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"Unvorstellbare Konsequenzen" - Was, wenn ein Asteroid die Erde trifft ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jun 2017 11:34

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Was-wenn-ein- ... 10685.html
Freitag, 30. Juni 2017
"Unvorstellbare Konsequenzen" - Was, wenn ein Asteroid die Erde trifft ?

Meterhohe Tsunamis, starke Hitze und gewaltige Stoßwellen: Hollywood macht häufig vor, was ein Asteroid auf der Erde anrichten könnte. Forscher finden nun heraus, welcher Effekt der verheerendste für die Menschheit ist.

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Sie heißen "2004 BL86", "2014 JO25" oder "2009 JF1", und die Mehrheit der Menschen hat wahrscheinlich noch nie etwas von ihnen gehört. Kein Wunder, die meisten Asteroiden rauschen weit entfernt von der Erde durchs All. Doch manche kommen dem Blauen Planeten ziemlich nahe. Für die Menschheit ging das bislang glimpflich aus - aber was, wenn aus apokalyptischen Science-Fiction-Visionen irgendwann Realität werden sollte?

Bei Asteroiden von bis zu 400 Metern Durchmesser müsste man sich vor allem vor gleichzeitig auftretenden Windstößen und Druckwellen schützen, haben Forscher herausgefunden. Sie könnten Menschen durch die Luft schleudern und Gebäude einstürzen lassen. Der Wind könne die Geschwindigkeit von Orkanen überschreiten.

Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen

Das Team um Clemens Rumpf von der Universität Southampton in Großbritannien hat untersucht, welcher Effekt eines einschlagenden Asteroiden auf der Erde die gravierendsten Folgen für die Menschen hätte. Die Studie im Journal "Geophysical Research Letters" analysiert die Verteilung der möglichen Opfer nach sieben wahrscheinlich auftretenden Effekten: Tsunamis, fliegende Trümmer, Schockwellen, Hitze, Erdbeben, Winde und Kraterbildung. Ergebnis: Bei Einschlägen ins Meer führen Tsunamis naturgemäß zu den meisten Opfern. Insgesamt gesehen gehe davon jedoch keine so große Gefahr aus wie von Einschlägen auf der Erde.
Evakuierungen unumgänglich

Besonders gefährlich seien bei Einschlägen auf der Erde die atmosphärischen Druckwellen, die sich mit Überschallgeschwindigkeit ausbreiten, sowie dabei entstehende starke Winde. Sie seien für über 60 Prozent der Todesopfer bei Einschlägen von Asteroiden bis 400 Metern Durchmesser verantwortlich.

In ihrem Computermodell ließen die Forscher 50.000 Asteroiden mit 15 bis 400 Metern Durchmesser - die am wahrscheinlichsten auftretenden Größen - auf die Erde treffen. Die Ergebnisse könnten Krisenmanagern bei der Vorbereitung auf einen drohenden kosmischen Einschlag helfen, kommentiert Rumpf in seiner Studie. Bei kleineren Einschlägen könne die Bevölkerung Schutz etwa in Kellern suchen, bei größeren Asteroiden seien Evakuierungen unumgänglich. Ein Asteroid mit rund 60 Metern Durchmesser trifft laut Rumpf im Schnitt etwa alle 1500 Jahre auf die Erde, ein rund 400 Meter breiter alle 100.000 Jahre. "Die Wahrscheinlichkeit eines Asteroideneinschlags ist wirklich gering. Aber die Konsequenzen können unvorstellbar sein", sagt Rumpf.
Vorhersagen sind nicht möglich

Kleinere Körper verglühen häufig in der Atmosphäre - auf der Erdoberfläche bekommt man davon meist nichts mit. 2013 aber explodierte ein etwa 20 Meter großer Meteorit über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk und ließ die Auswirkungen solcher gefährlichen Stoßwellen erahnen: Rund 7000 Gebäude wurden beschädigt, etwa 1500 Menschen verletzt.

Das Problem: Solche kleinen Körper seien zahlreich, oft nicht sichtbar und deshalb schwer zu beobachten, sagt Kai Wünnemann vom Naturkundemuseum in Berlin. Doch wie Tscheljabinsk zeigte, dürfe auch diese Gefahr nicht unterschätzt werden. Genaue Vorhersagen, wann der nächste Körper Kurs auf die Erde nehme, seien unrealistisch. In den nächsten zehn Jahren könne ein solches Ereignis aber durchaus wieder passieren.

Bei großen Asteroiden, die auch mal zehn Kilometer Durchmesser erreichen und dann als "global killer" ("globale Zerstörer") bezeichnet werden, sei das zum Glück äußerst selten. Der Asteroid, der vor rund 65 Millionen Jahren den Dinosauriern den Garaus machte, war so einer. Alle 100 Millionen Jahre etwa trete im Durchschnitt ein solch zerstörerisches Ereignis auf.
Ablenken oder zerstören
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Diese Illustration soll den Asteroideneinschlag zeigen, der vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier ausrottete. Auch vor etwa 360 Millionen Jahren war es zu einem weitreichenden Artensterben gekommen. 20.02.13 Vor 360 Millionen Jahren Killer-Asteroid fiel auf Australien
Auch zukünftig nicht vorherzusehen: Ein Meteorit von etwa 15 Metern Größe explodiert über dem Ural. 16.02.13 Meteoritenregen über dem Ural Wieso er unvorhersehbar war
Auch nach der Kollision mit einem Asteroiden würde sich die Erde weiterdrehen, und es gäbe noch Leben auf dem Planeten. Doch die Zerstörungen wären mitunter großflächig. 15.02.13 Zerstörerischer Einschlag Was Asteroiden anrichten

Um das Thema weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr den 30. Juni zum Welt-Asteroiden-Tag ausgerufen. Das Datum markiert den Jahrestag des größten Asteroideneinschlags der jüngeren Geschichte: Am 30. Juni 1908 hatte ein Treffer in der Tunguska-Region in Sibirien rund 2000 Quadratkilometer unbewohntes Gebiet verwüstet. Der Asteroid hatte nach Forscherschätzung einen Durchmesser von 30 bis 40 Metern.

Sollte ein solcher Brocken in seiner Flugbahn wieder Kurs auf die Erde nehmen, gibt es für die europäische Weltraumagentur Esa nur zwei Möglichkeiten: ablenken oder zerstören. Es gebe viele Vorschläge, von Sonnenspiegeln bis zu Wasserstoffbomben. Technisch oder finanziell umsetzbar sind die meisten davon allerdings nicht. Realistischer sei der Einsatz von Einschlagprojektilen zur Bahnablenkung. Kinetischer Impaktor oder einfach "Prellbock", nennt Wünnemann die Objekte, die einem Asteroiden auf dem Weg zur Erde aktiv in den Weg gesetzt werden sollen. Die gemeinsame "Aida"-Mission von Esa und Nasa, die der Asteroidenabwehr gilt, soll hierüber Erkenntnisse bringen.

"2014 JO25" sei Mitte April vergleichsweise dicht an der Erde vorbeigeflogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit - konnte eine Kollision mit dem 650-Meter-Asteroiden aber schon früh ausschließen. Die Entfernung betrug rund 1,8 Millionen Kilometer oder die 4,6-fache Erde-Mond-Distanz. Die nächste Annäherung eines vergleichbaren Asteroiden ist von der Nasa für 2027 vorhergesagt. "1999 AN10" wird dann in 380.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbeirauschen. Genauso dicht, wie der Mond der Erde ist. Das sei zwar nah, erklärt Wünnemann. Aber: "Alles was vorbeifliegt, ist nicht gefährlich."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 81801.html
Quelle: n-tv.de , Jan-Nikolas Picker, dpa
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Jupiter beherrscht Sternenhimmel - Stärkster Meteorstrom des Jahres kommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2017 11:14

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Sonne-Mond-un ... 08457.html
Jupiter beherrscht Sternenhimmel - Stärkster Meteorstrom des Jahres kommt

Das nach Sonne und Mond hellste Gestirn am Himmel, die Venus, geht im Juli am frühen Morgen auf. Der Strom der Delta-Aquariden sorgt für spektakuläre Himmelsansichten. Er flammt ab Mitte des Monats auf. Auch die Perseiden kommen - der stärkste Meteorstrom des Jahres.

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Im Juli beherrscht in der ersten Nachthälfte Jupiter mit seinem Glanz den Sternenhimmel. Allerdings geht der Riesenplanet, der sich im Sternbild Jungfrau aufhält, mit Fortschreiten des Monats immer früher unter. Ende Juli sinkt der Riesenplanet schon gut eine halbe Stunde vor Mitternacht unter den Westhorizont. Dabei zieht im Verlauf des Monats die zunehmende Mondsichel zweimal nördlich an Jupiter vorbei: am 1. und am 28 Juli.

Die Venus wandert durch das Sternbild Stier und wechselt am Monatsende in die Zwillinge. Am 20. begegnet die schmale Sichel des abnehmenden Mondes unserem inneren Nachbarplaneten. Das gibt gegen vier Uhr morgens einen hübschen Anblick über dem Nordosthorizont. Der Venusaufgang erfolgt jeweils kurz vor drei Uhr. Nach Sonne und Mond ist Venus das bei Weitem hellste Gestirn am irdischen Firmament.
Saturn fast die ganze Nacht sichtbar

Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission
Der Saturn im Sternbild Schlangenträger ist fast die ganze Nacht sichtbar. Vom Morgenhimmel zieht er sich langsam zurück. Am Abendhimmel sieht man den fahlen, gelblichen Ringplaneten über dem Südosthorizont. In der Nacht vom 6. auf 7. erhält Saturn Besuch vom fast voll beleuchteten Mond.

Ende Juli erreicht Merkur seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner südlichen Position im Tierkreis zeigt er sich in unseren Breiten nicht am Abendhimmel.

Mars wird am 27. im Sternbild Krebs von der Sonne eingeholt. Der rote Planet steht mit ihr am Taghimmel und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Da Mars sich etwa ein Grad nördlich der scheinbaren Sonnenbahn aufhält, überholt ihn die Sonne südlich.

Erst Ende September erscheint der rote Planet wieder auf der morgendlichen Himmelsbühne. Ende Juli 2018 wird die Erde extrem nahe am Mars vorbeiziehen. Als helles, rötliches Gestirn, das sogar Jupiter an Glanz übertrifft, wird er dann die Blicke auf sich ziehen.
Pluto 1930 als neunter Planet entdeckt - 2006 als Zwergplanet eingestuft
Bilderserie
Die Nebel-Partikel sind grau und rot, aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen. Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel. "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Der sonnenferne Pluto steht am 10. im Sternbild Schütze im Gegenschein zur Sonne. Von der Erde trennen ihn 4839 Millionen Kilometer, das entspricht der 32-fachen Entfernung von Sonne und Erde. Wegen seiner großen Entfernung ist er nur mit lichtstarken Teleskopen zu erkennen. Pluto wurde im Frühjahr 1930 als neunter Planet von Clyde Tombaugh auf der Lowell-Sternwarte in Flagstaff (Arizona, USA) entdeckt.

Fast ein Vierteljahrtausend ist Pluto unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Er hat einen Durchmesser von knapp 2400 Kilometern. Nachdem man ähnlich große Körper jenseits der Plutobahn entdeckt hatte, stufte die Internationale Astronomische Union Pluto 2006 in die neugeschaffene Kategorie der Zwergplaneten ein. Grund dafür war unter anderem auch seine spezielle Bahn.

