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Großer Kult um Eismumie - "Ötzi-Aufpasser" kämpft gegen Verfall

Beitragvon Weltbookadmin47 » 5. Okt 2015 16:42

Großer Kult um Eismumie.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Oetzi-Aufpass ... 70291.html
Montag, 05. Oktober 2015
Großer Kult um Eismumie - "Ötzi-Aufpasser" kämpft gegen Verfall

Ötzi ist ein Touristenmagnet, sehr gut erforschtes Mordopfer und die "besterhaltene Feuchtmumie der Welt". Es gibt Ötzi-Pizza, Ötzi-Eis, Ötzi-Wein, Ötzi-Gummibären und Ötzi-Schokolade; Brad Pitt hat ein Ötzi-Tattoo. Bald kümmert sich ein neuer "Ötzi-Hüter" um die Mumie.

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Damit er sich wohlfühlt und nicht zerfällt, wird Ötzi regelmäßig mit sterilem Wassernebel besprüht. Bei minus sechs Grad umhüllt ihn eine dünne, glänzende Eisschicht. Eine Waage kontrolliert genau, ob er an Gewicht verliert. Jeder Temperaturwechsel könnte Ötzi "Lebensjahre" kosten - ihn, der schon mehr als 5000 Jahre auf dem Buckel hat.

Der Zustand der legendären Eismumie beschäftigt nicht nur ein ganzes Museum, sondern immer noch Scharen von Wissenschaftlern. Und das seit nunmehr fast 25 Jahren.
Bilderserie
Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall Mumien

Wie auf einem Operationstisch liegt der Gletschermann in seiner Igluzelle im Archäologischen Museum in Bozen. In der Eisgruft werden mit einer ausgeklügelten Technik jene Umstände simuliert, unter denen Ötzi am 19. September 1991 von einem Wandererpaar aus Nürnberg in den Alpen im italienisch-österreichischen Grenzgebiet entdeckt wurde. In Gletschereis verpackt hatte sich der Mann aus der Kupferzeit über Jahrtausende erhalten. Seit seiner "Wiedergeburt" trägt er den Titel "besterhaltene Feuchtmumie der Welt".
Kleines Fenster für die Privatsphäre

Durch ein kleines Guckloch können Museumsbesucher einen Blick auf die Leiche werfen, die durch die Eisschicht wie eine Speckschwarte glänzt. Eine lange Schlange bildet sich vor der Eiskammer, Kinder spähen auf Zehenspitzen durch das kleine Loch. "Wir wollten dem Ötzi auch eine Intimsphäre lassen und dem Besucher einen privaten Moment, deshalb haben wir keine große Fensterfront eingebaut", sagt Museumsleiterin Angelika Fleckinger.

Ötzi ist ein Touristenmagnet. Pro Jahr kommen eine Viertel Million Besucher in das Museum, das eigens für die Mumie umgestaltet wurde. "Der Ötzi ist unser Zugpferd", so Fleckinger. Er habe den Tourismus in ganz Südtirol angekurbelt.
Ötzis "Reiseapotheke"

Wenige Mordopfer sind so gut erforscht wie Ötzi.
(Foto: dpa)

In dem Museum ist nicht nur Ötzi selbst ausgestellt, sondern auch alles, was bei ihm gefunden wurde: seine Bärenfellmütze, sein Grasumhang, seine Schuhe mit Heufüllung, die Leggins, ein Beil und andere Waffen sowie Ötzis "Reiseapotheke" inklusive eines Pilzes mit antibiotischer Wirkung. Zwei Menschenflöhe zeugen davon, dass der Mann solche Plagegeister mit sich herumtrug. Eine lebensgroße Rekonstruktion zeigt, wie Ötzi zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte.

Auch über die abenteuerlichen Umstände seiner Entdeckung in 3210 Metern Höhe wird informiert. So zeigen Fotos und ein Film, wie Bergretter die Mumie mit Pickel und Skistock aus dem Eis schlagen. Niemand wusste zu dem Zeitpunkt, um was für einen archäologischen Sensationsfund es sich handelte. "Hätte man es gewusst, wäre man natürlich vorsichtiger vorgegangen", sagt Fleckinger. So aber trug Ötzi zu Beginn seines "zweiten Lebens" Blessuren an Arm, Rippen und Schädel davon.
Keine normale Bergsteigerleiche

Nach den ersten Untersuchungen schwante Experten allerdings rasch, dass es sich nicht um eine normale Bergsteigerleiche handelte, sondern ein weitaus älteres Geschöpf. Weil Ötzi da schon gefährlich aufgetaut war, mussten sofort konservatorische Schritte eingeleitet werden. Rasch begann ein gewaltiger Rummel um den Sensationsfund. Medien aus aller Welt interessierten sich für den Mann aus dem Eis, der zwischen 3350 und 3100 vor Christus gelebt hatte. Auch der Politik wurde die Bedeutung bewusst: Italien und Österreich zankten eine Zeit lang darum, wem Ötzi gehöre. Italien gewann, nachdem eine neue Vermessung des Fundortes ergab, dass die Eisleiche 92,56 Meter weit auf italienischer Seite gelegen hatte.
Bilderserie
Für immer und ewig: Tattoos - Stiche mit langer Tradition Für immer und ewig: Tattoos - Stiche mit langer Tradition Für immer und ewig: Tattoos - Stiche mit langer Tradition Für immer und ewig: Tattoos - Stiche mit langer Tradition Für immer und ewig Tattoos - Stiche mit langer Tradition

"Wir bekommen immer wieder Anfragen von Museen aus aller Welt, ob sie den Ötzi ausleihen dürfen", sagt Fleckinger. Auch aus der Wüstenstadt Dubai sei schon eine gekommen. "Aber dazu ist er viel zu sensibel." Kein Wunder, dass sich alle um den Gletschermann reißen: Schließlich lässt er sich wunderbar vermarkten. Es gibt Ötzi-Gummibärchen, Ötzi-Pizza, Ötzi-Eis, Ötzi-Wein, Ötzi-Schokolade und DJ Ötzi. Hollywoodstar Brad Pitt hat sich ein Abbild der Leiche auf den Arm tätowieren lassen. "Wir haben versucht, von ihm ein Statement dazu zu bekommen, es ist uns aber leider bisher nicht gelungen", so Fleckinger.
Spekulationen und Verschwörungstheorien

Auch kuriose Spekulationen und Verschwörungstheorien ranken sich um Ötzi. Dem Extrembergsteiger Reinhold Messner, der kurz nach dem Fund zufällig am "Tatort" war, wurde unterstellt, eine Mumie aus Ägypten dort deponiert zu haben. Eine Frau bot sich an, ein Kind von Ötzi auszutragen, falls Sperma des Eismannes gefunden werde. Manche Esoteriker wiederum sehen in ihm einen Boten, der etwas zum Klimawandel sagen wolle. Andere gehen von einer Wiedergeburt Ötzis aus oder sehen sich als seine direkten Nachfahren.

Auch an echten Forschungsergebnissen mangelt es nicht. Eine in der Schulter entdeckte Pfeilspitze aus Feuerstein machte klar, dass Ötzi getötet wurde. Der Grund für die Attacke allerdings wird wohl nie endgültig aufgeklärt, auch wenn sich schon mehrere Profiler mit diesem Gletscherkrimi beschäftigt haben. Selten, aber immer wieder wird die Leiche aus ihrer Igluzelle geholt, damit Forscher neue Details über Ötzi und das Leben vor mehr als 5000 Jahren herausfinden können. Man weiß bereits, dass der Mann Karies hatte, unter Stress und Borreliose litt. Man kennt seine Augenfarbe, seine DNA, seine Blutgruppe und man weiß, dass er laktoseintolerant und tätowiert war.
2010 letztmals komplett aufgetaut
Der Mumienexperte Albert Zink vom Institut für Mumien und den Iceman an der Europäischen Akademie in Bozen (EURAC) vor einer Tafel, an der die Position von Ötzi skizziert ist.
Der Mumienexperte Albert Zink vom Institut für Mumien und den Iceman an der Europäischen Akademie in Bozen (EURAC) vor einer Tafel, an der die Position von Ötzi skizziert ist.
(Foto: dpa)

Ist die Mumie nicht irgendwann "ausgeforscht"? "Die Methodik verbessert sich kontinuierlich, weshalb immer weiter geforscht wird", sagt Mumienexperte Albert Zink. Er arbeitet am Institut für Mumien und den "Iceman" an der Europäischen Akademie in Bozen (Eurac) und ist so etwas wie der Ötzi-Forscher Nummer eins. Pro Jahr gehen Dutzende Forschungsanträge bei der Eurac ein, wo alle Anfragen koordiniert werden. Das letzte Mal sei Ötzi 2010 komplett aufgetaut worden. "Das ist schon immer ein Moment, wo man denkt, hoffentlich passiert nichts." Es sei immer ein gewisses Risiko, Proben zu entnehmen, "das muss man immer abwägen".

Die bislang letzte Probenentnahme war eine vom Mageninhalt Ötzis. Die Ergebnisse sollen in Kürze veröffentlicht werden. Aus dem Darminhalt war bereits geschlossen worden, dass der Mann kurz vor seinem Tod unter anderem Fleisch von einem Ziegenbock gegessen hatte. Die Untersuchung von Fettklumpen aus dem Magen soll nun zeigen, ob vielleicht auch der älteste bekannte Käse der Menschheit auf seinem Speiseplan stand.
Kompromiss zwischen Forschung und Besucherdruck
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Forscher Zink beschäftigt sich auch mit der weiteren Konservierung Ötzis. "Die derzeitige Methode ist ein Kompromiss, damit ihn Besucher sehen können. Das ist keine Lösung für die Ewigkeit." Besser wäre es, wenn er in einem kleineren Raum wäre und ständig tiefgefroren - zum Beispiel in einem Eisblock, für Besucher unsichtbar. "Aber das ist schwer durchzusetzen, weil der Ötzi der Hauptpublikumsmagnet in dem Museum ist", sagt Zink.

Diese Gratwanderung zwischen touristischen Ansprüchen und optimaler Erhaltung muss nun auch der neue "Ötzi-Hüter" schaffen: Im kommenden Jahr erhält der Mann aus dem Eis einen neuen Konservationsbeauftragten. Der Münchner Rechtsmediziner Oliver Peschel arbeitet sich derzeit in die Problematik ein, wie eine der berühmtesten Mumien der Welt vor dem Zerfall bewahrt werden kann. "Es wäre ewig schade, wenn nichts von ihm übrig bleibt", sagt er.
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Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi vor 20 Jahren entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi vor 20 Jahren entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi vor 20 Jahren entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit Ötzi vor 20 Jahren entdeckt

Quelle: n-tv.de , Annette Reuther, dpa
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Jahrtausendealte DNA entschlüsselt - Wanderung nach Afrika größer als beka

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Okt 2015 16:48

Jahrtausendealte DNA entschlüsselt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Wanderung-nac ... 09531.html
Freitag, 09. Oktober 2015
Jahrtausendealte DNA entschlüsselt - Wanderung nach Afrika größer als bekannt

Aus dem Schädelknochen eines Mannes in Äthiopien gelingt es Forschern, 4500 Jahre altes Erbgut zu gewinnen. Es ist eine Neuerung in der Auswertung menschlicher DNA: Bislang lag der Fokus auf Funden aus nördlichen und arktischen Regionen.



Wissenschaftlern in den USA ist die Entschlüsselung des Genoms eines vor rund 4500 Jahren in Afrika lebenden Menschen gelungen. Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Science" schreiben, gilt diese Prozedur bei menschlichen Überresten aus Afrika als besonders schwierig: Das heiße Klima wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit der DNA aus. Das Erbgut aus dem Schädelknochen eines Mannes wurde jedoch konserviert, da dieser in einer kühlen und trockenen Höhle im Hochland von Äthiopien bestattet worden war.

Bislang hatte sich die Auswertung jahrtausendealter menschlicher DNA auf Funde aus nördlichen und arktischen Regionen beschränkt. Der nun untersuchte afrikanische Ureinwohner lebte noch vor einer großen Rückwanderungswelle, die sich vor etwa 3000 Jahren aus Vorderasien in Richtung des Horns von Afrika vollzog.
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Die Forscher, die den diesjährigen Chemie-Nobelpreis erhalten, erforschen die Reparatur-Mechanismen, mit denen der Körper Schäden im Erbgut ausgleicht. 07.10.15 Nobelpreis für Erbgut-Forscher Dem Pannendienst des Körpers auf der Spur
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Der dadurch mögliche Vergleich mit dem Erbgut heutiger Menschen zeigt laut den Wissenschaftlern, dass diese Wanderungsbewegung möglicherweise deutlich umfangreicher war als bisher angenommen und "die genetische Zusammensetzung von Völkern auf dem gesamten afrikanischen Kontinent" beeinflusste.
Rückwanderung nach Afrika

Den Ergebnissen der Forscher zufolge lassen sich bis zu 25 Prozent des Erbgutes heute in Ostafrika lebender Menschen auf die Einwanderungswelle aus Vorderasien zurückführen. Im restlichen Afrika betrage der Anteil vielerorts immerhin noch mindestens fünf Prozent.

Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die damalige Rückwanderung nach Afrika eine deutlich größere Dimension hatte als bislang geglaubt und möglicherweise bis zu einem Viertel der damals in der Region lebenden Menschen ausmachte. Unklar bleibt laut den Forschern jedoch, was seinerzeit die Rückwanderungswelle auslöste.

Quelle: n-tv.de , jki/AFP
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Ausgrabungen in Sachsen - Archäologen entdecken frühe Siedlungen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Okt 2015 18:52

Ausgrabungen in Sachsen.jpg
Ausgrabungen in Sachsen.jpg (38.1 KiB) 4734-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Archaeologen- ... 23161.html
Montag, 12. Oktober 2015
Ausgrabungen in Sachsen - Archäologen entdecken frühe Siedlungen

Oft sind es Baumaßnahmen, die archäologische Funde hervorbringen. So auch hier: Vor dem Ausbau einer Bundesstraße entdecken Archäologen in Sachen zwei bisher unbekannte frühe Siedlungen.


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Archäologen haben bei Grabungen entlang der Bundesstraße 170 nahe Dresden zwei bisher unbekannte vorgeschichtliche Siedlungen entdeckt. Diese stammten jeweils aus der Jungsteinzeit (etwa 2500 v. Chr.) und der Bronzezeit (etwa 1000 v. Chr.), teilte das Sächsische Landesamt für Archäologie mit.

Archäologen fanden in Bannewitz Reste von Gruben sowie runde, in den Boden eingegrabene Getreidespeicher. Die Funde schlössen bisherige Forschungslücken der Besiedlungsgeschichte südlich von Dresden, hieß es. Analysen könnten nun das genaue Alter der Besiedlung sowie Einblicke in die damalige Ernährungs- und Wirtschaftsweise ergeben.

Seit Ende August forscht ein fünfköpfiges Archäologenteam im Vorfeld des Ausbaus der B170. Insgesamt wird eine Fläche von rund 3,8 Hektar entlang der Bundesstraße untersucht. Voraussichtlich Ende November sollen die Grabungen abgeschlossen sein.
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Quelle: n-tv.de
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Entdeckung bei Dino-Eiern - Saurier steuerten eigene Körpertemperatur

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Okt 2015 12:40

Entdeckung bei Dino-Eiern.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Saurier-steue ... 27081.html
Entdeckung bei Dino-Eiern - Saurier steuerten eigene Körpertemperatur

Ein internationales Team mit Forschern aus Mainz stellt Überraschendes fest: Einige Dinosaurier-Arten waren Warmblüter. Damit sind die Ur-Echsen dem Menschen ähnlicher als modernen Reptilien.


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Einige Dinosaurier-Arten waren möglicherweise in der Lage, ihre Körpertemperatur unabhängig von der Außentemperatur zu regulieren. Das haben Wissenschaftler bei der Untersuchung von versteinerten 70 bis 80 Millionen Jahre alten Dino-Eiern herausgefunden. Einige der Tiere aus der Kreidezeit waren demnach in der Lage, ihre Körpertemperatur von innen heraus deutlich über die Umgebungstemperatur anzuheben. Die internationale Studie, an der auch die Johannes Gutenberg-Universität Mainz beteiligt war, ist im Journal "Nature Communications" veröffentlicht.

Die Wissenschaftler hatten Eierschalen von Titanosauriern aus Argentinien und von Oviraptorosauria aus der Mongolei analysiert. Dafür nutzten sie eine Art chemisches Thermometer. Die Titanosaurier gehören zu den Sauropoden - das sind große pflanzenfressende Dinos mit einem langen Hals und kurzem Kopf. Oviraptorosauria waren kleiner. Sie liefen auf zwei Beinen und sind vermutlich nahe mit den Vorfahren heutiger Vögel verwandt.

Die meisten heute lebenden Tiere wie Reptilien, Amphibien oder Fische sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebungstemperatur ab, sie schwankt deshalb stark. Fachleute nennen das auch ektotherm. Viele dieser Tiere wärmen sich morgens in der Sonne auf, um ihre körperliche Aktivität erhöhen zu können. Andere Tiere sind gleichwarm oder endotherm. Sie regulieren ihre Körpertemperatur von innen über ihren Stoffwechsel. Der Mensch und andere Säugetiere gehören dazu oder auch Vögel.
Eier belegen Körperwärme von Dino-Mama
Bis zu 70 Millionen Jahre alte Dino-Eier geben Auskunft über Mutterleib
Bis zu 70 Millionen Jahre alte Dino-Eier geben Auskunft über Mutterleib
(Foto: dpa)

Zu welcher Gruppe die Dinosaurier gehörten, ist bisher unklar. Einige Experten denken, dass sie irgendwo zwischen beiden Gruppen liegen könnten - eine Theorie, die von der Untersuchung der Forscher um Robert Eagle von der University of California in Los Angeles gestützt wird. "Die von uns gemessenen Temperaturen lassen vermuten, dass zumindest einige Dinosaurier nicht vollständig endotherm waren wie die modernen Vögel", erklärte Eagle. "Sie waren vermutlich ein Mittelding, irgendwo zwischen modernen Alligatoren und Krokodilen und den modernen Vögeln. Zumindest für die Oviraptorosauria liegt das nahe."

"Bei den großen Sauropoden lag die Temperatur bei etwa 38 Grad", sagte Mitautor Thomas Tütken vom Institut für Geowissenschaften der Universität Mainz. Das ist etwa ein Grad weniger als beim Menschen. Da Vertreter der kleineren Oviraptorosauria kamen Tütken zufolge auf eine deutlich niedrigere Körpertemperatur von circa 32 Grad. Das ist allerdings rund sechs Grad wärmer als die damalige Durchschnittstemperatur im Sommer. Die Forscher vermuten deshalb, dass die Tiere ihre Körpertemperatur von innen heraus regulieren konnten.
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Die Macher der Studie sehen mit ihren Ergebnissen Forschungen von 2011 bestätigt. Damals wurden Zähne untersucht, jetzt war es das Kalziumkarbonat-Mineral Kalzit in den Eierschalen. Dabei maßen die Wissenschaftler die Häufigkeit, mit der die beiden seltenen schweren Isotope Kohlenstoff-13 und Sauerstoff-18 im Kalzit auftreten. "Die sind sozusagen unser Quecksilber im Thermometer", sagt Tütken. Je nach Körperwärme variiere die Menge der untersuchten Verbindungen, da sich die Eier innerhalb von kurzer Zeit in den Dinosaurier-Weibchen gebildet hätten.

