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Die besten Aufnahmen - Nasa sieht Pluto so scharf wie nie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Dez 2015 17:59

Nasa sieht Pluto so scharf wie nie.jpg
Nasa sieht Pluto so scharf wie nie.jpg (54.18 KiB) 6949-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-sieht-Pl ... 08711.html
Sonntag, 06. Dezember 2015
Die besten Aufnahmen - Nasa sieht Pluto so scharf wie nie

Im Juli fliegt die Raumsonde "New Horizons" am Pluto vorbei und liefert da bereits atemberaubende Bilder. Nun veröffentlicht die Nasa ein Video, in dem der Zwergplanet detaillierter als je zuvor zu erkennen ist.

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Die US-Weltraumbehörde hat ungewöhnlich scharfe Fotos vom Zwergplaneten Pluto veröffentlicht - laut Nasa möglicherweise die besten Pluto-Nahaufnahmen für Jahrzehnte. "Diese neuen Bilder liefern uns einen atemberaubenden, super-hochauflösenden Einblick in die Geologie von Pluto", erklärte die Nasa. Die US-Raumsonde "New Horizons" war am 14. Juli als erstes Raumfahrzeug an Pluto vorbeigeflogen.
Die Beobachtungen ergaben: Die Oberfläche des Plutos ist bergig und eisig.
Die Beobachtungen ergaben: Die Oberfläche des Plutos ist bergig und eisig.
(Foto: dpa)

Früher veröffentlichte Aufnahmen hatten die geografische Vielfalt des Zwergplaneten gezeigt, von Bergen über Sanddünen bis hin zu Eisschollen. Die jüngsten Bilder wurden in der Nähe des Punktes aufgenommen, an dem die Raumsonde Pluto am nähesten gekommen war. Sie zeigen eine Mischung aus bergigen und eisigen Gebieten mit Kratern.

Als die US-Raumsonde "New Horizons" im Januar 2006 zum Pluto startete, zählte der Himmelskörper am Rand des Sonnensystems noch zu den Planeten. Doch im August 2006 stufte die Internationale Astronomische Union den fernen Pluto zu einem Zwergplaneten herab - eine Entscheidung, die noch heute bei manchen US-Astronomen umstritten ist.
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Pluto ist einige Milliarden Kilometer von der Erde entfernt - zum Vergleich: Die Entfernung zwischen Erde und Sonne beträgt rund 150 Millionen Kilometer. Der Zwergplanet mit einem Durchmesser von nur rund 2370 Kilometern benötigt 248 Jahre für einen Umlauf um die Sonne. Der felsige Himmelskörper hat fünf Monde: den großen Charon, der mit Pluto eine Art Doppelplanet bildet, und die viel kleineren Monde Nix, Hydra, Styx und Kerberos.

Quelle: n-tv.de , ahe/AFP
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1000-mal heftiger als erwartet: Super-Explosionen auch auf der Sonne mögli

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Dez 2015 19:49

1000-mal heftiger als erwartet.jpg

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... lich-.html

07.12.2015


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1000-mal heftiger als erwartet: Super-Explosionen auch auf der Sonne möglich ?
Andreas von Rétyi

Neue Beobachtungen sonnenähnlicher Sterne lassen darauf schließen, dass auch in unserer Sonne ein weit größeres »Machtpotenzial« schlummert als die Wissenschaft bislang vermutet hätte. Zu diesem spektakulären Ergebnis gelangen jetzt Forscher der britischen Warwick-Universität. Demnach könnte die Sonne sogar Superflares in Richtung Erde ausspeien und damit unsere gesamte moderne Zivilisation gefährden.



Astrophysiker der Warwick-Universität haben mit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops bemerkenswerte Beobachtungen am Stern KIC9655129 durchführen können. Sie zeigen einen extrem starken Energieausbruch, der sehr ähnlichen physikalischen Mustern folgt wie die Flare-Explosionen unserer Sonne.

Allerdings waren auf ihr selbst die stärksten jemals registrierten Ausbrüche rund 1000-mal schwächer als das, was sich nun bei KIC9655129 abspielte. Könnte es sein, dass auch unsere Sonne irgendwann einen solchen Superflare erlebt und uns damit vielleicht in eine technologische Katastrophe führt?



Astronomen stellen sich diese Frage ganz unabhängig von allen irdischen Katastrophen, wie sie unsere Welt derzeit heimsuchen. Und sie gelangen aktuell zur Einschätzung, ein solares Super-Ereignis könnte tatsächlich in unbestimmter Zukunft bevorstehen. Es wäre unvergleichlich gewaltiger als das epochale »Carrington-Ereignis« vom September 1859, oder der riesige Flare, der unsere Erde im Juli 2012 glücklicherweise verfehlte. Nun aber geht es um das Tausendfache an solarer Gewalt.



KIC9655129 führt uns zumindest vor Augen, was möglich ist. Es handelt sich bei diesem System um einen Bedeckungsveränderlichen der Spektralklasse K, also einen orangefarbenen Stern mit etwas niedrigerer Oberflächentemperatur als die Sonne, der einen charakteristischen Lichtwechsel aufweist, weil es auf Sichtlinie zur Erde regelmäßig zur gegenseitigen Bedeckung der Komponenten kommt.



Doch um diese Helligkeitsveränderungen geht es nicht, vielmehr um direkt mit der stellaren Physik verbundene Vorgänge, die trotz vieler verbliebener Rätsel auch von der Sonne her bekannt sind: die berühmten Flares. Nach heutiger Theorie wird hier die in starken lokalen Magnetfeldern gespeicherte Energie in einer Art »Kurzschluss« durch magnetische Rekonnexion schlagartig und explosionsartig freigesetzt.



Das geschieht mit einer Gewalt, die für gewöhnlich einem Äquivalent von 100 Millionen Megatonnen-Atombomben entspricht. Superflares wären demgegenüber aber sogar in der Lage, ein Energie-Äquivalent von 100 Milliarden Megatonnen freizusetzen. Jeder kann sich anhand dieses Verhältnisses doch einigermaßen vorstellen, dass die vielfach beschriebenen Auswirkungen eines nach herkömmlicher Einstufung starken Flares hier mit weit drastischerer Gewalt auftreten und globale Kommunikation, Navigation, Stromnetze, Computersysteme oder Satellitentechnologie vollends zum Erliegen bringen würden.





Die Physikerin Chloë Pugh ist Doktorandin am Centre for Fusion, Space and Astrophysics der Universität Warwick. Unter Betreuung durch die Astrophysiker Professor Valery Nakariakov und Anne-Marie Broomhall war sie federführend an der Untersuchung von KIC9655129 beteiligt und erklärt:

»Unser Sonnensystem ist angefüllt mit Plasma – ionisiertem Gas, das als Ergebnis des Sonnenwindes und anderer, heftigerer Eruptionen wie eben solarer Flares von der Sonne stammt. Beobachtungen haben gezeigt, dass Sterne, die unserer Sonne sehr ähnlich sind, enorme Flares hervorbringen, die Superflares genannt werden. Um uns nun bessere Anhaltspunkte zu vermitteln, ob die Sonne ebenfalls einen katastrophalen Superflare erzeugen könnte, müssen wir ermitteln, ob sowohl für die stellaren Superflares als auch für die Sonnenflares die gleichen physikalischen Vorgänge verantwortlich sind.«

Die üblicherweise beobachteten Flares setzen sich aus einer Serie regelmäßig auftretender Pulse zusammen, so Pugh weiter. Dabei ähneln sie Wellen, deren Länge von den Eigenschaften der Sonnenregion abhängt, in der sie entstehen. Gelegentlich überlagern sich auch mehrere Wellen.



Und so wurden bei anderen Sternen und ihren Superflares auch mehrere Pulsmuster entdeckt. Besonders auffallend war aber vor allem, dass die Eigenschaften jener Superflare-Wellen mit den von Sonnenflares her bekannten Phänomenen übereinstimmen.



Die britischen Forscher analysierten die zeitliche Entwicklung eines Flares von KIC9655129, wobei die Daten mit dem bereits legendären »Planetenentdecker«, dem Kepler-Weltraumteleskop, gesammelt wurden.



Dr. Broomhill präzisiert: »Wenn sich ein Flare ereignet, sehen wir für gewöhnlich einen rapiden Intensitätsanstieg, dem ein allmähliches Abflauen folgt. Normalerweise verläuft diese Abstiegsphase relativ weich, gelegentlich aber treten auch bemerkenswerte Sprünge auf, die als ›quasiperiodische Pulsationen‹ oder QPPs bezeichnet werden.



Wir verwenden Techniken wie Wavelet-Analyse und Monte-Carlo-Simulation, um die Periodizität und statistische Signifikanz dieser QPPs bewerten zu können.« Dabei stellten sich zwei bemerkenswerte, voneinander unabhängige Perioden heraus, die nur mit geringer Wahrscheinlichkeit als Zufallsfund eingestuft werden und 32 bzw. 78 Minuten dauern.



Ihr Auftreten knüpfen die Physiker genau an jene magnetohydrodynamische Schwingungen, wie sie häufig bei den Flares auf unserer Sonne beobachtet werden. Daraus leitet die britische Forschergruppe ab, dass Sonnenflares und stellare Superflares durch gleichartige physikalische Abläufe entstehen. Das könnte für die Zukunft möglicherweise eine sehr wesentliche Erkenntnis sein.



Sie stützt die These, dass auch unsere Sonne zu gigantischen, vernichtenden Superflares fähig sein dürfte, wie sie die Menschheit bisher noch nicht erlebt hat. Denn glücklicherweise scheinen diese Ereignisse auf unserem Stern doch extrem selten aufzutreten. Davon zeugen alle früheren Beobachtungen der Sonnenaktivität.



Und was spielt sich gegenwärtig auf der Sonne ab? Insgesamt nimmt die Aktivität des ohnehin schwachen Zyklus 24 ab; in den vergangenen Tagen waren beispielsweise auch kaum Sonnenflecken zu sehen. Gleichzeitig öffnete sich ein riesiges koronales Loch, eine jener im Röntgenbereich erkennbaren Dunkelzonen, aus denen der Sonnenwind ins All strömt.



Was die nähere Zukunft bringt, kann niemand mit Gewissheit sagen, sichere Prognosen lassen sich auch heute nicht stellen. Und selbst, wenn die Sonnenaktivität wieder abnimmt, sind immer überraschende Flares möglich.



So brach auch der Carrington-Flare in einer kaum sehr aktiven Phase der Sonnenaktivität hervor, allerdings aus einer deutlich erkennbaren Fleckengruppe, um in den darauffolgenden Tagen auf der Erde einen mächtigen geomagnetischen Sturm zu entfesseln. Auf die heutige Technologie hätte er sich verheerend ausgewirkt.



Nun, bei allen aktuellen Erkenntnissen, wozu unsere Sonne darüber hinaus vielleicht noch fähig sein könnte, bleibt wenigstens doch beruhigend, dass Superflares weitaus seltener sind, als »Carrington-Ereignisse«, die ihrerseits durchschnittlich wohl nur grob alle 500 Jahre auftreten.



Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: AvR, University of Warwick

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Das Geheimnis der "heißen Jupiter" - Forscher lösen Wasser-Rätsel bei Plan

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Dez 2015 20:51

Forscher lösen Wasser-Rätsel bei Planeten.jpg
Forscher lösen Wasser-Rätsel bei Planeten.jpg (40.78 KiB) 6917-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-loes ... 67106.html
Montag, 14. Dezember 2015
Das Geheimnis der "heißen Jupiter" - Forscher lösen Wasser-Rätsel bei Planeten

Sie sind riesig und heiß: Doch ein Mysterium umgibt die gigantischen Gasplaneten, die ferne Sterne umkreisen. Die Forscher entdecken bisher weit weniger Wasser in ihren Atmosphären als erwartet. Eine neue Untersuchung erklärt die rätselhafte Abstinenz des Stoffs.

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Die Suche nach dem verschwundenen Wasser bei Planeten außerhalb unseres Sonnensystems scheint ein Ende gefunden zu haben. Das Rätsel, warum manche sogenannte heiße Jupiter - die viele Lichtjahre entfernt von uns um andere Sterne kreisen - scheinbar weniger Wasser besitzen als erwartet, haben Astronomen nun mit einer neuen Untersuchungsreihe gelöst, teilte das europäische "Hubble"-Informationszentrum in Garching bei München mit.
Bilderserie
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Dazu haben die Forscher mit den Weltraumteleskopen "Hubble" und "Spitzer" die Atmosphären von zehn fernen Planeten bei anderen Sternen untersucht. Das Ergebnis ist der bislang größte Katalog von Atmosphären extrasolarer Planeten, wie das internationale Forscherteam um David Sing von der britischen Universität Exeter im Fachblatt "Nature" berichtet.
"Fingerabdruck" ferner Planeten

Der Reihe nach: Rund 2000 Planeten haben Astronomen bisher bei anderen Sternen entdeckt. Bei vielen dieser sogenannten Exoplaneten handelt es sich um "heiße Jupiter". Das sind große Gasplaneten wie der Jupiter in unserem Sonnensystem, die ihren Stern jedoch in sehr geringer Entfernung umkreisen und dadurch von dessen Strahlung stark aufgeheizt werden. Zum Vergleich: Auf dem Jupiter ist die Oberfläche gerade mal rund minus 100 Grad Celsius "warm". Bei den "heißen Jupitern" sind es mehr als plus 600 Grad Celsius.

Die große Nähe zu ihrem Heimatstern erschwert die Beobachtung dieser Planeten, weil das Licht des Sterns alles überstrahlt. Dennoch ist es Wissenschaftlern gelungen, einige dieser fernen Gasriesen zu untersuchen. Überraschenderweise schienen manche deutlich weniger Wasser zu besitzen als erwartet.

Mit Hilfe der Weltraumteleskope "Spitzer" und "Hubble" analysierten die Forscher nun erstmals die Atmosphären von zehn heißen Jupitern systematisch, vom Ultraviolett- bis zum Infrarotlicht. Dazu wählten die Wissenschaftler solche Exoplaneten, die von der Erde aus gesehen regelmäßig vor ihrem Stern vorbeiwandern. Der Stern durchleuchtet dann die Atmosphäre von hinten, die auf diese Weise ihren chemischen "Fingerabdruck" im Sternenlicht hinterlässt.
Wolken aus geschmolzenem Gestein behindern Sicht
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"Wir haben festgestellt, dass die Planetenatmosphären deutlich vielfältiger sind, als wir erwartet haben", berichtet Sing in der Mitteilung des "Hubble"-Informationszentrums. Anhand der chemischen "Fingerabdrücke" konnten die Forscher nicht nur verschiedene chemische Elemente und Moleküle in den Planetenatmosphären identifizieren, sondern auch wolkenverhangene und wolkenfreie Planeten unterscheiden.

Die Wolken bei den "heißen Jupitern" bestehen nicht aus Wasserdampf, sondern aus anderen chemischen Verbindungen: Aufgrund der großen Hitze auf diesen Planeten können in der Atmosphäre auch geschmolzene Silikate - auf der Erde als Fels, Steine und Sand zu finden - oder Metalle treiben.

Während sich bei den wolkenfreien Planeten deutliche Zeichen von Wasser fanden, erschienen wolkenverhangene Planeten wasserarm. Da die nachgewiesenen Wolken und Dunst das Signal von Wasser verschleierten, sei das Wasser bei diesen Planeten lediglich schlechter zu sehen, argumentieren die Forscher. Das Rätsel des scheinbar fehlenden Wassers sei damit gelöst.
Bilderserie
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Quelle: n-tv.de , kst/dpa
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Lebensnotwendige Voraussetzungen - Astronomen finden "bewohnbaren" Planete

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Dez 2015 20:43

Astronomen finden.jpg
Astronomen finden.jpg (25.46 KiB) 6906-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Astronomen-fi ... 01766.html
Freitag, 18. Dezember 2015
Lebensnotwendige Voraussetzungen - Astronomen finden "bewohnbaren" Planeten

Leben auf einem anderen Planeten – eine Vorstellung, die viele Menschen fasziniert. Immer wieder werden Planeten entdeckt, die Voraussetzungen für Leben bieten. Forscher finden nun ein Exemplar, das der Erde besonders "nah" liegt.

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Australische Astronomen haben nach eigenen Angaben den bislang nächsten potenziell bewohnbaren Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Der sogenannte Exoplanet Wolf 1061c hat rund vier Mal soviel Masse wie die Erde und umkreist gemeinsam mit mindestens zwei anderen Planeten einen Nachbarstern unserer Sonne, wie das Team um Duncan Wright von der Universität von New South Wales beobachtet hat.
Illustration des Nachbarstern-Systems Wolf 1061, das 14 Lichtjahre entfernt ist, mit drei Planetenlaufbahnen. Der grüne Bereich zeigt die Zone an, in der Leben möglich wäre.
Illustration des Nachbarstern-Systems Wolf 1061, das 14 Lichtjahre entfernt ist, mit drei Planetenlaufbahnen. Der grüne Bereich zeigt die Zone an, in der Leben möglich wäre.
(Foto: UNSW Australia/dpa)

Die Forscher haben ihre Entdeckung beim Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters" eingereicht. Der Heimatstern (Katalognummer Wolf 1061) des neu entdeckten Planetensystems liegt 14 Lichtjahre von der Sonne entfernt im Sternbild Schlangenträger. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.
Roter Zwergstern

Wolf 1061 ist ein roter Zwergstern, der deutlich kleiner und kühler ist als unsere Sonne. Die Astronomen entdeckten insgesamt drei Planeten bei dem roten Zwerg, die ihn jeweils in 5, 18 und 67 Tagen umkreisen. Sie haben mindestens 1,4 Mal, 4,3 Mal und 5,2 Mal soviel Masse wie unsere Erde.

"Es handelt sich um einen besonders aufregenden Fund", erläuterte Wright in einer Mitteilung der Hochschule. "Denn alle drei Planeten haben eine ausreichend niedrige Masse, um aus Gestein zu bestehen und eine feste Oberfläche zu besitzen, und der mittlere Planet, Wolf 1061c, sitzt in der habitablen Zone, wo flüssiges Wasser - und vielleicht sogar Leben - existieren könnte." Hinweise auf Leben fanden die Wissenschaftler aber nicht.
Zu heiß, zu kalt

Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Auf dem inneren Planeten von Wolf 1061 - Wolf 1061b - ist es dafür zu heiß, auf dem äußeren - Wolf 1061d - zu kalt. "Es ist faszinierend, in die unermesslichen Weiten des Alls hinauszublicken und darüber nachzudenken, dass ein so naher Stern - ein direkter Nachbar - einen bewohnbaren Planeten besitzen könnte", betonte Wright. Astronomen haben bereits mehrere potenziell bewohnbare Planeten in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft enteckt. Keiner davon liegt den Angaben zufolge jedoch so dicht wie Wolf 1061c.
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Zwar hatten Mitglieder desselben Forscherteams 2012 über einen möglichen Planeten in der bewohnbaren Zone des nur 12 Lichtjahre entfernten Sterns Tau Ceti berichtet, es sei aber unklar, ob es sich bei den damals entdeckten Signalen tatsächlich um Planeten handele, erläuterte Ko-Autor Robert Wittenmyer, der an beiden Untersuchungen beteiligt war. Bei der Entdeckung des Planetensystems um Wolf 1061 handele es sich um einen soliden Nachweis. Anzeichen für außerirdisches Leben haben Astronomen bislang nirgends entdeckt.

Das Team um Wright und Wittenmyer hofft nun, dass die Planeten von Wolf 1061 auf ihrer Umlaufbahn von der Erde aus gesehen regelmäßig vor ihrem Heimatstern vorbeiziehen. Dann würde der Stern die Planetenatmopshären von hinten durchleuchten. "Damit könnte es künftig möglich sein, die Atmosphären zu untersuchen um herauszufinden, ob sie förderlich für Leben sind", erläuterte Wittenmyer.
Bilderserie
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Quelle: n-tv.de , tno/dpa
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NASA gibt grünes Licht für den Einsatz von kolloidalem Silber als Antibiot

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Dez 2015 11:40

NASA gibt grünes Licht.jpg

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... traum.html

NASA gibt grünes Licht für den Einsatz von kolloidalem Silber als Antibiotikum im Weltraum
Ethan A. Huff

Im weltpolitischen Tagesgeschäft werden die USA und Russland als Erzfeinde dargestellt. Ganz anders sieht es im Weltraum aus: Seit Jahren arbeiten Astronauten beider Länder in der Internationalen Raumstation ISS zusammen, wobei die lebensunterstützenden Verfahren von den jeweiligen Ländern gestellt werden. Beide Seiten waren bis vor Kurzem getrennt.



Jahrelang benutzte die amerikanische Seite Jod zur Wasseraufbereitung auf der ISS, während die russische Seite dazu antibakterielles Silber verwendete. Allerdings nutzten die USA auch Wasser, das auf russischer Seite übrig geblieben war. Das russische Verfahren zur Wasseraufbereitung war stets wesentlich effizienter als das amerikanische.



Es schien, als würden die beiden Länder nie zu einer einheitlichen Methode zur Wasseraufbereitung finden, die den Interessen beider Seiten diente. Vor Kurzem jedoch entschied die National Aeronautics and Space Administraion (NASA), das russische Verfahren zu übernehmen, weil man gemerkt hat, dass die Zugabe von ionisiertem Silber zum Wasser einfacher, effektiver und weitaus effizienter ist als die Zugabe von Jod.



»Anders als Jod braucht Silber nicht aus dem Wasser ausgefiltert zu werden«, heißt es in einer Bloomberg-Meldung. »Zur Geschmacksverbesserung werden Epsom-Salze (Magnesium) zugesetzt.«



NASA erklärt, Silber sei ein effektives Mittel zur Wasseraufbereitung, anders als die US-Lebensmittelsicherheits- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA behauptet



Ist denn aber die US-Lebensmittelsicherheits- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) nicht vehement dagegen, dass Silber als sicheres Bakterizid verwendet wird? Sie ist wiederholt gegen Firmen vorgegangen, die versuchen, den Menschen mit antibakteriellem Silber zu helfen.



Beispielsweise drohte sie während der jüngsten Ebola-Epidemie Organisationen wie der Natural Solutions Foundation, als diese versuchte, Ebola-Opfern durch die Gabe von Silberwasser zu helfen.



Was ist mit dem Vorgehen der US-Behörde FDA gegen die texanische Firma Utopia Silver Supplements, die seit über fünf Jahren mit der Behörde über Verkauf und Vertrieb ihrer Ergänzungsmittel mit kolloidalem Silber im Streit liegt? Die FDA blockiert alle Versuche ehrlicher Forschung über die antibakteriellen Eigenschaften von Silber, sie hat sogar mit der Schließung von Firmen gedroht, die es für persönlichen oder medizinischen Gebrauch anbieten.



Offenbar ist die FDA aber im Weltraum nicht zuständig, denn sowohl die russischen als auch die amerikanischen Astronauten werden ab jetzt Silber zur Wasseraufbereitung nutzen. Sauberes Wasser ist verständlicherweise in einem Raumschiff schwer zu beschaffen. Wenn jetzt hauptsächlich Silber eingesetzt wird, um Astronauten am Leben zu erhalten, so sagt das viel über sein therapeutisches Potenzial.



Zur Sicherheit wird die amerikanische Seite auch weiterhin Trinkwasser mit Jod herstellen. Wie Layne Carter, Subsystems Manager der internationalen Raumstation ISS, erklärt, plane man »verschiedene Redundanzen in der Raumstation, für den Fall, dass es bei einem der Systeme Probleme gibt«. Dennoch wird Wasser demnächst vorwiegend mithilfe von Silber aufbereitet.



»Aufgrund der zunehmenden Verwendung von kolloidalem Silber als Biozid ist die Entwicklung einer einfachen und kostengünstigen Methode, Silber zu testen, von Nutzen«, gibt die NASA auf ihrer Website zu. »Auf der Station wird Silber als Biozid wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften im Trinkwassersystem eingesetzt.«



Da zu viel Silber für Menschen giftig sein kann, unterstützt die NASA die Forschung über eine einfache Technik, die es ISS-Besatzungsmitgliedern erlaubt, in weniger als zwei Minuten den Silbergehalt des Wassers zu überprüfen.



Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:


Bloomberg.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com

NaturalNews.com



Copyright © 2015 by NaturalNews

Bildnachweis: NASA

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.
Leser-Kommentare (22) zu diesem Artikel
17.09.2015 | 09:11
Carina Wacholsky

Das wird der mächtigen Pharmalobby wohl nicht sehr gefallen. Viele natürliche „Heilmittel“ werden von der Pharmaindustrie bewusst unterdrückt und schlecht gemacht, weil sie sich Stoffe natürlichen Ursprungs nicht patentieren lassen können. Wenn jeder auf solche natürlichen Stoffe zurückgreifen und sich damit selbst „heilen“ könnte, würde man der Industrie die Existenzgrundlage entziehen – und wer lässt sich das schon gerne gefallen. Ich verwende Silber und einige andere Mittel...

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16.09.2015 | 19:31
Bodenständig

Bei uns in Österreich gibt es Kolloidales Silber in jeder Apotheke. Als Spray oder in normalen Flaschen. Wenn es schädlich wäre, könnte es nicht dort verkauft werden. Ich hab damit beste Erfahrungen gemacht. Es hat geholfen von der Lungenentzündung bis zum sofortigen abheilen von Herpes Fieberblasen. Auch bei Pilzinfektionen ist es von großen Nutzen. Ich würde das nicht schreiben, wenn es nicht gewirkt hätte. Ich bin ein eher skeptischer Mensch und versuche etwas selber, um nicht...

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16.09.2015 | 13:27
BeO

@Bärbel Müller wir hatten schon mal das Vergnügen: Kolloidales Silber WIRKT!!! Es gibt genügend Fakten und Beweise. Aber so wie Sie dagegen argumentieren, könnte man meinen, Sie wären ein Troll.

16.09.2015 | 10:30
S

@Balthasar Schmidt
Viele Kommentare sind weg Vielleicht ist es überlastet

16.09.2015 | 09:44
Balthasar Schmidt


Rudolf-Robert Davideit

Tja, wer weis, was noch aus den Gold- vs. Silberpreisen wird und drum nehme man 25 %iges Natriumchlorit (NaClO/2) Literpreis ca. 25,00 € und 5%ige Salzsäure HCL aus der Apotheke 1 zu 1, halbwegs dunkel & kühl gelagert vermutlich jahrzehntelang stabil, dürfte jenseits von obig angesprochenen sicher teuren Wehwehchensanierungen,, unstrittig für wenigstens 10 Tsd. Liter Trinkwasser genügen! Noch Fragen?
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Ein letztes Mal nah am Saturnmond - "Cassini" verabschiedet sich von Encel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Dez 2015 12:16

Ein letztes Mal nah am Saturnmond.jpg
Ein letztes Mal nah am Saturnmond.jpg (15.59 KiB) 6882-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Cassini-verab ... 11776.html
Sonntag, 20. Dezember 2015
Ein letztes Mal nah am Saturnmond - "Cassini" verabschiedet sich von Enceladus

Enceladus ist ein faszinierender Mond: Von einem Eispanzer bedeckt, ist er vulkanisch aktiv und speit hohe Fontänen aus Wassereis. Raumsonde "Cassini" ist ihm in den vergangenen Monaten auf die Pelle gerückt. Nun näherte sie sich dem Saturnmond zum letzten Mal.

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Die Nasa-Raumsonde "Cassini" ist zum letzten Mal nah am Saturnmond Enceladus vorbeigeflogen. "Cassini" näherte sich dem Mond bis auf 5000 Kilometer und untersuchte ihn dabei mit wissenschaftlichen Instrumenten. Insbesondere soll die Sonde Auskunft darüber geben, wie viel Hitze der Mond trotz seines Eispanzers abstrahlt.
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Auf fernen Planeten und Monden: Vulkane weit draußen im All 06.04.14 Auf fernen Planeten und Monden Vulkane weit draußen im All

Schon mehrfach war "Cassini" nah an Enceladus vorbeigeflogen. Im Oktober tauchte die Sonde - rund sieben mal vier Meter groß - in einem spektakulären Manöver so tief wie nie zuvor in den Wasserdampf und die Eispartikelwolken des Saturnmondes ein. Dabei entdeckte "Cassini" unter dem Eispanzer des Mondes einen verborgenen globalen Ozean. Forscher wussten schon länger, dass es unter dem Eis Wasser geben muss, die Messungen der Sonde zeigten nun, dass der unterirdische Ozean den ganzen Mond umspannt.

"Cassini" war 1997 gestartet und 2004 in die Umlaufbahn des Saturn eingeschwenkt. Seitdem untersucht die rund 12.600 Kilogramm schwere Sonde den Planeten und seine Monde. Die Mission, die gemeinsam mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und der Italienischen Raumfahrtagentur Asi erfolgt, soll noch bis 2017 laufen. 2016 beginnt das "große Finale": Dann soll die Sonde mehrfach zwischen dem Saturn und seinen Ringen durchfliegen.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Keine Radiosignale entdeckt - Rückschlag bei Erforschung von "Alien-Stern"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Dez 2015 20:32

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http://www.n-tv.de/wissen/Rueckschlag-b ... 34716.html
Keine Radiosignale entdeckt - Rückschlag bei Erforschung von "Alien-Stern"

Von Kai Stoppel

Seltsame Beobachtungen beim Stern KIC 8462852 verleiten Forscher zu der Annahme, dort könnte eine Alien-Zivilisation gigantische Strukturen im All errichtet haben. Doch die jüngsten Untersuchungen enttäuschen.

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Für viel Aufsehen sorgte im Oktober 2015 die Entdeckung seltsamer Helligkeitsschwankungen des Sterns KIC 8462852. In unregelmäßigen Abständen verdunkelt sich das Licht des Sterns unerwartet stark. Die Entdeckung wurde 2011 vom Weltraumteleskop Kepler gemacht. Über mehr als drei Jahre hinweg hatte das Teleskop bei der Suche nach fernen Planeten rund 150.000 Sterne untersucht. Jedes Mal, wenn ein Exoplanet vor einem der Sterne vorbeiflog, gab es eine kleine Helligkeitsschwankung.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Doch bei dem rund 1480 Lichtjahre entfernten Stern KIC 8462852 war das anders. Ganz anders. Nur zum Vergleich: Der größte Planet unseres Sonnensystems, Jupiter, würde einen Rückgang der Helligkeit unserer Sonne von gerade mal einem Prozent verursachen. Der bei KIC 8462852 beobachtete Rückgang betrug jedoch bis zu 22 Prozent. Dafür müsste das entsprechende Objekt etwa den halben Durchmesser des Sterns haben. Jupiter - um bei dem Beispiel zu bleiben - kommt jedoch nur auf ein Zehntel des Sonnendurchmessers.

Ein Planet kommt für die seltsame Beobachtung damit nicht infrage. Auch viele andere bekannte Phänomene wurden ausgeschlossen. Wissenschaftler äußerten daher die Vermutung, dass eine gigantische künstliche Struktur den Stern umkreist - erbaut von einer technisch hochentwickelten Alien-Zivilisation. Ein Beispiel für so eine gewaltige Konstruktion wäre etwa eine sogenannte Dyson-Sphäre, eine gigantische Kugel mit hunderten Millionen Kilometern Durchmesser, die den Stern zumindest zum Teil umschließt und mit riesige Solarpanelen dessen Energie absorbiert. Als weitere Möglichkeiten wurden ein Dyson-Schwarm - eine Vielzahl von einzelnen Solarpanelen, die um den Stern kreisen -, bewohnte Habitate oder eine Art okkultes Objekt in Betracht gezogen, das über einen langen Zeitraum den Bewohnern anderer Sternensysteme Signale und Zeichen übermitteln soll.
Untersuchung auf gezielte Nachrichten an uns
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Arabisch verballhornt: Sterne mit kuriosen Namen Arabisch verballhornt: Sterne mit kuriosen Namen Arabisch verballhornt: Sterne mit kuriosen Namen ... "Beteigeuze" links oben im Sternbild Orion befindet. Dieses wiederum grenzt direkt an das Sternbild Zwilling. Allerdings ist da, wo sich der Stern befindet, eigentlich ein Fuß des Zwillings ... Genau wird das wohl niemals geklärt werden können. Kommen wir lieber zu einem weiteren sonderbaren Sternennamen. Dieser klingt zwar so ähnlich ... Arabisch verballhornt Sterne mit kuriosen Namen

Nach der Entdeckung war daher der nächste logische Schritt herauszufinden, ob sich noch weitere Hinweise für eine Alien-Zivilisation in der Nähe des Sterns finden lassen. Etwa künstliche Radiowellen, wie sie auch von der Menschheit verwendet werden. Oder, dachten sich die Wissenschaftler, vielleicht haben die Aliens auch uns bereits entdeckt und versuchen nun, mit einem auf die Erde gerichteten Laserstrahl auf sich aufmerksam zu machen.

Daher wurde das Seti-Institut (Search for Extraterrestrial Intelligence) hinzugezogen, ein astronomisches Projekt zur Suche nach technischen Zivilisationen im All. Zuerst suchte man nach möglichen Laserstrahl-Signalen von KIC 8462852. Zwischen Ende Oktober und Ende November untersuchte das Boquete Optical Seti Observatorium in Panama den seltsamen Stern. Das Resultat: ernüchternd. Douglas Vakoch, Präsident von Seti International, fasste es in einem Bericht so zusammen: "Wir haben keine Hinweise darauf gefunden, dass eine fortschrittliche Zivilisation absichtlich Laser-Signale in Richtung Erde sendet." Ein erster Rückschlag.

Als Nächstes wurde nach Radiowellen gesucht, die ebenfalls bei technischen Zivilisationen als vorhanden angenommen werden. Bei der Untersuchung mit dem Allen Telescope Array in Kalifornien nahm man sich laut eines Berichts von Seti-Astronom Seth Shostak zwei Bandbreiten vor. Bei der einen geht man davon aus, dass Außerirdische sie als Signal für gezielte Botschaften an andere Bewohner der Milchstraße ins All senden würden. Die andere Bandbreite wird als eine Art Abfall-Produkt von Raumschiffantrieben für möglich gehalten.
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Das Ergebnis: nichts. Zwar schreibt Shostak, dass damit die Verwendung von Radiowellen nicht ausgeschlossen werden könne. Aber sie sei damit sehr unwahrscheinlich. Er schloss: "Die Geschichte der Astronomie lehrt uns, dass, immer wenn wir glaubten, ein Phänomen beobachtet zu haben, das auf die Aktivitäten von Außerirdischen hindeutet, wir damit falsch lagen." Sein Seti-Kollege Vakoch wurde noch deutlicher: "Die Hypthose einer gigantischen, von Außerirdischen gebauten Struktur bricht in sich zusammen."

Bleibt die Frage: Was verursacht dann die beobachteten Verdunkelungen des Sterns? Vakoch schreibt, die derzeit wahrscheinlichste Ursache seien Fragmente eines zerbrochenen Kometen. Diese könnten in einer extrem elliptischen Bahn um das Zentralgestirn kreisen und so die unregelmäßigen Verdunkelungen verursachen. Allerdings gilt dies unter Forscher als großer kosmischer Zufall, da diese stark elliptischen Bahnen nur für kurze Zeit existieren. Was die Suche nach der Ursache für das merkwürdige Verhalten von KIC 8462852 angeht, kann man wohl festhalten: Es bleibt spannend.

Quelle: n-tv.de
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Die astronomische Jahresvorschau - Das bieten Sonne, Mond und Sterne 2016

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Jan 2016 20:24

Die astronomische Jahresvorschau.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Das-bieten-So ... 32446.html
Die astronomische Jahresvorschau - Das bieten Sonne, Mond und Sterne 2016

Ihren sonnennächsten Punkt passiert die Erde bereits zu Jahresbeginn. Das Licht ist dann acht Minuten und zehn Sekunden zu uns unterwegs. Highlight des Jahres ist das seltene Schauspiel eines Merkurtransits. Zudem gibt es eine totale und eine ringförmige Sonnenfinsternis.

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Das astronomische Jahr 2016 beginnt bereits am 31. Dezember 2015 um 22.49 Uhr, wenn die Sonne 280 Grad in ihrer Bahn vom Frühlingspunkt entfernt ist. Nach einer chronologischen Tradition gilt der Planet Mars als Jahresregent. Einer historischen, aber falschen Vorstellung nach sollen die sieben klassischen Planeten (Sonne, Venus, Merkur, Mond, Saturn, Jupiter und Mars) das Wettergeschehen jeweils in dem Jahr bestimmen, in dem sie als Jahresregent eingesetzt sind.
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Merkur ist der kleinste Planet in unserem Sonnensystem. Während ... ... die Erde einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern hat, misst Merkur nur rund 4880 Kilometer. Damit ist er ... ... nur wenig größer als unser Mond, der hier im Bild zu sehen ist. Von der Erde aus ist Merkur aber längst nicht so gut zu erkennen wie der Mond. Denn von Merkur (hier markiert) trennen uns im Schnitt rund 150 Millionen Kilometer. Kurze Jahre mit viel Sonne Merkur, der flinke Planet

Herausragendes astronomisches Ereignis ist 2016 das seltene Schauspiel eines Merkurtransits. Am 9. Mai zieht der sonnennächste Planet als dunkler Punkt vor der grellen Sonnenscheibe vorbei. In Mitteleuropa ist der gesamte Verlauf des Merkurdurchgangs zu sehen. Wer dieses faszinierende Himmelsereignis wegen bewölktem Himmel verpasst, erhält eine zweite Chance am 11. November 2019. Dann wird Merkur wieder von der Erde aus gesehen vor die Sonne treten. Das Ereignis ist mit bloßen Augen nicht zu sehen. Nur in Teleskopen mit entsprechenden Schutzvorrichtungen für eine gefahrlose Sonnenbeobachtung ist der Merkurdurchgang zu verfolgen.

Abgesehen von den wenigen Stunden des Transits zeigt sich der schwierig zu beobachtende Merkur in den ersten drei Januartagen sowie Mitte April am Abendhimmel. Am Morgenhimmel hat man von Ende Januar bis Anfang Februar sowie Ende September bis Anfang Oktober eine Chance, den flinken Planet zu sehen. Die übrige Zeit bleibt der sonnennächste Planet für das freie Auge unsichtbar.
Vom Morgenstern zum Abendstern

Venus beginnt das Jahr als Morgenstern. Mitte März zieht sie sich vom Morgenhimmel zurück. Am 6. Juni überholt sie die Sonne. Sie hält sich somit am Taghimmel auf und bleibt nachts unter dem Horizont. Mitte August taucht sie am Abendhimmel auf und bleibt bis über das Jahresende hinaus Abendstern.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Mars kann zu Jahresbeginn zunächst am Morgenhimmel und ab April in der zweiten Nachthälfte gesehen werden. Im Mai wird der rote Planet dann zu einem auffälligen Gestirn am Nachthimmel. Denn am 22. Mai steht Mars im Sternbild Skorpion in Opposition zur Sonne und ist die gesamte Nacht über sichtbar. Die Erde nähert sich ihm bis auf 75 Millionen Kilometer Entfernung, dies ist die halbe Distanz Erde - Sonne. Bis Jahresende bleibt Mars am Abendhimmel beobachtbar.

Jupiter kommt am 8. März im Sternbild Löwe in Opposition zur Sonne. Der Riesenplanet ist somit im Frühjahr das dominierende Gestirn am Nachthimmel. Bis Anfang August kann der Riesenplanet am Abendhimmel gesehen werden. Danach steht er mit der Sonne am Taghimmel. Gegen Ende Oktober taucht Jupiter am Morgenhimmel auf und wird Ende des Jahres zum Planeten der zweiten Nachthälfte.

Saturn steht am 3. Juni im Sternbild Schlangenträger in Opposition zur Sonne. Somit ist der Ringplanet die gesamte Nacht am Sternenhimmel vertreten. Bis Ende Oktober ist Saturn am Abendhimmel zu sehen. Am 10. Dezember wird er von der Sonne eingeholt und bleibt nachts unter dem Horizont.
Geringste Sonnenentfernung: 147.100.180 Kilometer
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Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Mehr als Licht und Wärme: Die Sonne Diese Sonnenstrahlen erreichen auch die Erde. Mehr als Licht und Wärme Die Sonne

Bereits zu Jahresbeginn, in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2016, eilt die Erde um Mitternacht durch ihren sonnennächsten Bahnpunkt. Die geringste Sonnenentfernung beträgt in diesem Jahr 147.100.180 Kilometer. Das Sonnenlicht ist dabei acht Minuten und zehn Sekunden zu uns unterwegs. Etwa ein halbes Jahr später - am 4. Juli - wandert die Erde durch ihren sonnenfernsten Bahnpunkt. Dabei trennen die Erde 152.104.000 Kilometer von der Sonne. Das Sonnenlicht benötigt dann acht Minuten und 27 Sekunden, um die Erde zu erreichen.

Der astronomische Frühling startet am 20. März, wenn die Sonne den Himmelsäquator von Süd nach Nord überquert. Dann sind Tag und Nacht gleich lang. Der Sommer beginnt am 21. Juni, wenn die Sonne den Gipfel ihrer Jahresbahn erreicht. Der Sommerpunkt liegt im Sternbild Stier. Vor über zweitausend Jahren lag er noch im Sternbild Krebs, weshalb man heute noch vom Wendekreis des Krebses spricht.

Am 22. September überschreitet die Sonne abermals den Himmelsäquator, wobei sie jetzt von der Nord- auf die Südhemisphäre des Firmaments wechselt. Der Herbstpunkt liegt in unserem Jahrhundert im Sternbild Jungfrau. Am 21. Dezember nimmt die Sonne ihren Tiefststand bei ihrem Jahreslauf ein. Dieser Tag ist der erste Wintertag. In unseren Breiten erleben wir die längste Nacht und den kürzesten Helltag des gesamten Jahres. Der Winterpunkt liegt im Sternbild Schütze.
Totale und ringförmige Sonnenfinsternis

Im Jahr 2016 finden eine totale und eine ringförmige Sonnenfinsternis sowie drei Halbschattenfinsternisse des Mondes statt. Vier dieser Ereignisse bleiben leider von Mitteleuropa aus unsichtbar. Lediglich die Halbschattenfinsternis vom 16. September lässt sich in unseren Gegenden prinzipiell beobachten. Sie ist allerdings ziemlich unauffällig und kaum wahrnehmbar.

Die totale Sonnenfinsternis findet in der Nacht vom 8. auf 9. März statt. Sie ist von ganz Europa aus auch in ihren partiellen Phasen nicht zu beobachten. Die Finsternis ist sichtbar in Ostasien, östlichen Teilen Indiens, Japan, Indonesien, weiten Gebieten Australiens, Indischer Ozean, Nördlicher Pazifik und Alaska. Die Totalitätszone zieht sich vom Indischen Ozean über Sumatra, Borneo, einigen Südseeinseln in den Pazifischen Ozean hinein.

Am 1. September findet eine ringförmige Sonnenfinsternis statt. Sie ist sichtbar in Afrika mit Ausnahme der Küstenbereiche am Mittelmeer, im südöstlichen Atlantik und im Indischen Ozean.
Meteore und Sternschnuppenschwärme
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Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All: Asteroiden, Meteoriten und Kometen Spektakuläre Gefahr aus dem All Asteroiden, Meteoriten und Kometen

Neben sporadischen Meteoren treten mehr oder minder regelmäßig Sternschnuppenschwärme auf, wenn die Erde den Pulk eines Meteoroidenstroms kreuzt. In der zweiten Nachthälfte sind meist mehr Sternschnuppen zu beobachten, da der Zielpunkt des Erdumlaufes um die Sonne um 6 Uhr morgens seine höchste Position im Süden erreicht. Man bewegt sich gewissermaßen mit dem Gesicht nach vorne durchs Weltall. Daher ist mit Kollisionen von meteoritischem Material morgens häufiger als abends zu rechnen.

Gleich zu Jahresbeginn sind die Quadrantiden zu erwarten. Vom 1. bis 10. Januar flammen sie in der zweiten Nachthälfte auf. Erst nach Mitternacht erreicht der Radiant eine größere Höhe, weshalb man insbesondere in den Morgenstunden nach den Quadrantiden Ausschau halten sollte. In der Nacht vom 3. auf 4. Januar lohnt der Blick besonders: Rund hundert Objekte tauchen im Maximum pro Stunde auf. In manchen Jahren wurden sogar über zweihundert pro Stunde beobachtet. Das Licht des abnehmenden Halbmondes stört in diesem Jahr allerdings die Beobachtung der Sternschnuppen zur Zeit des Maximums.
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Die große Zahl der Meteore in den ersten Augusttagen ist auf den Strom der Perseïden zurückzuführen, deren maximale Tätigkeit zwischen dem 9. und 13. August liegt. Helle Objekte, sogenannte Feuerkugeln oder Boliden, sind keine Seltenheit. Das Maximum ist in der Nacht vom 11. auf 12. August zu erwarten. Als schönster und reichster Strom des Jahres bescheren die Perseïden bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. In diesem Jahr ist mit deutlich mehr Meteoren zu rechnen.

Vom 13. bis 30. November an treten am Morgenhimmel die Leoniden in Aktion. Ihr Radiant liegt im Löwen rund 10 Grad nordöstlich von Regulus. Das Maximum ist in der Nacht vom 17. auf 18. November zu erwarten. Diesmal ist mit einer Rate von zwanzig Meteoren pro Stunde zu rechnen. Die Sternschnuppen sind außerordentlich schnell. Vom 6. bis 16. Dezember macht sich der Geminiden-Strom bemerkbar. Sein Ausstrahlungspunkt liegt in den Zwillingen, rund ein Grad südwestlich von Kastor. Das Maximum ist in der Nacht vom 13. auf 14. Dezember zu erwarten, wo stündlich bis 120 Meteore, mitunter auch sehr helle Objekte, über den Himmel huschen. Leider stört in diesem Jahr der Vollmond ganz erheblich die Beobachtungen.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Gute Chancen auf Leben - Sternhaufen - eine Heimat für Außerirdische ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jan 2016 11:17

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http://www.n-tv.de/wissen/Sternhaufen-e ... 23816.html
Gute Chancen auf Leben - Sternhaufen - eine Heimat für Außerirdische ?

Kugelsternhaufen galten bislang als denkbar ungeeignete Orte, um bewohnbare Planeten zu beheimaten. US-Wissenschaftler geben dieser Ansicht nun Kontra: Die Chancen, dort hoch entwickelte Zivilisationen zu finden, seien gar nicht so gering.

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Kugelsternhaufen sind faszinierende Objekte: Millionen Sterne in einem Gebiet, das rund 100 Lichtjahre Durchmesser hat - nach kosmischen Maßstäben sind das sehr viele auf kleinem Raum. Diese Haufen sind mit 10 Milliarden Jahren fast so alt wie unsere Milchstraße. Und, wie US-Forscher nun betonen: Sie könnten gute Bedingungen für die Entwicklung außerirdischer Zivilisationen bieten. In der Milchstraße existieren rund 150 Kugelsternhaufen, die meisten davon in den Randgebieten unserer Heimatgalaxie.

