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Altrentner werden diskriminiert

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Altrentner werden diskriminiert

Beitragvon Dieterle » 8. Sep 2015 09:58

bild frührentner 2.jpg
bild frührentner 2.jpg (9.79 KiB) 1604-mal betrachtet
Hallo Netzteilnehmer,

suche betroffene Rentner die alle Voraussetzungen bezüglich der Rente mit 63 und 45 Beitragsjahren erfüllen und dennoch lebenslang einen Abschlag von 24 x 0,3% Abschlag akzeptieren sollen.
Ich bin der Meinung das ist Diskriminierung.
Betroffene die Einspruch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und Klage beim zuständigen Sozialgericht eingereicht haben, mögen sich bitte bei mir melden.

Viele Grüße Norbert Dieterle 06292-7573 :o
Dieterle
 
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Re: Altrentner werden diskriminiert

Beitragvon Dieterle » 9. Sep 2015 20:10

Auch Betroffene ohne Rechtsstreit mögen sich melden.
Dieterle
 
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Rente mit 85: Arbeiten bis in den Sarg ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 24. Nov 2015 19:00

Rente mit 85.JPG

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... sarg-.html

24.11.2015


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Rente mit 85: Arbeiten bis in den Sarg ?
Stefan Müller

In der WirtschaftsWoche spricht sich Ulrich Grillo, der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie, für eine Steigerung des Renteneintrittsalters von bisher 67 auf 85 Jahre aus.


Selbstverständlich meint es der Chef des BDI nur gut mit den Deutschen, denn seiner Meinung nach steigt ja deren Lebenserwartung alle vier Jahre durchschnittlich um ein Lebensjahr. Auf welche Belege sich Grillo für diese wundersame Verlängerung des durchschnittlichen Lebensalters überhaupt stützt, erwähnt der Unternehmer nicht.

Seiner Meinung nach ist es aber völlig legitim, wenn man als Faustformel von der durchschnittlichen Lebenserwartung 15 Jahre subtrahiert, um das Rentenalter zu errechnen.



Fakt ist aber, dass die statistische Lebenserwartung bei Männern momentan bei 79 Jahren und bei den Frauen bei 83 Jahren liegt und hiermit die seltsam krude Rechnung des BDI-Chefs zu ungunsten des Arbeitnehmers nicht aufgeht.



Wenn die durchschnittliche Lebenserwartung eines Mannes in Deutschland momentan 79 Jahre beträgt und man davon 15 Jahre subtrahiert, erhält man als Ergebnis aber 64 und nicht 67 Jahre.


Aber selbst, wenn es diese mysteriöse Verlängerung der Lebenszeit tatsächlich geben sollte, bleibt fraglich, inwieweit eine verlängerte Lebenszeit denn überhaupt tatsächlich auch aktiv genutzt werden kann, oder ob es sich lediglich um eine längere Liegedauer in einem Pflegebett handelt – möglicherweise angeschlossen an eine Magensonde.


Im Zuge der Refugees-Welcome-Euphorie wurden Politiker und andere prominente Zeitgenossen nicht müde, immer wieder zu betonen, dass wir ja in einem der »reichsten Länder der Welt« leben.



Da stellt sich bei solchen Forderungen wie der von BDI-Chef Grillo doch die Frage, warum ein so reiches Land wie Deutschland dann so grausam zu seinen Arbeitnehmern sein sollte. Da kann doch etwas nicht stimmen!


Eine Forderung nach einem höheren Renteneintrittsalter ist vor allem eines: zynisch. Dass sich mit Statistik hervorragend lügen lässt, wusste schon Winston Churchill. Wer das Renteneintrittsalter weiter anheben will, hat eigentlich eine knallharte Enteignung der Rentenbeitragszahler im Sinn.



Schon jetzt erleben viele hart arbeitende Menschen ihren Renteneintritt nicht mehr und damit verfällt schließlich auch ihr Anspruch auf Rente, denn anders als zum Beispiel in Griechenland können Rentenansprüche in Deutschland nicht an Familienmitglieder vererbt werden. Das eingezahlte Geld ist dann aber nicht weg, es hat nur wieder jemand anderes …


Wenn also das Renteneintrittsalter steigen sollte, dann muss sich jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer selbst eine Frage stellen – die Frage nämlich, ob er sich das alles überhaupt weiterhin antun will und ca. 20 Prozent seines Einkommens verschenken möchte, denn mit jeder Erhöhung des Renteneintrittsalters steigt auch die Wahrscheinlichkeit, niemals selber in den Genuss seiner Rente zu kommen, sondern gleich im Sarg zu landen.



Menschen wie Ulrich Grillo muss man diese Ideen aber schon fast nachsehen, denn Bodenhaftung ist ab einer gewissen gesellschaftlichen Stellung relativ selten zu finden. Noch rarer wird der Realismus bei diesen Menschen, wenn sie an solch illustren Treffen wie den Bilderberger-Konferenzen teilnehmen.



Diese Treffen finden seit 1954 unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und bringen angeblich konkurrierende Politiker und Wirtschaftsgrößen an einen Tisch. Bei den Konferenzen stellt ein eiserner Kodex – die Chatham House Rule – sicher, dass keiner der Beteiligten jemals für seine Äußerungen verantwortlich gemacht werden kann.


Grillo war 2013 Teilnehmer des Treffens in Hertfordshire. Vielleicht wurde er dort von den anderen anwesenden »Philantrophen« wie u.a. Henry Kissinger, Christine Lagarde (IWF) und auch Christian Lindner (FDP) zu einer solch überaus schöngeistigen Idee inspiriert?



In Gefährlich! Band 2 berichte ich mehr darüber, mit welchem diabolischen Prinzip der Einzelne in ein Zahnrad aus Fleisch verwandelt werden soll und was er ganz konkret dagegen tun kann. Zeitgenossen wie der BDI-Chef Grillo hassen dieses Buch höchstwahrscheinlich, denn es bedroht die Größe ihre Schafherde.