Zum Vergleich wurden die Eischalen von modernen Vögeln, den Nachfahren der Dinosaurier, herangezogen. Sie stammen von den Theropoden ab, zu denen auch der untersuchte Oviraptor gehört. Wie sich die aktive Wärmeregulation mittels Stoffwechsel bei den Wirbeltieren im Laufe der Evolution entwickelte, sei derzeit allerdings noch unklar, sagte Tütken.
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Quelle: n-tv.de , shu/dpa
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Mit Haaren und Stacheln ausgestattet - Ur-Säugetier litt unter Fellkrankhe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Okt 2015 10:18

Ur-Säugetier litt unter Fellkrankheit.jpg
Ur-Säugetier litt unter Fellkrankheit.jpg (33.38 KiB) 4713-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Ur-Saeugetier ... 42666.html
Donnerstag, 15. Oktober 2015
Mit Haaren und Stacheln ausgestattet - Ur-Säugetier litt unter Fellkrankheit

Es war so groß wie eine Ratte und sein Körper war mit Fell bedeckt. Die genaue Analyse der fossilen Überreste eines Ur-Säugers überrascht die Forscher gleich zweimal.


Ein internationales Forscherteam hat ein sehr gut erhaltenes Skelett aus der Kreidezeit untersucht und dabei sogar Detailanalysen des Fells machen können. Die Untersuchungsergebnisse ließen aufhorchen: Das Tier litt zu Lebzeiten wahrscheinlich an einer Pilzinfektion im Haarkleid, die bis heute Säugetiere heimsucht.
Skelett des Ursäugers Spinolestes mit erhaltenem Fellschatten. Am oberen Bildrand (Pfeil) erkennt man die Ohrmuschel. Das Skelett wurde bei der Präparation auf eine Kunstoff-Matrix transferiert.
Skelett des Ursäugers Spinolestes mit erhaltenem Fellschatten. Am oberen Bildrand (Pfeil) erkennt man die Ohrmuschel. Das Skelett wurde bei der Präparation auf eine Kunstoff-Matrix transferiert.
(Foto: Georg Oleschinski. Mit Genehmigung der Nature Publishing Group)

Doch damit nicht genug: Die Forscher fanden außerdem heraus, dass der Säuger nicht nur Haare auf seinem Körper hatte, sondern auch kleine Stacheln am Rücken trug. Diese ähnelten denen von Igeln, waren aber wesentlich kleiner. Ihnen verdankt der Kleinsäuger auch seinen Namen Spinolestes (spinosus lat. für stachelig). Der Fund der Stacheln ist der erste, den die Paläontolgen bei einem Fossilfund aus dem Erdmittelalter nachweisen können.

Die Rückenhaut des Tieres muss zudem mit kleinen hornigen Plättchen bedeckt gewesen sein. "Wir kennen diese Merkmale von den heutigen Stachelmäusen aus Afrika und Kleinasien", erklärt Prof. Dr. Thomas Martin vom Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Universität Bonn. "Wenn diese von einem Räuber am Rücken gepackt werden, lösen sich die Stacheln von der Haut ab. Die Maus kann fliehen, dem Angreifer bleibt nichts als ein Maul voller Stacheln." Möglicherweise erfüllten diese Strukturen bei Spinolestes einen ähnlichen Zweck.
Kein direkter Maus-Verwandter

Auch wenn die Tiere vor 125 Millionen Jahren so ähnlich wie die heute lebenden Mäuse aussahen, können die Forscher den Fund keiner lebenden Säugergruppe zuordnen. "Er weist zwar Merkmale auf, die wir auch bei heutigen Säugetieren finden. Diese sind aber kein Verwandtschaftszeichen, sondern unabhängig entstanden - sie sind im Laufe der Evolution mehrmals 'erfunden' worden", erklärt Martin.
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Das Gleiche gilt für die Besonderheit der Wirbelsäule von Spionolestes: Die einzelnen Wirbel verfügen über Fortsätze, durch die sie miteinander verschränkt sind. Dadurch war der Rücken des Tieres außergewöhnlich belastbar. Warum, darüber lässt sich nur spekulieren. Eines jedenfalls zeige der Fund eindrucksvoll, sagt Prof. Martin: "Schon vor 125 Millionen Jahren war Spinolestes sehr gut an seine ökologische Nische angepasst - durch Hornplättchen und Stacheln am Rücken sowie durch seine verstärkte Wirbelsäule." Damit reihe sich das Fossil in eine ganze Reihe neuerer Funde ein. "Wir müssen wohl umdenken", so Martin. "Die Säugetiere zuzeiten der Dinosaurier mögen zwar klein gewesen sein. Primitiv waren sie aber ganz gewiss nicht."

Der Fund, der diese spektakulären Ergebnisse liefert, stammt von der Fossil-Lagerstätte Las Hoyas in Spanien. Diese ist bislang vor allem für ihre gut erhaltenen Vogel- und Reptil-Fossilien bekannt. Bereits vor drei Jahren jedoch stieß ein Grabungsteam unter der Leitung der Paläontologin Angela Buscalioni (Autónoma-Universität Madrid) dort auf das versteinerte Skelett eines unbekannten Kleinsäugers. Sie brachte den Fund nach Bonn, wo die Knochen- und Gewebereste mit einem Spezialverfahren aus dem Kalkstein herausgelöst werden konnten.

Quelle: n-tv.de , jaz
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"Bedeutsamster Fund seit 65 Jahren" - Archäologen entdecken Krieger-Grab

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Okt 2015 18:26

Archäologen entdecken Krieger-Grab.png
Archäologen entdecken Krieger-Grab.png (659.98 KiB) 4697-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Archaeologen- ... 22496.html
Dienstag, 27. Oktober 2015
"Bedeutsamster Fund seit 65 Jahren" - Archäologen entdecken Krieger-Grab

US-Wissenschaftler graben in Griechenland einen 3500 Jahre alten Krieger aus und sind beeindruckt von der Pracht der Grabstätte: Sie finden jede Menge wertvollen Schmuck, Waffen und Götterfiguren. Alles ist im aufwendigen minoischen Stil gearbeitet.


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US-Archäologen haben in Griechenland einen mehr als 3500 Jahre alten Grabschatz mit den Gebeinen eines antiken Kriegers entdeckt. Wie das Kulturministerium in Athen mitteilte, handelt es sich um den "bedeutsamsten Fund seit 65 Jahren" auf dem griechischen Festland.

Das 2,4 Meter lange und 1,5 Meter breite Grab mit dem hölzernen Sarg des Kriegers wurde bereits im Mai bei Ausgrabungsarbeiten nahe der Überreste des Nestor-Palasts bei Pylos auf der Peloponnes-Halbinsel gefunden.
Einer der gefundenen Siegel-Steine mit aufwendiger Verzierung.
Einer der gefundenen Siegel-Steine mit aufwendiger Verzierung.
(Foto: University of Cincinnati)

Der Tote muss ein bedeutender Krieger gewesen sein, denn in seinem Grab wurden wertvolle Beigaben gefunden. Zum Beispiel Schmuckstücke aus Gold, darunter eine perlengeschmückte Kette, Siegelringe, ein Bronzeschwert mit einem Griff aus Gold und Elfenbein, Silbervasen und Elfenbeinkämme. Die Schmuckstücke sind im minoischen Stil verziert - mit Götterfiguren, Tieren (Löwen, Stiere und Adler) sowie florealen Mustern. Die minoische Kultur - benannt nach König Minos auf Kreta - wird auf die Zeit von 3000 bis 1100 vor unserer Zeitrechnung datiert.

Die Ruinen des mutmaßlich zwischen 1300 und 1200 gebauten Nestor-Palasts aus der mykenischen Epoche waren 1939 entdeckt und nach dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden.

Quelle: n-tv.de , kpi/AFP
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Wanderer findet Wikingerschwert

Beitragvon Gudrun Graf » 30. Okt 2015 10:14

Wanderer findet Wikingerschwert.jpg
Wanderer findet Wikingerschwert.jpg (6.06 KiB) 4681-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Wan ... 46131.html
Wanderer findet Wikingerschwert

Bei einer Wanderung macht ein Norweger einen überraschenden Fund: ein Schwert. Die Waffe entpuppt sich als echte Rarität - 1200 Jahre alt und einstmals im Besitz eines hochrangigen Wikingers. Ärchäologen wittern einen jahrhundertealten Kriminalfall.


In einem Berggebiet im Süden Norwegens ist ein Wanderer zufällig auf ein etwa 1200 Jahre altes Wikingerschwert gestoßen. Wie der Archäologe Jostein Aksdal in Bergen mitteilte, lässt sich das 80 Zentimeter lange Eisenschwert auf den Beginn der Wikingerzeit, um das Ende des achten Jahrhunderts, datieren. Schwerter hatten damals einen hohen Wert und waren hochrangigen Personen vorbehalten. Die meisten Wikinger mussten Aksdal zufolge mit einfachen Messern oder Äxten vorliebnehmen.
Auch heute noch faszinieren Wikinger viele Menschen - wie hier bei einem Rollenspiel.
Auch heute noch faszinieren Wikinger viele Menschen - wie hier bei einem Rollenspiel.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Wanderer fand das Schwert vor drei Jahren, übergab es aber nun erst an Archäologen. Das Fundstück soll jetzt im Museum der im Westen Norwegens gelegenen Stadt Bergen ausgestellt werden. Experten machen sich unterdessen Gedanken über den Fundort. "Möglicherweise gab es dort ein Grab", mutmaßt Aksdal. "Oder wurde das Schwert aus irgendeinem Grund versteckt? Starb dort jemand? Gab es einen Kampf, einen Diebstahl, einen Mord?" Nach der Schneeschmelze im kommenden Frühjahr soll es genauere Untersuchungen geben.
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Vermutlich auf Grund der kalten Temperaturen in den südnorwegischen Bergen - sechs Monate im Jahr ist es dort kälter als null Grad - ist das Schwert gut erhalten. Die Klimaerwärmung hat Aksdal zufolge viele negative Auswirkungen auf den Planeten Erde. Aber für Archäologen sei sie auch ein Segen: Durch die Schneeschmelze kämen zunehmend antike Gegenstände zum Vorschein.

Quelle: n-tv.de , fma/AFP
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Entdeckung nach Jahrzehnten - Museum findet neue Fledermausart im Regal

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Nov 2015 18:40

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http://www.n-tv.de/wissen/Museum-findet ... 56861.html
Entdeckung nach Jahrzehnten - Museum findet neue Fledermausart im Regal

Das Londoner Natural History Museum macht einen überraschenden Fund und entdeckt eine bisher unbekannte Fledermausart. Dabei steht das Tier bereits seit Jahren eingelegt in den eigenen Beständen.



Eine seit 30 Jahren in Alkohol eingelegte Fledermaus eines Londoner Museums hat sich als Vertreterin einer bisher unbekannten Art entpuppt. Sie gehöre zur Familie der Hufeisennasen, teilte das Natural History Museum mit. Die Forscher nannten sie Rhinolophus francisi, zu Ehren von Charles Francis, der das Weibchen im Jahr 1983 in Malaysia gefunden habe.

Mittels Computertomographie hätten Experten das tote Tier mit seinen zerbrechlichen Knochen schonend analysieren können. Zusätzlich untersuchte das Team Fledermäuse in Südostasien und sammelte Genmaterial. Zwei weitere Exemplare, die 2004 in Indonesien gefunden wurden, zählen zur selben Art wie die eingelegte Fledermaus in London.

Ein viertes Tier aus dem Westen Thailands sah fast identisch aus, wies aber genetische Unterschiede zu den anderen auf. Die Forscher beschrieben es als Exemplar der Unterart Rhinolophus francisi thailandicus. Ob diese vielleicht doch eine eigene Art sei, müsse weitere Forschung in den Wäldern Thailands klären, hieß es in der Mitteilung des Museums.
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"Neue Arten von Insekten und Fischen werden recht regelmäßig entdeckt, aber neue Säugetiere sind seltener", sagte der Zoologe des Museums, Roberto Portela Miguez. Die neue Fledermausart soll demnächst in der Fachzeitschrift "Acta Chiropterologica" beschrieben werden. Ihren Namen haben die Hufeisennasen von ihren eigentümlich geformten Schnauzen.
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Quelle: n-tv.de , apo/dpa
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Rätsel um Tempel endlich gelöst - Verloren geglaubte Ruine in Jerusalem

Beitragvon Weltbookadmin47 » 4. Nov 2015 09:59

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http://www.n-tv.de/wissen/Verloren-gegl ... 74311.html
Rätsel um Tempel endlich gelöst - Verloren geglaubte Ruine in Jerusalem

Der Ort der Festung war Wissenschaftlern lange Zeit ein Rätsel. Dann stoßen israelische Archäologen auf die Grundmauern eines massiven Baus. Funde wie Waffen, Münzen und andere Artefakte bestätigen den Verdacht: es handelt sich um die verloren geglaubte Festung.

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Eines der verbliebenen größten Rätsel der Frühgeschichte Jerusalems scheint gelöst: Archäologen haben südlich des Tempelbergs die Reste der vor 2200 Jahren unter griechischer Herrschaft errichteten Zitadelle identifiziert. "Offenbar haben wir endlich das Mysterium lösen können, wo sich der unter dem Seleukiden-König Antiochos IV. Epiphanes errichtete Festungsbau befand", teilten die Grabungsleiter bei einer Präsentation für die Presse mit.

Die griechischen Eroberer hatten im zweiten Jahrhundert vor Christus eine Burganlage, "Acra" genannt, errichtet, um den Zugang zum Jüdischen Tempel zu kontrollieren, den sie ihrem Gott Zeus weihten. Die fortschreitende Zwangshellenisierung der Hebräer führte 166 vor unserer Zeitrechnung zum Makkabäer-Aufstand, bei dem es gelang, den Tempel zurückzuerobern.
Funde lassen auf heftige Kämpfe schließen
Schleudersteine ​​und Pfeilspitzen aus dem Fund.

(Foto: picture alliance / dpa)

Allerdings blieb die Zitadelle noch 25 weitere Jahre in der Hand der Seleukiden. Diese Festung wurde nach langer Belagerung schließlich erstürmt und völlig geschliffen. Über den genauen Standort wurde deshalb lange gerätselt. Jetzt präsentierten die israelischen Archäologen in der Grabungsstätte Davidsstadt zwischen der südlichen Altstadtmauer und dem arabischen Stadtteil Silwan die Funde, die sie veranlassen, hier die Acra zu lokalisieren.

Freigelegt wurden die massiven Grundmauern eines Turms, der vier mal 20 Meter maß, und ein Glacis (steiler Erdwall), das die Eroberung der Festung erschwerte. An gleicher Stelle wurden Schleudern aus Blei und bronzene Pfeilspitzen sowie steinerne Kugeln gefunden, die auf heftige Kämpfe schließen lassen.

Viele dieser Gefechtsmittel sind mit Dreizacks gestempelt, dem Symbol der Seleukiden-Könige. Die Datierung wurde auch ermöglicht durch den Fund von Dutzenden Münzen, die unter Antiochos IV. geprägt wurden, sowie von 200 Henkeln von Wein-Amphoren mit Siegeln der griechischen Insel Rhodos.
Wissenschaftler nennen es Glücksfund
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In dem Grabungsfeld "Davidsstadt", das von Israel zu einem Nationalpark erklärt und teilweise für Besucher geöffnet wurde, waren in den vergangenen Jahren wichtige Funde aus zehn verschiedenen Herrschaftsepochen gemacht worden. Ausgegraben wurden beispielsweise ein rituelles Bad aus der Zeit des Zweiten Jüdischen Tempels, die Ruinen einer römischen Villa, ein Goldschatz aus byzantinischer Ära und eine Bäckerei aus der ottomanischen Epoche.

Grabungsleiter Doron Ben Ami von der Hebräischen Universität freute sich: "Simon Makkabäus hat die Zitadelle so gründlich niederreißen lassen, dass wir immer dachten, es gebe keine Chance, irgendwelche Reste zu finden. Aber wir hatten Glück und können nun mit starken Belegen beanspruchen, dass wir den Standort entdeckt haben."

Quelle: n-tv.de , Clemens Wortmann, AFP
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Ägyptens »Goldener Gott«: Wer liegt noch in Tutanchamuns Grab ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Nov 2015 11:33

Wer liegt noch in Tutanchamuns Grab.jpg
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http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbil ... grab-.html
Ägyptens »Goldener Gott«: Wer liegt noch in Tutanchamuns Grab ?
Andreas von Rétyi

Die Suche nach bislang verborgenen Kammern in der letzten Ruhestätte von Pharao Tutanchamun hat vor wenigen Tagen neue Ergebnisse zutage gebracht. Die Hinweise verdichten sich, dass der britische Archäologe Nicholas Reeves tatsächlich recht behalten könnte. Reeves vermutet zwei unentdeckte Räume in jenem weltberühmten Grab, das seiner Meinung nach gar nicht für Tutanchamun gedacht war, sondern für die legendäre Herrscherin Nofretete.



Die beiden Räume sollen sich hinter den nördlichen und westlichen Wänden des Grabes befinden. Archäologe Nicholas Reeves schloss schon im Sommer aus hochauflösenden Laser-Scans auf direkt unter den farbigen Malereien verborgene Zugänge.



Tutanchamuns Grab sei lediglich eine Art »Grab im Grab«. Durch den plötzlichen Tod des Kindkönigs sei für ihn noch überhaupt keine Grabstätte vorbereitet gewesen, daraufhin sei der Pharao dann im Grab seiner berühmten Mutter zur letzten Ruhe gebettet worden – im Grab der Nofretete.



Schon immer wunderten sich die Ägyptologen über die geringe Größe und Ausgestaltung des 1922 entdeckten Grabes, Nummer KV 62 im Tal der Könige. Hier wurde die Mumie des so jung verstorbenen Regenten zusammen mit dem weltberühmten, sagenhaften Goldschatz nach unermüdlicher Suche entdeckt.



Um das Grab ranken sich bis heute viele Rätsel, vom mysteriösen »Fluch« bis hin zu verschwundenen Schriftrollen, von denen kurz nach der Entdeckung noch die Rede war. Welche Informationen sie auch immer bargen, jetzt soll der Einsatz moderner, nicht-invasiver Technologie zumindest eines der Geheimnisse lüften und Türen zu einer wohl weit bedeutenderen Grabstätte öffnen helfen.



Wenn Reeves sich nicht irrt, könnte in der schier ewigen Dunkelheit ein noch größerer Schatz auf die Archäologen warten. Als »Schatzjäger« sehen natürlich gerade sie sich nicht, die Altertumsforscher. Ihnen geht es vor allem um unbekannte Informationen über die geheimnisvolle 18. Dynastie. Doch die Welt will vor allem Gold sehen.



Vor wenigen Tagen haben weitere Untersuchungen des Grabes offenbar neue Bestätigungen geliefert, dass Reeves nicht auf Sand bauen dürfte. Von »vielversprechenden Resultaten« ist seitens des Ägyptischen Ministeriums für Altertümer die Rede. Forscher der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Kairo sowie der in Paris beheimateten Partner-Organisation Heritage, Innovation and Preservation (HIP) haben die Wandtemperaturen mittels Infrarot-Thermographie abgetastet.



Eine vorläufige Analyse weist auf einen Bereich in der Nordwand hin, dessen Temperaturen von der übrigen Fläche abweichen. »Das Experiment dauerte 24 Stunden«, so erklärte der ägyptische Antikenminister Mamdouh Eldamaty. Allerdings seien weitere, noch genauere Untersuchungen notwendig, um die Anomalie besser einzugrenzen. Mehdi Tayoubi, Gründer des HIP-Institutes, betonte: »Die Arbeitsgruppe war sehr beeindruckt und voller Emotionen, die Nacht im Grab zu verbringen.«



Für Reeves, der gegenwärtig an der Universität Arizona tätig ist, waren die neuen Erkenntnisse natürlich Wasser auf die eigenen Mühlen. Seine Theorie klingt grundsätzlich plausibel und birgt selbstverständlich »Sensationspotenzial«: In einem der noch unbestätigten Räume vermutet Reeves die sterblichen Überreste von Königin Nofretete, der Gemahlin von Ketzerkönig Echnaton.



