nähe wird Mond gefährlich - Bekommt der Mars auch einen Ring ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Nov 2015 19:21

Bekommt der Mars auch einen Ring.jpg
Bekommt der Mars auch einen Ring.jpg (30.15 KiB) 5702-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Bekommt-der-M ... 10821.html
Montag, 23. November 2015
Nähe wird Mond gefährlich - Bekommt der Mars auch einen Ring ?

Der bekannteste Planet mit Ring ist wohl der Saturn; er ist schon mit einem Amateurteleskop sichtbar. Auch der Mars könnte einen solchen Ring bekommen - aus den Trümmerteilen eines zu nahe gekommenen Trabanten.

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Ein zerbrechender Mond kann dem Planeten Mars in einigen Millionen Jahren einen eigenen Ring bescheren. Das legt eine Analyse nahe, die Benjamin Black und Tushar Mittal von der Universität von Kalifornien (Berkeley) im Fachblatt "Nature" präsentieren. Demnach wird der Marsmond Phobos dem Roten Planeten in 20 bis 40 Millionen Jahren so nahe kommen, dass der Trabant zerrissen wird. Die Trümmer werden sich voraussichtlich zu einem Ring sammeln, der etwa eine Million bis hundert Millionen Jahre lang existieren könnte.
Unregelmäßig geformt: die Marsmonde Phobos (r) und Deimos.
Unregelmäßig geformt: die Marsmonde Phobos (r) und Deimos.
(Foto: picture alliance / dpa)

Der Mars besitzt zwei kleine Monde, Phobos und Deimos, die den Nachbarplaneten der Erde in sehr geringem Abstand umkreisen. Beide sind unregelmäßig geformt und haben Durchmesser von weniger als 30 Kilometern. Phobos, der größere von beiden, zieht seine Bahn nur knapp 10.000 Kilometer über dem Mars und nähert sich ihm auf einer leichten Spiralbahn langsam immer weiter an. Zum Vergleich: Der Erdmond hat einen Durchmesser von knapp 3500 Kilometern und umkreist unseren Planeten in knapp 400.000 Kilometern Entfernung.

Durch seine Spiralbahn wird Phobos unweigerlich zerstört werden: Entweder stürzt er irgendwann auf den Mars oder die Gezeitenkräfte des Planeten zerreißen ihn in der Umlaufbahn. Welches Schicksal den kleinen Mond erwartet, hängt von seiner Zusammensetzung ab.
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Beide Marsmonde auf einem Bild. 11.12.09 Fürs Gruppenfotot aufgereiht Zwei Marsmonde auf einem Bild

Mit Hilfe von Beobachtungsdaten und einem geotechnischen Modell haben Black und Mittal die Festigkeit des Trabanten berechnet. Demnach ist er nicht sehr stabil und wird voraussichtlich in 20 bis 40 Millionen Jahren zerrissen. Dann ist er dem Mars so nahe, dass dessen Schwerkraft an der Unterseite des Mondes deutlich stärker zieht als an der etwas weiter entfernten Oberseite. Diese Differenz hält Phobos voraussichtlich nicht aus und zerbricht. Auf diese Weise könnten vor langer Zeit auch andere nach innen wandernde Trabanten von Planeten unseres Sonnensystems zerstört worden sein, schreiben die Forscher.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Geheimnisvolles Signal aus dem All: Hinweis auf Parallel-Universum ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Nov 2015 12:03

Geheimnisvolles Signal aus dem All.jpg

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... 25C62235D6

24.11.2015


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24.11.2015


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Geheimnisvolles Signal aus dem All: Hinweis auf Parallel-Universum ?
Andreas von Rétyi

Im tiefsten Hintergrund des Kosmos stießen Weltraumforscher auf ein bisher verborgenes, sehr ungewöhnliches Signal, das sich als sensationelle Botschaft entpuppen könnte – als Hinweis auf den kurzzeitigen Kontakt mit einem Parallel-Universum. Was nach Science-Fiction klingt, wird derzeit von Wissenschaftlern zunehmend und ernsthaft diskutiert.



Der Kontakt muss gleich am Anfang der Welt stattgefunden haben. Zwar streiten sich die Gelehrten heute noch, ob es jenen Anfang wirklich gab oder nicht; zwar kann es auch sein, dass der Urknall nur ein Übergang von einem Universum ins nächste bildete, wer weiß das schon so genau? Trotzdem gibt es genügend Indizien, die auf einen solchen bizarren Augenblick hindeuten, an dem »unser« Kosmos aus einem ultradichten, unvorstellbar heißen Zustand in seine jetzige Gestalt überging.

