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"Unvorstellbare Konsequenzen" - Was, wenn ein Asteroid die Erde trifft ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jun 2017 12:34

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Was-wenn-ein- ... 10685.html
Freitag, 30. Juni 2017
"Unvorstellbare Konsequenzen" - Was, wenn ein Asteroid die Erde trifft ?

Meterhohe Tsunamis, starke Hitze und gewaltige Stoßwellen: Hollywood macht häufig vor, was ein Asteroid auf der Erde anrichten könnte. Forscher finden nun heraus, welcher Effekt der verheerendste für die Menschheit ist.

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Sie heißen "2004 BL86", "2014 JO25" oder "2009 JF1", und die Mehrheit der Menschen hat wahrscheinlich noch nie etwas von ihnen gehört. Kein Wunder, die meisten Asteroiden rauschen weit entfernt von der Erde durchs All. Doch manche kommen dem Blauen Planeten ziemlich nahe. Für die Menschheit ging das bislang glimpflich aus - aber was, wenn aus apokalyptischen Science-Fiction-Visionen irgendwann Realität werden sollte?

Bei Asteroiden von bis zu 400 Metern Durchmesser müsste man sich vor allem vor gleichzeitig auftretenden Windstößen und Druckwellen schützen, haben Forscher herausgefunden. Sie könnten Menschen durch die Luft schleudern und Gebäude einstürzen lassen. Der Wind könne die Geschwindigkeit von Orkanen überschreiten.

Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen

Das Team um Clemens Rumpf von der Universität Southampton in Großbritannien hat untersucht, welcher Effekt eines einschlagenden Asteroiden auf der Erde die gravierendsten Folgen für die Menschen hätte. Die Studie im Journal "Geophysical Research Letters" analysiert die Verteilung der möglichen Opfer nach sieben wahrscheinlich auftretenden Effekten: Tsunamis, fliegende Trümmer, Schockwellen, Hitze, Erdbeben, Winde und Kraterbildung. Ergebnis: Bei Einschlägen ins Meer führen Tsunamis naturgemäß zu den meisten Opfern. Insgesamt gesehen gehe davon jedoch keine so große Gefahr aus wie von Einschlägen auf der Erde.
Evakuierungen unumgänglich

Besonders gefährlich seien bei Einschlägen auf der Erde die atmosphärischen Druckwellen, die sich mit Überschallgeschwindigkeit ausbreiten, sowie dabei entstehende starke Winde. Sie seien für über 60 Prozent der Todesopfer bei Einschlägen von Asteroiden bis 400 Metern Durchmesser verantwortlich.

In ihrem Computermodell ließen die Forscher 50.000 Asteroiden mit 15 bis 400 Metern Durchmesser - die am wahrscheinlichsten auftretenden Größen - auf die Erde treffen. Die Ergebnisse könnten Krisenmanagern bei der Vorbereitung auf einen drohenden kosmischen Einschlag helfen, kommentiert Rumpf in seiner Studie. Bei kleineren Einschlägen könne die Bevölkerung Schutz etwa in Kellern suchen, bei größeren Asteroiden seien Evakuierungen unumgänglich. Ein Asteroid mit rund 60 Metern Durchmesser trifft laut Rumpf im Schnitt etwa alle 1500 Jahre auf die Erde, ein rund 400 Meter breiter alle 100.000 Jahre. "Die Wahrscheinlichkeit eines Asteroideneinschlags ist wirklich gering. Aber die Konsequenzen können unvorstellbar sein", sagt Rumpf.
Vorhersagen sind nicht möglich

Kleinere Körper verglühen häufig in der Atmosphäre - auf der Erdoberfläche bekommt man davon meist nichts mit. 2013 aber explodierte ein etwa 20 Meter großer Meteorit über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk und ließ die Auswirkungen solcher gefährlichen Stoßwellen erahnen: Rund 7000 Gebäude wurden beschädigt, etwa 1500 Menschen verletzt.

Das Problem: Solche kleinen Körper seien zahlreich, oft nicht sichtbar und deshalb schwer zu beobachten, sagt Kai Wünnemann vom Naturkundemuseum in Berlin. Doch wie Tscheljabinsk zeigte, dürfe auch diese Gefahr nicht unterschätzt werden. Genaue Vorhersagen, wann der nächste Körper Kurs auf die Erde nehme, seien unrealistisch. In den nächsten zehn Jahren könne ein solches Ereignis aber durchaus wieder passieren.

Bei großen Asteroiden, die auch mal zehn Kilometer Durchmesser erreichen und dann als "global killer" ("globale Zerstörer") bezeichnet werden, sei das zum Glück äußerst selten. Der Asteroid, der vor rund 65 Millionen Jahren den Dinosauriern den Garaus machte, war so einer. Alle 100 Millionen Jahre etwa trete im Durchschnitt ein solch zerstörerisches Ereignis auf.
Ablenken oder zerstören
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Diese Illustration soll den Asteroideneinschlag zeigen, der vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier ausrottete. Auch vor etwa 360 Millionen Jahren war es zu einem weitreichenden Artensterben gekommen. 20.02.13 Vor 360 Millionen Jahren Killer-Asteroid fiel auf Australien
Auch zukünftig nicht vorherzusehen: Ein Meteorit von etwa 15 Metern Größe explodiert über dem Ural. 16.02.13 Meteoritenregen über dem Ural Wieso er unvorhersehbar war
Auch nach der Kollision mit einem Asteroiden würde sich die Erde weiterdrehen, und es gäbe noch Leben auf dem Planeten. Doch die Zerstörungen wären mitunter großflächig. 15.02.13 Zerstörerischer Einschlag Was Asteroiden anrichten

Um das Thema weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr den 30. Juni zum Welt-Asteroiden-Tag ausgerufen. Das Datum markiert den Jahrestag des größten Asteroideneinschlags der jüngeren Geschichte: Am 30. Juni 1908 hatte ein Treffer in der Tunguska-Region in Sibirien rund 2000 Quadratkilometer unbewohntes Gebiet verwüstet. Der Asteroid hatte nach Forscherschätzung einen Durchmesser von 30 bis 40 Metern.

Sollte ein solcher Brocken in seiner Flugbahn wieder Kurs auf die Erde nehmen, gibt es für die europäische Weltraumagentur Esa nur zwei Möglichkeiten: ablenken oder zerstören. Es gebe viele Vorschläge, von Sonnenspiegeln bis zu Wasserstoffbomben. Technisch oder finanziell umsetzbar sind die meisten davon allerdings nicht. Realistischer sei der Einsatz von Einschlagprojektilen zur Bahnablenkung. Kinetischer Impaktor oder einfach "Prellbock", nennt Wünnemann die Objekte, die einem Asteroiden auf dem Weg zur Erde aktiv in den Weg gesetzt werden sollen. Die gemeinsame "Aida"-Mission von Esa und Nasa, die der Asteroidenabwehr gilt, soll hierüber Erkenntnisse bringen.

"2014 JO25" sei Mitte April vergleichsweise dicht an der Erde vorbeigeflogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit - konnte eine Kollision mit dem 650-Meter-Asteroiden aber schon früh ausschließen. Die Entfernung betrug rund 1,8 Millionen Kilometer oder die 4,6-fache Erde-Mond-Distanz. Die nächste Annäherung eines vergleichbaren Asteroiden ist von der Nasa für 2027 vorhergesagt. "1999 AN10" wird dann in 380.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbeirauschen. Genauso dicht, wie der Mond der Erde ist. Das sei zwar nah, erklärt Wünnemann. Aber: "Alles was vorbeifliegt, ist nicht gefährlich."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 81801.html
Quelle: n-tv.de , Jan-Nikolas Picker, dpa
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Jupiter beherrscht Sternenhimmel - Stärkster Meteorstrom des Jahres kommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2017 12:14

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Sonne-Mond-un ... 08457.html
Jupiter beherrscht Sternenhimmel - Stärkster Meteorstrom des Jahres kommt

Das nach Sonne und Mond hellste Gestirn am Himmel, die Venus, geht im Juli am frühen Morgen auf. Der Strom der Delta-Aquariden sorgt für spektakuläre Himmelsansichten. Er flammt ab Mitte des Monats auf. Auch die Perseiden kommen - der stärkste Meteorstrom des Jahres.

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Im Juli beherrscht in der ersten Nachthälfte Jupiter mit seinem Glanz den Sternenhimmel. Allerdings geht der Riesenplanet, der sich im Sternbild Jungfrau aufhält, mit Fortschreiten des Monats immer früher unter. Ende Juli sinkt der Riesenplanet schon gut eine halbe Stunde vor Mitternacht unter den Westhorizont. Dabei zieht im Verlauf des Monats die zunehmende Mondsichel zweimal nördlich an Jupiter vorbei: am 1. und am 28 Juli.

Die Venus wandert durch das Sternbild Stier und wechselt am Monatsende in die Zwillinge. Am 20. begegnet die schmale Sichel des abnehmenden Mondes unserem inneren Nachbarplaneten. Das gibt gegen vier Uhr morgens einen hübschen Anblick über dem Nordosthorizont. Der Venusaufgang erfolgt jeweils kurz vor drei Uhr. Nach Sonne und Mond ist Venus das bei Weitem hellste Gestirn am irdischen Firmament.
Saturn fast die ganze Nacht sichtbar

Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission Sonde kommt Saturn ganz nah: Das aufregende Finale der Cassini-Mission
Der Saturn im Sternbild Schlangenträger ist fast die ganze Nacht sichtbar. Vom Morgenhimmel zieht er sich langsam zurück. Am Abendhimmel sieht man den fahlen, gelblichen Ringplaneten über dem Südosthorizont. In der Nacht vom 6. auf 7. erhält Saturn Besuch vom fast voll beleuchteten Mond.

Ende Juli erreicht Merkur seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner südlichen Position im Tierkreis zeigt er sich in unseren Breiten nicht am Abendhimmel.

Mars wird am 27. im Sternbild Krebs von der Sonne eingeholt. Der rote Planet steht mit ihr am Taghimmel und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Da Mars sich etwa ein Grad nördlich der scheinbaren Sonnenbahn aufhält, überholt ihn die Sonne südlich.

Erst Ende September erscheint der rote Planet wieder auf der morgendlichen Himmelsbühne. Ende Juli 2018 wird die Erde extrem nahe am Mars vorbeiziehen. Als helles, rötliches Gestirn, das sogar Jupiter an Glanz übertrifft, wird er dann die Blicke auf sich ziehen.
Pluto 1930 als neunter Planet entdeckt - 2006 als Zwergplanet eingestuft
Bilderserie
Die Nebel-Partikel sind grau und rot, aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen. Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel. "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Der sonnenferne Pluto steht am 10. im Sternbild Schütze im Gegenschein zur Sonne. Von der Erde trennen ihn 4839 Millionen Kilometer, das entspricht der 32-fachen Entfernung von Sonne und Erde. Wegen seiner großen Entfernung ist er nur mit lichtstarken Teleskopen zu erkennen. Pluto wurde im Frühjahr 1930 als neunter Planet von Clyde Tombaugh auf der Lowell-Sternwarte in Flagstaff (Arizona, USA) entdeckt.

Fast ein Vierteljahrtausend ist Pluto unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Er hat einen Durchmesser von knapp 2400 Kilometern. Nachdem man ähnlich große Körper jenseits der Plutobahn entdeckt hatte, stufte die Internationale Astronomische Union Pluto 2006 in die neugeschaffene Kategorie der Zwergplaneten ein. Grund dafür war unter anderem auch seine spezielle Bahn.

Am 14. Juli 2015 passierte die Nasa-Raumsonde "New Horizons" den Zwergplaneten Nr. 134340 und schickte beeindruckende Aufnahmen zur Erde. Plutos Mond Charon ist halb so groß wie Pluto selbst, weshalb man von einem doppelten Zwergplaneten spricht. In den letzten Jahren wurden noch vier weitere, winzige Plutotrabanten aufgespürt.
Meteore des Stromes der Delta-Aquariden

Die Meteore des Stromes der Delta-Aquariden flammen in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte August auf. Der Höhepunkt fällt am 28. Juli in die Stunden nach Mitternacht. Dann sind zwischen 20 bis 30 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Ab Mitte Juli tauchen die ersten Perseiden auf, deren maximale Aktivität im ersten Augustdrittel zu erwarten ist. Die Perseiden gelten als stärkster Meteorstrom des Jahres.
Am 9. August morgens ist Vollmond.
Am 9. August morgens ist Vollmond.
(Foto: dpa)

Vollmond tritt am 9. August um 6:07 Uhr ein, wobei der hell glänzende Erdtrabant vor den Sternen des Schützen steht. Neumond wird am 23. um 11:46 Uhr erreicht. Mit 405.930 Kilometern Distanz befindet sich der Mond am frühen Morgen des 6. in Erdferne, während er am 21. abends mit 361.240 Kilometer seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert.
Großes und leicht erkennbares Sternendreieck

Nach Einbruch der Dunkelheit ist am abendlichen Sternenhimmel hoch im Osten ein großes und leicht erkennbares Sternendreieck zu sehen, das sich aus den hellsten Sternen dreier Sternbilder zusammensetzt. Die drei Sterne heißen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Man nennt diese Konstellation auch Sommerdreieck.

Hoch im Süden schreitet gerade der Held Herkules durch die Mittagslinie, auch Meridian genannt. Der Herkules ist ein ausgedehntes Sternbild, das sich nur aus lichtschwachen Sternen zusammensetzt und daher nicht leicht zu erkennen ist. Viel auffälliger ist hingegen ein Halbkreis von Sternen neben dem Herkules. Er deutet die Nördliche Krone an. Ein Stern im Halbkreis fällt durch seine etwas größere Helligkeit auf. Er heißt Gemma, was Edelstein bedeutet. Tief im Süden krabbelt der leicht erkennbare Skorpion am Horizont entlang. Auffällig funkelt sein Hauptstern Antares.

Der Große Wagen sinkt hoch im Westen langsam herab, die Kassiopeia, das Himmels-W, steigt dagegen im Nordosten empor. Beide Sternbilder sind bei uns zirkumpolar, gehen also nie unter und sind somit in jeder klaren Nacht des Jahres in unseren Breiten zu sehen.
Sonne auf absteigendem Ast
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Die Sonne befindet sich am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn. Am 20. verlässt sie spät abends das Sternbild Zwilling und wechselt in das Sternbild Krebs. Am 22. tritt sie nachmittags in das Tierkreiszeichen Löwe.

Am 3. passiert die Erde den sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn. An diesem Tag trennen uns 152.092.504 Kilometer von der Sonne. Das Sonnenlicht ist dann acht Minuten und 27 Sekunden zur Erde unterwegs. Anfang Januar, wenn die Erde ihren geringsten Abstand von der Sonne erreicht, benötigt das Sonnenlicht 17 Sekunden weniger, bis es zu uns gelangt.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 28236.html
Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Antibakterielle Beschichtung - Mars ist lebensfeindlicher als gedacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jul 2017 22:08

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Mars-ist-lebe ... 23629.html
Donnerstag, 06. Juli 2017
Antibakterielle Beschichtung - Mars ist lebensfeindlicher als gedacht

Der Rover "Curiosity" und die ExoMars-Mission suchen nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten, doch in einem irdischen Labor zeigt sich: Die Bedingungen auf dem Mars sind Gift für Bakterien. Sie sterben innerhalb kürzester Zeit.

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Im Boden unseres Nachbarplaneten Mars befinden sich wirkungsvolle antibakterielle Stoffe. Das zeigen Laborversuche britischer Forscher. Jennifer Wadsworth und Charles Cockell von der Universität Edinburgh hatten die Bedingungen auf dem Roten Planeten nachgestellt und an irdischen Bakterien getestet. Innerhalb einer Minute starben dabei fast alle Bakterien ab.

Der Mars sei damit noch unwohnlicher als bislang gedacht, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Scientific Reports". Allerdings sei er damit auch besser gegen eine Kontamination mit Bakterien geschützt, die durch irdische Raumsonden auf den Planeten kommen könnten.

Wadsworth und Cockell untersuchten die Wirkung sogenannter Perchlorate, die Marsrover in geringen Konzentrationen auf der Oberfläche des Roten Planeten gefunden hatten. Die Wissenschaftler testeten die Wirkung von Magnesium-, Kalzium- und Natrium-Perchlorat in einer für den Mars typischen Konzentration auf das Bakterium Bacillus subtilis. Die Mikroorganismen sind häufig als blinde Passagiere an Bord von Raumsonden.
Giftcocktail wirkt auch bei Kälte
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Hier noch in der Montagehalle: "Pathfinder" hatte den Rover "Sojourner" an Bord. 04.07.17 Pathfinder läutete neue Ära ein Mars-Lander setzte vor 20 Jahren auf
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Normalerweise machen diese Verbindungen den Bakterien nichts aus. Doch durch ultraviolette (UV) Strahlung, wie sie auf dem Mars herrscht, wurden die Perchlorate für die Mikroben tödlich. Es starben deutlich mehr von ihnen als durch das UV-Licht allein. Die Verbindungen Eisenoxid und Wasserstoffperoxid, die ebenfalls im Marsboden vorkommen, verstärkten den Effekt noch. Die Dreierkombination aus Perchlorat, Eisenoxid und Wasserstoffperoxid war im UV-Licht rund zehnmal so tödlich wie die ultraviolette Strahlung allein. Nach 60 Sekunden waren fast alle Bakterien tot.

Die Experimente fanden zum Teil bei Raumtemperatur statt. Unter den frostigen Bedingungen des Roten Planeten dürfte sich die Wirkung der Stoffe entsprechend langsamer entfalten. Dennoch illustrierten die Versuche die giftige Wirkung des Cocktails aus Perchloraten, Eisenoxid und Wasserstoffperoxid unter dem Einfluss von UV-Strahlung auf dem Mars, schreiben die Forscher.

Auch Sickerwasser, das als möglicher Hort des Lebens auf dem Roten Planeten gilt, besitze diesen tödlichen Effekt. Der heutige Mars sei damit noch lebensfeindlicher als angenommen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Raumsonde fotografiert Jupiter - Juno überfliegt Großen Roten Fleck

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jul 2017 10:23

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Juno-ueberfli ... 31547.html
Raumsonde fotografiert Jupiter - Juno überfliegt Großen Roten Fleck

Es ist vollbracht, die Raumsonde Juno ist über den Großen Roten Fleck des Jupiter geflogen. Nun wertet die Nasa Bilder aus, die das Weltraumgerät von dem geheimnisvollen Wirbelsturm zur Erde schickt.

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Eine US-Raumsonde ist über den geheimnisvollen Großen Roten Fleck des Jupiter hinweggeflogen. Die Forschungssonde "Juno" kreuzte in der Nacht zum Dienstag in einer Höhe von etwa 9000 Kilometern den Fleck, bei dem es sich um einen gigantischen Wirbelsturm handelt, wie die US-Raumfahrbehörde Nasa mitteilte. Der Sturm mit einem Durchmesser von 16.000 Kilometern wütet seit Jahrhunderten auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems.

"Generationen von Menschen auf der ganzen Welt haben sich über den Großen Roten Fleck gewundert, jetzt werden wir endlich sehen können, wie er von nahem aussieht", sagte der Leiter der "Juno"-Mission, Scott Bolton. Die ersten Bilder von dem Vorbeiflug sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
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Die Nasa erhofft sich von den Daten und Bildern Erkenntnisse über die Zusammensetzung und Quellen des Sturms. Die Sonde ist mit Messinstrumenten ausgestattet, welche die dichte Wolkendecke des Sturms durchdringen können. Der Sturm wird seit 1830 von Astronomen beobachtet. Er ist nach Angaben der US-Behörde möglicherweise mehr als 350 Jahre alt.