Am 14. Juli 2015 passierte die Nasa-Raumsonde "New Horizons" den Zwergplaneten Nr. 134340 und schickte beeindruckende Aufnahmen zur Erde. Plutos Mond Charon ist halb so groß wie Pluto selbst, weshalb man von einem doppelten Zwergplaneten spricht. In den letzten Jahren wurden noch vier weitere, winzige Plutotrabanten aufgespürt.
Meteore des Stromes der Delta-Aquariden

Die Meteore des Stromes der Delta-Aquariden flammen in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August auf. Der Höhepunkt fällt am 28. Juli in die Stunden nach Mitternacht. Dann sind zwischen 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Ab Mitte Juli tauchen die ersten Perseiden auf, deren maximale Aktivität im ersten Augustdrittel zu erwarten ist. Die Perseiden gelten als stärkster Meteorstrom des Jahres.
Am 9. August morgens ist Vollmond.
Am 9. August morgens ist Vollmond.
(Foto: dpa)

Vollmond tritt am 9. August um 6:07 Uhr ein, wobei der hell glänzende Erdtrabant vor den Sternen des Schützen steht. Neumond wird am 23. um 11:46 Uhr erreicht. Mit 405.930 Kilometern Distanz befindet sich der Mond am frühen Morgen des 6. in Erdferne, während er am 21. abends mit 361.240 Kilometer seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert.
Großes und leicht erkennbares Sternendreieck

Nach Einbruch der Dunkelheit ist am abendlichen Sternenhimmel hoch im Osten ein großes und leicht erkennbares Sternendreieck zu sehen, das sich aus den hellsten Sternen dreier Sternbilder zusammensetzt. Die drei Sterne heißen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Man nennt diese Konstellation auch Sommerdreieck.

Hoch im Süden schreitet gerade der Held Herkules durch die Mittagslinie, auch Meridian genannt. Der Herkules ist ein ausgedehntes Sternbild, das sich nur aus lichtschwachen Sternen zusammensetzt und daher nicht leicht zu erkennen ist. Viel auffälliger ist hingegen ein Halbkreis von Sternen neben dem Herkules. Er deutet die Nördliche Krone an. Ein Stern im Halbkreis fällt durch seine etwas größere Helligkeit auf. Er heißt Gemma, was Edelstein bedeutet. Tief im Süden krabbelt der leicht erkennbare Skorpion am Horizont entlang. Auffällig funkelt sein Hauptstern Antares.

Der Große Wagen sinkt hoch im Westen langsam herab, die Kassiopeia, das Himmels-W, steigt dagegen im Nordosten empor. Beide Sternbilder sind bei uns zirkumpolar, gehen also nie unter und sind somit in jeder klaren Nacht des Jahres in unseren Breiten zu sehen.
Sonne auf absteigendem Ast
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Die Sonne befindet sich am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 20. verlässt sie spät abends das Sternbild Zwilling und wechselt in das Sternbild Krebs. Am 22. tritt sie nachmittags in das Tierkreiszeichen Löwe.

Am 3. passiert die Erde den sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn. An diesem Tag trennen uns 152.092.504 Kilometer von der Sonne. Das Sonnenlicht ist dann acht Minuten und 27 Sekunden zur Erde unterwegs. Anfang Januar, wenn die Erde ihren geringsten Abstand von der Sonne erreicht, benötigt das Sonnenlicht 17 Sekunden weniger, bis es zu uns gelangt.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 28236.html
Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Antibakterielle Beschichtung - Mars ist lebensfeindlicher als gedacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jul 2017 21:08

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Mars-ist-lebe ... 23629.html
Donnerstag, 06. Juli 2017
Antibakterielle Beschichtung - Mars ist lebensfeindlicher als gedacht

Der Rover "Curiosity" und die ExoMars-Mission suchen nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten, doch in einem irdischen Labor zeigt sich: Die Bedingungen auf dem Mars sind Gift für Bakterien. Sie sterben innerhalb kürzester Zeit.

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Im Boden unseres Nachbarplaneten Mars befinden sich wirkungsvolle antibakterielle Stoffe. Das zeigen Laborversuche britischer Forscher. Jennifer Wadsworth und Charles Cockell von der Universität Edinburgh hatten die Bedingungen auf dem Roten Planeten nachgestellt und an irdischen Bakterien getestet. Innerhalb einer Minute starben dabei fast alle Bakterien ab.

Der Mars sei damit noch unwohnlicher als bislang gedacht, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Scientific Reports". Allerdings sei er damit auch besser gegen eine Kontamination mit Bakterien geschützt, die durch irdische Raumsonden auf den Planeten kommen könnten.

Wadsworth und Cockell untersuchten die Wirkung sogenannter Perchlorate, die Marsrover in geringen Konzentrationen auf der Oberfläche des Roten Planeten gefunden hatten. Die Wissenschaftler testeten die Wirkung von Magnesium-, Kalzium- und Natrium-Perchlorat in einer für den Mars typischen Konzentration auf das Bakterium Bacillus subtilis. Die Mikroorganismen sind häufig als blinde Passagiere an Bord von Raumsonden.
Giftcocktail wirkt auch bei Kälte
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Hier noch in der Montagehalle: "Pathfinder" hatte den Rover "Sojourner" an Bord. 04.07.17 Pathfinder läutete neue Ära ein Mars-Lander setzte vor 20 Jahren auf
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Normalerweise machen diese Verbindungen den Bakterien nichts aus. Doch durch ultraviolette (UV) Strahlung, wie sie auf dem Mars herrscht, wurden die Perchlorate für die Mikroben tödlich. Es starben deutlich mehr von ihnen als durch das UV-Licht allein. Die Verbindungen Eisenoxid und Wasserstoffperoxid, die ebenfalls im Marsboden vorkommen, verstärkten den Effekt noch. Die Dreierkombination aus Perchlorat, Eisenoxid und Wasserstoffperoxid war im UV-Licht rund zehnmal so tödlich wie die ultraviolette Strahlung allein. Nach 60 Sekunden waren fast alle Bakterien tot.

Die Experimente fanden zum Teil bei Raumtemperatur statt. Unter den frostigen Bedingungen des Roten Planeten dürfte sich die Wirkung der Stoffe entsprechend langsamer entfalten. Dennoch illustrierten die Versuche die giftige Wirkung des Cocktails aus Perchloraten, Eisenoxid und Wasserstoffperoxid unter dem Einfluss von UV-Strahlung auf dem Mars, schreiben die Forscher.

Auch Sickerwasser, das als möglicher Hort des Lebens auf dem Roten Planeten gilt, besitze diesen tödlichen Effekt. Der heutige Mars sei damit noch lebensfeindlicher als angenommen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Raumsonde fotografiert Jupiter - Juno überfliegt Großen Roten Fleck

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jul 2017 09:23

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http://www.n-tv.de/wissen/Juno-ueberfli ... 31547.html
Raumsonde fotografiert Jupiter - Juno überfliegt Großen Roten Fleck

Es ist vollbracht, die Raumsonde Juno ist über den Großen Roten Fleck des Jupiter geflogen. Nun wertet die Nasa Bilder aus, die das Weltraumgerät von dem geheimnisvollen Wirbelsturm zur Erde schickt.

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Eine US-Raumsonde ist über den geheimnisvollen Großen Roten Fleck des Jupiter hinweggeflogen. Die Forschungssonde "Juno" kreuzte in der Nacht zum Dienstag in einer Höhe von etwa 9000 Kilometern den Fleck, bei dem es sich um einen gigantischen Wirbelsturm handelt, wie die US-Raumfahrbehörde Nasa mitteilte. Der Sturm mit einem Durchmesser von 16.000 Kilometern wütet seit Jahrhunderten auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems.

"Generationen von Menschen auf der ganzen Welt haben sich über den Großen Roten Fleck gewundert, jetzt werden wir endlich sehen können, wie er von nahem aussieht", sagte der Leiter der "Juno"-Mission, Scott Bolton. Die ersten Bilder von dem Vorbeiflug sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
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Die Nasa erhofft sich von den Daten und Bildern Erkenntnisse über die Zusammensetzung und Quellen des Sturms. Die Sonde ist mit Messinstrumenten ausgestattet, welche die dichte Wolkendecke des Sturms durchdringen können. Der Sturm wird seit 1830 von Astronomen beobachtet. Er ist nach Angaben der US-Behörde möglicherweise mehr als 350 Jahre alt.

"Juno" war vor sechs Jahren von der Nasa auf die Reise geschickt worden. Vor einem Jahr trat die Sonde in die Umlaufbahn des Gasplaneten ein.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 27421.html
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Quelle: n-tv.de , vpe/AFP
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Staub, Eis, Silikat - Asteroiden beginnen als kosmischer Matsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jul 2017 20:25

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Asteroiden-be ... 36293.html
Freitag, 14. Juli 2017
Staub, Eis, Silikat - Asteroiden beginnen als kosmischer Matsch

Millionen von Asteroiden rasen durch das Sonnensystem - aber wie sind sie eigentlich entstanden? Entgegen bisheriger Annahmen sind Asteroiden nicht schnell versteinert, sondern sie beginnen als eine Art kosmischer Matschkugeln.

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Die meisten Asteroiden in unserem Sonnensystem sind vermutlich aus einer Art kosmischer Matschkugeln entstanden. Das berichten zwei Forscher nach entsprechenden Simulationsrechnungen im Fachblatt "Science Advances".

Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass junge Asteroiden schnell versteinert sind. Die untersuchten Asteroiden gelten als übrig gebliebenes Rohmaterial aus der Entstehung von Gesteinsplaneten. Die neuen Erkenntnisse könnten daher auch dem Verständnis der allgemeinen Entwicklung des jungen Sonnensystems dienen, heißt es bei dem Fachblatt.
Hauptzutaten sind kosmischer Staub, Eis und Silikatkügelchen

Philip Bland von der Curtin University of Technology im australischen Perth und Bryan Travis vom Planetary Science Institute im US-amerikanischen Tucson hatten die Entstehung kohlenstoffhaltiger (C-Typ) Asteroiden untersucht, die ungefähr drei Viertel aller Asteroiden in unserem Sonnensystem stellen. Die Hauptzutaten für diese Asteroiden sind kosmischer Staub, Eis und sogenannte Chondren, das sind kleine Silikatkügelchen.

Wenn diese Materialien zusammenkommen, formen sie entgegen der bisherigen Annahme kein Gestein, sondern einen matschigen Schlamm, berichten die beiden Wissenschaftler. Der Schlamm entsteht aus dem Eis, das von radioaktiven Substanzen aufgeschmolzen wird, und dem Staub. Die Silikatkügelchen sind in diesen Schlamm eingebettet. Das neue Modell passt zu Untersuchungen kohlenstoffhaltiger Meteoriten.
Was sind Asteroiden, Kometen und Meteoroiden?

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

Asteroiden sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern.
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Asteroiden, Galaxien, Supernovae Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon

Kometen sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif.

Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung Meteoroiden eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie Meteoriten genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Was sind das für Radiopulse ? - Naher Stern sendet seltsame Signale

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jul 2017 12:25

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http://www.n-tv.de/wissen/Naher-Stern-s ... 44334.html
Was sind das für Radiopulse ? - Naher Stern sendet seltsame Signale

Ross 128 ist ein Roter Zwerg, nicht mal elf Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Als Astronomen den Stern für zehn Minuten beobachten, erhalten sie ein wiederkehrendes Signal. Wie ist es zu erklären? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Eine sind Aliens.

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Astronomen hatten sich einige Rote Zwerge vorgeknöpft, um nach Planeten zu suchen, die um diese Sterne kreisen. Mit dem Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico nahmen sie sich Wolf 359 vor - einen der am schwächsten leuchtenden Sterne, die bisher bekannt sind - sowie Gliese 436, bei dem bereits zwei Planeten bekannt sind. Neben vielen weiteren stand auch Ross 128 auf der Liste der Wissenschaftler - ein Roter Zwerg, der 10,9 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt im Sternbild Jungfrau liegt.

Ross 128 sorgte für eine Überraschung: In den 10 Minuten, in denen ihn die Astronomen im Mai 2017 beobachteten, erhielten sie merkwürdige Signale. Die Radiopulse waren wiederkehrend, und zwar in beinahe regelmäßigen Abständen. Das Radioteleskop fing sie im Frequenzbereich von vier bis fünf Gigahertz auf. "Die Signale bestanden aus Breitband-Pulsen, die nichtpolarisiert waren und sich quasi-periodisch wiederholten", spezifiziert Abel Méndez vom Arecibo-Observatorium. Der Astrobiologe weist auch auf Anzeichen für eine starke Streuung der Pulse hin. "Sie scheinen eine besondere Eigenschaft von Ross 128 zu sein", so der Forscher. Andere Sterne, die sie unmittelbar vor und nach Ross 128 beobachteten, zeigten solche Signale nicht.
Drei Erklärungen, keine passt

Welche Ursache für die ungewöhnlichen Radiopulse haben, wissen die Astronomen bislang nicht. Sie nennen aber drei Erklärungsmöglichkeiten: Die erste sind Flares, also Strahlungsausbrüche, wie wir sie von der Sonne kennen. Ross 128 gehört zu den Flare-Sternen. Aber die Eruptionen, die man von diesem Stern erwarten würde, unterscheiden sich in Frequenz und Streuung von den jetzt beobachteten Signalen. Keine zufriedenstellende Erklärung also.

