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"Eine gigantische Quelle" - Unmengen Methan lagern vor US-Westküste

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Okt 2016 10:28

Unmengen Methan lagern vor US-Westküste.jpg
Unmengen Methan lagern vor US-Westküste.jpg (80.93 KiB) 1461-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Unmengen-Meth ... 87091.html

"Eine gigantische Quelle" - Unmengen Methan lagern vor US-Westküste

Das erinnert an Schätzings "Schwarm": Tiefsee-Forscher entdecken mithilfe ferngesteuerter Tauchroboter vor der US-Küste nicht nur eine Vielzahl bizarrer Tierarten, sondern auch Hunderte Methan-Quellen. Wie viel des Treibhausgases gelangt in die Atmosphäre?

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Tiefsee-Forscher haben vor der US-Westküste 500 sprudelnde Methanquellen im Meeresboden entdeckt. "Es scheint, dass die gesamte Küste vor Washington, Oregon und Kalifornien eine gigantische Methanquelle ist", sagte der Meeresforscher Robert Ballard im Vorfeld einer Tiefsee-Fachkonferenz in New York. Das Team um Ballard, der durch die Entdeckung des "Titanic"-Wracks bekannt wurde, hatte den Fund im Sommer vom Forschungsschiff Nautilus aus mit Hilfe zweier ferngesteuerter Unterwasser-Rover gemacht.
Diese geheimnisvolle violette Kugel gehört zu den in der Tiefsee entdeckten Tieren.
Diese geheimnisvolle violette Kugel gehört zu den in der Tiefsee entdeckten Tieren.
(Foto: Ocean Exploration Trust/dpa)

2014 hatten Forscher vor der Ostküste entlang des Kontinentalsockels auch bereits über 500 solcher Quellen entdeckt. Durch die neuen Funde habe sich Zahl der Methanquellen entlang der Kontinentalgrenzen der USA auf etwa 1000 verdoppelt, hieß es. Wie viel des starken Treibhausgases jedoch in die Atmosphäre gelangt, ist noch unklar. "Das ist ein Gebiet, das nun reif ist, erforscht zu werden", betonte Nicole Raineault, Wissenschaftsdirektorin an Ballards renommiertem "Ocean Exploration Trust".
Ungeahnte Vielzahl unterseeischer Tierarten
Purpurfarbene Seegurke in den Tiefen des Marianengrabens vor Guam.
Purpurfarbene Seegurke in den Tiefen des Marianengrabens vor Guam.
(Foto: NOAA/dpa)

Neben sprudelnden Gasquellen bringen die neuen Tauchrover auch eine ungeahnte Vielzahl unterseeischer Tierarten ans Tageslicht: Meeresforscher der US-Klima- und Umweltbehörde NOAA präsentieren auf der Konferenz spektakuläre Bilder von tanzenden, purpurfarbenen Seegurken und knallrosa Schlammwürmern aus den Tiefen des Marianengrabens vor Guam. Die Aufnahmen von einer NOAA-Forschungsreise im Sommer wurden ebenfalls mit Hilfe sogenannter Roboats (Robot Boats) gemacht.

Auch drei neue Heißwasser-Quellen sowie ein ganzes Feld sogenannter "Schwarzer Raucher" - ein Terrain mit bis zu 30 Meter hohen Schloten, aus den Partikel-angereichertes heißes Wasser wie dunkler Rauch aufsteigt - entdeckten die NOAA-Forscher in dem bis zu elf Kilometer tiefen Graben.
Tauchrover werden große Rolle spielen
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Auf der zweitägigen Tiefsee-Konferenz "Beyond the Ships" (Jenseits der Schiffe), die an diesem Donnerstag beginnt, treffen 100 Experten an der Rockefeller University zusammen, um neue Unterwasser-Projekte zu planen. Schon jetzt zeichnet sich ab: Tauchrover werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. "Mit ihnen helfen wir, den Meeresgrund auch für Menschen Wirklichkeit werden zu lassen, die niemals ans Meer kommen werden", so Wendy Schmidt vom Schmidt Ocean Institut.

Echtzeitübertragungen zu Forschungsschiffen, aber auch in Schulen und Hörsäle machten diese Funde für ein großes Publikum und zugleich wesentlich schneller und kostengünstiger als früher verfügbar, betonen die Forscher.

Andere Ingenieure arbeiten bereits an selbst lernenden, batteriebetriebenen Roboats, die den Meeresgrund über Monate hinweg systematisch abfahren und kartieren sollen - ähnlich wie selbst gesteuerte Rasenmäher.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Magnetmotor Freie Energie selber bauen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Okt 2016 09:10

magnetgenerator.JPG
magnetgenerator.JPG (21.81 KiB) 1421-mal betrachtet

http://www.ebay.com/itm/like/322307129897
Magnetmotor Freie Energie selber bauen Generator Perpetuum Mobile Permanent
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Verfahren "eröffnet neue Dimension" - Elektronenmikroskop-Bilder werden bu

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Nov 2016 18:22

Elektronenmikroskop-Bilder werden bunt.jpg
Elektronenmikroskop-Bilder werden bunt.jpg (42.94 KiB) 1393-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Elektronenmik ... 07096.html
Verfahren "eröffnet neue Dimension" - Elektronenmikroskop-Bilder werden bunt

Bisher waren Aufnahmen von Elektronenmikroskopen schwarzweiß - nun bereichern Forscher sie um Farben. Damit sind Strukturen in Zellen und Bakterien viel besser zu sehen - "Details, Aktionen und Prozesse, die in einer einfarbigen Sicht nicht unbedingt sichtbar sind".

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Nun werden auch Aufnahmen mit Elektronenmikroskopen bunt: Wissenschaftlern der University of California in San Diego ist es gelungen, die traditionellen Graustufenbilder um Farben zu ergänzen. Damit können einzelne Strukturen etwa von Zellen und Bakterien besser sichtbar gemacht werden, schreiben die Forscher in der Zeitschrift "Cell Chemical Biology". Zu den Autoren gehört auch der kürzlich verstorbene Roger Tsien, der 2008 den Chemie-Nobelpreis für die Verwendung des grün fluoreszierenden Proteins in der Bildgebung erhalten hatte.
Zweifarbige Elektronenmikroskop-Aufnahme von Peptid-Proteinen.
Zweifarbige Elektronenmikroskop-Aufnahme von Peptid-Proteinen.
(Foto: Adams et al./Cell Chemical Biology 2016)

"Es ist ein bisschen so, als wenn man zum ersten Mal ein Farbbild sieht, nachdem man nur Schwarz-Weiß-Bilder kannte", wird Erstautor Stephen Adams in einer Mitteilung des Verlags zitiert. Denn wenn Elektronenmikroskop-Aufnahmen in Zeitschriften oder Büchern bisher farbig erschienen, dann waren diese Farben nachträglich aus ästhetischen Gründen hinzugefügt worden.

Das Team um Tsien entwickelte nun eine Methode, um mit Farben ausgewählte Zellbestandteile zu unterscheiden, Proteine zu verfolgen oder Zellen zu markieren. Damit konnten die Forscher unter anderem zeigen, wie zwei Astrozyten - ein Typ von Hirnzellen - eine Synapse teilen. Auch klärten die Wissenschaftler, wie ein bestimmter Proteinvorläufer in eine Zelle gelangt und wo sich das Enzym PKMzeta, das bei Erinnerungsprozessen eine Rolle spielt, bevorzugt aufhält.
"Fähigkeit, bestimmte Moleküle gleichzeitig zu unterscheiden"

"Die Fähigkeit, mehrere bestimmte Moleküle gleichzeitig zu unterscheiden, eröffnet eine neue Dimension", sagt Ko-Autor Mark Ellisman. "Sie enthüllt Details, Aktionen und Prozesse, die in einer einfarbigen Sicht nicht unbedingt sichtbar sind - oder nicht einmal vermutet werden."

Bereits bei der herkömmlichen Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) werden Schwermetalle wie Blei, Uran und vor allem Osmium auf den Untersuchungsobjekt fein verteilt aufgebracht, um den Kontrast zu erhöhen. Die kalifornischen Biochemiker verwendeten nun Metalle der Seltenen Erden wie Lanthan, Cer und Praseodym, die mittels der Elektronenenergieverlustspektroskopie (EELS) gut unterscheidbar sind. Bei der EELS wird gemessen, wie groß der Energieverlust bei den Elektronen ist, die zum Abtasten durch die sehr dünne Probe geschickt werden.

Für jede Farbe gibt es einen eigenen Prozess: Beispielsweise werden zunächst Cer-Ionen in Diaminobenzidin eingebunden, dem Vorläufer eines Farbstoffs. Diese chemische Verbindung reagiert nach dem Auftragen auf die Probe unterschiedlich gut mit verschiedenen Zellstrukturen oder Gewebearten. Nach dem Entfernen jener Anteil, die nicht reagiert haben, wird die Verbindung mit Praseodym-Ionen auf dem Untersuchungsgegenstand verteilt und reagiert dort mit anderen Bestandteilen.
Verfahren "großer Fortschritt"
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Südhof ist wie viele deutsche Spitzenwissenschaftler in die USA gegangen, wo sie sich bessere Arbeitsbedingungen erhoffen. 07.10.13 Irre Logistik in Mini-Räumen Nobelpreis für Südhofs Zellforschung

EELS-Aufnahmen machen die Cer- und Praseodym-Verteilungen sichtbar. Sie können unterschiedlich eingefärbt werden und über die Graustufenaufnahme gelegt werden. Das Cer-Bild hebt dann zum Beispiel die Membranen von Mitochondrien rot hervor, das Praseodym-Bild die Membranen von Zellkernen grün.

Ellisman ist davon überzeugt, dass das Verfahren einen großen Fortschritt bedeutet, denn "farbspezifisches Kennzeichnen ermöglicht den Zugang zu all der reichhaltigen Information über den Schauplatz, auf dem Moleküle tätig sind".
Bilderserie
Sieht aus wie Rasen, doch das Bild zeigt Wimpern mit Haarbalg-Milben. Von denen sind die roten Gliedmaßen zu sehen. Ein wunderbares Bild, doch sähen wir es nicht so stark vergrößert, würden wir uns wohl angeekelt abwenden. Die zahlreichen kleinen Kugeln sind Sporen, die der Schimmelpilz Emericella nidulans für seine Verbreitung produziert. In jedem Kubikmeter Luft zählten Mainzer Wissenschaftler 1000 bis 10.000 Sporen. Das sind viel mehr als vermutet. Weniger bunt, aber von faszinierender Struktur: Kalk, so wie sich er zum Beispiel auf dem Boden des Wasserkochers findet. Wo Kleines groß rauskommt Mikroskope enthüllen winzige Wunderwelten

Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Vulkan soll Strom produzieren - Geologen bohren heißestes Loch der Erde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Dez 2016 08:08

http://www.n-tv.de/wissen/Geologen-bohr ... 48566.html
Vulkan soll Strom produzieren - Geologen bohren heißestes Loch der Erde

Gigantische Energiereserven schlummern unter unseren Füßen. In Island bohren Geologen nun einen Vulkan an, um seine Kraft anzuzapfen. Sollte das gelingen, könnte die Insel im Atlantik künftig zum Strom-Exporteur werden.

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Der Wärmeinhalt der Erde bietet ein gewaltiges Energiepotential, welches den Bedarf der Menschheit leicht decken würde - man müsste zunächst erschließen. In Island entsteht derzeit wohl eines der ambitioniertesten Projekte. Geologen bohren auf der Halbinsel Reykjanesskagi buchstäblich in das Herz eines Vulkans. Wie die BBC berichtet, soll noch in diesem Jahr das fünf Kilometer Bohrloch vollendet sein. Rund 4,5 Kilometer sind bereits geschafft.
Die Magmakammer erhitzt unterirdisches Wasser auf rund 500 Grad Celsius. An die Erdoberfläche gefördert, dient es zur Stromerzeugung.
Die Magmakammer erhitzt unterirdisches Wasser auf rund 500 Grad Celsius. An die Erdoberfläche gefördert, dient es zur Stromerzeugung.
(Foto: Statoil)

Zwar existiert auch im oberbayerischen Sauerlach ein Geothermie-Kraftwerk mit einer Bohrtiefe von mehr als 5000 Metern. Allerdings liegt die Wassertemperatur dort bei gerade mal 143 Grad Celsius. In Island herrschen jedoch andere Bedingungen: Das Land liegt genau zwischen zwei großen tektonischen Platten, glühend heißes Magma befindet sich vergleichsweise nah unter der Oberfläche. Die Macher hinter dem Iceland Deep Drilling Project (IDDP) hoffen daher, in der Tiefe auf rund 500 Grad Celsius heißes Gestein und Wasser zu stoßen. Damit wäre es das heißeste Bohrloch der Welt.

