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Neues Triebwerk macht Hoffnung - In nur 39 Tagen zum Mars

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Apr 2016 11:09

In nur 39 Tagen zum Mars.jpg
In nur 39 Tagen zum Mars.jpg (36.23 KiB) 5923-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/In-nur-39-Tag ... 58961.html
Samstag, 02. April 2016
Neues Triebwerk macht Hoffnung - In nur 39 Tagen zum Mars

Von Kai Stoppel

Größtes Hindernis für eine Reise zum Mars: die weite Entfernung. Jahre müssten Astronauten im All verbringen. Eine US-Firma möchte das ändern. Ihre Triebwerke sollen die Flugzeit enorm verkürzen. Steht die Mars-Mission vor dem Durchbruch?

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Die bemannte Reise zum Mars ist ein Menschheitstraum. Dass dieser noch nicht verwirklicht wurde, liegt vor allem an einem Problem: Mit dem Stand der heutigen Technik würde sie ungeheuer lange dauern. Alleine der Hinflug dürfte laut US-Weltraumbehörde Nasa rund acht Monate betragen. Insgesamt wären Astronauten bis zu drei Jahre unterwegs. Eine psychologische Belastung für den Menschen. Hinzu kommen die unbekannten Langzeit-Auswirkungen der kosmischen Strahlung.

Eine US-Firma will der Mars-Reise jedoch einen kräftigen Schub geben - sinnbildlich und buchstäblich: Ein neuartiger Triebwerks-Typ mit dem Namen VASIMR (Variable specific impulse magnetoplasma rocket) wird bei Ad Astra Rocket Company aus Texas bereits eifrig getestet. Er soll die Vorteile bisheriger Antriebsarten verbinden - und deren Nachteile ausgleichen.

Bisherige chemische Triebwerke etwa, die bei allen derzeitigen Raketenstarts von der Erde aus verwendet werden, liefern jede Menge Schub und können ein Raumfahrzeug stark beschleunigen. Das ist ihr Vorteil. Sie haben aber keine Ausdauer und brennen nach kurzer Zeit - meist wenigen Sekunden - aus. Mit ihnen wäre eine Reise zum Mars zwar möglich, würde aber Jahre dauern.
Neuer Antrieb hat Kraft und ist schnell

Um diesen Nachteil auszugleichen, werden in jüngerer Vergangenheit für Raumsonden, die weite Strecken zurücklegen sollen, daher vermehrt Ionenantriebe eingesetzt. Aktuelles Beispiel ist die Sonde Dawn, die derzeit den Zwergplaneten Ceres erforscht. Ionenantriebe können über einen sehr langen Zeitraum - Monate oder sogar Jahre - ein Raumfahrzeug beschleunigen. Und sie erreichen theoretische Spitzengeschwindigkeiten, die zehnmal so hoch sind wie die chemischer Antriebe. Ihr großer Nachteil ist jedoch der geringe Schub. Sie können daher nur sehr kleine Sonden effektiv antreiben - für zigtonnenschwere Mars-Raumschiffe wären sie völlig ungeeignet.

VASIMR soll jedoch die Vorteile beider Antriebsarten verbinden - und damit die Reise zum Mars in nur 39 Tagen ermöglichen, wie der Kopf hinter dem Projekt, Plasmaphysiker und Ex-Astronaut Franklin Chang-Diaz, gerne immer wieder betont. Diese Zahl ist so etwas wie sein Credo.
Aufbau des VASIMR-Triebwerks.
Aufbau des VASIMR-Triebwerks.
(Foto: Copyright Ad Astra Rocket Company © all rights reserved)

Es handelt sich dabei um eine Art magnetischen Plasmaantrieb. Seine Schubkraft schöpft er aus ionisiertem Gas, das mit Magnetfeldern weiter aufgeheizt wird. Der Vorteil: Er soll hohen Schub erzeugen oder alternativ ein Raumschiff über eine langen Zeitraum mit geringerem Schub beschleunigen können. Theoretisch sind auch hier Spitzengeschwindigkeiten von mehreren Hundertausend Stundenkilometern möglich.
Nasa sieht Potenzial in der Technologie

Mittlerweile hat Ad Astra mehrere Prototypen gebaut, der neuste ist das Modell VX-200. Das Triebwerk hat bereits mehrere Tausend Testläufe in einer gigantischen Vakuum-Kammer im texanischen Houston absolviert - ohne nennenswerte Verschleißerscheinungen. Der erzeugte Schub ist bisher jedoch noch sehr gering. Dennoch setzt die Nasa anscheinend große Hoffnungen in die neue Technik. Im Rahmen ihres Programms NextSTEP, welches die Technik für menschliche Raumflüge in die Tiefen des Alles fördern soll, erhielt Ad Astra im vergangenen Jahr eine Geldspritze in Höhe von 10 Millionen Dollar. Geplant war bisher auch die Erprobung des Triebwerks an der Internationalen Raumstation ISS.

Ist mit dem neuen Triebwerk der bemannte Marsflug nun endlich in greifbare Nähe gerückt? Nicht ganz, denn die Sache hat einen Haken. Um sein volles Potenzial auf einer Reise zum Mars entfalten zu können, benötigen das VASIMR-Triebwerke eine ausreichend starke Energiequelle. Denn würde man dafür chemischen Treibstoff heranziehen, wäre die Energieausbeute geringer, als wenn man diesen direkt verfeuern würde. Was bleibt also?
Kritiker sieht VASIMR vor dem Scheitern
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Die Lösung für das Problem wäre ein nuklearer Antrieb. Also praktisch ein kleines Atomkraftwerk, welches den nötigen Strom liefert. Allerdings gibt es derart leistungsfähige Kraftwerke für den Einsatz im Weltraum bisher noch nicht - und sie sind auch nicht in Sicht. Würde man mit der bisherigen Technologie arbeiten, kritisierte etwa Robert Zubrin von der Mars Society das VASIMR-Projekt, müsste ein Kraftwerk von fast 8000 Tonnen Gewicht ins All befördert werden. Dies wäre technisch nicht nur unmöglich, sondern auch gefährlich: Sollte beim Transport ins All etwas schiefgehen, drohte tonnenweise radioaktives Material in die Erdeatmosphäre zu gelangen - und in unsere Atemluft. Zubrin gilt als großer Kritiker von VASIMR - und sieht keinerlei Chance für dessen Einsatz.

Bei Ad Astra setzt man hingegen auf das Prinzip Hoffnung - und verweist auf eine "Anzahl ernstzunehmender Studien", die bereits nukleare Kraftwerke mit der erforderlichen Leistung für machbar halten, wie es in einer Erklärung des Unternehmens heißt. Sollte dies irgendwann wirklich gelingen, stünde einer schnellen Reise zum Mars nichts mehr im Wege.
Bilderserie
Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Quelle: n-tv.de
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600 Millionen Jahre unterwegs - Meteorit schlägt vor 100 Jahren in Hessen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Apr 2016 18:52

Meteorit-von-Treysa.jpg
Meteorit-von-Treysa.jpg (43 KiB) 5900-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Meteorit-schl ... 74781.html
Sonntag, 03. April 2016
600 Millionen Jahre unterwegs - Meteorit schlägt vor 100 Jahren in Hessen ein

Abermillionen Jahre lang taumelt ein Eisenbrocken durch das All. Dann, vor 100 Jahren, endet die Reise - in einem Wald in Hessen. Der "Meteorit von Treysa" schafft es bis ins Guinness-Buch der Rekorde - als Deutschlands größter Meteorit, dessen Sturz beobachtet wird.

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Donner und Rauch: Vor 100 Jahren stürzte der "Meteorit von Treysa" in einen Wald. Die spektakuläre Ankunft des Himmelskörpers am 3. April 1916 um 15.25 Uhr faszinierte die Bevölkerung rund um das heutige Schwalmstadt ebenso wie Forscher.

"Es ist der größte Meteorit, dessen Fall in Deutschland beobachtet wurde", sagt Peter Masberg, der das Mineralogische Museum der Universität Marburg leitet. Dort wird der Fund aufbewahrt. Der rund 63 Kilogramm schwere "Meteorit von Treysa" mit einem Durchmesser von etwa 36 Zentimetern schaffte es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde.

Treysa ist heute ein Ortsteil von Schwalmstadt. Vor 100 Jahren beobachteten die Menschen dort "bei strahlend-blauem Himmel mehrere Sekunden lang ein leuchtendes Objekt, das mit einem lang anhaltenden Donner und einer kilometerlangen Rauchfahne über ihre Köpfe raste und auf dem Boden aufschlug". So fasst die Uni Marburg zum Jahrestag das historische Geschehen zusammen. Im Kerngebiet des Aufschlages sei die Schockwelle Augenzeugen zufolge so stark gewesen, dass Fensterscheiben und Geschirr klirrten.
4,56 Milliarden Jahre alt

Die Geschichte des Meteoriten beginnt aber viel früher, wie Mineraloge Masberg erklärt. Der Klumpen ist 4,56 Milliarden Jahre alt und damit etwa so alt wie unser Sonnensystem. Er stammt aus dem Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars und war etwa 600 Millionen Jahre unterwegs, ehe die Erde ihn "einfing".
Bilderserie
Geschosse mit Schlagkraft: Die bekanntesten Meteoritenfälle Geschosse mit Schlagkraft: Die bekanntesten Meteoritenfälle Geschosse mit Schlagkraft: Die bekanntesten Meteoritenfälle Geschosse mit Schlagkraft: Die bekanntesten Meteoritenfälle Geschosse mit Schlagkraft Die bekanntesten Meteoritenfälle

Der bleigraue Bote aus dem Weltall liegt heute in einer Glasvitrine im Museum. Er ist etwas leichter als bei seiner Ankunft, denn Wissenschaftler haben für ihre Forschungen mehrere Stücke abgeschnitten. Das ermöglicht Einblicke ins Innere des Meteoriten. Feine Linien offenbaren sich dort, filigrane Strukturen wie winziges Fischgrätparkett. Das sind die sogenannten Widmanstätten-Figuren.

Einem Zeitgenossen war vor 100 Jahren rasch klar, dass es sich bei der Himmelserscheinung nur um einen Meteoriten handeln konnte: Alfred Wegener, Meteorologe, Polarforscher und Geowissenschaftler. Berühmt wurde er für seine bahnbrechende Theorie zur Kontinentalverschiebung - die allerdings erst nach seinem Tod anerkannt wurde.

Wegener wollte den Meteoriten-Absturz rekonstruieren. Dafür brauchte er Augenzeugen, die er per Zeitungsaufruf suchte. "Außer einer möglichst genauen Zeitangabe", heißt es darin, "sind von besonderem Wert Beobachtungen über die Farbe und etwaigen Farbenwechsel der Lichterscheinung, über Himmelsrichtung und Winkelhöhe, in der die Explosion oder das Erlöschen des Meteors stattfand".
Bis heute von wissenschaftlichem Interesse

Die Annonce hat Gerhard Hosemann aus Schwalmstadt für eine Abhandlung über den Meteoriten verwendet. Er ist der Vorsitzende des Knüllgebirgsvereins, der sich auch um Heimatgeschichte kümmert und anlässlich des Jahrestages eine "Meteoriten-Party" samt Wanderung zum Fundort mitveranstaltet. "Wir wollen Groß und Klein an diese spannende Geschichte heranführen", so der pensionierte Schulleiter. "Das gibt es relativ selten: Einen solch großen Einschlag in Deutschland und dann wird der Meteorit auch gefunden."
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Das allerdings gelang erst 1917. Derweil wertete Wegener die Augenzeugenberichte aus und machte seine Berechnungen. Er ermittelte unter anderem die Bahnlänge und Geschwindigkeit des Meteoriten. Zudem ging er davon aus, dass der Brocken 50 Kilogramm schwer und rund eineinhalb Meter tief eingeschlagen sein musste - was sich bis auf wenige Kilos und Zentimeter als richtig erwies.

Am Ende entdeckte ein Revierförster den Einschlagsort im Wald. Am 6. März 1917 meldete er den Fund. Der Brocken lag allerdings nicht an der von Wegener errechneten Stelle. Aber das schmälere nicht dessen große wissenschaftliche Leistung um den "Meteoriten von Treysa", betont Masberg. Und der ist für die Wissenschaft weiterhin interessant. Masberg zufolge wird auch heute noch mit Probestücken geforscht.
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Quelle: n-tv.de , sni/dpa
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Radioaktive Ablagerungen - Tiefsee verrät jüngste Sternexplosionen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Apr 2016 20:53

Tiefsee verrät jüngste Sternexplosionen.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Tiefsee-verra ... 00756.html
Mittwoch, 06. April 2016
Radioaktive Ablagerungen - Tiefsee verrät jüngste Sternexplosionen

Die Tiefsee als Fenster zum Weltall: Radioaktives Eisen aus der Erdkruste unter den Ozeanen verrät, wann und wo zuletzt Sterne in der Nähe der Erde explodiert sind. Das neue Wissen kann helfen, unsere kosmische Nachbarschaft und die Erdgeschichte besser zu verstehen.

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Anhand radioaktiver Tiefsee-Sedimente haben Forscher Zeit und Entfernung der jüngsten Sternexplosionen in der kosmischen Nachbarschaft unseres Sonnensystems bestimmt. Die beiden vorerst letzten Supernova-Explosionen in unserer Umgebung ereigneten sich demnach vor 2,3 und 1,5 Millionen Jahren in jeweils rund 300 Lichtjahren Entfernung, wie die Wissenschaftler um Dieter Breitschwerdt von der Technischen Universität Berlin im britischen Fachblatt "Nature" berichten. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.
Grafische Darstellung einer Supernova.
Grafische Darstellung einer Supernova.
(Foto: Greg Stewart/SLAC National Accelerator Lab/dpa)

Die Wissenschaftler lesen dies aus den Tiefsee-Ablagerungen einer radioaktiven Eisen-Variante, die vor allem in Supernova-Explosionen entsteht. Dieses Eisen-60 hat eine Halbwertszeit von 2,6 Millionen Jahren und findet sich in der Tiefsee-Kruste aller großen Ozeane der Erde, wie eine zweite Gruppe um Anton Wallner von der Australischen Nationaluniversität in Canberra nach Analysen von Bodenproben in derselben "Nature"-Ausgabe berichtet.
Auf kosmischem Staub zur Erde

Die radioaktiven Eisenatome sind demnach huckepack auf kosmischen Staubkörnchen zur Erde gereist. An der schwankenden Konzentration im Tiefseeboden lässt sich ablesen, wann besonders viel Eisen-60 aus dem All niedergeprasselt ist.

Das Team um Breitschwerdt hat für seine Analyse den Transport dieser Eisen-Variante auf die Erde modelliert. Anhand von Konzentration und Halbwertszeit ergeben sich Zeit und Entfernung der Supernova-Explosionen. Beide explodierten Sterne stammten demnach aus der sogenannten Lokalen Blase im All, einer Region voller heißem, diffusem Gas, in die unser Sonnensystem eingebettet ist. Die Lokale Blase wurde vermutlich durch 14 bis 20 Supernova-Explosionen in einer Gruppe von Sternen erzeugt, die sich gemeinsam bewegen.
Wahrscheinlichster Ort der Supernova-Explosionen
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Die Wissenschaftler um Breitschwerdt haben die Bewegung dieser Sterne zurückgerechnet und mit statistischen Methoden jeweils den wahrscheinlichsten Ort der beiden jüngsten Supernova-Explosionen bestimmt. Vor 2,3 Millionen Jahren explodierte demnach eine Sonne im heutigen Sternbild Wolf (Lupus), vor 1,5 Millionen Jahren krachte es im heutigen Sternbild Waage (Libra). Die Forscher spekulieren, in welchem Umfang nahe Supernovae das Klima und vielleicht sogar die Evolution auf der Erde beeinflussen können. Für die beiden jetzt identifizierten Sternexplosionen haben die Wissenschaftler zwar keine handfesten Belege für signifikante Auswirkungen auf die Erde. Je näher eine Supernova explodiert, desto größer sind jedoch die Folgen.

Innerhalb einer Entfernung von etwa 25 Lichtjahren wären die Folgen katastrophal, schreibt Adrian Melott von der Universität von Kansas in einem Begleitkommentar in "Nature". Astronomen rechneten etwa alle 800 Millionen Jahre mit einem derartigen Ereignis - erdgeschichtlich gesehen ist das nicht besonders lang.
Bilderserie
Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Neue Theorie zum Sensationsfund - So könnte Planet Neun aussehen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Apr 2016 12:06

Planet-Neun-Uni-Bern-Kopie.jpg
Planet-Neun-Uni-Bern-Kopie.jpg (60.16 KiB) 5837-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/So-koennte-Pl ... 18736.html
Neue Theorie zum Sensationsfund - So könnte Planet Neun aussehen

Forscher aus der Schweiz berechnen, wie der mysteriöse neunte Planet aufgebaut sein könnte. Das Computermodell zeigt einen eisigen Riesen, fast viermal so groß wie die Erde. In naher Zukunft sollte man den Planet auch sehen können, glauben die Forscher.

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Für viel Furore hat die Neuigkeit von einem indirekt nachgewiesenen neunten Planeten in unserem Sonnensystem Anfang des Jahres in der Welt der Wissenschaft gesorgt. Seither sind Astronomen weltweit elektrisiert und veröffentlichen nach und nach neue Hypothesen und Berechnungen zu dem mutmaßlichen neuen Mitglied in der solaren Planeten-Familie.
Video
Am äußersten Rand des Sonnensystems: Astronomen entdecken möglichen neunten Planeten 21.01.16 – 01:25 min Mediathek Am äußersten Rand des Sonnensystems Astronomen entdecken möglichen neunten Planeten

Zuletzt etwa waren neue Beobachtungen veröffentlicht worden, die die Existenz von Planet Neun immer wahrscheinlicher machen. Noch ungeklärt war bisher jedoch die Frage, wie der Planet eigentlich aussieht. Eine Antwort darauf liefern die Forscher Christoph Mordasini und Esther Linder von der Universität in Bern. Sie haben mit einem Computermodell den neunten Planeten simuliert, um dem bisher noch nie beobachteten Objekt eine Gestalt zu geben.
Temperaturen knapp über Nullpunkt

Mordasini und Linder halten Planet Neun für eine kleinere Version von Uranus und Neptun, den beiden äußersten bisher bekannten Planeten des Sonnensystems. So soll auch Planet Neun einen festen Kern aus Eisen haben, um den ein Gesteinsmantel liegt. Darüber soll sich eine dicke Schicht aus Eis befinden, die von einer dichten Gashülle aus Wasserstoff und Helium umgeben ist.

Weitere Erkenntnis der Forscher: Planet Neun hat den etwa vierfachen Durchmesser der Erde, mehr als 47.000 Kilometer, was wiederum etwas mehr ist als der Umfang des Erdäquators. Der Himmelskörper ist aber zehnmal so schwer wie die Erde, wie seine Entdecker Konstantin Batgyin und Mike Brown vom California Institute of Technology bereits vermutet hatten.

Gleichzeitig ist es auf dem Planeten wohl eisig kalt: Die Temperatur soll minus 226 Grad Celsius betragen, was gerade mal 47 Grad über dem absoluten Nullpunkt sind. Kein Wunder: Planet Neun soll rund 700-mal weiter von der Sonne entfernt sein als die Erde. Das sind mehr als 100 Milliarden Kilometer - sogar Licht benötigt für so eine Strecke etwa vier Tage.
Neues Teleskop könnte Planet Neun entdecken
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Auch warum der neunte Planet bisher nicht von Teleskopen entdeckt wurde, beschäftigte die beiden Forscher aus Bern. Ihre Berechnungen zeigen, dass bei den bisherigen systematischen Durchsuchungen des gesamten Himmels es nur eine kleine Chance gegeben habe, einen Himmelskörper zu entdecken, der 20 Erdmassen oder weniger aufweist. So wie es bei Planet Neun der Fall ist. Ein Planet mit einer Masse 50-mal so groß wie die der Erde hätte hingegen bereits entdeckt werden müsse. "Damit hat man eine interessante obere Massengrenze für den Planeten", erklärt Esther Linder

Die Forscher sind jedoch zuversichtlich, dass in naher Zukunft Planet Neun auch direkt beobachtet werden könnte - sollte es ihn denn wirklich geben. Das könne gelingen mit einer speziellen Suchmethoden oder dem im Bau befindlichen "Large Synoptic Survey Telescope" in Chile, dessen Fertigstellung für 2022 geplant ist.

Quelle: n-tv.de , kst
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Weltraumteleskop überrascht Nasa - "Kepler" läuft im Notfallmodus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Apr 2016 18:32

Weltraumteleskop überrascht Nasa.jpg
Weltraumteleskop überrascht Nasa.jpg (50.19 KiB) 5806-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Kepler-laeuft ... 40246.html
Montag, 11. April 2016
Weltraumteleskop überrascht Nasa - "Kepler" läuft im Notfallmodus

Das Weltall - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Weltraumteleskops Kepler. Ganz rund läuft es dabei aber nicht. Der "Planetenjäger" hat den Notfallmodus eingeschaltet. Die Nasa rätselt: Warum?

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Das Weltraumteleskop "Kepler" hat nach Nasa-Angaben überraschend den Notfallmodus eingeschaltet. Das stellten Wissenschaftler im Ames Research Center der US-Raumfahrtbehörde im kalifornischen Moffett Field fest. Sie hatten Ende vergangener Woche einen planmäßigen Kontaktversuch durchgeführt, bei dem die Entdeckung gemacht wurde.

Die Forscher versuchen seitdem fieberhaft, den Notstand zu beheben, hieß es bei der Nasa. Weitere Informationen sind bisher nicht verfügbar. Die Kommunikation mit dem Teleskop dauert laut Nasa sehr lange, da "Kepler" etwa 120 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Ein Signal brauche 13 Minuten, um zur Raumsonde und zurück zu gelangen. Bei dem letzten geregelten Kontakt mit "Kepler" am 4. April habe das Teleskop noch normal funktioniert, hieß es auf der Website der Nasa.

Der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte "Planetenjäger" war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems zu suchen. Seitdem hat "Kepler" über 4700 Hinweise auf ferne Planeten gefunden, von denen seitdem mehr als 1040 bestätigt wurden. Im vergangenen Jahr erspähte das Weltraumteleskop den bislang erdähnlichsten Planeten. Er wurde "Kepler-452b" genannt.
Probleme mit der Orientierung
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Laut Nasa war die ursprüngliche Mission von "Kepler" bereits im Mai 2013 wegen eines technischen Problems mit dessen Orientierung abgebrochen worden. Seitdem operiere das Teleskop im begrenzten "K2"-Modus. Auch jetzt bereitet den Wissenschaftlern wieder Sorge, dass der Notfallmodus mehr von dem knapp bemessenen Treibstoff verbraucht. Das ergebe sich aus der zur Problemlösung nötigen ständigen Kommunikation mit der Erde.

Das Wissenschaftsmagazin "Scientific American" schrieb, dass "Kepler" kurz vor Beginn einer neuen Phase auf den Notfallmodus umgeschaltet habe. In dieser Phase sollte das Teleskop über ein als "gravitational microlensing" bekanntes Verfahren Jagd auf größere Planeten in weiterer Entfernung von ihren Sternen machen. Parallel zu "Kepler" seien mehrere Teleskope unter anderem in Chile und Australien im Einsatz, die die Messungen des Raumfahrzeugs mit Daten von der Erde unterstützen sollen.
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Quelle: n-tv.de , mli/dpa
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Unbemerkt vor knapp 100 Jahren - Forscher findet versehentlich Exoplaneten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Apr 2016 12:10

Forscher findet versehentlich Exoplaneten.jpg
Forscher findet versehentlich Exoplaneten.jpg (38.11 KiB) 5769-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-find ... 73731.html
Unbemerkt vor knapp 100 Jahren - Forscher findet versehentlich Exoplaneten

Vor einem Jahrhundert macht ein US-Astronom spektakuläre Aufnahmen eines Sterns - er weist eindeutig die Existenz von Exoplaneten nach. Das Kuriose daran: Er bemerkt es nicht. Erst jetzt kommt die Entdeckung ans Licht.

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Sensationeller Fund im Institutskeller: Auf einer Fotoplatte der Carnegie Institution in Washington aus dem Jahr 1917 haben Forscher den bislang ältesten Nachweis für Exoplaneten gefunden. Der Astronom Walter Adams, der die Fotoplatte vor rund 100 Jahren produzierte, war die Bedeutung seiner Aufnahme nicht bewusst: Erst in den 1990er-Jahren wurde Exoplaneten entdeckt und auch als solche deklariert.
Exoplaneten

"Exoplaneten" oder "extrasolare Planeten" sind Planeten, die nicht zu unserem Sonnensystem gehören, sondern andere Sterne umkreisen.

Im Keller des renommierten Instituts lagern rund 250.000 Fotoplatten mit astronomischen Aufnahmen - es ist eine der weltweit größten Sammlungen. Für die meisten davon interessiert sich kein Mensch. Dabei könnten sich in den Daten noch viele ungeahnte Sensationen verbergen, wie der jetzige Fund zeigt.

