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Wie eine dünne Haut - Tarnkappe macht kleine Dinge unsichtbar

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Sep 2015 11:02

bild Tarnkappe macht kleine Dinge unsichtbar.jpg
bild Tarnkappe macht kleine Dinge unsichtbar.jpg (57.32 KiB) 5171-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Tarnkappe-macht-kleine-Dinge-unsichtbar-article15952116.html
Wie eine dünne Haut - Tarnkappe macht kleine Dinge unsichtbar

Sich selbst oder Gegenstände verschwinden zu lassen, das ist ein alter Menschheitstraum. Es gibt schon erste Tarnkappen, mit denen im Labor etwas versteckt werden kann. Nun finden Forscher einen ganz neuen Weg - maßgeschneidert und vorerst nur für kleine Objekte.


Eine neuartige, hauchdünne Tarnkappe kann kleine Gegenstände unsichtbar machen. Im Gegensatz zu früheren, meist klobigen Ansätzen schmiegt sich die neue Tarnkappe wie eine dünne Haut an das zu verbergende Objekt. Allerdings müssen die optischen Eigenschaften der Tarnhaut für jeden Gegenstand sorgfältig maßgeschneidert werden, wie die Entwickler um Xiang Zhang von der Universität von Kalifornien in Berkeley im US-Fachblatt "Science" berichten.

Tarnkappen sind ein alter Menschheitstraum und Stoff für allerlei Zaubergeschichten. Statt der Magie bedienen sich Forscher für moderne Tarnkappen-Varianten sogenannter Metamaterialien. Diese künstlich hergestellten Werkstoffe haben optische Eigenschaften, die in der Natur so nicht vorkommen und können zum Beispiel Licht um ein Objekt herumlenken. Allerdings funktioniert das meist nur mit Licht einer bestimmten Farbe und nicht für größere Gegenstände.
Winzige Goldantennen

Zwar hatten Karlsruher Forscher kürzlich auch größere Objekte unsichtbar gemacht, ihre Technik lässt sich aber wiederum nur im Nebel oder in ähnlich optisch diffusen Umgebungen wie Milchglas anwenden. Das Team um Zhang wählte einen anderen Ansatz: Statt das Licht um das Objekt herumzulenken, verändert ihre Tarnkappe die Art und Weise, wie Licht von dem Objekt reflektiert wird. Dazu sitzen auf der Oberfläche der Tarnkappe zahlreiche winzige Goldantennen, die Licht aufnehmen und wieder abstrahlen. Form und Größe der Antennen bestimmen dabei die genaue Weise, wie das Licht wieder abgestrahlt wird. Zahl und Form der Antennen werden so genau der Form des zu versteckenden Objekts angepasst, dass die Abstrahlung wirkt, als sei das Licht von der Fläche reflektiert worden, auf der das nun unsichtbare Objekt liegt.
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Die Forscher demonstrierten die Funktion mit einem 0,036 Millimeter kleinen Plättchen, auf das runde Erhebungen von einem tausendstel Millimeter Höhe aufgebracht waren. Diese künstliche Mikro-Landschaft überzogen sie mit einer maßgeschneiderten Tarnkappe, die mit einer Dicke von 80 Nanometern rund tausendmal dünner war als ein menschliches Haar. Tatsächlich blieb das Mini-Objekt in Versuchen mit rotem Licht unsichtbar.

Nach Ansicht der Forscher lässt sich dieses Prinzip auch für größere Objekte anwenden. Allerdings funktioniert es nicht für das komplette sichtbare Spektrum. Und ein Mensch dürfte sich mit seiner maßgeschneiderten Tarnkappe nicht bewegen - durch die dabei unvermeidbare Veränderung seiner Form verlöre sie sofort ihre Wirkung.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Verräterische Mikrobenwolke - Bakterien-Fingerabdruck in Luft nachweisbar

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Sep 2015 10:07

bild Verräterische Mikrobenwolke.jpg
bild Verräterische Mikrobenwolke.jpg (18.48 KiB) 5164-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Bakterien-Fingerabdruck-in-Luft-nachweisbar-article15985121.html
Verräterische Mikrobenwolke - Bakterien-Fingerabdruck in Luft nachweisbar

Schon bald könnte Ermittlern ein neues Instrument zur Identifizierung Krimineller zur Verfügung stehen. Denn jeden Menschen umgibt eine einzigartige Mikrobenwolke. Doch das neue Verfahren birgt Probleme. Die Bakterien verraten weit mehr als ein Fingerabdruck.



Jeder Mensch hat eine für ihn typische Mikroben-Mixtur. Nach einer neuen Studie hinterlassen Menschen ihren individuellen Cocktail nicht nur an Gegenständen, sondern auch in der Luft. "Wir hatten erwartet, dass wir das menschliche Mikrobiom in der Luft aufspüren können, aber wir haben überrascht festgestellt, dass wir die meisten Probanden anhand ihrer Mikrobenwolke sogar identifizieren konnten", berichtet James Meadow von der Universität Oregon in Eugene (USA).

Die Mikrobiologen, die ihre Arbeit nun im Online-Journal "PeerJ" veröffentlichen, setzten für den Test nacheinander elf Menschen in ein keimfreies Einzelzimmer. Binnen anderthalb bis vier Stunden hatten sie so viel Material gesammelt und untersucht, dass sie fast alle Mikrobenwolken eindeutig einem Probanden zuordnen konnten. Die Forscher nutzten zur Bestimmung der Bakterienarten ein sehr effizientes Verfahren: Sie analysierten bei allen Mikroben den gleichen kleinen Genabschnitt, der sich bekanntlich bei den meisten Arten etwas unterscheidet (16S-Sequenzierung).
Sensible Informationen enthalten

Er ist wie ein Strichcode auf einem Preisschild ein einfaches Erkennungsmerkmal für viele Bakterienarten. Auf diese Weise untersuchten die Forscher zudem die Bakteriengesellschaft der Luft in einem identischen leeren Zimmer sowie in der aus Frischluft- und Abluft-Rohren. Jeder Mensch gibt täglich Millionen Bakterien an seine Umwelt ab. Viele davon, wie die Rachenbewohner Streptokokken, oder Propioni- oder Corynebakterien, die auf der Haut vorkommen, sind im und am Menschen allgegenwärtig. Doch die jeweilige Mischung dieser Bakterien variiert von Mensch zu Mensch.
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Inzwischen versuchen Forscher, sich das Phänomen auch in der Forensik zunutze zu machen, um etwa Verbrecher nicht mehr allein anhand ihrer Fingerabdrücke oder der DNA zu identifizieren - sondern möglicherweise auch an deren individueller Mikrobenmischung. Die Verfahren sind allerdings noch nicht ausgereift und massentauglich. Außerdem kann es Probleme geben, weil sensible, auch auf Krankheiten hindeutende Werte dabei zu finden sind. US-Forscher aus Illinois gingen deshalb jüngst einen anderen, unverfänglicheren Weg: Sie untersuchten die Schuhsohlen von Konferenzteilnehmern aus Vancouver, Washington DC und Kalifornien und konnten allein anhand der anhaftenden mikrobiellen Bodenspuren zuweisen, wer an welchem Ort gewesen war.

Quelle: n-tv.de , ail/dpa
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Thermomix-Ersatz von Aldi und Lidl - Was taugen die Discount-Küchenmaschin

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2015 07:10

Was taugen die Discount-Küchenmaschinen.jpg
Was taugen die Discount-Küchenmaschinen.jpg (38.74 KiB) 5146-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/ratgeber/Was-taugen- ... 02831.html
Donnerstag, 08. Oktober 2015
Thermomix-Ersatz von Aldi und Lidl - Was taugen die Discount-Küchenmaschinen ?

Von Isabell Noé

Braucht man einen Thermomix? Unbedingt, sagen die, die schon einen haben. Leider ist der multifunktionale Küchenhelfer unverschämt teuer. Aldi Süd und Lidl bieten Alternativen zum Bruchteil des Preises an. Aber können die auch was?



Vorbei sind die Zeiten, als Küchenmaschinen nur kneten, häckseln und reiben können mussten. Vorwerk hat mit seinem "Thermomix" das Produktsegment neu definiert. Der Alleskönner kann nicht nur beim Kochen helfen – er kocht auch selbst. Das Schnitzel muss man sich zwar selber in der Pfanne braten, den dazugehörigen Kartoffelsalat kann man aber bequem im Thermomix herstellen – inklusive der dazugehörigen Mayonnaise. In Portugal steht der Thermomix bereits in 40 Prozent aller Haushalte. In Deutschland verkaufte sich das neueste Modell, der TM5, binnen eines Jahres schon weit über eine Million Mal. Und das trotz aktuell zwei Monaten Wartezeit und vor allem trotz des üppigen Preises von genau 1109 Euro.
Screenshot: Die Studio-Küchenmaschine gibt es nur bei Aldi Süd.
Screenshot: Die Studio-Küchenmaschine gibt es nur bei Aldi Süd.

Geht's nicht eine Nummer kleiner? Ja, sagen Lidl und Aldi Süd und präsentieren ihre Interpretationen der kochfähigen Küchenmaschine. Bei Aldi Süd ist seit heute ein Thermomix-Klon der Eigenmarke Studio zu haben. Und Lidl schickte schon am Montag den Silvercrest Monsieur Cuisine SKMH 1100 A1 ins Rennen, online ist das Gerät bereits ausverkauft. Muss man das bedauern oder ist die Discount-Variante ohnehin ihr Geld nicht wert? 199 Euro rufen Aldi Süd und Lidl für ihre Maschinen auf, das sind 910 Euro weniger als der TM5 kostet. Aber Elektroschrott möchte man für diesen Preis auch nicht in die Küche stellen.
Drei Jahre Garantie

Handfeste Praxistests der beiden Geräte gibt es bislang noch nicht. Ob die Billig-Maschinen robust sind, lässt sich also noch nicht sagen. Allzu große Risiken wird man beim Kauf wohl nicht eingehen, denn Aldi und Lidl geben jeweils drei Jahre Garantie. Vorwerk beschränkt sich auf die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung von zwei Jahren.

Im Funktionsumfang nehmen sich die Geräte erstmal nicht besonders viel. Mit allen kann man kochen, dampfgaren, dünsten, mixen, zerkleinern, rühren und pürieren. Das Aldi-Modell kann wie der Thermomix auch emulgieren. Alle kommen mit den nötigen Einsätzen, Aufsätzen und Spateln. Beim TM 5 umfasst der Mixbehälter 2,2 Liter, die Geräte von Aldi und Lidl haben mit jeweils zwei Litern etwas weniger Kapazität.
Screenshot: Lidls Silvercrest ist online bereits ausverkauft.
Screenshot: Lidls Silvercrest ist online bereits ausverkauft.

Optisch unterscheiden sich die Discountermaschinen - bis auf die Farbgebung – deutlich vom TM5. Beim Silvercrest ist der Edelstahltopf seitlich neben dem Display angebracht, beim Aldi Studio fällt vor allem die Waage rechts neben dem Behälter ins Auge. Für sie braucht man allerdings noch ein Extra Gefäß. Beim Thermomix ist die Waage so ins Gerät integriert, dass man die Zutaten direkt in den Topf werfen kann. Das spart Zeit und Abwasch. Das Lidl-Modell hat keine eigene Waage.
Thermomix ist am bequemsten

Das Novum des TM5 ist sein Touchscreen. Über ihn lassen sich nicht nur Kochzeit, Temperatur und Drehzahl regulieren, sondern auch Rezepte anzeigen. Bei der sogenannten Guided-Cooking-Funktion werden die nötigen Einstellungen dann auch ganz automatisch vorgenommen. Das ist bequem, zeitsparend und natürlich idiotensicher. Die Küchenmaschinen von Aldi und Lidl bieten diesen Luxus nicht. Hier muss man für die einzelnen Schritte Schalter und Knöpfe betätigen. Immerhin gibt es ein blaues Display, das Kochzeit, Temperatur und Geschwindigkeit anzeigt.

Auch bei den übrigen Funktionen muss man gewisse Abstriche machen. Eine extra Knetstufe, mit der beispielsweise Brotteig in Profiqualität gelingt, findet man bei den Discountervarianten nicht. Außerdem fehlt bei den Maschinen von Aldi und Lidl ein Messer-Rückwärtslauf. Das integrierte Messer dreht sich also, anders als beim TM5, nur ein eine Richtung und zerkleinert so beim Rühren weiter. Das ist ungünstig, wenn beispielsweise ein Nudelgericht oder ein Risotto vor sich hinköchelt und nur noch bewegt werden muss.
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Bei den reinen Leistungsdaten nehmen sich der Thermomix und der Silvercrest nichts. Sie kochen mit 1000 Watt und mixen mit 500 Watt. Aldis Studio kommt beim Kochen nur auf 700 Watt, ist dafür aber in einem anderen Bereich im Vorteil: Sein Temperaturspektrum variiert zwischen 30 und 120 Grad. Damit ist er dem TM 5 ebenbürtig. Die Lidl-Maschine kocht dagegen nur mit bis zu 100 Grad. Es dauert also länger, bis Gerichte fertig sind. Beim Dampfgaren sollen aber 120 Grad erreicht werden. Trotz der längeren Kochzeit ist der Timer knapper bemessen. Er läuft bei den beiden Discountermodellen nur maximal 60 Minuten, beim Thermomix lassen sich Garzeiten bis zu 99 Minuten einstellen. Was Putzmuffel interessieren dürfte: Der Mixtopf des Thermomix ist spülmaschinenfest. Die Edelstahlbehälter bei Aldi und Lidl müssen per Hand gereinigt werden.

Fazit: Wer täglich kocht und die Maschine dabei gerne auch mal länger aus den Augen lässt, ist mit dem teuren Thermomix wahrscheinlich doch am besten beraten. Auch wenn es schnell gehen soll, ist das Vorwerk-Produkt erste Wahl. Als Einsteigergeräte und für gelegentliche Nutzung dürften die Küchenhelfer vom Discounter aber ihren Zweck gut erfüllen – und das zu einem Bruchteil des Preises. Das Modell von Aldi Süd kommt beim Leistungsumfang etwas näher an das Original heran.

Quelle: n-tv.de
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Strom ohne Netz: Mini-Wasserkraftwerk für unterwegs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Okt 2015 13:23

Mini-Wasserkraftwerk für unterwegs.jpg
Mini-Wasserkraftwerk für unterwegs.jpg (23.15 KiB) 5134-mal betrachtet

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... unterwegs/
Strom ohne Netz: Mini-Wasserkraftwerk für unterwegs
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 11.02.15 10:59 Uhr | 9 Kommentare

Ein tragbares Mini-Wasserkraftwerk erzeugt auch in kleinen Gewässern Energie. Der Rotor schwimmt einfach im Wasser und kann per Kabel direkt als Stromquelle genutzt werden. Er soll in Ufergebieten ohne Stromanschluss den Diesel-Generator ersetzen.
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Ein tragbares Mini-Wasserkraftwerk könnte die Energieversorgung in Gegenden ohne Stromanschluss revolutionieren. Die Rotorturbine passt in einen Schwimmring und kann in Flüssen und an Küsten Strom erzeugen. Ein Anschluss an das Stromnetz ist dazu nicht nötig: Das Kraftwerk kann einfach zu Wasser gelassen und per Kabel direkt als Stromquelle genutzt werden.

Die Hersteller haben damit nach eigenen Angaben vor allem eine Lösung für ländliche Gebiete entwickelt, die keinen Anschluss an das Stromnetz haben. Auch für einsame Waldhütten oder Camping-Ausflüge in die Natur sei der Rotor geeignet. Hier kann er etwa Diesel-Generatoren oder ähnliche Strom-Ersatzlösungen umweltfreundlich ersetzen.

Selbst kleine Flüsse mit geringer Strömung reichen demnach aus, um mit einer Leistung von 300 bis 500 Watt etwa einen kleine Kühlschrank, eine Heizung oder einen Camping-Herd zu betreiben.

Nach Angaben der internationalen Energie-Behörde IEA haben weltweit immer noch 1,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zum Stromnetz. 300 Millionen dieser Menschen leben jedoch in der Nähe von Flüssen. Für diese Menschen könnte der tragbare Rotor eine Stromversorgung und damit eine Verbesserung der Lebensbedingungen darstellen. Licht, Kühlschränke, Wasserpumpen oder auch Kommunikationstechnologie könnten so unabhängig von Wetter, Treibstoff und komplizierter Technologie betrieben werden.

Rotor ist nicht das einzige Produkt seiner Art, wie dieses Video zeigt:
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... salen.html

Kleines Wasserkraftwerk, die Mobile Miniturbine - YouTube
Video zu "mobile Kleinkraftwerke"▶ 3:27
www.youtube.com/watch?v=jMrxNbK3cpg

kleinkraftwerke mobile wind solargenerator
http://german.alibaba.com/goods/small-p ... rator.html

Themen: Bayern, Elektrizität, Energie, Generator, Innovation, München, Rotor, Strom, Stromnetz, Turbine, Wasserkraft
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Wasserkocher im Test - Hier wird es heiß

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Nov 2015 10:22

Wasserkocher im Test.jpg

http://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-wird-e ... 66271.html
Dienstag, 03. November 2015
Wasserkocher im Test - Hier wird es heiß

Ob für das Nudelwasser oder den heißen Tee - Wasserkocher bieten eine energiesparende und schnelle Alternative, um Wasser zu erhitzen. Dementsprechend verbreitet sind sie in deutschen Haushalten. Öko-Test hat sich die Geräte genauer angeschaut.

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Im Test gab es die meisten Punktabzüge für Geräte, deren Gehäuse im Betrieb zu heiß – mehr als 85 Grad - wurden.
Im Test gab es die meisten Punktabzüge für Geräte, deren Gehäuse im Betrieb zu heiß – mehr als 85 Grad - wurden.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Gerade einmal drei Minuten braucht ein durchschnittlicher Wasserkocher, um normal temperiertes Wasser zum Kochen zu bringen. Damit sind die Heißmacher in Hinblick auf Zeit und Energieverbrauch alternativlos. Kein Elektro-, Ceranfeld- oder Induktionsherd schafft es schneller. Dementsprechend verbreitet sind Wasserkocher in Deutschland.

Die Zeitschrift Öko-Test hat sich 15 von ihnen mit einem Füllvolumen von 1,5 bis 1,7 Litern genauer angeschaut – mit gemischtem Gesamtergebnis. Immerhin wurden zwei mit "sehr gut", fünf mit "gut", fünf mit "befriedigend" und drei mit "ausreichend" bewertet. Dabei zeigte sich wieder einmal: Gute Qualität muss nicht teuer sein.
Öfter mal entkalken

Allerdings hat der durchschnittliche geringe Anschaffungswert auch zur Folge, dass defekte Geräte meist sofort weggeworfen statt repariert werden. Was in Hinblick auf die Müllproduktion verheerend ist. Dabei lässt sich die Lebensdauer bereits dadurch verlängern, indem der Wasserkocher regelmäßig mit Zitronensäure oder Essig entkalkt wird. Verkalkung ist auch dadurch zu reduzieren, dass das Gerät immer vollständig entleert wird.

Im Test gab es die meisten Punktabzüge für Geräte, deren Gehäuse im Betrieb zu heiß – mehr als 85 Grad - wurden. Zwar ist dies bei keinem getesteten Wasserkocher am Griff der Fall, aber eben am Gehäuse. Ein Kocher sonderte nach dem Aufkochen innerhalb von 48 Stunden Nickelmengen ab, welche über dem erlaubten Grenzwert lagen.
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Von zusätzlichen Funktionen wie Warmhalten oder Temperaturregeln halten die Tester wenig. Da die Geräte nur sehr wenig Zeit benötigen, um Wasser zu erhitzen, ist eine Warmhaltefunktion Energieverschwendung. Die Temperaturregelung erwies sich bei einigen der fünf getesteten Heißmachern als wenig genau.

Testsieger und mit "sehr gut" bewertet wurden der Bosch Styline TWK8613P (rund 62 Euro) und der deutlich günstigere Tefal Express K0 299831, der bereits für 19,99 Euro zu haben ist.

Quelle: n-tv.de , awi
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Soundbars und -plates im Test - Guter TV-Sound ist nicht teuer

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Nov 2015 10:49

Guter TV-Sound ist nicht teuer.jpg
Guter TV-Sound ist nicht teuer.jpg (25.69 KiB) 5101-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/technik/Guter-TV-Sou ... 50561.html
Soundbars und -plates im Test - Guter TV-Sound ist nicht teuer

Stiftung Warentest prüft, welche Zusatz-Lautsprecher unter oder vor dem Fernseher den besten Klang bieten. Der Testsieger ist teuer, aber guten Sound gibt's schon für rund 250 Euro.

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Egal, wie smart, scharf oder schlank Fernseher noch werden: Ihr Klang bleibt bescheiden. Erst mit separaten Lautsprechern wird das Heimkino auch zum Klangerlebnis. Am besten sind 5.1-Anlagen, praktischer und günstiger sind Soundbars oder -plates, die vor beziehungsweise unter dem Fernseher für den guten Ton sorgen. Stiftung Warentest hat jeweils neun Geräte getestet. Dabei war der Klang das wichtigste Kriterium, aber auch Handhabung, Stromverbrauch und Vielseitigkeit flossen in die Endnote ein. Insgesamt vergaben die Tester neun Mal die Note Gut, neun Geräte schnitten befriedigend ab.

Den besten Ton (Einzelnote 1,6) bescheinigt Stiftung Warentest der Soundbar Bose CineMate. Sie ist allerdings recht mager ausgestattet und mit einem durchschnittlichen Preis von 580 Euro ziemlich teuer. Mit der Gesamtnote 2,3 reichte es für Bose auch nur zum zweiten Platz im Test. Den Sieg teilen sich die Soundbars LG LAC850M und Samsung HW-J650, die Stiftung Warentest jeweils mit der Note 2,2 bewertete.

Das LG-Gerät kostet im Schnitt 400 Euro und kann Musik vom Netzwerkserver oder aus dem Internet streamen. Der Klang des Lautsprechers ist "farbig und ausgewogen", der kräftige Bass neigt laut Stiftung Warentest aber etwas zum Dröhnen. Samsungs Bar ist ebenfalls streamingfähig und spielt MP3-Dateien via USB-Ausgang ab. Die Prüfer bescheinigen ihr einen ausgewogenen Klang mit weichen Bässen. Mit 485 Euro liegt ihr mittlerer Preis aber deutlich über dem der LG-Konkurrentin.
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Die beste Soundplate ist zugleich eine der günstigsten Zusatz-Lautsprecher im Test. Die JBL Cinema Base erhielt die Gesamtnote 2,3, für den Ton vergaben die Prüfer eine 2,1. Sie klingt harmonisch und ausgewogen, ihr Bass ist etwas schlank, dafür kommen Stimmen gut rüber. Die JBL-Bar glänzt außerdem mit dem niedrigsten Stromverbrauch. Ihr durchschnittlicher Preis beträgt 263 Euro, im Online-Handel gibt es das Gerät für weniger als 250 Euro.

Ebenfalls gut klingt die Sony HT-XT3, die auch übers WLAN streamen kann. Sie hat einen mittleren Preis von 460 Euro, im Internet ist sie für knapp 400 Euro erhältlich. Platz 3 bei den Soundplates belegt die Teufel Cinebase. Sie klingt farbig und angenehm und Stimmen sind bei ihr gut differenzierbar. Ihr Bass ist ausgewogen und glänzt in den sehr tiefen Bereichen. Mit durchschnittlich 600 Euro ist die Berliner Soundplate allerdings das teuerste Gerät im Testfeld, auch online wird sie kaum günstiger angeboten

Quelle: n-tv.de , kwe
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Das Ur-Kilogramm verliert Masse - Wie viel wiegt ein Kilo ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Nov 2015 19:32

Das Ur-Kilogramm verliert Masse.jpg
Das Ur-Kilogramm verliert Masse.jpg (35.25 KiB) 5083-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wie-viel-wieg ... 11711.html
Montag, 09. November 2015
Das Ur-Kilogramm verliert Masse - Wie viel wiegt ein Kilo ?

Wie schwer ist eigentlich ein Kilogramm? Die Frage wirkt wie ein schlechter Scherz. Doch sie ist berechtigt - nicht zuletzt, weil das Ur-Kilogramm schwindet. Ein Experte sagt: "Das ist magisch."

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Die Herren von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig haben sich Zeit genommen. Sie ahnen wohl, dass der Laie an diesem Thema zu kauen hat. Es geht um das Kilogramm, eine der sieben Basiseinheiten, die die Welt messbar machen. Neben dem Kilogramm sind das Sekunde, Meter, Ampere, Kelvin, Mol (Stoffmenge) und Candela (Lichtstärke).

Das System ist im Grunde einfach, jedes Kind lernt es schnell: Ein Meter ist 100 Zentimeter lang, und eine Minute hat 60 Sekunden. Dabei ist genau festgelegt, wie schwer beispielsweise ein Kilogramm ist. Trotzdem suchen spezialisierte Physiker nach neuen Definitionen für einige dieser Einheiten. Denn ganz so stabil, wie das System scheint, ist es nicht.
Ein Stück Metall als Maßstab

Aber der Reihe nach. Die Frage nach der Masse des Kilogramms scheint sich auf den ersten Blick zu erübrigen. Ein Kilo Mehl ist ein Kilo Mehl. Punkt. Leider ist es ein wenig komplizierter. Schließlich ist das Kilogramm eine willkürlich gewählte Größe. Die Welt würde nicht aus den Fugen geraten, wenn es etwas leichter oder schwerer wäre. Tatsächlich aber steht, streng gesichert, in Paris das sogenannte Ur-Kilogramm, ein wenige Zentimeter großes Metallstück.

Über Umwege sind alle Waagen auf dieses Unikat kalibriert. Das Ur-Kilogramm wurde im Jahr 1889 bei der 1. Generalkonferenz für Maß und Gewicht in Paris festgelegt. Die Idee von allgemeingültigen Maßeinheiten war nicht neu. "Man braucht ja eine Vergleichseinheit", sagt der Physikhistoriker Dieter Hoffmann vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Dabei ist es durchaus gewagt, ein nahezu weltweit geltendes Gewichtssystem auf einem einzelnen Stück Metall basieren zu lassen. "Stellen Sie sich vor, wenn das mal kaputt geht", sagt der Physiker Arnold Nicolaus von der PTB.
Immer leichter, das ist Pech
Eine Siliziumkugel wird der neue Standard.
Eine Siliziumkugel wird der neue Standard.
(Foto: picture alliance / dpa)

Neben diesem Risiko gibt es ein weiteres Problem mit dem Ur-Kilogramm: Es wird tendenziell immer leichter. Dass das passiert, ist offenbar schlichtweg Pech. Ende des 19. Jahrhunderts wurden mehrere Ur-Kilos hergestellt, und eines davon zum Maßstab erhoben, wie PTB-Sprecher Jens Simon erklärt. Einige der Ur-Kilo-Vorläufer seien stabil. Doch das auserwählte Stück Metall verliert aus bislang unerfindlichen Gründen Masse - 50 Millionstel Gramm in hundert Jahren. "Das ist magisch." Aber was ist schon dabei?

Da alle Gewichte von diesem Ur-Kilogramm abhängen, werden sie praktisch langsam schwerer. Alle Waagen würden über die Jahre hinweg nicht mehr korrekt das Gewicht anzeigen. Sie müssten in regelmäßigen Abständen neu auf das schwindsüchtige Ur-Kilogramm kalibriert werden. Spätestens im Jahr 2018 soll Schluss sein mit dem Pariser Ur-Kilogramm als Standard. Dann soll auf der 26. Generalkonferenz für Maß und Gewicht eine neue, weltweit gültige Definition des Kilogramms verabschiedet werden. Schon jetzt steht fest: Künftig wird die Gewichtseinheit nicht mehr an einem einzelnen Gegenstand hängen.
Paradigmenwechsel mit Silizium

Wie das gehen soll? Physiker Nicolaus ist maßgeblich an den vorbereitenden Experimenten für die Neudefinition beteiligt. In einem exakt temperierten Raum ist ein komplexes Experiment aufgebaut, in dessen Zentrum spiegelnde Kugeln aus Silizium stehen, die an ein Boule-Spiel erinnern. Die wertvollste kostet rund eine Million Euro. Die Wissenschaftler an der PTB können solche Kugeln ganz präzise herstellen und vermessen. So können sie errechnen, aus wie vielen Silizium-Atomen eine solche Kugel besteht. Davon lässt sich ableiten, wie schwer ein einzelnes Atom ist. Diese Masse wird zu einem bestimmten Zeitpunkt - durch Schwankungen des Ur-Kilogramms ändert sie sich ständig - ein für alle Mal in Stein gemeißelt. Im Umkehrschluss ist damit bekannt, wie viele Silizium-Atome es für ein Kilogramm braucht. Vereinfacht gesagt ist dadurch das Kilogramm universell festgelegt.
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Internationale Streitfrage: Was ist ein Kilogramm? 09.07.10 Internationale Streitfrage Was ist ein Kilogramm?