Die Vergangenheit hat gelehrt, dass die Herrschenden ihre Schafherde gerne mit der Schock-Strategie leiten: Aus dem Nichts wird ein Horrorszenario in den Raum geworfen (Rente mit 85). Nach dem Schock lässt man etwas Gras über die Sache wachsen und realisiert dann ein minimal milderes Vorhaben (zum Beispiel die Rente mit 75). Der Widerstand wird deutlich harmloser ausfallen, denn es ist »ja doch wieder nicht so schlimm gekommen ...«


Copyright © 2015 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Bildnachweis: „Ulrich Grillo 2“ von RudolfSimon - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - Zugeschnitten 16:10

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Rentenformel - Gabriel: "Dürfen das Niveau nicht weiter absinken lassen"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 28. Feb 2016 19:47

Dürfen das Niveau nicht weiter absinken lassen.jpg
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http://www.focus.de/finanzen/altersvors ... 20097.html

Rentenformel -
Gabriel: "Dürfen das Niveau nicht weiter absinken lassen"

Sonntag, 28.02.2016, 10:01
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Sigmar Gabriel, Rente, Rentenformel, Milliarden
dpa/Soeren Stache SPD-Chef Sigmar Gabriel

SPD-Chef Sigmar Gabriel will "das Rentenniveau nicht weiter absinken lassen". Deshalb schlägt er eine Reform der Rentenformel vor. Die Leute würden nicht mehr verstehen, warum für EU und Banken Milliarden da sind, aber für fleißige Arbeiter nicht.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert eine Reform der gesetzlichen Rentenformel. "Wir dürfen das Rentenniveau nicht einfach weiter absinken lassen", sagte Gabriel der "Bild am Sonntag". Der Vizekanzler appellierte an die Regierungskoalition, entsprechende Gesetzesinitiativen zu erarbeiten: "Schon heute gibt es viele Menschen, die 40 Jahre gearbeitet haben und trotzdem nur eine Rente bekommen, die unter der Sozialhilfe liegt. Diese Zahl wird steigen, wenn das Rentenniveau wie vorgesehen bis 2030 auf 41 Prozent sinkt. Alle, die Verantwortung tragen, müssen Konzepte erarbeiten, wie wir diese Entwicklung verhindern."
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Gabriel verwies darauf, dass zu niedrige Löhne und Renten die Demokratie gefährdeten: "Wenn Leute, vor allem in Ostdeutschland, zwar fleißig arbeiten, aber trotzdem keinen anständigen Lohn und später nur Mini-Renten bekommen, dann wächst die Enttäuschung." Dies könne eine Ursache für sinkende Wahlbeteiligungen und schwindendes Vertrauen in die demokratische Mitte sein.
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"Das können die Leute nicht mehr hören"

Das Argument der hohen Kosten für ein stabiles Rentenniveau wollte Gabriel nicht gelten lassen: "Genau das Argument können viele nicht mehr hören. Die antworten dann: ,Für die Banken hattet ihr Hunderte von Milliarden. Auch für die Griechen. Jetzt für die Flüchtlinge. Aber immer wenn es um Rente, Bildung oder Pflege geht, dann sagt ihr uns: Das ist zu teuer.' Wenn wir nicht zeigen, dass sich Arbeit in Deutschland für alle lohnt und alle eine Chance in unserer Gesellschaft haben, dann sagen immer mehr Menschen: 'Die Politik kann uns gestohlen bleiben'." Viele hätten derzeit den Eindruck, "dass die Politik sich nicht um die Sorgen der Menschen kümmert".
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Diese Zahlen zeigen, warum die Wut normaler Rentner berechtigt ist

Beitragvon Weltbookadmin47 » 9. Mär 2016 10:23

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Der Pension eines Staatsdieners von 3000 Euro steht heute in Deutschland eine durchschnittliche Rente des normalen Arbeitnehmers von 1314 Euro gegenüber. Dabei erreicht der Beamte seine Höchstpension schon nach 40 Dienstjahren; der Standardrentner muss dafür 45 Jahre buckeln.

Der Streit und Neid um die Besserstellung der Beamten im Alter ist so alt wie richtig. Zumal das Argument „die Pensionen müssten versteuert werden“, längst nicht mehr stimmt. Renten werden als Einkommen gesehen und unterliegen zunehmend der Steuerpflicht.

Ein Dickicht lukrativer Zuwendungen

Aber es geht mehr als nur um Steuerzahlungen. Es geht um Prämien, Zuschläge, Hilfen, Anrechnungsjahre und Begünstigungen, von denen ein Rentner nur träumen kann. Bezahlt werden die Privilegien von der Allgemeinheit.

Im Manager-Magazin hat Torsten Ermel vorgerechnet, um wie viel besser es den „neuen Adeligen“ geht und wie viel höher deren Einkommen wirklich ist. Eine Bestandsaufnahme voller Sprengkraft.

Besonders eklatant wird der Unterschied in diesem Verlgeich sichtbar: "Beamte erhalten, wenn alle Stricke reißen, in jedem Falle eine Mindestpension 1573 Euro, und zwar bereits nach einer Mindestdienstzeit von fünf Jahren. Diese Minimalpension ist schon höher als die Standardrente des Eckrentners, der 45 Jahre lang durchschnittlich verdient hat."

Autor Tim Ermel kommt zu diesem Fazit: "Für die genannten und viele weitere Privilegien gibt es in der heutigen Zeit keine Rechtfertigung mehr. Sie sind ungerecht und nicht mehr zu bezahlen. Die grundsätzlichen Probleme Griechenlands existieren bei uns ganz genau so." Er fordert Deutschland auf, zu handeln, bevor der Druck wie in Griechenland "unerträglich" werde.
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"Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren"

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Apr 2016 11:07

Hans-Werner-Sinn.jpg

http://m.welt.de/wirtschaft/article1473 ... ehren.html
"Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren"



ifo-Präsident Hans-Werner Sinn spricht sich für eine aktualisierte Agenda 2010 aus
ifo-Präsident Hans-Werner Sinn spricht sich für eine aktualisierte Agenda 2010 aus Foto: dpa

Die Deutschen sollen nach Meinung von ifo-Präsident Hans-Werner Sinn länger arbeiten, um die Kosten der Flüchtlingsintegration stemmen zu können. Auch der Mindestlohn müsse abgeschafft werden.

Nach den Worten von Ökonom Hans-Werner Sinn ist die Flüchtlingskrise nur mithilfe von radikalen Sozialreformen in Deutschland zu bewältigen. "Wir sollten den Flüchtlingsstrom zum Anlass für eine neue Agenda 2010 nehmen", sagt Sinn gegenüber der "Zeit".

Konkret forderte er, den Mindestlohn abzuschaffen, weil nur so genug Jobs für die Flüchtlinge entstünden. Die Asylbewerber verfügten seiner Ansicht nach zu einem großen Teil nur über eine niedrige Qualifikation. Aber würde dann die Stimmung innerhalb der Gesellschaft nicht endgültig kippen?