"Ein Kugelsternhaufen könnte der erste Ort sein, an dem wir intelligentes Leben innerhalb unserer Galaxie finden", sagt Rosanne Di Stefano vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. Sie widerspricht damit bislang gängigen Annahmen, dass Kugelsternhaufen denkbar ungeeignete Orte sind, um nach Planeten - und damit der Möglichkeit außerirdischen Lebens - zu suchen.
Geringe Entfernung - aber kleinere Sterne

Ein Argument gegen die Wahrscheinlichkeit, dass in diesen Gebilden Planeten im Laufe der Jahrmilliarden entstanden sind, ist die geringe Entfernung zwischen den Sternen. Während der nächste Stern von unserem Sonnensystem rund vier Lichtjahre entfernt ist, wäre er in einem Kugelsternhaufen im Schnitt rund 20 Mal näher. Die Wechselwirkungen der Schwerkräfte zwischen den Sternen, so die bisherige Annahme, wären deshalb ungünstig für die Entstehung von Planeten. Benachbarte Sterne könnten zu nahe aneinander vorbeiwandern, eventuelle Planetensysteme stören und Planeten aus ihren Bahnen werfen.

Di Stefano und ihre Kollegen halten jedoch dagegen. Kugelsternhaufen bestehen nämlich vor allem aus "Roten Zwergen". Das sind Sterne, die lichtschwach und verhältnismäßig klein sind. Zum einen hält sich also die Schwerkraftwirkung auf umliegende Sterne in Grenzen. Zum anderen befindet sich die bewohnbare Zone, in der flüssiges Wasser existieren kann, viel näher am Stern als bei hellen, großen Sternen. Potenzielle habitable Planeten hätten also einen Orbit sehr nahe am Stern - in Sicherheit vor der Anziehungskraft anderer Sterne.
Aliens mit interstellarer Raumfahrt?

"Sobald solche Planeten entstehen, könnten sie an diesen Orten für eine sehr lange Zeit bestehen", sagt Di Stefano. Da Kugelsternhaufen bereits sehr alt sind, wären es folgerichtig auch die potenziell bewohnbaren Planeten. Mögliche Bewohnern hätten also ausreichend Zeit, sich technologisch weit zu entwickeln.

Sie könnten sogar bereits interstellare Raumfahrt entwickelt haben - denn die Bedingungen dafür sind viel günstiger als etwa bei der Erde. Durch die geringen Distanzen zwischen den Sternen würde es viel weniger Zeit in Anspruch nehmen, von einer Sonne zur nächsten zu fliegen. "Die Voyager-Sonde ist rund 100 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, das ist rund ein Zehntel der Entfernung zum nächsten Stern, würden wir in einem Kugelsternhaufen leben", sagt Di Stefano. Das bedeute, eine Zivilisation auf unserem technologischen Niveau könne dort bereits eine interstellare Sonde konstruieren.
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Das mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop aufgenommene Bild zeigt den Kugelsternhaufen 47 Tucanae - eine kugelförmige Ansammlung einiger 100.000 Sterne (rechts eine Nahaufnahme). Stoßen zwei Milchstraßensysteme zusammen, kommt es unter den Sternen oft zu einem wahren Babyboom ("Starburst"). 14.02.12 Geburt bei Galaxienkollisionen Nur größte Sternhaufen überleben

Nicht nur die Reisen, sondern auch die Kommunikation zwischen den Sternen wäre deutlich einfacher. "Wir nennen das die Kugelsternhaufen-Chance", sagt Di Stefano. "Einen Funkspruch von einem Stern zum nächsten zu schicken, würde nicht länger dauern, als es im 18. Jahrhundert gedauert hat, einen Brief von den USA nach Europa zu schicken."

Es bleibt aber noch mindestens ein Problem aus irdischer Sicht: Planeten in Kugelsternhaufen sind schwer zu orten. Der erdnächste Haufen ist mehrere Tausend Lichtjahre entfernt. Besonders im Zentrum dieser Gebilde ist es schwierig, von der Erde aus die Abweichungen zu erkennen, mittels derer die Astronomen Exoplaneten lokalisieren. Wie viele Planeten es also tatsächlich in diesen Stern-Ansammlungen gibt, wissen wir also schlicht nicht.
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Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls: Diese Raumsonden flogen am weitesten Vorstoß in die Tiefen des Alls Diese Raumsonden flogen am weitesten

Quelle: n-tv.de , fma
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Viele Gräben auf Zwergplanet Ceres - Forscher finden "gefrorenes Wassereis

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jan 2016 19:58

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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-find ... 51811.html
Viele Gräben auf Zwergplanet Ceres - Forscher finden "gefrorenes Wassereis"

Die Raumsonde "Dawn" liefert so scharfe Bilder von Ceres wie nie zuvor - und begeisert damit die Forscher des Max-Planck-Instituts, die nun Beweise dafür entdeckt haben, dass ein Großteil seiner Oberfläche aus salzhaltigem Eis besteht.

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Auf dem Zwergplaneten Ceres gibt es gefrorenes Wasser. Das bestätigten Forscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) nach der Auswertung jüngster Kameraaufnahmen, die von der Nasa-Raumsonde "Dawn" zur Erde gefunkt wurden. Seit die Sonde im Dezember in einer Höhe von 385 Kilometern ihre niedrigste Umlaufbahn um den Himmelskörper erreicht habe, gebe es Bilder von bislang unerreichter Genauigkeit, teilten die Forscher mit. Zu sehen sei auch eine überraschende Vielfalt an Kraterlandschaften, die vermutlich durch Asteroiden-Einschläge entstanden sind.
Die Schichten von Ceres.
Die Schichten von Ceres.
(Foto: NASA)

Derartige Oberflächenformen seien sonst vor allem auf größeren Himmelskörpern weit verbreitet, hieß es vonseiten der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Viele der Gräben auf Ceres seien vermutlich die Folge der Einschläge, manche schienen jedoch auch tektonischen Ursprungs zu sein, hieß es. Innere Spannungen hätten dort vermutlich die Kruste des Zwergplaneten aufgebrochen. "Warum sie so auffällig sind, ist noch nicht verstanden, aber sie stehen wahrscheinlich in Zusammenhang mit der komplexen Struktur der Kruste von Ceres", erläuterte Paul Schenk vom Lunar and Planetary Science Institute in Houston in Texas.
Salzseen wie auf der Erde

Aus der Beschaffenheit der Krater lässt sich die Zusammensetzung der oberflächennahen Schichten von Ceres bestimmen. Die jüngsten Ergebnisse bestätigten frühere Befunde, wonach sich sich zumindest stellenweise in nur geringer Tiefe unter der Oberfläche gefrorenes Wassereis befindet. Es enthält Salze, wie sie auch in Salzseen auf der Erde vorkommen.
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Diese Bild von Zwergplanet Ceres wurde am 19. August 2015 mit der Raumsonde Dawn aus einer Entfernung von 1470 km aufgenommen. Foto: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA 10.09.15 Höher als die Eiger-Nordwand "Dawn" entdeckt steile Kraterwände auf Ceres
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Die Beschaffenheit der Krater und die nun gefundenen Strukturen zeigen nach Angaben der Forscher, dass sogar ein wesentlicher Teil der oberflächennahen Schichten von Ceres aus Eis bestehen. Schlage ein Asteroid darauf ein, so werde das Oberflächenmaterial teilweise oder ganz geschmolzen. Beim Erstarren gebe es andere Strukturen als bei Einschlägen in Gestein.

Ceres ist der größte Himmelskörper seines Asteroidengürtels. Der Zwergplanet hat einen mittleren Durchmesser von etwa 940 Kilometern und ist rund fünf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die Raumsonde "Dawn"war 2007 gestartet. 2011 hatte sie den Asteroiden Vesta erreicht und ein Jahr lang untersucht. Im März 2015 schwenkte sie in eine Umlaufbahn um Ceres ein. Die Sonde soll den Zwergplaneten noch bis mindestens zum 30. Juni untersuchen.
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Quelle: n-tv.de , jug/dpa
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Rätselhafte Sternenexplosion - Rekord-Supernova hält Forscher in Atem

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jan 2016 19:41

Rätselhafte Sternenexplosion.png
Rätselhafte Sternenexplosion.png (605.73 KiB) 6774-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Rekord-Supern ... 78461.html
Freitag, 15. Januar 2016
Rätselhafte Sternenexplosion - Rekord-Supernova hält Forscher in Atem

Eine solche Explosion im Weltall hat bislang noch niemand gesehen: Astronomen entdecken die hellste Supernova, die jemals beobachtet wurde. Ein Mysterium bleibt, woher die Energie für das gigantische Ereignis kommt.

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Die Heimatgalaxie der Supernova vor der Explosion (links) und die Supernova selbst (rechts).
Die Heimatgalaxie der Supernova vor der Explosion (links) und die Supernova selbst (rechts).
(Foto: Benjamin Shappee)

Astronomen haben eine Supernova beobachtet, die rund 200 Mal stärker ist als eine typische Sternen-Explosion. Zum Zeitpunkt der maximalen Strahlkraft leuchtete die Supernova mit dem Namen ASASSN-15lh rund 570 Milliarden Mal stärker als unsere Sonne. Falls das noch nicht beeindruckend genug ist: Das ist mehr als die 20-fache Strahlkraft aller Sterne in der Milchstraße zusammengenommen. Die Entdeckung wurde in der Wissenschaftszeitschrift "Science" veröffentlicht.

"ASASSN-15lh ist die gewaltigste Supernova, die je in der Geschichte der Menschheit entdeckt wurde", unterstrich Subo Dong von der Universität Peking, einer der Hauptverantwortlichen für die Studie. Über die Gründe für die gigantische Explosion rätseln die Forscher, die selbst von der Entdeckung verblüfft sind. "Die Mechanismen und Energiequellen bleiben rätselhaft", sagt Subo Dong. "Alle bisherigen Theorien stehen vor ernsthaften Herausforderungen, wenn man die Herkunft der gewaltigen Mengen an Energie erklären will, die ASASSN-15lh freigesetzt hat."
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Rendezvous mit tödlichem Ende: Forscher sehen "letzten Kuss" zweier Sterne 21.10.15 Rendezvous mit tödlichem Ende Forscher sehen "letzten Kuss" zweier Sterne

Die gewaltige Supernova hat sich etwa 3,8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ereignet. Zum ersten Mal wurde sie im Juni 2015 durch die Teleskope von Cerro Tolol in Chile beobachtet.

Supernovae sind gewaltige Sternexplosionen, die große Mengen an Energie freisetzen. Sie zählen zu den hellsten Objekten im Universum. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forscher eine neue Kategorie besonders leuchtkräftiger Supernovae entdeckt, zu der auch ASASSN-15lh zählt.
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Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae: Wenn Sterne sterben Riesen, Zwerge, Supernovae Wenn Sterne sterben

Quelle: n-tv.de , fma
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Esa erwartet "Extrem-Tiefflüge" - "Rosetta" soll ganz nah an "Tschuri" her

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jan 2016 11:15

Rosetta.jpg
Rosetta.jpg (62.21 KiB) 6757-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Rosetta-soll- ... 05601.html
Dienstag, 19. Januar 2016
Esa erwartet "Extrem-Tiefflüge" - "Rosetta" soll ganz nah an "Tschuri" heran

Die spektakuläre "Rosetta"-Mission im All soll dieses Jahr zu Ende gehen. Gesteuert wird die Raumsonde vom europäischen Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt aus. Dort gibt es so viel zu tun wie noch nie.

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Bei Extrem-Tiefflügen soll die Raumsonde "Rosetta" den Kometen "Tschuri" aus noch nie dagewesener Nähe unter die Lupe nehmen. Kurz vor Ende der spektakulären Mission im September werde sich die Sonde bis auf einen Kilometer an den Brocken heranwagen, sagte Paolo Ferri, Chef des Flugbetriebs bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa in Darmstadt, von wo aus "Rosetta" gesteuert wird. Der Komet entferne sich wieder von der Sonne und sei deshalb nicht mehr so aktiv, so dass sich die Sonde heranwagen könne. "Wenn alles klappt, wird sich "Rosetta" Ende September auf "Tschuri" niederlassen", sagte Ferri. "Dann verlieren wir den Kontakt."

Die Kometen-Jägerin hatte sich 2004 auf den Weg gemacht und das Mini-Labor "Philae" an Bord zu "Tschuri" gebracht. Nach zehnjähriger Reise war "Philae" im November 2014 auf dem Kometen gelandet. Von "Tschuri" wollen Wissenschaftler Informationen über die Anfänge des Sonnensystems bekommen, das vor 4,6 Milliarden Jahren entstand. Die "Rosetta"-Mission zählt zu den ambitioniertesten Projekten der Esa.
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In Darmstadt hat Rolf Densing als neuer Esa-Direktor für Missionsbetrieb und Leiter des Satellitenzentrums seine Arbeit aufgenommen. Der 56-Jährige kommt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) - wie Esa-Chef Jan Wörner, der DLR-Chef war. Densing ist in Darmstadt Nachfolger von Thomas Reiter. Der 57-Jährige ist nach vier Jahren kommissarisch zum ESA-Technologiezentrum in den Niederlanden gewechselt und weiter für die bemannte Raumfahrt zuständig.

Für das Darmstädter Kontrollzentrum sind 2016 sechs Starts für verschiedene Weltraum-Missionen geplant, bei einem Start im Herbst gleich vier Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo. "Die Raumfahrt ist alltäglicher geworden", sagte Densing. "Ohne Satelliten gäbe es keinen Wetterbericht und keinen Flugverkehr." Zurzeit seien 16 Satelliten im Flug, sagte Ferri. Ende 2016 dürften es 20 sein - "ein Allzeitrekord".
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Quelle: n-tv.de , ppo/dpa
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Sensation - "Planet Neun" - Wann ist ein Himmelskörper ein Planet ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jan 2016 11:09

Wann ist ein Himmelskörper ein Planet.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Wann-ist-ein- ... 18056.html
Donnerstag, 21. Januar 2016
Sensation - "Planet Neun" - Wann ist ein Himmelskörper ein Planet ?

Von Nina Jerzy

In den Untiefen unseres Sonnensystems versteckt sich womöglich ein neunter Planet. An dessen Status wollen die Entdecker keinen Zweifel aufkommen lassen. Doch was macht einen Planeten aus? Und warum ist die Kategorie Astronomen so wichtig?

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Mike Brown ist felsenfest davon überzeugt: Was er und Kollege Konstantin Batygin da am Rande unseres Sonnensystems entdeckt haben wollen, ist ein Planet. Keine weitere Diskussion vonnöten. Der Himmelskörper sei sogar "der planetigste aller Planeten im gesamten Sonnensystem", ließ der Astronomie-Professor von der Elite-Universität California Institute of Technology wissen. Brown und Batygin haben den Status ihrer Entdeckung schließlich auch in deren vorläufiger Bezeichnung "Planet Neun" festgeschrieben. Denn das Schicksal des vorherigen neunten Planeten hat gezeigt, wie schnell man als Sonnenumkreiser zum astronomischen Hinterbänkler degradiert werden kann.

Die Nachricht von einem möglicherweise neunten Planeten hätte zeitlich kaum besser passen können. Denn die Herabstufung Plutos jährt sich zum zehnten Mal. Am 24. August 2006 einigte sich die Vollversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Prag auf eine konkrete Definition des Planetenbegriffs, die zum Ausschluss Plutos führte.
Wie viele Planeten sollen es werden?

Die Entscheidung stieß bei Fans des Winzlings weltweit auf Entsetzen, hatte sich jedoch angekündigt. Der 1930 entdeckte Himmelskörper misst weniger als ein Fünftel des Erddurchmessers. 2005 wurde hinter Pluto das größere Objekt Eris entdeckt und in den Medien bereits als "zehnter Planet" gefeiert. Und da war auch noch der 1801 aufgespürte Asteroid Ceres, der zwischen Mars und Jupiter seine Bahn zieht und ein gutes halbes Jahrhundert lang ebenfalls als Planet geführt wurde.
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Sehen Sie die zwei hellen Punkte dort auf Ceres? Was könnte das sein? Sie zeigten sich der Raumsonde "Dawn" in dieser Deutlichkeit, als sie Anfang des Jahres nur noch 145.000 Kilometer von Ceres entfernt war. Wissenschaftler rätseln - und sind froh, dass ... ... "Dawn" noch näher an den Zwergplaneten heranfliegt. Acht Jahre ist die Sonde schon unterwegs, fast fünf Milliarden Kilometer legte sie zurück. Nun hat sie ihr Ziel erreicht. Nachdem "Dawn" ... ... 2011 für ein gutes Jahr den Asteroiden Vesta umrundete und erforschte (den hellsten Asteroiden unseres Sonnensystems), kommt die Sonde ... ... am 6. März schließlich bei Ceres an. Ceres ist das größte Objekt im Asteroidengürtel. Sie hat einen Durchmesser von 975 Kilometern. Raumsonde "Dawn" beim Zwergplaneten Ceres gibt Geheimnisse preis

Forscher gerieten unter Druck, endlich definitiv festzulegen, was genau einen Planeten ausmacht. Dabei ging es auch um eine Grundsatzentscheidung: Wollen wir in einem Sonnensystem mit Dutzenden oder nur einer Handvoll Planeten leben? Die Mehrheit der Astronomen entschied sich nach einigen Streitereien bekanntermaßen für die letztere Variante, die hohe Ansprüche an den Planetenstatus stellt.

Nach der derzeit gültigen Variante kreisen Planeten um die Sonne und besitzen genug Masse, um von der eigenen Anziehungskraft in eine nahezu runde Form gezwungen worden zu sein. Diese Voraussetzungen erfüllten zwar auch Pluto, Eris und Ceres - nicht aber die dritte und entscheidende Maßgabe, was sie in die neue Klasse der Zwergplaneten verfrachtete: Ein Planet muss über genug Masse verfügen, um seinen Orbit von weiteren Himmelskörpern freiräumen zu können.
Keine Debatte vonnöten

Gleich zu Beginn der CalTech-Pressemitteilung zur Entdeckung von "Planet Neun" weisen die Entdecker denn auch mit Nachdruck auf dessen Masse hin. Die soll das 5.000-fache derer Plutos betragen. Damit, so Brown, sei der neue Himmelskörper groß genug, damit eine Diskussion über seinen wahren Status überflüssig werde. Im Gegensatz zu den Zwergplaneten dominiere die Gravitation von "Planet Neun" seinen Bereich des Sonnensystems. Auf dem Blog "FindPlanetNine.com" unterstreicht Brown, dass "Planet Neun" den "Rand des Sonnensystems dominiert. Das reicht aus, um ihn nach jedermanns Berechnung zu einem Planeten zu machen".
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Noch beruhen alle Schlussfolgerungen der Wissenschaftler aber auf mathematischen Modellen und Computersimulationen, die den seltsamen Orbit von Objekten im Kuipergürtel mit eben diesem neuen Himmelskörper und seiner Anziehungskraft erklären. Er ist so weit von der Sonne entfernt, dass er für eine Umkreisung schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Jahre benötigt und damit bislang kein Teleskop von ihm reflektiertes Sonnenlicht einfangen konnte.

Für Brown hat das Beharren auf dem Planetenstatus seiner Entdeckung auch ganz persönliche Gründe. Seine Forschung zum äußeren Bereich des Sonnensystems hatte maßgeblich zur Degradierung Plutos beigetragen. Brown ist auf Twitter sogar unter dem Nutzernamen "@plutokiller" unterwegs. Seine Tochter allerdings war vom Schicksal Plutos wenig begeistert. "Sie deutete vor einigen Jahren an, dass sie mir verzeihen würde, falls ich einen neuen Planeten finde", sagte Brown der "Washington Post". "Ich habe also vermutlich ihr zuliebe daran gearbeitet."
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Quelle: n-tv.de
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Bisherige Theorien greifen nicht - "Alien-Stern" wird immer mysteriöser

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jan 2016 08:16

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http://www.n-tv.de/wissen/Alien-Stern-w ... 29061.html
Bisherige Theorien greifen nicht - "Alien-Stern" wird immer mysteriöser

Von Fabian Maysenhölder

Ein flackernder Stern stellt Astronomen vor Rätsel - und verleitet sie, auch Theorien über Außerirdische nicht auszuschließen. Weitere Forschungen sollen aufklären. Doch das Gegenteil geschieht: Das Fragezeichen wird größer und größer.

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KIC 8462852 - das ist der Name des Sterns, der im vergangenen Herbst weltweit in den Schlagzeilen gewesen ist. Beobachtungen des Weltraumteleskops Kepler zeigten Dinge, die man sich nicht erklären konnte. Die Helligkeitsschwankungen bei dem rund 1500 Lichtjahre entfernten Stern sind so groß, dass Wissenschaftler vor einem Rätsel stehen. Was verdeckt den Stern in unregelmäßigen Abständen und hindert einen großen Teil seines Lichts daran, zu uns zu gelangen?

Die Erklärungsnot ist so groß, dass man selbst die Möglichkeit nicht ausschließen wollte, es mit einer außerirdischen Zivilisation zu tun zu haben. Dann nämlich könnte man die Beobachtungen erklären. Eine hochentwickelte Zivilisation könnte riesige Sonnenkollektoren oder andere Mega-Strukturen gebaut haben, um Energie von ihrem Heimatstern abzuzapfen. Um die These zu überprüfen, richtete man auf der Suche nach möglichen Signalen von Außerirdischen sogar Radioteleskope auf den Stern. Doch KIC 8462852 schweigt.
Neuer Ansatz, noch mehr Fragen
Das Diagramm zeigt deutlich: Der Stern wird immer dunkler.
Das Diagramm zeigt deutlich: Der Stern wird immer dunkler.

Als sei dies alles nicht bereits mysteriös genug, stehen Astronomen nun vor noch mehr Rätseln. Es gibt nämlich eine neue Untersuchung des Sterns, die weitere Fragen aufwirft: Während "Kepler" das Flackern des Sterns erst in den letzten Jahren beobachten konnte (Seit 2009 ist das Weltraumteleskop in Betrieb), kam der Astronom Bradley Schaefer auf den Gedanken, es könnte vielleicht auch ältere Beobachtungen des Himmelskörpers geben.

Und tatsächlich: Zwischen 1890 und 1989 wurde KIC 8462852 bei Routine-Aufnahmen des Himmels mehr als 1200 Mal fotografiert. Schaefer ermittelte die Entwicklung der Helligkeit des Sterns im Laufe der Zeit. Dabei stellte er fest, dass der Stern immer dunkler geworden ist - deutlich dunkler. KIC 8462852 hat im Laufe von 100 Jahren rund 20 Prozent seiner Helligkeit verloren. Diese Beobachtung stellt Astronomen vor ein großes Fragezeichen, denn das ist kein gewöhnliches Verhalten für Sterne, denn sie sind nach menschlichen Maßstäben ziemlich beständige Himmelskörper. Sie verändern sich im Laufe von Jahrmillionen - aber nicht binnen eines Jahrhunderts.

Zudem sind, wie Schaefer feststellt, die Jahrhundert-Schwankungen in der Helligkeit nicht konstant. Mal wird der Stern etwas dunkler, in den Folgejahren wieder heller. "Das ist bizarr. So etwas hat man bisher noch nie beobachtet", kommentiert der Astronom Philip Plait auf seinem Blog Schaefers Erkenntnisse.
Keine Kometen - nun doch Aliens?

Es brodelt also in der Theorienküche. Für das kurzfristige Flackern des Sterns, das "Kepler" beobachtet hat, galt bislang die Kometen-Theorie als eine der besten: Ein großer Schwarm von Kometen, die miteinander kollidieren, könnte für die Schwankungen verantwortlich sein. Auch hier gab es bereits Gegenstimmen, und die neuen Beobachtungen verwerfen diese Annahme nun endgültig. Schaefer hat nachgerechnet: 648.000 Kometen mit einem Durchmesser von jeweils 200 Kilometern müssten den Stern in den vergangenen 100 Jahren passiert haben. Nach Schaefers Einschätzung völlig undenkbar.
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Was also ist mit Außerirdischen und ihren Sonnenkollektoren? Auch daran glaubt Schaefer nicht. Dem "New Scientist" sagte der Wissenschaftler, das passe nicht zu seinen Beobachtungen. Selbst technologisch weit fortgeschrittene Zivilisationen wären wohl nicht in der Lage, innerhalb eines Jahrhunderts Strukturen zu errichten, die ein Fünftel eines Sterns bedecken könnten. Berechnungen von Phil Plait zufolge müssten Solarpaneele dieser Größe mindestens 750 Milliarden Quadratkilometer groß sein - rund 1500 Mal die Fläche der gesamten Erde. Und das auch nur, wenn sie sich direkt zwischen KIC 8462852 und unserer Erde befinden - handelte es sich hingegen um eine Sphäre oder einen Ring (was viel wahrscheinlicher wäre), wäre die benötigte Fläche noch um ein Vielfaches größer.