Möglichkeit zwei: Die Signale könnten von einem anderen Objekt auf dem Weg zu dem Roten Zwerg stammen. "Es gibt jedoch keine nahen Objekte im Sichtfeld von Ross 128", räumt Méndez ein. Auch diese Erklärung überzeugt also nicht.

Und Möglichkeit drei? Die bringt einen Satelliten in einer hohen Erd-Umlaufbahn ins Spiel, der die Signale senden könnte. Doch auch das ist eine unbefriedigende Antwort. Denn wie Méndez sagt, "sind Störsignale durchaus häufig, aber solche Radiopulse haben wir von Satelliten noch nie gesehen".
Aliens? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Das Arecibo-Observatorium ist das zweitgrößte Radioteleskop der Welt und nicht zuletzt deshalb bekannt, weil von dort vor 43 Jahren eine Botschaft an mögliche Außerirdische ins All geschickt wurde. Sollten die rätselhaften Signale womöglich von solchen stammen und eine Kontaktaufnahme sein? Méndez dämpft die Erwartungen. Die ständig wiederkehrende Alien-Hypothese stehe am Ende einer Liste mit vielen anderen und besseren Erklärungen, sagt er.
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Auch Seth Shostak vom kalifornischen Seti-Institut, das sich mit der Suche nach intelligenten Außerirdischen beschäftigt, ist eher skeptisch. Er hält es für wahrscheinlich, dass das Signal doch irdischer Herkunft ist und somit ein Störeffekt.

"Wir stehen vor einem Rätsel", sagt Méndez, "und die drei Haupterklärungen sind im Moment so gut wie jede andere." Eine weitere Beobachtung von Ross 128 am vergangen Sonntag mit sieben anderen Teleskopen könnte nun Licht ins Dunkel bringen; die Daten müssen noch ausgewertet werden. Auch der nächste Rote Zwerg auf der Liste der Wissenschaftler, Barnards Pfeilstern, war diesmal Gegenstand der Betrachtungen.

Die Ergebnisse zu Ross 128 hat Méndez für Ende dieser Woche in Aussicht gestellt. Aber Garantien, sagt er, gebe es keine.

Quelle: n-tv.de , asc
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Sommerferien in der Raumfahrt - Mars versteckt sich hinter der Sonne

Beitragvon Gudrun Graf » 21. Jul 2017 17:38

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Mars-versteck ... 47727.html
reitag, 21. Juli 2017
Sommerferien in der Raumfahrt - Mars versteckt sich hinter der Sonne

Die Raumfahrt bekommt Kommunikationsprobleme: Weil der Mars von der Erde aus gesehen hinter der Sonne verschwindet, kann die Nasa vorübergehend Rover und Sonden nicht mehr steuern. Auch das europäische ExoMars-Projekt liegt für einen Monat auf Eis.


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Der Kontakt zu Gerät auf dem Mars ist in den kommenden zwei Wochen stark eingeschränkt. Der Rote Planet schiebt sich - von der Erde aus gesehen - fast direkt hinter die Sonne. Den drei Sonden und zwei Rovern aus den USA würden ab morgen bis zum 1. August keinerlei Anweisungen mehr gegeben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Bilderserie
Die hochauflösende Stereokamera ist in der Lage, aus einer Höhe von 200 bis 400 Kilometern Fotos zu machen ... Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung Neue Bilder vom Mars

Auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa und ihr russischer Partner Roskosmos müssen sich bei ihren Projekten vorübergehend auf eine Auszeit einstellen. "Aus Vorsicht werden wir mit unseren Außenposten auf dem Mars während dieser Zeit nicht sprechen, denn wir erwarten eine bedeutende Reduzierung der Kommunikationsverbindung, und wir wollen nicht riskieren, dass eines unserer Raumschiffe eine fehlerhafte Anweisung annimmt", erklärte Nasa-Manager Chad Edwards.

Die Daten, die in dieser Zeit vom Mars zur Erde gesendet würden, werden zur Sicherheit danach noch einmal geschickt. Eine Konstellation mit dem Mars fast direkt hinter der Sonne gibt es etwa alle 26 Monate. Die für die Rover und Sonden verantwortlichen Teams hätten sich seit Wochen darauf vorbereitet, heißt es bei der Nasa. "Die Rover bleiben aktiv und führen Anweisungen aus, die wir im Voraus geschickt haben", sagte Nasa-Manager Hoppy Price. "Die Sonden werden weiter ihre Beobachtungen machen und Daten schicken. Die Rover werden nicht fahren, aber Beobachtungen und Messungen werden weitergehen."
"ExoMars-2016 geht in die Sommerferien"

Auch für das europäisch-russische Prestigeprojekt ExoMars bedeutet die Planetenkonstellation eine kurze Pause. "ExoMars-2016 geht in die Sommerferien", teilte die Akademie der Wissenschaften in Moskau mit. Seit vergangenem Herbst kreist der Forschungssatellit "Trace Gas Orbiter" (TGO) um den Roten Planeten.
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Im Frühjahr hatten die Raumfahrtbehörden Esa und Roskosmos ein langwieriges Bremsmanöver in der Mars-Atmosphäre eingeleitet. Damit soll TGO innerhalb eines Jahres von einer elliptischen Bahn um den Mars auf eine kreisförmige Umlaufbahn in 400 Kilometern Höhe gebracht werden. Dieser Bremsvorgang werde nun wegen der unsicheren Kommunikation ausgesetzt, solange der Mars hinter der Sonne verschwindet, hieß es. Ihn fortzusetzen wäre zu unsicher, sagt einer der Forscher. Am 28. August soll das Manöver wieder aufgenommen werden. Die Zielflugbahn soll TGO im Frühjahr 2018 erreichen und dann auch seine Forschung beginnen.

Die Sonde sucht nach Spuren von Methan in der Atmosphäre, was ein Hinweis auf biologische Aktivität auf dem Mars sein könnte. Für die Nasa ist die Planetenkonstellation bereits Routine. Alle Mars-Missionen der Nasa haben bereits mindestens eine solche Konstellation erlebt. "Alle unsere Raumschiffe sind da Veteranen", sagte Nasa-Manager Edwards. "Wir wissen, was uns erwartet."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 91916.html
Mit fast 900 Kilogramm und 3 mal 2,8 Metern ist er der größte mobile Forschungsroboter, der bislang auf den roten Planeten geschickt wurde. Wie aus einem US-Nationalpark, schwärmte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde im kalifornischen Pasadena. Vor rund vier Jahren landet der Rover "Curiosity" auf dem Mars. Faszinierende Felsen im All Die spektakulären Fotos des Marsrovers

Quelle: n-tv.de , ara/dpa
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Forscher enträtseln Gammablitze - "Geburtsschrei" eines Schwarzen Lochs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jul 2017 22:00

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Geburtsschrei ... 56681.html
Donnerstag, 27. Juli 2017
Forscher enträtseln Gammablitze - "Geburtsschrei" eines Schwarzen Lochs

Gammablitze sind fast durch das gesamte Universum zu sehen - sie zählen zu den stärksten Explosionen. In Sekunden wird unvorstellbar viel Energie ausgestrahlt. Nun beobachten Forscher das bislang rätselhafte Phänomen in bislang beispiellosem Detail.

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Astronomen haben den Geburtsschrei eines Schwarzen Lochs in bislang unerreichtem Detail beobachtet. Die Untersuchung des sogenannten Gammastrahlenblitzes beantwortet ungeklärte Fragen zu dem Phänomen, wie die Forscher um Eleonora Troja von der University of Maryland im Fachblatt "Nature" berichten.

Gammablitze gehören zu den stärksten Explosionen des Universums. "Gammablitze sind katastrophale Ereignisse, die mit der Explosion massereicher Sterne, 50 Mal so groß wie unsere Sonne, einhergehen", erläutert Troja in einer Mitteilung ihrer Universität. "In Sekunden kann dieser Prozess so viel Energie ausstrahlen wie ein Stern von der Größe unserer Sonne in seiner gesamten Lebenszeit. Wie sind sehr daran interessiert, zu verstehen, wie das möglich ist."
Schwer zu beobachten
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 78871.html
Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Die gigantischen Explosionen sind fast durch das ganze Universum zu sehen. Dennoch sind Gammablitze schwer zu beobachten, weil sie nur Sekunden dauern und ohne Vorwarnung irgendwo am Himmel aufflackern. Am 25. Juni 2016 hatten die Astronomen jedoch Glück: Der Gammastrahlen-Satellit "Fermi" der US-Raumfahrtbehörde Nasa entdeckte das Aufleuchten eines Gammablitzes und sandte eine automatische Meldung an Observatorien weltweit. Das ebenfalls automatische russische Master-Iac-Teleskop auf den Kanarischen Inseln konnte daraufhin den Blitz noch in der aktiven Phase beobachten.

Die Auswertung der Daten legt nahe, dass die anfängliche enorme Helligkeit der Gammablitze durch sogenannte Synchrotronstrahlung verursacht wird. Diese entsteht, wenn schnelle, elektrisch geladene Teilchen wie etwa Elektronen in einem Magnetfeld von ihrer geraden Flugbahn abgelenkt werden. Bislang war nicht klar, wodurch genau die Gammablitze so hell strahlen. Sie könnten auch durch schnelle Teilchen aufleuchten, die mit Lichtteilchen (Photonen) zusammenstoßen und dabei ihre Energie übertragen, oder einfach die thermische Strahlung der extrem heißen Explosion sein.

In ihren Messungen entdeckten die Astronomen, dass ein großer Teil der Lichtwellen am Anfang des Gammablitzes in derselben Ebene schwang, Physiker nennen das polarisiertes Licht. "Synchrotronstrahlung ist der einzige Emissionsmechanismus, der den Polarisationsgrad und das Spektrum erzeugen kann, wie wir es zum Anfang des Blitzes beobachtet haben", erläutert Troja. Das sei eine wichtige Erkenntnis. "Denn trotz jahrzehntelanger Untersuchung konnten die physikalischen Mechanismen, die Gammablitze antreiben, nicht eindeutig identifiziert werden."
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Die Darstellung zeigt eine Explosion von Gamma-Strahlung. 09.04.11 Gammablitze im All Wissenschaftler lüften Ursprung

Die Beobachtung liefert auch Informationen zu den charakteristischen sogenannten Jets - gigantischen Materiestrahlen, die oben und unten in entgegengesetzter Richtung und nahezu mit Lichtgeschwindigkeit aus der Explosionswolke herausschießen, während der sterbende Stern zu einem Schwarzen Loch zusammenstürzt. Zwei alternative Modelle gehen davon aus, dass diese Jets entweder von einem starken Magnetfeld oder von Materie dominiert werden.

"Wir haben Belege für beide Modelle gefunden, was eine duale, hybride Natur der Jets von Gammablitzen nahelegt", berichtet Troja. "Die Jets beginnen magnetisch, aber während sie wachsen, wird das Magnetfeld schwächer und verliert seine Dominanz. Materie übernimmt und dominiert schließlich die Jets, wobei ein schwächerer Rest des Magnetfelds manchmal überleben könnte."
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Drei neue Astronauten - ISS erreicht Maximalbesetzung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jul 2017 11:15

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/ISS-erreicht- ... 59570.html
Samstag, 29. Juli 2017
Drei neue Astronauten - ISS erreicht Maximalbesetzung

Die Internationale Raumstation ist eines der wenigen Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland. Ein Russe, ein Amerikaner und ein Italiener verstärken jetzt das Team. Sie sollen 250 Experimente durchführen.

