HERZLICH WILLKOMMEN IM WELTBOOKNETZ

Registrieren sie sich jetzt um die Foren

uneingeschränkt im Mitgliederstatus nutzen  zu können

Gäste können Links in den Foren und Themen nur zum lesen öffnen

Unser Forum steht Ihnen KOSTENLOS zur Verfügung

Ich wünsche Ihnen viel Spass und Erfolg beim surfen

BITTE BEACHTEN SIE UNSERE FORENREGELN ZUM IMPRESSUM

im 1. Forum

Ihr Weltbookadmin


Forschung Universum

THEMENÜBERSICHT :
KRITIKEN - KURIOSES - DIE ERDE LEBT UND BEBT - UMWELT und NATURSCHUTZ - STAMMTISCH - TREFF - Info Gesundheit - Forschung Universum - ENTHÜLLUNGEN - HAUS und GARTEN - HANDEL - WIRTSCHAFT & ARBEIT biete - suche - TIERFREUNDE - Info TIERSCHUTZ zu Luft - Land und Wasser - Witze von A bis Z - Comedy - Kabarett - Luft und Raumfahrt - AUSGRABUNGEN - FUNDSACHEN - FORSCHUNG - ZURÜCK IN DIE VERANGENHEIT - FORSCHUNG ERNÄHRUNG - PC-HILFE zur SELBSTHILFE - RATGEBER - TIPPS und TRICKS - JUSTIZ - JUSTIZIRRTÜMER - VERDACHTS- und HAFTUNGSFÄLLE -
Info KINDER UND JUGENDSCHUTZ - FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE - KLIMA - KLIMAWANDEL - KLIMASCHUTZ - KLIMAKATASTROPHEN - ERD und WELTGESCHICHTE - MEINE FREUNDE - DEINE FREUNDE - Die schleichende Gefahr: ELF-Wellen - VERMISST - GESUCHT - FRAUENTREFF - Altrentner werden diskriminiert - ABZOCKE - TÄUSCHUNGEN - BETRUG AM VERBRAUCHER - ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ? - KULTUR in DEUTSCHLAND und ihre GEGENSÄTZE - SPORTSTAMMTISCH - MEIN BUNDESLAND - MEINE STADT - DEUTSCHLAND - ÖSTERREICH - SCHWEIZ -
VERSTEIGERUNGEN - ZWANGSVERSTEIGERUNGEN -
Info: VERKÄUFE - KAUFGESUCHE - UFO's - BESUCH AUS FREMDEN WELTEN - REALITÄT oder TÄUSCHUNG - MIT WERBUNG ZUM ERFOLG - Info: IMMOBILIENMARKT Häuser - Wohnungen - Grundstücke - Anlageobjekte -
WELTBOOK-NETZWERKER-TREFF - WELTARMUT - ERNÄHRUNGSARMUT - ONLINE - SPIELE -
WOCHENENDGRUNDSTÜCKE - SCHREBERGÄRTEN -

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 1
Zugriffe: 38498

Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel - Geheimnis der "Großen Pyramide von Ce

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jun 2015 12:05

bild pyramide von ceres.jpg
bild pyramide von ceres.jpg (31.49 KiB) 5900-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Geheimnis-der-Grossen-Pyramide-von-Ceres-article15352526.html
Dienstag, 23. Juni 2015
Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel - Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres"

Von Kai Stoppel

Je näher die Raumsonde "Dawn" dem Zwergplaneten Ceres kommt, desto mysteriöser werden ihre Entdeckungen. Nach hell leuchtenden Flecken sorgt ein seltsam geformter Berg für Staunen. Im Netz wird bereits wild über den Wunder-Planeten spekuliert.


Immer näher kommt die US-Raumsonde "Dawn" dem Zwergplaneten Ceres im Asteroidengürtel. Und immer rätselhafter wird das, was ihre Kamera auf dessen Oberfläche entdecken. Bereits seit Wochen faszinieren helle weiße Flecken auf der Oberfläche des etwa 900 Kilometer großen Himmelskörpers die Forscher. Nun sorgt eine weitere Entdeckung für Furore: Auf der von Kratern übersäten Oberfläche von Ceres sticht eine Erhebung in Form einer Pyramide markant hervor.
Mysteriöse helle Flecken in einem Krater auf Ceres. Über den möglichen Ursprung dieser Erscheinung gehen die Meinungen bei den Internetnutzern weit auseinander.
Mysteriöse helle Flecken in einem Krater auf Ceres. Über den möglichen Ursprung dieser Erscheinung gehen die Meinungen bei den Internetnutzern weit auseinander.
(Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)

Die mysteriösen hellen Flecken in einem Krater hatte "Dawn" bereits im Winter beim Anflug auf Ceres fotografiert. "Sicherlich handelt es sich um eine der außergewöhnlichsten Strukturen in unserem Sonnensystem", erklärte Andreas Nathues vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, das am Bau der Kamera mitgewirkt hat.
Pyramide ist höher als alle Alpengipfel

Bisher können die Forschern über die Beschaffenheit der rätselhaften Flecken nur spekulieren: "Es könnte sich um das Resultat vulkanischer Aktivität handeln", sagte etwa Chris Russell, leitender Forscher der Nasa-Mission. Die US-Raumfahrtbehörde hält Eis oder Salz für den wahrscheinlichsten Ursprung des Flecken-Phänomens. Aber es würden auch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen, hieß es dort.

Klarheit könnte ein weiteres wichtiges Instrument an Bord der Sonde liefern: das italienische Spektrometer für sichtbares Licht und infrarote Strahlung (VIR). Dieses fängt unter anderem das von den mysteriösen Flecken reflektierte sichtbare Licht auf - und kann anhand der darin gemessenen Wellenbereiche bestimmen, aus welchen Stoffen die Flecken bestehen.
Vergrößte Aufnahme der Ceres-"Pyramide". Auch der Ursprung dieser Struktur ist bisher ein Rätsel.
Vergrößte Aufnahme der Ceres-"Pyramide". Auch der Ursprung dieser Struktur ist bisher ein Rätsel.
(Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA)

Aber neben den rätselhaften Flecken fasziniert auch eine weitere Entdeckung die Wissenschaftler: eine gigantische Erhebung in Form einer Pyramide. Diese "Ceres-Pyramide" ragt in relativ flachem Terrain etwa fünf Kilometern in die Höhe - und ist damit höher als die höchsten Alpengipfel. Auf einer in Bewegung gesetzten Montage der Oberflächen-Fotos ist die außergewöhnliche Form der Erhebung erkennbat. Auch viele Krater auf Ceres haben in ihrer Mitte einen Berg.

Auch Hinweise auf geologische Aktivitäten haben die Planetenforscher auf der Oberfläche gefunden, wie abgerutschte Hänge und eingesunkene Bereiche. "Ceres scheint durch viel komplexere geologische Prozesse geprägt worden zu sein als bisher vermutet", sagte Ralf Jaumann, Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Wissenschaftler der US-amerikanischen "Dawn"-Mission.
Netzgemeinde glaubt an etwas Unbekanntes auf Ceres
Mehr zum Thema

Wie sind all diese kraterförmigen Strukturen entstanden? 10.06.15 Risse, Flecken, Krater Ceres ist "geologisch extrem spannend"
Ein Bild vom 16. Mai 2015 aus 7200 Kilometern Entfernung. Welches Material verbirgt sich hinter den weißen Punkten? 24.05.15 Immer näher am Zwergplaneten "Dawn" rückt Ceres auf die Pelle
Wissenschaftler sind fasziniert: Zwergplanet Ceres hat mysteriöse Flecken 21.04.15 Wissenschaftler sind fasziniert Zwergplanet Ceres hat mysteriöse Flecken
Der schnellste Raumflugkörper aller Zeiten: "New Horizons" rast mit mehr als 80.000 Kilometern in der Stunde auf Pluto zu. 10.03.15 Trip zum Ursprung des Kosmos "New Horizons" rückt Pluto auf die Pelle
"Dawn" nach acht Jahren am Ziel: Raumsonde erreicht eisigen Zwergplaneten 06.03.15 "Dawn" nach acht Jahren am Ziel Raumsonde erreicht eisigen Zwergplaneten
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten 17.01.15 Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Diese Entdeckungen führten im Internet bereits zu wilden Spekulationen. Die hellen Flecken auf der Oberfläche könnten Überreste einer früheren Inbesitznahme durch Außerirdische sein, mutmaßt man - nicht ganz ernst gemeint - auf dem Nachrichtenportal Cnet. Die Nasa ermutigt Internetnutzer sogar dazu, mittels einer eigens eingerichteten Webseite einen Tipp für eine mögliche Erklärung der strahlenden Flecken abzugeben. Man konnte wählen zwischen: Vulkan, Geysir, Fels, Eis, Salz oder "etwas anderes, bisher Unbekanntes" ("Other?"). Letztere Möglichkeit erhielt mit 40 Prozent die meisten Stimmen.

Noch können die Forscher das Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres" - wie der rätselhafte Berg im Netz bereits genannt wird - nicht lüften, da die Auflösung der Bord-Kamera aus Deutschland aus der jetzigen Entfernung für eine genauere Beobachtung nicht ausreicht. Das wird sich demnächst aber ändern: "Dawn" nähert sich nach und nach weiter der Oberfläche von Ceres an und wird bis Anfang August dann von jetzt 4400 Kilometern auf eine Umlaufbahn in Höhe von nur noch 1450 Kilometern Höhe abgesunken sein. Aus dieser Distanz kann "Dawn" auf Ceres Details von mindestens 140 Meter Größe erkennen. Dann werden sich möglicherweise einige Rätsel lösen lassen.
Bilderserie
Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten Ceres gibt Geheimnisse preis

Quelle: n-tv.de , mit AFP/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kannibalismus im Kosmos - Riesengalaxie frisst kleinen Bruder

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Jun 2015 20:24

bild riesengalaxie.jpg
bild riesengalaxie.jpg (69.58 KiB) 5890-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Riesengalaxie-frisst-kleinen-Bruder-article15375711.html
Donnerstag, 25. Juni 2015
Kannibalismus im Kosmos - Riesengalaxie frisst kleinen Bruder

Etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt gibt es eine gigantische Galaxie. Wie kann ein solches Riesengebilde entstehen? Forscher finden heraus: Das Monstrum schluckt andere Galaxien.


Astronomen haben einen Fall von kosmischem Kannibalismus nachgewiesen: Die Riesengalaxie M87 im Sternbild Jungfrau hat sich in den vergangenen Milliarden Jahren eine kleinere Galaxie komplett einverleibt. Dieser Vorgang ist im Universum zwar nicht sehr selten, aber nicht leicht nachzuweisen, wie die Europäische Südsternwarte Eso in Garching bei München berichtet. Die Forscher um Alessia Longobardi vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik stellen ihre forensische Analyse im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics Letters" vor.

Messier 87 (M87) ist eine gigantische ellipsenförmige Galaxie, die mehr als fünfmal so viel Masse besitzt wie unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße. Die Riesengalaxie ist rund 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Forscher gehen davon aus, dass Galaxien zu solcher Größe heranwachsen, indem sie kleinere Galaxien schlucken. Der Nachweis eines solchen Ereignisses ist allerdings schwierig. "Genauso wie sich Wasser, das aus einem Glas in einen Teich gegossen wird, schnell mit dem Teichwasser mischt, mischen sich die Sterne der Galaxie, die verschlungen wird, mit den ihnen sehr ähnlichen Sternen der größeren Galaxie, ohne auch nur irgendeine Spur zu hinterlassen", erläuterte die Eso in einer Mitteilung.
Noch nicht ausgewachsen
Mehr zum Thema

Hell wie 300 Billionen Sonnen: Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen 22.05.15 Hell wie 300 Billionen Sonnen Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen
Centaurus A ist 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Das Very Large Telescope in Chile hat eine neue Klasse "dunkler" Kugelsternhaufen um diese Galaxie herum entdeckt. 13.05.15 Viel mehr Masse als erlaubt Mysteriöse Sternhaufen entdeckt
Blick 13 Milliarden Jahre zurück: Bislang fernste Galaxie entdeckt 06.05.15 Blick 13 Milliarden Jahre zurück Bislang fernste Galaxie entdeckt
Rätsel der Astrophysik auf der Spur: Galaxien sterben von innen nach außen 16.04.15 Rätsel der Astrophysik auf der Spur Galaxien sterben von innen nach außen

Die Forscher konzentrierten sich bei der Beobachtung daher auf die Gashüllen alternder Sterne in der fernen Riesengalaxie. Diese Hüllen, sogenannte planetarische Nebel, leuchten hell in einem bestimmten Grünton und lassen sich so gut von den Milliarden anderen Sternen unterscheiden. Die Analyse der Eigenbewegung von 300 dieser alternden Sterne enthüllte Gruppen zusammengehöriger Sterne und damit Hinweise auf die Verschmelzung der Galaxien - ähnlich wie sich Schmutzteilchen, die mit einem Glas Wasser in einen Teich geschüttet werden, als Wolke im Teich verteilen.

"Wir sind Zeugen eines einzelnen, noch gar nicht so lange zurückliegenden Verschmelzungsereignisses, bei dem eine Galaxie mittlerer Größe durch das Zentrum von Messier 87 gerauscht ist", erläuterte Ko-Autor Ortwin Gerhard vom Garchinger Max-Planck-Institut in der Eso-Mitteilung. Die Sterne dieser Galaxie hätten sich dabei über eine Region verteilt, die 100 Mal größer sei als die ursprüngliche Galaxie. Die Analyse zeigt nach den Worten von Longobardi außerdem, dass selbst Riesengalaxien wie M87 noch nicht ausgewachsen sind.
Bilderserie
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Quelle: n-tv.de , abe/dpa

Zurück zum Forum: forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Warum arbeitet die NASA an Methoden, Asteroiden mit Atomwaffen zu zerstöre

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jun 2015 10:54

bild nasa asteoriten.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/michael-snyder/warum-arbeitet-die-nasa-an-methoden-asteroiden-mit-atomwaffen-zu-zerstoeren-.html

27.06.2015


Artikel senden | Drucken |
Warum arbeitet die NASA an Methoden, Asteroiden mit Atomwaffen zu zerstören?
Michael Snyder

Mir ist durchaus bewusst, dass meine Überschrift stark an den Kinofilm Armageddon mit dem Schauspieler Bruce Willis aus dem Jahre 1998 erinnert, aber das im Film beschriebene Szenario ist gegenwärtig immer noch aktuell. Die NASA und die dem Energieministerium unterstehende National Nuclear Security Administration (NNSA), die für die Sicherheit des amerikanischen Atomwaffenarsenals verantwortlich ist, forschen gemeinsam gegenwärtig an Methoden, Atomwaffen einzusetzen, um die Erde bedrohende Asteroiden entweder zu zerstören oder sie zumindest von ihrem Kurs abzubringen.



Das klingt einigermaßen befremdlich, wenn man bedenkt, dass die NASA erst vor wenigen Wochen öffentlich verkündete, ihrem Wissen nach befinde sich derzeit »kein Asteroid oder Komet auf Kollisionskurs mit der Erde« und auch »in den kommenden Jahrhunderten wird vermutlich kein großes Objekt auf der Erde einschlagen«. Wenn diese Vorhersage der NASA der Wahrheit entspricht, wäre es da nicht eine enorme Verschwendung von Zeit, Geld und anderen Ressourcen, über Möglichkeiten nachzudenken, Asteroiden mit Atomwaffen zu zerstören?



Warum setzt sich die NASA plötzlich verstärkt mit der Bedrohung durch große Asteroiden auseinander, wenn es doch so unwahrscheinlich ist, dass uns »in den kommenden Jahrhunderten« ein solches Objekt trifft? Könnte es sein, dass sie etwas weiß, das sie aber nicht publik machen will?



Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass die NASA mit der NNSA zusammenarbeitet, um Methoden zu entwickeln, Atomwaffen gegen Asteroiden einzusetzen, kamen mir sofort zwei meiner Lieblingsfilme aus den 1990er Jahren in Erinnerung – Deep Impact und Armageddon.

Und es überraschte und beunruhigte mich zugleich, dass »unsere besten Wissenschaftler« offensichtlich seit diesen Filmen keine substanziellen Fortschritte im Zusammenhang mit dieser Problematik gemacht haben. Das folgende Zitat stammt aus einem Artikel der New York Times vom 18. Juni dieses Jahres über diese aktuelle Zusammenarbeit der beiden Behörden:

»Die beiden Einrichtungen – die NASA und die National Nuclear Security Administration – haben sich schon seit Langem jeweils für sich mit derartigen Bedrohungslagen auseinandergesetzt. Sie haben die kosmischen Trümmer beobachtet und erfasst, Abfangraketen entwickelt und auf ihren Supercomputern Simulationen laufen lassen, um zu sehen, ob eine Atomexplosion einen großen Asteroiden aus seiner Bahn drängen könnte.

In Interviews erklärten Behördenvertreter und private Experten, die neue Vereinbarung zwischen den Behörden vertiefe die Zusammenarbeit der Fachleute und der Regierungsplanung und erhöhe damit letztlich die Möglichkeiten einer erfolgreichen Abwehr [derartiger Gefahren].

›Es handelt sich um einen großen Schritt nach vorn‹, sagte Kevin Greenaugh, ein hochrangiger Mitarbeiter der NNSA. ›Wenn verschiedene Behörden ihre Zusammenarbeit und damit ihre Kräfte für die gemeinsame Verteidigung bündeln, hat dies sicherlich Nachrichtenwert.‹«

Das hört sich doch ganz nach einer perfekten »amerikanischen« Problemlösung an, stimmt‘s? Was können wir tun, wenn eine große Gefahr dieser Art unseren Weg kreuzt? Einfach mit Atomwaffen wegpusten.



Aber wie MSN bereits feststellte, könnten noch schwerwiegende Probleme die Folge sein, wenn man einen gigantischen Felsbrocken, der sich uns mit extrem hoher Geschwindigkeit nähert, in kleinere Stücke sprengt:

»Aus Computersimulationen geht hervor, dass man zwar durchaus erfolgreich einen mittelgroßen Felsbrocken im Weltraum sprengen könnte. Aber die bei der Explosion entstehenden Fragmente dieses riesigen Felsens könnten die Situation möglicherweise noch verschärfen. Das hängt davon ab, wie weit der Asteroid zum Zeitpunkt seiner Explosion noch von der Erde entfernt ist. Anstatt ihn in kleinere Bruchstücke zu sprengen, wäre die Ablenkung des Asteroiden aus seiner Bahn durch den Einsatz von Atombomben möglicherweise die bessere Lösung.

Nach anderen (nichtatomaren) Vorschlägen könnte man so genannte ›Gravity Tractors‹ (das sind Objekte, etwa eine ausreichend große Raumsonde, die man in die Nähe des betreffenden Asteroiden bringt, damit ihre Anziehungskraft den Asteroiden aus seiner bisherigen Bahn abdrängt) einsetzen oder versuchen, mithilfe des Sonnenlichts Teilstücke aus dem Erdnahen Objekt (auch ›Erdbahnkreuzer‹ genannt) ›herauszubrennen‹. Auch der Einsatz von Lasern oder Hochgeschwindigkeits-Raumfahrzeugen wäre denkbar, um das bedrohliche Objekt aus seiner Bahn zu werfen. Eine NASA-Studie aus dem Jahr 2007 weist darauf hin, dass die Sprengung durch eine Atomrakete vermutlich die beste Waffe bei der Abwehr derartiger Killer-Felsbrocken aus dem All sei.«

Aber die NASA hat sich noch mit ganz anderen Dingen befasst. So erarbeitete sie bereits zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres ein »Hypothetisches Asteroideneinschlags- Szenario«.



Auf der Internetseite der NASA heißt es in einer Vorankündigung des Vorhabens:

»Auf der 25. IIA Planetary Defense Conference (PDC), die vom 13. bis 17. April 2015 im italienischen Frascati stattfinden soll, wird ein ›Hypothetisches Asteroideneinschlags-Szenario‹ vorgestellt und als Diskussionsgrundlage benutzt werden.

HINWEIS: Dieses Szenario ist zwar in vieler Hinsicht realistisch, aber es ist völlig fiktiv und beschreibt keinen real möglichen Asteroideneinschlag.«

Aber warum wendet die NASA so viel Zeit und Energie im Zusammenhang mit Ereignissen auf, von denen sie eigentlich behauptet, dass sie »in den kommenden Jahrhunderten« aller Wahrscheinlichkeit nach nicht eintreten werden?



Man muss also davon ausgehen, dass die NASA uns in dieser Hinsicht nicht die volle Wahrheit sagt. Wie die britische Tageszeitung Daily Mail vor Kurzem berichtete, gibt es etwa eine Million Erdnahe Objekte, die eine potenzielle Bedrohung für die Erde darstellen, und die NASA kennt nur von einem kleinen Bruchteil dieser Himmelskörper den genauen Aufenthaltsort und ihre Bahn:

»Wissenschaftler vermuten, dass es im Weltraum etwa eine Million erdnaher Asteroiden gibt, die eine potenzielle Gefahr für die Erde darstellen – aber nur ein kleiner Teil von ihnen wurde bisher entdeckt.

Ein dramatischer Beweis für ihre Existenz trat am 15. Februar 2013 zutage, als ein unbekanntes Objekt hoch über der russischen Stadt Tscheljabinsk explodierte und dabei das 20- bis 30-Fache der zerstörerischen Energie der Hiroshima-Bombe freisetzte.«

Es trifft zwar zu, dass unsere Fähigkeiten, Asteroiden, die auf unserem Planeten einschlagen könnten, frühzeitig zu entdecken, gewachsen sind, aber sie bleiben dennoch noch extrem begrenzt. In der Daily Mail heißt es dazu:

»Die vorhandenen Systeme zur Entdeckung von Asteroiden können nach Ansicht des NASA-Partnerunternehmens Planetary Resources, das die Rohstoffe der Asteroiden ausbeuten will, nur etwa ein Prozent der geschätzten Objekte, die die Sonne umkreisen, verfolgen.

Auf der SXSW-Konferenz in Texas im vergangenen Jahr erklärte der NASA-Wissenschaftler Jason Kessler in einem Arbeitskreis: ›Man muss mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass wir in der Zukunft einen Einschlag erleben werden. Aber wir sind nicht in Panikstimmung, weil wir nicht von einer unmittelbaren Bedrohung ausgehen.‹«

Ohne Zweifel ist tatsächlich damit zu rechnen, dass irgendwann in der Zukunft ein riesiger Felsbrocken die Erde treffen wird.



Wir wissen, dass in der Vergangenheit bereits gigantische Asteroiden auf unserem Planeten eingeschlagen sind, und vor einigen Monaten fand ein ziemlich »naher Vorbeiflug« eines derartigen Himmelskörpers statt, den die NASA nicht hatte kommen sehen. Ich würde mir wünschen, dass sie zumindest ehrlich uns gegenüber ist.



Die NASA kann nicht jeden dieser gigantischen Felsbrocken erfassen und verfolgen, die eine Bedrohung für uns darstellen könnten, und es sollten mit Sicherheit mehr Geld, Zeit und Ressourcen aufgewendet werden, um dieses Problem einer Lösung näher zu bringen.



Sollte uns irgendwann tatsächlich einer dieser gigantischen Asteroiden treffen – etwa direkt vor der Ostküste der USA –, hätte dies absolut katastrophale Folgen. Ein mehrere Hundert Meter hoher Tsunami würde dann auf unsere Küstenstädte und regionen zurasen. (Mehr dazu hier und hier.)



Die meisten Menschen unterschätzen die Bedrohung eines größeren Asteroideneinschlages völlig, da zu ihren Lebzeiten etwas Derartiges noch nicht passiert ist. Aber man kann wohl davon ausgehen, dass die NASA nicht all diese Mühen auf sich nähme, wenn sie nicht doch in diesem Zusammenhang beunruhigt wäre.



Und so könnte letztlich das, was sie uns verschweigt, unser aller Befürchtungen noch weit übersteigen.


Copyright © 2015 by EndOfTheAmericanDream

Bildnachweis: Screenshot

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (1) zu diesem Artikel
27.06.2015 | 11:15
Logikdenker

Nun,wenn sich die Nasa damit befasst,wie man einen Asteroiden zerstören kann,dann kann ich aus Erfahrung sagen,daß genau das Gegenteil die Wahrheit ist und zwar,wie kann man einen Asteroiden lenken um ihn an einem bestimmten Ort einschlagen lassen !!!
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Planeten geben Abschiedsgala - Juli glänzt mit doppeltem Vollmond

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2015 07:05

bild planeten abschiedsgala.jpg
bild planeten abschiedsgala.jpg (12.28 KiB) 5864-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Juli-glaenzt-mit-doppeltem-Vollmond-article15334471.html
Planeten geben Abschiedsgala - Juli glänzt mit doppeltem Vollmond

Jupiter und Venus haben vor ihrem Abschied vom Nachthimmel ein Treffen mit der Mondsichel. Hoch am Himmel thront das Sommerdreieck und der Vollmond zeigt sich im Juli gleich zweimal.


Vor ihrem Abschied vom Nachthimmel bieten die beiden hellsten Planeten Venus und Jupiter im Juli eine besondere Gala: Venus, unser innerer Nachbarplanet, strahlt am Abend des 10. in maximalem Glanz. Nach Sonne und Mond ist sie das bei weitem hellste Gestirn am irdischen Firmament. Schon bald nach Sonnenuntergang erkennt man den Abendstern am Westhimmel.
Bilderserie
Merkur ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Während ... ... die Erde einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern hat, misst Merkur nur rund 4880 Kilometer. Damit ist er ... ... nur wenig größer als unser Mond, der hier im Bild zu sehen ist. Von der Erde aus ist Merkur aber längst nicht so gut zu erkennen wie der Mond. Denn von Merkur (hier markiert) trennen uns im Schnitt rund 150 Millionen Kilometer. Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet

Venus wird zwar als Abendstern bezeichnet, ist aber ein Planet. Schon zu Monatsbeginn überholt sie den Riesenplaneten Jupiter im Sternbild Löwe knapp südlich. Damit stehen die beiden hellsten Planeten nahe beieinander - ein spektakulärer Anblick am Westhimmel, insbesondere am Abend des 18. und 19., wenn sich die schmale Sichel des zunehmenden Mondes hinzugesellt. Vierter im Bunde ist Regulus, der Hauptstern des Löwen, der aber wesentlich lichtschwächer ist.

Gegen Monatsende zieht sich Venus vom Abendhimmel zurück. Auch Jupiter verabschiedet sich und wird für das bloße Auge unsichtbar. Saturn im Sternbild Waage ist der Planet der ersten Nachthälfte. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich der Ringplanet zurück. Am 26. erhält er Besuch vom Halbmond. Mars steht am Taghimmel und befindet sich nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Auch der flinke Merkur zeigt sich nicht in unseren Breiten.
Raumsonde besucht Pluto
Die Raumsonde "New Horizons" nähert sich Pluto und seinen drei Monden.
Die Raumsonde "New Horizons" nähert sich Pluto und seinen drei Monden.
(Foto: dpa)

Der ferne und darum lichtschwache Pluto kommt am 6. im Sternbild Schütze in Opposition zur Sonne. Diesmal gehört ihm das besondere Interesse der Astronomen. Denn nach neunjähriger Reisezeit wird die US-Raumsonde "New Horizons" am 14. Juli Pluto und seine fünf bekannten Trabanten in geringem Abstand passieren. Es ist der erste Besuch eines irdischen Spähers bei Pluto. Schon treffen die ersten Bilder von Pluto auf der Erde ein, die New Horizons von dem eisigen Himmelskörper aufgenommen hat. Viereinhalb Stunden eilen die Funksignale zur Erde, denn von Pluto trennen uns zur Opposition rund 4,8 Milliarden Kilometer.
Bilderserie
Unser Sonnensystem: acht Planeten kreisen um einen Stern. Acht. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es noch neun. Doch im August 2006 hat Pluto seinen Planetenstatus eingebüßt. Sein Versäumnis: Es war ihm nicht gelungen, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freizuräumen. Außerdem war mittlerweile Eris auf den Plan getreten, und sie ist ein wenig größer und schwerer als Pluto. Sollte man sie zum zehnten Planeten des Sonnensystems erklären? Man entschied sich dagegen. Und so ... ... wurde Pluto die Ehre zuteil, die neue Gruppe der Zwergplaneten zu begründen. Pluto hat einen Durchmesser von knapp 2300 Kilometern. Damit ist er kleiner als ... ... unser Mond. Hier der ... "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Entdeckt wurde Pluto im Februar 1930 auf der Lowell-Sternwarte in Flagstaff (Arizona) als neunter und sonnenfernster Planet. Ein Vierteljahrtausend benötigt er, um einmal die Sonne zu umrunden. Für einen Planeten beschreibt er eine ungewöhnliche Bahn. Sie ist mit 17 Grad relativ stark zur Erdbahn-Ebene geneigt und weicht erheblich von der Kreisform ab. Als sich herausstellte, dass Pluto mit nur 2300 Kilometer Durchmesser nicht einmal halb so groß wie Merkur ist und ähnlich große Himmelskörper jenseits der Plutobahn entdeckt wurden, stufte man ihn in die Kategorie der Zwergplaneten ein. Sein größter Mond Charon wurde 1978 gefunden. Mit 1200 Kilometern Durchmesser ist er halb so groß wie Pluto. Beide werden heute als doppelter Zwergplanet angesehen. Seit 2005 wurden noch vier winzige Möndchen aufgespürt. Sie wurden passend zum Planeten der Unterwelt Styx, Nix, Kerberos und Hydra getauft.
Juli-Aquariden leuchten auf

Vom 12. Juli bis 19. August leuchten die Sternschnuppen der Delta-Aquariden auf - auch Juli-Aquariden genannt. Es sind meist nicht besonders helle Meteore, die dem Sternbild Wassermann zu entströmen scheinen. Das Maximum mit etwa 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde ist am 29. Juli in der Zeit nach Mitternacht zu erwarten.
Bilderserie
Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Vollmond tritt am 2. um 4.20 Uhr im Sternbild Schütze ein. Die Nacht vom 1. zum 2. Juli ist die kürzeste Vollmondnacht in diesem Jahr, wobei der Vollmond seine geringste Höhe über dem Südpunkt einnimmt. Bereits am 31. um 12.43 Uhr steht der Erdtrabant abermals in Vollmondposition, diesmal im Sternbild Steinbock. Einen zweiten Vollmond in einem Monat nennen die US-Amerikaner "Blue Moon". Er leuchtet zwar nicht blau, aber der Begriff hat sich eingebürgert. Woher er genau stammt, ist umstritten. Die Redensart "Once in a blue moon" bedeutet so viel wie "irgendwann einmal.". Am 16. tritt um 3.24 Uhr die Neumondphase ein. Mit 367 090 Kilometer steht der Mond am 5. in Erdnähe, während ihn am 21. in Erdferne 404.840 Kilometer von uns trennen.
Umstellung zum Sommerhimmel vollzogen

Am Abendhimmel erkennt man: Die Umstellung vom Frühlings- zum Sommerhimmel ist vollzogen. Das Sommerdreieck mit den Sternen Wega, Deneb und Atair steht kurz vor seiner Meridianpassage. Man sieht es gegen 23 Uhr schon hoch im Süden. Das Frühlingssternbild Löwe geht im Westen unter. Tief im Südwesten sieht man noch die bläuliche Spika, Hauptstern der Jungfrau. Hoch im Süden steht der Herkules in der Mittagslinie, ein wenig tiefer das ausgedehnte Bild des Schlangenträgers.

Während Herkules und Schlangenträger am aufgehellten Zivilisationshimmel kaum zu erkennen sind, kann man den Skorpion knapp über dem Südwesthorizont relativ gut ausmachen. Der Große Wagen sinkt im Nordwesten herab, während im Nordosten die Kassiopeia, das Himmels-W, emporsteigt. Wer freie Sicht zum Nordhorizont hat, wird einen hellen, flackernden Lichtpunkt sehen, die gelbe Kapella im Sternbild Fuhrmann. Sie ist in unseren Breiten zirkumpolar, geht also nie unter und ist somit in jeder klaren Nacht des Jahres zu sehen. Im Winter sehen wir dann Kapella abends hoch über unseren Köpfen.
Sonnenfernster Bahnpunkt
Mehr zum Thema

Risikoreiche Zeitreise angekündigt: Die umstrittenste Sekunde der Welt 25.01.15 Risikoreiche Zeitreise angekündigt Die umstrittenste Sekunde der Welt
Kein Wölkchen am Himmel. Was sollte der Wunscherfüllung da noch im Wege stehen? 12.08.13 Lang gepflegter Aberglaube Warum Sternschnuppen Glück bringen
Sie glitzern so kurz, dass sie im Foto kaum festzuhalten sind: Sternschnuppen. 19.02.13 Frage & Antwort, Nr. 263 Wie groß sind Sternschnuppen?
Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne 25.02.11 Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Am 6. Juli passiert die Erde abends ihren sonnenfernsten Bahnpunkt. Von der Sonne trennen uns dabei 152 Millionen Kilometer. Das Sonnenlicht benötigt dann 8 Minuten und 27 Sekunden zu uns. Anfang Januar erreicht es 17 Sekunden früher die Erde. Die Sonne wandert am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 21. verlässt sie morgens das Sternbild Zwillinge und wechselt in das Sternbild Krebs. Am 23. tritt sie in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Mittagshöhen der Sonne nehmen um knapp fünf Grad ab, die Tageslänge schrumpft in 50 Grad nördlicher Breite um eine Stunde.