Was bleibt, ist das Rätsel. Das große Fragezeichen. Bisherige Theorien greifen nicht, um das Verhalten des Sterns zu erklären. Alle Beobachtungen, die wir bis heute gemacht haben, zeigen nichts Vergleichbares. KIC 8462852 bleibt der wohl mysteriöseste Stern, den wir bislang kennen.
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Flackern im Radiowellenbereich - Klumpen wabern in der Milchstraße

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Jan 2016 20:09

Klumpen wabern in der Milchstraße.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Klumpen-waber ... 40156.html
Sonntag, 24. Januar 2016
Flackern im Radiowellenbereich - Klumpen wabern in der Milchstraße

Die neuesten Beobachtungen von australischen Forschern könnten dazu führen, dass die bisherigen Vorstellungen von interstellarem Gas radikal verändert werden müssten. Die Forscher sehen ein Flackern in einer fernen Galaxie live.

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Durch die Milchstraße wabern unsichtbare Röhren, Scheiben und Kugeln aus elektrisch geladenem Gas. Das legen zumindest Beobachtungen australischer Astronomen im Radiowellenbereich nahe. Das Team um Keith Bannister von der australischen Forschungsorganisation CSIRO stellt seine Analysen im US-Fachblatt "Science" vor. Demzufolge scheinen sich in dem allgegenwärtigen dünnen Gas zwischen den Sternen mancherorts massive Klumpen zu bilden. "Das könnte unsere Vorstellung vom interstellaren Gas radikal ändern, dem Recycling-Depot der Galaxie, in dem Material von alten Sternen zu neuen verwandelt wird", betont Bannister in einer CSIRO-Mitteilung.

Die Astronomen haben erstmals ein seltenes Phänomen namens Extreme Scattering Event (extremes Streuereignis, ESE) live verfolgt. Dabei fängt das Licht einer normalerweise sehr gleichförmig leuchtenden, fernen Galaxie auf einmal an zu flackern. Allerdings macht sich dieses Flackern nicht im optischen Bereich bemerkbar, sondern im Bereich der Radiowellen. Die Ursache für das Flackern liegt nicht in der fernen Galaxie selbst, sondern in unserer eigenen Galaxie, in der sich elektrisch geladenes interstellares Gas in die Sichtlinie schiebt. "Klumpen in diesem Gas können wie Linsen funktionieren und die Radiowellen fokussieren oder defokussieren, so dass sie über Tage, Wochen oder Monate scheinbar stärker und schwächer werden", erläutert Bannister.
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Bei der fernen Galaxie mit der Katalognummer PKS 1939-315 im Sternbild Schütze verfolgten die Astronomen ein Flackern, das ein Jahr anhielt. Die verantwortlichen "Gas-Linsen" sind vermutlich etwa so groß wie die Erdumlaufbahn um die Sonne und liegen etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Ein Lichtjahr ist die Distanz, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Den Beobachtungen zufolge kann es sich allerdings nicht um durchgehend massive Klumpen handeln. "Wir könnten von der Kante auf eine flache Scheibe schauen, oder wir blicken direkt in die Röhre eines Hohlzylinders wie einer Nudel oder auf eine Kugelschale wie eine Haselnuss", berichtet Ko-Autor Cormac Reynolds vom CSIRO.

Mit weiteren Beobachtungen wollen die Forscher nun die Natur der Linsen weiter analysieren und ihre genaue Form bestimmen. Wenn es sich wie vermutet um Wolken aus kaltem Gas handelt, die von ihrer eigenen Schwerkraft zusammengehalten werden, würden diese im optischen Bereich unsichtbaren Klumpen einen erheblichen Teil der Masse unserer Milchstraße ausmachen, betonen die Astronomen.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

Quelle: n-tv.de , jze/dpa
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100.000-Kilometer-Teleskop - Bislang schärfstes Astro-Bild gelingt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jan 2016 19:30

Bislang schärfstes Astro-Bild gelingt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Bislang-schae ... 88361.html
Freitag, 29. Januar 2016
100.000-Kilometer-Teleskop - Bislang schärfstes Astro-Bild gelingt

Astronomen schalten für eine Rekordaufnahme 15 irdische Radioteleskope mit einem Radiosatelliten zusammen. Das virtuelle Teleskop hat einen Durchmesser von rund 100.000 Kilometern und sieht noch 1000 Mal schärfer als das Weltraumteleskop "Hubble".

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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Mit Hilfe eines virtuellen Riesenteleskops ist Forschern das bislang detailschärfste Bild in der Astronomie gelungen. Die Aufnahme im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zeigt den 900 Millionen Lichtjahre entfernten Teilchenstrahl aus einem aktiven Schwarzen Loch, wie das US-Radioastronomie-Observatorium NRAO in Socorro erläuterte. Ein Lichtjahr ist die Distanz, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.

Ein internationales Astronomenteam hatte für die Rekordaufnahme 15 irdische Radioteleskope mit dem russischen Radiosatelliten "Spektr-R" zusammengeschaltet. So ergab sich ein virtuelles Teleskop mit einem Durchmesser von rund 100.000 Kilometern. Es kann noch 1000 Mal schärfer sehen als das Weltraumteleskop "Hubble", wie das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn berichtete, wo die Daten verarbeitet wurden.
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Mit ihrem virtuellen Teleskop nahmen die Forscher die aktive Galaxie BL Lacertae im Sternbild Eidechse (Lacerta) ins Visier. Im Zentrum dieser Galaxie haust ein gigantisches Schwarzes Loch, das sich große Mengen Materie einverleibt. Ein Teil der Materie wird jedoch in einem gebündelten Strahl ins All hinausgeschleudert, bevor er vom Schwarzen Loch verschluckt werden kann. Die Aufnahme zeigt die Radiostrahlung aus diesem Materiestrahl.

Die Detailschärfe ist dabei so groß, dass sich noch ein drei Zentimeter großes Objekt auf dem Mond erkennen ließe. Das ist etwas größer als eine Zwei-Euro-Münze (Durchmesser 2,6 Zentimeter). Wegen der gigantischen Entfernung erscheint die Aufnahme des Materiestrahls dennoch verschmiert. Die Wissenschaftler stellen ihre Beobachtung im Fachblatt "The Astrophysical Journal" vor.
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Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Europäische Beobachtung von oben - Station im All sammelt Daten per Laser

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jan 2016 21:25

Station im All sammelt Daten per Laser ein.jpg
Station im All sammelt Daten per Laser ein.jpg (24.91 KiB) 6652-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Station-im-Al ... 94871.html
Samstag, 30. Januar 2016
Europäische Beobachtung von oben - Station im All sammelt Daten per Laser ein

Viele Beobachtungssatelliten umkreisen die Erde in niedriger Umlaufbahn. Daten können sie nur zeitlich begrenzt übertragen. Deshalb schießt die europäische Weltraumorganisation jetzt eine erste Relaisstation in den Orbit.

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Vom Weltall aus will Europa künftig umfassende Informationen über eine Datenautobahn zur Erde jagen. Ein etwa 50 Kilogramm schweres Gerät soll in rund 36.000 Kilometern Höhe als Übermittler dienen, um mit Lasertechnik Daten bei Satelliten zu sammeln und zur Erde zu übertragen.
Video
Am äußersten Rand des Sonnensystems: Astronomen entdecken möglichen neunten Planeten 21.01.16 – 01:25 min Mediathek Am äußersten Rand des Sonnensystems Astronomen entdecken möglichen neunten Planeten

Eine Proton-Rakete brachte den ersten Teil von Kasachstan aus ins All. Der russische Lastenträger hob mit dem 5175 Kilogramm schweren Telekommunikationssatelliten Eutelsat 9B vom Weltraumbahnhof Baikonur ab. Daran angedockt ist die rund 50 Kilo schwere Relaisstation EDRS-A, die als superschneller Übermittler dienen soll. Nach einer Flugzeit von gut neun Stunden wurde die Doppelfracht erfolgreich am Samstagmorgen auf einer geostationären Umlaufbahn ausgesetzt, wie die Europäische Weltraumorganisation Esa mitteilte.

Die Relaisstation wird mit Lasertechnik Daten von Satelliten einsammeln und zur Erde übertragen. Damit können gespeicherte Beobachtungsdaten viel schneller zu Nutzern in Europa gelangen - und zum Beispiel Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen oder die Grenzüberwachung erleichtern.
Nur 10 von 90 Minuten in Reichweite

Das Projekt der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Partnerschaft mit Airbus will einen Engpass bei der Übermittlung von Daten aus dem All auflösen. Viele Beobachtungssatelliten wie beispielsweise die Sentinel des EU-Programms Copernicus kreisen in niedriger Umlaufbahn um die Erde. Dadurch sind sie aber im Schnitt nur 10 von 90 Minuten in Reichweite ihrer Bodenstation. Nur in diesem Zeitraum können Daten übermittelt werden. Ein Satellit im geostationären Orbit hat solche tieffliegenden Beobachter deutlich länger in Sichtweite - mindestens die Hälfte der Zeit. Die Relaisstation bleibt dabei am gleichen Punkt über der Erdoberfläche und kann so ständig Kontakt zur Bodenstation halten.
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Ziel des Europäischen Datenrelaissystem (EDRS) ist eine Übertragung zum Nutzer in einer Viertelstunde. Als Einsatzmöglichkeiten sieht Airbus neben militärischen Zwecken auch Flutkatastrophen, die Beobachtung von Flüchtlingsrouten oder Umweltdelikten auf hoher See.

Zentrale Herausforderung war es dabei, den Laserstrahl zwischen dem Beobachtungssatelliten auf 800 Kilometern Höhe und der Relaisstation auf 36.000 Kilometern abzustimmen. Das Projekt hat ein Budget von etwa 500 Millionen Euro, rund 140 Millionen steuert Airbus bei.

Die zweite EDRS-Station soll 2017 mit einem eigenen Satelliten starten. In der Diskussion sind zudem bis zu zwei weitere Stationen, um eine globale Abdeckung sicherzustellen, damit Beobachter rund um die Uhr Daten übermitteln können. Erste Dienste sollen in diesem Sommer angeboten werden, zunächst für zwei Copernicus-Satelliten.
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Quelle: n-tv.de , rpe/dpa
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Februar legt einen Tag drauf - Riesenplanet Jupiter glänzt am Himmel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jan 2016 20:26

jupiter.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Riesenplanet- ... 11436.html
Sonntag, 31. Januar 2016
Februar legt einen Tag drauf - Riesenplanet Jupiter glänzt am Himmel

Der Februar schiebt einen Schalttag ein, Jupiter wird im Laufe des Monats zum Planeten der gesamten Nacht und Mars, Saturn und Venus schmücken den Morgenhimmel.

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Wenn es im Februar gegen 18 Uhr abends dunkel wird, sind noch keine hellen Planeten am Sternenhimmel vertreten. Erst gegen 21 Uhr zu Monatsanfang taucht am Osthimmel ein heller Lichtpunkt auf: der Riesenplanet Jupiter. Während des Monats verfrühen sich seine Aufgänge. Am letzten Februartag erscheint Jupiter schon gegen 18.45 Uhr über dem Osthorizont. Damit wird er zum Planeten der gesamten Nacht. Anfang März überholt die Erde dann den Riesenplaneten auf der Innenbahn, wobei die geringste Distanz zu ihm erreicht wird. Jupiter wird dann die gesamte Nacht über zu sehen sein und mit seinem Glanz den Sternenhimmel dominieren. Derzeit hält sich der Riesenplanet im Sternbild Löwe auf.
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Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Die Sonne: Sie ist einer von rund 200 Milliarden Sternen in unserer Galaxie, ... Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand: Unser Sonnensystem Galaxie Milchstraße, ziemlich am Rand Unser Sonnensystem

In der zweiten Nachthälfte erscheint Saturn auf der Himmelsbühne. Der Ringplanet wandert gemächlich durch das Tierkreissternbild Schlangenträger. Es gilt seit 1925 als 13. Sternbild im Tierkreis. Anfang Februar geht Saturn eine Viertelstunde nach 4 Uhr morgens auf, Ende Februar bereits um halb drei.

Auch Mars lässt sich in der zweiten Nachthälfte blicken. Der Rote Planet nimmt im Laufe des Monats deutlich an Helligkeit zu. Ende Februar sind nur noch Venus, Jupiter und Sirius heller als Mars. Auch Kapella im Fuhrmann und Wega in der Leier sind noch ein wenig heller. In der zweiten Maihälfte wird Mars zu einem auffälligen Gestirn, wenn er in Opposition oder Gegenschein zur Sonne kommt. Seine Bahn zieht er durch das Sternbild Waage. Der Marsaufgang erfolgt am 1. des Monats kurz nach halb zwei Uhr morgens und am 29. Februar um 1 Uhr.
Schmale Mondsicher neben Venus

Venus ist weiter am Morgenhimmel vertreten, aber ihr Rückzug kündigt sich an. Im März beendet sie ihre Morgensternperiode. Ab Mitte August wird sie als Abendstern nach Einbruch der Dunkelheit am Westhimmel zu sehen sein. Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes passiert am 6. Venus - ein hübscher Anblick, vor allem im Fernglas gegen 7 Uhr morgens, da auch noch Mars und Saturn am Osthimmel stehen.
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Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit Treuer Trabant: Der Mond, unser natürlicher Satellit 250709 Treuer Trabant Der Mond, unser natürlicher Satellit

In der Nacht vom 23. auf 24. wandert der fast volle Mond auf den hellen Jupiter zu. Gegen 6 Uhr morgens sieht man Jupiter als hellglänzendes Gestirn oberhalb des Mondes. Die Neumondphase wird am 8. um 15.39 Uhr erreicht. Vollmond tritt am 22. um 19.20 Uhr im Sternbild Löwe ein. Seinen erdnächsten Bahnpunkt passiert der Mond am 11., dann trennen ihn 364.360 Kilometer von uns. In Erdferne steht er mit 405.380 Kilometer Distanz am 27. Februar.
Wintersternbilder beherrschen Himmel

Die Wintersternbilder beherrschen noch eindeutig die abendliche Himmelsszene. Der Südhimmel ist reich mit hellen Sternen bestückt. Sirius funkelt bläulich-weiß im Süden. Er ist der hellste Stern am irdischen Firmament. Mit knapp neun Lichtjahren Entfernung gehört er zu den nächsten Nachbarsternen unserer Sonne. Ebenfalls in südlicher Richtung, schon leicht nach Westen gerückt, sieht man das dominierende Sternbild des Winterhimmels, den Himmelsjäger Orion. Hoch über unseren Köpfen entdeckt man die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren beiden hellen Sternen Kastor und Pollux jeweils am Beginn der Ketten. Ebenfalls in südlicher Richtung steht Prokyon, der Hauptstern des Kleinen Hundes. Sirius im Sternbild Großer Hund und Prokyon haben jeweils einen weißen Zwergstern als Begleiter.

Weiße Zwergsterne sind alte Sterne, bei denen das Atomfeuer erloschen ist. Sie haben etwa so viel Masse wie unsere Sonne, aber nur den Durchmesser wie etwa die Erde. Daraus folgt eine enorme Dichte. Ein würfelzuckergroßes Stückchen Materie aus einem Weißen Zwerg wöge auf der Erde einige Tonnen. Im Osten ist bereits der Löwe aufgegangen. Er kündigt als Leitsternbild des Frühlings die kommende Jahreszeit an. Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam höher. Er wird geschoben und nicht gezogen, denn der Wagenkasten geht voran und die Deichsel folgt. Die Kassiopeia in Gestalt des Himmels-W sinkt langsam zum Horizont hinab, erreicht ihn aber als Zirkumpolarsternbild nicht.
Sonne auf aufsteigendem Ast
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Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn. In der Nacht auf den 17. Februar wandert sie um Mitternacht aus dem Sternbild Steinbock in das des Wassermanns. In das Tierkreiszeichen Fische tritt sie am 19. um 7 Uhr morgens. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um fast zehn Grad zu, die Tageslänge wächst in 50° Nord um eine Stunde und 38 Minuten.

Der Februar hat diesmal 29 statt 28 Tage, da nach dem Gregorianischen Kalender 2016 ein Schaltjahr ist. Eingeführt wurde das Schaltjahr bei der Reform des römischen Kalenders durch Gaius Julius Caesar im Jahre 46 vor Christus. Da ein Sonnenjahr um einen Vierteltag länger ist als 365 Tage, wird meistens alle vier Jahre ein Schalttag eingeschoben.

Quelle: n-tv.de , Hans-Ulrich Keller, dpa
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Mini-Labor geht Energie aus - Forscher geben "Philae" endgültig auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Feb 2016 17:29

Mini-Labor geht Energie aus.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-gebe ... 83751.html
Freitag, 12. Februar 2016
Mini-Labor geht Energie aus - Forscher geben "Philae" endgültig auf

Die Mission von "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" ist beendet. Die Forscher geben die Versuche der Kontaktaufnahme auf und verabschieden den Roboter in den ewigen Winterschlaf. Seine Landung war ein Meilenstein - aber auch von Rückschlägen geprägt.

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Der kleine Landeroboter "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" hat seine Mission beendet. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erklärte in Köln, es gehe davon aus, dass sich das Mini-Labor wahrscheinlich nicht mehr melde.

"Die Chancen, dass Philae noch einmal Kontakt zu unserem Team im Lander-Kontrollzentrum des DLR aufnimmt, gehen leider gegen Null und wir senden auch keine Kommandos mehr", so DLR-Projektleiter Stephan Ulamec. "Philaes" Energie reiche nicht mehr aus und die Elektronik sei zu kalt. Der Roboter geht in den ewigen Winterschlaf über.

Das Landegerät der europäischen Kometenmission "Rosetta" war am 12. November 2014 als erstes von Menschen geschaffenes Gerät weich auf der Oberfläche eines Kometen gelandet. Allerdings kam die kühlschrankgroße Sonde auf dem "Tschuri" genannten Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko erst nach mehreren Hüpfern an einer schattigen Stelle abseits des ursprünglich geplanten Landeplatzes zum Stehen.

In der Folge bekamen die Sonnensegel von "Philae" nicht genug Energie ab - nach nur gut 60 Stunden wissenschaftlicher Arbeit fiel der Lander wegen Energiemangels in einen siebenmonatigen Kälteschlaf. Erst am 13. Juni 2015 meldete sich der Lander erstmals wieder bei seiner Muttersonde "Rosetta", die Tschuri umkreist.
Abschied von "Philae" ist nicht Ende der "Rosetta"-Mission
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Gelandet! Als "Philae" hier seine Umgebung auf Tschuri knipste, hatte er auch eines seiner drei Beine im Blick. 11.01.16 Forscher hoffen auf letzten Kontakt "Philaes" Ende ist nah

Nach weiteren Kontaktaufnahmen sandte "Philae" am 9. Juli ein letztes Lebenszeichen - danach verstummte die Sonde. Zuletzt scheiterte auch der Versuch, ein Drallrad im Inneren von "Philae" einzuschalten und den Lander dadurch gleichsam wachzurütteln.

Der Abschied von "Philae" ist allerdings noch nicht das Ende der europäischen "Rosetta"-Mission: Die "Rosetta"-Muttersonde wird noch bis September den Kometen umkreisen und wissenschaftliche Daten zur Erde funken. Zum Abschluss der historischen Mission soll dann auch "Rosetta" auf dem Schweifstern landen.
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Quelle: n-tv.de , jki/dpa/AFP
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Sensationserfolg in der Wissenschaft - Forscher weisen Gravitationswellen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Feb 2016 17:58

Forscher weisen Gravitationswellen nach.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-weis ... 79271.html
Sensationserfolg in der Wissenschaft - Forscher weisen Gravitationswellen nach

Ein internationales Team aus Astrophysikern enthüllt spektakuläre Ergebnisse: Die Forscher halten nach eigenen Angaben erstmals Beweise für die von Albert Einstein vor 100 Jahren vorhergesagten Gravitationswellen in Händen.

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Weltraumforscher haben nach eigenen Angaben die von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen erstmals direkt nachgewiesen. Die Astrophysiker vom Ligo-Observatorium in den USA präsentierten in Washington ihre nach Einschätzung von Beobachtern nobelpreisverdächtige Entdeckung.
Am Ligo-Erfolg beteiligt: Forschungsgruppenleiter Hartmut Grote im Kontrollraum vom Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe bei Hannover.
Am Ligo-Erfolg beteiligt: Forschungsgruppenleiter Hartmut Grote im Kontrollraum vom Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe bei Hannover.
(Foto: dpa)

Gravitationswellen entstehen insbesondere, wenn große Objekte - wie etwa Sterne - beschleunigt werden. Die Wellen stauchen und strecken den Raum. Nach jahrzehntelanger Suche konnten die Experten am Ligo-Observatorium erstmals Gravitationswellen direkt beobachten. Damit konnten sie die 100 Jahre alte Vorhersage von Einstein bestätigen.

France Cordova von der Nationalen Forschungsstiftung der Vereinigten Staaten (NSF) sprach von der "Geburt eines völlig neuen Bereichs in der Astrophysik". Die nobelpreisverdächtige Entdeckung sei vergleichbar mit dem Moment, als Galileo Galilei im 17. Jahrhundert das erste Mal sein Fernrohr gen Himmel gerichtet habe.
Deutsche Experten halfen mit

Mit dem Gravitationswellen-Observatorium Ligo in den USA fingen die Astrophysiker die Signatur zweier verschmelzender Schwarzer Löcher auf, wie das Ligo-Konsortium bei einer live im Internet übertragenen Veranstaltung berichtete. An der Entdeckung waren auch deutsche Forscher beteiligt. Im Forschungsprojekt GEO600 in Ruthe bei Hannover zum Beispiel wurden entscheidende technische Komponenten entwickelt und erprobt, die im Gravitationswellen-Observatorium "Ligo" in den USA zum Einsatz kommen. Der deutsche Gravitationswellendetektor GEO600 wird vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und verschiedenen Universitäten betrieben.
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Gravitationswellen entzogen sich bislang jeder Messung: Die Wellen sind zwar laut Einstein umso stärker, je größer die Masse eines Himmelskörpers ist. Allerdings sind sie selbst bei gigantischen Schwarzen Löchern in einiger Entfernung immer noch so klein, dass sie erst jetzt mit einem verfeinerten Spezialinstrument nachgewiesen werden konnten.

Der Nachweis der Existenz von Gravitationswellen gelang den Angaben zufolge am 14. September von den beiden Laserdetektoren des Ligo-Observatoriums, die in den US-Bundesstaaten Louisiana und Washington stehen. Die winzigen Wellen sind Verzerrungen der Raumzeit, die bei äußerst energiereichen Ereignissen im Universum entstehen - beispielsweise bei Explosionen von Riesensternen oder durch zusammenstoßende schwarze Löcher. Anschließend sausen sie mit Lichtgeschwindigkeit ungebremst durchs All.
Keine Zweifel am direkten Nachweis
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Ein Mann mit Weitblick - auch außerhalb der Wissenschaft: Albert Einstein. 25.11.15 Allen voraus, sogar sich selbst Als Einstein die Formel fürs Universum fand
Ein Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Potsdam erläutert anhand einer Computersimulation die Ausbreitung von Gravitationswellen. Foto: Michael Hanschke/Archiv 11.02.16 Einsteins große These Jetzt wirklich? Gravitationswellen entdeckt?

Das Signal sei sehr deutlich und lasse keine Zweifel am direkten Nachweis der Gravitationswellen, betonte der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover und Potsdam, Bruce Allen. Zwei Wissenschaftler seiner Gruppe in Hannover hätten das Signal als erste bemerkt, sagte er.