Hat Wasser eine Temperatur von mehr als 374 Grad Celsius, handelt es sich um sogenanntes überkritisches Wasser. Dieses ist aufgrund seines extrem hohem Drucks immer noch flüssig, besitzt aber auch Eigenschaften eines Gases. Das IDDP-Team willen es an die Oberfläche pumpen und zur Stromerzeugung einsetzen. Sie hoffen, dabei rund zehn mal so viel Energie erzeugen zu können wie ein gewöhnliches Geothermie-Kraftwerk. Allerdings ist noch offen, wie viel Energie dieses Bohrloch produzieren kann, da es sich um ein Experiment handelt.
Wird Island in Zukunft zum Strom-Exporteur?
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Die Wärme der Erde wird mit Hilfe von einer Erdwärmesonde aus tieferen Lagen oder von Kollektoren aus höheren Schichten im Boden angezapft. Über eine Wärmepumpe und einen Pufferspeicher steht die Energie dann der Warmwasserbereitung oder für die Heizung im Haus zur Verfügung. 18.05.16 Wärme aus dem Erdreich Heizen mit Geothermie
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In Großbritannien wird man das Projekt mit Interesse verfolgen. Schließlich existieren bereits Pläne, das geothermale Potential Islands zu nutzen. Ein gigantisches Stromkabel soll den aus Geothermie gewonnenen Strom von der Atlantik-Insel in das Vereinigte Königreich transportieren. Island könnte aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit bald sogar zum Groß-Exporteur von Strom werden. Bereits heute erzeugt das Land 25 Prozent seines Strombedarfs mit der Kraft aus der Erde. Eine neue Generation von mit überkritischem Wasser arbeitenden Kraftwerken könnte die Kapazitäten bald deutlich erhöhen.

Auch in anderen Regionen der Welt ist die Geothermie auf dem Vormarsch. Auf der indonesischen Insel Sumatra etwa bauen Unternehmen aus Japan derzeit das größte alleinstehende geothermale Kraftwerk der Welt. Es soll nach seiner Fertigstellung eine Leistung von rund 320 Megawatt besitzen - etwa ein Drittel eines durchschnittlichen Atomkraftwerks. Auch in Kenia boomt derzeit die Geothermie. Dort hat sich die Stromerzeugung mit Erdwärme in den vergangenen 15 Jahren mehr als verzehnfacht. Mittlerweile wird die Hälfte des verbrauchten Stroms in Kenia mithilfe von Geothermie gewonnen.

Quelle: n-tv.de , kst
Kai Stoppel

Kai Stoppel ist Redakteur für Wirtschaft und schreibt auch für das Ressort Wissen bei n-tv.de.
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Gravitationswellen und Metalinsen - Die zehn wichtigsten Entdeckungen 2016

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Dez 2016 10:24

http://www.n-tv.de/wissen/Die-zehn-wich ... 94661.html
Gravitationswellen und Metalinsen - Die zehn wichtigsten Entdeckungen 2016

Gravitationswellen von verschmelzenden Schwarzen Löchern und der erdnächste Planet jenseits unseres Sonnensystems wurden entdeckt, das Altern von Mäusen wurde gebremst und optische Linsen erfunden, die Mikroskope und Handykameras revolutionieren könnten.

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Zur Startseite - forum-kategorie-f5/forschung-technik-energie-t56.html

Das Fachmagazin "Science" hat die wichtigsten wissenschaftlichen Durchbrüche des ausklingenden Jahres gekürt. Ein Überblick:

- Im Februar gab das US-Observatorium Ligo die Entdeckung von Gravitationswellen von zwei verschmelzenden Schwarzen Löchern bekannt. Bereits vor einem Jahrhundert hatte Albert Einstein prognostiziert, dass beschleunigte Massen solche Wellen aussenden. Der erstmalige direkte Nachweis des Phänomens dürfte eine völlig neue Form astronomischer Messungen möglich machen.
"Dies ist der dichteste Planet, den wir jemals finden werden, denn Proxima Centauri ist der nächste Stern zu unserer Sonne", sagen Forscher.
"Dies ist der dichteste Planet, den wir jemals finden werden, denn Proxima Centauri ist der nächste Stern zu unserer Sonne", sagen Forscher.
(Foto: ESO/M. Kornmesser/dpa)

- Den erdnächsten Planeten jenseits unseres Sonnensystems fanden Wissenschaftler im August. Auf Proxima b könnten sogar Bedingungen herrschen, die Leben ermöglichen. Hinter dieser Vermutung stehen allerdings noch viele Fragezeichen, wie die Astronomen um Guillem Anglada-Escudé von der Queen Mary Universität in London betonten. An der Entdeckung waren auch Deutsche beteiligt. Der Stern Proxima Centauri ist gut vier Lichtjahre von der Erde entfernt.

- Das Computerprogramm AlphaGo schlägt einen der weltweit besten Go-Spieler. Und das auch noch mit einem Zug, den es eigentlich nicht gelernt haben kann - ein großer Moment in der Geschichte künstlicher Intelligenz. Bisher hatten viele Experten gesagt, dass Brettspiel sei selbst für moderne Computer zu komplex.

- Ein Traum vieler Menschen: das Altern aufhalten. In verschiedenen Versuchen mit Mäusen ist Forschern das gelungen. Sie brachten genetisch veränderte Nager dazu, alternde Zellen in ihren Geweben zu vernichten. Altersbedingte Verschleißerscheinungen in Herz, Nieren oder den Arterien traten daraufhin langsamer auf.
Wissenschaftler fanden heraus: Einige Menschenaffen können Irrtümer anderer doch vorhersehen.
Wissenschaftler fanden heraus: Einige Menschenaffen können Irrtümer anderer doch vorhersehen.
(Foto: dpa)

- Dass auch Menschenaffen Irrtümer anderer erkennen können, zeigten Forscher im Oktober des Jahres. Bislang waren viele Experten davon ausgegangen, dass nur Menschen diese Fähigkeit - auch Theory of Mind genannt - besitzen. Sie gipfelt in dem Verständnis, dass andere sich irren können und deshalb falsch handeln.

- Proteine gelten als Arbeitspferde der Zellen: Sie beschleunigen chemische Reaktionen, vermitteln Kommunikation zwischen Zellen oder schützen den Körper vor Eindringlingen. 2016 stellten Wissenschaftler Designer-Proteine vor, die sie am Computer entworfen und dann im Labor nachgebaut hatten. Solche Proteine könnten einst zum Beispiel als universelle Grippe-Impfstoffe eingesetzt werden.

- Japanische Forscher haben es geschafft, Mäusebabys aus im Labor gezüchteten Eizellen zu erzeugen. Sie programmierten Stammzellen zu Eizellen um, ließen sie sich entwickeln und setzten sie nach einer künstlichen Befruchtung weiblichen Mäusen ein. Ergebnis: Aus einigen Schwangerschaften entstanden tatsächlich Mäuse, die sich fortpflanzen konnten.
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- Gleich drei Genetiker-Teams lieferten im September Daten darüber, wie der moderne Mensch aus Afrika kommend die Welt eroberte. Zwei davon fanden Hinweise, dass der Homo sapiens den Kontinent in nur einer einzigen großen Auswanderungswelle verließ.

- Seit diesem Jahr ist ein tragbares Gerät auf dem Markt, mit dem sich DNA sequenzieren lässt. Es kann beispielsweise genutzt werden, um Ausbrüche von Seuchen vor Ort zu untersuchen. Auch auf der Internationalen Raumstation ISS war es schon im Einsatz. Bislang brauchte man zum Sequenzieren von DNA in der Regel ein Labor.

- Auf diese neuen optischen Linsen sollte man ein Auge haben: Sogenannte Metalinsen bestehen aus winzigen Titandioxid-Strukturen. Obwohl sie viel dünner als ein Blatt Papier sind, vergrößern sie ebenso stark wie herkömmliche Glaslinsen. Sie könnten sowohl Mikroskope als auch Handykameras revolutionieren.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Smartphones bald sicherer ? - Molekül-Feuerlöscher stoppt Akku-Brände

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jan 2017 13:20

http://www.n-tv.de/wissen/Molekuel-Feue ... 61631.html
Smartphones bald sicherer ? - Molekül-Feuerlöscher stoppt Akku-Brände

Vor explodierenden Smartphones muss sich möglicherweise bald niemand mehr fürchten. Forscher präsentieren eine Lösung, wie sich Brände von Akkus vermeiden lassen - ohne die Nachteile bisheriger Methoden.

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Brennende Akkus sind eine reale Gefahr für Smartphone-Besitzer, wie das Debakel von Samsung mit seinem Smartphone Galaxy Note 7 zeigte. Auch bei Elektroautos hatten in der Vergangenheit brennende Akkus für Schlagzeilen gesorgt. Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus von heute weisen eine hohe Energiedichte auf. Durch einen Kurzschluss, Erhitzen oder Aufprall können sie anfangen zu brennen oder sogar explodieren. Lebensgefährlich für Verbraucher - doch Forscher aus den USA wollen dem nun mit einer Art eingebautem Feuerlöscher begegnen.
Video
n-tv Ratgeber: Warum Akkus von Smartphones explodieren können
23.11.16 – 05:09 min
n-tv Ratgeber Warum Akkus von Smartphones explodieren können

Die Gefahr schlummert in den Elektrolyten im Inneren der Akkus. Durch sie verläuft der Austausch von Elektroden zwischen Kathode und Anode. Da das Lithium in den Akkus heftig mit Wasser reagiert, sind die Elektrolyte wasserfrei, aber brennbar. Werden sie heiß, kann sich eine chemische Reaktion im Innern aufschaukeln - es kommt im schlimmsten Fall zur Explosion.

Das Problem ist nicht neu und Hersteller haben in den vergangenen Jahren an Wegen gearbeitet, das Brandrisiko des Elektrolyts zu mindern. Eine Möglichkeit ist die Zugabe des Flammschutzmittels TPP (Triphenylphosphat). Das hat jedoch einen erheblichen Nachteil: "Die Beigabe von TPP in den Elektrolyten senkt die Energiedichte und Ionenleitfähigkeit, was die Leistung der Batterien mindert", schreiben Kai Liu und seine Kollegen von der Stanford University in Kalifornien.
Bei Überhitzung tritt Brandschutzmittel aus

Die US-Forscher haben daher eine andere Lösung für das Brand-Problem erdacht: Sie nahmen ein spezielles Bauteil des Akkus und bauten es zum internen Feuerlöscher um. Gemeint ist der Separator, der in der Mitte der Zelle Kathode und Anode voneinander trennt, gleichzeitig aber Ionen durchlässt, um den Stromfluss zu ermöglichen. Der Clou der Stanford-Wissenschaftler: Ihr Separator besteht aus Fasern, die einen Kern aus TPP haben.
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Umgeben ist das Brandschutzmittel in den Fasern von einem Polymer, das einen niedrigen Schmelzpunkt hat. Wenn der Akku überhitzt, wird der Schutzmechanismus aktiviert: "Wird der Schmelzpunkt des Polymers erreicht, schmelzen die Fasern und das eingekapselte TPP wird freigesetzt", schreiben die Forscher. Das Gemisch aus Elektrolyt und TPP mache einen Brand des Akkus unmöglich, wie Laborversuche ergeben hätten.

Das Ergebnis: ein Akku, der sowohl gegen Explosion geschützt ist als auch eine große Leistung aufweist. Möglicherweise gehört das Problem explodierender Smartphones bald der Vergangenheit an.

Quelle: n-tv.de , kst
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Ein Wesen aus Zellen von Mensch und Schwein

Beitragvon Weltbookadmin47 » 31. Jan 2017 12:34

https://kurier.at/wissen/ein-wesen-aus- ... 43.312.537

Ein Wesen aus Zellen von Mensch und Schwein
Salk Institute…
Foto: /Salk Institute
Ein sich entwickelndes Rattenherz in einem Mäuseembryo.
US-Forscher haben Schweine-Embryonen geschaffen, die auch menschliche Zellen enthalten. Auch Mäuseembryos mit Rattenorganen gibt es bereits.
Ernst Mauritz Ernst Mauritz
27.01.2017, 08:35
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Es könnte ein Durchbruch für die Züchtung künstlicher Organe sein: Wissenschafter vom Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (USA) haben ein Chimären-Wesen erzeugt, das aus Zellen von Schwein und Mensch besteht.

… Das Konzept: In einen Schweineembryo im Frühstadium werden menschliche Stammzellen - die sich noch in alle Gewebeformen entwickeln können - injiziert. Dieser Embryo wird dann - so wie nach jeder künstlichen Befruchtung - einem weiblichen Schwein (oder Rind) eingesetzt. Der Embryo reift heran, die menschlichen Stammzellen bilden Gewebe, das dann entnommen werden kann und zur Züchtung menschlicher Organe verwendet werden kann.

Salk Institute… Foto: /Salk Institute Menschliche Stammzellen (grün) in einem Embryo-Schweineherz.