In der Nacht vom 30. Juni auf 1. Juli wird um 0 Uhr Weltzeit, also 2 Uhr MESZ, wieder eine Schaltsekunde eingeschoben. Dies ist erforderlich, da die Erduhr schlapp macht. Die Erdrotation wird immer langsamer, die Tage werden länger. Nach Einfügen der Schaltsekunde am 1. Juli geht die Internationale Atomzeit um 36 Sekunden gegenüber der koordinierten Weltzeit (UTC) vor. Würde man keine Schaltsekunden einschieben, so ginge eines fernen Tages die Sonne erst auf, wenn unsere Uhren zwölf Uhr mittags anzeigen.
Bilderserie
Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Schächte mit Staub und Gas - Forscher vermuten Hohlräume auf "Tschuri"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Jul 2015 19:40

bild tschuri.jpg
bild tschuri.jpg (58.67 KiB) 5850-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-vermuten-Hohlraeume-auf-Tschuri-article15425471.html
Schächte mit Staub und Gas - Forscher vermuten Hohlräume auf "Tschuri"

Je genauer die Wissenschaftler den Tschurjumov-Gerasimenko unter die Lupe nehmen, umso überraschender präsentiert sich der Komet. Auf Bildern ist nun zu sehen, dass "Tschuri" regelrechte Fontänen ins All schleudert. Eine Erklärung haben die Forscher auch dafür.



Die europäische Raumsonde "Rosetta" hat Astronomen neue Einblicke in die bizzare Welt des Kometen Tschuri verschafft. Unter der Oberfläche des Kometen erstrecken sich offenbar große Hohlräume, die nach und nach einstürzen. Dies legt die Auswertung von "Rosetta"-Aufnahmen der Kometenoberfläche nahe, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen mitteilte. Die Aufnahmen zeigen sonderbare, schachtartige Vertiefungen, die gewöhnlichen Kratern völlig unähnlich sind und aus denen Staub und Gas ins All entweichen.

Über ihre Entdeckungen berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature". Die Wissenschaftler unter Leitung von Jean-Baptiste Vincent vom MPS werteten Aufnahmen des Kometen aus, die das wissenschaftliche Kamerasystem "Osiris" an Bord der "Rosetta"-Raumsonde zwischen Juli und Dezember vergangenen Jahres aufgenommen hatte. Die "Rosetta"-Sonde der Europäischen Weltraumagentur ESA war im vergangenen August in eine Umlaufbahn um den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko eingeschwenkt, der kurz Tschuri genannt wird.

Die schachtartigen Vertiefungen auf dem Brocken aus Eis, gefrorenen Gasen und Staub treten laut MPS in verschiedenen Größen auf: Ihre Durchmesser liegen zwischen zehn und einigen hundert Metern. Zudem haben sie nahezu vertikale Seitenwände und sind außergewöhnlich tief - die größeren reichen bis zu zweihundert Meter ins Innere von Tschuri. An ihren Innenseiten zeigen die Aufnahmen Schichtungen und Terrassierungen.
Keine Einschlagskrater

Ähnliche Strukturen kennen Forscher den Angaben zufolge bereits von den Kometen 9P/Tempel 1 und 81P/Wild 2, die Ziel der NASA-Missionen "Deep Impact" und "Stardust" waren. "Wegen ihrer ungewöhnlichen Form unterscheiden sich diese Schächte deutlich von Einschlagskratern", erläuterte der "Osiris"-Wissenschaftler Vincent. "Es scheint sich um ein typisches Merkmal von Kometen zu handeln".

Die Analysen der Forscher ergaben zudem, dass feine Staubfontänen von den Innenseiten der Schächte ausgehen. Durch dieses "Staubspucken" allein könnten sich die ungewöhnlichen Strukturen aber nicht gebildet haben, teilte das MPS weiter mit. Gefrorene Gase, die unter dem Einfluss der Sonne aus dem Kometenboden verdampfen, könnten nicht genug Staub mit sich reißen, um Löcher dieser Größe zu erzeugen. Dafür wären zum Teil tausende Jahre nötig. Der "Rosetta"-Komet Tschuri dringe auf seiner Umlaufbahn aber erst seit 1959 ins Innere Sonnensystem und damit in die Nähe der Sonne vor.
Mehr zum Thema

Verbindung zum Kometen Tschuri: "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht 19.06.15 Verbindung zum Kometen Tschuri "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht
Landeroboter meldet sich zum 2. Mal: Fans begrüßen "Philae" auf Twitter 15.06.15 Landeroboter meldet sich zum 2. Mal Fans begrüßen "Philae" auf Twitter
Sonde auf Komet Tschuri: "Philae" ist erwacht und sendet Daten 14.06.15 Sonde auf Komet Tschuri "Philae" ist erwacht und sendet Daten

Stattdessen spricht nach Einschätzung der Forscher alles dafür, dass es sich bei den Löchern um eingestürzte Hohlräume handelt. "Offenbar werden diese unterirdischen Hohlräume mit der Zeit immer größer, bis die Deckschicht instabil wird und einstürzt". erläuterte der MPS-Forscher Holger Sierks, der Co-Autor der Studie ist und das "Osiris"-Team leitet. Als Folge tritt an den Rändern der Vertiefung frisches Material zu Tage, aus dem Gase verdampfen und das so die auf Tschuri beobachteten Fontänen speist.

Die "Rosetta"-Sonde hatte mit ihrem Landeroboter "Philae" im vergangenen Sommer nach zehnjähriger Reise ihren Zielkometen Tschuri erreicht und umkreist seither den kleinen Himmelskörper. Im vergangenen November landete das Minilabor "Philae" auf dem Kometen.
Bilderserie
Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Einzigartiges "Labor" im Weltall - Astronomen beobachten Planeten-Geburt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jul 2015 16:31

bild planetengeburt.jpg
bild planetengeburt.jpg (17.48 KiB) 5837-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Astronomen-beobachten-Planeten-Geburt-article15442756.html
Samstag, 04. Juli 2015
Einzigartiges "Labor" im Weltall - Astronomen beobachten Planeten-Geburt

Von Fabian Maysenhölder

HD100546b ist ein sperriger Name für ein Objekt, das Wissenschaftler begeistert. Denn dabei handelt es sich um einen Planeten, der gerade entsteht - und der noch viele weitere Geheimnisse bergen könnte.


Astronomen haben eine einzigartige Entdeckung gemacht: Sie sind der Überzeugung, derzeit die Geburt eines Planeten zu beobachten. Bei dem Planeten handelt es sich um einen jungen sogenannten Gas-Giganten, dessen Eigenschaften vergleichbar sind mit Jupiter in unserem Sonnensystem. Abgesehen davon, dass HD100546b, wie der junge Planet heißt, deutlich größer und heißer ist. Nach ersten Schätzungen könnte er rund siebenmal größer sein als Jupiter. Die Forscher der ETH Zürich veröffentlichten ihre Ergebnisse im "Astrophysical Journal". Ihre Beobachtungen haben sie mit dem "Very Large Telescope" gemacht, das im Norden Chiles in der Atacama-Wüste steht.

HD100546b kreist, wie sein Name schon sagt, um den Stern HD100546. Der ist nach kosmischen Maßstäben unser Nachbar - er ist von der Sonne "nur" rund 335 Lichtjahre entfernt. Der Stern ist zudem mit seinen fünf bis zehn Millionen Jahren sehr jung. Zum Vergleich: Unsere Sonne ist rund 4,6 Milliarden Jahre alt. Wie viele junge Sterne ist HD100546 von einer rotierenden Staub- und Gasscheibe umgeben, in der sich durch die sogenannte Akkretion ("Anwachsen") Planeten bilden. Der nun beobachtete Planet befindet sich in den äußeren Gefilden der Scheibe, ungefähr 50-mal weiter von seinem Heimatstern entfernt als die Erde von der Sonne.

Die Existenz des Planeten wurde bereits im Jahr 2013 vermutet. Zu dieser Zeit gingen die Forscher jedoch davon aus, dass es noch eine andere Erklärung für ihre Daten gebe: dass nämlich das von ihnen beobachtete Objekt ein wesentlich älterer und massereicherer Planet sein könnte, der irgendwann an den Rand der Staubscheibe geschleudert wurde. "Wir können dieses Szenario noch immer nicht komplett ausschließen", sagt der Autor der Studie, Sascha Quanz. "Aber es ist viel unwahrscheinlicher als die Erklärung, dass wir gerade die Geburt eines Planeten beobachten." Wenn es sich nämlich um einen älteren Planeten handeln würde, der früher deutlich näher an seinem Stern gelegen hätte, hätte seine Flugbahn beim Herausschleudern viele bestimmte Bedingungen erfüllen müssen, damit die Astronomen ihn heute überhaupt beobachten könnten. "Das wäre ein ziemlich großer Zufall", sagt Quanz. Die jetzige Erklärung, dass es sich um einen Proto-Planeten in einem sehr frühen Stadium handelt, ist deutlich wahrscheinlicher - und ungewöhnlich genug.
Ein Planet - oder ein ganzes Sonnensystem?
Mehr zum Thema

Der schnellste Raumflugkörper aller Zeiten: "New Horizons" rast mit mehr als 80.000 Kilometern in der Stunde auf Pluto zu. 10.03.15 Trip zum Ursprung des Kosmos "New Horizons" rückt Pluto auf die Pelle
Keiner ist je näher gekommen: Fremder Stern passierte Sonnensystem 18.02.15 Keiner ist je näher gekommen Fremder Stern passierte Sonnensystem
Neue Studie zum Aufbau der Galaxie: Die Milchstraße ist vor allem Dunkle Materie 09.02.15 Neue Studie zum Aufbau der Galaxie Die Milchstraße ist vor allem Dunkle Materie
Wenn die Erde eine Murmel wäre: 5 Dinge, die Sie nicht übers Weltall wussten 03.03.15 Wenn die Erde eine Murmel wäre 5 Dinge, die Sie nicht übers Weltall wussten

Es ist das erste Mal, dass Wissenschaftler die Entstehung eines Planeten in einem so frühen Stadium direkt beobachten können. "Das liefert uns einzigartige Daten darüber, was passiert, wenn sich ein Gas-Gigant bildet", erklärt Quanz. Bisher haben Wissenschaftler immer versucht, anhand von Theorien und Computersimulationen herauszufinden, wie, wo, und wann Gas-Giganten in den Staubscheiben um junge Sterne entstehen. "Nun haben wir eine Art Labor, das uns empirische Daten liefert."

Doch damit noch nicht genug – HD100546b könnte noch weitere Geheimnisse bergen. "Unser Untersuchungsobjekt ist offenbar von viel Staub und Gas umgeben", sagt Quanz. Es könnte also durchaus sein, dass neben der Staubscheibe um den Stern auch eine kleinere existiert, die um den Planeten selbst kreist. Von dort aus könnte sich Material auf den Planeten absetzen. Diese Staubscheibe wollen die Wissenschaftler in künftigen Untersuchungen genauer unter die Lupe nehmen, um die Prozesse dahinter genau zu verstehen.

Außerdem vermuten die Astronomen, dass noch weitere Proto-Planeten um HD100546 kreisen, auch wenn das noch nicht bestätigt ist. Vielleicht ist es den Wissenschaftlern also sogar möglich, die Entstehung eines anderen Sonnensystems zu beobachten.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Pluto rückt immer näher - "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jul 2015 11:21

bild pluto rückt näher.jpg
bild pluto rückt näher.jpg (6.68 KiB) 5825-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/New-Horizons-schickt-mysterioese-Bilder-article15453126.html
Pluto rückt immer näher - "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder

Noch knapp eine Woche, dann kommt die Nasa-Sonde "New Horizons" als erstes menschengemachtes Objekt dem Zwergplaneten Pluto ganz nahe. Bereits jetzt offenbaren ihre Fotos noch nie beobachtete Details - und sorgen bei Forschern für Staunen.


Eines der größten Geheimnisse des Sonnensystems steht kurz vor der Enthüllung: Immer näher kommt die Nasa-Sonde "New Horizons" dem derzeit fast fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernten Zwergplaneten Pluto. Am 14. Juli 2015 soll sich die Sonde dann Pluto bis auf 12.500 Kilometer annähern. Doch schon jetzt geben Bilder der Sonde von dem einsamen Außenposten am äußeren Rand des Sonnensystems den Forschern Rätsel auf.

Denn die Kamera von "New Horizons" nahm entlang des Pluto-Äquators eine Reihe mysteriöser dunkler Flecken auf, alle mit einem Durchmesser von rund 480 Kilometern und gleichmäßig in der Region verteilt. Solche Flecken haben Astronomen noch nie beobachtet. "Das ist wirklich ein Rätsel", sagt Alan Stern vom Southwest Research Institute in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Die Wissenschaftler könnten kaum erwarten, dieses Rätsel zu lösen.

Auch scheinen sich bisherige Spekulationen über das Aussehen des weit entfernten Objekts zu bestätigen: Bei der Farbe des Pluto scheint es sich laut Nasa in der Tat um ein rötliches Braun zu handeln, wie neueste Aufnahmen zu belegen scheinen. Auch wenn laut Stern Forscher bereits seit Jahrzehnten von der rötlichen Färbung Plutos gewusst haben, könne diese erst jetzt auch geologischen Strukturen zugeordnet werden.

Mit seiner roten Oberfläche ist Pluto neben dem Mars ein weiterer roter (Zwerg-)Planet im Sonnensystem. Obwohl die Ursachen für die rötliche Färbung auf beiden Himmelskörpern wohl gänzlich andere sind: Während der Mars sein Rot von oxidiertem Eisen - also Rost - verliehen bekommt, sind es auf Pluto wohl spezielle Kohlenwasserstoffe. Diese könnten laut Nasa unter anderem aus dem Zusammenspiel von ultravioletten Sonnenlicht und dem auf Pluto vorkommenden Methan entstanden sein.
Technische Probleme kurz vorm Ziel
Bilderserie
Unser Sonnensystem: acht Planeten kreisen um einen Stern. Acht. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es noch neun. Doch im August 2006 hat Pluto seinen Planetenstatus eingebüßt. Sein Versäumnis: Es war ihm nicht gelungen, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freizuräumen. Außerdem war mittlerweile Eris auf den Plan getreten, und sie ist ein wenig größer und schwerer als Pluto. Sollte man sie zum zehnten Planeten des Sonnensystems erklären? Man entschied sich dagegen. Und so ... ... wurde Pluto die Ehre zuteil, die neue Gruppe der Zwergplaneten zu begründen. Pluto hat einen Durchmesser von knapp 2300 Kilometern. Damit ist er kleiner als ... ... unser Mond. Hier der ... "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Die Sonde "New Horizons" ist nach einer neueinhalbjährigen Reise durch das All jetzt nur noch wenige Millionen Kilometer von Pluto entfernt. Nächste Woche wird sie dem fernen Himmelskörper so nah kommen wie noch nie ein irdisches Raumfahrzeug.

Der Anflug der Sonde auf Pluto mit seinem großen Mond Charon und vier weiteren kleinen Satelliten gilt als nicht ungefährlich: Im Vorfeld suchten die Wissenschaftler intensiv nach möglichen Staubwolken im kaum erforschten Pluto-System, die der pfeilschnellen Sonde zum Verhängnis werden könnten. Denn bei deren Tempo könnte bereits ein Zusammenstoß mit einem Staubkorn katastrophale Schäden an "New Horizons" anrichten.

Tatsächlich sind gerade erst technische Probleme mit "New Horizons" aufgetreten. Die Sonde hatte am Wochenende vorübergehend Kontakt mit der Basis verloren und sich in den Sicherheitsmodus versetzt. Doch die US-Weltraumbehörde Nasa scheint die Schwierigkeiten in den Griff zu bekommen: "Mit Pluto in erreichbarer Nähe stehen wir kurz davor, den normalen Betrieb wieder aufzunehmen und unser Ziel zu erreichen", zitierte die Nasa ihren Chef für Planetenkunde, Jim Green.
Suche nach Ozeanen im Inneren der Planeten
Bilderserie
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Sollte alles glatt laufen, wird die Nasa-Sonde unter anderem die Oberflächenformen auf Pluto kartieren. Außerdem wird das 465-Kilo-Raumfahrzeug von der Größe eines Konzertfügels die Atmosphären des Zwergplaneten und seines Mondes Charon untersuchen - und herauszufinden versuchen, ob es im Inneren der beiden Himmelskörper womöglich Ozeane gibt.

Pluto ist etwa um ein Drittel kleiner als unser Mond. Der im Jahr 1930 von dem US-Astronomen Clyde Tombaugh entdeckte Himmelskörper war jahrzehntelang als kleinster und sonnenfernster der ursprünglich neun Planeten unseres Sonnensystems eingestuft worden. 2006 wurde Pluto jedoch der Planetenstatus im Zuge einer Neu-Definition aberkannt. Seither gehört er der damals neu geschaffenen Klasse der Zwergplaneten an.

Neben Charon - benannt nach dem Fährmann aus der griechischen Mythologie, der die Verstorbenen über den Totenfluss Styx geleitete - hat Pluto mindestens vier weitere Monde. Sie tragen die Namen Nix, Hydra, Styx und Kerberos. Zwischen Pluto und Charon zeigen die aktuellen Bilder von "New Horizons" einen deutlichen Farbunterschied: Im Gegensatz zu Pluto ist Charon "dunkel und grau", wie der Wissenschaftler Alan Stern erläutert. Auch auf die unterschiedliche Färbung beider Himmelskörper können sich die Forscher noch keinen Reim machen.
"Beispiellose wissenschaftliche Folgen"
Mehr zum Thema

Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel: Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres" 23.06.15 Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres"
Planeten geben Abschiedsgala: Raumsonde besucht Pluto 30.06.15 Planeten geben Abschiedsgala Raumsonde besucht Pluto
montage-after-560w.jpeg 11.06.15 Röter als Mars? Flüsse aus Neon? Forscher erwarten "Wunderland" auf Pluto
Der schnellste Raumflugkörper aller Zeiten: "New Horizons" rast mit mehr als 80.000 Kilometern in der Stunde auf Pluto zu. 10.03.15 Trip zum Ursprung des Kosmos "New Horizons" rückt Pluto auf die Pelle

Seine Bahn um die Sonne zieht Pluto im sogenannten Kuiper-Gürtel. Diese Region birgt Überbleibsel aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems vor mehr als viereinhalb Milliarden Jahren - dort gibt es Kometen und die Bausteine für kleine Planeten. Nach dem Pluto-System soll "New Horizons" mit ihren sieben wissenschaftlichen Instrumenten noch weitere Objekte im eisigen Kuiper-Gürtel erforschen.

Alan Stern ist bereits jetzt sicher: Die Erforschung des Pluto werde "beispiellose wissenschaftliche Folgen" haben, sagt der wissenschaftliche Leiter der Mission voraus - Erfolge, die am ehesten vergleichbar seien mit denjenigen der legendären "Voyager"-Raumschiffe in den 1980er-Jahren.
Bilderserie
Von "Nature" gekürt: Das waren die wichtigsten Forscher 2014 Von "Nature" gekürt: Das waren die wichtigsten Forscher 2014 Von "Nature" gekürt: Das waren die wichtigsten Forscher 2014 Von "Nature" gekürt Das waren die wichtigsten Forscher 2014

Quelle: n-tv.de , kst/dpa/DJ
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Außerirdische Wesen: Sehen sie aus wie Menschen?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Jul 2015 11:35

bild außerirdische wesen.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/phaenomene/andreas-von-r-tyi/ausserirdische-wesen-sehen-sie-aus-wie-menschen-.html

08.07.2015


Artikel senden | Drucken |
Außerirdische Wesen: Sehen sie aus wie Menschen?
Andreas von Rétyi

Lange waren viele Forscher überzeugt: Unsere Fantasie reicht nicht aus, um sich außerirdische Lebensformen und Intelligenzen vorzustellen. Doch die Biologie folgt offenbar sehr festen Prinzipien, die überall im Kosmos gleich sind. Ein britischer Professor ist jedenfalls überzeugt: Die »anderen« sehen uns sehr ähnlich.



Ob es irgendwo »dort draußen« bewohnte Welten und intelligente Lebensformen gibt? Diese Frage dürfte eigentlich gar nicht gestellt werden! Es wäre doch geradezu vermessen anzunehmen, wir hier auf der kleinen blauen Kugel seien die einzigen. Schon der italienische Gelehrte Giordano Bruno war überzeugt davon, dass es zahllose bewohnte Welten gibt. Nicht zuletzt deshalb wurde er als Ketzer verurteilt und landete auf dem Scheiterhaufen.



Heute sind bereits rund 2000 Planeten um andere Sterne entdeckt, darunter auch erdartige Welten. Immer noch bezweifeln viele Fachgelehrte die Existenz menschenähnlicher Wesen dort. Von deutlich humanoid aussehendem Leben jenseits der Erde auszugehen, zeuge eher von Fantasiemangel und einer Unterschätzung der biologischen Variationsbreite, so meinen sie und verweisen auf die gigantische Artenvielfalt, wie sie allein schon auf unserem Planeten anzutreffen ist.



Wissenschaftliche Spekulationen befassten sich unter anderem mit der Möglichkeit intelligenter Reptilien auf fremden Planeten. Während Umweltveränderungen auf der Erde zum Aussterben der Dinosaurier führten, könnte die Entwicklung auf anderen Welten für die Echsen günstiger verlaufen sein und sich fortgesetzt haben. Vielleicht erlebten Beuteltiere oder Insekten »andernorts« gleichfalls eine Evolution zu hochintelligenten Formen. Solche Ideen diskutierte auch der 2008 verstorbene amerikanische Journalist Gene Bylinsky zum Anfang der 1980er‒Jahre in seinem bekannten Buch Evolution im Weltall (engl. Life in Darwin's Universe) auf Grundlage damaliger wissenschaftlicher Einschätzungen. Hinzu kamen Ideen zu völlig fremdartigen Lebensformen, für die es auf der Erde keine Entsprechung gibt.



Heute allerdings ändert sich das Bild. Der führende britische Paläontologe und Evolutionsbiologe Simon Conway Morris will belegen, wie ähnlich uns Außerirdische tatsächlich sein könnten. Nicht etwa, weil wir so »toll« sind und hier als vermeintliche »Krone der Schöpfung« auf diesem Planeten sitzen, sondern weil auch die biologischen Grundregeln ziemlich universal sein dürften. Schon vor einigen Jahren ließen Forscher der Royal Society London eine ähnliche These verlauten, diskutierten sehr humanoide Außerirdische und brachen damit beinahe schon ein Tabu.



Jetzt schlägt Professor Morris genau in diese Kerbe und macht sich wiederum für die von ihm favorisierte Konvergenzbiologie stark: Die irdischen Bedingungen erlegten der Biologie »funktionale Zwänge« auf – was die Bionik heute nachvollzieht, musste die Biologie entsprechend ihrer Umwelt ganz natürlich entwickeln, ob nun Flügel für die Luft oder Flossen fürs Wasser. Typische Science-Fiction-Außerirdische à la Spock & Co, über deren sehr menschliches Aussehen sich Wissenschaftler oft eher amüsierten, wären demnach vielleicht gar nicht so abwegig.



Zumindest auf erdähnlichen Planeten dürften sich demnach bei vergleichbaren Bedingungen auch vergleichbare Lebewesen entwickelt haben. Katastrophale Einzelereignisse wie Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge konnten die weitere Entwicklung zeitweilig beeinflussen und aufschieben, sie aber nicht grundlegend aufhalten oder ändern. So die Theorie in sehr kurzer Fassung. Was die Außerirdischen betrifft, erweitert Morris das Konzept eben auf andere Welten.



Würden wir einst intelligenten Außerirdischen begegnen, so würden sie uns seiner Ansicht nach sehr ähnlich sehen. Natürlich kursieren seit langer Zeit merkwürdige Berichte über kleine graue Wesen, über Geschöpfe, die sich zumindest in der Grundanatomie von uns nicht allzu sehr unterscheiden, sowie andere, uns noch ähnlichere, aber dennoch nicht-irdische Lebensformen, die unseren Planeten besucht haben oder immer noch besuchen.



Die Wissenschaft akzeptiert solche Schilderungen geradezu selbstredend nicht. Auch Simon Conway Morris will sich nicht auf diese Diskussion einlassen. Aber menschenähnliche Außerirdische hält er für durchaus denkbar, ebenso kann er sich vorstellen, dass technologisch weit fortgeschrittene Wesen existieren, die auf transgalaktischen Expeditionen durch unser Sternsystem unterwegs sind.



Immerhin, erdartige Exoplaneten wurden bereits entdeckt. »Bestimmt trifft nicht zu, dass jeder erdähnliche Planet Leben trägt, ganz zu schweigen von Menschen«, meint Morris. »Aber«, so ergänzt er, »wenn Sie eine weit entwickelte Pflanze haben wollen, wird sie einer Blume enorm ähnlich sehen. Wenn Sie eine Fliege wollen, dann gibt es nur ein paar Wege, das zu verwirklichen. Wenn Sie schwimmen wollen, so wie ein Hai, dann gibt es auch nur einige wenige Wege, dies zu erreichen. Wenn Sie Warmblütigkeit erfinden wollen, wie bei Vögeln oder Säugetieren, gibt es wiederum nur ein paar Wege für die Umsetzung«.


Die Biologie ist nach Ansicht des Professors weit vorhersehbarer als viele Fachleute bislang glaubten, und so möchte er die Welt überzeugen, dass eine konvergente Evolution allgegenwärtig ist. Wo immer man hinblicke, treffe man sie an. Verschiedene Arten entwickeln unabhängig voneinander ähnliche Merkmale. Man müsse nur einmal das sehr gute Linsenauge eines Oktopus mit dem eines Menschen vergleichen.



Trotz gewisser Unterschiede finden sich erstaunliche Übereinstimmungen. Auch Bylinsky wies bereits auf die Konvergenz hin. Bei den unterschiedlichsten Lebewesen lassen sich eindeutig die gleichen Organe identifizieren. Und gerade die wichtigsten Voraussetzungen für weiterentwickelte Lebensformen, insbesondere bei der Gehirnentwicklung und im Körperbau, dürften sich auch auf anderen »Erden« ähnlich herausgebildet haben.



Die Konvergenz sei, so Morris, doch wirklich an jedem Punkt der biologischen Geschichte unseres Planeten zu erkennen, beginnend bei den frühen Zellen, dem ersten Auftreten von Gewebe, Nervensystemen, Gliedmaßen oder sogar der Fähigkeit, Werkzeuge herzustellen. Gegenwärtig spiele sich eine regelrechte Revolution der Erkenntnisse ab, wenn es um fremde Planeten und Astrobiologie gehe, sodass sich in den kommenden Jahren viele Ansichten radikal ändern dürften, so glaubt der Forscher.



Die Überlegungen von Professor Morris klingen logisch. Zumindest auf anderen, unserer Erde ähnlichen Planeten, wie sie es auch in unserer Galaxis zuhauf geben muss, dürften sich wohl uns Menschen bemerkenswert ähnliche Wesen entwickelt haben. Auch sie werden das Feuer erfunden, Häuser gebaut und natürliche Ressourcen aufgespürt haben, um sie für ihre Zwecke zu nutzen.



Vielleicht standen andernorts in der Galaxis vor vielen Jahrmillionen sogar schon Autos im Stau, und gestresste Durchschnitts-Außerirdische flößten sich in kurzen Arbeitspausen ungesunde Mikrowellennahrung ein. Vielleicht sind sie längst ausgestorben, noch bevor die Erde entstand und sich die Geschichte wiederholte, vielleicht haben sie aber auch die Kurve gekratzt und überlebt. Dann könnten sie sich jedoch auch biologisch längst merklich verändert haben oder künstlich verändert worden sein. Bei weit fortgeschrittenen Zivilisationen ein sicher nicht zu unterschätzender Faktor.



Unmöglich jedenfalls scheint nichts mehr zu sein – und hier dürfte auch die Grenze der Konvergenz liegen. Welche Optionen das Leben möglicherweise noch im All hat, irgendwo auf Welten, die der Erde vielleicht sogar kaum noch ähneln, bleibt eine derzeit unbeantwortbare Frage. Das wahre Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das ist wohl am ehesten der Kosmos. Der in den USA forschende, schwedische Kosmologe Max Tegmark stellt sich sogar ein unendliches Universum vor, in dem genau wegen seiner Unendlichkeit auch unendlich viele Doppelgänger eines jeden Erdenmenschen existieren.



Eine irrwitzig scheinende Vorstellung, durch die aber jene abgründige Dimension der »Unendlichkeit« besonders deutlich hervortritt. Fachkollegen Tegmarks reagierten teils verärgert über solche Ideen. Und ein Professor warnte den theoretischen Physiker sogar explizit, (s)eine glänzende Karriere mit solchen »Spinnereien« aufs Spiel zu setzen.



Mittlerweile dürfe der Kosmologe mit Nachsicht rechnen, vieles habe sich geändert, kein Gedanke sei zu abenteuerlich, um nicht ernsthaft erwogen werden zu können. Nun, da gibt es wohl trotzdem noch einigen Nachholbedarf! Auch heute noch äußern sich viele Forscher zu so manchen Themen lieber nicht öffentlich, eben weil die Karriere schnell einen deutlichen Bruch erleben könnte. Die Experten sind eben häufig keineswegs unabhängig, die Forschung daher auch nicht frei. Und das muss sich ändern. Und möglicherweise hat es auch dieses Problem auf anderen Welten schon gegeben, noch lange bevor es auf der Erde die ersten Menschen gab.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: katalinks / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (16) zu diesem Artikel
08.07.2015 | 12:31
Werner Runkel

@ Sascha : Sehr gute Einlassung, einfach köstlich ! Auch habe an den "Ausserirdischen" Kreaturen in unseren Regierungen vollaufgenug. Schade ist nur, dass diese Wesen aus einem bösartigen "Universum" stammen, nämlich der Hölle.....

08.07.2015 | 12:26
silke

Gehen wir mit gutem Beispiel voran und schließen wir Frieden, lieber Andreas? Denn so wie im Kleinen, so ist es im Großen - man kann sich vereinen, muß sich nicht stoßen... Du kennst die Reime... Also - ich warte auf ein Signal von dir ;-) P.S. Die Kommentatoren hier sind immer sehr klug und einfallsreich. Die kühnste Fantasie reicht an die Wirklichkeit nicht heran... Höhere Intelligenz ist wie Magie. .

08.07.2015 | 11:22
Ufokollege

Auf der Erde, insbesondere in unseren Weltmeeren (USO) leben schon lange ausserirdische Wesen. Sie versuchen uns Menschen und vor allem unserem Planeten zu helfen!!! Einige sehen so aus wie wir und man würde beispielsweise in einer Strassenbahn keinen Unterschied zum Menschen bemerken. Sie hören viel besser und riechen besser als Menschen. Sie sehen Objekte auch in völliger Dunkelheit usw. Sie sitzen in Büros, Politik, Hilfsorganisationen, Militärs usw. „Aera 51“ lässt grüssen!...

Aufklappen

08.07.2015 | 10:50
Mensch

Das wir die einzigen sind zu behaupten, wäre ignorant und eine Platzverschwendung vom feinsten.Ob wir es glauben wollen oder nicht, vom Affen stammen wir nicht ab. Die Evolutionstheorie hat soviele Fehler die schon aufgedeckt wurden, dass man da wirklich nur noch schmunzeln kann. Herr Charles Darwin war in einer satanistischen inzucht Familie aufgewachsen und für mich daher unglaubwürdig.Viel mehr glaube ich das wir ein experiment sind Im arabischen wre es ja auch extrem leicht...

Aufklappen

08.07.2015 | 10:27
Dino

Die Ausserirdischen, die sogenannten Reptiloiden, leben schon seit Tausenden von Jahren unter uns, auch im deutschen Fernsehen !!!-----------https://www.youtube.com/watch?v=es956xpEJDo

08.07.2015 | 10:24
Mirko Alexander

Wann hören wir endlich auf, diese Fibonacci-Welt in pseudowissenschaftlicher Manier als universelles Maß aller Dinge zu verkaufen?
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Schwarzes Loch im Sternbild Fische - Ein Masse-Monster erwacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jul 2015 10:08

bild sternbild fische.jpg
bild sternbild fische.jpg (28.17 KiB) 5801-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Ein-Masse-Monster-erwacht-article15475181.html
Donnerstag, 09. Juli 2015
Schwarzes Loch im Sternbild Fische - Ein Masse-Monster erwacht

Noch nie konnten Astronomen einem solchen Monster beim Aufwachen zuschauen: Forscher haben ein Schwarzes Loch entdeckt, das gerade erst auf Touren kommt. Seine Masse ist unvorstellbar groß. Sie entspricht der von 20 Millionen Sonnen.