Mindestlohn abschaffen – Rentenalter rauf

"Mehr Geschäftsmodelle für Geringqualifizierte werden erst dann rentabel, wenn der Lohn für einfache Arbeit fällt." Sinn weiter: "Wenn die Zuwandernden keine Stellen kriegen, werden sie nicht integriert, und dann werden wir erhebliche Spannungen in der Gesellschaft bekommen. Dann kippt die Stimmung erst recht", so Sinn.
"Nie gefragt, ob wir Einwanderungsland werden wollen"
Politologe Werner Patzelt ist sicher: Die Flüchtlinge werden zu einem Problem für unsere Gesellschaft. Die Politik habe es versäumt, das Volk überhaupt zu fragen, ob man Einwanderungsland sein wolle. Quelle: Die Welt

Aus seiner Sicht müssen die Deutschen zudem länger arbeiten, um die Kosten der Integration der Flüchtlinge stemmen zu können. "Wir sollten lieber das Rentenalter heraufsetzen, um die Flüchtlinge zu ernähren. Die Alten werden im Übrigen gebraucht, um die Flüchtlinge anzulernen." Wegen ihrer überwiegend niedrigen Qualifikation würden die Migranten die Rentenkassen vorerst nicht ausreichend entlasten.

Nach Einschätzung von Sinn wird durch die Zuwanderung Druck auf die Löhne in Deutschland ausgeübt, wodurch die sozialen Unterschiede zunähmen. "Wenn Geringqualifizierte zuwandern, wird die Einkommensverteilung ungleicher. Das ist immer so. Und es wird immer teurer, das durch den Sozialstaat auszugleichen. Insofern drohen uns amerikanische Verhältnisse."
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Sinn sprach sich daher in der "Zeit" dafür aus, den Flüchtlingsstrom zu begrenzen. Die Staaten Europas müssten "die gemeinsame Außengrenze sichern – und wenn das nicht passiert, eben doch die eigenen Grenzen. Eine Welt ohne Grenzen, in der sich jeder nimmt, was er gern hätte, kann nicht funktionieren. Das ist eine Wildwestgesellschaft mit allem, was dazugehört."
KNA/rct
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"Anne Will" über Altersarmut - Malochen bis in den Tod

Beitragvon Weltbookadmin47 » 18. Apr 2016 11:33

Malochen bis in den Tod.jpg
Malochen bis in den Tod.jpg (25.28 KiB) 1328-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/politik/Malochen-bis ... 89391.html
Montag, 18. April 2016
"Anne Will" über Altersarmut - Malochen bis in den Tod

Von Verena Maria Dittrich

Die Angst vor Altersarmut ist berechtigt. Obwohl viele Menschen arbeiten, droht Geringverdienern der Super-GAU. Der Talk bei Anne Will erhitzt die Gemüter - vor allem wegen der verstörenden Ansichten eines Journalisten.

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Wer wachen Auges durch deutsche Städte geht, sieht sie überall: alte Menschen. Alte Menschen, die in Mülltonnen nach Pfandflaschen wühlen, Zeitungen verkaufen oder in der Einkaufspassage die Böden putzen. Das Problem an der Misere ist, dass dieses Bild im ersten Moment berechtigterweise allen Grund zur Sorge bietet, im Alter auch so ein Schicksal zu erleiden. Aber schnell redet man sich ein, dass einem das ganz bestimmt nicht passieren wird, schließlich ist man voll berufstätig und zahlt in die Rentenkasse ein. Und genau hier liegt das Problem: Im Nicht-Wahrhaben-Wollen, dass Altersarmut nichts ist, das lediglich Putzfrauen, Bäckereifachgehilfinnen oder Altenpfleger treffen kann, Arbeiter also, die im sogenannten Niedriglohnsektor tätig sind.
Hatte diesmal eine Runde zum Thema Altersarmut zu Gast: Anne Will
Hatte diesmal eine Runde zum Thema Altersarmut zu Gast: Anne Will
(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Leben lang malocht - und die Rente liegt nur knapp über Sozialhilfeniveau. Wie kann das sein? Wenn wir im Alter nicht von unserer Rente leben können, hat dann der Sozialstaat versagt? Jener Staat, der mit immer neuen Ideen um die Ecke kommt und vorgibt, stets auch etwas für "den kleinen Mann" tun zu wollen? Darüber diskutierte Anne Will im Sonntagstalk mit der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, der Putzfrau Susi Neumann, dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, Marcel Fratzscher, dem Journalisten Rainer Hank und dem Vorsitzenden des Verbands "Die Jungen Unternehmer", Hubertus Porschen.
"Meine Mädels landen alle in der Altersarmut"

Die Hälfte der Bevölkerung landet, wenn sich nichts ändert, in der Altersarmut, warnt Susanne Neumann. Anne Will möchte von der an Krebs erkrankten Putzfrau wissen, ob sich ihre Rente wenig für sie anfühlt. "Wenn man Miete, Energie und die Unterhaltskosten abzieht, dann ja. Es steigt ja alles! Meine Mädels (Kolleginnen) landen alle in der Altersarmut! Man muss 45 Jahre lang 11,50 Euro verdienen, um nicht in die Grundsicherung zu müssen."

Journalist Hank, Ressortleiter Wirtschaft bei der FAZ, hat da seine ganz eigene Wahrheit und sieht in Frau Neumanns düsteren Schilderungen lediglich "Einzelschicksale". So singt er ein Loblieb auf die gescheiterte Riester-Rente. Das Thema Rente, wenn man sich einmal die Sendungen von Anne Will der vergangenen Jahre anschaut, ist immer wieder ein heiß diskutiertes, bei denen oft Politiker mit in der Runde sitzen und erhitzt für die Sichtweise ihrer Partei debattieren. Unterm Strich hat das Ganze aber ungefähr so viel Aussagekraft wie ein unbeschriebenes Blatt Papier.

So ist das in dieser Runde auch mit Hannelore Kraft, die, was die Renten angeht, selbstverständlich noch jede Menge "Handlungsbedarf" sieht. Nahezu tantig mutet es an, wie sie die Taten ihrer Partei (SPD) lobt, jener Volkspartei, die dafür gesorgt hat, dass befristete Arbeitsverträge nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel geworden sind. Dank SPD sind diese zwischen 2003 und 2013 um mehr als 70 Prozent gestiegen.
Verena Maria Dittrich

Verena Maria Dittrich schreibt regelmäßig TV-Kritiken. Seit 2013 ist sie freie Autorin bei n-tv.de.
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Stichwort: Minijobs und Zeitarbeit. Heute hat jeder fünfte Beschäftigte einen Minijob. Wie glaubwürdig ist es da, dass ausgerechnet die SPD sich jetzt für die Renten von Morgen einsetzt, möchte Anne Will wissen. Aber wie man es von Politkern gewohnt ist, schwurbeln diese gern herum und geben auf konkrete Fragen unkonkrete Antworten - die aber immer sehr gewichtig klingen: "Ich möchte ein Gesamtkonzept."