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Sechs Stunden nach ihrem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan haben drei Raumfahrer aus Russland, den USA und Italien die Internationale Raumstation ISS erreicht. Der russische Kosmonaut Sergej Rjasanski und seine Astronauten-Kollegen Randy Bresnik und Paolo Nespoli trafen um 23.54 Uhr an der Raumstation ein, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Nach Öffnung der Luftschleusen wurden sie von den drei derzeitigen Bewohnern in Empfang genommen: dem russischen ISS-Kommandeur Fjodor Jurtschichin und den US-Astronauten Peggy Whitson und
Während seine fünf Kollegen schliefen, fotografierte Astronaut Alexander Gerst, wie es nachts auf der Internationalen Raumstation ISS aussieht. Sechs Monate war Gerst auf der ISS. Die Fotos fangen eine gespenstische Stimmung in einer Umgebung volller Stille ein. Das Geisterhafte lässt an die "Alien"-Filme denken. Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Die drei Raumfahrer waren am Freitag von Baikonur aus an Bord einer Sojus-Rakete ins All aufgebrochen. Erstmals seit April hat die ISS damit wieder die Maximalbesatzung von sechs Menschen erreicht.

Die neuen Besatzungsmitglieder sollen fünf Monate im Außenposten der Menschheit bleiben und unter anderem die Auswirkungen eines Weltraumfluges auf das Immunsystem und die Schmerzempfindlichkeit untersuchen. Insgesamt werde die Crew rund 250 Experimente durchführen, teilte die Nasa mit.
Seit 1998 im Einsatz
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Die neuen ISS-Besatzungsmitgliedersind allesamt erfahrene Raumfahrer. Der 60-jährige Italiener Nespoli hat mit 174 Tagen im All die meiste Erfahrung angehäuft. 2007 flog er bereits für einen Kurzeinsatz zur ISS.

Die Internationale Raumstation umkreist seit 1998 in 400 Kilometern Höhe die Erde. Finanziert wurde sie hauptsächlich von den USA und Russland. Die ISS ist eines der wenigen Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 21776.html
Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Seither, seit 45 Jahren also, befördern Sojus-Raumschiffe ihre Passagiere unbeschadet ins All und wieder zurück. Zwar hätte es ... Sie fliegt und fliegt und fliegt Sojus: das bewährte Taxi ins All

Quelle: n-tv.de , chr/AFP/dpa
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16 Millionen Grad Celsius heiß - Sonnenkern rotiert schneller als Oberfläc

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Aug 2017 10:42

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Sonnenkern-ro ... 67926.html
Freitag, 04. August 2017
16 Millionen Grad Celsius heiß - Sonnenkern rotiert schneller als Oberfläche

Astrophysiker verfolgen die Idee schon lange, nun belegen Messungen: Das Innere und das Äußere der Sonne sind alles andere als gleich schnell unterwegs. Wahrscheinlich stammt die Kernrotation aus der Zeit vor rund 4,6 Milliarden Jahren, als die Sonne entstand.

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Der Kern der Sonne rotiert rund viermal schneller als ihre Oberfläche. Das zeigen Messungen des Sonnensatelliten "Soho". Der knapp 16 Millionen Grad Celsius heiße Kern der Sonne dreht sich demnach etwa einmal pro Woche um sich selbst, wie ein Forscherteam um Eric Fossat vom Observatorium der Côte d’Azur in Nizza im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" berichtet. Die rund 6000 Grad heiße Sonnenoberfläche benötigt dagegen am Äquator 25 Tage für eine Rotation und nahe den Polen der Sonne sogar 35 Tage.
Aktive Sonnenoberfläche, größte aktive Region des Sonnenzyklus am 23. Oktober 2014.

"Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Kernrotation aus der Zeit vor rund 4,6 Milliarden Jahren stammt, als die Sonne entstanden ist", erläutert Ko-Autor Roger Ulrich von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. "Es ist eine Überraschung und eine spannende Vorstellung, dass wir vielleicht ein Relikt davon aufgespürt haben, wie die Sonne war, als sie sich zuerst geformt hat." Die Idee, dass der Kern der Sonne sich schneller drehen könnte als ihre Oberfläche, verfolgen manche Astrophysiker seit rund 20 Jahren. Messen ließ sich die Kernrotation bislang allerdings nicht.
Suche nach Schwerewellen

Die Wissenschaftler um Fossat hatten Messdaten aus rund 16 Jahren auf der Suche nach sogenannten Schwerewellen analysiert. Als Schwerewellen bezeichnen Forscher Wellen in einem Medium wie beispielsweise Wasser oder Gas, die von der Schwerkraft dominiert werden - etwa Meereswellen oder auch das Hin- und Herschwappen in einem halb gefüllten Tanklaster auf einer kurvenreichen Straße, wie die Universität erläutert.

Das europäisch-amerikanische Sonnenobservatorium "Soho" (Solar and Heliospheric Observatory) misst mit dem Spezialinstrument "Golf" (Global Oscillations at Low Frequency) Schwingungen in der Sonnenatmosphäre. Bei diesen Schwingungen handelt es sich um akustische Wellen, die statt von der Schwerkraft vom Druck dominiert werden. Manche dieser akustischen Wellen reichen jedoch in die Tiefe bis zum Kern der Sonne, wo sie mit dortigen Schwerewellen wechselwirken sollten, sofern diese existieren.
Schwerewellen erschüttern Kern der Sonne

Tatsächlich gelang es den Forschern nun, diese Wechselwirkung nachzuweisen: Akustische Wellen benötigen normalerweise vier Stunden und sieben Minuten, um von der Sonnenoberfläche zum Kern und zurück zu reisen. Die Forscher entdeckten in ihren Daten eine Serie von Modulationen in den akustischen Wellen, die davon stammen, dass Schwerewellen den Kern der Sonne erschüttern.
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Ein gigantischer Tornado auf der Sonne, aufgenommen mit dem Sonnensatelliten "SDO". 29.03.12 Windgeschwindigkeit von 300.000 km/h Satellit filmt Sonnentornado
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Zum ersten Mal im Bild: die Rückseite der Sonne. 07.02.11 Von vorne und von hinten NASA zeigt Sonne komplett

"Wir haben nach diesen schwer zu fassenden Schwerewellen in unserer Sonne seit mehr als 40 Jahren gesucht, und obwohl frühere Versuche auf eine Entdeckung hingedeutet haben, war keiner davon eindeutig", berichtet Forschungsleiter Fossat in einer Mitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, die den Satelliten zusammen mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa betreibt. "Endlich haben wir entdeckt, wie wir ihre Signatur unzweifelhaft gewinnen."

Aus der Signatur der Wechselwirkung zwischen akustischen und Schwerewellen lässt sich nicht nur die Existenz der Schwerewellen belegen, sondern auch die Rotationsgeschwindigkeit des Kerns berechnen. "Schwerewellen sind bereits in anderen Sternen entdeckt worden, und dank 'Soho‘ haben wir nun überzeugende Belege für sie in unserem eigenen Stern gefunden", betont Fossat. "Es ist sehr besonders, die erste indirekte Messung der Rotationsgeschwindigkeit des Kerns unserer eigenen Sonne mitzuerleben. Und selbst wenn diese jahrzehntelange Suche vorbei ist, öffnet sich nun ein neues Fenster in die Sonnenphysik."
Bilderserie
Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Nächstes Himmelsspektakel folgt - Jetzt kommen die Perseiden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Aug 2017 21:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Jetzt-kommen- ... 73559.html
Dienstag, 08. August 2017
Nächstes Himmelsspektakel folgt - Jetzt kommen die Perseiden

Derzeit wird viel geboten für Himmelsgucker: Auf die Mondfinsternis folgen die Perseiden. Der Sternschnuppenstrom beginnt gerade schon und steigert sich bis zum Wochenende.

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Kaum eine Atempause für Sterngucker: Nach der partiellen Mondfinsternis am Montagabend hält am Nachthimmel der Sternschnuppenregen der Perseiden seinen Einzug. Der Höhepunkt des funkelnden Spektakels am Himmel wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August (von Samstag auf Sonntag) erwartet. "Aber es geht jetzt schon langsam los", sagte Caroline Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde für alle diejenigen, die die große "Nacht der Wünsche" nicht abwarten möchten.

Problematisch könnte allerdings der Mondschein sein: Da am 7. August Vollmond war, ist am nächtlichen Himmel auch am 12. August noch ziemlich viel Mond zu sehen, dessen Licht es erschwert, die Perseiden zu erblicken. "Frühaufsteher haben bessere Chancen - die müssen dann allerdings bereits gegen drei Uhr nach den Perseiden Ausschau halten", sagte Liefke.

In Großstädten kommt das zusätzliche Licht von Straßenlaternen, Beleuchtung von Gebäuden und anderen Lichtquellen erschwerend hinzu. Ausgerechnet im Alpenraum, wo besonders wenig "Lichtverschmutzung" droht, muss hingegen zumindest in den kommenden Nächten mit Gewittern geregnet werden.

Mit den Lichtverhältnissen haderten wohl auch am Montagabend viele Menschen, die die partielle Mondfinsternis beobachten wollten. Denn sie startete vor Mondaufgang und selbst als der Mond sichtbar wurde, war es vielerorts noch nicht dunkel genug, um einen guten Effekt zu erkennen.
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Das Wetter spielte in vielen Teilen Deutschlands jedoch mit: Etwa in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern war der Mond nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vielerorts am fast wolkenfreien Himmel zu sehen. Der untere Teil war etwas verdunkelt. Weniger Glück hatten die Menschen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem nördlichen Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens: Dort verschleierten laut DWD vielerorts Wolken die Sicht.

Doch immerhin: Im Juli 2018 folgt eine totale Mondfinsternis, die auch in Mitteleuropa beobachtet werden kann. Die nächste partielle Sonnenfinsternis, die von Deutschland aus zu sehen ist, wird im Oktober 2022 erwartet - die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland jedoch erst 2081.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Zahlen zur Sonnenfinsternis - Himmelsspektakel dauert knapp drei Minuten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Aug 2017 11:07

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Himmelsspekta ... 88506.html
Zahlen zur Sonnenfinsternis - Himmelsspektakel dauert knapp drei Minuten

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2 Minuten, 40 Sekunden - In Hopkinsville (Kentucky) dauert die Phase der totalen Sonnenfinsternis am längsten.

4 ist die Zahl der Zeitzonen, über die sich die US-Sofi erstreckt. Die totale Finsternis ist erstmals um 10.15 Uhr Pazifik-Zeit in Lincoln (Oregon) zu sehen und letztmals in Charleston (South Carolina) um 14.48 Uhr Ostküstenzeit. Der Mondschatten braucht tatsächlich jedoch nur 1,5 Stunden für seine Reise über den Kontinent.

11 Anzahl der Raumsonden - So viele Raumsonden werden die totale Sonnenfinsternis vom All aus beobachten.

16 Zoos, die in der Kernschattenzone liegen.

55 Teams mindestens von Forschungsinstituten, Universitäten und Highschools lassen etwa 70 Wetterballons steigen, um die Sofi vom Rande der Atmosphäre aus zu filmen.

Mehr als 2000 öffentliche Büchereien im gesamten Land bieten Veranstaltungen zur Sonnenfinsternis an und verteilen Millionen Schutzbrillen.

2045 - In diesem Jahr wird sich das nächste Mal eine totale Sonnenfinsternis von US-Küste bis US-Küste erstrecken.
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6500 Einwohner des Kleinstädtchens Madras in Oregon, die zur Sonnenfinsternis stolze 100.000 Besucher erwarten.

650 Millionen Jahre wird es in etwa dauern, bis die letzte totale Sonnenfinsternis von der Erde aus zu sehen sein wird. Grund: Der Mond driftet langsam von der Erde weg, knapp vier Zentimeter pro Jahr, und ist irgendwann zu klein, um die Sonne komplett abzudecken.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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So groß wie ein Dorf - Asteroid "Florence" passiert die Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Sep 2017 11:45

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http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-Flor ... 13609.html
So groß wie ein Dorf - Asteroid "Florence" passiert die Erde

Am Nachmittag fliegt ein gewaltiger Asteroid an der Erde vorbei - und kommt ihr dabei so nahe wie seit über 100 Jahren nicht. Sternengucker können es am Nachthimmel beobachten. In wenigen Wochen kommt dann der nächste Gesteinsbrocken vorbei.