Das Herrscherpaar gilt als die möglichen Eltern von Tutanchamun. Der britische Ägyptologe geht davon aus, dass die Wandmalerei hinter dem Sarkophag des Kindkönigs von den Archäologen bisher völlig falsch interpretiert wurde.



Der allgemeinen Vorstellung nach sind darauf nämlich Tutanchamun sowie der hohe Beamte Aya zu sehen. Dieser vollführt das Mundöffnungs-Zeremonial am verstorbenen Kindkönig. Aya hatte für Tutanchamun die Regierungsgeschäfte getätigt und folgte ihm nach dessen Tod auf den Thron. Möglicherweise war er an einem Mordkomplott gegen den blutjungen König beteiligt. Allerdings bestreitet die Mainstream-Archäologie diese Theorie.



Für Reeves geht es jedoch um etwas ganz anderes. Seiner Ansicht nach muss die Szene völlig uminterpretiert werden: Demnach wird die bisher für den Kindkönig gehaltene Person nun zur verstorbenen Nofretete und der vermeintliche Aya seinerseits wiederum zu Tutanchamun, der hier also das Ritual an seiner Mutter zelebriert. Das folgert Reeves auch aus einem markanten, für Nofretete typischen Merkmal, einer charakteristischen Linie am Mundwinkel, die bei »Tutanchamun« zu finden ist.



Natürlich liefern die Neuinterpretationen genügend Stoff für kontroverse Diskussionen unter den Experten. Und sie belegen auch wieder, wie unsicher die Fachwelt letztlich doch in ihrer Deutung ist.



Schließlich war da noch die Mumie aus KV 35, jene »Younger Lady«, die »Jüngere Dame«, die 1898 von dem französischen Ägyptologen Victor Loret entdeckt und mehr als 100 Jahre später, 2010, durch Gen-Analyse als Mutter Tutanchamuns identifiziert wurde. Allerdings nicht als Nofretete, so zeigen sich Fachleute überzeugt.



Angeblich sei dies gesichert. Doch andererseits hält ein internationales Team um den Mediziner und renommierten Mumienexperten Frank Rühli, Chef des Instituts für Evolutionäre Medizin an der Universität Zürich, genau jene »Jüngere Dame« eben doch für eine mögliche Nofretete-Kandidatin.



In dem Fall kann Echnatons Gemahlin allerdings nicht in KV 62 liegen. Wie verhält es sich dann aber mit der charakteristischen Malerei dort? Irrt Reeves? Oder irren die anderen? So ist nach wie vor nichts wirklich klar.



Erst, wenn wirklich eine weitere Grabkammer sowie die dazugehörige Mumie im Grab 62 gefunden ist, könnte sich das Rätsel – vielleicht – lösen lassen. Sofern dann nicht alles noch komplizierter und geheimnisvoller wird.



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Getötet bei religiöser Zeremonie - Von wem stammt das Ritualopfer ab ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Nov 2015 11:54

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Getötet bei religiöser Zeremonie - Von wem stammt das Ritualopfer ab ?

Vor 30 Jahren fanden Bergsteiger auf dem höchsten Berg Amerikas die Mumie eines Inka-Jungen. Sein gutes Aussehen und seine Gesundheit waren ihm zum Verhängnis geworden: Er wurde bei einem Ritus getötet. Nun haben Forscher herausgefunden, woher er stammt.

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Vor 500 Jahren fiel ein Inka-Junge einem Ritus für die Götter zum Opfer - nun ergründen Genetiker seine Abstammung. Bergsteiger hatten die Mumie des Siebenjährigen 1985 auf knapp 5300 Metern Höhe am Aconcagua (Argentinien) entdeckt, dem mit 6961 Metern höchsten Berg Amerikas. Der Junge wurde bei einer religiösen Zeremonie getötet, für die besonders hübsche und gesunde Kinder ausgewählt wurden.

Ein internationales Team um Antonio Salas von der Universität Santiago de Compostela (Spanien) entzifferte Teile des Erbguts, wie die Forscher im Fachmagazin "Scientific Reports" schreiben. Daraus ziehen sie Rückschlüsse auf die Herkunft des Jungen. "Es ist die erste genetische Studie einer Anden-Mumie", sagt Salas. Das Kind stamme aus einer Bevölkerungsgruppe, die vor 14.300 Jahren in Peru aufgetaucht sei. Mit Hilfe von Gendatenbanken fanden die Forscher heraus, dass Menschen mit verwandtem Erbgut heute in Bolivien und Peru leben.
Lagerung in Gefrierkammer

Die untersuchte Gewebeprobe wurde vor rund 20 Jahren der Mumie entnommen und zwischenzeitlich in einer Gefrierkammer erhalten. Die Kammer gehört zum Labor des Argentinischen Teams für Forensische Anthropologie (EAAF) in Córdoba (Argentinien). Das EAAF ist die führende wissenschaftliche Forschergruppe bei der Identifizierung von vermissten Opfern der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983).
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Ganz aus Gras gemacht: Die letzte Hängebrücke der Inkas Ganz aus Gras gemacht: Die letzte Hängebrücke der Inkas Ganz aus Gras gemacht: Die letzte Hängebrücke der Inkas Ganz aus Gras gemacht: Die letzte Hängebrücke der Inkas Ganz aus Gras gemacht Die letzte Hängebrücke der Inkas

EAAF-Forscher Carlos Vullo, der an der Erbgut-Analyse der Mumie beteiligt war, erwartet nun auch Fortschritte auf anderen Gebieten. "Die Feststellung, dass wir aus einer so alten Gewebeprobe Ergebnisse gewonnen haben, die mit archäologischen Befunden übereinstimmen, erweitert die Perspektive der Beweisaufnahme von forensischen Untersuchungen stark degradierter Leichname", sagte Vullo.
Opferstätten mit Kindermumien in Anden

Das vom heutigen Peru ausgehende Inka-Reich breitete sich um 1500 bis Westargentinien aus. Mit der Tötung des letzten Inka-Herrschers Atahualpa 1533 durch spanische Konquistadoren fand es sein Ende. In den Anden wurden bislang über ein Dutzend Opferstätten mit Kindermumien gefunden. Die Opfer wurden mit Maiswein und Koka-Blättern eingeschläfert. Der Aconcagua-Mumie waren drei kleine Lama- und drei menschliche Figuren aus Gold und Silber ins Grab gelegt worden.
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Heute ist die Mumie im Besitz der Universidad Nacional de Cuyo (UNC) in Mendoza (Argentinien). "Die Aconcagua-Mumie befindet sich in einem Zustand, in dem sie nicht zur öffentlichen Ausstellung geeignet ist", sagt Roberto Bárcena, Leiter des Ethnologischen Instituts der UNC. Es gebe zudem eine internationale Debatte über ethische Vorbehalte gegen die Ausstellung von Mumien oder anderen menschlichen Überresten. Einige der Bergsteiger, die die Mumie entdeckten, befürworteten dieses Jahr die Errichtung einer Erinnerungsstätte im Hochgebirge, in der der getötete Siebenjährige wieder bestattet werden könnte.
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Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall: Mumien Körper trotzen dem Verfall Mumien

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Weitere Kammern in Tutenchamuns Grab - Archäologe vermutet Sensation

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Nov 2015 12:48

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http://www.n-tv.de/wissen/Archaeologe-v ... 52751.html
Samstag, 28. November 2015
Weitere Kammern in Tutenchamuns Grab - Archäologe vermutet Sensation

Erst waren es nur Unregelmäßigkeiten im Relief des Grabes, nun ist man sich fast sicher: Das Grab des Kinderpharaos Tutenchamun ist größer als bislang vermutet. Neue Infrarotuntersuchungen bestätigen das - "zu mehr als 90 Prozent".

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Ägypten und die Welt könnte vor der größten archäologischen Sensation, seit Howard Carter im Jahr 1922 im Tal der Könige das unversehrte Grab des Kinderpharaos Tutenchamun gefunden hat, stehen. In diesem Grab gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach weitere, bislang unbekannte Kammern. Nach neuen Untersuchungen in der Grabstätte sagte Ägyptens Minister für Altertümer, Mamdouh el-Damaty, der Süddeutschen Zeitung, er sei sich nun zu "mehr als 90 Prozent sicher", dass hinter den bemalten Wänden der Grabkammer weitere Räume liegen.

Der britische Archäologe Nicholas Reeves war im August mit einer entsprechenden Theorie an die Öffentlichkeit getreten. Er stützte sich dabei auf hochauflösende Fotografien und Laser-Scans der Wände. In den Reliefs entdeckte er auffällige Unregelmäßigkeiten, die er als Hinweise auf verborgene Öffnung interpretiert. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Grabes mit Reeves im August hatte el-Damaty noch gesagt, er halte es zu 50 bis 60 Prozent für wahrscheinlich, dass es in dem Grab weitere Kammern gebe.
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Untersuchungen mit Infrarotsensoren Anfang November und mit einem speziellen Radar haben diese Vermutung nun fast bis zur Sicherheit verdichtet. Details der Ergebnisse wollten el-Damaty und Reeves an diesem Samstag in Luxor der Öffentlichkeit präsentieren, ebenso Pläne für das weitere Vorgehen.

Reeves vermutet hinter der Nordwand der Grabkammer eine Fortsetzung des Grabes, die nachträglich verschlossen wurde, als der mit 19 Jahren überraschend verstorbene Pharao dort bestattet wurde. Dort könnten Angehörige beigesetzt worden sein – nach Reeves Ansicht, die andere Ägyptologen für hoch spekulativ halten, wurde das Grab ursprünglich für Nofretete gebaut. Zumindest aber liegen hinter den Wänden Räume, die seit mehr als 3300 Jahre kein Mensch mehr betreten hat.
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Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne Wer war Nofretete?

Quelle: n-tv.de , apo
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Milliardenschwere Goldfracht - Schatzsucher bergen spanische Galeone

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Dez 2015 18:28

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http://www.n-tv.de/wissen/Schatzsucher- ... 09351.html
Sonntag, 06. Dezember 2015
Milliardenschwere Goldfracht - Schatzsucher bergen spanische Galeone

Im Jahr 1708 reibt die britische Navy eine spanische Schatzschiffflotte vor der heutigen kolumbianischen Küste auf - und mit ihr die San José, eine gewaltige Galeone, randvoll mit Gold und Silber. 307 Jahre später finden Experten den "Heiligen Gral unter den Schatzschiffen".

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Der Traum unzähliger Schatzsucher ist für Forscher in Kolumbien wahr geworden: Ein Team aus kolumbianischen und ausländischen Experten fand nach mühevollen Recherchen das Wrack der vor 307 Jahren mit einem riesigen Schatz an Bord gesunkenen spanischen Galeone "San José". "Das ist der wertvollste Schatz, der in der Geschichte der Menschheit gefunden wurde", sagte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos in Cartagena.

In der Nähe der Hafenstadt an der kolumbianischen Karibikküste hatten die Experten das Wrack der "San José" entdeckt, das 1708 gesunken war. Die "San José" war das Hauptschiff einer Flotte, die im Auftrag des spanischen Königs Philipp V. Gold, Silber und andere Wertsachen aus den Kolonien in Amerika über den Atlantik bringen sollte - die Schätzungen nach dem heutigen Wert schwanken zwischen 500 Millionen und 17 Milliarden Dollar. Die "San José", unter Experten auch als "Heiliger Gral unter den Schatzschiffen" bekannt, sank in einer Schlacht gegen britische Schiffe, die es auf die wertvolle Ladung abgesehen hatten. Nur eine Handvoll der 600 Besatzungsmitglieder überlebten.
"Menge und Art des Materials lassen keinen Zweifel"
Eine Replik der spanischen Galeone Andalucia vor der Skyline Hongkongs: Die nun gefundene San José war noch deutlich größer.
Eine Replik der spanischen Galeone Andalucia vor der Skyline Hongkongs: Die nun gefundene San José war noch deutlich größer.
(Foto: picture alliance / dpa)

Jahrzehntelang hatten Schatzsucher nach dem Schiff gesucht, waren dabei aber lediglich auf andere Wracks gestoßen. Das internationale Expertenteam, das schließlich Erfolg hatte, erforschte die Winde und Strömungen, die vor 307 Jahren in der Region geherrscht hatten und suchte in spanischen und kolumbianischen Archiven nach Hinweisen. Santos sagte, das Wrack sei am 27. November an einer Stelle gefunden worden, an der es zuvor nicht vermutet worden war. Dabei wurden auf dem Meeresgrund auch mindestens fünf weitere Schiffswracks entdeckt.

Die beteiligten Experten berichteten, sie hätten das auf der Seite liegende Wrack der "San José" aufgrund seiner einzigartigen Bronzekanonen mit eingravierten Delfinen erkannt sowie an seiner Ladung. "Die Menge und die Art des Materials lassen keinen Zweifel an der Identität" des Schiffwracks, sagte Ernesto Montenegro, der Leiter des Kolumbianischen Instituts für Anthropologie und Geschichte.

Zuvor hatte bereits eine US-Firma den Fund der "San José" für sich beansprucht, dieser wurde jedoch nie bestätigt. Nach Angaben des Anthropologen Fabian Sanabria könnten noch bis zu tausend Schiffswracks vor der Karibikküste Kolumbiens auf dem Meeresgrund schlummern - aber nur sechs bis zehn von ihnen hätten Schätze an Bord.

Quelle: n-tv.de , jve/AFP
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Aggressive Variante des Bakteriums - Ötzi war mit Helicobacter pylori infi

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jan 2016 11:30

Ötzi war mit Helicobacter pylori infiziert.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Oetzi-war-mit ... 13666.html
Aggressive Variante des Bakteriums - Ötzi war mit Helicobacter pylori infiziert

Auch noch 25 Jahre nach der Entdeckung der Mumie fördern Forscher immer wieder Neues zutage. In wissenschaftlicher Fleißarbeit finden sie heraus: Ötzi trug einen Keim, der für Magenschmerzen sorgt .

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Gletschermann Ötzi war mit dem Magenkeim Helicobacter pylori infiziert. Es sei sogar eine aggressive Variante des Bakteriums gewesen, das Magengeschwüre und Magenkrebs verursachen kann, berichtet ein Forscherteam mit deutscher Beteiligung im Fachmagazin "Science". Der gefundene Stamm ähnelt demnach überraschenderweise Varianten, die heute in Mittel- und Südasien kursieren. Die Besiedlungsgeschichte Europas sei wohl viel komplexer als bisher angenommen - oder Ötzi kein typischer Bewohner der Gegend, erläutern die Wissenschaftler.

Die etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie war 1991 in den Ötztaler Alpen im Grenzgebiet von Italien und Österreich gefunden worden. Es sei ein technologischer Durchbruch, dass die Rekonstruktion eines so alten Magenkeim-Genoms überhaupt gelungen sei, sagt Sebastian Suerbaum von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der nicht an der Untersuchung beteiligt war. Die ältesten bisher bekannten Varianten von Helicobacter pylori stammen demnach aus den 1980er-Jahren - das Bakterium wurde erst 1983 entdeckt. "Es war sehr unwahrscheinlich, etwas zu finden, da Ötzis Magenschleimhaut nicht mehr vorhanden ist", betont auch der Paläopathologe Albert Zink von der Universität Wien, einer der Studienleiter. Die Forscher analysierten daher die Gesamt-DNA des Mageninhalts - und wurden fündig.
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Heutzutage ist etwa die Hälfte aller Menschen mit Helicobacter pylori infiziert. Das Bakterium lebt in der Magenschleimhaut und begleitet den Menschen vermutlich schon seit mindestens 100.000 Jahren. Zehn Prozent der Infizierten entwickeln Probleme wie Magengeschwüre, -entzündungen oder -krebs. Ob der Erreger auch beim Gletschermann Magenbeschwerden verursachte, ließ sich nicht mehr ermitteln. Ötzi lagert im Archäologischen Museum im italienischen Bozen. Mit ausgeklügelter Technik werden dort jene Umstände simuliert, unter denen die Mumie am 19. September 1991 von einem Wandererpaar aus Nürnberg entdeckt wurde.

In Gletschereis verpackt hatte sich der Mann aus der Kupferzeit über Jahrtausende erhalten. Seither arbeiten Scharen von Wissenschaftlern daran, Ötzi möglichst viele Informationen zu entlocken. Eine in der Schulter entdeckte Pfeilspitze aus Feuerstein machte klar, dass der Mann getötet wurde. Kurz zuvor hatte er unter anderem Fleisch von einem Ziegenbock gegessen. Man weiß auch, dass er Karies hatte und unter Stress und Borreliose litt. Augenfarbe, DNA und Blutgruppe sind bekannt - ebenso, dass der Gletschermann laktoseintolerant und tätowiert war.
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Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi 1991 entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi 1991 entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit: Ötzi 1991 entdeckt Prominentes Mordopfer aus der Kupferzeit Ötzi vor fast 25 Jahren entdeckt

Quelle: n-tv.de , jki/dpa
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Speisereste im Schlamm konserviert

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2016 11:08

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http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Spe ... 51666.html
Speisereste im Schlamm konserviert

Wahrscheinlich haben die Bewohner vor rund 3000 Jahren alles stehen und liegen lassen, bevor sie vor dem Feuer flohen. Ihre Überreste finden nun Archäologen in der Nähe von Peterborough in besonders guten Zustand.

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Der Fund einer besonders gut erhaltenen Siedlung aus der Bronzezeit in England begeistert Archäologen. Nahe der Stadt Peterborough wurden unter anderem Gefäße gefunden, die noch Speisereste enthalten, sowie Textilien, Holzschüssel und Glasperlen, die zu einer Kette gehörten. Die Behausungen waren auf Stelzen über einen Fluss gebaut und vor etwa 3000 Jahren in Flammen aufgegangen, wie die Universität Cambridge mitteilte.
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Die Reste fielen ins Wasser und wurden im Schlamm konserviert. "Wir betreten im Grunde erstmals in der britischen Geschichte ein rundes Haus aus der Bronzezeit", zitierte die Nachrichtenagentur PA den Ausgrabungsleiter Mark Knight. "Wir werden sehen, was darin ist, was sie anhatten, was sie am Tag des Feuers gegessen haben" Man könne dank des Must-Farm-Projekts nun erforschen, wie es damals ausgesehen und gerochen habe.

Die Ausgrabungen auf dem 1100 Quadratmeter großen Gelände seien etwa zur Hälfte abgeschlossen, teilte die Uni mit. Die Bewohner der Siedlung hätten möglicherweise alles stehen und liegen lassen müssen, als ihre Siedlung in Flammen aufging. Unklar ist, ob ein Unfall die Brandursache war oder ob die Siedler selbst oder Feinde das Feuer legten. Es seien sogar noch Fußspuren erhalten.

Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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DNA-Analyse bringt weitere Details - Ötzis mütterlicher Zweig ausgestorben

Beitragvon Weltbookadmin47 » 14. Jan 2016 18:46

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http://www.n-tv.de/wissen/Oetzis-muette ... 65721.html
Donnerstag, 14. Januar 2016
DNA-Analyse bringt weitere Details - Ötzis mütterlicher Zweig ausgestorben

Immer mehr Details über die Herkunft und das Leben des Mannes aus den Ötztaler Alpen kommen ans Licht. Die Analyse der Gene gibt auch Aufschluss über die Eltern von Ötzi - und darüber, dass es mütterlicherseits wahrscheinlich keine Verwandten mehr gibt.

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Der mütterliche Familienzweig von Gletschermann Ötzi ist höchstwahrscheinlich ausgestorben. Dies fanden Wissenschaftler der Europäischen Akademie Bozen (Eurac) heraus, nachdem sie das Erbgut von Ötzi mit dem von mehr als 1000 Menschen verglichen hatten. Auch der Abstammungslinie der Mutter kamen die Forscher auf die Spur: Sie habe einer kleinen, lokalen Alpenbevölkerung angehört, berichtet das Team im Journal "Scientific Reports". Die etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie wurde 1991 in den Ötztaler Alpen im Grenzgebiet von Italien und Österreich gefunden.