Zu diesem gehört es anscheinend auch, zumindest, was Frau Krafts Auftritt bei Anne Will betrifft, Gesprächspartnern munter ins Wort zu fallen. Als Hubertus Porschen ihr und ihren Genossinnen und Genossen "politisches Kalkül", besonders in Wahlkampfzeiten zuspricht, schüttelt sie abfällig den Kopf, als handele es sich bei der Aussage des Unternehmers um die Chuzpe eines Jungspunds, der nicht weiß, wovon er spricht.
Porschen geht Kraft gezielt an

Stattdessen wird berichtet, man werde "soziale Probleme anpacken" und an "den Themen dranbleiben". "Frau Kraft, ich habe das Gefühl, Sie wollen das Problem nicht an der Wurzel packen", versucht Porschen abermals die SPD-Frau aus ihrer Komfortzone zu locken.

Richtig abenteuerlich wird es, als Rainer Hank die Riester-Rente erneut beschwört und sie als eine "gute markwirtschaftliche Reform" verkaufen will. Dagegen widerspricht Marcel Fratzscher ganz entschieden: "Riester ist gescheitert, sie hilft den falschen Leuten." Aber irgendwie scheint der FAZ-Autor in seiner ganz eigenen Welt zu leben. So spricht er unter anderem von "Leuten, die das Privileg haben, 45 Jahre zu arbeiten" und findet, dass "Arbeit sehr vielen Leuten Sinn gibt" und obendrein auch nicht mehr so anstrengend wie damals ist. Denn es gibt ja inzwischen jede Menge Roboter.
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Der Mensch im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts hat also laut Hank das Privileg, 45 Jahre lang durchzuackern, vollkommen egal, wie niedrig der Lohn ist. Wenn er dann im Alter von seiner kleinen Rente nicht leben kann, zeigt sich das wahre Gesicht des Sozialstaates. Wenn man also weiß, dass die Rente im Alter nicht reichen wird, was kann man tun, um sich zusätzlich privat abzusichern? Riestern? Gescheitert! Sparen? Wovon denn? Auch hier vertritt Hank seine ganz eigenen Ansichten: "Die Leute können ja selbst entscheiden, was und wie sie konsumieren. Sie können etwas zurücklegen." Daraufhin lenkt Kraft ein: "Ein Vermögen von 1400 Euro netto zu bilden, ist schwierig."

Am Ende wird noch einmal das Thema Bildung angerissen, von der Fratzscher findet, dass der deutsche Staat immer noch zu wenig in sie investiere. "Deutschland ist eines der ungleichen Länder in der industrialisierten Welt", sagt er und meint damit vor allem auch die Schere zwischen Arm und Reich - womit die Talkrunde wieder bei Frau Neumann ist, die sich wünscht, "mal wieder auf den Punkt zu kommen". "Die Sendung hier heißt: Arm im Alter. Ich hab immer malocht! Was habe ich verkehrt gemacht?" Die Antwort darauf bleibt man ihr schuldig.

Der 2012 verstorbene Volkswirt Roland Baader hat einmal gesagt: "Man hilft den Armen nicht, wenn man dafür sorgt, dass Armut sich lohnt." Eine Wahrheit, die die Politik seit Jahren billigend in Kauf nimmt.

Quelle: n-tv.de
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Fakten für die Debatte - Wie sicher ist die Rente ?

Beitragvon Weltbookadmin47 » 21. Apr 2016 16:43

Wie sicher ist die Rente.jpg
Wie sicher ist die Rente.jpg (35.64 KiB) 1283-mal betrachtet

http://www.n-tv.de/politik/Wie-sicher-i ... 27541.html
Donnerstag, 21. April 2016
Fakten für die Debatte - Wie sicher ist die Rente ?

Von Hubertus Volmer

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Wenn die Menschen immer älter und die Alten immer mehr werden, wird Rentenpolitik schwierig. Eine große Reform ist schnell gefordert – eine andere Frage ist, wer davon profitieren soll.

Was plant die Bundesregierung?

Nach den aufgeregten Wortmeldungen aus den Reihen der Koalition über die drohende Altersarmut hätte man erwarten können, dass das Thema bei der Klausurtagung der Fraktionsvorstände von Union und SPD eine zentrale Rolle spielt. So war es aber nicht: Es gab Beschlüsse zur Bekämpfung von Fluchtursachen und zur Automobilität der Zukunft, nicht jedoch zu der angeblich geplanten Rentenreform.
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Ralph Brinkhaus zur Renten-Debatte: "Rein logisch kann das System nicht mehr funktionieren" 21.04.16 – 03:23 min Mediathek Ralph Brinkhaus zur Renten-Debatte "Rein logisch kann das System nicht mehr funktionieren"

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will im Herbst einen Rentenbericht vorlegen. "Dann werden wir prüfen, was daraus folgt", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder. Sein SPD-Kollege Thomas Oppermann forderte allerdings, noch in dieser Legislaturperiode müssten eine Reform der Betriebsrenten und die Einführung einer Mindestrente kommen. Dann wäre Eile geboten: Im Herbst dürfte der Wahlkampf beginnen.

Die beiden Zitate von Kauder und Oppermann verdeutlichen, was CDU und SPD trennt: Während die CDU das Thema möglichst ruhig angehen will, fordern die Sozialdemokraten eine Mindestrente als "Schwester des Mindestlohnes" und eine Erhöhung des Rentenniveaus. Streit gibt es auch innerhalb der Union: CSU-Chef Horst Seehofer will das Rentenniveau ebenfalls anheben und hat die Riester-Rente mal eben für gescheitert erklärt. Dagegen warnt die CDU vor einem Überbietungswettbewerb. Sie will die Riester-Rente nicht infrage stellen, sondern attraktiver machen.

Droht überhaupt massenhafte Altersarmut?

Statistisch gesehen ist ein hohes Alter in Deutschland bislang kein Armutsrisiko. In der sogenannten Armutsgefährdungsquote liegen die über 65-Jährigen nur knapp vor den 25- bis 50-Jährigen und den 50- bis 65-Jährigen. (Am stärksten armutsgefährdet sind die 18- bis 25-Jährigen.)

Dennoch ist die Annahme, dass Deutschland eine massenhafte Altersarmut droht, zum Gemeinplatz geworden. Aktuell sind mehr als eine halbe Million Rentner auf die Grundsicherung angewiesen. Das sind 2,7 Prozent aller Rentner in Deutschland. Die Sozialverbände erwarten, dass die Zahl der von Armut gefährdeten Rentner steigen wird. Seehofer sagte kürzlich, fast jedem zweiten Rentner drohe langfristig Armut. Dabei bezog er sich auf Zahlen eines WDR-Berichts, in dem es heißt, dass im Jahr 2030 nur 28,6 Millionen Bürger eine auskömmliche Rente erwarten können, fast ebenso viele, 25,1 Millionen, nicht.
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Umfrage zu höherem Renteneintrittsalter: Deutschland ist gespalten 21.04.16 – 00:57 min Mediathek Umfrage zu höherem Renteneintrittsalter Deutschland ist gespalten

Der Haken ist nur: Der Bericht ist offenbar falsch. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht, Axel Börsch-Supan, warf der Studie "grobe Denkfehler" vor. Er geht davon aus, dass sich der Anteil der auf Grundsicherung angewiesenen Rentner bis 2029 auf 5,4 Prozent erhöhen könnte. Das ist mehr als heute und zweifellos zu viel. Aber es ist nicht jeder zweite Rentner.