In den 1930er-Jahren glaubten die Experten noch an den Ursprung des Universums aus einem kalten Urzustand. Doch wie sich zeigte, hätte die gesamte Materie in dem Fall nur aus Helium bestanden. Und das widersprach jeder Beobachtung. 1948 veröffentlichten dann drei Astrophysiker die Theorie eines »heißen Universums«.



Sie wollten damit auch möglichst erklären, wie alle Elemente im ursprünglichen superdichten Gebräu gleichzeitig entstehen konnten und wie sie in der heute bekannten Mischung auftreten.



Als später klar wurde, dass dafür andere Vorgänge verantwortlich waren und auch viel mehr Zeit für das ganze kosmische Theater zur Verfügung stand, als zusätzlich noch eine andere »kalte« Erklärung auftauchte, ging das Interesse an der neuen Idee allerdings bald zurück.



Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum offenbar niemand damals eine sensationelle Vorhersage der 1948 aufgestellten Theorie zu prüfen versuchte: nämlich, dass aus der heißen Phase, genauer jener Zeit rund 300 000 Jahre nach dem vermuteten Urknall, eine elektromagnetische Reststrahlung existieren, den gesamten Himmel heute gleichermaßen erfüllen und somit aus allen Richtungen zu uns eindringen müsste – der kosmische Mikrowellenhintergrund, eine schwache Reststrahlung mit einer nur geringfügig über dem absoluten Nullpunkt liegenden Temperatur.



Aber erstens schien das alles sehr theoretisch, außerdem glaubte wahrscheinlich sowieso niemand daran, diese besondere Strahlung aus dem restlichen Wellensalat herausfiltern zu können.



Dann kam der Zufall zur Hilfe. Vor allem waren da zuerst die beiden US-Astronomen und Radioingenieure Arno Penzias und Robert W. Wilson, die eine große Hornantenne der amerikanischen Bell Telephone Laboratories für radioastronomische Messungen verwendeten. Dabei fiel ihnen genau jene von überall gleichmäßig eintreffende Strahlung auf.



Nur, dass sie noch nie von jener Theorie gehört hatten. Wieder schaltete sich der Zufall ein: Um mehrere Ecken herum erfuhr Penzias von einem anderen Forscher, der beabsichtige, diese Tieftemperatur-Strahlung zu suchen. Genau das, was Penzias mit seinem Kollegen bereits gefunden hatte. Dieser »Fang« entpuppte sich als eine der wichtigsten Entdeckungen der Astronomie.



Mittlerweile ist die kosmische »3-Kelvin-Hintergrundstrahlung« (Cosmic Microwave Background, CMB) gut erforscht, sie lässt spannende Schlüsse über die Großstruktur des Universums zu – und hält jetzt möglicherweise eine neue Sensation parat.



Eine aktuelle Analyse dieses Glühens weist an einem Punkt eine merkwürdige »Beule« auf, die auf einen ganz besonderen Zusammenstoß hindeuten könnte. So fantastisch das klingen mag, die Entdecker dieser Anomalie halten es für möglich, dass unser Universum damals dort mit einem Paralleluniversum kollidierte. Solche Blasen-Universen bilden sich Theorien zufolge ständig, und zwar durch dem Raum selbst innewohnende Energie – ein schier unerschöpfliches Reservoir.



Was nach Science-Fiction klingt, basiert auf Naturgesetzen, wobei nüchterne Physik die Entstehung von mehreren Universen zulässt, die wie nahe Seifenblasen kurzzeitig aneinanderstoßen und sich dabei beeinflussen können.



Möglich wäre ein Überfließen von Materie, wobei am Berührungspunkt der beiden Universen eine Art kosmischer Fingerabdruck zurückbliebe. So zumindest meint der am California Institute of Technology (CalTech) tätige Kosmologe Ranga-Ram Chary, der CMB für den besten Ort hält, nach solchen verdächtigen Berührungspunkten zu suchen.



Tatsächlich entdeckte Chary an jener einen Stelle ein Signal, das 4500-mal heller erscheint als es eigentlich sein dürfte. Eine solche Abweichung würde weit besser zu einem Universum passen, dessen Verhältnis von Materie- zu Lichtteilchen rund 65-mal größer ist als »bei uns«. Seit Kurzem wird der Fund deutlich intensiver diskutiert.