So kam die Entdeckung ans Licht: Jay Fahiri, Astrophysiker am University College London, war auf der Suche nach einer Spektralaufnahme des Sterns "Van Maanen 2", der im Jahr 1917 entdeckt und noch im selben Jahr von Adams auf eine Fotoplatte gebannt wurde. Die alte Aufnahme wurde Fahiri von dem Institut übergeben.
Beobachtung lässt nur einen Schluss zu
Die Fotoplatte mit dem Spektrum des Sterns "Van Maanen 2" aus dem Jahr 1917.
Die Fotoplatte mit dem Spektrum des Sterns "Van Maanen 2" aus dem Jahr 1917.
(Foto: Carnegie Institution for Science)

Als der britische Forscher die Platte genauer untersuchte, machte er die faszinierende Entdeckung: Es zeigte sich ein Muster, das so bei einem Stern dieser Art eigentlich nicht existieren dürfte. In dem Spektrum tauchen sogenannte Absorptionslinien auf. Diese Linien weisen darauf hin, dass es im Umfeld des Sterns schwerere Elemente wie Kalzium, Magnesium oder Eisen gibt. Elemente, die aufgrund ihrer Masse längst im Innern des Sterns hätten verschwinden müssen.

Heute weiß man, was diese Beobachtung bedeutet: Das Vorkommen dieser Elemente im Umkreis eines Weißen Zwergs zeigt die Überreste eines Planetensystems. Weiße Zwerge sind Sterne, die sich in der Endphase ihrer Existenz befinden. Ähnlich wie es in unserem Sonnensystem mit der Sonne einmal der Fall sein wird, werden bei der Entstehung eines Weißen Zwergs die Planeten, die den Himmelskörper umkreisen, zerrissen.
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Unzweifelhaft sind solche Trümmer ein Nachweis für ein Planetensystem um den Weißen Zwerg: "Der Mechanismus, der die Ringe aus Planetentrümmern erzeugt und die Ablagerung in der Atmosphäre des Sterns braucht notwendigerweise den Einfluss der Gravitation voll ausgebildeter Planeten", sagt Fahiri. Er folgert: "Der Vorgang könnte nicht ablaufen, wenn es dort keine Planeten gäbe."

Angesichts der riesigen Datenmengen, die noch unbeachtet im Keller des Carnegie Instituts schlummern, zeigt sich der Direktor der Einrichtung, John Mulchaey, bereit für weitere spektakuläre Funde: "Wir haben tonnenweise Geschichte in unserem Keller herumliegen. Und wer weiß, was wir da künftig noch alles ausgraben werden?"
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Quelle: n-tv.de , fma
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Nasa startet Projekt "Beam" - ISS bekommt aufblasbares Wohnzimmer

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Apr 2016 17:45

ISS bekommt aufblasbares Wohnzimmer.jpg
ISS bekommt aufblasbares Wohnzimmer.jpg (60.23 KiB) 5740-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/ISS-bekommt-a ... 83466.html
Nasa startet Projekt "Beam" - ISS bekommt aufblasbares Wohnzimmer

Die Idee klingt zunächst verrückt: Die Astronauten der Zukunft könnten in kleinen aufblasbaren Kugeln im All leben und arbeiten. Genau diese Vision soll nun wahr werden, ein Testmodul dockt bereits an der Raumstation ISS an.

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"Testballon" für die Raumfahrt: Erstmals hat die US-Behörde Nasa ein aufblasbares Wohnmodul an der Internationalen Raumstation ISS installiert. Mit einem Roboterarm koppelten Experten der Leitzentrale in Houston im US-Staat Texas das zusammengefaltete Modul "Beam" am Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde an.

Das sei ein wichtiger Meilenstein für künftige Weltraummissionen wie eine bemannte Reise zum Mars, sagte ein Nasa-Sprecher in einer Live-Übetragung. Die Nasa erhofft sich von "Beam" Erkenntnisse über Möglichkeiten des Lebens außerhalb der Erde. Die Besatzung der ISS soll "Beam" in den kommenden zwei Jahren mit mehreren Einstiegen in die Kapsel ausgiebig testen. Die Raumfahrer sollen herausfinden, ob die Konstruktion mit ihrer faltbaren Außenhaut Menschen zuverlässig vor kosmischer Strahlung, extremen Temperaturen sowie herumfliegendem Weltraumschrott und Mikrometeoriten schützen kann.

Zunächst muss das Wohn- und Arbeitsmodul jedoch aufgeblasen werden. Wie ein Ballon soll sich die zylinderförmige Kammer aufblähen, wenn Luft in den Hohlraum strömt. Dies solle voraussichtlich im Mai geschehen, hieß es.
Vorbereitung für Marsmission

Unter Experten gilt "Beam" als ein wichtiger Schritt für die Vorbereitung künftiger bemannter Missionen im All zum Mond oder zum Mars. Aufblasbare Wohn- und Arbeitseinheiten könnten die immensen Kosten von Langzeiteinsätzen im Weltraum senken, hofft die Nasa. Durch kompakte Maße und geringeres Gewicht als zum Beispiel schwere Metallkonstruktionen könnten sie helfen, die Zahl der notwendigen Versorgungsflüge für eine Marsmission zu reduzieren.
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Trotz leichter Materialien kommt "Beam" immerhin auf eine Masse von mehr als 1,3 Tonnen. Im verpackten Zustand ist es etwa 2,16 Meter lang und hat einen Durchmesser von 2,36 Metern. Nach dem Aufblasen soll sich der "Testballon" auf eine Länge von rund 4,01 Metern entfalten, bei einem Durchmesser von 3,2 Metern. Damit kommt "Beam" auf ein Volumen von etwa 16 Kubikmetern, was der Größe eines kleinen Zimmers entspricht, wie die Nasa mitteilte.

"Beam" ist ein Projekt der privaten US-Raumfahrtfirma Bigelow Aerospace in Zusammenarbeit mit der Nasa. Die US-Raumfahrtbehörde baut seit Jahren ihre Kooperation mit privaten Unternehmen aus. Ein "Dragon"-Frachter der privaten Firma SpaceX hatte das zusammengefaltete Modul zuvor zur ISS gebracht. Nach der zweijährigen Testphase soll "Beam" von der ISS abgekoppelt werden und beim Absturz auf die Erde in der Atmosphäre verglühen.

Quelle: n-tv.de , ath/dpa
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Sonde "Dawn" mit deutscher Technik - Fotos zeigen Krater auf Zwergplanet C

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2016 12:35

Fotos zeigen Krater auf Zwergplanet Ceres.jpg
Fotos zeigen Krater auf Zwergplanet Ceres.jpg (55.36 KiB) 5711-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Fotos-zeigen- ... 12301.html
Sonde "Dawn" mit deutscher Technik - Fotos zeigen Krater auf Zwergplanet Ceres

Acht Jahre ist die mit deutscher Beteiligung entwickelte Raumsonde "Dawn" inzwischen unterwegs. Nach fünf Milliarden Kilometern hat sie den Zwergplaneten Ceres erreicht. Die nun veröffentlichten Bilder zeigen beeindruckende Details.

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Die mit deutscher Beteiligung gebaute Nasa-Raumsonde "Dawn" hat neue Bilder von hellen Kratern auf dem Zwergplaneten Ceres geschickt. Die Fotos seien aus einer Höhe von 385 Kilometern aufgenommen worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Zu sehen seien der Haulani-Krater mit einem Durchmesser von 34 Kilometern und der Oxo-Krater, der 10 Kilometer im Durchmesser umfasst.

Auf den Bildern sei zu erkennen, dass es Erdrutsche vom Rand des Haulani-Kraters gegeben habe. "Haulani zeigt genau die Eigenschaften, die wir von einem frischen Einschlag auf der Oberfläche von Ceres erwarten würden", sagte Martin Hoffmann vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen, der Teil des Forscherteams der "Dawn"-Mission ist. Hoffmanns Institut hatte Multispektral-Kameras an Bord von "Dawn" entwickelt.
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Der Oxo-Krater scheine teilweise andere Mineralien aufzuweisen als der Rest von Ceres, teilte die Nasa mit. Das müsse aber noch genauer untersucht werden. "Der kleine Oxo scheint einen großen Teil zum Verständnis der oberen Kruste von Ceres beitragen zu können", sagte Forscher Chris Russell.

Die Sonde "Dawn" hatte im vergangenen März nach acht Jahren und fast fünf Milliarden zurückgelegten Kilometern als erster Flugkörper überhaupt die Umlaufbahn eines Zwergplaneten erreicht und umrundet Ceres seitdem. Zuvor hatte die 2007 gestartete Sonde im Rahmen ihrer insgesamt rund 470 Millionen Dollar (etwa 420 Millionen Euro) teuren Mission schon den Asteroiden Vesta besucht. Von der Forschung erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Anfänge unseres Sonnensystems.
Bilderserie
Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten: Ceres gibt Geheimnisse preis Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten Ceres gibt Geheimnisse preis

Quelle: n-tv.de , shu/dpa
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Weltraumschrott bedroht Satelliten - Das All braucht eine Müllabfuhr

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Apr 2016 11:13

Weltraumschrott bedroht Satelliten.jpg
Weltraumschrott bedroht Satelliten.jpg (59.49 KiB) 5686-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Das-All-brauc ... 38521.html
Samstag, 23. April 2016
Weltraumschrott bedroht Satelliten - Das All braucht eine Müllabfuhr

Kleinste Teile werden zur Gefahr: Bei Aufprallgeschwindigkeiten von 36.000 Stundenkilometern entwickelt eine Schraubenmutter die Explosionskraft einer Handgranate. Mehr als 170 Millionen Schrottteile kreisen um die Erde. Wie man aufräumt? Es gibt Ideen.

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Die Internationale Raumstation wiegt rund 420 Tonnen und ist so lang wie ein Fußballfeld: 110 Meter. Dennoch mussten sich die Astronauten an Bord wegen eines gerade mal acht Zentimeter kleinen Trümmerteils im Orbit im Juli 2015 in ihre angedockte Raumkapsel zurückziehen und die Heimreise zur Erde vorbereiten. Das Stückchen Weltraumschrott drohte der Station zu nahe zu kommen, und für ein Ausweichmanöver blieb bei einer Vorwarnung von 90 Minuten keine Zeit.

"Ich bin froh, dass es keinen Einschlag gab", lautete später der trockene Kommentar von US-Astronaut Scott Kelly. Der Rückzug in die Raumkapsel war erst zum vierten Mal seit Bestehen der bemannten ISS im Jahr 2000 nötig, ausweichen musste die Station rund zwei Dutzend Mal. In Zukunft könnte das häufiger auf die Besatzung zukommen.
Alle zehn Jahre eine große Kollision
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Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott: Die Kollisionsgefahr im All wächst Immer mehr Weltraumschrott Die Kollisionsgefahr im All wächst

Der erdnahe Weltraum wird zur Mülldeponie. Um die Erde kreisen außer der ISS etwa 1000 aktive Satelliten, die unerlässlich sind für viele Annehmlichkeiten des Alltags: Internet, Fernsehen, Navigation. Hinzu kommen Interessen von Militär, Wissenschaft und Wirtschaft. Geschätzte 6000 Tonnen Weltraummüll, vom Splitter bis zum defekten Satelliten, bedrohen die teure Technik.

"Alle zehn Jahre ist mit großen Kollisionen zu rechnen, bei denen Trümmer entstehen", warnt Donald J. Kessler, ehemaliger Chef der Abteilung für Weltraummüll bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa. "Schon jetzt wird für einige Satellitenkonstellationen ein Einsatz in einer Höhe von über 1000 Kilometern geplant, um Problemen mit Trümmern zu entgehen."

Neuen Müll zu vermeiden, ist gut, aber nicht genug. Wie räumt man auf? Forscher schlagen kreative Lösungen vor: Satelliten mit Ionen-Strahlern, Roboterarmen, elektrodynamischen Kabeln oder mit Mini-Raketenantrieben für Trümmerteile. Noch ist nichts davon Realität - die Zeit drängt. Eine Kettenreaktion von Zusammenstößen könnte Teile des Orbits auf lange Zeit unbrauchbar machen.
Energie einer explodierenden Handgranate

Derzeit kreisen mehr als 170 Millionen Stücke Schrott größer als ein Millimeter um die Erde, schätzt die Europäische Weltraumagentur Esa. 29.000 davon sind größer als zehn Zentimeter, knapp 750.000 weitere größer als ein Zentimeter. Bei Aufprallgeschwindigkeiten von bis zu 36.000 Stundenkilometern kann schon eine kleine Schraubenmutter die Energie einer explodierenden Handgranate entwickeln. Wegen des Einschlags winziger Lack-Reste mussten Fenster von Space Shuttles ausgewechselt werden. Mehrmals täglich werden 17.000 Objekte neu vermessen, damit Satelliten ausweichen können.

Die Befürchtung: Das Problem könnte sich verselbstständigen. "Wenn nichts getan wird, wird die Region bis 1000 Kilometer langsam immer gefährlicher. Flugkörper bräuchten stärkere Schilde und die Kosten für die Nutzung des Weltraums würden steigen", sagte Nasa-Mann Kessler schon 1978.

Doch stärkere Schilde bedeuten auch: Mehr Masse und Größe und deswegen wiederum ein höheres Risiko für Zusammenstöße. "Große bemannte Raumstationen wie die ISS könnten vollkommen untauglich werden, weil sie auf niedrigen Umlaufbahnen anfälliger für Müll sind, und auf hohen Umlaufbahnen die Strahlung zu stark ist."
Mancher Schrott bleibt Jahrtausende

Die erdnahen Umlaufbahnen zwischen 750 und 800 Kilometern Höhe sind wegen ihrer geringen Kosten begehrt - hier entsteht viel Müll, ebenso wie in den ebenfalls begehrten, 36.000 Kilometern hohen geostationären Lagen, auf denen Satelliten von der Erde aus gesehen stets dieselbe Position haben. Während der Müll in Bahnen unter 600 Kilometern nach wenigen Jahrzehnten absinkt und verglüht, kann er in 800 Kilometern mehr als 100 Jahre bleiben und in den hohen geostationären Lagen sogar Jahrtausende.

"Die Antwort wird das Entfernen von Müll sein, und wir müssen herausfinden, wie wir das tun können", warnte Nasa-Chef Charles Bolden jüngst. Zwei Ansätze sind denkbar: Die vielen kleinen Trümmerteile beseitigen, die Satelliten gefährlich werden - oder die großen Schrottteile, die bei Zusammenstößen Tausende kleine erzeugen. Die Forschung konzentriert sich momentan auf die zweite Methode. Das sind die Ideen:

Ionen-Strahler: Spanische Forscher beschreiben einen Satelliten, der Schrott folgt und mit einem Ionen-Strahler beschießt. Den Modellberechnungen zufolge könnte man so ein fünf Tonnen schweres Trümmerteil innerhalb von sieben Monaten aus der Umlaufbahn drängen.

Mini-Raketenantrieb: Deutsche Forscher schlagen einen Satelliten vor, der Müll packt und einen kleinen Raketenantrieb daran befestigt. Bei einer Mission könnten bis zu fünf Objekte Richtung Erde geschickt werden.

Elektro-Leine: Eine 300 Meter lange Metall-Leine, gespannt zwischen zwei Satellitenteilen, haben japanische Forscher testweise bereits 2014 ins All gebracht. Bei zukünftigen Versionen könnte das mobile, kleinere Ende Müllteile packen und auf eine niedrigere Umlaufbahn bringen. Weil in der Leine - dem sogenannten Tether - Spannung erzeugt wird, soll sich das System äußerst energiesparend im Magnetfeld der Erde bewegen können - wichtig für einen kontinuierlichen Einsatz.
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Bewährte Technik: Kessler bringt das ausrangierte Space Shuttle ins Spiel. Es habe bereits bewiesen, dass es Satelliten einfangen kann. Zwar könnte das Shuttle wegen des begrenzten Treibstoffs bei jeder Mission höchstens ein oder zwei Teile entfernen, die Kosten für den Einsatz dieser "Uralt-Technik" wären aber tragbar, so Kessler.

Elektro-Kleber: Ein entscheidendes Problem ist der Zugriff auf ein umherwirbelndes Trümmerteil. Ein Roboterarm mit einem Greifer könnte dem Objekt eine elektrische Ladung verpassen. Weil der Greifer selbst eine andere hat, soll er viele verschiedene Dinge packen können. Ein US-Start-up hat das System entwickelt.

Boden-Laser: Warum zur Müllentfernung überhaupt ins All? US-amerikanische Forscher schlagen den Beschuss mit Laserstrahlen vom Boden aus vor. Beim Verdampfen kleinster Teile eines Trümmers entstünde Schub, der die Objekte nach und nach abbremsen könnte. Zu teuer, sagen andere: Allein die Photonen von Laserstrahlen könnten kleine Trümmer schon aus einem Kollisionskurs mit anderen drücken. So würden auf Dauer mehr Teile verglühen als entstehen. Das politische Problem: Bei solchen Strahlern könnte der Verdacht auf ein Waffensystem nahe liegen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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In soliden 3 Stunden und 35 Minuten - Tim Peake läuft Marathon in Raumstat

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Apr 2016 18:08

Tim Peake läuft Marathon in Raumstation.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Tim-Peake-lae ... 43201.html
In soliden 3 Stunden und 35 Minuten - Tim Peake läuft Marathon in Raumstation

Gehalten durch Kunststoff-Bänder schafft der britische Astronaut Tim Peake einen Marathon-Lauf im All. Damit erreicht er nicht nur ein persönliches Ziel, sondern unterstützt gleichzeitig eine Wohltätigkeitsorganisation. Einen Eintrag ins Guinness-Buch gibt es noch dazu.

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Tim Peake strahlt übers schweißgebadete Gesicht und hält beide Daumen hoch in die Kamera. Gerade ist der britische Astronaut 42,195 Kilometer unter ungewöhnlichen Bedingungen gelaufen: Der 44-Jährige hat den London-Marathon auf einem Laufband im All beendet. Der Lauf in der Raumstation ISS wurde unter anderem per Live-Schaltung im Astronautenzentrum EAC in Köln überwacht.

Bei der Verbindung ins All nach Zieleinlauf kam der Ton am Boden nicht an. Also rief Peake, der den All-Marathon solide in 3 Stunden und 35 Minuten lief, eben an: "Das war fantastisch heute Morgen." Erleichtert war vor allem sein Trainer Patrick Jaekel vom EAC, der am Morgen noch etwas darum bangte, dass Peake sich beim Lauf nicht verletzt. "Ich bin zufrieden wie ein Trainer das ist, dessen Schützling sein gestecktes Ziel erreicht hat", sagte der Ingenieur und Sportwissenschaftler.
Unterstützung für britische Organisation Prince's Trust

"Tim war absolut stabil. Er hat das solide gemacht, sein Laufstil war toll bis zum Ende", sagte Jaekel. Mehrere Teams des Astronautenzentrums hatten den 44-Jährigen auf seine Langzeitmission Principia und den Marathon vorbereitet. Gegen die Schwerelosigkeit musste Peake beim Lauf ein Gurtgeschirr anlegen, das angekettet an elastische Kunststoff-Bänder ihn auf die Oberfläche des Laufbands zog. Dabei wirkten um die 70 Prozent seines Körpergewichts auf ihn ein.

"Das ist ungefähr wie ein Marathon mit einem 20-Kilo-Rucksack auf den Schultern", verglich Jaekel die Belastung. Auch die Temperatur mit etwa 23 Grad Celsius und hohe Feuchtigkeit seien eine besondere Herausforderung. So sah man Peake auch immer wieder seinen Schweiß mit einem Tuch abwischen.

Mit dem All-Marathon hat Peake nicht nur ein persönliches Ziel erreicht. Er unterstützt damit die britische Organisation Prince's Trust für benachteiligte Jugendliche und darf sich nun auch mit einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde in der Kategorie "Schnellster Marathon im All" bei den Männern rühmen. Die Urkunde übergab der Vorsitzende aller Rekordrichter Marco Frigatti stellvertretend ans EAC-Team in Köln. "Wir wussten, dass er gut vorbereitet war, aber dass er den Marathon so schnell beendet, hatten wir nicht erwartet", sagte Frigatti.
Gut vernetzt mit dem Planeten Erde

Vor Peake hatte US-Astronautin Sunita Williams 2007 den Boston-Marathon im All beendet. Sie brauchte damals 49 Minuten länger. Damit Peake sich beim All-Marathon nicht ganz so allein fühlte, hatte sich sein Team einiges einfallen lassen: "Wir haben eine App hochgeladen, die den Marathon virtuell abbildet und sich mit der Strecke auf dem Laufband synchronisiert", erzählte Trainer Jaekel. Zudem konnte Peak auf einem zweiten Monitor live den Marathon in London verfolgen.
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Er hörte über Kopfhörer auch Musik beim Laufen, 57 Songs querbeet hatte er sich dafür ausgesucht. Peake ist zwar 400 Kilometer über der Erdoberfläche, aber mit dem Planeten Erde ist er gut vernetzt. Über mehrere soziale Netzwerke twittert und postet Peake aus dem All und hat zum Teil mehr als eine halbe Million Follower weltweit. Die Marathon-Mission hat der Vater zweier Söhne zumindest erfüllt. Anfang Juni ist seine Rückkehr auf die Erde geplant. Am Tag 132 seiner Mission, dem Tag nach dem Lauf, geht es aber schon wieder weiter mit dem Sport an Bord, wenn auch nur über aktive Erholung, wie sein Trainer sagt. Die Muskeln müssen im All auf Trab gehalten werden.

Quelle: n-tv.de , Özlem Yilmazer, dpa
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Milliarden Jahre alt - Asteroid aus Zeit der Erdentstehung entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Apr 2016 12:05

Asteroid aus Zeit der Erdentstehung entdeckt.jpg
Asteroid aus Zeit der Erdentstehung entdeckt.jpg (34.93 KiB) 5633-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Asteroid-aus- ... 85136.html
Milliarden Jahre alt - Asteroid aus Zeit der Erdentstehung entdeckt

Astronomen entdecken einen gut erhaltenen Asteroiden aus der Zeit, in der sich die Erde gebildet hat. Er ist "der erste ungebackene Asteroid, den wir beobachten konnten", jubeln die Forscher. Er könnte Hinweise darauf geben, wie das Wasser auf die Erde gekommen ist.

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Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Astronomen haben einen gut erhaltenen Asteroiden im Weltall entdeckt, der ursprünglich aus dem inneren Sonnensystem stammen soll. Das offenbar Milliarden Jahre alte Gesteinsobjekt C/2014 S3 scheint aus der Zeit zu sein, in der sich die Erde gebildet hat, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) in Garching bei München mitteilte.

Ein internationales Team, darunter auch Eso-Forscher, hatte den Asteroiden mit zwei Teleskopen unter die Lupe genommen. C/2014 S3 habe die meiste Zeit weit draußen in unserem Sonnensystem - in der sogenannten Oortschen Wolke - verbracht, schreiben die Wissenschaftler um Karen Meech vom Astronomie-Institut der Universität Hawaii im Fachblatt "Science Advances". Dort ist es unter minus 200 Grad kalt.
"In der besten Tiefkühltruhe konserviert, die es gibt"

"Wir kennen bereits viele Asteroiden, aber sie wurden alle über Milliarden von Jahren in der Nähe der Sonne gebacken. Das ist der erste ungebackene Asteroid, den wir beobachten konnten: Er wurde in der besten Tiefkühltruhe konserviert, die es gibt", sagte Meech. Im Gegensatz dazu hat die Sonneneinstrahlung laut der Eso bei den meisten Himmelskörpern flüchtige Elemente verdampfen lassen und damit die chemische Zusammensetzung geändert.

C/2014 S3 befindet sich der Studie zufolge mehr als doppelt so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Seine lange Umlaufdauer von derzeit etwa 860 Jahren legt dabei nahe, dass der Asteroid erst vor vergleichsweise kurzer Zeit aus der Oortschen Wolke in eine Umlaufbahn geschubst wurde, die ihn näher an die Sonne heranbringt.
Geschätzte 12 Milliarden Tonnen schwer
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Seine Größe können die Wissenschaftler nur sehr vage schätzen. Der Asteroid hat einen Durchmesser zwischen 1 und 2,5 Kilometern. Seine Masse beträgt wohl etwa 12 Milliarden Tonnen, was für einen Asteroiden eher klein ist.

C/2014 S3 könnte laut Eso wichtige Anhaltspunkte liefern, wie sich das Sonnensystem gebildet hat. Den Forschern zufolge könnten Objekte, die noch heute ihre ursprüngliche chemische Zusammensetzung haben, unter anderem Hinweise darauf geben, wie das Wasser auf die Erde gekommen ist.
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Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All Asteroiden, Meteoriten und Kometen

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Erstmals seit 13 Jahren sichtbar - Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Son

Beitragvon Gudrun Graf » 6. Mai 2016 12:44

Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Sonne.jpg
Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Sonne.jpg (8.96 KiB) 5600-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Mini-Planet-M ... 29646.html
Erstmals seit 13 Jahren sichtbar - Mini-Planet Merkur schiebt sich vor Sonne

Von Kai Stoppel

Kosmische Rarität: Nach mehr als einem Jahrzehnt bekommt die Sonne wieder Besuch vom Planeten Merkur. Der von Europa aus sichtbare Transit dauert mehr als sieben Stunden. Bei der Beobachtung ist jedoch größte Vorsicht geboten.