Hilft es, wenn das Rentenniveau steigt?

Aktuell liegt das Rentenniveau bei gut 47 Prozent. Das heißt: Eine Standardrente entspricht 47 Prozent des Durchschnittseinkommens. Bis 2030 soll das Standardrentenniveau schrittweise auf 43 Prozent sinken. Entsprechend wichtiger wird die private Vorsorge – das ist politisch so gewollt, denn die Lebenserwartung steigt und die Geburtenrate sinkt.

Wenn das Rentenniveau steigt, wie CSU und SPD dies fordern, dann bekommen die Rentner mehr Geld. Aber auch die Rentenbeiträge steigen. Das ist politisch nicht gewollt und würde vermutlich auch unter den Arbeitnehmern nicht auf Begeisterung stoßen.

Ist das Ziel eine Bekämpfung der Altersarmut, dann sollte eine Rentenerhöhung nicht das Mittel der Wahl sein. "Wenn man knappe Mittel zur Verfügung hat und etwas gegen Altersarmut tun möchte, dann sind andere Instrumente sicherlich wirkungsvoller", sagt Johannes Geyer vom DIW Berlin.

Wann gehen Arbeitnehmer heute in den Ruhestand?

Nach geltender Rechtslage soll das Renteneintrittsalter bis 2029 stufenweise auf 67 Jahre steigen. Derzeit liegt das reale Renteneintrittsalter bei knapp 62 Jahren. Rechnet man die Erwerbsgeminderten heraus, liegt es bei 64,1 Jahren.

Muss das Renteneintrittsalter noch weiter angehoben werden?
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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und die Junge Union fordern dies. Schäuble sagte, Lebensarbeitszeit und Lebenserwartung müssten in einen Zusammenhang gebracht werden. Das klingt vernünftig: Wenn die Menschen länger leben, erscheint es logisch, dass auch der Eintritt ins Rentenalter später stattfindet. "Allerdings ist eine solche Reform nur dann sinnvoll, wenn sie begleitet wird von Maßnahmen für Personen, die nicht in der Lage sind, ihre Erwerbszeiten auszudehnen", so Rentenexperte Geyer.

Hier gibt es durchaus noch Handlungsbedarf – wobei man auch nicht unterschlagen darf, dass die Erwerbslosenquote in den letzten Jahren unter den Älteren gesunken ist. Unter den 60- bis 65-Jährigen lag diese Quote im Jahr 2005 bei 11 Prozent. 2014 waren es 5,8 Prozent.

Unterm Strich: Wie sicher ist die gesetzliche Rente?

Die gesetzliche Rentenversicherung wird auf absehbare Zeit der wichtigste Baustein der Alterssicherung bleiben, sagt Geyer. Das ist auch sinnvoll: "Die Finanzkrise 2008 hat uns gezeigt, dass das sicherste das solidarische Umlagesystem ist und das unsicherste der Versuch, über Kapitaldeckung lange Lebensrisiken abzudecken", so SPD-Chef Sigmar Gabriel. Was zusätzlich nötig ist, um den persönlichen Lebensabend abzusichern, muss jeder selbst prüfen und entscheiden – daran führt kein Weg vorbei.

Quelle: n-tv.de
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Ostlöhne sollen abgewertet werden - Nahles plant Renteneinheit bis 2020

Beitragvon Weltbookadmin47 » 15. Jul 2016 09:38

Nahles plant Renteneinheit bis 2020.jpg
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http://www.n-tv.de/politik/Nahles-plant ... 00521.html
Freitag, 15. Juli 2016
Ostlöhne sollen abgewertet werden - Nahles plant Renteneinheit bis 2020

Andrea Nahles' Pläne zur Rentenangleichung zwischen Ost- und Westdeutschland werden konkreter. Die Erhöhung im Osten soll bis 2020 in zwei Schritten erfolgen. Doch unter der Angleichung werden besonders künftige Rentnergenerationen leiden müssen.

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Bundessozialministerin Andrea Nahles will die Ostrente nach einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" bis 2020 in zwei Schritten auf das westdeutsche Niveau anheben. Künftige Rentnergenerationen im Osten sollen dafür niedrigere Bezüge als nach geltendem Recht hinnehmen müssen.

2018 solle die bestehende Rentenlücke zunächst zur Hälfte geschlossen werden, berichtete die Zeitung. Das wäre eine einmalige Rentenerhöhung von rund drei Prozent. Ein zweiter, ähnlicher Schritt würde dann 2020 erfolgen. Eine Stellungnahme des Sozialministeriums zu dem Bericht war zunächst nicht zu bekommen.

Heikel ist das Vorhaben, weil eine komplette Angleichung keineswegs nur Gewinner bringen würde. Zwar ist der Rentenwert - quasi die monatliche Rente für ein Jahr Beschäftigung mit Durchschnittsentgelt - im Osten geringer. Dafür werden aber die der Rente zugrundeliegenden Ostlöhne bei der Rentenberechnung aufgewertet. "Bei gleichem Lohn entsteht aktuell in den neuen Ländern ein höherer Rentenanspruch als in den alten Ländern", erläuterte die Rentenversicherung.
Höhere Renten heute - geringere Bezüge später
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Parallel zur Angleichung soll laut dem Bericht diese Höherwertung ostdeutscher Einkommen bei der Rentenberechnung wegfallen - ebenfalls in zwei Schritten. Die Rentenansprüche der heute über sechs Millionen Arbeitnehmer in Ostdeutschland würden dadurch langfristig geringer ausfallen, so die Zeitung. Nahles wolle ihr Konzept kommende Woche vorstellen.

Bereits bisher stiegen die Ostrenten in der Regel stärker als jene im Westen. So reduzierte sich der Ost-West-Abstand mit der Rentenerhöhung zum 1. Juli von 7,4 Prozent im zweiten Halbjahr 2015 auf 5,9 Prozent im zweiten Halbjahr 2016. Derzeit liegt der Rentenwert im Osten bei 28,66 Euro gegenüber 30,45 Euro im Westen.

Die sogenannte Standardrente nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittseinkommen stiege nach dem Nahles-Plan von heute 1290 zunächst auf ungefähr 1330 und schließlich auf 1370 Euro, berichtete die Zeitung. Der CDU/CSU-Fraktionsvize Arnold Vaatz lehnte die Angleichung laut der Zeitung ab, weil sie mit einem Wegfall der Höherwertung verbunden wäre.