Der Gedanke ist mehr als verlockend: In den tiefsten Abgründen des Universums, mitten in der uralten Reliktstrahlung, auf die Penzias und Wilson erstmals im Jahr 1965 gestoßen waren, taucht nun, genau ein halbes Jahrhundert später, eine Botschaft der Natur auf, die den Hinweis auf die Existenz anderer Universen liefert.



CMB, das ist der älteste Datenspeicher, auf den der Mensch Zugriff hat. Und nun lernt er, ihn immer genauer auszulesen und stößt dabei auf die Nachricht, dass unser Universum Nachbarn besitzt! Eine wirklich einzigartige Geschichte, doch auch Chary bleibt erst einmal skeptisch.



Denn ihm ist völlig klar: Nachweisen kann er derzeit leider noch nicht viel. Da ist zwar jenes merkwürdige helle Glühen, es könnte aber irgendein anderes Störrauschen sein, Licht von unbekannten Galaxien oder gar kein echtes Signal. »Ungewöhnliche Behauptungen wie die Existenz anderer Universen fordern eine hohe Beweislast ein«, so schreibt der Kosmologe vorsichtig.



Doch will er natürlich mehr herausfinden. Seine Arbeit könnte eine gezieltere Suche nach solchen Hinweisen anregen, um irgendwann vielleicht tatsächlich zwingende Beweise für Paralleluniversen zu finden.



So, wie vor hundert Jahren noch unsere Milchstraße für einzigartig gehalten wurde, könnte es jetzt auch mit unserem Universum gehen, um das Bild vom Kosmos noch einmal unermesslich zu erweitern und mit den bislang nur spekulativen Multiversen ganz real zu erfüllen.









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Im tiefsten Hintergrund des Kosmos stießen Weltraumforscher auf ein bisher verborgenes, sehr ungewöhnliches Signal, das sich als sensationelle Botschaft entpuppen könnte – als Hinweis auf den kurzzeitigen Kontakt mit einem Parallel-Universum. Was nach Science-Fiction klingt, wird derzeit von Wissenschaftlern zunehmend und ernsthaft diskutiert.



Der Kontakt muss gleich am Anfang der Welt stattgefunden haben. Zwar streiten sich die Gelehrten heute noch, ob es jenen Anfang wirklich gab oder nicht; zwar kann es auch sein, dass der Urknall nur ein Übergang von einem Universum ins nächste bildete, wer weiß das schon so genau? Trotzdem gibt es genügend Indizien, die auf einen solchen bizarren Augenblick hindeuten, an dem »unser« Kosmos aus einem ultradichten, unvorstellbar heißen Zustand in seine jetzige Gestalt überging.

In den 1930er-Jahren glaubten die Experten noch an den Ursprung des Universums aus einem kalten Urzustand. Doch wie sich zeigte, hätte die gesamte Materie in dem Fall nur aus Helium bestanden. Und das widersprach jeder Beobachtung. 1948 veröffentlichten dann drei Astrophysiker die Theorie eines »heißen Universums«.



Sie wollten damit auch möglichst erklären, wie alle Elemente im ursprünglichen superdichten Gebräu gleichzeitig entstehen konnten und wie sie in der heute bekannten Mischung auftreten.



Als später klar wurde, dass dafür andere Vorgänge verantwortlich waren und auch viel mehr Zeit für das ganze kosmische Theater zur Verfügung stand, als zusätzlich noch eine andere »kalte« Erklärung auftauchte, ging das Interesse an der neuen Idee allerdings bald zurück.



Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum offenbar niemand damals eine sensationelle Vorhersage der 1948 aufgestellten Theorie zu prüfen versuchte: nämlich, dass aus der heißen Phase, genauer jener Zeit rund 300 000 Jahre nach dem vermuteten Urknall, eine elektromagnetische Reststrahlung existieren, den gesamten Himmel heute gleichermaßen erfüllen und somit aus allen Richtungen zu uns eindringen müsste – der kosmische Mikrowellenhintergrund, eine schwache Reststrahlung mit einer nur geringfügig über dem absoluten Nullpunkt liegenden Temperatur.



Aber erstens schien das alles sehr theoretisch, außerdem glaubte wahrscheinlich sowieso niemand daran, diese besondere Strahlung aus dem restlichen Wellensalat herausfiltern zu können.