"Juno" war vor sechs Jahren von der Nasa auf die Reise geschickt worden. Vor einem Jahr trat die Sonde in die Umlaufbahn des Gasplaneten ein.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 27421.html
Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Quelle: n-tv.de , vpe/AFP
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Staub, Eis, Silikat - Asteroiden beginnen als kosmischer Matsch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jul 2017 21:25

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Asteroiden-be ... 36293.html
Freitag, 14. Juli 2017
Staub, Eis, Silikat - Asteroiden beginnen als kosmischer Matsch

Millionen von Asteroiden rasen durch das Sonnensystem - aber wie sind sie eigentlich entstanden? Entgegen bisheriger Annahmen sind Asteroiden nicht schnell versteinert, sondern sie beginnen als eine Art kosmischer Matschkugeln.

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Die meisten Asteroiden in unserem Sonnensystem sind vermutlich aus einer Art kosmischer Matschkugeln entstanden. Das berichten zwei Forscher nach entsprechenden Simulationsrechnungen im Fachblatt "Science Advances".

Bislang waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass junge Asteroiden schnell versteinert sind. Die untersuchten Asteroiden gelten als übrig gebliebenes Rohmaterial aus der Entstehung von Gesteinsplaneten. Die neuen Erkenntnisse könnten daher auch dem Verständnis der allgemeinen Entwicklung des jungen Sonnensystems dienen, heißt es bei dem Fachblatt.
Hauptzutaten sind kosmischer Staub, Eis und Silikatkügelchen

Philip Bland von der Curtin University of Technology im australischen Perth und Bryan Travis vom Planetary Science Institute im US-amerikanischen Tucson hatten die Entstehung kohlenstoffhaltiger (C-Typ) Asteroiden untersucht, die ungefähr drei Viertel aller Asteroiden in unserem Sonnensystem stellen. Die Hauptzutaten für diese Asteroiden sind kosmischer Staub, Eis und sogenannte Chondren, das sind kleine Silikatkügelchen.

Wenn diese Materialien zusammenkommen, formen sie entgegen der bisherigen Annahme kein Gestein, sondern einen matschigen Schlamm, berichten die beiden Wissenschaftler. Der Schlamm entsteht aus dem Eis, das von radioaktiven Substanzen aufgeschmolzen wird, und dem Staub. Die Silikatkügelchen sind in diesen Schlamm eingebettet. Das neue Modell passt zu Untersuchungen kohlenstoffhaltiger Meteoriten.
Was sind Asteroiden, Kometen und Meteoroiden?

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

Asteroiden sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern.
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Asteroiden, Galaxien, Supernovae Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon

Kometen sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif.

Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung Meteoroiden eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie Meteoriten genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Was sind das für Radiopulse ? - Naher Stern sendet seltsame Signale

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jul 2017 13:25

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Naher-Stern-s ... 44334.html
Was sind das für Radiopulse ? - Naher Stern sendet seltsame Signale

Ross 128 ist ein Roter Zwerg, nicht mal elf Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Als Astronomen den Stern für zehn Minuten beobachten, erhalten sie ein wiederkehrendes Signal. Wie ist es zu erklären? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Eine sind Aliens.

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Astronomen hatten sich einige Rote Zwerge vorgeknöpft, um nach Planeten zu suchen, die um diese Sterne kreisen. Mit dem Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico nahmen sie sich Wolf 359 vor - einen der am schwächsten leuchtenden Sterne, die bisher bekannt sind - sowie Gliese 436, bei dem bereits zwei Planeten bekannt sind. Neben vielen weiteren stand auch Ross 128 auf der Liste der Wissenschaftler - ein Roter Zwerg, der 10,9 Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt im Sternbild Jungfrau liegt.

Ross 128 sorgte für eine Überraschung: In den 10 Minuten, in denen ihn die Astronomen im Mai 2017 beobachteten, erhielten sie merkwürdige Signale. Die Radiopulse waren wiederkehrend, und zwar in beinahe regelmäßigen Abständen. Das Radioteleskop fing sie im Frequenzbereich von vier bis fünf Gigahertz auf. "Die Signale bestanden aus Breitband-Pulsen, die nichtpolarisiert waren und sich quasi-periodisch wiederholten", spezifiziert Abel Méndez vom Arecibo-Observatorium. Der Astrobiologe weist auch auf Anzeichen für eine starke Streuung der Pulse hin. "Sie scheinen eine besondere Eigenschaft von Ross 128 zu sein", so der Forscher. Andere Sterne, die sie unmittelbar vor und nach Ross 128 beobachteten, zeigten solche Signale nicht.
Drei Erklärungen, keine passt

Welche Ursache für die ungewöhnlichen Radiopulse haben, wissen die Astronomen bislang nicht. Sie nennen aber drei Erklärungsmöglichkeiten: Die erste sind Flares, also Strahlungsausbrüche, wie wir sie von der Sonne kennen. Ross 128 gehört zu den Flare-Sternen. Aber die Eruptionen, die man von diesem Stern erwarten würde, unterscheiden sich in Frequenz und Streuung von den jetzt beobachteten Signalen. Keine zufriedenstellende Erklärung also.

Möglichkeit zwei: Die Signale könnten von einem anderen Objekt auf dem Weg zu dem Roten Zwerg stammen. "Es gibt jedoch keine nahen Objekte im Sichtfeld von Ross 128", räumt Méndez ein. Auch diese Erklärung überzeugt also nicht.

Und Möglichkeit drei? Die bringt einen Satelliten in einer hohen Erd-Umlaufbahn ins Spiel, der die Signale senden könnte. Doch auch das ist eine unbefriedigende Antwort. Denn wie Méndez sagt, "sind Störsignale durchaus häufig, aber solche Radiopulse haben wir von Satelliten noch nie gesehen".
Aliens? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Das Arecibo-Observatorium ist das zweitgrößte Radioteleskop der Welt und nicht zuletzt deshalb bekannt, weil von dort vor 43 Jahren eine Botschaft an mögliche Außerirdische ins All geschickt wurde. Sollten die rätselhaften Signale womöglich von solchen stammen und eine Kontaktaufnahme sein? Méndez dämpft die Erwartungen. Die ständig wiederkehrende Alien-Hypothese stehe am Ende einer Liste mit vielen anderen und besseren Erklärungen, sagt er.
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Auch Seth Shostak vom kalifornischen Seti-Institut, das sich mit der Suche nach intelligenten Außerirdischen beschäftigt, ist eher skeptisch. Er hält es für wahrscheinlich, dass das Signal doch irdischer Herkunft ist und somit ein Störeffekt.

"Wir stehen vor einem Rätsel", sagt Méndez, "und die drei Haupterklärungen sind im Moment so gut wie jede andere." Eine weitere Beobachtung von Ross 128 am vergangen Sonntag mit sieben anderen Teleskopen könnte nun Licht ins Dunkel bringen; die Daten müssen noch ausgewertet werden. Auch der nächste Rote Zwerg auf der Liste der Wissenschaftler, Barnards Pfeilstern, war diesmal Gegenstand der Betrachtungen.

Die Ergebnisse zu Ross 128 hat Méndez für Ende dieser Woche in Aussicht gestellt. Aber Garantien, sagt er, gebe es keine.

Quelle: n-tv.de , asc
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Sommerferien in der Raumfahrt - Mars versteckt sich hinter der Sonne

Beitragvon Gudrun Graf » 21. Jul 2017 18:38

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Mars-versteck ... 47727.html
reitag, 21. Juli 2017
Sommerferien in der Raumfahrt - Mars versteckt sich hinter der Sonne

Die Raumfahrt bekommt Kommunikationsprobleme: Weil der Mars von der Erde aus gesehen hinter der Sonne verschwindet, kann die Nasa vorübergehend Rover und Sonden nicht mehr steuern. Auch das europäische ExoMars-Projekt liegt für einen Monat auf Eis.


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Der Kontakt zu Gerät auf dem Mars ist in den kommenden zwei Wochen stark eingeschränkt. Der Rote Planet schiebt sich - von der Erde aus gesehen - fast direkt hinter die Sonne. Den drei Sonden und zwei Rovern aus den USA würden ab morgen bis zum 1. August keinerlei Anweisungen mehr gegeben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.
Bilderserie
Die hochauflösende Stereokamera ist in der Lage, aus einer Höhe von 200 bis 400 Kilometern Fotos zu machen ... Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung: Neue Bilder vom Mars Mit perfekter Beleuchtung Neue Bilder vom Mars

Auch die Europäische Raumfahrtagentur Esa und ihr russischer Partner Roskosmos müssen sich bei ihren Projekten vorübergehend auf eine Auszeit einstellen. "Aus Vorsicht werden wir mit unseren Außenposten auf dem Mars während dieser Zeit nicht sprechen, denn wir erwarten eine bedeutende Reduzierung der Kommunikationsverbindung, und wir wollen nicht riskieren, dass eines unserer Raumschiffe eine fehlerhafte Anweisung annimmt", erklärte Nasa-Manager Chad Edwards.

Die Daten, die in dieser Zeit vom Mars zur Erde gesendet würden, werden zur Sicherheit danach noch einmal geschickt. Eine Konstellation mit dem Mars fast direkt hinter der Sonne gibt es etwa alle 26 Monate. Die für die Rover und Sonden verantwortlichen Teams hätten sich seit Wochen darauf vorbereitet, heißt es bei der Nasa. "Die Rover bleiben aktiv und führen Anweisungen aus, die wir im Voraus geschickt haben", sagte Nasa-Manager Hoppy Price. "Die Sonden werden weiter ihre Beobachtungen machen und Daten schicken. Die Rover werden nicht fahren, aber Beobachtungen und Messungen werden weitergehen."
"ExoMars-2016 geht in die Sommerferien"

Auch für das europäisch-russische Prestigeprojekt ExoMars bedeutet die Planetenkonstellation eine kurze Pause. "ExoMars-2016 geht in die Sommerferien", teilte die Akademie der Wissenschaften in Moskau mit. Seit vergangenem Herbst kreist der Forschungssatellit "Trace Gas Orbiter" (TGO) um den Roten Planeten.
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Im Frühjahr hatten die Raumfahrtbehörden Esa und Roskosmos ein langwieriges Bremsmanöver in der Mars-Atmosphäre eingeleitet. Damit soll TGO innerhalb eines Jahres von einer elliptischen Bahn um den Mars auf eine kreisförmige Umlaufbahn in 400 Kilometern Höhe gebracht werden. Dieser Bremsvorgang werde nun wegen der unsicheren Kommunikation ausgesetzt, solange der Mars hinter der Sonne verschwindet, hieß es. Ihn fortzusetzen wäre zu unsicher, sagt einer der Forscher. Am 28. August soll das Manöver wieder aufgenommen werden. Die Zielflugbahn soll TGO im Frühjahr 2018 erreichen und dann auch seine Forschung beginnen.

Die Sonde sucht nach Spuren von Methan in der Atmosphäre, was ein Hinweis auf biologische Aktivität auf dem Mars sein könnte. Für die Nasa ist die Planetenkonstellation bereits Routine. Alle Mars-Missionen der Nasa haben bereits mindestens eine solche Konstellation erlebt. "Alle unsere Raumschiffe sind da Veteranen", sagte Nasa-Manager Edwards. "Wir wissen, was uns erwartet."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 91916.html
Mit fast 900 Kilogramm und 3 mal 2,8 Metern ist er der größte mobile Forschungsroboter, der bislang auf den roten Planeten geschickt wurde. Wie aus einem US-Nationalpark, schwärmte Ashwin Vasavada vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde im kalifornischen Pasadena. Vor rund vier Jahren landet der Rover "Curiosity" auf dem Mars. Faszinierende Felsen im All Die spektakulären Fotos des Marsrovers

Quelle: n-tv.de , ara/dpa
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Forscher enträtseln Gammablitze - "Geburtsschrei" eines Schwarzen Lochs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jul 2017 23:00

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Geburtsschrei ... 56681.html
Donnerstag, 27. Juli 2017
Forscher enträtseln Gammablitze - "Geburtsschrei" eines Schwarzen Lochs

Gammablitze sind fast durch das gesamte Universum zu sehen - sie zählen zu den stärksten Explosionen. In Sekunden wird unvorstellbar viel Energie ausgestrahlt. Nun beobachten Forscher das bislang rätselhafte Phänomen in bislang beispiellosem Detail.

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Astronomen haben den Geburtsschrei eines Schwarzen Lochs in bislang unerreichtem Detail beobachtet. Die Untersuchung des sogenannten Gammastrahlenblitzes beantwortet ungeklärte Fragen zu dem Phänomen, wie die Forscher um Eleonora Troja von der University of Maryland im Fachblatt "Nature" berichten.

Gammablitze gehören zu den stärksten Explosionen des Universums. "Gammablitze sind katastrophale Ereignisse, die mit der Explosion massereicher Sterne, 50 Mal so groß wie unsere Sonne, einhergehen", erläutert Troja in einer Mitteilung ihrer Universität. "In Sekunden kann dieser Prozess so viel Energie ausstrahlen wie ein Stern von der Größe unserer Sonne in seiner gesamten Lebenszeit. Wie sind sehr daran interessiert, zu verstehen, wie das möglich ist."
Schwer zu beobachten
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 78871.html
Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Die gigantischen Explosionen sind fast durch das ganze Universum zu sehen. Dennoch sind Gammablitze schwer zu beobachten, weil sie nur Sekunden dauern und ohne Vorwarnung irgendwo am Himmel aufflackern. Am 25. Juni 2016 hatten die Astronomen jedoch Glück: Der Gammastrahlen-Satellit "Fermi" der US-Raumfahrtbehörde Nasa entdeckte das Aufleuchten eines Gammablitzes und sandte eine automatische Meldung an Observatorien weltweit. Das ebenfalls automatische russische Master-Iac-Teleskop auf den Kanarischen Inseln konnte daraufhin den Blitz noch in der aktiven Phase beobachten.

Die Auswertung der Daten legt nahe, dass die anfängliche enorme Helligkeit der Gammablitze durch sogenannte Synchrotronstrahlung verursacht wird. Diese entsteht, wenn schnelle, elektrisch geladene Teilchen wie etwa Elektronen in einem Magnetfeld von ihrer geraden Flugbahn abgelenkt werden. Bislang war nicht klar, wodurch genau die Gammablitze so hell strahlen. Sie könnten auch durch schnelle Teilchen aufleuchten, die mit Lichtteilchen (Photonen) zusammenstoßen und dabei ihre Energie übertragen, oder einfach die thermische Strahlung der extrem heißen Explosion sein.

In ihren Messungen entdeckten die Astronomen, dass ein großer Teil der Lichtwellen am Anfang des Gammablitzes in derselben Ebene schwang, Physiker nennen das polarisiertes Licht. "Synchrotronstrahlung ist der einzige Emissionsmechanismus, der den Polarisationsgrad und das Spektrum erzeugen kann, wie wir es zum Anfang des Blitzes beobachtet haben", erläutert Troja. Das sei eine wichtige Erkenntnis. "Denn trotz jahrzehntelanger Untersuchung konnten die physikalischen Mechanismen, die Gammablitze antreiben, nicht eindeutig identifiziert werden."
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Die Darstellung zeigt eine Explosion von Gamma-Strahlung. 09.04.11 Gammablitze im All Wissenschaftler lüften Ursprung

Die Beobachtung liefert auch Informationen zu den charakteristischen sogenannten Jets - gigantischen Materiestrahlen, die oben und unten in entgegengesetzter Richtung und nahezu mit Lichtgeschwindigkeit aus der Explosionswolke herausschießen, während der sterbende Stern zu einem Schwarzen Loch zusammenstürzt. Zwei alternative Modelle gehen davon aus, dass diese Jets entweder von einem starken Magnetfeld oder von Materie dominiert werden.

"Wir haben Belege für beide Modelle gefunden, was eine duale, hybride Natur der Jets von Gammablitzen nahelegt", berichtet Troja. "Die Jets beginnen magnetisch, aber während sie wachsen, wird das Magnetfeld schwächer und verliert seine Dominanz. Materie übernimmt und dominiert schließlich die Jets, wobei ein schwächerer Rest des Magnetfelds manchmal überleben könnte."
Bilderserie
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Drei neue Astronauten - ISS erreicht Maximalbesetzung

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jul 2017 12:15

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/ISS-erreicht- ... 59570.html
Samstag, 29. Juli 2017
Drei neue Astronauten - ISS erreicht Maximalbesetzung

Die Internationale Raumstation ist eines der wenigen Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland. Ein Russe, ein Amerikaner und ein Italiener verstärken jetzt das Team. Sie sollen 250 Experimente durchführen.

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Sechs Stunden nach ihrem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan haben drei Raumfahrer aus Russland, den USA und Italien die Internationale Raumstation ISS erreicht. Der russische Kosmonaut Sergej Rjasanski und seine Astronauten-Kollegen Randy Bresnik und Paolo Nespoli trafen um 23.54 Uhr an der Raumstation ein, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Nach Öffnung der Luftschleusen wurden sie von den drei derzeitigen Bewohnern in Empfang genommen: dem russischen ISS-Kommandeur Fjodor Jurtschichin und den US-Astronauten Peggy Whitson und
Während seine fünf Kollegen schliefen, fotografierte Astronaut Alexander Gerst, wie es nachts auf der Internationalen Raumstation ISS aussieht. Sechs Monate war Gerst auf der ISS. Die Fotos fangen eine gespenstische Stimmung in einer Umgebung volller Stille ein. Das Geisterhafte lässt an die "Alien"-Filme denken. Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Die drei Raumfahrer waren am Freitag von Baikonur aus an Bord einer Sojus-Rakete ins All aufgebrochen. Erstmals seit April hat die ISS damit wieder die Maximalbesatzung von sechs Menschen erreicht.

Die neuen Besatzungsmitglieder sollen fünf Monate im Außenposten der Menschheit bleiben und unter anderem die Auswirkungen eines Weltraumfluges auf das Immunsystem und die Schmerzempfindlichkeit untersuchen. Insgesamt werde die Crew rund 250 Experimente durchführen, teilte die Nasa mit.
Seit 1998 im Einsatz
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Die neuen ISS-Besatzungsmitgliedersind allesamt erfahrene Raumfahrer. Der 60-jährige Italiener Nespoli hat mit 174 Tagen im All die meiste Erfahrung angehäuft. 2007 flog er bereits für einen Kurzeinsatz zur ISS.

Die Internationale Raumstation umkreist seit 1998 in 400 Kilometern Höhe die Erde. Finanziert wurde sie hauptsächlich von den USA und Russland. Die ISS ist eines der wenigen Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 21776.html
Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Sie fliegt und fliegt und fliegt: Sojus: das bewährte Taxi ins All Seither, seit 45 Jahren also, befördern Sojus-Raumschiffe ihre Passagiere unbeschadet ins All und wieder zurück. Zwar hätte es ... Sie fliegt und fliegt und fliegt Sojus: das bewährte Taxi ins All

Quelle: n-tv.de , chr/AFP/dpa
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16 Millionen Grad Celsius heiß - Sonnenkern rotiert schneller als Oberfläc

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Aug 2017 11:42

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Sonnenkern-ro ... 67926.html
Freitag, 04. August 2017
16 Millionen Grad Celsius heiß - Sonnenkern rotiert schneller als Oberfläche

Astrophysiker verfolgen die Idee schon lange, nun belegen Messungen: Das Innere und das Äußere der Sonne sind alles andere als gleich schnell unterwegs. Wahrscheinlich stammt die Kernrotation aus der Zeit vor rund 4,6 Milliarden Jahren, als die Sonne entstand.

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Der Kern der Sonne rotiert rund viermal schneller als ihre Oberfläche. Das zeigen Messungen des Sonnensatelliten "Soho". Der knapp 16 Millionen Grad Celsius heiße Kern der Sonne dreht sich demnach etwa einmal pro Woche um sich selbst, wie ein Forscherteam um Eric Fossat vom Observatorium der Côte d’Azur in Nizza im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" berichtet. Die rund 6000 Grad heiße Sonnenoberfläche benötigt dagegen am Äquator 25 Tage für eine Rotation und nahe den Polen der Sonne sogar 35 Tage.
Aktive Sonnenoberfläche, größte aktive Region des Sonnenzyklus am 23. Oktober 2014.

"Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass die Kernrotation aus der Zeit vor rund 4,6 Milliarden Jahren stammt, als die Sonne entstanden ist", erläutert Ko-Autor Roger Ulrich von der Universität von Kalifornien in Los Angeles. "Es ist eine Überraschung und eine spannende Vorstellung, dass wir vielleicht ein Relikt davon aufgespürt haben, wie die Sonne war, als sie sich zuerst geformt hat." Die Idee, dass der Kern der Sonne sich schneller drehen könnte als ihre Oberfläche, verfolgen manche Astrophysiker seit rund 20 Jahren. Messen ließ sich die Kernrotation bislang allerdings nicht.
Suche nach Schwerewellen

Die Wissenschaftler um Fossat hatten Messdaten aus rund 16 Jahren auf der Suche nach sogenannten Schwerewellen analysiert. Als Schwerewellen bezeichnen Forscher Wellen in einem Medium wie beispielsweise Wasser oder Gas, die von der Schwerkraft dominiert werden - etwa Meereswellen oder auch das Hin- und Herschwappen in einem halb gefüllten Tanklaster auf einer kurvenreichen Straße, wie die Universität erläutert.

Das europäisch-amerikanische Sonnenobservatorium "Soho" (Solar and Heliospheric Observatory) misst mit dem Spezialinstrument "Golf" (Global Oscillations at Low Frequency) Schwingungen in der Sonnenatmosphäre. Bei diesen Schwingungen handelt es sich um akustische Wellen, die statt von der Schwerkraft vom Druck dominiert werden. Manche dieser akustischen Wellen reichen jedoch in die Tiefe bis zum Kern der Sonne, wo sie mit dortigen Schwerewellen wechselwirken sollten, sofern diese existieren.
Schwerewellen erschüttern Kern der Sonne

Tatsächlich gelang es den Forschern nun, diese Wechselwirkung nachzuweisen: Akustische Wellen benötigen normalerweise vier Stunden und sieben Minuten, um von der Sonnenoberfläche zum Kern und zurück zu reisen. Die Forscher entdeckten in ihren Daten eine Serie von Modulationen in den akustischen Wellen, die davon stammen, dass Schwerewellen den Kern der Sonne erschüttern.
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Ein gigantischer Tornado auf der Sonne, aufgenommen mit dem Sonnensatelliten "SDO". 29.03.12 Windgeschwindigkeit von 300.000 km/h Satellit filmt Sonnentornado
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Zum ersten Mal im Bild: die Rückseite der Sonne. 07.02.11 Von vorne und von hinten NASA zeigt Sonne komplett

"Wir haben nach diesen schwer zu fassenden Schwerewellen in unserer Sonne seit mehr als 40 Jahren gesucht, und obwohl frühere Versuche auf eine Entdeckung hingedeutet haben, war keiner davon eindeutig", berichtet Forschungsleiter Fossat in einer Mitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, die den Satelliten zusammen mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa betreibt. "Endlich haben wir entdeckt, wie wir ihre Signatur unzweifelhaft gewinnen."

Aus der Signatur der Wechselwirkung zwischen akustischen und Schwerewellen lässt sich nicht nur die Existenz der Schwerewellen belegen, sondern auch die Rotationsgeschwindigkeit des Kerns berechnen. "Schwerewellen sind bereits in anderen Sternen entdeckt worden, und dank 'Soho‘ haben wir nun überzeugende Belege für sie in unserem eigenen Stern gefunden", betont Fossat. "Es ist sehr besonders, die erste indirekte Messung der Rotationsgeschwindigkeit des Kerns unserer eigenen Sonne mitzuerleben. Und selbst wenn diese jahrzehntelange Suche vorbei ist, öffnet sich nun ein neues Fenster in die Sonnenphysik."
Bilderserie
Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Nächstes Himmelsspektakel folgt - Jetzt kommen die Perseiden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Aug 2017 22:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Jetzt-kommen- ... 73559.html
Dienstag, 08. August 2017
Nächstes Himmelsspektakel folgt - Jetzt kommen die Perseiden

Derzeit wird viel geboten für Himmelsgucker: Auf die Mondfinsternis folgen die Perseiden. Der Sternschnuppenstrom beginnt gerade schon und steigert sich bis zum Wochenende.

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Kaum eine Atempause für Sterngucker: Nach der partiellen Mondfinsternis am Montagabend hält am Nachthimmel der Sternschnuppenregen der Perseiden seinen Einzug. Der Höhepunkt des funkelnden Spektakels am Himmel wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August (von Samstag auf Sonntag) erwartet. "Aber es geht jetzt schon langsam los", sagte Caroline Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde für alle diejenigen, die die große "Nacht der Wünsche" nicht abwarten möchten.

Problematisch könnte allerdings der Mondschein sein: Da am 7. August Vollmond war, ist am nächtlichen Himmel auch am 12. August noch ziemlich viel Mond zu sehen, dessen Licht es erschwert, die Perseiden zu erblicken. "Frühaufsteher haben bessere Chancen - die müssen dann allerdings bereits gegen drei Uhr nach den Perseiden Ausschau halten", sagte Liefke.

In Großstädten kommt das zusätzliche Licht von Straßenlaternen, Beleuchtung von Gebäuden und anderen Lichtquellen erschwerend hinzu. Ausgerechnet im Alpenraum, wo besonders wenig "Lichtverschmutzung" droht, muss hingegen zumindest in den kommenden Nächten mit Gewittern geregnet werden.

Mit den Lichtverhältnissen haderten wohl auch am Montagabend viele Menschen, die die partielle Mondfinsternis beobachten wollten. Denn sie startete vor Mondaufgang und selbst als der Mond sichtbar wurde, war es vielerorts noch nicht dunkel genug, um einen guten Effekt zu erkennen.
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Das Wetter spielte in vielen Teilen Deutschlands jedoch mit: Etwa in Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Bayern war der Mond nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes vielerorts am fast wolkenfreien Himmel zu sehen. Der untere Teil war etwas verdunkelt. Weniger Glück hatten die Menschen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, dem nördlichen Hessen und Teilen Nordrhein-Westfalens: Dort verschleierten laut DWD vielerorts Wolken die Sicht.

Doch immerhin: Im Juli 2018 folgt eine totale Mondfinsternis, die auch in Mitteleuropa beobachtet werden kann. Die nächste partielle Sonnenfinsternis, die von Deutschland aus zu sehen ist, wird im Oktober 2022 erwartet - die nächste totale Sonnenfinsternis über Deutschland jedoch erst 2081.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Zahlen zur Sonnenfinsternis - Himmelsspektakel dauert knapp drei Minuten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Aug 2017 12:07

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http://www.n-tv.de/wissen/Himmelsspekta ... 88506.html
Zahlen zur Sonnenfinsternis - Himmelsspektakel dauert knapp drei Minuten

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2 Minuten, 40 Sekunden - In Hopkinsville (Kentucky) dauert die Phase der totalen Sonnenfinsternis am längsten.

4 ist die Zahl der Zeitzonen, über die sich die US-Sofi erstreckt. Die totale Finsternis ist erstmals um 10.15 Uhr Pazifik-Zeit in Lincoln (Oregon) zu sehen und letztmals in Charleston (South Carolina) um 14.48 Uhr Ostküstenzeit. Der Mondschatten braucht tatsächlich jedoch nur 1,5 Stunden für seine Reise über den Kontinent.

11 Anzahl der Raumsonden - So viele Raumsonden werden die totale Sonnenfinsternis vom All aus beobachten.

16 Zoos, die in der Kernschattenzone liegen.

55 Teams mindestens von Forschungsinstituten, Universitäten und Highschools lassen etwa 70 Wetterballons steigen, um die Sofi vom Rande der Atmosphäre aus zu filmen.

Mehr als 2000 öffentliche Büchereien im gesamten Land bieten Veranstaltungen zur Sonnenfinsternis an und verteilen Millionen Schutzbrillen.

2045 - In diesem Jahr wird sich das nächste Mal eine totale Sonnenfinsternis von US-Küste bis US-Küste erstrecken.
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6500 Einwohner des Kleinstädtchens Madras in Oregon, die zur Sonnenfinsternis stolze 100.000 Besucher erwarten.

650 Millionen Jahre wird es in etwa dauern, bis die letzte totale Sonnenfinsternis von der Erde aus zu sehen sein wird. Grund: Der Mond driftet langsam von der Erde weg, knapp vier Zentimeter pro Jahr, und ist irgendwann zu klein, um die Sonne komplett abzudecken.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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So groß wie ein Dorf - Asteroid "Florence" passiert die Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Sep 2017 12:45

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http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-Flor ... 13609.html
So groß wie ein Dorf - Asteroid "Florence" passiert die Erde

Am Nachmittag fliegt ein gewaltiger Asteroid an der Erde vorbei - und kommt ihr dabei so nahe wie seit über 100 Jahren nicht. Sternengucker können es am Nachthimmel beobachten. In wenigen Wochen kommt dann der nächste Gesteinsbrocken vorbei.

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Es ist ein Brocken so groß wie ein ganzes Dorf: Asteroid "Florence" fliegt derzeit nahe an der Erde vorbei. Die Nasa nutzt die Gelegenheit, um den Himmelskörper zu vermessen. Der Asteroid ist der Erde so nahe gekommen wie kein Brocken dieser Größenordnung in den vergangenen hundert Jahren. Trotz eines Durchmessers von 4,4 Kilometern war der Himmelskörper laut US-Raumfahrtbehörde Nasa kein Grund zur Sorge: Er passierte die Erde am Freitagnachmittag in einer Distanz von sieben Millionen Kilometern. Das entspricht etwa der 18-fachen Entfernung zum Mond.

"Der stellt überhaupt keine Gefahr dar", sagte Rüdiger Jehn von der europäischen Raumfahrtagentur Esa. Die Nasa erhofft sich von dem Vorbeiflug besonders genaue Messungen. Insbesondere Radarspezialisten erwarten hochaufgelöste Aufnahmen von "Florence", auf denen Oberflächenstrukturen ab einer Größe von zehn Metern zu sehen sind. Zuletzt kam "Florence" der Erde nach Nasa-Angaben im Jahr 1890 so nah.
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Manche Asteroiden fliegen aber durchaus wesentlich näher an unserem Planeten vorbei. So soll "2012 TC4" am 12. Oktober in rund 43.000 Kilometern Entfernung - ein Achtel der Distanz zum Mond - an der Erde vorbeirasen. Er ist aber mit bis zu 30 Metern Durchmesser um ein Vielfaches kleiner.

Laut Nasa kann man "Florence" Anfang September schon mit kleinen Teleskopen am Nachthimmel sehen - unter anderem im Sternbild Wassermann. Der Asteroid wurde 1981 entdeckt und ist nach der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910) benannt. Sie war eine Vorreiterin der modernen Krankenpflege. Asteroiden gelten als Überreste unseres frühen Sonnensystems. Die Felsbrocken bewegen sich wie Planeten auf einer Umlaufbahn um die Sonne.

Quelle: n-tv.de , fhe/dpa
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Erdähnliche HimmelskörperExoplaneten könnten Wasser enthalten Im Februar

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Sep 2017 12:56

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http://www.n-tv.de/wissen/Exoplaneten-k ... 13141.html
Erdähnliche Himmelskörper - Exoplaneten könnten Wasser enthalten

Im Februar entdecken Forscher die Trabanten des Sterns Trappist-1. Nun zeigt das Weltraumteleskop "Hubble" mögliche Wasservorkommen auf drei dieser Planeten. Sind diese etwa bewohnbar?

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In direkter kosmischer Nachbarschaft zur Erde haben Forscher mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop Hinweise auf mögliche Wasservorkommen bei erdähnlichen Planeten entdeckt. Sie umkreisen den Stern Trappist-1 in der "bewohnbaren Zone" - und sind nur 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die äußeren Planeten des Systems könnten erhebliche Mengen Wasser enthalten, teilte das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mit. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um bewohnbare Planeten handeln könnte. Einen direkten Nachweis von Wasser haben die Forscher allerdings nicht.

Bei dem 40 Lichtjahre entfernten Zwergstern Trappist-1 hatten Astronomen im Februar die Entdeckung von insgesamt sieben Planeten bekanntgegeben. Drei davon umkreisen ihren Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone, wo die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Sie gehören zu den erdähnlichsten Planeten, die bislang gefunden wurden - gemessen an Masse, Größe und Oberflächentemperatur.
Nah und in der potenziell bewohnbaren Zone
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Mit "Hubble" haben Forscher um Vincent Bourrier vom Observatorium der Universität Genf in der Schweiz das System nun im Bereich der ultravioletten (UV) Strahlung genauer untersucht. UV-Strahlung kann Wassermoleküle in der Atmosphäre spalten und den Wasserstoff ins Weltall befördern. Tatsächlich deuten die Beobachtungen darauf hin, dass die inneren Planeten von Trappist-1 große Mengen Wasser verloren haben könnten - in den vergangenen acht Milliarden Jahren bis zu 20 Mal so viel wie in allen irdischen Ozeanen.

Dass die UV-Strahlung bei den drei äußeren Planeten in der potenziell bewohnbaren Zone von Trappist-1 deutlich schwächer sei, eröffne die Möglichkeit, dass diese Planeten heute noch erhebliche Mengen Wasser besitzen, argumentieren die Forscher. Mit den bislang verfügbaren Daten lasse sich allerdings keine endgültige Aussage über den Wassergehalt dieser Planeten treffen. Dafür setzen die Astronomen auf den "Hubble"-Nachfolger, das "James Webb"-Weltraumteleskop, das 2018 starten soll.

Bei anderen Exoplaneten haben Forscher bereits Wasser gefunden. Die Planeten von Trappist-1 sind für Wissenschaftler aber besonders interessant, weil sie in der potenziell bewohnbaren Zone liegen und das System mit 40 Lichtjahren relativ nah ist. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren.

Quelle: n-tv.de , fhe/dpa
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Gefahr für die ISS-Besatzung - Auf der Sonne brodelt es wie lange nicht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Sep 2017 23:24

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http://www.n-tv.de/wissen/Auf-der-Sonne ... 29447.html
Dienstag, 12. September 2017
Gefahr für die ISS-Besatzung - Auf der Sonne brodelt es wie lange nicht

Entgegen ihres regulären Zyklus' ist die Sonne derzeit überaus aktiv: Innerhalb weniger Tage verzeichnen Forscher zwei mächtige Sonnenstürme - und die können nicht nur die Elektronik auf der Erde beschädigen, sondern bergen auch eine Gefahr für Astronauten.

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Die Sonne ist derzeit so aktiv wie lange nicht mehr. Nachdem die US-amerikanische Raumfahrtagentur Nasa erst vor wenigen Tagen die stärkste Sonneneruption (Flare) seit zwölf Jahren registriert hatte, brodelt es auf der Sonne munter weiter. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zufolge gab es erneut ein Sonnensturm. "Es gab am Sonntag noch einen stärkeren Flare, der auch einen koronalen Massenauswurf verursacht hat", sagte Jens Berdermann vom DLR Neustrelitz.

Die bei den Eruptionen ausgeworfenen geladenen Teilchen können, wenn sie direkt auf die Erdatmosphäre treffen, als Polarlichter wahrgenommen werden. "Aber derzeit sieht es nicht danach aus - zumindest nicht in unseren Breiten. Denn hier ist bislang kein stärkerer Sonnenwind angekommen", sagte der Leiter der DLR-Gruppe Ionosphärische Effekte und Korrekturen. Die geladenen Teilchen bewegen sich in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 400 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zu. Bei einem sehr starken koronalen Massenauswurf sind auch zwischen 2000 und 3000 Kilometer pro Sekunde möglich.

Wenn ein solcher Sonnensturm die Erde direkt trifft, können Kommunikations- und Navigationsgeräte gestört oder sogar beschädigt werden. Im schlimmsten Fall können durch die geladenen Teilchen Satelliten im All beschädigt werden. Die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS musste sich bereits vor möglichen Strahlungsschäden in Sicherheit bringen. Die drei Raumfahrer hätten von ihren jeweiligen Bodenstationen am Sonntag die Anweisung bekommen, bestimmte weniger geschützte Bereiche der ISS vorübergehend zu meiden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.
Sonnenzyklus dauert elf Jahre
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Derzeit arbeiten auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde der Russe Sergej Rjasanski, der US-Amerikaner Randolph Bresnik und der Italiener Paolo Nespoli. Am Sonntagabend war die ISS demnach hoher Protonen-Aktivität und Strahlung ausgesetzt. Die Werte waren nach Einschätzung russischer Experten gefährlicher als nach der rekordverdächtigen Sonneneruption vom 6. September. Diese galt als die größte seit zwölf Jahren. "Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen", sagte der Atomphysiker Michail Panasjuk der Agentur Ria Nowosti.

DLR-Experte Berdermann zufolge ist ein Sonnenzyklus etwa elf Jahre lang. In dieser Zeit wird Nord- und Südpol des Sonnenmagnetfeldes getauscht. Dabei nimmt die Aktivität der Sonne zunächst zu und schließlich wieder ab. Derzeit nehme sie gerade wieder ab. "Es ist eigentlich erstaunlich, dass sie gerade so aktiv ist." Der bislang extremste dokumentierte Sonnensturm hatte die Erde im Jahr 1859 getroffen - das sogenannte Carrington-Ereignis. "Damals gab es noch nicht viel technische Infrastruktur", so Berdermann. "Heute wäre ein solcher Sturm sehr kritisch. Er könnte uns technisch sehr zurückwerfen."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 16556.html
Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen Polarlichter

Quelle: n-tv.de , jug/dpa
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Rätsel um KIC 8462852 - Neue Erklärung für "Alien-Stern" gefunden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Sep 2017 09:29

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Neue-Erklaeru ... 33924.html
Rätsel um KIC 8462852 - Neue Erklärung für "Alien-Stern" gefunden
Von Kai Stoppel

Zwei Jahre schon beschäftigt der Stern KIC 8462852 die Astronomen: Er schwankt in seiner Helligkeit derart seltsam, dass manche schon eine außerirdischen Zivilisation als Ursache erwägen. Nun liefern Forscher eine andere Erklärung für das Phänomen.

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Der Stern KIC 8462852, auch Tabbys Stern genannt (nach der Astronomin Tabetha Boyajian, die wesentlichen Anteil an der Beschreibung seiner Besonderheit hat), bringt seit zwei Jahren Wissenschaftler weltweit ins Grübeln. Ursache ist ein äußerst ungewöhnliches Flackern seiner Helligkeit, für das Astronomen bisher noch keine eindeutige Erklärung gefunden haben.

Aufgefallen war Tabbys Stern bei der Suche nach Exoplaneten mit dem Weltraumteleskop Kepler. Dieses hält nach Helligkeitsschwankungen bei Sternen Ausschau. Denn zieht ein Exoplanet aus Sicht der Erde an seinem Stern vorbei, verdunkelt er bei diesen sogenannten Transit den Stern ein bisschen.
Weltraumteleskop Kepler

Das Weltraumteleskop Kepler ist eine Mission der Nasa zum Aufspüren von erdähnlichen Exoplaneten. Dazu untersucht das Teleskop mehr als 100.000 Sterne auf kleine Schwankungen in ihrer Helligkeit. Diese Schwankungen können durch einen Transit hervorgerufen werden - also wenn ein Planet aus unserer Sicht genau vor dem Stern vorbeizieht.

Im März 2009 ist das Weltraumteleskop in eine Umlaufbahn um die Sonne gestartet, auf der es der Erde folgt. Bereits im Januar 2010 entdeckte Kepler die ersten Planeten.

Die Verdunkelung war bei Tabbys Stern jedoch zum Teil derart gravierend, dass ein normaler Planet dafür nicht infrage kam. Astronomen mussten ihre Fantasie spielen lassen. So wurde sogar die Möglichkeit einer gigantischen, von einer hochentwickelten Alien-Zivilisation gebauten Struktur diskutiert: eine sogenannte Dyson-Sphäre. Die Suche nach Radiosignalen dieser Zivilisation verlief allerdings erfolglos.