Die Forscher des Salk-Institute ließen die Schwein-Mensch-Embryonen bis zu vier Wochen lang wachsen. Was von den Forschern als Erfolg gewertet wurde: Es kam zu keiner wesentlichen Vermischung der Zellen. Das heißt: Das Schweinegehirn zum Beispiel blieb ein Schweinegehirn ohne menschliche Nervenzellen. Die Entwicklung der menschlichen Zellen beschränkte sich wie gewünscht lokal auf spezielle Zelltypen als Vorstufe verschiedener Organe. Ihre Studie erschien im Fachjournal Cell. Menschliche Zellen lagerten sich zum Beispiel nicht in das sich entwickelnde Schweinegehirn ein. "Der Anteil der menschlichen Zellen am gesamten Schweineembryo war gering", betonen die Forscher.

In einem ersten Schritt hatten die Forscher erzeugten die Forscher eine Bauchspeicheldrüse, ein Herz und Augen einer Ratte in einem Mäuseembryo gezüchtet. Dazu brachten sie Stammzellen der Ratten in den Mäuseembryo ein.

Salk Institute… Foto: /Salk Institute Der ganze Mäuseembryo mit dem Rattenherz.

Salk Institute… Foto: /Salk Institute Die Forscher Jun Wu (im Vordergrund) and Juan Carlos Izpisua Belmonte.

"Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, dass ein Organismus ein Organ bilden kann, das aus Zellen einer anderen Art besteht", sagt Studienletier Juan Carlos Izpisua Belmonte. "Unsere Ergebnisse machen Hoffnung darauf, die Entwicklung von Organen zu studieren und daraus neue Therapieformen zu entwickeln. Letztlich könnten wir das Wissen erlagen, wie man Organe für Transplantationen züchtet."

Von einem derartigen Einsatz ist diese Technik aber noch weit entfernt.
Ethische Aspekte

„Die grundlegende Frage hinter dieser Studie ist, wie wir den Mangel an Organen für Transplantationen bekämpfen können“, sagt Christiane Druml, Vorsitzende der Bioethikkommission. Denn trotz aller Bemühungen sterben Patienten, während sie auf ein neues Organ warten.

„Auf der einen Seite steht die Frage: Wird hier die natürliche Ordnung verletzt? Auf der anderen Seite muss man sehen, dass der Mensch immer schon tierische Produkte zur Heilung verwendet hat, etwa Insulin oder Herzklappen. Und es geht auch darum, wie sinnvoll diese Forschung medizinisch tatsächlich ist – und ob dadurch in Zukunft tatsächlich Leben gerettet werden können.“

Eine schnelle Antwort gebe es nicht: „Derartige Studien müssen von einem Dialog von Ärzten, Genetikern, Philosophen und Theologen begleitet werden. Einfache und rasche Antworten sind hier nicht möglich.“
(KURIER) Erstellt am 27.01.2017, 08:35
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Die neue Art des Kühlens - Material gibt Energie in den Weltraum ab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Feb 2017 12:52

http://www.n-tv.de/wissen/Material-gibt ... 96473.html
Die neue Art des Kühlens - Material gibt Energie in den Weltraum ab

Gigantische Mengen Strom sind weltweit nötig, um Computer oder Gebäude zu kühlen. Ginge das auch anders? Forscher tüfteln an kühlenden Oberflächen, die ohne Energie auskommen. Eine neue Folie kann gleichzeitig Sonnenlicht reflektieren und Wärme abgeben.

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Eine bestimmte Art von Folie auf der Oberfläche könnte künftig Gebäude oder Objekte kühlen - ganz ohne stromfressende Klimaanlagen. Die Folie sei chemisch so aufgebaut, dass sie gleichzeitig Sonnenlicht reflektiere und Wärme abgebe, schreiben US-Forscher im Fachmagazin "Science". Um etwa Gegenstände wie Computer während des Betriebs zu kühlen, wird eine Menge Energie benötigt. Fachleute suchen deshalb energiesparende Alternativen.
Das neue Material besteht aus einem Kunststoff-Polymer, in das Mikrokügelchen von Siliziumdioxid eingelassen sind.
Das neue Material besteht aus einem Kunststoff-Polymer, in das Mikrokügelchen von Siliziumdioxid eingelassen sind.
(Foto: Glenn Asakawa/University of Colorado/dpa)

Das Prinzip hinter dem neuen Material ist die sogenannte passive Strahlungskühlung: Es beruht auf der Tatsache, dass jeder Gegenstand Wärme in Form von Infrarotstrahlung abgibt. Ein kleiner Teil davon, nämlich Strahlung mit einer Wellenlänge von 8 bis 13 Mikrometern (Tausendstel Millimeter), kann die Atmosphäre durchdringen, ohne die Luft zu erwärmen. Die Strahlung gelangt also ungehindert in den -270 Grad Celsius kalten Weltraum.

Die Technik an sich ist nicht ganz neu. Den Autoren zufolge sind die meisten Materialien aber bislang nur nachts effizient oder recht teuer. Denn tagsüber machen die aufheizenden Sonnenstrahlen oft den kühlenden Effekt zunichte. Deshalb sei eine Struktur nötig, die sowohl in hohem Maße Wärmeenergie abgibt als auch so wenig wie möglich Sonnenlicht absorbiert, schreiben die Wissenschaftler um Yao Zhai von der Universität von Colorado in Boulder (US-Bundesstaat Colorado).
96 Prozent des Sonnenlichts wird reflektiert
Sun City, Arizona: Die Forscher probierten ihr Material an klaren Tagen unter freiem Himmel aus.
Sun City, Arizona: Die Forscher probierten ihr Material an klaren Tagen unter freiem Himmel aus.
(Foto: imago/JOKER)

Das neue Material der Forscher besteht aus einem Kunststoff-Polymer, in das Mikrokügelchen von Siliziumdioxid eingelassen sind. Das Material kann viel Energie in den Weltraum abgeben. Gleichzeitig sorgt eine 200 Nanometer dicke Silberbeschichtung dafür, dass 96 Prozent des Sonnenlichts reflektiert werden.

Die Forscher probierten ihr Material unter freiem Himmel an klaren Herbsttagen im US-Bundesstaat Arizona aus. Sie testeten eine Folie mit etwas über 20 Zentimeter Durchmesser in einem komplizierten Versuchsaufbau zur Mittagszeit. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die kühlende Wirkung des neuen Materials bei 93 Watt pro Quadratmeter lag. Und das geschah, obwohl die Sonne das Experiment mit mehr als 900 Watt pro Quadratmeter aufheizte.
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Schnell und günstig herzustellen

Die Forscher um Zhai betonen, dass ihre neue Folie relativ günstig und schnell herzustellen ist. Zudem sei sie sehr leicht und passe sich auch an gewölbte Oberflächen an.

Auf dem Feld der Strahlungskühlung wird derzeit intensiv geforscht. Bereits Ende 2014 stellten US-Forscher um Shanhui Fan von der Stanford Universität einen ähnlichen Ansatz vor. Ihr Material besteht aus mehreren Schichten Siliziumdioxid und Hafniumoxid, die Kühlungsleistung war allerdings wesentlich geringer.

Fan legte Ende vergangenen Jahres nach. Er stellte zusammen mit anderen Forscher im Fachmagazin "Nature Communications" einen sehr aufwendigen und teuren Apparat vor, der sein Inneres um bis zu 42 Grad unter die Umgebungstemperatur kühlen kann.
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Quelle: n-tv.de , Valentin Frimmer, dpa
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Haushalte verglichen - Verbrauchen Sie zu viel Strom ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Apr 2017 11:12

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
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Haushalte verglichen - Verbrauchen Sie zu viel Strom ?

Die Strompreise steigen - beständig. Da tut jeder Mehrverbrauch weh und man versucht Strom zu sparen. Aber wie hoch ist der jährliche Verbrauch überhaupt? Und ist er im Vergleich zu anderen Haushalten zu hoch oder eher gering?

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Steigende Stromkosten sind ein Ärgernis. Oft aber ist der Mensch selbst schuld an den hohen Ausgaben durch sein falsches Verhalten. Jetzt können Single-, Zwei-Personen- und Vier-Personen-Haushalte vergleichen, ob sie im Durchschnitt liegen.

Für den Stromspiegel 2017 des Bundesumweltministeriums und Branchenorganisationen wurden 161.000 Verbrauchsdaten und Vergleichswerte zusammengestellt. Das zeigt Haushalten an, ob sie einen vergleichsweise hohen Verbrauch haben und vielleicht öfters mal den Stecker ziehen sollten. So geht es: die eigenen Stromrechnung zur Hand nehmen und den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) heraussuchen.

Single-Haushalt

Wer in einem Ein- oder Zweifamilienhaus wohnt, in dem Strom nicht auch noch für die Warmwasserbereitung gebraucht wird, hat mit bis zu 1300 Kilowattstunden (kWh) im Jahr einen geringen Stromverbrauch. Ein mittlerer Verbrauch liegt bei 2000 bis 3000 kWh, sehr hoch wären über 4000 kWh. Im Mehrfamilienhaus liegen die Werte bei bis zu 800 kWh für geringen, bei 1200 bis 1800 kWh für mittleren Verbrauch sowie bei 2200 kWh und mehr für sehr hohen Verbrauch.
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Zwei-Personen-Haushalt

Im Ein- und Zweifamilienhaus gelten bis 2100 kWh als geringer Verbrauch, bis 3000 bis 3600 als mittlerer und mehr als 4400 kWh als sehr hoher Verbrauch. Im Mehrfamilienhaus stehen Werte von bis zu 1300 kWh für geringen Verbrauch, 2000 bis 2600 kWh für den mittleren und über 3100 kWh für sehr hohen Verbrauch. Strom für die Warmwasserbereitung wurde nicht einberechnet.

Vier-Personen-Haushalt

Bis zu 2900 kWh Verbrauch gelten hier als gering im Ein- oder Zweifamilienhaus. Der Höchstwert liegt bei mehr als 5900 kWh. Im Mehrfamilienhaus liegen die Werte für eine Wohnung dieser Haushaltsgröße zwischen 1900 für geringen Verbrauch und über 4500 kWh für sehr hohen Verbrauch.

Hier einen günstigen Stromanbieter finden

Quelle: n-tv.de , awi/dpa
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Heiß diskutierte Frage - Schadet Schnellladen dem Akku ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Mai 2017 23:32

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
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Freitag, 05. Mai 2017
Heiß diskutierte Frage - Schadet Schnellladen dem Akku ?

Von Klaus Wedekind

Immer mehr Smartphones bieten eine Schnelllade-Funktion. Das ist praktisch, weil man so zwischendurch in wenigen Minuten mehrere Stunden Laufzeit tanken kann. Aber ist das auf Dauer nicht schädlich für die Batterie?

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Jedes aktuelle Top-Smartphone bietet seinen Nutzern eine Schnelllade-Funktion und die Hersteller liefern gewöhnlich auch ein entsprechendes Netzteil mit. Qualcomm verspricht beispielsweise, bei seinem neuesten Chip Snapdragon 835 mit Quick Charge 4.0 in nur 5 Minuten bis zu 5 Stunden Laufzeit tanken zu können. Aber auch die Vorgänger-Version pumpt den Akku vier Mal schneller voll als herkömmliches Laden. Eigentlich ist dies eine tolle Sache. Denn schließlich geht vielen Smartphones bei intensivem Gebrauch schnell die Puste aus. Doch viele Nutzer sind misstrauisch und verwenden lieber ein älteres Ladegerät, weil sie fürchten, schnelles Laden lasse auch den Akku schneller altern. Ist das tatsächlich so oder machen sie sich grundlos Sorgen?
Wenn der Akku fast gefüllt ist, lädt er langsamer.
Wenn der Akku fast gefüllt ist, lädt er langsamer.
(Foto: kwe)

Eindeutig kann diese Frage wohl nicht geklärt werden. Wahrscheinlich gibt es einen negativen Effekt, es kommt aber darauf an, ob er groß genug ist, um einen Verzicht auf die Schnellladefunktion zu begründen. Hier lautet die Antwort eher Nein. Denn die Hersteller haben den Prozess so optimiert, dass die ungewünschten Auswirkungen möglichst klein gehalten werden.
Hitze schadet

Schädlich für Akkus sind vor allem hohe Temperaturen jenseits von 40 Grad Celsius, da dann die Zellen deutlich schneller oxidieren. Dies verhindern bei aktuellen Schnelllade-Funktionen aber Kühlsysteme und die Elektronik, die auch dafür zuständig ist, dass Spannung und Stromstärke immer im grünen Bereich bleiben. Das heißt, der Akku lädt nicht durchgehend mit Volldampf, sondern immer so schnell, wie es der jeweilige Füllstand erlaubt.