Dann kam der Zufall zur Hilfe. Vor allem waren da zuerst die beiden US-Astronomen und Radioingenieure Arno Penzias und Robert W. Wilson, die eine große Hornantenne der amerikanischen Bell Telephone Laboratories für radioastronomische Messungen verwendeten. Dabei fiel ihnen genau jene von überall gleichmäßig eintreffende Strahlung auf.



Nur, dass sie noch nie von jener Theorie gehört hatten. Wieder schaltete sich der Zufall ein: Um mehrere Ecken herum erfuhr Penzias von einem anderen Forscher, der beabsichtige, diese Tieftemperatur-Strahlung zu suchen. Genau das, was Penzias mit seinem Kollegen bereits gefunden hatte. Dieser »Fang« entpuppte sich als eine der wichtigsten Entdeckungen der Astronomie.



Mittlerweile ist die kosmische »3-Kelvin-Hintergrundstrahlung« (Cosmic Microwave Background, CMB) gut erforscht, sie lässt spannende Schlüsse über die Großstruktur des Universums zu – und hält jetzt möglicherweise eine neue Sensation parat.



Eine aktuelle Analyse dieses Glühens weist an einem Punkt eine merkwürdige »Beule« auf, die auf einen ganz besonderen Zusammenstoß hindeuten könnte. So fantastisch das klingen mag, die Entdecker dieser Anomalie halten es für möglich, dass unser Universum damals dort mit einem Paralleluniversum kollidierte. Solche Blasen-Universen bilden sich Theorien zufolge ständig, und zwar durch dem Raum selbst innewohnende Energie – ein schier unerschöpfliches Reservoir.



Was nach Science-Fiction klingt, basiert auf Naturgesetzen, wobei nüchterne Physik die Entstehung von mehreren Universen zulässt, die wie nahe Seifenblasen kurzzeitig aneinanderstoßen und sich dabei beeinflussen können.



Möglich wäre ein Überfließen von Materie, wobei am Berührungspunkt der beiden Universen eine Art kosmischer Fingerabdruck zurückbliebe. So zumindest meint der am California Institute of Technology (CalTech) tätige Kosmologe Ranga-Ram Chary, der CMB für den besten Ort hält, nach solchen verdächtigen Berührungspunkten zu suchen.



Tatsächlich entdeckte Chary an jener einen Stelle ein Signal, das 4500-mal heller erscheint als es eigentlich sein dürfte. Eine solche Abweichung würde weit besser zu einem Universum passen, dessen Verhältnis von Materie- zu Lichtteilchen rund 65-mal größer ist als »bei uns«. Seit Kurzem wird der Fund deutlich intensiver diskutiert.



Der Gedanke ist mehr als verlockend: In den tiefsten Abgründen des Universums, mitten in der uralten Reliktstrahlung, auf die Penzias und Wilson erstmals im Jahr 1965 gestoßen waren, taucht nun, genau ein halbes Jahrhundert später, eine Botschaft der Natur auf, die den Hinweis auf die Existenz anderer Universen liefert.



CMB, das ist der älteste Datenspeicher, auf den der Mensch Zugriff hat. Und nun lernt er, ihn immer genauer auszulesen und stößt dabei auf die Nachricht, dass unser Universum Nachbarn besitzt! Eine wirklich einzigartige Geschichte, doch auch Chary bleibt erst einmal skeptisch.



Denn ihm ist völlig klar: Nachweisen kann er derzeit leider noch nicht viel. Da ist zwar jenes merkwürdige helle Glühen, es könnte aber irgendein anderes Störrauschen sein, Licht von unbekannten Galaxien oder gar kein echtes Signal. »Ungewöhnliche Behauptungen wie die Existenz anderer Universen fordern eine hohe Beweislast ein«, so schreibt der Kosmologe vorsichtig.



Doch will er natürlich mehr herausfinden. Seine Arbeit könnte eine gezieltere Suche nach solchen Hinweisen anregen, um irgendwann vielleicht tatsächlich zwingende Beweise für Paralleluniversen zu finden.



So, wie vor hundert Jahren noch unsere Milchstraße für einzigartig gehalten wurde, könnte es jetzt auch mit unserem Universum gehen, um das Bild vom Kosmos noch einmal unermesslich zu erweitern und mit den bislang nur spekulativen Multiversen ganz real zu erfüllen.



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