Quelle: n-tv.de , sro/dpa
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Wenn der Körper nicht mitmacht - Wie man Erwerbsminderungsrente bekommt

Beitragvon Weltbookadmin47 » 11. Aug 2016 11:16

Wenn der Körper nicht mitmacht.jpg
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http://www.n-tv.de/ratgeber/Wie-man-Erw ... 75631.html
Donnerstag, 11. August 2016
Wenn der Körper nicht mitmacht - Wie man Erwerbsminderungsrente bekommt

Krankheit oder ein Unfall können einem Arbeitsleben ein jähes Ende setzen. Und dann? Wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage ist, seinen Job zu machen, kann er Erwerbsminderungsrente beantragen.

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Wer nach einem Unfall nicht mehr arbeiten kann, bekommt Unterstützung von der Deutschen Rentenversicherung. Vorausgesetzt, es liegt keine strafbare Handlung vor.
Wer nach einem Unfall nicht mehr arbeiten kann, bekommt Unterstützung von der Deutschen Rentenversicherung. Vorausgesetzt, es liegt keine strafbare Handlung vor.
(Foto: dpa)

Ein Erwerbsleben dauert rund 40 Jahre - je nach Ausbildung oder Studium ein paar Jahre kürzer oder länger. Aus gesundheitlichen Gründen müssen aber jedes Jahr mehrere Zehntausend Menschen ihren Job aufgeben, bevor sie das Rentenalter erreichen. Die Hauptursachen dafür sind nach Angaben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) Probleme mit Gelenken und Wirbelsäule, innere Krankheiten oder psychische Beschwerden.

"Der Körper fängt oft gerade dann an zu streiken, wenn man auf dem Höhepunkt der beruflichen Laufbahn ist", sagt Christian Westhoff, stellvertretender BMAS-Pressesprecher. Damit aber mit der verminderten Erwerbsfähigkeit - mit der oft der Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht - kein persönliches Drama entsteht, gibt es die Erwerbsminderungsrente. Die wichtigsten Informationen:

Wer hat Anspruch auf Erwerbsminderungsrente?

"Die volle Erwerbsminderungsrente erhält, wer weniger als drei Stunden täglich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann", erklärt Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband. Das kann wegen einer schweren oder chronischen Krankheit oder infolge eines Unfalls der Fall sein. Den Anspruch auf diese Leistung hat jeder Arbeitnehmer, der vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt und in den fünf Jahren vor Beginn der Rente drei Jahre lang eingezahlt hat.

Berufsanfänger sind im Falle eines Arbeitsunfalls vom ersten Arbeitstag an geschützt, wie Dirk von der Heide erläutert, Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund. "Ein privater Unfall ist unter bestimmten Voraussetzungen bereits nach einem Jahr Beitragszahlung abgesichert." Wichtig ist, dass die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht ist. Zudem gilt laut von der Heide der Grundsatz "Reha vor Rente": "Zunächst wird geprüft, ob die Erwerbsfähigkeit durch medizinische oder berufliche Rehabilitation wieder hergestellt werden kann." Das Ziel ist klar: Der Arbeitnehmer soll selbst seinen Lebensunterhalt bestreiten können.

Die Höhe der Rente wird individuell berechnet, auf Grundlage der Versicherungsjahre in der Rentenversicherung und den Entgeltpunkten. Oft reicht das nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann diese Lücke füllen.

Gibt es eine Staffelung?

"Es wird zwischen der Rente wegen voller und teilweiser Erwerbsminderung unterschieden", erklärt von der Heide. Wer zwischen drei und unter sechs Stunden jeden Tag arbeiten kann, kann eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bekommen. Zusammen mit einer regulären Arbeit sollte das Geld dann zum Leben reichen. Wer weniger arbeiten kann, soll mit der Rente den Verdienst ersetzen. Erwerbsminderungsrenten sind prinzipiell befristet auf drei Jahre, können laut Wawro aber verlängert werden.

Gibt es Mindestvoraussetzungen beim Alter oder bei den Berufsjahren?

Fünf Jahre lang müssen Beiträge gezahlt worden sein. "Zusätzlich müssen in den fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit belegt sein", erläutert von der Heide. Eine Ausnahme gibt es für all jene, die bereits vor dem 1. Januar 1984 fünf Jahre lang Beiträge gezahlt hatten: Sie können auch ohne die drei Jahre Pflichtbeiträge rentenberechtigt sein - sofern sie lückenlos weitergezahlt haben.

Darf man noch arbeiten, wenn man Erwerbsminderungsrente bekommt?

"Im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten darf man durchaus noch arbeiten oder auch selbstständige Einkünfte erzielen", sagt Steuerexperte Wawro. Wer den vollen Satz bekommt, darf im Monat 450 Euro dazuverdienen und zweimal im Jahr sogar das Doppelte. Bei Selbstständigen werden häufig auch gleitende Sätze akzeptiert – in diesem Fall ist allerdings der zweimalige doppelte Verdienst nicht gestattet. Ist das Einkommen höher, wird laut von der Heide die Rente gekürzt oder nicht mehr gezahlt.

Mehr Geld darf man verdienen, wenn teilweise Erwerbsminderung vorliegt. Die Grenzen werden individuell ermittelt, unter anderem sind sie von den erzielten Bruttoarbeitsverdiensten in den drei Kalenderjahren vor der Rente abhängig. "Reicht die Rente zum Lebensunterhalt nicht aus, können ergänzende Sozialleistungen beantragt werden", sagt von der Heide. Nicht zum Zuverdienst gehören Pflegegeld, Einkünfte als Behinderter und Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Mieteinnahmen.
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Übrigens: Die Rente wegen Erwerbsminderung wird für die Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigungen gezahlt, erläutert von der Heide. "Sie endet spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze." Die Altersrente wird dann unter Berücksichtigung der Rentenzeiten berechnet - ist diese aber niedriger als die bisherigen Zahlungen, greift ein Besitzschutz.

Was muss man bei der Erwerbsminderungsrente steuerlich beachten?

Wie bei der Altersrente wird beim Bezug einer Erwerbsminderungsrente der Besteuerungsanteil nach dem Kalenderjahr ermittelt, in dem die Rente beginnt. "Weil die Renten oft schon in jüngeren Jahren bezogen werden, fallen sie entsprechend gering aus", sagt Wawro. Dadurch werde ein Alleinstehender, soweit er keine anderen Einkunftsquellen hat, meist von der Steuer nicht behelligt. Bei Eheleuten hingegen besteht häufig die Pflicht zur Einkommensteuererklärung.

Quelle: n-tv.de , Verena Wolff, dpa
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Umkehrhypothek als Alternative - Mit einer Immobilie die Rente aufbessern

Beitragvon Weltbookadmin47 » 12. Sep 2016 09:06

Mit einer Immobilie die Rente aufbessern.jpg
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http://www.n-tv.de/ratgeber/Mit-einer-I ... 81041.html
Montag, 12. September 2016
Umkehrhypothek als Alternative - Mit einer Immobilie die Rente aufbessern ?