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Es ist ein seltenes kosmisches Ereignis: Am kommenden Montag, 9. Mai, wird der kleinste Planet des Sonnensystems vor dem Zentralgestirn vorbeiziehen - jedenfalls aus Sicht des Beobachters in Europa. Es handelt sich um einen sogenannten Merkur-Transit, der nur 13 bis 14 Mal pro Jahrhundert vorkommt. Und von Deutschland aus war das Ereignis das letzte mal vor fast genau 13 Jahren zu beobachten.
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Merkur ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Während ... ... die Erde einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern hat, misst Merkur nur rund 4880 Kilometer. Damit ist er ... ... nur wenig größer als unser Mond, der hier im Bild zu sehen ist. Von der Erde aus ist Merkur aber längst nicht so gut zu erkennen wie der Mond. Denn von Merkur (hier markiert) trennen uns im Schnitt rund 150 Millionen Kilometer. Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet

Was ist ein Merkur-Transit? Das Phänomen ähnelt einer Sonnenfinsternis. Bei dieser schiebt sich der Mond genau zwischen die Sichtachse von Erde und Sonne. Aus unserer Sicht verdeckt der Mond die Sonne und verdunkelt sie - teilweise sogar komplett. Bei einem Merkur-Transit ist es ähnlich: Der kleine Planet schiebt sich ebenfalls in die Sichtachse zwischen Erde und Sonne. Allerdings ist er viel weiter von der Erde entfernt als der Mond und daher nur als kleiner schwarzer Punkt vor der Sonne wahrzunehmen.

Wie kommt es zu diesem Phänomen? Von der Erde aus gibt es nur zwei Planeten, die einen Transit vollziehen können. Zum einen die Venus, zum anderen der Merkur. Das liegt daran, dass beide Planeten die Sonne in noch engeren Bahnen umkreisen als die Erde. Der Merkur benötigt nur 88 Tage für einen Umlauf um die Sonne, die Erde wird von ihm also mehrmals im Jahr "innen überholt". Allerdings ist die Umlaufbahn des Merkur gegenüber der der Erde etwas geneigt. Ein Transit kann nur beobachtet werden, wenn das "Überholen" in der Nähe einer der beiden Schnittstellen der Planetenbahnen stattfindet. Bei der Venus tritt dies übrigens noch wesentlich seltener ein: Der letzte Durchgang der Venus vor der Sonne war zwar vor gerade mal vier Jahren zu sehen - der nächsten wird aber erst wieder im Jahr 2117 zu sehen sein. Den nächsten Merkur-Transit hingegen findet bereits 2019 statt. Übrigens kommt es ab und zu auch mal vor, dass Venus und Merkur gemeinsam einen Transit vollführen. Allerdings lohnt es sich nicht, darauf zu warten: Das nächste Mal soll es im Jahr 69.163 soweit sein.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Ist der Transit mit dem bloßen Auge sichtbar? Hier ist allergrößte Vorsicht geboten: Um das kleine Merkur-Scheibchen vor der gleißend hellen Sonnenscheibe zu sehen, ist ein besonders ausgerüstetes Teleskop vonnöten. Eine Sonnenfinsternis-Brille reicht nicht aus, da der schwarze Merkur-Punkt zu winzig ist. Auf keinen Fall sollten Astronomiefans durch ein Fernglas ohne Spezialfilter auf die Sonne blicken - das sofortige Erblinden wäre die Folge. Astronomen raten daher, das Ereignis unter Anleitung von Experten zu verfolgen. Gelegenheit dazu bietet sich am Montag reichlich: Bundesweit bieten zahlreiche Volkssternwarten und wissenschaftliche Institute den Sternfreunden Gelegenheit, das Himmelsschauspiel gefahrlos an ihren optischen Geräten zu erleben.

Wie lange wird der Transit andauern? Siebeneinhalb Stunden dauert das Ereignis. Mit kleinen zeitlichen Abweichungen je nach Beobachtungsstandort beginnt der Merkur-Transit um 13.12 Uhr und endet um 20.42 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit.
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Was ist der Merkur eigentlich für ein Planet? Merkur ist der kleinste Planet im Sonnensystem und mit einem Durchmesser von 4880 Kilometern nur etwas größer als der Mond. Zudem ist er der heißeste Planet: Der kraterübersäte Merkur ist im Mittel nur knapp 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und die Temperaturen auf seiner Oberfläche schwanken zwischen plus 427 und minus 173 Grad Celsius. Die Erde hingegen ist bereits 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, was auch zu angenehmeren Temperaturen führt.

Haben bereits Raumsonden den Merkur besucht? Zuletzt hatte die Nasa-Sonde "Messenger" den Merkur besucht und erforscht - als erste Mission seit mehr als 30 Jahren. Sie entdeckte unerwartet starken Vulkanismus, einen ungewöhnlichen Eisenmangel in der Oberfläche und Hinweise auf Wasser. Im Frühjahr 2015 wurde die Messenger-Mission mit einem spektakulären Absturz auf den Planeten beendet. Für das Jahr 2017 ist der Start der europäisch-japanischen Raumsonde BepiColombo geplant. Sie soll zum Merkur reisen und sein Magnetfeld sowie seine geologische Zusammensetzung erforschen.
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Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt: Der erste Blick auf eine fremde Welt Historische Momente der Raumfahrt Der erste Blick auf eine fremde Welt

Quelle: n-tv.de
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Konzept des Hyperteleskops - Wie wir Alien-Planeten sehen könnten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mai 2016 19:32

Wie wir Alien-Planeten sehen könnten.jpg
Wie wir Alien-Planeten sehen könnten.jpg (56.35 KiB) 5572-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-wir-Alien ... 26036.html
Samstag, 07. Mai 2016
Konzept des Hyperteleskops - Wie wir Alien-Planeten sehen könnten

Von Kai Stoppel

Bisher sind irdische Teleskope bei Weitem nicht leistungsstark genug, um den Traum vieler Astronomen zu erfüllen: der Blick auf einen fernen Planeten. Doch ein französischer Forscher hat eine Idee, welche das ändern könnte.

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Es wäre ein Meilenstein der Astronomie: ein Teleskop, leistungsstark genug, um Exoplaneten so zu sehen, wie etwa Astronauten vom Mond aus die Erde sehen - mit Wäldern, Wüsten, Wolken und Ozeanen. Sofern es dort draußen im All noch weitere Planeten wie die Erde gibt. Zwar werden derzeit immer mehr erdähnliche Planeten durch das Weltraumteleskop Kepler im All entdeckt, aber dessen Instrumente liefern nur Zahlenreihen - keine sichtbaren Bilder.
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Um das Problem zu lösen und in naher Zukunft einen Blick auf einen weit entfernten "Alien-Planeten" werfen zu können, schlugen Starastronom Stephen Hawking und der Milliardär Jurij Milner jüngst vor, winzig kleine und sehr leichte Raumschiffe zu einem fernen Stern zu schicken. Nach mehrjähriger Reise sollen diese vor Ort Bilder möglicher Exoplaneten aufnehmen. Denn, so das Argument der Köpfe hinter dem Projekt "Breakthrough Starshot": Wollte man von der Erde aus Exoplaneten etwa um den nahen Stern Alpha Centauri beobachten, müsste dafür ein Teleskop mit einem Spiegel-Durchmesser von rund 300 Kilometern gebaut werden.
Optische Interferometer eröffnen erstaunliche Möglichkeiten

Das scheint unmöglich: Ein 300-Kilometer-Teleskop wäre unglaublich teuer - und wo sollte es aufgebaut werden? Es wäre in etwa so groß wie das Bundesland Bayern. Zum Vergleich: Das im Bau befindliche European Extremely Large Telescope - das größte der Welt - wird einen Spiegel mit 39 Metern Durchmesser haben. Winzig klein im Vergleich. Aber es gibt einen Weg, wie Forscher doch einen Blick auf mögliche außerirdische Wälder, Wüsten und Ozeane werfen könnten. Und zwar von der Erde aus - oder zumindest aus ihrer unmittelbaren Umgebung. Das Zauberwort heißt Interferometrie.
Die einzelnen Teleskope des VLT in Chile können zu einem bis zu 200 Meter großen virtuellen Spiegel zusammengeschaltet werden.
Die einzelnen Teleskope des VLT in Chile können zu einem bis zu 200 Meter großen virtuellen Spiegel zusammengeschaltet werden.
(Foto: http://www.youtube.com/European Southern Observatory (ESO))

Bei der Interferometrie werden mindestens zwei oder mehr kleine Teleskope zu einem großen, virtuellen Teleskop zusammengeschaltet. Gang und gäbe ist diese Methode bereits seit Jahrzehnten bei der Suche nach Radioquellen wie Quasaren im All. Das Very Large Array im US-Bundesstaat New Mexico etwa ist so ein Interferometer. Es besteht aus 27 einzelnen Radioteleskopen, die zu einem gigantischen Teleskop zusammengeschaltet werden. Dieses kann dann einen virtuellen Durchmesser von mehr als 30 Kilometern haben.

Diese Technik lässt sich nicht nur bei der Erfassung von Radiowellen aus dem All anwenden, sondern auch auf sichtbares Licht. Das von der Europäischen Südsternwarte betriebene VLT (Very Large Telescope) Interferometer in Chile tut genau das. Jedes seiner vier Teleskope hat zwar nur einen Spiegeldurchmesser von acht Metern, zusammen mit kleinen Hilfsteleskopen ergeben sie aber einen virtuellen Spiegel mit maximal 200 Metern Durchmesser. Damit kann das VLT den Kopf einer Schraube an der Internationalen Raumstation ISS erkennen, die in etwa 400 Kilometern Höhe fliegt. Allerdings ist das bei Weitem noch nicht genug, um ferne Planeten sichtbar zu machen.
Hyperteleskop im All soll 100 Kilometer Durchmesser haben
Entwurf eines Hyperteleskops im Weltall aus einer Präsentation des Laboratoire pour l'Interférométrie Stellaire et Exoplanétaire.
Entwurf eines Hyperteleskops im Weltall aus einer Präsentation des Laboratoire pour l'Interférométrie Stellaire et Exoplanétaire.
(Foto: https://lise.oca.eu)

Ein Visionär jedoch, der Franzose Antoine Labeyrie, geht mit der optischen Interferometrie noch einen Schritt weiter. Ende der 1990er-Jahre bereits hat er einen Vorschlag unterbreitet, der vielen zunächst nicht umsetzbar erschien, aber über die Jahre an Unterstützung gewinnt. Die Rede ist von einem sogenannten Hyperteleskop. Das ist ein optisches Interferometer wie das VLT, der virtuelle Spiegeldurchmesser soll aber bis zu 100 Kilometer betragen.

Labeyries Hyperteleskop besteht aus vielen einzelnen Spiegeln, die gemeinsam einen Exoplaneten ins Visier nehmen könnten. Dessen Licht wird von vielen Spiegeln zu einem zentralen Detektor reflektiert, an dem sich die Bilder überlagern. Es ergibt sich ein Interferenzmuster aus hellen und dunklen Streifen. Daraus können Astronomen am Computer ein sichtbares Bild des Planeten mit extrem hoher Auflösung errechnen. Zwar wäre eine Installation des Hyperteleskops am Boden möglich - einen kleinen Prototypen haben Labeyrie und sein Team bereits in den Alpen getestet -, aber optimalerweise sollen rund 100 extrem leichte Spiegel ins All transportiert und an einem Lagrange-Punkt in einem rund 100 Kilometer messenden Bereiche angeordnet werden - nach Labeyries Ansicht ausreichend, um entscheidende Details auf fernen Planeten zu erkennen. Der Durchmesser der einzelnen Spiegel soll etwa drei Meter betragen. Fein ausgerichtet werden sollen sie mit Laserstrahlen.
Lagrange-Punkt

An Lagrange-Punkten, auch Librationspunkte genannt, heben sich die Anziehungskräfte zweier Körper - etwa Sonne und Erde - und die Zentripetalkraft ihrer Bewegungen gegenseitig auf. An diesen Stellen herrscht absolute Schwerelosigkeit. Kleinere, masseärmere Objekte werden dann von beiden Körpern mit gleicher Intensität angezogen und verbleiben an diesem Punkt. In der Nähe der Erde gibt es zwei Lagrange-Punkte, jeweils 1,5 Kilometer entfernt, auf einer Achse mit der Sonne.

Der französische Forscher erhofft sich dadurch endlich Bilder von belebten Planeten, auf denen - so hofft er - möglicherweise auch ein "Indian-Summer-Effekt", also das Erröten von Laubbäumen im Herbst, beobachtet werden könnte. Auch wäre eine Messung der Zusammensetzung der Exoplaneten-Atmosphäre denkbar. Würde etwa Sauerstoff nachgewiesen, wäre das ein starker Hinweis auf außerirdisches Leben - vielleicht auch nur in Form von Mikroorganismen, aber immerhin. Im Gegensatz zu den Mini-Raumschiffen von Hawking und Milner wäre das Hyperteleskop wiederverwendbar und könnte ausgebaut werden. Auch andere kosmische Objekte könnte es genauer untersuchen als bisherige Anlagen.
Bisherige Projekte scheiterten an klammen Kassen
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Die nötige Technologie reift nach und nach heran - etwa, was die Ausrichtung von Objekten im Vakuum mittels Laserstrahlen angeht. Einen kleinen Prototypen des Hyperteleskops hat Labeyrie zudem bereits in den französischen Alpen getestet. Und eine Studie aus dem Umfeld des NASA Institute for Advanced Concepts kam zu dem Schluss, dass es dabei keine "physikalischen Unmöglichkeiten" gebe, die das Projekt zwangsläufig scheitern lassen würden.

Die Idee von Weltraum-Teleskopen, die mit Interferometrie arbeiten, ist tatsächlich verlockend und die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Viele Projekte wurden in den vergangenen Jahren angestoßen, allerdings bisher nicht im Bereich des sichtbaren Lichts. Etwa das Infrarot-Teleskop Darwin der Esa, das 2015 an den Start gehen sollte. Oder der Terrestrial Planet Finder der Nasa, der ebenfalls im Infrarotbereich arbeiten sollte. Doch sie alle wurden im Laufe der Jahre entweder eingestellt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Denn den Blick auf fremde Welten verwehren derzeit weniger die technischen Möglichkeiten als die klammen Kassen der Weltraumbehörden.
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Quelle: n-tv.de
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Sonnenfinsternis der anderen Art - Merkurtransit hat begonnen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mai 2016 15:55

Sonnenfinsternis der anderen Art.jpg
Sonnenfinsternis der anderen Art.jpg (19.34 KiB) 5539-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Merkurtransit ... 48246.html
Montag, 09. Mai 2016
Sonnenfinsternis der anderen Art - Merkurtransit hat begonnen

Von Andrea Schorsch

Wieder einmal steht eine Sonnenfinsternis an. Klein ist sie, dafür aber besonders lang. Vom Mittag bis zum Abend zieht Merkur an unserem Zentralgestirn vorbei. Es lohnt sich, das Schauspiel zu verfolgen. Doch es ist mit Warnungen verbunden.

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Die letzte spektakuläre, von Europa aus zu beobachtende Sonnenfinsternis ist noch gar nicht so lange her: Am 20. März 2015 schob sich der Mond von der Erde aus betrachtet so vor die Sonne, dass er diese kurzzeitig komplett verdeckte. Am heutigen Montag steht wieder eine Sonnenfinsternis an, allerdings der anderen Art. Der Mond ist diesmal unbeteiligt. Heute ist es Planet Merkur, der die irdische Sichtachse zur Sonne kreuzt. Um 13.12 Uhr ging es los.
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Merkur ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Während ... ... die Erde einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern hat, misst Merkur nur rund 4880 Kilometer. Damit ist er ... ... nur wenig größer als unser Mond, der hier im Bild zu sehen ist. Von der Erde aus ist Merkur aber längst nicht so gut zu erkennen wie der Mond. Denn von Merkur (hier markiert) trennen uns im Schnitt rund 150 Millionen Kilometer. Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet

Merklich dunkler wird es dadurch bei uns nicht. Dafür ist Merkur einfach zu klein. Als winziger schwarzer Punkt zieht er vor der Sonnenscheibe entlang; so winzig, dass er mit bloßem Auge von der Erde aus nicht erkennbar sein wird. Merkur ist zwar nah dran an der Sonne – er ist der sonnennächste Planet. Aber während das Zentralgestirn einen Durchmesser von 1.390.000 Kilometern hat, beträgt der von Merkur gerade einmal 4879 Kilometer.
Ohne Spezialfilter geht es nicht!

Entsprechend lange dauert es, bis der Winzling die Sonnenscheibe passiert hat: Das Schauspiel lässt sich über gut sieben Stunden hinweg verfolgen – durch ein Teleskop mit mindestens 50-facher Vergrößerung. Wichtig: Das Teleskop muss unbedingt mit dem für eine Sonnenfinsternis nötigen Filter versehen sein.
(Foto: VdS http://www.sternfreunde.de)

"Es ist unerlässlich, die Augen durch geeignete Filter bei der direkten Beobachtung der Sonne zu schützen", warnen Sternwarten. Ein Teleskop verstärkt das Licht. Ohne den speziellen Schutzfilter wirkt es auf das Auge wie ein Brennglas. Weder eine Sonnenbrille noch die Spezialbrille von der letzten Sonnenfinsternis können da Abhilfe schaffen. Das kann nur ein Sonnenfilter.

Wer Merkur vor der Sonne beobachten will, muss also entsprechend ausgerüstet sein – oder das Angebot einer Sternwarte nutzen. Das geht auch nach Feierabend noch: Um 16:56 Uhr hat Merkur gerade mal die Hälfte seines Weges an der Sonne vorbei zurückgelegt. Erst um 20.40 Uhr ist es geschafft, dann löst sich der kleine Planet vom Sonnenrand – und die Sonne geht unter. Falls es mit der Sternwarte vor Ort nicht klappt: Es gibt auch Livestreams - etwa hier oder hier.
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Verpasst man das kosmische Spektakel trotzdem, sind dreieinhalb Jahre Geduld gefragt: Am 11. November 2019 bietet sich in Mitteleuropa die nächste Beobachtungsmöglichkeit. Weitere Termine sind im November 2032, im November 2039 und im Mai 2049. Ein Merkurtransit ist so selten nicht. Durchschnittlich kommt er in einem Jahrhundert ein dutzendmal vor. Weitaus weniger häufig geschieht es, dass die Venus von der Erde aus sichtbar an der Sonne vorbeizieht. Zwar bot sich sowohl 2004 als auch 2012 die Gelegenheit, einen Venustransit zu verfolgen, doch wer diese Möglichkeiten ungenutzt ließ, geht leer aus. Der nächste Venustransit findet erst 2125 statt.

Noch seltener ist die Konstellation, bei der Merkur und Venus zusammen vor der Sonne zu sehen sind. Das geschieht weder in den nächsten 100 noch in den nächsten 1000 Jahren, nicht einmal in den nächsten 10.000. Erst im Jahr 69163 ereignet sich dieser außergewöhnliche Simultan-Transit. Und dann dauert es mehr als 155.000 Jahre, bis es wieder so weit ist: Die Menschheit – sofern es sie dann noch gibt – schreibt dann das Jahr 224508. Begnügen wir uns also mit dem Merkurtransit. Der ist phänomenal genug.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de
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Mehr als 1200 Exoplaneten bestätigt - Die lange Suche nach der zweiten Erd

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mai 2016 18:30

Die lange Suche nach der zweiten Erde.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Die-lange-Suc ... 69746.html
Mittwoch, 11. Mai 2016
Mehr als 1200 Exoplaneten bestätigt - Die lange Suche nach der zweiten Erde

Von Andrea Schorsch

Es klingt sensationell: 1284 ferne Planeten soll Weltraumteleskop Kepler ausfindig gemacht haben - zusätzlich zu 984 bereits bekannten. Einige befinden sich in der bewohnbaren Zone ihres Sternsystems. Doch was darf man daraus schließen?

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Wenn von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems die Rede ist, stehen schnell Fragen im Raum: Gibt es die Erde 2.0, auf der so lebensfreundliche Bedingungen herrschen wie bei uns? Ist sie womöglich bewohnt? Und wird es irgendwann möglich sein, diesen Exoplaneten zu besuchen?

Seit 2009 ist Kepler unterwegs, um ferne Planeten ausfindig zu machen. 4302 potentielle Kandidaten hat das Weltraumteleskop gefunden. 984 davon sind schon länger als Exoplaneten bestätigt. Nun meldet die Nasa, dass es sich auch bei 1284 weiteren Kepler-Kandidaten um Planeten handelt. Eine beachtliche Zahl – die, wie Astronom Florian Freistetter in seinem vielbeachteten Blog erläutert, auf Wahrscheinlichkeiten beruht. Denn um sicher zu gehen, dass das, was Kepler gesehen hat, tatsächlich Planeten sind, wären in jedem einzelnen Fall weitergehende Analysen von der Erde aus notwendig. Die sind jedoch meist gar nicht möglich. Der Grund: Die bislang verfügbaren Teleskope sind einfach nicht stark genug. Zwangsläufig begnügt man sich daher mit Wahrscheinlichkeiten.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Hintergrund ist folgender: Kepler sieht, wie sich ein Stern kurzzeitig ein wenig verdunkelt. Das ist der Moment, der Astronomen aufmerken lässt, denn die Verdunkelung könnte von einem um den Stern kreisenden Planeten herrühren - ganz wie beim Merkurtransit Anfang dieser Woche. Allerdings können auch andere kosmische Vorgänge zu plötzlichen Verdunkelungen führen. Astronomen berechnen daher aus verschiedenen Daten, wie wahrscheinlich es ist, dass ein vorbeiziehender Planet die Ursache für Lichtschwankungen ist. Liegt die Wahrscheinlichkeit bei mehr als 99 Prozent, gilt der Planet als bestätigt. Das war nun, wie die Nasa uns wissen lässt, 1284 Mal der Fall.
Planeten in der bewohnbaren Zone

Es ist die US-Weltraumbehörde selbst, die von der "Entdeckung" von Exoplaneten den Bogen schlägt zu der Frage, ob wir allein sind im Universum oder nicht. Diese Frage lässt sich natürlich auch nach Bekanntgabe von 1284 "neuen" Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nicht beantworten. Zwar sind 550 dieser Exoplaneten, so die Nasa, Gesteinsplaneten wie die Erde (ihre Größe lässt darauf schließen). Und von diesen 550 terrestrischen Himmelskörpern befinden sich 9 in der bewohnbaren Zone ihrer Sonne. Doch das allein ist noch nicht aussagekräftig.

Was es bedeutet? 9 Exoplaneten – sowie 12 weitere, die man schon vorher kannte, also 21 insgesamt – ziehen ihre Bahnen so nah um ihren Stern, dass auf ihnen möglicherweise vorhandenes Wasser nicht dauerhaft gefriert. Die Planeten bekommen von ihrer jeweiligen Sonne genug Wärme ab. Gleichzeitig sind sie von diesem Stern aber so weit entfernt, dass Wasser nicht verdampfen würde. Planeten in der bewohnbaren Zone sind wohltemperiert – ähnlich wie die Erde. Falls es Wasser auf ihnen gibt, wäre es also flüssig. Das gilt als unabdingbare Voraussetzung für Leben.
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Allerdings muss für Leben noch weit mehr gegeben sein als die optimale Distanz zum Stern. Auf Exoplanet Gliese 581c etwa dürften die Temperaturen vielversprechend sein, aber immer wieder kommt es dort zu Ausbrüchen von Röntgenstrahlung in tödlicher Dosis. Nach irdischen Maßstäben – und die gelten Forschern als Modell – ist Gliese 581c also alles andere als lebensfreundlich.
Der optimale Abstand ist nicht alles

Florian Freistetter wird nicht müde, in seinem Blog zu betonen: "Nur weil ein Planet so groß wie die Erde ist und sich im richtigen Abstand von seinem Stern befindet, folgt daraus nicht, dass dort auch die gleichen Bedingungen herrschen wie bei uns!" Einige der vielen anderen Eigenschaften, von denen lebensfreundliche Bedingungen abhängig sind, nennt Freistetter: Da wären zum Beispiel Atmosphäre, Masse, Magnetfeld, etwaige Monde, die Entstehungsgeschichte sowie die planetare Aktivität zu berücksichtigen. Doch all diese Parameter bleiben uns bei Exoplaneten unbekannt. "Um herauszufinden, wie die Bedingungen auf einem anderen Planeten sind, müssen wir auf die nächste Generation der Teleskope warten", so Freistetter.
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Dennoch entwirft die Nasa bereits fleißig Reiseplakate für einen Urlaub auf Exoplaneten – mit einem Augenzwinkern, freilich. Kepler-186f scheint attraktiv zu sein. Er ist rund 490 Lichtjahre von der Erde entfernt und zieht im Sternbild Cygnus seine Bahnen um den Roten Zwerg Kepler-186. Sein Zentralgestirn ist damit deutlich kälter als unsere, aber immer noch warm genug für Temperaturen über dem Gefrierpunkt. Das Licht ist in den rötlichen Bereich verschoben. Sollte es Pflanzen auf Kepler-186f geben, wäre ihre Photosynthese möglicherweise davon beeinflusst. Grünpflanzen wären es dann nicht, sie wären wohl eher rot. Tatsächlich eine andere Welt.
Acht Jahre Reisezeit zu Kepler-452b

Vergangenen Sommer sorgte zudem Kepler-452b für Furore. Er gilt als eine Art größerer und älterer Cousin der Erde. Sowohl seinen Stern als auch den Planeten gibt es schon 1,5 Milliarden Jahre länger als unsere Sonne und die Erde. Die Zeit für die Entwicklung von Leben wäre auf Kepler-452b also gegeben. Ob auch alle anderen Voraussetzungen erfüllt sind, ist ungewiss.