Astronomen haben im Sternbild Fische ein erwachendes Schwarzes Loch erspäht. Das Materie-Monster sitzt den Angaben zufolge im Herzen der 42 Millionen Lichtjahre entfernten Polarring-Galaxie NGC 660, deren Aktivität innerhalb weniger Monate Hunderte Male zugenommen hatte. Erstmals lasse sich verfolgen, wie ein extrem massereiches Schwarzes Loch seine Aktivität entfalte, betonen die Forscher um Megan Argo vom britischen Jodrell Bank Center für Astrophysik. Sie wollen ihre Beobachtungen an diesem Donnerstag auf der Jahrestagung der königlich-britischen astronomischen Gesellschaft RAS im walisischen Llandudno vorstellen.
Bilderserie
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Astronomen gehen davon aus, dass jede große Galaxie ein sogenanntes supermassereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum beherbergt, auch unsere eigene Heimatgalaxie, die Milchstraße. In der Regel befinden sich diese Schwarzen Löcher jedoch in einer Art Schlafmodus und machen sich vor allem über ihre Schwerkraft bemerkbar. Erst wenn die Massemonster große Mengen Materie verschlucken, werden sie aktiv. Bei diesem Prozess wird so viel Energie frei, dass die Materie hell aufleuchtet, bevor sie im Schwarzen Loch verschwindet und ein Teil von ihr in Form von zwei scharf gebündelten Strahlen, sogenannten Jets, weit ins Weltall hinausgeschleudert wird.
Mehr zum Thema

Gamma-Blitze und Super-Erden: Wie viel wissen Sie über das Universum? 03.03.15 Gamma-Blitze und Super-Erden Wie viel wissen Sie über das Universum?
Hell wie 300 Billionen Sonnen: Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen 22.05.15 Hell wie 300 Billionen Sonnen Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen
Centaurus A ist 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Das Very Large Telescope in Chile hat eine neue Klasse "dunkler" Kugelsternhaufen um diese Galaxie herum entdeckt. 13.05.15 Viel mehr Masse als erlaubt Mysteriöse Sternhaufen entdeckt
Rätsel der Astrophysik auf der Spur: Galaxien sterben von innen nach außen 16.04.15 Rätsel der Astrophysik auf der Spur Galaxien sterben von innen nach außen

Die Polarringgalaxie NGC 660 war 2012 bei Beobachtungen mit Radioteleskopen plötzlich mehrere Hundert Male heller geworden. Das Team um Argo hatte daraufhin Archivaufnahmen der Galaxie analysiert und schließlich mehrere Radioteleskope zwischen Großbritannien, China und Südafrika zu einem virtuellen Riesenteleskop zusammengeschaltet. So konnte die gestiegene Aktivität genau untersucht werden. Diese hochauflösenden Beobachtungen zeigen eine neue, extrem helle Radioquelle genau an dem Ort, wo das supermassive Schwarze Loch zu erwarten ist. Es besitzt vermutlich die Masse von 20 Millionen Sonnen.

"Wir kennen bereits viele Beispiele von Galaxien mit aktiven Schwarzen Löchern, oft mit massereichen Jets, die Millionen Lichtjahre in den intergalaktischen Raum reichen", erläuterte Argo in einer RAS-Mitteilung. "Aber NGC 660 ist besonders - zum ersten Mal können wir sehen, wie diese Aktivität beginnt."
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , asc/dpa

Zurück zu forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Signale nach zwei Wochen Funkstille - Experten wundern sich über "Philae"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jul 2015 11:36

bild experten über philae.jpg
bild experten über philae.jpg (38.34 KiB) 5790-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Experten-wundern-sich-ueber-Philae-article15489186.html
Freitag, 10. Juli 2015
Signale nach zwei Wochen Funkstille - Experten wundern sich über "Philae"

Der Landeroboter "Philae" sendet nach Tagen des Bangens wieder Signale an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die Freude bei den Wissenschaftlern darüber ist groß - dennoch herrscht großes Rätselraten.


Der Landeroboter "Philae" hat sich nach gut zwei Wochen Funkstille wieder vom Kometen Tschuri gemeldet. Am vergangenen Donnerstagabend sendete "Philae" erneut Daten, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mitteilte. Dabei zeigte sich, dass das kühlschrankgroße Landegerät auch auf Kommandos des Kontrollraumteams vom DLR reagiert.
Video
Nach sieben Monaten Funkstille: "Philae" nimmt wieder Kontakt zur Erde auf 15.06.15 – 00:49 min Mediathek Nach sieben Monaten Funkstille "Philae" nimmt wieder Kontakt zur Erde auf

"Philaes Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt", erklärte der DLR-Ingenieur Koen Geurts. Dabei hatte bei den Wissenschaftlern in den vergangenen Tagen eher durchwachsene Stimmung geherrscht: Seit dem 24. Juni 2015 hatte sich "Philae" nicht mehr bei seinem Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR gemeldet. Auch auf ein erstes Test-Kommando, sein wissenschaftliches Instrument "Consert" einzuschalten, reagierte der Landeroboter der "Rosetta"-Raumsonde am vergangenen Sonntag nicht.
Befehlskommandos bestätigt
Bilderserie
Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

"Philae" habe es seinem Team nicht leicht gemacht, an sein Überleben auf dem Tschuri genannten Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko zu glauben, hieß es beim DLR. "Wir haben 'Philae' nie aufgegeben und sind optimistisch geblieben", erklärte Geurts. Zu Recht, wie sich nun zeigte: Denn unter den am vergangenen Donnerstag gesendeten Daten befanden sich solche des "Consert"-Instruments, bei dem es sich um einen Radartomografen handelt. "Wir sehen bereits, dass wir mit unserem Kommando, das wir am 9. Juli gesendet haben, das 'Consert'-Instrument erfolgreich eingeschaltet haben", erläuterte Geurts.

Rätselhaft bleibt allerdings, warum sich der Landeroboter auf dem Kometen Tschuri so lange in Schweigen hüllte. "Wir haben noch keine genaue Erklärung, warum er sich jetzt gemeldet hat und in den vergangenen Tagen nicht", erklärte Geurts. Sicher erscheint dagegen nun, dass "Philae" die harschen Bedingungen auf Tschuri bisher überstanden hat und auch auf Kommandos seines DLR-Teams reagiert. "Das sind extrem gute Nachrichten für uns", unterstrich Geurts.
Unterwegs Richtung Sonne
Mehr zum Thema

Stellenweise kann man bis zu zweihundert Meter ins Innere des Kometen schauen. Diese Aufnahme entstand im September 2014 aus einer Entfernung von 28 Kilometern. 02.07.15 Schächte mit Staub und Gas Forscher vermuten Hohlräume auf "Tschuri"
Verbindung zum Kometen Tschuri: "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht 19.06.15 Verbindung zum Kometen Tschuri "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht
Mehrere Satellitenstarts geplant: Esa hat geschäftiges Jahr vor sich 21.01.15 Mehrere Satellitenstarts geplant Esa hat geschäftiges Jahr vor sich

"Philae" war am 12. November 2014 auf dem Zielkometen der europäischen "Rosetta"-Mission gelandet. Die Sonde ist das erste von Menschen geschaffene Gerät, das weich auf einem Kometen aufsetzte. Allerdings kam "Philae" auf Tschuri erst nach zwei Hüpfern und der leichten Berührung eines Felsbrockens an einer schattigen Stelle abseits des vorgesehenen Landeplatzes zum Stehen. Wegen Energiemangels fiel das Minilabor daraufhin in einem siebenmonatigen Kälteschlaf. Erst am 13. Juni meldete sich der Lander wieder.

Begleitet von der "Rosetta"-Muttersonde im Orbit und mit "Philae" auf seiner Oberfläche rast Tschuri derzeit Richtung Sonne. Seinen sonnennächsten Punkt wird der Komet am 13. August erreichen und sich dann wieder von der Sonne entfernen.

Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP

Zurück zu forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Forscher fiebern Annäherung entgegen - Leben in einem Pluto-Ozean ist denk

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jul 2015 11:21

bild pluto ozean.jpg
bild pluto ozean.jpg (49.95 KiB) 6038-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Leben-in-einem-Pluto-Ozean-ist-denkbar-article15488261.html
Sonntag, 12. Juli 2015
Forscher fiebern Annäherung entgegen - Leben in einem Pluto-Ozean ist denkbar

Zum ersten Mal wird am 14. Juli 2015 mit "New Horizons" eine Raumsonde den weit entfernten Pluto erreichen. n-tv.de spricht mit Planetenforscher Ralf Jaumann über die Ziele der Mission und die Möglichkeit von außerirdischem Leben auf dem Zwergplaneten.

Teilen

Im Weltraum geht es derzeit hoch her: Nach den spektakulären Entdeckungen der Nasa-Sonde "Dawn" auf dem Zwergplaneten Ceres und der Landung von "Philae" auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko steht der Wissenschaft ein neues Highlight ins Haus: Am 14. Juli 2015 wird die Nasa-Sonde "New Horizons" als erstes menschengemachtes Objekt den fast fünf Milliarden Kilometer entfernten Zwergplaneten Pluto erreichen. Wir sprachen mit Planetenforscher Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über die Erkenntnisse, die sich die Wissenschaftler erhoffen, einen möglichen Ozean auf Pluto und ob es dort die Möglichkeit für primitives Leben gibt.
Ralf Jaumann ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin.
Ralf Jaumann ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin.
(Foto: privat)

n-tv.de: In dieser Woche werden Forscher das erste Mal überhaupt einen genauen Blick auf Pluto werfen können: Am Dienstag wird sich die Sonde "New Horizons" nach mehr als neun Jahren Flugzeit dem Zwergplaneten nähern und erstmals scharfe Bilder zur Erde senden. Was bedeutet das für einen Planetenforscher? Ist man da aufgeregt?

Ralf Jaumann: Das ist für die beteiligten Forscher die Woche ihres Lebens. Das ist wie bei einem Fußballfan, der sich auf das große Endspiel freut, bei dem seine Traummannschaft auch noch dabei ist. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, da wir am DLR viele Missionen betreuen. Wir haben seit zehn Jahren eine Kamera, die den Mars umkreist. Wir haben Instrumente auf der Cassini-Mission im Saturn-System, die immer noch Daten liefern. Das ist einfach spannend, denn wir sind jedes Mal die ersten Menschen, die diese Bilder sehen. Und das geht den amerikanischen Kollegen bei der Pluto-Mission genauso.

Was ist an Pluto so besonders, dass eine eigene, Jahre andauernde Mission dort hingeschickt werden muss? Was rechtfertigt diesen Aufwand?
Bilderserie
Unser Sonnensystem: acht Planeten kreisen um einen Stern. Acht. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es noch neun. Doch im August 2006 hat Pluto seinen Planetenstatus eingebüßt. Sein Versäumnis: Es war ihm nicht gelungen, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freizuräumen. Außerdem war mittlerweile Eris auf den Plan getreten, und sie ist ein wenig größer und schwerer als Pluto. Sollte man sie zum zehnten Planeten des Sonnensystems erklären? Man entschied sich dagegen. Und so ... ... wurde Pluto die Ehre zuteil, die neue Gruppe der Zwergplaneten zu begründen. Pluto hat einen Durchmesser von knapp 2300 Kilometern. Damit ist er kleiner als ... ... unser Mond. Hier der ... "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Es ist mit Sicherheit Neugier. Es ist aber auch der Grund, dass wir nicht genau wissen, wie die Prozesse dort draußen im Weltall ablaufen. Dort gibt es Umweltbedingungen, bei denen die Temperaturen bei unter minus 230 Grad Celsius liegen. Wenn man als Forscher nun wissen will, wie sich unter diesen Bedingungen etwa Eis im Zusammenspiel mit anderen Stoffen verhält - das können sie auf der Erde im Labor gar nicht sicher nachstellen. Etwa, weil der Druck hier viel zu hoch ist. Ein anderer Grund ist, dass wir einfach wissen wollen, was da draußen los ist. Wir wissen, dass es dort sehr viele Objekte gibt in der Größe von Pluto und auch größer. Jetzt ist die Frage: Warum haben sich da draußen so viele Körper geformt und warum ist da draußen kein großer Planet mehr entstanden?

Unter der eisigen Oberfläche von Pluto wird sogar ein Ozean mit flüssigem Wasser vermutet. Neben Wasser gibt es auf Pluto auch Stickstoff und Kohlenwasserstoffe. Wäre unter diesen Voraussetzungen auch Leben am Rand unseres Sonnensystems denkbar?

Na ja, die simple Antwort darauf ist: Ich habe einen Gesteinskern, er liegt unter einer Eisdecke, ist teilweise warm und kann Aktivität aufweisen. Wenn dann an der Basis der Eiskruste Wasser entsteht, dann löst es das Gestein und es entsteht eine Suppe aus Nährstoffen - man hat also eine Ursuppe. Die Bedingungen für Leben, wie die Biologen sie definieren, wären damit vorhanden. Wir wissen aber nicht, was es genau braucht, damit aus einer solchen Ursuppe auch Leben entsteht. Auf der Erde können wir das jedenfalls nicht mehr herausfinden. Denn diese frühe Erde, die diesen Zustand hatte, die gibt es nicht mehr. Deshalb bleibt uns sowieso nichts anderes übrig, als da draußen nachzuschauen. Die Wahrscheinlichkeit jedenfalls, dass dort auch Leben entstanden ist, ist gegeben - solange ich Wasser habe und genügend Nährstoffkonzentration.

Wie kann "New Horizons" feststellen, ob es einen Ozean auf Pluto gibt?
Bilderserie
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Da gibt es zwei Methoden, eine geologische und eine physikalische: Die geologische ist, dass sie sich die Oberfläche des Pluto anschauen und prüfen, ob dort Veränderungen zu erkennen sind, etwa Risse in der Kruste oder Hinweise auf sogenannten Kryovulkanismus – also Eis-Vulkanismus. Dann weiß man, dass es zumindest mal einen Ozean gegeben hat. Um herauszufinden, ob es heute noch einen Ozean gibt, benötigt man allerdings die physikalische Methode: Die Sonde "New Horizons" wird beim Vorbeiflug an Pluto durch dessen Gravitation angezogen. Diese Ablenkung ist von der Erde aus messbar – und von dem Ausmaß der Ablenkung kann man auf eine Anomalie im Untergrund von Pluto schließen, also etwa einen Ozean.

Der Zwergplanet Pluto ist ja nicht allein da draußen, sondern Teil des Kuipergürtels, einer Region mit zigtausend ähnlichen Objekten. Die Nasa-Sonde "New Horizons" wird nach der Pluto-Annäherung tiefer in diese Region vordringen und noch andere Objekte fotografieren. Warum ist dieser Bereich so interessant für Astronomen?

Da draußen ist es so kalt, dass das ursprüngliche Material des Sonnensystems konserviert wurde. Es ist, als würden sie etwas in die Kühltruhe legen. Es ist ein Blick auf die Anfänge unseres Sonnensystems.
Mehr zum Thema

Pluto rückt immer näher: "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder 06.07.15 Pluto rückt immer näher "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder
montage-after-560w.jpeg 11.06.15 Röter als Mars? Flüsse aus Neon? Forscher erwarten "Wunderland" auf Pluto
Der schnellste Raumflugkörper aller Zeiten: "New Horizons" rast mit mehr als 80.000 Kilometern in der Stunde auf Pluto zu. 10.03.15 Trip zum Ursprung des Kosmos "New Horizons" rückt Pluto auf die Pelle
Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel: Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres" 23.06.15 Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres"

Das Thema außerirdisches Leben lässt im Zusammenhang mit solchen Missionen die Herzen der Menschen immer wieder höher schlagen. Wenn Sie eine persönliche Einschätzung abgeben müssten - glauben Sie, dass in unserem Sonnensystem außerhalb der Erde noch Leben gefunden wird?

Der Punkt ist, wir haben noch nicht alle Bedingungen verstanden, die Leben ermöglichen. Das Medium Wasser und eine gewisse Konzentration von Nährstoffen sind unabdingbare Voraussetzungen. Aber sie sind nicht notwendigerweise hinreichend, da muss noch etwas anderes sein. Aber was - das haben wir noch nicht verstanden. Anderseits sage ich mal aus einem statistischem Ansatz heraus: Warum sollte der chemische Prozess zur Entstehung von komplexen Kohlenwasserstoffen, der auf der Erde abläuft, nicht auch woanders ablaufen? Aber wir sind hier in einem Grenzbereich, das ist nicht mehr wissenschaftlich. Das ist schon eher eine Glaubensfrage.

Mit Ralf Jaumann sprach Kai Stoppel

Quelle: n-tv.de

Zurück zu forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"New Horizons" kurz vor dem Ziel - Alles Wissenswerte zur großen Pluto-Par

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jul 2015 16:30

bild pluto.jpg
bild pluto.jpg (13.95 KiB) 6025-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Alles-Wissenswerte-zur-grossen-Pluto-Party-article15487661.html
Montag, 13. Juli 2015
"New Horizons" kurz vor dem Ziel - Alles Wissenswerte zur großen Pluto-Party

Ein großer Moment der Raumfahrt-Geschichte steht unmittelbar bevor: Am morgigen Dienstag wird sich zum ersten Mal eine von Menschen gemachte Sonde dem ehemals neunten Planeten Pluto nähern. Wir zeigen Ihn das Wichtigste, was sie dazu wissen müssen.

Was ist Pluto überhaupt?
Nasa-Mitarbeiter reagieren begeistert auf die jüngsten Fotos der Sonde "New Horizons" vor der Annäherung am morgigen Dienstag.
Nasa-Mitarbeiter reagieren begeistert auf die jüngsten Fotos der Sonde "New Horizons" vor der Annäherung am morgigen Dienstag.
(Foto: Nasa)

Pluto gehört zu den Zwergplaneten - einer Gruppe von derzeit fünf Himmelskörpern in unserem Sonnensystem. Er hat einen Durchmesser von etwa 2300 Kilometern und besteht wohl zu knapp einem Drittel aus Wassereis und zu mehr als zwei Dritteln aus Gestein. Er gehört zu den am weitesten von der Sonne entfernten Objekten - derzeit trennen ihn etwa fünf Milliarden Kilometer vom Zentralgestirn. Das hat zur Folge, dass es auf Pluto sehr kalt ist: im Schnitt minus 230 Grad Celsius.

Hat Pluto nicht auch einen Mond?

Insgesamt hat Pluto sogar fünf Monde. Davon sind vier winzig klein, einer hat hingegen eine beachtliche Größe: Charon. Der Name wurde passend zu Pluto ("Gott der Unterwelt") gewählt und stammt von dem Fährmann, der in der griechischen Mythologie die Verstorbenen über den Totenfluss in das Reich des Totengottes Hades bringt - der bei den Römern Pluto hieß. Der Mond ist im Verhältnis zu Pluto relativ groß, hat etwa den halben Durchmesser und rund ein Zehntel seiner Masse. Deshalb gelten die beiden auch als "Zwerg-Doppelplanetensystem".

Und was ist "New Horizons"?

Es handelt sich um eine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie startete am 19. Januar 2006 und ist damit bereits mehr als neun Jahre unterwegs. Die Sonde fliegt nach einem Swing-by Manöver am Jupiter mit einer Geschwindigkeit von rund 83.000 Stundenkilometern durchs All. Sie wiegt etwa eine halbe Tonne und hat eine breite Palette an Instrumenten an Bord: unter anderem Kameras für sichtbares Licht, Spektrometer, eine Radio-Antenne und Staubpartikel-Messer.

Warum wurde die Sonde zum Pluto geschickt?
Bilderserie
Unser Sonnensystem: acht Planeten kreisen um einen Stern. Acht. Es ist noch gar nicht so lange her, da waren es noch neun. Doch im August 2006 hat Pluto seinen Planetenstatus eingebüßt. Sein Versäumnis: Es war ihm nicht gelungen, seine Umlaufbahn von anderen Objekten freizuräumen. Außerdem war mittlerweile Eris auf den Plan getreten, und sie ist ein wenig größer und schwerer als Pluto. Sollte man sie zum zehnten Planeten des Sonnensystems erklären? Man entschied sich dagegen. Und so ... ... wurde Pluto die Ehre zuteil, die neue Gruppe der Zwergplaneten zu begründen. Pluto hat einen Durchmesser von knapp 2300 Kilometern. Damit ist er kleiner als ... ... unser Mond. Hier der ... "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Die Nasa-Sonde soll zum Verständnis der Region am äußeren Rand unseres Sonnensystems beitragen. Diesen nennt man den Kuipergürtel; es ist eine Region mit zigtausend eisigen Objekten. Pluto ist nur eines von ihnen. Allerdings liegt Pluto im Unterschied zu den vielen anderen Himmelskörpern des Kuipergürtels vergleichsweise nah an der Erde - und ist mit einem Raumschiff daher gut zu erreichen.

Welche Untersuchungen wird "New Horizons" an Pluto vornehmen?

Die Sonde wird eine genaue Karte der Oberfläche von Pluto und seines Mondes Charon erstellen. Zudem soll der globale geologische Aufbau beider Körper bestimmt werden. Auch eine Untersuchung der dünnen Atmosphäre von Pluto ist geplant. Daneben gibt es noch eine Anzahl weiterer Untersuchungen.

Wie ist der genaue Zeitplan für die Pluto-Annäherung? Und wann wird es die ersten scharfen Nahaufnahmen von Pluto geben?

"New Horizons" nähert sich Pluto derzeit mit einer Geschwindigkeit von 1,2 Millionen Kilometern pro Tag. Am Dienstag, 14. Juli 2015, um 13 Uhr 49 und 57 Sekunden mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ), wird die Sonde dem Zwergplaneten am nächsten kommen: bis auf 12.500 Kilometer. Davor wird die Sonde in der Nacht zwischen Montag und Dienstag ein letztes Foto zur Erde schicken - bis sie für 24 Stunden die Kommunikation mit der Erde einstellt, um ihre Instrumente auf den Zwergplaneten und seinen Mond auszurichten. Geht alles gut und übersteht "New Horizons" den Vorbeiflug, sendet sie am Mittwoch, 15. Juli, dann die ersten Bilder des Vorbeifluges, die gegen etwa 14 Uhr 30 MESZ vorliegen sollen. Die schärfsten Bilder von der Pluto-Oberfläche erreichen die Erde aber erst am Donnerstag, 16. Juli, um etwa 4 Uhr 25 MESZ.

Wie geht es nach dem Vorüberflug mit "New Horizons" weiter?
Bilderserie
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

In den folgenden Wochen und Monaten wird die Sonde ihre während der Annäherung an Pluto gesammelten Daten zur Erde funken. Aufgrund der großen Entfernung wird das ein langwieriges Unterfangen: Etwa zwei Monate wird es dauern, bis alle Bilder auf der Erde ankommen. Bis alle gesammelten wissenschaftlichen Daten die Erde erreichen, wird sogar ein ganzes Jahr vergehen. Im November 2016 soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Die Sonde "New Horizons" wird unterdessen weiterfliegen und soll in den Jahren 2018 bis 2019 mindestens ein weiteres, aber kleineres Objekt des Kuipergürtels untersuchen. Welches genau, wird noch entschieden. Ihre Lebensdauer soll bis zum Jahr 2025 reichen.

Wieso gilt Pluto eigentlich nicht mehr als neunter Planet?

Bis 2006 wurde Pluto noch als Planet bezeichnet - er war der neunte neben Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Doch dieser Status wurde ihm schließlich aberkannt. Warum? Zunächst ist er bedeutend kleiner als alle anderen Planeten und hat im Unterschied zu diesen auch eine stark geneigte Umlaufbahn um die Sonne. Auch wurden nach und nach immer weitere Objekte in derselben Region entdeckt, wie etwa Eris, der sogar etwas größer als Pluto ist. Anstatt Eris zum zehnten Planeten zu machen, ersann die internationale Astronomen-Vereinigung die neue Kategorie der Zwergplaneten. Allerdings hält die Debatte um Plutos Status an.

Woher hat Pluto seinen Namen - und was bedeutet er?
Mehr zum Thema

Hautnah dran am Ex-Planeten: Leben in Pluto-Ozean denkbar 12.07.15 Hautnah dran am Ex-Planeten Leben in Pluto-Ozean denkbar
Pluto rückt immer näher: "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder 06.07.15 Pluto rückt immer näher "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder
montage-after-560w.jpeg 11.06.15 Röter als Mars? Flüsse aus Neon? Forscher erwarten "Wunderland" auf Pluto
Der schnellste Raumflugkörper aller Zeiten: "New Horizons" rast mit mehr als 80.000 Kilometern in der Stunde auf Pluto zu. 10.03.15 Trip zum Ursprung des Kosmos "New Horizons" rückt Pluto auf die Pelle

Der Zwergplanet Pluto ist nach dem römischen Gott der Unterwelt benannt. Die Idee dazu hatte aber nicht etwa ein Wissenschaftler, sondern ein damals elf Jahre altes Mädchen: Venetia Phair. Sie ist 2009 mit 88 Jahren gestorben. Ihr Großvater hatte ihr 1930 aus der Zeitung vorgelesen, dass ein neuer Planet entdeckt worden sei. Daraufhin sagte Venetia, die von den griechischen und römischen Legenden in Kinderbüchern gelesen hatte und die Namen der anderen Planeten kannte: "Warum nennen sie ihn nicht Pluto?" Ihr Großvater, ein Bibliothekar, erzählte daraufhin einem befreundeten Astronom von der Idee. Der wiederum gab sie an die Entdecker im Lowell-Observatorium im US-Bundesstaat Arizona weiter - und die nahmen den Vorschlag an.

Wo bekomme ich noch mehr Informationen zu Pluto und "New Horizons" her?

Wirklich fast alles, was es zu der Mission "New Horizons" zu wissen gibt, finden Sie auf der eigens dafür von der Nasa eingerichteten Webseite. Für Fans stellt die US-Raumfahrtbehörde auch ein "Plutopalooza Toolkit" (frei übersetzt: Ausrüstung für die wilde Pluto-Party) zur Verfügung. Viel Spaß!

Quelle: n-tv.de , kst

Zurück zu forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

"New Horizons" sendet neue Daten - Pluto ist größer als gedacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jul 2015 11:13

bild pluto größer als gedacht.jpg
bild pluto größer als gedacht.jpg (82.57 KiB) 6018-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Pluto-ist-groesser-als-gedacht-article15512291.html
Dienstag, 14. Juli 2015
"New Horizons" sendet neue Daten - Pluto ist größer als gedacht

Von Kai Stoppel

Nun ist es so weit: Die Nasa-Sonde "New Horizons" wird als erstes menschengemachtes Objekt den Zwergplaneten Pluto erreichen. Neue Daten der Sonde lüften bereits die ersten Geheimnisse. Damit kann Pluto einen Rekord nun eindeutig behaupten.

Teilen17

Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

Auf den jüngsten Fotos der Sonde haben Forscher mutmaßliche Klippen und Krater entdeckt.
Auf den jüngsten Fotos der Sonde haben Forscher mutmaßliche Klippen und Krater entdeckt.
(Foto: Nasa)

Mit einer ungeheuren Geschwindigkeit von 1,2 Millionen Kilometern pro Tag rast die Nasa-Sonde "New Horizons" auf den Zwergplanet Pluto zu - und erweitert mit ihren Daten das Wissen über den Außenposten am Rand des Sonnensystems praktisch im Stundentakt. Nun haben neue Messungen der Sonde ergeben, dass der Pluto größer ist als ursprünglich angenommen. Mithilfe der am Raumschiff montierten Teleskop-Kamera LORRI konnte ein Durchmesser des eisigen Zwergplaneten von 2370 Kilometern ermittelt werden. Das sind etwa 70 Kilometer mehr als bisher angenommen.

Damit kann Pluto auch einen zumindest infrage gestellten Rekord behaupten: Er ist das größte Himmelsobjekt jenseits des achten und äußersten Planeten im Sonnensystem, dem Gasriesen Neptun. Seit seiner Entdeckung im Juli 2005 hatte der annähernd gleich große Zwergplanet Eris - wie Pluto Teil des sogenannten Kuipergürtels aus zigtausend Objekten - ihm den Titel zumindest streitig gemacht. "Über die Größe von Pluto wurde seit 1930 diskutiert. Wie sind glücklich, diese Frage endlich beantwortet zu haben", sagte der an der "New Horizons"-Mission beteiligte Forscher Bill McKinnon von der Washington University in St. Louis.
Jüngste Fotos lassen auf Klippen auf Pluto schließen

Allerdings bedeutet der etwas größere Durchmesser des Pluto auch, dass seine Dichte etwas geringer und der Anteil an Eis etwas größer sein muss. Aufgrund des hohen Anteils von Wassereis vermuten Forscher einen Ozean unter der Oberfläche des Zwergplaneten - der sogar Leben enthalten könnte. Neue Daten von "New Horizons" haben zudem ergeben, dass die unterste Atmosphärenschicht, die Troposphäre, flacher ist als bisher angenommen. Bei den jüngsten Aufnahmen hatten die Forscher zudem Krater und vermutlich Klippen auf Plutos Oberfläche erkennen können.
Mehr zum Thema

"New Horizons" kurz vor dem Ziel: Alles Wissenswerte zur großen Pluto-Party 13.07.15 "New Horizons" kurz vor dem Ziel Alles Wissenswerte zur großen Pluto-Party
Hautnah dran am Ex-Planeten: Leben in Pluto-Ozean denkbar 12.07.15 Hautnah dran am Ex-Planeten Leben in Pluto-Ozean denkbar
Pluto rückt immer näher: "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder 06.07.15 Pluto rückt immer näher "New Horizons" schickt mysteriöse Bilder

Kurz vor 14 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird es am heutigen Dienstag zu der größten Annäherung der US-Sonde an den Zwergplaneten kommen - sofern alles gut geht. Dann wird "New Horizons" in einer Entfernung von mindestens 12.500 Kilometern an Pluto vorbeifliegen. Die ersten Fotos von der Oberfläche des Pluto werden aber erst am morgigen Mittwoch, Aufnahmen mit der höchsten Qualität erst am Donnerstag erwartet. Eine Station für Weltraum-Beobachtung in Australien wird übrigens die erste sein, die scharfe Bilder von Pluto empfangen wird.

Alles Wissenswerte zu diesem historischen Augenblick der Raumfahrt finden Sie hier. Ihr Wissen zu Pluto und vielen weiteren skurrilen und mysteriösen Objekten und Erscheinungen in unserem Sonnensystem können Sie bei unserem neuen Quiz testen.
Bilderserie
... setzt die Sonde ihren Weg aus dem Sonnensystem hinaus fort. Dabei fliegt sie durch den Kuipergürtel und könnte dort zwischen 2018 und 2019 weitere Objekte erforschen. Mögliche Ziele hat Hubble bereits ausfindig gemacht. "New Horizons" ist fast da: Pluto bekommt Besuch von der Erde "New Horizons" ist fast da: Pluto bekommt Besuch von der Erde "New Horizons" ist fast da Pluto bekommt Besuch von der Erde

Quelle: n-tv.de

Zurück zu - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Die Sonne macht schlapp: Mini-Eiszeit in Sicht ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jul 2015 08:53

bild sonnen gasfontänen.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/die-sonne-macht-schlapp-mini-eiszeit-in-sicht-.html;jsessionid=42AB809BC752BFC0CCF850C6AADAC4A6

14.07.2015


Artikel senden | Drucken |
Die Sonne macht schlapp: Mini-Eiszeit in Sicht ?
Andreas von Rétyi

Auch wenn es oben auf unserem Stern ab und an ein wenig knallt und pufft, wenn hier und dort Flecken auftauchen und etliche Gasfontänen ins All schießen, tut sich gegenwärtig insgesamt auffallend wenig. Das wirkt sich auch auf das irdische Klima aus. Jetzt gibt es dazu neue Erkenntnisse, und die lauten: Die Welt gleitet ab dem Jahr 2030 in eine Mini-Eiszeit.



Unsere Sonne leidet an »Herz-Rhythmusstörungen«, ihr deutlichster Zyklus gerät immer wieder aus dem üblichen Takt, und das sorgt auch auf der Erde für Veränderungen. Forscher müssen zunehmend erkennen, dass unser Stern die Erde stärker beeinflusst als allgemein vermutet. Abweichungen machen sich auf unser Klima bemerkbar, sie werden laut jüngsten Ergebnissen wohl auch für eine neue Kaltzeit auf unserem Planeten sorgen.



Seit 1843 ist bekannt, dass unser Stern ein Auf und Ab seiner Aktivität erlebt – die berühmte Elf-Jahres-Periode. Es existieren noch längere Zyklen, doch dieser ist der auffallendste. In Jahren des Minimums bleibt die helle Sonnenscheibe oft tagelang völlig leer – nicht die winzigsten Flecken lassen sich blicken. Zu anderen Zeiten bilden sich große Gruppen. Besonders viele und große dunkle Flecken auf der gleißend hellen Oberfläche signalisieren hohe Aktivität.



Die düsteren Stellen sind allerdings nur ein Kontrastphänomen. Auch dort leuchtet die Sonne in Wirklichkeit hell. Erst bei der notwendigen, extrem starken Filterung oder eben bei Projektion erscheinen diese Stellen dunkel. Intensive Magnetfelder blockieren das Aufsteigen heißer Gasblasen, die Flecken entpuppen sich als »kühlere« Inseln im brodelnden Sonnenplasma. Und so erscheinen sie »schwarz«.