Mit der Möglichkeit, Gravitationswellen direkt zu beobachten, stehe nun ein fundamental neues Werkzeug zur Erforschung des Universums zur Verfügung, betonte Allens Kollegin Alessandra Buonanno, Direktorin am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam.

Die Wissenschaftler beschreiben ihre Entdeckung im renommierten Fachblatt "Physical Review Letters". Zuvor gab es nur indirekte Hinweise auf Gravitationswellen. Frühere Meldungen über einen direkten Nachweis hatten sich bislang als nicht haltbar erwiesen.
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Quelle: n-tv.de , mmo/AFP/dpa
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Gilt auf dem Mars Seerecht ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Feb 2016 18:25

Gilt auf dem Mars Seerecht.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 47696.html
Dienstag, 16. Februar 2016
Frage & Antwort, Nr. 418
Gilt auf dem Mars Seerecht ?

Von Andrea Schorsch

Er kämpft auf dem Mars ums Überleben und denkt darüber nach, welche Gesetze für den Roten Planeten maßgeblich sind: Mark Watney, der als "Marsianer" die Kinocharts stürmte, geht davon aus, dass auf dem Mars das Seerecht gilt. Stimmt das?

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Ich habe den Film "Der Marsianer - Rettet Mark Watney" im Kino gesehen. Gilt auf dem Mars wirklich das Seerecht? (fragt Jaron Z. aus Passau)

Mark Watney hat einen Mars-Rover gekapert. "Es gibt einen internationalen Vertrag, der besagt, dass kein Land etwas beanspruchen kann, das nicht zur Erde gehört", überlegt der Astronaut, als er sich mit dem Nasa-Rover über das Niemandsland des Roten Planeten bewegt. "Einem anderen Vertrag zufolge, gilt - wenn man sich außerhalb staatlichen Gebietes aufhält - das Seerecht. Also ist der Mars 'internationales Gewässer'." Diese Schlussfolgerung veranlasst Watney dazu, sich als "Space pirate" zu betrachten. Doch der Gedanke macht stutzig. Ist der Mars tatsächlich so etwas wie das offene Meer, auf dem Seerecht gilt?
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Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker: Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe Unterkünfte aus dem 3D-Drucker Wohnungen auf dem Mars: die ersten Entwürfe

Alexander Soucek aus der Rechtsabteilung der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Paris kann uns diese Frage beantworten. Eines vorweg: Watney liegt nicht ganz richtig. Sein Fazit kann schon allein deshalb nicht stimmen, weil sich das Seerecht auf das irdische Meer bezieht – und ausschließlich auf dieses. Doch der Anwendung des Seerechts auf dem Roten Planeten steht noch etwas anderes im Wege: "Auf dem Mars gibt es keine Küstenlinie und ... tja ... kein flüssiges, marsumspannendes Salzwasser, kein Marsmeer", gibt Soucek zu bedenken.
Ein Binnenmeer reicht nicht

Nicht einmal auf der Erde ist das Seerecht überall anwendbar, so der Hinweis des Experten. Meer ist nämlich "nur der zusammenhängende Salzwasserkörper; sprich: alle Meeresteile, die direkt miteinander verbunden sind und durch Wasseraustausch kommunizieren". Ob das Seerecht daher zum Beispiel für das Kaspische Meer gilt, ist umstritten. Dieses Binnenmeer ist für manche aus rechtlicher Sicht ein See. Aber selbst wenn es ein ganzes Wassersystem auf dem Mars gäbe, würde sich daraus, wie Soucek betont, "selbstverständlich nicht direkt eine Anwendbarkeit des irdischen Seerechts auf dem Mars ergeben".

Doch wenn es nicht das Seerecht ist, das auf dem Roten Planeten gilt, welche Gesetze sind es dann? "Dort anwendbar ist das Weltraumrecht", sagt Soucek. "Das bezieht mehr oder weniger eindeutig alle Himmelskörper ein, auf denen es menschliche Aktivität gibt, die Erde ausgenommen." Das Weltraumrecht ist ein eigenständiger Teil des Völkerrechts. Sein Kern ist der 1967 (in Zeiten des Kalten Krieges) geschlossene Weltraumvertrag. Er legt fest, dass die Erforschung und Nutzung des Weltraums nur im Interesse aller Staaten und zu friedlichen Zwecken erfolgen darf. Kein Staat darf im All Souveränitätsansprüche geltend machen und einzelne Himmelskörper oder Teile davon okkupieren. Die Raumfahrtnationen haften für von ihnen verursachte Schäden und sind verpflichtet, schädliche Verschmutzungen von Weltraum und Himmelskörpern zu vermeiden.
Weltraumrecht: das Seerecht des Alls
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Unklar allerdings ist, wo der Weltraum überhaupt beginnt. Die Erdatmosphäre endet nicht abrupt, sondern wird mit zunehmender Höhe immer dünner. Sie verliert sich quasi ins All. Manche Wissenschaftler nehmen daher zur Abgrenzung die "Kármán-Linie" und sprechen ab einer Höhe von 100 Kilometern vom Weltraum. Wer hier fliegt, den betrachten sie als Astronaut. Für die Nasa und die US-Air Force beginnt der Weltraum sogar schon bei einer Höhe von mehr als 80 Kilometern. "Das Weltraumrecht begrenzt den Weltraum schlicht und einfach nicht", sagt Soucek. Tatsächlich legen manche Staaten für sich selbst fest, wo der eigene Luftraum endet und der hoheitsfremde Weltraum beginnt. Bis zum Mars aber, so viel steht fest, reicht keine Lufthoheit der Welt.

Dass staatliche Gebietshoheit fehlt und es sie auch in Zukunft nicht geben soll, ist etwas, das hohe See und ferne Himmelskörper miteinander gemeinsam haben (Satelliten, Raumschiffe und Rover mal außen vor gelassen). Von daher ist Watney mit seiner Einordnung des Mars als "internationales Gewässer" dann doch nicht auf dem völlig falschen Dampfer. Seerecht basiert darauf, dass es auf dem offenen Meer keine Gebietshoheiten gibt. Manche Vorschriften des Weltraumrechts unterscheiden sich daher gar nicht so stark von denen für irdische Meere. Der Gesetzesgegenstand ist ein anderer, doch vereinfacht lässt sich sagen: Weltraumrecht ist das Seerecht des Alls.

"Der Marsianer" als DVD oder Blu-ray bei Amazon bestellen (erhältlich ab 18. Februar 2016)

Quelle: n-tv.de
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Gesundheitszustand der Erde überwachen - Esa schickt dritten "Wächter" ins

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Feb 2016 19:36

Gesundheitszustand der Erde überwachen.jpg
Gesundheitszustand der Erde überwachen.jpg (56.96 KiB) 6522-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Esa-schickt-d ... 15376.html
Dienstag, 16. Februar 2016
Gesundheitszustand der Erde überwachen - Esa schickt dritten "Wächter" ins All

Die Europäer beobachten mithilfe des "Copernicus"-Programms die Erde. Dazu installiert die Raumfahrtbehörde Esa ein Satellitennetz. Bislang werden Eisbewegungen, Erntezeitpunkte und Waldzustände bestimmt. Nun ist das Meer dran.

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Mit einem weiteren Umwelt-Satelliten will Europas Weltraumorganisation Esa den Gesundheitszustand der Erde erforschen. Sentinel-3A soll die Ozeane beobachten und das Fließen der Meeresströme und den Anstieg des Meeresspiegels messen. "Der Satellit tastet die Erde in etwa einem Tag ab", sagte Volker Liebig, Esa-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, im Satelliten-Kontrollzentrum zum Start von Sentinel-3A. Die Daten seien wichtige Hinweise auf den Klimawandel.

Der Satellit startete am Dienstagabend mit einer Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus. Sentinel-3A (englisch für: Wächter) ist der dritte aus der Satelliten-Reihe des europäischen "Copernicus"-Programms zur Erdbeobachtung.

Aus rund 800 Kilometern Höhe soll er auch Informationen liefern über die Temperatur der Meeresoberfläche. Er umkreist die Erde 40 Mal schneller als ein Flugzeug und sieht sie häufiger als die beiden anderen Satelliten Sentinel-1A und Sentinel-2A, die Auflösung seiner Bilder ist aber geringer. Die Daten sollen die Erde in maximal 45 Minuten erreichen.

"Wir können die Verschmutzung der Ozeane messen, auch die Chlorophyllverteilung", sagte Liebig. Der grüne Farbstoff weist unter anderem auf winzige Algen hin. Daten über die Höhe der Wellen und deren Richtung liefert Sentinel-1A: "Wenn sich Schiffe nach den Ozean-Vorhersagemodellen richten, dann können sie bis zu zehn Prozent Treibstoff sparen", sagte Liebig.
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Der erste Sentinel-Satellit des "Copernicus"-Programms hob im April 2014 ab. Auf Sentinel-3A sollen weitere Satelliten folgen. Dazu zählt 2017 ein zweiter, baugleicher Sentinel-3B. Die Daten nutzen hauptsächlich Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und die Landwirtschaft.

Die Satelliten haben unterschiedliche Aufgaben. "Sentinel-1A" meldet etwa für die Schifffahrt, wenn sich Eis auf den Meeren bildet. Er kann aber auch mehr. "Wir können das Wachstum von Reis sehen", sagte Liebig. "Das ist ein wichtiger Parameter für die Erntevorhersage." Der Satellit "Sentinel-2A" hat die Gesundheit der Wälder und Pflanzen im Blick.

Auf die Daten greifen mindestens 16.000 Nutzer zurück. "Wir wollen, dass die ganze Welt die europäischen Umweltdaten nutzen kann", erklärte Liebig. Die Satelliten spielen somit auch "in der Klimaforschung eine große Rolle", sagte Paolo Ferri, Chef des Esa-Flugbetriebs.

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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"Russisch Roulette im All" - Die "Mir"- Galaktische Premiere mit Tücken

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Feb 2016 20:37

Galaktische Premiere mit Tücken.jpg
Galaktische Premiere mit Tücken.jpg (82.59 KiB) 6490-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Die-Mir-Galak ... 26266.html
Freitag, 19. Februar 2016
"Russisch Roulette im All" - Die "Mir"- Galaktische Premiere mit Tücken

Sie galt als "Roter Stern" am Technikhimmel: Vor 30 Jahren begann Moskau mit dem Bau der Raumstation "Mir" - eine Reaktion auf den verlorenen Wettlauf zum Mond. Doch mit mehr als 1600 Defekten stellt die "Mir" einen Pannenrekord auf.

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Tragik und Triumph lagen in der Raumfahrt wohl nie so nahe beieinander wie vor 30 Jahren. Nur drei Wochen nach der "Challenger"-Katastrophe, als sieben US-Astronauten bei der Explosion ihres Space Shuttles starben, schoss die Sowjetunion am 19. Februar 1986 die Basis für die Raumstation "Mir" ins All. Heute gilt der Forschungskomplex als technische Großtat - trotz erheblicher Mängel. Von Baikonur aus startet zunächst eine Proton-Rakete mit dem mehr als 20 Tonnen schweren Modul in die Umlaufbahn. Die Betriebsdauer des "Nationalen Orbital-Komplexes", wie das Himmelslabor im Jargon der Kommunistischen Partei heißt, ist auf sieben Jahre angelegt. Doch die "Mir" bleibt 15 Jahre im All - und wird zum Mythos.

"Wir stünden ohne diese Erfahrung noch am Anfang", sagt der Astronaut Thomas Reiter. Zwar leisten die sowjetische "Saljut" (1971) und das US-amerikanische Skylab (1973) als Arbeitsplätze im All wichtige Pionierarbeit. Die "Mir" ist aber eine galaktische Premiere: Ein solch komplexes, für den Betrieb in der Schwerelosigkeit geschaffenes Gebilde hat es noch nicht gegeben. Die Idee von einem ständig bewohnten Koloss im Kosmos setzt sich in Moskau in den 1970er Jahren durch. Ansporn ist das Trauma, den Wettlauf zum Mond gegen die USA verloren zu haben. Von nun an setzt die UdSSR verstärkt auf Vorposten im All, und die "Mir" wird zum Flaggschiff der sowjetischen Raumfahrt, zum "Roten Stern" am Technikhimmel.
Keine Vielfliegerlounge mit Plüschsesseln

Das Basismodul dient als "fliegender Bauwagen", von dem aus Kosmonauten die "Mir" erweitern. Bis 1996 folgen vier Module, ein Labor und vier Solar-Panels. Die Inneneinrichtung stammt aber gleichermaßen aus der Steinzeit der Raumfahrt, wie Reiter 1995 als einer von vier deutschen "Mir"-Besuchern feststellt. Pumpen und Ventilatoren verursachen Lärm wie im Inneren eines Staubsaugers. Dusche und Toilette entpuppen sich als fehleranfällig. Schläuche durchziehen kreuz und quer die Station, Schraubzwingen halten eine Luke dicht. "Viele Russen basteln am Wochenende an ihrem Lada herum - mit dieser Einstellung sind auch die Kosmonauten auf der 'Mir' am Werk", schildert der deutsche Astronaut Reinhold Ewald launig die Lage auf dem 136 Tonnen schweren Weltraum-Fossil. Eine Raumstation sei eben "keine Vielfliegerlounge" mit Plüschsesseln.

Ewald ist 1997 kaum eine Woche auf dem Außenposten rund 350 Kilometer über der Erde, als der schlimmste Fall eintritt: Feuer auf der "Mir". Mit Mühe löscht die dreiköpfige Besatzung die halbmeterlange Stichflamme aus einem Sauerstoffgenerator. Doch die Materialermüdung auf dem robusten Orbit-Oldtimer ist unübersehbar. Mal tritt Chemie aus der Kühlung aus, dann kommt es beim Bordcomputer zum Blackout, schließlich schlägt ein Frachter ein Leck in die Schutzhülle. Eigentlich soll die Raumstation von Nachfolger "Mir-2" ersetzt werden. Doch mit der Sowjetunion geht 1991 auch die Raumfahrtindustrie des Riesenreichs unter. In Moskau fehlen die Mittel und im All die Ersatzteile. "Mit mehr als 1600 Defekten stellt die 'Mir' einen uneinholbaren Pannenrekord auf", ätzt die Zeitung "Segodnja". Von "Russisch Roulette im All" schreibt das Blatt "Iswestija".
Zwar stemmt sich die Besatzung mit Bravour und hohem Einsatz gegen die Rückschläge, aber zum Forschen kommen die Astronauten kaum. Dabei gleicht die "Mir" mittlerweile mit Pflanzen und Kleintieren einem botanischen Garten mit Mini-Zoo. Ihrem Namen, der übersetzt "Frieden" oder "Welt" bedeutet, macht die Station alle Ehre: Um den Betrieb zu finanzieren, lässt Russland 1995 US-Astronauten an Bord - ein Höhepunkt in der Zusammenarbeit der einstigen Konkurrenten. Doch die USA drängen auf eine gemeinsame neue Basis.
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So stellten sich angehende Architekten der TU Darmstadt eine mögliche Mondstation vor – ein Entwurf von 2009. Damals diskutierten Wissenschaftler, Ingenieure, Verfahrenstechniker und Architekten auf dem Symposium Lunar Base in Karlsruhe, wie eine bewohnbare Station auf dem Erdtrabanten ausstehen könnte. 08.07.15 Gemeinsames Menschheitsprojekt Mond-Dorf könnte Wirklichkeit werden

Mit dem Aufbau der Internationalen Raumstation ISS ab 1998 beginnt das Abwracken der mittlerweile zum technischen Denkmal gewordenen "Mir". Ein letzter Versuch, das marode Sowjet-Erbe mit Hilfe eines Investors zum Weltraum-Hotel umzubauen, schlägt fehl. In ihren letzten Monaten kreist die "Mir" unbemannt um die Erde - wie ein Geisterschiff. Außen prangt die Kennung eines längst untergegangenen Landes: CCCP (UdSSR). Am 23. März 2001 leitet Moskau den Sturz zur Erde und damit das flammende Finale ein. Was nicht in der Atmosphäre verglüht, geht als Trümmerhagel im Südpazifik östlich von Neuseeland nieder. Nach etwa 86.300 Erdumrundungen ruht die "Mir" in Frieden auf dem Meeresgrund.

Rund 15 Jahre nach dieser Seebestattung zeichnet sich erneut eine richtungsweisende Entscheidung ab. Die "Mir" gilt als Meilenstein der bemannten Raumfahrt und der internationalen Zusammenarbeit im All, und die Raumstation ISS profitiert massiv von diesen Erfahrungen. Allerdings hat Russland angekündigt, die Zusammenarbeit etwa 2024 zu beenden: Moskau will künftig wieder einen eigenen Außenposten im Kosmos betreiben, von dem militärische Aufklärung möglich sein soll.
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Quelle: n-tv.de , Wolfgang Jung, dpa
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Außerirdische oder Funksignale ? - Nasa-Astronauten hörten "Weltraummusik"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Feb 2016 12:12

Außerirdische oder Funksignale.jpg
Außerirdische oder Funksignale.jpg (62.42 KiB) 6468-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Nasa-Astronau ... 56281.html
Dienstag, 23. Februar 2016
Außerirdische oder Funksignale ? - Nasa-Astronauten hörten "Weltraummusik"

Apollo 10 soll im Mai 1969 die Funktionsfähigkeit der Mondlandekapsel testen und die Grundlage für eine erfolgreiche Landung schaffen. Dafür umrundet die Crew den Erdtrabanten - und stolpert über ein Rätsel, das die Astronauten bis heute beschäftigt.

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Bei einer Mondumrundung im Mai 1969 haben US-Astronauten mysteriöse Pfeiftöne gehört und über den Ursprung dieser "Weltraummusik" gerätselt. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa veröffentlichte Aufnahmen, die in einer Dokumentation des Fernsehsenders Discovery Channel am Sonntagabend erstmals der Öffentlichkeit vorgespielt wurden. Rund eine Stunde lang vernahmen die Astronauten Thomas Stafford, John Young und Eugene Cernan die Geräusche.
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Die Nasa geht den Angaben zufolge nicht von einem Werk Außerirdischer aus. Ein Ingenieur der Raumfahrtbehörde sagte, die Geräusche seien wahrscheinlich durch die Überlagerung von Funksignalen ausgelöst worden. Der US-Astronaut Al Worden, der auf einer späteren Apollo-Mission flog, gab sich mit der Erklärung aber nicht zufrieden: "Wenn da etwas aufgenommen wurde, dann war da auch etwas."

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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Im März wird ein etwa 30 Meter großer Asteroid mit 55 000 km/h knapp die E

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Feb 2016 10:25

Im März wird ein etwa 30 Meter großer Asteroid mit 55 000 kmh knapp die Erde passieren.jpg

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25.02.2016


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Im März wird ein etwa 30 Meter großer Asteroid mit 55 000 km/h knapp die Erde passieren
Michael Snyder

Wussten Sie, dass ein großer Asteroid am 7. März in sehr geringer Entfernung an der Erde vorbeifliegen wird? Dieser Asteroid ist unter der Bezeichnung 2013 TX68 bekannt. Sein Durchmesser wird auf 21 bis 52 Meter geschätzt. Damit wäre er ungefähr doppelt so groß wie der Meteor von Tscheljabinsk, dessen Bruchstücke im Februar 2013 im russischen Ural auf die Erde stürzten.



In den meisten Berichten wird bei 2013 TX68 von einem Längsdurchmesser von ca. 30 Metern ausgegangen. Auch hinsichtlich der Entfernung, mit der er an der Erde vorbeirasen wird, reichen die Berechnungen des Minimalabstands von 20 000 Kilometern bis zu 14 Millionen Kilometern. Die konkrete Bahn des Asteroiden lässt sich nur sehr schwer bestimmen, weil nur ein kleiner Teil seiner Bahn bekannt ist.

Ein Einschlag auf der Erde wird allgemein ausgeschlossen, ist aber nicht völlig unmöglich. Seine Wahrscheinlichkeit liegt bei 1 zu 250 Millionen. Sollte er uns in einer Entfernung von 20 000 Kilometern passieren, was in etwa einem Zwanzigstel der Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht, entspräche dies etwa der Hälfte der Entfernung der meisten unserer Kommunikationssatelliten von der Erde. Ein solcher Abstand ist gemessen an astronomischen Größenordnungen sehr kurz, und man will sich gar nicht ausmalen, was geschehen könnte, wenn sich die Astronomen nur ein wenig verrechnet haben.



Dieser Asteroid rast mit einer Geschwindigkeit von knapp 55 000 Kilometern pro Stunde durch das All. Und es ist schon etwas beunruhigend, dass selbst unsere besten Wissenschaftler die genaue Bahn des Asteroiden – und damit auch seine geringste Entfernung von der Erde – nicht präzise bestimmen können. Der amerikanische Fernsehsender NBC News berichtete dazu:

»Am 7. März soll ein Asteroid, der mit einer Geschwindigkeit von knapp 55 000 Stundenkilometern unterwegs ist, die Erde passieren. Die Astronomen sind überzeugt, dass der Felsbrocken von der Größe eines Lagerhauses die Erde nicht treffen wird. Aber sie sind sich nicht ganz sicher, wie nah er der Erde genau kommen wird.

Der Astronom Gerald McKeegan erklärte: ›Seine Minimalentfernung zur Erde schwankt [nach den Berechnungen] zwischen 30 000 Kilometern und 16 Millionen Kilometern. Das ist eine ziemlich große Schwankungsbreite.«

Dieser Einschätzung kann ich nur ausdrücklich zustimmen. Diese Schwankungsbreite ist wirklich sehr groß.



Hoffentlich liegen die Experten richtig, und der Asteroid stellt tatsächlich keine Bedrohung für uns dar. Man muss sich nur einmal vor Augen führen, welche gewaltigen Schäden ein Asteroid mit einem Längsdurchmesser von 30 Metern oder Bruchstücke von ihm auslösen würden, wenn er mit einer Geschwindigkeit von 55 000 Stundenkilometern in einer dicht bevölkerten Region einschlüge. Im Folgenden ein Auszug aus einem anderen Artikel zu diesem Asteroiden:

»Dieser [Asteroid] mit der Bezeichnung 2013 TX68 ist größer als ein neunachsiger Sattelzug und soll sich am Montag, dem 7. März, gegen 14:06 Uhr PST [oder 5:06 Uhr unserer Zeit] auf seiner Bahn der Erde bis auf 30 970 Kilometer annähern. Zum Vergleich: Dies entspricht weniger als einem Zehntel der Entfernung zwischen Erde und Mond, die 384 400 Kilometer beträgt.

›Er wird uns sehr nahe kommen, aber uns nicht treffen. Es gibt keinen Anlass zur Sorge‹, sagte Gerald McKeegan, ein Astronom am Cabot Space and Science Center in Oakland.«

Es stimmt, dass die Erde ständig von Objekten aus dem Raum getroffen wird. Etwa 40 Tonnen an Gesteinsmaterial und Staub treffen täglich unseren Planeten, und der überwiegende Teil davon verbrennt in der Atmosphäre.



Aber es gibt dort draußen im All tausende größere Objekte, die in der Tat eine ernste Bedrohung unserer Zivilisation darstellen. Und sie alle rasen ständig an uns vorbei. So stürzte am 6. Februar dieses Jahres ein Meteor, den niemand hatte kommen sehen, in den Atlantischen Ozean. Die britische Daily Mail schrieb dazu:

»Ein großer Feuerball stürzte in der ersten Februarwoche in den Atlantik – und kaum jemand nahm davon Notiz.

Am 6. Februar gegen 14:00 Uhr Ortszeit explodierte etwa 1000 Kilometer von der brasilianischen Küste entfernt ein Meteor in der Atmosphäre. Die dabei freigesetzte Energie entsprach 13 000 Tonnen TNT-Äquivalent und damit in etwa der Energie der ersten Atombombe, die Hiroshima 1945 zerstörte.