Und wie steht es um einen Ausflug zu Kepler-452b? Wird der irgendwann möglich sein? Kepler-452b ist 1400 Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit den Raumfahrzeugen von heute wäre man mindestens 30 Millionen Jahre unterwegs. Doch angenommen, es gäbe einst Raumschiffe, die sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durchs All bewegen, dann vergingen für die Besatzung nur acht Jahre, bis sie auf Kepler-452b ankäme. Das klingt überschaubar - gilt aber ausschließlich für diejenigen, die im Raumschiff unterwegs sind. Auf der Erde bleibt es dabei: Dort sind in derselben Zeit 1400 Jahre vergangen.
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Quelle: n-tv.de
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Beobachtungen widerlegt - Rätselhafter "Alien-Stern" wird nicht dunkler

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Mai 2016 19:04

Beobachtungen widerlegt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Raetselhafter ... 69211.html
Beobachtungen widerlegt - Rätselhafter "Alien-Stern" wird nicht dunkler

Von Fabian Maysenhölder

Aus dem Stern KIC 846285 werden Astronomen nicht schlau. Beobachtungen, die eine Theorie um Außerirdische befeuert hatten, sind nicht stichhaltig - das zeigt eine Studie. Des Rätsels Lösung steht noch aus.

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Kein Himmelskörper hat in den letzten Monaten für so viel Trubel gesorgt wie der Stern KIC 8462852. Zuerst beobachtete das Weltraumteleskop Kepler Lichtschwankungen, die sich niemand erklären kann. Das rief die wildesten Spekulationen hervor, selbst seriöse Wissenschaftler brachten außerirdische Konstruktionen ins Gespräch, die das Licht absorbieren könnten. Man begann, nach Radiosignalen zu suchen - erfolglos. Im Januar schließlich machte eine neuerliche Untersuchung alles noch undurchschaubarer: Der US-Astronom Bradley Schaefer von der Lousiana State University stellte fest, dass der Stern im Laufe der vergangenen 100 Jahre rund ein Fünftel seiner Helligkeit verloren haben soll.
Fabian Maysenhölder

Fabian Maysenhölder ist Redakteur für Aktuelles und im Wissens-Ressort bei n-tv.de. Er schreibt vorwiegend über gesellschaftliche und naturwissenschaftliche Themen.
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Warum, war unklar. Theorien über eine außerirdische Zivilisation wurden weiter befeuert. Ist der Helligkeitsverlust vielleicht ein Hinweis darauf, dass Aliens dort tatsächlich im vergangenen Jahrhundert eine Konstruktion um den Stern - eine sogenannte Dyson-Sphäre - errichtet haben? Das könnte erklären, warum uns der Stern immer dunkler erscheint.

Nach Schaefers Veröffentlichungen beschlossen auch der deutsche Astronom Michael Hippke und der US-Astrophysiker Daniel Angerhausen, sich mit der Sache auseinanderzusetzen. "Unser Gedanke war: Wenn das stimmt, wäre es das größte Ding der Geschichte", schreibt Hippke auf dem amerikanischen Blog "Centauri Dreams" über seine Motivation. Man habe also angefangen, selbst nachzuforschen. "Wir haben die Kepler-Daten überprüft, die waren hieb- und stichfest", so Hippke. Anders jedoch sieht es mit den Daten aus, die Schaefer präsentiert hatte: der angebliche Helligkeitsverlust im letzten Jahrhundert. Dort wiesen Hippke und seine Kollegen Unstimmigkeiten nach. Ihre Erkenntnisse wurden nun im renommierten "Astrophysical Journal" veröffentlicht.
Instrumente ändern sich, der Stern nicht

Das Fazit ist ernüchternd: "Die Ergebnisse der neuen Studie zeigen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, das KIC 8462852 die Heimat einer weit fortgeschrittenenen Alien-Zivilisation ist, die Stück für Stück eine Dyson-Sphäre um den Stern errichten", heißt es in einer Mitteilung der Vanderbilt-Universität, deren Forscher an der Studie beteiligt waren. Und nicht nur das: Die nun veröffentlichte Studie zeigt, dass Schaefers Beobachtungen von einer stetigen Verdunkelung des Sterns schlicht nicht haltbar sind.

Die Forscher analysierten die Helligkeitsveränderungen von vergleichbaren Sternen im selben Zeitraum. Sie nutzten dafür dieselbe Datenbank wie Schaefer für seine Erkenntnisse über den mysteriösen Alien-Stern. Dabei stellten sie fest: Auch bei den Vergleichssternen zeigen sich Lichtschwankungen. "Das deutet darauf hin, dass der Helligkeitsabfall mit Veränderungen der Messinstrumente zu erklären ist - und nicht mit Veränderungen in der Helligkeit des Sterns."
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Was bedeutet das aber nun für unser Wissen über den rund 1500 Lichtjahre entfernten KIC 8462852? Der Himmelskörper bleibt ein Rätsel, auch wenn er in den vergangenen 100 Jahren nicht an Helligkeit verloren hat. Die kurzzeitigen Lichtschwankungen, die Kepler beobachtet hat - und die den Stern in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hatten - sind real. Und nach wie vor nicht zufriedenstellend zu erklären. Teleskope, mit denen wir einfach nachschauen könnten, was diese Schwankungen verursacht, existieren nicht.

Momentan bleibt nur eines: abwarten. Mehrere Forschungsprojekte befassen sich derzeit mit dem merkwürdigen Stern. Möglicherweise wissen wir durch die Beobachtung und Analyse weiterer Lichtschwankungen bald genauer, was für ein Objekt ihn umkreist. Bis dahin bleibt das Rätsel um KIC 8462852 ungelöst.

Quelle: n-tv.de
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Kepler-1229b ein heißer Anwärter Auf diesen Planeten könnte es Leben geben

Beitragvon Gudrun Graf » 23. Mai 2016 11:01

Auf diesen Planeten könnte es Leben geben.jpg
Auf diesen Planeten könnte es Leben geben.jpg (9.11 KiB) 5423-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Auf-diesen-Pl ... 38536.html
Sonntag, 22. Mai 2016
Kepler-1229b ein heißer Anwärter
Auf diesen Planeten könnte es Leben geben


Von Kai Stoppel

Mehrere tausend Planeten sind bereits in den Tiefen des Alls entdeckt worden. Könnte es auf einem von ihnen tatsächlich Leben geben? In Puerto Rico wird Buch geführt über die tauglichsten Kandidaten. Eine neuer ist gerade hinzugekommen.

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Die Anforderungen an einen von Pflanzen und Tieren bevölkerten Planeten scheinen streng zu sein. Jedenfalls mit Blick auf unser eigenes Sonnensystem: Von acht Planeten sind nur vier aus Gestein, sodass man auf ihrer Oberfläche überhaupt stehen kann. Davon wiederum ist nach bisherigen Erkenntnissen nur einer belebt: die Erde. Keine gute Ausbeute. Aber es macht auch deutlich: Wenn es auf einem anderen Planeten in den Tiefen des Alls Leben geben sollte, muss dieser schon starke Ähnlichkeit mit der Erde aufweisen.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Das sehen auch viele Astronomen so. Eine Rangliste der wahrscheinlichsten Kandidaten für einen solchen erdähnlichen Planeten hält man an der Universität von Puerto Rico stets auf dem neusten Stand. Dieser "Katalog der bewohnbaren Exoplaneten" untersucht nur Planeten, die sich in der habitablen Zonen um ihren Heimatplaneten befinden. Also jenem Bereich, in dem es warm genug ist, damit Wasser in flüssiger Form vorkommt, aber nicht zu warm, dass es verdunsten würde. Denn ohne flüssiges Wasser, da sind sich die meisten Astronomen sicher, ist kein Leben möglich.

Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: Er definiert die Ähnlichkeit eines Exoplaneten zur Erde was seine Masse, Größe und die Intensität des Sternenlichts angeht, dem er ausgesetzt ist. Zusammen ergeben diese Faktoren den sogenannten Earth-Similarity-Index (ESI). Also auf Deutsch etwa den Erde-Ähnlichkeits-Index. Beispielsweise sollte die Temperatur an der Oberfläche ausreichend hoch sein, damit Pflanzen und Phytoplankton - Algen und Cyanobakterien - sprießen können. Denn sie gelten als Grundlage einer Nahrungskette, die letztendlich auch höhere Lebensformen ermöglicht.
Neuer Exoplanet in Top 10 der Kandidaten für die Erde 2.0
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Mit der Entdeckung von mehr als 1200 Exoplaneten durch das Weltraumteleskop Kepler vor einigen Tagen kam wieder Bewegung in diese Rangliste. Ein neuer Kandidat schob sich in die Top Zehn der Planeten, die möglicherweise Leben beheimaten. Es handelt sich um den Planeten mit dem Namen Kepler-1229b. Er befindet sich in der habitablen Zonen um seinen Heimatstern, einem roten Zwerg. Auch in anderer Hinsicht ist Kepler-1229b der Erde sehr ähnlich. Er ist etwa nur etwas größer, sein Durchmesser dürfte bei rund 17.900 Kilometern liegen - etwa 5200 Kilometer mehr als unser Heimatplanet. Bei der Masse sind sich die Forscher noch nicht ganz sicher. Sie könnte in etwa der der Erde entsprechen, aber auch bis zu zehnmal größer sein.

Allerdings dürfte es auf dem rund 770 Lichtjahre entfernten Planeten durchschnittlich kühler als auf der Erde sein, was eher gegen komplexes Leben spricht. Genau kann man das jedoch nicht sagen, da die Temperatur auf der Oberfläche auch von der Beschaffenheit der Atmosphäre des Planeten abhängt. Ob es überhaupt eine gibt und wie sich diese zusammensetzt, weiß man jedoch nicht. Für Kepler-1229b wird - ohne Atmosphäre - eine Durchschnittstemperatur von minus 60 Grad angenommen. Eisig kalt, aber mit einer Atmosphäre und einem gewissen Treibhauseffekt könnten die Temperaturen höher liegen. Beispielsweise läge die Durchschnittstemperatur der Erde ohne Atmosphäre bei minus 18 Grad statt den heutigen plus 15 Grad.

Kepler-1229b liegt mit einem ESI-Wert von 0,73 nur auf Platz fünf der zehn möglicherweise lebensfreundlichsten bisher entdeckten Exoplaneten. Zum Vergleich: Unser roter Nachbar im All - der Mars - weist einen höheren Wert von 0,8 auf. Zwar gibt es bisher keinerlei Anzeichen für heutiges Leben auf dem Mars. Jedoch schließen Wissenschaftler nicht aus, dass der Mars vor Millionen von Jahren eine lebensfreundliche Oberfläche bot.
Bisheriger Hoffnungsträger aus dem Rennen "gepustet"

An der Spitze der Rangliste der möglicherweise bewohnbaren Exoplaneten stehen jedoch zwei andere Kandidaten, die eine noch höhere Ähnlichkeit zur Erde aufweisen als Kepler-1229b und Mars. Bei dem einen handelt es sich um Kepler-442b, rund 1100 Lichtjahre von der Erde entfernt. Sein ESI-Wert beträgt 0,84 und macht den Exoplaneten zu einem der Orte im Universum, an dem außerirdisches Leben am wahrscheinlichsten ist. Der im vergangenen Jahr als mögliche zweite Erde gehandelte Exoplanet Kepler-452b findet sich hingegen nicht in den Top Zehn wieder - bei ihm ist nicht wirklich sicher, ob es sich tatsächlich um einen Gesteinsplaneten mit einer festen Oberfläche handelt oder doch um einen kleinen Gasplaneten.
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Das größte Potenzial für den Titel Erde 2.0 hat der Spitzenreiter der Rangliste: Gliese 667Cc aus dem Sternbild Skorpion. Er ist einer von zwei Planeten um den Stern Gliese 667C, der wiederum zu einem Dreifachsternsystem gehört. Auch er weist einen ESI-Wert von rund 0,84 auf, ist wahrscheinlich aber mehr als viermal so schwer wie die Erde. Sein Durchmesser könnte leicht größer bis doppelt so groß wie der der Erde sein - der Planet gilt als sogenannte Supererde. Was am meisten für ihn spricht: Die Temperaturen auf seiner Oberfläche sind denen der Erde wohl am ähnlichsten. Und sollte auf dem Exoplaneten einmal außerirdisches Leben entdeckt werden - mit einer Entfernung von rund 22 Lichtjahren zur Erde liegt er vergleichsweise nah.

Der Exoplanet mit dem bisher höchsten ESI-Wert aber ist Kepler-438b. Er beträgt 0,88, was den 473 Lichtjahre entfernten Exoplaneten zeitweise zum Hoffnungsträger für eine mögliche zweite Erde machte. Kepler-438b ist vom Durchmesser her nur wenig größer als die Erde, seine Masse dürfte ebenfalls ähnlich sein, zudem liegt er in der habitablen Zone. Allerdings leidet der Planet unter starken Eruptionen seines Heimatsterns, wie Forscher herausfanden. Denn er kreist vergleichsweise nah um diesen herum, sechsmal näher als der Erde um die Sonne. Gewaltige Eruptionen des Sterns dürften die Atmosphäre von Kepler-438b daher bereits weggepustet haben.

Quelle: n-tv.de
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Praxis-Test im All - Aufblasen von ISS-Wohnmodul geht schief

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mai 2016 19:02

Aufblasen von ISS-Wohnmodul geht schief.jpg
Aufblasen von ISS-Wohnmodul geht schief.jpg (26.96 KiB) 5375-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Aufblasen-von ... 90961.html
Freitag, 27. Mai 2016
Praxis-Test im All - Aufblasen von ISS-Wohnmodul geht schief

Eines Tages sollen Menschen auf Mond und Mars wohnen. Dafür sollen ISS-Raumfahrer schon einmal das Wohnmodul "Beam" testen. Doch der Versuch schlägt fehl. Das 16 Millionen Euro teure Konstrukt funktioniert nicht wie gedacht.

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Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der Internationalen Raumstation ISS ist fehlgeschlagen. Das neuartige Modul mit dem Namen "Beam", das an die Raumstation angekoppelt ist, blies sich nicht zur vollen Größe auf, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Der Versuch wurde nach mehreren Stunden abgebrochen.
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Während seine fünf Kollegen schliefen, fotografierte Astronaut Alexander Gerst, wie es nachts auf der Internationalen Raumstation ISS aussieht. Sechs Monate war Gerst auf der ISS. Die Fotos fangen eine gespenstische Stimmung in einer Umgebung volller Stille ein. Das Geisterhafte lässt an die "Alien"-Filme denken. Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

"Beam" wurde vom Privatunternehmen Bigelow Aerospace im Auftrag der Nasa zu einem Preis von 18 Millionen Dollar (rund 16 Millionen Euro) entwickelt und wird nun erstmals im All getestet. Nach dem ursprünglichen Zeitplan, der nun infrage gestellt ist, sollten erstmals am kommenden Donnerstag Astronauten in das 1,4 Tonnen schwere rechteckige Modul hineinschweben.

Während des nun erfolgten zweistündigen Tests, den der US-Astronaut Jeff Williams in Zusammenarbeit mit dem Kontrollzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas vornahm, blies sich das Modul nach Angaben der Nasa jedoch gerade einmal ein paar Zentimeter in Länge wie Breite auf. Bei voller Größe ist "Beam" vier Meter lang und 3,23 Meter breit.
Zweiter Versuch wurde abgeblasen

Ein zunächst für Freitag in Aussicht gestellter zweiter Versuch wurde abgeblasen. Stattdessen will die Nasa bei einer Pressekonferenz die Probleme erläutern, die bei einer Untersuchung des aus der extrem belastbaren Kunstfaser Kevlar bestehenden Moduls genauer festgestellt werden sollen.
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Aufblasbare Module sollen nach den Plänen von Nasa und Bigelow Aerospace in künftigen Jahrzehnten als Wohnräume für Astronauten auf dem Mond oder Mars dienen. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie beim Transport nur wenig Raum brauchen.

Allerdings ist noch ungeklärt, ob ein Modul wie "Beam" die Astronauten ausreichend gegen die hochintensive Sonnenstrahlung und die extremen Temperaturschwankungen im All sowie gegen herumfliegenden Weltraumschrott schützen könnte. Im Inneren von "Beam" sind Sensoren installiert, die die Strahlung messen. Diese Messdaten sollen regelmäßig von den ISS-Astronauten eingesammelt werden.

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
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Eispanzer bedeckt Nachbarplaneten - Auf dem Mars gab es eine Eiszeit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Mai 2016 11:24

Auf dem Mars gab es eine Eiszeit.jpg
Auf dem Mars gab es eine Eiszeit.jpg (36.25 KiB) 5344-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Auf-dem-Mars- ... 83066.html
Eispanzer bedeckt Nachbarplaneten - Auf dem Mars gab es eine Eiszeit

Die Erkenntnis kann von Bedeutung für eine bemannte Mars-Mission sein: Forscher weisen eine frühere Eiszeit auf dem Roten Planeten nach. Die Untersuchung hilft auch dabei, zu erkunden, wann das Mars-Klima mild genug für die Entwicklung von möglichem Leben war.

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Klimawandel gibt es auch auf unserem Nachbarplaneten Mars. Am Nordpol des Roten Planeten haben Forscher Belege für eine Eiszeit gefunden, die bis vor rund 370.000 Jahren angedauert hat. Seitdem haben sich am Mars-Nordpol rund 87.000 Kubikkilometer Eis abgelagert - genug, um den gesamten Planeten mit einem 60 Zentimeter dicken Eispanzer zu bedecken, berichtete das Team um Isaac Smith vom Southwest Research Institute in Boulder (US-Staat Colorado) im Fachblatt "Science".

Die Beobachtung stützt Theorien, die Eiszeiten auf dem Mars postuliert haben. Wie auf der Erde verändern langfristige Schwankungen in der Umlaufbahn und der Achsneigung das Klima auf dem Roten Planeten. Während die Neigung der Erdachse allerdings lediglich um etwa zwei Grad schwankt, sind es bei der Mars-Achse bis zu 60 Grad, wie die Forscher betonen.
Mild genug für Entwicklung von Leben?

"Da das Klima auf dem Mars mit den größeren Änderungen der Achsneigung variiert und sich das Eis mit jedem Umschwung unterschiedlich verteilt, dürfte der Mars in der Vergangenheit ganz anders ausgesehen haben als heute", erläuterte Smith in einer Mitteilung seines Instituts. Die Untersuchung könnte daher auch helfen zu erkunden, wann das variable Mars-Klima mild genug für die Entwicklung von möglichem Leben war.

Die Wissenschaftler hatten mit der Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) der US-Raumfahrtbehörde Nasa die Polkappen des Roten Planeten untersucht. Mit dem MRO-Radar konnten sie dabei tief ins Eis hineinblicken. Während die Südpolkappe relativ klein und von Meteoriteneinschlägen verändert ist, ließen sich am Nordpol einzelne Eisschichten identifizieren.
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"Radarbeobachtungen der Eiskappe liefern eine detaillierte Historie der klimawandelbedingten Ansammlung und Abtragung von Eis", berichtete Smith. "Wir haben eine beschleunigte Eisablagerung in den oberen 100 bis 300 Metern der Polkappe beobachtet." Dieses Eis war während der vorangegangenen Eiszeit vermutlich in gemäßigteren Breiten des Roten Planeten verteilt, mit dem Ende der Eiszeit jedoch geschmolzen und hat sich schließlich an der kühlen Polkappe gesammelt.
Mars als "vereinfachtes Labor" für Erde

Mit den Ergebnissen hoffen die Forscher, Klimamodelle für den Mars zu verbessern, die unter anderem den Eistransport zwischen den Polen und mittleren Breiten während der Klimazyklen auf dem Roten Planeten beschreiben. Die Untersuchung sei damit auch von Bedeutung für eine mögliche bemannte Mission zum Mars, betonte Smith. "Wasser wird eine entscheidende Ressource für einen Mars-Außenposten sein."

Darüber hinaus helfe die Beobachtung der irdischen Klimaforschung. "Da der Mars derzeit keine Ozeane besitzt, stellt er eine Art vereinfachtes Labor dar, um die Klimawissenschaft auf der Erde nachzuvollziehen."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Spur zum Ursprung des Lebens . "Rosetta" findet Aminosäure auf Tschuri

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Mai 2016 11:45

Spur zum Ursprung des Lebens.jpg
Spur zum Ursprung des Lebens.jpg (62.21 KiB) 5318-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Rosetta-finde ... 96131.html
Spur zum Ursprung des Lebens . "Rosetta" findet Aminosäure auf Tschuri

Wie entstand Leben auf der Erde? Bislang gibt es hierzu nur konkurrierende Theorien. Die jüngste Entdeckung der Raumsonde "Rosetta" stützt nun eine von ihnen. Demnach sind Bausteine des Lebens aus den Tiefen des Alls auf die Erde geregnet.

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Die europäische Raumsonde "Rosetta" hat auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko die Aminosäure Glycin nachgewiesen. Diese Beobachtung stütze die Vorstellung, dass Schlüsselzutaten des Lebens mit Kometen auf die junge Erde geregnet sein könnten, schreiben Forscher um Kathrin Altwegg von der Universität Bern im Fachblatt "Science Advances". Neben der Aminosäure entdeckten die Wissenschaftler in "Tschuris" Staubhülle auch die Glycin-Vorläufermoleküle Ethylamin (C2H7N) und Methylamin (CH5N) sowie das Element Phosphor, das verschiedene lebenswichtige Funktionen im Organismus übernimmt, unter anderem im "Rückgrat" des Erbmoleküls DNA.

Aminosäuren gelten als Bausteine des Lebens, weil aus ihnen die Eiweißmoleküle (Proteine) in unserem Körper bestehen. Glycin (C2H5NO2) ist die kleinste der proteinbildenden Aminosäuren. Sie kommt in fast jedem Protein vor und hat darüber hinaus Bedeutung für den Stoffwechsel. Seit langem diskutieren Forscher, ob die Bausteine des Lebens aus dem All auf die Erde gelangt sein können. Dafür spricht der Nachweis zahlreicher organischer (Kohlenstoff-)Verbindungen in interstellaren Gaswolken und auf Kometen.
Wissenschaftliche Premiere
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So haben Forscher mehr als 25 verschiedene Moleküle in den Staubhüllen verschiedener Schweifsterne identifiziert. Glycin war nach Angaben der Berner Wissenschaftler bislang jedoch nicht dabei. Auch in den besonders gründlich untersuchten Kometen Hale-Bopp und Hyakutake habe sich die Aminosäure nicht nachweisen lassen. Zwar habe die Sonde "Stardust" 2006 Staub vom Kometen Wild-2 zur Erde zurückgebracht, in dem sich Spuren von Glycin fanden. Es habe damals jedoch Probleme mit einer irdischen Verunreinigung der Probe gegeben. Die Entdeckung bei "Tschuri" bestätige nun die "Stardust"-Ergebnisse, dass Glycin auch auf Kometen vorkomme.

"Rosetta" begleitet "Tschuri" seit Sommer 2014. Das Team um Altwegg hatte mit einem sogenannten Massenspektrometer an Bord der Sonde den Staub aus der Kometenhülle, der Koma, analysiert, als "Tschuri" sich im Sommer 2015 seinem sonnennächsten Punkt näherte. Mit einem Massenspektrometer lässt sich die chemische Zusammensetzung einer Materialprobe bestimmen. Außer Glycin und den Vorläufermolekülen sowie Phosphor fanden die Forscher zahlreiche organische Moleküle wie Formaldehyd (CH2O) und Ethan (C2H6). Die Ergebnisse zeigten, dass Kometen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt haben könnten, schreiben Altwegg und Kollegen.