Dunkle Flecken, helle Fackeln, aufblitzende Flares und viele andere Sonnenphänomene lassen auf die Aktivität unseres Lebenssterns schließen. Dummerweise arbeitet die Sonne offenbar nicht so präzise wie ein Uhrwerk. Manche Zyklen strotzen nur so vor Aktivität, andere kommen ziemlich schwachbrüstig daher.



Mittlerweile hat sich allgemein herumgesprochen, dass auch der aktuelle Zyklus Nummer 24 auf ziemlich wackligen Beinen daherkommt. Schon die schleppende Entwicklung aus einem schier endlos scheinenden Minimum heraus wirkte untypisch und irritierte die Fachgelehrten.



Sie bemühten sich um Erklärungen, beobachteten, rechneten und entwarfen Computermodelle, um nachzuvollziehen, was sich da abspielt. Und mussten natürlich auch wieder so manche Idee über den Haufen werfen.



Direkt nachschauen konnte niemand wirklich, aus allgemein bekannten Gründen. Aber ungewöhnliche Beobachtungen solarer Schwingungen und anderer ziemlich exotischer Vorgänge lieferten zusammen mit den bisher gesammelten Erkenntnissen über unseren kosmischen Gasball doch recht brauchbare Ansätze.



Auch ohne komplizierte mathematische Verrenkungen wurde klar, dass unser irdisches Klima an die Sonnenaktivität gekoppelt ist. Nun gut, ein Stern beeinflusst seine »hauseigenen« Planeten: An sich wohl selbstverständlich. Nun, man wollte es eben möglichst genau wissen.



Historische Aufzeichnungen von Sonnenflecken oder damit verbundener Polarlichtaktivität, dann auch typische Veränderungen im Baumwachstum und andere Hinweise lieferten weit zurückreichende Informationen zur Sonnenaktivität, die eine klare Sprache sprechen.



In dieser besonderen Chronik fällt vor allem die Zeit zwischen 1645 und 1715 auf. Damals erlebte die Menschheit zumindest in Europa, Nordamerika und China bemerkenswert viele extrem kalte Winter. Aus anderen Regionen der Erde liegen zwar leider zu wenig Berichte vor, um den Effekt nachzuweisen, doch die vorhandenen Daten sprechen für sich.



Interessant aber vor allem: Auf der Sonne war in diesen sieben Jahrzehnten fast nichts los – von Aktivität beinahe gar keine Spur. Der Elfjahreszyklus? Nicht mehr als ein Hauch davon! Er machte damals weitgehend Pause. Heute ist diese Phase auch als »Maunder-Minimum« bekannt, nach den beiden Sonnenforschern E. Walter und Annie Maunder. Gerne wird behauptet, die aussetzende Sonnenaktivität genüge nicht, um die damalige irdische Kältephase zu erklären.





Doch rein zufällig trafen diese »Kleine Eiszeit« und der ungewöhnliche Aussetzer auf der Sonne gewiss nicht zusammen. Außerdem finden sich andere Übereinstimmungen: so auch das Wolf-Minimum von 1280 bis 1350, sowie das Spörer-Minimum zwischen 1420 und 1570 und andere. Umgekehrt war es zum großen mittelalterlichen Maximum von 1100 bis 1250 auf der Erde besonders warm. Alles Zufall? Sicher nicht.



Aber wie geht es nun weiter mit dem Herzschlag der Sonne? Lässt sich die Zukunft hier in die Karten blicken, stehen die nächsten Rhythmusstörungen schon bevor? Tatsächlich ist es genau das, was Professor Valentina Zharkova von der Northumbria-Universität jetzt behauptet. Die Mathematikerin und Astronomin erklärt: Eine neue kleine Eiszeit steht bevor, weil die Sonnenaktivität sich zwischen den Jahren 2030 und 2040 um rund 60 Prozent verringern werde.



Ihre aktuellen Ergebnisse stellte sie auf dem National Astronomy Meeting 2015 im walisischen Llandudno vor, einer Mammutkonferenz, an der vom 5. bis 9. Juli 2015 rund 500 Astronomen und Weltraumwissenschaftler teilnahmen.



Zharkova und ihre Kollegen glauben nun, so etwas wie ein »zweites Herz« im Inneren der Sonne gefunden zu haben, wobei die Herzschläge sich bildlich gesprochen gegenseitig verstärken oder aber auslöschen können. Zharkovas Gruppe entdeckte magnetische Wellen in zwei unterschiedlichen Schichten des Sonneninneren, die zwischen den beiden Hemisphären fluktuieren. Mit dem zweiten, neu entdeckten »Mechanismus« konnte die Forscherin nun die Abläufe im gegenwärtigen Zyklus mit einer 97-prozentigen Genauigkeit rekonstruieren.



Deshalb ist sie auch zuversichtlich, wirklich eine sinnvolle Prognose für die Zukunft abgeben zu können, wenn sie diesen neu entdeckten zweiten »Sonnendynamo«, der direkt unter der Oberfläche aktiv ist, miteinbezieht.



»Die magnetischen Wellenmuster deuten auf merklich weniger Sonnenflecken in den nächsten beiden Zyklen hin,« so erklärt Professor Zharkova und fügt hinzu: »Zyklus 25, der seinen Gipfel etwa im Jahr 2022 erreichen wird, und Zyklus 26, von 2030 bis 2040, werden beide eine signifikante Verringerung der Sonnenaktivität aufweisen.«



Vor allem ab 2030 soll es damit dann auch auf der Erde deutlich kühler werden, sofern eben Zharkovas Berechnungen wirklich stimmen. Und vielleicht werden sich bald auch all jene warm anziehen müssen, die bislang einen merklichen Klimaeinfluss der Sonne ausgeschlossen haben.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: AvR, Yohkoh/ISAS/Lockheed-Martin/NAOJ/U. Tokyo/NASA

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (14) zu diesem Artikel
15.07.2015 | 09:28
Niemand

Ah herrje! Diese CO 2 Lüge liegt den Grundstein für die Zukunft um den atmen also die Luft bezahlbar zu machen. Kannst du nicht zahlen, dann drehen wir den Luft aus! Siehe Film mit Arnie. Wenn die Wälder auch noch Abgerodet werden könnte aber nur könnte CO 2 gefährlich werden. Wasser haben die ja auch unter Kontrolle, den wir teuer bezahlen müssen, also es fehlt nur noch die Luft. Und wir sehen dem gemütlich zu!

15.07.2015 | 09:01
Ben

Der weltweite anthropogene (z.B. durch Verbrennung fossiler Energieträger) CO2-Ausstoß betrug im Jahr 2006 ca. 32 Gigatonnen (Gt) und macht etwa 60 % des vom Menschen verursachten zusätzlichen Treibhauseffekts aus. Die Emissionen aus menschlicher Aktivität haben die Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung von 280 ppm um über 40 % auf 400 ppm (2015) ansteigen lassen. Damit ist die gegenwärtige Konzentration höher als in den letzten 800.000...

Aufklappen

15.07.2015 | 09:00
Livia

Schade daß es Sonnenmessungen heutiger Qualität nicht schon seit 2000 Jahren gibt! Dann würde man wahrscheinlich das römische Klimaoptimum von 300vor bis 300 nach d.Zr. ebenso wie die Hochmittelalterliche Warmphase erklären können. Die Abkühlung setzte dann etwa ab 1300 ein und hatte ihren Höhepunkt im 16.Jh. Die grönländischen Siedlungen mußten schon im 15.Jh. aufgegeben werden. Diese historischen Warmphasen - auch unter anderem an der Mode erkennbar, die früher nicht...

Aufklappen

15.07.2015 | 07:03
Niemand

Das die CO2 Lüge Erfolg hat, zeigt , die Menschen haben in der Biologie Unterricht geschlafen. CO2 ist Pflanzennahrung !!!!! Die damit für uns das lebensnotwendige Sauerstoff produzieren !!!! Keine CO2 Mensch tot, klar??

15.07.2015 | 03:07
@Davideit

JA, ICH HABE EINE FRAGE!! BIST DU ZU FEIGE, HIER MAL EINE KLARE POSITION ZU BEZIEHEN? DEIN GESCHREIBSEL HIER IST ÜBERFLÜSSIG WIE EIN KROPF UND INTERESSIERT KEIN SCHWEIN !

14.07.2015 | 23:30
Rudolf-Robert Davideit

Tja ät Wortwechsel, meinen Schottisch-Preußischen Namen (Nach der Niederlage gegen die katholische Maria STUART1560) gingen meine Vorfahren ins damalige Litauische Großreich stiften und paßten sich namentlich ein wenig mit ´eit´ an, so wie umgekehrt aus dem ´eitis´ ein Rudat vs. Druskat wurde, wohingegen Unlautere sich eher Pünktchenweise verkürzend assimilieren! Noch Fragen?

Zurück zu - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Historische Reise gut überstanden - "New Horizons" sendet erste Signale

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jul 2015 12:52

bild jubel bei nasa.jpg
bild jubel bei nasa.jpg (32.57 KiB) 5994-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/New-Horizons-sendet-erste-Signale-article15519146.html
Mittwoch, 15. Juli 2015
Historische Reise gut überstanden - "New Horizons" sendet erste Signale

Neun Jahre Reisedauer, 700 Millionen Dollar teuer - aber der Besuch der Sonde "New Horizons" bei Pluto hat sich gelohnt. Der Kontakt ist hergestellt: "Wir haben ein gesundes Raumschiff", jubelt die Nasa.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

Die US-Raumsonde "New Horizons" hat ihre lange Reise zum Zwergplaneten Pluto gut überstanden und erste Signale an das Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa gesendet. Der Kontakt zu der unbemannten Sonde sei hergestellt worden, teilte die Missionschefin Alice Bowman mit: "Wir haben ein gesundes Raumschiff." Im Kontrollzentrum in Laurel im US-Bundesstaat Maryland wurde die Erfolgsnachricht mit Applaus aufgenommen.
Video
Erster Besuch von der Erde: "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto 14.07.15 – 01:14 min Mediathek Erster Besuch von der Erde "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto

Das Eintauchen der rund 50.000 Stundenkilometer schnellen Sonde in das unbekannte Pluto-System galt als gefährlich - wegen des Risikos eines Zusammenstoßes mit kleinen Staubteilchen, die schweren Schaden an "New Horizons" hätten anrichten können. Das Risiko einer folgenschweren Kollision der enorm schnellen Raumsonde mit kleinen Materieteilchen in direkter Pluto-Nachbarschaft liege bei 1 zu 10.000, erklärte der wissenschaftliche Leiter der Mission, Alan Stern.
Historisch bedeutsam

Die 700 Millionen Dollar teure Mission gilt als Meilenstein der Raumfahrtgeschichte: "New Horizons" ist das erste Raumfahrzeug, das dem weitgehend unerforschten Pluto und seinen fünf Monden so nahe kommt. Zu der historisch bedeutsamen Reise war die Sonde bereits vor neun Jahren von der Erde aufgebrochen.
Mehr zum Thema

"New Horizons" sendet neue Daten: Pluto ist größer als gedacht 14.07.15 "New Horizons" sendet neue Daten Pluto ist größer als gedacht
Hautnah dran am Ex-Planeten: Leben in Pluto-Ozean denkbar 12.07.15 Hautnah dran am Ex-Planeten Leben in Pluto-Ozean denkbar

Pluto wurde jahrzehntelang zu den großen Planeten des Sonnensystems gezählt, ehe er 2006 zum Zwergplaneten zurückgestuft wurde. Während die nunmehr noch acht Planeten unseres Sonnensystems allesamt bereits das Ziel von Raumsonden waren, erhält Pluto nun zum ersten Mal Besuch von der Erde.
Bilderserie
"New Horizons" ist fast da: Pluto bekommt Besuch von der Erde "New Horizons" ist fast da: Pluto bekommt Besuch von der Erde "New Horizons" ist fast da: Pluto bekommt Besuch von der Erde "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Quelle: n-tv.de , bad/AFP/dpa

Zurück zu - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Forscher sprechen von "Meilenstein" - Zwilling unseres Sonnensystems entde

Beitragvon Gudrun Graf » 15. Jul 2015 18:40

bild jupiter.jpg
bild jupiter.jpg (7.44 KiB) 5986-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Zwilling-unseres-Sonnensystems-entdeckt-article15526691.html
Mittwoch, 15. Juli 2015
Forscher sprechen von "Meilenstein" - Zwilling unseres Sonnensystems entdeckt

Es ist ein Planet, der Jupiter ähnlich ist. Er kreist um einen Zentralstern, der kaum anders ist als unsere Sonne. Sind die Astronomen auf ein Planetensystem gestoßen, das unser eigenes widerspiegelt? Dafür spricht auch eine andere Beobachtung.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

Ein internationales Astronomenteam hat ein fernes Planetensystem entdeckt, das vermutlich unserem Sonnensystem ähnelt. Die Forscher fanden im Sternbild Cetus (Walfisch) einen Zwilling unseres Planeten Jupiter. Er umkreist wiederum einen Zwilling unserer Sonne - den Stern mit dem Namen HP 11915. Das teilt die Europäische Südsternwarte (ESO) in Garching mit. Die Vermutung liegt nahe, dass es zwischen dem Jupiter-Zwilling und seinem Zentralstern Gesteinsplaneten geben könnte - wie in unserem Sonnensystem. HP 11915 ist allerdings rund 185 Lichtjahre von unserem System entfernt.
Bilderserie
Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Das Forscherteam unter brasilianischer Führung nutzte für seine Entdeckung das 3,6-Meter-Teleskop der ESO am La-Silla-Observatorium in Chile. An diesem Teleskop ist der sogenannte "Harps"-Spektrograf montiert, einer der präzisesten Planetenjäger der Welt.

Jupiter ist der bei weitem größte Planet unseres Sonnensystems. Innerhalb seiner Bahn umkreisen die Gesteinsplaneten Merkur, Venus, Erde und Mars unsere Sonne. Neuen Theorien zufolge wurde diese dem Leben förderliche Anordnung der Planeten durch Jupiter und die Schwerkraftwirkung ermöglicht, die der riesige Gasplanet während der Entstehung unseres Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren ausübte.
Mehr zum Thema

Geschrumpft: Das ganze KOI-351-System hat trotz seiner sieben Planeten innerhalb der Erdbahn Platz. 08.11.13 "Jemand hat das Sonnensystem geschrumpft" KOI-351: Leben nicht ausgeschlossen
Der 41 Lichtjahre entfernte Stern 55 Cancri im Sternbild Krebs besitzt das bislang größte bekannte Planetensystem außerhalb unseres eigenen. 06.01.10 Unser Platz in der Galaxis Sonnensystem nicht einzigartig

"Demnach wäre das Auffinden eines Jupiter-Zwillings ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Entdeckung eines Planetensystems, das unser eigenes widerspiegelt", hebt die ESO hervor. In dem fernen Sonnensystem fanden die Wissenschaftler nicht nur den Planeten, der Jupiter von der Größe her ähnelt, sondern stellten auch fest, dass dieser sich auf einer jupiterähnlichen Umlaufbahn um HIP 11915 befindet. Genauer gesagt in einer mittleren Distanz, die 4,8 Astronomischen Einheiten (AE) - also der Entfernung zwischen Erde und Sonne - entspricht. Beim Jupiter ist die Distanz zur Sonne ähnlich, er umkreist sie in einem Abstand von 5,2 AE.

Zwar seien bereits viele jupiterähnliche Planeten in unterschiedlichen Abständen von sonnenähnlichen Sternen gefunden worden, berichtete die ESO weiter. Der neu entdeckte Planet und sein Mutterstern seien aber das genauste bislang bekannte Gegenstück zu Sonne und Jupiter. Allerdings sind den Angaben zufolge weitere Beobachtungen nötig, um den Fund zu bestätigen.

Quelle: n-tv.de , asc/AFP
Benutzeravatar
Gudrun Graf
Forum Admin
 
Beiträge: 544
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Nach Sonden-Daten zur wahren Größe - Kann Pluto wieder ein Planet werden ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jul 2015 09:09

bild kann pluto wieder planet werden.jpg
bild kann pluto wieder planet werden.jpg (22.12 KiB) 5972-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Kann-Pluto-wieder-ein-Planet-werden-article15534131.html
Nach Sonden-Daten zur wahren Größe - Kann Pluto wieder ein Planet werden ?

Fast 80 Jahre galt: Das Sonnensystem hat neun Planeten. Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und eben Pluto. Doch 2006 wurde dem erst 1930 entdeckten Pluto dieser Status aberkannt. Unter anderem wurde stets seine - im Vergleich zu den anderen Planeten - geringe Größe kritisiert. Doch nun hat sich etwas geändert: Mit dem Flug der Sonde "New Horizons" zum Pluto und neuer Messungen haben Forscher festgestellt, dass Pluto größer ist als bisher angenommen. Wir sprachen mit Planetenforscher Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) darüber, ob Pluto damit in die Familie der Planeten zurückkehren könnte.
Ulrich Köhler ist Planetenforscher beim DLR.


n-tv.de: "New Horizons" hat gezeigt, dass Pluto ein wenig größer ist als bislang angenommen. Hat Pluto eine Chance, jetzt wieder Planetenstatus zu erreichen?

Ulrich Köhler: Nein, davon ist nicht auszugehen. Der neu berechnete Wert für den Durchmesser von Pluto von 2370 Kilometern weicht nur geringfügig von dem Wert ab, der bisher galt - das waren 2326 Kilometer. Das ist ein etwa zwei Prozent größerer Durchmesser. Die Kriterien, die zu seiner Einstufung als Zwergplanet führten, sind nicht nur die Größe, sondern auch der Umstand, dass Pluto seine Bahn um die Sonne möglicherweise nicht vollständig von anderen Körpern "freigeräumt" hat - also kraft seiner Schwerkraft für eine "saubere Umlaufbahn" gesorgt hat. Es bleibt also dabei: Jenseits der vier großen Gasplaneten mit Durchmessern zwischen 30.000 und 140.000 Kilometern steht Pluto nach wie vor als ein (Eis-)Zwerg da.

Welche weiteren Kriterien – neben der Größe – spielen für die Beurteilung "Planet oder nicht" eine Rolle?

Laut Internationaler Astronomischer Union (IAU) müssen folgende Kriterien gelten, damit ein Körper des Sonnensystems als Planet gilt: Er muss die Sonne umkreisen. Der Körper muss genügend Masse haben, um eine kugelförmige Gestalt bekommen zu haben und der Körper hat durch seine Schwerkraft seine unmittelbare Nachbarschaft, also im Wesentlichen seine Umlaufbahn, von anderen Himmelskörpern "gesäubert".

Welche Kriterien davon erfüllt Pluto? Und welche nicht?
Umfrage
Sollte Pluto wieder als neunter Planet gezählt werden?: Sollte Pluto wieder als neunter Planet gezählt werden?

Sollte Pluto wieder als neunter Planet gezählt werden?
Nein. Die Regeln, welche die Internationale Astronomische Union zur Bestimmung von Planeten aufgestellt hat, sind sinnvoll.
Ja. Die Kriterien der Internationalen Astronomischen Union sind Quatsch.
Vielleicht. Die Internationale Astronomische Union sollte die Weltbevölkerung darüber abstimmen lassen.
Ist mir egal. Haben wir nicht drängendere Probleme auf der Erde!?
Ergebnis Alle Umfragen

Er erfüllt davon nur zwei. Das eine ist seine Kugelform. Ab einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern – je nachdem, um welches Material (Eis, Gestein, Metall) es sich handelt, ist beim Zusammenballen der Materie der innere Druck so groß, dass sich die Materie zu einer kugeligen Gestalt "sortiert". Zudem kreist er auch noch um die Sonne, das wäre das zweite Kriterium.

Der Astronom und Havard-Professor Dimitar Sasselov hält diese Kriterien für problematisch. Sein Argument: Laut diesen würden die in anderen Sternen-Systemen entdeckten Exoplaneten ebenfalls nicht als Planeten gelten. Er schlägt daher vor, dass jeder um einen Stern kreisende kugelförmige Himmelskörper als Planet gelten soll. Damit wäre auch Pluto wieder ein Planet. Was halten Sie davon?

Die Argumente von Sasselov sind gute Argumente. Es könnte daher durchaus sein, dass es irgendwann auf seine Kriterien hinausläuft. Gerade die zunehmende Zahl neu entdeckter Exoplaneten könnte dies erforderlich machen.

Das Interview führte Andrea Schorsch

Quelle: n-tv.de

Zurück zu - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Vermutlich geologisch aktiv - Gefrorenes Flachland auf Pluto entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Jul 2015 17:57

bild pluto gefrohrenes flachland.jpg
bild pluto gefrohrenes flachland.jpg (19.85 KiB) 5962-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Gefrorenes-Flachland-auf-Pluto-entdeckt-article15544421.html
Vermutlich geologisch aktiv - Gefrorenes Flachland auf Pluto entdeckt

Die Sonde "New Horizons" hat bei ihrem Vorbeiflug an Pluto eine weitere Entdeckung gemacht: Eine große gefrorene Flachland-Ebene. Sie ist verhältnismäßig jung und wahrscheinlich noch immer geologisch aktiv.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite - forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

Die Nasa-Sonde "New Horizons" hat auf dem Pluto eine große eisige Fläche entdeckt. Die Oberfläche der Ebene, die auf einer neuen Nahaufnahme des Zwergplaneten zu sehen ist, erinnere auf den ersten Blick an gefrorenen Schlamm, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Eine Nahaufnahme der "Sputnik-Ebene"
Eine Nahaufnahme der "Sputnik-Ebene"
(Foto: AP)

Sie ist nach ersten Einschätzungen der Forscher wahrscheinlich jünger als 100 Millionen Jahre und wird wahrscheinlich immer noch von geologischen Kräften geformt. Die Wissenschaftler tauften die Fläche, die mitten in einer Art hellem Herz auf der Oberfläche des Pluto liegt, "Sputnik-Ebene". Ihre Entstehung können sie sich noch nicht genau erklären.

Zuvor hatte die Sonde bereits mehr als 3000 Meter hohe, eisige Berge auf der Oberfläche des Pluto entdeckt und auch erste hochaufgelöste Fotos von den Monden Charon und Hydra zur Erde geschickt.
Mehr zum Thema

70 Meter Durchmesser: die Parabolantenne in Canberra, Australien, die die hochaufgelösten Bilder von "New Horizons" empfängt. 15.07.15 4,9 Milliarden Kilometer entfernt Wie die Pluto-Daten zur Erde kommen

Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern war "New Horizons" am Dienstag als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Bis alle beim Vorbeiflug aufgenommenen Daten und Fotos zur Erde geschickt sind, wird es noch 16 Monate dauern.
Bilderserie
Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt Der erste Blick auf eine fremde Welt

Quelle: n-tv.de , bdk/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Sonde von Gasausstoß getroffen ? - Forscher bangen um "Philae"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jul 2015 20:24

bild forscher bangen um phiale.jpg
bild forscher bangen um phiale.jpg (59.18 KiB) 5937-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-bangen-um-Philae-article15555696.html
Sonde von Gasausstoß getroffen ? - Forscher bangen um "Philae"

Von Fabian Maysenhölder

Es ist ein Auf und Ab mit diesem Minilabor "Philae" auf dem Kometen Tschuri: Holprige Landung, monatelanger Winterschlaf, dann endlich ein Lebenszeichen. Nun aber herrscht wieder Funkstille. Mögliche Erklärungen dafür gibt es mehrere.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Der Landeroboter "Philae" bereitet in Köln derzeit ordentlich Kopfzerbrechen. Was ist mit dem Minilabor nur los? Wie das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilt, herrscht seit der jüngsten Kontaktaufnahme am 9. Juli Funkstille. "Auf unser gesendetes Kommando, das Instrument Romap einzuschalten, hat er noch nicht geantwortet", sagte Stephan Ulamec, der Leiter des "Philae"-Projekts. Romap dient unter anderem dazu, ein Magnetfeld auf dem Kometen aufzuspüren und zu messen.

Die verantwortlichen Wissenschaftler versuchen derzeit alles, um wieder in Kontakt mit "Philae" zu treten. Nach Angaben des DLR wird an einem baugleichen Modell auf der Erde ausprobiert, mit welchen Kommandos "Philae" wieder zum Leben erweckt werden könnte.

Nach der holprigen Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko (Tschuri) im November 2014 schlief "Philae" erst einmal für sieben Monate. Erst am 13. Juni schickte die Sonde erneut Lebenszeichen zur Erde. Ende Juni war dann wieder Schluss - auf dem Kometen herrschte Funkstelle. Am 9. Juli jubelte das Kontrollzentrum dann wieder: "Philae" meldete sich. Doch nur, um dann zu schweigen - seitdem besteht kein Kontakt zu dem Kometenlander.
Antenne verdeckt, Sender kaputt?

Eine Frage, die die Forscher umtreibt: Warum ist die Kommunikation mit der Sonde so schwierig? Klar ist: Die Landung im November lief nicht nach Plan. "Philae" landete an einem Kraterrand auf unebenem Gelände. Nun könnte schon eine geringe weitere Positionsveränderung dafür gesorgt haben, dass die Antenne verdeckt oder anders ausgerichtet ist. Hinweise darauf gibt es tatsächlich: "Wir haben in den bisher empfangenen Daten auch Anzeichen dafür, dass 'Philae' sich bewegt haben könnte", sagt Ulamec. Die Forscher können durch die bisher gesendeten Daten nachvollziehen, wie viel Sonne auf das Solarmodul von "Philae" trifft. Dieses Profil habe sich von Juni auf Juli deutlich verändert. "Dies lässt sich nicht nur mit dem Verlauf der Jahreszeiten auf dem Kometen erklären", so Ulamec.
Tschuri am 7. Juli 2015 - fotografiert von Rosetta, dem "Mutterschiff" von Philae aus einer Entfernung von 154 Kilometern.
Tschuri am 7. Juli 2015 - fotografiert von Rosetta, dem "Mutterschiff" von Philae aus einer Entfernung von 154 Kilometern.
(Foto: Esa)

Was also ist passiert? Möglichkeiten gibt es mehrere. Zum einen könnte der kleine Lander durch Gausausstöße auf Tschuri in der Nähe bewegt worden sein. Die Aktivität des Kometen nimmt immer weiter zu, je näher er der Sonne kommt und sich erhitzt. Hat ein solcher Ausstoß "Philae" erwischt und in eine noch ungünstigere Position bewegt oder gar beschädigt?

Zum anderen befürchten die Wissenschaftler, dass womöglich nicht nur eine der beiden Empfangseinheiten am Lander beschädigt ist, sondern auch eine der beiden Sende-Einheiten, die mit dem Kontrollzentrum in Köln kommunizieren. "Philae" ist nach Angaben des DLR darauf programmiert, regelmäßig zwischen den beiden Sendemodulen hin- und herzuschalten. Dennoch hat man an dem Duplikat auf der Erde gerade ein Kommando getestet, das "Philae" befiehlt, nur mit dem funktionierenden Sender zu arbeiten. Der Befehl wurde auch bereits ins All gesendet - in der Hoffnung, das "Philae" darauf reagiert, sobald das Minilabor wieder genug Sonnenenergie abbekommen hat.
"Rosetta" hat auch noch andere Aufgaben
Mehr zum Thema

70 Meter Durchmesser: die Parabolantenne in Canberra, Australien, die die hochaufgelösten Bilder von "New Horizons" empfängt. 15.07.15 4,9 Milliarden Kilometer entfernt Wie die Pluto-Daten zur Erde kommen
Signale nach zwei Wochen Funkstille: Experten wundern sich über "Philae" 10.07.15 Signale nach zwei Wochen Funkstille Experten wundern sich über "Philae"
Stellenweise kann man bis zu zweihundert Meter ins Innere des Kometen schauen. Diese Aufnahme entstand im September 2014 aus einer Entfernung von 28 Kilometern. 02.07.15 Schächte mit Staub und Gas Forscher vermuten Hohlräume auf "Tschuri"
Verbindung zum Kometen Tschuri: "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht 19.06.15 Verbindung zum Kometen Tschuri "Philae" ist aus dem Winterschlaf erwacht

Das alles klingt nicht besonders ermutigend. Doch aufgeben will das "Philae"-Team auf keinen Fall. "Es gab bereits mehrmals die Befürchtung, der Lander bleibe ausgeschaltet - aber er hat uns immer wieder eines Besseren belehrt", sagt Projektleiter Ulamec.

Der Orbiter "Rosetta", der um den Kometen Tschuri kreist, wird sich noch bis Ende der Woche auf einer Bahn bewegen, die für die Kommunikation mit "Philae" günstig ist. Danach werden sich die Bemühungen um Kommunikation mit eigenen Beobachtungen des Orbiters abwechseln, die dann im Fokus stehen. Mit elf Instrumenten an Bord fliegt Rosetta dann über die südliche Hemisphäre des Kometen, um sich genau anzuschauen, was dort aufgrund der erhöhten Sonneneinstrahlung passiert.

Am 13. August erreicht Tschuri den sonnennächsten Punkt (Perihel) seiner Umlaufbahn - ein für die Wissenschaftler besonders interessanter Zeitpunkt. Noch nie hat eine Raumsonde aus der Nähe die Aktivität eines Kometen vor und nach dem Perihel so genau unter die Lupe nehmen können wie nun Rosetta.

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Spähaktion an Milliarden Sternen - Hawking wirbt für Lauschangriff auf Ali

Beitragvon Gudrun Graf » 21. Jul 2015 20:45

bild lauschangriff auf aliens.jpg
bild lauschangriff auf aliens.jpg (21.96 KiB) 5930-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Hawking-wirbt-fuer-Lauschangriff-auf-Aliens-article15558041.html
Spähaktion an Milliarden Sternen - Hawking wirbt für Lauschangriff auf Aliens

Mit einem ganzen Batzen Geld wollen Wissenschaftler nach Außerirdischen im All suchen. Unterstützung bekommen sie von Starphysiker Stephen Hawking und einem reichen russischen Investor. Dass es deprimierend werden könnte, nehmen sie in Kauf.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Zehn Jahre, 100 Millionen Dollar und hoffentlich ein Signal von Außerirdischen: Starphysiker Stephen Hawking macht sich für eine private Initiative zur Suche nach Leben im All stark. Das Projekt "Breakthrough Listen" (Durchbruch Zuhören) unter Leitung renommierter Astronomen wird von dem russischen Investor Yuri Milner finanziert, der über das kommende Jahrzehnt 100 Millionen US-Dollar investieren will.

"Wir glauben, dass sich das Leben auf der Erde spontan entwickelt hat", sagte Hawking in London. In einem unendlichen Universum müsse es deswegen anderes Leben geben. "Wir sind lebendig, wir sind intelligent, wir müssen es wissen." Beteiligt an dem Projekt ist unter anderem Frank Drake, ein Pionier der Suche nach außerirdischem Leben mit modernen Mitteln, und Geoff Marcy von der Universität Berkeley, ein führender Planetenforscher.

Für "Breakthrough Listen" soll das All mit zwei der größten und leistungsstärksten Teleskope der Welt unter die Lupe genommen werden, im Green-Bank-Observatorium in West Virginia und im Parkes-Observatorium in Australien. Alle erfassten Daten und Erkenntnisse sollen öffentlich zugänglich sein, sagte Milner, der nach eigenen Angaben nach dem ersten Mann im All, Yuri Gagarin, benannt ist. An einem einzigen Tag werde "Breakthrough Listen" mehr Daten sammeln, als bisher in einem ganzen Jahr zusammengekommen seien. "Das Ausmaß unserer Suche wird beispiellos sein."
Auch Erfolgslosigkeit wäre Ergebnis

Abgehorcht werden sollen unter anderem eine Million Sterne in der Nähe, die Milchstraße und etwa 100 nahe gelegene Galaxien, und zwar auf allen möglichen Frequenzen. Davon gebe es immerhin zehn Milliarden, erklärte Geoff Marcy. Parallel soll es einen Wettbewerb dazu geben, welche Botschaft man Außerirdischen von der Erde aus schicken sollte.
Mehr zum Thema

Zayn Malik ist auch für Stephen Hawking ein Thema. 27.04.15 "Konzentriert euch auf Physik!" Stephen Hawking tröstet One-Direction-Fans
Gegen Aussterben der Menschheit: Hawking sieht Zukunft im All 20.02.15 Gegen Aussterben der Menschheit Hawking sieht Zukunft im All
Neue Software "verändert Leben": Hawking redet jetzt doppelt so schnell 02.12.14 Neue Software "verändert Leben" Hawking redet jetzt doppelt so schnell

Zu den Erfolgsaussichten konnten die Wissenschaftler keine konkreten Angaben machen. "Es ist natürlich ein riesiges Wagnis", sagte der Astrophysiker Martin Rees, der früher einen Lehrstuhl in Cambridge hatte und zum Leitungsteam gehört. "Niemand zählt auf Erfolg, aber der Lohn wird so kolossal sein, wenn man erkennt, dass es anderswo Leben gibt, dass diese Investition sich sehr lohnt." Geplant sei, dass die Mitarbeiter nebenher andere Projekte verfolgen, "damit sie nicht deprimiert werden".

Stephen Hawking, der wegen einer schweren Erkrankung gelähmt ist und sich nur über einen Computer verständigen kann, wies darauf hin, dass auch Erfolglosigkeit einer solch riesigen Suchaktion ein interessantes Ergebnis wäre. "Es ist wichtig für uns, zu wissen, ob wir alleine im Dunklen sind."