Weitere Erklärungsansätze konnten bisher ebenfalls nicht überzeugen - etwa ein Kometen-Schwarm oder ein "abgestürzter" Planet, der den Stern zum Flackern gebracht haben soll. Beide Theorien setzen voraus, dass die Astronomen zufällig einem einmaligen Ereignis beigewohnt hätten - aus Sicht von Forschern äußerst unwahrscheinlich.
Führt der Saturn zur Lösung?

Eine Vielzahl von Formen sollen die Ringe des Exoplanten aufweisen.
(Foto: Sucerquia et al.)

Einen neuen Ansatz wählt ein Forscher-Team aus Kolumbien. Die Wissenschaftler um Mario Sucerquia schlagen vor, dass ein Planet mit einem Ringsystem - ähnlich dem von Saturn - in einer engen Bahn den Stern umkreist. Der Planet ist in diesem Modell etwa nur so groß wie der Neptun.

Die scheinbar unregelmäßigen Helligkeitsschwankungen erklären die Forscher mit einer Kombination aus zwei Phänomenen: Zum einen stünden die Ringe des Planeten aus Sicht der Erde stets in einem anderen Winkel. Das ist vergleichbar mit einer Sonnenblende im Auto - je nach Winkel hält sie mal mehr, mal weniger Licht zurück.

Zum anderen kreise der Planet so dicht um Tabbys Stern, dass dessen Schwerkraft die Planetenringe zum Wabern bringe und zu immer neuen, bizarren Formen verbiege. Beim Zusammenspiel beider Phänomene entstünde so eine Vielzahl unterschiedlichster Ringformen, welche den Stern während des Transits auf sehr unterschiedliche Weise abdunkelten.
"Keine Muster erkennbar"
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Die Idee mit dem beringten Planeten ist allerdings nicht ganz neu: Bereits Im Mai veröffentlichte ein Team aus Spanien eine Studie, die einen ähnlichen Ansatz hat. So soll für die größte Verdunkelung ein gigantischer Planet mit einem riesigen Ringsystem verantwortlich sein.

Die Phasen geringerer Abschwächung des Sternenlichts hingegen werden demnach von sogenannten Trojanern verursacht: kleinere Planeten und Gesteinsbrocken, welche auf derselben Bahn wie der Planet um den Stern kreisen, allerdings in einem bestimmten Abstand zum Planeten, an den sogenannten Lagrange-Punkten.

Aber auch zu diesen neuen Ansätzen gibt es kritische Stimmen. So bemängelt etwa US-Astronom Keivan Stassun gegenüber New Scientist in Bezug auf die von den kolumbianischen Forschern vorgeschlagenen wabernden Ringe, dass selbst diese eine Art von wiederkehrendem Muster hervorbringen müssten. Jedoch sei bei Tabbys Stern bisher keinerlei wiederkehrendes Muster erkennbar. So dürfte auch dieses Mal das letzt Wort bei der Suche nach einer Erklärung für die sonderbaren Ereignisse rund um den "Alien-Stern" noch nicht gesprochen sein.

Quelle: n-tv.de
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Nach 20 Jahren Saturn-Forschung - Nasa-Sonde "Cassini" verglüht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2017 01:44

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-Sonde-Ca ... 35823.html
Nach 20 Jahren Saturn-Forschung - Nasa-Sonde "Cassini" verglüht

Viele Jahre schickte die Sonde "Cassini" Bilder und Daten vom Saturn an die Erde. Für Forscher war es eine Schatzgrube. Doch nun ist Schluss, Treibstoffmangel beendet die Nasa-Mission, die Sonde stürzt kontrolliert auf den Planeten.

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Nach fast 20 Jahren im All ist die Nasa-Sonde "Cassini" in der Atmosphäre des Saturn verglüht. Das letzte Signal der Sonde sei wie erwartet um 13.55 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit als Radiowelle aufgefangen worden, 83 Minuten nachdem die Sonde es ausgesendet habe, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Danach stürzte sie kontrolliert auf den Planeten.

"Unser Raumschiff hat die Atmosphäre des Saturn erreicht und wir haben die letzte Übertragung bekommen", teilte die Nasa auf Twitter mit. Dort sollte die 2125 Kilogramm schwere Sonde wie ein Meteor auseinanderbrechen und die Teile dann verglühen. Bis zuletzt hatten mehrere wissenschaftliche Instrumente an Bord von "Cassini" gearbeitet und Daten zur Erde gesendet.

Der Grund für "Cassinis" Ende ist Treibstoffmangel, der Sonde gehen die Antriebsreserven aus. Das Forschungsgerät, benannt nach dem französischen Astronomen Giovanni Domenico Cassini (1625 bis 1712), war im Oktober 1997 gestartet und erreichte im Juli 2004 den Ringplaneten - huckepack mit der europäischen Landesonde "Huygens", die im Januar 2005 auf dem größten Saturnmond Titan landete und dessen eisige Landschaft mit riesigen Seen aus Methan offenbarte.
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Zuletzt tauchte Cassini mehrmals zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurch - ein zunächst undenkbares Manöver. 11.09.17 Sonde stürzt auf den Saturn Cassini steuert aufs große Finale zu

"Cassini" zog derweil ihre Bahnen durch das faszinierende Saturnsystem, sendete beeindruckende Bilder, entdeckte neue Ringe und Monde und enthüllte viele Geheimnisse des zweitgrößten Planeten im Sonnensystem. Zu "Cassinis" spektakulärsten Entdeckungen zählte der Nachweis eines unterirdischen flüssigen Ozeans auf dem kleinen Saturnmond Enceladus. Die Existenz flüssigen Wassers nährte die Vermutung, dass Enceladus oder auch Titan günstige Bedingungen für das Entstehen von Leben bieten könnten.

Zum Abschluss der Mission, die zu den erfolgreichsten der Raumfahrtgeschichte zählt, war "Cassini" 22 Mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgetaucht - eine Region, in der zuvor noch nie eine Sonde war. An der rund 3,2 Milliarden Dollar teuren Mission waren Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt.

Quelle: n-tv.de , mli/AFP/dpa
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Schwanz aus Gas und Staub - Hubble entdeckt kuriosen Doppel-Asteroiden

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Sep 2017 12:40

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Hubble-entdec ... 52008.html
Schwanz aus Gas und Staub - Hubble entdeckt kuriosen Doppel-Asteroiden

Zwischen den Planeten Mars und Jupiter entdecken Forscher einen speziellen Himmelskörper: einen Doppel-Asteroiden. Er zieht wie ein Komet einen Schweif hinter sich her.

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Komet oder Asteroid? Mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop haben Astronomen ein ungewöhnliches Himmelsobjekt im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter erspäht: einen Doppel-Asteroiden, der auch noch Staub und Gas ins All speit. Die Forscher um Jessica Agarwal vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung stellen ihren kuriosen Fund im Fachblatt "Nature" vor.
Diese Reihenaufnahmen von Hubble zeigen, dass der Doppelasteroid 288P aus zwei Teilen besteht, die umeinander kreisen und kometenähnliche Merkmale aufweisen. Dazu gehören die Koma - eine dünne Gashülle - und der Staubschweif.
Diese Reihenaufnahmen von Hubble zeigen, dass der Doppelasteroid 288P aus zwei Teilen besteht, die umeinander kreisen und kometenähnliche Merkmale aufweisen. Dazu gehören die Koma - eine dünne Gashülle - und der Staubschweif.

Der Doppel-Asteroid mit der Katalognummer 288P besteht demnach aus zwei jeweils nur rund einen Kilometer kleinen Brocken, die sich in einem ungewöhnlich großen Abstand von rund 100 Kilometern umkreisen. Die Forscher glauben, dass der Asteroid durch die Fliehkraft seiner eigenen Rotation in zwei Stücke zerbrochen ist und dadurch gefrorene Gase in seinem Inneren freigelegt wurden, die nun verdampfen. "288P muss vor kaum mehr als 5000 Jahren auseinandergebrochen sein", erläutert Agarwal in einer Mitteilung ihres Instituts. Sonst hätten sich die Gase im vergleichsweise sonnennahen Asteroiden-Hauptgürtel längst vollständig verflüchtigt.
Erster Doppel-Asteroid in dieser Gruppe
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Kometen kreisen üblicherweise auf stark elliptischen Bahnen, die sie nur selten in die Nähe der Sonne führen, wo dann gefrorene Gase auf oder unter ihrer Oberfläche auftauen und den spektakulären Schweif produzieren. Asteroiden sind dagegen beständigere Objekte, die normalerweise nicht verdampfen und vor allem im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter in deutlich kreisförmigeren Bahnen die Sonne umrunden. 288P ist nicht der erste Asteroid, der sich nicht in dieses Schema fügt und Eigenschaften eines Kometen besitzt. Auf etwa 20 solche sogenannten Hauptgürtelkometen sind Astronomen bereits gestoßen. Es ist jedoch der erste Doppel-Asteroid in dieser Gruppe.

"Bereits im Jahr 2011 wurden wir auf 288P aufmerksam", berichtet Agarwal. Erst 2016 war der Abstand zu dem Himmelskörper mit rund 200 Millionen Kilometer dann jedoch klein genug, um ihn mit "Hubble" untersuchen zu können. Dabei zeigte sich nicht nur, dass 288P aus zwei Bruchstücken besteht, die Forscher registrierten auch deutliche Hinweise auf verdampfendes Wassereis, und auf den Bildern des Weltraumteleskops ist ein kometenähnlicher Schweif zu sehen, wie das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mitteilt.
Wohl erst nach und nach auseinandergedriftet
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Die Wissenschaftler nehmen an, dass die beiden Bruchstücke des Asteroiden erst nach und nach auseinandergedriftet sind. "Die Aktivität von 288P spielte bei seiner folgenden Entwicklung wahrscheinlich eine entscheidende Rolle", erläutert Agarwal. Das verdampfende Gas riss demnach Staub mit und veränderte den sogenannten Bahndrehimpuls des Doppelsystems, was die beiden Bruchstücke immer weiter auseinandertrieb bis zu dem heute ungewöhnlich großen Abstand.

Die Untersuchung von Hauptgürtelkometen wie 288P bietet wertvolle Einblicke in die Entstehung und Entwicklung des gesamten Sonnensystems, wie das "Hubble"-Zentrum betont. Unter anderem hoffen die Wissenschaftler auf neue Indizien dafür, wie Wasser auf die Erde kam. Da bislang nur sehr wenige Hauptgürtelkometen gefunden wurden, sei der Doppelasteroid ein besonders wertvolles Forschungsobjekt.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 82636.html
Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Müll schneller als Gewehrkugeln - Gestra soll Unfälle im Weltraum verhinde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Okt 2017 12:56

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Gestra-soll-U ... 84032.html
Müll schneller als Gewehrkugeln - Gestra soll Unfälle im Weltraum verhindern

Menschen erzeugen Müll und zwar nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Die herumfliegenden Teile sind rasend schnell und haben enorme Zerstörungskraft. Kollisionen wären verheerend und sollen mit einer neuen Beobachtungstechnik verhindert werden.

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Rund 2700 Tonnen Weltraumschrott rasen derzeit auf einer erdnahen Umlaufbahn umher - das kann für Satelliten gefährlich werden. Schon sehr kleine Teile können großen Schaden anrichten. "Denken Sie daran, was passieren würde, wenn mitten im Champions-League-Finale der Astra-Fernsehsatellit ausfallen würde", sagte Dominik Wullers, Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz. Von dem dortigen ehemaligen Standortübungsplatz Schmidtenhöhe aus sollen künftig solche Müllkollisonen verhindert werden - mithilfe des geplanten Weltraumradars German Experimental Surveillance and Tracking Radar (Gestra).

Die Zerstörungskraft des Schrotts hänge mit seiner hohen Geschwindigkeit zusammen, sagte der Abteilungsleiter Weltraumlage und Verantwortliche für das Projekt Gestra beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn, Gerald Braun. "Der Müll ist unglaublich schnell, den sehen Sie auch nicht, wenn er auf Sie zukommt. Der ist wesentlich schneller als eine Gewehrkugel." Schon Stücke, die kaum größer als ein Millimeter seien, könnten Schaden anrichten. Träfen sie beispielsweise auf die Solarmodule der Satelliten, führten sie zur Korrosion und damit zur Alterung der Module. Von solchen Winzlingen gebe es ungefähr 3000 Millionen Stück im Weltall, sagte Braun.
Zum Schutz von Satelliten

Schrottteilchen von einem Zentimeter könnten einen Satelliten auch komplett zerstören. Mithilfe von Radaren werde deshalb schon Tage vor einer möglichen Kollision die Bahn eines Teilchens vermessen, um einen Satelliten rechtzeitig umzulenken. Das Problem: Je kleiner die Stücke, desto schwieriger sind sie zu finden. Radare in den USA erkennen laut Braun Müll, der größer als zehn Zentimeter ist. Wer Teilchen mit einer Größe von mindestens einem Zentimeter erkennen wolle, brauche spezielle, äußerst kostspielige Systeme.

Das Weltraumradar Gestra soll ab Herbst 2018 aus einem Sender sowie einem Empfänger bestehen. Der Sender schicke gepulste Signale in den Weltraum, erläuterte Braun. In etwa 400 Kilometern Höhe werde aus den Signalen eine Art dichtes Netz. Der Projektleiter spricht von einem "Suchschirm im Himmel". Jedes Müllstückchen, das das Netz durchfliege, bemerke der Empfänger auf der Erde, und die Flugbahn des Teilchens könne vorhergesagt werden. Eine einmalige Prognose reicht aber nicht aus: Der Müll verändert laut Braun etwa durch Sonnendruck alle paar Tage seine Bahnen, die dann neu überprüft werden müssen.
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Für eine noch genauere Müllbeobachtung werde Gestra künftig außerdem zusammen mit dem Weltraumradar Tira den gleichen Teil des Weltalls betrachten. Tira wird vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik in Wachtberg (Nordrhein-Westfalen) betrieben. Die räumliche Nähe zu Koblenz - die beiden Orte sind rund 60 Kilometer voneinander entfernt - sei der wichtigste Grund für die Standortwahl von Gestra gewesen, erklärte Wullers.

Insgesamt seien 400 Bundeswehr-Liegenschaften in einem Umkreis von 150 Kilometern um das Fraunhofer-Institut in den Blick genommen worden. Doch nur die Schmidtenhöhe habe alle wichtigen Kriterien erfüllt. Die Wissenschaftler versprechen sich viel von Gestra. "Zum einen fangen wir an, einen deutschen Bahndatenkatalog von Weltraumtrümmern aufzubauen. Den brauchen wir zivil und militärisch", sagte Braun. Denn bislang müsse auf amerikanische Daten zurückgegriffen werden. Zum anderen sei Gestra auch ein Prototyp, um gezielt die Forschung für künftige Weltraumbeobachtungen zu fördern. "Mit einem Radar allein kommt man noch nicht sehr weit."
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 66421.html
Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Quelle: n-tv.de , Ines Klose, dpa
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Der Drache auf dem Mond - China hegt ambitionierte Pläne im All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Okt 2017 11:09

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/China-hegt-am ... 89420.html
Dienstag, 24. Oktober 2017
Der Drache auf dem Mond - China hegt ambitionierte Pläne im All

Zehn Jahre nach dem Start ihrer ersten Mond-Sonde ist das Interesse der Volksrepublik China am Erdtrabanten ungebrochen. Es sind politische, aber auch wirtschaftliche Ziele, die Peking im All verfolgt: Der Mond könnte der Energielieferant der Zukunft sein.

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Als die Sonde "Chang'e 1" am 24. Oktober 2007 zu ihrer Reise in die Mondumlaufbahn aufbrach, war das ein stolzer Moment für China. Die "Mondgöttin" lieferte detaillierte Aufnahmen der Oberfläche des Erdtrabanten.

Die Volksrepublik strebt ins All, will in den nächsten vier Jahren eine eigene Raumstation in die Erdumlaufbahn bringen und bereitet einen Ausflug zum Mars vor. Die größte Aufmerksamkeit gilt aber dem Mond. Gleich zwei anstehende Missionen dienen nicht nur politischen und militärischen Zwecken, sondern auch der Erforschung möglicher Energie- und Rohstoffquellen der Zukunft. Auf "Chang'e 1" folgte vor vier Jahren der "Jadehase", der als erster chinesischer Rover über den Mond kurvte.

250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Zwei weitere Landefahrzeuge dürften bis 2020 folgen: Bei einer der Missionen ist die erste Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes geplant. Bei der zweiten soll die Raumsonde "Chang'e 5" ein Roboter-Fahrzeug absetzen, Proben sammeln und diese zur Erde bringen. Es wäre das erste Mal, dass ein chinesisches Raumschiff mit Mondgestein zur Erde zurückkehrt.
Helium-3: Energie für die Erde?

Während beim letzten Flug der sowjetischen Mondsonde "Luna 24" im Jahr 1976 nur 170 Gramm eingesammelt wurden, hatten die Apollo-Flüge der USA zwischen 1969 und 1972 mehr als 360 Kilogramm Mondgestein zur Erde gebracht. Auf neue Proben wartet nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Wirtschaft gespannt: Auf dem Mond werden neben Titan und Aluminium auch große Vorkommen von Helium-3 vermutet. Der Abbau des Stoffes sei derzeit zwar noch Zukunftsmusik. "Gelingt es, sprechen wir aber von einer potenziellen Energiequelle der Zukunft", sagt Raumfahrt-Professor Jiao Weixin von der Peking Universität.

Sie setzen Satelliten auf einer Erdumlaufbahn aus, ... ... schicken Frachter zur Versorgung der Raumfahrer an Bord der ISS auf den Weg, ... ... befördern Menschen in den Weltraum und ... ... bringen Sonden auf die interplanetare Flugbahn: Die Raumfahrt wäre ... ... 3, 2, 1 - Liftoff! Die stärksten Trägerraketen

Das seltene Helium-3 ist einer der Stoffe, mit denen ein Fusionsfeuer gefüttert werden kann. Auf der Erde gibt es nach Schätzungen nur 15 Tonnen davon, doch rechnen chinesische Wissenschaftler mit Vorkommen auf dem Mond von mehr als einer Million Tonnen. Unumwunden werden auch politische Ziele des Raumfahrtprogramms eingeräumt. Die anstehenden Mond-Missionen sollen dem Milliardenvolk demonstrieren, welchen Fortschritt die Nation unter der kommunistischen Führung gemacht hat. 2003 war China mit seinem ersten bemannten Raumflug nach den USA und Russland in den illustren Club der Staaten aufgestiegen, die aus eigener Kraft einen Astronauten ins All bringen können.
Chinesen wollen die Ersten auf der Rückseite sein
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So stellten sich angehende Architekten der TU Darmstadt eine mögliche Mondstation vor – ein Entwurf von 2009. Damals diskutierten Wissenschaftler, Ingenieure, Verfahrenstechniker und Architekten auf dem Symposium Lunar Base in Karlsruhe, wie eine bewohnbare Station auf dem Erdtrabanten ausstehen könnte. 08.07.15 Gemeinsames Menschheitsprojekt Mond-Dorf könnte Wirklichkeit werden

"Landen wir auf der abgewandten Seite des Mondes, dann ist das etwas, dass Russland und die USA bislang noch nicht vollbracht haben", sagt Jiao Weixin. Trotz des großen Budgets sei aber auch Chinas Raumfahrtprogramm nicht vor Rückschlägen gefeit. Mehrere missglückte Startversuche mit der neuen Trägerraketen-Generation "Langer Marsch 5" führten dazu, dass die nächste Mondsonde nicht - wie zunächst angekündigt - noch in diesem Jahr, sondern wohl erst 2019 starten wird. Probleme gab es auch bei der letzten Mond-Mission vor fünf Jahren. Mechanische Defekte führten dazu, dass der Kontakt zum "Jadehasen" zwischenzeitlich abriss.