Quelle: n-tv.de , ali/dpa
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Zweiter Versuch glückt - Astronauten blasen Modul auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Mai 2016 10:42

Astronauten blasen Modul auf.jpg
Astronauten blasen Modul auf.jpg (65.94 KiB) 5292-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Astronauten-b ... 03066.html
Sonntag, 29. Mai 2016
Zweiter Versuch glückt - Astronauten blasen Modul auf

Der erste Versuch ging daneben, doch nun ist es den Astronauten auf der Internationalen Raumstation gelungen, ein aufblasbares Modul aufzupumpen. Das Modell hat einen großen Vorteil.

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Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der Nasa das Experiment doch noch gelungen. Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul "Beam" in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 16 Uhr (22 Uhr MESZ) ganz entfaltet war.

Die Astronauten müssen noch einige Tests vornehmen, um sicherzugehen, dass keine Luft aus dem Modul entweicht. Nach einer Reihe weiterer Vorbereitungen werden sie es dann in etwa einer Woche erstmals betreten. Am Freitag musste der Test nach zwei Stunden wegen technischer Probleme abgebrochen werden.
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"Beam" wurde vom Privatunternehmen Bigelow Aerospace im Auftrag der Nasa zu einem Preis von 18 Millionen Dollar (rund 16 Millionen Euro) entwickelt und wird nun erstmals im All getestet. Aufblasbare Module sollen nach den Plänen der Nasa und von Bigelow Aerospace in künftigen Jahrzehnten als Wohnräume für Astronauten auf dem Mond oder Mars dienen. Ihr großer Vorteil besteht darin, dass sie beim Transport nur wenig Raum brauchen.

Allerdings ist noch ungeklärt, ob ein Modul wie "Beam" die Astronauten ausreichend gegen die hochintensive Sonnenstrahlung und die extremen Temperaturschwankungen im All sowie gegen herumfliegenden Weltraumschrott schützen würde. Im Inneren von "Beam" sind Sensoren installiert, die die Strahlung messen. Diese Messdaten sollen regelmäßig von den ISS-Astronauten ausgelesen werden.
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Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit.: Wie die ISS durch die Nacht schwebt Stille. Einsamkeit. Schönheit. Wie die ISS durch die Nacht schwebt

Quelle: n-tv.de , vpe/AFP
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Von zwei Sonnen begleitet - Kepler entdeckt Riesenplaneten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2016 18:07

Kepler entdeckt Riesenplaneten.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Kepler-entdec ... 33196.html
Von zwei Sonnen begleitet - Kepler entdeckt Riesenplaneten

"Star Wars"-Fans erkennen Luke Skywalkers Heimatplaneten Tatooine vor allem an seinen markanten Doppelsonnen. Wissenschaftler entdecken nun rund 3700 Lichjahre von der Erde entfernt ein ganz ähnliches Gebilde.

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Kepler 1647 b in einer Computergrafik.
(Foto: Lynette Cook/San Diego State University via AP)

Wissenschaftler haben mit Hilfe des US-Weltraumteleskops Kepler den bislang größten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt, der um zwei Sterne kreist. Der Exoplanet Kepler-1647b habe ungefähr die Größe von Jupiter, seine beiden Sterne seien etwas größer und etwas kleiner als unsere Sonne, sagte der US-Astronom William Welsh während der Tagung des Astronomen-Verbands AAS im kalifornischen San Diego.

Nach seinen Angaben befindet sich der rund 4,4 Milliarden Jahre alte Exoplanet im Sternbild Schwan und ist rund 3700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Um seine Sterne zu umlaufen, benötigt er eine Rekorddauer von 1107 Tagen.
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Kepler-1647b befindet sich zwar in einer sogenannten habitablen Distanz zu seinen beiden Sternen - das heißt, auf ihm wäre es weder zu heiß noch zu kalt und Wasser könnte es dort auch geben - doch als riesiger Gas-Planet wird er wahrscheinlich kein Leben beherbergen. Es könnte allerdings nach Einschätzung der Astronomen auf seinen Monden entstehen, sollte der Exoplanet überhaupt welche haben und diese groß genug sein.

Kepler-1647b ist der elfte zirkumbinäre Planet, der seit 2005 entdeckt wurde. Diese werden auch "Tatooines" genannt, in Anlehnung an den fiktiven Heimatplaneten von Luke Skywalker aus der "Star Wars"-Saga, der ebenfalls um ein Sonnenpaar kreist.

Welshs Kollege Laurance Doyle hatte den ersten Transit von Kepler-1647b vor seinen beiden Sternen bereits 2011 beobachtet. Doch dauerte es Jahre, um nachweisen zu können, dass es sich dabei tatsächlich um einen zirkumbinären Riesenplaneten handelt.
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Quelle: n-tv.de , ath/AFP
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Bringen die Raumzeit zum Schwingen - Gravitationswellen im All gemessen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2016 21:00

Gravitationswellen im All gemessen.jpg
Gravitationswellen im All gemessen.jpg (26.04 KiB) 5204-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Gravitationsw ... 45646.html
Mittwoch, 15. Juni 2016
Bringen die Raumzeit zum Schwingen - Gravitationswellen im All gemessen

Gravitationswellen sind eine der spektakulärsten Vorhersagen von Einsteins Relativitätstheorie und entstehen, wenn Massen beschleunigt werden. Sie sind aber auch bei sehr großen Massen noch winzig klein. Ihr erster Nachweis war daher eine Sensation. Nun glückt er erneut.

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Der Kosmos schwingt im Takt explodierender Sterne und verschmelzender Schwarzer Löcher: Zum zweiten Mal haben Forscher jetzt das Gravitationswellen-Echo eines solchen Ereignisses aufgefangen. Mit dem hochempfindlichen Ligo-Observatorium in den USA beobachteten sie die Gravitationswellen zweier Schwarzer Löcher, die in rund 1,4 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde miteinander kollidierten. Die Wissenschaftler stellten ihre Messungen anlässlich der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in San Diego vor und berichten in einer der kommenden Ausgaben des Fachblatts "Physical Review Letters" darüber.

Ligo war auch der weltweit erste Nachweis von Gravitationswellen gelungen, der im Februar dieses Jahres als wissenschaftlicher Durchbruch gefeiert wurde. "Mit dieser zweiten Beobachtung sind wir wirklich auf dem Weg zur echten Gravitationswellen-Astronomie", betonte der an Ligo beteiligte deutsche Gravitationswellen-Pionier Prof. Karsten Danzmann, Direktor am Albert-Einstein-Institut (AEI) der Max-Planck-Gesellschaft in Hannover. "Wir können nun anfangen, eine Vielzahl von Quellen auf der unbekannten dunklen Seite des Universums zu erforschen", unterstrich Danzmann, der auch das Institut für Gravitationsphysik der Leibniz-Universität Hannover leitet.
Nachweis nur mit empfindlichen modernen Instrumenten möglich
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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Gravitationswellen kann man nicht mit den Augen sehen, auch ihre Quellen senden oft kein Licht aus. Sie sind eine der spektakulärsten Vorhersagen von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und entstehen stets, wenn Massen beschleunigt werden. Gravitationswellen bringen die Raumzeit selbst zum Schwingen. Sie sind umso stärker, je größer die beschleunigte Masse ist. Allerdings sind die Wellen auch bei extrem großen Massen immer noch so klein, dass sie erst hundert Jahre nach Einsteins Vorhersage mit empfindlichen modernen Instrumenten nachgewiesen werden konnten.

Ligo, das "Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium", besteht aus zwei Anlagen in den USA. Beide haben zwei jeweils vier Kilometer langen Röhren, die rechtwinklig auf dem Boden liegen. Über ein Lasersystem lässt sich die Länge dieser beiden Arme extrem genau überwachen. Läuft eine Gravitationswelle durch die Anlage, staucht und streckt sie die Arme unterschiedlich stark. So hatten die Forscher die ersten Gravitationswellen am 14. September 2015 registriert, deren Nachweis nach gründlichen Analysen im Februar der Weltöffentlichkeit präsentiert worden war. Sie stammten ebenfalls von zwei kollidierenden Schwarzen Löchern.
Masse einer ganzen Sonne

Schon am 26. Dezember 2015 schlug das Observatorium erneut an: Zwei Schwarze Löcher mit 14 und 8 Mal so viel Masse wie unsere Sonne kreiselten immer enger umeinander und verschmolzen schließlich zu einem einzigen Schwarzen Loch mit 21 Sonnenmassen - die Masse einer ganzen Sonne wurde bei diesem Ereignis in Form von Gravitationswellen-Energie ins All ausgestrahlt. Die Analyse dieses Ereignisses, das nach dem Datum die Katalognummer GW151226 bekam, stellten die Forscher jetzt vor.
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Gravitationsforschung mit riesigen Anlagen: Eines der beiden "Laser Interferometer Gravitational-wave Observatories" (LIGO) am Standort Livingston im US-Bundesstaat Louisiana. 11.02.16 Durchbruch in der Astrophysik Was sind Gravitationswellen?
Dieses Ereignis soll Schockwellen durch Raum und Zeit ausgesandt haben: Einer der Ligo-Wissenschaftler führt auf der Bühne den Zusammenstoß zweier Schwarzer Löcher in der Videografik vor. 11.02.16 Sensationserfolg in der Wissenschaft Forscher weisen Gravitationswellen nach
Die Allgemeine Relativitätstheorie sagt Gravitationswellen voraus. Doch Einstein rechnete nicht damit, dass man diese jemals würde nachweisen können. Denkste. 11.05.16 Jahrtausendereignis der Forschung Wie Einstein die Physik revolutionierte
Ein Mann mit Weitblick - auch außerhalb der Wissenschaft: Albert Einstein. 25.11.15 Allen voraus, sogar sich selbst Als Einstein die Formel fürs Universum fand

Im Gegensatz zum ersten Nachweis konnten die Forscher diesmal nicht nur die letzten vier Umrundungen der verschmelzenden Schwarzen Löcher beobachten, sondern zuschauen, wie beide sich 27 Mal umkreisten, bevor sie sich vereinigten. "Wegen ihrer gegenüber der ersten Beobachtung geringeren Masse verbrachten sie mehr Zeit im empfindlichen Bereich der Detektoren, etwa eine Sekunde", ergänzte die wissenschaftliche Ligo-Sprecherin Prof. Gabriela González von der Louisiana State University. "Es ist ein vielversprechender Anfang, um die Populationen Schwarzer Löcher in unserem Universum zu kartieren."

Im nächsten Jahr soll der italienisch-französische Virgo-Detektor die beiden Ligo-Antennen ergänzen. Damit soll sich die Position der Gravitationswellen-Quellen am Himmel erstmals über eine Methode der optischen Abstandsmessung - die Triangulation - bestimmen lassen, so dass eine genauere Ortsbestimmung möglich wird. "Ich bin absolut zuversichtlich, dass wir in den nächsten paar Jahren Dutzende ähnliche Verschmelzungen Schwarzer Löcher beobachten und viel über das Universum erfahren werden", betonte der Geschäftsführende AEI-Direktor, Prof. Bruce Allen.
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Astronomen entdecken "Tanzpartner" - Mini-Asteroid begleitet die Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jun 2016 09:51

Mini-Asteroid begleitet die Erde.jpg
Mini-Asteroid begleitet die Erde.jpg (54.52 KiB) 5171-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Mini-Asteroid ... 68326.html
Freitag, 17. Juni 2016
Astronomen entdecken "Tanzpartner" - Mini-Asteroid begleitet die Erde

Ein sehr kleiner Gesteinsbrocken umkreist seit 100 Jahren die Erde - und wird das wohl auch noch in mehreren Jahrhunderten tun. Man könne sagen, dass er und die Erde "miteinander tanzen", so ein Astronom. Kann 2016 HO3, wie der Asteroid heißt, der Erde gefährlich werden?

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Astronomen haben einen kleinen Asteroiden entdeckt, der die Erde bei ihrem Weg um die Sonne begleitet. Der Himmelskörper von etwa 40 bis 100 Metern Durchmesser kreise dabei immer wieder um die Erdkugel. (siehe Video) Die Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa gehen davon aus, dass der Mini-Asteroid namens 2016 HO3 die Erde bereits seit 100 Jahren begleitet und auch noch in mehreren Jahrhunderten um sie kreisen wird.

Der Gesteinsbrocken wird durch die Erdanziehungskraft in seiner Bahn gehalten. Dabei bewegt er sich von der Erdkugel maximal 100-mal so weit weg, wie der Mond von der Erde entfernt ist, und kommt ihr nie näher als dem 38-Fachen der Strecke zwischen Mond und Erde. "Man kann sagen, dass dieser kleine Asteroid und die Erde miteinander tanzen", sagt Paul Chodas vom Nasa-Beobachtungsprogramm für erdnahe Objekte (Near Earth Objects, NEO).
Treuer und ungefährlicher Begleiter

Entdeckt wurde der Asteroid Ende April mit dem Pan-Starrs-1-Teleskop der Universität Hawaii im Nationalpark Haleakala. Laut Nasa hat er einen Vorgänger: 2003 YN107 kreiste in einer ähnlichen Bahn um die Erde. Vor etwa zehn Jahren aber verschwand der Brocken in den Tiefen des Alls.

2016 HO3 scheint demgegenüber ein treuer Begleiter zu sein - und ungefährlich noch dazu, wie Lindley Johnson vom Nasa-Büro für planetare Verteidigung (Planetary Defense Coordination Office) sagt: "Für die nächsten 200 Jahre sehen wir keine Gefahr, dass 2016 HO3 auf die Erde prallen könnte. Weiter in die Zukunft können wir leider nicht sehen."
Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.
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Asteroiden sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. Kometen sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif.

Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung Meteoroiden eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie Meteoriten genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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"Curiosity" findet Unerwartetes - Überraschende Entdeckung auf dem Mars

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2016 10:31

Überraschende Entdeckung auf dem Mars.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Ueberraschend ... 22931.html
"Curiosity" findet Unerwartetes - Überraschende Entdeckung auf dem Mars

Der Rover "Curiosity" sucht seit fast vier Jahren auf dem Mars nach Spuren von früherem Leben. Nun findet er, was die Wissenschaftler nie dort erwartet hätten: Tridymit. Was ist an dem Mineral so besonders?

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"Curiosity"-Aufnahmen vom Mars - oben eine durch Winderosion geprägte Oberfläche, unten das Bohrloch, wo Tridymit gefunden wurde.
"Curiosity"-Aufnahmen vom Mars - oben eine durch Winderosion geprägte Oberfläche, unten das Bohrloch, wo Tridymit gefunden wurde.
(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS/dpa)

Der Rover "Curiosity" hat auf dem Mars ein für Wissenschaftler überraschendes Mineral entdeckt. Bei der Untersuchung einer Gesteinsprobe, die der Rover vor einem Jahr am Gale-Krater entnommen hatte, sei Tridymit gefunden worden, teilte die Nasa mit. Tridymit sei bislang nur auf der Erde in Zusammenhang mit kieselsäurereichem Vulkanismus entdeckt worden, beispielsweise am Vulkan Mount St. Helens im Nordwesten der USA, im Bundesstaat Washington. Auf dem Mars sei diese Art von Vulkanismus und damit auch Tridymit nicht erwartet worden.

"Die Entdeckung von Tridymit war komplett unerwartet", sagte Nasa-Wissenschaftler Doug Ming, der die Erkenntnisse gemeinsam mit Kollegen in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlichte. "Sie bringt die Frage mit sich, ob der Mars eine viel heftigere und explosivere vulkanische Vergangenheit während seiner Entstehung hatte, als bislang gedacht." Die Entdeckung könnte unser Verständnis davon, wie sich der Planet entwickelt hat, verändern.
Seit August 2012 auf dem Roten Planeten
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Der Rover "Curiosity" war vor fast vier Jahren, im August 2012, auf dem Mars gelandet und sucht seitdem dort nach Spuren von früherem Leben. Waren auf dem Mars jemals die Voraussetzungen dafür gegeben, Leben hervorzubringen? Um das klären zu können, hat "Curiosity" viele Geräte mit an Bord. Aufnahmen sind mit 17 verschiedenen Kameras möglich. Sie erlauben Teleaufnahmen der entfernten Landschaft ebenso wie Bilder in 3D und Detail-Darstellungen.

Zudem ist der Rover bestens ausgestattet, um umfangreiche Experimente und Analysen vorzunehmen. "Curiosity" kann graben, Gestein freibürsten, bohren und seine Laserkanone nutzen, um Gestein damit zu erhitzen. Ein optisches Spektrometer, ebenfalls auf dem Roboter untergebracht, untersucht die dabei entstehenden Gase dann direkt auf ihre Zusammensetzung.
Bilderserie
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Hinweis auf große Mengen Wassereis - Forscher entdecken Opal in Meteorit

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jun 2016 10:42

Forscher entdecken Opal in Meteorit.jpg
Forscher entdecken Opal in Meteorit.jpg (39.41 KiB) 5084-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entd ... 47811.html
Montag, 27. Juni 2016
Hinweis auf große Mengen Wassereis - Forscher entdecken Opal in Meteorit

2011 finden Wissenschaftler erstmals Opalfragmente in einem Meteoriten. Es ist eine Sensation, denn der Edelstein weist auf die Existenz von Wasser hin. Nun entdecken britische Forscher in der Antarktis erneut extraterrestrische Spuren des Minerals.

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Asteroiden, Kometen und Meteoroiden

Millionen von Asteroiden und Kometen rasen durch das Sonnensystem. Unterschieden werden sie vor allem anhand ihrer Zusammensetzung - ganz klar definiert ist der Unterschied allerdings nicht.

ASTEROIDEN sind die kleineren Geschwister der Planeten, sie bestehen aus Gestein und Metallen. Weil sie klein und leicht sind, bleibt ihre Bahn um die Sonne nicht unbedingt konstant, sondern kann sich durch die Gravitationskräfte anderer Körper verändern. KOMETEN sind Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems und bestehen aus Gestein sowie flüchtigen Stoffen wie Wasser und Gasen. Die "schmutzigen Schneebälle" entwickeln darum in Sonnennähe typischweise einen oft Millionen Kilometer langen Schweif. Für sehr kleine Objekte mit weniger als einigen Dutzend Metern Durchmesser wurde die Bezeichnung METEOROIDEN eingeführt. Verglühen sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre nicht komplett, sondern erreichen noch den Boden, werden sie METEORITEN genannt. Jeden Tag gelangen etliche Tonnen kosmischen Materials auf die Erde - allerdings zum größten Teil als Staub.

Forscher haben in einem Meteoriten aus der Antarktis kleine Stückchen Opal entdeckt. Es sei das erste Mal, dass Spuren des Edelsteins auf einem Meteoriten gefunden worden seien, der von einem Asteroiden stammt, betonte das Team um Hilary Downes vom Londoner Birkbeck College in einer Mitteilung. Zuvor sei Opal nur einmal in einem Meteoriten vom Mars entdeckt worden. Die Wissenschaftler stellen ihren Fund an diesem Montag auf der Tagung der Königlich-Britischen Astronomiegesellschaft in Nottingham vor.

Opal besteht chemisch aus Siliziumdioxid (SiO2) und kann bis zu 30 Prozent Wasser enthalten. Der untersuchte Meteorit mit der Katalognummer EET 83309 stammt den Analysen zufolge von einem Asteroiden. Die Opalfragmente seien daher ein weiterer Beleg, dass Asteroiden größere Mengen Wassereis enthalten können.
Spuren anderer Meteoriteneinschläge

"Unsere Befunde zeigen, dass sich der Opal gebildet hat, bevor der Meteorit aus der Oberfläche des Mutterasteroiden herausgeschlagen wurde, um schließlich auf der Erde in der Antarktis zu landen", sagte Downes. Möglicherweise sei das Wasser seinerseits einmal mit Meteoriten auf den Mutterasteroiden gelangt, wodurch der Opal erst entstehen konnte, vermuten die Forscher.
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EET 83309 trage zahlreiche Spuren anderer Meteoriteneinschläge, die auf den Mutterasteroiden trafen. Diese Meteoriten hätten Material aus anderen Regionen des Sonnensystems herangebracht.

Die Untersuchung stützt die Theorie, dass das Wasser der Erde zumindest zum Teil von Asteroiden stammt. "Obwohl wir uns zu Recht um die Folgen eines großen Asteroideneinschlags sorgen, haben sie vor Milliarden Jahren möglicherweise das Wasser auf die Erde gebracht und geholfen, sie zu der vor Leben wimmelnden Welt zu machen, in der wir heute leben", erläuterte Downes.

Quelle: n-tv.de , abe/ath/dpa
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Weitere Hinweise für Sauerstoff - "Curiosity" findet Manganoxid auf dem Ma

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jun 2016 10:27

http://www.n-tv.de/wissen/Curiosity-fin ... 63691.html
Weitere Hinweise für Sauerstoff - "Curiosity" findet Manganoxid auf dem Mars

Der Traum vom Leben auf dem Mars wird weitergeträumt - zumal Forscher nun von einer sauerstoffreichen Atmosphäre ausgehen, die auf dem roten Planeten existiert haben soll. Eine Verbindung mit Sauerstoff ist der Grund dafür.

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Das Bild zeigt, wie der Mars-Rover "Curiosity" die Mineralien findet, die reichlich Wasser benötigen, um sich zu bilden.
Das Bild zeigt, wie der Mars-Rover "Curiosity" die Mineralien findet, die reichlich Wasser benötigen, um sich zu bilden.
(Foto: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Der Mars hatte wahrscheinlich einst eine sauerstoffreiche Atmosphäre. Das schließen Forscher aus dem Nachweis von Manganoxid im Marsgestein. Das Mineral forme sich unter sauerstoff- und wasserreichen Bedingungen, argumentieren die Experten um Nina Lanza vom Los Alamos National Laboratory (US-Staat New Mexico). Sie stellen ihre Beobachtungen mit dem Marsrover "Curiosity" im Fachblatt "Geophysical Research Letters" vor.

"Curiosity" hatte Mineraladern im Sandstein des Roten Planeten per Laser analysiert, die geologisch dem jungen Mars zugeordnet werden können. Dabei stieß der Marsrover auf große Anteile Manganoxid. "Diese manganreichen Materialien können sich nicht ohne eine Menge flüssiges Wasser und stark oxidierende Bedingungen bilden", betonte Lanza in einer Mitteilung des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der US-Raumfahrtbehörde Nasa im kalifornischen Pasadena. Zwar könnten auch Mikroorganismen Manganoxid produzieren, diese Variante sei auf dem Mars jedoch unwahrscheinlicher.
Woher kam der Sauerstoff?

Die Beobachtungen untermauerten die Vorstellung, dass der junge Mars früher eine wasser- und sauerstoffreiche Umwelt besessen habe, erläutern die Wissenschaftler. Unklar sei allerdings, woher der Sauerstoff gekommen sei. "Ein möglicher Weg, wie der Sauerstoff in die Marsatmosphäre gekommen sein könnte, ist durch die Aufspaltung von Wasser, als der Mars sein Magnetfeld verloren hat", meint Lanza.
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Viele Indizien sprechen dafür, dass der junge Mars sehr viel mehr Wasser besaß als heute. Ohne ein schützendes Magnetfeld war der Planet jedoch dem intensiven Dauerbeschuss durch schnelle, elektrisch geladene Teilchen aus dem All ausgesetzt, der sogenannten kosmischen Strahlung.

Sie ist energiereich genug, um Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Während sich der leichte Wasserstoff wegen der vergleichsweise geringen Schwerkraft des Mars vermutlich ins All verflüchtigt hat, blieb der deutlich schwerere Sauerstoff zunächst in der Atmosphäre. Ein großer Teil des Sauerstoffs wanderte in diesem Szenario schließlich ins Marsgestein und verlieh dem Planeten seine rostrote Farbe. Es sei aber schwer zu belegen, ob dieser Prozess tatsächlich so auf dem Mars abgelaufen sei, betont Lanza.
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Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Sternschnuppenregen geht nieder - Drei Planeten leuchten besonders hell

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jul 2016 11:08

Sternschnuppenregen geht nieder.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Drei-Planeten ... 86571.html
Sternschnuppenregen geht nieder - Drei Planeten leuchten besonders hell

Drei auffällige Planeten und ein Sternschnuppenstrom präsentieren sich in den kommenden Wochen am Himmel. Die meisten Meteore erscheinen erst nach Mitternacht, die Planeten schon zu einer günstigeren Beobachtungszeit.

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Zeit für nächtliche Beobachtungen: Grünes leuchtendes Zelt unter der Milchstraße mit Lichtspuren einer Taschenlampe.
Zeit für nächtliche Beobachtungen: Grünes leuchtendes Zelt unter der Milchstraße mit Lichtspuren einer Taschenlampe.
(Foto: imago/imagebroker)

Drei helle Planeten und ein Sternschnuppenstrom verlocken im Juli dazu, in lauen Sommernächten einen Blick zum Himmel zu werfen. Als eines der ersten Gestirne leuchtet abends der weißglänzende Jupiter am Westhimmel auf. Er wandert in diesen Monaten durch das Sternbild Löwe. Allerdings verkürzt der Riesenplanet seine Sichtbarkeitsdauer erheblich. Anfang Juli geht Jupiter eine knappe halbe Stunde nach Mitternacht unter, Ende des Monats versinkt er schon zwei Stunden früher unter dem Westhorizont.