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Es ist ein Brocken so groß wie ein ganzes Dorf: Asteroid "Florence" fliegt derzeit nahe an der Erde vorbei. Die Nasa nutzt die Gelegenheit, um den Himmelskörper zu vermessen. Der Asteroid ist der Erde so nahe gekommen wie kein Brocken dieser Größenordnung in den vergangenen hundert Jahren. Trotz eines Durchmessers von 4,4 Kilometern war der Himmelskörper laut US-Raumfahrtbehörde Nasa kein Grund zur Sorge: Er passierte die Erde am Freitagnachmittag in einer Distanz von sieben Millionen Kilometern. Das entspricht etwa der 18-fachen Entfernung zum Mond.

"Der stellt überhaupt keine Gefahr dar", sagte Rüdiger Jehn von der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die Nasa erhofft sich von dem Vorbeiflug besonders genaue Messungen. Insbesondere Radarspezialisten erwarten hochaufgelöste Aufnahmen von "Florence", auf denen Oberflächenstrukturen ab einer Größe von zehn Metern zu sehen sind. Zuletzt kam "Florence" der Erde nach Nasa-Angaben im Jahr 1890 so nah.
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Manche Asteroiden fliegen aber durchaus wesentlich näher an unserem Planeten vorbei. So soll "2012 TC4" am 12. Oktober in rund 43.000 Kilometern Entfernung - ein Achtel der Distanz zum Mond - an der Erde vorbeirasen. Er ist aber mit bis zu 30 Metern Durchmesser um ein Vielfaches kleiner.

Laut Nasa kann man "Florence" Anfang September schon mit kleinen Teleskopen am Nachthimmel sehen - unter anderem im Sternbild Wassermann. Der Asteroid wurde 1981 entdeckt und ist nach der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910) benannt. Sie war eine Vorreiterin der modernen Krankenpflege. Asteroiden gelten als Überreste unseres frühen Sonnensystems. Die Felsbrocken bewegen sich wie Planeten auf einer Umlaufbahn um die Sonne.

Quelle: n-tv.de , fhe/dpa
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Erdähnliche HimmelskörperExoplaneten könnten Wasser enthalten Im Februar

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Sep 2017 11:56

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http://www.n-tv.de/wissen/Exoplaneten-k ... 13141.html
Erdähnliche Himmelskörper - Exoplaneten könnten Wasser enthalten

Im Februar entdecken Forscher die Trabanten des Sterns Trappist-1. Nun zeigt das Weltraumteleskop "Hubble" mögliche Wasservorkommen auf drei dieser Planeten. Sind diese etwa bewohnbar?

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In direkter kosmischer Nachbarschaft zur Erde haben Forscher mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop Hinweise auf mögliche Wasservorkommen bei erdähnlichen Planeten entdeckt. Sie umkreisen den Stern Trappist-1 in der "bewohnbaren Zone" - und sind nur 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die äußeren Planeten des Systems könnten erhebliche Mengen Wasser enthalten, teilte das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mit. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um bewohnbare Planeten handeln könnte. Einen direkten Nachweis von Wasser haben die Forscher allerdings nicht.

Bei dem 40 Lichtjahre entfernten Zwergstern Trappist-1 hatten Astronomen im Februar die Entdeckung von insgesamt sieben Planeten bekanntgegeben. Drei davon umkreisen ihren Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone, wo die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Sie gehören zu den erdähnlichsten Planeten, die bislang gefunden wurden - gemessen an Masse, Größe und Oberflächentemperatur.
Nah und in der potenziell bewohnbaren Zone
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Mit "Hubble" haben Forscher um Vincent Bourrier vom Observatorium der Universität Genf in der Schweiz das System nun im Bereich der ultravioletten (UV) Strahlung genauer untersucht. UV-Strahlung kann Wassermoleküle in der Atmosphäre spalten und den Wasserstoff ins Weltall befördern. Tatsächlich deuten die Beobachtungen darauf hin, dass die inneren Planeten von Trappist-1 große Mengen Wasser verloren haben könnten - in den vergangenen acht Milliarden Jahren bis zu 20 Mal so viel wie in allen irdischen Ozeanen.

Dass die UV-Strahlung bei den drei äußeren Planeten in der potenziell bewohnbaren Zone von Trappist-1 deutlich schwächer sei, eröffne die Möglichkeit, dass diese Planeten heute noch erhebliche Mengen Wasser besitzen, argumentieren die Forscher. Mit den bislang verfügbaren Daten lasse sich allerdings keine endgültige Aussage über den Wassergehalt dieser Planeten treffen. Dafür setzen die Astronomen auf den "Hubble"-Nachfolger, das "James Webb"-Weltraumteleskop, das 2018 starten soll.

Bei anderen Exoplaneten haben Forscher bereits Wasser gefunden. Die Planeten von Trappist-1 sind für Wissenschaftler aber besonders interessant, weil sie in der potenziell bewohnbaren Zone liegen und das System mit 40 Lichtjahren relativ nah ist. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren.

Quelle: n-tv.de , fhe/dpa
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Gefahr für die ISS-Besatzung - Auf der Sonne brodelt es wie lange nicht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Sep 2017 22:24

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http://www.n-tv.de/wissen/Auf-der-Sonne ... 29447.html
Dienstag, 12. September 2017
Gefahr für die ISS-Besatzung - Auf der Sonne brodelt es wie lange nicht

Entgegen ihres regulären Zyklus' ist die Sonne derzeit überaus aktiv: Innerhalb weniger Tage verzeichnen Forscher zwei mächtige Sonnenstürme - und die können nicht nur die Elektronik auf der Erde beschädigen, sondern bergen auch eine Gefahr für Astronauten.

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Die Sonne ist derzeit so aktiv wie lange nicht mehr. Nachdem die US-amerikanische Raumfahrtagentur Nasa erst vor wenigen Tagen die stärkste Sonneneruption (Flare) seit zwölf Jahren registriert hatte, brodelt es auf der Sonne munter weiter. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge gab es erneut ein Sonnensturm. "Es gab am Sonntag noch einen stärkeren Flare, der auch einen koronalen Massenauswurf verursacht hat", sagte Jens Berdermann vom DLR Neustrelitz.

Die bei den Eruptionen ausgeworfenen geladenen Teilchen können, wenn sie direkt auf die Erdatmosphäre treffen, als Polarlichter wahrgenommen werden. "Aber derzeit sieht es nicht danach aus - zumindest nicht in unseren Breiten. Denn hier ist bislang kein stärkerer Sonnenwind angekommen", sagte der Leiter der DLR-Gruppe Ionosphärische Effekte und Korrekturen. Die geladenen Teilchen bewegen sich in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 400 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu. Bei einem sehr starken koronalen Massenauswurf sind auch zwischen 2000 und 3000 Kilometer pro Sekunde möglich.

Wenn ein solcher Sonnensturm die Erde direkt trifft, können Kommunikations- und Navigationsgeräte gestört oder sogar beschädigt werden. Im schlimmsten Fall können durch die geladenen Teilchen Satelliten im All beschädigt werden. Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS musste sich bereits vor möglichen Strahlungsschäden in Sicherheit bringen. Die drei Raumfahrer hätten von ihren jeweiligen Bodenstationen am Sonntag die Anweisung bekommen, bestimmte weniger geschützte Bereiche der ISS vorübergehend zu meiden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.
Sonnenzyklus dauert elf Jahre
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Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde der Russe Sergej Rjasanski, der US-Amerikaner Randolph Bresnik und der Italiener Paolo Nespoli. Am Sonntagabend war die ISS demnach hoher Protonen-Aktivität und Strahlung ausgesetzt. Die Werte waren nach Einschätzung russischer Experten gefährlicher als nach der rekordverdächtigen Sonneneruption vom 6. September. Diese galt als die größte seit zwölf Jahren. "Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen", sagte der Atomphysiker Michail Panasjuk der Agentur Ria Nowosti.

DLR-Experte Berdermann zufolge ist ein Sonnenzyklus etwa elf Jahre lang. In dieser Zeit wird Nord- und Südpol des Sonnenmagnetfeldes getauscht. Dabei nimmt die Aktivität der Sonne zunächst zu und schließlich wieder ab. Derzeit nehme sie gerade wieder ab. "Es ist eigentlich erstaunlich, dass sie gerade so aktiv ist." Der bislang extremste dokumentierte Sonnensturm hatte die Erde im Jahr 1859 getroffen - das sogenannte Carrington-Ereignis. "Damals gab es noch nicht viel technische Infrastruktur", so Berdermann. "Heute wäre ein solcher Sturm sehr kritisch. Er könnte uns technisch sehr zurückwerfen."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 16556.html
Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen Polarlichter

Quelle: n-tv.de , jug/dpa
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Rätsel um KIC 8462852 - Neue Erklärung für "Alien-Stern" gefunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Sep 2017 08:29

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Neue-Erklaeru ... 33924.html
Rätsel um KIC 8462852 - Neue Erklärung für "Alien-Stern" gefunden
Von Kai Stoppel

Zwei Jahre schon beschäftigt der Stern KIC 8462852 die Astronomen: Er schwankt in seiner Helligkeit derart seltsam, dass manche schon eine außerirdischen Zivilisation als Ursache erwägen. Nun liefern Forscher eine andere Erklärung für das Phänomen.

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Der Stern KIC 8462852, auch Tabbys Stern genannt (nach der Astronomin Tabetha Boyajian, die wesentlichen Anteil an der Beschreibung seiner Besonderheit hat), bringt seit zwei Jahren Wissenschaftler weltweit ins Grübeln. Ursache ist ein äußerst ungewöhnliches Flackern seiner Helligkeit, für das Astronomen bisher noch keine eindeutige Erklärung gefunden haben.

Aufgefallen war Tabbys Stern bei der Suche nach Exoplaneten mit dem Weltraumteleskop Kepler. Dieses hält nach Helligkeitsschwankungen bei Sternen Ausschau. Denn zieht ein Exoplanet aus Sicht der Erde an seinem Stern vorbei, verdunkelt er bei diesen sogenannten Transit den Stern ein bisschen.
Weltraumteleskop Kepler

Das Weltraumteleskop Kepler ist eine Mission der Nasa zum Aufspüren von erdähnlichen Exoplaneten. Dazu untersucht das Teleskop mehr als 100.000 Sterne auf kleine Schwankungen in ihrer Helligkeit. Diese Schwankungen können durch einen Transit hervorgerufen werden - also wenn ein Planet aus unserer Sicht genau vor dem Stern vorbeizieht.

Im März 2009 ist das Weltraumteleskop in eine Umlaufbahn um die Sonne gestartet, auf der es der Erde folgt. Bereits im Januar 2010 entdeckte Kepler die ersten Planeten.

Die Verdunkelung war bei Tabbys Stern jedoch zum Teil derart gravierend, dass ein normaler Planet dafür nicht infrage kam. Astronomen mussten ihre Fantasie spielen lassen. So wurde sogar die Möglichkeit einer gigantischen, von einer hochentwickelten Alien-Zivilisation gebauten Struktur diskutiert: eine sogenannte Dyson-Sphäre. Die Suche nach Radiosignalen dieser Zivilisation verlief allerdings erfolglos.

Weitere Erklärungsansätze konnten bisher ebenfalls nicht überzeugen - etwa ein Kometen-Schwarm oder ein "abgestürzter" Planet, der den Stern zum Flackern gebracht haben soll. Beide Theorien setzen voraus, dass die Astronomen zufällig einem einmaligen Ereignis beigewohnt hätten - aus Sicht von Forschern äußerst unwahrscheinlich.
Führt der Saturn zur Lösung?

Eine Vielzahl von Formen sollen die Ringe des Exoplanten aufweisen.
(Foto: Sucerquia et al.)