In den kommenden Monaten sollen in Braunschweig zwei besonders reine Siliziumkugeln vermessen werden. Davon erhoffen sich die Forscher noch präzisere Ergebnisse. Jedes gut ausgerüstete Labor mit dem nötigen Wissen könnte sich ein allgemeingültiges Kilogramm künftig theoretisch selbst herstellen. Mit der Neudefinition des Kilogramms schwindet die Abhängigkeit vom schwindsüchtigen Pariser Vorbild, wie PTB-Sprecher Jens Simon erklärt. Es ist von einem Paradigmenwechsel die Rede.

Probleme mit der Stabilität ähnlich wie beim Kilogramm gibt es auch bei anderen Basiseinheiten. Forscher tüfteln ähnlich an Lösungen. Beim Meter ist man dabei schon vor Jahrzehnten zu einem Ergebnis gekommen: Der Ur-Meter, eine Art Metallstab, wurde durch eine Definition ersetzt, die auf der Lichtgeschwindigkeit beruht.

Quelle: n-tv.de , Valentin Frimmer, dpa
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Stanford-Wissenschaftler testen »Tricorder« zur Tumorsuche

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 20:07

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11.11.2015


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Stanford-Wissenschaftler testen »Tricorder« zur Tumorsuche
Redaktion

Forscher der amerikanischen Universität Stanford testen eine neue »Tricorder«-Technologie, mit der sich anormale Materie aus einiger Distanz aufspüren lässt. Durch das Manipulieren von Mikrowellen und Ultraschall sollen sich auf diese Weise verborgene Plastiksprengstoffe aufspüren lassen, aber auch Krebs in der Frühphase soll so entdeckt werden können.



Das neue »Funkfrequenz/Ultraschall-Hybridbildgebungssystem« basiert auf Ideen der Wissenschaftler Amin Arbabian und Pierre Khuri-Yakub. Es soll aus der Distanz Fremdkörper in unterschiedlicher Materie entdecken können, etwa in Wasser, Erde oder Gewebe.



Stanfords Elektroingenieure haben das Gerät im Rahmen eines Projekts der amerikanischen Behörde Darpa gebaut, einer Unterabteilung des Verteidigungsministeriums. Ziel war es, ein System zu entwerfen, das unterirdisch versteckte Plastiksprengstoffe aufspüren kann. Herkömmliche Metalldetektoren schlagen bei dieser Art von Sprengstoff nicht an.



Auf der Suche nach dem Sprengstoff war es wichtig, dass der Detektor nicht die Oberfläche berührt. Entsprechend war dies die Hauptaufgabe des Teams, das seine Forschungsergebnisse kürzlich auf dem International Ultrasonics Symposium in Taipeh vorstellte.



Damit der »Tricorder« verborgene Objekte »hören« kann, entwickelten die Forscher eine Technologie, die auf den Grundprinzipien der Physik basiert – nämlich dem Umstand, dass elektromagnetische Stimulation Materialien dazu bringt, zu expandieren und zu kontrahieren. Dabei entstehen Ultraschallwellen, die auch an der Oberfläche registriert werden können.



»Auf einem Schlachtfeld würden die Mikrowellen das verdächtige Gebiet erhitzen. Der schlammige Boden würde expandieren und dabei den Kunststoff drücken. Pulsierende Mikrowellen würden eine Reihe von Ultraschallwellen erzeugen, die sich registrieren und auswerten ließen, sodass man die Anwesenheit vergrabener Plastiksprengstoffe feststellen könnte«, hieß es in der Pressemitteilung von Stanford.



Damit sich dieser Prozess auf eine gewisse Distanz durchführen lässt, baute das Stanford-Team »kapazitive mikrobearbeitete Ultraschallwandler«, um die Unterschiede bei den Schallwellen erfassen zu können.



»Dass das Instrument niemals das eigentliche Objekt berührt, macht den Tricorder zum Heiligen Gral der Detektionsgeräte«, sagte Arbabian. »Alle Messungen erfolgen durch die Luft. In diesem Bereich haben wir die größten Fortschritte erzielt.«


Dass sich Gegenstände aus der Entfernung aufspüren lassen, wird nach Einschätzung der Forscher auch die Möglichkeiten, Tumore in Patienten zu entdecken, deutlich verbessern. Bislang haben die Experimente großes Potenzial gezeigt.



Das Stanford-Team hat mithilfe von Mikrowellen aus etwa 30 Zentimeter Entfernung fleischähnliches Gewebe, in dem ein »Zielobjekt« implantiert worden war, erhitzt. Die Hitze führte dazu, dass sich das Ziel zusammenzog und Ultraschallwellen aussendete, die dann von den Wissenschaftlern gemessen wurden, ohne dabei das »Fleisch« zu berühren.



»Wir glauben, wir könnten Instrumente entwickeln, die so sensibel sind, dass sie die Präsenz von Tumoren und vielleicht auch anderer Gesundheitsanomalien enthüllen könnten, und das deutlich eher als derzeitige Aufspürsysteme, nicht-intrusiv und mithilfe eines tragbaren Geräts«, so Arbabian.



Nach Einschätzung des Teams wird diese Technologie irgendwann tragbar sein und noch dazu kostengünstiger als die Alternativen.



»Wir arbeiten seit etwas über zwei Jahren daran«, sagte Khuri-Yakub. »Wir befinden uns noch in einer frühen Phase, sind aber zuversichtlich, dass diese Technologie in fünf bis zehn oder 15 Jahren praktisch anwendbar und weit verbreitet sein wird.«


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Keine verkeimten Bildschirme mehr - Forscher entwickeln berührungslose Dis

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Nov 2015 11:35

Forscher entwickeln berührungslose Displays.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-entw ... 35556.html
Donnerstag, 12. November 2015
Keine verkeimten Bildschirme mehr - Forscher entwickeln berührungslose Displays

An öffentlichen Touchscreens wie Bank- und Fahrkartenautomaten ist die Belastung mit Bakterien besonders hoch. Und das Smartphone ist laut Experten als Infektionsquelle so gefährlich wie öffentliche WCs. Berührungslose Displays sollen helfen. Aber wie soll das funktionieren?

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Der Siegeszug des Smartphones wäre ohne das Touchscreen-Display undenkbar. Einfach per Fingertipp auf dem Bildschirm die Nummer wählen oder eine Nachricht schreiben - unkomplizierter geht's kaum. Hygienischer dagegen schon. Denn durch das ständige "Getouche" sammeln sich Bakterien und Keime auf dem Bildschirm - Experten stufen das Smartphone als Infektionsquelle gar als genauso gefährlich ein wie öffentliche Toiletten. Wie wäre es also mit einem Display, das man beim Bedienen gar nicht mehr direkt berühren muss?
Bettina Lotsch vor einer Projektion, auf der eine Abbildung eines Prototyps eines Feuchtesensors zu sehen ist.
Bettina Lotsch vor einer Projektion, auf der eine Abbildung eines Prototyps eines Feuchtesensors zu sehen ist.
(Foto: dpa)

"Touchless" nennen das die Forscher. Am Max-Planck-Institut (MPI) für Festkörperforschung in Stuttgart und der LMU München sind sie dem berührungslosen Display jetzt einen großen Schritt nähergekommen. Die Wissenschaftler haben Nanostrukturen entwickelt, die auf Feuchtigkeit ansprechen, die der menschliche Körper abgibt. Dabei machen sie sich eine Eigenschaft des Menschen zunutze, die im Alltag oft eher lästig ist: das Schwitzen.

"Man muss allerdings gar nicht schwitzen, die normale Feuchtigkeit, die den Finger umgibt, reicht", erklärt MPI-Forscherin Bettina Lotsch. Durch winzige Poren in der Haut gibt der Körper ständig Wassermoleküle ab. So reicht es, den Finger bis auf wenige Millimeter dem Display zu nähern, um ein Signal auszulösen - und so das Smartphone zu bedienen.
"Antwort liegt im Millisekundenbereich"
Mit einem feuchteempfindlichen Dünnfilm beschichteter Silicium-Wafer.
Mit einem feuchteempfindlichen Dünnfilm beschichteter Silicium-Wafer.
(Foto: dpa)

Grundlage der berührungslosen Displays ist Antimon-Phosphorsäure, ein bei Zimmertemperatur kristalliner Feststoff. "Von diesem Material weiß man schon länger, dass es Feuchtigkeit gut aufnehmen kann und dabei stark quillt", erklärt Pirmin Ganter, Doktorand am MPI. Auf Feuchtigkeit reagiert diese Nanostruktur mit einer Farbänderung - der Nutzer sieht damit genau, an welcher Stelle des Displays sein Eingabesignal ankommt. Die Fähigkeit dieses Materials, Wassermoleküle einzulagern, war den Forschern zwar durchaus bekannt - doch nie zuvor beobachteten sie eine so starke und schnelle Farbänderung. "Die Antwort liegt im Millisekundenbereich", sagt Lotsch. Wichtig für die Verwendung als Handybildschirm.

Verwenden lässt sich das "Touchless"-Display, wenn es nach den Forschern geht, aber nicht nur in Smartphones und Tablets. "Überall wo Menschen derzeit Displays berühren müssen, um zu navigieren, sind berührungslos arbeitende Bildschirme denkbar", sagt Lotsch. So könnte die Technik bei medizinischen Geräten im Krankenhaus verhindern, dass sich Keime auf den Displays sammeln.
Bakterienherd öffentlicher Touchscreen

Berührungslose Bildschirme wären aber auch bei Bank- und Fahrkartenautomaten oder der Gemüsewaage im Supermarkt denkbar. Gerade an solchen öffentlichen Touchscreens ist die Belastung mit Bakterien besonders hoch, ergab etwa eine Untersuchung der Hochschule Niederrhein. Der US-amerikanische Mediziner Jeffrey Cane verglich Smartphones als Infektionsquelle gar mit öffentlichen Toiletten. Eine Studie im Fachblatt "Journal of Applied Microbiology" kommt zu dem Schluss, dass sich nicht nur Bakterien, sondern auch 20 bis 30 Prozent der Viren durch eine Berührung auf einen Touchscreen übertragen lassen.
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Bis berührungslose Displays ihren Weg auf den Massenmarkt gefunden haben, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Im Moment arbeiten die Forscher daran, wie sich die Nanostrukturen wirtschaftlich herstellen lassen. Auch fehlt noch eine Schutzschicht gegen Verschleiß. "Ab und zu berührt man den Bildschirm ja doch mal", sagt Lotsch. Dabei muss die Schutzschicht die feuchtigkeitsempfindlichen Nanostrukturen vor chemischen und mechanischen Einflüssen schützen, aber trotzdem Feuchtigkeit für die Bedienung durchlassen. Lotsch ist sich allerdings sicher: "Es gibt Materialien, die das können."
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Quelle: n-tv.de , Simon Ribnitzky, dpa
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Form 2 hat Profi-Niveau - Bezahlbarer 3D-Druck wird noch besser

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Nov 2015 17:41

Bezahlbarer 3D-Druck wird noch besser.jpg
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http://www.n-tv.de/technik/Bezahlbarer- ... 00451.html
Samstag, 21. November 2015
Form 2 hat Profi-Niveau - Bezahlbarer 3D-Druck wird noch besser

Die US-Firma Formlabs verbessert ihren kompakten 3D-Drucker weiter. Der Form 2 druckt größer, einfacherer und sauberer als sein Vorgänger und liefert Resultate, zu denen sonst nur viel größere und teurere Geräte in der Lage sind.

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Der Form 1 ist das außerordentlich erfolgreiche Kickstarter-Projekt, mit dem das US-Unternehmen 2013 eine kleine Revolution im 3D-Druck ausgelöst hat. Das Gerät ist erschwinglich und kaum größer als eine Kaffeemaschine, nutzt aber wie große industrielle Drucker hochauflösende Stereolithografie. Dabei härtet ein blauer Laser Objekte schichtweise aus Kunstharz aus, gedruckte Objekte sind nach dem Aushärten sofort verwendbar.

Viele andere günstige 3D-Drucker setzen auf Fused Deposition Modeling (FDM), auf Deutsch: Schmelzschichtung. Sie "stapeln" Schichten aus geschmolzenem Kunststoff, was zur Treppchenbildung führt und gewöhnlich viel Korrekturarbeit verlangt. Im vergangenen Jahr stellte Formlabs den Nachfolger Form 1+ vor, jetzt verkaufen die Amerikaner den 3D-Drucker in einer stark verbesserten zweiten Generation.
Größer und präziser
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Der Form 2 hat ein 40 Prozent größeres Druckvolumen als der Vorgänger, der nur Objekte mit höchsten 12,5 x 12,5 x 16,5 Zentimeter erlaubte. Jetzt können einfache oder auch komplizierte Ausdrucke 14,5 x 14,5 x 17,5 Zentimeter groß sein, was das Einsatzgebiet des Geräts deutlich erhöht. Auch das Lasermodul der neuen Drucker-Generation soll noch leistungsfähiger und damit präziser arbeiten. Die Feinheit der Strukturen, die n-tv.de bei einer Demo gezeigt wurden, war durchaus eindrucksvoll.

Das Harz muss beim neuen Drucker nicht mehr nachgefüllt werden, Formlabs bietet es jetzt in Kartuschen an, der im Form 2 beheizte Tank wird beim Druck automatisch gefüllt. Insgesamt soll der Umgang mit dem Harz nun sparsamer und sauberer sein.

Formlabs hat das Gerät außerdem WLAN-fähig gemacht und bietet bei mehrere Stunden dauernden Ausdrucken Benachrichtigungen in Apps an. Außerdem verfügt der Drucker jetzt über eine Touchscreen-Oberfläche. Der Form 2 kostet ohne Steuern und Versandkosten 3300 Euro. Eine Kartusche mit 1 Liter Harz bietet Formlabs ab 135 Euro an.

Quelle: n-tv.de , kwe
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Allen voraus, sogar sich selbst - Als Einstein die Formel fürs Universum f

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Nov 2015 20:45

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http://www.n-tv.de/wissen/Als-Einstein- ... 92936.html
Mittwoch, 25. November 2015
Allen voraus, sogar sich selbst - Als Einstein die Formel fürs Universum fand

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Licht wird durch große Massen abgelenkt, die Raumzeit gekrümmt: Vor 100 Jahren stellte Albert Einstein seine allgemeine Relativitätstheorie vor. Kaum jemand verstand sie. Doch Einstein erwies sich als Physiker mit Weitblick und wurde zum Star. Warum die Theorie so bahnbrechend war und ist, warum sie trotzdem nicht das letzte Wort sein kann und warum Physiker froh wären über Messergebnisse, die von der Theorie abweichen, erklärt Prof. Dr. Hermann Nicolai im Gespräch mit n-tv.de. Nicolai ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam-Golm.

n-tv.de: Herr Professor Nicolai, die allgemeine Relativitätstheorie ist so schwer zu verstehen ...

Hermann Nicolai: In der Tat. Anfangs wurde irgendwann mal gewitzelt, dass nur drei oder vier Leute auf dem ganzen Planeten die Theorie begreifen. Heute sind es natürlich ein paar mehr.

Wieso aber wurde Albert Einstein mit einer so schwierigen Theorie zum Star - auch außerhalb der Wissenschaft?
1999 kürte ihn das Time Magazine zur Person des Jahrhunderts.
1999 kürte ihn das Time Magazine zur Person des Jahrhunderts.
(Foto: imago stock&people)

Er war nicht nur die herausragende Erscheinung der Physik des 20. Jahrhunderts, er war auch eine im modernen Sinne mediagene Persönlichkeit. Er hat vielfältige Kontakte gepflegt und war im öffentlichen Leben präsent. Zu Zeiten der Weimarer Republik hat er sich politisch und öffentlich engagiert. Die Sensation, die ihn zum ersten Popstar der Wissenschaft machte, war 1919 der Nachweis der Lichtablenkung im Schwerefeld der Sonne; da war er sofort auf den Titelseiten der Weltpresse.

Hatte Einstein einen besonderen Blick auf die Welt?

Auf jeden Fall! Einstein war kein Mensch, der sich in irgendeine Schablone hat pressen lassen. Er hatte immer seine eigenen Ideen und Ansichten von den Dingen. Während des Ersten Weltkriegs war er einer der wenigen, die völlig klar sahen, wo das enden würde. Er hat damals, 1915, ein pazifistisches Manifest unterschrieben, und nur eine weitere Person hat mit ihm unterschrieben. Alle anderen, unter ihnen führende deutsche Wissenschaftler, waren in dieser Zeit dem Rausch des Nationalismus und der irrsinnigen Rhetorik von der Notwendigkeit dieses Kriegs verfallen. In seinen späteren Jahren war Einstein auch stilbildend. Alle wollten so sein wie er. Schlabberige Kleidung für Physiker hat er eingeführt. Bis dahin trug man auch als Physiker meistens Anzug und Krawatte.

Warum ist die allgemeine Relativitätstheorie so bedeutend?
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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

Die Einsteinschen Gleichungen beschreiben nicht nur die Physik von Sternen und Galaxien, sondern die Dynamik des ganzen Universums, von Raum und Zeit. Zusammen mit der Quantentheorie bilden diese Gleichungen das Fundament der modernen Physik: Die Quantentheorie ist zuständig für die Physik im Kleinen, also für Moleküle, Atome, Elementarteilchen. Die allgemeine Relativitätstheorie ist zuständig für die Physik im Großen, für die Gravitation. Das ist die einzige Kraft, die über größere Abstände wirkt.

Mit welchen damals etablierten Theorien legte sich Einstein an?

Seine Theorie hat das Newtonsche Kraftgesetz überwunden. Letzteres beschrieb wunderbar, warum sich die Planeten auf Ellipsenbahnen bewegen. Dass sie das tun, weiß man schon seit mehr als 300 Jahren. Man hat die Vorstellung, dass zwischen zwei Körpern Kräfte wirken, und die ziehen sich an. Einstein hat dieses Denkschema völlig umgekrempelt. Nach seiner Theorie soll man die Gravitation nicht als Kraft auffassen, sondern als eine Manifestation der Verkrümmung von Raum und Zeit.

Verkrümmung von Raum und Zeit ... Wie muss man sich das vorstellen?
Die gekrümmte Raumzeit. Rot gekennzeichnet sind die Bahnen des "Tennisballs" bzw. der Sterne und Planeten, im Zentrum die "Beule im Trampolin", das Gravitationsfeld.
Die gekrümmte Raumzeit. Rot gekennzeichnet sind die Bahnen des "Tennisballs" bzw. der Sterne und Planeten, im Zentrum die "Beule im Trampolin", das Gravitationsfeld.
(Foto: Nicolas Janin/Wikipedia/CC BY-SA 3.0)

Etwa so: Wenn ein Tennisball über ein Trampolin rollt, dann rollt er mehr oder weniger auf einer geraden Linie. Wenn nun das Trampolin eingebeult ist, nimmt der Ball eine andere Bahn. So wie das eingebeulte Trampolin kann man sich die gekrümmte Raumzeit vorstellen. Und die Sterne und Planeten bewegen sich durch diese krumme Raumzeit auf den kürzesten Bahnen, sogenannten Geodäten.

War die Newtonsche Theorie damit überholt?

Nein, die Einsteinsche Theorie bringt nur kleine Korrekturen an dem, was Newton gesagt hatte. Im Sonnensystem wird man von der Einsteinschen Gravitationstheorie nicht viel sehen, höchstens winzige Effekte. Aber wenn Sie sich in die Nähe eines Schwarzen Lochs oder eines Neutronensterns begeben, dann ist das etwas ganz anderes. Da reicht Newton nicht mehr aus, da sind die Abweichungen so stark, dass man mit der Newtonschen Physik eigentlich nichts mehr anfangen kann. Neutronenstern bedeutet aber: Sie nehmen die Sonne und quetschen sie zusammen auf einen Durchmesser von 20 Kilometern. Die Gravitation ist dann so stark, dass es alle möglichen seltsamen Effekte gibt. Zum Beispiel wird das Licht sozusagen um den Stern herumgebogen und scheint dann wieder zurück.

Hatte die allgemeine Relativitätstheorie namhafte Gegner?
Ein Nobelpreisträger im Pullover: Erst Einstein führte in seinem Fach den Schlabberlook ein.
Ein Nobelpreisträger im Pullover: Erst Einstein führte in seinem Fach den Schlabberlook ein.
(Foto: imago stock&people)

Ja, schon allein deshalb, weil sie so kompliziert ist. Von den mathematischen Anforderungen her geht sie weit über das hinaus, was damals bekannt war. Es gab, wie gesagt, nur wenige Menschen, die sie verstanden. Hinzu kam, dass man viele der vorhergesagten Effekte nicht nachmessen konnte. So kam die Frage auf: Wozu ist diese Theorie eigentlich gut? Und dann war da noch der wachsende Antisemitismus in den 20er Jahren. Es gab namhafte Gegner, die die Theorie als "jüdische Physik" verunglimpften, so etwa Philipp Lenard und Johannes Stark, zwei deutsche Nobelpreisträger, die gegen Einstein und seine Fürsprecher agitierten und eine "arische Physik" etablieren wollten. Diese Sichtweise hat in Deutschland viele Anhänger gefunden.

Wie zeigte sich, dass Einstein richtig lag mit seiner Theorie?

Die Bahn, die der Planet Merkur um die Sonne zieht, zeigte winzige Abweichungen von den Newtonschen Vorhersagen, und diese Abweichungen ließen sich nicht erklären – bis Einstein die allgemeine Relativitätstheorie entwickelte. Die passte genau auf diesen Effekt. Das war die erste Bestätigung der Theorie, und zwar schon 1915. Vier Jahre später zeigte sich dann, dass Lichtstrahlen in einem Gravitationsfeld tatsächlich - wie von Einstein vorhergesagt - verbogen werden. Das stellte man an Sternenlicht fest, das durch die Sonne geringfügig abgelenkt wurde. Damals wurde dieser winzige Effekt mit nicht so großer Genauigkeit gemessen. Heute kann man das viel besser und sieht den Effekt überall im Weltall.

Wie macht sich dieser Effekt der Lichtablenkung bemerkbar?
Sieht hier aus wie ein Smiley: Das Schwerefeld zweier Galaxien (die Augen) verbiegt das Licht zu einem Lächeln. Astronomen sprechen vom Einstein-Ring.
Sieht hier aus wie ein Smiley: Das Schwerefeld zweier Galaxien (die Augen) verbiegt das Licht zu einem Lächeln. Astronomen sprechen vom Einstein-Ring.
(Foto: picture alliance / dpa)

Wenn man auf entfernte Objekte schaut, die Licht zu uns schicken, und sich zwischen ihnen und uns eine große Massenansammlung befindet, etwa ein Galaxienhaufen, dann sieht man einen sogenannten Einstein-Ring. Man sieht das Licht als Kreis um die Masse herum, weil das Licht um diese Masse herumgebogen wird.

Kommt man mit Einstein auch der Dunklen Materie näher?

Ja. Wenn man die Verbiegung des Lichts misst, kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie viel Masse in einem Galaxiencluster steckt. Das ist auch eine Nachweis-Methode für die Dunkle Materie: Man sieht, da wird Licht verbogen und erhält damit einen Hinweis auf die unsichtbare Masse. Von der Dunklen Materie sieht man ja nichts, weil sie nicht leuchtet.

Gibt es Messungen, die die Einstein-Theorie widerlegen?

Bislang gibt es sie nicht, aber es könnte sie in naher Zukunft geben. Bis jetzt hat noch jede Messung Einstein bestätigt. Aber es werden zurzeit viele Messungen unternommen mit dem Ziel, vielleicht doch mal eine Abweichung zu sehen. Man könnte sogar sagen, die Physiker sind geradezu erpicht auf Messresultate, die der Theorie widersprechen. Denn dann hätte man einen Hinweis darauf, wie es jetzt weiter geht mit der Physik.

Das führt mich zur nächsten Frage: Warum ist die allgemeine Relativitätstheorie nicht das letzte Wort?

Es gibt die Quantentheorie auf der einen Seite, die Einstein-Theorie auf der anderen. Wir wissen heute, dass die beiden Theorien nicht zusammen passen. Jede Theorie für sich stimmt in ihrem Geltungsbereich phantastisch genau, aber wenn man versucht, sie zusammenzubringen, stößt man auf mathematische Widersprüche, die man bis heute nicht auflösen kann.

Bei welchen Phänomenen scheitert die Einstein-Theorie?
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Am Urknall. Dem Moment also, wo der Unterschied zwischen dem ganz Großen und dem ganz Kleinen hinfällig wird. Wenn Sie das Universum zurückverfolgen bis zum Urknall, dann war alles, was wir heute sehen, auf ein unvorstellbar winziges Volumen komprimiert; das gesamte Universum, die gesamte Energie, die jetzt in Abermilliarden von Sternen und Galaxien steckt, in einem Raum kleiner als ein Proton! Das lässt sich mit normalen Begriffen nicht mehr erfassen. Um das verstehen zu können, müssen Quantentheorie und Einstein irgendwie unter einen Hut gebracht werden.

Ist man der Lösung auf der Spur?

Ohne Anmaßung würde ich sagen: Die Suche danach ist wohl die größte kollektive intellektuelle Anstrengung in der gesamten Geschichte der Naturwissenschaft! Viele sehr schlaue Menschen versuchen seit 50 Jahren, dieses Problem zu lösen. Und sie sind der Lösung eigentlich noch nicht wirklich näher gekommen. Unter den zahlreichen Lösungsvorschlägen ist noch keiner, der von allen als richtig anerkannt wird oder in irgendeiner Weise experimentell bestätigt werden konnte. Und das trotz enormer Anstrengungen. Das zeigt die Größe der Herausforderung.

Einstein war das Wissenschafts-Idol des 20. Jahrhunderts. Baut Stephen Hawking, der Physik-Popstar der Gegenwart, auf Einstein auf?

Ja, sicher. Er hat wesentliche Beiträge geleistet, die zu einem besseren Verständnis der Einstein-Theorie geführt haben, etwa bei der Frage: Was ist eigentlich ein Schwarzes Loch? Das war etwas, woran Einstein selbst nicht glaubte. Seine Theorie sagt Dinge voraus, die er selbst nicht für möglich hielt und die wir erst heute richtig verstehen. Einsteins Theorie ist derart umfassend, sie war sogar ihm selbst voraus.

Mit Hermann Nicolai sprach Andrea Schorsch
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Quelle: n-tv.de
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Hunderte Mal schneller - Internet aus der Glühbirne überstrahlt WLAN

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Nov 2015 18:54

Internet aus der Glühbirne überstrahlt WLAN.jpg
Internet aus der Glühbirne überstrahlt WLAN.jpg (23.38 KiB) 5011-mal betrachtet
http://www.n-tv.de/wissen/Li-Fi-ist-hundert-Mal-schneller-als-WLAN-article16442511.html
Freitag, 27. November 2015
Hunderte Mal schneller - Internet aus der Glühbirne überstrahlt WLAN

Von Kai Stoppel

Einen HD-Film in einem Bruchteil einer Sekunde herunterladen - dazu müssen wir uns künftig möglicherweise einfach unter eine Lampe stellen. Li-Fi, die Datenübertragung via Licht, soll nach Meinung ihrer Verfechter das WLAN bald ausstechen.

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Wird das heute allgegenwärtige WLAN bald in der Schrottkiste des IT-Zeitalters versenkt? Auf jeden Fall muss es wohl einen neuen Konkurrenten in Sachen Datenübertragung im Haushalt fürchten, der in Bezug auf die Leistungsfähigkeit einiges zu bieten hat. Sogar sehr viel mehr. Die Rede ist von Li-Fi, kurz für "Light Fidelity" (in Anlehnung an "Wi-Fi", den englischen Begriff für WLAN). Dieses noch junge Verfahren ist zu schier unglaublichen Daten-Leistungen in der Lage. Im Labor konnten an der Oxford University bereits Übertragungsraten von 224 Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Das ist hunderte Male schneller als heutiges WLAN - das Herunterladen eines HD-Films würde unter solchen Voraussetzungen nur den Bruchteil einer Sekunde dauern.

Wie das funktioniert? Bei Li-Fi werden die Informationen über das schnelle Ein- und Ausschalten einer LED-Lampe übertragen. Dieses geschieht aber in solch einer hohen Frequenz, dass das Flackern des Lichts für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist. Empfänger ist eine Fotozelle am Endgerät, welche die Lichtimpulse in Strom umwandelt.

Demo - Visible Light Communication Device for Smartphones from Velmenni on Vimeo.

Das Unternehmen Velmenni aus Indien macht sich derzeit daran, die Anwendung von superschnellem Li-Fi in der estnischen Hauptstadt Tallinn unter realen Bedingungen zu testen. "Wir arbeiten an einigen Pilotprojekten", sagte Unternehmens-Chef Deepak Solanki der britischen Ausgabe der Onlinezeitung IBTimes UK. Li-Fi werde innerhalb eines Industriegebäudes getestet. Zudem können in einem Büro die Angestellten via Li-Fi ins Internet gehen. Eine Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde soll das System leisten können. Das ist das Niveau der derzeit leistungsstärksten WLAN-Router.
Frühestens in drei Jahren

Privatleute könnten vielleicht in drei bis vier Jahren das schnelle Internet in ihren Wohnungen und Häusern nutzen, glaubt Solanki - vorausgesetzt, die Technologie bewährt sich im Praxistest. Als Sender könnten etwa LED-Deckenlampen dienen. Allerdings stehen davor noch einige andere Schwierigkeiten: So müssten etwa alle Computer, Laptops und Tablets mit entsprechenden Empfängern nachgerüstet werden.