Damit handelte es sich um das größte Ereignis dieser Art seit der Explosion des Feuerballs über dem russischen Tscheljabinsk im Februar 2013, bei der mehr als 1600 Menschen verletzt wurden.«

Auch diesen sehr großen Meteor, der über Tscheljabinsk im russischen Ural explodierte, hatte niemand kommen sehen. Dieser gigantische Felsbrocken explodierte in der Luft, zerstörte hunderte Gebäude und verletzte mehr als 1000 Menschen. Im Oktober 2013 wurde ein Teilstück dieses Meteors mit einem Gewicht von mehr als 570 Kilogramm aus Seeablagerungen geborgen. Die Explosion setzte Schätzungen zufolge eine Energie von 500 000 Tonnen TNT-Äquivalent und damit ein Vielfaches der Energie der Hiroshima-Bombe frei.



Bereits im vergangenen März raste ein weiterer Asteroid, den niemand zuvor bemerkt hatte, nur knapp an der Erde vorbei. Dazu die Daily Mail:

»Da draußen gibt es mit Sicherheit einen Asteroiden, der uns treffen wird‹, sagte Professor Cox gegenüber der Daily Mail. Erst vor wenigen Monaten sei es zu einem Beinahezusammenprall gekommen.

Dieser Asteroid von der Größe eines Busses mit der Bezeichnung 2014 EC näherte sich uns im März bis auf 61 637 Kilometer – das entspricht in etwa einem Sechstel der Entfernung zwischen Erde und Mond.«

Sollte 2013 TX68 uns tatsächlich treffen, wäre der dann entstehende Schaden weitaus größer als im Falle des Meteors, der über Tscheljabinsk explodierte.



Aber die NASA erzählt uns, es gäbe keinen Anlass zur Sorge. Man versichert uns, es sei sehr unwahrscheinlich, dass ein »großes Objekt irgendwann in den kommenden Jahrhunderten die Erde treffen wird«. Und es heißt, wir sollten uns alle entspannen und uns wegen der tausenden gigantischen Felsbrocken, die sich auf uns zu bewegen, keine Sorgen machen.



In der Zwischenzeit hat die NASA ein Planetary Defense Coordination Office (PDCO, »Büro zur Koordinierung der planetaren Verteidigung«) eingerichtet, das die Bahnen der riesigen Felsbrocken im All verfolgen und Möglichkeiten erarbeiten soll, um herannahende Asteroiden mit Hilfe von Atomwaffen zu zerstören.



Aber warum investiert die NASA so viel Arbeit und Steuergelder in diesen Bereich, wenn doch angeblich keine entsprechende Gefahr besteht? Wäre es möglich, dass sie etwas weiß, uns aber nicht sagt? Oder gibt es eine Bedrohung, über die sie nicht viel weiß, die ihr aber große Sorge bereitet?



Ich hoffe inständig, dass die Wissenschaftler sich nicht irren und die Erde am 7. März nicht von einem Asteroiden getroffen wird. Aber viele Wissenschaftler erklären auch, dass ein solches Ereignis letztlich unvermeidlich sei und es irgendwann einmal zu einem großen Einschlag auf der Erde kommen werde.



Wenn ein solcher Zusammenprall bevorsteht, werden unsere Wissenschaftler den Asteroiden schon von Weitem kommen sehen? Und wenn das so wäre, werden sie die Menschen warnen, oder wird die Regierung versuchen, diese Dinge geheim zu halten, um keine Panik auszulösen?



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Nach einem Jahr im All - US-Astronaut würde weiter auf ISS bleiben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Feb 2016 18:34

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http://www.n-tv.de/wissen/US-Astronaut- ... 87176.html
Freitag, 26. Februar 2016
Nach einem Jahr im All - US-Astronaut würde weiter auf ISS bleiben

Die internationale Raumstation ist ein "magischer Ort" für Scott Kelly - so magisch, dass der US-Astronaut gut und gerne noch ein Weilchen im All bleiben würde, wenn er denn nur dürfte. Darf er aber nicht. Gut, dass Kelly einen Pool hat.

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Nach fast einem Jahr im All hat US-Astronaut Scott Kelly immer noch nicht genug. "Ich könnte auch noch 100 Tage bleiben, oder auch noch ein Jahr, wenn das sein müsste", sagte Kelly bei einer Videoschaltung von der Internationalen Raumstation ISS. "Es käme natürlich drauf an, was ich machen würde, und ob das Sinn machen würde."
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Andererseits freue er sich aber auch schon wieder auf die Rückkehr zur Erde, sagte Scott, der Ende März 2015 auf die ISS gekommen war und kommenden Mittwoch mit einer Sojus-Kapsel in Kasachstan landen soll. Die ISS sei zwar ein "magischer Ort", aber das Leben dort auch einschränkend und anstrengend. "Man fühlt sich nie ganz normal. Dass alles immer schwebt, macht den Alltag sehr viel schwieriger. Und man hat kein fließendes Wasser - ich fühle mich wie nach einem Jahr Camping im Wald."

Gesundheitlich gehe es ihm nach dem knappen Jahr im All weitgehend gut, bis auf kleinere Probleme mit den Augen. "Am schwierigsten ist es, solange von den Menschen, die einem wichtig sind, isoliert zu sein." Zurück in Houston will er nach zahlreichen Medizinchecks vor allem eines als erstes machen: "Ich springe in meinen Pool."

Quelle: n-tv.de , jve/dpa
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In kosmischer Katastrophe geboren - Forscher "wiegen" Universum mit Radiob

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Feb 2016 12:23

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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-wieg ... 74631.html
In kosmischer Katastrophe geboren - Forscher "wiegen" Universum mit Radioblitz

Sie sind unglaublich stark und kommen aus den Tiefen des Alls: Radioblitze gehören zu den spannendsten Rätseln im Universum. Ausgerechnet solch ein mysteriöser Radioimpuls hilft Forschern nun, eine weitaus gewichtigere Frage der Kosmologie zu beantworten.

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Astronomen haben zum ersten Mal den Ursprung eines mysteriösen Radioblitzes bestimmt. Dabei handelt es sich um einen starken, aber nur wenige Millisekunden dauernden Radioimpuls, der aus dem Weltraum kommt. Die detaillierte Analyse des Strahlungsausbruchs liefert einen Hinweis auf die Existenz der sogenannten Dunklen Materie, wie die Wissenschaftler um Evan Keane von der Square Kilometre Array (SKA) Organisation im britischen Fachblatt "Nature" erläutern.

Am 18. April 2015 hat das Parkes-Radioteleskop in Australien einen sogenannten Fast Radio Burst (Schnellen Radioausbruch) aufgenommen. Der Blitz aus Radiostrahlung dauerte nur Sekundenbruchteile. Ein rund sechs Tage langes Nachglühen erlaubte es den Astronomen jedoch, mit verschiedenen Teleskopen die genaue Position des Blitzes am Himmel zu bestimmen. Als Ursprungsort ermittelten sie auf diese Weise eine rund sechs Milliarden Lichtjahre entfernte elliptische Galaxie. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt und entspricht rund 9,5 Billionen Kilometern.
Seltene Beobachtung

"Es ist das erste Mal, dass wir die Heimatgalaxie eines Fast Radio Bursts bestimmen konnten", betont Keane Monate später in einer Mitteilung seiner Organisation. "In der Vergangenheit wurden Fast Radio Bursts erst nach Monaten oder sogar Jahren beim Durchforsten der Daten entdeckt. Zu dieser Zeit war es dann zu spät für Folgebeobachtungen." Der im April 2015 live beobachtete Blitz ist erst das 17. derartige Ereignis, das Astronomen überhaupt registriert haben.

Auf seinem langen Weg durchs All wird der Radioblitz verzerrt: Strahlungsanteile mit niedriger Frequenz werden von der durchquerten Materie geringfügig stärker verzögert als solche mit höherer Frequenz. Durch diese sogenannte Frequenz-Dispersion ändert sich der zeitliche Ablauf des Blitzes. Die Stärke der Dispersion ist ein Maß für die Menge durchquerter Materie. Da die Astronomen bei dem neuen Radioblitz erstmals auch die Entfernung kennen, konnten sie auf diese Weise die Dichte der Materie auf der Strecke zwischen der Ursprungsgalaxie und der Erde messen und mit aktuellen Modellen der Materieverteilung im Universum vergleichen. "Im Grunde erlaubt uns dies, das Universum zu wiegen – oder zumindest die normale Materie, die es enthält", erläutert Co-Autor der Studie Simon Johnston von der australischen Forschungsorganisation CSIRO.

Nach gegenwärtigem Wissen enthält das Universum nur 4,9 Prozent normale Materie. Mehr als fünfmal so häufig ist mit 26,8 Prozent eine rätselhafte Dunkle Materie, die sich einzig durch ihre Schwerkraft verrät. Den Löwenanteil macht mit 68,3 Prozent eine vollständig mysteriöse Dunkle Energie aus, die das Universum immer schneller auseinanderzutreiben scheint. Die Natur der Dunklen Materie und der Dunklen Energie ist ungeklärt. Doch selbst von den 4,9 Prozent der uns vertrauten, normalen Materie haben astronomische Durchmusterungen bislang nur etwa die Hälfte dingfest gemacht.
Für kosmologische Messung genutzt

Dank des Radioblitzes waren die Astronomen nun in der Lage, die Menge der Materie zwischen der Erde und dem sechs Milliarden Lichtjahre entfernten Ursprung des Strahlungsausbruchs zu bestimmen. Diese Messung zeige erstmals, dass die Dichte der normalen Materie zwischen den Galaxien vollkommen mit den Vorhersagen kosmologischer Standardmodelle vereinbar sei, unterstreicht Duncan Lorimer von der West Virginia University in einem Begleitkommentar. "Wir haben die fehlende Materie gefunden", betont auch Keane. "Es ist das erste Mal, dass ein Fast Radio Burst für eine kosmologische Messung benutzt wurde."
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In Zukunft hoffen die Astronomen, unter anderem mit dem geplanten Radio-Observatorium SKA deutlich mehr solcher Radioblitze zu beobachten und daraus weitere Einblicke zu gewinnen. So ist die Ursache der starken Strahlungsausbrüche bislang völlig unklar. "Es gibt gegenwärtig mehr Ideen zur Natur der FRB-Quellen als FRBs selbst", unterstreicht Lorimer.

Der Blitz vom April 2015 strahlte kurzzeitig so stark wie eine Milliarde Sonnen. Die Astronomen vermuten daher, dass er von einem gewaltigen Ereignis wie der Kollision zweier Sterne ausgelöst worden sein könnte, vielleicht von einem verschmelzenden System aus zwei Neutronensternen. Derartige kosmische Katastrophen senden auch starke Gravitationswellen aus. Die Forscher hoffen daher nach dem gerade erst gelungenem Nachweis von Gravitationswellen, auch auf diesem Weg etwas über die Natur der Radioblitze lernen zu können.

Quelle: n-tv.de , ail/dpa
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Schaltjahr, Zeitreise, innere Uhr Zeit – die unheimlich relative Dimension

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Feb 2016 19:18

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http://www.n-tv.de/wissen/Zeit-die-unhe ... 79111.html
Montag, 29. Februar 2016
Schaltjahr, Zeitreise, innere Uhr Zeit – die unheimlich relative Dimension

Von Nina Jerzy

Der 29. Februar zeigt, wie grob unsere Einteilung der Zeit ist. Im Zusammenspiel von Erde und All erweist sich die Zeit als ureigen relative Dimension, die gestaucht oder gestreckt werden kann. Selbst die innere Uhr könnte ganz anders ticken als gedacht.

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In einer Welt aus Unwägbarkeiten und Grautönen scheint die Zeit eine beruhigend feste Größe zu sein. Spätestens seit der perfekten Synchronisation auf Funkuhren und Smartphones ist es keine Frage der Auslegung mehr, ob sich jemand verspätet hat und keiner kann einem einen Dienstag für einen Mittwoch vormachen. Dann aber kommt alle vier Jahre der 29. Februar und demonstriert, wie imperfekt die menschliche Einteilung der Zeit in Wahrheit ist. Das ist erst der Beginn: Die Erderwärmung verlängert unsere Tage und nicht nur in den Tiefen des Weltalls ist Zeit eine relative Größe, die untrennbar mit dem Raum verbunden ist. Selbst in unserem Gehirn tickt womöglich eine wundersame Uhr.

Was hat Zeit mit Religion zu tun? Jede Menge, jedenfalls, wenn wir von Zeiteinteilung in Monaten und Jahren sprechen. Religionen mit christlichen Wurzeln folgen dem gregorianischen Kalender, der sich nach dem Lauf der Erde um die Sonne richtet. Da unser Planet für eine volle Umrundung 365 Tage plus sechs Stunden braucht, ist alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag nötig. Andernfalls würden wir irgendwann Heiligabend im März feiern.
Wie wäre es mit einem Schaltmonat?
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Alle vier Jahre wird vor dem 1. März ein zusätzlicher Tag ins Jahr eingefügt: der 29. Februar. 2016 ist ein solches Schaltjahr. Die Schalttags-Regelung gibt es, weil die Natur und unser Kalendersystem nicht perfekt harmonieren. Ein Sonnenjahr - die Zeit, in der die Erde um die Sonne läuft - dauert nämlich nicht genau 365, sondern 365,2422 Tage. (im Bild: Computersimulation von zwei Stereo-Sonnen-Sonden auf der Umlaufbahn der Erde und der Sonne) Das sind fünf Stunden, 49 Minuten und drei Sekunden mehr als ein Kalenderjahr. Kompliziertes Verfahren Wie der 29. Februar in den Kalender kommt

Beim islamischen Mondkalender wird diese Wanderung von Daten in Kauf genommen. Die Monate sind nur 29 oder 30 Tage lang, wodurch das Mondjahr elf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr. Das ist der Grund, warum der Fastenmonat Ramadan in unterschiedlichen Jahreszeiten liegen kann. Beim jüdischen Kalender werden Sonne und Mond berücksichtigt. Hier gibt es siebenmal in 19 Jahren einen kompletten Schaltmonat. Dagegen ist die Umstellung von Winter- zur Sommerzeit (am Ostersonntag ist es wieder soweit) doch ein echtes Kinderspiel.

Bei dieser Zeiteinteilung sind nicht nur unsere Gestirne entscheidend. Auch die Erde selbst definiert mit ihrer Rotation um die eigene Achse die Länge eines Tags. Allerdings verändert sich die Drehgeschwindigkeit unseres Planeten und das nicht zuletzt aufgrund menschlichen Zutuns. Durch das Schmelzen der Gletscher an den Polen steigt der Meeresspiegel. Die Erde wird dadurch runder und am Äquator breiter. Diese zusätzliche Masse vergrößert das Trägheitsmoment und verlangsamt die Drehgeschwindigkeit. Die Folge: Der Tag wird etwas länger, wie jüngst Berechnungen des Harvard-Professors Jerry Mitrovica bestätigt haben – wenn auch aktuell erst noch im Millisekunden-Bereich.
Ein Zwilling wird jünger
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Tag, den es eigentlich nicht gibt: Darum braucht die Erde den 29. Februar 29.02.16 – 01:19 min Mediathek Tag, den es eigentlich nicht gibt Darum braucht die Erde den 29. Februar

Aber bereits im äußeren Bereich der Erdatmosphäre ticken die Uhren anders. Am Dienstag (1. März) soll Nasa-Astronaut Scott Kelly auf die Erde zurückkehren. Er und sein russischer Kollege Mikhail Kornienko haben dann 340 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS) verbracht, rund 400 Kilometer über der Erdoberfläche in Mikrogravitation bei rund 27.600 Stundenkilometern. Kelly wird bei seiner Rückkehr noch etwas jünger sein als sein identischer Zwillingsbruder Mark, ein Nasa-Astronaut im Ruhestand.

Kelly war auf der ISS zwei gegensätzlichen Kräften ausgesetzt. Die hohe Geschwindigkeit lässt die Zeit auf der Umlaufbahn langsamer verstreichen als auf der Erde. In theoretischen Szenarien wären bei langen Flügen bei Lichtgeschwindigkeit quasi Zeitreisen in die Zukunft möglich, wenn der Astronaut zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Dieser Effekt wird gedämpft durch die geringere Schwerkraft auf der ISS. Denn je stärker die Gravitation, desto langsamer verrinnt die Zeit. Im Film "Interstellar" erlaubte dies eine dramatische Konstellation: Jede Stunde, die die Astronauten an einem extrem massereichen Schwarzen Loch verbrachten, entsprach auf der Erde sieben Jahren.
Die vierte Dimension des Raums

Die Erklärung für dieses Phänomen liegt in der Verknüpfung von Raum und Zeit zum vierdimensionalen Gewebe der Raumzeit. Sie verläuft nicht durchgehend linear, sondern wird etwa durch die Masse eines Himmelskörpers gekrümmt, ähnlich wie ein Trampolin durch einen Turner. Auswirkungen energiereicher Ereignisse auf die Raumzeit verschwinden nicht einfach, sondern sind noch Jahrmilliarden später messbar. Der erste direkte Nachweis dieser von Einstein vorhergesagten Gravitationswellen wurde kürzlich als wissenschaftliche Sensation gefeiert.
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Das Jahr 2015 wird um eine Sekunde verlängert. Während die Atomzeit weiterläuft, müssen wir mit der Koordinierten Weltzeit auf die Erde warten - denn die bummelt. 30.06.15 Weil die Erde nachgeht Im Juli bleibt die Zeit stehen
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Hier dargestellt: die Zonen gleicher Normalzeit mit allen Abweichungen. Die Sommerzeit ist unberücksichtigt. 02.05.15 Zeitzonen schlagen Haken Spanien tickt falsch, China zu einheitlich
Plötzlich kam es auf Minuten an. Für Zugfahrpläne war die Sonnenuhr ungeeignet. 30.03.14 Winterzeit, normale Zeit? Wie Züge die Zeitzonen schufen

Womöglich gilt dieses Wirkprinzip von Zeit und Raum nicht nur im Universum, sondern auch im menschlichen Gehirn. Es vermag extrem akkurat Zeitabstände zu messen – man denke nur an das Rhythmusgefühl von Musikern oder bereits das Schätzen der nächsten Rotphase an der Ampel. Wie und in welchen Regionen diese Präzisionsarbeit abläuft, war bislang aber ein Rätsel. Neuen Forschungsergebnissen zufolge geschieht dies in eben jenen Nervenzellen des Hippocampus, die das menschliche "Navigationsgerät" bilden. Sie lassen uns wissen, wo im Raum wir uns gerade befinden und wie wir an eine bestimmte Stelle zurückkehren können (für die Entdeckung dieser Positionierungszellen gab es 2014 den Nobelpreis für Medizin).

US-Neurologe Howard Eichenbaum stellte nun fest, dass die GPS-Zellen unter bestimmten Voraussetzungen nicht Entfernungen, sondern die Zeit messen und wie eine Art Stoppuhr das Verstreichen bestimmter Intervalle markieren. Womöglich herrscht in unseren Köpfen eine Art Raumzeit, die Erinnerungen in korrekter zeitlicher Abfolge erst möglich macht – wodurch wir uns wiederum an den Schalttag erinnern können.
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Das Leben mit der inneren Uhr: Chronobiologie Das Leben mit der inneren Uhr: Chronobiologie Das Leben mit der inneren Uhr: Chronobiologie Das Leben mit der inneren Uhr Chronobiologie

Quelle: n-tv.de
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13,4 Milliarden Lichtjahre entfernt - "Hubble" sichtet fernste Galaxie

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Mär 2016 17:47

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http://www.n-tv.de/wissen/Hubble-sichtet-fernste-Galaxie-article17143201.html
Freitag, 04. März 2016
13,4 Milliarden Lichtjahre entfernt - "Hubble" sichtet fernste Galaxie

Ganze 13,4 Milliarden Lichtjahre ist die Galaxie GN-z11 von der Erde entfernt. Damit kann das Weltraumteleskop "Hubble" bis zu den den Anfängen des Kosmos blicken. Die neue Rekordhalterin GN-z11 birgt einige Überraschungen.

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Das Weltraumteleskop "Hubble" hat die bislang fernste Galaxie gesichtet. Das Licht der fernen Sterneninsel scheint aus einer Rekordentfernung von 13,4 Milliarden Lichtjahren zu uns, wie das wissenschaftliche Weltraumteleskopinstitut STScI in Baltimore im US-Staat Maryland mitteilte. Damit ist die Galaxie mit der Katalognummer GN-z11 noch 200 Millionen Lichtjahre weiter von uns entfernt als der bisherige Rekordhalter.

Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Das Licht von GN-z11 war also 13,4 Milliarden Jahre zu uns unterwegs. Sehr viel weiter können wir nicht gucken: Das Universum ist erst 13,8 Milliarden Jahre alt. "Wir haben einen großen Schritt zurück in der Zeit getan, viel weiter als wir es mit "Hubble" je für möglich gehalten haben", kommentierte Untersuchungsleiter Pascal Oesch von der Yale-Universität in der STScI-Mitteilung. "Wir sehen GN-z11 zu einer Zeit, als das Universum erst drei Prozent seines heutigen Alters hatte."
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Zuvor hatten Astronomen die Entfernung der Galaxie geschätzt, erst jetzt gelang mit "Hubble" eine genaue Messung. Die junge Galaxie aus den Kindertagen des Kosmos ist Beobachtungen zufolge 25 Mal kleiner als unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, und leuchtet überraschend hell. Sie besitzt zwar nur ein Prozent der Sterne unserer Galaxie, wächst aber schnell: Ihre Sternproduktion ist 20 Mal so hoch wie die der Milchstraße.

Die Analyse gibt Astronomen neue Einblicke in die Entwicklung des jungen Universums. "Es ist faszinierend, dass eine so massereiche Galaxie bereits 200 oder 300 Millionen Jahre nach der Entstehung der ersten Sterne existiert hat", erläuterte Oeschs Forscherkollege Garth Illingworth von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz.
Bilderserie
Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25: "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls Das legendäre Teleskop wird 25 "Hubble" zeigt die Farbenpracht des Alls

Quelle: n-tv.de , lsc/dpa
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Nächtliches Himmelsphänomen über Bayern - Grelles Licht am Nachthimmel sor

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mär 2016 11:51

Nächtliches Himmelsphänomen über Bayern.jpg
Nächtliches Himmelsphänomen über Bayern.jpg (39.31 KiB) 6294-mal betrachtet

http://www.focus.de/regional/bayern/wis ... 38770.html

Nächtliches Himmelsphänomen über Bayern - Grelles Licht am Nachthimmel sorgt für Polizeieinsätze
Aktualisiert am Montag, 07.03.2016, 10:09
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Niederbayern, Himmel, Polizei, Essenbach, Anrufer, Leitstand, Landkreis Straubing-Bogen, Schweif, Nähe, Vorbeiflug, Flugkörper, Feststellung, Asteroid, Polizist
Colourbox Augenzeugen haben in der Nacht zum Montag ein helles Licht am Himmel über Nieder- und Oberbayern beobachtet. Um was es sich dabei gehandelt hat, ist noch unklar
Am Himmel über Nieder- und Oberbayern haben Augenzeugen in der Nacht zum Montag ein grelles Licht beobachtet. Mehrere besorgte Anrufer hätten sich bei der Polizei gemeldet. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Vorbeiflug eines Asteroiden?

Ein nächtliches Himmelsphänomen über Bayern sorgte in der Nacht zum Montag für Aufregung: Wie die Polizei mitteilte, hatte sich zunächst ein besorgter Anrufer aus der Nähe des Kernkraftwerks Ohu bei Landshut gemeldet und von einer ungewöhnlichen Himmelserscheinung berichtet. Sofort sei zum Leitstand des Kraftwerks Kontakt aufgenommen worden. Mehrere Streifen machten sich auf den Weg, stellten allerdings nichts Verdächtiges fest.