Einen neuen Ansatz wählt ein Forscher-Team aus Kolumbien. Die Wissenschaftler um Mario Sucerquia schlagen vor, dass ein Planet mit einem Ringsystem - ähnlich dem von Saturn - in einer engen Bahn den Stern umkreist. Der Planet ist in diesem Modell etwa nur so groß wie der Neptun.

Die scheinbar unregelmäßigen Helligkeitsschwankungen erklären die Forscher mit einer Kombination aus zwei Phänomenen: Zum einen stünden die Ringe des Planeten aus Sicht der Erde stets in einem anderen Winkel. Das ist vergleichbar mit einer Sonnenblende im Auto - je nach Winkel hält sie mal mehr, mal weniger Licht zurück.

Zum anderen kreise der Planet so dicht um Tabbys Stern, dass dessen Schwerkraft die Planetenringe zum Wabern bringe und zu immer neuen, bizarren Formen verbiege. Beim Zusammenspiel beider Phänomene entstünde so eine Vielzahl unterschiedlichster Ringformen, welche den Stern während des Transits auf sehr unterschiedliche Weise abdunkelten.
"Keine Muster erkennbar"
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Die Idee mit dem beringten Planeten ist allerdings nicht ganz neu: Bereits Im Mai veröffentlichte ein Team aus Spanien eine Studie, die einen ähnlichen Ansatz hat. So soll für die größte Verdunkelung ein gigantischer Planet mit einem riesigen Ringsystem verantwortlich sein.

Die Phasen geringerer Abschwächung des Sternenlichts hingegen werden demnach von sogenannten Trojanern verursacht: kleinere Planeten und Gesteinsbrocken, welche auf derselben Bahn wie der Planet um den Stern kreisen, allerdings in einem bestimmten Abstand zum Planeten, an den sogenannten Lagrange-Punkten.

Aber auch zu diesen neuen Ansätzen gibt es kritische Stimmen. So bemängelt etwa US-Astronom Keivan Stassun gegenüber New Scientist in Bezug auf die von den kolumbianischen Forschern vorgeschlagenen wabernden Ringe, dass selbst diese eine Art von wiederkehrendem Muster hervorbringen müssten. Jedoch sei bei Tabbys Stern bisher keinerlei wiederkehrendes Muster erkennbar. So dürfte auch dieses Mal das letzt Wort bei der Suche nach einer Erklärung für die sonderbaren Ereignisse rund um den "Alien-Stern" noch nicht gesprochen sein.

Quelle: n-tv.de
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Nach 20 Jahren Saturn-Forschung - Nasa-Sonde "Cassini" verglüht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2017 00:44

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-Sonde-Ca ... 35823.html
Nach 20 Jahren Saturn-Forschung - Nasa-Sonde "Cassini" verglüht

Viele Jahre schickte die Sonde "Cassini" Bilder und Daten vom Saturn an die Erde. Für Forscher war es eine Schatzgrube. Doch nun ist Schluss, Treibstoffmangel beendet die Nasa-Mission, die Sonde stürzt kontrolliert auf den Planeten.

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Nach fast 20 Jahren im All ist die Nasa-Sonde "Cassini" in der Atmosphäre des Saturn verglüht. Das letzte Signal der Sonde sei wie erwartet um 13.55 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit als Radiowelle aufgefangen worden, 83 Minuten nachdem die Sonde es ausgesendet habe, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Danach stürzte sie kontrolliert auf den Planeten.

"Unser Raumschiff hat die Atmosphäre des Saturn erreicht und wir haben die letzte Übertragung bekommen", teilte die Nasa auf Twitter mit. Dort sollte die 2125 Kilogramm schwere Sonde wie ein Meteor auseinanderbrechen und die Teile dann verglühen. Bis zuletzt hatten mehrere wissenschaftliche Instrumente an Bord von "Cassini" gearbeitet und Daten zur Erde gesendet.

Der Grund für "Cassinis" Ende ist Treibstoffmangel, der Sonde gehen die Antriebsreserven aus. Das Forschungsgerät, benannt nach dem französischen Astronomen Giovanni Domenico Cassini (1625 bis 1712), war im Oktober 1997 gestartet und erreichte im Juli 2004 den Ringplaneten - huckepack mit der europäischen Landesonde "Huygens", die im Januar 2005 auf dem größten Saturnmond Titan landete und dessen eisige Landschaft mit riesigen Seen aus Methan offenbarte.
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Zuletzt tauchte Cassini mehrmals zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurch - ein zunächst undenkbares Manöver. 11.09.17 Sonde stürzt auf den Saturn Cassini steuert aufs große Finale zu

"Cassini" zog derweil ihre Bahnen durch das faszinierende Saturnsystem, sendete beeindruckende Bilder, entdeckte neue Ringe und Monde und enthüllte viele Geheimnisse des zweitgrößten Planeten im Sonnensystem. Zu "Cassinis" spektakulärsten Entdeckungen zählte der Nachweis eines unterirdischen flüssigen Ozeans auf dem kleinen Saturnmond Enceladus. Die Existenz flüssigen Wassers nährte die Vermutung, dass Enceladus oder auch Titan günstige Bedingungen für das Entstehen von Leben bieten könnten.

Zum Abschluss der Mission, die zu den erfolgreichsten der Raumfahrtgeschichte zählt, war "Cassini" 22 Mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgetaucht - eine Region, in der zuvor noch nie eine Sonde war. An der rund 3,2 Milliarden Dollar teuren Mission waren Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt.

Quelle: n-tv.de , mli/AFP/dpa
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Schwanz aus Gas und Staub - Hubble entdeckt kuriosen Doppel-Asteroiden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Sep 2017 11:40

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Hubble-entdec ... 52008.html
Schwanz aus Gas und Staub - Hubble entdeckt kuriosen Doppel-Asteroiden

Zwischen den Planeten Mars und Jupiter entdecken Forscher einen speziellen Himmelskörper: einen Doppel-Asteroiden. Er zieht wie ein Komet einen Schweif hinter sich her.

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Komet oder Asteroid? Mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop haben Astronomen ein ungewöhnliches Himmelsobjekt im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter erspäht: einen Doppel-Asteroiden, der auch noch Staub und Gas ins All speit. Die Forscher um Jessica Agarwal vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung stellen ihren kuriosen Fund im Fachblatt "Nature" vor.
Diese Reihenaufnahmen von Hubble zeigen, dass der Doppelasteroid 288P aus zwei Teilen besteht, die umeinander kreisen und kometenähnliche Merkmale aufweisen. Dazu gehören die Koma - eine dünne Gashülle - und der Staubschweif.
Diese Reihenaufnahmen von Hubble zeigen, dass der Doppelasteroid 288P aus zwei Teilen besteht, die umeinander kreisen und kometenähnliche Merkmale aufweisen. Dazu gehören die Koma - eine dünne Gashülle - und der Staubschweif.

Der Doppel-Asteroid mit der Katalognummer 288P besteht demnach aus zwei jeweils nur rund einen Kilometer kleinen Brocken, die sich in einem ungewöhnlich großen Abstand von rund 100 Kilometern umkreisen. Die Forscher glauben, dass der Asteroid durch die Fliehkraft seiner eigenen Rotation in zwei Stücke zerbrochen ist und dadurch gefrorene Gase in seinem Inneren freigelegt wurden, die nun verdampfen. "288P muss vor kaum mehr als 5000 Jahren auseinandergebrochen sein", erläutert Agarwal in einer Mitteilung ihres Instituts. Sonst hätten sich die Gase im vergleichsweise sonnennahen Asteroiden-Hauptgürtel längst vollständig verflüchtigt.
Erster Doppel-Asteroid in dieser Gruppe
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Kometen kreisen üblicherweise auf stark elliptischen Bahnen, die sie nur selten in die Nähe der Sonne führen, wo dann gefrorene Gase auf oder unter ihrer Oberfläche auftauen und den spektakulären Schweif produzieren. Asteroiden sind dagegen beständigere Objekte, die normalerweise nicht verdampfen und vor allem im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter in deutlich kreisförmigeren Bahnen die Sonne umrunden. 288P ist nicht der erste Asteroid, der sich nicht in dieses Schema fügt und Eigenschaften eines Kometen besitzt. Auf etwa 20 solche sogenannten Hauptgürtelkometen sind Astronomen bereits gestoßen. Es ist jedoch der erste Doppel-Asteroid in dieser Gruppe.

"Bereits im Jahr 2011 wurden wir auf 288P aufmerksam", berichtet Agarwal. Erst 2016 war der Abstand zu dem Himmelskörper mit rund 200 Millionen Kilometer dann jedoch klein genug, um ihn mit "Hubble" untersuchen zu können. Dabei zeigte sich nicht nur, dass 288P aus zwei Bruchstücken besteht, die Forscher registrierten auch deutliche Hinweise auf verdampfendes Wassereis, und auf den Bildern des Weltraumteleskops ist ein kometenähnlicher Schweif zu sehen, wie das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mitteilt.
Wohl erst nach und nach auseinandergedriftet
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Die Wissenschaftler nehmen an, dass die beiden Bruchstücke des Asteroiden erst nach und nach auseinandergedriftet sind. "Die Aktivität von 288P spielte bei seiner folgenden Entwicklung wahrscheinlich eine entscheidende Rolle", erläutert Agarwal. Das verdampfende Gas riss demnach Staub mit und veränderte den sogenannten Bahndrehimpuls des Doppelsystems, was die beiden Bruchstücke immer weiter auseinandertrieb bis zu dem heute ungewöhnlich großen Abstand.

Die Untersuchung von Hauptgürtelkometen wie 288P bietet wertvolle Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des gesamten Sonnensystems, wie das "Hubble"-Zentrum betont. Unter anderem hoffen die Wissenschaftler auf neue Indizien dafür, wie Wasser auf die Erde kam. Da bislang nur sehr wenige Hauptgürtelkometen gefunden wurden, sei der Doppelasteroid ein besonders wertvolles Forschungsobjekt.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 82636.html
Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Müll schneller als Gewehrkugeln - Gestra soll Unfälle im Weltraum verhinde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Okt 2017 11:56

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Gestra-soll-U ... 84032.html
Müll schneller als Gewehrkugeln - Gestra soll Unfälle im Weltraum verhindern

Menschen erzeugen Müll und zwar nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Die herumfliegenden Teile sind rasend schnell und haben enorme Zerstörungskraft. Kollisionen wären verheerend und sollen mit einer neuen Beobachtungstechnik verhindert werden.

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Rund 2700 Tonnen Weltraumschrott rasen derzeit auf einer erdnahen Umlaufbahn umher - das kann für Satelliten gefährlich werden. Schon sehr kleine Teile können großen Schaden anrichten. "Denken Sie daran, was passieren würde, wenn mitten im Champions-League-Finale der Astra-Fernsehsatellit ausfallen würde", sagte Dominik Wullers, Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz. Von dem dortigen ehemaligen Standortübungsplatz Schmidtenhöhe aus sollen künftig solche Müllkollisonen verhindert werden - mithilfe des geplanten Weltraumradars German Experimental Surveillance and Tracking Radar (Gestra).

Die Zerstörungskraft des Schrotts hänge mit seiner hohen Geschwindigkeit zusammen, sagte der Abteilungsleiter Weltraumlage und Verantwortliche für das Projekt Gestra beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn, Gerald Braun. "Der Müll ist unglaublich schnell, den sehen Sie auch nicht, wenn er auf Sie zukommt. Der ist wesentlich schneller als eine Gewehrkugel." Schon Stücke, die kaum größer als ein Millimeter seien, könnten Schaden anrichten. Träfen sie beispielsweise auf die Solarmodule der Satelliten, führten sie zur Korrosion und damit zur Alterung der Module. Von solchen Winzlingen gebe es ungefähr 3000 Millionen Stück im Weltall, sagte Braun.
Zum Schutz von Satelliten

Schrottteilchen von einem Zentimeter könnten einen Satelliten auch komplett zerstören. Mithilfe von Radaren werde deshalb schon Tage vor einer möglichen Kollision die Bahn eines Teilchens vermessen, um einen Satelliten rechtzeitig umzulenken. Das Problem: Je kleiner die Stücke, desto schwieriger sind sie zu finden. Radare in den USA erkennen laut Braun Müll, der größer als zehn Zentimeter ist. Wer Teilchen mit einer Größe von mindestens einem Zentimeter erkennen wolle, brauche spezielle, äußerst kostspielige Systeme.