Die Forscher hatten das Erbgut aus den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zelle, untersucht. Die mitochondriale DNA erzählt uns, gemeinsam mit dem Y-Chromosom, die genetische Geschichte des Menschen", sagte die Hauptautorin der Studie, die Biologin Valentina Coia. Diese mitochondriale DNA verändere sich nur sehr langsam und werde nur von Müttern weitergegeben.

Die analysierten Daten stammten zum Großteil aus älteren Studien, wurden aber durch 42 neue Proben aus dem Alpenraum ergänzt. Ergebnis: Der mütterliche Familienzweig von Ötzi ist aller Wahrscheinlichkeit nach ausgestorben. Eine Studie von 2008 war auch zu diesem Schluss gekommen, hatte aber nur 85 Proben analysiert, die von Menschen außerhalb des Alpenraums stammten. Einen Grund für das Aussterben zeigte ein Vergleich des Erbguts von Ötzi mit dem anderer Funde aus der Jungsteinzeit. Demnach kam die mütterliche Linie zu der Zeit wahrscheinlich nur im Alpenraum vor.
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Die genetische Linie von Ötzis Vater hingegen war in der Jungsteinzeit in ganz Europa verbreitet und findet sich dort auch heute noch. Bereits 2013 waren bei einer Studie des Instituts für Gerichtliche Medizin der Universität Innsbruck 19 lebende männliche Verwandte von Ötzi in Tirol aufgespürt worden. Damals wurden DNA-Analysen von rund 3700 Männern erstellt, die in Tirol ihr Blut spendeten.

Ötzi lagert im Archäologischen Museum im italienischen Bozen. Seit 25 Jahren wird er von Dutzenden Wissenschaftlern auf seine Abstammung, seine Krankheiten und seine Lebensumstände untersucht. So ist unter anderem bekannt, dass Ötzi getötet wurde: Er hatte gebrochene Rippen und eine Pfeilspitze in der Schulter. Zudem soll er kurz vor seinem Tod Ziegenbock-Fleisch gegessen haben. Zuletzt war unter anderem entdeckt worden, dass der weltberühmte Mann aus dem Eis mit dem Magenkeim Helicobacter pylori infiziert war.
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Quelle: n-tv.de , jaz/dpa
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Gewaltausbruch in der Steinzeit - Knochen zeigen Massaker

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Jan 2016 10:30

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http://www.n-tv.de/wissen/Knochen-zeige ... 07481.html
Mittwoch, 20. Januar 2016
Gewaltausbruch in der Steinzeit - Knochen zeigen Massaker

Grausame Szenen müssen sich am Ufer des Turkanasees ereignet haben. Verletzungen an gefundenen Skeletten und deren Lage lassen darauf schließen. Doch was löste das Gemetzel aus - und warum blieben kleine Kinder und Hochschwangere nicht verschont?

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Nahe des Turkanasees im heutigen Kenia haben Forscher Hinweise auf ein steinzeitliches Massaker entdeckt. Eine Hochschwangere, deren Hände und Füße möglicherweise zusammengebunden waren, sowie sechs Kinder: Die Knochen weisen auf ein schauerliches Gemetzel hin.
Die Position der Hände deutet darauf hin, dass die Frau an den Handgelenken gefesselt war.
Die Position der Hände deutet darauf hin, dass die Frau an den Handgelenken gefesselt war.
(Foto: Marta Mirazon Lahr/dpa)

Insgesamt seien Überreste von mindestens 27 Menschen gefunden worden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature". Zwölf Skelette waren demnach recht gut erhalten, zehn davon wiesen klare Zeichen von heftiger, wohl sofort tödlicher Gewalt auf. Eingeschlagene Schädel und Jochbeine zählten dazu, gebrochene Rippen, zertrümmerte Hand- und Kniegelenke sowie - wohl von steinernen Spitzen herrührende - Verletzungen, berichtet das Team um Marta Mirazón Lahr von der Universität Cambridge (Großbritannien).

In einem Schädel und einem Oberkörper steckten insgesamt drei steinerne Spitzen: zwei aus in der Region seltenem, aus Lava entstehendem Obsidian und eine aus Feuerstein. Bei einigen Skeletten wies die Lage der Knochen darauf hin, dass die Opfer möglicherweise gefesselt waren.
Fall oder Stoß ins Wasser

Die Getöteten seien nicht begraben worden, schreiben die Forscher. Mehrere von ihnen seien damals in eine Lagune des Sees gefallen oder gestoßen worden, die inzwischen längst ausgetrocknet sei. Im Sediment seien die Knochen der 21 Erwachsenen - darunter mindestens acht Frauen - und sechs Kinder bis zu ihrer Entdeckung 2012 konserviert worden. Die Überreste lagen in der Ausgrabungsstätte Nataruk westlich des Turkanasees im Norden Kenias.
Dieser Schädel eines Mannes weist deutliche Zeichen von Gewaltanwendung auf.
Dieser Schädel eines Mannes weist deutliche Zeichen von Gewaltanwendung auf.
(Foto: Marta Mirazon Lahr/enhanced by Fabio Lahr/dpa)

Wahrscheinlich sei eine Gruppe des Jäger-und-Sammler-Volkes, vielleicht ein Familienverband, am Ufer der Lagune von einem rivalisierenden Clan angegriffen worden, mutmaßen die Wissenschaftler. Ob dies bei einem zufälligen Aufeinandertreffen oder wegen eines Streits um Ressourcen wie Land oder Nahrung geschah, sei unklar. Die Stelle war demnach wohl ein guter Platz zum Leben - mit Trinkwasser und Fischen direkt am Lager. Gefundenes Töpfergut weise darauf hin, dass Nahrungsmittel gehortet wurden.
Seltene Funde

Funde wie diese sind demnach selten - und besonders rar sind Belege für Gewalt zwischen verschiedenen Gruppen von Jäger-und-Sammler-Gesellschaften. Sie erlaubten daher wertvolle Rückschlüsse auf die Ursprünge von Kriegen und die Entwicklung der Beziehungen zwischen frühen Menschen. Kriegerische Auseinandersetzungen habe es wohl nicht erst bei den sesshaften Ackerbau-Gesellschaften gegeben, schreiben die Forscher. Ungewöhnlich sei allerdings, dass auch die Frauen und Kinder getötet wurden. Üblicherweise seien sie in die Gruppe der Sieger integriert worden, nur die unterlegenen Männer wurden getötet.

Im vergangenen Jahr hatten Forscher im Fachmagazin "PNAS" über ein Massengrab im hessischen Schöneck-Kilianstädten in der Nähe von Frankfurt am Main berichtet. Überreste von 26 Menschen waren dort entdeckt worden, die während der Jungsteinzeit vor etwa 7000 Jahren gefoltert und erschlagen wurden.
Konflikt zwischen Jäger-Sammler-Gruppen
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Die Funde ließen sich allerdings nur bedingt vergleichen, sagt der Anthropologe Christian Meyer, der die Studie damals gemeinsam mit Kollegen an der Universität Mainz durchführte: Während die Überreste aus Schöneck-Kilianstädten von sesshaften Menschen stammten, gehe der nun vorgestellte Fund auf einen Konflikt zwischen Jäger-Sammler-Gruppen zurück. "Aus der Ethnologie weiß man, dass solche relativ kleinen und mobilen Gruppen einander bei Konflikten eher aus dem Weg gehen", so Meyer. Umso bemerkenswerter sei nun der Fund in Kenia, auch wegen seines Alters. Allerdings lasse sich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es sich um einen Konflikt zwischen zwei Gruppen oder um eine Auseinandersetzung innerhalb einer größeren Gruppe handele.

Meyer überzeugt die Studie vor allem durch die Pfeilspitze, die in einem der Knochen steckte. "Das ist der sicherste Beleg für gezielte Gewalt oder kriegsähnliche Geschehnisse in diesem Kontext." Dass es sich um eine gewaltsame Auseinandersetzung gehandelt habe, sei eine logische Schlussfolgerung. "So lange es Menschen gibt, die Gruppen bilden und eine Gruppenidentität haben, so lange wird es auch Konflikte geben - egal, ob vor 10 oder 10.000 Jahren."

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Gier nach melonengroßen Eiern - Mega-Vögel starben durch Menschen aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 30. Jan 2016 11:54

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http://www.n-tv.de/wissen/Mega-Voegel-s ... 92606.html
Freitag, 29. Januar 2016
Gier nach melonengroßen Eiern - Mega-Vögel starben durch Menschen aus

Vor 50.000 Jahren bevölkert der Mensch Australien. Auf der Suche nach Nahrung stößt er auf die Eier des Donnervogels und trägt dabei maßgeblich zu deren Ausrottung bei. Die Art der Zubereitung der melonengroßen Eier gleicht dabei der heutigen Praxis.

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Eierschalen haben es nach rund 50.000 Jahren enthüllt: Die ersten Menschen Australiens haben zum Aussterben riesiger Donnervögel beigetragen. Sie sammelten die melonengroßen Eier der fluguntauglichen Tiere ein und erhitzten sie. Das berichten US-Forscher, die Reste angerußter Eierschalen der Donnervogelart Genyornis newtoni untersucht hatten. Somit könnten nicht mehr nur klimatische Veränderungen für das Aussterben der Mega-Vögel verantwortlich gemacht werden, schreiben sie im Fachjournal "Nature Communications".

Ein Zersetzungsprozess in den teils angeschwärzten Schalen zeigte, dass sie einer großen Hitze ausgesetzt waren - allerdings nicht gleichmäßig. "Es ist nicht vorstellbar, dass ein Wildfeuer solche extremen Temperaturunterschiede erzeugen kann", erklärte Studienleiter Gifford Miller in einer Mitteilung der University of Colorado. Alles deute darauf hin, dass die ersten Siedler die Eier im Feuer erhitzten und die Schalen dabei ungleichmäßig anbrannten.

Genyornis newtoni sah aus wie die Mischung aus einer etwa zwei Meter großen Gans und einem Strauß. Die Forscher datierten die analysierten Überreste der Eierschalen aus über 200 Fundstellen in Australien auf ein Alter zwischen 54.000 und 44.000 Jahren. Die Vogelart gehörte zu der ausgestorbenen prähistorischen Megafauna Australiens. Zu den enorm großen und schweren Tieren zählte zum Beispiel ein Riesenkänguru oder eine Schildkröte, die so groß wie ein Kleinwagen war.
Jagd trug vielerorts zur Ausrottung bei
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Bislang war nach Angaben der Forscher wissenschaftlich nicht nachgewiesen worden, dass damalige Menschen die Tiere der Megafauna Australiens jagten oder ihre Eier aßen. Denn die Funde Australiens sind älter als die auf anderen Kontinenten und die australischen Bedingungen beschleunigten zudem den Zersetzungsprozess.

In anderen Regionen hatten Forscher schon früher festgestellt, dass die Menschen mit der Jagd zum Aussterben bestimmter Tierarten beitrugen. So rotteten die ersten Siedler Neuseelands beispielsweise den Laufvogel Moa innerhalb von weniger als 200 Jahren aus. Auch das Aussterben der Mammuts auf mehreren Kontinenten führen viele Forscher auf den Menschen zurück. Andere beliebte Jagdopfer hingegen, wie zum Beispiel die Rentiere, überlebten bis heute.

Quelle: n-tv.de , lsc/dpa
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Knochen in Karsthöhle gefunden - Steinzeitmensch kochte Schildkrötensuppe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 3. Feb 2016 07:58

http://www.n-tv.de/wissen/Steinzeitmens ... 15436.html
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ittwoch, 03. Februar 2016
Knochen in Karsthöhle gefunden - Steinzeitmensch kochte Schildkrötensuppe

2001 wird die Kassem-Höhle bei Tel Aviv entdeckt. Seitdem dient sie Experten zur Erforschung der humanen Prähistorie. Jetzt finden Forscher heraus: Der steinzeitliche Speiseplan war abwechslungsreicher als bislang angenommen.

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Es musste nicht immer Pflanzenkost oder Dammhirsch sein: Steinzeitmenschen, die vor hunderttausenden Jahren an der Ostküste des Mittelmeers lebten, brieten und kochten auch Landschildkröten als Ergänzungsnahrung. Dies fand ein internationales Expertenteam heraus, zu dem auch Wissenschaftler des Frankfurter Senckenberg Forschungsinstituts gehören. Am Dienstag wurden die Erkenntnisse von beteiligten israelischen Archäologen und in der internationalen Halbmonatsschrift "Quaternary Science Reviews" veröffentlicht.

Sie stützen sich auf Knochenfunde in der Kassem-Höhle östlich von Tel Aviv. Diese erst vor 15 Jahren zufällig freigelegte Karsthöhle ist eine der weltweit wichtigsten Grabungsstätten für die Erkundung der humanen Prähistorie.
400.000 Jahre alte Funde

"Bisher wurde angenommen, dass die Frühmenschen im Altpaläolithikum vor allem erjagtes Großwild und Gemüse aßen", erklärte Professor Ran Barkai vom Archäologie-Institut der Tel Aviver Uni. "Unsere Entdeckung erweitert unser Wissen über sie um eine sehr menschliche, kulinarische und damit kulturgeschichtliche Dimension."

Die Forscher fanden Knochen und Panzer der Landschildkröten in dem gesamten Karstsystem verstreut. Daraus folgern sie, dass diese Tiere während 200.000 Jahren von den Steinzeitbewohnern verspeist wurden. In der Kassem-Höhle wurden 400.000 bis 200.000 Jahre alte Siedlungspuren entdeckt; danach verfüllte sich der Hohlraum mit Sedimenten.

Menschliche Zahnfunde lassen darauf schließen, dass hier auch frühe Homo sapiens lebten, was aber noch nicht als endgültig gesichert gilt. Auf Basis dieser Zähne wussten die Experten aber bereits, dass die Kassem-Menschen eine recht ausgewogene Speisekarte mit Gemüse und Fleisch von Hirschen, Wildpferden und gelegentlich Auerochsen hatten.
Gegrillt oder gekocht
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"Nun können wir sagen, dass sie auch Landschildkröten aßen, obwohl diese nicht so kalorienreich waren wie beispielsweise die hier häufig auftretenden Damhirsche", erläutert Barkai. Bearbeitungsspuren zeigen, dass die Schildkröten vor dem Verzehr entweder im Panzer gegrillt oder mit Flintstein-Werkzeugen aufgebrochen und ihr Fleisch dann gekocht wurde. Das sind die bislang ältesten Spuren für die Zubereitung von Schildkrötensuppe.

Die neuen Entdeckungen sind auch ein weiterer Hinweis auf eine gewisse Arbeitsteilung in den frühmenschlichen Zivilisationen, ergänzt der Tel Aviver Archäologieprofessor Avi Gopher. Während die Jungen jagten, trugen die Älteren und Kinder mit Sammeln zur Nahrungssicherung bei. Und die langsamen Schildkröten waren leicht aufzulesen. So bildete das zudem gut konservierbare Fleisch dieser Wirbeltiere eine gute Ergänzung gerade in wildärmeren Jahreszeiten.

Quelle: n-tv.de , Clemens Wortmann, AFP
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Azteken-Ballspielfeld neben Opferstätte

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Feb 2016 19:34

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http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Azt ... 62516.html
Azteken-Ballspielfeld neben Opferstätte

Archäologen machen in Mexiko-Stadt eine grausige Entdeckung: neben einem Pelota-Spielfeld der früheren Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan stoßen sie auf Knochen von Dutzenden Menschen, darunter auch von kleinen Kindern. Waren sie ein Tribut an die Götter?

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Archäologen haben im Zentrum von Mexiko-Stadt, in der Calle Guatemala, Überreste des zentralen Pelota-Spielfeldes der früheren Azteken-Hauptstadt Tenochtitlan entdeckt. Das Feld befinde sich südlich vom Tempel des Windgottes Ehecatl-Quetzalcoatl, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (Instituto Nacional de Antropología e Historia, Inah) mit.
Die Knochenfunde sind in sehr gutem Zustand.
Die Knochenfunde sind in sehr gutem Zustand.
(Foto: INAH)

Die Ausgrabungen waren Teil eines Projektes zur Rettung und Erhaltung archäologischer Stätten der Stadt (Programa de Arqueología Urbana, PAU) unter Leitung des Archäologen Raul Barrera Rodriguez. Die entdeckte Fläche misst 9 mal 6,45 Meter und stammt aus dem Zeitraum zwischen 1481 und 1521.
Pelota hatte auch rituelle Bedeutung

Das Ballspiel Pelota hatte bei den Azteken auch rituelle Bedeutung. Unter einer Treppe am nördlichen Rande des Feldes sei eine Opferstätte mit Nackenknochen von etwa 30 Menschen gefunden worden, darunter Kinder im Alter von 0 bis bis 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene. Die Knochen lagen am Fundort entsprechend ihrer anatomischen Position im Körper und waren in gutem Zustand. "Es ist denkbar, dass sie als Tribut an die Götter geopfert wurden. Sie galten wohl als Nährstoff für den Fortgang des Lebens", sagte die Archäologin María García Velasco.
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Auch Teile der Agavenpflanze und ein Messer wurden gefunden, was ebenso auf ein Opferritual hindeutet. Die Ausgrabungen sollen laut dem Archäologen Raul Barrera von der Inah noch in diesem Jahr weitergeführt werden, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Das moderne Mexiko-Stadt wurde auf den Resten von Tenochtitlan errichtet. Tenochtitlan war vom 14. bis Anfang des 16. Jahrhunderts die Hauptstadt des Reiches der Azteken. Die Spanier eroberten die Stadt im Jahr 1521, zerstörten sie fast vollständig und gründeten an gleicher Stelle die Hauptstadt des damaligen Vizekönigreichs Neuspanien.
Bilderserie
Unterhalb der Pyramidenstadt haben Forscher in einem Tunnel verborgene Schätze entdeckt. Eines der Relikte ist eine Statue von vor 2000 Jahren. Noch konnte nicht geklärt werden, was oder wen sie darstellt. Der Tunnel zur "Unterwelt" verläuft unter der Pyramidenstad, ist 138 Meter lang und liegt circa 18 Meter tief unter der Erdoberfläche. Mit glitzernden Steinen an der Decke, die an Sterne erinnern, schufen die Bewohner sich ihren eigenen Himmel. Geheimnisvoller Tunnel Historische Unterwelt in Mexiko entdeckt

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Steinzeit-Babygrab in Brandenburg - Ältester Friedhof Deutschlands gefunde

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Feb 2016 12:52

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http://www.n-tv.de/wissen/Aeltester-Fri ... 79926.html
Steinzeit-Babygrab in Brandenburg - Ältester Friedhof Deutschlands gefunden

Schon vor mehr als 50 Jahren wird im nördlichen Brandenburg ein Grab aus der Steinzeit entdeckt. Doch erst jetzt finden Forscher heraus, dass es sich um einen ganzen Friedhof handelt - vermutlich der älteste Deutschlands. Und noch eine kleine Sensation gibt es.

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Einzigartiger Fund aus der Steinzeit: Archäologen haben nördlich von Berlin den vermutlich ältesten Friedhof Deutschlands entdeckt. Das Gräberfeld ist überraschend bei neuen Untersuchungen in der Nähe von Groß Fredenwalde (Uckermark) ans Licht gekommen. Vor 50 Jahren waren zunächst die Überreste einer Bestattungsstätte entdeckt worden. Nun wurde auch ein Babygrab freigelegt. "Es ist die früheste bislang bekannte Kinder-Bestattung in Mitteleuropa, die wir kennen", sagte der Brandenburger Landesarchäologe Franz Schopper in Berlin.