Wenige Minuten später meldeten sich zwei weitere Anrufer aus dem Bereich Landkreis Straubing-Bogen. Sie versicherten, einen glühenden Flugkörper, der einen Schweif hinter sich her zog, gesehen zu haben. Auch in München konnten Menschen das nur ein bis zwei Sekunden lange Phänomen beobachten. Polizisten machten ähnliche Feststellungen.
Asteroid am Dienstag

Offenbar handelte es sich bei dem Leuchten um einen Meteoriten, wie Ulrich Hopp, Leiter der Universitäts-Sternwarte München, dem BR sagte. Ein solches Phänomen gebe es laut dem Experten ein bis zwei Mal im Jahr. Es habe sich um einen Meteoriten mittlerer Größe gehandelt, der größer als eine Sternschnuppe ist.
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Zunächst wurde über einen Zusammenhang mit dem Vorbeiflug eines Asteroiden an der Erde am Dienstag spekuliert. Der Himmelskörper hat einen Durchmesser von etwa 30 Metern und fliegt in einem Abstand von fünf Millionen Kilometern an der Erde vorbei. Eine Gefahr stellt der Brocken damit nicht dar.
Im Video: Schockierende Nasa-Bilder zeigen, was der Mensch der Erde antut
[Schockierende Nasa-Bilder zeigen, was der Mensch der Erde antut]
Huffington Post Schockierende Nasa-Bilder zeigen, was der Mensch der Erde antut


hej/dpa
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Landung auf Plattform missglückt - SpaceX schießt Satelliten ins All

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mär 2016 12:47

SpaceX schießt Satelliten ins All.jpg
SpaceX schießt Satelliten ins All.jpg (31.69 KiB) 6288-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/SpaceX-schies ... 49571.html
Samstag, 05. März 2016
Landung auf Plattform missglückt - SpaceX schießt Satelliten ins All

Die Raumfahrt träumt von wiederverwendbaren Raketen. Das wäre nicht nur nachhaltiger, sondern würde auch enorme Kosten sparen. Das Unternehmen SpaceX wagt einen erneuten Versuch. Der Start gelingt, doch bei der geplanten Landung gibt es Probleme.

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Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat beim vierten Anlauf binnen weniger Tage einen Telekommunikationssatelliten erfolgreich ins All gebracht. Beim zweiten Teil der Mission musste das private Unternehmen aber wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die geplante Landung der "Falcon-9"-Trägerrakete auf einer Plattform im Atlantik vor der Ostküste Floridas scheiterte.
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"Teile waren diesmal größer": SpaceX-Trägerrakete zerbricht bei Landung 18.01.16 – 01:32 min Mediathek "Teile waren diesmal größer" SpaceX-Trägerrakete zerbricht bei Landung

Der Satellit sei nach dem Start der Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida am Freitagabend (Ortszeit) in einer Höhe von 40.000 Kilometern erfolgreich ausgesetzt worden, teilte SpaceX-Chef Elon Musk über Twitter mit.

Die Raketenstufe habe dann aber zu hart aufgesetzt, schrieb Musk. Das habe man aber erwartet. Beim nächsten Flug könne dies aber gelingen. SpaceX arbeitet an der Entwicklung wiederverwertbarer Trägerraketen. Ziel ist es, seine Trägerraketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger und nachhaltiger zu machen.
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Ende November war das der Firma Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos gelungen. Wenige Wochen später hatte SpaceX eine Rakete von Cape Canaveral starten lassen, die nach ihrer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurückgekehrt war. Alle bisherigen SpaceX-Tests mit einer Plattform im Meer als Landeplatz waren jedoch gescheitert.

Mehrere Raumfahrtunternehmen versuchen derzeit, Raketen wieder landen zu lassen. Sie könnten dann mehrfach benutzt werden, was zu enormen Kosteneinsparungen führen würde. Der Satellit SES-9 des luxemburgischen Unternehmens SES soll über dem Äquator kreisen und der Telekommunikation in mehreren Ländern Asiens und des Pazifikraums dienen.
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Die Zeichen standen so gut. Im Dezember 2015 war dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX eine ... ... Sensation gelungen: Zum ersten Mal war eine Trägerrakete nach ihrem Flug ins All unbeschadet an ihren Startplatz - den Weltraumbahnhof Cape Canaveral - zurückgekehrt. Sie landete ... ... aufrecht und punktgenau. Damit schrieb SpaceX Geschichte. Denn so könnte demnächst ... Unversehrte Rückkehr scheitert SpaceX-Rakete bei Landung explodiert

Quelle: n-tv.de , lsc/AFP/dpa
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Das Auge ahnt - die Kamera sieht - Polarlichter tanzen bis nach Mitteldeut

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Mär 2016 21:17

Polarlichter tanzen bis nach Mitteldeutschland.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Polarlichter- ... 60986.html
Montag, 07. März 2016
Das Auge ahnt - die Kamera sieht - Polarlichter tanzen bis nach Mitteldeutschland

Seltenes Ereignis in Mitteldeutschland: Selbst in Sachsen und Thüringen haben Himmelsbeobachter in der vergangenen Nacht Polarlichter erkennen können. Doch für das Naturschauspiel braucht es einen Kennerblick.

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Polarlichter haben in der Nacht zum Montag den Himmel über Deutschland zum Leuchten gebracht. Zu sehen war das Schauspiel in vergleichsweise dunklen Regionen mit klarem Himmel, wie die wissenschaftliche Leiterin der Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Berlin, Monika Staesche, erklärte. "Es ist aber nicht so stark, wie man sich das vielleicht vorstellt."
Auch dieses Polarlicht leuchtete über Lietzen.
Auch dieses Polarlicht leuchtete über Lietzen.
(Foto: picture alliance / dpa)

Auf Fotos seien zwar grüne, pinke oder lilafarbene Lichter zu sehen. Mit dem bloßen Auge könne man am Himmel aber lediglich "ein schwaches rötliches Leuchten" erkennen. Dies sei etwa in Brandenburg und Sachsen der Fall gewesen. Auch in Thüringen wurden Himmelsbeobachter belohnt. In Städten wie Berlin sei es wegen der vielen Lichtquellen sehr schwierig, Polarlichter zu erkennen.

Je weiter im Norden man wohne, desto häufiger könne man Polarlichter sehen, erklärte Jost Jahn von der Vereinigung der Sternfreunde. In Süddeutschland sei das eher die Ausnahme. Generell treten Polarlichter ihm zufolge relativ häufig auf. "Alle zwei bis drei Monate sind sie mit dem Auge erkennbar." Wer nicht auf der Lauer liege, bekomme von dem Schauspiel in Deutschland aber nichts mit. "Ein unbedarfter Beobachter wird es vielleicht nie sehen."
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Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle zum Leuchten an. Solche Lichtspiele treten vor allem in den Polarregionen auf. Ihre Häufigkeit in Mitteleuropa hängt von der Sonnenaktivität ab. Früher wurden Polarlichter auch als Vorboten drohenden Unheils gedeutet. In Großbritannien waren die Lichter ebenfalls in der Nacht zu beobachten. Das Berliner Planetarium veröffentlichte bei Facebook etwa ein entsprechendes Foto bunter Lichter über der Insel Anglesey vor der Nordwestküste von Wales.
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Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen: Polarlichter Auswirkungen von Sonnenstürmen Polarlichter

Quelle: n-tv.de , jwu/dpa
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"Go Mars! Go ExoMars!" - Mars-Sonde sendet erstes Signal

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Mär 2016 10:05

Mars-Sonde sendet erstes Signal.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Mars-Sonde-se ... 22136.html
Dienstag, 15. März 2016
"Go Mars! Go ExoMars!" - Mars-Sonde sendet erstes Signal

Von Andrea Schorsch, Darmstadt

Nach dem Start der Proton-M-Rakete stand der aufregendste Augenblick des Tages noch bevor: Würde sich der ExoMars-Orbiter nach der Trennung von der Oberstufe melden? Applaus und Freudengeschrei im Satellitenkontrollzentrum geben die Antwort.

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Jubel bei der Esa: Ein langer Tag geht erfolgreich zu Ende, eine große Mission nimmt ihren vielversprechenden Anfang. Europa ist auf dem Weg zum Roten Planeten. Die europäische Weltraumorganisation Esa und das russische Pendant Roskosmos haben einen Orbiter und ein Landegerät auf die interplanetare Flugbahn zum Mars geschickt. Das Sonden-Duo hat sich am Abend wie geplant von der Oberstufe der Proton-M-Trägerrakete gelöst, und der ExoMars-Orbiter TGO klappte seine Solarpanele aus. Um 22.29 Uhr Mitteleuropäischer Zeit sendete er dann das sehnlich erwartete erste Signal. Der Kontakt zur Erde ist hergestellt. "Go Mars! Go ExoMars!", freute sich Mark McCaughrean, Wissenschaftlicher Direktor der Esa.
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Begeisterung und Erleichterung waren groß am Esoc in Darmstadt, dem Satellitenkontrollzentrum der Esa. Über den Tag war es gelungen, mit der Rakete Schwung zu holen, um die für die Reise zum Mars benötigte Geschwindigkeit zu erreichen - "eine fehleranfällige Sache, da kann einiges schiefgehen", wie Raumfahrtingenieur Rainer Kresken erklärte. Roskosmos in Baikonur hatte die Flugmanöver der Proton-M geleitet. Nun, nach der Trennung von der Oberstufe, übernimmt das Esoc die Kontrolle über die Mission. "In den nächsten Tagen wird dann aktiv gesteuert", sagte Kresken im Gespräch mit n-tv.de. "Die Sonde muss genau auf Kurs bleiben. Falls sie von ihrer Route abweicht, müssen wir also korrigieren. Dafür hat die Sonde große Triebwerke an Bord, die in der Lage sind, ExoMars auf der richtigen Bahn zu halten."

In sieben Monaten, Mitte Oktober 2016, hat der ExoMars-Orbiter samt Testlandegerät Schiaparelli dann den Roten Planeten erreicht. Ziel der seit rund 15 Jahren geplanten und vorbereiteten Mission ist es, nach Leben auf dem Mars zu suchen; Leben, das dort in der Vergangenheit existierte oder womöglich heute besteht. Die Voraussetzungen, um etwas zu finden, sind gut: Der Orbiter TGO verfügt über hochempfindliche Instrumente für die Messung von Methan in der Mars-Atmosphäre. Und der Rover, der 2018 folgen soll, kann zwei Meter tief in den Marsboden bohren. "Die Bohrungen sind die beste Möglichkeit, Leben zu finden", sagt Kresken. Noch dazu wird der Esa-Rover in der Lage sein, die Proben direkt zu untersuchen und Lebensformen zu erkennen. Was ExoMars alles kann und vorhat, hier noch einmal im Überblick:
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Die Aufgaben des Orbiters: Der Trace Gas Orbiter (TGO) nimmt ein Jahr nach seiner Ankunft am Mars seine wissenschaftliche Arbeit auf. Bis mindestens 2022 soll die Sonde um den Mars kreisen und dabei die Zusammensetzung seiner Atmosphäre erforschen. Das Hauptaugenmerk der Wissenschaftler liegt dabei auf Methan. Die Beziehungen zwischen verschiedenen Spurengasen (Trace Gas) könnten etwas über den Ursprung des Mars-Methans verraten.

Der TGO kann kleinste Konzentrationen messen, denn seine Instrumente sind bis zu drei Größenordnungen empfindlicher als die seiner Vorgänger. Spurengase machen weniger als ein Prozent der Mars-Atmosphäre aus. Auch mit einem Neutronendetektor ist der TGO ausgestattet. Dieser soll es ermöglichen, das Eis, das sich bis zu einer Tiefe von einem Meter unter der Marsoberfläche befindet, zu kartographieren. Die dritte Aufgabe des TGO schließlich besteht darin, die Entdeckungen des 2018 folgenden ExoMars-Rovers zur Erde zu funken.

Die große Bedeutung von Methan: Auf der Erde sind 90 Prozent des Methans organischen Ursprungs. Es wird von Bakterien erzeugt. Die restlichen 10 Prozent stammen aus geologischen Prozessen. Wenn es um Methan geht, ist damit also fast immer auch die Frage nach Leben verbunden. Die ExoMars-Mission soll klären, aus welchen Quellen das Methan stammt, das sich in der Mars-Atmosphäre befindet. Es ist nur eine geringe Menge: Der globale Durchschnittwert liegt bei 10 ppbv, also bei 10 Teilen pro Milliarde Teilchen und Volumeneinheit.
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Den ersten Erfolg feierte der Kreml 1957 mit dem Start einer Interkontinentalrakete. Und auch deutsche Raumfahrer wie Sigmund Jähn und Alexander Gerst (im Bild) sind von Baikonur aus gestartet (mit dpa). Für viele Russen bleibt Baikonur eine der größten Errungenschaften der Sowjetunion. "Jede Nudel war abgezählt", erzählt der deutsche Astronaut Reinhold Ewald über die damalige Baikonur-Krise. Das Tor zu den Sternen Baikonur - der größte Raketenstartplatz der Welt

Die Aufgaben von Schiaparelli: Das Testlandegerät soll im Oktober 2016, bei der Ankunft am Mars, weich auf dessen Oberfläche aufsetzen. Es soll die Technologien erproben, die für eine Landung auf dem Roten Planeten benötigt werden. Für einen langen wissenschaftlichen Betrieb ist das Modul nicht ausgelegt. Schiaparelli wird nur einige Tage auf dem Mars überleben. In dieser Zeit misst das Gerät unter anderem die elektrische Aufladung von Partikeln in der Mars-Atmosphäre. Diese Daten sollen dabei helfen, die globalen Sandstürme zu erklären, die über den Roten Planeten hinweg fegen.

Der nächste richtig aufregende Moment der Mission: Das wird der Nachmittag des 19. Oktober 2016 sein. Um 16:45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit an diesem Tag soll das Testlandegerät Schiaparelli in die Mars-Atmosphäre eindringen. Seine Geschwindigkeit beträgt dann 5,8 Kilometer in der Sekunde. Damit ist es etwa achtmal so schnell wie eine Gewehrkugel. Doch durch die Reibung wird Schiaparelli in den folgenden drei bis vier Minuten brutal gebremst.

Nachdem seine Geschwindigkeit auf unter 500 Meter pro Sekunde gefallen ist – was immer noch der doppelten Schallgeschwindigkeit entspricht – wird in elf Kilometern Höhe über der Mars-Oberfläche ein Fallschirm ausgestoßen. Der bremst das Testlandegerät bis auf rund 250 km/h ab und wird dann abgeworfen. Nun aktivieren sich die Raketenmotoren. Ist Schiaparelli nur noch zwei Meter vom Marsboden entfernt, tritt er für einen kurzen Moment in einen Schwebeflug ein. Dann schalten seine Raketenmotoren ab und das Landemodul plumpst auf den Boden – im freien Fall.
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Seine Aufsetzgeschwindigkeit soll maximal 18 km/h betragen. Eine Knautschzone fängt die Wucht des Aufpralls ab. Zwischen dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre und dem Aufprall vergehen weniger als acht Minuten. Die Landung kann nicht von der Erde aus gesteuert oder beeinflusst werden, denn die Laufzeit der Signale vom Mars bis zu uns und zurück beträgt zu diesem Zeitpunkt 19 Minuten.

Die Fähigkeiten des Esa-Rovers: Die Mars-Oberfläche ist kalt, trocken und starker Strahlung durch die Sonne ausgesetzt. Für Mikroorganismen sind das – nach irdischen Maßstäben – keine guten Lebensbedingungen. Doch als der Mars noch in weiten Teilen von Wasser bedeckt war, was rund vier Milliarden Jahre her ist, könnten sich dort Bakterien eingenistet haben. Der Esa-Rover, der 2018 zum Roten Planeten starten soll, hat die Aufgabe, nach solchen Mikroorganismen in der Tiefe des Marsbodens zu suchen. Während Nasa-Rover Curiosity, der seit 2012 über den Mars rollt, nur wenige Zentimeter tief bohren kann, kommt der Esa-Rover zwei Meter tief. Dadurch besteht eher die Möglichkeit, dass er auf etwas stößt, das den Menschen verrät: Es gab – oder gibt?! – Leben auf dem Mars.
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Quelle: n-tv.de
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Hoffnung auf ersten Kontakt - Forscher suchen Aliens, die uns beobachten

Beitragvon Gudrun Graf » 17. Mär 2016 17:29

http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-such ... 88786.html
Donnerstag, 17. März 2016
Hoffnung auf ersten Kontakt - Forscher suchen Aliens, die uns beobachten

Von Kai Stoppel

Seit Jahren sucht die Menschheit nach Signalen intelligenten Lebens im All - bisher vergeblich. Zwei Forscher schlagen nun vor, gezielt 82 Sterne zu untersuchen. Denn aufgrund einer neuen Überlegung glauben sie, dort am ehesten fündig zu werden.

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Werden wir bereits von Aliens beobachtet? Was manche als Verfolgungswahn abtun würden, ziehen zwei Wissenschaftler aus Deutschland und Kanada ernsthaft in Betracht. Unser Planet - die Erde - könnte bereits von außerirdischen Astronomen auf einem fernen Planeten entdeckt worden sein - und zwar mit derselben Methode, mit der die Menschheit ihrerseits nach fremden Welten im All sucht.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Gemeint ist das Aufspüren von fernen Planeten mittels Unregelmäßigkeiten in der Helligkeit der Sterne, die sie umkreisen. Das funktioniert so: Zieht ein Planet genau auf der Sichtachse zwischen Erde und seinem Stern vorbei, verdunkelt er aus unserer Sicht bei diesem sogenannten Transit das Licht seines Heimatsterns minimal. Das Prinzip ist dasselbe wie bei einer Sonnenfinsternis: Bei dieser schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne und verdunkelt die Sonne zum Teil oder komplett. Bei vielen Lichtjahre entfernten Sternen beobachten wir dies quasi im mikroskopischen Maßstab.

Ferne Sterne mit eigenen Planeten "flimmern" daher - jedenfalls, wenn wir den richtigen Blickwinkel auf sie haben. Nach genau solchen flimmernden Sternen sucht seit 2009 das Weltraumteleskop Kepler - und hat bereits mehr als 2000 Exoplaneten in den Tiefen des Alls entdeckt. Astronomen hoffen, darunter auch bewohnte Planeten zu finden. Einige mögliche Kandidaten konnten bereits aufgespürt werden. Gewissheit dürfte in Zukunft jedoch erst die Technik der "Transitspektroskopie" bringen - die Untersuchung der Atmosphären ferner Planeten. Enthält die Atmosphäre eines Exoplaneten etwa viel Sauerstoff, wäre dies ein starker Hinweis auf außerirdisches Leben.
Versuchen Außerirdische bereits, uns zu kontaktieren?
In einem schmalen Streifen in unserer stellaren Nachbarschaft kann der Transit der Erde vor der Sonne von außerirdischen Zivilisationen beobachtet werden.
In einem schmalen Streifen in unserer stellaren Nachbarschaft kann der Transit der Erde vor der Sonne von außerirdischen Zivilisationen beobachtet werden.
(Foto: Axel Quetz (MPIA) / Axel Mellinger, Central Michigan University )

Im Umkehrschluss könnten Außerirdische dieselbe Methode verwenden, um ihrerseits nach anderen Lebensformen im All zu suchen. Das sagen die beiden Forscher René Heller und Ralph E. Pudritz vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen und von der McMaster Universität in Kanada. Und möglicherweise haben die Alien-Astronomen uns bereits entdeckt.

Aber wie kann unsere Suche nach Außerirdischen davon profitieren? Heller und Pudritz nehmen an, dass unsere außerirdischen Entdecker vielleicht schon eine Nachricht an uns losgeschickt haben - in Form von Radio- oder Fernsehwellen. Diese müssen wir nur noch aufspüren. Hier kommt eine weitere Methode der Alien-Suche zum Zuge: das Abhören des Sternenhimmels nach künstlichen Funksignalen, auch bekannt unter dem Namen SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence). Diese hat bisher zwar noch nicht zum Erfolg geführt, aber Heller und Pudritz glauben, dass dies passieren eher würde, wenn man nur an der richtigen Stelle sucht.
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Mit ihren Überlegungen meinen sie, die richtigen Stellen ausfindig gemacht zu haben: jene Bereiche in unserer stellaren "Nachbarschaft", von denen aus der Transit der Erde vor der Sonne beobachtet werden kann (siehe Grafik). Dabei berücksichtigt die Studie der beiden Forscher auch die nötige Dauer eines Erdtransits, damit Alien-Forscher mittels "Transitspektroskopie" ihrerseits auf Leben auf unserem Planeten schließen zu können.
Rund 100.000 Sterne kämen in Betracht

"Der Kern unserer Strategie liegt darin, dass sie den Suchbereich auf einen sehr kleinen Teil des Himmels eingrenzt. So könnten wir bereits innerhalb der Zeitspanne eines Menschenlebens herausfinden, ob es außerirdische Astronomen gibt, die uns sehen können und versuchen, uns zu kontaktieren", sagt Max-Planck-Forscher Heller. Mit dieser gezielten Suche würde die Datenmenge zudem enorm reduziert.

Die Forscher haben außerdem eine Liste von 82 bisher bekannten Sternen zusammengetragen, die für eine genauere Untersuchung infrage kämen. Diese sollen nach ihren Vorstellungen bei SETI die höchste Priorität erhalten. Allerdings gehen Heller und Pudritz davon aus, dass es insgesamt sogar etwa 100.000 Sterne in Sonnennähe geben könnte, deren Planeten Bewohner beherbergen, die uns bereits entdeckt haben könnten. Und sollten diese nicht viel weiter als 100 Lichtjahre von der Erde entfernt sein, könnten die außerirdischen Forscher aufgrund unserer Radio- und Fernsehsignale bereits bemerkt haben, dass auf der Erde ebenfalls eine technisch hochentwickelte Zivilisation lebt.
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Quelle: n-tv.de
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Ganz schön knapp - Kometen-Paar rast dicht an Erde vorbei

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Mär 2016 18:15

Kometen-Paar rast dicht an Erde vorbei.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Kometen-Paar- ... 75271.html
Montag, 21. März 2016
Ganz schön knapp - Kometen-Paar rast dicht an Erde vorbei

Es ist 246 Jahre her, dass zuletzt ein Komet der Erde so nah kam: Schweifstern P/2016 BA14 rückt uns am Dienstag ganz schön auf die Pelle und auch 252P/LINEAR ist heute kaum weiter weg. Was wir zu sehen bekommen, sind aber nicht die Kometen selbst.

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Der eine ist ein Koloss von 230 Metern Durchmesser, der andere mit 100 Metern ebenfalls ein echter Brocken: Zum Wochenbeginn statten gleich zwei Kometen der Erde einen Besuch ab. Am heutigen Montag ist es 252P/LINEAR, der größere der beiden Himmelskörper. Im sicheren Abstand von 5,2 Millionen Kilometern rast er an unserem Planeten vorbei. Dienstag folgt dann P/2016 BA14 in ähnlicher Laufbahn. Er rückt uns etwas näher auf die Pelle: Nur 3,5 Millionen Kilometer trennen ihn von der Erde.
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Klingt weit, doch legt man galaktische Maßstäbe zugrunde, ist es ein Katzensprung. Seit Beginn der astronomischen Aufzeichnungen gingen erst wenige Kometen derart auf Tuchfühlung mit der Erde. Einer war D/1770 L1 (Lexell), der im Jahr 1770 fünfmal so groß wie der Mond am Himmel leuchtete. Er passierte die Erde in einem Abstand von nur gut 2 Millionen Kilometern. Im Jahr 1983 flog C/1983 H1 (IRAS-Araki-Alcock) in rund 5 Millionen Kilometern Entfernung an unserem Planeten vorbei. Dabei zeigte er sich als kreisförmige Wolke, etwa so groß wie der Vollmond. Und dann war da noch 55P/Tempel-Tuttle: Bahnberechnungen ergaben, dass es dieser Komet war, der im Jahr 1366 dicht an der Erde vorbeirauschte – in weniger als 3,5 Millionen Kilometern Entfernung.
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Sie glitzern so kurz, dass sie im Foto kaum festzuhalten sind: Sternschnuppen. 19.02.13 Frage & Antwort, Nr. 263 Wie groß sind Sternschnuppen?