Neben Velmenni bieten bereits andere Unternehmen Li-Fi-Verbindungen an, so etwa Oledcomm oder pureLifi. Deren Produkte haben jedoch, laut eigenen Angaben, deutlich geringere Übertragungsraten als das von Velmenni vorgestellte System - und sind damit auch langsamer als WLAN.
In Zukunft Internet aus jeder LED-Birne?

Neben der schnellen Datenübermittlung bietet Li-Fi noch weitere Vorteile gegenüber dem klassischen WLAN. So lassen sich per Licht Daten relativ sicher drahtlos übertragen, denn das Netz existiert nur innerhalb eines Raumes und kann Wände nicht durchdringen. Von außen ist es deshalb schwer bis unmöglich, in das Netz einzudringen. Zudem sind die Signale von Li-Fi weniger anfällig für Störungen. Li-Fi könnte in Zukunft auch Internet an Orte bringen, wo der Empfang bisher limitiert war: etwa in Flugzeugen, Krankenhäusern oder Konferenzsälen mit vielen Menschen.
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Demgegenüber stehen die Nachteile: Es muss beim Li-Fi immer eine "Sichtverbindung" zwischen Computer und Sender bestehen. Zudem müsste in einem Gebäude jeder Raum mit Li-Fi-fähigen LED-Lampen ausgestattet werden. Aufgrund dieser Nachteile wird die neue Technologie WLAN wohl nie komplett ersetzen können.

Die Technik hinter dem Li-Fi heißt eigentlich Visible Light Communication (VLC) und wurde 2003 erstmals vorgestellt. So richtig ins Rollen gebracht hat die Idee, mit Licht Daten zu übertragen, ein Deutscher: Der an der Universität von Edinburgh forschende Harald Haas berichtete 2011 in einem Vortrag bei TED von dem Potenzial der VLC und prägte den Begriff Li-Fi. Haas hält es für möglich, dass jede LED-Glühbirne als eine superschnelle Alternative zum WLAN benutzt werden kann: "In Zukunft werden wir weltweit nicht einfach 14 Milliarden Glühbirnen haben, sondern möglicherweise 14 Milliarden Li-Fis."

Quelle: n-tv.de
Kai Stoppel

Kai Stoppel ist Redakteur für Wirtschaft und Börse, aber schreibt auch für das Ressort Wissen bei n-tv.de.
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Ein bisschen Gott spielen - Geo-Engineering: Trumpf oder Bedrohung ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Dez 2015 19:31

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Ein bisschen Gott spielen.jpg (28.77 KiB) 4996-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Geo-Engineeri ... 79541.html
Mittwoch, 02. Dezember 2015
Ein bisschen Gott spielen - Geo-Engineering: Trumpf oder Bedrohung ?

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Seit mehreren Jahren ist es im Gespräch: Der Einsatz ausgefeilter Technologien könnte der Erderwärmung entgegenwirken, so die Idee. Beim Climate Engineering, auch Geo-Engineering genannt, will der Mensch die Klimaentwicklung manipulieren. Die Ideen reichen von Meeresdüngung bis hin zu reflektierenden Spiegeln im All. Ist Climate Engineering das Ass im Ärmel, wenn Klimaverhandlungen weiterhin ergebnislos verlaufen? Befreit es die Welt von der Aufgabe, die Kohlendioxid-Emissionen von vornherein drastisch zu reduzieren? n-tv.de spricht mit Prof. Mark Lawrence, dem Wissenschaftlichen Direktor und Klimaforscher am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam. Lawrence erzählt, was von Climate Engineering zu halten ist, wie realistisch die Umsetzung ist und welche Chancen und Risiken es birgt.

n-tv.de: Herr Professor Lawrence, ist Climate Engineering Science-Fiction oder tatsächlich eine ernst zu nehmende Option?

Mark Lawrence: Es ist beides. Zurzeit sind alle Climate-Engineering-Techniken Science-Fiction. Keine ist so weit entwickelt, dass sie im großen Stil eingesetzt werden könnte. Aber es gibt einige Techniken, die mittelfristig ernst zu nehmende Optionen sein könnten. Andere jedoch, wie zum Beispiel Spiegel im All, die das Sonnenlicht reflektieren, werden lange Zeit Science-Fiction bleiben.

Ist Climate Engineering der Ausweg, wenn alle Klimaverhandlungen scheitern? Ist es der Trumpf in der Tasche?

Wir haben in diesem Sommer eine Studie für die Europäische Kommission herausgebracht und ein Ergebnis ist: Es ist unklug, zu erwarten, dass die diskutierten Climate-Engineering-Techniken innerhalb des kommenden Jahrzehnts, wahrscheinlich sogar innerhalb der nächsten paar Jahrzehnte, eingesetzt werden können. Das liegt an der Vielzahl von wissenschaftlichen, technischen und auch gesellschaftlichen Unsicherheiten und Herausforderungen, die damit verbunden sind. Allerdings könnte es sein, dass in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts solche Herausforderungen – vor allem, wenn es um die Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre geht – überwunden werden können.

Das bedeutet, das Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen ohne Climate Engineering zu reduzieren, muss weiterhin Priorität haben?
Viele verschiedene Ansätze zur Kilma-Manipulation werden diskutiert.
Viele verschiedene Ansätze zur Kilma-Manipulation werden diskutiert.
(Foto: Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS))

Genau. Ohnehin gilt: Alle Techniken des Climate Engineering sind ganz klar kein Ersatz für die starke Reduzierung der CO-Emissionen.

Welche Methoden des Climate Engineering sind denn im Gespräch?

Die Ideen teilen sich auf in zwei Hauptbereiche: Der eine Technologiebereich setzt auf die Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, der andere auf die verstärkte Reflexion von Sonnenlicht.

Wie könnte man das anstellen, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen?

Eine Methode wäre die Aufforstung in großem Stil, eine andere wäre die Kombination von Bioenergie - also Energie, die aus Biomasse gewonnen wird - mit CO-Speicherung. Das CO wird dann bei der Verbrennung der Biomasse abgetrennt und unterirdisch eingelagert. Alternativ könnte CO aus der freien Luft mit chemischen Filtern entzogen werden. Und dann wird noch die Möglichkeit der Eisendüngung erforscht. Dabei würde man bestimmte Gebiete der Meere mit Eisen düngen, um das Algenwachstum zu fördern. Mehr Algen, mehr Photosynthese, weniger CO in der Atmosphäre – das ist die Idee dahinter. Ein solcher Eingriff wäre jedoch mit erheblichen Risiken verbunden.

Auf die Risiken kommen wir noch. Bleiben wir einen Moment bei den Methoden: Wie könnte es gelingen, dass weniger Sonnenlicht auf die Erde trifft?

Hier diskutiert man zum Beispiel, Aerosolpartikel in die Stratosphäre zu bringen, also auf etwa 20 Kilometer Höhe. Die würden dann einen Teil der Sonnenstrahlung ins All reflektieren und dadurch die Erderwärmung abschwächen. Eine weitere Idee ist es, Wolken über den Meeren aufzuhellen – mit bestimmten Partikeln wie Meersalz, die man in die Wolke sprüht. Je heller die Wolken, umso mehr Sonnenlicht können sie reflektieren.

Welche dieser Methoden hat man bereits ausprobiert?

Von den Methoden, Kohlendioxid zu entfernen, wurden und werden einige getestet, zum Beispiel aktuell die CO-Filtermethode; von den Methoden, Sonnenstrahlung zu reflektieren, noch keine einzige – jedenfalls nicht in großen, atmosphärischen Untersuchungen.

Zu welchen Ergebnissen ist man bei den Tests gekommen? Waren sie vielversprechend?

Bei der Aufforstung etwa wissen wir, dass sie in kleinen Ökosystemen sehr gut funktioniert, aber in wirklich großem Maßstab wirft das viele ungelöste Fragen auf, etwa die, wie Ökosysteme und Biodiversität sich ändern würden. Für die Kombination von Bioenergie mit CO-Speicherung gibt es Versuchsanlagen, in denen die Technik schon prinzipiell funktioniert. Aber wie es bei ihrer Anwendung im großen Rahmen aussähe, wissen wir auch hier nicht. Für den Entzug von CO aus der Umgebungsluft gibt es Prototypen, die haben aber einen hohen Energiebedarf. Es wären um die 1000 große Kraftwerke nötig, um diese Prototypen anzutreiben, wenn man die aktuellen Emissionen aus der Luft entfernen wollte. Bei der Eisendüngung – ich hatte es bereits angedeutet – hat sich gezeigt, dass die damit verbundenen Unklarheiten, Nebenwirkungen und Risiken den beabsichtigten Nutzen mit ziemlicher Sicherheit übersteigen würden.

Welche Risiken birgt die Eisendüngung denn?

Bei den Meeresbewohnern käme es zu Veränderungen in der Nahrungskette. Außerdem nimmt Phytoplankton, also Kieselalgen, Grünalgen, Blaualgen et cetera, zwar CO auf für die Photosynthese, produziert aber jede Menge andere, zum Teil klimawirksame Gase. Und wenn das Phytoplankton durch Bakterien abgebaut wird, entsteht dabei Lachgas. Das ist ein 300fach stärkeres Treibhausgas als CO.

Und wie steht es bei den Techniken zur Reflexion des Sonnenlichts um die Risiken?

Auch hier gibt es mehrere Probleme. Der mögliche positive Effekt von solchen Climate-Engineering-Technologien, nämlich eine Kühlung des Klimas, wäre nicht gleichmäßig auf dem ganzen Planeten verteilt. Außerdem hätten die Technologien Auswirkungen auf die Niederschlagsmengen und –verteilungen, auf stratosphärisches Ozon und sogar auf die Himmelsfarben. Und dann sind da ja vor allem noch die sozial-gesellschaftlichen Risiken, die mit den Techniken einhergehen.

Welche konkret sind das? Warum müsste Climate Engineering auch gesellschaftlich und ethisch diskutiert werden?

Da gibt es viele Gründe. Ein ganz zentraler ist die Frage, wie man überhaupt auf internationaler Ebene eine demokratische Entscheidung zum Climate Engineering treffen könnte. Schließlich hätte jede Climate-Engineering-Technik – wenn sie in großem Maßstab eingesetzt wird – einen Einfluss auf die ganze Welt. Bei den Sonnenstrahlungstechniken kämen die unterschiedlichen Wirkungen in bestimmten geografischen Regionen hinzu.
Sollte eine internationale demokratische Entscheidung nicht gelingen, Climate Engineering aber trotzdem von einem Staat eingesetzt werden, besteht das Risiko, dass es zu internationalen Konflikten kommt. Das liegt auf der Hand, wenn eine Nation die folgenreichen Techniken anwenden würde, eine andere Nation damit aber nicht einverstanden wäre.
Aber schon bevor es so weit kommt, müssen wir uns mit den grundlegenden ethischen Aspekten auseinandersetzen: Für einige Menschen bedeutet Climate Engineering, Gott zu spielen. Für sie ist die Anwendung solcher Techniken daher ethisch ausgeschlossen. Andere haben eher Sorgen praktischer Art: Wenn man Climate Engineering als Option angehen würde, könnte es die Motivation zu den notwendigen Bemühungen, Emissionen zu reduzieren, deutlich schwächen.

Welche Alternativen zum Climate Engineering gibt es?
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Für eine nachhaltige Interaktion mit der Atmosphäre gibt es keine Alternative zur Reduktion der CO-Emissionen. Wir Menschen beeinflussen die Atmosphäre und die Umwelt, um zu überleben. Aber das muss endlich auf eine Weise geschehen, die andere Menschen auf der Erde und vor allem nachkommende Generationen und ihre Lebensgrundlagen nicht bedroht.

Welche Maßnahmen konkret sind da geeignet?

CO aus der Atmosphäre zu entfernen, könnte später einmal bei der Stabilisierung eines reduzierten CO-Wertes helfen, nicht aber das eigentliche Problem lösen: unsere enormen jährlichen Emissionen von CO und anderen klimawirksamen Stoffen. Vielmehr geht es um die Dekarbonisierung, also die radikale Reduzierung der Emissionen aus fossilen Brennstoffen. Diese erreicht man durch verschiedene Maßnahmen: durch mehr erneuerbare Energien, weniger umweltbelastende Transportmittel und ein weniger umwelt- und menschenbelastendes Konsumverhalten. Zu Letzterem gehört unter anderem ein geringerer Fleischkonsum, denn die intensive Fleischproduktion ist klimabelastend – etwa, weil Kühe eine große Quelle für das Treibhausgas Methan sind. Durch all diese Maßnahmen ließe sich unser schädigender Einfluss auf die Atmosphäre nachhaltig mindern. Und nur durch solche Maßnahmen. Es ist ganz klar: Climate Engineering kann sie nicht ersetzen.

Mit Prof. Mark Lawrence sprach Andrea Schorsch
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Langsam aber sicher geht die Erde an dem vom Menschen verursachten Klimawandel zugrunde. Gleichzeitig gebe es jedoch auch in sämtlichen Regionen der Welt ... Gletscher in allen Teilen der Welt ... Weltweiter Klimawandel Der Mensch richtet die Erde zugrunde

Quelle: n-tv.de
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Deutsches Plasma-Experiment: Meilenstein der Kernfusion ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 16. Dez 2015 13:33

Deutsches Plasma-Experiment.jpg

http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... sion-.html

16.12.2015


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Deutsches Plasma-Experiment: Meilenstein der Kernfusion ?
Andreas von Rétyi

Kürzlich vermeldeten deutsche Physiker einen technologischen Durchbruch. Mit dem experimentellen Versuchsreaktor Wendelstein 7-X gelang ihnen endlich, ein Hochtemperatur-Plasma kurzzeitig aufrecht zu erhalten. Seitdem rauscht es wieder im Blätterwald zur Kernfusion und ihrer Nutzung als Energiequelle. Auch zahlreiche ausländische Medien berichten über den aktuellen Erfolg. Aber was, wenn Fusion ewig die »Energiequelle der Zukunft« bleibt?





Die Rede ist von einem echten Meilenstein. Nach neun Jahren intensiver Arbeit gelang deutschen Physikern des Greifswalder Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) am dort fertiggestellten

Forschungsreaktor Wendelstein 7-X nun die Erzeugung eines auf eine Million Grad Celsius erhitzten Heliumplasmas.



Erklärtes Ziel ist es, gleichsam die »Sonne auf Erden« zu schaffen, um dieses »Sternenfeuer« für eine nahezu grenzenlose, sichere und preiswerte Energie zu nutzen. Davon allerdings ist die Forschung noch weit entfernt. Bisher haben sich solche Projekte jeweils eher als »Milliardengräber« entpuppt.



Auch das Wendelstein-Experiment hat bislang immerhin 1,1 Milliarden Euro verschlungen. Kein Wunder, die Herausforderung an die Grundlagenforschung ist gigantisch. Die jetzt in Greifswald erzielte wissenschaftliche Leistung kann sich zwar weltweit sehen lassen und steht nicht zur Diskussion. Nur, wohin wird der eingeschlagene Kurs führen? Kann Kernfusion in der Zukunft nutzbringend und kosteneffizient umgesetzt werden?



Die Grundidee – Kernverschmelzung statt Kernspaltung – ist bekanntlich schon etwas älter. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begannen entsprechende Forschungen in England. Auch in den USA wurden Fusionskonzepte ausgearbeitet. Der namhafte Astrophysiker Lyman Spitzer entwickelte seinerzeit den »Stellarator« als grundlegenden Typ eines Verschmelzungsreaktors, an dem sich auch Wendelstein 7-X orientiert.



Der Name »Stellarator« sagt eigentlich schon alles: Das System lehnt sich an die Vorgänge im Inneren der Sterne und somit auch der Sonne an. Dort läuft eine Umwandlung der Elemente von Wasserstoff zu Helium unter extrem hohen Temperaturen und Druck ab, um relativ effizient Energie zu liefern. Die Physiker verstehen die Theorie dahinter mittlerweile gut. Und dass die Sonne ein natürlicher Kernreaktor ist, daran zweifelt unter ihnen heute kaum noch einer.



Auch die solaren Neutrinos liefern dafür gute Argumente. Trotz alledem, die eigentliche Diskussion ist eine ganz andere. Denn was im Zentrum der Sonne geschieht, lässt sich auf der Erde unmöglich exakt nachbilden – stellt aber die Grundlage der Bemühungen dar. Im Stellarator halten komplexe Magnetspulen ein Plasma im Schwebezustand, um die beiden Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium bei extrem hohen Temperaturen zu Helium zu verschmelzen.



Wegen ihrer besonders schwierigen Spulengeometrie sind Stellaratoren eigentlich erst mithilfe moderner Großrechner umsetzbar, während die 1952 von den russischen Physikern Andrei Sacharow und Igor J. Tamm konzipierten Tokamaks diesbezüglich einfacher gestaltet sind, aber andere technische Nachteile aufweisen.



1983 ging mit JET (Joint European Torus) der größte Tokamak an den Start, ein Projekt, das nur von mehreren europäischen Staaten gemeinsam gestemmt werden konnte. Auch hier dauerte es beinahe zehn Jahre, bis vom Standort Culham in Großbritannien die erste Erfolgsmeldung zu vernehmen war: Am 9. November 1991 gelang dort erstmals die Fusion, und genau wie jetzt jubelte die Presse weltweit.



Denn das Plasma lieferte Energie. Zumindest das Prinzip wurde somit glänzend bestätigt, ein gelungenes Experiment also.



Lediglich auf die Energiebilanz durfte man nicht schauen – den 1,8 produzierten Megawatt standen 24 Megawatt gegenüber, die vorher ins System gepumpt worden waren, um überhaupt auf die erforderlichen Temperaturen zu kommen.



Gewiss, in einem so frühen Stadium kein echtes Argument gegen die Technologie. Aller Anfang ist schwer, und das gilt vor allem für derlei aberwitzige Apparaturen. Der Reaktor arbeitete auch nur zwei Sekunden lang. Mittlerweile lässt sich die Fusion in Culham relativ sicher erreichen, auch konnte die Bilanz deutlich verbessert werden. Aber die meisten Fachleute zweifeln daran, dass die Technologie relativ bald als echte Energiealternative zur Verfügung stehen wird.



Man muss schon sehr großzügig denken, wenn es um heiße Fusion geht, großzügig bei den Kosten wie auch in zeitlichen Größenordnungen. Schätzungen gehen dahin, dass solche Konzepte erst in einem halben Jahrhundert wirklich praktischen Nutzen bringen werden.



Auch die seit 2007 im Bau befindliche Versuchsanlage ITER, der International Thermonuclear Experimental Reactor, ein riesiger Tokamak im Cadarache-Kernforschungszentrum in Südfrankreich, erzeugt natürlich noch längst keine Energie, sondern vernichtet mit hohem Wirkungsgrad nur Geld, mit seinen 18 jeweils 360 Tonnen schweren Magnetspulen.



Hier soll ein 150 Millionen Grad heißes Plasma produziert werden, allerdings erst ab dem Jahr 2020. Und erst der Folgereaktor DEMO (Demonstration Power Plant) soll Fusionsstrom liefern. Das wäre dann im Jahr 2040, wobei bis zu diesem Zeitpunkt auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens geklärt sein soll.



Doch schon jetzt sind Milliardenbeträge in die Fusion geflossen, während andere, möglicherweise weitaus effektivere Forschungen kaum oder gar nicht gefördert werden. Klar ist dabei: Bei ITER handelt es sich nicht um ein Fusionskraftwerk.



Die Greifswalder IPP-Forscher zeigen sich begeistert von ihren aktuellen Ergebnissen: »Wir sind sehr zufrieden«, erklärt Hans-Stephan Bosch vom Institut für Plasmaphysik des Max-Planck-Instituts in Greifswald. »Alles lief nach Plan«, so bestätigt der Wissenschaftler. Die Anlage wurde nach einem Jahr verschiedenster technischer Vorbereitungen und Tests in Betrieb genommen.



Vorausgegangen war eine jahrelange Bauzeit mit Millionen von Montagestunden am größten Stellarator der Welt. Er soll dazu dienen, die Kraftwerkseignung dieses Reaktortyps zu überprüfen. Das extrem heiße ionisierte Gas wird im Inneren eines Plasmakäfigs supraleitender Magnetspulen in einem Schwebezustand gehalten und darf die Wände des kühlen Behälters nicht berühren.



Nach eingehender Überprüfung von Heiz-, Kühl- und Steuersystemen, der Spulen, des Vakuums und sämtlicher Messgeräte war es dann am 10. Dezember so weit: Die Wendelstein-Mannschaft warf die Computersysteme an, fuhr das Magnetfeld hoch und injizierte ein Milligramm Heliumgas in das evakuierte Plasmagefäß.



Dann lösten die Physiker einen kurzen 1,3-Megawatt-Mikrowellenpuls aus, worauf auf den Monitoren das erste Plasma sichtbar wurde. Es erreichte rund eine Million Grad Celsius – für eine Zehntelsekunde. Jetzt wollen die Wissenschaftler diese Zeitspanne ausdehnen, das System optimieren und dann im kommenden Jahr zum größeren Problem überwechseln, zum Wasserstoffplasma.



Für die Fusion sind 100 Millionen Grad erforderlich. Dabei sollen mit Wendelstein 7-X vor allem die Fähigkeiten eines Stellarators getestet und nachgewiesen werden, dass auch dieser Typ »kraftwerksfähig« ist. Ziel sei derzeit nicht etwa, ein energielieferndes System zu entwickeln. Untersucht und verglichen werden am IPP beide Konzepte, denn im Institut für Plasmaphysik in Garching bei München, gleichsam der IPP-Zentrale, läuft seinerseits der Tokamak ASDEX Update.



Stellarator- und Tokamak-Konzept unterscheiden sich in der Konstruktion des magnetischen Käfigs, wobei Stellaratoren grundsätzlich deutlich besser für einen Dauerbetrieb geeignet sind. Die Greifswalder Forscher hoffen, das superheiße Plasma mit 7-X 30 Minuten aufrecht erhalten zu können, 18 000-mal länger als jetzt.



Die Experten erwarten sich allerdings nur von ITER, zu dem das IPP ebenso wie zum JET wesentlich beigetragen hat, ein energielieferndes Plasma. Und auch dort scheint man vom gesteckten Ziel doch noch recht weit entfernt zu sein.



Es ist schon bemerkenswert, dass das von erheblichen technischen Problemen und exorbitanten, stets noch steigenden Kosten geplagte Projekt nach beinahe zehn Jahren immer noch auf sein erstes Experiment wartet. Sind es nur die ewigen Neinsager, die befürchten, heiße Fusion könnte auf ewig die Energiequelle der Zukunft bleiben?


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis IPP / Thorsten Bräuer

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Ex-und-hopp - Lebenszyklus vieler Geräte wird immer kürzer

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Dez 2015 20:43

Lebenszyklus vieler Geräte wird immer kürzer.jpg
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http://www.n-tv.de/ratgeber/Lebenszyklu ... 94586.html
Donnerstag, 17. Dezember 2015
Ex-und-hopp - Lebenszyklus vieler Geräte wird immer kürzer

Wir reden gerne über Nachhaltigkeit. Doch wer das ernst meint, muss nicht nur auf Plastiktüten und Einwegbecher verzichten. Die Wegwerfgesellschaft manifestiert sich auch bei teureren Produkten, die eigentlich langlebig sein sollten.

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(Foto: imago/Karina Hessland)

Geschirrspüler und Waschmaschinen verbrauchen heute deutlich weniger Energie und Wasser als früher. Nur länger halten - das tun die meisten Haushaltsgeräte nicht. Experten haben festgestellt: Der "Lebenszyklus" vieler Geräte ist heute sogar kürzer als früher. Dadurch entsteht mehr Abfall. Noch höher ist der Ex-und-Hopp-Faktor bei Handys und Laptops. Sie werden oft auch ausgetauscht, wenn sie noch funktionieren.

Wie lange hält ein Haushaltsgerät heute im Schnitt?

Das ist je nach Produktgruppe unterschiedlich. Insgesamt ist die Nutzungsdauer der in Deutschland verwendeten Geräte jedoch gesunken. Bei einer Befragung von Käufern neuer Waschmaschinen durch das Öko-Institut im Jahr 2004 stellte sich heraus, dass die alten Geräte im Durchschnitt nach 12,5 Jahren kaputt gegangen waren. In den Jahren 2012 und 2013 lag der Durchschnittswert nur noch bei 11,6 Jahren.

Woran liegt das?

Die Geräte sind in den vergangenen Jahren insgesamt preiswerter geworden, die Reparaturen aber nicht. Deshalb entscheiden sich die Verbraucher oft gegen die Reparatur und für den Neukauf. Das ist schlecht für die Umwelt, da mehr Ressourcen für die Herstellung neuer Geräte benötigt werden und mehr Abfall anfällt. Aber es ist gut für das Geschäft. Einige Umweltverbände sehen böse Absicht im Spiel. Sie behaupten, manche Hersteller würden ihre Geräte bewusst so konstruieren, dass sie nach einer bestimmten Zeit kaputtgehen und besonders schwer zu reparieren sind. Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, sagt, der Gesetzgeber sollte hier eingreifen. Er sollte die Hersteller zu längeren Garantiezeiten und "preiswerteren Reparaturen" verpflichten. Denn dann hätten diese selbst ein Interesse daran, "robustere Geräte" zu bauen.

Was ist mit Computern und anderem Arbeitsgerät?

Evelyn Hagenah vom Umweltbundesamt geht davon aus, dass einige Drucker von den Herstellern bewusst so konstruiert werden, dass sie schon nach wenigen Jahren ausgetauscht werden müssen. Sie sagt: "Da ist vielfach dokumentiert, dass es eben vorgesehen ist, dass nach einer Weile das Schwämmchen voll ist von der Resttinte, und dann funktioniert der Drucker nicht mehr. Das ist also wirklich ein Fall von geplantem Verschleiß." Bei Notebooks sieht es etwas anders aus. Sie werden oft ausgewechselt, obwohl das alte Gerät noch gar nicht kaputt ist. Entweder weil ein neues Modell attraktiver erscheint oder weil neue Software nicht auf dem älteren Gerät läuft. Nur etwa jedes vierte Notebook, das in den Jahren 2012 und 2013 ausgetauscht wurde, funktionierte nicht mehr.
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Und wie lange hält ein Handy?

Laut Stiftung Warentest tauschen 42 Prozent aller Mobiltelefon-Nutzer in Deutschland ihr Gerät innerhalb von zwei Jahren aus. 16 Prozent nutzen das Handy drei Jahre lang. Weitere 12 Prozent besorgen sich im Schnitt alle vier Jahre ein neues Handy. Nur etwa 20 Prozent der Handy-Besitzer telefonieren mit ihrem Gerät fünf Jahre oder länger. Mehr als die Hälfte derjenigen, die häufig ihr Handy wechseln, tun dies nicht, weil das alte Mobiltelefon kaputt ist. Der häufigste Grund für einen Neukauf ist der Wunsch nach einem noch besseren Gerät. Mehr als ein Viertel der Handy-Nutzer, die ihr Telefon innerhalb der ersten drei Jahre wechselten, gaben bei einer Befragung an, sie erhielten durch ihren Mobilfunk-Vertrag regelmäßig ein neues Gerät.

Quelle: n-tv.de , Anne-Beatrice Clasmann, dpa
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Ganz ohne Chemiekeule - Plasma-Kamm tötet Läuse

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Feb 2016 20:40

Plasma-Kamm tötet Läuse.jpg
Plasma-Kamm tötet Läuse.jpg (18.92 KiB) 4785-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Plasma-Kamm-t ... 78106.html
Mittwoch, 17. Februar 2016
Ganz ohne Chemiekeule - Plasma-Kamm tötet Läuse

Läuse-Alarm: Die meisten Eltern kennen das. Die Prozedur, um die Kinderhaare wieder ungezieferfrei zu bekommen, ist nicht nur aufwendig, kostspielig und unangenehm, sondern auch chemikalienreich. Eine neue Erfindung lässt hoffen.

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Plasma

Plasma wird häufig als vierter Aggregatzustand der Materie bezeichnet. Es entsteht, wenn man einem Gas oder einem Gasgemisch so viel Energie zuführt, dass eine bestimmte Anzahl von Elektronen die Atomhüllen verlässt und sich frei bewegt. Die so zerlegte Materie besitzt eine Vielzahl neuer Eigenschaften.