Sie heißen Umkehrhypothek, Renten-Hypothek oder Leibrente, und ihnen ist eines gemeinsam: Sie verschaffen klammen Immobilienbesitzern im Alter ein finanzielles Zubrot. Im Gegenzug verwerten die Geldgeber das Haus später.

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Alternativen zur Umkehrhypothek sind die Leibrente oder die Zustifterrente.
Alternativen zur Umkehrhypothek sind die Leibrente oder die Zustifterrente.
(Foto: imago stock&people)

Ob Umkehrhypothek, Renten-Hypothek, Immobilienverzehrkredit, Zustifterrente oder Leibrente: Die Modelle ähneln einem Kredit, der monatlich ausbezahlt wird, sagt Achim Reif vom Verband deutscher Pfandbriefbanken in Berlin. Mit dem Unterschied: Der Eigentümer kann bis ans Lebensende oder bis zum Umzug ins Altersheim mietfrei in den eigenen vier Wänden wohnen. Erst dann übernimmt der Geldgeber das Haus und kann es verwerten.

Die klassische Umkehrhypothek funktioniert so: Der Immobilienbesitzer bekommt meist von einer Bank oder Versicherung ein Darlehen. Das wird entweder als Einmalbetrag oder in Monatsraten ausbezahlt. Dafür lässt sich der Geldgeber eine Grundschuld auf Haus oder Eigentumswohnung eintragen. Im Unterschied zum üblichen Baukredit zahlt der Kreditnehmer weder Zinsen noch Tilgung - beides wird aber aufaddiert.

Das Ergebnis beschreibt Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen: "Die Schuld steigt durch die Zinslast". Aus diesem Effekt leitet sich der Name Umkehrhypothek ab. Abgelöst wird der Kredit in der Regel erst beim Tod des Eigentümers. Nach den Erfahrungen von Reif und Mayer ist es dann üblich, dass der Geldgeber die Immobilie verkauft. Der Erlös soll das Darlehen tilgen und darüber hinaus möglichst einen Gewinn für den Kreditgeber abwerfen.
Darlehen meist unter Objektwert

Für den Eigentümer bedeutet die Umkehrhypothek eine regelmäßige Finanzspritze. In der Regel wird ein Auszahlungsplan vereinbart. Er enthält neben den Zahlungskonditionen auch Angaben zu Zins und Laufzeit des Darlehens. Wie viel Geld Eigentümer erwarten können, hängt von deren Alter und dem geschätzten Wert des Objekts ab. "Die Bank darf aus ihrer Sicht nur eine Immobilie nehmen, die sich hinterher gut verkaufen lässt", sagt Mayer. Toplagen in Ballungsgebieten und Unistädten kommen daher eher infrage als ländliche Anwesen. Außerdem sollte das Haus schuldenfrei sein.

Häufig liegt das gewährte Darlehen unterhalb des tatsächlichen Objektwerts, moniert die Verbraucherschützerin. Das hängt mit den Risiken zusammen, die die Kreditgeber tragen - etwa wenn sie die Lebenserwartung des Rentners kalkulieren müssen oder die Frage, wie viel Geld beim Verkauf der Immobilie in 10 oder 20 Jahren herausspringt. Das abzuschätzen, komme einem Blick in die Glaskugel gleich, sagt Reif.

Daher setzen Anbieter hohe Sicherheitsabschläge an. So kommen zum Teil nur monatliche Zusatzrenten im unteren dreistelligen Bereich zusammen. Das ist ziemlich enttäuschend für stolze Eigentümer. Deshalb rät Mayer Verbrauchern, die Immobilie über einen Makler zu verkaufen. "Da haben Sie mehr von." Und oft ein Problem weniger: Denn sonst müssen Senioren potenziellen Erben erklären, dass das erhoffte Haus nicht zum Nachlass gehört, sondern an einen Kreditgeber geht.

Die Idee der Umkehrhypothek stammt aus dem angelsächsischen Raum. In Großbritannien und in den USA ist die "Reverse Mortgage" Teil der Altersvorsorge. In den USA fängt sogar der Staat das Risiko ab, dass der Hausbesitzer lange lebt. Somit ist die Reverse Mortgage attraktiver als vergleichbare Produkte in Deutschland. "Die Sicherheitsabschläge sind hierzulande relativ hoch im Vergleich zu den USA - somit kommt hier weniger dabei raus", erklärt Stefan Lutter, Sprecher des Direktversicherers Hannoversche. Die Versicherung zählte bis vor einiger Zeit zu den wenigen Anbietern, die in Deutschland ein solches Produkt im Programm hatten.
Auch die Leibrente ist eine Option

Insgesamt ist das Produkt - auch Immobilienverzehrkredit genannt - hierzulande bei Banken und Versicherern genauso unbeliebt wie bei Verbrauchern. Hausbesitzer erschreckt die Schuldenhöhe, die aufläuft, berichtet Mayer aus ihrer Beratungsarbeit in der Verbraucherzentrale. Außerdem hingen Menschen hier viel stärker am eigenen Haus als in den USA: "Das Argument Vererben sitzt hierzulande tief drin."

Die Kreditbranche begründet den Mangel an Angebot mit dem Hinweis auf die europäische Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die im März 2016 in deutsches Recht umgesetzt wurde. Seitdem sei der zuvor schon schwache Markt tot, heißt es beim Direktversicherer Hannoversche. Das deckt sich mit Beobachtungen des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken. Aus dem Wortlaut der Richtlinie leiten Banken ab, dass eine Hypothek am Lebensende des Kreditnehmers abbezahlt sein muss. Das würde dem Gedanken der Umkehrhypothek widersprechen.
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Alternativen zur Umkehrhypothek sind die Leibrente oder die sogenannte Zustifterrente. Diese Option bietet etwa die kirchliche Stiftung Liebenau aus Meckenbeuren (Baden-Württemberg) an. Bei dem Modell geht die Immobilie mit Abschluss des Vertrags in das Eigentum der Stiftung über. Im Gegenzug erhalten die früheren Besitzer ein lebenslanges Wohnrecht und eine Rente. Grundvoraussetzung dafür: Ein Mindestalter von 65 Jahren, ein Mindestwert der Immobilie von 200.000 Euro, maximale Belastung von 30 Prozent sowie 1a-Lage. Bislang hat die Stiftung 60 Objekte quer durch Deutschland erworben, die sie im eigenen Besitz hält. Vergleichbare Angebote gibt es nach Angaben der Stiftung bei den Caritasverbänden in Stuttgart und Krefeld.