Aus einer unscheinbaren, mit Sand und Steinchen gefüllten Holzkiste ragt deutlich der kleine Schädel heraus. Auch die winzigen Knochen der Wirbelsäule und der Füße sind sichtbar. Anderes sieht nur der Fachmann; so liegen die Händchen auf der Brust. In 60 Zentimeter Tiefe wurde das Skelett entdeckt und komplett geborgen. "Befund Nr. 8" ist für die Archäologie eine Sensation.
Träumte immer von so einem Fund: Prähistoriker Thomas Terberger.
Träumte immer von so einem Fund: Prähistoriker Thomas Terberger.
(Foto: dpa)

"Ich hatte immer geträumt, einmal eine mittelsteinzeitliche Bestattung zu untersuchen", sagte Thomas Terberger vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Er hatte 2012 den Anstoß für erneute Grabungen auf dem etwa 100 Meter hohen Weinberg in Groß Fredenwalde gegeben.
Baby starb an Unterernährung

Schon 1962 waren dort bei Bauarbeiten für einen Signalmast Überreste einer mehr als 8000 Jahre alten Bestattungsstätte entdeckt worden. Knochen von sechs Menschen konnten geborgen werden. In jener Zeit trafen auf damals dort noch heimische Jäger und Sammler erste Bauern. Bei einer Nachgrabung konnten nun überraschend weitere Gräber im Umfeld freigelegt werden. Sie sprächen dafür, dass um 6400 vor Christi auf dem Weinberg Deutschlands ältestes Gräberfeld angelegt wurde.

"Wir haben uns alles noch einmal genau angeschaut", sagte Terberger. Dann wurde ein Schädel entdeckt und scheinbar durcheinander liegende Knochen. "Das Rätsel löste sich: der Tote war aufrecht bestattet worden und fiel später zusammen", sagte Terberger.
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Das Grab war wohl eine Weile offengeblieben und erst als der Oberkörper zusammengefallen war, hatte man es mit Erde versiegelt und darauf ein Feuer entzündet. Es gebe keine vergleichbaren Funde aus jener Zeit. Wenig später stießen die Archäologen auf den Kinderschädel. "Einige Knochenteile konnten bereits untersucht werden", erläuterte Anthropologin Bettina Jungklaus.

Danach handelt es sich um ein etwa sechs Monate altes Kind. Die Isotopenuntersuchung ergab: Das Baby aus der Mittelsteinzeit wurde nicht ausreichend gestillt und starb vermutlich an Unterernährung. DNA-Untersuchungen zur Bestimmung des Geschlechts des Kindes sind nach den Angaben geplant. "Das würdevolle Grab zeigt: Das Baby war nach dem Tode den Angehörigen etwas wert", betonte Terberger. Die Wissenschaftler rechnen mit weiteren Funden in Groß Fredenwalde. Terberger: "Da ist noch mehr." Sie erwarten weitere Puzzleteile zur Erkundung des Lebens der Vorfahren aus der Mittelsteinzeit.

Quelle: n-tv.de , vpe/dpa
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Schatz oder rituelle Gabe ? - Bronzezeit-Kupferspangen geben Rätsel auf

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Mär 2016 19:42

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Bronzezeit-Kupferspangen geben Rätsel auf.jpg (24.82 KiB) 4211-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Bronzezeit-Ku ... 70136.html
Dienstag, 08. März 2016
Schatz oder rituelle Gabe ? - Bronzezeit-Kupferspangen geben Rätsel auf

Ein Fund von mehr als 800 Kupferspangen aus der Bronzezeit bringt Archäologen ins Grübeln. Ist es ein Schatz, den jemand vor rund 4000 Jahren sorgfältig versteckt hat? Oder ist es eine Gabe an die Götter? In mühsamer Kleinarbeit wird der Sensationsfund untersucht.

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Ein überraschender Fund von Kupferspangen aus der frühen Bronzezeit in der Nähe des oberbayerischen Erding könnte Erkenntnisse über die Herstellungstechnik in der damaligen Zeit bringen. Die rund 4000 Jahre alten Metallbarren seien möglicherweise in Formen aus Stein, gebrannter Keramik oder Holz gegossen worden, sagte Restaurator Jörg Stolz vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München, wo die Fundstücke untersucht werden.
Restaurator Jörg Stolz vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zeigt, wie dünne Kupferbarren aus dem Boden gelöst werden.
Restaurator Jörg Stolz vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zeigt, wie dünne Kupferbarren aus dem Boden gelöst werden.
(Foto: picture alliance / dpa)

Die Stadt Erding hat die mehr als 800 im Erdreich verborgenen Stangen für einen nicht genannten Betrag gekauft und will sie im Sommer 2017 ausstellen. Die Ludwig-Maximilians-Universität begleitet die Arbeit der Archäologen.

Der Fund sei der bislang größte seiner Art in Bayern, sagte der Generalkonservator Mathias Pfeil. 1928 war im Münchner Luitpoldpark ein Hort mit 494 Barren gefunden worden. Archäologen vermuten, dass es sich bei dem Kupferspangenhort aus Oberding um einen Schatz oder eine rituelle Gabe handeln könnte.

Die Kupferstangen waren im Frühjahr 2014 bei Bauarbeiten für ein Wohnhaus entdeckt worden. Die leicht gebogenen Stangen lagen in Zehnerbündeln geordnet am Rand einer Abfallgrube mit Überresten wie Tierknochen, Keramikscherben und verkohlten Getreidekörnern. Sie wurden unter anderem dazu verwendet, um sie einzuschmelzen und daraus Schmuck, Waffen und andere Gegenstände zu gießen. In Oberding, wo eine bronzezeitliche Siedlung vermutet wird, gab es jedoch keine Hinweise auf metallverarbeitendes Handwerk. Das Kupfer stamme daher möglicherweise aus dem Salzburger oder Berchtesgadener Raum.

Quelle: n-tv.de , sni/dpa
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Neue Forschungsergebnisse - Klimawandel rottete Fischsaurier aus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Mär 2016 11:45

Klimawandel rottete Fischsaurier aus.jpg

http://www.n-tv.de/wissen/Klimawandel-r ... 66006.html
Neue Forschungsergebnisse - Klimawandel rottete Fischsaurier aus

Für mehr als 150 Millionen Jahre beherrschen Ichthyosaurier die Ozeane. Dann verschwinden sie von der Erde. Forscher vermuten jetzt, dass möglicherweise ein Klimawandel den Fischsauriern zu schaffen machte.

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Die Illustration zeigt den Fischsaurier Ichthyosaurier Thalattoarchon saurophagis bei der Jagd.
Die Illustration zeigt den Fischsaurier Ichthyosaurier Thalattoarchon saurophagis bei der Jagd.
(Foto: picture alliance / dpa)

Das Aussterben der Fischsaurier vor etwa 93 Millionen Jahren hängt vermutlich mit Klima-Veränderungen in dieser Zeit zusammen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Ichthyosaurier-Arten nahm nach und nach ab, außerdem erlahmte die evolutionäre Entwicklung der Gruppe, wie ein internationales Forscherteam nach der Analyse und Neubewertung von Ichthyosaurier-Funden berichtet. Globale Umweltveränderungen hätten die marinen Ökosysteme vor etwa 100 Millionen Jahren schrittweise neu organisiert, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Nature Communications".

Fischsaurier hatten eine ähnliche Körperform wie heutige Delfine und viele kleine spitze Zähne in der schnabelartigen Schnauze. Sie stammen von echsenartigen Landtieren ab und mussten zum Luftholen auftauchen. Fossilien der Fischsaurier, von denen Dutzende Arten bekannt sind, wurden auch in Deutschland gefunden.

Die Ichthyosaurier verschwanden rund 30 Millionen Jahre vor dem großen Massensterben am Ende der Kreidezeit, bei dem unter anderem die Dinosaurier ausstarben und die Blütezeit der Säugetiere begann. Warum, ist bisher nicht genau geklärt. Experten vermuten, dass andere marine Reptilien auftauchten und den Ichthyosauriern Konkurrenz machten. Oder dass ihre vorrangige Beute verschwand, die Belemniten, eine Gruppe fossiler Kopffüßer.
Neuer Ansatz
Ein Ichthyosaurier-Skelett, das im niedersächsischen Cremlingen gefunden wurde.
Ein Ichthyosaurier-Skelett, das im niedersächsischen Cremlingen gefunden wurde.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Valentin Fischer von der britischen Universität Oxford und seine Mitarbeiter halten eine andere Ursache für wahrscheinlich. Sie hatten den Artenreichtum unter den Ichthyosauriern neu bewertet und die Ergebnisse mit Umweltdaten in Verbindung gesetzt, etwa zur Höhe des Meeresspiegels, zum Sauerstoffgehalt oder zur Temperatur des Wassers. In der frühen Kreidezeit war die Vielfalt unter den Fischsauriern am höchsten. Vor etwa 100 Millionen Jahren, zu Beginn des sogenannten Cenomaniums, kam es dann plötzlich zu einer drastischen Reduzierung der Artenvielfalt. Klima-Unbeständigkeiten erklärten das Verschwinden der Ichthyosaurier in der Analyse am besten, berichten die Forscher. In den nachfolgenden Jahrmillionen waren die Zahl und die Vielfalt der Fischsaurier deutlich reduziert. Außerdem besetzten sie scheinbar nicht mehr so viele ökologische Nischen wie zuvor.
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Es sei seit Langem bekannt, dass das Klima vor gut 90 Millionen Jahren extrem gewesen sei. Die Pole waren eisfrei, der Meeresspiegel sehr hoch. Das Wasser sei überdurchschnittlich warm und sauerstoffarm gewesen, erläutern die Autoren. Die marinen Ökosysteme hätten sich infolgedessen stark verändert. Das Aussterben der Ichthyosaurier scheine nur ein Aspekt einer weit umfassenderen Reihe von Veränderungen gewesen zu sein.
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Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative Die Dinosaurier

Quelle: n-tv.de , sni/dpa
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Tutanchamuns Geheimnis vor Lüftung - Radarbilder deuten auf Grabkammern hi

Beitragvon Gudrun Graf » 17. Mär 2016 18:06

http://www.n-tv.de/wissen/Radarbilder-d ... 45241.html
Donnerstag, 17. März 2016
Tutanchamuns Geheimnis vor Lüftung - Radarbilder deuten auf Grabkammern hin

"Entdeckung des Jahrhunderts": Nach Auswertung von Radarbildern verdichten sich die Hinweise auf bisher unentdeckte Räume hinter den Wänden der Grabkammer von Tutanchamun im Tal der Könige. Dort seien "zwei zusätzliche Räume", sagt Antikenminister Damati.

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Ägypten hat neue Erkenntnisse aus Radaranalysen im Grabmal des Pharaos Tutanchamun bekannt gegeben, wonach sich dort mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zwei bislang unbekannte Grabkammern befinden. Es gebe eine "90-prozentige Chance", dass die beiden Grabkammern existierten, sagte der ägyptische Altertümerminister Mamduh Damati bei einer Pressekonferenz in Kairo. Es handelt sich demnach um vorläufige Ergebnisse der Radaranalysen durch den japanischen Experten Hirokatsu Watanabe.
Antikenminister Damati stellt bei einer Pressekonferenz die bisherigen Ergebnisse vor.
Antikenminister Damati stellt bei einer Pressekonferenz die bisherigen Ergebnisse vor.
(Foto: imago/ZUMA Press)

Es gebe Hohlräume hinter Mauern der Grabanlage, die aber nicht gänzlich leer seien, sagte Damati. Die mutmaßlichen Kammern in der Grabanlage in Luxor enthielten anscheinend organisches und metallisches Material, führte der Minister aus. Für Ende des Monats kündigte er weitere Untersuchungen in der Grabanlage an. Die von Watanabe ausgewerteten Aufnahmen seien noch nicht völlig eindeutig. Aber dies könnte die "Entdeckung des Jahrhunderts" werden.
"Entdeckung des 21. Jahrhunderts"

Watanabe hatte im November zwei Tage lang mit hochleistungsfähigen Radargeräten und Infrarot-Wärmekameras die Nordwand des Grabs untersucht. Damati verkündete danach bei einer Pressekonferenz bereits, dass eine "90-prozentige Chance" bestehe, dass es eine "weitere Kammer, ein anderes Grab hinter dem Grabmal von Tutanchamun" gebe. Vorab hatte er die "Entdeckung des 21. Jahrhunderts" in Aussicht gestellt.
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Tutanchamun war nach neunjähriger Herrschaft im Jahr 1324 vor Christus im Alter von 19 Jahren gestorben. Sein Grabmal befindet sich im Tal der Könige in der Nähe von Luxor im Süden Ägyptens.

Die neuen Analysen nähren Vermutungen in der Wissenschaft, dass Nofretete, die Gemahlin von Tutanchamuns Vater, Pharao Echnaton, in einer Grabkammer in Tutanchamuns Grabanlage beigesetzt wurde. Die Gebeine der für ihre Schönheit gerühmten Königin wurden nie gefunden. Ihre weltberühmte Büste ist im Ägyptischen Museum in Berlin ausgestellt.
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Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne: Wer war Nofretete? Geheimnisvolle Schöne Wer war Nofretete?

Quelle: n-tv.de , abe/AFP
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Einfachere Geschlechtsbestimmung - "Trächtiger" T. Rex liefert neue Erkenn

Beitragvon Weltbookadmin47 » 20. Mär 2016 11:44

Rex liefert neue Erkenntnisse.jpg
Rex liefert neue Erkenntnisse.jpg (38.64 KiB) 4138-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Traechtiger-T ... 49101.html
Einfachere Geschlechtsbestimmung - "Trächtiger" T. Rex liefert neue Erkenntnisse

Das Skelett eines "trächtigen" T. Rex eröffnet Forschern eine neue Methode, um das Geschlecht von Fossilien genau zu bestimmen. Bisher konnten Paläontologen nur raten. Bei der werdenden Sauriermutter entdecken sie hingegen eine besondere Substanz.

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Der schwangere T.Rex liefert neue Erkenntnisse.
Der schwangere T.Rex liefert neue Erkenntnisse.
(Foto: dpa)

Bei einem "trächtigen" Tyrannosaurus rex gefundene Merkmale könnten Forschern künftig die Geschlechtsbestimmung bei Dinosaurierfossilien erleichtern. In dem 68 Millionen Jahre alten Skelett wurde der Fund einer Knochensubstanz bestätigt, die weibliche Vögel für Eierschalen bilden, wie Wissenschaftler der North Carolina State University im Fachblatt "Scientific Reports" berichten. Heutige Vögel gelten als eine Entwicklungslinie der Dinosaurier.

Bisher habe sich das Geschlecht eines Fossils nur unsicher definieren lassen, schreiben die Forscher. Mit der nun bestätigten Methode hätten Forscher ein Werkzeug zur Hand, um sichergehen zu können. Schon 2005 vermutete die Paläontologin Mary Schweitzer, dass sich sogenannter medullärer Knochen im Oberschenkel eines T. Rex befindet, der vor 68 Millionen Jahren im heutigen US-Bundesstaat Montana gelebt hatte. Nun hätten weitere Tests die Unsicherheiten ausgeräumt.
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"Diese Analyse lässt uns das Geschlecht des Fossils bestimmen und gibt uns Einblicke in die Evolution des Eierlegens bei modernen Vögeln", sagt Schweitzer. Ein Nachweis der flüchtigen Substanz sei allerdings bei vielen Fossilien nur schwer möglich. "Damit kann man mit guter Wahrscheinlichkeit sagen: Das ist ein weiblicher Dinosaurier. Wir haben jetzt viele Möglichkeiten in der Zukunft", sagte Paläontologe Heinrich Mallison vom Museum für Naturkunde Berlin. Forscher könnten gezielt Dinosaurier-Fossilien auf die Knochensubstanz testen.

Bisher habe man zur Geschlechtsbestimmung nur auf Indizien setzen können, sagte Mallison, der nicht an der Studie beteiligt war. Anhand der Beckengröße etwa ließen sich weibliche und männliche Tyrannosaurier kaum unterscheiden: Weil die Eier im Vergleich zum Körper sehr klein waren, brauchte das Weibchen kein größeres Becken. Auch ein vergleichsweise stabilerer Knochenbau bei Dinosauriern sei nur ein Hinweis auf ein Weibchen, der aber auch irreführend sein könne.
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Doch auch wenn "Tristan" gegenüber seinen Besuchern bedrohlich die Zähne bleckt: ... Laut dem Paläontologen Kai Jäger von der Universität Bonn ist an "Tristans" Schädel eine Besonderheit beim Tyrannosaurus Rex zu erkennen. "Interessant sind die Öffnungen am Schädel", meint er. Diese seien nicht nur für die Augen vorgesehen, sondern machen den Schädel auch leichter. Da ist er, der neue König von Berlin: "Tristan Otto", etwa 66 Millionen Jahre alt. Neue Attraktion im Naturkundemuseum "Tristan" ist Berlins neuer König

Quelle: n-tv.de , lsc/dpa
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Donnerstag, 24. März 2016 Fünf Fakten über Dinosaurier Wenn der T. Rex Sc

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Mär 2016 11:02

Fünf Fakten über Dinosaurier.jpg
Fünf Fakten über Dinosaurier.jpg (53.24 KiB) 4111-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Wenn-der-T-Re ... 92081.html
Donnerstag, 24. März 2016
Donnerstag, 24. März 2016
Fünf Fakten über Dinosaurier Wenn der T. Rex Schnupfen hatte

Von Fabian Maysenhölder

Warum starben viele Dinosaurier in einer verkrampften Haltung? Wie viel Schleim passte in den Schädel eines Tyrannosaurus Rex? Fünf Fakten über Dinosaurier, die Sie verblüffen werden.

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Dinosaurier gehören zu den faszinierendsten Wesen, die jemals den Planeten Erde besiedelt haben. Millionen Menschen - nicht nur Kinder - begeistern sich für die Riesenechsen der Urzeit. Wie gut Sie sich auskennen, können Sie im n-tv.de-Dinosaurier-Quiz testen. Hier präsentieren wir Ihnen fünf interessante Fakten über T.Rex & Co. - die gehören vielleicht nicht zum Allgemeinwissen, sind aber umso spannender.

1. Einige Dinosaurier waren Kannibalen.

Als gnadenlose Jäger kennt man Dinosaurier aus den Jurassic-Park-Filmen. Abgesehen davon, dass sich sehr viele Dinosaurier-Arten vegetarisch ernährten und keinerlei Interesse an Fleisch zeigten, gab es auch einige, die einen Hang zum Kannibalismus hatten. Zum Beispiel der wohlbekannte Tyrannosaurus Rex. Bei der Untersuchung eines T-Rex-Schädels fanden Paläontologen entsprechende Bissspuren. Auch der Daspletosaurus zählte offenbar zu den Kannibalen unter den Dinosauriern.

2. Das Gehirn eines menschlichen Babys ist größer als das vieler ausgewachsener Dinosaurier.

Dinosaurier waren zwar mitunter riesige Echsen - ihr Denkorgan war jedoch winzig. Der Stegosaurus zum Beispiel war ein Koloss von acht bis neun Metern Länge und rund vier Tonnen Gewicht. Sein Gehirn aber war kaum größer als eine Walnuss.

Setzt man das Ganze auch bei anderen Saurier-Arten noch in die Relation zur Körpergröße, sind Dino-Hirne wirklich sehr winzig. Sauropoden mit einer Größe von rund 15 Metern etwa hatten ein Gehirn mit gerade einmal acht Zentimetern Durchmesser. Zum Vergleich: Die Gehirne von Säuglingen haben bereits rund ein Viertel der Größe eines ausgewachsenen Menschen, dessen Denkorgan rund 1300 bis 1400 Gramm wiegt.