Quelle: n-tv.de , jki/AFP/dpa
Benutzeravatar
Gudrun Graf
Forum Admin
 
Beiträge: 544
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Rätselhafte Entdeckungen auf Ceres - "Dieses Ding ist einmalig im Sonnensy

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Jul 2015 20:06

bild zwergplanet Ceres-Foto-2.jpg
bild zwergplanet Ceres-Foto-2.jpg (19.16 KiB) 5917-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Dieses-Ding-ist-einmalig-im-Sonnensystem-article15558101.html
Mittwoch, 22. Juli 2015
Rätselhafte Entdeckungen auf Ceres - "Dieses Ding ist einmalig im Sonnensystem"

Neben Pluto hält derzeit ein weiterer Himmelskörper die Forscher in Atem: Die Nasa-Sonde "Dawn" beobachtet auf dem Zwergplaneten Ceres Dinge, die sie vor ein großes Rätsel stellen. n-tv.de fragt Planetenforscher Ralf Jaumann, was es damit auf sich haben könnte.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Die Weltraumforschung hat derzeit Hochbetrieb. Nachdem der erste Vorbeiflug einer Sonde am Zwergplaneten Pluto für viel Aufsehen gesorgt hat, wenden sich die Forscher einem weiteren Objekt im Sonnensystem zu: dem mysteriösen Zwergplaneten Ceres. Die Nasa-Sonde "Dawn" hat dort bereits spektakuläre Entdeckungen gemacht. Wir sprachen mit Planetenforscher Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) über mögliche Erklärungen für rätselhafte weiße Flecken und eine gigantische Pyramide.

n-tv.de: Derzeit gibt es noch weitere spannende Missionen im Sonnensystem: die der Raumsonde "Dawn" zum Zwergplaneten Ceres. Das DLR ist an dieser Mission direkt beteiligt. Was ist das Ziel der Erforschung von Ceres?
Ralf Jaumann ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin.
Ralf Jaumann ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin.
(Foto: privat)

Ralf Jaumann: Ceres ist der einzige große Eiskörper im Asteroidengürtel, bei dem sich das Material getrennt hat in eine Eiskruste und einen Gesteinskern. Sie ist zudem noch ziemlich nah an der Sonne, das heißt, dort ist das Eis in einem völlig anderen Zustand als bei Pluto. Auch hier schauen wir auf die Oberfläche und erkunden, ob der untere Bereich dieser Eiskruste flüssig ist oder quasi flüssig.

Ein möglicher Ozean ist also - wie bei Pluto - auch ein Thema bei Ceres?

Es ist genau das Gleiche wie bei Pluto. Aber hier hat sich bereits viel mehr bei der Erforschung getan: Bereits im vergangenen Jahr hat das Weltraumteleskop Herschel Wasserdampf in der Umgebung von Ceres entdeckt. Und wir sind jetzt dort hingeflogen und haben an ein paar Stellen auf der Oberfläche von Ceres diese weißen Flecken entdeckt. Die sind für uns noch ein Rätsel, da sie fast fünfmal heller sind als ihre Umgebung – ein Hinweis auf besondere Prozesse in der Kruste der Ceres.
Video
Erste Bilder vom Zwergplaneten: "New Horizons" stattet Pluto einen Besuch ab 16.07.15 – 00:25 min Mediathek Besuch beim Zwergplaneten "New Horizons" schickt erste Bilder von Pluto

Die rätselhaften weißen Flecken haben bereits für großes Aufsehen in der Fachwelt und den Medien gesorgt. Was meinen Sie - worum könnte es sich dabei handeln?

Es gibt mehrere Möglichkeiten dafür. Aber die wahrscheinlichste ist, dass wir dort frisches Material sehen. Es könnte ebenfalls Eis-Vulkanismus, frisches Eis, Salze oder eine Eis-Salz-Mischung sein. Wir sind aber nicht nah genug dran, um das zu klären. Es ist auf jeden Fall etwas Spannendes und es ist etwas, was wir im Sonnensystem so noch nicht gesehen haben.

Die Flecken liegen in einem Einschlagkrater auf der Oberfläche von Ceres. Hat dieser Einschlag durch ein anderes Objekt die Flecken möglicherweise verursacht?

Das ist etwas, was wir noch nicht beurteilen können, weil sich Einschlagkrater verändern. Ein Projektil, das etwa auf dem viel kälteren Pluto auf der Oberfläche einschlägt, bildet ein tiefes Loch. Wenn sie aber so nah an der Sonne sind wie bei Ceres, dann ist das Eis so weich, dass der Krater sich mit der Zeit verändert und verflacht.

Es gab auch andere spektakuläre Entdeckungen auf Ceres – etwa ein kilometerhoher pyramidenförmiger Berg, der sich in relativ flachem Terrain erhebt. Was könnte der Ursprung dieser Struktur sein?

Dieses Ding ist relativ einmalig – dort geschieht Geologie, die wir so im Sonnensystem noch nicht gesehen haben. Und weil wir so etwas nicht gesehen haben, fehlen uns auch die Vergleiche. Daher sind wir Wissenschaftler derzeit ein bisschen ratlos. Man könnte höchstens wild spekulieren oder auf bessere Auflösungen warten.
Mehr zum Thema

Erster Besuch von der Erde: "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto 14.07.15 Erster Besuch von der Erde "New Horizons" fotografiert erstmals Pluto
Vermutlich geologisch aktiv: Gefrorenes Flachland auf Pluto entdeckt 17.07.15 Vermutlich geologisch aktiv Gefrorenes Flachland auf Pluto entdeckt
Nach Sonden-Daten zur wahren Größe: Kann Pluto wieder ein Planet werden? 16.07.15 Nach Sonden-Daten zur wahren Größe Kann Pluto wieder ein Planet werden?
Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel: Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres" 23.06.15 Raumsonde entdeckt weiteres Rätsel Geheimnis der "Großen Pyramide von Ceres"

Voraussichtlich im August soll "Dawn" dann einen niedrigeren Orbit um Ceres eingenommen haben. Erwarten Sie dann des Rätsels Lösung?

Ich glaube, die Auflösung der Bord-Kamera – von dann 120 Metern pro Bildpunkt – wird noch nicht ausreichen. Aber die Sonde "Dawn" wird ja noch weiter absinken und schließlich mit einer Auflösung von 40 Meter pro Bildpunkt fotografieren können. Dann glaube ich, werden wir das Rätsel vielleicht lösen können. Also noch vor Ablauf des Jahres.

In sozialen Netzwerken wurde angesichts der mysteriösen Entdeckungen gleich über mögliche Hinweise auf außerirdisches Leben spekuliert. Was halten Sie von solchen Spekulationen?

Das gehört zum Spaß dazu.

Mit Ralf Jaumann sprach Kai Stoppel

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Erstaunen bei der Nasa - "New Horizons" entdeckt Nebel auf dem Pluto

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Jul 2015 13:35

bild nebel auf pluto.jpg
bild nebel auf pluto.jpg (5.46 KiB) 5905-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/New-Horizons-entdeckt-Nebel-auf-dem-Pluto-article15591011.html
Erstaunen bei der Nasa - "New Horizons" entdeckt Nebel auf dem Pluto

Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern fliegt "New Horizons" Mitte Juli als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbei. Nach und nach trudeln Daten und Bilder bei der Nasa ein - und sorgen für erstaunte Gesichter.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken

Die Nasa-Sonde "New Horizons" hat Nebel auf dem Zwergplaneten Pluto entdeckt. Ein neues Foto zeige sogar zwei dichte Nebelschichten, teilten Nasa-Wissenschaftler mit. "Mir stand der Mund offen, als ich dieses Foto gesehen habe", sagte Missionsleiter Alan Stern. Die eine Nebelschicht liege rund 80 Kilometer über dem Zwergplaneten, die andere rund 50 Kilometer.
Mehr zum Thema

Wohin steuert "New Horizons" jetzt?: Bis zum Pluto - und noch viel weiter 21.07.15 Wohin steuert "New Horizons" jetzt? Bis zum Pluto - und noch viel weiter
Nach Sonden-Daten zur wahren Größe: Kann Pluto wieder ein Planet werden? 16.07.15 Nach Sonden-Daten zur wahren Größe Kann Pluto wieder ein Planet werden?
70 Meter Durchmesser: die Parabolantenne in Canberra, Australien, die die hochaufgelösten Bilder von "New Horizons" empfängt. 15.07.15 4,9 Milliarden Kilometer entfernt Wie die Pluto-Daten zur Erde kommen

In 130 Kilometern Höhe gebe es vereinzelt sogar auch noch Nebelfelder, dabei hatten Wissenschaftler eigentlich gedacht, dass es in mehr als 30 Kilometern Höhe über dem Pluto schon zu warm für Nebel sein müsste. "Wir brauchen ein paar neue Ideen, um herauszufinden, was da los ist", sagte Nasa-Forscher Michael Summers.

Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern war "New Horizons" Mitte Juli als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Bis alle beim Vorbeiflug aufgenommenen Daten und Fotos zur Erde geschickt sind, wird es noch 16 Monate dauern.
Bilderserie
Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt Der erste Blick auf eine fremde Welt

Quelle: n-tv.de , bad/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Spektakuläre Zufallsentdeckung: Schwarzes Loch zerreißt Stern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jul 2015 07:37

bild schwarzes loch zerreist stern.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/spektakulaere-zufallsentdeckung-schwarzes-loch-zerreisst-stern.html;jsessionid=BCB12C0E035E2B5107B5DB5B29A7D31C

30.07.2015


Artikel senden | Drucken |
Spektakuläre Zufallsentdeckung: Schwarzes Loch zerreißt Stern
Andreas von Rétyi

Ein riesiges Schwarzes Loch hat sich durch eine aggressive Fressphase verraten – doch Forscher stießen erst kürzlich per Zufall auf das kosmische Monster mit seinen 100 Millionen Sonnenmassen. Eine kosmische Sondervorstellung, wie sie in unserer eigenen Galaxie nur einmal alle paar 10 000 Jahre vorkommt und jetzt in einem fernen Sternensystem entdeckt wurde.



Wenn Galaxien plötzlich deutliche Veränderungen zeigen, muss schon etwas ganz Großes im Gange sein. Für gewöhnlich bieten diese gigantischen Sternansammlungen kaum Abwechslung. Abgesehen von vereinzelten Supernova-Ausbrüchen, die einen zusätzlichen hellen Stern irgendwo in die Spiralarme zaubern, ändert sich dort kurzzeitig kaum etwas. Kürzlich aber haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching bei München während umfangreicher Datenauswertungen einen erstaunlichen Zufallsfund gemacht.



Andrea Merloni und seine Kollegen arbeiten daran, eine künftige Satellitenmission für Röntgenbeobachtungen vorzubereiten. Dazu stöbern sie in den riesigen Beständen des Sloan Digital Sky Survey (SDSS), einer seit 1998 durchgeführten Himmelsdurchmusterung, die weite Teile des nächtlichen Firmaments im optischen Licht abtastet und dabei Millionen von Galaxien erfasst. Das zum Spektrum aufgefächerte Licht liefert in verschlüsselter Form zahlreiche Informationen über die fernen Sternmetropolen – ein Barcode der Natur.



Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, wiederholt Spektren bestimmter Galaxien aufzunehmen. Allerdings gleichen sich die Ergebnisse meist wie ein Ei dem anderen, selbst dann, wenn zwischen den Aufzeichnungen viele Jahre oder Jahrzehnte liegen. Menschenalter und historische Zeitalter bleiben auf der galaktischen Lebensuhr nichts als winzigste Sekundenbruchteile. Doch gibt es Ausnahmen. Auf eine davon stieß kürzlich die Gruppe von Merloni in einer Quasargalaxie mit der wenig anschaulichen Koordinaten-Bezeichnung SDSS J015957.64+003310.5, kurz »J0159+0033«.



Als die Astrophysiker diesen aktiven Galaxienkern auf mehreren Spektren genauer in Augenschein nahmen, bemerkten sie eine unerwartete, radikale Veränderung: Zwischen den Jahren 1998 und 2005 muss sich in jener Galaxie etwas ganz besonders Dramatisches abgespielt haben, das allerdings niemandem aufgefallen war. Der kosmische Barcode lieferte Hinweise, was hier geschah.



Es sah genauso aus, »als ob das zentrale Schwarze Loch ein- und wieder ausgeschaltet wurde«, erläutert Merloni. Die Beobachtungen bestätigen auch die unabhängig gewonnenen Ergebnisse einer zweiten Forschergruppe um Stephanie M. LaMassa in den USA. Diese Gruppe machte ihre Kollegen erstmals auf das Objekt aufmerksam, allerdings ohne die Interpretation der auslösenden Vorgänge.



Nach heutiger Einschätzung finden sich in den Zentralgebieten aller großen Galaxien solche supermassiven Objekte, die oft als finstere Materiefallen geschildert werden. Einige schlummern vor sich hin, andere sind gerade aktiv. Genaue Beobachtungen des Kerns unseres Milchstraßensystems liefern mittlerweile ebenfalls sehr deutliche Belege für die Existenz eines supermassiven Schwarzen Lochs von rund vier Millionen Sonnenmassen.



Riesenteleskope zeigen, wie sich dessen unmittelbare Nachbarsterne mit irrwitzigem Tempo um diese gigantische Masse bewegen. Seit 2004 ist außerdem eine Sterngruppe namens IRS13 bekannt, die sich um ein benachbartes, mittelgroßes Schwarzes Loch von rund 1300 Sonnenmassen bewegt. Das ganze Ensemble kreist nach derzeitigem Kenntnisstand zusammen mit Zigtausenden kleinerer Schwarzen Löcher um den mächtigen Kern. Das galaktische Zentrum ‒ eine völlig bizarre Welt.



Noch wesentlich massiger ist das Schwarze Loch von J0159+0033: rund 100 Millionen Sonnenmassen bringt es auf die Waage. Und es wächst weiter. Gerade »jetzt« zeigt es wieder deutliche Aktivität, die sich im veränderten »Barcode« offenbart. Durch reinen Zufall haben die beiden bedeutendsten Weltraum-Röntgenobservatorien, XMM-Newton der ESA sowie Chandra der NASA, im Abstand von zehn Jahren ebenfalls Bilder dieser kosmischen Region gemacht und die bemerkenswerte Galaxie abgelichtet. Diese Beobachtungen liefern Informationen darüber, wie das Schwarze Loch »frisst«.



Die meisten Astronomen nehmen heute allgemein an, dass die supermassiven Schwarzen Löcher, die mitten in den großen Galaxien thronen, sich von interstellarem Gas ernähren. Umliegendes Gas kann der enormen Anziehungskraft nicht entkommen und wird erbarmungslos ins Innere des Schwarzen Loches gezogen. Solche Prozesse laufen mit Unterbrechungen über sehr lange Zeiträume ab.



So glauben Astronomen, dass ein anfangs recht kleines Schwarzes Loch, das während der Explosion eines massereichen Sterns entsteht, schließlich zu einem supermassiven »Monster« werden kann, wie es im Herzen der Galaxien sitzt. Doch ob sich die zentralen Giganten wirklich auf diesem Weg bilden oder ihre Geburt wesentlich direkter mit der Entstehung der Muttergalaxie verknüpft ist, kann derzeit niemand wirklich sicher beantworten. Was bleibt, sind mehr oder minder fundierte Spekulationen. Das Thema gilt als Gegenstand aktueller Forschungen.



Was allerdings Merloni und seinen Kollegen jüngst auffiel, passt sehr gut zu den Erwartungen, die man an das Verhalten aktiv fressender Schwarzer Löcher knüpft, sofern sie nicht gerade an interstellarem Gas »nuckeln«, sondern einen ganzen Stern zerreißen und verschlingen, der ihnen zu nahekam.



Genau das muss im Fall von J0159+0033 geschehen sein. Die in die Länge gezogenen Überreste des Sterns wirbeln nacheinander in das Schwarze Loch und erzeugen jeweils riesige Strahlungsausbrüche. Diese Blitze leuchten für Monate oder gar ein ganzes Jahr so hell wie die vielen Milliarden übrigen Sterne der betreffenden Galaxie. Diese unvorstellbaren und seltenen Ereignisse sind auch als Tidal Disruption Flares (TDF) bekannt, da die apokalyptische Gezeitenwirkung des Schwarzen Loches für das grelle Aufleuchten verantwortlich gemacht wird.



Das aktuelle Beispiel wartet dabei mit einem Superlativ auf: Es ist das massereichste Schwarze Loch, das je bei einem solchen stellaren »Raubzug« entdeckt wurde. Außerdem gilt es als das erste System, von dem die Forscher mit einiger Gewissheit davon ausgehen können, dass es sich in den letzten paar 10 000 Jahren von interstellarem Gas ernährte – wobei der jetzt von der Erde aus beobachtete Zustand als zeitliche Bezugsmarke gemeint ist. Unlängst folgte dann der »Sonntagsbraten« in Gestalt eines massiven Sterns.



Astronomen werten die neuen Beobachtungen als wichtige Hinweise auf den typischen »Speiseplan« eines Schwarzen Loches – eine gute Mischung aus Gas und Sternen. Merloni zeigt sich sichtlich erfreut über die spannende Entdeckung, die vom blanken Zufall diktiert wurde. Und er wundert sich. Denn, so kommentiert er: »Louis Pasteur sagte: ›Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist‹. Aber in unserem Fall war niemand wirklich bereit. Wir hätten dieses einmalige Objekt bereits vor zehn Jahren entdecken können, aber wir wussten nicht, wonach wir suchen müssen. In der Astronomie geschieht es recht häufig, dass wir den Fortschritt in unserem Verständnis des Kosmos zufälligen Entdeckungen verdanken. Jetzt haben wir eine bessere Vorstellung davon, wie wir mehr solche Ereignisse finden können; und zukünftige Instrumente werden unsere Reichweite erheblich erweitern.«



So soll in weniger als zwei Jahren das leistungsstarke eROSITA-Röntgenteleskop gebaut werden, um den gesamten Himmel abzutasten und dabei wahrscheinlich gleich Hunderte neuer TDFs zu finden. Außerdem befindet sich eine neue Generation von Riesenteleskopen in den Startlöchern, deren noch gigantischere Augen völlig neue Tore zum Universum aufstoßen werden. Was der Kosmos dann offenbart, das steht heute allerdings noch buchstäblich in den Sternen.

.

Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: J. Guillochon (Harvard University) and E. Ramirez-Ruiz (University of California at Santa Cruz)

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

500 Meter Durchmesser - China setzt Mega-Teleskop zusammen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jul 2015 09:05

bild mega teleskop.png
bild mega teleskop.png (695.65 KiB) 5881-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/China-setzt-Mega-Teleskop-zusammen-article15617851.html
500 Meter Durchmesser - China setzt Mega-Teleskop zusammen

Das lässt die Herzen von Astronomen höher schlagen: China beginnt damit, ein riesiges Teleskop zusammenzusetzen, das Strahlung aus den Tiefen des Weltalls auffangen soll. Es wird das bislang größte Radioteleskop der Welt ablösen - und zwar mit Abstand.



Chinesische Techniker haben damit begonnen, das "Five Hundred Meter Aperture Spherical Telescope" ("Fast") zusammenzusetzen. Die ersten der insgesamt 4450 dreieckigen Paneele mit einer Seitenlänge von je elf Metern wurden an der schüsselartigen Vorrichtung platziert, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Der Bau des riesigen Radio-Teleskops in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas soll im September 2016 abgeschlossen sein.
Mehr zum Thema

Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste 21.02.12 Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste
Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls 24.04.15 Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls
Immer wieder werden neue Planeten entdeckt. Wie viele gibt es, die Leben beherbergen? 15.05.14 Hallo, ist da jemand? Außerirdische im Visier der Forscher
Dr. Ralf Möller ist Mikrobiologe und arbeitet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln in der Arbeitsgruppe Astrobiologie der Abteilung Strahlenbiologie Strahlenbiologie. 26.02.15 Wie sieht Leben im All aus? Alle suchen und keiner weiß, wonach

Mit seinem enormen Durchmesser von 500 Metern wird das "Fast" das mit 300 Metern Durchmesser bislang größte Radioteleskop, das "Arecibo Observatory" in Puerto Rico, ablösen. Das Teleskop entsteht in einer natürlichen Einbuchtung zwischen drei Hügeln - fernab von Städten und Dörfern. In einem Umkreis von fünf Kilometern leben keine Menschen. Das soll Störungen des empfindlichen Messgeräts ausschließen.

Das neue Teleskop wird keine Bilder vom Universum aufzeichnen. Radioteleskope zeichnen Strahlung aus den Tiefen des Alls auf. Vor allem von der Beobachtung von Pulsaren, Supernovae und anderen astronomischen Phänomenen versprechen sich Wissenschaftler viele neue Erkenntnisse über das Universum. Außerdem soll "Fast" im Rahmen des SETI-Projekts auch die Suche nach außerirdischem Leben unterstützen. Je größer ein Radioteleskop ist, desto empfindlicher ist es auch - mit dem "Fast" können also deutlich schwächere Signale aufgefangen werden als bislang.

Quelle: n-tv.de , fma
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Außerhalb unseres Sonnensystems - Erste Polarlichter im fernen All entdeck

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jul 2015 09:17

bild erste polarlichter.jpg
http://www.n-tv.de/wissen/Erste-Polarlichter-im-fernen-All-entdeckt-article15611271.html
Außerhalb unseres Sonnensystems - Erste Polarlichter im fernen All entdeckt

Polarlichter bieten auf der Erde ein überwältigendes Himmelsschauspiel in Grün, Rot oder Lila. Nun haben Forscher sie auch erstmals außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Das Leuchten entsteht ganz anders als auf der Erde.


Polarlichter auf dem Objekt LSR J1835+3259 (Computergrafik).
Polarlichter auf dem Objekt LSR J1835+3259 (Computergrafik).
(Foto: dpa)

US-amerikanische Astronomen haben die ersten Polarlichter außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Die Leuchterscheinungen auf dem Himmelskörper LSR J1835+3259 seien mehr als 10.000-mal so stark wie die bisher bekannten auf dem Jupiter, schreiben Gregg Hallinan vom California Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien/USA) und seine Kollegen. Ihre Studie ist im Fachjournal "Nature" erschienen.

Der über 18 Lichtjahre entfernte LSR J1835+3259 ist vermutlich ein sogenannter Brauner Zwerg - um ein Vielfaches größer als Jupiter, aber kleiner als der kleinste Stern. In Braunen Zwergen gibt es zwar Kernfusionsprozesse, aber nicht die Wasserstofffusion, die einen Stern wie die Sonne ausmachen.

Das Team um Hallinan beobachtete die Strahlung verschiedener Wellenlänge von LSR J1835+3259 und Spektrallinien. Das Ergebnis bringt Hallinan in einer Pressemitteilung des National Radio Astronomy Observatory in Socorro (New Mexico/USA) so auf den Punkt: "All die magnetische Aktivität, die wir auf diesem Objekt sehen, kann durch kraftvolle Polarlichter erklärt werden." Solche Polarlichter könnten vermutlich auch bei Exoplaneten beobachtet werden, die mehr Masse als Jupiter besitzen.
Sonnenwind verformt Erdmagnetfeld
Mehr zum Thema

Gebilde geben Rätsel auf: Astronomen entdecken riesige Marswolken 16.02.15 Gebilde geben Rätsel auf Astronomen entdecken riesige Marswolken
Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem 15.01.13 Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Auf der Erde entstehen Polarlichter, wenn der Sonnenwind das Erdmagnetfeld so verformt, dass elektrisch geladene Teilchen in Polnähe auf Atome in der Atmosphäre treffen. Die Sauerstoff- und Stickstoffatome werden so auf ein höheres Energieniveau und schließlich zum Leuchten gebracht.

Was die Polarlichter auf dem Braunen Zwerg antreibe, sei derzeit noch nicht klar, schreiben die Forscher. Eine Vermutung ist, dass es ähnlich sein könnte wie beim Jupiter und seinem Mond Io. Dann würde den Astronomen zufolge ein Planet in der Größe der Erde, der LSR J1835+3259 in geringem Abstand umkreist, einen genügend großen Strom erzeugen, um die Polarlichter mit Energie zu versorgen.
Bilderserie
Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen Polarlichter

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Auch Oberfläche verblüfft Forscher - Komet "Tschuri" enthält organische St

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jul 2015 10:31

bild komet tschuri enthält organische soffe.jpg
bild komet tschuri enthält organische soffe.jpg (45.79 KiB) 5868-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Komet-Tschuri-enthaelt-organische-Stoffe-article15621341.html
Auch Oberfläche verblüfft Forscher - Komet "Tschuri" enthält organische Stoffe

Der Roboter "Philae" hat auf "Tschuri" organische Stoffe entdeckt, darunter welche, die noch nie auf einem Kometen gefunden wurden. Eine wichtige Entdeckung, denn einige Forscher glauben, dass Kometen-Material zur Entstehung des Lebens auf der Erde beitrug.


Der Komet "Tschuri" ist wesentlich vielseitiger als bisher vermutet: Messungen des Landeroboters "Philae" beweisen, dass der Himmelskörper viele organische Moleküle enthält. Zudem zeigen die ungeplanten Hopser des Mini-Labors, dass die Oberfläche stellenweise weich wie Neuschnee ist, andernorts dagegen extrem hart. Das schreiben Forschergruppen mit maßgeblicher deutscher Beteiligung in sieben Fachartikel des Magazins "Science".

Ein Team um Fred Goesmann vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) berichtet über den Nachweis von 16 organischen Molekülen. Vier davon wurden noch nie auf einem solchen Himmelskörper gefunden. Diese - Methyl-Isocyanat, Aceton, Propionaldehyd und Acetamid - sind recht kleine Moleküle.

"Insgesamt handelt es sich um einen wahren Baukasten organischer Verbindungen, von denen viele als Ausgangspunkt für wichtige biochemische Reaktionen dienen können", wird Goesmann in einer Mitteilung seines Instituts zitiert. In weiteren chemischen Reaktionen könnten sie sich zu Bausteinen des Lebens wie etwa Zuckern oder Aminosäuren entwickeln, die nach dem Glauben vieler Forscher zur Entstehung des Lebens auf der Erde beigetragen haben. Ein Team um Ian Wright von der britischen Open University in Milton Keynes fand Hinweise auf größere kettenförmige Moleküle, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen.
Verblüffende Oberfläche
Video
Nach sieben Monaten Funkstille: "Philae" nimmt wieder Kontakt zur Erde auf 15.06.15 – 00:49 min Mediathek Nach sieben Monaten Funkstille "Philae" nimmt wieder Kontakt zur Erde auf

"67P/Tschurjumow-Gerassimenko" verblüfft die Forscher auch mit seiner Oberfläche. Bei der ersten Landung einer Raumsonde auf einem Kometen war der kleine Landeroboter "Philae" zuerst in der Region Agilkia aufgesetzt, dann abgeprallt und zwei Stunden später nach zwei weiteren Hüpfern am ungeplanten Landeort Abydos zum Stillstand gekommen.

Die Forscher berichten, dass die Oberfläche des Kometen bei Agilkia von einer etwa 20 Zentimeter dicken Granulat-Schicht überzogen ist. Die sei etwa so weich wie Neuschnee, so dass der Landeroboter sogar Abdrücke hinterlassen habe.

Der spätere Landeplatz Abydos ist dagegen so hart, dass "Philae" vergeblich versuchte, ein Messgerät in den Boden zu hämmern, auch Füße oder Eisschrauben seien nicht nennenswert in den Boden eingedrungen. Das berichten Forscher um Tilmann Spohn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Die Oberfläche ist dort vermutlich etwa 2000 Mal härter als am ersten Ort.
Harter Boden größte Überraschung

"Vielleicht kann man es als größte Überraschung des Kometen bezeichnen, dass Abydos einen so harten Boden hat", erläutert Spohn in einer DLR-Mitteilung. "Wir hätten es wohl nie gewagt, eine Landung in einem so rauen Gelände wie Abydos zu versuchen", sagt der "Philae"-Projektleiter Stephan Ulamec vom DLR. Wenig überraschend sind dagegen die Temperaturen auf "Tschuri". Sie lagen wie erwartet zwischen minus 180 und minus 140 Grad Celsius. Zudem besitzt der Komet kein eigenes messbares Magnetfeld. Für die Kometenforscher ist das eine wichtige Erkenntnis für die Entstehungsmodelle.
Mehr zum Thema

Sonde von Gasausstoß getroffen?: Forscher bangen um "Philae" 20.07.15 Sonde von Gasausstoß getroffen? Forscher bangen um "Philae"
Signale nach zwei Wochen Funkstille: Experten wundern sich über "Philae" 10.07.15 Signale nach zwei Wochen Funkstille Experten wundern sich über "Philae"
Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde 12.11.14 Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

"Philae" war im November auf dem Kometen gelandet - nach zehnjähriger Reise mit der Raumsonde "Rosetta". Vorher waren Kometenforscher fast einhellig der Meinung, der Landeroboter werde auf weichem Boden landen. "Stattdessen sind wir mehrfach abgeprallt, nachdem die Harpunen des Landers nicht auslösten, um den Lander im Boden zu verankern", stellt Jens Biele vom DLR fest. Warum die Harpunen nicht funktionierten, ist nach DLR-Angaben noch nicht geklärt.

Der Verlauf der Landung und die Messungen der Instrumente sollen auch bei der Planung zukünftiger Missionen helfen. So hat nach DLR-Angaben etwa die US-Raumfahrtbehörde Nasa Interesse, die Erkenntnisse der ersten Kometenlandung zu nutzen. "Wir haben auf jeden Fall eines mit dieser ersten Kometenlandung gelernt", sagt Ulamec. "Das Abprallen ist ein größeres Problem als das mögliche Versinken im Boden."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Rätsel Konzentrationsunterschiede - Lithium bei Sternexplosion nachgewiese

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jul 2015 10:54

bild lithium bei sternenexplosion.png
bild lithium bei sternenexplosion.png (506.33 KiB) 5862-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Lithium-bei-Sternexplosion-nachgewiesen-article15622121.html
Freitag, 31. Juli 2015
Rätsel Konzentrationsunterschiede - Lithium bei Sternexplosion nachgewiesen

Lithium ist das leichteste Metall auf der Erde. Den Stoff gibt es jedoch auch im All. Hohe Konzentrationen davon sind in der Heimatgalaxie vorhanden, kleine in der kosmischen Umgebung alter Sterne. Weshalb es die Unterschiede gibt, können Experten nun erklären.



Astronomen haben erstmals das Metall Lithium in einem explodierenden Stern nachgewiesen. Die Beobachtung kann die unerwartet hohe Lithiumkonzentration in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, erklären, wie die Europäische Südsternwarte Eso in Garching bei München berichtet. Der Nachweis helfe, den Mix chemischer Elemente in verschiedenen Sternen besser zu verstehen. Das Team um Luca Izzo von der Universität La Sapienza in Rom stellt seine Entdeckung im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters" vor.
Bilderserie
Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Lithium ist das leichteste Metall und eines der leichtesten chemischen Elemente überhaupt. Nach gängigen Vorstellungen ist es zusammen mit Helium und Wasserstoff bereits im Urknall entstanden, allerdings in bescheidenem Umfang. Anders als andere schwere Elemente wird es nicht in nennenswerter Menge bei der normalen Kernfusion im Inneren von Sternen erzeugt. Der Lithiumgehalt sollte daher in Sternen aller Generationen ungefähr gleich sein.

Tatsächlich besitzen jedoch zumindest in unserer kosmischen Umgebung alte Sterne weniger und junge Sterne bis zu zehn Mal mehr Lithium als erwartet. Dieser Unterschied bereite Astronomen seit Jahrzehnten Kopfzerbrechen, betont die Eso. Eine vielversprechende Theorie lautet, dass Lithium bei einer bestimmten Form der Sternexplosion erzeugt wird, der sogenannten Nova, und sich auf diese Weise im Baumaterial für Sterne der jeweils nächsten Generation anreichert. Trotz intensiver Suche ließ sich bislang jedoch keine Spur des Leichtmetalls bei irgendeiner Nova finden.
Eindeutiger Lithium-Nachweis
Mehr zum Thema

Einzigartiges "Labor" im Weltall: Astronomen beobachten Planeten-Geburt 04.07.15 Einzigartiges "Labor" im Weltall Astronomen beobachten Planeten-Geburt
Eine der bekanntesten Supernova-Explosionswolken: der Krebsnebel. Seit dem Jahr 1054 verteilt er sich im Weltraum. Die bei der Explosion herausgeschleuderten Elemente sind an den Farben zu erkennen: blau und rot deuten auf Sauerstoff hin, grün auf Schwefel. 17.09.13 Frage & Antwort, Nr. 292 Bestehen wir aus Sternenstaub?
Dieser seltsam geformte Nebel ist das Überbleibsel einer Supernova-Explosion, die vor 11.000 Jahren stattfand. 18.12.12 Frage & Antwort, Nr. 254 Warum leben große Sterne kürzer?
Faszinierendes Spektakel: Die Geburt einer Riesensonne im Sternbild Zentaur. 14.07.10 "Voll ausgebildeter Embryo" Riesensterngeburt im Zentaur

Izzo und seine Kollegen untersuchten nun die bislang hellste Nova dieses Jahrhunderts im Detail, die Ende 2013 im Sternbild Zentaur am Südhimmel aufgeflammt war. Tatsächlich wurden sie bei dieser Nova mit der Katalognummer V1369 Centauri fündig: Die Analyse zeige den eindeutigen chemischen Fingerabdruck von Lithium, das sich mit zwei Millionen Kilometern pro Stunde von der Nova fortbewege, erläutert die Südsternwarte. Zwar handele es sich nicht um viel Lithium – die Astronomen schätzen seine Masse auf weniger als ein Milliardstel der Masse unserer Sonne –, die vielen Milliarden Novae in der Geschichte der Milchstraße könnten die vergleichsweise hohe Lithiumkonzentration jedoch zufriedenstellend erklären.