Am 5. Juli wird die im August 2011 gestartete Raumsonde "Juno" in eine Umlaufbahn des Riesenplaneten einschwenken. Der künstliche Jupitertrabant wird über ein Jahr lang Bilder und Daten zur Erde funken. Benannt wurde die Raumsonde nach der Göttin Juno, Gemahlin des Göttervaters Jupiter.

Im Süden prangt der rötliche Mars am Himmel, ein wenig östlich von ihm sieht man den gelblichen Saturn. Der Rote Planet wandert durch das Sternbild Waage. Seine Helligkeit nimmt weiter ab, dennoch bleibt er auch Ende Juli noch ein auffälliges Gestirn.
Kaum Sicht durch Lichtverschmutzung
Planet Pluto, fotografiert von der Raumsonde "New Horizons". Das Farbfoto der Nasa wurde bearbeitet, um die Oberflächenstrukturen deutlich sichtbar zu machen.
Planet Pluto, fotografiert von der Raumsonde "New Horizons". Das Farbfoto der Nasa wurde bearbeitet, um die Oberflächenstrukturen deutlich sichtbar zu machen.
(Foto: NASA/JHUAPL/SwRI/dpa)

Saturn im Sternbild Schlangenträger ist der dritte helle Planet am Abendhimmel. Der Schlangenträger ist an unserem künstlich aufgehellten Nachthimmel kaum auszumachen. Viel leichter findet man den Skorpion, der knapp südlich vom Schlangenträger seinen Platz einnimmt. Der rote Überriesenstern Antares im Skorpion bildet mit Mars und Saturn eine auffällige Konstellation. Durch die Wanderung der Planeten Mars und Saturn ändert sich der Anblick im Laufe von wenigen Wochen. Der schnellere Mars verfolgt den Ringplaneten. Antares kann als feste Wegmarke genommen werden, an der man die Positionsveränderungen von Mars und Saturn leicht erkennen kann. Am 25. August wird der Rote Planet schließlich den Ringplaneten überholen.
Bilderserie
Die Nebel-Partikel sind grau und rot, aber sie streuen das Licht derart, dass die Nebel blau erscheinen. Damit hat neben der Erde auch der Pluto einen blauen Himmel. "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs: Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht "New Horizons" auf Erfolgskurs Pluto zeigt Menschheit sein wahres Gesicht

Am 7. kommt Pluto im Sternbild Schütze in Opposition zur Sonne. Vom irdischen Standpunkt aus stehen sich Pluto und Sonne am Firmament einander gegenüber. Als Pluto im Frühjahr 1930 auf der Lowell-Sternwarte in Flagstaff (Arizona) entdeckt wurde, galt er als neunter und sonnenfernster Planet. Doch er ist mit 2373 Kilometern Durchmesser nicht einmal halb so groß wie Merkur, und jenseits der Neptunbahn wurden später noch weitere Objekte gefunden, die ähnliche Dimensionen wie Pluto aufweisen. Daher wurde er 2006 von der Internationalen Astronomischen Union in die neu geschaffene Kategorie der Zwergplaneten eingeordnet.

Zwergplanet Pluto erhielt die Planetoidennummer 134 340. Sein Mond Charon ist halb so groß wie Pluto selbst. In jüngster Zeit wurden noch vier Minimonde aufgespürt, die Pluto auf seiner langen Reise um die Sonne begleiten. Fast ein Vierteljahrtausend ist Pluto unterwegs, um einmal die Sonne zu umrunden. Höhepunkt der Erforschung des Planeten war die Passage der Raumsonde "New Horizons" am 14. Juli 2015.

Neben vielen physikalischen Daten lieferte "New Horizons" fantastische Aufnahmen der eisigen Landschaften von Pluto und Charon. An Bord befand sich übrigens ein wenig Asche von Clyde Tombaugh, dem inzwischen gestorbenen Plutoentdecker. Es ist das erste Mal, dass ein Astronom posthum seinen von ihm entdeckten Planeten besucht hat.
20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde
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Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All Asteroiden, Meteoriten und Kometen

In der zweiten Monatshälfte tauchen die Juli-Aquariden auf. Sie heißen auch Delta-Aquariden, da ihr Ausstrahlungsort ein wenig westlich vom Stern Delta im Wassermann liegt. Pro Stunde ist mit etwa 20 bis 25 Sternschnuppen zu rechnen. Die Aquariden sind mittelschnelle Meteore um 40 Kilometer pro Sekunde, das sind 144.000 Kilometer pro Stunde. Ihr Maximum liegt Ende Juli. Beste Beobachtungszeit sind die Stunden nach Mitternacht. In der ersten Nachthälfte sind kaum Aquariden zu erwarten.

Der sommerliche Fixsternhimmel entfaltet nun seine volle Pracht. Zur Monatsmitte gegen 22 Uhr steht das Sommerdreieck hoch am Südosthimmel. Es setzt sich aus den hellsten Sternen dreier Bilder zusammen: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Hoch am Westhimmel strahlt Arktur im Sternbild Bootes. Arktur und Wega sind die hellsten Sterne der nördlichen Himmelshälfte. Während Arktur orange-rötlich erscheint, sendet Wega ein intensiv bläulich-weißes Licht aus.

Mit 25 Lichtjahren Entfernung ist die Wega eine Nachbarsonne unserer Sonne, also ein recht naher Stern. Mit 10.000 Grad Oberflächentemperatur ist die Wegasonne wesentlich heißer als unsere eigene Sonne. Wega ist fast dreimal so groß wie unsere Sonne. Sie rotiert sehr rasch. Eine Umdrehung dauert nur einen halben Tag, während die Sonne 25 Tage für eine Rotation braucht. Wega ist daher stark abgeplattet.
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Neumond tritt am 4. Juli um 13.01 Uhr ein. Die Vollmondphase wird am 20. um 0.57 Uhr erreicht. Zweimal kommt unser Nachbar im Weltall in diesem Monat in Erdnähe. Am 1. trennen ihn 365.980 Kilometer von uns und am 27. sind es dann 369.660 Kilometer. Am 13. passiert der Mond seinen erdfernsten Bahnpunkt, wobei er sich in 404.270 Kilometern Distanz befindet.

Die Sonne wandert entlang des absteigenden Astes ihrer Jahresbahn. Am 20. tritt sie in das Sternbild Krebs und am 22. in das Tierkreiszeichen Löwe. Die Tageslänge schrumpft in Hamburg um eine Stunde und 14 Minuten, in Berlin um eine Stunde und 9 Minuten, in Köln um eine Stunde und 5 Minuten sowie in München um 56 Minuten.

Am 4. Juli erreicht die Erde mit 152 Millionen Kilometer ihren maximalen Sonnenabstand. Das Sonnenlicht ist dann acht Minuten und 27 Sekunden zu uns unterwegs. Anfang Januar, wenn die Erde ihren geringsten Abstand von der Sonne einnimmt, erreicht uns das Sonnenlicht siebzehn Sekunden früher.
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Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Nah wie kein Raumfahrzeug zuvor - "Juno" erreicht Jupiter

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Jul 2016 09:02

Nah wie kein Raumfahrzeug zuvor.jpg
Nah wie kein Raumfahrzeug zuvor.jpg (23.64 KiB) 4983-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Juno-erreicht ... 17036.html
Dienstag, 05. Juli 2016
Nah wie kein Raumfahrzeug zuvor - "Juno" erreicht Jupiter

Seit fünf Jahren ist die Raumsonde "Juno" unterwegs und nun endlich am Ziel: Jupiter. Vom Besuch beim größten Planeten unseres Sonnensystems erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über dessen Entstehung. Sie versprechen: "Wir werden unglaubliche Entdeckungen machen."

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Fünf Jahre und 2800 Millionen Kilometer hat es bis zur erlösenden Nachricht gedauert: "Wir haben den Ton, der das Ende des Antriebsmanövers signalisiert", klingt es in der Nacht zum Dienstag aus den Lautsprechern in das Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde im kalifornischen Pasadena. "Willkommen am Jupiter, 'Juno'!"
Jubel im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena.
Jubel im Kontrollzentrum der NASA im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena.
(Foto: AP AP)

Die Wissenschaftler brechen in lauten Jubel aus, klatschen und umarmen sich. "Wir sind drin, wir sind drin", rufen sie immer wieder und meinen die Ankunft in der Umlaufbahn um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Ein Forscher hat sich einen blau-weiß-roten Hut in den Nationalfarben der Vereinigten Staaten aufgesetzt - schließlich ist Unabhängigkeitstag, und im gleichen Moment schießen rund um das Kontrollzentrum an der US-Westküste Feuerwerkskörper in den Himmel.

Die Nasa-Forscher aber horchen nicht auf die Böller, sondern auf Radiofrequenztöne von "Juno". Mit deren Hilfe hat die Raumsonde den Erfolg ihres Manövers in das Kontrollzentrum gefunkt. Zuerst den Beginn des Antriebsmanövers und dann - rund eine halbe Stunde später - die Positionierung in einer stark elliptischen Umlaufbahn um den Jupiter. Dabei näherte sich "Juno" den Gaswolken des Jupiter bis auf rund 4500 Kilometer - so nah wie kein anderes Raumfahrzeug zuvor.
"Mein Herz hat kurz aufgehört zu schlagen"
Gespannte Ruhe vor der erlösenden Nachricht: Journalisten im Medienzentrum in Pasadena.
Gespannte Ruhe vor der erlösenden Nachricht: Journalisten im Medienzentrum in Pasadena.
(Foto: AP)

"Mein Herz hat kurz aufgehört zu schlagen, so nervös war ich", sagte Nasa-Manager Rick Nybakken. "Wir haben zehn Jahre auf diesen Moment hingearbeitet." Der Erfolg des Manövers fühle sich "großartig" an, sagt sein Kollege Geoffrey Yoder. "Es ist phänomenal."

Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde "Juno" startete im August 2011 Bord einer "Atlas"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Bis Februar 2018 soll die rund 3500 Kilogramm schwere Sonde von der Größe eines Basketballfelds den Jupiter umkreisen und ihn mit ihren zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Danach will die Nasa die Sonde kontrolliert zum Absturz bringen.
Erkenntnisse über Entstehung unseres Sonnensystems

Von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission erhoffen sich die Forscher Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Zuvor hatten unter anderem "Pioneer 10" 1973, die beiden "Voyager"-Sonden 1979 und die deutsch-amerikanische Sonde "Galileo" ab Mitte der 1990er-Jahre Daten von dem Planeten gesammelt. So nah wie "Juno" kamen sie dem Jupiter aber nicht.

Die Forschung am Jupiter ist alles andere als einfach. Die Strahlung des Planeten ist extrem hoch und unter seinen Wolken befindet sich ein starkes Magnetfeld mit Wasserstoff unter Hochdruck. Während der Zeit am Jupiter wird "Juno" so viel Strahlung ausgesetzt sein wie mehr als 100 Millionen Röntgenbilder beim Zahnarzt verursachen. Deswegen hat die Sonde eine Titan-Hülle und gleicht nach Angaben der Nasa-Wissenschaftler einem "bewaffneten Panzer".
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Die Positionierung der Sonde in der Umlaufbahn um den Jupiter habe schon mal sehr gut funktioniert, sagte Michael Watkins, Direktor des Nasa-Zentrums in Pasadena. "Es sieht perfekt aus, einfach wunderbar. Aber man darf nicht vergessen: Das ist erst der Beginn der wissenschaftlichen Mission."

In einigen Tagen würden die Instrumente und die Kamera an Bord von "Juno" wieder eingeschaltet, kündigt Nasa-Manager Scott Bolton an. Um die Batterien nicht zusätzlich zu belasten, waren sie rund um das Manöver herum ausgeschaltet. "Ich freue mich riesig darauf, die Forschung zu beginnen. Ich fange gerade erst an zu realisieren, dass wir in der Umlaufbahn sind. Das ist einfach fantastisch und ich bin so gespannt darauf, was wir finden werden. Ich verspreche, wir werden unglaubliche Entdeckungen machen."
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Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter bekommt irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter bekommt irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie: Jupiter bekommt irdischen Besuch Dem Gas-Riesen so nah wie nie Jupiter bekommt irdischen Besuch

Quelle: n-tv.de , Christina Horsten, dpa
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Verbesserte Sojus-Rakete gestartet - Drei Raumfahrer fliegen zur ISS

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jul 2016 17:58

Drei Raumfahrer fliegen zur ISS.jpg
Drei Raumfahrer fliegen zur ISS.jpg (21.67 KiB) 4944-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Drei-Raumfahr ... 37856.html
Donnerstag, 07. Juli 2016
Verbesserte Sojus-Rakete gestartet - Drei Raumfahrer fliegen zur ISS

Es ist diesmal ein besonderer Flug mit dem Sojus-Raumfahrzeug zur Internationalen Raumstation. Die Reise dauert wesentlich länger als sonst, denn die drei Astronauten an Bord der Kapsel testen auf ihrem Weg zur ISS neue Technik.

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Takuya Onishi, Kathleen Rubins und Anatoli Iwanischin sollen etwa vier Monate im All bleiben.
Takuya Onishi, Kathleen Rubins und Anatoli Iwanischin sollen etwa vier Monate im All bleiben.
(Foto: dpa)

In einer modernisierten Sojus-Kapsel sind eine US-Amerikanerin, ein Japaner und ein Russe zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. "Das Raumschiff hat Kurs auf die ISS genommen", teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos nach dem Abflug vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan mit. Vor dem Start in der zentralasiatischen Steppe winkten die US-Astronautin Kathleen Rubins, der Japaner Takuya Onishi und der Russe Anatoli Iwanischin noch einmal in die Kameras.

Der Flug zum Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde soll diesmal gut zwei Tage dauern - anstatt wie zuletzt üblich rund sechs Stunden. Bei 34 Erdumrundungen sollen die Raumfahrer zunächst die neue Kapsel vom Typ Sojus-MS testen. In dem Raumschiff seien unter anderem die Motoren anders angeordnet, wodurch das Andocken an die ISS sicherer werde, erklärte der Kosmonaut Iwanischin.
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Rubins, Onishi und Iwanischin sollen am Samstagmorgen auf der ISS eintreffen. Dort verstärken sie die bisherige Besatzung, der ein US-Astronaut und zwei russische Kosmonauten angehören. Neben den üblichen Lebensmittelrationen und technischer Ausrüstung haben die Raumfahrer frische Früchte und insgesamt 450 Gramm Kaviar verteilt auf mehrere Konservendosen im Gepäck, wie die russische Akademie der Wissenschaften vorab mitgeteilt hatte.

Für die kommenden vier Monate haben die Neuankömmlinge mehr als 250 Experimente auf der Agenda. Die 37-jährige promovierte Molekularbiologion Rubins solle unter anderem erstmals in der Mikrogravitation menschliches Erbgut entschlüsseln, teilte die US-Raumfahrtagentur Nasa mit. Überdies sollen die Raumfahrer unter anderem einen neuen Adapter für Andockmanöver an der ISS montieren. Dieser soll neuen Raumschifftypen das Festmachen an der ISS erleichtern.

Quelle: n-tv.de , hul/dpa
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Mal Tag und Nacht, mal nur Tag - Planet mit drei Sonnen entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Jul 2016 10:24

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http://www.n-tv.de/wissen/Planet-mit-dr ... 51456.html
Mal Tag und Nacht, mal nur Tag - Planet mit drei Sonnen entdeckt

Das Universum ist unendlich - und die Vielfalt darin größer als bisher angenommen: Erstmals fotografieren Forscher einen Planeten mit drei Sonnen. Eine Jahreszeit auf dem Exoplaneten HD 131399AB dauert länger als ein Menschenleben.

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Luke Skywalker aus der "Star Wars"-Saga stammt vom Planeten Tatooine - einer bizarren Welt mit zwei Sonnen am Himmel. Nun haben Astronomen einen Planeten mit gleich drei Sonnen entdeckt: Auf dem Planeten mit der Bezeichnung HD 131399Ab würde ein Beobachter je nach Jahreszeit entweder durchgehendes Sonnenlicht oder pro Tag drei Sonnenauf- und Sonnenuntergänge erleben, wie die Europäische Südsternwarte (ESO) in Garching mitteilte.
Der sogenannte Exoplanet hat etwa viermal soviel Masse wie der Jupiter, der größte Planet in unserem System. (Computergrafik)
Der sogenannte Exoplanet hat etwa viermal soviel Masse wie der Jupiter, der größte Planet in unserem System. (Computergrafik)
(Foto: AP)

Über ihre überraschende Entdeckung berichteten die Wissenschaftler in der Onlineausgabe der Zeitschrift "Science". Bisher hielten Astronomen die Existenz von Planeten mit stabilen Umlaufbahnen in Dreifachsternsystemen für unwahrscheinlich - durch die sich ständig ändernde gravitative Anziehung der Zentralsterne ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Planet schnell aus einem solchen System herausgeschleudert wird.
320 Lichtjahre entfernt

Doch der neu entdeckte Planet schafft es irgendwie zu überleben. Der Himmelskörper, der sich 320 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Zentaur befindet, besitzt laut ESO die mit Abstand größte bekannte Umlaufbahn innerhalb eines Mehrfachsternsystems. Damit unterscheidet er sich von jedem anderen bisher entdeckten Planeten.

Zudem zählt er zu den wenigen Planeten in fernen Sonnensystemen, die Astronomen bislang direkt abbilden konnten. Im Fall von HD 131399Ab gelang dies mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO in der Atacama-Wüste in Chile.
Drei Sonnenaufgänge pro Tag

Allerdings gibt es auf HD 131399Ab kein menschenartiges Wesen, das die drei Sonnenaufgänge pro Tag erleben könnte: Der vor 16 Millionen Jahren entstandene und damit noch sehr junge Planet weist eine Temperatur von 580 Grad Celsius auf. Und eine Jahreszeit auf diesem Himmelskörper dauert länger als ein gesamtes menschliches Leben.
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Für Astronomen sind Planeten in Mehrfachsternsystemen von besonderem Interesse, weil sie Aufschluss über die Planetenentstehung in einer für uns ungewohnten kosmischen Umgebung geben. So fremd den Erdbewohnern allerdings solche Mehrfachsternsysteme auch erscheinen mögen - sie sind im Weltall genauso verbreitet wie einzelne Sterne. Und möglicherweise gibt es in solchen Sternsystemen auch mehr Planeten als bisher vermutet.

Die Entdeckung von HD 131399Ab zeige jedenfalls, "dass die Vielfalt da draußen doch größer ist, als man es bisher für möglich gehalten hat", erklärte der Entdecker des Planeten, Kevin Wagner von der University of Arizona. "Wir wissen, dass Planeten in Mehrfachsystem zwar deutlich seltener untersucht wurden, möglicherweise aber genauso häufig vorkommen wie Planeten in Einzelsternsystemen."

Quelle: n-tv.de , Richard Heister, AFP
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Aus dem Orbit des Riesenplaneten - Juno schickt erstes Jupiter-Foto

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jul 2016 10:41

Aus dem Orbit des Riesenplaneten.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Juno-schickt- ... 83626.html
Mittwoch, 13. Juli 2016
Aus dem Orbit des Riesenplaneten - Juno schickt erstes Jupiter-Foto

Den ersten Flug durch die extreme Strahlung des größten Planeten unseres Sonnensystems hat die Kamera der Raumsonde Juno gut überstanden. Die Nasa empfängt ein erstes Bild und verspricht: Die Qualität wird sich steigern.

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Gut eine Woche ist es her, dass die Nasa-Sonde Juno in den Orbit des Jupiter einschwenkte. Nun hat Juno erstmals Fotos vom größten Planeten des Sonnensystems geschickt. Das erste Bild sei am Sonntag aufgenommen worden, nachdem die Kamera an Bord der Sonde wieder angeschaltet worden war, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Es ist aus einer Entfernung von 4,3 Millionen Kilometern zu Jupiter entstanden.
Bilderserie
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Zu sehen ist der Gasriese mit seinem markanten roten Fleck (einem festsitzenden Wirbelsturm, der doppelt so groß ist wie die Erde) sowie drei der vier Galileischen Monde, nämlich Io, Europa und Ganymed. Das Bild zeigt, dass Junos Kamera "ihren ersten Flug durch die extreme Strahlung des Jupiter unbeschädigt überstanden hat und dass sie jetzt bereit ist, den Jupiter anzugehen", sagte Nasa-Manager Scott Bolton. Er könne es kaum erwarten, die ersten Bilder von Jupiters Polen zu sehen.

Die ersten Aufnahmen der Sonde sind noch in relativ niedriger Auflösung. Hoch aufgelöste Fotos soll Juno am 27. August machen, wenn sie sehr nah an den Jupiter herankommt. Allerdings gilt die Kamera nicht als eines der wissenschaftlichen Instrumente an Bord. Die Bilder sind für die Forscher hilfreich, doch in erster Linie sind sie für die Öffentlichkeit und die Berichterstattung über die Mission gedacht.
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Juno hatte Jupiter am 5. Juli 2016 nach fünf Jahren Flug erreicht. Die unbemannte und hauptsächlich solarbetriebene Sonde wiegt etwa 3500 Kilogramm und ist so groß ist wie ein Basketballfeld. Sie soll Jupiter 37 Mal umrunden und ihm rund 4200 Kilometer nah kommen. Bis Februar 2018 untersucht Juno die Wolkenschicht des Planeten, seine Polarlichter, seinen Aufbau, die Atmosphäre sowie die Magnetosphäre.

Letztlich erhoffen sich die Forscher von der rund eine Milliarde Euro teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems.
Bilderserie
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Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Gigantische Struktur - Im Herzen der Milchstraße steckt ein X

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jul 2016 00:18

Im Herzen der Milchstraße steckt ein X.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Im-Herzen-der ... 31936.html
Mittwoch, 20. Juli 2016
Gigantische Struktur - Im Herzen der Milchstraße steckt ein X

Astronomen haben schon lange danach gesucht, konnten sie aber noch nie abbilden: die x-förmige Struktur inmitten unserer Heimatgalaxie. Über einen Tweet sind sie fündig geworden. Das X sagt viel über die Entwicklung der Milchstraße aus.

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Manchmal reicht ein einziger Tweet, um ein Forschungsprojekt in Gang zu setzen. Im Mai 2015 schickte Dustin Lang vom Dunlap Institute für Astronomie und Astrophysik der Universität Toronto ein Bild der Milchstraße herum, das er aus Daten des NASA-Satelliten WISE erstellt hatte. Lang war zunächst einmal froh, ein komplexes Projekt zu einem guten Abschluss gebracht zu haben. Sein Kommentar lautete "Ich will gar nicht zugeben, wie lang es gedauert hat, 150 Gigapixel zu diesem WISE[-Bild] aufzusummieren." Was Lang zu jenem Zeitpunkt nicht wusste: Sein Tweet war der Auftakt zu einem ganz anderen Forschungsprojekt.

Melissa Ness vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg nämlich sah den Tweet und eines fiel ihr sofort auf; etwas, wonach Astronomen schon lange suchten, was sie aber noch nie hatten abbilden können: eine X-förmige Anordnung von Sternen im Zentrum unserer Milchstraße, dem sogenannten "Bulge".

Einige Wochen später trafen sich Ness und Lang auf einer Konferenz und machten sich gemeinsam daran, Langs Bilder so aufzubereiten, dass das gigantische X im Herz unserer Galaxis deutlich sichtbar wurde. Die Ergebnisse wurden jüngst in der Fachzeitschrift "Astronomical Journal" veröffentlicht. Für Astronomen ist der Bulge wichtig, um die Entwicklungsgeschichte unserer Heimatgalaxie zu nachzuvollziehen. "Wenn wir den Bulge verstehen, dann verstehen wir die Schlüsselprozesse, die das Entstehen und die Form unserer Galaxie bestimmt haben", sagt Ness.
Galaxie mit "recht ruhigem Leben"
Bilderserie
Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All: Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen Die reiche Vielfalt im All Galaxien: elliptisch, spiralig, verschlungen

Die Milchstraße hat die Form einer flachen Scheibe, in der 100 bis 300 Milliarden Sterne samt Gas rotieren. Im Zentrum, das im Sternbild Schütze gelegen ist, hat sie einen Balken aus Sternen. Deswegen gehört die Milchstraße zu den Balkenspiralgalaxien. Doch dieser Balken ist nicht stabil. Mit der Zeit bildete sich eine Beule heraus, der "Bulge". Von der Seite betrachtet sieht diese Beule aus wie eine ungeschälte Erdnuss. Darin steckt das markante X.

Die X-Struktur ist ein Hinweis darauf, dass sich das Zentrum der Milchstraße durch eine dynamische Wechselwirkung der Sterne unserer Galaxis entwickelt hat und nicht - so der andere Erklärungsansatz - durch die Verschmelzung kleinerer Galaxien mit unserer eigenen.
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"Der Bulge ist in der Tat durch Entwicklungsprozesse der Sternverteilung unserer Galaxis entstanden", ist sich Ness sicher. "Das stützt die Vorstellung, dass unsere Galaxie ein recht ruhiges Leben hatte, ohne größere Verschmelzungsereignisse, seit sich der Bulge gebildet hat. Denn diese Form wäre zerstört worden, wenn es irgendwelche größeren Interaktionen mit anderen Galaxien gegeben hätte."