Mit einem sogenannten Plasma-Kamm haben Forscher des Anwendungszentrums für Plasma und Photonik des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) in Göttingen eine wirksame Waffe gegen lästige Kopfläuse entwickelt. Das Gerät tötet die Plagegeister ganz ohne Chemie und ohne jegliche andere Nebenwirkungen, versprechen die Wissenschaftler. Das Geheimnis des neuen Kammes heißt Plasma. "Das, was die Läuse tötet, wird durch einen batteriebetriebenen Hochspannungserzeuger zwischen den Zinken im Kamm erzeugt", erklärt Prof. Wolfgang Viöl, Leiter des Anwendungszentrums für Plasma und Photonik im Gespräch mit n-tv.de. Der Luft zwischen den Zinken wird so viel Energie zugeführt, dass sich die Elektronen aus den Gasteilchen lösen und eine Art kleiner Gewitterblitze erzeugen.
So oder ähnlich könnte der Plasma-Kamm aussehen, wenn er in den Handel kommt.
So oder ähnlich könnte der Plasma-Kamm aussehen, wenn er in den Handel kommt.
(Foto: Fraunhofer IST)

Durch die gut abgewogene Energie bleibt die Temperatur zwischen den Zinken trotz der Gewitterblitze konstant bei Raumtemperatur, so dass weder Haare noch Kopfhaut in Mitleidenschaft gezogen werden. Das, was zwischen den Zinken entsteht, wird in der Fachsprache als kaltes Atmosphärenplasma bezeichnet. "Schon nach einmaligem Durchkämmen ist mindestens die Hälfte der Plagegeister vom Plasma getötet", betont der Experte. Nach mehreren Anwendungen an einem Tag ist man nicht nur sämtliche Läuse, sondern auch ihre Eier, die sogenannten Nissen, los.
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"Die Läuse und ihre Nissen werden durch mehrere Mechanismen getötet" erklärt Viöl weiter. Es ist wahrscheinlich, dass sie von den erzeugten reaktiven Gaspartikeln geschädigt und schließlich getötet werden. Es kann aber auch sein, dass eine Laus direkt von einem Mini-Blitz zwischen den Zinken getroffen wird, dann stirbt sie unmittelbar daran.

Auch wenn der Plasma-Kamm viel Erleichterung verspricht, bleibt die Arbeit des Mützenwaschens, Bettenabziehens und Kuscheltiereeinfrierens für Eltern bestehen, um sich nicht auf diesem Weg das Ungeziefer erneut ins Haus zu holen. Dennoch könnte der Plasma-Kamm eine chemiefreie Alternative im Kampf gegen Läuse sein, über den sich nicht nur Eltern, Erzieherinnen, sondern auch Tierbesitzer freuen könnten, wenn er denn im Handel zu kaufen ist. Das Institut ist in Gesprächen mit einer Firma, die den Plasma-Kamm in Serie produzieren will. Eine Entscheidung soll im März fallen.

Quelle: n-tv.de , jaz
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"Pepper" soll arbeiten - Intelligente Roboter kommen nach Europa

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Feb 2016 19:01

Intelligente Roboter kommen nach Europa.jpg
Intelligente Roboter kommen nach Europa.jpg (31.62 KiB) 4753-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Intellige ... 82191.html
Donnerstag, 25. Februar 2016
"Pepper" soll arbeiten - Intelligente Roboter kommen nach Europa

Der Roboter "Pepper" kann menschliche Emotionen erkennen und soll in Japan demnächst als Verkäufer jobben. Bald kommt er auch nach Europa und soll auf Kreuzfahrtschiffen anheuern und in Supermärkten aushelfen.

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Acht Monate nach der Markteinführung des Roboters "Pepper" in Japan bereiten die Entwickler einen Europastart vor. Einige Modelle sollen in den nächsten Monaten bei der französischen Bahn SNCF, der Supermarktkette Carrefour sowie auf Schiffen von Aida Cruises und Costa Crociere zum Einsatz kommen, erklärte Nicolas Boudot von Aldebaran Robotics auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Die 1,20 Meter große Plastikfigur spricht aktuell 20 Sprachen und ist darauf programmiert, Emotionen von Menschen durch deren Mimik oder Stimme zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. In Japan seien seit Juni vergangenen Jahres 10.000 "Pepper"-Roboter abgesetzt worden, sagte Aldebaran-Europachef Boudot.

Etwa 7000 gingen an private Haushalte, 3000 seien in Geschäften als Verkaufshelfer im Einsatz. So soll "Pepper" beispielsweise auf den Kreuzfahrtschiffen Passagieren beim Einchecken helfen, Orientierung an Bord geben oder Restaurants empfehlen. Für Geschäftsleute kostet die Nutzung des Roboters bei einem monatlichen Leasingpreis von 550 Euro und einer Mindestlaufzeit von drei Jahren knapp 20.000 Euro.

Aldebaran Robotic entwickelte "Pepper" gemeinsam mit dem japanischen Mobilfunk-Anbieter Softbank, der den französischen Hersteller 2012 gekauft hatte. Die Roboter sind in Japan auch in mehr als 100 Läden von Softbank im Einsatz - und demnächst sollen Kunden in einem der Geschäfte mehrere Tage lang nur von ihnen bedient werden.
Roboter gegen Probleme des Alterns

In Japan mit der schnell alternden Gesellschaft wird sehr ernsthaft über Roboter als Helfer für Senioren nachgedacht. Zugleich wird auch breit mit dem Einsatz menschenähnlicher Roboter im Dienstleistungs-Gewerbe experimentiert, zum Beispiel in Hotels. Aldebaran habe im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern bewusst nicht versucht, "Pepper" einem Menschen ähnlich aussehen zu lassen, betonte Boudot.

"Aber er sollte freundlich aussehen, damit die Menschen Vertrauen fassen und mit ihm kommunizieren." Er selbst merke, wie der Roboter durchaus Mitgefühl wecken könne. Mitgefühl hat manch ein Internet-Nutzer gerade auch mit dem Roboter Atlas, der unter dem Dach der Google-Mutter Alphabet von der Tochterfirma Boston Dynamics entwickelt wird.
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In einem neuen Video wurden die Fähigkeiten der neuen Version unter anderem dadurch demonstriert, indem ein Atlas-Roboter getreten, geschubst und umgestoßen wurde. Dabei sah er nach Ansicht vieler Betrachter ähnlich verletzlich wie ein Mensch aus, sie äußerten ihren Unmut bei Twitter. Boston Dynamics konnte dem Atlas-Roboter beibringen, Türen zu öffnen, selbstständig vom Boden aufzustehen sowie deutlich sicherer und schneller als bisher durch einen verschneiten Wald zu laufen. Die Übernahme der Firma durch Google 2013 hatte Diskussionen ausgelöst, weil Boston Dynamics auch Roboter mit Finanzierung vom US-Militär entwickelt hatte.

Bei Google hatte der Miterfinder des Mobil-Betriebssystems Android, Andy Rubin, ein ambitioniertes Roboter-Programm begonnen und dafür mehrere Firmen aus verschiedenen Ländern aufgekauft. Dann verließ er das Unternehmen jedoch überraschend und wurde Internet-Investor. Der Stand des großen Roboter-Projekts ist seitdem unklar.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Große Hilfe bei Riesenproblem - Plastikfressendes Bakterium entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mär 2016 10:56

Plastikfressendes Bakterium entdeckt.jpg
Plastikfressendes Bakterium entdeckt.jpg (51.99 KiB) 4683-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Plastikfresse ... 85916.html
Donnerstag, 10. März 2016
Große Hilfe bei Riesenproblem - Plastikfressendes Bakterium entdeckt

450 Jahre dauert es, bis sich eine Plastikflasche in der Umwelt zersetzt hat. Die riesigen Mengen von schwer abbaubarem Kunststoff sind ein massives Problem. Erstmals finden Forscher nun ein Bakterium, das Plastik zersetzt. Kann es das Problem lösen?

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Wissenschaftler haben erstmals ein Bakterium entdeckt, das Kunststoff zersetzt. Bislang seien nur wenige Pilze, aber keine Bakterien bekannt gewesen, die Plastik abbauen, schreiben die japanischen Forscher im Fachblatt "Science". Das Bakterium Ideonella sakaiensis 201-F6 hat zwei Enzyme, mit dessen Hilfe es den weit verbreiteten Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat) zerlegt. Es könne bei der Sanierung PET-belasteter Flächen und Gewässer hilfreich sein oder beim Recycling Erdöl-basierter Rohstoffe, die zur PET-Herstellung benötigt werden, kommentiert ein deutscher Experte die Entdeckung.

Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kunststoffe produziert. 56 Millionen Tonnen entfielen im Jahr 2013 auf PET-Kunststoffe. Daraus entstehen zum Beispiel Flaschen oder Verpackungen. Nur ein geringer Teil davon wird recycelt, riesige Mengen landen in der Umwelt, wo sie nur sehr langsam abgebaut werden. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) vergehen etwa 450 Jahre, bis sich eine Plastikflasche in der Umwelt zersetzt hat. Die Kunststoffe werden im Laufe der Zeit in immer kleinere Partikel zerrieben, die sich in der Nahrungskette ansammeln und schließlich auch in den Menschen gelangen können.

Bisher waren nur Pilze bekannt, die Plastik abbauen. Die Forscher um Shosuke Yoshida vom Kyoto Institute of Technology entnahmen nun an einer Recycling-Anlage für PET-Flaschen 250 Umweltproben - von Sedimenten, Böden, Abwasser oder Aktivschlamm. Dann prüften sie im Labor, ob darin Mikroorganismen steckten, die einen dünnen PET-Film zersetzen können. In einer Sediment-Probe wurden sie fündig: Sie isolierten ein Bakterium, das sie Ideonella sakaiensis 201-F6 tauften.
Interessant mit Blick auf PET-Recycling

Untersuchungen zeigten, dass das Bakterium nicht nur in Flüssigkeit zu finden war, sondern auch direkt an Kunststoff. Die Bakterienzellen waren über kleine Anhänge miteinander verbunden und hafteten damit auch an der Oberfläche des Kunststoff-Films. Nach 60 Wochen bei 30 Grad Celsius hatten die Bakterien den Film vollständig aufgefuttert. Die Forscher identifizierten als nächstes zwei Enzyme, die den Abbau betreiben. Zunächst wandelt das Enzym ISF6_4831 PET in ein Zwischenprodukt um, das dann von einem weiteren Enzym, ISF6_0224, umgebaut wird. Am Ende bleiben Terephthalsäure und Glykol übrig.
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Beide Substanzen seien nicht giftig für die Umwelt, betonen sie. "Der Abbauprozess ist relativ langsam", schreibt Uwe Bornscheuer von der Universität Greifswald in einem ebenfalls in "Science" veröffentlichten Kommentar zu der Studie. Dennoch sei die Entdeckung vor allem mit Blick auf das PET-Recycling interessant. "Wenn die Terephthalsäure isoliert und wiederverwertet werden könnte, würde das erhebliche Einsparungen bedeuten bei der Produktion neuer Polymere ohne Erdöl-basierte Ausgangsmaterialien." Darüber hinaus könnten die Bakterien eingesetzt werden, um Plastik aus der Umwelt zu entfernen.

Ein weiterer Aspekt: Beide Enzyme waren bisher unbekannt; sie ähneln bekannten Enzymen auch nicht besonders. Die Gene für die Bildung der Enzyme werden hochreguliert, sobald die Bakterien mit PET in Kontakt kommen. Das deute darauf hin, dass ihre Hauptaufgabe im Abbau des Kunststoffs bestehe. Es sei spannend zu erfahren, ob die Enzyme erst in den etwa 70 Jahren seit Nutzung der PET-Kunststoffe entstanden seien. Beispiele für eine solch schnelle natürliche Evolution seien rar, aber bekannt, schreibt Bornscheuer.
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Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton: Müll-Kontinente treiben im Meer Plastik statt Plankton Müll-Kontinente treiben im Meer

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Tagelang Licht selbst bei Flaute - Straßenlaterne funktioniert mit Windkra

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Apr 2016 10:28

Tagelang Licht selbst bei Flaute.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Strassenlater ... 81521.html
Montag, 04. April 2016
Tagelang Licht selbst bei Flaute - Straßenlaterne funktioniert mit Windkraft

Wenn es an der Nordsee etwas genug gibt, dann ist es Wind. Warum das nicht nutzen, um die düsteren Ecken im Dorf zu erhellen? Auf Juist wird das nun ausprobiert und bald die erste Straßenlaterne mit Rotor aufgestellt. Aber kann das funktionieren?

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Ein Savonius-Windrotor in Wahlstedt auf einer Straßenlaterne. Diese Form der Stromerzeugung ermöglicht die Aufstellung von Straßenlaternen, ohne zuvor Stromkabel verlegen zu müssen.
Ein Savonius-Windrotor in Wahlstedt auf einer Straßenlaterne. Diese Form der Stromerzeugung ermöglicht die Aufstellung von Straßenlaternen, ohne zuvor Stromkabel verlegen zu müssen.
(Foto: dpa)

Mit einer Ökostrom-Straßenlaterne will ein Tüftler aus Schleswig-Holstein an abgelegenen Orten Licht ins Dunkel bringen. "Wenn wir hier oben von etwas genug haben, dann ist das Wind", sagt Lichtdesigner Peer Langemak aus Wahlstedt im Kreis Segeberg. "Seit 15 Monaten baue ich daran rum, nun funktioniert es." In den kommenden Wochen will er die ersten Anlagen zu Demonstrationszwecken aufstellen - eine davon auf der Nordseeinsel Juist.

Langemak hofft, dass sich von seiner Entwicklung vor allem kleinere Dörfer angesprochen fühlen. Denn die Öko-Straßenlaterne funktioniert autark. Ein Anschluss an das Stromnetz ist nicht nötig. Dafür sorgen vier Akkus im Inneren des rund sechs Meter hohen Masts. Darauf dreht sich ein etwa 90 Zentimeter hoher sogenannter Savoniusrotor.
Auch bei absoluter Flaute zehn Tage lang Licht

Vollgeladen sollen die Akkus dafür sorgen, dass die Laterne selbst bei absoluter Flaute zehn Tage lang Licht ins Dunkel bringt mit ihren 14 Watt starken LEDs. "Aber zehn Tage ohne Wind sind im Norden ja ohnehin unwahrscheinlich", sagt der Entwickler. Noch ist seine Entwicklung aber nicht auf dem Markt. Er will sie vom Tüv zertifizieren lassen.
Langemak in seiner Werkstatt neben dem Savonius-Windrotor, der den Strom für die Laternen-Akkus liefern wird.
Langemak in seiner Werkstatt neben dem Savonius-Windrotor, der den Strom für die Laternen-Akkus liefern wird.
(Foto: dpa)

Der Bundesverband Windenergie sieht in dem Projekt Potenzial. "Die Energiewende bedeutet eine Dezentralisierung der Stromproduktion. Die Wind-Straßenlampe ist ein schönes Beispiel, wie sich Windenergie kreativ nutzen lässt und Kommunen an der Energiewende teilnehmen", sagt Sprecher Wolfram Axthelm. "Die Entwicklung hat sicher gute Chancen, einen wichtigen Beitrag zur Beleuchtung von Straßen und Wegen gerade in ländlichen Regionen zu übernehmen." Die Straßenlampen könnten zudem für mehr Sicherheit auf Radwegen sorgen. Dafür muss dort nicht wirklich viel Wind wehen. "Bereits bei einer Windgeschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde laden sich die Akkus auf", sagt Langemak.
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Aber auch mit der steifen Brise an der Küste haben die Öko-Laternen kein Problem. Dreht sich der Rotor aus Aluminium zu schnell, bremst das System automatisch ab. Langemak glaubt, dass sich die Wind-Straßenlampe in ländlichen Regionen rechnet. "Der Stückpreis wird unter 4000 Euro liegen", sagt der 47-Jährige. Das sei die Grenze, um günstiger zu sein als die Kosten für herkömmliche Laternen inklusive Straßenarbeiten für die Erdverkabelung.

Schleswig-Holsteins Gemeindetag-Geschäftsführer Jörg Bülow bezeichnet die Entwicklung als "interessante Idee". "Denn Straßenbeleuchtung ist für viele Kommunen im Land ein hoher Kostenfaktor", sagt er. Energetische Umrüstungen seien vielerorts Thema. Vor allem für abgelegene Orte ohne Anschluss an das Stromnetz könnten die Lampen aus seiner Sicht eine Alternative sein.

Quelle: n-tv.de , André Klohn, dpa
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Überregionale Störungen - Viele Vodafone-Kunden haben Netzprobleme

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Apr 2016 17:38

Viele Vodafone-Kunden haben Netzprobleme.png
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http://www.n-tv.de/technik/Viele-Vodafo ... 95191.html
Überregionale Störungen - Viele Vodafone-Kunden haben Netzprobleme

Vodafone kämpft derzeit mit Ausfällen im Mobilfunknetz. Aktuell surfen manche Kunden des Mobilfunkanbieters langsamer als gewohnt oder kommen gar nicht ins mobile Netz.

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Seit den frühen Morgenstunden kommt es im Mobilfunknetz von Vodafone in ganz Deutschland zu Störungen. Das meldete der Konzern um 8:40 Uhr im Vodafone-Forum und ergänzte den Eintrag zur Mittagszeit um weitere Informationen. Betroffen sind demnach Kunden, die einen Red-GB-Tarif haben.

Diese surfen laut dem Forumseintrag aktuell "langsamer als gewohnt im Vodafone-Netz". In Einzelfällen bedeute dies auch, dass Datenverbindungen im 2G-, 3G- oder 4G-Netz gar nicht aufgebaut werden könnten und Vodafone-Nutzer unterwegs ohne Internet dastehen. Zu den Gründen für die Ausfälle machte Vodafone bisher keine Angaben, die Techniker seien aber bereits dabei, die Störungen zu beheben.
Zweite größere Störung innerhalb eines Monats

Bei Twitter meldete Vodafones 24-Stunden-Service um 13:09 Uhr, dass es Probleme gebe. im Portal "allestoerungen.de" erreichten die Fehlermeldungen um diese Zeit ihren Höhepunkt, gegenwärtig ist die Zahl der Meldungen rückläufig. Auch im Störungsmelde-Bereich des Vodafone-Forums finden sich zahlreiche Einträge vom 5. April. Die Störungskarte zeigt, dass Einschränkungen vor allem aus den Ballungsräumen gemeldet werden - das bedeutet aber nicht, dass es nur dort zu Einschränkungen kommt. Portale wie "allestoerungen.de" sind auf Nutzermeldungen angewiesen, und die kommen naturgemäß häufiger aus Ballungsgebieten.

Es ist erst ein paar Wochen her, dass Vodafone von deutschlandweiten Störungen im mobilen Netz betroffen war. Am 9. März kam es im ganzen Land zu Ausfällen, insgesamt waren rund 400.000 Kunden betroffen. Grund für die Probleme war der Ausfall einer von 20 Routing-Datenbanken in Essen, die das Einbuchen der Nutzer ins Netz verwalten.

Ob es diesmal eine ähnliche Ursache gibt, ist offen. Die Tatsache, dass nur Red-GB-Tarife betroffen sind, lässt einen anderen Grund vermuten. Vodafone bewirbt die Tarife mit "Internet mit maximaler LTE-Geschwindigkeit", während die günstigeren Smart-Tarife maximal 21,6 Mbit pro Sekunde unterstützen.

Quelle: n-tv.de , jwa
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Neuer Schub für Energiewende ? - Forscher wetteifern um die Super-Solarzel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2016 11:18

Forscher wetteifern um die Super-Solarzelle.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Forscher-wett ... 13816.html
Donnerstag, 21. April 2016
Neuer Schub für Energiewende ? - Forscher wetteifern um die Super-Solarzelle

Von Kai Stoppel

Strom aus Solarenergie spielt in Deutschland noch eine Nebenrolle. Doch Forscher weltweit tüfteln daran, die Leistung der Zellen - ihren Wirkungsgrad - deutlich zu erhöhen. Ein deutsch-französisches Team hält dabei derzeit den Weltrekord.

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Die Kraft der Sonne ist schier unerschöpflich. Sie könnte die Energiewende in Deutschland vorantreiben, gäbe es da nicht ein Problem: Solarzellen, die Sonnenlicht in Strom umwandeln, sind bisher noch sehr ineffizient. Derzeit liegt der Wirkungsgrad von Silizium-Solarzellen auf dem heimischen Dach gerade mal zwischen 12 und 16 Prozent. Kein Wunder, dass sie bisher eine untergeordnete Rolle im Energiemix spielen: Trotz finanzieller Anreize betrug im Jahr 2014 der Anteil der Solarenergie in Deutschland am Gesamtstromverbrauch gerade mal sieben Prozent.
Das Wettrennen um den Wirkungsgrad dokumentiert das National Renewable Energy Laboratory (NREL) aus den USA.
Das Wettrennen um den Wirkungsgrad dokumentiert das National Renewable Energy Laboratory (NREL) aus den USA.
(Foto: NREL)

Weltweit arbeiten Forscher jedoch dran, die Solarzellen von ihrem Image als teuren Stromlieferant zu befreien. Es ist ein regelrechtes Wettrennen im Gange um die neue Super-Solarzelle. Diese soll einen hohen Wirkungsgrad haben und gleichzeitig günstig sein. Dabei verfolgen Forscher und Konzerne unterschiedliche Ansätze mit verschiedenen Materialien. Das Nationale Labor für Erneuerbare Energien (NREL) in den USA führt genau Buch über diesen Wettlauf. Und der derzeitige Stand zeigt Champions, Verlierer, Außenseiter und Emporkömmlinge, die das Feld von hinten aufrollen.

Der größte Verlierer: Silizium. Der Platzhirsch auf dem Markt sind Solarzellen aus Silizium. Bei mehr als 90 Prozent aller installierten Anlagen weltweit sind sie zu finden. Doch was die Verbesserung des Wirkungsgrades angeht, gehört die Silizium-Zelle zu den Verlierern. Zwar zählte sie bis in die 90er Jahre mit einem Wirkungsgrad von damals rund 20 Prozent noch zu den Spitzenreitern. Heute jedoch ist sie gerade noch im Mittelfeld. Auch neueste Produkte erreichen im Labor maximal 25 Prozent. Lediglich ein neuer Zellentypus von Panasonic lag zuletzt etwas drüber. Dafür sind Siliziumzellen bewährt und verbilligen sich kontinuierlich. Im kommenden Jahr sollen sie auf 0,36 Dollar pro Watt fallen, glauben die Ökoenergie-Analysten von GTM Research. Ab diesem Preis könnte Photovoltaik – je nach Standort – mit fossilen Brennstoffen mithalten.
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Der Verfolger: Dünnschicht-Solarzellen. In den vergangenen Jahren zeigte eine andere Variante der Solarzelle eine starke Verbesserung ihrer Leistung: die Dünnschicht-Solarzellen. Sie basieren auf Cadmium-Tellurid oder Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) - hört sich sperrig an, ist aber vor allem eines: unglaublich dünn. Teilweise weisen sie nur ein Hundertstel der Dicke von Siliziumzellen auf. Das spart Material und damit Kosten. Zu Beginn der Forschungsarbeiten waren die Wirkungsgrade unterirdisch und lagen bei rund acht Prozent. Doch die Dünnschicht-Hersteller haben die Effizienz zuletzt deutlich in die Höhe getrieben. Sowohl Cadmium-Tellurid- als auch CIGS-Zellen erreichen im Labor nun bis zu 23 Prozent. Dünnschichtzellen sind bereits seit den 80er Jahren auf dem Markt, hatten zuletzt aber einen Marktanteil von gerade mal zehn Prozent. Dazu hat die Technik noch ein spezielles Problem: Cadmium ist sehr giftig. First Solar, einer der größten Hersteller, verweist jedoch auf die günstige Kohlendioxid- und Energiebilanz bei der Produktion.

Der Durchstarter: Perowskit. Einen rasanten und steilen Aufstieg in die Oberliga der Solarzellen haben jene aus Perowskit hinter sich. Perowskite sind alle Materialien, die eine bestimmte kubische Kristallstruktur aufweisen. Obwohl Perowskite schon lange bekannt sind, begann erst zwischen 2006 und 2008 die Forschung an Solarzellen. Nach anfänglich enttäuschenden Resultaten von gerade mal zwei Prozent Wirkungsgrad konnte dieser jedoch in vergleichsweise kurzer Zeit drastisch erhöht werden, was in der Branche als Sensation gilt. Mittlerweile haben Forscher aus Korea im März dieses Jahres schon 22 Prozent erreicht. Der Vorteil der Perowskit-Zellen: Sie sind günstiger und einfacher herzustellen als Silizium-Zellen. Der Watt-Preis könnte bei einer Massenproduktion bei gerade mal 10 US-Cent liegen. Bis zur Marktreife der Perowskit-Zellen könnte sich der Preisvorteil aber wieder ausgeglichen haben. Weiterer Nachteil: Bisher beinhalten die Perowskit-Solarzellen unter anderem Blei - das giftig ist.

Die Experimentellen: Quantenpunkt- und organische Solarzelle. Sie sind noch im Frühstadium ihrer Entwicklung und können, was ihre Leistung betrifft, noch nicht mit den etablierten Techniken mithalten. Quantenpunkt-Solarzellen wurden von der University of Toronto immerhin bis auf fast 11 Prozent Wirkungsgrad gezüchtet. Sie arbeiten mit Nanopartikeln und versprechen theoretische Werte von mehr als 40 Prozent - sollen gleichzeitig wesentlich günstiger in der Herstellung sein als Silizium-Zellen sein. Gleiches gilt für Solarzellen aus organischen Verbindungen, also Kunststoffen. Bei ihrem Wirkungsgrad liegen sie derzeit aber in einem ähnlich niedrigen Bereich wie ihre Quantenpunkt-Pendants - die beste organische Solarzelle erreichte im Labor 11,5 Prozent.
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Der Champion: Mehrfachsolarzelle. Sie sind die Stars unter den Solarzellen und in Sachen Wirkungsgrad spielen sie in einer anderen Liga. Mehrfachsolarzellen sind wie ein Sandwich aus verschiedenen Materialien aufgebaut - unter anderem aus Perowskiten, Silizium oder Dünnschichtzellen. Jede Schicht absorbiert dabei einen bestimmten Wellenbereich des Lichts. Im Ergebnis holen Mehrfachsolarzellen wesentlich mehr Energie aus derselben Fläche heraus als ihre Mitbewerber. Der Rekord-Wirkungsgrad wurde Ende 2014 von einem deutsch-französischen Entwicklerteam erreicht und liegt bei sagenhaften 46 Prozent. Die eingesetzte Zelle besteht aus vier unterschiedlichen Schichten, eine optische Linse konzentriert zudem das Sonnenlicht auf sie. Die Nachteile: Mehrfachsolarzellen verwenden auch Germanium-Substrate, die teuer sind. Ein weiterer Nachteil: Besonders jene Zellen, die auf konzentriertes Sonnenlicht setzen, sind nur in Gegenden mit viel direkter Sonnenstrahlung einsetzbar, wie etwa Südeuropa oder Nordafrika.
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Denkbar für Roboter und Prothesen - Künstlicher Muskel kann sich selbst he

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2016 17:13

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http://www.n-tv.de/wissen/Kuenstlicher- ... 22631.html
Donnerstag, 21. April 2016
Denkbar für Roboter und Prothesen - Künstlicher Muskel kann sich selbst heilen

Wenn Sportler sich einen Muskelfaserriss zuziehen, heilt das Gewebe nach einiger Zeit. Ein von US-Forschern neuentwickeltes Material kann das auch- jedoch viel schneller. Zudem hat es noch weitere Ähnlichkeiten mit einem menschlichen Muskel.

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Eines der Sehnsuchts-Projekte der Wissenschaft ist ein synthetisches Material, das ähnlich hevorragende Eigenschaften hat, wie menschliche Muskeln. Also eines, welches sich auf Kommando um 70 Prozent dehnen kann und dann wieder zusammenzieht - und das sich bei Beschädigungen sogar selbst heilt. Ein kräftiger künstlicher Muskel, der auch noch widerstandsfähig und robust ist, wäre ein Meilenstein in der Forschung. Er könnte etwa in der Robotik oder für Gehprothesen eingesetzt werden.