Die beiden Kometen, die nun auf Kuschelkurs mit der Erde gehen, werden mit bloßem Auge nicht zu sehen sein. Dafür sind sie zu weit von der Sonne entfernt. Nur mit Hochleistungsteleskopen ist es möglich, einen Blick von ihnen zu erhaschen. Die Wissenschaft wird die beiden Schweifsterne gespannt verfolgen, denn sie haben möglicherweise eine gemeinsame Geschichte: Die Nasa vermutet, dass es sich bei 252P/LINEAR und P/2016 BA14 quasi um Zwillinge handeln könnte - um Teile eines einst größeren Kometen. Woher sie kommen, ob sie wirklich zusammen gehören und wie sie beschaffen sind, wollen die Forscher klären.

Und auch für Laien könnte das kosmische Ereignis doch noch zu einem wunderbaren Schauspiel werden: Regnen kleinste Teilchen der beiden Kometen und ihrer Schweife auf die Erde hinab, nehmen wir das – in einer wolkenlosen Nacht – als Sternschnuppen wahr. 252P/LINEAR und P/2016 BA14 bescheren uns also womöglich ein Glitzern am Himmel. Das könnte noch bis Ende März zu sehen sein.
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Quelle: n-tv.de , asc
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Mars-Simulation auf Hawaii - Forscherin ist freiwillig "Versuchskaninchen"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Mär 2016 11:51

Mars-Simulation auf Hawaii.jpg
Mars-Simulation auf Hawaii.jpg (37.79 KiB) 6159-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Forscherin-is ... 16056.html
Freitag, 25. März 2016
Mars-Simulation auf Hawaii - Forscherin ist freiwillig "Versuchskaninchen"

Es ist der große Traum der Weltraumforschung, einmal auf dem Mars zu landen. Das ehrgeizige Ziel muss gut vorbereitet werden. Aus diesem Grund lassen sich Forscher über lange Zeiträume immer wieder isolieren und beobachten - freiwillig.

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Christiane Heinicke weiß genau, warum sie sich für dieses Experiment gemeldet hat.
Christiane Heinicke weiß genau, warum sie sich für dieses Experiment gemeldet hat.
(Foto: picture alliance / dpa)

Seit etwas mehr als einem halben Jahr hat Christiane Heinicke keine frische Brise mehr im Gesicht gespürt. Wenn sie nach draußen geht, trennt die Scheibe eines Raumfahrerhelms sie von der Außenwelt. Ihre Atemluft kommt aus der Flasche. Denn: Die 30-Jährige aus Bitterfeld lebt auf dem Mars. Ihr "roter Planet" befindet sich allerdings nicht im Weltall, sondern auf Hawaii.

Dort, am Fuße des Vulkans Mauna Loa, ragt ein strahlend weißer Kuppelbau aus rotem Geröllboden: das Hi-Seas ("Hawaii Space Exploration Analog and Simulation"). Die Physikerin Heinicke und fünf weitere internationale Wissenschaftler simulieren darin das Leben auf dem Mars - für insgesamt 365 Tage. Die Forscher haben sich als eine Art Versuchskaninchen für künftige Trips zum Mars freiwillig gemeldet.

Im Sommer 2015 sind sie in den Kuppelbau eingezogen. Etwas mehr als die Hälfte ihrer Zeit darin haben sie hinter sich gebracht. "Für mich waren zwei Gründe für die Teilnahme ausschlaggebend: die persönliche Herausforderung und die Möglichkeit, aktiv zur Weltraumforschung beizutragen", schreibt Heinicke. Sie kann nur per Mail Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, denn die Kommunikation funktioniert ausschließlich zeitversetzt. Auch vom Mars aus wären Nachrichten 20 Minuten bis zur Erde unterwegs.
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Das Ende einer virtuellen Reise: "Mars-Besucher" kehren zurück Das Ende einer virtuellen Reise: "Mars-Besucher" kehren zurück Das Ende einer virtuellen Reise: "Mars-Besucher" kehren zurück Das Ende einer virtuellen Reise: "Mars-Besucher" kehren zurück Das Ende einer virtuellen Reise "Mars-Besucher" kehren zurück

Die Forscher leben spartanisch. Sie essen gefriergetrocknete Nahrung, leben in winzigen Kabinen und dürfen nur etwa acht Minuten duschen - pro Woche. Permanent wird die Crew von Kameras überwacht. Die Forscher tragen Sensoren, jeder von ihnen muss täglich mindestens sieben Fragebögen ausfüllen. Terabytes an Datenmaterial hat die Projektleitung außerhalb schon über die Crew gesammelt: Tonaufzeichnungen, Texte und Videos. Das Ziel der von der Nasa geförderten Mission? "Wir gewinnen neue Erkenntnisse darüber, wie ein Raumfahrer-Team zusammengesetzt sein muss", sagt Projektleiter Bryan Caldwell von der University of Hawaii in Manoa. Damit eine Expedition zum Mars gelingen kann, müssen nicht nur körperliche Belastungen ausgehalten werden, sondern auch Konflikte in der Gruppe. Aus dem Weg gehen kann man sich in einer Raumstation schließlich nicht.

Insgesamt bereut Heinicke ihren Forschungstrip nicht. Mühsam sei es aber schon manchmal: "Wir können nicht spontan nach draußen gehen, wenn das schöne Wetter lockt", schreibt Heinicke. Alle Außeneinsätze müssen mindestens 18 Stunden im Voraus angemeldet werden. Und dann geht es im schweren Raumanzug über holpriges Lavagestein. Sie selbst ist besonders oft in der kargen Landschaft unterwegs. Heinicke erforscht, wie aus dem Mars-ähnlichen Boden Wasser gewonnen werden kann - eine Fähigkeit, die auch auf einer echten Mars-Exkursion dringend gebraucht würde. "In einer guten Woche gewinne ich durch reine Verdunstung etwa zwei Liter Wasser aus einem Quadratmeter Boden", schreibt sie.
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In einer ganz anderen Landschaft war Heinicke vor ihrem Trip nach Hawaii unterwegs: Damals forschte sie in Finnland über Meereis. Im sachsen-anhaltischen Bitterfeld ist die heute 30-jährige zur Schule gegangen, dann hat sie zunächst im südthüringischen Ilmenau, später in Schweden studiert. Für ihre Promotion kehrte sie nach Südthüringen zurück.

Die Ergebnisse des Mars-Experiments würden nach und nach veröffentlicht, sagt Hi-Seas-Projektleiter Caldwell - die abschließenden Resultate kämen erst an die Öffentlichkeit, wenn die Crew wieder aus ihrer weißen Kuppel ausgezogen sei. Sie soll dadurch nicht beeinflusst werden. Könnte eine Truppe wie die um Heinicke zum Mars fliegen? "Uneingeschränkt ja", sagt Caldwell. Jetzt, kurz nach der Halbzeit, freut sich die 30-Jährige vor allem auf zwei Dinge: "Frisches Essen! Und wieder mehr Bewegungsfreiheit zu haben." Bei einer echten Mars-Mission müsste sie darauf wohl noch viel länger verzichten.
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Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen?: Der Mars Ein Platz zum Wohnen? Der Mars

Quelle: n-tv.de , Violetta Kuhn, dpa
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Suche nach einem Phantom - Schlinge um "Planet Neun" zieht sich zu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mär 2016 19:53

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Suche nach einem Phantom - Schlinge um "Planet Neun" zieht sich zu

Bisher hat noch kein Wissenschaftler den neunten Planeten unseres Sonnensystems mit eigenen Augen gesehen - aber die Hinweise auf seine Existenz verdichten sich. Forscher entdecken nun ein weiteres Himmelsobjekt, das eine ungewöhnliche Bahn aufweist.

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Kreist weit draußen im All ein weiterer gigantischer Planet um die Sonne? Nach seiner vermeintlichen Entdeckung Anfang des Jahres verdichten sich die Hinweise, dass das Phantom "Planet Neun" wirklich existieren könnte: Mitentdecker Mike Brown vom California Institute of Technology (Caltech) hat nun ein weiteres Indiz für seine Existenz ausgemacht. Dabei handelt es sich erneut um ein Objekt des sogenannten Kuipergürtels, das eine ungewöhnliche Bahn aufweist, wie der Wissenschaftler auf Twitter mitteilte.

Der Kuipergürtel ist eine Region am äußeren Rand unseres Sonnensystems, in dem zehntausende Objekte um die Sonne kreisen, die mehr als 100 Kilometer Durchmesser haben - darunter viele Zwergplaneten wie etwa Pluto. Das entdeckten Objekt mit dem etwas sperrigen Namen "uo3L91" befinde sich mit seiner exzentrischen Laufbahn genau dort, wo es laut den Berechnungen sein sollte. Die Entdeckung wurde mit einem Großteleskop auf Hawaii gemacht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der Entdeckung um einen Zufall handele, sieht der Forscher übrigens bei etwa bei 0,001 Prozent.

Im Januar 2016 hatten Brown und sein Kollege Konstantin Batygin ihre bisherigen Erkenntnisse zu "Planet Neun" veröffentlicht. Demnach soll es sich bei dem ominösen neunten Planeten um ein Objekt handeln, das zehnmal so schwer ist wie die Erde und überwiegend aus Gas besteht - ähnlich wie die Planeten sieben und acht, Uranus und Neptun. Allerdings ist er durchschnittlich 20 Mal weiter von der Sonne entfernt als Neptun, welcher bereits in einer Distanz von durchschnittlich 4,5 Milliarden Kilometer um unser Zentralgestirn kreist.
Reise zu "Planet Neun" dürfte bis zu 20 Jahren dauern
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Auf seiner einsamen Bahn in den Tiefen des Alls beeinflusst der Phantom-Planet andere, von der Erde aus sichtbare Objekte aus dem Kuipergürtel. Bisher wurden von diesen sechs entdeckt, nun kam ein siebtes hinzu. Durch seine Gravitation verändert "Planet Neun" die Ausrichtung ihrer stark exzentrischen Bahnen, die alle in etwa eine Richtung zeigen. Auch unterscheidet sich die Bahnneigung dieser Objekte auffällig von jener der acht bekannten Planeten im Sonnensystem.

Aufgrund der großen Entfernung zur Erde konnten Wissenschaftler "Planet Neun" selbst noch nicht mit ihren Teleskopen ausmachen - aber auch, weil sie nicht genau sagen können, wo er sich derzeit befindet. Eine zusätzliche Schwierigkeit ist, dass der Planet sich aus unserer Sicht sehr langsam über den Nachthimmel bewegt - für einen Umlauf um die Sonne benötigt er womöglich rund 20.000 Jahre. Sollte die Position von "Planet Neun" jedoch irgendwann mal bestimmt werden, sei es sogar möglich, ihn mit einer Sonde zu erkunden, meint Brown. Die Reise dorthin würde allerdings bis zu 20 Jahre dauern.
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Quelle: n-tv.de , kst
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Bis zu 2400 Grad am Tag - Super-Erde hat superheiße Atmosphäre

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Mär 2016 20:37

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Mittwoch, 30. März 2016
Bis zu 2400 Grad am Tag - Super-Erde hat superheiße Atmosphäre

Forscher haben die Atmosphäre eines fernen Planeten untersucht, der um einen rund 40 Lichtjahre entfernten Stern kreist. Ihre Entdeckung: Auf dieser Super-Erde ist heißer als in einem Hochofen. Aber auch etwas anderes fanden sie heraus.

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Mit dem Weltraumteleskop "Spitzer" haben Astronomen die Temperaturkarte einer sogenannten Super-Erde aufgenommen. Der Planet namens Janssen zeigt demnach überraschend große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, wie das internationale Team um Brice-Olivier Demory von der Universität Cambridge im britischen Fachblatt "Nature" berichtet. Während sie auf Janssens Tagseite bis zu 2400 Grad Celsius gemessen haben, wird die Nachtseite mit maximal 1100 Grad nicht einmal halb so heiß.
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Janssen (Katalognummer 55 Cancri e) ist einer von fünf Planeten des Sterns Copernicus A (Katalognummer 55 Cancri A) im Sternbild Krebs. Damit ist das Planetensystem eines der größten außerhalb unseres eigenen. Mit einer Entfernung von rund 40 Lichtjahren gehört es zu unserer kosmischen Nachbarschaft. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Zum Vergleich: Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, hat einen Durchmesser von rund 100.000 Lichtjahren.
In 18 Stunden um den Heimatstern

Mit etwa der achtfachen Masse unseres Heimatplaneten gehört Janssen in die Klasse der Super-Erden. Er hat ungefähr den doppelten Durchmesser unserer Erde und dürfte ebenfalls ein Gesteinsplanet sein. Allerdings umrundet er seinen Heimatstern rund 65 Mal dichter als die Erde die Sonne, ein Umlauf dauert nur knapp 18 Stunden. Dabei wendet Janssen seinem Stern stets dieselbe Seite zu, wie auch etwa der Mond der Erde. Dadurch wird es auf dem Planeten extrem heiß.

Während die Beobachtungen der vergangenen zehn Jahre viele Schlüsselinformationen über die Atmosphären großer sogenannter Exoplaneten von anderen Sternen geliefert hätten, seien die Eigenschaften kleinerer Exoplaneten wie 55 Cancri e weitgehend unbekannt, betonen die Wissenschaftler.

Mit dem Infrarotteleskop "Spitzer" der US-Raumfahrtbehörde Nasa nahmen sie die Super-Erde insgesamt 75 Stunden ins Visier. Aus den Beobachtungsdaten konnten sie die Temperaturverteilung über mehrere Zonen auf Janssen messen, der Ende 2015 zusammen mit 30 anderen Exoplaneten in einem offiziellen Wettbewerb der Internationalen Astronomischen Union IAU einen Eigennamen bekommen hatte. 55 Cancri e ist benannt nach dem holländischen Optiker Zacharias Janssen (1580 - 1621), der oft als Erfinder des Mikroskops genannt wird.
Hitzefleck auf der Tagseite des Planeten
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Auf der stets dem Stern zugewandten Tagseite ist es den Messungen zufolge rund 1300 Grad heißer als auf der Nachtseite. Dieser überraschend große Unterschied zeige, dass die Hitzeverteilung auf dem Planeten nicht so effizient arbeite wie erwartet.

Auf der Tagseite entdeckten die Forscher zudem einen "Hotspot", der bis zu 2800 Grad heiß wird. Das könne entweder auf starke Hitzestürme in der Atmosphäre hindeuten oder aber auf Magmaströme auf der Planetenoberfläche. Insgesamt sei eine zusätzliche, bislang unbekannte Hitzequelle erforderlich, um die gesamte beobachtete Infrarotstrahlung der Super-Erde zu erklären, schreiben die Autoren.
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Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Gigantischer Knall im All - Forscher "sehen" erstmals Sternexplosion

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mär 2016 20:10

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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-sehe ... 55746.html
Donnerstag, 31. März 2016
Gigantischer Knall im All - Forscher "sehen" erstmals Sternexplosion

Von Kai Stoppel

Erstmals gelingt es Forschern, eine gewaltige Sternexplosion im sichtbaren Licht zu beobachten. In kurzer Zeit verwandelt sich dabei ein riesiger Stern in ein flammendes Inferno. Eine Animation der Nasa zeigt die Dramatik seiner letzten Lebensminuten.

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Wenn riesige Sterne ans Ende ihrer Lebenszeit kommen, gibt es meist einen riesigen Knall. So ein Supernova genanntes Ereignis konnten Nasa-Forscher nun zum ersten Mal im Bereich des optischen Lichts von Beginn an verfolgen. Erstmals konnte auch der extrem helle Blitz zu Beginn der Explosion beobachtet werden, der "Shock Breakout" genannt wird. Dieser dauerte ungefähr 20 Minuten an und ließ den Stern mit dem Namen KSN 2011d unvorstellbare 130 Millionen Mal heller erstrahlen als die Sonne. Im Laufe der Explosion schwoll dieser Wert sogar auf das Eine-Milliardenfache an.

Dabei stellte KSN 2011d bereits zu Lebzeiten die Sonne in den Schatten: Der in der Kategorie Roter Überriese fallende Himmelskörper leuchtete ohnehin 20.000 Mal heller als unser Heimatstern und war 500 Mal so groß. Um es sich vorzustellen: Dieser Stern war so gigantisch, dass die Sonne samt der Umlaufbahn der Erde locker in ihn hineingepasst hätten.

Gleichzeitig war der nun explodierte Gigant rund 1,2 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt, in einer weit entfernten Galaxie. Was auch bedeutet, dass er nicht im Jahr der Beobachtung - nämlich 2011 - explodierte, sondern bereits 1,2 Milliarden Jahre zuvor. Nur hatte das Licht so lange gebraucht, bis es bei uns angekommen ist. Genauer gesagt, beim Weltraumteleskop Kepler, welches die Sternexplosion registriert hatte. Für die Forscher auf der Erde war sie allerdings nur als Zahlenreihe "sichtbar" - sie haben daraus jedoch eine Animation erstellt, welche die Explosion samt "Shock Breakout" veranschaulicht.
Weitere Supernova beobachtet - doch etwas ist anders

Kepler hatte sogar eine weitere Sternexplosion festgehalten, wie die Auswertung älterer Datensätze des Weltraumteleskops nun ergeben haben. Dabei handelt es sich um den immerhin noch 700 Millionen Lichtjahre entfernten Stern KSN 2011a, der nicht ganz so gigantisch ist wie sein Explosions-Kollege: schlappe 300 Mal den Durchmesser der Sonne misst KSN 2011a.

Beide Supernovas bestätigten zwar die bisherigen Erkenntnisse der Wissenschaft, was Sternexplosionen in dieser Größenordnung angeht. Aber sie zeigten auch einen Unterschied auf: Während die Menge an freigesetzter Energie bei beiden Supernovas ähnlich groß war, wurde beim etwas kleineren Stern nicht der "Shock Breakout" beobachtet. Die Nasa-Wissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass den Stern umgebendes Gas den Blitz verdeckt hat.
Supernovas als Wiege des Lebens
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Aber warum explodieren Sterne überhaupt? Dazu muss man wissen, dass Sterne Kernfusion mit Wasserstoff betreiben, aus der sie ihre Energie und Leuchtkraft beziehen. Am Ende ihrer Lebenszeit, wenn der Wasserstoff in ihrem Inneren verbraucht ist, bleibt ein Kern aus Eisen zurück und die Fusion kommt zum Erliegen. Damit produziert der Kern auch keinen inneren Gasdruck mehr, der seine gewaltige Masse zuvor gestützt hatte. Er kollabiert zunächst innerlich, bis die Wucht seines inneren Zusammenbruchs am Kern abprallt und sich nach außen richtet - der Stern explodiert.

Dabei entstehen nebenbei auch zahlreiche schwere Elemente, wie etwa Gold und Uran. "Alle schweren Elemente in unserem Universum stammen aus einer Supernova", sagt Steve Howell, Forscher bei der Kepler-Mission der Nasa. Und das ist das Wichtige an Supernovas: Aus ihnen stammen auch alle viele Elemente, aus denen unsere Körper bestehen. Howell formuliert es so: "Leben gibt es dank Supernovas."
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Quelle: n-tv.de
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Leben bei "Roten Zwergen" ? - Fahndung nach Aliens wird ausgeweitet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Mär 2016 21:07

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Donnerstag, 31. März 2016
Leben bei "Roten Zwergen" ? - Fahndung nach Aliens wird ausgeweitet

Bei der bisher erfolglosen Suche nach außerirdischen Zivilisationen im All ändern Forscher ihre Taktik. So sollen bisher vernachlässigte rote Zwergsterne auf Funksignale abgesucht werden. Nach neuesten Erkenntnissen könnte es dort intelligentes Leben geben.

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US-Forscher wollen die Suche nach möglichen außerirdischen Zivilisationen ausweiten. Dafür sollen 20.000 Sterne auf künstliche Funksignale untersucht werden, wie das Seti-Institut ankündigte. Das gemeinnützige Institut horcht seit 1984 das Universum ab - bislang erfolglos. Mit der groß angelegten Beobachtungskampagne dehnen die "E.T.-Forscher" ihre Fahndung auf rote Zwergsterne aus.
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Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten Auf der Suche nach der Erde 2.0

Die Forscher des Seti-Instituts (Search for Extraterrestrial Intelligence; Suche nach außerirdischer Intelligenz) arbeiten mit modernen Radioteleskopen, um mögliche Funksignale aufzufangen. "Rote Zwerge - die schwachen Funzeln des Kosmos - haben in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit von Seti-Forschern bekommen", erläuterte Institutsmitarbeiter Jon Richards in einer Mitteilung. "Das liegt daran, dass Forscher die scheinbar plausible Annahme gemacht haben, dass andere intelligente Spezies sich auf Planeten befinden sollten, die Sterne ähnlich unserer Sonne umkreisen." Rote Zwergsterne galten dagegen nicht als aussichtsreiches Ziel, da ihre bewohnbare Zone viel schmaler ist als bei größeren Sternen.

Als bewohnbare Zone bezeichnen Astronomen jenen Bereich um den Stern, in dem die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben. Flüssiges Wasser gilt als Grundvoraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Und selbst wenn es Planeten in der bewohnbaren Zone eines roten Zwergsterns geben sollte, kreisen diese so nah um ihren Stern, dass sie in der Regel gebunden rotieren, also ihrem Stern stets dieselbe Seite zuwenden - so wie der Mond der Erde immer dieselbe Seite zeigt. Dadurch würde es den Annahmen der Astronomen zufolge auf der Tagseite unerträglich heiß und auf der Nachtseite eisig kalt - schlechte Voraussetzungen für Leben.
Rote Zwergensterne leuchten besonders lange

Neuere Erkenntnisse zeigten jedoch, dass mögliche Ozeane und die Atmosphäre auf solchen Planeten die Wärme besser von der Tag- zur Nachtseite verteilen könnten als angenommen, erläuterte das Institut. Zudem besitze nach aktuellen Untersuchungen jeder sechste bis jeder zweite rote Zwergstern Planeten in seiner bewohnbaren Zone. Darüber hinaus leuchten rote Zwergsterne besonders lange. Sie sind im Schnitt einige Milliarden Jahre älter als sonnenähnliche Sterne. "Ältere Sonnensysteme haben mehr Zeit gehabt, intelligente Spezies zu produzieren", betonte Seti-Astronom Seth Shostak. "Bedeutsamerweise sind drei Viertel aller Sterne rote Zwerge."

Mit seinem Allen-Radioteleskop-Observatorium will das Institut daher nun die nächsten 20.000 roten Zwergsterne aushorchen. Das klingt viel, diese Sterne gehören jedoch allesamt noch zur kosmischen Nachbarschaft unseres Sonnensystems: Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, besitzt bis zu 300 Milliarden Sterne. Die 42 Antennen des Allen-Observatoriums können nach Institutsangaben jeweils drei Sterne gleichzeitig beobachten. Die Astronomen schätzen, dass die Durchmusterung der roten Zwerge zwei Jahre dauern wird.
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In einer kürzlich veröffentlichten Studie gaben Forscher einen anderen Tipp für die Suche nach außerirdischer Intelligenz: Astronomen sollten sich demnach zunächst auf einen schmalen Streifen am Himmel konzentrieren. Für diese Analyse versetzten sich die Experten in die Rolle außerirdischer Astronomen hinein.

In einem kleinen Bereich der Milchstraße hätten solche extraterrestrischen Sternenforscher besonders gute Chancen, ihrerseits unsere Erde zu entdecken, argumentieren René Heller (Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen) und Ralph Pudlitz (McMaster University in Kanada) im Fachblatt "Astrobiology". Dadurch sei in dieser Himmelsregion auch die Chance höher, dass Außerirdische uns gezielt mit Funksignalen zu kontaktieren versuchen.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa
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