"Das ist ein sehr wichtiger Fortschritt", betont Ko-Autor Massimo Della Valle vom Astronomischen Observatorium Neapel (Inaf) in der Eso-Mitteilung. "Wenn wir die Entwicklungsgeschichte der chemischen Elemente in unserer Milchstraße mit einem großen Puzzle vergleichen, dann war der Fund von Lithium in einer Nova einer der wichtigsten und schwierigsten noch fehlenden Steine in diesem Puzzle."
Bilderserie
Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Kosmischer Nachbar - Astronomen entdecken Supererde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Aug 2015 18:23

bild Supererde.jpg
bild Supererde.jpg (36.41 KiB) 5852-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Astronomen-entdecken-Supererde-article15639841.html
Sonntag, 02. August 2015
Kosmischer Nachbar - Astronomen entdecken Supererde

Die Rüttelbewegungen eines Sterns bringen Astronomen auf die Fährte einer sogenannten Supererde. Der riesige Gesteinsplanet befindet sich in direkter Nachbarschaft zu unserem Sonnensystem. Die Nähe zur Erde bietet den Forschern einzigartige Möglichkeiten.


Astronomen haben im Sternbild Kassiopeia den bislang nächsten Gesteinsplaneten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Die sogenannte Supererde und ihr Heimatstern sind rund 21 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt und gehören damit zur unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft, wie die Forscher um Ati Motalebi von der Universität Genf im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" berichten. Der Stern ist in klaren Nächten sogar mit dem bloßen Auge sichtbar. Für Leben ist es auf der neu entdeckten Supererde allerdings viel zu heiß.

"Die meisten bekannten Planeten sind Hunderte Lichtjahre entfernt", erläutert Ko-Autor Lars Buchhave vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in einer Mitteilung seines Instituts. "Dieser hier ist praktisch ein direkter Nachbar."
Dichte ähnlich der Erde

Als Supererden bezeichnen Astronomen Gesteinsplaneten mit bis zur zehnfachen Erdmasse. Den Analysen zufolge besitzt die jetzt entdeckte Supererde rund 4,5 Mal so viel Masse wie unser Heimatplanet sowie einen 1,6 Mal größeren Durchmesser. Daraus ergibt sich eine mittlere Dichte von sechs Gramm pro Kubikzentimeter, ähnlich der unserer Erde, was auf einen Gesteinsplaneten schließen lässt. Die Supererde umkreist ihren Heimatstern sehr dicht einmal in sechs Tagen.
Transit eines Planeten vor seinem Heimatstern.
Transit eines Planeten vor seinem Heimatstern.
(Foto: Nasa/JPL-Caltech)

Die Forscher hatten gezielt Nachbarsterne unserer Sonne auf mögliche Planeten untersucht. Die Supererde in der Kassiopeia verriet sich durch ihre Schwerkraft, mit der sie an ihrem Heimatstern rüttelt. Diese rhythmischen Schwankungen zeigten sich in den Bebachtungsdaten des Sterns mit der Katalognummer HD 219134. Den Planeten selber kann kein existierendes Teleskop abbilden.

Den Beobachtungen zufolge besitzt der Stern, der etwas kleiner und kühler ist als die Sonne, sogar ein ganzes Planetensystem: Außer der Supererde mit 6 Tagen Umlaufzeit umkreisen ihn zwei Planeten mit der 2,7-fachen und der 9-fachen Masse der Erde in 6,8 und 47 Tagen sowie ein Planet mit 62 Erdmassen in 1190 Tagen. Über die Beschaffenheit dieser Planeten machen die Astronomen keine Angaben.
Aufschlussreicher Transit
Mehr zum Thema

Rätsel Konzentrationsunterschiede: Lithium bei Sternexplosion nachgewiesen 31.07.15 Rätsel Konzentrationsunterschiede Lithium bei Sternexplosion nachgewiesen
Außerhalb unseres Sonnensystems: Erste Polarlichter im fernen All entdeckt 29.07.15 Außerhalb unseres Sonnensystems Erste Polarlichter im fernen All entdeckt
Erstaunen bei der Nasa: "New Horizons" entdeckt Nebel auf dem Pluto 25.07.15 Erstaunen bei der Nasa "New Horizons" entdeckt Nebel auf dem Pluto
Neu entdeckter Planet Kepler-452b: Reise zur "zweiten Erde" wäre möglich 24.07.15 Neu entdeckter Planet Kepler-452b Reise zur "zweiten Erde" wäre möglich

Mit dem "Spitzer"-Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde Nasa beobachteten die Forscher, wie die Supererde in einer Art Mini-Sonnenfinsternis vor ihrem Heimatstern vorbeiwanderte. Dieses Phänomen ist nur zu sehen, wenn wir von der Erde aus zufällig genau auf die Kante eines fernen Sonnensystems blicken. Der sogenannte Transit eines Planeten schwächt dann das Licht seines Sterns vorübergehend um einen winzigen, aber charakteristischen Betrag ab. Auf diese Weise sind bereits mehrere Exoplaneten nachgewiesen worden. Die Supererde von HD 219134 ist bei weitem der dichteste Transit-Planet.

Von dem System erhoffen sich die Astronomen weitere Erkenntnisse. So eröffnet der Transit eine Chance auf die Untersuchung einer möglichen Atmosphäre der Supererde, da das Sternenlicht die Atmosphäre dann durchleuchtet. "Durch seine Nähe ist HD 219134 ideal für künftige Untersuchungen", betont Motalebi in der Mitteilung. Die genaue Analyse des Systems kann demnach auch wichtige Informationen über allgemeine Rahmenbedingungen für die Entstehung von Planeten liefern.

Quelle: n-tv.de , ail/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Heiß glühender Kern ist freigelegt - Spektakuläres Foto von sterbendem Ste

Beitragvon Gudrun Graf » 5. Aug 2015 18:31

bild sterbender stern.jpg
bild sterbender stern.jpg (11.69 KiB) 5837-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Spektakulaeres-Foto-von-sterbendem-Stern-article15657066.html
Mittwoch, 05. August 2015
Heiß glühender Kern ist freigelegt - Spektakuläres Foto von sterbendem Stern

Es sieht aus wie eine Seifenblase, ist aber die abgestoßene Hülle eines Sterns, dessen Ende naht. Seine UV-Strahlung lässt das Gas leuchten. Ein Phänomen von kurzer Dauer - nach kosmischen Maßstäben.



Die Europäische Südsternwarte hat ein spektakuläres Bild eines sterbenden Sterns veröffentlicht. Die Aufnahme zeigt den Südlichen Eulennebel im Sternbild Wasserschlange (Hydra), wie die Südsternwarte (Eso) in Garching bei München mitteilte.

Bei der rot und blau schimmernden Gasblase handelt es sich um die abgestoßene Hülle eines alten Sterns, der sich dem Ende seiner Existenz nähert. Das Foto sei das bislang beste von diesem Himmelsobjekt, das die Katalognummer ESO 378-1 trägt.
Intensive UV-Strahlung

Die abgestoßene Gashülle legt den heiß glühenden Kern des alternden Sterns frei, der intensive UV-Strahlung aussendet. Diese Strahlung bringt das Gas zum Leuchten. Da die leuchtenden Gasblasen in früheren Teleskopen wie schwach schimmernde Gasplaneten aussahen, tauften Astronomen sie Planetare Nebel.
Mehr zum Thema

Dieser seltsam geformte Nebel ist das Überbleibsel einer Supernova-Explosion, die vor 11.000 Jahren stattfand. 18.12.12 Frage & Antwort, Nr. 254 Warum leben große Sterne kürzer?
Einzigartige Aufnahme: Nebel und Stern formen "Diamantring" 09.04.14 Einzigartige Aufnahme Nebel und Stern formen "Diamantring"
Gigantischer Ausbruch vor dem Tod: Stern schleudert Materie ins All 07.02.13 Gigantischer Ausbruch vor dem Tod Stern schleudert Materie ins All

Planetare Nebel sind nach kosmischen Maßstäben ein rasch vergängliches Phänomen: Schon nach einigen zehntausend Jahren verblassen sie, wenn das Gas auseinandertreibt. Im Verhältnis zu seinem Stern sei ein Planetarer Nebel damit so kurzlebig wie eine Seifenblase, verglichen mit einem Menschen, erläuterte die Eso.

Planetare Nebel sind reich an Kohlenstoff, Stickstoff und schwereren Elementen, die bei der Kernfusion in Sternen gebacken werden. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Anreicherung des Weltalls mit Baumaterial für neue Sterne und Planeten. Wie der Zentralstern des Südlichen Eulennebels wird auch unsere Sonne einmal ihre Gashülle abstoßen und als sogenannter Weißer Zwerg allmählich ausglimmen.
Bilderserie
Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
Benutzeravatar
Gudrun Graf
Forum Admin
 
Beiträge: 544
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Die unbekannte Seite - "Epic" zeigt den Mond von hinten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Aug 2015 11:35

bild mond von hinten.jpg
bild mond von hinten.jpg (39.44 KiB) 5766-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Epic-zeigt-den-Mond-von-hinten-article15670871.html
Die unbekannte Seite - "Epic" zeigt den Mond von hinten

Jedes Kind kennt das Mondgesicht, die Vorderseite des Trabanten ist uns vertraut. Doch seine Rückseite liegt für den Menschen im Dunkeln. Einer Nasa-Kamera sind nun wunderbare Bilder gelungen - farbig, scharf und perfekt ausgeleuchtet.



Es sind einzigartige Aufnahmen: Die Nasa-Kamera "Epic" auf dem "Deep Space Climate Observatory", einem Satelliten zur Beobachtung des Erd- und Sonnenklimas, nimmt den Mond in den Blick – von hinten. Zu sehen ist also die Seite des Trabanten, die von der Erde niemals sichtbar ist. Und das in Farbe, voller Schärfe und perfekt ausgeleuchtet. Der Satellit ist in 1,5 Millionen Kilometern Abstand zur Erde so positioniert, dass er stets auf die sonnenbeschienene Seite des Planeten schaut. Sonne, Kamera, Mond und Erde stehen genau in einer Achse. So ergibt sich ein hoch beeindruckendes Bild, wenn der Mond an der Erde vorbeizieht.

Unbekannt ist die erdabgewandte Seite des Mondes nicht: 1959 gelangen der sowjetischen Mondsonde Lunik 3 erste Bilder. In den 1960ern Jahren wurde die Qualität der Karten im Zuge der Apollo-Missionen immer besser. 2008 machte die Nasa-Sonde Deep Impact Aufnahmen aus rund 50 Millionen Kilometern Entfernung von der Rückseite des Erdtrabanten. Grabenstrukturen sind dort auszumachen und deutlich mehr Krater als auf der Seite, die der Mond der Erde zeigt. Außerdem ist die Mondkruste auf seiner Rückseite doppelt so dick wie auf der Vorderseite. Die dunklen Tiefebenen, die Maria, die auf der erdzugewandten Seite so prominent sind und das typische "Mondgesicht" bilden, gibt es auf der erdabgewandten Seite fast gar nicht.
Mehr zum Thema

"Epic" nimmt die Arbeit auf: Nasa macht einzigartiges Foto der Erde 21.07.15 "Epic" nimmt die Arbeit auf Nasa macht einzigartiges Foto der Erde
"Hier sind wir, auf einem unbedeutenden Planeten, der um einen nicht besonders bedeutenden Stern herumfliegt, in einer Galaxie von Millionen Sternen, die nicht bedeutend ist, wo es doch Millionen und Abermillionen von Galaxien gibt im Universum - sind wir also wirklich so bedeutend? Ich glaube kaum." 17.10.13 Earthrise: Die Erde geht auf Das Bild, das die Welt bewegte
So stellten sich angehende Architekten der TU Darmstadt eine mögliche Mondstation vor – ein Entwurf von 2009. Damals diskutierten Wissenschaftler, Ingenieure, Verfahrenstechniker und Architekten auf dem Symposium Lunar Base in Karlsruhe, wie eine bewohnbare Station auf dem Erdtrabanten ausstehen könnte. 08.07.15 Gemeinsames Menschheitsprojekt Mond-Dorf könnte Wirklichkeit werden

Bei den nun mit "Epic" entstandenen Bildern ist erstaunlich ist, wie viel heller die Erde erscheint als der Mond. "Unser Planet ist ein wirklich strahlendes Objekt im dunklen Weltraum, verglichen mit der Mondoberfläche", kommentiert Nasa-Mitarbeiter Adam Szabo die Aufnahmen. Zweimal im Jahr wird Epic nun Erde und Mond gemeinsam vor die Linse bekommen.

Erst seit diesem Sommer ist das "Deep Space Climate Observatory" im Einsatz. Am 6. Juli 2015 präsentierte die Nasa das erste von "Epic" aufgenommene Bild: Es zeigt die Erde als blaue Murmel in ihrer ganzen Schönheit. Kommenden Monat geht der Satellit vollständig in Betrieb, und die Instrumente beginnen, regelmäßig Daten zu sammeln. Dann soll uns jeden Tag ein neues, faszinierendes Foto von unserem Heimatplaneten erreichen.
Bilderserie
Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , asc
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Komet kommt Zentralgestirn nah - Sonde "Philae" reitet zum Sonnen-Spektake

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Aug 2015 11:48

bild Komet kommt Zentralgestirn nah.jpg
bild Komet kommt Zentralgestirn nah.jpg (36.14 KiB) 5758-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Sonde-Philae-reitet-zum-Sonnen-Spektakel-article15665846.html
Komet kommt Zentralgestirn nah - Sonde "Philae" reitet zum Sonnen-Spektakel

Der Komet "Tschuri" und die auf ihm sitzende Esa-Sonde "Philae" nähern sich der Sonne. Kommende Woche wird der ihr nächste Punkt erreicht - Forscher rechnen mit gigantischen Gas-Fontänen. Ob "Philae" davon etwas mitbekommt, ist noch ungewiss.


Wäre die europäische Weltraummission zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko - auch liebevoll "Tschuri" genannt - ein Theaterstück, würde kommende Woche der dritte Akt beginnen. Denn auf seinem Flug zur Sonne erreicht der gigantische Brocken aus Gestein, Eis und Staub am 13. August mit einer Entfernung von 186 Millionen Kilometern seinen nächsten Punkt zur Sonne. Das ist in etwa so nah, wie die Erde der Sonne ist.
Bilderserie
Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt: "Philae" schickt Fotos an die Erde Mission "Rosetta" auf dem Höhepunkt "Philae" schickt Fotos an die Erde

Auf der Oberfläche des Kometen wird es nun Tag für Tag heißer - Gas und Staub schießen von seiner Oberfläche in riesigen Fontänen ins All. Ganz nah dabei: die Sonde Rosetta und der kühlschrankgroße Landeroboter "Philae", der quasi huckepack auf "Tschuri" mitreist. Für die an dem Projekt beteiligten Forscher wie Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird es nun besonders spannend: "Jetzt geht es ja erst richtig los. Denn in der größten Sonnennähe wird auch die Ausgasung des Kometen am stärksten."

Seit elf Jahren ist die Raumsonde "Rosetta" im All, am 12. November 2014 machte sich ihre Landeeinheit "Philae" auf den Weg zum Kometen und landete in einer spektakulären Aktion auf dessen Oberfläche. "Rosetta" blieb in der Nähe von "Tschuri" - mit fast einem Dutzend Instrumenten an Bord. Sie soll den Kometen gerade in der Zeit seiner Sonnennähe beobachten.
Aktivität wird im September wohl größten sein
Video
"Philae" sendet letzte Daten: "Tschuri" riecht nach faulen Eiern 15.11.14 – 01:08 min Mediathek "Philae" sendet letzte Daten "Tschuri" riecht nach faulen Eiern

Laut "Rosetta"-Flugdirektor Andrea Accomazzo dürfte die Aktivität des Kolosses, der aus Gestein, Eis und Staub besteht, im September 2015 am größten sein - also erst nach dem sonnennächsten Punkt. "Die Erwärmung von "Tschuri" dauert ein bisschen", meint der Esa-Flugdirektor. Die Nähe zur Sonne sei für die Sonde "Rosetta" kein Problem. Zu "Tschuri" werde sie aber vorsichtshalber einen Sicherheitsabstand von voraussichtlich mindestens etwa 200 Kilometern einhalten. "Rosetta" muss wegen der Gas- und Staubentwicklung des Kometen vorsichtig sein. Durch den Kometenstaub hatte die Raumsonde im April vorübergehend Probleme mit der Orientierung.

Der größere Abstand von "Rosetta" zu "Tschuri" schmälere die Chancen für eine gute Verbindung zu "Philae", sagt der für den Lander zuständige Projektleiter am DLR, Stephan Ulamec. Es gebe keine verlässliche und stabile Verbindung. "Das ist das Hauptproblem", sagt Ulamec. Deshalb können die Forscher dem Roboter keine Kommandos für Experimente geben.

Woran liegt das? Durch die außerplanmäßige Landung an einem schattigen Ort war es eigentlich zu kalt für die Elektronik, sagt Ulamec. "Sie hat es trotzdem überlebt. Aber es kann sein, dass es zu thermischen Spannungen kommt und Kontakte brechen und es jetzt zu einer Art Wackelkontakt kommt." Doch das ist nur eine Annahme.
Kontakt zum Landeroboter könnte in zwei Monaten abreißen
Mehr zum Thema

Auch Oberfläche verblüfft Forscher: Komet "Tschuri" enthält organische Stoffe 30.07.15 Auch Oberfläche verblüfft Forscher Komet "Tschuri" enthält organische Stoffe
Sonde von Gasausstoß getroffen?: Forscher bangen um "Philae" 20.07.15 Sonde von Gasausstoß getroffen? Forscher bangen um "Philae"
Signale nach zwei Wochen Funkstille: Experten wundern sich über "Philae" 10.07.15 Signale nach zwei Wochen Funkstille Experten wundern sich über "Philae"
Stellenweise kann man bis zu zweihundert Meter ins Innere des Kometen schauen. Diese Aufnahme entstand im September 2014 aus einer Entfernung von 28 Kilometern. 02.07.15 Schächte mit Staub und Gas Forscher vermuten Hohlräume auf "Tschuri"

"Philae" hatte sich zuletzt am 9. Juli gemeldet und in erster Linie Informationen über seinen eigenen Zustand geliefert. Die DLR-Forscher wollten von dem Landeroboter Bilder von dem Gelände bekommen, um zu sehen, ob sich die Umgebung seit der Landung im November verändert hat. Sie wollen organische Gase messen, die Temperatur, weitere Daten zur inneren Struktur nehmen. "Philae" soll vor Ort das Kometenmaterial - das wohl ursprünglichste und älteste Material des Sonnensystems - analysieren und damit einen Blick in die Kinderstube des Sonnensystems erlauben.

Zwei Monate bleiben noch. "Im Oktober, November sind wir so weit von der Sonne entfernt, dass keine Chance mehr besteht, den Lander zu aktivieren", sagt der DLR-Mann. Spannend wird es trotzdem bleiben. "Nächstes Jahr werden wir uns mit "Rosetta" wieder deutlich näher an "Tschuri" heranwagen können", sagt Esa-Flugdirektor Accomazzo, was schärfere Fotos ermögliche. "Dann sehen wir, was sich auf seiner Oberfläche verändert hat. Das ist genau das, was wir wollen."
Bilderserie
Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt Der erste Blick auf eine fremde Welt

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Virtueller Flug über Ersatz-Erde - Sightseeing auf dem Mars

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Aug 2015 19:49

bild Virtueller Flug über Ersatz-ErdeSightseeing auf dem Mars.jpg
bild Virtueller Flug über Ersatz-ErdeSightseeing auf dem Mars.jpg (68.53 KiB) 5740-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Sightseeing-auf-dem-Mars-article15674771.html
Virtueller Flug über Ersatz-Erde - Sightseeing auf dem Mars

Der Mars ist schon jetzt ein gut erforschter Himmelskörper. Kein Wunder, schließlich soll der Rote Planet einmal zur Ersatz-Erde werden. Ein Film vom kosmischen Nachbarn beeindruckt - ganze drei Minuten lang.


Die europäische Raumsonde Mars-Express umkreist seit Dezember 2003 den Nachbarplaneten der Erde. Ihre Aufgabe: die vollständige Kartografierung und die Erforschung der Oberfläche des Roten Planeten. An Bord die hochauflösende Stereokamera (HRSC), die unentwegt ihre Bilder zur Erde sendet. Auf Grundlage dieser Daten haben Forscher der Freien Universität Berlin der Fachrichtung Planetologie und Fernerkundung nun ein Video erarbeitet, das einen Flug über die südliche Hemisphäre des Planeten simuliert.
Bilderserie
Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

Die Region, über die der interessierte Zuschauer in dem virtuellen Video fliegt, heißt Terra Sirenum. Sie befindet sich im südlichen Marshochland und gibt Hinweise auf vielfältige geologische Prozesse, die auf kleinem Raum abgelaufen sein müssen. Ein Beispiel dafür ist das etwa 200 Kilometer große Atlantis-Becken mit einer wirren, zerfurchten Landschaft namens Atlantis Chaos. Ein Gebiet mit Klippen, Furchen und Kratern. Die verschiedenen Oberflächenformen sind über Milliarden von Jahren entstanden. Sie sind ein Hinweis auf eine geologische Geschichte mit reichlich tektonischer Aktivität.
Mehr zum Thema

Zwei Analog-Astronauten bei einer Trockenübung. 03.08.15 Mars-Expedition in den Alpen Analog-Astronauten üben den Ernstfall

Das Atlantis-Becken ist vermutlich durch einen Asteroideneinschlag in der Frühzeit des Mars entstanden. Neben Atlantis gibt es in Terra Sirenum noch einige weitere größere Becken, die wahrscheinlich auch auf Einschläge zurückzuführen sind. Miteinander verbundene Becken, Krater und Kanäle in diesem Bereich könnten in der Vergangenheit mit stehendem Wasser gefüllt gewesen sein, vermuten die Wissenschaftler. Der hypothetische Eridana-See beispielsweise hat eine Ausdehnung, die halb so groß wie das Mittelmeer auf der Erde ist. Aber sehen Sie selbst.

Die Musik zur Animation ist von Jason Pfaff.

Quelle: n-tv.de , jaz
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Meteornächte: Zwei Sternschnuppen-Schauer im Anflug

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Aug 2015 17:39

bild Meteornächte -  Zwei Sternschnuppen-Schauer im Anflug.jpg
bild Meteornächte - Zwei Sternschnuppen-Schauer im Anflug.jpg (82.94 KiB) 5728-mal betrachtet
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/meteornaechte-zwei-sternschnuppen-schauer-im-anflug.html;jsessionid=2C97F34E0BFB14300E84F7BDBC4EF9A0

10.08.2015


Artikel senden | Drucken |
Meteornächte: Zwei Sternschnuppen-Schauer im Anflug
Andreas von Rétyi

In den kommenden Tagen werden immer wieder hellere Sternschnuppen über den nächtlichen Himmel ziehen. Sie stammen aus zwei unterschiedlichen Quellen und sind dieses Jahr in klarer, dunkler Nacht besonders gut zu sehen. Der Blick zu den Sternen lohnt sich also vor allem jetzt.



Eine leichte abendliche Abkühlung ist in diesen Tagen besonders willkommen, und wer gerne einmal eine Weile unter dem nächtlichen Sternenhimmel verbringt, hat derzeit die größten Chancen, auch eine helle Sternschnuppe zu sehen. Mit gutem Grund: Der berühmte Schauer der Perseiden nähert sich jetzt seinem Maximum.

Zwar zeigen sich diese Meteore schon ab zirka Mitte Juli, doch vor allem lohnt die Beobachtung dann mit Beginn der zweiten Augustwoche, also jetzt! Vor allem ab dem 11. August werden häufiger Meteore aufleuchten.



In diesem Jahr ist das kosmische Schauspiel besonders gut zu verfolgen, da kein heller Mond stört. Unser Erdbegleiter geht derzeit erst zum Morgen hin als schmale Sichel auf, am 14. August ist dann sogar Neumond. Einen Tag zuvor erreichen die Perseiden bereits ihr Aktivitätsmaximum. Von Mitteleuropa aus lassen sich in dunklen Nächten dann oft 50 oder mehr Sternschnuppen zählen. Unter Idealbedingungen wurden sogar schon mehrere hundert gezählt! Je dunkler der Himmel, desto besser natürlich die Sicht.



Leider hat die Lichtverschmutzung durch künstliche nächtliche Beleuchtung innerhalb von Städten und Siedlungen stark zugenommen. Sinnvollen Schätzungen zufolge werden jährlich allein in den Ländern der EU rund 1,7 Milliarden Euro für völlig überflüssige Beleuchtung vergeudet, Tendenz steigend. Nun, in jedem Fall sollte man zur Beobachtung möglichst einen Blickpunkt irgendwo draußen auf dem Land wählen, wo der Himmel noch einigermaßen dunkel ist. Freie Sicht in alle Himmelsrichtungen ist außerdem empfehlenswert, denn die Sternschnuppen zeigen sich über weite Teile des Firmaments.



Zu den Perseiden gesellen sich außerdem noch Meteore eines zweiten Stroms hinzu, bekannt als die Delta-Aquariden. Dadurch erhöhen sich die Erfolgschancen bei der Beobachtung, die ansonsten weder Ausrüstung noch Astro-Kenntnisse erfordert. Nur ein wenig Geduld sollte ein Meteorjäger schon mitbringen, denn so gleichmäßig verteilt und zuverlässig treten die Schnuppen natürlich nicht auf. Ob hier ein paar astrophile Erdlinge auf ihr Erscheinen warten oder nicht, ist ihnen selbstredend eher – schnuppe.



Die optische Täuschung bei der Beobachtung ist im Übrigen perfekt. Tatsächlich wirkt es, als würden einzelne Sterne vom Himmel stürzen, »fallende Sterne« eben. Sie scheinen aus der Unendlichkeit des Kosmos niederzugehen, aus den gleichen Regionen, in denen all diese Lichter der Galaxis anscheinend auf alle Ewigkeit leuchten.



Und doch, Sterne strahlen als gigantische glühende Gasbälle, als fremde Sonnen in ebenso gigantischen Entfernungen, zu deren Überwindung selbst Licht mindestens einige Jahre benötigt, während Sternschnuppen demgegenüber winzige kosmische Staubkörner bleiben, die in die irdische Lufthülle eindringen und dort in einer Höhe von grob gesagt 100 Kilometern aufleuchten, um zu verglühen. Was dann vor allem zu leuchten beginnt, sind Gase der Atmosphäre. Das geschieht also direkt über unseren Köpfen und nicht etwa in den Tiefen des Weltraums.



Nur recht selten »überleben« die eindringenden Brösel den Flug und fallen als Meteorite auf den Erdboden. Kosmische Gesteins- und Eisenbrocken dieser Größe erzeugen natürlich helle Leuchterscheinungen, sie werden am Himmel kurzzeitig heller als die hellsten Sterne oder sogar der Mond.



Etwas Geduld ist allerdings schon erforderlich, um Meteore erfolgreich zu beobachten. Mindestens eine Stunde sollte man sich nehmen, um unter freiem Sternenhimmel entspannt auf die Perseiden zu warten – am besten in einem bequemen Liegestuhl. Das kann Nackenschmerzen vermeiden helfen und ermöglicht einen echten Beobachtungsgenuss, solange der Meteorjäger dabei nicht genüsslich einschlummert.



Tatsächlich sind Liegestühle bei der Meteorbeobachtung wichtiger als Ferngläser oder Teleskope. Die Gesichtsfelder solcher Optiken sind einfach viel zu klein, sie zeigen nur winzige Himmelsausschnitte. Man müsste jahrelang beobachten, um zufällig einen Perseiden durchs Fernrohr zu erwischen und hätte doch keine große Freude am Phänomen. Also: einfach mit bloßem Auge beobachten!



Wer dabei aus einer hell beleuchteten Wohnung in die Dunkelheit geht, sollte allerdings nicht gleich mit der »Jagd« beginnen, sondern erst einmal abwarten, bis die Pupillen ausreichend geweitet sind. Eine effektive Dunkeladaption dauert ohne Weiteres ihre 20 Minuten und mehr.



Die Perseiden werden nach dem gleichnamigen Sternbild benannt, das zum späteren Abend hin jetzt über dem östlichen Horizont sichtbar wird. Genau von dieser Region scheinen die Meteore auszuströmen. Egal, wo ein Perseide gerade über den Himmel fegt und in welchem Sternbild er auftaucht: Verfolgt man seine Bahn jeweils zurück, landet man immer im Gebiet des Perseus. Der Radiant bewegt sich im nördlichen Bereich dieser Konstellation, nahe dem berühmten »Himmels-W« der Cassiopeia. Auf die Suche nach dem Ausstrahlungspunkt muss allerdings niemand gehen, um das kosmische Spektakel genießen zu können.



Vielleicht ist aber doch ganz interessant, sich die Ursache des Phänomens vor Augen zu führen. Das ist ziemlich einfach: Die Erde läuft immer zur gleichen Jahreszeit in den Bahnbereich des Kometen Swift-Tuttle hinein, der unsere Sonne auf einer langgestreckten Ellipse alle 133 Jahre einmal umrundet. Dieser Orbit dehnt sich von den Regionen jenseits des Pluto bis in Zonen, die sogar noch leicht innerhalb der Erdbahn liegen.



Seine größte Sonnennähe erreichte der Komet vor noch gar nicht langer Zeit, im Dezember 1992. Im Juli 2126 wird die nächste Passage stattfinden. Bei jeder Annäherung an die Sonne löst sich Kometenmaterial ab und verteilt sich entlang der Bahn. Und jedes Jahr im August läuft die Erde durch dieses Staubband, sodass es plötzlich »Sterne« zu regnen beginnt. Bedingt durch die Perspektive und die Bewegungsrichtung der Erde zu dieser Zeit, scheint es so, als ob die Meteore allesamt aus dem Perseus kommen, auch wenn dessen Sterne unvergleichlich weiter entfernt sind. Das Phänomen ähnelt einer Autofahrt durchs Schneegestöber. Die Flocken kommen immer von »vorne«, bedingt durch die Bewegung des Fahrzeugs. Im Fall der »Schnuppen« ist natürlich die Erde das Fahrzeug.



Wenn der Perseus höher steigt, was erst in der zweiten Nachthälfte der Fall ist, liegt der Radiant günstiger für die Beobachtung. So sind auch mehr Schnuppen zu erwarten. Allerdings sollten auch die frühen Abendstunden nicht unterschätzt werden. Wer Glück hat, kann dann einen jener »Erdstreifer« sehen, die als lange, langsame und farbenprächtige Meteore auf horizontaler Bahn über den Himmel ziehen. Eine eindrucksvolle Erscheinung, die nur auftreten kann, wenn der Radiant noch nahe am Horizont steht.



Die Perseidenmeteore zählen zu den schönsten und auch zuverlässigsten Sternschnuppen des Jahres. Trotzdem geht es mit den Meteoren fast wie mit der Meteorologie, auch wenn beide an sich nicht viel miteinander zu tun haben: Es kann immer Überraschungen geben, niemand kann sagen, ob dieses Jahr besonders helle Sternschnuppen dabei sind oder ob die Ausbeute eher kläglich ausfallen wird.



Ein paar Dutzend schöne Meteore pro Stunde sollten es aber während der maximalen Aktivität schon werden – wie gesagt: Die besten Chancen bestehen in den frühen Morgenstunden des 13. August. Und wem das alles ziemlich schnuppe ist, weil uns der Himmel ja doch nicht auf den Kopf fällt, der bleibt einfach drinnen.


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: ESO, "Perseid Meteors and Comet Swift-Tuttle" by Aanderson@amherst.edu - Own work. Licensed under CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel
10.08.2015 | 16:20
Ja

K

10.08.2015 | 14:48
bv

Jaja - so ist es mit uns Menschen, wir sind Sternenstaub. Und weil wir auf der Erde angekommen sind, haben wir aufgehört - zu leuchten. Das machen nur noch die "Spinner", die ewig Gestrigen, die letzten Romantiker. Die Kinder, die Alten und die Verliebten. Denn die Vorkommnisse auf der Erde machen agressiv. Schön, wenn sich noch jemand die Zeit nimmt, und vom Liegestuhl aus - oder von einer Decke aus - die Erde auf den Kopf stellen, und den Sternenteppich betreten...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Überlebenswichtig für Mars-Flug - Salat auf ISS gezogen und verspeist

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Aug 2015 09:26

bild Salat auf ISS gezogen und verspeist.jpg
bild Salat auf ISS gezogen und verspeist.jpg (39.25 KiB) 5722-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Salat-auf-ISS-gezogen-und-verspeist-article15693381.html
Dienstag, 11. August 2015
Überlebenswichtig für Mars-Flug - Salat auf ISS gezogen und verspeist

Mehr als fünf Stunden arbeiten zwei Kosmonauten im Weltall. Nach dem Wiedereinstieg in die Raumstation ISS können sie sich auf eine besondere Belohnung freuen - aus dem Gemüsegarten.