"Kinderkrankheiten" seien das, mit denen sämtliche Raumfahrtnationen zu kämpfen hätten, so Jiao Weixin. Auch der US-Raumfahrtjournalist Leonard David ist überzeugt, dass China seine Pläne erfolgreich vorantreiben wird. "Das derzeitige Programm läuft darauf hinaus, dass China auch wieder Menschen auf den Mond bringen wird", sagt David. Noch ohne ein genaues Datum zu nennen, spricht auch Chinas Raumfahrtbehörde davon, in 15 bis 20 Jahren einen Anlauf für eine bemannte Mond-Mission machen zu wollen.

Quelle: n-tv.de , Jörn Petring, dpa
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Himmelsschauspiele im November - Der Leonidenstrom kommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2017 11:18

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Der-Leonidens ... 08498.html
Mittwoch, 01. November 2017
Himmelsschauspiele im November - Der Leonidenstrom kommt

Es ist wieder so weit: Die Sternschnuppen des Leonidenstromes kommen. Dabei handelt es sich um abgesprengte Stücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Aber es ist nicht das einzige Himmelsschauspiel, das der November mit sich bringt.

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Saturn kann im November noch am frühen Abendhimmel tief im Südwesten gesehen werden. Um die Monatsmitte wird der Ringplanet allerdings für das Auge unsichtbar. Geht er zu Monatsbeginn noch eine Viertelstunde nach 19 Uhr unter, so sinkt er Ende November bereits um halb sechs Uhr abends unter die südwestliche Horizontlinie. Mit dem Abtreten von Saturn bleibt der Sternenhimmel in der ersten Nachthälfte ohne helle Planeten.

Am Morgenhimmel gibt Venus ihre Abschiedsvorstellung. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Gleich zu Monatsbeginn zieht sie an Spica, dem Jungfrauhauptstern, vorbei. Am 13. kommt es zu einer engen Begegnung mit Jupiter. Venus zieht knapp nördlich am Riesenplaneten vorbei, der allmählich am Morgenhimmel auftaucht. Auch Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Er erscheint gegen 4 Uhr am Osthorizont, während Venus und Jupiter erst zwischen 6 und 7 Uhr morgens gut zu beobachten sind.
Schmale Mondsichel vor Planetenparade

Am 16. ergibt sich gegen 6.30 Uhr ein netter Himmelsanblick, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade von Mars, Jupiter und Venus gesellt. Bereits einen Tag vorher zieht die Mondsichel am rötlich-gelben Mars vorbei.

Merkur erreicht am 24. mit 22 Grad seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner extrem südlichen Position ist er in unseren Breiten allerdings nicht abends zu sehen: Noch bevor es richtig dunkel geworden ist, geht er bereits unter.
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Vollmond wird am 4. November um 6.23 Uhr erreicht, wobei der Erdtrabant im Sternbild Widder steht. In der Nacht vom 5. auf 6. zieht der Mond vor dem Sternhaufen der Hyaden vorbei, wobei er einige Sterne des Regengestirns bedeckt. Bereits am Abend des 5. verschwindet Primus Hyadum, auch Gamma Tauri genannt, hinter dem Mond. Je nach Beobachtungsstandort in Deutschland taucht Primus Hyadum zwischen 20.41 und 20.51 Uhr am Westrand des Mondes wieder auf. Wegen des blendenden Mondlichtes kann man den Stern aber kaum mit bloßem Auge sehen. Ein Fernglas ist erforderlich.
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Gut zu sehen ist hingegen die Bedeckung des orangefarbenen Aldebaran, Hauptstern des Stieres, in den Morgenstunden des 6. November. Je nach Position des Beobachters beginnt die Bedeckung zwischen 3.48 und 4.10 Uhr. Zwischen 4.29 und 4.37 endet die Verfinsterung von Aldebaran. Er erscheint wieder am Westrand des Mondes. In der gleichen Nacht kommt der Mond mit 361.440 Kilometer Distanz in Erdnähe, während ihn am 21. abends in Erdferne 406.130 Kilometer von uns trennen. Neumond tritt am 18. November um 12.42 Uhr ein.
Sternschnuppen des Leonidenstromes

Die Sternschnuppen des Leonidenstromes leuchten vom 12. bis 29. November auf. Wie ihr Name sagt, scheinen die Meteore aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Das Maximum der Leonidentätigkeit ist in diesem Jahr in der Nacht vom 17. auf 18. zu erwarten. Allerdings ist diesmal pro Stunde lediglich mit zwanzig Leoniden zu rechnen.

Die günstigste Zeit für die Beobachtung der Leoniden sind die Stunden der zweiten Nachthälfte. Die Meteoroide laufen auf Gegenkurs zum Erdumlauf, weshalb es zu Frontalzusammenstößen kommt. Die Relativgeschwindigkeit ergibt sich somit zu 70 Kilometer pro Sekunde, das sind 252 000 Kilometer pro Stunde - eine Strecke, die zwei Dritteln der Entfernung von der Erde zum Mond entspricht.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 81801.html
Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen
Die Leoniden sind abgesprengte Stücke des Kometen 55P/Tempel-Tuttle. In manchen Jahren waren die Leoniden besonders auffällig mit mehreren hundert Sternschnuppen pro Stunde. Dies ist im Mittel alle 33 Jahre der Fall, wenn die Erde mit dem Zentrum der Leonidentrümmerwolke kollidiert.

Am frühen Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit kann man am Westhimmel noch das Sommerdreieck sehen. Es setzt sich aus den Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammen. Der helle Arktur im Bootes allerdings ist bereits untergegangen.
Erste Wintersternbilder zu sehen

Gegen zehn Uhr abends sind im Osten und Südosten bereits die ersten Wintersternbilder zu sehen: Orion, Stier und Zwillinge. Hoch im Osten strahlt die gelbe Kapella, Hauptstern im Sternbild Fuhrmann. Direkt über unseren Köpfen - im Zenit - sieht man die auffällige Figur des Himmels-W, die Königin Kassiopeia. Die mittlere Spitze des Himmels-W deutet ungefähr auf den Polarstern, der uns die Nordrichtung weist. Der Große Wagen hingegen hält sich tief am Nordosthimmel auf.

Hoch im Süden erblickt man ein großes Sternenquadrat. Es bildet den zentralen Teil des Pegasus, Leitsternbild des Herbsthimmels. Man nennt es daher auch Herbstviereck. An das Herbstviereck schließt sich in nordöstlicher Richtung die Sternenkette der Andromeda an. Knapp darunter ist der Perseus zu finden, Retter der Prinzessin Andromeda. Südlich der Andromeda stößt man auf das kleine, aber markante Sternbild des Widders. Zwischen Andromeda und Widder ist das winzige Sternbild Dreieck beheimatet.
Andromedanebel - Sternsystem weit außerhalb unserer Milchstraße
Andromedanebel in einer Aufnahme der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.
(Foto: dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Der-Leonidens ... 08498.html

Unter extrem guten Sichtbedingungen kann man im Sternbild Andromeda ein längliches, schwach leuchtendes Lichtfleckchen erkennen. Noch vor 100 Jahren glaubte man, der Andromedanebel sei eine Gaswolke in unserer Milchstraße. Doch mit dem Zweieinhalb-Meter-Spiegelteleskop des Mt. Wilson-Observatoriums nahe Los Angeles, das genau vor 100 Jahren im Herbst 1917 in Betrieb ging, konnten Edwin Powell Hubble und sein Mitstreiter Milton Humason nachweisen, dass der Andromedanebel ein Sternsystem weit außerhalb unserer Milchstraße ist.

Trotz einer Entfernung von knapp drei Millionen Lichtjahren Entfernung ist die Andromedagalaxie noch unser Nachbarmilchstraßensystem. Die anderen Galaxien, wie die Milchstraßensysteme auch genannt werden, sind noch viel weiter entfernt.
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Die Sonne sinkt im Tierkreis immer tiefer. Sie wandert durch das Sternbild Waage und wechselt am 23. November in das Sternbild Skorpion, in dem sie nur eine Woche verbleibt. Einen Tag vorher, am 22. tritt sie in das Tierkreiszeichen Schütze. Schon am 29. verlässt sie wieder das Sternbild Skorpion und überschreitet die Grenze zum Schlangenträger. Die Tageslänge verkürzt sich in 50 Grad Nord um eine Stunde und zwanzig Minuten, die Mittagshöhe nimmt um sieben Grad ab.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Nicht weit vom Sonnensystem - Neuer lebensfreundlicher Exoplanet entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Nov 2017 13:11

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Neuer-lebensf ... 33896.html
Nicht weit vom Sonnensystem - Neuer lebensfreundlicher Exoplanet entdeckt

Die Forscher beobachten einen Stern und stellen fest, dass er alle zehn Tage leicht hin und her schwankt. Die Ursache: An dem Stern zerrt ein Planet. Und der ist spannend. In seiner Atmosphäre wollen die Wissenschaftler nach Hinweisen auf Leben suchen.

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Nur elf Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt hat Harps, der Planetenjäger der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile, einen Planeten entdeckt, der in etwa so groß ist wie die Erde und möglicherweise lebensfreundliche Bedingungen bietet: Er umkreist den ruhigen Zwergstern Ross 128 und dürfte wohltemperiert sein. Das würde bedeuten, dass etwaiges Wasser auf Ross 128 b – so heißt der Planet – flüssig sein könnte.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 61321.html
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Damit ist der Exoplanet ein bevorzugter Kandidat bei der Suche nach außerirdischem Leben. Das Extremely Large Telescope der ESO soll einst in der Atmosphäre des Planeten nach Biomarkern suchen. Ein wenig muss die Mission noch warten; das Teleskop befindet sich derzeit im Bau.

Nach Proxima Centauri b (vier Lichtjahre von uns entfernt) ist Ross 128 b der zweitnächste wohltemperierte Exoplanet in der Nachbarschaft des Sonnensystems. Und er ist der nächste, der um einen ruhigen Stern mit stabilen Bedingungen kreist.
Angenehme Umgebung für etwaiges Leben

Den hatte das ESO-Instrument Harps im Visier. Der Stern Ross 128 ist ein Roter Zwerg, der häufigste Sternentyp in der Milchstraße. Rote Zwerge sind klein und leuchten so schwach, dass man sie von der Erde aus nicht mit bloßem Auge sehen kann. Mithilfe von Harps stellten die Wissenschaftler fest, dass Ross 128 im Rhythmus von knapp zehn Tagen leicht hin und her schwankt. Daran ist den Messungen zufolge ein etwa erdgroßer Planet schuld, der mit seiner Schwerkraft an dem Zwergstern zerrt: Ross 128 b. Ob er den Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umrundet, ist noch unklar. Aber die Forscher gehen davon aus, dass die Temperatur an seiner Oberfläche zwischen minus 60 und plus 20 Grad Celsius liegt.
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Auch scheint sein Stern ruhiger zu sein als viele andere Rote Zwerge. Oft neigen diese zu unregelmäßigen Ausbrüchen, bei denen sie hohe Dosen an UV- und Röntgenstrahlung abgeben. Für etwaiges Leben in der Nachbarschaft könnte das hinderlich sein. Proxima Centauri ist ein solch aktiver Roter Zwerg. Ross 128 hingegen zeigt keine Ausbrüche. Daher könnten seine Planeten für mögliche Lebensformen angenehmer sein.

Schon in 79.000 Jahren übrigens, einem kosmischen Wimpernschlag, wird Exoplanet Ross 128 b uns näher sein als Proxima Centauri b. Sein Heimatstern bewegt sich nämlich, wie die ESO sagt, auf uns zu. Dann ist Ross 128 b der nächste wohltemperierte Exoplanet in unserer Nachbarschaft.

Die Forscher stellen ihre Entdeckung im Fachblatt "Astronomy & Astrophysics" vor.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 80321.html
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Quelle: n-tv.de , asc
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Fremder "Besucher" aus dem All - Asteroid reiste viele Millionen Jahre zu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Nov 2017 13:56

Forschung Universum
http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-reis ... 42460.html
Dienstag, 21. November 2017
Fremder "Besucher" aus dem All - Asteroid reiste viele Millionen Jahre zu uns

Von Kai Stoppel

Es ist das erste beobachtete Objekt aus den Tiefen des Alls, das unser Sonnensystem durchquert: Asteroid ʻOumuamua ist anders als das, was Forscher kennen. Neue Beobachtungen enthüllen Details über seine Beschaffenheit - und seine Herkunft.

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Ein "Besucher" aus den Weiten des Alls sorgt unter Forschern seit Wochen für Aufsehen: Das bereits Ende Oktober von einem Teleskop auf Hawaii entdeckte Objekt ʻOumuamua (auch A/2017 U1 genannt) stammt nicht aus unserem Sonnensystem. Der interstellare Asteroid hatte die Erde bereits wenige Tage vor seiner Entdeckung in einer Entfernung von 24 Millionen Kilometern passiert. Nun haben Forscher mehr über den seltsamen Brocken herausgefunden - und dessen Herkunft.

Am 19. Oktober wurde das Objekt vom Pan-STARRS 1-Teleskop auf Hawaii entdeckt. Das Teleskop ist dafür ausgerichtet, erdnahe Asteroiden und Kometen aufzuspüren. Zunächst hatten Forscher ʻOumuamua (Hawaiianisch für "ein Bote aus der Ferne, der zuerst eintrifft") für einen schnellen Asteroiden aus unserem Sonnensystem oder einen Kometen gehalten. Auffällig war unter anderem jedoch seine Flugbahn, die senkrecht zur Bahnebene der Planeten lag.

Als den Forschern dämmerte, dass es sich wohl um ein Objekt aus dem interstellaren Raum handelt, wurden in Windeseile Teleskope auf der ganzen Welt auf den Himmelskörper ausgerichtet: Darunter auch das in Chile befindliche Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte.
Ungewöhnlich längliche Form

Und der erste genaue Blick auf ʻOumuamua enthüllt Erstaunliches: Der Asteroid weist eine bisher ungekannte, extrem längliche Form auf - er ist bei einer Länge von 400 Metern etwa zehnmal so lang wie breit. "Die längsten Objekte, die wir kennen, sind nicht mehr als dreimal so lang wie breit", erklärt die Leiterin der Untersuchung, Karen Meech vom Institute for Astronomy in Hawaii.

Gleichzeitig weise der Asteroid eine komplexe, verschlungene Form auf und drehe sich etwa alle sieben Stunden um seine eigene Achse. "Außerdem entdeckten wir, dass er dunkelrot ist, ähnlich den Objekten in den äußeren Bereichen unseres Sonnensystems", so Meech. Zudem habe man bestätigen können, dass das Objekt - im Gegensatz zu Kometen - keine Aktivitäten an seiner Oberfläche aufweise.

Aus diesen Beobachtungen schließen die Forscher, dass ʻOumuamua ein sehr dichtes Himmelsobjekt ist, das womöglich aus Gestein besteht oder einen sehr hohen Metallgehalt aufweist. Gleichzeitig wurden keine größeren Anteile von Wasser oder Eis festgestellt. Die dunkelrote Farbe ist wohl das Resultat von Millionen Jahren kosmischer Strahlung, der der Asteroid auf seiner Reise ausgesetzt war.
Ist der Stern Wega sein Ursprungsort?
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Aber woher stammt ʻOumuamua? Vorläufigen Bahnberechnungen zufolge flog er mit einer Geschwindigkeit von rund 95.000 Stundenkilometern aus Richtung des Sterns Wega im Sternbild Leier zu uns. Die relativ junge Wega ist etwa 25 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Allerdings halten die Astronomen ein mögliches Planetensystem um Wega nicht für den Herkunftsort von ʻOumuamua. Denn als der Asteroid vor etwa 300.000 Jahren an der heutigen Position von Wega war, lag der Stern noch ganz woanders. Forscher vermuten daher, dass ʻOumuamua bereits seit hunderten von Millionen Jahren seine Bahn durch unsere Galaxie, die Milchstraße zieht.

So lange er zu uns gebraucht hat, so wenig Zeit bleibt für seine Erforschung. ʻOumuamua hat seine sonnennächsten Punkt schon erreicht und entfernt sich wieder aus unserem Sonnensystem. Laut Nasa wird seine Beobachtung nur noch bis kurz nach Mitte Dezember möglich sein, bevor das Objekt zu blass wird. Im kommende Mai wird der Asteroid dann die Umlaufbahn von Jupiter hinter sich lassen und im Januar 2019 schließlich jene von Saturn. Nachdem ʻOumuamua unser Sonnensystem wieder verlassen hat, fliegt er in Richtung des Sternbilds Pegasus.

Doch möglicherweise bekommen Astronomen bald wieder eine ähnliche Gelegenheit: Sie gehen davon aus, dass interstellare Objekte wie ʻOumuamua gar nichts Besonderes sind. Etwa einmal pro Jahr, so die Berechnungen, passiert ein ähnlicher Asteroid aus den Tiefen des Alls unser Sonnensystem. Bisher waren die Teleskope auf der Erde jedoch nicht so leistungsstark wie Pan-STARRS auf Hawaii, um sie aufzuspüren.
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Quelle: n-tv.de
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Hubble blieben sie verborgen - ESO-Teleskop spürt 72 neue Galaxien auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Nov 2017 13:55

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/ESO-Teleskop ... 58063.html
Mittwoch, 29. November 2017
Hubble blieben sie verborgen - ESO-Teleskop spürt 72 neue Galaxien auf

Es war Weltraumteleskop Hubble, mit dem der Blick auf früheste Galaxien gelang. Doch Hubble sieht nicht alles. Ein Teleskop der Europäischen Südsternwarte ermöglicht jetzt viele weitere Entdeckungen. Sie erzählen aus der Zeit kurz nach dem Urknall.

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Nicht einmal Weltraumteleskop Hubble hatte sie entdeckt: Das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile hat 72 neue Galaxien aufgespürt. Ziel war es, 1600 Galaxien in dem kleinen Himmelsausschnitt zu vermessen, der als "Hubble Ultra Deep Field" bekannt ist. Viele dieser Galaxien sind aus der Frühzeit des Universums und können auf weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall zurückdatiert werden.
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Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Das Gebiet war bereits mehrfach von Hubble und anderen Teleskopen untersucht worden. Nun ist mit einem bestimmten Instrument des Very Large Telescopes, dem Spektrographen Muse, die weitere Erkundung - und das Aufspüren neuer Galaxien - gelungen. "Muse kann etwas, was Hubble nicht kann", erklärt der an der Forschung beteiligte Astronom Roland Bacon von der Universität in Lyon. "Es spaltet das Licht von jedem Punkt im Bild in die Farben auf, aus dem es besteht, und erstellt ein Spektrum. Das erlaubt es uns, die Entfernung zu messen, die Farben sowie andere Eigenschaften aller Galaxien, die wir sehen können – und dazu gehören einige, die für Hubble selbst unsichtbar sind."
Bericht aus den Anfängen des Universums
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Muse ermöglichte somit einen neuen Blick auf schwache, sehr weit entfernte Galaxien, die aus der Zeit von vor rund 13 Milliarden Jahren erzählen, kurz nach dem Beginn des Universums. Den Wissenschaftlern zufolge sind diese Galaxien zum Teil rund 100 Mal lichtschwächer als die bisher bekannten.