3. Viele Dino-Skelette werden in einer typischen "Todespose" gefunden
Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.
Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.
(Foto: Royal Tyrell Museum/dpa)

In der Tat gibt es bei Dinosaurierfossilien etwas, was Paläontologen als "death pose" (deutsch: Todespose) bezeichnen. Viele der Urzeitechsen scheinen in einer bestimmten Haltung gestorben zu sein: den Nacken unnatürlich stark nach hinten verdreht, den Schwanz ausgestreckt, das Maul aufgerissen. Während man früher dachte, dass die Tiere tatsächlich in der Lage waren, derartige Verrenkungen durchzuführen, glaubte man in jüngerer Zeit, dass es sich dabei um Krämpfe handelte, die das noch lebende Tier im Todeskampf erlitt.

Inzwischen gibt es aber neuere Studien, die darauf hindeuten, dass die Todespose ein Resultat von biologischen Prozessen ist, die sich erst nach dem Tod abspielen. Nach dem Tod lockern sich die Muskeln und ein Gewebeband im Hals der Tiere zieht sich zusammen, was zu dieser merkwürdigen Verdrehung führt. Übrigens hat die Todespose in der Vergangenheit auch Paläontologen in die Irre geführt. Der Sauropode Diplodocus wurde oft mit hoch erhobenem Kopf dargestellt - zu Lebzeiten war er dazu aber vermutlich gar nicht in der Lage. Vielmehr handelte es sich bei den fossilen Vorlagen um Skelette in der Todespose.

4. Tyrannosaurus Rex hatte bis zu 26,5 Liter Rotz im Schädel
Bilderserie
Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative Die Dinosaurier

Einem schnupfengeplagten Raubsauriers möchte man nicht begegnen. Abgesehen davon, dass der ziemlich schlecht gelaunt sein dürfte, sollte man sich auch vor seinen Niesern hüten. In den USA hat der Paläontologe Larry Witmer den Schädel eines Tyrannosuraurus Rex genauer unter die Lupe genommen und unter anderem berechnet, wie groß das Volumen seiner Nebenhöhlen war. Eine Ladung Schnodder konnte den Analysen zufolge ein Volumen von bis zu 26,5 Litern haben. In diesem Video (ab ca. 1:15 h) zeigt Witmer, wie das Ganze wohl ausgesehen haben könnte.
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5. Dinosaurier existierten 660 Mal länger als der Mensch

Dass Menschen und Dinosaurier zeitgleich auf der Erde lebten, behaupten heutzutage zwar noch einige Kreationisten - wissenschaftlich gesichert ist jedoch, dass dem nicht so war. Vor rund 65 Millionen Jahren starben die Riesenechsen aus. Davor aber herrschten sie unangefochten über die Erde - und zwar rund 165 Millionen Jahre lang.

Das ist eine unglaublich lange Zeit, vor allem verglichen mit der Menschheitsgeschichte. Nimmt man an, dass sich die Entwicklungslinie hin zum modernen Menschen vor rund fünf bis sieben Millionen Jahren herauskristallisierte, so wären uns die Dinosaurier immer noch mehr als das 20-Fache dieser Zeit voraus. Der Ursprung des Homo sapiens wird von den meisten Forschern vor rund 200.000 bis 250.000 Jahren angesetzt. Nimmt man dies als Maßstab, existierten Dinosaurier rund 660 Mal so lange wie der Homo sapiens bislang. Wir haben also noch einiges vor uns, um mit den Urzeit-Riesen gleichzuziehen.
Quiz Was wissen Sie über Dinosaurier?

Dinosaurier waren faszinierende Wesen. Viele Dinge über die Urzeit-Riesen sind uns bis heute nicht bekannt. Testen Sie sich: Wie viel wissen Sie über Dinosaurier?



Quelle: n-tv.de

Von Fabian Maysenhölder

Warum starben viele Dinosaurier in einer verkrampften Haltung? Wie viel Schleim passte in den Schädel eines Tyrannosaurus Rex? Fünf Fakten über Dinosaurier, die Sie verblüffen werden.

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2. Das Gehirn eines menschlichen Babys ist größer als das vieler ausgewachsener Dinosaurier.

Dinosaurier waren zwar mitunter riesige Echsen - ihr Denkorgan war jedoch winzig. Der Stegosaurus zum Beispiel war ein Koloss von acht bis neun Metern Länge und rund vier Tonnen Gewicht. Sein Gehirn aber war kaum größer als eine Walnuss.

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3. Viele Dino-Skelette werden in einer typischen "Todespose" gefunden
Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.
Fossil eines Ornithomimus edmontonicus-Dinosauriers.
(Foto: Royal Tyrell Museum/dpa)

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Inzwischen gibt es aber neuere Studien, die darauf hindeuten, dass die Todespose ein Resultat von biologischen Prozessen ist, die sich erst nach dem Tod abspielen. Nach dem Tod lockern sich die Muskeln und ein Gewebeband im Hals der Tiere zieht sich zusammen, was zu dieser merkwürdigen Verdrehung führt. Übrigens hat die Todespose in der Vergangenheit auch Paläontologen in die Irre geführt. Der Sauropode Diplodocus wurde oft mit hoch erhobenem Kopf dargestellt - zu Lebzeiten war er dazu aber vermutlich gar nicht in der Lage. Vielmehr handelte es sich bei den fossilen Vorlagen um Skelette in der Todespose.

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Lascaux-Höhle wird nachgebaut - "Sixtinische Kapelle der Urgeschichte"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 27. Mär 2016 18:33

http://www.n-tv.de/wissen/Sixtinische-K ... 97546.html
Sonntag, 27. März 2016
Lascaux-Höhle wird nachgebaut - "Sixtinische Kapelle der Urgeschichte"

Die berühmte Lascaux-Höhle in Frankreich mit ihren 17.000 Jahre alten Steinzeitmalereien ist schon lange für Besucher gesperrt. Nun bekommt sie eine neue Replik - für 60 Millionen Euro! Erstmals wird die ganze Höhle mit allen Malereien nachgebildet. Bald ist Eröffnung.

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Eine Höhlenmalerei in der Höhle Lascaux IV.
Eine Höhlenmalerei in der Höhle Lascaux IV.
(Foto: dpa)

Die Lascaux-Höhle wird wegen ihrer reichen Steinzeitmalerei die "Sixtinische Kapelle der Urgeschichte" genannt. Nur sind die über 17.000 Jahre alten Kunstwerke außer für wenige Wissenschaftler schon lange nicht mehr zugänglich. Die Grotte bei Montignac in der Dordogne wurde 1963 wegen Pilzbefalls, der durch den Atem Tausender Besucher entstanden ist, geschlossen.

Auch die vor mehr als 30 Jahren eröffnete Kopie Lascaux II, in der ein Teil der Tierdarstellungen nachgebildet ist, musste mittlerweile restauriert werden. Sie ereilte dasselbe Schicksal. Lascaux IV soll nun alle Kunstwerke besser schützen.
1900 Tiermalereien werden reproduziert
Aufwändig: Die Replik kostet etwa 60 Millionen Euro.
Aufwändig: Die Replik kostet etwa 60 Millionen Euro.
(Foto: dpa)

Rund 60 Millionen Euro hat die neue Replik gekostet, denn erstmals wird die ganze Grotte mit über 1900 Tiermalereien reproduziert. Ein gigantisches Unternehmen, denn die von den Cro-Magnon-Menschen mit natürlichen Pigmenten gemalten und gravierten Felsenbilder sind von erstaunlicher Qualität und Präzision. Selbst Pablo Picasso war begeistert. "Wir haben nichts Neues gelernt", soll der spanische Maler nach der Besichtigung der Original-Höhle im Jahr 1940 gesagt haben.

Die jungpaläolithische Grotte steht seit 1979 auf der Weltkulturerbe-Liste der Unesco. Die Idee zur neuen Replik ist Anfang 2000 entstanden, als erste, durch die Lascaux II-Besuchermassen ausgelöste Schäden an dem Hügel festgestellt wurden, unter dem auch das Original liegt. Zudem drohte auch der 1983 eröffneten Lascaux II der Pilzbefall. Bis zu 10 Millionen Besucher wurden in den vergangenen 30 Jahren durch die Replik geschleust, in der bis zu 90 Prozent der Tierbilder nachgezeichnet sind.
Lascaux II wird nicht geschlossen
Die im Bau befindliche Replik Lascaux IV. am 3. März 2016. Daraus soll das Innere der Höhle gestaltet werden.
Die im Bau befindliche Replik Lascaux IV. am 3. März 2016. Daraus soll das Innere der Höhle gestaltet werden.
(Foto: dpa)

"Mit dem neuen Faksimile soll der Besucherstrom besser verteilt werden", hofft Nicolas Platon, der sich für das Departement der Dordogne um die Kulturstätte kümmert. Lascaux IV liegt rund 500 Meter vom Original und der ersten Replik entfernt. Wie die beiden Kopien von den Besuchern genutzt werden, werde die Zukunft zeigen, erklärte Platon weiter. Schließen werde man Lascaux II nicht schließen, denn sie sei die erste Replik in der Geschichte der Höhlenmalerei.

Lascaux IV ist spektakulär, auch wenn sie bislang noch eine Baustelle ist. Zu sehen ist ein riesiger Betonklotz, der zum Teil in der Erde, zum Teil an der Oberfläche liegt. Er ist zweigeteilt und gleicht einer Erdspalte. Irgendwann soll die Replik eins werden mit der Natur. Der Entwurf stammt von Snøhetta. Das preisgekrönte norwegische Architektenbüro ist bekannt für seinen Ansatz des fließenden Übergangs von Landschaft und Architektur.
Streit um Finanzierung

Das neue Faksimile hätte schon früher eröffnet werden sollen. Doch um die Finanzierung gab es Streit. Ursprünglich hätten die Kosten zu gleichen Teilen von der Region, dem Departement und dem französischen Staat getragen werden sollen. Doch im Zuge der Budgetkürzungen zog sich die Regierung 2012 aus dem Projekt zurück. Mit 4 Millionen Euro ist der Staat nun doch dabei. Das dadurch entstandene Finanzloch stopften die Europäische Union mit 12 Millionen Euro und Privatsponsoren mit mehr als 2 Millionen Euro.
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Offiziell heißt die neue Replik "Centre International de l'Art pariétal Montignac-Lascaux", etwa Internationales Zentrum für Höhlenmalerei. Denn die Kopie bildet nicht nur naturgetreu die reich verzierten Felskammern nach. Ein Teil des 8500 Quadratmeter großen Faksimile ist der Wissenschaft der prähistorischen Kunst gewidmet und der Geschichte von Lascaux. Unter dem Titel "Lascaux III" tourt mit diesem Ansatz seit einigen Jahren auch eine Ausstellung durch die Welt.

Über 25 Künstler arbeiten seit mehr als 3 Jahren in einem Atelier an der Reproduktion der Tierbilder. Millimetergenau gemalt und graviert wird auf Felsimitationen aus Stahl und Acrylharz, die auf einem 3-D-Modell basieren, für dessen Design Boden, Wände und Decken der Originalhöhle gescannt wurden. Die ersten Kopien der Höhlenmalereien haben in der Replik bereist ihren Platz gefunden. Alles werde so wie in der Originalhöhle sein, erklärte Platon weiter. Auch die Temperatur und die Feuchtigkeit.
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Die 55-Millionen-Euro-Kopie: Eine Höhle wird nachgebaut Die 55-Millionen-Euro-Kopie: Eine Höhle wird nachgebaut Die 55-Millionen-Euro-Kopie: Eine Höhle wird nachgebaut Die 55-Millionen-Euro-Kopie Eine Höhle wird nachgebaut

Quelle: n-tv.de , Sabine Glaubitz, dpa
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"Merkwürdige Vorstellung" war falsch - Hobbit lebte viel früher als gedach

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Apr 2016 22:18

Hobbit lebte viel früher als gedacht.jpg
Hobbit lebte viel früher als gedacht.jpg (94.74 KiB) 4048-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/Hobbit-lebte- ... 39476.html
"Merkwürdige Vorstellung" war falsch - Hobbit lebte viel früher als gedacht

Es war eine Sensation, als Forscher die kleinen Menschenknochen in Indonesien ausgruben. Der Hobbit sollte dort vor 18.000 Jahren gelebt haben - und damit gleichzeitig mit dem modernen Menschen. Nach acht Jahren Analyse stellt sich das nun als falsch heraus.

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Der als Hobbit bezeichnete Homo floresiensis hat vermutlich doch nicht zur gleichen Zeit in Südostasien gelebt wie der moderne Mensch. Nach mehrjährigen Analysen datierte ein Forscherteam das Alter der Knochen, die auf der indonesischen Insel Flores entdeckt wurden, nun auf 60.000 bis 100.000 Jahre. Bislang hatten Wissenschaftler manchen Funden ein Alter von nur 18.000 Jahren zugeschrieben. Dies hatte bei Fachleuten für Erstaunen gesorgt, denn der moderne Mensch erreichte das nahe Australien schon vor etwa 50.000 Jahren. Damit hätten Homo floresiensis und Homo sapiens Zehntausende Jahre in Nachbarschaft gelebt und vermutlich auch Kontakt gehabt. Die ursprüngliche Datierung gehe auf eine falsche Zuordnung von Erdschichten zurück, schreibt das Team im Fachblatt "Nature".
Die Funde in der Höhle waren von einer meterdicken Erdschicht bedeckt.
Die Funde in der Höhle waren von einer meterdicken Erdschicht bedeckt.
(Foto: Smithsonian Digitization Program Office/Liang Bua Team/dpa)

Die Überreste mehrerer Individuen des Homo floresiensis wurden im Jahr 2003 in der Höhle Liang Bua unter einer mehrere Meter dicken Erdschicht entdeckt. Der Fund erregte enormes Aufsehen: Der Hobbit war nur etwa einen Meter groß, sein Gehirnvolumen entsprach etwa dem eines Schimpansen. Insgesamt ähnelte der Hobbit Urmenschen, die Afrika und Asien vor über einer Million Jahren besiedelt hatten.

Acht Jahre lang analysierte ein internationales Forscherteam um Thomas Sutikna von der australischen University of Wollongong (Staat New South Wales) erneut Hobbit-Knochen und die umliegenden Erdschichten. Die Forscher datierten Ablagerungen per sogenannter Thermolumineszenz, Infrarot stimulierter Lumineszenz (IRSL) und Argon-Argon-Methode sowie drei Ellenknochen per Uran-Thorium-Methode. Demnach haben die Knochen und die zugehörigen Erdschichten ein Alter von etwa 60.000 bis 100.000 Jahren, wie das Team im Fachblatt "Nature" berichtet.
Offene Fragen bleiben
Der Schädel eines Homo floresiensis (l) und eines modernen Menschen.
Der Schädel eines Homo floresiensis (l) und eines modernen Menschen.
(Foto: Peter Brown/Nature)

Steinwerkzeuge, die dem Hobbit zugeschrieben werden, hätten ein Alter von etwa 50.000 bis 190.000 Jahren. "Teile von Südostasien können während dieser Zeit von Denisova-Menschen oder anderen Frühmenschen bewohnt gewesen sein, und moderne Menschen hatten Australien vor 50.000 Jahren schon erreicht", schreiben die Forscher, von denen einige auch bei den ersten Analysen mitgearbeitet hatten. "Aber ob H. floresiensis nach dieser Zeit überlebt hat oder modernen Menschen, Denisova-Menschen oder anderen Menschenarten auf Flores oder andernorts begegnet ist, bleibt eine offene Frage, die künftige Entdeckungen möglicherweise helfen zu beantworten."

Die frühere, wesentlich jüngere Datierung führen die Forscher auf ihre falsche Zuordnung der Erdschichten zurück. Demnach war ein Teil des Höhlenbodens erodiert und hatte sich mit jüngerem Erdmaterial gefüllt. Dies sei bei den ersten Ausgrabungen von 2001 bis 2004 nicht erkannt worden.
Datierung kompliziert
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Die Datierung von Funden aus Höhlen gehöre zu den komplexesten Fragen der Archäologie, weil sich die Erdschichten im Lauf Zehntausender Jahre oft stark verändern, sagt Faysal Bibi vom Berliner Museum für Naturkunde, der an der Studie nicht beteiligt war. Die neue Studie löse zwar Fragen, die das vermeintliche Alter des Hobbits aufgeworfen hatte. Allerdings seien die verwendeten Verfahren recht unsicher, mit Ausnahme der Argon-Argon-Methode. Diese hatte für die Erdschicht direkt über den Hobbit-Knochen ein Alter von 55.000 bis 103.000 Jahren ergeben. Dies deckte sich jedoch weitgehend mit den Resultaten der anderen Verfahren.

Für Jean-Jacques Hublin passt die neue Datierung wesentlich besser in das Gesamtbild. "Ich habe das Alter von 18.000 Jahren nie geglaubt", sagt der Direktor am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. "Bei seiner Ausbreitung um die Erde hat der Homo sapiens jede einzelne Menschenart auf seinem Weg verdrängt, etwa die Denisova-Menschen und die Neandertaler. Die Vorstellung, dass er mit dem Hobbit Zehntausende Jahre koexistiert haben soll, war einfach merkwürdig. Nun haben wir die Antwort. Ich bin froh, dass das Team die Schichtung in der Höhle geklärt hat."
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Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Das Grab des Tutanchamun: Spannende Suche im Tal der Könige

Beitragvon Gudrun Graf » 10. Apr 2016 13:50

Spannende Suche im Tal der Könige.jpg
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http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... enige.html

10.04.2016


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Das Grab des Tutanchamun: Spannende Suche im Tal der Könige
Andreas von Rétyi

Richtig: von dieser Überschrift geht ein eher nostalgischer Reiz aus. Sie hätte bereits vor rund 100 Jahren gewählt werden können. Und doch ist sie sehr aktuell. Denn im Tal der Könige herrscht wieder einige Aufregung. Seit Monaten schon bemühen sich Ägyptologen darum, ein neues Geheimnis im uralten Grab des Tutanchamun zu lüften. Fieberhaft suchen sie nach bislang unentdeckten Kammern hinter den kunstvoll bemalten Wänden. Zum Monatswechsel haben Spezialisten eine neue Abtastung der Grabstätte vorgenommen.



Nachdem die letzten Touristen das Tal der Könige verlassen hatten, konnte die Arbeit beginnen. Ausgestattet mit Spezialausrüstung, rückten zwei Radarexperten dem Grab des Tutanchamun erneut auf den Leib, um einige »Anomalien« zu überprüfen: mögliche Hinweise auf verborgene Zugänge in bislang unentdeckte Bereiche der letzten Ruhestätte des »Goldenen Gottes« Tutanchamun.

Der renommierte britische Ägyptologe Nicholas Reeves vermutet, die im November 1922 von seinem Landsmann Howard Carter entdeckte Anlage sei lediglich ein Grab im Grab, also nur ein Teil der Wahrheit. Und der Gedanke lässt Reeves nicht mehr los, dass hier noch weit größere Geheimnisse auf ihre Entdeckung warten. Möglicherweise sogar das Grab der legendären Nofretete – als Mutter oder Stiefmutter des Tutanchamun.



Seit Monaten findet wieder eine intensivere Untersuchung der Felsenkammern dort statt. Alles begann mit einer Reihe von Laserscans, um die kleinsten Details des Grabes zu kartographieren. Dabei kam plötzlich eine Reihe feiner gerader Linien zum Vorschein. Sie könnten auf verputzte Zugänge hindeuten, unmittelbar hinter den mit antiken Malereien kostbar verzierten Nord- und Westwänden.



Im vergangenen November führte der japanische Radarexperte Hirokatsu Watanabe eine ganze Reihe offiziell genehmigter Radarscans im Alleingang durch und gab danach eine erstaunliche Erklärung ab: Hinter den Wänden habe er Hinweise auf »organische« und »metallische« Objekte gefunden! Daraufhin erklärte der damalige Antikenminister Mamdouh Eldamaty, die vermuteten Kammern existieren mit 90-prozentiger Sicherheit. Andererseits mangelte es auch nicht an Kritik. Im Fokus stand natürlich die Arbeit von Watanabe.