Regel-Elektronik und -Algorithmen werden dabei umso wichtiger, je mehr Leistung die Smartphone-Netzteile bieten und je höher die eingesetzten Stromstärken und Spannungen sind. Standard-Ladegeräte liefern bei 5 Watt Ausgangsleistung und 5 Volt Spannung Ladestromstärken von 1,5 Ampere. Neue Schnelllade-Geräte speisen Akkus mit rund 5 Ampere, wobei die Spannung bis zu 9 Volt und die Leistung bis zu 28 Watt betragen kann. Damit steigt die Gefahr der Überhitzung und starken Schädigungen bis hin zur Explosion der Batterie immens an, wenn Lade-Management und Bauteile nicht optimal arbeiten und aufeinander abgestimmt sind. Dabei sind übrigens Smartphones ohne Schnelllade-Funktion nicht gefährdet, deren Elektronik zieht sich bei Turbo-Netzteilen nicht mehr Strom als bei ihren herkömmlichen Geräten.
Hohe Energiedichte birgt Risiken
Qualcomms neuer Standard Quick Charge 4 soll 20 Prozent schneller als der Vorgänger laden, dabei aber 30 Prozent effizienter und 5 Grad kühler arbeiten.
Qualcomms neuer Standard Quick Charge 4 soll 20 Prozent schneller als der Vorgänger laden, dabei aber 30 Prozent effizienter und 5 Grad kühler arbeiten.
(Foto: Qualcomm)

Üblich bei Lithium-Ionen-Akkus ist das sogenannte IU-Ladeverfahren, bei dem die Batterie so lange mit einem konstanten Ladestrom bei steigender Spannung geladen wird, bis die zulässige Lade-Schlussspannung erreicht ist - ungefähr bei 70, 80 Prozent. Danach wird mit konstanter Spannung weitergeladen, wobei der Ladestrom immer weiter absinkt. Bei modernen Akkus mit hoher Energiedichte, die schnell geladen werden sollen, ist dieses Verfahren ebenso wenig ideal wie eine schlichte Stufenregelung.

Tatsächlich gingen Fachleute noch vor gar nicht allzu langer Zeit davon aus, dass schnelles Laden Smartphones wesentlich schneller altern lässt. Unter anderem warnte Ende 2014 Qnovo-Chef Nadim Maluf vor den Folgen dieser Technik in einem Blogeintrag. Doch der Batterie-Experte kündigte schon damals an, dass dieses Problem schon bald gelöst werden würde. Qnovo liefert seit 2015 unter anderem Software für das Akku-Management von Qualcomms Quick Charge.
Schneller, effizienter, kühler
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Geht dem Smartphone unterwegs der Strom aus, kann eine Powerbank den Akku des Mobilgeräts wieder aufladen. Foto: Andrea Warnecke 31.12.16 Mehr Puste für das Smartphone Tricks für längere Akku-Laufzeit

Bei aktuellen Schnelllade-Techniken messen Sensoren permanent Stromfluss, Spannung sowie Temperatur, und die Elektronik stellt sicher, dass die Werte immer im grünen Bereich bleiben. Algorithmen sind dafür zuständig, dass der Akku möglichst effizient zu jedem Zeitpunkt die für seinen aktuellen Zustand optimale Versorgung erhält. So sollen unter anderem Qualcomms Quick Charge 4.0, Samsungs Fast Charge oder Huaweis SuperCharge nicht nur schneller laden als vorangegangene Standards, sondern auch effizienter und damit kühler arbeiten. Das Resultat: Der Akku soll nicht oder nur geringfügig schneller altern als beim langsamen Laden.

So lange keine Langzeitmessungen vorliegen, kann nicht endgültig gesagt werden, ob auch moderne Schnellade-Verfahren Akkus nicht doch signifikant schneller altern lassen. Die Indizien sprechen aber dafür, dass die Hersteller die Probleme mit der Technik weitgehend in den Griff bekommen haben. Dafür spricht auch, dass es kaum Beschwerden von Nutzern gibt, die ältere Geräte mit Schnelllade-Netzteil betanken. Vermutlich ist der Nutzen der Funktion weit höher als ihre möglichen Nachteile. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn man ein Smartphone mit einem langsameren Netzteil lädt, wenn man keine Eile hat, beispielsweise über Nacht.

Quelle: n-tv.de
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SingularityU Summit in Berlin - Jetzt kommt das Silicon Valley zu uns

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Mai 2017 12:39

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http://www.n-tv.de/technik/Jetzt-kommt- ... 27953.html
Montag, 08. Mai 2017
SingularityU Summit in Berlin - Jetzt kommt das Silicon Valley zu uns

Von Carola Ferstl

Bis vor Kurzem war es unter Managern total angesagt, für eine Erfahrung in Sachen High Tech und Digitalisierung nach Kalifornien zu pilgern. Die Reise kann man sich ab sofort sparen.

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Pepper kann tanzen, Pepper kann Luftgitarre spielen, wenn er sich freut, dann blinken seine runden Auge in allen Farben des Regenbogens. Pepper ist ein humanoider Roboter. Und damit willkommen in der Zukunft.

Pepper begrüßte vor wenigen Tagen rund 300 Besucher des zweiten SingularityU Summit in Berlin. Die Bewegungen des rund ein Meter großen Roboters waren zwar noch recht mechanisch, seine Antworten stimmten nicht immer, aber sie machten das Motto des Treffens klar: Hier gibt es die Trends der nächsten Jahre zum Anfassen und Mitmachen.

Schon morgen werden Peppers Kollegen, die Mimik und Gestik ihres Gegenüber analysieren können und damit über die bisher bekannten Arbeitsmaschinen weit hinausgehen, viele Arbeiten in allen Lebensbereichen verrichten und dem Menschen das Leben vereinfachen. Die Verbesserungen in der Robotik sind exponentiell. Genau darum ging es in den zwei Tagen Anfang Mai im Congress Center am Berliner Alexanderplatz. Wie kann man die Welt mit exponentiellen Methoden wie Robotik oder Künstlicher Intelligenz retten? Nicht weniger hat sich die Singularity University nämlich auf die Fahnen geschrieben.

Die Urzelle der inzwischen weltweiten Netzwerks liegt im NASA Research Park in Mountain View in Kalifornien. Weltraum und Silicon Valley, schon der Ort zeigt den Anspruch des Non-Profit-Unternehmens das im Jahr 2008 von Ray Kurzweil und Peter Diamandis, zwei Tech-Pionieren, gegründet wurde. Jedes Jahr pilgern Manager aus der ganzen Welt zur Singularity University, um über die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Virtueller Realität und Robotik informiert zu werden.
Die Plätze sind rar

Nicht einmal 100 Menschen dürfen pro Jahr die nicht eben niedrigen Kosten von rund 25.000 Dollar, wenn man Flug und Hotel dazurechnet, für die 6-Tage-Kurse in Zukunftsvisionen zahlen. Die Warteliste ist trotzdem lang. Da lag es nahe, die Ideen der Singularity University auf Tour zu schicken.

Interessierte und sogenannte Alumni, also die Glücklichen, die bereits im Silicon Valley in der Singularity University waren, kamen an den zwei Tagen zusammen. Themen wie "Das Virtuelle Gehirn", "Ethik in der Robotik" oder "Mobilität in 2025" wurden diskutiert. In sogenannten "Deep Dives" konnten einzelne Fragen in kleinen Gruppen mit den klügsten Köpfen der Welt auf die Anwendungsmöglichkeiten heruntergebrochen werden.

"Wir wollen den Besuchern praktische Ideen mit auf den Weg geben – das ist der Unterschied des SingularityU Summits zu anderen Veranstaltungen", sagt Stephan Balzer, Deutschland-Statthalter der zukunftsweisenden Bildungsorganisation. In den Präsentationen wurde dann auch immer wieder Mut gemacht, etwas Eigenes zu starten. "Kennen Sie einen Bereich , wo es noch keine Sharing-Economy-Plattform gibt? Super, dann gründen Sie genau hier ein eigenes Unternehmen", so Amin Toufani, der Singularity-Strategie-Chef in seinem Vortrag.
Ableger in Berlin
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Der Summit konnte nur einen kleinen Eindruck der großen Ideen geben, die weltweit mit den Möglichkeiten der exponentiellen Technologien entwickelt werden. Wem das zu wenig ist, die Reise nach Amerika aber zu lang oder zu teuer, dem kann in Zukunft direkt in Berlin geholfen werden. Denn noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit SAP ein Ableger der Singularity University in der Hauptstadt entstehen. In wenigen Monaten sollen dann Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Schulungen und Workshops schicken können, um ihnen das exponentielle Denken und Arbeiten näherzubringen.

Sicherlich ein Schritt , der es immer mehr Menschen ermöglicht, die Ideen kennenzulernen, die noch an Science Fiction erinnern und morgen schon Realität sind. Nur so lassen sich ganze Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft "beamen". Ein paar CEOs reichen dazu nämlich nicht aus. Erst wenn das "Denken ohne Hindernisse" in der gesamten Organisation angekommen ist, gibt es exponentielle Veränderungen.
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Quelle: n-tv.de
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Weltpremiere in der Wüste - Bau des größten optischen Teleskops beginnt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Mai 2017 10:46

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http://www.n-tv.de/wissen/Bau-des-groes ... 52055.html
Sonntag, 21. Mai 2017
Weltpremiere in der Wüste - Bau des größten optischen Teleskops beginnt

In Chile wird auf einer Bergkuppe das größte optische Teleskop der Welt errichtet. Ab 2024 soll es neue Einblicke in ferne Galaxien ermöglichen, Dunkle Materie untersuchen und eine wichtige Frage beantworten: Wie steht es um Leben auf Exoplaneten?

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Ein abgelegener Berggipfel in Chiles Atacamawüste wird zum Zentrum eines weltweit einmaligen Projekts: Nach jahrelangen Vorbereitungen wird hier das größte optische Teleskop der Welt gebaut. Mit seinem Hauptspiegel von 39 Metern Durchmesser soll es als Riesenauge den Blick gen Himmel richten, um erdähnliche Planeten, Sterne und Galaxien zu beobachten. Mit dem Extremely Large Telescope (ELT) soll es auch neue Erkenntnisse über Dunkle Materie geben.

Der 3048 Meter hohe Armazones-Berg befindet sich 130 Kilometer südlich von Antofagasta im Norden Chiles. Vor zwei Jahren wurde die Spitze gesprengt, um eine Plattform für das Teleskop zu errichten. Am 26. Mai will Chiles Staatschefin Michelle Bachelet den Grundstein legen.
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Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär: Super-Teleskope in der Atacama-Wüste Von sehr groß bis revolutionär Super-Teleskope in der Atacama-Wüste

Ab 2024 soll das Teleskop hier sein erstes Sternenlicht einfangen. Das Projekt der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat in der Wüste einen idealen Standort gefunden. Dank der sogenannten Humboldt-Strömung ist die Region fast ständig wolkenfrei. Die Wolken bleiben entweder über dem Pazifischen Ozean oder auf der argentinischen Seite der Anden. In rund 90 Prozent der Nächte ist der Sternenhimmel in der äußerst sauberen und trockenen Wüstenatmosphäre zur Beobachtung frei.

"Der Sprung von den gegenwärtigen Teleskopen zum ELT ist etwa so groß wie der Sprung von Galileos Auge zu seinem Teleskop", erklärt Tim de Zeeuw, Generaldirektor der ESO. Der Hauptspiegel des ELT wird fünf Mal größer sein als bei den heute stärksten Teleskopen. Zudem wird er 13 Mal mehr Licht einfangen können, was viel schärfere Bilder ermöglicht.
Astronomen-Rennen um bewohnbare Exoplaneten

Eines der Hauptziele des Projektes ist die Erkundung von Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems, in denen es Leben geben könnte. Erst kürzlich machten Entdeckungen bei dem Roten Zwergstern Trappist-1 und bei dem Stern Proxima Centauri Schlagzeilen. Es findet zurzeit ein Astronomen-Rennen statt, um den ersten bewohnbaren Exoplaneten zu finden.
Bilderserie http://www.n-tv.de/mediathek/bilderseri ... 61321.html
Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0 Bewohnbare Exoplaneten: Auf der Suche nach der Erde 2.0

De Zeeuw ist der Ansicht, dass dieses Ziel im nächsten Jahrzehnt erreicht werden kann. "Es ist schon kurios, dass dieses Teleskop in einem der unbelebtesten Ecken der Welt, der Atacama-Wüste, uns dabei helfen kann, Lebenszeichen woanders zu finden", sagt der ESO-Generaldirektor.

Die ESO, die von 15 europäischen Staaten und Brasilien gegründet wurde und den Hauptsitz in Garching bei München hat, verfügt bereits über drei weitere Beobachtungsstandorte in der Atacama-Wüste. Unter anderem betreibt sie hier das Very Large Telescope (VLT), das leistungsfähigste Observatorium für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts.
Hauptspiegel misst 39 Meter

Das ELT wird mit fünf riesigen Spiegeln ausgestattet sein. Der größte, mit 39 Metern Durchmesser, wird aus rund 800 hexagonalen Teilstücken mit 1,4 Metern Durchmesser bestehen. Sie müssen perfekt zusammenpassen. Der niederländische Astronom De Zeeuw hat mit seinen Kollegen in jahrelanger Überzeugungsarbeit bei Politikern die 1,1 Milliarden Euro eingeworben, die zur Finanzierung notwendig sind. Das ELT-Projekt entstand Ende der 90er Jahre, als man sich in der Europäischen Südsternwarte fragte, ob es möglich sei, ein 100-Meter Teleskop zu bauen. Das würde aber drei bis vier Milliarden Euro kosten. Nun begnügt man sich mit 39 Metern Durchmesser.
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Das ELT ist aber nicht das einzige Projekt, um den Himmel besser zu erkunden. In den USA werden zwei Initiativen vorangetrieben, um öffentliche Gelder zum Bau von einem Riesenteleskop zu bekommen. Eine ist die des 30-Meter-Teleskops vom California Institute of Technology (Caltech), für das Hawaii als Standort ausgewählt worden ist. Das zweite Projekt ist das des Magellan-Riesenteleskops (GMT) der Carnegie Institution for Science, das mit seinem Spiegel von 24,5 Metern Durchmesser auch in Nordchile eingerichtet werden soll.

De Zeeuw glaubt, dass es für die Forschung durchaus nützlich sein kann, mehrere Riesen-Teleskope gleichzeitig zu haben. "Es handelt sich um eine freundliche Konkurrenz. Man arbeitet schneller und besser, wenn man mit jemandem konkurrieren muss. Das ist vorteilhaft für alle", betont er. Zwar wird es noch sieben Jahre bis zu den ersten Bildern des ELT dauern, aber nach Jahren des Bangens beginnt nun die entscheidende Etappe dieses Rekordprojekts.

Quelle: n-tv.de , Laura del Río und Juan Garff, dpa
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Warentest mit klarem Sieger - Wer hat das beste Mobilfunknetz ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Mai 2017 11:14

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
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http://www.n-tv.de/technik/Wer-hat-das- ... 58024.html
Warentest mit klarem Sieger - Wer hat das beste Mobilfunknetz ?

Stiftung Warentest ermittelt, welches deutsche Mobilfunknetz seinen Kunden den besten Empfang bietet. In der Stadt sind die Unterschiede relativ gering, auf dem Land zeigt eines der Netze aber deutlich mehr Löcher als die beiden anderen.

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Egal, mit welchem Unternehmen ein deutscher Nutzer einen Mobilfunkvertrag abschließt, er hat letztendlich immer nur die Wahl zwischen den Netzen von Telekom, Vodafone oder O2. Deshalb ist es auch für Kunden eines Billig-Anbieters interessant zu wissen, bei welchem der großen drei er die besten Internet- und Telefonverbindungen erhält. Stiftung Warentest hat dies für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift "test" ermittelt. Die Prüfer fuhren mit ihrem Messsystem knapp 3700 Kilometer über Autobahnen, Landstraßen und durch Innenstädte. Außerdem legten sie rund 2400 Kilometer auf der Schiene zurück, um die Qualität der Telefonnetze bei Zugfahrten zu testen.
Telekom in allen Bereichen schneller
Video http://www.n-tv.de/mediathek/videos/tec ... 97691.html
Funklöchern auf der Spur: Wer hat das beste Mobilfunknetz?
28.11.16 – 01:37 min
Funklöchern auf der Spur Wer hat das beste Mobilfunknetz?

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Deutsche Telekom habe den ersten Platz aus dem Jahr 2015 nicht nur verteidigt, sondern den Abstand zum Zweitplatzierten sogar etwas ausbauen können, schreibt Stiftung Warentest. "Webseiten und Daten laden schneller als bei der Konkurrenz, Youtube-Videos laufen häufiger in hoher Auflösung, Anrufe bauen sich schneller auf und bieten bessere Sprachqualität." Insgesamt reicht dies für die Gesamtnote 1,9.

Mit dem Qualitätsurteil 2,2 folgt Vodafone wie schon beim Test vor zwei Jahren mit ungefähr gleich gebliebenem Abstand auf dem zweiten Platz. Dessen Sprach- und Datenverbindungen sind zwar schneller und besser geworden, die Telekom hat ihr Netz aber auch weiter verbessert. Im Zug telefoniert es sich im Vodafone-Netz allerdings fast genauso gut wie im Netz des Testsiegers.
Deutliches Stadt-Land-Gefälle bei O2
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Deutlicher Sieger, klarer Verlierer: Wer hat das beste Mobilfunknetz? 29.11.16 Deutlicher Sieger, klarer Verlierer Wer hat das beste Mobilfunknetz?

O2 hat nach der Übernahme von E-Plus jetzt zwar deutschlandweit die meisten Nutzer, aber mit der Gesamtnote 2,6 ist das Netz des Marktführers nur "befriedigend". Das Problem ist vor allem ein deutlicher Rückstand beim LTE-Ausbau. Konkurrenzfähig sei O2 allein in Städten, schreibt Stiftung Warentest. "Auf dem Land besteht Nachholbedarf, und auch beim Telefonieren in Zügen schneidet das Netz eindeutig am schlechtesten ab."

Wie groß die Unterschiede zwischen den drei Anbietern sind, zeigen ein paar praktische Beispiele: Bei der Telekom luden die Tester eine 20 Megabyte große Datei in rund 8 Sekunden herunter. Bei Vodafone dauerte dies 13, im O2-Netz fast 22 Sekunden. Youtube-Videos empfingen die Prüfer mit einer Telekom-SIM-Karte zu 90 Prozent in HD-Auflösung, im Vodafone-Netz waren es noch fast 80 Prozent. Via O2 spielten nur 56 Prozent der Videos in hoher Qualität ab. Außerhalb von Städten scheiterte im O2-Netz bei mehr als 10 von 100 Versuchen das Laden einer Webseite, Telekom-Kunden dürfen sich dagegen über eine Fehlerrate von weniger als 1 Prozent freuen.

Quelle: n-tv.de , kwe
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CO2 direkt ins Gewächshaus - Luftsauger soll Erderwärmung aufhalten

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Jun 2017 18:46

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
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http://www.n-tv.de/wissen/Luftsauger-so ... 76187.html
Dienstag, 06. Juni 2017
CO2 direkt ins Gewächshaus - Luftsauger soll Erderwärmung aufhalten

Kohlendioxid gilt als Klimakiller Nummer eins. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. In der richtigen Dosis kann das Gas wie Dünger auf Pflanzen wirken. Umso besser, wenn es aus der Luft gewonnen wird, wie bei einem Pilotprojekt in der Schweiz.

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Die energieeffiziente Verbindung zwischen Fischaufzucht und Gemüseanbau wird bereits seit einigen Jahren als sogenanntes Aquaponic praktiziert und weiterentwickelt. Ein Pilotprojekt im schweizerischen Hinwil in der Nähe von Zürich könnte der Startschuss für eine neue Art und Weise des Gemüseanbaus mit gleichzeitigem Abbau des klimaschädlichen Kohlendioxids sein.

Die ursprüngliche Idee vor neun Jahren war, CO2 aus der Umgebungsluft zu filtern und damit das Pflanzenwachstum in Gewächshäusern anzukurbeln. Mit der Inbetriebnahme der ersten kommerziellen Anlage auf dem Dach der Müllverwertungsanlage des Zweckverbands Kehrichtverwertung Zürcher Oberland könnte sie nun zur Realität geworden sein. Direct-Air-Capture, kurz DAC, nennt sich das Verfahren, mit dem bis zu 900 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus der Luft gefiltert und als Rohstoff in Gewächshäusern zur Verfügung gestellt werden sollen.

Gebaut wurde die Anlage auf dem Dach der Müllverwertungsanlage in Hinwil von Climeworks, einem Maschinenbauunternehmen, das die beiden Ingenieure Christoph Gebald und Jan Wurzbacher bereits als Studenten erdachten und schließlich 2009 ins Leben riefen. Heute gehören mehr als 40 Experten zu Climeworks, die Anlagen zur CO2-Gewinnung aus der Luft entwickelnd und verkaufen. Ziel der Firma ist es, mit ihren Produkten bis 2025 ein Prozent der globalen CO2-Emissionen aus der Luft zu filtern. Dafür wären allerdings 250.000 Anlagen wie die in Hinwil nötig.
Wirklich rentabel?

Die Climeworks-Anlagen saugen die Umgebungsluft an und filtern das Kohlendioxid mittels chemischer Bindemittel heraus. Da die Konzentration von Kohlendioxid in der Umgebungsluft gering ist, müssen sehr große Luftmassen gefiltert werden – und das kostet Energie. Wegen der Frage nach der Effektivität ist das Verfahren bisher umstritten. Die Mitarbeiter von Climeworks wollen mit ihrer Anlage, die erst vor einigen Tagen den Betrieb aufgenommen hat, beweisen, dass sich das Direct-Air-Capture nicht nur lohnt, sondern tatsächlich auch umweltschonend ist.

Damit dieses Ziel erreicht wird, muss die Anlage ununterbrochen arbeiten. Dafür sind die CO2-Kollektoren so eingestellt, dass sie stets in unterschiedlichen Arbeitsphasen sind. Ist ein Filter mit Kohlendioxid gesättigt, wird er auf 100 Grad Celsius erhitzt. So wird das gebundene CO2 wieder freigesetzt und kann dementsprechend weiterverwendet werden. Die Energie für den Betrieb der Umgebungsluftpumpen und der Erwärmung der Filter speist die Anlage in Hinwil zu 80 Prozent aus der Abwärme der Müllverwertungsanlage, auf dessen Dach sie montiert ist.
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Die drei Schiffscontainer, in denen die 18 Kollektoren verbaut sind, stehen nur rund 400 Meter von den Gewächshäusern der Brüder Meier entfernt. In diese wird das hochreine CO2 mittels Leitungen direkt eingeleitet. "Die Nutzung von CO2 aus der lokalen Umgebungsluft passt zu unseren nachhaltigen Produktionsgrundsätzen und unterstützt die Vermarktung unserer Produkte", sagt Fritz Meier, der für die Gewächshausproduktion zuständig ist. Das Wachstum von Gurken oder Tomaten, die das Unternehmen für den schweizerischen Großhandel anbaut, kann dadurch um zirka 20 Prozent gesteigert werden. Bisher musste dafür ein Lastkraftwagen anrollen und den CO2-Tank auffüllen. In Zukunft will die Meier AG 900 Tonnen des Gases zu marktüblichen Preisen von Climeworks abkaufen. Das entspricht ungefähr den CO2-Emissionen von 200 Autos.

"Hoch skalierbare negative Emissionstechnologien sind zum Erreichen des 2-Grad-Ziels der Weltgemeinschaft unerlässlich", betont Christoph Gebald,Gründer und Geschäftsführer bei Climeworks. "Die DAC-Technologie bietet hierfür unzählige Vorteile und ist in Kombination mit unterirdischer Speicherung bestens geeignet."

Quelle: n-tv.de , jaz
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Multikopter überm Kopf - Was taugen Selfie-Drohnen ?

Beitragvon Gudrun Graf » 8. Jun 2017 21:47

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
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http://www.n-tv.de/technik/Was-taugen-S ... 72827.html
Multikopter überm Kopf - Was taugen Selfie-Drohnen ?

Sind Selfie-Drohnen nur ein unnützes Spielzeug oder können sie der besonders bei Touristen beliebten Foto-Stange den Rang ablaufen? Es kommt darauf an, wo man ist und wie viel man ausgeben möchte.

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Die Minikamera summt durch die Luft, macht einen Looping und schwebt dann auf der Stelle. Per Smartphone-Kommando schießt sie Fotos oder Videos. Und damit jeder Zeuge des digitalen Narzissmus' sein kann, landen die Bilder auf Wunsch noch während des Fluges in sozialen Medien.

Sogenannte Selfie-Drohnen versprechen ganz besondere Fotos aus neuen Perspektiven. Doch können sie wirklich den Selfie-Stick oder auch die "Vollpfostenantenne" ersetzen? So nennen einige die Teleskopstange, an der viele Touristen ihr Smartphone vor sich her tragen. Mit ein paar umständlichen Verrenkungen fotografieren sie sich selbst - vor dem Pariser Eiffelturm oder dem Brandenburger Tor in Berlin. Damit auch jeder weiß, dass sie wirklich da waren.

In Deutschland ist dieser Selbstdarstellungstrend nie wirklich angekommen. Der Selfie-Stick hat hierzulande einen schlechten Ruf. Die Mehrheit der Deutschen findet die Teleskopstangen nervig (68 Prozent) und peinlich (64 Prozent). Das hat eine repräsentative Online-Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens YouGov ergeben. Bringen jetzt die fliegenden Kameras den Durchbruch?
Günstig ist relativ

Die Produktbeschreibungen der Mini-Quadrokopter klingen nach einem Spielzeug, das Spaß machen kann. Sie heißen Air-Selfie, Revell C-me oder Elfie. Ihr Preis liegt zwischen 40 und 300 Euro. Dafür versprechen einige Hersteller einfache Bedienung, HD-Videos und sogar eine "Follow me"-Einstellung. Und was sagen Experten?

"Wenn Sie ein halbwegs anständiges Smartphone haben, wird das um ein Vielfaches bessere Fotos machen, als die Kamera einer vergleichsweise günstigen Drohne", sagt Daniel Schräder, Redakteur beim Online-Technik-Magazin "Techstage". "Günstig" sei in dem Fall jede Drohne unter 500 Euro.

Verspricht der Hersteller acht Megapixel, sagt das zunächst wenig aus. "Es kommt auch auf die Qualität der Linsen, auf die Größe und Qualität des Bildsensors an", sagt Daniel Schräder. Spart der Hersteller daran, gleichen die Bilder denen von billigen Handykameras.

Gesteuert werden die kleinen Flugkameras per Smartphone-App. Je nach Hersteller gibt es entweder ein Steuerkreuz auf dem Bildschirm oder man nutzt die Lagesensoren des Telefons. Als Funkverbindung zur Übertragung von Steuerkommandos und Fotos oder Videos werden die WLAN-Module in Drohne und Telefon genutzt. Entsprechend gering ist die Reichweite. Auch der Wind spielt eine Rolle. Im Gegensatz zum Selfie-Stick müssen die kleinen Kamera-Copter permanent Winde und Luftströmungen ausgleichen. Machen sie das nicht, verwackelt das Bild. Teure Modelle fliegen hier deutlich stabiler.
Nicht alles ist überall erlaubt

Einige Funktionen der Selfie-Drohnen verstoßen sogar gegen deutsche Gesetze. "Die Follow-Me-Einstellung, also dass die Handydrohne selbstständig hinter einer Person herfliegt, ist in Deutschland nicht zulässig", sagt Daniel Schräder. Der Nutzer muss das Gerät steuern und im Blick behalten.
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Für die Mini-Quadrocopter gilt unter anderem die neue Drohnenverordnung. Sie dürfen nicht höher als 100 Meter fliegen und niemanden gefährden. Das Fliegen über folgenden Gebieten ist tabu: Menschenansammlungen, Einsatzstellen von Polizei und Feuerwehr, Wohngrundstücke, Industrieanlagen, Kontrollzonen von Flugplätzen, Naturschutzgebiete und Bundes- oder Landesbehörden.

Generell sollten sich Nutzer genau überlegen, wo sie ihre Drohne fliegen lassen. Wer die Fotos ungeprüft in einem sozialen Netzwerk teilt, riskiert eine kostenpflichtige Abmahnung. "Auf den Bildern oder Videos darf kein urheberrechtlich geschütztes Material sein oder andere Personen, die nicht zugestimmt haben", sagt Julian Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Versicherung ratsam

Was bleibt also übrig vom fliegenden Selfie-Auge? Gerade bei den günstigen Modellen muss man Abstriche bei der Qualität der Fotos machen. Wer das nicht will, muss mehr Geld investieren. Leistungsfähige Video- und Foto-Drohnen wie DJIs Mavic Pro kosten mehr als 1000 Euro.

Zudem sollte man sich vor dem Kauf genau mit den rechtlichen Bedingungen auseinandersetzen. Insbesondere über Datenschutz- und Drohnengesetze sollten Nutzer gut informiert sein. Und weil die meisten Privathaftpflichtversicherungen nicht für Multikopter-Schäden aufkommen, sollte eine geeignete Versicherung abgeschlossen werden.

Quelle: n-tv.de , kwe/dpa
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Gudrun Graf
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Heimwerkerhilfe mit Röntgenblick - Walabot DIY kann durch Wände sehen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jun 2017 11:33

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/technik/Walabot-DIY- ... 80113.html
Heimwerkerhilfe mit Röntgenblick - Walabot DIY kann durch Wände sehen

Von Johannes Wallat

Der Walabot DIY ist ein Balkensucher mit Röntgenblick. Der kleine schwarze Kasten spürt Kabel, Metall, Holz und andere Gegenstände in Wänden auf und sendet Live-Bilder aufs Smartphone. Ein genialer Gehilfe für jeden Heimwerker.

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Wer in den eigenen vier Wänden gerne Löcher bohrt, Nägel klopft und Bilder, Hängeschränke oder Regale anbringen möchte, sollte besser wissen, was sich hinter Putz und Tapete befindet. Metallstreben oder Betonpfeiler, Kabel, Holzbalken oder Rohre sind für den Heimwerker meistens unsichtbar, und das kann böse Überraschungen zur Folge haben. Wäre es da nicht praktisch, einen Röntgenblick zu haben? Der Walabot DIY erfüllt diesen Wunsch und ist dabei spielend einfach zu bedienen.

Die einfachste Antwort auf die Frage, was der Walabot kann, lautet: Er schaut durch Wände. Das ist zwar vereinfacht ausgedrückt, denn tiefer als rund zehn Zentimeter kann der Walabot nicht schauen, kommt seiner Funktion aber sehr nah. Denn mit dem rechteckigen schwarzen Kasten, der ungefähr die Seitenlängen eines großen Smartphones hat und nicht viel dicker ist, können Heimwerker und Hobbybastler sehen, was ihnen sonst verborgen bleibt.
Einfache Bedienung
Der Walabot DIY wird per USB-OTG mit dem Smartphone verbunden.
Der Walabot DIY wird per USB-OTG mit dem Smartphone verbunden.
(Foto: jwa)

Dafür brauchen sie nicht mehr als die App, die es bisher nur für Android-Geräte gibt, und ein USB-OTG-fähiges Smartphone, das mit USB-Sticks, Kartenlesern und anderen Peripheriegeräten wie dem Walabot als Host kommunizieren kann. Über das beiliegende Verbindungskabel wird der Walabot mit dem Smartphone verbunden, ein Magnet hält ihn sicher am Handy-Rücken, auch bei einhändiger Bedienung.

Die App selbst ist weitgehend selbsterklärend, es gibt vier Anzeigemodi, die dabei helfen, Gegenstände in der Wand zu entdecken. Vor dem Start steht aber die Kalibrierung an: Jede neue Wand muss der Walabot erst im Normalzustand kennenlernen, indem man ihn in großen Schleifen über ein Stück der Wand fahren lässt. Keine Sorge: Im Test ging das auch bei glatt verputzten Wänden, ohne dass Schleifspuren zurückblieben. Trotzdem sollte man das vorsichtig und an einer unauffälligen Stelle testen. Nach der Kalibrierung erkennt der Walabot dann Unregelmäßigkeiten in der Wand, die dem Auge verborgen bleiben - dazu gehören auch Bewegungen von ungebetenen Gästen, zum Beispiel Ratten, Mäusen oder Wespen, die sich hinter einer Wand häuslich eingerichtet haben.
Blick in die Tiefe

Das funktioniert besonders gut bei Beton- und Trockenbauwänden aus Gipskarton, die eine gleichmäßige Struktur haben, aber auch bei Wänden mit der in Deutschland beliebten Raufasertapete. In der App können die Wandtypen ausgewählt werden, außerdem regelt ein Schieberegler die Empfindlichkeit des Sensors. Je nach Darstellungsmodus werden Gegenstände unterschiedlich angezeigt: entweder in Form einer Heatmap (Raw Data) oder grafisch und farblich nach Kategorien aufbereitet (Images). Sehr nützliches Extra: Eine Skala am rechten Bildrand zeigt an, wie tief in der Wand sich das Objekt befindet.
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Praktisch: Mit der Maps-Option können Wände gescannt werden, nach und nach entsteht auf dem Display ein Abbild der Wand mit allen verborgenen Elementen. Der Snapshot-Modus erstellt einen Screenshot des aktuellen Display-Inhalts, der dann mit anderen geteilt werden kann. Im Raw-Modus können Nutzer per Schieberegler die Empfindlichkeit des Sensors anpassen, das hilft dabei, ein klares Bild zu bekommen, auf dem weder zu viele und noch zu wenige Informationen gezeigt werden. Um die Intensität richtig einzustellen, hilft es, den Walabot über eine Stelle zu führen, hinter der ein Kabel oder ein anderer Gegenstand liegt, zum Beispiel in die Nähe eines Lichtschalters.

Ganz fertig ist Walabot DIY noch nicht, so gibt es zum Beispiel bisher keine deutschsprachigen Inhalte in der App. Auch das sogenannte Workshop-Angebot auf der Website des Herstellers mit kurzen Erklär-Videos wird noch ausgebaut. Trotzdem kann man das Gerät jetzt schon gut nutzen. Als kleiner Anreiz bietet der Hersteller den Walabot DIY aktuell für rund 100 Euro an, die reguläre Preisempfehlung liegt bei 200 Euro - inklusive 14 Tage Geld-zurück-Garantie.

Quelle: n-tv.de
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Ein Netz fürs ganze Haus - Ist Google Wifi eine WLAN-Revolution ?

Beitragvon Gudrun Graf » 1. Jul 2017 14:44

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/technik/Ist-Google-W ... 06604.html
Ein Netz fürs ganze Haus - Ist Google Wifi eine WLAN-Revolution ?

Von Klaus Wedekind

Ab sofort ist Google Wifi in Deutschland zu haben, das im Baukastenprinzip ein WLAN-Netz spannt. Was es kann und ob es vielleicht sogar besser als ein Fritzbox-WLAN-System funkt, hat n-tv.de ausprobiert.

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Das WLAN eines Routers hat nur selten genug Reichweite, um in Wohnungen oder gar Häusern in jeder Ecke noch eine gute Internetverbindung zu gewährleisten. Man kann das Netzwerk dann beispielsweise mit WLAN-Repeatern oder via Powerline über die Steckdosen erweitern. Aber dabei sinkt in vielen Systemen entweder mit wachsender Entfernung die Übertragungsrate oder es wird ein neues Netz gespannt, in dem sich ein Gerät erst wieder anmelden muss, um online zu gehen. Das will Google Wifi besser machen. Es spannt ein sogenanntes vermaschtes Netz (Mesh-Netzwerk) mit mehreren Knotenpunkten, die miteinander kommunizieren.
Gästen kann man den Zugang zu einzelnen Unterhaltungsgeräten gestatten, beispielsweise um ihre Musik abspielen zu können.
Gästen kann man den Zugang zu einzelnen Unterhaltungsgeräten gestatten, beispielsweise um ihre Musik abspielen zu können.

Bewegt sich ein Nutzer in einem Mesh-Netzwerk mit einem Gerät von Ort zu Ort, wird seine WLAN-Verbindung automatisch an den Knotenpunkt mit der stärksten Verbindung weitergegeben, ohne dass eine Neuanmeldung notwendig wird. Das Netzwerk hat eine gemeinsame SSID. Im Idealfall sinkt dabei die Übertragungsrate auch bei größerem Abstand zum Router nur wenig ab. Diese Technik ist nicht neu, sehr große Mesh-Netzwerke bietet beispielsweise der Freifunk. Bestehende Lösungen für die Heimanwendung sind aber relativ teuer, Google Wifi ist vergleichsweise günstig: Ein einzelnes Gerät kostet 140 Euro, im Doppelpack 250 Euro.
Im Handumdrehen eingerichtet

Die Einrichtung ist kinderleicht und erfolgt über die iOS- oder Android-App. Erstes Gerät am Router anschließen, QR-Code scannen, Namen und Passwort vergeben - das war's im Prinzip schon. Weitere Knotenpunkte fügt man ähnlich einfach und schnell hinzu. So etwas kann Google - das merkt man auch der App an, über die Geräte und Netzwerk verwaltet werden. Sie ist einfach, übersichtlich und liefert unkompliziert alle nötigen Informationen zur Funktion des Netzwerks. Dazu gehören die Verbindungsstärken der einzelnen Knotenpunkte oder die Übertragungsraten bei einem verbundenen Gerät - in Echtzeit oder über einen längeren Zeitraum hinweg. Außerdem kann man einen Gästezugang einrichten oder Zugangsbeschränkungen für Kinder festlegen. Gut ist, dass man die Lichter der kleinen, weißen Zylinder dimmen kann. Noch besser wäre, man könnte Google Wifi komplett abschalten, wenn man es nicht braucht, beispielsweise nachts.

Die Reichweite der Google-Wifi-Geräte ist nicht berauschend.
(Foto: kwe)

Zur Einrichtung benötigt man ein Google-Konto und nur der Konto-Inhaber kann weitere Administratoren hinzufügen. Die Verbindung von Smartphone zu den Knotenpunkten erfolgt dabei verschlüsselt. Google verspricht, außer Diagnosedaten nichts zu sammeln. Wer auch das nicht möchte, kann die Berechtigung dafür in den Einstellungen entziehen. "Wir verdienen Geld durch den Verkauf der Geräte", sagte ein Google-Manager bei der Präsentation. Das Prinzip, Daten für Werbung zu sammeln, gäbe es in diesem Fall nicht. Verbindungen zu Geräten werden je nach Position und Störeinflüssen automatisch im 2,4- oder 5-Gigahertz-Band aufgebaut. Außerdem sucht Google Wifi permanent nach dem Kanal, in dem am wenigsten andere Geräte funken.
Die Fritzbox kriegt das auch hin

So weit die Theorie - in der Praxis hat in der rund 80 Quadratmeter großen Test-Wohnung aber nicht alles so perfekt funktioniert wie erwartet. Denn die Reichweite eines Geräts ist relativ kurz. Weil der Router hinter einer tragenden Mauer steht, musste ein zweites Gerät schon in rund 5 Metern Entfernung platziert werden, um die Signalstärke hoch zu halten. Um auch den entferntesten Punkt der Wohnung mit akzeptabler Signalstärke zu erreichen, musste ein dritter Knotenpunkt installiert werden, wobei mangels Steckdosen kein idealer Aufstellort zu finden war. Die als Router eingesetzte Fritzbox Cable 7590 schafft diese Distanz im 2,4-Gigahertz-Netzwerk bei fast gleicher Übertragungsrate ganz alleine.
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Um in der gesamten Wohnung ein Mesh-Netz mit hoher Signalstärke zu spannen, waren insgesamt vier Knotenpunkte nötig. Dann aber funktionierte das Netzwerk nahezu perfekt. Die Verbindung blieb bei Bewegung konstant hoch, die Übergaben der Knotenpunkte erfolgten praktisch verzögerungsfrei.

Für Nutzer, die nur einen einfachen Router von ihrem Provider bekommen haben, ist Google Wifi so eine durchaus gute Lösung, um ein flächendeckendes WLAN-Netzwerk spannen zu können. Revolutionär ist das Prinzip aber nicht. Wenn sich eine neuere Fritzbox im Haushalt befindet, ist die Investition eher unnötig. Denn in Kombination mit Repeatern oder Powerline-Adaptern des Herstellers erzielt man ebenfalls unkompliziert und relativ günstig eine ähnliche Mesh-Abdeckung.

Quelle: n-tv.de
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Klebrige Strecke kein Problem - Wurmroboter bewegt sich durch Wachstum

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Jul 2017 11:38

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/wissen/Wurmroboter-b ... 48305.html
Klebrige Strecke kein Problem - Wurmroboter bewegt sich durch Wachstum

Ein bizarrer Wurmroboter könnte sich als sehr nützlich erweisen: Er bahnt sich schnell einen Weg über Hindernisse, sogar durch Klebstoff. Das ließe sich für Rettungseinsätze, bei der Erkundung unzugänglicher Räume oder in der Medizin nutzen. Wie funktioniert er genau?

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Forscher haben einen Roboter mit ungewöhnlicher Fortbewegung entwickelt: Die wurmartige Kunststoffapparatur erreicht Orte, indem sie wächst. Dadurch kann sie etwa klebrige Passagen überwinden, sich durch schmale Ritzen quetschen oder sonstige schwierige Umgebungen meistern - mit einer Geschwindigkeit bis 36 Kilometer pro Stunde. Elliot Hawkes und seine Kollegen von der Stanford University (US-Staat Kalifornien) verwenden einen weichen Kunststoffschlauch, der sich durch hineingepumpte Luft aufbläht. Damit könne man etwa in Wohnungen Gashähne zudrehen oder Brände löschen, erläutern sie im Fachmagazin "Science Robotics".
Der wachsende Roboter navigiert in einem Labyrinth.


Vorbild für den weichen Roboter ist die Natur: "Bestimmte Zellen und Organismen durchsteuern ihre Umgebungen nicht durch Fortbewegung, sondern durch Wachstum", schreiben die Wissenschaftler. Dazu zählen etwa Kletterpflanzen und Nervenzellen, die durch Gewebe wachsen, um sich zu verknüpfen.
Aufgeblasener Schlauch

Der Roboter besteht aus zwei Bereichen: die Basis mit Luftpumpe, Steuerventilen und einem zusammengefalteten Schlauch aus Polyethylen auf einer Spule. Der zweite Bereich ist der aufgeblasene Schlauch: Denn wird Luft hineingepumpt, stülpt der sich an der Spitze um und wird zu einer Art langem, flexiblem Luftballon mit einigen Zentimetern Durchmesser. In einem Versuch brachten die Forscher den Wurmroboter auf eine Länge von 72 Metern. Der Druck, mit dem die Luft hineingepumpt wird, bestimmt die Geschwindigkeit des Wachstums. Wird Luft herausgepumpt, zieht sich die Roboterspitze zurück.
Der Roboter "wächst" in eine Radioantenne.

Zudem lässt sich das Gerät präzise steuern. Dazu hat das Team kleine Luftkammern an den Seitenwänden eingebaut. Soll sich die Roboterspitze nach links bewegen, wird rechts mehr Luft hineingepumpt. Dadurch vergrößert sich die rechte Seite, die Spitze biegt nach links. Kleine Blechhaken in den Steuerungskammern, die einrasten können, sorgen dafür, dass der Schlauch in der gewünschten Krümmung stabil verharrt. Mit einer kleinen Kamera an der Spitze und einer entsprechenden Ablaufsteuerung kann sich der Roboter sogar selbstständig den Weg um Hindernisse bahnen.
Erkundung unzugänglicher Räume

In Videos zeigen die Wissenschaftler Anwendungen: Der Roboterwurm bewegt sich durch Klebstoff, über eine Wasseroberfläche oder zwängt sich durch winzige Ritzen. Er könnte mit wenigen Millimetern Durchmesser auch als Katheter im Körper eingesetzt werden oder – in größerer Ausführung – bei der Erkundung von Räumen, die sonst unzugänglich wären.
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Die Forscher lassen den Wurm unter einer Tür durchschlüpfen und einen Gashahn zudrehen. In einer anderen Szene ist der Schlauch mit Luft und Wasser gefüllt und wird über ein kleines Feuer geführt; die Flammen brennen ein Loch in den Schlauch und das Luft-Wasser-Gemisch löscht das Feuer. In einem weiteren Beispiel windet sich der Roboter mit einem Draht in die Höhe und bildet eine Antenne.

Wichtiger Vorteil des Roboters ist die Minimierung von Reibung: Nach Angaben der Forscher benötigt die Fortbewegung zwischen zwei klebenden Flächen nicht mehr Luftdruck als das Wachsen zwischen glatten, teflonbeschichteten Oberflächen.
Bilderserie
Hinter der Bar, am Kochtopf und auf dem Laufsteg: Roboter erobern die Welt Hinter der Bar, am Kochtopf und auf dem Laufsteg: Roboter erobern die Welt Hinter der Bar, am Kochtopf und auf dem Laufsteg: Roboter erobern die Welt Hinter der Bar, am Kochtopf und auf dem Laufsteg Roboter erobern die Welt
Der Roboter "wächst" in eine Radioantenne.
(Foto: E.W. Hawkes/dpa) http://www.n-tv.de/wissen/Wurmroboter-b ... 48305.html

Der wachsende Roboter navigiert in einem Labyrinth.
(Foto: L.H. Blumenschein/dpa)
http://www.n-tv.de/wissen/Wurmroboter-b ... 48305.html
Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Mieten all inclusive - Kommt die Flatrate für Strom und Wärme ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Aug 2017 12:36

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/ratgeber/Kommt-die-F ... 01121.html
Freitag, 25. August 2017
Mieten all inclusive - Kommt die Flatrate für Strom und Wärme ?

Nebenkosten im Mietvertrag inbegriffen: Manche Vermieter von Mehrfamilienhäusern bieten Pauschalmieten mit Flatrates an - die Solartechnolgie macht's möglich. Ist das ein Trend?

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Die Waschmaschine läuft, die Wohnung ist geheizt, warmes Wasser kommt aus der Dusche, das Essen steht auf dem Herd - und in der monatlichen Mietzahlung sind diese Kosten alle schon mit drin. Dieses Modell schwebt der Cottbuser Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen 1902 in Brandenburg vor. Zwei Mehrfamilienhäuser entstehen gerade - auf die Dächer sollen Solaranlagen für Wärme und Strom kommen. Pauschalmieten bieten auch andernorts Vermieter an. Noch sind das aber Ausnahmen in Deutschland.

Mit den künftigen Mietern in Cottbus soll für mehrere Jahre eine feste Miete vereinbart werden, die eine Flatrate für Wärme und Strom beinhaltet. 60 bis 70 Prozent des Verbrauchs soll die solare Eigenproduktion decken, wie der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Uwe Emmerling, erläutert. Für den Rest will die Genossenschaft selbst mit der Energiewirtschaft Verträge schließen. Die Mieter zahlen dann nur die Pauschalmiete und unterschreiben keinen eigenen Liefervertrag für Wärme und Strom.
Flatrates bisher absolute Ausnahme

Das Cottbuser Konzept stammt aus der Feder eines Solartechnikunternehmens im sächsischen Freiberg. Es gebe bereits weitere Anfragen für solche Flatrate-Konzepte, vor allem von Wohnungsgenossenschaften, sagt Inhaber Timo Leukefeld.

In Deutschland sind Mietverträge mit Flatrates bislang die "absolute Ausnahme", wie der Deutsche Mieterbund mitteilt. Das liege auch an den bestehenden Regelungen der Heizkostenverordnung, die eine verbrauchsabhängige Abrechnung vorschreibe. Es gebe aber Ausnahmen für Häuser, die durch Bauweise und Dämmung sehr wenig Wärme verbrauchen. Unter den Mietshäusern sind das zwar nicht viele, der Mieterbund geht aber davon aus, dass es in Zukunft mehr werden. Flatrates für Wärme seien bislang etwa aus Studentenwohnheimen bekannt. Der Mieterbund bezeichnet Flatrate-Modelle dann als sinnvoll, wenn es sich für Mieter finanziell rechnet.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hält speziell die in Cottbus angedachte Kopplung von Mietverträgen mit einer Stromflatrate für eine Ausnahme auf dem Markt. Prinzipiell müsse in Deutschland jeder Stromkunde einen eigenen Stromliefervertrag und einen eigenen Zähler haben und könne sich seinen Lieferanten selbst auswählen. Gerade bei Bestandsgebäuden seien solche neuen Mietmodelle deshalb kaum zu realisieren.

Einige Wohnungsbauunternehmen halten Flatrate-Modelle oder Pauschalmieten trotzdem für eine interessante Option, wie die Energie-Referentin Ingrid Vogler vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen erläutert. "Es gibt erste Fälle, ein großer Trend ist es aber nicht." Die Eigenproduktion von Wärme oder Strom hänge auch stark vom Standort ab. Ein Mehrfamilienhaus, das sich zu 100 Prozent selbst versorge, gebe es bislang nicht, sagt Vogler. Die Baukosten wären zu hoch - deshalb setze man auf einen Mix mit gelieferter Energie.
Weniger Geld für Warmwasser und Heizung

In Schleswig-Holstein wendet die Gewoba Nord Baugenossenschaft ein Flatrate-Mietmodell bereits an. Anders als bei den Cottbuser Plänen ist Strom aber nicht inbegriffen, sondern die Netto-Kalt-Miete und alle Betriebskosten inklusive Heizung. In der Gemeinde Harrislee, in Husum und in Schleswig wurden drei Wohnquartiere mit solarthermischen Anlagen für Wärme errichtet.

Die Produktion deckt etwa zu 75 Prozent den Verbrauch, so dass die Genossenschaft am Energiemarkt zusätzlich Wärme bezieht, wie Vorstandsmitglied Dietmar Jonscher erläutert. Die Kosten sind in der Miete inbegriffen. Dadurch, dass keine Zähler in den Wohnungen eingebaut sind und es keine Abrechnungen gibt, seien die Kosten für Warmwasser und Heizung niedriger als üblich. Das sei vor allem dann attraktiv, wenn die Heizkosten auf dem Energiemarkt steigen sollten.

Iris Behr vom Institut Wohnen und Umwelt GmbH - einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung des Landes Hessen und Darmstadt - geht davon aus, dass das Interesse der Wohnungswirtschaft am energieautarken Wohnen steigen wird. "Viele Unternehmen entdecken gerade das Thema Strom für sich", sagt die Prokuristin. Zudem wollten viele Bauherren so bauen, dass möglichst wenig Wärme verbraucht werden muss.
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Dass Vermieter verstärkt über Pauschal- oder Inklusivmieten nachdenken, sei auch der Versuch, weg vom Splitten der Kosten für eine Mietwohnung zu kommen. "Haushalte wollen vor allem wissen, was sie insgesamt für eine warme und helle Wohnung bezahlen müssen", sagt Behr. Für Mieter seien Warmmieten interessant, weil sie zur Planungssicherheit beim Energieverbrauch beitragen könnten.

Sowohl im Bereich Wärme als auch beim Strom gebe es aber noch viele juristische Unklarheiten. Gesetze seien nicht aufeinander abgestimmt, Regeln widersprächen sich oder fehlten, betont Behr.

Dass Sonnenenergie bei Mietshäusern im Blickpunkt ist, spiegelt sich auch in einem Bundestagsbeschluss vom Sommer wieder - zum sogenannten Mieterstrom. Dabei gibt es einen staatlichen Zuschuss für den Vermieter, wenn er den Strom der Solaranlage auf dem Dach an die Mieter verkauft.

Quelle: n-tv.de , Anna Ringle, dpa
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Alternative zum Handy-Akku - Lässt sich mit dem Körper Strom gewinnen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Sep 2017 10:52

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/wissen/Laesst-sich-m ... 37302.html
Sonntag, 17. September 2017
Alternative zum Handy-Akku - Lässt sich mit dem Körper Strom gewinnen ?

Bei schwacher Akkuleistung sind Powerbanks nicht mehr wegzudenken. Karlsruher Forscher finden, dass das Aufladen von Smartphones noch einfacher gehen sollte. Dafür wollen sie den eigenen Körper nutzen.

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Mit Klettverschlüssen befestigt der Forscher Christian Pylatiuk ein kleines Gerät an seinem rechten Bein. Rund 200 Gramm wiegt der Apparat, der beim Gehen automatisch Strom erzeugen soll. Der Träger soll davon nichts merken. Das Ganze ist allerdings noch ein Experiment. Große Strommengen kommen nicht heraus, nur ein paar Mikrowatt.
Forscher Pylatiuk präsentiert eine Orthese, die beim Gehen automatisch Strom erzeugen soll.

Pylatiuk und seine Kollegen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) forschen längst an weiteren Lösungen für "Energy Harvesting", der Energieernte. Sie entwickelten auch eine Prothese, die beim Auftreten oder Abrollen einen Kolben in einem Generator antreibt und somit Energie erzeugt. Das Marktpotenzial ist groß: Man könne den Mechanismus auch gut in einem Sportschuh unterbringen und einen Tempo-Trainer oder Leistungsdiagnostik damit betreiben, sagt Pylatiuk.

Die Idee, mit dem eigenen Körper Energie zu erzeugen, ist keinesfalls neu: Schon 2014 sammelten US-Erfinder per Crowdfunding Geld für einen Akku, der sich durch Körperbewegungen aufladen soll. Das Projekt stieß auf großes Interesse - in nur einem Monat konnten die Forscher dank privater Kleinfinanzierungen rund 310.000 US-Dollar (260.000 Euro) sammeln. Nach Herstellerangaben soll eine Stunde Bewegung oder Sport die Akkulaufzeit eines Smartphones im Normalbetrieb um bis zu eine Stunde, im Standby-Modus gar um bis zu fünf Stunden verlängern.
Günstige Batteriepreise sind Hürde

An der University of Texas in Dallas arbeiten Wissenschaftler an Garnen, die mit Hilfe von Elektrolyten durch Auseinanderziehen oder Verdrehen Strom erzeugen sollen. "Energiegewinnung durch menschliche Bewegungen ist eine Möglichkeit, um die Nachfrage nach Batterien zu beenden", sagt Ray Baughman, Direktor des NanoTech Instituts an der University of Texas.

Auch Robert Spanheimer vom Digitalverband Bitkom sieht Potenzial für solche Techniken: "Die Versorgung über die Stromleitung ist häufig aufwendig, Batterien sind wartungsintensiv." Der Experte warnt aber vor zu viel Euphorie: "Einige Entwicklungen stecken noch in den Kinderschuhen." Für die Weiterentwicklung sei insbesondere der rapide Preisverfall der Konkurrenztechnologie Batterie eine hohe wirtschaftliche Hürde.
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Peter Woias von der Universität Freiburg sieht die Technik kritisch. "Eine Technologie, die unbemerkt und in nennenswertem Umfang vom Menschen Energie erntet, kann es aus physikalischen Gründen nicht geben", sagt der Forscher vom universitären Institut für Mikrosystemtechnik "IMTEK". Zwar gesteht er der KIT-Prothese eine sehr respektable Leistung zu. Um ein Smartphone vollständig aufzuladen, müsste der Läufer aber für etliche Stunden ununterbrochen gehen. "Verluste in der Elektronik sind da noch nicht einberechnet", moniert Woias. Generell scheitern die meisten der "Energy Harvesting"-Projekte am menschlichen Körper daran, dass notwendige Generatoren zu groß und zu schwer für den Alltag sind.

Anders verhält es sich Woias zufolge beim sogenannten "Micro Energy Harvesting". Dabei werden keine großen Wattleistungen, sondern Mikro- und Milliwatt gewonnen, um Niedrig-Energiesysteme autark zu betreiben. Beispiele dafür sind Funkthermometer außerhalb des Hauses oder Reifendruckprüfer. Derzeit forscht Woias an Funkhalsbändern zur Beobachtung von Wildtieren. Dabei werden die Systeme mit der Körperenergie der Tiere betrieben. Der Wissenschaftler sieht auch Chancen für den Heimgebrauch, etwa um Haustiere zu überwachen.

Quelle: n-tv.de , Khang Nguyen, dpa
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Warentest findet üble Mängel - Überwachungskameras oft selbst nicht sicher

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Okt 2017 13:38

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/technik/Uberwachungs ... 55706.html
Warentest findet üble Mängel - Überwachungskameras oft selbst nicht sicher

Stiftung Warentest überprüpft vernetzte Überwachungskameras, die eigentlich Wohnungen und Häuser sicherer machen sollen. Doch Stiftung Warentest findet bei mehreren Geräten Mängel, die diese selbst zum Sicherheitsproblem machen.

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Mit dem Internet verbundene Überwachungskameras haben zum Teil erhebliche Sicherheitsmängel offenbart. Das zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 16 Überwachungskameras zu Preisen von 34 bis 315 Euro in der Oktoberausgabe der Zeitschrift "test". Wer die Anschaffung einer solchen Kamera plant, sollte besonders auf Datenschutz und Datensicherheit Wert legen, raten die Warentester.

Das Prinzip vernetzter Überwachungskameras ist die bequeme Sicherheit: Über eine App auf dem Smartphone können Bewohner von unterwegs prüfen, was daheim los ist. Schlägt die Kamera Alarm, wird man sofort per App benachrichtigt. Entsprechend hoch sollten wegen so sensibler Informationen eigentlich die Sicherheitsstandards sein.
Anfänger-Passwort

Drei Kameras fielen besonders negativ auf: die Outdoor-Kameras Instar IN-5905 HD und Technaxx TX-67 und die Überwachungskamera für Innenbereiche Instar IN-6014 HD. Sie hatten unsichere Zugangsdaten voreingestellt. Bei einer der Kameras waren Nutzername und Passwort ab Werk mit dem Wort "admin" gesichert. Die Nutzer jener drei Geräte wurden bei der Einrichtung zudem nicht aufgefordert, sich eigene Zugangsdaten auszudenken, um den Zugriff auf ihre neue Kamera abzusichern. Die drei Kameras bekamen deshalb die Note "mangelhaft". Fremde könnten derart schlecht gesicherte Kameras leicht kapern und deren Besitzer über das Netz durch die Kameralinse ausspähen.

Generell gilt: Käufer sollten beim ersten Start ihrer netzfähigen Überwachungskamera immer direkt einen individuellen Nutzernamen und ein sicheres Passwort festlegen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt für Passwörter Kombinationen mit mindestens acht Zeichen, die Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen enthalten und nicht im Wörterbuch stehen.
Unverschlüsselte Daten
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Die Mehrzahl der Kameras fiel auch negativ auf, weil sie Daten unverschlüsselt sendeten. Manche übertrugen etwa Zugangsdaten ohne Verschlüsselung von den Anwender-Apps oder über den Webbrowser. Nur sechs Geräte bewerteten die Tester in diesem Punkt als "unkritisch". Noch ein Makel: Die meisten Geräte ließen den Experten zufolge ihre Netzwerkzugänge unnötig offen. Hacker hätten so leichtes Spiel.

Im Test lieferten die meisten Überwachungskameras zwar brauchbare Bilder. Überzeugend sei die Qualität aber nur selten gewesen. Auch die Bedienung könnte technische Laien vor Probleme stellen, vermuten die Tester. Dabei bieten die Geräte nützliche Funktionen, die jedoch korrekt justiert werden sollten. So lassen sich bei manchen Geräten etwa Privatzonen festlegen, in denen die Kamera nicht filmt.

Vier Kameras benoteten die Tester mit "gut", sechs Mal vergaben sie ein "befriedigend", drei Geräte waren "ausreichend". Testsieger für den Außenbereich war die Cam Outdoor von Nest (2,2), im Innenbereich lag die Arlo Q Plus von Netgear (2,1) vorn.

Quelle: n-tv.de , kwe/dpa
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Schwarzer Schmetterling zeigt es - Wie Solarzellen effizienter werden könn

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Okt 2017 10:31

FORSCHUNG - TECHNIK - ENERGIE
http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Solarzell ... 97268.html
Montag, 23. Oktober 2017
Schwarzer Schmetterling zeigt es - Wie Solarzellen effizienter werden können

Schwarze Schmetterlinge können besonders effizient Sonnenlicht absorbieren und das liegt nicht nur an bestimmten Farbpigmenten. Vielmehr haben die Flügelschuppen Löcher, die das Licht einfangen. Lässt sich diese Struktur für Solarzellen nutzen?

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Inspiriert von schwarzen Schmetterlingen haben Forscher ein besonders effizientes Material für Solarzellen entwickelt. Sie haben sich von dem Falter "Gewöhnliche Rose" (Pachliopta aristolochiae) die Mikrostruktur der Flügel abgeschaut, wie die Forscher um Hendrik Hölscher vom Karlsruher Institut für Technologie im Fachblatt "Science Advances" schreiben. Sie hoffen, mit ihrer Erfindung eines Tages mehr Strom aus Solarpaneelen gewinnen zu können.
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Unser Zentralgestirn, die Sonne, ist ein Bündel an Energie. Der Mensch nutzt diese bereits seit einigen Jahren, um daraus Strom zu gewinnen. Das geschieht hauptsächlich auf zwei Arten: Die eine ist ... ... die sogenannte Solarthermie. In Sonnenwärmekraftwerken werden die Strahlen der Sonne mit Spiegeln in einem Brennpunkt gebündelt. Damit werden hohe Temperaturen von mehr als 1000 Grad erzeugt, die Wasser verdampfen lassen. Der Dampf treibt eine Turbine an, welche mittels eines Generators Strom erzeugt. Die andere Methode ist die ... ... Photovoltaik. Bei ihr wird mit Solarzellen - etwa aus Silizium - Strom ohne Umwege aus dem Sonnenlicht gewonnen. Diese Art der Stromerzeugung ist bei den größten Solarkraftwerken der Welt die am häufigsten eingesetzte. Kommen wir nun zu den ... ... zehn größten Solarkraftwerken der Welt. Das vorweg: Der hier auf einem Satellitenbild zu sehende Solarpark bei Senftenberg in Brandenburg - der größte Deutschlands - gehört nicht dazu. Zwar hat er eine beeindruckende Leistung von ... Wettrennen um den Spitzenplatz Die zehn größten Solarkraftwerke der Welt

Die Flügel der Schmetterlinge absorbieren einen großen Teil des Sonnenlichts. Deshalb sind sie besonders schwarz. Lange Zeit dachte man den Forschern zufolge, dass das hauptsächlich an bestimmten Farbpigmenten liegt. Doch auch eine sehr spezielle Struktur der Schuppen auf den Flügeln spielt eine große Rolle. "Das macht 30 bis 40 Prozent des Absorptionsvermögens aus", sagt Hölscher.
Löcher fangen das Licht

Deshalb nahmen die Forscher die Schuppen der Schmetterlinge genauer unter die Lupe. "Wir wollten genau verstehen, worauf es dabei ankommt." In den Schuppen sind winzige Löcher, die weniger als einen halben Mikrometer groß sind. Sie geben zum einen Stabilität, zum anderen sorgen sie dafür, dass mehr Licht absorbiert wird: "Sehr einfach gesprochen: Das Licht wird gefangen", erklärt Hölscher.

Die Flügel der "Gewöhnlichen Rose" absorbieren Licht fast komplett. Das funktioniert den Forschern zufolge besonders gut, wenn die Löcher zwar zufällig verteilt sind, große und kleine Löcher aber in einem bestimmten Verhältnis zueinander vorliegen.
Lichtabsorption kann sich verdreifachen
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Die Forscher entwickelten eine Technik, um die besondere Oberfläche der Schmetterlingsflügel mit einem verhältnismäßig einfachen Verfahren aus Silizium nachzubauen. Dadurch konnten sie die Lichtabsorption im Vergleich zu Oberflächen ohne Löcher je nach Wellenlänge um bis zu 200 Prozent steigern. "Herkömmliche Solarzellen haben zwar keine Löcher, nutzen aber andere Tricks, um die Leistung zu verbessern", sagt Hölscher.

Bei der Photovoltaik wird Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umgewandelt. Dabei regen Photonen des einfallenden Sonnenlichts ein Elektron in dem Solarmodul an - es fließt Strom. Je mehr Photonen dabei von einer Solarzelle eingefangen werden, desto mehr Strom kann erzeugt werden.

Wie viel effizienter das neue Material ist, muss sich aber erst noch zeigen. "Im Prinzip funktioniert das Material auf einer Solarzelle. Noch gibt es aber keinen Prototyp, den man der Industrie vorführen könnte", sagt Hölscher. Im Labor habe das System aber funktioniert.

Quelle: n-tv.de , Valentin Frimmer, dpa
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