Die 72 neu entdeckten Galaxien scheinen in nur einer einzigen Farbe zu leuchten. Mit dem bisherigen Wissen über die Sternentstehung sind sie nicht vollständig erklärbar. "Wir erfahren Dinge über diese Galaxien, die man nur durch Spektroskopie erfahren kann, wie ihre chemische Zusammensetzung und ihre innere Dynamik", sagt Jarle Brinchmann von der Universität Leiden, einer der Hauptautoren der Studien, die in einer Sonderausgabe von "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht werden. Die Forscher mussten dafür nicht Galaxie für Galaxie unter die Lupe nehmen; Muse lieferte Daten für alle Galaxien auf einmal.
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Der Spektrograph machte auch leuchtende Wasserstoff-Sphären um frühe Galaxien ausfindig. Die Forscher hoffen, mit dieser Erkenntnis besser herausfinden zu können, wie Material in die Galaxien hinein- und aus ihnen hinausgelangte. Auch bei vielen anderen Fragen können die Daten von Muse hilfreich sein - etwa wenn es um das Verschmelzen von Galaxien im frühen Universum geht, um Galaktische Winde, die Sternentstehung oder die Bewegung von Sternen.

Die Forscher gehen davon aus, dass Muse demnächst noch mehr revolutionäre Daten liefern wird: Das Instrument wurde nämlich vor kurzem aufgerüstet. Die jetzt veröffentlichten Daten gewann man in der Zeit davor.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 82636.html
Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de , asc
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Cygnus liefert Pizzateig - "Fliegende Untertassen" auf ISS

Beitragvon Gudrun Graf » 6. Dez 2017 14:04

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Fliegende-Un ... 66691.html
Cygnus liefert Pizzateig - "Fliegende Untertassen" auf ISS

Die Squadra Azzurra ist nicht bei der Fußball-WM in Russland dabei. Für einen Italiener ein Albtraum. Dagegen hilft schon mal eine Pizza. Dumm nur, wenn man bereits seit mehr als 100 Tagen als Astronaut auf der ISS ist. Gut, wenn man nette Kollegen hat.

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Astronauten haben einen der spannendsten Berufe, müssen dabei aber auf so manche Freuden des Lebens verzichten. So klagte der Italiener Paolo Nespoli, der schon mehr als 100 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Einsatz ist, wie sehr er Pizza vermisse. Seine beiläufige Bemerkung gegenüber dem ISS-Team auf der Erde wurde erhört: Der Raumfrachter Cygnus lieferte Pizzateig, Tomatensauce, Käse sowie Belag - und damit die Zutaten für eine kleine Pizza-Party im All.

"Fliegende Untertassen der essbaren Sorte", schrieb US-Astronaut Randy Bresnik, der mit Nespoli und vier weiteren Kollegen kurzerhand zum Pizzabäcker wurde, auf Twitter. Ein von Bresnik veröffentlichtes Video zeigt, wie die sechs die drehenden Teigfladen sichtlich amüsiert durch den Raum schweben lassen, als seien es kleine Ufos.

Bresnik taufte das Pizza-Team "IPDS" für "Intergalactic Pizza Devouring Squad" (Intergalaktische Pizza-Verzehrs-Mannschaft). "Wenn man Pizza wirklich vermisst, muss man es gegenüber dem ISS-Boss nur beiläufig während eines öffentlichen Live-Events erwähnen", meinte Nespoli, der dem Team auf der Erde für die Überraschung dankte, auf Twitter.

Quelle: n-tv.de , bad/dpa
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Zeuge des jungen Universums - Forscher entdecken fernstes Schwarzes Loch

Beitragvon Gudrun Graf » 7. Dez 2017 12:51

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Forscher-ent ... 70523.html
Zeuge des jungen Universums - Forscher entdecken fernstes Schwarzes Loch

Das Schwarze Loch ist Teil eines Quasars, und der strahlt einmal quer durchs Weltall: 13,1 Milliarden Jahre war sein Licht zu uns unterwegs. Die Astronomen sehen das Schwarze Loch also in einer Zeit kurz nach dem Urknall. Wie hat es sich so schnell entwickeln können?

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Astronomen haben das bislang fernste Schwarze Loch im Weltall erspäht: Das Massemonster sitzt im Kern einer rund 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie. Das berichten die Wissenschaftler um Eduardo Bañados von der US-amerikanischen Carnegie Institution im Fachblatt "Nature". Das Licht dieser Galaxie leuchtet damit aus dem ganz jungen Universum zu uns.
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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Der Kern der fernen Galaxie ist ein Quasar – eines der hellsten Objekte im Kosmos. In seinem Zentrum verschlingt ein gigantisches Schwarzes Loch große Mengen an Materie. Die Materie sammelt sich dabei zunächst auf einer Scheibe rund um das Schwarze Loch, heizt sich auf einige Hunderttausend Grad Celsius auf und strahlt hell, bevor sie schließlich in das Loch hineinfällt.
Licht war 13,01 Milliarden Jahre unterwegs

Das Schwarze Loch im Zentrum des jetzt entdeckten Quasars hat eine Masse von 800 Millionen Sonnen, wie die Astronomen berechnet haben. Die umgebende Scheibe strahlt so hell wie 40 Billionen Sterne und damit hundertmal heller als alle Sterne der Milchstraße zusammen. 13,01 Milliarden Lichtjahre ist der Quasar von uns entfernt - 50 Millionen Lichtjahre mehr als beim bisherigen Rekordhalter.

Da ein Lichtjahr die Strecke ist, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, bedeutet das, dass uns der Quasar von der Frühzeit des Universums erzählt: Sein Licht war 13,01 Milliarden Jahre zu uns unterwegs, das Weltall ist 13,7 Milliarden Jahre alt. Die Astronomen sehen die aktive Galaxie also zu einer Zeit von 690 Millionen Jahren nach dem Urknall. Das ist lediglich ein Zwanzigstel des heutigen Weltalters.
Erklärungsmodelle auf dem Prüfstand
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Derartige Beobachtungen bieten den Astronomen einzigartige Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des jungen Universums und die Möglichkeit, zugehörige Modelle zu überprüfen. "Wie das Schwarze Loch innerhalb von weniger als 690 Millionen Jahren eine so große Masse ansammeln konnte, stellt für die Theorien zum Wachstum supermassereicher Schwarzer Löcher eine enorme Herausforderung dar", erläutert Bañados.

Doch nicht nur das Schwarze Loch scheint sich erstaunlich schnell entwickelt zu haben. Mit Infrarot-Teleskopen konnten die Astronomen jede Menge Staub und schwere chemische Elemente in der Galaxie entdecken.

Schwere Elemente sind jedoch erst von den ersten Generationen von Sternen erzeugt worden; nach dem Urknall gab es zunächst nur die beiden leichtesten Elemente: Wasserstoff und Helium. Wie die Galaxie in so kurzer Zeit so viele Sterne bilden konnte, das müssen Modelle der Galaxien-Entwicklung jetzt erklären.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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120 Sternschnuppen pro Stunde - Chancen auf Geminiden-Sichtung stehen gut

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Dez 2017 12:10

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Chancen-auf- ... 78780.html
120 Sternschnuppen pro Stunde - Chancen auf Geminiden-Sichtung stehen gut

Der Sternschnuppenstrom der Geminiden bringt derzeit bis zu 120 Meteore pro Stunde. Einzige Voraussetzung, sie auch bewundern zu können, ist die freie Sicht in den Nachthimmel. Wie ist die Wetterprognose dafür?

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Sternschnuppen-Fans können wieder ein Himmelspektakel bestaunen. Die Geminiden erreichen mit bis zu 120 Meteoren pro Stunde in der Nacht auf den 13. Dezember ihren Höhepunkt. "In Deutschland liegen die Chancen für einen Blick bei über 50 Prozent", sagte der Meteorologe Robert Hausen vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. "Es gibt immer wieder Wolkenlücken und nur vereinzelte Schauer."

Im Ausland seien die Aussichten im Landesinneren von Spanien und Portugal gut, auch in Südfrankreich und Südosteuropa. Schlechteres Wetter wird vorhergesagt etwa für Finnland, Westrussland, Polen, Slowenien und Italien. Die Geminiden scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entströmen und schießen in alle Richtungen.
"Man muss nur einen dunklen Ort aufsuchen"

Ein Beobachten dürfte nicht schwierig sein: "Man muss nur einen dunklen Ort aufsuchen", sagte Sirko Molau von der Vereinigung der Sternfreunde, die ihren Sitz im südhessischen Heppenheim an der Bergstraße hat. "Wenn die Sicht zum Himmel frei ist, reicht das aus." Die Sternschnuppen seien auch die gesamte Nacht zu beobachten. "Da kann man gleich noch oben schauen, wenn es dunkel geworden ist."

In diesem Jahr stehen noch die Ursiden im Kalender. Das Maximum dieser Sternschnuppen wird in der Nacht vom 20. auf 21. Dezember erwartet. Allerdings wird mit nur zehn Meteoren pro Stunde gerechnet.
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Diese verkleinerte Ansicht des gesamten Himmels, der vom Standort des Pan-STARRS Observatoriums auf Hawai'i sichtbar ist, ist das Ergebnis einer halben Million Aufnahmen mit jeweils etwa 45 Sekunden Belichtungszeit über einen Zeitraum von 4 Jahren. Die Form ergibt sich aus der Darstellung der Himmelskugel als zweidimensionale Karte, ähnlich einer Weltkarte, wobei das südliche Viertel weggelassen wurde. Die Scheibe der Milchstraße ist als gelblicher Bogen zu sehen, der Staub erscheint als rötlichbraune Filamente. Der Hintergrund besteht aus Milliarden von schwachen Sternen und Galaxien. Würde das Bild in voller Auflösung gedruckt, wäre es über 2 Kilometer lang; gleichzeitig müssten Sie sehr genau hinsehen um alle Details zu erkennen. 30.12.16 Blick "an Rand des Universums" Forscher erstellen riesiges Himmelslexikon
Sie glitzern so kurz, dass sie im Foto kaum festzuhalten sind: Sternschnuppen. 19.02.13 Frage & Antwort, Nr. 263 Wie groß sind Sternschnuppen?

Das Sternbild Zwillinge mit seinen beiden Hauptsternen Castor und Pollux stand übrigens Pate bei der Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Dezember-Sternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen - dieser Ausgangspunkt der Meteorbahnen wird von den Astronomen Radiant genannt. In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, welche die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann die als Sternschnuppen bekannten Leuchtphänomene erzeugen.

Dies gilt zwar für alle Sternschnuppen-Schauer, doch die Geminiden weisen einige Besonderheiten auf: So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel, weil sie mit geringer Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintauchen. Als weitere Eigentümlichkeit gilt, dass in den Stunden des Geminiden-Maximums zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunsches glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Glitzerbild aus dem All - Hier werden Sterne geboren

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Dez 2017 22:54

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Hier-werden- ... 83378.html
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Glitzerbild aus dem All - Hier werden Sterne geboren

Ein herrliches Funkeln hat eine Kamera da eingefangen: Sie knipste einige Jungspunde unter den Sternen. Höchstens zwei Millionen Jahre sind sie alt. Forschern verraten sie einiges darüber, wie Sterne entstehen und welches Chaos sie dabei anrichten.

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Mit einer Kamera am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile ist das glitzernde Bild eines "Sternenkindergartens" gelungen. Die Region "Sharpless 29" ist rund 5500 Lichtjahre von uns entfernt im Sternbild Schütze und hält viele astronomische Besonderheiten parat - darunter die sehr aktive Sternfabrik NGC 6559, die man als Nebel in der Mitte des Bildes sieht.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80321.html
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Obwohl der Durchmesser dieses Nebels nur wenige Lichtjahre beträgt, zeigt er, was für ein Chaos Sterne verursachen können, wenn sie sich in einer interstellaren Wolke bilden: Die heißen, jungen Sterne auf diesem Bild sind nicht älter als zwei Millionen Jahre und geben hochenergetische Strahlung ab. Diese Energie erhitzt den umgebenden Staub und das Gas, während die Sternwinde ihr Übriges tun und den Geburtsort der Sterne auf spektakuläre Weise selbst mitgestalten. So enthält der Nebel zum Beispiel eine deutliche Aushöhlung, die durch ein energiereiches Doppelsternsystem entstanden ist. Dieser Hohlraum dehnt sich aus, interstellare Materie häuft sich rundherum an und das Ergebnis ist der auffällige rötliche Bogen leicht unterhalb der Bildmitte.
Bunt dank Wasserstoff und Staub
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Dieser seltsam geformte Nebel ist das Überbleibsel einer Supernova-Explosion, die vor 11.000 Jahren stattfand. 18.12.12 Frage & Antwort, Nr. 254 Warum leben große Sterne kürzer?

Werden interstellarer Staub und Gas von heißen, jungen Sternen mit ultraviolettem Licht bestrahlt, beginnen sie durch diese Energie intensiv zu leuchten. Das diffuse rote Leuchten im Bild entsteht durch die Emission von Wasserstoff, während das schimmernde blaue Licht durch die Reflexion und Streuung kleiner Staubteilchen zustande kommt. Neben Emission und Reflexion findet in dieser Region auch Absorption statt: Staubansammlungen blockieren das Licht auf seinem Weg zu uns und behindern so den Blick auf die Sterne dahinter, während kleinere Staubwindungen die dunklen, fadenartigen Strukturen innerhalb der Wolken erzeugen.

Junge, massereiche Sterne führen ein rasantes Leben und sterben früh. Sie enden in einer Supernova-Explosion, wobei Reste aus Gas und Staub das Ereignis überdauern. In einigen zehn Millionen Jahren werden diese Überreste weggefegt sein. Dann bleibt nur ein offener Sternhaufen übrig.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80321.html
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Quelle: n-tv.de , asc
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Saturn-Mond oder Komet ? - Nasa kündigt Missionspläne an

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Dez 2017 21:06

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Nasa-kuendig ... 96713.html
Freitag, 22. Dezember 2017
Saturn-Mond oder Komet ? - Nasa kündigt Missionspläne an

Für eine Mission in den 2020er Jahren macht sich die Nasa auf die Suche nach zwei denkbaren Zielen für "Dragonfly". Die multifunktionale Drohne kann mögliche Landeplätze ausfindig machen oder Proben vom Kern entnehmen und zurück zur Erde schicken.

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Den Saturn-Mond Titan und einen Kometen hat die US-Raumfahrtagentur Nasa als zwei mögliche Ziele für eine neue Raumfahrt-Mission Mitte der 2020er Jahre ausgesucht. "Dragonfly", eine Art Drone, könnte mögliche Landeplätze auf dem Saturn-Mond Titan ausfindig machen, teilte die Nasa in Washington mit. Die "Caesar" genannte Mission zu Tschurjumow-Gerassimenko soll eine Probe aus dem Kern des Kometen zurück zur Erde bringen.

Das sei ein riesiger Schritt vorwärts in Richtung der nächsten "mutigen Mission", sagte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. "Es sind spannende Untersuchungen, die einige der größten Fragen unseres Sonnensystems beantworten wollen." Die beiden Missionen waren aus zwölf Vorschlägen ausgewählt worden. Bei beiden soll die Weiterentwicklung zunächst bis Ende 2018 finanziert werden. Im Frühjahr 2019 soll dann eine davon ausgewählt und auch durchgeführt werden.

"Dragonfly" ist eine Drone, die auch an Dutzenden Orten auf dem größten Saturn-Mond Titan landen soll. Sie soll Proben nehmen und untersuchen, die Zusammensetzung der Oberfläche bestimmen und prüfen, ob Leben auf dem Mond möglich wäre. Zuletzt hatte die Sonde "Cassini" den Saturn sowie seine Ringe und Monde untersucht.
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"Caesar" dagegen soll eine Probe aus dem Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko entnehmen und zurück zur Erde bringen. Der Komet war zuletzt von der Raumsonde "Rosetta" der Europäischen Raumfahrtagentur Esa untersucht worden. Deren Lander "Philae" setzte zwar auf dem Kometen auf, der Kontakt ging jedoch verloren. "Caesar" soll nun Herkunft und Geschichte des Kometen untersuchen.

Quelle: n-tv.de , lri/dpa
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Aliens müssen Staub weichen - Flacker-Stern gibt erste Geheimnisse preis

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Jan 2018 15:38

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Flacker-Ster ... 11149.html
Aliens müssen Staub weichen - Flacker-Stern gibt erste Geheimnisse preis

Tabbys Stern stellt Astronomen schon seit mehr als zwei Jahren vor Rätsel: Er flackert auf so ungewöhnliche Weise, dass manch ein Forscher auf der Suche nach Erklärungen sogar an Außerirdische dachte. Doch die Wahrheit ist wohl weniger spektakulär.

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KIC 8462852 wird gern als der "seltsamste Stern der Milchstraße" bezeichnet. Seine Helligkeit schwankt in unregelmäßigen Abständen um bis zu 22 Prozent – was extrem ungewöhnlich ist. Denn Tabbys Stern, wie das Himmelsobjekt nach seiner Entdeckerin Tabetha Boyajian getauft wurde, ist nur knapp 50 Prozent größer und massereicher als unsere Sonne und sollte nach den etablierten Sternmodellen weitgehend gleichmäßig leuchten.

Um sein Flackern zu erklären, wurden bereits mehrere Theorien herangezogen. Eine davon: Aliens. Doch dass der Stern die Heimat einer fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisation ist, gilt mittlerweile als nahezu ausgeschlossen. Es ist wohl Staub für die rätselhaften Helligkeitsschwankungen dieser Sonne im Sternbild Schwan verantwortlich. Das berichtet ein großes Forscherteam um Tabetha Boyajian von der US-amerikanischen Louisiana State University, Baton Rouge, im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters".

Die jüngsten Daten deuteten auf extrem feinen Staub mit typischer Korngröße von deutlich weniger als einem Tausendstel Millimeter hin, wie die Wissenschaftler schreiben. Solcher Staub schluckt Licht verschiedener Farben unterschiedlich stark. "Staub ist höchstwahrscheinlich der Grund, warum das Licht des Sterns heller und dunkler wird", erläutert Boyajian. "Die neuen Daten zeigen, dass verschiedene Lichtfarben mit unterschiedlicher Intensität blockiert werden. Was immer zwischen uns und dem Stern vorbeizieht ist daher nicht undurchsichtig, wie man es von einem Planeten oder einer außerirdischen Megastruktur erwarten würde."
Rätsel noch nicht komplett gelöst

Denn auch das war ein Erklärungsansatz: Tabbys Stern könnte Planeten besitzen, die gelegentlich vor ihm vorbeiziehen und ihn dabei teilweise abdecken. Allerdings verdunkeln selbst Riesenplaneten wie der Jupiter in unserem System ihre Sterne typischerweise nur um etwa zwei Prozent. Als eine weitere Möglichkeit waren große Mengen Kometentrümmer genannt worden. Und auch eine große, unregelmäßige Scheibe aus Staub, die den Stern umgeben könnte, war bereits im Gespräch. Solcher Staub sollte sich allerdings erwärmen und so über zusätzliche Infrarotstrahlung bemerkbar machen, die bislang nicht beobachtet werden konnte. Dies ist jedoch auch schwer messbar.
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Der spektakulärste Erklärungsversuch sprach von einer technologisch fortgeschrittenen Zivilisation, die um den Stern eine sogenannte Dyson-Sphäre gebaut hat, um ihren Energiebedarf zu decken. Der US-Theoretiker Freeman Dyson hatte in den 1960er-Jahren spekuliert, solche Zivilisationen könnten eine gigantische gitterartige Schale um ihren jeweiligen Stern konstruieren, um damit möglichst viel Strahlungsenergie zu ernten. Konkrete Hinweise auf eine außerirdische Zivilisation gibt es bei Tabbys Stern allerdings nicht.

Das Rätsel um das flackernde Himmelsobjekt ist so fesselnd, dass rund 1700 Unterstützer mehr als 100.000 US-Dollar gespendet haben (das sind etwa 83.000 Euro), um weitere Beobachtungen zu ermöglichen. Die jüngsten Analysen des Teams um Boyajian schließen eine künstliche "Megastruktur" wie eine Dyson-Sphäre nun nahezu aus. Ob der extrem feine Staub, den die Wissenschaftler nun stattdessen vermuten, in Form einer Scheibe oder anders angeordnet ist, ist noch unklar. Und so betonen die Autoren der Analyse: Das Rätsel sei insgesamt noch nicht gelöst. Tabbys Stern beschäftigt sie weiter.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Mögliche Wasserquelle - Meterdicke Eisadern durchziehen Mars

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2018 18:35

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Meterdicke-E ... 27979.html
Mögliche Wasserquelle - Meterdicke Eisadern durchziehen Mars

Es ist ein weiterer wichtiger Schritt für die geplante Besiedlung des Mars. Forscher stoßen im Boden des Roten Planeten auf dicke Eisschichten, die durch Schneefall entstanden sind. Sie könnten künftig den Wasservorrat von Menschen decken.