Bei der Leibrente verkauft man die Immobilie an einen zukünftigen Eigentümer. Den Preis bezahlt er in monatlichen Rentenraten, bis der frühere Eigentümer stirbt. Dieser genießt meist lebenslanges Wohnrecht. Der neue Besitzer steht dann bereits im Grundbuch. Auch dieses Modell wird laut Reif hierzulande selten abgeschlossen.

Quelle: n-tv.de , Monika Hillemacher, dpa
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Rente für Schwerbehinderte: Ohne Abschlag früher in Rente

Beitragvon Weltbookadmin47 » 13. Jun 2017 21:31

Altrentner werden diskriminiert
https://www.test.de/Rente-fuer-Schwerbe ... ocialshare
Rente für Schwerbehinderte: Ohne Abschlag früher in Rente

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Flexi-Rente gilt auch für Schwerbehinderte
Unser Rat
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Flexi-Rente gilt auch für Schwerbehinderte
Rentenkür­zung bei Neben­verdienst

Wie alle, die vorzeitig in Rente gehen, müssen Schwerbehinderte aufpassen, wenn sie sich etwas hinzuver­dienen wollen. Denn bis sie die Regel­alters­grenze erreicht haben, die für nicht­behinderte Arbeitnehmer gilt, müssen sie eine monatliche Hinzuver­dienst­grenze von 450 Euro beachten. Über­schreiten sie die Grenze, haben sie nach der heutigen Regelung nur Anspruch auf eine Teilrente. Abhängig von der Höhe ihres Verdienstes bekommen sie ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel ihrer Voll­rente.
Zweimal höherer Verdienst geht

Die Verdienst­grenzen für diese Teilrenten fallen für jeden Rentner anders aus. Denn sie hängen vom versicherungs­pflichtigen Einkommen in den letzten drei Jahren vor dem Renten­beginn ab. Zweimal inner­halb eines Jahres dürfen Rentner allerdings ihre Grenze über­schreiten und bis zum Doppelten verdienen. Wer zum Beispiel normaler­weise die 450-Euro-Grenze für die Voll­rente einhält, darf in zwei Monaten eines Jahres jeweils bis zu 900 Euro verdienen, ohne dass ihm die Rente gekürzt wird. Die starren Hinzuver­dienst­grenzen können heute dazu führen, dass schon bei einem gering­fügigen Über­schreiten der jeweiligen Grenze die Rente unver­hält­nismäßig stark gekürzt wird. Die Bundes­regierung plant deshalb zum 1. Juli 2017 Änderungen beim Hinzuver­dienst im Rahmen der sogenannten Flexi-Rente.
Flexi-Rente: Nicht alle profitieren

Frührentner sollen künftig eine Teilrente stufenlos in individueller Höhe beziehen können. Laut dem Gesetz­entwurf sollen Brutto­gehälter, die über einen jähr­lichen Frei­betrag von 6 300 Euro, das wären 525 Euro im Monat, hinaus­gehen, zu 40 Prozent auf die Rente ange­rechnet werden. Im Juli-Heft (Test Früher in Rente: So bleibt Ihnen mehr Geld, Finanztest 7/2016) haben wir mögliche Konsequenzen dieser Neuregelung untersucht. Ergebnis: Nicht alle Frührentner stellen sich besser. Wer am oberen Rand der Anrechnungs­grenzen verdient und eine Teilrente bezieht, wird durch die neue Regelung schlechter­gestellt. Menschen mit eher geringeren Hinzuver­diensten inner­halb der Grenzen profitieren hingegen.
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Kommentare (11)
marysun58 schrieb am 13.06.2017 um 14:04 Uhr:
Rente bei 90% Schwerbehinderung, Merkzeichen B, G

Sehr geehrte Damen und Herren,
von einem guten Bekannten habe ich die Information, wenn eine Behinderung seit Geburt besteht, würde die Anwartschaft auf Rente bzw. Erwerbsminderungsrente anderes berechnet. Habe ich dadurch eher einen Anspruch auf Rente?
(0)(0)
Stiftung_Warentest schrieb am 12.04.2017 um 08:50 Uhr:
Profilbild
Rente

@jean54: Bitte sehen sie in der Tabelle "Rentenbeginn nach Jahrgang" knapp oberhalb des Kommentarfelds nach. Dort können Sie neben Ihrem Geburtsjahr ablesen, wann Sie abschlagsfrei in Rente gehen können. (PH)
(3)(5)
jean54 schrieb am 11.04.2017 um 18:17 Uhr:
rente

Ich werde in juni 63 und habe eine Schwerbehinderung grad. 60.wenn kann ich in der Rente ohne Abschlag?
(25)(5)
Stiftung_Warentest schrieb am 31.03.2017 um 11:12 Uhr:
Profilbild
Früher in Rente bei 100% mit B ohne Abzüge??

@Dolphin60: Wenden Sie sich bitte für eine individuelle Rentenberatung direkt an die Rentenversicherung. Sie erreichen die Rentenversicherung unter der kostenlosen Hotline: 0800/10004800 (PK)
(7)(2)
Dolphin60 schrieb am 30.03.2017 um 13:12 Uhr:
Früher in Rente bei 100% mit B ohne Abzüge??

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mann ist Blind und hat 100% mit B im Ausweis stehen.
Er arbeitet im öffentlichen Dienst seid 1993. Er ist 1970 geboren.
Wann kann er dann in Rente gehen ohne Abzüge??..
(5)(3)
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Zweites Jahr in Folge - Rentenkasse macht offenbar Minus

Beitragvon Weltbookadmin47 » 26. Jun 2017 09:09

Altrentner werden diskriminiert
http://www.n-tv.de/politik/Rentenkasse- ... 06147.html
Montag, 26. Juni 2017
Zweites Jahr in Folge - Rentenkasse macht offenbar Minus

Schon wieder soll die Gesetzliche Rentenversicherung roten Zahlen schreiben. Laut einem Bericht steigt der Fehlbetrag deutlich gegenüber dem Vorjahr an. Höhere Beiträge zahlen müssen Versicherte wohl nicht.

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Die Rentenkasse hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro verbucht. Der Fehlbetrag fiel bei der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) damit gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus, berichten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Die Zeitung beruft sich dabei auf die Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018, die am Mittwoch beraten werden soll.
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Grund für das größere Minus seien höhere Ausgaben als 2015, hieß es in dem Bericht. 2014 hatte die GRV dem Blatt zufolge noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 sei sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen gerutscht.

Das abermals gestiegene Minus im vergangenen Jahr mache indes keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich, heißt es in dem Papier des Bundesfinanzministeriums. Dieser könne voraussichtlich bis 2021 stabil bleiben. Der Beitragssatz war zu Beginn des Jahres 2015 um 0,2 Prozentpunkte gesenkt worden.

Quelle: n-tv.de , hul/rts
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