So donnerte der immer noch extrem einflussreiche ägyptische Archäologie Zahi Hawass erst kürzlich: »Radar ist nicht wissenschaftlich. Radar ist Kunst.« Ganz besonders die Theorie von Nicholas Reeves ist Hawass ein Dorn im Auge. Wer Hawass kennt, wundert sich darüber kaum. Schließlich stammt die Theorie nicht von ihm. Hawass verlangt eine weitaus gründlichere Untersuchung der Angelegenheit. Nun, das kann natürlich nie schaden.



Tatsächlich waren die neuen Radarscans darauf ausgelegt, einen vollständigeren Datensatz zu gewinnen, um ihn dann der akademischen Welt vorzulegen. Dazu rückten nun Eric Berkenpas und Alan Turchik an, zwei Techniker von National Geographic, um über eine ganze Nacht hinweg mehr als 40 einzelne Scans durchzuführen.



Sie arbeiteten auf zwei Frequenzen bei 400 beziehungsweise 900 Megahertz. Berkenpas erläutert dazu: »Die eine galt der Wahrnehmung in die Tiefe, die andere für das Erkennen von Formen.« Ihre Ausrüstung hatten die beiden Techniker zuvor noch an den Säulen des National Arboretums in Washington, D. C. getestet.



Was hat das Duo nun aber im Grab des Tutanchamun gefunden? Khaled El-Enany, der eben erst ernannte neue Antikenminister, gab hierzu unlängst eine kaum sehr informative Erklärung ab.



Am Freitagmorgen teilte er auf einer direkt vor der Grabstätte abgehaltenen Pressekonferenz mit: »Wir können jetzt nicht über die Ergebnisse sprechen.«



Die Analyse wird El-Enany zufolge mindestens eine Woche in Anspruch nehmen, da sämtliche Daten sowohl an Experten in Ägypten als auch in den Vereinigten Staaten gesandt worden seien.



Der neue Antikenminister ruft zu einer internationalen Diskussion auf und bittet Fachleute weltweit um Teilnahme an einer großen Konferenz zu Tutanchamun, die nächsten Monat in Kairo abgehalten werden soll. Dann möchte El-Enany gerne das gesamte Meinungsspektrum über die Grabstätte erfahren.



Schon jetzt betont er: »Wir suchen nicht nach verborgenen Kammern. Wir suchen nach der Realität und nach der Wahrheit.« Und doch dreht sich die ganze Untersuchung letztlich um nichts anderes als verborgene Zugänge in den Wänden.



Was also steckt ganz buchstäblich dahinter?



Diese Wahrheit möchte natürlich auch die Öffentlichkeit möglichst bald und möglichst vollständig erfahren.



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Schon vor Meteoriten-Einschlag - Dino-Sterben begann früher als gedacht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Apr 2016 19:10

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Montag, 18. April 2016
Schon vor Meteoriten-Einschlag - Dino-Sterben begann früher als gedacht

Warum starben die Dinosaurier aus? Als Hauptursache gilt ein Meteoriten-Einschlag vor 66 Millionen Jahren. Nun finden Forscher heraus, dass die Dinos schon lange vor diesem Ereignis Opfer der Evolution wurden.

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Schon lange vor dem verheerenden Meteoriten-Einschlag vor 66 Millionen Jahren ging es einer Studie zufolge mit den Dinosauriern bergab. Viele Millionen Jahre vor ihrer endgültigen Auslöschung verschwanden mehr Dino-Arten von der Erde als neue entstanden, berichten britische Forscher in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

Die mangelnde Fähigkeit, ausgestorbene Arten durch neue zu ersetzen, habe diese Tiere anfällig gemacht. Sie seien unfähig gewesen, schnell auf die Katastrophe zu reagieren und sich davon zu erholen. Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass ein Meteoriten-Einschlag im Bereich des heutigen Mexiko am Ende des Erdmittelalters das Ende der Dinosaurier besiegelte. Weit strittiger ist die Frage, ob es schon vor diesem Ereignis ein Sauriersterben gab, bei dem die Vielfalt unter diesen Tieren abnahm. Frühere Arbeiten zu dieser Frage hätten evolutionäre Dynamiken wie Artensterben und Artenbildung nicht ausreichend berücksichtigt und verfügten nicht über genügend statistische Aussagekraft, schreiben die Wissenschaftler um Manabu Sakamoto von der University of Reading in ihrem Artikel.

Sie analysierten nun statistisch im Detail die Stammesgeschichte aller Dinosauriergruppen - der Vogelbeckensaurier sowie der Echsenbeckendinosaurier mit den Sauropodomorpha und den Theropoda. Dazu werteten sie Datensätze aus, die 420 beziehungsweise 614 systematische Gruppen von Dinosauriern umfassten. Die Analyse liefere überwältigende Unterstützung für die Annahme, dass sich die Artbildungsrate bei nahezu allen Dinosauriern vor dem endgültigen Verschwinden verlangsamte bis sie schließlich unterhalb der Aussterberate lag. Das passierte spätestens 24 Millionen Jahre vor dem Meteoriten-Einschlag.
Quiz Was wissen Sie über Dinosaurier?

Dinosaurier waren faszinierende Wesen. Viele Dinge über die Urzeit-Riesen sind uns bis heute nicht bekannt. Testen Sie sich: Wie viel wissen Sie über Dinosaurier?
Pflanzenfresser als Ausnahmen

Betrachteten die Forscher in ihrer Analyse die einzelnen Dinosaurier-Hauptgruppen für sich, passierte das sogar noch früher: 48 bis 53 Millionen Jahre vor dem Einschlag. Ausnahmen bildeten lediglich die pflanzenfressenden Hadrosaurier und Ceratopsidae. Bei ihnen stellten die Forscher eine sehr hohe Artbildungsrate fest. Möglicherweise war es diesen gelungen, durch die Ausbildung sehr kräftiger Kiefer und Zähne spezielle Pflanzenarten für sich als Nahrungsgrundlage zu erschließen. Zu diesen beiden Gruppen gehörten 14 Prozent aller Dinosaurier-Arten.
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Die Wissenschaftler stellten zudem den bereits vermuteten Zusammenhang zwischen der Artbildungsrate und der Höhe des Meeresspiegels fest. Demnach bildeten sich mehr Arten, wenn der Meeresspiegel stieg. Durch den Anstieg des Wassers werden Landmassen voneinander getrennt und Populationen isoliert, wie das Team erklärt. Eine solche geografische Isolation führe zur Entstehung neuer Arten.

Was genau den Niedergang der Dinosaurier-Vielfalt verursacht hat, sei unklar, schreiben die Wissenschaftler. Intensivierter Vulkanismus, Klimaveränderungen oder ökologische Interaktionen mit sich schnell ausbreitenden Tiergruppen seien denkbare Ursachen.
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Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative: Die Dinosaurier Eine Welt der Superlative Die Dinosaurier

Quelle: n-tv.de , kbe/dpa
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Geheimkammer in Polen - Birgt Nazi-Bunker das Bernsteinzimmer ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Apr 2016 11:19

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http://www.n-tv.de/panorama/Birgt-Nazi- ... 32996.html
Freitag, 22. April 2016
Geheimkammer in Polen - Birgt Nazi-Bunker das Bernsteinzimmer ?

Das Bernsteinzimmer ist unter Schatzsuchern ein Mythos. Viele haben es gesucht, gefunden hat es bisher niemand. Nun könnte es eine neue Spur geben. Sie führt nach Polen in eine verfallene Bunkeranlage der Nazis.

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Polnische Schatzsucher und Hobbyhistoriker haben ein neues Gesprächsthema: Befindet sich das legendäre Bernsteinzimmer etwa in Polen? Seit Jahrzehnten suchen Russen, Polen, Deutsche vergeblich nach dem Zimmer, das Friedrich I. von Preußen dem russischen Zaren Peter zum Geschenk machte. Im Zweiten Weltkrieg raubte die Wehrmacht das Zimmer aus der Sowjetunion, wie so viele Kunstschätze, die die Nationalsozialisten aus den besetzten Gebieten plünderten. Die Spur des Bernsteinzimmers verlor sich im ostpreußischen Königsberg. Warum also nun die Aufregung in Polen?

In der Bunkeranlage von Mamerki (Mauerberg) wurde, wie erst jetzt bekannt wurde, bei Untersuchungen mit einem Georadar im Fundament eines der alten deutschen Bunker ein bisher unbekannter Hohlraum entdeckt - etwa drei mal zwei Meter im Umfang. "Tatsächlich kann er aber bis zu drei mal größer sein", sagte Bartlomiej Plebanczyk vom örtlichen Museum optimistisch im Fernsehsender TVN24.

Die Museumsleute blieben bei der Entdeckung im vergangenen September zurückhaltend. Schließlich tobte zur gleichen Zeit in Niederschlesien ein regelrechtes Goldfieber nach Berichten über die Entdeckung eines Tunnels, in dem sich ein deutscher Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg befinden sollte. Ähnliche Jagd- und Buddelszenen sollten wohl vermieden werden.
"Es ist möglich"

Aber mittlerweile hat eine zweite Untersuchung die Existenz der Geheimkammer bestätigt, heißt es. Bohrungen mit Wärmekameras sollen folgen, um festzustellen, ob sich in dem Hohlraum auch wirklich etwas befindet. Die Denkmalschutzbehörde wurde eingeschaltet. "Es ist möglich, dass sich in dem Raum Elemente des Bernsteinzimmers oder andere Raubkunst befindet", sagte Plebanczyk der Zeitung "Gazeta Olsztynska". An einem hat er keinerlei Zweifel: "Dieser Raum wurde extra dafür angelegt, einen Schatz zu verstecken."

Die Bunker von Mamerki sind Teil der Bunkeranlagen im ehemaligen Ostpreußen, wo das deutsche Militär vor und während des Angriffs auf die Sowjetunion sein Hauptquartier hatte. Auch Hitlers östliches Hauptquartier, die Wolfsschanze, befindet sich in der Region. Ähnlich wie in Niederschlesien berichten auch hier Alteingesessene von streng gesicherten Transporten, die in der Endphase des Zweiten Weltkrieges Nazigold und andere Wertsachen in den Westen oder ein Versteck bringen sollten.

Ein solcher Transport soll in Mamerki eingetroffen sein - die Lastwagen fuhren leer weiter. Zudem unterscheidet sich "Objekt 31" von den übrigen 30 Gebäuden der Bunkeranlage: Es wurde viel später gebaut, nie vollendet.

Die Bernsteinzimmer-Gerüchte in Mamerki bekommen zusätzlichen Auftrieb durch die vergebliche Suche einer polnischen Pioniereinheit in den 50er Jahren, die Nazi-Beute in dem Bunkerversteck vermutete. Einer der damaligen Pioniere kam im vergangenen Jahr als Museumsbesucher nach Mamerki - und löste mit seinem Bericht die Georadar-Untersuchung aus.
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Zudem wurde in den 60er-Jahren Erich Koch, der frühere Gauleiter von Ostpreußen, von kommunistischen Sicherheitsbeamten zu einem Ortstermin nach Mamerki gebracht. Er soll einer der Letzten gewesen sein, der das Bernsteinzimmer zu Gesicht bekam. Das von Polen verhängte Todesurteil gegen Koch wurde nie vollstreckt. Doch falls der ehemalige Gauleiter etwas über den Verbleib des Bernsteinzimmers wusste, nahm er sein Geheimnis 1986 mit ins Grab. Die nächsten Untersuchungen könnten womöglich schon in der kommenden Woche beginnen, berichtete "Radio Olsztyn".

Der für das Gelände zuständige Oberförster Piotr Gawrycki will keinesfalls "individuelle Grabungen" dulden. "Das muss alles unter Aufsicht der entsprechenden Behörden laufen", betonte er, unberührt von der Aufregung um einen verborgenen Schatz: "Ich selbst glaube nicht an das Bernsteinzimmer."

Quelle: n-tv.de , Eva Krafczyk, dpa
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4500 Jahre alte Frauenmumie in Peru

Beitragvon Weltbookadmin47 » 25. Apr 2016 10:55

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http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/450 ... 41806.html
4500 Jahre alte Frauenmumie in Peru

Caral ist die älteste bekannte Stadt auf dem amerikanischen Kontinent. Obwohl an dem Ort im heutigen Peru seit Jahren gegraben wird, finden die Wissenschaftler immer noch Überraschendes. Diesmal ist es eine Mumie, die viel über die Caral-Zivilisation erzählt.

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Archäologen haben in Peru die 4500 Jahre alte Mumie einer Frau entdeckt. Den Fund machten die Wissenschaftler in den Ruinen von Aspero, in der Nähe der antiken Stadt Caral, die seit 2009 Weltkulturerbe ist. Nach Ansicht der Anthropologin Ruth Shady Solis handelt es sich bei der Mumie um eine Adelige, die im Alter von 40 bis 50 Jahren gestorben war.

Als Grabbeigaben wurden einem Bericht des britischen "Guardian" zufolge geschnitzte Affen und Vögel gefunden, die möglicherweise über Handel aus dem Landesinneren nach Caral gelangt waren. Vom damaligen Wert dieser Geschenke leitete Shady Solis den hohen sozialen Status der Frau ab. Der Nachrichtenagentur Andina sagte die Wissenschaftlerin, dass der Ort und die Art der Beisetzung darauf hindeuten, dass die Frau vor etwa 4500 Jahren gesellschaftlich sehr angesehen gewesen sein muss. Offenbar herrschte damals Gleichstellung, die es beiden Geschlechtern erlaubte, Führungspositionen einzunehmen.
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Über eine mögliche Todesursache treffen die Wissenschaftler keine Aussage. Shady Solis zufolge waren Menschenopfer in der Caral-Zivilisation sehr selten. Das Archäologenteam datierte den Fund auf etwa 2500 vor Christus. Ungefähr um diese Zeit hatten die Menschen in dieser Region auch mit dem Pyramidenbau begonnen.

An der konkreten Fundstätte forschen die Wissenschaftler seit elf Jahren. Erst kürzlich waren in der Nähe vier Knochenflöten gefunden worden, die belegen, dass Musik in der Caral-Zivilisation eine wichtige Rolle spielte. Obwohl die versunkenen Pyramiden im heutigen Peru etwa aus der gleichen Zeit stammen wie die im heutigen Ägypten, ist über die alten amerikanischen Zivilisationen viel weniger bekannt als über die afrikanischen.
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Quelle: n-tv.de , sba
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Beispielloser Fund in Südspanien - Riesiger Münzschatz entdeckt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 1. Mai 2016 10:56

Riesiger Münzschatz entdeckt.jpg
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http://www.n-tv.de/wissen/Riesiger-Muen ... 92756.html
Samstag, 30. April 2016
Beispielloser Fund in Südspanien - Riesiger Münzschatz entdeckt

Beim Verlegen elektrischer Leitungen machen Arbeiter in Südspanien eine ungewöhnliche Entdeckung. Sie stoßen einen Meter unter der Erdoberfläche auf antike Amphoren voller Münzen. Diese stammen aus dem 3. und 4. Jahrhundert und sind von unschätzbarem Wert.

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Bei Grabungsarbeiten ist in Südspanien ein antiker Münzschatz von mehr als einer halben Tonne aus der Zeit des Römischen Imperiums entdeckt worden. Der Fund in der Kleinstadt Tomares bei Sevilla umfasst Tausende Bronze- und Silbermünzen, die in 19 Amphoren abgefüllt waren.
Insgesamt wurden 19 Gefäße mit 600 Kilogramm Bronze- und Silbermünzen entdeckt.
Insgesamt wurden 19 Gefäße mit 600 Kilogramm Bronze- und Silbermünzen entdeckt.
(Foto: AP AP)

Wie die Direktorin des Archäologischen Museums von Sevilla, Ana Navarro, mitteilte, stammen die Münzen aus dem 3. und 4. Jahrhundert. Ein Fund dieser Art sei in Spanien ohne Beispiel. Die Münzen seien von unschätzbarem Wert. "Es geht bestimmt um eine Größenordnung von Millionen (Euros)", sagte Navarro nach Medienberichten. "Der eigentliche Wert ist jedoch archäologischer Art, und der lässt sich nicht beziffern."

Die Amphoren mit den Münzen wurden in einem Park entdeckt, als Arbeiter Grabungen zur Verlegung elektrischer Leitungen vornahmen. Zehn Amphoren wurden bei den Arbeiten zerbrochen, neun blieben intakt. Die Münzen mit einem Gewicht von insgesamt 600 Kilogramm seien in einem ausgezeichneten Zustand, weil sie nicht in Umlauf gebracht worden seien, teilte die Museumsdirektorin mit. Sie seien gleich nach der Prägung in die Amphoren abgefüllt worden. Möglicherweise seien die Münzen für eine Einheit des römischen Heeres oder eine Behörde des Römischen Reichs bestimmt gewesen, sagte Navarro. "Aber das wissen wir nicht genau."

Die meisten Münzen seien aus Bronze, aber einige trügen auch eine Silberschicht. "Die Amphoren sind kleiner als die, die man in der damaligen Zeit für die Lagerung von Wein und Öl benutzte", zitierte die Zeitung "El País" die Direktorin. "Es ist aber erstaunlich, dass sie für den Transport von Münzen benutzt wurden." Die wirkliche Bedeutung des Fundes könne erst eingeschätzt werden, wenn die Münzen genauer untersucht worden seien. "Der Schatz ist aber mit Sicherheit eine von ganz wenigen Entdeckungen dieser Art aus den Zeiten des Imperiums.

Quelle: n-tv.de , sni/dpa
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Archäologen entdecken älteste Axt der Welt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Mai 2016 09:55

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http://www.n-tv.de/wissen/Archaeologen- ... 60871.html
Mittwoch, 11. Mai 2016
Fundsache, Nr. 1324
Archäologen entdecken älteste Axt der Welt

Seit langer Zeit fragen sich Forscher, wann die Axt erfunden wurde. Die Antwort könnte lauten: Vor knapp 50.000 Jahren in Australien. Denn dort buddeln Archäologen bedeutende Fragmente aus.

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Zum Themenstart - forum-kategorie-f5/ausgrabungen-fundsachen-forschung-zuruck-die-verangenheit-t58.html

Sensationeller Fund in Australien: Bei Ausgrabungen haben Archäologen Fragmente einer Axt gefunden, die sie mehrere zehntausend Jahre in die Vergangenheit zurückdatieren. Sue O'Connor von der "Australian National University" sagte, die Überreste der Axt seien zwischen 46.000 und 49.000 Jahre alt – das ist in etwa die Zeit, zu der die ersten Menschen den Kontinent besiedelten. Ihre Funde präsentieren die Forscher im Journal "Australian Archaeology".
Bilderserie
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"Es ist der älteste Nachweis einer Axt mit Griff", sagt O'Connor. "Nirgendwo sonst in der Welt findet man Äxte, die sich bis zurück in diese Zeit datieren lassen." In Japan seien Äxte gefunden worden, die bis zu 35.000 Jahre alt seien, erklärt sie weiter. "Aber in den meisten Ländern tauchen sie erst in einer Zeit auf, als sich auch der Ackerbau durchsetzte – vor etwa 10.000 Jahren."

Der Fund zeigt: Die Technologie der australischen Ureinwohner war keinesfalls so simpel wie bislang vielfach vermutet. "Australische Steinartefakte wurden oft als 'einfach' charakterisiert. Aber ganz offensichtlich ist das nicht der Fall, wenn man solche Äxte hier früher als im Rest der Welt benutzt hat", erklärt die Archäologin.
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Laut Bryce Baker sind diese Zeichnungen etwa 28.000 Jahre alt. 18.06.12 Bedeutende Aborigine-Höhlenmalerei Bilder zehntausende Jahre alt

Alles deute darauf hin, dass die Technologie einer Axt mit Griff vor rund 50.000 Jahren entwickelt wurde. "Wir wissen, dass die Aborigines dort, wo sie herkamen, keine Äxte hatten", sagt O'Connor. Schlicht deshalb, weil weder auf den Inseln im Norden noch in Südostasien überhaupt entsprechende Funde gemacht worden seien. "Sie kamen nach Australien und haben die Axt erfunden", ist die Forscherin sich sicher.