Das Weltraumradar Gestra soll ab Herbst 2018 aus einem Sender sowie einem Empfänger bestehen. Der Sender schicke gepulste Signale in den Weltraum, erläuterte Braun. In etwa 400 Kilometern Höhe werde aus den Signalen eine Art dichtes Netz. Der Projektleiter spricht von einem "Suchschirm im Himmel". Jedes Müllstückchen, das das Netz durchfliege, bemerke der Empfänger auf der Erde, und die Flugbahn des Teilchens könne vorhergesagt werden. Eine einmalige Prognose reicht aber nicht aus: Der Müll verändert laut Braun etwa durch Sonnendruck alle paar Tage seine Bahnen, die dann neu überprüft werden müssen.
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Für eine noch genauere Müllbeobachtung werde Gestra künftig außerdem zusammen mit dem Weltraumradar Tira den gleichen Teil des Weltalls betrachten. Tira wird vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik in Wachtberg (Nordrhein-Westfalen) betrieben. Die räumliche Nähe zu Koblenz - die beiden Orte sind rund 60 Kilometer voneinander entfernt - sei der wichtigste Grund für die Standortwahl von Gestra gewesen, erklärte Wullers.

Insgesamt seien 400 Bundeswehr-Liegenschaften in einem Umkreis von 150 Kilometern um das Fraunhofer-Institut in den Blick genommen worden. Doch nur die Schmidtenhöhe habe alle wichtigen Kriterien erfüllt. Die Wissenschaftler versprechen sich viel von Gestra. "Zum einen fangen wir an, einen deutschen Bahndatenkatalog von Weltraumtrümmern aufzubauen. Den brauchen wir zivil und militärisch", sagte Braun. Denn bislang müsse auf amerikanische Daten zurückgegriffen werden. Zum anderen sei Gestra auch ein Prototyp, um gezielt die Forschung für künftige Weltraumbeobachtungen zu fördern. "Mit einem Radar allein kommt man noch nicht sehr weit."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 66421.html
Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Quelle: n-tv.de , Ines Klose, dpa
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Der Drache auf dem Mond - China hegt ambitionierte Pläne im All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Okt 2017 10:09

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/China-hegt-am ... 89420.html
Dienstag, 24. Oktober 2017
Der Drache auf dem Mond - China hegt ambitionierte Pläne im All

Zehn Jahre nach dem Start ihrer ersten Mond-Sonde ist das Interesse der Volksrepublik China am Erdtrabanten ungebrochen. Es sind politische, aber auch wirtschaftliche Ziele, die Peking im All verfolgt: Der Mond könnte der Energielieferant der Zukunft sein.

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Als die Sonde "Chang'e 1" am 24. Oktober 2007 zu ihrer Reise in die Mondumlaufbahn aufbrach, war das ein stolzer Moment für China. Die "Mondgöttin" lieferte detaillierte Aufnahmen der Oberfläche des Erdtrabanten.

Die Volksrepublik strebt ins All, will in den nächsten vier Jahren eine eigene Raumstation in die Erdumlaufbahn bringen und bereitet einen Ausflug zum Mars vor. Die größte Aufmerksamkeit gilt aber dem Mond. Gleich zwei anstehende Missionen dienen nicht nur politischen und militärischen Zwecken, sondern auch der Erforschung möglicher Energie- und Rohstoffquellen der Zukunft. Auf "Chang'e 1" folgte vor vier Jahren der "Jadehase", der als erster chinesischer Rover über den Mond kurvte.

250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Zwei weitere Landefahrzeuge dürften bis 2020 folgen: Bei einer der Missionen ist die erste Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes geplant. Bei der zweiten soll die Raumsonde "Chang'e 5" ein Roboter-Fahrzeug absetzen, Proben sammeln und diese zur Erde bringen. Es wäre das erste Mal, dass ein chinesisches Raumschiff mit Mondgestein zur Erde zurückkehrt.
Helium-3: Energie für die Erde?

Während beim letzten Flug der sowjetischen Mondsonde "Luna 24" im Jahr 1976 nur 170 Gramm eingesammelt wurden, hatten die Apollo-Flüge der USA zwischen 1969 und 1972 mehr als 360 Kilogramm Mondgestein zur Erde gebracht. Auf neue Proben wartet nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Wirtschaft gespannt: Auf dem Mond werden neben Titan und Aluminium auch große Vorkommen von Helium-3 vermutet. Der Abbau des Stoffes sei derzeit zwar noch Zukunftsmusik. "Gelingt es, sprechen wir aber von einer potenziellen Energiequelle der Zukunft", sagt Raumfahrt-Professor Jiao Weixin von der Peking Universität.

Sie setzen Satelliten auf einer Erdumlaufbahn aus, ... ... schicken Frachter zur Versorgung der Raumfahrer an Bord der ISS auf den Weg, ... ... befördern Menschen in den Weltraum und ... ... bringen Sonden auf die interplanetare Flugbahn: Die Raumfahrt wäre ... ... 3, 2, 1 - Liftoff! Die stärksten Trägerraketen

Das seltene Helium-3 ist einer der Stoffe, mit denen ein Fusionsfeuer gefüttert werden kann. Auf der Erde gibt es nach Schätzungen nur 15 Tonnen davon, doch rechnen chinesische Wissenschaftler mit Vorkommen auf dem Mond von mehr als einer Million Tonnen. Unumwunden werden auch politische Ziele des Raumfahrtprogramms eingeräumt. Die anstehenden Mond-Missionen sollen dem Milliardenvolk demonstrieren, welchen Fortschritt die Nation unter der kommunistischen Führung gemacht hat. 2003 war China mit seinem ersten bemannten Raumflug nach den USA und Russland in den illustren Club der Staaten aufgestiegen, die aus eigener Kraft einen Astronauten ins All bringen können.
Chinesen wollen die Ersten auf der Rückseite sein
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So stellten sich angehende Architekten der TU Darmstadt eine mögliche Mondstation vor – ein Entwurf von 2009. Damals diskutierten Wissenschaftler, Ingenieure, Verfahrenstechniker und Architekten auf dem Symposium Lunar Base in Karlsruhe, wie eine bewohnbare Station auf dem Erdtrabanten ausstehen könnte. 08.07.15 Gemeinsames Menschheitsprojekt Mond-Dorf könnte Wirklichkeit werden

"Landen wir auf der abgewandten Seite des Mondes, dann ist das etwas, dass Russland und die USA bislang noch nicht vollbracht haben", sagt Jiao Weixin. Trotz des großen Budgets sei aber auch Chinas Raumfahrtprogramm nicht vor Rückschlägen gefeit. Mehrere missglückte Startversuche mit der neuen Trägerraketen-Generation "Langer Marsch 5" führten dazu, dass die nächste Mondsonde nicht - wie zunächst angekündigt - noch in diesem Jahr, sondern wohl erst 2019 starten wird. Probleme gab es auch bei der letzten Mond-Mission vor fünf Jahren. Mechanische Defekte führten dazu, dass der Kontakt zum "Jadehasen" zwischenzeitlich abriss.

"Kinderkrankheiten" seien das, mit denen sämtliche Raumfahrtnationen zu kämpfen hätten, so Jiao Weixin. Auch der US-Raumfahrtjournalist Leonard David ist überzeugt, dass China seine Pläne erfolgreich vorantreiben wird. "Das derzeitige Programm läuft darauf hinaus, dass China auch wieder Menschen auf den Mond bringen wird", sagt David. Noch ohne ein genaues Datum zu nennen, spricht auch Chinas Raumfahrtbehörde davon, in 15 bis 20 Jahren einen Anlauf für eine bemannte Mond-Mission machen zu wollen.

Quelle: n-tv.de , Jörn Petring, dpa
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Himmelsschauspiele im November - Der Leonidenstrom kommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2017 10:18

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Der-Leonidens ... 08498.html
Mittwoch, 01. November 2017
Himmelsschauspiele im November - Der Leonidenstrom kommt

Es ist wieder so weit: Die Sternschnuppen des Leonidenstromes kommen. Dabei handelt es sich um abgesprengte Stücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Aber es ist nicht das einzige Himmelsschauspiel, das der November mit sich bringt.

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Saturn kann im November noch am frühen Abendhimmel tief im Südwesten gesehen werden. Um die Monatsmitte wird der Ringplanet allerdings für das Auge unsichtbar. Geht er zu Monatsbeginn noch eine Viertelstunde nach 19 Uhr unter, so sinkt er Ende November bereits um halb sechs Uhr abends unter die südwestliche Horizontlinie. Mit dem Abtreten von Saturn bleibt der Sternenhimmel in der ersten Nachthälfte ohne helle Planeten.

Am Morgenhimmel gibt Venus ihre Abschiedsvorstellung. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Gleich zu Monatsbeginn zieht sie an Spica, dem Jungfrauhauptstern, vorbei. Am 13. kommt es zu einer engen Begegnung mit Jupiter. Venus zieht knapp nördlich am Riesenplaneten vorbei, der allmählich am Morgenhimmel auftaucht. Auch Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Er erscheint gegen 4 Uhr am Osthorizont, während Venus und Jupiter erst zwischen 6 und 7 Uhr morgens gut zu beobachten sind.
Schmale Mondsichel vor Planetenparade

Am 16. ergibt sich gegen 6.30 Uhr ein netter Himmelsanblick, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade von Mars, Jupiter und Venus gesellt. Bereits einen Tag vorher zieht die Mondsichel am rötlich-gelben Mars vorbei.

Merkur erreicht am 24. mit 22 Grad seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner extrem südlichen Position ist er in unseren Breiten allerdings nicht abends zu sehen: Noch bevor es richtig dunkel geworden ist, geht er bereits unter.
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Vollmond wird am 4. November um 6.23 Uhr erreicht, wobei der Erdtrabant im Sternbild Widder steht. In der Nacht vom 5. auf 6. zieht der Mond vor dem Sternhaufen der Hyaden vorbei, wobei er einige Sterne des Regengestirns bedeckt. Bereits am Abend des 5. verschwindet Primus Hyadum, auch Gamma Tauri genannt, hinter dem Mond. Je nach Beobachtungsstandort in Deutschland taucht Primus Hyadum zwischen 20.41 und 20.51 Uhr am Westrand des Mondes wieder auf. Wegen des blendenden Mondlichtes kann man den Stern aber kaum mit bloßem Auge sehen. Ein Fernglas ist erforderlich.
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Gut zu sehen ist hingegen die Bedeckung des orangefarbenen Aldebaran, Hauptstern des Stieres, in den Morgenstunden des 6. November. Je nach Position des Beobachters beginnt die Bedeckung zwischen 3.48 und 4.10 Uhr. Zwischen 4.29 und 4.37 endet die Verfinsterung von Aldebaran. Er erscheint wieder am Westrand des Mondes. In der gleichen Nacht kommt der Mond mit 361.440 Kilometer Distanz in Erdnähe, während ihn am 21. abends in Erdferne 406.130 Kilometer von uns trennen. Neumond tritt am 18. November um 12.42 Uhr ein.
Sternschnuppen des Leonidenstromes

Die Sternschnuppen des Leonidenstromes leuchten vom 12. bis 29. November auf. Wie ihr Name sagt, scheinen die Meteore aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Das Maximum der Leonidentätigkeit ist in diesem Jahr in der Nacht vom 17. auf 18. zu erwarten. Allerdings ist diesmal pro Stunde lediglich mit zwanzig Leoniden zu rechnen.

Die günstigste Zeit für die Beobachtung der Leoniden sind die Stunden der zweiten Nachthälfte. Die Meteoroide laufen auf Gegenkurs zum Erdumlauf, weshalb es zu Frontalzusammenstößen kommt. Die Relativgeschwindigkeit ergibt sich somit zu 70 Kilometer pro Sekunde, das sind 252 000 Kilometer pro Stunde - eine Strecke, die zwei Dritteln der Entfernung von der Erde zum Mond entspricht.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 81801.html
Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen
Die Leoniden sind abgesprengte Stücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. In manchen Jahren waren die Leoniden besonders auffällig mit mehreren hundert Sternschnuppen pro Stunde. Dies ist im Mittel alle 33 Jahre der Fall, wenn die Erde mit dem Zentrum der Leonidentrümmerwolke kollidiert.