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Forscher haben auf dem Mars mehrere Orte beobachtet, an denen dicke unterirdische Eisadern an die Oberfläche stoßen. Das Wassereis sei dort bis zu 100 Meter dick, berichten die Wissenschaftler um Colin Dundas vom US Geological Survey in Flagstaff im Fachblatt "Science". Das offenliegende Eis sei ein lohnendes Ziel für künftige Missionen.

Verschiedene Untersuchungen, unter anderem per Radar, haben Belege für die Existenz von unterirdischem Wassereis auf dem Roten Planeten geliefert. Unklar ist jedoch unter anderem, wie dick, rein und ausgedehnt diese Vorkommen sind. Das Team um Dundas hat mit der HiRise-Kamera der Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) nun acht Steilhänge und Abbruchkanten in den mittleren Breiten des Mars identifiziert, an denen unterirdisches Eis an die Oberfläche tritt.
Durch Schneefall entstanden

Die Aufnahmen zeigen, dass dieses Eis mancherorts bereits ein bis zwei Meter unter der Oberfläche beginnt und mehr als 100 Meter dick sein kann. Es besitzt Schichten, was darauf hindeutet, dass die Eisablagerungen nach und nach durch Schneefall entstanden sind. Dadurch bildet es eine Art Klimaarchiv, dessen Untersuchung Einblicke in die Klimageschichte des Roten Planeten geben kann. Da die Umgebung der beobachteten Eisadern jedoch relativ arm an Einschlagkratern ist, schließen die Forscher, dass die Ablagerungen geologisch gesehen eher jung sind.
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An einem Steilhang beobachteten die Wissenschaftler, dass im Laufe von drei Marsjahren teils meterdicke Felsbrocken aus den Eisadern gefallen sind. Als Ursache sehen die Forscher ein langsames Verdampfen (Sublimieren) des Eises, wodurch es eingeschlossenes Gestein freigibt. Durch diesen Prozess erodieren die beobachteten Steilhänge vermutlich um einige Millimeter pro Jahr, schreiben Dundas und Kollegen.

Oberflächennahes unterirdisches Eis sei auf dem Mars möglicherweise noch häufiger als bislang angenommen, schließen die Wissenschaftler aus ihren Beobachtungen. Die geringe Tiefe mache das Wassereis vergleichsweise leicht zugänglich für eine Analyse durch künftige Marsmissionen. Für mögliche bemannte Marsflüge könnte es auch eine wertvolle Wasserquelle sein.
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Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Mitten in einem Kugelsternhaufen - Schwarzes Loch schleudert Stern hin und

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jan 2018 15:20

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/Schwarzes-Lo ... 35633.html
Mittwoch, 17. Januar 2018
Mitten in einem Kugelsternhaufen - Schwarzes Loch schleudert Stern hin und her

Er verhält sich merkwürdig, finden die Forscher, als sie einen Stern untersuchen. Alle 167 Tage wird er mit mehreren hunderttausend Kilometern pro Stunde hin- und hergeschleudert. Damit ermöglicht er eine wichtige Entdeckung.

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Ein internationales Astronomen-Team hat einen Stern im Sternhaufen NGC 3201 entdeckt, der sich sehr seltsam verhält: Er wird mit Geschwindigkeiten von mehreren hunderttausend Kilometern pro Stunde hin- und hergeschleudert, wobei sich dieses Muster alle 167 Tage wiederholt. Mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile gingen die Wissenschaftler der Sache auf den Grund – und wurden dabei zu einem Schwarzen Loch gelenkt.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 47191.html
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Der Stern "umkreiste etwas vollkommen Unsichtbares, das eine Masse hatte, die mehr als viermal so groß war wie die Sonne – das kann nur ein Schwarzes Loch sein", sagt Benjamin Giesers von der Universität Göttingen, der Leiter des Forscherteams. Es sei das erste Schwarze Loch, "das sich direkt über seine Anziehungskraft bemerkbar gemacht hat".

Kugelsternhaufen sind riesige, kugelförmige Ansammlungen von Zehntausenden von Sternen, die die meisten Galaxien umkreisen. Sie gehören zu den ältesten bekannten Sternsystemen im Universum und gehen auf den Beginn des Wachstums und der Evolution von Galaxien zurück. Mehr als 150 Kugelsternhaufen, die zur Milchstraße gehören, sind derzeit bekannt. Der Sternhaufen NGC 3201 befindet sich im südlichen Sternbild Vela.
Geheimnisvolles Zusammenspiel
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 30676.html
Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Die Beziehung zwischen Schwarzen Löchern und Kugelsternhaufen ist bedeutsam, aber auch geheimnisvoll. Wegen ihrer großen Massen und ihres großen Alters geht man davon aus, dass diese Sternhaufen viele Schwarze Löcher mit stellaren Massen erzeugt haben. Diese sind im Laufe des langen Lebens des Sternhaufens entstanden, immer dann, wenn massereiche Sterne explodiert und die Überreste in sich zusammengefallen sind. Doch die Bewegungen im Zentrum des Sternhaufens katapultieren dann die meisten Schwarzen Löcher aus dem Haufen heraus - nur wenige von ihnen haben nach einer Milliarde Jahren überlebt.
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So kann man sich einen Quasar vorstellen: ein Schwarzes Loch, das von einer stark leuchtenden Scheibe umgeben ist. 06.12.17 Zeuge des jungen Universums Forscher entdecken fernstes Schwarzes Loch

"Bis vor Kurzem ging man davon aus, dass fast alle Schwarzen Löcher nach kurzer Zeit aus den Kugelsternhaufen verschwinden würden und dass solche Systeme gar nicht existieren sollten", sagt Giesers. "Aber offensichtlich ist dies nicht der Fall." Die jüngste Entdeckung trage zum Verständnis von Sternhaufen, Schwarzen Löchern und dem Ursprung von Gravitationswellenereignissen bei. Sie wird in der Zeitschrift "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society" veröffentlicht.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 80321.html
Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de , asc
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Studenten leben wie auf dem Mond - China plant Langzeitaufenthalte im All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jan 2018 16:51

Forschung Universum
https://www.n-tv.de/wissen/China-plant- ... 53533.html
Freitag, 26. Januar 2018
Studenten leben wie auf dem Mond - China plant Langzeitaufenthalte im All

Im All werden Pflanzen angebaut, Tierzucht betrieben und Müll recycelt. So könnte es zumindest in zehn Jahren sein. Dann soll ein chinesischer "Taikonaut" eine längere Zeit auf dem Mond verbringen. Das Leben dort simulieren Studenten jetzt in einem Labor.

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China ist der Eroberung des Mondes einen kleinen Schritt nähergekommen: Nach 200 Tagen in völliger Isolation haben vier Studenten der Pekinger Beihang-Universität ihr Labor verlassen, in dem sie wie auf dem Erdtrabanten lebten. Der Versuch habe sie auch psychisch bis an ihre Grenzen gehen lassen, vor allem bei drei unerwarteten Stromausfällen, sagte der Chefdesigner des Testmoduls, Liu Hong.

Insgesamt soll die Testphase ein Jahr dauern: Im Mai 2017 ließen sich zunächst vier Studenten, zwei Männer und zwei Frauen, für 60 Tage von der Außenwelt isolieren, anschließend wurden sie von der jetzigen Testgruppe abgelöst. In der dritten Phase kehrt die erste Gruppe zurück, um nochmals 105 Tage in dem "Mondpalast" genannten Labor auf dem Campus der Pekinger Universität zu leben - addiert sind das genau 365 Tage.
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Das Labor verfügt über zwei Module, in denen Pflanzen angebaut werden, sowie über einen Wohnbereich. In dem 42 Quadratmeter großen Wohnbereich befinden sich vier Schlafzellen, ein Gemeinschaftszimmer, ein Badezimmer, ein Raum für die Abfallaufbereitung sowie ein Raum für die Aufzucht von Tieren. Die menschlichen Abfälle werden durch Bio-Gärung aufbereitet, die Pflanzen mit Nebenprodukten aus Lebensmittelabfällen gedüngt.

Nach derzeitiger Planung will China seine ersten Taikonauten in etwa zehn Jahren auf den Mond schicken. Das Projekt dient aber schon jetzt der Vorbereitung auf längere Aufenthalte auf dem Mond.

Um gegenüber den USA, der EU und Russland aufzuholen, steckt die Volksrepublik Milliarden in ihre Raumfahrtprojekte. Ziel ist es, bis zum Jahr 2022 eine eigene bemannte Raumstation aufzubauen - dann endet die Mission der Internationalen Raumstation (ISS).

Quelle: n-tv.de , sra/AFP
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Dreifach-Spektakel am 31. Januar - Super-blue-blutrot: Der Mond gibt alles

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jan 2018 15:27

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https://www.n-tv.de/wissen/Super-blue-b ... 44275.html
Dreifach-Spektakel am 31. Januar - Super-blue-blutrot: Der Mond gibt alles

Von Andrea Schorsch

Ein Blick auf den Vollmond lohnt immer, doch es gibt Nächte, da ist er besonders hübsch - etwa am 31. Januar. Über einigen Teilen der Erde wartet er dann mit drei Besonderheiten auf einmal auf. Das gab es zuletzt vor 35 Jahren.

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Wenn man sich gerade am richtigen Fleck auf der Erde aufhält und der Himmel wolkenfrei ist, bietet der Mond am 31. Januar das volle Programm. Dann nämlich ist er alles auf einmal: sowohl Supermond als auch "Blue Moon" und zusätzlich auch noch verfinstert. Das gab es zuletzt vor 35 Jahren. Hier die drei Himmelsereignisse im Einzelnen:

"Blue Moon": In der Nacht vom 31. Januar ist zum zweiten Mal im selben Monat Vollmond. Dieses Phänomen - ein rein kalendarisches - wird gern als "Blue Moon" bezeichnet. Der kommt im Schnitt alle zweieinhalb Jahre vor. Anders als der Name vermuten lässt, erscheint dieser zweite Vollmond im Monat jedoch nicht unbedingt bläulich. Wie die Bezeichnung entstanden ist, weiß man nicht genau, sie steht aber für etwas mit Seltenheitswert. Gebräuchlich ist im englischen Sprachraum nämlich die Redewendung "Once in a blue moon", was so viel heißt wie "alle Jubeljahre mal".

Supermond: Der ist gar nicht so selten, es gibt ihn etwa drei bis vier Mal pro Jahr. Supermond heißt ein Vollmond, der der Erde besonders nah ist. Da sich der Mond auf einer elliptischen Laufbahn um unseren Planeten bewegt, ist er unterschiedlich weit von uns entfernt. Sein geringster Abstand zur Erde beträgt 356.410 Kilometer, sein größer 406.740 Kilometer. Am 31. Januar rückt er bis auf 360.200 Kilometer an uns heran. Dadurch kann er uns bis zu 14 Prozent größer und ein Drittel heller erscheinen als in Nächten, in denen er besonders weit weg steht. Mit der Helligkeit ist es am 31. Januar vielerorts allerdings so eine Sache, da kommt nämlich die Erde dazwischen. Womit wir beim dritten Phänomen wären, dem …

… Blutmond: Der ist das Ergebnis einer totalen Mondfinsternis. Die Erde steht am 31. Januar genau zwischen Sonne und Mond - für 76 Minuten. Und doch kommt auch in dieser Zeit Sonnenlicht beim Mond an; die Erde kann es nicht komplett abschirmen. Die langwelligen, roten Lichtanteile der Sonne werden um die Erde herum, durch ihre Atmosphäre hindurch, gebrochen. So bleibt der Mond schwach sichtbar: in Orange, Dunkelrot oder Rostrot. Insgesamt braucht der Trabant in dieser Nacht 3 Stunden und 23 Minuten, um durch den Schatten der Erde zu wandern.
Deutschland sieht nicht das volle Programm
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 58816.html
Wenn die Erde Schatten wirft: Totale und partielle Mondfinsternis Wenn die Erde Schatten wirft: Totale und partielle Mondfinsternis Wenn die Erde Schatten wirft: Totale und partielle Mondfinsternis Wenn die Erde Schatten wirft: Totale und partielle Mondfinsternis Wenn die Erde Schatten wirft Totale und partielle Mondfinsternis

Dass diese drei Phänomene zusammentreffen, passiert selten. Anders als häufig angegeben ist das letzte Mal aber noch keine 150 Jahre her, das gilt nur für Amerika. Andere Teile der Erde hatten zuletzt am 30. Dezember 1982 einen Super-Blue-Blutmond.

Für Amerika fiel das "blue" bei dieser so nahen und totalen Mondfinsternis weg, denn es war dort nicht der zweite Vollmond im Monat. Beim vorangegangenen zeigte der Kalender in Amerika noch den 30. November - und nicht den 1. Dezember - an.
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Und wie ist das nun am 31. Januar? Da geht ein Teil des Spektakels nicht nur an Deutschland vorbei. Europa, Afrika und Südamerika verpassen etwas: Von dort nämlich ist der Blutmond nicht zu sehen. Um eine Mondfinsternis beobachten zu können, muss es dunkel sein. Doch in den genannten Erdteilen ist es taghell, wenn der Mond durch den Kernschatten der Erde wandert. In Deutschland erscheint der Mond am 31. Januar daher etwas größer als sonst oft und der zweite Vollmond im Monat ist es auch. Aber verfinstern wird er sich nicht.

Wer das volle Programm verfolgen will, muss in Asien, Australien, Neuseeland, Hawaii oder Alaska in den Nachthimmel schauen. Deutschland kann die nächste totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018 bestaunen. Supernah und "blue" wird die dann aber nicht.
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 87326.html
250709 Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de
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Reine Zufallsentdeckung - Funkamateur findet verschollenen Satelliten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jan 2018 13:48

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https://www.n-tv.de/wissen/Funkamateur- ... 59343.html
Reine Zufallsentdeckung - Funkamateur findet verschollenen Satelliten

Als "Lost in Space" könnte man das Ereignis bezeichnen, als die Verbindung zum Forschungssatellit "Image" im Jahr 2005 abbricht. Doch dann fängt ein Funkamateur ein Signal auf, das zweifelsfrei von "Image" stammt. Die Nasa bestätigt den Fund.

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Scott Tilley ist Kanadier und Funkamateur. Mit Hilfe von aufgefangenen Funksignalen kartografiert der Mann, der an der Pazifikküste Kanadas zu Hause ist, die Umlaufbahnen von Satelliten. Auf der Suche nach dem Verbleib des Geheimsatelliten "Zuma", der am 7. Januar von SpaceX gestartet worden war und den vorgesehenen Orbit nicht erreichte, stieß Tilley mit seiner S-Band-Antenne auf eine Kennung eines entfernteren Satelliten. Es ist der Nasa-Satellit "Image" (Imager für Magnetopause to Aurora Global Exploration), der im Jahr 2007 von der Raumfahrtbehörde aufgegeben worden war, weil man keinen Kontakt mehr zu ihm herstellen konnte.
"Image" ist hat die Struktur eines oktogonalen Prismas.

Tilley informierte die Nasa, die "Image" im März 2000 als Forschungssatelliten ins All geschossen hatte. Mit Hilfe des Satelliten sollte der Einfluss des Sonnenwindes auf die Magnetosphäre der Erde erforscht werden. Die Mission, die zunächst für zwei Jahre geplant worden war, war ein echter Erfolg und wurde deshalb verlängert. Bis Ende 2005 nichts mehr von "Image" die Erde erreichte. Der Satellit verstummte.
"Image" war wohl ohne Strom

Die Experten der Nasa nahmen an, dass es sich um ein Problem der Stromversorgung handelte. Ein sogenanntes Schutzschaltrelais soll durch irgendetwas ausgelöst worden sein. Sämtliche Versuche, das Relais zurückzusetzen und so wieder Kontakt zum Satelliten zu bekommen, schlugen fehl.

Doch nun ist "Image" offensichtlich wieder "on air". Wie es dazu kam, ist bisher aber nicht bekannt. Die Nasa bestätigte unterdessen, dass alle Daten darauf hinweisen, dass es sich tatsächlich um Signale von "Image" handele. Und es kommt noch besser: Der Satellit soll die ersten Signale bereits im Oktober 2016 ausgesendet haben.
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"Sie versuchen, die alte Software und Bedienungsanleitung aus den Neunzigerjahren wiederzufinden, die in irgendeiner Schreibtischschublade liegt, um das Ding neu zu starten und herauszufinden, wie man damit reden kann", witzelt Tilley über die Bemühungen der Nasa in einem Interview mit dem Rundfunksender CBC. Trotz der herausragenden Leistung wird er allerdings keinen Finderlohn bekommen. "Als jemand, der seit seiner Kindheit das All liebt, bin ich froh, etwas Nützliches beigetragen zu haben", sagt der Amateur-Astronom bescheiden.

Ob die Raumfahrtbehörde es tatsächlich schafft, den Forschungssatelliten wieder in Betrieb zu nehmen, bleibt allerdings abzuwarten.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Unerwartete Choreografie - Galaxien-"Ballett" verblüfft Astronomen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Feb 2018 15:45

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Galaxien-Bal ... 65014.html
Freitag, 02. Februar 2018
Unerwartete Choreografie - Galaxien-"Ballett" verblüfft Astronomen

Nach der gängigen Theorie sollten Bewegung und Anordnung kleiner Satellitengalaxien zufällig verteilt sein. Die um große Galaxien kreisenden Sterneninseln halten sich aber offenbar nicht daran. "Das bedeutet, uns fehlt noch etwas", konstatiert ein Astronom.


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Ein unerwartet gleichmäßiger Tanz von Zwerggalaxien verblüfft Astronomen: In einer Art Galaxienballett umkreisen die kleinen Sterneninseln die große Galaxie Centaurus A am Südhimmel. Die Zwerggalaxien bewegen sich dabei scheinbar in einer Scheibe nahezu alle in derselben Drehrichtung. Diese Beobachtung stellt ein gängiges Modell der Strukturentwicklung im Universum infrage, wie die Forscher um Oliver Müller von der Universität Basel im US-Fachblatt "Science" berichten.
Centaurus A (NGC 5128), aufgenommen mit einer Gesamtbelichtungszeit von mehr als 50 Stunden.
(Foto: ESO) https://www.n-tv.de/wissen/Galaxien-Bal ... 65014.html

Auch unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, besitzt mehrere Satellitengalaxien. Mindestens acht von ihnen kreisen ebenfalls in einer Scheibe gemeinsam um unsere Heimatgalaxie. Eine ähnliche Beobachtung haben Astronomen bei unserer Nachbarin, der Andromeda-Galaxie gemacht, bei der 15 Begleiter in einer Scheibe liegen. Sie gehört aber wie die Milchstraße zur sogenannten Lokalen Gruppe und Wissenschaftler waren bislang davon ausgegangen, dass es sich bei der scheinbar koordinierten Bewegung der Satellitengalaxien um einen Sonderfall in dieser Gruppe handelt.
Zweifel am gängigen Modell

Die 13 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie Centaurus A ist nun das erste Beispiel so einer unerwarteten Choreografie außerhalb der Lokalen Gruppe. Das weckt Zweifel am gängigen Modell, das die Entwicklung von Strukturen im Kosmos beschreibt und dabei auch Vorhersagen zu den Bewegungen von kleineren Galaxien macht, dem sogenannten Lambda-Cold-Dark-Matter-Modell. Dieser sonst sehr erfolgreichen Theorie zufolge sollte die Bewegung und Anordnung der Satellitengalaxien zufällig verteilt sein.
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14 von 16 untersuchten Satellitengalaxien von Centaurus A folgen jedoch - ähnlich den Begleitern unserer Milchstraße - einem gemeinsamen Bewegungsmuster auf einer Scheibe. Nach dem gängigen Modell dürfte dies zufällig nur bei etwa einem halben Prozent der Satellitengalaxien-Systeme in unserer kosmischen Umgebung vorkommen.