Seit langem fragen sich Wissenschaftler, wann genau die Axt entwickelt wurde - bereits seit geraumer Zeit deuten Funde darauf hin, dass Australien der Ort ist, an dem die Werkzeuge als erstes auftauchten. Und zwar zu der Zeit, als die ersten Menschen den Kontinent besiedelten. Möglicherweise also haben die Forscher nun eine Antwort auf ihre jahrzehntealte Frage.
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Quelle: n-tv.de , fma
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Taucher bergen Römerschatz vor Israel

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Mai 2016 10:34

Taucher bergen Römerschatz vor Israel.jpg
Taucher bergen Römerschatz vor Israel.jpg (47.46 KiB) 3705-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Tau ... 03746.html
Montag, 16. Mai 2016
Fundsache, Nr. 1324
Taucher bergen Römerschatz vor Israel

Beim Tauchen im Hafen der antiken Stadt Caesarea machen Israelis einen spektakulären Fund: Die Hobbytaucher stoßen auf Münzen und Bronzestatuen aus der spätrömischen Ära. Es ist nicht der erste kostbare Schatz, der an diesem Ort geborgen wird.

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Zur Startseite - forum-kategorie-f5/ausgrabungen-fundsachen-forschung-zuruck-die-verangenheit-t58.html

Israelische Taucher haben an der Mittelmeerküste einen spektakulären Schatz mit Tausenden antiken Münzen und mehreren Bronzestatuen geborgen. Es handele sich um die Ladung eines vor rund 1600 Jahren gesunkenen Handelsschiffs aus der späten römischen Ära, teilte die israelische Altertumsbehörde mit.

Es sei der größte Fund dieser Art seit drei Jahrzehnten. Die Taucher fanden die Kostbarkeiten im antiken Hafen der Stadt Caesarea. Vor gut einem Jahr war dort bereits ein Schatz von rund 2000 antiken Goldmünzen gefunden worden, der ebenfalls eine archäologische Sensation war. Die Sprecherin der Behörde betonte, es handele sich um unterschiedliche Funde aus unterschiedlichen Zeiträumen.
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Die Hobbysportler hätten den wertvollen neuen Fund sofort den zuständigen Behörden gemeldet. Sie sollen dafür ausgezeichnet werden. Auf dem Meeresboden seien auch Überreste des Schiffs sowie Anker aus Eisen und Holz gefunden worden. Mehrere Fundstücke aus Bronze seien in ausgezeichnetem Zustand, etwa Abbildungen des römischen Sonnengottes Sol, der Mondgöttin Luna und eines afrikanischen Sklaven.

Es seien auch Fragmente von drei lebensgroßen Bronzestatuen entdeckt worden, sowie Abbildungen von Tieren wie einem Wal und ein Wasserhahn in Form eines Wildschweins mit einem Schwan auf dem Kopf. Jacob Sharvit von der Abteilung für Unterwasserarchäologie der Altertumsbehörde sprach von "extrem aufregenden Funden, die abgesehen von ihrer außergewöhnlichen Schönheit von historischer Bedeutung sind".

Quelle: n-tv.de , kbe/dpa
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Kein kleiner Homo sapiens - "Hobbit" schon lange auf Flores heimisch

Beitragvon Weltbookadmin47 » 10. Jun 2016 09:21

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http://www.n-tv.de/wissen/Hobbit-schon- ... 89061.html
Kein kleiner Homo sapiens - "Hobbit" schon lange auf Flores heimisch

Nur ein Meter groß und ein Gehirn von der Größe einer Orange: Der Fund des "Hobbit" vor einigen Jahren erregt Aufsehen - und führt zu einem Forscherstreit. Ein kürzlich entdeckter Urahn des Flores-Bewohners soll jetzt Klarheit schaffen.

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Vorfahren der oft scherzhaft "Hobbit" genannten Menschenart Homo floresiensis haben vermutlich schon vor 700.000 Jahren auf der indonesischen Insel Flores gelebt. Das schließt ein Forscherteam um den Anthropologen Yousuke Kaifu aus einer Analyse von Zähnen und Knochen, die 2014 auf der Insel gefunden wurden. "Diese neue Studie belegt eindeutig, dass es sich beim 'Hobbit' nicht um einen modernen Menschen mit einer Fehlbildung handeln kann, weil es den Homo sapiens vor 700.000 Jahren noch gar nicht gab", sagt Jean-Jacques Hublin, Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der an der Studie nicht beteiligt war.
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Homo sapiens und andere Menschen: Eine Stammesgeschichte Homo sapiens und andere Menschen: Eine Stammesgeschichte Homo sapiens und andere Menschen: Eine Stammesgeschichte Homo sapiens und andere Menschen: Eine Stammesgeschichte Homo sapiens und andere Menschen Eine Stammesgeschichte

Homo floresiensis war nur etwa einen Meter groß und hatte ein Gehirn von der Größe einer Orange. Die Wissenschaftler um Kaifu vom Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokio gehen davon aus, dass es sich um einen kleinwüchsigen Nachfahren des asiatischen Homo erectus handelt, der schon vor etwa einer Million Jahren in Indonesien lebte. Die Ergebnisse der Teams um Kaifu sowie Adam Brumm von der Griffith University in Nathan, Australien, sind im Fachblatt "Nature" veröffentlicht. Die Forscher hatten die Funde von 2014 mit den Daten anderer ausgestorbener Menschenarten sowie mit denen des modernen Menschen Homo sapiens verglichen.
Homo erectus schrumpfte zum Zwerg

Der Fundort aus dem Jahr 2014 liegt in Mata Menge, etwa 70 Kilometer von der "Hobbit-Höhle" in Liang Bua entfernt, wo 2003 erste Überreste gefunden worden waren. In der Region wurde auch Steinwerkzeug entdeckt, das etwa eine Million Jahre alt sein soll. Neben Fossilien ausgestorbener Tierarten fanden die Wissenschaftler in Mata Menge ein Unterkiefer-Fragment und sechs Zähne, die sie mindestens einem Mann und zwei Kindern zuordnen.
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Seit die etwa 60.000 bis 100.000 Jahre alten versteinerten Skelettteile des "Hobbits" in der Höhle von Liang Bua gefunden wurden, streiten Experten darüber, ob es sich um einen krankhaft veränderten Homo sapiens oder eine eigene Menschenart handelt. Die Ergebnisse belegten nun nicht nur, dass der Hobbit schon sehr lange auf der Insel lebt, sondern auch, dass er sich in relativ kurzer Zeit vom bis zu 1,80 Meter großen Homo erectus zum Zwerg entwickelt hat, erklärt Max-Planck-Direktor Hublin. "Erstaunlich ist, dass sich diese Entwicklung offenbar in einem sehr kurzen Zeitraum abgespielt hat."

Der Grund für die sehr schnelle Schrumpfung liege vermutlich in der isolierten Lebensweise auf der Insel. Wie der Homo erectus dorthin gelangte, ist bislang ungeklärt. Erst mit weiteren Funden könne geklärt werden, ob der Zwergenmensch in den etwa 600.000 Jahren zwischen den nun entdeckten Ahnen und ihrem zuvor gefundenen Verwandten in seiner Gestalt weitestgehend unverändert blieb, so Hublin. Einen ersten Hinweis zumindest gibt es: Die etwa 700.000 Jahre alten untersuchten Zähne und der Kiefer aus Mata Menge gleichen denen des Homo floresiensis aus Liang Bua.

Quelle: n-tv.de , asc/dpa
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Forscher entdecken Bauwerk - Unterm Sand: Jahrhundertfund in Petra ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Jun 2016 09:51

http://www.n-tv.de/wissen/Unterm-Sand-J ... 03901.html
Freitag, 10. Juni 2016
Forscher entdecken Bauwerk - Unterm Sand: Jahrhundertfund in Petra ?

Die antike Stadt Petra ist eine der bekanntesten und bestuntersuchten archäologischen Stätten der Erde. Doch auf Luftaufnahmen entdecken Wissenschaftler zwei Plattformen, die bisher noch unbekannt waren.

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Archäologen haben auf Satellitenbildern der Grabungsstätten um die historische Stadt Petra in Jordanien die Strukturen einer riesigen Plattform entdeckt. Das Bauwerk liegt in der Nähe des Zentrums der antiken Stadt.

Nach Angaben der Wissenschaftler Sarah Parcak und Christopher Tuttle, die die Entdeckung machten, hat die Plattform in etwa die Länge eines olympischen Schwimmbeckens, also um die 50 Meter und ist etwa doppelt so breit. Sie veröffentlichten ihre Erkenntnisse im Bulletin der American Schools of Orients Research. Außerdem gibt es eine zweite kleinere Plattform, die etwa 8,5 mal 8,5, Meter groß ist. Diese zweite Plattform war ursprünglich mit Steinen gepflastert und an der Ostseite mit Säulen begrenzt und lag an der Spitze einer Treppe.

"Ich bin sicher, dass im Lauf von zwei Jahrhunderten Forschung jemand diesen Ort kannte, aber er ist nie systematisch untersucht oder beschrieben worden", sagte Tuttle, der seit 20 Jahren in Petra arbeitet, dem Magazin "National Geographic. Mithilfe der von Google View sowie Wolrdview 1und 2 stammenden Bilder konnten die Archäologen bestimmen, dass es auf der größeren Plattform ein kleines Gebäude gab.
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Nach Ansicht von Parcak und Tuttle diente das Bauwerk zeremoniellen Zwecken. Es unterscheidet sich erheblich von den Funden, die bisher in Petra gemacht wurden. Die Forscher vermuten, dass es aus der Mitte des zweiten Jahrunderts vor Christus stammt.

Die Karawanenstadt Petra wurde ungefähr im zweiten Jahrhundert vor Christus von den Nabatäern gegründet und im siebten Jahrhundert nach Christus verlassen.Der gesamte Petra Archaelogical Park erstreckt sich über 260 Quadratkilometer, wovon das Stadtzentrum jedoch nur sechs Quadratkilometer einnimmt.

Quelle: n-tv.de , sba
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"Größtes Imperium der Welt" - Archäologen entdecken verschollene Städte

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Jun 2016 10:10

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http://www.n-tv.de/wissen/Archaeologen- ... 16456.html
Samstag, 11. Juni 2016
"Größtes Imperium der Welt" - Archäologen entdecken verschollene Städte

Bis heute ist Angkor Wat in Kambodscha einer der größten und faszinierendesten Ruinenkomplexe der Welt. Doch über die Geschichte des Reiches von Ankgor ist nur wenig bekannt. Das könnte sich nun ändern.

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Bis zu 90 Steine unter der Erde: Große prähistorische Anlage nahe Stonehenge entdeckt 08.09.15 – 01:13 min Mediathek Bis zu 90 Steine unter der Erde Große prähistorische Anlage nahe Stonehenge entdeckt

Archäologen haben in Kambodscha eine Reihe bislang unbekannter mittelalterlicher Städte und Tempelanlagen entdeckt, die laut Historikern grundlegende Annahmen über die Geschichte Südostasiens in Frage stellen. Die Ergebnisse der flächenmäßig bislang größten Untersuchung mit luftgestützter Lasertechnologie sollen morgen im "Journal of Archaeological Science" veröffentlicht werden. Die britische Zeitung "The Guardian" berichtete vorab über den Fund.

Dem Bericht zufolge konnte der australische Archäologe Damian Evans auf einem Gebiet von gut 1900 Quadratkilometern mehrere wohl zwischen 900 und 1400 Jahre alte Städte identifizieren. Sie liegen in der Nähe des zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Komplexes von Angkor Wat und waren dem Wissenschaftler zufolge dicht besiedelt und teilweise so groß wie Kambodschas moderne Hauptstadt Phnom Penh.

"Wir haben komplette, neue Städte unter dem Wald entdeckt, von deren Existenz niemand wusste", sagte Evans dem "Guardian". Es handelt sich demnach um "das größte Reich der Welt" im 12. Jahrhundert. Zu den Städten gehören unter anderem komplexe Wasserversorgungssysteme auf einem technologischen Stand, den die Wissenschaft bislang für mehrere Hundert Jahre jünger gehalten hatte.
Rätselhaftes Ende eines Imperiums
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Die Wissenschaft verspricht sich von den Entdeckungen vor allem neue Erkenntnisse über die Entstehung und das Ende des Reiches von Angkor. Darüber, wie die blühende Zivilisation endete, und welche Folgen das für die Bevölkerung hatte, gibt es bislang nur Vermutungen. "Es stellt die gesamte Idee eines Zusammenbruchs von Angkor in Frage", sagte Evans.

Für die Untersuchung hatten mit Laserscannern ausgerüstete Hubschrauber das gesamte Gebiet entlang vorgezeichneter Routen abgeflogen. In Kombination mit spezieller Software sind die Laserscanner in der Lage, den Boden mit bislang unerreichter Genauigkeit abtasten und dabei die Vegetation des teilweise dichten Urwaldes durchdringen.

Quelle: n-tv.de , mbo
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"Team Rainbow Power" hat Glück - Metalldetektor findet Wikinger-Goldschatz

Beitragvon Weltbookadmin47 » 17. Jun 2016 08:11

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http://www.n-tv.de/wissen/Metalldetekto ... 60131.html
"Team Rainbow Power" hat Glück - Metalldetektor findet Wikinger-Goldschatz

Glücksfund für Amateur-Archäologen: Sie entdecken auf einem Feld Dänemarks größten Goldschatz aus der Wikingerzeit, um 900 nach Christus. Die Fundstücke wiegen zusammen ein Kilogramm und gehörten vermutlich der absoluten Wikinger-Elite.

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Amateur-Archäologen haben Dänemarks bislang größten bekannten Goldschatz aus der Wikingerzeit gefunden. In der vergangenen Woche seien die drei Dänen, die sich "Team Rainbow Power" nennen - ein Pärchen und ihr Bekannter - mit ihren Metalldetektoren auf einem Feld in der Gemeinde Vejen in Jütland auf sieben Armreifen gestoßen, teilt das dänische Nationalmuseum mit.
Die Goldkette wurde bereits 1911 entdeckt und soll auch zu dem Schatz gehören - sie wiegt 67 Gramm.
Die Goldkette wurde bereits 1911 entdeckt und soll auch zu dem Schatz gehören - sie wiegt 67 Gramm.
(Foto: Arnold Mikkelsen, Nationalmuseet)

Den genauen Fundort will das Nationalmuseum in Kopenhagen bisher nicht verraten, um den Schatz in Ruhe untersuchen zu können. Zudem hofft es, dort vielleicht noch mehr Ähnliches zu finden.

Die Fundstücke aus der Zeit um 900 nach Christus - sechs Goldarmreifen und einer aus Silber - wögen zusammen ein Kilogramm, berichtete das Museum. Sie gehörten vermutlich der absoluten Wikinger-Elite. Eine Goldkette, die 1911 auf dem selben Feld entdeckt worden war, gehöre wahrscheinlich auch zu dem Schatz, hieß es.
Wikingerzeit eigentlich "silbernes Zeitalter"

Einer der Goldarmreifen ist im Jelling-Stil gearbeitet: er war verbreitet in Skandinavien vom Anfang des 10. Jahrhunderts bis etwa 975. Die Wikingerzeit sei eigentlich "das silberne Zeitalter"; der überwiegende Teil der Funde sei aus Silber, so Peter Pentz, Winkinger-Experte und Kurator des Nationalmuseums. Wenn Gold aus der Zeit entdeckt wurde, dann immer nur in kleinen Mengen oder als Teil des Fundes – nicht wie hier fast der gesamte Fund, so Pentz weiter. Das mache einen Teil der Besonderheit dieser Entdeckung der Amateur-Archäologen aus.

Vor etwa 1000 Jahren galten die Wikinger im Norden Europas als der Schrecken der Meere. Sie versetzten Küstenbewohner in Angst, waren gefürchtete Krieger und Eroberer. Doch das Bild der groben Kerle und Plünderer zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus ihrem vielseitigen Leben. So waren die Wikinger auch geschickte Handwerker und erfolgreiche Händler. Sie hatten ein Netzwerk, das über mehrere Kontinente reichte.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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Klare Spuren an Knochen - Neandertaler waren Kannibalen

Beitragvon Weltbookadmin47 » 7. Jul 2016 17:11

http://www.n-tv.de/wissen/Neandertaler- ... 38596.html
Donnerstag, 07. Juli 2016
Klare Spuren an Knochen - Neandertaler waren Kannibalen

Die Menschenart der Neandertaler starb vor 30.000 Jahren aus. Dass sie Inzucht betrieben, Werkzeuge benutzten und ihre Toten teilweise bestatteten, ist bereits bekannt. Aus Knochenfunden in Belgien wird nun klar: Es gab unter Neandertalern auch Kannibalismus.

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Verschiedene Kategorien menschgemachter Veränderungen an 40.500 bis 45.500 Jahre alten Neandertalerknochen aus Goyet.
Verschiedene Kategorien menschgemachter Veränderungen an 40.500 bis 45.500 Jahre alten Neandertalerknochen aus Goyet.
(Foto: Royal Belgian Institute of Natural Sciences/dpa)

Unter den Neandertalern im nördlichen Europa hat es Forschern zufolge Kannibalismus gegeben. Darauf wiesen bestimmte Schnitt- und Schlagspuren an bis zu 45.500 Jahre alten Knochen aus den Höhlen von Goyet in Belgien hin, berichten Wissenschaftler um Hervé Bocherens von der Universität Tübingen im Fachjournal "Scientific Reports".

"Die Überreste wurden sehr intensiv genutzt und tragen Hinweise auf Enthäutung, Zerteilung und Extraktion des Knochenmarks", heißt es in einer Mitteilung der Universität zur Studie. Ob sie symbolischen Handlungen oder als Nahrung dienten, sei unklar.
Nutzung als Werkzeug

Vermutlich hätten die Neandertaler die Knochen ihrer Mitmenschen auch als Werkzeuge benutzt, hieß es weiter. Das zeigten unter anderem vier Knochen, die zur Nachbesserung der Kanten von Steinwerkzeugen dienten. "Solche Werkzeuge für die Nachbearbeitung wurden sonst häufig aus Tierknochen gefertigt."

Ähnliche Rückschlüsse auf Kannibalismus unter Neandertalern waren zuvor bereits für Knochen in Spanien und Frankreich gezogen worden - von den beiden Ausgrabungsstätten El Sidrón und Zafarraya in Spanien und zwei weiteren in Moula-Guercy und Les Pradelles in Frankreich. Ob diese Nachweise für Kannibalismus unter Neandertalern waren, ist unter Wissenschaftlern allerdings umstritten.
Erster Kannibalismus-Nachweis unter Neandertalern im nördlichen Europa
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Die Funde in den Goyet-Höhlen in der Nähe von Namur sind die ersten, die auf Kannibalismus unter Neandertalern nördlich der Alpen hinweisen. Eine Überprüfung der Funde durch Wissenschaftler verschiedener Disziplinen ergab, dass 99 Knochenteile, die vorher noch nicht zugeordnet werden konnten, zu Neandertalern gehörten. Damit erbrachte die Fundstelle den größten Bestand an Neandertaler-Überresten im nördlichen Europa.

Durch eine DNA-Analyse von zehn Neandertalern verdoppelten die Forscher den genetischen Datenbestand zu dieser vor rund 30.000 Jahren ausgestorbenen Menschenart. Sie bestätigten die Ergebnisse vorangegangener Studien, die untereinander eine geringe genetische Vielfalt beziehungsweise eine enge Verwandtschaft der späten Neandertaler in Europa ergeben hatten.

Quelle: n-tv.de , abe/dpa
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