Am frühen Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit kann man am Westhimmel noch das Sommerdreieck sehen. Es setzt sich aus den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammen. Der helle Arktur im Bootes allerdings ist bereits untergegangen.
Erste Wintersternbilder zu sehen

Gegen zehn Uhr abends sind im Osten und Südosten bereits die ersten Wintersternbilder zu sehen: Orion, Stier und Zwillinge. Hoch im Osten strahlt die gelbe Kapella, Hauptstern im Sternbild Fuhrmann. Direkt über unseren Köpfen - im Zenit - sieht man die auffällige Figur des Himmels-W, die Königin Kassiopeia. Die mittlere Spitze des Himmels-W deutet ungefähr auf den Polarstern, der uns die Nordrichtung weist. Der Große Wagen hingegen hält sich tief am Nordosthimmel auf.

Hoch im Süden erblickt man ein großes Sternenquadrat. Es bildet den zentralen Teil des Pegasus, Leitsternbild des Herbsthimmels. Man nennt es daher auch Herbstviereck. An das Herbstviereck schließt sich in nordöstlicher Richtung die Sternenkette der Andromeda an. Knapp darunter ist der Perseus zu finden, Retter der Prinzessin Andromeda. Südlich der Andromeda stößt man auf das kleine, aber markante Sternbild des Widders. Zwischen Andromeda und Widder ist das winzige Sternbild Dreieck beheimatet.
Andromedanebel - Sternsystem weit außerhalb unserer Milchstraße
Andromedanebel in einer Aufnahme der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.
(Foto: dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Der-Leonidens ... 08498.html

Unter extrem guten Sichtbedingungen kann man im Sternbild Andromeda ein längliches, schwach leuchtendes Lichtfleckchen erkennen. Noch vor 100 Jahren glaubte man, der Andromedanebel sei eine Gaswolke in unserer Milchstraße. Doch mit dem Zweieinhalb-Meter-Spiegelteleskop des Mt. Wilson-Observatoriums nahe Los Angeles, das genau vor 100 Jahren im Herbst 1917 in Betrieb ging, konnten Edwin Powell Hubble und sein Mitstreiter Milton Humason nachweisen, dass der Andromedanebel ein Sternsystem weit außerhalb unserer Milchstraße ist.

Trotz einer Entfernung von knapp drei Millionen Lichtjahren Entfernung ist die Andromedagalaxie noch unser Nachbarmilchstraßensystem. Die anderen Galaxien, wie die Milchstraßensysteme auch genannt werden, sind noch viel weiter entfernt.
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Die Sonne sinkt im Tierkreis immer tiefer. Sie wandert durch das Sternbild Waage und wechselt am 23. November in das Sternbild Skorpion, in dem sie nur eine Woche verbleibt. Einen Tag vorher, am 22. tritt sie in das Tierkreiszeichen Schütze. Schon am 29. verlässt sie wieder das Sternbild Skorpion und überschreitet die Grenze zum Schlangenträger. Die Tageslänge verkürzt sich in 50 Grad Nord um eine Stunde und zwanzig Minuten, die Mittagshöhe nimmt um sieben Grad ab.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Nicht weit vom Sonnensystem - Neuer lebensfreundlicher Exoplanet entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Nov 2017 12:11

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Neuer-lebensf ... 33896.html
Nicht weit vom Sonnensystem - Neuer lebensfreundlicher Exoplanet entdeckt

Die Forscher beobachten einen Stern und stellen fest, dass er alle zehn Tage leicht hin und her schwankt. Die Ursache: An dem Stern zerrt ein Planet. Und der ist spannend. In seiner Atmosphäre wollen die Wissenschaftler nach Hinweisen auf Leben suchen.

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Nur elf Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt hat Harps, der Planetenjäger der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile, einen Planeten entdeckt, der in etwa so groß ist wie die Erde und möglicherweise lebensfreundliche Bedingungen bietet: Er umkreist den ruhigen Zwergstern Ross 128 und dürfte wohltemperiert sein. Das würde bedeuten, dass etwaiges Wasser auf Ross 128 b – so heißt der Planet – flüssig sein könnte.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Damit ist der Exoplanet ein bevorzugter Kandidat bei der Suche nach außerirdischem Leben. Das Extremely Large Telescope der ESO soll einst in der Atmosphäre des Planeten nach Biomarkern suchen. Ein wenig muss die Mission noch warten; das Teleskop befindet sich derzeit im Bau.

Nach Proxima Centauri b (vier Lichtjahre von uns entfernt) ist Ross 128 b der zweitnächste wohltemperierte Exoplanet in der Nachbarschaft des Sonnensystems. Und er ist der nächste, der um einen ruhigen Stern mit stabilen Bedingungen kreist.
Angenehme Umgebung für etwaiges Leben

Den hatte das ESO-Instrument Harps im Visier. Der Stern Ross 128 ist ein Roter Zwerg, der häufigste Sternentyp in der Milchstraße. Rote Zwerge sind klein und leuchten so schwach, dass man sie von der Erde aus nicht mit bloßem Auge sehen kann. Mithilfe von Harps stellten die Wissenschaftler fest, dass Ross 128 im Rhythmus von knapp zehn Tagen leicht hin und her schwankt. Daran ist den Messungen zufolge ein etwa erdgroßer Planet schuld, der mit seiner Schwerkraft an dem Zwergstern zerrt: Ross 128 b. Ob er den Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umrundet, ist noch unklar. Aber die Forscher gehen davon aus, dass die Temperatur an seiner Oberfläche zwischen minus 60 und plus 20 Grad Celsius liegt.
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Auch scheint sein Stern ruhiger zu sein als viele andere Rote Zwerge. Oft neigen diese zu unregelmäßigen Ausbrüchen, bei denen sie hohe Dosen an UV- und Röntgenstrahlung abgeben. Für etwaiges Leben in der Nachbarschaft könnte das hinderlich sein. Proxima Centauri ist ein solch aktiver Roter Zwerg. Ross 128 hingegen zeigt keine Ausbrüche. Daher könnten seine Planeten für mögliche Lebensformen angenehmer sein.

Schon in 79.000 Jahren übrigens, einem kosmischen Wimpernschlag, wird Exoplanet Ross 128 b uns näher sein als Proxima Centauri b. Sein Heimatstern bewegt sich nämlich, wie die ESO sagt, auf uns zu. Dann ist Ross 128 b der nächste wohltemperierte Exoplanet in unserer Nachbarschaft.

Die Forscher stellen ihre Entdeckung im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" vor.
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Quelle: n-tv.de , asc
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Fremder "Besucher" aus dem All - Asteroid reiste viele Millionen Jahre zu

Beitragvon Weltbookadmin47 » Heute 12:56

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-reis ... 42460.html
Dienstag, 21. November 2017
Fremder "Besucher" aus dem All - Asteroid reiste viele Millionen Jahre zu uns

Von Kai Stoppel

Es ist das erste beobachtete Objekt aus den Tiefen des Alls, das unser Sonnensystem durchquert: Asteroid ʻOumuamua ist anders als das, was Forscher kennen. Neue Beobachtungen enthüllen Details über seine Beschaffenheit - und seine Herkunft.

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Ein "Besucher" aus den Weiten des Alls sorgt unter Forschern seit Wochen für Aufsehen: Das bereits Ende Oktober von einem Teleskop auf Hawaii entdeckte Objekt ʻOumuamua (auch A/2017 U1 genannt) stammt nicht aus unserem Sonnensystem. Der interstellare Asteroid hatte die Erde bereits wenige Tage vor seiner Entdeckung in einer Entfernung von 24 Millionen Kilometern passiert. Nun haben Forscher mehr über den seltsamen Brocken herausgefunden - und dessen Herkunft.

Am 19. Oktober wurde das Objekt vom Pan-STARRS 1-Teleskop auf Hawaii entdeckt. Das Teleskop ist dafür ausgerichtet, erdnahe Asteroiden und Kometen aufzuspüren. Zunächst hatten Forscher ʻOumuamua (Hawaiianisch für "ein Bote aus der Ferne, der zuerst eintrifft") für einen schnellen Asteroiden aus unserem Sonnensystem oder einen Kometen gehalten. Auffällig war unter anderem jedoch seine Flugbahn, die senkrecht zur Bahnebene der Planeten lag.

Als den Forschern dämmerte, dass es sich wohl um ein Objekt aus dem interstellaren Raum handelt, wurden in Windeseile Teleskope auf der ganzen Welt auf den Himmelskörper ausgerichtet: Darunter auch das in Chile befindliche Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte.
Ungewöhnlich längliche Form

Und der erste genaue Blick auf ʻOumuamua enthüllt Erstaunliches: Der Asteroid weist eine bisher ungekannte, extrem längliche Form auf - er ist bei einer Länge von 400 Metern etwa zehnmal so lang wie breit. "Die längsten Objekte, die wir kennen, sind nicht mehr als dreimal so lang wie breit", erklärt die Leiterin der Untersuchung, Karen Meech vom Institute for Astronomy in Hawaii.

Gleichzeitig weise der Asteroid eine komplexe, verschlungene Form auf und drehe sich etwa alle sieben Stunden um seine eigene Achse. "Außerdem entdeckten wir, dass er dunkelrot ist, ähnlich den Objekten in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems", so Meech. Zudem habe man bestätigen können, dass das Objekt - im Gegensatz zu Kometen - keine Aktivitäten an seiner Oberfläche aufweise.

Aus diesen Beobachtungen schließen die Forscher, dass ʻOumuamua ein sehr dichtes Himmelsobjekt ist, das womöglich aus Gestein besteht oder einen sehr hohen Metallgehalt aufweist. Gleichzeitig wurden keine größeren Anteile von Wasser oder Eis festgestellt. Die dunkelrote Farbe ist wohl das Resultat von Millionen Jahren kosmischer Strahlung, der der Asteroid auf seiner Reise ausgesetzt war.
Ist der Stern Wega sein Ursprungsort?
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Aber woher stammt ʻOumuamua? Vorläufigen Bahnberechnungen zufolge flog er mit einer Geschwindigkeit von rund 95.000 Stundenkilometern aus Richtung des Sterns Wega im Sternbild Leier zu uns. Die relativ junge Wega ist etwa 25 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Allerdings halten die Astronomen ein mögliches Planetensystem um Wega nicht für den Herkunftsort von ʻOumuamua. Denn als der Asteroid vor etwa 300.000 Jahren an der heutigen Position von Wega war, lag der Stern noch ganz woanders. Forscher vermuten daher, dass ʻOumuamua bereits seit hunderten von Millionen Jahren seine Bahn durch unsere Galaxie, die Milchstraße zieht.

So lange er zu uns gebraucht hat, so wenig Zeit bleibt für seine Erforschung. ʻOumuamua hat seine sonnennächsten Punkt schon erreicht und entfernt sich wieder aus unserem Sonnensystem. Laut Nasa wird seine Beobachtung nur noch bis kurz nach Mitte Dezember möglich sein, bevor das Objekt zu blass wird. Im kommende Mai wird der Asteroid dann die Umlaufbahn von Jupiter hinter sich lassen und im Januar 2019 schließlich jene von Saturn. Nachdem ʻOumuamua unser Sonnensystem wieder verlassen hat, fliegt er in Richtung des Sternbilds Pegasus.

Doch möglicherweise bekommen Astronomen bald wieder eine ähnliche Gelegenheit: Sie gehen davon aus, dass interstellare Objekte wie ʻOumuamua gar nichts Besonderes sind. Etwa einmal pro Jahr, so die Berechnungen, passiert ein ähnlicher Asteroid aus den Tiefen des Alls unser Sonnensystem. Bisher waren die Teleskope auf der Erde jedoch nicht so leistungsstark wie Pan-STARRS auf Hawaii, um sie aufzuspüren.
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Quelle: n-tv.de
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