"Das bedeutet, uns fehlt noch etwas", erläutert Ko-Autor Marcel Pawlowski von der Universität von Kalifornien in Irvine in einer Mitteilung seiner Hochschule. "Entweder fehlt den Simulationsrechnungen eine entscheidende Zutat oder das zugrundeliegende Modell ist falsch. Diese Arbeit kann als Unterstützung für die Suche nach alternativen Modellen angesehen werden."
Bilderserie https://www.n-tv.de/mediathek/bilderser ... 28001.html
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Viel mehr als auf der Erde - Wasser auf Trappist-1-Planeten ist möglich

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Feb 2018 14:44

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https://www.n-tv.de/wissen/Wasser-auf-T ... 71472.html
Mittwoch, 07. Februar 2018
Viel mehr als auf der Erde - Wasser auf Trappist-1-Planeten ist möglich

Die Entdeckung der sieben erdähnlichen Planeten 2016, die einen Stern umkreisen, gilt als astronomische Sensation. Die neuesten Forschungsergebnisse legen nah, dass sich auf den Planeten Wasser und damit die Grundlage für Leben befinden könnte.


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Der lichtschwache, rote Stern, der die Bezeichnung Trappist-1 trägt und die ihn umkreisende sieben Planeten sind für Forscher hochinteressant: Das System ist knapp 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. In den Kategorien des Weltalls ist das relativ nah. Zudem kreisen die sieben Exoplaneten in einem Abstand um ihren Stern, dass Leben auf ihnen durchaus denkbar wäre. Vor allem deswegen wollen Astronomen weltweit mehr über das Trappist-1-System wissen und vor allem die entscheidende Frage klären: Gibt es auf den erdähnlichen Planeten Wasser?

Einem Forscherteam der Universität Bern hat mit Hilfe von komplexen Computermodellierungsmethoden auf Masse und Dichte der sieben Planeten geschlossen. Die Forscher um Simon Grimm nutzten dafür kleinste zeitliche Verschiebungen in den Transits der sieben Planeten, um so die Schwerkraft und davon ausgehend auch Masse und Dichte von ihnen zu ermitteln. Die ermittelte relativ geringe Dichte spricht dafür, dass auf allen sieben Planeten Wasser sein könnte. Auf mindestens fünf der sieben Planeten gibt es bis zu fünf Prozent flüchtige Stoffe wie Wasser.
Die Nasa-Illustration zeigt die berechneten Werte des Trappist-1-System im Vergleich zu den Planeten unseres Sonnensystems.
Die Nasa-Illustration zeigt die berechneten Werte des Trappist-1-System im Vergleich zu den Planeten unseres

Sollte es sich tatsächlich um Wasser handeln, dann haben die Exoplaneten rund 250 Mal mehr Wasser als die Erde. Auf ihr liegt der Wasseranteil bei lediglich 0,02 Prozent bezogen auf ihre Gesamtmasse. Anhand der errechneten Daten stellen die Forscher weitere Behauptungen zu den einzelnen Exoplaneten auf, die mit zunehmender Entfernung von ihrem Zentralstern mit b bis h bezeichnet werden.
Ozeane oder Eisschichten sind denkbar

Trappist-1b und c, die innersten Planeten, haben wahrscheinlich einen festen Gesteinskern und sind von Atmosphären umgeben, die viel dicker sind als die der Erde. Trappist-1d ist mit etwa 30 Prozent der Masse der Erde der leichteste der sieben Exoplaneten. Die Wissenschaftler sind sich nicht sicher, ob er eine ausgedehnte Atmosphäre, einen Ozean oder eine Eisschicht beherbergt.

Für Überraschung sorgte dagegen Trappist-1e. Er ist der einzige Planet im System, der etwas dichter als die Erde ist, was darauf hindeutet, dass er einen dichteren Eisenkern haben könnte und nicht unbedingt eine dicke Atmosphäre, Ozean oder Eisschicht haben muss. Noch ist unklar, warum Trappist-1e in seiner Zusammensetzung so viel gesteinshaltiger zu sein scheint als der Rest der Planeten. In Bezug auf Größe, Dichte und die Menge der Strahlung, die er von seinem Stern erhält, ist er der Planet, der der Erde am ähnlichsten ist.
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Trappist-1f, g und h sind so weit vom Mutterstern entfernt, dass das Wasser an ihrer Oberfläche zu Eis gefroren sein könnte. Wenn die Atmosphären dieser Planeten dünn sind, dann enthalten sie wahrscheinlich keine schweren Moleküle wie zum Beispiel Kohlendioxid, das man auf der Erde finden kann.

Trotz der Interpretationen der Ergebnisse können die Forscher bisher nichts darüber sagen, wie ähnlich die Planeten der Erde tatsächlich sind. "Die Dichte gibt uns zwar wichtige Hinweise auf die Zusammensetzung der Planeten, sagt aber nichts über die Bewohnbarkeit aus", betont Brice-Olivier Demory, der an der Studie mitgearbeitet hat. Wahrscheinlich gibt noch eine weitere Hürde für Leben auf den Planeten: ihre von Forschern vermutete gebundene Rotation. Bei dieser wenden die Planeten ihrem Stern immer dieselbe Seite zu, was wahrscheinlich zu extremen Temperaturunterschieden auf den Oberflächen führt. Ideale Bedingungen für Leben herrschen dort also nicht - allerdings ist es dadurch auch nicht ausgeschlossen.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Gerade erst entdeckte Seltenheit - Asteroid rauscht nah an der Erde vorbei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2018 21:35

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne
https://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-rau ... 76380.html
Donnerstag, 08. Februar 2018
Gerade erst entdeckte Seltenheit - Asteroid rauscht nah an der Erde vorbei

Asteroiden sind relativ häufig im All. Doch der, der gerade erst entdeckt wird, stellt eine Seltenheit in mehrfacher Hinsicht dar. Wenn er die Erde passiert, ist er viel näher als der Mond. Zudem ist der astronomische Kleinkörper gar nicht so klein.

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Ein erst am Wochenende entdeckter Asteroid soll in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar relativ nah an der Erde vorbeifliegen. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Der Himmelskörper namens "2018 CB" soll demnach um 23.30 Uhr MEZ in einer Entfernung von rund 64.000 Kilometern unseren Planeten passieren.

Diese Entfernung entspricht weniger als einem Fünftel der Strecke zwischen Erde und Mond. Der Asteroid wird auf einen Durchmesser zwischen 15 und 40 Metern geschätzt. Eine Gefahr für die Erde stelle "2018 CB" nicht da, aber er sei eine Seltenheit, sagte Nasa-Forscher Paul Chodas. "Asteroiden von dieser Größe kommen nicht oft so nah an unseren Planeten heran, vielleicht nur ein oder zweimal pro Jahr."
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Ungewöhnlich langgezogen und aus den Tiefen des Alls: Die Astronomen mussten sich mit der Erforschung des mysteriösen Gastes beeilen. Oumuamua wird jetzt auf seinem Weg durchs Sonnensystem zu blass, um ihn weiter beobachten zu können. 18.12.17 Kein Alien-Raumschiff Asteroid Oumuamua ist natürliches Objekt
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Laut Chodas könnte "2018 CB" deutlich größer sein als der Asteroid, der vor fast genau fünf Jahren über dem russischen Tscheljabinsk in die Atmosphäre eintrat. Am 15.2.2013 explodierte ein etwa 20 Meter großer Brocken über der russischen Millionenstadt, rund 7000 Gebäude wurden beschädigt, etwa 1500 Menschen verletzt.

Bereits am Dienstag war ein Asteroid in rund 184.000 Kilometer Entfernung an der Erde vorbeigerast. "2018 CC" wurde wie "2018 CB" von Forschern im US-Bundesstaat Arizona entdeckt und wird auf einen Durchmesser von 15 bis 30 Metern geschätzt. Am Wochenende war ein weiterer Asteroid an der Erde vorbeigeflogen. Der 500 Meter bis einen Kilometer große Himmelskörper namens "2002 AJ129" rauschte in einem Abstand von 4,2 Millionen Kilometern an der Erde vorbei.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Neue Theorie zum Sauriersterben - Meteorit verstärkte Vulkanaktivitäten we

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Feb 2018 11:17

Forschung Universum Der Weltraum - Asteoriten und Meteoriten - Sterne

https://www.n-tv.de/wissen/Meteorit-ver ... 78023.html
Sonntag, 11. Februar 2018
Neue Theorie zum Sauriersterben - Meteorit verstärkte Vulkanaktivitäten weltweit

Das Ende der Dinosaurier vor Millionen von Jahren lässt Forscher nach Ursachen suchen. Die einen begründen es mit einem Einschlag, die anderen mit verheerenden Vulkanausbrüchen. Andere glauben, das Ende der Saurier war schon vor diesen Ereignisse besiegelt.


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Was bei oberflächlicher Betrachtung eindeutig scheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen oft als vielschichtig: Das gilt auch für das Aussterben der Dinosaurier. Vor rund 66 Millionen Jahren verschwanden sie ebenso wie schätzungsweise zwei Drittel aller Tier- und Pflanzenarten von der Erde. Zu jener Zeit, so entdeckten Forscher Anfang der 1990er Jahre, war im Nordwesten der mexikanischen Halbinsel Yucatán ein großer Asteroid eingeschlagen.

Ergo - so die Folgerung der Forscher - war dies die Ursache des Massenaussterbens am Übergang der Kreidezeit zum Tertiär, der sogenannten KT-Grenze. Der Aufprall verursachte eine gewaltige Erschütterung, sandte Druck- und Hitzewellen aus und wirbelte riesige Mengen Staub und Asche auf, die die Atmosphäre jahrelang drastisch abkühlten - einer Studie zufolge um 26 Grad Celsius.
Theorien: Einschlag versus Vulkanismus
Über die Ursache des Sauriersterbens streiten Forscher seit Jahren.
Über die Ursache des Sauriersterbens streiten Forscher seit Jahren.

Doch je genauer Forscher diese durchaus plausible Darstellung unter die Lupe nehmen, desto mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Die Geologin Gerta Keller von der Princeton University vertritt seit Jahren die Ansicht, nicht der nach der Ortschaft Chicxulub benannte Einschlag habe das Artensterben ausgelöst, sondern massiver Vulkanismus.

Als Beleg verwies sie auf den Dekkan-Trapp in Indien - eine der größten Landschaften aus Vulkangestein weltweit. Östlich der Metropole Mumbai ist eine riesige Fläche von Basaltgestein bedeckt, das aus Magma entstand und teils Tausende Meter dick ist. Damals, so schätzt Stephan Sobolev vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ), seien dort etwa zwei Millionen Kubikkilometer Basalt abgelagert worden. Dieser Vulkanismus - so Kellers Theorie - habe das Klima über viele Jahrtausende massiv verändert und sei die eigentliche Ursache des Artensterbens gewesen.
Verbindung beider Theorien

Jahrelang stritten beide Seiten erbittert über diese Frage, ehe Forscher 2015 die zwei Ansätze miteinander verbanden. Demnach gab es Vulkanismus auf dem Gebiet des Dekkan-Trapp schon vor dem Chicxulub-Einschlag. Der Aufprall verstärkte aber die Eruptionen massiv, was wiederum das Artensterben verschärfte. "Aufgrund unserer Datierung der Lava können wir ziemlich sicher sein, dass der Vulkanismus und der Einschlag binnen 50.000 Jahren Abstand zum Artensterben erfolgten, so dass die Trennung zwischen den beiden Mechanismen künstlich wirkt", erklärte damals Autor Paul Renne von der University of California in Berkeley.

Sein Team hatte verschiedene Schichten im Dekkan-Trapp datiert und daraus eine Chronologie erstellt. Demnach verdoppelte sich das Auswurfvolumen der dortigen Vulkane in den 50.000 Jahren nach dem Einschlag des Asteroiden. 70 Prozent der gesamten Volumens, das im Dekkan-Trapp abgelagert ist, entstammten jener Phase, schrieben sie.
In der Ausgrabungsstelle in Coahuila in Nordost-Mexiko fanden Forscher in end-kreidezeitlichen Sedimenten Fussabdrücke von Vögeln, Flugsauriern und Dinosauriern.
In der Ausgrabungsstelle in Coahuila in Nordost-Mexiko fanden Forscher in end-kreidezeitlichen Sedimenten Fussabdrücke von Vögeln, Flugsauriern und Dinosauriern.
(
Daraus folgerten die Geologen, der Einschlag vor Yucatán habe dieses weit entfernte, unterirdische System aus Gängen und Spalten verändert. Magma-Kammern seien größer geworden, Ausbrüche daher heftiger ausgefallen. Beide Katastrophen überzogen den Planeten mit Staub und giftigen Gasen und ließen Arten an Land und im Wasser aussterben.
Ausarbeitung der bestehenden Theorien

Eine neue, im Fachblatt "Science Advances" veröffentlichte Studie geht nun noch deutlich weiter: Demnach hat der Aufprall den Vulkanismus nicht nur im Dekkan-Trapp verstärkt, sondern entlang der Mittelozeanischen Rücken (MOR). Diese Gebirgszüge verlaufen durch die Weltmeere, sie trennen die Kontinentalplatten voneinander und befördern durch Eruptionen ständig Material aus der Tiefe an die Erdkruste.

Joseph Byrnes und Leif Karlstrom von der University of Oregon in Eugene verglichen das Alter verschiedener MOR-Areale mit der dort herrschenden Schwerkraft. Eine auffällig erhöhte Schwerkraft - die für eine besonders große Masse in diesem Gebiet steht - registrierten sie just in jenen Arealen, die kurz nach dem Einschlag entstanden waren. Ihre Erklärung: Dort wurde zu jener Zeit besonders viel Erdkruste produziert. Fazit: Die durch den Aufprall ausgelösten seismischen Wellen haben nicht nur den Vulkanismus im Dekkan-Trapp massiv verstärkt, sondern auch entlang der Mittelozeanischen Rücken in den Weltmeeren.

"Unsere Arbeit belegt eine Verbindung zwischen diesen außerordentlich seltenen und katastrophalen Ereignissen, die den ganzen Planeten betraf", wird Karlstrom in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. "Wir fanden Hinweise auf eine bislang unbekannte Phase weltweit erhöhter vulkanischer Aktivität während des Massensterbens", ergänzt Byrnes.
Nachvollziehbare Argumentation

Sobolev vom Deutschen Geoforschungszentrum hält das Vorgehen und die Argumentation der Forscher für schlüssig. Der Aufprall bei Mexiko könne durchaus den Vulkanismus in den Ozeanen verstärkt haben. "Die Schockwelle war enorm, und wir wissen, dass magmatische Systeme relativ sensibel reagieren können."

"Fakt ist, dass vulkanische Prozesse nach dem Einschlag größer waren als vorher", sagt Sobolev. Allerdings seien die klimatischen Folgen von unterseeischem Vulkanismus bei weitem nicht mit denen terrestrischer Eruptionen vergleichbar. "Der Klimaeffekt ist viel schwächer. Wasser bindet durch chemische Reaktionen viele Gase, so dass sie nicht in die Atmosphäre gelangen."

Sobolev geht jedoch davon aus, dass magmatische Prozesse damals auch in anderen vulkanischen Regionen an Land angeregt wurden. "Das konnte das Klima durchaus zusätzlich stark beeinflusst haben. Möglicherweise war der Vulkanismus für das Klima wichtiger, als wir bisher dachten. Das ist eine offene Frage, die künftige Forschung klären muss."
War das Ende der Dinosaurier bereits besiegelt?
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Dass der Einschlag und der Vulkanismus das Ende des Dinosaurier besiegelten, gilt als sicher. Allerdings gehen etliche Forscher davon aus, dass diese Gruppe schon vorher im Niedergang begriffen war. Das schließt der Paläontologe Wolfgang Stinnesbeck von der Universität Heidelberg aus Grabungen im nordostmexikanischen Bundesstaat Coahuila.

Dort fanden er und seine Mitarbeiter in Sedimenten, die deutlich älter sind als der Einschlag, auffällig wenige Spuren von Dinosauriern. "In derselben Schicht fanden wir aber Abdrücke von mindestens sechs Vogelarten." Stinnesbeck wertet dies als Beleg für zwei gegenläufige Entwicklungen: Schon gegen Ende der Kreidezeit, als sich das Klima deutlich abkühlte, habe die Vielfalt der Vögel zu-, die der Dinosaurier dagegen abgenommen. "Die Dinosaurier starben letztlich aus, aber ihrer engsten Verwandten, die Vögel, überlebten."

Quelle: n-tv.de , Walter Willems, dpa
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Robuster Mars-Rover - "Opportunity" forscht seit 5000 Mars-Tagen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Feb 2018 14:53

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https://www.n-tv.de/wissen/Opportunity- ... 91201.html
Robuster Mars-Rover - "Opportunity" forscht seit 5000 Mars-Tagen

Als die Nasa den Mars-Rover "Opportunity" 2003 auf den Weg bringt, ist die Mission auf dem Roten-Planeten für 90 Tage geplant. Daraus sind mittlerweile 5000 Mars-Tage geworden und das Einsatzende des Gefährts ist glücklicherweise nicht in Sicht.


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Der von der US-Weltraumbehörde Nasa entsandte Rover "Opportunity" forscht und rollt und rollt und rollt. Am 17. Februar wird das Gefährt seinen 5000. Sonnenaufgang auf dem roten Planeten erleben. "Fünftausend Sol nach dem Start unserer 90 Sol langen Mission präsentiert uns dieser erstaunliche Rover immer noch Überraschungen auf dem Mars", teilte der zuständige Projektleiter John Callas vom Nasa-Strahlantriebslabor in Pasadena mit. Als Sol werden die Tage auf dem Mars bezeichnet.

Ein Tag auf dem Mars dauert rund 40 Minuten länger als auf der Erde. Seit seiner Landung im Januar 2004 habe der Roboter rund 225.000 Bilder, darunter die vom Viktoria-Krater, von einem Meteoriten oder vom Marathonvalley zurück zur Erde gefunkt. Dabei war er unter anderem in einen Sturm geraten, im Sand steckengeblieben und schaltete sich mehrmals selbst ab, weil seine Akkus einen kritischen Ladestand aufwiesen. Trotz Zwischenfällen und Unwägbarkeiten zeigte sich der Mars-Rover robust. Die Daten, die er bis heute zur Erde funkt, helfen den Wissenschaftlern auch, sich besser auf dem Roten-Planeten zu orientieren. Gesteinsbilder lassen eine Zuordnung zu, und noch immer geht es um das Aufspüren von Wasser als Grundlage für Leben. Oberfläche und Geologie des Roten Planeten können so besser verstanden werden. Schließlich soll in absehbarer Zukunft ein bemanntes Raumschiff zum Mars fliegen.
Ausdauernder als gedacht
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Der Roboter mit der Größe eines Golfwägelchens hat die Erwartungen seiner Konstrukteure bei weitem übertroffen: Zu Beginn der ursprünglich auf 90 Tage angelegten Forschungsmission glaubten die Nasa-Experten nicht, dass der solarbetriebene Rover und die in ihm steckenden technischen Geräte den ersten Winter mit eisigen Temperaturen auf dem roten Planeten überstehen würden.

Derzeit erkundet der ausdauernde Roboter ein Tal am Rande eines Kraters. Ein weiterer Rover namens "Curiosity" (Neugier) dreht seit 2012 seine Runden auf dem Mars, nachdem der Kontakt zu "Spirit" (Geist), der baugleichen Schwester von "Opportunity", bereits 2010 abbrach.
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