Nun sind Forscher einem solchen Wundermaterial ein bisschen näher gekommen. Der Materialchemiker Zhenan Bao von der Stanford Universität im US-Bundesstaat Kalifornien und sein Team haben ein Material präsentiert, dessen Fähigkeiten beeindruckend sind: Es ist unglaublich elastisch, kann auf das 45-fache seiner ursprünglichen Länge gedehnt werden und zieht sich danach wieder auf seine ursprüngliche Größe zusammen. Und es hat eine noch viel erstaunlichere Eigenschaft: Wenn es beschädigt wird, kann es sich selbst "heilen".
Getrennte Teile wachsen wieder zusammen

Sticht man etwa ein Loch hinein, verschließt sich dieses innerhalb von 72 Stunden von selbst wieder. Das Verblüffende: Sogar wenn man das Material mit einer Schere in zwei Teile schneidet und sie nah aneinanderlegt, verbinden sich die Teile nach einiger Zeit wieder zu einer zusammenhängenden Masse - ähnlich wie es nach einem Muskelfaserriss beim Menschen geschieht. Andere Polymere müssen dafür entweder chemisch oder mit Hitze behandelt werden. Das neu entwickelte Material hingegen repariert sich bei Raumtemperatur - sogar noch bei minus 20 Grad Celsius.
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Woraus besteht der Wunderstoff? Das Material mit dem sperrigen Namen Fe-Hpdca-PDMS besteht aus langen, wild miteinander verwickelten Molekülketten aus Silizium, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff, sogenannten Polymeren, vermischt mit einem Eisensalz. Seine besonderen Eigenschaften erhält es durch das "crosslinking" - das enthaltene Eisen wirkt dabei wie eine Klammer, die die Polymer-Fasern zusammenhält. Das ähnelt kreuzweise übereinander gespannten Schnüren, die durch ein Gummiband miteinander verbunden werden. Die Verbindungen halten die Fasern des künstlichen Muskels zusammen, verleihen ihm Festigkeit und Elastizität. Werden sie auseinandergerissen, verbinden sie sich einfach aufs Neue.
Eigenschaften sollen weiter verbessert werden

Das Material weist eine weitere Anforderung eines künstlichen Muskels auf: Es zieht sich schlagartig zusammen, sobald man ein elektrisches Feld anlegt. Schaltet man den Strom wieder aus, entspannt sich der "Muskel" wieder und nimmt seine Ausgangsform ein. Allerdings ist der Effekt bei Fe-Hpdca-PDMS sehr gering: gerade mal zwei Prozent Größenunterschied. Der menschliche Muskel kann sich um etwa 40 Prozent verkürzen. Das Team um Bao will nun weiter forschen, um die Leistung des Materials in diesem Punkt zu erhöhen.

Künstliche Muskeln sollen einmal in Robotern eingesetzt werden, die sich dann ähnlich wie Menschen bewegen und ihnen Arbeit abnehmen können. Sie können auch als Prothesen für Menschen dienen, denen Gliedmaßen fehlen. Die Fähigkeit zur Selbstheilung würde besonders in Umgebungen mit hohem Beschädigungsrisiko eine Reparatur oder den Austausch des Muskels überflüssig machen.
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Quelle: n-tv.de , kst
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Die strahlende Atomruine - Tschernobyl und das Sarkophag-Problem

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Apr 2016 10:09

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http://www.n-tv.de/wissen/Tschernobyl-u ... 38676.html
Dienstag, 26. April 2016
Die strahlende Atomruine - Tschernobyl und das Sarkophag-Problem

Von Andrea Schorsch

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl wird noch Generationen beschäftigen: Der jetzige Betonsarkophag ist marode, eine neue Hülle zwar fertig - doch noch steht sie am falschen Platz. Und auch sie ist nicht für die Ewigkeit gebaut.

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Er wurde hastig und unter lebensgefährlichen Bedingungen gebaut. Sieben Monate nach der Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl war er fertig: der Sarkophag, ein Mantel aus Beton und Stahl. Unter ihm verschwanden die Ruine von Reaktorblock 4 und mit ihr 200 Tonnen geschmolzene Kernbrennstoffe sowie große Mengen kontaminierten Staubs. Die massive, meterdicke Hülle sollte gefährliche radioaktive Strahlung abschirmen. Ein isolierendes, hermetisch abgeschlossenes Bauwerk ist sie jedoch nie gewesen. Der Sarkophag ist durchlässig, Luft kann ein- und ausdringen, mitunter gelangen Regenwasser und Schnee ins Innere. Seit einigen Jahren rostet die Konstruktion, das Dach hat mittlerweile Löcher.

Die Hülle war eine provisorische Sofortmaßnahme. Gut 20, vielleicht 30 Jahre würde sie halten, hatte man bei ihrer Fertigstellung gesagt. Aufgrund der Umstände war es nicht möglich gewesen, den Sarkophag exakt und mit Sorgfalt zu bauen. Einzelne Teile werden von Trümmern des zerstörten Reaktorblocks gehalten, sie mussten ferngesteuert montiert werden und sitzen deshalb nicht immer genau an der vorgesehenen Stelle. Andere Bauteile konnten nicht verschraubt oder verschweißt werden, sie wurden schlicht aufgesetzt.
Stabilisiert, aber marode
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Menschenleere Gegend: In der Sperrzone von Tschernobyl Menschenleere Gegend: In der Sperrzone von Tschernobyl Menschenleere Gegend: In der Sperrzone von Tschernobyl Menschenleere Gegend: In der Sperrzone von Tschernobyl Menschenleere Gegend In der Sperrzone von Tschernobyl

Nach 30 Jahren ist die Haltbarkeitsdauer des Sarkophags mehr als abgelaufen, seine strukturellen Mängel waren von Anfang an offenkundig. 2008 machte man sich daran, die Konstruktion zu stabilisieren. Danach erhielt sie von der atomrechtlichen Behörde der Ukraine eine Betriebserlaubnis bis 2023. Nichtsdestotrotz ist der Sarkophag marode. Schon jetzt kann es jederzeit passieren, dass er einstürzt. Dann würde der unter dem Stahl- und Beton-Mantel befindliche radioaktive Staub vom Wind davongetragen werden. Weit über Tschernobyl hinaus wäre er ein Problem – ein Szenario, das es zu vermeiden gilt. Offizielles Ziel ist es, den havarierten Reaktorblock langfristig "in einen ökologisch sicheren Zustand zu bringen".

Schon 2007 bekam daher das französische Konsortium Novarka den Auftrag, ein New Safe Confinement, kurz NSC, zu bauen. Damit ist eine neue Schutzhülle gemeint, eine sichere, dichte Konstruktion, die den Sarkophag unter sich verbirgt. Tatsächlich ist ein solches Bauwerk bereits so gut wie fertig, es steht bloß noch nicht an seinem Platz. Aus Strahlenschutzgründen wurde die neue Hülle 300 Meter vom Sarkophag entfernt errichtet – hinter einer hohen, Radioaktivität abschirmenden Betonmauer und auf betonversiegeltem Boden. Durch diese Maßnahmen war trotz hoher Strahlendosen im Umfeld ein weitgehend normales Arbeiten möglich.
Nôtre Dame würde hineinpassen
Die neue Hülle ist die größte bewegliche Konstruktion der Welt. Auf Schienen wird sie zum Sarkophag gebracht und darübergeschoben. Danach wird der Bogen hermetisch verschlossen.
Die neue Hülle ist die größte bewegliche Konstruktion der Welt. Auf Schienen wird sie zum Sarkophag gebracht und darübergeschoben. Danach wird der Bogen hermetisch verschlossen.

Das Ergebnis, das NSC, ist ein riesiges, silbernes Stahlgewölbe - so hoch, dass die Pariser Kathedrale Nôtre Dame darin Platz hätte. 110 Meter ragt es auf, mehr als 260 Meter ist es breit, 160 Meter lang. Das Gewicht des Gewölbes: 36.000 Tonnen. Die Hülle gilt als erdbebensicher und soll auch Tornados standhalten. Sie ist doppelwandig, was nicht zuletzt dem Rostschutz dient: Ein computergestütztes Belüftungssystem soll dafür sorgen, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen der inneren und äußeren Schicht des Gewölbes nie über 40 Prozent steigt.

Die entsprechende Technik wird derzeit installiert. Im November 2016, wenn die Innenarbeiten am NSC abgeschlossen sind, beginnt der vielleicht ungewöhnlichste Teil des Bauprojektes: Die neue Hülle wird auf Teflonschienen hinübergeschoben zum alten Sarkophag – so weit, bis sie ihn schließlich komplett bedeckt. Es werde die größte bewegliche Konstruktion der Welt sein, sagt Nicolas Caille, Projektdirektor bei Novarka. Er fügt hinzu: "Geschoben wird sie mit einer Geschwindigkeit von 10 Metern in der Stunde. Das entspricht dem Tempo einer Schnecke". Einmal am richtigen Ort, werden die offenen Seiten des Gewölbes durch Wände verschlossen und die Schnittstellen zu angrenzenden Gebäuden abgedichtet. Erst im November 2017, nach einem Jahr, ist das NSC hermetisch und der Sarkophag sicher verpackt.
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Und dabei soll es nicht bleiben. Unter der neuen Hülle befinden sich auch zwei Hebekräne. Sie sind die einzigen ihrer Art, größer und schwerer als eine Boeing. An Schienen unter dem Dach des Gewölbes laufend, können sie jeweils 50 Tonnen tragen. Ferngesteuert sollen die Kräne zunächst die einsturzgefährdeten Teile des Sarkophags entfernen, später werden sie ihn komplett demontieren. Dann gilt es, die brennstoffhaltigen Massen zu bergen und in ein Zwischenlager zu bringen. Ein Endlager muss die Ukraine erst noch errichten.

Der Plan sieht vor, dass der Rückbau der Kraftwerksruine in Tschernobyl bis zum Jahr 2117 vollendet ist. Länger hält die neue Hülle nicht. Sie ist auf eine Lebensdauer von 100 Jahren ausgelegt. Mehrere Generationen werden noch damit zu tun haben - mit der Atomkatastrophe von Tschernobyl.
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Quelle: n-tv.de
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Jahrtausendereignis der Wissenschaft - Wie Einstein die Physik revolutioni

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mai 2016 09:30

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http://www.n-tv.de/wissen/Wie-Einstein- ... 65156.html
Mittwoch, 11. Mai 2016
Jahrtausendereignis der Wissenschaft - Wie Einstein die Physik revolutionierte

Kaum jemand verstand sie und doch machte sie Albert Einstein zum Star: Vor 100 Jahren veröffentlichte der Physiker die allgemeine Relativitätstheorie. Im Jubiläumsjahr feiert sie einen Triumph: den direkten Nachweis der von ihr vorhergesagten Gravitationswellen.

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Wer heute sein Navi einschaltet, findet auch mit Hilfe von Einstein zum Ziel: Es ist die allgemeine Relativitätstheorie, die die Genauigkeit der Satellitennavigation ermöglicht. Einstein hat diese praktische Anwendung nicht vorhersehen können, als seine umwälzende Theorie vor 100 Jahren, am 11. Mai 1916, im Fachblatt "Annalen der Physik" veröffentlicht wurde. Die Wirkung seiner Arbeit war jedoch viel tiefgreifender: Mit der Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte das Jahrhundertgenie das Weltbild der Physik - auch wenn das nicht sofort klar war.

Immer wieder haben sich Einsteins Vorhersagen in der Realität bestätigt. Im Jubiläumsjahr krönt nun der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen die Allgemeine Relativitätstheorie. Die Wellen werden der Theorie zufolge von großen Massen erzeugt, wenn diese sich bewegen, und sie verzerren den Raum selbst. Das gerade aufgerüstete Ligo-Observatorium in den USA konnte erstmals die Gravitationswellen von zwei Schwarzen Löchern auffangen, die in rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde verschmolzen waren.
"Würde sich freuen, dass er unrecht hatte"
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Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit: Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster Blick ins Herz der Dunkelheit Schwarze Löcher - die unheimlichen Massemonster

"Das ist mit Sicherheit der Beginn einer neuen Ära in der Astronomie", urteilte Bruce Allen, Direktor am Albert-Einstein-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Potsdam und Hannover, bei der Präsentation der Entdeckung im Februar. An Allens Institut, das an der internationalen Ligo-Kooperation beteiligt ist, war das Signal zuerst bemerkt worden. Die Beobachtung bestätigte nicht nur die Existenz von Gravitationswellen, sondern auch von verschmelzenden Schwarzen Löchern.

Die allgemeine Relativitätstheorie hat sich damit selbst dort als erfolgreich erwiesen, wo ihr Entdecker es nicht für möglich hielt. "Einstein hat nicht geglaubt, dass man Gravitationswellen jemals nachweisen können wird, und er hat nicht an Schwarze Löcher geglaubt", betont Allen. "Ich denke, er würde sich freuen, dass er in beiden Punkten unrecht hatte."
Jahrtausendereignis der Wissenschaft

Den Kern seiner Theorie hatte Einstein bereits ein halbes Jahr vor der Veröffentlichung an der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin vorgestellt. "Es war ein Jahrtausendereignis der Wissenschaft, das damals in Berlin stattgefunden hat", sagt Hermann Nicolai, ebenfalls Direktor am Albert-Einstein-Institut. "Aber es ist erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte klar geworden, was das für eine Leistung war."
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Mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie revolutionierte er das Weltbild der Physik: Albert Einstein war ein Jahrhundertgenie. An manches, was die Theorie voraussagte, ... ... Schwarze Löcher etwa, konnte Einstein selbst nicht glauben. Inzwischen wurde die Allgemeine Relativitätstheorie in vielerlei Hinsicht bestätigt. 1915, als der Physiker sie vorstellte, war er damit seiner Zeit weit voraus. Auch außerhalb der Wissenschaft erwies sich Einstein als Mensch mit Weitblick. So war er zu Zeiten des Ersten Weltkriegs (diese Aufnahme entstand danach, im Jahr 1919) einer der wenigen, die nicht der Kriegsrhetorik verfallen waren und klar sahen, wo der Irrsinn enden würde. Einstein war Pazifist (hier 1925 mit Niels Bohr), und doch gab er den Anstoß ... Gefeiert als Genie und Pop-Ikone Albert Einstein: ein Mensch mit Weitblick

Schon zehn Jahre zuvor hatte Einstein seine Spezielle Relativitätstheorie veröffentlicht. Sie besagt, dass sich Raum und Zeit nicht getrennt voneinander messen lassen. Einstein erkannte, dass Gleichzeitigkeit nur eine relative Eigenschaft ist, die von der Wahl des Beobachters abhängt: Zwei räumlich getrennte Ereignisse, die dem einen als gleichzeitig erscheinen, können für einen anderen nacheinander ablaufen. Nur am selben Ort ist die Gleichzeitigkeit zweier Ereignisse eindeutig. Die Spezielle Relativitätstheorie führt über die Vereinigung von Raum und Zeit zu einer vierdimensionalen Raumzeit. Die Zeit verlor damit ihren Status als absolute Größe.

In seine allgemeine Relativitätstheorie bezog Einstein die Schwerkraft (Gravitation) mit ein. Die Theorie besagt, dass die Raumzeit durch Masse verzerrt wird - ähnlich wie etwa eine Bowling-Kugel ein Trampolin einbeult. Dieser Effekt ist umso stärker, je größer die Masse ist. "Das war ein Paradigmenwechsel", erläutert Nicolai. "Die Aussage ist, dass die Schwerkraft eine Folge der verkrümmten Geometrie von Raum und Zeit ist." So wie ein Tennisball auf einem anderen Weg über ein Trampolin rollt, wenn es durch die Bowlingkugel eingedellt wird.
Sterne sind nicht dort, wo sie zu stehen scheinen
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Der Theorie zufolge wird durch die Verkrümmung der Raumzeit auch das Licht messbar abgelenkt, wenn sein Weg an einer großen Masse wie der Sonne vorbeiführt. Diese Vorhersage machte Einstein vier Jahre später auf einen Schlag weltberühmt. Der Brite Sir Arthur Eddington hatte 1919 zwei von der Königlichen Astronomischen Gesellschaft RAS ausgerüstete Expeditionen zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis entsandt. Während der Sonnenfinsternis vermaßen die Expeditionen die Position von Sternen neben der verdunkelten Sonne. Tatsächlich wichen die gemessenen Positionen während der Finsternis entsprechend der Vorhersage durch Einsteins Theorie von den vorher bestimmten Werten ab. "Das war ein spektakulärer Erfolg, der Einstein auf die Titelseiten der Weltpresse brachte", sagt Nicolai. "Die Sterne sind nicht, wo sie zu stehen scheinen", schrieb etwa die "New York Times" damals. "Aber niemand muss sich sorgen."

Diese erste experimentelle Bestätigung der allgemeinen Relativitätstheorie sandte Schockwellen durch das wissenschaftliche Establishment. Heute benutzen Astronomen diesen Effekt als natürliches Teleskop. Denn große Massen im All wie eine Galaxie können das Licht dahinterliegender, weit entfernter Objekte bündeln und wie eine Lupe verstärken. Die Forscher nennen das eine Gravitationslinse.

Schwarze Löcher, Urknall, die stetige Ausdehnung des Universums: Das alles lässt sich mit der allgemeinen Relativitätstheorie erklären. "Die ganze moderne Kosmologie fußt auf den Einstein-Gleichungen", betont Nicolai. Die Allgemeine Relativitätstheorie hat sich nach Nicolais Worten zu einem Grundpfeiler der modernen Physik entwickelt: "Es gibt heute eigentlich nur zwei grundlegende physikalische Theorien: die Quantentheorie und die Allgemeine Relativitätstheorie."

Quelle: n-tv.de , Till Mundzeck, dpa
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Vorgetäuschte Sicherheitstests - AKW Philippsburg darf wieder ans Netz

Beitragvon Gudrun Graf » 20. Mai 2016 20:44

AKW Philippsburg darf wieder ans Netz.jpg
AKW Philippsburg darf wieder ans Netz.jpg (15.27 KiB) 4336-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/politik/AKW-Philipps ... 44476.html
Freitag, 20. Mai 2016
Vorgetäuschte Sicherheitstests - AKW Philippsburg darf wieder ans Netz

Aus bisher unbekannter Ursache täuschen drei Mitarbeiter Sicherheitstests im Kernkraftwerk Philippsburg nur vor. Als Reaktion verschärft Betreiber EnBW seine Sicherheitsbestimmungen - und darf das AKW nun wieder hochfahren.

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Das Atomkraftwerk Philippsburg darf wieder ans Netz gehen. Das baden-württembergische Umweltministerium teilte mit, es habe den Umgang des Betreibers EnBW mit den vorgetäuschten Sicherheitstests überprüft. Die Untersuchung sei zufriedenstellend verlaufend, einem Wiederanfahren des Atomkraftwerks stehe nichts mehr im Wege. Zurzeit ist Block 2 des AKW Philippsburg allerdings nicht am Netz, weil er sich in der turnusmäßigen Revision befindet.

Voraussetzung zum Wiederanfahren war nach Angaben des Umweltministeriums eine Auflage der Atomaufsichtsbehörde. Sie hatte von EnBW einen Mechanismus verlangt, wonach das Auslassen von Sicherheitstests "praktisch ausgeschlossen ist oder sehr schnell bemerkt wird". Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller erklärte, er sei froh, dass EnBW die Anordnung so rasch umgesetzt habe.
Motivation noch unklar
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Die wesentliche Änderung der Sicherheitsbestimmungen ist demzufolge, dass künftig mindestens zwei Zuständige die Prüfungen vornehmen und auf einem Protokoll bestätigen müssen. Zudem müssen den Protokollen Nachweise für die durchgeführte Prüfung beigelegt werden.

EnBW hatte im April zunächst mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter eines externen Dienstleisters die Überprüfung von Messeinrichtungen des Strahlenschutzes nur vorgetäuscht hatte. Später konnte zwei weiteren Mitarbeitern eine Beteiligung nachgewiesen werden. Sie waren für die Überprüfung der radiologischen Messeinrichtungen verantwortlich.

Warum die Mitarbeiter die Sicherheitstests nur vorgetäuscht haben, ist nach aktuellem Stand noch unklar. Nach Aussagen von EnBW-Chef Jörg Michels haben sie eine Befragung des Unternehmens abgebrochen. Eine Arbeitsgruppe soll die Hintergründe aufklären.

Quelle: n-tv.de , chr/dpa/AFP
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Erdgasförderung und ihre Folgen - Wenn in Niedersachsen der Boden bebt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jun 2016 16:52

Wenn in Niedersachsen der Boden bebt.jpg
Wenn in Niedersachsen der Boden bebt.jpg (53.56 KiB) 4243-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wenn-in-Niede ... 24776.html
Erdgasförderung und ihre Folgen - Wenn in Niedersachsen der Boden bebt

Von Andrea Schorsch

Deutschland bezieht Erdgas aus Russland, den Niederlanden und Norwegen. Aber nicht nur. Auch Niedersachsen trägt seit Jahrzehnten seinen Teil bei. Die Auswirkungen sind spürbar - und machen vielen Menschen Angst.

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Der Fußboden vibriert, die Gläser im Küchenschrank klirren, die Deckenlampe zittert leicht. Aus der Tiefe steigt ein Grollen empor, als würde dort eine Lkw-Kolonne durch einen Tunnel rasen. Wer in der Region zwischen Köln und Aachen lebt, kennt so etwas möglicherweise. Dort entladen sich häufiger tektonische Spannungen. Ebenso südlich von Tübingen sowie am Rhein an der Grenze zur Schweiz - allesamt erdbebengefährdete Gebiete in Deutschland. Niedersachsen gehört nicht zu diesen. Und doch wackeln auch dort mancherorts immer wieder die Wände - zum Teil so stark, dass sich Risse im Mauerwerk bilden.

In dem norddeutschen Bundesland sind die meisten seismischen Erschütterungen allerdings sehr wahrscheinlich nicht natürlichen Ursprungs, sondern menschengemacht. Die Epizentren der Erdstöße, die mitunter eine Stärke von 4,5 erreichen, liegen meist dicht an einem Erdgasfeld. Bereits in den 1950er-Jahren begann in Niedersachsen die Erdgasförderung. Sie wurde nach und nach ausgebaut, erstreckt sich heute über Dutzende Lagerstätten zwischen Elbe und Ems und zählt mehrere hundert Bohrungen.
Erdstöße werden immer häufiger

Dem Bundesministerium für Energie und Wirtschaft zufolge stammten sieben Prozent des Erdgases, das die Menschen 2015 in Deutschland verbrauchten, aus heimischer Produktion – aus Niedersachsen. Etwa 800 Milliarden Kubikmeter Erdgas sind dort, so die Angaben der Industrie, in den vergangenen 60 Jahren gewonnen worden. Dass die Gasförderung in direktem Zusammenhang zu Erdbeben in der Region steht, gilt als sehr wahrscheinlich. Auswertungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie weisen darauf hin.

Führt man sich vor Augen, wie Erdgas auf konventionelle Weise an die Oberfläche gelangt, ist ein gewisses, über die Jahre zunehmendes Erdbebenrisiko schnell erkennbar: Das Gas, größtenteils Methan, wird aus 3000 bis 5000 Meter tiefen, durchlässig-porösen Gesteinsschichten geholt. Darin ist es dicht zusammengedrückt. Bohrt man solch eine Lagerstätte an, erhält das Gas ein Ventil und strömt von selbst nach oben. Je mehr Erdgas entweicht, umso mehr lässt der Druck im Gestein nach. Die Folge: Spannungsänderungen im tiefen Untergrund. Sind die umgebenden Schichten nicht fest genug, kann es sein, dass der Boden nachgibt und sich absenkt. Das Erdbeben ist da.
Ein Riss im Mauerwerk: eines von vielen Häusern, das bei dem April-Erdbeben in Langwedel beschädigt wurde.
Ein Riss im Mauerwerk: eines von vielen Häusern, das bei dem April-Erdbeben in Langwedel beschädigt wurde.
(Foto: Andreas Mattfeldt)

So oder ähnlich geschah es offenbar auch am 22. April dieses Jahres in Langwedel. Mit 3,1 gibt der Niedersächsische Erdbebendienst die Stärke des Erdstoßes an. Danach hatten viele Häuser in dem Ort im Landkreis Verden Risse im Innenputz und an den Außenwänden. Andreas Mattfeldt, Bundestagsabgeordneter für Verden und Osterholz, spricht von mehr als 200 zum Teil erheblich beschädigten Gebäuden.

Der enorme Wertverlust für Hausbesitzer ist nicht das Einzige, was den CDU-Politiker, der aus dem Landkreis stammt, alarmiert. "Viele Unternehmen", so Mattfeldt, "denken bereits über eine Umsiedlung in andere Regionen nach oder wollen bereits geplante Investitionen stoppen." Neuansiedlungen von Unternehmen fänden so gut wie nicht mehr statt. Die einst prosperierende Gegend verfalle in Stagnation. Schon sinken die Einwohnerzahlen, Arbeitsplätze gehen verloren.
Ausweitung der Beben befürchtet
Was ist Fracking?

Bei dem Verfahren wird Gestein in großer Tiefe unter hohem hydraulischen Druck aufgebrochen. Dazu wird in der Regel ein flüssiges Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien durch Bohrlöcher in die jeweilige Zielschicht gepresst. Dadurch entstehen Risse im Gestein, durch die Erdgas entweichen und dann mit Rohren an die Oberfläche befördert werden kann. Einer ersten Abschätzung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zufolge werden die technisch förderbaren Schiefergasmengen in Deutschland auf 0,7 bis 2,3 Billionen Kubikmeter beziffert. Das ist der Bundesanstalt zufolge ein Vielfaches der konventionellen Erdgasreserven in Deutschland.

Seit Oktober 2014, innerhalb von weniger als zwei Jahren, hat der Niedersächsische Erdbebendienst 13 Erdstöße mit Stärken zwischen 1,5 und 3,1 dokumentiert. Schaut man zurück bis 2007, zählt man sogar rund 40 seismische Ereignisse. Mattfeldt wäre es inzwischen am liebsten, wenn die Erdgasförderung dort, wo viele Menschen leben, ein Ende fände. "Wir müssen uns bei den erheblichen Schäden ernsthaft die Frage stellen, ob wir in verdichteten Siedlungsgebieten die Erdgasförderung nicht besser gänzlich untersagen sollten", sagt er und denkt dabei nicht allein an Niedersachsen.

Denn die Gasförderung und ihre Risiken könnten weit über das Bundesland hinaus zum Thema werden, sollte man irgendwann die umfangreichen Schiefergas-Ressourcen der Republik kommerziell nutzen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe schätzt, dass hierzulande mindestens 700 Milliarden Kubikmeter Schiefergas gefördert werden könnten. Betroffen wären vor allem Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg – und abermals Niedersachsen.
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Anders als Methan gehört Schiefergas zu den unkonventionellen Gasen. Das bedeutet: Es lässt sich ausschließlich durch Fracking fördern. Das undurchlässige Schiefergestein wird dabei mit Millionen Litern eines Gemischs aus Wasser, Sand und Chemikalien vollgepumpt und aufgebrochen. Nur so kann das Gas schließlich entweichen. Auf einen einzelnen Bohrplatz kommen hunderte Fracks.

Und auch Fracking kann Erdbeben auslösen. Umstritten ist jedoch, in welcher Häufigkeit und Stärke sie auftreten. Die niedersächsische Landesregierung hat sich für alle Fälle gegen die unkonventionelle Erdgasförderung ausgesprochen. Mattfeldt ist sich sicher: "Wenn wir jetzt nicht handeln und sogar noch flächendeckend Fracking in Schiefergestein erlauben, werden sich die Probleme um die Erdgasförderung und die Erdbeben national ausweiten."

In Langwedel haben schon jetzt viele Menschen Angst vor dem nächsten Beben. Dass es kommt, ist für sie nur eine Frage der Zeit.

Quelle: n-tv.de
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Ostsee-Forschung per Zeppelin - Die Wirbeljäger sind gestartet

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Jun 2016 10:46

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http://www.n-tv.de/wissen/Die-Wirbeljae ... 87646.html
Montag, 20. Juni 2016
Ostsee-Forschung per Zeppelin - Die Wirbeljäger sind gestartet

Von Andrea Schorsch

Es ist eine spannende Expedition, mit der das Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane beginnt: Ein Zeppelin mit Hightech an Bord ermöglicht es Forschern, kleine Meereswirbel aufzuspüren. Die sollen Antworten auf große Fragen geben.

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Wie die Zahnräder eines Uhrwerks greifen im Meer nah unter der Wasseroberfläche unzählige kleine Wirbel ineinander. Manche sind nur 100 Meter groß, andere haben einen Durchmesser von 10 Kilometern, viele liegen irgendwo dazwischen. Jeder Wirbel ist anders. Und sie alle spielen eine wichtige Rolle für das "Uhrwerk Ozean". Doch welche genau?

Prof. Dr. Burkard Baschek beschäftigt sich schon seit Langem mit kleinen Meereswirbeln. "Wir wissen", so der Leiter des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), "dass diese Wirbel einen großen Einfluss auf die Ozeanzirkulation und das Algenwachstum haben." Letzteres ist zentral, denn die mikroskopisch kleinen Meeresalgen, auch Phytoplankton genannt, stehen am Anfang der maritimen Nahrungskette. "Und es ist wahrscheinlich", fügt der Wissenschaftler hinzu, "dass die Wirbel auch für unser Klima und für die Wanderungen von Meerestieren von Bedeutung sind." Doch wie die Zusammenhänge im Einzelnen aussehen, das ist noch gänzlich unbekannt.
Zeppeline können in der Luft parken
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Es ist eine Weltpremiere: Der Zeppelin im Dienst der Helmholtz-Gemeinschaft ist der erste überhaupt, der für die Meeresforschung eingesetzt wird. Meeresforschung per Zeppelin? Ja, tatsächlich. Denn es ... ... geht um das Aufspüren von Meereswirbeln der kleineren Art; um die mit Durchmessern von 100 Metern bis zu 10 Kilometern. Hier ist einer auf einem Satellitenbild zu sehen. Ein Satellit kann von solch einem Wirbel aber nur genau ein Bild machen. Bis zur nächsten Aufnahme hat sich der Wirbel längst aufgelöst. Anders ein ... ... Zeppelin. Sobald der mit einer hochgenauen Wärmekamera einen Meereswirbel entdeckt hat, kann er über ihm parken. Dann ist es möglich, den Wirbel längere Zeit zu beobachten und Veränderungen in Größe und Temperatur zu dokumentieren. Zeitgleich wird ein Schnellboot zum Wirbel geschickt, sodass auch vor Ort Analysen möglich sind. Vor der Jagd nach Meereswirbeln Mit dem Helmholtz-Zeppelin über Berlin

Bislang sind kleine Meereswirbel kaum erforscht. Den die Erde beobachtenden Satelliten bleiben sie meist verborgen. Und sollte sich doch einmal ein Wirbel auf einem Satellitenbild finden, ist diese eine Aufnahme die einzige von ihm. Denn bis der Satellit das nächste Bild macht, hat sich der Wirbel bereits aufgelöst. Kleine Meereswirbel existieren nur einige Stunden, nie länger als einen Tag. Ihre Eigenschaften zu analysieren, während sie driften und sich verändern, bis sie schließlich verschwinden, ist alles andere als einfach. Man muss schnell sein. Schnell in der Ortung und schnell in der Messung.