Zwei Kosmonauten der Internationalen Raumstation ISS haben bei einem rund fünfeinhalbstündigen Einsatz im freien Weltall Antennen montiert und Staubproben von Solarzellen genommen. Gennadi Padalka und Michail Kornijenko montierten bei den anstrengenden Außenarbeiten in der Schwerelosigkeit auch am Modul "Swesda" (Stern) ein spezielles Geländer für künftige Einsätze.
Die Astronauten Scott Kelly, Kjell Lindgren und Kimiya Yui ernten auf der ISS.
Die Astronauten Scott Kelly, Kjell Lindgren und Kimiya Yui ernten auf der ISS.
(Foto: picture alliance / dpa)

Die beiden Russen hätten alle vorgesehenen Aufgaben erfüllt und seien problemlos wieder in die Luken der ISS rund 400 Kilometer über der Erde eingestiegen, teilte die Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau mit. "Die Kosmonauten haben die Sonnensegel auf mögliche Schäden durch Weltraumschrott und Mikrometeoriten untersucht und dann mit Pinselstrichen Proben von kosmischem Staub genommen", sagte ein Sprecher. Padalka und Kornijenko reinigten zudem ein Bullauge und fotografierten einige Stellen der ISS-Außenhaut. Sie entfernten auch eine zehn Jahre alte Antenne.
"Ein wenig wie Rucola"
Mehr zum Thema

Kein Geld für Reise zur ISS: USA noch länger von Russland abhängig 06.08.15 Kein Geld für Reise zur ISS USA noch länger von Russland abhängig
Die Raumfahrer Oleg Kononenko, Kjell N. Lindgren und Kimiya Yui vor ihrem Start in Baikonur. 23.07.15 ISS-Versorgung "kritischer Punkt" Wohin mit dem Toiletteninhalt?
Neue Experimente im Gepäck: Drei Astronauten erreichen verspätet die ISS 23.07.15 Neue Experimente im Gepäck Drei Astronauten erreichen verspätet die ISS
Salatzucht für den Mars: Astronauten sollen selber gärtnern 12.06.14 Salatzucht für den Mars Astronauten sollen selber gärtnern

Auf dem Außenposten der Menschheit arbeiten derzeit drei Russen, zwei US-Amerikaner und ein Japaner. Während ihre beiden Kollegen draußen schufteten, konnten die restlichen Besatzungsmitglieder erstmals Gemüse essen, das in der ISS angebaut worden war. US-Astronaut Scott Kelly hatte den Salat am 8. Juli gesät - nun sei Erntezeit, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Schmeckt gut, ein wenig wie Rucola", sagte Kelly, der Öl und Essig unter den Salat gemischt hatte. Er versprach, auch Portionen für die "Außenarbeiter" Padalka und Kornijenko übrig zu lassen.

Die Pflanzen gedeihen auf der ISS unter rotem, blauem und grünem LED-Licht. Bisher war das in dem fliegenden Labor gewachsene Gemüse stets zur Untersuchung zur Erde gebracht worden. Analysen hätten ergeben, dass die auf der Station gezüchteten Pflanzen für den Verzehr geeignet seien, teilte die Nasa mit. Die Experimente sind Teil der Vorbereitung für einen Langzeitflug etwa zum Mars. Auf einer solchen Reise sollen sich Raumfahrer auch selbst versorgen können.
Bilderserie
50 Jahre Weltraumspaziergang: Der gefährliche Schritt ins All 50 Jahre Weltraumspaziergang: Der gefährliche Schritt ins All 50 Jahre Weltraumspaziergang: Der gefährliche Schritt ins All 50 Jahre Weltraumspaziergang Der gefährliche Schritt ins All

Quelle: n-tv.de , bad/dpa
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Ungewöhnliche Gebilde und mysteriöse Frauen: Was ist eigentlich auf dem Ma

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Aug 2015 09:52

bild Ungewöhnliche Gebilde und mysteriöse Frauen.jpg
bild Ungewöhnliche Gebilde und mysteriöse Frauen.jpg (60.79 KiB) 5712-mal betrachtet
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/phaenomene/andreas-von-r-tyi/ungewoehnliche-gebilde-und-mysterioese-frauen-was-ist-eigentlich-auf-dem-mars-los-.html;jsessionid=1073392A350FB4CA135648BF5E13279C

13.08.2015


Artikel senden | Drucken |
Ungewöhnliche Gebilde und mysteriöse Frauen: Was ist eigentlich auf dem Mars los ?
Andreas von Rétyi

Eigentlich war er schon immer für Überraschungen gut, der Rote Planet. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Da wurden auch in jüngster Zeit pyramidenartige Strukturen, seltsame Steine, krabbenähnliche Gebilde und sogar geheimnisvolle Frauen gesehen. Dann wieder war die Rede von einer extrem nahen Begegnung mit der Erde, die den Mars wie einen zweiten Mond am Himmel erscheinen lassen würde – demnächst wieder, am 27. August 2015! Was aber stimmt nun wirklich?



Im Netz brodelt wieder die Gerüchteküche. Es geht um alte und neue Merkwürdigkeiten auf dem Mars. Tatsächlich wird uns ja sehr vieles verheimlicht, Misstrauen ist da grundsätzlich angebracht. Auf allen Gebieten sind Interessen im Spiel. Verdeckte Operationen, politisches Ränkespiel, das Riesengeschäft der Pharmaindustrie, Betrug in der Wissenschaft: Manipulation steht an der Tagesordnung, beinahe alles ist schon vorgekommen. Auch die NASA steht bereits lange in Verdacht, uns wesentliche Informationen vorzuenthalten, gerade auch, wenn es um die Entdeckung außerirdischen Lebens oder entsprechender Relikte geht. Überall dort, wo Menschen involviert sind, kommt es zu Fehlern, Missverständnissen, Irrtümern oder aber vorsätzlichem Betrug und gezielten Lügen. Das wird sich leider nie vermeiden lassen. Die Frage bleibt eben immer nur, was im Einzelfall geschehen ist und wo die jeweilige Wahrheit liegt.



Misserfolge, menschliches Versagen und Irrtümer verschiedenster Art sind der amerikanischen Weltraumbehörde keineswegs fremd. Klar, eine Organisation dieser Größenordnung als fehlerfreier Mechanismus? Das wäre schon eine Utopie! So kam es unter anderem zum Drama von Apollo 13 oder den Shuttle-Katastrophen, denen sogar Menschen zum Opfer fielen. Dann gab es bei der NASA auch beachtliche Schlappen und Schlampereien. Sei es das Hubble-Weltraumteleskop, das – wenn auch sehr präzise – nach falschen Berechnungen gefertigt wurde, oder der wegen eines peinlichen Einheitenfehlers sowie unerfahrenen Bodenpersonals völlig abgedriftete Mars Climate Orbiter oder der lebensbedrohlich mit Wasser vollgelaufene Helm des ISS-Astronauten Luca Parmitano oder die Explosion der Trägerrakete für den Dragon-Raumfrachter oder … Die Liste ist wirklich lang.



Hinzu kommen dann anhaltende Gerüchte um handfeste Vertuschungsversuche. Das beginnt damit, welche Rolle die 1958 gegründete NASA möglicherweise später hinsichtlich Material aus dem Roswell-Zwischenfall gespielt haben könnte, bis hin zur verbreiteten Behauptung, die Apollo-11-Mission sei nie auf dem Mond gelandet. Fälle dieser Art sind mittlerweile so verhärtet, dass es mit der Diskussion hier wie dort schwierig bis unmöglich wird. Auch die Frage nach Leben auf dem Mars scheint für einige Beobachter längst entschieden. So oder so.



Ja, da waren die seltsamen Ergebnisse der Viking-Sonden und andere Messungen, die aufhorchen lassen. Da waren auch die Funde von möglichen Mikrofossilien in Marsmeteoriten, doch die Wissenschaft verlangt beinharte Beweise und betrachtet nicht einmal die Frage nach Marsmikroben als geklärt. Privatforscher durchforsten hingegen unzählige Raumsonden-Fotografien des Roten Planeten nach anomalen Objekten, nach eigenartigen Formationen und Wesen, um dabei verblüffend oft fündig zu werden. Sie scheinen also zumindest die Echtheit dieser Bilder anzuerkennen, stellen sie doch die Grundlage für ihre unermüdliche Spurenfahndung dar.



Seit der Entdeckung der berühmten Marskanäle 1877 durch Giovanni Schiaparelli und der fieberhaften Suche nach Marsleben, wie sie der wohlhabende Percival Lowell über Jahrzehnte hinweg von seinem mächtigen Observatorium bei Flagstaff im US-Bundesstaat Arizona aus betrieb, hat der Mars keineswegs an Faszination verloren, wenn es um die Präsenz möglicher Lebensformen dort geht. Im Gegenteil.



Angeheizt wurde die Diskussion durch die frappierenden Bilder, wie sie der Viking-1-Orbiter im Sommer 1976 vom mittlerweile legendären Marsgesicht erstmals zur Erde funkte: ein ebenmäßiges Antlitz, offenbar von einer intelligenten Zivilisation in einen drei Kilometer langen natürlichen Fels gehauen, wohl als Botschaft für die Menschheit, sollte diese dereinst den Roten Planeten besuchen.



An sich wäre das ein Geniestreich für eine fremde, durch den interstellaren Raum reisende Kultur, um ihre Präsenz und Überlegenheit im Sonnensystem bereits vor Jahrtausenden kundzutun. Eine Art marsianischer Sphinx, dessen Gesicht aus verständlichen Gründen allerdings zum Himmel gerichtet ist. Hinzu kommen noch die ungewöhnlichen, pyramidenförmigen Strukturen in der Umgebung, dort, in der geheimnisvollen Region von Cydonia.



Kein Wunder, wenn diese Raumsondenbilder schnell für internationales Aufsehen sorgten, obwohl die NASA selbst sofort abwiegelte: Es handelte sich um natürliche Formationen, das Gesicht sei nichts als ein »Spiel von Licht und Schatten«. Als dann später, im Jahr 2007, die hochaufgelösten Aufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiter eintrafen, war die Ernüchterung tatsächlich groß: Vom Marsgesicht war nun nicht mehr viel übrig. Diese Bilder, die alles viel detaillierter zeigen sollten, vermittelten nun tatsächlich den Eindruck einer zwar ungewöhnlich geformten, aber dennoch völlig natürlichen Erhebung in der Marslandschaft.



Wieder waren die Ansichten bezüglich einer Erklärung geteilt. Einige akzeptierten die neuen Daten und gaben die These vom künstlichen Marsgesicht auf. Andere äußerten die Vermutung, die Bilder seien manipuliert worden, möglicherweise sei auch die Skulptur selbst – durch wen auch immer – mittlerweile absichtlich zerstört worden. Wenn man ehrlich ist: Mit absoluter Sicherheit lässt sich in solchen Fällen nur selten etwas beweisen und dann lässt sich eigentlich zunächst nur mit Wahrscheinlichkeiten operieren.



Nun, wie sieht es aber mit den anderen Merkwürdigkeiten auf dem Mars aus? Entdeckt und interpretiert wurde auf diversen Raumsonden-Bildern schon so manches: unter anderem etliche Pyramiden, ein Leguan, eine verlorene Sandale, das Fossil eines menschlichen Fingers, die skelettierte Wirbelsäule eines unbekannten Tieres, eine Schildkröte, ein Hase, eine Ratte, eine Krabbe, dann aber auch seltsame Frauen, alles mitten in der öden Marswüste.





Auf Youtube sind mittlerweile unzählige Videos zu solchen vermeintlichen Anomalien zu finden. Einige Bilder scheinen wirklich frappierend, gerade auch, wenn auffallend regelmäßig wirkende Strukturen erkennbar sind, seien es die Wirbelfragmente jenes vermeintlichen Skeletts, seien es glatte Kanten pyramidenförmiger Objekte. Doch auch die beiden mittlerweile bekannten »Mars-Frauen« wirken ziemlich lebensecht.



Auch funkte der Mars-Rover Curiosity ein mittels seiner Mastcam gewonnenes Bild zur Erde, das genauso gut vom ägyptischen Gizeh-Plateau hätte stammen können. Denn in der kargen roten Wüste erhebt sich eine geometrisch ziemlich ebenmäßige Pyramide. Das Foto vom 7. Mai 2015 verfehlt seine Wirkung nicht, zumindest keinesfalls dann, wenn der Betrachter erfährt, wo es entstanden ist! Allein der Gedanke an die Pyramiden von Gizeh lässt ein riesiges Bauwerk erwarten.



Doch die Daten ergeben etwas völlig anderes: Diese Pyramide, die unweit des Rovers an einem nahen Hang liegt, besitzt in etwa nur die Größe einer gewöhnlichen Coladose. Es handelt sich um einen von Abertausenden kleinen spitzen Steinen der Region, höchstwahrscheinlich ist er vulkanischen Ursprungs. Dieses Gestein zerbricht oft in relativ ebenmäßige, scharfkantig begrenzte Einzelstücke. Dafür gibt es nicht nur dieses eine Beispiel. Alles gestaltet sich erst so erstaunlich, wenn man das ursprüngliche Foto um rund 30 Grad gegen den Uhrzeigersinn kippt. Dann nämlich liegt diese Pyramide völlig in der Horizontalen, und die Illusion ist perfekt.



Nun sind da aber noch jene bemerkenswerten Gestalten: Eine Frau, die offenbar am Rand einer Klippe sitzt und die rote Marswüste betrachtet sowie eine andere, dunkle Frauengestalt, die phantomgleich in die Ferne blickt, während ihr Haar im sanften Marswind weht.



Die kürzlich von einem Youtube-Nutzer auf einemCuriosity-Foto entdeckte, gespenstische Frau wurde unter anderem von ufosightingsdaily als wahrscheinlich lebendiges Wesen beschrieben, da eine Statue doch recht schnell der Erosion zum Opfer gefallen wäre, so zumindest vermutet Autor Scott C. Waring. Die Frau müsste natürlich sehr gut an die Umgebung angepasst sein, um offenbar ohne jeden Schutzanzug auf dem Mars überleben zu können. Die niedrigen Temperaturen und Drücke, die Kohlendioxidatmosphäre, die kosmische Strahlung, nichts scheint ihr etwas anhaben zu können.



Hinzu kommt ihre geringe Größe. Die von Curiosity abgelichtete weibliche Person dürfte nicht größer als etwa acht bis zehn Zentimeter sein, das wird von Waring auch auf ufosightingsdaily erwähnt, allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass bereits zumindest eine solche Spezies bekannt sei. Dabei nimmt Waring nunmehr Bezug auf die mysteriöse Apollo-20-Mission, die zumindest nach allem, was offiziell bekannt und bislang überprüfbar ist, nie stattgefunden hat, sondern zusammen mit Apollo 18 und 19 Budget-Kürzungen zum Opfer fiel.



Laut William Rutledge, angeblich ein ehemaliger NASA-Astronaut, fand allerdings unter striktester Geheimhaltung eine amerikanisch-sowjetische Mission zum Mond statt: Die wahre Apollo-20-Mission, zur Suche nach außerirdischen Relikten auf dem Mond, Bergung eines extraterrestrischen Wesens sowie Untersuchung eines zigarrenförmigen Flugobjekts im Delporte-Krater auf der Rückseite des Mondes. Eine wiederum endlose Diskussion, die hier nicht vertieft werden soll.



Jedenfalls seien bei dieser Mission auch winzige, nur wenige Zentimeter große menschliche Skelette gefunden worden. Die Wirklichkeit mag oft wesentlich erstaunlicher sein als die Wissenschaft ahnt, aber zuweilen wird es schon arg. Die extrem niedrige Wahrscheinlichkeit verlangt dann eine erdrückende Beweislast, die nicht immer vorzubringen ist. Schließlich ersetzt unbeirrbarer Glaube die irrbare Wissenschaft. Existieren nun winzige Marsbewohner in Menschengestalt oder nicht? Was wurde da wirklich abgebildet?



Bekanntlich sind solche Phänomene auch von der Erde her gut bekannt: Der Mensch ist von der Natur darauf programmiert, allerorten anthropomorphe Figuren zu sehen. Das menschliche Gehirn arbeitet in einer Weise, die Illusionen zulässt – vielleicht im Sinne einer archaischen Alarmfunktion. Jeder dürfte schon einmal selbst in Steinen oder Wolken sehr lebensechte Gesichter erkannt haben. Pareidolie nennt sich dieses Phänomen. Es wird durch diesen Fachbegriff zwar nicht authentischer oder wissenschaftlicher, aber es existiert. Der berühmte »Richard-Wagner-Kopf« am Gipfel des Großen Arber im Bayerischen Wald bietet sich als heimisches Beispiel an, nur eines von vielen.



Wie auch immer, mit einer so einfachen, auffallend wissenschaftlich-entmystifizierenden Erklärung will sich bei Weitem nicht jeder zufriedengeben. Sonst könnte man vielleicht auch am Mount-Rushmore vorbeilaufen und die dort in den Fels gemeißelten Häupter von vier ehemaligen US-Präsidenten ebenfalls als perfekte Pareidolie abtun. In der Umkehrung dieser Philosophie wird es allerdings schon schwierig, die diversen Mars-Aufnahmen zu deuten. Nur, allein die Größe scheint manchmal doch seltsam. Das Problem: Auf dem Mars gibt es keine Vergleichsobjekte, um Entfernungen und Dimensionen sofort sicher einschätzen zu können. Und das führt zu zusätzlicher Verwirrung und kräftiger Fehleinschätzung. Das belegt auch das Beispiel der »Curiosity-Pyramide«.



Es scheint eher unmöglich, unter den Abermillionen Steinen auf dem Mars keine menschen- oder tierähnlichen Gebilde zu finden. Sie müssen dort einfach auftreten. Nun gibt es natürlich auch die Erklärung, all diese Lebewesen seien der Beweis dafür, dass die Marsfotos gar nicht von der Oberfläche des Roten Planeten stammen, sondern irgendwo auf der Erde aufgenommen wurden. Die ganzen Marsflüge seien nichts als Produkt eines riesigen Betrugunternehmens, genau wie im »Fall Apollo«. Selbst dann wären allerdings acht Zentimeter große Frauen recht seltsam. Und dass den Forschern, Verzeihung, den Fälschern, vor der Veröffentlichung ihrer Bilder keine dieser peinlichen Pannen aufgefallen sein soll, das gibt doch ebenfalls zu Denken.



Warum aber halten sich solche Geschichten und Gerüchte dann so lange? Warum tauchen sie mit unglaublicher Penetranz immer wieder auf und werden zur Sensation stilisiert? Vielleicht eine Verschwörung, alternatives Gedankengut mit Märchen anzureichern und dadurch der Lächerlichkeit preiszugeben? Man darf spekulieren. Fakt ist aber, dass offenkundige Fehlinformationen aller Art eine jahrelange Haltbarkeit besitzen, auch in Zeiten des World Wide Web, wo sich doch eigentlich jeder schnell und umfassend ein Bild zu solchen Dingen machen kann.



Ein kurzes Beispiel: Seit 2002 und damit also deutlich über ein Jahrzehnt, kommt jedes Jahr zuverlässig zur selben Zeit dasselbe Gerücht auf den Tisch, direkt aus der dazugehörigen Küche. Stets heißt es dabei, der Mars werde am 27. August extrem nahe an der Erde stehen und dem bloßen Auge so groß wie der Vollmond erscheinen. Das stimmt natürlich hinten und vorne nicht. Seit Menschengedenken wurde aus dem hellen »Sternchen« nie ein Objekt, das auch nur annähernd so hell war wie der Mond. Aktuell hätte der Mars dann eine radikale Bahnänderung hinlegen müssen, was auch Gezeitenwirkungen mit sich gebracht hätte.



Zwar kam Mars im August 2003 der Erde so nahe wie seit rund 60 000 Jahren nicht mehr, doch konnte er selbst dann nicht näher rücken als auf knappe 56 Millionen Kilometer. Er bleibt dabei ein punktförmiges Objekt am Himmel und ähnelt einem hellen Stern. Alle 780 Tage begegnen sich Erde und Mars in der Opposition. Wegen der stark elliptischen Marsbahn weichen die Oppositionsentfernungen deutlich voneinander ab. Zu ungünstigen Zeiten kommen sich beide lediglich auf 101 Millionen Kilometer nahe.



Die Geschichte mit dem mondgroßen Mars entstand aufgrund einer E-Mail, die auf die besondere Opposition von 2003 hinwies sowie darauf, dass kein heute lebender Mensch den Mars noch einmal so nahe erleben würde. Hier hieß es dann auch: »Bei bescheidener 75-facher Vergrößerung wird Mars so groß wie der Vollmond mit bloßem Auge aussehen.« Dieser Satz läutete das Missverständnis ein, oft wurde er schlampig zitiert, wobei die »75-fache Vergrößerung« plötzlich unter den Tisch fiel. Doch am 27. August 2003 sah niemand einen vollmondgroßen Mars, außer vielleicht im Voll(mond)-Rausch – dummerweise war um dieses Datum herum ohnehin Neumond.



Nun wäre die ganze Sache durchaus noch einigermaßen verständlich und auch verzeihlich. Da hatte sich eben ein Fehler eingeschlichen. Passiert schnell, kein Mensch ist davor gefeit. Doch dass daraus ein jahrelanger Selbstläufer wird, ist schon unglaublich. Jedes Jahr erhalten Sternwarten weltweit Anrufe wegen des angeblich riesigen Mars, denn jedes Jahr taucht das Gerücht wieder aus der Versenkung auf, egal wie oft sich in Vorjahren bereits dessen absolute Irrigkeit bestätigt hat.



Wie lange sich das noch halten wird? Hoffentlich nicht mehr zu lange. Und wenn Mars im Jahr 2287 der Erde sogar noch ein wenig näher stehen wird als 2003, geht der ganze Zirkus bestimmt wieder von vorne los, sollte das Gerücht zwischenzeitlich doch noch in die komplette Hibernation gleiten. Denn innerhalb einer Spanne von gerade einmal knapp 300 Jahren dürften die Menschen kaum schlauer geworden sein.



Übrigens: Genau jetzt, für den 27. August 2015, wurde gelegentlich schon wieder so ein Super-Mars angekündigt. Dabei findet dieses Jahr überhaupt keine Mars-Opposition statt, und man darf froh sein, den kleinen roten Punkt überhaupt am Himmel zu finden! Immerhin, mittlerweile überwiegen endlich die Meldungen, dass es keinen »Doppelmond« geben wird. Nach wie vor zirkuliert aber eine anderslautende Rundmail.



Was nun die seltsamen Marswesen betrifft? Nun, da ist wahrhaft schon manches ungewöhnlich. Eigentlich heißt es doch immer, Männer seien vom Mars und Frauen von der Venus. Also passt hier etwas nicht. Aber nun im Ernst, den strikten Befürwortern jener Thesen scheint überhaupt nicht bewusst zu sein, welchen Bärendienst sie all jenen faktisch um Offenheit und Aufklärung bemühten Forschern und Medien erweisen, die jenseits des Mainstreams versuchen, Wahrheiten ans Licht zu bringen.



Damit haben Erzskeptiker umso leichteres Spiel, ihre ohnehin durch die Massenmedien bestens gestützte Position zu vertreten, um anhand solcher »Paradebeispiele« erneut alles über einen Kamm zu scheren und alternatives Gedankengut pauschal mit stereotypen Negativismen zu überhäufen. So wird oft auch wertvolle Arbeit zunichte gemacht. Natürlich gibt es echte Verschwörungen, Fakten, die der Öffentlichkeit nicht kundgetan werden, Aktivitäten, von denen (fast) niemand etwas weiß und Phänomene, bei denen ein ernsthafter Forschungsbedarf besteht.



Doch gerade jene Gerüchte, die aus jedem sonderbaren Stein sofort ein Wunder machen, sorgen dafür, dass auch aufgeschlossene Kreise auf Distanz gehen und sämtliche Erzskeptiker wieder freudig mit dem Finger auf die »UFO-Gläubigen« zeigen können. Sollte sich aber nur eine der vielen ungewöhnlichen Strukturen auf dem Mars unzweifelhaft nicht als Pareidolie, sondern als echtes nicht-menschliches Artefakt herausstellen, wäre das freilich der Durchbruch.



Hier läge es allerdings an aufgeschlossenen Wissenschaftlern, die entsprechenden Maßnahmen zur Überprüfung einzuleiten. Schon jetzt aber wird sich angesichts der vielen unhaltbaren Behauptungen kaum jemand an einem solch heißen Eisen die Finger verbrennen wollen. Und abschließend noch eine weitere Tatsache: Die immer wieder zu hörende Behauptung, dass das UFO-Phänomen, die Möglichkeit außerirdischer Artefakte im Sonnensystem oder die Frage zur Existenz von Marsleben, einst oder jetzt, bereits hinreichend geklärt wäre und eindeutig verneint werden könne, auch das bleibt nichts anderes als ein jeweils sehr hartnäckiges Gerücht! Und genau deshalb dürfte sich auch die Suche nach wahren Lebensspuren sowie authentischen außerirdischen Artefakten auf Mond und Mars lohnen!


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: NASA / JPL

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (28) zu diesem Artikel
13.08.2015 | 09:57
Wortwechsel

@ Fatima Roth >>> Wäre Claudia Roth auf dem Mars, würde alles dort ´bestehende´ oder ´ehemalige´ Leben panisch und fluchtartig den Planeten verlassen, ein zweiter Untergang des Mars würde mit sofortiger Wirkung eintreten und mehrere außerirdische Zivilisationen würden der Spezies Mensch eine ultimative und unmissverständliche Kriegserklärung zukommen lassen!

13.08.2015 | 09:52
Wortwechsel

@ Schwarzblut >>> Also ein bisschen weiter als 400 Kilometer kann der Mensch schon fliegen oder fliegen lassen! Das Astra Satellitensystem befindet sich immerhin und aus gutem Grund in der "geostationären" Umlaufbahn" - und die liegt immer noch in 36000 Kilometer Höhe!

13.08.2015 | 09:50
Bärbel Müller

Wortwechsel, diese geostationären Satelliten wurden unbemannt dahinplatziert aber das ist schon, das Ende der Stange. Vor ein par Jahren hat eine Raumfähre es angeblich geschafft, ein Weltall-Teleskop in 4000km Entfernung zu reparieren und die Astronauten haben sich damals verplappert, daß noch nie ein Mensch so weit weg gewesen war. Und der Mond ist nicht in 36000km Entfernung sondern in 300000km Entfernung. Das ist 10 mal weiter und außerhalb des uns schützenden Magnetfeldes...

Aufklappen

13.08.2015 | 09:49
Berthold

@Wortwechsel Sehen Sie sich das Video doch erstmal an auf youtube. Da wird klar zugegeben, dass es nicht geht. Der ISS-Kommandant sagte: "We can only fly in the orbit, that is the farthest we can go." "Wir können nur im Orbit fliegen, dass ist das weiteste, das wir gehen können." Orbit ist 400 km über der Erde. Also hat offizielle Raumfahrtchef Ihrer Meinung nach gelogen, oder wie? Zu den "Mars-Bildern": Die werden alle erklärbar, wenn man...

Aufklappen

13.08.2015 | 09:42
Tobias Allermann

Bei den Marsfotos fehlt mir der Maßstab. Es wäre eine wirkliche Verbesserung, wäre auf den veröffentlichten Fotos immer eine Skala dabei. Dann könnte man schnell feststellen, ob ein "Schädel" oder sonstwas die passende Größe hat.

13.08.2015 | 09:41
Fatima Roth

Die "weiblichen Wesen" sind die Vorhut von IM ERIKA, ROTH, Kraft usw. . Sie sollten alle weit verreisen. Nur Hinflug!! Ihre männlichen linken Bösmännchen können die gleich mitnehmen, sofern sie überhaupt einen Stecher abbekamen.
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Das Universum verfällt, die menschliche Rasse ganz genauso – warum ist das

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Aug 2015 09:20

bild Das Universum verfällt.jpg
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/spiritualitaet-und-weisheitslehren/michael-snyder/das-universum-verfaellt-die-menschliche-rasse-ganz-genauso-warum-ist-das-so-.html;jsessionid=A63E5DE6766D0A1A912585AAF826319A

15.08.2015


Artikel senden | Drucken |
Das Universum verfällt, die menschliche Rasse ganz genauso – warum ist das so ?
Michael Snyder

Wussten Sie, dass Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung gekommen sind, dass »das Universum langsam stirbt?« Wie sie festgestellt haben, produziert das Universum nur noch halb so viel Energie wie früher, außerdem sinken die Energiewerte weiter ab. Und nicht nur das – auch unsere Sonne scheint zu sterben. Die Sonnenaktivität ist auf ein Niveau gefallen, wie man es seit rund 100 Jahren nicht mehr beobachtet hat, und so recht schlau werden die Forscher daraus nicht. Einig hingegen sind sich so ziemlich alle Wissenschaftler, dass die Sonne »eines Tages« sterben wird, aber ist dieser Tag möglicherweise viel näher, als sich alle das vorgestellt haben?



In diesem Artikel werde ich auch darauf eingehen, wie die menschliche Rasse selbst verfällt. Es herrscht der weitverbreitete Irrglaube, dass sich die Menschheit beständig verbessere und immer besser werde. Nun haben Forscher entdeckt, dass das genaue Gegenteil zutrifft. Wieso passiert das? Wieso verfällt alles und verkommt in einem steten Abwärtstrend?



Richtig gute Antworten auf diese Fragen können unsere Wissenschaftler bislang nicht liefern. Was sie jedoch erkennen, ist, dass alles um uns herum sich verlangsamt. Erst diese Woche machte weltweit die Meldung Schlagzeilen, dass »das Universum stirbt«. Hier ein Beispiel für so eine Meldung:

»Das Universum stirbt einen langsamen Tod. Zu diesem Schluss sind Astronomen gekommen, die die Energiemengen in über 200 000 Galaxien untersucht haben.

Bei der umfassenden Vermessung der Galaxien wurde für einen gewaltigen Abschnitt des Weltraums vermessen, wie viel Energie dort produziert wird – nur noch halb so viel Energie wie vor zwei Milliarden Jahren. Und die Werte sinken weiter.«

Die Autoren der Studie erklärten, sie hätten »so viele weltraum- und bodengebundene Teleskope genutzt, wie wir in die Finger bekommen konnten«. Die dabei angesammelten Daten brachten sie zu einigen recht verblüffenden Schlussfolgerungen:

»Das Universum hat es sich im Prinzip schon auf dem Sofa gemütlich gemacht, eine Decke übergeworfen und ist nun dabei, für immer und ewig wegzudösen«, sagte der Astronom Simon Driver, der das Forscherteam anführte.

Dass das Universum stirbt, bedeutet nun nicht, dass es irgendwann verschwinden wird. Es wird immer noch da sein, aber die Sonnen und alles, was sonst noch Licht und Sternenfeuer produziert, werden irgendwann erlöschen.

»Das Universum wird einfach ewig älter werden, über einen Zeitraum von Milliarden Jahren hinweg langsam weniger und weniger Masse in Energie umwandeln, bis es schließlich ein kalter, dunkler und trostloser Ort sein wird, an dem alle Lichter erloschen sind«, sagte der Astronom Luke Davies.



Das sagt uns, dass das Universum früher einmal ein deutlich lebendigerer und aktiverer Ort war. Irgendwann einmal entstand deutlich mehr Energie, als wir es derzeit beobachten. Das sagt uns auch, dass der jetzt ablaufende Prozess einen Anfang hatte und inzwischen Kurs nimmt auf sein Ende.



Auch unsere Sonne wird ruhiger. Hier ein Auszug aus einem BBC-Artikel, der vergangenes Jahr veröffentlicht wurde:

»›Seit 30 Jahren bin ich Sonnenphysiker, aber so etwas habe ich noch nie auch nur annähernd gesehen‹, erklärt Richard Harrison, Leiter der Abteilung für Weltraumphysik am Rutherford Appleton Laboratory in Oxfordshire.

Er zeigt mir aktuelle Aufnahmen, die Sonnenobservatorien gemacht haben. Die Sonne ist sehr detailliert darauf zu erkennen, aber ihr Antlitz ist merkwürdig glatt.

›Das letzte Mal, dass die Sonne derart inaktiv war… da muss man schon etwa 100 Jahre zurückgehen‹, sagt er.

Dieses solare Nickerchen verblüfft die Forscher, denn eigentlich sollte die Sonne jetzt gerade sehr aktiv sein.«

Warum sich unsere Sonne dermaßen ungewöhnlich verhält, können die Forscher nicht erklären, ihrer Meinung nach müsste sie sich eigentlich gemäß den Vorhersagen verhalten. Treten wir möglicherweise in eine Phase ein, in der sich die Sonne ziemlich unberechenbar verhält? Sind das womöglich die allerersten Anzeichen dafür, dass bei unserer Sonne die Lichter ausgehen?