Für Lang, der das Bild in Umlauf gebracht hatte, ist der wichtigste Aspekt der Arbeit der offene Umgang mit wissenschaftlichen Ergebnissen. "Für mich ist diese Studie ein Beispiel dafür, was an unerwarteter interessanter Wissenschaft möglich wird, wenn große Datensets öffentlich gemacht werden", sagt der Forscher. "Ich freue mich sehr, dass meine WISE-Himmelskarten jetzt benutzt wurden, um Fragen zu beantworten, die ich vorher noch nicht einmal kannte."
Bilderserie
Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , asc
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Kein Endlager für Atommüll - Warum Raumschiffe nicht zur Sonne kommen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jul 2016 19:33

Kein Endlager für Atommüll.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Warum-Raumsch ... 82141.html
Mittwoch, 27. Juli 2016
Kein Endlager für Atommüll - Warum Raumschiffe nicht zur Sonne kommen

Von Kai Stoppel

Im Vergleich zu anderen Himmelskörpern ist die Sonne relativ nah an der Erde. Dennoch ist es fast unmöglich, eine Rakete in die Sonne hineinzufliegen, um etwa Atommüll sauber zu entsorgen. Das hat einen speziellen Grund.

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Mehr als ein halbes Jahrhundert nach Beginn des Raumfahrtzeitalters hat die Menschheit schon zu allen großen Himmelskörpern im Sonnensystem eine Sonde geschickt. Auf einigen ist sie sogar gelandet. Man könnte meinen, unsere unmittelbare Nachbarschaft im All sei zum Vorgarten des Menschen geworden: Sogar Milliarden Kilometer entfernte Eiszwerge wie den Pluto bereisen wir und arbeiten bereits daran, die Rohstoffe auf Millionen Kilometern entfernten Asteroiden abzubauen. Eine andere Idee kursiert auch bereits seit Jahrzehnten in den Köpfen der Wissenschaftler - man könnte den schädlichen und für Millionen Jahre strahlenden Atommüll der Menschheit einfach in der Sonne entsorgen. Eine tolle Idee, die nur einen Haken hat: Es ist unglaublich schwierig, zur Sonne zu fliegen.

Mal abgesehen davon, dass es gefährlich ist, eine Rakete mit Atommüll zu beladen, um sie zur Sonne zu schicken - ein Unfall kurz nach dem Start würde sie zu einer gigantischen "schmutzigen Bombe" machen, die unsere Atmosphäre vergiften würde. Aber davon abgesehen: Es ist tatsächlich einfacher, zu fernen Sternen zu reisen, als eine Bruchlandung auf unserem Muttergestirn zu versuchen, wie dieses Video zeigt. Aber warum?

Man könnte annehmen, dass es sehr einfach ist, zur Sonne zu gelangen. Schließlich ist sie gigantisch und ihre enorme Anziehungskraft hält riesige Planeten wie Jupiter in ihren Bahnen. Eine in Richtung Sonne gestartete Rakete sollte doch schlicht von deren Gravitation aufgesaugt werden? Doch es gibt ein Problem: Die Erde bewegt sich auf ihrer Umlaufbahn mit hoher Geschwindigkeit um die Sonne herum - mit rund 30 Kilometern pro Sekunde, was verdammt schnell ist und mehr als 100.000 Kilometern pro Stunde entspricht. Jeder Rakete, die mit Atommüll beladen von der Erde aus startet, ist diese schnelle Seitwärtsbewegung bereits zu eigen. Fliegt sie in Richtung Sonne, würde sie davon so stark abgelenkt, dass sie den Stern in jedem Fall verfehlen würde.
Weite Umwege zur nahen Sonne
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Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde. Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Natürlich gibt es eine hypothetische Lösung für das Problem: Die Rakete müsste zunächst von der Erde aus starten und mit mächtigen Triebwerken entgegen der Bewegungsrichtung der Erde beschleunigen, um diese ausgleichen. Das bedeutet, es müsste die erwähnten 30 Kilometer pro Sekunde erreichen - fast doppelt so schnell wie das schnellste heutige Raumschiff, die Pluto-Sonde "New Horizons". Technisch also eine enorme Herausforderung und mit heutigen Mitteln nicht umsetzbar - jedenfalls, wenn wir von einigen Tonnen Atommüll sprechen und nicht von lediglich ein paar Gramm. Je größer die Masse eines Raumschiffs, desto mehr Energie muss zu seiner Beschleunigen aufgewandt werden.

Es gäbe noch eine andere Möglichkeit, um das Problem zu umgehen: Je weiter ein Planet von der Sonne entfernt ist, desto geringer ist auch seine Seitwärtsbewegung um die Sonne herum. Der weit draußen im Sonnensystem kreisende Planet Pluto etwa bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von nur rund fünf Kilometern pro Sekunde um die Sonne. Das bedeutet, ein Atommüll-Raumschiff müsste sich erst ein gutes Stück von der Erde entfernen, etwa in die Nähe des Jupiters. Dort wäre es technisch machbar, das Raum-Gefährt auf die nötigen fast 50.000 Kilometer pro Stunde in die Gegenrichtung zu beschleunigen - und es danach von der Sonne einfach anziehen zu lassen. Der Atommüll wäre weg - allerdings würde dies für ein zig Tonnen schweres Raumschiff einen unglaublichen Aufwand bedeuten.
Nasa-Sonde Jahre zur Sonne unterwegs
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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte sogar geplant, für die vergleichsweise leichte Sonnen-Sonde "Solar Probe" auf eben jenes Prinzip zurückzugreifen. "Solar Probe" sollte zum Jupiter fliegen, dort auf eine geringere Geschwindigkeit herunterbremsen, um schließlich der Sonne bisher unerreicht nahe zu kommen. Allerdings wurde der Plan aus Kostengründen aufgegeben. Man entschied sich mit "Solar Probe Plus" für eine andere Technik: Nach dem Start im Sommer 2018 soll mit sieben Swing-by-Manövern um die Venus die Sonde bis 2024 entsprechend abgebremst werden, um der Sonne besonders nahe kommen zu können.

Dies alles zeigt: Es ist für die Menschheit derzeit einfacher, zu anderen Sternen zu fliegen als zu unserer eigenen Sonne. Denn für Ersteres benötigt ein von der Erde aus gestartetes Raumschiff lediglich eine Geschwindigkeit von - technisch machbaren und bereits erreichten - rund 12 Kilometern pro Sekunde. Eine weitere Lehre aus dem Ganzen könnte sein, dass die Menschheit andere Wege suchen sollte, um ihren Atommüll loszuwerden.

Quelle: n-tv.de
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Weißer Zwerg "grillt" Roten Zwerg - Besonderes Doppelsternsystem entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Jul 2016 20:27

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http://www.n-tv.de/wissen/Besonderes-Do ... 93591.html
Donnerstag, 28. Juli 2016
Weißer Zwerg "grillt" Roten Zwerg - Besonderes Doppelsternsystem entdeckt

Forscher entdecken einen ungewöhnlichen Doppelstern. Das exotische Sternsystem besteht aus einem Weißen Zwerg, der mit seinem roten Begleiter nicht zimperlich umgeht. Er überzieht ihn mit einem gebündelten Strahl, der das gesamte System hell aufleuchten lässt.

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Astronomen haben ein ungewöhnliches Doppelsternsystem entdeckt. Das Duo im Sternbild Skorpion besteht aus einem Roten Zwergstern und einem Weißen Zwergstern, der seinen roten Begleiter mit energiereicher Strahlung röstet.
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Das in regelmäßigen Abständen pulsierende Doppelsystem sei zwar schon vor Jahrzehnten entdeckt, damals aber falsch als veränderlicher Einzelstern klassifiziert worden, berichtete die Europäische Südsternwarte Eso an ihrem Hauptsitz in Garching bei München. Erst jetzt sei mit dem "Very Large Telescope" (VLT) der Eso und mit anderen Instrumenten die wahre Natur des Systems erkannt worden.

Forscher um Tom Marsh von der Universität Warwick (Großbritannien) stellen ihre Analysen im Fachblatt "Nature" vor. Demnach hat der Weiße Zwerg, der nur etwa so groß ist wie die Erde, etwa zwei Drittel der Masse unserer Sonne. Der Rote Zwerg ist viel größer, hat aber nur ein Drittel der Masse unserer Sonne. Beide umkreisen sich alle 3,6 Stunden.
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Der schnell rotierende Weiße Zwerg ist stark magnetisch und beschleunigt mit seinem Magnetfeld Elektronen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit. Diese schnellen Elementarteilchen erzeugen einen gebündelten Strahl, der wie der Lichtkegel eines Leuchtturms regelmäßig den Roten Zwerg überstreicht. Dies lässt das gesamte System, das die Katalognummer AR Scorpii trägt, alle knapp zwei Minuten kurzzeitig hell aufleuchten.

"Exotische Sternsysteme interessieren uns Astronomen besonders. Sie werfen spannende Fragen für die Astrophysik auf", sagte Manfred Gaida vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Allerdings sei noch unklar, woher die sogenannten relativistischen Elektronen bei dem Weißen Zwerg stammen.
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Die Elektronen erzeugen auch Strahlung im Bereich der Radiowellen, die nach Eso-Angaben noch nie zuvor in einem System mit einem Weißen Zwerg beobachtet worden ist. "AR Scorpii wurde zwar schon vor über 40 Jahren entdeckt, aber seine wahre Natur war unbekannt, bis wir 2015 begonnen haben, ihn zu beobachten", sagte Warwick-Forscher Marsh. Amateurastronomen aus Deutschland, Belgien und Großbritannien war das ungewöhnliche Verhalten des Systems aufgefallen.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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160 Sternschnuppen pro Stunde - Lichtschweife durchkreuzen Augusthimmel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Aug 2016 09:29

160 Sternschnuppen pro Stunde.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Lichtschweife ... 02421.html
160 Sternschnuppen pro Stunde - Lichtschweife durchkreuzen Augusthimmel

Der Nachthimmel im August hält einiges bereit: Sternengucker sollten schon mal ihre Wünsche bereithalten, denn die Perseiden schicken Sternschnuppen mit Lichtschweifen aus allen Richtungen.

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Im August kommt es zu einigen spannenden Planetenbegegnungen. Mars überholt Saturn, Venus trifft sich mit Jupiter. In der Abenddämmerung leuchten drei helle Planeten als erste auf, nämlich Jupiter im Westen, Mars und Saturn im Süden. Der weißglänzende Jupiter wird seit 5. Juli von Juno, einem künstlichen Satelliten, umkreist. Juno ist der zweite irdische Späher in einer Umlaufbahn um den Riesenplaneten. Bereits Anfang Dezember 1995 schwenkte die Raumsonde Galileo in einen Jupiterorbit ein und ließ eine Tochtersonde in die dichte Jupiteratmosphäre eindringen. Diese Mission endete mit dem geplanten Absturz und Verglühen von Galileo in der Jupiteratmosphäre im September 2003.

Mars wandert rasch durch die Sternbilder Waage und Skorpion in den Schlangenträger hinein. Am 24. passiert er Antares, den Hauptstern des Skorpions. Antares wird gelegentlich mit dem ebenfalls rötlichen Mars verwechselt. Jetzt kann man gut beide Gestirne mit einander vergleichen. Antares ist eine Spur röter als Mars, der etwas mehr gelblich-rot erscheint.

Am 25. überholt der Rote Planet Saturn im Sternbild Schlangenträger weit südlich. Es ist reizvoll, die Wanderung von Mars an Antares und Saturn vorbei von Woche zu Woche zu verfolgen. Die beste Beobachtungszeit ist um 22 Uhr herum. Anfang August gehen Mars und Saturn bald nach Mitternacht unter, zu Monatsende schon fast eine Stunde vor Mitternacht.
Venus - der hellste Stern am Himmel

Venus taucht allmählich am Abendhimmel auf. Sie ist der bei weitem hellste aller Planeten. Gegenwärtig ist sie in der hellen Abenddämmerung noch nicht sehr auffällig. Sie ist weit im Westen knapp über dem Horizont zu erspähen. Am 27. überholt Venus den Riesenplaneten Jupiter knapp nördlich. Die beiden hellsten Planeten am irdischen Himmel stehen eng beieinander, ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Da Venus und Jupiter Ende August schon um 21 Uhr untergehen, fällt dieses Planetentreffen in der noch relativ hellen Abenddämmerung am Westhorizont nicht sonderlich auf. Ein Fernglas kann die Beobachtung erheblich erleichtern.
(Foto: dpa-Grafik)

In den ersten Augusttagen flammen besonders häufige Sternschnuppen auf. Sie gehören zum Perseusstrom, einem der aktivsten Meteorlieferanten. Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen und flitzen in alle Himmelsrichtungen. Als schönster und reichster Strom des Jahres bescheren uns die Perseiden bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, in manchen Jahren sogar deutlich mehr. In diesem August ist ebenfalls mit einer höheren Fallrate zu rechnen. Schätzungsweise bis zu 160 Meteore pro Stunde werden zum Maximum diesmal aufleuchten. Dies ist in der Nacht vom 11. auf 12. zu erwarten, wobei auch sehr helle Objekte, Feuerkugeln oder Boliden genannt, erscheinen und manchen Zeitgenossen erschrecken mögen. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens.

Die Perseidenmeteore werden von abgesplitterten Bruchstücken des Kometen 109P/Swift-Tuttle hervorgerufen. Mit 60 Kilometer pro Sekunde, das sind 216.000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden mit die schnellsten Sternschnuppen.
Die Tage werden wieder kürzer

Die Sonne wandert am absteigenden Ast ihrer Jahresbahn, die Tage werden in unseren Breiten kürzer. Am 10. verlässt die Sonne das Sternbild Krebs mittags und wechselt in das Sternbild Löwe, in dem sie bis 16. September bleibt, um anschließend in das Sternbild Jungfrau zu treten. Am 22. August passiert sie den Jungfraupunkt, den Beginn des Tierkreiszeichens Jungfrau. Die Neumondphase tritt am 2. um 22.45 Uhr ein. Vollmond wird am 18. um 11.27 Uhr erreicht.

Tierkreiszeichen und Tierkreissternbilder werden oft in einen Topf geworfen. Tierkreiszeichen sind 30 Grad lange Abschnitte der scheinbaren Sonnenbahn, Ekliptik genannt. Sie sind am Himmel nicht zu sehen. Der Beginn der zwölf Tierkreiszeichen wird durch den Frühlingspunkt bestimmt, dem Schnittpunkt der aufsteigenden Sonnenbahn mit dem Himmelsäquator. Passiert ihn die Sonne, so beginnt der astronomische Frühling. Der Frühlingspunkt markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Widder und das Ende des Tierkreiszeichens Fische, des 12. Zeichens.
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Die Tierkreissternbilder wiederum bilden die Kulisse der Sternbilder, vor denen die Sonne im Verlauf des Jahres vorbeizieht. Sie sind die Sternbilder, die man am Nachthimmel sehen kann. Tierkreissternbilder sind unterschiedlich groß. So verweilt die Sonne im Sternbild Jungfrau 45 Tage, während sie in nur 6 Tagen durch das Sternbild Skorpion wandert und anschließend sich 9 Tage im Schlangenträger aufhält. Seit der Festlegung der Sternbildergrenzen im Jahre 1925 führt der Jahresweg der Sonne durch dreizehn Sternbilder.

Durch die langsame rückläufige Bewegung des Frühlingspunktes verschieben sich Tierkreiszeichen und Tierkreissternbilder gegeneinander. Der Fachmann spricht von der Präzession des Frühlingspunktes, der zurzeit im Sternbild Fische liegt und 2610 in das Sternbild Wassermann wechseln wird. Ein voller Umlauf des Frühlingspunktes durch alle dreizehn Tierkreissternbilder dauert 26.000 Jahre. Diese Zeitspanne wird auch Platonisches Jahr genannt.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Der Mars: Ein Planet voller Rätsel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Aug 2016 19:28

auf dem mars1.png
auf dem mars1.png (8.88 KiB) 4640-mal betrachtet
http://www.mex10.dlr.de/
Der Mars: Ein Planet voller Rätsel

Seit jeher beflügelt der Mars die Phantasie der Menschen. Er ist unserer Erde ähnlicher als jeder andere Planet im Sonnensystem. Mit unbemannten Raumsonden versuchen Wissenschaftler seit mehr als 50 Jahren, die Geheimnisse des Mars zu entschlüsseln. Wasser – unabdingbar für die Entstehung von Leben – hat auf der Oberfläche des Planeten eindeutige Spuren hinterlassen. Die Suche nach diesen Spuren ist ein Ziel der Mission Mars Express der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Seit 2004 übermittelt sie zuverlässig Messdaten und Bilder von unserem Nachbarplaneten. Die Aufnahmen der HRSC-Kamera an Bord der Raumsonde bieten neue Möglichkeiten, die komplexe geologische Geschichte des Roten Planeten zu erforschen.

Kommen Sie mit auf eine Reise zu unserem Nachbarplaneten. Sehen Sie atemberaubend schöne Bilder von seiner Oberfläche, erfahren Sie mehr über seine Geologie, Klimageschichte und Monde und über die Geschichte seiner Erforschung.
Mars Erde
Durchmesser 6.792,4 km (Äquator) 12.756,32 km (Äquator)
Oberfläche 144 Mio. km2 510 Mio. km2
Masse 6,419 X 1023 kg 5,974 · 1024 kg
Gravitation 3,69 m/s2 9,78 m/s2
durchschnittl. Entfernung zur Sonne 227.900.000 km 149.600.000 km
Orbitalperiode 687 Tage 365,24 Tage
Rotationsperiode 26,62 Stunden 23,93 Stunden
Achsenneigung 25,2° 23,4393°
Topographie -8000 m bis 21.200 m -11.000 m bis 8850 m
Temperatur -60 °C (-133 °C bis 27 °C) 15 °C (-88 °C bis 58 °C)
Mittlerer Luftdruck 6,35 mbar 1013 mbar
Atmosphäre 95% CO2, 3% N2, 2% Ar 78% N2, 21% O2, 1% Ar
Dichte 3,934 g/cm3 5,534 g/cm3
HRSC-Kamera: Der Mars in 3D
HRSC Kamera
HRSC Kamera

Am 2. Juni 2003 startete die erste europäische Mission zu einem anderen Planeten: Mars Express. Mit an Bord ist die am DLR-Institut für Planetenforschung entwickelte High Resolution Stereo Camera (HRSC). Es ist das erste Kamerasystem auf einer Planetenmission, das systematisch hochauflösende, dreidimensionale Bilddaten in Farbe aufnimmt.

Ziel des HRSC-Experiments ist eine globale topographische Kartierung des Mars in einer Auflösung von wenigstens 40 Meter pro Bildpunkt. Große Flächen des Planeten werden aber auch in einer Detailgenauigkeit von 20 bis sogar nur zehn Meter pro Bildpunkt erfasst. Mit den Stereobilddaten lassen sich digitale Geländemodelle erzeugen. Die Kombination aus den daraus gewonnenen Höheninformationen und den hochauflösenden Bilddaten ermöglicht deutlich verbesserte Aussagen zur geologischen Entwicklung des Planeten im Verlauf seiner viereinhalb Milliarden Jahre alten Geschichte.

Möglich ist diese hochpräzise 3D-Kartierung durch ein in der Planetenforschung erstmals verwendetes Aufnahmeprinzip: Die HRSC scannt die unter der Sonde vorüberziehende Landschaft durch ein Teleskopobjektiv mit neun lichtempfindlichen Zeilensensoren, die quer zur Flugrichtung angeordnet sind: Vier der neun Kanäle blicken unter unterschiedlichen Winkeln schräg nach vorne und vier weitere schräg nach hinten. Zwischen diesen acht Kanälen blickt die Nadirzeile senkrecht nach unten und liefert die Aufnahmen mit der höchsten Detailschärfte.
Missionen zum Mars

Seit Jahrtausenden wissen die Menschen, dass es den Mars gibt. Die Erfindung des Fernrohrs brachte ihn uns näher, sogar einige Details der Oberfläche ließen sich damit schon erkennen. Das Raumfahrtzeitalter veränderte unsere Sichtweise komplett. Der Mars ist für Raumsonden jedoch kein leicht zu erreichendes Ziel. Von den bisher über 40 Missionen scheiterte knapp die Hälfte. Insbesondere Landungen auf dem Mars sind mit einem hohen Risiko verbunden, da sich seine Atmosphäre im Rhythmus von Tag und Nacht und im Laufe der Jahreszeiten verändert. Doch diejenigen Sonden, die den Roten Planeten erreichten, haben uns unglaublich viele Erkenntnisse geliefert und tun es auch heute noch. Erfahren Sie mehr über einige der Höhepunkte und auch der Rückschläge bei der Erforschung dieses rätselhaften Planeten.

1960-1969 1970-1979 1980-1989 1990-1999 2000-2009 ab 2010 Alle

01.11.1962
Mars 1

Die sowjetische Sonde sollte Untersuchungen im marsnahen Raum durchführen. Es war das erste Raumschiff, das in die Nähe des Mars kam, doch der Funkkontakt brach vor der Ankunft ab.
05.11.1964
Mariner 3
Mariner 3

Bei der Mission Mariner 3, dem ersten amerikanischen Versuch zum Mars zu fliegen, missglückte die Abtrennung der Hülle, so dass sich die Sonnensegel nicht entfalten konnten. Die Funkverbindung brach neun Stunden nach dem Start ab.
28.11.1964
Mars Oberfläche Nahaufnahme http://www.mex10.dlr.de/
Mariner 4

Das ist die erste Nahaufnahme, die vom Mars gemacht wurde. Mariner 4 lieferte bei einem Vorbeiflug in zehntausend Kilometer Entfernung insgesamt 22 Bilder der Oberfläche. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass die dünne Atmosphäre aus Kohlendioxid besteht und schwache Reste eines Magnetfeldes vorhanden sind.
25.02.1969 und 27.03.1969
Mars Oberfläche Nahaufnahme
Mariner 6 und 7

Die Missionen Mariner 6 und 7 waren als Zwillingsunternehmen konzipiert. Die Sonde Mariner 6 flog in 3437 Kilometern Entfernung über den Mars-Äquator, Mariner 7 in 3551 Kilometern Entfernung über den Mars-Südpol. Beide Sonden untersuchten die Oberfläche und Atmosphäre (Struktur und Zusammensetzung). Außerdem lieferten sie über 200 Bilder der Oberfläche.
08.05.1971
Mariner 8
Mariner 8

Diese amerikanische Mission war ein Misserfolg. Eine Fehlfunktion der Centaur-Stufe führte dazu, dass die Sonde die Erdumlaufbahn nicht erreichte. Mariner 8 sollte eigentlich den Mars kartieren.
19.05.1971
Mars 2

Die sowjetische Orbiter- und Landermission Mars 2 war für 362 Orbits in Betrieb. Der Orbiter lieferte Daten bis 1972, darunter auch Aufnahmen mit einer Kamera, deren Filme an Bord chemisch entwickelt und dann von einer TV-Kamera abgetastet wurden. Das Landegerät wurde am 27.11.1971 abgesetzt, stürzte aber auf die Marsoberfläche, da das Bremstriebwerk versagte. Trotz der Bruchlandung war dies die erste Landung einer Kapsel auf dem Mars.
28.05.1971
Mariner 8
Mars 3

Mars 3 erreichte den Mars am 02.12.1971. Der Lander wurde erfolgreich abgesetzt, seine Instrumente arbeiteten aber nur für 20 Sekunden. Der Orbiter schickte noch bis August 1972 Daten zurück zur Erde.
30.05.1971
Mariner 9
Mariner 9

Teil des amerikanischen Mariner Mars 71-Projekts, das aus den Sonden Mariner 8 und 9 bestand. Da Mariner 8 beim Start verloren ging, musste Mariner 9 die Ziele beider Missionen (Kartierung von 70 Prozent der Marsoberfläche, Untersuchung von Atmosphäre und Oberfläche) vereinen. Die Mission lieferte 7329 Aufnahmen der Marsoberfläche in einer maximalen Bildauflösung von 100 Metern pro Bildpunkt. Es erfolgte eine globale Kartierung des Planeten, darunter die ersten Detailansichten der Marsvulkane, der Valles Marineris, der Polkappen sowie erste Bilder der Marsmonde Phobos und Deimos.
07/08 1973
Mars 4 bis 7

Im Rahmen der sowjetischen Missionen Mars 4 bis 7 sollte es zum ersten Mal gelingen, eine Landekapsel auf den Mars zu bringen. Die Missionen scheiterten alle.
20.08.1975
Viking 1
Viking 1

Die Viking-Mission der NASA bestand aus zwei Raumschiffen, Viking 1 und Viking 2, beide jeweils aufgebaut aus einem Landegerät und einem Orbiter. Hauptziel der Mission war es, auf der Marsoberfläche nach Spuren von Leben zu suchen, außerdem hochauflösendes Bildmaterial von der Marsoberfläche zu erhalten sowie den Aufbau und die Zusammensetzung der Atmosphäre und Planetenoberfläche zu beschreiben. Viking 1 erreichte den Marsorbit am 19.06.1976. Am 20.07.1976 setzte der Lander in Chryse Planitia auf. Der Orbiter musste am 17. August 1980 aufgegeben werden, die Landesonde funktionierte bis zum 13. November 1982.
09.09.1975
Viking 2
Viking 2

Viking 2 erreichte am 07.08.1976 den Marsorbit, das Landegerät setzte am 03.09.1976 hoch im Norden in der Ebene Utopia auf. Beide Lander lieferten Panoramaaufnahmen. Die Mission brachte über 55.000 Aufnahmen (auch der Monde), eine globale Abdeckung mit Auflösungen von 100-200 Metern pro Bildpunkt, einige sogar bis zu 8 Metern. Der Orbiter funktionierte bis zum 25. Juli 1978, die Landesonde bis zum 11. April 1980.
07.07.1988
Phobos 1

Die sowjetische Mission sollte den Marsmond Phobos untersuchen. Sie ging wegen eines falschen Steuersignals auf dem Weg zum Mars verloren.
12.07.1988
Phobos 2

Erreichte den Marsorbit, lieferte Wärmebilder eines ca. 1500 Kilometer breiten Geländestreifens am Äquator und 9 Aufnahmen von Phobos. Abbruch der Funkverbindung am 27.03.1989.
25.09.1992
Mars Observer
Mars Observer

Abbruch der Funkverbindung kurz vor Erreichen des Marsorbits.
07.11.1996
Mars Global Surveyor
Mars Global Surveyor

Ersatz für Mars Observer, kartierte sieben Jahre lang die Marsoberfläche in hoher Auflösung. Auf der Grundlage von Laser-Höhenmessungen konnte die erste globale topographische Karte des Mars erstellt werden.
16.11.1996
Mars 96

Russische Mission mit starker europäischer Beteiligung. Fehler in der 4. Stufe der Trägerrakete, instabiler Erdorbit. Das Raumschiff stürzte ins Meer. Die Ersatzgeräte dieser Mission konnten kostengünstig für die Mars Express-Sonde umbaut werden, darunter auch die deutsche HRSC-Kamera.
04.12.1996
Mars Pathfinder
Mars Pathfinder

Landete am 04.07.1997 im Mündungsgebiet von Ares Vallis und Tiu Vallis. Erstmals wurden Airbags für die Landung eingesetzt. Der Lander und der Rover Sojourner arbeiteten 84 Tage lang.
11.12.1998
Mars Climate Orbiter

Verlust beim Eintritt in die Marsumlaufbahn. Sollte Wetter und Klima, Wasser und die Eigenschaften der CO2-Atmosphäre untersuchen.
03.01.1999
Mars Polar Lander

Gleiche Missionsziele wie der Mars Climate Orbiter. Landung schlug fehl.
07.04.2001
2001 Mars Odyssey
2001 Mars Odyssey

Orbitermission mit dem Ziel einer detaillierten mineralogischen Untersuchung der Oberfläche und der Strahlungsumgebung. Der Marsorbiter diente auch als ein Kommunikationsrelais für weitere Marsmissionen. 2010 brach Odyssey den Rekord als das Raumschiff, das am längsten am Mars in Betrieb ist. 2012 unterstützte die Mission die Landung des Mars Science Laboratory.
02.06.2003
Mars Express
Mars Express

Orbiter- und Lander-Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Landung von Beagle-2 schlug fehl. Die Orbitermission ist erfolgreich und liefert wichtige neue Daten zur Geologie, Mineralogie und Atmosphäre des Mars. Mit der vom DLR entwickelten HRSC-Kamera wird der Mars global in hoher Auflösung, dreidimensional und in Farbe kartiert. Die Bilder und die erste globale topographische Kartierung auf Grundlage von Stereobilddaten erreichen eine Auflösung von bis zu zehn Metern pro Pixel.
10.06.2003
Spirit
Spirit (Mars Exploration Rover A)

Amerikanische Rover-Mission, Landung am 4. Januar 2004 im Krater Gusev. Spirit hatte zahlreiche wissenschaftliche Instrumente an Bord und eine Reichweite von 100 Metern pro Tag. Er untersuchte den Marsboden auf Spuren von Leben, das Klima und die Geologie. Am 25.5.2011 wurden alle Versuche, den Rover zu erreichen, beendet.
08.07.2003
Opportunity (Mars Exploration Rover B)

Landung des Rovers am 25.01.2004 in Meridiani Planum. Gleiche Missionsziele wie Spirit.
12.08.2005
Mars Reconnaissance Orbiter
Mars Reconnaissance Orbiter

Der Orbiter erreichte den Mars am 10.03.2006. Er untersucht das gegenwärtige Klima, die Oberfläche mit einem Kamerasystem, das die bisher am höchsten aufgelösten Bilder der Marsoberfläche liefert, und sucht nach Landeplätzen.
04.08.2007
Phoenix

Kleiner stationärer Lander, der am 25. Mai 2008 in der Nordpolregion landete. Untersuchung der Rolle des Wassers und der Oberfläche in den hohen Breiten. Er entdeckte beim Schürfen im polaren Boden Eis- und Frostablagerungen.
04.08.2011
Phobos-Grunt

Ziele der russischen Mission waren eine Kartierung des Marsmondes Phobos sowie die Landung auf dem Marstrabanten und dabei die Entnahme von Bodenproben, die wieder zur Erde zurück gebracht werden sollten. Die Raumsonde scheiterte bereits in der Erdumlaufbahn und erreichte ihre geplante Flugbahn zum Mars nicht.
26.11.2011
Mars Science Laboratory
Mars Science Laboratory

Landung des Marsrovers Curiosity am 06.08.2012 im Gale-Krater. Es war die erste Landung an Seilen mithilfe eines Krans, der den Rover die letzten acht Meter auf den Boden abließ. Soll mithilfe seiner zehn Instrumente nach Spuren der chemischen Bestandteile von Leben suchen und herausfinden, wie lebensfeindlich oder –freundlich der Mars in der Vergangenheit war und für zukünftige bemannte Missionen sein kann.

Video (externer Link)
November 2013
MAVEN

Die amerikanische Mission soll die Atmosphäre des Mars untersuchen und klären, wie der Verlust von Atmosphärengasen in den Weltraum die Veränderung des Klimas auf dem Mars beeinflusste.
2016
InSight
InSight

Bei der amerikanischen Mission sollen vor allem geophysikalische Experimente auf und unter der Marsoberfläche durchgeführt werden, beispielsweise durch Messung der Geschwindigkeit von seismischen Wellen oder des Wärmeflusses. Dafür wurde am DLR ein "Maulwurf" ("Mole") entwickelt, der sich bis zu fünf Meter tief in den Marsboden bohren kann. Ziel ist es, den Aufbau und Zustand von Kern und Mantel, sowie die thermische Entwicklung des Mars besser zu verstehen.
2016 und 2018
ExoMars
ExoMars

Die Mission ExoMars soll nach Lebensspuren suchen und geophysikalische Untersuchungen, etwa zum inneren Aufbau des Mars, durchführen.
Frühestens 2020
Mars Sample Return

Bei der Mission Mars Sample Return ist geplant, Bodenproben auf dem Mars nehmen und diese dann zur Erde zurück zu schicken.
Marsforschung – der Stand heute

Warum ist der Mars heute ein trockener Wüstenplanet? Wohin ist das Wasser verschwunden, das es einmal gab? Konnte auf dem Mars je Leben entstehen oder existiert es sogar noch heute? Der Mars gibt uns viele Rätsel auf. Doch Missionen, wie die europäische Mission Mars Express, liefern wichtige neue Daten zur Geologie, Mineralogie und Atmosphäre des Mars, um die drängenden Fragen der Marsforschung zu beantworten.

Mit an Bord von Mars Express ist die vom DLR betriebene, hochauflösende Stereokamera HRSC. Ihre Aufnahmen sind eine wertvolle und einzigartige Ressource für die gegenwärtige und zukünftige Marsforschung. Die bisherigen Erkenntnisse haben unser Bild von der geologischen und klimatischen Entwicklung des Roten Planeten massiv verändert.

In den Interviews berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DLR über ihre Forschung und die bisherigen verblüffenden Erkenntnisse, die sie auch auf Grundlage der HRSC-Daten gewonnen haben.

Prof. Dr. Tilman Spohn
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Prof. Dr. Tilman Spohn
Mögliches Leben

Prof. Dr. Tilman Spohn leitet das DLR-Institut für Planetenforschung. Er spricht im Interview über die Möglichkeit von Leben nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf anderen Planeten oder Monden.
Prof. Dr. Ralf Jaumann
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Prof. Dr. Ralf Jaumann
Klimageschichte des Mars

Prof. Dr. Ralf Jaumann leitet die Abteilung Planetengeologie des DLR-Instituts für Planetenforschung. Er ist Experimentmanager und Co-Investigator der HRSC auf Mars Express und befasst sich mit der Klimageschichte des Roten Planeten.
Ernst Hauber
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Ernst Hauber
Vulkanismus

Ernst Hauber, Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung, spricht im Interview über die Geologie des Mars, seinen langlebigen Vulkanismus, seine Tektonik und die Entwicklung der Kruste des Planeten.
Dr. Laetitia Le Deit
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Dr. Laetitia Le Deit
Landestellen auf dem Mars

Dr. Laetitia Le Deit, Planetengeologin am DLR-Institut für Planetenforschung, untersucht, welche Orte auf der Marsoberfläche für Landegeräte gut geeignet und für die Forschung besonders interessant sind.
Harald Hoffmann
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Harald Hoffmann
Marsmonde Phobos und Deimos

Harald Hoffmann, Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung, berichtet im Interview über die aktuelle Diskussion zur Entstehung und Zukunft der Marsmonde Phobos und Deimos.
Dr. Daniela Tirsch
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Dr. Daniela Tirsch
Wetter und Klima

Dr. Daniela Tirsch, Planetengeologin am DLR-Institut für Planetenforschung, erklärt im Interview, wie Wind und Wetter die Oberfläche des Mars auch heute noch beeinflussen.
Ulrich Köhler
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Ulrich Köhler
Geschichte der Marsforschung

Ulrich Köhler, Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung, gibt uns einen Überblick über die Geschichte der Erforschung unseres Nachbarplaneten.
Klaus Gwinner
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Klaus Gwinner
Kartierung der Oberfläche

Klaus Gwinner, Planetengeologe am DLR-Institut für Planetenforschung, berichtet im Interview über die 3D-Modellierung und Kartierung der Marsoberfläche auf der Grundlage der Daten der HRSC-Kamera.

“Es gibt unzählige Welten im Kosmos, zahllos wie die Sandkörner an den Stränden der Erde. Jede dieser Welten ist so real wie unsere Welt, hervorgegangen aus einer Verkettung von Zufällen, Ereignissen, Prozessen, die auch ihre Zukunft bestimmen.”

Carl Sagan, 1934-1996 Amerikanischer Astrophysiker und Visionär
Treibende Kraft für die Viking-Landemissionen 1976 zum Mars
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So nah wie kein anderer Exoplanet - "Zweite Erde" um Nachbarstern entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Aug 2016 10:41

So nah wie kein anderer Exoplanet.jpg
So nah wie kein anderer Exoplanet.jpg (29.88 KiB) 4585-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Zweite-Erde-u ... 05991.html
So nah wie kein anderer Exoplanet - "Zweite Erde" um Nachbarstern entdeckt ?

Möglicher Sensationsfund für die Astronomie: Forscher sollen einen Planeten um einen Stern entdeckt haben, der uns so nah ist wie kein anderer. Dort könnte es sogar Leben geben - und der Planet wäre für Raumschiffe erreichbar.

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Bewahrheiten sich die Meldungen, steht die Astronomie möglicherweise vor einer Jahrhundert-Entdeckung: Bei der Suche nach erdähnlichen Planeten in unserer kosmischen Nachbarschaft sind Astrophysiker laut "Spiegel" fündig geworden. Sie entdeckten demnach einen Planeten bei unserem nächsten Nachbarstern Proxima Centauri, der 4,2 Lichtjahre von der entfernt ist.

Der Planet soll erdähnlich sein und sich in einem so günstigen Abstand um Proxima Centauri bewegen, dass auf seiner Oberfläche flüssiges Wasser vorkommen könnte. Wasser im flüssigen Zustand wird als Grundvoraussetzung für die Entstehung von Leben angesehen. Die Europäische Südsternwarte wollte den Bericht allerdings nicht bestätigen.
Video
Suche nach zweiter Erde: Weltraum-Auge Kepler erspäht 1284 neue Welten 11.05.16 – 01:25 min Mediathek Suche nach zweiter Erde Weltraum-Auge Kepler erspäht 1284 neue Welten

Bisher wurden zwar bereits einige erdähnliche Planeten um Sterne herum entdeckt - aber bisher lagen alle in unerreichbarer Ferne. Die naheliegendsten bisher entdeckten Kandidaten sind laut dem Katalog erdähnlicher Planeten der Universität von Puerto Rico rund 22 Lichtjahre entfernt - mehr als 200 Billionen Kilometer. Proxima Centauri ist der der Erde am nächsten gelegene Fixstern. Es gibt sogar Vorhaben, mit kleinen Raumschiffen dorthin zu fliegen: Stephen Hawking, Mark Zuckerberg und der russische Milliardär Juri Milner planen eine Flotte von Mini-Raumschiffen, die mit hoher Geschwindigkeit zu eben jenem Sternensystem reisen soll, zu dem vermutlich auch Proxima Centauri gehört. Etwa 20 Jahre soll der Flug dauern.
Seit Anfang des Jahres wird nach Planeten gejagt

Dem "Spiegel" zufolge will die Europäische Südsternwarte ESO die Entdeckung des Planeten Ende August bekannt geben. Nach Informationen des Magazins verwendeten die Forscher ein Spiegelteleskop, das die ESO auf dem Berg "La Silla" in der chilenischen Atacama-Wüste betreibt. "Den kleinen Himmelskörper zu finden war ein hartes Stück Arbeit", zitierte das Magazin einen namentlich nicht genannten Astrophysiker, der dem Bericht zufolge an der Suche beteiligt war. "Wir bewegten uns an der Grenze des messtechnisch Machbaren." ESO-Sprecher Richard Hook erklärte jedoch zu dem angeblichen Sensationsfund, die Angaben basierten offenbar "größtenteils auf Gerüchten". Er könne den Inhalt des "Spiegel"-Berichts "nicht bestätigen". Die Ergebnisse der Suche nach einem möglichen Planeten bei Proxima Centauri würden "zur rechten Zeit bekanntgegeben", betonte Hook. Zuletzt wurden zahlreiche erdähnliche und größere Exoplaneten vor allem mit dem Weltraumteleskop Kepler aufgespürt. Insgesamt sind es bisher mehr als 2000.

Zur Suche nach einem planetaren Begleiter unseres nächsten Nachbarsterns hatten Wissenschaftler Anfang des Jahres eine Beobachtungskampagne mit dem Namen "Pale Red Dot" gestartet, an der auch die Öffentlichkeit via Internet teilnehmen konnte. Frühere Beobachtungen hatten bereits schwache Hinweise auf einen Planeten bei Proxima Centauri geliefert - für einen Nachweis reichten die damaligen Daten aber nicht aus. Bei der "Pale Red Dot"-Suche kam ein 3,6-Meter-Teleskop der ESO auf dem Berg La Silla in der chilenischen Atacama-Wüste zum Einsatz. Bei Proxima Centauri handelt es sich um eine sehr lichtschwache Sonne im Sternbild Zentaur am südlichen Sternhimmel, die nur in Teleskopen sichtbar ist. Der rote Zwergstern ist von Mitteleuropa aus nicht zu sehen.
Bereits 2012 vermeintlicher Planet in Sternsystem entdeckt
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Proxima Centauri befindet sich in großer Nähe zum hellen Doppelsternsystem Alpha Centauri - die Mehrzahl der Astronomen hält es für möglich, dass die drei Sonnen sogar ein Dreifachsystem bilden. Die hellen Sterne Alpha Centauri A und B sind allerdings ein winziges Stück weiter von der Erde entfernt. Proxima Centauri - einer der drei Sterne in dem Sternsystem - ist ein roter Zwerg und steht im Sternbild Zentaur am südlichen Sternenhimmel. Im Vergleich zu unserem Heimatstern, der Sonne, ist Proxima Centauri allerdings winzig. Er besitzt wohl gerade mal ein Zehntel ihrer Masse und nur ein Siebtel ihres Durchmessers.

Allerdings hatten bereits im Jahr 2012 europäische Forscher die Entdeckung eines erdähnlichen Planeten im Sternsystem Alpha Centauri gemeldet. Auch dabei war das La-Silla-Observatorium zum Einsatz gekommen. Allerdings waren in jüngster Zeit Zweifel an dieser Entdeckung aufgekommen. Forscher kritisierten, dass es sich wohl nur um einen "Geisterplaneten" handelt - ein Phantom, das aus Messfehlern resultiert. Weitere Messungen in den Folgejahren konnten den Planet ebenfalls nicht zweifelsfrei bestätigen.
Bilderserie
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Quelle: n-tv.de , kst/jaz/AFP
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Verschlüsselte Botschaften im All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Aug 2016 11:27

Verschlüsselte Botschaften im All.jpeg
Verschlüsselte Botschaften im All.jpeg (29.31 KiB) 4557-mal betrachtet

http://kurier.at/wissen/quantum-experim ... 15.039.908

Verschlüsselte Botschaften im All
PK PROJEKT QUANTENPHYSIK IM WELTRAUM: ZEILINGER
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER
Anton Zeillinger
Kommende Woche wird der erste Quantensatellit in den Orbit geschossen – das könnte unsere Kommunikation revolutionieren.
13.08.2016, 06:00
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Was geheim ist, soll geheim bleiben, daran war schon Gaius Julius Cäsar interessiert. Um militärische Nachrichten zu übermitteln, ließ er die Cäsar-Chiffre entwickeln: Buchstaben wurden systematisch verschoben, Spionen blieb nur ein Buchstabensalat übrig. Was Physiker aber seit Jahren vorschwebt, stellt Cäsars Buchstabensalat und alles, was danach kam, in den Schatten: verschlüsselte Botschaften mithilfe von Quanten. Ein Modell für vollständig abhörsichere Datenverbindungen über bisher unerreichte Distanzen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wird in den kommenden Tagen passieren: Forscher der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften starten das Experiment "Quantum Experiments at Space Scale".
Netzwerk schaffen

In der Nacht von 15. auf 16. August wird ein 600 Kilogramm schwerer Satellit mit einer Quanten-Sendestation ins All geschossen. Sie soll verschränkte Lichtteilchen (Photonen) aus dem erdnahen Weltraum zu den Bodenstationen in Wien, Graz oder Teneriffa schicken – so soll ein orbital-planetares Netzwerk entstehen. Doch ganz so einfach wird es nicht, erklärt Quantenphysiker Anton Zeilinger: "Wenn man von einem Satelliten einzelne Lichtquanten nach unten überträgt, weiß niemand, was die Atmosphäre ausmachen wird und wie viel davon wirklich am Boden ankommt." Da der Satellit für die nächsten zwei bis drei Jahre im All bleibt, werde es genügend Zeit für Experimente geben.

Davon erhoffen sich die Wissenschaftler zwei Dinge: Mit den Messdaten am Satelliten und in den Bodenstationen sollen kryptographische Schlüssel erzeugt und ausgetauscht werden. Die Technik könnte viele Sicherheitsprobleme lösen (siehe Grafik unten) und die Übertragung von Daten, etwa via Smartphone oder eMail , absolut abhörsicher machen.

Davon ist auch Zeilingers ehemaliger Doktorand und aktueller Projekt-Partner Jian-Wei Pan von der Universität Hefei überzeugt: "Quanten-kodierte Information ist völlig sicher, selbst die besten Computer können dies nicht knacken." Für die chinesischen Partner ist das Experiment QUESS Teil eines großen Projekts: Sie wollen künftig ein Quanteninformationsnetzwerk aufbauen, das von Peking bis Schanghai verläuft. Und in Folge ein Quanten-Satellitensystem, um damit rund um den Planeten zu kommunizieren.
Information beamen

Den Wiener Forschern geht es auch darum, zu zeigen, dass verschlüsselte Informationen mittels Quantentechnik über sehr weite Distanzen geschickt werden können – vom All zur Erde. Bisher gelang es Anton Zeilinger, die Quanteninformationen 144 Kilometer von La Palma auf Teneriffa zu beamen. Nun beträgt die Entfernung mehr als 1000 Kilometer.

Mithilfe dieser "Teleportation" kann man in Zukunft Quantencomputer miteinander verbinden, erklärt Zeilinger. Das wiederum wäre die Vorarbeit zum Quanteninternet. Es funktioniert im Prinzip wie normales Internet, besteht aus Computern, zwischen denen Information als Bits mit Glasfasern oder Satelliten übertragen wird. Aber mit dem Unterschied, dass es "Quantenbits" sind: Sie übertragen schneller und wesentlich mehr Informationen. Zudem würden sich Cyberkriminelle daran die Zähne ausbeißen.
(kurier) Erstellt am 13.08.2016, 06:00
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Zwei Millionen mal heller - Weißer Zwerg erwacht mit Explosion

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Aug 2016 18:05

Weißer Zwerg erwacht mit Explosion.jpg
Weißer Zwerg erwacht mit Explosion.jpg (28.45 KiB) 4511-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Weisser-Zwerg ... 57006.html
Freitag, 19. August 2016
Zwei Millionen mal heller - Weißer Zwerg erwacht mit Explosion

Forscher beobachten das Erwachen eines Doppelsternsystems in einer gigantischen Explosion. Bei dieser Nova steigt die Helligkeit eines Weißen Zwergsterns um das Zweimillionenfache. Dabei saugt er mit seiner Schwerkraft Materie von einem Begleitstern ab.

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Astronomen haben das explosive Erwachen eines Doppelsternsystems aus einer Art Winterschlaf beobachtet. Während dieser sogenannten Nova wuchs die Helligkeit eines Weißen Zwergsterns in dem System um mehr als das Zweimillionenfache, wie Przemek Mróz von der Universität Warschau und Kollegen im britischen Fachblatt "Nature" berichten.

Solche klassischen Novae sind keine Seltenheit. Das Besondere an diesem Ereignis ist, dass sich in Aufzeichnungen früherer Beobachtungen nachvollziehen ließ, wie sich der Ausbruch anbahnte.
Thermonukleare Kettenreaktion
Computergrafik einer Nova-Explosion.
Computergrafik einer Nova-Explosion.
(Foto: K. Ulaczyk/Warsaw University Observatory/dpa)

Klassische Novae ereignen sich in Doppelsternsystemen, in denen ein Weißer Zwerg mit seiner Schwerkraft Materie von einem Begleitstern absaugt. Wenn diese Materie auf den Zwergstern herabregnet, wird es auf dessen Oberfläche immer heißer, bis schließlich in einer gewaltigen Explosion eine thermonukleare Kettenreaktion einsetzt. Ein derartiges Ereignis war im Mai 2009 im Sternbild Zentaur am Südhimmel aufgezeichnet worden. Zum Glück für die Astronomen war das verantwortliche Sternsystem mit der Katalognummer V1213 im Rahmen anderer Untersuchungen schon seit 2003 regelmäßig beobachtet worden.

Bei der Analyse dieser Beobachtungsdaten stießen die Astronomen um Mróz auf wiederholte kleine Ausbrüche, wie sie von einer Winterschlaftheorie für derartige Systeme vorausgesagt werden. Dieser Theorie zufolge läuft der Materiefluss auf den Weißen Zwerg nur stockend ab, wenn weniger als ein Milliardstel der Masse unserer Sonne pro Jahr übertragen wird. Die abgesaugte Materie fließt dann nicht kontinuierlich, sondern regnet schauerartig auf den Weißen Zwerg, was zu den beobachteten kleinen Ausbrüchen führt.
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In dieser Art Winterschlaf kann das System Zehntausende bis Millionen Jahre überdauern, bevor der Massetransfer zunimmt und schließlich die thermonukleare Kettenreaktion in der Atmosphäre des Weißen Zwergs und damit eine Nova auslöst.

Die Nova Centauri 2009 ereignete sich nur sechs Tage nach dem letzten kleinen Vorläuferausbruch, wie die Forscher berichten. Die Beobachtungen lieferten direkte Belege für eine Veränderung der Massetransfer-Rate auf den Weißen Zwerg und damit für die Winterschlaftheorie, heißt es bei "Nature". Die Astronomen gehen davon aus, dass das derzeit langsam verblassende System noch für einige Jahrzehnte ungewohnt hell bleiben wird, bevor es in die Winterschlafphase zurückkehrt.

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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