Angesichts dieser Erfahrung hatte Baschek vor vier Jahren eine Idee. Ein Zeppelin, so fand der Ozeanograph, wäre das richtige Hilfsmittel, um den Wirbeln auf die Spur zu kommen. Der Zeppelin bietet nämlich einen großen Vorteil: Hat er – mithilfe von Spezialkameras an Bord – einen Wirbel im Wasser ausfindig gemacht, kann er darüber parken. Die Kameras behalten den Wirbel im Fokus und liefern wertvolle Daten über seine Beschaffenheit. Anhand der Bilder können die Forscher in der Zeppelin-Gondel mitverfolgen, wie sich der Wirbel entwickelt und Schnellboote zum Ort des Geschehens schicken. So sind auch unten im Wasser, im Wirbel selbst, Messungen möglich.
Weltpremiere in der Meeresforschung

In diesen Tagen wird Bascheks Vision Wirklichkeit. Es ist eine Weltpremiere: Noch nie war ein Zeppelin für die Meeresforschung am Start. Bis zum 28. Juni gehen unter Bascheks Leitung mehr als 40 Wissenschaftler auf die Jagd nach kleinen Meereswirbeln. Sie kommen nicht nur vom HZG, sondern zudem vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung in Warnemünde, der Universität Lübeck und dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Auch aus den USA nehmen Forscher teil. Hauptakteur der Expedition "Uhrwerk Ozean" ist jedoch der Zeppelin NT, den die Helmholtz-Gemeinschaft für rund zwei Wochen von der Deutschen Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen am Bodensee gemietet hat. Sein Einsatzort ist jetzt die Ostsee zwischen Usedom und Bornholm.

Aus dem Boden der Zeppelin-Gondel schauen zwei extrem hochauflösende Kameras nach unten: Eine Thermalkamera misst die Temperatur der Wasseroberfläche mit etwa 100 Bildern pro Sekunde. Sie detektiert Temperaturunterschiede von 0,03 Grad Celsius. Beste Voraussetzungen für die Entdeckung von Meereswirbeln, denn die haben stets einen kalten Kern, der sich mit außen liegendem warmen Wasser vermischt. Wie das genau geschieht, können die Forscher mit den gewonnenen Daten herausfinden. Dabei sehen sie auch, wie Mikroalgen auf die Vorgänge im Wirbel reagieren.
Um eine Million genauer als ein Satellit

Denn die zweite Kamera ist eine Hyperspektralkamera, die bis zu 1000 Bänder des Lichtspektrums aufzeichnet und so die Farbe des Wassers erfasst. Chlorophyll wird für die Wissenschaftler auf diese Weise sichtbar. So sind Aussagen über Zustand und Wachstum der Algen möglich. "Wir führen sehr, sehr genaue Messungen durch", sagt Baschek. "Wir erzielen eine Auflösung, die um eine Million genauer ist als die von Satelliten. Weltweit gibt es bislang keinerlei Messungen in diesem Bereich."
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Jeden Morgen wird nun zunächst ein Motorsegler der FH Aachen losgeschickt, der das 150 Quadratkilometer große Forschungsgebiet mit einer Infrarotkamera nach möglichen Wirbeln absucht. Ist er fündig geworden, fliegt der Zeppelin hinterher. Aus 1000 Metern Höhe nimmt er die Temperatur- und Farbmessungen vor und lenkt das Experiment. Er leitet Schiffe zu den Wirbeln, die zahlreiche wissenschaftliche Instrumente mit sich führen. So wird zum Beispiel eine 50 Meter tief reichende Schleppkette mit bis zu 20 Sensoren durch den Wirbel gezogen. Weitere Messungen nehmen Ozeanglider, Schwarmroboter und Drifter vor. Im Mittelpunkt stehen dabei Daten zu Temperatur, Trübung, Chlorophyll, Salzgehalt, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Algengruppen und Nährstoffen.

Unter günstigen Wetterbedingungen ist der Zeppelin Tag für Tag zehn Stunden im Einsatz, bis er Ende Juni nach Friedrichshafen zurückkehrt (dem einzigen Ort weltweit übrigens, an dem der Zeppelin NT gebaut wird). Bis die Forscher alle Daten ausgewertet haben, werden Jahre vergehen. Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, ist sich sicher: "Die Expedition wird unser Verständnis von klimatischen und ozeanographischen Zusammenhängen grundlegend verändern." Und so sind Wissenschaftler aus aller Welt gespannt auf die Ergebnisse der Wirbeljäger.
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Quelle: n-tv.de
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Leichtes Spiel für Einbrecher - Viele vernetzte Alarmanlagen nicht sicher

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Jun 2016 10:41

Leichtes Spiel für Einbrecher.jpg
Leichtes Spiel für Einbrecher.jpg (50.97 KiB) 4140-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/technik/Viele-vernet ... 37651.html
Leichtes Spiel für Einbrecher - Viele vernetzte Alarmanlagen nicht sicher

Viele vernetzten Alarmanlagen werden so ausgeliefert, dass sie Einbrechern die Arbeit sogar erleichtern. Betroffene Nutzer sollten schnell prüfen, ob ihre Sicherheitseinrichtung bereits ein Update erhalten hat.

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Redakteure des Computermagazins "c't" haben entdeckt, dass viele vernetzte Alarmanlagen eine schwerwiegende Sicherheitslücke aufweisen. Einbrecher hätten dadurch unter anderem ein detailliertes Bewegungsprofil ihrer potenziellen Opfer erstellen und ungestört auf Raubzug gehen können, schreibt das Magazin.

Der Schwachpunkt ist denkbar banal: Die Steuerungsoberfläche im Netz war mit einem Standard-Login erreichbar. Auch bei der Freigabe musste dieser nicht zwingend geändert werden - und war damit einfach zu erraten. "So wird dieser wichtige Schritt von vielen Nutzern schlicht vergessen", sagt "c't"-Redakteur Sven Hansen. Hinzu komme, dass sich über spezielle Online-Portale wie Shodan solche Geräte wie bei einer Google-Suche einfach auffinden ließen. "Beides zusammen führt schnell zum Alarmanlagen-GAU", sagt Hansen.
Auch Abus zählt nur bis 4

Bei ihren Recherchen fanden Hansen und sein Kollege Ronald Eikenberg Hunderte offen übers Netz erreichbare Anlagen in aller Welt. In Deutschland sind vor allem Geräte von Lupus Electronics betroffen, die von Climax Technology beliefert werden. Aber auch Alarmanlagen der Marke Abus würden mit dem voreingestellten Nutzer "1234" und dem Passwort "1234" ausgeliefert, schreibt "c't".

Das Missbrauchspotenzial sei dabei erschreckend, so die Redakteure. Für einen Einbrecher sei es ein Leichtes, die Geräte etwa über die IP-Adresse geografisch grob zu orten. Wer noch E-Mail-Adressen oder Handynummern für den Fall eines Alarms hinterlegt, habe es potenziellen Einbrechern zusätzlich leicht gemacht.

Anhand des Anlagen-Logbuchs hätten Angreifer zudem den Tagesablauf auskundschaften könne, wann etwa das Garagentor geöffnet oder die Alarmanlage scharf gestellt werde. Besonders gruselig fanden die Redakteure, dass die neuesten Anlagen des Herstellers Climax auch Kameras einbinden, "deren Überwachungsfotos ebenfalls im Web-Interface angezeigt werden".
Huch, ein einfaches Passwort!
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Die Hersteller hätten allesamt "erschrocken" reagiert. Dass es sich um ein "einfaches Passwortproblem" gehandelt hat, sei für ihn schockierend gewesen, sagte Matthias Wolff, Hauptgesellschafter des Herstellers Lupus, dem Magazin. An dieser Stelle hätten die Entwickler "den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen". Als Sicherheitshersteller laufe es ihm angesichts der offenen Systeme kalt den Rücken herunter, sagte Climax-Geschäftsführer Adrian Porger der "c't". Er sieht demnach trotz des vielleicht laxen Umgangs der Nutzer mit ihren Passwörtern auch die Hersteller in der Verantwortung: "Wir sind als Anbieter von Sicherheitstechnik natürlich verpflichtet, ein möglichst wasserdichtes Produkt abzuliefern."

Die Hersteller haben inzwischen Updates veröffentlicht. Sie werden aber nicht bei allen Geräten automatisch installiert, oft müssen die Anlagen manuell aktualisiert werden, betroffene Kunden sollen informiert werden. Im Zweifel sollten Nutzer selbst aktiv werden.

Quelle: n-tv.de , kwe/dpa
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Antrieb mit Rattenherz-Zellen - Roboter-Rochen hat ein Gold-Skelett

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jul 2016 22:26

Roboter-Rochen hat ein Gold-Skelett.jpg
Roboter-Rochen hat ein Gold-Skelett.jpg (20.07 KiB) 4077-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Roboter-Roche ... 39951.html
Donnerstag, 07. Juli 2016
Antrieb mit Rattenherz-Zellen - Roboter-Rochen hat ein Gold-Skelett

Skelett aus Gold, Hülle aus elastischem Kunststoff: Forscher haben eine künstliche Kreatur geschaffen, die angetrieben von 200.000 Herzmuskelzellen durchs Wasser gleitet. Gesteuert wird sie über Lichtsignale. Sie ist ein Produkt der noch neuen "Soft-Robotik".

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Den Entwurf zeichnete Prof. Kevin Kit Parker im Januar 2014 auf eine Papierserviette.
Den Entwurf zeichnete Prof. Kevin Kit Parker im Januar 2014 auf eine Papierserviette.
(Foto: Sung-Jin Park/dpa)

Aus Gold, Kunststoff und lebenden Zellen haben Wissenschaftler einen kleinen Roboter-Rochen gebaut. Er bewegt sich wie sein natürliches Vorbild mit wellenförmigen Flossenbewegungen fort. Gesteuert wird das künstliche Tier mit Lichtsignalen. Es lässt sich sogar zielgenau durch einen kleinen Parcours steuern, berichten Wissenschaftler um Sung-Jin Park von der Harvard University in Cambridge (US-Staat Massachusetts) im Fachmagazin "Science".

Der künstliche Rochen besitzt ein Skelett aus Gold, das in einer Körperhülle aus elastischem Kunststoff steckt. Die Oberseite des Roboter-Rochens ist mit einer Schicht aus etwa 200.000 Herzmuskelzellen von Ratten besetzt. Diese sind genetisch so verändert, dass sie sich auf Lichtsignale hin zusammenziehen.

Durch die Kontraktion bewegen sich die Rochenflossen in der typischen Wellenform nach unten. Die anschließende Aufwärtsbewegung erfolgt passiv, weil das Innenskelett einen Teil der Energie der Abwärtsbewegung speichert, die dann wieder frei wird und die Flosse aufwärts bewegt.
16 Millimeter lang, 10 Milligramm schwer
Der Roboter-Rochen ist etwas kleiner als eine Ein-Euro-Münze.
Der Roboter-Rochen ist etwas kleiner als eine Ein-Euro-Münze.
(Foto: Karaghen Hudson/Michael Rosnach/dpa)

Insgesamt ist der Roboter-Rochen etwa 16 Millimeter lang - er passt also locker auf eine Ein-Euro-Münze. Er wiegt gut zehn Milligramm. Schwimmen kann der Rochen nur in einer Nährstofflösung, die die Herzmuskelzellen am Leben erhält.

Das klappt indes ziemlich gut, zeigen Videos der Schwimmversuche. Die Forscher können mit unterschiedlichen Lichtsignalen die linke und rechte Flosse getrennt aktivieren und den Roboter so lenken. Er kann Hindernisse elegant umschwimmen und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von 1,5 Millimetern pro Sekunde.
Junge Teildisziplin innerhalb der Robotik
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Der Mini-Rochen demonstriert die Ziele der Soft-Robotik, einer noch recht jungen Teildisziplin innerhalb der Robotik. Dabei versuchen Wissenschaftler, harte und weiche Bestandteile miteinander zu kombinieren - oft nach biologischen Vorbildern.

Kürzlich erst stellten Wissenschaftler einen Hüpf-Roboter vor, der nach ähnlichem Prinzip gebaut ist. Er kann sich selbstständig bewegen, in die Höhe und zur Seite springen und dabei auch unsanfte Landungen überstehen, berichteten US-Forscher ebenfalls im Fachjournal "Science".

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Es rollt und rollt - für immer - Der große Traum vom Perpetuum mobile

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Jul 2016 09:08

Der große Traum vom Perpetuum mobile.jpg
Der große Traum vom Perpetuum mobile.jpg (65.24 KiB) 3976-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Der-grosse-Tr ... 88211.html
Es rollt und rollt - für immer - Der große Traum vom Perpetuum mobile

Von Andrea Schorsch

Selbst Leonardo da Vinci schwärmte davon. Maschinen, die Energie aus dem Nichts erzeugen und nie still stehen, faszinieren. In einigen Internet-Videos scheinen sie tatsächlich Wirklichkeit geworden zu sein. Wie ist das möglich?

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Die Idee ist vielversprechend: Einmal gestartet, bleibt die Maschine immer in Bewegung. Einfach so. Ohne dass man Energie zuführen müsste. Alles, was die Apparatur an Energie braucht, stellt sie nämlich selbst her – so das Konzept. Idealerweise ist das Perpetuum mobile auch noch für etwas gut: Es erledigt eine Arbeit, erzeugt also sogar Nutzenergie. Und das alles für die Ewigkeit. Zu schön, um wahr zu sein? Stimmt.

Was dagegen spricht, ist der Energieerhaltungssatz: Energie kann zwar ihre Form ändern, doch man kann sie weder vernichten noch aus dem Nichts erzeugen. Ein Beispiel: Aus chemischer Energie, wie etwa Rapsöl, lassen sich Wärme und Bewegungsenergie gewinnen, sodass ein Fahrzeug damit angetrieben werden kann. Die eine Energieform (chemische Energie) wird umgewandelt in andere Energieformen (Wärme und Bewegung). Aber es ist unmöglich, dass dieses Auto losfährt, ohne dass es zunächst betankt wird.

Selbst eine Maschine, die nichts antreiben und keine überschüssige Energie zur Verfügung stellen muss, eine Maschine also, die sich absichtslos hin und her, auf und ab oder im Kreis bewegt, bleibt nicht dauerhaft in Schwung. Es entsteht Reibung. Unweigerlich kommt die Vorrichtung dadurch zum Stehen. Doch allen physikalischen Gesetzen zum Trotz sind Menschen von der Idee des Perpetuum mobile fasziniert. Im Internet kursieren Videos, in denen diverse Perpetuum mobile reibungslos laufen. Verblüffend? Nein. Bei den Aufnahmen sind versteckte Antriebe oder Tricks im Spiel. Hier vier Beispiele aus einem Video und warum sie in Wirklichkeit nicht funktionieren:
1. Der "selbstfließende Kolben"
So funktioniert ein Saugheber. Auf Boyles Kolben ist das Prinzip jedoch nicht übertragbar.
So funktioniert ein Saugheber. Auf Boyles Kolben ist das Prinzip jedoch nicht übertragbar.
(Foto: Tomia/Wikipedia/CC BY-2.5)

Von erstaunlicher Schlichtheit war die Idee des Naturforschers Robert Boyle: Er dachte sich im 17. Jahrhundert ein Perpetuum mobile aus, bei dem sich eine Flüssigkeit beständig im Kreis bewegt. Ein Saugheber könnte Boyle inspiriert haben. Der leitet Wasser durch einen Schlauch von einem höher stehenden Gefäß in ein tiefer stehendes. Dabei fließt das Wasser im Schlauch zunächst ein Stück "bergauf". Das klappt tatsächlich - dank Unterdruck.

In Boyles angeblichem Perpetuum mobile aber gibt es keinen Unterdruck. Wie ein Saugheber kann Boyles Konstruktion also nicht arbeiten. Was aber soll dann die treibende Kraft in diesem Konzept sein?

Boyle stellte sich offenbar vor, dass das Wasser im Kolben die übrige Flüssigkeit durch den Schlauch drückt. Das klappt aber nur, bis das Wasser im Schlauch so hoch steht wie im Kolben. Und dann? Ist der Schlauch eng genug, könnte jetzt der Kapillareffekt einsetzen. Er ließe das Wasser weiter im Schlauch aufsteigen. Mit zusätzlicher Energie hat das nichts zu tun; zum Kapillareffekt kommt es durch die Oberflächenspannung des Wassers und die Adhäsionskraft zwischen Flüssigkeit und Schlauch.
Im Video läuft's rund: Boyles selbstfließendem Kolben scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Im Video läuft's rund: Boyles selbstfließendem Kolben scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
(Foto: https://www.youtube.com/watch?v=fQQ8_PDAdfI)

Doch selbst wenn das Wasser nun die Schlauchöffnung erreichen sollte, wäre Boyles Konzept nicht von Erfolg gekrönt. Die Oberflächenspannung verhindert nämlich letztlich auch, dass die Flüssigkeit einfach in den Kolben fließt. Es würde sich am Schlauch-Ausgang ein hartnäckiger Tropfen bilden, den man beseitigen müsste. Ein solcher Eingriff aber wäre eine Form der Energiezufuhr – und für ein Perpetuum mobile inakzeptabel. Boyles "selbstfließender Kolben" ist folglich nur auf dem Papier eine schöne Idee, nicht aber in der Umsetzung.

Und wieso funktioniert er im Film? Das liegt an einem versteckten Generator. Ein Zuschauer-Kommentar gibt den Tipp, die Abspielgeschwindigkeit des Videos auf 0,25 zu reduzieren und dann auf das schwarze Plastikstück unten am Schlauch zu schauen. Tatsächlich wird dort sichtbar Flüssigkeit gepumpt, bevor überhaupt welche im Kolben ist.
2. Woodwards Rad
Wie auch immer sich Woodward das gedacht hat: Das Rad dreht sich nicht permanent.
Wie auch immer sich Woodward das gedacht hat: Das Rad dreht sich nicht permanent.

Ein Rad, nicht zentriert, auf der rechten Seite durch zwei Rollen gestützt: Bei dieser Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert, zurückgehend auf F.G. Woodward, fragt man sich von vornherein, wie sie als Perpetuum mobile funktionieren soll. Woodwards Plan sah vor, dass die Schwerkraft das Rad auf der linken Seite nach unten zieht. Dabei soll es sich auf der rechten Seite durch die Rollen wieder hinauf schieben. Es würde also fortwährend vor sich hin eiern – dachte Woodward.

Tatsächlich aber machen ihm die Schwerpunkte von Rad und Rollen einen dicken Strich durch die Rechnung. Es dreht sich nicht von selbst. Und bringt man das Rad einmal mit der Hand ordentlich in Schwung, ist so viel Reibung im Spiel, dass es schnell zum Stillstand kommt.
3. Das "übergewichtige" Rad
Skizze von Villiard de Honnecourt: Damit könne man Holz sägen, meinte er.
Skizze von Villiard de Honnecourt: Damit könne man Holz sägen, meinte er.
(Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Das Rad inspirierte viele Konstrukteure vermeintlicher Perpetuum mobile. Dass es aus eigener Kraft ohne Unterlass rotieren könnte, ist eine Vorstellung, die viele Erfinder begeisterte - so auch den indischen Mathematiker Bhaskara. Er entwickelte Mitte des 12. Jahrhunderts ein "übergewichtiges" Rad, das von quecksilbergefüllten Zylindern umgeben ist. Dreht sich das Rad, bewegt sich das Quecksilber in den Zylindern. Das soll dafür sorgen, dass das Rad auf einer Seite stets schwerer ist als auf der anderen. Ein endloser Antrieb, der es in Schwung hält – jedenfalls in der Theorie.

Villiard de Honnecourt fand diese Theorie um das Jahr 1230 herum überzeugend. Statt Zylinder mit Quecksilber brachte er am Rad Hebel mit Hämmerchen an. Sie sollen für ein Übergewicht sorgen und das Rad unaufhörlich auf einer Seite nach unten ziehen. Honnecourt meinte, seine Erfindung wäre zum Holzsägen zu gebrauchen oder um Gewichte anzuheben.
Wenige lange Hebel rechts, viele kurze links - in der Summe heben sie sich in ihrer Wirkung auf.
Wenige lange Hebel rechts, viele kurze links - in der Summe heben sie sich in ihrer Wirkung auf.

Aber sie taugt weder für das eine noch für das andere. Dreht man das Rad im Uhrzeigersinn, klappt irgendwann ein Hämmerchen auf die drei-Uhr-Position. Das Drehmoment, das durch die Hebel auf der rechten Seite ausgeübt wird, ist größer als auf der linken Seite. Dennoch wird die Rotation nicht uneingeschränkt vorangetrieben. Denn auf wenige längere Hebel mit größerem Drehmoment rechtsherum kommen viele kurze Hebel mit kleinerem Drehmoment linksherum. In der Summe heben sie sich auf, und das bedeutet: Das Rad steht still.
Skizzen von Leonardo da Vinci. Schöner Traum, aber nicht zu verwirklichen - stellte er fest.
Skizzen von Leonardo da Vinci. Schöner Traum, aber nicht zu verwirklichen - stellte er fest.

Das stellte um 1500 auch Leonardo da Vinci fest. Auch der Universalgelehrte träumte vom Perpetuum mobile. Doch er kam zu dem Schluss: Alle Vorhaben, ein Perpetuum mobile zu bauen, sind zum Scheitern verurteilt. Und dennoch war gerade das von Gewichten umgebene Rad auch im 17. Jahrhundert noch Gegenstand weiterer ehrgeiziger Versuche. Edward Somerset setzte dabei auf Murmeln, die in den Speichen rollen. Und siehe da: Einmal in Gang gebracht, drehte sich das Rad - aber nur für eine wirklich kleine Ewigkeit.
4. Der selbstfahrende Zug
Futuristisch: der Zug, der keinen Antrieb braucht.
Futuristisch: der Zug, der keinen Antrieb braucht.

Was immer rollt, würde sich natürlich auch wunderbar als Transportmittel eignen. Eine Vision, die daher immer wieder in Mode kam (zum Beispiel in den 1930er-Jahren), war der Zug, der keinen äußeren Antrieb benötigt. Nicht Räder, sondern Kegel sind hier an den Waggons angebracht. Und die sollen bergauf und bergab rollen, angetrieben allein durch die Schwerkraft.

Hinter der Idee steckt ein Experiment, das wirklich gelingt und das 1720 erstmals beschrieben wurde: Driften Schienen in einem bestimmten Winkel auseinander und steigen sie in einem bestimmten Winkel an, dann rollt ein Doppelkegel (der ebenfalls bestimmte Maße haben muss) die Steigung hinauf. Das geschieht, weil der Schwerpunkt des Doppelkegels am Ende tiefer liegt als am Anfang. Der Schwerpunkt bewegt sich abwärts, während der Doppelkegel auf den Schienen bergauf rollt.
Nach diesem Prinzip soll sich der Zug fortbewegen.
Nach diesem Prinzip soll sich der Zug fortbewegen.

Klingt verwirrend? Schaut man von der Seite, erkennt man es: Die Rotationsachse - und damit der Schwerpunkt - liegt am Ende der zurückgelegten Strecke tiefer zwischen den Schienen als zu Beginn – weil die Schienen auseinanderstreben. Da der Doppelkegel den Kontakt zu den Schienen nicht verlieren darf, ist die Strecke, die er rollen kann, aber notgedrungen begrenzt.

Was mit einem Doppelkegel auf einem kurzen Stück möglich ist, misslingt daher mit einem Zug auf langen Strecken. Hinzu kommen die ungenügende Schwerpunktverlagerung, die zu großflächige Berührung der Schienen und die unvermeidliche Reibung. Sie machen auch diese Vorstellung von einem Perpetuum mobile zunichte.

Es bleibt dabei: Die physikalischen Gesetze lassen sich nicht austricksen. Und eine immerwährende Kraft (wie die Schwerkraft) führt keineswegs zu immerwährender Leistung. Der Versuch, Energie aus dem Nichts zu erzeugen, kann nur fehlschlagen - so schade das auch ist.
Bilderserie
"Exploring Arts & Science" wandert durch Europa: Leonardo da Vinci - das Universalgenie "Exploring Arts & Science" wandert durch Europa: Leonardo da Vinci - das Universalgenie "Exploring Arts & Science" wandert durch Europa: Leonardo da Vinci - das Universalgenie "Exploring Arts & Science" zieht durch Europa Leonardo da Vinci - das Universalgenie

Quelle: n-tv.de
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Transmutation: Russische Wissenschaftler verkünden sensationelle Entdeckun

Beitragvon Weltbookadmin47 » 29. Jul 2016 21:06

http://www.pravda-tv.com/2016/07/transm ... ng-videos/

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PRAVDA TV – Lebe die Rebellion
Transmutation: Russische Wissenschaftler verkünden sensationelle Entdeckung (Videos)
27. Juli 2016 aikos2309

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http://www.pravda-tv.com/2016/07/transm ... ng-videos/

Vor ein paar Wochen verkündeten russische Wissenschaftler auf einer Konferenz in Genf die Entdeckung einer Methode, die jedes beliebige Element in ein anderes Element im Periodensystem und darüber hinaus umwandeln kann.

Sollten die russischen Wissenschaftler ihre Ankündigung wahr machen, würde dies in der Tat ein neues Kapitel in der technologischen Entwicklung der Menschheit aufschlagen und könnte unser aller Leben auf ungeahnte Weise verändern, so wie etwa die Entdeckung und Nutzung des elektrischen Stroms, oder sogar noch viel umfassender.

Zweifellos hätte dies Auswirkungen auf den Energiesektor, die Medizin und die Industrie und es könnten sich von hier ausgehend weitere Möglichkeiten ergeben.

Eine Entdeckung, die alles revolutionieren könnte

Die Entdeckung der russischen Wissenschaftler basiert auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Antrieb von Raumschiffen unabhängig von der Mitnahme fossiler Brennstoffe zu machen, indem jedes im Raum vorhandene Element zu Kraftstoff umgewandelt werden kann.

Der Grundgedanke ist somit übrigens ähnlich wie bei der bereits vor über 20 Jahren durch die russische Raumfahrt entwickelten Imedis-Technologie, mit der auf dem Prinzip des Bioresonanzverfahrens die Diagnostik und Therapie sämtlicher Krankheiten ohne Mitnahme umfangreicher Laboreinrichtungen und eines umfangreichen Medikamentenvorrats möglich sein soll.

Bei den beiden Wissenschaftlern handelt es sich um die Chemiker Tamara Sahno und Victor Kurashov, die auf theoretischem und experimentellem Gebiet tätig sind und an der Spitze einer Dynastie von Forschern stehen, die über einen langen Zeitraum maßgeblich an der Entdeckung dieser Methode für die Umwandlung von chemischen Elementen beteiligt sind (Wandlungen: Die neue Alchemie – Was sie uns heute lehrt (Video)).



Vladislav Karabanov sagte zur neuen Entdeckung: „Heute und hier in Genf kündigen wir öffentlich eine Entdeckung und Technologie an, die ohne Übertreibung von gewaltiger historischer Bedeutung sein könnte.“ Die Entdeckung bestehe im Wesentlichen in der Entwicklung eines industriellen Verfahrens für die Umwandlung von beliebigen chemischen Elementen in andere Elemente und deren Isotope.

Somit basiere die Entdeckung auf einem Transmutationsprozess, der die Möglichkeit bieten sollte, ohne Kernreaktion oder belastetes Wasser als Nebenprodukt, Treibstoff für Raumschiffe zu erzeugen, was nach Ansicht der Wissenschaftler aber nicht nur ganz neue Möglichkeiten für die Raumfahrt eröffnet, sondern letztendlich für unser ganzes Wirtschaftssystem, indem sie sagten: „Die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Prozesses können wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht im geringsten ausmalen.“

Video: http://www.pravda-tv.com/2016/07/transm ... ng-videos/

Die Fortschritte der russischen Wissenschaftler

Dazu erklärte Victor Kurashov während der Präsentation in Genf: „Meine Damen und Herren, unsere Arbeit zur Entwicklung der Technologie für die Transmutation chemischer Elemente reicht zurück bis zu den frühen 90er Jahren. Die ersten Ergebnisse wurden im Jahr 1998 gemacht. Aber der Großteil dieser Bemühungen und Forschung, sowie Hunderte von erfolgreichen Experimenten haben wir im Sommer und Herbst 2013 gemacht.

Unsere Bemühung einer Patentierung dieser Arbeit dauerten etwas, und aus diesem und einigen anderen Gründen, haben wir unsere Ergebnisse bisher nicht veröffentlichen können, bis das Patent tatsächlich erteilt wurde. Wir erhielten eine Patent-Priorität am 15. Mai 2014, während das Patent selbst am 25. August 2015 erteilt wurde.

Gehen wir auf den Prozess selber kurz ein: Die erste Komponente im Prozess ist Erz oder nukleare Abfälle. Die zweite Komponente des Prozesses sind Metalle wie Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer, Zink und andere.



Diese Metalle funktionieren, aber wir neigen dazu, Eisen als kostengünstigstes Element zu verwenden. Die dritte Komponente und ein Faktor in diesem Prozess sind Bakterien.

In der Regel verwenden wir Eisen und Schwefel reduzierende Bakterien-Spezies die wir entlang einer bestimmten Liste von Kriterien auswählen, z.B. dass sie resistent gegen Strahlung sind, und dass sie an eine stark gesalzene Lösung angepasst sind.

Erz oder Atommüll (es gibt keinen Unterschied) wird durch Bakterien in Gegenwart von weiteren wertvollen Elementen/Metallen in einem geschlossenen Gefäß verarbeitet. Der Transmutationsprozess startet sofort, und Schritt für Schritt, in zwei oder drei Wochen, können die Zielelemente gewonnen werden.“

Im Zusammenhang mit dieser Entdeckung veröffentlichte Russland übrigens auch die Verfügbarkeit seines ersten 3D-Metalldruckers:

Video:

Alchemistische Transmutation vs. chemische Umwandlung

Die Umwandlung von einem chemischen Element in ein anderes ist nach etablierter wissenschaftlicher Lehrmeinung nicht möglich. Im Gegensatz dazu geht die Alchemie jedoch von der Wandelbarkeit eines chemischen Elementes in ein anderes aus, was als „Transmutation“ bezeichnet wird. Genauer gesagt, versteht man in der Alchemie darunter zumeist die Umwandlung unedler Metalle, wie etwa Blei, zum edelsten Metall, nämlich Gold (Alchemie: Die Werkstatt des Goldmachers (Video)).

Nach manchen Berichten, soll es tatsächlich bereits gelungen, auf Grundlage der Transmutation Gold herzustellen. So heißt es etwa, dass es der Freie-Energie-Aktivist John Bedini geschafft haben soll, mit Hilfe einer Hitze von 5.000 Grad Celsius, Kupfer in Gold umzuwandeln. So sollen auch speziell an Feuerringen wie den Philippinen besonders große Mengen an Gold auf natürliche Weise vorkommen, aber auch unter heißen Quellen in Island (Energie-Transmutation: Diesel aus Wasser – das Wunder von Papenburg).

Während eines der Ziele der Alchemie in der Goldherstellung besteht, ist dies aber nicht gleichbedeutend mit dem Streben nach materiellem Reichtum, schließlich gilt es in Form des alchemistischen „Trinkgoldes“ auch als eine Art Allheilmittel.



Heute herrscht die Meinung vor, dass die Goldherstellung niemals funktioniert habe und nichts anderes als Scharlatanerie sei, aber ist dies wirklich sachlich begründet oder sollen uns bloß glauben gemacht werden, dass sie nicht funktionieren kann? Tatsächlich war es laut des zeitgenössischen Alchemisten Peter Mehmet Çatı nicht die Erfolglosigkeit der Goldherstellung und der Alchemie, die ihr Ende besiegelte, sondern im Gegenteil gerade ihr Erfolg, der immer mehr zu einer Bedrohung für unser (prinzipiell) goldgedecktes Geldsystem zu werden begann (Babylons Bankster: Die Alchemie von Höherer Physik, Hochfinanz und uralter Religion).

Umwandlung von Stoffen vs. Bewusstseinswandel

Tatsächlich lebt der Kapitalismus von einer künstlichen Verknappung von Ressourcen durch über sie verfügende Monopolisten – weshalb die Goldherstellung genauso eine Bedrohung für den Kapitalismus sein muss wie etwa der Zugang zu freier Energie und frei verfügbarem Wissen.

Oder anders gesagt: Die Lizenz zum Gelddrucken für eine kleine Minderheit wird immer mehr zur Bedrohung für die große Mehrheit, weshalb so oder so ein Umdenken stattfinden muss, wenn sich der zentrale Konflikt unserer Zeit – nämlich reich gegen arm – nicht immer weiter verschärfen soll (Blutlinien: Wissenschaftlich belegt – die Reichen bleiben seit Jahrhunderten unter sich).



Laut Art. 14 des Grundgesetzes verpflichtet Eigentum eigentlich dazu, dass es dem Wohl der Allgemeinheit dienen soll, doch davon sind wir mittlerweile immer weiter entfernt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Patentrecht, das eigentlich dazu da ist, Anreize dazu schaffen, neue Erfindungen zu machen, von der die Allgemeinheit profitieren kann, aber leider ist allzu oft das Gegenteil der Fall: Patente dienen in vielen Fällen gerade der Verhinderung von Erfindungen zugunsten von Monopolen einiger weniger und zu Lasten der Allgemeinheit (Unterdrücktes Wissen: Energetische Eigenschaften traditioneller Kleidung und natürlicher Lebensweise (Videos)).

Die angekündigte Entdeckung der russischen Wissenschaftler scheint ein Hoffnungsschimmer in einer vom Kapitalismus immer mehr ins Verderben gestürzten Welt zu sein, aber kann sie wirklich halten, was sie verspricht und wird sich dadurch alles zum Besseren wandeln?

Viel wird davon abhängen, dass die Menschheit nicht nur dazu in der Lage ist, ihre technischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, sondern auch ihr spirituelles Bewusstsein, um dem egoistischen Raubbau an Natur und Menschheit ein Ende zu setzen. Und bis dahin wird wohl noch ein langer, steiniger und am Ende gewiss siegreicher Weg vor uns liegen.

Video:

Literatur:

Freie Energie für alle Menschen: Raumenergiemotor: Nachweis und Bauanleitung von Claus W. Turtur

Energie ohne Ende: Erfindungen – Konzepte – Lösungen von Andreas von Rétyi

Die Urfeld-Forschungen von David Wilcock

Quellen: PublicDomain/liebe-das-ganze.blogspot.de/maki72 für PRAVDA TV am 27.07.2016

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U.W. sagt:
28. Juli 2016 um 17:35

Diese Metall-Drucker-Technologie wird wird schon länger bei Airbus für Spezialteile eingesetzt.

Also nichts Neues.

Nur um einmal vorzubeugen das man bei Russland zu blauägig rangeht ohne wahrzunehmen das Russland zusammen mit den USA in einem Boot sitzten und von den selben Dynastiefamilien gesteuert werden.

So nach dem Prinzip:

1. Schaffe den Kommunismus und lasse das Volk hungern.

2. Dann vernichte den Kommunismus um diesen in Wirklichkeit im Hintergrund weiterzuführen und umzuformen.

3. Gebe dem dummen Volk etwas Almosen damit es ihm besser geht, aber bloß nicht zu gut und das Volk wird den großen reitenden, Flugzeug fliegenden und heroischen Super-Marionetten-Präsidenten Putin lieben.

4. Jetzt tausche noch über die Geheimgesellschaften heimlich Technologie mit dem Westen aus und tue so als ob man das Volk liebe und die Freiheit gebe.

5. Kläre nebenbei über die so genannte „Neue Wissenschaft“, die eigentlich schon alt ist, auf und lasse das dumme Volk staunen. Ganz zu schweigen davon das es die selben Personen sind, welche die Wissenschaft unterdrücken um sie uns dann scheibchenweise und gesteuert auf den Teller zu legen. Jetzt verzerre noch einige neue wichtige wissenschaftliche Prinzipien so das es die dumme Masse nicht komplett versteht und die Menscheit sich bloß nicht zu schnell weiter entwickelt. Nur bis zu der Stufe bei welcher man seine Herrschaft in einem neuen Staats-Religions-System behält. Sonst würde man ja schließlich seine Macht verlieren. So wie auch damals mit dem Halbidioten Albert Einstein, der ja anscheinend das Gegenteil eines Genies war und kaum in der Lage war Mathematische Aufgaben zu lösen, weshalb das ja auch seine Frau für ihn erledigen mußte.

5. Schaffe Chaos im Westen, damit das Volk die Herrscher hasst und Hoffnung auf den Osten bekommt. (Westen böse – Osten gut)

6. Jetzt ist die Zeit reif um eine neue Herrschaft aufzubauen, auf einer neuen und höheren Stufe der geistigen Täuschung der Massen um das Herrschaftssystem zu restrukturieren und weiterzuführen.

Fazit:

Das alte Spiel

These – Antithese = Synthese.
guter Polizist – böser Polizist = Beherrschung der grauen Masse.

Leider wissen die Meisten nicht was es bedeutet wirklich frei zu sein, Deshalb lieben sie ihre Sklaverei, auch in der neuen Zeit. Sozusagen, gehe mit Freude zu Deiner Hinrichtung, weil.. „E gibt keine Schuld“ und alles ist nur Karma oder auch New Age-Gesäusel.

Also:

Habe keine bösen Gedanken, Immer positiv denken. Steche Deinem Nächsten mit einem Lächeln ein Messer in den Rücken bei der nächsten Reinkarnation wird es schon besser klappen. Weil, wir steigen ja alle irgend wann auf.

Also, lange Rede kurzer Sinn. Ich traue dieser Euphorie nicht ganz.
Antworten
Grino sagt:
29. Juli 2016 um 15:57

Eine wirklich stark blühende pessimistische Fantasie. Respekt!!
Antworten

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"Künstliches Blatt" - Solarzelle erzeugt aus CO2 Kraftstoff

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jul 2016 08:35

http://www.n-tv.de/wissen/Solarzelle-er ... 00361.html
Samstag, 30. Juli 2016
"Künstliches Blatt" - Solarzelle erzeugt aus CO2 Kraftstoff

Beim Verbrennen von Kraftstoffen entsteht das klimaschädliche CO2. Nun finden Forscher einen Weg, aus dem Treibhausgas mit Hilfe von Sonnenlicht Kraftstoffe herzustellen. Das Verfahren, bei dem der Atmosphäre CO2 entzogen wird, eignet sich auch für große Anlagen.

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Ein elektrochemisches Verfahren verspricht eine klimafreundliche Produktion von Kraftstoffen: Aus Kohlendioxid und Wasser haben Forscher Kohlenmonoxid und Wasserstoff erzeugt, die zusammen ein energiereiches Synthesegas (Syngas) bilden. Dieses kann entweder direkt verbrannt oder mit etablierten Verfahren in gasförmige und flüssige Kraftstoffe umgewandelt werden. Die Energie für die chemische Reaktion liefern Solarzellen, wie die Forscher um Amin Salehi-Khojin von der University of Illinois in Chicago im Fachmagazin "Science" berichten. Das Verfahren, bei dem der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen wird, eigne sich auch für große Anlagen, betonen sie.

"Anstatt Energie in einer nicht nachhaltigen Einbahnstraße zu gewinnen, die von fossilen Brennstoffen zu Treibstoffgasen führt, können wir nun den Prozess umkehren und Kohlenstoff aus der Atmosphäre für die Produktion von Kraftstoff wiederverwenden", wird Salehi-Khojin in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. Weil auch Pflanzen bei der Photosynthese aus Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenlicht Energie gewinnen, nennen die Forscher ihre Vorrichtung "künstliches Blatt". Mit einer Anlage von vielen solchen "künstlichen Blättern" könne man der Atmosphäre größere Mengen Kohlenstoff entziehen.
Viel schneller und günstiger als bekannte Verfahren
Amin Salehi-Khojin (l.) und der Post-Doktorand Mohammad Asadi mit der von ihnen entwickelten speziellen Solarzelle.
Amin Salehi-Khojin (l.) und der Post-Doktorand Mohammad Asadi mit der von ihnen entwickelten speziellen Solarzelle.
(Foto: University of Illinois at Chicago/Jenny Fontaine)

Zwar seien bereits vorher ähnliche Verfahren entwickelt worden, diese seien aber wenig effizient und wegen der Verwendung von Edelmetallen wie Silber teuer gewesen, berichten die Forscher. Mit einem neuen Katalysator seien die Reaktionen 1000 Mal schneller als mit Edelmetall-Katalysatoren und zudem 20 Mal günstiger, sagt Erstautor Mohammad Asadi.

Salehi-Khojin und Kollegen untersuchten eine Stoffklasse, die eine Kombination aus Übergangsmetallen wie Wolfram und Molybdän sowie Elementen aus der Sauerstoffgruppe wie Schwefel und Selen darstellt. Wolframdiselenid (WSe2) erwies sich als am besten geeignet für den gewünschten Zweck. Allerdings würde diese Verbindung im Reaktionsgefäß nicht lange bestehen, weil die chemische Reaktion zur Umwandlung des Kohlendioxids sie angreift.

Der zweite wichtige Schritt war deshalb, eine Reaktionsflüssigkeit zu finden, die den Katalysator schützt. Die Forscher fanden diese in der Verbindung EMIM-BF4 (1-Ethyl-3-Methylimidazolium-Tetrafluoroborat), die sie mit Wasser mischten. Diese Mischung füllt eine von zwei Kammern im "künstlichen Blatt". Die andere Kammer enthält eine Kaliumphosphat-Lösung und eine Elektrode aus Kobalt auf Indiumzinnoxid. Beide Kammern sind durch eine Membran miteinander verbunden, die für Protonen (Wasserstoff-Ionen) durchlässig ist.
Für große und kleine Anlagen geeignet
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Die Energie, um die Reaktion zu starten und in Gang zu halten, liefern zwei Silizium-Solarzellen. Hier gibt es allerdings noch Forschungsbedarf, denn nach etwa fünf Stunden ist die Indiumzinnoxid-Schicht durch Korrosion unbrauchbar, so dass die Solarzellen ausgetauscht werden müssen. Doch wenn sie regelmäßig erneuert werden, läuft der Prozess den Forschern zufolge problemlos 100 Stunden am Stück.

Nach Auffassung der Wissenschaftler, die ein Patent beantragt haben, sind die "künstlichen Blätter" sowohl als Großanlage wie auch in kleinerem Rahmen denkbar. Salehi-Khojin spricht davon, dass sie etwa auf dem Mars nützlich sein könnten, dessen Atmosphäre hauptsächlich aus Kohlendioxid besteht. Allerdings bräuchte man auf dem Planeten auch entsprechende Mengen Wasser.

Quelle: n-tv.de , Stefan Parsch, dpa
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Kann man Blitze zur Stromerzeugung nutzen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Aug 2016 09:14

Kann man Blitze zur Stromerzeugung nutzen.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/ ... 97761.html
Dienstag, 09. August 2016
Frage & Antwort, Nr. 443
Kann man Blitze zur Stromerzeugung nutzen ?

Von Kai Stoppel

Besonders im Sommer kracht es über Deutschland. Die gigantischen Energiemengen in Gewitterwolken entladen sich teilweise in Blitzen. Kann diese Energie nicht nutzbar gemacht werden? Forscher versuchen es - doch es gibt viele Hürden.

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Kann man die Energie von Blitzen zur Stromerzeugung nutzen? (Fragt Jan G. aus Köln-Poll)

Die gewaltige Kraft eines Blitzes sieht man mit eigenem Auge, wenn sein Lichtbogen eine ganze Stadt erleuchtet. In einem Gewitter steckt eine gigantische Menge an Energie, etwa so viel wie bei einer Atombombenexplosion frei wird. Ein einzelner Blitzeinschlag auf der Erde kann Bäume spalten und Menschen töten. Mehr als zwei Millionen Blitze zucken im Schnitt jährlich über Deutschlands Himmel. Ein gewaltiges Potenzial an Energie verpufft somit völlig ungenutzt.
Wie Blitze entstehen

Die Brutstätte von Blitzen sind Gewitter. Diese entstehen, wenn warm-feuchte Luftmassen aufsteigen. Dann kondensiert das Wasser in ihnen und türmt sich zum ambossförmigen Cumulonimbus auf, einer Gewitterwolke. In der Höhe gefrieren die Wassertropfen zu kleinen Eisstücken, die sich durch Aufwinde im oberen Teil der Wolke halten können. Bei der Trennung von den absinkenden flüssigen und halbgefrorenen Wassertropfen kommt es zu Reibung: Wassertropfen entreißen den Eisstücken Elektronen. Dadurch lädt sich der obere Teil der Wolke positiv, der untere negativ auf - es entsteht ein elektrisches Feld. Beim Überschreiten der kritischen Feldstärke entladen sich die Spannungen schließlich. Blitze zucken innerhalb der Wolke oder von der Wolke zur Erde.

Da liegt es doch nahe - gerade in Zeiten der Abkehr vom Atomstrom -, die Energie der Blitze nutzbar zu machen. Die Kraft schon eines einzelnen Blitzes ist gewaltig: Die Stromstärke kann 100.000 Ampère betragen, die Spannung 10 Millionen Volt. Die Leistung eines Blitzes beträgt in diesem Fall 1000 Gigawatt, was in etwa der von 1000 Atomkraftwerken entspricht. Hört sich sensationell an. Doch es gibt mehrere Haken.

Ein Blitz dauert zum Beispiel unglaublich kurz an. Nicht umsonst ist auch von "blitzschnell" die Rede, wenn es um extrem kurze Zeiträume geht. Nur für etwa eine Millionstel Sekunde fließt tatsächlich Strom auf die Erde. Stellt man sich vor, dass man die erwähnten 1000 Atomkraftwerke nur für eine Millionstel Sekunde anschaltet, kommen dabei nur schlappe 277 Kilowattstunden raus. Das entspricht etwa der Energie von 31 Litern Benzin oder einem halbvollen Autotank.
Nur wenig Energie kommt am Boden an

Und noch etwas schmälert die Menge an Blitzkraft, die letztendlich auf der Erde ankommt: Einen Großteil seiner Leistung verpulvert der Blitz dabei, den mehrere 10.000 Grad heißen, gleißend hellen Entladungskanal zu bilden, der gut sichtbar den Himmel erleuchtet. Am Ende kommen gerade mal rund 16 Kilowattstunden Strom am Boden an. Das reicht aber immerhin, um mehr als 2000 Scheiben Brot zu toasten oder eine Stromsparlampe rund zwei Monate lang leuchten zu lassen.

Allerdings gibt es eine weitere Hürde: Nicht jeden Tag gibt es ein Gewitter. Und Blitze schlagen mal hier, mal dort ein. Es müssten sehr viele Masten aus Metall aufgestellt werden, um die Chance zu erhöhen, dass einer von ihnen von einem Blitz getroffen wird - was die Sache sehr teuer macht. Und in Süddeutschland - einer blitzreichen Region - kommen auf einen Quadratkilometer Fläche etwa neun Einschläge pro Jahr. Auf den Quadratmeter gerechnet ergibt das eine Leistung von gerade mal 2,5 Watt jährlich. Zum Vergleich: Die Sonne liefert auf dieselbe Fläche rund 1000 Kilowattstunden Energie pro Jahr - das ist fast 400.000 Mal so viel.

Klar, man könnte die Blitz-Auffanggeräte an Orten aufstellen, an denen überdurchschnittlich viele Blitze einschlagen. Am besten eignen sich dafür die Ränder von gebirgigen Regionen. In den Sendemast auf dem Gaisberg bei Salzburg etwa wurden im Schnitt mehr als 50 Einschläge pro Jahr registriert. Sollte es irgendwie gelingen, die gesamten 277 Kilowattstunden dieser Blitze zu speichern, wäre der Ertrag jedoch ernüchternd: Bei den Durchschnittspreisen von etwa 32 Euro pro Megawattstunde (im Jahr 2015 an der Strombörse EEX in Leipzig) ergäbe sich ein Jahresertrag von gerade mal 443 Euro für dieses Blitzkraftwerk.
Aussichtsreiche Tests mit Lasern

Technisch ist eine Speicherung der Blitzenergie zudem schwierig. Ein Mast etwa, der den Blitz "ernten" soll, würde - selbst wenn er aus gut leitendem Material wie Kupfer besteht - bei den sehr hohen Strömen des Blitzes hohe induktive Widerstände erzeugen. Dadurch würde sich der Energieertrag weiter reduzieren. Außerdem entstünden starke Magnetfelder, welche eine Gefahr für die Umgebung darstellen würden. Gelänge es dennoch, den Strom eines Blitzes auf einem Kondensator zu speichern, müsste ein kostenaufwendiger Umrichter betrieben werden, um den Strom ins Netz einspeisen zu können.
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Dennoch gab es in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen, die Energie der Blitze nutzbar zu machen. Etwa mit in Gewitter geschossenen Raketen, die an langen Kabeln den Strom zur Erde ableiten. Oder gigantischen Türmen, die aus dem extrem leitfähigen Zukunfts-Werkstoff Graphen gefertigt werden sollen. Aufgestellt in den blitzreichen Tropen, sollen sie Blitze anziehen, um mittels des gewonnenen Stroms den Energiespeicher Wasserstoff aus Wasser herzustellen. Vor etwa zehn Jahren versuchte die US-Ökoenergie-Firma Alternate Energy Holdings, mit einem Turm in Texas Blitze einzufangen, um deren Energie zu speichern - und scheiterte.

Im Jahr 2008 probierten europäische Forscher auf eine andere Weise, gezielt Blitze zu erzeugen: mit Lasern. Künstliche Blitze herzustellen gelang ihnen zwar nicht, wohl aber wurde eine erhöhte elektrische Aktivität in den Wolken gemessen. Noch vielversprechender sind jüngsten Versuche von Forschern vom INRS in Kanada: Ihnen gelang es im vergangenen Jahr, mittels eines Lasers den Weg von kleinen Blitzen vorherzubestimmen. Vielleicht ein Ansatz, um in Zukunft Blitze gezielt aus Wolken zu locken und den Ort, an dem sie einschlagen, vorherbestimmen zu können. So könnte am Ende die Nutzung von Blitzenergie vielleicht doch noch rentabel werden - aber das ist noch Zukunftsmusik.

Übrigens: Bereits seit Jahrhunderten träumt der Mensch davon, Blitze einzufangen. Der Erste, dem dies gelang, war Francois Dalibard - auf einen Vorschlag des US-Genies Benjamin Franklin hin. Er verwendete dafür im Jahr 1752 einen 12 Meter hohen Mast aus Metall. Als Erdung soll der Franzose Weinflaschen verwendet haben.

Quelle: n-tv.de
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Vom Joghurtbecher zur Beinstütze - Kann Plastikmüll zu Prothesen werden ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 22. Aug 2016 20:07

Kann Plastikmüll zu Prothesen werden.jpg
Kann Plastikmüll zu Prothesen werden.jpg (18.85 KiB) 3672-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Kann-Plastikm ... 72096.html
Montag, 22. August 2016
Vom Joghurtbecher zur Beinstütze - Kann Plastikmüll zu Prothesen werden ?

Jedes Jahr verlieren Tausende Menschen durch Landminen und Bomben Arme oder Beine. Nur wenige von ihnen können sich eine teure Prothese leisten. Ein Forscher aus Bayern hat eine Idee für kostengünstige Hilfsmittel: aus Plastikabfall, per 3D-Drucker.

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Schätzungsweise 80 Prozent der Menschen mit Behinderung leben in Entwicklungsländern. Ein Nürnberger Forscher will diesen Menschen nun helfen und ein möglichst günstiges Hilfsmittel entwickeln. Seine maßgeschneiderten Prothesen sollen aus dem 3D-Drucker kommen - die Maße dafür können Ärzte in Krisengebieten mit einer einfachen Handy-Kamera nehmen. Der Clou: Das Rohmaterial könnte von recycelten Plastikbechern stammen.
Christian Zagel mit dem Entwurf einer Beinprothese (l) aus dem 3D-Drucker sowie einer Rolle selbst hergestellter Plastikschnur für den Drucker.
Christian Zagel mit dem Entwurf einer Beinprothese (l) aus dem 3D-Drucker sowie einer Rolle selbst hergestellter Plastikschnur für den Drucker.
(Foto: dpa)

"Mein Anspruch war immer, mit so günstigen Technologien und Materialien wie möglich so viel Ergebnis wie möglich zu erreichen", sagt Christian Zagel. Der Wirtschaftsinformatiker von der Universität Erlangen-Nürnberg leitet seit eineinhalb Jahren eine Machbarkeitsstudie, in der sein Team herausfinden will, ob und wie solche Prothesen Menschen in Entwicklungsländern helfen können.
Vermessung per Smartphone

Die Grundidee: Ein Arzt soll nur mit einem Smartphone einen Beinstumpf vermessen können. Dafür muss er lediglich einmal um den Patienten herum gehen und 20 bis 30 Bilder von dem Stumpf machen, die sich jeweils leicht überlappen. Eine Software berechnet dann ein 3D-Modell mit den exakten Abmessungen. Denn jede Prothese muss ein Einzelstück sein: Nur wenn der Schaft genau passt, werden Druckstellen, Schmerzen oder Entzündungen vermieden.
Blick in einen 3D-Drucker an der Uni Erlangen-Nürnberg.
Blick in einen 3D-Drucker an der Uni Erlangen-Nürnberg.
(Foto: dpa)

Die Idee kam Zagel während seiner Arbeit an einem 3D-Bodyscanner. Mit Hilfe der Technik können Verbraucher beispielsweise zu Hause testen, ob ihnen ein T-Shirt aus einem Online-Shop passt. "Wenn ich die Maße eines menschlichen Körpers habe, lag es natürlich nahe, diese auch für andere Dinge einzusetzen", erzählt Zagel. "Das ganze System soll so einfach zu bedienen sein, dass man kein technisches Vorwissen dafür braucht", betont der 34-Jährige. Forscher der Fachhochschule Lübeck testen daher die Benutzerfreundlichkeit des Systems. "Um einen Beinstumpf zu scannen, braucht man ein bis zwei Minuten." Danach wird die Prothese mit dem 3D-Drucker gefertigt und mit Silikon ausgekleidet, um sie bequemer zu machen.
"Günstigste Technologie"

"Wir drucken hier mit der günstigsten Technologie", sagt Zagel. Sein Gerät kostete etwa 4500 Euro. Schicht für Schicht wird das Material wie mit einer Heißklebepistole aufeinandergebaut. Der Druck dauert etwa 30 Stunden. Die Forscher testen unterschiedliche Materialstärken und was diese jeweils aushalten. Bei einem erwachsenen Mann müsse so eine Prothese schon einiges mitmachen, sagt Zagel. Gleichzeitig dürfe sie nicht zu schwer werden. "Doch für diese Drucktechnik gab es bisher keine Erfahrungswerte."
Gehäckselte kompostierbare Kunststoffteile: Sie werden geschmolzen und in Schnur-Form zur Verwendung an 3D-Druckern gebracht.
Gehäckselte kompostierbare Kunststoffteile: Sie werden geschmolzen und in Schnur-Form zur Verwendung an 3D-Druckern gebracht.
(Foto: dpa)

Ein weiteres Problem: "Die 3D-Druck-Technik ist in dieser Preisklasse noch nicht ausgereift." Immer wieder gibt es Fehldrucke. Und die Geräte sind empfindlich - Temperatur und Luftdruck müssen möglichst konstant sein. Und auch bei der zweiten Idee - dem Recycling von Plastikbechern - sind noch Hürden zu nehmen. Das Druckmaterial - Filament genannt - ist im Einkauf teuer: Die Kunststoffschnüre kosten pro Kilo 15 bis 20 Euro. Daher kam Zagel auf die Idee, kompostierbare Kunststoffbecher aus Polymilchsäure (PLA) zu zerkleinern und weiterzuverarbeiten. Die dafür nötigen kleinen Häcksler und einen sogenannten Extruder musste er lange suchen, denn diese Geräte gibt es fast nur im industriellen Großformat. Im rund 4000 Euro teuren Extruder werden die Plastikteile geschmolzen und in Schnur-Form gebracht.
Erste Tests noch in diesem Jahr
Bilderserie
Prothesen, Spielzeug, Eierbecher: 3D-Drucker spuckt alles aus Prothesen, Spielzeug, Eierbecher: 3D-Drucker spuckt alles aus Prothesen, Spielzeug, Eierbecher: 3D-Drucker spuckt alles aus Prothesen, Spielzeug, Eierbecher: 3D-Drucker spuckt alles aus Prothesen, Spielzeug, Eierbecher 3D-Drucker spuckt alles aus

Noch in diesem Jahr will Zagel seine Prothesen mit den ersten Testern ausprobieren. Im nächsten Jahr soll es erste Prothesen für Patienten geben. Im Moment fehlen vor allem noch Geldgeber. Zagel möchte daher unter anderem eine Crowdfunding-Initiative auf den Weg bringen. Irgendwann soll seine Prothese nur noch um die zehn Euro kosten. Der 34-Jährige und sein Team sind nicht die einzigen, die Prothesen aus dem 3D-Drucker testen.

Auch Handicap International (HI) arbeitet an solchen Lösungen. Die Vorteile liegen für Jérôme Canicave auf der Hand. Er ist Projektmanager für Orthopädietechnik bei der Hilfsorganisation. Seiner Ansicht nach kann das mobile Scannen und computergestützte Design die Abläufe bei der Versorgung von Menschen mit Prothesen in Entwicklungs- und Krisenländern deutlich effizienter machen - es könne gar einen Paradigmenwechsel einleiten, durch den deutlich mehr Menschen geholfen werden kann. "Anstatt die Menschen zum Rehabilitationszentrum kommen zu lassen, können Spezialisten die Gliedmaße scannen und die Daten zu den 3D-Design- und Druck-Technikern schicken", sagt Canicave.
Bedarf an günstigen Prothesen groß
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Bisher genutzte einfache Prothesen kosteten im Schnitt um die 150 Euro. HI macht auch eine Pilotstudie zu dem Thema in Togo, Madagaskar und Syrien. Hier arbeiten auch Experten für Physiotherapie sowie Wissenschaftler und Firmen, die sich auf 3D-Druck spezialisiert haben. Ein Unternehmen in Europa übernimmt den Prothesen-Druck. Im Moment fallen daher zwar noch Transportkosten an, aber Canicave ist zuversichtlich, dass 3D-Drucker bald auch in Entwicklungsländern eingesetzt und die Kosten dadurch reduziert werden können.

Im Oktober soll ein Bericht veröffentlicht werden, der Vorteile und die Probleme der Technik aufzeigt. Der Bedarf an günstigen Prothesen sei jedoch groß: Schätzungen nach brauchten 0,5 Prozent der Weltbevölkerung eine Prothese oder Orthese, die ein Körperteil entlastet oder stützt. Doch weniger als 20 Prozent der Betroffenen in Entwicklungsländern habe Zugang zu angemessener Hilfe.

Quelle: n-tv.de , Catherine Simon, dpa
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Erste einsatzfähige Waffe gegen einen Angstgegner

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Aug 2016 21:07

Erste einsatzfähige Waffe gegen einen Angstgegner.jpg
Erste einsatzfähige Waffe gegen einen Angstgegner.jpg (24.3 KiB) 3642-mal betrachtet

http://www.n24.de/n24/Wissen/Technik/d/ ... egner.html
Erste einsatzfähige Waffe gegen einen Angstgegner
Auto Start: On | Off

Gegen Torpedos gibt es kaum gute Abwehrmethoden. Das sol sich mit SeaSpider jetzt ändern. Denn das "hit to kill"-Abwehrsystem jagt Unterwasser die tückischen Angreifer.

Im Konfliktfall ist er bislang eine der größten Bedrohungen für Schiffe und U-Boote: ein antauchender Torpedo mit Sprengladung. Zur Abwehr gibt es bislang nur Methoden aus der Kategorie Täuschen, Verwirren und Ablenken. Etwa durch das Vorgaukeln von Motorgeräuschen mittels Rabatzbojen, wie sie im Seemannsdeutsch heißen. Jetzt steht erstmals eine neue Abwehrtechnik durch Anti-Torpedo-Torpedos vor der Einsatzreife.

Mehr zum Thema: In unter einer Stunde den Atlantik durchqueren?

Während in der Rüstungstechnik seit Langem anfliegende Raketen mit Abwehrraketen auf Kollisionskurs abgeschossen werden, ist diese Grundformel bei Torpedos außer in Tests noch nicht umgesetzt. Die im Fachjargon als "hit to kill" bezeichnete Abwehr ist in der Luft und unter Wasser technisch höchst anspruchsvoll. Zudem darf es keine Fehler geben, etwa ein Angriff auf ein falsches Ziel.

Mehr zum Thema: Russische Staatssender zeigen angebliche Geheimwaffe

Der deutsche Marinetechnikkonzern Atlas Elektronik aus Bremen ist mittlerweile zuversichtlich, dass sein Anti-Torpedo-Torpedo-System mit dem Namen SeaSpider die Bedingungen erfüllt. Seit grob zehn Jahren entwickelt und testet das Gemeinschaftsunternehmen von ThyssenKrupp und Airbus-Group an der Waffe. Es gibt einen Prototyp mit Elektroantrieb, für ein Serienmodell aber ist ein Raketenantrieb für hohe Geschwindigkeiten unter Wasser notwendig.
Anti-Torpedo-Torpedos 2018 einsatzbereit

Jetzt kommt Bewegung in das Vorhaben. Im Frühjahr wurde mit der kanadischen Firma Magellan Aerospace vereinbart, dass sie den Torpedo-Raketenantrieb für SeaSpider liefert. Branchenkenner erwarten, dass Kanada der Erstkunde wird. Mit den Niederlanden gibt es bereits eine Einsatzstudie, und im Herbst sind praktische Tests geplant. Auch die Briten hätten Interesse, heißt es. "Unser SeaSpider wäre zurzeit der am ehesten verfügbare Anti-Torpedo-Torpedo", sagt ein Sprecher von Atlas Elektronik.
SeaSpider™ - Resources Quelle: http://www.seaspider.info/resources/.
SeaSpider™ - Resources Quelle: http://www.seaspider.info/resources/. (Foto: SeaSpider/Atlas Elektronik)

Das Interesse an der Technik hat einen besonderen Grund. Moderne Schwergewichtstorpedos könnten inzwischen bis zu 90 Prozent der Täuschkörper erkennen und umfahren, heißt es. Experten sprechen von nachlassendem Schutz durch "soft kill" und der Notwendigkeit für "hard kill".

Die Anti-Torpedo-Torpedos würden dann ein Gesamtsystem aus Sensorik und Waffe bilden. Nach einem Datenblatt für den SeaSpider ist der Torpedo knapp zwei Meter lang, mit 21 Zentimeter Durchmesser – über die Geschwindigkeit werden keine Angaben gemacht.

Auch die USA arbeiten im Projekt SSTD an einem ähnlichen System, das sie 2013 bereits an einem Flugzeugträger getestet haben. Erste Anti-Torpedo-Torpedos sollen laut US-Angaben 2018 einsatzbereit sein. Bis 2035 will die Navy alle Flugzeugträger und hochwertigen Schiffe mit der Technik ausstatten.
Bisher keine reine Erfolgsgeschichte

Atlas Elektronik, das in seinem jetzt im "Bundesanzeiger" publizierten Lagebericht auf die Entwicklung des Anti-Torpedo-Torpedos verweist, kann Aufträge aus neuen Produkten gut gebrauchen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz um 13 Prozent auf 267 Millionen Euro. Auch der Auftragseingang ging zurück. Die Firma belasten nach wie vor Probleme bei einem Großprojekt im Mittleren Osten. Unter dem Strich stand ein Verlust von 21,5 (Vorjahr 18,0) Millionen Euro.
SeaSpider™ - Resources Quelle: http://www.seaspider.info/resources/.
SeaSpider™ - Resources Quelle: http://www.seaspider.info/resources/. (Foto: SeaSpider/Atlas Elektronik)

In diesem Jahr soll der Umsatz deutlich auf mehr als 500 Millionen Euro klettern. Unsicherheit besteht beim Ergebnis, denn Atlas Elektronik ist wegen des Verdachts auf Korruption und andere Delikte in mehrere Verfahren verwickelt, etwa in Griechenland und der Türkei.

Im Extremfall drohen zweistellige Millionenbelastungen. Die Neuordnung in der Eigentümerstruktur der Firma mit Sitz in Bremen liegt derzeit auf Eis. Ursprünglich wollte die Airbus-Rüstungssparte ihren 49-Prozent-Anteil an Atlas Elektronik an ThyssenKrupp verkaufen, doch beim Kaufpreis kam es zu keiner Einigung.
22.08.2016 | 15:37 Uhr, zuletzt aktualisiert um 22:14 Uhr Gerhard Hegmann, Die Welt, N24
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Rohstoffe aus Elektromüll - Chemikalie kann Gold recyceln

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Aug 2016 16:47

http://www.n-tv.de/wissen/Chemikalie-ka ... 09586.html
Rohstoffe aus Elektromüll.jpg
Rohstoffe aus Elektromüll.jpg (34.07 KiB) 3591-mal betrachtet


Samstag, 27. August 2016
Rohstoffe aus Elektromüll - Chemikalie kann Gold recyceln

Alte Fernseher, Computer und Smartphones: Jedes Jahr entsteht tonnenweise Elektroschrott, in dem sich wertvolle Rohstoffe befinden. Wie man das enthaltene Gold effizient und einfach herauslöst, finden Forscher nun heraus.

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Im Elektroschrott stecken viele Edelmetalle, unter anderem Gold. Die Verfahren zur Rückgewinnung dieser wertvollen Rohstoffe stecken noch in den Kinderschuhen, obwohl im Elektroschrott das Gold weitaus stärker angereichert vorliegt als in natürlichen Lagerstätten. Wissenschaftler der University of Edinburgh haben sich deshalb auf die Suche nach einem einfachen und wirkungsvollen Verfahren gemacht, um dieses Gold zu gewinnen - und sind fündig geworden.

Für den Prozess der Rückgewinnung hat das Team um Jason Love eine Chemikalie ausgemacht, die das Gold im aufbereiteten Elektroschrott herauslösen kann. Dabei handelt es sich um eine einfach Stickstoffverbindung, ein sogenanntes primäres Amid. Dieses bildet mit den Goldteilchen stabile chemische Komplexe, die eine Mischung aus negativ geladenem Goldchlorid und positiv geladenem Amid sind.
Freisetzung in zwei Phasen
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Um die Goldanteile aus der salzsauren Aufarbeitungslösung der Metalle herauszulösen, fügten die Forscher eine organische Lösung hinzu, die das primäre Amid enthielt. Diese Extraktion verlief deutlich effizienter als mit herkömmlichen Reagenzien, die für Gold nicht selektiv genug sind. Verstehen ließe sich diese Zweiphasen-Extraktion als ein Prozess von selektiver Verkapselung mit anschließender Wiederfreisetzung, erklären die Forscher.

Ihre Erkenntnisse über das extrahierte Gold könnten für die zukünftige Konzeption ähnlicher Extraktions- und Rückgewinnungsprozesse von Metallen äußerst hilfreich sein, sind sich die Wissenschaftler sicher. Das Verfahren könnte die Grundlage für die Entwicklung eines einfachen, umweltfreundlichen und effizienten Gold-Recyclings sein.

Quelle: n-tv.de , jaz
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Sie darf auch mal abstürzen - Ghostdrone 2.0 kann jeder fliegen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 2. Sep 2016 10:32

Sie darf auch mal abstürzen.jpg
Sie darf auch mal abstürzen.jpg (34.02 KiB) 3527-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/technik/Ghostdrone-2 ... 46811.html
Sie darf auch mal abstürzen - Ghostdrone 2.0 kann jeder fliegen

Von Klaus Wedekind, Berlin

Die neue Ghostdrone 2.0 von Ehang ist eine Drohne mit anspruchsvoller Technik, die aber auch Anfänger problemlos steuern können. Geht trotzdem etwas schief, bieten die Chinesen einen außergewöhnlichen Service.

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Auf der IFA fliegen in diesem Jahr so viele Drohnen, dass so manche Halle wie ein Bienenstock brummt. Noch relativ neu in der Branche ist Ehang. Doch das chinesische Unternehmen hat bereits viel Erfahrung in der Aeronautik und zeigt in Berlin eine der interessantesten Drohnen der gehobenen Mittelklasse: die Ghostdrone 2.0.
Video
Die IFA brummt: Testflug mit Ghostdrone 2.0 01.09.16 – 03:40 min Mediathek Die IFA brummt Testflug mit Ghostdrone 2.0

Das Fluggerät ist ein typischer Quadrocopter, dessen Propeller nach unten gerichtet sind. Er wird durch einen 3-Achsen-Sensor stabilisiert (Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer). Der Steck-Akku hält die Drohne 25 Minuten in der Luft und ist innerhalb einer Stunde voll geladen. Ersatz-Batterien kosten rund 100 Euro. Im Zentrum der Ghostdrone 2.0 hängt eine schwenkbare, 3-Achsen-stabilisierte Kamera, die Videos und Fotos in 4K-Auflösung machen kann. Das ist zwar alles feine Technik, macht den Quadrocopter aber noch nicht außergewöhnlich.
Steuern durch Tippen oder per Brille

Interessant ist vor allem die Steuerung der Drohne, die ausschließlich über ein gekoppeltes Smartphone erfolgt. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Modi. Man kann in der dazugehörigen App auf einem Satellitenbild antippen, wo die Drohne hinfliegen soll und sie folgt automatisch dem Befehl.

Im sogenannten Avatar-Modus übernimmt der Nutzer die Steuerung, indem er ganz einfach das Smartphone oder Tablet in die Richtung neigt, in die die Ghostdrone fliegen soll. Mit einem Schieberegler für den Daumen startet und landet man den Copter und bestimmt seine Flughöhe. Über zwei weitere Buttons nimmt man Fotos auf oder startet Videoaufnahmen. n-tv.de durfte am IFA-Stand von Ehang einen Testflug absolvieren und die Steuerung klappte auf Anhieb. Das Prinzip ist intuitiv und die Drohne reagiert sehr genau und ohne Verzögerung.
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Etwas schwerer, aber umso interessanter ist es, wenn man zusätzlich Ehangs VR-Brille aufsetzt. Sie zeigt dem Nutzer exakt das, was die Kamera der Ghostdrone sieht. Das ist aber nicht alles: Man kann ihre Blickrichtung ganz einfach mit Kopfbewegungen ändern und sich so in der Vogelperspektive umsehen. Gleichzeitig den Flug und die Kamera zu kontrollieren, ist allerdings nicht ganz so einfach und so lange man keine Übung hat, geht schnell etwas schief. Fliegt man die Ghostdrone so in einen Baum oder setzt sie gegen eine Wand, greift aber ein außergewöhnlicher Service von Ehang: Im ersten Jahr nach dem Kauf repariert sie das Unternehmen kostenlos, auch wenn der Besitzer schuld ist.

Die Ghostdrone 2.0 ist ab sofort für 989 Euro bestellbar, die Lieferzeit gibt Ehang mit ein bis zwei Wochen an.

Quelle: n-tv.de
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Luftverkehrsaufsicht schlägt Alarm - Samsung Note 7 sollte nicht mitfliege

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Sep 2016 10:30

Luftverkehrsaufsicht schlägt Alarm.jpg
Luftverkehrsaufsicht schlägt Alarm.jpg (55.92 KiB) 3432-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/technik/Samsung-Note ... 99786.html
Luftverkehrsaufsicht schlägt Alarm - Samsung Note 7 sollte nicht mitfliegen

In ungewöhnlich striktem Ton warnt die US-Luftverkehrsbehörde Fluggäste davor, ihr Samsung Galaxy Note 7 während eines Fluges zu nutzen. Das Gerät, von dem 2,5 Millionen Exemplare zurückgerufen werden müssen, kann zum Sicherheitsrisiko werden.

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Nach der Rückrufaktion für das Samsung-Smartphone Galaxy Note 7 hat die US-Luftverkehrsaufsicht davor gewarnt, das Gerät in Flugzeugen zu nutzen. Passagieren wird dringend davon abgeraten, das Telefon einzuschalten, zu laden oder in ihrem Gepäck aufzugeben, erklärte die Behörde FAA in ungewöhnlich striktem Ton.

Samsung hatte vor einer Woche eine Rückrufaktion für sein neues Vorzeigemodell wegen Brandgefahr gestartet. Der Smartphone-Marktführer räumte ein, dass das Telefon beim Aufladen des Akkus überhitzen könnte. Samsung bestätigte damals 35 Schadensfälle.
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Das Modell wurde zwei Wochen lang in mehreren Ländern ausgeliefert. Es soll um rund 2,5 Millionen Geräte gehen, die umgetauscht werden müssen. Was genau die Probleme verursacht, wurde bisher nicht bekannt. Die Umtauschaktion könnte monatelang dauern.

Die FAA hatte Fluggesellschaften zuvor bereits grundsätzlich ermahnt, dass der Transport von Lithium-Ionen-Akkus als Fracht riskant sein könne und empfiehlt, dass alle Batterien im Handgepäck mitgeführt werden. Einzelne Fluggesellschaften hatten Passagiere bereits davor gewarnt, ein Note 7 in ihren Maschinen zu nutzen oder aufzuladen.

Quelle: n-tv.de , jug/dpa
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Auch für Profis gut genug - So wird das Handy zum Top-Diktiergerät

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Okt 2016 08:19

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http://www.n-tv.de/technik/So-wird-das- ... 64751.html
Auch für Profis gut genug - So wird das Handy zum Top-Diktiergerät

Viele Nutzer kaufen für Diktate oder Interviews immer noch ein extra Diktiergerät. Wenn sie ein Smartphone haben ist das aber eigentlich nicht nötig. Mit wenig Aufwand machen sie so gute Aufnahmen wie Spezialisten.

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Niemand kann sich alles merken. Im Büro und in der Freizeit ist es oft umständlich und zeitintensiv, spontane Ideen oder längere Texte aufzuschreiben - mit einer Sprachaufnahme kann man seine Gedanken einfacher festhalten.

Bis vor wenigen Jahren führte hier kein Weg an Diktiergeräten vorbei. Die früheren Modelle mit Kassette wurden inzwischen durch Geräte mit digitalem Speicher abgelöst. Eine Alternative dazu sind Smartphones: Mit vorinstallierten oder zusätzlichen Apps eignen sie sich ebenfalls, um Sprachmemos aufzuzeichnen. Doch können Mobiltelefone mit den kompakten Aufnahmegeräten mithalten, die im Gegensatz zu den smarten Alleskönnern genau auf diese eine Aufgabe spezialisiert sind?
Immer dabei

"Klassische Diktiergeräte haben ein paar Vorteile: Sie sind robuster und einfacher zu bedienen. Sie sind billiger, es ist also weniger schlimm, wenn sie mal runterfallen", sagt Jörg Wirtgen von der Fachzeitschrift "c't". Dennoch würden Smartphones Diktiergeräte inzwischen in vielerlei Hinsicht ausstechen. "Sie zeichnen digital und mit riesigem Speicher auf, man hat sie immer dabei und schickt Diktate direkt an den Empfänger", so der Experte. In den jeweiligen App-Stores gibt es zudem mehrere hundert Voice-Rekorder-Anwendungen.
Die drei Ringe am Klinkenstecker zeigen an, dass man mit ihm auch Aufnahmen über ein externes Mikrofon machen kann. Reine Kofhörer-Stecker haben nur drei Ringe.
Die drei Ringe am Klinkenstecker zeigen an, dass man mit ihm auch Aufnahmen über ein externes Mikrofon machen kann. Reine Kofhörer-Stecker haben nur drei Ringe.
(Foto: dpa-tmn)

Absolut überzeugt von den Aufnahme-Qualitäten eines Smartphones ist Michael Stein, der sich für die Rubrik "Service Computer" auf WDR 5 näher mit dem Thema Tonaufnahme auf Mobilgeräten beschäftigt hat. "Wer ein Smartphone hat, der braucht weder Diktiergerät noch Audio-Rekorder", sagt Stein. Mit der richtigen Hard- und Software fürs Mobiltelefon seien perfekte Aufnahmen kein Problem. Sogar das eingebaute Mikrofon kann dafür verwendet werden, wobei man dann keine großen Ansprüche an die Tonqualität stellen dürfe. Für Mitschnitte sollte man das Mobiltelefon waagerecht halten, am besten in einem Abstand von rund zehn Zentimetern zur Schallquelle. "Nachteilig ist hier, dass auch Raumgeräusche mit aufgenommen werden", sagt Stein.
Nicht jedes Mikro passt

Für bessere Ergebnisse sollte man zu einem externen Mikrofon greifen. Dabei solle man darauf achten, dass das Mikro einen speziellen Stecker für Smartphones mit vier Polen besitzt: Eine TRRS-Klinke ist an drei Ringen am Stecker zu erkennen. Für wenige Euro sind zudem Adapter erhältlich, um auch andere Mikrofone mit nur drei Polen zu verwenden. Hier sind zwei Ringe am Klinkenstecker. Wer ein iPhone 7 gekauft hat, hat keinen Klinken-Eingang. Hier schließt man das Mikro mit dem von Apple mitgelieferten Adapter an.

So dünn wie ein Bleistift und so klein wie ein Daumennagel sind speziell für Smartphones konzipierte Mikrofone, die einfach in die Kopfhörerbuchse gesteckt werden. Die gibt es für rund 40 Euro. "Falls nötig, kann man über einen zusätzlichen Winkelstecker sogar die Richtung verändern, aus der das Mikro aufnehmen soll. Als Zubehör kann man einen Windschutz und ein Verlängerungskabel kaufen", erklärt Stein. Neben fingergroßen Richtmikrofonen gibt es auch hochwertige Handmikrofone - wahlweise mit Lightning-Anschluss für das iPhone oder mit Micro-USB-Stecker für Android-Geräte.
Flugmodus hilft

Wer sich in der Vergangenheit bereits ein hochwertiges Mikrofon zugelegt hat, etwa für Aufnahmen mit dem Camcorder, der kann dieses mit einem Vorverstärker auch für sein Smartphone fit machen. "Das Mini-Kästchen wird mit einem fest verbundenen TRRS-Stecker ans Smartphone gedockt, das Mikrofon und sogar ein Kopfhörer können ebenfalls angeschlossen werden", sagt Stein.

In den meisten Fällen reichen die vorinstallierten Rekorder-Apps völlig aus. Jörg Wirtgen von der "c’t" gibt den Ratschlag, das Smartphone vor der Sprachaufnahme in den Flugmodus zu versetzen. So werden Diktate weder durch Anrufe noch durch Nachrichten unterbrochen. Außerdem öffnen die Apps dann keine Werbebanner.
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Eine empfehlenswerte, kostenlose Aufnahme-Software für Android ist der "PC-Welt" zufolge die App "Diktiergerät". Sie bietet drei verschiedene Audio-Formate in unterschiedlichen Qualitätsstufen, eine variable Abtastrate von 8 bis 44 Kilohertz und kann nicht nur über das Mikrofon aufzeichnen, sondern auch Anrufe mitschneiden. Aufnahmen lassen sich zudem bearbeiten, umbenennen und per E-Mail verschicken. Für 4 Euro ebenfalls empfehlenswert ist "Easy Voice Recorder".

Aufzeichnungen auf Apple-Geräten in MP3 und WAV gibt es für iOS mit "Dictaphone – Audio-Rekorder". Die Aufnahmen können in beliebiger Länge und in Stereo erfolgen. Praktisch sind die anpassbare Mikrofonempfindlichkeit und die Wifi-Synchronisierung. Zusatzfeatures wie eine einstellbare Wiedergabegeschwindigkeit oder das Setzen von Markierungen während Aufnahme und Wiedergabe gibt es über In-App-Käufe für jeweils 99 Cent. Eine beliebte Alternative ist "Awesome Voice Recorder".

Quelle: n-tv.de , kwe/dpa
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Was bringen sie wirklich ? - Tipps zum Heizkosten-Sparen im Check

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Okt 2016 10:45

Tipps zum Heizkosten-Sparen im Check.jpg
Tipps zum Heizkosten-Sparen im Check.jpg (12.82 KiB) 3217-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/ratgeber/Tipps-zum-H ... 78586.html
Donnerstag, 06. Oktober 2016
Was bringen sie wirklich ? - Tipps zum Heizkosten-Sparen im Check

Es gibt viele Tipps zum Senken der Heizkosten, die sich mit wenig Aufwand und ohne Komfortverlust umsetzen lassen. Aber wie viel spart man damit? Reicht es für einen Restaurantbesuch mit der Familie? Weit mehr! Im unsanierten Altbau könnte es sogar ein Kurzurlaub sein.

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Machen wir uns nichts vor: Der beste Tipp wird oft nicht angenommen. Das gilt auch für die Ratschläge zum Sparen bei den Heizkosten, die man Jahr für Jahr liest. Man setzt sie einfach doch nicht um. Aber manches bleibt vielleicht hängen, wenn man weiß, wie viele Euro die eine oder andere einfache Veränderung im eigenen Verhalten ausmacht. Experten wurden kurz vor Beginn der Heizperiode gefragt: Was bringt das alles denn wirklich?

1. Ein Grad kühler: Bis zu 115 Euro bei einer Gasheizung

Der Tipp: Wer die Heizung minimal runterdreht, verliert nicht an Komfort. Er spart aber Geld. Die optimale Temperatur von Wohnräumen liegt laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) bei 19 bis 21 Grad. Im Schlafzimmer kann es weniger sein, aber nicht unter 16 Grad.

Was bringt das? Jedes Grad weniger spare rund sechs Prozent Heizenergie ein, erklärt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online in Berlin. Das haben Stichproben bestätigt. Bei einem durchschnittlichen unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern und 22.500 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr lassen sich mit einer Gasheizung 1350 Kilowattstunden und damit etwa 115 Euro pro Jahr einsparen. Bei Heizöl macht es 65 Euro aus. Im teilsanierten Altbau mit 18.000 Kilowattstunden Verbrauch sind bei einer Gasheizung 1080 Kilowattstunden und 90 Euro möglich, mit Ölheizung 55 Euro.

2. Stoß- statt Dauerlüften: Bis zu 240 Euro im Jahr sparen

Der Tipp: Dauerhaft gekippte Fenster kühlen einen Raum und seine Wände aus, man lüftet damit auch die teure Heizwärme weg. Daher raten Experten, besser stoßzulüften - mehrfach am Tag für ein paar Minuten. Und am besten wird dabei für Durchzug etwa durch gegenüberliegende geöffnete Fenster gesorgt, dann tauscht sich die Luft noch schneller aus. co2online gibt sogar Empfehlungen, wie viele Minuten man in welchen Monaten gemäß der angenommenen Witterung lüften soll: im Oktober 12 bis 15 Minuten, im November 8 bis 10 Minuten, Dezember bis Februar 4 bis 6 Minuten.

Was bringt das?: co2online geht von einer Ersparnis von 12,5 Prozent bei den Heizkosten aus. Das macht in einem unsanierten Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche und Gasheizung mit einem Gesamtverbrauch von 22.500 Kilowattstunden 240 Euro pro Jahr (2812,5 Kilowattstunden). Bei einer Ölheizung sind es etwa 140 Euro. Bei einem vergleichbaren, aber teilsanierten Gebäude mit einem Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden sind 190 Euro mit Gasheizung und 110 Euro mit Ölheizung Ersparnis möglich (2250 Kilowattstunden).

Der Deutsche Mieterbund rechnet mit Einsparmöglichkeiten von bis zu 200 Euro pro Heizsaison für eine vierköpfige Familie in einer entsprechend großen Wohnung, in der bisher die Fenster dauerhaft auf Kipp stehen im Winter. Außerdem droht bei ausgekühlten Wänden Schimmelbefall, denn bei Temperaturen unter 16 Grad kann sich laut dena Feuchtigkeit bilden.

3. Heizkörper entlüften: Etwa 20 Euro im Jahr sparen

Der Tipp: Befindet sich Luft in den Heizkörpern, können diese nicht richtig warm werden. Obendrein gluckern sie auch noch. Daher sollte man vor Beginn der Heizsaison die Heizkörper entlüften - indem man das Entlüftungsventil an der Seite aufdreht.

Was bringt das? co2online schätzt, dass jährlich 20 Euro Ersparnis bei den Heizkosten durch das Entlüften möglich sind. Das entspricht einer angenommenen Einsparung von 1,5 Prozent.

4. Möbel von Heizung wegrücken: 15 Prozent Wärmeverlust vermeiden

Der Tipp: Gardinen, die Heizkörper bedecken, oder Möbel, die direkt davor stehen, verhindern, dass sich die Wärme gut verteilt. Daher sollten die Heizkörper nach Möglichkeit immer frei bleiben.
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Was bringt das? Der Deutsche Mieterbund rechnet damit, dass so ein Wärmestau den Haushalt bis zu 15 Prozent der abgegebenen Wärme kosten kann.

5. Thermostatventil installieren: Rund 155 Euro im Jahr sparen

Der Tipp: Über einen programmierbaren Temperaturregler lässt sich die Wunschtemperatur einstellen, er kann aber auch zeitweise die Heizung abstellen oder die Wärmezufuhr an den Raum mindern - etwa bei Abwesenheit oder nachts, wenn man unter der warmen Decke liegt. Selbst in Mietshäusern können Bewohner ihre eigenen Thermostatventile installieren, diese gibt es ab rund 30 Euro im Handel.

Was bringt das? Laut co2online lassen sich mit programmierbaren Thermostaten etwa zehn Prozent Energie einsparen. Bei einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Fläche und acht Heizkörpern kann das Austauschen der über 15 Jahre alten Thermostatventile gegen programmierbare Modelle 155 Euro im Jahr Ersparnis bedeuten. Der Preis für die neuen Geräte beträgt 10 bis 50 Euro pro Heizkörper.

Quelle: n-tv.de , Simone Andrea Mayer, dpa
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