In einer Studie, die dieses Jahr veröffentlicht wurde, hieß es, aufgrund der fehlenden Sonnenaktivität drohe uns eventuell eine »Mini-Eiszeit«:

»Forscher warnen, die Erde stehe vielleicht vor einer ›Mini-Eiszeit‹.

In einer neuen Studie wird die Behauptung aufgestellt, man könne nun Sonnenzyklen genau vorhersagen – und gemäß den Berechnungen werden sich zwischen 2020 und 2030 die Sonnenzyklen gegenseitig aufheben.

Das werde zu einem Phänomen führen, das als ›Maunderminimum‹ bezeichnet wird. Zuletzt wurde dieser auch ›Mini-Eiszeit‹ genannte Zustand zwischen 1646 und 1715 beobachtet. Damals fror in London sogar die Themse zu.«

Hoffen wir, dass sich die Studie als nicht zutreffend erweist, denn ansonsten würden in nicht allzu ferner Zukunft Massensterben und globale Hungersnöte über uns hereinbrechen. Aber auch die menschliche Rasse selbst verfällt. Ich möchte Ihnen hier noch einmal einen längeren Auszug aus einem älteren Artikel von mir ans Herz legen. Der Artikel trug die Überschrift »Wissenschaftler finden Beweis dafür, dass die Menschheit dümmer, kleiner und schwächer wird«.



Wir Menschen neigen aus irgendeinem Grund dazu, uns allen Generationen überlegen zu fühlen, die vor uns gelebt haben. Die nackten Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache – das genaue Gegenteil trifft zu. Im Vergleich zu unseren Urahnen ist unser Gehirn kleiner, ist unser Körper schwächer und die Zahl der Fehler in unserer DNS wächst mit jeder neuen Generation. Allein schon wenn man sich ansieht, in welchem Tempo wir verfallen, ist klar, dass die Zeit begrenzt ist, in der die Menschheit überleben kann.



Vielen Menschen ist das alles völlig unbekannt, aus diesem Grund kommt jetzt noch einmal ein längerer Ausschnitt aus einem älteren Artikel von mir. Ich kann mir vorstellen, dass sehr viele Leser das ausgesprochen erhellend finden werden.



Diese Art von Information ist für viele Menschen ein Schock. Allgemein gilt doch in der Öffentlichkeit die Auffassung, dass die Menschheit »Fortschritte macht« und dass wir geistig und körperlich besser dastehen als unsere Vorfahren. Doch das trifft überhaupt nicht zu. Forscher der Universität Cambridge haben aufgezeigt, dass wir »schwächer sind als früher« und dass selbst die größten Spitzenathleten der heutigen Zeit »im Vergleich verblassen«, stellt man sie neben die Menschen, die vor Tausenden Jahren lebten…

»›Selbst unsere am besten ausgebildeten Athleten verblassen im Vergleich zu unseren Urahnen‹, sagte Dr. Colin Shaw dem Outside Magazine. ›Wir sind zweifelsohne schwächer, als wir es früher waren.‹

Im Rahmen der Studie wurden Skelette untersucht, von denen das älteste aus der Zeit etwa 5300 vor Christus stammt und das jüngste aus dem Jahr 850. Es wurde also ein Zeitraum von rund 6150 Jahren unter die Lupe genommen.

Diese Skelette wurden mit denen von Cambridge-Studenten verglichen. Dabei stellte man fest, dass die Beinknochen männlicher Bauern aus der Zeit 5300 vor Christus genauso gut waren wie die von durchtrainierten Querfeldeinläufern.«

Zusätzlich zeigten frühere Untersuchungen der Uni Cambridge, dass unsere Körper »deutlich kleiner« sind als die von Menschen, die vor Tausenden von Jahren lebten. Auch unsere Gehirne sind kleiner.

»Eine frühere Studie der Universität Cambridge zeigte, dass die Menschen deutlich schrumpfen. Die Menschheit habe den Zenit überschritten, die heutigen Menschen seien zehn Prozent kleiner und schmaler als ihre Vorfahren, die als Jäger und Sammler unterwegs waren, so die Forscher.

Und als wäre das nicht schon deprimierend genug, sind auch unsere Gehirne kleiner.

Die Ergebnisse stellten die vorherrschende Meinung auf den Kopf, dass die Menschen im Lauf der Jahrhunderte immer größer geworden seien. Dieser Glaube entspringt den Daten zu jüngeren körperlichen Entwicklungen.

Der Rückgang setzte den Wissenschaftlern zufolge im Verlauf der vergangenen 10 000 Jahre ein. Als Schuldigen haben sie die Landwirtschaft ausgemacht. Die eingeschränkte Ernährung und die Verstädterung würden die Gesundheit belasten und zur Verbreitung von Krankheiten führen.«

Wow. In den meisten Filmen und Fernsehsendungen werden unsere Urahnen als kleingewachsene Dummerchen dargestellt, die vornüber gebeugt herumliefen und in einer kalten, gnadenlosen Welt nur mit Glück überlebten. Das Bild, das die Wissenschaftler da nun zeichnen, sieht völlig anders aus.



Wie oben bereits erwähnt, ist der Hauptgrund für unseren Rückgang als Spezies die systematische Verschlechterung unserer Gene. Dr. John Sanford von der Cornell University (Autor von Genetic Entropy & The Mystery of the Genome) sagt, jeder von uns trage bereits Zehntausende schädlicher Mutationen in sich herum und jeder von uns werde mindestens 100 neue Mutationen an künftige Generationen weitergeben. Viele Forscher glauben, dies werde letztlich zu etwas führen, das sie als »mutational meltdown« bezeichnen, als »Mutationskernschmelze«. Hier ein Auszug aus einem Papier von Gerald H. McKibben und Everett C. McKibben:

»Seit Langem sind Genetiker besorgt, was die Auswirkungen von Mutationen auf die menschliche Bevölkerung anbelangt. Sie glauben, bei einem Tempo von einer schädlichen Mutation pro Person pro Generation werde es zu einer genetischen Verschlechterung kommen. Frühere Berichte basierten auf geschätzten Mutationsraten, die deutlich niedriger waren, als wir sie mittlerweile beobachten. Untersuchungen bis zurück ins Jahr 2002 zeigen, dass die menschliche Mutationsrate mindestens 100 Fehler pro Person pro Generation beträgt. Einige Forscher setzen den tatsächlichen Wert eher in der Größenordnung von 300 an.

Selbst ein Wert von 100 hat weitreichende Implikationen und die Mutationsrate selbst steigt. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten, wenn nicht gar alle Mutationen im menschlichen Genom schädlich sein müssen. ›Selbst wenn sich weitere Mutationen aufhalten ließen, kann nichts den Schaden aufhalten, der in unserer Generation angerichtet wurde.‹ Es scheint, als handele es sich bei dem Prozess um eine unumkehrbare Abwärtsspirale, die in einem ›mutational meltdown‹ enden wird.«

Das sind unglaubliche Erkenntnisse, deren Folgen atemberaubend sind. Deutlich mehr zu diesem Thema können Sie in diesem Video-Interview mit Dr. Sanford erfahren.


Es ist also nicht nur so, dass unsere Gehirne kleiner werden, auch die Menschheit insgesamt wird dümmer.


Das mag zunächst einmal komisch klingen, wenn man bedenkt, welch große technischen Fortschritte in der Neuzeit erzielt wurden, aber es stimmt dennoch. Ein Biologieprofessor von der Uni Stanford veröffentlichte kürzlich zwei Forschungspapiere, in denen er seine Schlussfolgerung darlegte, derzufolge die Menschen seit Tausenden von Jahren immer dümmer werden:

»Werden die Menschen klüger oder dümmer? Hält man unser heutiges Leben und die Technologie neben frühere Generationen, könnte man zu der Einschätzung gelangen, dass wir klüger und klüger werden. Doch Gerald R. Crabtree von der Uni Stanford behauptet in zwei Studienpapieren, die im Fachmagazin Trends in Genetics veröffentlicht wurden, dass wir geistige Kapazitäten einbüßen und das schon seit 2000 bis 6000 Jahren! Der Grund dafür sind Crabtree zufolge Genmutationen – das Rückgrat der neo-darwinistischen Evolution.«

Genau wie Dr. Sanford ist Professor Crabtree überzeugt, dass dieser Verlust an geistigen Fähigkeiten mit der Zunahme von Fehlern in unseren Genen zu tun hat:

»Ausgehend von Daten des 1000 Genomes Project Consortium und zwei aktuellen Veröffentlichungen im Magazin Nature, schätzt Crabtree in dem ersten Artikel, dass in den vergangenen 3000 Jahren – entsprechend etwa 120 Generationen – in den Genen, die unsere intellektuellen Fähigkeiten steuern, etwa 5000 neue Mutationen entstanden sind. Die meisten dieser Mutationen haben seiner Einschätzung nach keinerlei Auswirkungen, zwei bis fünf Prozent dagegen sind schädlich. ›Ein verschwindend kleiner Bruchteil wird die Fitness verbessern.‹ Crabtrees Schlussfolgerung, die Menschheit büße geistige Kapazitäten ein, basiert auf dem Verhältnis zwischen schädlichen und nützlichen Mutationen.«

Um ehrlich zu sein: Man muss sich doch nur mal unter seinen Mitmenschen umsehen, um zu erkennen, wie es um die mentalen Fähigkeiten bestellt ist…


Copyright © 2015 by EndOfTheAmericanDream

Bildnachweis: Andrey VP / Shutterstock

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (46) zu diesem Artikel
16.08.2015 | 09:39
TACOMA

"Universum produziert weniger Energie" Donnerwetter, da hat man doch tatsächlich nach dem Energieerhaltungsgesetz mal gelernt, dass man Energie weder erzeugen noch vernichten kann.

16.08.2015 | 00:57
Wortwechsel

" nur noch halb so viel Energie wie vor zwei Milliarden Jahren "! Interessant! WER hat diese Energie denn vor zwei Milliarden Jahren gemessen?!

16.08.2015 | 00:52
Wortwechsel

Der Einfluss und die Macht aller "Bilderberger" sowie der "Rothschild" ist wahrlich unermesslich! Zu ihren Gunsten wollen sie nicht nur die Menschheit ausrotten, sondern das Universum noch dazu!

15.08.2015 | 23:47
Karsten

Es ist schon auffällig, wie hier alles mögliche angesprochen wird, nur Gottes eigenes Wort, die Bibel, nicht. Dabei ist diese Abirrung von der Wahrheit DAS Problem der Menschheit. Sie kennen ihren Schöpfer nicht und wollen ihn nicht annehmen. Alles, was passiert, passieren wird und wo all diese Menschen enden werden, steht im Wort des Schöpfers selbst, der Bibel. Sie ist faktisch wahr. Ihr verfangt euch in den vom Teufel gestifteten Wirren nach dessen Pronzip: Hauptsache nicht...

Aufklappen

15.08.2015 | 22:41
bv

Wilhelm Busch schrieb: "Der Mensch wird schließlich mangelhaft...die Locke wird hinweggerafft!" :-)

15.08.2015 | 21:24
Christian Koch

Seit dem Schöpfungsakt werden wir nun mal von Kopie zu Kopie schlechter weil Adam und Eva den Stöpsel aus dem energetischen Versorgungspool gezogen haben. Wir Kreationisten vergleichen das gerne mit der "Zucht" von Pudeln oder Chiwauas. Die Mutation-plus-Selektion-Theorie funktioniert nämlich nur, wenn man einen DEvolutionären Abwärtstrend annimmt, bei dem regelmäßig Erbgut flöten geht und/oder vermurxt wird. Nix Evolution, liebe Atheisten; Nix "Aufstieg der...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Rohstoffe aus dem Weltall - Asteroid Mining - die Zukunft des Bergbaus ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Aug 2015 14:18

bild Rohstoffe aus dem Weltall.jpg
bild Rohstoffe aus dem Weltall.jpg (50.02 KiB) 5690-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-Mining-die-Zukunft-des-Bergbaus-article15707856.html
Sonntag, 16. August 2015
Rohstoffe aus dem Weltall - Asteroid Mining - die Zukunft des Bergbaus ?

Von Fabian Maysenhölder

Gold, Platin, Wasser: Die Liste der Ressourcen, die Abermillionen von Asteroiden im Weltall beheimaten, ist lang. Im All wartet ein Billionengeschäft. Noch müssen viele Hürden genommen werden - am Ende ist es aber nur eine Frage der Zeit.

Mitte Juli 2015 wurde ein Raumschiff von der ISS abgekoppelt. Arkyd-3R ist nicht größer als ein Laib Brot und fliegt nun in einem eigenen Orbit um die Erde. Es ist ein Meilenstein für die Firma "Planetary Resources". Die will mit Arkyd-3R in einer 90-tägigen Mission ihre Technologien testen, mit denen künftig Jagd auf Asteroiden gemacht werden soll. Denn die Firma aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington hat ein Ziel: die Knappheit bestimmter Rohstoffe auf der Erde beenden - und wertvolle Ressourcen künftig aus dem All zu holen.

Asteroiden fliegen millionenfach durchs All, vollgepackt mit wertvollen Dingen, die wir gut gebrauchen können: Platin, Gold, Edelmetalle und seltene Erden, die vor allem in der Halbleiterindustrie benötigt werden. Auf der Erde sind solche schweren Metalle im Laufe der Jahrmillionen Richtung Erdkern gewandert. Deshalb sind davon verhältnismäßig wenige in der Erdkuste zu finden, wo wir sie über den Bergbau erreichen könnten. Kurz: Wir haben die Rohstoffe irgendwie, aber wir kommen nicht ran.
Arkyd-3R kurz nach der Abkopplung von der ISS am 16. Juli 2015.
Arkyd-3R kurz nach der Abkopplung von der ISS am 16. Juli 2015.
(Foto: Nasa)

Anders bei Asteroiden. Die der sogenannten M-Klasse enthalten viele solcher Metalle - und zwar nah an der Oberfläche. Genau das macht sie für findige Investoren so attraktiv. Würde es gelingen, zu einem solchen Himmelskörper zu fliegen, dort diese Rohstoffe abzubauen und zurück zur Erde zu bringen, wäre das nicht nur ein Milliarden-, sondern mindestens ein Billionengeschäft.

"Planetary Resources" hat genau dieses Geschäftsmodell. Und das Vorhaben ist ausgesprochen ehrgeizig: Schon in zehn Jahren will die Firma in der Lage sein, Ressourcen von Kleinplaneten zu holen, erklärt Unternehmenssprecherin Katelyn Mixer im Gespräch mit n-tv.de. Unter den Investoren sind prominente Namen wie etwa die Google-Gründer Larry Page und Eric Schmidt und der britische Milliardär Richard Branson. Für Raumfahrtagenturen wie die Nasa oder die Esa, die sich aus öffentlichen Geldern finanzieren, sind solche Pläne jedoch derzeit kein Thema. Zu gering sind die Aussichten, in absehbarer Zeit einen profitablen Bergbau im All zu betreiben.
Platin, Gold - und etwas Flüssiges
Asteroiden der M-Klasse enthalten viele Metalle, die auf der Erde nur schwer zu schürfen sind.
Asteroiden der M-Klasse enthalten viele Metalle, die auf der Erde nur schwer zu schürfen sind.
(Foto: Screenshot planetaryresources.com)

Dabei geht es beim sogenannten "Asteroid Mining" nicht nur um wertvolle Metalle, sondern auch um ein Element, das uns Erdlingen zunächst ganz alltäglich vorkommt: Wasser. Wasser ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen längere Zeit im All verbringen können. Es wäre ein riesiger Fortschritt, wenn dieser Rohstoff nicht von der Erde ins All gebracht werden müsste, sondern direkt dort abgebaut werden könnte. Der Transport von Wasser ins All ist teuer. Rund 20.000 Dollar koste es pro Liter, schreibt der US-Astronom Philipp Plait. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Gold kostet derzeit rund 35.500 Dollar. Wasser hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Aus Wassermolekülen kann chemisch Sauerstoff gewonnen werden. Und - im Weltraum nicht zu verachten - Wasserstoffperoxid, ein optimaler Raketentreibstoff.

Doch funktioniert so etwas wie Bergbau auf Asteroiden wirklich - oder ist es bloße Fiktion? In der Wissenschaftswelt gehen die Meinungen auseinander. Einer, der dem Projekt verhalten optimistisch entgegensieht, ist Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der Planeten- und Asteroiden-Forscher sagt n-tv.de: "Natürlich ist das alles noch Science Fiction. Aber die Mondlandung war das irgendwann auch mal." Niemand wisse, was in 100 oder 200 Jahren sei. "Auch in den letzten 100 Jahren ist viel passiert, was niemand geglaubt hätte." Mit Blick auf das Schürfen von wertvollen Metallen auf Asteroiden glaubt Kührt, dass sich das in Zukunft sogar finanziell rechnen könnte. "Auf der Erde wird es immer teurer und Raumfahrt wird immer günstiger", so Kührt. Eine einfache Rechnung. Für einen möglichen Siegeszug des Asteroid Mining dürfte sie enorme Bedeutung haben.
Bilderserie
Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Aber warum auf Kleinplaneten landen - und nicht etwa auf dem Mond, der ebenfalls wertvolle Metalle bereit hält? Die Firma "Planetary Resources" antwortet: Asteroiden sind vor allem wegen der geringen Gravitation attraktiv. "Man braucht viel weniger Treibstoff, um auf dem Objekt zu landen und von dort auch wieder zu starten", sagt Sprecherin Mixer.

Doch genau diese Quasi-Schwerelosigkeit stellt die Forschung auch vor eine große Hürde - und es ist nur eine von vielen. Wie diverse Missionen staatlicher Raumfahrtagenturen in der Vergangenheit gezeigt haben, ist es zwar bereits heute möglich, zu einem Asteroiden zu fliegen, dort Proben zu entnehmen und diese wieder auf die Erde zu bringen. Problematisch wird es aber bei der Frage, wie der Bergbau auf dem Himmelskörper aussehen soll. Roboter müssten zum Beispiel in der Schwerelosigkeit komplett autonom agieren. Ekkehard Kührt vom DLR hält das zwar für möglich, "aber im Moment gibt es diese Technologie einfach noch nicht."
Wer hat's gefunden?

Neben den technischen gibt es aber auch rechtliche Fragen, die noch beantwortet werden müssen. Zum Beispiel, wer denn einen Anspruch auf die Ressourcen im All hat. Für die Vorreiter aus Bellevue ist klar: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. "Planetary-Resources"-Sprecherin Mixer verweist auf den "Space Resources Exploration Act", den der US-Kongress im Mai 2015 verabschiedet hat. Darin heißt es: "Jede Ressource, die von einem Asteroiden im Weltall gewonnen wird, ist Eigentum desjenigen, der sie entnommen hat." Nach US-Recht ist die Sache also klar.

Doch so einfach ist es nicht. Um genau zu sein: Es ist sogar ziemlich kompliziert. "Es gibt große Lücken, das ist eigentlich alles ein Graubereich", sagt Rada Popova, Weltraumrechtlerin an der Universität Köln, im Gespräch mit n-tv.de. "Was die USA beschlossen haben, ist nationales Recht." Völkerrechtlich sieht das ganz anders aus. Mit Blick auf den Ressourcenabbau auf Asteroiden gibt es bislang schlicht keine Gesetze. "Eine juristische Lücke, die die USA ausnutzen", konstatiert Popova. Doch eines ist zu erwarten: Sobald die erforderlichen Technologien verfügbar sind und der Ressourcen-Rausch im Weltall beginnt, werden auch die rechtlichen Aspekte diskutiert. Bis dahin gilt: Solange es kein Verbot gibt, gibt es auch keine Strafe.
Mehr zum Thema

... Damit soll der sieben bis zehn Meter große Fels eingefangen werden. 22.03.14 Wenn Astronomen Steine sammeln Asteroiden-Jäger auf Einkaufstour
Ein Mond für den Mond: So will die Nasa einen Asteroiden eintüten 22.03.14 Ein Mond für den Mond So will die Nasa einen Asteroiden eintüten
US-Firmen planen Bergbau auf Asteroiden: Platin und Wasser aus dem All 22.01.13 US-Firmen planen Bergbau auf Asteroiden Platin und Wasser aus dem All

Technologie, Weltraumrecht, Finanzierung: In jedem dieser Bereiche stehen dem Asteroid Mining noch erhebliche Probleme und Herausforderungen bevor. Angesichts dessen scheint es höchst unwahrscheinlich, dass "Planetary Resources" bereits in einem Jahrzehnt in der Lage sein will, Rohstoffe auf Kleinplaneten abzubauen.

Um die Forschung in dieser Hinsicht am Laufen zu halten, sind Investoren nötig, die eine Vorliebe für das Undenkbare haben. So wie Google-Gründer Larry Page. Der begründet seine Beteiligung an der Firma mit der Aussage: "Planetary Resources ist ein großartiges Beispiel dafür, was es heißt, eine gesunde Gleichgültigkeit gegenüber dem Unmöglichen zu haben." Und der Blick in die Vergangenheit zeigt: Es wäre nicht das erste Mal, dass das scheinbar Unmögliche Wirklichkeit wird.
Bilderserie
Träumerei oder realistischer Plan?: Ein Asteroid wird "geerntet" Träumerei oder realistischer Plan?: Ein Asteroid wird "geerntet" Träumerei oder realistischer Plan?: Ein Asteroid wird "geerntet" Träumerei oder realistischer Plan? Ein Asteroid wird "geerntet"

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Blick in die Zukunft: Rohstoffe aus dem Weltraum

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Aug 2015 09:18

bild Blick in die Zukunft - Rohstoffe aus dem Weltraum.jpg
bild Blick in die Zukunft - Rohstoffe aus dem Weltraum.jpg (52.77 KiB) 5666-mal betrachtet
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/andreas-von-r-tyi/blick-in-die-zukunft-rohstoffe-aus-dem-weltraum.html

22.08.2015


Artikel senden | Drucken |
Blick in die Zukunft: Rohstoffe aus dem Weltraum
Andreas von Rétyi

Auf der Erde werden viele Rohstoffe immer knapper. Und deshalb arbeiten immer mehr aufstrebende Unternehmen an Plänen, fremde Himmelskörper als Rohstoffquellen zu nutzen. Das alles wird schon bald Realität.



Es klingt paradox: Bergbau in anderen Teilen des Sonnensystems, Weltraumsatelliten auf der Jagd nach extraterrestrischen Rohstoffen und Produktionsstätten auf Asteroiden.



Das alles erscheint uns heute noch weltfern. »Asteroid Mining« nennen die Amerikaner solche Vorhaben. Und sie scheinen auf den ersten Blick unrentabel. Unternehmen wie Planetary Resources oder Deep Space Industries und ebenso die NASA sehen das allerdings ganz anders.


Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv


Interesse an mehr Hintergrundinformationen?


Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.



In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:



Deutschland: Profite mit Flüchtlingen

Geldanlage: das doppelte Spiel der Goldpreisdrücker

Mediale Mobilmachung: der Krieg an der Ostfront

Blick in die Zukunft: Rohstoffe aus dem Weltall


Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: sdecoret / Fotolia

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (2) zu diesem Artikel
22.08.2015 | 09:27
Lol :-D

Also an uns erlaubten wissen nach, können wir nicht mal zum Mond fliegen. Wie wollen die das den hinbekommen. Es sei den, es gibt Möglichkeiten, dem Menschheit nicht offenbart wurden, das man wo anders auch noch sein Unwesen treiben kann. Aber wen dem so wäre, wiso streitet man den hier noch über resoursen?? Die können nicht mal auf der Erde vorhandene resoursen erschliessen und wollen jetzt im Weltraum das tun??? Hah hah haaa.

22.08.2015 | 09:08
Mirko

Das IST schon Realität. Und zwar in einem derart monströsen Ausmaß, dass es selbst den unmittelbar Beteiligten immer wieder die Sprache verschlägt. Whistleblower/Insider wie etwa Corey Goode sind sozusagen nur die "Vorhut", um uns auf einen Kultur-, Technologie- und Wirklichkeitsschock der Extraklasse vorzubereiten. Ungeheuerliche Vebrechen gegen die Menschlichkeit werden ebenso zu verdauen sein wie die unfassbar fortschrittlichen Energie-, Medizin- und...

Aufklappen
Alle Kommentare lesen »
Kommentar abgeben
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Geschmacksexperiment auf ISS - Astronauten sollen Whisky perfektionieren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Aug 2015 20:12

bild Astronauten sollen Whisky perfektionieren.jpg
bild Astronauten sollen Whisky perfektionieren.jpg (32.04 KiB) 5652-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Astronauten-sollen-Whisky-perfektionieren-article15788466.html
Dienstag, 25. August 2015
Geschmacksexperiment auf ISS - Astronauten sollen Whisky perfektionieren

Mehrere Flaschen eines edlen Single Malt erreichen die Raumstation - natürlich nur zu Forschungszwecken. Welchen Einfluss hat Schwerelosigkeit auf den Geschmack von Whisky? Dieser Frage sollen Raumfahrer auf der ISS nachgehen.

Teilen

Seite versenden
Seite drucken


Um herauszufinden, wie Whisky in der Schwerelosigkeit reift, hat der japanische Getränkehersteller Suntory Proben zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt. Sie trafen zusammen mit anderen Gütern in einer unbemannten japanischen Transportkapsel dort ein, wie die Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte.
Der beste Whisky der Welt: Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 von Suntory.
Der beste Whisky der Welt: Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 von Suntory.
(Foto: picture alliance / dpa)

Die 5,5 Tonnen schwere Kapsel war am Mittwoch vom Süden Japans aus mit einer H-IIB-Rakete auf den Weg gebracht worden. Zu ihrer Ladung gehörten auch Lebensmittel, Wasser, Kleidung und wissenschaftliche Instrumente. Die sechs derzeit auf der ISS stationierten Raumfahrer - darunter zwei US-Amerikaner, drei Russen und ein Japaner - müssen allerdings die Finger von dem Whisky lassen. Die zehn, 18 und 21 Jahre alten Whiskyproben sollen lediglich im japanischen Labor der Raumstation für mindestens ein Jahr gelagert werden.
Mehr zum Thema

Reifen in der Schwerelosigkeit: Japan schießt Whisky in den Weltraum 31.07.15 Reifen in der Schwerelosigkeit Japan schießt Whisky in den Weltraum
n-tv Netzreporter: Nasa sucht Astronauten-App 17.08.15 n-tv Netzreporter Nasa sucht Astronauten-App
Überlebenswichtig für Mars-Flug: Salat auf ISS gezogen und verspeist 11.08.15 Überlebenswichtig für Mars-Flug Salat auf ISS gezogen und verspeist

Forscher von Suntory vermuten, dass eine Lagerung bei geringer Temperaturschwankung und begrenzter Bewegung zu einem milderen Geschmack führt. Nach seiner Rückkehr auf der Erde soll der ISS-Whisky von Experten verkostet und zudem wissenschaftlich untersucht werden.

Japanische Whiskys sind weltweit berühmt. Der Yamazaki Single Malt Sherry Cask 2013 von Suntory wurde dieses Jahr von der renommierten Jim Murray's Whisky Bible zum besten Whisky der Welt gewählt. Die Whiskyproduktion in dem ostasiatischen Inselstaat war in den 20er Jahren von einem japanischen Unternehmer und seiner schottischen Frau begründet worden.
Bilderserie
Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Außenposten der Menschheit im All: Das harte Leben an Bord der ISS Seit dem wird mit ständig wechselnder Besatzung Außenposten der Menschheit im All Das harte Leben an Bord der ISS

Quelle: n-tv.de , lsc/AFP
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

Hawking überrascht mit neuer Theorie - Wie man einem Schwarzen Loch entkom

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Aug 2015 10:24

bild Wie man einem Schwarzen Loch entkommt.jpg
bild Wie man einem Schwarzen Loch entkommt.jpg (21.68 KiB) 5642-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-man-einem ... 99931.html
Donnerstag, 27. August 2015
Hawking überrascht mit neuer Theorie - Wie man einem Schwarzen Loch entkommt

Von Kai Stoppel

Sie gelten als die Höllenschlunde des Universums: Schwarze Löcher. Wer hineinfällt, heißt es, verschwindet für immer. Stimmt nicht, sagt der weltberühmte Physiker Stephen Hawking. Es gebe einen Weg, wie man ein Schwarzes Loch überleben kann.


Teilen

Seite versenden
Seite drucken
Zur Startseite forum-kategorie-f5/forschung-universum-t30.html

Bisher galt die Devise: Wer im Weltraum in ein Schwarzes Loch hineinfällt, hat für immer ausgespielt. Doch Stephen Hawking, der wahrscheinlich berühmteste lebende Astrophysiker, überraschte nun mit einer neuen Erkenntnis. "Wenn Sie das Gefühl haben, in ein Schwarzes Loch gefallen zu sein, geben Sie nicht auf. Es gibt einen Ausweg", sagt Hawking bei einem Vortrag an der Königlich Technischen Hochschule (KTH) im schwedischen Stockholm, über den die KTH auf ihrem Blog berichtet.
Bilderserie
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Als Schwarzes Loch bezeichnet man einen ehemaligen großen Stern, dessen Materie in sich zusammengefallen ist: zu einer sogenannten Singularität. Das ist ein Punkt ohne räumliche Ausdehnung und mit unendlich hoher Dichte. Dessen Gravitation ist dabei so stark, dass sich um die Singularität herum ein sogenannter Ereignishorizont bildet - das eigentliche Schwarze Loch -, aus dem weder Licht noch Materie nach außen gelangen können. Das dachte man zumindest bisher.
Astronaut wird zu 2D-Hologram

Hawking jedoch wirft diese alte Vorstellung über Bord - und löst damit ein bekanntes Problem der Physik (dazu später mehr). Nach Hawkings neuer Theorie würde etwa ein Raumfahrer, der sich mit seinem Raumschiff einem Schwarzen Loch nähert, nicht von der gewaltigen Gravitation des Lochs für immer verschlungen werden. Vielmehr, so Hawking, gibt es zwei Wege, auf denen der Raumfahrer überlebt. Mehr oder weniger. Allerdings klingen beide etwas kurios.

Der erste Weg: Der Astronaut wird am Rande des Schwarzen Lochs in ein zweidimensionales Hologram umgewandelt. Besser gesagt: die Information zu dem Aufenthaltsort der einzelnen Teilchen wie Atome, aus denen er besteht. Die zweite Möglichkeit: Der Astronaut rutscht durch das Schwarze Loch hindurch in eine andere Dimension. Dies erinnert an eine Szene aus dem Science-Fiction-Film "Interstellar" (2014) von Regisseur Christopher Nolan. Auch hier schafft es die Hauptfigur Cooper, nach dem Sturz in ein Schwarzes Loch diesem wieder zu entkommen. Im Inneren des Lochs fand er übrigens einen Tesserakt vor - einen vierdimensionalen Würfel.
"Ich möchte das sicher nicht ausprobieren"

Mit Hawkings neuer Theorie - die wohl im kommenden Monat publiziert wird - wäre auch das oben erwähnte, physikalische Problem, das sogenannte Informationsparadoxon, gelöst. Dies besteht, wenn man davon ausgeht, dass ein Schwarzes Loch einen Astronauten und damit die Informationen zu seiner Materie einfach unwiederbringlich zerstört. Das widerspräche den Gesetzen der Quantenphysik, nach denen keine Information verloren gehen kann - und vor allem nicht darf. Denn wäre das der Fall, würde heilloses Chaos im Universum ausbrechen.
Mehr zum Thema

Plötzlich wurde die Galaxie NGC 660 mehrere hundert Mal heller. Das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie wird aktiv. 09.07.15 Schwarzes Loch im Sternbild Fische Ein Masse-Monster erwacht
Hell wie 300 Billionen Sonnen: Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen 22.05.15 Hell wie 300 Billionen Sonnen Leuchtende Galaxie verblüfft Astronomen
Rätsel der Astrophysik auf der Spur: Galaxien sterben von innen nach außen 16.04.15 Rätsel der Astrophysik auf der Spur Galaxien sterben von innen nach außen

Aber wie gelangt der Raumfahrer jetzt eigentlich wieder aus dem Schwarzen Loch heraus? Nun ja, Hawking gibt zu, dass nach der Umwandlung in ein zweidimensionales Hologram - wie es die eine Möglichkeit beschreibt - nicht mehr viel mit dem Raumfahrer anzufangen sei, würde die Information zu seiner Materie wieder in unsere Welt herausgefiltert.

Bei der zweiten Möglichkeit, der Sturz in eine andere Dimension, sei dies jedoch durchaus der Fall. "Wenn das Loch groß genug ist und rotiert", so Hawking, "könnte es eine Passage in ein anderes Universum darstellen." Allerdings: Der Astronaut, der durch ein Schwarzes Loch in eine andere Dimension fliegt, könnte nicht in unser Universum zurückkehren. Auch Hawking muss daher einräumen: "Obwohl ich gerne ins All fliegen würde, würde ich das sicher nicht ausprobieren."
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de
Benutzeravatar
Weltbookadmin47
Forum Admin
 
Beiträge: 6295
Registriert: 10.2014
Geschlecht:

VorherigeNächste

Zurück zu "2. Forum in Kategorie 2"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron