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ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ?

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ARMUT IN REICHEN LÄNDERN - Von Politik und Gesellschaft vergessen ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2015 19:12

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ARMUT IN REICHEN LÄNDERN
Von Politik und Gesellschaft vergessen ?
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Wer ist in Deutschland wirklich arm ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2015 19:27

bild geringverdiener berlin.jpg
http://www.zeit.de/2015/15/armut-in-deutschland-einkommen-streitfall-faigle
Wer ist in Deutschland wirklich arm ?

Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat. Ist das die richtige Methode, um Armut zu messen? Eine Debatte von Philip Faigle und Mark Schieritz
DIE ZEIT Nº 15/2015 9. April 2015 09:48 Uhr


Zum Beitrag von Mark Schieritz
Philip Faigle
Mark Schieritz
Zum Beitrag von Mark Schieritz

Mark, endlich kommt in die deutsche Armutsdebatte Bewegung. Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat mit seiner Behauptung, die Zahl der Armen in Deutschland sei auf einem "historischen Höchststand", eine Diskussion darüber ausgelöst, wie Armut gemessen werden soll. Selbst die sozialdemokratische Arbeitsministerin Andrea Nahles will die Methoden des Armuts- und Reichtumsberichts nun überarbeiten lassen.

Das wird auch Zeit, denn die deutsche Debatte beruht seit Jahren auf missverständlichen Zahlen und Fehlschlüssen. Der Indikator, der regelmäßig die größte mediale Beachtung findet, ist die relative Armut. Von Armut bedroht ist demnach jeder Bürger, der über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. Es ist dabei völlig egal, ob diese Schwelle bei tausend Euro, zwanzigtausend Euro oder vierzigtausend Euro liegt – relativ betrachtet bleiben alle Menschen, die weniger verdienen, statistisch arm.
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Es ist ziemlich einleuchtend, warum das zu kuriosen Ergebnissen führen kann. Wenn morgen alle Bundesbürger das Doppelte verdienen würden, wäre die Armut noch immer genauso groß. Und wenn die Einkommen für die breite Mehrheit sinken, sinkt womöglich auch die gemessene Armut. Genau das ist etwa in Irland während der Krise geschehen. In Deutschland hingegen stiegen die mittleren Einkommen und die Armutsschwelle mit. Ich frage dich: Ist das wirklich ein geeigneter Indikator, um eine der wichtigsten sozialpolitischen Fragen einschätzen zu können?

In Wahrheit misst der relative Armutsbegriff etwas ganz anderes, als die meisten Menschen denken: Er gibt an, um wie viel sich die untersten Einkommen von den anderen Einkommensgruppen unterscheiden. Er ist also eher ein Maß für die Ungleichverteilung, weniger für die Armut.

Kolumne Streitfall

Alle zwei Wochen ringen ZEIT-Korrespondent Mark Schieritz und ZEIT-ONLINE-Redakteur Philip Faigle um die richtige Antwort auf eine aktuelle ökonomische Frage. Die Kolumne erscheint zeitgleich in der Printausgabe und Online unter http://www.zeit.de/streitfall.

Trotzdem findet die relative Armutsstatistik regelmäßig das größte mediale Echo – eben weil sie die dramatischsten Zahlen liefert. Viele Bürger denken dann an existenzielle Not, an Obdachlosigkeit und Essensausgaben. Das aber hat in vielen Fällen mit der Wirklichkeit wenig zu tun.

In Deutschland gilt per Definition als arm, wer als Single weniger als rund 900 Euro netto verdient, bei einer vierköpfigen Familie liegt die Grenze je nach Rechnung zwischen 1.870 und 2.450 Euro netto. Das ist natürlich wenig Geld. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass wir den Kreis der von Armut bedrohten weit fassen – nicht zuletzt im Vergleich mit weniger wohlhabenden Ländern.
Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 15 vom 9.4.2015.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 15 vom 9.4.2015. | Die aktuelle ZEIT können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es geht mir nicht darum, die Armut kleinzureden. Jeder Mensch in Not ist einer zu viel. Aber die relative Armut allein ist für echte Not längst nicht mehr der richtige Maßstab. Jede ökonomische Debatte sollte zudem immer auf mehreren Indikatoren beruhen. Ich weiß nicht, warum das gerade bei der Armut anders sein sollte.

Deshalb ist es auch richtig und keine "Schönrechnerei", wenn die Arbeitsministerin nun genauere Daten über die Armut im Land einfordert. Selbst dann, wenn das am Ende dazu führt, dass die relativen Armutszahlen relativiert werden. Dein Philip

Lesen Sie hier die Antwort von Mark Schieritz.
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Armut in Deutschland trotz Arbeit Hungerlohn Land Deutschland

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2015 19:56

bild hungerlohn.jpg
bild hungerlohn.jpg (15.83 KiB) 1071-mal betrachtet
https://plus.google.com/112986316031182862934/posts/WduEysoDBfh
Armut in Deutschland trotz Arbeit Hungerlohn Land Deutschland: Wie Tarife & Mindestlohn ausgehebelt werden Arme Deutsche im reichen Land, diese Worte gehen vielen Menschen im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik durch den Kopf. Die Tarifverträge gelten in einigen Unternehmen nur für die Stammbelegschaft, während neue Arbeitnehmer, Zeitarbeiter oder Mini-Jobber für gleiche Arbeitsleistung weitaus weniger Geld erhalten. Früher galt das Multi-Jobbing als amerikanische Methode, doch auch in Deutschland müssen immer mehr Menschen mehr als einen Job annehmen und können sich trotzdem dem Zuschuss vom Amt nicht entziehen.
Fakt ist, als Arbeitnehmer in Deutschland können Sie mit Ihrem Einkommen nicht auskommen, wenn Sie nicht gerade Manager sind oder ein eigenes Unternehmen in einer Nische gegründet haben.
Sicherlich, die Arbeitslosenquoten sind gesunken. Dies konnte aber nur geschehen, weil die Bilanzen weder in Altersarmut lebende Rentner, sowie Arbeitnehmer mit Billiglohn aufzeigen und keine Aufstocker erwähnen.
Würden alle Menschen, die ohne einen Zuschuss vom Amt nicht einmal ihre Miete zahlen und über die Armutsgrenze gelangen würden, aufzeichnen, sähe die Bilanz weitaus weniger geschönt und ziemlich erschreckend aus.
Studien haben ergeben, dass rund 1,4 Millionen Menschen nicht mehr als 5 Euro in der Stunde verdienen und ohne die Aufstockung von Hartz 4 trotz Arbeit nicht von ihrem Einkommen leben könnten. Es gibt kaum noch Arbeitsverträge, die in einer Festanstellung in Vollzeit geschlossen und mit einem entsprechenden Lohn angeboten werden.
Hungerlohn Land Deutschland: Wie Tarife & Mindestlohn ausgehebelt werden - The Intelligence
theintelligence.de
Viele dachten an den Aufschwung und ein höheres Gehalt, als der Mindestlohn entschieden wurde. Dennoch arbeiten zahlreiche Arbeitnehmer immer noch zu einem Hungerlohn.
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7 Kommentare
horsthelp
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Schwarz - Rot - Gold können wir in der End - Konsequenz leider auch nicht "fressen?"
Michael Friedrich
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Sehr guter Text!
Da fragt man sich, woher das Geld für die "Neudeutschen" kommen soll!
Sorry, aber ich kann das F-Wort nicht mehr lesen oder schreiben!
Dieter Brehms
18.08.2015+
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+Michael Friedrich Neudeutsche ist treffend..die Umvolkung im vollen Gange.
mac clure
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ich Hörte von einer syrischen Frau,die letzten 2000,-€ haben sie den Schleppern gegeben, frage was sind das für arme Flüchtlinge !
Carmen Runkel
18.08.2015+
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Es reicht, ob ein H. Schweiger arme Deutsche auch unterstützt?!!
horsthelp
18.08.2015+
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+Carmen Runkel
Da steht er leider nicht im Mittelpunkt, nur unter "ferner liefen." Das passte dem Herren wohl nicht ganz ins Konzept. 
Holger Frommann
18.08.2015+
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Und durch die Asylbetrüger wird das alles noch gefördert.
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ÜBERSEHENE ARMUTSZUSTÄNDE auch in Deutschland wie in Österreich ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 6. Sep 2015 20:22

bild obdachlose 2.jpg
bild obdachlose 2.jpg (7.64 KiB) 1063-mal betrachtet
http://weltbook.phpbb8.de/forum-kategorie-f5/kritiken-kurioses-t74-40.html#p2095
ÜBERSEHENE ARMUTSZUSTÄNDE auch in Deutschland wie in Österreich ?
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Altersarmut: Immer mehr Rentner arbeiten in Minijobs

Beitragvon Weltbookadmin47 » 19. Okt 2015 18:48

Altersarmut.jpg

https://jungefreiheit.de/politik/deutsc ... -minijobs/
Altersarmut: Immer mehr Rentner arbeiten in Minijobs
Rentnerin öffnet ihre Brieftasche: Immer mehr Rentner in Minijobs Foto: picture alliance / dpa

Rentnerin öffnet ihre Brieftasche: Immer mehr Rentner in Minijobs Foto: picture alliance / dpa

BERLIN. Die Zahl der Rentner, die in Minijobs arbeiten, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Im März 2015 waren 904.000 Personen in einer geringfügigen Beschäftigung über 65 Jahre alt. Vor zwölf Jahren lag die Zahl noch bei knapp 533.000 Personen. Das geht aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linkspartei-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor, welche die Nachrichtenagentur dpa zitiert.

„Der weitaus überwiegende Teil der älteren Menschen dürfte nicht zum Spaß und Zeitvertreib weiter arbeiten, sondern aus finanzieller Not“, kritisierte Zimmermann. Der Sozialverband VdK Deutschland sieht einen deutlichen Hinweis auf wachsende Armut. „Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, daß immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht“, sagte Verbandspräsidentin Ulrike Mascher.

Auch die Zahl der Rentner, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen ist, hat sich erhöht. Zuletzt lag diese bei rund einer halben Million Personen. Eine Grundsicherung erhalten Bedürftige, deren Rente noch unter dem Sozialhilfeniveau liegt. „Durch das Absenken des Rentenniveaus befinden sich die Neurenten seit Jahren im Sinkflug, so daß immer mehr Rentner unter die Armutsschwelle rutschen“, empörte sich Mascher. (FA)
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Akute Armut unter Arbeitslosen: Wenig Interesse in der Politik

Beitragvon Weltbookadmin47 » 23. Nov 2015 18:30

Akute Armut unter Arbeitslosen.jpg

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 3DE082E930

23.11.2015


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Akute Armut unter Arbeitslosen: Wenig Interesse in der Politik
Torben Grombery

Der deutsche Sozialstaat bringt tagtäglich mehr Menschen hervor, die sich nicht einmal mehr jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können. Die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger, die am Allernötigsten wie warmen Mahlzeiten oder Heizkosten sparen müssen, um Miete oder Rechnungen für Versorgungsleistungen begleichen zu können, hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate auf insgesamt 1,07 Millionen Menschen erhöht.



Bei den nachfolgenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die bereits von akuter Armut betroffenen Rentner, die beispielsweise lieber Flaschen sammeln gehen oder selbst im hohen Alter noch Zeitung austragen, um sich den Gang zum Sozialamt zu ersparen, nicht mit eingerechnet.



Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Sabine Zimmermann, hat jetzt beim Statistischen Bundesamt Zahlen abgefragt und veröffentlicht, die einmal mehr belegen, wie wenig unseren Politikern das Leid und die Not der Menschen in Deutschland am Herzen liegen.



Den jetzt vorliegenden Zahlen zufolge leiden offenkundig auch immer mehr Arbeitslose in der Bundesrepublik unter existenziellen Geldsorgen.



So hatte im Jahre 2014 etwas mehr als jeder dritte Erwerbslose (34,6 Prozent) aus Geldmangel Schwierigkeiten, mindestens an jedem zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu bekommen. Innerhalb der letzten zwölf Monate sei demnach die Zahl der Betroffenen um 48 000 auf 1,07 Millionen Menschen angestiegen.



Jeder fünfte Arbeitslose (19,1 Prozent) habe entsprechend auch Probleme, wichtige Zahlungen wie die Miete für den Wohnraum oder Rechnungen für Versorgungsleistungen rechtzeitig bezahlen zu können.



Diese Zahl sei um 62 000 auf rund 590 000 Personen angestiegen. 18,4 Prozent der Menschen ohne Arbeit konnten laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wegen finanzieller Engpässe ihre Wohnung nicht ausreichend beheizen.



Laut den Erhebungen hätten im vergangenen Jahr etwas mehr als 30 Prozent der Menschen ohne Job in der Bundesrepublik über »erhebliche materielle Entbehrungen« berichtet. Die Lebensbedingungen dieses Personenkreises seien wegen der akuten Geldsorgen deutlich eingeschränkt gewesen. Mit diesen Zahlen ist weiterhin belegt, dass Deutschland damit über dem europäischen Durchschnitt liegt, der derzeit mit rund 26 Prozent angegeben wird.



Die Arbeitsmarktpolitikerin der Linken auf Bundesebene, Sabine Zimmermann, bezeichnet vor allem die Hartz-Reformen als Grund für diese gravierende Entwicklung. Sie nutzte die alarmierenden Zahlen auch als Anlass, um ihre Forderung nach einer kurzfristigen Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 500 Euro pro Monat zu bekräftigen und außerdem einen leichteren Zugang dieser Menschen zu den Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu fordern.



Passend zu dieser Entwicklung sind die erst vor wenigen Tagen vom Unternehmen Creditreform, das als Wirtschaftsauskunftei in Deutschland agiert, veröffentlichten Zahlen über einen erschreckenden Anstieg bei der Überschuldung von Senioren in Deutschland zu benennen.



Demnach umfasst die Zahl der Älteren, die in eine Schuldenfalle geraten sind, aus der sie alleine nicht wieder herauskommen können, mittlerweile über 600 000 Personen.



Unterdessen beklagen auch die Tafeln in Deutschland, die seit vielen Jahren in Not geratene Menschen mit warmen Mahlzeiten und anderen wichtigen Dingen des täglichen Lebens versorgen, in mehr und mehr Regionen wegen des hohen Zulaufs von Flüchtlingen das Erreichen ihrer Grenzen – wie beispielsweise die Tafeln in Thüringen oder im Saarland aktuell vermelden.



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"Entscheidungen zulasten der Armen" - Bundesregierung entschärfte Armutsbe

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Dez 2016 09:17

http://www.n-tv.de/politik/Bundesregier ... 33091.html
Donnerstag, 15. Dezember 2016
"Entscheidungen zulasten der Armen" - Bundesregierung entschärfte Armutsbericht

Einem Medienbericht zufolge war der Armutsbericht aus dem Arbeitsministerium drastischer formuliert als in seiner veröffentlichten Version. Darin fehlten ganze Sätze, etwa über den Einfluss von Menschen mit mehr Geld auf die Politik.

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Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge ihren Armuts- und Reichtumsbericht in einigen entscheidenden Passagen deutlich entschärft. Klare Aussagen, ob Menschen mit mehr Geld einen stärkeren Einfluss auf politische Entscheidungen haben als Einkommensschwache, seien in der überarbeiteten Fassung des Berichts gestrichen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

So fehle nun zum Beispiel der Satz: "Die Wahrscheinlichkeit für eine Politikveränderung ist wesentlich höher, wenn diese Politikveränderung von einer großen Anzahl von Menschen mit höherem Einkommen unterstützt wird." Dies gehe aus einem Vergleich der ersten, vom Bundesarbeitsministerium verfassten Version mit der zweiten Version hervor, bei dem das Kanzleramt und andere Ministerien mitschreiben konnten, berichtet das Blatt.
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Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hatte im März 2015 angekündigt, in dem Bericht erstmals den Einfluss von Eliten und Vermögenden auf politische Entscheidungen untersuchen zu lassen. Ihr Ministerium gab daher eine Studie bei dem Osnabrücker Politikwissenschaftler Armin Schäfer in Auftrag. Dessen Erkenntnisse flossen in den Bericht ein, den das Arbeitsministerium im Oktober vorlegte.

In dieser ersten Fassung wurde laut "SZ" noch vor einer "Krise der Repräsentation" gewarnt: "Personen mit geringerem Einkommen verzichten auf politische Partizipation, weil sie Erfahrungen machen, dass sich die Politik in ihren Entscheidungen weniger an ihnen orientiert." Ebenso gestrichen worden sei der Satz: In Deutschland beteiligten sich Bürger "mit unterschiedlichem Einkommen nicht nur in sehr unterschiedlichem Maß an der Politik, sondern es besteht auch eine klare Schieflage in den politischen Entscheidungen zulasten der Armen".

Quelle: n-tv.de , rpe/AFP
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Altersarmut nimmt stark zu - Jeder Fünfte über 55 von Armut bedroht

Beitragvon Weltbookadmin47 » 8. Feb 2017 13:10

http://www.n-tv.de/politik/Jeder-Fuenft ... 92638.html
Mittwoch, 08. Februar 2017
Altersarmut nimmt stark zu - Jeder Fünfte über 55 von Armut bedroht

Die Zahl der älteren Menschen, denen Armut und soziale Ausgrenzung droht, steigt deutlich. Die Debatte über das Rentenniveau hält die Chefin der Deutschen Rentenversicherung dennoch für verfehlt. Das Problem, sagt sie, liege woanders.

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Die Zahl der von Armut oder Ausgrenzung bedrohten älteren Menschen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren auf fast sechs Millionen gestiegen. Waren 2010 noch 4,9 Millionen Menschen im Alter von 55 und älter betroffen, stieg deren Zahl seither kontinuierlich auf zuletzt 5,7 Millionen. Dies geht aus aktuellen Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat hervor, auf die die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke) aufmerksam machte.
Video
Niedriglöhne, Teilzeit, Leiharbeit: Immer mehr Arbeitnehmer sind von Armut bedroht
23.11.16 – 01:33 min
Niedriglöhne, Teilzeit, Leiharbeit Immer mehr Arbeitnehmer sind von Armut bedroht

Damit waren 2015 20,8 Prozent aller Menschen im Alter von 55 und älter von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. 2006 waren es noch 18,2 Prozent. EU-weit liegt der Anteil mit 20,7 Prozent leicht unter dem in Deutschland. Daten für 2016 liegen noch nicht vor.

Betroffen ist, wer mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnitts auskommen muss, wer sich normale Alltagsgüter oft nicht leisten kann oder wer in Haushalten lebt, in denen die Bewohner im arbeitsfähigen Alter kaum arbeiten.

Insgesamt ist nach dieser Definition laut Eurostat jeder Fünfte in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser Wert schwankte seit 2010 zwischen 19,6 und 20,6 Prozent.
Risikogruppe Geringverdiener

Die Linken-Vizefraktionschefin Zimmermann sagte: "In der zunehmenden Armut Älterer spiegelt sich die gesamte Problemlage im Bereich Arbeit und Soziales: Hoher Anteil von Niedriglöhnen am deutschen Arbeitsmarkt, hohe Erwerbslosigkeit von Älteren und immer öfter Armutsrenten." Ältere Erwerbslose dürften nicht länger abgeschrieben, sondern müssten besser unterstützt werden.
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Die neue Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, warnte dagegen davor, beim Thema Altersarmut "pauschale Horrorszenarien" zu entwerfen. Auch wenn das Rentenniveau im kommenden Jahrzehnt sinke, heiße das noch lange nicht, "dass wir eine massenhafte Altersarmut in Zukunft befürchten müssen", sagte Roßbach der "Süddeutschen Zeitung".

Sie mahnte, bei den Menschen mit einem besonders hohen Risiko anzusetzen. Dazu zählte sie Erwerbsminderungsrentner, Soloselbstständige mit unsteten Erwerbsbiografien und Langzeitarbeitslose. Auch für Menschen, die über lange Zeit Geringverdiener waren und nicht zusätzlich fürs Alter vorsorgten, könne es schwierig werden.

"Wir können fehlende oder nur geringe Beiträge nicht komplett ausgleichen", sagte Roßbach. Ein höheres Rentenniveau sei für die Probleme dieser Risikogruppen "kein Allheilmittel".

Quelle: n-tv.de , mbo/dpa/AFP
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